Mahangu Plane deine nächste Reise gemeinsam mit Freunden und verwalte Reisedokumente. Erstelle kostenlosen Reiseblog und lade Fotos und Videos hoch. Fasse die Höhepunkte deiner Reise in einem Film zusammen. Einfachheit die besticht, absolute Privatsphäre und keine Limiten für Fotos oder Videos.

Trip Familienabenteuer Neuseeland Familienabenteuer Neuseeland 27.09.2012 - 15.02.2013   Der Plan: Eine Auszeit von unserem Arbeitsleben nehmen und mit der ganzen... Christiane Gröger (DE)
Cookinseln Deutschland Hong Kong Macao Neuseeland USA

Familienabenteuer Neuseeland

Folgen

Der Plan: Eine Auszeit von unserem Arbeitsleben nehmen und mit der ganzen Familie am anderen Ende der Welt Aufregendes entdecken, Zeit miteinander verbringen, in den Tag hineinleben und die Seele einfach einmal baumeln lassen.

Um den Kindern die langen Flüge erträglich zu gestalten, werden wir auf der Hinreise einen sechstägigen Stopp in Hongkong einlegen. Es folgen dann vier Monate Neuseeland. Wir werden auf der Nordinsel starten und mit unserem Wohnmobil in traumhafte Naturparadiese vorstoßen. Irgendwann wechseln wir auf die Südinsel. Am 31. Januar wird dann unsere Zeit auf Neuseeland zu Ende gehen und wir fliegen für zehn Tage in die Südsee auf die Insel Rarotonga. Anschließend geht es noch für vier Tage nach L.A. und dann werden wir wieder in Deutschland sein.

Wir laden Euch ein, hin und wieder einen Blick in unser Reisetagebuch zu werfen!

Liebe Grüße und bis bald sagen Pepe, Theo, Micha und Chris

Means of Transport
Auto Flugzeug
  • 16Aug 2012

    1 Leipzig 16.08.2012 Deutschland —

    Zentrum, Leipzig, Deutschland

    Beschreibung

    Damit ich während unserer Reise das ein oder andere schreiben kann, muss ich mich erst einmal mit der "Technik" beschäftigen, also wie hinterlege ich Wegpunkte, wie lade ich die Fotos... ich übe also ein bisschen.

    Stand unserer Vorbereitungen:
    - wir haben alle unsere Reisepässe mit Visum
    - ich habe heute meinen internationalen Führerschein abgeholt
    - es gibt mittlerweile eine Liste mit Dingen, die wir mitnehmen möchten
    - wir haben Wanderschuhe : )

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 15Sep 2012

    2 Abschiedsparty 15.09.2012

     

    Beschreibung

    Der letzte Arbeitstag liegt hinter uns. Nachdem wir uns von unseren Arbeitskollegen verabschiedet haben, haben wir die Chance genutzt bei einer Abschiedsparty lieben Freunden für eine gewisse Zeit LebeWohl zu sagen. Es war für uns ein sehr schöner Tag. 15.00 Uhr ging es los - zwölf Kinder und einige Erwachsene mehr haben zum Gelingen unseres Festes beigetragen. Wir möchten uns bei allen bedanken, die da gewesen sind, für die lieben Wünsche für unsere bevorstehende Reise, die vielen tollen Geschenke, die wohl alle einen Platz im Gepäck finden werden (lassen wir eben ein paar Socken oder ne Hose hier...) und besonders bei Peter und Jens, die unsere Gäste (und uns) mit einem so leckeren Essen verwöhnt haben - so hatten wir Zeit für ein paar Gespräche, das ein oder andere kleine Fußballspiel mit den Rackern und mussten nicht Stunden in der Küche zubringen. Danke, Ihr beiden!

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 24Sep 2012

    3 Theos zweiter Geburtstag 24.09.2012

     

    Beschreibung

    Es ist die letzte Feierlichkeit zu Hause! Unser Kleiner wird zwei Jahre alt! Mit der Familie und Freunden erleben wir noch einen schönen Nachmittag! Es wird geschlemmt und Geschenke werden ausgepackt! Kurz nach halb sieben: Theo stürzt im Sandkasten und knallt auf eine Holzkante! Platzwunde am rechten Augenlid. Wir fahren in die Augenklinik, in der Hoffnung, es kann geklebt werden. Aber es ist eine tiefe Wunde. Der kleine Geburtstagsbär muss morgen früh wieder in die Klinik. Unter Narkose muss dann die Verletzung genäht werden. Wir hoffen, es wird alles ohne Komplikationen verlaufen. Wir würden gern am Donnerstag starten...

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 28Sep 2012

    4 Ankunft in Hongkong 28.09.2012 Hong Kong —

    Sham Shui Po, Hong Kong

    Beschreibung

    28.09.2012

    Geschafft! Wir sind in Hongkong! Nach ca. 12 Stunden Flug (Zwischenstopp in Frankfurt) sind wir sicher hier gelandet! Beide Mäuse haben den Flug bravorös gemeistert. Das Schlafen war nicht wirklich bequem, aber mal hält man das schon aus! Auf dem Flughafen läuft alles super gut organisiert ab. Man wird freundlich an markanten Stellen dorthin weitergeleitet, wo man hin will. Bei Theo wurde gleich ein Temperaturcheck gemacht. Nachdem wir die Passkontrolle passiert haben und auch unser Gepäck sofort auf dem Gepäckband gefunden haben bewegen wir uns Richtung Ausgang, wo uns sofort eine ganz liebe Windy von der Info anspricht. Sie erklärt uns, wie wir ins Hotel kommen und was die nächsten Tage in Hongkong so los ist. Die Racker bekommen Süßigkeiten. Nun geht es raus! Wir heben erst einmal Geld ab und besorgen uns noch eine Octopus-Card, mit der wir dann die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen können.
    Wir steigen in ein rotes (Urban) Taxi und los geht es zu unserem Hotel in Kowloon. Hongkong ist wie unter einer riesigen Dunstglocke! Mal sehen, ob es in den nächsten Tagen noch mal klarer wird. Im Hotel werden wir sehr freundlich empfangen, bekommen etwas zu trinken und können dann sofort auf unser Zimmer in der 16. Etage. Das Zimmer ist überschaubar, aber vollkommen in Ordnung. Der Ausblick aus dem Hotel ist erst einmal gewöhnungsbedürftig (scheinbar verfallen und eben nicht der gewohnte Anblick, den man anderswo sieht). Wir stellen fest, dass unser Weltstecker, den wir von Papi bekommen haben, nicht asientauglich ist (werden ihn aber in NZ gut gebrauchen können) und wir unsere elektronischen Geräte nicht nutzen können. Aber an der Hotelrezeption bekommen wir sofort einen entsprechenden Adapter.
    Nun geht es raus ins Gewimmel. Eigentlich wollen wir zum Victoria Park, da ist das Autumn-Fest, aber bis dort hin kommen wir nicht. Erstens sind die Mäuse (und auch wir) total knülle und zweitens fasziniert uns allein das Treiben auf der Straße und einem Markt. Dort gibt es Unmengen an frischem Fleisch und oftmals lebenden Meeresgetier (auch Schildkröten zum essen). Wir holen uns bei einem Bäcker etwas zu essen, futtern noch ein Eis, holen Milch für den kleinen Fratz und kaufen eine Sim-Karte fürs Handy, damit wir unterwegs auch Zugriff aufs Netz haben
    Gegen 18.00 Uhr sind wir wieder im Hotel. Theo und Pepe werden geduscht und dann schlafen wir alle ein! Aber wir wachen wieder auf (gegen 22.30 Uhr). Der Jetleg (6 Stunden Zeitverschiebung) geht doch nicht spurlos an uns vorüber! Wir essen etwas, lümmeln rum und nun geht es bald wieder Richtung Falle, es ist mittlerweile 1.30 Uhr. Pepe denkt schon ans Frühstück!
    Erster Eindruck von Hongkong: unheimlich viele Menschen, die einem total freundlich begegnen und besonders den Kindern sehr zugetan sind! Wir fühlen uns hier wohl und freuen uns auf den morgigen Tag!

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 29Sep 2012

    5 Hongkong Island 29.09.2012 Hong Kong —

    Sham Shui Po, Hong Kong

    Beschreibung

    Halb acht meldet sich ein Wecker! Es ist furchtbar. Wir wollen nicht wirklich aufstehen, sind noch total durch den Wind. Die Schlummertastenerfindung ist mehr als Gold wert!! Aber wir raffen uns auf und sind gegen halb zehn beim Frühstück: Toast, 3 Sorten Marmelade, süße Teilchen, O-Saft und vernünftiger Kaffee erwarten uns !
    Was mit dem heutigen Tag anfangen, ist die Frage der Fragen. Wir entscheiden uns für die höchste Erhebung des Landes, den Peak Victoria mit 552 Metern und Strandoption. Mit der U-Bahn geht es erst einmal nach Hongkong Island. Das U-Bahn-System ist prima und wir finden uns gut zurecht: Octopus Card an den Automaten halten, rein, U-Bahn fahren, wieder raus, wieder Octopus Card an den Automaten halten und sehen, was es gekostet hat. Diese Karte ist eine Prepaid Card für alle öffentlichen Verkehrsmittel, wir können sie an vielen Stellen nutzen und sie immer wieder aufladen. Irgendwie fiel uns auf dass abends nur bei den Erwachsenen auf der Card abgebucht wurde. Offensichtlich scheint es ne Regelung zu geben, dass Kinder abends nicht mehr zahlen müssen. Wir finden die Erklärung noch!
    Als wir auf Hongkong Island sind, bewundern wie erst einmal die Skyline! Theo schläft im Bondolino und wir machen uns auf den Weg zur Peak Tram, mit der wir auf den Berg fahren werden. Unterwegs kommen wir an einigen der Wolkenkratzer vorbei! Das Bild hier ist ganz anders als in Kowloon! Nach einigem Anstehen geht es den wirklich sehr steilen Anstieg mit der Peak Tram hinauf zum Aussichtspunkt, von wo aus man in der Tat (von der Sky Terrasse) einen phantastischen Ausblick auf Hongkong Island hat! Hongkong selbst liegt im Dunst. Am Nachmittag geht es in den Zoologischen und Botanischen Garten auf den Spielplatz, damit die beiden Mäuse sich etwas austoben können. Man merkt sie brauchen einfach AUSLAUF. Den Strandausflug verschieben wir aufgrund der fortgeschrittenen Stunde auf morgen und fahren stattdessen mit dem Escalator, das ist ein überdachtes ca. 800 m langes Rolltreppensystem, mit dem man sich so fortbewegen kann. Eigentlich eine geniale Erfindung für Gegenden wo es eh keinen Platz gibt und mit Straßen äußerst umständlich ist. Es wird von den Einheimischen für den Arbeitsweg genutzt und funktioniert morgens abwärts und ab halb elf aufwärts. Wir fahren nur zum Spaß und laufen dann wieder abwärts. Wir brauchen etwas zu essen! Wir entscheiden uns, nachdem uns ein Eis (3 x 1 Kugel für 9 Euro) nicht satt gemacht hat, für ein Lokal, in dem die Einheimischen essen und wir mit englisch nicht wirklich weiterkommen. Aber es gibt in dem Laden eine einzige Karte, auf der die Speisen auch auf englisch zu finden sind. Die bekommen wir und bestellen dann. Wir bekommen nicht wie gedacht, Nudeln mit Soße, sondern Suppe mit Nudeln und einigen Beilagen. Es ist durchaus lecker und noch dazu sehr günstig und ich freue mich, dass wir dort alle etwas zu essen bekommen haben. Übrigens alles incl. 3 Getränke zum Preis von erwähnten drei Kugeln Eis. WOW!
    Als wir rauskommen ist es schon dunkel. Es wird hier gegen sechs, wie ich finde, recht schnell dunkel. Zeit für den Nachtflohmarkt. Noch sind die Kinder durch den Jetlag nicht müde, wenn auch knülle. Wieder begegnen uns ganz viele Menschen, die unheimlich freundlich auf die Kinder zugehen. Besonders Theo ist, wohl aufgrund der blonden Haare, eine Attraktion für die Einheimischen. Als Micha auf dem Flohmarkt eine Sonnenbrille kauft, bekommt Theo noch eine lustige dazu geschenkt. Der Tag war für uns alle lang und ich bin froh, als das Ende des Marktes in Sicht kommt. Glücklicherweise ist da auch gleich eine U-Bahn-Station und wir kommen schnell wieder ins Hotel. Mäuse duschen, Geschichte lesen, knuddeln und warten bis die beiden Racker eingeschlafen sind.
    Morgen wollen wir wirklich mal an den Strand…

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 30Sep 2012

    6 Hongkong Stand 30.09.2012 Hong Kong —

    Sham Shui Po, Hong Kong

    Beschreibung

    Wir haben wir es tatsächlich zum Strand geschafft! Es ist zwar, wie immer seit dem wir hier sind, recht diesig und der Himmel ist wolkenverhangen, aber vielleicht ist es für den Strand genau das Richtige, dann verbrennen wir uns nicht so leicht! Mit U-Bahn und Bus geht es zum Strand, zur sogenannten Deep Water Bay, nach Hongkong Island. Es ist nicht wirklich ein Traumstrand, aber für die Kinder ist es das reinste Vergnügen. Die Lufttemperatur liegt bei 29 Grad und das Wasser ist zumindest so warm, dass sich auch die Chris hineintraut. Ein paar einheimische größere Mädchen schnappen sich Pepe und fotografieren sich mit ihm. Auch Theo wird wieder von Paparazzi belagert : ). Irgendwann verlassen wir diesen Strand und fahren weiter mit dem Bus zur Repulse Bay. Dort angekommen holen wir uns erst einmal bei Pizza Hut ne Kleinigkeit zum Mittag und dann geht es wieder ins Wasser. Pepe und Theo genießen das Strandvergnügen sichtlich und uns tut es nach der ganzen Lauferei von gestern auch gut. Am Abend auf dem Heimweg schlafen alle bis auf Micha im Bus schon ein. In der U-Bahn muss Pepe auf Toilette. Wir müssen die Fahrt unterbrechen und steigen aus. Micha will an einem Service Point nach dem Weg zur nächsten Toilette fragen und nahm an, wir warten an der Rolltreppe auf ihn. Wir (Theo, Pepe und ich) sind ihm aber nachgegangen und auf einmal war Micha weg. Man kann sich vermutlich lebhaft vorstellen, wie es Chris ging, die mit Theo im Bondolino und Pepe an der Hand erging. Da bleiben, wo wir sind, dachte ich. Micha wird schon zurückkommen! Aber wann? Die Zeit wird sehr lang, wenn ein kleiner Mensch mal dringend auf die Toilette muss. Wir schreiben den Kindern immer die Handynummer auf den Arm, für den Fall dass jemand verloren geht. Ich könnte mir also jemanden suchen und Micha anrufen. Aber nun müssen wir erst einmal zur Toilette. Also Rolltreppe hoch und wer steht da oben? Unser Micha, der schon fast eine Lautsprecherdurchsage gestartet hätte, um uns wieder zu bekommen. Ende gut, alles gut – aber es war ein großer Schreck! Die U-Bahn bringt uns (nachdem Micha mit Pepe auf Toilette war) wieder nach Kowloon, wo wir in einem kleinen Straßenimbiss gebratene Nudeln mit Hühnchen und Schwein essen. Satt kommen wir ins Hotel und verschwinden alle gegen halb elf im Bett!

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 01Oct 2012

    7 Lantau Island 01.10.2012 Hong Kong —

    Sham Shui Po, Hong Kong

    Beschreibung

    Der Wecker, der halb neun das Zeichen zum Tagesbeginn gibt, wird von allen Familienmitgliedern ignoriert. Halb zehn steht Chris völlig benommen auf und versucht alle anderen zum Aufstehen zu motivieren. Aber das ist schwer. Wir fühlen uns alle hundemüde. Wir beginnen zu erahnen, wie sehr uns der noch auf uns zukommende Neuseeland-Jetlag uns zu schaffen machen wird! Aber wir haben ja jede Menge Zeit!
    Total verschlafen kommen wir fünf vor zehn zum Frühstück, was jedoch leider schon fast komplett abgeräumt ist! Aber immerhin ergattern wir noch einen Kaffee, O-Saft, Sojamilch und ein paar Blaubeermuffins! Und nun? Nach Macao oder zur Seilbahn auf Lantau Island? Da es ja schon recht spät ist geht es mit der U-Bahn nach Lantau Island. Sie Schlange derer, die auch die recht spektakuläre Seilbahnfahrt machen wollen, scheint endlos. Windy hatte uns gewarnt! Es wäre besser, vor halb zehn da zu sein, ansonsten müsste man Wartezeiten von zwei Stunden in Kauf nehmen. Tja, die Schlange da sind mindestens, wenn nicht noch mehr als zwei Stunden! Mit den Kindern? Mit unseren knurrenden Mägen? Wir holen uns erst einmal etwas beim Bäcker und essen in aller Ruhe, kaufen dann noch die ein oder andere Kleinigkeit im Shopping Center ein (z.B. einen neuen Rasierer für Micha, denn Chris findet den, der eigentlich mit im Gepäck sein sollte nicht – vielleicht ist er ja daheim geblieben). Aber was sollen wir nun auf Lantau Island machen: mit dem Bus irgendwo hin fahren? Hm, vielleicht ist die Schlange ja nicht mehr so lang! Die Hoffnung stirbt zuletzt! Und wegen dieser Cable Car sind wir doch gekommen! Und tatsächlich, es ist etwas leerer geworden. Von dort, wo wir uns nun anstellen sind es „nur“ noch 90 Minuten Wartezeit! Theo schläft und wir anderen spielen „Ein Wort mit A, eins mit B…“. Es zieht sich trotzdem und wir schreien fast Juhu als wir endlich in unsere Crystal Cabin, das ist eine Gondel mit Glasfußboden, einsteigen. Ab geht es und wir bereuen die Wartezeit nicht. Der Ausblick ist toll, besonders auf den Flughafen von Hongkong, von wo aus ein Flieger nach dem anderen abhebt. Wir fotografieren viel und als wir oben angekommen sind entscheiden wir uns für einen Abstecher zu der 23 m hohen Buddha Statue (sie gehört zu den 10 größten der Welt). Wir haben nicht mehr besonders viel Zeit, das wir ja mit der Seilbahn auch wieder zurück müssen. Hier oben auf dem Ngong Ping Plateau laufen viele Stiere und Hunde rum. Es ist sehr touristisch aufgezogen, aber dennoch irgendwie schön. Es ist gegen sieben als wir die Rückfahrt antreten und aufgrund der Dunkelheit sehen wir den Flughafen als Lichtermeer und einige andere Häuser auf Lantau Island. Zurück in unserem Viertel wollen die Männer der Familie heute FLEISCH essen – das gibt es hier an vielen Ecken, wer weiß schon was das alles ist! Micha und Pepe entscheiden sich für Schwein, Chris holt noch gebratene Nudeln. Im Hotel lassen es sich dann alle schmecken!
    Ob wir morgen zeitig genug aus dem Bett kommen, um Macao in Angriff zu nehmen?

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 02Oct 2012

    8 Macao 02.10.2012 Macao —

    Macau, Macao

    Beschreibung

    Dienstag, 02. Oktober 2012
    Der Plan für heute war: zeitig (6.45 Uhr) aufstehen um dann spätestens gegen zehn eine Fähre nach Macao zu nehmen.
    Micha und Theo wecken uns (Pepe und mich) gegen halb acht. Wir könnten noch länger schlafen, aber es nützt nichts, wir müssen raus. Wir bummeln etwas beim Frühstück (heute gibt es auch Erdbeer-Joghurt) und lesen, dass es am Vorabend ein Fährunglück mit Toten vor Hongkong gegeben hat… Bis wir dann alle unser sieben Sachen zusammengesucht haben ist es gegen zehn und wir machen uns auf den Weg. Am ersten Fährhafen legt leider kein Schiff zu unserem heutigen Ausflugsziel ab, aber man hilft uns weiter und weist uns den Weg in die richtige Richtung. Wir können die Strecke bis dahin zu Fuß zurücklegen. Bei Turbo Jet erwerben wir unsere Tickets (Hin- und Rückfahrt), Abfahrt ist 12.15 Uhr. Das Boot, das uns dann wieder heimbringen soll startet in Macao 20.20 Uhr. Während der Fährfahrt (es sind ca. 65 km, Dauer ca. eine Stunde) schläft Theo. Wir kommen an und dürfen erst einmal durch die Passkontrolle. Macao gehört ähnlich wie Hongkong zu China, ist als ehemals portugiesische Kolonie weitestgehend autark. Hier ist das Glückspiel legal, so dass es hier hauptsächlich Chinesen zum Zocken herzieht. Wir wollen einfach etwas von Macao sehen, aber wo anfangen und aufhören, wenn man doch gar nicht so viel Zeit hat. So nehmen wir schließlich das Angebot an, uns durch Macao chauffieren zu lassen. Wir sind in einem großen klimatisierten Auto mit unserer Fahrerin unterwegs. Sie hält an, wo und wie lange wir wollen und wir nehmen gern ihren Routenvorschlag an, da wir uns hier eh nicht auskennen. Zuerst geht es nach Macao Fisherman’s Wharf – eine Art Dorf/Festung mit Vulkan und vielen Kois, alles eine gigantisch Casino-Anlage. Anschließend besichtigen wir Macao aus der Höhe - vom Macao-Tower aus. Wir beobachten recht fasziniert die Bungee-Springer, die hier den weltweit längsten freien Fall (223m) erleben. Micha überlegt… aber wo kommt das Bungee-Springen her? Und wo wollen wir noch hin? Warten wir ab, was da passiert.
    Weiter geht es zu einer alten Kirche, wo wir gleich drei Brautpaare sehen und anschließend besichtigen wir den A Ma Tempel. Hier brennen Unmengen von Räucherstäbchen, so dass wir uns nach einer Weile recht benebelt fühlen. Unser nächstes Ziel ist die Altstadt, der Largo do Senado. Hier schlendern wir herum und tauchen in das Markttreiben ein. Ich mag das Klima hier. Obwohl nicht weit von Hongkong weg, ist es hier anders, wärmer und zumindest für mich angenehmer.
    Nun geht es noch zum Mount Fortress, der Festungsanlage von Macao. Hier ist ein schöner Park. Die Zeit verstreicht und wir fragen unsere Fahrerin, wo wir typisch macaonisch/portugiesisch essen können. Sie fährt uns zu einem Restaurant, der Verkehr ist dicht und ich bange um unsere Rückfahrt. Aber sie meint, die Zeit reicht. In einer Stunde (halb acht) würde sie uns am Restaurant wieder abholen. Wir essen Knoblauch-Chili-Garnelen, Fleischröllchen und Thunfischsalat. Alles sehr lecker. Auf dem Rückweg zum Hafen sehen wir die vielen Casinos mit ihren prächtig beleuchteten Fassaden… Wir verabschieden uns von unserer Fahrerin und sind froh, dass wir uns ihr anvertraut haben. Sicher hätte man Macao auch auf eigene Faust erkunden können, aber in Anbetracht der uns zur Verfügung stehenden Zeit empfinden wir den heutigen Tag als sehr gelungen – ohne Rumsuchen und Überlegen, wo es überhaupt hingehen soll. Macao hat etwas, diese Glitzermetropole gemischt mit dem portugiesischen Flair… Unsere Fähre legt etwas verspätet ab und die Fahrt ist turbulent. Unser kleinstes Familienmitglied muss sich übergeben, Pepe hält auch schon die Spucktüte bereit. Wir erreichen Hongkong, laufen zu unserer U-Bahn-Station und auf geht es ins Hotel. Es ist schon wieder spät geworden. Erst nach elf liegen die total müden Racker im Bett. Es wird abends meist sehr spät bei uns, dafür kommen wir früh nicht so gut aus dem Knick. Morgen werden wir wohl ausschlafen : ). Ich muss jetzt auch ins Bett, es ist zwei Uhr nachts – undenkbar, dass ich ich daheim in Deutschland noch wach wäre!
    Wir wünschen allen einen schönen Feiertag!!!!

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 03Oct 2012

    9 Kowloon und Hongkong Island 03.10.2012 Hong Kong —

    Hong Kong

    Beschreibung

    Gegen acht werden wir munter. Nach dem Frühstück schaffen es die Kinder, die Fotokamera im Teamwork zu ruinieren. Pepe wollte fotografieren und Theo stößt ihn an… Objektiv ruiniert : (. Leider lässt es sich nicht reparieren, jedenfalls nicht in der Kürze der Zeit! So verbringen wir die Mittagszeit in einem Fotoladen und holen uns dann eine neue Kamera.
    Anschließend geht es Mittagessen und danach gehen wir in den Kowloon Park. Hier ist ein Spielplatz, auf dem Pepe und Theo spielen können. Nach ca. zwei Stunden bummeln wir noch durch den Park. Es gibt nicht allzu viele Parks, aber die, die es gibt, sind sehr schön angelegt und sehr gepflegt.
    Wir laufen die Nathan Street runter und setzen dann mit einer Fähre nach Hongkong Island über. Da es schon dunkel ist, können wir die beleuchtete Skyline genießen. Auf Hongkong Island angekommen, fahren wir mit der alten zweistöckigen Straßenbahn durch die Gegend. Natürlich sitzen wir oben! Aber uns knurrt der Magen und es ist auch schon wieder acht Uhr. Wir treten den Heimweg an und holen uns in einer Straßenküche noch Reis mit verschiedenem Gemüse. Nachdem wir gegessen haben, bringen wir die Kinder ins Bett und wuseln noch etwas rum. Morgen müssen wir gegen zwölf aus dem Zimmer raus. Mal sehen, was wir dann machen. Der Flieger Richtung Neuseeland hebt 18.10 Uhr ab… mal sehen, wann uns das Internet dann wieder zur Verfügung steht.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 06Oct 2012

    10 Ankunft in Neuseeland 06.10.2012 Neuseeland —

    Auckland, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Donnerstag, 04. Oktober bis Samstag, 06. Oktober 2012
    Nun wieder ein Lebenszeichen von uns vieren. An unserem letzten Tag in Hongkong haben wir die Sachen gepackt und sind dann gegen halb eins aus unserem Hotel ausgezogen und haben uns sofort mit dem Taxi zum Flughafen aufgemacht. Dort haben wir uns die Zeit bis zum Einchecken mit Essen und Bummeln durch die Geschäfte vertrieben. Nach dem Einchecken haben wir noch einige Duty Free Shops durchstreift (und für Micha noch drei T-Shirts bekommen) und dann haben wir einen super Platz gefunden, an dem wir die startenden Flugzeuge beobachten konnten. Die Kinder waren hin und weg. Irgendwann kam ein asiatisches Mädchen und hat angefangen, auf Theo einzuquatschen. Es war köstlich, sie erzählte und erzählte und Theo schaute sie ganz verwundert an! Beim Einsteigen ins Flugzeug durften wir mit den Kindern zuerst rein. Wir sind mit Air New Zealand geflogen. Theo, Pepe und ich saßen auf einer Seite und Micha auf dem Platz in der Mitte. Es war so mit den Mahlzeiten nicht ganz einfach, aber der Flug erschien uns kürzer als der nach Hongkong. Nach elf Stunden sind wir in Auckland gelandet. Micha hat unsere restlichen Hongkong-Dollar in Neuseeland-Dollar getauscht und dann mussten wir Angaben über unser Gepäck machen. Bestimmte Sachen dürfen in Neuseeland nicht eingeführt werden, damit die Tier- und Pflanzenwelt den derzeitigen Stand behält und nicht durch eingeschleppte Samen oder Tiere verändert wird. Unseren einen Apfel aus Hongkong mussten wir wegschmeißen. Ansonsten sind wir gut durch die Kontrolle gekommen, nicht einmal unsere Schuhe mussten wir putzen. Nach einem Anruf bei KEA wurden wir eine dreiviertel Stunde später abgeholt und haben alle Formalitäten wegen unserem Wohnmobil geklärt. Wir waren so furchtbar müde. Gegen vier bin ich mit Pepe in einen Supermarkt zum Ersteinkauf gegangen, Micha ist bei Theo, der eingeschlafen war geblieben. Der Linksverkehr ist nicht ganz einfach. Micha fährt bisher, ich werde wohl auf ruhiger Strecke irgendwo erst einmal üben : ), Riesen-Fahrzeug und auf der anderen Seite ist doch ein bisschen viel für Chris.
    Wo die erste Nacht verbringen? Wir fahren nach Orewa. Dort geht es erst einmal an den Strand, wo Micha mit den Kindern rausgeht und auch einen Spielplatz findet, während ich etwas die Reisetaschen auspacke und das Abendessen vorbereite. Später stellen wir uns auf einen kleinen Parkplatz, von wo aus wir eine Bucht sehen können, die sich bei Flut mit Wasser füllt und wo die Möwen kreischen. Das Wohnmobil wird eingerichtet, alles einigermaßen fahrsicher verstaut und dann schlafen wir gegen zehn…bis elf Uhr am heutigen Tag. Und wir sind immer noch müde…. Wir wollen nach dem Frühstück noch einmal zu KEA ein paar Kleiderbügel holen. Auf der Fahrt dorthin verfransen wir uns und sehen schon einmal Auckland von weitem… Aber irgendwann sind wir bei KEA und danach erledigen wir noch den Wochenendeinkauf, nachdem wir bei der Kiwi-Bank ein Konto eröffnet haben. So sind wir jetzt in Besitz von zwei Eftpos-Karten, mit denen wir (fast) überall bezahlen können. Unsere Suche nach einem geeigneten Schlafplatz führt uns zur Long Bay, einem langen Stand mit angrenzendem Park. Ich gehe mit den Kindern an den Strand. Es gibt so viele Muscheln und Pepe und Theo bringen eine nach der anderen, die ich einer Tüte sammle. Es ist schön, sie am Strand bei irrem Wind rumflitzen und Muscheln sammeln zu sehen… Es fängt an zu regnen, hört wieder auf und fängt wieder an… wir treten den Rückweg zum Wohnmobil an. Eigentlich sind wir alle knülle, aber die Kinder schlafen nicht. Nachdem sie eine Stunde wach im Alkoven gelegen haben, haben wir sie runterholt. Sie schauen jetzt mit Micha Rugby während ich diese Zeilen für das Reisetagebuch schreibe. Wir haben es hier leider nicht so gut mit dem Internet wie in Hongkong. Zwar haben wir ne neuseeländische Karte gekauft, aber das Guthaben war derart schnell weg, dass es für mehr als Mails abrufen nicht gereicht hat. Wir müssen schauen, wie wir das hier hinbekommen, damit wir mit der Außenwelt ab und zu in Verbindung treten können.
    Morgen planen wir den Aufbruch unserer Nordroute.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 08Oct 2012

    11 Long Bay, Ruakaka, Tutukaka 08.10.2012 Neuseeland —

    Long Bay, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Sonntag, 07. Oktober bis Montag, 08. Oktober 2012
    Nachdem wir heute Abend ein leckeres Essen bestehend aus Nudeln und Garnelen mit Knoblauch hatten, will ich etwas Reisetagebuch schreiben. Der Akku des Rechners wird mich bald wieder von diesem Vorhaben trennen.
    Gestern sind wir gegen zehn aufgestanden und sind nach dem Frühstück in den Long Bay Regional Park gegangen, haben dort die gepflegte Anlage genossen, die Vegetation bestaunt, mit den Kindern den Spielplatz erobert und haben eine kleine Küstenwanderung unternommen. Danach sind wir über den Strand zurückgeschlendert – hier eine Muschel, da eine Muschel! Einfach herrlich! Wieder im Wohnmobil haben wir noch etwas gegessen und uns dann auf den Weg gemacht. Wir fahren über eine kleine Straße über das Dorf Puhoi, ein altes von böhmischen Einwanderern errichtetes Dorf. Unterwegs kommen wir an vielen weißen Callas vorbei, die wachsen überall – und bei uns zu Hause kaufen wir sie : ). Bis Ruakaka haben wir es geschafft. Auf dem Weg meinte Pepe: Mami, bist Du Dir wirklich sicher, dass es hier mehr Schafe als Kühe gibt?! Wir sehen im Moment in der Tat mehr Rinder, aber zum Teil sehr schöne Exemplare, am besten gefallen mir die braungrauen. In Ruakaka gehen wir auf einen Campingplatz, direkt am Strand. Hier kocht Micha Bratkartoffeln, ich wasche Wäsche (es gibt Automaten) und wir können duschen : ). Gegen halb zwölf endet der Tag.
    Der heutige Tag beginnt für mich gegen halb neun. Ich beobachte Richtung Strand zwei kleine Hasen – total niedlich… Sie balancieren auf einem Brett von einer Wasserstelle zur anderen (im Gebiet, welches gerade noch nicht komplett geflutet ist). Wir stehen auf und frühstücken. Danach geht es an den Strand von Ruakaka. Hier ist es als ob die Zeit stehen bleibt. Wir merken, wie sich eine Art Sucht entwickelt – die Sucht, Muscheln zu sammeln. Hier noch eine. Und die hier auch, und die! Eine scheint schöner oder ungewöhnlicher als die andere zu sein. Man findet kein Ende. Es ist irgendwie wie ein Rausch! Unser Muschel- und Strandrausch! Man vergisst die Zeit, lässt sich den Wind um die Nase wehen, die Kinder scheinen den Strand zu lieben, wie sie rumflitzen und stolz die nächste schönste Muschel in den Beutel werfen… Glück hat der, der eine Plastetüte dabei hat, um die Schätze transportieren zu können. Der Sand ist warm, obwohl der Wind pfeift. Irgendwann fahren wir weiter Richtung Whangarei. Whangarei ist eine größere Stadt und wird auch als Tor zum Norden bezeichnet. Plan: wir brauchen irgendetwas, um ins Internet zu kommen. Wir testen es, vor einer Bibliothek ins Netz zu kommen – Fehlanzeige! Bei Vodaphone erwerben wir eine Datenkarte, die uns hoffentlich weiterbringt als die erste von 2Degrees. Für die alte SIM-Karte holt Micha noch einen Adapter, so dass sie in mein Handy passt. Nun sollte alles gut sein! Nach unserem Einkauf im Pak´n Save (Supermarkt) besuchen wir die Whangarei Falls, einen 26 m hohen schönen Wasserfall! Unser erster Wasserfall! Wir sind hier ganz allein, es ist schon 18.30 Uhr und alle anderen Besucher des heutigen Tages waren scheinbar vor uns da. Die Vegetation ist total schön und für uns sehr faszinierend! Nun wird es Zeit, einen Schlafplatz zu finden. An einer Raststelle, etwas abseits der Straße, bleiben wir! Und kochen Nudeln mit Knoblauchgarnelen! Eigentlich wollte ich dann noch Reisetagebuch schreiben, aber leider war der Akku des Rechners nach fünfzehn Minuten runter und der nächste Schock: Uns fehlt ein Kabel, um den Rechner über den Zigarettenanzünder des Fahrzeuges zu laden : (. Na denn, gute Nacht!

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 09Oct 2012

    12 Whale Bay 09.10.2012 Neuseeland —

    Matapouri, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute stehen wir recht zeitig auf (gegen acht). Nach dem Frühstück geht es Richtung Woolleys Bay. Auf dem Weg dorthin checken wir noch Mails und stellen fest, dass unsere Überweisung hier aufgrund der Angabe der Kundennummer statt der Kontonummer nicht angekommen ist. Wir klären dass mit unserem Bekannten hier vor Ort und hoffen, dass das Wohnmobil nun bald bezahlt ist. In der Woolleys Bay angekommen sehen wir schon dunkle Wolken am Himmel, aber wir verlassen das Wohnmobil. Nach einer Weile jedoch regnet es und es wird heftiger. Wir beschließen noch einmal nach Whangarei zu fahren, um einen Adapter zum Laden des Laptops zu kaufen. Es zieht sich heute alles etwas hin und das eigentliche Ausflugsziel Tutukaka erscheint uns recht leblos, vermutlich weil noch keine Saison ist und das Wetter im Moment nicht das Beste ist. Also fahren wir weiter und halten an einem Rastplatz, von dem aus wir zu Whale Bay laufen können. Es ist unser Abendausflug und wir bereuen nicht, ihn unternommen zu haben. Die Palmen, die hier wachsen, sind irre, einfach so mitten zwischen anderen Pflanzen im Wald! Diese Bucht ist total schön und wieder sind wir hier ganz allein. Wir genießen die untergehende Sonne und machen uns dann auf den Rückweg. Wir beschließen, die Nacht hier zu bleiben. Da wir nun mit Internet und Adapter versorgt sind, ist es Zeit, das Reisetagebuch zu pflegen, nachdem die Racker im Bett sind. Für die, die sich vielleicht fragen, wo wer im Wohnmobil schläft: bisher schlafen wir alle vier zusammen oben im Alkoven. Schock für mich: die Fotos vom gestrigen Tag sind als gelöscht angezeigt im Computer. Nein, bitte nicht, dass kann nicht sein, ich sehe sie doch in der Bildergalerie (kann sie aber nicht öffnen). Micha, Hilfe!!!! Micha schaut und ruft unseren Freund Marek an, der uns über Team View weiterhelfen kann und die verloren Dateien irgendwie (wie, werde ich wohl nie verstehen, aber Hauptsache wieder da) wieder herzaubert. Danke an unseren HelpDesk, unseren Internet-Support. Knusperflocken sind Dir sicher : ). Danke, Marek!

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 11Oct 2012

    13 Kawakawa 11.10.2012

     

    Beschreibung

    Mittwoch, 10. Oktober bis Donnerstag 11. Oktober 2012
    Am Mittwoch starten wir nach dem Ausschlafen Richtung Norden. Wir fahren die Russel Road entlang, die uns immer wieder an schöne Buchten führt und wir urige Wälder bewundern können. Volkmar, unser Bekannter auf der Südinsel hat uns nahe gelegt, einen Kaffee in einem Café (The Gallery & Café) zu trinken. Hier ist ein kleiner wunderschön angelegter Garten mit diversen künstlerischen Skulpturen und Spielereien. In einem Laden kann man einiges kaufen, unter anderem einen wunderschönen Tisch aus Holz – extravagante Form mit Muschel- bzw. Schneckeneinschluss. Auch einige sehr schöne Bilder gibt es hier… aber der Platz bei uns im Wohnmobil und auch in unseren Reisetaschen (die werden ja bald voll Muscheln sein) ist begrenzt. Wir lassen einfach alles auf uns wirken und fangen Theo immer wieder ein, denn wir wollen keinen Schaden anrichten.
    In dem angrenzenden Café fühlen wir uns sehr wohl. Es ist sehr liebevoll eingerichtet und von der Terrasse aus kann man ins Tal blicken. Da es für uns wegen unserem kleinsten Familienmitglied sicherer ist, drinnen zu verweilen tun wir dies. Der Regen trommelt auf das Dach und wir essen leckeren Fisch und Hühnchen und die Kleinen essen Cookie und Apfelkuchen. Die Betreiber des Cafés sind Deutsche (viele Sachen auf der Speisekarte haben schon auf deutsche Wurzeln hingedeutet). Wir kommen ins Gespräch. Uwe erzählt uns, dass sie schon seit acht Jahren in Neuseeland sind. Eine einjährige Weltreise mit Neuseeland-Anteil war der Umsiedlung hierher vorausgegangen… Das Café, der Garten, der Laden hier – wer mal herkommt: Wir können es nur weiterempfehlen!
    Weiter geht es Richtung Russel. Ich rufe bei KEA an, denn unsere Wasseranzeige hat sich seit dem Nachtanken des Frischwassers nicht bewegt und unsere Toilettenspülung funktioniert nicht, außerdem geht einer der drei Zigarettenanzünder (zum Aufladen diverser stromhungriger Geräte) nicht. Die vermeintliche Frischwasseranzeige war das Wasser für die Toilettenspülung. Und die ist leer, weshalb sie auch nicht funktionierte! Wir erfahren, dass wir noch eine Anzeige im Fahrzeug haben, die uns Auskunft über unseren Frischwasser- und Abwasserstand gibt! Wir lernen unser Wohnmobil kennen. Wegen dem einen nicht funktionierenden Stromlieferanten könnten wir eine Werkstatt ansteuern, aber das tun wir nicht, die anderen reichen. Weiter geht unsere Fahrt durch den Regen. Wir steuern die Bland Bay an – hier ist es wie ausgestorben. Die Kinder dürfen mal ans Steuer und sind so stolz, das Wohnmobil mal zu lenken! Tja, und nun ist auch der Moment gekommen, an dem ich mich mal ans Steuer traue! Es ist ungewohnt, ich bin noch nie ein Auto gefahren, das knapp sieben Meter lang ist, aber es geht besser als ich dachte. Aber ein kleines Auto wie den Auris fahre ich doch lieber : )! Unser heutiges Ziel Russel ist ein total verschlafenes Nest. Hier ist nichts los, im Sommer vermutlich umso mehr. Wir schlendern die Uferpromenade entlang und versuchen etwas von dem Charme zu erkennen, den dieser Ort wohl sonst ausstrahlt. Die Zeit ist schon vorangeschritten und wir entscheiden uns dafür Russel zu verlassen. Das geht nicht ganz so einfach, denn die Bay of Islands, in der wir uns befinden ist sehr zerklüftet in viele kleine Inseln und auch langgezogene Halbinseln. Von einem nahegelegenen kleinen Ort bringt uns eine Fähre an die andere Uferseite. Wir fahren bis Kawakawa und übernachten an einer Picknickstelle mit Spielplatz – Überraschung für Pepe und Theo am nächsten Morgen. Der Donnerstag scheint ein freundlicher Tag zu werden. Die Sonne strahlt auf unseren Frühstückstisch. Während ich etwas Ordnung in unserem Zuhause schaffe, vergnügen sich Micha und die Kinder auf dem Spielplatz. Anschließend geht es in die Stadt. Hier hat Hundertwasser von 1975 bis zu seinem Tod 2000 gelebt und seine Spuren hinterlassen. Am bekanntesten ist wohl die öffentliche Toilette, die wirklich total schön ist! Wir machen eine mit dem kleinen Zug, der hier fährt – bis zur ältesten längsten Holzbrücke (240 m). Hier muss die Lok umgekoppelt werden, denn die Brücke muss erst einmal für viel Geld restauriert werden (ob das jemals zusammenkommt, weiß man nicht). Gegen drei essen wir Nudeln mit Fisch (den wir uns in einem Fish´n Chips-Laden geholt haben). Wir fahren weiter nach Pahia. Hier werden Touren mit dem Boot angeboten. Delphine… Morgen! Die heutige Suche nach einem Stellplatz ist nicht so einfach. Man darf ja stehen, wo es nicht ausdrücklich untersagt ist. Die Stelle, die wir auserkoren hatten, ist nicht okay. Wir werden von einem Zivilpolizisten freundlich gebeten, uns woanders niederzulassen. Ab zurück nach Kawakawa. Und täglich grüßt das Murmeltier!

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 13Oct 2012

    14 Waitangi, Delphine, Doubtless Bay 13.10.2012 Neuseeland —

    Paihia, Neuseeland

    Beschreibung

    Freitag, 12. Oktober – Samstag 13. Oktober 2012
    Heute, am Freitag heißt es, zeitig aufstehen! Wir haben einiges vor. Zuerst geht es nach Pahia. Wir buchen unsere Bootstour für 13.30 Uhr. Danach kaufen wir noch etwas ein und fahren in die Waitangi Treaty Grounds. Für die, die es interessiert kommt hier ein ganz kurzer Einblick in die Geschichte Neuseelands. Die Ureinwohner Neuseelands sind die Maoris. Neuseeland wurde aber von den Engländern als ihr Eigen deklariert, nachdem sie es „entdeckt“ hatten. Es ist wohl verständlich, dass es immer wieder zu Spannungen und Meinungsverschiedenheiten zwischen den englischen Siedlern und den Maoris kam. So wurde ein Vertrag aufgesetzt, dessen Abstimmung mit einigen Häuptlingen der Maoris zwei Tage dauerte. Der Treaty of Waitangi wurde am 06. Februar 1840 unterzeichnet. In den kommenden Jahren haben diverse weitere Maorihäuptlinge unterzeichnet. Die Maoris ordneten sich somit der britischen Krone unter und bekamen im Gegenzug deren Schutz zugesichert und wurden britische Staatsbürger mit allen Rechten und Pflichten. Der 06. Februar 1840 gilt als Gründungsdatum Neuseelands und ist bis heute der Nationalfeiertag. Nach wir vor kommt es aber immer noch zu Auseinandersetzungen zwischen den Maoris und den Siedlern, der Vertrag, den es in zwei Sprachen (englisch und maori) gab, wird unterschiedlich ausgelegt. Noch in der heutigen Zeit kommt es zu Ausgleichzahlungen an die Maori, da sie scheinbar benachteiligt wurden…
    Hier in Waitangi schauen wir uns ein riesiges aus einem Kauribaum gefertigtes Boot an und ein Versammlungshaus der Maori, welches gekennzeichnet ist durch die vielen Schnitzereien – jeder Stamm hat dabei seine eigene Art der Darstellung. Pepe erscheinen diese Schnitzereien unheimlich, sie sehen manchmal wirklich zum Fürchten aus.
    Nach unserem kurzen Ausflug ins Historische geht es aufs Boot, auf die Discovery 4, von Explore NZ. Los geht die Tour. Gespannt warten wir auf den Moment, indem wir die Delphine sehen werden. Und dann ist es auch bald soweit. Recht nah am Schiff sehen wir diese freundlichen Wesen. Es besteht die Möglichkeit, mit den Delphinen zu schwimmen, was einige auch tun. Sie versuchen, den Delphinen hinterher zu schwimmen – mir erscheint das etwas anstrengend, aber es scheint ihnen zu gefallen. Micha war nicht schnell genug, um mit ins Wasser zu springen, aber wir sind ja noch eine Weile hier und Delphine gibt es an mehreren Stellen in Neuseeland. Wir fahren weiter durch die Bay of Islands, eine Bucht mit über 140 kleinen Inseln. Dieses Gebiet ist eine beliebte Urlaubsregion der Neuseeländer. Unsere Tour führt uns nun zum „Hole in the Rock“, einem Felsen mit einem Durchgang, den man mit dem Schiff durchfahren kann. Der Wind pfeift heftig und wir sorgen uns etwas um die Ohren der Kinder. Auf dem Rückweg machen wir auf einer kleinen Insel in der Otehei Bay Halt und essen dort unsere Brote und Obst. Kurz nach halb sechs sind wir wieder im Hafen von Pahia. Wir fahren noch zu einem Spielplatz, wo sich Pepe und Theo noch austoben können. Während dessen holt Micha im Supermarkt ein paar Suppen, unser heutiges Abendessen. Unser Schlafplatz für diese Nacht ist auf einem Picknickplatz, auf dem auch ein anderes Womo schon sein Nachtquartier bezogen hat.
    In der Nacht kommt ein starker Regen und Sturm auf. Am Samstagmorgen sieht es aus, als ob es nie wieder schönes Wetter wird. Wir beginnen den Tag gemütlich mit Frühstück, ausgiebigen Waschen und spielen Tierlotto (@ Anni und Jakob: ist total niedlich). Gegen Mittag wird es dann etwas besser und wir fahren los. Es geht nach Mangonui, einem kleinen Fischerdorf. Wir kehren ein im World Famous Mangonui Fish Shop. Hier gibt es die wohl besten Fish`n Chips des Landes. Leider nicht für uns, denn die haben wir Stromausfall. So nehmen wir uns etwas frischen Räucherfisch, Austern und Garnelen mit! Nach dem Mittag fahren wir weiter und halten am Coopers Beach in der Doubtless Bay. Der Wind scheint uns fast wegzuwehen, die Wellen sind sehr hoch in der tobenden See. Die Bäume am Strandufer laden zum Klettern ein. Trotz des enormen Windes scheint die Sonne und wärmt uns etwas. Als wir wieder am Womo sind, begeben wir uns wieder auf unsere Route Richtung Norden. Wir durchfahren Kaitaia, eine nicht so schöne Stadt, kaufen dort noch ein und tanken für unsere letzten hundert Kilometer nach Cape Reinga. Zum Abendessen gibt es unseren Räucherfisch. Was wir hier etwas vermissen, ist „richtiges“ Brot. Das Brot hier ist extrem weich und nicht mit unserem zu vergleichen. Uwe aus dem Café hat uns das Brot von Vogele empfohlen, es kommt unserem am nächsten, aber das ist sehr teuer, das werden wir uns auf Dauer nicht leisten wollen. Zum Frühstück mögen wir die auch in Deutschland erhältlichen Toasties (immer sechs Stück in einer Packung = ein Frühstück) mit Erdbeermarmelade, Honig und Schokocreme (Pepe) und natürlich Kaffee (machen wir in so einem kleinen Bodo-Kaffee-Runterdrückding). In den Supermärkten gibt es von vielen Sachen Riesenabpackungen: 3l Milch, 6L Wasser, 1kg Käse… Ich habe auch schon Margarine im 1kg-Napf geholt : ). An den Supermärkten gibt es je nach Einkaufswert oft Gutscheine für z.B. 10 Cent Nachlass pro Liter Diesel beim nächsten Tanken. Aber manchmal gibt es auch nichts : (!

