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Trip Finchen on Tour Finchen on Tour 12.05.2013 - 10.07.2013   Here we come.... Am 12.Mai ziehen wir los um mit unserer kleinen Tochter... Sophie und Christopher Seng (DE)
USA

Finchen on Tour

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Here we come....


Am 12.Mai ziehen wir los um mit unserer kleinen Tochter Josephine (5 Monate) den wilden Westen Amerikas zu erkunden. Unglaubliche 51 Tage haben wir ein Monstrum von Wohnmobil gemietet um ganz prototouristisch alle Nationalparks der Südwestküste abzuklappern. Nebenbei wollen wir natürlich in LA shoppen, am Lake Powell ausgiebig baden und in Vegas Millionäre werden (wenn wir nicht doch heiraten ;) )! Am Schluss machen wir noch einen kurzen Abstecher ins wahre Amerika: Texas und freuen uns wahnsinnig dort mit Freunden eine echte -texas indipendence day barbecue Party- erleben zu dürfen!

Da geteilte Freude nunmal wirklich doppelte Freude ist wäre es toll, wenn ihr uns auf dieser Reise, zumindest online, begleitet (das Besuchsangebot wollte ja leider keiner wahrnehmen)! Wir freuen uns also über jeden Kommentar und vielleicht auch gute Tipps und Ideen für unsere Route! Natürlich wollen wir auch immer über den heimischen Status Quo aufgeklärt werden -> wehe ihr habt besseres Wetter als wir!

Dann kanns ja losgehen…..

*Christopher * Sophie * Josephine*

Means of Transport
Bus / Truck
  • 12May 2013

    1 Angekommen 12.05.2013 USA —

    Los Angeles, USA

    Beschreibung

    Wir habens geschafft und sind heil und munter in Los Angeles gelandet.
    Der Flug war erstaunlich entspannt, Josephine hat immer wieder ein Nickerchen in ihrem Bett gemacht und wir haben ihr dabei neidisch zugesehen....definitv fast so gut wie in der First Class ist unsere Tochter gereist!
    In LA haben wir im Hotel erst einmal geschlafen und geschlafen und ......dann sind wir nachmittags Burger essen gegangen um anschließend....wieder zu schlafen. Also Josephine schlief dann so bis 4 Uhr, das war wohl bei allem was Recht ist nicht mehr als wir erwarten konnten - die Zeitumstellung hat einen fest im Griff.
    Also wanderte ich von 4-6 mit ihr durch das Hotel, damit der völlig verschnupfte (wie immer wenn er Urlaub hat) Christopher wenigstens etwas Schlaf bekam. Zum Frühstücken sind wir dann ins Dennys, um ein echt amerikanisches Frühstück mit French Toast, Bacon und vielen Pancakes mit noch mehr Ahornsirup zu genießen. Mein Highlight ist hier allerdings immer noch der "refill coffee"!
    By the way: Amerika ist definitiv eine Streicheleinheit für die elterliche Seele: "Oh look at you - youre soooo cuuut" ist der Standart wenn unser Kind irgendwo gesichtet wird!

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  • 13May 2013

    2 Raus ans Meer 13.05.2013 USA —

    Carlsbad, USA

    Beschreibung

    Nach unserem ausgiebigem Frühstück hat uns das Taxi zu Cruise Amerika- unserem Wohnmobil gebracht!
    Wir sind sehr zufrieden, es ist geräumig aber kuschlig, das Schlafzimmer kann man mit einem Vorhang abtrennen - was besonders für Fine und ihre Schläfchen angenehm ist- und wenn ihr dachtet es wäre ein großes Gefährt habt ihr die ganzen Monsterbusse, die hier auf jedem Campingplatz um uns herumstehen nicht gesehen! Everything is big - auch in California :-)
    Wir sind nun also raus aus der Stadt ans Meer gefahren und dort die Küstenstraße gen Süden! Nach etwas Suchen und einem großen Walmarteínkauf sind wir dann schließlich in Carlsbad auf einem Campingground direkt am Strand gelandet.
    Die Vorteile wenn man dank Kind um 8 morgens schon fertig mit duschen und Frühstück ist? Wunderschöne ungestörte Strandspaziergänge, bei denen man nur ein paar verrückte morgendliche Wellenreiter trifft. Naja, wir hoffen trotzdem, dass sich das mit der Zeitumstellung noch etwas regelt!
    Da wir noch nicht so genau wissen wie es weitergeht beschlossen wir am nächsten Morgen weiterzufahren, um den Luxus von Wlan auf einem Platz bei San Diego zu genießen.

    By the way: Entweder stehen Amis extrem auf Hunde oder das ist das passende Tier zum Klientel hier, auf jeden Fall hat ernsthaft jedes Wohnmobil / jeder Riesenwohnbus einen Hund am Start. Alle mit Extrabettchen und vorhin fuhren zwei Fahrräder mit Hund im Kinderanhänger :-)

    Fotos & Videos

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  • 14May 2013

    3 San Diego 14.05.2013

    San Diego

    Beschreibung

    Guten Morgen Deutschland :)

    Hier ist es halb 6 und Dank Fines Frühaufstehergeist kommen wir also noch dazu, den heutigen Blogeintrag fertig zu schreiben.
    Zwei Tage waren wir nun online in San Diego, besser im Mission Bay Resort, schön, aber teurer Spaß und dafür wird recht wenig geboten!
    Nach der Ankunft haben wir uns am Dienstag erst mal alle gesund geschlafen und so langsam geht es Berg auf bei der Familie Schnupfnase. So konnten wir dann auch mal losziehen uns unseren ersten richtigen Urlaubserlebnistag beginnen lassen: Sightseeing San Diego!
    Sehr schön war das, haben uns endlich richtig wie Urlauber / Touristen gefühlt. Sind mit Rucksack und Fine in der Maduca losgetigert und haben an der Interstate 5 den Bus rein in die Stadt genommen. Erster Halt war "Old town", welcher Sophie sehr glücklich gemacht hat - es sah aus wie im Europapark - das hätte Sonja auch sehr gut gefallen :-)
    Ein kleines Viertel bestehend aus Park und Sträßchen, gesäumt von alten dem Original aus der ersten Kolonialzeit nachgebauten Häuschen, in welchen sich alles befindet, was das touristische Herz höher schlagen lässt: Gifts, Candyshop, Klamotten und natürlich viele viele mexikanische Restaurants. Da haben wir doch gleich mal zugegriffen und Josephines Schlafphase ausgenutzt um uns ungestört mit Nachos und Tacos vollzustopfen! Toll!
    Danach ging es mit der Tram (Trolley) weiter zum Hafen ein Päuschen machen und dann noch gen Downtown, wo auch Christopher noch beglückt wurde - das Baseballstadion (Peco-Park) direkt am Meer war zu bestaunen!
    Nachdem wir ziemlich lange ziemlich vergeblich einen Supermarkt gesucht haben, machten wir uns müde und zufrieden auf den Rückweg.
    Daheim (das ist jetzt immer da wo unser WoMo steht) sollte Fine schlafen, hat aber statt dessen ihrem Vater eine Drehshow vorgeführt. Hin- Zurück - Bauch - Rücken - Bauch - Rücken ...........so ein großes Finelinchen haben wir schon! Ich hab in der Zwischenzeit gewaschen, das Programm dauert ganze 35 Minuten und die Wäsche war genau so sauber wie dies nun jeder der das gerade gelesen hat erwartet ;-) Nun gut, aber der Trockner war super und so konnte die Kleine um 6 in ihren frischen warmen Schlafsack und ins Bett, sie war nicht mehr aufzuhalten. Wir haben dann Reis mit Tomaten (wie gesagt, kein Supermarkt) gegessen und unsere weitere Fahrt gepant, in zwei Stunden ist es vorbei mit dem Internetluxus!
    Wir ziehen also weiter in die Wüste ins Desert von Californien nach Palm Spring zum shoppen und Luxusvillen begaffen und dann zur Übernachtung für ein zwei Nächte in den Joshua Tree National Park! Danach geht die große Reise ins Canyonland los!

    By the way: Ich liebe ja meinen Müttertalk auf whatsapp, aber seid mal in so einer Gruppe und habt ein paar Tage kein Internet, nach zwei Tagen waren es 77 neue Meldungen und das obwohl sich die Hälfte in Amerika und Portugal befindet - man sind wir cosmopolit! Ich habe also ein bissle Angst das Handy einzuschalten, nachdem wir dann mal eine ganze Woche offline waren :-)
    Zum Glück gibts ja Starbucks und Co mit freiem Wlan everywhere ......

    Fotos & Videos

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  • 16May 2013

    4 Palm Springs 16.05.2013 USA —

    Palm Springs, USA

    Beschreibung

    Palm Springs - eine Hollywoodoase in der Wüste!

    Von unten in Californien sind wir losgefahren gen Desert (Wüstenlandschaft)! Anstatt die große Interstate zu benutzen, haben wir beschlossen, ein bissle Sightseeing per Auto zu machen und so über kleinere Straßen (also riesige Straßen nach deutschem Maßstab) nach Norden in den Joshua-Tree-Nationalpark zu fahren. Unterwegs wollte ich unbedingt noch Palm Springs besuchen, dass phantastisch erscheinend als Oase mitten in der Wüste liegen soll. Wir hatten also einen echt langen Reisetag vor uns, doch im ganz im Gegensatz meiner Erwartung nervt das lange Autofahren kein bisschen. Josephine schläft zu 95 % oder schaut aus dem Fenster, und genau das machen wir auch....glotzen...staunen...be(wundern)! Und da hier alles so unglaublich weit auseinanderliegt und einfach großflächig ist, funktioniert eh alles nur by car! Ich glaub ohne Kind würden wir noch viel mehr einfach durch die Gegend fahren, aber wir sind dann ja doch so nett und nehmen ein bissle Rücksicht auf unsere Kleine :)

    Gut, wir fuhren also los, und fuhren und fuhren und um uns herum verschwand die Zivilisation und wir tauchten in eine weite Berglandschaft ab. Dank Christopher hatten wir ein Handy mit Navi, dem wir jedoch nicht immer folgten, genauso wie den 10 Karten, welche sich über meinen Beifahrersitz verteilten. Nun ja, wir wussten nicht immer so ganz genau wo wir waren, es wurde immer bergiger und kahler und dann waren wir ganz oben und vor uns ein Aussichtsplatz ....unter uns eine sich durch den berg schlängelne schwarze Teerstraße und ganz unten...viel grün!

    Das muss es sein, dachten wir, aber neee...mhhh....wir sind dann schon 10 Minuten duch Palm Springs gefahren und haben uns gewundert, dass es hier mitten ind er Wüste so viele Siedlungen, Schulen und Golfplätze gibt, bis wir dann doch verstanden haben, dass wir schon längst am Ziel sind, nur halt von Süden heringefahren :)

    Diese Stadt sieht wirklich unwirklich aus, alles ist superperfekt angelegt, wunderschöne Villen und Vorgärten, überall Alleen die von Palmen eingerahmt werden und alles in einem satten grün - Wassermangel herrscht hier wohl nicht. Wir haben versucht viele Bilder zu machen, aber man kann das nicht einfangen, hier grün und drumherumm die Wüstenberge! Wie gesagt, unwirklich - wie in einem Computerspiel sieht das aus, Sims-City oder so ......

    Geparkt haben wir unser kleines Wohnmobil übrigens an der Hauptstraße auf dem Seiten/Parkstreifen, ist doch klar, oder ;) Beim Aussteigen fing der Schweiß an zu laufen, es hatte fast 40 Grad und so flanierten wir im Eiltempo einmal die Straße hoch und runtern und beschlossen dann die Tour im klimatisierten Auto fortzusetzten um auch noch vor Einbruch der Dunkelheit im Nationalpark zu sein und endlich zu grillen!!!

    Gesagt-getan-geschafft: Der Joshua-Tree-Park (die Bäume, die keine Bäume sondern Kakteen sind heißen so, da sie die Mormonen an den zu Gott betenden Jesaja erinnert haben; und ja ich bin Lehrerin) übertraf unsere beider Vorstellungen bei weitem! Nicht ist touristisch, eine wahnsinns weite Fläche voll mit diesen Bäumen und komischen Felsblock, die aussehen als hätten Riesen Kieselhaufen gebaut. Unser Campground war einfach nur phantastisch, man parkt rechts und links von kleinen Wegen mitten unter den Felsblöcken im Park und sieht schon schnell nicht mehr, dass man nicht der einzige Mensch auf dieser Erde ist. Die 10 Dollar pro Fahrzeug die Nacht legt man in einen vorbereiteten Umschlag und wird ihn in eine Box! An jedem Parkplatz gibt es einen Tisch mit Bank zwei Grill, warum auch nicht :)

    Bytheway: Ich habe Sonnenallergie auf den Armen!!! *böse schau*! Kein Wunder, erst schwanger, dann Baby und sowieso nie nie nie Sonne in Deutschland, wie soll der Körper sich denn dann drauf einstellen. Und ja, ich habe mich eingeschmiert, mit 30er!!! Nun gut, morgens um 8 hat halt nciht gereicht für den ganzen Tag.....also Langarmsachen raus!

    Fotos & Videos

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  • 17May 2013

    5 Joshua Tree Park 17.05.2013 USA —

    Joshua Tree, USA

    Beschreibung

    Übernachtet auf dem Jumbo Rocks Campground im Joshua Tree NP, gleich an der Einfahrt weils da so schön schattig ist zur Mittagszeit....

    4:57 Uhr das Kind schreit zum wiederholten Mal, die 4 Jungs nebenan bekommen es jetzt heimgezahlt, dass sie gestern Abend ca. 85 mal die Autotüre geknallt haben. Sophie schläft eh schon seit langem nicht mehr, weil sie von der Sonnenallergie und dem entsprechenden Juckreiz dahingerafft wird. Ich bin eh schon ewig wach…wer geht auch schon nüchtern um dreiviertel acht (also um 19:45 Uhr) ins Bett...

    Also, was tun sprach Helios, ziehen wir doch mal die Sonnenscheibe hoch, und siehe da, es sah toll aus; also alle Mann raus aus den Federn und staunen. Gut, die männlichen Stauner unter uns wurden dann um 8 Uhr nach Frühstück und Beschwerde über bedeckten Himmel zum Zweitschlaf gerufen – Urlaub ist einfach was Feines.

    Zum Frühstück gibt’s derzeit übrigens unter Jubelstürmen jeweils was ganz was anderes als zu Hause. Sophie bekommt Reese's Puffs (wenn man das mal anmerken darf: Leere Kohlehydrate mit Zucker und Erdnussbutter – wenigstens ist die Milch, die's so landläufig zu kaufen gibt sehr fettarm ;-). Ich erlebe meine Abwechslung mit echtem Schweizer Müsli…Tollerweise wachsen in Kalifornien auch Avocados, das Stück im Laden zu $0.69 ist ein absolutes Upgrade.

    Aber eigentlich sind wir ja nicht zum Spaß hier, ein wenig Wandern sollte schon sein, also leidigerweise auch mal das Wohnmobil aufgeräumt und wieder fahrtüchtig gemacht und ab Richtung Lost Horse Mine. Ein Wanderpfad mit gut 4 Meilen Weg….Wie lang braucht man dafür?? Weiß irgendjemand, wie schnell man wandert, wenn man nicht Amazon-Verkäufer und Unternehmensberaterin ist, und wöchentlich in den Alpen unterwegs ist? Wir natürlich keine Ahnung, schätzten aber mal so 2 Stunden. Kommt auch hin, aber der Weg zum Pfad ist schon eine Meile und die Wolken haben sich natürlich auch verzogen, daher gab's erst mal nen netten Gruß vom Planeten.

