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Trip Wir leben unseren Traum ... Wir leben unseren Traum ... 27.10.2013 - 15.04.2014   10 Jahre ist es her seit wir das letzte Mal länger unterwegs waren. Nun leben... Manu B. (CH) Jösi Forster (CH)
Argentinien Bolivien Chile Nepal Schweiz

Wir leben unseren Traum ...

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10 Jahre ist es her seit wir das letzte Mal länger unterwegs waren. Nun leben wir unseren Traum. Die Reise führt nach Nepal, Argentinien und Chile.

Viel Spass beim verfolgen unserer Reiseberichte und Bilder - diese könnt ihr ansehen indem ihr die farbigen Punkte anklickt.

Liebe Grüsse

Manu und Jösi

Means of Transport
Boot Bus / Truck Auto Zu Fuss Flugzeug
  • 27Oct 2013

    1 Flug von Zürich nach Kathmandu 27.10.2013 Schweiz —

    Kloten, Schweiz

    Beschreibung

    Momentan bin ich (Manu) noch alleine unterwegs. Mit Jösi zusammen werde ich ab Mitte Januar 2014 drei Monate Argentinien/Chile bereisen.

    Zuerst geht meine Reise nach Nepal, wo ich mit einer Schweizer Gruppe von Aktivferien (www.aktivferien.com) zusammen ein 3-wöchiges Trekking in der Gokyo-Everest-Gegend unternehme.

    Die Gruppe trifft sich am Flughafen Zürich und zusammen fliegen wir via Doha (Quatar) nach Kathmandu.

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  • 28Oct 2013

    2 Ankunft in Kathmandu 28.10.2013 Nepal —

    New Baneshwor, Kathmandu, Nepal

    Beschreibung

    Nach der Ankunft in Kathmandu besuchen wir am Nachmittag den Stadtteil Thamel. Die vielen Autos und Motorräder in den Strassen machen eine Überquerung teilweise schwierig. Das hektische Treiben, das ständige Gehuppe und die nach Abgas stinkende Luft sind verantwortlich für den "Kulturschock", welcher der erste Eindruck der Stadt hinterlässt.

    Zum Glück verlassen wir bereits morgen Kathmandu und reisen weiter in Richtung Himalaya.

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  • 29Oct 2013

    3 Flug nach Lukla (2840 m ü. M) 29.10.2013 Nepal —

    Lukla, Chaurikharka, Nepal

    Beschreibung

    Über den Flughafen von Lukla hatte ich im Vorfeld vieles gehört. Er gilt als einer der gefährlichsten der Welt. Im Internet finden sich einige Videos zu Landeanflügen auf der kurzen Piste. Ich hatte an diesem Morgen ein mulmiges Gefühl als wir abgeholt und zum Flughafen von Kathmandu gebracht wurde. Noch war nicht klar, ob wir fliegen konnten, da es neblig war in Kathmandu. Die Flüge nach Lukla finden nur bei guter Sicht statt.

    Am nationalen Flughafen war frühmorgens um 5.30 Uhr bereits viel los. Viele Touristen wollten an diesem Tag nach Lukla fliegen. Als wir dann auf die Rollbahn gefahren wurden und ich einen ersten Augenschein auf die Maschine nehmen konnte, welche uns nach Lukla bringen sollte, begann mein Herz etwas schneller zu klopfen - eine uralte 14-Plätzer-Maschine stand da. Ich dachte nur - Augen zu und durch - und Beten, dass wir heil ankommen.

    Während des rund 30-minutigen Fluges nach Lukla hatten wir eine wunderbare Aussicht auf den Himalaya sowie die hügelige Gegend zwischen Kathmandu und Lukla.

    Dann war es soweit - die Piloten begannen mit den Sinkflug und nach einem kurzen Augenblick landeten wir sicher in Lukla. Nach einer Stärkung nahmen wir an diesem Tag die erste Trekking-Etappe nach Phakdingma (2610 m ü. M) in Angriff.

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  • 30Oct 2013

    4 Unterwegs nach Namche Bazar (3440 m ü. M.) 30.10.2013 Nepal —

    Namche Bazar, Namche, Nepal

    Beschreibung

    Heute haben wir 8 Stunden Trekking von Phaktingma nach Namche Bazar vor uns. Nach ca.1 h erreichen wir den Parkeingang des Sagarmatha Nationalparks.

    Auf dem Weg nach Namche Bazar sind sehr viele Leute unterwegs - ich komme mir vor wie an einem Sonntag im Alpstein :-( . Nebst den Touristen sind viele Träger und auch Yaks unterwegs. Ca. 4 Hängebrücke müssen wir an diesem Tag überqueren. An einigen gibt es Stau, da mit den Yaks auf den Brücken nicht gekreuzt werden kann und wir deshalb warten müssen. Auf einer Hängebrücke bleibt ein Yak immer wieder mit dem Huf hängen und kriegt Panik.

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  • 31Oct 2013

    5 Ein Akklimationstag in der Umgebung Namche Bazar 31.10.2013 Nepal —

    Namche Bazar, Namche, Nepal

    Beschreibung

    Am frühen Morgen werde ich vom Gebell und Geheule von Hunden geweckt und kann nicht mehr schlafen. Um 6 Uhr stehe ich auf und steige einen Hügel hoch, um den Sonnenaufgang zu geniessen. Erstmals sehe ich den wunderschönen Amadablan (6812 m ü. M.) - das Matterhorn von Nepal. Es ist "Liebe" und Faszination auf den ersten Blick. Diesen Berg werden wir in den nächsten 2 Wochen immer wieder zu Gesicht bekommen.

    Schmunzeln musste ich, als ich von einem indischen Paar angesprochen wurde wegen einem Foto. Natürlich sagte ich zu im Glauben dass ich von den beiden ein Foto schiessen sollte. Da stellte sich die Frau neben mich und der Mann machte ein Foto von uns beiden. So schlimm sah ihr Mann nicht aus - der hätte gut mit ihr aufs Foto gepasst; naja, andere Länder andere Sitten.

    Zum Akklimatisieren steigen wir an diesem Tag in das Dorf Khumjung (3780 m ü. M.) hoch und geniessen die Aussicht auf eine tolle Bergwelt. Am Nachmittag verweilen wir in Namche Bazar. Das Dorf ist sehr hübsch und hat einiges zu bieten. Die Shopping-Meile, einige Cafés mit leckeren Backwaren und gutem Kaffe (ich staunte nicht schlecht - Kaffe aus einer Kolbenmaschine :-) ), Internet-Cafés etc. machen den Aufenthalt kurzweilig.

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  • 01Nov 2013

    6 Nach Dole (4110 m ü. M.) 01.11.2013 Nepal —

    Khumjung, Nepal

    Beschreibung

    Wir verlassen Namche Bazar und machen uns auf den Weg nach Dole. Der Wanderweg ist ein ständiges Auf und Ab. Kaum hatten wir eine Steigung überwunden, ging es anschliessend wieder bergauf und nachher wieder bergab. Wir zweigen ins Gokyo-Tal und tauchen weiter in den Himalaya ein.

    Die Höhe macht sich bemerkbar. Es geht nur noch langsam vorwärts. Schnelle Bewegungen bringen uns ausser Atem.

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  • 02Nov 2013

    7 Es geht weiter nach Machhermo (4470 m ü. M.) 02.11.2013 Nepal —

    Khumjung, Nepal

    Beschreibung

    Unser Gruppenmitglied, Dirk, hat sein Alphorn aus der Schweiz mitgebracht. Es lässt sich aus 8 Teilen zusammen setzen und wiegt etwa 1.5 kg. An diesem Morgen spielt er uns nach dem Frühstück einige Stücke vor. Es kommen Heimatgefühle auf. Unsere Gruppe, andere Touristen und Einheimische hören den Klängen zu.

    In 3 1/2 Stunden wandern wir gemütlich nach Machhermo. Unterwegs geniessen wir die warmen Sonnenstrahlen und machen eine längere Pause.

    Die Lodge in Machhermo ist sehr schön und an sonniger Lage gelegen.

    In den Reiseführern werden die Höhenkrankheit sowie Magen-Darm-Probleme als hauptsächliche gesundheitliche Beschwerden beschrieben. Halsschmerzen, Husten und Erkältungen werden nur am Rande erwähnt. 80 % unserer Gruppe litt an solchen Beschwerden, aufgrund der sehr trockenen Luft in dieser Gegend. Leider hat es nun auch mich mit starken Halsschmerzen erwischt.

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  • 03Nov 2013

    8 Akklimatisationstag in Machhermo 03.11.2013 Nepal —

    Khumjung, Nepal

    Beschreibung

    Zur Akklimatisation bleiben wir einen weiteren Tag in Machhermo. Wir steigen auf 4600 m ü. M. auf, geniessen die fantastische .Aussicht auf Cholatse und Taboche Peak.

    Am Nachmittag besuchen wir den Rescue Post in Macchermo. Freiwillige Ärzte aus der ganzen Welt behandeln hier höhenerkrankte Träger und Touristen. Wir nehmen an einer stündigen Information zu den Höhenkrankheiten (Anzeichen, Symptome, Behandlung etc.) teil - sehr interessant.

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  • 04Nov 2013

    9 Machhermo - Gokyo (4790 m ü. M.) 04.11.2013 Nepal —

    Khumjung, Nepal

    Beschreibung

    Die heutige 3-stündige-Etappe nach Gokyo gehört meines Erachtens zu den schönsten auf dem gesamten Trekking. Es hatte in dieser Gegend vor ca. 1 Monat für die Jahreszeit sehr viel Schnee gegeben. Es ist immer noch sehr winterlich.

    Cholatse und Taboche Peak ziehen unsere Blicke immer wieder auf sich. Der Wanderweg führt vorbei an 3 Seen, einer schöner als der nächste. Gokyo liegt am 3. See (Dudh Pokhari) und direkt vor Cho Oyu (8201 m ü. M.).

    Meine Erkältung hat sich stark verschlechtert und ich schleppe mich hoch nach Gokyo. In der Lodge angekommen kann ich mich kaum mehr auf den Beinen halten und lege mich gleich mal hin. Gegen Abend habe ich starke Schmerzen im Bereich der Stirnhöhe. Schmerzmedikamente nützten nicht mehr, weshalb ich die Ärztin im Ort aufsuche. Eine Stirnhöhlenentzündung hat mich erwischt. Ich erhalte einen Medikamenten-Cocktail (Antibiotika, Schmerzmittel, Entzündungshemmer und präventiv Diamox), welchen ich ca. 5 Tage einnehmen muss. Ich hoffe, dass die Beschwerden bald bessern, denn es stellt sich die Frage, ob ich am nächsten Tag mit der Gruppe weiter kann oder absteigen muss. Dies wird sich am kommenden Morgen entscheiden.

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  • 05Nov 2013

    10 Weiter nach Dragnag (4700 m ü. M.) oder nicht? 05.11.2013 Nepal —

    Khumjung, Nepal

    Beschreibung

    Ich hatte schlecht geschlafen und wachte früh auf. Ich ging ein paar Schritte um die Häuser um herauszufinden wie ich mich fühle. Ich hatte wenig Energie - die kleinste Anstrengung machte mir zu schaffen. Ich überlegte mir, wie ich die heutige 3-stündige Wanderung über den Ngozumba-Gletscher nach Dragnag schaffen sollte. Die Besteigung des Gokyo-Rii, welche für heute Morgen geplant ist, habe ich mir bereits abgeschminkt.

    2 Stunden nachdem ich die Medikamente eingenommen hatte, verspürte ich dann eine Besserung. Ich fühlte mich nicht mehr ganz so schlapp und ich war guter Dinge es bis nach Dragnag zu schaffen. Der Weg war rutschig - die Kulisse jedoch sehr hübsch. In Dragnag angekommen lud die Sonnenterasse der Lodge zum Verweilen ein.

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  • 06Nov 2013

    11 Über den Cho La-Pass (5368 m ü. M.) nach Dzongla 06.11.2013 Nepal —

    Khumjung, Nepal

    Beschreibung

    Die heutige 8-stündige Etappe über den Cho La-Pass nach Dzongla ist die härteste des Trekkings. Am heutigen Morgen entscheidet sich, ob ich genug fit bin, um die lange und anstrengende Wanderung unter die Füsse zu nehmen. Meine Alternative - die Gruppe verlassen und ins Tal absteigen. Ich entschied mich es zu versuchen.

