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Trip New Start - New Life - New Zealand New Start - New Life - New Zealand 29.08.2013 - 13.04.2014   "Die beiden schönsten Dinge sind die Heimat, aus der wir stammen, und die... Julia Jacoby (DE)
Australien Deutschland Fidschi Neuseeland Vereinigte Arabische Emirate

New Start - New Life - New Zealand

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"Die beiden schönsten Dinge sind die Heimat, aus der wir stammen, und die Heimat, nach der wir wandern."

Hi Leute:)

Endlich ist es soweit. 7 wunderbare Monate am anderen Ende der Welt erwarten mich. Und dass alle meine Freunde, Bekannten und Verwandten wissen was ich da unten so treibe, nehme ich mir sooft wie möglich Zeit meine Erlebnisse mit euch zu teilen.

Für alle, die durch Zufall auf meine Seite gekommen sind: Mein Name ist Julia, ich bin 19 Jahre alt, komme aus Speyer und habe entschieden nach dem Abi eine kleine Auszeit zu nehmen. Ich reise viel, ich reise gerne, aber so weit weg war ich noch nie.

Ich hoffe, dass ihr viel Spaß beim Lesen habt und ich ein paar Sommergefühle in euren Winter zaubern kann!:)

Means of Transport
Fahrrad Boot Bus / Truck Auto Zu Fuss Flugzeug
  • 28Aug 2013

    1 Last day in Germany 28.08.2013 Deutschland —

    SP, Deutschland

    Beschreibung

    Morgenabend ist es endlich soweit. Ich bin gerade ein bisschen im Packstress, aber hatte noch genug Zeit um alle zu treffen, die ich unglaublich vermissen werde:/ Danke für die tollen Geschenke!! Dafür ist immer Platz im Koffer.

    Jedenfalls habe ich euch mal zusammengefasst, wie meine Reise aussehen wird :
    "A good traveller has no fixed plans and is not intend in arriving." Ich hoffe zwar schon, dass ich überall ankomme und einen Plan habe ich eigentlich auch, aber der kann gerne ein bisschen variieren. Mein erstes Ziel ist Auckland, wo ich bis zum 3.Januar als AuPair in der Familie Harrison verbringe und nebenbei eine Sprachschule besuche. Danach suche ich mir für einen Monat Arbeit und reise anschließend über Wellington und Picton nach Christchurch, wo meine Busrundreise über die Südinsel startet. Von Christchurch fliege ich dann voraussichtlich Mitte März nach Australien und fahre dort 3 Wochen mit meinen Eltern an der Südküste von Sidney über Melbourne nach Adelaide entlang. Pünktlich zum Frühling komme ich dann wieder zurück nach good old Germany:)

    Da das hier der erste Blogeintrag ist, weise ich euch mal daraufhin, dass man gerne einen Kommentar hinterlassen kann. Ich freue mich über geistreiche Beiträge jeder Art und solche die euern Neid zum Ausdruck bringen :P

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  • 29Aug 2013

    2 Ready to take off 29.08.2013 Vereinigte Arabische Emirate —

    Jumeirah Village, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate

    Beschreibung

    Hey guys,
    Jetzt wirds langsam Ernst: Und ich bin fertig mit den Nerven. Als ich zu Hause den Koffer gewogen habe hatte er ganze 7 Kilo zu viel auf fie Waage gebracht. Leute es ist echt nicht leicht für ein halbes Jahr zu packen! Also hatte ich erst mal eine kleine Panickattacke aber nach einigem um räumen und aussortieren hats dann doch hingehauen.. Dann durfte ich natürlich noch meine Gastgeschenke an der Sicherheitskontrolle auspacken die Mühe hätte ich mir ja sparen können:D Naja hat ja alles geklappt und die vielen Abschiedsgeschenke sind auch noch gut untergekommen:) Ein bisschen traurig bin ich schon, ich werde meine Familie ganz doll vermissen und Sarah und alle meine Nachbarn und Freunde:( Aber ich freue mich auch auf das was auf mich zukommt und jetzt muss ich auch schon los zum Boardrn.. Die nävhsten 28 1/2 Stunden werde ich mich wohl nicht mehr meldn können. Der Plan sieht so aus. In 6 Stunden bin ich in Dubai und dann gehts mit der A380 nach Melbourne eo wir vermutlich tanken und dann komme ich Samstagmittag um 12:45 Ortszeit in Dubai an. Na dann machs gut Deutschland!

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  • 31Aug 2013

    3 Gut gelandet 31.08.2013 Neuseeland —

    Auckland, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Kia ora!

    Ich bin euch noch ein paar Einträge schuldig, aber ich musste erstmal ein bisschen Schlaf nachholen, bevor ich wieder klar denken konnte. Jedenfalls bin ich gut gelandet, aber auch froh mich nach 28 1/2 Stunden Flug wieder frei bewegen zu können. Zu dem Flug kann ich nur sagen 2 Abendessen, 1 Mittagessen (Pizza mmh) und 2 Frühstück und zwar in der Reihenfolge. So ähnlich hat sichs mit Tag und Nacht verhalten, aber irgendwann habe ich sowieso den Überblick verloren. Dennoch war das Essen sehr lecker (endlich mal wieder mehr als ein Sandwich) und ich hab meins auch immer als erstes erhaltrn, weil ich mir ja das vegetarische Menü bestellt habe. Zu jedem Gang gab es einen anderen Film und man muss schon mehr als einmal um die halbe Welt fliegen um das ganze Entertainmentprogramm von Emirates abzuklappern. Letzten Endes hab ich Save Haven(sehr empfehlenswert), Skyfall, Der Hobbit, Oblivion und eine Folge HIMYM und New Girl gesehen. Zwischendurch hab ichs mal mit dem Schlafen versucht und dabei alle beneidet die eine Etage über mir in ihrer Private Kabine vor sich hingedöst haben. Nach 6 Stunden in der A777 mit sehr lustigen Sitznachbarn, auf deren Grußvideo an die Kinder ich vorgestellt werde, bin ich dann im heißen Dubai angekommen. Das was ich von oben gesehen habe hat mich jetzt nicht so umgehauen, da gabs nämlich nur Sand und Beton. Im Flughafen habe ich dann 3 Stunden auf meinen Anschlussflug gewartet und dann gings durch mehrere Sicherheitskontrollen in die A380. Dort habe ich die nächsten 18 Stunden auf Platz 56 G am Gang verbracht. Aber nach ca. 14 Stunden gab es einen Zwischnstopp in Melbourne, Australien, wo der Flieger betankt wurde. Und obwohl ich danach wieder den gleichen Sitzplatz hatte, musste ich mein Zeug aus dem Flieger mitnehmen und hatte dann wieder eine Sicherheutskontrolle im Flughafeb, was ja ziemlich sinnlos war. Die Australier nehmens aber genau und haben bei anderen Passagieren Sachen gefunden, die bei den vorherigen Sicherheitskontrollen niemandem aufgefallen waren. Bei mir war aber alles in Ordnung und dann habe ich wieder eine halbe Stunde gewartet bis ich das 3. mal zum Boarding durfte. Danach waren erheblich weniger Passagiere im Flieger und ich habs mir gemütlich gemacht. Im Flieger hab ich dann mit Hilfe der Passagierliste Raphaela ausfindig gemachtm weil man Gastvater sie auch vom Flughafen abholt. Um 12:45 Ortszeit in Auckland und 2:45 in Deutschland bin ich dann endlich angekommen und hatte natürlich erstmal eine Sicherheitskontrolle(zum 4.mal). War aber wiedrr alles ok, die Gummibärchen und Wanderschuhe habe ivh davor auf dem yeinreiseformular angegeben, weil man sonst $700 Strafe zahlen muss.
    Und dann habe ich meine Familie endlich kennengelernt. Sie hatten ein Schild mit meinem Namen drauf, aber haben mich auch so erkannt. Die Kinder Honey (11) und Finley (6) sind super lieb und ich hab sie schon total gern. Der Weg vom Flughafen zu meinem neuen Zuhause war super schön und wir sind ein paar Umwege gefahren, um ein bisschen was von Auckland zu sehen. Daheim, in 4 Culver Terrace, hab ich mich dann erstmal eije Runde ins Bett verabschiedet, aber da mein Gastvater Barry Geburtstag hatte, gab es abends eine große Party daheim. Und die war in der Tat groß, denn es kamen 60 Leute mit ganz vielen Kindern und alle Gäste haben sich mit mir unterhalten. Ich glaube ich habe an dem Abend schon mehr Englisch gesprochen als die letzten drei Jahre kn der Schule.. Aber die Leute waren superlieb und ich habe schon eine Lehrerin und eine andere AuPair aus Deutschland kennengelernt, die auch auf meine Schule geht. Was mir aber aufgefallen ist, keiner der Gäste ist in Neuseeland geboren. Da waren Leute aus England, Irland, Schweden, Tschechien, Columbien, aber niemand Einheimisches. Meine Family kommt ja auch aus England.
    Gegen 11 bin ich dann ins Bett gegangen und hatte den tiefsten Schlaf aller Zeiten:)

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  • 01Sep 2013

    4 First Day in Auckland 01.09.2013 Neuseeland —

    Howick, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Hi everyone,

    Heute hatte ich meinen ersten vollen Tag in Auckland und der war vorallem kalt. Hier ist zwar gerade Frühlingsanfang, aber es sind trotzdem nur 18C. Während ich froh bin, dass ich mir ein paar dicke Pullover eingesteckt habe, rennen die Kinder draußen in T-Shirt und barfuß rum grrr. Die Menschen hier haben ein bisschen anderes Wärmeempfinden. Die Häuser sind auch nicht wirklich isoliert, aber der Winter ist immer noch wärmer als in Deutschland. Perfektes Wetter also um an den Strand zu gehen:D Erst haben wir noch von der Party gestern aufgeräumt, von der so viel Kuchen übrig ist, dass noch was für meinen Geburtstag übrig bleibt:) Mittags sind wir dann an den Eastern Beach gefahren, wo ich im Sommer wohl noch öfter vorbeischaue. Dann sind wir auf einen Spielplatz gegangen, wo ganz viele Väter mit ihren Jungs waren, weil heute Vatertag war und haben ein Eis gegessen. Die Aussicht vom Strand ist echt super und da stehen ein paar schicke Häuschen...Danach waren wir noch einkaufen, die Supermärkte haben hier auch Sonntags offen und haben Freunde besucht. In deren Wohnzimmer stand eine echt gruselige Puppe, die seht ihr bei den Fotos. Auf dem Rückweg hab ich dann auch noch Chinatown gesehen. Hier sinde echt ziemlich viele Chinesen und Schüler aus Asien..Abends haben wir dann selbstgemachte Pizza und garlic bread gegessen und dann war ich auch schon wieder todmüde. Soviel kann ich sagen, Auckland ist wunderschön, aber die Entfernungen sind echt groß und das Verkehrsnetz ist nicht so gut ausgebaut. Trotzdem sind die Neuseeländer super nett und man kann sie gut verstehen. Morgen steht mein erster Schultag an, bin mal gespannt was mich so erwartet...:)

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  • 02Sep 2013

    5 Driving on the wrong side 02.09.2013

     

    Beschreibung

    Waaaah ich hatte gerade meine erste Fahrstunde..sind aber alle heil angekommen. Kinder hier ist echt alles verkehr herum. Lenkrad auf der anderen Seite, Blinker, man muss anders in den Spiegel gucken und überhaupt hab ich erst garnicht geblickt wo ich denn hingucken muss. Dann muss man hier im Kreisel unterschiedlich blinken je nachdem wo man hinwill und Automatik war für mich auch neu. Hat aber ganz gut funktioniert und morgen fahr ich schon die Kinder zur Schule, das Auto kann ich hier eigentlich immer benutzen:) Fahrprüfung bestanden!
    Das war aber nicht die einzige Premiere an diesem Tag. Heute gabs Sonnenschein yeeah:)) Da wars gleich richtig warm, so ists doch schon besser. Die Kinder dürfen hier im Sommer auch nur auf dem Schulhof spielen, wenn sie einen Hut aufhaben. Die Schule ist übrigens richtig schön mit riesen Sport-und Spielplätzen und nicht so zubetoniert wie bei uns. Die Kinder tragen natürlich eine Schuluniform mit kurzen Hosen brr. Honey hatte heute Roadpatrol, was bedeutet, dass sie mit einem Stoppschild am Zebrastreifen steht und schaut dass alle Schüler sicher rüberkommen.
    Tja und ich hatte such meinen ersten Schultag. Wir sind insgesamt 7 neue Au Pairs, darunter 2 Jungs und alle kommen aus Deutschland. An der Schule gibt es allgemein nur Deutsche und Chinesen. Die Chunesen kommen hierher um 1 Jahr Englisch zu lernen, weil sie dass in china nicht in der Schule machen. Die Leute hier sind aber super nett und die Schule bietet viele Ausflüge an, mal sehen vielleicht geh ich am Sonntag auf die New Zealand Fashionweek;)
    Auf dem Heimweg war ich dann ein bisschen einkaufen, halleluja sind die Sachen hier teuer. Für ein Shampoo etc. Hab ich 4,50€ gezahlt und fürs Essen legt man auch richtig viel ygeld hin.
    Abends hab ich dann noch ein bisschen Fernsehen mit Honey geschaut und siehe da mit dem Deutschen Rundfunk stehts garnicht so schlecht wie gedacht. Wir haben im Grunde RTL2 auf Englisch gesehen, und zwischendurch in NZ has got Talent oder NZ next Topmodel geswitched.
    Jetzt bin ich aber schon wieder todmüde Morgens bin ich immer topfit aber abends ist es schwer die Augen aufzuhalten.
    Oh und ich habe eine neue Handynummer: +64220766829

    Machts gut. Morgen werde ich euch ganz besonders vermissen! :(

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  • 03Sep 2013

    6 Happy Birthday 03.09.2013

     

    Beschreibung

    Hallo meine Lieben,

    Heute war mein Geburtstag und ich danke allen die diesen Tag unvergesslich gemacht haben:) Danke für all die Glückwünsche und alle die an mich gedacht haben. Danke für all die tollen Geschenke, sowohl aus Deutschland als auch aus Neuseeland! Ich hatte wirklich einen tollen Tag, anders aber toll.
    Es fing damit an, dass ich aufgewacht bin und mich gefragt habe ob das denn jetzt wirklich mein Geburtstag ist oder ob ich noch 10 Stunden warten muss bis es in Deutschland auch so weit ist. So ähnlich ging es wohl auch euch, denn ich habe im Grunde 2 Tage lang Glückwünsche erhalten und manche sagten nachträglich, andere es ist zwar noch zu früh.. Hat mich aber gefreut, so lange hatte ich noch nie Geburtstag (34 h kann man das sagen?) ;). Also hier nochmal die Erklärung: Ich bin euch 10 Stunden voraus. Dann hatte ich ein Skypegespräch mit meiner Familie und dann kamen quch schon Honey und Finley hergelaufen und haben mir ihre Geschenke überreicht. Das war total süß ich habe ein Fotoalbum bekommen, selbstgemalte Karten und sehr sehr leckere Cookies, die ich unbedingt bald mal blechweise backen muss. Dann ist mir aufgefallen, dass das mein erster Geburtstag im Frühling ist und passend dazu gabs Sonnenschein.
    Barry hat mir dann noch einen Kuchen in die Hand gedrückt, den ich mit zur Schule nehmen durfte. Die Anderen haben sich riesig gefreut und Happy Birthday für mich gesungen. Iris, eine andere AuPair, ht mir typisch neuseeländische Süßigkeiten geschenkt, die waren süß aber echt lecker. Achso fast hätte ichs vergessen. Wir hatten ja morgens den Einstufungs- Englischtest, der war aber echt easy.
    Direkt nach der Schule bin ich dann mit ein paar Mädels an den Strand (Eastern Beach) gefahren und wir haben ein bisschen die Sonne genossen. Die haben sich dann auch alle gewundert, dass ich schon alleine Auto fahren darf, aber mir machts Spaß. Zu Hause gabs eine kleine Überraschung. Lucy, eine Freundin von meinem Gastvater die uns am Samstag bei der Party geholfen hat, hat mir ein Geschenk vor die ytür gestellt. Da waren schöne handgemachte neuseeländische Geschenke drin. Danach habe ich auch die anderen Geschenke aus Deutschland geöffnet, über die ich mich riesig gefreut habe:) Danke nochmal für all die tollen Sachen.
    Abends haben mich ein paar Auypairs, die schon länger hier sind, gefragt ob wir noch in eine Bar oder so gehen wollen,, aber ich war dann doch zu müde, wir holen das auf jeden Fall nach:)
    Das war mein verrückter, etwas anderer und unglaublich schöner 19. Geburtstag:)

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  • 04Sep 2013

    7 Howick 04.09.2013

     

    Beschreibung

    Morning,

    Heute waren wir in Howick. Das ist ein Vorort von Auckland, in dem ich ja auch wohne. Wir 8 neuen AuPairs sind also mit Cathy (die die AuPair den Familien zuteilt) in die Innenstadt von Howick gefahren und die ist, naja, recht beschaulich aber schön. Wir haben aber zwei Autos gebraucht und da ich bis dato die einzige bin die hier Auto fahren kann, habe ich mich gerne bereiterklärt. Cathy hat dann auch verwundert erklärt, dass die Eltern uns normalerweise mindestens eine Woche das fahren beibringen, bevor sie uns das alleine zumuten. Aber ich muss die Kinder ja irgendwie zur Svhule bringen, also sagte sie 'driving exam passed;)'. So bin ich dann an meinem 18. Geburtstag das erste mal ganz alleine Auto gefahren und an meinem 19. Geburtstag das erste mal alleine auf der linken Seite.
    In Howick hab ich mir dann einen Bankaccount bei der Kiwibank( ja die heißt so:D) eröffnet, das ist kostenlos und praktisch. Danach waren wir noch im Touristenbüro, da findet man echt alles was man zum Reisen braucht. Und dann haben wir in der Bücherei vorbeigeschaut. Da war heute Heroday, was erklärt warum mir Dath Vaders und Superwomen entgegengekommen sind. Ist Darth Vader denn ein Held? Anschließend hab ich einen Blueberrymuffin und eine heiße Schokolade mit Marshmallows verzehrt und dann sind wir zum Howick Beach geschlendert um ein Gruppenfoto zu machen. Ja und während wir uns brav aufstellen, kommt von irgendwoher ein Dackel , hebt das Bein und pinkelt auf Melinas Longchamp-Handtasche. Im Ernst Leute sowas Lustiges habe ich selten gesehen:D::D:D:D
    Nach dem Schreck habe ich alle heimgebracht und Honey von ihrer Muttr abgeholt, weil sie sich heute nicht gut gefühlt hat. Also habe ich sie den ganzen Tag bei Laune gehalten, und dabei viel gelernt. Erstens wie Cluedo auf Englisch funktioniert, zweitens wie man Jacked Potatoes zubereitet, drittens dass es hier schütten kann wie in Deutschland und viertens dass im TV Promidinner, Trödeltrupp und Jamies Kochshow hier absolut beliebt sind.
    Aber das beste heute war eindeutig, dass ich jetzt weiß wozu der Schalter unter dem Bettlaken dient. Ich habe ei e aufwärmbare Matratze:))) Na dann mal Gute Nacht

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  • 05Sep 2013

    8 Ein ganz normaler Tag 05.09.2013

     

    Beschreibung

    Heute war mein erster freier Tag. Den Donnerstag verbringen die Kinder bei ihrer Mutter Alice und ihr Vater arbeitet bis 9 PM, deshalb hatte ich mal ein bisschen Zeit für mich. Natürlich musste ich morgens wie immer von 9:15 bis 12:15 in die Schule. Nach einem kurzen Erste-Hilfe Kurs, wurden die Testergebnisse von dem Englischtest verkündet. Es gibt 4 verschiedene Klassenstufen: Beginners, Intermediate, Upper Intermediate und Advanced. Raphaela (19 aus Hamburg) und ich habens als einzige in die Advanced Class geschafft:) Ich finds super, dass sie dabei ist, ich unternehme sowieso immer viel mit ihr. Die anderen aus der Klasse, die schon länger da sind, kenne ich mittlerweile auch alle und sie haben uns schon gute Tipps gegeben, was man hier unternehmen sollte. Alle anderen AuPairs, die mit uns angekommen sind, kommen in die Upper Intermediate. Aber nach der Schule und am Wochenende bleibt genug Zeit für gemeinsame Aktivitäten. Nach der Schule waren wir dann auch alle zusammen im Burger King essen. Um 1 Uhr kamen auf einmal ungefähr 60 Schüler reingestürmt, die ihre Mittagspause wohl öfter hier verbringen. Na das ist mal ein gesundes Mittagessen. Anschließend war ich mit Laura, Raphaela und Lennart noch ein bisschen im Einkaufszentrum bummeln und habe an einer Busumfrage teilgenommen. Die kosten hier $1,90 pro Fahrt und sind ziemlich unpünktlich, aber dafür sind die Busfahrer sehr nett;) Den Rest des Tages habe ich gemütlich zu Hause verbracht, weil es draußen geschüttet hat wie aus Eimern. Oh und Papageien saßen bei uns im Garten, die fliegen hier so rum.

    Jetzt berichte ich euch aber mal wie hier mein normaler Tagesablauf aussieht.
    Unter der Woche stehe ich gegen 6:45 auf. Der Vater macht sich um 7:15 auf den Weg zur Arbeit. Dann sorge ich dafür, dass Honey(11) und Finley(6) ihr Frühstück essen, das Lunchbox einpacken, ihre Zähne putzen, die Schuluniformen anziehen und pünktlich das Haus verlassen. Zum Frühstück gibts hier (typisch englisch) Toast oder Müsli. Aufschnitt(Käse), Brot oder Brötchen isst man hier eher nicht und die Kinder trinken Kaffee :/ In der Lunchbox ist normalerweise eine kleine Tüte Chips, ein Sandwich, ein bisschen Gemüse und ein Cupcake.
    Um 8:15 fahren wir zu Hause los und ab 8:30 können die Kinder in ihre Klassenräume. Ich warte dann immer noch mit ihnen und unterhalte mich mit anderen Müttern, die sehr neugierig sind. Von dort aus fahre ich dann zu meiner Schule und habe etwa eine halbe Stunde Zeit bis mein Unterricht losgeht. Von 12:15 bis 14:45 habe ich frei, danach hole ich die Kinder wieder von der Schule ab. Zum Mittagessen nimmt sich jeder was er will, Toast oder einen Müsliriegel. Bis der Vater so um 18:30 heimkommt, beschäftige ich mich mit den beiden, schaue dass sie ihre Hausaufgaben machen und hänge mal die Wäsche auf oder koche eine Kleinigkeit . Mittwochs fahre ich die beiden zum schwimmen und freitags hat Honey Schlagzeugunterricht. Das Abendessen heißt hier, aber auch nur hier in Neuseeland, Tea und der Nachtisch immer Pudding, sehr komisch. Das Essen war Barry kocht ist übrigens seeehr lecker, die ganze Familie ernährt sich ja vegetarisch, aber im Vorrat herrscht meistens gähnende Leere und das geht allen so. Gegen halb 8 geht Fin meistens in Bett und Honey schaut dann noch ein bisschen Fernsehen. Bisher gehe ich immer mit ihr um halb 9 ins Bett, weil ich abends echt noch müde bin.. Ihr seht also, ich hab keine Langeweile und es gibt noch sooo viel zu sehen:))

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  • 06Sep 2013

    9 Shopping Day 06.09.2013

     

    Beschreibung

    Hi guys,

    Heute haben wir den Vormittag in der größten Shoppingmall hier verbracht. Wir hatten einen freien Tag von der Schule aus und haben uns überlegt in das Vitoria Parc Shpping Centre zu fahren. Das war aber nicht so einfach. Um 9:15 haben wir uns an der Schule getroffen und wollten mit dem Bus fahren. Soweit so gut, $1,90 bezahlt und mit dem ersten Bus gefahren. Doch als wir umsteigen wollten, haben wir festgestellt, dass der Bus den man zur Mall nehmen muss, nur bis 8:15 fährt. Tja $1,90 bezahlt und wieder zurückgefahren. Aber zum Glück war ich ja mit dem Auto da und dank google maps haben wir es in 20 Minuten zur Mall geschafft. Es ist echt einfacher hier wenn man ein Auto hat und Parkgebühren mussten wir auch nicht zahlen. In der Shopping Mall bin ich dann mit Raphaela durch die Geschäfte gelaufen und wir haben festgestellt, dass wir kein einziges Geschäft hier kennen. Das sind komplett andere Marken als in Deutschland und dem Rest der Welt, aber schöne Sachen gibts hier trotzdem:) Das Wichtigste war dann der kleine Schminkspiegel den wir uns gekauft haben, weil wir beide keinen haben:D Raphaela wollte sich noch Shampoo kaufen, aber hier gibt es alles nur in XXL, so eine Flasche hält locker ein halbes Jahr..Abkassiert haben wir selbst mit diesen neuen Automaten die in allen Supermärkten stehen. Shoppen macht hungrig, also waren wir lecker bei Nandoo's essen. Da gibt es mega gute vegetarische Gerichte, wie Haloumikäse und Wraps und Burger,. Gegen 2 sind wir zurückgefahren und ich habe die Kinder direkt von der Schule abgeholt. Dann haben wir mal wieder Cluedo gespielt bis Homey zum Schlagzeugunterricht musste. Zum Essen gabs lecker Risotto und ich habe einen Avocadosalat dazu gezaubert. Hmm. Abends hat Barry den Kamin angemacht, ein Wunder dass die Menschen hier auvh manchmal frieren:D Morgen kann ich ausschlaufen, Wochenende:))

    Ich wünsche euch allen ganz viel Spaß beim Altstadtfest!!!

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  • 07Sep 2013

    10 Eine Woche unter Kiwis 07.09.2013

     

    Beschreibung

    Eine Woche ist vorbei und ich habe mich sehr gut eingelebt. Mein Jetlag verschwindet langsam und ich habe genug Energie für Unternehmungen. Es gibt noch soo viel zu sehen, zum Beispiel Devonport. Da war ich heute mit meiner Gastfamilie. Gleich nach dem Frühstück (Pancakes yummie) sind wir aufgebrochen. Devonport ist der älteste Vorort von Auckland und man findet ein paar sehr schicke und vorallem unglaublich teure Häuschen an der Uferpromenade. Wir sind aber zuerst auf einen Berg gefahren, wo Katakomben sind in denen sich die Marine damals verschanzt hat. Da war es logischerweise ziemlich dunkel, also hatten wir Taschenlampen dabei. Als wir wieder ans Tageslicht kamen, waren da auf einmal zwei Bräute. Wir haben die Makeup-Artistin gefragt was das ist und sie meinte zum Einen ist das eine richtige Hochzeit und zum Anderen ein Fotoshooting für die Fashionweek. Die eine Braut kam aus Australien, die andere aus den USA. In diesen beiden Ländern ist die gleichgeschlechtliche Ehe nämlich noch nicht erlaubt, in Neuseeland hingegen schon. Und die Fashionweek beginnt morgen, da wird es auch viele Wedding Shows geben, in denen Kleider präsentiert werden. Ziemlich cool, aber ich schaue mir morgen eine andere Show an. Dann sind wir noch weiter um den Berg gelaufen und wenn es nicht gerade regnet, hat man von dort die beste Aussicht auf die Skyline und die See. Schade ich hoffe auf den Fotos erkennt man trotzdem was:/ Im Sommer komme ich aber nochmal hierher.
    Anschließend haben wir uns an den Hang gesetzt und gepicknickt. Die Kinder haben Pappkartons von zu Hause mitgenommen und mir dann vorgeführt was sie damit vorhaben: Den Hang runter rutschen/rodeln. Eine gute Alternative zum Schlittenfahren und ziemlich witzig:D Im Anschluss sind wir noch ein bisschen durch die Innenstadt von Devonport gelaufen und Honey wollte unbedingt in so ein Spielzeuggeschäft.
    Auf dem Heimweg waren wir für mich noch Brot, Käse und ein bisschen Obst einkaufen, so wenige Sachen bedarf es um mich glücklich zu machen:) Die Kinder haben die DVDs die wir uns ausgeliehen haben hingegen glücklich gemacht. Aber bevor wir diese eingelegt haben, habe ich noch eine Runde Stadt,Land,Fluss mit Honey gespielt. Ohmann das war echt nicht einfach auf Englisch, vor Allem bei Tieren und Berufen hab ich mir schwer getan. Wir waren bei unseren Antworten aber beide seeehr kreativ, das hat es dann leichter gemacht.
    Aber als wir das Alphabet dann einmal durchhatten, haben unsere Köpfe gequalmt und wir haben es uns mit einer heißen Schokolade auf der Couch gemütlich gemacht. Während der Vater das Nationalgericht Fish and Chips geholt hat, haben wir schonmal angefangen Nachts im Museum zu schauen. Ein Abend ganz unter dem Motto, English, aber damit kann ich mich sehr gut anfreunden!

    Morgen gehts auf die Fashionweek mit ein paar Leuten, wuh wuh :)

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  • 08Sep 2013

    11 Fashion Week 08.09.2013

     

    Beschreibung

    Heute waren wir auf der Fashion Week :))
    Ich bin auch gerade erst heimgekommen, weil das Event ja in der City war und man eine ganze Stunde bis dorthin fährt. Aber es war der Hammer. Bei $35 = 21€ für einen Platz in der zweiten Reihe und einen goodie bag kann man sich auch echt nicht beschweren. Milena aus der Schule hat das organisiert und wir sind zu acht insgesamt dorthin gefahren. Die Show fand in einer Halle im Hafengelände statt, aber zuerst haben wir uns dort ein bisschen umgeschaut. Im Erdgeschoss konnte man sich die Harte, Makeup und Nägel machen lassen und die erste Etage war im Grunde wie ein riesiger Flohmarkt. Designer haben dort ihre Kleidung aus der letzten Saison verkauft. Über eine Leinwand konnte man die anderen Shows verfolgen. Da waren vor allem Wedding-Shows und so grungee, düstere Styles. Unsere Show sollte eigentlich um 2 anfangen, hat aber eine halbe Stunde Verspätung. Wir haben die Show ausgewählt, in der so ein bisschen alltagstauglichere Kleidung präsentiert wurde, von 4 jungen Labels insgesamt. Die Outfits waren interessant, aber ich würde das meiste trotzdem nicht anziehen, wobei die Schuhe echt bequem aussahen, nicht so übertrieben hoch wie man es aus Europa kennt. Den Laufsteg haben sich die Designer geteilt und die Models auch:D Ich hab einige von ihnen wiedererkannt, die vorher in der Vorhalle rumgelaufen sind. Ein Model ist ziemlich gehüpft, eines ist gerannt und bei einem war ich mir nicht sicher ob es ein Mann oder eine Frau ist. Ziemlich witzig auf jeden Fall, aber von Heidi hätte es kein Foto gegeben:D Oh und ihr wollt bestimmt wissen was in meiner goodie bah ist.. Also da ist ein Nagellack, eine Haarkur, eine Probe für irgenwas, die Lookbooks der Labels, Prospekte und Rabattgutscheine. Alles in Allem war es eine Erfahrung wert, ich fand super!!
    Danach waren wir mal wieder was Essen und dann sind Raphaela und ich noch ein bisschen die Queensstreat hoch und runter gelaufen. Wir werden auf jeden Fall noch öfter hierher kommen.. Aber jetzt kommt mein absolutes Highlight des Tages: Wir sind Bus gefahren. Und ich habe wie immer vergessen, dass die Busfahrer hier meistens nicht wechseln können. Also hatte ich nur einen $50-Schein dabei und absolut kein Kleingeld. Ich stehe da also etwas hilflos im Bus, meint so ein Typ der das mitbekommen hat einfach " Kein Problem, ich zahle das". Und die Fahrt hat $6,70 gekostet nicht gerade ein Schnäppchen. Also drückt er dem Busfahrer einfach $10 in die Hand, für Raphaele gleich mit. Leute, nehmt euch mal ein Beispiel an den Kiwis, so etwas nenne ich Freundlichkeit, oderbesser gesagt Nächstenliebe. Beim Aussteigen haben wir uns natürlich wie jeder hier beim Busfahrer bedankt, der erwidert wie immer 'You're welcome, my dear.' So viel Freundlichkeit hier..
    So und das Programm für nächstes Wochenende steht auch schon..tadaa wie gehen auf ein Rugby-Spiel. Und zwar nicht nur irgendein Rugby-Spiel, sondern DAS Spiel schlechthin. Es treten an die All Saints Black vs. South Africa!! Ein Muss wen man hier ist. Ich freue mich ja schon soo den traditionellen Tanz zu sehen..

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  • 10Sep 2013

    12 Differences and Similarities 10.09.2013

     

    Beschreibung

    Heya

    Letztens habe ich eine SMS von meiner Freundin Patricia bekommen, die mich auf eine Idee gebracht hat. Sie hat mich gefragt, was die größten Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Neuseeland und Deutschland sind. Also habe ich mir mal Gedanken gemacht und hier ist mein Ergebnis:
    Die größten Unterschiede
    1) Das Essen: Darüber habe ich ja schon ausführlich berichtet.
    2) Linksdrill: Also, dass man hier auf der linken Seite fährt ist ja bekannt. Logischerweise sollte man dann auch links laufen und in die andere Richtung gucken wenn ein Auto kommt. Die Supermärkte sind auch darauf ausgerichtet dass man links herein geht, mit dem Uhrzeigersinn durchläuft und rechts bezahlt. Man schließt die Türen zum Beispiel bei öffentlichen Toiletten auch in die andere Richtung ab, also man muss den Hebel andersherum drehen. Aber jetzt kommts. Selbst die Models laufen anders auf den Laufsteg. Sie kommen (von vorne gesehen) auf der rechten Seite raus und laufen links wieder zurück. Die Welt steht echt Kopf hier.
    3) Lifestyle: Das größte und schönste Haus zu haben ist hier nicht wichtig. Isolierungen sind grundsätzlich nicht vorgesehen und frieren tut hier irgendwie auch niemand obwohl es gewöhnlich keine Heizungen gibt. Auch die Automarke spielt keine Rolle. Autos haben die meisten Familien sogar 3-4, weil die hier so billig aus Japan importiert werden ohne irgendwelche Steuern. Die Labels sind mir ebenfalls unbekannt. Und unlimited Internet haben die wenigsten.Aber die Menschen sind glücklich und lieben ihr Land und die vielen Möglichkeiten hier herumzureisen.
    4) Schulsystem: Selbst die Erstklässler haben hier schon von 8:45 bis 15:00 Schule. Natürlich ist da eine Mittagspause dabei, aber trotzdem ist das schon ganz schön lange. Bevor ich hierher kam, mussten die Kinder in die Afterschool Supervision, da waren sie erst um 6 Uhr zu Hause. Hausaufgaben gibt es zwar weniger, dafür wird aber jeder in der Schule mit einbezogen, so bei Theaterstücken, der Road Patrol etc. . Leider sind die meisten Kinder abends zu müde um noch viele Hobbys auszuüben das ist schade.
    Aber was auch cool ist, die Kinder bekommen für alles eine Urkunde. Dafür, dass sie sich im Unterricht beteiligen, einen guten Schulstart hatten, ihre Hausaufgaben regelmäßig machen oder auch mit ihrem Team im Sportunterricht waren, das motiviert!
    5) Laid-back: Und zwar in allen Lebensbereichen.
    Erstens hetzt hier niemand durchs Leben. Die Menschen schlendern immer alle gemütlich, egal ob im Businessanzug, in der Schuluniform oder auf dem Weg zum Bus.
    Zweitens nimmt sich hier jeder Zeit sich kurz mit dir über den Tag auszutauschen. Im Supermarkt an der Kasse, im Bus, im Klamottengeschäft einfach überall. Jedesmal wenn ich vor der Schule stehe, spricht mich irgendjemand an. Woher ich komme und was ich hier mache.
    Drittens sind die Menschen sehr viel aufmerksamer. Man muss nicht fragen ob man sich neben jemanden setzen darf, sondern sie bieten es dir förmlich an. Mir ist das schon passiert, dass zwei junge Leute extra zusammengerückt sind und Raphaela und mich gefragt haben ob wir uns nicht neben sie setzen möchten, dass wir da nicht stehen müssen. Viertens sind die Menschen selbstlos. Ich habe nicht nur die eine Busfahrt spendiert bekommen, als ich kein Kleingeld hatte, sondern bisher hat mich noch jeder an der Supermarktkasse vorgelassen.
    Und fünftens ist es doch schön dem Busfahrer einfach mal danke zu sagen und daraufhin ein 'Danke Ihnen' erwidert zu bekommen.
    6) Was sonst noch anders ist.. die Süßigkeiten, das Wetter, die Landschaft, die Pflanzen, die Tierwelt, die Sprache, die Währung, es gibt keine Taschentücher, die Abschaffung der Plastiktüten konnte nicht durchgesetzt werden, ab und zu sitzt mal ein Papagei in deinem Garten, Käse ist hier echt teuer, man wäscht seine Kleider nachdem man sie einmal getragen hat, die Kinder können ihre Schulbücher in der Schule lassen und man hat einfach von überall aus eine wunderschöne Aussicht ;)

    Die größten Gemeinsamkeiten
    1) Die Fernsehsendungen: NZ next Topmodel, NZ's got Talent, X-Factor, The Block , Promidinner, Pannenshow, Spongebob, HIMYM, Big Bang, Two and a half Men, so ne Art Viva, Astro TV, Kochshows, Reality Shows, Seriendienstag, sowas wie Richter Barbara Salesch..alles bekannt -> aber das coolste ist The Block. Das kommt jeden Montag-bis Mittwochabend und ist hier echt famous.
    2) Musik, Filme, Stars und Bücher
    3) Verspätungen im Verkehrsnetz: Auf die Busse kann man sich nicht gerade verlassen, die kommen auch schonmal 20 Minuten zu spät. Außerdem ist das doch schon recht teuer, aber die Parkhäuser sind auch nicht gerade Schnäppchen.
    4) Begeisterung für Sport: Statt Fußball stehen hier Rugby (All Blacks), Segeln, Cricket und Netball (so ähnlich wie Basketball und nur für Mädchen) im Vordergrund

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  • 11Sep 2013

    13 Dies und das 11.09.2013

     

    Beschreibung

    Hallo meine fleißigen Leser:)

    Da die letzten drei Tage nichts weltbewegendes passiert ist und langsam der Alltag in der Woche einkehrt, fasse ich mal kurz die Highlights zusammen.
    Montagabends koche ich ab sofort immer mit Honey das Abendessen. Sie darf sich was aus dem Kochbuch, das ich Barry geschenkt habe aussuchen und dann geben wir unser bestes. Diesmal wollte sie Kartoffelpuffer, kein Problem, die hab ich auch so drauf. Und wie das den Kindern geschmeckt hat. Finley konnte garnicht genug haben und 1kg Kartoffeln waren ratz fatz weg. Dieses Gericht werden wir ab jetzt öfter kochen. Außerdem hatte ich das erste mal Unterricht bei Richelle, die ich ja schon kennengelernt habe. Da wir der Advanced Course sind, werden wir auf das CAE bzw IELTS Zertifikat vorbereitet. Diese Prüfungen sind nicht leicht und auch nicht billig, aber versuchen kann ichs ja mal dann hätte ich das Englischlevel C1 :) In der Klasse sind 8 Mädchen, aber nicht alle wollen einen Test machen. Hausaufgaben hab ich jetzt auch immer, aber die sind freiwillig und echt easy.

    Dienstags verbringen die Kinder den Nachmittag immer bei der Mutter. Also hab ich mich mal hingesetzt und mich ein bisschen für das Wochenende informiert, da gibts einiges zu planen. Abends haben wir noch eine Runde Karten gespielt und um halb 8 habe ich mit Honey, wie jeden Montag, Dienstag und Mittwoch 'The Block' geschaut. Meine absolute Lieblings-TV-Sendung hier:D Ach und dienstags ist landesweit 'Milo-Day'. Das ist eine Getränk, so ähnlich wie heiße Schokolade, das man sich aus sowas ähnlichem wie Kakaopulver, Milchpulver und heißem Wasser zusammenmixt. Das machen wir uns dann immer in der Schulpause und die meisten Familien haben das auch zu Hause vorrätig.


    Heute war mal wieder mehr los. Die Kinder durften ohne Schuluniform in die Schule gehen, wenn sie einen Schokoriegel(Fin) und ein Kosmetikprodukt(Honey) mitbringen. Also waren wir vor der Schule noch schnell einkaufen und direkt nach dem Unterricht haben wir für Finley noch ein neues Paar Hosen für die Uniform gekauft. Da die beiden total verrückt nach meinen Kartoffelpuffern sind, habe ich diese heute ausnahmsweise nochmal gemacht. Ohne elektrische Reibe war ich dann auch ziemlich lange beschäftigt. Direkt danach sind wir ins Schwimmbad gefahren. Die waren bis vor kurzem noch für alle kostenlos, jetzt muss man $3 zahlen, aber da die Kinder ja Schwimmunterricht hatten, kamen wir so rein. Da läuft übrigens jeder mit Straßenschuhen und Kleidern rum, nur wer schwimmt trägt Badesachen.

    Aber dieses Wochenende werde ich ziemlich busy sein. Ich bin ja von Donnerstag bis Sonntag alleine zu Hause und habe schon jede Minute verplant. Wir haben hier sooo viele Ideen was wir unternehmen könnten und glücklicherweise kommt man von Auckland aus auch gut überall hin.
    Also am Donnerstag kommt Raphaela nach der Schule mit zu mir. Dann machen wie Pasta mit Tomatensauce und backen die besten Cookies der Welt. Raphaela braucht ein paar davon für ihren Gastvater, weil der am Freitag Geburtstag hat. Und den Rest essen wir einfach so, die sind soo locker davon kann ich nie genug kriegen.
    Freitagabend wollen wir mal die Clubszene in Auckland testen. Also treffen wir uns alle bei mir und fahren dann zusammen in die Stadt. Von da aus fahren regelmäßig Nightliner zurück.
    Samstagmorgen gehen wir lecker brunchen und machen uns dann schon früh nachmittags auf den Weg zum Rugby-Spiel. All Blacks vs. South Africa, oh yea, this is going to be amazing. Anpfiff ist um 19:30 im Eden Park, dann werden zweimal 40 Minuten gespielt.
    Und am Sonntag machen wir einen Tagesausflug auf die Waiheke Island.
    Am 28./29. wollen wie dann nach Coromandel, aber das ist ja noch ne Weile hin:)

    Ich werde auf jeden Fall eine Menge zu berichten haben an diesem Wochenende!!

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  • 13Sep 2013

    14 Springday und Cookies 13.09.2013

     

    Beschreibung

    Da wir alle den Regen und die Kälte satt haben, hat die Schule heute einen Springday veranstaltet. Das heißt wir haben ein paar Blumensträuße aufgestellt und alle haben was zum Frühstücken mitgebracht. Eigentlich wollte ich ja die Cookies mitbringen, die Raphaela und ich gestern nach der Schule gebacken haben, aber irgendwie sind die ein bisschen dunkler geworden als sie sein sollten. Ich glaube das liegt am Backofen, wir haben alles so gemacht wie auf der Packung angegeben. Backen ist hier allgemein nicht so einfach ohne KitchenAid oder Schneebesen. Das nächste mal gehen wir zu Raphas Familie, die hat ne etwas modernere Ausstattung. Trotzdem yummie, die Kekse sind die besten auf der Welt, vielleicht schicke ich an Weihnachten eine kleine Kostprobe rüber, wenn ich sie dann nicht schon alle selbst gegessen habe ;)

    Nach der Schule gings dann heim und : Endlich Wochenende:) Da ich nach langer langer Zeit mal wieder eine ganze Schulwoche hinter mir habe, wenn auch nicht so intensiv, kommt mir das Wochenende gerade recht.
    Und noch dazu bin ich ganz alleine zu Hause. Barry muss geschäftlich nach Dunedin und kommt erst Sonntagnacht zurück. Die Kinder bleiben deshalb bis Montag bei ihrer Mama und ich mach mir ne schöne Zeit. Heute Abend kommt Hannah zu mir, dann machen wir uns gemeinsam auf den Weg in die Stadt zum feiern. Melina und Caroline stoßen dann in der Stadt dazu, wir wohnen ja alle ein bisschen verteilt in und um Auckland. Und morgenfrüh gibts dann ein klassisches Samstagmorgenkaterfrühstück. Wir gehen in Howick brunchen um 11, endlich mal was anderes zum Frühstück als Toast oderMüsli. Und dann muss ich auch schon wieder ganz schnell nach Hause, weil ich hier noch ein bisschen saugen und Wäsche waschen muss, bevor Raphaela kommt, weil sie morgen bei mir übernachtet. Wir gehen ja beide morgen auf das Rugbyspiel und am Sonntag früh morgens nach Waiheke, deshalb kann sie gerade dableiben.
    Ich würde sagen ready for the weekend und bis zum nächsten Mal !

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  • 14Sep 2013

    15 Do the Haka Dance 14.09.2013

     

    Beschreibung

    Wow die letzten 24 Stunden hab ich wieder mal so viel erlebt, ich weiß garnicht wo ich anfangen soll.
    Am Besten schön derReihe nach, dass ich auch nichts auslasse. Gesternabend haben wir das Nachtleben von Auckland erkundet. Die anderen AuPairs waren ja schon des öfteren feiern, deshalb sind wir ganz entspannt losgezogen und ich musste mir keine Gedanken machen wie ich heimkomme. Zuerst aber hat Hannah bei mir vorbeigeschaut und wir haben den Bus nach Auckland genommen, der ja eine Stunde fährt. Dort haben wir dann über eine Stunde im McDonalds auf die anderen gewartet, weil die Hannah vom weggehen schon ganz viele andere deutschen AuPairs kennt, die aus allen Richtungen in und um Auckland dazugestoßen sind. Und ich hätte niiie gedacht, dass es selbst bei McDonalds kostenlos Wasser gibt. Das bekommt man hier ja sowieso immer überall, aber da hätte ich es echt nicht erwartet. Jedenfalls, dank der kostenlosen Getränke und dem Regen draußen war es überhaupt kein Problem noch ein bisschen im Warmen zu verweilen.
    Um 11 sind wir dann alle losgezogen auf die Queen Street. Das ist hier die Hauptstraße mit den ganzen Geschäften, Cafés, Bars und Clubs. Und nochwas cooles, wir mussten kein einziges mal Eintritt zahlen. Ich hab keine Ahnung ob das immer so ist, aber damit kann ich leben:) Man hat auf jeden Fall eine große Auswahl an Clubs mit unterschiedlicher Musik und Location. Kurz gefasst Ausgehfaktor 10/10, sehr geil. Und in den Clubs kommt in etwa jeder zweite aus einem anderen Land, hatte ich so das Gefühl, war ziemlich international. Um 3 Uhr haben wir dann den NiteRider zurück nach Howick genommen, das ist auch der letzte Bus den wir noch nehmen konnten. Und das ist richtig genial, weil der nämlich alle bis fast vor die Haustür fährt, wenn es einigermaßen auf der Route liegt. Das nenne ich mal einen Service. Kurz gefasst an dem Abend dachte ich mir alle 10 Minuten 'genial', kostenloses Wasser, kostenlose Clubs, sehr coole Locations, coole Leute und gediegener Rückfahrservice. Ich freue mich auf weitere Abende:))

    4 Stunden später...
    Saß ich vorm Computer und habe mit meinem Bruder und ein paar Freunden geskypt. Ich wusste ja davor nicht wie spät wir zurückkommen, aber ich war topfit. War schön euch wieder mal alle zu sehen!:)
    Und da ich schonmal wach war, habe ich danach gleich das ganze Haus gesaugt und Wäsche gewaschen. Bis ich damit fertig war, war es auch schon halb 11.Um 11 haben sich Iris, Laura, Hannah, Daniela, Sophia und ich zum Brunchen in Howick verabredet, also hab ich mich gleich auf den Weg gemacht und noch schnell ein paar DVDs zurückgegeben und ein bisschen was eingekauft. Danach waren wir in einem total gemütlichen Café, wo ich mir für umgerechnet 11€ so ein vegetarisches Frühstück mit Blattspinat, gebackenen Pilzen und Tomaten, Kartoffelröstis, Sauerteigbrot und Rührei bestellt habe. Das war echt richtig yummie und die anderen haben mich um meine Wahl ein bisschen beneidet. Da gehen wir sicher nochmal hin.

    Um halb 2 hab ich mich zügig auf den Heimweg gemacht, weil Raphaela heute Abend bei mir übernachtet und schonmal ihr Zeug vorbeibringen wollte. Als sie dann da war haben wir schonmal den Pancakes Teig für morgen früh vorbereitet. Unser Aha-Erlebnis: Wer braucht schon Schneebesen um Eiweiß steif zu schlagen, das funktioniert doch super mit der Gabel! So kann man Geld und Strom sparen Leute.. So viel Zeit blieb uns danach aber garnicht mehr, wir haben uns schon um 4 auf den Weg nach Pakuranga Plaza gemacht, weil dort kostenlose Busse zum Eden Park fahren. And guess, what we did in Eden Park? Watching Rugby!!!! Die All Blacks vs. South Africa, zwei weltklasse Mannschaften.
    Zusammen mit ungefähr 100 anderen Leuten standen wir also in Pakuranga und haben auf die Busse gewartet. Das hat aber reibungslos funktioniert und so kamen wir früh genug am Stadion an. Also hatten wir noch ein bisschen Zeit ne Pommes zu essen, unsere Gesichter und Hände mit All Blacks Tattoos zu verschönern und uns ein bisschen über die Spielregeln zu erkundigen;D Unsere Sitzplätzewaren recht weit oben, aber ich hab alles gut gesehen. Leider war diese Tribüne nicht überdacht, wir hatten ja auch die billigsten Karten, also wurden wir ein bisschen nass, aber halb so schlimm. Das Stadion war restlos ausverkauft würde ich sagen und ich habe sogar sehr viele South Africa-Fans gesehen. Um 7:35 war Anpfiff und von da an wurden wir bestens unterhalten. Hinter uns saßen die Hardcore All Blacks Fans überhaupt, da hab ich wenigstens mitgekriegt wann ich mich freuen und ärgern durfte, denn so ganz die Übersicht hatte ich bei dem Kuddelmuddel auf dem Spielfeld irgendwie nicht. Es fiel mir doch recht schwer gekonnte Spielzüge von Fouls zu unterscheiden, aber dafür ist ja derSchiedsrichter da.. Das Spiel an sich geht zweimal 40 Minuten mit 10 Minuten Pause zwischendrin, aber Jetzt mal hier die Highlights:
    - die Fans von South Africa sitzen nicht etwa abgeschirmt in ihrem Block, so wie man es vom Fußball in Deutschland kennt, sondern sind überall verteilt im Stadion und mischen sich unter die gleichen Busse und Züge. Tja und dann feuert jeder sein Team an, scherzt miteinander und unterhält sich, ist doch ganz easy, wozu immer dieser Hass beim Fußball???
    - der Haka Tanz. Geil, geil, geil. Den traditionellen Haka führen die All Blacks vor jedem Spiel auf. Dazu positionieren sie sich gegenüber von ihrem gegnerischen Team und führen die Choreo zusammen mit dem Kampfgeschrei auf. Dieser Tanz soll Stärke demonstrieren und das gegenerische Team einschüchtern, echt clever und echt einzigartig. Das vergesse ich so schnell nicht mehr.
    - die Show davor und danach. An Feuereffekten, Hymnen und Showeinlagen wurde nicht gespart.
    - die Laola-Welle wurde von uns gestartet. Jawohl ,ist das nicht der Hammer? Hinter uns saßen ja wie gesagt die Hardcore-Fans schlechthin, die auch keine Sekunde gesessen und was unkommentiert gelassen haben. Und die meinten zu uns kommt, lasst mal eine Mexican-Wave (Laola-Welle) starten. Also haben sie alle in unserem Block animiert mitzumachen, den Countdown gezählt und danach gabs 3 ganze Runden gute Stimmung im Stadion:)
    - und das Wichtigste. Die All Blacks haben gesiegt!!
    - um 21:20 standen unsere Busse wieder bereit für die Rückfahrt. Auf dem Rückweg war ich dann auch das erste mal tanken, jaja so viele Premieren.
    Mein Fazit: Es war eine super Erfahrung das mal live und nicht vor dem Fernsehen zu sehen, wir hatten Glück dass gerade ein Spiel war weil bald Sommerpause ist und die Atmosphäre war phänomenal:)) Rugby ist tausendmal interessanter und actionreicher als Fußball und die Neuseeländer haben mal wieder bewiesen, dass sie einfach mega entspannt sind auch gegenüber den Fans vom gegnerischen Team. Der Transport war kostenlos und unkompliziert, was will man mehr?
    What an awesome night:))

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  • 15Sep 2013

    16 Welcome to Paradise 15.09.2013 Neuseeland —

    Waiheke Island, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute habe ich meinen bisherigen Lieblingsort auf Neuseeland entdeckt. Waiheke Island. Diese kleine Insel mit gerade mal 8000 Bewohnern ( wobei sich das im Sommer vervierfacht) , ist so wunderschön. Die Bilder lassen nur ansatzweise erahnen, was für tolle Ausblicke sich mir da geboten haben.
    Um den Tag voll und ganz nutzen zu können, haben Rapha, Laura, Sophia, Milena und ich schon die Fähre um 10 genommen. Da man aber ja eine Stunde in die Stadt fährt, sind wir schon um 6 aufgestanden. Rapha und ich waren ein bisschen durchgefroren weil wir im Wohnzimmer geschlafen haben, wo es leider keine aufheitzbaren Matratzen gibt, ich hoffe wir werden jetzt nicht erkältet:/ Aber wir wollten trotzdem gut in den Tag starten und haben deshalb zum Frühstück Pancakes gemacht hmmm... Dann haben wir uns auch schon bald auf den Weg gemacht und gebetet dass es nicht regen wird. Unsere Bitte wurde erhört, es war ein wunderschöner, warmer, sonniger Tag, perfekt:) Nach der 40-minütigen Fahrt auf der Fähre, sind wir dann endlich angekommen und haben die Busrundfahrt gestartet. Ich wusste garnicht wo ich hingucken soll, so viele schöne Ausblicke haben sich zu allen Seiten geboten. Überall sind einfach endlose Strände in den zahlreichen Buchten, auf den Hängen grasen Alpacas und das Meer ist türkisfarben. Eine Villa ist schöner als die andere und ein Grundstück größer und abgeschotteter als das nächste. Oftmals ist der Briefkasten ein ganzes Stück weg vom Grundstück, wenn dort keine Straße hinführt. Das ist einfach so ein friedlicher und sicherer Ort, aber in Neuseeland ist man sowieso weit ab von Krieg, Euro-Krise und sonstigen Skandalen. Die mittelklassigen Ferienhäuser, gibt es hier ab $550,000, aber dennoch gönnen sich das viele Neuseeländer als Urlaubsort. This is the place to live, wenn das Berufsleben vorbei ist.

    Im Anschluss an die Rundfahrt, die die ganze Insel abdeckt, sind wir noch ein bisschen in dem Ort Oneroa verweilt und haben mit Meeresblick unser Mittagessen genossen, das war Urlaubsfeeling pur. Bevor wir den Bus zurück zur Fähre genommen haben, sind wir noch runter an den Oneroa Beach und haben uns ein bisschen gesonnt. Da kam auch prombt ein Einheimischer und ist ne Runde schwimmen gegangen, naja das kam für uns jetzt nicht in Frage. Ansonsten kann man auf Waiheke an ganz vielen Weinproben teilnehmen, den Wald mit so einer Seilrutsche erkunden oder sich ein Fahrrad mieten und ein bisschen sportlich aktiv werden.

    Da wir dann doch recht müde waren, haben wir uns um 3 mit der Fähre auf den Heimweg gemacht und waren dann gegen halb 6 zu Hause. Aber wir kommen definitiv noch öfter im Sommer nach Waiheke, wenn Badewetter herrscht.

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  • 17Sep 2013

    17 Milo Day 17.09.2013

     

    Beschreibung

    Heute war wie jeden Dienstag Milo Day, das ist dieses Getränk das wie heiße Schokolade schmeckt, nur mit Wasser statt mit Milch zubereitet wird, weil die das nicht anders kennen hier. Da wir aber allgemein ziemlich viel Süßes hier verzehren, die Whittakers Schokolade ist einfach unglaublich lecker, haben Raphaela und ich uns jetzt beim Fitnessstudio angemeldet. Das heißt Contor, ist in der Nähe von der Schule und nur für Frauen. Deshalb sind da auch die ganzen anderen AuPairs, man findet also immer jemanden mit dem man dahin kann. Es ist nicht sonderlich groß, aber für die drei Monate sollte das völlig ausreichen. Und Kurse (z.B. Pilates, Power Dumbell und Stretch'n'Shape) werden auch angeboten. Also dann wirds Zeit aktiv zu werden, die Menschen hier sind sowieso sehr sportlich und motiviert, im Grunde geht die ganze Nachbarschaft regelmäßig joggen.

    Ansonsten hatte ich heute einen aufregenden Start in den Tag. Finley hat seinen Jumper, also die Jacke von seiner Schuluniform nicht gefunden. Honey meinte sie sei nicht in seinem Rucksack, also sind wir erstmal ins Sekretariat und haben bei den Fundsachen gesucht, dann sind wir noch ein bisschen auf dem Schulhof rumgerannt, haben im Klassenraum gesucht und wo war die Jacke letztenendes...doch im Rucksack. Ohmann.
    In meiner Schule hatten wir erstmal alle Gespräche mit Cathy, ob wir zufrieden mit der Familie sind und wie die ersten Wochen waren. Ich bin super happy, ich muss wirklich nur leichte Hausarbeit machen, habe abends, an den Wochenenden und donnerstags (und dienstags teilweise) frei, derVater erkundigt sich immer wie mein Tag war, mit den Kindern komme ich super klar und mit dem Kochen und spülen wechseln wir uns auch gut ab. Da gibts andere bei denen es nicht so rosig aussieht. Ich habe allerdings nur angesprochen, dass ich keinen Heater habe, da meinte Cathy sie kümmert sich darum, weil das solange es kalt ist Pflicht ist.
    Als ich nach Hause kam hab ich erstmal einen ziemlichen Schreck bekommen, weil da jemand in unserem Garten rumgerannt ist. Das war aber nur jemand zum Rasenmähen, der war genauso schnell wieder weg wie er gekommen ist. Heute Abend haben wir dann das erste mal den Grill angeschmissen. Es gab lecker frischen Fisch (nicht frittiert man staune), gegrilltes Gemüse, Haloumi-Käse, Tofu-Würstchen und Garlic bread. Yum.
    Oh The Block fängt an, ich bin dann mal weg. Bis zum nächsten Mal:)

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  • 19Sep 2013

    18 Morgen sind wir Weltmeister 19.09.2013

     

    Beschreibung

    Go Kiwis!!!

    Bevor ich euch die Überschrift erkläre, erstmal ein bisschen Werbung meinerseits. http://ablackmoustache.blogspot.co.nz/2013/09/nz-fashion-week.html#more
    Das ist Raphas Blog, schaut mal vorbei, sie hat auch sehr schöne Bilder und Berichte!:))

    Neuseeland sieht rot
    Ganz Neuseeland ist aus den Socken
    Alle Kiwis sitzen in einem Boot
    America's Cup- Wir holen uns den Sieg

    Sorry Leute, ich konnte mich einfach nicht entscheiden. Für heute sind mir ungefähr tausend Überschriften eingefallen, also sucht euch selbst eine aus, die euch am besten gefällt. Aber hat irgendjemand eine Ahnung worum es hier geht? Na?
    Den America's Cup!!! Schonmal was davon gehört in den Nachrichten? Hier läuft 24/7 nichts anderes als das. Hier mal eine kurze Definition von meinem Freund und Helfer Wikipedia: Der internationale America’s Cup – abgekürzt AC – ist die bekannteste und älteste noch heute ausgetragene Segelregatta. Er ist ein Wanderpokal und hat seinen Ursprung in einer Regatta rund um die britische Insel Isle of Wight im Jahre 1851. Um den America’s Cup treten zwei Segelyachten – Verteidiger und Herausforderer – in mehreren Wettfahrten gegeneinander an. Die Yacht, die eine vorher festgelegte Anzahl von Wettfahrten gewinnt, gewinnt den Cup.
    Und diese beiden Teams sind in diesem Jahr die USA und Neuseeland. Die festgelegte Anzahl an Wettfahrten beträgt 9 und es steht 8 : 2 für Neuseeland. Das heißt logischerweise müssen sie nur noch ein Rennen gewinnen um den Gesamtsieg zu ergattern!! Yea! Deshalb sind hier gerade alle Kiwis am Durchdrehen. Eigentlich hätte es schon heute morgen entschieden sein können, aber kaum haben wir uns vor dem Fernseher eingefunden, wurde das Rennen wegen zu starken Windverhältnissen abgesagt.
    Und jetzt erkläre ich euch mal die Überschriften. Jeden zweiten Morgen werden zwei Rennen live aus San Francisco übertragen und alle sitzen dann gespannt vor dem Fernseher. Heute morgen war ich beispielsweise mit den Kindern vor der Schule beim Bäcker und auf einmal hat sich der Verkäufer umgedreht und total konzentriert auf den Bildschirm gestarrt. Da gibt es kein pardon, der Cup geht vor. In den Schulen, so auch in meiner werden überall Fernseher aufgestellt und der morgendliche Unterricht muss leider dem Public Viewing weichen. Und dabei tragen alle rote Socken. Warum das fragt ihr euch? Nun vor einigen Jahren gab es einen sehr erfolgreichen Segler, Peter Blake. Der kam irgendwann im Laufe des America's Cup auf die Idee, rote Glücksbringersocken zu tragen. Seitdem wurde es zur Tradition, an den Renntagen mit roten Socken herumzulaufen und daran halten sich sowohl die Schulkinder und Lehrer als auch Geschäftsleute und Nachrichtensprecher. Letztere haben gerade auch nichts zu tun als über erwartungsvolle und begeisterte Menschen im ganzen Land zu berichten. Wenn die Kiwis das Rennen nämlich gewinnen, findet der Cup in 3 Jahren in Auckland statt, was ein riiiiesen Event ist. Und die Chancen dafür sind groß. Die Amerikaner ( die übrigens einen australischen Captain haben) haben es zwar geschafft ihr Boot so umzubauen, dass es nun theoretisch schneller ist als das ihrer Herausforderer, aber 7 Rennen aufzuholen ist schon recht unlogisch. Deshalb steht die Welt hier still, wenn Neuseelands Nationalhelden antreten.
    Und morgen soll es so weit sein. Dann findet das letzte Rennen statt, das ich natürlich auch verfolge. Und schaltet das nicht weg wenn es in der Tagesschau kommt!!!
    Also dann machts gut, morgen sind wir Weltmeister:))

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  • 20Sep 2013

    19 Smalltalk 20.09.2013

     

    Beschreibung

    Jaa das war wohl nichts. Heute sind wir doch noch nicht Weltmeister. Auf eine neue Runde America's Cup. Dabei hab ich mich heute Morgen extra vor den Fernseher gesetzt und Team Kiwi angefeuert. Was dann passier ist fasse ich mal kurz zusammen:
    Ganz Neuseeland saß mit roten Socken vor dem Fernseher. Die Kinder mussten sich in der Schule versammeln, in dem Krankenhaus wo mein Gastvater arbeitet war sogar ein Kamerateam um festzuhalten wie hunderte Menschen auf eine Leinwand gestarrt haben und ich habs mir daheim auf dem Sofa gemütlich gemacht. Gegen 8:00 gings dann etwa los und da lag das Problem. Der Start ist missglückt. Da haben die Amerikaner ziemlich gut vorgelegt und da sie momentan das schneller Boot haben war da nichts zu machen. Also dann auf in Runde 2 habe ich mir gedacht und mich auf den Weg in meine Schule gemacht. Da waren auch schon alle bereit den Gesamtsieg zu feiern ( und den Unterricht ausfallen zu lassen) ;) Aber wie schon am Vortag wurde das Rennen dann wegen zu starken Windverhältnissen abgesagt. Also hieß es für uns Grammatik statt Fernsehen. Ohmann. Na denn bin ich mal gespannt ob morgen endlich ein Schlussstrich gezogen wird...

    Nach der Schule waren wir in der Gym ein bisschen trainieren. Dann hab ich auch schon die Kinder abgeholt. Und da kam keine Langeweile auf, dank der redefreudigen Neuseeländer. Auf dem Weg vom Auto zum Schultor habe ich mich mit einem Vater über die mangelnden Parkplätze und die Pläne für das Wochenende unterhalten. Auf dem Weg vom Schultor bis zum Klassensaal hatte ich dann mit einer älteren Dame eine Konversation über das Wetter. Vor dem Klassenzimmer hat mich ein kleines Mädchen angesprochen, ob ich die Mutter einer gewissen Quinn sei. Nach dem Gong hat Finley mir erzählt wie gerne er sich mit James treffen würde, um Mindcraft zu spielen, er hat sich aber nicht getraut ihn oder seine Mutter anzusprechen. Also habe ich seine Mutter angesprochen, ob sich ihr Sohn mit Finley treffen möchte. Dann haben wir gleich einen Termin für die Ferien ausgemacht. Und auf dem Weg zum Auto habe ich mir die Pläne der Kinder für das Wochenende angehört.
    Ahso.

    Dann hat mir Barry eine SMS geschrieben, dass die Kinder bitte nicht so viel essen sollen, weil es abends Fish'n'Chips gibt. So viel konnten die aber garnicht essen, weil fast nichts mehr da war. Also sind wir einkaufen gegangen und jetzt haben wir wieder Vorrat für
    mehrere Monate. Hier gibt es ja alles in XXL. 10 Liter Milchpackungen, 1kg Käse, 2 kg Joghurt, 100 Teebeutel, 20 kleine Chips, also da kann man echt bunkern. Aber das beste: Wir haben German Bread gekauft:)) So richtiges Bauernbrot. Hmmmmmm:)
    Weil mir das so gut schmeckt, gehen wir morgen früh in der Stadt in einer German Bakery brunchen, oh da freu ich mich!
    Jetzt muss ich aber los, wir haben uns um halb 9 in Howick verabredet. Wir wollen mal die Bars dort austesten, heute gehts in die Bar Basalt. Ausnahmsweise kann ich mal aufen, das ist nur 15 Minuten weg...

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  • 21Sep 2013

    20 Ein typischer Samstag 21.09.2013

     

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    Den heutigen Samstag hab ich nach guter Manier mal wieder mit brunchen und shoppen verbracht. Und das war beides erfolgreich!
    Vorweg eine Warnung an meine männlichen Leser: Dieser Bericht handelt ausschließlich von Essen und Shoppen!
    Beginnen wir mal mit dem Brunch. Einen besseren Start in den Tag hätte ich mir nicht denken können. Wir sind nämlich in eine deutsche Bäckerei in Mount Eden gefahren und da gabs frisches deutsches Ofenbrot und Gebäck. Schon dieser Geruch war überwältigend. Ich hätte mich am liebsten einmal durch die ganze Speisekarte durchprobiert.. Aber meine Wahl war auch gut. ( Wer hungrig ist überspringt diese Passage jetzt lieber) . Rapha und ich haben uns einmal das Gourmet Frühstück mit Haloumikäse, Avocado, Kartoffelrösti, Sauerteigbrot, Pilzen, Tomaten, Spinat und Bohnen und dann das French Toast mit Ahornsirup, Früchten und Vanillesauce geteilt. Und zum Nachtisch habe ich mir ein Himbeertörtchen gegönnt. Ich hätte mir in meinen Träumen nicht ausgemalt, dass ich mal mein Frühstück so ausführlich beschreibe, aber das war eine Geschmacksexplosion nach dem immergleichen Weißbrot, das könnt ihr euch garnicht vorstellen. Es tut mir Leid wenn ich euch mit diesen Details langweile, aber hmmmmm:)
    Danach haben wir uns jedenfalls auf den Weg zum Newmarket gemacht, das ist so eine Shoppingmeile in der Innenstadt. Dort gibt es auch ein Geschäft, the general issue, das Klamotten von Hollister und Abercrombie verkauft. Diesen Laden haben wir erstmal ziemlich lange gesucht, aber als wir ankamen waren wir auch nicht soo begeistert. Die Auswahl war jetzt nicht sonderlich groß, aber ich habe trotzdem einen schönen Oulli gefunden. Es ist noch etwas schwer sich mit dem Gedanken anzufreunden jetzt Sommerkleidung zu kaufen:/ Dann waren wir noch im Kathmandu. Diese Marke müsst ihr euch merken, denn falls ihr jemals nach Neuseeland kommt und im Trend liegen wollt, ist diese Jacke Pflicht. Hier läuft jeder, wirklich jeder, ob Mutter oder Tochter oder Kind mit dieser Jacke durch die Gegend. Das ist wie so eine Invasion, überall sieht man die Jacke, ob zu Shorts, zum Kleid oder zu den Sportsachen kombiniert.. Und wuhu da waren 50% Rabatt, also hab ich zugeschlagen und mir so eine Weste gegönnt.
    Bevor wir den Bus zurückgenommen haben, haben wir mal wieder im Countdown vorbeigeschaut und unsere Lieblingsschokolade Whittakers mitgenommen. Aber diesmal mit einer absolut überragenden Geschmacksrichtung, Karamell, sehr geil.

    Abends war ich mit meiner Family bei einer befreundeten Familie essen, da war ich jetzt schon öfter, ist echt gemütlich dort. Diese Familie besteht aus Harry, Tilly und den Eltern, die beide Lehrer sind. Außerdem lebt dort jetzt seit zwei Jahren ein koreanischer Gastschüler, der 16 Jahre alt ist. Weil es leider geregnet hat, haben wir nicht wie geplant gegrillt, sondern Wraps gemacht. Auch nicht schlecht. Es war ein gemütlicher Abend, ich habe viel erzählt und es war vor Allem ein internationaler Abend. Finley war genaugenommen der einzige Kiwi unter uns, weil sonst niemand in Neuseeland geboren wurde.
    Und mit dieser Erkenntnis verlasse ich euch jetzt für heute...

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  • 22Sep 2013

    21 Auckland Museum 22.09.2013

     

    Beschreibung

    Und wieder heißt es einen Tag warten bis Team NewZealand sich hoffentlich den Gesamtsieg im America's Cup holt...
    Naja heute war auch viel zu schönes Wetter, um sich vor den Fernseher zu setzen. Heute Nacht sah das noch ganz anders aus, da gabs ein heftiges Gewitter und tonnenweise Regen..Da es Barry nicht so gut ging, habe ich kurzerhand die Kinder ins Auto gesetzt, habe Rapha auf dem Weg abgeholt und dann haben wir uns auf den Weg ins Museum gemacht. Eigentlich war ja Regen angesagt, deshalb wäre das die optimale Lösung gewesen, aber es war trotzdem eine gute Idee. Noch dazu bin ich das erste mal Highway gefahren und da waren ein paar ganz schlimme Raudis unterwegs, die viel zu schnell gefahren sind, nämlich 120 km/h. Das sind immerhin 20 km/h schneller als erlaubt. Tja das war dann wohl nichts mit dem Gas geben, Deutschland ist und bleibt das Paradies für Schnellfahrer. Also sind wir so vor uns hin geschlichen, aber da meine liebe Navigiertante auch nicht gerade die schnellste war, war das garnicht so schlecht.
    Dennoch haben wir den Weg zum National War Memorial Museum gefunden, ich bin stolz auf uns. Das Gebäude ist wunderschön, hat mich alles ein bisschen an Washington D.C. erinnert. Die Aussicht war auch unglaublich, da vorne der Hafen, zur rechten der Strand und die Inseln, zur linken der Skytower mit ein paar Palmen im Vordergrund und direkt daneben eine riesen Wiese zum Rugby, Football oder was auch immer spielen. Eigentlich hatte ich ja damit gerechnet, dass ich $10 Eintritt zahlen müsse, aber wir wurden einfach nur gefragt ob wir ihn Auckland leben und als wir das bejaht haben ( auch komisch das zu sagen), haben wir freien Eintritt bekommen. Wie sich dann herausgestellt hat, ist das Museum nicht sehr groß, deshalb haben wir wohl auch alles Interessante in 1 1/2 Stunden gesehen. Aber ich war total beeindruckt dass Honey und Finley so interessiert, diszipliniert und geduldig waren, das war wirklich entspannt. Im Grunde haben sie mir das meiste gezeigt und erklärt, Finley ist vor Allem bei der Dinosaurierabteilung ein Experte! Und wir haben Kiwis gesehen!!:) Zwar nur ausgestopfte, aber die sind ja so cool die Vögel. Im Grunde besteht das Museum größtenteils aus ausgestopften Tieren, was ich teilweise etwas grotesk fand, denn in der Kinder/Entdeckungsabteilung konnte man haufenweise Schubladen mit toten Tieren bestaunen oder einem Haufen Kakerlaken zuschauen, wie sie in einem Glaskasten so vor sich hin leben, naja. Dann waren wir noch in einem Vulkanausbruchimitator, der war auch etwas unspektakulär. Dennoch war das Museum einen Besuch wert und ich fands super, dass die Kinder dabei waren. Zum Schluss waren wir noch ein bisschen im Museumsshop bummeln und haben beschlossen nach Bottanypark zu fahren und dort einen Frozen Yoghurt in KiwiYo zu essen. Da wählt man eine Eissorte und dann kann sich jeder einen Haufen Süßigkeiten als Topping draufschaufeln, man gönnt sich ja sonst nichts:)
    Alles in Allem waren wir so 4 Stunden unterwegs, also haben wir uns überlegt den restlichen Nachmittag mit Spielen zu verbringen. Und jetzt kommen 7 Eier ins Spiel. Finley hat sich ein Spiel ausgedacht, während wir anderen Cluedo gespielt haben. Dieses Spiel dreht sich im Grunde ums Eiersuchen, nur dass die Eier nicht im Garten, sondern im Haus versteckt werden. Das war auch sehr lustig, bis wir, wie nicht anders zur Erwarten, nach der dritten Runde alle zusammen das vermisste siebte Ei gesucht haben. Finley konnte sich nicht mehr erinnern, wo er es versteckt hatte:D:D Merke: Liebe Eltern, notiert euch an Ostern besser wo ihr die Eier versteckt habt. Wir habens nicht gefunden, aber ich glaube Finley hat nur 6 Eier versteckt. Ich hoffe es zumindest:D
    Sodele, die selbstgemachte Pizza ruft. Machts gut und haltet mich auf dem Laufenden über die Wahl!!!

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  • 23Sep 2013

    22 noodle dumplings 23.09.2013

     

    Beschreibung

    Zuallererst sag ich mal DANKE. Danke für die vielen Statistiken, Live-Meldungen und SMS und E-Mails rund um das Thema Bundestagswahl. Ich kann mich echt nicht beklagen, ich wäre nicht up-to-date gewesen. Das Ergebnis überrascht mich ehrlich gesagt wenig, denn genau das habe ich prognostiziert ( Herr Mellein wäre stolz auf mich, obwohl ne eigentlich nicht). Jedenfalls danke ich Clara(demnächst live aus Berlin), Sarah, Jens und meinen Eltern für die Updates :)
    Tatsächlich gabs hier auch einen kurzen Fernsehbericht über die Elections in Germany. Juchee hab ich das gefeiert und mich amüsiert. Das war schon sehr lustig, wie sich Peter Altmaier auf Englisch versucht hat, Merkel eine andere Stimme bekam und die Regie einem Mann mit derbstem Hessisch eine akzentfreies British English zugeteilt hat( die haben ganze Arbeit geleistet, ich hätte den nicht verstanden). Naja, ich gehöre jedenfalls nicht zu den 27% die nicht wählen gegangen sind, denn ich hab vorher in Deutschland eine Briefwahl gemacht, löblich nicht wahr?

    Eine neue Woche beginnt und wir haben den America's Cup immer noch nicht gewonnen. So langsam wird es knapp. Am Samstag hatte sich die Mannschaft schon 1km Vorsprung rausgeholt und dann wurde das Rennen abgesagt, weil das Zeitlimit von 40 Minuten um ein paar Sekunden überschritten wurde, das hätte dee Gesamtsieg sein können. Naja dann heisst es wohl weiterhin Fernseh schauen statt Unterricht (zumindest 15 Minuten entfallen).
    Da mein Gastvater eine Woche krankgeschrieben ist, hat er heute mal die Kinder zur Schule gebracht und abgeholt. Trifft sich ja gut, dass Honey und ich montags immer kochen. Diesmal hat sie sich Käsespätzle (noodle dumplings) ausgesucht. Ich hab die auch noch nie selbstgemacht, aber die Zubereitung war auch nicht schwer. Nur den Teig durch das Sieb pressen war, wie schon das Eiweiss ohne Schneebesen schlagen und das Kartoffelpuffer ohne automatische Reibe zubereiten, eine sportliche Herausforderung. Das Ergebnis konnte sich aber sehen lassen und die Kinder zeigen sich als grosse Fans der Deutschen Hausmannskost. Honey hat dann noch einen Mikrowellenkuchen dazugezaubert, der ear auch seehr lecker. Zu viel darf ich davon aber nicht essen, morgen haben wir ja die Trainerstunde in der Gym.

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  • 24Sep 2013

    23 Ein Dialog... 24.09.2013

     

    Beschreibung

    ...genau genommen sind es zwei.

    Freitagabend, 20:45, Parkbank gegenüber von dem Pub, ein Kiwi und ich
    Kiwi: Heya. Do you know where to find the wine shop?
    I: No, I'm sorry.
    Kiwi ( zeigt auf mich) : German?!
    I: Is it so obvious?
    Kiwi: Yea a bit. Welcome to New Zealand. Take it easy.


    Samstagmorgen, 9:20, Bushaltestelle Cockle Bay School, Busfahrerin und ich
    I: Good Morning.
    B: Hi sweetie. How are ya?
    I: Fine, thanks. Do you sell those Discovery Day Tickets?
    b: Oh, yea, I do honey. It's $16. Would you like one honey?
    I: That would be great, thanks.
    B: Of course honey. I'll just put my name on the ticket, because it didn't print properly. So in case someone asks you you can just tell him Linda Lee was your bus driver and that will be fine. Because you can't see it is a Discovery Day ticket, ok?!
    I: Oh that's lovely. Thanks a lot.
    B: You're welcome darling. Wait I'll also write it on the other side of the ticket.
    Und weil ich ein bisschen Mitleid habe, dass Linda während dem America's Cup Busfahren muss, gebe ich ihr ein kleines Update..
    I: Did you hear what happened at the America's Cup?
    B: Oh yea I just listened to the radio. Why was it interrupted, what happened there?
    i: They misses the time limit of 40 minutes to pass turn 4. Just a few seconds thats so ridiculous. I can't believe that we have to wait one more day. It's getting overexcited now.
    B: Oh yea it is honey. These are just some of the american rules you know. Thank you so much honey.
    Hannah steigt ein. 2 Minuten später hält die Busfahrerin an und setzt sich zu uns um nochmal sicherzugehen ob jetzt alles auf unseren Tickets steht. Sie schreibt nochmal irgendwas drauf.
    B: Where do you leave the bus?
    We: Broadway.
    B: I will tell you then, sweeties. You won't miss it.

    45 Minuten später.
    B: Ok Sweeties here we are. Where do you wanna go?
    We: Mount Eden.
    Alte Dame: Oh that bus leaves across the street.
    We: Alright, thanks a lot.
    Alte Dame/ Busfahrerin: But there are two busses, take the one on bus stop..
    We: Ok. Bye.
    B: Bye Sweeties.
    We: Thank you.
    B: Thank you.

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  • 25Sep 2013

    24 Horrormärchen 25.09.2013

     

    Beschreibung

    Part 1
    Stell dir vor du sitzt an einem schönen Dienstagabend gemütlich im Wohnzimmer vorm Fernseher und schaust deine Lieblingsserie. Du hörst wie draussen der Regen gegen die Scheiben prasselt, der Wind durch die Bäume jagt und fühlst dich pudelwohl und sicher in deinen vier Wänden. Du wärmst deine Hände an einer Tasse Tee, hast dich in eine Decke gekuschelt, tippst nebenbei ein paar SMS an deine Liebsten in Deutschland und bist total sorgenfrei. Gegenüber sitzt deine Gasttochter und lächelt dich glücklich an, dein Gastsohn wärmt sich eine heisse Schokolade in der Mikrowelle auf und dein Gastvater beantwortet ein paar E-Mails. Gerade wird deine Aufmerksamkeit etwas mehr auf den Fernseher gerichtet, weil dort die letzten 5 Minuten der Show anlaufen, die immer sehr spannungsgeladen sind. Du richtest also deinen Blick vom Handybildschirm auf den Fernseher und
    ... siehst nichts. Alles düster. Ratsch- Computer aus, Fernseher aus, Licht aus, Mikrowelle aus, Kühlschrank aus, WLAN aus - Alarmanlage an. Das alles in weniger als 2 Sekunden. Gerade wurde noch das Ergebnis der Challenge im Fernseher angekündigt und dein Handy zeigt den Empfang einer SMS an, da ist es dunkel, komplett düster. Dann sagt eine ängstliche, gebrochene Stimme neben dir: " Can you please hold my hand. I'm scared in the darkness". Natürlich kannst du das, du kannst auch ein paar Kerzen suchen, die Taschenlampen aus den Schubladen kramen, dir merken der Taschenlampen-App fürs iPad keine gute Bewertung zu geben, .. aber du kannst nicht den Alarm ausschalten, weil er zu dem Auto gehört, das in der Garage steht, deren Tor nur mit einem Schalter zu öffnen ist, der sich im Flur befindet, aber nur mit Strom funktioniert. Also kannst du lustige Taschenlampengesichter mit den Kindern machen, solange der Vater draussen feststellt, dass in der ganzen Strasse der Strom ausgefallen ist. Zu dritt stehst du dann im Badezimmer und putzt die Zähne und stellst fest, dass wenigstens das warme Wasser funktioniert. Da du nicht weisst, was du sonst machen sollst, legst du dich in dein Bett, aber hast nicht bedacht, dass ja die aufwärmbare Matratze ebenfalls eine Stromzufuhr benötigt. Also nimmst du dein iPad und schreibst diesen Bericht. Gerade kommt dir dann in den Sinn, dass du ja das mobile Internet anschalten kannst, da blinkt auch schon dein Bildschirm auf. "Oh, eine Nachricht", denkst du dir, und liest : " Im Radio wurde ein Tropensturm angekündigt." Das liest du dann noch einmal und noch einmal und denkst dir " Gute Nacht allerseits!"

    Part 2
    Nach 1h 15 min kam der Strom wieder zurück. Schlagartig. Wir lagen schon alle im Bett, dann ging auf einmal der Fernseher an, die Mikrowelle los und es war taghell. Aber diesmal haben wir uns nicht beklagt. Der Alarm hat übrigens nach etwa einer halben Stunde den Geist aufgegeben, glücklicherweise. Die Wiederholung von the Block haben wir um etwa 10 Minuten verpasst, aber morgens gleich am Computer nachgeholt:) Der Sturm hat mich nicht so gestört. Ich habe zwar ein bisschen gebraucht bis ich eingeschlafen war, weil es schon recht laut draussen war, aber dann ging es auch. Ich hatte ja wieder mein warmes Bett zurück:) Und da sie nicht gestorben sind, ist ja alles gutß

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  • 27Sep 2013

    25 Oktoberfest 27.09.2013

     

    Beschreibung

    Uns ist nicht entgangen, dass in Deutschland gerade die Dirndl und Lederhosen ausgepackt werden und da wir zwei echte Bayerinnen dabeihaben, Hannah und Daniela, wurde das auch einigermaßen standesgemäß zelebriert. Also haben wir heute die Schule, das heißt die Chinesen, zum 'Bavarian Octoberfest' eingeladen und die Wiesn nach Neuseeland gebracht. Brezeln konnten wir leider nicht auftreiben, dafür gab es aber frisches Brot aus einer deutschen Bäckerei mit Butter und Salz. Das war soo schnell weg, aber das meiste haben wir selbst gegessen. Dazu gabs Salzbrezeln und so eine Art Bier. Da wir nach der Schule noch in den Countdown (Supermarkt) gegangen sind, wurde Hannah darauf angesprochen, dass sie eine Deutschlandflagge auf der Wange trägt, sehr patriotisch :D
    Nach der Schule war ich noch schnell im Fitnessstudio und dann hab ich den ganzen Nachmittag gechillt, weil die Kinder das Wochenende bei der Mama sind und es zu Hause nichts Wichtiges zu tun gab.
    Als Ersatz für das Festzelt, mussten dann die Clubs in der City dienen, aber der 8th Union Street (oder so ähnlich), war eine gute Alternative. Vor Allem waren wir eine ziemlich große Gruppe, also mussten erstmal alle zu Milena, wo wir uns vorher getroffen haben, kommen. Das war gar nicht so einfach. Hannah hat den Bus verpasst, weil er zu früh kam und ich bin aus irgendeinem Grund 4 Stationen zu früh ausgestiegen. Naja, so waren wir am Ende doch wieder recht zeitgleich:) Bei Milena waren wir dann sehr international unterwegs. Keisuke aus Japan und Nasser irgendwo aus der Nähe von Dubai, sind mit uns gekommen und wir Deutschen haben uns auch nur auf Englisch unterhalten, größtenteils. Zusammenfassend war es ein sehr lustiger Abend, im Club war gute Stimmung und gute Musik, nur dass er irgendwann ein bisschen voll wurde. Es ist leider sehr schwer Englisch sprechende Leute zu verstehen, wenn sie was getrunken haben und laute Musik im Hintergrund ist, aber soweit reicht die Verständigung, dass man einen Drink ausgegeben bekommt;D
    Danach sind wir, natürlich zu McDonalds gegangen. Da haben wir uns dann schön an den Apfeltaschen verbrannt, ich weiß auch nicht was die damit gemacht haben. Aber dafür gibts da ja kostenlos Wasser. Hab ich schon erzählt, dass im Basalt, der Bar in Howick, kostenlose Softdrinks für Fahrer ausgeschenkt werden? Musst einfach hingehen und sagen, dass du mit dem Auto da bist, dann kannst du dir einen Softdrink aussuchen. Und die machen sogar Werbung dafür, sau gut!! Wir haben auch noch in einem Shop vorbeigeschaut, wo wir jemandem aus Hamburg über den Weg gelaufen sind und in dem Bus saß auch ne Deutsche. Ja der Bus, also da habe ich jetzt folgendes gelernt: Man darf ruhig dreist fragen ob sie einen bis ganz nach Hause fahren. Ich hab nämlich meine Haltestelle, Cockle Bay School genannt, und als ich ausgestiegen bin, ist der Bus den Weg weitergefahren, den ich danach laufen musste. Man kann ja nie wissen, wo der so langfährt, weil das ja davon abhängt wo die Fahrgäste hinwollen. Merke: Niemals einschlafen auf der Busfahrt! Aber damit hatte ich immer noch mehr Glück als Rapha, die musste 50 Minuten laufen, mein Mitleid! Um halb 5 lag ich dann endlich im Bett mit der schönen Aussicht um halb 9 aufzustehen, um zu der Schulgala zu gehen, ja da schläft sichs gut.

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  • 28Sep 2013

    26 School Gala 28.09.2013

     

    Beschreibung

    Guten Morgen!
    Was macht man wenn man nur 4 Stunden Schlaf hatte - man geht auf eine Schulgala!
    Selbst Schuld, ich habe Alice gesagt, ich würde sie und die Kinder um 10 Uhr in der Schule treffen. Aber im Nachhinein war das echt eine gute Idee, denn die Gala war riesig. Da kann die Speyerer Messe nicht mithalten, nur die Preise sind in etwa auf einem Niveau. Ich komme also dahin und erwarte so ein kleines Schulfest zum Ferienanfang, wo ich mal ne Stunde vorbeischaue, aber da hab ich etwas falsch gelegen. Erstens mal waren hunderte, nein sicher an die 3000 Leute da. Und das waren nicht nur Kinder und ihre Eltern, sondern auch Jugendliche und junge Pärchen aus Howick. Dann gab es richtig coole Attraktionen für die Kinder, wie einen Waterwalk in so einem Plastikball, eine Riesenrutsche, ein Miniriesenrad, so einen aufblasbaren Abenteuerkurs, eine Hüpfburg und und und.. Die Sachen hatten allerdings auch ihren Preis, also das Taschengeld dürfte jetzt erstmal leer sein, die Schule dafür um einiges reicher. Man musste beispielsweise such $2 zahlen, um sich einen Raum voller Lego, dass es nur Overseas, also im Ausland gibt, anzuschauen und wenn man einmal rausging, kam man nicht mehr rein. In den Klassenräumen wurde entweder Essen (Chinesisch, Türkisch, Süßigkeitenshop, Slusheis, Kuchen, Hot Dogs, Pommes, Würstchen..) oder Ausstellungen oder Ballons etc. angeboten. Das Highlight war wohl der Trail of Terror, ich glaube das ist eine Art Geisterbahn, aber die Kinder kamen ein wenig traumatisiert wieder da raus. Da ich mit Finley, seiner Mutter, seinem Freund James und dessen Mutter unterwegs war, habe ich aber auch miterlebt, wie viele Süßigkeiten die Kinder hier verzehren. Das fing bei Zuckerwatte und einem Körbchen voller Süßigkeiten an und hört bei Fudge in allen Sorten auf. Na gut, davon hatte ich auch ne Portion, die habe ich ja schließlich mit Honey gemacht, da muss man auch mal probieren. Nebenbei gab es auch noch einen Talentwettbewerb und eine Band, die es letztes Jahr bei New Zealand's Got Talent unter die Top 3 geschafft hat, ist aufgetreten.
    Als es auf einmal angefangen hat zu schütten, bin ich nach Hause gegangen und hab mir überlegt den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Da es Rapha genauso ging, haben wir uns in Botany Town Centre, einem riesen Shoppingcenter mit Restaurants und Kino und Supermärkten, getroffen. Und wo wir schonmal da waren, haben wir uns überlegt abends 'White House Down' im Kino anzuschauen. Aber zuerst waren wir mal shoppen. Da sind wir in einem Laden der Jay Jays heißt, ist ja obligatorisch dass ich da reingehe, fündig geworden. Die hatten so eine tolle Geschäftsidee: Wenn man zweimal das gleiche Teil kauft, kostet es weniger. Da wir uns sowieso die gleichen Sachen geschnappt haben, kam das gerade recht. Aber außer in dem Laden sind wir dann nicht mehr wirklich fündig geworden, deshalb haben wir uns zu Nando's gesetzt und einen Wrap gegessen. Aber dummerweise hatten wir immer noch 3 Stunden Zeit, bis der Kinofilm anfing. Also sind wir noch in ein Café und hatten einen Brownie als Nachtisch. Da die Geschäfte samstags um halb 6 schließen, blieb uns dann nichts anderes übrig, als in den Supermarkt zu gehen. Und ich hab mir Taschentücher gekauft, yeeei. Diese Papierfetzen die man hier Taschentücher nennt, gehen mir ein bisschen auf die Nerven und man kann ja auch nicht immer die ganze 100erBox mitschleppen, deshalb hab ich mir mal verpackte Taschentücher gegönnt:) Vor lauter Freude darüber haben wir dann vergessen uns was fürs Kino mitzunehmen. Denn da gibt es irgendwie nicht so viel zu essen, die verkaufen nur Eis und salziges Popcorn. Dafür kann man hier Deluxe Sitzplätze kaufen. Ja, man glaubt es kaum, aber das gibt es wirklich. Die letzten zwei Reihen waren mit besonders großen und gemütlichen Sesseln mit einem kleinen Tisch bestückt und den Kellner, der einem Softdrinks und Popcorn bringt, gibts gratis dazu. In diesen Genuss kamen wir mit unserem Schülerrabatt leider nicht, aber die Sicht von den billigen Plätzen war trotzdem gut.
    Da ich jetzt nicht auch noch eine Filmrezension schreiben will, verrate ich einfach mal so viel. Jamie Foxx und Channing Tatum spielen mit, also kann er schonmal nicht schlecht sein. Die Story war zwar nicht der Bringer schlechthin, aber mir hat der Film trotzdem sehr gut gefallen und ich würde ihn auch nochmal anschauen. Mit dem Englisch das hat auch gut geklappt, und im Notfall sieht man ja was passiert.
    Die Premiere von der Hobbit, findet übrigens leider nicht in Neuseeland statt:( Sonst wäre ich dafür nach Wellington geflogen..
    Jetzt geh ich aber ins Bett, muss noch ein bisschen Schlaf nachholen und heute Nacht wird mir ne Stunde geraubt, denn dann ist Sommerzeit:/

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  • 29Sep 2013

    27 Day Off 29.09.2013

     

    Beschreibung

    Alle aufgepasst: Ab heute lebe ich 11 Stunden in der Zukunft. Heute Nacht wurden die Uhren auf Sommerzeit umgestellt.
    Und was macht man an einem Sonntag, an dem einem 1 Stunde Schlaf geraubt wird?- man legt einen Couch-Tag hin. A classic sunday. Als ob mein Hostdaddy das geahnt hätte, stand heute Morgen ein selbstgemachter Himbeer-Smoothie auf dem Frühstückstisch bereit. So gefällt mir das. Also habe ich mich erstmal mit dem Smoothie und einer Zeitschrift auf die Couch gechillt und mit dem Nichtstun angefangen.
    Barry hat währenddessen ein Schlafzimmer für Finley gezaubert. Da ich ja in Finleys Zimmer untergebracht bin, hat dieser erstmal bei Barry geschlafen. Dann hatte Barry aber die Idee im Front Living Room, mir fällt beim besten Willen keine Übersetzung dafür ein, eine kleine Ecke für Finley einzurichten. Also wurde ein Ikea Regal aus overseas geliefert, denn einen Ikea gibts hier leider noch nicht, und das dient als Raumteiler. So hat sich eine ziemlich gemütliche Ecke ergeben, in der Finleys Bett, ein Regal, ein Nachttisch und ein paar Bilder untergebracht werden konnten. Finley hat sich gefreut wie an Weihnachten als er nach Hause kam und Honey war ein bisschen neidisch, obwohl sie ja ein Schlafzimmer hat. Die Kinder kamen heute ausnahmsweise schon mittags nach Hause, weil Alice sich Wicked in der Stadt ansieht.
    Dann ging es los mit der Beschäftigungstherapie: Zuerst sind Honey und ich in einen Chinesischen Supermarkt gefahren, da hat es ziemlich gestunken und wir kamen uns ein bisschen fremd vor, aber da wir morgen Chinesisch kochen, brauchten wir die Zutaten und dort gibt es mindestens zehn verschiedene Sorten Tofu. Die Fleisch- und Fischtheke haben wir mal ausgelassen, da wollte ich mich lieber nicht so intensiv mit beschäftigen. Danach hatte sie die Idee Russian Fudge zu machen. Also hat sie mich gefragt ob ich ihr helfen kann, keine Frage, da war ich sofort dabei. Und, liebe Jutta, diesmal habe ich sogar das Rezept(bei den Fotos)!! Das ist so ziemlich das ungesündeste was es an Süßigkeiten gibt, aber yummie, man muss es mal gegessen haben. Anschließend sind wir alle zusammen nach Botany gefahren und die Kinder durften sich was in einem riesigen Spielzeugladen aussuchen. Dann waren wir noch in einem Geschäft, das so ähnlich wie Primark ist. Eigentlich wollten wir uns abends mit Freunden am Eastern Beach treffen und dort Fish'n'Chips essen. Aber es war dann doch ein bisschen windig, also sind wir stattdessen zu ihnen gefahren. Und da war was los...Sowas habe ich noch nicht erlebt. Da waren 5 Kinder plus Honey und Finley. Die Freunde haben nämlich 2 Töchter und einen Sohn. Zusätzlich waren aber die Söhne von meiner Lehrerin Richelle da, weil diese Hochzeitstag feiert und sich morgen freigenommen hat. Da kam keine Ruhe rein, sage ich euch. Wir haben versucht den Film 'Charlie und die Schokoladenfabrik' zu schauen, aber das ist unmöglich mit so vielen Kindern. Irgendeiner hat immer geredet oder jemanden anderen abgelenkt. War aber lustig, wie sie da zu siebt auf der Couch saßen:) Zum Essen gab es trotzdem Fish'n'Chips, nur da der ganze Essenstisch und das Haus allgemein voller Spielzeug waren, haben wir auf dem Boden gegessen:D Mit einer Tischdecke und statt Tellern gab es Küchenpapier. Danach wollten die Kinder mindcraft spielen, weil hier irgendwie jeder süchtig danach ist. Aber es war schon 8 Uhr, also haben wir uns auf den Heimweg gemacht.
    Morgen beginnen hier übrigens die Frühlingsferien, deshalb habe ich die Woche ein bisschen mehr zu tun als sonst. Ich habe aber schon viele Ideen, was ich mit den Kindern nachmittags unternehmen kann, da ich ja morgens selbst in die Schule muss. Wir gehen zusammen in den Zoo, ins Schwimmbad, in den Kletterpark, es gibt ein paar Geburtstagspartys und Finley hat morgen seine erste Karatestunde. Da muss ich mich in Acht nehmen. Ich selbst gehe am Samstag auf den Skytower und nächstes Wochenende fahre ich mit ein paar Freunden nach Coromandel:))

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  • 30Sep 2013

    28 Eingebürgert 30.09.2013

     

    Beschreibung

    Ab heute bin ich offiziell eine Neuseeländerin, denn ich bin jetzt stolze Besitzerin einer schwarzen Kathmandu Daunen Jacke. Damit kann man mich nicht mehr von den Einheimischen unterscheiden, denn einfach jeder hat sie. Das ist das eigentliche Souvenir, das es nur in Neuseeland gibt;) Und jetzt kann ich auch bestens nachvollziehen, warum sie so gehypt wird. Sie ist einfach ultra bequem und kuschelig und warm und das beste die Leute tragen sie bei jedem erdenklichen Wetter. Wir haben gerade auch jedes erdenkliche Wetter. Heute hat es mindestens schon vier heftige Schauer gegeben, zwischendurch ist es ziemlich stürmig, aber wenn die Sonne rauskommt wirds dann doch ziemlich schnell warm. Allgemein liegen die Temperaturen hier gerade so bei 18C, mit einer Regenwahrscheinlichkeit von 99%. Das sind nicht gerade die besten Aussichten, aber der Sommer, mein zweiter für dieses Jahr, steht ja vor der Tür:P

    Ja und sonst bin ich jetzt schon 4 Wochen hier und der Alltag kehrt ein...die Zeit vergeht so schnell !! Zeit für ein kleines Resumé des Insellebens meinerseits:
    "Die beiden schönsten Dinge sind die Heimat, aus der wir stammen, und die Heimat, nach der wir wandern."
    Dieses Zitat, das einem klugen Mann namens Heinrich Jung-Stilling entstammt, habe ich zu Beginn meiner Reise ausgewählt, weil ich mir gewünscht habe, dass es in Erfüllung geht. Daraufhin haben viele von euch etwas besorgt gesagt: "Du kommst aber schon wieder zurück, oder?". Und ich habe "ja" geantwortet, dabei bleibt es auch. Speyer ist und bleibt meine Heimat, aber ich habe jetzt einen weiteren Ort gefunden, den ich mein zu Hause nenne.
    Obwohl ich die größte und bevölkerungsreichste Stadt Neuseelands ausgewählt habe, komme ich mir nicht anonym und verloren vor. Irgendwie erinnert mich das, so seltsam es klingen mag, alles ein bisschen an mein gemütliches Dorf Speyer;) Genau genommen, ist Auckland garnicht so groß. Die Innenstadt besteht eigentlich größtenteils aus einer Hauptstraße, der Queens Road und dem Hafengelände. Die Attraktionen liegen alle in der Innenstadt, aber nicht auf so einer großen Fläche, wie man es aus Köln oder Berlin kennt. So gefällt mir das, groß aber nicht anonym, zentriert und nicht verteilt, deshalb will ich auch in München studieren, denn das erweckt in mir irgendwie auch so ein gemütliches Heimatgefühl.
    Mit dem Auto fahre ich mittlerweile auch echt viel durch die Gegend und finde den Weg in Howick, Botany, Flatbush ohne Navi. Und wenn ich doch mal nicht weiter weiß hab ich meinen Freund und Helfer Google Maps, da das Navi im Auto nur auf Japanisch mit mir kommunizieren kann. Honey kennt den Weg eigentlich auch meistens und mittlerweile hat sie so viel Vertrauen in meine Fahrkünste, dass sie sich auch auf den Beifahrersitz wagt. Es ist ganz angenehm hier zu fahren, aber auch die Kiwis sind nicht die besten Autofahrer. Kann schonmal passieren dass jemand neben dir in der Mitte fährt, weil in 100 Metern eine Abbiegerspur kommt. Alternativ kann man ja auch den Bus nehmen, was übrigens im Grunde das einzige ist, wofür ich Bargeld benötige. Es ist nun mal einfacher, wenn man sich immer darauf verlassen kann, das die Karte angenommen wird. Hier wird sogar Werbung dafür gemacht, sie zu verwenden, um lange Wartezeiten bei Bargeldbezahlungen zu vermeiden. Deshalb ist alles was ich in meinem Geldbeutel habe die Scheckkarte von der Kiwibank und meine Kreditkarte, und natürlich noch den Schülerausweis, mit dem ich manchmal Rabatt bekomme. Dafür bekommt Deutschland ein dickes fettes Minus von mir, denn es ist schon erbärmlich wie wenig Fortschritt wir in dieser Hinsicht haben.