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 15Oct 2012

    15 Cape Reinga und Mega Dunes 15.10.2012 Neuseeland —

    Cape Reinga, Neuseeland

    Beschreibung

    Sonntag, 14. Oktober – Montag, 15. Oktober 2012
    Der Sonntag begrüßt uns freundlich und wir kommen heute schon vor zehn Uhr los, das ist gut, denn wir haben ja ein Stück vor uns. Im ersten Drittel des 90 Mile Beach (der Strand, der bis Cape Reinga führt), auf dem man mit entsprechenden Fahrzeugen Touren unternehmen kann) toben wir alle uns in den Dünen aus und manch einer von uns überwindet seine Angst einfach einmal runterzuspringen …
    Unser nächster Stopp ist in Cape Reinga. Wir stellen unser Womo ab und begeben uns auf die kleine Tour zum Leuchtturm. Der Ausblick aufs Wasser ist grandios. Wir haben tolles Wetter und das Meer leuchtet richtig blau und weiß peitschen die Wellen an den Strand. Es ist eigentlich recht warm, aber der Wind pfeift wie irre! Auf dem Rückweg machen Micha und Pepe noch einen Abstecher zum Strand runter. Theo und ich gehen inzwischen zurück zum Wohnmobil und bereiten das Essen vor. Es dauert mir etwas zu lange und ich beginne mir Sorgen um die anderen beiden zu machen. Hier ist absolutes Funkloch und mit Theo den ganzen Weg bei dem Wind hinterher gehen erscheint auch nicht verlockend. Wir warten noch eine Weile und gehen dann raus. Gott sei Dank kommen uns nach kurzer Zeit Micha und Pepe entgegen. Der Ausflug runter hat . gelohnt. Die beiden hatten viel Spaß!
    Nach dem Essen wollen wir ein Sandboard mieten und in Te Paki in die Megadünen zum Sandsurfen. Leider ist der Vermietungsstand zu, es ist keine Saison. Wir starten einen Versuch mit einem Müllbeutel, der aber scheitert. An einer anderen Station, wo wir eine Werbung fürs Sandsurfen sehen, halten wir, aber auch hier rst niemand. Aber es kommt jemand. An der drei Kilometer entfernten Tankstelle würden wir das begehrte Board bekommen, aber erst morgen. Wir fahren dorthin, vergewissern uns, dass es stimmt und beschließen dann die Nacht in der Gegend zu verbringen, damit wir morgen das Sandsurfen ausprobieren können. Auf der Suche nach einem geeigneten Schlafplatz – diesen zu finden ist wirklich gar nicht so einfach – kommen wir in das Dorf Te Hapua. Die Wohnverhältnisse erscheinen uns hier sehr einfach, am Strand sind Pferde und Rinder, an einem Haus hängt ein Schwein. Einen Schlafplatz finden wir nicht. Etwas später am Straßenrand stellen wir und in eine Haltebucht und bleiben dort. Heute ist es mal noch hell als wir Abend essen, die Kinder haben sich Nudeln mit Käse und Pilzsauce gewünscht. Es fängt an zu regnen und wir sehen einen wunderschönen großen Regenbogen. Schlafenszeit!
    Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zur Tankstelle, um uns zwei Sandboards zu holen. Wir fragen bei der Gelegenheit auf dem angrenzenden Campingplatz, ob wir nach dem Sandsurfen dort duschen und Wäsche waschen können, was bejaht wird. Ab geht es nach Te Paki Stream zu den Giant Dunes. Diese Dünen sind riesengroß, ich hab so etwas noch nie gesehen. Micha startet den ersten Versuch. Pepe macht es ihm nach. Es ist anstrengend, die Düne hochzukommen – schnell ist man wieder unten. Wir probieren alles aus, im Sitzen, im Liegen, im Stehen, allein oder zu zweit oder dritt. Es macht viel Freude und nach kurzer Zeit sind wir voller Sand – überall! Wir haben die Boards für vier Stunden. Diese Zeit reicht aus, denn das Sandsurfvergnügen ist sehr kräftezehrend. Gegen halb zwei schläft Theo ein. Micha und Pepe surfen weiter und sogar im Stehen klappt immer besser. Pepe ist scheinbar ein kleines Naturtalent. Die Höhe schreckt ihn gar nicht mehr ab, er pest mit rasanter Geschwindigkeit die Düne runter, ich bin beeindruckt – ich bremse immer mit den Füßen und dann schreit Pepe: Mami, Du sollst nicht immer bremsen!
    Also, das kann man schon einmal machen! Wir freuen uns, dass wir eine Nacht länger hier geblieben sind, um das einmal auszuprobieren. Auch für Theo und Pepe war das ein Erlebnis!
    An dem Campingplatz geht es dann zum Duschen, Essen, Wäsche waschen und Wohnmobil sauber machen. Das nimmt insgesamt drei Stunden in Anspruch. Auf der Tour zurück kaufen wir an zwei verschiedenen Ständen am Straßenrand Avocados (insgesamt 14 Stück). Die sind im Supermarkt recht teuer, schmecken aber mit Knoblauchsalz und Zitrone total lecker!
    Unsere Tankanzeige nähert sich dem LEER und wir sind froh, dass wir es bis zur Tankstelle am Pak´n Save schaffen, als schon die Null dasteht bei der Anzeige, wie weit wir noch kommen. Im Supermarkt kaufen wir anschließend ein und werden sechs Minuten nach acht darauf hingewiesen, dass der Markt doch um acht schließt. Aber wir haben schon alles, was wir brauchen und noch viel mehr. Theo liebt einkaufen: Das hier, bitte! und dabei schleppt er einen großen Saftkanister an : ). Wir haben viele Salatzutaten geholt und machen zum Abend „Stell Dir Deinen Salat zusammen“. Lecker! Die Gurke hier ist nicht wirklich günstig (wie fast alle gesunden Sachen, wie uns scheint), schmeckt aber köstlich! Die Kinder sind groggy und schlafen schnell ein. Wir haben wir ein Netz und so kann ich heute mal wieder etwas ins Tagebuch einstellen.
    Für uns heißt es nun schlafen. Wir wünschen allen in Deutschland einen guten Start in die neue Woche!

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 18Oct 2012

    16 Kaikai Beach, Kauris, Kai-Iwi-Lakes, Baylys Beach 18.10.2012 Neuseeland —

    Waipoua Kauri Forest, Neuseeland

    Beschreibung

    Dienstag, 16. Oktober bis Donnerstag, 18. Oktober 2012

    Pepe überrascht uns heute mit Frühstück. Fertig nach unseren Wünschen geschmiert liegen die Crumpets da, als wir das Bett verlassen dürfen! Süße Überraschung, kleiner Kerl! Wir verlassen Kaitaia Richtung Süden, fahren vorbei an ein paar Stränden, durch kleine Ortschaften und machen in dem Dorf Kohukohu eine Pause. Hier gibt es nicht viel, aber zwei Reifen an einem Seil am Baum erfreuen die Kinderherzen. Das im Reiseführer empfohlene Café ist noch nicht aus dem Winterschlaf erwacht und wir setzen mit der Fähre über nach Rawene (ohne die Fähre hätten wir einen Umweg von 70 km fahren können). Unser Bargeld reicht nicht mehr für die Überfahrt, also geben wir unsere Eftpos-Karte (Karte zu unserem Konto hier). Aber Schreck, auch dort reicht das Guthaben nicht mehr aus, da haben in unserer Kasseüberwachung (wie wir am Abend im Rechner checken) vor einer Ausgabe ein Minus vergessen und dachten somit, es ist noch mehr auf der Karte! Böse Falle! Aber wir können die Summe splitten, ein Teil bar, ein Teil noch über die Karte. Also wir brauchen wieder Geld. Aber Rawene ist ein kleiner Ort ohne Geldautomat! Der nächste ist 50 Km entfernt. Da kommen wir heute nicht mehr hin. Bloß gut, dass wir ne Menge Lebensmittel im Auto haben und nicht hungern müssen. Schlafplatz finden. Wieder mal nicht so einfach. Wir fahren dann mal eine kleine Seitenstraße Richtung Strand und am Ende der Straße bleiben wir. Hier ist der Kaikai Beach. Es windet mal wieder sehr, aber wir gehen noch mal an den Strand und fangen die letzten Sonnenstrahlen des Tages ein. Micha meint, wir müssen uns um unsere Muscheln kümmern, sie würden nicht besonders gut riechen – um nicht zu sagen, sie stinken. Ultimatum bis morgen, sonst werden sie weggeworfen! Nein, das geht nicht. Micha holt uns aus dem Meer noch Wasser in einem großen Eimer und dann waschen Pepe und ich die Muscheln vor – Grobreinigung vom Sand. Drinnen werden sie dann mit kochend heißem Wasser, Spülmittel und Scheuerschwamm geschrubbt! Es dauert eine Weile, aber was tut man nicht alles für den Muschelschatz! Jonas, wir bringen Dir und Nils natürlich auch eine mit! Nina, und Dich vergessen wir auch nicht. Wer sonst noch einen Muschelwunsch hat, meldet sich bitte noch einmal bei uns! Gute Nacht!
    Donnerstag beim Frühstück machen, fasst Pepe auf den Herd, genau an die Stelle, wo die Flammen des Grills drunter sind – und verbrennt sich die Finger! Das werden ein paar Brandblasen – aber wir haben Octenisept-Gel (Silvia sei Dank) und bald sind die Tränen des Schmerzes wieder getrocknet. Heute geht es in den Waipoua Forrest. Das ist der größte subtropische Regenwald Neuseelands und hier gibt es den größten zusammenhängenden Bestand an Kauribäumen. Auch die beiden größten bekannten Kauribäume stehen hier, der Tane Mahuta (Herr des Waldes) ist 52 m hoch mit einem Umfang von 13 m und der Te Matua Ngahere (Vater des Waldes), nicht ganz so groß, aber mit 18 m Umfang wirkt er dennoch einfach gigantisch. Diese Bäume können bis zu 4000 Jahre alt werden und sind sehr imposant, wie sie auf einmal mitten im Urwald zwischen den vielen anderen Palmen, Bäumen und Sträuchern stehen und uns immer wieder ein „Ah“ und „Oh“ und „Schau mal da“ und „der ist ja noch größer“. Überhaupt ist dieser Wald total schön, diese vielen verschiedenen Grüns, die Sonnenstrahlen, die das Dickicht durchdringen, die Palmen und Farne, die da einfach so wachsen! Der Wanderweg durch den Wald ist angelegt, man soll ihn auch nicht verlassen, denn die Wurzeln der Kauribäume sind sehr empfindlich und wenn man darauf rumtritt kann das diesen Giganten schaden! Ich würde mich ohne diesen Weg auch hoffnungslos verirren in diesem Dickicht! Wir genießen den Ausflug in diese andere Welt total! Vor dem Betreten des Waldes muss man sich die Schuhe reinigen und desinfizieren, damit man nichts in den Wald einschleppt, was die Urtümlichkeit beeinträchtigen könnte! Am frühen Abend kommen wir in Dargaville an, einer größeren Stadt (mit 4500 Einwohnern). Hier schlendern wir etwas rum und kaufen noch ein! Auch hier gibt es schon diverse Weihnachtsartikel in den Regalen, das ist also nicht nur in Deutschland so! Zum Abendbrot gibt es heute Bratkartoffeln, wir sind alle sehr hungrig und es schmeckt herrlich! Wir nehmen hier nicht nach Uhrzeit unsere Mahlzeiten ein sondern nach dem Hungergefühl. Irgendwann fangen meist Pepe und Theo an und meinen, sie hätten Hunger und dann essen wir etwas : )!
    Am Donnerstag verbringen wir den Vormittag noch in Dargaville – Spielplatz, schlendern, essen und dann fahren wir zu den Kai-Iwi-Lakes. Wir finden einen Platz zum Halten und gehen ans Ufer. Der Wind pfeift uns um die Ohren, aber Pepe und Micha sind schon wieder mit den Beinen im Wasser, Theo und ich nehmen mit dem Ufer vorlieb und malen etwas im Sand! Nach dem Frischlufttanken kochen wir uns noch einen Kaffee und futtern Kekse! Lecker! Anschließend fahren wir zum Baylys Beach (der ist 90 km lang und kann wie der 90 Mile Beach mit Autos befahren werden). Wir schlendern etwas den Strand entlang, die Wellen sind groß, es gibt nicht so viele Muscheln (das ist vielleicht gut für uns), dafür blaue kleine Schnecken und blaue tintenfischähnliche Gebilde. Die Küstenlandschaft wird dominiert von Sandsteinformationen, an denen der Wind seine Spuren hinterlassen hat.
    Nach dem Abendessen lesen wir noch gemeinsam E-Mails. Als Theo (Micha bringt die beiden Racker heute ins Bett) noch mal auf Toilette muss, setze ich ihn drauf. Er sagt „raus“, was bedeutet, ich soll rausgehen und er will seine Ruhe haben beim Verrichten seines Geschäftes. Ich gehe raus und höre noch ein „zu“. Also schieße ich die Tür. Nachdem es eine Weile verdächtig still ist (sonst ruft der kleine Mann „fertig“) schaue ich nach: Theo putzt mit seiner Zahnbürste den Toiletten-/Duschraumboden! Wir werden morgen eine neue Zahnbürste kaufen (oder zwei, man weiß ja nie).

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 21Oct 2012

    17 Kauri Museum, Dorffest, Piroa Falls 21.10.2012 Neuseeland —

    Matakohe, Neuseeland

    Beschreibung

    Freitag, 19. Oktober bis Sonntag, 21. Oktober 2012
    Nach einem letzten Einkauf verlassen wir Dargaville. Ziel des heutigen Tages ist Matakohe. Dort soll es ein schönes Kauri-Museum geben. Auf dem Weg dorthin schauen wir uns noch einen Felsen an, ist jedoch nur für Bergsteiger freigegeben. Am Straßenrand kaufen wir einen Riesenbeutel Süßkartoffeln – mal sehen, ob wir die jemals alle bekommen : ), aber essen müssen wir ja immer etwas! In Matakohe angekommen, finden wir sofort das Museum. Wir gehen rein! Es scheint ein recht großes Museum zu sein. Das Beste ist, man kann fast alles auch anfassen – sehr kinderfreundlich. Das Museum befasst sich mit der Geschichte der sogenannten Dumdigger (Kauriharzsammler) und wie die Kauris gefällt und verarbeitet wurden und mit ganz vielen Dingen des täglichen Lebens zu früherer Zeit! Es gibt z.B. verschiedene Buttermacher (sehr schöne Exemplare), eine Flaschensammlung, Boote, eine Melkanlage, die auf Knopfdruck anspringt und ein Riesenmaschinenpark, in dem man die verschiedenen Sägetechniken sehen kann. Dreiviertelfünf spricht mich ein Mitarbeiter an, dass das Museum um fünf schießt, wir könnten aber gern morgen noch einmal wiederkommen, unser Ticket würde dafür auch gelten. Das ist gut. So verlassen wir das Museum und als die Mitarbeiter, die Feierabend haben, das Museum verlassen, erzählen sie uns noch, das am kommenden Tag in Paparoa, dem Nachbardorf eine große Parade anlässlich der 150jährigen Bestehens. Schlafen könnten wir vor dem Museum, kein Problem. Wir erkunden noch ein klein wenig die Gegend und schauen uns den naheliegenden Zeltplatz an, der scheint schön zu sein. Wir müssten mal wieder richtig duschen, Haare waschen und Wäsche waschen… aber wir haben einen Schlafplatz ohne suchen zu müssen. Wir werden morgen auf einen Campingplatz gehen. Hier vor dem Museum sind wir in bester Gesellschaft, drei andere Womos sind auch da. Während Micha mit den Kindern den Friedhof besucht, bereite ich das Abendessen vor. Es gibt heute Süßkartoffeln mit grünem Spargel, Knoblauch, Garnelen und Sauce. Es schmeckt allen lecker, allerdings ist Micha nicht ganz satt, es ist selten genug für ihn! Nach dem Abendessen versuchen wir uns an dem Neuseeland-Puzzle, dass wir von Susan und Micha bekommen haben. Es gilt als eines der schwersten Puzzle der Welt und wir bekommen es natürlich noch nicht hin. Es gibt eine Lösung dazu, aber die holen wir noch nicht raus! Wir sind ja noch eine Weile hier.

    Am Samstag Vormittag geht es also wieder ins Museum. Es gibt wieder einiges zu entdecken und es gibt irre viele Klaviere und Orgeln, die die Kinder begeistert ausprobieren und in mir regt sich das schlechte Gewissen, dass ich so lange nicht am Klavier saß. Na, es wird schon die Zeit kommen.
    Kurz nach eins sind wir dann in Paparoa, dem Partyort des Tages. Es gibt einen eigens für die Feierlichkeit eingerichteten Parkplatz, auf dem wir auch unseren Platz zugewiesen bekommen. In einem Café holen wir uns noch zwei Portionen Fish´n Chips und ein leckeres Stück Kuchen. Dann geht’s los. Alles was irgendwie mit dem Dorf zu tun hat, zieht durch die Hauptstraße: Musikanten, die Kinder der Grundschule, der Tennisclub, Reiter, Oldtimer, Kinder mit Schafen… Anschließend gehen wir noch auf den Festplatz, wo Kinderspiele wie Sackhüpfen, Apfel mit dem Mund aus dem Wasserbottich holen und sich vom Stier ziehen lassen stattfinden. Natürlich wird auch Rugby gespielt. Egal wie klein ein Dorf ist, es scheint immer ein Rugbyfeld zu geben. Wir gehen noch auf den Spielplatz, bevor wir einen kleinen Trip durch den Wald unternehmen, natürlich nicht, ohne unsere Schuhe vorher zur desinfizieren! Wir hoffen darauf, mal einen Kiwi zu sehen, sie werden an vielen Stellen besonders geschützt, z. Bsp. dürfen hier in den Wald keine Hunde rein. Unser Weg zieht sich ganz schön, es geht rauf und runter und die Zeit vergeht. Als wir wieder an eine Straße kommen, gehen Micha und Pepe vor zum Wohnmobil, während ich langsam mit dem schlafenden Theo auf dem Arm hinterhertrotte. Ich warte dann an einem Motorcamp und warte auf die anderen beiden. Wir entscheiden dann aber, dass wir auf den Platz, den wir gestern gesehen haben fahren, um dort zu übernachten. Hier gibt es auch eine Küche, wo wir unser Abendessen zubereiten und mit zwei deutschen Mädels, die mit dem Fahrrad unterwegs sind, ins Gespräch kommen. Wir genießen das heiße Wasser und kuscheln uns dann ins frischbezogenen Bett!
    Der Sonntag zeigt sich schon am Morgen verregnet. Mit unseren Frühstückutensilien geht es in die Campingküche, die echt gut ausgestattet ist. Es ist schön beim Essen etwas mehr Platz zu haben als im Wohnmobil. Wir brechen auf Richtung Auckland. Am Straßenrand entdeckt Micha wieder einen Stand mit Essbarem. Wir halten an und eine Frau bietet uns Eier von freilaufenden Hühnern an. Wir nehmen noch drei Grapefruits mit. Die Frau kommt ursprünglich aus Australien, erzählt sie. Die Eier schenkt sie uns, zum Frühstück oder Lunch, meint sie. Für die Grapefruits zahlen wir nur einen Dollar!
    Ein Wegweiser schildert die Piroa Falls aus. Na klar, das machen wir. Trotz Regen müssen wir Neuseeland nach, dem Steine ins Wasser schmeißen: große, kleine, dicke, schmale, ins tiefe Wasser oder ins flache… Der nächste Abstecher bringt uns nach Port Albert, ein kleines Nest, aber immerhin mit einer Memorial Hall (eine Gemeinschaftshalle, die fast jeder Ort hat, ist zu mieten z.Bsp. für Feierlichkeiten), öffentlichen Toiletten und einem Spielplatz, den Micha und die Kinder aufsuchen, während ich das Mittag mache. Der Regen macht uns heute alle etwas müde, wir fahren weiter Richtung Auckland über Helensville. Im Nachbarort bleiben wir die Nacht.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 23Oct 2012

    18 Muriwai Beach 23.10.2012 Neuseeland —

    Muriwai, Neuseeland

    Beschreibung

    Montag, 22. Oktober bis Dienstag, 23. Oktober 2012
    Der Montagmorgen zeigt sich mal wieder grau : (! Nach unserem allmorgendlichen Frühprogramm (heute haben die Kinder und ich leckere Käse-Zwiebel-Bagel gegessen) fahren wir nun weiter Richtung Auckland – das tun wir nun schon eine ganze Weile, aber es gibt unterwegs immer noch Abstecher, die wir nehmen, auch wenn sie nicht im Reiseführer erwähnt werden (wir wären sonst nie zu den Piroa Falls, nach Albert Port oder Helensville gekommen). Auch heute lassen wir uns noch einmal vom Weg abbringen. Es geht zum Muriwai Beach. Hier gibt es schwarzen Sand, der seinen Ursprung in den Unterwasservulkanen hat. Allerlei sportliche Aktivitäten werden hier betrieben – windig genug ist es fürs Surfen, Kite-Surfen und mit einer Art Dreirad mit Segel über den Strand heizen. Wir laufen den Strand entlang, der uns dann zu über einen schön angelegten Weg über die Felsen zu einem dem Festland vorgelagerten Felsen bringt, auf dem sich eine Tölpelkolonie niedergelassen hat. Auf dem Rückweg machen Pepe und Micha noch einen Abstecher zur Rückseite eines Loches im Felsen, während Theo und ich in aller Ruhe zum Wohnmobil zurücktrotten, um schon das Mittag vorzubereiten (es ist schon wieder um zwei und der Magen knurrt). Micha und Theo treffen trotz Abstecher fast zeitgleich mit uns am Wohnmobil ein. Theo muss komplett umgezogen werden, da er auf den glitschigen Felsen mehrmals ausgerutscht ist und pitschenass ist.
    Nun geht es aber tatsächlich nach Auckland. Hier ist viel Verkehr, aber Micha fährt uns souverän durch die große Stadt, in der noch irgendein Lauf stattfindet (heute ist hier Feiertag). Aber mit Parken sieht es hier ziemlich schlecht aus! Zumindest mit so einer großen Karre. Und es regnet. Wir beschließen in der Nähe der KEA-Station zu nächtigen. Wir suchen einen Spielplatz. Verdammt, in jedem noch so kleinen Nest gibt es immer einen Spielplatz! Warum finden wir in Albany oder Rossdale keinen? Nach einigem Rumirren und mittlerweile doch sehr unruhigen Kindern entscheiden wir uns mangels Finden eines Playgrounds, einen Strand anzufahren. Wir stellen das Womo ab und siehe da, da ist unser Spielplatz des Tages und die Mäuse laufen! Nach einer guten Stunden, es ist schon nach sieben fängt der Regen, der mal Pause gemacht hat, wieder an und wir fahren an den Stellplatz, den wir vorhin entdeckt haben. Die Männer haben Appetit auf Suppe und so bekommen sie unter anderem Suppe zum Abendessen.
    So langsam aber sicher sind wir bereit für besseres Wetter. Dieses Einheitsgrau am Himmel haben wir nun lange genug gehabt! Wir fahren die KEA-Station an, um ein paar Kleinigkeiten am Fahrzeug in Ordnung bringen zu lassen und zu fragen, wie wir am besten nach Auckland reinkommen. Uns wird ein Campingplatz am Takapuna-Beach empfohlen. Von dort aus könnten wir mit Bus und Fähre gut in die Stadt kommen. Vorher gehen wir einkaufen. In einem Spielzeugladen holen wir Buddelzeug und einen großen Ball. Im Pak`n Save hier haben sie Pampers (gibt es an nicht vielen Stellen und auch nicht in jedem Pak`n Save). Ich hole einige Packungen. Wir haben einmal andere Windeln probiert, aber die sind fürchterlich und die Pampers sind nicht teurer als die anderen. Micha lässt bei der Kiwi-Bank seinen Online-Zugang zum Konto wieder freischalten. Kathrin (unsere sympathische Navi-Stimme) führt uns zu besagtem Campingplatz. Pepe und ich absolvieren unseren Rundgang und befinden ihn nicht für besonders geeignet für uns (kein Spielplatz, Duschen und Toiletten verschlossen, so dass wir sie nicht begutachten können, eine recht merkwürdige Dumpstation, äußerst karg). In knapp vier Kilometer Entfernung liegt noch ein Motor Camp. Der Rundgang ist ein Erfolgt, es ist super sauber hier, es gibt einen kleinen Spielplatz, eine BBQ-Stelle….). Wir bleiben und das zu günstigeren Konditionen als auf dem anderen Platz. Wir mieten uns für zwei Nächte ein! Unsere Stromversorgung am Womo spinnt. Vorhin war Theo mal an den Sicherungen, aber daran scheint es nicht zu liegen. Micha fährt noch einmal zu KEA, während ich mit den Kindern auf dem Platz bleibe: etwas essen, Spielplatz, Bekanntschaft mit Deutschen, die hier 14 Tage im Urlaub sind (sie leben zur Zeit in Beijing) und genaues Erkunden des Areals. Dann ist Micha auch schon wieder da, es war doch nur ne Sicherung. Na, prima. Wir gehen zu einem Fleischerladen und kaufen Fleisch fürs Abendessen. Der männliche Teil der Familie leidet unter Fleischmangel. Die BBQ-Stelle ist super und wir grillen. Es gibt eingelegtes Schweinefleisch für die Männer und Hühnchen für mich. Außerdem machen wir eine Pfanne aus Spargel, Knoblauch, Süßkartoffeln und Zwiebeln. Alles ist auf einer großen Fläche drauf, die per Knopfdruck und Zeit und Hitze einstellen, heiß wird und uns so zu einem recht köstlichen Essen verhilft. Es ist irre, was Theo, Pepe und Micha essen. Ich hätte nie gedacht, dass alles alle wird. Mal sehen, wann sie das nächste Mal Fleisch wollen oder ob das jetzt eine Weile reicht. Am Wohnmobil angekommen, kommen wir mit unseren Nachbarn ins Gespräch. Sie kommen aus Australien und geben uns ein paar Tipps, wo wir unbedingt hinsollen. Es ist bereits dunkel, als wir uns von den beiden verabschieden und nun werden die Pepe und Theo noch geduscht. Die Dusche geht neun!!!! Minuten. Nach den Kindern bin ich dran und Ihr könnt Euch kaum vorstellen, wie herrlich diese heiße lange Dusche ist! Und das Beste ist, morgen gleich noch mal, da wir da ja immer noch hier sind und ich gleich acht Duschmarken geholt habe : )

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 24Oct 2012

    19 Auckland City 24.10.2012 Neuseeland —

    Northcote, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Der Wecker meldet sich halb acht. Wir wollten heute eigentlich mal zeitiger aufstehen, damit wir nicht so spät in Auckland sind. Aber halb acht ist sehr früh und keiner von uns fühlt sich wie aufstehen, also wird der Wecker ausgedrückt. Irgendwann stehen wir dann natürlich doch mal auf. Kurz darauf klopft es an unserer Tür. Eine Frau (Engländerin) steht davor und sagt, sie würden heute abreisen und hätte noch eine Packung Milch, einen O-Saft und pürierte Tomaten – ob wir die haben wollen! Total süß. Eine Minute vorher hat Micha gesagt, wir müssen wieder Milch holen. Dann kommt gleich noch eine ältere Frau und bringt uns auch noch eine Milchpackung. Außerdem gibt sie uns den Hinweis, dass in der Küche noch ganz viel zu holen sei. Es muss eine Reisegruppe gewesen sein, die mit schätzungsweise acht Wohnmobilen (alle von KEA wie unseres auch) unterwegs waren, jedenfalls waren die auch nummeriert und es waren alles ältere Leute. Da sie abreisen, lassen sie, was übrig und nicht mit heim soll, hier. Wir können einige Sachen wie Spülmittel, Küchenrolle, Alufolie, Margarine, Handwaschseife… gut gebrauchen : ). Die Australier verabschieden sich von uns und wir verlassen kurz nach zehn den Campingplatz Richtung Bushaltestelle. Bus gerade weg, der nächste kommt in dreißig Minuten! Ab in den angrenzenden Park und noch etwas im Reiseführer lesen. Dann fahren wir rein nach Auckland. Das Wetter heute ist traumhaft – keine Wolke am Himmel, die Sonne strahlt! Das tut unheimlich gut nach den letzten grauen Tagen. Wir schlendern durch die Stadt und besuchen dann den Sky Tower. Mit dem Aufzug geht es in rasanter Geschwindigkeit nach oben. Der Ausblick ist toll, gerade bei dem Wetter. Den Turm hinunterkommen kann man in einer abgeschwächten Form des Bungee Springens. Man hängt am Seil und wird kontrolliert (schnell) herabgelassen und unten automatisch verlangsamt und zum Stillstand gebracht (also nicht das richtige Springen und wieder Hochschnipsen). Micha sagt, das sei Bungee für Angsthasen – also quasi für mich, aber auch dazu könnte ich mich nicht durchringen! Am Macao Tower die Jumper zu beobachten war wesentlich spektakulärer!
    Wir schauen uns die St. Patricks Cathedral an und bummeln durchs Hafenviertel. Ich habe einen unheimlichen Appetit auf Kaffee und etwas Süßes. Wir entscheiden uns für Starbucks und genießen unsere heißen Getränke sowie unseren Riesen-Schoko-Muffin, den Lemon Crumbled Muffin und die Zimtrolle! Lecker und genau das Richtige zur richtigen Zeit. Danach geht es zum Victoria Park. Hier wollte ich hauptsächlich wegen der Märkte hin – die sind allerdings ziemlich verwaist und wir verlasen den Park nach dem Spielplatzbesuch und steuern den Albert Park an. Der ist wirklich toll, schön angelegt und gepflegt. Zwei Asiaten halten uns an und wollen sich erst mit Theo, dann mit Pepe fotographieren lassen. Das kennen wir ja aus Hongkong, wo die Kinder manchmal wie eine Zirkusattraktion waren. Immer wieder möchten Asiaten Theo anfassen – als ob es Glück bringt, ein so kleines blondes Geschöpf zu berühren. Übrigens ist Theos Narbe über dem Auge sehr gut verheilt. Wir haben die Fäden nicht ziehen lassen, sie sind von allein abgefallen.
    Micha hat mich heute auf ein Auto aufmerksam gemacht (ein Stufenheck), was einen Scheibenwischer hinten hat! Für mich nichts Ungewöhnliches. Mein Auto hat auch einen Scheibenwischer hinten. Aber Micha meinte, die Stufenhecks haben in der Regel keinen, was mir bisher noch nicht aufgefallen ist, sich aber hier dann bestätigt, bei denen, die wir sehen. Nun frage ich mich. Macht denn der Regen um diese Autoscheiben einen Bogen? Wie können die Stufenheckautobesitzer gut hinten rausschauen, wenn es dort keinen Scheibenwischer gibt? Wer von Euch da draußen hat ein Stufenheck? Stört Euch der Regen auf der Heckscheibe nicht?
    Es gibt hier in Auckland Kreuzungen, da haben alle Fußgänger gleichzeitig grün und man kann in alle Richtungen, auch diagonal die Kreuzung überqueren – haben wir so noch nie irgendwo gesehen! Spart Zeit!
    Bevor wir zu Bushaltestelle gehen, holen wir uns noch zwei Kebabs. Wir hätten vorher einen Blick auf die Abfahrtzeit des Busses werfen sollen. Er ist vor fünf Minuten gefahren, der nächste kommt in einer knappen Stunde. Wir gehen noch etwas einkaufen und dann wieder an die Haltestelle, wo in freundlicher Pakistani ein Gespräch mit uns anfängt. Dann kommt der Bus. Wir steigen ein, Micha holt die Tickets und auf einmal höre ich: „Hi Christiane!“ Ich denke, ich höre nicht richtig, aber da sind es die drei Deutschen, die in China leben. Sie fahren auch zum Campingplatz zurück, waren auch in der Stadt heute. Unterwegs steigt der Pakistani mit seiner Frau aus und winkt uns noch mal freundlich und dann auch noch mal von draußen. Wir fühlen uns hier echt wohl, man könnte sagen, wie unter Freunden! Unsere Bushaltestelle naht und schließlich steigen wir aus und gehen gemeinsam mit Nils, Barbara und Antonia zum Campingplatz. Die Zeit verrinnt, wir plaudern, es ist schon stockdunkel – irgendwann Zeit, im Wohnmobil zu verschwinden….

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 27Oct 2012

    20 Sea Life, Oceans Beach, Hot Water Beach 27.10.2012 Neuseeland —

    Hot Water Beach, Neuseeland

    Beschreibung

    Donnerstag, 25. Oktober bis Samstag 27. Oktober 2012
    Allem folgenden vorangestellt die Nachricht des Tages: Pepe hat heute gegen 17.00 Uhr seinen ersten Zahn verloren! Und der kleine Mann ist so etwas von stolz auf seine erste Zahnlücke! Und sie steht ihm auch wirklich gut!
    Nachdem wir wieder einmal später aus dem Bett gekommen sind als wir vorhatten. Pepe wollte noch gern in den Swimmingpool auf dem Campingplatz, aber das Wasser ist echt kalt und wir lassen das nach einer gemeinsamen Wasserprobe. Wir nutzen noch die Gelegenheit und waschen noch einmal, das Wohnmobil wird auf Vordermann gebracht und so kommen wir kurz vor Mittag los. Es geht zu Kelly Talton`s Sea Life. Wir bestaunen die Rochen bei der Fütterung, ebenso die Haie und natürlich die Pinguine. Gegen halb wir verlassen wir die Underwater World und beruhigen unsere knurrenden Mägen. Anschließend geht es zum One Tree Hill, einem Vulkankrater, von dem aus man einen schönen Ausblick auf Auckland und Umgebung hat. Wir laufen auf den Aussichtspunkt und versuchen die Schafe, die hier überall herumlaufen, zu streicheln. Aber das wollen sie scheinbar nicht und laufen immer weg. Aber bestimmt treffen wir hier in Neuseeland auch noch auf ein Schaf, was sich gern von zwei Kindern aus Leipzig anfassen lässt. Nun fahren wir Richtung Coromandel Halbinsel, wo wir die nächsten Tage verweilen möchten. Aber es wird schon wieder dunkel. Wir verlassen den Motorway und machen in Pokekuhe Halt, kaufen noch etwas ein und bleiben über Nacht.
    Freitag geht die Fahrt los Richtung Coromandel. Es sind ungefähr 80 km, die wir am Stück durchfahren. Mehr schaffen wir mit den beiden Wurscheln im Auto wohl kaum. Theo wird doch nach einer gewissen Zeit sehr unruhig, Pepe schafft es, ihn noch eine Weile mit Quatsch machen und Rumalbern bei Laune zu halten, aber dann vernehmen wir lautstarken Protest: „Tertig“ – was so viel wie `fertig` heißt und bedeutet, dass Theo nun genug vom Fahren hat. Also halten wir an und toben erst einmal eine Weile auf dem Spielplatz rum – es gibt hier wirklich phantastische Spielplätze und die Kinder werden ganz hibbelig, wenn wie einen sehen! Bei Whangamata gehen wie an den Ocean Beach, an einen der bekanntesten Surfstrände Neuseelands. Die Sonne scheint, aber für mein Empfinden ist noch deutlich zu viel Wind, was mich schnell frieren lässt. Micha und Pepe spielen Fußball am Strand, während Theo und ich mal wieder einer unserer Lieblingsbeschäftigungen, dem Muscheln sammeln nachgehen. Während ich welche im Wasser abspüle, merke ich nicht, dass der kleine Mann dem Wasser mehr als nahe gekommen ist. Eine Welle, ein Schrei, ein fluchtartiges Aufstehen, ein lautstarkes Schimpfen – ein pitschnasser Theo! Wir gehen zum Womo und der kleine Mann bekommt trockene Sachen an. Ein weiteres Mal führt mich mein Weg zum Womo, da sich Theo immer in den Sand legt. Ich hole eine Decke und Nüsse, die wir dann gemeinsam verputzen. Micha geht zum zweiten Mal ins Wasser und „stiftet“ Pepe dazu an. Wie kann man nur in diese kalte Wasser gehen?! Aber die beiden haben sichtlich Spaß und spielen nun mit dem Ball im Wasser. Ob ich jemals in den Ozean gehe? Ich werde einfach am Hot Water Beach bleiben, wenn wir erst einmal da sind. Als sich immer mehr Wolken vor die Sonne schieben, verlassen wir den Strand und fahren nach einem kurzen Abstecher nach Onemana auf den Campingplatz in Opoutere. Der Platz ist schön – Wald, Vogelzwitschern… Da noch etwas Zeit bis zum Dunkelwerden verbleibt, gehen wir durch das angrenzende Vogelschutzgebiet zum Strand. Die Sonne steht tief und wir können nur noch die letzten Strahlen einfangen und spielen etwas im Sand. Es geht zurück zum Wohnmobil, wir essen und gehen schlafen.
    Samstag kommen wir wieder erst gegen neun aus dem Bett. Nachdem wir gefrühstückt haben – Pepe und ich essen mittlerweile am liebsten Bagel zum Frühstück – räumen wir das Wohnmobil etwas auf und verlassen dann gegen elf den Platz bei strahlendem Sonnenschein. Das könnte temperaturmäßig mein Tag werden! Wir fahren nach Pauanui. Das ist in der Sommerzweit ein beliebter Touristenort. Im Moment ist hier aber noch alles ruhig. Wir parken, gehen auf den Spielplatz und anschließen wandern wir am Strand entlang. Der warme Sand an den Füßen und die wärmenden Strahlen von oben tun uns allen gut. Was wir am Strand wohl tun? Dreimal dürft Ihr raten, nein einmal!
    Bevor wir weiter fahren, essen wir erst einmal. Meist essen wir um die Mittagszeit (oder etwas später) belegte Brote und Obst. Der nächste Ort ist Tairura. Hier scheint es einen bekannten Pepe zu geben. Es gibt den Pepe Stream, die Pepe Road, den Pepe Playground und ein Café Pepe! Wir kaufen ein paar Lebensmittel ein und fahren dann weiter zum Campingplatz am Hot Water Beach. Hier auf der Coromandel Halbinsel dürfen wir nicht „wild“ campen. Der Platz heute ist ein Top 10 Holiday Park, nicht so günstig. Nach einigem Überlegen werden wir gegen Gebühr Mitglied und können dann immer auf einer dieser Einrichtungen zehn Prozent sparen. Ausschlaggebendes Argument für die Mitgliedschaft ist der zehnprozentige Rabatt auf die Fährüberfahrt von der Nord- auf die Südinsel. Dann haben wir die Gebühr so gut wie rein. Eigentlich wollen wir ja so wenig wie möglich auf Campingplätze, aber ab und zu muss es halt mal sein und dann genießen wir die Annehmlichkeiten, die so ein Platz mit sich bringt: heiße Duschen, Küche oder BBQ-Bereich, Spielplatz… Nachdem wir unseren Stellplatz bezogen haben, geht es ab zum Hot Water Beach. Bei Ebbe kann man hier mit einem Spaten ein Loch buddeln. Es gibt hier Thermalquellen. Hat man eine gefunden, heißt es hineinlegen und das warme Wasser genießen. Heute ist die Ebbe vorbei, die Flut ist im Anmarsch. Pepe und Micha haben ihre Splash Boards mit. Die Wellen sind ganz schön hoch. Micha geht ins Wasser und probiert sich ein wenig mit dem Board. Pepe geht dann auch mal mit rein, aber die Wellen sind echt heftig und so ist es kein langer Besuch im Wasser. Trocken rubbeln, trockene Sachen anziehen und ab zum Zeltplatz, ist schon wieder 18.00 Uhr. Vor dem Wohnmobil schnippeln wir Gemüse (Süßkartoffeln, Brokkoli, Blumenkohl, Zwiebeln, Knoblauch) und gehen dann zur Grillstelle. Da müssen wir heute aber etwas warten. Die Männer grillen Fleisch Beef) und ich lege für mich etwas Käse auf den Grill. Theo knallt von der Bank runter und schlägt mit dem Kopf auf dem Betonfußboden auf. Aua! Er bekommt hier einiges ab: Vorgestern im Sea Life steckt er den Finger in das Laufband, das durch den Unterwassertunnel führt und schabt sich dabei ganz viel Haut ab, am Abend macht Micha die Tür zum Womo zu, Theo schreit – kleine Hand dazwischen und heute schleppt er einen Riesenstock mit sich rum, fällt, hält den Stock fest und schrammt sich die Beinchen und den Übergang zum Fuß auf. Auch Pepe bleibt nicht verschont. Gestern in Waihi rutscht er aus und schreit. Ich schiebe das Hosenbein hoch – Minimalschramme! Zwei Minuten später meint Pepe, jetzt läuft das Blut durch die Hose. Es war das andere Knie. Da hat der Metallstab vom Zaun eine ältere Wunde wieder richtig doll aufgerissen. Etwas Desinfektion und später das Salzwasser tun dem Knie scheinbar gut. Wir denken, es wird noch ein paar Kleinigkeiten geben, die weh tun, hoffen aber, dass größere Geschichten ausbleiben! Wie gesagt, wir hatten heute echt tolles Wetter und bei Sonnenschein ist es hier einfach traumhaft! Wie wir heute noch zwei Fotomitteilungen entnehmen können, hat es Leipzig schon mit den ersten Schneeflocken erwischt und da sind wir froh, dass wir jetzt in der Wärme sind! Zieht Euch alle schön warm an und werdet nicht krank!

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 28Oct 2012

    21 Hot Water Beach, Cathedral Cove 28.10.2012 Neuseeland —

    Hahei, Neuseeland

    Beschreibung

    Micha glaubt, dass in der Nacht die Uhren in Neuseeland umgestellt wurden auf Sommerzeit. In Deutschland ist wohl die Umstellung auf Winterzeit. Wenn die hier auf Sommerzeit umstellen, heißt das ja, dass es um neun schon um zehn ist! Da müssen wir vom Zeltplatz runter. Aber im Gezeitenplan war gar nicht so ein krasser Zeitwechsel ersichtlich. Also gehe ich mal an die Rezeption und frage, wie spät es ist. Um neun. Also keine Umstellung. Ich frage nach und sie meint, die sei vor zwei Monaten gewesen – oder ich habe sie falsch verstanden, was auch gut sein kann. Aber jetzt bleibt jedenfalls alles wie gehabt! Und wir sind tatsächlich mal eher aufgestanden. Aber das macht nichts. Denn wir wollen heute „pünktlich“ zwei Stunden vor Ebbe am Hot Water Beach sein, um uns einen warmen Pool zu buddeln. Micha hat gestern am Strand zwei große Kinderschaufeln gefunden und mit denen wollen wir unser Glück versuchen (man kann auch Spaten ausleihen). Es ist schon einiges los am Strand. Wenn sich das Wasser etwas zurückgezogen hat und man über den Sand läuft, merkt man, wo es heiß ist – und fängt an zu graben. Nach einigem Suchen und ein bisschen Unterstützung von auskunftswilligen Gleichgesinnten geht es los. Die erste Schippe bricht, aber mit der abgebrochenen Schaufel klappt es ganz gut. Es ist irre, wie heiß das Wasser ist. Man muss aufpassen, dass man auch genug kaltes Wasser mit in den Pool bekommt, wenn man sich nicht total verbrennen will. Theo wird unruhig und irgendwann möchte er unbedingt seinen Badeeinteiler ausziehen. Nackig im warmen Wasser fühlt er sich dann pudelwohl und aalt sich regelrecht in dem wohltemperierten Nass. Der Pool verändert sich. Man schaufelt mal hier, mal da, mal entsteht ein Gemeinschaftspool mit anderen, in unserem Fall mit zwei Frauen aus Deutschland. Als die genug haben, leiht sich Micha die Schaufeln aus und bald haben wir einen Pool deluxe! Ich kann seit heute sagen, ich war im Südpazifik! Neben uns sieht man es richtig aus dem Sand heraus hochdampfen und sprudeln! Und immer wieder laufen Menschen hinein, weil sie es nicht glauben können, und verbrennen sich die Füße. Wir halten es eine ganze Weile am Strand im warmen Wasser aus, außer Micha, der geht noch einmal ins kalte Wasser : ). Als das Wasser langsam zurückkommt und unseren Pool überschwappt, gehen wir zum Womo, es ist um zwei. Etwas essen und auf nach Hahai. Von hier aus startet eine Wanderung zu der berühmten Cathadral Cove. Als wir da ankommen, sind wir begeistert. Das Wasser ist klar und türkis und die Felsen und Steilwände sind einfach traumhaft schön. Wir essen unseren Schoko-Karamell-Kuchen und bewundern die Schönheit dieses Platzes. Es ist ein Loch in einem Felsen, durch welches man gehen kann und zu beiden Seiten ist Strand. Die Sonne verschwindet langsam aber sicher hinter den Felsen der Steilküste und somit wird es kühler. Aber irgendwie wollen wir hier nicht so richtig weg. Wir beschließen, morgen noch einmal herzukommen. Wir steuern wieder unseren gestrigen Campingplatz an (auf dem wir ja jetzt, der Mitgliedschaft sei Dank, 10 Prozent Rabatt bekommen). Micha geht mit den Kindern auf den Spielplatz. Dort ist so ein riesiges Luftkissen, auf dem man rumspringen kann! Ich lade derweil etwas ins Reisetagebuch. Anschließend gibt es Essen. Es ist jetzt recht kalt draußen. Also wenn die Sonne scheint, ist es schön warm (wenn der Wind nicht so sehr geht), aber sobald sie weg ist, wird es doch sehr frisch! Duschen und ab ins Bett! Wir wollen morgen an den Strand der Cathedral Cove.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 01Nov 2012

    22 Otama Beach 01.11.2012 Neuseeland —

    Kuaotunu, Neuseeland

    Beschreibung

    Montag, 29. Oktober bis Donnerstag, 01. November 2012
    In der Nacht auf den Montag beginnt es zu regnen. Nun gut, solange es nachts regnet – kein Problem. Aber es regnet und regnet und regnet und es hört nicht auf! Grau ist der Himmel und auch etwas grau die Stimmung. Was tun mit so einem Tag? Nein, für den Strand an der Cathedral Cove ist das Wetter nicht wirklich tauglich. Wir setzen unseren Weg fort: Ferry Landing – im Regen, Cooks Beach – im Regen! In Whitianga ist mal Regenpause und wir kaufen ein und füttern den Tank. Kurz nach diesem Ort entdeckt Micha einen Platz, wo zwei Wohnmobile stehen. Vielleicht können wir da ja auch stehen? Es steht jedenfalls etwas von Overnight Parking an dem Grundstück dran. Wir fahren mal rein und ich gehe fragen. Eine liebe alte Omi sagt, ja für fünf Dollar können wir hier über Nacht bleiben! Was für eine Freunde für unsere Reisekasse! Unser Highlight dieses verregneten Tages! Wir schauen direkt auf den Simpons Beach! Toller Stellplatz!

    Der Dienstag scheint freundlicher zu werden. Gegen Mittag brechen wir auf nach Kuaotunu und von dort aus weiter zum Otama Beach – hinter einem Berg, recht abgelegen. Es ist total schön hier. Türkisblaues Wasser, weißer Sand, ein riesiger Baum, in dem Pepe und Theo prima rumklettern können und das Beste: die Sonne scheint. Unser Gute-Laune-Pegel steigt schlagartig an. Auf der Stranderkundungstour, die ich mit den Kindern unternehme, entdecken wir zwei tolle Schaukeln. Die eine ist richtig groß und schwingt ganz langsam hin und her. Es ist einfach ein Brett an zwei Seilen an einem hohen Ast befestigt! Toll. Theo und Pepe wollen kaum wieder hier weg. Eine tolle Muschel nach der anderen bittet uns, sie mitzunehmen – was wir natürlich gern tun. Irgendwann kommen wir vollbepackt an unserer Decke wieder an. Prima Ausbeute in einer so wunderschönen Umgebung. Langsam neigt sich der Tag dem Ende zu und es stellt sich die Frage, ob wir morgen vielleicht noch einmal herkommen sollten, einfach noch einmal die Seele baumeln lassen? Na klar, wir sind doch die Bestimmer unserer Reiseroute! Wir übernachten noch einmal bei der alten Omi und als Pepe und Micha draußen Ball spielen, kommt ein anderer Junge (ungefähr in Pepes Alter dazu). Micha ermutigt Pepe, ihm den Ball zu zuspielen und siehe da, da haben zwei auf einmal trotz unterschiedlicher Sprachen ganz viel Spaß! Unser Abendessen beiden dann wieder und Pepe sagt dann ganz mutig zu dem Jungen: We have dinner now!

    Auch am Mittwoch haben wir herrlichsten Sonnenschein. Und der Strand wartet schon auf uns. Nichts wie hin. Wir gehen wieder an unsere Stelle und hängen alles Mögliche über die Äste, um es ein bisschen vor dem Sand zu schützen. Heute bauen wir eine Sandburg und ich kann Euch sagen, es ist die größte am ganzen Strand – außer uns ist aber auch kaum jemand da : ) Am Nachmittag holt Micha mit den Mäusen leckeren Schokoladenkuchen aus dem Wohnmobil, den wir dann am Strand auffuttern – echt superlecker! Micha ist immer mal im Wasser, Pepe mag heute nicht so richtig und Theo scheint sich für das Wasser nicht all zu sehr zu interessieren. Er spielt lieber mit Pepe im Sand oder im und am Kletterbaum. Ich? Nein, für mich ist das Wasser viel zu kalt, ich werde dann in der Südsee ins Wasser gehen : ). Ich bin erfrischt, wenn ich das Wasser sehe. Aber ich friere auch nicht mehr am Strand. Es ist herrlich warm. Erst gegen Abend, als der Wind dann auffrischt und die Sonne sich langsam verabschiedet, wird mir kalt, aber die Kuscheljacke ist nicht weit. Wir machen noch weiter vorn am Strand Abendessen und fahren dann zu einem Campground – ist nur eine Wiese, aber völlig okay und günstig.

    Donnerstag: Die Sonne scheint! Aller guten Dinge sind drei! Es geht noch einmal an „unseren“ Strand. Heute buddeln wir ein großes Loch und vergraben Pepe : ). Später wollen wir einen Tunnel graben, durch den Pepe dann von einem Loch zu einem anderen krabbeln kann, aber der Sand ist tiefer recht nass und irgendwann lässt die Kraft des Ausbuddelns. Theo liebt den Sand. Sobald wir die Decke ausgeschüttelt haben, läuft er mit den sandigen Füßchen drauf und legt sich hin. Oder er nimmt die ganze Decke und zieht sie über den Strand : ). Am Nachmittag geht es nochmals auf Strandwanderung. Wir kommen sehr weit und haben schon bald wieder viel mit uns rumzuschleppen. Irgendwann hat Pepe dann Durst und Theo ist schon ganz langsam geworden. Auf meine Frage, ob ich ihn auf den Arm nehmen soll, sagt er: JA! Er schmiegt sich an und ist schon kurz darauf eingeschlafen. Micha und ich haben uns heute etwas Sonnenbrand eingefangen. Wir beschließen, heute noch nach Coromandel Town weiter zu fahren. Hier gehen wir wieder auf einen Top10 Holiday Park. Es gibt hier einen beheizten (26,5 Grad) Pool, den Pepe gleich noch ausprobiert! Zum Abendessen gibt es Nudeln mit Carbonarasauce und Käse. Die Dusche befreit uns alle vom Sand der letzten drei Tage : ).