    Wie gut, dass wir gut informierte und gut vorsichtige Deutsche Akademiker Eltern sind, da kann dem Kind nämlich nix passieren. 30er mineralische Sonnencreme, langärmelige Wolle-Seide Klamotten, Hütchen, Sonnenbrille (!) und ein Auge auf den Flüssigkeitshaushalt. Schließlich liegt Joshua Tree auf über 1500m in einer Wüste in der es im Jahr gut 3cm regnet. Aber hey, wir sind eigentlich immer noch recht normal geblieben was das angeht, Gott sei Dank !

    Der Pfad sind wir dann natürlich nicht gewandert, sondern sind mit dem Wohnmobil zum Key's View Aussichtspunkt gefahren. Aber Achtung "narrow roads" – nur 8m breit :-). Von oben sieht man, wie die Mojave desert und die Colorado desert aufeinander treffen. Im Coachella Valley, durch den auch der San Andreas Graben verläuft liegt übrigens Palm Springs. Daher gibt’s dort auch täglich im Schnitt 4 Erdbeben…was natürlich einen Erdbeben-erprobten Einwohner Albstadts kalt lässt. Durch das Enge Tal fegt dazuhin auch noch ständig der Wind, daher hat sich Palm Springs einen wirklich unglgaublich riesigen Windpark angelegt, wenn ich mal wieder online bin google ich das mal, sowas sieht man selbst in Norddeutschland nicht. Und Spaß machts auch nicht mit einem Riesenwohnmobil und ewigem starken Seitenwind, aber wir schweifen ab…

    Auf dem Key's View haben wir dann noch Lothar und Genofeva aus Lippstadt getroffen, die mit Ihrem eigenen Wohnmobil mit Kennzeichen Soest alle US-Staaten besuchen wollen. Auf der Seitenwand hatten sie auch schon alles abgehakt bis auf die Staaten an den Großen Seen, verrückt, aber auch ein bissle cool.

    Nach so viel Aufregung darfs zum Mittagessen aber auch gerne wieder Rindersteak vom Grill sein, Kartoffeln von gestern waren schliesslich noch übrig. Ach und Maiskolben sollte man übrigens kochen, bevor man sie auf den Grill legt. Aber Fleisch ist eh unser liebstes Gemüse, nicht wahr, nicht wahr ;-)

    Und wieder zeigt sich, wie ergiebig so ein Erdentag sein kann, wenn man ihn nur mit den Hühnern beginnt, sehr aufregend was wir alles erlebt haben heute schon und es ist grade mal 4 Uhr Nachmittags…Jetzt geht’s nochmal auf Fotosafari durch den Campground, und dann früh schlafen, wer weiss wanns morgen früh los geht, wenn wir uns auf den langen Weg Richtung Grand Canyon machen

    Fotos & Videos

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  • 18May 2013

    6 Einmal quer durch die Wüste (Needles) 18.05.2013 USA —

    Needles, USA

    Beschreibung

    it's getting hot in here......

    Wir durchqueren die Wüste und haben weiterhin Spaß am Autofahren! Christopher stellt den Tempomat ein, ich lese oder schaue aus dem Fenster und das Finchen pennt!

    Needles, gut dachten wir, wenn es schon sonst nix sehenswertes gibt gehen wir halt shoppen!
    Äh nein....die Stadt Needles beherbergt 5000 Einwohner uns sonst nur viel Wüste! Es ist mir unbegreiflich wie man hier leben kann, ein gefühltes Niemandsland und ich dachte Burg Hohenstein und Ostdorf wären out of buisness :)

    Wir sind also morgens noch ein bisschen im Joshua-Tree-Prak gewandert und fuhren anschließend wie gesagt immer gerade aus durch die Wüstentäler und Berge von Califronien bis zur Grenze zu Arizona! Hier machten wir einen Zwischenstopp auf einm Campingplatz namens Desert-View! Ja, die Wüste war nicht zu übersehen und auch nicht zu ignorieren, denn es war endlich windfrei wunderbar warm (zugegebenerweise haben wir die eine oder andere Nacht auf 1700 Meter etwas gefroren)! Nein, heiß, aber egal, denn es gab einen Pool mit Schatten für die kleine FIne und so verbrachten wir dort den Nachmittag mit lesen und planschen!

    Bytheway: Josephine entdeckt gerade, dass sie ihre Hände drehen kann "wie ein Fähnchen sich im Sturme..." und es ist einfach wunderbar wenn sie ganz begeistert und erstaunt minutenlang auf ihre sich drehende Hand starrt!


    => Die zweite Hälfte der Bilder gehört übrigens zum nächsten Wegpunkt "Oatman, Williams, Route 66", aber jetzt ists spät, Christopher schon im bett und ich hab keine lUst sie nochmal richtig hochzuladen, das dauert nämlich ewig :)

    Fotos & Videos

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  • 19May 2013

    7 Route 66 (Williams - Canyon Gate) 19.05.2013 USA —

    Williams, USA

    Beschreibung

    Heute sind wir die berühmte Route 66 (wieder weiter durch die Wüste) gefahren! Es sind ungefähr 4 Stunden von Needles bis nach Williams, dem Tor zum Grand Canyon, wo wir noch eine Nacht mit WiFi und Full Hoock up bleiben, bevor wir morgen ganz früh versuchen einen Platz auf einend er Campgrounds im Canyon direkt zu ergattern. Wie gut, dass wir mit dem Frühaufstehen keine Probleme haben. Fine sei Dank –mal wieder :)

    Zurück zur Route! Ich habe ein bisschen in unseren Reiseführern geblättert und eine alte Goldgräberstadt an der Route 66 entdeckt, in der immer noch Wildesel frei herumlaufen. Klar, da müssen! wir hin ….. Und so nahmen wir wieder statt die I-40 die kleinere Straße um etwas von Leuten und Landschaft zu sehen. Also eher Landschaft, denn wie gesagt, Menschen gibt es hier nicht so viele! Gestern sind wir übrigens wirklich durch eine Stadt gefahren die aus einem Postamt, einer Tankstelle und 2 Häusern bestand, und vorher und nachher eine Stunde Wüste! Ich bin immer noch fasziniert!

    Wir fuhren also über den Colorado River die Route 66 nach Arizona mit erstem Ziel Oatman! Wir fanden es, also zuerst die Esel die mitten in den Bergen auf der Straße liefen und sich glückselig von mir streicheln ließen. Also ich war glückselig  Danach ein paar Autominuten weiter kam die alte mittlerweile tote Goldgräberstadt , welche einfach and er Straße rechts und links ein paar alte Saloons zu Essens und Giftshops ausgebaut hat. Wunderbar! Mitten im Niemandsland. Wie zur Hölle kamen da früher Leute hin. Zieht man mal los und denkt nach vielen Stunden, ach du Berg da, dich grab ich jetzt mal an, du siehst goldig aus (finde diesen Witz übrigens sehr lustig :)) Wie bekommt man was zu essen und woher nimmt man Holz zum bauen…es gibt hier nix (siehe Fotos). Und ich dacht immer das Leben war früher in Meßstetten hart…pfff von wegen raue Alb !

    So…und nun sitzen wir in Williams, haben lecker gegessen, Fine schläft seit 8, der Vorhang zum Schlafzimmer ist zu und das klappt echt super! Die Arme wurde heute in der Dusche in unserer großen Salatschüssel gebadet!
    Wir checken noch alle Sachen für die nächste Woche und dann drückt uns mal alle die Daumen, dass wir dort oben ein bisschen bleiben. Genauer gesagt bis Freitag…..denn dann haben wir ein wichtiges Date: Samsag 11.45, Sportsmanbar Flaggstaff…..Bayern wird Championsleaquesieger ... ole ole…….

    Bytheway: erstes Mitbringsel gekauft, haben mal alphabetisch von hinten angefangen und Willi darf sich freuen!

    FOTOS siehe Wegpunkt Needles :(

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  • 20May 2013

    8 Grand Canyon 20.05.2013 USA —

    Grand Canyon Village, USA

    Beschreibung

    Willkommen in Arizona: Canyon Land …und vor allem Land des Grand Canyon!

    Montag 20.6.:
    Nun ist es so weit und wir sind an unserem ersten Highlight der Tour angekommen: der Grand Canyon! Wer mit dem Begriff nicht so wirklich was anfangen kann: man fährt durch den schönen aber nicht unbedingt spektakulären National Forest, also schöner Nadelwald mit ein paar Elchen drin und denkt sich…mhhh jetzt muss doch mal dieser Canyon kommen! Zumindest ging es mir so! Irgendwie dachte ich bis jetzt auch, ein Canyon wäre irgendwie ein Berg, also wartete ich auf den Berg, den man bekannter Weise ja auch schon von etwas weiter sehen sollte. Falsch gedacht: Canyon heißt so was wie Schlucht/Tal und auf dem Berg, da ist man eben schon drauf
    Man fährt also bis zum Parkplatz durch besagten Wald, läuft ein paar Meter den "ViewPoint"Schildern nach und plötzlich tut sich vor einem eine rieeesen Landschaft auf. Die Schlucht, die der Coloradoriver über Millionen von Jahren in den Berg gefressen hat ist 1300 Meter tief und an der breitersten Selle sieht man 17 km !!! rüber auf die andere Seite! Und unten, von oben winzig klein, fließt immer noch der (mittlerweile gestaute und kontrollierte) Colorado River! Echt ein überwältigender Anblick!
    Ja das positive zuerst, nun zur Tragik dieses ersten Tages: Als wir um 9 Uhr morgens als gute Frühaufsteherdeutsche am Campingplatz bereit waren unsere Handtücher auf die ersten freien Plätze zu werfen…wurden wir ausgelacht, naja, nett belächelt! Keine Chance auf einen Platz im Nationalpark und ob wir den vorhätten noch weitere Parks zu besuchen? Na dann sollten wir vielleicht mal anfangen zu reservieren! Ganz Amerika macht seit diesem Wochenende Urlaub (Montag ist Memorialday) und die Amis machen Urlaub natürlich am liebsten Outdoor in Amerika = in ihren Nationalparks! Gut, kurz schlucken, weitergehts! Plan: wir übernachten auf einem Campground im National Forrest direkt vor dem Park (15 Min zur Schlucht), fangen direkt mit dem Sightseeing an und checken heute Abend im Reiseführer die weitere Route (Nachteil: beim Reservieren muss man dann halt auch genau planen), vor dem Park ist ein McDonalds, da gibt’s Internet und wir können einfach alles buchen. Man merke sich das Wort einfach ;)
    So sind wir dann am ersten Tag noch mit geschnürten Schuhen in die Schlucht hinein gestiegen! Finchen an der Brust bzw. Berg auf dem Rücken ging es 1 Stunde auf schmalen Wegen runter in den Canyon und dann fast zwei Stunden steil wieder Berg auf. Aua haben mir die Waden die nächste Woche wehgetan! Aber das Laufen tat richtig gut, das Wetter ist toll und die Aussicht einfach berauschend.

    Dienstag 21.6.
    Nachdem wir also abends unsere ganze Route ungefähr festgelegt haben, eine Stunde sich über das nicht ordentlich funktionierende Internet ärgernd bei Mc Donalds verbracht haben, fuhren wir wieder hoch ins Grand Canyon Village um bei der kostenlosen Hotline der amerikanischen Nationalparks unsere Unterkünfte zu buchen: Tzja…zurück zu dem Wort "einfach", es war einfach: eine Antwort: Sorry….es ist nix mehr frei. Nicht mal mehr im Yosemitepark in geschlagenen 4 Wochen gibt es auf einem der 10 offiziellen Plätze noch ein kleines für uns! Das saß! Ich war mächtig böse auf meinen tollen Reiseführer, was bringen mir lauter Campingplatzbeschreibungen wenn man dann keinen bekommt! Sowas muss da doch drin stehen (ähhhm heute, 5 Tage später habe ich gesehen, dass es tatsächlich vorne drin steht…räusper….aber man sollte es prominenter anbringen..so!) Egal, wir sind dann mit dem kostenlosen Shuttle bis zur südlichsten Spitze des Rim (der Kante) gefahren und ein bisschen dort entlang gelaufen, immer wieder Teile mit dem Bus, Teile zu Fuß, und Christopher hat viele viele schöne Bilder gemacht. Es gibt da übrigens kaum Absicherungen an der Kante, man steht also einfach direkt an der "Klippe", in Deutschland undenkbar! Und Josephine ist eine super Busfahrerin…..sie sitzt meistens in der Manduca und flirtet mit allen ihren Sitznachbarn, die dann anfangen für sie lustige Grimassen zu ziehen oder in hohen Tönen zu quietschen. Ehrlich, mit uns schäkert sie nicht so und wenn wir versuchen von dieser Grinserei ein Foto zu machen: keine Chance. Das Ergebnis seht ihr….zwar ein wunderschönes Bild, aber gelacht wird nur wenn Josephine will 
    Zu unserer Planung: Wir beschlossen es locker zu sehen, die Planerei und Anspannung ob man was bekommt hat uns eh nicht gefallen, also machen wirs wie bisher und schauen von Station zu Station. Wir werden schon einen Platz bekommen und so sind wir viel freier in unserer Routenauswahl und können einfach auch mal wo länger bleiben, wenn es so schön ist wie hier gerade (Spider Rock)! Abends haben wir dann in unserem wirklich schönen Waldplatz gegrillt und fein gegessen, mit heißen Marshmallows zum Nachttisch!

    Mittwoch 22.5
    Am Mittwoch haben wir den zweiten größeren Wanderausflug begonnen, das heißt, wir sind einen zweiten Trail Richtung Tal gelaufen. Man muss sich das so vorstellen, dass es von der Kante oben aus verschiedene (ich galub 4-5) Wege ganz nach unten zum Fluss ins Tal gibt. Diese kann man gut zu Fuß laufen und sie sind in mehrere Stationen eingeteilt. Wir haben uns immer die einfacheren mit so 2-4 Stunden Weg ausgesucht, denn das ist –auch bei den Temperaturen im Berg- alles nicht so ohne und mehr wollten wir mit dem Finchen on Tour nicht wagen. Naja, mir hats auch gereicht, meine Kondition ist gleich 0 00000, Christopher hätte wohl noch eine Station tiefer geschafft. An einem Tag darf man nicht rein und wieder hoch laufen, man braucht runter so 6-8 Stunden, aber unten gibt es einen Zeltplatz zum Schlafen und dann kann man am nächsten Morgen wieder hoch. Schon krass, sind immerhin wie gesagt reine 1300 Höhenmeter unterschied! Wir haben bei unserer kurzen Tour schon allein fast 500 Meter gemacht, was man wirklich vor allem an der zunehmenden Wärme merkt. Jetzt noch angenehm möchte ich dies echt nicht im Hochsommer laufen. Unser Trail ging diesmal in steilen ZickZack in die Schlucht hinein, vielleicht 2 Meter breit und teilweise mit Steinen rechts und links als "Weg" markiert. Also auf der einen Seite ist die hohe Felsmauere, auf der andren die Schlucht, und dazwischen läuft man. Und nicht nur Mann, auch die Mulis. Das ist echt cool, ich mein unebener Weg, manchmal nur nen guten Meter Platz und an der Seite geht’s runter, doch die Mulis fallen und stolpern wohl nie nie nie. Die Touren auf ihnen ins Tal sind meist über ein Jahr im Voraus ausgebucht. Schon ziemlich cool, aber wahrscheinlich stirbt man die erste Hälfte der Tour vor Angst und kann erst die zweite genießen. SO würde es mir wohl gehen……! Nun gut, wir wanderten also fleißig und als wir wieder oben waren, sahen wir alle 3 nicht mehr so lecker aus. Nass, rot vom Sand und ziemlich fertig würden wir gerne duschen, aber leider war unser Abwassertank voll. Da hatte Christopher mal ;) einen guten Einfall und wir sind fix zum Campingplatz gefahren, wenn die schon keine Plätze haben, haben sie doch wenigstens Duschen… und siehe da, wir parkten galant in der Wasserablass und Auffüllstation, direkt neben den Waschräumen….alles auf einmal erledigt 
    Somit konnten wir auch noch eine Nacht mehr im Grand Canyon verweilen und beschlossen, am nächsten Tag den Campingplatz am östlichen Ende "Desert View" aufzusuchen. Nach dem Prinzip first come first serve schauen wir mal nach einem Plätzchen, denn hier kann man zwar nix machen außer die Aussicht genießen, aber diese soll zum Sonnenunter- und aufgang hinreißend sein.