    Ein zu Hause ohne soziales Umfeld funktioniert aber nicht. Deshalb habe ich mir eines aufgebaut. Da wären zum einen die Freunde von meiner Familie. Mir gefällt es, dass wir am Wochenende des öfteren auswärts essen. Ich habe schon diverse Eltern oder Schulfreunde kennengelernt, die ich regelmäßig sehe und mit denen ich immer ein bisschen Smalltalk halte. Dann habe ich natürlich auch altersgerechte Freunde aus meiner Schule;) Wer meinen Blog aufmerksam liest, weiß ja wie viel wir unternehmen, unternommen haben und unternehmen werden. Ich habe eigentlich nicht damit gerechnet, dass ich schon so viel von Auckland aus bereisen könnte, aber besser ist es. Ich bin super froh, dass ich mir ausgesucht habe in die Schule zu gehen, denn dadurch habe ich ja Rapha ( http://ablackmoustache.blogspot.co.nz ) und die anderen erst kennen gelernt. Zu zweit oder mit mehreren macht es immer mehr Spaß etwas zu unternehmen, Rapha und ich planen beispielsweise noch einen Skydive:)) Außerdem werde ich die Schule im Dezember hoffentlich mit dem Cambridge Zertifikat (CAE) in der Tasche verlassen, womit ich dann in Englisch bei C1 eingestuft werde, was die zweithöchste Stufe ist. Zudem ist es lebenslang gültig und früher oder später werde ich fürs Studium oder Auslandssemester vielleicht mal einen Nachweis brauchen, also, wenn ich schonmal hier bin, kann ich das ja auch machen.
    Mit der Familie komme ich auch bestens klar und die Kinder haben ihre anfängliche Scheu überwunden und fangen an mit mir Aktivitäten zu planen oder mich mit aufzuzählen wenn sie irgendetwas berichten. Sie stehen immer öfter vor meiner Tür und sagen 'Juuulia (so sprechen sie es aus) ... Could you...". Mittlerweile macht es auch nichts mehr aus wenn der Vater nicht mit dabei ist und als Barry heute gesagt hat, dass eine Freundin die nächsten zwei Morgende auf sie aufpasst, hat Finley mit Dackelblick (den hat er sehr gut drauf) gefragt, ob ich nicht lieber zu Hause bleiben könnte. Honey hat gefragt ob ich mit ihnen in den Urlaub fahren darf, vielleicht mache ich das, Anfang Januar. Aber zum Campen komme ich auf jeden Fall mit, sobald es warm wird, verbringen wir die Wochenenden außerhalb Aucklands:) Mittlerweile finde ich es auch garnicht so schlecht, dass nur ein Elternteil hier lebt, denn dadurch habe ich oft frei, wenn die Mutter die Kinder nimmt und Ruhe, weil nicht immer jemand zu Hause ist. Im Haushalt habe ich auch deutlich weniger zu tun als erwartet, im Grunde ist das Arbeit die ich zu Hause (also jetzt in Speyer) auch machen würde. Ab und zu Hänge ich mal Wäsche auf, spüle und koche zweimal die Woche. Putzen musste ich bisher noch nie und saugen nur wenn ich es für nötig halte. Dann bedankt sich Barry auch immer überschwänglich bei mir, aber so sind sie die Neuseeländer.

    "Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muss oder ob schon deutsche Touristen da gewesen sind. " (Kurt Tucholsky)
    Es tut mir Leid aber das Zitat musste an dieser Stelle einfach sein. Aber seid getröstet, obwohl doch schon einige Handtuch-Liegen-Reservierer hier waren, kann ich mich zum Glück ganz normal benehmen:D Da hier sowieso die meisten aus Europa und Asien eingewandert sind, fällt man garnicht so auf. Und laut der Kiwis sprechen wir Deutschen bereits sehr gut Englisch, wenn wir hier ankommen. Unsere Lehrerin hat uns aber verraten, dass es doch ein kleines Manko gibt, die Freundlichkeit. Hier ist es nunmal normal jedem Guten morgen zu sagen, ihn zu fragen wie es geht, einen schönen Tag zu wünschen oder auch einfach Smalltalk zu führen. Aber wenn neue deutsche Schüler in der Schule ankommen, herrscht erstmal zurückhaltendes Schweigen bei diesem morgendlichen Ritual, à la : "Was will die denn von mir, die kenne ich nicht mal, wieso sagt die Guten Morgen zu mir?". Da muss ich den Kiwis schon ein bisschen Recht geben, die sind einfach etwas entspannter und interessierter an ihrer Umwelt. Und ich muss sagen das wirkt, man fühlt sich gleich besser, wenn man morgens mit einem Lächeln begrüßt wird, statt gesenktem Blick und Desinteresse. Deshalb habe ich mich mit der Sprache und dem Verhalten angepasst. Statt 'What did you say?', sage ich jetzt 'padem' was soviel wie 'wie bitte?' heißt und wenn mich jemand fragt 'Hey, how are ya?', was in jedem Geschäft, Bus oder bei Leuten die einfach nur an dir vorbeilaufen, der Fall ist, schaue ich sie nicht mehr erschrocken an, weil sie sich nach meinem Wohlergehen erkunden, sondern sage 'I'm fine, you?'.
    Dafür können die Kiwis aber nicht so direkt sagen was sie wollen. Wenn die Gasteltern sagen "Would you mind oder If you have time could you please do...", bedeutet das 'Do it!', aber bei uns kommt es eher als "Ok, ne heute hab ich jetzt nicht so Zeit, ich machs wann anders ja?" rüber. naja hat seine Vor-/ und Nachteile, ne :) Und ich bin froh dass ich die Möglichkeit habe eine andere Kultur so intensiv kennenzulernen, denn dadurch werden einem die eigenen Verhaltensweisen erst bewusst und ich mache mir Gedanken, was ich hier mit mitnehmen kann, was ich für mich lerne. Und wieder habe ich ein Zitat an dieser Stelle:
    Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben. (Alexander von Humboldt)
    Ich schaue sie mir an, aber ich habe noch längst nicht alles gesehen.

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  • 04Oct 2013

    29 Harrison 04.10.2013

     

    Beschreibung

    Ich muss mich nochmal bei meinen fleißigen Lesern bedanken, ihr seid spitze, ohne euch würde ich mich nicht jeden Abend hinsetzen und alles festhalten, was ich hier erlebe. In den letzten Tagen habe ich so viel positives Feedback erhalten, von meiner Familie, meinen Freunden und sogar einfach nur interessierten Lesern, dass ich ernsthaft darüber nachdenke ein Buch zu schreiben und es jedem einzelnem zu widmen. Das habe ich ja als Kind schonmal versucht, aber irgendwie hatte die Geschichte doch sehr viel Ähnlichkeit mit Astrid Lindgrens "Kinder von Bullerbüh". Wer weiß, wenn mir was Schlaues einfällt, teile ich es euch als erstes mit ;)

    Diese Woche habe ich aber keine Zeit gefunden mich damit zu beschäftigen und leider auch nicht um weitere Abenteuergeschichten hier zu veröffentlichen, weil..Frühlingsferien... sind. Das bedeutet die Kinder haben keine Schule und ich komme mit lauter kreativen Ideen auf, die die Langeweile vertreiben. Einige Schulkameraden wurden in die Ferienbetreuung geschickt, dann haben die AuPairs erstmal bis 3 Uhr Ruhe. Aber das ist eine nicht ganz kostengünstige Angelegenheit und irgendwie hat es Barry auch so geschafft für jeden Morgen jemanden zu finden, da ich ja in die Schule muss. Dennoch habe ich morgens von 7 bis 9 die Stellung gehalten und direkt nach der Schule ab halb 1 war ich wieder für Honey und Finley da.
    Und jetzt zu den einfallsreichen Beschäftigungen: Am Montag hatte Finley seine erste Karatestunde und das ist so cool, es macht richtig Spaß zuzuschauen. Die Gruppe besteht größtenteils aus Asiaten (ich kann sie nicht genau zuordnen, die Schule ist koreanisch), aber die sind alle in Finleys Alter und sie lernen nicht nur zu kämpfen und sich zu verteidigen, sondern auch Disziplin, Respekt und Konzentration. Er hat jetzt so einen tollen blauen Anzug, davon muss ich mal noch ein Foto machen.
    Am Dienstag wollte ich eigentlich mit den beiden zum Spielplatz am Eastern Beach, da aber Jasmin morgens schon die gleiche Idee hatte, musste ich mir für nachmittags etwas anderes einfallen lassen. Also sind wir stattdessen nach Botany gefahren, haben Honey neue Jeans gekauft, ich hab ihnen einen kiwiyo ausgegeben und dann haben wir einen Großeinkauf bei Pak'n'Save, der wohl günstigsten und größten Supermarktkette in town gemacht. Dort habe ich gelernt, dass es sehr angenehm ist wenn man seine Einkaufstüten nicht selbst einpacken muss, sondern ein Bediensteter an der Kasse das für einen erledigt.
    Mittwochs waren wir dann im Schwimmbad, wo mir eine nette Dame einen Kaffee ausgegeben hat, weil ich kurz auf ihre Sachen aufgepasst habe. Danach haben wir noch DVDs fürs Wochenende ausgeliehen und ich hab Honey geholfen ein Bild für einen Wettbewerb zu zeichnen, wo man Sylvanians, so kleine Püppchen gewinnen kann. Die sind hier ganz groß bekannt wie Diddl Mouse bei uns. Abends hat Honey ihren Papa gefragt, ob ich im Januar mit ihnen an die Bay of Plenty in den Urlaub fahren darf. Vielleicht mache ich das sogar 3/4 Tage:)
    Und heute hatte ich auch volles Programm. Nach der Schule bin ich mit Rapha, Mel und Laura nach Botany gefahren, wo wir einen Kaffee getrunken haben. Wir alle hatten irgendwie noch keine Lust nach Hause zu fahren, also war das die naheliegendste Idee;) Zum Mittagessen habe ich mir dann eine leckere Portion Sushi gegönnt und noch ein bisschen relaxt bevor die Kinder heimkamen. Als sie dann gegen 3 Uhr zurückkamen, haben wir lauter dieser Langeweile-bekämpf-Aktionen gestartet. Zuerst haben wir einen Limbowettbewerb veranstaltet, den Finley haushoch gewonnen hat. Dann gab es ein kleines Fußballturnier, Finley war Arsenal und ich war Bayern, sorry, das hab ich mir nicht ausgesucht. Im Anschluss gabs ne halbstündige Trampolinsession mit Karateunterricht von Finley. Der Vater hat sich dann gegen 8 verabschiedet, weil er den Abend bei Freunden verbringt. Das war das erste mal, dass ich abends alleine mit den Kindern war. Nach dem vielen bouncen auf dem Trampolin, waren wir drei aber so ko, dass wir einfach nur "Nachts im Museum 2" eingelegt und es uns mit Popcorn auf dem Sofa gemütlich gemacht haben. Finley, der mir die Woche sehr ans Herz gewachsen ist, hat mir eine Decke gebracht und sich an mich gekuschelt. Dann hat er gesagt ich wäre jetzt eine Harrison, sorry Mama und Papa, so schnell gehts. Und da die Kinder abends immer vorgelesen bekommen, habe ich das diesmal übernommen. Seitdem will Finley immer dass ich ihm vorlese. Außerdem hat er mir versprochen, dass er mir sein ganzes Taschengeld gibt, dass ich morgen einen Bungeejump vom Skytower machen kann:) Nur glaube ich nicht dass ich dieses Angebot in Anspruch nehmen werde...
    Auch wenn es eine längere und recht anstrengende Woche war, hatte ich viel Spaß mit den Kids und ich glaube ihnen ging es genauso. Viele Grüße, Julia Harrison

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  • 05Oct 2013

    30 On Top of the World 05.10.2013 Neuseeland —

    Devonport, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute habe ich Auckland von oben gesehen. Wir dachten, wir könnten mal einen typischen Tag als Tourist verbringen. Also war unser erstes Ziel heute der Skytower. Damit haben wir extra bis jetzt gewartet, weil man nur den halben Preis ($13) zahlen muss, wenn man mit einer Gruppe, bzw. der Schule dorthin geht. Milena aus Deutschland, die am Campbell Institute ein Praktikum macht, organisiert immer diese Wochenendaktivitäten, da erwarten mich noch viele tolle Sachen, wie Hobbiton in 2 Wochen.
    Also habe ich mich gegen Mittag auf den Weg in die Stadt gemacht und dann sind wir alle gemeinsam auf den Skytower hochgefahren. Das war schon ein Abenteuer an sich, weil der Aufzug eine Glasplatte im Boden hat, da muss man schwindelfrei sein. Noch viel schwindelfreier muss man aber sein, wenn man einen Sky Jump, also so eine Art Bungeejump vom Skytower machen. Ganze 129 Meter liegen dann zwischen dir und dem Boden. Ich habe mich aber nicht dafür interessiert, weil das doch recht kurz und unspektakulär ist, da man an zwei Drahtseilen sozusagen kontrolliert heruntergelassen wird. Da mache ich doch lieber meinen Skydive, da sieht man wenigstens was:) Stattdessen habe ich aber andere Menschen leiden sehen, denn die sind direkt am Fenster vorbeigesprungen, das sah schon ganz witzig aus.
    Aber außer fliegenden Menschen habe ich natürlich auch die Stadt gesehen. Das Wetter hat gepasst und die Aussicht war schön. Egal in welche Richtung man schaut, man sieht eigentlich immer Wasser und meistens auch Inseln, Vulkane oder sonstige Berge. Aber wieder einmal ist mir aufgefallen, dass Auckland, also die Innenstadt nicht groß ist. Da stehen ein paar Hochhäuser um die Queen Street und dann fangen auch schon die Einfamilienhäuser an. Dadurch ist Auckland so großflächig, da es außer eben am Hafen eigentlich keine Hochhäuser gibt. Meine Meinung, man kann auf jeden Mal dort hoch, die Aussicht ist auf jeden Fall zu allen Seiten toll, aber den besten Blick genießt man immer noch von Devonport.
    Dahin hat es uns auch nach dem leckeren Salat bei Tank und einem spontanen Schnäppchen-Shopping-Trip auf der Queens Street gezogen. In dem Discovery Day Ticket, dass man hier für $16 in jedem Bus kaufen kann, ist die Fähre nach Devonport auch inbegriffen, und da die Überfahrt gerade mal 5 Minuten dauert, ist das immer ein schönes Ziel an einem sonnigen Tag. Um die wunderwunderschöne Aussicht auf die Skyline von Auckland zu haben, muss man aber erstmal den Hügel hinauf. Querfeldein war vielleicht nicht der beste, aber schnellste Weg. Und was sich mir da geboten hat, sehr ihr ja bei den vielen Fotos, die ich für euch hochgeladen habe. Das ist auf jeden Fall auch so ein Highlight was man nicht verpassen sollte wenn man nach Auckland kommt. In Devonport befinden sich übrigens auch die schönsten, aber auch teuersten Häuser in dee Umgebung. Direkt am Meer mit Blick auf die Skyline lässt es sich gut leben und noch dazu in diesen riesigen, absolut überragenden Häusern...
    Mehr möchte ich garnicht sagen, die Bilder sprechen Worte.

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  • 06Oct 2013

    31 Coast to Coast Walk 06.10.2013

     

    Beschreibung

    http://www.aucklandcouncil.govt.nz/EN/parksfacilities/walkingtracks/Pages/coasttocoast.aspx

    Das haben wir heute gemacht! Wir sind den 16 Kilometer langen Weg von dem Waitemata Harbour und Pacific Ocean auf der einen Seite bis zum Manukau Harbour und Tasman Sea auf der anderen Seite von Auckland gelaufen. Mit anderen Worten: Wir haben Neuseeland an einem Tag durchquert! Das ist ziemlich cool, wenn man bedenkt, dass es das nur 3mal auf der Welt gibt. Und in England, zum Beispiel, muss man über 300 Kilometer zurücklegen, wohingegen man Auckland an einem Tag schafft. Um halb 10 haben wir uns auf den Weg gemacht. Ja, wer jetzt gut aufgepasst hat, weiß, dass ich eine Stunde Bus fahre. Das heißt ich bin um 8 losgefahren. Erst war ich ja nicht so begeistert, vor Allem als mein Wecker um halb 7 geklingelt hat. Zum Glück hab ich mich dann aber doch noch aufgerafft, denn sonst hätte ich definitiv ein Highlight und ein einmaliges Erlebnis verpasst.
    Trotzdem kam ich nicht umhin mich bei MCCafé mit ein bisschen Koffein einzudecken. Aber das ist hier so eine Studie für sich mit dem Kaffee, da bin ich froh dass ich eigentlich nie Kaffee trinke, nur eben heute morgen wollte ich einen Latte Macchiato. So, jetzt gab es einmal Latte und einmal Macchiato auf der Karte, aber nicht Latte Macchiato. Dieser heißt hier, laut Internet, Flat White. Das wusste ich aber nicht und da Milena meinte der
    Macchiato sei im Grunde nur ein Espresso zu dem man ein Glas Wasser bekommt, habe ich mir einen latte bestellt. Und da bin ich jetzt verwirrt, weil ich den schon als Latte Macchiato durchgehen lassen würde, aber das laut Internet ja nicht stimmt. Und das letzte mal als ich in einem Café einen latte bestellt habe, war das Kaffee mit Milch, Cafe latte eben. Ach lest es euch am besten selbst durch:
    http://activeadventures.com/new-zealand/about/food/coffee-culture

    Mit meinem koffeinhaltigen Getränk haben wir (Milena, Laura, Rapha, Lucas, Mel und ich) uns dann also von Britomart aus auf den Weg gemacht. Eigentlich startet die Tour ja am Hafen und man kann sich ein bisschen die Queens Street und das Zentrum anschauen, aber das kennen wir ja schon alles. Also haben wir das übersprungen und sind direkt Richtung Universität gelaufen. Da kamen wir an einem von vielen schönen Parks, die wir heute sehen würden, vorbei. Dabei ist uns auch das erste gelbe Schild aufgefallen, das den Coast to Coast Walk ausschildert. Gut, manchmal waren da Hinweise auf dem Boden, an der Laterne, irgendwo im nirgendwo oder auch mal einen Kilometer keine, aber im Notfall hatten wir ja auch Karten mit dem Weg auf dem Handy. Kaum waren wir im Museumspark, haben wir auch schon alle Jacken und Westen ausgezogen und uns gewünscht kurze Hosen zu tragen. Doch das sollte sich im Laufe des Tages noch mehrmals ändern. Heutemorgen war es noch recht kühl und im Schatten sowieso. Dann sind wir 10 Meter in der Sonne gelaufen und schon hat das Top gereicht. Den Berg hoch haben wir in der Sonne gebrüht und oben angekommen mit dem Wind war es wieder frisch. Abends wurde es sogar richtig kalt, also irgendwie kann man sich da noch nicht ganz auf konstantes Wetter einstellen, aber so viel ist klar, wenn die Sonne rauskommt sind es gefühlte 35 Grad. Aber eine Entscheidung bereue ich nicht, Turnschuhe anzuziehen, die braucht man schon und Kondition auch.
    Das wurde uns spätestens bewusst, als wir auf den Mount Eden zugesteuert sind. Ist natürlich auch sehr motivierend, wenn die Hälfte aller Leute mit dem Auto da hoch fährt und die andere Hälfte hoch joggt. Jawohl JOGGT. Dabei handelt es sich natürlich nicht im Touristen, sondern Einheimische. Ich weiß nicht, welches Gen die Neuseeländer haben, das wir nicht besitzen, aber ich hätte es auch gerne. Jeder zweite Mensch der an einem vorbeiläuft, ist ein Jogger in voller Sportmonitur. Egal ob in der Stadt, im Ort oder eben aufdem Berg. Jeder hier rennt täglich ne Runde irgendwelche Hügel rauf und runter und inwas für einem Tempo. Ich meine, wenn mein Gastvater sagt 'I'll go for a long run.', spricht er von 26 Kilometern!! In 1 1/2 Stunden, hallo?? Ich habe das ja auch mal probiert, aber nachdem ich die Steigung vor unserem Haus bezwungen habe, hab ich auch schon Sternchen gesehen. Und hier rennen die Leute mehrmals im Kreis die Berge hoch und wieder runter, nene sowas habe ich noch nicht gesehen. Das heißt doch, heute habe ich es gesehen. In den 15 Minuten die wir da auf dem Berg gestanden und pausiert haben, sind locker 30 Jogger an uns vorbeigekommen. Und genau das gleiche Bild hat sich auf dem One tree Hill ergeben. Ganz zu schweigen, von den Läufern die in der Stadt die Hügel hochgewetzt sind. Joggernation Nummer 1.
    Doch natürlich habe ich nicht nur die Menschen die an mir vorbeirennen gezählt, sondern auch die Aussicht genossen. Davon hätte ich gerne ein 360* Panorama, denn die paar Fotos die ich gemacht habe, zeigen längst nicht alles was ich von dort oben sehen konnte. Aber ich habe sowohl unseren Start als auch das Ziel gesehen und alles an Wasser was dazwischen lag. Von dort aus haben wir dann einen kleinen Umweg auf uns genommen, um bei Olaf's Bakery vorbeizuschauen. Ihr erinnert euch? Die deutsche Bäckerei am Fuße von Mount Eden? Sehr sehr gut. Diesmal habe ich die Pancakes probiert, aber ich bin nach wie vor ein Fan von dem Gourmet Frühstück, das nächste mal dann wieder.
    Mit vollem Bauch gings gegen 12 weiter in Richtung One Tree Hill. Dazwischen lagen natürlich auch wieder viele Stationen und Parks etc., aber wer das im Detail wissen will, kann dem Link folgen. Laura und Lucas haben den Kühen noch kurz hallo gesagt und dann sind wir weiter in Richtung Berg gestapft. Zuerst mussten wir aber mal den Park durchqueren und da war die Hölle los. Wohin man auch sah Chinesen, Autos und Schafe. Die ersten beiden Komponenten gehören logischerweise zusammen, ich glaube da war irgendein chinesisches Fest oder so und die haben sich um die public grills, die jeder nutzen kann, versammelt. Die Schafe hatten nichts mit den Autos und Chinesen zu tun. Die laufen da einfach nur frei rum und wenn sie mal Lust haben überqueren sie ne Straße, dann müssen die Autos eben warten. Und rauf gings auf Berg Nummer 2, One Tree Hill. Obwohl es mittlerweile halb 2 und ziemlich heiß war, hat das die Jogger nicht fern gehalten, aber dit kenne ma ja schon ( wie Rapha sagen würde;) ). Oben angekommen, mehr oder weniger lebendig, hab ich erstmal ne deutsche AuPair gesehen, die wir an einem Freitagabend in dem Bus nach Howick getroffen haben, so klein ist die Welt. Ein paar Fotos geschossen, die Füße ein bisschen baumeln lassen und dann gings wieder hinunter.
    Der restliche Weg hat dann größtenteils durch Orte und über öffentliche Bürgersteige geführt, bis wir um 4 Uhr unser Ziel erreicht haben, die andere Seite. Da war zwar ein Schild, aber wo ist der Ozean, haben wir uns gefragt. Der lag wohl irgendwo hinter dem etwas grotesken Teich mit Bauzaun und Strommast, der wiederum von einem Higway begrenzt wurde. Aber mich hats nicht gestört, denn ich hatte in den letzten 6 Stunden genug Aussicht genossen und wir waren stolz, dass wir das in der Hitze und mit den vielen Steigungen geschafft haben. Von Onehunga haben wir den nächsten Bus zurück in die Stdat genommen. Dafür haben wir uns dann noch ein Abendessen in Newmarket und ein Eis bei Mövenpick gegönnt und waren gegen 8 Uhr erschöpft und glücklich zu Hause.
    Mein Fazit: So sieht man Auckland an einem Tag, jetzt war ich echt überall. Für alle die ein bisschen lauffest sind, ein absolutes Muss!! Und wer kann schon behaupten, er hätte ein Land an einem Tag durchquert, ich jetzt jedenfalls:P

    Somit habe ich jetzt auch das perfekte Programm für Leute die nur 2 Tage in Auckland bleiben, erstellt:
    An Tag 1 mit der Fähre nach Waiheke Island, eine schöne Busrundfahrt machen und nachmittags wieder zurück. Auf den Skytower fahren, die Queens Street ein bisschen entlangflanieren und abends Fish'n'Chips essen. Das Museum ist nicht soo interessant, wer aber will kann auch dafür noch eine Stunde einplanen.
    An Tag 2 mit der Fähre nach Devonport, auf den Hügel und die besten Fotos schießen. Dann mit der Fähre zurück an den Hafen und den Coast to Coast Walk machen.

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  • 08Oct 2013

    32 Auckland Zoo 08.10.2013

     

    Beschreibung

    Heute waren wir im Zoo. Wenn ich ehrlich bin habe ich mich mindestens genau so sehr gefreut wie die Kinder, ich war schon ewig nicht mehr im Zoo. Und deshalb hatte ich auch nichts dagegen schon morgens loszufahren, statt in die Schule zu gehen. Barry konnte halt leider keinen Babysitter finden, da bin ich selbstlos eingesprungen. Die Autofahrt war allerdings etwas stressig, weil ich das erste mal im Stau stand.
    Wir waren trotzdem früh genug da und 4 Stunden haben auch gereicht, um sich alles anzuschauen. Es ist nicht der größte, aber ein sehr schöner Zoo. Und $40 Eintritt für uns drei waren auch gerechtfertigt. Statt Ziegen und Co im Streichelzoo zu besuchen, konnten wir hier den kangaroos die Hände schütteln und uns vor exotischen beißenden Vögeln in Acht nehmen. Das ist für die Kids ziemlich cool, dass man den Tieren so nahe kommen kann. Und für mich war auch immer ne Überraschung dabei, weil ich mich jetzt eher nicht so mit Tiernamen auf Englisch auskenne.
    Das Highlight für uns drei waren definitiv die Meerkats (Erdmännchen). Sowas Süßes und Flauschiges hab ich selten gesehen. Honey wünscht sich jetzt so eins zu Weihnachten, aber ich glaube kaum dass ich das arrangieren kann.
    Als ich dann vor dem Fuchskäfig stand, ist mir plötzlich ein ziemlich sinnloser, komischer, aber irgendwie unglaublich lustiger Song eingefallen, den ich hier letztens in den Charts gehört habe. Und dann erfahre ich auch noch, dass der aus Norwegen kommt. Hallo meine Freunde in Europa, ich weiß ja das ihr ein bisschen durchdreht weil ich weg bin, aber was ist denn da los?? Hilarious. Schauts euch an!! Am Anfang dachte ich nur..eigentlich garnichts ich saß nur mit offenem Mund vor dem Fernseher, aber mittlerweile krieg ich den Song einfach nicht mehr aus dem Kopf :D:D:D
    http://m.youtube.com/watch?v=jofNR_WkoCE

    Nach Pommes und Wedges zum Mittagessen konnte ich es dann nicht erwarten mir die Kiwis anzuschauen. Nur das blöde ist dass die nachtaktiv sind, also im Dunkeln gehalten werden. Tja war wohl nichts mit dem Fotografieren, aber einen habe ich trotzdem gesehen:)) Und da ich das Nationalmaskottchen so putzig finde, habe ich mir einen kleinen Stoffkiwi gekauft, der Geräusche macht wenn man ihn drückt.
    Wir haben noch so viel mehr Tiere gesehen, die hier schon eher hingehören als in einen Zoo im kalten Deutschland, aber ich verschone euch mit all zu vielen Details. Es war auf jeden Fall ein super entspannter Tag und Honey und Finley haben sich riesig über die Steiff Tiere gefreut, die meine Eltern im Packet für mich mitgeschickt haben, danke!!:) Finley hat mir dann zum Dank noch zwei Bilder gemalt, natürlich mit Kiwis.
    Morgen fahren wir ins Spaßbad und am Wochenende gehts nach Coromandel.

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  • 11Oct 2013

    33 Heute, gestern, morgen 11.10.2013

     

    Beschreibung

    Heute habe ich ganz viele Glückwünsche zu verkünden. Das ist zwar nicht die persönlichste Art, aber so muss ich nicht dreimal singen;) Ne, quatsch, meine privaten Nachrichten sind hoffentlich auch angekommen.
    Zuallererst wünsche ich meinem Bruderherz alles, alles erdenklich Gute zum Geburtstag. Wir hatten ja schon die Ehre am Telefon und hier ist dein Geburtstag auch schon fast vorbei, aber fühl dich nochmal gedrückt. Mögen noch so viele tausende Kilometer zwischen uns liegen, uns trennt nichts. Ich schaue immer zu dir auf, von der Südhalbkugel zur Nordhalbkugel;) Habe einen wunderschönen Tag, dafür sorgt Sarah, und alles Gute fürs neue Lebensjahr. Bei den Fotos ist die Geburtstagskarte, die Fin dir gemalt hat (von einem Kiwi mit einem Kiwi).
    Und weil ich schon dabei bin, hoffe ich dass du, Patricia und du, meine liebe Tante Jutta schön in euren Geburtstag reinfeiert und morgen einen unvergesslichen Tag habt!! Der Grund, dass ich euch morgen nicht erst schreibe ist, dass ich dieses Wochenende in coromandel bin und nicht weiß wie das im Hostel mit Internet aussieht.

    Damit wären wir auch bei dem was ich die letzten Tage hauptsächlich geplant habe und morgen in die Tat umsetzen werde. Zwei Tage fahren wir die Küsten und Städte der Halbinsel Coromandel Peninsula ab und werden dabei hoffentlich die beeindruckendsten Strände und Landschaften sehen. Wir sind genau genommen zwölf Leute aus der Schule. Aber es ist mir ehrlich gesagt etwas zu stressig mit so einer Gruppe die ganze Zeit zu fahren, deshalb haben Mel, Rapha und ich unsere eigenen Pläne gemacht. Dennoch habe ich für alle das gleiche Hostel in Whitianga gebucht. Die On The Beach Backpackers Lodge, $22 pro Nacht und direkt am Strand. Das tolle hier ist, dass jeder selbst vor Ort zahlen kann, dann muss niemand was vorstrecken. Außerdem habe ich eine YHA Mitgliedskarte, vielleicht kann ich da auch nochmal was sparen. Und weil ich schon dabei war habe ich auch die drei Autos für das Wochenende reserviert. Wir haben uns für Jucy entschieden, weil wir da Gruppenrabatt bekommen haben und man einfach und günstig Zweitfahrer, unter 21, angeben kann. Also holen wir die Autos morgenfrüh um 9 in der Stadt ab und dann gehts los, über die SH25 einmal um ganz Coromandel herum. Das Wetter wird hoffentlich etwas besser, heute hat es nämlich nur geregnet, sodass meine Familie schon überlegt ob sie morgen wirklich campen gehen wollen. Aber ansonsten ist alles perfekt vorbereitet. Ich war heute nochmal groß einkaufen, weil man dort nicht so einfach einen supermarkt findet, also habe ich für unser Auto 2 Tage Rundumverpflegung besorgt und einen Nudelsalat gemacht. Sicherheitshalber habe ich die Route auch nochmal rausgeschrieben, falls die Internetverbindung für die Handynavis versagt. Es dürfte also nichts schief gehen.

    In der Schule waren wir heute auch gut verpflegt. Freitags ist irgendwie der inoffizielle Essenstag, jedesmal bringt eine andere Gruppe was leckeres mit. Diesmal waren alle deutschen dran, weil zwei von uns ihrer letzte Schulwoche hatten. Also haben wir 18 Pizzen für die ganze Schule bestellt. Bei $4 pro Pizza kann man ausnahmsweise mal nicht über die hohen Lebensmittelpreise meckern.

    P.S. Lasst euch nicht blitzen, meine Freunde.

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  • 12Oct 2013

    34 Roadtrip to Coromandel - Part 1 12.10.2013 Neuseeland —

    Coromandel, Neuseeland

    Beschreibung

    Über Tapu und Coromandel nach Whitianga

    Devonport und Waiheke müssen ab jetzt mit den Plätzen 2 und 3 in meinem Places-to-go-Ranking einnehmen. Es gibt einen neuen Favoriten, denn ich war dieses Wochenende in Coromandel Peninsula. Und dort gibt es die absolut schönsten Strände, die ich je gesehen habe.
    Doch um die zu sehen, muss man erstmal ein bisschen fahren, also sollten zwei Tage definitiv eingeplant werden. Drum habe ich mal wieder aufs Ausschlafen verzichtet, was ganz schön hart ist nach einem halben Jahr ohne Schule, und mich in aller Hergottsfrüh auf den Weg gemacht. Da war ich noch nicht so positiv gestimmt, denn die Nacht hat es mal wieder heftig gestürmt und die dunklen Wolken haben nichts gutes verheißen. Barry und die Kinder haben sich dann auch entschieden nicht campen zu gehen, also haben sie mich stattdessen zur Bushaltestelle gefahren, worüber ich sehr dankbar war, da ich eine volle, schwere Tasche voller Essen für Mel, Rapha und mich dabeihatte. In Coromandel gibt es nicht so viele Supermärkte und die schließen auch sehr früh, deshalb haben wir gestern schon für das ganze Wochenende eingekauft. Kaum stand ich an dee Bushaltestelle kam auch schon die nächste Sintflut, aber üblicherweise kann es dann immer noch sehr schnell sehr warm und sonnig werden. Von Britomart haben wir uns zu zwölft auf den Weg zu Jucy Rentals gemacht. Die Autovermietungen sind hier größtenteils alle in einer Straße, was es sehr einfach macht. Um halb 10 haben wir uns dann mit unserem Skoda auf den Weg gemacht und sollten sehr froh sein, uns alle drei als Fahrer eingetragen zu haben. Wir haben uns entschieden unsere eigenen Pläne durchzuziehen und nicht mit der ganzen Gruppe in einer Kolonne zu fahren, denn sonst hätten wir nur Einschränkungen machen müssen. Es fing schon damit an, dass die anderen erstmal einkaufen gegangen sind, wo wir schon lange auf den Weg zur Halbinsel Coromandel Peninsula waren.
    Zuerst bin ich dann auch gefahren und diesmal war unser Handynavi gar nicht nötig, weil man im Grunde die ganze Zeit nur die State Highway 25 fährt und da kann man wirklich keine Ausfahrt verpassen. Bis auf einmal ein so starker Schauer kam, dass ich im Grunde nur noch Umrisse sehen konnte. Also hab ich mal auf 50km/h abgebremst (normalerweise sind 100 erlaubt) und zum Glück haben da alle anderen genauso gedacht. Ich hab dann noch irgendwie registriert, dass ich die Spur wechseln muss, was garnicht so einfach ist wenn man nichts im Rückspiegel sieht. Nach ein paar Minuten war der Spuk dann aber auch vorbei und wir haben endlich wieder die wunderschöne Landschaft gesehen. Nach einem Klostop an einem ziemlich lustigen Café mitten im Nirgendwo mit Kate und William Pappfiguren, war es dann auch ziemlich entspannt zu fahren. Sollte aber nicht so bleiben. Um es kurz zu fassen: Ich bin der Überzeugung die SH25 ist die kurvenreichste Straße der Welt. Wer es besser weiß, belehre mich. Jedenfalls kam ich irgendwann in einen Schilderwald, der aus "One Lane Only", "Give Way", "Unexpected Queue", "Falling Rocks", "dangerous bend", "Attention to big vehicles" oder "Skilled drivers keep slow" bestand. Dennoch habe ich irgendwann Gefallen daran gefunden mit 10cm Abstand zwischen dem Meer oder Abgrund und der Straße zu fahren. Nein ehrlich, am Anfang denkt man erstmal ok Freunde wo ist die Alternativroute, aber im Endeffekt gewöhnt man sich schnell an die Kurven und der Ausblick ist atemberaubend. Wir wurden zwar alle im Minutentakt von den Einheimischen überholt, die die Kurven mit 80 nehmen und mit 100 die Serpentinen hoch und runter heizen, aber ich hab mich nicht stressen lassen.
    Ab Tapu haben wir einen 6,5 Kilometer langen Abstecher auf die Tapu-Coroglen-Road zu den Rapaura Water Gardens gemacht. Ich habe in meinem Reiseführer gelesen, dass das eines ehr schöne Garten- und Teichanlage in den Bergen sein soll und schön ist untertrieben. Das war ein wunderschöner Garten, dem man definitiv einen Besuch abstatten sollte. Richtig gut und friedlich mit schönen Sprüchen auf Holztafeln. Die perfekte Location für ein entspanntes Mittagessen, also Nudelsalat und Plastikgeschirr ausgepackt und ein kleines Picknick gehalten. Danach gings die Straße wieder zurück und in Richtung Coromandel. Das hat vielleicht eine halbe Stunde gedauert und dann waren wir auch schon so gegen halb 2 an der Schmalspureisenbahn. Die Driving Creek Railway ist einmalig und ein weiteres Muss auf unserer Reise. Für $26 kann man damit einmal den Berg rauffahren und mal wieder eine wunderschöne Aussicht genießen. An der Station haben wir übrigens auch den Rest der Gruppe wieder getroffen, sodass die halbe Bahn mit Deutschen besetzt war. Aber halt, unsere Gruppe ist ja jetzt international geworden. Wir waren 9 Deutsche, ein Japaner, ein Araber und ein Franzose. Das ist doch schonmal ein Anfang.
    Von da aus hatten wir wieder alle das gleiche Ziel, nämlich Whitianga, wo ich das On The Beach Backpackers Hostel gebucht habe. Ab jetzt hat Mel übernommen und sich an den Serpentinen erfreut. Die ganze Strecke führt im Grunde an der Küste oder in den Bergen entlang, aber es hat dann auch wieder angefangen zu regnen, also haben wir keinen Zwischenstopp eingelegt. Gegen 5 sind wir in Whitianga eingetrudelt, und das Hostel war nicht zu übersehen, so bunt wie es bemalt war. Wir haben dann einen echt schönen und gemütlichen Wohnbereich mit drei 4er Zimmern und einem Einzelzimmer zugeteilt bekommen. $22 waren absolut gerechtfertigt, es gab einen Fernseher, kostenlos DVDs, 2 Duschen, 2 Toiletten, eine Küche und ich hab mir das Queen Size Bed geschnappt, womit ich besser bedient war als zu Hause. Weil es dann draußen immer grauer wurde, haben wir den Abend relativ gemütlich ausklingen lassen. Wir haben uns zwei DVDs ausgeliehen, ein bisschen erzählt und in drei Etappen Nudeln mit Tomatensauce gekocht. Ich glaube das wird das Standardessen auf Reisen, viel mehr kann man sich nicht unbedingt leisten. Rapha, Mel und ich sind gegen 10 ins Bett, das war ja ein langer Tag.

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  • 13Oct 2013

    35 Trip to Coromandel - Part 2 13.10.2013 Neuseeland —

    Hot Water Beach, Neuseeland

    Beschreibung

    Whitianga - Cooks Beach - Hahei Beach - Cathedral Cove - Hot Water Beach - Auckland

    Die Nacht sollte dann allerdings auch lang werden, denn es hat mal wieder wie die ganze Woche schon gestürmt. Das ist ziemlich laut und hält mich schon ein bisschen wach. Drum sind wir am nächsten Morgen auch schon um 7 aufgewacht und haben unsere 20 Brötchen fürs Frühstück und die Fahrt geschmiert. Habt ihr schonmal ein Glas Nutella (naja eigentlich ist es Nussnougatcreme) für 20 Minibrötchen aufgebraucht? Wir schon.
    Um halb 9 waren wir fertig mit allem und wussten nicht mehr was wir tun sollen, also haben wir einen kleinen Spaziergang am Strand direkt vor der Haustür unternommen. Einer von vielen schönen Stränden die wir an diesem Tag sehen sollten.
    Da die anderen immer noch nicht fertig waren, haben wir drei uns dann schon auf den Weg gemacht. Bevor es wieder auf die SH25 ging, haben wir aber nochmal bei der Tankstelle vorbeigeschaut. Wir hatten zwar erst die Hälfte verbraucht, aber man weiß ja nie wann sich in dieser Gegend die nächste Möglichkeit ergibt. Sprit ist hier übrigens billiger. Unser erstes Ziel an der Ostküste für heute sollte der Cooks Beach sein. Und auf der Fahrt dorthin ist mir eines bewusst geworden: Neuseeland ist nicht das Land der Schafe. Es ist das Land der Kühe. Ich glaube auf der Strecke waren mehr 'Attention Cows Crossing' als Verkehrsschilder aufgestellt. Die habens hier aber auch gut, mit so riesen Weiden. Mit dem Gewissen, dass die Kühe glücklich sind, habe ich mich dann auf den ersten Strand gefreut. Der war groß, der war sauber, und im Sommer kann man da bestimmt sehr gut schwimmen gehen. Aber er hatte halt nicht sowas besonderes, wie die Ziele, die wir außerdem noch anfahren wollten. Also haben wir uns gleich in Richtung Cathedral Cove aufgemacht. Und da kamen wir an einem schönen Café vorbei, dem wir einfach nicht widerstehen konnten. Also gab es Frühstück Nummer 2. Frisch gestärkt sind wir dann zum Hahei Beach gelaufen, der zu dem Ort Hahei gehört, der kurz vor Cathedral Cove liegt. Eigentlich habe ich da garnicht so viel erwartet, aber im Endeffekt war das mein Highlight. Dieser Strand ist wie aus einem Urlaubskatalog und als wir die Schaukel entdeckt haben, war ich total hin und weg. Es war ein besonderer Ort. Ich beneide echt alle Leute, die von ihrem Haus aus jeden Tag diese Aussicht genießen dürfen.
    Auch wenn ich garnicht mehr weg wollte, mussten wir dann doch irgendwann weiter. Denn zu Cathedral Cove muss man eine halbe Stunde laufen. Das Auto konnten wir oben auf einem Berg parken und dann ging es bergauf/bergab zu dem verborgenen Strand. Da so langsam dann auch die Sonne rauskam, hatten wir ganz schön zu kämpfen, aber am Ziel angekommen, vergisst man ganz schnell die Strapazen. Wie nicht anders zu erwarten, war auch dieser Beach wieder bezaubernd und die großen Felsen, die aus dem Wasser ragen, geben diesem Ort etwas Magisches. Das einzige was im Grunde gestört hat, waren die Menschen. Aber ich gehöre ja auch zu den Touristen, die das Motiv vom einsamen Strand zerstören. Naja ein paar schöne Bilder sind denke ich trotzdem entstanden. Gegen viertel vor 2 haben wir uns dann wieder in Richtung Auto aufgemacht und sind unterwegs den bestimmt hundertsten Deutschen oder Schweizern an diesem Tag begegnet. Man muss sich echt in Acht nehmen, irgendjemand versteht dich immer.
    Oben angekommen haben wir uns ne kleine Verschnaufpause gegönnt und dann durfte Rapha ans Steuer. Somit kam jeder mal in den Genuss Rallye zu fahren und Endlosschleifen zu drehen. Etwa 20 Minuten später waren wir auch schon am Hot Water Beach. Wenn man hier gegen 10 Uhr morgens, wenn Ebbe ist, vorbeikommt und sich eine Grube aushebt, kommt man in den Genuss des 60 Grad heißen Grundwassers. Wir sind aber ja erst um 3 eingetrudelt, alles andere wäre planungstechnisch auch sinnlos gewesen. So langsam haben wir dann aber auch genug Sand und Meer gesehen, also haben wir noch schnell ein Tip Top Eis, das ist Neuseelands Eismarke Nummer 1, verspeist und uns dann zeitig auf den Rückweg nach Auckland gemacht. Davor bin ich noch zweimal über den gleichen Pfosten gestolpert und das jedesmal mit ein paar Zuschauern. Ja, die kurze Nacht hat sich bemerkt gemacht, vielleicht lag es aber auch an den vielen Serpentinen. Als wir dann endlich damit abgeschlossen haben und wieder geradeaus fahren konnten, waren Mel und ich einigermaßen froh und Rapha ein wenig erschöpft. Also habe ich wieder übernommen und gegen 6 Uhr sind wir bei Jucy angekommen. Davor haben wir unseren Skoda natürlich nochmal vollgetankt und sind mit schätzungsweise 40 Litern an diesem Wochenende ausgekommen. Im Nachhinein hat man für die Serpentinen wahrscheinlich gleich viel Konzentration wie für die Highways und in der Stadt gebraucht. Bei uns in Deutschland ist ja meistens nur die Spur ganz rechts zum Abbiegen, aber hier führt jede Spur woanders hin, da ist Schilder mitlesen angebracht.
    Auf dem Weg zum Bus, sind uns dann hunderte Mädchen mit 'I love Harry', Liam oder was auch immer T-Shirts und Plakaten entgegengekommen. Aha, dann ist One Direction nicht weit. Die haben dieses Wochenende Konzerte in Auckland und Christchurch gegeben und am Mittwoch war Rihanna hier. Richtig was los. Immerhin wurde Liam diesmal nicht die Unterhose vom Hotel-Balkon geklaut, wie es in Sydney letzte Woche der Fall war. Das steht hier groß in der Zeitung.
    Gegen 8 war ich zu Hause und um viele, viele Bilder reicher, die ihr euch hier anschauen könnt. Mein Fazit: Travel the world, das ist ab jetzt mein Lebensmotto. Und Coromandel gehört zu den Orten, die dabei weit oben auf der To Do List stehen sollten.

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  • 13Oct 2013

    36 Trip to Coromandel - Part 2 13.10.2013 Neuseeland —

    Coromandel, Neuseeland

    Beschreibung

    Whitianga - Cooks Beach - Hahei Beach - Cathedral Cove - Hot Water Beach - Auckland

    Die Nacht sollte dann allerdings auch lang werden, denn es hat mal wieder wie die ganze Woche schon gestürmt. Das ist ziemlich laut und hält mich schon ein bisschen wach. Drum sind wir am nächsten Morgen auch schon um 7 aufgewacht und haben unsere 20 Brötchen fürs Frühstück und die Fahrt geschmiert. Habt ihr schonmal ein Glas Nutella (naja eigentlich ist es Nussnougatcreme) für 20 Minibrötchen aufgebraucht? Wir schon.
    Um halb 9 waren wir fertig mit allem und wussten nicht mehr was wir tun sollen, also haben wir einen kleinen Spaziergang am Strand direkt vor der Haustür unternommen. Einer von vielen schönen Stränden die wir an diesem Tag sehen sollten.
    Da die anderen immer noch nicht fertig waren, haben wir drei uns dann schon auf den Weg gemacht. Bevor es wieder auf die SH25 ging, haben wir aber nochmal bei der Tankstelle vorbeigeschaut. Wir hatten zwar erst die Hälfte verbraucht, aber man weiß ja nie wann sich in dieser Gegend die nächste Möglichkeit ergibt. Sprit ist hier übrigens billiger. Unser erstes Ziel an der Ostküste für heute sollte der Cooks Beach sein. Und auf der Fahrt dorthin ist mir eines bewusst geworden: Neuseeland ist nicht das Land der Schafe. Es ist das Land der Kühe. Ich glaube auf der Strecke waren mehr 'Attention Cows Crossing' als Verkehrsschilder aufgestellt. Die habens hier aber auch gut, mit so riesen Weiden. Mit dem Gewissen, dass die Kühe glücklich sind, habe ich mich dann auf den ersten Strand gefreut. Der war groß, der war sauber, und im Sommer kann man da bestimmt sehr gut schwimmen gehen. Aber er hatte halt nicht sowas besonderes, wie die Ziele, die wir außerdem noch anfahren wollten. Also haben wir uns gleich in Richtung Cathedral Cove aufgemacht. Und da kamen wir an einem schönen Café vorbei, dem wir einfach nicht widerstehen konnten. Also gab es Frühstück Nummer 2. Frisch gestärkt sind wir dann zum Hahei Beach gelaufen, der zu dem Ort Hahei gehört, der kurz vor Cathedral Cove liegt. Eigentlich habe ich da garnicht so viel erwartet, aber im Endeffekt war das mein Highlight. Dieser Strand ist wie aus einem Urlaubskatalog und als wir die Schaukel entdeckt haben, war ich total hin und weg. Es war ein besonderer Ort. Ich beneide echt alle Leute, die von ihrem Haus aus jeden Tag diese Aussicht genießen dürfen.
    Auch wenn ich garnicht mehr weg wollte, mussten wir dann doch irgendwann weiter. Denn zu Cathedral Cove muss man eine halbe Stunde laufen. Das Auto konnten wir oben auf einem Berg parken und dann ging es bergauf/bergab zu dem verborgenen Strand. Da so langsam dann auch die Sonne rauskam, hatten wir ganz schön zu kämpfen, aber am Ziel angekommen, vergisst man ganz schnell die Strapazen. Wie nicht anders zu erwarten, war auch dieser Beach wieder bezaubernd und die großen Felsen, die aus dem Wasser ragen, geben diesem Ort etwas Magisches. Das einzige was im Grunde gestört hat, waren die Menschen. Aber ich gehöre ja auch zu den Touristen, die das Motiv vom einsamen Strand zerstören. Naja ein paar schöne Bilder sind denke ich trotzdem entstanden. Gegen viertel vor 2 haben wir uns dann wieder in Richtung Auto aufgemacht und sind unterwegs den bestimmt hundertsten Deutschen oder Schweizern an diesem Tag begegnet. Man muss sich echt in Acht nehmen, irgendjemand versteht dich immer.
    Oben angekommen haben wir uns ne kleine Verschnaufpause gegönnt und dann durfte Rapha ans Steuer. Somit kam jeder mal in den Genuss Rallye zu fahren und Endlosschleifen zu drehen. Etwa 20 Minuten später waren wir auch schon am Hot Water Beach. Wenn man hier gegen 10 Uhr morgens, wenn Ebbe ist, vorbeikommt und sich eine Grube aushebt, kommt man in den Genuss des 60 Grad heißen Grundwassers. Wir sind aber ja erst um 3 eingetrudelt, alles andere wäre planungstechnisch auch sinnlos gewesen. So langsam haben wir dann aber auch genug Sand und Meer gesehen, also haben wir noch schnell ein Tip Top Eis, das ist Neuseelands Eismarke Nummer 1, verspeist und uns dann zeitig auf den Rückweg nach Auckland gemacht. Davor bin ich noch zweimal über den gleichen Pfosten gestolpert und das jedesmal mit ein paar Zuschauern. Ja, die kurze Nacht hat sich bemerkt gemacht, vielleicht lag es aber auch an den vielen Serpentinen. Als wir dann endlich damit abgeschlossen haben und wieder geradeaus fahren konnten, waren Mel und ich einigermaßen froh und Rapha ein wenig erschöpft. Also habe ich wieder übernommen und gegen 6 Uhr sind wir bei Jucy angekommen. Davor haben wir unseren Skoda natürlich nochmal vollgetankt und sind mit schätzungsweise 40 Litern an diesem Wochenende ausgekommen. Im Nachhinein hat man für die Serpentinen wahrscheinlich gleich viel Konzentration wie für die Highways und in der Stadt gebraucht. Bei uns in Deutschland ist ja meistens nur die Spur ganz rechts zum Abbiegen, aber hier führt jede Spur woanders hin, da ist Schilder mitlesen angebracht.
    Auf dem Weg zum Bus, sind uns dann hunderte Mädchen mit 'I love Harry', Liam oder was auch immer T-Shirts und Plakaten entgegengekommen. Aha, dann ist One Direction nicht weit. Die haben dieses Wochenende Konzerte in Auckland und Christchurch gegeben und am Mittwoch war Rihanna hier. Richtig was los. Immerhin wurde Liam diesmal nicht die Unterhose vom Hotel-Balkon geklaut, wie es in Sydney letzte Woche der Fall war. Das steht hier groß in der Zeitung.
    Gegen 8 war ich zu Hause und um viele, viele Bilder reicher, die ihr euch hier anschauen könnt. Mein Fazit: Travel the world, das ist ab jetzt mein Lebensmotto. Und Coromandel gehört zu den Orten, die dabei weit oben auf der To Do List stehen sollten.

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  • 15Oct 2013

    37 Gute Neuigkeiten 15.10.2013 Neuseeland —

    Auckland, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute war der Tag der good news. Ich weiß auch nicht warum, aber manchmal gibt es einfach so einen Tag wo alles auf einmal kommt und man sich denkt uh yea.
    Es hat damit angefangen, dass ich mein erstes Zeugnis bekommen habe. Eigentlich ist es eher sowas wie eine 5-Wochen Übersicht (report) und soll uns zeigen, woran wir noch arbeiten müssen oder was gut läuft. Jedenfalls war ich sehr zufrieden damit und zuversichtlich, dass ich das CAE schaffe.
    Dann habe ich mein E-Mail Fach geöffnet und erstmal einen Freudentanz gemacht. Meine Eltern haben unseren 3-Wochen-Trip in Australien gebucht. Los gehts am 20.03. in Sydney, dann fahren wir über Melbourne nach Adelaide, von wo aus wir am 10.04. nach Deutschland zurückfliegen. Das ist aber noch nicht alles. Anscheinend haben meine Bilder und Berichte so überzeugt, dass Mama und Papa davor auch noch eine zweiwöchige Rundreise auf der Südinsel machen. Am 4.03. kommen sie an, na da bin ich mal gespannt.
    Abends habe ich meinem Hostfather dann gleich von den Neuigkeiten berichtet und da meinte er, dass ich seinen Backpacker haben kann, wenn ich möchte. Das ist natürlich super, dann lasse ich den Koffer bei der Familie solange ich auf der Südinsel reise und bringe den Rucksack dann wieder zurück. Vielleicht kaufe ich aber auch einen im Sale oder auf trademe (so eine Art ebay), denn sie sind hier glaube ich billiger. Und bevor ich reise, schicke ich ein 20kg Paket mit der DHL nach Deutschland, dass ich nicht für Übergepäck nach Australien zahlen muss. Diese großen Pakete sind viel günstiger als kleine.
    Als ich dann abends mit Honey wieder mal meine absolute Lieblingsserie The Block geschaut habe, wurde Werbung dafür gemacht, dass man sich die Häuser am Wochenende anschauen kann. Tag der offenen Tür sozusagen. Da ich eh in die Stadt zum Festival of Lights gehe, fahre ich mit Milena, die das auch immer schaut, morgens nach Devonport und besuche meine Lieblings-TV-Teams. Das ist ein riesen Event, da gibt es sogar extra kostenlose Busse, The Block ist hier so beliebt wie zum Beispiel Germany's next Topmodel in Deutschland. Nur dass es cooler ist. Da berichte ich natürlich nochmal ausführlich, aber ich freue mich schon riesig.
    Außerdem habe ich praktisch schon jedes Wochenende im November verplant. Da stehen an: Hobbiton, Rotorua, Waitomo Cloves. Das wird ein teurer Spaß.
    Mit diesen guten Aussichten, startet man doch gerne in die neue Woche.

    Was allerdings nicht so prickelnd ist, ist das Wetter. Auf der Südinsel hat es in der letzten Woche heftige Stürme mit Überschwemmungen, kleinen Tornados und herumfliegenden Containern und Autos gegeben. Die Küstenstraße von Christchurch aus ist gesperrt und einige Flüge wurden gestrichen. Hier ist der Sturm auch schon, wenn auch etwas milder, angekommen und Dächer wurden abgedeckt. So hart hat es uns zwar nicht getroffen, bis auf den einen Stromausfall, aber nachts ist der Sturm sehr laut und es gibt immer wieder Regenschauer tagsüber und starke Windböen. Hoffen wir dass es dabei bleibt.

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  • 17Oct 2013

    38 Lerneffekt 17.10.2013

     

    Beschreibung

    Was wir von den Neuseeländern lernen können
    - Es ist möglich Supermarktpersonal einzustellen, das die Einkäufe an der Kasse in Tüten verpackt, ohne dass der Staat dabei bankrott geht. Spart Zeit und genervte Blicke von Wartenden hinter dir. Ist doch besser als die Leute fürs Nichtstun zu bezahlen, oder?
    - XXL-Packungen sparen Zeit und Geld. Man muss nur zweimal im Jahr eine 10kg Packung Mehl kaufen und eine Klopapierpackung mit 18 Rollen hält länger. Außerdem braucht man 300 Meter Klarsichtfolie nicht so schnell auf und es gibt keinen Streit weil jemand die beinahe leere Packung Milch in den Kühlschrank gestellt hat, denn wenn sie beinahe leer ist, sind immer noch 200 ml drin. Die Tonne Reis dürfte dann auch in Zeiten der Not reichen und die Plastikform im Kühlschrank für die 12 Eier vorgesehen sind, kann auch endlich mal mit Eiern, die alle gleich lange haltbar sind, gefüllt werden. Es gibt keinen Streit um den Käse, denn der 1kg Block hält eine Weile und es ist in Ordnung als Mitternachtssnack ein Müsli zuzubereiten, denn da bleibt noch genug für den nächsten Tag übrig. Beim Backen muss man nicht die Nachbarn belästigen, denn die Zutaten zu Hause sollten ausreichen. Mit anderen Worten: Für Berufstätige, deren Arbeitszeiten mit den Öffnungszeiten des Supermarktes kollidieren, wären Vorratspackungen eine innovative Idee.
    - Wir bleiben beim Essen. Ich kaufe prinzipiell nur nach Sonderangeboten ein, denn davon gibt es täglich eine Menge. So kann man gut bunkern ohne dabei arm zu werden.
    - Es ist förderlich wenn die Primary School (Grundschule) Kinder ein Hausaufgabenheft haben, in das die Eltern jeden Abend eintragen, was das Kind gemacht hat bzw. was sie gemeinsam mit dem Kind gelesen, buchstabiert, gerechnet oder geschrieben haben. So gibt es eine beidseitige Kontrolle und das Kind kommt nicht mit der Ausrede 'Ich habe heute keine Hausaufgaben', davon.
    - Außerdem werden die Kinder mehr gelobt und motiviert. Für alles gibt es Urkunden und wenn ein Kind im Unterricht besonders gut mitgearbeitet hat, ist es am nächsten Tag Starkid und darf auf dem besonders bequemen Stuhl sitzen. Jeder hat eine Chance, nicht nur die Besten.
    - Grabone und co. Jeden Tag neue Angebote im Web, Events, Friseur, Restaurant, Übernachtung, einfach jeder und alles ist da vertreten. Ich schaue jeden Tag nach einem Skydive, spart etwa 60% des normalen Preises.
    - WIFI, überall und kostenlos.
    - Kreditkartenzahlung.
    - Probiers mal mit Gemütlichkeit.
    - Cookies, Slices und Fudge sind eine gute Alternative zu Kuchen.
    - Joggen ist eine Familienbeschäftigung.
    - Einfach mal hallo sagen und fragen wies geht.

    Was die Neuseeländer von uns lernen können.
    - Das Schulsystem. Hier kommt jeder in die gleiche weiterführende Schule, was dazu beiträgt, dass einige unterfordert und andere überfordert sind.
    - Autofahren.
    - Gesundheitssystem. Krankenversichung. Für jeden.
    - Stabile und isolierte Häuser bauen. Es ist ja schön, dass jeder sein Haus mitnehmen kann, wortwörtlich, rufe einen LKW an, kaufe ein Grundstück, und das Haus wird ab- und wieder aufgebaut wo auch immer man es will, aber wind- und wetterfest ist anders.
    - Brot backen.
    - Gesundes Essen in der Lunchbox.
    - Kuchen ohne Fertigbackmischung backen.
    - Spaßbäder bauen.
    - Politiker absetzen und Plagiatstäuschung erzwingen.
    - Dickes Klopapier herstellen.
    - Fahrradfahren.

    Interessantes:
    Wenn ich hier einen Job finde und eine Aufenthaltsgenehmigung erhalte, könnten alle meine Verwandten ohne einen Job nachzuweisen oder eine Staatsbürgerschaft zu beantragen, hierher ziehen.

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  • 18Oct 2013

    39 Schnelldurchlauf 18.10.2013

     

    Beschreibung

    Neuerdings stellt jeden Tag eine aus unserer Klasse einen Newsartikel vor. Das soll dazu beitragen, dass wir mehr und frei sprechen lernen und außerdem ein bisschen was von der Welt mitkriegen. Heute war ich also dran. Ich hatte ein paar politische Nachrichten zu verkünden. Zum einen den Stand der Sondierungsgespräche in Deutschland und zum anderen die Affäre von dem Bürgermeister aus Auckland Len Brown. Beides nicht so positive Neuigkeiten. Außerdem habe ich noch eine kleine Präsentation über unseren Wochenendtrip nach Coromandel vorbereitet. Richelle interessiert sich immer dafür was wir machen und für diejenigen, die noch nicht in Coromandel waren, gab es auch ein paar nützliche Infos.
    Da die Kinder das Wochenende mit der Mutter verreisen, hatte ich wie gestern schon den ganzen Tag frei. Und wie das so ist werde ich da immer total aktiv. Also: Kaffee und Kuchen nach der Schule, Fitnessstudio, duschen, Supermarkt, DVD-Verleih, Wäsche waschen, Cookies backen, Cookie essen, Flug nach Sydney buchen, Raphas Anruf verpassen, SMS checken, Tür öffnen und Rapha hereinlassen. Vater geht einkaufen (2 h), Rapha und ich machen Couscous-Salat und schauen DaVinci Code. Auf Englisch! Nicht so einfach. Rapha verabschieden. Morgen früh aufstehen, deshalb schnell ins Bett. Licht aus und Augen zu.

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  • 19Oct 2013

    40 The Block NZ 19.10.2013

     

    Beschreibung

    Wie ihr ja schon wisst, habe ich seit meiner Ankunft hier keine Folge von 'The Block NZ' verpasst. Jeden Montag-, Dienstag- und Mittwochabend freuen sich Honey und ich auf unsere 8 Lieblingsrealitystars. Und heute habe ich diese und ihre Häuser live gesehen. Aber zurück an den Anfang. Zuerst sollte ich euch vielleicht mal genau erklären, worum es in der Sendung geht:
    4 Paare, darunter 2 Brüder renovieren jeweils ein Haus in 10 Woche. Diese Häuser, die im Nobelviertel Devonport stehen, und uralt waren, wurden bis auf das Gerüst zerstört. Ab dann beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und das Geld. Jede Woche steht ein anderer Raum oder sogar 2-3 Räume auf dem Plan. Eine Jury beurteilt sie dann nach Ausarbeitung (Execution) und Design. Wer gewinnt, bekommt das Budget aufgestockt und kann somit mehr in den nächsten Raum investieren. Zusätzlich gibt es immer Challenges, in denen es wichtige Preise zu gewinnen gibt. Mittlerweile sind die Räume alle fertig und die Teams haben sich daran gewöhnt die Nacht durchzuarbeiten. Jetzt stehen der Garten, die Terrasse und das Haus streichen auf dem Plan. Das klingt zwar alles garnicht so aufregend, aber nicht umsonst ist es eine der beliebtesten Shows in Neuseeland. Die Teams sind super sympathisch und lustig und man bekommt total viele Ideen für das eigene Haus. Am Ende ziehen die Teams aber nicht ein, sondern die Häuser werden in einer Auktion versteigert. Zwar gewinnt am Ende das Team mit dem höchsten Gebot die Show, aber so gesehen ist ja jeder ein Gewinner, denn das Geld bekommen sie und bauen sich danach ihr eigenes Traumhaus. Tja und da die potenziellen Käufer sich die Häuser ja auch anschauen wollen, war heute und morgen Tag der offenen Tür sozusagen. Das kann ich mir natürlich nicht entgehen lassen, weil es ja hier in Auckland ist. Damit wären wir bei meiner Beschäftigung heute Vormittag.
    Zusammen mit Milena, deren Mitbewohner den einen Tisch aus Haus 4 nachbauen will, habe ich mich mal wieder morgens um 8 auf den Weg in die Stadt gemacht und dann mit der Fähre um 10 nach Devonport. Davor haben wir noch gesehen wie ein riesiges Kreuzfahrtschiff in den Hafen eingelaufen ist und uns gefragt wie viele Menschen da wohl drauf passen. Vom Hafen in Devonport ging dann ein kostenloser Busservice direkt zu den Blockhäusern. Und obwohl wir die allererste Fähre genommen haben und das Event erst ab 10 Uhr beginnt, war schon eine 1km lange Schlange da. Die ganze Straße war abgesperrt und Essens-und Getränkebuden aufgestellt. Das war ein riesen Event. Es ging aber schnell voran und man war gut unterhalten. Lauter Promotiongeschenke und Autogrammkarten wurden verteilt, sowie Sonnencreme, und Gewinnspiele gab es auch. Ab und zu kam dann ein blasser Anwohner mit seinem Auto und alle mussten mal eben zusammenrücken, dass er in seine Einfahrt fahren konnte. Ich habe auch einen Mann gesehen, der Anstalten gemacht hat mit seinem Auto wegzufahren, es sich aber dann doch anders überlegt und sich in sein Haus zurückgezogen hat. Gute Entscheidung.
    Nachdem etwa 2/3 geschafft waren, kamen wir dann zu unseren ersten Autogrammen. Der Moderator von der Show ist die ganze Zeit auf und ab gelaufen und hat alle nach ihren Favoriten gefragt. Irgendwo vorne haben Groupies sich eine Parole ausgedacht 'Andy is handy, Pete is sweet, house number 2 is the best on the street'. Und die beiden waren tatsächlich supernett. Man konnte mit allen Fotos machen und ein bisschen quatschen, die haben sich echt für jeden Zeit genommen und ich habe auch mit allen gesprochen. Zuerst war da also Andy, einer von den Farmbrüdern. Die sind ja so lustig und verpeilt. Und da Honey ja todtraurig war, dass sie nicht mitkonnte, weil sie dieses Wochenende mit ihrer Mama weg ist, habe ich ihr wenigstens ein Autogramm besorgt. Also hat Andy für 'Honey May', May ist ihr Zweitname, also honig mai, aber das ist eine andere Geschichte, ' Andy was here' geschrieben. Dazu gabs noch einen Smiley von seinem Bruder und dann haben die irgendwie auch schon wieder erkannt, dass wir aus Deutschland sind. Also meinte Andy 'Halt die Klappe', ich bezweifle, dass er den Sinn begriffen hat, aber es ist ja üblich, dass man erstmal Schimpfwörter in der Fremdsprache lernt. So nett die anderen Teams auch waren, diese persönliche Ansprache konnte niemand toppen. Mit Loz und Alisa und Koan habe ich dann auch Fotos gemacht, aber es war mir ein bisschen zu groupielike alle nach einem Foto zu fragen. Dann kamen aber erstmal die Häuser und das wirkt alles total anders als im Fernsehen, die Räume sahen sogar noch besser aus. Man durfte natürlich nur einen bestimmten Weg langlaufen, die Häuser sollen ja sauber verkauft werden, aber man hat trotzdem viel gesehen. Nur von draußen durfte man keine Bilder machen, weil das ja erst nächste Woche im Fernsehen ausgestrahlt wird, aber, naja, in so Situationen verstehe ich dann manchmal ganz schlecht Englisch;) Irgendwie haben uns Pete und Andy verfolgt, denn kaum waren wir in ihrem Haus, standen die schon wieder da. Der Kameramann meinte dann ob ich schon hallo zu den beiden gesagt habe, und ich meinte ja, sie sprechen sogar Deutsch, wenn auch nur Beleidigungen. Also haben wir noch ein bisschen geplaudert und ich war mit dem Aufseher darüber einig, dass das Haus viel mehr Punkte von der Jury verdient hätte. Auf dem Weg zum nächsten Haus, bin ich dann Alisa und Koan in die Arme gelaufen und sie fandens cool, dass es auch deutsche Fans gibt. Im Grunde sind das alles total normale Leute und die begreifen den Rummel um sie garnicht. Sie sind überall in der Werbung und auf Plakaten zu sehen. In Deutschland würden sie jetzt ins Dschungelcamp geschickt werden, aber gott sei Dank ist das keine RTL2 Sendung und die würden sowas auch nicht mit sich machen lassen. Also sind wir so Stück für Stück durch die Häuser gelaufen und auf einmal stand die Moderatorin vor mir, die in Neuseeland überall im Fernsehen ist, immer die Musicawards und internationale Showa moderiert und total bekannt ist. Sie schaut mich an 'hi' und ich so 'hi', das wars dann auch schon. Dann haben die vor mir eine Unterhaltung mit Alisa aus haus 2 angefangen und sie hat ihnen erklärt, welche Farbe sie zum Streichen genommen haben oder so. Also zusammengefasst, die Häuser sind total schön, und wenn ich hier bleiben wollte, könnte man sich das ja mal überlegen:D Ne, aber ich will nicht dass jeder weiß wie mein Haus von innen aussieht. Die Teams finde ich jetzt absolut überragend und bodenständig und freue mich auf die letzten paar Folgen.
    Das Event ging dann aber nur bis 2, doch gegenüber in Auckland war auch eine Veranstaltung : Das Festival of Lights. Das ist so ein indisches Fest auf der Hauptstraße.

    Auf der Fähre dorthin, haben wir dann natürlich Deutsche getroffen. Von dem Kreuzfahrtschiff. Die sind nur einen Tag in Auckland und Neuseeland an sich, was ich dann doch ziemlich unnötig und nicht ausreichend finde. Ihre Tour hat irgendwo in Hawaii oder so gestartet und sie fahren noch nach Sydney. Naja, also da fliege ich doch lieber nur in ein Land und sehe davon alles, statt in 3 Stunden durchzuwetzen. Jedenfalls wissen wir jetzt dass auf dem Schiff 2600 Passagiere und 800 Mitarbeiter sind. Ganz schön groß.

    Weiter gehts mit dem Festival of Lights. Dort haben wir Rapha und Laura getroffen und lecker indisch gegessen. Dann haben wir noch ein bisschen den Tänzern auf der Bühne zugeschaut, aber ich habe da ein bisschen mehr erwartet. Also sind wir in den Park mit einer Tüte voll Cookies, und dann hat uns so ein Obdachloser irgendwas zugerufen. Auf einmal kamen dann drei Polizisten und wollten den irgendwie mitnehmen oder wegschicken, wegen auffälligem Verhalten in der Öffentlichkeit. Die Polizistin kam dann auch zu uns und hat gefragt was er gesagt hat. Wir hatten aber keinen Plan, der hat so undeutlich und leise gesprochen. Jedenfalls wollten wir den dann auch nicht anschwärzen, was die Polizistin glaube ich ganz gerne gehabt hätte. Naja immerhin hat sie uns die Aufmerksamkeit vom ganzen Park beschert. Dann ist der Obdachlose aufgestanden und weggelaufen und kam 5 Minuten später wieder zurück und hat sich lautstark aufgeregt. Die armen Studenten die da in Ruhe lernen wollten, konnten sich dann nicht mehr so gut konzentrieren. Also sind zwei zu uns gekommen und haben gefragt wo wir herkommen und was wir hier so machen. Bei der Gelegenheit habe ich dann auch geklärt, dass wir nicht kriminell sind, weil ja die Polizei zu uns kam. Das musste mal klargestellt werden. Die sind dann jedenfalls auf eine Studentenparty gegangen, wo wir vielleicht bei Gelegenheit auch mal hingehen.
    Abends waren wir dann aber ziemlich erledigt und weil Rapha und Laura morgen auf die Südinsel fliegen, haben wir uns nur in eine Bar gesetzt. Was aber garnicht so einfach war. Heute war das letzte Rugbyspiel der Saison und die All Blacks haben bereits den Pokal für Neuseeland geholt. Aber trotzdem wollten das natürlich alle sehen, also waren die Pubs ein wenig überfüllt. Trotzdem haben wir noch einen Platz gefunden und den Abend entspannt ausklingen lassen.

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  • 22Oct 2013

    41 Herman the German Friendshipcake 22.10.2013

     

    Beschreibung

    Ich wusste nicht, dass sowas existiert, bis er vor meiner Tür stand. Zusammen mit einer Anweisung, wie ich ihn die nächsten 10 Tage pflegen sollte. Ihr wisst immer noch nicht wovon die Rede ist? Lasst mich euch Herman vorstellen:
    Herman ist ein Sauerteig. 10 Tage lang rührt man ihn um und fügt Zutaten hinzu. Am zehnten Tag , wenn er richtig dick geworden ist, teilt man ihn dann in 4 gleich große Portionen und verschenkt drei zusammen mit einer Kopie der Anleitung an Freunde weiter. Den vierten Teil behält man und macht daraus einen Kuchen, Herman den Freundschaftskuchen. Es ist wohl so eine Art Kettenbrief, nur dass es hier wirklich um Leben oder Tod geht. Denn wenn man Herman nicht richtig pflegt oder aus Versehen in den Kühlschrank stellt, hört er auf zu blubbern und stirbt. Das wäre sehr fatal, da man die Chance auf einen überaus gut nach Weihnachten schmeckenden Kuchen vergibt.
    Ich fürchte Herman würde den Flug nach Deutschland nicht überstehen und der Zoll Alarm schlagen, deshalb beauftrage ich euch hiermit eine neue Herman-Familie ins Leben zu rufen und euren Nachbarn ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Alles was ihr dazu wissen müsst, erfahrt ihr hier: http://www.hermanthegermanfriendshipcake.com
    Ich verlasse mich darauf, dass jeder in Speyer mal einen Herman gebacken hat, wenn ich zurück komme!

    So langsam wird das hier ein Kochblock (Mama die Hirsefrikadellen kann man auch mit Quinoa machen, wenn man in einem Land lebt, in dem es keine Hirse (millet) gibt)....

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  • 25Oct 2013

    42 Labour Weekend 25.10.2013

     

    Beschreibung

    Ich habe so eben meine Busrundreise gebucht. Bis heute morgen dachte ich noch ich würde die Bottom Up Tour von Kiwiexperience machen, die die komplette Südinsel abdeckt. Aber hier ist Labour Weekend, da ist alles on sale, und anscheinend auch die Internetangebote. Denn den Funky Chicken Pass ebenfalls von Kiwiexperience gibt es bis zum 31.10. für 44% billiger. Und dieser Pass deckt Neuseeland komplett ab, die Nord-und die Südinsel. Er ist 12 Monate gültig und nicht an ein bestimmtes Reisedatum gebunden, das heißt wie bei Hop-on-Hop-off kann ich ein- und aussteigen wo ich will. Für $899 (die Südinseltour hätte $1195 gekostet), umgerechnet 544€ kann ich so wann immer ich will wohin ich will reisen, wahnsinn. Deshalb steht jetzt auch Bay of Islands, also die Nordspitze auf meinem Reiseplan und da ich eh nach Wellington wollte bevor ich die Südrundreise mache, muss ich jetzt kein günstiges Angebot mehr suchen um dorthin zu kommen. Mal sehen, wenn ich ein Wochenende Langeweile habe, reise ich einfach. 3 andere Mädchen aus der Schule wollen sich das auch kaufen, dann können wir zusammen reisen oder uns irgendwo in der Mitte treffen. Ich denke mal, der Deal hat sich gelohnt:)
    Und für alle die sich jetzt fragen was ist Labour Weekend, ich will auch, das ist einfach nur ein verlängertes Wochenende. Am Montag ist Feiertag, aber was gefeiert wird weiß ich auch nicht so recht. Religiös geprägt ist das wohl eher nicht, ich glaube eher es ist sowas wie Tag der Arbeit. Der ist ja bei uns auch am Übergang von Frühling zu Sommer. Die Kinder haben sogar das Glück, dass sie heute auch schulfrei hatten, aber sie verbringen das Wochenende ja wieder bei der Mama. Und am Labour Weekend gibt es eben immer in allen Geschäften große Rabatte, aber das ist weniger Winterschlussverkauf, da es schon nur noch Sommersachen gibt. Das muss man mir nicht zweimal sagen, da mache ich mich auf Schnäppchenjagd. Also bin ich nach der Schule mit Mel nach Botany gefahren und habe mich zuerst mit Souvenirs aus dem 1-Dollar-Shop eingedeckt. Ich habe nämlich herausgefunden, dass sie dort genau die gleichen Artikel verkaufen, wie auch im Skytower, im Zoo oder in allen anderen überteuerten Souvenirgeschäften, nur eben deutlich billiger. Na gut, da war jetzt nicht viel mit Rabatt, denn dann hätte ich die Sachen ja umsonst gekriegt. Dann bin ich zu Bunnings Warehouse, eine Art Bauhaus/Kaufhof und habe mir zwei Brotdosen mit Integriertem Plastikbesteck gekauft, die sich ideal zum Verreisen eignen. Dann war ich im KMart, eine Art Primark, und habe ein paar Schulsachen gekauft und für alle die jetzt sagen, das verstehe ich aber nicht unter shoppen: zwei Hosen, im Angebot, waren auch dabei.
    Tja und am Sonntag bummel ich dann nochmal mit Milena die Queens Street entlang und schaue nach Schnäppchen. Was mich aber dann doch ein wenig irritiert sind die Weihnachtsartikel die man direkt neben den Sommerklamotten findet. Hier wird das Fest nämlich genauso kommerziell überreizt und es gibt bereits jede Menge kitschige Plastikweihnachtsbäume, Wackelkopfweihnachtsmänner und Süßigkeiten. Aber an den Anblick von Shorts, Bikinis, Hüten und Sonnenbrillen daneben muss man sich erst mal gewöhnen. Das ist seltsam.
    Doch keine Angst liebe Kulturfreunde, das ist nicht meine einzige Beschäftigung dieses Wochenende. Eigentlich fahren wir am Sonntag in die Stadt um die vielen Segelyachten zu sehen, die hier dieses Wochenende zum Sailing Festival eingelaufen sind. Da sind ein paar richtig große aus Sydney etc. dabei. Wenn die Zeit dann noch reicht, wollen wir uns den Botanischen Garten in der Nähe von Flatbush, wo Raphaela übrigens wohnt, anschauen. Achja, Raphaela, die ist ja gerade auf der Südinsel mit Laura. Es gefällt ihr sehr gut, nur dass es dort unten sehr sehr stürmisch ist, weshalb sie eine Bootstour nicht machen konnten und die Straße entlang der Ostküste noch gesperrt ist. Komisch, hier oben ist es warm, da unten ist gerade Ausnahmezustand, in Australien gibt es Buschbrände bei über 40C und in Deutschland wird Angela Merkels Handy ausspioniert.
    Tja und ansonsten habe ich keine großen Aktivitäten für dieses Wochenende geplant, denn der November wird teuer genug. Also muss es ein DVD-Abend für heute tun.

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  • 26Oct 2013

    43 Bitte Lächeln 26.10.2013

     

    Beschreibung

    Als ich heute meine Mails gecheckt habe, bin ich vor Schreck erstmal fast vom Stuhl gefallen. Gott sei Dank hab ichs mir aber doch anders überlegt und nochmal einen genauen Blick auf den Inhalt geworfen, bevor ich den Stuhl und den Boden in meine Krise mit einbeziehe. Nach der Erkenntnis, dass die E-Mail an eine Mitschülerin gerichtet ist und ich sie nur empfangen habe, weil sie von Jucy ist und ich für unseren Trip nach Coromandel alle Autos auf meinen Namen gebucht habe, musste ich dann dieser Mitschülerin eine schlechte Nachricht überbringen: Die Polizei hat ein teures Foto von ihr geschossen. $80 für 14 km/h zu schnell in einer 90er Zone. Sonntagabends um 5 irgendwo zwischen dem Nirgendswo und Auckland. Alles andere hätte mich auch gewundert, denn bei den Serpentinen sind wir fast stehen geblieben, so langsam sind wir gefahren. Aber wir waren ja eh alleine unterwegs, deshalb denke ich mal dass die Jungs, die hinter den Betroffenen gefahren sind, auch eine erfreuliche Nachricht erhalten haben. Also, liebe Leuts, auch wenn es euch unendlich langweilt 90 zu fahren, widersteht der Versuchung lieber und vermeidet unnötige Nebenkosten.

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  • 27Oct 2013

    44 Lazy Days 27.10.2013

     

    Beschreibung

    Mein Samstag in einem Wort : relaxen
    Genau danach war mir nach den vielen Aktivitäten mal wieder. Trifft sich gut, dass es Barry und Lucy, die nach dem wöchentlichen Parkrun samstagmorgens immer vorbeikommt, genau so ging. Also waren wir erstmal gemütlichen in Howick frühstücken, sind über den Markt gelaufen, haben uns mit einem Eis in die Sonne gesetzt, eine DVD eingelegt und Chips mit Humus gegessen. Zwischendurch habe ich auch noch ein bisschen, naja immerhin 3 Stunden, für den CAE gelernt. Zur Belohnung für den produktiven Tag, habe ich mir on top dann nach einen Couchabend gegönnt und mich mit Castingshows berieseln lassen. Von der vielen Bewegung war ich dann irgendwie richtig müde, also schnell mit den Eltern geskypt und dann ins Bett.
    Dieses Relax-Niveau sollte am Sonntag gehalten werden, also habe ich zur Abwechslung mal erst den Bus um halb 10 in die Stadt genommen und bin dann gemütlich mit Milena zum Hafen geschlendert. Dort haben übers Wochenende 8 Segelboote aus Holland, Australien, ... angelegt, die man besichtigen konnte. Das war ganz nett, aber lange haben wir uns dort nicht aufgehalten. Eine Sache hat mich dann aber doch noch aufmerksam gemacht, die Luxusyacht. Laut Milena ist es eine der größten und teuersten Yachten der Welt und gehört einem Russen, der sie A getauft hat. Wenn man das allerdings nicht weiß, könnte man sie auch für ein U-Boot halten.
    Tja und was macht man an einem Labour Weekend Sonntag, an dem alles runtergesetzt ist? Shoppen, shoppen, shoppen. Und wenn man schon spart, dann auch richtig. Also sind wir nachdem wir alle Geschäfte auf der Queen Street durchgeklappert haben nach Onehunga ins Outletcenter gefahren. Das hat sich gelohnt. Milena hat Nike Running Schuhe für $150 gekriegt und ich ne Nike Sporthose (15€), 3 Paar Dri-Fit Socken für 4€ insgesamt, ein Kathmandu Mikrofaser Handtuch (das sich ideal zum Reisen eignet) für 9€ und vieles mehr. Also auch wenn viele sagen in Neuseeland kann man nicht gut einkaufen, weil es komplett andere Marken gibt, bin ich da total anderer Meinung. Die haben sehr coole Klamotten und super praktische Outdoor-Sachen hier.
    Eigentlich wollten wir noch in den Botanischen Garten, aber das haben wir auf einen anderen Tag verschoben. Also sind wir nochmal zurück in die Queen Street und haben auf Nassahs, aus der Nähe von Dubai, Abschied angestoßen. Dann war ich total erledigt und glücklich und habe mir meinen wohlverdienten Schlaf nach diesem anstrengenden Wochenende gegönnt.

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  • 28Oct 2013

    45 Cockle Bay Walk 28.10.2013

     

    Beschreibung

    Mein erster Feiertag! Und natürlich haben die Kinder und Barry auch frei.
    Üblicherweise ist dies der Tag, wo alle Kiwis das erste mal im Meer schwimmen gehen, sei das Wasser noch so kalt. Meine Familie war sogar schonmal bei strömendem Regen schwimmen, einfach weil es Tradition ist. Aber heute hat Vernunft vor Tradition gewaltet, denn es ist einfach zu kalt und windig. Stattdessen haben wir uns gegen Mittag auf den Weg nach Cockle Bay gemacht, zu Fuß. Wandern ist doch auch immer eine gute Idee für einen Familientag. Und das tolle hier ist eben, dass man nur ein paar Meter laufen oder fahren muss und schon ist man am nächsten Strand. Großstadt - Strand, in 5 Minuten. Das ist einfach ein Geschenk, dass man dem Alltag und dem Stress jederzeit entfliehen kann und immer einen Ort findet, an dem man seinen Gedanken freien Lauf lassen kann.
    Also haben wir den Rucksack gepackt und uns aufgemacht. Wandern hier sieht aber anders aus als in Deutschland. Statt durch den Pfälzer Wald an Burgen, Felsen und Bäumen vorbeizumaschieren, läuft man hier einen Holzsteg durch dichtes Grün, Palmen, Wasserfälle und am Strand entlang. Ich sage nicht, dass es schöner oder besser ist, beides hat seine tollen Seiten, aber es war einfach mal anders. Anstrengend aber auch, denn die Hälfte des Weges bestand aus Treppen, hoch oder runter. Unten, an der ersten Bucht angekommen, stand ich dann vor Häusern, die mich absolut sprachlos gelassen haben. Das waren Paläste versteckt im Grünen. Die eine Villa hatte 5 Etagen mit jeweils einem Balkon, einen Pool mit Überlaufkante, einen Masterbedroom mit einer unglaublichen Aussicht und wer weiß was sich sonst noch alles darin verbirgt. Natürlich hatten diese Häuser alle ein Boot, wozu hat man denn auch einen privaten Anlegesteg. Allgemein muss ich aber sagen, dass ich mittlerweile schon sehr viele große und moderne Häuser gesehen habe. Ich weiß nicht ob ich die Bewohner als Neureiche beschreiben würde, oder ob die Grundstücke und Immobilien nicht so teuer sind, aber der Großteil lebt doch schon recht luxuriös. Ehrlich gesagt, gehört unser Haus denke ich eher zu den wenigen kleinen hier, aber das macht ja nichts.
    Zum Cockle Bay konnten wir dann aber leider nicht, weil die Flut gerade zurückkam. Also sind wir auch wieder zurückgelaufen und natürlich kamen mir da wieder mal mindestens 5 Jogger entgegen, sind ja nur 1000 Stufen oder so die man da hochrennen muss. Also ehrlich, das ist ganz schön demotivierend wenn man sich da hoch quält, während andere an dir vorbeirennen, als würden sie gerade einen gemütlichen Spaziergang machen. Punktgenau als wir am Auto ankamen, hat es angefangen zu regnen, also sind wir schnell heim und haben Lunch zubereitet. Da es sich dann glücklicherweise wieder aufgehellt hat, haben wir das Essen kurzerhand eingepackt und uns doch noch nach Cockle Bay aufgemacht, wo wir mit einer befreundeten Familie Picknick gemacht haben. Die Idee hatten noch sehr viele andere, nur dass die meisten auch noch ihren Grill mitgebracht haben. Dann kam auch noch der Eismann vorbei und eine Gruppe von Leuten hat angefangen Beachvolleyball zu spielen, da kommen Sommergefühle auf. Leichte Sommergefühle. Nur die Maori waren da schon etwas weiter, denn es haben sich einige von ihnen ins Wasser gewagt. Genau genommen waren es sogar ziemlich viele die auf einmal Lust hatten in Klamotten schwimmen zu gehen, uaa bei dem Anblick habe ich schon gefroren. Aber dass die Menschen hier, und ganz an der Spitze Finley, ein anderes Wärmeempfinden haben, ist mir ja schon aufgefallen. Naja ich habe es also bevorzugt dem Spektakel in der Winterjacke eingemummelt zuzuschauen, aber es ist ein wirklich schöner Strand und er ist so flach, dass man in 100 Metern Entfernung noch stehen kann. Das habe ich auch noch nicht gesehen.
    Von der vielen frischen Luft waren wir dann alle recht müde, aber kein Grund The Block zu verpassen, denn die letzten Folgen laufen an :((

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  • 29Oct 2013

    46 Quite Busy 29.10.2013

     

    Beschreibung

    Puh, mein Tag war full on, ein anderes Wort für busy, wie wir gelernt haben.
    Heute war ich mal 24 Stunden Au Pair, rundum Versorgung sozusagen. Angefangen hats in der Schule, Honey hat gefragt, ob Monika mit zu uns kommen kann. Deren Vater kenne ich ja auch noch von Barrys Geburtstag, aber ich verstehe ihn immer ein bisschen schlecht, denn die Familie kommt aus Tschechien. Trotzdem hat er mir immer etwas zu erzählen in der Schule, heute war es eine nicht so schöne Geschichte. Sein Freund ist am Wochenende mit dem Motorrad verunglückt. Das wundert mich nicht, die Strecken sind wirklich anspruchsvoll und wenn man eine Kurve verpasst, kann das sehr tragisch enden. Barry fährt ja auch jeden Morgen mit dem Motorrad zur Arbeit, aber die Strecke kennt er und fährt sie seit vielen Jahren. Also nochmals, unterschätzt die Straßen nicht.
    Monika kennt mich mittlerweile jedenfalls auch schon, denn die Besuche wechseln so alle zwei Wochen zwischen Monika und Bridget. Die drei sind unzertrennlich und können mir jedes mal einen neuen Tanz den sie einstudiert haben präsentieren. Heute war es irgendwas mit 'Pickles and Bananas', von dem ich jetzt einen Ohrwurm habe. Die beiden Damen haben sich dann also French Toast zum Mittag gewünscht, da fing meine Kochsession an. Geht übrigens ganz einfach: Ei und Milch vermischen, Toast eintunken, in der Pfanne braten und mit Ahornsirup und Puderzucker, wahlweise auch Nutella, genießen. Finley wollte dann natürlich auch unbedingt French Toast und so waren die Zutaten für das Abendessen beinahe leer. Also bin ich schnell in den Supermarkt gefahren und habe Eier, Milch, Brot, Butter, das Essentielle eben für $22 gekauft. Ich sag ja, ist teuer hier.
    Kaum zurück habe ich angefangen zwei Marmorkuchen zu backen. Einen für die Schule, denn Rapha und Laura kommen heute von der Südinsel zurück und ich habe ihnen damals einen Kuchen versprochen, und einen für zu Hause. Genau genommen waren es zwei Halbe, denn in die größte Backform passt nur die Hälfte vom Teig. Weil ich schonmal dabei war bin ich gleich zum Abendessen übergegangen, Spargel mit Kartoffeln, Rührei und Sauce Hollandaise. Yummie, damit habe ich mir selbst ein Geschenk gemacht. Der Familie hat es auch sehr gut geschmeckt, dann kann ich das ja jetzt öfter machen. Aber der Spargel ist leider nicht so frisch vom Feld wie bei uns, sondern das sind so grüne, dünne Stangen, die man auch nicht schälen muss.
    Tja und dann habe ich 10 Minuten von The Block geschaut, bis ich mich auch schon zum Flughafen aufgemacht habe. Rapha und Laura haben gefragt ob ich sie nicht abholen könnte, weil um halb 10 keine Busse mehr fahren und Taxis hier nicht gerade günstig sind. Somit bin ich das erste mal im Dunkeln gefahren und noch dazu mit einem englischen navi, wenn auch endlich ohne Internetverbrauch. Ich habe mich jedenfalls gefreut die beiden wohlerhalten wieder zu sehen und Berichte werden sicherlich folgen:) Jetzt ist es aber Zeit für die Fahrerin/Köchin ins Bett zu gehen. Gute Nacht!

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  • 30Oct 2013

    47 It all ends now 30.10.2013

     

    Beschreibung

    Neeein heute ist die letzte Folge von The Block. Das ist der traurigste Tag meines Lebens. Was mache ich denn jetzt Montag- bis Mittwochabends ohne meine absolute Lieblings-TV-Sendung?!
    Doch ich werde sie immer in Erinnerung halten und der Sender mich, denn ich bin 2 Sekunden durchs Bild gehuscht. Beim ersten Mal schauen ist mir das garnicht aufgefallen, bis Iris mir dann ein Bild geschickt hat mit der Bemerkung : Du bist famous...für 2 Sekunden. Immerhin habe ich in diesen 2 Sekunden nicht wie jeder andere in die Kamera gewunken und offensichtlich 'Hey ich bin im Fernsehen, ist ja cool' gedacht. Stattdessen habe ich garnicht mitgekriegt dass ich gefilmt wurde, denn ich bin da nur im Hintergrund gelaufen, während Andy interviewt wurde. Tja in Deutschland habe ich es in 19 Jahren nicht ins Fernsehen geschafft, in Neuseeland hingegen schon nach 8 Wochen. Hier gibt es halt einfach weniger Menschen;)
    Nun aber zum Essentiellen: das heißt versteht mich nicht falsch, wir bleiben schon noch beim Block, aber jetzt erzähle ich mal was denn in der letzten Folge passiert ist. Zuerst einmal wurde gezeigt wie alles begonnen hat. Die 10 Wochen in denen die Teams hart gearbeitet haben wurden nochmal schön zusammengefasst und alle Ups and Downs waren zu sehen. Da ich von der ersten Folge an dabei war und mit den Paaren mitgefiebert habe, kam mir das auch alles bekannt vor. Als dann der Rückblick über Pete und Andy kam, war mein kurzer Starauftritt. Das habe ich natürlich per Kamera festgehalten:D
    Danach wurde der People's Choice Award an das Lieblingsteam vergeben, mit anderen Worten, Pete und Andy haben ein Auto gewonnen. Und damit kommen wir auch schon zum alles entscheidenden Finale: Der Auktion, in der die Häuser versteigert wurden. Und die hat nicht für alle Paare ein gutes Ende genommen. Doch dazu muss ich ein bisschen was erklären. In Neuseeland werden Häuser grundsätzlich von der Agentur Bayleys versteigert und nicht verkauft. Dabei wird ein Reserve festgelegt, der einen Mindestwert des Hauses angibt. Wenn dieser Wert bei der Auktion nicht überboten wird, wird das Haus nicht versteigert. Bei den Teams war es nun aber so, dass sie nur die Differenz von diesem Reserve und dem endgültigen Verkaufspreis bekommen. Deshalb ist letztes Jahr ein Team leer ausgegangen. Das hat natürlich niemand den Paaren von diesem Jahr gewünscht, aber diese Auktionen sind immer unvorhersehbar. So sind Loz und Tom and Favoriten in das Finale gegangen, da sie fast alle Room Challenges gewonnen haben. Doch letzten Endes sind die beiden mit 22,000 Dollar und somit der geringsten Summe nach Hause gegangen. Loz war daraufhin sichtlich bemüht ihre Fassung zu bewahren und hat erklärt, dass dieses Geld vielleicht gerade die 10 Wochen ohne Gehalt und Reisekosten abdeckt, aber nicht ihre Zukunftspläne wie ein Baby und ein Haus ermöglicht.
    Alice und Caleb hingegen, die seit der zweiten Woche keinen Raum mehr gewonnen haben, sind als die absoluten Sieger aus The Block 2013 rausgegangen. Die Leute haben geradezu um das Haus gekämpft und so wurde es für $ 1,126,000 verkauft, was dem Paar einen Gewinn von 181,000 sowie die zusätzliche Summe von 80,000 für den Gesamtsieg eingebracht hat. Mich hat es nicht so überrascht, das ihr Haus am besten ankam, denn es hat Charakter und ein paar sehr coole Zusätze wie den Whirlpool und eine Solaranlage. Ich hab ihres von Anfang an gemocht und mir ein paar coole Gestaltungsideen abgeschaut.
    Für die einen hat es sich also mehr, für die anderen weniger gelohnt. Aber ich hatte meinen Spaß und werde The Block 2013 vermissen.
    P.S. Durchs Fernsehschauen lernt man sehr gut Englisch. Ehrlich jetzt, wenn man mal nicht weiß wie man sich auf ne Arbeit vorbereiten soll, How I Met Your Mother auf Englisch anschalten und sich berieseln lassen.

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  • 31Oct 2013

    48 Happy Halloween 31.10.2013

     

    Beschreibung

    Merke: Vergesse nie niemals dass Halloween ist.
    ...Denn sonst kriegst du einen Todesschreck, wenn du vergessen hast Süßigkeiten zu kaufen. Klar ist es auch ein bisschen beängstigend wenn du alleine zu Hause bist, und auf einmal Stimmen vor deinem Haus hörst, Gestalten um die Ecke huschen siehst und auf das Türklopfen hin 3 Geister vor dir stehen. Aber machen wir uns nichts vor. Am meisten gruselt man sich doch vor den Eltern, die einen vorwurfsvoll ansehen und den Kindern die nicht weggehen bis sie etwas Süßes in die Hand gedrückt bekommen. Eigentlich halte ich ja generell nicht viel von diesem Brauch, denn so gesehen hat das in Deutschland gar keine Tradition, da kann man doch eher noch Hexennacht mitfeiern. Aber in den englischsprachigen Ländern wird das natürlich ganz groß gefeiert, also wollte ich mal nicht so sein und habe eine Packung Schoko-Ananas-Softschaum was auch immer Lollies (so nennt man hier alles was süß ist) rausgegeben. Die mag ich sowieso nicht, aber die Kinder und gott sei Dank auch ihre Eltern waren begeistert. Nur das eine Mädchen hat eine Schnute gezogen und gefragt wo ihre Süßigkeiten sind, und ich so hallo wie wärs mit teilen?? Ich habe euch gerade eine 200g Packung gegeben, das sollte für drei Kinder eine ganze Woche reichen. Echt anspruchsvoll die Gören heut zu Tage.
    Danach hab ich dann alles abgedunkelt und Verstecken gespielt, wer kennt das nicht;)
    Ich hoffe das wars jetzt fürs erste, wenn an Nikolaus jemand klingelt kommt Knecht Ruprecht aus der Tür. Ehrlich jetzt, in den letzten Jahren kamen zu Hause vermehrt Kinder an Nikolaus vorbei und haben nach Schokolade gefragt, das ist doch einfach unnötig. Da spende ich das Geld lieber an Kinder in Afrika statt haufenweise Schoko-Nikoläuse zu verteilen.
    Ganz abschließen durfte ich mit Halloween aber noch nicht, schließlich ist unsere Schule bei sowas ganz vorne dabei. Über den Kuchen habe ich mich dann doch auch gefreut, aber die Musikwahl hat mich etwas irritiert. Neuseeländer hören also Rammstein zum Gruseln...

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  • 02Nov 2013

    49 Hobbiton - The beginning of an unexpected journey 02.11.2013 Neuseeland —

    Matamata, Neuseeland

    Beschreibung

    Welche 3 Dinge verbindet ein Deutscher mit Neuseeland? - Schafe, Berge, Filmkulisse für Der Herr der Ringe. Alles das habe ich heute gesehen.
    Für mich war völlig klar, dass ich Neuseeland nicht verlasse, ohne vorher einen Ort aus J.R.R.Tolkiens Büchern besucht zu haben. Dieses Vorhaben habe ich heute in die Tat umgesetzt und mir einen Kindheitstraum erfüllt. Wenn es auch ein recht teurer Traum war. 125 NZD hat der Spaß gekostet, mit Busfahrt, Führung und Stop in Hamilton Gardens. Nicht jedem aus der Schule ist dieser Ausflug so viel wert, aber ich würde es jederzeit wieder machen.
    Doch um das Feeling für Hobbits, Elben, Zwerge und Co. zu bekommen, muss man erstmal aus der Großstadt raus. Zwei Stunden sind es genau genommen, die man auf immer kurvigeren Straßen in Richtung Süden zu den Bergen fährt. Da konnte ich mich entspannt zurücklehnen, denn wir haben ja eine Bustour gebucht. Besser gesagt hat Milena diese im Namen der Schule organisiert und mit uns 9 Deutschen waren noch ein Chinese, Brasilianer, Spanier und Peruaner dabei. Umso näher wir also Matamata, der Region zu der Hobbiton gehört, kamen, desto mehr habe ich mich in die Filme und Beschreibungen hinein versetzt gefühlt. Überall waren diese grasbedeckten Hügel, mit so einem satten grün, wie ich es bisher noch nie gesehen habe. Ich könnte jetzt Tolkien nachahmen und drei Seiten lang über die Schönheit der Natur und den genauen Farbton jedes einzelnen Grashalmes schwärmen, aber ich fürchte dann würde ich eure Aufmerksamkeit verlieren. Also gehe ich lieber nicht so genau ins Detail, aber ein paar Gedanken bleiben euch nicht erspart. Mit den Bergen kamen dann auch die Schafe, was für mich mal ne echte Abwechslung war, da ich bisher fast nur Kühe gesehen habe. So langsam konnte ich dann auch nachvollziehen, dass auf jeden Neuseeländer 4 Schafe kommen. Auf der 1250 acre ( 5,058570528 km2) großen Farm, auf der Hobbiton liegt, leben beispielsweise 30.000 Schafe. Wie man diese hütet ist eine andere Frage. Zuerst haben wir aber in Matamata gestoppt, wo das berühmt-berüchtigte 'Welcome to Hobbiton' Schild und die weniger bekannte Tourist Office steht.
    Danach kam erstmal lange keine Zivilisation mehr, bis wir vor den Toren vom Auenland standen. Dort ist unser guide zugestiegen und die 2-stündige Führung durch Mittelerde hat begonnen. Ursprünglich war das mal einfach nur eine Farm, Alexanders' Farm. Bis im Jahre 1997 Peter Jackson, ein echter Kiwi übrigens, mit einem Helikopter über sein Heimatland auf der Suche nach dem perfekten Drehort geflogen ist. Er hat die Farm entdeckt, ist gelandet, hat an der Tür vom Farmer geklopft und ihm einen Geldsegen und ganz viele Touristen beschert. Die Schafe gibt es aber immer noch, sie sollten auch ursprünglich in die Filme einbezogen werden, aber waren dann doch etwas eigensinnig und unpassend. Dort wo das Gras plattgetreten war, standen während der Dreharbeiten die vielen Zelte und Container und es hat 2 Stunden gedauert, um einen Menschen zum Hobbit zu verwandeln. Dann kamen wir aber endlich zu dem berühmt-berüchtigten Hügel und ich dachte ich träume. Das ist schon seltsam an dem Ort zu stehen, den man schon tausendmal im Fernsehen gesehen, sich während dem Lesen ausgemalt und als nicht von dieser Welt klassifiziert hat. Ich dachte echt gleich kommt Gandalf um die Ecke und ich werde mit einem Ring auf die Reise geschickt. War aber nicht so, ist glaube ich auch besser. Stattdessen habe ich begriffen, weshalb die Führung 2 Stunden dauert, weil jeder vor jedem Haus posiert und ein Foto macht. Ich dürfte auch so um die 300 Bilder haben, aber ich würde mir auch die Zeit nehmen jeden einzelnen Stein im Film zu suchen um zu sagen den habe ich gesehen. Oft ist es ja so, dass einem die Illusion geraubt wird, aber das war überhaupt nicht so. Klar ist der Baum über Frodos Haus aus Plastik, das Moos an den Zäunen besteht aus Joghurt und Farbe, aus einem Apfelbaum wurde ein Pflaumenbaum gemacht und wenn man die Türen öffnet, schaut man eine Wand an. Aber die angestellten Gärtner sorgen täglich dafür, dass alles genau so aussieht wie im Film. Noch dazu hatten wir sehr viel Glück, dass wir an diesem Tag gekommen sind. In egwa 3 Wochen, kurz vor dem Filmstart von der Hobbit-Teil 2, kommen hier 3000 Touristen pro Tag und alle 15 Minuten sind Führungen. Wir konnten uns Zeit nehmen und ich habe sogar ein paar Bilder ohne Menschen im Hintergrund. Den See in der Mitte gab es auch schon, nur ein paar Korrekturen wurden vorgenommen, dass es mehr wie in England aussieht und die Beschreibungen im Buch genau getroffen werden. So mussten ein Fluss und eine Mühle her und natürlich wurde immer darauf geachtet, dass die Schauspieler klein erscheinen im Gegensatz zu ihrer Umgebung. Überall hing Kinderkleidung an Wäscheleinen und die Leitern waren nicht zu lang. Die Tassen im Green Dragon Inn, der Kneipe von Hobbiton, waren auch sehr klein. Das Bier im Film wurde zwar in größeren Gläsern gereicht, aber da unsere Getränke kostenlos waren, will ich mich mal nicht beschweren. Ich habe apple cyder genommen, das war richtig lecker. Dann haben wir noch in Hobbit-Outfits posiert und ein kleines Picknick gehalten. Man kann sich auch in dem Pub was kaufen, das war echt ganz schön und gemütlich gemacht dort drinnen. Der Führer war auch super entspannt und hat uns viel Zeit gelassen. Wow, wow, wow der Tag war einfach so cool. Bevor wir uns auf den Weg zurück nach Auckland gemacht haben, habe ich mir natürlich noch ein paar Souvenirs gekauft. Erstmal den Klassiker, das Buch den Hobbit auf Englisch, was ich auch schon fleißig am Lesen bin. Außerdem habe ich noch Postkarten und Briefmarken mit Legolas und Co, gekauft, mal schauen ob ich die wirklich verschicke;) Und dann habe ich zwei Schnapsgläser, eins für mich eins für Herr Pfundstein, dem größten Fan den ich persönlich kenne. Dann musste ich mich schweren Herzens vom Auenland verabschieden und in die Realität zurückkehren.