    Die Wanderung über den Cho La-Pass ist landschaftlich sehr schön, aber auch sehr anstrengend. Dank dem langsamen Tempo und dem regelmässigem Rhythmus unseres Schweizer Bergführers, Jürg, schaffte ich es bis auf den Pass. Gleich nach dem Pass ging es durch eine grosse, zugeschneite Spalte - sehr eindrücklich.

    Ich war müde, aber sehr glücklich als ich am Nachmittag in Dzongla ankam.

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  • 07Nov 2013

    12 Auf dem Höhenweg nach Gorak Shep (5140m ü. M.) 07.11.2013 Nepal —

    Khumjung, Nepal

    Beschreibung

    Auf dem Höhenweg wandern wir von Dzongla, vorbei an Lobuche nach Gorak Shep. Hier erwartet uns die erste Nacht über 5000 m ü. M..

    Amadablam, Nuptse, Lhotse, Pumo Ri, Mt. Everest etc. ziehen unsere Blicke immer wieder auf sich. Die Bergwelt ist einmal mehr fantastisch. Der Weg nach Gorak Shep zieht sich. Das letzte Stück über den Khumbu-Gletscher gefällt mir sehr gut. Von weitem sehen wir das Base Camp des Mt. Everest. Dort ist momentan (ausgenommen von einigen Touristen, die das Base Camp besuchen) nicht viel los. Auch können wir die Eisfälle sehen, wo die Ice-Doctors jeweils für die Mt. Everest-Besteiger den Weg bahnen.

    Grundsätzlich geht es gesundheitlich aufwärts mit mir. Leider machen mir die Nebenwirkungen der Medikamente (Durchfall, Übelkeit, Appetitlosigkeit) zu schaffen.

    In der Lodge ist es ziemlich kalt - das wird wohl eine Nacht im "Kühlschrank".

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  • 08Nov 2013

    13 Kala Pattar (5550 m ü. M.) - Dingboche (4410 m) 08.11.2013 Nepal —

    Khumjung, Nepal

    Beschreibung

    Um 5 Uhr klingelt der Wecker. Im Zimmer der Lodge hat es -3 Grad. Wir besteigen vor dem Frühstück in ca. 2 Stunden den Kala Pattar, um den Sonnenaufgang zu geniessen und Auge in Auge mit dem Mt. Everest zu sein. So nah werden wir dem höchsten Berg der Welt nicht mehr kommen. Die Anstrengung hat sich gelohnt - wir werden mit einer fantastischen Aussicht belohnt.

    Nach dem Frühstück brechen wir nach Dingboche (4410 m ü. M.) auf. Bis dorthin sind weitere 6-7 Stunden zu laufen - ein langer Tag.

    Die Lodge in Dingboche verfügt über eine wunderbare Sonnenterasse und der Amadablam befindet direkt vor unserer Nase.

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  • 09Nov 2013

    14 Nach Chhukung (4730 m ü. M.) 09.11.2013 Nepal —

    Chukhung, Nepal

    Beschreibung

    Den Morgen haben wir in Dingboche zur freien Verfügung. Wir erkunden das Dorf und kaufen leckere Kekse in der French Bakery. Tina hat Seifenblasen mitgebracht und zeigt sie Kindern im Dorf. Diese sind begeistert, flippen fast aus.

    Nach dem Mittagessen auf der Sonnenterasse machen wir uns auf den Weg ins 3 Stunden entfernte Chhukung. Der Island Peak (6189 m ü. M.) unser Vorhaben in den nächsten Tagen kommt zum Vorschein.

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  • 10Nov 2013

    15 Auf zum Base Camp des Island Peak (4970 m ü. M.) 10.11.2013 Nepal —

    Khumjung, Nepal

    Beschreibung

    Wir steigen hoch zum Base Camp des Island Peaks. Lhotse wacht über uns - auch sonst gibt es einige sehr schöne Gipfel und lange Gräte in dieser Gegend zu bestaunen. Das Base Camp von Aktivferien ist während 2 Monaten fix eingerichtet, da doch einige Gruppen vorbei kommen mit dem Ziel der Island Peak Besteigung.

    Nachdem wir uns in den Zelten eingerichtet haben, verwöhnt uns der Koch des Camps mit einem leckeren und reichlichen Mittagessen - das beste Essen, dass ich während der ganzen Zeit in Nepal zu mir genommen habe.

    Am Nachmittag üben wir den Umgang mit der Jümar Steigklemme sowie das Abseilen - was wir am nächsten Tag beherrschen müssen.

    Nach dem Sonnenuntergang nach 17 Uhr wird es kalt im Camp und wir gehen um halb sieben früh zu Bett. Es ist eisig kalt. Ich friere und mache kein Auge zu bis wir geweckt werden.

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  • 11Nov 2013

    16 Besteigung des Island Peaks (6189 m ü. M.) 11.11.2013 Nepal —

    Khumjung, Nepal

    Beschreibung

    Um 00.30 Uhr werden wir geweckt. Nach einem kurzen Frühstück machen wir uns 1h später auf um den Island Peak zu besteigen. Anfänglich ist es sehr kalt. Sobald wir jedoch die steilen Hänge hoch geht kriegt man automatisch warm.

    Ein einheimischer Guide läuft zu Vorderst - viel zu schnell für unsere Verhältnisse und in ungleichem Rhytmus. Lange würden wir so nicht durchhalten - deshalb geht unserer Bergführer an die Spitze und gibt das Tempo vor. Meter für Meter kommen wir höher. Ich merke, dass ich mich noch nicht von den gesundheitlichen Problemen der letzten Tage erholt habe. Das Atmen fällt mir leicht und die Höhe macht mir auch nicht zu schaffen, jedoch fehlt mir heute die Energie und Ausdauer. Nach 3 1/2 Stunden auf 5700 m ü. M. muss ich mir eingestehen, dass ich es nicht schaffen werde bis zum Gipfel. Ich gehe mit der Gruppe mit bis zum Beginn des Gletschers auf 5800 m ü. M. und kehre anschliessend um. Die Gipfelflanke mit 200 m steilem Fixseil, welche mit der Jümar Steigklemme zu überwinden ist und viel Kraft benötigt, hätte ich heute nicht geschafft. Zudem wäre anschliessend noch der lange, direkte Abstieg nach Dingboche. Mein Kopf sagte ja, mein Körpergefühl jedoch nein - weshalb ich letztendlich auf meinen Körper höre.

    Zwischenzeitlich beginnt es Tag zu werden. Die ersten Gipfel werden von der Sonne beleuchtet. Der Abstieg ins Base Camp geht schnell voran. Um 07.30 Uhr kommen wir dort an. Es ist noch schattig und entsprechend kalt. Ich lege mich nochmals 45 Min. ins Zelt bis die Sonne kommt es langsam warm wird. Zu Dritt machen wir uns auf den Rückweg ins 3-4 Stunden entfernte Dingboche. Ich bin froh als wir endlich dort ankommen und verbringe den Nachmittag mit Faulenzen und Sonnen.

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  • 12Nov 2013

    17 Dingboche (4410 m ü. M.) - Namche Bazar (3440 m 12.11.2013 Nepal —

    Namche Bazar, Namche, Nepal

    Beschreibung

    Eine weitere lange Etappe steht uns heute bevor - der Rückweg nach Namche Bazar. Auf dieser Strecke sind wieder mehr Leute unterwegs. Die Route führt vorbei an Tengboche, wo wir einen kurzen Halt zur Besichtigung des Buddhistischen Klosters machen.

    Nach 7-8 Stunden erreichen wir Namche Bazar, meinem persönlichen Lieblingsort auf diesem Trekking.

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  • 13Nov 2013

    18 Namche Bazar (3440 m ü. M.) - Phaktingma (2610 m) 13.11.2013 Nepal —

    Phakding, Khumjung, Nepal

    Beschreibung

    Den Morgen haben wir in Namche Bazar zur freien Vefügung. Wir stöbern in den zahlreichen Läden im Dorf, kaufen letzte Andenken und Geschenke, geniessen die Sonne auf der Terasse von Hermanns Bakery bei einem leckeren Stück Kuchen und einem Espresso und bestaunen das letzte Mal ein wunderbares Panorama. Bis nach Lukla werden wir immer weniger Berge zu sehen bekommen.

    Der Abstieg nach Phaktingma dauert gerade mal 3 Stunden.

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  • 14Nov 2013

    19 Die letzte Etappe nach Lukla (2840 m ü. M.) 14.11.2013 Nepal —

    Lukla, Chaurikharka, Nepal

    Beschreibung

    In Lukla ist heute Bazar. Es kommen uns sehr viele schwer beladene Träger entgegen.

    Dies ist unsere letzte Trekking-Etappe.

    Am Nachmittag besuchen wir das von der Schweizerin, Nicole Niquille, erbaute Spital von Lukla. Nicole Niquille hält sich zur Zeit zwar in Nepal auf, jedoch leider nicht in Lukla, sondern sie besucht ein anderes Spital im Khumbu-Gebiet.

    Am Abend verabschieden wir feierlich unsere Träger sowie die Trekking-Guids und übergeben ihnen die von uns mitgebrachten Kleider, Schuhe etc.. Ohne ihre tatkräftige Unterstützung wäre das Trekking nicht möglich gewesen.

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  • 15Nov 2013

    20 Flug nach Kathmandu 15.11.2013 Nepal —

    New Baneshwor, Kathmandu, Nepal

    Beschreibung

    Heute braucht es nochmals starke Nerven - der Rückflug nach Kathmandu steht an. Um sieben Uhr müssen wir am Flughafen bereit sein. Es geht hektisch her und zu. Wir müssen lange warten bis wir endlich aufgerufen werden und abfliegen können. Auch dieses Mal verläuft alles ohne irgendwelche Vorkommnisse - Gott sei Dank.

    Den Nachmittag verbringen wir in Kathmandu, im Stadtteil Thamel und stöbern in den vielen Läden nach letzten Andenken. Ich kaufe als Erinnerung an den Himalaya ein schönes Bild.

    Mein Rucksack wurde in den letzten 3 Wochen mit vielen schönen Eindrücken und Erlebnissen gefüllt, welche ich nicht missen möchte.

    Mein Fazit zu Nepal:
    - der Himalaya bietet eine einmalige, atemberaubende und faszinierende Bergwelt
    - die Einheimischen sind freundlich und hilfsbereit
    - Husten, Halsschmerzen und Erklärungen sind nicht zu unterschätzen bzw. viele sind davon betroffen; deshalb
    genügend Medikamente dagegen von zu Hause mitnehmen.
    - ich empfehle zur Vorbeugung Tag und Nacht ein Tuch (z.B. einen Buff) vor Nase und Mund zu tragen, damit die
    trockene Luft nicht direkt eingeatmet wird und dadurch Halsschmerzen etc. reduziert werden können.
    - Ferienvegetarier zu sein macht Sinn - die Person in unserer Gruppe welche Fleisch gegessen hatte litt an
    Durchfall- und Magenbeschwerden - alle anderen hatte es nicht erwischt.
    - Die Höhe ist anstrengend und eine gute Kondition ist sehr hilfreich - denn sonst kommt man bei Tagesetappen von
    3-8 Stunden, auch wenn es nur ein paar wenige Hundert Höhenmeter sind, schnell ans Limit.

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  • 16Nov 2013

    21 Stadtbesichtigung in Kathmandu 16.11.2013 Nepal —

    New Baneshwor, Kathmandu, Nepal

    Beschreibung

    Wir besichtigen heute in Kathmandu den Hanuman-dhoka Durbar Square sowie die City of Patan - es sind vorwiegend verschiedene Tempel sowie der frühere Königspalast zu sehen. Wir kommen bei den Armenvierteln vorbei in denen der Heilige Fluss nicht mehr heilig ist, da er ziemlich verschmutzt ist bzw. heute der Kläranlage gleich kommt.

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  • 18Nov 2013

    22 Home sweet home 18.11.2013 Schweiz —

    Rickenbach, Schweiz

    Beschreibung

    Zu Hause angekommen gehe ich als aller erstes in eine Bäckerei und kaufe mir ein Vollkornbrötchen - mmmhhhh lecker! Anschliessend freue ich mich über das heisse Entspannungsbad.