    Donnerstag 23.5.
    So wars…..ohne Stress hat alles toll geklappt und wir bekamen am Donnerstag früh dort einen schönen Platz, woraufhin Christopher erst mal noch ein Nickerchen gemacht hat, während Josephine und ich loszogen, den Watchtower, das Visitorcenter und natürlich den Canyon zu besichtigen. Das ging nämlich dann endlich mal zu Fuß, eine echte Ausnahme in diesem Riesenland! Nach einem Abstecher ins Museum, eine Ausgrabungsstelle besichtigen wie die Puebloindianer früher gelebt haben, also deren Vorfahren (um 1300 und die waren Sammler und Jäger, schon unglaublich, da gab ja in Europa schon Sachen wie den Investiturstreit!)machten wir uns mit warmen Klamotten, also Jeans und Pulli ;) bereit für den Sonnenuntergang. Fine wie immer zum Schlafen bereit in der Manduca an Mama dran….! Schön wars…und gar nicht so kalt im Vergleich mit dem Sonnenaufgang am nächsten Morgen!

    Freitag 24.5.
    4.15 Uhr: Der Wecker klingelt (normalerweise brauchen wir keinen Wecker, wir haben ja Josephine dabei)! Wir ziehen uns schnell an und Josephinchen wir schlafend in den Maxicosi gesetzt. Nach Jonathan, dem wirklich netten Parkranger gibt es ein paar Meilen weiter einen Aussichtspunkt, der perfekt für den Sonnenaufgang geeignet ist. Dort trafen wir um kurz vor 5 ein, parkten samt schlafender Fine und suchten uns einen schönen Platz ein paar Meter vom Parkplatz entfernt an der Kante. Wir hatten einen tollen Blick rechts auf den Watchtower bei Desert View (siehe Foto) und nach links auf die Schlucht samt Colorado River. Einziges Manko: es war echt kalt! Egal: Wer schöne Bilder haben will muss leiden! Ich hab dann so kurz vor 6 aufgegeben und bin in den Wohnwagen uns Kaffee kochen und Pancakes backen gegangen (Tolle Fertigmischung von Walmart, man füge nur Wasser hinzu…sahen echt toll aus und die nachträgliche Schlechtigkeit nach der Überdosis Zucker ist garantiert!). So hatten wir ein echt amerikanisches gemütliches Breakfast morgens um 6 auf dem Parkplatz, Fine ist dann auch mal aufgewacht und nach einem kurzen Abstecher zurück zum Campground zum Toilettebesuch und Wasserauffüllen machten wir uns auf den weiteren Weg mit dem Ziel Flagstaff: c.a. 80 Meilen entfernte Stadt (diesmal wirklich Stadt) zum Shoppen und Fußball schauen. Gesagt gefahren, um kurz nach 10 gings nach schon 2 Wochen !!! Amerika endlich zum Shoppen. Eigentlich enterten wir nur zwei Läden, aber das füllte unseren Tag: Erst ins Vansgeschäft, wo sich jeder von uns zwei Paar Schuhe kaufte (Josephine hat keine bekommen, dabei gab es ganz tolle Vans für Babys aber der Papa fand zu teuer ) und dann zu Old Navy (so was wie H&M) nochmal 100 Dollar pro Person ausgeben  Und ein paar Mitbringsel kaufen! Josephine hat hier einen tollen Stars (ohne Stripes) Kurzarmanzug (wie nennt man das? Pumpsuit?) bekommen (siehe Fotos von Flagstaff). Jawohl…..so viel zum Grand Canyon. Unsere Tour geht weiter durch den Petrified Forest zum Canyon de Chelly (d`Schei)mitten in einem Navajo-Reservat. Hier wollen wir wenns schön ist mal ein bisschen Pause machen uns relaxen! Wies dann weitergeht muss man auch noch rausfinden……….

    Bytheway1: Ich und Eichhörnchen.....Wer unsere Bilder und Erzählungen aus New York kennt weiß, dass ich und das gemeine (ja: bitte doppeldeutig verstehen) amerikanische Eichhörnchen keine besonders guten Freunde sind. Bisher lag das jedoch eher daran, dass sie mich nicht mochten! Nun hat sich das Blatt gedreht und es besteht fortan eine auf Gegenseitigkeit beruhende Feindschaft! Versucht mal mitten im Canyon eurer verdienten Vesper zu vertilgen. Man setzt sich irgendwo hin und schon kommen aus allen Löchern diese Viecher angerannt…brr…da quietsch ich erst mal laut (war Christopher ziemlich peinlich) und dann verscheuch ich lauthals trampelnd alle. Hallo: Ich muss ja schließlich mein Kind beschützen!!!

    Bytheway2: Wir sind so gute Schwaben……Im Grand Canyon gibt es wohl sehr gute Trinkwasserquellen und damit nicht dauernd die Touris umfallen und den Park auch nicht mit Müll zuschütten, gibt es überall kostenlose Wasserquellen zum Trinken bzw. Flaschen auffüllen. So haben wir natürlich an allen Tagen und besonders am Letzen allle alle Flaschen die wir hatten (auch leere große Colaflaschen etc.) zum Brunnen getragen und uns so für gefühlte 3 Wochen mit kostenlosem Wasser versorgt. Man muss ja gucken wo man bleibt 

    Fotos & Videos

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  • 25May 2013

    9 FC Bayern gewinnt die Champions League 25.05.2013 USA —

    Flagstaff, USA

    Beschreibung

    So ist das also, der FC Bayern und die Goldene Generation um Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger können doch bestehen in einem Finale - und wie! Was ein Spiel...
    Nachdem mich also mein Chef gestern geärgert hatte, war sogar fast die Vorfreude auf das Spiel der Spiele dahin, aber zum Glück nur fast ( Note to myself: Irgendwann selbstständig machen, dann muss man sich mit wenig einfühlsamen Vorgesetzten nicht rumschlagen). Ich war den ganzen morgen schon hibbelig, Sophie erst als wir nach längerem Suchen ( danke an den Gangster Mexicano, der Sophie den Weg zur Sportsbar erklärt hat) endlich unseren Sitzplatz hatten. Und tatsächlich - Eric Wynalda spricht auf Fox über Baahjerrn und Dooorrdmunnd, und die waren sogar Live im Stadion, wer hätte das von den Amis gedacht. Nur gut, dass Anstoss schon um 11:45 Uhr war, da hatte man die Ausrede schon Vormittags Bier zu trinken. An Essen war auch nicht zu denken, gut Madame ordert eine bisschen Nachos als Appetitanreger, kann ja keiner wissen, dass man damit ne halbe Armee ernähren kann. Und unsere Tochter ß Die fands natürlich unglaublich spannend. Und SO VIELE FERNSEHER ! 20 Stück waren es bestimmt, und auf einem Drittal kam CL, auf den anderen gabs Softball, Baseball, noch mehr Baseball, College Football und auf dem Klo kam sicher Golf - Josephine fands atemberaubend. Wir loben sie ja viel zu selten, aber sie macht das wirklich alles so wunderbar mit, lächelt die Welt an, feut sich, dass sie fernsehen darf, gluckst vor sich hin, wenn sie spielt und denkt nicht mal dran eine Szene zu machen, wenn die Eltern Fußball kucken - wirklich toll !Gefreut hat sie sich am Ende natürlich auch, ist ja aber auch klar, wir haben wir ja vor Spielbeginn auch den Stern des Südens 20 mal vorgesungen ;-)
    Nicht nur wegen dem Siegestaumel hätte ich in Sportman's bar & grill noch diverse Stunden verbringen können. Ein Samstag mit 15 verschiedenen Bieren vom Faß und Sport in Hülle und Fülle, dazu Burger vom Grill, da lässt sichs aushalten. Aber wir sind ja wie schon erwähnt nicht zum Spaß hier und haben uns also noch mit weiterer Literatur bei Barnes & Noble eingedeckt ( Der Lonely Planet Germany widmet Tübingen übrigens eine Doppelseite mit Bildern vom Rathaus, Marktbrunnen und Schloss, Balingen kommt leider nicht vor).
    mit 2 gemütlichen Stunden Autofahrt sind wir jetzt in der Wüste / absolutes Niemandsland an der Interstate 40 in Holbrooke. Morgen fahren wir dann weiter durch den Petrified Forest nach Norden in den Canyon de Chelly und hoffen dort ein paar Tage verbringen zu dürfen, eine Nacht haben wir immerhin reserviert :-)
    Ach und das Josephinchen fands wohl doch ein wenig aufregend, so viele Eindrücke, da kann man nicht vor 9 schlafen....das ist doch vielleicht ein wenig spät, oder nicht ?!

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  • 26May 2013

    10 Petrified Forest / Painted Desert 26.05.2013 USA —

    Holbrook, USA

    Beschreibung

    da waren die Kommentatoren schneller als wir .....

    ....mhh petrified forest.....wie immer haben große Schwestern recht...geologisch interessant aber ansonsten waren wir etwas enttäuscht von diesem Nationalpark (sind auch nur durchgefahren) und von der angemalten Wüste haben wir auch nicht so wirklich viel gesehen!

    Auf dem Weg von Holbrook zum Canyon de Chelly mitten im Navajoland liegt der Petrified Forest Nationalpark. Hier gibt es ein kleines geologisch/biologisches Wunder zu bestaunen. Vor vielen Millionen Jahren war diese Fläche richtig tropissch, mit vielen großen Bäumen und Flüssen die sich durch den Dschungel schlängelten. Wenn ide Bäume gestorben sind, fielen sie in den Fluss und wurden am Flussbett unter Sand begraben. Hier sind sie durch Wasser und Mineralien "bearbeitet" worden und das Holz ist kristalisiert. DIe Holzstämme die überall rumliegen sind also in wirklichkeit schon Kristalle/Steine. Das ist schon cool, aber es liegen nicht wie wir erwarteten überall diese Holzblöcke rum, sondern nur ganz vereinzelt an ein paar Viewpoints. Nun gut, wir fuhren eh durch den Park und die Lanschaft an sich ist ja auch schon schön.

    Viel mehr gibt es von hier nicht zu berichten.........weiter gehts zum Canyon de Chelly

    Bytheway: Wir haben uns schon am Grand Canyon gefragt, wie um alles in der Welt diese ganzen Franzosen hier her kommen. Ich mein, dass wir Deutschen Reiseweltmeister sind und man einfach überall freiwillig oder unfreiwillig auf uns trifft ist eine bekannte Tatsache, aber dass Franzosen ihr Land verlassen und dann auch noch gut englisch sprechen????? Die Erleuchtung kam uns gester: Kanadier!!!!

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  • 27May 2013

    11 Canyon de Chelly 27.05.2013 USA —

    Chinle, USA

    Beschreibung

    Nun sind wir im Navajo-Reservat am Canyon de Chelly und nächtigen auf einem landschaftlich wunderschön einsamen und echt ranzigen Campingplatz.

    So...und wie der Campingplatz so ist zusammengefasst auch unser Eindruck vom gesamten Navajo-Land, wunderschön, eine faszinierende Landschaft, der Canyon ist innen ein Paradies (genaueres später), aber die Einwohner scheint das nicht zu interessieren, denn zum ersten Mal auf unserer Reise sehen wir Müll in der Landschaft, Häuseransammlungen die eher einem Schrottplatz gleichen, eklige Toiletten und auch wirklich zum allerersten Mal unfreundliche Menschen (Ranger und Visitorcenter) mit einem echten Übergewichtsproblem. Ich bin immer noch schockiert von dem maximal einjährigen Kind im Hochstuhl beim Burgerladen, dass mit Cola und Pommes gefüttert wurde. Überall stehen Warnhinweise man soll sein Wohnmobil doppelt und dreifach abschließen und immer auf seine Wertgegenstände aufpassen. Ebenfalls neu sind die Verkäufer an allen Viewpoints und Touren in den Canyon kann man auch bloß für sehr viel Geld mit Einheimischen machen. Das alles hinterlässt kein gutes Gefühl und wir haben uns einfach nicht so richtig wohl gefühlt, weshalb wir auch nur zwei Nächte geblieben sind.
    Wir haben viel darüber gesprochen, wie das sein kann, dieser eigentliche Widerspruch, mit seinem eigenen hart erkämpften Land so umzugehen…..im Endeffekt ist es wahrscheinlich das gleiche Phänomen wie immer…..in der heutigen Industrie/Kapitalismusgesellschaft geht eigentlich alles nur über Bildung! Und wer einmal an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurde geht selten intrinsisch motiviert diesen Weg und dann ist wohl Armut, Kriminalität etc. ein Selbstläufer. Ich musste mich ganz schön von meinem romantischen Indianergedanken verabschieden!

    Dennoch war es wirklich schön, denn wie gesagt war der Campingplatz von der Lage wunderbar und wir haben einen seit langem ersehnten Gammeltag eingelegt, an dem wir nix gemacht haben außer gelesen, gegessen und mit Josephine gespielt! Da eh Wolken aufgezogen sind haben wir beschlossen unser Wohnmobil einfach nicht zu verlassen :)

    Am nächsten Tag (Dienstag) machten wir uns, bevor es weiter gen Norden zum Monument Valley ging, auf, den einzigen freien Wanderweg in die Schlucht hinein zu erkunden. Und das war eine sehr sehr gute Entscheidung, denn von oben zwar ganz nett aber nicht wirklich spektakulär, zeigt dieser Canyon sich von innen wie das Paradies von Adam und Eva! Hier fließt das halbe Jahr ein Fluss durch, welcher schließlich im Sommer verebbt und der Natur die Möglichkeit sich zu entfalten bietet. Es ist also richtig grün mit hohen Bäumen und von den Navajos noch betriebener Landwirtschaft, alles eingekreist in steilen hohen roten Felsen. Vor allem das Runterlaufen war deshalb sehr schön, man fängt in Wüstenlandschaft an und kommt dann in dieses ruhige grüne Tal, so stell ich mir wirklich das gelobte Land vor. Unten konnte man das White House, eine Ruine der Ancient Pueblos besichtigen. Die haben sich (verständlicherweise) hier niedergelassen, die natürlichen Begebenheiten sind ja perfekt und durch die Häuserbauweise in den Fels hinein ist man vor Witterung und Tieren etc. geschützt! Endlich kann ich mal nachvollziehen, wieso man hier wohnt :)

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  • 28May 2013

    12 Monument Valley 28.05.2013 USA —

    Mexican Hat, USA

    Beschreibung

    So und Schwuppdiwupp, also in weniger als drei Stunden sind wir vom Canyon de Chelly über den Highway 160 am Monument Valley angelangt. Also die Geradlinigkeit von Straßen haben wir ja schon mal angesprochen und auch fotografiert, aber auf der Fahrt war es bestimmt fünfmal, dass ich Sophie genervt habe: "Geil, kuck mal, die Straße hat bis zum Horizont keine Kurve". Wenn man nur nicht auf einem Tonnenschweren unbeweglichen Wohnmobil hocken würde, sondern der viele Sprit wenigstens für Höchstgeschwindigkeit draufgehen würde.