    Unser netter Busfahrer, der uns auch in 2 Wochen zu den Waitomo Caves fährt, hat auf dem Rückweg noch bei den Hamilton Gardens gestoppt. Das ist ein großer Park mit verschieden Gärten, einem Japanischen, Chinesischen, Indischen, Englischen, Italienischen und Amerikanischen, beispielsweise. Das war kostenlos und sehr sehr schön, auf jeden Fall einen Besuch wert. Dann sind wir aber endgültig nach Hause gefahren und gegen 6 waren wir zurück. Der Tag war für mich noch nicht vorbei, obwohl ich ja schon um 6 Uhr morgens aufgestanden bin. Rapha wollte sich mit ein paar Leuten, die sie auf ihrer Busrundreise kennengelernt hat und die dieses Wochenende in Auckland sind treffen, also bin ich mitgekommen und dann wurde der Abend etwas länger als erwartet, bzw. um 4 Uhr morgens hab ich dann mal diesen Samstag beendet.

    War das einer der schönsten Tage die ich hier, bzw. generell erleben durfte? Ja. Und ich freue mich riesig auf die vielen weiteren Drehorte, die ich besuchen werde. Dennoch gibt es auch einige Touristen, die nur wegen ihrer Passion für Frodo & Co. einmal um die halbe Welt reisen. Deswegen bieten bestimmte Reiseunternehmen eine speziell darauf abgestimmte Rundreise an. Aber abgesehen von dem Preis, der einen schlucken lässt, finde ich das eine totale Verschwendung. Dieses Land hat so viele wunderschöne Orte zu bieten, die es nicht in Peter Jacksons, Verfilmung geschafft haben und trotzdem einen Besuch wert sind. Und noch etwas. Viele kommen nur auf die Südinsel, doch was ich bisher von der Nordinsel gesehen habe, war schon sehr sehr schön und da ist einiges dabei, was man dort unten nicht sieht. De facto, waren Rapha und Laura gerade auf der Südinsel und beide sind surprisingly vom Norden mehr angetan. Also weitet euren Horizont darüber was es in Neuseeland zu sehen gibt, denn dann bin ich sicher, spart ihr all euer Geld, um einmal im Leben hierher zu kommen...

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  • 05Nov 2013

    50 Feuerwerk all week long 05.11.2013

     

    Beschreibung

    Ich bin müde. Todmüde. Seit Samstagnacht wurde hier die Feuerwerksaison eröffnet und alle machen mit. Ein Event reiht sich ans andere und von keinem hab ich davor jemals gehört. Was ich aber jetzt weiß ist, dass es statt wie bei uns an Silvester, in Neuseeland nur vom 2.-5. November Feuerwerk zu kaufen gibt. Da man hier ja nicht eben mal was aus Frankreich über die Grenze schmuggeln kann, ist das die einzige Möglichkeit sich für Neujahr mit Raketen etc. auszustatten. Hier die Wochenübersicht:
    -Samstag war Public Feuerwerk in und um Howick zum Auftakt dieser Woche.
    -Sonntag war Diwali also das Indische Silvester. Das feiern sie natürlich ganz groß mit der Verwandtschaft. In Raphas Familie gab es deswegen ganz viele Köstlichkeiten und alle mussten sich in eine werfen. Ich war auch eingeladen, konnte aber leider nicht kommen. Hab in der Schule netterweise doch noch was von den Resten des Abends bekommen, sehr anders und sehr gut.
    -Montag: ja, was da war weiß ich auch nicht, einfach so ein Übergangstag nehme ich an.
    -Dienstag: Guy Fawkes Day. Kennt ihr nicht? Gut ich hab auch noch nie was davon gehört. Hier also eine kurze Geschichtsstunde. Guy Fawkes wurde im Jahre 1570 geboren und 1606 zum Tode verurteilt. Warum? Weil er versucht hat Jakob I., König von England, mitsamt dem Parlament in die Luft zu jagen. Er war Christ und da das Christentum unter dem anglikanischen Jakob verfolgt wurde, dachte sich Guy Fawkes 'Ne so nicht'. Finde ich irgendwo berechtigt, aber das englische Königshaus und Volk hat da eine ganz andere Sichtweise, deshalb wird jährlich der Sieg über den Gunpowder Plot (Pulververschwörung) in allen zum Commonwealth of Nations gehörenden Ländern gefeiert. Dazu sammeln die Kinder alte Kleidung und basteln eine Puppe die Guy Fawkes symbolisieren soll. Diese wird dann angezündet und zur Krönung gibts das Freudenfeuerwerk, die Bonfire Night. Diese Nacht war es dann auch am lautesten, aber ich hatte von dem Wohnzimmerfenster aus eine sehr schöne Sicht, nur leider konnte man das nicht so gut auf Bildern festhalten.
    -Mittwoch: Nein, da wurden nicht etwa die Überreste verballert, sondern jetzt gehts erst richtig los. Die Neuseeländer dürfen nämlich das ganze Jahr über ihren Spaß haben, einzige Regel: um halb 10 ist Schluss. Ach na dann, kann ja nur besser werden, jetzt sind die Garagen nämlich wieder voll. Gute Nacht.

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  • 08Nov 2013

    51 Die Anreise 08.11.2013 Neuseeland —

    Rotorua, Neuseeland

    Beschreibung

    Mein Ziel für dieses Wochenende: Rotorua. Da Rapha und ich die Kinder heute noch zur Schule bringen mussten, konnten wir erst nachmittags losfahren. Ich hab mich zwar schon riesig gefreut, aber bis wir entspannt im Bus saßen, war es ein bisschen stressig. Ganz vorbildlich sind wir nämlich auch in die Schule gegangen und haben den Unterricht heute nicht ausfallen lassen. Da ich um 3 den Bus in die Stadt kriegen musste, bedeutete das aber auch, dass ich nur 2 Stunden hatte um meine Sachen zu packen. In der Theorie. Tatsache war dann, dass der Bus nach Hause wie immer ein bisschen Verspätung (30 Minuten) hatte und sich in dieser halben Stunde der Himmel völlig unvorhergesehen zugezogen hat. Also habe ich in der Stunde die mir dann noch blieb, sicherheitshalber eine Regenjacke eingepackt, obwohl ja super Wetter angesagt war. Ein bisschen Optimismus habe ich dann noch bewahrt, wiederum eine Fehleinschätzung. Den Schirm hätte ich nicht zu Hause lassen sollen, denn der Weltuntergang der folgte hat mich und meine Sache.ein wenig durchnässt. Für den Rucksack hatte ich ja einen Regenschutz aber aus meiner Handtasche, meinen Schuhen und Klamotten konnte man einen Wasservorrat für einen Monat schöpfen. Wo ist die Kathmandu-Jacke wenn man sie einmal braucht?! Der Bus war entsprechend voll mit Schülern und die Luft so schlecht, dass die Hälfte aller Mitfahrer, inklusive mir, fast eingeschlafen ist. Aber ich fahr ja immer von der ersten bis zur Endstation, also verpasse ich da nicht so viel. In der Stadt war ich dann einigermaßen trocken und die Vorfreude hat eingesetzt. Auf dem Weg zum Nakedbus wurden wir dann noch von Neuseeländern abgefangen, die behauptet haben sie wären Deutsche, aber 'Ick omme ous Dutchlaand' klingt nicht so überzeugend:D Immer wieder lustig wie einfallsreich die Kiwis sind.

    Eigentlich sollte der Bus um 5 fahren, aber die Busfahrerin musste eine halbstündige Pause einlegen, also haben wir uns noch ins Mövenpick-Café gechillt und aufgewärmt (mit Eis). Die Busfahrt kostet $19=12€ pro Person. Für 4 Stunden Fahrt finde ich das völlig ok und je nach Uhrzeit ist es sogar noch billiger. Auf der Busfahrt ist eigentlich nichts spannendes passiert, wir kamen an ein paar kleinen Orten mit seltsamen Namen vorbei, aber ich glaube das ist in Deutschland nicht anders, ich denke da an Aschaffenburg, Arschhausen etc. und irgendwann hat die Busfahrerin das Licht ausgeschaltet, sodass wir alle ne Runde schlafen konnten. Dummerweise kamen wir dann erst um 10 in Rotorua an, wo die Hostelrezeption nur bis 10 offen hat. Aber ich habe das Zimmer im YHA schon im Voraus gebucht und bezahlt, also wurden die Schlüssel hinterlegt. Wir haben dann auch das letzte Zimmer bekommen, also wann immer man nicht mit einer Organisation reist, sollte man über eine Reservierung nachdenke , denn die Hostels sind meistens alle komplett ausgebucht und das ist noch nichtmal die Hauptsaison. Das haben Freunde letztens auch schon festgestellt, als sie in Auckland ein Zimmer wollte, an dem Wochenende wo der Auckland Marathon war.
    Aber das Erste worüber wir uns Sorgen gemacht haben, war der Geruch. Halleluja ich kenne ja Schwefelgeruch und wir wurden auch vorgewarnt, aber darauf war meine an die saubere Großstadtluft gewöhnte Nase nicht gewöhnt. Man könnte denken das ist ein Zwischenlager für verfaulte Eier, da kam Freude auf. Es STINKT.
    Überall in der Stadt sind natürliche Schwefelquellen/-gewässer und morgen kommen wir denen noch näher. Aber der erste von vielen Deutschen denen wir unmittelbar bei der Ankunft im Hostel begegnet sind, meinte man gewöhnt sich dran. Mit dieser Hoffnung haben wir uns beruhigt aufs Zimmer begeben und ne frühe Nachtruhe eingelegt. Das war sehr gut möglich, da wir ein Doppelzimmer gewählt haben, das war wegen meiner YHA-Mitgliedskarte genau so teuer wie 2 Betten im 4-er Dorm. Ai super:)

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  • 09Nov 2013

    52 Rotorua - Part 1 09.11.2013 Neuseeland —

    Rotorua, Neuseeland

    Beschreibung

    Wai-O-Tapu und Tamaki Maori Village

    Da Rapha und ich gestern Abend ja leider etwas verspätet im Hostel ankamen, hatten wir keine Zeit mehr die Touren zu buchen. Aber die nette Dame an der Rezeption hat uns versprochen, dass sie ab halb 8 für uns da ist, also haben wir uns in aller Frühe und voller Motivation aus dem Bett geschwungen. Das hat echt nur Vorteile die Führungen und Aktivitäten im Hostel zu buchen, denn dann muss man sich um nichts kümmern und kriegt meistens noch große Rabatte. Unser Plan ist aufgegangen und wir haben noch 2 Plätze für die Wai-O-Tapu Thermal Wonderland Tour um 9 gekriegt. Das ist ein Gebiet mit geothermalischer Aktivität rund um den Lake Taupo und entstand vor etwa 160.000 Jahren. Waiotapu ist maori und bedeutet 'sacred waters' also heilige Gewässer. Es ist einzigartig und unglaublich farbenfroh, wegen den Mineralien oder so..
    Da um 10:15 der Lady Knox Geysir ausbricht (dazu gebracht wird auszubrechen), fangen alle Touren so früh morgens an. Die Stunde Wartezeit haben wir sinnvoll genutzt um schnell noch im Pak'n'Save einkaufen zu gehen, das ist der größte und günstigste Supermarkt in Neuseeland. Für ein yummie Frühstück bestehend aus gesüßten Haferflocken und Joghurt hat unser Geld auch noch gereicht, so startet man richtig in den Morgen. Dann kam unser Minibus mit Platz für 12 Leute auch schon am Hostel an und siehe da, wir waren wieder mal nicht die einzigen Deutschen. Diesmal haben wir einen etwa 35 jährigen Familienvater getroffen, der mit Zelt und Rucksack in 3 Monaten ein bisschen durch Asien, Australien und Neuseeland reist. Es ist nie zu spät um einfach mal abzuhauen...
    Bald kamen wir dann auch schon an unserem ersten Ziel, dem Mud Pool an. Übersetzt: Schlamm See, und genau das war es . Ein See voller blubberndem, 100% heißem, stinkendem Schlamm. Genial. Nachdem die anfängliche Angewidertheit überwunden war, traten Faszination und Staunen ein. Das sieht man ja nicht alle Tage. Es ist der größte dieser Art in Neuseeland und rund herum wächst die giftige Pflanze, aus der der Manuka Honey gewonnen wird, mit dem hier die ganze Seife und Parfums hergestellt werden.
    Dann mussten wir uns auch schon auf den Weg zum Lady Knox Geysir machen, da ja die Vorführung um 10:15 beginnt. Und was haben wir dabei gelernt: Schütte niemals Seifenflocken in einen Geysir, sonst bricht er aus, beziehungsweise eine 10 Meter hohe Fontäne entsteht. Das Spektakel wurde von sehr vielen Touristen beobachtet, ich frage mich wie voll es da wohl erst in der Hauptsaison wird.
    Schließlich kamen wir in Wai-O-Tapu, dem 'Thermal Wonderland' an. Das war wirklich ein Wunderland, so viele Farben und Gerüche und Dämpfe an einem Ort, sowas habe ich noch nie gesehen. Da sind wir auch gleich an dem neben dem Lady Fox Geysir als zweites Highlight bezeichnetem Champagne Pool angekommen. Einzigartig in der Welt, 1/5 Hektar groß, blubbernd, dampfend, stinkend, am Rand ockerfarben und in der Mitte rot, gelb, grün, blau... Einfach schön, obwohl manche der Beschreibungen das Gegenteil vermuten lassen könnten. Sowas habe ich noch nie gesehen und sowas werde ich wohl auch nicht mehr sehen und ihr habt das Glück meine meisterhaften Bilder anzusehen, selbst da kommen die Farben sehr gut rüber. Danach war alles andere ein wenig unspektakulär. Es gab noch über ein Dutzend Vulkankrater, Gewässer mit unnatürlichen Verfärbungen und dampfende Löcher. Aber am Ende des Rundgangs wurden wir doch nochmal positiv überrascht. Da war ein See in neongelb. Das sah aus als hätte die BASF da eben mal ein paar Tonnen Chemikalien entsorgt, aber dann hätte ich mich nicht in die Nähe gewagt. Dieser See war schön, so seltsam und unecht er auch aussah, Highlight Nummer 3. Kaum haben wir uns an den Geruch gewöhnt, sind wir auch wieder zurückgefahren, 4 Stunden ging das ganze.

    Nach unserer verdienten Mittagspause sind wir ein bisschen durch die Stadt geschlendert, haben uns an ein paar Schwefelsümpfen/quellen in den öffentlichen Parks gewagt und ich habe dabei zugesehen, wie Rapha Factorie, ein Kleidungsgeschäft, leer gekauft hat:D Danach wurde es auch mal wieder Zeit für ein bisschen Kultur, also hat uns die nette Dame an der Rezeption auch noch für das Tamaki Maori Village eingebucht. Das gabs dann auch für $88 statt $110. Die sind alle nicht gerade Schnäppchen, weil es ihnen an Besuchern nicht mangelt. Aber wir gehören ja auch zu denen die die typischen Touristenattraktionen alle abklappern, was solls, es lohnt sich. Diesmal wurden wir mit einem großen Bus abgeholt, der schon erahnen lassen hat, was für eine Massenveranstaltung das wird. Dennoch war unser Busfahrer unglaublich unterhaltend und lustig, denn er gehört schließlich irgendwie zu diesem Maori-Dorf, zumindest hat er später Trompete gespielt und gekellnert. Dann musste unser Bus einen Freiwilligen auswählen, der unser Häuptling ist und ein paar Aufgaben im Dorf zu erfüllen hat. Das war dann Steve, der Chief, aus den USA. Neben ihm gab es noch 3 weitere glückliche Häuptlinge, das bedeutet noch drei weitere Busse. Schätzungsweise 150 Leute waren wir dann als es gegen halb 7 losging. Nach einer Begrüßung voller Kampfgeschrei und angsteinflößenden Mienen, sind wir dann in Gruppen von Haus zu Haus gegangen. Dort wurden immer unterschiedliche Sachen vorgeführt, wie das Tanzen/Musizieren mit einer Art Bällen, Wettspiele, Flechten, Körperbemalung und natürlich der Haka-Tanz, der Kriegstanz der auch heute noch das Highlight bei jedem Spiel der All Blacks ist. Das war am witzigsten, die 5 Freiwilligen, oh so viele Freiwillige heute, haben sich auch ganz tapfer geschlagen, aber das mit dem Gegner einschüchtern hat noch nicht so ganz funktioniert. Ich wurde bei so einem Hüpfspiel freiwillig ausgewählt, aber Team Deutschland, in meinem Team waren nämlich noch zwei weitere Deutsche, hat gewonnen.
    Dann wurde uns noch kurz demonstriert, wie das Fleisch in einem Loch in der Erde gegart wird, doch vor dem Essen mussten wir uns noch ein bisschen gedulden. Die Gruppe von 5 Frauen und 7 Männern hat ein paar Tänze und Lieder zum besten gegeben, das war auch sehr schön gemacht und für mich der Höhepunkt des Abends. Leider habe ich das meiste nur gefilmt, also in den Genuss das zu schauen kommt nur meine Familie. Schließlich wurden wir alle in einen großen Saal geführt, wo es das Festessen gab. An meinem Tisch saßen außer Rapha und mir noch ein Deutscher, ein Kolumbianer, eine Engländerin, ein Kanadier aus dem französischen Teil, eine Kanadierin aus dem englischsprachigen Teil, eine Neuseeländerin und 2 ältere Paare, von denen ich nicht weiß wo sie herkamen. Für die Vegetarier gabs Frühlingsrollen und dann durften wir uns trotzdem an dem Buffet wie alle anderen auch bedienen. Sehr großzügig, irgendwie sinnlos, aber lieb gemeint. Außer dem Fleisch, das traditionell zubereitet wurde, gab es typisches Essen, wie Kartoffeln, Gemüse, Salat, Brot und zum Nachtisch Kuchen und Obst. Ich erwarte aber auch nicht, dass sie für 150 Leute alles selbst kochen und es war ja sehr lecker. Größtenteils haben wir uns sowieso mit unseren Tischnachbarn unterhalten und gefragt wo sie herkommen und was sie so machen. Die meisten von ihnen sind da um ihr Englisch zu verbessern (Sprachschulen) oder einfach nur zu reisen. So lange wie ich bleibt aber niemand, außer natürlich die Neuseeländerin, aber das ist ja ach egal:D
    Zum Abschluss haben wir ein bisschen geschunkelt und gesungen, ach wie schön. Unser Busfahrer war der Entertainer des Abends, aber halt: Der Abend war ja noch garnicht beendet. Wie voriger genannter uns erklärt hat, muss das Ende eine Runde Sache sein. Und was ist runder als......ein Kreisverkehr (roundabout) ?! Nichts. Also haben wir ein Liedchen angestimmt und sind wie die letzten Deppen ein paar Runden im Kreis gefahren. Beim nächsten Roundabout dann wieder und danach wieder...Für meinen Geschmack war die Sache danach rund genug, aber mit den Liedern kams noch nicht zu einem Ende. Jede Nation musste jetzt ein Ständchen singen, das jeder kennt. Aber was singt man als Deutscher? Wir dachten an 'All meine Entchen', aber unser lieber Fahrer hatte da was viel cooleres im Sinn: '99 Luftballons'. Das ist also unser weltberühmtes, einzigartiges Lied gut zu wissen:D So langsam ging mir dann auch ein Licht auf, weshalb der Bus am Vorabend erst um halb 11 ankam, wo wir doch schon um 9 losgefahren sind. Das kann ja heiter werden..
    So spät wurde es dann aber doch nicht und der Unterhaltungsfaktor war auch sehr hoch. Am Ende des Abends hat es sich schon gelohnt. Zwischenzeitig hatte ich ein bisschen das Gefühl von Station zu Station durchgeschoben zu werden und man muss interaktive Spiele mögen, ansonsten versteckt man sich nur hinter großen Menschen, wo ich erhebliche Probleme mit habe, da die meisten hinter mir stehen, aber ich habe einen guten Einblick in die Maori Kultur bekommen und die Tanzvorführungen waren absolut klasse. Man muss es mal gesehen haben, ob mit Tamaki oder Mitai, da herrscht glaube ich kein großer Unterschied.

    Tag 1 in Rotorua erfolgreich beendet...

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  • 10Nov 2013

    53 Rotorua - Part 2 10.11.2013 Neuseeland —

    Rotorua, Neuseeland

    Beschreibung

    Skyline, Luge-Ride und Polynesian Spa

    Heute haben wir es etwas entspannter angehen lassen. Wir hatten es beide einfach mal wieder nötig auszuschlafen und bis zur Rückfahrt nach Auckland um halb 6 war ja noch massig Zeit. Also haben wir 10 Uhr auschecken wortwörtlich genommen und uns viel Zeit mit dem Frühstück gelassen. Die Küche von dem Hostel war echt top sauber und modern und es gibt für jeden die Möglichkeit Lebensmittel im Kühlschrank, Gefrierschrank oder Regal unterzubringen. In den DJH, Jugendherbergen in Deutschland ist es ja üblich, dass man volle Malzeiten bekommt, aber überall anders im Ausland kocht man selbst.
    Nach dem Auschecken und der Unterbringung unseres massigen Gepäcks im Gepäckraum haben wir uns dann bei schönstem Sonnenschein auf den Weg zur Skyline gemacht. Das ist die Gondel die auf den wohl einzigen Berg in Rotorua fährt und eine schöne Aussicht verspricht. Dafür hatten wir einen 10%-Rabatt Coupon, weil wir so schlau waren uns aus Auckland einen Prospekt über Rotorua mitzunehmen. In der Mitte sind immer 4 Seiten mit Gutscheinen, das gilt für jedes Reiseziel. Ich habe mich aber entschieden noch einen Luge-Ride mitzukaufen, was das ist erkläre ich gleich. Oben angekommen haben wir festgestellt, dass es garnicht so hoch ist, die Aussicht aber trotzdem recht schön war. Noch dazu haben sie die Gondelstation sehr groß aufgezogen mit vielen Geschäften, Cafés, Restaurants und Attraktionen. Beispielsweise kann man in einem riesigen durchsichtigen Ball den Berg runterrollen, das nennt sich ZORB-Ride. Und dann war da der Luge-Ride, dafür habe ich mich entschieden es ist auch die beliebteste Aktivität, zu vergleichen mit Bob-fahren. Man setzt einen Helm auf, nimmt Platz in einem dieser Schlitten und dann gehts den Berg hinab. Durch das Ziehen am Lenker fährt man und wenn man ihn weiter zu sich zieht, stoppt man. Lenken muss auch jeder selbst, aber dazu benötigt es keine großen Bewegungen. Dann gibts mindestens 10 verschiedene Streckenabweichungen, die durch Tunnel, um enge Kurven und vor Allem mitten durch den Wald gehen. Das macht einen riesen Spaß und man kann super Rennen fahren. Leider habe ich nur eine Fahrt gekauft, es gibt auch 7er Packungen etc., aber das eine Mal war dafür umso cooler. Schließlich gehts mit einem Lift wieder hinauf und dann habe ich mich wieder zu Rapha gesellt. Wir wurden dann noch kurz gebeten eine Umfrage zu Neuseeland für Touristen auszufüllen und das hat eine Weile in Anspruch genommen. Wir wurden zu allen Regionen befragt, wie wir sie finden, was wir dort hauptsächlich machen bzw. machen wollen und vieles vieles mehr... Leider Gottes haben wir im Tal wieder angekommen unseren Bus zurück um ein paar Sekunden verpasst, weil die Ampel rot war. Der fährt aber nur jede Stunde, also blieb uns nichts anderes übrig als zu laufen, was ne ganze Weile dauert und noch dazu in der Hitze ziemlich anstrengend ist. Nach 300 Metern, als wir vor der nächsten Bushaltestelle standen, kam uns dann in den Sinn, dass es doch eine andere Möglichkeiten gibt: Sich in den McDonalds chillen und auf den nächsten Bus warten. Ein sehr guter Plan, der mit leckerem Eis mit Chocolate Fudge Topping in die Tat umgesetzt wurde.
    Wieder am Hostel angekommen haben wir unser Gepäck geschnappt und uns gegen 2 auf den Weg zum Polynesian Spa gemacht. Da kann man locker hinlaufen, die Stadt Rotorua ist nicht sonderlich groß. Das Polynesian Spa hingegen schon. Es gehört zu den Top 10 Spa dieser Welt. Dementsprechend hoch waren unsere Erwartungen auch und die Vorfreude auf ein bisschen Entspannung. Man kann wählen zwischen Lake Spa, Adult Spa, Private Pools und Family Spa. Wir haben uns für den Lake Spa entschieden, mit der Aussicht über den See. In dem Prospekt wird es so beschrieben, ich zitiere (doppelt hält besser sonst wird mir noch in 30 Jahren eine Plagiatstäuschung vorgeworfen): "Mit Blick auf den Rotorua-See ist das Lake Spa ein Deluxe-Bad und Entspannung pur. Vier flache Felsen-Pools mit 36*C bis 42*C heißem Mineralwasser bieten einen puren Genuss. Der Badebereich ist mit einheimischer Flora gestaltet und bietet eine Umgebung von Ruhe und Schönheit."
    Optional kann man auch noch diverse Massagen und Behandlungen dazubuchen, was auch sehr verlockend war, aber wir sind ja nicht im Urlaub..;) Also die Aussicht war wirklich wunderschön, abends hat es wahrscheinlich noch etwas magischeres und der Bereich war sehr schön gestaltet. Aber ich glaube ich muss noch ein paar Jahre älter werden, sorry ist nicht böse gemeint, bis ich mich in einem 42*C heißen Pool entspannen kann. Ich habe mich wohl eher verbrannt, das ist schon ganz schön heiß wenn dazu noch die Sonne scheint. Also haben wir lieber im 36*C Pool gesessen, denn mit Liegemöglichkeiten sah es nicht so gut aus. Vor Allem kam dann auf einmal eine Touristengruppe, die Bilder gemacht hat. Es ist in Neuseeland zwar üblich, dass jeder mit voller Straßenmonitur durch Schwimmbäder latscht, aber ein bisschen mehr Privatsphäre könnte doch schon sein. Es war trotzdem einen Besuch wert und ein wenig Entspannung haben wir beide abbekommen. Nach 2 Stunden hatten wir dann genug von der Hitze und haben versucht den Schwefelgeruch loszuwerden. Hat sich als echte sportliche Betätigung herausgestellt, weil die Duschköpfe 10 cm kürzer waren als wir Riesen lang sind. Das ist eben das Land der Hobbits und Zwerge, was die Elben machen weiß ich auch nicht.
    Anschließend haben wir mit einer Portion Potatoe Wedges das Wochenende abgerundet und sind gegen 11 erschöpft, aber glücklich zu Hause ins Bett gefallen. Das war mal wieder ein perfekter Trip und diesmal zu zweit viiel entspannter als mit der großen Gruppe letztes Mal. Ob ich Rotorua weiterempfehle? Logisch, ist gar keine Frage, das zählt zu den Must Dos auf der Nordinsel. Man kann dort auch noch viel mehr unternehmen, wie einen Bushwalk, Waterrafting oder Hubschrauberflüge über das Vulkangebiet. Aber ich denke das wichtigste haben wir gesehen und mit Blick auf den Geldbeutel spare ich doch lieber für die vielen anderen sehenswerten Orte die noch auf der Liste stehen.

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  • 15Nov 2013

    54 Midnight Madness 15.11.2013 Neuseeland —

    Howick, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Wann immer ich keine festen Pläne fürs Wochenende habe oder denke einen gewöhnlichen Freitagabend zu Hause zu verbringen, kommt jemand um die Ecke und verkündet das Gegenteil. Diesmal waren es Alice und die Kinder, die die Midnight Madness promotet haben. Das ist ein jährliches Fest in Howick um die Weihnachtszeit einzuläuten, schließlich sind es nur noch 40 Tage bis zum großen Fest. Dazu wurde die Hauptstraße, naja im Grunde führt nur eine Straße durch die Innenstadt, das erinnert mich immer an Speyer, gesperrt und alle Familien aus der Umgebung kamen zusammen. Wie auf jedem anderen Dorffest gab es Stände von Vereinen die informiert und Spenden gesammelt haben oder musikalische und tänzerische Aufführungen auf der Bühne. Aber ein paar Dinge waren besonders:
    1. Das Fest heißt Midnight Madness, weil alle Geschäfte bis Mitternacht aufhaben, das gilt sowohl für Cafés, die Bank und Büchergeschäfte als auch Kleidungsläden und Friseure.
    2. Es gab einen Eiswagen. Nichts besonderes ja, aber hierbei möchte ich betonen, dass die Weihnachtssaison eingeleitet wurde. Tja, und die ist ja hier im Sommer also gibts statt Glühwein, Lebkuchen und Kartoffelpuffer Eis zu kaufen. Dennoch habe ich auch ein paar Stände mit dem traditionellen 'Christmas Cake' gesehen. Was das ist habe ich noch nicht so richtig in Erfahrung gebracht, aber es sieht nach Schokoladenkuchen aus.
    3. Ein paar weitere Attraktionen die an einen Weihnachtsmarkt erinnern, waren die Bummelbahn, die aber nicht ihre Runden auf Schienen dreht, sondern mitten durch die Fußgängerzone irgenwelchen Leuten hinterherhetzt, und das Zelt mit der Weihnachtsdeko. In Howick lebt wohl ein Mann, der jedes Jahr zu Weihnachten sein Haus und seinen Garten mit Deko vollgestopft und als Charity Event gegen eine Spende alle ins Haus gelassen hat. Bis eines Jahres jemand vor dem Haus ermordet wurde. Das kam jetzt unerwartet, mir gings auch so als ich die Geschichte gehört habe, aber verständlich, dass er das dann nicht mehr gemacht hat. Stattdessen wird seine Sammlung jedes Jahr bei dem Fest ausgestellt und sorgt für große Begeisterung bei den Kindern. Und mir. Da waren die ausgefallensten Sachen und alles hat sich bewegt oder geblinkt. Es gab zum Beispiel einen Minikühlschrank aus dem nur der Po des Weihnachtsmanns herausgeschaut und gewackelt hat, eine Eisenbahn, selbstbeschneiende Tannenbäume und vieles vieles mehr..

    So bin ich dann also mit Alice und den Kindern durch die Straße geschlendert, dann haben wir noch den Reporter von der Lieblingsfernsehsendung der Kinder getroffen und gegen 8 haben wir uns auf den Hügel am Ende der Straße begeben. Von dort hat man jedes Mal eine wunderschöne Aussicht aufs Meer und Land. Als dann das ganze Dorf versammelt war und es sich auf Picknickdecken bequem gemacht hat, wurden ein paar Weihnachtslieder zum besten gegeben. Zuerst vom Orchester dann von einem Chor. Ein paar Lieder habe ich auch noch nie auf Englisch gehört, wie Stille Nacht. Als Höhepunkt wurde dann die Beleuchtung des größten Baumes auf dem Hügel eingeschaltet und verbreitet jetzt jede Nacht Weihnachtsgefühle in der Umgebung. Danach sind die Kinder ins Bett und ich habe die anderen aus der Schule getroffen. Wir sind dann noch in eine Bar, Basalt, weil man von der Dachterrasse einfach die beste Aussicht hat. Gegen 12 haben wir uns auf den Heimweg gemacht, ich brauche ja nur 10 Minuten zu Fuß und wieder mal einen unvorhergesehen supercoolen Abend gehabt.

    So habe ich mit Shorts, T-Shirt und Eis die Weihnachtszeit eingeläutet...

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  • 17Nov 2013

    55 Die Waitomo Caves und der aggressive Kiwi 17.11.2013 Neuseeland —

    Waitomo, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute habe ich zwei Dinge gesehen, wie ich sie noch nie zuvor erlebt habe. Eine Höhle voller Glühwürmchen und einen tretenden Kiwivogel. Beides, doch ganz besonders letzteres sollte man sich in seinem Leben nicht entgehen lassen.
    Die Waitomo Caves (übersetzt Schacht, durch den Wasser eintritt) sind 45km lange unterirdische Passagen, die 1887 von einem Maori Häuptling entdeckt wurden. Sie entstehen durch das Zusammenspiel von Regenwasser und Kohlendixyd, die eine Säure bilden welche den Kalkstein zerfrisst. Jährlich weiten sich die Höhlen so um die Größe eines Doppeldeckerbusses (70m3) aus. Und das Highlight sind die tausenden Glühwürmchen an den Decken. Zwar sind nicht alle Höhlen und Gänge der Öffentlichkeit zur Besichtigung freigegeben, aber es werden viele verschiedene Führungen und Aktivitäten angeboten. Das umfangreichste Paket beinhaltet Blackwaterrafting, Seilabstieg, Seilrutsche, Sprung von einem kleinen Wasserfall und eine Bootsfahrt. Ich habe mich dem Schulausflug, der eine geführte und eine Bootstour beinhaltet angeschlossen, weil das schon teuer genug und im Nachhinein auch vollkommen ausreichend ist. Also sind wir mit dem Bus wieder ganze 2 1/2 Stunden dorthin gefahren und haben dann an der einstündigen Führung teilgenommen. Schon beim Eintreten in die Höhlen war ich froh meine dicke Jacke mitgenommen zu haben, da unten sinds nämlich 15*C. Dann wurde uns zu aller Bedauern strikt verboten Fotos zu machen, weil das wohl die Glühwürmchen stört oder so. Wir habens natürlich trotzdem ohne Blitz versucht, aber dann hat die Führerin gedroht jeden der fotografiert rauszuschmeißen und abgesehen davon erkennt man auf den Bildern absolut nichts, weil es stockdunkel da unten war. Wenn sie dann mal das Licht kurz angeschaltet hat, immer mit Bedacht die Glühwürmchen nicht zu lange zu stören, stand man auf einmal in einem riesen Raum mit Stalagmiten und Stalagtiten über, unter und neben dir. Das war schon sehr beeindruckend und in jeden Stein wurde ein Gesicht oder ein Tier interpretiert, wie ein bungeespringender Kiwi, manches konnte ich mehr, manches weniger nachvollziehen. In der etwas größeren Höhle, genannt Cathedral, kann man wohl auch Hochzeiten und Partys feiern, wobei ich mich frage wie das geht ohne Licht und Musik, wir mussten nämlich auch absolut still sein. Dann wurden wir schließlich zu den Booten geführt und das war unglaublich gruselig, weil ich rein garnichts gesehen habe und nur durch die Wassertropfen, die in den unterirdischen See getropft sind, erahnt habe, dass dort ein Gewässer ist. An diesem Punkt wurde mir klar, dass ich kein Rafting in dem 6*C kalten, stockfinsteren Wasser machen würde, in dem zu allem Überfluss auch noch Aale und Fische leben uaaa. Wie bei Fluch der Karibik sind wir dann also in diese kleinen, wackeligen Boote gestiegen und die Führerin hat sich an einem Drahtseil entlang gehangelt. Das mit den Glühwürmchen sieht schon sehr schön aus, wie von einem anderen Planeten, aber es hätte auch ein LED Sternenhimmel sein können:D Schließlich durften wir auch eins zwei Fotos schießen, aber darauf erkennt man auch wieder nicht so viel. Tja, da müsst ihr leider selbst mal hin um das zu sehen. Somit war unsere Tour auch schon vorbei und ich habs mir irgendwie alles größer vorgestellt. Die Höhle auf Lanzarote, in der leuchtende Krebse leben, ist immer noch meine absolute Lieblingshöhle aber die Glühwürmchen kommen an Platz 2.
    Umso mehr habe ich mich darauf gefreut, endlich einen echte Kiwi bei Tageslicht zu sehen, und dazu mussten wir nur ein paar Minuten ins nächste Dorf zum Kiwihaus fahren. Ich habe mit allem gerechnet, aber nicht damit. Ehrlich, so etwas lustiges habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen und ich bezweifle, dass ich es je wieder tun werde. Kein Pannenvideo, kein Witz, kein Komiker, keine peinliche Situation können diesem Kiwivogel das Wasser reichen. Ich habe mich nicht mehr eingekriegt vor Lachen, ich könnte diesem Vogel den ganzen Tag zuschauen. Das war einfach der Hammer.
    Es fängt an bei dem Aussehen. Der Kiwi ist knuffig, süß, man möchte sich an ihn kuscheln, aber irgendwie fehlt im was. Ich weiß nicht was es ist, ein zweites Paar Füße, Flügel oder ein Schwanz, aber irgendwas fehlt. Das fällt einem besonders auf wenn er rennt, dann sieht das aus wie eine Kugel mit Füßen und Schnabel. Jetzt sagen einige 'Halt. Ein Kiwi, ein flugunfähiger Vogel kann rennen? Schlafen die nicht den ganzen Tag?!' Jawohl, dieses Tier ist nur 4 Stunden täglich wach, aber dann hat der ne Energie, das glaubt man nicht bis mans gesehen hat. Der, eigentlich war es ja eine sie, ist durch das Gehege gerannt wie ein Irrer und hat Sprünge hingelegt da staunt man nicht schlecht. Ich glaube wenn das Tier rennt ist es schneller als ich. Das an sich war ja schon alle sehr komisch, aber was dann passiert ist hat alle meine Vorstellungen übertroffen. Die Pflegerin kam rein, Essenszeit um halb 1. Bekannterweise mag die Dame nicht ihre Pfleger, nur 2 werden einigermaßen akzeptiert. Die Fressschale voller Würmer und sonstiger Delikatessen hat es nicht mal in ihre Nähe geschafft, da hat sie schon angefangen die arme Mitarbeiterin zu attackieren. Mit vollem Anlauf ist der Vogel von einem Stein abgesprungen, auf sie losgerannt, wie ein Irrer in einer Acht durch die Beine gehetzt und hat sich schließlich mit dem langen Schnabel an der Hose festgekrallt. Und dann hat die Kiwidame angefangen zu treten. TRETEN!!!! Oh mein Gott, war das lustig. Unaufhörlich hat der Vogel gegen das Bein getreten, wie so ein kleines wütendes Kind. Die Pflegerin war gut vorbereitet und hat einen Schutzanzug getragen, aber hallo stellt euch mal vor ne Taube kommt angerannt und tritt euch gegen das Bein. So sah es aus. Unfassbar. Schließlich hat sich der Kiwi dann ein bisschen Futter genommen und die Attacke ging von vorne los. Am Ende war die Pflegerin über und über mit Futter besprenkelt, hat sehr viele Tritte gegen das Schienenbein ertragen und ein paar Pickser waren sicher auch dabei. Aber nicht nur der große, nein auch die kleinen Kiwis können ganz schön kämpfen. Wie wir später gesehen haben, treten sie sich gegenseitig in den Allerwertesten. Ich habe geweint vor Lachen und vor Enttäuschung, dass ich das nicht filmen und jeden Tag anschauen kann. Aber youtube stellt ein paar Videos bereit, bei denen man zumindest den komischen Laufstil erkennt. Schauts euch an, made my day.
    http://m.youtube.com/watch?v=8x5d_lZtA0U
    http://m.youtube.com/watch?v=-g0_6EIP58A
    Später haben wir dann auch noch Babykiwis gesehen, die möchte man gerade mitnehmen. Aber in Angesicht der Tatsache, dass es nicht mehr viele gibt, überlasse ich sie doch lieber den Tierschützern. Denn mit der Ankunft der Opossums, Katzen und Hunde in Neuseeland, wurde dieses liebevolle Nationalsymbol zu einer bedrohten Tierart. Ich hoffe doch sehr, dass sie nicht aussterben, aber mit diesen Kampfkünsten bin ich sehr zuversichtlich. Nicht zuletzt bleibt zu erwähnen, dass die weiblichen Kiwis, die größer als die männlichen sind, ein Ei fast so groß wie das einen Straußes in sich tragen, Respekt kleiner Vogel. Vor Begeisterung und als Andenken habe ich mir dann ein Paar Socken mit Kiwis, die im Dunkeln leuchten, gekauft und halte sie in Ehren.
    Auf der Rückfahrt hat uns der Busfahrer noch ne Runde Eis ausgegeben. Das war eine Eisdiele mit riiiiieeesen großen Kugeln und 50 Sorten zur Auswahl. Die sind anders als in Deutschland. Hier gibt es Cookie Cream, Caramel Fudge, Chocolate Brownie, Hokey Pokey und vieles mehr. Den Dolomiti schlägt zwar nichts und niemand, aber das Eis konnte schon sehr gut mithalten und für den Preis von $2,50 für 2 Kugeln, ein echtes Schnäppchen. Dieser Stopp war unvorhergesehen und so kamen Raphas und meine Pläne Essen zu gehen ein bisschen ins Wanken. Aber wir haben uns den ganzen Tag so darauf gefreut dem 'Goode Brothers', das neu eröffnet hat, einen Besuch abzustatten. Weil, ja weil, es so ähnlich wie Vapiano ist, juhuuuuu. Endlich wieder Pasta und Pizza und Salat und Antipasti und alles für einen annehmbaren Preis. Meine Freunde, das wird mein, nein unser, neues Stammlokal. Gesättigt und glücklich sage ich ade.

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  • 18Nov 2013

    56 Lebertransplantationskoordinator 18.11.2013 Neuseeland —

    Howick, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Ist Barry von Beruf. Eigentlich ja nicht eines meiner Abenteuer, aber trotzdem irgendwie spannend, wer also ein bisschen in die Materie eingelehrt werden möchte, hier ist ein Bericht. Ein liver transplantation coordinator ist dafür verantwortlich Spender und Empfänger zu finden und richtig zuzuteilen. Das ist aber keineswegs ein Schreibtischjob, wie ihr gleich am Beispiel sehen werdet.
    Diese Woche hat Barry also Rufdienst und die letzten 48 Stunden musste er durcharbeiten. Das Telefon hat heute Nacht viermal die Stunde geklingelt und das nur wegen einem Patienten. Also habe ich mal nachgeforscht und den Ablauf in allen Einzelheiten erläutert bekommen. Sonntagnacht ist ein Patient gestorben. Montagmorgen um 4 Uhr wurde daraufhin seine Leber entnommen. Nun war es zuerst Barrys Job mit den Verwandten des Verstorbenen zu reden, abzusichern dass alles nach rechten Dingen läuft und sie zu beruhigen, was die Transplantation betrifft. Dann hatte er alle Hände voll zu tun einen passenden Empfänger, in diesem Fall eine Frau aus Christchurch zu finden. Er hat sie angerufen, ihr eine Frist von 1,5 Stunden gegeben um ihre Sachen zu packen und zum Flughafen zu kommen und natürlich den Flug gebucht. Dann war es auch schon abends und er hat am Handy weitergearbeitet. Er musste den Transport der Frau vom Flughafen zum Krankenhaus organisieren, zwischenzeitlich Informationen zum Stand der Dinge an die Ärzte weitergeben, im Gegenzug hat auch er Infos aus dem Krankenhaus erhalten und die Übersicht darüber haben ob die Dame ihren Flug gekriegt hat etc.. Des Weiteren stand er auch mit ihr in Kontakt und hat sie über alle Einzelheiten aufgeklärt.
    Das klingt schon alles sehr anstrengend, wenn man bedenkt, dass es sich nur um einen Patienten handelt und das gleiche am nächsten Tag wieder zu tun war. Aber das ist nicht der härteste Part, nein.
    Nur 4 von 5 Patienten bekommen eine neue Leber. Seine Aufgabe ist es zu entscheiden, wer diese 5. Person ist, der die schlechte Nachricht übermittelt werden muss. Wie wählt man nun diesen einen Menschen, dem man nicht helfen kann. Nun, ein Körper nimmt eine neue Leber nicht wehrlos entgegen. Er will sie abstoßen, das ist ja ein Fremdkörper, deshalb ist es notwendig Medikamente zu nehmen, die dies verhindern. Aber wenn man diese Medikamente einnimmt, bedeutet das auch, dass man sein Leben lang keinen Alkohol mehr trinken darf und Dinge unterlässt, die Schaden zufügen. Hält man sich nicht daran, sind die Tabletten nutzlos und keine Tabletten, kein Weiterleben. Somit wurde dann eine Leber verschwendet, die auch jemand anderem das Leben hätte retten können. Barry und seine Kollegen sprechen also mit den Patienten und finden heraus, wer potenziell den Ernst der Lage verstanden hat und wer nicht. Den Uneinsichtigen, meistens im Alter von 15-25 und ihrer Familie muss er dann erklären, warum er nicht weiterleben darf. Ich könnte das nicht, aber es braucht Menschen wie Barry, die das können. Und vor Allem bedarf es ein Finanzsystem, dass diesen Beruf würdig entlohnt. Jetzt wisst ihr also was mein Gastvater so den ganzen Tag macht und ich hoffe, wir sind jetzt alle ein Stück schlauer geworden.

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  • 20Nov 2013

    57 Mufti-Day 20.11.2013

     

    Beschreibung

    findet alle paar Wochen zu einem besonderen Event statt. Mufti bedeutet Zivil und um den Gedanken weiterzuführen: Die Schulkinder dürfen an diesem Tag Zivilkleidung tragen und müssen nicht in die Schuluniform schlüpfen. Die Voraussetzung ist aber, dass jeder eine vorher festgelegte Geldsumme mitbringt, die für einen guten Zweck gespendet wird. Heute sind es $2 pro Schüler für die Menschen auf den Philippinen, die nach dem Taifun schwer betroffen sind. Jede Schule veranstaltet das unabhängig voneinander mehrmals im Jahr, wenn es wieder einen Anlass gibt. Einmal war der Grund auch Süßigkeiten für die Schulgala mitzubringen oder eine Spende für die Schule. Ich weiß garnicht ob die ganze Aktion freiwillig ist, aber bisher sind die Kinder so begeistert normale Kleidung zu tragen, dass die Eltern wenig Chancen haben zu widersprechen. Und es gibt noch mehr Pflichtveranstaltungen für die Eltern und Schüler. So müssen die Sechstklässler ja immer Roadpatrol machen, also zusammen mit einem Elternteil vor und nach der Schule den Zebrastreifen absichern. Das wird auch von der Polizei kontrolliert, ein ernst zu nehmender Job. Dann laufen auch ein paar Eltern in Warmweste auf dem Schulhof herum und erinnern die Schüler ihre Mützen aufzuziehen, sonst dürfen sie nicht draußen spielen. Außerdem müssen alle Schüler bis zum 14. Lebensjahr von den Eltern zur Schule begleitet werden. Das finde ich allerdings ein wenig übertrieben und unrealistisch. Die meisten Eltern müssen ja morgens arbeiten, das muss man erstmal arrangiert bekommen. Zudem bin ich schon in der 1. Klasse alleine mit meinem Freunden gelaufen und ab der 5. habe ich das Fahrrad genommen. Ich bin der Meinung Honey kann locker auch schon alleine laufen, vor Allem wenn sie nächstes Jahr auf die Intermediate School kommt, aber Gesetz ist Gesetz.
    Es ist also viel Einsatz gefragt, finde ich einerseits gut, andererseits hatten wir solche Aktionen ja auch und manchmal nimmt das hier ein bisschen Überhand, da maulen die Eltern, dass sie von der Schule ausgenommen werden. Aber den Mufti Day finde ich super, $2 schaden ja keinem.

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  • 21Nov 2013

    58 Vodafone NZ Music Awards 21.11.2013 Neuseeland —

    Auckland, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Chillin with Lorde#Natalia Kills#Stan Walker#Aaradhna#Cody Simpson#Titanium#Kiwimusic

    "And we'll never be royals (royals) ...". Ich weiß nicht wie ich diesen Song jemals wieder aus dem Kopf kriegen soll, nachdem ich ihn gestern 5mal gehört habe. Lorde (* 7. November 1996 in Devonport, Auckland, Neuseeland; eigentlicher Name Ella Yelich-O’Connor) ist 17 Jahre jung und schon die erfolgreichste Musikerin Neuseelands. Sie war mehrere Wochen auf Platz 1 in den USA und UK Charts, hats auf Anhieb auf Platz 3 in die Billboard 200 geschafftund wird schon mit Adele etc. verglichen. Ihre Stimme kann da auch sehr gut mithalten. Die Insulaner sind natürlich stolz wie Oskar und haben ihr deshalb auch gleich 4 Awards verliehen. Aber von vorne.
    Vor ziemlich genau einer Woche saß ich im Auto mit Honey und habe auf Barry gewartet. Dann kam im Radio die Werbung für die Music Awards und ich dachte mir, 'Ach das klingt doch ganz nett'. Also habe ich Honey gefragt ob sie Lust hat dahin zu gehen, hatte sie, und Rapha ob sie auch Lust hat dahin zu gehen, hatte sie auch. Daraufhin habe ich mich abends mal auf ticketmaster informiert und bei gerade mal 15€ pro Karte zugeschlagen. Irgendwie hatte ich verstanden, dass Raphas Gasttochter auch mitgeht, aber die ist ja zu jung, also ist stattdessen eine Freundin von Honey mitgekommen. So waren alle sehr glücklich und konnten es kaum abwarten.
    Heute war es dann endlich soweit und um halb 6 haben wir uns auf den Weg gemacht. Mit dem Auto in die Stadt fahren ist immer wieder ein Abenteuer, dank der sehr langsamen und verwirrten Navis auf unseren Handys. Aber irgendwie finden wir den Weg immer und das sogar sehr flott, ist auf jeden Fall schneller als mit dem Bus. Einen Parkplatz vor der Arena finden war dann die andere Challenge, aber ich hab zum Glück einen direkt um die Ecke gefunden, nach ein bisschen rumkurven. Dann waren wir auch schon mitten im Gedränge rund um den Roten Teppich, wo neben den einheimischen Stars auch einige paar bekannte Persönlichkeiten von overseas aufgetaucht sind. Cody Simpson aus Australien und Natalia Kills aus England zum Beispiel. Aber wir kamen uns dann doch ein wenig underdressed vor neben den ganzen VIP Gästen in Abendrobe. Die Neuseeländer können sich echt auch nicht entscheiden: entweder tragen sie was im Schrank ganz oben liegt oder sind total aufgetakelt. Naja, da die Music Awards aber ja kein Konzert, sondern so eine Art Gala sind, standen in der Mitte der Arena runde Tische zum dinieren. Ist auch irgendwie unbequem sich immer zur Bühne drehen zu müssen, aber bei dem Essen würde ich das wohl in Kauf nehmen.
    Wir haben auf den oberen Rängen Platz genommen, aber konnten uns schön ausbreiten, weil doch noch ein paar Plätze frei waren. Um halb 8 gings dann los mit ... Lorde natürlich. War ein bisschen schade, dass der beste Act die Show eröffnet hat, weil die Leute gerade noch alle eingetrudelt sind. Wir haben uns und die Kinder auch mit Snacks und Getränken eingedeckt, in der Schlange noch ein bisschen mit Leuten geplaudert, dann habe ich Honey ein Knicklicht aus dem vodafone Bereich den wir eigentlich garnicht betreten durften geklaut, und schließlich konnten wir entspannt die Show genießen. Neuseeland hat gerade sehr gute Musik zu bieten, bei vielen Songs, wie 'Wake up' von Aaradhna, wusste ich bis dahin garnicht, dass sie von einheimischen Künstlern stammen. Viele Nominierte waren auch Maori und dafür gabs sogar extra einen Preis. Auf der Bühne habe ich dann ein mir bekanntes Gesicht entdeckt: Die Moderatorin, Shannon Ryan. Das ist die nette Dame von 'The Block', die ich damals bei den Hausbegehungen begrüßt habe als sie neben mir stand. So klein ist die Welt (NZ). Klar mit den EMAs kann man das nicht vergleichen, aber trotzdem hat es sich definitiv gelohnt. 2,5 Stunden lang hatten sie ganz schön was zu bieten und die Stimmung war super. Ich bin jetzt ein riesen Fand er neuseeländischen Musiker und habe mir erstmal Lordes Album 'Pure Heroine' und ein paar Songs auf iTunes gekauft. Hier meine Top 7 Musiktips:
    + Lorde .. das ganze Album, ganz besonders 'Royals', 'Tennis Court' und 'Team'
    + Aaradhna 'Wake Up'
    + Stan Walker 'Take it easy' , 'Like it's over' und 'Bulletproof' - er war der Co-Moderator ein sehr cooler Typ
    + David Dallas 'Runnin'
    + Shapeshifter 'In Colour' Video anschauen!!
    + Flight of the Conchords 'Feel Inside (And Stuff Like That)' Charity Song
    + Jamie McDell 'Angel'

    Hört mal rein, sonst verpasst ihr was! Und noch etwas verpasst ihr: Macklemore ft. Ryan Lewis live. Aber Rapha und ich verpassen es nicht. Denn Wir haben Karten für den 13. März wwaaaaaaaaaaaaa:))))))))

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  • 22Nov 2013

    59 Mein kleiner Hapkido-Meister 22.11.2013

     

    Beschreibung

    Heute dürften einige von euch ein Foto von mir gesendet bekommen haben. Auf dem Bild, und auch in real, sind das die absolut süßesten und kleinsten Gastkinder die man haben kann:) Dieses Foto zeigt Finley mit einer Medaille und in einem blauen Anzug und Honey, die ihn im Arm hält. Hier die Erklärung: Finley macht seit 2 Monaten Hapkido, das ist koreanisch und so eine Art Karate. Es dient zur Selbstverteidigung und Konzentration, beides kann Finley nicht schaden:D Nach gerade mal 12 Trainingsstunden, er geht meistens zweimal wöchentlich dorthin, durfte er schon eine Prüfung ablegen, um den gelben Gürtel zu bekommen. Um halb 7 ging es los und da sind tatsächlich 70 Hapkido Schüler in allen Altersstufen und Gürtelfarben aufgetaucht. Dementsprechend hat das ganze dann 4 Stunden gedauert, aber es war kein bisschen langweilig. Ich habe die ganze Zeit mitgefilmt, das kann ich hier ja leider nicht hochladen. Doch es gab einige richtig coole Sachen zu sehen und als Finleys Gruppe dran war, hat er sich total ins Zeug gelegt. Es war ja schon spät und er war müde, trotzdem hat er seine Übungen besser als je zuvor gemacht. Er hatte eine laute Stimme (man muss immer 'eh' oder so bei jedem Zug schreien), hat jeden Schritt im Kopf behalten und ist mit viel Kraft und Spannung an die Sache gegangen. Die Punkterichter haben dann auch nach seinem Namen gefragt, um ihn sich zu notieren, das bedeutet immer was Gutes. Irgendwann wurden dann verschiedene Sprünge vorgeführt und die Älteren sind über 10 (!!!) Kinder gesprungen. Die haben sich da vor der Matte aufgereiht, da wurden ein paar Eltern ein bisschen blass im Gesicht. Dann hat der Hapkido Meister noch einen Baseballschläger durchgetreten und anschließend ist ein kleines Unglück passiert. Diese Schule bietet auch Selbstverteidigungskurse für Frauen an. Aber das ist nicht so larifari, sondern wenn jemand nach deren Handtasche greift, liegt er kurz darauf mit einer Schlinge um den Hals auf dem Boden. Meine Gastmutter nimmt da jetzt auch dran teil. Jedenfalls wurden ein paar Übungen vorgeführt und ein vielleicht 15-jähriger Blackbelt Träger durfte freiwillig assistieren. Nummer 1 bei jeder Abfolge ist, ganz der Intuition folgend, dem Angreifer zwischen die Beine treten. Nunja und die eine Frau hat das etwas zu schwungvoll gemacht, sodass sie nicht mehr viel tun musste um den Gegner auf den Boden zu bringen. Eigentlich darf man da ja nicht lachen, aber das Publikum hat sich nicht mehr eingekriegt, ehrlich.
    Schließlich wurde Finley die Silbermedaille für seine Stufe verliehen, da hat er sich gegen 10 andere Leute durchgesetzt. Noch dazu war er der kleinste, die Medaille hängt ihm auch bis fast zu den Füßen.. Die Eltern waren stolz wie sonst was und noch dazu haben wir bei der Verlosung einen Schneebesen gewonnen, jaaa da habe ich gejubelt, keine Eier mehr mit der Gabel steif schlagen:) Allgemein sind die Neuseeländer sehr auf ihre Kinder bedacht und lassen ihnen sehr viele Freiheiten. Zu viele, wie ich manchmal finde, besonders was so Essensgewohnheiten und Computerzeiten angeht. Als die Kinder vorletztes Wochenende ihr erstes Sleepover hatten, wurde daraus auch eine riesen Sache gemacht. Das ist jetzt noch Gesprächsthema Nummer 1, ähm ja, ich habe in dem Alter jedes Wochenende irgendwo anders geschlafen. Aber so unterschiedlich sind Kulturen. Jedenfalls war das ein erfolgreicher Abend und ich habe mein Versprechen an Finley eingehalten die ganze Zeit dabei zu sein.
    Obwohl ich da schon todmüde war, von den Music Awards am vorigen Abend noch, habe ich danach Hannah und Kathi abgeholt und nach Botany kutschiert. Wir wollten mal zusammen mit Rapha, Mel, Iris und Laura die Bars dort testen. Die haben hier ja alle leider immer nur so bis 12 offen, aber wir haben eine gefunden, die länger ihre Türen öffnet. Da war richtig viel los, und es wurde auch richtig kontrolliert. Das heißt Reisepass nicht vergessen!! Das ist das einzige Dokument was hier als ID anerkannt wird, doch leider hatten nicht alle von uns daran gedacht. Also haben wir uns an den Brunnen gesetzt, und der Musik von draußen zugehört. Es war dann noch eine schöne Sommernacht, aber das nächste mal genießen wir die lieber von dem Außenbereich der Bar.

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  • 23Nov 2013

    60 Sommergefühle 23.11.2013

     

    Beschreibung

    Ein Kiwi-Barbecue

    Woran erkennt man einen Neuseeländer? An dem Grill. Ein Echter Kiwi könnte ein noch so kleines Einzimmer-Appartement haben, aber der XXL-Gasgrill mit dem richtigen Zubehör fehlt nicht. Und wenn das erste Würstchen brutzelt ist Sommer. Na gut, an meiner Ankunft wurde auch erstmal gegrillt und da war es noch nicht so warm (für mich) aber spätestens am Labour Weekend als alle ihren Grill mit an den Strand gebracht haben, wurde die Badesaison eröffnet. In der Tat sitze ich gerade auf der Terrasse bei 27*C mit einem Milchshake und schreibe diesen Bericht. Da brauchts nicht viel Fantasie um Sommergefühle im November zu beschreiben. Für Barry bedeutet dieses fantastische Wochenende 'raus aus dem Haus, in die neuen Laufschuhe und einen 30km Lauf über Berg und Tal machen. Deshalb war ich heute alleine mit den Kindern und hatte meinen ersten Arbeitssamstag. Zuerst habe ich ihnen mal Pancakes aufgetischt, dass sie nicht mit schlechter Laune in den Tag starten. Dann haben wir eine Backsession eingelegt und als Honey um halb 12 von ihrer Mutter zum Shoppen abgeholt wurde, haben Finley und ich uns einen gediegenen Nachmittag gemacht. Mit draußen spielen war heute nicht so viel, nach 5 Minuten auf dem Trampolin haben wir uns nicht nur die Füße verbrannt, sondern uns auch total erledigt von der Hitze wieder ins Haus zurückgezogen. Dann haben wir ein bisschen gebastelt und Rennauto Parcours aufgebaut. Um 2 hat Carol angerufen, ob sie ihren Sohn Harry für 2 Stunden bei uns absetzen kann, weil sie mit ihrer Tochter Tilly, die ich mit den zu den Music Awards genommen habe, auch shoppen gehen will. Das war...ups jetzt sagt mein iPad dass es abkühlen muss...ich auch um wieder klar denken zu können...
    So da bin ich wieder. Harry kam und die beiden haben sich selbst beschäftigt, das war mir gerade recht. Gegen 4 kam Barry, etwas später als erwartet zurück, und ist eher gehumpelt als gelaufen. Er hat sich offensichtlich den Knöchel verstaucht und ist dann noch 20km weitergerannt, mit einer Zeit die ich mit heilem Fuß in hundert Jahren nicht erreichen würde. Also habe ich Kino auf morgen verschoben und gesagt ich bleibe noch zu Hause bei den Kindern. Dann haben wir ein Heimkino aufgebaut und uns erledigt von der Hitze aufs Sofa gegammelt. Da Carol die beiden Jungs kurz darauf mit zu sich genommen hat, haben wir entschieden doch gleich alle zusammen zu grillen. Draußen natürlich, mit Shorts, Top und Flip Flops. Neidisch? :P Mückenstiche habe ich übrigens noch keine, was man von der Sommersaison in Deutschland nicht gerade behaupten kann.
    Bevor aber der Grill angeschmissen wurde, bin ich mit den Kindern noch um und durch das Haus gerannt, um uns mit diesen Nerf Pistolen abzuschießen. Das tut zum Glück nicht weh, die vier treffen nämlich ganz gut und Finley ist nicht so eine große Zielscheibe.
    Bei der Familie war ich ja jetzt schon öfter, eigentlich essen wir jedes Wochenende da, aber das Haus ist immer wieder ein Erlebnis. Der Vater sammelt Antiquitäten, auch ein paar sehr seltsame, davon steht alles voll. Aber man kann sich super mit ihnen unterhalten und diesmal war unser Gesprächsthema Asiaten und Weihnachten.
    Asiaten deswegen, weil ihr koreanischer Austauschschüler heute nach 9 Monaten ausgezogen ist. Und beide Parteien waren froh darüber. Das Problem ist, und ich kenne es nur zu gut von meiner Schule, dass die Chinesen und ihre Kollegen sich kein bisschen integrieren und noch viel weniger für das Land und die Leute interessieren. Mich interessiert ja ihre Kultur, aber das ist ein einseitiges Interesse, deshalb entwickelt sich einfach kein Gespräch. Ich will das ja nicht verallgemeinern, aber die nehmen an keinen Ausflügen teil und Gasteltern haben sich schon beschwert, dass ihr Schüler bis 2 Uhr morgens am Computer hängen, das ganze Internet für Skypegespräche etc. verbrauchen und vor Allem nie aus dem Haus gehen. Die Erfahrung haben auch Carol und ihr Mann gemacht, denn der Schüler hat sich erstens nie mit ihnen unterhalten, zweitens das Essen offensichtlich abgelehnt und sich nur chinesische Sachen aus dem chinesischen Supermarkt geholt, sich nie bedankt, sich nach der Schule direkt in sein Zimmer zurückgezogen, alles abgedunkelt, Vorhänge zu, Fenster zu, nie Freunde mit nach Hause gebracht, noch etwas unternommen. Am Schluss wussten sie garnicht mehr ob er zu Hause ist oder nicht, weil sie ihn nie gesehen haben und mussten zwangsweise bei ihm lüften, weil man so na nicht leben kann. Es gibt genau 1 Person aus dem asiatischen Raum mit der ich mich in der Schule unterhalte und die kommt aus Taiwan und ist auch schon total genervt von den Chinesen. Das soll echt nicht böse klingen oder so, aber ich habe mich noch nie mit diesem Thema auseinander gesetzt und das ist was ich dabei traurigerweise festgestellt habe. Jedenfalls bekommen sie ab Januar eine 15-jährige Deutsche, die ein halbes Jahr auf eine Highschool gehen wird und da sind sie mal gespannt.
    Unser zweites Thema war dann schließlich Weihnachten. Große Pläne hat hier niemand, weil die meisten nur Verwandtschaft overseas haben und um die jedes Jahr zu besuchen muss man schon im Lotte gewonnen haben. Das ist natürlich ein Nachteil für viele Familien hier, wenn man in Neuseeland und Australien alles gesehen hat, sind alle anderen Ziele ein teurer Spaß, weil es absolut keine Alternative zum Fliegen gibt. Deshalb reisen die meisten jährlich die Coromandel entlang, über Rotorua und Taupo und campen dort. Das ist Kiwi-Urlaub, und ich bin sicher der Grill ist auch dabei. Deswegen ist an Weihnachten Auckland meistens wie leer gefegt. Ansonsten wird ja Boxing Day, also der 1.Weihnachtstag und nicht Heiligabend gefeiert. Wir werden dann campen gehen, aber dazu an Weihnachten mehr.
    Außerdem haben die Eltern sich über die hohen Packetpreise geärgert. Eine Postkarte kostet ja schon $2,40. Das Problem ist, man kauft ein Geschenk für $20, muss schon darauf achten, dass es nicht viel wiegt und dann kostet das Päckchen nochmal $20. Dann ist es sinnvoller $40 zu überweisen, sodass die Person sich davon ein größeres Geschenk kaufen kann. Das sind Dinge, mit denen ich mich bisher noch nie beschäftigen musste, aber die Menschen hier habens echt schwer mit den Geschenken und der Post. Ich muss mir auch noch was gutes überlegen, wie ich meine Souvenirs, mein Übergepäck und meine Winterklamotten einigermaßen günstig nach Deutschland schicke..
    Allgemein war es wieder ein sehr später, aber sehr schöner Abend. Von Haloumi Käse kriege ich nicht genug, aber weitere Barbecues werden wöchentlich folgen:))

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  • 24Nov 2013

    61 Christmasshopping und Catching Fire 24.11.2013 Neuseeland —

    Botany Downs, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Ach ist das schön von Sonnenstrahlen geweckt zu werden:) Da hat man gleich gute Laune und will raus dem Bett rein in die Shorts und ne Runde Sonne tanken. Das habe ich damit kombiniert meinen Stapel Postkarten abzuarbeiten... die Weihnachtspost ist verschickt, hoffen wir, dass sie auch vor mir ankommt. Checkt eure Briefkästen mal ab der nächsten Woche, ich habe extra einen Aufkleber draufgemacht, dass es schneller geht.
    Und ansonsten ruft so ein lazy Sonntag nach Botany, wann immer man nicht weiß was man machen soll, ist das die beste Lösung. Rapha und ich wurden auch fündig, ich meinerseits habe ein paar Weihnachtsgeschenke für meine Familie back in Germany und ein paar Sommerklamotten gekauft ;) So langsam traue ich mich das jetzt. Währenddessen hat Rapha ihren Handyanbieter gewechselt. Von 2degrees zu vodafone. Das mache ich auch ab Januar, denn dann reise ich auf die Südinsel und hätte gerne Empfang, was mit 2degrees außerhalb Aucklands noch nicht wirklich erfolgreich war. Aber jetzt gerade haben sie ein Weihnachtsangebot, sodass ich bei meinem nächsten Top-up von $20 die doppelte Leistung bekomme, also 1GB Internet und 180 Freiminuten, was doch ganz gut klingt.
    Eigentlich sind wir aber nach Botany gefahren, um ins Kino zu gehen. The Hunger Games - Catching Fire (Tribute von Panem) sind ja gerade rausgekommen und das darf man natürlich nicht verpassen. Aber wir zwei waren wieder ganz raffiniert und sind davor bei Nando's essen gegangen, weil man dann das Ticket für $12 statt $15 kriegt. Und wir hatten sowieso Hunger auf Pita und Pommes.. Um 6 haben wir dann unsere Karten für den X-treme Screen, der extrem riesig war. Das war mal ein Erlebnis, noch dazu weil der Film extrem gut war. Und gut besucht sowieso. Viele sagen sogar er war besser als das Buch, aber das habe ich ja nicht gelesen und ich werde es mir nicht kaufen, weil Finley es mir zu Weihnachten schenken will. Das hat er mir jetzt schon ganz oft gesagt, mal sehen was draus wird.
    Da von Botany nicht gerade eine gute Busverbindung um halb 9 abends besteht, hat Rapha mich freundlicherweise heimgefahren. Und auf dem Weg haben wir doch tatsächlich eine Kamera unter der Ampel entdeckt, die ein nettes Filmchen dreht, wenn man über gelb fährt. Auch das noch...

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  • 25Nov 2013

    62 Das Demi AuPair Programm, 1 25.11.2013

     

    Beschreibung

    Die Organisation

    Heute beginne ich meine letzte Schulwoche :O Ich kann es noch garnicht glauben, die 12, mit der Einführungswoche 13, Wochen sind so schnell vorbeigegangen. Zeit für ein kleines Resume über das Au Pair Programm meinerseits.
    Es gibt nicht die perfekte Au-Pair Organisation. Dessen bin ich mir jetzt bewusst geworden. Jede Institution hat ihre Vor- und Nachteile und entweder man kann damit leben oder nicht.
    Ich kann es sehr gut, denn ich bin super zufrieden. Aber trotzdem kriege ich ja mit welche Probleme andere haben und dank Milena weiß ich auch was hinter den Kulissen läuft. Also stelle ich mal für alle die sich auch als AuPair versuchen möchten, eine relativ neutrale Übersicht zusammen.
    Ich habe mich mit iST (Internationale Sprach- und Studienreisen GmbH) beworben. Die meisten anderen sind mit Step In hier. Da das aber alles bei Cathy zusammenläuft, die hier vor Ort für die Vermittlung der AuPairs aller dieser Organisationen verantwortlich ist, macht jeder die gleichen Erfahrungen. Die einzigen geringen Unterschiede, wie ich festgestellt habe, sind folgende: Bei StepIn steht Christchurch auch zur Wahl, bei iST nicht. Ich habe allerdings auch lange überlegt, ob ich lieber nach Australien oder Neuseeland gehen möchte. Doch letzten Endes kann man Neuseeland einfacher bereisen. Es ist nicht so riesig wie Australien, die Abstände zwischen den Städten sind kleiner, das heißt man ist nicht zwangsweise an ein Auto gebunden, die Hostels und Transportwege sind auf Backpacker ausgelegt, es gibt keine gefährlichen Tiere, es ist nicht so heiß, es gibt mehr Kultur (Maori) und vor Allem leben hier so wunderbare Menschen. Dazu kommt, dass man in Australien nur in Perth hätte leben können, und dort, an der Westküste, gibt es nun wirklich gar nichts zu sehen.
    Dahingegen musste ich bei meiner Organisation mehr Nachweise bringen, dass ich als AuPair qualifiziert bin. So habe ich einen Erste-Hilfe-Kurs, einen Erste-Hilfe-Kurs am Kind und einen Babysitterkurs gemacht, was bei anderen nicht erforderlich war und als wir hier ankamen, gab es erstmal Einweisungen in die Erste Hilfe, da habe ich mich ein bisschen veräppelt gefühlt. Aber naja, doppelt hält besser. Außerdem bieten alle Organisationen unterschiedliche Starttermine an, obwohl die Schule selbst sagt, dass man jederzeit beginnen kann. Und bei iST war 3 Monate vor Beginn Bewerbungsschluss, bei Step In kann man auch spontan einen Monat vorher die Anmeldung ausfüllen. Und, ganz wichtig für alle mutigen Jungs, bei StepIn sind auch männliche Bewerber zugelassen, hier sind ja gerade zwei. Das sind eigentlich ein paar mehr Pluspunkte für StepIn so gesehen. Dennoch wurde ich mit vielen Unterlagen und Hilfemöglichkeiten ausgestattet, sodass ich mich bei Reiseantritt informiert und sicher gefühlt habe und in der Schule hatten wir eine Einführungswoche, aber auch nur weil wir so eine große Gruppe waren, in der wir nützliche Infos über Verkehrsmittel, Verkehrsregeln, Gesetze, Gewohnheiten, SIM-Karten, Bankkontos etc. erhalten haben.
    Die Zusage für die Familie bekommen alle erst 1-2 Wochen vor Reiseantritt. Wenn bis zur Ankunft keine gefunden wurde, kommt man aber auf jeden Fall in einer Gastfamilie unter. Aber im Herbst gibt es generell die meisten Bewerber, weil sie alle nach dem Abitur kommen und ich bin froh, dass mit mir noch 7 neue angefangen haben, denn so hat man von vornherein Bezugspersonen und Leute mit gleichen Interessen.

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  • 26Nov 2013

    63 Das Demi AuPair Programm, 2 26.11.2013

     

    Beschreibung

    Die Familien

    Jedenfalls ist es eine 50/50 Chance ob die Familie passt oder nicht. Bei mir war es ja von vorne herein eingeschränkt, da ich Vegetarierin bin. Da kommen nur die indischen Familien oder eben meine Gastgeber zur Auswahl. Dann muss man natürlich abwarten, wie die Kinder erzogen sind. Manchmal sind 4 weniger anstrengend als 1 oder 2, wenn man ihnen den ganzen Tag nur hinterherräumt oder sie sich zanken.
    Das ist bei mir schonmal nicht der Fall, da bin ich ziemlich erleichtert. Honey ist selbstständig genug und weiß wann sie was zu tun hat und wenn ich Finley sage er soll sich fertigmachen, gibt es auch keine Widerrede. Dennoch gibt es eine Sache, die sie noch nicht beherrschen: Ihre Sachen wegräumen. Ich glaube sie haben noch nie eine Spülmaschine von innen gesehen, geschweige denn einen Spüllappen in der Hand gehalten. Finley lässt auch gerne den Kühlschrank und die Milch offen stehen. Aber ich nehme ihm das nicht übel. Er ist ja so klein und schwach und egal was er braucht, er muss immer den Hocker zur Hilfe nehmen. Die Mikrowelle stellt dann eine echte Herausforderung dar, weil die Tasse meistens hinten stehen bleibt und dann muss er die ganze Platte zu sich drehen, was eigentlich so nicht vorgesehen ist, weshalb sie jedes mal aus der Halterung springt. Aber das ist bei den anderen Familien auch so. Extremer wird es dann, wenn eine AuPair ein Glas Wasser für das Kind holen soll, wie es bei Stefanies Prinzessin der Fall ist. Manche fühlen sich deswegen ein bisschen wie Bedienstete, aber so sehe ich das nicht und Barry bedankt sich auch immer überschwänglich.
    Doch das schwerste ist, sich nicht in die Erziehung einzumischen. Als alleinerziehender Vater meistert Barry das alles klasse, aber so Kleinigkeiten stören einen dann doch. Zum Beispiel würde ich den Kindern keinen Nachtisch geben, bevor sie ihr Essen aufgegessen haben oder ihre Brote aus der Schule, da ärgere ich jedes mal wenn ich die Hälfte wegschmeiße. Auch würde ich die Kinder ganz einfach unter der Woche nicht an den Computer lassen, denn Finley ist schon ein bisschen abhängig von Minecraft. Und ein bisschen mehr im Haushalt helfen könnten sie auch, ich habe in dem Alter auch mein Schulbrot selbst geschmiert und den Teller weggeräumt.
    Noch viel mehr wundert es mich, dass ich die Kinder überhaupt zur Schule bringen muss, doch das hängt mit dem Gesetz zusammen. Bis zum 14. Lebensjahr müssen die Schulkinder begleitet werden, völlig unnötig meines Erachtens, wo sie auch die 15 Minuten mit Kindern aus der Nachbarschaft laufen könnten. Doch hier gibt es nicht so einen großen Zusammenhalt in der Nachbarschaft, ich kenne unsere Nachbarn nicht mal. Das sind Dinge, die man einfach in Kauf nehmen muss, andere Kultur, andere Sitten.
    Noch komplizierter wird es aber manchmal, wenn Alice, die Mutter auftaucht. Ab und zu kriege ich mit, dass sie den Kindern viel Süßes kauft und Dinge erlaubt, die der Vater verbietet. Das finde ich unmöglich, aber sie sagt 'ihr Haus, ihre Regeln'. Ich mag sie zwar sehr, aber vielleicht ist es doch besser, dass nur ein Elternteil zu Hause ist. Denn bei manchen anderen Familien kommt das täglich vor. Mal hilft der Vater gar nicht mit, kommt nachts nach Hause, schaut Fernsehen und trinkt ein Bier oder der eine erlaubt etwas, der andere verbietet es, dann muss man als AuPair mal die richtige Entscheidung treffen. Einmal hat Melanies Gastvater sie auch angemeckert, warum sie denn nicht auch eine Tomate für ihn aufgeschnitten hat, wo sie für die Familie Bohnen gekocht hat und nur selbst keine Bohnen mag. Darüber hatten sie dann eine ziemlich lange Diskussion, bis Melanie ihn daran erinnert hat, dass dieses Gespräch über eine Tomate geführt wird...

    Solche Erfahrungen habe ich zum Glück nicht gemacht und mich gleich als Familienmitglied, nicht als Gast oder Bedienstete gefühlt. Da hatte ich wahrlich Glück. Es kommt mir so vor, als wäre ich wie eine große Schwester für Honey und Finley. Es ist schön für sie, dass immer jemand da ist zum spielen, erzählen oder einfach nur, dass sie nicht alleine sind. Manchmal nennt Honey mich 'Mami' und Finley sagt immer ,Harrison' zu mir. Ich glaube Kinder verstehen nicht so ganz was eine AuPair ist. Man ist zwar erwachsen, aber noch nicht so alt sie Mami und Papi. Deshalb nimmt man, wenn es gut läuft, die Rolle eines Familienmitgliedes, einer Schwester, einer Freundin ein oder, wenn es weniger gut läuft, die eines Gastes. Und weil ich mich so wohl fühle, habe ich auch die ganzen Positiven Aspekte kennengelernt. Am meisten Englisch lernt man nun mal definitiv in der Familie, nicht in der Schule oder auf der Straße. Die Kinder reden ja nicht extra langsam und deutlich, deshalb muss man sich dem anpassen. Noch dazu habe ich die Sitten, Essensgewohnheiten und Feste kennengelernt, die doch sehr unterschiedlich zu Deutschland sind. Dafür bin ich unglaublich dankbar und auch, dass ich Kontakt zu vielen befreundeten Familien habe, da fühlt man sich als Teil der Gesellschaft. Allgemein ist es schön ein zu Hause zu haben, zu dem man immer zurück kommen kann und einfach mal einen Tag entspannt. Zudem ist es auch billiger, ich habe ja absolut keine Ausgaben für die Unterkunft, Verpflegung oder Strom/Wasser/Internet. Nicht zu vernachlässigen, ich fahre hier jeden Tag Auto, mehr als in Deutschland, zwar auf der falschen Seite, aber die Fahrpraxis kriegt man trotzdem. Das Wichtigste für mich ist aber, dass ich hier LEBE. Einige AuPairs weigern sich strikt dagegen, Geld für Kino, Bars, Essen gehen oder Konzerte/Veranstaltungen auszugeben. Doch gerade das ist für mich absolut von Wert, denn so gammelt man nicht den ganzen Tag rum und wartet bis zu dem Abschnitt wo man anfängt zu reisen, sondern man geht aus, lernt Leute kennen, sieht was von der Stadt in der man lebt, und kann sagen, ich war kein Tourist, ich habe hier gewohnt und gelebt wie jeder andere auch.

    Bezahlung:
    Unser Gehalt beträgt $60 wöchentlich. Das ist nicht viel, aber wir sind ja nur halbtags Au Pairs mit einer 20-Stunden-Woche. Ich finde das für die leichte Arbeit die ich habe völlig ok, aber es gibt einige die deutlich mehr als diese vorgegebene Stundenanzahl arbeiten, besonders wenn sie am Wochenende auf die Kinder aufpassen. Natürlich sollte man nicht anfangen die Stunden zu zählen, denn dann tut das die Familie auch und manchmal ist abends Tisch abräumen für uns Arbeit, in den Augen der Familie aber nicht. Dennoch wenn sich jemand ausgebeutet fühlt, hat man auch allen Grund das zu sagen und die Familie zu wechseln.
    Im Grunde ist das auch nur ein Taschengeld, dass uns den Alltag hier finanzieren soll. Schließlich gehe ich auch mal abends aus oder ins Kino etc. . Doch diese Woche kam eine AuPair an, die mir erklärt hat, dass sie von den $60 die Woche die komplette Reise finanzieren will. Sie hat nur 200€ aus Deutschland dabei und vorgesehen und hat bisher noch nichts unternommen und will auch nicht so viel machen. Das ist ihr das Geld nicht wert. Kinder, bitte tut das nicht. Seid nicht so naiv. Für mich ist das ein Lebenstraum für den ich gespart habe und dann begegne ich so Menschen, die hier von Mami und Papi hergeschickt wurden, an nichts interessiert sind und das alles gar nicht würdigen.

    Ich will aber auf keinen Fall jemandem abraten sich mal als AuPair zu versuchen. Ich hatte davor auch nicht so viel Erfahrung und war ein bisschen nervös, aber es klappt so unglaublich gut, das hätte ich nie erwartet. Ein zweites Mal würde ich es wahrscheinlich nicht machen, denn ich hatte schon so viel Glück mit der Familie, dass ich sie immer automatisch vergleichen werde. Das tun die Kinder allerdings auch, wenn man nicht die erste AuPair ist, sagen sie natürlich 'Die Anna hats aber erlaubt'... Da muss man einfach Persönlichkeit zeigen und dann haben sie dich genau so lieb. Außerdem kann ich sie immer besuchen kommen und wer weiß, vielleicht mache ich das ja tatsächlich eines Tages nochmal:)

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  • 27Nov 2013

    64 Das Demi AuPair Programm, 3 27.11.2013

     

    Beschreibung

    Die Schule

    Teil des Demi AuPair Programmes ist es, entweder 12 oder 24 Wochen in eine Sprachschule zu gehen. Es ist eine 15-Stunden-Woche, und sorgt für sinnvolle Beschäftigung im Morgen, wenn auch die Kinder die Schulbank drücken.
    Die Schule ist sehr klein und leider nicht so international. Das liegt daran, dass der Sitz von Campbell in Wellington ist, wo es auch über 150 Schüler aus allen Ländern der Welt und mit einer großen Altersspanne gibt. Ich habe mich gegen Wellington entschieden, weil es da immer sehr windig und kalt ist und ich von Auckland wie ich finde einfacher reisen kann. Diese Entscheidung bereue ich auch keineswegs, aber bei uns gibt es wirklich nur Deutsche im Alter von 18/19 und Chinesen im Alter von 13-18. Da redet man nunmal nicht viel Englisch und logisch bilden sich da Gruppen. Für alle über 21 würde ich auch dringend empfehlen nach Wellington zu gehen, denn sonst fühlt ihr euch hier verloren. Ich bin eigentlich der Meinung, dass man mal einen Schlusspunkt setzen und nur noch andere Nationalitäten zulassen sollte.
    Dennoch war es für mich definitiv besser dieses Demi Au Pair Programm mit Schule zu wählen, da ich so nunmal Leute in meinem Alter kennengelernt habe, mit denen ich meine Freizeit verbringe. Und zusätzlich kann ich mich so auf das CAE vorbereiten, das ich ohne den Unterricht wohlmöglich nicht schaffen würde. Es ist einfach sehr speziell und breitgefächert, deswegen muss man über manche Dinge einfach informiert werden, die man so alleine nicht wüsste. Richelle ist eine tolle Lehrerin und Iris, sie und ich haben uns wöchentlich zusammengesetzt, um den Speaking Part gemeinsam zu üben. Wer allerdings nicht vorhat eine Prüfung abzulegen, dem rate ich wenn überhaupt die 3 Monate Schule und nicht 6 zu wählen. Man kann seine Schulzeit immer verlängern, aber nicht verkürzen, denn da bekommt man, wenn man es nicht innerhalb der ersten beiden Wochen bekannt gibt, sein Geld eher nicht zurück.
    Einen Punkt muss ich an der Stelle dennoch loswerden: Die Direktorin ist, naja, sehr geizig, kleinkariert und auf Geld aus. Nassah, der jetzt unglücklicherweise sofort nach Dubai zurückmuss, weil er zur Army geht, kriegt die $3000 für die restlichen Schulmonate nicht zurück, da würde ich knallhart klagen. Und Iris wollte einen Schultag, der ihr zustände, weil sie reist, nicht hintendranhängen, weshalb sie dafür auch nicht zahlen will. Die Direktorin hat dann diese $50 in Bar angefordert und gesagt es sei ihr egal ob sie kommt oder nicht aber zahlen muss sie. Ich denke, ihr ist noch nicht ganz aufgegangen, dass wir die Kunden sind und man so Kunden vergrault.
    Tatsächlich habe ich gerade eben einen Fragebogen zu meiner Schulzeit ausgefüllt und sowohl Positives anerkannt, als auch Kritik angegeben, wie der Mangel an Mulitnationalität, die Veröffentlichung von facebook Bildern ohne meine Genehmigung und die langen Freitagversammlungen, in denen die Schule in ein gutes Licht gestellt werden soll und eisbrechende Witze erzählt werden. Aber Richelle und ihr Unterricht stellt all das in den Schatten, sie war nicht nur eine geniale Lehrerin, sondern auch eine Bezugsperson und Freundin.

    Betreuung:
    Cathy ist nett und Cathy fragt wie wir mit unseren Familien klarkommen und bei Problemen bespricht sie diese mit ihnen ohne uns dabei an den Pranger zu stellen.
    ABER, hier ist so einiges vorgefallen, was ich euch nicht verschweigen will.
    1. Da war Daniela. Daniela hat mehr als 20 Stunden die Woche gearbeitet. Sie hat ihre Gastmutter darauf angesprochen und diese hat Daniela daraufhin rausgeschmissen. Daniela war völlig aufgelöst und hat sich daran erinnert, dass uns ein 24h-Notfall-Telefon zusteht. Also hat sie Cathy angerufen. Cathy hat geantwortet wir besprechen das morgen. Daniela hat ihre Sachen gepackt und ist ins nächste Hotel gegangen. Die Schule wollte ihr das Geld für diese Übernachtung und die zwei folgenden Wochen in einer Homestay-Familie nicht zurückzahlen. Also hat sie bei der Organisation in Deutschland angerufen und die haben ihr das Geld gegeben,
    2. Vanessa hat 2 Monate in einem sehr dreckigen Haus mit zwei Hunden gewohnt. Im Nachhinein weiß sie nicht wie sie es dort so lange ausgehalten hat. In der Küche waren Ratten und Mäuse und die Gastmutter hat verschimmeltes Fleisch serviert. Sie ist wohl sehr herrisch und fordernd und wollte Vanessa nicht ihr Gehalt geben, weil diese an einem Tag in der Woche verreist war. Das hat sie sich nicht gefallen lassen und wurde daraufhin ebenfalls rausgeschmissen. Sie ist dann bei Caroline eingezogen, aber diese Geschichte sollte noch tragisch werden. Wie sich herausgestellt hat, hat Cathy nie einen Blick in dieses Haus geworfen. Auf den ersten Blick scheint die Gastmutter auch freundlich und das Haus groß zu sein, aber auf den zweiten Blick ist das ein Dreckstall. Zu allem Übel kommt dann Karen, die Direktorin, am nächsten Tag zu Vanessa und sagt sie soll sich bei ihrer Gastfamilie entschuldigen, weil sie diese im Programm behalten wollen, da es nicht genug Familien gibt. Falsch, meines Erachtens gibt es in diesem Fall zu viele Au Pairs, also sollte man da einen Riegel vorschieben und nicht mehr AuPairs aufnehmen als es Familien gibt. Vanessa hat sich geweigert sich zu entschuldigen, das wäre auch irgendwie entwürdigend. Daraufhin wurde eine extra Versammlung einberufen und uns wurde mitgeteilt, dass nun eine neue Aupair in Vanessas Familie kommt und wir dieser nichts über das "Communication Problem", ich muss doch sehr bitten, erzählen dürfen, weil sie sich erstmal selbst eine Meinung bilden sollen dürfe. Annika kam an, hat sich ihre Meinung gebildet und zog nach einer Woche wenig überraschend aus.
    Warum ich diese Geschichten erzähle? Nicht um euch Angst zu machen oder abzuraten es als AuPair zu versuchen. Es gibt immer ein gewisses Risiko oder ungeahnte Entwicklungen. Vielmehr spreche ich hiermit die Organisationen an. Ich glaube zwar nicht, dass eine von ihnen über meinen Bericht stolpert, aber falls doch, möchte ich nur kurz sagen: Hier sind junge Erwachsene, die gerade mit der Schule fertig sind und sich auf das Abenteuer ihres Lebens freuen. Es kostet viel Überwindung um den halben Globus zu fliegen in eine neue Kultur und ganz auf sich alleine gestellt zu sein.


    Was heißt das jetzt im Großen und Ganzen?
    Im Großen und Ganzen ist das Demi AuPair Programm eine sehr gute Mischung aus Schule, Arbeit und Freizeit.
    Die Schule ist für diejenigen wichtig, die ein Examen ablegen möchten, schnell neue Leute kennen lernen wollen oder einfach ihr Englisch auf einen höheren Standard zu bringen hoffen. Wer das nicht will, dem empfehle ich sich bei einem normalen AuPair Programm zu bewerben, denn diese haben manchmal tatsächlich die gleiche Anzahl an Arbeitsstunden in der Woche und werden 4mal so hoch entlohnt.
    Der Vorteil als Demi Pair ist, dass man üblicherweise die Wochenenden frei bekommt und eben nur morgens und nachmittags/abends arbeiten muss. An den Wochenenden kann man so immer verreisen und auch mal flexibel einen anderen freien Wochentag rausschlagen. Zudem habe ich jetzt viel Freizeit, wenn ich meine Schule beende und kann mir so noch einen Nebenjob suchen.
    Ich sage also top, und sehe über die Minuspunkte hinweg, denn bei mir läuft alles bestens.

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  • 28Nov 2013

    65 Das Demi AuPair Programm, 4 28.11.2013

     

    Beschreibung

    Checkliste

    1. Überlege dir, ob AuPair das richtige für dich ist. Man sollte aufgeschlossen sein, mit Kindern umgehen können, eine Autoritätsperson sein wenn es drauf ankommt, leichte Hausarbeit bestreiten können und zuverlässig sein. Vor Allem aber ist es wichtig, in gewisser Weise ein Vorbild darzustellen. Man ist ein Teil des Lebens der Kinder, sie schauen zu dir auf und möchten vielleicht so sein wie du. Deshalb sollte man sich vielleicht mal zurückstellen und schauen was für die Familie am Besten ist.
    2. Die richtige Organisation finden. Infos dazu gibt es auf Messen, im Internet oder in Zeitschriften. Ich habe mir viele Rezensionen durchgelesen und Bekannte gefragt, bevor ich mich für iST entschieden habe.
    3. Das richtige Land aussuchen. Zuerst einmal sollte man natürlich ein Land wählen, dessen Sprache man beherrscht. Dann würde ich persönlich einen Ort wählen, an den man nicht so schnell und für so einen langen Zeitraum nochmal hinkommt, denn nach England kann ich zum Beispiel immer nochmal in den Ferien fliegen. Ganz entscheidend für mich war auch, dass es weit weg ist. Ich glaube, wenn man in nicht zu großer Entfernung von zu Hause lebt, ist die Versuchung groß, mal über Weihnachten oder bei dem kleinsten Problem nach Hause zu fliegen und sich dann nochmal aufzuraffen, fällt gewiss schwer.
    4. Sobald man sich für das Programm angemeldet hat, kommen genauere Infos, welche Nachweise man bringen muss. Den internationalen Führerschein oder das polizeiliche Führungszeugnis zu beantragen, kann eine ganze Weile dauern, deshalb früh genug darum kümmern und wer direkt nach dem Abi loswill, sollte sich schon vor der intensiven Lernphase vorbereitet haben.
    5. Work'n'Holiday Visum beantragen, Flug buchen, Papierkram erledigen, Verträge kündigen, Packliste erstellen, Geld umtauschen, jemandem die Vollmacht für das Konto übertragen, sich über spezielle Impfungen/Krankheiten informieren, Adapter kaufen, Kopien von deutschen Rezepten mitnehmen (die Kinder lieben alles mit Kartoffeln) ...
    6. Nicht wundern oder durchdrehen, wenn bis zu 1 oder 2 Wochen vor Abreise noch keine passende Familie gefunden wurde. Das ist normal.
    7. Nochmal alle Freunde, Verwandten und Bekannten besuchen/treffen und viel Neid abstauben;)
    8. Rechtzeitig mit dem Koffer packen beginnen. Es ist verdammt schwer, für ein halbes oder ganzes Jahr zu packen, noch dazu wenn man sowohl warme als auch dünnere Kleidung braucht. Vor Allem aber ist es wichtig das Gepäcklimit einzuhalten, im Notfall bleiben Shampoo und Co. zu Hause und man kauft sie sich sobald man angekommen ist. Im Notfall einen Koffer mit Taschentuchpäckchen füllen, die gibts hier nämlich nicht und sie wigene nicht viel. Ganz wichtig ist es auch die Einreisebestimmungen zu lesen. So musste ich alle Schuhe gründlich reinigen, weil der Zoll Krankheitserreger/Bakterien was auch immer in dem Dreck der in der Sohle hängt befürchtet. Und Süßigkeiten, bezüglich der Gastgeschenke, darf man auch nicht einführen. Zusätzlich muss man ein Rückflugticket und einen Mindestkontobetrag vorweisen.Außerdem habe ich Kopien von allen meinen Papieren gemacht, mir wichtige Nummern etc. aufgeschrieben und eine Zahnbürste für den langen Flug eingesteckt.
    9. Blog erstellen. Die beste Möglichkeit all die schönen Erlebnisse für sich und die Freunde festzuhalten. Ich habe auch lange überlegt, auf welcher Seite ich einen Blog erstellen möchte, ein bisschen Vorbereitung sollte man dafür auch einplanen.
    10. 24 Stunden vorher einchecken und Sitzplatz, Mahlzeit wählen. Letzteres war bei mir schon direkt bei der Buchung möglich, aber das hängt von der Fluggesellschaft ab. So habe ich das vegetarische Essen genommen und für den Nachtflug von Frankfurt nach Dubai (6h) saß ich am Fenster um mich zur Schlafenszeit anlehnen zu können. Für den 18-stündigen Flug danach habe ich dann lieber einen Gangplatz gewählt, sodass ich jederzeit an meinen Rucksack kann und schnell aufs Klo kann.
    11. Zum Abschied am Flughafen ein paar Tränen vergießen, sowie alle anderen in der Schlange auch und auf das Abenteuer, von dem man sein Leben lang erzählen kann, freuen.
    12. Den best buddy im Flugzeug treffen (Raphaela), auf das Macklemore Konzert gehen und auf die Fidschi Inseln fliegen.
    13. Auch wenn es die seltsamste Situation (awkward!!) meines Lebens war, meiner neuen Familie für das nächste halbe Jahr todmüde am Flughafen zu begegnen, habe ich mir Mühe gegeben interessiert und aufgeschlossen zu wirken. Der erste Eindruck zählt, aber das trifft nicht auf das Haus zu. Meines erschien mir klein und eng als ich angekommen sind, einfach anders als in Deutschland. Doch sobald ich mich mit der Familie so gut verstanden habe, wurde es zum sichersten Ort in Auckland für mich und ich würde es nicht in tausend Jahren gegen eine Luxusvilla eintauschen, wenn ich dafür meine Familie wechseln müsste.

    Ich hoffe ich konnte den ein oder anderen überzeugen, ein Auslandsjahr einzulegen. Am Anfang hatte ich auch ein paar Zweifel, ob ich wirklich erst mit 19/20 anfangen soll zu studieren, aber sobald ich mich mit der Reise beschäftigt und mir Reiseführer gekauft habe, konnte ich es nicht mehr abwarten. Und hier bin ich nun, in dem aufregendsten und einzigartigstem Jahr meines Lebens. Wen interessiert schon ob ich 40 oder 41 Jahre gearbeitet habe, so eine Chance ergibt sich nie wieder und ich habe auf der Reise mich selbst gefunden. Klingt kitschig, aber war. Die Welt ist zu schön, um sie nicht gesehen zu haben und meine Motivation es zum Auswärtigen Amt zu schaffen ist größer denn je, ein Traum vom Reisen, von dem ich nie aufwachen will.

    Go out there and live your life..
    Xxx Julia

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  • 29Nov 2013

    66 Letzter Schultag und Wochenrückblick 29.11.2013

     

    Beschreibung

    Am Montag habe ich mir einen Adventskalender gekauft. Es gab leider keine für Erwachsene aber Hauptsache jeden Tag ein Türchen öffnen und Schokolade schnell essen, bevor sie schmilzt.
    Am Dienstag kam Rapha vorbei und hat eine Überraschung verkündet...es ist einfach zu gut um wahr zu sein...soviel verrate ich: Es geht in den Urlaub :))
    Am Mittwoch hat Barry bestätigt, dass wir nicht umziehen. Dieses Thema stand jetzt länger zur Debatte, aber er hat einen Schlussstrich gezogen, weil es doch zu teuer ist. Eigentlich ging er davon aus, dass die Besitzerin des jetzigen Hauses im März zurückkommt, dann hätte er sowieso eine Alternative gebraucht. Eine befreundete Familie zieht nämlich bald nach Amerika oder so, und möchte ihr Haus bis sie zurückkommen vermieten. Sie hätten es gerne meiner Gastfamilie gegeben, weil wir dann auch auf die Katze hätten aufpassen können. Doch es ist etwas zu groß und noch dazu zu teuer, außerdem lebt Barry gerne in Howick. Und der Landlord, also Vermieter, hat jetzt bestätigt, dass die Dame erstmal nach Boston zieht und noch nicht zurückkommt. Deshalb bleiben wir wohl hier.

    Gestern waren wir zum Abschluss mit der Klasse in Olaf's Bakery in Mount Eden essen. Ich war seit langem nicht mehr so satt wie von dem Brot, das es dort gab. Es braucht wahrlich nur Brot und Wasser (ohne Chlor) um mich nach 3 Monaten im Ausland glücklich zu machen. Und Richelle hat am nächsten Tag gestanden, dass sie noch nie so gesättigt war, wie nach dieser Stulle und den ganzen Tag keinen Hunger mehr verspürt hat, ja das gute alte Bauernbrot. Ich habe dann auch eins für $7 mitgenommen, und seit dem steht auf meinem Speiseplan nur noch Brot mit Butter, der Käse ist dann doch etwas zu teuer. Und weil ich mein Brot ganz christlich teile, kam Rapha vorbei und zusammen mit Barry haben wir Reis, Curry und Brot gegessen, yummie. Dann ging er einkaufen und wir haben etwas sehr verrücktes gemacht. Ich habe ja schon ein bisschen gespoilert, aber ich kann einfach nicht dicht halten. Haltet die Luft an: Wir fliegen nach Fidschi!!!!!!!!! :)) Ja da muss ich ein bisschen was zu erklären. Eigentlich stand diese(s)/(r) Flitterwochenziel, Badeparadies, Inseltraum, Katalogurlaub..ihr versteht was ich meine..gar nicht auf meiner To Do Liste, weil, naja, schien mir ein bisschen unrealistisch, dass ich dort auch noch hinkomme. Aber das Schicksal meint es gut mit mir und so hat Raphaelas Gastmutter, die von den Fidschi Inseln stammt, ihren dort sehr einflussreichen Vater angerufen, der dann mal eben ne kostenlose Accomodation für uns klar gemacht hat. http://www.smugglersbeachfiji.com
    Dort werden wir vom 2.-12.03. kostenlos wohnen, also mussten wir nur den Flug buchen und den gabs auch noch im Sonderangebot. Dumm also, wenn wir es nicht gemacht hätten. Da habe ich erstmal einen Freudentanz aufgeführt, ist ja nicht zu fassen. Was sagt ihr dazu?