    Am 28.11.2013 geht es dann weiter nach Bariloche, Argentinien, wo ich zuerst für 6 Wochen eine Sprachschule besuchen und anschliessend mit Jösi 3 Monate Argentinien und Chile bereisen werden. Weitere Berichte und Fotos folgen.

    Ich wünsche euch bis dahin eine gute Zeit.

    Liebe Grüsse
    Manu

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  • 28Nov 2013

    23 Bye, bye again 28.11.2013 Schweiz —

    Les Breuleux, Schweiz

    Beschreibung

    Die 10 Tage zu Hause sind viel zu schnell vorüber gegangen. Die letzten Tage vor dem Abflug war einiges los. Ich erhielt am Dienstag die Nachricht, dass mein gebuchter Flug von Buenos Aires ach Bariloche gestrichen wurde. Die Alternative wäre ein anderer Flug gewesen, welcher jedoch bereits 3 1/2 h nach meiner Ankunft abheben würde. Dies erschien mir jedoch zu knapp, da ich in dieser Zeit zum 40 km entfernten nationalen Flughafen wechseln und wieder einchecken etc. müsste. So entschied ich mich, eine Nacht in Buenos Aires zu verbringen und am Samstag weiter zu fliegen.

    Eine Herausforderung war auch das Packen meiner Tasche. Ich musste 3 Mal von vorne Beginnen bis letztendlich alles Platz hatte - 31 kg! Nein - das Beauty-Case, die High-Heels sowie das kurze Schwarze habe ich zu Hause gelassen ;-) - Zelt, Matte, Kocher, Pfannen, Schlafsack und was es sonst noch für die Trekkings braucht wiegen zusammen doch einiges.

    Auch hiess es für längere Zeit Abschied zu nehmen von meinen Lieben - was nicht ganz einfach war.

    Und los ging es vom Flughafen Zürich via London nach Buenos Aires.

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  • 29Nov 2013

    24 Bienvenidos a Buenos Aires 29.11.2013 Argentinien —

    CF, Argentinien

    Beschreibung

    Der Flug nach London war speziell. Um 19 Uhr ab Zürich waren lauter Geschäftsleute in Anzügen und mit Laptop auf dem Flug und dazwischen meine Wenigkeit mit Wanderschuhen an den Füssen - die haben mich angeguckt als wäre ich eine Ausserirdische .

    Nach 15 Stunden reiner Flugzeit bin ich in Buenos Aires angekommen, habe T-Shirt und die kurzen Hosen angezogen und geniesse die Sonnenstrahlen sowie die angenehmen Temperaturen von 22 Grad.

    Der Taxifahrer hat mich auf dem Weg zum Hostel in Spanisch zugetextet. Die haben hier einen für mich schwer verständlichen Dialekt und so musste ich bei jedem zweiten Satz nachfragen was er gesagt hatte. Aller Anfang ist schwer. Ich hoffe, dass sich das bald ändern wird. Momentan kommt mir alles noch sehr Spanisch vor.

    Fotos & Videos

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  • 01Dec 2013

    25 Bienvenidos a Bariloche 01.12.2013 Argentinien —

    San Carlos de Bariloche, Argentinien

    Beschreibung

    Gestern bin ich bei meiner Gastfamilie in Bariloche angekommen. Die Familie mit zwei Töchtern von 9 und12 Jahren ist sehr nett und hilfsbereit. Meine "Gastmutter" kommt manchmal richtig in Fahrt wenn sie am erzählen ist und dann verstehe ich gar nichts mehr. Wenn ich sie dann mit grossen Augen anschaue merkt sie, dass sie das Tempo etwas drosseln muss. Ich bin fleissig am spanisch sprechen bzw. ich versuche es bei jeder mir bietenden Gelegenheit - nur wer wagt gewinnt!

    Als ich am Flughafen in Buenos Aires gewartet hatte, habe ich (so meine ich zumindest - seht euch das Bild selber an) den aktuellen Schwingerkönig, Matthias Sempach, von Weitem gesehen :-).

    Heute habe ich mir Bariloche angesehen: Die Stadt soll über 120'000 Einwohner haben - mir kommt sie jedoch gar nicht städtisch vor. Ich habe eher das Gefühl, dass ich mich auf dem Lande in einer Kleinstadt aufhalte. Sie ist wunderschön am Ufer des Lage Nahuel Huapi gelegen mit den Anden und sonstigen Bergketten umgeben. Pura vida würden die Costa Ricaner dazu sagen!¨

    Bariloche wird auch die "Schokoladen Stadt" von Argentinien genannt. Hier wird sehr viel Schokolade hergestellt und es gibt zahlreiche Chocolaterias, wo auf x Quadratmetern Ladenfläche Schokolade, Glaces, Kuchen und Torten zum Kauf angeboten werden - ein Paradies für mich. Ich war heute in einer solchen Chocolateria und wollte Schokolade kaufen. Ich war jedoch mit der Auswahl überfordert, so dass ich dann ein Eis bestellt hatte - was auch sehr lecker war.

    Morgen ist es so weit und es heisst wieder Schulbank drücken und gut aufpassen damit ich die Argentinier sehr bald besser verstehe.

    Saludos de Argentina.

    Fotos & Videos

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  • 03Dec 2013

    26 Das Leben in Bariloche 03.12.2013 Argentinien —

    San Carlos de Bariloche, Argentinien

    Beschreibung

    Seit Montag besuche ich nun die Spanischschule. Der Unterricht ist sehr intensiv, da wir lediglich zu zweit in der Klasse sind. Nebst den 4 Stunden Unterricht vormittags habe ich zwei Mal pro Woche nachmittags noch 2 1/2 h zusätzlichen Unterricht. Momentan büffeln wir grad die unregelmässigen Verben - das ist kein Zuckerschlecken sondern erfordert volle Aufmerksamkeit.

    Inzwischen sind gewisse Gewohnheiten hier für mich zur Normalität geworden - so auch an das späte Nachtessen zwischen 20.30 und 22 Uhr. Das leckere Essen und die grossen Portionen machen es notwendig, dass ich mich regelmässig bewege, sonst bin ich dann im Januar nicht fit für die mehrtägigen Trekkings, wo ich bis zu 20 kg im Rucksack werde tragen müssen.

    Gestern dachte ich eine wunderschöne Jogging-Strecke entlang dem Seeufer, direkt am Strand, gefunden zu haben. Leider stellte sich raus, dass es in dieser Gegend sehr viele Hunde hat, welche Joggern gerne nachrennen und dabei laut bellen. Plötzlich kam ein Hund mit blutunterlaufenen Augen direkt auf mich zugeschossen - mein Herz blieb beinahe stehen und ich beschloss den Rückzug anzutreten. Auf dem Rückweg musste ich dann an ein paar Häusern vorbei, wo 3 Hunde laut zu bellen begannen. Einer schnappte mich an der Wade, zum Glück nur mit der Schnauze und nicht mit den Zähnen! Ich werde mir wohl oder übel eine andere Strecke suchen müssen, denn das Risiko gebissen zu werden bzw. Tollwut einzufangen ist mir zu gross.

    In der Schule habe ich eine Chica aus Neuseeland kennengelernt, die ebenfalls gerne wandern oder trekken geht. Wir planen am kommenden Wochenende 2 Tage im Parque National Nahuel Huapi mit Wandern und Übernachten im Zelt zu verbringen. Nachteil am Ganzen - Spanisch werde ich mit ihr wohl nicht viel sprechen, sondern eher Englisch. Ich hoffe, dass das Wetter mitspielt und ich euch anschliessend darüber berichten kann.

    Machet's guet - hasta luego.

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  • 04Dec 2013

    27 Cerro Otto - der Aussichtsberg von Bariloche 04.12.2013 Argentinien —

    San Carlos de Bariloche, Argentinien

    Beschreibung

    Wir haben heute den Cerro Otto (1383 m ü. M.), den Aussichtsberg von Bariloche besucht. Die Sicht auf den Lago Nahuel Huapi und die umliegenden Berge ist einfach fantastisch.

    Hier habe ich auch eine neue Möglichkeit für mich gefunden joggen zu gehen. Der Wanderweg auf den Cerro Otto eignet sich bestens dazu. Es sind 10-15 km Distanz und dazu noch ca. 500 Höhenmeter aufwärts möglich - eine perfekte Trainingsstrecke. Ich werde morgen damit beginnen.

    Fotos & Videos

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  • 07Dec 2013

    28 Trekking Premiere in Argentinien 07.12.2013 Argentinien —

    San Carlos de Bariloche, Argentinien

    Beschreibung

    Die ersten Trekking-Erfahrungen in Argentinien habe ich vergangenes Wochenende während 2 Tagen in der Nähe von Bariloche gesammelt. Mit meiner Klassenkameradin, Ruth, aus Neuseeland, bin ich am Samstag von Cerro Catedral aus gestartet. Die Tage zuvor hatte es ziemlich viel Wind und es war kühl. Am Samstag wehte jedoch kein Wind, der Schweiss floss beim Aufstieg Richtung Refugio Frey nur so und ich machte erste Bekanntschaften mit den lästigen Bremsen (Insekten), die zahlreich vorhanden waren und mich fleissig stachen. Ich glaube die lieben Schweizer Blut, denn meine Klassenkameradin hatten sie kein einziges Mal gestochen!

    Vorbei am hübsch gelegenen Ref. Frey stiegen wir etwa 1000 Höhenmeter bis zu einem Pass auf. Der Abstieg ins nächste Tal erfolgte durch eine etwa 45 Grad steile, schuttige Flanke. Wir konnten den Hang runter rutschen und fühlten uns wie auf Skiern. Im Tal unten campierten wir wild am Waldrand gleich neben einem Fluss - weit und breit war keine Menschenseele zu sehen, lediglich das rauschen des Baches zu hören. Auf dem Benzinkocher bereiteten wir uns ein leckeres Nachtessen zu und legten uns früh schlafen, denn nach 7h wandern mit 15kg Gepäck auf dem Buckel waren wir sehr geschafft.

    Am nächsten Tag war es bereits um neun Uhr, also wir los gingen, ziemlich warm und der Schweiss floss nur so bis wir den 400 Meter höher gelegenen Pass erreichten. Von dort bis zum Refugio Jakob mussten wir zuerst mehrere hundert Meter eine Schutthalde runter. Der Knackpunkt war - kein Wanderweg zu sehen, überall Spuren und unterhalb der Schutthalde ein dichter Wald - wir mussten also den richtigen Durchschlupf finden, um durch den Wald zu kommen. Dazu ist zu sagen, dass auf den argentinischen Landkarten die Wege ungenau eingezeichnet sind. So passierte es, dass wir in immer dichter werdenden Wald gerieten und ca. eine halbe Stunde lang den Weg suchten. Meine Kollegin aus Neuseeland meinte - sie sei es sich gewohnt in Neuseeland in solch dichtem Wald zu wandern :-( . Wir erreichten das Refugio Jakob (wenn auch auf Umwegen), genossen die wunderbare Aussicht auf den See und die umliegenden Berge und nahmen anschliessend den 18 km langen Weg Tal auswärts unter die Füsse! Im gesamten waren wir wiederum 7h unterwegs.

    Müde, aber glücklich erreichten wir am frühen Abend Bariloche. Das erste Trekking hat mir sehr gut gefallen. Ich liebe die Bergwelt hier in der Umgebung und bin auf den Geschmack des Campierens in den Bergen gekommen.

    Ihr wollt nicht wissen, wie ich mich heute (Montag) fühle! Das positive überwiegt jedoch und wir planen bereits ein weiteres Trekking für das nächste Wochenende.