    Apropos: Neuer Rekord an Mile-efficiency: 10,2 Meilen pro Gallone Benzin. Bei 6-8 als angegebenem Durchschnitt ist das topp, aber wenn man nachrechnet sind es trotzdem noch 24 Liter / 100km ;-)) Aber wir haben's ja…
    Auf jeden Fall fiel es uns nach den wenig schmeichelhaften Erfahrungen mit den Natives nicht allzu schwer, uns an unzähligen Verkaufsständen einfach vorbei zu schlängeln, und direkt auf den Gouldings Campground einzubiegen. Der existiert nur deshalb auf Navajo Land, weil vor dem Krieg ein geschäftstüchtiger Weißer John Ford dazu animierte, im Monument Valley Western Filme zu drehen. Das wurde wohl ein durchschlagender Erfolg, schließlich ist die Gouldings Lodge & Campground heute glaub ich immer noch eine Gelddruckmaschine ( klar bei 50% deutschen auf dem Platz lässt sich gut Geld machen, da kann man auch schon mal das Schild "Dusche" aufhängen…).

    Ja ja der Kommerz….Also als ich hier vor 10 Jahren mit meinen englischen Freunden nach der Uni war, gab es direkt an der Kante zum Monument Valley einen Zeltplatz für Eine Handvoll Dollar, auf dem sich die Leute morgens um halb 5 tummelten, um ein Bild vom Sonnenaufgang zu machen. Für den Platz wurde letztes Jahr das Lied vom Tod gespielt, da steht jetzt das View Hotel http://www.monumentvalleyview.com, bei dem man allerdings nachdrücklich versichern muss, jaaa, man möchte tatsächlich auf die Terrasse sitzen, um Kaffee zu trinken, OBWOHL es heiß ist und windet. Das sind die wohl von den sonstigen Gästen nicht gewohnt. Aber wie so oft hier: Der Kaffee kostet trotzdem nur $1.50 ;-))
    Damals sind wir auch mit unserem Dickschiffmietwagen unerlaubterweise ins Tal reingefahren, aber gediegen, wie Familie Müllerseng heutzutage ist, beschränkte sich die Aussicht auf angesprochenen Kaffee und ausgiebiges Fotografieren. Die Kulisse ist aber euch einfach gigantisch und den Navajo extra Eintrittobolus von $5 pro Nase natürlich wert. Sergio Leoneneone konnte auch nicht irren !
    Aber eigentlich ist auch die Umgebung schon genial, diese Einzelnen Übrigbleibsel, also diese Steinmonolithen die da so rumstehen stehen ja nicht nur im Monument Valley sondern auch an den Zufahrtsstrassen. Man bewegt sich hier übrigens laufend im Grenzgebiet von Arizonaund Utah hin und her. Somit auch zwischen verschiedenen Zeitzonen:
    Gouldings Lodge ( Mountain Zeitzone )
    Monument Valley ( Arizona Zeit plus 1h, weil zwar in Arizona, aber auf Navajo Land)
    Utah ( Zufahrt zum Nationalpark ): Mountain Zeitzone aber mit Sommerzeitumstellung
    Naja, jedem das seine, um sich vom Rest abzuheben…

    Auf jeden Fall war also eine Nacht in Gouldings vollkommen ausreichend, der Apple Pie für Sophie im View Restaurant lecker genug, dass wir getrost aufbrechen konnten Richtung URLAUB: Der Lake Powell und dem Glen Canyon National Recreation Area.

    Bei Josephine ist grade auch was im Busch. War sie vor 2-3 Wochen noch eine richtige Drehorgel und konnte sich nicht genug vom Bauch auf den Rücken und zurück drehen, scheint das jetzt zu langweilig zu sein. Einschlafen abends ist auch grade schwierig, unter einer halben Stunde Anschlag Geschrei scheint's nicht zu gehen und wenn Mama mal aus dem Blick gerät ist's auch nicht grade einfacher. Wir schließen darauf, dass sich grade ein mächtiger Entwicklungsschub abzeichnet: Wir sind sehr gespannt, und immer noch so unglaublich dankbar, dass wir so eine tolle Tochter geschenkt bekommen haben. Jetzt wo wir beide so viel Zeit mit ihr haben erwischen wir uns öfters dabei sie mit glasigen Augen anzuglotzen, weil sie so süß ist ;-)

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  • 30May 2013

    13 Badeurlaub am Glen Canyon 30.05.2013 USA —

    Page, USA

    Beschreibung

    Endlich Urlaub vom Urlaub !
    Nein, aber mal im Ernst, wenn man so viel sieht und doch schon so einige Kilometer durch die (neue) Welt fährt, braucht man dringend mal eine kleine Ruhephase um das Gesehene und Erlebte auch wirken zu lassen. Außerdem wollte ich endlich mal ein bisschen nur "rumhängen", und zwar am liebsten in Badekleidung mit einem Gewässer in der Nähe!

    Gut- zugegebener Maßen stimmt Badeurlaub nicht so ganz, denn der Lake Powell hat so um die 16 Grad, also Temperaturen bei denen nur Inge in den Bodensee springt. Aber es gibt bei dem zum Campground gehörenden Hotel einen sehr schönen Pool mit immerhin Blick auf den See. Naja –der Pool hatte so etwa 20 Grad….aber sind wir ehrlich, wer will schon schwimmen wenn er den ganzen Tag im Bikini auf einem Sofa mit wunderbaren Blick bei 30 Grad im Schatten sitzen kann? Eben!

    Zum Interessanten: Wo sind wir? Wir sind nach dem morgendlichen Besuch des Monument Valley gleich weiter gefahren zurück gen Westen / Norden an den Lake Powell. Diesen See gibt es seit ganzen 50 Jahren, er entstand nämlich durch den Glen Canyon Dam, durch den der Colorado River -bevor er in den Grand Canyon fließt- gestaut wird und somit über eine große Canyonfläche läuft und mitten in der Wüste Arizonas/Utahs einen wunderschönen See bildet. Ja, ich liebe Schachtelsätze! Dieser Damm versorgt insgesamt 30 Millionen Menschen mit Wasser! Die dazugehörige Stadt Page ist genauso alt wie der See, sie wurde nämlich von den Arbeitern des Damms gebaut und hat heute noch so 9000 Einwohner und !!! 14 Kirchen !!! Ich hab den Mund nicht mehr zu bekommen, als plötzlich an der Straße eine Kirche nach der anderen kam, 7 Stück direkt nebeneinander. Verrückte Welt und brave Kirchgänger hier. Das tollste an der Stadt: genau – der riesengroße Walmart, in dem wir am ersten Abend dann ganze 2 Stunden verbrachten und nun für die Weiterfahrt gewappnet sind. Es geht einfach nix über einen guten Vorratsschrank! Das war am Mittwoch.

    Am Donnerstag wollten wir eigentlich nur Großputz / Wäsche machen und dann den Rest des Tages nix tun. Aber nach dem alles so schön sauber war, packte uns dann doch die Unternehmungslust und wir haben ein bissle Shopping im Dam Plaza Center betrieben und uns die Stadt amerikanisch (by the car) angeschaut! Und natürlich abends toll gegrillt und endlich auch mal viel draußen gesessen (wenn Fine schläft), dazu war es nämlich bis jetzt oft zu kalt. Der Sternenhimmel hier in der Wüste ist unglaublich beeindruckend, wenn man nicht immer so müde wäre….

    Freitag fing einfach super an…..Josephine beschloss um 6 Uhr aufstehen zu wollen und Christopher hatte mit meinem Aufstöhnen wohl so arg Mitleid, dass es das Kind geschnappt hat, frischgemacht und dann mit ihr zum Wasser runter spazieren gegangen ist. Als ich aufgewacht bin, kamen sie grad zurück und es war halb 9! Ein Traum! Josephine ist übrigens nach 2 Minuten laufen wieder eingeschlafen…..aber Hauptsache mal wach gewesen  Den Rest des Vormittags (bis 3) haben wir am Pool des Hotels verbracht. Hier zeigte sich die gute Seite der abends und morgens nicht schlafen wollenden Tochter: sie hat auf dem Sofa am Pool 2 Stunden geschlafen! Das war wirklich Zeit zum relaxen, sonnen , lesen ….. Danach haben wir noch eine Dammführung gemacht und sind dann zu einem tollen Aussichtspunkt gewandert, von dem man auf den "Horseshoe" blicken kann, eine sehenswerte Rundung des Colorado River!

    Heute, also Samstag, stand mal wieder unter rot-blauen Fahnen und so sind wir nach einer morgendlichen Tour zu den "Hanging Garden" zum Fußballschauen ins Hotel aufgebrochen. Die Tour wurde übrigens von einem Ranger geleitet und wir drei waren die einzigen Interessenten. War den meisten wohl zu früh :)
    Im Hotel angekommen merkte Christopher, dass das mit dem –irgendwie übers Internet schauen- nicht klappt und als er sich schon mit dem Radio abfinden wollte, bemerkte er, dass dieses Stadion im Fernsehen (Bildschirme des Poolrestaurants) ihm doch sehr bekannt vorkommt. Tada: wir bestellten Bier und Burger und Josephine durfte mal wieder mit uns Bayern beim gewinnen zuschauen (das hat dann daheim aber ein Ende ;) ) Und da wir dann ja eh schon am Pool waren haben wir dort auch einfach den gesamten Rest des Tages verbracht. Ich hab mein drittes Buch ausgelesen, eine Biographie über Hanna Arendt (Danke Mama), die Christopher und mich doch wirklich zu den ein oder anderen philosophisch-soziologisch Gesprächen auf den Wanderungen und sogar am Pool animiert hat. Nun nutzen wir noch das Internet zum tippen, denn morgen früh geht’s weiter so 150 Meilen zum Bryce Canyon! Wir hoffen diesmal vielleicht einen der 90 "first come, first serve" Plätze auf dem Campground zu bekommen und freuen uns auf mal ein bisschen längere Wanderungen.

    Bytheway: Gelebter Rassismus: Heute traf ich schon zum zweiten Mal ältere Amerikaner (Ungarin und davor eingewanderte Deutsche) die mir nach Gesprächen über Kinder (mit Josephine kommt man auf so Themen) erklärten, dass diese Mexikaner alle illegal herkommen und dann soooo viele Kinder bekommen, die auf diesem Staatsboden dann auch noch Amerikaner werden. Und wir sollen lieber nicht nach Texas, überall Mexikaner. Aber wir kennen das ja – das ist wie bei uns mit den Türken……..ähm ich hab dann mal kräftig geschluckt und den Mund gehalten. Aber ein bissle erschrocken hats mich schon!

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  • 02Jun 2013

    14 Bryce Canyon 02.06.2013 USA —

    Bryce, USA

    Beschreibung

    3 Nächte Bryce Canyon – eine ganz ganz tolle Zeit – ich bin kurz davor ihn meinen Lieblingscanyon zu nennen, auch wenn er nicht wirklich einer ist…..also das Wissen zuerst: Bryce Canyon ist ein Nationalpark, in dem man ein geologisches Wunder bestaunen kann und dieses in einer Größe und Weite, dass es einfach atemberaubend ist. Der Park ist im eigentlichen Sinne kein Canyon, da er nicht durch einen Fluss gegraben wurde, sondern im Endeffekt durch Regen, Schneeschmelze und vor allem Frost entstanden ist. Wir waren unglaubliche 3000 Meter hoch (ich mein da sind bei uns Gletscher), wie alle Canyons hier auf der vor Millionen Jahren entstandenen Coloradohochebene, die es durch irgendeine Plattenverschiebung hoch gedrückt hat. Nun ist das ab er alles kein fester Fels bzw. Stein, sondern die "Berge" bestehen aus Kalk und Sandstein, welche eben durch Wasser leicht zu verformen sind. Da der Bryce Park so unglaublich hoch liegt kommt es an 200 Tagen im Jahr zu dem Phänomen, dass sich Frost bildet und dieser wieder schmilzt. Hierdurch sowie Regen und eben Schnee (es gibt sogar Langlaufloipen da oben direkt am Rim) wird der Stein abgetragen bzw abgesprengt. Da die obere Kalkschicht fester ist als der darunterliegende rote Sandstein entstehen wahnsinnig anzusehende Felsformationen, die man dann wenn sie irgendwann alleine stehen Hodoos nennt. Durch die verschiedenen Schichten entstehen ganz unterschiedliche Farben und der ganze Park leuchtet je nach Sonne mal in rot/orange und mal wunderschön in rosa Pastelltönen, ich hoffe man kann das auf unseren Bildern erkennen. Je nachdem wo man an der Kante entlangläuft, hat man das Gefühl auf riesige Sandburgen /Festungen zu blicken oder die "Nadeln" spießen einen fast direkt auf. Wie bei so einem Computerspiel  Es sieht manchmal wirklich surreal aus.
    Nun zur Reise: Wir waren super unterwegs und in knapp 3 Stunden vom Lake Powell zum Bryce Canyon gelangt, in welchen aus irgendwelchen Gründen an diesem Sonntag und den folgenden Tagen einfach nix los war. Somit bekamen wir einen tollen Platz für 15 Euro im nationalen Campground direkt am Rim und konnten die nächsten Tage endlich mal alles ohne unser Monstermobil machen. Es gibt dort nämlich einen kostenlosen Shuttlebus zu allen interessanten Ausblicks punkten, von denen dann auch die verschiedenen Wanderwege tief in den Canyon hinein gehen. Dieses Angebot haben wir ganz kräftig genutzt und sind am Dienstag sogar 7 Kilometer mit 500 Meter Höhenunterschied gelaufen, das klingt nicht viel, ist es mit Baby und bei 3000 Meter Höhe aber wirklich! Was lustiges zur Höhe: wir haben beide erschrocken unsren Kühlschrankinhalt betrachtet und dachten Milch etc wären kaputt gegangen, bis wir merkten, das auf Grund des massiven Druckunterschiedes alle Tuben und Flaschen wie im Flugzeug bloß dick aufgeblasen waren, der Inhalt war noch fein. Die Nächte waren hier recht kalt, aber immerhin hatte man am Tag gute 23-25 Grad, und das bei der Höhe.

    Ich weiß gar nicht so viel zu erzählen, wir haben das Laufen und den Blick und sicher auch die viele Ruhe sehr genossen, Josephine ist tagsüber einfach ein Traum und hat wirklich immer viel Spaß, die Nächte sind auch super nur der Übergang ist im Moment wirklich ein Problem. Aus irgendwelchen Gründen findet sie nicht in den Schlaf (der neuerdings auf dem Bauch stattfindet) und nimmt uns somit auch ein bisschen die wertvollen Abendstunden zu zweit.
    Gerade sitzen wir jedoch schon an der nächsten Station am Rande des Zion Nationalparks in einem großen Resort mit Pool, Strom und W-Lan. Morgen hoffen wir einen Platz im Park zu bekommen, wir werden wieder mit unserem Handtuch um 8 bereitstehen…..mal sehen. Hier ist man wieder ganz weit unten (geologisch) und somit ist es heiß heiß heiß…sitzen gerade draußen und es ist 11 Uhr nachts. Somit Gute Nacht!!!!
    Oh und noch was tolles: Wir haben Vegas gebucht. Unter der Woche kurzfristig gibt es ein Zimmer im Circus Circus mitten am Strip zu sagenhaften 55 Dollar die Nacht. Das gönnen wir uns doch mal!

    Bytheway: Haben schon beschlossen in 10 Jahren wiederzukommen, die Kinder sind dann auf die Verwandtschaft verteilt und dann machen wir alles, was jetzt nicht so ganz ging: Mulireiten im Grand Canyon, Shows in Vegas und 1 Woche wild campend von einer Seite zur anderen durch die Tiefen des Bryce Canyon wandern!