    Und die Glückssträhne ging heute ununterbrochen weiter. Mein letzter Schultag, yippie. Klar, ein bisschen traurig bin ich auch, aber ich wohne ja noch länger hier und komme die Schule ab und zu besuchen. Außerdem hatte ich jetzt 3 Monate durchgehend Unterricht, ohne Ferien, ich glaube, so einen langen Unterrichtszeitraum gab es in meinen 13 Jahren Schule gar nicht. Ganz entspannen kann ich mich aber noch nicht, denn die große Prüfung steht erst bevor. Morgen habe ich mein mündliches Examen in der Auckland University. 2 Stunden Bus fahren, für 15 Minuten Prüfung und noch dazu ist der Termin um 13 Uhr. Aber wir haben so viel geübt in den letzten Wochen, ich lasse es einfach auf mich zukommen. Nächsten Mittwoch sind dann die anderen 4 Teile, Reading, Writing, Use of English und Listening dran. Klar, da steckt schon viel Druck hinter, schließlich muss man hierfür mehr im fach Englisch beherrschen und lernen als fürs Abi, aber nachdem ich das Zertifikat von meiner Sprachschule in der Hand hielt, das eigentlich überhaupt nichts aussagt, bin ich dann doch froh, etwas handfestes mit nach Hause zu bringen. Mein Zeugnis, das Richelle erstellt hat, ist hingegen überraschend übermäßig gut ausgefallen. Und der persönliche Kommentar, sowie ihre Abschiedsworte waren richtig rührend. Iris, Laura und ich haben ihr auch etwas zum Abschied geschenkt, sie ist einfach eine super Lehrerin. Doch auch aus der anderen Klasse haben 4 Schüler ihren Kurs beendet. Jeder macht irgendwie was anderes. Ein paar reisen direkt los, manche fliegen bald schon heim und andere wiederum, darunter auch ich, bleiben noch eine Weile hier. Über meine Pläne kläre ich euch an einem anderen Tag auf, die haben sich ein bisschen geändert, zum Guten;) Einen Teil davon habe ich euch ja schon verraten. Bis dahin trinkt nicht zu viel Glühwein:P

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  • 30Nov 2013

    67 CAE Part 1 und Familie Singh 30.11.2013

     

    Beschreibung

    Boa das war ein ätzender Start in den Tag. Ich hatte ja keine Ahnung mehr wie lange der Morgen vor einer Prüfung sein kann. Sehr lange. Ich war nicht ganz so nervös wie vor dem Abi, aber doch schon auf einem ähnlichen Niveau, schließlich geht es hier auch um ein Zertifikat, das mein ganzes Leben wichtig ist (was man vom Abi ja nicht gerade behaupten kann)... Da Iris, Theresa, Sophia und ich erst den Termin um 13:00 zugeteilt bekommen haben, bin ich ab 7 Uhr morgens ziellos durchs Haus flaniert. Fürs mündliche Examen kann man sich ja nicht wirklich vorbereiten oder was durchlesen:/ Nachdem 4 Stunden dann abgesessen waren, hab ich mich auf den Weg zum Bus gemacht. Die Prüfungen werden nämlich in der Auckland University abgenommen und die befindet sich in der Innenstadt, direkt neben dem wunderschönen Albert Park..was ist schon eine Uni ohne Park! Im Bus haben wir selbstverständlich nur Englisch gesprochen, das ist das mindeste was wir tun konnten und dann waren wir auch schon 1,5 Stunden später da. Diesmal hatte der Bus einen Grund für die Verspätung, die Santa-Parade. Diese findet jährlich in Howick statt und ist so eine Art Brezelfest (Speyer), bei der sich Vereine präsentieren, Finley ist mit Hapkido mitgelaufen, und auf der Straße gefeiert wird. Das habe ich leider verpasst. Stattdessen habe ich Formulare ausgefüllt und Fotos schießen lassen. Eine Erkenntnis gabs an dem Tag dann doch: Die mysteriöse 5. und 7. Stelle meiner Reisepassnummer ist eine Null, das wurde mir jetzt fachkundig belegt. Darüber wurde lange gerätselt und viele Menschen haben sich den Kopf zerbrochen, aber die Indizien sprechen dafür, dass es sich nicht um ein O, sondern eine 0 handelt. Liebe Behörden, streicht diese Ziffer doch bitte aus dem Repertoire. Es gibt auch viel zu viele Menschen, die das Z nicht von der 2 auseinander halten können, da wird schonmal eine falsche Identität angenommen.
    Wie auch immer, wir durften uns unseren Partner aussuchen und das war nicht nur eine mega Überraschung, sondern hatte auch einen bedeutenden Vorteil. Iris und ich sind ja ein eingespieltes Team, weil wir immer mit Richelle zusammen geübt haben, also war die Freude und Erleichterung natürlich groß. Mit einem etwas besseren Gefühl ging es also in den Prüfungsraum und dort haben uns Julie und ihr Kollege empfangen. Der nette Herr hat nur Notizen gemacht und die Dame hat uns auf den Zahn gefühlt. 15 Minuten dauert das ganze und umfasst 4 Aufgabenbereiche. Zuerst werden uns persönliche Fragen gestellt, das ist noch am einfachsten, wenn ich nicht gerade gefragt werde, ob ich gerne mehr in LDeutschland reisen würde und was gerade im Mittelpunkt meines Lebens steht, interessiert die das wirklich? Im zweiten Teil, der eine endlose Minute dauert, muss man zwei Bilder auf 2 Fragen basierend vergleichen ohne sie zu beschreiben natürlich und dann muss der Partner eine Frage beantworten. Der größte Gegner war nicht wie erwartet die Zeit, sondern die Nervosität, die einem etwas Vokabular raubt, doch es blieb uns noch genug Wortschatz vorhanden. Dann haben wir wieder auf 2 Fragen basierend 6 Bilder verglichen, diesmal zusammen und dafür hatten wir 4 Minuten. Am Schluss wurden uns dann verschieden Fragen zu einem Thema, Berufe und Bezahlung, gestellt, über die wir diskutiert haben. Da war es vor Allem wichtig mit dem Partner zu interagieren. Das wars auch schon wieder, die Ergebnisse gibts im Januar.
    Wie versprochen habe ich mich danach direkt auf den weg zu Rapha gemacht. Ich hab es in den letzten 3 Monaten noch nicht geschafft bei ihr vorbeizuschauen und ihre Mutter, die Monika, fragt schon immer wann ich sie denn mal besuche. Das ist nur fair, schließlich muss ich mich noch persönlich bedanken, dass sie den Fidschi-Urlaub für uns organisiert hat. Dass das Haus der Hammer ist, habe ich ja schon von außen gesehen, aber das Innere war noch eine Nummer eleganter. Jawohl Rapha, ich weiß dass du das ließt, also schätze dich glücklich in diesem weißen Palast mit den bequemsten Sesseln des Jahrhunderts zu wohnen:) Die Nachbarn haben heute auch alle eine große Show für mich aufgezogen. Bei dem einen Haus standen ohnehin schon ein paar edle, darunter auch ein Rennauto, vor der Tür, aber dann kam er mit dem teuersten Schlitten und den breitesten Reifen, den ich bisher in Neuseeland gesehen habe. Ist ja richtig was los in Flatbush. Dann durfte ich Niki und Jaden, die beiden süßen Gastkinder kennenlernen, mit denen wir Schokocrossies gemacht haben. Die Whittakers Schokolade holt da echt noch mal was raus, hmm. Außerdem gabs für mich eine Kostprobe von den indischen Kochkünsten der Mutter, definitiv ein Grund jetzt öfter an der Tür zu klopfen. Super lecker, bis sie uns so ein gefülltes Teilchen gegeben hat, halleluja da waren meine Geschmacksnerven lahmgelegt, so scharf war das. Ein sehr schöner Nachmittag mit Wiederholungsbedarf.
    Abends haben wir uns mit ein paar anderen Leuten in unser Stammbar Basalt getroffen um in Kathis Geburtstag reinzufeiern. Wieder mal gabs alle Softdrinks kostenlos für die Fahrer, aber da sie nicht kontrollieren, ist es für jeden kostenlos. Wir haben dann von unseren Tischnachbarn alle einen Pitcher ausgegeben bekommen, einfach so, aber ich habe mich schnell verabschiedet, weil ich todmüde und 18 Stunden wach war.

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  • 01Dec 2013

    68 Muriwai Beach Horse Riding und Fairy Falls 01.12.2013 Neuseeland —

    Muriwai, Neuseeland

    Beschreibung

    Advent, Advent die Sonne brennt.

    Wer braucht schon Glühwein, Kekse und Schnee um den Dezember einzuläuten? Das ist doch langweilig. Viel cooler ist es am Strand reiten zu gehen, haben sich Steffi und ich gedacht. Das mach ich jetzt jedes Jahr zur Weihnachtszeit, kann ja nicht schaden ein bisschen Abwechslung reinzubringen. Also haben wir uns um 8 mit Sonnenbrille und Strohhut in Steffis Auto, mit dem sie durch Neuseeland reisen wird, auf den Weg in den Norden gemacht. Nach etwa 1 Stunde mit guter Navigation erreicht man den Muriwai Beach, liegt ja glatt in der Nachbarschaft. Dort haben wir eine 2-stündige Pferdetour durch den Wald und am Strand entlang gebucht. Dazu muss ich sagen: Ich bin noch nie geritten, ich habe wahnsinnigen Respekt vor Pferden und ich laufe jetzt schon wie auf Eiern wenn ich an die Schmerzen danach denke. Steffi ist schon ein paar mal geritten, deshalb hat sie wohl das störrische Pferd zugeteilt bekommen, das immer die Nähe von den anderen Genossen sucht, aber damit nicht so gut ankommt. Ich durfte Mac reiten. Mac war das größte Pferd, mit Abstand. Ich war der größte Mensch dort, mit Abstand. Hätte ich mir ja denken können, dass es so ausgeht. Aber Mac war ein ganz lieber Kerl, d.h. ich weiß gar nicht ob es nicht vielleicht sogar eine Dame war, doch die gute Nachricht vorne weg: Ich bin nicht runtergefallen. Hannah hatte das damals hingekriegt, doch ich genieße die Aussicht lieber von oben. Natürlich wird man eingewiesen, aber ich habe ganz nach dem Prinzip 'Lass das Pferd mal machen' gehandelt und die Taktik ist gut aufgegangen. Es ist immer schön der Führerin hinterher getrabt. Mit uns waren noch 3 Koreanerinnen unterwegs, die schlauerweise Flip Flops anhatten, aber nach einer kurzen Zeit haben sie einem anderen Weg gefolgt, weil sie nur 1 Stunde gebucht haben. Das kann gar nicht so toll wie bei uns gewesen sein, denn unsere Route war superschön. Da um 10 Uhr schon die Flut kommt, haben auch wir kurz darauf dem schwarzen Strand mit den wilden Wellen den Rücken zugekehrt und sind über Dünen in den Wald abgebogen. Jetzt wurde mir auch bewusst, wozu die Helme gut sind, nämlich zum Schutz vor den Ästen. Der gute Mac kann ja nichts dafür, aber ich war ganz schön damit beschäftigt, nicht die ganzen Bäume mitzunehmen und den Ästen auszuweichen. Dennoch war das Neuseeland. Grün, Wald, Meeresrauschen, Berge und niemand außer uns. Die Leiterin, eine Studentin, die aus Christchurch hierher in den Norden gezogen ist, hat auch ein paar Bilder von uns gemacht und ist schön gemütlich vorausgeritten. Bis zu einer Steigung, wo sie uns gefragt hat, ob wir gerne mal einen Gang zulegen möchten. Wir haben uns für Vollgas, also Galoppieren entschieden und los gings. Halleluja, wer braucht schon Bungeejumping, ich hätte nie gedacht, dass Reiten so viel Adrenalin auslöst. Ich stand im Sattel was garnicht so leicht war, weil ich mich irgendwo auch noch festklammern musste. Das ging ja von 0 auf 100, aber es sah gut aus meinte die Studentin, na dann für mich war es nur wichtig oben zu bleiben. Aber jederzeit wieder, das hat ja so viel Spaß gemacht. Trotzdem irgendwie wagemutig uns das anzubieten.
    Schließlich hat Mac alle paar Meter angehalten um Gras zu fressen oder natürlichen Dünger hinzuzufügen, also habe ich mich ein bisschen umgeschaut und da war tatsächlich niemand außer uns, das Grad und ein Bach. Diesen Bach haben wir sogar durchquert und unsere Pferde haben nicht den flachsten Weg gewählt. Kritisch wurde es nur einmal, als es auf einen dicken Ast zugesteuert ist, dem ich nicht hätte ausweichen können. Also hab ich 'Noo, no' gesagt und scheine wohl ungeahnte Pferdeflüster-Qualitäten zu haben, denn es hat den weniger schmerzhaften Weg durch den Busch gewählt. Um 12:20 waren wir schließlich wieder am Parkplatz und ich bin so gelaufen wie ich gesessen habe. Oh mein Gott, Muskelkater garantiert.
    Anschließend haben wir uns auf den Weg zu den Waitakere Rangers gemacht. Das ist das Gebiet wo der Piha Beach zum Beispiel liegt, der gefährlichste und gleichzeitig einer der schönsten Strände Neuseelands. Da muss ich auf jeden Fall noch hin, aber heute hatten wir ein anderes Ziel, die Fairy Falls. Ein wunderschöner Wasserfall, den man nur über Wanderwege erreicht. Wir dachten fälschlicherweise, dass er bei dem Arataki Visitor Centre startet, aber da wurden wir informiert, dass wir bereits an unserem Ziel vorbeigefahren sind. Macht nichts, denn weit war es nicht und von dort oben hat man eine tolle Aussicht, mit Bilderrahmen;) Außerdem sieht man Auckland, das ist ja wirklich nicht weit weg. Mit ein paar Broschüren ausgestattet sind wir dann wieder den endlos langen Scenic Drive zurückgefahren und haben uns für die 1-stündige, nicht die 3-stündige Wanderung entschieden. Besser so, denn bei dem Hinweg geht es immer den Berg runter und auf dem Rückweg muss man das alles komplett wieder hochlaufen. Zuerst kamen wir aber mal an einem Tisch vorbei. Darauf standen Desinfektionssprays und eine Anweisung die Schuhe damit zu reinigen. Zusätzlich waren auf dem dem Boden zwei Matten, um die Sohlen zu reinigen. Das soll verhindern, dass ein Schädling, der die Bäume angreift, nicht überall verteilt wird. Schon lustig die Station mitten im Wald. Als wir dann noch ganz motiviert bergab geschlendert sind, wo auch wieder Leute mit Hund und in Jogginggarnitur unterwegs waren, kamen die ersten Stufen. Ich habs ja befürchtet, hier gibt es keine Strecke ohne Stufen und die haben immer so einen blöden Abstand, dass die Vorfreude sie alle wieder hochzulaufen eher gering war. Dennoch haben wir erstmal den Anblick von den Wasserfällen genossen. Da kann man auf jeden Fall mal vorbeischauen. Wie ihr aber auf den Fotos sehen werdet, ist im Hintergrund nicht nur ein Wasserfall, sondern auch ein Maori zu sehen. Dieser Photobomber war der Ehemann der Frau, dir uns fotografiert hat. Nur so zu Erklärung. Die beiden waren ziemlich lustig und sehr nett. Wir haben uns dann noch länger mit ihnen unterhalten und erfahren was wir ohnehin schon wussten, dass reisen für Neuseeländer viel zu teuer ist. Als wir auf das Thema kamen, meinte sie nämlich sie waren noch nie außerhalb Neuseelands, auch nicht in Australien, weil man halt für einen Flug gleich mal $800 hinblättern muss und eine Alternative gibts ja nicht. Das ist wohl wahrlich ein Nachteil. Deshalb bin ich froh, dass ich in diesen 7 Monaten so viel wie möglich sehe und dann von Deutschland, bzw. Europa aus noch viele andere Länder bereisen kann.
    Sie hat und beiden noch einen schönen Aufenthalt gewünscht, etwas von ihrer Whittakers Schokolade angeboten und dann haben wir uns auf den Rückweg gemacht. Wie erwartet sehr langsam und mühevoll, noch dazu weil wir vom Reiten schon geprägt waren. Zum Glück war es heute nicht so warm, wenn die Sonne geschienen hätte, wäre das ja garnicht gegangen. Um 5 waren wir wieder zu Hause und ich hab mit meiner Familie 'Charlie and the Chocolate Factory' geschaut, einer meiner Lieblings Kinder Filme. Sehr cool:)

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  • 04Dec 2013

    69 CAE 2013 - Study hard 04.12.2013 Neuseeland —

    Auckland, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Wow, mir ist gerade aufgefallen, dass ich letzte Woche jeden Tag einen Bericht geschrieben habe. Ich meine, ich lasse euch ja gerne an meinem Leben teilhaben, aber das geht zu weit. Dafür lehne ich mich diese Woche ein bisschen zurück, eigentlich gibt es auch nicht viel zu berichten. Die letzten beiden Tage habe ich mehr oder weniger nur mit Lernen verbracht, was sich heute hoffentlich ausgezahlt hat. Oh mein Gott, just finished CAE:))
    Um 6 Uhr bin ich aufgestanden, habe aus dem Fenster geschaut und festgestellt: 'Jap, das ist Exams-Wetter'. Strömender Regen, den ganzen Tag. Und das ist gut so, weil ich durchdrehe wenn ich bei Sonnenschein 6 Stunden lang in einem Raum sitze und ne Arbeit schreibe. Um 7:30 habe ich den Bus genommen und um 9:00 war ich da, 40 Minuten später als der Busplan vorsieht. Das nenne ich Berufsverkehr in Auckland, damn. Somit hatte ich noch 15 Minuten Zeit um zu trocknen und mich mental auf die nach dem Abi hoffentlich letzte wichtige Arbeit für dieses Jahr vorzubereiten. Und die waren genau so korrekt wie meine Schule bei den Prüfungen. Keine privaten Sachen, nur Wasser und ein Textmarker, der Rest wird gestellt, denn die Antwortbögen müssen mit einem BB Bleistift ausgefüllt werden. Die Tischordnung wurde vorher festgelegt also musste ich nur das Schild mit meinem Namen suchen. Hurra, ich hab einen Fensterplatz bekommen, den hätte ich mir auch ausgesucht, passt ja schonmal. Und als ich da so saß und aus dem Fenster geschaut habe, war das ein ganz komisches Gefühl wie zurück versetzt in die Schulzeit, nur dass ich mich viel wohler gefühlt habe, vielleicht sollte ich ja in der Auckland University studieren die bieten Europäisches Recht an..:D Eines war dann aber doch anders, denn wir mussten unseren Reisepass auf den Tisch legen, sodass sie bei jedem einzelnen kontrollieren konnten, ob da auch die richtige Person sitzt. Das ist beim Abi denke ich nicht nötig, denn wer schriebt da denn freiwillig für jemand anderen eine Arbeit. Jedenfalls meinte die Dame dann meine Haaren sähen ganz anders aus auf dem Bild, hallo ich hatte nur einen Zopf, also bitte, aber ist ja auch nicht so wichtig, tschuldigung ich schweife ab, das muss an dem Fensterplatz liegen.
    Schließlich wurde es ernst. Die Bögen wurden ausgeteilt und dann hatten wir 1:15 h für Part 1, Reading. Das Problem bei diesem Teil ist, dass es immer Vokabeln gibt, die man nicht kennt. Wenn diese allerdings relevant sind um die richtige Antwort auszuwählen, dann, ja dann hat man ein wahrhaftiges Problem. Sagen wir es so die Texte waren nicht schön, aber ich kam trotzdem gut klar, nehme ich an. Im Nachhinein habe ich schon ein gutes Gefühl, hauptsache alle Aufgaben in der Zeit bearbeitet, denn die war knapp bemessen. Beim Übertragen der Lösungen muss man sich an ein paar Vorgaben halten, mein Gott ich kann keine Kästchen ausmalen, ohne über den Rand zu kommen:/ Dann stand auch schon unsere erste 10 Minuten Pause an. Also habe ich mich ein bisschen umgeschaut und festgestellt, dass ziemlich viele Jugendliche da waren, etwa 50 an der Zahl, doch wir waren wie immer nicht die einzigen die Deutsch sprechen. Genau genommen waren ziemlich viele Schweizer da heute, mit einer habe ich mich auch gut verstanden. Sie war 3 Monate in einer Sprachschule in Rotorua und musste für die Prüfungen nach Auckland kommen, aber reist jetzt sowieso von hier aus weiter. Zeit für mehr Fragen blieb nicht, Part 2 stand an: Writing.
    Wohlmöglich der einzige Teil auf den man sich einigermaßen zielgerichtet vorbereiten konnte, aber hier ist das Problem eindeutig die Zeit. 1:30 h für 2 Texte. Zuerst muss man eine vorgegebene Aufgabe bearbeiten, in diesem Fall war es ein Formal Letter. Für den zweiten Teil stehen 5 Tasks zur Auswahl. Ich habe den Artikel gewählt, es gab auch noch Essay, Review und das andere habe ich vergessen. Eigentlich schreibe ich sehr gerne Texte, aber überlegt und mit Vorbereitung. Das war leider nicht möglich, da hieß es ran an den Stift und losschreiben. Naja, meine besten Texte sinds nicht geworden, aber wenigstens weiß ich, dass ichs besser kann.
    Dann stand die Mittagspause an und ich habe sowieso schon jegliches Gefühl für Zeit verloren. Mir ist aufgefallen, dass ich noch gar nichts gegessen habe, aber mein Brain musste heute mehr arbeiten als mein Magen. Iris hat mir netterweise ein bisschen Schokolade gegeben, das muntert doch gleich auf. Das Positive: Die beiden schlimmsten Teile waren vorbei. Es standen noch bevor Use of English, wofür man sich absolut null vorbereiten kann, weshalb man das am besten ganz relaxt angeht und Listening, easy going. Also konnten wir die 40 Minuten doch einigermaßen genießen und ein bisschen über Reisepläne sprechen.
    Pünktlich um 1 ist die ganze Gruppe wieder in den Prüfungssaal getrottet und Runde 3 wurde eingeläutet, Use of English. Dahinter steckt im Grunde nichts anderes als Wortschatz, Vokabeln, Präpositionen, Adjektive etc. der ganze Mist den man entweder beherrscht oder nicht. Als erstes gibt es einen Text mit 12 Lücken und jeweils 4 Antwortmöglichkeiten, alles Synonyme nur adäquat für eine Situation oder eben nicht. Da wird üblicherweise geraten. Dann gibt es wieder einen Lückentext, wo man randomly Wörter einsetzt und beim 3. Text dieser Art sind Wörter gegeben, aus denen man dann Adjektive, Verben, Nomen, Verneinungen, Adverbien, was eben passt, bildet. Viertens gibt es 5 mal 3 Sätze, zu denen immer nur ein Wort passt, und zwar nur das eine was die Prüfungsordnung vorsieht. Zuletzt darf man noch Sätze umformen und muss dabei ein vorgegebenes Wort einbringen, auch sehr knifflig. Dennoch, kann ich sagen es lief alles zum Besten und weil ich mich nicht länger als nötig damit befassen wollte, habe ich meine Essenspause nachgeholt, also 20 Minuten früher abgegeben. Somit konnte ich der letzten Prüfung dieses Tages entspannt entgegensehen. Wie erwartet, war Listening das leichteste, nur dass einmal sehr schnell und einmal mit einem starken Akzent gesprochen wurde, das war ein bisschen unangenehm.
    Um 15:05 habe ich schließlich innerlich gejubelt und kann wohl zuversichtlich sagen das CAE 2013 bestanden zu haben, wie gut bleibt abzuwarten bis Januar. Wuhuu jetzt konzentriere ich mich aufs Reisen und schließe mit dem Lernen für dieses Jahr endgültig ab.

    P.S. Die Adventskalender hier haben 25 Türchen :P

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  • 05Dec 2013

    70 Planänderung 05.12.2013

     

    Beschreibung

    "A good traveller has no fixed plans and is not intend in arriving." Quizfrage: Wo habt ihr diesen Satz schonmal gesehen? Richtig, das war der Beginn meines allerersten Blogeintrages. Und nun haben sich meine Pläne geändert, zum Guten wie ich meine.
    Eines Abends saßen Barry und ich beim Essen und ich habe von meinen Vorhaben berichtet. Daraufhin meinte er, dass ich jederzeit hierher zurückkommen oder übernachten kann und immer willkommen bin. Also habe ich scherzeshalber geantwortet 'Ok, ich bleibe bis März', woraufhin er meinte 'Ja, gerne'. Daraufhin habe ich mir Gedanken gemacht und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:
    Ursprünglich wollte ich ab dem 3. Januar Work'n'Travel machen, aber wie sich herausgestellt hat, ist Januar nicht die ideale Zeit für Fruitpicking und wenn dann sind meistens Arbeiter für mindestens 6 Wochen gefragt. Außerdem ist es zu dieser Zeit ja sehr heiß und wie viele meinen, kann einem bei 2 Monaten auf der Südinsel schon so langsam langweilig werden. Nun hat sich Barry passenderweise den ganzen Januar freigenommen, weil seine Schwester und deren Mann rüberkommen und die Kinder ohnehin Ferien haben. Das heißt in diesem Monat braucht er keine AuPair, aber wohl im Februar, denn sonst kommen erst wieder welche ab März. Nun komme ich ins Spiel: Ich werde ab dem 3. Januar einen Monat auf der Südinsel reisen. Die Bustour beginnt genau genommen am 6. Januar in Wellington und dann habe ich mehr als genug Zeit mir alles anzuschauen, sowie ein bisschen länger in Queenstown oder auch Wellington zu verweilen. Am 31.01. komme ich wieder zurück zu meinem zu Hause hier und verbringe einen weiteren Monat als AuPair in meiner lieben Gastfamilie. Vielleicht suche ich mir einen kleinen Nebenjob in Howick, wenn nicht bekomme ich ja weiterhin mein Taschengeld und Rapha ist auch noch da:) Das Tolle ist also, dass ich dann nicht die ganze Zeit aus dem Koffer leben muss und keine Kosten für die Unterkunft, für Internet, Verpflegung etc. habe. Am 2. März verabschiede ich mich nach Fidschi, wo ich 10 Tage mit meinem Kiwi Buddy kostenlos im Hotel und am Strand chille. Wie es dazu kam habe ich ja schon erklärt, Family Connections und so. Zum 13.03. müssen wir dann unbedingt wieder zurück sein, weil wir aufs Macklemore Konzert gehen!:) Das ist dann doch ein Grund Strand und Meer hinter sich zu lassen.. Anschließend fahre ich wohl in den Norden, auch mit Kiwiexperience, wenn ich das nicht schon irgendwann davor mache, es nimmt ja nur 3 Tage in Anspruch. Am 17.03. muss ich mich dann schweren Herzens von Rapha verabschieden, für sie gehts zurück nach Hamburg. Und weil ich es ohne sie nicht aushalte, verlasse auch ich am 20.03. das Land und fliege gemeinsam mit meinen Eltern von Christchurch nach Sydney. Sie schauen sich nämlich auch 2 Wochen die Südinsel an, you better do so. Und weil wir schonmal da sind, fahren wir 3 Wochen lang von Sydney über Melbourne nach Adelaide. Ende der Reise ist am 10.04., aaaber nicht für mich. Ich fliege am 11.04. warum?:D Ja das ist blöd gelaufen, der Flug am 10.04. würde mich $500 mehr kosten und no da zahle ich lieber noch ne Nacht im Hotel als diese Umkosten. Anschließend lande ich braungebrannt und überglücklich am 12.04 in Deutschland, ich fliege ja in die Vergangenheit..
    Noch Fragen?

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  • 06Dec 2013

    71 Feiern bis die Feuerwehr kommt 06.12.2013

     

    Beschreibung

    Friday! Yay! Mein Examen ist vorbei und das muss gefeiert werden.
    Aber erstmal ist noch eine ganze Menge anderes passiert. Gestern war ich mit Rapha mal wieder in Botany, ein paar Weihnachtseinkäufe erledigen. Man kann sich ja nie früh genug Gedanken machen und weil es seit 48 Stunden dauerhaft schüttet, ist Shopping absolut die richtige Alternative. Nur, als ich mit dem Bus in Botany ankam, stand das Wasser in meinen Schuhen. Sowas habe ich selten erlebt, aber wir mussten heute zur Schule laufen und da hilft auch ein Schirm nicht weiter, wenns waagerecht regnet und dazu noch ein starker Wind geht. Frustshopping vorprogrammiert. Letzten Endes habe ich zwar nicht die Dinge gefunden, die ich als Geschenk für die Kinder gesucht habe, aber dafür habe ich ein paar andere tolle Sachen entdeckt und meine eigentlichen Ideen setze ich dann mit trademe oder ebay um. Also habe ich Honey eine kleine Kosmetiktasche, einen Regenschirm!! und ein Backset gekauft, aber dazu kommen noch Sylvanians und vielleicht ein bisschen Deko fürs Zimmer. Finley bekommt von mir Uno XXL, dieser elektrische Kartenspender und noch was Kleines. Außerdem mache ich einen Fotokalender und habe 6Nimmt mitgenommen, doch ich habe noch keinen Plan was ich den Eltern schenken soll. Irgendwas wird mir wohl hoffentlich einfallen. Ich hab mir dann auch ein paar Kleinigkeiten gegönnt und den Kindern und Rapha einen Schokonikolaus gekauft. Das feiern sie zwar nicht, aber manche Traditionen darf man einfach nicht brechen.
    Heute morgen war Finley krank, wie zu erwarten nach dem nassen Schulweg und wir haben einen entspannten Morgen verbracht. Heute Nachmittag hat Barry Ann-Kristin abgeholt, die alte AuPair von meiner Familie, die eine Woche zu Besuch bleibt, aber dazu morgen mehr. Ja und dann wären wir auch schon bei der legendären Freitagnacht:
    Da von Rapha wie immer kein Bus fährt und sie jedes Mal mit dem Auto fahren muss, was bedeutet dass sie nie was trinken kann, habe ich sie diesmal von zu Hause abgeholt und dann haben wir noch ein bisschen bei mir gechillt. Schließlich haben wir uns entschieden doch gleich mit dem Auto in die Stadt zu fahren, dann sind wir nicht auf die Busfahrzeiten angewiesen. Im Nachhinein haben wir allerdings festgestellt, dass es sich zu zweit nicht lohnt, weil wir $30 (!!!) fürs Parkhaus bezahlt haben... Es kam wies kommen muss, wir sind wieder in unserem Standard Club 'Fort Street Union' gelandet. Die Musik war auch wieder bestens bis sie ausgestellt wurde und ein anderes Geräusch erschien: Feueralarm. Das hat erstmal niemand mitgekriegt und alle dachten, boa DJ mach die Musik wieder an, aber dann kam eine aufgeregte Barkeeperin und hat alle rausgeschoben zum Notausgang. Da haben wir dann gemerkt, dass etwas nicht stimmt und uns schön brav eingereiht. Auf dem Flur kamen uns dann ganz viele Menschen in Schlafanzug von dem Hostel obendrüber entgegen und niemand hatte eine Ahnung was los ist, weil weder Rauch noch Feuer zu sehen war, nur Sandsäcke standen auf dem Boden. Also haben wir uns auf der Straße angekommen, wo mittlerweile eine große Gruppe Schaulustiger um den Feuerwehrwagen herum stand, mal auf die Suche nach jemandem gemacht, der weiß was los ist, da die Polizei keine Infos rausgerückt hat. Und tatsächlich hat sich jemand neben uns gesellt, der up to date war. Der Auslöser war ein Typ, der sich an das Wasserrohr über dem Treppenaufgang gehängt hat, woraufhin dieses abgebrochen ist und eine Überschwemmung verursacht wurde. Also waren die fire fighter nicht da um Feuer zu bekämpfen, sondern das Wasser einzudämmen, das erklärt auch die Sandsäcke und Pfützen. Für den Club ein Grund die Party zu beenden und für uns weiterzuziehen. Nicht ohne davor zuzuschauen, wie ein Polizist einen BMW-Fahrer voll zur Sau gemacht hat, weil er mitten durch die Menge fahren wollte. 'Are you stupid or what?!' :D Peinlich..
    Anschließend waren wir noch in 5 weiteren Bars/Clubs, einfach weil uns keiner so richtig begeistert hat. So haben wir allerdings mal herausgefunden wo man hingehen kann und wo nicht. Um Britomart herum gibt es ziemlich viele und vor Allem gute Möglichkeiten, das haben wir davor nie richtig realisiert. Um halb 4 haben wir uns auf den Rückweg gemacht und so langsam weiß ich auch welche Abfahrten man nehmen muss um nach Hause zu kommen, das ist gut, denn das Navi ist nicht immer so ganz zuverlässig. Na dann, ich freue mich aufs nächste Mal, hoffentlich ohne Feueralarm.

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  • 07Dec 2013

    72 Es weihnachtet sehr.. 07.12.2013

     

    Beschreibung

    So jetzt kläre ich euch mal über Ann-Christin auf. Ihr Name verrät ja schon, dass sie auch aus Deutschland kommt. Sie war letztes Jahr von Januar bis Mai AuPair von meiner Gastfamilie und somit die erste von uns vieren. Aber davor hat sie noch ein halbes Jahr in Perth verbracht, dort mit 3 Gastkindern. Wie jeder, der mal hier gelebt hat, hat auch sie sich zurück in Deutschland wieder nach dem Lifestyle, der Natur, dem Meer und den Menschen hier gesehnt. Da sie Englisch und Spanisch studiert, bietet sich ein Auslandssemester ja an, also hat sie sich kurzerhand für einen der drei Plätze in Wollongong, Australien beworben und da war sie nun für 5 Monate. Logischerweise hat sie sich dann entschieden ihre alten Gastfamilien nochmal zu besuchen, bevor es nächsten Sonntag, rechtzeitig vor Weihnachten, zurück ins kalte Deutschland geht. Barry hat sie gestern Abend vom Flughafen abgeholt und nun lebt sie eine Woche bei uns. Die Kinder haben sich riesig gefreut, denn wir sind jetzt eine Big Family, schließlich kommt Lucy ja samstags immer noch vorbei um gemeinsam mit uns Pancakes zu essen. Wir haben jetzt auch schon einiges für nächste Woche geplant, das ist schön mal wieder jemandem um sich zu haben, der versteht was man hier macht und gleiche Erfahrungen hat.
    Das sollte aber nicht die einzige Überraschung für diesen Tag sein. Ich muss ja zugeben, ich war schon ein bisschen enttäuscht, dass wir so gar keine Weihnachtsdeko, einen Adventskranz oder irgendwas das einen im Sommer an Schnee, Glühwein und Weihnachtsmarkt erinnert, aufgestellt haben. Aber da habe ich mich getäuscht. Tatsächlich hat Barry heute einen riesigen Karton voller Lametta, Lichterketten und Schneemännern angeschleppt. Und dann gings los. Als Weihachtsmänner und Elfen verkleidet haben wir das Haus einmal komplett auf den Kopf gestellt und einen echten Weihnachtsbaum gab es als Krönung obendrauf. Im Hintergrund lief ein bisschen Weihnachtsmusik, Jingle Bells als KiwiStyle, und alles glitzert und leuchtet jetzt:) Doch eine Sache hat noch gefehlt: Geruch. Der unwiderstehliche, einzigartige Geruch von ofenfrischen Plätzchen. Also habe ich Mamas Kindheitsrezept ausgepackt und den ganzen Teig am liebsten roh gegessen. Ann-Christin meinte dann auch, wir sollten den nochmal machen, mit Eis mischen und schließlich haben wir Cookie Dough Eis:)) Heute musste der Teig aber für die Ausstecherle herhalten. Also habe ich Honey das Backset übergeben, was ich am Donnerstag gekauft habe und dann haben wir die Küche mit Mehl eingesaut. Jeder durfte mal Förmchen und den Teig drücken, schließlich kann auch ich da nicht widerstehen. Verziert haben wir sie dann mit Schokoraspeln, Kokosnuss, Haselnuss, Silberperlen und Zuckerguss. Einfach awesome!
    Obwohl es das erste mal war, dass ich in T-Shirt und bei 23*C Weihnachtsplätzchen gebacken habe, haben sie wie immer gut geschmeckt, Hmm das ist Weihnachten.
    Schließlich haben wir Barry die Küche überlassen, dass er sein deliziöses Risotto zaubern kann und anschließend haben Ann-Christin und ich uns auf den Weg nach Botany gemacht, um ein zweites Mal 'Catching Fire' zu schauen. Wieder mit x-treme screen, ich schätze mal der ist mindestens 10 auf 15 Meter groß...
    Einen fröhlichen 2. Advent!

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  • 08Dec 2013

    73 Big Fat Barbecue Party 08.12.2013

     

    Beschreibung

    Es ist wieder soweit, diese Woche haben wir noch kein Barbecue veranstaltet, also wird es dringend Zeit. Carol, Chris, Harry und Tilly kommen diesmal zu uns, aber bis dahin ist noch eine ganze Menge Zeit tot zu schlagen. Also Kinder ins Auto gepackt und los gehts nach Auckland.
    Unser Ziel war der Hafen, genau genommen der lange Pier, den man schön entlang schlendern kann. Ich war da bisher nur wegen der Fashionweek, weil das Veranstaltungszentrum dort ist, also war ich ganz überrascht, wie viele tolle Bars und Restaurants sich dort befinden. Außerdem reiht sich eine Luxusyacht an die andere, da kommt man schon ins Schwärmen. Etwas preiswerter, besser gesagt kostenlos war dahingegen die Bücherei im Container. Jawohl, mitten auf dem Pier standen eine improvisierte Bücherei und bequeme Sessel zur Verfügung. Ein Aufpasser war weit und breit nicht zu sehen, das würde in Deutschland schon mal nicht funktionieren, Diebstahl und Vandalismus vorprogrammiert. Schließlich wurde auch extra für uns die Brücke hochgefahren, weil eine Yacht mal eben vorbei musste, wusstet ihr das man das 'Jot' ausspricht?? Seltsam oder. Als wir an dem Spielplatz am anderen Ende ankamen, hat leider auch der Regen eingesetzt. Und dann ging der Kampf mit der Jacke los. Kaum hatte ich sie an kam die Sonne such schon wieder raus und es waren gefühlte 30*C. Also Jacke ausgezogen, wieder eingepackt, dann kommt auch schon der nächste Schauer und mit ihm die Kälte. Untergestellt, Jacke angezogen, Sonne, Jacke ausgezogen...Es ist einfach kein Verlass auf das Wetter hier, das kann einem schonmal auf den Senkel gehen. Da hilft nur ein Eis, und zwar ein ganz bestimmtes, ein McFlurry mit Chocolate Brownie. Traurig aber wahr, das ist momentan einfach das beste Eis auf dem Markt. Und weil wir noch keinen Zuckerschock erlitten haben, konnten wir uns auch noch Mr.Higgins Cookies gönnen, die besten weit und breit, zu finden auf der Queens Street.
    Zurück daheim sind schließlich ein paar Langeweile-Bilder entstanden und anschließend haben wir alles fürs Barbecue vorbereitet. Die Kiwis habens Grillen einfach drauf, das muss man ihnen lassen. Da die Vegetarier in Überzahl waren, gab es gegrilltes Gemüse, Haloumi, Quinoa-Frikadellen, Falafel, Cornfritters, gebackene Tomaten, Salzkartoffeln, Avocado-Salat, Reis mit Pesto, einfach alles war irgendwie nach Sommer schmeckt. Und dann hat Carol Geschichten ausgepackt, bei denen man vor Lachen vom Stuhl fallen konnte. Die Familie hat schon 7 Austauschschüler, davon 6 Deutsche, beherbergt. Auch wenn sie bisher immer zufrieden waren, haben sie einige Dinge erlebt, für die ich mich zutiefst fremdschämen musste. Beispielsweise war mal eine Kiki da, die wohl dachte sie wäre im Hotel gelandet und dementsprechende Dienstleistung erwartet hat. Oder ein Mädchen, dass morgens um 5 ohne Handtasche und Papiere in der Stadt abgeholt werden musste..Details erspare ich euch jetzt lieber.. Wieder mal ein gelungener Abend, mit der Familie hat man immer seinen Spaß!!

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  • 10Dec 2013

    74 Anzeichen von Weihnachten 10.12.2013

     

    Beschreibung

    Ü10 Dinge, an denen du erkennst, dass es Weihnachten ist

    1. Während der Wettermann eine Durchschnittstemperatur von 24*C verkündet, wird im Hintergrund Weihnachtsmusik abgespielt.
    2. Jeder trägt eine Nikolausmütze oder Elfenohren. Der Busfahrer (meistens im Ganzkörperoutfit), die Kassiererin, der Bankangestellte, die Lehrer, die Joggee und der normale Passant.
    3. Alle laufen barfuß durch die Gegend. Bei einer Schlange von 10 Personen im Supermarkt, sind garantiert mindestens 5 dabei, ob alt oder jung, die barfüßig herumlaufen und Autofahren sowieso.
    4. Die Schule lädt zum traditionellen Fish'n'Chips am Strand ein.
    5. Alle Geschäfte haben Sale. Scheint hier vor Weihnachten und nicht danach üblich zu sein, this is damn good.
    6. Der Grill wird schonmal für das traditionelle Kiwi-Weihnachtsgrillen vorgewärmt.
    7. Der Packetbote hält hier öfter.
    8. Die Weihnachtsdeko. Schön beim Eis essen einen riesigen Schneemann zu betrachten.
    9. Die Sommerferien beginnen und Eltern schwärmen von der weihnachtlichen Hitzewelle.
    10. Der Adventskalender hat nicht mehr viele ungeöffnete Türchen.

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  • 11Dec 2013

    75 Eine Woche voller Erlebnisse 11.12.2013

     

    Beschreibung

    Meine Güte, das war eine Woche voller Programm. Wir schon mehrmals erwähnt war Ann-Christin zu Besuch, deshalb haben wir beide das beste aus der Zeit rausgeholt, um ihr einen schönen Abschied zu bescheren. Da sie ja wie ich schon mal hier gelebt hat, standen nicht die typischen Touristenziele, sondern eher Geheimtipps auf dem Plan..

    Am Montag hatten wir kein Auto, deshalb sind wir ein bisschen durch die Geschäfte in Howick geschlendert, haben einen Kaffee getrunken und dann gemeinsam die Kinder von der Schule abgeholt. Ich muss schon sagen zu zweit ist das alles ein bisschen entspannter, dann kann jeder ein Kind bei Laune halten und wir müssen nicht immer die gleichen Spiele spielen. Deshalb konnte ich nachmittags ganz entspannt einkaufen gehen und kochen, ohne die Kinder zu überreden, dass sie mitkommen. Honey und Barry mussten schließlich auf die Schulpreisverleihung, worüber ich mir von so ziemlich allen Eltern und Kindern in der Schule Gemecker anhören musste, weil jedes Jahr das gleiche Mädchen alle Preise gewinnt. Kann ich verstehen dass die Vorfreude sich da in Grenzen hält, aber hört hört, Honey hat den Preis für Mandarin gewonnen, das sind ja gute Neuigkeiten. Ich bin solange mit Finley zu Hause geblieben und Anni war im Zumba.

    Der Dienstag begann mit einer Überraschung für Honey. Sie nimmt wöchentlich an Gewinnspielen von ihrem Lieblings-Fernsehprogramm Sticky TV teil und da hat sie doch tatsächlich was gewonnen. Ich war ein bisschen baff als ich ein Packet mit ihrem Namen in die Hand gedrückt bekommen habe und als ich dann den Absender gesehen habe, war meine Neugierde geweckt. Sie hat ein 'Cloudy with the chance of meatballs' - Set bekommen. Ihr Freudenausbruch war so groß, dass Ann-Christin auch nicht länger an Schlafen denken konnte, deshalb sind wir gleich nachdem ich die Kinder an der Schule abgesetzt habe nach Botany gefahren. Dort habe ich mir wie immer erstmal den besten Smoothie der Welt gekauft und der konnte Anni auch restlos überzeugen. Voller Energie hat dann auch das Einkaufen mehr Spaß gemacht, bis wir schließlich ein bisschen hungrig wurden und ich dann auch das beste Sushi der Welt genießen durfte. Ehrlich, Botany sollte als Geheimtipp Nr 1 für jeden Feinschmecker empfohlen werden, das ist ja wahrlich ein Paradies. Mir ist der Laden davor noch nie aufgefallen, aber jetzt werde ich wohl Stammkunde! Ach beinahe hätte ich es vergessen. Vor dem Shoppingtrip haben wir noch in der Schule vorbeigeschaut. Anni hatte damals auch Richelle als Lehrerin und die hat sich riesig gefreut eine ehemalige Schülerin wieder zu sehen, das kommt nicht so oft vor. Zwar lebt eine Mitschülerin von Anni jetzt in Auckland, weil sie sich hier verlobt hat und schließlich an der Universität eingeschrieben hat, aber die schaut leider nicht mehr in Howick vorbei. Alle anderen Lehrkräfte haben sich innerhalb dieser 2 Jahre geändert, sowie das Gebäude. Letztes Jahr wurde nämlich noch in Containern in der Nähe von Eastern Beach unterrichtet. Das Negative, die Container, das Positive, die Aussicht und unmittelbare Nähe zu Strand, Wiese und Meer.
    Abends haben wir etwas Verrücktes gemacht. Finley geht ja schon seit längerer Zeit ins Hapkido, aber bisher habe ich noch nie daran gedacht es auch mal auszuprobieren. Wie gut, dass Anni es unbedingt machen wollte, denn ich hab mich überreden lassen und hatte meinen Spaß. Das war viel anstrengender als erwartet, schon nach dem Aufwärmen waren wir platt. Da außer uns aber größtenteils Blackbelts dort waren, haben wir ein bisschen Privatunterricht bekommen, jetzt kenne ich schon 6 Methoden mich aus einem Griff ums Handgelenk zu befreien. Dieser Fortschritt hat mich überzeugt, deshalb werde ich ab Februar an dem Selbstverteidigungskurs für Frauen teilnehmen, den man drei mal wöchentlich morgens besuchen kann. Natürlich habe ich das als Kind schonmal gemacht, aber wir sprechen hier von einer komplett anderen Liga. Wer meine Handtasche stehlen will, liegt demnächst mit Schlinge um den Hals auf dem Boden. Nehmt euch in Acht;)

    Heute waren wir dann schließlich im Dresssmart, dem Outletcenter in Onehunga. Das ist definitiv ein Geheimtipp und noch dazu waren wir gestern nicht so erfolgreich, deshalb muss heute der freie Platz in Annis Koffer aufgefüllt werden. Der Plan ging tatsächlich auf, dort spart man einfach gut Geld und es gibt die gleichen Marken wie in allen anderen Shoppingmeilen. Man kann dort zum Beispiel auch wetsuits oder Surfausrüstung kaufen, was Ann-Christin sofort gemacht hätte, wenn da nicht das Problem mit dem Surfbrett und dem Flugzeug wäre. Um 12 haben wir uns auf den Rückweg gemacht, da wir eine Verabredung mit Richelle zum Lunch hatten. Sie wollte uns beide mal außerhalb der Schule sehen und Anni über ihre Zeit als Studentin in Australien ausfragen, da sie ja selbst aus Cairns kommt. Wir haben uns wirklich gut unterhalten, diese Frau ist einfach so liebenswert und interessiert.
    Ausnahmsweise kam Barry heute früher nach Hause und hat Finley zum Schwimmunterricht gebracht, sodass Honey, Ann-Christin und ich den Hobbit Teil 1 schauen konnten. Bekannterweise kommt der Nachfolger morgen in die Kinos und da muss man die Erinnerungen nochmal auffrischen. Es war außerdem das erste mal, dass ich den Film gesehen habe, nachdem ich dem Filmset von Hobbiton einen Besuch abstatten durfte. Und es war wirklich eins zu eins übertragen, unglaublich.
    Zur Krönung des Mädels-Abends haben wir anschließend einen Tim Tam Slam veranstaltet. Was Tim Tams sind wissen ja hoffentlich alle: die leckersten Schokokekse, die die Welt zu bieten hat, nur leider sind die nicht in Deutschland erhältlich :( Dennoch, falls ihr mal glückliche Besitzer einer Packung Tim Tams sein solltet oder was von meinem Jahresvorrat, den ich mit nach Hause nehme, abstauben könnt, hier die goldenen Regeln für den Slam der euer Leben verändern wird: 1. gegenüberliegende Seiten abbeißen, 2. Keks in heiße Schokolade tunken, 3. heiße Schokolade durch Keks trinken, 4. schnell sein bevor er schmilzt, 5, diesen Moment genießen :P Probierts aus!

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  • 12Dec 2013

    76 Zwei Deutsche unterwegs in Auckland 12.12.2013

     

    Beschreibung

    Tag des Sports

    Nach was rufen 23*C Außentemperatur, ein wolkenloser Himmel und ein freier Donnerstag? Coast-to-Coast Walk Nummer 2. Den habe ich Ann-Christin versprochen, weil es die beste Möglichkeit ist alle Highlights von Auckland nochmal an einem Tag zu sehen.
    Wer hätte gedacht, dass ich diesen 16km Walk nochmal bestreite, ich jedenfalls nicht. Da ich wohl kaum die Motivation gefunden hätte, nochmal genau das gleiche zu machen, sind wir diesmal von der anderen Seite losgelaufen. Ganz ohne Plan, wie die Pfeile aussehen wusste ich ja jetzt. Und siehe da, ich fand es angenehmer so herum zu laufen und am Ende sofort den Bus nach Hause nehmen zu können, als erst noch quer durch Auckland zu fahren. Deshalb empfehle ich von Onehunga zu starten und bei Britomart aufzuhören.
    Schon am Anfang ist mir aufgefallen, dass wir letztes mal irgendetwas falsch gemacht haben, denn wir kamen durch einen Park, den ich noch nie zuvor gesehen habe. Dicht auf unseren Fersen war noch ein deutsches Paar, das aber ganz tourimäßig mit Stadtplan und Wanderausrüstung unterwegs war, was nun wirklich nicht notwendig ist in Anbetracht dessen, dass man größtenteils durch die Stadt und auf geteerten Wegen unterwegs ist. Aber jedem das seine.
    Die Aussicht vom One Tree Hill und Mount Eden war heute besonders schön, da haben wir echt Glück mit dem Wetter gehabt, wo es die letzten Tage noch geregnet hat. Zwischendurch haben wir unseren Couscous-Salat ausgepackt, ein wahrer Luxussnack und
    Energieschub für zwischendurch. Zweimal war unser Weg von einem Bauzaun abgeschnitten. Einmal haben wir daraufhin einen Aufzug im nächstgelegenen Gebäude genommen, mit dem wir die gesperrten Treppen umgehen konnten und beim zweiten Mal sind wir einen kleinen Weg drumherum gelaufen. Das war genau genommen der riesige Park hinter dem Museum, weil dort die Vorbereitungen für 'Coca Cola Christmas in the Park' getroffen wurden, worüber ich am Samstag wohl berichten kann:) Insiderinfos gabs aber schon vorab, als wir recht amüsiert die Dixiklos fotografiert haben von der Marke 'Superloo'. Daraufhin hat uns ein Mitarbeiter gefragt, warum wir Toiletten fotografieren, wirklich nachvollziehen konnte er unsere Begründung nicht. Immerhin kamen wir so ins Gespräch und haben aus erster Hand erfahren, dass 100,000 Menschen erwartet werden, man spätestens um 5 eintrudeln sollte um noch einen guten Platz zu bekommen und das riesig wird, weil, ich zitiere, der Bürgermeister Len Brown ein bisschen 'show off' / angeben möchte. Mit dieser Erkenntnis und bei 24*C haben wir tapfer die letzten Meter bestritten, nicht ohne bei McDonalds zu halten und den wohl verdienten McFlurry mitgehen zu lassen. Gegen 4 (wir sind um halb 11 losgegangen) kam dann auch schon unser Bus zurück nach Howick, was uns 1 Stunde Zeit zum Ausruhen ermöglicht hat, bevor es wieder los zum Zumba ging. Richtig, heute hatten wir unseren sportlichen Tag.
    Ich war das erste Mal dort und werde ab jetzt wohl öfter kommen. Stattgefunden hat das ganze in der Cockle Bay School, 10 Minuten von mir entfernt, das ist auch der gleiche Weg wie zur Bushaltestelle. Es waren sehr sehr viele Leute da, aus allen Altersgruppen. Gott sei Dank hat der Kurs heute draußen stattgefunden, von 18:45 bis 19:45. Und dann habe ich mich 1 Stunde ausgepowert, bis ich Muskeln gespürt habe, von denen ich nicht wusste, dass ich sie besitze. Die Trainerin hat sich riesig gefreut Ann-Christin wieder zu sehen, sie stehen noch über facebook in Kontakt. Diese Frau ist wirklich unglaublich nett, sie wollte uns sogar heimfahren, dass wir nicht alleine laufen müssen, aber die paar Meter haben wir auch noch geschafft. Doch dann ging garnichts mehr, also haben wir diesen Tag mit 'She's the Man' und 'Puss in Boots' ausklingen lassen, wohlverdient!!

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  • 14Dec 2013

    77 Die Leiden eines Amateur Surfers 14.12.2013 Neuseeland —

    Muriwai, Neuseeland

    Beschreibung

    Hurra, hurra der Sommer ist nun endlich da. Die Wintersachen habe ich schon weggepackt, bei 24*C werde ich sie wohl eher nicht mehr brauchen. Gestern war mir sogar im klimatisierten Kino warm und das um 8 Uhr abends. Was wir geschaut haben? Natürlich den Hobbit 2. Die Enttäuschung darüber, dass die Premiere dieses Jahr nicht in Neuseeland war, habe ich mittlerweile überwunden, denn dafür konnte und kann ich ja die Drehorte besuchen, was jetzt auch nicht so schlecht ist:) Mit Popcorn, hier gibt es nur salziges, und Eis haben Ann-Christin und ich uns für die kommen 3 Stunden gut gewappnet und dann gings auch schon los mit der Werbung. Die alleine ist ein Grund ins Kino zu gehen. Das Thema, meistens Erdbeben, Verkehrsunfälle, Alkoholkonsum, Kindheitskrankheiten, wird hier sowas von direkt angesprochen, da nehmen die Drehbuchautoren kein Blatt vor den Mund. Bei dem Erdbeben zum Beispiel gab es einen Spot, bei dem ein Betonklotz unmittelbar über einem Babybett hängt, weil das Möbelstück im Zimmer obendrüber nicht vorschriftsgemäß befestigt wurde und das Kind schreit sich unbeachtet die Seele aus dem Leib. In einem anderen Spot wird ein Einbruch gezeigt, bei dem die Einbrecher alles, wirklich alles, zerstören und dann kommt der Schriftzug 'Bei einem Erdbeben wird mehr zerstört als bei einem Einbruch'. Die Gefahren werden so detailliert beschrieben und gezeigt, dass man ganz schön Gänsehaut bekommt und Angst noch dazu. Vielleicht sollten ein paar dieser Spots auch mal in Deutschland ausgestrahlt werden, vor Allem die über zu schnelles Fahren oder fehlende Feuermelder, das öffnet jedem Spätsünder die Augen. Nun wahren wir aber wegen dem Film da und der war super, besser als der erste. Es wurde zwar sehr viel dazu erfunden, ich habe das Buch ja gerade nochmal gelesen, aber Langeweile kam trotzdem nicht auf, ganz und gar nicht. An einer Stelle, ich glaube als die Spinnen kamen, habe ich mich so erschreckt, dass ich eine Ladung Popcorn über den benachbarten Sitz, der zum Glück frei war, verteilt habe. Das hat die Menschen in meinem Umfeld sehr amüsiert und mich weniger, weshalb ich den Eimer schließlich an Ann-Christin weitergereicht habe.

    Und heute war es dann soweit: Ann-Christins letzter vollständiger Tag in Neuseeland stand an. Und was wünscht sich jemand zum Abschied, der ein halbes Jahr in Perth und dann ein Semester in Wollongong, 5 Minuten vom Meer entfernt, gelebt hat? SURFEN natürlich !!
    Dafür beneide ich sie ja sowas von. Sie und ein paar andere Studenten haben sich mit den Surflehrern angefreundet und hatten wann immer sie wollten kostenlosen Zugang zu der Ausrüstung. Das heißt logischerweise sie ist, wann immer es ihr möglich war, unmittelbar nach der Uni surfen gegangen, um den Kopf frei zu kriegen und die erlernten Skills aus dem Surfercamp zu trainieren. Ich glaube dieser Sport ist schon alleine ein Grund, weshalb sie irgendwann mal nach Australien ziehen wird, denn dafür gibt es in Deutschland nun wirklich nicht so viele Möglichkeiten und als Englischlehrerin steht ihr die Welt zum reisen bereit.
    Sie musste dann auch null Geschütze auffahren, um mich zu überzeugen mitzukommen, denn bei sowas schreit moi immer zuerst hier. Also haben wir die Badesachen ins Auto gepackt und uns voller Vorfreude auf den Weg zum Muriwai Beach gemacht. Dieses Surferparadies liegt nördlich von Auckland, etwa eine Stunde Autofahrt entfernt. Da ich vor gerade mal 2 Wochen zum Reiten dort war, haben wir den Strand ohne Komplikationen gefunden. Idealerweise wird täglich um 10:30 ein 2-stündiger Anfängerkurs angeboten. Da habe ich nicht lange gezögert, denn Ann-Christin hatte sich schon die Ausrüstung geschnappt und stand ganz hibbelig neben mir. Für sie gings gleich los, ich habe erstmal ein paar Trockenübungen absolviert. Da kam man schon ganz schön ins Schwitzen mit dem Ganzkörperneoprenanzug. Bis sich da alle Kursteilnehmer reingezwängt haben, ist auch ein bisschen Zeit vergangen, halleluja das war ein serious issue. Aber schließlich waren alle um die 25 Kursteilnehmer bereit sich auf die Wellen zu stürzen. Doch davor gab es natürlich ein paar Sicherheitshinweise..wo sich die Riffs befinden und wie man sie erkennt..welche Signale man geben muss wenn was nicht stimmt..wer wem ausweichen muss..und Haie gibt es aber nicht. Ich habe da sehr aufmerksam zugehört, nachdem letztens erst wieder bei Piha Beach Rescue (Dokumentation) zwei Surfer ums Leben gekommen sind. Muriwai ist zwar nicht so gefährlich, aber auch hier ist die Strömung, die einen zu den Riffs zieht, nicht zu vernachlässigen. So standen wir alle erstmal etwas unbeholfen und voller Respekt vor den Wellen im Wasser, und haben auf eine göttliche Eingebung gewartet. Irgendwann wurde mir dann bewusst, dass ich die heute nicht empfange, also hab ich mich aufs Board geschwungen, angefangen zu paddeln..und ne Menge Wasser geschluckt. Das ging noch ein paar mal so, bis ich Hilfe von einem Surflehrer bekommen habe. Die waren sehr geduldig mit uns allen, aber das hat sich ausgezahlt. Mein erstes Erfolgserlebnis war den 'Moment' zu spüren. Es gibt diesen einen Moment, wenn man von der Welle getragen wird und sich nur noch aufrichten muss. Das ist der Schlüssel zum Erfolg. Es ist schwer sich das vorzustellen, wenn es jemand erzählt, aber tatsächlich fühlt man diesen Augenblick, als würde jemand dir einen Schub geben und sagen 'jetzt'. Das ist aber noch nicht die ganze Kunst des Surfens: Aufzustehen und die Balance zu halten ist dann die andere Sache. Gegen die Wellen anzukämpfen, um wieder vom Ufer wegzugehen, wurde auch noch eine echte Herausforderung. Das war dann in etwa so: 'Hust, röchel, ganz schön salzig das Wasser. So wo bin ich jetzt. Ach ja da drüben ist der Surflehrer. Ich mach mich mal auf den Weg. Oh verdammt, was ist denn das jetzt. Lieber stehen bleiben, gegen diese Strömung kann ich gerade nicht ankämpfen. Dieser Zug bedeutet aber auch, dass sich gleich eine große Welle auftürmt. 'Hey, come over here.' Ja, was denkst du, was ich wohl seit 5 Minuten versuche. Uund da kommt die erwartete Welle. Einmal kurz hochspringen und hust, röchel, es ist immer noch salzig, der Lehrer winkt und ich kämpfe.' Wer solche Strapazen für den Hinweg auf sich nimmt, sollte auch mal eine angenehme Fahrt Richtung Ufer haben, habe ich mir gedacht und so was es schließlich. Der Moment, wenn man auf dem Board steht und die Welt um sich herum vergisst. Dieses Gefühl von Freiheit und Schwerelosigkeit, wie man über die Wellen an allen vorbei gleitet. Dafür gabs ein High 5 vom surf instructor und die Aufforderung den kompletten Ablauf jetzt ohne Hilfe, ohne Anschieben zu versuchen. Jaa, das hat dann auch beim 3. Anlauf geklappt und dann habe ich Blut geleckt, wortwörtlich, denn ohne Kratzer komme ich nie davon, aber gehen wir lieber auf das Sprichwort ein. Natürlich war die Zeit abgelaufen, bis ich einigermaßen sicher auf dem Board stand, aber ich wollte einfach nicht aufhören. Der Ehrgeiz war da es wieder und wieder zu versuchen und sobald man es draufhat machts auch Spaß. Dennoch mussten wir natürlich alle aus dem Wasser und am Strand angekommen, habe ich auch gemerkt wie k.o. ich war. Diese Woche haben wir ja sowieso viel Sport gemacht, aber das heute war die Krönung. Noch dazu habe ich mir kaum aus dem Wasser die Füße dermaßen verbrannt. Der Sand war so heiß. Also bin ich im Häschengalopp über den Strand gehüpft und habe geschaut, dass ich schnell den Weg zur Surfschule hochkomme. Dann habe ich mich so schnell wie möglich aus dem Neoprenanzug befreit und festgestellt, dass ich Handschuhe habe, so nennt man es, wenn die Hände bis zu dem Rand vom wetsuit gebräunt sind. Aber das war weniger meine Sorge als mein Hunger. Ann-Christin hat mir auch erzählt, dass sie im Surfcamp immer Cookies essen mussten bevor sie ins Wasser gehen, dass sie bei Kräften gehalten werden. Kann ich voll nachvollziehen. Mit einem Apfel in der Hand konnte ich mich dann auf die Bilder konzentrieren, die einer der Mitarbeiter von der Gruppe geschossen hat. Aber leider war von mir persönlich kein brauchbares dabei, halb so schlimm, ich komme wieder. Nächsten Samstag.
    Das war aber noch nicht alles, was wir an diesem Tag gemacht haben, ihr müsst euch noch durch ein paar Zeilen mehr quälen. Da es erst 1 Uhr war als wir mit dem Surfen abgeschlossen haben, sind wir nochmal runter an den Strand gegangen und haben uns ein bisschen gesonnt. Nach 20 Minuten in der intensiven Sonne war uns dann absolut unglaublich heiß, sodass wir den Rückweg angetreten haben. Es blieb nur Zeit zum Duschen, denn dann mussten wir auch schon los in Richtung Stadt. Wie schon angekündigt fand heute Abend 'Coca Cola Christmas in the Park' statt. The Park ist dee Museumspark und warum es Cocoa Cola heißt erklärt sich ja von selbst. Christmas deswegen, weil eine riesen Bühne aufgebaut war, auf der größtenteils Weihnachtssongs, aber auch Hits aus den NZ Charts von deren Originalstimmen vorgetragen wurden. Wir waren ja schon vorgewarnt, dass sich das Gelände ab 5 füllt, aber als wir ankamen, waren schon nur noch Menschen und kaum Wiese mehr zu sehen. Fehler Nummern1, wir haben keine Picknickdecke mitgebracht. Damit waren wir irgendwie auch die einzigen, alle Familien saßen gemütlich auf ihren Decken und haben gepicknickt, während die Kinder irgendwo bei dem Riesenrad etc. herumhingen. Wir mussten also mit dem picksenden Gras vorlieb nehmen, aber immerhin haben wir an den Nikolausmütze gedacht und einen Eistee geschenkt bekommen. Allgemein war es ein schöner Abend, interessant die Weihnachtslieder auf Englisch zu hören, seltsam sich dies in Kleid und bei 24*C anzuschauen, und anstrengend, weil wir todmüde und erledigt waren. Bis zum Feuerwerk haben wir dennoch ausgehalten. Doch das war dann für uns und leider auch fast alle anderen 100.000 Festivalbesucher der Zeitpunkt nach Hause zu gehen, weshalb ein sehr großer Pulk von Menschen in die gleiche Richtung geschlendert ist um den nächsten Bus zu kriegen. Den nächsten haben wir verpasst, aber der übernächste hat uns dann sicher heimgebracht. Gute Nacht.

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  • 20Dec 2013

    78 Ferienbeginn 20.12.2013

     

    Beschreibung

    "What do you wanna do?"
    Auf den ersten Blick bilden diese fünf Wörter eine einfache Fragestellung. "Was willst du tun?". Nichts besonderes. Eine Person fragt eine andere Person, wonach dieser ist und wie sie ihre Freizeit gestalten möchte.
    Betrachten wir diesen Satz aus einer etwas anderen Sicht, sagen wir dem einer Aufsichtsperson am ersten Ferientag. "Was willst du tun?" Fügen wir einen extrem gelangweilten Unterton und einen drängelnden Gesichtsausdruck hinzu, dann steht das alles schon in einem ganz anderen Licht. Kurz gefasst: Es sind Ferien. Der Beginn einer 6-wöchigen Beschäftigungstherapie. Ich verbringe zwar nur 2 Wochen dieser Ferien hier und aktiv arbeite ich davon 1 Woche, aber heute wurde ich schon mehrmals gnadenlos mit dieser Frage konfrontiert. Antwortmöglichkeit Nummer 1: " Was ich tun möchte? Ich will auf dieser Couch sitzen, einen Tee schlürfen und Fernseh schauen. Ich will einen Mittagsschlaf einlegen, ein bisschen auf Facebook surfen und ein paar Dinge erledigen." Antwortmöglichkeit Nummer 2: " Was willst du denn tun?" Ich habe mich für Variante 2 entschieden, schien mir irgendwie passender. Problem, die Antwort auf diese Frage ist wiederum naheliegend. " I don't know." Hm, ja ich aber leider auch nicht. "Willst du in den Park gehen?"-"Hm, nein.", "Willst du ein Spiel spielen"-"I'm fine.", "Willst du etwas malen?"-"Noo." . "Was willst du denn dann tun?"-"I don't know." Puh, uff, nach einer kurzen Verschnaufspause: "Can I go on your iPad?"-"Ja, das war jetzt klar, aber nein." Blöde Situation. War ich damals auch so einfallslos? Tut mir Leid wenn schon, aber ich glaube man konnte mich in den Garten mit absolut nichts setzen und ich wäre da heute noch, wenn mich niemand reingeholt hätte. War doch so oder nicht?!...
    Jedenfalls sind es genau genommen eigentlich 7 schulfreie Wochen für Finley und 6 für Honey. Sie geht ab Februar auf die Intermediate School, weil sie jetzt die 6. Klasse und somit die Primary School abgeschlossen hat. Da sie aber ja ab dem Tag ihres 5. Geburtstages eingeschult werden, ist sie jetzt 11 und somit ungefähr in dem Alter, in dem ich auch war, als ich die Grundschule verlassen habe. Danach erwartet sie auch eine Art Orientierungsstufe, denn die Intermediate, die man sich übrigens nicht aussuchen kann, weil sie nach Regionen zugeteilt wird, dauert nur 2 Jahre. Das ist seltsam, denn, wie die Eltern meinen, kann man gar keinen Kontakt zu der Schule herstellen. In der Primary School kennt jeder Lehrer jedes Elternteil beim Vornamen und sie plaudern immer. Außerdem hatte jeder ein Weihnachtsgeschenk für den Klassenlehrer dabei, 30 Geschenke also für einen Lehrer. Diese Anonymität, die jetzt im nächsten Schultyp auf sie wartet, ist also vollkommen neu.
    Finley hingegen hat noch 4 Jahre auf der Owairoa Primary School, wo jedes Jahr die Klassen neu zugeteilt werden, doch aus irgendeinem unerklärlichen Grund geht das nächste Halbjahr erst an einem Freitag los. Wie gut, dass ich da bin, kein Mensch kann sich von Montag bis Donnerstag frei nehmen, nur um das Kind die Woche über zu beaufsichtigen. Zudem dauern alle Ferienbeschäftigungsprogramme auch nur bis zum Montag an. Mal sehen was das wird nächstes Jahr.
    Auch meine Schule hat heute den letzten Schultag ein bisschen anders gefeiert. Dazu war ich natürlich nochmal eingeladen und ich habe schließlich auch am 'Secret Santa', dem Wichteln teilgenommen. Zur Feier des Tages ging es also an den Eastern Beach, wo klassisch Fish'n'Chips serviert wurde. Doch die Autofahrt dahin sei auch nicht zu vernachlässigen. Vor kurzem sind ein paar Indonesier eingetroffen und denen habe ich eine Mitfahrgelegenheit angeboten. Erwartet habe ich das übliche Verhalten der Chinesen: Desinteresse, Gespräche nur auf Chinesisch, gesenkter Blick auf den Handybildschirm, doch da lag ich falsch. Kaum losgefahren, haben sie angefangen zu erzählen und Fragen zu stellen in besten Englisch. Sie waren total interessiert an meinen Beweggründen hierher zu kommen und hatten total die Ahnung von der Welt. Der eine hat die ganze Zeit lauthals zur Musik mitgesungen und sie haben kein Wort Indonesisch gesprochen. Sau cool, ich sag doch, ein bisschen mehr Multinationalität und die Schule steht gleich in einem besseren Licht. Nach 1 Millionen speed bumps (Straßenschwellen) waren wir dann auch da. Ehrlich, nehmt Acht, die sind in Neuseeland überall, überall und heute hatte ich echt irgendwie 20 hintereinander. That's why Auto tiefer legen hier keinen Sinn hat. Ich lach mich jedes Mal schlapp, wenn jemand ganz lässig ankommt und dann ein lautes Knirschen zu hören ist.
    Am Strand waren wir nicht die einzigen, ein paar Kiwis haben ihren Grill wieder aufgebaut. Zuerst bekam ich dann mein Geschenk, ein NZ Lesezeichen und Shortbread und dann haben wir so ein komisches Nikolaus Spiel gespielt, das war ein bisschen weird. Ich habe mich heute gegen Fish'n'Chips entschieden, manchmal ist dieser Haufen Fett in Papier dann doch einfach zu viel für meine sensiblen Geschmacksnerven. Stattdessen musste ich mich schon wieder auf den Rückweg machen, weil ich noch schnell die allerletzten Weihnachtseinkäufe zu erledigen hatte. Entschuldigt mich, ich muss jetzt einen Klienten in einem Anwaltsbüro spielen. Mein Minion wurde gestohlen...

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  • 21Dec 2013

    79 Halbzeit 21.12.2013 Neuseeland —

    Piha, Neuseeland

    Beschreibung

    Halbzeit!! 111 Tage sind nun vorbei und genau so viele stehen mir noch bevor. Will ich hier je wieder weg? Momentan absolut nicht, aber darum muss ich mir ja jetzt keine Gedanken machen, denn erstmal kann ich mich auf all das freuen, was noch kommt. Die Südinsel, Fiji, Australien und vieles mehr. Ich habe hier gelernt jeden Tag aufs neue voll und ganz zu leben und zu genießen, so auch heute.
    Ich war wieder surfen. Meine zweite Stunde stand an, diesmal mit Raphaela. Gleiche Uhrzeit, gleicher Ort, gleicher Surflehrer wie letzte Woche, nur dass wir diesmal 6 statt 25 Personen waren, was ich sehr begrüßt habe. Nick war wie immer ein geduldiger Instructor, was er bei unserer Gruppe auch sein musste, weil 2 Chinesinnen dabei waren, die jetzt wohl in Texas leben und sehr viel zu erzählen, sowie zu fotografieren hatten. Nachdem dann von jedem Surfbrett ein Foto gemacht wurde, konnte die Stunde beginnen und ein bisschen was habe ich vom letzten Mal auch noch behalten, bloß ein paar Fachbegriffe sind mir dann entfallen, aber den anderen beiden die auch schon zum dritten Mal dabei sind, ging es da ähnlich. Doch die Praxis war mir noch bestens bewusst, was bei dem sehr starken Wellengang heute durchaus von Vorteil war. Eigentlich ja ideale Bedingungen für einen Surfer, aber die 1,5-2 m hohen Wellen haben dann doch ihren Eindruck bei mir hinterlassen. Vor Allem aber war es kalt. Die Sonne wollte heute nicht so wirklich rauskommen, umso besser dass wir wieder in den 3,2er Ganzkörperwetsuit gesteckt wurden. Und dann war ich auch schon wieder im Wasser. Es hat nicht lange gedauert, bis die Hälfte unserer Gruppe sich an den Strand verabschiedet hat, beziehungsweise die chinesischen Amerikanerinnen sich entschieden haben ein Fotoshooting zu veranstalten. Als Fotograf hielt ihr Begleiter her, der 1 Stunde lang nur Bilder gemacht hat. Und dieser Mann war mein Held des Tages. Denn tatsächlich hat er haufenweise richtig gute Fotos geschossen, auf denen ich zu sehen bin und meistens sogar überglücklich surfend. Da habe ich nicht lange gezögert und der Truppe meine E-Mail Adresse in die Hand gedrückt...ich kann es gar nicht abwarten die Bilder zu sehen. Dann bekommt ihr auch einen Beweis, dass ich euch nicht was vorflunkere, sondern echtes Workout an meinem Samstag betrieben habe und das auch relativ erfolgreich. Im Endeffekt waren dann nur noch die Französin, das junge Mädchen und ich im Wasser, da wir drei ja schon wussten was uns erwartet. Zwischendurch hatten wir alle nochmal ein bisschen zu kämpfen, aber auf der letzten Welle stand ich und das war mein Ziel. Dafür gabs ein High Five von Nick für Jules oder Juliette wie ich meistens genannt werde. Ich dachte eigentlich Julia wäre ein sehr internationaler Name, aber die Kinder sind auch schon zu Jula übergegangen und in der Schule war von Julchen bis Julie alles dabei. Und ich hatte in meiner Kindheit Probleme Spitznamen für die Freundschaftsbücher zu finden, wäre ich mal etwas kreativer gewesen...
    Jedenfalls wollte ich dann aber doch noch von einem echten Kiwi in unserem Alter wissen wie Weihnachten und Silvester gefeiert werden. Hier die Antwort: Weihnachten ist das Fest der Familie. Man geht zusammen campen oder an den Strand, aber egal wo man es feiert, ein Barbecue gehört dazu. Am Morgen des 25. werden traditionell die Geschenke ausgepackt und abends treffen sich viele auf ein Bierchen in einer Bar. Silvester hingegen feiern sie im Grund wie wir, nur dass der Strand gerne als Location genommen wird. Deshalb fahre ich eventuell über Neujahr nach Tauranga, eine der Hochburgen am New Years Eve in der Bay of Plenty, aber dazu genaueres wenn es steht. Übrigens, ich habe gleich eine 3er Karte für die Surfschule gekauft, also soll das nicht mein letzter Bericht von dem, neben Windsurfen natürlich, coolsten Wassersport der Welt sein.
    Es war auch noch nicht mein letztes Erlebnis für diesen Tag. Nach einem Picknick am Muriwai Beach haben wir uns auf den Weg zum Piha Beach gemacht. Der liegt nochmal ein bisschen mehr als 1 Stunde Autofahrt entfernt und ist auch nur über eine Straße von Auckland zu erreichen, den Scenic Drive, wegen der unglaublichen Aussicht. Auch wenn ich dort heute zum ersten Mal war, dürftet ihr über den Piha Beach schonmal was von mir gelesen haben..na? Genau, das ist der Drehort von 'Piha Beach Rescue' der TV-Doku, die jeden Montagabend läuft. Wie der Name schon sagt geht es um Retten. Wer oder was wird gerettet? Schwimmer, Surfer, Angler, weil sie sonst ertrinken. Von wem, natürlich von Lifeguards. Und warum? Weil das einer der gefährlichsten Strände Neuseelands ist. Die unglaublich starke Strömung und die Gefahr mit dem riesigen Lion Rock zu kollidieren, haben im letzten Jahr 21 Todesopfer gefordert. Außerdem wurden 1640 Mensch gerettet, darunter auch sehr viele mit Atemnot, weil die Badegäste immer wieder ihre Kraft unterschätzen und es nicht mit der Strömung aufnehmen können, um zurück zum Ufer zu gelangen. Beruhigend ist dennoch, dass die meisten Vorfälle nach der offiziellen Aufsichtszeit der freiwilligen Lifeguards passieren, denn diese kontrollieren in ihrer Schicht die gekennzeichnete Badezone sehr aufmerksam. Die schwierige Frage ob wir denn nun auch mal ins Meer hopsen oder nicht hat sich damit erledigt, dass es ziemlich kalt war. Besser so, ein bisschen am Strand dösen hat noch niemandem geschadet. Aber der Strand selbst ist wunderschön und vor Allem riesengroß. Man braucht bestimmt 20 Minuten um ihn einmal komplett abzulaufen und wer will kann auch ein paar Stufen auf den Lion Rock hochklettern. Das haben wir uns heute mal gespart, denn die Aussicht von ganz oben, der Straße die man entlangfährt, ist noch am schönsten.
    Schließlich haben wir uns um 5 auf den Heimweg gemacht, aber ein Programmpunkt stand noch an. In den ganzen letzten 4 Monaten haben wir es nicht einmal geschafft den 'Saturday Night Market' in Pakuranga, unserer unmittelbaren Nachbarschaft zu besuchen. Das war Grund genug doch endlich mal vorbeizuschauen. Der Markt findet jeden Samstag von 18:00-24:00 statt und was uns erwartet haben wir eigentlich auch nicht so richtig gewusst. Das Ergebnis hat uns dann aber doch umgehauen, der Markt ist tatsächlich in einer Tiefgarage. Ich dachte die Frau die wir nach dem Weg gefragt haben ist irre, dass sie uns in die Tiefgarage schickt, Autos wollen wir uns ja nicht anschauen, aber tatsächlich wird dort wöchentlich der Markt errichtet. Und da gab es alles. Hab ich gleich mal ein Minion Kuscheltier für Finley mitgehen lassen, um ehrlich zu sein fand ich es einfach zu cool um es nicht zu kaufen:) Essensstände gab es auch reichlich, da waren wir ein bisschen überfordert bei der Auswahl. Schließlich haben wir uns für 2 Frühlingsrollen, je $1also 60cent !!, entschieden und als Nachtisch gab es Churros, diese spanische frittierte Teigware. Soo lecker, da müssen wir nochmal hin. Aber, wie gesagt, ich habe ja noch 111 Tage :)))

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  • 24Dec 2013

    80 Heiligabend 24.12.2013

     

    Beschreibung

    Weihnachten traditionell

    Als ich heute morgen aufgestanden bin habe ich nicht das letzte Türchen am Adventskalender geöffnet, weil mich ab dem 15. der Plastikgeschmack der Schokolade angewidert hat. Ich habe auch nicht meine dicksten Klamotten angezogen, die Heizung aufgedreht und auf eine schneeweiße Landschaft geschaut. Ich habe nicht alle Geschenke unter den Tannenbaum gelegt und mit meinem Vater angefangen den Krabbensalat vorzubereiten. Stattdessen bin ich in mein Kleid geschlüpft und habe die Wäsche draußen zum Trocknen aufgehängt. Aber war das ein Grund sich nicht auf Weihnachten zu freuen? Nein, im Gegenteil, die Vorfreude war wie immer groß, aber überwiegt hat die Neugierde wie es wohl ist einmal Weihnachten im Sommer und am 25. morgens zu feiern. Das Ergebnis? Bildet euch selbst eine Meinung...
    Begonnen hat mein Tag damit, dass Alice die Kinder abgeholt hat. Sie bleiben bis morgen Mittag bei ihr, sodass ich in Ruhe meinen Heiligabend feiern kann. Es wurde auch höchste Zeit, dass die Kinder aus dem Haus kamen, weil ich sie nicht mehr viel länger davon hätte abhalten können die zahlreichen Geschenke zu öffnen. Die Verwandtschaft hat schon fleißig Pakete geschickt und ein kleines etwas mit meinem Namen drauf habe ich auch entdeckt. Barry musste heute noch arbeiten, also war das Haus mir überlassen und Raphaela. Wir haben uns entschieden zusammen zu feiern, denn außer uns feiert ja heute niemand. Manche Traditionen müssen einfach bewahrt werden. Und traditionell haben wir auch gekocht. Aber die Zutaten dazu muss man erstmal finden. Wir haben alle, alle Geschäfte die letzten Tage abgeklappert, um Rotkohl und Klöße zu finden...erfolglos. Darum hatten wir um halb 3 ein Appointment am Pak'n'Save, unserer letzten Hoffnung. Weil ich nichts mehr zu tun hatte, bin ich davor noch ein bisschen durch Botany geschlendert. Halleluja, da war was los. Rabatt in allen Geschäften. Was das für eine Strategie ist verstehe ich nicht. Ich meine am Boxing Day, dem 26. sind immer die größten Sales, weil da alle ihr Weihnachtsgeld ausgeben, aber davor?? Ist das ein Akt der Nächstenliebe? Ich beschwere mich jedenfalls nicht, denn meine Geschenke habe ich auch im Sale erstanden. Schließlich kam Rapha schwer beladen mit ner Menge Essen an und ich habe mich von meinem Sonnenplatz und Smoothie getrennt. Im Supermarkt war natürlich auch die Hölle los, da sind die Leute nicht anders als in Deutschland. Allerdings sind die Einkaufswägen hier so riesig, dass ich dauerhaft in Kollisionen verwickelt war. Dennoch haben wir uns durchgekämpft und tadaa was erstrahlt da vor meinen Augen wie der Stern von Betlehem? Rotkohl. We finally found it. In der internationalen Abteilung. Da war der Abend gerettet. Die Klöße sind zwar trotzdem nicht aufgetaucht, doch dafür gabs Kroketten und moi liebt ja bekanntlich alles mit Kartoffeln. Außerdem haben wir uns Cyder gegönnt, den wir auch nur kaufen konnten, weil Rapha ihren Reisepass dabei hatte. Was anderes wird bei Alkohol nicht akzeptiert und eigentlich müsste ich meinen auch vorzeigen, aber sie waren gnädig, denn ich habe ihn offensichtlich zu Hause vergessen. Noch schwerer bepackt und unter strahlendem Sonnenschein sind wir schließlich über Umwege zum Video Verleih zu Hause angekommen. Nach ein bisschen Gemüse schnippeln haben wir uns entschieden dieses Jahr einen Film zu schauen, statt wie ich es gewohnt bin, in die Kirche zu gehen. 'The Lone Ranger' war eine interessante Alternative dazu, wenn auch recht schwer auf Englisch zu verstehen. Diese geistige Anstrengung wurde mit der Vorspeise belohnt: Avocado-Pilze-Salat mit Räucherlachs und dazu Ziegenkäse in Blätterteig mit Honig. Danach war ich satt. Hilfe, das war so nicht geplant. Das sollte erst der Anfang einer 3-tägigen Fressorgie werden, aber ich weiß nicht ob es an der Hitze liegt oder weil ich upside-down esse, doch ich war satt. Obwohl ich heute nur den Smoothie hatte. Komisch, Rapha ging es genauso. Aber kampflos wollten wir nicht aufgeben, also haben wir uns an das Hauptgericht, Kroketten mit Rotkohl und Frühlingsrollen gemacht. Natürlich sehr lecker und eigentlich voll mein Fall, bloß viel zu viel. Geschlagen und grübelnd war alles was wir danach noch machen konnten auf dem Sofa gammeln und Ich-Einfach Unverbesserlich 2 (Despicable Me 2) zu schauen. Das Lachen hat nich gut getan, doch die Minions lassen einem keine Chance. Für den Nachtisch, Schokofrüchte und trifle war nun aber wirklich gar kein Platz mehr, sehr zu unserem Bedauern. Also haben wir unsere Bescherung gestartet. Von Rapha habe ich eine Schneemann Badekugel mit Kokosduft, einen Ferrero-Rocher-Mix und von ihrer Familie Cadbury Schokolade bekommen...dreimal hmmm lecker. Ja, Kokos ist auch lecker. Ich habe ihr einen Massagegutschein von grabone, den ich auch habe, und Moustache-Socken, die ich auch habe, geschenkt. Das ist mein Problem bei Weihnachtseinkäufen, sie gefallen mir immer selbst auch so gut. Für den 3. Film 'White House Down' waren wir zu müde, denn morgen steht ja eigentlich der große Tag an. Also haben wir uns schon um Mitternacht ins Bett verkrochen, ich in meins, Rapha in Honeys und von unserem mal etwas anderem, trotzdem aber traditionellem Heiligabend geträumt.

    Nun aber wünsche ich euch allen: FROHE WEIHNACHTEN, Merry X-mas, Joyeux Noël und !Feliz Navidad. Danke für die zahlreichen SMS und E-Mails von allen die heute ganz besonders an mich gedacht haben. Ich hoffe ihr habt ein paar schöne Weihnachtstage vor euch und ein gemütliches Fest mit der Familie :))

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  • 25Dec 2013

    81 Christmas Day 25.12.2013

     

    Beschreibung

    Weihnachten mal anders

    Merry Christmas! Das muss jetzt nochmal sein, denn eigentlich ist ja erst heute Weihnachten. Sowohl bei euch, Heiligabend, als auch bei mir, der Morgen des 25. Dezembers. Das schreit geradezu nach einer Skypekonferenz mit meiner Familie. Den Schrei muss Barry auch gehört haben, denn er hat sich dazugesellt und ein paar nette Worte mit meiner Familie gewechselt. Wir sind jetzt offiziell immer herzlich eingeladen sie zu besuchen, weil ich einen so guten Eindruck hinterlassen habe, hört hört. Dann hat er sich in die Küche begeben, um Rapha und mir ein traditionelles English Breakfast aufzutischen. Die vegetarische Version natürlich hmmm, es hat auch was gutes morgens Weihnachten zu feiern. Eine Frage muss ich euch aber dann doch allen beantworten: 'Bist du nicht traurig, dass du an Weihnachten nicht zu Hause sein kannst?'
    Natürlich ist es zur Weihnachtszeit besonders hart so weit weg zu sein, weil man es jedes Jahr seines Lebens traditionell mit den gleichen Personen im Wohnzimmer verbracht hat. Es ist und bleibt das Fest der Familie, da stimmt ich zu.
    Dennoch habe ich es mir ja ausgesucht jetzt hier zu sein. Ich KANN natürlich jederzeit nach Hause und Weihnachten wie jedes Jahr feiern, mir schreibt ja niemand vor hier zu bleiben. Aber das will ich nicht. Wer kann schon behaupten, dass er mit 19 Jahren bereits einmal auf der anderen Seite der Welt, am 25. Dezember Weihnachten gefeiert hat. Das wird mir mein Leben lang in Erinnerung bleiben und dafür bin ich unglaublich dankbar.
    Außerdem, und das sage ich ohne jede Zweifel, habe ich auch dieses Jahr Weihnachten mit meiner Familie gefeiert. Meiner neuseeländischen Familie. Honey, Finley, Barry und auch irgendwie Rapha sind jetzt meine Familie. Sie geben mir ein zu Hause in dem ich mich geborgen fühle, sie unterstützen mich und sie akzeptieren mich so wie ich bin. Ich weiß noch, wie ich am ersten Tag hier reinspaziert kam und alles so fremd und anders war. Aber mittlerweile sehe ich, dass jede Ecke dieses Hauses zeigt 'Hier leben Kinder' und das macht es so sehr zu einem Heim. Jeder der hierher kommt sagt es ist total gemütlich und deshalb chille ich auch immer auf der Couch im Wohnzimmer, statt mich auf mein Zimmer zurückzuziehen. Raphas Familie zum Beispiel hat ja wirklich ein topmodernes Haus, aber es ist auch immer aufgeräumt und rausgeputzt, fast ein bisschen kühl. Auch muss sie ihre Kinder oft ermahnen, ich nie. Es herrscht einfach eine total ungezwungene Atmosphäre, weshalb ich mich als 4.Familienmitglied und nie als Gast sehe.
    So habe ich mich auch gefreut die Kinder wieder zu sehen, als sie super aufgeregt zur Tür reingestürmt kamen. Auf das war ich nicht vorbereitet. Finley ist ja völlig durchgedreht, wenn wir ihn nicht festgehalten hätten, wären alle Geschenke innerhalb von 5 Minuten ausgepackt gewesen. Besser gesagt aufgerissen. Und da waren viele Geschenke, Barry hat nämlich jede Kleinigkeit einzeln verpackt und die Verwandtschaft hat es ihm gleich getan. Als wir dann das Startsignal gegeben haben ist Barrys kläglicher Versuch zu notieren wer was geschenkt hat, um sich später zu bedanken, absolut gescheitert. Ach waren das Zeiten als ich noch die Geschenke aufgerissen habe..mache ich heute noch:D Aber es gab einen Moment als Finley innegehalten hat, nämlich als er mein Geschenk geöffnet hat. Das Minion! Das Minion hat ihn vollkommen aus dem Konzept gebracht, denn seitdem lässt er es nicht mehr aus den Augen, das war ein Volltreffer:) Außerdem hat er von mir einen Air Hockey Tisch, den kleinen natürlich, und Kinderschokolade bekommen. Für Honey gab es einen Regenschirm, eine Kosmetiktasche und Sylvanians, diese Figuren die sie sammelt. Danach war auch sie überglücklich und hat mir eine dicke Umarmung gegeben. Das war mein schönstes Weihnachtsgeschenk, die Umarmung. Normalerweise mag sie es gar nicht wenn man sie anfasst, drückt oder bei der Hand nehmen will. 'Don't touch me please', sagt sie dann immer. Ich schätze mal das hat mit der Trennung von den Eltern zu tun, denn niemand darf das, aber ich respektiere diese Bitte. Nur heute hat sie mich gleich mehrmals gedrückt, nun bin ich wohl endgültig in die Familie aufgenommen. Barry habe ich mit einem Gutschein für ein Sportgeschäft überrascht und Alice kann jetzt ne Runde in Botany shoppen gehen.
    Dann kam was, das mich diesmal total überrascht hat: meine Geschenke. Ich habe echt nicht erwartet, dass sie mir was schenken, vor Allem nicht so viel. Aber da haben sich ein paar richtig Gedanken gemacht, dementsprechend genial sind auch meine Geschenke ausgefallen: Ich habe ein Bild von Neuseeland auf einer Leinwand bekommen, das aus alten Briefmarken gemacht ist. Sieht richtig bunt aus und das beste es wiegt nicht viel, muss es ja auch irgendwie zurückbringen. Außerdem gab es jede Menge Outdoorausrüstung von guten Marken wie eine Sickflasche mit Karabiner von macpac, Campingbesteck, einen Salz-/Pfefferstreuer, ein bisschen Schokolade und Bodylotion. Von den Oma und Opa bekam ich einen Anstecker und ein Tuch und von Carol, Chris, Harry und Tilly, die später kamen, eine Manuka Honey Seife, diese Pflanze gibt es nur hier. Na das hat sich doch mal gelohnt. Anschließend haben wir auch alle mit der Verwandtschaft in England geskypt, um uns für die Geschenke zu bedanken. Rapha und ich haben uns kurz verdünnisiert, um das heiß erwartete Schokofondue nachzuholen. Gute Entscheidung. Dann haben wir erneut 'Despicable Me 2' eingelegt und uns daran gemacht Finleys Minecraft Pappfiguren aufzubauen. Challenge accepted. Hat mich viel Geduld und Konzentration gekostet nur ein einzelnes Huhn zu basteln, aber es hat Spaß gemacht, weil wir das alle zusammen durchgestanden haben. Danke auch nochmal an dich, Rapha, für die Basteleinheit.
    Als dann der angekündigte Besuch eintraf, haben die Erwachsenen sich ans Kochen gemacht, und wir Kinder haben die neuen Geschenke aisprobiert. Jawohl, richtig gehört, WIR Kinder. An Weihnachten bin ich eben noch Kind solange ich es kann:) Wobei dies das erste Jahr war, in dem zwei andere Kinder im Mittelpunkt standen. Aus der Küche drang derweil ein immer besserer Geruch. Da erstens das Wetter gar nicht mal so schön war und zweitens sowohl die Harrisons als auch unser Besuch aus England stammen, wurde heute statt dem typischen Kiwi-Barbecue ein britisches Weihnachtsessen aufgetischt, Barbecues werden noch genug kommen. Neben Kartoffeln, Gemüse und Pie waren die Yorkshire Puddings und Breadsauce neu für mich. Yorkshire sieht aus wie ein Muffin und ist aus Pancaketeig gemacht, unheimlich lecker und einfach zu kochen. Breadsauce ist, wie der Name sagt, eine Soße aus irgendwas Brotartigem, einfach delicious. Für den süßen Nachtisch war schon wieder nicht viel Platz, mensch was ist den los dieses Jahr. Der geplante Spaziergang ist leider ausgefallen, denn, ja, das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gezogen. Ich will mich nicht beschweren, schließlich hattet ihr da drüben in Deutschland auch nicht das typische Dezemberwetter. Bei 13*C kommt wahrscheinlich mindestens genau so wenig Weihnachtsstimmung auf, wie bei uns im Regen. Das wars dann mit dem geplanten Foto am Strand, aber ein Bild von Rapha und mir gibts trotzdem.
    Später ist Lucy noch eingetrudelt, somit waren alle meine Lieben versammelt und ich habe wie immer Weihnachten mit meiner Familie gefeiert. Also, nein, ich habe heute nicht viel Heimweh bekommen. Eine Umarmung von Honey hat diesen fantastischen Tag würdevoll beendet.

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  • 26Dec 2013

    82 Boxing Day 26.12.2013

     

    Beschreibung

    Weihnachten ganz verrückt

    Gegen alle Erwartungen sind wir heute nicht shoppen gegangen. Ihr müsst nämlich wissen, am Boxing Day, dem 26. Dezember geht ganz Auckland einkaufen. Alle Geschäfte haben über 50-60% Sale und Frau sowie Mann muss das Weihnachtsgeld in Ware umsetzen. Wie ich von Rapha, die heute an Botany vorbeigekommen ist erfahren habe, haben die Leute ihre Autos sogar auf den Straßen um Botany herum geparkt, wo es da doch schon mehr als genug Parkplätze gibt. Muss echt irre gewesen sein. Aber Barry hasst es bekannterweise zu shoppen und ich habe auch kein Weihnachtsgeld dieses Jahr, also habe ich es ihm nicht übel genommen. Stattdessen haben wir gleich morgens Honeys neues Waffeleisen eingeweiht. Waffeln mit Erdbeeren und Sahne, yum. Zur Feier des Tages gab es Croissants, Rösti und kleine Fruit Pies dazu. Na gut, dafür quäle ich mich auch gerne aus dem Bett.
    Anschließend haben wir einen typischen 2. Weihnachtstag hingelegt: gammeln. Das war unsere Hauptbeschäftigung. Hunger hatte niemand so richtig, also fiel das große Essen heute mal aus. Zuerst haben wir also mein neues Kartenspiel getestet. Ich habe ihnen 6Nimmt geschenkt, das hatte ich noch aus Deutschland dabei und es schien ihnen Spaß gemacht zu haben. Danach habe ich eine Weile mit Finley Lego aufgebaut, gott, das wird echt immer komplizierter. Da der Spaziergang ja gestern ausgefallen ist, musste irgendeine andere sportliche Betätigung her, sonst wären wir bald weggepennt. Was gibt es da besseres als einen 'Nerf War'? Nichts. Finley hat ein paar neue Nerf Pistolen bekommen, das ist so eine Art Paintball, nur dass es nicht wehtut, weil man mit Schaumstoffpfeilen schießt. Also sind wir mit Brille, Weste, Weihnachtsmütze und Pistole wie irre durch die Wohnung gerannt und haben uns abgeschossen. Ich hoffe das hat niemand gesehen, man könnte es wohl auch 'Nerd War' nenne, so wie wir aussehen. Sehr lustig. Gewonnen hat irgendwie immer Finley, weil er jedes Mal die Regeln geändert hat mitten im Spiel. Tzja.
    Dann wurde Barry irgendwann ganz hibbelig, weil er heute noch nicht rennen war. Wir haben ihm seinen 2 Stunden Run gegönnt, aber nur unter der Voraussetzung, das wir Home Alone (Kevin allein zu Hause) schauen dürfen. Weihnachten ist nicht Weihnachten ohne diesen Film.
    Anschließend kam der wirklich verrückte Teil dieses Tages. Ich meine, das übertrifft auch unseren Nerf Ausbruch. Wir sind zu einer Barbecue Party gegangen. Mit 13 Kindern. Ich meine, wer tut sich sowas freiwillig an? Ich befürchte Barry hat auch nicht so genau gewusst worauf er sich da einlässt. Seine ehemalige Klassenkameradin aus England hat ihn eingeladne. Vor zwei Jahren hat Barry sie zufällig auf Facebook entdeckt und war dann sehr verwundert, dass sie Bilder von Cockle Bay hat. Also hat er sie gefragt, was sie in Neuseeland macht und dann hat er festgestellt, dass sie ein paar Straßen weiter wohnt. Zufälle gibts. Ihr Haus, sagen wir es ist sehr spärlich eingerichtet, aber personentechnisch gesehen ist das die Hölle los, sie hat nämlich 5 Kinder. Dann kamen noch 3 weitere Familien, eine davon ist jetzt bei uns gegenüber eingezogen, und so waren dort mal eben 13 Kinder größtenteils im Alter zwischen 2 und 5. Puh, ja, was gibts da noch hinzuzufügen. Die Krönung war allerdings der neue Nachbarsjunge. Der ist offensichtlich hyperaktiv. Ich habs schon bereut, dass wir so großkotzig erzählt haben, dass wir gegenüber wohnen. Erst hat er sich mein Handy geschnappt und damit gespielt, dann wollte er mit mir tanzen, dann hat er mir die ganze Zeit unnützes Zeug erzählt und anschließend hat er es auf Honey abgesehen. 'Wir sollten heiraten' meinte er, nachdem er festgestellt hat, dass sie 11 und er 13 ist. Da war ihr die Angst ins Gesicht geschrieben und sie hat sich ganz klein hinter mir gemacht, was so gesehen keine große Kunst ist. Gott sei Dank war er kurz darauf mit Essen beschäftigt und ein bisschen Ruhe ist eingekehrt. Was gabs zu essen? Natürlich Barbecue. War das vorher geplant? Natürlich nicht. Wo wir bei dem Thema neuseeländische Partys wären. Hierzu gibt es einiges zu sagen..
    Regel Nummer 1 jeder Gast muss etwas mitbringen. 'Bring a plate' bedeutet nicht etwa bringe leere Teller mit, wie es sinngemäß übersetzt heißen würde, sondern bringe etwas zu essen mit. Was ist völlig egal, aber man liegt immer richtig, wenn es für den Grill geeignet ist.
    Regel Nummer 2 plane vorher nie den ganzen Abend durch. Es wäre unverschämt, wenn der Gastgeber vorher stundenlang einkaufen geht und viel Vorbereitungsarbeit hat. Stattdessen schaut man in den Kühlschrank und tischt alles auf was genießbar ist. Was genau es zu essen gibt, weiß davor eigentlich niemand aber es kommt immer was gutes bei raus.
    Regel Nummer 3 alle, und mit alle meine ich alles was atmet, hilft beim Schnippeln mit. In 5 Minuten ist so die ganze Arbeit erledigt und jeder hat zur Mahlzeit beigetragen.Üblicherweise kocht Barry auch, wenn wir bei Carol und Chris eingeladen sind, das ist mir schon am ersten Abend aufgefallen.
    Regel Nummer 4 gegessen wird draußen. Meistens schnappt sich jeder einen Teller und macht es sich auf dem Terrassenboden gemütlich. Besteck wird auch oft überbewertet und bei Fish'n'Chips gibt es generell keine Teller. Das wird immer, absolut immer aus dem Papier gegessen mit dem es ankommt. Wer gegen alle Vorwarnungen trotzdem Geschirr nimmt, enttarnt sich eindeutig als Tourist.
    Regel Nummer 5 der Gastgeber darf nicht spülen. Er stellt das Haus zur Verfügung, die Gäste räumen auf. Wenn die letzte Person aus der Tür geht, sieht das Haus wieder so aus wie vorher. Selbst die Damen in den schicksten Kleidern haben keine Scheu den Spüllappen in die Hand zu nehmen.
    Ihr seht, es hat nur Vorteile die Freunde zu sich einzuladen, deshalb gehen wir wohl auch jedes Wochenende woanders essen. Barbecues are simply the best.
    Ach und ich vergaß. Keine Ahnung ob offizielle Statistiken es schon beweisen, aber die Kiwis trinken garantiert mehr Bier als die Deutschen. No beer, not a good evening. Rule Number 6.
    Got it?
    Achso das Ende des Abends: Ruhe. Niemand hat sich mehr getraut was zu sagen.