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  • 14Dec 2013

    29 Wald-Trekking 14.12.2013 Argentinien —

    Argentinien

    Beschreibung

    Am Freitag nach der Schule fuhren wir mit dem Bus ins 70 km entfernte Él Bolson und übernachteten auf einem Campingplatz. Am Samstag morgen machten wir uns früh auf den Weg Richtung Refugio Hielo Azul. Wir mussten zwei spannende Hängebrücken passieren, deren Zustand verlottert war und deshalb etwas Adrenalin verursachten. Der Aufstieg war anstrengend - es war heiss, der Weg ziemlich steil, der schwere Rucksack verursachte Rückenschmerzen und zudem wurde ich ständig von diese lästigen Bremsen (in spanisch: Tàbanos) attackiert! Meine Laune war ziemlich am Boden. Als wir jedoch beim Refugio ankamen - einem wunderschönen Plätzchen mitten im Wald und an einem Fluss gelegen - waren alle Strapazen vergessen. Die Hüttenwarte haben mit viel Herzblut das Refugio, die Umgebung sowie einen Campingplatz hergerichtet.

    Am nächsten Morgen klingelte der Wecker bereits um 5 Uhr. Wir machten uns auf den Weg zum 400m höher gelegenen Gletschersee und der Gletscherzunge. Hielo Azul bedeutet blaues Eis - das Refugio wurde wegen dem Gletscher so benannt. Der Sonnenaufgang und das leuchten der Berge während dessen waren herrlich zu verfolgen. Nach 3 Stunden waren wir zurück beim Campingplatz, brachen das Zelt ab und machten uns auf zum 4 Stunden entfernten Refugio Jacon del Azul. Der Weg führte vorbei an einem schönen See, ansonsten meistens durch den Wald. Nicht weit entfernt vom Refugio hatte es eine Schlucht in der das Wasser des Flusses wunderschön Türkis farbig war. Das Refugio ist ebenfalls danach benannt. Der Campingplatz war auf der Rossweide, so passierte es, dass wir gekocht hatten und bereit zu Essen waren. Plötzlich standen zwei Pferde - eines links und das andere rechts neben mir - und versuchten sich unser Essen zu schnappen. Ich musste schmunzeln, denn die beiden waren hartnäckig und fast nicht abzuwimmeln :-). Erst als der Besitzer mit dem Futter für die Pferde kam machten sich diese aus dem Staub.

    Am Montag musste die Schule ohne mich auskommen. 3 Stunden waren es noch bis Wharton und anschliessend mit dem Bus zurück nach Bariloche. Das verlängerte Weekend flog nur so dahin.

    Fazit: Das Trekking war grösstenteils im Wald - nicht so abwechslungsreich wie vergangenes Weekend oft über der Waldgrenze - die Übernachtung jedoch an sehr schönen Orten. Wert war es die Mühe auf jeden Fall.

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  • 20Dec 2013

    30 Refugio Lopez - Laguna Negra 20.12.2013 Argentinien —

    San Carlos de Bariloche, Argentinien

    Beschreibung

    Am Freitag nach der Schule sind wir mit dem Bus zur Colonia Suiza gefahren. Die Colonia Suiza wurde vor ca. 150 Jahren von 2 Schweizer Brüdern aus dem französisch sprachigen Teil des Wallis gegründet. In den Folgejahren hatten sich hier einige Schweizer niedergelassen. Inzwischen spricht hier niemand mehr deutsch oder französisch. Die Schweiz wird jedoch immer noch mit Schweizer Speisen und Tradition "vermarktet" und ist ein Anziehungspunkt für Einheimische und Touristen.

    Von der Colonia Suiza aus sind wir in 2h zum Refugio Lopez aufgestiegen. Im Aufstieg durch den Wald wurden wir von Tàbanos, diesen lästigen Bremsen, beinahe aufgefressen. Ich hatte bestimmt 15 Stück um mich herum. Die sind etwa so gross wie die grossen, fetten Fliegen bei uns zu Hause, machen das selbe lästige Geräusch und stechen zudem noch. Zum Glück jucken die Stiche nicht all zu fest und werden auch nicht so gross wie bei denen zu Hause! Vom Refugio aus hatten wir eine fantastische Aussicht über die vielen Seen der Gegend.

    Am Samstag Morgen war es bereits um 8 Uhr, als wir aufbrachen auf 1800 m ü. M., warm an der Sonne. Es stand uns also eine schweisstreibende Wanderung bevor. Da wir unterschiedliche Informationen zu den Verhältnissen bzw. der Schneemenge im Aufstieg bis zum ersten Pass erhalten hatten, hatten wir extra einen Pickel ausgeliehen. Wie wir dann feststellten, war da gar kein Schnee mehr auf unserer Route und wir hatten den Pickel vergebens mitgenommen. Aber besser dabei haben und nicht brauchen, als brauchen und nicht dabei haben wie das am Wochenende zuvor (als wir einen geplanten Gipfel nicht besteigen konnten, da wir wegen falschen Informationen nicht genügend ausgerüstet waren :-( ) der Fall war. Vom Pass oben hatten wir eine wunderbare Aussicht auf die Seen, Mt. Tronador, ein nicht mehr aktiver Vulkan und der höchste Berg hier in der Gegend, sowie ein Vulkan im Hintergrund. Anschliessend mussten wir eine ziemlich steile Schutthalde runter, welche viel Konzentration erforderte. Die gigantische Aussicht geniessend, erreichten wir nach ca. 7h die Laguna Negra - ein wunderschön gelegener Bergsee. Wiederum schlugen wir unser Zelt auf und genossen später den Sonnenuntergang.

    Als wir am nächsten Morgen bereit zum Abmarsch waren, stand plötzlich ein Fuchs ca. 4 Meter vor mir. Es schien, also ob ich mehr Angst vor ihm als er vor mir hatte, denn er machte keine Anstalten sich davon zu machen, sondern kam immer näher. Mir war gar nicht wohl, ein "Wildtier" so nahe um mich zu haben und so verscheuchte ich den Fuchs.
    Nach 3 h wandern durch den Wald, erreichten wir die Colonia Suiza und nahmen von dort den Bus zurück.

    Zwischenzeitlich habe ich mich ans Tragen des schweren Rucksackes beim Trekking gewöhnt und ich habe auch keinen Muskelkater mehr danach :-).

    Ich wünsche euch allen frohe Festtage - Feliz navidad!

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  • 25Dec 2013

    31 Feliz Navidad 25.12.2013 Argentinien —

    San Carlos de Bariloche, Argentinien

    Beschreibung

    1 Woche habe ich nun schon das Haus meiner Familie für mich alleine, da sie ihre Eltern in der Nähe von Buenos Aires besuchen. So kommt es, dass ich Weihnachten mit einem "Schwarm" Kiwis (Neuseeländern) und Argentiniern, gesamthaft 18 Personen, in einem Nachbardorf von Bariloche verbringe. Ich bin bei den Freunden meiner Trekking-Kollegin Ruth eingeladen. Hier wird Weihnachten am 25.12. meistens mit einem grossen Grillfest gefeiert. Die Familie hat ein ganzes Lamm gekauft, welches 4 Stunden an einem "Spiess" über den Gluten gart. Zudem gibt es noch Poulet und Würst - also jede Menge Fleisch und etwas Salat dazu.

    Ich bin mit offenen Armen von der Familie empfangen worden und habe 2 Nächte auf meiner Isomatte am Boden im Schlafsack bei ihnen übernachtet. Das ist die Argentinische Gastfreundschaft - da sollten wir uns ein Stück abschneiden.

    Die Familie wohnt seit 2 1/2 Jahren auf einer Baustelle. Ihr Haus befindet sich im Bau. Küche, Toilette, Badewanne, das Dach, einige Fenster und Wände (jedoch noch nicht alle) sowie der Zwischenboden für den oberen Stock sind vorhanden. Eine Wand im "Wohnzimmer" ist noch nicht vollkommen fertiggestellt und die Fenster sind auch nicht drin. Überall hat es Staub, doch niemand stört sich. Es ist ganz selbstverständlich, dass sie dann weiter bauen, wenn sie wieder Geld haben. Sie haben bereits 2 Winter (wo es hier auch ziemlich kalt wird) in diesem Haus verbracht. So ergeht es vielen Argentiniern, die ein Haus bauen. Ich bewundere diese Mentalität - bei uns ist dies unvorstellbar.

    Morgen kommt meine Familie aus Buenos Aires zurück. Ich freue mich darauf, wenn wieder etwas Leben in die Bude kommt - auf der anderen Seite habe ich die Ruhe der letzten Tage sehr genossen.

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  • 28Dec 2013

    32 Gemütliches Weekend in der Umgebung Bariloche 28.12.2013 Argentinien —

    San Carlos de Bariloche, Argentinien

    Beschreibung

    Ich geniesse ein ruhiges Wochenende, ohne Trekking, in der Umgebung von Bariloche. Es gibt einen 5-Seen-Circuit, den man mit Leihfahrrad, total ca. 30 km, radeln kann. Schulkameraden von mir haben den empfohlen. So machte ich mich am Samstag Morgen auf den Weg, mietete ein Mountainbike und fuhr los.

    Vor langer Zeit hatte ich mir geschworen nie mehr ein Fahrrad im Ausland zu leihen. Nach ca. 1 h bereute ich es sehr, diese "innere" Vereinbarung gebrochen zu haben. Der Sattel war hart und unbequem, so dass mein Allerwertester sowie auch mein Rücken ziemlich schmerzten. Die Bremsen am Rad zogen nicht - was die steilen Passagen bergabwärts spannend machte und die Gangschaltung funktioniert zwischendurch auch nicht richtig. Ich musste öfter mal absteigen und mir eine Pause gönnen, da ich kaum mehr wusste wie auf dem Sattel zu sitzen.

    Landschaftlich war die Tour sehr schön - ich kam an schönen Blumenwiesen, Wäldern, Buchten und Stränden, am bekannten Hotel Llaou Llaou sowie Puerto Panelo vorbei. Radtechnisch war das ganze eine Qual. So schnell werde ich kein Rad mehr ausleihen.

    Am Sonntag unternahm ich eine kurze Wanderung von 3h in der Umgebung. Es windete böenartig und es wurden Staubwolken herumgewirbelt. Ich musste immer wieder anhalten um Augen und Mund zu schliessen, damit es keinen Sand zum Mittagessen gab.

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  • 31Dec 2013

    33 Feliz nuevo año 31.12.2013 Argentinien —

    San Carlos de Bariloche, Argentinien

    Beschreibung

    Silvester verbrachte ich gemütlich mit meiner Familie sowie Verwandten und Freunden von ihnen in Bariloche. Es ist üblich, dass an Silvester viel Fleisch vom Grill und dazu Häppchen und Salate gegessen werden. Wir assen um 23 Uhr (also noch später als sonst :-( ) und mussten uns beeilen, um bis Mitternacht fertig zu sein.

    Aus den Boxen der Musikanlage ertönte lautstark Volksmusik im Stile der Deutschen, jedoch Spanisch gesungen. Wir schunkelten zur Musik und es wurde sogar getanzt (wenn man das Gehopse tanzen nennen konnte). 4 Stunden nach der Schweiz war es auch bei uns so weit und wir begrüssten das neue Jahr.

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  • 04Jan 2014

    34 Pampa Linda - Puerto Blest 04.01.2014 Argentinien —

    Argentinien

    Beschreibung

    Während meines Aufenthaltes in Bariloche wollte ich unbedingt die Gipfel des Cerro Tronador aus der Nähe betrachten. Deshalb nahm ich am Samstag den Bus und fuhr vorbei an Lago Gutierrez und Lago Mascardi nach Pampa Linda im Herzen des Parque National Nahuel Huapi. Bereits von Weitem konnte ich während der Busfahrt den Tronador mit seinen 3 Gipfeln sehen. Die Fahrt nach Pampa Linda, vorbei an den Seen, und die Umgebung von Pampa Linda sind landschaftlich sehr schön.

    Von Pampa Linda aus waren es 4 h bis zum Refugio Rocca, welches erst vor 2 Jahren neu gebaut wurde - für argentinische Verhältnisse ein "5-Sterne-Refugio". Der Weg zum Refugio führte durch einen hübschen Wald, teilweise dem Rio Alerce entlang, und immer wieder offenbarte der Weg Sicht auf die umliegenden Gipfel. Da ich alleine unterwegs war schlief ich im Refugio, kochte jedoch selber auf meinem Gaskocher. Das Refugio war überraschendweise lediglich zu Hälfte belegt. Vorwiegend Argentinier übernachteten dort. Etwas enttäuschend war die Sicht auf den Tronador. Von der Hütte aus konnte ich nur die oberen Teile der Gipfel sehen - ich hatte mir eine bessere Aussicht erhofft.