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  • 05Jun 2013

    15 Zion Nationalpark 05.06.2013 USA —

    Springdale, USA

    Beschreibung

    Juhu es hat geklappt, wir waren früh da und haben einen sehr schönen Platz auf dem Southcampground im Zion Nationalpark bekommen. Wie bis jetzt in allen Nationalparks in der USA ist auch hier alles sehr gut organisiert, sehr sauber, ganz einfach gehalten und sehr Ökologisch und ökonomisch durchdacht. Man darf also in den Zion Canyon gar nicht mehr hineinfahren, sondern es fährt ca alle 7 Minuten ein Shuttlebus, der einen zu allen wichtigen Stationen bringt. Nicht nur in den Park hinein, sondern auch hinaus in die direkt angrenzende Stadt Springfield ("Stadt"=eine große Straße) fährt ein kostenloser Shuttle. Täglich gibt es Informationsprogramme wie Ride with an Ranger, Walk with an Ranger etc…… die nehmen allerdings außer uns nur Rentner wahr, meistens ehemalige Lehrer die wie wir eigentlich auch schon alles wissen ;) (Spaß)

    Was haben wir so gemacht im Zion: wir sind gelaufen, und zwar äußerst doppeldeutig, denn einmal liefen wir wirklich die ein oder andere Meile, auf der anderen Seite lief uns ein ganzer Haufen Schweiß, denn im Zion ist es heiß!!! Wir hatten im Schnitt um die 40 Grad, das heißt wandern ging echt nur morgens 2 Stunden und abends 2 Stunden, den Rest haben wir verschlafen und geschwitzt.

    Der Zion Canyon ist im Gegensatz zum Bryce seinen Namen wert, aber anstatt wie sonst immer an der Kante, also auf der Hochfläche, ist man diesmal mitten unten am Fluss, hier der Virgin River, der sich über viele Millionen Jahre in durch den Stein gegraben hat. Der Vorteil: man läuft erst Berg auf und dann alles wieder hinunter! Der Zion Park ist eine wahre Oase in der Wüste, es gibt diesen Fluss der Wasser spendet und eine Landschaft hinterlässt, die laut Christopher so aussieht, wie er sich die Savanne vorgestellt hat. Es gab zwar keine Löwen, aber eine Menge Menge Tiere haben wir gesehen. Vom klassischen Muli-Hirsch über eine Truthahn, eine Leopardenechse, einen Minifrosch der wie ein lautes blökendes Lamm klingt, einen Wüstenfuchs, einen Kolibri und sogar eine Klapperschlange!

    Es war richtig schön dort, ein Wort, das meiner Meinung nach den Park gut beschreibt, denn es ist zwar ein schönes Naturerlebnis, aber nicht so extrem, so bizarr und wirklich faszinierend wie der Bryce Canyon. Zion ist viel größer und hat im Jahr 3 Millionen Besucher. Darunter wirklich viele Familien mit noch mehr Kindern (kommt das vom Mormonentum in Utha?). Unter 3 Kinder gab es dort echt nix!

    Ganze 4 Nächte waren wir hier und machen uns von ruhigen Hitze auf in die laute und aufregende Hitze Las Vegas!

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  • 05Jun 2013

    16 Zion Nationalpark 05.06.2013 USA —

    Springdale, USA

    Beschreibung

    Juhu es hat geklappt, wir waren früh da und haben einen sehr schönen Platz auf dem Southcampground im Zion Nationalpark bekommen. Wie bis jetzt in allen Nationalparks in der USA ist auch hier alles sehr gut organisiert, sehr sauber, ganz einfach gehalten und sehr Ökologisch und ökonomisch durchdacht. Man darf also in den Zion Canyon gar nicht mehr hineinfahren, sondern es fährt ca alle 7 Minuten ein Shuttlebus, der einen zu allen wichtigen Stationen bringt. Nicht nur in den Park hinein, sondern auch hinaus in die direkt angrenzende Stadt Springfield ("Stadt"=eine große Straße) fährt ein kostenloser Shuttle. Täglich gibt es Informationsprogramme wie Ride with an Ranger, Walk with an Ranger etc…… die nehmen allerdings außer uns nur Rentner wahr, meistens ehemalige Lehrer die wie wir eigentlich auch schon alles wissen ;) (Spaß)

    Was haben wir so gemacht im Zion: wir sind gelaufen, und zwar äußerst doppeldeutig, denn einmal liefen wir wirklich die ein oder andere Meile, auf der anderen Seite lief uns ein ganzer Haufen Schweiß, denn im Zion ist es heiß!!! Wir hatten im Schnitt um die 40 Grad, das heißt wandern ging echt nur morgens 2 Stunden und abends 2 Stunden, den Rest haben wir verschlafen und geschwitzt.

    Der Zion Canyon ist im Gegensatz zum Bryce seinen Namen wert, aber anstatt wie sonst immer an der Kante, also auf der Hochfläche, ist man diesmal mitten unten am Fluss, hier der Virgin River, der sich über viele Millionen Jahre in durch den Stein gegraben hat. Der Vorteil: man läuft erst Berg auf und dann alles wieder hinunter! Der Zion Park ist eine wahre Oase in der Wüste, es gibt diesen Fluss der Wasser spendet und eine Landschaft hinterlässt, die laut Christopher so aussieht, wie er sich die Savanne vorgestellt hat. Es gab zwar keine Löwen, aber eine Menge Menge Tiere haben wir gesehen. Vom klassischen Muli-Hirsch über eine Truthahn, eine Leopardenechse, einen Minifrosch der wie ein lautes blökendes Lamm klingt, einen Wüstenfuchs, einen Kolibri und sogar eine Klapperschlange!

    Es war richtig schön dort, ein Wort, das meiner Meinung nach den Park gut beschreibt, denn es ist zwar ein schönes Naturerlebnis, aber nicht so extrem, so bizarr und wirklich faszinierend wie der Bryce Canyon. Zion ist viel größer und hat im Jahr 3 Millionen Besucher. Darunter wirklich viele Familien mit noch mehr Kindern (kommt das vom Mormonentum in Utha?). Unter 3 Kinder gab es dort echt nix!

    Ganze 4 Nächte waren wir hier und machen uns von ruhigen Hitze auf in die laute und aufregende Hitze Las Vegas!

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  • 09Jun 2013

    17 Las Vegas 09.06.2013

    Paradise

    Beschreibung

    Viva Las Vegas…..
    tzja, das mit dem Millionäre werden hat leider nicht geklappt, nein –nicht das wir falsch gesetzt hätten- wir haben erst gar nicht recht gespielt. Denn offenkundig ist in den USA unter 21 nicht nur der Alkohol, sondern auch das Glücksspiel verboten. Und man nicht nur nicht spielen, auch das Rumhängen in Bereichen in denen gespielt wird ist strengstens untersagt, nun ja und Josephine ist halt erst 6 Monate alt und auch schlafend hängt sie meistens an uns dran bzw. rum: ergo: nie wieder Hütchen spielen, nie wieder russisches Roulett…….(Hommage an die Ärzte)!
    Und da wir also kein Geld hatten, konnten wir leider auch nicht heiraten:)

    Gut, haben wir also das zweit Beste gemacht, was sich so in Vegas anbietet, nee eigentlich haben wir halt das gemacht, was mit so einem kleinen Wurm geht. Wir sind viel viel rumgelaufen und haben Bauklötze gestaunt. Waren im Caesars Palace, MGM Grand und im New York New York und haben einfach den Flair der Stadt genossen. Wo kann man schon so viel Neon, so viele Leute, wahnsinnige Bauten und das alles bei abends/nachts angenehmen 25 Grad erleben. Josephine haben logischerweise die vielen bunten Bling-bling-Lichter am besten gefallen und von schlafen war bis spät in die Nacht keine Rede. Apropos schlafen: das haben wir auch ganz schön genossen – jeder hatte eine riesen Bett für sich alleine, naja, meins hab ich mit Josephine geteilt, die sich wie immer ganz schön breit macht, aber natürlich trotzdem viel Platz und nach dem Zion-Park endlich wieder angenehme Schlaftemperaturen (Klima).

    Unser Hotel war leider das Familienhotel schlechthin, da es neben Schlaf-und Spielmöglichkeiten auch einen ganzen Rummelplatz beherbergt. Und was für Leute da ein und ausgehen war schon ziemlich krass, ganz schönes Unterschichtenprogramm.

    Am Zweiten Tag waren wir übrigens shoppen! Mit dem Bus 10 Minuten gab es einen ganz toll angelegten Komplex mit einem Old Navy und einem American Eagle Laden. Ohhh und Suhsi um 3 zur happy Hour. Oh war das lecker und zudem noch echt günstig. Fine hat alles verschlafen, musste ja in der Nacht wach sein, und so habe ich einen Mojito zum Sushi gehabt, allerdings nur 1/3, dann war ich betrunken und habe aufgegeben. Sowas aber auch!

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  • 12Jun 2013

    18 Death Valley 12.06.2013 USA —

    DEATH VALLEY, USA

    Beschreibung

    Sooooooooo, schlichter Reisetag weg vom Trubel von Las Vegas und Richtung Super Klimawandel und einsames Naturerlebnis Yosemite Park in Kalifornien. Wir veranschlagen mal 3 Tage für die knapp 500 Meilen und damit es nicht ganz so langweilig wird, fahren wir halt noch kurz durchs Death Valley, machen ein Foto vom tiefsten Punkt schwipp-schwapp das wars – dachte sich der Herr Seng.

    Aber mitnichten, wie sich man sich hätte denken können. Aufgrund hervorragender Navigationsleistung brauchen wir lediglich eine Stunde um vom Hotel auf die State Route 95 North zu kommen, die eigentlich 500m entfernt von Circus Circus verläuft…aber manchmal ist das alles nicht so einfach. Aber wenigstens vorher noch billig getankt ( $3,41 die Gallone und das bei immer noch 9,55 Meilen pro Gallone, bald kriegen wir noch Geld raus ;-)Ja OK, der 8-Zylinder ECONOline Motor der FordMotorCompany braucht demnach nur 25 Liter Benzin auf 100km….aber auch nen Liter Öl auf 3000km ;-) Gut, dass wir so viel Respekt vor dem Death Valley hatten und nochmal alles gecheckt haben. Bei 50 Grad im Schatten will ich auch keine Reifenpanne haben, und Reifen scheinen hier zu platzen wie Luftballons aufm Rummelplatz. Der Standstreifen der Highways ist ohne Übertreibung übersät mit Reifen…Entweder die werden in Jahren nie weggeräumt oder es geht wirklich laufend einer kaputt. Die SWR1 Meldung über Reifenteile auf der Fahrbahn würde hier auf jeden Fall einen extra Sender erfordern …

    Also, toitoitoi noch alle 6 Reifen sind dran und durchs Death Valley haben wirs auch geschafft, aber weder schnell noch einfach. Das ist nämlich unglaublich beeindruckend anzusehen, die Hitze ist tatsächlich kaum zu beschreiben…Ich hatte geschlossene Schuhe an, und meine Zehen mochten es nicht, dass auf den Vorderteil der Schuhe die Sonne darniederbruzzelte. Auf der Einfahrt in den DV Nationalpark fährt man relativ gleichmäßig ( und natürlich g-e-r-a-d-e-a-u-s ) von ca. 4000 Fuß auf Seehöhe und wenig später kommt das Schildchen mit Minus 218Fuß. Tiefer geht’s mit unsrem Brummer Wohnmobil nicht, da die Straße nur für normale geöffnet ist – man könnte auch hinwandern, aber wir haben uns nach reiflicher Überlegung dagegen entschieden….Wer wandert oder übernachtet auf den 10 Zeltplätzen im Death Valley ? Offensichtlich ist das eine Winteroption: Durchschnittliche Tagestemperatur im Dezember: 17 Grad ;-) Celsius versteht sich, da lässt sichs wandern….

    Also runter ist kein Problem, da überhitzt weder Bremse noch Motor, alles gut. Aber auf der anderen Seite wieder hoch geht’s erst mal von ganz unten teilweise geradeaus auf fast 5000Fuß. Da überrascht dann auch das Schild nicht, man solle doch besser die Klimaanlage abschalten, um den Motor zu schonen.. Dann wird’s auch langsam echt unheimlich. Man fährt nur 60km/h, versucht die Drehzahl unten zu halten, aber den Berg geht’s halt trotzdem hoch…und wenn dann das Kind nach 6 Stunden Fahrt im Maxi Cosi auch keine lust mehr hat, und eigentlich permanent schreit ist es ein ständiges Wanken zwischen WOW kuck mal zum Fenster raus und " Geht’s dem Kind gut". Wieder ein Tag, an dem wir beide richtig froh sind, dass Josephine noch gestillt wird. Flüssigkeitsmangel ist damit praktisch ausgeschlossen. Und ein Lob an unsere gewöhnliche Streckenplanung, bei der Fahrten über 4h eigentlich aufgeteilt werden. Nur das war heute nicht drin. Und eigentlich war der Plan ja auch schwupps durch zu sein.

    So nachdem man also die Umrandungsbergkette schnaufend überquert hat, die Bremsen nochmal im "Break-Check-Area" neben der Straße getestet hat geht’s erst mal wieder runter – und weg vom Death Valley auf den schönen Zeltplatz den wir uns ausgesucht hatten – endlich mit Pool, nachdem wir in LV nicht dazu kamen. Wieder unten auf 200Fuß erstreckt sich links und rechts der Straße weite ausgetrocknete Stellen mit den aufbrechenden Schollen in Sand und Erde. Auch wenn's heiß ist – das Foto muss sein, dass es sowas wirklich gibt !?! Endzeitfilme könnte man da hervorragend drehen, da braucht's keine Computertechnik…Wundert mich richtig, dass das nicht gefilmt wird…Da gab's dann auch wirklich keine Vegetation mehr, während ich mich vorher schon beschwert hatte, dass es ja zuhauf Büsche und Sträucher gebe…Da war einfach gar nix mehr. Macht aber eine tolle Fotokulisse, kein Wunder also, dass am Ende des Tages wieder 150 Bilder im Kasten sind…

    So, aber komischerweise steht jetzt noch ein Berg an, wenn man schon dachte man hats überstanden….in einer guten Dreiviertelstunde geht’s also von null auf fast 7000 Fuß hoch !!!!
    Die Ankunft um halb 8 aufm Zeltplatz hat sich dann aber wenigstens gelohnt. Schnell Mac'n'Cheese gemacht, in Pool und schnarchen…und morgen dasselbe in grün – toll !!!! ( Aber ohne Autofahren, nur den Pool und den Schnarchteil ;-)

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  • 13Jun 2013

    19 Yosemite Nationalpark 13.06.2013 USA —

    USA

    Beschreibung

    1 Tag Pool-Urlaub könnten wir uns noch, bevor es auf die große Reise in den Yosemite Nationalpark ging. Wie beschrieben kamen wir abends in Lone Pine auf dem Boulder Campground an – und waren begeistert. Mal wieder mitten in der Wüste, sehr schön angelegt mit Pool und eigenem Clubzimmer, in dem Christopher Baseball schauen durfte (Josephine ist dabei übrigens eingeschlafen) und morgens kostenlos Muffins und Kaffee serviert wurden. Und vielen großen Wüstenschildkröten und wir haben doch wirklich vergessen ein Bild für Gert zu machen! Sorry! Da beschlossen wir doch mal ganz spontan noch einen Tag zu bleiben und dafür einfach früh um 6 morgens aufzubrechen, um trotzdem den begehrten Platz im Norden des Parks zu bekommen (ihr kennt das Prinzip ja langsam).
    Uuuund….wir haben es genossen. Praktisch alleine auf dem Platz, den Pool für uns und endlich konnten wir auch unsere tolle, natürlich bei Walmart gekaufte, Strandmuschel zum Einsatz kommen lassen. Josephine hatte besonders Spaß im Hot Tub, denn der Whirlpool hatte angenehme 36 Grad und so konnten wir endlich mal zu dritt planschen. Wasser fängt ihr an Spaß zu machen, die Freibadsaison darf also wenn wir zurückkommen gerne eröffnet werden! Abends dann noch mal in Ruhe im Warmen grillen (endlich wieder grillen!!! laut Christopher), bevor es ab in luftige Höhen in die Kälte geht.