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 04Nov 2012

    23 Coromandel Town, Thames, Whakatene 04.11.2012 Neuseeland —

    Thames, Neuseeland

    Beschreibung

    Freitag, 2. November bis Sonntag, 4. November 2012
    Wir erwachen am Freitag Morgen und die Kinder wollen gleich raus auf die Hüpfburg. Aber erst einmal wird gefrühstückt. Während ich dann in der Küche abwasche, können die Mäuse rumtoben und ich habe sie im Blick! Es werden auch noch gleich zwei Maschinen Wäsche gewaschen, das Wohnmobil flott gemacht und dann geht es in die Innenstadt von Coromandel Town. Wir gehen auf eine Post. Wie immer ist das Personal so freundlich und die Kinder bekommen einen Kiwi-Stempel auf die Hand : ). In einem Laden kaufe ich mir eine Handtasche in rot! Die ist echt schön und neuseeland-like! Nachdem wir noch dies und das eingekauft haben (wir brauchen immer irgendetwas) geht es zu Station der Driving Creek Railway. Das ist eine kleine Schmalspurbahn, die mitten in den Wald in die Berge geht. Ursprünglich hat sie die Ziegelei unten mit Ton aus den Bergen versorgt. Die Fahrt ist echt ein Spaß. Es ist eng und wir fahren mitten durch das Grün des Waldes, vorbei an liebevollen Ton-Dekorationen, durch Tunnel und auf einem abenteuerlichen Schienensystem. Sogar ein Doppeldecker-Viadukt wird überfahren. Oben angekommen können wir die Aussicht genießen. Wieder unten angekommen trinken wir im Wohnmobil Kaffee und essen Kuchen. Dann machen wir uns auf den Weg in den Süden. Ein Abstecher bringt uns auf einer kleinen Nebenstraße, vorbei an einer recht alternativen Farm mit Schweinen und Hühnern, zu dem Waiau-Wasserfall. Der ist und wir essen hier unten Abendbrot, genießen das Rauschen des Wassers und schießen natürlich ein paar Fotos. Dann fahren wir weiter. Wir fahren durch Thames durch und übernachten etwas außerhalb von der Coromandel Halbinsel. Es ist schon sehr dunkel!

    Am Samstag stehen wir mal recht zeitig auf und starten bereits 8.19 Uhr Richtung Thames. Dort gehen wir bei Mc Donalds frühstücken. Danach erledige ich ein paar Besorgungen im Warehouse während Micha mit den Kindern auf den Spielplatz geht. Als ich zu den dreien stoße und wir uns auf den Weg in die Stadt rein machen wollen, kommen auf einmal ganz viele Feuerwehrautos. Hier ist heute ein Feuerwehrfest! Tütata, tütata! Na, das ist natürlich ein Fest für die Kinder – und Micha auch! Verschiedenste Feuerwehren reihen sich auf und es gibt Stände zum Zugucken und Mitmachen. Micha nimmt an einem Feuerwehr-Fitnesstest teil. Er ist scheinbar recht gut in der Zeit und man notiert sich seine Nummer – es gibt einen Feuerwehrhelm zu gewinnen. Auch ein Einsatzleitfahrzeug erregt sehr Michas Interessen, während Pepe und Theo fasziniert das Ausfahren der Hebebühne beobachten und ein Vorführung eines Küchenbrandes sowie das Auseinanderschneiden eines alten Autos. Es ist echt schön gemacht, man kann alles mit ausprobieren! Nachdem wir das Fest verlassen haben, schlendern wir noch durch die Hauptstraße und wieder am Wohnmobil verschlechtert sich das Wetter schlagartig. Wir beschließen in Richtung Bay of Plenty zu fahren. Unterwegs kommen wir durch Paeroa. Das ist der Ort, in dem L&P erfunden wurde. Das ist eine sehr leckere neuseeländische Zitronenlimo, die wir sehr oft trinken. Ein Foto einer überdimensional großen L&P-Flasche sowie der Erwerb eines T-Shirt für Micha und einen Magneten für unseren Kühlschrank – und dann: Tschüss Paeroa und danke für diese wunderbare Getränk! Unser Ziel heute ist Tauranga. Hier gibt es einen erloschenen Vulkankegel, den Mt Maunganui. Ihn zu besteigen würden wir zeitlich nicht mehr schaffen, so begnügen wir uns mit seiner Umrundung. Fas rundherum ist er vom Meer umgeben. Wir alle bekommen noch eine gute Portion frische Luft ab und da es noch nicht ganz finster ist bei der Ankunft auf unserem Schlafplatz, können die Kinder, während ich das Abendessen koche, noch auf den Spielplatz. Heute gibt es Reis mit Brokkoli und Hühnchen in Kokossauce. Wir sind alle müde und gehen dann alle zusammen ins Bett!

    Unsere Sonntagstour bringt uns nach unserem vormittäglichen Spielplatzbesuch nach Whakatene und von dort nach Ohope an den Strand. Wir essen dort Mittag. Der Strand wirkt auf mich nicht so schön wie in unserer Lektüre beschrieben, das mag zum einen daran liegen, dass das Wetter heute etwas bewölkt ist und zum anderen daran, dass wir nun auch schon ein paar andere Strände, die uns einfach mehr begeistert haben, gesehen haben. Wir fahren wieder nach Whakatene. Dort ist ein Gipsy Fair, ein Jahrmarkt von Zigeunern. Die Gipsys sind ja auch in England und da Neuseeland ja mit England recht tief verbunden ist, gibt es sie vermutlich auch hier. Sie wohnen in irre schön zurecht gemachten alten, teils sehr alten Wohnmobilen und ziehen durch Neuseeland und veranstalten in den Städten Jahrmärkte – Kartenlesen, Bänder in die Haare flechten, Feuershow, verschiedene Verkaufsstände und einen leckeren Dutch-Stand. Das sind so eine Art Krapfen. Wir kaufen erst einen zum Probieren und beschließen dann noch mehr zu kaufen. Lecker, lecker, lecker – genau das Richtige zum Sonntag Nachmittag. Es geht weiter Richtung Rotorua, dorthin wo es heiß ist, wo die Geysire, Kraterseen , Schlammlöcher und heiße Thermalquellen auf uns warten. Ich bin da schon ganz gespannt darauf. An einem Rastplatz an einem See schlagen wir unser Nachtquartier auf!

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 07Nov 2012

    24 Hells Gate, Rotorua, Thermal Wonderland, Huka Fall 07.11.2012 Neuseeland —

    Waiotapu, Neuseeland

    Beschreibung

    Montag, 5. November bis Mittwoch, 7. November 2012
    In aller Ruhe stehen wir auf und frühstücken. Erst am späten Nachmittag brechen wir auf. Wenige Kilometer vor Rotorua treffen wir auf das Tor zur Hölle : )! Im Hells Gate Waiora Spa können wir bei einem Parkrundgang erstmals die geothermischen Aktivitäten in diesem Gebiet bestaunen. Heiße blubbernde Seen, Dampf überall und natürlich auch Schlamm! Unser Rundgang endet an einem Stand, an dem man sich unter Anleitung eines Maoris ein kleines Andenken schnitzen kann! Das macht! Spaß und wir haben es selbst geschaffen! Es ist mittlerweile nach um drei und wir alle vier sind recht hungrig. Im Café entscheiden wir uns für Chicken Nuggets und Pommes. Die Portionen sind sehr reichlich und wir werden alle satt. Nun kommt wohl unser Highlight des Tages. Wellness! Ja, das geht auch mit Kindern! Zuerst geht es ins Schlammbad. Mit dem feinen Schlamm beschmieren wir uns und genießen die Wärme unheimlich! Doch dann kommt der Schock. Wir müssen uns kalt abduschen. Nach Aussage des Personals macht der heiße Schlamm schläfrig und der Kreislauf muss danach wieder in Schwung gebracht werden – na, wenn es unbedingt sein muss! Es ist kalt und weder für Pepe noch für mich besonders angenehm – und es dauert seine Zeit, bis man (Frau) sich entschlammt hat! Bei Micha und Theo ist das Wasser etwas wärmer. Aber es geht gleich wieder in die Wärme, in das Schwefelbad! Hier ist es wieder herrlich warm und wir alle lümmeln genüsslich in dem warmen/heißen Nass herum. Wir bekommen kaltes Wasser zu trinken und fühlen uns rundherum wohl. Irgendwann habe ich genug und ich bin die erste, die duschen geht! Zwar haben wir hier eine Menge für unser Spa-Programm gezahlt, aber es spart uns auch die Übernachtung auf dem Campingplatz, denn wir gehen hier alle frisch geduscht und mit gewaschenen Haaren raus : ). Nachdem wir gegen 18.00 Uhr Hells Gate verlassen, fahren wir nach Rotorua rein und finden einen Schlafplatz im Kuirau-Park. Auch hier brodelt uns dampft es an vielen Stellen und es gibt neben einem Spielplatz auch ein heißes Fußbad, welches wir am morgigen Tag kennenlernen werden.
    Dass wir auf diesen Park so einfach und ohne Suchen gestoßen ist, ist toll, den wollten wir uns nämlich eh anschauen!
    Am nächsten Morgen geht es nach dem Frühstück zum Spielplatz und anschließend zum heißen Fußbad! Wie angenehm. Einfach nur rumsitzen und die tauchenden Enten im See (in dem es auch an verschiedenen Stellen brodelt) beobachten. Eine Gruppe Asiaten leistet uns bald Gesellschaft und wieder einmal beginnt das Foto-Shooting! Am späten Vormittag durchstreifen wir den Park und sehen uns diverse dampfende und blubbernde Stellen an! Es ist alles frei zugänglich. Noch dazu ist dieser Park sehr schön angelegt, es blüht ganz viel und alles ist superschön gepflegt. Später machen wir uns zu Fuß auf, die Innenstadt von Rotorua zu erkunden. Im Government Garden beobachten wir während unserem Mittag ein Boccia- Spiel. Es scheint sich hier um ein richtiges Turnier zu handeln. Alle Akteure sind mit Sicherheit jenseits der sechzig. Weiter im Stadtzentrum besuchen wir die Touristeninformation und durchlaufen dann die Straßen, aber so richtig warm werde ich mit dieser Stadt nicht! Mir scheint, irgendetwas fehlt hier. Es ist ein Geschäft am anderen, aber wie hingesetzt, nicht irgendwie gewachsen! Aber das ist mein Eindruck! Immerhin finden wir ein Air New Zealand Reisebüro und fragen mal nach, ob wir unseren Rückflug ändern können. Es geht, aber schon mit einem nicht ganz unerheblichen Aufpreis. Wir denken noch einmal darüber nach und prüfen erst einmal, ob wir unsere Unterkunft auf Rarotonga ohne Probleme verlängern könnten! Am Abend schlafen wir wieder im Park.
    Die gestrigen abendlichen Überlegungen veranlassen uns am Mittwoch Morgen zeitig aufzustehen. Wir verlassen Rarotonga und fahren nach Wai-O-Tapu ins Thermal Wonderland. Hier bricht 10.15 Uhr der Lady Knox Geysir aus – und das wollen wir nicht verpassen. Pünktlich sind wir da und erleben erstmals während unserer Zeit hier in Neuseeland eine große Menschenansammlung. Der Geysir wird mit Seifenflocken „gefüttert“ und bricht kurz darauf aus. Das Naturschauspiel dauert fast eine Stunde, aber bereits nach zehn Minuten sind zwei Drittel der eben noch da gewesenen Menschen auch schon wieder weg – so dass wir nun ganz in Ruhe Fotos schießen können und uns an der Wasserfontäne erfreuen können. Später sind wir dann im Park des Thermal Wonderlands. Neben den heißen Quellen, Kratern und Schlammspritzern, die wir bereits kennengelernt haben, kommt hier nun auch noch Farbe ins Spiel! Der Rundweg durch dieses Gebiet ist total schön, es erscheint alles so unwirklich – zum einen diese Einöde und zum anderen die Farben. Im Wald sind einige Bäume mit einem rotbraunen Moos überzogen – die Dämpfe aus den Quellen wollen sich verewigen – und es sieht so schön aus! Die Sonne scheint, aber dennoch ist es heute frisch! Es gibt einige besonders schöne Stellen hier, wie z.B. den Lake Ngakoro mit seinem Wasserfall, den Champagner Pool, der einen Durchmesser von 65 m und eine Wassertiefe von 62 m und 74 Grad Celsius Wassertemperatur – total schön gefärbt und Devils Bath, das Teufelsbad – fast neongrün – mein Favorit! Im Shop erstehen wir für die Racker noch ein Basecap und einen Sonnenhut – natürlich im Kiwi-Style! Im Wohnmobil lassen wir uns mal wieder einen leckeren Schokoladenkuchen und einen Kaffee schmecken. Nun geht es weiter ins Landesinnere rein (die Vulkane warten auf uns). Kurz vor Taupo sind die Huka Falls, die wir nach einer kleinen Wanderung erreichen. Wenn dieser Wasserfall mit seiner Höhe von ca. 25 m auf 100 m nicht zu den höchsten gehört, ist er dennoch recht imposant. Der 100 m breite Waikato River wird durch eine 15 m enge Schlucht gepresst, bevor er dann elf Meter in die Tiefe stürzt. Die Wassermassen und die türkisblaue Farbe des Wassers sind echt beeindruckend. Wir laufen dann noch ein Stück an dem Fluss entlang. Das Wasser ist total klar!
    Es ist nun schon wieder um sieben und wir fahren nach Taupo rein. Direkt am Lake Taupo ist ein Platz, an dem Wohnmobile übernachten können. Der Ausblick auf den See und darüber hinaus auf den schneebedeckten Tongaririo ist einfach toll!

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 09Nov 2012

    25 Tongariro Nationalpark 09.11.2012 Neuseeland —

    Tongariro National Park, Neuseeland

    Beschreibung

    Donnerstag, 8. November bis Freitag, 9. November 2012
    Wir verlassen unseren schönen Stellplatz am Lake Taupo, kaufen noch ein paar Kleinigkeiten ein und fahren dann am See entlang in den Tongariro Nationalpark rein. Hier gibt es drei aktive Vulkane, den Tongariro (1967 m), den Ngauruhoe (2291 m) und den Ruapehu (2797 m). Auf unserem Weg sehen wir Rauch aufsteigen, können aber nicht mit Bestimmtheit sagen, ob es der Tongariro oder der Ngauruhoe war. Direkt auf die Vulkane drauf kommen wir nicht. Es gibt eine Tageswanderung über den Tongariro (Tongariro Crossing), bei der man an faszinierend blaugrüne Seen vorbei kommt, aber das ist keine Tour für uns mit den beiden Mäusen – reine Gehzeit ca. neun Stunden! Das trauen wir uns nicht zu. Wir steuern stattdessen das Whakapapa Village an. Dort ist ein Skigebiet und wir können auf kleinen Ausflügen einen kleinen Eindruck von der Vegetation gewinnen. Auch ein Wasserfall ist mal wieder das Ziel einer kleinen Wanderung – immer wieder schön. Wir durchfahren den Park und genießen immer wieder den Ausblick auf die Berge und Vulkane. Der Ruapehu ist von den anderen beiden ein ganzes Stück entfernt. Wir werden morgen von der anderen Seite noch einmal an ihn herankommen. Wir übernachten in Ohakune, wo wir wieder direkt vor einem Spielplatz einen Schlafplatz finden.
    Ohne Stress machen wir uns am Freitagvormittag los. Es geht über die Ohakune Mountain Road von einer Höhe von 600 m auf eine Höhe von 1600 m hoch. Die Straße schlängelt sich durch anfangs dichtes Grün. Es ist irre, hier unten sind noch so viele Palmen und wir sind auf dem Weg in ein Schneegebiet. Mit zunehmender Höhe verändert sich die Vegetation. Die Bäume wirken karger, verschnörkelt und irgendwie windzerzaust. Noch weiter oben (wir sind jetzt dem Mt Ruapehu ganz nah) gibt es fast nur noch Gestein und überall mal kleine Wasserfälle, die den geschmolzenen Schnee ins Tal hinunterbefördern. Pepe möchte Vulkansteine sammeln und seinem Freund Christian einen mitnehmen : ). Schnell hat beide Kinder das Steinfieber gepackt und ein Stein nach dem anderen findet den Weg ins Wohnmobil. Auf dem Ski-Parkplatz angekommen, gelingt es uns tatsächlich noch bis zum Schnee vorzudringen! Zugegeben, er ist nicht mehr besonders schön, nicht mehr so toll weiß wie frisch gefallen, aber es ist Schnee! Man kann ihn anfassen, werfen und in ihn hineinfallen : ). Ein kleines Stück tiefer unternehmen wir erst einen kleinen Ausflug zu einem Wasserfall und später machen wir noch eine Wanderung. Die führt uns durch den Wald ziemlich bergauf, dann über eine Ebene, auf der wir eine Rast einlegen und einen tollen Blick auf den schneebedeckten Ruapehu haben und schließlich wieder durch den Wald bergab zu den Waitonga Falls. Nachdem wir unser Wohnmobil wieder erreicht haben und die 17 km lange kurvenreiche Bergstraße nach Ohakune zurückgefahren sind, gönnen wir uns einen Kaffee und Schokoladenkuchen – was sonst! Nun liegt eine längere Strecke vor uns – knapp 200 km nach Napier über die Taihape Napier Road. Diese Straße windet sich durch eine unglaublich schöne und vielfältige Berglandschaft. Es beginnt mit anfangs irre vielen grünen Hügeln (Hobbit-like). Theo schläft ein, was wohl das Beste für ihn ist. Wir sind halb fünf gestartet. Nach einiger Zeit ändert sich das Erscheinungsbild – steppenartige senfgelbe Grasbüschel bedecken die Berge. Auf Pepes Fragen wie lange wir noch fahren, bekommt er als Antwort: Über die Berge, die Du da vorne siehst, müssen wir auch noch! Wenn Du das Meer siehst, sind wir da! Und es dauert tatsächlich eine ganze Weile, wir kommen zwar super durch, die Straße ist gut ausgebaut, aber nach der Kurve ist eben vor der Kurve und es geht rauf und runter. Aber die Strecke ist traumhaft schön. Irgendwann kommen wieder Grasberge, dann Felsberge, die mit Nadelbäumen bewachsen sind. Als Theo wach wird, versucht Pepe ihn bei Laune zu halten: Theo, Papi fährt schon ganz schnell! Und das stimmt, für die Tour an sich sind wir schnell unterwegs, wenn auch nicht so schnell wie ein Laster mit Anhänger, den wir vorbeigelassen haben – aber wer weiß, wie oft der diese Strecke schon gefahren ist! Kurz vor Napier kaufen wir noch Freilandeier auf einer Farm und dann erreichen wir gegen halb acht unser Ziel. Auf einem Platz am Strand finden wir unser Nachtquartier. Es macht mir zunächst etwas Bauchschmerzen, denn es steht da: No Overnight Camping on this Reserve Area! Naja, campen tun wir nicht direkt, wir betreiben Overnight Parking, wir sind self-contained. Micha überzeugt mich, dass wir hierbleiben können – und wir sind nicht die einzigen!

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 11Nov 2012

    26 Napier 11.11.2012 Neuseeland —

    Meeanee, Napier, Neuseeland

    Beschreibung

    Samstag, 10. November bis Sonntag, 11. November 2012
    Samstag nach dem Frühstück verschaffen wir uns einen Überblick von der Gegend und steuern einen Top10 HolidayPark an um zu fragen, ob wir dort Wäsche waschen und duschen können (ohne dort viel Geld für eine Übernachtung auszugeben). Obwohl das normalerweise Gästen vorbehalten ist, geben sie uns an der Rezeption grünes Licht. Missverständnis: ich dachte, wir erledigen das gleich, Micha möchte erst am Ende des Tages! Hm, na mal sehen, ob wir dann noch auf den Platz drauf kommen! Wir parken zentrumsnah und kommen auf den Samstagsmarkt. German Bakery! Na traumhaft – wir kaufen ein deutsches Kartoffelbrot! Dann schlendern wir durch die Stadt. Napier wurde 1931 von einem Erdbeben heimgesucht und wurde danach im amerikanischen Art Deco und Spanish Mission Style wieder aufgebaut. Es ist im Vergleich zu vielen anderen neuseeländischen Städten schon etwas Besonderes. Es hat Flair! Noch dazu direkt am Wasser (allerdings Steinstrand). Zum Mittag wollen wir unser eben erstandenes Brot essen – es enthält Kümmel und Fenchelsamen, also nichts für Micha! Aber den Kindern und mir schmeckt es sehr gut und die Konsistenz ist toll! Micha rennt noch einmal auf den Markt um noch etwas anderes zu ergattern, aber außer drei Kaiserbrötchen ist nicht mehr viel zu holen. Die hat er aber umsonst bekommen und in Erfahrung gebracht, wo die Bäckerei ist und dass diese auch sonntags auf hat. Also holen wir uns dort morgen unsere Frühstücksbrötchen und vielleicht noch mehr : ). Als nächstes geht es auf den Bluff Hill. Von dort aus hat man einen super Ausblick auf den Port of Napier, wo gerade diverse Container auf ein Schiff verladen werden! Außerdem lagern unheimlich viele Baumstämme auf ihren Abtransport. Die Sonne scheint und wir genießen die Zeit hier oben. Aber irgendwann wird es Zeit für ein Eis. Das holen wir uns unten in der Stadt und schauen dann bei einer Hochzeit im Park zu, bevor wir noch einmal den Campingplatz ansteuern. Micha geht rein und erzählt, dass wir heute morgen gefragt haben, ob wir waschen können – und siehe da, wir haben Glück, sie lassen uns rein! Dieser Platz ist sehr gut ausgestattet, Top-Sanitäranlagen, toller Spielplatz! Nachdem ich geduscht und Haare gewaschen habe, setze ich zwei Maschinen an und dann geht es mit den Mäusen auf den Spielplatz, während Micha duscht. Später sind dann Theo und Pepe dran. Kurz vor halb acht verlassen wir den Campingplatz und fahren nochmals auf Bluffs Hill – in Erwartung auf einen schönen Sonnenuntergang. Aber es ist diesig und man sieht nicht so viel, außer dass im Hafen immer noch verladen wird! Wir essen noch hier oben Abendbrot und fahren zum Übernachten an den Platz von letzter Nacht!
    Am Sonntag starten wir ohne gefrühstückt zu haben! Aber unser erster Weg führt uns zu dem deutschen Bäcker! Wir holen uns zehn Brötchen und machen dann Frühstück. Die Brötchen sind zwar lecker, aber zu Hause schmecken sie doch noch um einiges besser. Der Bäcker hat uns verraten, dass es auf der Südinsel in Nelson auch noch einen deutschen Bäcker gibt! Mal sehen, was es dort Leckeres gibt! Auf dem Weg zum Bäcker haben wir einen Flohmarkt entdeckt. Da geht es nun hin! Neben vielem alten Krempel gibt es auch einen Stand von einem alten Mann, der allerlei aus Holz verkauft, auch ein großes Spiel: eine Art große Holzbahn mit vier Boxen hinten, in die man dann Holzscheiben hineinschubst. An einem Stand bekommen wir ein Glas Erdbeermarmelade – unser anderes Glas ist schon wieder alle! Dann gibt es noch zwei süße Mitbringsel und einiges an Gemüse. Am frühen Nachmittag erledigen wir noch einen Rieseneinkauf – außer ein paar Kleinigkeiten dürften wir die nächsten Tage nichts brauchen : ). Immerhin bekommen wir wieder einen Rabatt von 20 Cent je Liter auf unseren nächsten Tankstop. Wir essen noch etwas und machen uns dann auf den Weg nach Palmerston North. Das Wetter wird schlechter. Bevor es endgültig mit regnen beginnt, machen wir an einem Spielplatz Kaffeepause, bevor wir den Endspurt einlegen. Palmerston North ist eine Studentenstadt, es ist gar nicht so einfach, einen Übernachtungsplatz zu finden. Schließlich parken wir in der Church Street – der Name ist Programm: eine Kirche an der anderen. Auf der anderen Straßenseite befindet sich die Feuerwache, was wir allerdings erst am nächsten Morgen feststellen werden. Heute gibt es Fisch, den haben wir im Supermarkt für 19 Dollar das Kilo geholt (war um 11 Dollar reduziert). Dazu Zucchini-Zwiebel-Gemüse und Basmatireis. Danach steht Sonntags-Skypen mit der Familie auf dem Programm : ).

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 13Nov 2012

    27 Palmerston North, Whanganui 13.11.2012 Neuseeland —

    Putiki, Wanganui, Neuseeland

    Beschreibung

    Montag, 12. November bis Dienstag, 13. November 2012
    Nach dem Frühstück erkunden Theo und Micha die Stadt, während Pepe und ich zwei Bastelstunden einlegen. Es ist frisch draußen. Wir essen Mittag (Suppe) und fahren dann nach Wanganui rüber. Dort soll unsere letzte Station vor Wellington sein. Wir entdecken in Wanganui einen riesengroßen Spielplatz, der für alle Altersstufen etwas zu bieten hat: Schaukeln, Rutschen, Wasserspiele, die auf Knopfdruck loslegen, so ein Seil, mit dem man von einer Seite zur anderen fahren kann und von einer Plattform aus startet, lustige Schlagenwippen, ein Boot, ein Ritterburg…. Eine echt tolle Anlage – die Kinder sind seelig! Nach eineinhalb Stunden beginnt der Regen und wir machen noch eine kleine Rundfahrt durch die Stadt und entdecken eine Friseur, den Micha morgen gern besuchen möchte. In einem Park entdecken wir einen Platz, der sich zum Übernachten anbietet – auf einem Berg, sehr schön! Der Regen trommelt aufs Wohnmobil.
    Dienstagmorgen entdecken wir, dass sich noch ein Auto zum Übernachten zu uns gesellt hatte. Nach unserem üblichen morgendlichen Prozedere geht es zu Fuß in die Stadt rein. Wir schlendern die Straßen dieses niedlichen Städtchens entlang und besuchen dann den Barbier. Bald fühlt sich Micha viel wohler. Der Aufenthalt ist kurzweilig, die Kinder bekommen einen Lolli. Um die Mittagszeit herum starten wir nach Wellington. Es sind 200 km und wir fahren solange bis die Theo unruhig wird. In einem kleinen Ort findet sich ein Spielplatz, den die drei Männer aufsuchen. Zum (späten) Mittag gibt es dann Bratreis und zum Nachtisch Obst. Weiter geht es. Am späten Nachmittag erreichen wir Wellington und beschließen noch eine Tour über die Miramar Halbinsel zu machen. An der Braker Bay halten wir an und besuchen den Strand, der hier nicht so schön wie an vielen andern Stellen ist, aber es gibt auch ein Loch in einem Felsen – Cathedral Cove von Wellington : ). Der Strand ist hier voller Algen, aber wir finden Paua-Muscheln, deren Ausfuhr aus Neuseeland verboten ist. Sie glitzern innen total – Perlmutt. Der Aufenthalt am Strand tut uns gut, wir waren eine Weile nicht am Wasser! Wir finden einen Platz zum Stehen und verabschieden den Tag recht spät.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 15Nov 2012

    28 Wellington 15.11.2012 Neuseeland —

    Wellington, Wellington, Neuseeland

    Beschreibung

    Mittwoch, 14. November und Donnerstag, 15. November 2012
    Kurz vor halb zehn werden wir wach! Was wollen wir denn da heute noch von Wellington sehen? Nun gut, wir müssen trotzdem in den Tag starten! Und siehe da, kurz nach elf sind wir dann auf dem Weg in die Stadt. Wir parken im Zentrum (für viel Geld) und gehen zum Hafen. Hier bringt sich eine Gruppe Maori mit Gesängen in Stimmung – für was auch immer. Es stehen auch zwei Kanus bereit. Aber wir wollen noch ein Stück weiter und bringen in Erfahrung, wo das Te Papa, das Nationalmuseum ist und wo wir besser und günstiger parken können. Auf dem Weg zurück sind noch mehr Menschen als vorher auf der Straße, sie säumen einen Gang, der mit Seilen abgesperrt ist. Wir sehen Limousinen, die scheinbar wichtige Leute an Bord hatten. Aber was zum Teufel ist hier los? Dann entdecken wir ein Plakat: „Prince Charles, we love you – Happy Birthday“! Prince Charles? Der Prince Charles? Der mit Camilla? Aus England? Nun beginnt die Sache hier doch interessant zu werden. Wir sehen Leute fotografieren und Hände schütteln. Ein Stück weiter des Weges, wo die Prominenz entlang zu spazieren scheint, finden wir ein Plätzchen direkt am Wegesrand und dann kommt da tatsächlich Prinz Charles – allerdings auf der anderen Seite. Und während ich dabei bitsn, ihn zu filmen und zu fotografieren (da erwacht der Papparazzi in einem) steht vor Pepe auf einmal eine nette Lady und schüttelt ihm die Hand. Camilla! Ein ganz freundliches Wesen! Auch mir gibt sie die Hand, ich kann ihr nur die linke geben, denn in der rechten ist die Kamera. Noch immer kann ich das kaum glauben! Dann ist Micha dran, die royale Hand zu schütteln. Nicht ahnend, was hier in Wellington heute vor sich ging, sind wir in die Geburtstagszeremonie für Prinz Charles geplatzt! Später lesen wir im Internet, dass er heute seinen 64. Geburtstag hat! HAPPY BIRTHDAY, Charles! Irgendwie cool, dass wir Dich gesehen und Camilla die Hand schütteln konnten! Nach diesem Trubel geht es zurück zum Wohnmobil. Wir essen etwas und fahren dann zum Hafen, um unser Ticket für die Fähre auf die Südinsel zu kaufen. Es gibt zwei Fähren, wir nehmen den Interislander, Freitag früh 8.15 Uhr geht es los. Nun fahren wir zum Botanischen Garten. Im Rosengarten essen wir noch unseren Schokoladenkuchen und starten dann einen ausartenden Bush Walk Spaziergang. Er führt uns vorbei an einigen Skulpturen auf einen Berg und schließlich zur Cabel Car. Nach einigem Überlegen fahren wir mit der Bahn hinunter in die Stadt hinunter. Von dort aus laufen wir durch die Haupteinkaufsstraße zum Bahnhof mit dem Gleis 9 ¾, beobachten ein paar Züge und gehen anschließend über das Parlaments- und Regierungsviertel wieder zum Botanischen Garten, wo unser Wohnmobil ja steht. Wir haben den schönsten Sonnenschein! Unser Nachtquartier schlagen wir auf dem Parkplatz vom Te Papa auf und lösen gleich ein 24 Stundenn Ticket. Micha geht mit den Rackern noch einmal an den Hafen, während ich das Essen koche. Und nach dem Essen gehen wir alle gemeinsam noch einmal raus. Es ist dunkel und überall sind die Lichter der Stadt zu sehen – schön, aber mittlerweile sehr frisch. Halb elf krabbeln zwei Kinder und eine knülle Mami ins Bett, während Micha noch ein paar Dinge am Rechner erledigt.

    Donnerstag geht es nach dem Frühstück direkt ins Te Papa, ein Museum, das sich ganz um Neuseeland dreht, um die Insel, die Vulkane, die Vegetation, die einschneidende Veränderung durch die Besiedlung (besonders der der europäischen Siedler), die Tierwelt (über und unter Wasser) und auch technische Dinge. Es gibt viel zum Anfassen, Anschauen und Ausprobieren! Auf den verschiedenen Ebenen gibt es Discovery Areas für Kinder – sehr liebevoll und vielfältig eingerichtet. Das Museum ist eintrittsfrei und tatsächlich ein Erlebnis für die ganze Familie. Absolut empfehlenswert. Aber als wir um fünf das Museum verlassen sind wir alle auch etwas knülle. Wir trinken Kaffee und essen Eis (haben wir im Gefrierfach eingelagert). Dann fahren wir noch einmal los. Wir müssen schauen, wo wir in der Nähe vom Fährterminal übernachten können. Dabei treibt es uns doch noch einmal weiter aus Wellington raus. In Lower Hutt steht am Straßenrand jemand, der damit wirbt, dass es bei Pizza Hut eine Pizza für 4,90 Dollar gibt! Hm, Pizza! Darauf haben wir alle Appetit. Michas Hunger ist so groß, dass er meint, vier Pizzen würden nicht reichen! Also steuern wir wenig später mit fünf Pizzen beladen ein Flussufer an und lassen es uns schmecken! Es tut echt gut, aber es bleiben doch insgesamt zwei Pizzen übrig! Wir fahren wieder nach Wellington rein und parken. Morgen früh werden wir die Nordinsel verlassen: Wir waren 42 Tage hier und haben insgesamt knapp 4000 km zurückgelegt. Micha, unser zuverlässiger Fahrer, hat uns immer gut chauffiert und an der Stelle ein großes Lob verdient : )!

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 17Nov 2012

    29 ab in den Süden 17.11.2012 Neuseeland —

    Picton, Neuseeland

    Beschreibung

    Freitag, 16. November bis Samstag, 17. November
    Der Wecker weckt uns zu einer Zeit, zu der wir lange nicht mehr aufgestanden sind! Aber es nützt nichts, wir müssen kurz nach sechs raus. Gegen sieben sind wir an der Fähre. Halb acht sind haben wir dann unseren Platz auf der Interislander Ferry eingenommen und gehen auf eines der Passagierdecks. Wir finden ein gemütliches Plätzchen für uns und während Micha dort die Stellung hält erkunde ich mit den Kindern ein wenig die Fähre. Wir landen im Restaurant und schauen aus dem Fenster und beobachten die Einfahrt des Post-LKWs in die Fähre. Kurz vor Abfahrt 8.15 Uhr gehen wir wieder auf unseren Platz. Micha geht dann mit Pepe und Theo aufs Außendeck um das Auslaufen zu beobachten. Das Wetter ist nicht besonders schön und erleichtert uns somit den Abschied von der Nordinsel. Als wir alle wieder vereint an unserem Platz sitzen, essen wir Frühstück. Danach geht Micha mit den Kindern ins Spieleparadies und ich ziehe mich warm an und gehe aufs Außendeck, um die Einfahrt in die Marlborough-Sounds zu beobachten und zu fotografieren. Die Fährpassage zwischen der Nord- und der Südinsel durch die Cook Strait gilt als eine der schönsten der Welt. An der engsten Stelle sind die beiden neuseeländischen Inseln nur 23 km voneinander entfernt. Wir fahren in die Fjorde der Marlborough-Sounds rein und es ist schon ein schöner Anblick! Dort wo die Sonne das Wasser berührt, leuchtet es türkis auf und eine Bucht nach der anderen säumt unseren Weg. Ein Ausflugsboot begegnet uns und es wird von zwei Delphinen begleitet. Kurz bevor wir in Picton einlaufen, kommen Micha und die Kinder mit an Deck. Nachdem wir die Fähre verlassen haben, steuern wir die Touristeninformation an. Ich gehe rein und bringe in Erfahrung, wo die Public Showers (Duschen) sind. Als ich dann am Infomaterial-Stand bin, lerne ich Herbert kennen, einen Deutschen, der seit 1980 in Neuseeland lebt und mit Reisebegleitung sein Geld verdient. Er gibt mir viele Tipps und erzählt und erzählt und erzählt. Bestimmt vermisst mich der Rest der Familienbande im Wohnmobil schon – sie denken, ich habe den Weg nicht zurück gefunden. Als Herbert dann meint, er müsse mir seinen Routenvorschlag für die Südinsel aufschreiben, nehme ich ihn mit zum Wohnmobil und er erzählt weiter und weiter. Als er dann fertig ist, verabschieden wir uns und essen erst einmal die Pizza-Reste von gestern auf. Noch einmal sehr lecker : ). Dann geht es zu den Duschen in den Hafen. Herrlich! Frisch geduscht und das Wohnmobil mit Frischwasser aufgetankt geht es nun zum Supermarkt. Da wir dann in die Marlborough-Sounds wollen, wo es keinen Supermarkt gibt, müssen wir entsprechend viel einkaufen, damit wir dann nicht verhungern. Im Reiseführer lesen wir etwas von der Robin Hood Bay, die man über eine mehr oder weniger abenteuerliche Route erreichen kann. Die steuern wir an. Aber wir kommen an diesem Tag nicht mehr bis hin, erleben aber noch eine andere Bucht und sammeln wieder Muscheln. Es ist schön, wieder am Wasser zu sein! Schnell wird es Abend und wir finden einen Platz zum Schlafen. Da wir alle hundemüde sind, gehen wir alle zusammen ins Bett um uns auszuschlafen.
    Der Samstag begrüßt uns mit einer Mischung aus tiefdunklen Wolken und einer Sonne, die versucht, durch diese Wolkendecke zu drängen! Es ist warm! Nach dem Frühstück geht es zur Robin Hood Bay, die uns jedoch etwas enttäuscht. Noch dazu kommt, dass es nun auch leicht regnet und der Himmel sich immer mehr zu zieht. Wir halten auf unserer Strecke immer mal an, aber es ist wenig einladend, das Wohnmobil zu verlassen. Wir fahren durch den Regen und verlassen erst einmal die Küste um dann nach Blenheim zu fahren, Neuseelands sonnigste Stadt – heute präsentiert sie sich aber leider nicht von ihrer Sonnenseite. Aber wir kaufen ein Kilo Kirschen und gehen doch noch einmal in den Supermarkt, um noch etwas Brot zu kaufen – wegen der Zeit ohne Supermarkt. Im Supermarkt entdecken wir ein Riesenstück Teig mit Zuckerglasur und Apfelstückchen. Es sieht so verlockend aus, dass die Kinder und ich es einfach mitnehmen müssen. Wir überraschen Micha, der im Wohnmobil geblieben ist mit unserem Kauf und lassen uns diese leckere Hefeteil schmecken! Leckerer Kuchen an einem verregneten Tag ist gut für unser Gemüt! Weiter geht es nach Havelock, einem 300 Einwohner Ort, der bekannt ist für seine Green Slip Mussles. Aber wir wollen hier nicht bleiben, sondern in die Marlborough-Sounds. An einem Ausgangspunkt für eine Wanderung in einen Fjordarm finden wir unser Nachtquartier.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 22Nov 2012

    30 Marlborough Sounds 22.11.2012 Neuseeland —

    Kenepuru Head, Neuseeland

    Beschreibung

    Sonntag, 18. November bis Donnerstag, 22. November 2012
    Sonntag und Sonnenschein! Heute wird es also besser für uns. Nach dem Frühstück starten wir zu der Wanderung. Sie ist mit einer Stunde ausgeschildert, aber wir brauchen locker das Doppelte und mehr, da unser Theo noch nicht so schnell unterwegs ist und wir hier und da anhalten um uns etwas anzusehen. Im letzten Drittel unserer Tour verdunkelt sich der Himmel zunehmend und wir können nur erahnen, was sich da schon wieder zusammenbraut! Am Wohnmobil angekommen, setzt der Regen ein, der immer stärker wird. Wir fahren zum Eingang der Marlborough Sounds und beschließen mangels Tankmöglichkeit in diesem Gebiet noch einmal nach Havelock zurück zu fahren um voll zu tanken. Das Wetter wird nicht besser! Wir stellen uns auf einen DOC-Campingplatz. DOC ist das Department of Conservation und kümmert sich um den Naturschutz in Neuseeland und hat einige Plätze in landschaftlich reizvoller Lage (aber mit eingeschränktem Service) errichtet. Pepe und ich beginnen unser Sommerfest-Puzzle zu puzzeln. Der Nachmittag verstreicht – wir puzzeln. Es ist recht schwer, aber noch glaube ich daran es zu schaffen. Pepe verliert irgendwann die Lust und ich puzzle allein weiter. Wir können nicht auf unserem Tisch Abendbrot essen, da dort das Puzzle liegt. Micha bringt die Racker ins Bett und ich puzzle. Es ist kalt! Ich werde es nicht schaffen, das Puzzle zu vollenden – wir können es nicht liegen lassen, wir brauchen ja unseren Tisch. Kurz nach dem Micha ins Bett gegangen ist, räume ich zusammen. Schade, dass es nicht fertig geworden ist, aber ich hätte es vermutlich auch nicht geschafft, wenn ich die ganze Nacht durchgepuzzelt hätte. Jens, Denise, Nils, Jonas, Silvia, Olli, Nina und Leandro: Es wird wohl in Neuseeland keinen neuen Versuch geben, aber dann Zuhause! Zumindest waren alle Personen auf dem Puzzle schon erkennbar gewesen! Beweisfoto anbei!
    Der Montag startet wieder mit einem Mix aus Sonne und Wolken. Wir laufen noch ein wenig am Strand unseres Übernachtungsplatzes herum und fahren dann weiter. Immer wieder neue Buchten und im Sonnenlicht türkisschimmerndes Wasser! An viele Buchten kommt man jedoch nicht heran – sie sind in Privatbesitz. Aber an einige kommt man heran. Auch hier gibt es Ebbe und Flut. Die Strände sind meist sehr steinreich – kein Vergleich zu „unserem“ Otama-Beach. Aber es lockt Micha dennoch, vor der schönen Kulisse der vielen Berge ins Wasser zu gehen. Und endlich finden wir eine Stelle, die ihm geeignet dafür erscheint. Micha geht hinein und erfrischt sich, Pepe hält sich noch zurück. Wir fahren weiter und kommen zur Sandy Bay. Viele bunte Bänke und Tische stehen am Strand – unser Platz für Eis und Kaffee! Pepe spielt mit dem Stock im Wasser. Die Hose ist schon nass. Nachdem er die Badehose an hat, können wir kaum so schnell gucken wie er im Wasser ist : ). Die Sonne scheint und wir wollen hier gar nicht mehr weg. Leider dürfen wir hier nicht übernachten! Aber wir bleiben den Nachmittag und später schnipple ich draußen alles für Abendessen. Micha parkt das Wohnmobil noch einmal um, so dass es gerade steht und ich auf dem Herd kochen kann. In der warmen Abendsonne essen wir draußen Abendbrot und anschließend schaukeln wir am Strand an einer tollen Baumschaukel. Dieser Tag hat uns total gut getan. Das Wetter trägt immer viel dazu bei. Es ist auch einmal schön, die Berge wolkenverhangen und Nebel aufsteigen zu sehen, aber uns ist der Sonnenschein und die Wärme doch lieber. Wir verlassen kurz vor acht die Sandy Bay und fahren den Kenepuru Sound bis zum Ende und auf der anderen Seite weiter. Dort findet sich dann ein Schlafplatz genau am Wasser! Nachdem die Kinder im Bett sind aktiviert Micha den Fernseher und schafft es, die Festplatte anzuschließen. Wir sehen uns noch das Duell der Magier an und dann geht es ins Bett!

    Wir haben genau gegenüber unserer Sandy Bay übernachtet. Heute ist es leider wieder nicht so sonnig. Es stand kurz die Überlegung noch einmal zurück zur Sandy Bay zu fahren, aber in Anbetracht der eingeschränkten Sonnentätigkeit fahren wir weiter auf der anderen Seite des Kenepuru Sounds. Hier und da halten wir an, die Männer testen die Wasserqualität. Am Ende des Sounds liegt die Hopewell Lodge. Ein Gruß an der Stelle an Kitty und Hans-Jörg. Wir haben hin und her überlegt, ob wir uns hier einquartieren. Es soll total schön sein, was wir nicht nur Kittys, sondern auch anderen Berichten aus dem Internet entnehmen können. Aber wir haben unser Bett dabei und können uns doch nicht so recht durchringen jetzt auswärts zu übernachten. Noch dazu, wo das Wetter nicht so richtig toll ist. Außerdem wissen wir nicht, ob wir uns von dem wirklich anstecken lassen von dem Flair – wir haben ein totales Zufriedenheitsgefühl in uns, wenn wir einen schönen Platz gefunden haben und die Kinder frei rumtoben können. Aber wir sind ja noch eine Weile ein den Marlborough Sounds und können uns immer noch für einen Urlaub vom Urlaub entscheiden, wenn uns danach ist. Wir planen auch noch eine Tour mit dem Postboot durch die Sounds, wenn wir wieder in Havelock sind. Hier in den Marlborough Sounds ist es kein Problem einen Schlafplatz zu finden und die Landschaft ist wunderschön. Wir würden uns die Strände nur weißsandiger wünschen. Aber vielleicht kommen die ja noch : ). An einer Stelle in der Nähe der Hopewell Lodge machen wir noch eine längere Rast. Pepe geht ins Wasser (das ist hier in den Sounds etwas wärmer als im offenen Ozean) und er ist recht verrückt danach, ins Wasser zu gehen. Mich und Theo hingegen lockt immer noch nichts ins Wasser, aber es ist schön, einfach nur am Wasser zu sein und die paar Sonnenstrahlen, die vom Himmel kommen zu erhaschen und den Kindern beim Steinewerfen zuzuschauen… Wir setzen unsere Tour irgendwann fort und entdecken in der Karte von der Gegend, dass wir die eine Straße wohl doch nicht durchfahren können, die in unserem Atlas als durchgehend eingezeichnet ist, ein Einheimischer in der Crail Bay bestätigt uns das : (. Aber wir fahren durch so weit wir können, wenden dann und machen Halt in der Elie Bay. Wir essen unser Abendbrot draußen und testen dabei die KEA-Campingausrüstung. Da es hier total ruhig ist, wir einen geraden Platz und das Wasser direkt vor unserer Nase haben, beschließen wir hier die Nacht zu verbringen. Leider ist die Sonne weg und ich sitze jetzt draußen, warm eingemummelt und tippe die Zeilen fürs Reisetagebuch. Nachdem das getan ist, werde ich Fotos auf die Festplatte spielen, sie ansehen und die Auswahl fürs Tagebuch treffen. Anschließend werden sie noch verkleinert und dann beginnt das Hochladen (wenn die Netzkapazität das zulässt). Die Schafe blöken im Hintergrund und in den Bäumen rauscht der Wind. Es erinnert mich an „Der Wind in den Weiden“, eine total schöne Geschichte um die Freundschaft zwischen einem Maulwurf, einem Ratterich, einem Dachs und einem Kröterich – Pepe hat das Buch für die Neuseelandreise von Oma Ute, Opa Erich und Tante Anna bekommen. Wir haben diese Geschichte schon mehrmals gelesen und sie ist immer wieder so schön, so erfrischend, so herzerwärmend und auch lustig!
    PS: “Der Satz des Tages kommt von Pepe: Micha, heb mich mal hoch. Ich muss das Netz zu unserem Bett zumachen. Hier ist eine Wespe – nicht dass die in unser Bett kackt!“

    Am Mittwoch wachen wir erst spät auf, die Sonne scheint und wir frühstücken draußen. Das fühlt sich sehr gut an. Es gefällt uns immer besser in der Elie Bay und wir bleiben einfach noch. Während Theo und Pepe am Wasser spielen, Steine werfen, Fische „erlegen“ und Stöcke sammeln, räumen Micha und ich mal das Wohnmobil auf. Die Sachenfächer sind derart durcheinander! Wie schön sie dann aufgeräumt aussehen. Dann versuche ich mit den Rackern ein Tipi zu bauen, aber das Baumaterial ist zu kurz – so richtig wird es nichts! Pepe schnorchelt im Wasser rum – mal mit, mal ohne Board. Micha und Theo schmeißen vom Steg Tauchringe ins Wasser und Pepe holt sie. Er schwimmt echt prima – aber mit den Ringen in der Hand ist es sehr schwer, aber tapfer hält er durch – Mami war schon bereit, ins kalte Wasser zu rennen, um ihren Pepe zu retten : ). Wasser macht hungrig und so essen wir erst einmal etwas. Auf einmal kommen einige Schafe die Straße entlang gesaust. Ich bin zu langsam bei Fotoapparat holen. Aber wir kommen mit den Besitzern, die auch einen kleinen Hund dabei haben, ins Gespräch. Theo hat sich gestern früh ganz doll erschrocken, als ein großer Hund auf ihn eingestürmt ist, als wir nach dem Frühstück am Wasser waren. Der kleine Hund ist weniger bedrohlich und scheint Theos Verhältnis zu Hunden wieder ins Lot zu bringen. Der Mann erzählt uns, dass in Titirangi Sandstrand wäre und es dort sehr schön ist. Sandstrand? Toll! Da müssen wir hin! Gegen fünf brechen wir in der Elie Bay auf und fahren los. Da hier eine Kurve an der anderen ist dauert es ein Weilchen bis wir da sind. Und dann ist bei Micha die Enttäuschung groß – die Bucht liegt voll im Schatten (es ist auch schon um sieben) und wir sind in einem Farm Park gelandet. Man kann hier campen – gemeinsam mit den Schafen auf einer Wiese. Mich und die Kinder stört das nicht, aber Michas Stimmung ist deutlich getrübt und er wünscht sich, wir hätten die Elie Bay nicht verlassen. Aber hätte wäre wenn nützt uns nun nichts – nun sind wir hier und morgen können wir an den Strand, der dann wohl in der Sonne liegt! Nach dem Abendessen gehe ich mit den Kindern die kleine Schaukel testen und anschließend machen wir einen kurzen Ausflug zum Strand – über die Schafwiese, die ÜberdenZaunkletterVorrichtung, durch die Dünen und schon sind wir da. Es ist wirklich ein ganz weicher Sandstrand – zwar nicht weiß, eher hellbraun, aber Sand! Auch die Kulisse ist total schön: rechts und links Felsen mit Bäumen, vor uns die vorgelagerten Inseln und im Rücken das Bergpanorama! Hier wird es uns morgen gut gehen – wenn die Sonne scheint : ).
    @ Bjarne: Happy Birthday, kleiner Mann! Wir wünschen Dir aus der Ferne alles Gute zu Deinem zweiten Geburtstag!