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  • 28Dec 2013

    83 Bay of Plenty 28.12.2013

     

    Beschreibung

    Wie einige wohl meinen Facebook Bildern entnehmen konnten, befinde ich mich gerade in der Bay of Plenty. Die Ferienregion Neuseelands. Dieser Trip war wahrlich recht spontan, aber die Spontaneität hat sich wie immer ausgezahlt:)
    Vor ca. 2 Wochen habe ich noch ein letztes Mal in der Schule vorbeigeschaut, um mein Wichtelgeschenk abzugeben. Dort habe ich Steffi getroffen, mit der ich auch schon Anfang Dezember zum Horse Riding am Muriwai Beach war. Bei ihr stand ja von Anfang an fest, dass sie ab Weihnachten, pünktlich zum Schulschluss, mit ihrem Auto loscruist und Neuseeland auf eigene Faust erkundigt. Also habe ich mich mal informiert, wie weit sie mit ihrer Planung schon ist und habe erfahren, dass sie über Silvester die Bay of Plenty abfährt. Das klang gut, wesentlich besser als alleine in Auckland zu sitzen, weil eigentlich gerade alle reisen, also habe ich mal erwähnt, dass ich eventuell auch Interesse hätte. Wann anders komme ich wohl eh nicht mehr nach Tauranga, ein weiter Grund diesen Ort aufzusuchen. Steffi hat sich daraufhin auch gefreut ein bisschen Gesellschaft am New Years Eve zu haben, war nur noch die Frage ob ich da auch frei kriege. Das war dann auch der Grund weshalb es im Endeffekt so ungeplant war. Alice hat in letzter Sekunde gesagt, dass sie die Kinder von heute bis zum 01.01. nimmt und dann hab ich schnell noch den nakedbus gebucht. Kurzzeitig hing es dann doch nochmal auf der Kippe, weil der Plan war Silvester in Whakatane zu verbringen, von wo aus nur leider kein Bus am 1. zurück nach Auckland fährt. Also setzt mich Steffi nochmal in Tauranga ab und ich zahle dann das Spritgeld für den Umweg. Das ist es mir wert, Silvester in Auckland soll echt laaangweilig und unspektakulär sein. Kein Wunder, denn ganz Auckland ist leer, alle Familien sind im Urlaub und wo fahren sie hin: Bay of Plenty. Der Place to be zum Jahreswechsel. Gutes Wetter, endlose Strände, zahlreiche Campingplätze und gute Laufstrecken - alles was ein Kiwi braucht.
    Die Entscheidung für 4 Tage wegzufahren bedeutet dann aber auch, dass ich ein paar Vorbereitungen treffen muss, da es 2 Tage später für einen Monat auf die Südinsel geht. Außerdem wohnen ab Donnerstag die Schwester von Barry und deren Mann bei uns, die ebenfalls einen Monat hier sind. Da wir kein Gästezimmer haben, wird Finleys Raum wieder gebraucht, in dem ich ja eigentlich bin. Also haben wir vereinbart, dass mein ganzer Kram in den Schrank kommt und die Schubladen und Regale wieder mit Finleys Sachen gefüllt werden. Darum habe ich jetzt einen Koffer voller Kleidung, die ich im Februar mit der Post nach Hause schicke, eine Tasche mit den Sachen, die ich auf die Südsinsel mitnehme, eine Tasche mit Zeug, dass ich im Februar/März brauche, meinen Rucksack mit den Sachen für die nächsten 4 Tage und Kram der hierbleibt. Zudem musste ich mir eine SIM-Karte fürs iPad kaufen, dass ich euch weiterhin über meine Reise informieren kann und habe bei der Gelegenheit auch meinen Handyvertrag zu vodafone gewechselt, denn mit 2degrees hat man weder auf der Südinsel noch jetzt in Tauranga Empfang. Mein Tipp also, holt euch gleich vodafone.
    Ja dann kanns endlich losgehen:)

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  • 29Dec 2013

    84 Das Miami von Neuseeland 29.12.2013 Neuseeland —

    Tauranga, Tauranga, Neuseeland

    Beschreibung

    Mount Maunganui

    Um 8 Uhr hat mein Silvester Trip gestartet. Ich habe den nakedbus gebucht, der etwa 3 Stunden bis nach Tauranga braucht. Diese Busse sind echt günstig für 11 Stunden Nachtfahrt nach Wellington zahle ich beispielsweise nur $30, was viel billiger ist als mit dem Auto zu fahren. Barry hat mich also netterweise nach Auckland gefahren, sodass ich mich einigermaßen von der Barbecue Party bei Freunden gestern Nacht erholen konnte. Wie immer, wenn ich zu meinen Wochenendtrip aufbreche, regnet, nein schüttet es. Das war so bei Coromandel, bei Rotorua und nun auch bei Bay of Plenty, aber ich sehe es als gutes Omen, weil die darauffolgenden Tage dann bisher immer sonnig und wolkenlos waren. Warten wirs ab.
    In Tauranga angekommen, konnte mich Steffi glücklicherweise direkt vom Busstop abholen, weil sie auch gerade aus Rotorua eingetroffen ist. Perfektes Timing also und dann haben wir das Auto erstmal am Hafen abgestellt und uns mit Blick aufs Meer überlegt, was wir denn so die nächsten Tage machen. Die Inspiration kam nicht so, also haben wir das iSite Infocenter aufgesucht und uns mit jeder Menge Broschüren und Kartenmaterial ausstatten lassen. Zuerst sind wir also in das Museum gegangen, die Tauranga Art Gallery, sehr klein aber originell. Vor Allem jedoch kostenlos und trocken. Die 10 Minuten haben auch für einen totalen Wetterumschwung von kalt und nass zu warm und sonnig gereicht. Also sind wir ein bisschen am Hafen entlang geschlendert, haben uns so ein altes Maori Kriegskanu (Te Awanui) angeschaut und sind dann in eine Markthalle, in der Kunst von örtlichen Leuten verkauft wird. Dort drinnen war es sehr gemütlich, sodass wir noch auf einen Kaffee geblieben sind. Das hat uns Gelegenheit gegeben, eine Unterkunft für heute Nacht zu suchen. The problem is, an Silvester sind grundsätzlich alle Hostels, Hotel, Motels in und um Tauranga und Mount Maunganui ausgebucht. Steffi hat Anfang Dezember schon überall nachgefragt, aber da war leider absolut nichts zu machen. Nun blieb uns nur noch die Möglichkeit im Auto zu schlafen. Aber bei fast allen Campingplätzen, die noch nicht ausgebucht waren, muss man 'self-contained' sein, also eine Toilette an Bord haben. Freicampen oder eine Nacht am Straßenrand kostet $200 Bußgeld und gerade jetzt kontrollieren sie wirklich sehr aufmerksam. Eine nette Verkäuferin in der Halle hat unsere Misere mitbekommen und sich glatt zu uns gesellt, um uns irgendwie zu helfen. Kurz darauf kam noch ein Mann dazu, der uns angeboten hat seinen Laptop zu benutzen, um ins Internet zu gehen. Irgendwann standen 3 Leute um uns herum, aber irgendwie kamen wir auch nicht weiter. Also haben wir uns so noch ein bisschen mit ihnen unterhalten, die Leute sind immer so begeistert, wie gut die Deutschen Englisch sprechen und dann sind wir losgefahren, um das beste aus dem Tag zu machen.
    Unser nächstes Ziel hieß Mount Maunganui, wo die riesengroße Silvesterparty jährlich stattfindet. Eigentlich wollten wir nur auf den Berg, bzw ich wollte mich eine Stunde da hoch quälen, sorry Steffi, aber dann haben wir diesen wunderschönen Campingplatz (Mount Maunganui Beachside Holiday Park) direkt am Berg und zwischen den 2 Stränden entdeckt. 'Give it a try' war unser Motto heute, also haben wir mal eben den verzweifelten Gesichtsausdruck aufgesetzt und ganz nett gefragt, ob nicht vielleicht doch irgendwo noch eine kleine Lücke frei ist. Natürlich nicht, der Zeltplatz war komplett ausgebucht, aber so einfach haben wir uns nicht abwimmeln lassen. Tatsächlich hat die Dame dann noch einen letzten Stellplatz gefunden, wobei wir erst sichergehen mussten, dass er frei ist, weil der Nachbar wohl meinte, dass er teilweise auf 2 Plätzen steht. Als wir geschaut haben war das aber alles kein Problem, also haben wir die $60 bezahlt und hatten eine Bleibe für die Nacht. 'We got it. The very last camping space in Bay of Plenty.'
    Dann ging es schnell, naja eher mühsam, den Berg hinauf und wir haben es gerade so vor dem einsetzenden Nieselregen auf die Spitze geschafft. Die Aussicht war natürlich fantastisch, endlose Strände und endloses Meer. Weniger schön war, dass mal wieder nur Jogger unterwegs waren. Das ist hier wohl eine Familienbeschäftigung. Statt den einstündigen Weg auf die Spitze zu wandern, joggen die Eltern mit ihrem 6 jährigem Kind einfach. Das geht viel schneller. Crazy, crazy.
    Wir waren auch von der weniger sportlichen Gehart schon so fertig, dass wir dringend eine Dusche nötig hatten. Die sanitären Anlagen auf dem Platz sind wirklich sehr sauber und man kommt nur mit einem Chip in das Gebäude. Zudem hat jeder Camper 30% Rabatt im Schwimmbad nebenan, aber wer braucht das schon, wenn man umgeben von Meeresrauschen ist. Das wollten wir dann auch unbedingt aufsuchen, aber zuerst mussten wir uns noch ein wenig stärken. Zum Abendessen gab es Wraps gefüllt mit Salat, Schafskäse und Tomaten und dazu ein neuseeländisches Bier..das gehört zum Campen einfach dazu. Dabei haben wir ein bisschen mit unseren Nachbarn geplaudert, festgestellt, dass einige Deutsche auf dem Platz sind und uns dann in Richtung Meer aufgemacht. Die Straßen in und um Mount Maunganui waren mittlerweile für Autos gesperrt, denn die Straßen gehörten nun den Urlaubern, die allesamt in Bars, Eisdielen oder an den Strand geschlendert sind. Ich glaube mit Strand haben wir die beste Wahl getroffen, es ist einfach so befreiend immer und überall ans Meer zu können. Beim Schlendern haben wir eine große Bühne entdeckt, die schon vorahnen ließ, was für ein riesen Event am 31. hier stattfindet. Auf dem zugehörigem Poster waren zahlreiche Musicacts aufgelistet und das Partyvolk hat seinen Weg hierher auch schon gefunden. Da das mit der Unterkunft heute aber reine Glückssache war, werden wir wohl morgen in Richtung Whakatane aufbrechen. Glück war es in dem Sinne, dass der Camper, den die Rezeptionistin eigentlich meinte, erst um 11 ankam und zwar mit einem extragroßen Wohnmobil. Der braucht wahrlich 2 Plätze, aber irgendwie konnte er sich noch in die Ecke quetschen und es ist ja nicht unsere Schuld wenn wir falsche Infos kriegen und er erst so spät ankommt. Jedenfalls lagen wir sowieso schon im Bett, in unseren improvisierten Betten, aus Matratze, Rückbank, Kisten und Decken. Ich muss sagen, abgesehen davon, dass ich nicht so ganz wusste wohin mit meinen Beinen, war es doch sehr gemütlich. Stefanie hat Vorhänge für alle Fenster gebastelt und es war doch recht bequem. Ich wollte schon immer mal in einem Auto schlafen, aber jetzt wo ichs gemacht habe, muss ich sagen es reicht dann auch erstmal.

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  • 30Dec 2013

    85 Like a real backpacker 30.12.2013 Neuseeland —

    Whakatane, Neuseeland

    Beschreibung

    Whakatane

    Der Wecker hat uns geweckt. Wir haben es tatsächlich noch in den letzten 3 verbleibenden Stunden bis zum Morgen geschafft in so eine Art Schlaf zu verfallen. Das hätte mal 5 Stunden vorher passieren können, als meine Beine, nicht aber der Rest meines Körpers eine Ruhepause eingelegt haben. Achja die Wehwehchen und Leiden eines Backpackers. Das Positive an dem Morgen, es gab allen Grund aufzustehen und aus dem Auto zu kriechen. Sonnenaufgang am Strand, überall um uns herum und dazu die frische Meeresluft gemischt mit dem Chlorgeruch von nebenan. So ein Urlaubsgefühl lag irgendwie in der Luft. Gerade war ich noch am träumen, da wurde ich auch schon wieder knallhart in die Realität zurückgeholt. Nein, die Menschen schlendern nicht gleich in ihren Sommerkleidern in Richtung Pool, um sich ihre Liege zu reservieren und dann einen Null-Bock-Faulenzer-Tag hinzulegen. Wir sind hier in Neuseeland. Der Zelteingang öffnet sich und heraus kommt ein hyperaktiver Mensch in voller Sportgarnitur, der gleich den Mount Maunganui hinauf- und wieder runterjoggen wird. Ohne Witz. Jeder, JEDER Camper auf diesem Platz, ob groß, klein, dick, dünn, alt, jung, hat kurz Luft geholt und ist dann losgerannt. So irre. Das ist die Familienbeschäftigung. Da sind teilweise Eltern mit ihren Kindern an uns vorbeigesaust und wer keine Lust hatte, hat sich sein Surfboard geschnappt und sich ebenfalls rennend in Richtung Strand aufgemacht. Ja, da standen wir nun, voll unsportlich, und haben das Kommen und Gehen beobachtet. Also dachte sich Steffi, mach ich doch auch mal einen auf super fit und nehme ne Surfstunde. Nur leider hätte diese erst um 2 stattgefunden, was dann doch zu knapp war, weil wir um 10 schon auschecken mussten und es nicht 4 Stunden in dieser Hitze am Strand ausgehalten hätten. Gegen einen kurzen Gang ins Meer hat aber nichts gesprochen, gegen einen langen schon, denn dafür war das Wasser zu kalt. Eisig brrrr. Da wäre mein Papa nicht reingegangen, stimmts? :D
    Als wir uns dann ca. 1 Stunde später entschieden haben nach Whakatane aufzubrechen, war der Strand auch schon echt gut voll. Ich glaube Silvester dort wird richtig überlaufen sein, die haben heute schon die ganze Technik aufgebaut, da wird ne riesen Party geschmissen. Aber ganz ehrlich, das war uns fast ein bisschen zu viel Rummel und irgendwie unpersönlich, deshalb sind wir mit nicht allzu viel Wehmut losgefahren. Wehmut hatten wir dann beim Tanken, aber das ist ja noch billiger als in Deutschland. Steffis Auto schluckt zwar viel Sprit, aber dafür waren $3000 ein absolutes Schnäppchen für einen so großen und ungenutzten Geländewagen mit Allradantrieb. Tatsächlich haben die Gäste im nächsten Hostel ihren Neid nicht zurückhalten können, na da muss Steffi gut auf ihr Schätzchen aufpassen. Von Mount Maunganui nach Whakatane fährt man ein bisschen mehr als ne Stunde, also waren wir schon recht früh da. Nicht geil. Ich weiß nicht ob wir bisher nur einfach immer Glück hatten, aber dieses Hostel ist dreckig. Dreckiger Teppich, dreckige Bettwäsche, dreckige Küche, mit dem Bad fange ich erst gar nicht an... Es hat dementsprechend ein bisschen gedauert, bis wir unsere Sprache wiedergefunden haben, aber andererseits: Was soll man machen? Es gibt kein anderes Hostel in diesem Ortm zumindest kein günstiges und bezahlt haben wir sowieso schon. Doch irgendwie war das leibliche Wohl in dem Moment wichtiger als das geistige, so sind wir denn in die Stadt gefahren und haben im Guinness Pub ne Kleinigkeit zu Mittag gegessen. Bis wir uns da mal entschieden haben, wo wir essen gehen, war auch wieder so viel Zeit vergangen, dass wir nur noch schnell im Pak'n'Safe einkaufen gegangen sind und uns dann tatsächlich aufs Zimmer gechillt haben. Bzw, ich auf die Gartenbank, die schien mir irgendwie sympathischer.
    Und die Moral aus der Geschicht: die ganze Aufruhr war garnicht nötig. Klar, es war schon dreckig, aber die Leute dort waren super nett und geschlafen haben wir auch einigermaßen gut. Ich meine, wir können uns nicht beschweren, der Italiener auf dem Zimmer musste um 5 Uhr morgens zum Fruitpicking aufstehen. Wo wir bei diesem Thema wären. Die anderen Deutschen, ich sags wies ist da sind 80% Deutsche wie in jedem anderen Hostel auch, konnten uns ein paar wertvolle Tipps geben. Zum Einen braucht Steffi Hilfe mit dem Auto. Reifendruck nachmessen und Wasser- und Ölstand prüfen. Das übernehmen sie. Und dann war Steffis Idealvorstellung vielleicht 1 Woche zu arbeiten, weil sie recht viel Zeit für die Bay of Plenty, bzw. danach Hawkes Bay hat. Die Jungs arbeiten seit ein paar Tagen auf einer Kiwifarm und sind allgemein schon alle seit so 1 Monat in dieser Unterkunft, immer suf der Suche nach neuen Jobs. Man verdient bei so 8 Stunden Arbeit täglich etwas mehr als $100, ein wahrlich lohnenswertes Geschäft. Drum verlängert Steffi ihre Zeit gegen alle Vermutungen im Hostel und kommt ab Donnerstag mit auf die Arbeit. Dann muss sie auch nicht mehr mit dem Zimmer vorlieb nehmen, sondern kann es sich im Auto gemütlich machen. Irgendwie hat es sich also doch gelohnt hierher zu kommen.

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  • 31Dec 2013

    86 New Year's Eve 31.12.2013 Neuseeland —

    Ohope, Neuseeland

    Beschreibung

    Ohope Beach

    Ich habe gestern vergessen zu erwähnen, dass wie Britta kennengelernt haben. Britta ist eine Lehrerin aus Kiel und entspricht so garnicht dem Klischee einer Mather-/Biolehrerin. Sie surft, hat einen coolen Kleidungsstil, ist mega entspannt und hat sich ein Sabbatjahr genommen. Finde ich super, denn so manche Kollegen waren doch recht weltfremd und haben ihr Fach sehr wichtig genommen. Sie war jedenfalls schon in Portugal und Asien und ist jetzt seit 3 Wochen in Neuseeland. Grund genug sie mit zum Strand zu nehmen und einen Surf-/Schwimm-/Beachtag hinzulegen. Denn wie sonst könnte man den letzten Tag im Jahr besser verbringen?! Gar nicht, eben...
    Also sind wir in der Frühe zum Ohope Beach gefahren und haben uns gleich mal ein Board für 4 Stunden geliehen, das wir geteilt haben. 1 Stunde würde $20 kosten und 4 Stunden eben nur $40. Da wir aber auch zusammen rausgehen wollten, Britta und ich, Steffi hat ja ne Surfstunde genommen, haben wir dann doch noch eins für 1 Stunde genommen und den Preis geteilt. Das Wasser war schon recht frisch und die Wellen riesig. Am Anfang ist eigentlich gar nichts passiert, da saßen wir alle da und haben drauf gewartet, dass Gott Wellen macht. Britta hat sogar die ein oder andere gekriegt, weil sie in Portugal jeden Tag raus war und noch die Routine drin hat. Sie könnte sich eigentlich auch ein Board hier kaufen, das machen viele, und dann wieder verkaufen, ist wesentlich billiger als immer die Ausrüstung auszuleihen. Wie auch immer, nach ner Weile gings dann richtig los und passt man mal nicht auf wird man gleich weggespült. Das ist schon echt respekteinflößend wenn so ne 2-2,5 m große Wellt auf dich zurollt und dann bricht, sodass nichts anderes übrig bleibt als abzutauchen, denn das Surfbrett hängt ja ohnehin am Fußgelenk. Aber je größer die Wellen, desto größer der Funfaktor natürlich and that's why auf einmal sehr viele Surfer da waren und Schwimmer ohnehin. Das war mir ein wenig zu stressig, ich teile meine Wellen nicht gerne, deshalb habe ich mich dann für did Variante 'Relaxen am Beach' entschieden und so auch Britta. Dazu kamen zwei andere Mädels aus dem Hostel, die ein bisschen Boogieboarden war und noch eine wichtige Rolle auf meinem Wochenendausflug spielen werden, aber dazu später. Fassen wir die Stunden bis zum Abend zusammen. Sonnen, heimfahren, McFlurry auf dem Weg gönnen, duschen, essen und plaudern. Sekt kaufen leider nicht, weil niemand seinen Reisepass dabei hatte, aber dazu hatten wir später noch Zeit.
    Tja, dann saßen wir da, so 10-15 Leute und haben überlegt was wir machen. Sau cool eigentlich, dass mal niemand fragt "Was machst du, was machst du? Wo gehst du hin? Wer ist da? Was geht da?". Einfach mal das Jahr gemütlich ausklingen lassen, das war unser Wunsch, also haben Steffi, Britta und ich uns entschieden an den Strand zu fahren. So richtig Kiwi-like Silvester am Strand. Die anderen wollten lieber in die Stadt feiern gehen, aber das können wir auch noch wann anders machen, heute muss es einmalig sein. Um an den Strand zu kommen, muss man aber das Auto nehmen, es sei denn man will 2 Stunden laufen, also habe ich mich angeboten und mit dem alkoholfreien Sekt vorlieb genommen. Manchmal muss man eben Opfer bringen, aber dafür war ja die Location mega. Alkohol ist zwar eigentlich in der Öffentlichkeit verboten, aber bald war es eh so dunkel, dass man uns wahrscheinlich nicht mal gesehen hat am Strand. Und kalt war es auch. Merkt euch das, Neuseeland ist das einzige Land wo man garantiert irgendwie 4 Jahreszeiten an einem Tag hat. Morgens ist Frühling ( ungewiss, irgendwie sonnig aber leicht bewölkt), mittags ist Hochsommer (Sonne raus gefühlte 40*C), nachmittags sehr wahrscheinlich Herbst (irgendwann nieselts immer oder es wird auf einmal voll stürmisch) und abends ist es Winter (ggrrrr). Doch die lieben Bewohner dee Ferienhäuser waren schlau und haben Lagerfeuer am Strand veranstaltet. Da haben wir uns unbemerkt dazugesellt und über den Sternenhimmel philosophiert. So schön. Es war so schön. Schließlich stiegen immer mehr Wunschlichter auf. Ich weiß nicht genau ob es dafür ein spezielles Wort gibt, aber das sind diese Lampions an denen ein Teelicht hängt und die man wie Ballons aufsteigen lässt. Die, die in Deutschland verboten sind, weil sie easy einen Waldbrand verursachen können. Ja, ungefährlich sind sie wohl nicht, aber die Dinger sind genau in Richtung Meer geflogen, das war gut.
    Anschließend wurde es uns doch ein wenig kühl, also haben wir uns ne halbe Stunde ins Auto gesetzt, so habe ich Silvester auch noch nicht verbracht. Der Zeltplatz nebenan ließ und wissen, dass es bald Mitternacht ist, also haben wir wehmütig unseren gemütlichen Platz verlassen und haben das Feuerwerk bestaunt, mit dem schon vor 12 begonnen wurde. Und wie es das Schicksal will, waren wir nicht die einzigen Deutschen dort unten. Eine Gruppe Jugendlicher hat und zu sich gewunken und da war doch tatsächlich ein Mädchen, Sophia, die im Alter von 11 Jahren mit ihrer Familie hierher gezogen ist. Damals sprach sie kein Wort Englisch, jetzt mit reinem Kiwi-Akkzent. Sie meinte ihre Deutsch sei sehr kindlich, aber ne, das war super. Unfair. Mit der haben wir dann laaaange geredet, und sie hat uns erzählt, wie sie es so findet hier zu leben. Also im Sommer ist es halt mega cool, weil jeder surfen geht und man so ziemlich jede Sportart machen kann. Aber im Winter passiert leider nicht so viel. Der Schnee reicht nur in manchen Regionen zum Skifahren und alle Feiertage sind im Sommer, also herrscht Langeweile. Sie versucht seit neuestem dann immer in den Urlaub zu fliegen, aber here is the problem, mal eben nach Europa geht nicht. Das ist halt wirklich blöd, wenn man jung ist und nicht das Geld hat, dann hängt man hier fest. Dennoch findet sies ultra relaxt und will nirgendswo anders leben als in diesem Land, auch nicht in Australien. Sie hat uns dann noch viel mehr erzählt, aber dafür reicht der Platz jetzt hier nicht. Zum Abschied hat sie uns ihre Nummer gegeben und meinte wir sollten doch morgen vorbeikommen und mit ihnen surfen gehen, sie und ihre Freunde haben dieses Haus am Strand gemietet, aber ich fahre ja morgen leider zurück wähää.
    Wo wir bei dem Morgen danach wären. Und jetzt erklärt sich auch warum die beiden Mädels aus dem Hostel noch wichtig wurden. Da Steffi sich ja nun fest entschieden hat noch ne Woche in Whakatane zu bleiben, wäre es halt wirklich ein Umweg mich in Tauranga abzusetzen, wo mein Bus zurück nach Auckland kommt. Zufälligerweise waren da aber Kathi und ihre Freundin. Die beiden studieren Geowissenschaften oder so in Amsterdam und waren gerade auf einem Kongress in Christchurch. Kathi kommt aus Deutschland, und ihre Mitstudentin aus Guatemala. Nun wären sie schön blöd, wenn sie, wo die Flüge schonmal bezahlt wurden, ihren Aufenthalt nicht verlängern würden. Tatsächlich war Kathi vor ihrer Studienzeit ebenfalls in Neuseeland und hat Work'n'Travel gemacht. So hat sich alles zusammengefügt und wir haben die beiden in Whakatane getroffen, weil sie auf dem Weg nach Auckland sind, wo ihr Flug zurück nach Deutschland am 2. losgeht. Wie es das Schicksal will muss ich ja auch nach Auckland und dann hab ich einfach mal gefragt ob ich nicht mitkann. Im Endeffekt haben sie mich in Tauranga abgesetzt, sodass ich den Bus nehmen konnte, den ich ja sowieso schon bezahlt habe und der mich auch da absetzt, wo ich gerne aussteigen würde. Sie selbst wollten direkt zum Flughafen und davor noch an ein paar Orten anhalten, was nicht meinen Zielen entsprach. Tja, so konnte Steffi bleiben wo sie ist und wir haben ne Menge Spritgeld gespart. Glück gehabt im neuen Jahr:)

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  • 01Jan 2014

    87 Gedanken zum neuen Jahr 01.01.2014 Neuseeland —

    Howick, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Happy New Year everyone. Frohes Neues Jahr!! Möge 2014 für euch voller Gesundheit, Glück und Freude sein und dass alle eure Wünsche in Erfüllung gehen. Ich hoffe ihr hattet ein schönes Silvester mit all euren Lieben und musstet nicht allzu viele trösten, die wieder mal ihre Vorsätze nicht so ganz umsetzen konnten.

    Ich hab jedenfalls nichts zu bereuen gehabt, denn 2013 war ein super Jahr für mich und außerdem mache ich mir keine Vorsätze, weil man dann immer was wählt, was man sowieso nicht durchzieht und im nächsten Jahr kloppt man es dafür ganz in die Tonne. Weniger fördernd, eher destruktiv. Nun zu meinem Jahr: Es steht unter dem Motto 'Abschied nehmen und einen Neuanfang wagen'. Ich wurde vor viele Prüfungen gestellt, AuPair sein, alleine zurecht kommen, mit meinem eigenen Lohn umgehen und schriftliche Prüfungen. Zuallererst mal habe ich mein Abi gemacht und Abschied von der Schule, nicht aber meinen Freunden genommen. Ich kann gar nicht glauben, dass es schon wieder ein ganzes Jahr her ist. Kinder, die Zeit vergeht so schnell. Ich werde jetzt nicht melodramatisch, aber 'seufz' das war eine tolle Zeit. Natürlich nicht die Arbeiten zu schreiben, aber alles was danach kam. Dieser wahnsinnige Druck der nach 13 , oder bei mir nach 12 Jahren abfällt, ist einfach so befreiend. Nie wieder die Schulbank drücken und nervige Hausaufgaben machen. Klar, die Uni wird auch kein Ferienparadies, aber da werde ich ja machen, was mir gefällt, wo ich gut drin bin, wo ich motiviert und interessiert bin zu lernen. Ja, ich habe schon abgeschlossen mit Bk und Erdkunde und Physik, forget it, es ist vorbei. Und dann die ganze Feierei danach. Abiball, Abigag, Abifeier, random Straßenparty, that's Life. Wenn der ganze Jahrgang entspannt zusammen kommt, hat man immer sein Spaß.
    Keine Woche später ging es auch schon los nach Irland. In 10 Tagen mit den Rovern einmal ums Land. Das werde ich nie vergessen, vor Allem weil du, Sarah dabei warst. Es war deine letzte Reise als Rover, wieder eine Veränderung, aber die habe ich noch nicht ganz angenommen.
    Außerdem habe ich von der Arbeit Abschied genommen, aber das hat mich mit dem Gewissen, dass es bald nach Neuseeland losgeht nicht allzu hart getroffen;)
    Und schließlich geht jetzt jeder im Freundeskreis aus dem Jahrgang seinen eigenen Weg. Na gut, viele von euch sind erst umgezogen, als ich schon auf dem Weg hierher war, aber wenn ich zurückkomme, seid ihr alle ganz weit weg :( Aber so manchen Abschied, wie den von dir Clara nach Berlin, haben wir ja gebührend gefeiert..
    Und dann schließlich der wohl letzte Abschied für dieses Jahr. Mein Aufbruch nach Neuseeland. Wenn man das nicht selbst erlebt hat, für so einen langen Zeitraum so weit weg zu leben, kann man sich das gar nicht richtig vorstellen vorher. Es fühlt sich ein bisschen so an, als würde man in den Urlaub gehen, nur dass man ein bisschen zu viel Gepäck für 2 Wochen dabei hat. Darum ist es auch schwer die richtigen Worte beim 'Auf Wiedersehen' zu treffen, aber ich habe versucht nochmal jeden davor zu treffen und mein Terminkalender war voll in der Woche vor dem Flug. Diesen Neuanfang habe ich gewagt, ich war offen für eine Veränderung in meinem Leben und ich habe festgestellt, das war der Anfang von was Großem. Ich hätte ja selbst nicht gedacht, dass AuPair sein so gut funktioniert, aber gut, dass ich es ausprobiert habe, denn sonst hätte ich diese wahnsinnig tolle Familie nie kennen gelernt.

    Und dieses Jahr, es wird auch viele Veränderungen bereithalten. Ich werde Entscheidungen treffen, die große Auswirkungen haben. Welchen Studiengang wähle ich? Welche Stadt?Ziehe ich weg? Komme ich zurück nach Deutschland (ne Spaß):D Doch, seriously, ich gehe das jetzt easy an. Ich bin gespannt was die Zukunft für mich bereithält und lasse Neues einfach mal auf mich zukommen. Das habe ich hier gelernt: Relax. Take it easy. Lass es geschmeidig angehen und lebe dein Leben. Mache jeden Tag einzigartig und öffne die Augen für das was die Welt die zu bieten hat. Genieße die Zeit, die du hast und teile deine Freude mit anderen Menschen. Ein einfaches 'Wie gehts?' kann jemandem den Tag versüßen. Ja, das ist mein heimlicher Vorsatz 'Nehme mit was du hier über dich und das Leben gelernt hast und lass es dir von niemandem nehmen.'

    Aber eine Sache gibt es noch, die für mich Priorität Nummer 1 hat. Na, eine Idee? Was mache ich am liebsten, wo fühle ich mich am wohlsten? REISEN! Travel the world. Diese Idee hat sich wie ein roter Faden durch die letzten 12 Monate gezogen und ich werde dafür sorgen, dass sie es auch weiterhin tut. Ich will die Welt sehen solange ich es kann und mich nicht nur auf den Ort beschränken, an dem ich zufällig geboren wurde. Sie ist zu schön, unsere Welt, um sie nicht gesehen zu haben, das würde ich mir nie verzeihen. So war ich in den letzten 2 Jahren in Österrich, England, Kos (Griechenland), Delft (NL), Bremen, Wiesbaden, Paris, Irland, Rom, Mecklenburgische Seenplatte, Berlin und schließlich mal ganz weit weg. Sei es eine Sprachreise, ein Kurzurlaub, ein spontaner City-Trip, ein Besuch bei Freunden, ein Zeltlager, eine Hotelwoche oder ein Kongress...hauptsache weg. Oh yes, das war ein geiles Jahr und dieses wird es auch. Die Südinsel, Fidschi und Australien sind nur der Anfang. Barrys Oma und Opa haben mich zu ihrem Haus in London und seine Schwester zu ihrem Ferienhaus nach Spanien eingeladen. Ich bin hier jederzeit willkommen und nach Asien will ich auch irgendwann nochmal. Let's do that:)

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  • 02Jan 2014

    88 Besuch aus England 02.01.2014 Neuseeland —

    Auckland, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Die Verwandtschaft kommt. Nicht meine, das wäre auch cool, aber Barrys Schwester Jo, deren Mann Paul und ihr fünfjähriger Sohn Sunny wollen Neuseeland einen 4-wöchigen Besuch abstatten. Das ist natürlich eine tolle Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen kann und sie glauben, dass Sunny jetzt alt genug ist, um sich an diese Zeit zu erinnern. Es war dennoch gar nicht so einfach das ganze Mal in die Wege zu leiten, denn während hier 6 Wochen Sommerferien sind, haben die Engländer gerade mal 2 Wochen Winterferien. So hat ihr Sohn eine Sonderbeurlaubung genehmigt bekommen, denn er besucht schon seit dem Alter von 4 die Grundschule. Außerdem ist der Flug und das damit verbundene Jetlag eine ganz schöne Belastung, weshalb sie über Neujahr in Kuala Lumpur geblieben sind und sich 3 Tage am Hotelpool erholt haben, bevor sie weiter in Richtung Auckland aufgebrochen sind. Jetzt sind sie aber da und werden ihren ersten Trip auf die andere Seite der Welt, sie waren bisher nämlich weder in Australien noch in Neuseeland, sehr genießen.
    Aber wie das so ist hat man erstmal ne Menge Vorbereitungsarbeit zu treffen. Die Waschmaschine lief ununterbrochen, ich brauche schließlich auch ein paar Sachen für die Südinsel. Zwischendurch habe ich immer versucht zu packen und schon früh festgestellt, dass mein 70l Rucksack voll sein wird, auch wenn ich wirklich, wirklich nur das Nötigste eingepackt habe, aber man braucht halt einfach Kleidung für jedes Wetter hier. Ein Flies, eine Regenjacke, Badesachen, einen Pulli, ein Kleid...Die größte Beschäftigung war jedoch die Kinder zu beschäftigen, weil sie so dermaßen aufgeregt waren. Also habe ich sie Willkommensschilder basteln lassen und dann standen wir um 2 alle schön aufgereiht am Flughafen und haben versucht um die Ecke zu linsen. Das heißt ich wusste ja nicht, nach wem ich Ausschau halten musste, aber Honey und Finley wussten es umso besser. Als die drei schließlich um die Ecke kamen, gab es viele Umarmungen und Geschrei und dann habe ich festgestellt, dass sie mir sehr sympathisch sind. Die Big Family ist dann also zu den Autos geschlendert und ab gings nach Hause. Barry hat freundlicherweise Carol und Chris Auto für diesen Monat bekommen und so bin ich mit dem anderen gefahren. Die Sache hier ist, dass es günstiger ist sich ein Auto zu kaufen als zu mieten für dieses Zeitraum, aber gar nichts zu zahlen ist natürlich immer noch die beste Option. Kaum im Haus angekommen wurden viele, viele Geschenke verteilt, für mich gabs auch eine Cadbury Schokoladentafel von der Oma. Sunny gefällt mein Air Hockey Tisch für Finley sehr gut, und das Minion ist nach wie vor der Renner. Dann hielten wir es aber nicht mehr im Haus aus, es war sooo heiß heute. Genau das Wetter, was jemand, der gerade aus dem überfluteten England kommt, braucht. Also sind wir an den Eastern Beach gefahren, wo man 100 Meter ins Wasser laufen kann und immer noch steht. Schwitzt auch, weil das Wasser erstaunlicherweise richtig warm war. Ganz klassisch haben wir daraufhin Fish'n'Chips am Strand gegessen, auf Küchenpapier und mit den Fingern, das ist Kiwi Style. Dann haben wir noch Cricket gespielt, einen Tim Tam Slam veranstaltet und anschließend hat Sunny vor Müdigkeit ständig geweint. Der ist schon manchmal so ein kleiner Pienser, Honey und Finley weinen nie, worüber ich echt froh bin. Did sind eigentlich wirklich soo unkompliziert und ich muss sie nie zurechtweisen oder mit ihnen schimpfen. Jetzt ist auch klar warum ich im Februar wieder zu ihnen zurück komme, ich vermisse sie jetzt schon.

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  • 03Jan 2014

    89 Die Südinsel 03.01.2014 Neuseeland —

    Auckland, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Jetzt gehts looos

    Countdown 1 ist abgelaufen, es geht los auf die Südinsel. Einen Monat. Yeees, ich kanns gar nicht erwarten, aber erstmal verbringe ich noch einen schönen Tag in Auckland mit meiner Familie. Natürlich wollen Barry und die Kids der Verwandtschaft stolz ihre Heimatstadt zeigen, also standen heute Aussichtspunkte auf dem Plan. Dazu durfte ich wieder Fahrer spielen, diesmal mit 3 Kindern hintendrin. Halleluja, da war was los. Finley und Sunny da haben sich zwei gefunden. Die quatschen dir das Ohr ab. Das ist auch den Erwachsenen schon aufgefallen, weshalb sie gefragt haben, ob es okay ist wenn alle unter 18-jährigen bei mir mitfahren, aber ich machs ja gerne, wir hatten ne Menge Spaß. Außerdem ging es gar nicht anders, weil die Kindersitze nur in dieses Auto passen. Aber hey, hab ich schon erwähnt, dass Sunny ein cooler Name ist. Natürlich nur auf Englisch, genau so wie Summer, aber auf Deutsch würden 'Sonnig' und 'Sommer' schon wieder echt seltsam klingen. Andererseits hat es ja für die Engländer die gleiche Bedeutung, doch das ist ungefähr so wie die Frage, warum sie die Songs in ihrer Sprache so hypen, da sind manchmal echt sinnlose Texte dabei, aber das kann mir irgendwie niemand beantworten.
    Jedenfalls sind wir dann auf den Mount Eden gefahren, das erste mal, dass ich nicht hochlaufen musste, und zum Spielplatz beim One Tree Hill. Dort mussten wir Wettrennen veranstalten und ganz viel Seilbahn fahren. Barry hat auch mitgemacht, obwohl er heute morgen schon 30km gerannt ist. Um 5 Uhr ist er dazu aufgestanden, MUSS er, meinte er. Naja ein bisschen Übung für den 60km run kann ja nicht schaden. Deshalb ist er am Samstg übrigens auch den Coast-to-Coast Walk gerannt. In 2 Stunden, mit 2 Bergen zwischendrin, wir haben 5 zum laufen gebraucht. Schließlich gabs mal wieder ein fettes Barbecue und das war auch ganz schnell zubereitet mit der Hilfe von Jo. Barry meinte daraufhin auch 'Frag Julia, die weiß was wir brauchen. Ach mensch, kannst du nicht länger bleiben?'. Fidschi und Australien sind leider gebucht, aber ich nehms als Einladung nochmal vorbeizuschauen in nächster Zeit ;)
    Um 7 war schließlich die Zeit gekommen sich zu verabschieden. Zum Glück komme ich zurück, denn sonst hätte ich Rotz und Wasser geweint. Ich hoffe, ich sehe Jo, Paul und Sunny nochmal, aber sie fliegen am 30. kann sein, dass wir uns gerade so verpassen:/

    Da saß ich also. 11 Stunden in einem vollen Bus. Immerhin hatte ich einen gesprächigen neuseeländischen Sitznachbar. Ich weiß jetzt, dass man seinen Führerschein mit 15 machen kann, die meisten echten Kiwis noch nie aus ihrem Land rausgekommen sind, weil es einfach zu teuer ist und es trotzdem verdammt geil ist in diesem Land aufzuwachsen. Def Busfahrer war sehr großzügig und hat alle 2 Stunden eine Klopause eingelegt. Im Bus waren nämlich nur Nummer 1 und nicht Nummer 2s erlaubt. Schlafen war eher weniger drin, weshalb ich dann jetzt wohl seit 30 Stunden wach bin, yippie. Ab und zu habe ich dann doch meine Augen geschlossen, weil ich nicht mit ansehen konnte was für enge Straßen wir gefahren sind. Und in was für einem Tempo. Trotzdem, für $30 ist es immer noch das beste Transportmittel.
    Um 7 kamen wir dann an und mein Sitznachbar hat mir noch den Weg zur Bushaltestelle gezeigt. Der Busfahrer hat mich dann bis vors Hostel gefahren, weil ich nicht wirklich wusste wo ich aussteigen musste und die Sonne hat mich auch noch angestrahlt, es läuft, es läuft. Bei der Rezeption hat sichs aber ausgelaufen, natürlich konnte ich nicht vor 2 aufs Zimmer und es war 7, also habe ich folgendes gemacht: Ich bin 10 Stunden durch Wellington gelaufen und habe mir alles angeschaut, was es so im Großen und Ganzen zu sehen gibt. Lest selbst.

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  • 04Jan 2014

    90 Capital City 04.01.2014 Neuseeland —

    Wellington, Wellington, Neuseeland

    Beschreibung

    Wellington

    Voller Motivation habe ich mein Mammut Programm also gestartet. Ich hab noch schnell einen Blick in den Reiseführer und auf den Stadtplan geworfen und dann standen meine Ziele für heute fest. Das YHA Hostel liegt zum Glück echt zentral, sodass alles zu Fuß zu machen ist. Also war mein erster Anlaufpunkt das 'Te Papa' Museum gleich um die Ecke. Es ist das wohl interessanteste Museum in Neuseeland und beherbergt viel mehr Ausstellungsstücke als das in Auckland. Doch dort angekommen, habe ich festgestellt, dass es erst um 10 öffnet. Verdammt, daran habe ich überhaupt nicht gedacht. Also habe ich nochmal einen genaueren Blick in den Reiseführer gewagt und mich diesmal auf die Öffnungszeiten konzentriert. Was macht um 7:30 auf? Nichts. Wenn ichs mir genau überlege, war ich auch die einzige die in dieser Hergottsfrühe schon herum gelaufen ist, außer natürlich die Jogger, aber das ist ja obligatorisch. Immerhin öffnet das Cable Car um
    8:30 seine Pforten, also habe ich mich auf den Weg dorthin gemacht und kam an einem sehr schönen Hafen, dem Civic Square, sowie einer endlos langen und schön gestalteten Einkaufsmeile vorbei. Die Gebäude sind hier total anders als in Auckland, das bis 18 noch die Hauptstadt war. Es gibt viel mehr hohe Gebäude, die aber zugegebenermaßen auch schöner aussehen. Die ganzen Häuser der Bewohner liegen in den Bergen rundherum, Wellington ist ja in einer Bucht locatet. Es macht irgendwie mehr Sinn als Stadt, in Auckland gibt es nur das Zentrum, das aus 5 Hochhäusern und einer Straße besteht und alle Menschen wohnen in den Vororten drumherum, weil ein Kiwi nicht das Stadtleben gewohnt ist, so ohne Garten und Parks in denen man Barbecues veranstalten kann. Ich habe meinen kleinen Spaziergang alleine jedenfalls sehr genossen und mir anschließend ein kleines Frühstück bei McDonalds gegönnt. Somit war dann auch die Wartezeit überbrückt und ich hab das erste Cable Car auf den Berg genommen.
    Die Aussicht ist wunderschön. Ich glaube ich habe noch nie eine Stadt gesehen, die mit dieser zu vergleichen ist. Das Cable Car und der immerzu starke Wind haben mich zwar an San Francisco erinnert, und natürlich auch die Hügel, aber die Häuser und vielen Grünflächen sind nur hier zu finden. Noch dazu war es ein wirklich wolkenloser Morgen, was in dieser Stadt nicht allzu häufig vorkommt. Das Cable Car Museum direkt an der Endstation hatte leider auch noch zu, also bin ich ein bisschen spazieren gegangen, denn den Rückweg zur Stadt wollte ich noch nicht antreten. Schließlich hat sich schon eine ganz schöne Schlange vor dem Museum gebildet, das auch wieder eintrittsfrei ist. Es ist nicht sonderlich groß, aber schön gestaltet und vor Allem sehr interessant. Tatsächlich gibt es über 4000 Mini-Aufzüge, um die Bewohner Wellingtons zu ihren am Hang angesiedelten Häusern zu bringen. Diese gibt es in allen möglichen Varianten, z.B. als Container oder verglaster Kasten, aber sie sind dringend notwenig, denn mit einem Auto können viele ihr Grundstück nicht betreten. Anschließend habe ich dann den Rückweg zur Stadt angetreten. Dieser ist bestens ausgeschildert und führt an den Highlights des Botanic Gardens vorbei. Der war wirklich schön und liebevoll angelegt, ich mag es einfach, wenn eine Stadt einen Park hat, in den man sich immer mal zurückziehen oder im Sommer auf eine Bank setzen kann. Das fügt so viel Wert zu der Atmosphäre hinzu. Für den Walk habe ich etwa 1 Stunde gebraucht und auch fleißig Pflanzen für Mama fotografiert, bis ich schließlich vor einem sehr merkwürdig ausschauenendem Gebäude stand: Das Parlament. Da hat sich aber jemand architektonisch verausgabt. Doch das beste, man kann es auch von innen sehen. Stündlich werden kostenlose Führungen angeboten, an denen jeder teilnehmen kann. Ich habe die 11 Uhr Führung angepeilt, aber vorher hab ich diesen Tipp noch mit einer anderen Familie geteilt. Als ich ein Foto von der 4-köpfigen Crew gemacht habe, kamen wir ins Gespräch und es hat sich herausgestellt, dass sie aus Auckland sind. Sie hatten auch schon eine AuPair, aber die hat damals ihr ganzes erarbeitetes Geld mit nach Hause genommen, statt sich Neuseeland anzuschauen. Blablabla, jedenfalls wussten sie nicht, dass es diese kostenlosen Führungen gibt, weshalb ich sie mitgeschleppt habe und sie mir unglaublich dankbar waren. Steht sowas denn nicht in den lokalen Reiseführern? Die einstündige Tour durch die Parlamentsgebäude war wirklich super, das politische System ist ja so komplett anders als in Deutschland. Das Debating Chamber sah im Grunde so aus wie das in London, und tatsächlich hat die Queen das Recht den neuseeländischen Premierminister abzusetzen, der übrigens alle 3 Jahre gewählt wird, wenn sie mit dessen Arbeit unzufrieden ist. Dieses Veto wurde in der Geschichte bereits zweimal umgesetzt, allerdings wie viele meinen gerechtfertigt. Ansonsten gehört Neuseeland immer noch zum Commonwealth of Nations, weil sich damals bei einer Volksabstimmung 60% dafür entschieden haben. Laut Studien könnte sich das in ferner Zukunft aber ändern. Auch sehr interessant sind die Vorrichtungen gegen Erdbeben. Verwendet wird eine Technik, die in Wellington erfunden wurde und mittlerweile überall auf der Welt angewendet wird. Außerdem waren wir in dem Raum, in dem im April Prinz William und Kate bei ihrem Staatsbesuch empfangen werden. Aber das absolut beste war unser Führer. Der war mir von Anfang an sympathisch und als er dann angefangen hat sich über die Amerikaner unter uns lustig zu machen, war ihm die volle Aufmerksamkeit gewidmet. Das ist so ein Ding zwischen den Kiwis und den Staatlern, aber es hat nunmal gerade ein riesen Kreuzfahrtschiff angelegt, auf dem nur Amerikaner sind. Und die 3, die bei unserer Führung dabei waren, haben sich richtig Mühe gegeben alle Vorurteile zu bestätigen. Die eine trug Schuhe mit der amerikanischen Flagge drauf, der andere meinte das wäre ja ein undemokratisches System mit nur einer Kammer und die andere hat geklatscht als erwähnt wurde, dass Hilary Clinton mal in diesem Raum stand. Okaaay, wenn ich nur eine dieser Sachen gemacht hätte, wäre wahrscheinlich ein Shitstorm auf mich zugekommen, der nicht mehr feierlich ist. Trotzdem, es kam ja auf die Führung an und die war super und kostenlos.
    Im Anschluss bin ich wieder in Richtung Nationalmuseum gelaufen und kam auf dem Weg dorthin noch an dem zweitgrößten Holzgebäude aus der Welt vorbei. Was ein kultureller Tag. Das Te Papa hatte mittlerweile natürlich auf und der Eintritt war 'oh Wunder' frei. Ich finde Museen sollten generell, auch in Deutschland kostenlos sein, sodass jeder die Möglichkeit hat einen kulturellen Tag einzulegen. Mit einem Plan ausgestattet habe ich dann versucht mir meinen Weg zu den Bereichen die mich interessieren zu bahnen. Bei 6 Etagen muss man nämlich eine nähere Auswahl treffen, es sei denn der ganze Tag kann fürs Museum draufgehen. Ich habe mich mal mit den Naturkatastrophen in Neuseeland beschäftigt, da passiert ja schon öfter mal was. Aber als ich mich kürzlich mit einer Einheimischen darüber unterhalten habe, meinte sie, dass sie keine Angst hat, was bringts auch, und einfach nur dankbar ist in diesem Land aufgewachsen zu sein. Wenn du den ganzen Tag über mögliche Erdbebenszenarien befürchtest, führt das ja zu nichts und schließlich gehört es zum Alltag. Ein paar Vorfälle, wie der in Christchurch, haben dann aber natürlich doch bleibende Eindrücke und Ängste hinterlassen, doch das werde ich mir bald selbst anschauen. Außerdem habe ich wieder die Maori Ausstellung besucht und ein bisschen über die Geschichte Neuseelands gelernt. Die Museen hier sind wirklich sehr anders als wir es aus Europa kennen. Es gibt sehr viel zum Ausprobieren und Anfassen, manche Bereiche sind sogar ausschließlich für praktische Aktivitäten gestaltet. Also immer ein guter Anlaufspunkt für Familien mit Kindern. Ich habe auch einen sehr schönen Nachmittag dadrin verbracht und vor Allem die Aussicht von der Dachterrasse genossen. Egal wo man sich in Neuseeland gerade befindet, man hat irgendwie immer eine Wahnsinns Aussicht, das werde ich so vermissen. Dieses Gefühl von Freiheit und Platz.
    Mein nächstes und eigentlich auch letztes Ziel sollte das Film Archiv sein. Dort kann man sich kostenlos alle Filme, die je in Neuseeland gedreht wurden, anschauen. Dafür musste ich auch nur um ein paar Ecken laufen, aber dann leider enttäuscht feststellen, dass es bis zum 16.01. Sommerpause hat. Naja, ich komme ja nochmal nach Wellington auf dem Rückweg, dann schaue ich mir das mal an. Stattdessen habe ich mir noch ein Surfshirt im Sale gekauft, was auch nicht schlecht gegen die starke Sonne ist. Ganze 10 Stunden waren daraufhin vergangen, seit ich heute morgen aufgebrochen bin und so langsam habe ich dann auch wieder Hunger bekommen. Der Supermarkt lag ja sowieso auf dem Rückweg, besser gehts gar nicht. Da ich jetzt ein Backpacker bin war der erste Einkauf natürlich eine Kühltasche. Für $2 ein absolutes Muss und die hat sich auch schnell gefüllt. Mein erstes Abendessen ist erstaunlich gesund ausgefallen, Pita und Karotten mit Hummus..das war genau was ich heute gebraucht habe.
    Mittlerweile habe ich auch meine Zimmernachbarn kennengelernt und siehe da es war keine Deutsche dabei. Ich habe mich ja für ein 6er Frauen Dorm eingebucht und so waren außer mir noch eine Schwedin, eine Schottin, eine Argentinierin und 2 Chinesinnen da. Besonders gut habe ich mich mit der Schwedin Anna verstanden, die mir einen Zettel mit ihrer E-Mail Adresse und der Notiz 'Welcome to Stockholm' hinterlassen hat. Wieder jemand, den ich unbedingt besuchen muss, es kommt ganz sicher keine Langeweile auf nächstes Jahr.

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  • 05Jan 2014

    91 Auf den Spuren von Peter Jackson 05.01.2014 Neuseeland —

    Wellington, Wellington, Neuseeland

    Beschreibung

    Guten Morgen aus der Capital City. Heute regnets, stürmts und vielleicht schneits auch noch. Das ist doch mal authentisch, so habe ich mir das Wetter in Wellington vorgestellt.
    Wie schön, dass ich einen gemütlichen Vormittag im Bett geplant habe, weil ich mir gestern schon alle Hauptattraktionen angeschaut habe. Das mit dem Ausschlafen in einem 6er Dorm hat sich dann allerdings als nicht ganz so einfach herausgestellt, weil im Stundentakt jemand seinen Koffer gepackt und das Zimmer verlassen hat. Aber genau das werde ich morgen auch tun, deshalb nehme ichs ihnen mal nicht übel. Auf den gediegenen Vormittag hat ein ausführliches Frühstück gefolgt. Grüner Tee und Haferflocken mit Cornflakes plus Joghurt oder Milch und eine Banane werden jetzt mein Standard Backpacker Frühstück. Ist am billigsten und macht satt.
    Gegen halb 12 habe ich mich trotz nicht besser werdenden Wetterbedingungen entschieden ein wenig aktiv zu werden und den sonntäglichen Bauernmarkt vor dem Museum aufzusuchen. Die Schwedin von meinem Zimmer ist mitgekommen und hat fleißig Gemüse und Obst eingekauft, aber ich werde wohl heute Abend ein Resteessen veranstalten. Währenddessen hatten die Händler alle Hand voll zu tun Kisten festzuhalten, die von dem heftigen Wind quer über den Platz geschoben wurden. Ehrlich, ich habe ja damals bei der Entscheidung Wellington oder Auckland das Wetter berücksichtigt, aber dass es hier unten so sehr anders ist, habe ich nun wirklich nicht erwartet. Während man in Auckland gerade im Sitzen schwitzt und das Meer nicht mal mehr abkühlt, latsche ich hier in den dicksten Klamotten herum, die ich dabei habe und versuche gegen den Sturm vorwärts zu kommen. Es regnet nicht senkrecht, sondern von allen Seiten. Aber das härteste: 2 Stunden später gab es einen wolkenlosen Himmel und 24*C. Wie gut, dass ich nicht gerade unterwegs war, denn an kurze Hosen und Wechselklamotten hätte ich bei dem Wetter das heute morgen geherrscht hat, echt nicht gedacht.
    Umso besser, dass es diesen unerwarteten Umschwung gab, denn um 14:30 fing auch mein Programm für diesen Tag an: Eine 'Lord of the Rings Scenery tour'. Bekanntlich befinden sich in Wellington ja die Peter Jackson Film Studios, weshalb dort sowohl Szenen gedreht wurden, als auch die Stars gelebt haben. All diese Orte sind in der Wellington Movie Tour inbegriffen, die 4,5 Stunden dauert. Wahlweise gibt es auch noch die Valley Movie Tour, bei der man Rivendell und alles im Wald besichtigt oder die Ultimate Movie Tour, die beide Touren umfasst. Die dauert dann auch einen ganzen Tag, aber hat ihren stolzen Preis. Eigentlich kann man all diese Orte auch auf eigene Faust erkunden, doch erstens habe ich kein Auto zur Verfügung, zweitens irren dann sehr viele Menschen mit einem Buch das alle Drehorte Neuseelands wegweist durch den Wald und suchen DEN richtigen Baum oder die richtige Grube. Ist nämlich gar nicht so einfach zu finden, wie sich dann herausstellen wird. Und drittens hatte ich diesen Flyer im Hostel herumliegen sehen mit dem akzeptablen Preis von $45 für die Tour. Da ich eh noch nichts vorhatte für heute, habe ich gestern Abend schnell dort angerufen und reserviert. Eine nette Dame namens Alice hat mich dann also am Hostel abgeholt und mit einem Minibus mit 10 Leuten ging es los. Zuerst sind wir auf den Mount Victoria gefahren, von dem man nicht nur die beste Aussicht über Wellington hat, sondern auch schon die ersten Drehorte findet. Dafür muss man ein bisschen durch den Wald latschen, weshalb festes Schuhwerk sehr empfehlenswert ist, vor Allem wenn es morgens so geregnet hat. Die Filmcrew um Peter Jackson wurde damals mit Quads herumgefahren, so auch die Kameras und das ganze Material. Zuallerst kamen wir also zu einem Baum. Bzw. einer Baumreihe. Auf und neben diesem Baum saßen Frodo und Sam, als sie ein Picknick hielten. Ich habe diese Baumreihe genau so fotografiert, wie sie im Film zu sehen ist, also viel Glück beim Suchen. Es kommen noch ne Menge andere Suchbilder dazu.. Genau genommen hat Alice und immer die jeweilige Szene auf einem Laptop gezeigt und erst dann wurde in diese Bäume Leben eingehaucht. Ansonsten ist es nämlich einfach nur ein gewöhnlicher Baum in einem gewöhnlichen Wald. Genauso war es auch mit dem nächsten Ort, genannt 'Secret Path to Mushrooms'. Hier wurde am 11. Oktober 1999 der erste Drehtag beendet und es sollten noch einige in den Hobbiton Woods folgen. Anschließend haben wir die Grube gesehen, wo sich die vier Hobbits vor dem Reiter verstecken, nur dass der dazugehörige Baum unecht war, also schlichtweg nicht existiert. Obwohl diese Szenen alle zusammenhingen, wurden sie in großen Entfernungen voneinader gedreht, weshalb die Schauspieler, wann immer sie durch den Wald rennen mussten, von der Filmcrew getragen wurden, dass sie sich nicht verausgaben.. Und am ersten Tag hat sich tatsächlich gleiche ein Stuntdouble verletzt, wie gut, sonst wäre der Star schon am ersten Tag außer Gefecht gesetzt gewesen. Alles in Allem war dieser Waldspaziergang ein bisschen witzlos. Es ist schon cool, die Location in Echt zu sehen, aber das ist wirklich einfach nur ein gewöhnlicher Wald. Nicht so wie Hobbiton, wo alles so herausgeputzt ist wie im Film.
    Aber damit war unsere Tour ja noch nicht beendet. Als nächstes ging es zu Miramar, wo sich die Studios befinden. Die Regierung wollte diese Region offiziell 'Welliwood' nennen, aber da gabs Proteste, weil das nun wirklich sehr gay klingt. Doch der Flughafen dort hat die Inschrift 'Welcome to the Middle of Middle Earth'. Außerdem starten die Mitarbeiter und Flugbegleiter bei jeder Filmpremiere eine coole Aktion. Dieses Jahr haben sie sich Orkmasken aufgesetzt und die Passagiere so bedient oder einmal wurden die Sicherheitsvideos mit Hobbits gedreht. Da waren wir also bei den Studios in denen Herr der Ringe, Der Hobbit, King Kong, und TinTin gedreht wurden. Abgesehen von dem riesigen Greenscreen ist das einfach nur eine alte Fabrik. Peter Jackson wollte extra keine Aufmerksamkeit erregen, also hat er, wann immer eine alte Fabrik zum Kauf in dieser Gegend stand, sie aufgekauft und seine Studios erweitert. Alle Gebäude, die irgendwie mit der Produktion zusammenhängen, sind sehr unspektakulär und unauffällig, bis auf ein riesen Haus für die 'Post Production'. Dennoch, die 'Weta Caves' sind einen Besuch wert. Das ist die Firma für Spezialeffekte, die die ganzen Modelle, Kostüme und Gegenstände für Herr der Ringe herstellen. 'Weta' ist der Name eines Insekts, dass es einzig und alleine in Neuseeland gibt. Als Besucher hat man Zugang zu dem Museum/Shop und gegen Aufpreis kann man auch an einer Führung durch die Studios teilnehmen. Das nennt sich 'Window into Workshop', da habe ich nicht nein gesagt. Tatsächlich hat man hier auch mal wirklich was zu sehen bekommen, so wurde ausführlich erklärt wie Filmwaffen etc. hergestellt werden. Aus welchem Material, wie lange, wie viel. Es gab beispielsweise 300 'Stings', das Schwert von Frodo, und nur wenige, bzw, manche gar nicht, kamen zum Einsatz, obwohl teilweise mehr als ein Tag Produktion für ein Schwert nötig war. Unglaublich, wie viele Arbeitsstunden in so einem Film stecken. Außerdem haben wir ein Modell für 'Thunder Birds' gesehen, diese Fernsehsendung, die bald neu gedreht wird.
    Von dort aus sind wir schließlich an der Küste entlang gefahren und haben die Häuser gesehen, in denen damals die Filmcrew und die Schauspieler gelebt haben. Peter Jackson wollte, dass sie sich in seinem Heimatland zu Hause fühlen und nicht ewig in einem langweiligen Hotel untergebracht sind. Also hat jeder sein Haus bekommen und Eleysa Woods hat sogar ganz weit weg gewohnt, um seine Ruhe zu haben. Wir sind noch eine Straße entlang gefahren, die in einem von Jacksons Filmen auftaucht und haben an einer Bucht angehalten, von der aus man ein bisschen die Südinsel sieht. Dieser Teil der Tour hat mir wirklich gut gefallen. Allgemein würde ich aber sagen, dass man sich all diese Orte auch auf eigene Faust anschauen kann, wenn man denn ein Auto hat. Hobbiton ist und bleibt unschlagbar, weil einem einfach wirklich was geboten wird. Noch eine Warnung zum Schluss: Schaut besser nie wieder mit mir Herr der Ringe. Ich werde jetzt von der ersten Minute an sagen können 'Dort war ich. Das ist unecht. Das Dorf ist jetzt eine Schule. Das ist ein Double. Da ist ein Fehler....' .
    Kurze Info: Die nächsten drei Teile von Avatar werden ab diesem Jahr in Neuseeland gedreht. James Cameron hat mit der Regierung einen guten Deal ausgehandelt, denn er ist jetzt auch ein Kiwi. Das Land, die Natur und die Menschen fand er so super, dass er kurzerhand mit seiner Familie hierher gezogen ist.

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  • 06Jan 2014

    92 Schwerelos 06.01.2014 Neuseeland —

    Kaiteriteri, Neuseeland

    Beschreibung

    Von Wellington über Picton nach Kaiteriteri

    Liebe Leserinnen, liebe Leser,

    Dies ist mein erster Blogeintrag von der Südinsel. I finally made it there. Das wird eine wunderbare, aber auch anstrengende Zeit im 'Land der weißen Wolken'. Also wundert euch bitte nicht, wenn meine Einträge etwas verspätet erscheinen. Ich bin nunmal immer unter jungen Leuten und will die Zeit genießen, statt mich abends abzukapseln und Texte zu tippen. Aber natürlich sollt und dürft ihr Teil an meinen Erlebnissen haben und soviel kann ich versprechen: Es gibt viel zu sehen.
    Tag 1 meiner Südinselreise begann etwas stressig. Der Kiwiexperiencebus, der mich zum Fähren Terminal bringt, hält um 7:00 vor dem Hostel, also war es ein früher Morgen für mich. Lustigerweise hat sich genau zeitgleich die Argentinierin aus dem Staub gemacht, weshalb wir zusammen nur kurz Lärm verursacht haben und dann unsere lieben Mitbewohner in Ruhe weiterschlafen lassen konnten. Dann hab ich noch den Zettel von der Schwedin mit ihrer Mail-Adresse und der Einladung sie zu besuchen, in die Hand gedrückt bekommen. Ich wusste gar nicht wohin damit, denn ich war schon bepackt wie ein Esel. Der schwere Rucksack auf dem Rücken, den kleinen Rucksack vorne und in der einen Hand die Kühltasche, in der anderen meine Buchungsunterlagen. Genau an dieser Erscheinung hat mich dann auch ein Ire entdeckt, Marc, der ebenfalls auf den Bus gewartet hat. Er war jetzt einen Monat in Wellington und hat festgestellt, dass es dort nicht viel zu sehen gibt. Tatsache, ich habs mir ja in 2 Tagen angeschaut. Marc war schonmal richtig nett, so ein Kumpeltyp, der ziemlich verpeilt ist und seine Jacke verloren hat, sowie noch kein Fährenticket besaß, aber die Busfahrer sind für solche Fälle immer vorbereitet und können das im Notfall deichseln. Dann kam er, unser Bus, und da hatte ich noch keine Ahnung, dass das die beste Gruppe überhaupt werden würde. Ehrlich gesagt dachte ich noch, meine Güte was sind das denn für Tussis mit ihren Koffern und Handtäschchen, aber manchmal liegt man eben falsch, wie sich rausstellen sollte. Ich habe dann mein Ticket und ein Handbuch von Guy, dem Fahrer bekommen, die mich auf meiner Reise begleiten werden. Nach gerade mal 20 Minuten kamen wir dann an der Fähre an, wo wir unser Gepäck aufgeben mussten und ich habe Mona kennengelernt. Sie ist 18 und kommt natürlich ebenfalls aus Deutschland. Seit 3 Monaten macht sie nun 'Work and Travel' und tourt mit Kiwiexperience von Ort zu Ort. Gemeinsam hatten wir schonmal viel mehr Spaß auf der Fähre, weil man so nicht ins Fettnäpfchen treten und Selfies machen muss, sondern schöne Fotos bekommt. Insgesamt 3 Stunden fuhr die Fähre, von 9-12. Es gab ein bordeigenes Kino und genug Sitzplätze für alle, nur draußen leider nicht. Aber sowohl beim Auslaufen, als auch ab ca. 1 Stunde vor der Ankunft, standen eh alle Passagiere auf dem Deck und haben fleißig Fotos gemacht. Das Wetter war bombe und so sind ein paar schöne Aufnahmen entstanden. Leider war es mir nicht möglich ein Foto zu schießen auf dem beide, die Nord-und Südinsel zu sehen sind, dafür braucht man schon ein besseres Objektiv. Auch war es schwer beide Seiten der Fähre draufzubekommen, denn die besten Plätze an der Reling wurden dauerbelegt und irgendwas war immer im Weg. Aber ich habe die Aussicht genossen. Diese gigantischen grünen Berge, die in regelmäßigem Abstand ins Wasser ragen. Allesamt bewaldet und so unberührt. Das hat mich beeindruckt. Das ist Natur pur in seiner unglaublichen Schönheit. Wahnsinn, schon alleine das ist ein Grund die Fähre und nicht das Flugzeug zu nehmen.
    Schließlich lief die Fähre pünktlich in Picton ein, was allerdings eine nicht so aufregende Stadt ist. Deshalb bin ich auch kein bisschen wehmütig in den Bus gestiegen, nachdem das ganze Gepäck wieder eingesammelt war. Und dann gings los. Ab jetzt werde ich 1 Monat lang Bus fahren und meine Blicke nicht vom Fenster abweichen können. Überall Berge, Berge, Berge. Und Wasser so klar und blau wie der Himmel. Eins hat dann aber doch meine Aufmerksamkeit zurück zum Busfahrer gezogen. Die Frage, wer denn Lust hat heute Nachmittag bei diesem wunderbaren Wetter einen Skydive im Abel Tasman zu machen. ICH. Ich, ich, ich !!! Wow das kam überraschend. Ich dachte wir kämen erst abends an und könnten das deswegen nicht machen. Aber ich habe die ganze Zeit gesagt wenn Skydive dann in Abel Tasman oder Taupo, die besten Orte dafür. So wurde es dann also Abel Tasman, wo man bei gutem Wetter sowohl die Nord- als auch die Südinsel sehen kann. Mona hat sich auch wie ein Kind gefreut und so habe ich mich spontan entschieden in 3 Stunden einen Skydive zu machen. Darum habe ich mich dann bei der kostenlosen Weinprobe etwas zurückgehalten und mich im Garten dort umgeschaut. Mona hat mir erklärt, dass der Bus nie durchfährt. Wir werden auf dem Weg immer an vielen Sehenswürdigkeiten etc. halten, wo es auch oft einen Discount für Kiwiexperience Passagiere gibt. Das findet sie so super, denn so sieht man wirklich viel von dem Land. Umso besser. Und dann, ja dann wurde es ernst. Jeder, der heute noch vorhatte aus einem Flugzeug zu springen, wurde an einem Zwischenstopp rausgeschmissen und von dem Unternehmen abgeholt. Und siehe da, es sind nur Mädchen ausgestiegen. 7 an der Zahl. Nana Jungs, was ist denn los. Ich glaube die machen eher den Bungy. Aber ein 'Goodbye und Good Luck' haben wir trotzdem reingedrückt bekommen. Auf der 40-minütigen Busfahrt mussten wir dann ein Formular unterschreiben, das vor Verletzungen und im schlimmsten Falle Tod warnt. Ja, ja, hm... No risk, no fun. Anschließend durften wir die Höhe festlegen: 13,000 oder 16,500 ft. Ich habe mich für die niedrigere Variante entschieden, denn die war schon teuer genug, wenn es auch Rabatt gab. $300 plus $200 für das Foto-/Videopacket, was aber ein MUSS ist, schließlich wird das die einzige Erinnerung an diesen Wahnsinn sein. Die 3 Däninnen, die dabei waren, haben sich für den höheren Sprung entschieden, mit denen werden wir uns die nächsten Tage auch noch gut anfreunden. Und dann war es soweit. Wir wurden gewogen, unseren Partnern zugeteilt und dann in einen unheimlich sexy Anzug gesteckt. Kein schöner Anblick, aber da oben ists kalt und Sicherheit geht vor. Dann wurde ein kleines Videointerview geführt, das vor dem Sprung. Ich glaube ich habe sowas gesagt wie 'Mum, Dad, Bro and Friens, I love you and I hope I'll see you again'. Da ihr diesen Eintrag ja gerade lest, kann ich schonmal spoilern, dass ich überlebt habe:) Nun haben wir schnell noch die Hände bekritzelt, dass ein schönes Foto rauskommt und dann saßen wir auch schon im Flugzeug. Zu zehnt!! 10 Personen, obwohl nur 3 springen. Also 3 Springer, 3 Sprungpartner, 3 Kameramänner und einer der glaube ich einfach so mitwollte in seinen Jeans, T-Shirt und Sneakern. Mann da wars eng. Wir haben natürlich ausführlich erklärt bekommen, was in den nächsten 10 Minuten passiert und wie wir uns verhalten, bzw. verbiegen müssen. Das wurde alles auf Fotos und dem Video festgehalten und es gab viel Schultertätscheln. Bevor allerdings die Aufregung kam, wurde erstmal die Aussicht genossen. Den ganzen Abel Tasman haben wir von oben gesehen, das Meer, die Berge, ganz leicht die Nordinsel und all das wurde netterweise beschrieben und kommentiert. Darum mache ich einen Skydive, weil man was sieht. Man kann die Umgebung genießen und alleine so ein Rundflug wäre bestimmt schon teuer genug. Ich habe zwar jegliches Zeitgefühl verloren, aber schätzungsweise 10 Minuten sind wir da so langgeflogen und haben uns mental auf das was kommt vorbereitet. Soweit es geht. Also garnicht. Wenn man einmal oben ist, gibt es kein zurück mehr. Das war alles, was ich wusste. Und als die Luft dünner und der Druck stärker wurden, war es Zeit zu sterben. Innerlich vorerst. Mona durfte als erstes springen. Das ging so: Mütze und Brille auf. Gurte festziehen. Ein letztes entsetztes Lächeln in die Kamera, Tür auf, Kameramann klammert sich von außen an die Tür, Todeskandidat Nummer 1 setzt sich auf die Stufe, Beine einknicken, Kopf zurück und eins, zwei..... That's it. Freiheit. 45 Sekunden freier Fall. Aus 4000 Metern Höhe. Man fühlt gar nichts. Es geht so schnell. Die Luft ist so stark. Man kann nicht schreien. Weiß nicht ob Mund auf oder zu. Man fällt. Immer schneller. Und ich liebe es. Adrenalin pur. Dann ein Schultertippen 'Aha, Kamera'. Hände positionieren, versuchen zu lächeln-geht nicht-Mund zu- geht nicht- man sieht bescheuert aus. Aber das ist egal. Es zählt nur der Moment, in dem man fliegt und an nichts denkt außer dieses Gefühl, das ich nicht beschreiben kann. Dann breitest du deine Arme aus und fühlst dich wie der König der Welt. GEIL. ICh LiEBE ES.
    Und dann gibt es einen Ruck und die Welt bleibt stehen. Nein du bleibst stehen, denn der Fallschirm wurde geöffnet. Dein Kameramann fällt noch etliche hundert Meter weiter, bevor auch er seinen freien Fall beendet. Aber du fühlst dich sicher, denn ab jetzt geht alles ganz langsam, im Vergleich zu vorher. Man kann sich auf die Aussicht konzentrieren und realisiert wie wunderschön es ist. Alles ist so klein, das sehe ich doch normalerweise nur aus dem Sitz im Flugzeug. Du machst ein paar 360*C Drehungen, das hat mir nicht so gut gefallen und dann hängst du wieder nur und näherst dich langsam dem Boden. Ich weiß nicht wie lange ich da so hing, aber es hat sich wie eine Ewigkeit im Vergleich zu dem freien Fall angefühlt. Und schließlich die Landung. Man sieht wieder Menschen und ist nicht mehr alleine da oben. Beine hochnehmen, eine letzte Drehung und viel schneller als gedacht geht es auf den Boden zu. Fester Boden unter den Füßen, ein letztes Interview und es ist vorbei. Wahnsinn. I DID IT.
    Das schlechte kommt erst danach. Die Ohren tuen weh, denn der Druck war ganz schön stark da oben. Die Beine sind wabbelig. Und man muss bezahlen. Aber im Gegenzug hab ich eine Tüte in die Hand gedrückt bekommen, die 2 DVDs beinhaltet. Eine mit ganz vielen Fotos und eine mit dem zusammengeschnittenen Videos inklusive Musik. Leider habe ich noch keine funktionierende Möglichkeit gefunden, diese Dateien auf das iPad zu spielen, also muss es ein Bild vorerst tun.
    Überglücklich sind wir dann in den Minibus gestiegen, der uns wieder zurück zu den anderen gebracht hat. Auf dem Weg zum Hostel haben wir noch an einem Supermarkt angehalten, das macht der Bus immer so und das Abendessen eingekauft. Die anderen haben sich während unserem Skydive in Nelson umgeschaut, das wäre also der normale Programmpunkt gewesen. Anschließend kamen wir in unserer Unterkunft in Kaiteriteri im Abel Tasman an. Dieses Hostel ist wunderschön gelegen und gestaltet. Direkt am Strand und die Bar, ein Restaurant, eine Frittenbude sind gleich nebenan. Mist, dachten wir, wir sind letzter. Alle anderen hatten natürlich schon eingecheckt. Doch heute muss unser Glückstag sein, denn die Dame schaute uns nur an und meinte 'Glück gehabt'. Wir haben ein Upgrade bekommen, weil alle anderen räume belegt waren. Zweidorm mit Kühlschrank und Ensuite. Hotelstandard. Für den gleichen Preis wie die anderen. Geil. Gute Nacht.

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  • 07Jan 2014

    93 Partypeople 07.01.2014 Neuseeland —

    Westport, Neuseeland

    Beschreibung

    Von Kaiteriteri nach Westport

    Tag 2 auf der Südinsel hat mit einem wunderschönen Sonnenaufgang begonnen, den ich aus unserem Schlafzimmerfenster sehen konnte. Das hat Mona und mich überzeugt früh aufzustehen, um noch einen Strandspaziergang am Morgen einzulegen. Leider fuhren wir heute schon früh weiter, weshalb wir weder Zeit für einen Kanutrip noch einen Ausflug zum Abel Tasman hatten. Natürlich hätte ich mich schon hier abkapseln und noch zwei Nächte länger bleiben können, um die zweitägige Kanu Tour zum Apple Rock o.ä. einzulegen, aber abgesehen davon, dass schlechtes Wetter angesagt war und es nicht ganz in meinem Zeitplan passte, war ich im Nachhinein doch sehr froh, mit den Leuten in diesem Bus mitgekommen zu sein. So sind wir dann einfach ein bisschen an den Stränden entlang geschlendert und haben die frische Meeresluft genossen. Und nicht zuletzt haben wir das Gebiet ja gestern schon von oben gesehen, also ganz ohne einen Eindruck haben wir diesen Ort nicht verlassen. Der Regen hat dann auch sehr bald eingesetzt und wir haben es uns im Bus gemütlich gemacht. Noch waren wir alle Fremde, die nichts miteinander zu tun haben, aber das sollte sich heute Abend dank unserem genialen Busfahrer ändern.
    So haben wir dann also einen Eindruck der üblichen Wetterbedingungen an der Westküste bekommen: Regen. Das Gebiet von etwa Abel Tasman bis zum Franz Josef Gletscher ist das regenreichste Neuseelands und das zu jeder Jahreszeit. Doch das hat auch seine schöne Seiten. Kaum zu glauben, aber der See (ich glaube Lake Rotoiti) bei dem wir einen kurzen Stop hatten, sah so wunderschön im Regen aus, dass ich glaube mit Sonnenschein wäre es auch nicht viel beeindruckender gewesen, vielleicht sogar eher unspektakulärer. Mit den Bergen und dem klaren Wasser hat sich wirklich ein wunderschönes Bild ergeben, nur die 1,5m großen Aale im Wasser haben mich abgeschreckt, nicht aber die fleißigen Kajakfahrer und Schwimmer.
    Weiter ging es dann über den Buller Gorbe (scenic drive) in Richtung Westport, wo wir unsere Nacht verbringen werden. Wieder einmal gingen tausend Listen durch den Bus, mit Aktivitäten, Unterkunft und anderen organisatorischen Sachen. Dazu muss ich jetzt mal ein bisschen was erklären. Die Busfahrer von Kiwiexperience buchen die Unterkunft für die Passagiere. So kennen die Hostels ja den genauen Zeitplan von den Bussen und die ungefähre Anzahl von Mitfahrern, sodass sie immer so viele Betten reservieren. Manchmal sind ganze Hostels oder Etagen nur für Kiwibus und Straybus. Darum geht eine Liste herum, in die man einträgt, wie lange man in dem Hostel bleiben möchte und welche Zimmerart man wählt, und dann wird das alles organisiert. Man kann aber antürlich auch in einem anderen Hostel übermachten, wenn man das selbst bucht. Außerdem werden ja viele Aktivitäten angeboten. Waterrafting, Jet-Boat, Reiten, Skydive, Bungy, Wandertouren, Helikopterflug... Eben alles, was es so gibt. Und darauf bekommen wir alle einen deftigen Rabatt als Kiwikunden, weshalb man sich dort auch immer für einträgt und das dann meistens noch am selben oder nächsten Tag machen kann. Heute wurden dann also die Leute, die reiten oder Jet-Boat fahren wollen, abgesetzt und für den Rest gings weiter zu einem Café und anschließend zu einem Supermarkt. Gegen 5 kamen wie in an, wo man die Möglichkeit hatte direkt surfen zu gehen, aber no, das war mir zu kalt. Stattdessen haben wir alle eingecheckt, das muss man natürlich selbst machen und heute ein 8er Dorm mit Küche und Klo zugeteilt bekommen. Dort waren außer uns noch die Däninnen und die Engländerin Jess, die so unglaublich lustig ist mit ihrer Art. Ein bisschen Chaos gabs dann doch noch, weil manche ins falsche Zimmer gelaufen sind. Als alles geklärt war, wurden die Herdplatten angeschmissen und die Kochlöffel geschwungen. Die meisten machen sich seltsamerweise immer Reis mit Hühnchen und Gemüse, nicht wie üblich Nudeln mit Soße. Und jetzt kommen wir zu dem lustigen Teil: Das Spiel.
    Guy liegt sehr viel daran eine gute Stimmung im Bus zu schaffen. Wir sind schließlich mindestens eine Woche zusammen unterwegs und es wäre todlangweilig, wenn jeder vor sich hindümpelt. Drum kam unser Busfahrer auf eine seiner blöden Ideen. Jeweils 2-3 Mädchen mussten sich mit einem Jungen zusammenfinden, weil der weibliche Anteil im Bus überwiegt. Dann wurden unsere Fußgelenke aneinander gebunden und so mussten wir den Abend über von Pub zu Pub ziehen. Wer aufs Klo muss hat halt einfach Pech gehabt und das kann schonmal passieren, wenn jeder eine Runde ausgeben muss. So waren wir nicht nur äußerlich miteinander verbunden, sonder haben auch große Fortschritte auf der persönlichen Ebene gemacht. Es hat wirklich geklappt. Alle haben sich unterhalten, es wurde viel gelacht und gehumpelt und wir waren nicht länger Fremde, sondern eine Gruppe junger Menschen, die zusammen Spaß und einen schönen Trip haben möchten. Von Bar zu Bar wurde es natürlich lustiger und wir haben Wettrennen gestartet, was echt nicht so schlau war. In der letzten Bar, die 4. wurden wir erlöst und durften nun wieder Herr über unsere Füße sein. Aber dann gings erst richtig los. Die Musik wurde aufgedreht und als Guy reinkam, haben sich alle auf ihn gestürzt und ihn mit den Tüchern geknebelt. So wurde es noch ein sehr sehr langer und sehr witziger Abend, der grundlegend für die tolle Zeit war, die noch auf uns zukommt. Das ist halt einfach Kiwiexperience..klar wird viel Party gemacht, aber dafür hat man eine tolle Zeit mit tollen Leuten und ich hatte überhaupt keine Probleme als Alleinreisender. Sehen tun wir natürlich auch viel, dafür sind wir ja da. Ich denke, ihr werdet noch viele Storys hören.

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  • 08Jan 2014

    94 Vom Meer zum Gletscher 08.01.2014 Neuseeland —

    Westland National Park, Neuseeland

    Beschreibung

    Von Westport über Punakaiki nach Franz Josef

    Kinder, was gibt es schöneres, als einen neuen Tag mit Surfen zu beginnen.. Klar, nach einer langen Nacht ist das eigentlich nicht das erste was einem in den Sinn kommt, aber Mona, zwei andere Deutsche und ich haben gestern groß verkündet heute morgen um 7 surfen zu gehen, wo der Bus um 9 fährt, und auch schon bezahlt. Da das ein Surferhostel ist, waren alle Sachen da und wir mussten uns eigentlich nur aus dem Bett quälen, unsere Sachen in den Bus packen und bei dieser Eiseskälte ins Meer rennen. Eigentlich ist Westport mit jährlich 2000 Sonnenstunden ein wärmerer Ort als Auckland und bei weitem als Wellington, aber morgens um 7 ist das Meer halt einfach noch frisch, vor Allem wenn es nieselt. Doch uns blieb nichts anderes als in die Neoprenanzüge zu schlüpfen und es mit den Wellen am Tauranga Bay aufzunehmen. Und siehe da: Es war Hammer. Die Wellen war perfekt und alles hat geklappt wie geschmiert. Ich hab Mona ein bisschen was erklärt, weil sie noch nie surfen war, aber dann habe ich mich 2 Stunden lang ausgepowert. Anstrengend war es allerdings, denn es herrscht eine so starke Strömung, dass man sich nach spätestens 10 Minuten 100 Meter weg vom Ausgangspunktbefindet, dann also wieder aus dem Wasser trotten und zurück laufen muss. Aber das war es mir wert, denn wer hätte gedacht dass Surfen in dieser Hergottsfrühe so viel Spaß macht. Zwischendurch haben wir unseren Bus vorbeifahren sehen, da die anderen zu einem Aussichtspunkt(Cape Foulwind) wandern, von dem aus man Seerobben sehen kann und der gleichzeitig Neuseelands geringste Distanz zu Australien ist. Das verpassten wir leider, aber wurden dann rechtzeitig dort abgesetzt. Trotzdem wäre ich gerne noch etwas länger im Wasser geblieben, jetzt wo ich so wach war. Topfit haben wir uns dann wieder zu den anderen gesellt und los gings in Richtung Franz Josef.
    Das ist aber ein sehr weiter weg, dementsprechend wurden auch viele schöne Zwischenstopps eingelegt. Das Wetter hat überraschenderweise eine 180*-Wendung eingelegt und es war strahlender Sonnenschein. Dementsprechend schön war die Sicht aus dem Fenster entlang des Statehighway 6...endlose Küsten, Strände und Berge. Das konnten wir auf Fotos festhalten, bevor der nächste große Stop, die 'Punakaiki Pancake Rocks' anstanden. Die Pfannkuchenfelsen. Die haben ihren Namen den vielen dünnen Linien zu verdanken, die der Wind zu geschaffen hat. Mit ganz viel Phantasie sieht das dann aus wie ein Haufen Pfannkuchen, aber wer das nicht erkennt, muss sich auch keine Sorgen machen. Schön war der Walk dennoch auf jeden Fall und besonders die 'Blow Holes', in denen das Wasser nur so peitscht und spritzt, sind ein beeindruckendes Naturphänomen. Außerdem gab es hier die Möglichkeit eine Mittagspause einzulegen, denn es gibt immer einen Lunch Stop an einem Café oder ähnliches für Leute, die sich lieber was kaufen als was mitzunehmen. Ich mache mir eigentlich immer was selbst so Cracker oder Karotten mit Hummus, Couscous-Salat, eine Banane oder einen Muffin aus dem Supermarkt.. Nur was kleines, denn abends kann man ja immer kochen in den Hostels. Anschließend sind wir in Richtung 'Lake Mahinapua' gefahren, was seit dem 1.Januar dieses Jahres kein Nachtstopp mehr gemacht wird. Das heißt wir fahren durch bis Franz Josef und haben einen Tag gewonnen, denn viel gibt es an dem See nicht zu sehen. Er hat eine sehr seltsame rötliche Farbe am Ufer, weshalb ich da auch garnicht hätte reinspringen wollen.
    Und umso näher wir dem Franz Josef Gletscher und dem dazugehörigen Ort kamen, desto stärker wurde natürlich der Regen. Wie gut, dass wir heute nichts mehr vorhatten und morgen auch eher spontan gestalten wollten. Währenddessen ging die Liste für die Gletschertouren herum, zu denen ich morgen noch was erkläre. So kamen wir dann gegen 5 am Hostel an, aber mussten uns erst noch ein bisschen gedulden, weil gleichzeitig auch der Straybus und der Kontiki Bus ankamen. Trotzdem werden wir irgendwie immer bevorzugt, denn es ging alles ganz schnell. Unser Zimmer war allerdings eher eine Hütte mit 4 Betten, und bei 4 Mädels mit Backpacker sieht es da schon nach 10 Minuten aus als hätte eine Bombe eingeschlagen. Mit Mona und mir waren noch die Kanadierin Jules, die jetzt allerdings in Neuseeland wohnt und eine Schwedin auf dem Zimmer. Das erste was man aber immer macht, bevor ausgepackt wird, ist einen Platz für die Kühltasche sichern. Es wird schon immer ganz eng in den Kühlschränken, wenn 3 Busse auf einmal ankommen..
    Und dann gabs auch schon eine Versammlung im zum Hostel gehörenden Pub. Und diesmal hat sich wirklich jeder mit jedem unterhalten, zwangsweise. Guy hat wieder mal ein Spiel gestartet, bei dem man einen Namen zieht, diese Person alleine aufsuchen muss und dann 'Bang Bang you're dead' sagt. Daraufhin kommt man auf eine Liste und die ersten 5 die jemanden erschossen haben und selbst noch leben, bekommen $10. Dieses Preisgeld wird von Guy gesponsert. Wenn noch nicht ganz klar war, wer der beste Busfahrer ist, wäre das ja jetzt wohl geklärt. Das macht nämlich niemand außer er. Den Tag davor haben wir auch schon einen Fotowettbewerb gestartet, wo man sich mit verschieden Motiven fotografieren musste, und der erste, der es schafft hat $40 bekommen. Das ist natürlich sowas von großzügig, denn viel verdient er echt nicht. Im Grunde bekommt er nur einfach die Unterkünfte und Aktivitäten wie Bungy Jumps umsonst und das Gehalt selbst ist sehr gering. Aber Guy hat sich ein Ziel gesetzt: Er möchte jedes Land der Welt bereisen. So arbeitet er immer 8 Monate und reise die restliche Zeit des Jahres. Ein zu Hause hat er nicht, also lebt er sowieso immer aus dem Rucksack. Sowas finde ich voll bewundernswert, man merkt einfach, dass er mit Herz und Seele dabei ist. Und der Sinn des heutigen Spiels war es natürlich die Namen kennenzulernen. War auch echt mal nötig, denn ich hatte keine Ahnung wer das auf meinem Zettle ist. Durch viel Nachforschen bin ich dann darauf gekommen, dass es einer von den 5 Schweden ist, die heute Morgen zugestiegen sind. Ich habe ihn dann sogar töten können, aber 1 Minute später dummerweise Selbstmord begangen. Ein anderer von den Schweden hat mich nämlich gefragt wer die Person auf seinem Zettle ist und tja, wie es der Zufall will, war ich es :D Mein Gesichtsausdruck hat mich verraten. Als Trost hat Guy allen eine Runde ausgegeben und wir waren last men standing. An diesem Abend habe ich mich mit allen gut verstanden, wo ich davor nie ein Wort gewechselt habe, weil ich dachte sie seien desinteressiert und abweisend. Aber nix da, Gruppierungen gab es nicht, wir gehören jetzt alle zusammen. Besonders gut komme ich mit den Däninnen zurecht. Elizabeth, Anne und Sara sind echt für coole Aktionen gut und mit denen werden wir nächstes Mal auch aufs Zimmer gehen. Die 3 machen eine Art Ozeanien Reise in 4 Monaten. Sie waren schon in Dubai und gehen nach Neuseeland, Australien, Thailand und ne kleine Chinarundreise. Find ich voll klasse, dass sie das zusammen machen und sie lassen auch keine Aktion aus. Das Englisch von den ganzen Skandinaviern und Holländern ist sowieso spitze, Handelsnationen eben. Kurz gefasst: Es war eine sehr lange Nacht, die in einer chinesischen Bar geendet hat und nur der Anfang war.

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  • 09Jan 2014

    95 Ein Eisberg und die Fiesta Mexicana 09.01.2014 Neuseeland —

    Westland National Park, Neuseeland

    Beschreibung

    Franz Josef Glacier

    Hoppla war das kalt heute Nacht. Wenn ihr jemals nach Franz Josef kommt, zieht euch einen Pulli an zum Schlafen, hier kann es nämlich richtig abkühlen. Da hilft nur eine Heiße Schokolade zum Frühstück, die wir aus Kaiteriteri gemopst haben. Die Küche war heute relativ leer, denn die meisten aus unserer Gruppe waren schon hoch oben auf dem Gletscher. Jawohl, man kann für $300 mit dem Helikopter auf den Gletscher fliegen und dann eine Eiswanderung machen. Das Problem ist nur, eine billigere Variante gibt es nicht. Der Grund dafür ist, dass das Eis an der Stelle, wo die geführten Wandertouren begannen, mittlerweile so von dem Fluss unterhölt ist, dass man nicht weiß, ob es eventuell einbricht bei Belastung. Darum muss man fliegen und auch wenn anscheinend der 3/4 Bus das Geld dafür hat, ich habe es nicht. Es wird zwar von vielen als die Attraktion in Neuseeland schlechthin angepriesen, aber das wohl unter anderem, weil Leute teilweise noch keinen Schnee, geschweige denn Eis gesehen haben. Wenn man da mitfliegt wird man warm und sicher eingepackt und dann ist man 2-3 Stunden unterwegs.
    Aber nur weil wir uns das entgehen lassen, heißt es nicht, dass wir den Gletscher gar nicht sehen. Wir schauen ihn uns nur von unten an. Dazu wandert man insgesamt 1 Stunde durch ein Tal und nochmal 2 Stunden von Hostel zum Ausgangspunkt und wieder zurück. Diese 2 Stunden hatten wir leider nicht, weil alle heute Morgen etwas spät dran waren und es angefangen hat zu nieseln. Wie gut, dass die Däninnen auch etwas lauffaul waren und so hat die Dame an der Rezeption für uns den Shuttle bestellt, der uns bis an den Start gebracht hat. Zu Beginn haben wir uns durch einen kleinen Urwald gekämpft und dann, dann bin ich stehen geblieben und habe erstmal nur geschaut. Da war er, dieser Moment. Wo du die unglaubliche Schönheit dieser Welt begreifst und weißt warum du diese Reise angetreten hast. Dieses Tal hat etwas Magisches mit seinen majestätischen tiefschwarzen Bergen, den wie aus dem Nichts kommenden Wasserfällen, dem eisblauen Wasser, dem emporragenden Gletscher... Es gehört ab sofort zu meinen Top 5 Aussichten. Grand Canyon gehört auch dazu. Ich weiß nicht, was sonst noch, aber werde es sicher bald herausfinden und die beiden haben ihren Platz sicher, das steht fest.
    Und als wir uns alle wieder gesammelt haben, ging es los. Vorbei an so durchsichtigem Wasser, dass man es fast nicht sieht. Vorbei an dem blauen Fluss, der seine Farbe den Eisflocken vom Gletscher zu verdanken hat, die sich ihren Weg ins Tal bahnen. Vorbei an Wasserfällen, vor denen man winzig klein erscheint. Vorbei an Bergen, die mich sehr stark an Herr der Ringe erinnert haben. Vorbei an riesigen Felsen, die einfach so dort rumstehen. Bis hin zum Rand, von dem aus man nicht weiter kann. Der, wo bis vor 4 Jahren noch der Gletscher begonnen hat, wo jetzt aber nur kalter Stein ist. So sehr ist er zurück gegangen, mehr als 100 Meter. Das ist traurig. Ich frage mich ob wohl die Menschen, die hier in 4 Jahren stehen, überhaupt noch was vom Gletscher sehen. Umso mehr habe ich mir den Anblick eingeprägt. Fast ein bisschen wehmütig haben wir dann den Rückweg angetreten, ich hätte da noch ewig stehen bleiben können. Auf dem ganzen Weg wurden wir begleitet von Hubschraubergeräuschen, denn die fliegen da häufiger als öffentliche Verkehrsmittel in Auckland fahren. Um 5 hat uns der Shuttle wieder zurück zum Hostel gebracht, mittlerweile war übrigens strahlender Sonnenschein und wir dachten uns, wenn wir schon keinen Gutschein für die Hot Pools bekommen, weil wir nicht diese Tour gebucht haben, entspannen wir uns eben in dem Whirlpool des Hostels. Beste Idee überhaupt und natürlich haben wir uns mit jedem er gekommen und gegangen ist unterhalten, alles andere wäre unhöflich in Neuseeland. Und weil wir es uns gerade schonmal so gut gehen haben lassen, stand Couscous-Salat auf dem Speiseplan. Für $25 ist dieses Gericht nicht gerade ein Schnäppchen, was am Gemüse liegt. $4 für eine Paprika, $6 für einen Schafskäse, $4 für Cocktailtomaten... aber man kann ja nicht immer nur Nudeln mit Soße oder diese Instant Nudeln essen. Der Neid der anderen Backpacker war uns gesichert, aber teilen ist bei dem Preis nicht drin und außerdem war das gleichzeitig unser Mittag-/Abendessen für Morgen. Sorry Leute.
    Aber sie schienen uns verziehen zu haben, denn abends saßen wieder alle 70 Leute aus dem Bus (ein extra Kleinbus ist uns die ganze Zeit hinterhergefahren) zusammen auf der Terrasse und dann haben wir uns auf die Fieste Mexicana eingestimmt. Die Bar lädt nämlich zur Mexican Night ein und da haben sich so ziemlich alle Hostelgäste angekündigt. Das Special waren natürlich Hüte und Bärte für jeden, sowie Tequila und Plastikkakteen. Die Schweden haben irgendwo noch ein Holzpferd und Pistolen ausgegraben. Tatsächlich sollten uns die Kakteen noch auf dem Rest der Reise begleiten und sind auf jedem Gruppenfoto wieder zu finden. Das lässt darauf schließen, dass wir auch heute wieder nicht früh im Bett waren, aber verspricht immerhin eine sehr ruhige Busfahrt.

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  • 10Jan 2014

    96 Kiwibus always wins 10.01.2014 Neuseeland —

    Wanaka, Neuseeland

    Beschreibung

    Von Franz Josef nach Wanaka

    Watch out for the yellow west! Dann kann der 'Dick of the Day' nicht weit sein. Denn jeden Tag wird ein neuer Depp für die dümmste Aktion in den letzten 24h gekrönt. Das ganze wird dann mit der dazugehörigen Geschichte in einem Buch verewigt und ist für alle Kiwiexperience Mitglieder zu lesen. George, der große Engländer, trägt jetzt seit 4 Tagen die Weste. Was hat er gemacht, fragt ihr euch? Nun einmal hat er unter seinem Bett geschlafen, einmal hat er das Bett mit dem Klo verwechselt, einmal hat er den falschen Busfahrer falsch begrüßt und heute, heute hat er alles getoppt. Er sitzt in dem Kleinbus und wollte allen verschlafenen Leuten den Morgen mit einem Popptanz versüßen. Dabei hat er es nur leider geschafft ein Fenster mit seinem Allerwertesten zu zerbrechen.. Ja heute Morgen waren wir alle nicht so ganz dabei. Um 8 Uhr ist der Bus losgefahren und wenn man zu spät kommt hat sich Guy auch irgendeine Bestrafung ausgedacht. Irgendwie haben wir es dann doch alle geschafft, aber der Bus ist jetzt echt ganz voll. Jeder Platz ist besetzt, jetzt wirds kuschlig. Aber lange mussten wir nicht drinnen sitzen, denn nach kurzer Zeit kamen wir schon am Lake Matheson an. Bei gutem Wetter und früh morgens spiegelt sich darin der Mount Cook, wenn man den zwanzig minütigen Walk dorthin bestreitet. Der Anblick hat das frühe Aufstehen wieder gut gemacht und wer wollte konnte sein Frühstück im dazugehörigen Café nachholen. Das finde ich das tollt bei dieser Bustour. Man hat nie das Gefühl,d en ganzen Tag Bus gefahren zu sein, denn man fährt auch nie durch. Statt von A nach B hält man noch bei vielen kleinen und großen Sehenswürdigkeiten zwischendrin an. Das bedeutet natürlicj, dass lange Nickerchen nicht drin sind, aber dafür sind wir ja auch nicht nach Neuseeland gekommen.
    Anschließend haben wir an einem Strand angehalten, wo man, wenn man Glück hat, Hector Delphine sehen kann. Leider sind diese heute nicht aufgetaucht, dafür aber jede Menge Sandfliegen. Scheiße, diese Viecher sind ja noch lästiger als Mücken, weil sie kein Geräusch machen und die Stiche viel länger jucken. Das war richtig kacke, meine Füße jucken jetzt wie sau. Kein Wunder, dass an dem Strand niemand lag. Dummerweise haben die uns in den Bus gefolgt, weshalb jetzt überall tote Sandfliegen an den Fenstern kleben. Für diesen Stopp hat Guy freiwillig die Dick of the Day Weste von George übernommen. Aber einmal auf die schwarzen Punkte aufmerksam geworden, sieht man sie überall an der Westküste. Bei unserem nächsten Halt bei Haast, wo ein schöner Wasserfall ist, haben sie uns auch wieder zum Tanzen gebracht. Doch die Aussicht hat den Juckreiz wieder wett gemacht. Wunderschön. Dieser eisblaue Haast River, der sich durch Berge und Wälder schlingelt, die Wasserfälle, die neben der Straße runterfließen, die Farben der Felsen und Steine überall, aber das beste: der Lake Wanaka. WOW. Ich kann mich nur wiederholen, diese Farbe!! Dieses Blau, dieses helle Blau, sowas findet man in Europe nicht. Das ist Gletscherwasser. Richtig schöne Bilder sind dort entstanden und später bin ich sogar reingehopst. Denn unser Ziel für heute war der Ort Wanaka, nach Queenstown durchzufahren wäre etwas zu weit. Außerdem ist das der letzte noch nicht von Touristen überlaufene Ort vor Queenstown. An der Westküste, so um Franz Josef herum leben sowieso nur 1% der Bevölkerung, aber das mit den Deutschen Touristen hier nimmt schon überhand. Der Ort war jedenfalls richtig schön und das Hostel, xBase ist auch immer super. Meistens kostet eine Nacht so $30, das sollte man schon einberechnen. Der Supermarkt war direkt nebenan und als Bettwäsche gibt es immer zwei weiße Tücher. Eins legt man auf das Bettlaken und eins unter die Decke, denn die Decken werden nicht immer gewaschen. Ist aber gut, wenns im Sommer sowieso zu warm ist, denn dann reicht auch die dünne Decke. Diesmal waren wir mit den Däninnen und Jess aus England auf einem Zimmer. Wir hatten dann auch alle die Idee zum See zu gehen und uns ein bisschen zu sonnen. Dort haben sichs ein paar mit einem Sub gemütlich gemacht, was manchmal sogar billiger sein kann als selbst zu kochen. Und das Wasser war zwar so schön klar, aber doch schon sehr kalt. Dennoch hat die Portion Schlaf allen gut getan und heute wollten wir sowieso früher ins Bett. Doch eine Pflichtveranstaltung gab es dann wieder: das Busturnier. Kiwi gegen Stray. Zuerst wurde Billiard gespielt und ich habs sogar bis in die 5. Runde geschafft. Doch gewonnen hat ein Junge aus unserm Bus, wofür es einen Getränkegutschein für die Bar gab, die auch zu unserem Hostel gehört. Bei dem zweiten Spiel lag ich schon im Bett, aber wie ich gehört habe, haben das auch wie gewonnen. Man musste Klamotten aneinanderbinden und dann damit von einer Seite zur anderen kommen oder so. Whatever. Ich brauch ne Nacht Ruhe, morgen gehts schon wieder so früh los, um halb 9.

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  • 11Jan 2014

    97 And finally we made it to Queenstown 11.01.2014 Neuseeland —

    Queenstown, Neuseeland

    Beschreibung

    Gott, bin ich froh, dass ich noch alle meine Sachen zusammenhabe. Bei diesem Aus-und wieder Einpacken täglich, wundert es mich, dass mir noch nichts verloren gegangen ist. Anderen schon. Da werden Handtücher, Jacken, Socken, Sonnenbrillen etc. vermisst. Monas einzige Regenjacke wurde von irgendjemandem mitgenommen und in Queenstown hinterlegt, aber nicht jeder hat so viel Glück. Dennoch, das macht den Rucksack leichter und ich beneide schon ein bisschen die Leute mit ihrem Koffer, denn obwohl as stillos ist, ist es manchmal sogar praktischer, wo wir immer nur ein paar Meter vorm Hostel halten. Es sei denn, der Bus wurde vermüllt hinterlassen, dann fährt Guy extra nicht so nah ran. Mittlerweile wird es im Bus auch immer enger, da steht der Gang voller Kühltaschen und Rucksäcken, ich kletter schon immer über die Sitze, aber irgendwie ist es auch gemütlich. Jaja, wir haben schon so unsere issues da.
    Aber wieder einmal waren wir nur 5 Minuten unterwegs, bevor wir schon wieder aussteigen mussten. In Wanaka befindet sich die Puzzling World. Das wurde 1973 eröffnet und hatte das erste Holzlabyrinth (Maze) der Welt vorzuweisen. Doch bevor wir uns darin verirrt haben, durften wir auf 2 Etagen unser Hirn austricksen. Die Ausstellung nennt sich 'Illusion Rooms' und trickst jährlich 160.000 Besucher aus. Ein paar Sachen kenne ich schon aus dem BK Unterricht, wie 'Alte Frau, junge Frau' oder auch Mona Lisa. Aber was es da gab war echt witzig. Zum Beispiel ist ein Raum voller Köpfe, die alle mit dir gehen, wenn du dich zur Seite bewegst. Oder ein schiefer Raum und wenn du dich dort auf die Treppe stellst, sieht es aus als würdest du vorneüber kippen. Eine Kugel die bergaufwärts rollt. Ein Raum, bei dem es im Fernsehen den Eindruck hat als wäre nichts daran ungewöhnlich, doch wenn man durchläuft wird man auf einmal winzig klein oder riesig. Jede Menge Bilder oder Stickereien, die sich als nicht schwarz herausstellen oder ein Wasserhahn, aus dem Wasser fließt, aber kein Rohr mündet. Und und und. Viele coole Sachen. Doch das schrägste war das Labyrinth. Man muss so 4 Türme mit 4 verschiedenen Farben suchen und das war easy going. Dann kommst du am letzten an und es heißt 'And now go back without cheating'. Holy S***. Niemand hat mehr rausgefunden. Der ganze Bus ist ne Stunde darin rumgeirrt und jedesmal wenn jemand dachte er sei richtig, stand er kurz davor wieder neben mir und es ging von vorne los. Ich wusste zwar auf welche Brücke ich kommen musste, aber nicht wie. Nenene. Von wegen Kindergarten. Am Ende habe ich ein bisschen gecheatet und der Rest auch, sonst hätten wir den Bus verpasst. Dann hat Guy uns nochmal alle aufs Klo geschickt, was sich auch als eine optische Täuschung herausgestellt hat. Junge, junge, ich muss hier weg. Wir mussten dann auch weg und zwar in Richtung Antarktis. Richtig, ich hab ein Beweisbild. Ich war am 45. Breitengrad. Das ist genau die Mitte zwischen dem Äquator und der Antarktis. War recht warm dort. Mein Akku war gerade leider leer, deshalb gibts nur ein Foto von der Brasilianerin mit dem Plastikkaktus vom Josef Glacier. Anschließend haben der Stray und Kontiki Bus uns eingeholt und es gab einen Massenansturm auf den Obstladen am Straßenrand. Das ist so ein Geschäft mit lauter ortstypischen Dingen, wie goldene Kiwis, Manuka Honey, Nüssen... Ein paar sollten sich den Magen allerdings nicht zu voll hauen, denn sie dürfen gleich springen. Bungyyy.
    In und um Queenstown. Da kommts her, dafür ists bekannt. Und wenn man das in Neuseeland machen will, dann hier und nirgendwo anders. Und ich habe ja schon erwähnt, dass unser Bus verrückt ist, aber wir haben so eben den Bungy Jump Rekord gebrochen. 43 von 53 Leuten werden springen. Jetzt die traurige Nachricht: Ich gehöre leider zu den 10 dies nicht machen. Zu teuer:( Ich habe ja schon den Skydive gemacht, aber das ist kein Grund ich weiß. $220 für 143m freien Fall in ein Tal, somit der höchste Bungy Jump Neuseelands und der dritthöchste der Welt, sind ein unschlagbares Angebot für alle Kiwiexperience Teilnehmer. Trotzdem brauche ich das Geld für Fidschi und Australien, die meisten sind hier ja nicht so lange und hauen das ganze Geld in 4 Wochen raus. Es gibt zwar auch die billigere Variante, den Sprung aus 43 Metern, dort wo der erste Bungy der Welt stattfand, aber wenn schon denn schon, ich mache keine halben Sachen. Immerhin durfte ich denen zuschauen, die halbe Sachen machen. 6 Leute oder so haben den Sprung von der Kawarau Brücke gewagt und es durchgezogen. Wer will, kann mit dem Kopf in den Fluss eingetaucht werden, sieht sehr witzig aus. Die beiden australischen Mädels die zusammen gesprungen sind, wurden allerdings bis zur Hüfte nass. Und Guy ist wieder mal gesprungen. Sein, haltet euch fest, 51. Bungy Jump !!!! Er bekommt die nämlich umsonst. Und diesmal hat David aus dem Bus gefragt, ob Guy mit ihm zusammen springen will. Da unser Busfahrer, wie er selbst sagt, addicted ist, musste er natürlich springen, geiles Hobby. Er hat auch schon den höchsten Sprung der Welt gemacht, irgendwo in Südafrika. Und da er es so oft macht, hatte er auch schon die richtige Playlist für unseren Bus bereit. Neben so unschuldigen Liedern wie 'Jump', hat er uns auch mit 'The Final Countdown' oder 'Another one bites the dust' Mut gemacht. Dann haben wir auch ein Video gezeigt bekommen, in dem alles über die Geschichte des Bungy erklärt wurde. Ich zitiere mal:
    "Manche nennen es Bungy, andere nennen es Bungee. Eins ist auf jeden Fall sicher... AJ Hackett Bungy waren die Ersten, die diese verrueckte adrenalinreiche Aktivitaet names Bungy Jumping in Queenstown, auf der Suedinsel Neuseelands, eingefuehrt haben.
    Das Ganze begann an der Kawarau Bridge im November 1988 mit dem Kawarau Bridge Bungy. Und auch 22 Jahre spaeter bieten AJ Hackett Bungy ihren Kunden unglaubliche Erfahrungen, nicht nur mit dem Kawarau Bungy sondern auch mit dem Nevis Bungy, Nevis Arc, Ledge Bungy und Ledge Swing, die alle in der "Adrenalincapital" der Welt, Queenstown, zu finden sind. Der Auckland Bridge Climb und der Auckland Bridge Bungy sind ebenso ein Muss, wenn man in Neuseelands "Big City" halt macht. AJ Hackett Bungy ist jedoch nicht nur in Neuseeland zu finden, sondern ist weltweit vertreten."
    Und dann kamen wir auch schon in Queenstown an, der Stadt, die von allen als die beste Neuseelands angepriesen wird. Da sich hier die Wege unseres Busses trennen, war das Gruppenfoto vorm See obligatorisch. Einmal alle aufeinanderstapeln und die beste Gruppe die es gibt auf einem wunderschönen Foto festhalten. Doch keine Angst, das war noch nicht der Abschied. Es bleibt zwar jeder unterschiedlich lange und Guy hat jetzt offiziell 3 Tage frei, aber zumindest heute und morgen lässt sich niemand die Pubs entgehen. Ich weiß auch noch nicht genau wie lange ich bleibe, also habe ich mal 4 Nächte angegeben, denn das ist das Maximum, was das Nomads Hostel uns garantieren kann. Ihr müsst nämlich wissen, es ist das beste Hostel in ganz Neuseeland. Es gibt eine Sauna, einen Kinosaal, Balkone mit wahnsinns Aussichten, zentrale Lage und alles ist sehe modern. Wie immer haben Mona und ich ein Upgrade bekommen, weil alle Betten belegt sind, also durften wir statt ins 8er Dorm gemischt, in ein 6er Frauen Dorm mit eigenem Bad und Klo. Perfeeeekt:))) Hier werde ich mich wohl fühlen. Und als wäre das noch nicht genug, gibt es kostenlos Frühstück und Abendessen. Die Frühstückszeiten (7-9) entsprechen zwar nicht ganz unseren Vorstellungen, aber abends mal bekocht zu werden, ist eine schöne Abwechslung. Allerdings haben die Hostelmitarbeiter, alles Backpacker die freie Unterkunft wollen, nicht mit so einem Ansturm gerechnet, also hat das Essen heute nicht satt gemacht, aber eine gute Vorspeise war es trotzdem.
    Viel Zeit zum Ausruhen blieb nicht, denn um halb 9 haben wir uns schon wieder alle in der Loco Bar getroffen. Heute waren echt mal alle dabei und deshalb hat die Tanzfläche uns gehört. Und mittlerweile kann man sich auch mit jedem unterhalten, selbst den Handtaschen Mädels, die aus Sydney kommen. Die sind einfach so lieb und die Däninnen haben immer alle motiviert zu tanzen. Ich hab diesen Bus einfach echt gerne und bin dankbar, dass sie alle Teil meiner Reise sind. Dass mein Namensgedächtnis bekannterweise nicht so gut ist, war auch gar kein Problem, denn alternativ nennt man die Person einfach bei ihrem Herkunftsland. Marc aus Irland heißt zum Beispiel bei allen Irish, so einer aus England ist English, Jess aus Devan in England heißt Devan, so ein Schwede heißt Loco wie die Bar und ich bin jetzt neuerdings Canada, weil irgendjemand überzeugt war ich käme von da. Und weil wir in alle Bars/Clubs, das gehört hier immer zusammen, gute Stimmung bringen wollten, sind wir gerade weitergezogen ins 'The Find'. Dort gab es Freigetränke und so Bänder mit denen wir jetzt für unseren ganzen Aufenthalt Rabatt bekommen. Unser Busfahrer war immer dabei, aber fragen darf man ihn nichts was mit Arbeit zu tun hat, also Abfahrtzeiten etc., weil man ihm sonst eine Jägerbomb ausgeben muss. Also ist zuhören auf der Busfahrt angesagt. Es war einfach der bestmögliche erste Abend in Queenstown und ich freue mich auf weiter Nächte in dieser wunderschönen Stadt.