    Am Donnerstag brachen wir also früh morgens gen halb 7 auf, um über den Tioga-Pass von Norden oben in den im Hochgebirge Sierra Nevada liegenden Yosemitepark zu fahren. Die Hauptattraktion und der Mittelpunkt des Parks bildet das Yosemite Village, also das Tal unten im Gebirge, in welchem der Fluss fließt und die Wasserfälle donnern, doch dort gibt es wie gesagt überhaupt keine Chance auf einen Campingplatz. Also wollten wir für eine Nacht unser Glück oben probieren (der Platz hat ausnahmsweise schon im Juni aufgemacht, normal fängt die Saison erst im Juli an). Danach hatten wir 4 Nächte auf einem teuren Platz 1 h vom Parkkern entfernt gebucht, wollten aber einfach mal schauen, wie wir doch noch eine angenehmere Lösung finden könnten. Die Fahrt hoch in die Berge war phantastisch, vor allen das Bewusstsein, nur 3 ½ Stunden liegen zwischen heißen 40 Grad Wüste und schneebedeckten Bergen. Wir fuhren also auf 3000 Meter hoch dort herrscht nicht etwa wie bei uns Glescherwüste, sondern es bietet sich eine wahnsinnig schöne Wald, Seen und Auenlandschaft mit immer wieder dazwischen hindurchspickelnden schneebedeckten Berggipfeln. Es war also ein schöner Morgen und der Tag ging unverhofft perfekt weiter. Ein Platz nur 17 Meilen vom Valley entfernt hatte noch freie Plätze (außer Samstag) und als wir bei unserem reservierten Platz anriefen (kostenlos von der total netten Rangerstation aus) war die Stornierung und das Umbuchen der schon bezahlten Nacht von Freitag auf Samstag kein Problem!!! Und nun sitze ich heute Nacht hier (es ist Samstag) und nutze Strom und Internet um schon einmal die ersten Eindrücke festzuhalten. Denn wir haben heute beschlossen etwas genauer zu erzählen, wenn es euch zu viel ist, einfach schnell drüberlesen, aber für uns sind es so wertvolle Erinnerungen ….. Also weiter…..Voller Motivation parkten wir und machten uns gleich zum ersten Hike zu einem auf einer Berghöhe liegenden See auf. Da kamen wir leider nie an, denn kurz vorher hatten die Mücken schon beschlossen und aufzufressen und da wir wehrlose Opfer waren blieb nur der Rückzug nach hinten. Allerdings sind wir dennoch 3 Stunden gewandert und haben mal wieder fast 500 Höhenmeter gemacht. Die Nacht war allerdings ganz schön frostig so auf 8000 Fuß hoch.

    Freitag wollten wir den Tag nutzen, um also auf der Höhe noch eine schöne Wanderung zu machen und diesen speziellen Teil des Parks auch zu erkunden und zu genießen. Es ist wirklich eine traumhafte Landschaft und zumindest oben im Park auch Ruhe. Man stelle es sich vielleicht ein bisschen wie die Alpen vor. Grüne Kieferwälder mit versteckten Seen, Sümpfe und Moorlandschaften von dem schmelzenden Eis hinterlassen und dazwischen immer wieder große Granitfelsen und Blöcke die sich dem Himmel entgegenstrecken und die Kletterer zum Bezwingen einladen. (sehr poetisch, gell?). Gut, wir wollten also auch einen zu Fuß bezwingen und zwar den Lembert Dome. Dies war auch kein Problem, wir sind hoch, haben gestaunt und sind anschließend noch zu einem See weitergewandert, doch eine Sache haben wir vergessen: die Höhe und die Sonne. Sucht man im Zion bei 35 Grad immer sofort einen Schattenplatz, so waren wir hier froh um die Sonnenwärme und vergaßen dabei, dass es sich halt um die gleiche Sonne handelt und wir ihr hier sogar noch einige Meter näher sind. Somit endete unser Tag abends auf dem Crant Flat Campingplatz weiter südlich für uns alle drei das erste Mal mit etwas roten Backen  Und ja, wir haben ein echt schlechtes Elterngewissen, geben wir uns doch so viel Mühe die vornehme Blässe unserer Tochter zu waren. Bären haben wir bis jetzt übrigens noch nicht gesehen, aber man darf keinerlei Essensachen, auch keine leeren Schachteln oder so auf seinem Platz (die liegen ja alle mitten im Wald) haben und jede Seite hat einen eigenen Foodcontainer aus Metall, damit auch nix im Auto liegt, denn auch hier kommt der Bär und testet seine Kraft. Schon ziemlich unheimlich, ich bin auf jeden Fall froh, dass wir ein Wohnmobil haben und ich nicht im Zelt schlafen muss! Puh…jetzt häufen sich die Rechtschreibfehler, denn es ist halb 12 und ich bin echt müde! Noch schnell was zu heute:

    Samstag: Der Park ist voll!!!!! Wochenende und Fatherday am Sonntag (warum auch immer) und das Yosemite Valley verwandelt sich in einen Vergnügungspark. Unser Tag: Christopher hat heute Morgen an einer kostenlosen Camera Class teilgenommen und anschließend sind wir ein bissle herumspaziert und haben uns per easy walk den lower Yosemite Fall angeschaut. Gewandert wird erst morgen wieder, und zwar mit einem Rangerprogramm, diese nutzen wir mal wieder fleißig die ganze Woche lang! Und wir haben viel vor…….Zurück zum Tag, nach dem Spaziergang haben wir am Wasser wunderschön gepicknickt und sind dann am Nachmittag noch zum Mirror Lake gelaufen, in dem sich der berühmte Fels half Dome malerisch spiegelt! Und Christopher hat eine Wasserschlange entdeckt, danach wollte ich nicht mehr durch das schöne Wasser waten  Anschließend ging es mit komplett überfüllten Shuttlebussen zurück zum Auto und dann auf raus aus dem Park für eine Nacht. Wir erfreuen uns hier der Dusche und des Stroms und morgen geht es gleich früh weiter auf den Glasier Point hoch um einen 3 ½ Stunden Hike weit runter (und leider wieder hoch) zu einem weiteren Wasserfall (an alle Südostasienreisenden: Waterfall today???) mit einem Ranger zu machen! Also Gute Nacht Deutschland bzw. Guten Morgen!


    Sonntag: …..und wie wir gewandert sind…..und was für ein schöner Tag es war. Wir haben uns wirklich Mühe gegeben möglichst früh loszukommen, und doch waren wir wieder knappe 5 Minuten zu spät oben auf 2.700 Meter auf dem Glacier Point. Kein Problem, dachte ich, wer fängt schon pünktlich an und sowieso werden die schon auf uns warten. Zutiefst beleidigt war ich also, dass kein Ranger mehr da war und kein Mensch Bescheid wusste. Tzja, kein Verlass mehr auf unsere Tochter, was schläft die auch bis 8! Nun gut, wir liefen alleine los und dachten uns, dass falls es eine Gruppe gab, wir die schon einholen würden. Mal wieder ordentlich Berg ab ging es, c.a.2 Meilen ein Weg zu den Illilioette Falls, durch den vollen und mal durch den leergebrannten Wald. Wir lernen hier allerdings, dass Feuer durchaus etwas Gutes ist und die Wälder und Landschaften diese zur natürlichen Regeneration brauchen. Nach 40 Jahren Feuerverhinderung hat der Mensch es auch verstanden und nun werden im Sommer prescriptet fire gelegt, die dann entsprechend kontrolliert werden.
    Nach den ersten 15 Minuten war es dann so weit, wir hatten den Ranger und seine Gruppe (ein deutsches Pärchen – wär hätte das gedacht) eingeholt und ich mit der Welt versöhnt. Das mit dem Rangerwalk rentiert sich wirklich, man lernt nicht nur was über Geologie, Hydrologie, Feuerlegung und die Geschichte des Parkes, sondern lernt mit den vershciedenen Rangern auch echt spannende Leute vor Ort kennen! Das sind wirklich ein Haufen Idealisten, anders kann man sich dieses "Anti bzw. 2. Amerika" hier in den Nationalparks nicht vorstellen. Keine Verbote, alles Öko, alles kostenlos, überall Receycling etc…..Unten angekommen haben wir mit Josh noch eine halbe Stunde über die Zukunft des Parks diskutiert und die Frage, warum man ihn nicht für Autos sperrt (aber der Ami liebst sein Auto halt – würd ich auch, wenn das nächste Dorf 50 Meilen entfernt liegt), dann gabs Vesper am Pool des Wasserfalls, bevor es zurück nach oben ging. Das war gar nicht mal zu kurz der Weg, aus unserer Vormittagstour wurde eine Ganztagestour. Unterwegs haben wir immer einen total schrägen Sound gehört, klang ein bisschen wie ein kurzer Digeridooruf oder das Pusten in eine tiefe Flasche. Christopher hatte das schon auf dem Hinweg gehört und gedacht die Sonne sticht, beim Ranger am Abend nachgefragt: ein Grouse, wohl eine Art Auerhahn, der fett im Baut sitzt und den Hals aufbläst und dabei woooop, woooop, woooop macht, um irgendwelche Damen zu beeindrucken. Männer! Nachdem wir hörten, dass der Sonnenuntergang hier oben einzigartig sein soll, war Christopher nicht zu halten und wir beschlossen im Auto was zu essen und dann zu bleiben um den Sunsettalk des hiesigen Rangers zu lauschen und dabei die Regenbogenfarben auf dem Granit des Valley zu bestaunen. Es war wirklich sehr schön, aber noch besser war der 60jährige Ranger, der hier seit 30 Jahren arbeitet und meinen Tag mit folgendem wunderbaren Satz beendete: Auf die Frage einer Frau, ob es denn wirklich erlaubt sei so nach an die Klippen zu gehen, sie habe dort auf dem Felsvorsprung doch echt einen Mann sitzen und fotografieren sehen, hat er furztrocken geantwortet: "We believe in natural selection"!!! Ich hab mich weggeschmissen. Bytheway: Es sind alleine in diesem Jahr schon 3 Menschen von einem Wasserfall mit hinunter in den Tod gerissen worden, weil sie im dazugehörigen Pool zu weit geschwommen sind.
    Auf dem Heimweg zurück zu unsrem Campingplatz im Park haben wir noch einen tollen letzten Blick auf die untergehende Sonne werfen dürfen, und dabei noch ein bissle spektakulärer den momentanen, leider nicht gewollten und wohl menschlich gelegten Waldbrand westlich des Parks gesehen. Sehr beeindruckend!

    Montag: Noch früher aufstehen-Birdtalk um 8! Ja da staunt ihr, was wir uns hier bilden. Aber schön wars, und hätte Christopher nicht unterwegs unbedingt noch 2 Mal halten und ein gaanz tolles Foto machen müssen, wären wir diesmal bestimmt auch pünktlich gewesen  Gut, er würde behaupten, dass ich vielleicht nicht unbedingt noch einen Kaffee auf den Weg gebraucht hätte, aber das finde ich indiskutabel! Sie haben auf uns gewartet und so konnten wir unter fachmännischer Aufsicht und Beratung samt Fernglas 2 Stunden Vögel belauschen und begutachten. Mal sollte vielleicht öfters auf die kleinen Sachen schauen, es lohnt sich. Wusstet ihr, dass es bunte Schwalben gibt? Ich nicht! Am Nachmittag begutachteten wir dann noch die Giant Sequoias, riesige riesige Bäume, die tausende von Jahren alt werden und hier ganz in der Nähe wachsen. Diese großen Bäume haben interessanterweise ganz kleine Zapfen mit Samen, die aussehen wie kleine Haferflocken und gar nicht weit in die Erde hineinkommen. Daher brauchen diese Giganten das natürlcihe Feuer zum Überleben, denn dieses brennt den ganzen Dreck auf dem Boden weg, so dass ihre Babysamen dann den Weg in die Erde hinein finden und wachsen können. Verrückt oder? Bis der Mensch das verstanden hat, gab es halt mal wieder kaum noch Sequoias. Jetzt sitzen wir im WoMo und genießen den ruhigen Abend, denn Fine schläft Gott sei Dank die letzten Nächte wieder ein bissle besser und heute ohne einen Ton ein. Man muss wohl nur früh aufstehen. Morgen geht es weiter mit einer (zum ersten mal) gebuchten und bezahlten Tour mit einem offenen Autodingirgendwas 2 Stunden durch das ganze Tal und dabei werden wir mal wieder von einem Ranger unterhalten.

    Dienstag: Mhhh also das mit der deutschen Pünktlichkeit ist in Amerika verlorengegangen. Um 10 war unsere Tour und um 10.10 hatten wir dann auch mal einen Parkplatz für unser Monster gefunden. Was solls, wir versuchten es locker zu sehen und nahmen die Tour um 11, mit mäßigem Erfolg. Mit uns fuhr eine große Gruppe Touris mit Namensschildchen und wirklich viel Neues haben wir nicht gesehen. Dann ist auch ein Opa noch umgekippt und wir mussten eine halbe Stunde auf die Sanitäter warten. Diese Zeit wurde dann natürlich nicht hinten drangehängt, sondern wir fuhren einfach eine kürzere Strecke...grummel…! Nun gut, wir ließen uns nicht entmutigen und fuhren nach einem sehr leckeren Burger zum Mittag (ganz ausnahmsweise mal Burger)weiter ins Valley rein zum Beartalk. Ich hoffte eine naturwissenschaftliche Aufklärung über den amerikanischen Braunbär zu bekommen, aber leider war auch dieser Programmpunkt nicht so richtig was wir erhoff hatten. Es ging lediglich um die ganzen Sicherheitssachen im Yosemite um die Bären nicht an den Menschen zu gewöhnen…ganz nett…aber wussten wir halt schon! Ja und dann noch die Sache mit der Dusche: wir duschen so ungern bei uns im Wohnmobil, da dann sofort der Wassertank leer und das Abwasser voll ist. Also nahmen wir alles mit um bei den großen Campingplätzen im Tal zu duschen (unserer hatte nur Toiletten), doch die wollten dann auch noch 5 Dollar, was wir ja nun mal gar nicht einsehen und so kam es, das wir doch bei uns duschen mussten, aber – mir sin ja nicht blöd- bei der Dumpstation des Campingplatzes dort. Denn so konnte einer duschen und wir haben einfach das Wasser gleich abgelassen und wieder aufgefüllt – und dabei die Schlange der wartenden Autos ignoriert.
    Der eher langweilige Tag hatte dann noch ein überraschend tolles Ende: wir haben sozial kommuniziert, das erste Mal seit 5 Wochen  Christopher hat, mit quengelnder Fine auf dem Arm aus dem Auto nach draußen verbannt, einen Leidgenossen getroffen. Torben, auch auf Elternzeitreise mit ebenso quengelnder 11 Monate alter Mila. Die beiden haben lange gequatscht und um 9 Uhr nachts kamen dann Torben und Tanja und luden uns zum Lagerfeuer mit Marshmallows ein. Da haben wir einfach die schlafende Josephine in den Maxicosi gelegt und spontan zugesagt. Es wurde ein richtig netter Abend und vielleicht sehen wir uns vor LA noch einmal wieder. Einziger Knackpunkt: wir wollten am nächsten Morgen ganz früh raus um eine große Wanderung zu machen und uns dann noch auf dem Weiterweg eine historische Goldgräberstadt anzuschauen. Da wir allerdings erst um 1 im Bett lagen war das mit dem frühen Vogel nix!