    Blök! Die Schafe sind schon wach! Auch wir wollen raus, denn nach dem Frühstück geht es ja an den Strand. Micha lernt am Toiletten- und Duschhäuschen Peter, einen Neuseeländer, der nach dem Tod seiner Frau im letzten Jahr nun allein mit seinem Wohnwagen rumreist. Die Sonne strahlt, keine Wolke ist am blauen Himmel zu sehen. Im Sonnenlicht sieht alles viel freundlicher aus als im abendlichen Schatten. Das Wasser hier ist wie vielerorts glasklar. Zwei Angler kommen vom Wasser zurück und filetieren ihren Fang und wir leisten ihnen Gesellschaft und beobachten das Ganze. Der zweite Fisch ist ein kleiner Hai. Den wollen sie aber nicht essen – sie wollen die Haut. Damit kann man wohl Möbel bearbeiten und ihnen einen antiken Glanz verleihen. Der ältere der beiden, sie kommen aus Christschurch, war mal zwei Jahre in Bielefeld stationiert und spricht ein paar Brocken deutsch. Er erzählt uns, dass die Südinsel das eigentliche Neuseeland ist! Nachdem die beiden weg sind, gehört uns der Strand wieder allein. Ein bisschen sonnen, den Strand erkunden, im Sand und mit dem Ball spielen und natürlich baden (für Pepe und Micha) reichen als Beschäftigung völlig aus. Gegen zwei wird es sehr heiß und ich mache mich mit Theo auf den Weg zurück zum Wohnmobil. Pepe und Micha sind noch am anderen Strandende – nach Muscheln tauchen (wie ich später erfahren habe). Kurze Zeit nach uns kommen auch Pepe und Micha „heim“ und wir machen uns etwas zu essen. Micha hat die kalte Dusche genossen und auch ich beschließe sämtliche innere Schweinehunde zu überwinden und kalt zu duschen! Wenn es auch nicht zu den schönsten Erlebnissen gehört, fühle ich mich nach der Dusche deutlich besser – auch die Haare sind gewaschen : )! Abwasch, kalte Dusche für Pepe und dann wollen wir zum Farmhaus, um unsere Übernachtungsgebühr abzugeben. Auf dem Weg dorthin kommen wir an einer Wiese vorbei, auf der einige mit ihren Motorrollern Wettrennen veranstalten und Ball vom Roller aus spielen. Wir werden eingeladen, zuzuschauen! Aber erst einmal ab zum Farmhaus. Dort treffen wir niemanden an. Auf dem Rückweg beobachten wir noch das vergnügliche Treiben der Motorrad-Freunde und machen uns dann startklar zu Abreise. Es ist um fünf und wir geben Peter unser Übernachtungsgeld. Er wird es für uns beim Farmer abgeben. Rückblickend hat Micha unser Aufenthalt hier nun doch auch gefallen : ). Zurück über die staubige Piste geht es bis an eine Weggabelung. Wir wollen mal schauen, was am Ende dieser Straße auf uns wartet. Aber uns begegnet ein Einheimischer auf einer Art Quad, der uns sagt, dass wir dort zu keinem Strand kommen – only bush! Schade, wir hatten uns schon eine tolle Bucht erträumt! Na was soll`s dann kehren wir um. Wir fahren zurück bis zu Sandy Bay und bleiben, bis diese im Schatten versinkt. Danach parken wir unweit davon und essen zum Abendbrot alle Gemüsevorräte (Gurke, Paprika, Tomaten, Radieschen) auf. Aber wir werden ja bald wieder in die Zivilisation kommen und dann heißt es wieder einkaufen : ).

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 24Nov 2012

    31 Sandy Bay und Nelson 24.11.2012 Neuseeland —

    Nelson, Nelson, Neuseeland

    Beschreibung

    Freitag, 23. November bis Samstag, 24. November 2012
    Freitag nach dem Frühstück fahren wir das kleine Stück vor zur Sandy Bay. Leider ist das Wetter heute nicht so recht bademäßig, es ist zwar sonnig, aber recht windig, was zur Folge hat, dass das sonst so klare Wasser hier recht trübe ist und alles Mögliche an den Strand anschwemmt. Nichts desto Trotz bleiben wir hier. Wir lümmeln einfach am Strand rum, schaukeln, werfen Steine, spielen mit Pepe „Hotel“ – wir bekommen das Zimmer mit Schaukel : ), es gibt auch welche mit direktem Strandzugang. Um die Mittagszeit herum essen wir Suppe aus dem Topf. Es ist ein total relaxter Tag und der Wind lässt auch etwas nach und wir genießen die Sonnenstrahlen. Aber sobald sich eine Wolke vor die Sonne schiebt, wird es merklich frisch. Nach dem Kaffeetrinken machen wir uns auf Richtung Nelson. Dort soll morgen der Samstags-Flohmarkt stattfinden. Vorher machen wir jedoch Halt in Havelock. Im Hafen bringen wir die Flüssigkeitsstände des Womos auf Vordermann und wir waschen Wäsche – drei Maschinen, allerdings mit kaltem Wasser, aber besser als nichts! Erst kurz vor zehn ist die Wäsche dann trocken. Wir haben in der Zwischenzeit Bratkartoffeln gegessen und die Kinder schlafen auf den zu fahrenden siebzig Kilometern nach Nelson sofort ein. Nachdem wir in einer Seitenstraße in Nelson einen Schlafplatz gefunden haben, wecken wir die Kinder, ziehen ihnen das Schlafzeug an und danach geht es ab in die Falle.

    Nicht ganz so spät stehen wir am Samstag auf, denn der Flohmarkt hat nicht ewig auf. Gegen elf erreichen wir diesen und kaufen allerlei Obst und Gemüse ein. Ein Stand gefällt mir besonders gut. Ein alter Mann bastelt aus Blechdosen (Bier, Cola etc.) Flugzeuge, Ballons und andere Gefährte – jeder findet sein Design entsprechend dem Lieblingsgetränk. Aber wie soll man so etwas gut heimbekommen? Es würde zwar eine Verpackungskiste geben, aber diese ist recht groß und nimmt einfach zu viel Platz im Gepäck weg : (. An einem Stand spinnt eine alte Frau einen Faden. Wir beobachten dies gespannt und kommen etwas ins Gespräch. Sie fragt, ob wir einen Weihnachtsbaum haben werden. Das verneine ich aufgrund unserer beengten Platzverhältnisse im Wohnmobil. Trotzdem schenkt sie Theo einen selbstgefertigten Anhänger – er symbolisiert Anfang und Ende. Sie meinte, Theo habe so ein lovely face! Auch Pepe hätte etwas von dem Anhänger! Wir sind gerührt und verabschieden uns. Später gibt es noch ein Eis für die Räuber und dann essen wir im Womo Mittag. Tanken und Großeinkauf sind die beiden nächsten Tagespunkte. Nachdem das erledigt ist und wir wieder unverschämt viel Geld ausgegeben haben, beschließen wir, in den anderen Teil der Marlborough Sounds (in den Pelorus Sound) zu fahren und Ende der kommenden Woche dann die Tour auf dem Mail Boat zu machen. Wieder einmal ist es 17.00 Uhr als wir aufbrechen. Die Landschaft erscheint uns hier nicht so reizvoll wie am Kenepuru Sound, es sind viele Abholzungsgebiete unterwegs und ich frage mich etwas besorgt, was wir hier die nächsten Tage wollen. Wir erreichen als erstes die Okiwi Bay, die uns aber irgendwie so gar nicht recht zusagt. Kinder beruhigen und weitere 17 km fahren – zur Elaine Bay! Hier ist ein DOC-Campingplatz direkt an der Bucht. Wir sind knülle und bleiben hier, um dann morgen zu entscheiden, wie und wohin es weitergeht.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 29Nov 2012

    32 Elaine Bay und French Pass 29.11.2012 Neuseeland —

    Elaine Bay, Neuseeland

    Beschreibung

    Sonntag, 25. November bis Donnerstag, 29. November 2012
    Das Wetter scheint freundlich zu werden. Wir sind ja direkt am Wasser, was uns natürlich wieder einmal zu Muscheln sammeln verleitet : ). Irgendwann meint Micha, da ist ein Rochen. Ich kann es kaum glauben: in dem von der Sonne blau schimmernden glasklaren Wasser schwimmt direkt an und unter dem Steg durch ein großer Rochen. Wir haben die Stingrays ja schon in der Underwater-World in Auckland bestaunen können – aber ich versichere Euch, es ist ein himmelweiter Unterschied, so ein Tier im Aquarium oder aber in freier Natur zu sehen. Während er im Aquarium schwimmt, gleitet er im Meer majestätisch dahin und ich bin hin und weg! Schon allein dafür hat sich die Übernachtung in der Elaine Bay gelohnt. Wir bleiben noch eine Weile und der Rochen kommt immer wieder – ich glaube, es ist seine Bucht, sie müsste eigentlich Stingray Bay heißen! Gegen 14.00 Uhr fahren wir zum French Pass. Nach einer knappen Stunde sind wir da, stellen das Wohnmobil ab. Pepe präsentiert uns stolz seinen zweiten Zahn, den er soeben rausgeholt hat! An der Stelle daneben ist schon der neue zu gut einem Viertel herausgewachsen! Wie schnell das geht. Außerdem kommt auch noch ein Backenzahn – auch ein bleibender Zahn! Nun laufen wir am Strand, an dem es sehr schöne farbige Steine gibt, rum, entdecken ein Triple-Hole-in-the-Rock und beobachten das Anlegen einer kleinen Fähre und die Versuche einer Frau, ein Auto darauf zu fahren. Die Männer der Familie gehen ins Wasser, Pepe findet ein Tipi. Wir entscheiden uns dafür, hier nicht zu übernachten, sondern schon zurück zu fahren bis dorthin, von wo aus dann morgen unsere Straße nach Bulwer und Port Liga abzweigt. Als wir losfahren sehen wir, wie zwei Muschelfarmer Muscheln an Land bringen. Der Mann gibt uns ein Zeichen. Wir denken, dass irgendetwas am Wohnmobil auf ist oder leuchtet. Ich öffne die Tür. Er fragt, ob wir ein paar Muscheln haben möchten. Ich ja nun nicht unbedingt, aber Micha mag sie ja. Wir sagen, wir würden ein paar nehmen und geben ihm eine kleine Plastetüte. Er sagt, auf seiner Farm werden jährlich fünf- bis sechstausend Tonnen Muscheln geerntet und in alle Welt exportiert. Wir wollen ihm Geld geben, aber er möchte nichts und meint, das sei Kiwi-Gastfreundschaft! Toll! Ich freue mich, auch wenn Muscheln nicht so weit oben auf meinem Speiseplan stehen. Ich finde das unheimlich nett. Wir bedanken uns und fahren los. Unterwegs halten wir noch einmal an und machen eine Wanderung durchs Dickicht an einen Strand. Der Rückweg zieht sich und als wir dann endlich auf dem Berg einen Schlafplatz gefunden haben, bereiten wir das Essen zu. Es gibt Greenlip-Mussels und natürlich noch etwas anderes, denn davon würden wir nicht satt werden. Wir skypen mit dem Colberger Weg und dann geht’s ins Bett. Es soll die bisher schlimmste Nacht werden! Es ist so windig, nein stürmisch, dass ich mich frage, wann kippt ein Wohnmobil um. Der Wind pfeift, es ist unheimlich laut und ich schlafe in dieser Nacht kaum!

    Montag morgen! Wir leben noch! Gott sei Dank. Unser Wohnmobil ist nicht den Abhang runtergestürzt! Nach dem Frühstück geht es los Richtung Bulwer. Alle kleinen Abzweige, die wir nehmen, hauen uns nicht wirklich um und mich nervt zum ersten Mal eine Strecke so wirklich. Wir sehen ohne Zweifel schöne Buchten, allerdings ohne Zugang für uns, so gut wie alle in Privatbesitz, die Gravel Road (Sand-Stein-Piste) ist derart staubig, dass wir wohl noch lang davon etwas haben werden. Auch in Bulwer sieht es nicht einladend aus und doch recht enttäuscht treten wir den Rückweg an. Diese Strecke zu fahren, würden wir niemandem empfehlen, auch wenn er Zeit genug hat. Nach dreieinhalb Stunden erreichen wir wieder die Elaine Bay. Schluss für heute. Wir bleiben hier, hoffen auf den Rochen und etwas Entspannung. Die Kinder können raus, wir essen draußen und sind froh, hier zu sein! Nach unserem späten Mittag (gegen fünf), klopft es an unserer Tür. Unsere „Nachbarn“, mit denen Micha vorhin kurz gesprochen hat, ein älteres Ehepaar, bringen uns frisch zubereitete Muscheln. Na, das gibt es doch nicht! Wie lieb von denen! Micha lässt es sich schmecken, Theo nimmt auch den ein oder anderen Bissen. Pepe, der gestern noch recht begeistert Muscheln gegessen hat, distanziert sich nun etwas von diesen. Wir bringen den Teller abgewaschen und mit ein paar Gummibärchen zurück. Gegen Abend machen wir noch einen Spaziergang zum Hafen – dort hat gerade ein Schiff angelegt und es werden Taue abgeladen und auf LKWs verfrachtet. Bestimmt für die nächste Muschelfarm, von denen gibt es hier echt viele. Aufgrund der letzten wenig Schlaf bringenden Nacht geht es heute nicht allzu spät ins Bett. Ach eins noch. Neben uns, direkt vor dem Zugang zum Steg hat sich ein Wohnmobil, in unseren Augen denkbar ungünstig, geparkt. Es ist auch ein altes Ehepaar und ich habe eine Antipathie, obwohl ich sie kenne, einfach aus dem Grund, weil ich finde, dass sie sich so gestellt haben, dass alle darunter „leiden“. Als ich Wasser hole, komme ich aber nicht umhin, sie zu grüßen! Freundlich scheinen sie zu sein.

    Am Dienstag nach dem Frühstück versuchen wir, unser Wohnmobil vom Staub zu befreien. Der ist überall, im Wohnmobil, draußen dran und in jedem Staufach! Pepe und Theo spielen draußen. Ich mache Mittag und auf einmal kommt Pepe angeflitzt und fragt, ob noch Zeit ist, eine Tour mit dem Schlauchboot zu machen. Unsere Nachbarn, von denen wir auch die Muscheln bekommen haben, überlassen Micha, Theo und Pepe ihr Boot und so machen die drei eine kleine Tour. Ich hoffe, sie landen nicht im Wasser. Wir haben hier echt Glück mit den Leuten. Es macht uns ganz viel Freude und wir genießen es, hier zu sein, auch wenn der Platz an sich nicht unser Paradies ist! Ich fange an, zu lesen. „Das Mädchen auf den Klippen“ – Netti, danke : ). Und ich spüre jetzt ein richtiges Urlaubsgefühl. Ich liege in der Sonne und lese – das erste Mal in Neuseeland! Es ist herrlich! Gegen 16.00 Uhr wollen wir auf unsere Wanderung gehen – den Weg haben wir gestern auf unserem Abendspaziergang entdeckt. Pepe bekommt von den Nachbarn noch einen kleinen blauen Ball geschenkt und dann bekommen beide Kinder noch einen Lolli – die beiden sind einfach so nett! Los geht es zur Deep Bay. Der mit eineinhalb Stunden ausgeschriebene Weg zieht sich, ist aber sehr schön, wir laufen küstennah auf dem Berg, vorbei an mehreren kleinen Inseln. Allerdings kommt uns die Deep Bay nicht so schön wie erhofft. Außerdem sitzt uns auch ein bisschen die Zeit im Nacken, denn wir brauchen ja mehr als angegeben mit Theo und wir müssen auch noch den ganzen Weg zurück. Micha scherzt schon, dass wir auf dem Rückweg vielleicht Kiwis sehen, weil es dann schon dunkel sein wird. Aber nein, wir schaffen es vor der Dunkelheit. Gegen acht sind wir wieder am Wohnmobil. Abendessen und mangels Strom im Wohnmobil zeitiges ins Bett gehen : ).

    Am Mittwoch Morgen baue ich die Campingstühle draußen auf und neben uns steht ein anderes Wohnmobil. Der dazugehörige Mann hat einen Besen in der Hand und bearbeitet damit das staubige Etwas. Ich grüße ihn und frage, ob er am French Pass war, was er bejaht. Er fragt, ob wir Kinder haben – er deutet auf die vielen Stöcke an unserem Wohnmobil! Ja, haben wir : ). Und er scheinbar auch, denn es gibt ein kleines Fahrrad. Da kommt sein Sohn angelaufen. Ich frage ihn, ob er auf der Nordinsel auf Coromandel war – denn sein Sohn kommt mir sehr bekannt vor, als ob es der ist, mit dem Pepe auf dem Grundstück der alten Frau mal Fußball gespielt hat. Aber Jacks Papa verneint. Vielleicht war es ja ein Zwilling : ). Da kommt Jacks Mom aus dem Wohnmobil und meint, doch sie seien dort gewesen, am Simpsons Beach. Genau! Sie meinen, sie hätten uns gar nicht gesehen. Wir sie ja auch nicht, nur ihren Sohn : ). Nach dem Frühstück geht Pepe raus und die beiden finden sich recht schnell wieder. Auch wenn die sprachliche Kommunikation nicht so einfach ist, mit Gesten funktioniert es doch ganz gut und wir sind ja auch noch da um mal zwischen den beiden zu dolmetschen. Jack und seine Familie kommen aus England. Sie sind für sechs Monate hier unterwegs, Jack ist acht Jahre alt und muss im Selbststudium den Lernstoff der Schule durchbüffeln. Es ist warm heute. Ich lümmle wieder draußen vorm Wohnmobil rum und lese. Ab und zu geht es auf den Steg. Der Mann von dem Womo, was so ungünstig steht, kommt zu uns und meint, im Wasser sei ein kleiner blauer Pinguin. Toll, alle auf den Steg – ja, da schwimmt er, niedlich! Später fragt uns der Mann, ob wir nicht fischen. Nein, meine ich, wir haben ja gar keine Angel. Er gibt uns seine, erklärt uns wie es funktioniert und gibt und ein Glas mit Ködern mit. Aber wir haben kein Anglerglück, verlieren die kostbaren Köder (Muschelfleisch) immer wieder. Dennoch ist es ein schönes Gefühl auf dem Steg zu stehen und die Angel ins Wasser zu halten. Wir haben auch noch eine Handangel bekommen. Nach einer Weile, als auch unser Freund, der Rochen wieder da ist, geben wir die Angeln zurück und freuen uns, dass wir es probieren durften. Sympathisch sind uns die beiden nun doch geworden : ). Der Tag verstreicht und wir sind am überlegen, ob wir die Tour mit dem Mailboot morgen oder am Freitag machen. Micha läuft die Straße Netz zu haben, hier in der Elaine Bay haben wir gar keinen Empfang. Noch dazu kommt, dass leider das Ladeteil für die Umwandlung des 12V Stroms vom Auto in Normalstrom für Laptop, Kamera und Videokamera, kaputt ist. Ich kann also kein Reisetagebuch schreiben und beschränke ich auf Stichpunkte im Kalender um irgendwann zu schreiben…. Micha schaut in die Wettervorhersage – Donnerstag, also morgen gut, Freitag Regen. Der alte Mann aus dem Womo meinte aber, Donnerstag schlecht und Freitag wieder besser. Was tun? Heute nach Havelock fahren und morgen Bootstour? Wo sich Pepe gerade mit Jack so gut versteht? Wir verschieben die Entscheidung. Als wir uns gerade mit James, Jacks Papa, unterhalten kommt seine Frau mit einer Flasche Sekt, vier Bechern und Oliven. Wir trinken gemeinsam, unterhalten uns und genießen die schöne Stimmung auf dem Steg. Wir merken, dass uns doch noch recht viele Vokabeln fehlen, dennoch können wir uns recht gut unterhalten. Oft fallen uns Wörter später ein, wenn wir sie nicht mehr brauchen : ). Auf einmal taucht ein zweiter Rochen auf! Wir werden erst morgen fahren. Pepe und Jack spielen bis zum Einbruch der Dunkelheit.

    Am Donnerstag nach dem Frühstück verabschieden sich Jack und Familie von uns, wir haben die Kontaktdaten ausgetauscht und werden uns bestimmt auf unserer Reise noch einmal begegnen. Sie führen auch ein Online-Reisetagebuch – wir können also gegenseitig verfolgen, wo wir gerade sind. In aller Ruhe packen wir zusammen und brechen dann auch auf. Wir verlassen die Elaine Bay, die sicher nicht der schönste Ort Neuseelands ist, für uns aber dennoch eine tolle Station war, denn wir haben hier viele tolle Menschen kennengelernt, einfach nur entspannt und uns sehr wohl gefühlt. Wir werden sehr gern an unsere Zeit hier zurückdenken. Auf unserem Weg nach Havelock halten wir am Pelorus River, einem ganz klaren Fluss, den Pepe und Micha auch für ein kühles Bad nutzen. Dann geht es weiter nach Havelock, wo wir wieder im Hafen duschen. Am frühen Abend gehen wir noch einmal zum Büro des Mail-Boats. Und tatsächlich scheint nun jemand da zu sein – Jim, der Skipper. Wir erkundigen uns nach dem morgigen Wetter und ob noch Plätze für uns frei seien. Jim meint, morgen sei ein guter Tag für die Tour und dass sie heute zweimal Delphine gesehen hätten. Na, darauf hoffen wir auch! Morgen früh gegen neun sollen wir da sein. Das bedeutet einmal wieder zeitiges Aufstehen für uns. Wir übernachten am Collenpoint-Lookout auf dem Berg.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 30Nov 2012

    33 Mail-Boat-Tour / DELPHINE 30.11.2012 Neuseeland —

    Havelock, Neuseeland

    Beschreibung

    Freitag, 30. November 2012
    Da wir ja pünktlich am Hafen sein müssen, weckt uns heute der Wecker. Etwas schlaftrunken stehen wir auf. Heute Nacht hat es etwas geregnet – aber besser in der Nacht als auf unserer Bootsfahrt. Wir fahren zum Hafen runter und frühstücken dort in Ruhe. Während Micha dann das Wohnmobil umparkt holen Pepe, Theo und ich bei Jim unsere Tickets. Es kommen auch noch etliche andere Fahrgäste, die die Post-Boot-Tour mitmachen. Das Postboot verkehrt dreimal wöchentlich und bringt Post dorthin, wo es für die „Normalpost“ kaum möglich ist. Halb zehn starten wir in unseren Tag auf dem Wasser. Jim und Penny sind unsere Skipper. An Bord gibt es Kaffee, Tee und leckere Kekse. Wir können entweder unter Deck, draußen oben auf dem Deck oder vorn im Bug sein. Wir fahren durch den Pelorus Sound und treffen als erstes auf einen Little Blue Penguin. Einige Zeit später sehen wir Delphine. Es ist herrlich. Unter anderem ist ein Baby-Delphin dabei, der mit seiner Mama munter übers Wasser springt. Das Boot verlangsamt und die Delphine kommen ganz nah heran. Dann fährt das Boot schneller und die Delphine springen hinter dem Boot her und überholen es dann um vorn mit zu schwimmen. Das ist besser als auf unserer Delphintour auf der Nordinsel, denn hier sind wir den Delphinen so nah! Irgendwie lösen diese Tiere Glücksgefühle aus! Aber wir wollen ja auch noch Post verteilen. Wir fahren sechs oder sieben Stationen an. Überall werden Jim und Penny freundlich auf dem Steg empfangen. Für jeden Hund gibt es außerdem ein Leckerli. An einer Stelle steht auf dem Steg noch niemand. Jim ruft und wir trauen unseren Augen kaum, da kommen drei Schweine auf den Steg gerannt – auch sie mögen die Leckerlis. Hier können wir auch kurz aussteigen um den Schweinen etwas näher zu sein. Es scheint hier ein sehr idyllisches Plätzchen zu sein. An einem weiteren Stopp kommt Schaf Lucky mit auf den Steg. Gegen eins zieht sich der Himmel dann doch ziemlich zu und es beginnt zu regnen. Theo schläft mal eine Weile. Während der Tour können Pepe und Theo auch mal einige Zeit das Boot steuern. Stolze kleine Kapitäne! Wir durchfahren auch eine Muschelfarm und dann auf dem Rückweg: Delphine. Wir sehen sie von weitem. Sie springen richtig hoch – scheinbar aus purer Freude. Wir nehmen Kurs auf die Delphine und dann sind sie wieder um uns rum – mindestens zwanzig. Es ist toll. Der Nieselregen stört niemanden. Wir freuen uns ganz doll, dass wir das Glück haben so viele Delphine zu sehen. Auch Penny und Jim sind unheimlich freundlich und kinderlieb – wie auch die anderen Mitfahrenden. Als unsere Tour gegen 17.30 Uhr zu Ende geht, können wir sagen, es war ein toller Tag! Ein älteres Ehepaar kommt zum Abschied auf uns zu und sagt: „Sie haben wundervolle Kinder!“. Theo und Pepe haben tatsächlich immer wieder die Aufmerksamkeit der anderen auf sich gezogen. Von Penny haben wir auf dem Boot noch Rabattcoupons fürs Slip Inn, das Muschelrestaurant Nr. 1 in Havelock, bekommen. Wir gehen rein, bestellen für Micha ein Dutzend Muscheln und dann noch Kartoffelecken mit Quark und hausgemachtes Brot mit verschiedenen Dips. Nebenbei stecken wir mal unseren Laptop an den Strom, denn unser Ladegerät ist ja defekt. Ich nutze die Zeit, etwas Reisetagebuch zu schreiben, während Micha und die Kinder in der Spielecke spielen. Gegen 20.00 Uhr verlassen wir das Restaurant und beschließen nach einigem Hin und Her bis kurz vor Kaikoura zu fahren. Dort gibt es Neuseelands größte Robbenkolonie und die möchte ich unheimlich gern sehen. Es sind 160 km, die wir fahren müssen. Es ist mittlerweile dunkel und schnell sind Theo und Pepe eingeschlafen. Wir erreichen einen Platz kurz vor der Robbenkolonie (das wissen wir aber noch nicht, denn es ist finster). Alle sind müde und ein toller Tag geht zu Ende.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 03Dec 2012

    34 Ohau Point / ROBBEN / Nelson / Kaiteriteri 03.12.2012 Neuseeland —

    Half Moon Bay, Neuseeland

    Beschreibung

    Samstag, 1. Dezember bis Montag, 3. Dezember 2012
    Ich stehe auf und hänge den Weihnachtskalender für die Kinder auf. Als der Vorhang dann zurückgeschoben wird schaut Theo runter und entdeckt ihn und ruft aus vollem Herzen: schön und toll! Auch Pepe meint, dass der Kalender total schön ist! Da freue ich mich sehr, habe ich mich doch vor ein paar Tagen abends hingesetzt und kleine Päckchen gepackt, die die beiden Racker nun Tag für Tag morgens auspacken dürfen. Nach dem Frühstück gehen wir zu den Felsen vor und halten Ausschau nach den Robben. Aber scheinbar sind wir doch noch nicht dort, wo die Tiere sich aufhalten. Kurz bevor wir ins Womo steigen um noch ein Stück weiter zu fahren, entdeckt Micha ganz in Strandnähe eine Robbe! Juhu! Die erste haben wir gesehen. Ich finde es toll, die Tiere dort zu sehen, wo sie zu Hause sind, also nicht nur im Zoo! Wir fahren einen halben Kilometer weiter. Dort ist ein Rastplatz (man kann hier auch übernachten) und da aalen sich die Robben auf den Felsen und im Gras und im Wasser. Es ist einfach toll. Micha kann meine Begeisterung für die Robben nicht so ganz teilen, aber ich finde sie toll: die großen treuen Augen und wie sie sich auf den Felsen sonnen und es sich einfach gut gehen lassen. Ich könnte sie stundenlang beobachten. Micha meint, wir können ja heute Abend hier übernachten. O ja! Dann fahren wir nach Kaikoura weiter. Es sind nur ca. 30 km. Kurz nach unserem Schlafplatz kommen wir am Ohau Point vorbei, von dort aus kann man von einem Aussichtspunkt aus die Robben beobachten – viele Autos und ein Reisebus! Unsere andere Robbenstelle war „gemütlicher“. In Kaikoura selbst parken wir das Wohnmobil und laufen dann in die Stadt rein. Es ist ein absoluter Touristenort – man kann von hier aus Wal-, Delphin- und Robbentouren buchen. Der Strand ist sehr steinig, das Meer aufgewühlt. Uns zieht diese Stadt nicht wirklich in ihren Bann. Im Hintergrund sieht man schneebedeckte Berge – das ist zwar durchaus schön, aber es wirkt etwas unwirklich, als ob die dort nicht hingehören. Alex, ich habe Dir etwas Strandgut in einem Glas zusammengestellt! Du musst mir aber noch schreiben, was Dich mit Kaikoura verbindet : ). Wir fahren wieder zu unserer Robbenkolonie. Ich gehe noch etwas mit den Kindern raus während Micha das Abendessen vorbereitet. Micha ist heute total müde. Er bringt Pepe und Theo ins Bett und ich lümmle mich aufs Sofa und lese und lese und lese. Aber irgendwann werde ich müde und gehe auch ins Bett.

    Am Sonntag Vormittag, ist es sehr warm und die Feuchtigkeit des Regens der letzten Nacht steigt auf und wir gehen nach dem Frühstück wieder zu den Robben vor. Kurz vor Mittag brechen wir auf. Wir wollen über Blenheim nach Nelson fahren, wo wir ein neues Ladegerät kaufen wollen und im Reisebüro klären wollen, ob sich unser Südseeaufenthalt noch verlängern lässt. In Blenheim essen wir, spielen etwas auf dem Bahnhof, während Micha sich an der Tankstelle um unsere Toilette und Frischwasser kümmert. In Nelson angekommen schauen wir uns den Hafen an, ich kaufe noch eine Kerze, denn wir haben ja heute den 1. Advent! Anschließend fahren wir zum Tahunanui Beach – einem sich scheinbar endlos erstreckenden Sandstrand. Dort besuchen wir als erstes den Spielplatz, Pepe und Theo haben recht lange keinen mehr besucht, da in der Gegend, wo wir uns die letzte Zeit aufgehalten kaum welche bzw. keine waren. Anschließend geht es ans Wasser. Wie fast immer, zieht es Micha auch diesmal ins Wasser : ). Die Sonne beginnt, unterzugehen und wir essen Abendbrot. Nach dem Familienskypen geht es noch auf den Parkplatz vom New World (ein Supermarkt). Dort können wir die Nacht verbringen.
    @ JONAS: Happy Birthday! Wir wünschen Dir zu Deinem 6. Geburtstag alles erdenklich Liebe zum Geburtstag und ein tolles neues Lebensjahr!

    Wir wünschen alle eine schöne Adventszeit!


    Piep Piiiiieeeep Piiiiiieeeep! Der Gabelstapler ist früh halb sechs schon fleißig bei der Arbeit : ). Micha entscheidet sich, unser Wohnmobil noch einmal umzuparken. Wir schlafen dann ganz ruhig weiter bis gegen acht : ). Frühstück, Skypen mit Jacky und Marek, die gerade in Leipzig sind, kleiner Einkauf und dann ab in die Stadt. Im Air New Zealand Holiday Reisebüro ist Eric bemüht, uns beim eventuellen Umbuchen zu unterstützen. Aber der Preis für unser Vorhaben ist jenseits von Gut und Böse, was wir ihm auch sagen. Er notiert sich unsere Mailadresse und Telefonnummer und meint, er versucht noch irgendetwas hinzubekommen, aber ich glaube, wir verabschieden uns von dem Gedanken noch länger in der Südseesonne zu faulenzen und kommen ganz wie ursprünglich geplant nach Hause! Irgendwann findet Micha einen Laden, der Ladegeräte hat, leider ist das, was wir benötigen ausverkauft, aber in Richmond, quasi um die Ecke gäbe es das. Richmond liegt auf unserem Weg zum Abel Tasman Nationalpark. Wir holen uns bei Pizza Hut noch drei Pizzen, kaufen ein paar Kleinigkeiten ein und bekommen auch das Ladegerät. Als erstes wird der Fotoapparat geladen, dann die Videokamera und am Abend ist dann der Laptop dran : ). Wir fahren nach Kaiteriteri, wo uns goldgelber Teddy-Sand erwartet. Unterwegs haben wir noch ein paar Zwischenstopps eingelegt. Am Kaiteriteri Beach gehen Micha und Pepe ins Wasser. Dann spielen Theo und Pepe in einer kleinen Wasserbucht, in der das Wasser von der Sonne aufgeheizt ist. Heute ist es ein sehr warmer Tag. Wir haben unterwegs etwas von 27 Grad gelesen. Morgen wollen wir am Kaiteriteri Beach einen Strandtag verbringen…
    Theo war heute den ganzen Tag ohne Windel. Es gab keine eingepullerte Hose. Wir haben uns alle ganz doll gefreut und sind ganz stolz auf den kleinen Schlawiener : )

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 08Dec 2012

    35 Motueka, Takaka, Tarakohe, Golden Bay 08.12.2012 Neuseeland —

    Tata Beach, Neuseeland

    Beschreibung

    Dienstag, 04. Dezember bis Samstag, 08. Dezember 2012

    Erstens kommt es anders, und ja Ihr wisst es, zweitens anders als man denkt! „Chris, wir haben ein mittleres Problem“ sind die ersten Worte, die ich am Dienstag Morgen höre. Oh, oh, ich ahne, da kommt jetzt nichts Gutes. Die Verriegelung für unsere Toilette ist gebrochen. Vielleicht war sie vorher schon angeknackst – ein nächtlicher Pepe-Ausflug zur Toilette hat ihr wohl den Rest gegeben. Zu bedeutet, wir können die Toilette nicht mehr nutzen, auf bedeutet, es wird ganz fürchterlich stinken. Außerdem lässt sich die Toilette mit offen nicht leeren! Es besteht also akuter Handlungsbedarf. Die Stimmung sinkt. Wir sehen uns schon nach Christchurch fahren, um es bei KEA reparieren zu lassen : (. Strandtag, ade! Nach dem Frühstück rufen wir bei KEA (jetzt THL, denn die wurden ja von denen übernommen) an und haben Glück, mit Katie zu telefonieren, sie spricht deutsch : ). Nach der Problemschilderung meint sie, sie ruft dann zurück und macht uns Vorschläge, welche Werkstatt wir anfahren könnten. Puh, da haben wir ja noch einmal Glück gehabt. Wir machen uns auf den Weg zum Strand, diesmal nach Little Kaiteriteri (neben dem Strand von Kaiteriteri), wo wir schöne Felsen als Kulisse haben. Aber das Wetter ist nicht so berauschend. Es scheint zwar die Sonne, aber es ist windig. Wir breiten die Decke aus, die Räuber spielen im Sand und ich lese mein Buch zu Ende Theo fällt beim Rückwärtslaufen mit nackigem Po in einen stacheligen Busch, der am Strand rumliegt. Aua. Der arme kleine Kerl. Vorsichtig versuche ich alle kleinen Dornen aus dem Popo rauszuziehen. Es muss fürchterlich wehtun. Als wir die ersten Regentropfen abbekommen, ruft Katie an. Sie wird die erforderlichen Teile (an der Dachluke ist auch etwas defekt) per Kurier in die Werkstatt nach Motueka – das ist für uns sehr gut erreichbar. Morgen können wir dann in die Werkstatt fahren. Theos Po wird mit Wundgel versorgt! Wir fahren dann noch nach Marahau, schauen uns den Strand dort an und trinken Kaffee. Pepe läuft elf Runden durch den Sandstrand : ). Zu fortgeschrittener Stunde machen wir uns auf den Weg nach Motueka und statten dem Warehouse noch einen Besuch ab. Dort überlegen wie, einen Koffer zu kaufen, tolles Design, Hartschale – aber er passt nicht ins Staufach vom Wohnmobil und muss deshalb im Warehouse bleiben. Aber darin hätten alle Muscheln Platz gehabt : ). Auf einmal hören wir es plätschern. Theo steht im Gang und es läuft aus der Hose raus! Wir teilen das Malheur einer Mitarbeiterin mit und ziehen den kleinen Mann um. In Motueka gibt es am Strand und in Spielzeugnähe, wo wir mit unserem self contained Wohnmobil für fünf Dollar übernachten können. Während ich das Essen zubereite, geht Micha noch einmal mit den Kindern auf den Spielplatz.

    Es ist Mittwoch und wir fahren kurz in die Stadt um neue Gigabites fürs I-Phone zu holen und Dump Station zu machen. Danach geht es in die Werkstatt. Erst sind die Teile nicht da, aber dann kommt der Kurier. Es zieht sich alles eine Weile hin, aber zum Schluss funktionieren Dachluke und Toilette wieder und auch unser klapperndes Blech von der Radverkleidung ist wieder fest. Es ist nach eins als wir Motueka in Richtung Takaka verlassen. Am Hawkes Lookout machen wir dann Mittagspause und laufen zu besagtem Aussichtspunkt. Die Wolken hängen tief in den Bergen. Wir fahren weiter und entdecken unterwegs noch eine schöne Stelle, an der wir übernachten können. In Takaka selbst entdeckt Micha einen Waschsalon und wir waschen mal wieder zwei Maschinen Wäsche (einmal hell und einmal dunkel) und trocknen. Der Ort Takaka wirkt sehr freundlich. An einem Spielplatz mache ich das Essen und mit Einbruch der Dunkelheit (21.30 Uhr) brechen wir zu unserem Schlafplatz auf. Dort angekommen sehen wir, dass wir nicht die einzigen Schlafgäste sein werden. Mangels Dusche wasche ich meine Haare im Waschbecken (das Wasser habe ich im Wasserkessel warm gemacht).

    Auch in Neuseeland scheint es den Nikolaus zu geben. Pepe entdeckt in einem seiner Flippis etwas und bei Theo und Micha auch : ). „Mami, nur bei Dir hat der Nikolaus nichts reingepackt. Warte mal, ich schaue mal noch in die Schuhe im Schrank! Nein, Mami, da ist auch nichts!“ : ( Aber Micha weiß etwas. Der Nikolaus will mir mit Michas Hilfe, wenn wir zu Hause sind, eine riesige Portion Poffertjes machen, da ich ja dieses Jahr keine auf dem Weihnachtsmarkt essen kann : ). Na darauf kann ich mich jetzt schon mal freuen. Theo und Pepe haben je einen mit Süßigkeiten gefüllten Trinkbecher mit einem Kiwi drauf bekommen und Micha ein Glas mit Knoblaucholiven. Micha überrascht mich noch mit einer gebrannten CD und so kommt Amélie nach Neuseeland und wieder einmal frage ich mich, wie es möglich ist, so schöne Musik zu komponieren. Es regnet. Der Himmel zeigt nur Einheitsgrau! Pepe malt (und schreibt) den Wunschzettel für sich und Theo für den Weihnachtsmann. Wenn das mit dem Nikolaus geklappt hat, kann man ja vielleicht auch auf den Weihnachtsmann hoffen : ). Gegen Mittag fahren wir wieder nach Takaka. Ich gehe mit Pepe im Fresh Choice einkaufen. An der Kasse bekommen wir noch einen Flyer mit dem Hinweis, dass heute ab 15.00 Uhr ein Weihnachtsshopping mit diversen Kostproben und Spaß für die ganze Familie stattfindet. Na prima, in einer Stunde ist es soweit. Die Zeit bis dahin wird mit Essen und Malen überbrückt. Wir kommen in den Supermarkt und kurze Zeit später, Ihr werdet es kaum glauben, steht der Weihnachtsmann vor Pepe und gibt ihm ein Geschenk. „Thank you“ – schüchtern und mit einer gewissen Ehrfurcht nimmt es Pepe entgegen. Dann ist Theo dran, dem die Sache auch nicht ganz geheuer ist. Aber mit Papi an der Hand, nimmt auch er sein Geschenk entgegen. Ein Weihnachtsengel überreicht noch Lollis. Damit haben wir nun nicht gerechnet! Aber dann scheint es ja den Weihnachtsmann hier zu geben, oder ist es vielleicht der Nikolaus gewesen? Wer weiß das schon genau. Wir probieren nun an vielen Ständen diverse Sachen aus und kaufen uns noch ein Stück mit Knoblauch geräucherten Fisch! Lecker! Nach unserem Weihnachtseinkauf packen Pepe und Theo ihr Geschenk vom Weihnachtsmann aus, Theo hat ein Rennauto mit Abschussrampe und Pepe ein kleines Skatebord und so einen Dauerknetgummi. Es war eine echt schöne Überraschung für die Kinder. Wir weiter nach Pohara und Tarakohe. Hier gibt es ganz tolle Felsformationen – total idyllisch! Am Tata Beach machen wir einen ausgiebigen Strandspaziergang. Im Sand findet man ganz viele kleine golden schimmernde Plättchen – wir glauben, deshalb heißt das gesamte Gebiet Golden Bay. Wir fahren dann noch ein Stück weiter auf der Straße bis zu einem Parkplatz, auf dem viele Wanderungen beginnen. Auch den Start für unsere für morgen geplante Wanderung zu den Wainui Falls entdecken wir. Im Hafen von Tarakohe finden wir einen Schlafplatz. Es wird lediglich um eine Spende für einen guten Zweck gebeten. Am Abend gewittert es und wir hören in den Nachrichten, dass ein Tornado Auckland heimgesucht und drei Menschen das Leben gekostet hat.

    Freitag brechen wir nach dem Frühstück auf zu unserer Wanderung an die Wainui Falls. Unterwegs machen wir jedoch noch einen Abstecher an den Strand. Es ist Ebbe und wir laufen eine ganzes Stück in das Gebiet, das sonst mit Wasser bedeckt ist, hinein. Es ist windig und manchmal müssen wir uns vor dem Sand, der weht, umdrehen. Dann geht es weiter zu den Wainui Falls. Es ist eine schöne etwas abenteuerliche Wanderung über Stock und Stein über Waldwege und eine Hängebrücke. Unser Picknick können wir nicht direkt am Wasserfall, der durchaus schön ist, machen, denn es ist dort einfach zu nass! So halten wir auf dem Rückweg an der Hängebrücke an und essen Obst und einen Müsliriegel. Wieder zurück am Wohnmobil fahren wir nach Totaranui. Dort gibt es einen DOC-Campingplatz mit insgesamt 850 Stellplätzen. Das ist schon irre. Es ist ein großer Park, in dem jeder sein Plätzchen zu finden scheint. Der Platz ist Ausgangspunkt für diverse Aktivitäten. Auch der Ozean und somit der Strand sind direkt vor Ort. Wir steigen aus und schauen uns den Strand an. Es ist total schön hier. Leider weht ein so heftiger Wind, dass es nicht angenehm ist, sich draußen auf zu halten. Wir fahren zurück und halten noch einmal am Tata Beach an. Aber auch hier pfeift der Wind und scheint einen fast weg zu wehen. Auf dem Meer scheint eine Welle die nächste zu jagen. Nichts für mich. Micha kann die Kinder motivieren, mit ihm einen Windspaziergang am Strand zu unternehmen. Ich schreibe derweil ein paar Zeilen für das Reisetagebuch. Später fahren wir dann wieder zum Hafen, um dort eine weitere Nacht zu verbringen.

    @ PARI: Wir wünschen Dir einen tollen sechsten Geburtstag!

    Samstag weckt uns die Morgensonne mit ihrer schon sehr intensiven Wärme. Da es so warm ist, beschließen wir, an den Strand zu fahren. Nach unserem Aufbruch im Hafen kommt uns eine Gruppe Nacktradler entgegen, die von einem Kamerateam gefilmt werden. Wir fahren zum Tata Beach, den kennen wir ja nun schon : ). Ausgerüstet mit Decke, Sandspielzeug und Schreibkram geht es ans Wasser. Die Sonne scheint sehr warm, aber in dem Moment, wo sich Wolken vor die Sonne schieben wird es gleich wieder frisch. Es ist bei mir ein Wechsel von T-Shirt an und T-Shirt aus. Auf einmal haben wir scheinbar unzählige Wolken am Himmel und ich habe schon wieder alles zusammengepackt. Doch dann teilt sich das Wolkenband auf und die Sonne scheint als ob nichts gewesen wäre. Bis zum nächsten Wolkeneinbruch. Dieser wird auch noch von einem heftigen Wind begleitet, so dass wir halb drei tatsächlich den Strand räumen. Wir essen eine Kleinigkeit und fahren dann zum Labyrinth Rock Park in der Nähe von Takaka. Wir wollen den Kindern die Sonnenbrillen aufsetzen und bemerken, dass Theos fehlt : (. Am Strand liegengelassen? Wir fahren die ganze Strecke zurück. Leider finden wir sie nicht. Die Sonnenbrille hatte Theo von Onkel Peter zum zweiten Geburtstag bekommen! Nun ist sie weg und wir sind froh, dass wir noch die aus Hongkong haben, die, die Theo auf dem Nachtflohmarkt geschenkt bekommen hat. Auf dem Weg zurück zum Labyrinth Rock Park kaufen wir noch Tangelos am Straßenrand. Dann geht es in den Park. Hier gibt es interessante Felsformationen, die man mit Hilfe eines Plans erkunden kann, um sich im Labyrinth nicht zu verlaufen. Es macht Spaß und ist etwas für die Kinder, denn an ganz vielen Stellen verbergen sich irgendwelche Figuren (überraschungseierähnlich) und Plüschtiere. Irgendwann haben wir nicht mehr genug gefragt und Theo hat die Hose durchgepullert. Wir treten also den Rückweg an und kommen gerade an einer Gletscher-Gesteinsformation vorbei als ich abrutsche. Mein rechter Fuß versinkt in einer Pampe, die sich anfühlt wie Moor und ich bekomme einen irren Schreck und ziehe den Fuß mit Schwung wieder raus. Dabei wird meine ganz Hose mit der ekelhaft stinkenden Pampe bespritzt und auch Micha bekommt noch etwas ab. Ich teile gern : ). In der Kuhle, in die ich getreten bin, hat sich Laub gesammelt und durch den Regen ist es zu dieser Pampe geworden. Der Gestank erinnert mich daran, wie es riecht, wenn man Gartenabfälle in einem Behälter sammelt und es dann regnet, man ihn den ganzen Sommer stehen lässt und dann irgendwann entsorgen will – einfach widerlich! Wir fahren nach Takaka, wo ich an einem Wasserhahn meine Beine und den Flip Flop wasche. Danach geht es noch einkaufen, während Micha Dump Station macht. Nun wollen wir weiter Richtung Norden. Es ist schon kurz vor sieben als wir aufbrechen. In Collingwood gibt es leider keine geeignete Schlafstätte für uns und der Sprit ist teuer – und wir brauchen neuen Kraftstoff. Aber laut Tankanzeige sollten wir noch bis Takaka zurückkommen. Kurz vor Takaka entdecken wir einen Platz, auf dem wir übernachten können, direkt am Fluss. Aber bevor wir uns hier häuslich niederlassen, wollen wir den Tank füllen. Wir kommen noch sagenhafte NULL Kilometer. Es sind aber noch drei bis zur Tankstelle. Der Motor ruckelt schon, aber wir schaffen es bis zur Tankstelle. Am Schlafplatz machen wir noch Bratkartoffeln und dann geht es ab in die Falle – ist für die Mäuse wieder sehr spät geworden.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 10Dec 2012

    36 Farewell Spit, Wharariki, Whanganui Inlet 10.12.2012 Neuseeland —

    Farewell Spit, Neuseeland

    Beschreibung

    Sonntag, 09. Dezember bis Montag, 10. Dezember 2012
    Am Sonntagmorgen packt uns mal wieder etwas der Aufräum- und Saubermachwahn. Theo findet seine Sonnenbrille im Sandspielzeug-Rucksack. Schön, dass sie wieder da ist! Gegen halb zwölf starten wir Richtung Farewell Spit, das ist eine 35 km lange Sandspitze am Ende der Golden Bay. In die Sandzunge kann man vier Kilometer reinwandern. Danach ist der Zugang nur mit einer geführten Tour möglich. Wir laufen los und kommen nach ca. drei Kilometern zu den Sanddünen. Die sind total schön und wir laufen auf die andere Seite rüber. Der Sand ist total weich und warm, an manchen Stellen aber sogar derart heiß, dass man ihn ohne Flippis nicht betreten kann. Die Sandformationen entlocken uns immer wieder überraschte Ahs und Ohs. Pepe rutscht einige Dünen auf dem Bauch runter. Micha macht noch einen Abstecher zum Wasser. In den vorgelagerten Pools ist das Wasser wohl so warm, dass selbst ich mich darin wohl fühlen würde! Auf unserem Weg zurück auf die andere Seite kommen wir an einer Oase vorbei – inmitten der Unmengen von Sand ist es auf einmal grün und es gibt Wasser! Es ist echt total schön hier und wir finden, dass sich dieser Ausflug für uns echt gelohnt hat! Auf dem Weg zurück zum Wohnmobil treffen wir zwei Deutsche, die uns erzählen, dass es gestern wohl ein Erdbeben der Stärke 6,5 auf der Nordinsel gegeben hat und der Tongariro am 21. November ausgebrochen ist, also 14 Tage, nachdem wir dort vorbei gekommen sind. Wir hatten ja etwas rauchen sehen – vielleicht ein Vorbote des Ausbruchs. Als wir losfahren schläft Theo sofort ein und wir fahren zum Ausgangspunkt für unser morgiges Vorhaben. Wir wollen zum Wharariki Beach. Der soll recht schön sein und man kann von einem Strand zum nächsten laufen um irgendwelche Felsen drumrum – natürlich nur bei Ebbe. Die ist morgen gegen Mittag. Hoffen wir mal, dass wir morgen nicht so spät aus dem Bett kommen, aber Micha möchte eh mal zeitig raus und den Sonnenaufgang (5.30 Uhr) anschauen. Mal sehen, ob es beim Wollen bleibt : ). Wir haben auf dem Weg heute einen guten Schlafplatz gefunden und steuern den dann an. Nach einer kleinen Stranderkundung spielen wir noch Ball. Dann gibt es Abendbrot. Wir essen draußen und sprühen uns vorher ein, denn die Sandfliegen sind echt lästig und die Stiche jucken mörderisch und verursachen riesige Flatschen. Dann ist das liebgewonnene Sonntags-Skypen dran. Zur Überraschung für die Kinder sind heute Oma Ute, Opa Erich und Tante Anna mit im Colberger Weg : ). Wir sehen, dass es in Leipzig schneit, während wir hier von einem zum anderen Strand tigern!