    Am Sonntag lieft ich nach dem Frühstück Richtung Puerto Frias los. Der Weg führte durch dichten Wald. Ich musste mich sehr konzentrieren, damit ich den Weg nicht aus den Augen verlor. Zu dieser Jahreszeit gibt es wenig Sonneneinstrahlung und es hatte Tage zuvor noch geregnet, weshalb ich einen riesigen Morast und Dreck antraf. Immer wieder gab es Passagen an denen der Weg unter Wasser stand oder Knöcheltiefer Morast vorhanden war. So wurde mein Talent auf Baumstämmen und Ästen zu balancieren immer wieder auf Probe gestellt. Das war gar nicht so einfach, denn das Holz war nass und entsprechend sehr rutschig. 2 Mal stürzte ich und schlug hart mit dem Schienbein auf, konnte mich jedoch grad noch abstützen mit der Hand bevor ich im Dreck lag.
    An manchen Stellen war es so düster, dass ich mir wie Robin Hood vorkam, der sich im dichten Wald vor den Soldaten des Sheriffs versteckt. Ich hatte ein etwas mulmiges Gefühl alleine unterwegs zu sein. Kurz nach Mittag erreichte ich Puerto Frias und erfuhr, dass das Boot so eben abgefahren war. Ich hatte bei der Ticketausgabestelle die Info erhalten, dass es um 15 Uhr ein Boot nach Puerto Blest geben sollte, leider war dies nicht der Fall und ich muss fasst 5 Stunden warten bis endlich um 17 Uhr das nächste Schiff fuhr. Willkommen in Argentinien! Ich war ziemlich sauer über diese Falschauskunft denn ich bin ganz sicher, dass es nicht an mir lag bzw. ich nicht etwas falsch verstanden hatte, da die Dame mich 3 Mal ausdrücklich darauf hinwies, dass das Boot um 15 Uhr fahren würde. So wartete und wartete ich ... . Ich hatte nicht mal ein Buch zum lesen oder etwas um die Zeit zu vertreiben dabei. Nah bis nah kamen andere Leute und ich konnte mich etwas mit ihnen unterhalten. So kam es dann, dass ich erst um 22 Uhr zurück in Bariloche war! Das Warte hat an diesem Tag mehr Zeit in Anspruch genommen als die Wanderung als solches.

    Speziell aufgefallen ist mir an diesem Wochenende, dass bei argentinischen Pärchen der Mann jeweils einen riesigen Rucksack dabei hat und das Meiste und die Frau einen leichten 25 Liter Tagesrucksack trägt. In meinem Reiseführer werden die Argentinier als Machos bezeichnet. Es gibt also auch Gentlemens hier. So habe ich meinen Rucksack gegen einen kleineren eingetauscht. Ja, lieber Jösi - da kommt einiges auf dich zu, denn als Gentleman trägst du ja bestimmt unsere ganze Ausrüstung .... ;-) .

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  • 09Jan 2014

    35 Clase de Tango 09.01.2014 Argentinien —

    San Carlos de Bariloche, Argentinien

    Beschreibung

    Heute habe ich während 1 Stunde das Tango Tanzen versucht. Unsere Schule hatte dies für uns als Aktivität organisiert. Hat Spass gemacht. Wir hatten einfache Schritte und die Haltung geübt. Muss wohl ziemlich steif ausgesehen haben, denn die Tanzlehrerin hatte immer wieder gesagt wir sollen uns etwas relaxter bewegen :-) .

    Morgen ist bereits mein letzter Tag in der Schule. Die Wochen sind wie im Flug um. Ich verlasse Bariloche mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Ich konnte viele Trekkings unternehmen und einige Orte in der Umgebung besuchen. Die Berge hier sind wunderschön und die Umgebung zeichnete sich als sehr gute Wahl aus. Ich freue mich drauf, nicht mehr die Schulbank drücken zu müssen und vor allem am Montag ENDLICH Jösi in Buenos Aires wieder zu sehen.

    Mein Fazit zu Bariloche:
    - Eine Stadt die viel zu bieten hat und trotz ihren 107'000 Einwohnern überschaubar ist, da sie auf 15 km dem Seeufer entlang verteilt ist. Das Zentrum ist sehr kompakt und man gelangt schnell von A nach B.

    - Bis zum 22. Dezember war es sehr ruhig und dann kamen die Touristen in Scharen. So wird es vermutlich in allen touristischen Städten sein, denn im Januar/Februar ist die absolute Hochsaison.

    - Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, sprich Bus gelangt man einfach zu den Sehenswürdigkeiten und Orten in der Umgebung.

    - Mühsam ist es Infos über Wanderungen und deren Verhältnisse zu erfahren. An zwei Orten (Club Andino und im Büro des National Parkes) können diese erfragt werden. Oft kommt man sich vor, als ob sie einen davon abhalten möchten Trekken zu gehen, wenn es nicht grad eine sehr leichte Wanderung ist indem sie einen falsche Informationen zu den Verhältnissen geben. Dieses Problem besteht jedoch nicht nur in Bariloche sondern vermutlich auch in den anderen Trekking-Gebieten.

    - Die lästigen Bremsen (Insekten - in Spanisch Tabanos) können einen in den Wahnsinn treiben und ich freue mich drauf, diese im Süden nicht mehr anzutreffen. Zum Glück sind sie nur bei schönem und heissem Wetter da - dann aber sehr lästig.

    - Sehr geschätzt habe ich es wie locker die Hüttenwarte der Refugios mit den Campern umgehen, die ihr Zelt neben dem Refugio aufstellen, selber Kochen und wenig bis gar nichts konsumieren. Meistens hatten sie von sich aus gesagt, dass wir die Toilette und den Aufenthaltsraum benützen können.

    Kommendes Wochenende unternehme ich mein letztes Tekking hier in der Umgebung. Für 2 Tage fahre ich nochmals nach Pampa Linda und steige zum Refugio Otto Meiling auf, welches an der Gletscherzunge und sehr nah am Cerro Tronodor liegt - ein weiteres Highlight.

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  • 10Jan 2014

    36 Refugio Otto Meiling 10.01.2014 Argentinien —

    Argentinien

    Beschreibung

    Da letztes Wochenende die Sicht auf den Cerro Tronador nicht so war wie ich diese erwartet hatte, fuhr ich nochmals nach Pampa Linda. Seit einer Woche wohnt ein weitere Schweizerin bei der selben Familie. Boerni schloss sich mir an. Gemeinsam zelteten wir am Fusse des Gletschers, unweit des Cerro Tronodor, neben dem Refugio Otto Meiling, und genossen die fantastische Aussicht auf den Tronador. Ein wunderbares Wochenende, ausgenommen davon, dass die Tàbanos (Bremsen) uns regelrecht auffrassen! Unterwegs sahen wir sogar 2 Kondors, welche nur etwa 7m über unsere Köpfe hinweg flogen.

    Am Abend hiess es Abschied nehmen von meiner Familie in Bariloche.

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  • 14Jan 2014

    37 Wiedersehen in Buenos Aires 14.01.2014 Argentinien —

    CF, Argentinien

    Beschreibung

    Gestern war es endlich soweit – Jösi und ich sahen uns in Buenos Aires wieder!

    Das Hostel, indem wir untergebracht sind, ist als Partyhostel Nr. 1 der Stadt bekannt, was in der Nacht nicht zu überhören war. Um 4 Uhr johlten die Jungs und Mädels im Innenhof und hielten uns wach. Zum Glück haben wir Oropax dabei … .

    In Buenos Aires herrscht momentan eine Hitzewelle – bis am Freitag werden bis zu 40 Grad erwartet. Die Schokolade, welche ich von Bariloche mitgebracht hatte, mussten wir mit dem Löffel essen.

    Heute besuchten wir das Arbeiterviertel La Boca. Zuerst gingen wir zum Fussballstadion La Bombonera, der La Boca Juniors, für die einst Diego A. Maradona spielte, und besichtigten dieses sowie das dazu gehörige Museum. Anschliessend zogen die farbigen Häuser und Tangotänzer im Caminato unsere Blicke auf sich.

    Nach unserer Rückkehr ins Stadtzentrum gingen wir Geld wechseln. Da die argentinische Regierung die Menge an vorhandenen ausländischen Währungen limitiert, gibt es einen florierenden Schwarzmarkt bzw. einen erheblichen Unterschied des Wechselkurses von US-Dollars in argentinische Pesos schwarz (1 USD = 10.4 argentinische Pesos) gegenüber den offiziellen Wechselstuben (1 USD = 6.7 argentinische Pesos). Wir gingen in die Avenida Florida, wo wir bereits gestern waren und jemand vertrauenswürdiges ausgesucht hatten. Alle paar Meter bietet dort jemand Geld zum Wechseln an. Es ist jedoch Vorsicht geboten, da viel Falschgeld im Umlauf ist. Wichtig ist, dass kein Geld in der Strasse gewechselt wird, sondern man jemanden anquatscht, sich bezüglich Wechselkurs einigt und dann mit dieser Person in deren Büro, meistens irgendwo in einem Hinterhof geht, und dort das Geld tauscht. Die Leute mit Büro sind Geschäftsleute und das Wechseln ist sicher. Weiter ist wichtig zu wissen, dass man den besten Kurs lediglich für grosse Scheine, d.h. bei USD für 100 und 50, erhält. So haben wir nun wieder viele Scheine in Peso, welche jedoch nicht allzu viel wert sind. Die Inflation schreitet seit ca.2 Jahren in Argentinien zum Leidwesen der Leute hier scheinbar unaufhaltsam voran.

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  • 17Jan 2014

    38 Die Viertel von Buenos Aires 17.01.2014 Argentinien —

    CF, Argentinien

    Beschreibung

    Am Mittwoch waren wir im Zoo von Buenos Aires und konnten u.a. viele Tiere, die in Argentinien und Chile heimisch sind, beobachten. Mal schauen, welche wir dann in der Wildnis noch live zu sehen bekommen. Anschliessend hatten wir kurz den botanischen Garten sowie das nahe gelegene Viertel Palermo besucht. Tagsüber ist in Palermo nicht viel los. Es gibt viele Restaurants, Bars und Discos. Der Puls dieses Viertels beschleunigt sich vor allem nachts, wenn die Leute ausgehen.

    Gestern fuhren wir mit der U-Bahn ins Viertel Retiro. Bereits morgens um 9.30 Uhr war es ziemlich heiss. Wir liefen durch das Viertel, besichtigten die vielen schicken Häuser, Wohnblocks und Geschäftshäuser.
    Anschliessend machten wir uns auf den Weg zum "Cementerio de la Recoleta", der Friedhof der Berühmten und Reichen. Hier ruhen z.B. die ehemaligen Präsidenten sowie andere wichtige Personen in der Geschichte Argentiniens, wie General San Martin, der als erster die Anden durchquerte, oder Eva Péron, die sich stark für die Armen und die Arbeiterklasse einsetzte. Auch reiche Privatpersonen finden hier ihre Ruhe. Derzeit ist der Friedhof jedoch voll und man kann lediglich eine "Parzelle" kaufen, wenn jemand eine verkauft. Dazu braucht man jedoch ein sehr dickes Portemonnaie - man bezahlt USD 100'000.-- bis USD 800'000 zuzüglich einer jährlichen Miete von einem gewissen Prozentsatz.Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, sind die Grabstetten nicht mit den bei uns üblichen zu vergleichen.
    Weiters liefen wir durch das Naturreservat sowie das Geschäftsviertel am Hafen "Puerto Madero", wo sich die Hochhäuser sowie die Skyline türmen. Dieses Viertel ist ein krasser Gegensatz zu den anderen. Hier trifft man auf Geschäftsleute in Anzügen und schicken Kleidern. Die Strassen und Trottoirs sind schön hergerichtet - man scheint in einer anderen Stadt bzw. Welt zu sein.
    Wir sind unzählige Kilometer gelaufen und dies bei einer Hitze von ca. 35 Grad - kein Wunder, dass wir abens fix und fertig waren.

    Die letzten Nächte waren unangenehm schwül und heiss - in einem Zimmer mit Ventilator (ohne Klimaanlage - die ist ja eh ungesund) bei 30 Grad. So freuen wir uns heute an den südlichsten Punkt auf dem Festland von Südamerika, nach Ushuaia, zu fliegen. Im Gegensatz zu Buenos Aires erwarten uns dort kühle 8-10 Grad.