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  • 12Jan 2014

    98 Kiwi Crawl 12.01.2014 Neuseeland —

    Queenstown, Neuseeland

    Beschreibung

    Long Nights out in Queenstown

    Einen wunderschönen Guten Morgen aus dem bezaubernden Queenstown. Ich bin mir sicher, es war ein schöner Morgen, aber ich habe ihn leider verschlafen. Gegen 2 haben sich Mona, die zwei Schwedinnen und ich bequemt aufzustehen. Ein Wunder, dass wir so lange schlafen konnten, bei dem vielen Besuch den wir in der Früh hatten. Da war jemand zum Müll leeren, zum Staubsaugen, zum Putzen, zum Bett machen, zum Betten zählen und wieder jemand zum Müll machen da, weil die das als Vorwand nehmen um zu kontrollieren, ob die Gäste Alkohol mit aufs Zimmer genommen haben. Das ist aber auch ein busy Hostel, die sortieren jeden Tag die Kühlschränke aus und wenn Name und Abreisedatum nicht auf der Tasche stehen, räumen sie die weg. Das ist allerdings echt blöd, weil diese Klebezettel bei der Feuchtigkeit nicht halten und dann steht deine Milch einen Tag im Warmen. Dafür ist alles sehr sauber und ich habe wie auf Wolken geschlafen. Da wir heute morgen mal keinen Bus kriegen mussten, hat sich das Ausschlafen aber auch angeboten. Und weil manche Traditionen gehalten werden müssen, haben wir Mädels heute einen klassischen Couch-Sonntag hingelegt. Außerdem musste ich ein bisschen was organisieren und abklären, deshalb kam mir das gerade Recht.
    Zuerst einmal habe ich eine nette Mail von Jenny, der chinesischen Amerikanerin aus Texas empfangen, die mir die Surfbilder versprochen hat. Leider ist keins dabei wo ich im Wasser bin, aber naja, das kommt noch. Hier also erstmal die Bilder vom Trockensurfen an Land.
    Dann war Klamotten waschen angesagt. Eigentlich hatte ich noch gar nicht viel Wäsche, aber deswegen waschen Mona und ich immer zu zweit, dann füllt man schon die Waschmaschine. Die sind immer echt groß, deswegen sucht sich eigentlich jeder einen Waschpartner. Die Schwedin von meinem Zimmer in Wellington hat mich damals auch auf eine Runde eingeladen. Außerdem spart man so was Geld, denn der Trockner muss ja auch bezahlt werden. Ach und sorry Mama, ich schätze deine Bemühungen mir die Regeln des Wäsche waschens näher zu bringen, aber normalerweise wird einfach alles zusammen in die Maschine geschmissen, egal ob bunt, schwarz, weiß, Kaltwäsche, kein Trockner.. Wenn man so kommt kriegt man in 100 Jahren keine Wäsche zusammen.
    Und schließlich gefällt mir Queenstown schon nach einem Tag so sehr, dass ich entschieden habe bis Sonntag zu bleiben. Da das Nomads Hostel eigentlich immer voll belegt ist, empfiehlt es sich früh nachzufragen und tatsächlich kann ich bis Sonntag verlängern, muss aber nochmal zwischendurch das Zimmer wechseln. Somit steht mein Abreisedatum fest und wurde glücklicherweise von Kiwiexperience bestätigt. Gleichzeitig habe ich den Milford Explorer für Freitag gebucht, denn an den anderen Tagen sind die Busse schon voll und eigentlich wollte Mona auch mit, da sie aber bei Te Anau, was ein Zwischenstopp ist, eine 4-Tages-Wanderung machen wird, verbindet sie das alles und fährt am Donnerstag. Ursprünglich wollte ich eigentlich nicht so lange hier unten festhängen, aber den Bottom Bus, der in 3 Tagen den südlichsten Teil der Insel abfährt, nehme ich auch nicht, denn das würde $300 extra kosten. Stattdessen werde ich mir Dunedin, die schottische Stadt Neuseelands, anschauen und zwar von Dienstag auf Mittwoch. Dazu werde ich den Intercity, der 4 Stunden fährt nehmen und habe soeben meine Übernachtungsmöglichkeit im Central Backpackers bestätigt bekommen. Nicht zuletzt wurde es auch Zeit diesen Blog wieder ein bisschen zu aktualisieren, nicht wahr? Dazu habe ich das Kiwiexperience Handbuch zu Hilfe genommen, um die ganzen Namen unserer Stops nochmal zu checken. In irgendeiner Form muss man Tagebuch führen, denn kein Mensch kann sich das alles merken. Und last but not least, sind die Ergebnisse vom CAE endlich draußen. Ich machs kurz und erspare euch den Nervenkitzel, den ich durchmachen musste: Ich habe bestanden, das ist das wichtigste. Wegen einem Punkt habe ich die Note A verpasst, aber das ist ok die anderen haben auch B oder C. Somit spreche, schreibe, lese und verstehe ich jetzt offiziell Englisch auf Lehrerniveau, wuhu. Wäre das Kapitel auch endlich abgeschlossen.
    Heute habe ich mir zum Abendessen mal gegönnt. Es gibt hier so einen Burgerladen, der nennt sich Fergesburger. Der ist sagen wir mal recht bekannt. 50 Leute stehen da mindestens immer davor und genau genommen darf niemand Queenstown verlassen, bevor er wenigstens einmal in diese frischen XXL-Bruger gebissen hat. Aber das hebe ich mir für meinen letzten Tag hier auf. Dennoch gibt es direkt neben unserem Hostel, einen so ähnlichen Laden der sich Devil Burger nennt. Da habe ich mir einen Wrap geholt und wenn die Burger noch geiler sein sollen, kann ich das Geschmackserlebnis gar nicht erwarten. Außerdem arbeitet dort Sina, Monas Freundin aus einem anderen Bus, mit der sie auch weiterreist, da sie erst später losfahren.
    Und dann war es auch schon wieder Zeit auszugehen. Heute veranstaltet unser Bus seinen ganz eigenen Kiwi Crawl, das ist Pflichtprogramm für alle Kiwiexperienceler in Queenstown. Für alle, denen der Begriff Pub Crawl nichts sagt, hier eine kurze Erläuterung: Man bezahlt $20, bekommt ein auffälliges Bändchen und eine Abstempelkarte und zieht von Bar zu Bar. Dort gibt es freie Shots und Rabatt auf Getränke. Außerdem geht jemand mit Pizzastücken herum und eine Fotografin hält den Abend auf hunderten Bildern fest. An denen könnt ihr schon sehen, wie der Abend verlaufen ist...es war crazy. Begonnen haben wir wie immer in The Find und geendet im Boiler Room, am See. Zwischendurch waren auch noch ne Menge coole Bars dabei, unter anderem eine, in der man Onesies tragen muss, das war mein absolutes Highlight. Als Kuh zu tanzen hat schon was, nur wird es nach einer Weile ganz schön warm in dem kuscheligen Anzug. Deswegen kann man sich ein paar kostenlose Erfrischungen mit Limbo, Schubkarrenrennen etc. verdienen. Abend Nummer 2 in Queenstown war wieder mal ein voller Erfolg:)
    So und jetzt könnten ein paar Kritiker sagen: Kiwiexperience ist ja nur ein Partybus... Das ist falsch. Ich habe es eher so erlebt: Kiwiexperience ist ein Reiseunternehmen, das sich an junge Leute richtet, die ihre Erlebnisse mit anderen teilen möchten. Ich kann mir auch ein Auto kaufen und 4 Wochen alleine durch Neuseeland fahren, aber es macht doch viel mehr Spaß wenn junge Leute dabei sind, die genau das gleiche erleben und mit denen man sich austauschen kann. Jede Wanderung, jede Aktivität hat mehr Spaß gemacht, da ich sie mit Mona bzw. jemand anderem erlebt habe. Zum Beispiel der Skydive, da steht man so unter Adrenalin, dass man mit jemandem darüber reden muss. Und wie Guy, unser Busfahrer gesagt hat, bin ich am Anfang alleine in den Bus gestiegen, habe niemanden gekannt und wurde sofort aufgenommen. Da können Freundschaften fürs Leben entstehen und oft ist es der Fall, dass man eher nicht angesprochen wird, wenn man zu zweit oder in einer Gruppe unterwegs ist. Und wir sehen ja auch wirklich alles, was man mit jeder anderen Busrundreise auch ansteuert. Die lockere Atmosphäre im Bus ist nur das gewisse Etwas, das Sahnehäubchen. Ich bin also super froh, dass ich mich für Kiwiexperience entschieden habe, denn was besseres hätte mir gar nicht passieren können. Die Leute vom Straybus, nichts für Ungut Rapha, aber das waren meistens Einzelgänger Mitte 30, die abends ihre Energie für den nächsten Tag sparen. Allerdings waren auch eine Familie bei uns im Bus und ein älteres Pärchen. Für die wäre eine andere Option dann wahrscheinlich doch besser gewesen, denn die haben bei keinen Spielen oder Wettbewerben mitgemacht. Ich glaube sie waren etwas genervt, aber in den Beschreibungen auf der Homepage ist die Zielgruppe ja mehr als eindeutig angegeben. Und dass wir den besten Fahrer aller Zeiten hatten, war ein voller Glückstreffer. Das sage ich nicht einfach nur so. Zwei Tage nach uns kam ein anderer Bus an, wo die Leute nur so meinten, ihr Busfahrer wäre voll langweilig und sagt nichts. Andere reden zu viel, wiederum andere können die Gruppe nicht zusammenbringen, aber Guy beherrscht seinen Beruf wie kein anderer. Danke kann ich da nur sagen, für die tolle Zeit, die ich nie mehr vergessen werde.

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  • 13Jan 2014

    99 Frisbeegolf im Botanischen Garten 13.01.2014

     

    Beschreibung

    Perfektes Timing, darauf kommt es an. Genau als Mona und ich in der Rezeption eingetrudelt sind, hat Guy gerade zu einer Runde Frisbeegolf eingeladen. Das bedarf einer Erklärung, schätze ich, aber nicht viel. Man nehme eine Frisbee, gehe in den Botanischen Garten, stelle sich auf den gekennzeichneten Anfangspunkt des Parcours, werfe seine Frisbee und versuche sie in den vorgesehen Korb zu bringen. Geworfen wird immer von da, wo sie gelandet ist und am Ende gewinnt der mit den wenigsten Versuchen. 18 Löcher gibt es insgesamt und die Schwierigkeit sind nicht nur die Bäume, sondern vor Allem der See, den so mancher öfters angepeilt hat. Klingt eigentlich ein bisschen langweilig oder? Aber nicht wenn der halbe Bus mitmacht und 20 Leite gleichzeitig eine Frisbee werfen. Ich habe herausgefunden, dass ich besser darin bin, Leute abzuwerfen, als in den Korb zu treffen. Deshalb habe ich die Person am nächsten zum Hole als Ziel genommen. Ich habe dann auch relativ okay abgeschnitten, aber Guy hat von allen natürlich schon am meisten Übung. Gleichzeitig bin ich so in den Botanischen Garten gekommen, der eh heute auf dem Plan stand. Sonst ist auch wieder nicht viel passiert. Wir waren noch einkaufen, jedes Mal ein Schreck wenn man auf die Rechnung schaut, aber Abendessen können wir uns jetzt erstmal sparen, denn das Hostel macht Fortschritte und das Chilli con Carne heute war zwar unglaublich scharf, aber lecker und satt gemacht hat die Portion auch. Wenn wir von der Schärfe nicht schon genug geschwitzt haben, so taten wir es in der Sauna. Muss man ja schließlich ausnutzen, dass es eine in unserem Hostel gibt, jaja das ist hier schon so ein bisschen wir Urlaub. Anschließend bin ich wohlig warm ins Bett gegangen, denn morgen geht es früh nach Dunedin und ein bisschen Schlaf kann nie schaden.

    Und da heute Montag ist: Viel Glück fürs ABI. Patricia, Mona, Lars und wer sonst noch meinen Blog liest..ihr schafft das und lasst euch nicht zu sehr verrückt machen. Wuhu da kommen Erinnerungen auf, vor Allem an die Wochen nach dem ABi. Genießt die Zeit, habt ihr euch verdient:)

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  • 14Jan 2014

    100 Ein Abstecher nach Schottland 14.01.2014 Neuseeland —

    Dunedin, Dunedin, Neuseeland

    Beschreibung

    Von Queenstown nach Dunedin und wieder zurück

    Wie schon gesagt, ist die Deep South Tour nicht in meinem Rundreise Ticket eingeschlossen. Gemeint ist damit alles unterhalb von Queenstown und Christchurch, also Dunedin, Invercargill und Stewart Island. Auf Stewart Island war Rapha damals und meinte diese Insel ist zwar schön, aber total klein und eigentlich gibt es dort nichts. Es würde auch $200 kosten um die Fähre dorthin zu nehmen, was dann selbst die, die diese Tour aus unserem Bus gemacht haben, nicht eingesehen haben. Invercargill ist schön, aber dort gibt es auch nicht wirklich viel zu sehen. Und schließlich Dunedin. Davon würde ich mir ja am meisten versprechen. Tatsächlich ist Dunedin (Danidin ausgesprochen) gälisch und bedeutet 'Edinburgh'. Wer in Geographie ein bisschen aufgepasst hat, dürfte wissen, dass dies die Hauptstadt Schottlands ist und Dunedin, das 'Edinburgh des Südens', wurde von schottischen Siedlern als Versorgungszentrum für die Goldgräberorte in Otago, der Region, gebildet. Da ich noch nie in Schottland war, hielt ich das doch mal für eine ganz gute Gelegenheit, wenigstens den Gebäudestil und Flair kennenzulernen.
    Also hatte ich am Sonntag schnell noch einen Intercity Bus und das Hostel gebucht und los kann der Trip gehen. Einen kleinen Schreck am Morgen, musste ich dann aber doch noch überstehen. Damals hatte mir die Dame an der Rezeption gesagt, die Verlängerung würde klar gehen, ich müsse nur am Samstag das Zimmer für eine Nacht wechseln. Also bin ich davon ausgegangen, dass ich mein Gepäck im Raum stehen lassen kann, weil ich ja für diese Nacht noch bezahle und dann kann ich, wenn ich morgen Abend zurückkomme, für die nächsten 3 Nächte bezahlen. Das wäre ja alles zu einfach gewesen. Tatsächlich meinte der Typ, der heute an der Rezeption arbeitet, dass ich morgen schon in ein anderes Zimmer komme und deshalb mein Gepäck vor Morgenfrüh um 10 Uhr wegbringen muss. Also habe ich in 5 Minuten und im Dunkeln alles, was irgendwie nach meinem Zeug aussah, in Taschen gestopft und in dem Gepäckraum verstaut. Das war echt uncool. Aber viel Zeit um mich zu ärgern blieb nicht, denn ich musste ja zum Bus. Tatsächlich war ich dann noch sehr früh dran und siehe da, Kerstin aus dem Kiwibus hatte genau die gleiche Überlegung wie ich und so stand ich wie immer schon nach 5 Minuten nicht mehr alleine da. Für die 4 Stunden Busfahrt habe ich mir dann aber doch einen 2er gegönnt, um ein bisschen Schlaf nachzuholen. Gar nicht so einfach, wenn man die ganze Zeit an Landschaften, die Postkartenreif sind, vorbeifährt. Ihr dürft also ein paar verwackelte Bilder bestaunen und versuchen die Schönheit der Südinsel und seiner endlosen Berge nachzuvollziehen.

    Um halb 1 kamen wir dann in Dunedin an und mich hats beinahe weggehauen, so stark war der Wind. Zuerst habe ich dann mein 40 Betten Hostel aufgesucht, um mich von meinem Gepäck, das aus einem Rucksack und einer Tüte bestand, zu erleichtern. Tatsächlich war das Hostel, Central Backpackers, wirklich schön eingerichtet und da kann mans auch länger aushalten. Dann sind Kerstin und ich losgezogen, um die Innenstadt zu erkunden. Dazu kann man im Grunde einfach nur den 'Moray Place', einer Straße folgen, die als Achteck aufgebaut ist und alle Sehenswürdigkeiten der kleinen Stadt umfasst. Unser erster Anlaufspunkt war der alte Bahnhof, die Dunedin Railway Station, von der aus im Sommer zweimal wöchentlich Szenezüge starten. Ansonsten findet man dorr Ausstellungen aller Art und ein kleines schöne Café, wo ich mir erstmal eine heiße Schokolade gegen die Kälte gegönnt habe.
    Anschließend sind wir an den Chinese Gardens vorbeigekommen, die aber Eintritt kosten und so haben wir uns entschieden über den Queens Gardens zu der 'First Church of Otago' zu laufen. Diese wurde im neugotischen Stil errichtet und gilt als die eindrucksvollste neuseeländische Kirche des 19.Jh.. Aber Neuseeland ist echt nicht so das Land der Kirchen. Im Grunde gibt es auch nur in Dunedin welche, die sehenswert sind. Ich habe mich dann auch mit einem Pfarrer unterhalten, der mir erklärt hat, dass die Gemeinden oft nicht genug Geld haben um die Gebäude fertig zu errichten und viele so in einem gemixten Stil sind. Bunte Glasfenster werden grundsätzlich nur durch Spenden finanziert und groß sind die Kirchen auch nicht. Wir, als Europäer, können darüber ehrlich gesagt nur schmunzeln, weil es bei uns an jeder Ecke eine Kirche oder einen Dom gibt, ich sage nur Speyer hat alleine 15 und in Rom war ich auch bestens bedient im Juli. Neuseeland hat halt einfach noch nicht so eine lange Geschichte, aber wegen den Kirchen kam ich ja auch nicht hierhin. Anschließend habe ich noch einer zweiten Kirche eine Chance gegeben, der St. Paul's Cathedral. Diese steht inmitten des Octagons, das von den Gebäuden des Municipal Chambers dominiert wird.
    Da es zu diesem Zeitpunkt erst 3 Uhr schlug, haben wir entschieden doch heute schon ins Otago Museum zu gehen, das hat nämlich nur bis 5 auf. Das war dann auch die richtige Entscheidung, denn tatsächlich habe ich etwa die Hälfte der Ausstellungsstücke genau so oder ähnlich in Auckland und Wellington gesehen. Die vielen Aktivbereiche sind eher für Kinder, wesentlich der Bereich über war ganz interessant. Kerstin hingegen war noch nicht in den anderen beiden Museen, weshalb wir uns für halb 8 verabredet haben und so jeder noch ein bisschen Zeit für sich hatte. Ich habe mich entschieden sie für einen Spaziergang über das Universitätsgelände (University of Otago) zu nutzen. Dieses wurde nämlich 1869 gebildet und ist somit die älteste Uni Neuseelands. Die Gebäude sind ganz nett, aber vom Hocker gehauen haben sie mich jetzt nicht. Das Land der weißen Wolken hat wirklich die schönste Natur überhaupt zu bieten, aber gebäudetechnisch gesehen ist es einfach nicht mit Europa zu vergleichen, denn da fehlt die Geschichte ein bisschen. Trotzdem, wenn es eine Stadt hier gibt, zu der man wegen der Architektur kommt, dann ist es wohl Dunedin.
    Anschließend konnte ich nicht mehr wirklich viel machen, denn für die meisten anderen Aktivitäten muss man im Besitz eines fahrbaren Untersatzes sein. Zum Beispiel befindet sich in Dunedin die steilste Straße der Welt, die ich auch unheimlich gerne gesehen hätte, aber sie ist nunmal nicht sonderlich gut von der Stadt aus zu Fuß zu erreichen. Außerdem kann man bei längerem Aufenthalt einen Ausflug zur Halbinsel Otage machen oder Pinguine am Strand beobachten gehen. Dazu sind zwei Mädchen aus meinem Zimmer im Hostel aufgebrochen und ich hätte sicher mitgekonnt, aber erstens habe ich mich ja mit Kerstin verabredet und zweitens hatte ich jetzt auch nicht so die warmen Klamotten für den Strand dabei, denn es war mittlerweile echt ziemlich kalt und ein Flies bräuchte man schon. Allgemein ist der Sommer in Neuseeland irgendwie nicht so der Renner dieses Jahr. Letztes Jahr war es im Dezember und Januar immer sonnig und warm, aber dieses Jahr haben wir irgendwie die gleichen Temperaturen wie ihr in Deutschland. Schon unfair.
    So bin ich dann noch ein bisschen die Einkaufsstraße entlanggelaufen, habe mir Abendessen gekocht, Tortilla, und mich ein bisschen ausgeruht. Abends wollten wir das Barleben Dunedins testen, das im Vergleich zu Queenstown dann doch ziemlich unspektakulär war. Dennoch haben wir zwei nette Schweizerinnen kennengelernt, die ihre Rundreise mit dem Auto gerade angetreten haben. Mit ihnen haben wie uns lange unterhalten und als Durstlöscher gab es Applecyder, mein neues Standardgetränk. Ich weiß gar nicht ob es das in Deutschland gibt, wisst ihr das?

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  • 15Jan 2014

    101 Ein Kindheitstraum wird wahr 15.01.2014 Neuseeland —

    Dunedin, Dunedin, Neuseeland

    Beschreibung

    Charlie und die Schokoladenfabrik. Ein Klassiker. Jedes Kind hat davon geträumt einmal im Leben einen goldenen Zettel in einer Schokoladentafel zu finden und die Umpa Lumpas persönlich zu treffen. Teilweise ist mir das geglückt. In Irland habe ich letztes Jahr entdeckt, dass Wonka tatsächlich eine Marke ist und so thront seitdem ein Block Schokolade in meiner Vitrine. Und Teil 2, in eine Fabrik zu gehen und vor einem riesigen Wasserfall aus Schokolade zu stehen, ist heute wahr geworden. Die Cadbury Company. Der größte Hersteller von Schokolade in der Welt, mit Hauptsitz in England und Neuseeland (Dunedin). In den deutschen Supermärkten findet man sie nicht wirklich, wir sind da verwöhnt mit Ferrero, Milka, Toblerone etc.. Und ehrlich gesagt schmeckt mir die Cadbury Schokolade auch lange nicht so gut wie die genannten Beispiele, aber diese Gelegenheit konnte ich mir auf gar keinen Fall entgehen lassen. Und einen Plan B für den Morgen hatte ich auch nicht. Also habe ich um halb 10 ausgecheckt und die nächste Tour um 9:45 bekommen. $22 für eine 75-minütige Führung mit ganz vielen Kostproben. Ein fairer Preis (13€). Das kleine Museum zu Beginn kann sich jeder kostenlos anschauen und dann werden alle in einen Raum gebeten, wo ein kurzes Video zur Einführung gezeigt wird. Die Fabrik in der ich mich befinde war ursprünglich eine Keksfabrik, die erste seiner Art. So wurde John Cadbury, der Namensgeber der Marke auf Dunedin aufmerksam und hat entschieden die Herstellung nach Neuseeland zu expandieren. Seitdem wird hier Schokolade in allen Farben, Formen und Geschmacksrichtungen produziert, vor Allem mit Marshmallow, was wohl ein Grund ist weshalb ich nicht so der große Fan bin..
    Nach dem kurzen Filmchen wurden Hygienemaßnahmen ergriffen. So muss jeder eine Haube tragen und jeglichen Schmuck abnehmen. Natürlich darf man nichts anfassen, aber das ist dank der Absperrungen auch schwer möglich. Als es dann losging wurden wir gebeten unsere Kameras einzuschließen, da Fotos wegen dem Betriebsgeheimnis verboten sind, aber da man Geruch sowieso noch nicht auf Bildern festhalten kann, hätte ich euch wohl wenig beeindrucken können. Was dann folgte war eine 75-minütige Tour durch das Gelände, die einzelnen Abteilungen und die dazugehörigen Erläuterungen. Uns wurde erklärt, wie Schokolade hergestellt wird, wie Spielzeuge in die Ostereier kommen, wie die Maschinen funktionieren und dass täglich 100.000 Liter Milch verarbeitet werden. Ich habe dann auch erfahren, dass die Müsliriegel die ich immer kaufe ebenfalls von Cadbury sind, also gibt es doch etwas, das ich von dieser Marke mag. Außerdem stellens ie auch Schweppes her, soweit ich weiß, also ist das doch ganz geoß.Wir durften pure Schokolade, Schokolade mit Marshmallow, Schokolade mit Karamell, Schokolade mit noch mehr Marshmallow probieren und anschließend fand das große Finale statt: Der Wasserfall. Dazu sind wir in einen riesigen Turm gegangen und sollten uns an der Wand aufreihen. Schließlich hat unser Guide einen Knopf gedrückt und eine Luke wurde geöffnet. Heraus kam eine Tonne flüssige Vollmilchschokolade, die in 2 Meter Entfernung an uns vorbeigeschossen ist. Ein paar Sprenkler haben wir sogar abbekommen, eher unfreiwillig. Cool oder. Tja, das war er, mein Ausflug durch die Schokoladenfabrik. In Dunedin kann man übrigens auch ganz viele Brauereien besichtigen, aber da war ich in Irland mit Guiness und der Jameson Whiskey Distillery schon bestens bedient.

    Danach ist eigentlich nicht mehr viel passiert. Der Bus fuhr um 14:00 und es war erst 11:30 also musste ich mir irgendwie die Zeit vertreiben. Ins Hostel konnte ich ja nicht mehr zurück und so wurde das Starbucks dann zu meinem Wohnzimmer. Kostenloses Wifi inklusive, sowie übrigens auch in meinem Hostel. Dann noch Sushi, was es hier wegen der geheimen chinesischen Invasion in NZ an jeder Ecke gibt und anschließend habe ich einen weiteren Blogeintrag beendet, man muss jede Gelegenheit nutzen. Die Busfahrt zurück war wenig spektakulär, die Aussicht hingegen wie immer sehr. Aber mittlerweile haben alle Kiwiexperienceteilnehmer, ich inklusive, eine generelle Müdigkeit erreicht, die im Bus bekämpft werden muss. Das hat nichts mit langen Nächten zu tun, sondern den vielen Eindrücken, die man täglich bekommt. Man sieht immer so viel Neues und Schönes und dann heißt es immer Kamera raus, schnell als Foto festhalten, wieder einsteigen, darüber nachdenken was man eigentlich gerade gesehen hat, feststellen, dass es der 10. See in der Woche war und und und. Das ist echt manchmal wie ein City Trip, da falle ich abends auch immer todmüde ins Bett. Deshalb habe ich abends auch nicht viel gestartet, nur ein üblicher Barabend mit Mona, aber sie war auch müde, also war es mal keine late night. Meine Zimmergenossen haben hingegen umso mehr gestartet. Ich musste ja heute wieder neu einchecken und ein neues Zimmer beziehen. Und siehe da, ich bin mit den zwei größten Chaoten aus dem Bus in einem 8er Dorm gelandet. Die fandens sehr witzig, meine Matratze hochzustellen und mein Bettzeug zu verstecken. Haha. Der Holländer und die Amerikanerin aus meinem Raum haben mir geholfen alles wieder zu finden und das okay gegeben, dass morgen Nacht zwei andere frieren werden. Mona hingegen ist noch in unserem alten Zimmer. So und mir wurde am Dienstagmorgen gesagt ich müsse da raus, weil es belegt sei, wo ich doch am Sonntag gebucht habe. Und Mona hat am Dienstagabend nachgefragt und wieder das gleiche Zimmer bekommen, wo heute Nacht zu allem Überfluss noch 2 Betten frei waren. Nene, das Hostel ist klasse, aber das Personal ein bisschen unfähig.

    Im Anhang sind noch ein paar Bilder von der Landschaft an der wir mit dem Bus vorbeigefahren sind, echt superschön.

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  • 16Jan 2014

    102 Meine Lieblingsstadt von oben 16.01.2014 Neuseeland —

    Queenstown, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute haben wir das wunderschöne Queenstown von oben gesehen. Mit der Gondel auf den Berg fahren ist ein absolutes Muss bei jedem Besuch in dieser Stadt. Das haben wir aber nicht gemacht. Wir sind hochgelaufen. Dauert 1 Stunde, ist ziemlich anstrengend, aber man spart $27 und kriegt ein bisschen frische Luft ab. Tatsächlich hatten Mona und ich auch optimale Wetterbedingungen dafür, nicht zu kalt und nicht zu warm. Zu viel Sonnenschein wäre auch der Tod gewesen, denn halleluja, dieser Spaziergang da hoch ist nicht anstrengend, sondern die reinste Herausforderung. Da gabs ganz schön steile Passagen und als wäre das nicht genug, muss man noch auf die Mountainbiker achten, die da runterrasen. Für alle Fans dieser Sportart ein absolutes Muss, das soll eine geile Strecke sein und bei dem Betrieb der da geherrscht hat, muss was daran liegen. Aber nicht nur unser Busfahrer Guy, sondern auch Mark aus der Gruppe haben sich dabei ein paar Schürfwunden zugezogen. Es war ganz cool ihnen zuzuschauen, aber noch besser war die Aussicht auf das türkisfarbene Wasser, die mit jedem Meter besser wurde. 500 Meter vor dee Spitze kam uns dann auch ein alter Herr entgegen, ein Kiwi, der uns ermuntert hat, dass es nicht mehr weit ist. Wir haben dann noch ein bisschen mit ihn geplaudert und er war total daran interessiert, wie uns Neuseeland gefällt. Diese Frage ist natürlich vollkommen unnötig, ich kenne noch keinen der dieses Land nicht geliebt hat. So haben wir dann die letzten Meter zur Spitze bestritten und vor uns lag das reinste Spielparadies. Es gab verschieden Möglichkeiten den Berg ganz oder teilweise herunterzukommen. Mountainbiking habe ich ja schon erwähnt, dann gab es noch eine endlos lange Seilrutsche, den Luge Ride (das was ich in Rotorua gemacht habe), einen kleineren Bungy (wo man nicht an den Füßen festgemacht ist, also Freestyle springen kann), eine Jelly Beans World und dann war da noch ein Helikopter, der ein paar Leute abgesetzt hat. Also mehr als genug zu tun, doch wir waren mehr an der Aussicht interessiert. Die war natürlich wie immer atemberaubend. Und die bisher schönste, die ich über eine Stadt hatte. Queenstown liegt ja echt mitten in den Bergen und umgeben von Wasser. Das reinste Paradies. Sowohl im Sommer als auch für Wintersport. So werden hier auch Fernsehsendungen, wie Americas Next Topmodel, jawohl die kommen hier rüber etc. gedreht und die ganzen Stars und Sternchen leben da. Für die Topmodels wird sogar immer die Straße abgesperrt, sodass die Autos rechts fahren können und es so aussieht, als wären sie in Amerika, witzig nicht? Tja und im Winter wird hier auch ne Menge geboten. Allgemein erinnert mich Queensi sehr an Skiorte mit seinen ganzen Bars und Holzhäusern. Einfach gemütlich, da kommt gleich ein Urlaubsfeeling auf. So standen wir dann ein paar Minuten da oben und haben die Aussicht genossen. Anschließend hätten wir wieder runterlaufen können, aber wir haben da so einen guten Tipp bekommen. $16 kostet die Gondel nach unten. Theoretisch, aber es kontrollier niemand. Also sind wir einfach eingestiegen und kostenlos runtergefahren.
    Anschließend war es auch schon Zeit fürs Abendessen, das wir heute wieder mal vom Hostel haben kochen lassen. Nudeln mit Tomatensauce. Tomatensauce mit Zimt und Chilli. Mördermischung, ich koche dann ab morgen wieder selbst. Achja morgen. Morgen fahre ich zum Milford Sound. Um 7:30 geht es los, deshalb habe ich entschieden heute mal nicht wegzugehen. Stattdessen haben Mona und ich einen Kinoabend eingelegt. Das Hostel hat ja einen Kinoraum und so haben wir uns Step Up gewünscht, jaja ich weiß Mädchenfilm, alle Sitzsäcke die es gab aufeinandergestapelt, unser Bettzeug geholt und uns vom Fernseher berieseln lassen. Ich vergaß, davor gabs noch die Rache für die Bettaktion letzte Nacht, also dürfen die Witzbolde heute mal ihre Sachen suchen. Anschließend bin ich ins Bett und nur nochmal kurz um 3 aufgewacht, als George und Craig frierend vor mir standen, weil sie ihre Bettzeug nicht finden konnten. Tja, don't mess up with Mona and Julia.

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  • 17Jan 2014

    103 Milford Sound 17.01.2014 Neuseeland —

    Fiordland National Park, Neuseeland

    Beschreibung

    Eigentlich ja Milford Fjord. Die Engländer sind Schuld. Als der Antrag mit der Namensgebung damals nach England gereicht wurde, hat irgendjemand nicht aufgepasst und fälschlicherweise Sound draus gemacht. Es gilt aber die Definition eines Fjords und deshalb ist es ein ins Festland hineinreichender Meeresarm. 15 Kilometer lang und UNESCO Weltnaturerbe. Kann man sich natürlich nicht entgehen lassen. Vor Allem nicht, wenn die Fahrt dorthin, sowie die Fähre, im Kiwiexperience Ticket inbegriffen sind. Das habe ich heute also gemacht. Ich bin in aller Frühe aufgestanden, um den 7 Uhr Bus in Richtung Te Anau zu bekommen. Meine Vorfreude bezüglich der Busfahrt war doch recht gering, da ich aus zuverlässiger Quelle wusste, dass wir heute 10 Stunden Bus und 2 Stunden Fähre fahren werden. Wenn dies auch nicht die besten Aussichten waren, so versprach das Wetter perfekt zu werden. Was ein Glück. Es regnet dort durchschnittlich bis zu 300 Tage im Jahr, was dieses Gebiet zu einem der regenreichsten der Erde macht. Und heute war einer der ca. 65 Tage an denen die Sonne scheint. Jetzt kann man sagen, die Chancen schlechtes Wetter zu haben sind ja viel zu groß, um das Risiko einzugehen dort hinzufahren. Aber nein. Für den Milford Sound gibt es kein 'schlechtes Wetter'. Jeder Tag ist eine Bereicherung. Wenn die Sonne scheint hat man schöne Fotos ja, aber wenn es regnet, entstehen bis zu 10.000 Wasserfälle mit einer Länge von bis zu 1000 Metern, die es an einem trockenen Tag nicht gibt. Vielversprechend, nicht wahr? Nass sollten wir heute aber trotzdem noch werden...
    Doch erstmal sind wir Bus gefahren. Und wie immer musste ich die Fahrt nicht alleine überstehen. Zuerst stieg Jess ein, die Engländerin die immer für gute Laune sorgt. Um 7 Uhr morgens haben allerdings noch nicht so viele Menschen gute Laune, deshalb hat erstmal jeder mit seinem eigenen 2er vorlieb genommen. Doch 1 Stunde später stiegen 2 mir sehr bekannte Gesichter ein. Camilla und Sophie Henriksen aus Dänemark. Die sind Queenstown mal für 3 Tage entflohen und in den Süden gefahren. Zeitverschwendung, wie ich erfahren habe. Sie waren in Dunedin, wie ich auch und fandens ganz nett aber irgendwie doch sehr langweilig, wie ich auch. Sie waren in Invercargill, wo es nichts gibt und wollten Pinguine sehen, die nicht kamen. Wie schön, dass ich mir die $300 extra für den 'Deep South Trip' gespart habe, den die beiden auch nur angetreten haben, weil er in ihrem Pass inklusive war. Ihr dritte Ziel, Te Anau, werde auch ich heute sehen, denn daran führt kein Weg vorbei nach Milford Sound. Noch nicht. Gerade wurde mit dem Bau einer Gondel begonnen, die Queenstown mit der Milford Road verbinden soll. Sie wird 12km Länge erreichen und somit die längste Gondel der Welt sein. Dieser Rekord ist aber nicht der Grund für die Anschaffung. Vielmehr ist es die Zeitersparnis. Im Grunde liegt Queenstown auf einer Seite von den Bergen und der Sound auf der anderen. Luftlinie nicht mehr als 20km schätze ich. Man kann aber nicht durch den Berg fahren. Also muss man außen rum. Und ist somit 5 Stunden unterwegs. Die einzigen die davon profitieren, sind die Busunternehmen die mehr Geld verlangen können und die Bewohner Te Anaus, der am nächsten zu den Sounds liegenden Stadt. Dorf. Die machen einen Haufen Geld mit den Massen an Touristen, die täglich aus den Bussen strömen und sind folglich wenig begeistert von der Gondel. Ich bin gespannt wie sich die Geschichte entwickelt. Wenn ihr es auch seid, hier die Geschichte nochmal zum Nachlesen. ( http://www.nzherald.co.nz/nz/news/article.cfm?c_id=1&objectid=3553143 )
    Doch fürs Erste habe ich die scenery entlang der Milford Road genossen. Diese wurde von National Geographic zur schönsten Strecke der Welt gewählt. Ich muss ehrlich sagen, da kann ich nicht ganz zustimmen, aber ein Augenschmaus auf alle Fälle. Vorbei fährt man an Mirror Lakes, die bei Windstille so klar sind, dass sich die Berge darin spiegel. Vorbei an unendlichen Feldern, türkisen Flüssen, wilden Wasserfällen und riesigen Bergen. Vorbei an Steinlawinen, weshalb ein Team von Experten 365 Tage im Jahr auf der Straße steht und entscheidet wann Autos fahren können und wann nicht. Falls man ein bisschen warten muss, kann man seine Wasserflasche in dem Fluss auffüllen, für dessen einzigartig reinem Geschmack die Busfahrer mit Kanistern ausgestattet sind. Und wenn man vor dem 1,2km langen Tunnel warten muss, kann man zu seiner rechten und linken Fotos von Wasserfällen schießen. Die Ablenkung ist vielleicht auch besser. Denn bei der Fahrt durch den Tunnel kann es einem schon mulmig werden. Der ist so eng und hat so ein starkes Gefälle, dass der Busfahrer nicht bremsen (nur Motorbremse) kann, weil der Bus sonst anfängt zu brennen (ist schonmal passiert). Der Mut lohnt sich, denn auf der anderen Seite erstrecken sich majestätische Berge zu allen Seiten, sodass man nur nach oben schielen kann und ein Tal, aus dem man nicht mehr rausmöchte. An dessen Ende befindet sich schließlich ein riesengroßer Parkplatz mit dazugehörigem Fährenterminal. Um das Ticket musste ich mich auch nicht kümmern, das wurde mir zusammen mit einem Gutschein über ein Lunchpaket in die Hand gedrückt. Und dann habe ich Marie kennengelernt. Sie ist AuPair in Sydney und reist gerade in 3 Wochen durch Neuseeland, so wie jeder. Wie sich 1 Woche später herausstellen sollte, ist sie eine gute Freundin von Denise, mit der ich ein paar Tage gereist bin. Doch dazu in einer Woche;) Zusammen sind wir also auf die Fähre und haben unser überraschend nährreiches Lunchpaket angenommen. Für einen (nicht so) kleinen Aufpreis stünde auch ein Büffet zur Verfügung. Dann gab es erstmal einen kleinen Snack und anschließend haben wir den Rest der zweistündigen Fahrt auf dem Deck verbracht, um Bilder zu schießen. Es war sehr windig und ab und an auch sehr kalt da, aber das war es uns wert. Ich muss sagen, am schönsten ist die Scenery noch am Anfang des Fjords, wenn man losfährt. Dort befindet sich auch der größte Wasserfall und der Wassefall, von dem X-man in einem der Filme springt. Außerdem haben die Berge eine außergewöhnliche U-Form, sowas habe ich auch selten zuvor gesehen. Kaum um die erste Ecke sieht man auch schon eine Gruppe Robben, die auf den Felsen faulenzen und wenn man Glück hat springen Delfine neben dem Boot her. Und nun dazu wie wir nass wurden. Es gibt sehr viele Wassefälle, deren Größe man erst begreift, wenn man näher ranfährt. Ich habe begriffen. Als wir unten drunter standen. Da hat sich der Captain einen kleinen Spaß erlaubt und uns mal eben geduscht. Ein echtes 4D Erlebnis. Ja, desto weiter vom Hafen wir dann wegkamen, umso unspektakulärer die scenery ( sorry mir fällt die ganze Zeit schon nicht das deutsche Wort ein), aber umso mehr Bilder haben wir von den beeindruckenden Aussichten gemacht. Das war definitiv eine schöne und einzigartige Bootsfahrt, aber andererseits meinte Marie beispielsweise, dass es so an vielen Orten in der Schweiz aussieht. Da hat sie Recht. Dennoch einen Tagesausflug wert und die 10 Stunden Busfahrt. Wenn man will, kann man übrigens auch noch eine Nacht am Milford Sound verbringen und dort am nächsten Tag Kajak fahren gehen oder aber den 4-tägigen Milford Track antreten. Wenn man das vorhat, sollte man es allerdings früh genug buchen, denn die Wanderung ist nur von Oktober bis April möglich und so für dieses Jahr bereits komplett ausgebucht. Jawohl, ausgebucht, es wird immer nur eine gewisse Anzahl an Personen zugelassen, weil die Hütten auf dem Wg nicht so viele Menschen beherbergen können. Das gleiche gilt für den Routeburn Track und Kepler Track.
    So sind wir um 7 Uhr abends wieder in Queenstown eingetrudelt und haben auch garnicht lange im Hostel verweilt, denn heute sollte unsere letzte night out sein. Da am Sonntag der Bus ebenfalls um 7 abfährt und lange unterwegs sein wird, hielten wir es für klug die Nacht davor im Bettchen zu verbringen. Umso mehr haben wir Verbleibenden von der ursprünglichen Busbesatzung den Drang verspürt Queenstown einen gebührenden Abschied zu geben. Long story short. Wir hatten einen wunderbaren Abend, haben viel getanzt, viel gelacht, dem McDonalds einen letzten nächtlichen Besuch abgestattet und dann kam mein Highlight des Abends: der Gang ins Bett. Eigentlich ja das langweiligste. Aber nein, es sollte hilarious werden. Ich komme also ins Zimmer, die meisten schlafen schon, nur die Amerikanerin und der 2,18m große Holländer, der immer vorne und hinten aus dem Bett hängt, haben noch gequatscht. Kaum kehrt Ruhe ein, geht es los. 4 neue Chinesen haben sich in unser 8Bett-Dorm verirrt. Und die verursachen ein Problem: Lärm. Lärm lauter als die Musik in den Clubs. Lärm durch Schnarchen. Kollektivschnarchen. Nicht wenigstens in einem Takt, nein im Kanon und mit unterschiedlichen Ausprägungen, die mal an ein sterbendes Pferd, mal an ein schnaufendes Pony erinnert haben. Wie gut, dass es kostenlose Ohrstöpsel an der Rezeption gibt. Wie schlecht, dass selbst die nicht gegen den Lärm ankönnen. Und während ich noch aufmerksam gelauscht habe, ist die Amerikanerin im Bett über mir schon ausgerastet. Zuerst hat sie nur genervte Geräusche von sich gegeben, dann hat sie etwas lauter um Ruhe gebeten und anschließend hat sie 'Holy Shit. Shut the fuck up guys' gebrüllt. Andere Ausdrücke möchte ich euch ersparen, aber nicht die ganze Geschichte...Sie sind nicht aufgewacht. Dahingegen Craig, der Australier aus Wales, aus meinem Bus. In 1 Sekunde stand er vor den Betten der Chinesen und hat daran geschüttelt und gerüttelt, dazu synchron das Geschrei von der Amerikanerin..doch es hat sich nichts getan. PAM Licht an. Da! Ein Chinese wacht auf. Geht aufs Klo. Kommt zurück, legt sich hin und fängt nach 1 Minute erneut an zu Schnarchen. Gefluche in allen Sprachen nun. Das war zu viel. Ich konnte nicht mehr. Ich hab mich gekringelt vor Lachen. Und ich konnte nicht mehr aufhören. Deshalb hielt ich es für angebracht mich aufs Klo zu verkriechen, bis ich mich wieder einigermaßen einkriegen konnte. Eigentlich ja ne todernste Angelegenheit, aber irgendwie auch zum wegschmeißen. Die Reaktionen von den anderen und das seelenruhige Schnarchen von den Chinesen. Wie zwei Welten. Auf dem Klo habe ich mir erstmal die Tränen weggewischt und mich ausgelacht. Dann hab ich einmal tief Luft geholt und bin mit todernster Miene zurück zum Zimmer gegangen. Dort sah die Situation folgendermaßen aus: 3 Menschen lagen wach im Bett und 4 Chinesen haben geschnarcht. Dann kam es wieder, das Gefluche von allen Seiten. Und erneut habe ich einen Lachflash bekommen. Aber das beste: Diesmal habe ich die anderen gesteckt. Alle unsere Versuche Ruhe ins Zimmer zu bringen blieben erfolglos, aber wenigstens ist jeder mit einem Grinsen auf dem Gesicht eingeschlafen. Ay, wie schön.

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  • 18Jan 2014

    104 Im Burgerhimmel 18.01.2014 Neuseeland —

    Queenstown, Neuseeland

    Beschreibung

    That's it. Mein letzter Tag in Queenstown. Eine Woche Urlaub ist leider schon wieder vorbei. Und ein bisschen bereue ich bereits, dass ich keinen Bungy gemacht habe. Klar, es ist schon teuer, aber irgendwie auch ein Muss. Ich glaube das ist ein Grund nochmal zurückzukommen;) Und dann kann ich die Nevis Swing gleich mitmachen. Davon habe ich euch noch gar nicht erzählt oder? Neben dem dritthöchsten Bungy der Welt hat Queenstown die größte Bungy-Schaukel. Das ist sozusagen eine riesige Seilschaukel mit 70 Metern freiem Fall, bevor man mehrmals durchs Tal hin und her schaukelt. Am Besten klappt es zu zweit, denn dann ist man schwerer und schneller. Und da beides vom gleichen Anbieter ist, gibt es das in der Combo billiger. Da ich mir dieses Muss schon habe entgehen lassen, gab es dann allen Grund heute einen Fergburger essen zu gehen, den wohl berühmtesten Burger in Neuseeland. Man munkelt sogar es sei der beste der Welt. Dieser kleine Laden macht die größten, frischsten und leckersten Burger im Lande, weshalb dort immer eine Schlange von mindestens 50 Leuten ansteht. Egal zu welcher Tageszeit. Auch nachts. Da ich diesen Burger aber auch voll und ganz genießen will, war tagsüber Fasten angesagt. Und was macht man sinnvolles, um sich vom Hunger abzulenken? Bummeln. Nicht shoppen, denn das wird schwer mit dem Verstauen im Rucksack.
    Queenstown ist echt super gemütlich. Nicht weit von unserem Hostel ist so ein kleiner Bach und eine angelegte Wiese, wo das Volk es sich gemütlich macht. Ab und zu steht da ein Musiker herum und unterhält die Leute ein bisschen oder, wie heute, ein äußerst seltsamer Vogel, der die ganze Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Da haben Mona und ich mal die letzten zwei Wochen resümiert. Unglaublich, dass es schon wieder so lange her ist, dass wir uns in Wellington alle getroffen haben. Und traurig auch, dass mittlerweile Guy weg ist und der Großteil unserer Gruppe ebenfalls. Wir hatten echt Glück, denn alle sagen das war ihr Lieblingsbus, aufgeschlossene Menschen und ein Busfahrer mit dem Talent Fremde zu Freunden zu machen. Er weiß auch viel, wenn wir so mit dem Bus fahren, erfahren wir immer jede Menge über die Geschichte einer Sehenswürdigkeit, persönliche Erfahrungen und Tipps, lustige Details etc. Im Grunde braucht man für diese Reise keinen Reiseführer, denn es wird alles erzählt. Wir haben an schönen Orten angehalten, von denen man jetzt einen Eindruck bekommen hat und wenn ich nochmal hierherkomme, weiß ich dann wo ich gerne länger bleiben würde. Es ist ja immer möglich sich irgendwo im nirgendwo absetzen zu lassen. Die Hostels, die für uns gebucht wurden waren größtenteils sehr zufriedenstellend, nur eins, zwei waren ein bisschen eklig, doch trotzdem mit irgendeiner Besonderheit. Der Durchschnittspreis pro Übernachtung liegt so bei $28 und man muss immer $20 Key Deposit in bar dabei haben. Das teuerste sind aber die Frühstücks- und Lunchstops. Davon bin ich nicht so der große Fan. Man hält immer zweimal auf der Reise an und macht irgendein kleines Café reich. Wo es das gleiche in den Supermärkten tausendmal billiger gibt. Ein Muffin kostet im Countdown zum Beispiel $2,30 und im Café $4,50. Man muss zwar nichts kaufen, aber mir hängt das immer gleiche Essen langsam zum Hals raus. Ich hätte gerne einfach mal ein Brot mit Käse, das macht auch satt tagsüber. Aber richtiges, frisches Brot gibt es nicht und Käse ist das teuerste was man hier kaufen kann (200g $9). Schmelzkäse $5, Scheibenkäse $11, Brie $5, Pesto 125g $11. Hallo?? Und schließlich die Aktivitäten. Alleine dafür muss ich nochmal herkommen. Die gibts zwar billiger mit Kiwiexperience, aber dafür kann man immernoch ein Vermögen ausgeben. Der Gletscherflug zum Beispiel, wo ich jetzt doch nochmal sehr positives gehört habe, weil es so faszinierend ist, wie bei jeder Führung der Weg neu geschlagen wird und man durch Spalten gehen kann, die vor 1 Woche noch nicht da waren, weil dieser Gletscher sich unheimlich schnell verändert, der kostet $300. Watertubing in Waitomo, Rafting im River Valley, Whale Watching in Kaikoura, Bungy in Queenstown, Rundflüge, Quadfahren etc. . Viele, die mit Kiwi unterwegs sind, haben aber allgemein nur 3-4 Wochen Zeit, und dann das gleiche nochmal in Australien und Asien, und deshalb nehmen sie alles mit, während ich 7 Monate über die Runden kommen muss.
    Für den Burger war trotzdem genug Geld da. $11 für den Holier than Thou, da kann man echt nicht meckern. Vor Allem bei der Portion nicht. Aber es kam ja nicht auf die Quantität, wobei größer als bei McDonalds sollte er schon sein, sondern die Qualität an. Und das war eine 10/10. 20 Minuten musste ich warten, bis ich mit Nummer 256 drankam und die Zwischenzeit habe ich damit überbrückt den Burgerbratern zuzuschauen. Wahnsinn, die arbeiten schneller als eine Maschine. Und als ich ihn dann endlich in der Hand hielt, war der Geruch schon umwerfend. Ein Bissen und ich war im Burgerhimmel. So frisch, so saftig, so würzig, so knusprig, so perfekt. Nach der Hälfte war ich zwar schon satt, aber konnte einfach nicht aufhören zu essen. Einen Fergburger schmeißt man nicht weg. Einen Fergburger behält man für immer in Erinnerung.
    Das Gefühl von unendlicher Zufriedenheit konnte mir mein 10er Zimmer für diese Nacht auch nicht rauben.

    Achtung Achtung : Der Burger auf dem Foto ist nicht meiner. Ich habe natürlich einen vegetaraichen mit Tofu gegessen!!!!! Puh das hat für Aufregung gesorgt..

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  • 19Jan 2014

    105 In the middle of nowhere 19.01.2014 Neuseeland —

    Lake Tekapo, Neuseeland

    Beschreibung

    Lake Tekapo

    Byebye Queenstown, ich werde dich vermissen. Du hast mir eine Woche Erholungsurlaub geschenkt, und gleichzeitig verlasse ich dich mit einem Schlafdefizit von einem Jahr. I'll come back though and do the bungy!
    Glücklicherweise war ich an diesem Morgen nicht die einzige, die das 10er Zimmer um 7 Uhr aufwecken musste. Eigentlich wecke ich überhaupt nie jemanden auf. Abends packe ich immer alle meine Sachen und lege raus was ich für den nächsten Tag brauche. Dann muss man nur den Wecker abwarten, in die bereitgelegten Klamotten schlüpfen, seine Sachen nehmen und vor die Tür stellen, schnell die Zähne putzen, alles auf dem Flur verstauen und verschließen und zum Frühstückssaal laufen. So mache ich das. Doch nicht jeder ist da so sozial. Genau genommen fangen die meisten an morgens früh ihr Zeug zusammenzusuchen und mit den Plastiktüten zu rascheln. Dann wird noch schön im angeschlossenen Bad geduscht, der Föhn angemacht, sich unterhalten, das Licht angeschaltet und so 8 Leuten der Schlaf versaut. Vielen Dank meine Freunde. Ich schätze die Rücksicht. Aber das war heute nicht mein Problem, denn 3 Leute dieser Spezies, die auch mit Kiwiexperience weiterreisen, haben nach mir das Zimmer verlassen, da war ich schon lange außer Reichweite der Beschimpfungen. Obwohl Mona noch eine Weile in Queenstown bleibt, ist sie auch in aller Hergottsfrüh aufgestanden und wir haben zusammen ausgiebig gefrühstückt. Denn, wie ich gestern, muss auch sie heute wieder mal umziehen. Und da man vor 10 Uhr auschecken muss, aber erst wieder ab 2 Uhr einchecken kann, darf man dann einmal das ganze Gepäck inklusive Essenstasche in den Gepäckraum schleppen, 4 Stunden in der Sofaecke chillen und anschließend wieder alles nach oben tragen. Heute habe ich aber endgültig ausgecheckt und zwar zusammen mit Camilla, Sophie, Idy, Lisa und Jess. 4x Dänisch, 1x Englisch. Wie immer muss ich also nicht alleine weiterreisen. Um 9:15 traf dann der grüne Bus ein und am Steuer saß Flee. Sie wird meine Fahrerin bis Taupo werden und scheint auf den ersten Blick echt nett zu sein. Am ersten Tag herrscht sowieso immer noch etwas Schweigen im Bus, mal sehen wie sich das entwickelt.
    Vor uns lag eine 3-4 stündige Fahrt in Richtung Lake Tekapo. Das ist der neue Zwischenstop, von dem ich erzählt habe. Statt am Lake Mahinapua auf dem Weg nach Franz Josef, wird jetzt in Lake Tekapo auf dem Weg von Queenstown nach Christchurch angehalten, weil die Strecke sonst zu lange ist. Das war im Grunde immer ein ganzer Tag Fahrt und dann konnte man abends auch nichts mehr unternehmen. Also übernachten wir heute mitten in der Pampa. Unser erster Halt war der Lake Pukaki, der im MacKenzie Country liegt. Das verdankt seinen Namen einem Schäfer, der immer die Schafe der Nachbarn gestohlen und über einen geheimen Bergpass in sein Land gebracht hat, sodass er zwei, dreimal im Gefängnis saß und am Ende sogar aus Neuseeland verbannt wurde. Wir waren aber nicht wegen den Schafen, sondern dem See da und der hat das reinste blau, das ich jemals in einem Gewässer gesehen habe. Es ist einfach BLAU, nicht mit einem grünen Schimmer oder braunem Dreck oder dunkelblauen Flecken, nein dieser See ist blau blau blau in seiner reinsten Farbe. Ich hoffe das kommt auf den Bildern raus, dann versteht ihr vielleicht was ich mit meinem beschränkten Vokabular zu beschreiben versuche.
    Weiter gings nach Twizel, wo man alles was mit Mount Cook, dem mit 3,754m höchstem Berg Neuseelands, zu tun hat machen kann. Helikopterflüge, Hikes, whatever.
    Anschließend sind wir so gegen 1 Uhr am Lake Tekapo eingetrudelt. Der ist wieder einmal blau. Anders blau als das Wasser in Deutschland. So wie das Gras anders grün ist. Da waren wir nun, am See. Was nun? Man kann zu den Hot Pools gehen, habe ich aber schon in Rotorua gemacht. Man kann auf den Berg am See hochlaufen, vorerst unser Plan, dann aber gecancelt, weil es zu windig war, sodass selbst das Café auf der Spitze geschlossen hat. Abgesehen davon ist uns ne ganze Menge Sand in die Augen geflogen und das macht keinen Spaß. Ein bisschen Bewegung haben wir nach der Busfahrt aber alle gebraucht, deshalb sind wir 6 in Richtung Stadt, die 15 Minuten von unserer Unterkunft entfernt liegt, aufgebrochen. Bzw. Häuserblock. Die Stadt bestehend aus 2 Cafés und einer Tankstelle. Ein Café hatte WIFI, na da haben wir doch gefunden, was wir gesucht haben. Da saßen wir eine Weile, dann haben wir Chips gekauft und uns entschieden einen Filmeabend einzulegen. Auf dem Weg haben wir noch ein paar Gruppenbilder geschossen, die ich euch hoffentlich demnächst präsentieren kann. Überraschenderweise wurden wir an der Rezeption sogar fündig und haben kurzerhand im Gemeinschaftsraum/Essenssaal/Küche 'The Hunger Games' eingelegt. Eigentlich eine wunderschöne Kulisse, mit dem großen Fenster zum See und den gemütlichen Sofas. Deshalb hat es auch nicht lange gedauert, bis das Kino gefüllt war. Da saßen nun 50 Leute und wir hatten eigentlich vor den Film kurz zu unterbrechen, um zu kochen, aber das war jetzt nicht mehr möglich. Immerhin haben wir unser ganzes Haus unterhalten und vor einem langweiligem Nachmittag bewahrt. Um halb 8 konnten dann auch wir den Grill anschmeißen und ein leckeres Barbecue mit Salaten zubereiten. Das haben wir gerade rechtzeitig beendet, um den wunderschönen Sonnenuntergang zu sehen und auf Bildern festzuhalten. Wow, das war ein Farbenspiel.

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  • 20Jan 2014

    106 Christchurch 20.01.2014 Neuseeland —

    Christchurch Central, Christchurch, Neuseeland

    Beschreibung

    Bad News

    Christchurch. Die drittgrößte Stadt Neuseelands. Einst eine blühende Kulturmetropole der Südinsel, wurde es bei einem heftigen Erdbeben im Jahr 2011 zerstört. Genau genommen war es eine folge von Erbeben die sich ereignete. Denn bereits im September 2010 wurden der Stadt mit seinen 400.000 Einwohnern heftige Schäden durch eine Erderschütterung der Stärke 7,2 angerichtet, die jedoch durchaus hätten behoben werden können. Als dann aber im Februar 2011 das zweite mal die Erde bebte mit einer Stärke von 6,3 stieg eine riesige Staubwolke aus dem Stadtzentrum auf und das war das Ende der Innenstadt mit seinen historischen Gebäuden, wie der Christchurch Cathedral, dem Wahrzeichen der Stadt. 3 Jahre ist es nun her und der Wiederaufbau hat gerade erst begonnen. Doch bevor wir uns diesem düsteren Kapitel zuwenden, gibt es erstmal noch ein paar Zeilen zu den sonstigen Geschehnissen des Tages.
    Der Morgen begann mit einer Fahrt zu der 'Church of the good Sheperd'. Eine Kirche nur aus den Steinen am Ufer des Lake Tekapo gebildet und mit einem Panoaramafenster, vor dem man ein wenig verweilen kann. Besonders an diesem sonnigen Morgen, der den See in einer noch schöneren Farbe erstrahlen ließ. Dann ging die Fahrt weiter nach Geraldine, wo Camilla und Sophie vor dem Ortsschild posiert haben, weil dies der Name ihrer Mutter ist. Okay, das war schon weird, aber unsere Aktion danach hat uns wohl endgültig zu den 'odd ones out' gemacht. Obwohl, eigentlich nicht, eigentlich haben wir nur ein bisschen Stimmung in diesen Bus voller Schnarchnasen gebracht. Flee ist zwar super nett, aber Spiele und Witze wie Guy macht sie nicht und wenn doch springt sie Gruppe, bzw. die Anhäufung einzelner Reisender die sich nicht integrieren wollen, nicht darauf an. Also haben wir für die Animation gesorgt. Zuerst ist ein Haus an uns vorbeigefahren. Jawohl, ein ganzes Haus. So zieht man hier um, mit seinem Haus. Das hat Anlass gegeben Songs über 'Home' zu singen und 'Country Roads'. Zuerst nur ein Summen, dann kam erst der Startschuss: 'YMCA'. Das Hostel in dem wir heute Nacht alle schlafen werden heißt 'YMCA'. Ist es da nicht obligatorisch YMCA anzustimmen und den Tanz im Sitzen zu bringen? Finde ich schon. Also hat Flee die Musik aufgedreht und wir 6 habens gefeiert. Kaum zu glauben dass die anderen nicht mitgemacht haben, ich kann da nicht still sitzen. Und als wir dann am Hostel ankamen und groß und fett der Name über der Tür hing, war auch das Foto ein absolutes Muss. Wieder nur komische Seitenblicke. Mein Gott. Wie gut, dass in dem Moment Marc, Charlie, Lou und Craig aus der Tür kamen, die auch in unserem vorigen Bus waren und einen Tag vor uns Queenstown verlassen haben. Die haben sofort mitgemacht. Es gibt doch noch Menschen mit Humor (in Guys Bus only).
    Und nun zu dem Kapitel Christchurch. Da es mittlerweile schon 3 Uhr war und wir alle vorhatten am nächsten Tag weiterzufahren, war es an der Zeit einen kleinen Spaziergang durch die Stadt, oder das was noch steht, zu machen. Unmittelbar gegenüber vom Hostel befindet sich der Hagley Park, der drittgrößte Stadtpark der Welt (nach New York und Vancouver). Aber das hat uns heute nicht interessiert, sondern eher die Gebäude. Was wir nämlich bisher von der Stadt gesehen haben, beim Vorbeifahren, sah noch recht unbeschädigt aus, doch wir wurden bereits informiert, dass sich die Zerstörungen größtenteils in der Innenstadt ereignet haben. Und tatsächlich. Kaum um die Ecke standen überall Kräne, Abrissbirnen, zersplitterte Fenster, Risse und leere Geschäfte. Jawohl, Starbucks, Glassons, die Post, Subway, alle samt leer und verstaubt. Geisterstadt. Und ich denke die Abrissarbeiten sind noch nicht beendet. Denn bevor dee Wiederaufbau beginnen kann, muss zuerst Altes beseitigt werden. Bist du ein Bauarbeiter, komme nach Christchurch, hier gibt es Arbeit. Aber wo gehen denn die Menschen die hier leben einkaufen, habe ich mich gefragt. Die Antwort: In Containern. In einem Einkaufszentrum errichtet aus bunten, übereinandergestapelten Baucontainern. Das sieht nicht nur originell und stylish aus, sondern macht auch gute Laune. Also haben wir dort ein bisschen verweilt und sind durch die Edelboutiquen, Hipsterläden und Büchereien gebummelt. Eine wirklich tolle Idee um die Stadt zu verschönern. Und Farbe scheint das durchgehende Konzept zu sein. Überall in den Straßen sind bunte Bilder, Zäune, Steine, Plakate, Wände, Figuren, schön und traurig zugleich. 185 Menschen kamen damals ums Leben, größtenteils durch den Einsturz zweier Gebäude. Hunderttausende mussten ihre Häuser verlassen oder warten noch jetzt auf die Entscheidung ob sie von der Versicherung Entschädigt werden oder nicht. 70.000 haben die Stadt in der Woche nach dem Beben verlassen und das sieht man. Es ist nicht viel los auf den Straßen, denn genau genommen gibt es nicht mehr viel in dem Zentrum, wo wir uns aufhielten. Da waren leere Flächen und leere Gebäude. Besonders hart ist aber die Geschichte zu der Kirche. Man kann sie nicht mehr erhalten. Also müsste eine neue her, die genau so aussieht. Aber niemand will es bezahlen. Die Bewohner wollen nicht, dass sie abgerissen wird und die Regierung will sie nicht finanzieren, weil Kirchen in Neuseeland nicht so groß geschrieben sind wie in Europa. Also herrscht gerade Stillstand im Prozess und man kann einfach nur die Ruine betrachten, die erahnen lässt wie schön das neo-gothische Gebäude mal war. Dennoch gibt es immer noch viel in und um Christchurch zu sehen, wie die schöne Straßenbahn, die Gondel etwas außerhalb und einen schönen Hafen. Sicherlich war es mal interessant durch diese Stadt zu schlendern und den Prozess zu beobachten und in ein paar Jahren, wenn ich wiederkomme, werde ich dann die Veränderung sehen können.
    Mit Sushi im Gepäck haben wir uns schließlich zurück in Richtung Hostel gemacht und die Nachrichten um 6 angeschaltet. Böser Fehler. Meine Güte, habt ihr schonmal 30 Minuten nur Katastrophenfernsehen geschaut? Nicht cool. Hier sind die News des Tages: Erdbeben der Stärke 6,3 in Wellington wo ich in 2 Tagen ankomme, Stürme so stark wie ein Hurricane bei Auckland wo ich wohne, heftige Buschbrände in Australien wo ich hinfliege, Schwerverletzter bei Skydive was ich gemacht habe, Mord in Dunedin wo ich einen Tag vorher war, Japaner töten haufenweise Delfine, mit denen ich morgen schwimmen will, und Wale stranden in Australien, was ich als Tierfreund nur todtraurig finde...vielleicht sollte ich den Fernseher doch lieber auslassen :/ Nachdem ich diese News auf Facebook gepostet habe, erhielt ich ein paar besorgte SMS und Nachrichten. Ich muss entschuldigen, wenn das falsch rübergekommen ist: Ich habe keine Angst. Das hat einst die Führerin aus Wellington gesagt, als sie jemand aus dem Bus gefragt hat, ob sie nicht in ständiger Angst vor Erdbeben lebt. Nein. Tut sie nicht. Tue ich nicht. Ich fühle mich hier sicherer als in Europa, erst recht als in Amerika und Asien oder sonst wo in der Welt. Ich sitze nicht in der U-Bahn und befürchte einen Bombenangriff, ich fahre nicht Bus und habe Angst vor anderen Passagieren, ich sehe keine Videos im Fernsehen in denen mit Mord und Totschlag gedroht wird, ich sehe nicht Proteste die in Bränden und Chaos ausarten, ich befürchte keine Atombombe Nordkoreas mit Neuseeland als Ziel, ich fühle mich sicher. Es gibt keinen Feind. Niemanden der öffentlich seinen Hass gegen uns ausspricht. Es gibt keine Religionskonflikte, weil dieses Land so multikulturell ist, dass kein Glaube überwiegt und dementsprechend wahrhaftig Glaubensfreiheit und Meinungsfreiheit herrscht. Die Regierung mischt sich nicht in die Angelegenheiten von anderen Ländern ein, schickt aber wohl Soldaten wenn nötig. Neuseeland war das erste Land der Welt mit Frauenwahlrecht. Neuseeland ist sicher. Ich vermisse sie nicht, die täglichen Nachrichten voller Kriege und Gräueltaten, voller Ungerechtigkeit und Armut. Das macht mir Angst. Nicht die Natur, sondern die Menschen und wozu sie fähig sind. Meine Güte bei den heutigen Ereignissen gab es Todesopfer nicht etwa durch die Kraft dee Natur, nein ausschließlich durch Menschenhand. Kindesmord und unnötiges Töten von Tieren. Und seit ich hier bin weiß ich, dass es möglich ist, dass es ein Leben in Frieden geben kann. Dass Menschen, wenn sie sich gegenseitig respektieren ein sicheres Umfeld aufbauen können, in dem kein Krieg herrschen muss. Und natürlich gibt es hier Naturkatastrophen. Diese Insel war zuerst da, also muss man mit den Konsequenzen, die es nach sich zieht wenn man jeden Fleck des Planeten besiedelt, leben. Die Natur nimmt sich Dinge zurück. Aber sie schenkt uns umso mehr. Sie hat dieses Land zu einem so wunderschönen Ort gemacht. Was fühle ich also? Dankbarkeit. Dankbarkeit, dass ich hier sein kann, auch in den finsteren Tagen.

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  • 21Jan 2014

    107 Eastcoast 21.01.2014 Neuseeland —

    Kaikoura, Neuseeland

    Beschreibung

    Liebe Leser,

    Es tut mir Leid, wenn meine Berichte in letzter Zeit etwas lang geraten sind. Ich könnte mir einfach nicht verzeihen ein Detail auszulassen, weil das hier irgendwie auch mein ganz persönliches Tagebuch ist und ich es ausdrucken werde. Da heute aber mal nicht so viel passiert ist, was zum Einen am miserablen Wetter und zum Anderen an der langen Fahrt von Christchurch nach Kaikoura lag, kann ich auch gar nicht so viel erzählen.
    Leider reisen wir ab heute nur noch zu viert weiter, Camilla, Sophie, Marc und ich, weil sowohl Jess als auch Idy und Lisa ihre Reise in Australien antreten. Dort wird Sara auch wieder zu Idy und Lisa stoßen, denn, ihr erinnert euch, sie waren am Anfang zu dritt unterwegs, doch dann ist Saras Onkel verstorben, also ist sie für eine Woche zurück nach Dänemark geflogen. Die drei haben Karten fürs Australian Open (Tennis) in Melbourne, ganz schön cool. Die Fahrt von Christchurch nach Kaikoura war hingegen recht unspektakulär, weil es nicht wirklich wichtige Stops auf dem Weg gibt, wir haben nur einmal angehalten, um uns Robben anzuschauen. Wohl aber ist die Landschaft wieder mal sehr sehenswert und vor Allem sehr anders als an der Westküste. Die Southern Alps sorgen nämlich dafür, dass die Westküste zu den regenreichsten Gebieten Neuseelands und die Ostküste zu der regenärmsten Region zählt, weshalb hier auch die sonnigste Stadt Nelson ist. Das sorgt natürlich für eine völlig unterschiedliche Flora, so sahen wir heute im Gegensatz zu den sattgrünen Wäldern und Wiesen der letzten Wochen, eher gelbe, unbewaldete Flächen.
    Tja und dann kamen wir auch schon in dem bisher robustestem Hostel, wie ich es mal nennen würde, an. Da wollte ich nicht unbedingt den ganzen Nachmittag verbringen, aber draußen auch nicht, denn es hat in Strömen geregnet. Also haben wir uns ein gemütliches Lokal gesucht und Pizza und Pasta gegessen. Eigentlich waren wir auf der Suche nach Fischgerichten, aber irgendwie haben die hier außer Fish'n'Chips nicht so viel auf dem Speiseplan. Und das fällt für mich nun wirklich nicht unter die Kategorie frischer Fisch.. Anschließend haben wir ein bisschen Karten gespielt und uns mit den neuen Leuten aus dem Bus unterhalten. Die sind fast alle in Christchurch zugestiegen und beginnen dementsprechend gerade erst ihre Reise um die Südinsel und Neuseeland generell. Also haben wir ganz viel erzählt, viele Tipps gegeben, viele Fragen beantwortet und dann entschieden eine frühe Nachtruhe einzulegen, denn morgen früh klingelt unser Wecker um 4...zum Delfinschwimmen:))))

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  • 22Jan 2014

    108 Swimming with the Dusky Dolphins 22.01.2014 Neuseeland —

    Wellington, Wellington, Neuseeland

    Beschreibung

    Liebe Sarah,

    Heute war ich mit Delfinen schwimmen. Ich weiß, das ist schon seit einer sehr langen Zeit dein Traum und ich hätte das auch gerne mit dir zusammen erlebt, aber Delfine gibt es nunmal nicht überall und vor Allem nicht in Deutschland. Hier hingegen schon. Kaikoura ist der Spot Neuseelands, wenn es darum geht Seeleben zu beobachten. Wale, Delfine, Robben, Albatrosse, alle versammeln sie sich hier. Ursprünglich wollte ich auch nur Whale Watching machen, weil ich gehört habe, dass man Delfine meistens eh sieht. Aber dann haben mir so viele erzählt, dass mit Delfinen zu schwimmen so ein spirituelles und atemberaubendes Erlebnis ist. Darum habe ich mich umentschieden und kurzerhand für das $160 teure Vergnügen angemeldet. Keine Sekunde zu spät, denn ich hatte Glück im Unglück. So viele haben sich gestern eingetragen und umso mehr waren alle enttäuscht, als es wegen den Wetterbedingungen abgeblasen wurde. Um 12:30 Uhr Mittags sollte das Boot gestern eigentlich starten, wofür wir punktgenau in Kaikoura ankamen, aber es hat einfach zu stark geregnet und dazu der Wind und der starke Wellengang. Dann die gute Nachricht: Heute früh um 5 Uhr fährt ein Boot hinaus. Leider können aber nur Plätze für 6 Personen von Kiwiexperience garantiert werden, die ersten sechs von der Liste. Ich war Nummer 6, wie gesagt, keinen Moment zu spät. Camilla, Sophie und Marc hatten auch Glück, was meine Vorfreude noch mehr gesteigert hat. Also haben wir uns gestern nachmittag kurz vor Ort angemeldet und hatten die geniale Idee, uns zu viert eine GoPro3 an der Kasse zu leihen. $60 dafür, inklusive einer SD-Karte sind echt okay und da wir keine andere sinnvolle Möglichkeit gefunden haben um unseren Ausflug auf Bildern festzuhalten, ist das die optimale Lösung.
    Das erklärt dann auch warum unser Wecker heute so früh geklingelt hat, um 4 Uhr. Unser Gepäck konnten wir schon in eine Gepäckluke packen, denn der Kiwibus fährt um 9 weiter und da werden wir gerade nach See und Fisch stinkend aus dem Boot klettern. Anschließend lag ein 15-minütiger Fußmarsch im Dunkeln vor uns und es könnte frisch im Wasser werden. Wenn auch ein paar Wolken da waren, nach Regen sah es nicht aus, also hat sich das frühe Aufstehen hoffentlich gelohnt. In der Dolphin Encounters Zentrale haben schon eine ganze Menge Leute gewartet, jeweils 16 passen auf ein Boot und 2 Boote sind heute rausgefahren. Anschließend haben wir unsere Ausrüstung bekommen: einen wetsuit mit einer Weste, eine Maske, Brille, Schnorchel und Flossen. Bis sich da jeder reingequetscht hat ist auch ein halbes Jahrhundert vergangen, aber das hat uns Gelegenheit gegeben, uns etwas mehr mit der GoPro auseinanderzusetzen, schließlich sollte ja jeder mal filmen und Bilder machen. Schöne Bilder haben wir dann auch bei der kurzen Einweisung uns Präsentation gesehen, bei der doch deutlich wurde, wie wenig dieses Delfinschwimmen mit dem "Im-Pool-einen-Schnappschuss-machen-wie-man-einen-Delfin-küsst" zu tun hat. Hierbei handelt es sich um wilde Delfine. Niemand weiß ob sie kommen, wie viele kommen und wann sie kommen. Deshalb erlaubt die Regierung uns nicht mehr als 5mal das Boot zu verlassen. Ein gewisses Risiko nicht so viele Delfine zu sehen ist also immer dabei, doch wir versuchen es eigentlich zur besten Tageszeit, wie uns mitgeteilt wurde. Wenn man dann Delfine sichtet, muss alles schnell gehen. Auf ein Signal soll jeder möglichst elegant ins Wasser gleiten und beginnen die Tiere zu unterhalten. Jawohl, wir animieren die Delfine, nicht sie uns. Das kann in Form von beliebigen Geräuschen durch den Schnorchel, in Form von Tauchen oder im Kreis schwimmen passieren. Dann kommen die Tiere auch ganz nah heran, aber streicheln sollte man sie trotzdem nicht, denn sie sind nunmal wild und nicht im Zoo, weshalb man nicht weiß wie sie reagieren. Wenn dann wieder das Signal ertönt, müssen alle sofort zurück aufs Boot und weiter geht die Fahrt. Ohje, das könnte anstrengend werden, sportliche Betätigung am Morgen. Das war ne ganze Menge Information und die konnten wir auf der kurzen Busfahrt zum Ausgangspunkt erstmal sacken lassen.
    Gegen halb 7, schätze ich, stachen wir dann endlich in die See und raus aufs offene Meer. Mittlerweile war ich schon ganz hibbelig und wollte endlich ins Wasser, denn ein paar Delfine haben wir bereits gesichtet. Und da kam es: das Startsignal. Holy S***. Das Wasser war kalt. Eiskalt. Es hat sich erstmal schön den Weg in den Nacken gebahnt und ist dann langsam in alle Ecken gesickert. Auf einmal war ich hellwach, aber da waren die Delfine bereits weg. Wir waren zu langweilig, niemand hat Geräusche gemacht. Also ging es kurz darauf auch schon wieder zurück aufs Boot und man konnte sich auf die Stufen setzen, was echt ganz cool war. Beim zweiten Anlauf haben wir zwar so in etwa die ganze Fischwelt unterhalten, aber Flipper und seine Crew blieben trotzdem unbeeindruckt, darum haben wir stattdessen ein paar Fotos von euch geschossen, auch nicht schlecht. Der vierte Versuch hat mir zwei Schnappschüsse mit Delfin drauf beschert, danke dafür Marc! Doch irgendwie hatten wir noch nicht so viel Erfolg und das hat auch die Crew gesehen, weshalb alle nochmal ganz aufs Boot gerufen wurden und wir eine ganze Weile weiter raus gefahren sind. Dort habe ich die Kamera überreicht bekommen, denn, oh weh, meine lieben anderen Freunde wurden seekrank. Ja, der Wellengang war schon nicht so ohne und es hat nicht lange gedauert, bis zwei, drei andere Leute aufgegeben und sich einen Eimer geschnappt haben. Das hat mir wirklich sehr, sehr Leid für diese Leute getan, denn kurz darauf haben wir doch noch zweimal die Chance bekommen ins Wasser zu hüpfen und das war beides mal ein absoluter Volltreffer. Ich war mittendrin, in einem Schwarm von schätzungsweise 300 Delfinen. Sie waren unter mir, neben mir, sind über uns gesprungen, einfach überall waren sie. Ich bin im Kreis geschwommen und sie haben mitgemacht, sind nicht davon geschwommen. Was ein Glück, dass ich in dem Moment die Kamera in der Hand hielt, ich habe Fotos und Videos gemacht wie irre und hatte beinahe eine 100%-Trefferquote. Die Videos kann ich euch hier leider nicht zeigen, aber die sind der Wahnsinn, da kommen auf einmal 50 Delfine an mir vorbei. Die Bilder sind aber auch akzeptabel und nicht zuletzt können Camilla, Sophie und Marc sich die ja auch abspeichern. Beim allerletzten Tauchgang war ich im Grunde fast alleine im Wasser, denn wer nicht vor Übelkeit aufgegeben hat, war mittlerweile krafttechnisch am Ende. Aber das hätte ich mir nie verziehen, wenn ich nicht nochmal ins Wasser gehopst wäre und so wollte ich gar nicht mehr raus, als das Signal kam. Ging noch ein paar anderen so, also haben wir ein bisschen überzogen. Es ist echt irgendwie ein spirituelles Erlebnis. Diese Tiere sind so aufmerksam und zutraulich, mich fasziniert es ja immer noch, dass sie eine schwangere Frau erkennen, noch bevor sie selbst von ihrem Glück weiß. Und dann ist man einfach mal mittendrin, die Delfine in der Überzahl, aber man hat absolut keine Angst, wenn sie von weitem auch ein Hai sein könnten. Ja übrigens, der Hai. 2 Minuten später haben wir angehalten, weil der Captain einen Hai gesichtet hat. Okay, gut, dass wir da ein Foto von der Ferne machen konnten.
    Ich war noch vollkommen in einem Glücksrausch, Adrenalinschub, einer anderen Welt, sodass ich gar nicht mitbekommen habe, dass mittlerweile alle, außer eine junge Frau und ich, der See ein kleines Andenken überlassen haben. Ich glaube ich war die einzige die ihre heiße Schokolade und den Keks genießen konnte und drin behalten hat. Gut, ich muss zugeben, die 20-minütige Bootsfahrt zurück war nicht ohne. Die Wellen waren mittlerweile so hoch wie unser Boot und ich habe es nicht fertig gebracht mich bei dem Schaukeln umzuziehen. Genau genommen hielt ich es dann für weise, mich hinzusetzen und nicht darüber nachzudenken, was der Grund für die Übelkeit der anderen ist. Denn ein bisschen betüdelt war ich dann auch. Ging aber alles gut, und auch der Rest hat den Ausflug trotz des bitteren Endes sehr genossen und nicht bereut. Vor Allem, als wir uns kurz danach im warmen Bus die Bilder angeschaut haben, waren wir nochmal richtig froh zu den 6 Auserwählten gehört zu haben.
    Vor uns las allerdings ironischerweise noch eine weiter Fahrt übers Meer: die mit der Fähre nach Wellington. Ohje. Kurz gesagt, die haben wir schlafend verbracht, denn Augen zu und durch war irgendwie die plausibelste Variante. So gut es ging, denn die Schiffscrew hat sich alle Mühe gegeben ein riesen Kinderunterhaltungsprogramm aufzufahren mit Puppentheater, Kino und Luftballons, oh my ...Schweren Herzens war es dann Zeit der Südinsel goodbye zu sagen, ich hatte ne tolle Zeit hier unten und werde ganz sicher nochmal wieder kommen. Kaum zu glauben, dass ich gerade mal vor 2,5 Wochen von hier gestartet habe, es ist so viel passiert in der Zwischenzeit. Die Nordinsel ist aber auch schön, doch irgendwie habe ich da das Gefühl dem Ende meiner Reise näher zu kommen. Der Gefahr kamen wir auch näher. Ein paar Nachbeben sind für Wellington angekündigt, wo sich ja vor 2 Tagen das Beben der Stärke 6,3 ereignet hat. Da aber immer alle Experten gedacht haben, dass Wellington und nicht Christchurch das große Beben droht, sind die meisten Gebäude hier auf absolut modernen Standards und so erdbebensicher wie nur irgendwie möglich. Ihr erinnert euch, das Parlament? Dem kann im Grunde gar nichts passieren. Unsere Busfahrerin hat sich sicherheitshalber auch mal im Base Hostel erkundigt, wie es denn hier sicherheitstechnisch aussieht. Aber das ist sicher. Das Haus an sich ist zwar ziemlich alt, aber ein ehemaliges Regierungsgebäude und deshalb wurden damals keine Kosten und Mühen gespart. Irgendwie wollten Camilla, Sophie und ich aber doch mal kurz daraus, also haben wir uns beim Inder nebenan das beste Roti, was in Neuseeland erhältlich ist, gekauft und uns auf den Weg zum Kino gemacht. 'Wolf of Wall Street', der soll ja so gut sein. Wenn man ihn denn sieht. Camilla hat ihren Reisepass vergessen, Camilla, die sichtbar ältere Schwester von Sophie, die nachgewiesen hat, dass sie bereits über 18 Jahre alt ist. Aber long story short, ohne Ausweis geht hier zu Lande gar nichts, man kriegt ja manchmal noch nicht einmal einen Kaffee ohne den. Sie also zurückgerannt und pünktlich zum Start durften wir der Verkäuferin dann auch ein ironisches 'Danke' zuhauchen. Immerhin der Film war ein Erfolg, Leonardo DiCapro sollte echt mal seinen Oscar bekommen. Das war ein laaanger Tag, gute Nacht Flipper, gute Nacht Wellington, gute Nacht Welt.

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  • 23Jan 2014

    109 On the road again 23.01.2014 Neuseeland —

    Taupo, Neuseeland

    Beschreibung

    Hello:)

    Heute haben wir mal wieder den halben Tag im Bus verbracht. Die Fahrt von Wellington nach Taupo nimmt ganz schön viel Zeit in Anspruch (320km), weshalb Kiwiexperience wenn man den Weg von oben kommt noch einen Stop in River Valley einlegt. Da die meisten aber wenn sie von der Südinsel kommen einfach nach Auckland wollen, um zurückzufliegen oder zur Bay of Islands zu fahren, geschieht das in gerade mal 2 Tagen. Viele Pausen gab es auch nicht, nur einen kurzen Fotostop an der Tukino Mountain Road, dem Beginn des Tongariro National Parks, den ich mir morgen noch genauer anschauen werde. Flee hat uns zwar alle historischen Fakten und Ereignisse erläutert, aber so genau konnte ich mir das dann doch nicht merken, deshalb zitiere ich an dieser Stelle mal Wikipedia:
    "Um eine Ausbeutung der Berge durch die weißen Einwanderer zu verhindern, schenkte Te Heuheu Tukino IV (Horonuku), Oberhäuptling der Ngati Tuwharetoa, im Namen seines Stammes am 23. September 1887 den Kern des heutigen Nationalparks bestehend aus den Gipfeln des Tongariro, Ngauruhoe und Teilen des Ruapehu der britischen Krone unter der Auflage, dort eine Schutzzone zu schaffen.
    Der Tongariro-Nationalpark (englisch Tongariro National Park) ist der älteste Nationalpark Neuseelands. Der sich im Zentrum der Nordinsel erstreckende Park gehört als eine von nur 23 Stätten sowohl zum Weltkultur- als auch zum Weltnaturerbe der UNESCO.
    Der Tongariro-Nationalpark ist der viertälteste Nationalpark weltweit. Im Zentrum des Parks befinden sich drei aktive Vulkanberge: der Tongariro (1968 m), der Ngauruhoe (2291 m) und der Ruapehu (2797 m).
    Auf dem Gebiet des Nationalparks befinden sich mehrere Kultstätten der Māori, die die Vulkane als heilig verehren."
    Wie gesagt, die Vulkane sind aktiv und 2012 ist tatsächlich der Rahui, der sich am Ende des Crossings, das ich morgen machen werde befindet, ausgebrochen. Davon gibt es einige schöne Postkarten, denn auf der Spitze lag gerade Schnee und das muss ein wunderschönes Farbenspiel gewesen sein. Unser heutiges Ziel ist aber erstmal Taupo, die Stadt zum gleichnamigen Lake Taupo, der mit einer Fläche in die Singapur passt, der größte See Neuseelands ist. Hier kann man den günstigsten Skydive machen, aber den Punkt habe ich ja schon abgehakt. Stattdessen sind wir nach der Ankunft an den See gelaufen und haben uns ein bisschen entspannt. Alternativ kann man auch 1 Stunde zu einem Wasserfall und den Hot Pools laufen, aber die Energie spare ich mir lieber für morgen. Abends war es dann an der Zeit mich von Camilla und Sophie zu verabschieden, weil sie morgen den Bus nach Auckland nehmen, um am Tag darauf nach Aussie zu fliegen. Liebenswerterweise haben sie mir ihren Essensvorrat für einen Monat überlassen, weil sie es nicht wegschmeißen wollte. Ein bisschen was habe ich verteilt und den Rest, wie Milch, Nudeln, Müsli, Zucker, Obst behalten. Damit dürfte ich dann für meine letzten Tage über die Runden kommen. Wer weiß, vielleicht gehe ich die beiden mal in Kopenhagen besuchen:)
    Stattdessen reise ich jetzt mit Denise aus Holland weiter, die ebenfalls AuPair war und zwar in Sydney. Wir haben uns gemeinsam fürs Crossing eingetragen und dann auch zusammen auf ein Zimmer gebucht, sodass wir nur diese 4 Leute verärgern, wenn wir morgen um 4 Uhr aufstehen. Hierbei eine Anmerkung: Geht ins Base. Wählt niemals, nie niemals das Urban backpackers. Eine wirklich nicht so gute Empfehlung von Flee. Unser Raum hatte kein Fenster, wohl aber eine laute Klimaanlage, eine laute Lage und überall waren schwarze Haare im Bett. Auf dem Kissen, der Decke, den Laken. Echt nicht schön. Es hilft nichts, wir mussten früh ins Bett, aber auch die zwei anderen Mädels aus dem Zimmer haben angewidert Handtücher etc. auf ihren Betten verteilt. Naja, wird eh eine kurze Nacht.

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  • 24Jan 2014

    110 The Tongariro Alpine Crossing 24.01.2014 Neuseeland —

    Tongariro National Park, Neuseeland

    Beschreibung

    Top 10 Walk der Welt

    19,4km lang, vorbei an aktiven Vulkanen und Drehorten von Herr der Ringe, Emerald Lakes und in der Hochsaison mit 700 Besuchern pro Tag der beliebteste Walk Neuseelands - das klingt doch einladend.
    Als ob der Tag nicht schon anstrengend genug werden würde, mussten wir auch noch in aller Hergottsfrühe aufstehen. Um 5:30 hat sich der Shuttle-Bus zum Ausgangspunkt angemeldet. Für $65 nicht gerade ein Schnäppchen, aber beim Autofahren ergibt sich nicht nur das Problem des Diebstahls sondern auch die Frage, wie das Auto vom Parkplatz an einem Ende des Crossings zum Parkplatz am anderen Ende gelangen soll. Man kann den Weg natürlich zweimal laufen, aber da er als Tageswanderung angegeben ist, muss man ja nicht unbedingt riskieren im Finsteren herumzuirren. Also haben wir am Abend schon alle Vorbereitungen getroffen, denn für diesen Spaziergang gibt es einiges zu beachten: Zuerst die Verpflegung. 3 Liter Wasser lautet die Empfehlung und ein gut durchdachtes Lunch. Das war in meinem Falle eine Ladung Müsliriegel, ein Cookie, belegte Brötchen und eine Banane. Zweitens spielt die Kleidung eine sehr wichtige Rolle. Hierbei ist zu bedenken, dass es in Richtung Spitze des Berges sau kalt und windig ist und in Richtung Tal die Sonne alles zum Schmelzen bringt. Also Zwiebellook. Top, T-Shirt, Hoodie, Fließ, regen-/winddichte Jacke, bequeme lange Hose (Leggings), eventuell auch kurze Ersatzhose zum Umziehen und festes Schuhwerk, wobei heute die Nikes regiert haben. Definitiv nicht zu wenig, auch wenn man sich das im Sommer anders vorstellt. Und drittens Sonnencreme und gute Kamera nicht vergessen.
    Dass wir diesen Walk nicht alleine bestreiten würde, wurde dann schon am Hostel klar, wo etwa 40 Leute mit uns warteten. Tatsächlich beschreiben viele, auch Ann-Kristin die erste AuPair meiner Familie, das als Highlight ihres Neuseelands-Aufenthaltes. Und auch im Kiwiexperience Bus wollte sich das niemand entgehen lassen. Das Problem ist leider, dass einige es sich entgehen lassen mussten. Von so vielen habe ich gehört, dass sie morgens schon motiviert und voller Vorfreude im Bus saßen, der dann 1km vorm Startpunkt umgedreht und die Wanderung abgeblasen hat, wegen zu schlechten Wetterbedingungen. Es ist nunmal nicht ganz ungefährlich und wenn die Wolkendecke so dicht ist, dass man nicht sieht wo der Weg zur rechten und linken endet, täte man sich besser einen Tag zu warten. Deshalb lautet meine Empfehlung: Plant lieber 3 oder 4 Tage für Taupo ein, dann sollte es zumindest an einem dieser Tage klappen. Wir hatten Glück, aber auch gerade nur so. Der Fahrer hat schon recht kritisch in Richtung Gipfel geschaut und stand in Kontakt mit den Wetterexperten. Ja, nach Sonne sah es wahrlich nicht aus, eher nach einem grauen Morgen und Nieselregen. Deshalb haben Denise und ich auch nochmal ordentlich Daumen gedrückt, als nach 1 1/2 Stunden Fahrt, die wir schlafend auf der Rückbank verbracht haben, die letzten Leute von der Lodge 10 Minuten vom Ausgangspunkt aufgesammelt wurden. Das Daumendrücken hat sich in zweifacher Hinsicht gelohnt. Der Walk wurde freigegeben und wir konnten uns schonmal aufwärmen, denn kaum aus dem Bus war es gefühlt Winter. Deshalb kann man sich gegen Bezahlung Handschuhe, Jacken, Schuhe, Mützen, Schals, Hosen, Pullis und was man alles braucht von dem Bus ausleihen. Ich war eigentlich recht zuversichtlich mit meiner Ausrüstung, nur die Hände sind mir später fast abgefroren. Ansonsten bekamen wir vom Busfahrer noch einen Wegplan und einen Zettel mit Sicherheitshinweisen mit auf den Weg. Den sollte man besser nicht verlieren. Da steht eine Telefonnummer drauf, falls man entweder umkehrt, einen Zwischenfall hat oder so lange getrödelt hat, dass man den letzten Bus zurück um 16:30 verpasst. Außerdem sind die verschieden Wegetappen und dazugehörigen Erläuterungen sehr wichtig. Es gibt eine Volcanic Hazard Zone, die Gefahrenzone die bei einem Ausbruch betroffen ist. Die soll man so schnell wie möglich durchqueren und ab einem gewissen Punkt darf man auch nicht mehr umdrehen, weil der Rückweg sonst länger als der Weg geradeaus dauert. Außerdem gibt es die Möglichkeit entweder den Tongariro (1967m hoch, ca. 2 Stunden) oder den Ngauruhoe (2291m hoch, ca. 3 Stunden) zu besteigen. Davon hat uns der Busfahrer wegen der dicken Wolkenschicht aber abgeraten. Er meinte der Weg ist sowieso schon sehr steil, sehr schmal und sehr anstrengend, aber bei geringer Sicht besteht auch die Gefahr nicht mehr zurück zu finden. Okay, das lassen wir dann lieber sein. Falls man doch ein Dilemma hat und im Dunkeln auf dem Weg nach unten ist, gibt es ca. 2 Stunden vor dem Ziel eine Hütte, in der spärliche Betten bereitstehen.
    Vor den beiden Dixiklos, bei denen sich all diejenigen, die einen genaueren Blick auf den Plan mit den eingezeichneten Toiletten warfen, aufgereiht haben, hat sich unser Team um 4 Personen erweitert. Ein Deutscher, ein Engländer, ein Australier und eine Französin. Alle auch von Kiwiexperience und alleine unterwegs. Zu sechst sind wir also letztendlich losgezogen, aber es waren eh so viele Leute unterwegs, sogar eine Familie mit Kind, dass man auch unbesorgt alleine laufen könnte. Die erste Stunde war dann auch super entspannt, es gab einen Holzsteg, einen befestigten Weg und man konnte das versteinerte Lava und die farbenfrohen Flüsse am Wegrand bestaunen. Dort habe ich etwas Vulkangestein mitgehen lassen. Es hat ein bisschen zu nieseln angefangen, aber das war noch okay. Dann kamen die Devil Stairs (Teufelstreppe). Ohja, die waren wahrlich verflucht. Im Grunde geht es 1 Stunde nur die Treppen hoch, juhu.. Dazu hat sich die Wolkendecke natürlich noch so richtig zugezogen, sodass es verdammt kalt, windig und feucht war. Hätte auch Winter sein können, gefühlt waren es auf jeden Fall Minusgrade. An einem Punkt war der Wind so stark, dass wir echt kurz stehen bleiben mussten, um nicht umgehauen zu werden. Dazu kam dann ein sehr steiles und unbefestigtes Wegstück, bei dem sich schon die ersten hingelegt haben, aber glücklicherweise hat am Ende eine einigermaßen windgeschützte Ecke gewartet, in der wir eine Müsliriegel Pause eingelegt haben. Dort saßen schon ein paar zusammengemümmelte Holländer, mit denen sich Denise unterhalten hat. Ich habe derweil versucht meine Hände wieder zu durchbluten und die Kapuze enger zu schüren. Zwischenzeitig hatte ich überlegt, ob ein weiterer Pullover sinnvoll gewesen wäre, aber andererseits kommt man bei Hochlaufen auch ganz schön ins Schwitzen. So langsam konnte man dann auch einen ersten wolkenfreien Blick auf die Landschaft erhaschen und die sah wahrlich nach Mordor aus. Seltsamerweise wurden laut Wikipedia bei dem Drehen der Kampfszenen ein paar Schäden angerichtet, die danach behoben werden mussten, was haben die denn da geschafft?? Und nicht zuletzt hat der Tongariro noch einen zweiten Namen..Schicksalsberg. Jawohl, ein paar Meter von mir entfernt wurde Frodo von Sam den Berg hochgetragen, um den Ring ins Feuer zu werfen. Very impressive.
    Fragt mich nicht wie wir es letztendlich nach oben geschafft haben, aber es zählt dass wir es geschafft haben und obwohl wir fix und fertig waren, hat sich eine Pause wegen dem unaufhörlichen Wind und der Kälte nicht angeboten. Mittlerweile habe ich mich gefragt, ob all diejenigen, die gegen jegliche Empfehlungen in kurzen Hosen losgezogen sind, umkehren mussten, das überlebt doch kein Mensch. Auch unser Australier war froh, dass er in seine löchrigen Stiefel geschlüpft ist, denn eigentlich wollte er barfuß losziehen, okaaaay awkward. Naja, ein Kiwi und anscheinend auch ein Aussie hält nicht viel von Schuhwerk, ist mir schon öfter aufgefallen, trotzdem bescheuert. So bin ich dann blind weitergeschlürft und habe nur realisiert, dass sich rechts neben mir ein Krater befindet. Darauf haben mich auch diverse Schilder hingewiesen, die ausführlich erklärt haben, wie man bei einem Ausbruch ums Leben kommt und dass man doch bitte auf 'Falling Rocks' achten soll. Das wird das erste sein, was ich tue wenn es bebt: mir die Schilder durchlesen... Vor lauter lauter habe ich vergessen auf meine Füße zu achten und plumps mich volle Kanne hingelegt. Da gings auf einmal steil runter und das tolle, so ziemlich jeder hat sich auf meine Ebene begeben und den Boden mal kurz geküsst. Im Grunde kann man da auch runterrutschen, das wäre wahrscheinlich ungefährlicher, aber bevor ich mir Gedanken gemacht habe, wie ich weiter vorwärts komme, bin ich erstmal sitzen geblieben. Denn es war warm. Da war so eine Grube am Wegrand und die war warm. Perfekter Platz zum Picknick. Und wie wir da alle so in der Grube saßen, hat sich der Himmel aufgeklärt und die Sonne gezeigt. Und wir sahen : Die Emerald Lakes.
    Wow. Wie unbeschreiblich, unbegreiflich schön. Vergessen wir die Anstrengungen der letzten 3 Stunden für einen Moment und prägen uns diesen Moment gut ein. Emerald, das heißt Smaragdgrün/-farben. Drei smaragdgrüne Seen, jeder ein bisschen unterschiedlich grün. Zur linken der Blue Lake, in einem klaren blau. Dazwischen ein Krater, daneben ein Krater und überall Steine und Dämpfe. Als wäre hier gestern ein Vulkan ausgebrochen, als wäre es eine Fata Morgana. Ich bin sicher das war es nicht, denn es sieht immer noch so schön auf meinen Bildern aus. Wenn es auch schwer, bis unmöglich war ein Foto zu schießen, auf dem kein Mensch zu sehen ist. Das alles Leben kurz ausblendet und nur dich in mitten dieser faszinierenden scenery zeigt, on top of the world. Um so ein Bild zu bekommen, musste man lange, sehr lange anstehen und sich gedulden, denn ein obligatorisches 'Ich war hier'-Bild will jeder haben und das ist nunmal der beste Hintergrund dafür. Ich glaube wir haben 1 1/2 Stunden gebraucht, um den eigentlich 10-minütigen Weg von der Spitze zum untersten See zu bestreiten, aber die Jungs unserer Gruppe hatten alle keine Kameras dabei, mal ehrlich muss ich das verstehen? Ich bin auf jeden Fall zufrieden mit meinen Schnappschüssen und werde sicher das ein oder andere Bild vergrößern und auf Leinwand ziehen lassen.
    Vorbei joggte eine neuseeländische Familie von Oma und Opa bis Enkelkind..no comment...
    Gegen 12 haben wir uns dann schweren Herzens von unserem Picknick Spot Nr.1 losgeeist, denn die Hälfte lag noch vor uns. Es ging nochmal ein Stück hinauf, mittlerweile aber mit der Überzeugung, dass es jeden Schritt wert ist, und dann standen wir vor der eigentlichen 'Volcanic Hazard Zone'. Da waren Lampen, von wo aus man, wenn sie aufleuchten, schleunigst verschwinden und umkehren sollte. Zum letzten Mal kamen sie im August 2012 zum Einsatz, als der Rahui angefangen hat zu qualmen. Das tut er jetzt immer noch, aber ein bisschen weniger. Angst braucht man aber nicht zu haben, da waren so viele andere Leute und sogar Bauarbeiter, die neue Treppenstufen und Wege gelegt haben. Auf dieser Seite war übrigens Sommer. Nun haben Shorts und Top gereicht. Und als wären das nicht schon gute Neuigkeiten, ging es auch nur noch bergab. Trotzdem erstmal so 1 Stunde, bis man an der vorher genannten Hütte ankommt, wo nach 5 Stunden Wanderung endlich wieder ein Klo ist. Schon von oben habe ich die meterlange Schlange gesehen, an der sich auch nichts geändert hat bis wir da waren.
    Das Wetter, die Aussicht, das Dampfen des Vulkanes und die Sitzgelegenheit gaben Anlass genug eine kleine Pause einzulegen. So setze ich mich also und schaue in 3 bekannte Gesichter. Melina, Caro und Anne. 3 AuPairs aus meiner Schule. Wie gesagt, passe immer auf was du sagst, denn irgend ein Deutscher ist immer da und heute sind sogar gleich drei da, die ich persönlich kenne. Die Welt ist einfach zu klein. Sie haben ihre Rundreise mit Kiwiexperience gerade begonnen und ihre Zeit als AuPair in Auckland abgeschlossen. Während ich schon wieder auf dem Rückweg bin. Ich würde irgendwie lieber bei ihnen mitkommen, aber stattdessen konnte ich ein paar Tipps geben, wo es sich lohnt länger zu bleiben. Bei der Gelegenheit habe ich sie auch ein bisschen über den neuen Direktor und die Umstände in der Schule ausgequetscht und bin zu dem Entschluss gekommen, Richelle nochmal einen Besuch abzustatten. So haben wir uns ein bisschen verquatscht und meine Gruppe hat ein Nickerchen in der Sonne gehalten, weshalb wir ein bisschen short on time waren. Also mussten wir uns wohl oder über aufraffen und die letzten 1 1/2 Stunden antreten. Meine Güte, kann bergrunterlaufen anstrengend sein. Meine Füße haben mittlerweile gequalmt und meine Knie geknackst, aber es hilft alles nichts, am Ende des Tages würde ich gerne in einem Bett schlafen, nicht im Wald. In den ging es als nächstes. Da kamen nochmal ein paar Ansteigungen und dann war es so weit: Die letzten 700 Meter. Dass wir an diesem Punkt angekommen waren, hat uns ein Schild verraten, mit der Aufschrift : You are entering a 700m Higher Risk Lahar Hazard Zone. Move quickly through, no stopping. If you hear a noise from upstream, do not enter. (Sie betreten eine 700m Gefahrenzone. Durchqueren sie sie schnell, ohne innezuhalten. Falls sie ein Geräusch flussaufwärts hören, betreten sie diese Zone nicht.) Logischerweise war da ein Flussbett, aber irgendwie kein Wasser, doch da auch kein Geräusch zu hören war, schien alles okay zu sein. Nun war die Motivation es rechtzeitig zum Parkplatz zu schaffen noch höher, also sind wir geradezu durchgeflogen und bekamen den vorletzten Bus, um 16:15.
    So saß ich 19,4 km und 8,5 Stunden später erschöpft, aber überglücklich im Bus und glaubt mir, an dem Abend ist außer einer entspannten Dusche nicht mehr viel passiert. Oh doch, ich habe mir das freie untere Bett geschnappt, denn die Leiter hätte ich es mit diesem Paar Beine wahrscheinlich nicht mehr geschafft. Und wisst ihr was: Das war die mit Abstand beste Aktion in Neuseeland. Warum? Weil es ein Abenteuer, eine Herausforderung war. Man musste mal was dafür leisten, die Highlights zu sehen, so wie beim Coast-to-Coast-Walk und wird nicht gegen hohen Eintritt durch ein Maori Dorf oder über einen überfüllten Strand geschoben. Vergessen wir mal all die Anstrengungen und denken daran, was ich heute erlebt habe. Ich hatte die Möglichkeit durch eine aktive Vulkanzone zu laufen, ohne von Orks verfolgt zu werden durch Mordor zu schlendern, den Schicksalsberg zu erklimmen ohne zu verdursten und die schönsten Seen, die Neuseeland zu bieten hat zu umrunden. Ich würde mich grün und blau ärgern, wenn ich das nicht geschafft oder das Wetter mir einen Strich durch die Rechnung gezogen hätte, aber alles bestens, I made it:) And it was fucking awesome!!