    Die neue Woche beginnt für uns erst gegen halb zehn. Wir kommen einigermaßen schwer aus dem Bett – der Wecker für Michas geplante Sonnenaufgangsbeobachtung ging nicht los, falscher Tag eingestellt. Wir frühstücken draußen und nachdem wir alles erledigt haben fahren wir zum Wharariki Beach. Vom Parkplatz aus führt uns eine zwanzigminütige Wanderung über Farmland, Wald und Dünen zu diesem Strand. Er ist wirklich malerisch – nur der Wind pfeift derartig, dass an einen Strandtag nicht zu denken ist. Wir begnügen uns damit, die Felsen im Wasser und an der Küste zu bestaunen und nicht zu vergessen: die Robben, die sich auf dem Felsen in erstaunlich Höhen hochrobben um dann irgendwann wieder den Weg nach unten ins Wasser zu suchen. Die Sanddünen bringen besonders den Kindern wieder viel Spaß und wie alle genießen den warmen Sand unter den nackigen Füßen. Da der Wind zu extrem wird und uns der Sand entgegenpeitscht verlassen wir den in meinen Augen wunderbaren Ort wieder um uns noch das Cape Farewell anzuschauen. Das ist der nördlichste Punkt der Südinsel Neuseelands. Aber auch hier pfeift uns der Wind um die Ohren und wir müssen Theo festhalten – ein starker Windstoß und er könnte vom Berg runterfliegen! Geplant war für heute noch der Besuch des Leuchtturmes, aber aufgrund des für uns zu starken Windes lassen wir das und fahren stattdessen zum Whanganui Inlet. Das ist ein von den Gezeiten bestimmtes Gebiet, was nur einen kleinen Zugang zum Meer hat. Die Natur hier ist einfach wunderschön, es ist einfach die Idylle schlechthin. Das Wasser ist im Moment nicht da, es würde zu lange dauern, um darauf zu warten, zumal es außerhalb des Wohnmobiles einfach zu windig ist. Wir machen noch eine Rast an den Kaihoka Lakes und steuern dann Richtung Takaka zurück. Gegen sieben machen wir an einem Picknickplatz am Strand Halt und essen dort Abendbrot. Anschließend geht es zum Schlafplatz von vor zwei Tagen.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 12Dec 2012

    37 Buller River, Westport 12.12.2012 Neuseeland —

    Westport, Neuseeland

    Beschreibung

    Dienstag, 11. Dezember bis Mittwoch 12. Dezember 2012
    Es sieht etwas grau aus heute. Wir stehen wieder einmal spät auf und kommen am späten Vormittag los. In Takaka gehe ich mit den Kindern auf den Spielplatz während Micha sich auf die „Auffrischung“ des Wohnmobils kümmert. Frisch rasiert holt er uns dann ab und wir fahren los, um gleich darauf noch einmal anzuhalten. Wir nehmen Bert, einen Backpacker, bis zur Kreuzung nach Marahau mit. Er hat von dort aus die Costal Wanderung gemacht, sein Auto steht dort. Pepe unterhält ihn hinten prima : ). In Richmond holen wir uns Pizza und kaufen mal wieder groß ein. Dann starten wir Richtung Westport. Es ist mittlerweile schon halb sechs und wir schauen einfach mal, wie weit wir heute noch kommen. Hinter Murchison kommen wir an Neuseelands größte Hängebrücke. Es gibt dort einen Adventure Park. Wir wollen mal schauen, was man dort alles machen kann. Außer uns stehen noch zwei weitere Fahrzeuge auf dem Parkplatz. An der Infotafel werden wir von Sandfliegen überfallen. Wir flüchten zum Womo und sprühen uns erst einmal ein. Dann schauen wir mal zum Ort des Geschehens. Das Tor ist auf und scheinbar kommen wir über die Hängebrücke – ohne Eintritt! Vor uns ist ein Paar und am Ende der Brücke stehen drei junge Männer. Ist schon mulmig, die 110 m zu überqueren – unter uns ist der Buller River. Auf der anderen Seite angekommen ist dort das Tor verschlossen. Wir machen uns auf den Rückweg und die anderen folgen uns. Wir schauen uns noch etwas um und als wir rausgehen, entdecken wir, dass das Tor vermutlich nicht regulär offen war. Die Jungs haben es vermutlich aufgemacht, der eigentliche Eingang führt wahrscheinlich durch ein Häuschen. Aus Unwissenheit und Herdentrieb sind wir den anderen einfach hinterher und haben uns so den Eintritt gespart. Wir machen das Tor wieder ordentlich zu und überlegen, ob wir morgen noch in den Park gehen. Wir fahren bis wir Netz haben und googeln nach dem Park. Man kann dort mit einem Flying Fox fliegen, Goldschürfen und wandern – alles kostet Geld und mit den Kindern ist der Flying Fox auch nicht das Richtige. Das Goldschürfen haben wir uns bereits für Arrowtown vorgemerkt. Wir beschließen also weiter Richtung Westen zu fahren. An einem Picknickplatz halten wir noch einmal an und machen Abendbrot. Anschließend machen wir die Kinder bettfertig und fahren noch ein Stück. Teilweise ist die Straße nur einspurig befahrbar, da sie so eng ist und man fährt direkt unter den Felsen durch. Ampeln regeln an diesen Stellen den Verkehr. Ca. 20 km vor Westport schlagen wir unser Nachtlager an einem Picknickplatz auf.

    Mittwoch fahren wir nach dem Frühstück noch einmal ein Stück in die Richtung, aus der wir gestern Abend gekommen sind – um es noch einmal im Hellen zu sehen. Der Buller River ist an dieser Straße der ständige Begleiter. Wir finden eine Stelle, an der wir an den Fluss runterkommen. Hier ist es total schön. Es gibt unzählige Steine, die man ins Wasser schmeißen kann und ganz weichen Sand. Der Fluss ist klar und scheint recht schnell zu fließen. Der Sand und die Steine glitzern hier silbern. Vielleicht auf weißgold? Wir sammeln einige von den Glitzersteinen ein. Nachdem genug Steine und Stöcke den Weg in den Fluss gefunden haben, wir viele Sonnenstrahlen eingefangen und die besten Steine eingepackt haben, geht es zurück zum Wohnmobil. Kurze Zeit später sind wir in Westport. Hier mündet der Buller River in die Tasman Sea. An der Stelle gehen wir zum Strand hinunter. Hier liegt ganz viel angeschwemmtes Holz rum, was von einigen Einwohnern auch genutzt wird – vielleicht zum feuern? Wir sehen jedenfalls mehrere Autos, in die Holz eingeladen wird. Ein Cross-Motorrad fährt den Strand entlang. Wir finden ein aus Stöcken gebautes Häuschen und spielen Restaurant : ). Ich bestelle Fisch und der schmeckt sehr lecker! Nach einer Weile geht es wieder zum Womo. Wir essen die Reste der Pizza von gestern und noch eine Packung Schokoeis (Choc Eruption von Tip Top mit Schokosauce und Schokoladenstückchen). Gestärkt können wir nun zum Carters Beach fahren, wo es die Kinder aber nicht lange hält, da in unmittelbarer Nähe ein Spielplatz ist, den wir natürlich aufsuchen : ). Danach fahren wir zum Cape Foulwind. Auto abstellen und los geht es. Wir kommen am Leuchtturm vorbei und später an eine Stelle, von der aus man einen phantastischen Blick über eine Bucht hat. Die Wellen rasen auf die Bucht zu und prallen auf die Felsen. Es ist wirklich ein grandioser Anblick. Die Westküste ist rauer als die Ostküste. Wir entdecken kein einziges Schiff am Horizont. Ich freue mich schon jetzt auf die vielen Steilküsten, die wir hier bestimmt noch zu sehen bekommen. Wenn man die Einsamkeit mag, kann man hier garantiert sein Plätzchen finden und hat noch dazu so wunderbare Ausblicke auf das tosende Meer. Bis zur Robbenkolonie, die es hier noch ein Stück weiter gibt laufen wir nicht (es sind nicht alle so robbenvernarrt wie ich : )). Am Parkplatz kochen wir uns noch einen Kaffee und setzen uns mit einer Tüte Chips raus auf eine Bank. Interessiert kommen sofort ein paar Wekas (freche, huhnähnliche Vögel) zu uns und lassen sich auch ein paar Chips schmecken. Dann verlassen wir Westport Richtung Punakaiki. Dort wollen wir morgen die Pancake Rocks besuchen. Wir machen noch einmal Halt in Charleston, das ist eine ehemalige Goldgräberstadt. Die einst 18.000 Einwohner sind auf magere 30 geschrumpft. Es ist also nicht allzu viel los hier. Aber wir finden einen schönen Platz am Strand und essen dort Abendbrot. Es ist bereits wieder dunkel als wir aufbrechen, um einen Schlafplatz zu suchen. Unterwegs ändert sich die Vegetation, das erkennt man trotz Dunkelheit. Es sieht so üppig aus und überall scheinen Palmen zu sein. Wir entscheiden uns für einen Aussichtspunkt kurz vor Punakaiki als Schlafplatz.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 14Dec 2012

    38 Pancake Rocks, Punakaiki 14.12.2012 Neuseeland —

    Punakaiki, Neuseeland

    Beschreibung

    Donnerstag, 13. Dezember bis Freitag 14. Dezember 2012
    Wir verlassen unseren Schlafplatz nach dem Frühstück und halten nur wenige Meter weiter, um dem Truman Track zu folgen. Dieser führt uns durch den Regenwald, in dem es von Nikau-Palmen nur so wimmelt. Es ist toll, die Vögel zwitschern und es lässt sich erahnen, dass es ein toller Tag wird. Nachdem wir das dichte Grün hinter uns gelassen haben kommen wir zum zerklüfteten Steilufer des Perpendicular Point. Die Wellen sind meterhoch und krachen mit irrer Geschwindigkeit in die Bucht hinein. Wir gehen den Weg weiter bis runter und ich laufe noch eine Stück den Strand entlang in die Bucht hinein. Irgendwann erwischt mich eine Welle und meine Jeans ist bis zu den Knien pitschnass! Aber das ist nicht weiter schlimm. Wir setzen uns oben noch auf eine Bank, von der aus man einen tollen Blick auf das Schauspiel des Meeres hat und genießen einfach nur den Augenblick, ohne dabei die Kinder nicht aus den Augen zu lassen – wir wollen keine Abstürze haben, wir wollen beide Racker heil wieder mit heimbringen : ). Zurück geht es durch den Dschungel. In eine winzige Straße, die nicht wirklich wohnmobilgeeignet aussieht biegen wir ein, um zum Strand zu kommen. Es klappt. Hier fließt ein Fluss ins Meer, beide sind an der Stelle, an der wir sind, durch eine Sandbank voneinander getrennt. Es wird Ebbe und auch der Fluss unterliegt den Gezeiten. Muscheln, Steine, Stöcke – das übliche Programm! Wir machen Mittag und laufen dann noch ein ganzes Stück den Strand entlang. Dann brechen wir auf und kommen zum Parkplatz der Pancake Rocks. Von hier aus gehen wir noch einmal ein paar hundert Meter zurück zum Punkakaiki Cavern Track. Das ist ein öffentlich zugängliches Höhlensystem, in dem es wohl Wasserfälle und auch Glühwürmchen gibt. An Michas Telefon ist eine Lampe dran, aber wir wagen uns dennoch nicht allzu weit in die Höhle hinein. Der Akku ist nicht voll und das Licht frisst eine Menge Energie. Wir wollen nicht in der Höhle verlorengehen und gehen zu den Pancake Rocks. Das heute wird unser erster Besuch hier sein – bei Ebbe. Morgen kommen wir noch einmal um uns die Blowholes (Löcher, in denen dann bei Flut das Wasser emporschießt) anzuschauen. Unser heutiger Besuch hat den Vorteil, dass nicht allzu viele Leute hier sind – morgen wird das vermutlich anders aussehen. Die Felsen, die hier aus dem Meer ragen sehen aus, wie über einander gestapelte Pfannkuchen (Eierkuchen). Es ist schon heute recht beeindruckend und ich bin gespannt auf morgen. Nun heißt es, auf Schlafplatzsuche zu gehen. Es ist heute mal noch hell, was die Sache ungemein erleichtert. Wir entdecken kurz nach dem Aufbruch eine kleine Straße Richtung Strand. Kein „No Overnight Parking“-Schild weit und breit zu sehen. Wir stehen direkt am Strand. Micha prüft noch, wie weit das Wasser bei Flut kommt und dann steht fest, hier bleiben wir. Schon um sieben gibt es heute Abendbrot. Anschließend gehen wir alle gemeinsam noch einmal an den Strand. Die Wellen sind gewaltig und die Sonne bereitet sich langsam auf ihren Untergang vor. Ich glaube, das ist der bisher schönste Schlafplatz, den wir je hier in Neuseeland hatten. Wir hören das Meer tosen, haben den Sonnenuntergang gesehen und können auf der anderen Seite die üppig grüne Vegetation bestaunen.

    Am Freitag kommen wir pünktlich zum Hochwasser zu den Pancake Rocks. Aber die spektakulären Wasserspritzer durch die Blowholes bleiben uns verwehrt. Das Meer ist heute einfach zu ruhig, da war gestern mehr los! Aber dennoch ist es hier noch einmal sehr schön und wir können den Anblick des Wasser und der toll geformten Felsen auf uns wirken lassen. Das Wetter ist heute nicht ganz so berauschend und wir fahren nach Rapahoe. Dort soll es eigentlich einen recht ruhigen, ungefährlichen Badestrand geben (das ist an der Westküste nicht an vielen Stellen so). Aber der Stand überzeugt uns nicht wirklich und so machen wir hier nur unsere späte Mittagsrast. Anschließend führt uns unser Weg nach Greymouth. Das ist mit 10000 Einwohnern die größte Stadt an der Westküste der Südinsel. Wir finden einen Platz, an dem Wohnmobile zwei Nächte übernachten dürfen. Hier ist eine große Wiese und wir spielen Fußball. Außerdem schneide ich den Kindern mit Pepes Bastelschere etwas die Haare, Pepe um die Ohren wieder frei und Theo insgesamt etwas kürzer. Denise, Dir sträuben sich jetzt bestimmt die Nackenhaare : )! Pepe gefällt mir mit den freien Ohren sehr gut, aber Theo sieht mit den kürzeren Haaren gleich viel älter aus : (. Nach dem Essen bringt Micha die Kinder in die Falle und ich bereite noch ein paar Kleinigkeiten (Ballons aufblasen, Geschenke einpacken, Kerze raussuchen) für Pepes morgigen 6. Geburtstag vor. Er hatte sich gewünscht, seinen Geburtstag am Strand zu verbringen, aber die Wetteraussichten für morgen sind ganz bescheiden. So haben wir beschlossen, morgen Vormittag ins Schwimmbad zu gehen. Pepe haben wir erzählt, wir machen eine Geburtstagswanderung durch eine Höhle und zum Wasserfall, wo es vielleicht so nass ist, dass man eine Badehose braucht : ). Er freut sich darauf.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 15Dec 2012

    39 Pepes 6. Geburtstag 15.12.2012 Neuseeland —

    Greymouth, Neuseeland

    Beschreibung

    5.45 Uhr: Skype-Geburtstagsanruf von Opa Erich und Oma Ute : ). Wir wollten heute eh zeitig aufstehen, da wir ins Schwimmbad wollen, und dieses aufgrund einer Veranstaltung 14.00 Uhr schließt, aber so zeitig haben wir noch nicht damit gerechnet, aufzuwachen. Diese Zeit ist für uns völlig ungewohnt und wir sind alle noch müde, aber an Weiterschlafen ist natürlich an so einem Tag wie heute nicht zu denken. Der sechste Geburtstag! Nun reicht nicht mehr eine Hand um zu zeigen wie alt man ist! Ich stehe kurz vor halb sieben auf und bereite den Geburtstags-Frühstücks-Tisch vor! Ballons, Blumen, Kuchen und Geschenke wollen einen Platz bekommen. Dann ruft Onkel Peter an, er hat vor sich sechs Kerzen stehen! Dann darf das Geburtstagskind runterkommen! Theo hilft beim Auspacken der Geschenke : ). Auch er bekommt ein kleines Geschenk, eine Wasserspritze. Pepe bekommt auch eine! Theos ist etwas kleiner und Micha befürchtet, dass er lieber die von Pepe haben möchte – mal sehen. Pepe packt nicht alle auf einmal aus! Er möchte sich welche bis zum Nachmittag aufheben : ). Übrigens hat Pepe Micha, Theo und mich zu seinem Geburtstag eingeladen. Wir haben alle eine Einladungskarte bekommen und freuen uns schon seit Tagen auf die Party, die am Nachmittag stattfinden soll. Kurz vor acht fahren wir zum Schwimmbad (es öffnet um acht). Wir gehen rein, bezahlen und als wir dann zu den Umkleiden gehen meint Pepe, dass er da Wasser sieht. Überraschung : ). Er strahlt übers ganze Gesicht. Wir ziehen uns um und dann geht es rein. Wir haben das Bad fast ganz für uns allein. Es gibt viel Wasserspielzeug und wir haben ja auch noch die Wasserspritzen mit. Außerdem gibt es zwei große Wasserrutschen, die Pepe und uns viel Vergnügen bereiten. Sie ist erst ab 5 Jahren zugelassen und auch das nur in Begleitung eines Erwachsenen. Da das Bad heute so leer ist, erhalten wir vom Personal die Erlaubnis, Theo einmal mit rutschen zu lassen! Das freut das kleine Kerlchen sehr, aber es ist wirklich nicht einfach, ihn gut fest zu halten. Beim zweiten Mal verliere ich mal kurz das Gleichgewicht und Theo stößt mal an die Rutschenwand. Unten angekommen sagt er: „Nicht gut!“ Dabei belassen wir es dann auch. So rutschen Micha und ich abwechselnd mit Pepe und einer bleibt immer bei Theo. Pepe springt ins tiefe Wasser in große Reifen, schwimmt und spielt mit dem großen Gummikrokodil. Es ist eine total ausgelassene Stimmung. Gegen zehn kommen dann für ca. eine Stunde noch ein paar Leute und alle möglichen Wasserspiele gehen dann auch noch an. Heute ist in Greymouh um zwölf eine große Christmas-Parade, darum ist heute wahrscheinlich nicht viel los hier! Wir verabschieden uns kurz vor eins aus dem Bad und fahren zum Schlafplatz zurück. Dort essen wir eine Kleinigkeit und lümmeln uns danach alle zum Mittagsschlaf hoch in den Alkoven, aber trotz dem wir alle knülle sind (vom Wasser und dem zeitigen Aufstehen) schlafen die Racker nicht ein. Um drei geht dann die Geburtstagsparty mit einem Kaffeetrinken los. Sechs Kerzen brennen jetzt auf dem Kuchen und auch Arthur und Richard sind mit von der Partie. Micha bringt noch ein Geschenk für Pepe mit: einen Stock, der sich zum Bogenbasteln eignet. Nach dem Kaffeetrinken gehen draußen die Spiele los: Weitschießen, Weitwerfen, Wettrennen, Ballonlaufen, Verstecken und Topf schlagen! Als Preise gibt es Gummibärchen und für jeden ein kleines Auto : ). Dann macht Micha den Bogen für Pepe fertig und wir suchen noch einen Stock, der sich als Pfeil eignet. Das ist wohl eines der Highlights für Pepe heute. Während ich das Geburtstagsabendessen vorbereite, telefoniert Pepe mit seinem Papi. Nach dem Essen gibt es noch eine große Portion Eis. Pepe übt noch Bogenschießen als noch einmal Opa Erich, Oma Ute und diesmal mit Anna, anruft. Micha bringt Theo, der total übermüdet ist, ins Bett und Pepe und ich kuscheln uns in eine Decke aufs Sofa und lesen „Ferien auf Saltkrokan“. Aber gegen halb elf fallen auch uns die Augen fast zu und wir gehen schlafen. Pepe sagt, es war ein sehr schöner Tag. Er hat viele liebe E-Mails mit Geburtstagsglückwünschen bekommen und kann sich schon auf die Party zu Hause freuen!

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 20Dec 2012

    40 Arthurs Pass 20.12.2012 Neuseeland —

    Arthur's Pass, Neuseeland

    Beschreibung

    Sonntag, 16. Dezember bis Donnerstag, 20. Dezember 2012
    Heute schlafen wir wieder aus. Ich möchte heute in den Waschsalon. Zwei Maschinen dunkle Wäsche und eine helle Wäsche wollen gewaschen werden. Ich bleibe im Waschsalon und Micha fährt mit den Kindern zur Dump Station. Zwei Maschinen laufen ohne Probleme durch. Die dritte bricht den Waschvorgang leider beim Abpumpen ab, so dass die Wäsche klatschnass im Wasser liegt. Kein Schild mit einer Telefonnummer, wo man sich im Bedarfsfall hin wenden kann, ist zu finden. Ich habe Wut. Ich versuche die Wäsche mit der Hand auszuwringen und schmeiße sie in den Trockner. Natürlich wird die Wäsche da auch nach mehreren Trockner-Läufen nicht trocken und meine Wut wird größer. Ich beginne die Wäsche draußen an einem Zaun in der Sonne aufzuhängen. Micha kommt mit den Kindern zurück. Sie fahren dann noch zusammen einkaufen und ich bleibe bei der Wäsche und schreibe ein paar E-Mails auf dem Campingstuhl vor dem Waschsalon, an dem die Leute recht amüsiert über unsere Wäsche davor, vorbeilaufen. Später fahren wir dann, nachdem wir die Wäschen, immer noch nicht ganz trocken, eingesammelt haben, zur großen Mauer am Grey River (Schutz vor den Wellen und Hochwasser). Dort essen wir und beobachten die Angler. Es ist total lustig: ein alter Mann kommt, wirft seine Angel rein, sofort holt er sie, mit Fisch dran, wieder raus. Dann der zweite Wurf und sofort beißt wieder einer an. Die skeptischen Blicke der anderen Angler sind einfach köstlich. Der dritte Wurf und wieder ist sofort etwas dran. Aber diesmal verlässt ihn das Glück. Der Fisch beißt den Blinker scheinbar ab und ab dem Moment ist sein Anglerglück dahin. Es kommen drei Boote die Einfahrt in den Fluss rein und was bringen sie mit? Delphine! Damit haben wir nicht gerechnet. Das ist toll! Kurze Zeit später kommen noch einmal welche, diesmal aber kleinere und mit einer nicht so spitzen Rückenflossen. Vielleicht sind das die Hector Delphine. Es ist mittlerweile schon wieder halb sechs und nachdem wir noch ein paar Surfer beobachtet haben brechen wir auf. Noch sind wir unschlüssig, wo es eigentlich hingehen soll. Wir halten noch einmal auf einem Platz am Meer an und gehen mit den Kindern raus und hängen die noch nicht ganz trockene Wäsche auf die neue Leine. Wir entscheiden uns dann dafür, über den Arthurs Pass zu fahren. Ich wäre diese Strecke gern mit dem Zug gefahren, aber die Preise für ein solches Unterfangen sind recht hoch (ca. 800 Dollar für uns alle). Da wir auch mit dem Gedanken spielen, über die Gletscher zu fliegen, müssen wir schauen, wo wir an anderer Stelle mal etwas einsparen können. Wir fahren los und halten auf dem Parkplatz der Brunner Mine. Hier wurde früher Kohleabbau betrieben. Die Nacht verbringen wir hier auf dem Parkplatz.

    Am Montag werden wir gegen halb zehn wach. Nach dem Frühstück geht es zu der denkmalgeschützten Ruine des Bergwerks rüber. Über eine Brücke erreichen wir die Minen und verbliebenen Bauten. Erinnerungstafeln gedenken der beim schweren Grubenunglück 1896 verstorbenen 65 Männer und Jungen. Auf dem Weg zurück sehen wir den TranzAlpine-Zug vorbeifahren. Er verkehrt zwischen Christchurch und Greymouth, startet früh gegen sechs in Christchurch und ist um die Mittagszeit in Greymouth. Dann geht es zurück. Wie fast alle Strecken hier ist auch die eine eingleisige! Wir fahren nun zum Brunner Lake. Pepe und Micha gehen mal wieder ins Wasser. Wir essen etwas zum Mittag und anschließend geht es noch einmal raus ans Wasser und Pepe tummelt sich erneut, diesmal mit seinem Board, im Wasser. Weiter geht es zum Lake Poerua. Wir gelangen an einen Platz, an dem wir laut unserem Reiseführer übernachten dürfen. Aber hier gibt es nun ein Schild, auf dem Camping untersagt ist. Also campen wir nicht, wir übernachten nur: Overnightparking! Es regnet. Die Gegend ist sehr schön, aber bei Sonnenschein bestimmt noch schöner! Ein lecker Kaffee und Kekse versüßen und den späten Nachmittag. Unser Fernseher funktioniert leider nicht, sonst könnten wir heute mal einen Film zusammen schauen, aber der Wackelkontakt irgendwo an dem Gerät macht uns einen Strich durch die Rechnung. So schreibe ich Reisetagebuch und Micha spielt mit den Kindern. Pepe spielt dann auf Michas Telefon Mühle und Micha und Theo lümmeln im Alkoven und fahren mit den Miniautos nach Wellington : ). Irgendwann mache ich das Abendessen und Micha geht dann mit Theo ins Bett. Lange will der kleine Mann jedoch nicht oben bleiben. So lümmeln wir dann zu dritt auf dem Sofa und lesen – bis auch wir mal ins Bett gehen.

    Die ganze Nacht hindurch hat es immer wieder geregnet und Theo hat sehr unruhig geschlafen. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg. Wenn der Regen nachlässt wollen wir am Arthurs Pass ein paar Wanderungen machen. Unterwegs machen wir Halt an einer Brücke. Trotz Regen steigen wir aus und schauen uns den Fluss an. Aber Theo ist nach ganz kurzer Zeit kalt und wir beide treten den Rückzug zum Womo an. Micha und Pepe überqueren die Brücke komplett, damit Micha auf der anderen Seite noch in einen Kuhfladen treten kann : ). Aber es gibt ja einen Fluss, indem man sich die Füße und die Flippis wieder waschen kann! Das Wetter wird nicht besser. Dichte Wolken hängen in den Bergen. An einem Aussichtspunkt – es regnet in Strömen – sehen wir erstmals hier in Neuseeland Keas – mal abgesehen von den vielen KEA-Wohnmoblilen : ). Pitschnass lassen sich die Vögel (Bergpapageien) von uns fotographieren. Im Arthurs Pass Village essen wir Mittag und checken die Wetterlage für die nächsten Tage im Informationscenter. Morgen soll es schön werden, ab Donnerstag dann wieder schlechter! So werden wir die Nacht hier verbringen und das schöne Wetter morgen nutzen. Bis dahin erkunden wir die Gegend noch etwas mit dem Womo. Wir kommen an eine Stelle an der es von Lupinien nur so wimmelt. Lila so weit das Auge reicht. So etwas habe ich noch nie gesehen. Und der Duft, der hier in der Luft liegt ist einfach nur herrlich! „Mami,“ sagt Pepe „Du findest immer alles herrlich!“ Aber das ist es nun mal wahrhaftig! Auch hier treffen wir wieder einen zutraulichen Kea. Wir genießen die Regenpause an diesem schönen Fleckchen Erde und stärken uns dann bei einem Kaffee und Keksen für den Abend. In der Nähe vom Arthurs Pass Village haben wir schon einen Schlafplatz für uns entdeckt. Den steuern wir nach dem Abendessen an. Morgen wollen wir versuchen, etwas zeitiger aus den Federn zu kommen, damit wir den Sonnenschein und eine hoffentlich schöne Sicht auf die teilweise schneebedeckten Berge genießen können.

    In der Nacht hören wir den Regen auf das Wohnmobil trommeln. Noch kann man sich kaum vorstellen, dass uns am Mittwoch Morgen ein strahlend blauer Himmel begrüßen wird. Aber dem ist tatsächlich so. Wir stehen gegen acht auf und kommen schon kurz nach halb zehn los. Das ist beinahe rekordverdächtig für uns : )! Wir fahren zum Ausgangspunkt unserer Wanderung und dann geht es los. Über viele Stufe erklimmen wir den Weg zu einer Aussichtsplattform, von der aus wir die Punch Bowl Falls nicht so besonders gut sehen können, denn die Sonne steht genau über dem Wasserfall und der Wind weht das fallende Waser beiseite. 131 Meter fällt hier das Wasser in die Tiefe! Nach unserer Tour machen wir Rast am Womo und anschließend geht es noch auf den Bridal Veil Natur Walk. Wir kommen durch grünen Wald, in dem die Bäume alle bemoost sind. Irgendwann haben die Kinder keine Lust mehr, zu laufen und so treten wir dann den Heimweg an. Als wir wieder im Tal sind und das Wohnmobil sehen, geht Micha mit dem auf seinen Schultern schlafenden Theo schon zum Auto, während Pepe und ich noch einmal ein Foto von unserem morgendlichen Wasserfall machen. Dort duftet es ganz lieblich – eine Mischung aus Zimt und Vanille. Schade, dass man den Duft nicht einfangen kann. Es duftet einfach traumhaft! Wir machen Kaffeepause und fahren dann Richtung Christchurch. Ein Stück weiter entdecken wir noch einen kleinen Wanderweg, den wir noch entlang schlendern. Am Lake Pearson entdecken wir einen schönen Platz zum Schlafen. Mitten auf einem Plateau in den Bergen. Eigentlich wollten wir noch ein Stück weiterfahren, aber es ist hier so schön und man weiß ja nie, was man sonst noch für einen Schlafplatz findet! An unserem heutigen Tag haben wir den ganzen Tag Sonnenschein gehabt. Die Bergwelt um den Arthurs Pass hat sich uns von seiner schönsten Seite präsentiert. Wir sind froh, dass wir geblieben sind. Diese Natur hier ist wunderschön, die Luft so lieblich durch den Duft, den die Bergblumen versprühen.

    Auch am Donnerstag ist das absolute Sommerwetter. Für uns geht es weiter durch die Berge. Es blüht hier überall gelb, sieht total schön aus. Unterwegs kommen wir zu einem Gebiet, in dem es ein Höhlensystem gibt. Wenn wir freilich nicht in die Höhle gehen, die drum herum angelegten Wanderwege können wir trotzdem erkunden. Die Sonne scheint und der Weg führt uns zu dem Ausgang der Höhle. So haben wir die Gelegenheit, mal einen Blick hinein zu werfen. Man wird definitiv nass, wenn man sie durchwandern möchte! Aber es ist durchaus ein schöner Anblick. Jedoch reizt es mich nicht im Geringsten, in eine dunkle, kalte und nasse Höhle hineinzukriechen. Für mich ist wahrscheinlich eine geführte Höhlentour eher etwas! Nach einer Weile heißt es für uns weiterfahren. Am Lake Lyndon ist unser nächster Rastplatz. Hier ist ein kleiner See – malerisch vor einem Berg gelegen. Ein paar Angler stehen mit Gummistiefeln im Wasser und warten darauf, dass etwas anbeißt und wir lümmeln uns ans Ufer. Micha findet im See 10 Cent und die Kinder plantschen mit den Füßen im Wasser rum. Auf unserer Weiterfahrt durch die Berge bestaunen wir immer wieder das tolle Bergpanorama. Oft sind die Bergspitzen nur aus Stein und Sand. Man sieht die Stellen, wo es das Wasser nach den Schneeschmelzen hinunter treibt. Diese Gegend im Schnee zu sehen ist sicher auch toll. Es gibt ganz viele Skigebiete hier! Wir können jedem empfehlen, die Tour über den Arthurs Pass zu fahren. Es ist wunderschön und die Straße lässt sich prima fahren! Irgendwann werden die Berge (habe ich schon erwähnt, dass es die Southern Alps sind?) weniger und wir durchfahren flaches Land. Als wir uns entscheiden müssen, die Schnellstraße oder die Inland Scenic Route zu nehmen, entscheiden wir uns für letztere und werden kurz darauf dafür belohnt. Wir treffen auf den Waimakariri River. Er leuchtet türkisfarben in seinem Bett aus Steinen. An einem so schönen Fleckchen blieben wir eine Weile. Wir laufen am Wasser entlang und setzen uns dann auf eine aus Steinen angehäufte Mauer und werfen Steine. Später können wir noch zwei Mädchen bei ihrem Bad in dem doch recht kalten Nass beobachten. Dann überqueren wir den Fluss und machen einen Dump Station Stopp in Oxford. Am frühen Abend erreichen wir dann Kaiapoi, wo wir in einem Supermarkt unsere Lebensmittelvorräte etwas auffrischen. Wir fahren zum Strand und dort tollen Micha, Pepe und Theo im Sand herum, während ich unser Abendessen vorbereite. Danach gehen wir alle gemeinsam noch einmal an den Strand, an dem sehr viel Zeug rumliegt. Die Schlafplatzsuche am heutigen Tag gestaltet sich besonders schwierig. Erst kurz vor elf stehen wir in einer Straße in Rangiora. Wir haben kein so gutes Gefühl, hier zu bleiben, aber noch weiter suchen wollen wir auch nicht. Wir wecken beide Kinder kurz auf, stecken sie ins Schlafzeug und dann gehen wir alle zusammen ins Bett. Wir wollen morgen zeitig aufstehen, bevor wir hier vielleicht Ärger bekommen.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 21Dec 2012

    41 Christchurch - ein trauriger Anblick 21.12.2012 Neuseeland —

    Sydenham, Christchurch, Neuseeland

    Beschreibung

    Kurz vor acht schaffen wir es loszukommen, mittlerweile parken jedoch schon viele Autos um uns herum und es hätte sich wahrscheinlich niemand daran gestört, dass wir hier auch stehen. Aber nun sind wir einmal aufgestanden und machen uns los. Wir fahren auf einen Picknick-Platz, um dort zu frühstücken. Nach dem Frühstück können die Mäuse noch eine Weile auf den Spielplatz. Für heute steht ein Besuch der Stadt Christchurch auf dem Plan. Wir haben unseren Reiseführer und überlegen, wo wir am besten parken, um in die Innenstadt zu kommen. Überall treffen wir auf Absperrzäune. Christchurch wurde am 22. Februar 2011 von einem heftigen Erdbeben (6,3) erschüttert, 185 Menschen verloren ihr Leben, allein 115 als das Gebäude des TV-Senders Canterbury Television einstürzte. Wir wussten, dass es hier ein Erdbeben gegeben hat, aber wie heftig es diese Stadt erwischt hat, das haben wir nicht gewusst. Unseren Reiseführer brauchen wir nicht. Das wird uns klar, als wir etwas verloren an einer Straßenkreuzung stehen und nicht so recht wissen, wo wir lang gehen sollen. Ein netter Mann spricht uns an und fragt, ob er uns helfen kann. Ich meine, wir wollen ins Stadtzentrum, aber es sei alles abgesperrt. Da weist er uns in eine Richtung und meint, dort seien die Container aufgebaut, in das ursprüngliche Zentrum kommen wir nicht rein, es ist zu viel durch das Erdbeben zerstört worden. Wir bedanken uns und es macht sich ein sehr betroffenes Gefühl in uns breit. Wir laufen zu den Containern – die wurden aufgebaut, um eine Art Shopping Mall zu haben. Als wir hier durch sind gelangen wir wieder zu einem Absperrzaun. Eingestürzte Gebäude, Kräne, Balken, die versuchen Häuser vor dem Einsturz zu bewahren. Ein solches Ausmaß hatten wir in keinster Weise erwartet. Es hängen Stadtpläne aus, auf denen die RED ZONE, der Bereich markiert ist, der nicht zu betreten ist, aus. Und das betrifft tatsächlich das ganze Zentrum. Ziemlich bestürzt umlaufen wir das Zentrum und sind wieder und wieder aufs Neue vom dem sich uns bietenden Anblick schockiert. Es ist traurig. Unter den vielen eingestürzten Gebäuden befinden sich sehr viele Kirchen. Auch das Wahrzeichen der Stadt, die Christ Church Cathedral wurde arg zerstört. Der abgestürzte Kirchturm hat weiter Teile der Kathedrale zerstört. Wir kommen zu einem Platz, an dem ganz viele weiße Stühle jeglicher Art stehen – Korbstühle, Bürostühle, Sessel, Rollstühle, Kinderstühlchen und Babyschale. „Unser Gebäude wurde uns genommen, aber wir bleiben…“ findet sich die Erklärung zu dieser symbolischen Anordnung der Sitzgelegenheiten. Noch nie haben wir in unserer Zeit in Neuseeland ein so beklemmendes Gefühl gehabt wir hier in Christchurch. Später erfahren wir, dass der Wiederaufbau Christchurchs im kommenden Jahr beginnen soll… Nach unserer „Tour“ durch Christchurch holen wir uns auf dem Markt noch etwas zu essen und fahren dann zum Hagley Park. Dort spielen wir mit den Wir verlassen Christchurch und fahren auf die Bank Peninsula, eine Halbinsel unter Christchurch. Am Lake Forsyth haben wir einen schönen Schlafplatz genau am Ufer des Sees. Wir kochen uns einen Kaffee und ich gehe mit den beiden Rackern raus. Das Ufer ist toll zum Spielen für Pepe. Er entdeckt einen Baum, in dem man prima klettern und sich etwas bauen kann. Als ich das Abendessen fertig habe und Pepe reinholen möchte, steht er da mit einem Mann aus unserem Nachbarwohnmobil. Sie füttern gemeinsam die Enten! Pepe hat einen neuen Freund. Es ist Chris. Er und seine Frau Liz kommen aus der Schweiz. Wir kommen ins Erzählen und unser Abendessen verzögert sich etwas. Nach dem Abendessen darf Pepe noch einmal raus zu Chris : )

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 23Dec 2012

    42 Akaroa 23.12.2012 Neuseeland —

    Akaroa, Neuseeland

    Beschreibung

    Samstag, 22. Dezember bis Sonntag, 23. Dezember 2012
    Unser heutiges Ziel ist das gleiche wie das von Liz und Chris, nur dass wir erst ein paar Stunden später loskommen. Pepe allerdings ist schon vor acht Uhr auf den Beinen um raus zu gehen und mit Chris die Enten zu füttern. Ich stehe dann auch mit auf und die beiden schmunzeln, dass wir so spät aufstehen. Ein Wort gibt das andere. Die beiden sind sehr herzlich, sind schon sehr viel in der Welt rumgekommen (haben einige Jahre in Australien gelebt) und wir tauschen unsere Kontaktdaten aus. Während die beiden schon losfahren, bereiten wir dann erst einmal unser Frühstück vor und waschen dann ab… Wir wollen nach Akaroa, eine kleine französisch beeinflusste Stadt an einer Bucht, in der man auch Hektordelphine sehen kann (wenn man Glück hat). Aber wir fahren nicht auf direktem Weg dorthin, sondern schauen uns noch die Pigeon Bay an und machen dann eine längere Pause in der Little Akaloa Bay, bevor wir dann schließlich über die Okains Bay nach Akaroa fahren. Schon von weitem haben wir in der Bucht ein großes Schiff liegen sehen. Es ist ein Kreuzfahrtschiff. Die Passagiere werden mit Booten vom Schiff weg oder zu ihm hin transportiert. Wir parken am Wasser am Stadtrand. Micha hat schlimme Kopfschmerzen und ist hundemüde. Er legt sich hin und ich gehe mit Pepe und Theo in die Stadt. Wir kaufen ein paar Kleinigkeiten im Supermarkt ein, unter anderem einen leckeren Seafood-Salat. Als wir wieder am Wohnmobil sind esse ich draußen mit den Mäusen den Salat und ein Brot während sich Micha weiter mit seinen Kopfschmerzen plagt. Auch ich habe heute schon eine Kopfschmerztablette genommen… Vielleicht das Wetter! Mit den Kindern mache ich mich erneut auf den Weg in die Stadt. Wir finden tatsächlich einen Eisladen. Wir nehmen eine Waffel mit drei Kugeln (Cookie, Caramel und Hokey Pokey). Es sind nicht einfach drei Kugeln – es sind Riesenkugeln (eigentlich wie zwei von jeder Sorte). Dadurch dass wir sie zusammen in einer Waffel genommen haben ist der Preis für diese Portion absolut in Ordnung. Wir setzen uns draußen auf die Bank und genießen unser Eis. Anschließend schlendern wir noch ein Stück weiter und entdecken einen Spielplatz, an dem wir natürlich einen kurzen Stopp einlegen. Dann geht’s noch zu einem kleinen Park und gegen sechs sind wir dann wieder am Wohnmobil. Wir fahren noch einmal durch den Ort, der wirklich sehr niedlich und beschaulich ist und entdecken auch die Hafenpromenade. Man könnte hier bestimmt noch einen Tag verbringen, zumal es Micha nun heute überhaupt nicht gut ging. Auch bei mir melden sich die Kopfschmerzen wieder. Wir fahren Richtung Lake Forsyth und überlegen allerdings schon eher einen Schlafplatz zu nehmen, sollten wir einen finden – dann würden wir morgen noch einmal nach Akaroa fahren. Aber es findet sich nichts und so kommen wir dann gegen acht wieder am Lake Forsyth an und da steht ein uns wohlbekanntes Wohnmobil. Durch Hupen machen wir uns kurz bemerkbar. Pepe bleibt, bis es Abendessen gibt draußen und spielt mit Chris. Während des Abendessens hummelt er rum, er möchte dann noch einmal raus. Zehn Minuten. Chris erzählt uns später, Pepe sei zu ihm gekommen und hätte gemeint: „Chris, beeil Dich, ich hab nur zehn Minuten.“ Micha geht dann auch raus und auch ich finde den Weg nach draußen. Aus zehn Minuten wird eine Stunde und es wird kalt draußen. Chris erzählt mir, dass er zu Liz gesagt hätte, er wäre enttäuscht, wenn Pepe an diesem Abend nicht zu diesem Schlafplatz zurück gekommen wäre. Da haben sich wohl zwei gesucht und gefunden und Theo meint: „auch mein Freund“! Der Abschied ist herzlich. Die beiden werden morgen zeitig aufbrechen, da schlafen wir vermutlich noch : ). Aber wir sehen uns hoffentlich bald wieder, in Leipzig oder in der Schweiz! Liz und Chris, wir hoffen, Euch im Frühjahr in Leipzig begrüßen zu dürfen!

    Pepe ist zeitig wach. „Mami, darf ich raus?“ Noch ist das Wohnmobil von Liz und Chris da. Nicht vor um acht, sage ich ihm. Dann hören wir den Motor. „Na los, flitze noch einmal raus!“ Chris kommt noch einmal zu Pepe und die beiden können sich noch einmal voneinander verabschieden. Wir winken aus dem Fenster des Alkovens! Unsere Route soll uns nun langsam dem Lake Tekapo näher bringen, aber vorher müssen wir noch einiges einkaufen. Auf dem Weg nach Christchurch fahren wir durch Lyttelton, hier ist der internationale Hafen – es verkehren Frachtcontainer (vor allem mit Holz) in alle Welt. Wir beobachten eine Weile die Beladung eines Holzfrachters. Vom Lagerplatz werden die Baumstämme auf LKWs verladen und dann mit diesem zum Schiff gefahren, wo sie dann mit einem Schiffskran an Bord verladen werden. Auch in Lyttelton hat das Erdbeben deutliche Spuren hinterlassen. Nun geht es aber zum Einkaufen. In einem Shopping-Center in Christchurch holen wir neues Guthaben, um im www unterwegs sein zu können und viele Lebensmittel. Die Geschäfte haben hier ja meist immer auf, nur am 25.12. ist wirklich überall zu. Da wir noch nicht genau wissen, wo wir Weihnachten überhaupt sein werden, kaufen wir genug ein. So werden wir über die Runden kommen, auch wenn wir die nächsten Tage an keinen Supermarkt kommen. Als wir Christchurch verlassen ist es schon wieder nach vier. Wir fahren und überlegen, wo wir am besten langfahren und wo wir übernachten wollen. Letztendlich entschließen wir uns, noch einmal an den schönen blauen Waimakariri River zu fahren, um dort zu übernachten und dann morgen zu sehen, dass wir nicht allzu weit fahren. Dann ist ja Weihnachten. Mir geht es heute nicht so gut, meine Kopfschmerzen begleiten mich seit heute morgen und sind nicht bereit mich in Ruhe zu lassen. Micha geht mit den Mäusen ans Wasser und ich lege mich hin. Später essen wir Abendbrot und dann fahren wir noch einmal ein kleines Stück, um eine Skype-Verbindung mit der Family hinzubekommen, was auch gelingt! Danach geht es dann schnurstracks ins Bett. Ich nehme nochmals eine Schmerztablette und hoffe, dass morgen früh die Kopf- und Gliederschmerzen weg sind.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 26Dec 2012

    43 Weihnachten / Rakaia Gorge 26.12.2012 Neuseeland —

    Rakaia, Neuseeland

    Beschreibung

    Montag, 24. Dezember bis Mittwoch, 26. Dezember 2012
    Heiligabend! Oder besser gesagt, Heiligmorgen! Nach dem Frühstück starten wir und machen schon kurze Zeit später am Spielplatz von Darfield Halt. Dort helfe ich dem Weihnachtsmann, in dem ich ein paar Geschenke einpacke und Micha spielt mit Pepe und Theo auf dem Spielpatz. Dann fahren wir weiter und sind kurze Zeit später am Rakaira River. Wir gehen an das breite Flussufer und beobachten die Jetboote, die hier ihre Runden drehen und werfen mal wieder Steine ins Wasser und genießen die Sonnenstrahlen. Nach dem Essen gehen wir über die Rakaira River Bridge auf die andere Seite des Flusses. Hier gibt es einen Campingplatz. Den schauen wir uns an und ich erfrage, ob es warme Duschen gibt. Die beiden, die den Platz betreiben, sie wohnen in einem grünen Bus, sind sehr nett und nachdem sie uns bestätigt haben, dass es warme Duschen gibt und sie auch einen Schlafplatz für uns haben, steht fest, hier werden wir die Nacht verbringen. Es ist Weihnachten und da haben wir uns eine Dusche verdient und der Platz ist total schön – mit wunderbarem Blick auf den Rakaira River. Bevor wir unser Wohnmobil holen gehen wir noch einmal auf dieser Seite an den Fluss runter. Es ist total entspannt hier! Sonnenschein, Wind, ein Fluss und Steine – was braucht man mehr an Heiligabend? Geschenke? Nein, der Weihnachtsmann in Neuseeland kommt erst in der Nacht zum 25. Dezember und bisher ist er noch nicht aufgekreuzt. Nachdem wir dann unseren Stellplatz mit unserem Panoramablick auf den Fluss bezogen haben, setzen wir uns draußen auf die Bank und genießen Schokoladenkuchen, Kaffee und Kakao. Anschließend wasche ich Wäsche per Hand und Micha spannt eine Leine und hängt alles auf. Dann murmeln die Kinder und ich während Micha duschen geht. Eine Mama mit ihrem Sohn kommt zu uns und gibt uns ein Päckchen Bananen. Auf meine Frage, warum, meint sie, sie hätte zu viele : ). Sonia und ihr Sohn David machen hier zwei Wochen Ferien, sie wohnen zwei Stunden entfernt. Wir plaudern eine Weile und sehen und bestimmt noch einmal wieder. Micha geht die Kinder duschen und ich bereite das Abendesse zu. Nach dem Essen bringe ich die Racker ins Bett. Wir skypen noch mit Freunden und dann lesen wir noch weiter in unserem Buch „Ferien an Saltkrokan“. Es ist schon halb elf und Theo schläft, in einem Arm seinen Richard, im anderen Arm Pepes Arthur und in der Hand ein Auto haltend, sofort ein, während Pepe wahrscheinlich die ganze Nacht hindurch vorgelesen bekommen könnte. Eigentlich wollte sich Pepe auf die Lauer legen, um den Weihnachtsmann zu sehen, wenn er (hoffentlich) Geschenke bringt. Aber wir haben ihm davon abgeraten unten zu schlafen, vielleicht würde sich der Weihnachtsmann gestört fühlen. Pepe schläft dann doch irgendwann ein und wir auch.

    Als Pepe morgens auf Toilette geht, ruft er kurz darauf: „Der Weihnachtsmann war da!“ Auf dem Sofa hinten seien für ihn und Theo Geschenke. Aber es ist noch sehr früh und ein bisschen muss sich Pepe noch gedulden. Aber gegen acht wird auch Theo langsam munter und Pepe erzählt ihm, dass der Weihnachtsmann da war und ob er denn nicht mit runterkommen und auspacken wolle. Und ob er möchte. Freudestrahlend packen die Racker aus. Der Weihnachtsmann konnte die Wünsche auf dem Wunschzettel erfüllen. Pepe und Theo bekommen beide eine Neuseeland-Kuscheljacke, es gibt für jeden ein Auto mit Süßigkeiten und für Theo das von Pepe für ihn gewünschte Kuschelkissen. Pepe hat in unserer Zeit hier in Neuseeland ganz oft sein Kissen an Theo abgetreten, weil er so gern darauf liegen wollte. Nun hat er auch eins. Und Pepe kann sich noch über einen süßen Plüschkiwi freuen. Noch ein T-Shirt für jeden und ein paar Schokokugeln und beide scheinen überaus zufrieden mit ihrer Ausbeute zu sein. Dann skypen wir mit Erich, Ute, Anna und Barbara und anschließend noch mit dem Colberger Weg. So haben wir alle Lieben daheim gesehen. Bei uns ist es der 25. Dezember früh und in Deutschland ist es der 24. Dezember abends. Heute scheint ein sehr warmer Tag zu werden. Es ist keine Wolke am Himmel und der Wind weht warm. Noch einmal waschen wir etwas Wäsche und dann lümmeln wir uns einfach unter die Markise, erzählen, bauen Klammerpyramiden und Klammerschlangen und lesen mal wieder „Ferien auf Saltkrokan“. Es ist so heiß heute, dass man sich nicht in die Sonne wagen kann. Irgendwann wird der Wind zu stark, die Markise droht kaputt zu gehen. So muss sie eingefahren werden und wir genießen die durch den Durchzug angenehmen Temperaturen im Wohnmobil. Nach dem Kaffeetrinken gehen wir an den Fluss runter. Hier ist heute ganz viel los. Wir waten an der einen Stelle durch das knietiefe Wasser und kommen auf eine kleine Insel, von wo aus wir ins Wasser können. Pepe und Theo haben ihre Wasserspritzen mit. Und dann kommen auch Sonia und David. Wir unterhalten uns und Pepe und David bespritzen sich mit den Wasserkanonen (David hat auch eine mit). Nach zwei Stunden geht es wieder zurück zum Wohnmobil. Heute waren wohl um die 29 Grad, meinte Sonia. Als wir am Fluss waren, war es dann gut auszuhalten. Nun gibt es noch Abendbrot und Duschen. Theo, der heute den ganzen Tag über nicht geschlafen hat, schläft schnell ein, Micha leistet ihm Gesellschaft. Pepe und ich lesen noch und nachdem auch Pepe im Bett ist, schreibe ich noch Reisetagebuch. Halb zwölf rufen noch Tobi und Ines an : ).