    Mittwoch: Fast früh aufgestanden ging es los um noch einmal so richtig die Beine zu quälen. 7 Meilen wollten wir laufen, zu 2 Wasserfällen mit insgesamt 650 Höhenmetern, die vor uns lagen. Das war so richtig richtig schön und wir ziemlich stolz, denn das Ganze war wirklich gut zu bewältigen und hat uns gar nicht so arg aus der Puste gebracht. Man lief erst zu den Vernalfalls 300 Meter hoch, am Schluss über 600 Treppenstufen samt Spritzwasserdusche. Oben angekommen ging es dann nach einer Rast weitere 350 Meter hoch zu den Pools des Nevadafalls. Ganz schön steil bergauf, da fühlt man sich fast wie ein kleines Bergzicklein :) Wie gesagt kamen wir nach fast 7 Stunden glücklich unten an und waren bereit für einen schnellen Weg raus aus dem Park zu einer nötigen Dusche, einer Waschmaschine (es häufte sich) und zu Strom und Internet, um endlich ein Motel in San Francisco buchen zu können! Aber es kam ein bisschen anders als gedacht…….(das erzähl ich morgen um Kapitel Napa Valley, jetzt fallen mir die Augen zu und die Finger werden schwer!)

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  • 20Jun 2013

    20 Kalifornischer Wein / Napa Valley 20.06.2013 USA —

    Napa, USA

    Beschreibung

    Was sagte ich..duschen..waschen..Internet…..und gelandet sind wir……..: auf einem Supermarkt/Mallparkplatz irgendwo in Kalifornien in einem Nest namens Oaksdale! Hey, immerhin haben wir direkt neben einer Laundrey geparkt und einen Chinesen zum Abendessen holen gab es auch! Ihr seht: es kann ja nicht immer alles funktionieren wie geplant.

    Wie erwähnt war das mit dem frühen aufstehen nix und dann sind wir auch noch etwas länger gewandert als geplant. Kein Problem, dachte ich, Columbia liegt doch fast am Ausgang des Parks und ist auch fast gar kein Umweg auf unserer Reise nach San Francisco! Nein! Nach 2 Stunden Fahrt war uns klar, das Columbia ins Wasser fällt und wir suchten nur noch nach einem Campground zum Duschen etc….die Sonne ging langsam unter, das Kind schrie auf dem Rücksitz, unsere Nerven waren nicht mehr die Neusten und unsere Mägen ganz arg leer. So landeten wir auf dem besagten Parkplatz, erstmal um was zu essen, doch dnn dachten wir, das es zu spät für irgendwas ist und wir nur noch schlafen wollen – bleiben wir also hier. Es hat wohl auch keinen interessiert, denn am nächsten Morgen sind wir unbehelligt aufgestanden, ich hab um halb sieben früh alle Wäsche gemacht und nach dem Frühstück sind wir los nach Napa Valley, das wie ich dachte direkt in Napa, also der Stadt, ist.

    Wieder nix – wieder viel zu lange Fahrt, wieder Hunger, wieder ein schreiendes Kind und als wir endlch in Napa ankamen merkten wir, dass ds große Weintal hier erst anfängt und wir um es zu sehen noch 20 meilen lang weiter fahren müssen! Nein danke, ein paar Weinberge genügen uns fürs erste! Eine gute Nachricht aus dem Visitorcenter: es gibt einen Campingplatz in der Stadt, also direkt in Laufnähe zur Innenstadt, in der es am Nachmittag einen Farmermarkt mit Musik und Fressmeile geben soll. Wir sofort hingefahren: alles voll – die Stimmung stieg ;-) Nein, es hat sich noch alles zum Guten gewendet: Wir sind dann erst einmal auf ein Weingut raus gefahren und haben uns eine Führung samt Weinprobe gegönnt (billigste Flasche 40 Dollar). Das war echt mal lecker und die Aussicht wunderbar: und Alkohol auf leeren Magen: ein Traum! Ich durfte dann zurückfahren und der beschwipste Christopher hat Quatsch mit Josephine gemacht. In Napa waren wir anschließend auf dem besagten Markt und haben uns zur stilechten Countrymusik einmal durch alle Stände gefuttert. Allerdings nur mit kleinen Portionen, wir wollten ja am Abend noch grillen. Gesagt getan, der zweite –schön in den Bergen gelegene- Campingplatz hatte noch ein Plätzchen für uns, die netten Nachbarn liehen uns einen Grill und wir konnten sauber, satt und zufrieden schlafen gehen.
    Und man glaubt es kaum…..wir kamen am nächsten Morgen früher als erwartet in SF an !!!

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  • 21Jun 2013

    21 If you´re going.... 21.06.2013 USA —

    SF, USA

    Beschreibung

    Was wir auf der Fahrt von Napa nach SF nicht angeschaut haben, war das NASCAR rennen in Sonoma. Nicht dass wir da was verpasst hätten, aber ich glaube ein Haufen anderer Leute sah das anders. Ein Auflauf wie beim Southside, nur ohne besoffene auf der Straße und ohne Zelt-Siff…Wohnmobile soweit das Auge reicht links und rechts der Straßen und an jedem ( jedem) mindestens eine Stars & Stripes…Motorsport ist als ein sehr national-bewusster Sport….vermutlich auch der Sport mit dem höchsten Weißen-Anteil…Naja, war auf jeden Fall so uninteressant, dass wir nur dran vorbeigefahren sind, ohne persönlich nachzufragen, was denn hier gespielt würde.

    Auf jeden Fall schlängelt sich die US 101 also so den Hang hinunter Richtung San Francisco Bay, Fünfspurig versteht sich, ohne Standspur, weil da muss ja der Fels stehen, immer wieder spannend mit unserem Riesending. Aber mittlerweile habe ich es doch ganz gut im Griff, aber die Großstadt haben wir ja auch noch nicht wirklich erkundet. Und wie das so ist, fährt man urplötzlich auf der Golden Gate Bridge und kommt aus den Emotionen kaum raus…. Boah, ist die Aussicht toll – Wahnsinn wir fahren auf DER Brücke, die jedes Kind auf der Welt kennt – Hol mal schnell die Kamera – hey das sieht ja wirklich so aus wie im Fernsehen – Hoffentlich stolpert keiner der Fußgänger vor mich auf die Brücke – kann man als Fahrer auch mal Richtung Skyline schauen? All diese Gedanken schießen einem gleichzeitig durch den Kopf, und da soll man konzentriert autofahren. Nur gut, dass Josephine auch dieses Highlight süß schlummernd verträumt. Wenigstens trug sie eine Blume im Haar zur Feier des Tages. Nix schlimmeres als angestrengt Autofahren und hinten schreit das Kind…

    Und wiederum schwuppdiwupp steht man im Stadtverkehr ( wie oben angesprochen, bisher unerprobt ). Glücklicherweise haben wir die Location unseres Motels hochgradig gut ausgewählt, es liegt nur knapp 3 Meilen hinter der Brücke nur eine Querstraße von der 101. Zur 101 gibt’s übrigens mehr als 101 Stories, eine davon stammt aus Pasadena, meine Schwester weiß um was es geht ;-)

    A apropos Motel, eigentlich zahlen wir ja schon Unsummen, um unser zuhause immer dabeizuhaben, aber da es nur 2 RV Parks in der Stadt gibt, die aber etwas außerhalb liegen und dazu noch 80$ die Nacht kosten, suchen wir uns doch lieber ein altmodisches Gewerbe aus, und zahlen für ein schönes Bett, Internet und nen Fernseher das selbe Geld. OK es sind dann doch 120$ aber die sind richtig gut investiert, da nicht nur die Riesenkiste direkt vor der Tür parken kann und daher in 4 Tagen hoffentlich nicht ausgeplündert wird, sondern man kann sich leckere Speisen selbst zubereiten und trotzdem vor dem Fernseher essen. Außerdem liegt der Marina District strategisch wirklich toll, der 30er Bus fährt in 20 Minuten zu Fisherman's Wharf, der 28er zur Golden Gate Bridge und zum Kochkurs in den Sunset District und der 22er zu den Painted Ladies (der Häuserzeile vergleichbar zur Tübinger Neckarfront). Nicht zuletzt gibt’s im Umkreis diverse Restaurants und Kaffees die für uns gemacht scheinen: Bio-Kaffee und anständiges Brot zum Frühstück bei "Lettus", Mexican/Asian Fusion zum Abendessen in Pacific Catch (Tacos mit frischem Fisch und Bier aus der lokalen Micro-Brewerie), Happy Hour Sushi bei "Naked Fish" und der eine oder andere Handtaschenladen. Ach und einen Friseur – nur zu empfehlen, stutzt auch Bärte ;-)

    Nachdem wir also schon um 11 da waren und der schleimige Arsch von spätpubertierendem Inder uns erst nach 3 unser Zimmer geben wollte, nichts wie das Wohnmobil geparkt (OK es war wirklich glück dass das "Free Parking" unter freiem Himmel und nicht in der Tiefgarage stattfindet, das wäre ausgegangen wie das Hornberger Schießen…) und ab in die Stadt. Öffentlicher Nahverkehr ist einfach was Feines. Gut einen Fahrplan braucht nur ein pedantischer deutscher. Eine Bushaltestelle kann auch ein Ampelmast sein, der gelb angestrichen Ist und auf dem die Nummer der Buslinie steht…Wo die hinfährt? Wann die nächste kommt? Wie oft die fährt? Samstag? Sonntag? Das weiß man einfach, oder halt auch nicht. Zeittafeln gibt’s auf jeden Fall nicht, und einen Routenplan gibt’s laut Tourismusbüro auch nicht. Die "Hauptlinien stehen ja hier in der Touristen Stadtkarte". OK danke – Gefahren sind wir aber doch jeden Tag wenn auch meistens nur mit mittelmäßigem Erfolg. Wir verpassten sicher mehr Busse als während der gesamten Studienzeit in Tübingen, aber gut, wir haben ja Zeit ;-)

    Der Bus bringt uns also zum ersten Anschnuppern zur Fisherman's Wharf. Ein wenig Thai Curry für die hungrigen Herrschaften, ein bisschen Souvenirshopping und eine steife Brise zum strahlenden Sonnenschein stimmen uns sehr fröhlich. Die 40$ für die Doppeldecker-Stadtrundfahrt investieren wir lieber in eine Segeltour am Samstag.
    Mit einem Katamaran mit vollen Segeln (naja Sturmfock) ca. 30 Touris und 3 Mann Besatzung geht’s um Alcatraz herum bis unter der Golden Gate Bridge hindurch und mit raumem Wind wieder in den Hafen am Pier 39. Neunzig Minuten die sich so was von gelohnt haben. Eigentlich hat man damit schon alles Wichtige gesehen, inklusive der unglaublich faulen Seelöwen, die an den Stegen des Piers 39 seit Jahren Quartier bezogen habe. Gratis Zoo in der Großstadt.

    Am Morgen haben wir davor noch den Farmers Market um das Ferry Building herum besucht. Auch San Francisco hat es geschafft, ähnlich wie Hamburg seine Hafencity aus dem Verfall herauszuholen und es sehr schick aufzuhübschen. Der Fährhafen am Ferry Building ist in Betrieb aber das Gebäude vor ein paar Jahren komplett renoviert und jetzt gibt’s darin die vielen kleinen Lädchen, die von echtem Brot über handgeschöpfte Kerzen bis zum biofairtradevegankoscheren Kaffee eine wirklich tolle Atmosphäre verbreiten. Und das ohne anzubiedern oder überteuert zu sein. Ein Bio-Oliven Ciabatta für $3,75 muss man auch in Balingen lange suchen. Dann noch einen Großen Kaffee (der kostet schließlich nur 30 Cent mehr als der mittlere, auch wenn man von der Menge das Herzrasen bekommt) und ein Stück frischer Schweizer Käse und der Brunch kann beginnen. Gratis WLAN bei Peet's Coffee kann auch nicht schaden ;-)

    Den Aufstieg auf den Coit tower schenken wir uns und ziehen gleich los Richtung Pier 39 um zu unserem Segeltrip zu kommen, aber wie so oft funktioniert es nicht so ganz wie geplant ( liegt das jetzt am Kind , an uns oder dem ÖPNV???) und so kommen wir mal wieder ins Schwitzen um pünktlich zur Abfahrt am Steg zu sein. Und welch weise Entscheidung trotz Sonne den Pulli anzuziehen, der Wind in der Bay ist nicht zu verachten, und zwar so, dass es später dann auch noch einer Kapuze und eines geliehenen Mantels bedarf um die ganze Familie warmzuhalten. Muss ich erwähnen, dass Josephine auch dieses Ereignis vorbildhaft verschläft und es sich die ganze Zeit in Mamas Mantel gemütlich macht. Mit tollen Bildern und ganz beeindruckt machen wir uns danach auf den Weg zum Anfang der Wharf, wo es den berühmten Clam Chowder zu futtern gibt. Eine cremige Suppe mit Krabbenstückchen und Kartoffeln serviert und einem ausgehölten, überdimensionierten Weckle. Sophie war ganz wild drauf, für mich gab's Fish & Chips, ganz klassisch ;-) War aber beides ganz lecker, muss ich ja zugeben.

    Und weil der Tag noch nicht aufregend genug war, geht’s danach noch auf einen kurzen Abstecher nach Chinatown. Überzeugt uns aber nicht so ganz, und mangelnde Nahrungsmittelhygiene haben wir in Laos schon zur Genüge bestaunt, also lieber heim ins Motel Pizza bestellt und den Rangers beim Sie über die St. Louis Cardinals beigewohnt.

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  • 23Jun 2013

    22 City by the Bay im Nebel 23.06.2013 USA —

    SF, USA

    Beschreibung

    Der Sonntag gestaltet sich hochgradig außergewöhnlich. Und es lag nicht daran, dass Josephine länger als 8 Uhr schnarcht. (Wir haben ihr ein eigenes "Bett gebaut" - eingepfercht zwischen Wand und Bett auf dem Boden mit ringsum Polsterung, welch ungewöhnliches Platzangebot für die jungen Eltern im Bett).
    Auf jeden Fall erblickte das geschulte Auge beim Blick gen Himmel: W-O-L-K-E-N ! Um nicht zu sagen eine undurchdringliche Nebelsuppe und zeitweise Niederschlag, man glaubt es kaum – dass es so was geben kann. Jetzt reisen wir seit 6 Wochen und sind es gewohnt mit einem einfachen Handgriff die Sonnenbrille ins Gesicht zu ziehen, jetzt ist das weder nötig noch möglich, weil wir sie einfach im Hotelzimmer lassen, als wir morgens aufbrechen zur unmöglichen Reise in einem San Francisco MUNI Stadtbus nach Little Thailand.

    Sophies Geburtstagsgeschenk für den Familienvorstand: Ein professioneller Kochkurs bei "Mama Thai" – der wohl einfallsreichste Name überhaupt. Der findet in einem kleinen Privathäusle im Sunset-Bezirk statt, das Mama Thai nur für ihre Kochkurse nutzt. Im strömenden Regen hilft das Straßensystem doch dabei die Ecke 39th Av. und Noriega St. zu finden. Gut die 39. liegt zwischen der 38 und der 40., aber auch Noriega liegt bequem zwischen M oraga und O rtega…Wenn man sich jetzt noch auf die Busse verlassen könnte, würde man auch nicht zu spät kommen, aber kann man leider nicht. Nur gut, dass auch der schwule Kyle und seine Begleitung Soinya unpünktlich sind, und wir somit gediegen und ohne Kindergeschrei (Josephine lernt Krabbeln auf dem Boden, oder lässt sich von Mama Thai durchs Haus tragen) Tom Yum, Corn Curry w/cucumber sauce und Sticky Rice w/mango kochen und verzehren können. Was haben wir gelernt? Mais vom Kolben in dünnen Schichten abgeschabt lässt sich wie Reis verwenden – geile G'schicht !