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  • 18Jan 2014

    39 Am Ende der Welt in Ushuaia 18.01.2014 Argentinien —

    Ushuaia, Argentinien

    Beschreibung

    Gestern noch bei über 35 Grad in Buenos Aires geschwitzt und abends ca. 3000 km südlicher am Ende der Welt, in Ushuaia, angekommen bei ca. 8 Grad. Wir fühlen uns hier jedoch viel wohler was die Temperatur anbelangt, obwohl es mit dem Wind teilweise echt kalt ist. Heute waren wir auf einem Aussichtspunkt oberhalb von Ushuaia auf 850 m ü. M.. Beim Aufstieg hatte es sogar geschneit. Richtiges Aprilwetter herrscht hier - alle 15 Minuten wechseln Sonne, Wind und Regen ab. Es ist üblich, dass es täglich mal kurz oder etwas länger regnet.

    Abends hatten wir uns in einem Parilla (Grillrestaurant) verwöhnen lassen. Wir hatten eine Grillplatte mit verschiedenem Fleisch bestellt. Als ich auf meine Frage hin vom Kellner die Antwort bekam, die Platte sei riesig, hatten wir keine Beilage bestellt ... und dennoch war es zu viel um alles zu essen. Mhhh - lecker!

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  • 19Jan 2014

    40 Tierra del Fuego Nationalpark 19.01.2014 Argentinien —

    Ushuaia, Argentinien

    Beschreibung

    Am Ende der Welt ist es ein Muss den Nationalpark "Tierra del Fuego" zu besuchen. Dies stand heute auf dem Programm. Mit dem Bus fuhren wir in den Nationalpark und stiegen vom Lago Roca zum Cerro Guanaco, 973 m ü. M., auf. Der untere Teil führte durch dichten Wald. Die Temperaturen waren angenehm und die Sonne zeigte sich immer mal wieder. Als wir aus dem Wald raus waren, erwartete uns ein längeres Schlammfeld - irgendwie versuchten wir uns dort durch zu schlängeln und nicht knöcheltief im Dreck stecken zu bleiben. Anschliessend querte der Weg ein Hochmoor, welches eine ziemlich nasse Angelegenheit war. Hier begann es nun auch zu regnen und der Wind bretschte gegen unser Gesicht. Je höher wir aufstiegen, desto kälter wurde es. Als wir den Gipfel erreichten genossen wir kurz die wunderbare Aussicht auf Ushuaia, den Beaglekanal sowie den gesamten Nationalpark. Lange hielten wir es nicht aus, denn der Wind legte zu und es war kalt - gefühlt um die 0 Grad. Zum Glück hatten wir Handschuhe, Mütze sowie die warme Jacke dabei. Wahrscheinlich sind wir einfach "Warmduscher", denn beim Abstieg kam uns kurz unterhalb des Gipfel ein "heisser Typ" im T-Shirt entgegen - so glücklich sah er jedoch nicht aus.
    Der Laune von Petrus, welcher sich nicht entscheiden konnte, ob er es regnen oder die Sonne scheinen lassen sollte, ist es zu verdanken, dass wir heute zwei Mal einen Regenbogen zu sehen bekamen. Gelohnt hat sich unsere Wanderung - landschaftlich ist die Gegend sehr schön.

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  • 22Jan 2014

    41 Die Umgebung von Ushuaia 22.01.2014 Argentinien —

    Ushuaia, Argentinien

    Beschreibung

    Vor zwei Tagen hatten wir eine Wanderung der Küste bzw. dem Beagle Kanal entlang unternommen. Dabei konnten wir diverse Vögel beobachten. Gestern wollten wir eigentlich nochmals in die Berge. Petrus machte uns jedoch einen Strich durch die Rechnung. Es regnete den lieben langen Tag und so genossen wir das Faulenzen. Wir rafften uns doch noch auf um das Museum des Gefängnisses, welches von 1902 bis 1948 hier in Ushuaia in Betrieb war, zu besuchen.

    Heute Morgen haben wir unser Gepäck für die 4-tägige Kreuzfahrt von Ushuaia via Kap Horn nach Punta Arenas eingecheckt. Am frühen Abend geht es los. Obwohl heute wettermässig der schönste Tag ist, lassen wir es ruhig angehen. Nach dem einchecken liefen wir am Hafen entlang und kamen dabei am Flugplatz vorbei. Wir schossen Fotos von der Umgebung, als uns ein Pilot anquatsche. Eins ergab das andere und spontan unternahmen wir einen halbstündigen Flug mit einer 4-Plätzer-Propeller-Maschine über dem Nationalpark, Tierra del Fuego, sowie dem Beagle Kanal. Eines der Highlights unser bisherigen Reise!

    Bald schon heisst es adiós Ushuaia. Unser Fazit: Wenn man sagen können möchte - ich war am Ende der Welt - oder von hier eine Kreuzfahrt oder ähnliches unternehmen will - dann sollte man den Weg nach Ushuaia auf sich nehmen ansonsten ist es unseres Erachtens nicht lohnend. Es ist der bisher teuerste Ort in Argentinien. Hier werden die ausländischen Touristen teilweise "regelrecht abgezockt" bei den Preisen. Für Low-Budget-Touristen sicherlich nicht der richtige Ort.

    Nun hoffen wir, dass die Kreuzfahrt ein weiteres Highlight sein wird.

    Es wird nun einige Tage dauern bis wir unseren Blog aktualisieren werden.

    Liebe Grüsse - Jösi und Manu

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  • 25Jan 2014

    42 Kreuzfahrt Ushuaia - Cape Horn - Punta Arenas 25.01.2014 Chile —

    Chile

    Beschreibung

    Am 22.01.2014 gingen wir für 4 Tage an Board der Stella Australis, um von Ushuaia via Cape Horn nach Punta Arenas zu gelangen. Eine Kreuzfahrt - eine neue Erfahrung für uns. Wir waren sehr gespannt wie das so sein würde. Die Stella Australis ist ein kleines Kreuzfahrtschiff mit etwa 200 Passagieren, also sehr überschaubar. Wir hatten uns vor allem dafür entschieden, weil wir zum Cape Horn sowie zu den Fjorden wollten, die sonst nicht erreichbar sind. Jeden Tag legten wir mindestens einmal oder mehrmals an, um etwas zu besichtigen. Wir wurden jeweils in Zodiacs (Gummimotor-Boote) an Land gebracht. Je nach Wellengang und Wind, war das fahren mit diesen Booten ziemlich abenteuerlich.

    Unser erster Ausflug führte uns zum Cape Horn. Das Land darf nur über einen Steg begangen werden. Es befinden sich ein Monument sowie ein Leuchtturm am Cape Horn. Im Leuchtturm lebt von Dezember an jeweils für 1 Jahr eine Familie, welche das Wetter beobachtet, den Leuchtturm unterhält sowie für in Not geratene Schiffe Hilfe verständigt. Am Nachmittag legten wir nahe der Wulai-Bucht an, um die Pflanzenwelt sowie die geschichtlichen Details der Ureinwohner von Feuerland zu erfahren.

    Am Folgetag waren wir sehr gespannt auf den Aguila-Gletscher, welcher auf Meereshöhe, nur wenige Meter vom Meer weg zu bestaunen war. Bis vor 7 Jahren reichte er noch bis zum Wasser runter. Die Gletscherschmelze setzt jedoch auch diesem Gletscher zu und er geht Jahr für Jahr zurück. Die Rückkehr zur Stella Australis war ziemlich abenteuerlich, da ein heftiger Wind eingesetzt hatte und das Meer hohe Wellen hatte.

    Das Highlight erlebten wir am Morgen des letzten Tages. Wir legten nahe der Isla Magdalena an, wo tausende von Magellan-Pinguinen leben und auch zu sehen sind. Sie sind nicht schüchtern und kommen ziemlich nah heran. Hier kommen die Pinguin-Babys im Herbst zur Welt und im März des Folgejahres sind sie gross genug um ihr eigenes Leben ohne ihre Eltern zu führen und sie verlassen ihr zu Hause.

    Tagsüber konnten wir immer wieder interessante Vorträge zur Geschichte (z.B. der Entstehung der Magellan-Strasse, der Entdeckung von Südamerika bzw. Tierra del Fuego etc.) sowie der Flora, Fauna und der Tierwelt verfolgen. Zudem durften wir den Kommandoraum besichtigen und wir hatten viel Zeit um zu schlafen, unsere Fotos zu sortieren und zu entspannen.

    Zwischendurch setzten wir uns einfach mal hin und beobachteten die anderen Passagiere – sehr spannend. Um 11 Uhr morgens hatten die ersten bereits wieder einen Caipirina in der Hand und die „stärksten“ am Buffet und an der Bar bekundeten ihre Mühe, wenn es darum ging an Land kurze Strecken zu laufen oder die Treppen auf dem Schiff hoch zu gehen. Altersmässig gehörten wir mit Abstand zu den Jüngsten.

    Diese Kreuzfahrt ist ein weiteres Highlight unserer Reise. Die Orte, die wir besucht hatten, waren ganz toll. Wir freuen uns nun jedoch wieder darauf unsere Reise individuell und aktiver zu gestalten.

    Heute (25.01.2014) übernachten wir in Punta Arenas und morgen geht es weiter nach El Calafate, das bereits wieder in Argentinien liegt.

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  • 02Feb 2014

    43 El Chaltén - Cerro Torre und Fitz Roy 02.02.2014 Argentinien —

    El Chaltén, Argentinien

    Beschreibung

    26.01.2014 bis 02.02.2014:

    Von Punta Arenas aus reisten wir via Puerto Nartales mit dem Bus nach El Calafate. Dabei mussten wir die Grenze von Chile nach Argentinien überqueren - was eine relativ langwierige Angelegenheit war. Wir benötigten über 2 Stunden um in Chile den Ausreise- und in Argentinien den Einreise-Zoll hinter uns zu bringen - insgesamt verbrachten wir ca. 10 Stunden im Bus an diesem Tag. In El Calafate organisierten wir uns für das Trekking in El Chaltén. Der kleine argentinische Ort, das Kletter- und Bergsteiger-Mekka, am Fuss von Cerro Torre und Fitz Roy ist mit dem Bus in 3 Stunden von El Calafate erreichbar.

    Bei unserer Reise nach El Chaltén hatten wir herrliches Wetter. Cerro Torre und Fitz Roy sahen wir bereits von Weitem. Auch konnten wir vom Bus aus Kondore in der Luft beobachten. Nach unserer Ankunft in El Chaltén machten wir uns zu Fuss direkt zur Laguna Torre auf den Weg, welche wir nach 3 Stunden erreichten. Der Bergsee liegt direkt am Fusse des Cerro Torres und der Campingplatz nur unweit vom See entfernt. Am Nachmittag genossen wir die fantastische Aussicht auf den Cerro Torre. Wir scheinen Glückspilze zu sein, denn gemäss den Einheimischen ist er sehr oft von Wolken verdeckt und man kriegt ihn dann lange nicht zu Gesicht. Abends begann es zu regnen und als wir am folgenden Morgen aufwachten, war dies immer noch der Fall. Unser Zelt war durch und durch nass, weshalb wir uns entschieden eine weitere Nacht auf dem selben Campingplatz zu bleiben - einerseits damit alles trocknen konnte und andererseits fiel uns diese Entscheidung bei einem solch tollen Panorama nicht schwer. Tagsüber machten wir einen Spaziergang zu einem Aussichtspunkt und genossen die Gletscher und Gipfel der Umgebung sowie die Ruhe.