    Am Mittwoch regnet es. Es gab über Nacht einen Temperatursturz auf 14 Grad. Wir hoffen, dass sich das Wetter heute im Laufe des Tages noch etwas freundlicher gestaltet. Da wir mal wieder spät aufgestanden sind, ist der Vormittag bald rum. Wir lümmeln im Wohnmobil herum und können uns nicht so recht aufraffen, rauszugehen, denn es regnet in einem fort. Irgendwann läuft David an unserem Womo vorbei und schaut als ob er nach Pepe sucht. Pepe ist schnell draußen und dort spielen er und David dann Fußball. Irgendwann sehe ich sie nicht mehr. Ich vermute, dass Pepe mit im Zelt bei Sonia und David ist, aber ich möchte auf Nummer sicher gehen. So schnappe ich mir Theo und laufe im Regen vor. Sonia bitte mich sofort herein und so plaudern wir etwas während die Kinder spielen. Irgendwann hole ich den Fotoapparat und Micha und ich beschließen, Sonia zu fragen, ob sie Lust hat, heute mit uns gemeinsam Abendbrot zu essen. Als ich wieder vorn bin, fragt mich Sonia, ob wir zum Dinner kommen wollen, worauf ich entgegne, dass wir sie gerade fragen wollten, ob sie mit David hinterkommen möchte. Sie freut sich sehr, sagt zu und meint, sie bringt dann noch Kartoffelsalat und Würstchen mit. Ich sage, sie solle nicht zu viel mitbringen, aber sie meint, sie sei ein Kiwi : ). Wir verabreden uns für um sieben und ich schlendere nach einer Weile wieder in unser Zuhause. Pepe fährt mit David mit dessen Fahrrad um die Wette. Es regnet nach wie vor und ich glaube, ich muss nicht beschreiben, wie Pepes weiße Hose nach diesem Tag aussah : ). Aber er hatte viel Spaß und das ist die Hauptsache! Sonia kommt mit David. Sie hat noch Stühle mitgebracht, denn wir sind platztechnisch doch etwas eingeschränkt hier. Zuerst essen wir Sonias Leckereien und danach gibt es noch Nudeln mit Käse, Sauce und Knoblauchgarnelen. Ein leckeres geselliges Abendessen zum zweiten Weihnachtsfeiertag! Nachdem uns Sonia und David wieder verlassen haben, geht es ans Abwaschen und dann ist es für uns alle Zeit zum Schlafen.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 29Dec 2012

    44 Lake Tekapo 29.12.2012 Neuseeland —

    Tekapo, Neuseeland

    Beschreibung

    Donnerstag, 27. Dezember bis Samstag, 29. Dezember 2012
    Viel besser als gestern scheint das Wetter heute morgen noch nicht zu sein. Nachdem wir ausgeschlafen, gefrühstückt und geduscht haben, verabschieden wir uns um die Mittagszeit von Sonia und David und dann geht es los. Als erstes fahren wir nach Staveley, um von dort aus die Sharplin Falls über eine Wanderung zu erreichen. Der Regen macht gerade eine Pause, aber wir müssen aufpassen, es ist nass und rutschig. Theo hat gleich zu Beginn unserer Wanderung beschlossen, sich lieber auf Papas Schultern zum Wasserfall tragen zu lassen : ). Beim Laufen wird uns warm und wir müssen wohl zugegen, dass wir zu viel angezogen haben, aber es ist beim Loslaufen echt ungemütlich gewesen. Na was solls! Nachdem wir den Wasserfall gesehen haben, machen wir uns an den Abstieg und im Wohnmobil gibt es dann Mittag – die Reste von gestern Abend. Sonia wollte den Rest von den Würsten und dem Kartoffelsalat nicht wieder mitnehmen und so lassen wir es uns jetzt noch einmal schmecken. Auch ein paar Nudeln und Garnelen sind noch da. Aufgrund der Wetterlage fahren wir nun durch bis kurz vor den Lake Tekapo. Unterwegs kommen wir durch die Örtchen Geraldine (total niedlich) und Fairlie. Kurz bevor wir da sind, reißt auf einmal der Himmel auf und wir sehen heute, womit wir nicht mehr gerechnet haben, die Sonne. An unserem Picknick-Rast- und Schlafplatz können beide Mäuse noch einmal raus! Wieder einmal haben wir hier ganz viele Lupinien und Pepe und Theo wandeln zwischen den Blütenpracht umher. Außerdem fängt Pepe Einhörner : ). Zum Abendbrot gibt es heute mal wieder leckere Bratkartoffeln. Nach dem Abendessen kuscheln wir uns alle auf die Couch : ) und schauen „Die Chroniken von Narnia“. Der Fernseher funktioniert heute, was scheinbar daran liegt, dass wir durch das Fahren heute genug Stromreserven haben! Theo und Micha gehen irgendwann ins Bett und Pepe und ich schauen noch bis zum Schluss. Mal sehen, ob wir auch noch die anderen Teile hier schauen werden.

    Am Freitag fahren wir die letzten Kilometer zum Lake Tekapo. Wir parken vor dem Denkmal des Schäfer-Collies und besuchen die Church of the Good Shepherd. Sie ist wegen ihrer exponierten Lage an dem blauen Lake Tekapo ein beliebtes Fotomotiv. Die Kirche hat anstelle eines Altars ein Fenster, von wo aus man über den Fluss zum Mount Cook (Aoraki), dem mit 3.754 m der höchste Berg Neuseelands ist! Danach gehen wir an den See runter. Viele teils sehr spitze Steine liegen überall. Pepe und Micha schmeißen Steine ins Wasser, um sich gegenseitig nass zu spritzen. Ein Tritt und Pepe liegt samt Klamotten im kalten Tekapo-Wasser! Hose aus und weiter geht es! Irgendwann gehen wir zum Womo zurück und rufen dann noch einmal bei KEA an, denn der Ablauf unseres Waschbeckens im Bad ist defekt. Das ganze Wasser läuft nicht ab (vermutlich Schlauch abgerissen), sondern fließt munter ins Bad, sobald wir das Becken hochklappen. Wir können gleich in eine Werkstadt hier. Die sind auch ganz lieb und versprechen, ihr Bestmöglichstes zu tun. Indessen gehen wir wieder zum See, beobachten die Jetskis und Boote und Pepe und Theo rennen den Berg zum Ufer runter und wieder rauf, und runter und wieder rauf. Wieder an der Werkstatt ist die Reparatur noch in vollem Gange. Der Mechaniker improvisiert und Theo freundet sich mit dem äußerst friedlichen Werkstatthund an. Nachdem gegen drei alles wieder in Ordnung ist, fahren wir an eine Badestelle am See. Der See ist kalt, dennoch lassen sich Pepe und Micha nicht davon abhalten, ihre Badehosen anzuziehen. Auch die Wasserspritzen kommen mit an den See. Mikroskopisch kleine Felspartikel im See reflektieren das Sonnenlicht und lassen den See so in einem leuchtenden Türkis erstrahlen. Am Abend fahren wir in das Alexandrina Reserve. Auf einem Hügel oberhalb des Sees finden wir unseren Schlafplatz. Und wir sind hier nicht allein. Insgesamt werden zehn Autos hier übernachten. Es ist aber auch ein verdammt schöner Platz – der See, die Berge und Lupinienfelder! Das Spiel der Sonne beim Untergang mit den Wolken ist wunderschön. Immer wieder holen wir den Fotoapparat raus, um noch ein schönes Bild zu machen. Lange sitze ich an diesem Abend und schreibe Reisetagebuch und lade Fotos ins Netz.

    Am Samstag sind wir mal wieder die letzten, die den Schlafplatz verlassen : ). Aber das ist nicht schlimm. Wir fahren nach Lake Tekapo Village und starten von dort unsere Wanderung auf den Mount John. Der Anstieg ist nicht ohne und Pepe und ich schnaufen ganz schön, während Micha mit Theo auf den Schultern ganz locker und flockig vorweg flitzt. Ich habe schon Angst, die beiden sind in den Abgrund gestürzt, aber dann kommen wir an anderen Wanderern vorbei, die meinen, dass der Rest der Familie an ihnen vorübergezogen ist. Schon kommen wir mit den beiden ins Gespräch und der Abstand zu Micha und Theo wird größer. Irgendwann reißen wir uns los. Und fast schon am Gipfel auf einer Bank warten die beiden auf uns. Gemeinsam legen wir das letzte Stück des Weges zurück und genießen dann die Aussicht. Hier oben gibt es ein Observatorium. Man kann von hier besonders gut den Himmel beobachten, da es keine künstlichen Lichtquellen hier gibt. Das hat dem Gebiet hier auch den UNESCO Titel „Starlight Reserve“ eingebracht. Davon gibt es weltweit nur vier! Wir umlaufen das Observatorium Gelände um anschließend im Astro Café einzukehren. Hier stärken wir uns bei Kaffee und leckeren Kuchen (Muffin, Schokobrownie, Karamellkuchen, Aprikosen-Dattel-Kuchen) und genießen die Aussicht. Das Wetter war bisher toll. Aber nun windet es hier oben doch ein wenig und ich denke an meine Kuscheljacke, die im Wohnmobil auf mich wartet. Nachdem wir wieder unten sind fahren wir wieder an die Badestelle. Wir wundern uns, dass heute auf dem See nichts los ist. Gestern waren Unmengen von Autos mit ihren Bootstrailern da – und heute keiner. Es wird immer windiger und die Sonne verschwindet. Pepe friert schnell im Wasser und verlässt es fluchtartig während Micha sein Bad genießt. So schönes blaues Wasser – da ist doch die Temperatur egal : )! Ist nur beim Reingehen kalt, dann ja so angenehm. Mir ist es am Ufer auf der Decke angenehm : ). Als dann der Wind zu sehr pfeift, packen wir zusammen. Es scheint ein Sturm zu werden und das wissen bestimmt alle, die gestern am See waren und sie wissen, warum sie heute eben nicht am See sind! Wir fahren weiter zum Lake Pukaki. Über die Tekapo-Pukaki-Canal-Road kommen wir zu diesem schönen See. Unterwegs kommen wir an einer Lachsfarm vorbei. Zuchtlachs der Weltklasse – aber es ist zu, vermutlich gut für unseren Geldbeutel. Der Lake Pukaki scheint noch blauer zu strahlen als der Lake Tekapo. Wir finden einen Schlafplatz genau am See und auch hier sind wir nicht die einzigen. Hier auf der Südinsel haben wir mit dem Schlafplatzfinden kaum Probleme, es ist fast überall erlaubt, zu stehen. Im Norden war das schwieriger. Dort gab es dauernd Schilder, die das Campen oder Overnight Parking untersagt haben.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 31Dec 2012

    45 Lake Pukaki, Mt Cook, Lake Aviemore 31.12.2012 Neuseeland —

    Pukaki, Neuseeland

    Beschreibung

    Sonntag, 30. Dezember bis Montag 31. Dezember 2012
    Es regnet. Es regnet und es scheint nicht aufzuhören. Am Himmel ist Einheitsgrau und so kommen wir gar nicht erst auf den Gedanken in Hast zu verfallen. Aufräumen, Abwaschen, Mikado spielen, Malen. Dann, scheint dort vorn nicht der Himmel etwas aufzureißen? Will da etwa die Sonne durchkommen? Kurz vor Mittag brechen wir auf, alle anderen sind schon weg. Wir fahren entlang an diesem herrlichen Lake Pukaki, schießen Fotos und beschließen dann, bevor wir zum Mt Cook Village fahren, in Twizel noch ein paar Kleinigkeiten einzukaufen. Am 1. Januar werden die Geschäfte zu haben und so ist es besser, die ein oder andere Sache noch einzukaufen, wer weiß wie lang wir in den Bergen bleiben. Es gibt einen Supermarkt in Twizel. Und ich entdecke dort ein Brot (Authentic Artisan Style). Das fühlt sich richtig gut an. Ich nehme ein helles und ein dunkles mit und nachdem Micha es probiert hat, hole ich noch eins. Es hat die Konsistenz unseres Brotes und schmeckt. Bisher haben wir es allerdings noch nicht gesehen! Allerdings sind wir eher selten in dem Four Square Supermarkt und bisher hat noch kein einziger so eine Bäckerei drinnen gehabt. Also heißt es genießen, wer weiß, ob wir das noch einmal bekommen. Nach einem kurzen Spielplatzbesuch fahren wir zum Tasman Valley Track und starten dort bei Regen unsere kleine Tour zu den Blue Lakes. Diese entpuppen sich , vermutlich der Tatsache geschuldet, dass die Sonne nicht scheint) als eher unscheinbare kleine Seen und der Regen wird stärker! Trotzdem klettern wir noch über viele Steine zu dem Aussichtspunkt, von dem aus wir auf den Tasman Gletscher See schauen können. In dem See schwimmen auch einige Eisstücken. Aber es regnet und regnet. So richtig ist das nicht unser Wetter! Micha und Theo laufen voran zum Wohnmobil und Pepe und ich kommen einige Zeit später dort an. Umziehen und wieder auftauen! Wir fahren zum Mt Cook Village und schauen an der Visitor Information nach der Wettervorsage. Leider wird es auch in den kommenden Tagen regnen, winden und teils stürmen. Da sind wir wenig motiviert, weitere und vor allem längere Wanderungen mit den beiden Rackern zu unternehmen. Es ist schade, aber wir halten es auch nicht mehrere Tage in diesem Dauerregen aus und so kehren wir dem Mt Cook, den wir in dem Regennebel nicht gesehen haben, den Rücken und fahren zurück zum Lake Pukaki. In der Richtung scheint die Sonne wieder und der Blick auf den leuchtend blauen See ist einfach unbeschreiblich schön! Ein Regenbogen erfreut uns unterwegs und auch die Lichtspiele der Sonne in den Bergen bieten immer wieder tolle Bilder! An Peters Aussichtspunkt essen wir Abendbrot und Micha kann von unserem Brot kaum genug bekommen. Weiter geht es zum Schlafplatz. Wir stehen wieder genau am See und haben eine schöne Sicht auf die untergehende Sonne.

    Der letzte Tag des Jahres ist angebrochen. Wie immer haben wir am Morgen keine Eile. Wo werden wir wohl heute Abend sein? Wir fahren an den Lake Ohau. Hier ist es allerdings extrem windig. Auf einer Schotterpiste dürfen die beiden Racker noch einmal vorn auf Michas Schoß sitzen und Auto fahren. Der nächste See, an den wir kommen ist der Lake Ruataniwha. Hier finden jährlich Ruderwettkämpfe statt. An diesem See ist einiges los und der Zeltplatz hier ist äußerst gut besucht. An dem See gibt es eine kleine Lagune. Wir lümmeln uns ans Wasser. Ab und zu kommt die Sonne raus, aber ansonsten ist es doch recht frisch. Während ich mit Kuscheljacke am Ufer auf der Decke sitze, tummeln sich Pepe und Theo im Wasser. Irgendwann aber ist beiden kalt. Pepe zittert und ich kuschel die beiden in die Decke. Wir packen unsere sieben Sachen zusammen und fahren nach Twizel um noch ein so leckeres Brot zu kaufen. Anschließend geht es weiter Richtung Otamatata. Unser Weg führt uns an eine Lachsfarm. Vielleicht sollte es als Silvesteressen anstelle von Nudeln mit Fleischwurst doch lieber Lachs geben? Wir gehen rein. Man kann die Lachse füttern, was wir natürlich tun. Dann holen wir ein Stück Lachsfilet (über ein Kilo) und noch ein großes Stück Räucherlachs. Kurz hinter Omarama halten wir an einem kleinen See. Dort gibt es eine Reifenschaukel direkt über dem Wasser. Pepe schaukelt und anschließend finden wir noch einen Baum, der sich toll zum Klettern eignet. Bei Otamatata kommen wir an den Ausläufer des Lake Aviemore. Wir sehen hier viele Zelte stehen. An einer Stelle suchen wir nach einem geeigneten Plätzchen für uns. Während Micha uns unter den Bäumen einparkt, kommt ein Kiwi auf uns zu und meint, vorn am See sei ein viel schönerer Platz. Wieder einmal sind wir freudig überrascht von so viel Freundlichkeit. Also parken wir um und haben nun einen schönen Blick auf den See. Hier werden wir also das neue Jahr begrüßen. Ich bereite einen Guacamole-Dip zu und fange an den Lachs fürs Essen vorzubereiten. Micha macht in der Zeit mit Theo und Pepe einen Rundgang über den Platz. Als die drei zurückkommen, erzählt Micha, dass wir morgen Boot fahren können. Er hat ein paar Einheimische getroffen, die ein Boot haben und die uns morgen früh auf eine Runde mitnehmen würden. Um neun geht es los, wenn das Wetter mitspielt. Kurz vor neun essen wir Abendbrot. Nach dem Abwasch lümmeln wir uns mit Chips, Dip und Getränken aufs Sofa und schauen den zweiten Teil der „Chroniken von Narnia“. Kurz nach Beginn staunen wir nicht schlecht, als wir die Cathedral Cove im Film sehen. Sie diente also als Kulisse für eine Filmszenen. Und wir waren vor kurzem da! Das ist ein tolles Gefühl! Gegen elf schläft unser kleinstes Familienmitglied ein! Vermutlich verschläft der kleine Mann den Jahreswechsel. Kurz vor Mitternacht rufen uns Jacky und Marek an und wir haben somit eine Begleitung ins neue Jahr : ). Gegen eins, der Film ist vorbei, kuscheln wir uns ins Bett und schlafen ein.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 01Jan 2013

    46 Neujahrstag - Boot, Wasser, Elephant Rocks 01.01.2013 Neuseeland —

    Otematata, Neuseeland

    Beschreibung

    HAPPY NEW YEAR! Wir wünschen allen ein frohes, glückliches und vor allem gesundes neues Jahr!
    Halb acht klingelt unser Wecker. Da wir Boot fahren möchten, stehen wir (noch recht müde) auf und essen Frühstückt. Um neun sind wir dann bei Liz und Wayne. Liz fährt das Boot zur Bootsrampe, Micha und Wayne laufen schon hin, währen Pepe und Theo noch zwei von fünf Hunden von anderen Campingplatzbesuchern streicheln dürfen. Dann folgen wir den anderen an die Bootsrampe. Liz deutet auf die Schwimmweste, die Micha schon an hat und meint, sie hätten keine für die Kinder. Ich sage noch, dass wir auf die Racker aufpassen. Micha und Wayne düsen erst einmal los und wir warten am Ufer. Pepe meint noch, die fahren wohl ohne uns und ich sage noch, ach, die kommen gleich. Nach einer ganzen Weile tauchen sie auch auf. Ich mache Anstalten Theo („viel Gas geben“) ins Boot zu setzen, da meint auch Wayne, dass sie ja keine Westen für die Kinder hätten. Und nun dämmert mir Furchtbares. Micha und ich könnten fahren, aber Pepe und Theo nicht. Bitte nicht, die beiden haben sich so darauf gefreut. Liz läuft noch einmal zum Zeltplatz zu Bekannten, um dort vielleicht Schwimmwesten für die Kinder zu organisieren. Doch sie sind leider nicht da. Während sie sich noch mal auf der anderen Seite bemüht, Westen zu organisieren, versuche ich Pepe, der schon Tränen in den Augen hat, zu erklären, warum er und Theo doch nicht mitfahren können. Micha hatte Liz und Wayne gestern Abend nicht ganz verstanden. Manchmal hört oder versteht man das, was man möchte : ). Es wäre auch zu schön gewesen. Pepe beruhigt sich und ich verspreche, dass wir an anderer Stelle sicher noch einmal Boot fahren können. Da kommt Liz zurück – in der Hand zwei Schwimmwesten. Freude auf allen Gesichtern! Ich bin so froh! In Neuseeland muss man eine Schwimmweste anziehen. Erst vor zwei Tagen hat es hier auf dem See einen schlimmen Unfall eines Jetskifahrers gegeben, der in Ufernähe eine Kurve nicht bekommen hat und voll dagegen gekracht ist. Er wurde mit dem Hubschrauber in eine Klinik geflogen. Es ist also nicht ungefährlich auf dem Wasser und im Normalfall wird niemand ohne Schwimmweste mitgenommen. Aber nun haben wir alle eine an und los geht’s. Wir fahren über den See und können wunderbar den Benmore Staudamm sehen. Es macht Spaß und die Kinder sind glücklich. Als wir wieder am Ufer ankommen bedanken wir uns bei Liz und Wayne. Die beiden fahren jetzt noch zum Fischen. Micha und Theo wollen noch ins Wasser. Pepe meint, das Wasser sei wirklich nicht kalt. Und ich strecke mal einen Fuß hinein und dann passiert etwas, was mir hier in Neuseeland noch nie passiert ist. Mich überkommt das Bedürfnis, in den See zu gehen. Irgendwie erinnert mich alles an meine Kindheit, das Bootfahren, der See und der Geruch des Wassers. Es ist nicht kalt draußen, eher lau. Ich sage Micha, als er aus dem Wasser kommt, dass ich glaube, dass ich rein möchte. Er kann es nicht fassen. Ich ziehe meinen Bikini an und bin dann tatsächlich ruck zuck im Wasser! Und es ist ein tolles Gefühl. Nach ca. zwanzig Minuten komme ich wieder raus. Aber nun friere und zittere ich wie Espenlaub! Schnell noch Haare waschen und dann fahren wir zum Benmore Staudamm. Von hier aus machen wir unsere Neujahrswanderung. Manchmal nieselt es etwas und oben auf dem Berg, stürmt es! Nachmmerung dem wir noch eine Kleinigkeit gegessen haben, fahren wir weiter. Vorbei am Aviemore See und über gleichnamigen Staudamm. Kurz nach Kurow kommen wir zu Maori-Felsmalereien, die wir uns anschauen und noch ein Stück weiter kommen wir zu den Elephant Rocks. Die Elephant Rocks waren unter anderem auch eine Filmkulisse von den „Chroniken von Narnia“, ich denke vom ersten Teil, da wo der Kampf der Asslan-Anhänger gegen die Weiße Hexe stattfindet. Schafe laufen hier mit rum und wir müssen etwas aufpassen, dass wir nicht in die Schafkacke treten : ). Wir laufen zwischen den großen runden Felsen umher und schießen viele Fotos. Gegen halb sieben brechen wir hier auf und fahren noch ein Stück bis hinter Oamaru, um hier zu übernachten. Morgen wollen wir uns Oamaru anschauen (schon im Vorbei, bzw. durchfahren schien es ein sehr schöner Ort zu sein) und in der Abenddämmerung wollen wir uns die Pinguine anschauen, die hier wohnen.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 03Jan 2013

    47 Oamaru / Moeraki 03.01.2013 Neuseeland —

    Oamaru North, Oamaru, Neuseeland

    Beschreibung

    Mittwoch, 02. Januar bis Donnerstag, 03. Januar 2013
    Das Wetter scheint heute nicht allzu doll zu sein. Wir wollen ja Oamaru reinfahren. Auf dem Weg dorthin checken wir noch auf einem Campingplatz ein. Hier können wir kostenlos Wäsche waschen und natürlich auch warm duschen. Ich setze eine Maschine an. Micha geht Pepe und Theo duschen. Dann essen wir etwas. Während der Trockner läuft arbeite ich etwas am Reisetagebuch und Micha schaut mit den Mäusen „Die Konferenz der Tiere“. Gegen drei fahren wir zum Hafen rein. Es beginnt, in Strömen zu regnen. Natürlich ist auch kein Pinguin zu sehen. Das Wetter ist echt zum Jaulen. Wir lümmeln im Womo rum, trinken Kaffee und hoffen auf besseres Wetter! Leider ist da nichts zu machen. Ich recherchiere im Internet noch nach den Pinguinen, die wir zu sehen hoffen. Allerdings kommen sie wohl erst eine Stunde vor Dunkelheit in Scharen aus dem Wasser, um zu ihren Höhlen zu flitzen. Aber sind wir nun am richtigen Ort? In einer Karte finden wir noch einen Punkt, der explizit mit Penguin Colony ausgewiesen ist. Wir fahren hin. Dort ist allerdings das Pinguin-Besucher-Zentrum, in dem (kostenpflichtige) Touren zu den Pinguinnestern und auch Abendtouren angeboten werden. Viel bezahlen wollten wir eigentlich nicht für die Pinguine. Es kommt hier ein Bus nach dem anderen an. Das Gebiet ist aber eingezäunt. Mittlerweile ist es auch schon kurz vor neun (Abendbrot haben wir schon gegessen) und wir fahren zu unserem ursprünglichen Platz zurück. Ich bleibe vorn sitzen und lege mich sozusagen auf die Lauer. Es gießt in Strömen. Den Pinguinen ist das wahrscheinlich egal. Es sind übrigens die kleinen blauen Pinguine, die hier wohnen. Auf einmal sehe ich etwas im Wasser – es sind immer größer werdende dunkle Punkte. „Die Pinguine kommen“ schreie ich – und schon bin ich draußen. Ich hatte meine Regenjacke an. Hüpf hüpf hüpf kommen die Kleinen aus dem Wasser und flitzen in Windeseile über den schmalen Strand unter ihre Steine, wo vermutlich die Nester sind. Ich drücke die falschen Knöpfe auf der Kamera und habe kein einziges Bild. Es kommt dann aus einem der auch zur Pinguinbeobachtung anwesenden Autos eine Frau und fragt mich, ob ich Pinguine gesehen hätte. Ich kann ihr ca. zwanzig bestätigen, die nun aber schon wieder weg sind. Ich hatte Glück. Kommen vielleicht noch welche? Erst einmal nicht. Ich gehe ins Auto. Da steht Pepe in Regenhose und Regenjacke. Wir legen uns im Auto wieder auf die Lauer. Und tatsächlich. Nach einer Viertelstunde sehen wir wieder etwas im Meer. Pepe und ich flitzen raus. Es regnet immer noch. Während ich die kleinen Racker filme, wie sie aus dem Meer gewatschelt kommen, ruft Pepe auf einmal „Mami, hier vorne!“ Genau vor uns zwischen den Steinen ist ein Pinguin, dem keinerlei Menschenscheu anzumerken ist. Nach einer Weile kommt noch ein zweiter und dann kommt noch einmal eine größere Gruppe aus dem Meer. Auch Micha hat sich mit Theo kurz zu uns rausgewagt, um einen Blick auf die Pinguine zu werfen. Irgendwann kehren Pepe und ich völlig durchnässt ins Wohnmobil zurück. Klamottentausch und nun fahren wir zum Zeltplatz. Dort kommen viertel nach zehn an, Pepe und Theo sind auf der Fahrt eingeschlafen und wir legen sie dann sofort ins Bett. Es ist schade, dass das Wetter heute so schlecht war, aber ich bin froh, dass wir dennoch ausgeharrt haben und dann die Pinguine gesehen haben. Ich mache am Abend dann noch einen Zeitplan für die uns noch verbleibenden vier Wochen in Neuseeland. Wir kommen langsam aber sicher in Zeitnot : ). Es gibt noch einiges zu erkunden.

    Donnerstag stehe ich halb acht auf um gleich in der Frühe eine freie Waschmaschine zu bekommen. Es ist eiskalt im Womo. Der Regen hat aufgehört und der Himmel ist blau. Die Sonne scheint : ). Ich gehe duschen und mache dann das Frühstück fertig. Die Wäsche wird in den Trockner umgeladen, wir essen, waschen ab. Micha nimmt Theo mit unter die Dusche – mal warm, mal kalt – ein Wechselbad der Gefühle! Ich hatte noch durchgehend heißes Wasser heute früh. Wir brechen auf und fahren nach Oamaru. Wir parken im Hafen und laufen durch die Stadt. In einem Stadtteil gleich am Hafen ist alles wie früher – Kutsche mit Pferden, Fahrräder mit einem riesigen Vorderrad und einem Minihinterrad, Handwerksstuben… sehr idyllisch und gemütlich. Die Stadt ist schön. Sie hat wunderbare Gebäude und ich muss sagen, es ist die Stadt, die mir bisher am besten in Neuseeland gefallen hat! Als wir nach unserem Stadtbummel wieder ins Hafenviertel zurückkommen, schauen wir in der einen Werkstatt eine Weile zu, wie jemand Limestone zu Skulpturen werden lässt. Dann probiert Pepe so ein altes Fahrrad aus. Erst hat er etwas Angst davor, aber er überwindet sich und siehe da – nach wenigen Augenblicken fährt er mit diesem ungewöhnlichen Rad als hätte er nie etwas anderes gemacht. Theo schäkert mit einer Frau aus Israel, die von seinem Lächeln ganz angetan ist. Nun geht es noch auf den Spielplatz und dann fahren wir zu Gelbaugenpinguin-Kolonie. Da Theo zu hungrig ist, gehe ich mit Pepe allein, währen Micha und Theo schon etwas essen. Es ist jetzt noch nicht die optimale Zeit, diese Pinguine zu sehen, die kommen zwei Stunden vor Sonnenuntergang. Aber wir sehen eine Robbe am Strand. Wir sind an einer Beobachtungsstation. Wegen der Pinguine soll man nach drei Uhr am Nachmittag nicht mehr an den Strand gehen, da sich die Pinguine sonst gestört fühlen. Mit dem Fernglas entdeckt Pepe weit hinten auf den Felsen noch zwei Robben. Wir gehen zum Womo zurück und essen auch noch eine Kleinigkeit. Nun fahren wir zu den bekannten Moeraki Bolders. Das sind runde Steine, die in der Nähe von Moeraki am Strand rumliegen. Viele Menschen tummeln sich hier um diese wundersamen Gebilde zu fotographieren. Wir gehören auch dazu. Der Himmel zieht sich zu. Dicke fette Regenwolken schieben sich vor die Sonne. Wir verlassen den Strand. Der Leuchtturm ist unser nächstes Ziel – auch hier soll es Pinguine, Robben und Kormorane geben. Leider gießt es wieder in Strömen. Wir ziehen uns an. Der Himmel über dem Meer sieht ganz übel aus. Es donnert. Kurzes Überlegen. Wir drehen um. Schon der kurze Moment draußen hat uns pitschnass gemacht. Auf einmal kommt irgendwoher die Sonne etwas hervor. Das Resultat ist ein wunderbarer Regenbogen. Wir fahren zum Shagpoint. Hier gibt es Seebären zu sehen. Pinguine auch – aber mit denen ist das ja immer so eine Sache des richtigen Timings. Bevor der nächste starke Regen runterkommt erfreuen wir uns an den Robben und sehen auf Felsen im Meer Vögel – vermutlich die Shags, aber Micha meint, dazwischen seien auch Pinguine. Ob es welche waren oder nicht, wir wissen es nicht genau. Vielleicht könnt Ihr es auf dem Foto erkennen. Nun heißt es langsam nach einem Schlafplatz Ausschau halten. In Karitane stellen wir uns auf einen Picknickplatz und bleiben da.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 04Jan 2013

    48 Dunedin 04.01.2013 Neuseeland —

    South Dunedin, Dunedin, Neuseeland

    Beschreibung

    Wir schaffen es, heute einmal nicht so spät aus den Federn zu kommen. Nach dem Frühstück fahren wir in den Werksverkauf der Evensdale Käserei. Ich hole Blauschimmelkäse, Pfefferkäse und einen „normalen“ Schnittkäse. Nun geht es geradewegs nach Dunedin, die schottischste Stadt Neuseelands. Als erstes steuern wie die Baldwin Street an, die es mit teilweise 35% Steigung als steilste Straße der Welt ins Guinnessbuch der Rekorde geschafft hat. Als ich diese Straße sehe, steht für mich fest, da will ich auf gar keinen Fall mit dem Wohnmobil hoch! So stellen wir unser Fahrzeug ab und laufen zu Fuß hinauf. Schnauf! Ist schon irre steil! Wir sehen auch ein paar Fahrzeuge hochfahren, hauptsächlich Geländewagen, aber auch einen Kleinwagen. Oben verschnaufen wir kurz und dann machen wir uns auf den Rückweg. Micha ist weg. Ich laufe mit den Mäusen runter und auf einmal fährt Micha in einem Auto vorbei. Er hat oben auf dem Berg einen Amerikaner „aufgerissen“ und der hat einen Platz für die Fahrt nach unten für ihn frei : ). Es ist schönes Wetter heute. Wir fahren in die Nähe des Stadtzentrums und parken das Auto. Bevor wir uns in unseren Stadtbummel stürzen essen wir noch etwas. Um eins sind wir dann an der St. Pauls Anglican Cathedral – das ist eine sehr schöne Kirche mit einer wunderschönen Orgel. Wir sind am Octagon. Dem schottischen Dichter Robert Burns wurde hier ein Denkmal errichtet. Wir schlendern durch die Stadt, die sehr belebt ist und über viele schöne Gebäude verfügt. Am Bahnhof angekommen heißt es erst einmal im kleinen Park davor rumtoben, bevor es in das Gebäude hinein geht. Farbige Keramikfliesen und Mosaikfußböden verleihen diesem Bahnhof einen ganz besonderen Charme. Unser nächster Weg führt uns zur Cadbury Schokoladenfabrik. Hier werden auch Werksführungen angeboten, leider sind die nicht geeignet für Kinder unter fünf Jahren. So begnügen wir uns damit, mehrere Tafeln Schokolade und eine Karamell-Trinkschokolade zu kaufen. Wir gehen weiter und besichtigen noch die First Church. Gegen halb fünf machen wir uns auf den Rückweg zum Wohnmobil. Wir steuern nun erst einmal einen Platz an, an dem wir eventuell übernachten wollen. Danach fahren wir auf die Otago Penisula – eine 30 km lange und bis zu 12 km breite Halbinsel, die zum Stadtgebiet von Dunedin gehört. Zuerst geht es zum Larnach Castle. Wir bezahlen Eintritt, um durch den wunderschön angelegten Garten zu schlendern, der das Schloss umgibt. Hier könnte man noch viel mehr Zeit verbringen, aber wir sind erst gegen halb sechs hier gewesen, was unsere Zeit hier doch etwas begrenzt. Dennoch schaffen wir es, gemütlich durch den ganzen Garten zu laufen und uns an seiner Schönheit zu erfreuen. Alles scheint hier aufeinander abgestimmt zu sein, nichts wirkt aufdringlich oder zu viel. Und dann noch diese herrliche kleine Schloss! Hier könnte man sicher gut wohnen! Ein wunderschöner Platz, den ich nur jedem Neuseelandreisenden empfehlen kann! Wir sind schon etwas knülle vom heutigen Tag, aber der ist noch nicht vorbei, nicht, bevor wir noch die Tiere am Ende der Halbinsel gesehen haben. Hier gibt es Königsalbatrosse. Man kann eine Tour zu ihrer Kolonie machen, oder man wartet wie wir und einige andere darauf, dass sie auf einmal am Himmel auftauchen, um dort majestätisch dahinzugleiten. Die Albatrosse bringen es auf eine Flügel- Spannweite von bis zu drei Metern. Auf der anderen Meerseite gibt es wieder die kleinen blauen Pinguine. Es gibt dort eine Besucherplattform, von wo aus man das Meer und das Ufer wunderbar beobachten kann. Aber es ist noch nicht die Zeit für die kleinen blauen Kerlchen. Ich gehe noch einmal zu den Albatrossen und als ich wieder komme, sind meine Männer am Womo. Es beginnt nun bald die Pinguin-Dämmerung-Tour und sie wurden von dem schönen Platz vertrieben. Gegen Geld kann man die Führung mitmachen. Das wollen wir aber nicht. Wir essen erst einmal Abendbrot und als sich die zahlenden Besucher auf ihren Platz begeben, versuchen wir von oben einen Blick auf die Pinguine zu erhaschen. Tatsächlich kommen welche, aber sie sind nur sehr klein von hier oben und Pepe kann sie gar nicht erkennen, da er zu klein ist. Gegen zehn verlassen wir unseren Platz, es sind nicht noch einmal Pinguine gekommen, und gehen zu Micha und Theo ins Wohnmobil. Nun fahren wir los. Die Kinder schlafen unterwegs ein, wir kaufen noch schnell eine Margarine im Supermarkt (die haben hier teilweise bis Mitternacht auf) und dann fahren wir bis kurz nach Milton, um dort auf einem Rastplatz unser Nachtlager aufzuschlagen. Es war ein sehr langer Tag und wir kuscheln uns ins Bett.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 07Jan 2013

    49 die traumhaften Catlins 07.01.2013 Neuseeland —

    Curio Bay, Neuseeland

    Beschreibung

    Samstag, 05. Januar bis Montag 07. Januar 2013
    Wir fahren heute noch einmal kurz nach Milton zurück, um an der Dump Station unser Schmutzwasser und den Toiletteninhalt loszuwerden. Aber die ist außer Betrieb. In Balclutha hole ich an der Touristeninformation etwas Material über die Catlins, das Gebiet, in welches wir heute reinfahren. Im Supermarkt kaufen wir noch ein paar Lebensmittel ein und dann fahren wir zur Cathedral Cave. Diese Höhlen kann man nur bei Ebbe besichtigen und die ist heute 15.00 Uhr. Wir fahren über privates Gelände und starten dann unsere Wanderung zu den Höhlen. Wir laufen durch den Regenwald und sind schon voller Vorfreude auf den Strand, den wir auf der Fahrt hierher von oben aus gesehen haben. Und dann sind wir unten. Der Strand ist einfach traumhaft – lang, weiß und dazu das blaue Wasser des Meeres. Und das allerbeste am heutigen Tag ist das Wetter. Es ist mein Wetter! Es ist warm und der Wind weht! Aber er weht nicht kalt, wie meistens hier. Nein, es ist ein lauer warmer Wind. So sollte es jeden Tag sein. Ist es aber nicht und so versuche ich das Gefühl des warmen Windes auf der Haut aufzusaugen und für andere Tage in mir zu speichern. Wir erreichen die Höhlen. Es sind wohl insgesamt fünfzehn an der Zahl. Wir begnügen uns jedoch mit den ersten beiden. Schon zum Erreichen dieser läuft man durch knietiefes Wasser. Die beiden Höhlen sind miteinander verbunden. Mächtig, imposant, schön. Die Wellen peitschen. Hier ist ein wunderschönes Fleckchen Erde! Die anderen Höhlen erreichen wir nicht, jedenfalls nicht, ohne total durchnässt zu werden. Pepe ist eh nach kurzer Zeit nass, da er zu weit in die Wellen hineingelaufen ist : ). Wir genießen die Zeit hier, aber dann müssen wir den Rückweg antreten, denn die Flut kommt und das Tor, durch welches wir müssen, schließt 17.00 Uhr. Jetzt fahren wir zurück an den Anfang der Catlins (wir haben die Höhle wegen der Ebbe-Notwendigkeit vorgezogen). Unterwegs halten wir noch am Tautuku Bay. Während ich etwas zu Essen vorbereite, gehen Pepe und Micha noch einmal ans Meer um reinzuspringen. Nach dem Essen gehe ich mit Theo noch einmal an Strand. Mehr als schön fällt mir nicht ein. Dieses Gebiet gefällt mir hier unheimlich gut. Am Abend sind wir dann am Nugget Point. Auf der Wanderung zum Leuchtturm können wir von hoch oben auf die Pelzrobben und (vermutlich) See-Elefanten hinunterschauen. Diese Tiere begeistern mich immer noch. Wie sie da einfach so in der Sonne rumliegen oder aber quietschvergnügt baden. Vom Leuchtturm aus hat man einen tollen Blick auf die vorgelagerten Felsen, die besonders in der Abendsonne glänzen – die Nuggets. Viele Robben tummeln sich dort unten und ein riesiges Tier liegt da rum – bestimmt ein See-Elefant. Die Unterscheidung der großen Gruppe der Robben in ihre Unterarten (Seelöwe, Seehund, See-Elefant…) ist nicht so einfach. Aber es soll hier eben die See-Elefanten geben und groß sind sie schon! Was fehlt noch auf der Liste der Tiere, die ich unbedingt sehen möchte (vom Kiwi mal abgesehen)? Die Gelbaugen-Pinguine. Und auch die soll es hier geben. Von einem Parkplatz aus geht es hinunter Richtung Strand und schon bald sehen wir so einen kleinen Kerl im Frack. Er steht da einfach so am Strand rum! Andere Leute haben uns auf ihn aufmerksam gemacht. Micha reicht ein Gelbaugen-Pinguin. Er geht zum Womo, um die Bratkartoffeln, die wir zum Abendbrot essen wollen, vorzubereiten. Es ist schon halb neun. Ich gehe mit den Kindern weiter zu Pinguin-Beobachtungshütte. Doch dann möchte auch Theo zurück. Ich schleppe den kleinen Mann den Berg hinauf zum Wohnmobil und übergebe ihn an Micha. Dann laufe ich zurück zu Pepe. Gemeinsam setzen wir uns vor die Beobachtungshütte. Kurze Zeit darauf sieht Pepe einen Pinguin aus dem Meer kommen. Ich bin total froh, dass wir nun auch die Gelbaugen-Pinguine, die viel größer sind als die kleinen Blauen, gesehen haben. Halb zehn sind wir zurück beim Rest der Familie und lassen uns das Abendessen schmecken. Aber wohin nun? Wo schlafen. Es ist eine Irrfahrt durch die Nacht. Letztendlich stellen wir uns in der Nähe der Surat Bay auf eine Zufahrt zu einem Wanderweg und beschließen, gleich ganz früh morgen hier wegzufahren. Gegen Mitternacht sind wir im Bett.

    Den Sonntagswecker überhören wir erst einmal. Erst gegen neun kommen wir aus dem Bett und beim Verlassen unseres Schlafplatzes entdecken wir auch noch ein Schild, was das Campen an diesem Ort untersagt. Hätten wir das Schild in der Nacht gesehen, wir wären hier nicht stehen geblieben. Aber es ist zu spät und wer weiß wie lange wir sonst noch herumgeirrt wären! Nun fahren wir zur Jacks Bay, wo es eine Wanderung zu einem Blowhole gibt. Aber bevor wir loslaufen, frühstücken wir. Dann geht’s los. Wir laufen ca. eine halbe Stunde zu dem Blowhole, einem 144 m langen und 68 m breiten Loch. In 55 m Tiefe tost das Wasser. Es gibt einen 200 m langen Tunnel zum Meer. Ist sehr beeindruckend und die Wände sind grün und vielfältig bewachsen. Mit Taschenlampe ausgerüstet machen wir uns dann auf, um einen historischen Eisenbahntunnel (1971 außer Betrieb genommen) zu besichtigen. Pepe leuchtet mit seiner Taschenlampe den Weg durch den Tunnel, Micha nutzt das Licht seines Handys. Dieser Tunnel ist gemauert und es tropft hier und da. Die Purakaunui Falls schauen wir uns als nächstes an. Diesen malerischen Wasserfall erreichen wir nach einer zehnminütigen kleinen Tour durch den Regenwald der Catlins. Schon von weitem hört man den Wasserfall rauschen, Vögel zwitschern und man kann sich kaum sattsehen an dem tiefen Grün hier im Wald! Noch haben wir von Wasserfällen nicht genug und schon der nächste Weg führt uns wieder zu einem. Die Matai Falls erreichen wir nach einem fünfzehn minütigem Waldspaziergang. Nach weiteren zwei Minuten Weg hinauf gelangen wir zu den Horseshoe Falls. Diese Wasserfälle heute waren alle total schön, nicht riesig, aber dennoch bezaubernd. Zur Ebbe-Zeit heute wollen wir an der Curio Bay sein, wo uns ein versteinerter Wald erwartet – bei Ebbe! Wir verzichten auf die Besichtigung eines weiteren Wasserfalls und fahren zur Curio Bay. Hinweisschilder auf Gelbaugen-Pinguine! Und tatsächlich. Kaum haben wir dieses Gebiet betreten, sehen wir schon den ersten. Das Meer peitscht in die Felsspalten hier und wir laufen in dem versteinerten Wald rum. An vielen Stellen kann man die versteinerten Baumstämme sehen. Aber nicht nur das – auch immer mehr Pinguine bekommen wir zu Gesicht. Da habe ich so lange gewartet, mich immer wieder auf die Lauer gelegt und die anderen mit meinem Pinguinwahn bald verrückt gemacht, und nun sind sie hier, einfach so und sie lassen sich fotographieren, watscheln und springen über die Steine, schwimmen in einem Pool zwischen den Felsen und putzen sich! Toll, dass wir hier sind und das alles beobachten können. Die Catlins sind einfach toll. In der Bucht nebenan, der Purpoise Bay soll es eine Gruppe von 20 Hector Delphinen geben. Ob wir die auch zu Gesicht bekommen? Wir fahren rüber. Von einem Berg aus blicken wir auf die Bucht und ja, durchs Fernglas sieht man es ganz deutlich: zwischen Kanus, Surfern und Schwimmern sind die Delphine. Sie springen allerdings nicht aus dem Wasser raus, aber dennoch sieht man immer wieder ihre Rückenflossen. Wir trinken Kaffee und schauen aus dem Fenster. Wir beschließen in der Nähe, in Waikawa, zu übernachten. Dann können wir morgen noch einmal her kommen, um die Delphine zu beobachten. An unserm Schlafplatz angekommen, lade ich Fotos auf die Festplatte und die Männer gehen raus und machen einen Spaziergang durch den Regenwald. Mir ist es schon wieder zu kalt. Heute war das Wetter durchwachsen. Zu Beginn Regen, dann ein Wechsel aus Sonne und Wolken. Außerdem ist der Wind wieder kalt! Wir sind seit zwei Tagen ohne Internet. Hier gibt es einfach kein Netz. Dafür ist es hier aber traumhaft schön!

    @ Carmen: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Du bist die bestaussehendste 51-Jährige, die wir kennen : )!

    Ganz in Ruhe brechen wir am heutigen Montag Vormittag auf. Es regnet, es hat schon in der Nacht geregnet. Wir hoffen auf Besserung. Wir fahren noch einmal zur Purpoise Bay zu den Delphinen. Es gießt in Strömen. Wir warten eine Weile. Damit hat man hier in Neuseeland oft Glück. Und tatsächlich, der Regen hört auf, die Sonne kommt raus und Pepe und ich gehen raus. Theo schläft und Micha bleibt bei ihm im Womo. Der Wind peitscht heute extrem. Es ist schwer, die Kamera gerade zu halten. Aber dennoch gelingt es, das ein oder andere Foto von den Delphinen zu machen. Als der Regen schon wieder in Sicht ist eilen wir zum Auto. Nun fahren wir zum Slope Point. Das ist der südlichste Punkt Neuseelands. Es schüttet wie aus Eimern. Wieder einmal heißt es Warten. Wir überbrücken die Zeit mit dem Mittagessen. Dann klart es etwas auf. Nichts wie raus. Zwar weht uns der Wind fast weg, aber es regnet nicht auf unserm 20minütigem Weg bis zum südlichsten Zipfel Neuseelands. Bis zum Südpol sind es nur noch 4.803 km. Aber wir entscheiden uns für den Weg zurück zum Wohnmobil. Während Micha und Theo es noch trocken dahin schaffen, bekommen Pepe und ich noch die ersten Tropfen des nächsten heftigen Regenschauers ab. Aber wir sind total froh, dass wir es so gut abgepasst haben. Nachdem wir noch kurz den Black Point besucht und ein Foto gemacht haben, fahren wir nun zum Weirs Beach. Die Sonne hat sich gerade wieder etwas durch die Wolken gekämpft und Micha zieht es ins Wasser – so ganz im Süden, kurz vor dem Südpol : ). In der Bucht ist das Wasser aber nur sehr flach, so dass sich Micha hinlegen muss, um ganz nass zu werden! Die Mäuse schaukeln noch auf einer Reifenschaukel und dann steigen wir wieder ein. Es geht zum Waipapa Point. Dort gibt es einen Leuchtturm, der aufgrund eines Schiffsunglückes vor Ort, bei dem 131 Leute ihr Leben verloren, errichtet wurde. Schon auf dem Weg hier her kommt man aus dem Schwärmen kaum heraus. Überall saftig grüne Hügel und die Blicke aufs Meer! Das Spiel der Farben erscheint mir hier als ganz besonders. Dann der Leuchtturm, das Wasser, der Strand! Theo schläft wieder und ich muss hinaus. Ich versuche, die für mich faszinierende Schönheit dieses Ortes auf Bilder zu bannen, kann mich nicht sattsehen. Im Sand entdeckt Pepe einen Seelöwen. Wieder kommt Regen. Schnell ins Womo. Kaffee trinken! Wieder klart es etwas auf und wir kämpfen uns gemeinsam durch den Wind zum Turm und seine Umgebung. Irgendwann verlassen wir diesen Platz und fahren nach Fortrose. Wir bleiben die Nacht hier. Der Regen peitscht und der Wind stürmt unablässig! Morgen früh werden wir die Catlins verlassen. Für mich sind sie die schönste Gegend Neuseelands. Hier ein Haus (am besten Schloss Larnach mit Garten) mit Blick auf das Meer zu haben muss toll sein. Dennoch ist dieses Gebiet ganz schwach besiedelt. Herbert, der Typ, den wir bei unserer Ankunft auf der Südinsel kennengelernt haben, meinte, wir brauchen nicht so weit runter in den Süden. Wir hätten so viel verpasst, wenn wir auf ihn gehört hätten! Neuseeland, danke für dieses traumhafte Gebiet. Wir hatten hier drei ganz tolle Tage!

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 10Jan 2013

    50 Fjordland unter Wasser 10.01.2013

     

    Beschreibung

    Dienstag, 08. Januar bis Donnerstag, 10. Januar 2013

    Es hat die ganze Nacht recht heftig gestürmt, dennoch freue ich mich, dass wir hier übernachtet haben, bevor wir uns endgültig von den Catlins verabschieden. Wir fahren nach Invergargill, der südlichsten größeren Stadt in Neuseeland. Das Wetter ist so lala, immer wieder Wolken und etwas Regen. Hier kaufen wir wieder einige Lebensmittel ein und statten auch dem Warehouse mal wieder einen Besuch ab. Pepe hat nämlich in den vergangenen drei Monaten seine Flippis durchgelaufen. Sie waren aber auch täglich in Gebrauch : ). So gibt es heute im Warehouse ein paar neue! Auch für Theo finden wir noch ein niedliches Paar. Am Nachmittag gehen wir auf einen Spielplatz, damit sich die Racker noch etwas austoben können. Dann fahren wir weiter. Es geht noch an der Küste entlang. In Orepuki ist unser Schlafplatz. Das ist ein Freedom Camping Platz direkt am Meer, einfach schön. Wir essen mit Blick auf die Monkey Island Abendbrot und stellen uns dann an unseren Übernachtungsplatz. Neben uns ist der gleiche kleine Camper wie letzte Nacht und kurze Zeit später parkt auf der anderen Seite der Camper, der letzte Nacht auf unserer anderen Seite gestanden hat : ). Vom hinteren Teil des Womos habe ich einen tollen Blick aufs Meer, höre das Rauschen und arbeite am Reisetagebuch.