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  • 25Jan 2014

    111 Back to the roots 25.01.2014 Neuseeland —

    Auckland, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    I'm coming home, I'm coming home tell the world I'm coming home... Halt! Noch nicht! Es fühlt sich nur so an. Denn heute brechen wir auf nach Auckland. Und werden dort auch nächtigen, nicht bei den Harrisons, nein, im Hostel. Das ist so, als würde ich in Speyer in der Jugendherberge schlafen, aber da hier die Entfernung von der Innenstadt nach Hause etwas größer ist, werde ich wohl oder übel mal für ein Bett in Auckland bezahlen müssen.
    Doch erst einmal steht uns eine lange Fahrt bevor. Diesmal sind es 330km, 10 mehr als beim letzten Mal. Die Strecke kenne ich auch schon, es ist nämlich die gleiche wie von Rotorua nach Auckland, und die bin ich ja im November schon gefahren. Aber an diesem Morgen habe ich eh an nichts anderes als Schlafen gedacht und viel herumlaufen könnte ich auch nicht, ich habe nämlich, wie zu erwarten war, den Muskelkater des Jahrhunderts. Mein Schlaf wurde auch nur einmal unterbrochen, als sich ein widerlicher Geruch im Bus verbreitet hat. Jap, das ist Rotorua! Unverkennlich, den faule-Eier-Gestank gibts nur hier. Da haben wir die Klimaanlage mal kurz ausgeschaltet, aber sobald die Tür offen war, da man hier nämlich aus- und zusteigen kann, war jede Hoffnung vergessen. Puh, das riecht aber auch.
    Der nächste Halt war mir ebenfalls bekannt: Matamata, der letzte Ort vor Hobbiton. Da kamen schöne Erinnerungen hoch, der Tag im Heim der Hobbits war echt auch so ein Highlight. Die halbstündige Pause wollte ich nutzen, um mir noch ein Souvenir im Shop zu kaufen, aber die Zeit hat nicht gereicht, so lange war die Schlange für die Touren, die von hier starten. So habe ich leider kein 'No admittance. Except on Party Business'-Holzschild bekommen, verdammt. 2 Stunden später befand ich mich dann wieder auf bekanntem Territorium und habe mich gefragt, was ich wohl mit dem restlichen Tag anfange. Zuerst aber haben wir noch einen kurzen Stop im Kiwiexperience Büro eingelegt, wo man weitere Reiseabschnitte buchen oder Werbeartikel kaufen kann. Beides habe ich nicht gebraucht, ist schon alles abgeklärt. Dann kamen wir im Base Hostel an, direkt neben meiner Lieblingsbar in Auckland, genau genommen war ich auch schonmal in dem Gebäude des Hostels, nämlich als Feueralarm war und wir alle durch das Treppenhaus auf die Straße laufen mussten. In den Zimmern war ich aber noch nicht und die sind, naja, etwas rustikal. Ich musste mein hart erkämpftes unteres Bett einem Italiener mit gebrochenem Bein überlassen, der aus dem Luge Ride (Sommerrodelbahn) in Rotorua ein Wettrennen mit seinen Kumpels veranstaltet hat und ohne zu Bremsen in einer enge Kurve gerast ist. Selbst Schuld, ganz ehrlich, doch ein bisschen Mitleid habe ich schon, denn ob er es noch nach Australien und Asien schafft ist fraglich. Auf dem Zimmer wollte ich dann jedenfalls nicht bleiben, aber Sightseeing war ja auch unnötig. Ich habe Denise zwar lauter gute Tipps gegeben, aber so groß ist meine Nächstenliebe dann auch nicht, dass ich zum 3. mal den Coast-to-Coast-Walk bestreite, oder zum 6. mal nach Devonport fahre. Also haben wir uns auf die Wiese im Albert Park gelegt und die Sonne genossen. Danach sind wir zum Skytower gelaufen, aber das war Denise auch zu teuer und ich war ja schon oben. Stattdessen bekamen wir langsam Hunger und in dem Skycity Center war eine Noodle Bar ausgeschrieben. Doch da kam ich nicht rein. Denn die gehört zum Casino. Und das Casino ist ab 20. Hää?? Ich verstehe ja 21, zwar nicht für eine Nudelbar aber fürs Spielen, doch warum 20? Wer freut sich denn 20 zu werden? Die Diskussion hat nichts gebracht, wir mussten woanders was zu Essen suchen, bzw. ich habe mich entschieden selbst zu kochen. Der Einkauf im Countdown hat auch nochmal richtig lange gedauert, ich glaube es ist gerade Backpacker Hochsaison hier, da waren nur junge Leute und eine Schlange von 30 Metern, aber mit dem Selfcheckout System geht das ja schnell. Schließlich habe ich mir noch ein paar Havaianas gekauft, die bequemsten Flip Flops dieses Planeten. Damit läuft jeder echte Neuseeländer und Australier herum.
    In der Hostel Küche herrschte mittlerweile auch Hochbetrieb und die Töpfe waren alle im Einsatz, also mussten wir wieder mal warten. Darum habe ich mich ein bisschen auf der Dachterrasse umgeschaut, einen Whirlpool und eine Saune entdeckt, die beide nicht im Einsatz waren und entschieden morgen früh hier hoch zu kommen, um Auckland im Sonnenaufgang zu fotografieren. Eigentlich war dann der Plan ein bisschen auszugehen, aber ich konnte keine 5 Minuten mehr auf meinen Füßen stehen. Außerdem kann ich ja hier immer feiern gehen und im Grunde haben wir die Nacht auch in der Disko verbracht, so laut wie es in unserem Zimmer war. Großstadt! Um 6 Uhr morgens habe ich die Leute noch auf der Straße gehört...

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  • 26Jan 2014

    112 Ab in den Norden 26.01.2014 Neuseeland —

    Paihia, Neuseeland

    Beschreibung

    Bay of Islands

    Bay of Islands, wuhuu. Endlose Strände, meterlange Wasserfälle, frische Meeresbrise, riesen Kauri Bäume, ein Leuchtturm der auch an der Nordsee stehen könnte, Fischrestaurants, einfach Urlaubsfeeling pur:)
    Das war auch meine einzige Motivation heute um 6 Uhr aufzustehen, denn für 7:20 war der Bus angekündigt und für den Aufzug im Hostel sollte man lieber eine längere Wartezeit einplanen. Also standen Denise und ich um genau 7:05 abholbereit an der Queens Street, doch außer uns war niemand da. 10 Minuten später immer noch nicht, also wurden wir ein bisschen misstrauisch und haben bei Kiwiexperience angerufen. Und da ging das Dilemma los: Der Bus ist schon abgefahren. Alle Leute, die auf der Liste des Fahrers standen, haben ihre Plätze eingenommen. Wie kommt es dann, dass wir hier auf einer Bank sitzen, habe ich gefragt. Wir standen nicht auf der Liste. Wir wurden gestrichen, weil sie nicht wussten, wo wir zusteigen wollen. Erstens hat die Frau mit der wir vor 3 Tagen telefoniert haben nie gefragt wo wir nächtigen. Zweitens hat unser Busfahrer von gestern, der zu allem Übel auch noch der Fahrer von heute war, gesagt wir seien bestätigt und müssten uns nicht auf der Liste eintragen, die im Bus herumgegangen ist. Drittens hat er eine Liste auf der steht, dass wir im von Kiwiexperience empfohlenen Base Hostel schlafen werden. Und viertens streicht man jemanden nicht einfach so, sondern ruft zurück und fragt, ich hätte nämlich bereitwillig Auskunft gegeben. Noch viel mehr hat mich die Frau enttäuscht, als sie sagte, wir können dann morgen den Bus nehmen. In allen Städten der Welt, aber nicht Auckland! Und wer zahlt die $26 für die Extra Nacht? Also habe ich mich zusammengerissen und in einem möglichst freundlichen Ton geantwortet, dass wir nicht den Bus morgen nehmen werden, sondern heute wie geplant an die Bay of Islands fahren, wo ich ja für morgen einen Tagesausflug gebucht habe. Und wie genau wir dahin kommen, das ist jetzt ihre Aufgabe, denn aus ihrem Problem muss sie nicht versuchen mein Problem zu machen. Sie meinte dann ganz schnell, es gäbe einen Bus um 1 Uhr. Daraufhin habe ich mittlerweile recht zähneknirschend gesagt, dass ich auch nicht 5 Stunden mit vollem Gepäck und Kühltasche in den Straßen Aucklands herumhängen werde. Deshalb habe ich den Vorschlag gemacht, dass sie sich kurz erkundigt und mich zurückruft, sobald sie was passendes gefunden hat. Tatsächlich hat mein Telefon um 10 vor 8 geklingelt und ich bekam die Auskunft, dass um 8 Uhr ein Intercity nach Paihia fährt, und Kiwiexperience außerdem für die Kosten aufkommt. 10 Minuten! Mit großem Rucksack, kleinem Rucksack und zwei Essensbeuteln die steilen Straßen Aucklands hochrennen. Dazu der Muskelkater vom Crossing, ich bin fast gestorben. Aber wir habens geschafft. Punkt 8 Uhr standen wir am Bus und hatten unsere Mitfahrgelegenheit, die uns nur 30 Minuten später als den grünen Bus ans Ziel gebracht hat. Zwar ist die Geschichte nochmal gut ausgegangen und ich bin auch immer noch zufrieden mit Kiwiexperience, aber das hat einen kleinen schlechten Eindruck hinterlassen.
    Schließlich haben wir eingecheckt und ich habe mich gleich wie im Urlaub gefühlt. Das Hostel hatte einen Pool und Whirlpool, das Meeresrauschen und der Strand waren um die Ecke und in den kleinen Bars lief entspannte Musik. Nur das Wetter war nicht der Burner. Es hat angefangen zu nieseln, ganz leicht, aber das konnte uns nicht davon abhalten ein bisschen an die frische Luft zu gehen nach 4 Stunden Busfahrt. Aus dem ein bisschen an die Luft gehen, wurde dann allerdings eine 9km Wanderung zum nächsten Wasserfall. Denise hat nämlich eine alte Bekannte wieder getroffen, auch aus Holland, und die wollte sich gerade auf den Weg zu den Hakuru Falls machen. Da Schwimmen auch keine Option war, haben wir uns entschlossen mitzugehen. Eigentlich sind es vom Eingang nur 4km bis zu den Falls, bzw. wer faul ist kann auch ganz mit dem Auto ranfahren, aber nach dem Crossing ist das ja ein Klacks, und so sind wir auch noch die 5 km vom Hostel dorthin gelaufen. Kaum haben wir dann den Pfad betreten, der gefühlt mitten durch den Urwald geht, hat es angefangen zu schütten wie aus Eimern. Wenige Sekunden und meine Schuhe standen unter Wasser. Aber 4km sind ja nicht weit, dachten wir. Falsch gedacht. Die längsten 4km meines Lebens. Wer auch immer das gemessen hat, seid ihr sicher das sind 4km? Wie kann man im Schnellschrift, halb rennend 1 1/2 Stunden für 4km brauchen? Gut, die am Körper klebenden Klamotten und immer noch schwüle Luft haben uns vielleicht ein bisschen gebremst, aber nee da stimmt was nicht. Wie auch immer, wir habens nach einee gefühlten Ewigkeit und nachdem wir eine Gruppe Deutsche gefragt haben wie lange es noch dauert zu den Wasserfällen geschafft. Die waren schön, aber wenn ichs mir recht überlege, war der Weg dorthin fast schöner als der Wasserfall selbst. Ist jetzt nicht der größte. Da haben wir auch den Parkplatz gesehen, wo im Minutentakt neue Autos eintrafen und da der Tag schonmal so ins Wasser gefallen ist, dachten wir schlimmer kanns ja nicht werden, suchen wir mal nach ner Mitfahrgelegenheit. Hitch-hiking. Ein älteres Paar aus Kalifornien hat uns mitgenommen.
    Nach einer warmen Dusche sah die Welt schon wieder ganz anders aus. Denn es hat aufgehört zu regnen. Und da der Hunger so langsam auch kam, der nächste Supermarkt aber sehr weit weg ist, haben wir entschieden zur Belohnung was essen zu gehen. Im Endeffekt waren wir zu fünft, Denise Freundin hat nämlich noch zwei deutsche AuPairs aus Auckland kennengelernt, die auch mitkamen. Ich sag ja, überall sind wir Deutschen. Das Angebot der Bar nebenan kam uns gerade gelegen, 1 Mini Pizza, ein Salat, garlic bread und ein Softdrink für einen guten Preis. Trotz alkoholfreier Getränke mussten wir unsere Reisepässe vorzeigen, ich sag doch die haben einen Knall. Das Essen war gut und die Stimmung auch. Ich hab mich ein bisschen mit meinen Landsleuten über die Arbeit ausgetauscht und über Fidschi gequatscht, wo eine der beiden auch schon war und nochmal hingeht. Dann sind wir in die Bar nebenan gezogen, wo Live Musik war und haben den Abend gemütlich ausklingen lassen. Fühlt sich wie Urlaub im Urlaub an ;)

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  • 27Jan 2014

    113 Cape Reinga 27.01.2014 Neuseeland —

    Cape Reinga, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute bin ich gaaaanz weit weg von euch. Am nördlichsten Punkt Neuseelands, dem Cape Reinga. Danach kommt erstmal ganz lange nichts außer ein paar kleinen Inseln und dann Südamerika irgendwann. Wo ich schon nicht am Bluff, dem südlichsten Punkt war, muss das ja wohl sein. Praktischerweise ist der Tagesausflug in meinem Ticket innbegriffen, ansonsten kostet der nämlich auch nochmal um die $160. Alles was ich also heute machen musste, war mich pünktlich in den 'Fullers' Bus zu setzen. Der ist mal wieder in aller Frühe gestartet, da 600km Fahrt vor uns lagen. Da ist auch gleich ein Mädchen zugestiegen, Lara, die sich ganz zielsicher neben mich gesetzt hat. 'Deutsch?' meinte ich nur und lag natürlich goldrichtig. Sie war dann meine heutige Kumpanin.
    Erstmal kamen wir an einem kleinen Ort vorbei, wo 1819 der erste Fruchtbaum Neuseelands gepflanzt wurde. Mittlerweile wuchert es da nur vor Kiwiplantagen. Und trotzdem sind die hier teurer als in Europa:( Weiter gings zu unserem Frühstücksstopp, einer kleinen Bäckerei in einer Straße mit 3 Häusern. Schließlich hatten wir unseren ersten richtigen Halt.
    +Der Manginangina - Kauri Walk. Dies ist ein 350m langer Holzsteg der an den berühmten Kauri Bäumen vorbeiführt, die nur in Neuseeland beheimatet sind und einen Durchmesser von bis zu 8 Metern haben können. 15min dauert es um ihn einmal zu umrunden und die Queen hat das nicht geschafft. Ja genau, die war hier zur Einweihung, genau genommen wurde das ganze Projekt sogar extra für sie auf die Beine gestellt. Als sie dann da war, ist sie 10 Meter in den Wald gelaufen, hat sich wieder umgedreht ohne die Bäume anzuschauen und sich so vors Schild gestellt, dass nur 'Mangina' zu lesen war, ich habe das mal für euch nachgestellt, und dieses Bild konnte natürlich nicht in der Zeitung veröffentlich werden. War ja ein voller Erfolg. Ich habe die Anlage etwas mehr gewürdigt und den Bäumen eine Umarmung gegeben, soweit es ging.
    + Der 90 Miles Beach. Eigentlich ja nur 55 Meilen und 88km lang. Warum er so heißt weiß niemand. Und das ist nicht nur ein endlos langer Strand, an dem aus Naturschutzgründen Badeverbot herrscht, sondern auch eine offizielle Straße. Ganz genau, hier sind Autos zugelassen. Habe ich dann rausgefunden, als der Busfahrer offensichtlich ohne die Absicht zu bremsen auf das Meer zugesteuert ist, kurz gewendet hat und allen Touristen das Fotomotiv mit dem leeren Strand versaut hat. Stattdessen posieren sie jetzt vor einem Bus. Tatsächlich kamen uns dann auch eins, zwei Autos entgegen, die selbstverständlich gewunken haben. Allerdings empfiehlt es sich nur mit Allradantrieb und dann vielleicht auch nicht unbedingt. Ist nämlich sehr risikoreich. Der Geschwindigkeitsbegrenzung von 100km/h ist besser Folge zu leisten, schneller ist gefährlich und besonders viel langsamer ist es. Dann bleibt man nämlich stecken und da es keinen Abschleppdienst hier oben gibt, holt sich die Flut das Auto. Da kann man sich nur ne Packung Popcorn nehmen und zuschauen. Ohne Witz, auf dem Weg sind wir an einem BMW vorbeigekommen, der gerade ganz tief in der Sch****, bzw. im Sand steckte. So sind wir dann bestimmt 45 Minuten über den Strand gefahren, ab und zu an einem toten Babyhai vorbei und sonst mutterseelenallein. Nur die Maori kommen hier ab und zu zum Fischen hin und wir natürlich, die Touristen. Zwischendurch habe ich ein kleines Nickerchen gehalten, denn es war irgendwie nach der anfänglichen Aufregung sehr beruhigend an Sanddünen vorbeizufahren. Schließlich haben wir einen kleinen Fotostop gemacht, um den Schwanz der Nordinsel zu fotografieren. Laut den Maori hat die Nordinsel die Form eines Fisches, der Mund ist Wellington und wo wir gerade stehen, schaut der Fischschwanz aus dem Wasser. Dann ging es weiter zu den wirklich großen Sanddünen.
    + Sand surfing yeaa:) Ich dachte sowas kann man nur in Dubai oder Ägypten machen, aber nein Neuseeland hat alles zu bieten. Doch irgendwie kamen mir die riesigen Berge aus Sand nach dem Grün der Südinsel fehl am Platz vor. Was mich natürlich nicht davon abgehalten hat die Alternative zum Boogieboarden auf dem Wasser zu testen. Also habe ich mir ein Board geschnappt und schon schlimmes befürchtet, als unser Busfahrer seine Skibrille ausgepackt hat. Mund zu, Augen auf, sonst fährt man jemanden über den Haufen. Aber zuallererst muss man mal den Berg hochkommen. Meine Güte, Alpine Crossing Nr.2, ein Schritt nach oben, zwei Schritte rutscht man wieder runter. Oben angekommen hatte ich dann ganz schön Respekt vor der Abfahrt, die war nämlich steil wie ne rote Skipiste. Zeit zum Zögen blieb nicht, denn Lara lag schon auf ihrem Board und ich bin hinterher gesprungen. Bremsen kann man mit den Füßen, sollte man auch, wenn man nicht gerade in die riesige Pfütze und den Busch am Ende fahren will. Aber Geschwindigkeit war nicht mein Problem, eher der Sand. Der war überall, in den Ohren, den Haaren, den Klamotten, im Mund, aber am schlimmsten in den Augen. Ich weiß nicht wie lange ich gebraucht habe, bis ich wieder beide öffnen und aufhören zu weinen konnte. Was hätte ich für die Skibrille gegeben...
    + Mittagspause am Meer. Die war dringend nötig, um den Sand abzuwaschen. Aber als wir die Wellen gesehen haben, sind wir lieber nicht reingegangen, denn da kanns dich schon ganz gut umhauen. Außerdem war mein Auge mittlerweile angeschwollen von dem Sand, typisch...
    + Der Leuchtturm. Darauf habe ich mich am meisten gefreut, so einen Leuchtturm zu sehen erinnert mich irgendwie an Deutschland. Gleichzeitig symbolisiert er den nördlichsten Punkt Neuseelands, Cape Reinga. Er ist nicht sonderlich groß, aber mit dem an diesem Tag strahlend blauem Himmel und der sattgrünen Umgebung könnte es ein Motiv aus Rosamunde Pilcher sein. Wie ihr unten bei den Bildern seht, ist es nicht jedermanns Sache Personen vor Objekten zu fotografieren. Also wundert euch nicht, ihr seht da nicht den schiefen Turm von Pisa, das ist nur das Werk eines Passanten. Ich habe auf facebook mal so einen Spruch gesehen: Wenn ich Leute fotografiere, man sieht ein wunderschönes Porträt von jemandem. Wenn mich jemand fotografiert, man sieht ein unscharfes, verwackeltes Bild mit völlig seltsamen Proportionen. Ja, diese Erfahrung habe ich schon öfter gemacht. Aber der Leuchtturm sieht sowieso schöner aus mit der Landschaft im Vordergrund, als mit einer Person davor.
    Das andere Highlight, dass Cape Reinga bietet, ist ein Naturphänomen: the Meeting Point. Hier trifft die Tasmanische See (zwischen Australien und Neuseeland liegend) auf den Pazifik. Und das sieht man. Es entsteht kurz vor der Küste ein Dreieck aus Wellen. Außerdem scheint das Wasser der Tasmanischen See dunkler als das des Pazifik zu sein. Die Maori glauben, dass jedes Meer ein Geschlecht repräsentiert, die aufeinander treffen, weshalb dort das Leben entsteht. Ein weiteres schönes Fotomotiv.
    + Fish'n'Chips. Anschließend haben wir eine kurze Pause in einer Kunstgalerie gemacht, wo man einen Teil des größte Kauri Baumes, der jemals gefällt wurde, bewundern kann. Mittlerweile war es auch schon recht spät, etwa halb 6, weshalb der Busfahrer einen Stop für Fish'n'Chips eingelegt hat. Das angeblich beste, was es in Neuseeland gibt. Er hat also die Massenbestellung aufgenommen, ich habe mich da mal schön zurückgehalten, und kurz darauf hat es im ganzen Bus nach Fisch gestunken. Die Meinung der Leute, ist zwar lecker, aber sie haben schon besseres gegessen. Na dann habe ich ja nichts verpasst. Außerdem musste ich meine Essensreste aufbrauchen, denn morgen geht es zurück zu meiner Gastfamilie:)

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  • 28Jan 2014

    114 Last Day on the bus 28.01.2014 Neuseeland —

    Howick, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Es ist soweit, heute geht es zurück nach Auckland, nach Hause. An meinem letzten Tag habe ich es mir aber nochmal gut gehen lassen. So bin ich ausnahmsweise mal bis 8 im Bett liegen geblieben, was schon ziemlich lange ist. Trotzdem hat wieder jemand um 6 Uhr das Licht angeschaltet und den Koffer gepackt. Naja, einmal stehe ich das noch durch. Dann habe ich mich in aller Ruhe geduscht, auch wenn es fast unmöglich war bei 20 Shampoo-/Duschgel-/Conditionerflaschen noch Platz für die Füße zu finden. Da meine Klamotten im Rucksack mittlerweile alle zerknittert sind, war das Packen kein großer Aufwand. Ein allerletztes Mal musste ich noch mein Gepäck durch die Gegend schleppen und im überfüllten Gepäckraum verstauen. Dann gab es nur noch eine Option: an den Strand. Einmal muss ich ja noch schwimmen gehen. Außerdem bin ich ein bisschen durch Paihia geschlendert, weil ich von dem Ort noch gar keine Bilder hatte. Das war dann mein überaus entspannter Morgen bis 13 Uhr.
    Ab 13 ging es etwas hektischer zu, denn 5 Leuten ging es wie Denise und mir vor zwei Tagen: Sie kamen nicht mit. Der Bus war überbucht, weshalb eine Stand-by Liste im Hostel ausgehangen wurde. Aber die hat niemand gesehen. Dementsprechend verärgert und überrascht waren die Jungs, die es getroffen hat. Die haben auch ziemlich aufgebracht mit den Busfahrer diskutiert, was ich nur allzu gut verstehe, der hat sie aber darauf hingewiesen, dass es keine Sitzplatzgarantie von Kiwiexperience gibt.
    Schließlich stand uns wieder eine 4-stündige Fahrt bevor, mit einer Pause bei den Whangarei Falls. Das hat mich riesig gefreut, denn da wollte ich unbedingt hin, wusste aber nicht genau ob wir sie ansteuern würden. Die halbe Stunde war zwar relativ knapp bemessen, aber Denise und ich konnten einmal den Rundweg ablaufen und ein paar schöne Fotos machen. Mit einer Höhe von 28 Metern sind die schon ganz schön beeindruckend, schön, dass wir da waren.
    Und dann kamen wir endlich in Auckland an. Ich hatte ja wirklich eine super Zeit mit Kiwiexperience, aber nach einer Weile seht man sich schon wieder nach einem eigenen Zimmer und Bad, sowie einer Küche in der nicht immer 30 Leute rumrennen und das Leben aus einem Schrank, nicht aus einem Rucksack. Es war schön so viele nette Leute kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen, aber es kann auch recht anstrengend sein, immer wieder die gleichen Fragen zu stellen und zu beantworten, darum ist es cool länger mit einer Gruppe zu reisen. Wie auch immer, es war fantastisch, aber sobald Auckland in Sicht war, habe ich mich auch wieder auf meine Familie und mein zu Hause gefreut. Und natürlich Rapha, die hat mich in der Stadt abgeholt und nach Hause gefahren. Barry, die Kinder und die Verwandtschaft waren auf einer Barbecue Party eingeladen, deshalb ist Rapha freundlicherweise eingesprungen. Wir waren dann ganz standesgemäß in Nando's essen, denn es gab viel zu erzählen, wir haben uns schließlich das letzte Mal vor Silvester gesehen, halleluja, vergeht die Zeit schnell. Und dann habe ich mich erstmal aufs Sofa gesetzt und verarbeitet, was ich die letzten 25 Tage alles erlebt habe. Eine ganze Menge. Trotz meiner unendlichen Müdigkeit, wollte ich noch warten, bis der Rest nach Hause kommt, denn ich hatte schon mit einem ganz aufgeregten Finley am Telefon gesprochen. Den habe ich dann fest in den Arm genommen und Sonny war irgendwie auch ganz aus dem Häuschen. Es gibt so viel erzählen, doch das heben wir uns für morgen auf.

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  • 29Jan 2014

    115 Familienausflug zum Piha Beach 29.01.2014 Neuseeland —

    Piha, Neuseeland

    Beschreibung

    Kaum zu Hause, ist wieder alles beim Alten. Honey und ich haben dafür gesorgt, dass der Geruch nach Waffeln den Morgen versüßt und Finley und Sonny waren scharf auf mein iPad. Jo hat die Hausfrau gespielt, Barry war schon seit 1 Stunde joggen und Paul humpelt noch mit Muskelkater vom Tongariro Crossing durchs Haus. Es ist seltsam, aber ein ganz kleines bisschen fühlt es sich an, als wären meine Tante und Onkel gerade zu Besuch, Jo und Paul sind sehr umgänglich und mir super sympathisch. Sie haben fortweg von Neuseeland geschwärmt und Paul hat erwähnt, dass er sich vorstellen könnte hier zu leben. Jo, die für eine Fluggesellschaft arbeitet, hat aber gerade einen neuen Vertrag abgeschlossen, deshalb muss Paul, der ein selbstständiger, aber sehr erfolgreicher Künstler ist, sich noch ein bisschen gedulden. Aber es steht fest, dass sie sehr bald wiederkommen, und sich dann die Südinsel anschauen werden. Darüber habe ich ausführlich auf der Fahrt zum Piha Beach berichtet, ihren letzten Tag wollen die drei schließlich am Meer verbringen. Ich glaube das mache ich, die Möglichkeit jederzeit an den Strand zu gehen wird mir sehr fehlen.
    Das Wetter hat auch perfekt mitgespielt, überhaupt soll der Februar der schönste Monat werden, deshalb sind wir gleich mal ins Wasser gehopst. Ich habe mein neues Surfshirt eingeweiht, denn kalt ist es beim Schwimmen immer noch. Dazu kam es allerdings gar nicht, denn, ihr erinnert euch, das ist der Strand wo die Lifeguards immer jede !enge zu tun haben. Schon vornean hat man extrem gespürt, mit welcher Kraft man aufs Meer gezogen wird, deshalb ist es beim Boogie Boarden mit den Kindern geblieben. Die Badezone war ebenfalls sehr klein und ist den Tag über ein ganzes Stück nach links gerückt, um den Riffs zu entgehen. Und dann konnte ich m ein Chocolate Spread Sandwich genießen. Da bin ich heute Morgen ein bisschen ins Fettnäpfchen getreten. Paul hat gefragt ob ich lieber Peanut Butter oder Marmite haben möchte. Ich habe Chocolate Spread geantwortet, denn von beidem bin ich kein großer Fan. Das haben die Kinder gehört und wollten dann auch Nutella, was sie aber eigentlich nur einmal die Woche kriegen. SIE habens mir nicht übel genommen:) Dennoch habe ich nach der Scheibe Weißbrot durchaus noch Hunger verspürt. Also habe ich mutig zugegriffen und... Marmite erwischt. Oh my. In Australien auch bekannt als Vegemite. Kurzum: Ich habe beinahe rückwärts gegessen. So etwas widerliches müsste verboten werden. Mit Nase zu habe ich es runtergewürgt und mit ordentlich Wasser nachgespült. Da ist mir der Appetit vergangen, das war echt zu viel für meinen Magen. Hilfe. Diese Mischung aus süß und salzig, boaa würg. Die schlimmste Mutprobe die ich je überstehen musste. Für kein Geld der Welt werde ich das jemals wieder essen.
    Schließlich kam Barry mit Finley nach, der noch auf einem Geburtstag war. Den habe ich mir dann gleich geschnappt und alle, außer Barry der auf unsere Sachen aufgepasst hat, sind mit in eine Bucht gekommen, die nur bei Ebbe zu sehen ist. Wunderschön. Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei, da Kind an der Hand. Da war eine kleine Höhle wo das Wasser im Minutentakt reinströmte, ein paar kleine warme Wasserbecken, ein großes, exotische Tiere und Pflanzen, Felsen und jede Menge Sand. Locker mehr als 1 Stunde waren wir da, bis wir wieder über die Felsen zurückgeklettert sind. Dafür haben wir uns ein Eis verdient und schließlich ging es zurück nach Hause, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Wir haben die Urlaubsbilder von ihnen angeschaut, wir haben die Urlaubsbilder von mir angeschaut, wir haben ihr Skywalk Video um den Skytower in Auckland gesehen und wir haben mein Skydive Video gesehen. Dann haben wir das Jelly Beans Spiel gespielt, bei dem so Geschmacksrichtungen wie 'vomate, baby nappy, ear wax' dabei waren, trotzdem geht nichts über Marmite, das habe ich heute ein für alle mal festgestellt.

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  • 30Jan 2014

    116 Abschied nehmen...nicht für mich 30.01.2014 Neuseeland —

    Auckland Airport, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Da warens nur noch 4

    Und weg sind sie. Jo, Paul und Sonny. Honey hat geweint beim Abschied, schließlich freut sie sich immer über weibliche Verstärkung in der Familie und besonders, wenn es ihre Lieblingstante ist, die sie nur höchstens einmal im Jahr sieht. Meinetwegen hätten sie auch noch ein bisschen länger bleiben können, denn sie waren sehr angenehme Gesellschaft. Und sie selbst waren natürlich alles andere als erfreut vom Sommer ins geradezu überflutete England zu kommen. Deshalb werden sie noch 2 Tage in Kuala Lumpur verbringen, um sich mental darauf vorzubereiten. Es ist seltsam Leute dahin fliegen zu sehen, wo ich herkomme, das war schon bei Ann-Kristin so. Vor Allem war ich jetzt schon 4 mal oder so am Flughafen, so langsam wird es Zeit, dass ich auch mal in einen Flieger steige und nicht nur zum Abschied winke. Aber ich muss mich noch 1 Monat gedulden. Dann geht es nach Fidschi und von da an werde ich noch 5 weitere Flüge bewältigen. Bis auf einen sind alle im März, bester Monat.
    Und kaum waren wir zu Hause, hat Barry eine frohe Botschaft verkündet: Sie fliegen im Mai nach England. Er muss dort geschäftlich 2 Wochen hin und weil die Verwandtschaft sowieso um London verteilt lebt, nimmt er die Kinder mit, dann muss er nämlich nur ihre Flüge zahlen. Jetzt müssen nur noch die Schulen grünes Licht geben, aber in Finleys Klasse fehlt sowieso ständig jemand, mal für 2, mal für 6 Wochen. Der eine war in den USA, für James geht es auch nach England und Monika und ihre Familie machen im Winter, also bei uns Sommer, eine Europareise. Der Grund für die vielen Beurlaubungen ist natürlich, dass die Leute hier ihre Verwandten in den Sommermonaten besuchen kommen wollen, weil da erstens alles schöner und es zweitens hier ziemlich langweilig und kalt ist, wo ja die Jahreszeiten vertauscht sind. Wie wir auch bekommen die Kinder nur 2 Wochen Winterferien, da es sich aber normalerweise unter 3 Wochen nicht lohnt, müssen die Schulferien eben zwangsweise verlängert werden. Deswegen und aus Kostengründen muss der Urlaub gut geplant sein. Der neuseeländische Reisepass ist der teuerste der Welt, wegen irgendwelchen extravaganten Zeichen. Die Regierung überlegt auch gerade die Gültigkeitsdauer auf 10 Jahre zu verlängern. Nun trifft es sich gut, dass Rapha und ich auch schon überlegt haben Ende Mai/ Anfang Juni nach London zu fliegen, da mir Jo ja freie Unterkunft angeboten hat. Dann könnten wir nicht nur in die neue Hogwarts Welt und uns London nach Jahren nochmal anschauen, sondern ich würde auch die Kinder wiedersehen:) Klingt nach einem Plan.
    Was dann folgte war ein typischer die-Verwandtschaft-ist-weg-lasst-uns-aufräumen-Tag. Haufenweise Bettwäsche wurde gewaschen, Spielzeuge aufgesammelt, Socken gefunden, gesaugt, geputzt, Reste gegessen und ich durfte mein Zimmer wieder beziehen. Bei der Gelegenheit habe ich dann einmal den kompletten Inhalt meines Rucksacks, inklusive Schuhe (Chucks werden wieder weiß) in die Waschmaschine gesteckt. Jetzt bin ich wieder zu Hause angekommen, der letzte Monat kann beginnen!

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  • 01Feb 2014

    117 Here we go again 01.02.2014

     

    Beschreibung

    NZ Lifestyle

    Another day at the Beach. Hat sich so ergeben, als Barry von dem morgendlichen Lauf noch nicht genug hatte und ein paar weitere Stunden in der Mittagshitze Berge rauf und runter rennen wollte. Das ist es was er hauptsächlich an einem Wochenende ohne Kinder macht. Glücklicherweise hat er sich heute eine Strecke am Piha Beach ausgesucht, sodass Rapha und ich uns einem gemütlichen Morgen/Mittag am Strand machen konnten. Mit Schwimmen war allerdings heute nichts, also wirklich, es gab keine Badezone. Denn es hat ein Bootrennen stattgefunden. Was das genau für Boote waren, welche Sportart sie präsentieren und was das Rennen bezweckt hat, haben wir nicht so ganz verstanden, aber es sah abenteuerlich aus. Und wurde offenbar live übertragen, denn der Helikopter hat seine Runden gedreht. Der Wellengang war perfekt für sie, perfekt für die Surfer, nur nicht für die Schwimmer. Also haben wir uns das Spektakel vom Strand angeschaut. Das Gute bei so einer Veranstaltung ist immer das Drumherum, so wurde kostenlos RedBull verteilt und dazu haben wir uns ein Eis gegönnt. Das ist NZ Lifestyle. Ein Tag am Strand, wolkenloser Himmel, in der einen Hand ein Eis, in der anderen Red Bull, das Wasser voller Surfer, da kann man sich nur zurücklehnen und entspannen. Leider konnte ich auch heute keine Fotos von der Bucht schießen, weil sie unter Wasser stand. Die Flut war so stark, dass einmal Wasser bis kurz vor unsere Füße kam, mindestens 10m weiter als jede andere Welle. Dafür war ich aber mehr als dankbar, denn so konnte man eine Wegstrecke zurücklegen, ohne sich die Füße zu verbrennen. Das ist echt witzig, wie die Surfer im Hasengalopp über den Strand springen, das kann echt schmerzhaft enden.
    Gegen 2 hatten wir dann genug von der Hitze und Barry vom Rennen, also hat er uns wieder aufgesammelt und wir haben den ganzen feinen Sand nach Hause transportiert. Kurz nach uns hat Alice die Kinder abgesetzt, die wir aber gleich wieder zu Harry und Tilly zum Spielen geschickt haben. Und da die halbe Familie schonmal da war, wurden wir auch noch zum Grillen eingeladen. Kaum angekommen habe ich den Keller begutachtet, den Chris im letzten Monat zu zwei Schlafzimmern, einem Bad und einem Raum mit Sofa und Küchenzeile umfunktioniert hat. Da hat er ganze Arbeit geleistet, es steht aber immer noch ne Menge Unfug herum, die er so ansammelt. Viel mehr war ich allerdings an den Gastschülerinnen interessiert, einer Chinesin und einer Deutschen, Antonia. Überraschenderweise war die Chinesin etwas gesprächiger und sicherer im Auftreten als Antonia, aber die ist ja erst 15. Ihr 3-monatiges High-School-Jahr kostet sie $10.000. Da sie minderjährig ist, kann sie weder mit einem Auto fahren, noch einen Wochenendtrip machen, nicht durch Neuseeland reisen, weil man für die Busgesellschaften 18 sein muss, nicht ausgehen, kein gar nichts. Papa, ich verstehe jetzt, warum du nicht ein allzu großer Fan von dieser Art Austausch bist. Das Schulsystem hier ist nicht so effektiv, also verpasst man einfach nur ziemlich viel. Sie sitzt im Grunde in ihrem Zimmer fest, kann nirgendswo hin und wenn man keine Leute kennenlernt, muss man sich darauf verlassen in der Schule und Familie sein Englisch zu verbessern. Da lohnt sich das jetzt doch schon mehr, denn für den Flug hat sie genauso viel gezahlt wie ich, sieht aber bei weitem nicht so viel vom Land und kann die Zeit nicht voll genießen. Dennoch haben wir uns nett mit ihr unterhalten, während die Chinesin die Katze angestarrt hat, also würde sie sie gerne auf den Grill legen. Da Rapha und mir nach was Süßem war, sind wir für ein paar Churros mit Zimt und Zucker zum Pakuranga Night Market aufgebrochen. Antonia und die Chinesin haben wir dann auch ins Auto gesteckt und ihnen ein bisschen gezeigt, was hier Samstagabends los ist. Sie waren ein wenig addicted (süchtig) nach ihren Handys, aber ich glaube ihnen hats trotzdem gefallen. Mit hats jedenfalls geschmeckt.
    Diese Samstage werde ich vermissen...

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  • 02Feb 2014

    118 Letzter Ferientag 02.02.2014

     

    Beschreibung

    Letzer Ferientag. Den Tag habe ich immer gehasst, bzw. nochmal so richtig genossen. Da geht es den Kindern auch nicht anders, obwohl sie ihre Schulkarriere erst begonnen haben. Wie ich das so aus meiner Zeit kenne, ist es obligatorisch, dass der Monat nach den Sommerferien der schönste des Jahres werden soll. Der Februar. Der Februar!! Das wird der heißestes Monat. Verkehrte Welt...Seit meiner Ankunft sind Monate, Jahreszeiten, Tage und Uhrzeiten aber sowieso völlig irrelevant und abstrakt geworden. Außer an Weihnachten, da dachte ich, dass irgendwas nicht stimmt, aber andererseits soll der Winter in Europa ja auch nicht gerade ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.
    Aber wenn der Sommer schonmal da ist, muss ich raus aus dem Haus. Darum sind wir zuallererst mal nach Botany gefahren. Ein paar Kleinigkeiten mussten noch eingekauft werden, bevor der Alltag wieder losgehen kann. Honey hatte gestern ein Kleid entdeckt, aber das war heute leider schon vergriffen. Der Grund warum ich euch das erzähle, ist ein Hinweis. In Neuseeland kann man sich weder darauf verlassen, dass ein Artikel sicher für dich zurückgelegt wird, noch hat man das Recht einen Gegenstand umzutauschen. Also sollte jeder Einkauf gut überlegt sein. Die Inlinerschützer für Finley konnten wir aber ausnahmsweise doch gegen eine kleiner Größe zurückgeben und damit war unser nächstes Ziel der Skatepark. Auf dem Weg haben wir noch Sushi und Teilchen von dee Bäckerei mitgenommen, was Barry schon wieder ein Vermögen gekostet hat. Essen ist teuer, aber heute dürfen wir uns das mal gönnen. Der Skatepark ist eine ziemlich coole Sache. Er wurde erst vor wenigen Jahren errichtet und befindet sich neben einer Straße, sodass es keinen Grund für Beschwerden von genervten Anwohnern gibt. An den Park angeschlossen, ist ein Haus, wo Jugendliche sich treffen oder Veranstaltungen stattfinden. Es war auch gut was los, da muss der kleine Finley aufpassen, wo er mit seinem neuen Skateboard oder Honey mit ihrem Cityroller hinfährt. Bevor sie aber irgendwas machen konnten, kam ein typischer Skater lässig auf uns zu. Barry war gerade am Auto, also hatte ich gehofft es gibt keinen Ärger. Die Kinder sind hinter mir in Deckung gegangen und ich war gespannt was kommt. Auf einmal streckt der mir eine 50er Sonnencreme entgegen und fragt: "Sunscreen? For the kids?" Ich vergaß, ich bin ja in Neuseeland. Wir hatten zwar unsere eigene dabei, aber der alte Herr nebenan hat es dankbar angenommen. Dann haben sich alle Skater einmal eingeschmiert und weiter konnte es gehen. Ich glaube sie haben verstanden, dass die Sonne nirgens so intensiv ist wie hier. Anschließend kam eine Gruppe Biker mit einem Van und hat GoPro Videos gedreht. Da haben wir ein bisschen zugeschaut und uns anschließend auf den Weg zum Pak'n'Save gemacht, um noch mehr Essen einkaufen zu gehen. Viele Menschen hier lassen sich das Essen einmal die Woche liefern, man kann es im Internet bestellen. Der Rest geht zum Pak'n'Save einmal alle 3 Wochen um einen Großeinkauf zu machen. Trotz, dass dies der günstigste Supermarkt ist, habe ich festgestellt, dass Essen in Neuseeland einfach ein Vermögen kostet, vielleicht sind sie deshalb alle so sportlich und schlank. Abgesehen von den Flügen habe ich wohl das meiste Geld für Verpflegung dagelassen. Im Grunde hätte ich ja nur im Januar selbst einkaufen müssen, aber dann geht man hier nochmal mit den Freunden essen, kauft sich da einen Snack, eine Popcorn im Kino, ein Eis gegen die Hitze und viel haben wir sowieso nie auf Lager, wenn ich also nicht riskieren will das Abendessen von morgen zu verspeisen, muss ich mir selbst was kaufen. Und ab und zu habe ich mir auch mal Mineralwasser als Abwechslung zum Chlor gegönnt. Diesmal blieb die Rechnung aber nicht an mir hängen.
    Anschließend haben wir einen Film eingelegt und die Kinder schonmal darauf vorbereitet, dass sie ab jetzt wieder früher ins Bett gehen. Ich sowieso, nach 10 Uhr bin ich zu nichts mehr fähig außer Schlafen.

    Happy Birthday Opa !!!

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  • 03Feb 2014

    119 Schulbeginn 03.02.2014 Neuseeland —

    Howick, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Ab heute heißt es wieder früh aufstehen. Die Schule beginnt, was einerseits wieder Routine und andererseits freie Vormittage für mich bedeutet. Dennoch hat sich eine Kleinigkeit geändert, Honey geht nämlich jetzt zur Intermediate School. Kurz zur Auffrischung: Ab dem Alter von 5 besucht jedes Kind die Primary School, die Grundschule, welche 6 Jahre dauert. Danach folgt die eben genannte Intermediate, die 2 Jahre in Anspruch nimmt. Auch wenn das bereits die 7./8. Klasse ist, entsprechen Alter und Können der Kinder etwa der 5./6. Klasse bei uns, also der Orientierungsstufe. Danach folgt die Secondary School, ebenfalls für 2 Jahre und anschließend das NCEA, was ich jetzt als Highschool übersetzen würde, also die dreijährige Vorbereitung auf eine dem Abitur ähnelnde Prüfung. Demnach wird Honey ihre Schulkarriere mit 17 beenden und muss sich Gedanken um ihren weiteren Werdegang machen. Sie will am Flughafen arbeiten.
    Bis dahin ist aber noch viel Zeit und heute beginnt ja erst die Intermediate. Honeys Gefühle waren gemischt, sie wird zwar mit ihrer besten Freundin Monika dort hingehen, aber sie sind nicht in einer Klasse und bei den 1000 Schülern, die anfangen, ist es schwer in gerade Mal 2 Jahren Beziehungen zu allen aufzubauen. Dennoch können die beiden Mädels einige Zeit zusammen verbringen. Sie laufen ab jetzt immer gemeinsam zur Schule und zurück, was bedeutet, dass ich nur noch Finley durch die Gegend fahren werde. Danach bleibt Monika immer noch ein bisschen bei uns, was mich für die beiden freut, weil die Gesellschaft es hier nicht raushat playdates zu organisieren, in anderen Worten: Die Kinder treffen sich nie zum gemeinsamen Spielen, währenddessen ich in meiner Kindheit fast jeden Tag jemanden mit nach Hause gebracht habe oder andersherum. Auch haben sie nicht wirklich Hausaufgaben und Tests haben sie heute schon geschrieben, was darauf hindeutet, dass man für sie nicht lernen muss.
    Finleys Schule startet aber seltsamerweise erst am Freitag. Was die sich dabei gedacht haben, ist mir immer noch ein Rätsel, und wenn ich nicht da wäre hätte Barry jetzt ein Problem, denn soeben 3 Tage frei nehmen ist auch eher ungünstig. 3 Tage deswegen, weil am Donnerstag Feiertag (Waitangi Day) ist. Also besteht meine momentane Aufgabe darin Finley zu beschäftigen, wenn seine Computerzeit abgelaufen ist. Darum sind wir zum Friseur gegangen, waren einkaufen, haben einen Schlüssel für Honey anfertigen lassen, waren auf dem Spielplatz und haben Lego zum Leben erweckt. Für ein paar Stunden hat sich Alice auch bereiterklärt nach ihrem Sohn zu schauen. Die Schwimmstunden und Hapkido haben ebenfalls wieder begonnen und ich freue mich auf die nächsten Ferien, welche keine Schulferien, sondern mein Urlaub auf Fiji sein werden.

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  • 06Feb 2014

    120 Waitangi Day 06.02.2014

     

    Beschreibung

    Waitangi Tag ist der Nationalfeiertag in Neuseeland. Es ist ein gesetzlicher Feiertag, der jedes Jahr am 6. Februar abgehalten wird, um das Unterzeichnen des Vertrages von Waitangi (Neuseelands Gründungsdokument) im Jahre 1840 zu feiern.
    Und wie feiern die Neuseeländer alle wichtigen Feiertage? Mit Sales. Mittlerweile überrascht es mich schon nicht mehr, dass die Geschäfte und Einkaufszentren immer offen haben, so an die 364 Tage im Jahr schätze ich, nur am 25.12. sind sie geschlossen. Da die Kinder ohnehin bei ihrer Mutter sind, haben Rapha und ich die Gunst der Stunde genutzt, um im Sylvia Park nach Schnäppchen zu schauen. Groß Lust auf Einkaufen haben wir eigentlich gar nicht mehr, aber wir passen uns eben den Kiwis an und machen was sie an einem Feiertag tun. Anschließend haben wir uns etwas Kulinarisches gegönnt und sind zu mir gefahren, um dafür zu sorgen, dass das Geld was wir in den letzten 5 Monaten ausgegeben haben, auch wieder eingespielt wird. Darum haben wir uns entschieden es bei Daimler zu versuchen, was zwar bedeuten würde, dass wir kurz nach unserer jeweiligen Ankunft in Deutschland wieder ziemlich busy wären, aber das für einen fairen Lohn. Abgesehen davon sind die meisten eh gerade nicht in Speyer, sondern am Studieren und es hält uns davon ab einen Blues zu schieben. Also haben wir den Computer in Anspruch genommen und die Bewerbungen abgeschickt. Davor musste ich noch eben meinen Lebenslauf in Deutsch schreiben, ich hatte nämlich nur einen Englischen, der, wie ich finde, von dee Grundgestaltung irgendwie logischer ist, von wegen Aktuelles zuerst, aber Regularien sind Regularien und die Chronologie herrscht in Deutschland. Rapha hat mittlerweile die Zusage, ich muss noch warten.
    Arbeit erledigt, daraufhin haben wir einen Nerdabend mit unserem besten Freund Harry Potter geschoben. Es ist schon viel zu lange her, dass wir die letzten beiden Teile gesehen haben, geschweige denn auf Englisch und überhaupt war es mal wieder Zeit es sich mit Chips und Hummus auf dem Sofa gemütlich zu machen. Ein Feiertag wie er sein sollte.

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  • 09Feb 2014

    121 Last-Minute-Shopping 09.02.2014

     

    Beschreibung

    Ganz beendet haben wir unseren Einkaufstrip doch noch nicht. Aber der Grund warum Rapha und ich gestern und heute losgezogen sind, war nicht etwas um unseren Kleiderschrank aufzufüllen, sondern noch die letzten Mitbringsel zu besorgen. Da wird auch ein Schlüsselanhänger schon zum riesen Geschenk, wenn man Platz und Gewicht im Koffer mit einkalkuliert. Also sind wir ein wohl allerletztes Mal mit dem Bus in die Stadt gefahren. Dort zu parken ist nach wie vor zu teuer, also blieb uns nichts anderes als mit der einstündigen Busfahrt liebzunehmen, die mit ihren Auf und Abs ein hohes Kopfwehrisiko birgt.
    Aber den All Blacks Shop, wo Rapha ihre Handtücher kaufen will, gibt es nunmal nur in der Stadt. Mich hätte so ein Handtuch zwar auch gereizt, abee ich habe ganz ehrlich keinen Platz mehr dafür, stattdessen wurde es eine Kappe. Und da wir mittlerweile ziemlich gut wissen, wo es die günstigsten Schnäppchen gibt, sind wir zum Skytower getrottet, um dort 4er Packs Kiwi Schlüsselanhänger zu kaufen. In einem anderen Souvenirshop, wo ich unter anderem eine Tasse und ein T-Shirt entdeckt habe, gabs die auch nochmal für den gleichen Preis. Und weil einkaufen hungrig macht, haben wir uns diesmal Indisch gegönnt. Darauf stehe ich jetzt total, das Essen ist soo lecker. Bei Amazon kann man sich die Tikka Masala Soße bestellen, in drei verschieden Schärfestufen. Mit der schmeckt jede Gemüsepfanne unverschämt gut. Das indische Restaurant was wir diesmal angesteuert haben ist in dee Nähe vom Skytower, in so einem Innenhof, in dem es Restaurants aus so ziemlich jedem Land dee Welt gibt, wo sich dann jeder das passende raussuchen und gemeinsam an einen Tisch in der Mitte setzen kann. Französisch, Italienisch, Chinesisch, Spanisch, Indisch... Wie ein Food Court in einer Shopping Mall nur in gut. Dass es abends bei Rapha nochmal Curry gab, hat uns wenig gestört.
    Und da wir heute eben auch nicht wussten was wir tun sollen, sind wir mal eben nach Botany gefahren und haben noch Kartenspiele mit Bildern von Neuseeland, Schnapsgläser etc. gekauft. Jetzt müsste ich so langsam alles haben, hoffen wir dass es auch heil in Deutschland ankommt.

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  • 11Feb 2014

    122 Die Box 11.02.2014

     

    Beschreibung

    Déjà-vû.

    28. August 2013. Deutschland. In dem Obergeschoss eines Einfamilienhauses sitzt eine leicht blasse Julia vor einem vollem Koffer und fragt sich: " Wie um alles in der Welt kriege ich das nach Neuseeland?!". Die Antwort..nicht die 30kg überschreiten.
    8. Februar 2014. Neuseeland. In dem Untergeschoss eines Einfamilienhauses steht eine mittlerweile leicht gebräunte Julia vor ihrem Schrank und fragt sich: "Wie um alles in der Welt kriege ich das zurück nach Deutschland?!". Die Antwort..nicht ganz so einfach.
    Erläutern wir dies. Ich bin mit 30kg Gepäck hierher gekommen. Ich habe ein 4kg Packet mit Schal und Stiefeln geschickt bekommen, weil ich den neuseeländischen Frühling überschätzt habe. Ich habe Geburtstagsgeschenke bekommen, ich habe Weihnachtsgeschenke bekommen. Ich habe einen Schulordner, ich habe Souvenirs. Haufenweise Souvenirs. Und ich war einkaufen. Ich fliege von Auckland nach Christchurch. Ich darf nur 23kg mitnehmen. Ab Adelaide wieder 30kg. Problem erkannt?
    Lösung: Packete schicken? Zu teuer. Zweites Gepäckstück anmelden? Nicht überall möglich. Koffer heimschicken? Die Millionen spare ich mir lieber. Bleibt nur noch eins: Eine 25kg Box von DHL.
    Dazu muss man nur bei DHL anrufen und schon wird die Box geliefert. Anschließend räumt man sie ein, ruft wieder an, lässt sie abholen, bekommt die Kosten genannt und wartet, dass sich in 20.000km Entfernung jemand über ein großen Paket freut. Gefreut habe ich mich allerdings erstmal nicht, denn die Box war relativ klein. Priorität hatten meine Schulsachen, Geschenke, Bücher, Deko und Souvenirs, alles was schwer und sperrig ist. Gepolstert wurde das ganze mit Winterpullis, Jacken, Shirts, Hosen, Mützen, Schals und Schokolade. Nach 1 Stunde Tetris Spielen, kam ich zu dem Entschluss, dass Rollen und Quetschen die beste Taktik ist. Nachdem ich das Wichtigste verstaut hatte, stand ich dann aber vor der Frage, wie ich ohne Waage im Haus das Gewicht feststellen soll. Die Antwort stand bei Rapha in der Garage, eine Waage. Also haben wir die Box in ihr Auto verfrachtet und wenig später überraschend festgestellt, dass ich noch 5kg habe. Platz allerdings eher nicht. Da mir die Frau am Telefon erklärte, dass ich mein Paket nicht zukleben dürfe, hat sich das bis über den Rand Packen auch erledigt und ohnehin wolle der Paketbote einen Blick in meine Box werfen. Wollte er nicht, das war ihm eigentlich alles recht egal und da der mich mittlerweile auch schon kennt, hat er mir erlaubt ihm dabei zuzuschauen, wie er die Box zutaped. Der Papierkram hat allerdings ein bisschen aufgehalten, weil das ganz schön kompliziert war. Die DHL geht wohl davon aus, dass normalerweise Firmen diesen Dienst in Anspruch nehmen und hat dementsprechend einen Bogen konzipiert, bei dem ich jede Menge nicht, anders oder eben doch ausfüllen musste. Das nervigste war aber aufzuschreiben, was sich alles in der Box befindet und wie der jeweilige Wert, das Herkunftsland etc. ist. Kurzum die Tabelle war zu klein, um jeden Schlüsselanhänger und jedes Top aufzuzählen, also habe ich das mal grob zusammengefasst. Und da ich den Wert von $1000 nicht überschreiten wollte, kostet eine Jeans eben nur $20 (12€). Der neuseeländische Zoll scheint sich mit Markenklamotten nicht so auszukennen, denn 4 Tage später war die Box in Deutschland. Soweit so gut. Doch dann bekam mein Papa einen Anruf, dass sich mein Paket beim Deutschen Zoll befindet und ob es denn Umzugsgut sei. NEIN, ist es nicht. Ich habe bei der Beschreibung 'excess luggage" = Übergepäck angegeben, lernt lesen. Und außerdem kann ich von den Sachen im Karton keine Wohnung einrichten ihr Helden. Also durfte ich nochmal alles auflisten, Kopien vom Reisepass, vom Flugticket, vom Stempel machen, um zu beweisen, dass ich noch kein Jahr hier war und tatsächlich steht die Box jetzt da, wo ich in weniger als 2 Monaten auch aufkreuzen werde, zu Hause:)
    Vorbei ist die Geschichte aber noch nicht ganz, denn die 23 kg dürfte ich nach wie vor überschreiten. Da meine Eltern sich dankenswerterweise bereiterklärt haben einen leeren Koffer mitzubringen, habe ich für den Flug von Auckland nach Christchurch ein zweites Gepäckstück über 23kg angemeldet, was auch nur $30 gekostet hat. Dies wird mein Rucksack sein, denn ich dann im Hotel in Christchurch, wo die große Umpack Aktion startet, zurücklassen werde. Sorted it out!!

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  • 13Feb 2014

    123 Derweil in Auckland 13.02.2014

     

    Beschreibung

    Langeweile? Kein Stück. Ich weiß mich zu beschäftigen:

    - Testimonial: Richelle hat mich gebeten ein Testimonial über den Unterricht zu schreiben, wo ich auch nur gutes zu sagen hatte. Bei der Gelegenheit habe ich dann nochmal in der Schule vorbeigeschaut und festgestellt, dass komplett neue Leute da sind..Generationswechsel sozusagen.
    - Reference: Honey hat mich gebeten eine Charakter Referenz für sie zu schreiben, weil sie als Hausaufgabe so eine Art CV anfertigen muss.
    - Bilder hochladen: Mein Speicher ist voll und außerdem will ich meine 4000 Bilder sicher wissen. Die Upload Prozedur hat ein wenig gedauert.
    - Abschiedsgeschenk basteln: Ich dachte ein selbstgestalteter Fotokalender mit Rezepten sei eine gute Wahl.
    - Mein Reisebüchlein: Clara und Caroline haben mir zum Abschied so ein süßes Buch mitgegeben, dass ich jetzt mit Konzertkarten, Tickets, Kassenzetteln, Broschüren etc. ausgefüllt habe.
    - Packen: Da die neue AuPair hier eintreffen wird, während ich noch auf Fidschi bin, muss ich das Zimmer bis dahin leer räumen und alles was nicht mitkommt, verstaue ich im Koffer unterm Bett. Außerdem bleiben ein paar Klamotten und Sachen hier, das muss gut überlegt sein.
    - Blogeinträge: Jaha nicht zu unterschätzen.
    - Zumba: Mein Donnerstagabend.
    - Lesen: Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand.
    - Onehunga Outlet Center: Barry hat mich gebeten ein paar Laufschuhe für ihn abzuholen, da ist Rapha natürlich mitgekommen und wir haben uns beide einen Rip Curl Pullover, wo Neuseeland draufsteht gekauft. Das beste Souvenir!!
    - Träumen: Das tägliche Blättern durch die Immobilien Broschüre. Ich habe mein Traumhaus gefunden. Siehe Bilder.

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  • 16Feb 2014

    124 Wochenende 16.02.2014

     

    Beschreibung

    Die Kinder sind bei Alice, Barry fährt mit ein paar Freunden übers Wochenende nach Rotorua um für den Marathon zu üben, Rapha schreibt ihr IELTS und ich mache mir ein gediegenes Wochenende.
    Da das Wetter gut aussah, bin ich Samstagmorgen zum Muriwai Beach gefahren um zu surfen. Die einstündige Strecke dorthin kenne ich mittlerweile ganz gut, aber trotzdem überrascht es mich immer noch wenn man mit 100km/h in einen Kreisel kommt, weil die Autobahn plötzlich endet. Die Surfschule und deren Mitarbeiter kenne ich derweil auch gut, deshalb haben sie mir ohne zu Zögern ein gewachstes Board statt diese Schaumstoffbretter gegeben, denn ich wollte heute mal keinen Surfkurs machen, sondern so aufs Wasser gehen. Da wurde ich allerdings erst mal von einem netten alten Herren mit Surfboard in der Hand vor den Quallen gewarnt. Da die Flut seit ein paar Tagen schon recht kräftig ausfällt, wurden haufenweise Quallen angespült, was auch den unglaublichen Gestank am Strand erklärt. Die Babyquallen die da rumlagen haben mir nichts ausgemacht, aber trotzdem muss ich nicht unbedingt ein größeres Exemplar kennenlernen. Da es noch dazu einen sehr starken Wellengang gab, habe ich mich in Richtung Lifeguards begeben, wo die meisten anderen Surfer sowieso waren. 2 Stunden habe ich dann ohne Unfall überstanden und auch gestanden. Eine Uhr hatte ich nicht, also habe ich den Hinweis bekommen einfach dann aus dem Wasser zu gehen, wenn ich höchst wahrscheinlich erschöpft bin. Hat funktioniert.
    Auf dem Rückweg habe ich mir dann noch die Füße verbrannt, aber da kann man nichts machen. Anschließend wollte ich noch nicht wieder zurück, also habe ich mich an den stinkenden Strand gesetzt und den Surfern weiter draußen zugeschaut. Darunter waren auch ein paar Kinder, die lernen das schließlich noch bevor sie Fahrradfahren. Irgendwann war dann eine Gruppe von 100 Chinesen in meinem Sichtfeld, also habe ich entschieden den Rückweg anzutreten. Auf der Toilette hat mich schließlich noch eine ältere Dame was gefragt, auf Deutsch!! Sie hat sich umgedreht und mich gefragt, ohne sich zu vergewissern ob ich Deutsch sei. Da meinte ich hat sie ja Glück gehabt dass sie mich anspricht, aber ob sie es nicht in Neuseeland lieber mit Englisch versuchen möchte. Ist mir jetzt schon zweimal passiert, ich habe auch schon ältere Paare gesehen, die einfach den Busfahrer oder Touristenführer in ihrer Landessprache angesprochen haben, und sich garnicht erst die Mühe machen hier Englisch zu reden. Nicht immer gibts da eine Antwort und überhaupt was soll das denn ich finde das unhöflich...Fremdschämen!!
    Nach meinem kleinen Mittagsschlaf hat Rapha sich auch schon gemeldet, da ihr Test vorbei war. Ohne Umwege ist sie dann mit dem Bus zu mir gekommen, weil wir ihr Examen natürlich auch feiern:) Aber nicht in Howick, sondern in der Stadt. Da waren wir nicht die einzigen, denn, so viele Menschen habe ich auf der Queen Street noch nie gesehen. Und um Bus kamen auch Leute aus unserer Klasse. Gelandet sind wir wie immer im Fort Street Union und haben auch wie immer den letzten Bus um 3 genommen. Da saßen dann noch mehr Leute aus unserer Schule und somit war der halbe Bus deutsch. Man fühlt sich nie allein. Da der Bus auch nur bis zu mir fährt und ich heute mal sturmfrei hatte, ist Rapha natürlich mitgekommen. Barry macht das sowieso nichts der sagt immer 'Bedient euch', sowie Lucy nach dem Joggen mit Barry auch immer bei uns duscht und alles mitbenutzt. Die Haustür steht ich wirklich für jeden offen.
    So war es auch kein Problem, dass sie noch den ganzen Sonntag bleibt, die Kinder kamen ohnehin erst nachmittags und Barry etwas später. Also haben wir unsere Harry Potter Reihe fortgesetzt, ganz zur Freude von Honey. Das wars eigentlich, viel mehr ist nicht passiert.

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  • 21Feb 2014

    125 Familientrip an die Coromandel 21.02.2014 Neuseeland —

    Matarangi, Neuseeland

    Beschreibung

    Lange hats gedauert, doch zu guter Letzt sieht es ganz danach aus, dass einem Wochenendausflug mit der Familie nichts mehr im Wege steht. Aus dem Campen im letzten Jahr ist nichts geworden, weil das Wetter und mein Terminkalender nicht mitgespielt haben. Aber diesmal hat Barry mich frühzeitig informiert und die Sonne tut ganze Arbeit. Unser Ziel: Die wunderschöne Coromandel. Da war ich ja gaaaanz am Anfang schonmal, aber ich hätte mir nicht erträumen lassen noch einmal hinzufahren. Dort gibt es einfach die schönsten Strände, schönsten Buchten und beeindruckendsten Sonnenuntergänge. Ein wahres Urlaubsparadies für die Aucklander. Die haben da nämlich alle ein Wochenendhäuschen in Matarangi um der Großstadt zu entfliehen. Die Verniedlichungsform von Haus kann hier aber zu Irritationen führen. Tatsächlich handelt es sich bei den Eigendomizilen um Luxusvillen oder zumindest großzügig gebaute Häuser. Daraus schließe ich, dass vor Allem diejenigen welche kinderlos sind, sich unter der Woche mit einer einfachen Wohnung oder Behausung begnügen, da sie ja ohnehin den ganzen Tag arbeiten und dafür am Wochenende, wo Erholung und Freizeit auf dem Plan stehen, an nichts sparen. Trifft aber auch auf Familien mit Kindern zu. Und eben so ein Haus haben Paddy und Katie, Iris Gastfamilie, die ich auch am allerersten Tag auf Barrys Geburtstagsparty und danach auf diversen Grillpartys getroffen habe, gemietet. Sie tun das wohl öfter und haben deshalb schon eine gute Beziehung zur Vermieterin, sowie eine genaue Vorstellung dessen was sie erwartet. Deshalb wussten sie auch, dass es zu groß für ihre dreiköpfige Familie ist und haben deshalb jede Menge Freunde eingeladen. Die werde ich euch nachher noch vorstellen.
    Barry kann heute jedenfalls nicht früher von der Arbeit kommen, aber da er den Kindern spät abends im Dunkeln keine 3-stündige Fahrt ohne Pause antun will, haben wir überlegt, dass ich mit Honey und Finley direkt nach der Schule losfahre und Barry von einem Freund mitgenommen wird. Aus Erfahrung weiß ich ja, dass man die Strecke mit ihren Serpentinen, engen Kurven und fraglichen Geschwindigkeitsangaben ganz und garnicht unterschätzen sollte. Also haben wir in Thames eine längere Pause eingelegt, wo sich die Kinder auf dem Spielplatz ein bisschen ihre Füße vertreten haben und wir anschließend Subways genießen konnten. Danach hat die sowohl anstrengende, als auch landschaftlich schöne und irgendwie spaßreiche letzte Teilstrecke über die Berge begonnen. Die war heute sehr befahren, besonders von großen Wagen mit Speedbooten auf dem Anhänger, lucky them.
    Genau auf der Spitze des Berges konnte man sehen, dass es auf der einen Seite regnet und auf der anderen die Sonne scheint. Hinab ging es durch den Regen. Um halb 9 kamen wir schließlich an der vorgegeben Adresse an und es war dunkel. Da habe ich mal meine zahlreichen SMS gecheckt und festgestellt, dass die meisten im nächsten Dorf was essen sind oder noch auf dem Weg waren. Einen Schlüssel hatten wir aber, also haben wir mal angefangen das Auto auszuräumen und die ohnehin schon vollen Kühlschränke um einiges zu ergänzen. Das Haus ist super gemütlich, außen modern, innen auch, aber es fühlt sich an als würde man im eigenen Wohnzimmer sitzen. Anschließend trafen die ersten ein, das waren Barry und sein Freund Craig, der aus Schottland kommt und unverständlicher Englisch spricht als ich. Kurz darauf kamen auch alle anderen von ihrem Restaurantbesuch in Coromandel zurück und das waren ganz schön viele die da durch die Tür liefen. Katie, Paddy und ihre 6-jährige Tochter Kiera habe ich ja schon erwähnt. Dann waren da Gail und ihr Mann, sowie ihr aus Amerika stammender chinesischer Freund. Außerdem waren da noch Adam und Hayley, ein jüngeres Paar, die ziemlich verwirrt sind, keine Bettwäsche mitgebracht haben und außerdem kein Benzin mehr hatten.
    Die 3 Zimmer mit King Size Betten wurden an die ältesten Paare, sowie Barry und Finley vergeben, der sich aber kurz darauf in das 4-Bett Zimmer für Honey, Katie und mich begeben hat. Das Sofa ging an Craig, die Luftmatratze an Adam und Hayley und das Feldbett in der ausgebauten Garage wurde an den chinesischen Amerikaner dessen Name ich immer vergesse vergeben. Die Verteilung lief nach der Reihenfolge wie Katie und Paddy die Zusagen bekommen haben. So kamen alle 13 unter und ich bin gespannt was das Wochenende so bringt.

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  • 22Feb 2014

    126 Rollenverteilung 22.02.2014

     

    Beschreibung

    Die heutige Beschäftigung für den Tag hat sich nach dem Geschlecht entschieden. Ist man ein Mann, so musste man um 7 Uhr aufbrechen, um entweder den 60km Marathon zu laufen oder aber die Strecke mit dem Mountainbike zurückzulegen. Erschwerend kam hinzu, dass es regnete, man also sowohl beim Aufstieg, als auch beim Abstieg, natürlich ist das keine flache Strecke, mit dem Matsch zu kämpfen hatte. Tatsächlich waren Barry und Craig die einzigen, die den 5-stündigen Run zu Fuß angetreten haben und wurden auch prompt beide 2. ihrer Alterskategorie. Craig trainiert übrigens gerade für die 100km. Die Mountainbiker haben sich auch alle gut geschlagen, waren zwar frustriert, dass sie von den Läufern überholt wurden, aber konnten danach mit ihren GoPro Videos angeben.
    War man hingegen eine Frau, blieb man mit den Kindern zu Hause. Mit Ausschlafen war eh nicht viel, denn sobald Finley, der sich die ganze Nacht gewälzt hatte, wach wurde, hat er mich das wissen lassen. Also haben wir Brettspiele gespielt, in Ruhe gefrühstückt und uns irgendwelche Beschäftigungen ausgedacht. Anschließend wurde es uns zu blöd im Haus und wir haben uns trotz des Nieselregens auf den Weg zum Café gemacht. Dort musste ich die Sensation schlechthin probieren: Fluffy. Das ist purer Milchschaum in einer Espressotasse für $2. Nett, aber dafür muss man nicht unbedingt Geld ausgeben..
    Anschließend haben wir uns doch noch auf den Weg zum Strand gemacht, der nur für die Bewohner der Ferienhäuser ist. Die glücklichsten aller bewohnen eines der Häuser direkt am Strand mit wunderschönen Gärten und Strandliegen. Wir haben uns mit den billigen Plätzen abgefunden, aber bei der Hitze, trotz des Regens, wollte ich eh einfach nur ins Wasser. Das war sehr erfrischend und wie immer mit starkem Wellengang. Dagegen hilft auch nur durch die Wellen durchzutauchen, wenn man nicht gerade ein Surfboard zur Hand hat.
    Anschließend sind wir einer etwas skurrilen Beschäftigung nachgegangen. Cicada skins sammeln. Kurzum: Wir sammeln die Häute von Zirkaden (Grillen) die sich an Baumstämmen häuten. Das scheint hier der Renner unter den Kids zu sein, die haben einen richtigen Wettbewerb gestartet wer die meisten sammelt und anschließend werden sie als Andenken mit nach Hause genommen. Ich bin da jetzt nicht so enthusiastisch an die Sache rangegangen, aber die Kinder haben mir ihre Eroberungen in die Hand gedrückt, da kann man nichts machen, Augen zu und durch. Doch als wir da so von Baum zu Baum geschlendert sind, konnte ich mir die Gegend und die Häuser ein bisschen genauer anschauen. Echt schön ist das, jedes Haus sieht anders aus und überall sind unterschiedliche Personengruppen, mal Pärchen, mal Familien, mal Freunde, mal junge Leute. Mit so einer Gruppe wie uns hat man doch immer noch am meisten Spaß. Doch bevor wir uns ans Grillen machen konnten, mussten wir uns erstmal in aller Einzelheit die Erzählungen der Herren der Schöpfung anhören. Die Läufer sind mehr oder weniger schlammüberzogen ins Haus gehumpelt, während die Mountainbiker schon an einem Pub angehalten haben. Daraufhin gab es noch ein Bier für jeden und die traditionellen Chips mit Hummus. Dann haben wir uns aber ans Kochen gemacht, und wer da nicht mithalf, musste nachher spülen, außer Adam, der ist nämlich zu langsam. Zum Abendessen gab es selbstgemachte Pizza, Salate, gegrillte Gemüsespieße, Steak, Haloumi und Pita Bread. Gegessen wurde in der Garage, die mittlerweile von dreckigen Fahrrädern und Schutzkleidung umgeben war. Die Gruppe ist echt super nett und lustig, wir haben viel gelacht und wieder einmal kam ich mir wie ein ganz gewöhnliches Familienmitglied vor und nicht wie die Nannys in den Hollywoodfilmen, die den ganzen Abend die Kinder von den Eltern fernhalten. Man könnte zwar sagen ich habe an dem Wochenende gearbeitet, aber ich habs gerne gemacht und bin froh dass ich mitkommen durfte:)
    Schließlich haben wir uns noch ein bisschen neuseeländische Comedy gegönnt und den Abend entspannt ausklingen lassen. An einem Punkt habe ich mich dann verabschiedet, um mit dir, Papa, zu skypen. Noch einmal alles alles Gute zum Geburtstag!! Und viel Spaß beim Packen, nur noch eine Woche...;) Bei der Gelegenheit muss ich mich mal bei meiner Familie und Verwandtschaft entschuldigen. Ihr habt so ziemlich alle Geburtstag während ich weg bin, das hab ich damals bei der Terminwahl nicht bedacht:D

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  • 23Feb 2014

    127 Das perfekte Wochenende 23.02.2014 Neuseeland —

    Auckland, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Meine Güte das war eine Nacht. Kiera hat gekotzt, daraufhin habe ich ihre Eltern geweckt, dann gab es ein bisschen Gewusel und wir waren nur noch zu dritt auf dem Zimmer. Kurz darauf ging das Licht wieder an und diesmal weil Honey Angst hatte und zu ihrem Vater ins Bett wollte. Also wurde auch hier das ganze Zeug einmal umgeräumt und es war wieder still. Zu still für Finley. Der bekam daraufhin auch Angst und hatte wohl einen schlechten Traum, weil er sich die ganze Zeit gewälzt hat und geredet hat und komische Geräusche von sich gegeben hat. Da er aber seinem Papa versprochen hat, dass er mich nicht nachts wecken wird, hat er nicht den Versuch unternommen aus dem Bett klettern, wodurch sein Gejammer die ganze Nacht durchging. Bis um 7 das Garagentor geöffnet wurde. Vielleicht war das die Rache des armen chinesischen Amerikaners, den wir ja 3mal heute Nacht geweckt haben.
    Eine erfreuliche Entwicklung hat der Tag dann aber doch gebracht. Ich habe mich ein bisschen intensiver mit Gail unterhalten und herausgefunden, dass sie Pfadfinderleiterin ist. Ihr Stamm muss wohl auch richtig aktiv sein, denn sie haben schon bei diversen Jamborees mitgemacht und veranstalten selbst viele Lager. So waren sie auch auf dem World Scout Jamboree 2011 in Schweden, nur dass es jeden Teilnehmer um die $10.000 gelostet hat, alleine schon wegen den Flügen. Jedenfalls habe ich da direkt mal die Kontaktdaten ausgetauscht, man weiß ja nie ob man sich nicht doch nochmal über den Weg läuft. Sie hat mich daraufhin auch zu einem Rovertreffen nächsten Samstag eingeladen, aber da werde ich leider mit Packen beschäftigt sein.
    Ansonsten wurde ein großes Frühstück aufgetischt und anschließend gingen die Aufräumarbeiten los. Unglaublich wie viel Chaos 13 Leute an weniger als 2 Tagen machen können. In einem unbemerkten Moment hat Adam dann leider den Spülposten übernommen und niemand konnte es verhindern, weshalb das ganze Hause pickobello sauber und geputzt war, doch Adam immer noch Geschirr spülte. Also haben wir schonmal überlegt was wir als nächstes machen und uns entschieden nach Whitianga zu fahren. Da habe ich das letzte mal im Hostel übernachtet, doch diesmal hatten wir andere Absichten. Die Kinder wollten in Sunny's Spielzeuggeschäft und anschließend haben wir uns in einem Café niedergelassen. Dann sind wir ein bisschen durch die Gegend geschlendert, vorbei an ein paar Deutschen und anschließend auf dem Spielplatz gelandet, wo mehr Erwachsene als Kinder drauf spielten. Die 2 Männer, die sich nicht auf Klettergerüste begeben haben, probierten stattdessen die neuen Spielzeuge der Kinder aus. Ich habe ein wenig mit Katie und Gail geplaudert und anschließend haben wir uns auf den 3-stündigen Rückweg gemacht. Barry ist gefahren, also konnte der Rest schlafen.
    Das war das perfekte Abschiedswochenende!! Die Kinder weinen jetzt schon, weil ich bald weg bin und mir steckt bei dem Gedanken auch ein Kloß im Hals, aber ein bisschen Zeit mit ihnen bleibt mir ja noch. Und wenn es am schönsten ist, was gerade der Fall ist, soll man ja bekanntlich gehen.

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  • 28Feb 2014

    128 Packstress 28.02.2014

     

    Beschreibung

    Packen. Packen bedeutet einerseits, dass es bald los geht und man sich wahnsinnig freut oder andererseits eine tolle Zeit zu Ende geht. Mein Problem ist nun, dass dieses einerseits in einen Koffer muss und dieses andererseits aber auch. Bei mir treffen nämlich beide Situationen zu. So ist meine Zeit als AuPair hier beendet, ich habe heute noch das Zertifikat von der Schule überreicht bekommen und somit werde ich nur noch Gast sein, wenn ich für eine Woche von Fiji zurückkomme. Damit wären wir dann bei dem freudigen Ereignis, meinem 10 tägigen Urlaub mit Rapha. Wir haben allen Grund zur Annahme, dass es dort sehr warm sein wird, wir also nur Sommersachen einpacken müssen. Dieser Teil wandert in meinen Rucksack. Alles andere muss in den Koffer, aber da ich ja nach Christchurch nur jeweils 23kg mitnehmen darf, muss ich nochmal umpacken und den Rucksack gut füllen. Warum ich überhaupt packe? Weil die neue AuPair am 8.3. kommt und mein Zimmer beziehen wird. Sie ist Belgierin und die Kinder sind gespannt ob sie besser Englisch kann als die Französin Lilli, die letztes Mal da war. Ich freue mich für sie, da ich weiß, was für eine tolle Familie sie bekommen wird. Andererseits tut es mir auch Leid, dass ich nochmal für eine Woche vorbeischaue, das macht es ihr nicht gerade leichter. Die Kinder sind nämlich jetzt schon todtraurig und heulen Alice und Barry die Ohren voll. Finley meinte 'Wenn du das nächste mal kommst, also nicht nach Fidschi, sondern ganz nochmal, nach Neuseeland, dann machen wir dies und das...'. Es ist wirklich schwer zu erklären, dass man als Student nicht mal eben das Geld und die Zeit hat so weit zu fliegen. Der richtige Abschied wird sehr schwer werden fürchte ich:(
    Mein Gepäck habe ich derweil unter dem Bett verstaut und werde dann Honeys Zimmer beziehen, wenn ich zurück bin. Aber heute Abend sollte mal kein Anlass zur Trauer sein, Rapha hat das IELTS bestanden und darauf wird angestoßen. Obwohl wir eigentlich die Globe Bar meiden, gab es heute 2 Gründe dorthin zu gehen. Erstens, es war Schaumparty, na gut das ist nicht der Grund aber gute Musik, und Mona war da. Mona von der Südinsel. Ich habe mich gestern schon mit ihr und Sina in der Stadt getroffen, weil sie morgenfrüh wiederum nach Melbourne fliegt, wo sie nicht nur die nächsten 4 Monate bleibt, sondern mich auch hoffentlich wiedersehen wird:)
    Sonst ist nicht viel Spannendes die Woche passiert. Ich habe Geld umgetauscht und bin nun stolze Besitzerin der wunderschönsten Geldscheine der Welt: Fiji Dollar. Die sind echt zu schön um sie auszugeben. Dann war ich noch ein letztes Mal im Zumba und musste versprechen, dass ich es in Deutschland weiterhin besuchen werde. Jedenfalls wurde ich ganz lieb verabschiedet vor allen, was auch nur zu Stande kam, weil jemand 'Bis zum nächsten Mal' gesagt hat und ich darauf bedauernswert geantwortet habe dass ich nicht mehr komme. Auch in die Schule habe ich Finley ein letztes Mal gebracht. Da war ausgerechnet Feueralarm und alle, Schüler und Eltern mussten sich versammeln. Also hat eine junge Mutter ein Gespräch mit mir angefangen und war unendlich begeistert von meinem gap year. Zum Abschied hat sie mich dann ganz fest gedrückt und mir alles Gute gewünscht. An diese Vertraulichkeit und Offenheit mit Leuten mit denen man sich gerade mal 3 Minuten unterhalten hat überrascht mich noch jedes mal. So nimmt alles sein Ende, aber die abschließenden Bericht werden noch folgen. Ich habe nämlich noch ein bisschen was zu sagen. Aber jetzt wollt ihr wahrscheinlich lieber Bilder von Palmen und Stränden sehen und ich ehrlich gesagt auch. Also gebe ich mir Mühe euch bald alle Details von Fiji zu erläutern und ein bisschen Urlaubsgefühl zu verbreiten!

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  • 02Mar 2014

    129 Bula, Bula:) 02.03.2014 Fidschi —

    Nadi, Fidschi

    Beschreibung

    Willkommen im Paradies

    Das ist Fidschianisch und bedeutet 'Hallo, Tschüss..' so wie Salut im Französischen. Man muss ja schließlich ein sinnvolles Wort im Urlaubsland beherrschen. Einigen von euch dürfte der Name Fidschi auch schonmal über den Weg gelaufen sein. Aber nicht in der deutschen Schreibweise, sondern der englischen Fiji, so heißt nämlich das besonders reine Quellwasser, das unter anderem im Weißen Haus getrunken wird.
    Die Republik Fidschi selbst ist eine isolierte Inselgruppe im Südwestpazifik und liegt etwa 2100 Kilometer nördlich von Auckland, Neuseeland. Insgesamt gibt es 332 Inseln, von denen 110 bewohnt sind. Die Amtssprachen sind Fiji, Fiji-Hindu und Englisch und seit 1970 ist die Republik unabhängig, wenn auch die Queen auf den Geldscheinen gedruckt ist. (?!) Unser Ziel ist die Stadt Na(n)di, wo sich auch dee internationale Flughafen befindet. Dorthin ist es 3-stündiger Flug, den Rapha und ich heute morgen um 10 Uhr angetreten haben. Um es nicht unnötig kompliziert zu machen, habe ich dann gestern Abend gleich bei ihr übernachtet, nochmal richtig lecker Indisch gegessen und die Mutter hat uns in der Frühe zum Flughafen gebracht. Endlich durfte ich auch mal wieder fliegen und nicht nur Leute verabschieden. Der Flug selbst verlief ohne Turbulenzen, nur die Landung war recht grob. Kaum ausgestiegen, haben uns nicht nur 3 Männer in Hawaii Hemden und Rock ein Ständchen auf der Ukulele gespielt, sondern wir wurden auch von einer Hitzewelle erschlagen, wo man erstmal tief durchatmen muss. Eigentlich wurde ab dem 1.03. vor einem Zyklon gewarnt und wenn es erstmal regnet, gleicht das eher einer Flut die mindestens 4 Tage anhält. Doch davon war nichts zu sehen, zu unserer Zufriedenheit. Nachdem mein Reisepass noch mit einem schönen Fiji Stempel gekrönt wurde, hat das Flughafenpersonal einem Mühen gespart wo es nur ging und anschließend kam uns auch schon Alan winkend entgegen.
    Nochmal kurz zur Erklärung: Alan ist der Bruder von Raphaelas Gastmutter. Da die ganze Familie auf Fiji aufgewachsen ist und alles außer eben Monika auch noch dort leben, haben sie uns freundlicherweise zu sich eingeladen. Da der Opa, welcher Chef des Familienbetriebes ist, das Gebäude des Smugglers Cove Hotels bei Nadi gebaut hat, schuldet der Hotelmanager ihm sozusagen einen Gefallen und stellt uns ein Doppelzimmer zur Verfügung. Bzw. der Opa bekommt Rabatte und bezahlt das für uns, denn er ist sehr sehr großzügig. Ansonsten würde es uns so 40€ pro Nacht kosten. Zu eben diesem Hotel hat Alan uns nun gefahren, was uns schonmal ein Taxi für unser ganzes Gepäck erspart hat und ist sichergegangen, dass wir wie geplant unterkommen. In unserem Zimmer gibt es alles was wir brauchen, ein Bad, zwei Betten, einen Safe und einen Kühlschrank. Achso, ganz wichtig, die Klimaanlage, ohne die überlebt man nicht. Anschließend könnt ihr dreimal raten was wir gemacht haben: Wir haben uns natürlich an den Strand gelegt und gesonnt. Also eher auf die Liegen am Strand, die zu unserem Resort gehören und im Meer waren wir auch mal kurz, aber das war genauso warm wie die Außentemperatur, 30C, also mussten wir in den Pool zum Abkühlen. Es gibt Schlimmeres. Anschließend haben wir schon sehr früh zu Abend gegessen, ich Indisch und Rapha Pasta. Beides war wirklich sehr lecker und vor Allem günstig. 10FJD sind 4€. Die Mahlzeit kostet $20 also 8€. Ein Soda 4FJD also 1,60€. Wuhuhuu, hier kann man günstig Urlaub machen:)) Noch besser hat das Essen dann mit dem Sonnenuntergang geschmeckt. Wahnsinn. Palmen, Strand, Meer und Sonnenuntergang. Und das schon am ersten Abend.
    Zur Krönung gab es dann eine Tanzshow, zu der wir entspannt unsere Cocktails geschlürft haben. Heiß war es nach wie vor, jetzt vielleicht nur noch 28C, also im Grunde muss man gar nicht erst duschen, weil man nach 2 Minuten sowieso wieder klitschnass ist:D Bula, willkommen im Paradies!

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  • 03Mar 2014

    130 Kulturelles 03.03.2014

     

    Beschreibung

    Die letzten beiden Tage haben wir sehr kulturell verbracht. Es begann mit dem kläglichen Versuch heute in der Frühe einkaufen zu gehen. Das Frühstück entsprach nicht so ganz dem Standard des letzten Abends, so ist die Auswahl auf Porige, Cornflakes und Toast mit Erdbeermarmelade beschränkt, also wollten wir den nächsten Supermarkt aufsuchen. Dass der ein Stück weg sein würde, war uns klar, denn gestern sind wir auf dem letzten Stück vom Flughafen zum Hotel an keinem Geschäft vorbeigekommen. Dann kam ein Taxi, das auf den ersten Blick unsere Rettung hätte sein können, denn der Fahrer behauptete er müsse auch zum Supermarkt und kann uns da kostenlos absetzen. Statt wie erwartet links bog er dann aber rechts ab und erklärte, dass da der nächste Supermarkt sei. Da war auch tatsächlich einer aber wir sind dran vorbeigefahren. Die Erklärung hierfür lautete, dass er uns ganz exklusiv das traditionelle Begrüßungsgetränk kava probieren lässt. Dazu ist er bis nach Nadi gefahren, wo er vor einem Geschäft angehalten hat. Da wurden wir dann sofort von Einheimischen begrüßt und mussten uns hinsetzen, um die heilige Prozedur einzuläuten. Eigentlich war ich mittlerweile schon total genervt, aber andererseits ist das kava wirklich ein Einblick in die Kultur. Also haben wir mitgemacht und auch nicht auffällig den Mund verzogen als wir die braune Brühe bestehend aus einem Pulver der Pfefferpflanze und Wasser (aus der Flasche nicht Leitungswasser trinken!!) runtergeschluckt haben. Kann ja sein dass es gesund ist, aber es schmeckt wie Wasser mit Sand. Und weil wir so tapfer waren, durften wir gleich noch eine Ladung genießen. Dann wurden wir freundlich darum gebeten eine Spende zu geben, doch ich habe stattdessen eine Kette erstanden. Alles andere handgefertigte lässt der Zoll eh nicht durch schätze ich. Anschließend kamen wir tatsächlich an den Supermarkt und haben unseren Wasservorrat aufgefüllt. Der Taxi Fahrer wollte uns derweil immer noch einen Botanische Garten oder sowas aufquatschen, aber da war meine Geduld jetzt echt am Ende. Außerdem war es Zeit in den Pool zu springen und sich abzukühlen. Als der Herr dann trotzdem $25 verlangt hat, war uns das jetzt auch egal, darauf fallen wir nicht mehr rein.
    Von dem Schock haben wir uns dann erstmal am Strand erholt, bis Alen auftauchte und uns zum Mittagessen abgeholt hat. Wir waren heute bei dem Opa zu Hause eingeladen, wo die Hausangestellte kocht. Doch zuerst einmal sind wir ein bisschen durch die Gegend gekurvt, die eigentlich eher aus einer Straße besteht. Ich versuche das mal zu rekonstruieren: Zuerst sind wir zum Vodafone Shop, um für Rapha und mich SIM Karten zu kaufen. Dort wurden wir überraschenderweise nach einer ID gefragt, aber hatten natürlich keine dabei. Alen hatte seine im Büro vergessen, deshalb steuerten wir dies als nächstes an. Doch davor hat er noch vor einem Laden angehalten, wo uns jemand aus der Parklücke hupen wollte. Schließlich kamen wir am Büro an, das nach westlichem Standard wahrscheinlich ein leerstehendes Gebäude wäre. Anschließend sind wir zu ihnen nach Hause gefahren, wo der andere Bruder und seine Frau warteten. Auch das Haus war sehr robust, aber da die Familie zu der wohlhabenden Schicht gehört, ist das wohl schon sehr luxuriös. Das Essen war es auf jeden Fall. Mhh das war wirklich lecker. Ich werde in Deutschland öfter Indisch essen gehen. Nur die europäischen Gepflogenheiten konnten wir nicht ablegen. Man isst nämlich mit den Fingern, ohne Besteck!! Wie soll das denn gehen? Bei Reis mit Soße (Dahl)...
    Kaum kam der Opa zu Hause an, meinte Alen aber wir müssten schon wieder los. Nun sind wir dann ein zweites Mal zum Vodafone Shop, wo sie mittlerweile aber nur noch 1 SIM Karte hatten. Also habe ich darauf verzichtet, weil Rapha ja telefonisch erreichbar für Alen sein muss. Hat so $6 gekostet, aber das Internet funktioniert nicht. Was kam als nächstes? Ach ja wir haben Alens aktuellstes Bauprojekt begutachtet. Luxusappartements in der Straße von unserem Hotel. Die sahen auch ganz cool aus, vor Allem haben sie einen Pool und ein Fitnessstudio dabei, aber ich bin nicht so der Fan von diesen beigen Tapeten überall. Weil wir schonmal da waren, haben wir dann noch schnell unsere Reisepässe geholt, man weiß ja nie was unser Fahrer als nächstes geplant hat. Als nächstes ging es wieder in sein Büro. Dort musste er noch ein paar Telefonate führen, aber da es WLAN gab, alles kein Problem;) Anschließend sind wir nicht wie ich dachte zurück zu Smugglers Cove gefahren, sondern haben einen Freund, Zac, abgeholt. Wir erfuhren, dass wir uns eigentlich um 3 mit einer Georgia im Cardo's, einer Bar am Hafen treffen sollten. Es war mittlerweile halb 4. Aber bis dahin habe ich ohnehin schon festgestellt, dass Autofahren auf Fiji lebensgefährlich ist und Fijitime bei allen Verabredungen gilt. Sprich, fast immer fährt irgendein verwirrter Mensch in der Mitte von der Fahrbahn, sodass einer von dreien ausweichen muss. Überholt wird generell ohne zu schauen ob Gegenverkehr herrscht und man fährt dem vorderen so nah auf, dass man ne Vollbremsung hinlegt, wenn dieser 1km/h langsamer wird. Und Fijitime, ja das bedeutet man kommt und geht wann man will, verabreden wir uns um 3, kann es auch 6 werden. Um 4 waren wir dann tatsächlich auch da, aber wir hatten eine gute Ausrede, schließlich mussten wir Georgias Sonnenbrille abholen, die in einer der Luxus Villen am Hafen mit privatem Golfplatz lebt.
    Ihr müsst wissen, Alen ist jedermanns schwuler bester Freund und so kannte er auch praktisch jeden in der Bar. Geld ausgeben müssen wir generell nicht, er hat alles, ALLES, von diesem Abend bezahlt. Das war locker ne Rechnung von $700 oder so. Wir haben ne Menge Cocktails und Drinks bekommen und Pizza. Das einzige was ich an dem Tag bezahlt habe, waren meine Souvenirs vom Hard Rock Café, jawohl es gibt eins auf Fiji, aber nicht in Neuseeland, seltsam oder?! Das T-Shirt hat mich vielleicht so 16€ gekostet, so darfs sein. Tja und um 8 saßen wir da immer noch, so verbringen die Einheimischen also ihren Montag, gearbeitet wird übers Handy. Als wir die Bar reich gemacht haben, war es an der Zeit weiterzuziehen und zwar zurück zum Smugglersbeach. Aber nicht um Schlafen zu gehen, sondern um dort weiter zu trinken. Und zu essen. Umsonst. Zuletzt haben wir nochmal ein Taxi zur Ice Bar genommen, dass wir zu fünft waren hat den Fahrer nicht gestört. Obwohl es gerade mal 11 war, haben uns die letzten 7 Stunden doch ganz schön geschafft, also ging es im Taxi wieder zurück... Echtes Kulturprogramm eben, wir machen nur was die Einheimischen auch tun.
    Wir der Dienstag aussah, könnt ihr euch vorstellen. Wir haben den Sonnenschirm von unten angeschaut, sind am Strand spazieren gegangen und abends kam Alen nochmal vorbei, um unser Abendessen zu bezahlen, was sich heute echt gelohnt hat, weil ich nämlich das Spezial Menü mit Fisch genommen habe, das aber auch nur 12€ gekostet hat. Derweil bringen mich die Moskitos um, während es in Neuseeland keine gibt, ist hier die ganze Insel belagert. Tipp: Nimmt Mücken Spray mit!!!!

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  • 05Mar 2014

    131 Bounty Island 05.03.2014 Fidschi —

    Fidschi

    Beschreibung

    Wie der Name schon verrät, sprechen wir hier vom Paradies aller Paradiese, von der Insel aller Inseln, von einem Ort, den ich so nur von den Postern in meinem Zimmer kenne. Und das ist gerade mal einer von vielen Sandbergen im Meer, es gibt noch Treasure Island, Castaway Island, Tropical Island und vieles mehr. Aber Bounty soll die schönste seinm und weil ich ein großer Fan von Kokosnuss bin, gehe ich immer schön der Nase nach. Die Tagestour hat Alen für uns gebucht, das hätten wir auch selbst machen können, hier gibt es einen Travel Desk, aber er hat Monika versprochen gut auf uns aufzupassen. Also sind wir mit Seaview gefahren, doch statt in aller Früh den Bus zum Hafen zu nehmen, hat uns Alen dort rechtzeitig abgesetzt. Coco Joe war unser heutiger Guide, wobei er nicht viel machen muss, außer gute Laune auf dem Boot zu verbreiten. Die Beschäftigung auf der Insel ist jedem selbst überlassen. Eine halbe Stunde sind wir also dorthin gecruised und das Wasser wurde immer türkisfarbener und klarer. Tatsächlich ist Bounty Island nur ein Sandhaufen mit 3 Palmen, aber der schönste Sandhaufen und die schönsten Palmen die ich je gesehen habe. Da kann Fuerteventura nicht mithalten. Begrüßt wurden wir von einer Gruppe Ukulele spielend und dazu singender Insulander, denen wir mit einem kräftigen Bula gedankt haben. Mittlerweile trafen auch andere Boote ein, alle von unterschiedlichen Touranbietern, aber im Endeffekt macht ja doch jeder das gleiche, als würde ich einfach die billigste Option empfehlen.
    Und das gleiche gestaltete sich folgendermaßen: Jedem Besucher stand eine Schnorchelausrüstung zur Verfügung, mit der man das Riff erkunden durfte. Überraschenderweise war das Wasser sogar ein kleines bisschen kühlend, wenn auch stark salzig. Die Sicht war wirklich perfekt, ich habe ein paar Nemos und Doris gesehen und dann kam Coco Joe mit etwas Brot an, sodass die Berührung mit einem Fisch provoziert wurde, wuaa:D Da waren wir also ne ganze Weile im Wasser, was zur Folge hatte, dass unser Rücken ein bisschen Farbe bekommen hat. Aber hey, man erkennt jetzt dass wir die letzten 7 Monate nicht im Winterurlaub waren, das ist doch auch was. Dann wurde auch schon zum Essen getrommelt und das war echt lecker. So ein kleines Büffet, mit Couscous, Melone, gegrilltem Gemüse, Gurkensalat, alles was mein Herz begehrt. Die Gunst dee Stunde haben wir genutzt, um ein bisschen spazieren zu gehen und ein paar Bilder ohne Mensch zu schießen. Davon war uns schon wieder so warm, dass das Meer gerufen hat. Man könnte auch auf ein riesen Trampolin gehen, aber das wurde von ein paar Männern belagert. Also haben wir uns stattdessen an den Pool gelegt und die Aussicht genossen. Mittlerweile war es so halb 3, was bedeutet, dass wir in dem Boot mit Glas im Boden zu dem Boot mit Glas an den Wänden transportiert wurden, zum U-Boot. Dort durften wir die Fische bewundern, aber die Sicht war wegen der incoming High-Tide, ähm Flut, ein bisschen beschränkt. Die kostenlose gekühlte Fanta, die hier knallorange ist, hats wieder gut gemacht. Eine weitere Option wäre nun auf der Insel zu übernachten, aber das ist nicht nur um einiges teurer, sondern wir wären auch die einzigen Gäste gewesen, was für uns vielleicht ein bisschen langweilig ist. Also sind wir zurück zum Hafen gefahren, wo Alen uns erwartete.
    Dieser meinte nur 'Ich brauch neue Klamotten' und keine Sekunde später war er im nächsten Laden verschwunden. Er hat dann mit dem Finger auf alles gezeigt was er haben wollte und das wurde an die Kasse gebracht. Kann man sich hier auch leisten. Schließlich kosten 2 Marken T-Shirts $35 = 14€. So kam es dann, dass er ne halbe Stunde später mit 3 Tüten bepackt um die Wette strahlte, aber gerade mal um die 60€ leichter war. Ich würde mal behaupten das hat sich gelohnt. Dann aber nichts wie heim, denn mittlerweile waren wir echt geschafft. Darum konnten wir auch nur noch ins Bett fallen und für den Rest des Tages nichts mehr machen, außer unsere Fotos anzuhimmeln. Das dürft ihr jetzt auch.