    Am folgenden Morgen stand Jösi bereits nach 6 Uhr auf, um den Sonnenaufgang über der Laguna zu beobachten. Ich drehte mich im Schlafsack nochmals um bis er zurück war. Seit 2 Tagen war ich stark erkältet und frühmorgens herrschten draussen kühle 5 Grad - da war es doch im kuscheligen Schlafsack viel angenehmer. Dies bedeutete jedoch, dass ich einen fantastischen Sonnenaufgang verpasste. Nach dem Frühstück brachen wir unser Zelt ab und machten uns auf den Weg zum Nachbarn von Cerro Torre - Cerro Fitz Roy. Dieser versteckte sich anfangs noch hinter Wolken, zeigte sich später dann von seiner besten Seite. Wir stellten fest, dass uns die Lage des Campingplatzes, auf welchem wir ursprünglich eine Nacht bleiben wollten, nicht gefiel. Von dort aus hatten wir keine Sicht auf Cerro Fitz Roy. Wir stiegen deshalb zur Laguna de Los Tres hoch, um Fitz Roy näher zu sein und machten uns anschliessend auf den Weg zum Campingplatz Laguna Capri - ein wunderschöner See mit fantastischem Ausblick auf Cerro Fitz Roy. Dort verbrachten wir 2 Nächte. Auch von hier aus war wieder ein herrlicher Sonnenaufgang zu sehen - was für Wetterglück wir doch hatten!

    An unserem ersten Abend an der Laguna Capri bemerkten wir, dass unser Gas zum Kochen langsam knapp wurde. Wir machten noch Witze, dass uns während dem Kochen das Gas ausgehen würde... . Gerade als das Wasser sott und wir die Pasta ins Wasser gaben, war Ende Feuer. Wir hatten kein Gas mehr! Was nun? Würde die Pasta wohl weich, wenn wir diese 15 Minuten im gesottenen Wasser liessen oder müssten wir diese hart essen? Das Glück war auf unserer Seite, denn ein junges Pärchen hatte eben gegessen und die selbe Gaskartusche wie wir. Sie liehen uns ihre für einige Minuten aus, so dass wir fertig kochen konnten.

    Wir waren lediglich 1 1/2 Stunden von El Chaltén entfernt, so stiegen wir am nächsten Tag ins Dorf ab, kauften Gas, genossen Kaffe und Kuchen und kehrten zurück zum Zeltplatz. Leider begann es bereits am Nachmittag zu regnen, so dass wir keine grössere Wanderung mehr unternehmen konnten.

    Es regnete wiederum die ganze Nacht über und auch morgens machte es vorerst nicht den Anschein, als ob es bald aufhören würde. Kurz nach 10 Uhr packten wir dann die Gelegenheit - es hatte aufgehört zu regnen - packten alles zusammen und stiegen nach El Chaltén ab. So haben wir nun auch Erfahrung damit, wie es sich anfühlt wenn alles nass ist und wir weiter müssen. Dies wird bei unserem nächsten längeren Trekking bestimmt auch mal der Fall sein.

    In El Chaltén windete es heftig, so hielten wir das Zelt für 5 Minuten wie einen Drachen in die Luft und alles war wieder trocken. Die Leute schauten etwas komisch als wir dies taten.

    Die Umgebung von El Chaltén ist bisher das absolute Highlight - uns hat die Bergwelt und das Zelten dort ausgezeichnet gefallen. Die Zeltplätze auf denen wir übernachtet hatten waren gratis und eine Eintrittsgebühr in den Nationalpark mussten wir auch nicht bezahlen - das war ja was ganz Neues. Normalerweise heuschen sie in Argentinien meistens irgend etwas!

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  • 06Feb 2014

    44 El Calafate und Glaciar Perito Moreno 06.02.2014 Argentinien —

    El Calafate, Argentinien

    Beschreibung

    5 Tage sind wir nun schon in El Calafate.

    Wir haben ein Natur Reservat, wo es verschiedene Vögel (u.a. Flamingos) in der Wildbahn zu beobachten gibt, das Gletschermuseum und natürlich den Gletscher Perito Moreno, welche das Aushängeschild der Region und ein Muss ist, besucht.

    Den Perito Moreno haben wir auf einer Bootstour, bei der wir zwei weitere Gletscher (Upsala und Spegazzini) angeschaut haben, besucht. Der Upsalagletscher zieht sich über X-km dahin. In den letzten Jahren ist jedoch auch dieser Gletscher nicht vom Rückgang verschont geblieben. Mit dem Boot kann man nicht bis ganz hin fahren, da Eisschollen den Weg versperren. Der Spegazzinigletscher ist dafür sehr eindrücklich. Der Katamaran hielt wenige Meter entfernt an, wo sich das Eis dann türmte.
    Wenige Minuten bevor wir dann den Perito Moreno, erreichten, begann es zu regnen und die Sicht war nicht mehr so toll. Nichts desto trotz waren wir beeindruckt von der riesigen Eismasse. Zwei Mal kalbte der Gletscher als wir dort waren - sehr eindrücklich! Leider konnten wir nicht zur Pasarele hoch und den Gletscher von oben besichtigen. Die Eindrücke, die wir vom Katamaran aus erhielten waren jedoch ebenfalls schön.

    Die Tage in El Calafate hatten wir auch dazu genutzt um uns auszuruhen, Spaziergänge zu unternehmen, Fotos zu sortieren, unsere weitere Reise zu planen und ich hatte mich sogar zum Coiffeur gewagt. Dafür hatte ich vorsichtshalber damals in der Sprachschule das Vocabulaire, dass es dazu braucht, mit meiner Lehrerin besprochen, damit ja nichts schief geht. Der Vorteil hier in Argentinien ist, dass man ohne Termin auftauchen kann. Bereits nach 15 Minuten waren meine Haare geschnitten (bei uns dauert mein Coiffeurbesuch mindestens 1 Stunde) und sie verrechneten mir wegen meiner Kurzhaar-Frisur den Herren-Tarif, welcher mich lediglich CHF 5.-- kostete. Der Nachteil ist, dass hier alle Frauen lange Haare tragen und sie keine Erfahrung mit Kurzhaar-Frisuren bei Frauen haben und ich deshalb nun die nächsten 8 Wochen permanent eine Mütze tragen muss ;-) . Trotz gelerntem Vocabulaire und Foto, dass ich der Coiffeuse gezeigt hatte, entspricht meine jetzige Frisur nicht meinen Vorstellungen. Ich habs jetzt ja hinter mir und werde erst in der Schweiz wieder einen Fuss in einen Coiffeuersalon setzen.

    Morgen heisst es vorerst Abschied nehmen von Argentinien. Wir fahren mit dem Bus nach Puerto Natales und nehmen die Grenzüberschreitung nach Chile nochmals in Angriff. Die Chilenen sollen angeblich bei der Einreise über Land sehr pingelig sein - wir sind ja gespannt wie lange es diesmal dauert. Anschliessend sind wir 7 Tage im P.N. Torres del Paine unterwegs auf einem Trekking. Bis zum nächsten Eintrag müsst ihr euch etwas gedulden.

    Liebe Grüsse
    Jösi und Manu

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  • 15Feb 2014

    45 Trekking Torres del Paine Nationalpark 15.02.2014 Chile —

    Torres del Paine, Chile

    Beschreibung

    Trekking "Circuito" im Torres del Paine Nationalpark vom 08.02.2014 bis 14.02.2014

    Folgende Trekking-Route sind wir gewandert:
    1 – Laguna Amarga – Campamento Base de Torres, 15 km / 4 ½ h.
    2 – Base de Torres – Camp. Serón, 16.5 km / 6h
    3 – Camp. Serón – Refugio Dickson, 19 km / 4 ½ h
    4 – Ref. Dickson – Camp. Los Perros, 9km / 3 ½ h
    5 – Camp. Los Perros –Refugio Grey, 22 km / 7 ½ h
    6 – Ref. Grey – Refugio Cuernos, 24 km / 8 h
    7 – Ref. Cuernos – Laguna Amarga, 11 km / 3 ½ h

    7 Tage, das längste Trekking unserer Reise stand bevor. Wir waren etwas aufgeregt, als wir schwer beladen zum Busbahnhof in Puerto Natales liefen, um mit dem Bus in den Torres del Paine Nationalpark zu fahren.

    Wir hatten im Vorfeld viel gehört und gelesen über diesen Nationalpark und die beiden bekanntesten Treks, den Circuito, die ganze Umrundung, und das W, wohin die Mehrheit geht. Viel Regen, Knöchel tiefer Schlamm, starker Wind, Kälte und massenweise Leute in den Monaten Januar/Februar sollen hier normal sein. Welche Bedingungen würden wir wohl antreffen und wie hart würde es werden 7 Tage mit dem schweren Rucksack unterwegs zu sein? Von den Höhenmetern her schien uns die Tour nicht all zu anstrengend, jedoch hatten wir Respekt vor den Distanzen. Wir waren guten Mutes, denn die Wettervorhersage war für die ganze Woche nicht all zu schlecht. Wie die Leute hier jedoch zu sagen pflegen – wir sind in Patagonien und das Wetter kann jede Minute ändern - was so viel bedeutet wie, eine Wetterprognose ist überhaupt nicht aussagekräftig.

    Alle Busfirmen kommen zur gleichen Zeit an der Pforte des Nationalparks an. Es herrschte reges Treiben als wir uns für das Trekking registrierten. Anschliessend wurde uns ein Kurzfilm über die Regeln und das Verhalten im N.P. gezeigt – kein Feuer im Park entfachen, nur an den vorgegebenen Stellen campieren und kochen sowie die Wanderwege nicht verlassen. In den letzten Jahren hatten einige Brände, welche durch unachtsame Touristen verursacht wurden, einen grossen Teil des Waldes im N.P. vernichtet. Wer heute ein Feuer entfacht wird mit einer hohen Geldstrafe und Gefängnis bestraft.

    Nun konnte unser Abenteuer beginnen. Von der Laguna Amarga aus hatten wir eine wunderbare Sicht auf die drei bekanntesten Türme des Torres del Paine N.P., obwohl sich diese zwischendurch immer wieder hinter Wolken versteckten. Der Campingplatz unterhalb dieser Türme war unser erstes Ziel. Als wir unser Zelt dort aufgestellt hatten, liefen wir zum Aussichtspunkt (Mirador) Torres hoch. Am Ende der Laguna schienen die 3 Türme zum Greifen nah. Sie versteckten sich ab und zu hinter den Wolken, zeigten sich jedoch auch von ihrer besten Seite. Jösi wollte die Türme unbedingt im Morgenlicht sehen. So brach er am kommenden Morgen um 04.45 Uhr nochmals zur Laguna auf. Viele andere Camper taten es ihm gleich, so dass sich eine Lichterketter, ähnlich wie am Matterhorn, den Berg hoch schlängelte. Heftige Windböen, Kälte und Wolken vor den Türmen bewegten viele Frühaufsteher zum Umkehren. Jösi harrte während eines rund 30 Minuten dauernden Regens mit Kies- und Sandgespickten Windböen weiter aus und wurde dafür belohnt. Die Türme zeigten sich anschliessend kurz durch ein "Wolkenloch" im Morgenlicht, so dass von oben herab ein "Lichtband" entstand, bevor das "Spektakel" wieder verschwand. Bis er zurück beim Zelt war, war seine Kleidung vom Wind wieder getrocknet.

    Nach unserem Frühstück im Bett (Schlafsack) machten wir uns auf den Weg zum Campamento Serón. Unterwegs kam uns eine Vierergruppe Japaner entgegen. Der Erste mit grossem Rucksack und Crocs an den Füssen und die Letzte mit Rollkoffer, welchen sie auf dem Kies-Wanderweg bergaufwärts nach sich zog und 2 Liegematten darauf befestigt waren, auf dem Weg in ein 2-3 Stunden entferntes Refugio. Wir mussten lautstark lachen und fragten uns, ob sie es wohl bis zum Refugio geschafft hatte oder ob die Rollen vorher den Geist aufgegeben hatten?! Am Abend im Campamento Serón war die Wiese gefüllt. Da waren bestimmt 50 oder mehr Zelte aufgestellt. Wie wir in den Folgetagen dann feststellen mussten, war das Openair-Feeling auf den Zeltplätzen normal in der aktuellen Hochsaison. Auf allen Campingplätzen, wo wir übernachtet hatten, hatte es immer 2 Duschen, 2 Toiletten und 2 Abwaschbecken. Bei den vielen Leuten führte dies oft zu Engpässen bzw. langen Schlangen. Es scheint als seien die Chilenen sehr sauberkeitsbewusst. Auf allen Zeltplätzen wurden die Duschen rege genutzt. An einem Ort hatte es lediglich von 19 bis 21 Uhr warmes Wasser. Da standen sie ab 18.15 Uhr bereits Schlange, um die Ersten zu sein als das warme Wasser aufgedreht wurde. Wir bevorzugten es uns einfach zu waschen oder uns in den Seen und Flüssen zu säubern.