    Danach ist der Tag gelaufen und mit zweimal Bus verpassen ists auch schon fast 7 als wir ein wenig durchnässt wieder auf unserem mittlerweile liebgewonnenen Bett liegen und die restliche Tum Yum Suppe verzehren.
    Montag: Friseur, Cable Car fahren ( uh, das fährt doch glatt zu American Eagle am Union Square, komm wir schauen mal rein), Thai zum Mittagessen ( echt jetzt ??), People watching am Ferry Building, America's Cup Docks besichtigen (im September geht’s richtig rund, die ziehen das mal wieder richtig auf !), Tomatensalat mit Thunfisch vespern – ach und die Rangers beim erneuten Sieg über die Cardinals beobachten !

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  • 25Jun 2013

    23 Highway One 25.06.2013 USA —

    Monterey, USA

    Beschreibung

    Alle Planung umgeschmissen haben wir mal wieder! Eigentlich wollten wir am Dienstag den Tag noch in SF verbringen, dann nach Oakland zu einem Baseballspiel und anschließend irgendwo übernachten um m nächsten Morgen nach Santa Cruz zu fahren.
    Da das Wetter aber wie eben auch die ganze Stadt europäisch ist und der Dienstagmorgen mit Regen und Nebel begann, beschlossen wir kurzfristig auf ein Spiel im Kalten zu verzichten und unser geplantes Regenvorhaben zu verwirklichen: Wenn es regnet – fahren wir wo hin wos nicht regnet! Gesagt getan brachen wir am Dienstagmorgen auf, den berühmten Highway Number 1, die Küstenstraße von San Francisco nach LA zu fahren. Da uns außer dem Namen in Santa Cruz auch nix reizt beschlossen wir, noch weiter nach Monterey zu fahren, wo es ein weltbekanntes Aquarium und vielleicht etwas weniger Nebel gibt! Als aller erster machten wir allerdings einen Abstecher zu Starbucks, Kaffee zum Frühstück und gescheites Internet zur Planung. Haben nämlich LA gebucht: einen Campingplatz am Manhattenbeach, direkt neben dem Flughafen und somit auch neben Venice Beach und Santa Monica (also natürlich amerikanisches direkt). Wir spielen übrigens auch mit dem Gedanken uns am letzten Tag ein Cabrio zu mieten und durch LA zu cruisen (Hollywood und Beverly Hills sind für RV´s gesperrt)……..mal sehen….

    Zur Fahrt: schön wars schon mal bis Monterey, wir fuhren viel durch Regen (in Santa Cruz hats geschüttet), aber dennoch immerhin am Meer entlang und als zur Mittagszeit nach so 4 Stunden Monterey vor uns auftauchte, ließ sich doch tatsächlich auch die liebe Sonne blicken. Ganz nach Plan! Nicht so nach Plan: die Parkplatzsuche. Alles voll und die öffentlichen Parkplätze und Häuser für große Wohnmobile gesperrt und hinten fing Josephine an unruhig zu werden! Da haben wir einfach mal auf dem Platz der Touriinformation gehalten (viele freie Plätze), sind verzweifelt schauend reingelaufen und die netten Damen waren so verzückt von unserem Kind (adorable), dass sie ein Auge zu gekniffen haben und wir hatten den kostenlosen Luxusparkplatz direkt neben dem Aquarium. Danke Josephine! Läuft man in dieses rein, so steht man fast schon direkt in einer Unterwasserwelt, fast so schön wie tauchen (we miss!!!) Die Aquarien sind zwei Stockwerke hoch und alles wunderschön gemacht, mit neuster Technik, vielen Erklärungen und einem Touchpool zum Seesterne und Krabben etc. anfassen! Wir waren begeistert, vor allem natürlich Fischliebhaber Christopher. Es gab nicht nur riesige Thunfische, Schildkröten …. Sondern sogar Hammerhaie und eine ganze Quallenabteilung. Die war echt beeindruckend, was das richtige Licht und Ambiente alles bewirken kann (siehe Foto).
    Den Platz zum Schlafen hatten wir im Starbucks morgens gebucht und so konnten wir am Mittwoch frisch und fröhlich aufbrechen, erst den 17-Meilen-Drive entlang der Halbinsel Pebble Beach und dann runter den Highway 1 nach Big Sur. Ziel: Ungewiss. Einen staatlichen Platz im Auge aber wir dachten, da kommt schon was Schönes und wir fahren dann mal…..

    Pebble Beach ist da wo die reichen Amis Golf spielen, sehr schön, konnte man aber leider kaum sehen, da: Nebel Nebel Nebel! Erst am Schluss des 10 Dollar teuren Drives hatte man mal einen tollen Blick aufs Meer mit der tobenden Brandung, die so viele Surfer hier nach Kalifornien zieht und die Robben, die sich vergnügt auf den Klippen sonnen.
    Die Küste weiter runter war wunderschön: Big Sur heißt großer Süden und ist ein fast 90 Meilen Stück Küste mit großen Steilen Klippen, kleinen Sandbuchten und einer wunderbaren Küstenstraße oben drauf. Wir genossen die Fahrt, Fine schlief und zu guter Letzt fanden wir gegen 4/5 auch den besagten Campingplatz. Wow – mitten auf einer Klippe mit einer unbeschreiblichen Aussicht aufs Meer und den Küstenstreifen. Da wollen wir hin: großes Schild –Campground full- ! Schluck! Wir sind trotzdem mal hingefahren, haben mit dem Platzwart gequatscht und der meinte, alle Plätze weiter südlich sind voll, aber wenn wir nix brauchen hat er einen Tipp: Direkt von dem Highway dort geht eine kleine Straße hoch in die Berge ab und schon nach 200 Metern kommt dort eine kleine Parkbucht (Turnout), mit herrlichem Blick und großer Ruhe. Da sollen wir doch einfach unser Wohnmobil hinstellen und es uns gemütlich machen! Wahnsinn! Definitiv der schönste Platz unserer Reise, und das auch noch umsonst und mit Hammer Sonnenuntergang im Meer gratis!

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  • 27Jun 2013

    24 Am Strand von Morro Bay 27.06.2013 USA —

    Morro Bay, USA

    Beschreibung

    Donnerstag: Fahrt, ankommen, Fine schlimme Nacht und Quengelt, daher abwechselnd strand
    Freitag: Morgens bummeln durch den Ort und Hafen (Hafenstraße), nachmittag standurlaub, Stoffer lieb
    Samstag: Whale watching, Mittagsruhe, Stoffer und Fine Gas, Spaziergang zum Hafen und Fisch essen (ustern) und dann Strandspziergang zurück

    Strandurlaub am schönen Strand von Morro Bay (Zitat meines Reiseführers). Am Donnerstagnachmittag kamen wir hier glücklich an und freuten uns über den wirklich schön gelegenen (wenn auch nicht unbedingt schönen) Campingplatz direkt am Strand! Nun ja, fast alle freuten sich, Fine hatte eine echt schlechte Nacht hinter sich (das erste Mal in ihrem Leben, dass ihr Vater sie nachts angemotzt hat). Sie hat ernsthaft von 23.18 bis 00.14 durchgeschrien, und nicht etwa so ein bissle gequengelt – nicht mit unserer Tochter: Anschlag! Ich war sogar am nächsten Morgen noch ein bisschen böse auf sie. Nun gut, ich glaub sie fand es auch keine gute Nacht, denn Josephine war echt den ganzen Tag knatschig und launig. So haben wir uns mit ihr abgewechselt, jeder hat einen großen Strandspaziergang mit dem Töchterlein gemacht, so dass der andere eine Stunde für sich zum Schlafen, Lesen oder Sonnen hatte. Dafür ist man ja zu zweit!
    Freitag kann dann mein lang ersehnter Strandtag. Vormittags sind wir erst mal über den Strand zur "Stadt", also zu Hafenstraße mit vielen vielen Surfshops, Fischrestaurants, Shops und was halt für eine ordentliche Touri/Hafenmeile sonst so dazugehört. Wir laufen ungefähr eine halbe Stunde da hin, einfach am Meer entlang und sind sehr froh, unser Mobil mal ein paar Tage ungenutzt lassen zu können. Sehr schön ist es hier, ein toller leerer Strand, den man nur mit ein paar Surfern teilen muss, was zum Bummeln und futtern……alles also, was das Urlaubsherz braucht. Nachmittags zogen wir dann mit vollen Rucksäcken und unserer super Strandmuschel los und ich durfte mich in den heißen Sand legen und mein kitschiges amerikanisches Loverstory-Buch weiterlesen. Christopher hat sich ganz viel um die kleine gekümmert, weil er wusste, wie sehr ich mich auf den Strand gefreut hat. Ein toller Mann – da kann man nix sagen!
    Heutemorgen (Samstag) sind wir wieder recht früh losgezogen zum "whale watching", eine 4 Stündige Bootstour, bei der man angebliche ganz viele Wale sieht, die hier im Sommer vor der Küste wohnen. Ja – ihr könnt euch vorstellen wie viel Wale wir gesehen haben, ungefähr so viele wie wir Thunfische beim Angelausflug auf Kreta gefangen haben. Nun ja – immerhin haben wir viele Seeottern (mit Baby) und Robben/Seelöwen gesehen. Und um fair zu bleiben, ich habe auch ein paar Wale gesehen, zumindest weit weg die Flossen :) Und nach dem wir gestern ernsthaft eine Delphin mitten im Hafen in der Bucht haben rumspringen sehen, waren wir zuversichtlich. Man könnte nun meinen, wir sollten solche Touren in Zukunft meiden: aber Nein – wie Christopher so schön sagte: "Die nächste Tour aufs Meer egal was sehen oder fangen machen wir auf jeden Fall mit" Den Mathematikern unter uns ist klar: die Wahrscheinlichkeit irgendwann mal was zu sehen steigt auf jeden Fall *g*! Wir haben uns nicht gegrämt, wir fahren gerne Boot und somit wars ein schöner Ausflug. Abends gings dann noch einmal Fisch essen an den Hafen und wir beschlossen spontan Austern zu probieren, die gibt’s hier ganz frisch und günstig. Brrrrrhhh sag ich mal – aber Christopher hats geschmeckt! Nun endet unsere Zeit hier schon wieder. Josephine schläft – das klappt Gott sei Dank wieder viel besser- und wir richten das Auto für eine frühe Abfahrt am nächsten Morgen. Wollen so gegen 6 aufbrechen, dass Fine noch im Maxi-Cosi weiterschläft, knappe 3 Stunden nach Santa Barbara zum Frühstücken und dann noch eine Stunde weiter rein nach Los Angeles. Dort beginnt um 1 das Baseballspiel, worauf sich Christopher wie ein kleines Kind freut!
    Und dann ist der Rundtrip schon vorbei, ein komisches Gefühl – denn weder gehen wir uns noch das Wohnmobil uns schon auf den Sack. Also wir würden schon noch ein bissle bleiben. Allerdings merken wir, dass Sachen wie der Crand Canyon uns nicht wie gerade erlebt vorkommen, sondern definitiv wie aus einem früherem Urlaub. Es ist einfach unglaublich viel passiert in den 7 Wochen!

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  • 30Jun 2013

    25 Los Angeles II 30.06.2013 USA —

    Los Angeles, USA

    Beschreibung

    Los Angeles die Zweite….und diesmal nicht mit JetLag nur im Hotel rumlungern…..
    Von Morrow Bay fuhren gaaanz früh morgens mit dem schlafenden Finchen los in Richtung Los Angeles und machten im wirklich schönen Santa Barbara am Strand einen kurzen Halt um am Strand mit tollem Blick zu frühstücken. So lässts sich leben. Danach gings gleich weiter direkt zum Ballpark der LA Dodgers, wo wir extrem gute Plätze am Spielfeldrand, dafür allerdings auch direkt in der Sonne hatten. Zum Glück gab es zu den 40 Grad Lufttemperatur von oben ein paar Wolken, und so konnten wir drei das spannende Spiel –was wir natürlich gewonnen haben- genießen. Samt Cracker Jack und Dodgers Hot Dog! Danach hatten wir dann gar keinen Stress, denn unser Platz direkt am Meer (und am Flughafen) war schon reserviert und dort angekommen gab es sogar noch eine Überraschung: Torben und Tanja samt Mila sind am gleichen Abend dort eingetrudelt und somit hatten wir mal ein paar Tage Gesellschaft. Haben gleich ausgemacht am nächsten Tag zusammen zum Santa Monica Beach zu radeln und abends toll am Meer zu grillen. Der Strandabschnitt war riesig und überall gab es große Feuerstellen, an denen vor allem die Mexis abends ausgiebig feierten.
    Und so radelten wir am Montag los: Josephine wie immer in der Manduca hängend fand es super. Er am Hafen entlang bis zum Venice Beach, wo es den berühmten Beach Walk und jede Menge coole Skater gab, weiter über den etwas enttäuschenden Muscle Beach (wo sind die tollen Männer) zum Santa Monica Pier. Eine Rummelmeile  Und wir sind endlich Achterbahn gefahren –juhe-!Finchen hat bei Tanja auf uns gewartet. Danach sind wir doch tatsächlich noch in die Fluten gehüpft und haben uns von den Wellen wegspülen lassen! Endlich Meer!!! Abends haben wir wie gesagt am Strand ein Grillfest gemacht und anschließend gemeinsam am Feuer gesessen und bis um 13 Uhr nachts gequatscht! Das war wirklich mal schön! Und fast unser letzter Abend an der Westküste….
    Denn Dienstag hieß es aufräumen, packen, ordnen und Abschied nehmen! Aber dafür gab es noch etwas besonderes: Nachmittags haben wir den Mustang Cabrio abgeholt, in dem ich dann zurück zum Campingplatz brausen durfte! Da freut man sich sogar ein bissle auf den letzten Tag – Cabriofahren in LA! Eindeutig zum neidisch werden.
    Ein schöner letzter Tag war das, wenn er auch nicht so schön zu Ende ging. Aber von vorne: RV abgeben – unglaubliche 20 Minunten – haha und meinen Astrammschaden haben sie nicht mal gesehen. Christophers Baumdelle – 50 Euro! Ok, da mietet man gerne! Fröhlich brausten wir also los, Fine hinten mit Tücherkonstruktionen abgedeckt, Richtung Hollywood, durch das wir dann einmal durchfuhren um nach Beverly Hills zu gelangen. Da haben wir ein bissle poser und tourihaft die Villen bestaunt und sind sogar den Rodeo Drive lang gefahren. Dann zurück, um das obligatorische Foto mit dem Hollywood Hills Zeichen zu machen. Wunderbar!Voller guter Laune, Fine schlief viel, beschlossen wir noch ganz kruz beimWalk of Fame auszusteigen und ein paar Fotos zu schießen. Ja…das war nicht so kurz…genau wie die Rückfahrt zum Flughafen, welche nämlcih zur besten Rush Hour stattfand. Ziemlich gestresst kamen wir bei der Autovermietung an und als dann im Bus auch noch alle alle alle vor uns zu ihren Terminals gebracht wurden war mein Puls schon langsam grenzwertig. Der Arme Christopher musste seinen Stress und meinen einstecken – so ist das mit den Frauen! Am Flughafen sind wir dann noch 100 Dollar für Übergepäck losgeworden, aber was solls…..unser wunderschöner Urlaub ging in Texas weiter!
    Bye Bye Californien – wir kommen definitiv wieder!

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  • 03Jul 2013

    26 Texas 03.07.2013 USA —

    Dallas, USA

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