    Bula xx

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  • 07Mar 2014

    132 Urlaub pur 07.03.2014 Fidschi —

    Nadi, Fidschi

    Beschreibung

    Die letzten 48 Stunden haben wir uns mal wieder voll verausgabt. Nach der anstrengenden Schnorchelpartie und dem langen Sonnenbaden war so ein Tag auf dem klimatisierten Zimmer obligatorisch. Wir haben uns nur genau dreimal blicken lassen. Zum Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Derweil haben wir endlich alle Filme beenden können, die wir irgendwann mal abends begonnen haben und dabei eingeschlafen sind. Sherlock Holmes 1, Sherlock Holmes 2, Inception, sowie unsere Freunde die Nerds von Big Bang Theorie. Abends hat Alen unserer Faulheit dann ein Ende gesetzt und uns mit der Ankündigung 'It's Fijitime' zur Lady's Night in Ed's Bar geschleift. Begleitet wurden wir von seinen Freunden, die uns ihr Geld in die Hand gedrückt haben, weil wir ja 2 für 1 Getränk kriegen. Georgia war leider nicht dabei, die ist gerade in Auckland und fliegt dann nach Australien zum Shoppen. Wiedermal hat uns der Abend nichts gekostet. Dafür haben wir uns einen abgeschwitzt, das war nicht mehr feierlich. Und das ohne überhaupt erst zu tanzen. Es gab genau 3 Ventilatoren, aber die konnten gegen schwüle 30C und jede Menge Leute nicht so viel ausrichten. Diese Hitze macht einen total fertig und die Musik war so lala, deshalb wurde es keine allzu lange Nacht.
    Dennoch haben wir das Frühstück heute Morgen verschlafen. Macht nichts, dachten wir, bestellen wir eben ein richtiges Frühstück nebenan, so mit Rösti, Spinat, Tomate, Ei,Toast etc.. Aber dafür waren wir anscheinend auch zu spät. Also haben wir gebackene Banane mit Eis gegessen. Es hat sich herausgestellt, dass es sich dabei eher um Eis mit Banane gehandelt hat und Freunde, falls ihr jemals denkt, ich mach jetzt was verrücktes und esse zum Frühstück Eis, tut es nicht. Morgensfrüh um 11 kann einem das echt den Magen verderben. Also haben wir uns wieder aufs Zimmer gelegt. Dann sind wir fürs Wochenende einkaufen gefahren, mit dem Taxi, weil wir einen Trip nach Suva, der Hauptstadt geplant haben. Auch wenn das der größte und ordentlichste Supermarkt zu sein scheint, war er eher zu übersichtlich. Da gibts ja gar nichts. Käse, Brot, Tiefkühlsachen, fehl am Platz. So ein paar vertrocknete Brötchen haben wir dann noch gefunden und die Butter dazu klauen wir vom Frühstücksbüffet. Dann haben wir uns nach draußen gesetzt und Blogeinträge geschrieben bis es auf einmal begonnen hat zu regnen. Keine Minute später hat ein Donner getobt, bei dem der Tisch gebebt hat. Also sind wir wieder aufs Zimmer gegangen. Ende der Geschichte.

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  • 08Mar 2014

    133 Ab in die Hauptstadt 08.03.2014 Fidschi —

    Suva, Fidschi

    Beschreibung

    Suva

    Auf gehts nach Suva. Liegt auf der anderen Seite der Insel und ist die Hauptstadt Fischis. Darauf gebracht hat uns Alen, der eigentlich mit dorthin fahren wollte, aber kurzfristig Besuch aus Auckland bekommen hat. Also hat die Dame am Travel Desk einen Bus für uns gebucht, gerade mal $44 hin und zurück, der uns heute Morgen um halb 8 aufgesammelt hat. Wir hätten den Pulli mitnehmen sollen!! Gefühlte 10C haben da drin geherrscht. Währenddessen es draußen 30C hatte. Das ist ja noch schlimmer als in den Casinos in Las Vegas. Um in den nächsten 5 Stunden nicht zu erfrieren, erkältet bin ich ohnehin schon von dem ganzen warm kalt warm kalt, haben wir uns mit Handtüchern zugedeckt. Dann wurde ein kleines Nickerchen gehalten und als ich meine Augen geöffnet habe, waren wir in den Slums. Ich weiß nicht ob man sie hier so nennt und eigentlich leben die Menschen auf Fiji offiziell nicht in Armut, aber es waren genau so Wellblechhütten ohne Fenster und nur aus einem Zimmer bestehend, wie man sie immer in den Reportagen sieht. Die Kinder haben uns gewunken, die Frauen haben Wäsche im Fluss gewaschen, die Töchter ihre Haare und die Männer saßen auf einer Bank vor der Haustür und haben nichts gemacht. Aber alle haben sie gelächelt und gewunken. Unglaublich. Noch viel schlimmer war, dass sich Dorf an Hotel, Dorf an Hotel usw, gereiht hat. Die Hotels sind eingemauert, die Strände abgeschirmt von fremden Blicken, das Essen wird auf dem Goldteller serviert, während nebenan Armut herrscht. Deswegen fahren wir in die Stadt, um das richtige Fiji zu sehen, von dem man auf der Liege am Pool nichts mitkriegt. Zudem hat die wirklich holprige Fahrt vermuten lassen, dass die Straßen nicht in sonderlich gutem Zustand sind, aber am schlimmsten waren wieder einmal die speed bumps, die einfach auf Straßen mit 50km/h Geschwindigkeitsbegrenzung angebracht sind. Doch selbst da überholen die Leute, auch Busse, alle fahren sie wie gesenkte Säue und in den Autos sitzen immer mindestens 6-7 Personen. Nicht angeschnallt natürlich, aber das ist in Taxis sowieso meistens nicht möglich. Kurzum, jeder deutsche Autofahrer würde hier die Krise kriegen, tut euch das nicht an selbst zu fahren!!
    Um 12 kamen wir dann also in der Stadt an und wurden am Holiday Inn rausgelassen. Von dort haben wir ein Taxi für $40 zur Raintree Lodge genommen, wo wir ein Zimmer für 2 Nächte übers Internet gebucht haben. Dieses ist wirklich sehr abgeschieden und mitten im Urwald gelegen. Vom Restaurant schaut man auf den See, der von exotischen Pflanzen umgeben ist. Weniger exotisch ist das Zimmer, wohl aber die Haustiere und unerwünschten Mitbewohner. Hat Stachel, muss weg. Da sie sich nicht entschieden haben zu gehen, sind wir eben abgehauen, um einen kleinen Mittagssnack einzulegen. Das Essen hier scheint wiederum echt gut zu sein, besonders das Preis-Leistungs-Verhältnis. Tatsächlich ist dann auch eine Gruppe Rentner aus England aufgetaucht, für die wir ein paar Gruppenbilder schießen durften. Somit war es 2 Uhr und wir wussten nicht was wir tun sollen. In den Colo-i-suva, den Park, wollen wir morgen erst gehen. Also haben wir spontan unser Busunternehmen angerufen, sie gebeten uns Montagmorgen statt Nachmittag abzuholen, und haben den nächsten Local bus in die Stadt genommen. Der hat nur 2$ im Gegensatz zum Taxi gekostet, dafür stand die Hitze. Meine Güte ich habe kaum Luft bekommen, dieses Gemisch aus Abgase, Hitze, verbrauchte Luft, Exkremente, Essen, Schweiß kann einen echt im Sinne des Wortes umhauen. Aber es war ein Abenteuer. Wir fuhren mir offener Tür, was die Passagiere genutzt haben, um während der Fahrt einfach mal herauszuspringen. Tatsächlich hat uns die Hälfte der Passagiere auf der Straße kurz vorm Busbahnhof verlassen, weil es da nicht weiterzugehen schien. Es gab eine breite Spur, aber kein System. Von allen Richtungen kamen Busse, die auf ihren Stellplatz wollten. Sie sind wirklich kreuz und quer gefahren, wir haben nicht die Spur gewechselt, wir haben sie gekreuzt. Dazu ständiges Gehupe und Gebrüll, herumrennende Menschen, Fahrzeuge die dir fast in die Seite fahren, ich hatte echt Todesangst. Als wir schlißlich zum Stehen kam, hab ich erstmal tief durchgeatmet. Dann gings weiter. Zwei weiße Menschen drängeln sich über einen Markt mit schätzungsweise 3000 einheimischen Menschen. Ich habe mal lieber ein Schloss an meinem Rucksack angebracht, aber viel mehr hat mich das Anlabern genervt. Es ist halt einfach offensichtlich, dass wie Touristen sind. Unsere Hautfarbe verrät es. Da dieses Land vom Tourismus lebt, versucht dir jeder an jeder Ecke was zu verkaufen. Die Taxifahrer bringen dich irgendwohin, wo du gar nicht hin willst, die Verkäufer machen einen heimlichen Preisaufschlag, die Straßenverkäufer hängen dir auf den Fersen und von überall kommt 'Hi Ladys'. Mit einem freundlichen Bula wimmelt man sie meistens nicht ab, also muss man sehr direkt Nein sagen und dann sind sie wiederum beleidigt. Dazu kommt diese Hitze, die dein Hirn zu Brei werden lässt. Das ist wie eine Saune in der freien Natur. Nur dass man danach keine kühlende Dusche nehmen kann. Der Schweiß fließt trotzdem unaufhörlich und ich habe das Gefühl jedes mal wenn ich aufstehe, bleibt eine Schicht Haut irgendwo kleben. Aber wir haben uns auf das Abenteuer Stadt eingelassen und das ist ja auch okay so nach den entspannten Tagen im Hotel. Also sind wir tapfer einmal durch die Stadt gelaufen, vorbei an MCDonalds, vergitterten Läden, Leuten die einfach nur rumsaßen und standen schließlich wieder vor dem Holiday Inn. Gegenüber befindet sich das Parlament, von dem ich noch ein paar Bilder gemacht habe, aber näher ran wollte ich nicht, zur Erinnerung, es herrscht ein Militärregime. In dem Holiday Inn wurden wir informiert, dass das Museum nur von Montag bis Donnerstag geöffnet hat und auch sonst heute alles geschlossen ist. Na gut, der Wille zählt. Folglich sind wir wieder zurück zum Bus geflossen mit einem kurzen Zwischenstopp im Park, wo so ziemlich die ganze Einwohnerschaft Suvas versammelt war. Beschäftigung? Fehlanzeige. Irgendwie hatten wir sogar das Glück auf Anhieb den richtigen Bus zu finden, aber haben uns den Allerwertesten verbrannt, als wir und auf die mit Plastik überzogenen Sitze gequetscht haben. Erneut haben wir die Fahrt in der Sauna auf Rädern angetreten. Derweil sind sehr viele Menschen mit Tüten voller Gemüse vom Markt ausgestiegen, denn einen Supermarkt scheint es in der Umgebung nicht zu geben. Nur einmal ist jemand eingestiegen, der Kontrolleur. Der schaut sich die Passagierliste des Busfahrers an, wirft einen kurzen Blick in die Runde, notiert sich irgendwas, unterschreibt und checkt den nächsten Bus. Ich weiß nicht genau wofür das ist, aber ich habe den Verdacht, dass so verhindert wird, dass die Busfahrer Geld unterschlagen. Schließlich waren wir an unserer Haltestelle, das heißt einem Grasfleck der sie signalisiert und haben an der Schnur, die eine Fahrradklingel betätigt, gezogen. Das wars, nun konnten wir nichts mehr tun als in den Pool zu springen. Das war schon lange überfällig.
    Als wir dann unsere Sachen zum Trocknen auf dem Balkon deponiert haben, konnten wir einen Blick ins Nachbarzimmer werfen und haben entrüstet festgestellt, dass dort zwei Betten stehen, während wir ein in die Ecke gequetschtes und von Tieren belagertes 1,20m breites Bett hatten. Spontan haben wir versucht da einzubrechen:D Es schläft ja niemand in dem Haus außer uns. Aber unsere kriminellen Fähigkeiten erwiesen sich als wenig erfolgreich, deshalb haben wir es auf die legale Weise versucht. Der Mann an der Rezeption hat uns informiert, dass dieses Zimmer genauso viel kostet wie unseres, also haben wir darauf bestanden umzuziehen. Durften wir dann auch, ansonsten wüsste ich nämlich wirklich nicht wie wir die Nacht überstanden hätten. Auf unseren Erfolg haben wir erstmal angestoßen und das beste Curry seit langem gegessen. Ich kenne jetzt auch die ganzen Bezeichnungen, Dhal ist eine Art Linsensuppe, Roti das Brot, Curry das Gemüse/Fleisch/Fisch mit Sauce und Chutney so eine Art scharfes Pflaumenmus das man ins Curry mischt. Viele Gäste waren nach wie vor nicht da, aber Januar/Februar sind ja bekanntlich die Hauptsaison. Da es gerade mal halb 8 und an Schlafen nicht zu denken war, sind wir weiter in der 6. Staffel Big Bang vorangeschritten. Und siehe da, die Nerds trinken Fiji Wasser:)) Achtet mal drauf!
    Anschließend haben wir nochmal die sanitären Anlagen benutzt, die sind nämlich im Gebäude nebenan. Da will ich nachts nicht hinrennen. Auf dem Weg kam uns ein kleiner Hund entgegen, mit denen habe ich hier echt Mitleid, die tausenden Straßenhunde gibt es nämlich nur weil die Menschen sie aussetzen, wären wir nicht, müssten diese Tiere auch nicht leiden. Wir konnten leider nichts für ihn tun. Uns blieb nichts als uns schlafen zu legen. Fehler Nummer 1, das Bett ist so weich, ich liege in der Steillage. Fehler Nummer 2, der Ventilator muss die ganze Nacht anbleiben, weil wir sonst ersticken. Eine Klimaanlage wäre sinnvoller, denn der wirbelt nur die heiße Lust auf. Fehler Nummer 3, dieser abartig widerliche, vermoderte Geruch in der Luft und an der Bettwäsche. Mal wieder ist der das schlimmste. Es stinkt:( Das wird eine abenteuerliche Nacht.

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  • 09Mar 2014

    134 Wie Tarzan und Jane 09.03.2014 Fidschi —

    Fidschi

    Beschreibung

    Colo-i-suva

    Wie erwartet haben wir heute Nacht nicht geschlafen. Der Ventilator ist nicht gerade leise, die Luft vebraucht, warm und schlecht und das Bett eine Katastrophe. Aber hey wir zahlen nur 25€ pro Kopf für 2 Nächte, haben einen Pool, gutes Essen und die direkte Lage zum Regenwald und Touristenziel Nr.1, dem Colo-i-suva. Das kam uns heute gelegen, denn da wollten wir hin.
    Der Colo-i-Suva ist ein Park, durch den Pfade von insgesamt 6,5km Länge führen. Tatsächlich kostet er $5 Eintritt, aber da es die einzige Schwimmgelegenheit in der Umgebung ist, scheint er auch gut besucht zu sein. Zumindest haben uns einige Autos überholt, wir waren nämlich die einzigen die die halbe Stunde bis zum Parkplatz in der Hitze gelaufen sind. Dann kommt man an eine Weggabelung, bei der man entweder in Richtung Upper Pools oder Lower Pools laufen kann. Ganz genau, wir sind zum Schwimmen hierher gekommen, wandern in der Hitze grenzt an Selbstmord. Bis wir am ersten Naturbecken ankamen, den Upper Pools, waren wir bereits auch klitschnass und völlig fertig. Aber im ersten Becken war gerade eine indische Familie plantschen, also sind wir noch ein Stück bergab gelaufen und hatten unseren eigenen, privaten Pool in dem der Wasserfall von dem oberen mündet. Das Wasser war echt top sauber und genau die Erfrischung, die wir gerade gebraucht haben. Kühl aber angenehm. Und ich behaupte, ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich denke das war das erste mal, dass ich in so einem Natur Pool war. Abgesehen von diversen Hot Pools auf Kos und am Hot Water Beach. Kaum haben wir uns wieder den Berg hoch gekämpft, lief die Brühe erneut. Es ist echt einfach zu heiß, da schätze ich das Wetter in Neuseeland. Deshalb fiel die Entscheidung nicht schwer auch noch zu den Lower Pools zu laufen. Schon von Weitem haben wir das Kindergeschrei gehört und als wir näher kamen, konnte man einzelne deutsche Wörter heraushören. Das gibt es doch nicht. Da sind wir mitten im Urwald auf der am weitesten entferntesten Insel von Deutschland überhaupt, und da trifft man Landsleute. Da waren zwei Familien mit Kindern, wo ich irgendwas von UN-Mitarbeiter herausgehört habe und 4 Jugendliche, die in Nandi Freiwilligenarbeit in einer Schule leisten. So seltsam das auch war, so beruhigt war ich irgendwie, denn der Parkhüter hatte uns vorher noch vor Taschendieben gewarnt und tatsächlich ist so eine seltsame Situation entstanden, als 5 einheimische Jugendliche auf einmal auftauchten und nicht die Absicht hatten zu schwimmen. Sie haben sich etwas abgeschieden niedergelassen und offenbar beraten. Aber gegen 15 Leute, darunter einige Erwachsene, die gerade alarmiert umso besser auf ihre Sachen aufpassen, stehen die Chancen schlecht. Ich will keinen falschen Eindruck vermitteln oder so, aber warum würden sie runterkommen, dann nicht schwimmen gehen, wieder hochlaufen und sich an einem Van versammeln, wo außerdem ein Fahrer wartete, der entschied zurückzufahren, wie wir kurz darauf beim Vorbeilaufen festgestellt haben. Also hat Rapha kurz ein Auge auf meinen Rucksack geworfen, während sie ein Foto davon machte, wie ich wie Tarzan oder Jane an einem Seil in das Becken schwang. Das ist echt cool, ich wollte schon immer mal auf diese Weise ins Wasser springen:) Und mein T-Shirt habe ich gleich angelassen, dann hat es mich auf dem Rückweg ein wenig gekühlt. Trotzdem sahen wir bis zum Hostel wieder aus als wären wir einen Marathon gelaufen, also sind wir auch dort nochmal in den Pool gehüpft.
    Dieser kleine Ausflug hat sich echt gelohnt, aber den Rest des Tages konnte man echt in die Tonne kloppen. In Suva gibt es wohl wirklich nicht so viel zu tun und da unser Zimmer, ich weise erneut auf den Geruch hin, nicht so einladend ist, wünschten wir uns eigentlich nur zurück in Nadi zu sein und in unserem gekühlten Raum zu schlafen. Da sind übrigens noch unsere ganzen Sachen, wir haben nur eine Reisetasche mitgenommen. Kurzum wir haben geduscht, gegessen, Big Bang geschaut, gegessen, es hat angefangen zu schütten wie aus Eimern, es schüttet immer noch wie aus Eimern, ich beende meinen Eintrag und freue mich nicht auf diese Nacht. Morgen werden wir den Bus um 7:15 zurück nach Nadi in unser Hotel nehmen und da machen wir uns allem Anschein nach einfach nur einen verdammt entspannten Tag.

    P.S. Holy Shit. Gerade eben ist ein Blitz direkt über uns eingeschlagen, ich habe einen weißen Strich gesehen, mir die Ohren zugehalten und mehr Adrenalin als beim Skydive gespürt. Mir wird schwindelig von den Bodenbewegungen. Holt mich hier raus. Paradise Street, Suva. Es ist gerade nicht so paradiesisch und die Nacht ist noch nicht vorbei.

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  • 11Mar 2014

    135 Ein candle-light Dinner zum Schluss 11.03.2014 Fidschi —

    Nadi, Fidschi

    Beschreibung

    Karneval war zwar ganz weit weg von mir dieses Jahr, aber an der Fastenzeit nehmen Rapha und ich trotzdem teil. Wir verzichten auf Internet, schon 5 Tage lang und neuerdings auch Strom. Das tolle ist alle machen mit, unser Hotel und ganz Nadi. Am Freitagabend gab es ein Gewitter, kurz danach hatten wir 5 Minuten keine Elektrizität. Die ging dann zwar wieder, aber das Internet nicht. Wird schon bis Montag, dachten wir uns, aber da wurden wir informiert, dass es gerade nicht funktioniert. Kurz darauf gab es erneut ein Gewitter und die Stromzufuhr in der ganzen Stadt war gekappt. Um 5. Also warteten wir uns warteten wir, aber es wurde nur immer dunkler. Um halb 7 haben wir uns entschieden essen zu gehen, was sollten wir auch sonst machen? Duschen im Dunkeln, schwarze Bildschirme anstarren, den Ventilator andrehen? Ne da folgen wir lieber den Kerzen im Flur und setzen uns in den einzigen beleuchteten Raum des Hotels, das Restaurant. War auch eine ganz romantische Atmosphäre. Und offenbar haben uns die Bedienungskräfte übers Wochenende vermisst, denn einer nach der anderen haben sie sich nach unserem Wohlergehen erkundigt, wir hatten echt die volle Aufmerksamkeit. Um halb 8 gab es wieder Strom. Also auch Internet dachten wir. Fehlanzeige. Darum habe ich mal bei GlobalGossip angerufen und gefragt was denn da nicht stimmt. Es sei ein Problem mit dem WLAN allgemein. Achso, nach weiteren 20 Minuten war auch das behoben und ich hatte Internet, aber Rapha nicht. Wir hielten es für das beste eine frühe Nachtruhe einzulegen, sodass wir voll fit in den letzten Tag starten können.
    Dieser begann mit einem erneuten Stromausfall, wenn auch ohne Gewitter. Und wenn die Klimaanlage pausiert, dauert es nicht lange bis die Bewohner des Zimmers 422 zum Frühstück erscheinen. Na da gönnen wir uns doch mal ein Frühstück à la carte, aber wir vergaßen, der Geldautomat ist auch ausgefallen. Solange er bis zum Mittagessen wieder funktioniert solls mir recht sein. Denn wir haben Urlaub und da braucht man diesen ganzen Technikkram nicht. Heute wird relaxt am Strand, mit einer Kokosnuss in der Hand, denn unser Motto lautet 'Verwöhnung pur'. Gleich mache ich mich auf den Weg zur Rücken/Nacken-Massage. Denn, wisst ihr, ich habe in den letzten 7 Monaten in ungefähr 40 verschiedenen Betten geschlafen, manche davon ekliger als die anderen, aber sie sind alle durchgefallen, hoffnungslos zu weiche Matratzen. Dazu der schwere Rucksack, hui, heute wird gegönnt... Hmmm ich schwebe noch auf Wolke 7. Da fühlt man sich doch gleich wie neugeboren:) Die Masseurin hat mir außerdem erzählt, dass sie in ihrem Haus seit 2 Tagen schon keinen Strom hat und hier hat sich auch noch nichts getan. Blöderweise funktioniert die Pumpe im Pool deswegen auch nicht und duschen im Dunkeln ist immernoch keine Option, deshalb mussten wir ins Meer um das Massieröl abzuspülen, naja in Neuseeland wird es dafür wahrscheinlich bereits zu kühl sein, schließlich ist dort der Herbst eingekehrt. Meine Eltern hatten 8*C in Christchurch!! Das tut mir echt Leid:/ Ich hoffe es bessert sich. Hier herrschen trotz zunehmender Wolkendecke stabile 30C.
    Mittlerweile sind 9 Stunden seit dem beunruhigenden Stillstand der Klimaanlage vergangen und es hat sich nichts geändert. Die Zimmertemperatur entspricht derweil der Außentemperatur, weshalb das Kofferpacken zur echten Schweißarbeit wurde, mensch was ist denn da los, müssen die die Elektriker erst einfliegen lassen? Also irgendwie war das ein etwas verkorkster Abschluss, aber wir haben das beste draus gemacht und nach dem Hostel in Suva schätze ich den Luxus den wir hier haben.

    P.S. Endlich kenne ich auch die Ursache des Stromausfalls. Irgendwo in der Mitte von der Insel ist etwas kaputt, dass das gesamte Stromnetz Fijis lahmgelegt hat. Das heißt die ganze Insel hat kein power. Die Regierung versprach sich darum zu kümmern. Bei den Meerbettzimmern in unserem Hotel wurde sogar das Wasser gekappt, sodass die Gäste bis Freitag weder duschen noch aufs Klo gehen können. Natürlich hagelt es jetzt Beschwerden, aber ich meine das ist nicht die Schuld des Hotels, das ist ein Zentralversorgungsproblem, davon sind alle betroffen. Merkt man mal wie verwöhnt wir sind.

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  • 12Mar 2014

    136 Die Rückkehr der Schwestern 12.03.2014 Neuseeland —

    Howick, Auckland, Neuseeland

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    Gibt es da etwas das ich wissen sollte? Oder haben die Fidschianer einen Sehfehler?
    Eines von beidem muss zutreffen, denn die Frage ob Rapha und ich Schwestern seien kommt langsam in einen zweistelligen Zahlenbereich. Wir sind zwar beide groß, aber das wars dann auch. Ich war schon empört als die Chinesen in der Schule meinten wir sähen alle gleich für sie aus, wo wir doch unterschiedliche Haar-/Augen-/Hautfarben haben. Aber ich tippe auf die zweite Variante, denn dem Flughafenpersonal lagen unsere Reisepässe mit den offensichtlich unterschiedlichen Familiennamen vor, als sie die kuriose Verdächtigung äußerten. Wie dem auch sei, sie bleibt trotzdem mein Best-Kiwi-Buddy, mit dem ich schon eine Menge durchgestanden habe.
    Zum Beispiel die letzte Nacht. Da es keine Anzeichen gab, dass der Strom nach 2 Tagen zurückkommen würde, haben wir nicht nur in einem stockfinsteren sondern auch ziemlich heißem Zimmer geschlafen. Irgendwie sind wir nicht auf die Idee gekommen um einen Zimmerwechsel zu beten, wo ja im anderen Gebäude bereits wieder alles funktionierte. Aber ich hatte dummerweise an die Elektriker geglaubt, so ein Lack muss man doch in 48 Stunden beheben können. Da wir aber sowieso nur noch eine Nacht blieben, wäre ein Umzug ziemlich umständlich und unnötig gewesen. Also haben wir eine Gaslaterne in die Hand gedrückt bekommen und sind das Lied 'Ich gehe mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir' im Kanon singend, den dunklen Gang entlang gewandert. 1 Minute später war das Licht aus, doch nachdem die Mädels des benachbarten Zimmers mit ihrem Exemplar den Feueralarm ausgelöst haben, fanden wir uns lieber mit der Dunkelheit ab. So haben wir noch Django Unchained geschaut, bis auch der Akku des Laptops aufgab. Das war der Aufruf zu schlafen und glaubt mir, noch nie habe ich das gleichmäßige Brummen der Klimaanlage so vermisst. Tatsächlich gab es einen kurzen 'Lichtblick' so gegen Mitternacht, aber der hielt nur ein paar Sekunden an. Umso mehr haben wir uns auf die Morgendämmerung, die unseren Raum mit Licht erfüllt hat gefreut. Ein letztes Mal noch konnten wir mit Blick aufs Meer frühstücken und die Ruhe genießen. Klingt kitschig aber bei 2 kleinen Kindern die zu Hause warten lernt man sowas zu schätzen.
    Um halb 8 nahmen wie dann das Taxi zum Flughafen und eine halbe Stunde später saßen wir im Wartebereich für alle 8 Gates. Jawohl, das ist ein großer Raum mit einer Essensbude in der Mitte und ein paar Geschäften außenrum. Dazu kam das vom Flughafen angestellte Sing-Quartett mit Ukulele, das mit den Aufrufen zum Boarding mitgewandert ist. Leider saßen wir in der Nähe des Schalters von Gate 1-4, wo dementsprechend einiges los war. Umso erleichterter waren wir als es bei uns endlich losging, etwas verspätet, aber pünktlich nach Fijitime wie der Pilot meinte. Wieder mal gab es auf dem 3-stündigen Flug nichts, ich meine selbst bei Lufthansa bekommt man bei 45 Minuten einen Snack. Aber wir haben uns selbst eingedeckt, was uns ein paar verwunderte und neidische Blicke von Passagieren die sich sie Regelungen nicht durchgelesen haben beschert hat. Unter anderem von denen die fragten zu welchem Gate sie müssen und wann, ein Blick aufs Ticket hilft.
    Als wir wieder in Auckland gelandet sind, haben wir uns gleich wie zu Hause gefühlt. Es herrschen angenehme 24C, von der schwülen Hitze habe ich jetzt erstmal genug. Natürlich mussten wir wieder durch tausende Kontrollen und die Dame am Schalter überzeugen uns einen Work-and-Holiday Stempel und nicht eVisitor Visa Stempel zu verpassen, aber nach einigen angsteinflößenden Taxi-Fahrten auf Fiji, kamen uns die guten alten neuseeländischen Busse gelegen. Auch wenn sie das gleiche Stop-System wie auf Fiji haben, nämlich eine lange Schnur an der man zieht und die ein Signal auslöst. 1 Stunde Busfahren später stand ich wieder vor meinem zu Hause dee letzten 7 Monate, nur dass dort jetzt eine andere AuPair das sagen hat: Marine. Sie ist 23 und kommt aus Belgien. Erstmal habe ich aber nur sie Kinder gesehen, die mich fast umgeschmissen haben vor Freude, ich habe sie auch vermisst. Ganz wie vorher war es dann aber doch nicht, denn jetzt bin ich Gast. Marine hat Tourismus studiert und möchte sich nach dem 6-monatigen Aufenthalt einen Job hier suchen, weil sie in Europa nichts gefunden hat. Ich kenne sie nicht wirklich und möchte auch nicht urteilen, aber wie befürchtet hat sie durch ihre Muttersprache Französisch größere Schwierigkeiten mit dem Englischen, was Honey bei ihrer vorherigen französischen AuPair schon bemängelt hat. Deshalb kam erstmal ein Schwall an Erzählungen von den Kindern auf mich zu, einfach weil sie einen Gesprächspartner brauchen. Ich habe dann versucht Marine ein paar Tipps zu geben und offene Fragen zu klären, aber vor Allem habe ich ihr von der Familie vorgeschwärmt. Ich mag sie einfach so gerne, sie waren die perfekte Gastfamilie und will nicht dass jemand was Schlechtes über sie denkt. Ich glaube die Botschaft ist angekommen:D
    Am Ende des Tages hatte ich einfach 10 geniale Urlaubstage auf Fiji und freue mich nun auf die letzte Woche in Neuseeland, bevor ich ein weiteres Land bereise: Australien.

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  • 13Mar 2014

    137 Das Beste zum Schluss 13.03.2014

     

    Beschreibung

    And we danced, and we laughed, and we cried and had a really really really good time

    7 wunderbare Monate am anderen Ende der Welt sind vorbei. Ich habe in der Zeit viel gesehen, viel gemacht, viel gelernt und viel gelacht. Es war einfach das größte und beste Abenteuer meines Lebens und das habe ich einer ganz wichtigen Person mit zu verdanken Rapha. Ohne sie wäre es nicht das gleiche gewesen. Ich wäre nicht nach Fidschi gekommen, hätte mich einige Wochenenden zu Tode gelangweilt, wäre an Weihnachten etwas einsam gewesen und hätte definitiv weniger Gewicht im Koffer:D Wie also beenden wir diese Ära stilvoll?
    Mit etwas das wir beide lieben (Same Love), mit einer unvergesslichen Nacht, mit viel Spaß in unserer Heimatstadt, mit Macklemore. Wenn der sich zum 13. März in der Vector Arena ankündigt und Tinie Tempah im Gepäck hat, bekommen wir Flügel (Wings) und absolut nichts kann uns aufhalten (Can't hold us) dorthin zu gehen. Und wir geben uns nicht mit den billigen Plätzen zufrieden, nein, wenn dann sind wie vorne mit dabei. Deshalb haben wir uns bereits 2 Stunden vor Einlass eingereiht und schockiert festgestellt dass der Altersdurchschnitt etwa 14 Jahre betrug. So auch Antonia, die Gastschülerin von Carol und Chris, und ihre deutsche Freundin, die ich mitgenommen habe. Nur leider mussten wir uns mit Kommentaren zu Alter und Auftreten der Gäste etwas zurückhalten, denn jeder zweite war deutsch und hat uns verstanden. Tatsächlich hab ich auch ein paar bekannte Gesichter entdeckt, größtenteils andere AuPairs die ich beim Reisen kennengelernt habe. Als dann aber die Pforten um 7 geöffnet wurden, sind Alter hin Alter oder her, alle losgestürmt um sich die besten Stehplätze zu sichern. Wir befanden uns so in der 4./5. Reihe, wenn man von sowas sprechen kann, denn wir können ja eh alle überschauen, also müssen wir uns nicht vorne unnötig gegen den Zaun drücken lassen. Hätten wir nur gewusst, dass die da kostenlos mit Wasser versorgt werden, aber dazu später. Die Halle war als es losging dann auch tatsächlich voll, ich glaube 5000-6000 Leute passen dort rein. Noch waren die Temperaturen angenehm war und es ist nicht viel passiert, aber als Tinie Tempah um etwa 8 Uhr die Bühne betrat, hat sich das schlagartig geändert. Niemand wusste so wirklich was er von ihm halten soll, aber ich glaube er hat soeben 6000 neue Fans gewonnen. Er hat eine soo gute Bühnenschau hingelegt. Die Masse ist durchgedreht und das 1 Stunde lang, denn wenn jemand so einen weiten Weg von England auf sich nimmt, darf er auch ein bisschen länger spielen. Ein Lied war besser als das andere und das war das Problem, denn am Ende waren wir völlig k.o. . Mit so einem Einstieg hat niemand gerechnet, weshalb sich auch niemand einen Wasservorrat angelegt hat, und da kommen die Leute in der ersten Reihe ins Spiel. Wenn die ein Herz hatten, gaben sie eine Wasserflasche weiter, die Leben gerettet hat. Meine Güte waren wir erledigt. Aber aufgeben ist nicht drin, denn jetzt gings erst richtig los.
    Der Halbgott Macklemore hat die Bühne getreten und die Halle hat getobt. Er ist live noch viel besser, seine Stimme genau so gut, was nicht bei allen Künstlern der Fall ist. Noch dazu waren wir so nah, einmal habe ich ihn sogar beinahe berührt, als er sich von der Masse tragen lassen hat. Und natürlich hat er gesagt die Shows in Neuseeland seien die besten, blabla, aber in einem Punkt muss ich ihm recht geben: Die Leute sind der Wahnsinn. Er sagte er würde jeden einzelnen zu sich einladen und könnte einen gediegenen Tag hinlegen. Er fühlt sich hier so willkommen und wohl. Jap, das trifft es so 100%ig. Kurzum, es war kurz, 1 1/4 Stunden, aber hat sich sowas von gelohnt. Gute Stimmung durch und durch. Und dann, dann war ich fertig. Nichts ging mehr. Ich habe zwei Flaschen Wasser gelehrt, bevor ich wieder irgendwas tun konnte. Wenn ihr je auf ein Macklemore Konzert geht, denkt an diesen Tipp. So das war er, der beste Abschluss den man sich denken kann!!!
    Goodbye sage ich aber lange noch nicht, ich ja sowieso nicht, Rapha erst am Montag. Trotzdem werde ich wohl schonmal ein kleines Resume verfassen, Fortsetzung folgt...

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  • 14Mar 2014

    138 Da merkt man was man zu Hause hat 14.03.2014

     

    Beschreibung

    Worauf ich mich freue

    - Günstige Lebensmittelpreise. Wir sind da in Deutschland schon gut verwöhnt mit unseren Cent Beträgen, die hier deswegen schlecht möglich sind, weil 10ct das kleinste Geldstück sind. Barry geht immer nur einkaufen, wenn er seinen Lohn kriegt, denn da kann man schonmal ein Vermögen loswerden. An manchen Dingen, wie Mozzarella, Käse, Beeren kann man nur mit einem flüchtigen Blick vorbeigehen, da ist tanken ja billiger.

    - Die deutsche Küche. Essen das sättigt. Variation. Brot, Quark, Kartoffeln, Käse, Kinderschokolade, frische Früchte, Mozzarella ... Ich könnte jetzt noch 100 Dinge aufzählen. Zwar haben Barrys Kochkünste überzeugt, die Whittakers Schokolade mich umgehauen und die vielen Stände mit Muffins, Slices, Brownies, Cookies uns pleite gemacht (ein Muffin ist hier eine ganze Mahlzeit), aber irgendwie ist das alles nichts halbes und nichts ganzes. Tag für Tag stand ich vor der Wahl Toast ( hier Brot genannt) oder Haferflocken (noch sättigender als Cornflakes und Coco O's), aber nach ner Stunde hab ich entweder wieder Hunger oder die Nase voll von Oats. Da dann erst wieder abends um 7 richtig gegessen wird, verzehrt man den Tag über nur Müll, der dich irgendwie am Leben hält. Sahne, Tomatensauce und so Dinge haben wir nie da, also fällt die Wahl auf Baked Beans oder Chips mit Hummus, Nudeln ohne alles, Salat ohne Dressing, das Gemüse ist ja fürs Abendessen reserviert. Ich freue mich echt auf Variation, besonders da die Kinder doch recht wählerisch sind, weshalb manche Dinge erst garnicht ins Haus kommen. Ich will Frisches, Obst, Gemüse, Saftiges, Sättigendes, Abwechslung!!

    - Racing Car fahren. Eigentlich ja nur 130km/h auf der Autobahn, aber da bekomme ich wahrscheinlich schon kribbeln im Bauch. Dieses Dahinkriechen ist für jeden der in Deutschland Autofahren gelernt hat die reinste Folter und noch dazu hat man bei Automatik jawohl rein gar nichts zu tun. Kann ich auch gleich Bus fahren. Manchmal ist es allerdings auch gut sich zu bremsen. Zum Beispiel wenn die Fahrbahn sich vor der Ampel in zwei Spuren aufteilt und 50m nach der Ampel auf einmal wieder zu einer breiten wird, da checkt auch hier niemand das Reißverschlussverfahren. Oder wenn mal wieder jemand in 200 Metern rechts abbiegen möchte und sich entscheidet jetzt schonmal die Mitte der Straße für seine Zwecke zu nutzen, geschweige denn von den Leuten, die gerade abgebogen sind und sich noch entscheiden müssen, ob sie sich vor mir, hinter mir oder weiterhin neben mir einsortieren wollen. Ich hingegen murmel jedes Mal 'Ich bin hier fremd ich darf das', wenn ich mal wieder ruckartig die Spur wechseln muss, weil von 3 Geradeausspuren auf einmal nur joch die ganz links geradeaus geht, was mir kein Schild oder Pfeil verrät. Da muss man schon unter die Autos schielen können, die ganz vorne an der Ampel stehen, da könnte eventuell eine Straßenmarkierung sein, die Hinweise gibt. Hat ab und zu was von Schnitzeljagd. Allerdings ist das auch nur in der Großstadt so kompliziert. Doch die schlimmsten Autofahrer sind die Chinesen. Sie haben die größten Autos aber können nicht damit umgehen, vor dem Hapkido Studio bauen sie jedes Mal fast einen Unfall.
    Doch mich werdet ihr noch viel mehr hassen wenn ich in Deutschland Auto fahre, ich bin die die immer blinkt, abwürgt und falsch in den Kreisel fährt.
    - Ich freue mich auf Straßenbahnen und Züge. Eben andere Transportmittel als Busse.

    - Ebene Straßen. Die ganzen Hügel hier haben zwar den Vorteil, dass man von so ziemlich jedem Grundstück aus eine faszinierende Aussicht hat, was vor Allem bei der Morgen-/Abenddämmerung fasziniert, aber diese Berge schaffen mich einfach. Der Weg von der Bushaltestelle zu mir wird zur Ausdauerübung und der Schulweg gleicht schon gar einer Wanderung. Wenn man mal eben auf der Queen Street shoppen gehen will, sollte man festes Schuhwerk mitnehmen, weil man sonst die Flip Flops verliert und joggen ist ein Kampf. Das ist manchmal so als würde man durchgehend den Siemens Buckel in Speyer hochlaufen, kein Wunder, dass kein Mensch Fahrrad fährt. Damit wären wir beim nächsten Punkt...

    - Fahrradfahren. Ich habe seit 7 Monaten nicht mehr in die Pedale getreten. Ich fürchte dieses Fortbewegungsmittel muss ich bei meinem Blog oben entfernen. Das Radeln zur Schule oder auch Treppenlaufen im Haus war mein täglicher Wachmacher und Frische Luft Lieferant, aber selbst wenn man ein Zweirad besitzt, ist das hier nicht zu empfehlen. Die Autofahrer achten da leider überhaupt nicht drauf, es gibt schlichtweg keine Fahrradwege, im Fernsehen läuft Werbung über eine Website wo man sich zu dem Thema sicher Fahrrad fahren erkundigen kann (hatten wir in der Grundschule?!) und die Eltern an der Schule zwingen die Kinder abzusteigen, weil es viel zu gefährlich und verantwortungslos sei damit unterwegs zu sein... Tatsächlich beherrschen die Menschen aber auch nicht die Kunst dieses Sports, denn einmal hat mir jemand so dermaßen die Kurve geschnitten und ist in der Kurve noch neben mir her gefahren, dass ich echt Panik gekriegt hab und voll in die Eisen steigen musste.

    - Ich freue mich auf den deutschen Rundfunk. Hier läuft echt nur Schrott im Fernsehen. In Deutschland zwar auch, aber der ist wenigstens unterhaltend. Hier gibt es genau 10 Sender die in Frage kommen, morgens spielen alle 10 das gleiche (irgendwas mit Abnehmen) und am Wochenende haben sie ungefähr so viel Spannung wie an unserem Montagabend zu bieten. Die Nachrichten sind zwar schön gestaltet, aber dauern 1 Stunde, alle, da lobe ich mir die Kurzzusammenfassung von ARD und ZDF. Und trotz der Stunde Berichterstattung erfährt man nicht wirklich was in Europa und dem Rest der Welt passiert. Da erzählt mir GMX mehr. Wie gesagt, wenn ein 3. Weltkrieg ausbricht, sind wir die letzten die es erfahren. Nur die Musik hier hing dem Rest der Welt nicht nach. Ist mir eigentlich gerade egal was da in Deutschland passiert, hier bin ich bestens unterhalten. Neuseeländische Künstler können was.

    - 4 Jahreszeiten. Jawohl ich freue mich auf den Winter! Vor Allem nach Fidschi habe ich festgestellt, dass man so Temperaturen gar nicht genießen kann, wenn man sie das ganze Jahr hat und noch dazu ist alles andere als am Pool gammeln absoluter Selbstmord. Ich frage mich wie Leute bei den Wetter arbeiten und die Kinder in der Schule lernen können. Da bin ich froh, dass ich mich gegen Australien und für Neuseeland entschieden habe, hier gibt es wenigstens ab und zu noch angenehme Wetterbedingungen. Allerdings erwartet ihr wahrscheinlich alle, dass ich dunkelbraun gebrannt zurückkomme. Das ist nach Fiji zwar auch der Fall, aber in Neuseeland geht da leider absolut gar nichts. Wenn man sich nicht eincremt ist man innerhalb von Minuten dunkelrot und freut sich des Lebens nicht mehr. Cremt man sich nur ein bisschen ein, dauert es vielleicht ne Minute länger. Da hilft nur eine dicke weiße Schicht, die dann auch verhindert, dass sich an dem natürlichen Farbton was ändert. Auch den Kindern muss man morgens vor der Schule das Gesicht und die freien Körperstellen einschmieren, damit ist nicht zu spaßen. Dennoch tuen die vielen Sonnentage dem Gemüt gut und die Leute haben bessere Laune. Man kann fast jedes Wochenende draußen was unternehmen, aber an Weihnachten fand ichs einfach nur ungemütlich irgendwie. Zu guter letzt, die Zyklone, die einen schonmal zwingen ein paar Tage im Haus und ein paar Stunden ohne Strom auszukommen, gehören zum Leben hier dazu, daran gewöhnt man sich, aber vermissen werde ich sie auch nicht wirklich. Kurzum: Niemand kann das Wetter in Neuseeland vorhersagen. Man hat jeden Tag April, mal Glück mal Pech.

    - Mein Bett, mein Zimmer, mein Haus. Nach meinem Bett und meinem Bad sehne ich mich immer am meisten wenn ich weg bin, das ist auch jetzt so. Ich habe echt in viel zu vielen Betten genächtigt, wovon mein Rücken durchaus Schaden davongetragen hat. Es ist einfach mal wieder an der Zeit so richtig gut zu schlafen oder einfach nur herumzuliegen. Mein Zimmer und mein Haus deswegen, weil es dann doch etwas größer ist und vor Allem isoliert! Ich mache einen Freudensprung wenn ich wieder querlüften und danach die Heizung aufdrehen kann. Ich vermisse nicht die Klotür, die ein Erdbeben auslöst, wenn man sie mit beiden Händen zuzieht. In meinem Zimmer befindet sich auch ein Möbelstück, das man Schrank nennt und das tolle ist, da sind Klamotten drin, die ich die letzten 7 Monate nicht jeden Tag anschauen musste. Wird ein bisschen langweilig auf Dauer immer das gleiche zu tragen. Ich kann wieder mehr als eine Steckdose benutzen, weil ich keinen Adapter brauche, kann Rollläden runterlassen statt Gardinen zuzuziehen, habe eine Tür die nicht hellhörig ist, einen Schreibtisch, einen Tisch um auf der Terrasse zu essen, eine Klobürste, eine Küchenmaschine, einen Spüllappen, einen Handtuchhalter, einen Spiegel, Taschentücher, persönliche Bilder, Wasser das nicht nach Chlor schmeckt!!!...ach die einfachen Dinge machen einen glücklich.

    - Ich freue mich mal auf niemanden Rücksicht nehmen zu müssen und zu tun oder lassen wonach mir ist. Ich kann aufstehen wann ich will, duschen wann ich will, essen was und wann ich will, mich eben mal 20 Minuten hinlegen wenn ich will, skypen wann ich will, sitzen wie ich will, die Musik so laut aufdrehen wie ich will und kommen oder gehen wann ich will. Weil ich es kann. Ich muss nicht mehr 24 Stunden lang Vorbild sein. Manchmal würde ich mich gerne genau so auf den Stuhl wie Finley lümmeln, aber dann kann Barry ihn schlecht eines besseren belehren und wenn mir was nicht schmeckt esse ich es aus genau diesem Grund. Ich kann die Frage 'Was willst du tun' mit 'Nichts' beantworten, statt mit Beschäftigungsideen aufzukommen. Ich kann Freitagabends weggehen und Samstagmorgens ausschlafen. Ich kann den Luxus von meinen eigenen 4 Wänden genießen.

    - Ich freue mich auf meinen Ferienjob bei Daimler, um mal wieder körperliche Arbeit zu leisten. Ich freue mich aufs Studium, um mal wieder intellektuell herausgefordert zu werden. Ich freue mich meine Hobbys wieder ausüben zu können, um nicht eingeschränkt zu sein. Ich freue mich wieder Leute anrufen zu können und nicht durch die Stadt auf der Suche nach WLAN rennen zu müssen.

    - Ich freue mich auf euch. Meine Leser und auch Nicht-Leser. Ich habe euch vermisst. Wir haben einiges nachzuholen.

    Ich freue mich auf mein altes Leben, nur mit ein paar Verbesserungen, Veränderungen und neuen Facetten.

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  • 15Mar 2014

    139 Unersetzbar 15.03.2014

     

    Beschreibung

    Was ich vermissen werde

    - Zuallererst natürlich meine Familie, die Harrisons. Ich kann gar nicht sagen wie sehr ich sie vermissen werde. Sie waren unglaublich, sie haben mir ein zu Hause gegeben und mich mehr als eine AuPair sein lassen. Nur zum Schlafen war ich in meinem Zimmer, sonst saß ich immer auf der Couch, wo sie um mich herum sind, denn dann fühle ich mich wohl. Die Arbeit die ich hatte, ist auch die einer großen Schwester, die ein bisschen im Haushalt mithilft und ansonsten einfach nur mit den Geschwistern zu Hause ist, dass die Eltern mal kurz weggehen können. Barry ist einfach der liebste Mensch den ich kenne, unser Haus steht immer jedem offen. Rapha konnte hier kommen und gehen wie sie wollte, sich an den Handtüchern, dem Duschzeug, dem Essen bedienen wie sie wollte und in irgendeinem Bett schlafen. Lucy kommt hier auch manchmal nach dem Samstagslauf zum Duschen vorbei und dann lassen wir uns von Barry mit Pancakes versorgen. Wir hatten nie einen Konflikt u d glaubt mir jede andere AuPair hat sich mindestens einmal gestritten oder in die Haare gekriegt. Es war einfach tiefen entspannt, homely.
    Und das Schöne, doch irgendwie auch Traurige, ist, dass sie mich auch vermissen werden. Alice kam heute nochmal vorbei, um sich für alles zu bedanken und mir ein kleines Abschiedsgeschenk zu überreichen. Sie sagte sie hatte nie Bedenken mir die Kinder zu überlassen und hat sie mir blind angetraut. Aber das beste Geschenk ist, dass sie mir verraten hat, ich bin die Lieblings AuPair von ihnen. Das ist hier kein Wettstreit, aber ich hatte schon ein bisschen Bedenken, ob sie sich für mich als Nummer 4 überhaupt noch interessieren und ob sie nicht schon total hohe Erwartungen haben oder auch gar keine. Aber sie hatten Glück mit allen bisherigen AuPairs, Ann-Christin ganz vorne dabei und nun habe ich sie wohl für mich gewonnen. Bevor ich nach Fidschi geflogen bin habe ich auch noch eine ganz liebe SMS von Barry bekommen, in der er ebenfalls sagte die Kinder werden mich sehr vermissen, ich war wie eine Schwester für sie. Das gibt mir die Gewissheit, dass wir uns wiedersehen werden, denn es geht von beiden Seiten aus. Nicht nur ich habe das Interesse nochmal wiederzukommen, sondern auch sie suchen nach einer Möglichkeit mich nochmal zu sehen. Vielleicht ja schon in London;) Und zu guter Letzt weiß ich, dass Finley weiterhin mit seinem Minion (mein Weihnachtsgeschenk) zu Bett gehen wird und die Autogrammkarte von Pete und Andy welche ich für Honey habe signieren lassen, weilt an dem Kopfende ihres Bettes.

    - Mit einer Tasse Tee auf dem Sofa zu lümmeln, Finley dabei zuzuschauen und zuzuhören wie er sein Lego zum Leben erweckt und Honey beim Spielen mit den Sylvanians zu beobachten. Da kommen Erinnerungen an die unbeschwerte Kindheit hervor, wo man einfach mal kurz in seine Fantasiewelt flüchten konnte.

    - Die Menschen und ihre unschlagbare Art. Die Frau im Supermarkt, die mich fragt wie mein Tag war, die Dame in der Bäckerei, die sich über meinen Urlaub erkundigt hat als sie meine Bräune sah, Sina aus dem Zumba, die mich nach 5 Minuten zu ihrem Geburtstag eingeladen hat, den fremden Mann im Bus, der uns eine Fahrt ausgegeben hat, die Mütter in der Schule, mit denen ich über Gott und die Welt quatschen kann, alle Freunde, Bekannten und Verwandten, die mich in ihr Leben aufgenommen haben. Danke, dass ihr mir jeden Tag aufs neue beibringt, wie man Menschen ein Lächeln aufs Gesicht zaubern kann.

    - Die Ruhe und die Unbesorgtheit. Ich fand schon immer, dass Europa hektisch ist. Pünktlichkeit, Genauigkeit, Förmlichkeit, Anonymität, Uhrzeiten, Arbeit. Das alles spielt hier keine Rolle. Kommst du heute nicht, kommst du morgen. Gehst du eben was einkaufen, könntest du in ein Gespräch verwickelt werden, das dich den Bus verpassen lässt.
    Probleme, wie wir sie aus Europa und dem Rest der Welt kennen, gibt es hier auch nicht. Keine Eurokrisen, Politikskandale, Religionskriege, Massenaufstände, Terrordrohungen, Feindschaften, Menschenrechtsverletzungen. Ich habe es gefunden, das Land das alles richtig macht.

    - Die vielen Sonnenstunden. Auch wenn sie so intensiv ist, macht es einfach glücklich von Sonnenstrahlen geweckt zu werden und nicht auf eine graue Wolkenfront zu starren. Dazu kann man das gute Wetter auch immer nutzen, um im Meer schwimmen zu gehen oder sich aufs Surfboard zu schwingen. Es ermöglicht das Indoor/-Outdoor Feeling: Der Grill ersetzt die Küche, die Gartenmöbel das Wohnzimmer und die Wäscheleine den Waschraum.

    - Ich werde die Möglichkeit vermissen jedes Wochenende zu einem Urlaub machen zu können. Ob ein lässiger Tag am Strand, eine Bootstour, ein Camp am See, eine Kanu Tour, ein Action Tag, ne Runde Surfen, ein Städtetrip..es ist für jeden was dabei. Man hat hier alles, Wind, Wasser, Sand, Schnee, Delfine, Wale, Berge, Quellen, Vulkane, Mutter Natur hat es wirklich gut mit diesem Land gemeint. Und alles was man als Tourist unternehmen kann, zählt auch für die Einheimischen als Abenteuer. Es wird nie langweilig und man kann immer dem tristen Alltag, der Großstadt entfliehen.

    - Ich werde es vermissen Englisch zu sprechen, zu schreiben, zu lesen, zu hören. Jetzt wo ich gerade den Lauf habe und das mit der Aussprache raushabe, würde ich es gerne anwenden. Mir gefällt es auf Englisch zu reden. Es klingt so schön. Und noch dazu macht es viel mehr Spaß die Filme in Englisch zu schauen, dann gibt es keine seltsamen Übersetzungen und Synchronstimmen über die man sich den Kopf zerbricht. Und, kleiner Vorteil, wenn ich in Neuseeland Deutsch gesprochen habe ist es niemandem aufgefallen wenn ich mich über was lustig mache, aber ich schätze die Anzahl an Deutschen die Englisch sprechen ist etwas höher, also bringen mir zwei Sprachen in der Heimat nichts. Ich könnte es in Französisch versuchen, aber da zieht ihr nicht mit oder?

    - Die Multikulturalität. Wer hier lebt ist eingewandert. Es gibt nicht den typischen Neuseeländer, außer natürlich die Maori. Gehe ich also irgendwo hin oder unterhalte mich mit jemandem, werde ich nicht schräg angeschaut. Selbst wenn jemandem mein deutscher Akzent auffällt, kann ich ja trotzdem hier leben, hierher gezogen sein. Wenn man sich also nicht wie ein typischer Tourist anzieht, ihr wisst was ich damit meine, wird man für einen einheimischen gehalten und auch so behandelt. Vielleicht fühlt man sich deswegen immer so aufgenommen und wohl. Die vielen Kulturen haben auch zum Vorteil, dass es Vielfalt in Essen, Sport, Kultur und Musik gibt. Indisch gibt es an jeder Ecke, was ich ja liebe, Thailändisch, Chinesisch, Sushi, Französisch, Italienisch, Griechisch, Englisch (Fish'n'Chips)...einfach alles was das Herz begehrt. Es gibt Tempel, Kirchen, Moscheen...Religionsfreiheit. Finley macht Hapkido, eine koreanische Verteidigungskunst. Jeder kann hierher kommen, ohne dass gleich ein Krieg ausbricht. Hier herrscht Freiheit.

    - Ich werde das Zirpen der Grillen, das Zwitschern der Vögel, das Quietschen der Klotür, das Piepsen der Ampeln, die Titelmelodie der Nachrichten, die Grillabende bei Carol, das Strahlen der Sonne, das Lachen der Kinder...nur nicht Stampy Longnoses Stimme von Mindcraft vermissen.

    Ich werde es vermissen an diesem Ende der Welt zu leben.

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  • 17Mar 2014

    140 Zeit zu gehen 17.03.2014

     

    Beschreibung

    Ich muss sagen Auckland gibt sich echt alle Mühe uns loszuwerden. Man soll ja bekanntlich gehen wenn es am schönsten ist oder aber wenn man rausgeschmissen wird.
    Beginnen wir doch mit dem Wetter. Ein Tag am Strand zum Abschluss wäre doch was. Gäbe es da bloß nicht die Lusi, der nette Zyklon, der gerade über Auckland fegt und alle Wochenendpläne zu nichte gemacht hat. Beenden wir die Woche also mit 3/7 Tagen Stromausfall, Internet lass ich mal ganz beiseite. Darum lautet die alternative Beschäftigung Kofferpacken. Bloß ist das auch kein freudiges Erlebnis, wenn man feststellt, dass man Übergepäck hat. Bei mir ist es eher ein Platzproblem, da ich ja bei keinem Gepäckstück die 23 kg überschreiten darf, weshalb der große Koffer halb leer ist, der Rucksack hingegen aus allen Nähten platzt, aber gerade mal 13kg wiegt. Rapha kann, da sie ja direkt heimfliegt und keinen Inlandsflug bestreitet, wieder ihre 30kg mitnehmen. Wären da nicht die 7 Kilo Übergepäck. Also sind wir schleunigst zur Post gefahren und haben uns zwei Pakete geholt, die alle unsere Probleme lösen sollten. Bei der Gelegenheit habe ich mir überlegt noch ein bisschen Schokolade mitzuverschicken, die könnte sonst den Kofferraum in Australien nicht überstehen. Also haben wir alles unnötige, schwere und sperrige zusammengesucht und dann ging das Wiegen los. Da wir ja keine Waage besitzen hatte ich eigentlich überhaupt noch keine Ahnung, wie meine Situation aussieht, ich wusste nur, dass es platztechnisch nicht hinkommt. Nun sollte ich aber keine bösen Überraschungen mehr erleben, ein paar Klamotten hab ich noch weggeschmissen und alles schwere, wie der Kulturbeutel, der in Australien ohnehin einmal geleert wird, kommt in den Rucksack. Also zähle ich darauf, dass die Waagen am Flughafen nicht wie immer mehr Gewicht anzeigen..
    Wenn das mit dem Packen auch kompliziert klingt, hat es nicht viel Zeit in Anspruch genommen, weshalb wir nun wieder planlos auf dem Sofa saßen. In Auckland gibt es wirklich absolut nichts mehr was wir noch nicht gemacht oder gesehen haben, also hieß es angestrengt nachdenken. Nach einer Weile hegten wir die Hoffnung, dass Raphas Haus besser zum Nachdenken anregt. Also haben wir kurz die Location gewechselt und dort die Wand angestarrt. Aber die Erleuchtung sollte uns heute nicht erreichen, darum saßen wir einfach weiter herum. Ich glaube das war unsere Beschäftigung, sitzen und Musiksender schauen. Dieses anspruchsvolle Programm haben wir sogar bis 8 Uhr durchgehalten. Dann ging ich heim und ins Bett. Oh mein Gott, das war der langweiligste Tag meines Lebens. Uns ist absolut nicht eingefallen was wir tun sollen. Aaaaaah.
    Am nächsten Tag hat der Video Verleih uns Beschäftigung gegeben. Wir hätten die DVDs gestern zurückgeben sollen, was ich nicht wusste, weil das nirgendwo steht. Also mussten wir da wohl vorbei und wieder mal war ich völlig geplättet von der neuseeländischen Großzügigkeit. Wir mussten natürlich keine Extra Kosten zahlen, genau so wie die Frau, die erzählte, dass ihr DVD Spieler kaputt gegangen ist, weshalb sie die Filme nicht anschauen konnten. Sie hat ihr Geld wieder zurückbekommen. Wahnsinn. Da wir nun schonmal im Auto saßen, sind wir bei Goode Brothers essen gegangen, denn, oh weh, es ist unser letzter gemeinsamer Abend. Der Abend hat damit geendet, dass ich einen Hexenschuss erlitten habe, was wahrscheinlich dem 20-minütigen Anstehen mit einem 8kg Paket, sowie dem Koffer wiegen zu verdanken war. Währenddessen bekam Rapha eine üble Erkältung, was nun wirklich ungünstig ist, wenn man demnächst 32 Stunden im Flieger sitzt.
    Muss ich nun auch noch erwähnen, dass ich mir heute die Lippe an einem Parkticket aufgerissen habe? Ich nehme die immer in den Mund, weil ich ja mit einer Hand lenken, mit der anderen das Fenster hochkurbeln und dann wiederum die Schranke beobachten muss. Normalerweise ist das auch alles kein Problem, aber irgendwie muss das Ticket aus einem anderen Material gewesen sein. Es hat festgeklebt. Und ich habe es nur unter Schmerzen wieder losbekommen. Rapha fand es lustig. Haha.
    So etwas Dämliches ist mir in meinem ganzen Leben noch nicht passiert. Es wird Zeit zu gehen, bevor noch schlimmere Dinge geschehen.

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  • 19Mar 2014

    141 Familienwechsel 19.03.2014 Neuseeland —

    Christchurch Central, Christchurch, Neuseeland

    Beschreibung

    “Like all great travelers, I have seen more than I remember, and remember more than I have seen.” – Benjamin Disraeli

    After 200 days it's finally time to say goodbye to New Zealand. 7 months ago I already said goodbye to my family, now, 7 months later, I'm doing the same again, just on the other side of the world. Thanks for everything. You've been amazing.
    “A journey is best measured in friends, rather than miles.”

    Diese Worte habe ich auf Facebook gepostet und ich stehe hundertprozentig hinter dieser Aussage. Es sind tatsächlich auf den Tag genau 200 die ich in Neuseeland verbracht habe, gut Fidschi war dazwischen, aber das war ja auch ein Teil meiner Reise. Und ich kann mit Überzeugung sagen, dass jeder dieser Tage ein voller Genuss war, ob ich ihn nun mit meiner Familie, mit anderen Reisenden, mit meinen Freunden oder alleine verbracht habe. Mit jedem Blinzeln habe ich etwas neues gesehen, erlebt und gelernt. I have seen more than I remember. Zu Hause muss ich nochmal in Ruhe durch meine 7000 Fotos gehen und mir in Erinnerung rufen wo ich überall war. Aus den besten werde ich dann ein Fotobuch erstellen, aber das was wirklich zählt, kann man sich nicht auf einem digitalen Ausdruck anschauen. Die Freundschaften die ich geschlossen habe, die Verbindung die ich zu meiner Familie aufbauen konnte, all das was ich über mich und über andere Menschen gelernt habe, das werde ich für immer in Erinnerung behalten. Es ist wahr, beim Reisen wird einem so viel bewusst, so viel klar, was man vorher nicht gesehen hat. Man sieht die Welt, die Menschen und das Leben mit anderen Augen, das was man da draußen lernt, kann einem niemand in der Schule beibringen. I remember more than I have seen.
    Dass dieses Abenteuer vorbei ist, kann ich nicht glauben. Meine Koffer sind fertig gepackt, ich weiß dass es Zeit ist sich zu verabschieden, die Kinder ein letztes Mal in den Arm zu nehmen, aber begreifen tue ich es nicht. Trotzdem gehe ich nicht wehmütig. Ich habe alles gesehen, was ich sehen wollte und ich weiß, dass es immer eine Chance gibt zurückzukommen. Ich weiß, dass ich mit meiner Familie in Kontakt bleiben werde und dass ich ihnen unglaublich dankbar für alles bin. Aber ich weiß auch, dass es wieder Zeit ist nach Hause zu kommen, zurück zu meiner Familie. Bzw. sie kommt zu mir. In Form meiner Eltern, mit denen ich 3 Wochen durch Australien reisen werde. Das alles geschah heute und es waren irgendwie mehr bittersüße Momente als man vertragen kann. Es war hart den Kindern tschüss zu sagen, wo sie mir noch so tolle Abschiedsgeschenke gebastelt haben, aber irgendwie ist es auch Zeit mal wieder nach mir zu schauen. Und es war seltsam im Flieger nach Christchurch zu sitzen und zu wissen, dass ich nun nicht mehr alleine reisen werde aber andererseits habe ich mich auch auf meine Eltern gefreut. Ich glaube noch nicht ganz, dass dieser Mittwoch nur 24h hatte, Familienwechsel, Stadtwechsel, Lifestylewechsel (Hotels und Restaurants), das alles an einem Tag. Aber als meine Eltern dann da waren, war alles wie immer. Wir sind Freunde besuchen gegangen, nur dass diese in Christchurch leben, wir haben erzählt, nur unser Gesprächsthema waren die letzten 7 Monate, wir haben geskypet, nur diesmal saßen sie neben mir nicht vor mir. Komischer Tag.

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  • 20Mar 2014

    142 Die Ankunft auf dem 5. Kontinent 20.03.2014 Australien —

    NSW, Sydney, Australien

    Beschreibung

    Moment, ich muss mich erstmal sammeln. Vor 24h war ich noch in Auckland, mit meiner Familie, dann bin ich geflogen aber nicht heim, nur ein zweites Mal auf die Südinsel, wo nach 7 Monaten meine Eltern vor mir standen und jetzt fliegen wir schon wieder, nach Australien, wo ich mir nie hätte träumen lassen mit nur 19 Jahren Urlaub zu machen, auf dem 5. Kontinent. Und bei all der Verwirrung kommt da noch die Frage hinzu, zu welchem Kontinent Neuseeland eigentlich zählt. Da habe ich mir bisher nie Gedanken drüber gemacht, also habe ich mal kurz recherchiert und festgestellt ich war im Niemandsland. Die zählen nämlich zu gar nichts. Es ist ein Inselstaat, der sowohl auf der Australischen als auch auf der Ozeanischen Platte liegt, aber zum Commonwealth of Nations gehört. Okay, mist, das kann ich nicht zu meiner Liste mit Kontinenten hinzufügen, aber deswegen schaue ich jetzt ja noch in Australien vorbei, das zählt definitiv.
    Um dahin zukommen muss man aber erstmal 3 Stunden fliegen. Keine weite Entfernung für mich eigentlich, liegt ja gerade nebenan, aber da rufe man sich mal ins Gedächtnis, dass man in Europa in 3 Stunden mehrere Länder durchquert hat und irgendwo ganz unten in Griechenland oder auf den Kanaren rauskommt. Ebenso wenn man innerhalb Australiens unterwegs ist. 6 Stunden dauert es, um einmal von der Ostküste zur Westküste zu fliegen, das ist weiter als bis nach Dubai. Wahnsinn, das ist so ein riesiges Land und obwohl es größer als ganz Europa ist, leben gerade mal 23 Millionen Menschen dort, viiiel weniger als in Deutschland. Diese Dimensionen sind echt unvorstellbar, es gibt da drüben so viel Platz. Aber in Sydney dürften wir davon wohl nicht allzu viel spüren, im Flugzeug jedenfalls wäre ich froh wenn die Bevölkerungsdichte pro 100m2 etwas geringer wäre. Doch ich kann mich nicht beschweren, denn durch Connections, und die Freundlichkeit des neuseeländischen Bodenpersonals, durfte ich mein erstes Frühstück in der Business Lounge und mein zweites als allererstes, da vegetarisch, im Flieger einnehmen. Entgegen aller Erwartungen wurden wir überhaupt nicht grünlich kontrolliert. Ich habe den kostenlosen Sydney Reiseführer studiert und nebenbei mal hier mal dort meinen Reisepass vorgezeigt. Nach ein paar Minuten standen wir, völlig überrascht nicht von Polizeihunden und Maschinen verfolgt geworden zu sein, in der Eingangshalle des Flughafens, wo ich feststellte dass der Victoria's Secret nur für diejenigen die einchecken zugänglich ist neeein. Naja also sind wir SIM Karten kaufen gegangen und zwar von Vodafone, da Telstra, der Anbieter welcher eigentlich die besten Bewertungen hat, kein Geschäft im Flughafen führt. Bei der Gelegenheit habe ich meine technischen Geräte gleich mal umgestellt, denn ich bin nun nur noch 10 Stunden in der Zukunft statt 12. Gleich nebenan war auch der Schalter wo man einen Shuttle bestellen kann, der uns zu dem ziemlich zentral gelegenen Travelodge Wynyard gebracht hat. Das erste mal seit langem, dass ich auf ein Hochhaus starre bei dem Blick aus dem Fenster, tut aber irgendwie gut. Da wir hier nun bis Dienstagmorgen bleiben werden, gibt es eigentlich keinen Grund zur Eile, aber ich brannte darauf das Opernhaus zu sehen und nach gerade mal 5 Minuten Fußmarsch stand ich auch schon davor. Wow, okay, das sind im Grunde Badezimmerfliesen die da drauf geklebt sind, aber es sieht auf jeden Fall cool aus, vor Allen mit Beleuchtung. Die Form des Segelschiffes kann man durchaus nachvollziehen, doch das Meisterwerk ist sein Standort und der Blick auf den Hafen, die Harbour Bridge, den Park, es bildet einfach das Herz Sydneys. Da wir es noch von einem anderen Blickwinkel bestaunen wollten, haben wir also entschieden durch den Botanischen Garten zu spazieren. Der ist ganz schön groß und bildet so einen Ruhepol im Großstadtdschungel. Und wo ich an New York, München, Paris denke, muss ich sagen, so ein bisschen Grün macht schon was her. Nur die Tierwelt ist anders. Die schreit einen förmlich an. In Form von Kakadus und Krähen. Ich denke mal es sind Krähen. Sie sie groß, schwarz und hören sich an wie Kleinkinder die kotzen. Kakadus hingegen sind einfach nur laut. Das grenzt schon an Lärmbelästigung. Da frage ich mich wer wohl morgen Abend bei der Premiere von Madama Butterfly lauter sein wird, die Sängerin oder die Vögel. Des Weiteren gibt es hier die sehr giftige Sydney Spinne, aber die interessiert sich glaube ich nicht so für Parkbesucher. Neben den coolen Vögeln und Bäumen findet man auch was von Menschenhand geschaffenes: ein Schwimmbad im Hafenbecken. Schaut euch das Bild an, es ist es macht einfach was her, eine bessere Location dafür könnte es nicht geben. Schließlich ergab sich uns auch der legendäre Blick auf Oper und Brücke, den jährlich sehr sehr viele Menschen an Silvester genießen können.
    Nun rief aber der Hunger, was man bestens mit einem Spaziergang durch 'The Rocks' verbinden kann. Das ist ein Hafenviertel mit den ältesten Gebäuden Sydneys, das seit es wieder auf Hochglanz gebracht wurde, ein absolutes In-Viertel ist. Hier findet man die besten Restaurants und Bars und in eben so einem haben wir uns niedergelassen. Eine Person in meiner Familie, ich will niemandem ankreiden, hat Krokodil und Känguru gegessen. Für die Feinschmecker sage ich mal Känguru soll wie Wild und Krokodil sehr zäh schmecken. Teurer als Neuseeland ist Sydney allemal und überhaupt kann man hier nicht billig Urlaub machen. Der AUD steht glaube ich gerade so bei 67ct zu einem Euro, dementsprechend heben sie den Preis etwas an. Doch darum mache ich mir jetzt erstmal keine Gedanken, schließlich sollte ich nach meiner inneren Uhr schon seit 2 Stunden schlafen und deswegen werde ich das jetzt auch tun. Gute Nacht liebe Welt.

    P.S. Zum Abschied hat Neuseeland sich nochmal in seiner ganzen Schönheit präsentier. Christchurch mit seinen Buchten und Bergen ist ja schon einen Blick von oben wert, aber pünktlich zu unserem Abflug wurde die im Nebel liegende Stadt von der Morgenröte erleuchtet, das war echt ein wahnsinns Bild was sich da ergeben hat. Wow.

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  • 21Mar 2014

    143 In den Schlingen des Todes 21.03.2014 Australien —

    NSW, Sydney, Australien

    Beschreibung

    Ein Tag in Sydney

    Ich wache auf, höre das leise Brummen der Autos und das Klappern von Absätzen auf Asphalt, die Sonne strahlt schüchtern durch das Fenster und ich weiß: Ich bin in einer Großstadt, ich bin in Sydney. So viel ist gestern passiert, ich habe meine Eltern nach 200 Tagen wieder gesehen, ich habe Neuseeland, mein geliebtes zu Hause verlassen und befinde mich in Australien, Australien! Das was ich sonst nur in Wildlife Dokus im Fernsehen sehe und nun bin ich hier. Im Land der exotischen Tiere, von denen ich manche mehr, manche weniger kennenlernen möchte. Ein Land so groß, dass ganz Europe reinpasst, es gibt hier so viel zu tun, so viel zu sehen, keine Zeit zu verlieren. Aber einen Tag im Großstadtdschungel übersteht man nicht mit leerem Magen, deshalb haben wir uns ein gemütliches Café gesucht und die gut gekleideten Business Menschen beobachtet, die mit Telefon am Ohr über die Straßen hetzen. Andere nehmens mit der Pünktlichkeit nicht so genau und lesen ihre Zeitung bei einer Tasse Kaffee oder einem Plausch mit den Kollegen. So sehr ich auch die Ruhe in Neuseeland genossen habe, es tut gut wieder mal in einer Großstadt zu sein, wo was los ist. Es tut gut, mal wieder gut gekleidete Menschen zu sehen und sich die Füße wund zu laufen.
    Das ist eigentlich gar nicht so nötig, weil unser Hotel doch sehr zentral liegt, aber die Stufen hinauf auf den Pylon der Harbour Bridge lege ich für die versprochene Aussicht bereitwillig zurück. Die hielt was man mir versprach, war geradezu schöner mit dem großen Kreuzfahrtschiff das soeben angelegt hat und darum konnten wir uns getrost die $300 für den Bridge Climb sparen. Der hat in den ersten 5 Jahren seiner Existenz bereits 1.000.000 Menschen angelockt, die sich trotz 16 toter Bauarbeiter bereitwillig in Sicherheitsanzügen zweimal über die Brücke kämpfen. Die ganze Prozedur sah irgendwie langwierig aus, wie da jeder einzeln hochläuft, aber ich glaube die Sicht muss atemberaubend sein. Doch ich habe mich für heute mit wunderschön begnügt. Auf dem Weg zum Hafen kamen wir wohl an so einer Art Internationales Essenfest in einer kleinen Gasse vorbei, wo es Köstlichkeiten jeder Nation, sowie Bayrisch, gab. Ich sag doch, immer was los in einer Großstadt:) Da nun auch die Sonne verstärkt hervorkam, macht es doch viel mehr Spaß mit der Fähre zu unserem nächsten Ziel zu fahren statt zu laufen. Bei der Gelegenheit ist die Hafenrundfahrt inklusive, vorbei am Luna Park, den exklusivsten der Apartments und Yachten und hin zu dem Vergnügungsviertel Sydneys, Darling Harbour. Dort gibt es nicht nur sämtliche Bars und Restaurants, sondern auch das Maritime Museum und die 5 großen Attraktionen, das Sea Life, der Wild Life Zoo, Madame Tussauds, Sydney Tower Eye, und Sea Life Sanctuary Station. Aus guten Gründen haben wir uns für das Sea Life und den Zoo entschieden. Dann mal rein in die Tierwelt Australiens.
    Die ist wundschön. Farbenfroh und klangvoll, das trifft auf alle Vögel zu und gefährlich aber interessant, das trifft auf alles was dich tötet zu. Schlangen, Spinnen und Frösche. Mit einem dieser Tiere habe ich später noch gekuschelt. Zuerst aber konnte ich mich vor lauter Entzückung über die Koalas gar nicht mehr einkriegen. So knuffig und so langweilig eigentlich. Die Guten schlafen 20h am Tag und ansonsten fressen und stinken sie. Letzteres ganz gewaltig. Ich habe der Tierpflegerin ganz aufmerksam zugehört und viel dazugelernt, aber diesen Wikipediaeintrag erspare ich euch jetzt, ich lasse euch nur wissen, dass man Koalas im Staat New South Wales gesetzlich nicht auf den Arm nehmen darf. Deshalb sah ich es auch nicht ein, $20 für ein Foto neben diesem Tier zu zahlen, das sieht eh viel süßer aus, wenn es so gelangweilt auf dem Baum chillt. Da habe ich das Geld lieber in einen neuen Schal investiert, der 9 Kilo wiegt, leicht glitschig ist und mich locker erwürgen könnte. Eine Python. Aber ich kann mich noch ganz genau an eine Folge Germany's next Topmodel erinnern, wo die Hälfte der Mädchen einen Heulkrampf bekam, weil sie genau das tun mussten, sich eine Schlange um den Hals legen. 'Die sollen sich nicht so anstellen. Ist doch halb so schlimm' ist leicht gesagt. Darum wollte ich wissen, ob ich das wirklich durchziehen würde. Ja tue ich. Das ist echt harmlos. Die Pflegerin hat mir ganz genau erklärt was geschehen wird, dass ich mich einfach nur still hinstellen soll und die Schlange bereits ihr Mittagessen hatte. Tatsächlich war das Tier super ruhig und fotogen noch dazu. Mein erstes Wild Life Adventure in Australien. Jetzt kann ich beruhigt die Augen über Heidis Mädels verdrehen. Wo ich aber schon die Schlange überlebt habe, will ich nicht von einem Känguru umgeboxt werden, weshalb man da auch nicht so nah ran darf. Aber auf Kangaroo Island werde ich wohl noch ein paar Genossen begegnen. Stattdessen habe ich mit dem Quokka um die Wette gestrahlt, aber da hab ich keine Chance. Das kann ja garnicht anders als Lächeln, es ist das glücklichste Tier der Welt sozusagen. Aww:)) Sympathischer kleiner Wollknäuel.
    Ebenso interessant wie Alligatoren, Schlangen, Beuteltiere, Tasmanische Teufel und Co. ist das Unterwasserleben des 5. Kontinents. Der Hai. 182 von 400 Arten sind hier beheimatet. Darunter alle der 4 größten. Und Rochen, die dich einmal komplett einwickeln können. Ein Seeelefant der dich zum schmunzeln bringt und Spinnenkrabben, die bis zu 4m groß werden. Schaut selbst bei den Bildern, zur Abwechslung ist es mal lohnenswert Bilder von Fischen anzuschauen;) Meine Freunde, wir haben 5 Stunden vor Tiergehegen und Aquarien gestanden, der Tag war vorbei. Ich dachte auch nicht, dass irgendwas die Schlange noch toppen könnte, aber da habe ich meinen Instinkten nicht genug zugetraut. Die haben mich geradewegs zum Vapiano geführt. Wahahaa ich habe beinahe einen Freudentanz aufgeführt:)) Vapiano, oh mein Gott, davon habe ich jeden Tag mit Rapha geträumt. Das war unser Lichtblick in dunklen Zeiten. Glaubt mir ich hab mir gegönnt: Mozzarella. Käse! Meinen Geschmackssinn, es gibt ihn wieder. Meine Freunde, jetzt kann ich beruhigt ins Bett gehen. Heute Nacht träume ich von Schlangen und Pasta.

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  • 22Mar 2014

    144 3 reasons to live in Sydney 22.03.2014 Australien —

    Manly, Australien

    Beschreibung

    Das Wetter. Ich schaue aus dem Fenster und wieder einmal strahlt mich die Sonne von einen wolkenlosen Himmel an. Das Tolle, so war es den ganzen Frühling/Sommer/Herbst über. Na gut, eigentlich gibt es hier nur zwei Jahreszeiten, nämlich Sommer und Winter, und im Winter muss man durchaus die Heizung aufdrehen, wenn es nachts auf 5C herunter kühlt, aber 365 Tage Hitze hält auch kein Mensch aus. Und ich glaube mit dem milden Winter in Deutschland war auch niemandem geholfen. In jeder anderen Großstadt wäre dieses Wetter jetzt ein Fluch, denn man muss ja doch im klimatisierten Haus bleiben, um es auszuhalten. Hier aber trommelt man seine Freunde zusammen und macht sich auf den Weg zum nächsten Strand. Das ist das Tolle, eben ist man noch in einer Millionenstadt von Wolkenkratzern umgeben und 5 Minuten später kommt im Schutz der Bucht ein Urlaubsfeeling auf und die Stadt schein gaaaanz weit weg zu sein. Da es diese Rückzugsorte en masse gibt, besteht auch nie die Gefahr eines überlaufen Strandes, es sei denn vielleicht am Bondi Beach, dem berühmtesten und schaulustigsten Sydneys. Da der aber etwas kompliziert zu erreichen ist, haben wir uns entschieden den Mittag lieber am Manly Beach zu verbringen. Dass dieser ebenfalls sehr beliebt ist, wurde uns auf der halbstündigen Überfahrt mit der Fähre bewusst, aber als wir ankamen war das alles gar kein Problem, denn der Strand ist so lang, dass jeder sein ganz privates Eck in Anspruch nehmen konnte. Da man hier auch nur weißen Sand, nicht wie in Neuseeland den schwarzen, vorfindet, bestand nicht mal die Gefahr sich die Füße zu verbrennen, es war einfach nur angenehm warm. Während ich mich sofort in die Wellen gestürzt habe, befürchtete meine Mama immer noch eine Haiattacke und ist die doch immer sehr hohen Wellen der Tasmansee nicht gewöhnt. Aber das ist gar kein Problem, denn an jedem größeren Strand gibt es einen Rock Pool. Das ist ein 50 Meter langes Becken, welches in die Felsen gebaut wurde und durch überschwappende Wellen mit Salzwasser gefüllt wird. Dort ziehen also alle sportlichen Menschen ihre Bahnen, was im Meer auf Grund der Wellen doch recht unmöglich ist. Sportlich wurde es auch als im Sekundentakt Leute mit Surfboard ins Wasser hechteten, um sich mal eben eine Einheit Spaß abzuholen. Danach ging es wieder rauf aufs Rad oder die paar Meter bis zur Haustür zurück.
    Damit wären wir beim zweiten Grund weshalb Sydney the place to be ist, das Sportangebot. Es gibt nichts was es nicht gibt. Neben Autos werden die Straßen größtenteils von Joggern, Skatern, Bikern und barfüßigen mit Badehose und Surfbrett dominiert. Wem das nicht zusagt, der kann am Strand Beachvolleyball spielen oder einen Segeltrip übers Wochenende planen. Boote stehen in den Buchten genug zur Verfügung. Halten wir also fest: Es wird nie langweilig. Brauchst du einen Denkanstoß, schnappst du dir dein Board und bist in einer halben Stunde wieder fit fürs pauken. Und das tolle ist, die meisten Dinge kann man das ganze Jahr über machen, im Winter eben mit langem Wetsuit oder langen Joggingtights. Die öffentlichen Duschhäuser an jedem Strand lösen auch das Problem mit den Salzrückständen. Läufernation Nummer1, und das wurde mit von Einheimischen bestätigt, sind aber die Neuseeländer, dort ist das Volkssportart.
    So schön der Tag begonnen hatte, um 5 Uhr zogen graue Wolken auf. Das war der optimale Zeitpunkt um den Arbeitskollegen meines Papas anzurufen, der hier in Manly beheimatet ist und uns eine kostenlose Rundfahrt angeboten hat. Diese konnten wir nun wirklich nicht abschlagen, weil ein Einheimischer doch immer ein bisschen mehr als die Reiseführer weiß. So sind wir erstmal sämtliche Strände und Buchten abgefahren die Manly zu bieten hat, ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, und begaben uns anschließend ans nördlichste Ende Sydneys, eine Klippenformation, die die Hafeneinfahrt bildet. Der beste Blick über die beste Stadt. Noch dazu mit einer Wolkenformation, die zwar vermuten ließ, dass es in der Innenstadt gerade regnete, aber dem Foto den letzten Feinschliff gab. Dieser Aussichtspunkt ist auch deswegen ein Geheimtipp, weil man dort zu einer bestimmten Zeit haufenweise Wale beobachten kann, ganz kostenlos. Die durchqueren glaube ich zwischen Juli/August die Tasmansee und bescheren dem ein oder anderen Touristen einen unvergesslichen Schnappschuss. Diesen würden wir heute nicht kriegen, das wurde mir klar, und abends wird es frisch, eine Jacke sollte man also doch lieber immer dabei haben. Anschließend sind wir noch am Tauranga Zoo vorbeigekommen, wo es die glücklichsten Giraffen der Welt gibt, weil die den bestmöglichen Blick auf die Skyline Sydneys haben, der ihnen den Neid aller Architekten und Immobilienmakler versichert. Den zweitbesten Blick genießen die glücklichen Bewohner der Luxusvillen nebenan, und einen ebenfalls akzeptablen hat der Arbeitskollege. Mit einem Glas Sekt ließ es sich leichter träumen, dass dies meine tägliche Sicht aus dem Fenster sei. Da vergisst man schonmal die Zeit, was deswegen problematisch ist, weil die Australier und Neuseeländer bekannterweise recht früh essen gehen, weshalb wir um 9 gerade noch so einen Tisch im zweiten Restaurant bekamen.
    Nun wären wir beim dritten Grund in Sydneys mal vorbeizuschauen: das Nightlife. Manche erachten es als störend, andere als großartig, doch eins steht fest, man geht nicht aus um zu essen, man geht aus um sich zu unterhalten. Dämpfende Tischdecken, Gardinen und Deko sind eher gefragt, umso lauter es ist, desto besser das Essen. Man schreit sich praktisch über den Tisch an, aber wer Privates zu bespreche hat kann das zu Hause tun, ins Restaurant geht man um seine Freunde zu treffen. Und wer es dort schon laut findet, sollte mal in eine Bar gehen. Trotzdem habe ich verstanden was mein Gegenüber mir gesagt hat und das war jede Menge Information über Australien. Kangaroo Island soll der Wahnsinn werden, weil einem die Koalas da praktisch in den Schoß springen. Spinnen und Schlangen verirren sich eher selten in die Stadt, dennoch sollte man Wanderungen im Busch vermeiden. Nicht zuletzt gilt vor Allem im Norden 'Halte dich an die Schilder', denn wenn man abends nicht am See spazieren gehen sollte, sollte man abends nicht am See spazieren. Es sei denn man ist scharf darauf einem Krokodil zu begegnen. Paranoia schieben braucht man hier aber trotzdem nicht. Die Frau des Arbeitskollegen meinte nur sie sei jedes Mal total unbesorgt wenn sie nach Deutschland kommt weil es dort einfach nichts gefährliches gibt, aber andererseits muss sie dann nur einen Abend in ihrem Garten sitzen und aufs Meer schauen und weiß schon wieder, warum sie nochmal hier lebt. Ich weiß es jetzt auch. Wirklich eine sehr schöne Stadt Sydney, sehr schön. Das wurde mir auf der Fährenrückfahrt, wo es übrigens passende Ladekabel für jeden Handytyp gibt, spät nachts nochmal klar, als wir die beleuchtete Oper und Harbour Bridge passierten. Hier könnte man mal irgendwann leben:)

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  • 23Mar 2014

    145 Ein facettenreicher Tag 23.03.2014

     

    Beschreibung

    Heute Morgen haben wir uns Sydney mal von oben angeschaut. Alles was man dazu tun muss ist sich zum Westfield Tower Eye zu begeben und an die Eintrittskarten vom Sea Life oder Zoo zu denken, denn damit bekommt man $5 Rabatt. Anschließend gibt es 3D Brillen für alle, denn es geht auf eine virtuelle Tour durch eine der schönsten Städte der Welt. Diese darf man sich dann kurz später von 268m Höhe anschauen und da muss ich sagen Auckland sieht von oben ein bisschen schöner aus. Denn selbst das Opernhaus wird von Hochhäusern bedeckt und man sieht auch mehr grau als grün, aber dafür bezückt die Stadt von unten und das ist ja schließlich auch die gewöhnliche Perspektive.
    Da wir uns nun schonmal im Herzen der Shoppingmeile befanden, konnte ich meine Eltern überzeugen dort ein bisschen länger zu bleiben, während ich mal eben in den Topshop schaue. Aber da muss man nur ein Preisschild lesen und ist auch schon wieder ganz schnell draußen, trotzdem war es mal schön eine Marke zu sehen die es in Europa auch gibt. Neuseeland hat da ja eher seine eigenen Sachen. Derweil haben meine Eltern das Queen Victoria Building ausgemacht, ein uraltes Gebäude, das die edelsten Geschäfte und Boutiquen beherbergt. Das Haus an sich ist ein Rundgang wert, das ist wirklich shoppen mit Stil. Trotzdem ist die einzige Etage auf der man sich was leisten kann die ganz unten. Und dort wartet in einer Ecke sogar eine Überraschung: Ne deutsche Bäckerei. Mit einer Deutsch sprechenden Verkäuferin. Wahnsinn war das ein Geschmackserlebnis und es hat so satt gemacht. Käse auf einem Körnerbrötchen, darauf hab ich viel zu lange verzichtet. Nach diesem Energieschub war ich bereit für ein weiteres Abenteuer: Chinatown.
    Das gibts ja echt überall auf der Welt, aber in Australien bietet es sich deswegen so gut an, weil dort wie auch in Neuseeland immer mehr Menschen aus dem Asiatischen Raum zuziehen. Die Immobilienwirtschaft wird praktisch komplett von ihnen bestimmt. Etwas Gutes hat es aber allemal für Touristen: die Souvenirs. Die sind mal wieder in allen seriös ausschauenden Läden unverschämt teuer und dabei sind das ganz genau die gleichen Artikel wie in den Billigläden. Hab ich ja in Auckland schon festgestellt, da spart man echt ne Menge Geld wenn man das weiß. Jedenfalls sind wir dann zu Paddy's Market, einer Art türkischem Basar, daran erinnert es jedenfalls, im Untergeschoss einer Shopping Mall. Und da habe ich beispielsweise so Bumerang Magnete mit Aboriginal Verzierung für $2 bekommen, die ich im einem Geschäft in der Innenstadt für $17 gesehen habe. Wenn man sich Andenken kaufen will, dann da!!
    Anschließend habe ich mich von meinen Eltern getrennt, weil ich mich mit einer Freundin verabredet habe:) Vielleicht erinnert ihr euch, vor gaaanz langer Zeit war ich am Milford Sound und da hab ich Marie aus Sölden kennengelernt. Leider war das damals etwas chaotisch und wir haben keine Kontaktdaten ausgetauscht. Da die Welt aber so unglaublich klein ist, habe ich ein paar Tage später Denise aus Holland getroffen. Was die beiden gemeinsam haben, sie sind AuPairs in Sydney. Und natürlich kennen sie sich vom Ausgehen. Also habe ich sie ein bisschen auf facebook gestalkt und kurz später hatte ich Maries Handynummer. Darum haben wir uns auf einen Kaffee, nein eine Iced Chocolate verabredet und ein bisschen gequatscht, haben uns vor das Rathaus gesetzt und Leute beobachtet und sind durch die Geschäfte geschlendert. Dabei habe ich herausgefunden, dass sie auf 4 Kinder aufpasst, nicht Auto fahren darf weil das in Sydney etwas risikoreich ist und auch schon festgestellt hat wie teuer diese Stadt ist. Einmal feiern und du bist pleite. Einmal parken (2h=$90) und du hast Schulden. Dafür ist es ein lässiger Lifestyle, das Wetter passt, nur abends wird es etwas frischer und es ist immer was los. Genau wie wir hat sie mit ihren Freundinnen Wochenendausflüge gemacht, aber das benötigt etwas mehr Planung, weil die Abstände dann doch von anderen Dimensionen sind. Zu ihrem Aufenthalt in Neuseeland meint sie: Es ist das schönste Land was sie je gesehen hat und am liebsten würde sie gerade nochmal die komplette Rundfahrt mit Kiwiexperience machen. In 4 Wochen geht es für sie auch heim, aber bei den milden Temperaturen in Europa wird das wohl nichts mit dem Skifahren zur Begrüßung.
    Ja und ansonsten haben wir den Tag wieder mit Vapiano beendet. Yumyumyum,

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  • 24Mar 2014

    146 Die Oper 24.03.2014

     

    Beschreibung

    Eigentlich war unser ursprünglicher Plan zu den Blue Mountains zu fahren. Doch aus folgenden Gründen haben wir uns dagegen entschieden: Erstens müsste man dann in einen Bus steigen, der nicht nur einen Haufen Geld kostet, sondern auch bei ner Menge anderen kostenpflichtigen Attraktionen stoppt, sodass die Zeit bei dem eigentlichen Ziel begrenzt ist. Das wurde uns sowohl von Papas Arbeitskollege als auch von Marie bestätigt. Wenn man es denn macht, dann lieber auf eigene Faust mit dem Auto. Zweitens werden wir noch ganz viele Nationalparks und ganz viel Natur sehen, haben dies auch bereits in Neuseeland und da das Wetter heute nicht mitspielt, wären die Blue Mountains wahrscheinlich nicht blau sondern einfach nur nass. Und drittens gibt es noch so viel in Sydney zu sehen, wie zum Beispiel die Oper.
    Die haben wir ja bereits von allen Richtungen und zu allen Tageszeiten bewundern dürfen, aber bisher nur von außen. Deshalb wird es Zeit sich die Meisterarchitektur mal von innen zu betrachten. Ein Erwachsener kostet $30 Eintritt, aber wir haben irgendeinen Familienrabatt bekommen. 1 Stunde soll die Tour dauern, eine deutsche gäbe es auch aber nur nachmittags, und geführt wird sie von einem netten Herrn unterstützt durch Kopfhörer. Dieser nette Herr war ein absoluter Glücksgriff, echt wir hätten es nicht besser treffen können. Denn unser Guide war nicht nur unglaublich komisch und gut informiert, sondern hat auch auf Vorschriften gepfiffen und uns alles das tun lassen, was niemand anderes durfte. Ich glaube die eine Gruppe hat das gemerkt, die haben ihren guide nämlich böse angeschaut und der hat eher fragend geblickt. Aber von vorne. Da für 12:30 eine Aufführung der Drama Groups der High Schools anstand und etwa 2000 Schüler in den Konzertsaal strömen werden, haben wir uns diesen zuerst angeschaut. Eigentlich darf man überhaupt keine Bilder machen, erst recht nicht wenn jemand auf der Bühne steht wie in diesem Fall der Klavierstimmer, aber unser guide meinte wenn wir es ganz ganz unauffällig tun können wir mal eben abknipsen. Da hat die andere Gruppe schon blöd geguckt. Auf dem illegalen Foto sieht man also wie die Oper von innen aussieht. Die Ringe an der Decke reflektieren den Klang der einzelnen Instrumente zu den Musikern zurück, sodass sie sich selbst besser hören können. Die Akustik soll fantastisch sein und vor Allem überall gleich, man zahlt also für die Nähe zum Geschehen. Aber das coolste ist, hier werden auch moderne und ungewöhnliche Dinge aufgeführt. Zum Beispiel haben die Foo Fighters mal ein Akustikkonzert gespielt wo auch sehr prominente Gäste aus Hollywood anwesend waren. Und absolut überragend finde ich, dass man Herr der Ringe mit Live Musik schauen kann. Da wird dann ein riesen Bildschirm ausgefahren und immer wenn Hintergrundmusik ertönt, wird diese live vom Orchester gespielt. Sehr cool. Da ein sehr interessierter Architekt unter unserer Gruppe weilte, wurde uns auch kein Detail zum Gebäude erspart. Beispielsweise dass es 1,5Mio Fliesen und 5 Untergeschosse hat, wo die Requisiten verstaut werden. Da hat dann jemand nett nachgefragt ob man sich diese mal anschauen dürfe und das taten wir auch. Aber zuerst haben wir uns noch den Saal für Gesang, normalerweise Opern und den für Theater, der mit Meerwasser gekühlt wird, angeschaut. Anschließend durften wir dann tatsächlich dorthin wo Touristen nichts zu suchen haben, nach unten. Dort stehen haufenweise Kisten und Technik und den Aufzug für die Bühne hat man auch gesehen. Etwas verspätet war unsere Tour dann beendet und es hat sich wirklich gelohnt.
    Mittlerweile kam das angekündigte schlechte Wetter. Und wie, innerhalb von Sekunden stand Sydney unter Wasser. Wie gut, dass wir gerade eh in ein Taxi gestiegen sind, da meine Rückenschmerzen mich mittlerweile in die Knie zwangen. Also habe ich den Nachmittag auf dem Hotelzimmerbett mit Australia's Next Topmodel verbracht, während meine Eltern den Mietwagen abgeholt haben. Morgen beginnt nämlich unser Roadtrip. Sie kamen zurück mit einer guten und einer schlechten Nachricht: Die gute, wir haben ein größeres Auto bekommen in das ganz sicher unsere 4 Koffer und das sonstige Gepäck passen, die schlechte da es nun ein so großes Modell ist (irgendein Holden) darf ich es nicht fahren. Eigentlich muss man hier ja sowieso 21 sein um ein Auto mieten zu können, aber da ich nun doch schon einiges an unfallfreier Fahrerfahrung habe und Barry mir das schriftlich bestätigt hat, hätten sie eine Ausnahme gemacht, wäre da nicht unser vieles Gepäck. Naja, lass ich mich eben durch die Gegend kutschieren ist auch mal angenehm:)

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  • 25Mar 2014

    147 Hitting the road again 25.03.2014 Australien —

    Canberra, Australien

    Beschreibung

    Canberra

    Von Sydney aus hat man im Grunde 2 Möglichkeiten. Entweder man fährt an der Ostküste entlang in Richtung Brisbane oder aber man nimmt die Straße durch den Süden an Melbourne und Adelaide vorbei. Wir haben uns für letzteres entschieden, denn beides kann man in 3 Wochen nicht unterbringen. Es sei denn man fliegt so ziemlich jeden Tag, dann kommt man sicher auch zum Ayers Rock und Alice Springs, aber dafür haben wir weder den Nerv noch bietet das der Reiseunternehmer als Pauschalreise an. Und außerdem habe ich so einen Grund nochmal zu kommen;) Insgesamt haben wir für unser ganzes Unternehmen also 21 Tage Zeit, das heißt logischerweise, dass wir eine Menge Zwischenstopps vor den Städten einlegen. Anders geht es auch garnicht, denn alleine der Weg von Sydney nach Melbourne entspricht wahrscheinlich einer dreimaligen Rundfahrt durch ganz Deutschland. Also treten wir die Strecke etappenweise an und das erste Ziel ist Canberra, die Hauptstadt. Dafür wurde ein eigener Staat gegründet, ACT (Australian Capital Territory), um den Streit um den Regierungssitz zwischen Sydney und Melbourne beizulegen. Damit ist ja klar was wir heute unternehmen werden, nämlich eine Tour durch das Regierungsviertel. Viel mehr kann man sich eigentlich auch nicht vornehmen, denn es schließt um 5 für sie Besucher und bis wir endlich mal wieder städtisches Gebiet sichteten, war es bereits halb 3. Darum haben wir schnell eingecheckt, die Hotels und Frühstück sind vom Reiseveranstalter gebucht, und uns sofort auf den Weg gemacht. Wer immer an der Rezeption steht drückt den Gästen üblicherweise einen Stadtplan mit allen wichtigen Hinweisen und Geheimtipps in die Hand, verloren ist man also nie. Wir haben auch die Empfehlung dieses Mitarbeiters beachtet und sind zuerst auf den Hügel gefahren, um einen Überblick über die Stadt zu bekommen. Wann immer wir ab jetzt Auto fahren müssen wir nach überquerenden Kängurus Ausschau halten, denn die sind überall wo Gestrüpp ist, wobei nachts die Gefahr natürlich höher ist. Von oben wurde uns dann bestätigt, was wir unten schon festgestellt haben: Canberra ist keine schöne Stadt. Weder gebäudetechnisch noch lifestyletechnisch. Wenn man aus Sydney kommt ist das echt ein trostloser Anblick, aber geben wir den Sehenswürdigkeiten noch eine Chance von innen, wenn sie von außen schon nicht überzeugen konnten. Tatsächlich ist das Kriegsdenkmal einen zweiten Blick wert, das imponiert schon, aber hier kommt es ja mehr auf den Hintergrund als die Architektur an.
    Kein Sternchen habe ich dann allerdings für das House of Parliament zu vergeben. Sorry Australier, aber sowohl von außen als auch innen erinnert es an einen alten DDR-Bau oder ein Bürogebäude. Dieser Eindruck wird dadurch verstärkt, dass jeder Besucher hier frei rumrennen darf, Sperrzonen? Fehlanzeige. Allerdings muss ich da erklären, dass es für die Australier eine ganz wichtige Regel gibt: Equality = Alle Menschen sind gleich. Der Chauffeur unterhält sich mit dem Prominten den er kutschiert, der Firmenchef trinkt seinen Kaffee in der Cafeteria des Bürogebäudes und Bauarbeiterinnen sind völlig normal. Diese Liste kann ich sicher noch ergänzen. Trotzdem war Neuseeland das erste Land der Welt mit Frauenwahlrecht:P So toll das auch alles ist, der grasüberwachsene Regierungssitz ist es nicht. Umso mehr habe ich mich auf den nächsten Programmpunkt gefreut: Das Botschafterviertel. Mein hoffentlich zukünftiges zu Hause. Das faszinierende an dem Viertel in Canberra ist, dass die Länder darum gebeten wurden ihr Domizil im landestypischen Stil zu bauen. Deswegen sieht die Chinesische Botschaft wie ein Tempel, die norwegische wie ein moderner Glasbau, die amerikanische wie die Playboy Mansion aus und die Deutsche, tja die erinnert mal wieder an einen in die Jahre gekommenen DDR Bau. Diese Rundfahrt mit dem Auto war aber super interessant und ich bin gespannt welche Botschaft in den neuen Hochsicherheitsakt kommt der zu sehen war, dennoch tuen mir die Diplomaten alle ein wenig Leid, denn schön ist die Stadt nach wie vor nicht, dann doch lieber Sydney.
    Tja das wars dann für den Tag, im Dunkeln sollte man hier die Straßen wohl lieber meiden..

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  • 27Mar 2014

    148 Rainy days 27.03.2014 Australien —