    Am Mittwoch wollen wir nun Kurs aufs Fjordland nehmen. Unser erster Stopp des Tages führt uns jedoch an den Gemstone Beach. Hier soll man Halbedelsteine am Strand finden können. Wir begeben uns auf Suche. Es gibt viele wunderschöne Steine hier – ob es nun besonders edle sind, lassen wir mal dahin gestellt, das liegt ja auch im Auge des Betrachters. Wir haben jedenfalls eine tolle Ausbeute gemacht und fahren weiter. Es fängt an zu regnen. In Clifden schauen wir uns eine ganz alte Brücke an und treffen dort auf ein kleines Kätzchen, welches besonders die Kinder in Entzücken versetzt. Ein kurzer Abstecher führt uns noch zu den Clifden Caves. Als wir jedoch dort sind, begegnen uns Höhlenwanderer, die total durchnässt sind. Das Wetter ist auch nicht wirklich berauschend und so fahren wir weiter bis nach Manapouri. Hier beginnt das Fjordland. Es gießt wie aus Kannen. Ich schaue mal im Besucherzentrum vorbei, hole einige Prospekte und Informationen über die Touren, die man hier unternehmen kann. Es ist alles recht teuer, wie wir finden. Nichts desto Trotz sind wir gewillt, hier Geld auszugeben. Besonders wollen wir nach Te Anau in die Glühwürmchenhöhle. Auch ein Ausflug in den Doubtful Sound (Kombination auf einer Fahrt über den Lake Manapouri, Kraftwerksbesichtigung, Fahrt mit dem Bus über den Wilmot Pass und anschließender Bootsfahrt im Doubtful Sound) erscheint uns verlockend, mal ganz abgesehen von der 120 km langen Fahrt bis zum Milford Sound und dessen anschließende Erkundung mit einem Boot. Das Problem: der Regen. Unsere Stimmung sinkt, aber wir wollen heute noch die Tour zu den Glühwürmchen machen, die sind ja nach der Bootsfahrt über den Lake Te Anau in einer Höhle und da ist es wohl trocken. In Te Anau angekommen kämpfe ich mich erst einmal über den voller Wasser stehenden Parkplatz ins Nationalpark-Besucherzentrum. Die Straße von Te Anau nach Milford ist wegen des schon tagelang anhaltenden schlechten Wetters gesperrt. Wann sie wieder freigegeben wird, steht nicht fest. Bereits im Dezember war die Straße wegen Felsabbrüchen nach starken Regenfällen gesperrt. Dann hat sich die Frage, ob sich ein Besuch des Milford Sounds auch bei Regen lohnen könnte, erübrigt. Unsere Stimmung ist auf dem Nullpunkt angekommen und wir machen uns erst einmal einen Kaffee, futtern viel Schokolade und beratschlagen alle gemeinsam, was wir nun tun wollen. Die Wetteraussichten für die nächsten fünf Tage hier sind unverändert schlecht (Regen bzw. Starkregen), nun ja, wir sind ja auch in einem der regenreichsten Gebiete der Erde. Warum sollte jetzt die Sonne scheinen? Aber bei dem Wetter sieht man die Hand vor Augen kaum und die meisten Touren wären wohl rausgeschmissenes Geld. Was nun? Fjordland ausfallen lassen und die geplante Route weiterfahren? An den Platz zurück für ein paar Tage, wo es uns am besten gefallen hat? Tja, wo wäre das denn? In den Catlins? Marlborough Sounds, Mackenzie Country? Es sollte da ja auch schönes Wetter sein und der Weg dorthin erst! Wir wollen erst noch die Glühwürmchen in Angriff nehmen, vor allem wegen Pepe und Theo. Mit unseren Regensachen bekleidet geht’s zum Veranstalter. Unsere Frage, ob wir denn Theo mitnehmen können, wir bejaht, dann jedoch bekommen wir zu hören, dass die Höhle wegen Überflutung geschlossen ist und heute schon alle Nachmittagstouren abgesagt wurden. Na herrlich! Wir gehen einkaufen. Es regnet beharrlich weiter, man kann es kaum noch Regen nennen, hier schwimmt schon alles! Zur Aufmunterung holen wir uns in einem chinesischen Restaurant etwas zu essen. Anschließend verlassen wir Te Anau. Etwas außerhalb soll es einen Schlafplatz geben. Bei den GPS-Koordinaten angekommen schauen wir uns den Platz rechts der Straße an. Dann sehen wir einen alten Bekannten kommen, den kleinen Road Runner, der schon die vergangenen beiden Nächte neben uns stand. Er biegt zielsicher nach links ab und wir fahren hinterher, nachdem ich noch einmal ins Buch geschaut habe. Besonders reizvoll ist dieser Platz allerdings nicht, aber es ist auch schon spät. Wir stellen uns weiter hinter. Der Mann aus dem anderen Fahrzeug scheint den Fluss überprüfen zu gehen. Anschließend kommt er zu uns. Ein Deutscher : ). Der Pegelstand ist extrem hock. Die beiden werden mit ihrer kleinen acht Monate alten Martha nicht da bleiben, da die Flüsse hier schnell über die Ufer treten. Ein Farmer hat sie auch schon gewarnt. Die drei machen sich auf den Weg und wir fahren auch noch einmal an den Fluss und schnell wird uns klar, dass das Riskiko, hier stehen zu bleiben, eindeutig zu hoch ist. Mist. Also wieder anschnallen und weiter geht es. Dann mitten auf der Fahrbahn nur noch Wasser. Ganz vorsichtig fährt uns Micha da durch. Alle Flüsse sind bedrohlich angestiegen, überall steht das Wasser rechts und links der Straße. Irgendwann sehen wir die anderen auf einem kleinen Platz etwas auf dem Berg stehen. Die haben es gut, haben einen Platz gefunden. Aber kurz danach findet sich auch für uns auf dem Berg ein großzügiger Schotterplatz. Hier bleiben wir. Kurze Zeit später kommt jemand auf unser Wohnmobil zu. Es ist Charlotte aus dem anderen Fahrzeug. Sie meint, wir könnten uns auch gern zu ihnen stellen. Charlotte kommt eine Weile zu uns rein und wir erzählen noch etwas. Wir bleiben aber hier, finden es aber total lieb von den beiden, dass sie an uns gedacht haben.

    Donnerstag! Es hat die ganze Nacht hindurch mit minimalen Unterbrechungen geregnet. Wir machen gerade das Frühstück fertig, als sich Charlotte, Marc-André und Martha auf den Weg machen. Sie halten aber noch einmal bei uns an. Bei Kaffee und Tee in unserem Wohnmobil erzählen wir noch etwas. Dann brechen sie auf und es wird bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir sie gesehen haben. Wir entscheiden uns aufgrund der fehlenden Aussicht auf besseres Wetter, Richtung Queenstown zu fahren, da soll morgen besseres Wetter sein. Auf unserem Weg kommen wir durch Gebiete, die total unter Wasser stehen, aus kleinen Bächen sind reißende Ströme geworden, wieder einmal steht die Straße komplett unter Wasser und wir fahren dem blauen Loch am Himmel hinterher. An einem Rastplatz wollen wir Pause machen, kaum sind wir drauf gefahren, regnet es wieder. Charlotte und Marc-André haben für zwanzig Minuten hier die Sonne genießen können. Wir fahren zum Lake Wakatipu. Hier gibt es einen großen Platz am See, wo wir bleiben können. Es regnet hier nicht mehr ununterbrochen, aber der Wind pfeift ganz schön. Aber wir können mit den Kindern rausgehen, eine kleine Runde am See drehen, ein paar Steine werfen, Pepe kann im Baum klettern… Charlotte hat uns heute Morgen noch zwei Neuseelandbücher dagelassen und ich beginne in dem einen zu lesen. Kurz darauf hole ich Pepe rein, es regnet schon wieder und ich glaube, der hat jede Menge Spaß daran, wenn ich ihm dieses Buch vorlese. „Ein Jahr in Neuseeland – Reise in den Alltag“ handelt von einer Familie, die nach Neuseeland auswandert und viele Sachen, seien es Orte, die beschrieben werden oder Einkaufsmöglichkeiten, kommen uns so bekannt vor. Wir vertreiben uns hier also die Zeit und nach dem Abend kommen uns Charlotte, Marc-André und Martha noch besuchen.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 12Jan 2013

    51 Queenstown 12.01.2013 Neuseeland —

    Queenstown Hill, Neuseeland

    Beschreibung

    Freitag, 11. Januar bis Samstag, 12. Januar 2013
    Wir schlafen aus, uns hetzt ja nichts. Die anderen verabschieden sich bei uns als wir noch im Bett liegen. Irgendwann brechen wir auch. Es geht nach Queenstown rein, eine Stadt, die wunderbar am Lake Wakatipu eingerahmt von einer herrlichen Bergkulisse liegt. Wir fahren mit der Gondola auf den Berg hinauf. Und hier oben erwartet uns ein besonderer Spaß: Luge! Das sind Fahrzeuge, die in vielen Kurven den Berg hinabrollen. Man bremst und lenkt selbst. Pepe kann schon allein fahren, Theo fährt bei mir oder Micha mit. Es macht uns allen Spaß. Nach einer Fahrt geht es mit dem Lift wieder hinauf zur nächsten Fahrt. Nachdem das Luge fahren für uns vorbei ist, fahren wir mit der Gondel wieder runter und entscheiden uns (wieder einmal), die Fotos, die von uns gemacht wurden, nicht zu kaufen. Aber nachdem wir unser Womo am Ende der Strandpromenade geparkt haben und etwas gegessen haben, kommen mir Zweifel, ob wir sie nicht hätten vielleicht doch nehmen sollen, denn irgendwie war das Bild schön und es gab auch noch Postkarten dazu! Bevor wir uns nun die Stadt anschauen, gehen wir noch einmal zu Gondelstation. Ich erkläre dem Mitarbeiter an der Fotostation, dass wir uns umentschieden hätten wegen der Bilder. Da kommt die Mitarbeiterin von vorhin, sie erkennt uns sofort. Unsere Bilder sind weg, können aber noch einmal angefertigt werden. Sie ist total lieb und fünf Minuten später haben wir die Bilder! Dann schlendern wir durch die Stadt. Queenstown ist die Stadt der Extrem- und Funsportarten. Hier findet wohl jeder etwas, was er machen kann. An einem Shop entdecken wir Angebote fürs Bungee-Springen. Der Weihnachtsmann hat Micha ja einen Sprung geschenkt, nun gilt es, sich zu entscheiden, wo er springen möchte. Die Wahl fällt auf den 134 m und damit höchstmöglichen Sprung in Neuseeland am Ben Nevis. Alternativ könnte man auch von der Kawarau Bridge 43 m in die Tiefe springen und wäre damit an der Stelle, wo das Bungee-Springen seinen Ursprung hat. Michas Sprung wird morgen Vormittag stattfinden. Wir fahren als Begleitpersonen mit. Die Tour (Gesamtdauer mit An- und Rückfahrt ca vier Stunden) startet 10 Uhr. Ich bin aufgeregt, Pepe auch, Micha ist total entspannt. Wir laufen noch im Hafenviertel rum und entdecken dann im Park einige Leute mit Tüten und Burgern von Ferg Burger. An dem Laden sind wir heute zweimal vorbeigekommen und es war immer eine lange Schlange. Scheint ja etwas besonderes zu sein, wenn sie da so anstehen. Wir beschließen, uns dort unser Abendessen zu holen. Während wir anstehen, bekommen Pepe und Theo Pommes um die Wartezeit zu „versüßen“. Nachdem wir bestellt haben, heißt es warten, es wird alles frisch zubereitet. Die Schlange reißt nicht ab. Irgendwann bekommen wir unsere Tüte mit den großen Burgern. Es geht schnell zum Womo und dann lassen wir es uns schmecken : ). Dann fahren wir raus aus Queenstown und finden einen Schlafplatz ein Stück neben der Straße. Wir gehen zeitig ins Bett, denn wir müssen morgen früh raus!

    Der Wecker klingelt gegen sieben. Müde! Aber es nützt nichts. Wir stehen auf du fahren nach Queenstown rein. Dort essen wir Frühstück. Dann geht es zur „Station“. Micha muss einchecken, wird gewogen und bekommt eine Nummer. Um zehn ist dann Abfahrt mit dem AJ Hackett Bus. Nach zwanzig Minuten sind wir an der Kawarau Bridge und lassen dort einige Jumper hinaus. Dann geht die Fahrt weiter über eine Private Road bis zum Ben Nevis. Theo darf nicht mit auf die Absprungplattform, das ist aber nicht so schlimm, da nicht einmal ich darauf möchte. Wir können zur Aussichtsplattform gehen und Micha von dort aus beobachten. In einer Schlucht ist die Sprung-Station. Dort geht es hinab. Ganz unten schlängelt sich ein Fluss entlang. Ich frage mich, wie kann man sich bloß überwinden, einfach so, kopfüber in die Tiefe zu springen? Nein, für mich wäre das gar nichts. Aber Micha ist noch immer ganz entspannt während die kleine Gondel die Jumper zur Station fährt. Es springen viele bevor dann Micha an der Reihe ist. Ich halte die Kamera drauf und Micha springt! Wahrscheinlich klopft mein Herz mehr als seins. Das Seil federt zurück und wie ein Yoyo hüpft Micha noch etwas auf und nieder. 134m, 8 Sekunden freier Fall – alles ist sehr schnell vorbei und bald haben wir unseren Micha heil wieder. Fotos und Video vom Sprung werden noch käuflich erworben und dann setzen wir uns in den nächsten Bus, der uns zurück nach Queenstown bringt. Ich habe Kopfschmerzen. Micha geht mit Theo und Pepe eine Weile auf den Spielplatz, ich nehme eine Tablette und lümmle mich dann eine Weile hin. Dann essen wir und weiter geht es nach Arrowtown. Das ist eine niedliche kleine Stadt, zwanzig Kilometer von Queenstown entfernt. Früher war es eine Goldgräberstadt und noch heute kann man im Arrow River nach Gold schürfen. Theo, Pepe und Micha gehen schon an den Fluss und ich leihe an der Touristeninformation eine Schale und Schaufel fürs Goldschürfen aus. Alles im Fluss glänzt, auch wenn es kein Gold ist. Es macht Spaß und Pepe, Theo, Micha und ich finden einige sehr schöne glitzernde Steine. Wer braucht schon Gold, wenn er so schöne Glitzersteine findet! Und wen treffen wir hier wieder? Charlotte und Marc-André. Wir hatten geglaubt, dass wir sie ab Queenstown nicht mehr sehen, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Nachdem wir noch eine Weile durch Arrowtown geschlendert sind, fahren wir noch zum Lake Hayes, wo Micha noch einmal schnell ins Wasser springt. Dann geht es weiter Richtung Wanaka. Ganz oben auf der Bergstraße an einem sich noch im Ausbau befindlichen Rastplatz schlagen wir unser Nachtlager auf. Pepe hilft mir beim Abendessen zubereiten, indem er die Garnelen entschwanzt und Micha und Theo erkunden noch den Wanderweg, der hier losgeht. Den nehmen wir uns für morgen vor.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 14Jan 2013

    52 Wanaka / Puzzling World 14.01.2013 Neuseeland —

    Wanaka, Neuseeland

    Beschreibung

    Sonntag, 13. Januar bis Montag, 14. Januar 2013
    Wir öffnen unsere Augen, schauen raus und sehen NICHTS! Absoluter Nebel. Ein paar Minuten später sieht es schon etwas besser aus. Und dann folgt ein schneller Wechsel von Nebel und einigermaßen freier Sicht. Wir frühstücken in aller Ruhe und sind 11.17 Uhr startklar. Das Wetter meint es gut mit uns und so nehmen wir uns die Wanderung zum Rock Peak vor. Wir laufen los und diese Wanderung entpuppt sich als total schön. Wir haben grandiose Ausblicke auf die umliegenden Berge. Es gibt hier keine Bäume und Sträucher, nur Tussock-Grasbüschel in Unmengen. Nach knapp zwei Stunden erreichen wir den Gipfel auf 1.485 Metern. Wir haben tatsächlich 400 Höhenmeter überwunden. Wir genießen noch einen Augenblick die schöne Aussicht, bevor uns unsere hungrigen Mägen zurück zum Wohnmobil treiben. Der Rückweg ist schneller gelaufen. Nach dem Essen fahren wir weiter über diese ausgesprochen schöne Bergstraße nach Wanaka. Wanaka liegt direkt am Lake Wanaka. Und genau hier machen wir Halt. Die Sonne scheint und wir holen unsere Decke und einen Becher Eis raus und lassen es uns beim Rauschen der Wellen schmecken. Pepe und Micha gehen noch ins Wasser, während Theo und ich das Zuschauen bevorzugen. Der Wasserpegel des Sees ist wie auch der in Queenstown sehr hoch. Viele Bäume, die wohl normalerweise an Land stehen, bekommen nasse Füße. Wir fahren zum New World einkaufen und danach begeben wir uns auf Schlafplatzsuche. Den im Reiseführer angegebenen Platz (mit GPS-Daten) gibt es leider nicht mehr und so begnügen wir uns mit einem kleinen etwas durch Grünzeug von der Straße getrennten Platz. Direkt neben uns ist ein Grundstück, auf der Kühe genüsslich weiden und durch den Wald laufen. Wir essen unseren an Silvester gekauften Räucherlacks. Er schmeckt köstlich und es bleibt sogar noch ein Rest für morgen übrig. Während ich am Abend noch ein paar Beiträge fürs Reisetagebuch tippe, sehe ich draußen Unmengen von kleinen Hasen tumhoppeln : ).

    Montag! Für heute haben wir uns einen Besuch im Puzzling World in Wanaka vorgenommen. Wir eo und Pepe haben daran viel Freude. Wir schaffen es, die vier Ecken des Irrgartens zu finden und schießen Beweisfotos. Nun geht es in einen Raum voller Hologramme. An vielen Stellen müssen Micha und ich die Racker hochheben, damit der Betrachterwinkel stimmt. Weiter führt uns der Weg durch Bilder mit Illusionen und optischen Täuschungen. Nach den Ambigrammen kommen wir in einen Raum, der an einer Seite viel niedriger ist als an der anderen, was man aber bei bloßem Hinsehen gar nicht sieht. Auch im nächsten Raum sehen wir Dinge, die nach unserem Verständnis so eigentlich gar nicht funktionieren dürften. Es ist ein Spiel mit den Sinnen und dem Abwägen, ob es sich um eine Illusion und Realität handelt. Der absolute Hit ist neben der Toilette im alten Römerstil allerdings der um 15 Grad zur Horizontale geneigte Raum – ein Sitzt fährt nach oben, ein Billardball rollt eine scheinbar ansteigende Platte hinauf, die Schaukel hat ihren Stillstand in Schrägposition und man selbst hat ein unheimlich mulmiges Gefühl beim Laufen. Im Anschluss probieren wir im Café viele verschiedene Puzzle aus. Der Besuch hier hat sich definitiv gelohnt, es war ein Spaß für die ganze Familie! Nach einem kurzen Bad im Lake Wanaka und dem Besuch des Stadtspielplatzes setzen wir unsere Tour fort. An der Straße am Lake Wanaka finden wir an einem Aussichtspunkt unseren Schlafplatz.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 16Jan 2013

    53 Haast Pass / Jackson Bay 16.01.2013

     

    Beschreibung

    Dienstag 15. Januar bis Mittwoch 16. Januar 2013
    Auf dem Weg zum Haast Pass halten wir ein Stück vor Makarora an, weil wir eine Infotafel entdeckt haben. Sofort kommt eine Frau mit ihren drei Kindern auf mich zu und fragt, ob sie uns helfen kann. Ich erzähle, dass wir am Haast Pass die Blue Pools Wanderung machen wollen. Sie meint, die können wir nicht verfehlen, es sei gut ausgeschildert und ich könne im 10 km entfernten Visitor Information Center noch mal reinschauen. Außerdem warnt sie uns vor den Sandflies, den fiesen kleinen stechenden Fliegen, die hinter Haast wohl besonders aggressiv werden. Wir steuern den Parkplatz bei den Blue Pools an und los geht es. Der Weg ist schnell gelaufen und dann sind wir bei diesem irre schönen klaren blauen Wasser! Besonders wenn die Sonne scheint, kommt die Farbe zur Geltung. Auf unserer weiteren Fahrt besuchen wir noch zwei Wasserfälle und finden dann eine Stelle, die für uns perfekt zum Übernachten ist. Weit weg von der Straße, vor einem riesigen Flussbett (es droht keine Überflutungsgefahr wie im Fjordland) und dort ist ein Streifen gemäht. Es ist erst halb fünf! Was für eine Zeit! Wir kochen uns einen Kaffee und futtern Kekse dazu und dann meint Micha, die Sonne scheint so schön, ich könne doch noch Wäsche waschen. Das stimmt, es hat sich doch schon wieder einiges angesammelt. Micha baut einen Leinenkonstruktion vor dem Wohnmobil auf und ich wasche. Wind und Sonne lassen die Wäsche recht schnell trocknen, allerdings schmeißt der Wind auch immer wieder den Baumstamm um, an dem die Leine festgeknotet ist : ). Wir haben diesen schönen Platz nicht für uns allein: es gibt Sandfliegen in Scharen! Zwar sind wir eingesprüht, aber das interessiert die Biester nicht so richtig, sie finden trotzdem eine Stelle, an der sie einem das Blut aussaugen und dabei auch noch furchtbar juckende Stellen hinterlassen. Wir machen zum Abendessen Bratkartoffeln! Lecker, lecker! Da wir keine Brötchen mehr haben, kochen wir mehr, so kann es morgen früh und auch zum Mittag noch Bratkartoffeln geben und dann finden wir in Haast hoffentlich einen Laden zum Einkaufen : ).

    Mittwoch Morgen ist unser ganzes Wohnmobil von Sandfliegen belagert, aber Gott sei Dank sind sie draußen, aber wir trauen uns da nicht raus. Nach dem Frühstück fahren wir nach Haast. Hier gibt es einen Laden mit Sachen aus Merino- und Possum-Wolle. Das Fell der Possums soll nach dem Fell des Eisbären das Wärmendste überhaupt sein und Micha meint, ich solle mal nach meinem Geburtstagsgeschenk Ausschau halten : ). Mütze, Handschuhe und ein Kuschelschal – nun werde ich wohl nicht mehr so doll frieren und noch durch den Winter kommen, der uns vermutlich in einem Monat in Deutschland erwartet. Ich gehe in dem kleinen Supermarkt noch Brot einkaufen, damit wir nicht verhungern müssen. Wir haben unsere Vorräte jetzt doch fast restlos aufgebraucht, was auch gut ist, denn wir wollen ja nicht zu viel mit in die Südsee schleppen. Micha geht unterdessen mit den Rackern noch auf den Spielplatz. Da wir noch etwas Zeitpuffer aufgrund des für uns ausgefallenen Fjordlandes haben, entscheiden wir uns noch für einen Abstecher nach Jackson Bay. Noch regnet es nicht, aber der Himmel ist schon gefährlich dunkel. Wir machen unseren ersten Halt kurz nach Haast Beach und gehen zum Strand. Es ist windig. Wind vertreibt die Sandfliegen : ). Es gibt viele tolle Steine hier und wir packen die Hosentaschen voll. Micha erinnert mich einmal mehr an unsere vielen Muschelbeutel und dass ich die doch jetzt, wo wir noch etwas Zeit haben, mal aussortieren könne. Will ich eigentlich nicht. Wenn es geht, sollen sie alle mit nach Hause, und die Steine auch, und etwas Treibholz auch, naja, und wo wir schon einmal dabei sind, auch etwas Sand könnten wir noch mitnehmen! Wir setzen unseren Weg fort und kommen nach Okuru. Hier gibt es einen Rundweg über eine Brackwasser-Lagune und durch Kowhai-Wald. Leider fängt es in dem Moment, als wir das Auto verlassen, zu regnen an. Aber was solls! Die Westküste ist sehr regenreich und es wird nicht der letzte Regen sein! Der Weg ist sehr schön und wieder fasziniert uns der Wald – so grün, so dicht, so voller Vogelgezwitscher! Der Regen wird stärker und wir freuen uns, unser Wohnmobil wieder zu sehen. Es ist schon nach drei und wir sind hungrig. Gut, dass wir noch Bratkartoffeln haben! Dann fahren wir weiter nach Jackson Bay. Der Weg dorthin ist gesäumt mit so viel grüner Pracht, dass man sich kaum sattsehen kann. Die Landschaft hier an der Westküste ist schon toll und wir freuen uns, dass wir die Zeit haben, langsam mit dem Womo dahinzurollen und zu staunen. Gern lassen wir andere Autos an uns vorüber ziehen. In Jackson Bay angekommen gibt es einen Weg durch den Regenwald zum Strand, wo es Robben und Dickschnabelpinguine geben soll. Wir wandern los, werden immer wieder nass und doch lassen wir uns gefangen nehmen von der friedlichen Stimmung des Waldes. Als wir jedoch am Strand ankommen ist es mit der Ruhe vorbei. Die Sandfliegen stürzen sich auf uns und wir flüchten schnell zurück in den Wald. Später überlegen wie, ob wir hier übernachten oder zurück Richtung Haast fahren. Wir statten dem Pier noch einen Besuch ab und entschließen uns dann auf Grund des anhaltenden Regens wieder zurückzufahren. Wir finden einen Schlafplatz in der Nähe wo wir heute am Strand waren – allerdings windgeschützt und etwas weg vom Strand. Schon als wir ins Bett gehen, haben wir Mücken im Wohnmobil. Wo kommen die her?

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 18Jan 2013

    54 die Gletscher 18.01.2013 Neuseeland —

    Franz Josef Glacier, Neuseeland

    Beschreibung

    Donnerstag, 17. Januar bis Freitag, 18. Januar 2013
    Katastrophe! Wir werden von scheinbar hunderten von Mücken belagert. Immer wieder schlagen wir die Viecher tot, immer wieder versuchen wir einzuschlafen, immer wieder höre ich ein Sirren um mich herum. Ich bin kurz vorm Durchdrehen. Erst halb drei! Ich kann nicht schlafen, ich bin kaputt und habe eine ausgesprochene Wut auf die Mücken. Ich will nicht mehr. Kurz vor halb sechs: wieder ist der Alkoven voll mit Mücken. Pepe geht auf Toilette und Micha fragt mich, ob wir jetzt sofort losfahren wollen, irgendwo hin wo es windiger ist. Ja, wir müssen hier weg. Wir wecken Theo, ziehen den Kinder etwas übers Schlafzeug drüber und flüchten. Wir müssen einen Platz finden, wo wir schlafen können ohne total zerstochen zu werden. Irgendwo sind Lüftungslöcher im Wohnmobil, da müssen die Mücken reinkommen, eine nach der anderen, ohne Ende! Wir fahren ein Stück, aber es ist absolut windstill, kaum eine Wolke ist am Himmel. Wir fahren bis zum Ship Creek. Dort essen wir Frühstück, denn uns knurrt der Magen, sonst schlafen wir um die Zeit noch tief und fest. Ich bin total knülle, aber schlafen ist jetzt vermutlich auch nicht das Richtige. Es geht noch einmal auf Mückenjagd. Anschließend wird das Womo, dass in der Tat einem Schlachtfeld gleicht (überall ist Blut, vermutlich unser Blut) an den Schränken, der Decke – überall. Draußen am Fenster haben sich wieder Millionen Sandfliegen versammelt. Nein wir kommen hier nicht raus! Abwaschen, Haare waschen. 8.45 Uhr sind wir mit allem fertig und fahren los. Trotz der elenden Müdigkeit in uns nimmt uns der Charme der Westküste schnell wieder gefangen. Wir wecken den wieder eingeschlafenen Theo und begeben uns auf den Monro Beach Walk, eine Wanderung durch den Regenwald an die Küste. Ich bin froh, dass wir uns rausgetraut haben. Wir haben lange Sachen an und das Insektenspray dabei. Vorbei an wunderschönen extravaganten Bäumen führt uns der Weg durchs Dickicht bis an den Strand. Der Strand der Westküste: tolle Felsformationen im Meer, hohe Wellen und viele Steine. Die Müdigkeit ist nicht weg, aber nicht mehr so vordergründig! Als wir zurück am Wohnmobil sind, ist es Zeit fürs Mittag. Kurz darauf sind beide Kinder auf der Fahrt eingeschlafen. Micha meint, ich solle ruhig auch die Augen etwas zu machen. Das habe ich bisher noch nie während der Fahrt getan, aber jetzt schließe ich die Augen und schlummere ein wenig vor mich hin. Bald haben wir den Fox Gletscher erreicht. Wir fahren zu einem Aussichtspunkt und erhaschen einen ersten Blick auf die Eiszunge. Ein wenig später sind wir auf der Straße, die uns direkt zum Gletscher bringt. Das Wetter ist nicht besonders schön, es regnet. Was machen wir? Die dreißig Minuten über unebenes Gelände laufen und den Gletscher sehen oder nicht? Wir ziehen die Regensachen an und machen uns auf den Weg. Aber kurz nach dem Loslaufen reißt der Himmel auf und die Sonne scheint. Was sind wir doch für Glückskinder! Über endlose Steine und einige Bäche hinweg laufen wir und kommen dem 14 km langen Fox Glacier immer näher. Man darf nicht direkt an das Eis heran, es sei denn, man schließt sich einer geführten Tour an. Somit begnügen wir uns mit dem Ausblick von den gut ausgebauten Wegen und Aussichtsplattformen. Die tatsächliche Größe des Gletschers kann man jedoch nicht erkennen. Dann treten wir den Rückweg an, wir wollen unser Wetterglück nicht überstrapazieren. Und tatsächlich, kaum sind wir im Womo, fängt es wieder an mit Schütten. Da schmeckt ein Kaffee besonders gut. Nun fahren wir nach Fox Glacier Township. Milch, Brötchen und ein paar Wiener als Fleischbeilage für die Nudeln, die es zum Abendessen geben wird, kaufe ich im kleinen Supermarkt ein. Dann steuern wir unseren Schlafplatz an, einen DOC am Meer. Vorbei kommen wir vorher an einem Aussichtspunkt, von dem aus man die Gletscherzunge super sehen kann. Auf dem Carpark des Campingplatzes ist jede Menge los. Wir finden ein Plätzchen für uns. Nach dem Abendessen gehen wir noch einmal gemeinsam an den Strand. Dann heißt es Schlafen gehen für die Kinder und Micha. Ich schreibe noch etwas Reisetagebuch und lasse mich dann von der Bewegung hier auf dem Platz anstecken. Die Leute laufen mit ihren Fotoapparaten zum Meer: Sonnenuntergang. Na ab hinterher, vielleicht gibt es ja noch ein schönes Bild. Wir haben heute in einer Minute mit Netz Samual Valor angemailt und gefragt, ob wir Sonntag fliegen können, mal sehen, was er antwortet.

    Schon vor dem Frühstück geht Pepe raus und klettert im hohlen Baum rum. Er hat einen Spielkumpel gefunden. Dann essen wir erst einmal. Es klopft: Dylan, Pepes Spielkamerad steht vor der Tür und sagt zu mir: Your son is my friend! Total süß. Ich sage ihm, dass wir jetzt frühstücken und dass Pepe danach wieder raus kommt. Pepe ist wieder schnell beim essen : ). Das Wetter ist heute schön und wir fahren zum Lake Matheson. In ihm sind wohl wunderschöne Spiegelungen der schneebedeckten Berge möglich. Der Weg durch den Wald ist wieder einmal sehr schön, aber das Wasser ist zu unruhig und der Himmel schon wieder wolkenverhangen. Schön ist es hier dennoch! Es ist schon wieder früher Nachmittag und wir fahren weiter zum Franz Joseph Gletscher. Das Wetter ist leider nicht mehr so schön, so dass wir wieder mit Regenjacken bekleidet den 45 Minuten Weg zum Gletscher antreten. Doch wir haben Glück. Die Wolken reißen noch einmal auf und wir können den Gletscher ohne Regen mit teilweisem Sonnenschein erleben. Man darf auch diesen Gletscher nicht einfach so anfassen, da er wohl unberechenbar ist und immer einmal riesige Eisstücken abbrechen und das lebensgefährlich ist. Ein Kleinflugzeug, was mal vor ein paar Jahren abgestürzt ist und in ein Gletscherspalte verschwand, tauchte Jahre später vier Kilometer weiter unten wieder auf. Zwei Australier wurden vor den Augen ihrer Eltern von Eismassen begraben als sie die Sicherheitsabsperrung übertreten hatten… Wir bleiben also in sicherer Entfernung und beäugen den Gletscher. Auf dem Rückweg läuft Pepe über einen Gletscherbach und als er fast drüben ist und nur noch an Ufer springen muss, springt er – ins Wasser! Das ist unser Pepe! Vom Parkplatz aus geht es gleich zur nächsten Wanderung los – zum Peters Pool. Das ist ein kleiner See vor der Kulisse des sich zurückziehenden Gletschers. Die Landschaft um ihn herum hat sich stetig verändert – Peters Pool ist geblieben. Wir verlassen den Gletscher und kaufen im Franz Joseph Village noch ein paar Kleinigkeiten ein. Vorbei am Lake Mapourika fahren wir nach Okarito. Wir überlegen kurz, hier zu übernachten, entscheiden uns dann aber, doch noch etwas weiterzufahren. Die Wetteraussichten für Sonntag sind auf einmal nicht mehr so gut. Wir mailen Samual, der noch nicht geantwortet hat, nochmals an und fragen einen Flugtermin für Montag an. Vor einem kleinen See finden wir einen Schlafplatz. Es fängt an zu regnen…

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 20Jan 2013

    55 Harihari und Hokatika 20.01.2013 Neuseeland —

    Hokitika, Neuseeland

    Beschreibung

    Samstag, 19. Januar bis Sonntag, 20. Januar 2013

    Das Wetter ist schrecklich! Nur Regen und Einheitsgrau am Himmel. Wir fahren immer weiter nach Norden und es regnet… Von Harihari erreicht man über einen Weg von 20 km den Anfang des Harihari Coastal Walks, der sehr schön sein soll. Leider regnet es noch immer und Micha und die Kinder sind für diese Wanderung nicht zu begeistern. Aber ich darf allein gehen. Die Männer schauen einen Film und ich trotte mit meiner Regenjacke los. Es ist trotz des Regens total schön. Als ich nach ca vierzig Minuten zum Meer komme, endet mein Weg – da Flut ist, kann ich nicht weitergehen. Aber das macht nichts. Auf dem Rückweg fängt mein Margen an zu knurren. Als ich wieder am Wohnmobil bin, duftet es schon nach mit Käse überbackenen Schnitten. Micha ist gerade dabei, Essen zu machen. Ich komme genau zur rechten Zeit. Wir lassen es uns alle schmecken. Aber wie geht es nun weiter? Keine Wetterbesserung für heute in Sicht. Wir fahren nach Haast, schauen uns dort kurz um und weiter geht es nach Hokitika. Mittlerweile haben wir die Info von Samual, dass wir Montag fliegen können. Kurz nach Hokitika fahren wir zu einem Motorpark. Wir übernachten hier und genießen alle in vollen Zügen eine lange heiße Dusche! Wir schreiben noch einmal an Samual und fragen an, was es uns kosten würde, wenn wir unseren Flug auf den Milford Sound ausdehnen würden, da wir den ja leider nicht gesehen haben.

    Der Sonntag scheint etwas freundlicher zu werden. Wir verlassen das Motorcamp und fahren nach Hokitika. Wir wollen in das National Kiwi Centre. Da es uns bis jetzt nicht vergönnt gewesen ist, einen Kiwi in freier Wildbahn zu sehen (ehrlich gesagt sind wir auch eher selten nachts im Wald unterwegs) haben wir beschlossen ihn hier zu sehen. Und dann sehen wir ihn: überraschend groß präsentiert sich uns ein brauner Kiwi. Er läuft in seinem Gehege rum, stochert mit seinem langen Schnabel im Boden und wirkt sehr freundlich. Wir sind hier in einem dunklen Raum, es gibt nur eine recht schwache Lichtquelle, die jedoch völlig ausreichend ist, um das Nationaltier Neuseelands zu sehen. Die Kiwis sind durch die eingeschleppten Tiere wie Possums, Hermelins, Marder und Wiesel stark dezimiert worden. In Neuseeland steht aber alles auf Kiwi-Schutz und so gelingt es in immer mehr Gebieten, ihre Popularität wieder zu erhöhen : ). Außer dem Kiwi gibt es noch viele Fische hier zu sehen und das Highlight ist die Aal-Fütterung. Wer Hunger hat kommt im Bassin nach oben geschwommen und wartet, dass ihm ein Stück Fleisch ins Maul gesteckt wird. Es gibt kein Gedränge, es geht sehr friedlich zu bei diesen bis zu zwei Meter langen Aalen. Nun geht es an den Strand. Wir machen einen Beach-Spaziergang und schlendern dann noch durch Hokitika, eine recht niedliche überschaubare Stadt. Samual hat inzwischen geschrieben, aber der Flugpreis für den erweiterten Flug ist uns zu viel. Wir werden zu den Gletschern und zum Mt. Cook fliegen. Am Strand gibt es ein großes Schiff, auf dem man Picknick machen kann. Dort lassen wir uns unseren Kaffee und etwas Süßes schmecken. Gegen halb sechs brechen wir dann auf nach Greymouth. Auf einem uns wohlbekannten Schlafplatz (dort, wo wir auch zu Pepes Geburtstag waren) bleiben wir die Nacht. Wir fliegen morgen früh halb neun los, also müssen wir zeitig raus und gehen somit auch zeitiger ins Bett.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 21Jan 2013

    56 ein guter Tag zum Fliegen / Entscheidung 21.01.2013 Neuseeland —

    Greymouth, Neuseeland

    Beschreibung

    Ein schöner Tag zum Fliegen! Die Sonne scheint, als uns der Wecker um sieben weckt. Es ist nicht leicht, Theo wach zu bekommen. Nachdem es uns gelungen ist, fahren wir zum Flughafen. Dort machen wir Frühstück und viertel nach acht geht es ins Flug-Office. Samual begrüßt uns freundlich und dann geht es auch schon los. Draußen steht eine kleine Maschine. Sie sieht so niedlich aus und in wenigen Augenblicken werden wir da alle drin sitzen und abheben! Wir haben alle einen Fensterplatz, Micha hat sich gleich auf den Pilotensitz gesetzt. Die Maschine ist ein amerikanisches Modell mit Pilotensitz auf der linken Seite, wir sind aber in Neuseeland, wo es ja eigentlich umgekehrt ist. Aber das ist kein Problem, Micha räumt den Platz wieder und dann geht es los. 8.25 Uhr heben wir ab. Wir haben keine Angst, es fühlt sich nicht schlecht an, in so einem kleinen Flugzeug zu fliegen. Über die Westküste geht es Richtung schneebedeckte Berge. Wir haben eine tolle Sicht und es sieht so schön von oben aus. Zwischen den Bergen erkennen wir den Lake Tekapo, den Gletschersee des Tasman Gletschers, an dem wir bei strömendem Regen waren. Dann kommen wir zum Mt. Cook, dem höchsten Berg Neuseelands. Majestätisch ragt er auf und wir fliegen drum herum, wobei das Flugzeug eine ziemlich steile Kurve fliegt. Das ist Geschmackssache. Pepe findet das großartig, während ich hoffe, dass es so schnell wie möglich vorbei ist, denn mir wird dabei schwindlig und schlecht. Pepe meint, ich wollte ja keine Reisetabletten mitnehmen! Recht hat er. Nun fliegen wir zu den Gletschern. Ich hatte gedacht, dass wir direkt über die Gletscherzungen hinweg fliegen, aber das tun wir nicht. Es sind so viele Hubschrauber unterwegs. Aber die Ausblicke auf die Gletscher sind dennoch sehr schön. Samual erzählt, dass es dieses Jahr ein sehr verregneter Sommer in Neuseeland ist – na, das haben wir ja auch schon mitbekommen! Nach eineinhalb Stunden landen wir wieder. Es war schön und wir freuen uns, dass wir uns dieses Vergnügen gegönnt haben. Nach unserem Flugabenteuer geht es auf den Spielplatz. Ich nehme unser Kartenmaterial mit raus um zu schauen, wo wir nun hin fahren. Wir können über den Lewis Pass Richtung Christchurch fahren und vielleicht gegen Ende der Woche noch einmal bei Sonia aufschlagen, die mit Davey in Greta Valley lebt. Wir haben noch zehn Tage Zeit… Wie ist das Wetter im Milford Sound? Das Internet sagt, dass morgen, Dienstag nur Sonnenschein ist, danach schwankt es wieder auf Bewölkung und Regen und dann wieder schön. Aber können wir das machen? Es sind bis Te Anau knapp 700 km – dort beginnt dann die 120 km lange Milford Road. Nein, wir sind noch nie so lange gefahren! Das halten die beiden Mäuse nicht durch. Oder doch? Pepe würde gern noch hier bleiben, dort wo wir übernachtet haben. Ich bin hin- und hergerissen. Micha sagt, wir stimmen ab. Alle Augen zu und auf drei Daumen hoch oder runter. Halb zwölf sind sechs Daumen (Theo, Micha und meiner) oben und zwei (Pepes) unten. Micha meint, wenn wir das machen, müssen wir los, so schnell es geht. Wir fahren jedoch noch einmal zu unserem Schlafplatz und ich spiele mit den Kindern auf der Wiese, sie können sich noch einmal richtig austoben. Dann zehn vor eins fahren wir mit vollem Tank los. Wir wissen nicht, ob es die richtige Entscheidung gewesen ist, ob wir das nicht bereuen werden. Mittlerweile ist aber auch Pepe wieder gut drauf und die Fahrt beginnt. Wir fahren bei strahlendem Sonnenschein vorbei an den Gletschern und sind gegen 18.00 Uhr mit einigen kleinen Pullerpausen in Haast, wo ich noch Merino-Possum-Unterwäsche für die kalten Tage in Deutschland kaufe. Bis hierher sind wir irre gut durchgekommen und die Kinder sind so friedlich, dass wir es kaum glauben können. Wir fahren über den Haast Pass und erreichen 19.45 Uhr Wanaka. Am Lake Wanaka gibt es Abendbrot – auf Wunsch der Kinder: Nudeln mit Sauce, Käse und Fleischwurst. Die Mäuse können raus und nach dem Abendessen gehen Micha und Pepe noch ins Wasser. Der Wasserstand ist wieder etwas gesunken, es sind Stege über Wasser, die noch vor einer Woche nicht zu sehen waren. Danach geht es auf den Spielplatz und ich mache den Abwasch. 22.00 Uhr fahren wir wieder los. Die Kinder sind im Schlafzeug und haben schon Zähne geputzt. Wir kommen kurz vor ein in der Nacht an dem Schlafplatz an, der bei unserem letzten Versuch hier zu übernachten in Gefahr war, vom Fluss überschwemmt zu werden. Nach zwölf Stunden sind wir quasi am Ziel, das hätten wir uns nicht träumen lassen als wir losgefahren sind. Die Fahrt an sich war auch total schön, weil die Sonne schien und wir vieles, was wir bei strömendem Regen gesehen haben, nun noch einmal anders gesehen haben. Aber unsere Helden des Tages heißen Pepe und Theo, die mit ein paar Gummibärchen, Schokolade und guten Worten so gut durchgehalten haben.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 23Jan 2013

    57 Milford Sound 23.01.2013 Neuseeland —

    Milford Sound, Neuseeland

    Beschreibung

    Dienstag, 22. Januar bis Mittwoch, 23. Januar 2013

    Wir wachen fast alle zeitgleich gegen acht auf. Die Sonne strahlt, als ob das hier die normalste Sache der Welt sei. Punkt um zehn fahren wir los nach Te Anau. Dort gehen wir erst einmal kurz ins Visitor Center, um uns zu vergewissern, dass die Milford Road offen ist. Dann geht es los. Das Wetter ist sagenhaft schön, die Strecke zum Milford Sound hinter einfach traumhaft. Wir genießen jeden Kilometer und es scheint, dass wir unsere Entscheidung, nochmals hierher zurückzukehren, nicht bereuen werden. Vermutlich weil wir nun einmal bei Unwetter so kurz davor waren, erscheint uns alles nun noch viel schöner. Nach dem wir den knapp über einen Kilometer langen Homer Tunnel durchfahren haben windet sich die Straße in engen Kurven nach unten. Die Erhabenheit der Felsen hier ist umwerfend – Wasserfälle, schneebedeckte Felskuppen und weiter unten die saftig grüne Vegetation. Wir kommen in Milford an und buchen für um zwei eine Bootstour mit RealJourneys in den Milford Sound. Rechts und links hohe Felsen. Mit 1.682 m ist der Mitre Peak der höchste hier aus dem Wasser aufragende Gigant. Die Ausflugsboote wirken vor den mächtigen Felsen wir Spielzeuge. Auf dem Boot bekommen wir Kaffee und Tee und dann fragt mich noch eine Frau vom Service Team, ob meine Kinder ein Eis haben möchten. Das ist total lieb und so lassen sich Pepe und Theo ein leckeres Eis schmecken : ). An Deck oben ist es recht winding, dennoch zieht es einen immer wieder raus. Wasserfälle, dicht bewachsene Felsen, kleine Seerobben, die sich auf einem Felsen aalen (die kleinsten, die wir hier bisher gesehen haben) und das Bad unter den 155 m hohen Stirling Falls machen diese Bootstour zu einer wunderschönen, die Kinder sind happy und wir auch. Als wir nach einer Stunde und vierzig Minuten wieder in Milford ankommen, wandern wir noch zu einem Aussichtspunkt. Ich bin überrascht, wie wenig hier eigentlich los ist. Es gibt riesige Parkplätze und viele Bustouren führen wohl Unmengen an Touristen her, aber weder Parkplatz noch Boote sind (soweit wir das erkennen können) überfüllt. Kurz vor 18.00 Uhr passieren wir wieder den Homer Tunnel. Die Straße wird hier von abends um sieben bis morgens halb acht wegen Baumaßnahmen geschlossen. Hinter dem Tunnel auf einem Parkplatz beobachten wir amüsiert einen Kea, der an einem Toyota Auris (hier Corolla), bei dem die Fenster einen Spalt geöffnet sind, den Türgummi herausholen und auseinandernehmen. Diese Bergpapageien haben es faustdick hinter den Ohren. Es wird in den Reiseführern ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Tiere Gummi und sämtliches andere Zeug, was sie zerlegen oder irgendwo herausholen können, lieben. Irgendwann kommen die Autobesitzer zurück und nehmen es recht gelassen – es war vielleicht nicht der erste Türgummi : ). Das, was davon übrig ist, stopfen sie einfach wieder rein. Entlang der Straße halten wir immer wieder an und machen Fotos. Micha meint, er ist so froh, dass wir noch einmal her gekommen sind, er kann sich von dem Anblick der Felsen kaum losreißen. Wir fahren zum Chasm, einem vom Wasser des Cleddau Rivers geformten Felsen. Pepe meint trocken, er hätte hier schon imposantere Wasserfälle gesehen : ), aber mir gefällt es sehr gut, wie sich das Wasser hier seinen Weg bahnt. Wir fahren zum DOC-Campingplatz Deer Flat. Hier essen wir Abendbrot und dann falle ich gegen zehn mit beiden Kindern hundemüde ins Bett.

    Wir schlafen aus. Das Wetter ist nicht mehr so schön, aber das ist uns vollkommen egal. Wir haben das hier bei bestem Wetter gesehen und können dem, was nun kommt, ganz gelassen entgegen sehen. Gegen halb zwölf brechen wir in aller Ruhe auf, besuchen die Mirror Lakes und machen anschließend eine Wanderung am Lake Mistletoe. Wieder in Te Anau angekommen, buche ich für 17.45 Uhr die Tour zur Glühwürmchenhöhle. In der Zwischenzeit besuchen wir noch einmal das Visitor Centre und machen dann noch Kaffee. Wir beschließen, für morgen noch die Kraftwerkstour zu buchen. Das ist der Besuch eines Wasserkraftwerkes, das sich in einem Berg befindet. Leider ist die Tour, sie findet nur einmal täglich statt, schon ausgebucht. Naja, das ist nicht so schlimm, ich weiß eh nicht, ob das so optimal für die Kinder gewesen wäre. Nun geht es mit dem Boot über den Lake Te Anau zur Glow Worm Cave. Es regnet, aber auch bei Wolken und Regen sehen die umliegenden Berge schön aus. Als wir ankommen, erkennen wir, was hier unter Wasser war. Der Lake Te Anau und seine Zuflüsse waren so angestiegen, dass der Zugang zum Höhlensystem wohl komplett unter Wasser stand und somit nicht mehr zugänglich war. Wir laufen über ein Provisorium zum Eingang der Höhle. Die Gruppe wird in vier Gruppen a 15 Leute aufgeteilt und dann geht es für uns in die Glühwürmchen-Höhle, die Teil des Aurora-Höhlensystems ist und mit 12000 Jahren noch ganz jung ist. Kathedrale, Wasserfall und Wasserstrudel und schon hier und da Glühwürmchen – das ist unser Weg durch die Höhle. Dann kommen wir zu einem Boot und drehen eine ausgiebige Runde in vollständiger Dunkelheit durch die Grotte. Millionen von Glühwürmchen sind an der Höhlendecke, es könnte auch ein Sternenhimmel sein. Die Glühwürmchen (Larven, aus denen mal Pilzmücken werden) leuchten umso mehr, je hungriger sie sind. Sie locken mit dem Licht Insekten an, die dann an klebrigen Fangfäden hängenbleiben und dann ausgesaugt werden. Nachdem uns unser Führer wieder sicher ans Tageslicht gebracht hat, genießen wir in dem Höhlengastraum noch Kaffee und Tee und besuchen die angrenzende Ausstellung, die uns über das Leben der Glühwürmchen informiert. Dann fahren wir zurück nach Te Anau. Unterwegs lernen wir eine Schweizer Familie kennen. Deren Sohn Teri (4) ist von Theo ganz angetan und so stehen wir noch eine ganz Weile beisammen und erzählen während die Kinder spielen und rumalbern. Nach dem Abschied fahren wir zu dem Schlafplatz am Fluss. Es ist schon 21.00 Uhr als wir Abendbrot essen.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 26Jan 2013

    58 Queenstown und Mt. Cook 2 26.01.2013 Neuseeland —

    Mount Cook National Park, Neuseeland

    Beschreibung

    Donnerstag, 24. Januar bis Samstag, 26. Januar 2013
    Nun haben wir es also doch noch geschafft und im zweiten Anlauf den Milford Sound gesehen und es sehr genossen. Wohin nun? Bei strömendem Regen waren wir auch am Mt. Cook. Für die nächsten Tage ist die Wettervorhersage großartig. Also starten wir in Richtung Mt. Cook! Es ist bis dorthin aber schon ein gutes Stück zu fahren und so machen wir eine Pause in Kingston am Lake Wakatipu – hier war Micha beim ersten Mal nicht drin. Heute ist der See unheimlich klar um Micha muss unbedingt hinein : ). Unser nächster Stopp ist in Queenstown. Und was kann man mit Kindern in Queenstown Tolles machen? LUGE fahren! Vier Kinderaugen beginnen unglaublich zu leuchten als wir im Tickethäuschen Karten für die Gondelfahrt auf den Berg und zum Luge fahren holen. Wir haben alle viel Spaß, ich besonders, da ich nun ab der ersten Fahrt das kleine Fahrzeug richtig bediene : ). Theo fährt lieber bei Micha mit. Ich fahre ihm wahrscheinlich zu vorsichtig. Heute müssen wir hier kaum anstehen, ruckzuck runter fahren und mit dem Lift wieder hoch! Nach dem Luge fahren gehen wir wieder zum Ferg Burger und bestellen uns unsere Burger. Wieder ist es hier sehr voll. Während wir warten, bekommen die Kinder wieder Pommes, um ihnen die Wartezeit zu erleichtern. Später bekommen wir auch noch Wasser. Das Personal hier ist unheimlich freundlich und die Burger sind superlecker. Für die Kinder haben wir diesmal je einen Kinderburger bestellt und sie schaffen ihn auch. Nachdem wir also rundum satt sind geht es zurück zum Wohnmobil und wir fahren zur Kawarau Bridge. Hier wurde das Bungee Springen erfunden. Die Kulisse (der Kawarau River, die rechts und links aufragenden Felsen) ist wunderschön. Wir schauen uns alles an und fahren anschließend bis kurz nach Omarama. Dort gibt es einen großen Platz, wo wir schlafen können. Wir kommen halb elf an und es geht gleich ins Bett.

    Da unser Milchvorrat aufgebraucht ist, fahren wir vor dem Frühstück noch nach Twizle. Nachdem wir unterwegs auf der Lachsfarm angehalten, Lachse gefüttert und Räucherlachs gekauft haben, erreichen wir Twizle und kaufen Milch. Anschließend lassen wir uns das Frühstück schmecken. Die Sonne lacht und ich meine, ich müsse mal wieder etwas Wäsche waschen. Wir fahren zu einer Wiese mit angrenzendem Spielplatz und Baumaschinen zum Draufrumklettern. Ich wasche ein paar Sachen durch und in der Sonne sind sie ganz schnell getrocknet. Micha und die Kinder hirschen in der Gegend rum. Gegen Mittag starten wir. Gegen drei sind wir dann an der Stelle, von wo aus man zu den Blue Lakes und dem Tasman Glacier Lake wandern kann. Das Wetter ist herrlich und die Sicht unheimlich schön. Wir kennen das ganze ja auch bei Regen! Noch einmal mehrbereuen wir unseren Trip zurück zum Milford Sound nicht, denn sonst wären wir auch hier nicht noch einmal hergekommen. Auf dem Parkplatz meint Pepe das Womo seines Spielkumpels Jack (von der Elaine Bay) zu erkennen. Micha bestätigt einen Moment später seinen „Verdacht“. Wir hinterlassen einen Zettel am Wohnmobil und laufen dann total entspannt zum Gletschersee. Ein paar Eisbrocken schwimmen darin herum. Danach geht es noch einmal zu den Blue Lakes, die aber auch heute eher Green Lakes sind. Nichts desto Trotz laden sie Micha und Pepe zum Baden ein. Mit Unterhose geht es spontan in das Wasser. Es ist ein Regenwasser-See und wir genießen es, hier einfach so rumzulümmeln. Viertel nach sieben sind wir wieder am Womo. James, Amanda und Jack sind noch nicht zurück. Wir essen hier noch Abendbrot und hinterlassen dann die Info, dass wir auf dem DOC übernachten werden. Doch heute werden wir die drei nicht wiedersehen.

    Samstag schlafen wir aus und dann starten wir dreiviertel elf zu unserer Wanderung ins Hooker Valley. Es soll wohl eine unserer schönsten Touren werden. Der Mt. Cook präsentiert sich uns bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel. Der Weg ist so schön, die Natur so bezaubernd und wir haben zwei Hängebrücken zu überqueren. Kurz bevor wir den Hooker Gletschersee erreichen, fragt Pepe, ob wir nicht umkehren können. Die Tour bis hierher war schon recht weit, wir sind an die zweieinhalb Stunden unterwegs. Aber dann sehen wir den Gletschersee und alle Geschafftheit ist vergessen. So viel Eis so nah! Total überwältigt lassen wir uns auf den großen Felsen nieder, ruhen uns aus und essen unsere Brote. Außerdem beobachten wir eine Gruppe, die mit Kajaks den Gletscherfluss hinunter fahren. Sie müssen sich dabei geschickt um die vielen Steine und Felsbrocken im Fluss drum herum manövrieren. Irgendwann meint Pepe, er sieht ein großes Stück Eis ganz nah am Ufer, was er rausholen möchte. So schnell kann man kaum schauen, wie Pepe die Schuhe aus hat und ins kalte schlammbraune Gletscherseewasser marschiert und einen in der Sonne kristallklar funkelnden Eisbrocken an Land holt. Die Freude bei uns allen ist groß. Nun waren wir schon an einigen Gletschern, aber so zum Greifen nah erleben wir das Eis hier! Pepe zeigt stolz den Vorbeilaufenden das Eis : ). Micha hat den Eisbatzen mittlerweile auf die Steine rausgehoben und wir erfreuen uns noch lange daran bevor wir den Rückweg antreten. Dabei treffen wir eine Familie aus Dresden mit ihren zwei Jungs. Die vier zusammen sind eine Wonne! Unser Rückweg lässt noch etwas auf sich warten. Währen die Kinder spielen, erzählen wir mit Heike und Kay. Dann geht es weiter. Als wir am DOC ankommen, steht neben uns ein uns wohlbekanntes Wohnmobil. Wiedersehensfreude mit James, Amanda und Jack. Sie haben schon eine Bank zwischen unseren Womos aufgebaut und wir setzen uns zusammen, essen und tauschen uns über unsere Reiseverläufe aus. Die Kinder spielen. Nachdem die Kinder im Bett sind sitzen wir noch eine Weile gemeinsam draußen. Wir haben entschieden, eine weitere Nacht hier zu bleiben : ).

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 31Jan 2013

    59 die letzten Tage in Neuseeland 31.01.2013 Neuseeland —

    Lake Tekapo, Neuseeland

    Beschreibung

    Sonntag, 27. Januar bis Donnerstag, 31. Januar 2013
    Sonntag Vormittag gehen Pepe und Theo nach dem Frühstück raus und spielen noch etwas mit Jack. Nachdem wir alles startklar gemacht haben, verabschieden wir uns bei den dreien. Weiter vorn am Campingplatz treffen wir nochmals auf die Dresdner und kommen erneut ins Erzählen. Wir erfahren, dass sie schon seit zwei Jahren unterwegs sind. Mit dem Segelboot ging es schon um die halbe Welt. Pepe und Theo zeigen Niklas und Hannes das ganze Wohnmobil : ). Die vier zusammen sind echt süß. Vielleicht ziehen die vier nach ihrer Reise (sie wird noch ein Jahr gehen) nach Leipzig. Dann würden wir uns über ein Wiedersehen sehr freuen. Nach über einer Stunde fahren wir dann endgültig los. Tagesziel ist der Lake Tekapo. Hier kommen wir gegen zwei an und es geht ab an den See. Wir lümmeln am Strand rum, Micha und Pepe gehen ins Wasser. Der Wasserstand des Lake Tekapo ist deutlich höher als bei unserem ersten Besuch hier. Auf einmal hat sich Pepe mit der Strippe vom Board und einem Ast, den er immer als Paddel benutzt hat, verfitzt und kann nicht mehr richtig schwimmen. Ich springe auf, nehme Basecap und Sonnenbrille ab um ins Wasser zu rennen, aber Micha meint, ich solle dableiben und ist im Null komma Nix bei Pepe. Gerettet! Puh, Pepe ist ganz aufgelöst, beruhigt sich aber schnell wieder. Micha witzelt rum, dass Pepe lange auf mich hätte warten können, dass ich nur vom Ufer aus gerufen hätte: „Pepe los, es ist nicht mehr weit bis zum Ufer!“ Aber mal ehrlich: um mein Kind zu retten, wäre ich auch ins kalte Wasser gerannt! Aber ich bin auch nicht böse, dass Micha Pepe rausgeholt hat : ). Wir essen etwas und lassen die Zeit verstreichen. Gegen halb sechs brechen wir auf. Wir wollen wieder am Lake Alexandrina schlafen, von Bergen umgeben. Nach dem Essen spielen die Kinder noch draußen und Pepe meint, sie würden mal zu dem anderen kleinen Womo gehen. Kurze Zeit später kommt Pepe wieder und meint, der Mann dort hätte ihn für sein Englisch gelobt. Er hätte ihn wohl auf englisch gefragt, wie alt er sei, wie er heiße und zuletzt woher her komme. Pepe hat auf alle Fragen fein geantwortet und zum Schluss meinte Jan, er sei auch aus Deutschland. Auch er erscheint kurz darauf an unserem Womo und wir unterhalten uns eine ganze Weile. Er reist mit einem Freund hier rum und wird anschließend noch ein Semester hier studieren (International Business). Pepe kommt dann noch in den Genuss unserer Camping-Dusche. Das ist so ein schwarzes Gummibeutelteil, was man zwei Stunden in die Sonne legt und dann heizt sich das Wasser (welches man vorher eingefüllt hat) auf und man kann duschen. Ich finde das Wasser allerdings nicht warm genug, so nutzt Micha den Rest fürs Haarewaschen. Sonntag Abend ist Zeit zum Skypen. Wir telefonieren erst mit dem Colberger Weg und anschließend noch einmal kurz mit Ute, Erich und Anna, da wir sehen, dass sie auch online sind. Die Hitze des Tages (laut Wetterbericht: 28-29Grad) macht Micha, Theo und Pepe total müde. Kaum liegen die drei im Bett, schlafen sie auch schon ein und ich schreibe diese Zeilen fürs Reisetagebuch.

    Am Montag geht es ganz gemütlich zu. Nach Frühstück, Abwasch und etwas Quatschen mit den Jungs aus dem Nachbarwomo fahren wir zum Lake Alexandrina runter und bleiben einfach da. Das Wasser ist klar und Pepe rudert mit seinem Board durchs Wasser, während sich Theo die Zeit am Ufer vertreibt. Und auch ich gehe tatsächlich mal wieder ins Wasser! Gegen vier fahren wir noch einmal nach Tekapo Village rein um einen kleinen Einkauf zu erledigen. Wir kommen zurück und Micha stattet Simon noch einen Besuch ab. Den hat er vorhin kennengelernt und er hat ihn auf ein Bier eingeladen. Später geht es dann wieder auf den Berg hoch und dort holen wir uns eine Decke raus und lümmeln uns auf die Wiese um Chips zu essen, Wein zu trinken und die letzten Sonnenstrahlen dieses wunderbar faulen Tages einzufangen.

    Dienstag brechen wir dann nach einem kurzen Abstecher an den See auf Richtung Timaru. Dort wollen wir im Warehouse noch einen Koffer kaufen. Wir bekommen mit unseren drei Gepäckstücken nicht alles weg und der Weihnachtsmann meinte, dass er für mich noch einen Koffer im Warehouse hätte, damit ich alle Muscheln und Steine wegbekomme : ). Unterwegs kommen wir in dem niedlichen kleinen Städtchen Pleasent Point vorbei und machen Halt. Hier gibt es eine kleine Bahn (eigentlich eher ein Auto auf Schienen), mit dem machen wir eine Fahrt zum Museum über Dampf- und Diesellokomotiven. Wir sind die einzigen Gäste und werden liebevoll herumgeführt. Am Ende der Strecke wird der Zug auf einem variablen Gleisteil einfach gedreht um dann in die entgegengesetzte Fahrtrichtung zurückfahren zu können. Nun geht es weiter nach Timaru. Leider haben sie hier den Koffer nicht in der von mir gewünschten Größe, was heißt, dass wir das nächste Warehouse in Ashburton ansteuern müssen. Aber dort haben wir Glück! Ich bin nun stolzer Besitzer eines schwarzen Hartschalenkoffers, auf den in Neonfarben die Freiheitsstatue, der Big Ben, der Eiffelturm und die Christusstatue mit ihren entsprechenden Städtenamen aufgedruckt sind. Am Rakaia River machen wir unser Abendessen und fahren, weil es uns hier direkt an der Hauptstraße einfach zu laut ist auf den Campingplatz Rakaia Hut. Es ist schon dunkel als wir hier ankommen, aber wir haben schnell einen Platz gefunden und ich registriere uns noch.

    Wir haben beschlossen den Mittwoch hier zu verbringen – die Kinder können draußen sein und ich kann in Ruhe packen. Es gibt auch eine Waschmaschine, so dass nach zwei Maschinen keine Schmutzwäsche mitgenommen werden muss. Es ist so warm heute, dass die Wäsche auf der Leine ratzfatz trocknet. Beim Packen stelle ich fest, dass wir ohne meinen neuen Koffer nichts von unseren hier erworbenen und gefundenen Schätzen mitnehmen könnten, oder aber altes und liebgewonnenes hierlassen müssten. Aber wir haben ja den Koffer! Micha verbringt die meiste Zeit des Tages mit den beiden Rackern auf dem Spielplatz. Zwischendurch essen wir Mittag und genießen in der Hitze ein leckeres Eis. Am Abend sind wir alle von der Wärme recht knülle, es sind wohl um die 28 Grad! Aber sobald sich die Sonne verabschiedet wird es schlagartig frisch hier in Neuseeland!

    Donnerstag: unser letzter Tag in Neuseeland ist angebrochen. Nachdem am Morgen alles erledigt ist fahren wir nach Rolleston. Hier wohnt Volkmar. Er hat uns das Wohnmobil vermittelt. Wir besuchen ihn in seinem Büro, übergeben ihm ein paar Tafeln Milka Schokolade, quatschen eine Runde und dann muss er auch schon wieder ins Büro. Wir fahren nach Christchurch auf den Flughafen. Hier fragen wir, ob wir die beiden Splashboards mitbekommen. Da wir ja schon vier Gepäckstücke haben, sind sie Zusatzgepäck, für welches wir aber nicht gewillt sind extra zu bezahlen. Eine freundliche Mitarbeiterin der Air New Zealand erklärt uns, dass wir 50,00 bzw. 75,00 NZD (ja nach dem, wann wir unser Ticket erworben haben) bezahlen müssen. Das ist definitiv zu viel. Da kommt eine andere Kollegin hinzu, hebt die Boards an und meint, das sei light baggage, das können wir so mitnehmen. Freude! Das ist echt toll. Für die Südsee ist es echt schön, dass wir sie mitbekommen. Wenn es danach an einer Stelle nicht mehr funktioniert, ist das nicht so wild, aber für die Südsee einfach super! Nun schauen wir uns nach einem Schlafplatz um. Wir müssen das Womo morgen früh vollgetankt und mit leerer Toilette abgeben, das heißt, wir brauchen morgen früh eine Dump Station. Leider gibt es hier nicht allzu viele in Christchurch – und die, die es gibt, sind auf Campingplätzen : (. So fahren wir wieder nach Rolleston (ist nicht allzu weit von Christchurch weg) und übernachten dort. Hier können wir morgen früh alles erledigen und dann das Womo abgeben. Der Abend zieht sich noch etwas in die Länge, es gibt immer noch Sachen, die eingepackt werden müssen. Nun haben wir vier Monate in diesem Wohnmobil gelebt und in Kürze wird es leer sein und nichts mehr daran erinnern, dass wir mit ihm vier Monate unterwegs waren. Der Wecker ist auf fünf Uhr gestellt und wir liegen ein letztes Mal alle vier zusammen in unserem Alkoven. Ich liege noch lange wach und denke an die ein oder andere Station unserer Reise in diesem schönen Land.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 09Feb 2013

    60 Rarotonga: 10 Tage Schnorcheln & Relaxen 09.02.2013 Cookinseln —

    Aroa Tapere, Arorangi District, Cookinseln

    Beschreibung

    Freitag, 01.02.2013 bis Donnerstag, 31.01.2013 Flug über die Datumsgrenze
    Piiieepp! Es ist soweit. Aufstehen. Nachdem ich aufgestanden bin, den Kühlschrank ausgeschalten und ein Handtuch unten reingelegt habe, steht Micha auf. Danach wecken wir die Kinder, keines zeigt auch nur den Hauch einer Begeisterung, um diese Zeit aufzustehen. Wir packen die allerletzten Sachen zusammen, fahren zu der BP-Tankstelle und machen dort Dumpstation. Dann müssen wir noch etwas Müll loswerden und den Tank vollknallen. Kurz nach sechs setzt Micha mich mit den Kindern und dem Gepäck am Flughafen ab. Er bringt dann das Wohnmobil und stellt es vor dem Tor bei Kea (THL) ab und wirft den Schlüssel fürs Auto in den Briefkasten. Ich schaffe es mit vier großen Gepäckstücken und vier Handgepäckstücken und den Boards und zwei Kindern zum Flughafen rein. Dort beginnen wir, unser Gepäck zu wiegen. Wir haben in drei Gepäckstücken etwas Luft, was das Gewicht angeht, mein Koffer wiegt etwas zu viel. Aber schnell ist etwas umgepackt und wir finden eine nette Mitarbeiterin, die uns am Service Point eincheckt. Dann kommen die Boards. 75,00 Dollar bitte! Nein, wir waren gestern hier und haben das geklärt. Micha weist noch einmal darauf hin, dass wir das Ticket schon im März 2012 gekauft haben und dann kommt eine andere Kollegin, die uns nochmals eincheckt und auch die Boards kostenlos durchgibt. Puh, das ist geschafft. Nun vertilgen wir noch sämtlich Essenreste und dann geht es durch die Sicherheitskontrolle, die wir problemlos passieren können. 8.40 Uhr startet unser Flug nach Auckland. Theo verschläft den ganzen Flug, während Pepe gespannt aus dem Fenster schaut. In Auckland laufen wir dann eine Viertelstunde mit dem Handgepäck vom Domestic Terminal zum International Terminal. Unsere Boardingcards haben wir bereits und gegen elf heben wir ab Richtung Südsee. Unterwegs gibt es Mittag und die Kinder schauen Filme aus dem Kinderprogramm. Theo ist Dauergast auf der Toilette. Er findet es so spannend hier, dass er uns dauernd erzählt, er müsse auf Toilette : ). Am 01. Februar 2013 sind wir in die Südsee gestartet und am 31. Januar 2013 kommen wir 16.00 Uhr auf Rarotonga an – wir sind über die Datumsgrenze geflogen. Wärme schlägt uns entgegen als wir das Flugzeug verlassen. Auf dem Flughafen müssen wir wieder durch die Bio Security – wir verlieren unsere geschmierten Brötchen und einen Apfel – auch hier wird darauf geachtet, dass man nichts einschleppt, was die Natur verändern könnte. Peter holt uns vom Flughafen ab und bringt uns in unseren Bungalow. Es ist total grün hier, überall sind Kokospalmen und es blüht überall. Wir beziehen unseren Bungalow. Er ist als Quartier hier völlig ausreichend, aber er ist doch schon ganz schön abgewohnt. Aber wir wollen nicht meckern, wir sind genau am Strand und sehen das türkisfarbene Wasser. Pepe möchte gleich hinein, aber wir müssen als erstes etwas Essbares kaufen, sonst hungern wir! Unsere Bungalow-Nachbarn Lizzy und Trent aus Australien bieten uns an, uns mit ihrem Mietwagen zum Supermarkt zu fahren. Gern nehmen wir ihr Angebot an. Aber wir entdecken schon nach einem kurzen Wegstück gar nicht weit von unserer Unterkunft weg einen kleinen Laden. Den hatten die beiden bisher noch nicht gesehen. Für den ersten Einkauf wird das reichen. Da können wir dann auch bequem zurück laufen. Gesagt, getan. Wieder am Bungalow geht es dann ans Wasser. Es ist ein Paradies hier für die Kinder. Das Wasser ist flach und warm und auch Theo ist nach Pepe im Null komma Nichts im Wasser. Es ist so süß, ihn hier im Wasser plantschen zu sehen! Ich sitze mit Lizzy am Strand und wir unterhalten uns etwas. Gegen halb acht ist die Sonne untergegangen und wir gehen etwas essen. Duschen, ein paar Kleinigkeiten auspacken und dann legen wir uns zum Schlafen hin.

    Freitag, 01.02.2013 bis Samstag, 09.02.2013

    Die Sonne scheint als wir die Augen nach unserer ersten Nacht hier öffnen. Wir frühstücken und gehen dann an die Rezeption vor. Die ist täglich von neun bis zwölf besetzt und wir bezahlen und fragen nach einem Mietwagen. Dernice ruft für uns bei einem Mietwagenverleih an und kurze Zeit später werden wir abgeholt. Wir buchen uns für eine Woche einen kleinen Wagen und fahren anschließend mit unserer Errungenschaft zur Polizei-Station. Dort muss sich Micha noch einen Führerschein kaufen – ohne den wäre das Fahren hier nicht zulässig. Nachdem wir das erledigt haben fahren wir den größten Supermarkt der Insel an und werden ein halbes Vermögen für einen doch recht überschaubaren Einkauf los. Aber was solls, irgendetwas müssen wir ja essen! Zurück am Bungalow geht es erst einmal an den Strand. Es gibt Stellen, da ist es sandig und es gibt Stellen, da ist es felsig – da kann man dann schnorcheln. Später am Nachmittag beschließen wir, eine kleine Inseltour zu machen um zu sehen, wo die Strände wie sind. Als wir am Strand vor dem Rangotorian entlanglaufen, werden wir von einem älteren Ehepaar angesprochen. Sie hätten uns schon auf dem Flug von Christchurch nach Auckland gesehen. Wir unterhalten uns eine Weile mit Jim und Susan, die eigentlich aus der Nähe von LA kommen. Jim arbeitet für ein Jahr in Neuseeland. Pepe ist im Wasser! Wir fahren weiter. Einmal rund um die Insel sind 32 Kilometer. Man darf maximal 50 km/h fahren und alles scheint sehr gemütlich zu sein. Morgen wollen wir am Vormittag auf den Puinanga Nui Markt gehen. Der findet jeden Samstag statt. Wir fragen Marta, eine Ungarin, die deutsch spricht, ob sie uns begleiten möchte. So muss sie nicht extra den Bus nehmen. Sie nimmt unser Angebot an und wir verabreden uns für den morgigen Tag.

    Nach dem Frühstück fahren wir mit Marta (die Kinder haben sie total ins Herz geschlossen und für sie sind Pepe und Theo im Moment Enkelersatz) zum Markt. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt oder auch nicht. Wir kaufen uns eine Nui (Kokosnuss zum Trinken). An einem anderen Stand holen wir die Brotfrucht (man kann sie kochen wie Kartoffeln und das wollen wir probieren) und nachdem die Kinder je eine Banane geschenkt bekommen haben, holen wir auch noch davon welche. Nun bitten wir die Händlerin noch, uns die mittlerweile ausgetrunkene Kokosnuss aufzumachen. Geübt haut sie mit einem langen Messer auf der Nuss rum und dann bricht sie an der dafür vorgesehenen Linie und das Kokosfleisch liegt frei zugänglich vor uns : ). Es schmeckt anders als ich es von Kokosnüssen kenne. Es ist ganz weich und lässt sich sehr einfach von der Schale lösen. Auf dem Markt erwerben wir noch die ein oder andere Kleinigkeit und auch Marta findet, was sie sucht. Wieder am Bungalow geht es zum Strand. Wir halten uns etwas rechts und finden dort eine schöne Stelle zum Baden und Schnorcheln. Und ich schnorchle das erste Mal. Und dann sehe ich tatsächlich viele verschiedene Fische, einige davon sind sehr farbenfroh und ich kann nun die Menschen verstehen, die einfach nur zum Schnorcheln irgendwohin in den Urlaub fahren. Es macht einen solchen Spaß auf dem Wasser zu liegen, dahin zu gleiten und die Fische anzuschauen! Auch Pepe nimmt den Schnorchel kaum ab : ). Etwas später gesellt sich Marta zu uns an den Strand und wir genießen das Wasser und die Sonne in vollen Zügen!

    Auch der Sonntag präsentiert sich von der sonnigen Seite. Wir fahren nach dem Frühstück ein paar Kilometer zu einem Strand, der neben vielen Felsen auch eine große Sandfläche zum Plantschen für Theo bereithält. Außerdem ist das Wasser hier tiefer. Am frühen Nachmittag fährt Micha los um uns etwas zu Essen zu besorgen und kommt mit Burgern wieder. Ich trete auf eine Biene, die mich sticht. Gott sei Dank ist der Fuß fest und so ist der Stich nicht allzu schlimm. Ich versuche den Stachel rauszuholen. Ein Ministück bekomme ich nicht heraus. Es möchte wohl in meinem Fuß wohnen. Ich entdecke immer mehr Bienen am Strand. Die Kinder müssen sofort ihre Badeschuhe anziehen. Theo liebt es, mit dem Board übers Wasser geschoben zu werden! Ich sehe auf einmal eine Muschel über den Strand laufen. Eine kleine Sandkrabbe hat sich die leere Muschel als Zuhause auserkoren und ich beobachte mit Pepe fasziniert, wie sie immer wieder aus der Muschel rauskommt. Sie hat richtige Stielaugen! Und sie ist hier nicht die einzige dieser Art. Mehrere Muscheln und Schneckenhäuser bewegen sich und die, die kein Haus haben, haben ein Loch. Ich lege mich auf die Lauer und versuche die kleinen schnellen Kerlchen zu fotographieren. Gegen halb sechs verlassen wir den Strand und fahren zum Essen heim. Für uns ist es erst einmal genug mit Sonne. Wir haben ordentlich Farbe bekommen und müssen uns eine Auszeit von der Sonne gönnen. Pepe ist bereit, morgen freiwillig eine Schnorchelpause einzulegen. Alle werden mit Apré Lotion eingecremt. Hoffen wir mal, dass es kein schlimmer Sonnenbrand wird.

    Am Montag ist das Wetter nicht besonders sonnig und wir fahren mit dem Auto ein klein wenig ins Hinterland der Insel und starten den Avana Stream Walk. Der Weg führt uns vorbei an dichter Vegetation und herrlichen Blüten. Wir kreuzen den Avana Stream auf dem Hinweg 14 Mal. Dann wird uns der Übergang mit Theo bei Micha auf den Schultern zu gefährlich und wir brechen die Tour ab und drehen um. Wieder geht es 14 Mal durch den Fluss (der aber recht warm ist) und wir können einige Schmetterlinge sehen. Es ziehen immer mehr Wolken auf und irgendwann, als wir schon wieder im Auto sitzen, fängt es an mit regnen. Wir fahren noch etwas über die Inlandsroute der Insel und kommen unter anderem an einem Gefängnis vorbei. Dort gibt es einen Shop, in dem man von den Gefangenen von Hand gefertigte Holzarbeiten erwerben kann. Aber der hat heute nicht mehr auf, vielleicht kommen wir noch einmal her.

    Strömender Regen! Nicht gerade das von uns erträumte Wetter. Aber was solls, da müssen wir durch. Also ab ins Auto und über die Insel fahren. Auf der Inlandsroute geht es erst zum Gefängnisshop, aber wir kaufen keine Ukulele. Weiter geht es vorbei an Bananen- und Papaya-Plantagen. Wir sehen riesige Mangobäume und können uns trotz des Regens an dem, was wir sehen erfreuen. Es hört heute nicht auf zu regnen. Am Abend sind wir noch eine Weile bei Marta, deren Flug in der Nacht zurück nach Neuseeland geht. Von Marta „erben“ wir noch einige Lebensmittel.

    Am Mittwoch ist es zwar immer noch grau, aber es regnet nicht mehr so sehr. Wir fahren nach Avarua und kaufen uns dort eine riesige Holzschüssel. Wir haben seit ein paar Tagen überlegt, ob wir sie mitnehmen. Letztendlich entscheiden wir uns für eine eben recht große. Sie ist aus Mahagoniholz und wiegt 4,8 kg. Hoffentlich provozieren wir damit kein Übergepäck! Am Nachmittag reißt der Himmel etwas auf, wenngleich es recht windig ist. Wir fahren zum Muri Beach, schnorcheln dort etwas rum und warten aber vergeblich auf die Sonne. Der Wind lässt mich hier in der Südsee frösteln.

    Unser Tag! Donnerstag ist wieder strahlend blauer Himmel. Nach ein paar Einkäufen in der Stadt fahren wir auf den Flughafen. Ich möchte so gern einen Tagesausflug nach Aitutaki machen, es soll das Paradies sein. Wir erkundigen uns, wie es ablaufen würde und erfahren, dass die Tour bei schlechtem Wetter abgesagt wird und wir unser Geld wiederbekommen. Das ist uns wichtig, denn wir haben keine Lust, ein Vermögen für einen verregneten Tag auf Aitutaki auszugeben. Da meine Kreditkarte in der Unterkunft ist, beschließen wir morgen für Samstag zu buchen. Am Nachmittag fahren wir an den Strand Fruits of Rarotonga. Die Fische schwimmen direkt am Ufer rum, so dass auch Theo (ohne Schnorchel und Brille) ganz viele (bunte) Fische sehen kann. Auf dem Nachhauseweg kauft Micha noch eine 2 Liter Packung Schokoladen-Cookie-Eis. Bei uns angekommen, lümmeln wir uns vorm Bungalow an den Strand und essen tatsächlich die ganze Packung Eis auf! Das Wetter ist so schön. Nach dem Abendessen machen wir noch einen Strandspaziergang. Wir finden einige (von Krabben besetzte) schöne Muscheln. Die würden wir gern mitnehmen? Aber wie kann man ihre Bewohner dazu bringen, sich ein neues Zuhause zu suchen? Man bekommt die Krabben nicht so einfach raus. Sie geben gut auf ihr Haus acht. Wir platzieren die drei Kandidaten in einem Sieb und überlegen, ob wir sie irgendwie rausbekommen können.

    Freitag! Wir stehen zeitig aus und entlassen die Krabben in die Freiheit. Ich bringe es nicht fertig, ihnen irgendetwas anzutun – nur um an eine schöne Muschel zu kommen. Wir fahren auf den Flughafen. Mit Kreditkarte bewaffnet gehe ich rein um zu buchen. Ausgebucht! Es gibt nur noch einen Platz – aber wir sind vier! Das darf nicht wahr sein! Zurück im Auto laufen mir die Tränen. Micha meint, dann solle ich den einen Platz nehmen, aber das geht nicht. Wir wollten da alle zusammen hin! Sehr traurig verlassen wir den Flughafen. Wir verlängern unseren Mietwagen um einen Tag, somit sind wir heute noch flexibel auf der Insel. Nach kleinen Besorgungen essen wir im Bungalow und dann fahren wir an den Strandabschnitt vom Rarotongan. Wir haben unser Schnorchelparadies gefunden. So unglaublich viele und schöne Fische haben wir noch nirgendwo gesehen. Es ist herrlich, unbeschreiblich – diese Farbenpracht, diese Riffformationen, die Vielfalt der Fische. Theo wird müde und schläft beim Keks essen ein! Als ich mit Pepe im Wasser bin und wir nach Fischen schnorcheln, muss ich ihn festhalten, da die Strömung ihn sonst wegtreibt. Ich laufe durchs Wasser und ziehe Pepe durchs Wasser. Schon in Ufernähe sind irre viele Fische und auch recht große. Und dann beißt mich etwas! Nichts wie raus. Ich habe einen kreisrunden Biss am Fuß (da, wo die Badeschuhe aufhören) und etwas später entdecken wir, dass meine Kniekehle blutet. Da sehen wir drei größere und drei kleinere Löcher. Das muss ein größerer Fisch gewesen sein. Bestimmt bin ich ihnen zu nahe gekommen, als ich mich laufend und nicht schwimmend bewegt habe. Die Fische haben wohl ein Recht, sich und ihren Lebensraum zu verteidigen, auch wenn ich keine bösen Absichten gehegt haben. Wieder zurück am Bungalow verputzen wir eine große Portion Orangeneis mit Schokostückchen. Nach dem Abendessen fahren wir auf den NightFoodMarket in Avarua. Hier scheinen sich die Einheimischen immer freitags zum Essen zu treffen. Wir holen uns einen leckeren Smoothie. Auf dem Heimweg machen wir Halt um den Sternenhimmel zu bewundern. Millionen über Millionen Sterne sind dort oben, es ist einfach irre!

    Unser letzter Tag ist angebrochen. Eine Minute vor Mitternacht geht unser Flieger nach LA. Micha und Theo bringen das Auto zur Autovermietung, Pepe spielt unter dem Bungalow (der steht auf Stelzen und unten drunter hängen Hängematten) und ich packe die Taschen. Von ein paar Dingen trennen wir uns hier – kaputte Hose, kaputte Wickeltasche…., wir nehmen keine Lebensmittel mit, haben alles aufgegessen bzw. tun das heute noch. Das Sandspielzeug und die Wasserpistolen wollen wir hier an Einheimische verschenken, die Boards versuchen wir mit nach Hause zu nehmen. Hoffentlich klappt es. Als Micha und Theo wieder da sind, machen wir noch einen Spaziergang am Strand entlang und kommen an eine traumhafte Badestelle, die Micha vor ein paar Tagen entdeckt hat. Es ist so schön zu sehen, wie wohl sich die Kinder in dem warmen klaren Wasser fühlen, wie sie sich aalen und einfach glücklich sind. Das wird mir fehlen – diese Ruhe, diese Entspanntheit. Wir verlassen hier ein absolutes Kinderparadies. Wenn auch Rarotonga nicht so perfekt, nicht so makellos ist, wie ich es mir vorgestellt hatte, es ist trotzdem total schön hier und in uns ist etwas, was uns wieder herziehen wird, wenn auch nicht heute oder morgen, vielleicht aber übermorgen. Und es wird wohl Aitutaki sein, was wir ansteuern. Mal sehen. Wir werden wohl noch einmal mit Kay und Heike Kontakt aufnehmen, die sich in der Südsee durch ihren Segeltrip ja bestens auskennen, und horchen, was uns auf anderen Inselgruppen erwartet, vielleicht kann man irgendwann ja mal eine Südsee-Rundreise machen…, aber da heißt es erst einmal jahrelang sparen! Wieder zurück am Bungalow sehen wir eine Mama mit ihren zwei Kindern im Wasser. Wir übergeben Sandspielzeug und Wasserpistolen und die Kinder sind total happy darüber. Am Nachmittag spielen Pepe und Theo noch etwas mit den beiden Kindern, dann geht es, nach dem wir den Rest von unserem Eis aufgegessen haben, für Micha und die Kinder noch einmal an den Strand. Ich packe die letzten Sachen zusammen und mache etwas zu Essen. Kurz nach neun wird es ernst. Wir verlassen unseren Bungalow und fahren zum Flughafen. Mein Koffer ist fünf Kilogramm zu schwer! Verdammt. Koffer auf, ein paar Dinge rausholen und einen Beutel Handgepäck packen. Zum Schluss bringen alle vier Gepäckstücke 91,6 kg auf die Waage. Puh! Ein Problem gelöst. Das nächste wartet bereits: die Mitnahme der Boards! Nach einigem Gezeter bekommen wir sie wieder kostenlos durch und machen und daran, das Ausreiseformular auszufüllen. Da hören wir, wie mein Name ausgerufen wird. Also wieder nach vorn zum Gepäck. Man hätte da etwas im Gepäck gefunden, ob man es aufmachen kann. Na klar, warum nicht? Ein kleines Feuerzeug ist der Übeltäter, der den Insulanern auf den Magen schlägt. Wegen mir sollen sie es wegschmeißen. Das war es auch schon, ich kann wieder gehen. Wenn die wüssten, dass im Koffer auch noch zwei Feuerzeuge sind : ). Vielleicht entdecken sie es ja noch! Ab zur Sicherheitskontrolle. Man hat es scheinbar auf uns abgesehen. Scheinbar über den Zufallsgenerator wurde Theo auserwählt, genauer geprüft zu werden. Er wird von oben bis unten durchsucht, Schuhe ausziehen, Handgepäck genau anschauen! Aber nicht nur das, auch fast unser ganzes anderes Handgepäck dürfen wir ausräumen, aber am Ende bekommen wir alles durch, aber ich muss zugeben, dass mich das hier doch nervt, damit habe ich nicht gerechnet, von wegen Island Time und alles ganz entspannt – so sehr wurden wir nirgendwo unter die Lupe genommen und meine Horrorvorstellung von Amerika wächst! Kurz nach halb zwölf ist das Boarding und die wollen doch Theo, der schon eine Stunde auf meinem Arm geschlafen hat und nun fix und fertig ist, nochmals speziell checken. Unser Glück: der Sicherheitschecktisch ist nicht besetzt und wir dürfen einsteigen! Fünf Minuten nach Mitternacht heben wir ab. Bye bye Rarotonga!

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 13Feb 2013

    61 Los Angeles - die Staustadt 13.02.2013 USA —

    Los Angeles, USA

    Beschreibung

    Sonntag, 10. Februar bis Mittwoch, 13. Februar 2013
    Im Flieger nach LA haben wir eine total liebe Stewardess. Theo schläft ganz schnell wieder ein, Pepe vergnügt sich wieder einmal beim Cars Film. Irgendwann bekommen wir dann noch ein Nachtessen, was Theo verschläft. Die Nacht vergeht ruhig, wir schlafen alle mehr oder weniger gut. Ich bin nach der Nacht recht knülle, Theo hat auf mir geschlafen. Ein Weilchen nach dem Frühstück landen wir in LA. Und da muss ich sagen, bin ich äußerst positiv überrascht. Wir bekommen ohne Probleme unser Gepäck und auch die Passkontrolle mit Fingerabdruck hinterlassen erfolgt reibungslos. Da wir nichts weiter einführen, was den Amis verdächtig oder unangenehm ist, kommen wir auch an dem Einreise-Check gut und schnell durch. Das ging alles so flott und unkompliziert – wenn ich da an das Theater von gestern auf Rarotonga denke! Nun brauchen wir ein Auto. Wir haben wieder Netz. Aber jetzt noch online zu buchen, gestaltet sich schwierig und wir fahren mit einem Zubringer zur Avis Autovermietung. Im Zubringer finde ich einen Cent, unseren Amerika-Glücks-Cent : ). Mit Sack und Pack steigen wir bei der Autovermietung aus und Micha organisiert uns einen Wagen. Es ist ein Dodge, ganz neu (riecht noch ganz neu, nicht mal 2000 Kilometer gefahren), sehr schnittig und chic, unser Gepäck bekommen wir rein, Automatik, Navi, Kindersitze – ein sehr cooles Auto, aber auch teuer. Aber wir werden die Fahrten mit ihm genießen. Wir kommen zum Hotel (Best Western Plus Hollywood Hills), das Auto wird vom Fuhrpark-Personal übernommen und wir zu unserem Zimmer gebracht. Ich bin von dem Hotel echt angetan. Unser Zimmer ist sehr gemütlich mit zwei großen Betten, vielen Filmbildern an der Wand und einem sehr schönen Bad. Hier werden wir uns die nächsten vier Nächte sehr wohl fühlen. Nachdem wir uns hier eingerichtet haben geht es auf den Walk of Fame, zum Supermarkt und zum Abendessen. Am Abend schlafen die beiden Kinder recht gut ein und ich kann das Reisetagebuch auf Vordermann bringen. Da wir in der Südsee kein Netz hatten, hat sich da einiges angestaut : ).

    Am Montag schlafen wir bis gegen neun. Nach dem Duschen brechen wir auf. Bei Starbucks genießen wir einen leckeren Kaffee und ein paar Kuchenteilchen. Eigentlich wollen wir durch Beverly Hills fahren, aber ich glaube, wir waren in Bel Air. Es gibt hier viele wunderschöne Häuser. Viele bestechen durch kleine liebevolle Details. Weiter geht es nach Santa Monica. Am Pier von Santa Monica ist es sehr lebendig. Neben Straßenmusikern, Malern und Schnickschnackständen gibt es auch einen kleinen Vergnügungspark. Hier fahren wir alle zusammen mit dem Pacific Wheel, einem Riesenrad. Wir haben eine schöne Aussicht und anschließend fahren Pepe und ich noch mit dem West Coaster, einer kleinen (harmlosen) Achterbahn. Als unser Parkticket abgelaufen ist, fahren wir zum Venice Beach. Auch hier ist es sehr lebendig. Die Kinder vergnügen sich auf dem Spielplatz. Schon gegen halb sechs geht die Sonne unter. Tagsüber wärmt sie schön, aber sobald sie weg ist, wird es doch sehr kalt – hier ist eben, wie auch in Deutschland Winter. Wir essen bei Mc Donalds Abendbrot und fahren dann wieder ins Hotel. Für uns ist es ungewohnt, das Auto zum Parken abzugeben, aber das ist hier eben so.

    Für den Dienstag haben wir uns Downtown vorgenommen. Nach einem Kaffee im Hotel (wir haben eine Maschine mit Pads hier, die täglich erneuert werden) und einer Banane fahren wir nach Chinatown. Wir finden ein Parkhaus, in dem wir den ganzen Tag günstig stehen können. In einer kleinen chinesischen Bäckerei bekommen wir ein paar mit Ei und Schinken gefüllte Brötchen und einen chinesischen Donut. Nachdem wir durch Chinatown geschlendert sind, geht es weiter nach El Pueblo de Los Angeles. Um einen großen Platz, auf dem ein Panflötenspieler spielt, reihen sich ein paar sehr schöne Häuser. Wir besuchen eine kleine Kirche und schlendern über den Markt. Auf dem Weg nach Little Tokyo kommen wir zur City Hall. In unserm ADAC-Flyer stand als Empfehlung drin, die 27. Etage aufzusuchen und den Blick über die Stadt zu genießen. Durch eine Sicherheitskontrolle geht es und dann fahren wir in diesem schönen Gebäude mit verschiedenen Aufzügen bis in die 27. Etage. Und wirklich: Der Ausblick ist total schön. Wir sehen Stellen, an denen wir schon gewesen sind und auch welche, an die wir noch wollen. Auf dem Weg nach unten treffen wir auf zwei nette Asiaten, die uns noch Empfehlungen für unseren morgigen Tag geben. In Little Tokyo gefällt es uns nicht so gut, auch das Eis, was wir hier essen haut uns nicht vom Hocker! Über den Grand Plaza Marktet laufen wir zur Cathedral of our Lady of the Angels. Diese Kirche hat einen sehr modernen Stil, von außen erkennt man sie kaum als Kathedrale. Ich finde die Inneneinrichtung sehr extravagant, aber sehr schön. Es ist schlicht und doch irgendwie erhaben. Die Geschmäcker werden bei diesem 2002 fertiggestellten Bau wohl sehr unterschiedlich sein, Micha fand die Kathedrale zu kalt. Es ist mal etwas anderes. Ich habe auch noch keine andere in der Neuzeit geplante und gebaute Kirche gesehen. Nach unserem Besuch hier gehen wir wieder nach Chinatown. In einem Restaurant essen wir zu Abend: Wan Tan Suppe, Chicken mit Nudeln und Gemüse und Micha nimmt Ente (die ihm allerdings nicht so schmeckt). Auf dem Rückweg zum Hotel ist wieder Stau, scheinbar immer abends in LA. Irgendwann rumst! Uns ist jemand aufgefahren. Na das hat uns gerade noch gefehlt! Scheinbar ist aber an unserem Auto nichts zu sehen. Wir bekommen die Daten von der Fahrerin des weißen Audi und fahren weiter!

    Am Mittwoch machen wir uns auf nach Malibu. Hier ist die Getty-Villa. Sie wurde der Villa die Papiri nachempfunden, einem römischen Landhaus in Herculaneum, der antiken Stadt, die im Jahre 79 n. Chr. Durch den Ausbruch des Vesuvs untergegangen war. Der Eintritt hier ist frei, die Tickets (die man braucht, um sich das hier anzuschauen) bestellt man übers Internet. Wir parken im Parkhaus und machen uns dann auf unseren Streifzug in die Antike. Die Villa mit ihrem herrlichen Garten an sich ist einfach traumhaft schön. Wir besichtigen auch die ausgestellten griechischen, römischen und etruskischen Antiquitäten und stoßen dabei auf eine Leihgabe aus Dresden, die hier liebevoll restauriert wurde. Die Zeit verstreicht und gegen vier machen wir uns auf den Weg nach Hollywood. Ich möchte gern noch die HOLLYWOOD-Buchstaben fotographieren. Aber wieder haben wir in diesem Großstadtdschungel Stau und brauchen für eine Strecke von zwanzig Minuten über zwei Stunden. Die Sonne ist bereits untergegangen, die Kinder sind unruhig und stressen mich mit ihren menschlichen Bedürfnissen, denn man kann hier nicht so einfach auf einer fünfspurigen Straße (eine Richtung) anhalten um jemanden pullern zu lassen! Aber wir möchten natürlich auch kein nasses Auto haben! Wo ein Wille, da auch ein Weg, aber für heute reicht es langsam und ich möchte mit den Kindern einfach nur noch ins Hotel! Die Buchstaben sind mir nun egal und ich bin froh, als wir wieder in unserem gemütlichen Zimmer sind. Micha fährt noch einmal los zu einem Apple Store. Ich packe mal wieder alles zusammen (ist hier aber nicht so viel, denn viel haben wir nicht ausgepackt), dusche die Mäuse und dann kommt Micha irgendwann „heim“ – mit Essen : ) und einem I-Phone.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 15Feb 2013

    62 wieder daheim : ) 15.02.2013 Deutschland —

    Grünau-Siedlung, Leipzig, Deutschland

    Beschreibung

    Donnerstag, 14. Februar bis Freitag, 15. Februar 2013
    Wir checken aus und fahren zum Apple Store, denn das I-Phone, welches Micha geholt hatte, hat wohl Bauteile, die irgendwelche Internetlösungen der Zukunft in Deutschland nicht unterstützen. Problemlos nehmen sie es zurück, da das, welches wohl in Deutschland gehen würde, nicht verfügbar ist bzw. an einen Telekommunikationspartner gebunden wäre… Nichts Genaues weiß man nicht. Nun wollen wir unser Auto abgeben und hoffen, dass wir keinen Stress wegen der leichten „Verletzung“ bekommen. Wir beschließen nichts zu sagen und wenn sie etwas merken einen auf ahnungslos zu machen – wir haben eine Vollversicherung ohne Selbstbeteiligung abgeschlossen! Wir haben Glück. Das Auto wird ohne Bemerkung abgenommen und wir fahren auf den Flughafen (LAX). Am Lufthansa-Schalter geraten wir an eine sehr nette Bearbeiterin – weil heute Valentinstag ist, bekommen wir die Boards der Kinder mit (ohne dafür zu bezahlen). Wir essen noch etwas und warten dann auf den Abflug. Es läuft hier alles wie am Schnürchen – und ich habe mir Sorgen wegen der Ein- und Ausreise gemacht! Wir starten mit einer halbstündigen Verspätung. Deutschland ist uns in der Zeit neun Stunden voraus. Die Racker schlafen erst zwei Stunden von der Landung ein. Und das ist auch mein Moment, um die Augen zu schließen. Ein unglaubliches Bauchkribbeln der Vorfreude auf zu Hause hält mich noch eine Weile vom Einschlafen ab. Nach zehneinhalb Stunden Flugzeit kommen wir in Frankfurt an und dann geht es in den Flieger nach Leipzig. Nach einer Dreiviertelstunde landen wir. Schnell haben wir unser Gepäck. Wer wird uns abholen – Papi oder Peter? Während Pepe noch einmal auf Toilette geht sehen wir durch die Tür die auf die Ankommenden Wartenden. Und wen sehe ich? Mami! Na dann sind auch Papi und Peter da ist. Ich freue mich wahnsinnig und dann kommen wir raus und schließen die Familie in die Arme! Es ist ein so schönes Gefühl. Wir fahren mit zwei Autos heim und laden das Gepäck ab. An unserem Garagentor hängt ein „Herzlich Willkommen zu Haus“-Plakat. Ich bin ganz gerührt – wir wissen bis jetzt noch nicht, von wem es ist! Falls der- oder diejenige das hier liest: Das war so schön! Tausend Dank und bitte melde Dich! Pepe hat im Briefkasten einen Willkommensgruß von seinem Freund Christian – so süß! Wir kommen ins Haus, wo alles hell und freundlich ist! Wir sind daheim und im Wohnzimmer erwartet uns noch ein blumiger Willkommensgruß! Wir holen noch etwas zum Kaffeetrinken und dann geht es zum Freitags-Kaffeetrinken in den Colberger Weg, wo auch Omi und Opi und die andere Omi da sind! Obwohl wir total knülle sind, ist es so schön. Wir sind zu Hause und es fühlt sich so gut an! Viele Nachrichten von Freunden erreichen uns, um uns wieder Willkommen zu heißen. Das ist es, was mir auf der Reise doch gefehlt hat: das vertraute Umfeld und die Menschen, Freunde und Familie, die unser Leben hier so sehr bereichern! Danke, dass es Euch gibt!

    Hier endet nun unser Reisetagebuch! Wir freuen uns, dass wir mit so vielen von Euch, die es gelesen haben, während unserer Reise Kontakt hatten. Das hat uns sehr gut getan. Die Reise war toll! Wir haben so viel gesehen, haben es auf engstem Raum sehr gut miteinander ausgehalten und haben so viele schöne Erinnerungen im Herzen! Nun geht das Leben zu Hause wieder weiter und wir freuen uns darauf! Wir freuen uns, wenn Ihr den ein oder anderen Reisebeitrag gelesen und hoffentlich auch noch Freude daran gehabt habt und über die Fotos einen Eindruck von dem gewinnen konntet, was wir gesehen haben – obwohl kein Foto das wahrhaftige Erleben ersetzt!
    Es grüßen Euch alle von ganzem Herzen Theo, Pepe, Micha und Chris!

    Fotos & Videos

    Kommentare