    Landschaftlich war das Trekking sehr abwechslungsreich. Durch Wälder, im offenen Gelände, vorbei an schönen Seen und leider auch an vielen verkohlten Baumstrünken. Immer wieder konnten wir auch Gletscher, hübsche Berge, Guanacos (Lamas), Vögel und Füchse beobachten. Es stellte sich bei uns eine Routine ein – Frühstücken im Schlafsack, Zelt abbrechen, zum nächsten Camp wandern und das Zelt wieder aufstellen, die Landschaften geniessen sowie viele Fotos schiessen und abends ein herrliches Essen auf dem Gaskocher zaubern. Unsere Routine empfanden wir als gemütlich, obwohl das wandern anstrengend war. Die ersten beiden Tage fühlten wir uns wie Kamele, denn auf unseren Schultern hatten sich durch die schweren Rucksäcke Buckel gebildet, welche schmerzhaft waren. Von Tag zu Tag ging es jedoch besser und da unsere Vorräte abnahmen und die Rucksäcke dadurch etwas leichter wurden.

    Wie sagt man so schön – wenn Engel reisen lacht die Sonne. Petrus meinte es sehr gut mit uns. Wir hatten lediglich zwei Mal am späteren Nachmittag und Nachts etwas Regen. Ansonsten blieben wir davon verschont. Die Wolken tagsüber störten uns nicht. Auch waren viele sonst sehr schlammige Stellen gut passierbar. An dem Tag als wir über den John Garner Pass wanderten, hatten wir eine fantastische Fernsicht. Wir konnten uns am Grey-Gletscher kaum satt sehen. Dieser zieht sich über X-Kilometer dahin, umgeben von herrlichen Bergen. Auf dem Pass regnet und stürmt es oft – da hatten wir echt Glück.

    Als wir dann die letzten beiden Tage im Teil des „W-Trekkings“ unterwegs waren, nahmen die Menschenansammlungen stark zu. Hier schien jedermann unterwegs zu sein, der im Torres del Paine ein Trekking machen wollte. Die Zeltplätze waren überfüllt und der Campingwart des Campamento Italiano, wo geschätzt über 100 Zelte standen und das Camp aus allen Nähten zu platzen schien, sagte: Der Nationalpark heisse Torres del Paine – momentan sei es jedoch einzig eine „Paine“ mit den vielen Leuten“.

    Unsere letzte Nacht im Park verbrachten wir im Campamento Cuernos. Der Zeltplatz lag nur wenige Meter vom Lago Nordenskjöld entfernt. Tagsüber schwitzten wir bei über 20 Grad und genossen nach Ankunft eine wunderbare Abkühlung im See. Solch „hohe“ Temperaturen sind im N.P. Torres del Paine eher unüblich. Ich hatte nicht mal ein T-Shirt und schon gar keine kurze Hose dabei, da ich eher auf frieren als auf schwitzen eingestellt war.

    Fantastische 7 Tage gingen an der Laguna Amarga mit Blick auf wolkenlose Torres-Türme zu Ende. Müde, aber glücklich erreichten wir Puerto Natales und entschlossen uns auch hier nicht zu duschen, da wir uns grad so ans „Nicht-duschen“ gewöhnt hatten ;-) ... .

    Nun erholen wir uns in Punta Arenas und fliegen am 17.02.2014 nach Puerto Montt weiter. Von dort aus sind wir 3 Wochen mit Mietauto bis nach Santiago de Chile unterwegs.

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  • 17Feb 2014

    46 Punta Arenas - Puerto Montt - Ensenada 17.02.2014 Chile —

    Puerto Varas, Chile

    Beschreibung

    Von Punta Arenas flogen wir nach Puerto Montt. Vom Flieger aus sahen wir die schöne Küstenlandschaft. Leider sassen wir auf der „falschen“ Seite um Sicht auf die 3 Vulkane in der Nähe von Puerto Montt zu haben. Am Flughafen nahmen wir Runny, unser Mietauto für die nächsten 3 Wochen in Empfang. Jösis Augen leuchteten als er das Auto sah. Da stand ein 4x4 Geländewagen – gemäss Vertrag hatten wir eigentlich einen kleineren Wagen ohne 4x4 gemietet. Wir sagten zu diesem Gefährt nicht nein und nahmen es mit Freude entgegen.

    Wir machten uns auf den Weg ins Zentrum von Puerto Montt, um einkaufen zu gehen. Das war ein gar nicht so einfaches Unterfangen. Im Auto hatte es keine Strassenkarte und die Ortsbeschilderung war eher schlecht. Vermutlich waren wir in der Agglomeration von Puerto Montt, sicher waren wir jedoch nicht. Irgendwo sahen wir dann in der Ferne ein Supermarkt Schild, machten dann eine ungewollte Schlaufe durch ein Wohnquartier bis wir schliesslich eine Einkaufsmöglichkeit fanden. Als wir drin waren stellten wir fest, dass nur Grosspackungen verkauft wurden à la Top CC in der Schweiz. Zum Glück hatte es wenige Meter daneben nochmals einen Supermarkt – eigentlich einen Hypermarkt, der wie sein Name besagt, riesig war. Das grosse Angebot „überforderte“ uns bzw. wir benötigten etwa eine Stunde bis wir alles hatten. Letztendlich hatten wir den Einkauf geschafft und fuhren ins 65 km entfernte Ensenada am Lago Llanquihue. Auf dem Weg dorthin verfuhren wir uns nochmals in Puerto Varas, da der Abzweiger nach Ensenada nicht offensichtlich beschildert war. Vor lauter Wegsuche fuhren wir irrtümlich in falscher Richtung in eine Einbahn – was für ein erster Tag mit Mietauto – wie sagt man „Aller Anfang ist schwer“. Schliesslich kamen wir in Ensenada an und schlugen dort unser Zelt auf einem schönen Campingplatz, direkt am See gelegen und mit fantastischer Sicht auf den Vulkan Osorno, auf.

    Am Folgetag besuchten wir Petrohué, ein kleiner Ort am Lago Todos los Santos. Wir unternahmen eine kurze Wanderung zu einem Aussichtspunkt, von wo aus wir wunderbar die umliegenden Vulkane, den See sowie auch den Monte Tronador, welchen ich auf meiner Wanderung zum Refugio Otto Meiling (als ich in Bariloche war) von der argentinischen Seite her bestaunt hatte. Argentinien bzw. auch Bariloche sind nicht weit von Petrohué entfernt. Leider können wir mit unserem Mietauto die Grenze nach Argentinien nicht überqueren.

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  • 20Feb 2014

    47 Besteigung Vulkan Osorno 20.02.2014 Chile —

    Puerto Varas, Chile

    Beschreibung

    Um 02.45 Uhr klingelte der Wecker. Viel Schlaf hatten wir nicht gekriegt, denn unsere Zeltnachbarn hatten bis spät in die Nacht gefeiert. Die Chilenen sind zwar nett, aber Rücksicht nehmen kennen sie nicht. Auf den Zeltplätzen ist es teilweise bis spät in die Nacht laut.

    Mitten in der Nacht standen wir also auf. Am Vortag hatten wir uns beim Nationalpark-Büro registriert, das notwendige Material gemietet und die Rucksäcke bereit gestellt, um heute den Vulkan Osorno zu besteigen. Wir fuhren mit dem Auto bis auf 1200 m hoch und starteten von dort um 4 Uhr in der Dunkelheit. Eine Karte hatten wir nicht dabei. Diese sei nicht nötig, teilte uns Ivan vom Nationalpark-Büro mit und andererseits konnten wir auch keine zum Kaufen finden. Er hatte uns den Weg aufgezeichnet und die wichtigsten Stellen (Anseilplatz etc.) beschrieben. „Es sei einfach zu finden“, sagte er. Sonst nicht unsere Art – wir gehen nie ohne Karte. Hier mussten wir jedoch auf die Erfahrung von Ivan vertrauen. Nach 2 Stunden erreichten wir den Gletscher auf 2000 m. Um 6 Uhr war es immer noch finster und so nahmen wir uns trotz eisig kaltem Wind genügend Zeit, um uns anzuseilen, in der Hoffnung, dass es bald heller werden würde.

    Im Aufstieg begleitete uns neben dem weiterhin eisigen Wind, ein herrliches Morgenrot. Wir hätten nicht gedacht, dass es auf dieser „niedrigen“ Höhe so kalt sein würde. Schliesslich ist es ja Sommer und der Gipfel des Vulkans ist nicht viel Höher als der Säntis. Es wurde stetig steiler, gegen 40 ° und wenige Meter vor dem Gipfel um 50 °. Konzentriert setzten wir Fuss um Fuss auf den harten Firn, damit die Steigeisen optimal griffen. Um 9 Uhr erreichten wir den 2661 m hohen Gipfel des Osornos und genossen die atemberaubende Aus- und Fernsicht. Vergebens suchten wir den Krater und die Lava – beim Osorno gibt es den leider nicht mehr. Wir waren heute die Einzigen, die auf dem Gipfel waren.

    Der Abstieg fordert dann nochmals höchste Konzentration. Wir hatten einen Firnanker beim Materialverleih gekriegt, den wir im oberen, steilen Teil, auch drei Mal einschlugen damit bei mir nicht allzu viel Angstschweiss floss. Um 13 Uhr waren wir zurück beim Auto und als Belohnung fuhren wir zu einem netten Café und gönnten uns ein grosses Stück Kuchen. Die Kuchen und Torten, die in Chile gebacken werden sind echt sehr lecker und nicht so süss wie in Argentinien.

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  • 22Feb 2014

    48 Termas Geometricas - Pucón 22.02.2014 Chile —

    Panguipulli, Chile

    Beschreibung

    Zwischenzeitlich sind wir bereits weiter nördlich gereist und in Pucón angekommen. Unterwegs hatten wir eine Nacht an einem hübschen See verbracht, um am nächsten Tag die Termas Geometricas zu besuchen. Es handelt sich um natürlich heisse Quellen, welche ein Architekt genutzt hat, um ein kleines Meisterwerk zu erstellen. Es führt ein 500 m langer Steg zu verschiedenen Pools mit unterschiedlichen Temperaturen (bis 42 °). Ein schöner Ort um sich zu erholen. Zum Glück waren wir früh morgens da, denn ab dem Mittag kamen die Chilenen in Scharen, so dass wir uns aus dem Staub machten bzw. weiter fuhren. Wir haben immer noch keine gescheite Strassenkarte gefunden. So kam es, dass wir 10 km auf einer Schotterstrasse fuhren und die Strasse dann plötzlich endete bzw. uns gesagt wurde, dass sie derzeit nicht befahrbar sei. So mussten wir zurück und aussen rum nach Pucón.

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  • 23Feb 2014

    49 Besteigung Vulkan Villarica 23.02.2014 Chile —

    Panguipulli, Chile

    Beschreibung

    Warum hatte uns die Reise nach Pucón gebracht? Der Ort liegt unweit des Vulkans Villarica entfernt. Dieser hat einen Krater und darin brodelt immer noch Lava. Das letzte Mal hatte er 2006 gespuckt und 1971war ein grösser Ausbruch. Für uns am wichtigsten – den Vulkan kann man besteigen. Die Besteigung als solches ist sehr einfach, jedoch wird es hier nicht gerne gesehen, wenn man ohne Guide geht, auch wenn man die nötige Erfahrung vorweist. So fuhren wir heute Morgen zum Büro des Nationalparks und verlangten die Lizenz, um ohne Führer hoch zu gehen. Die notwendige Ausrüstung hatten wir wiederum gemietet und bereits dabei. Zum Glück konnten wir unseren SAC-Ausweis vorweisen als sie uns nach der Erfahrung fragten. Dass wir vor Kurzem erst auf dem Vulkan Osorno waren, reichte dann dass wir das i.O. erhielten.

    Auf den Vulkan steigen bei schönem Wetter viele Leute mit Führer auf. Wir waren früh unterwegs, um vor den Gruppen zu sein. 1440 Höhenmeter waren es bis zum Gipfel. Wir kamen flott voran, liessen die anderen weit hinter uns und erreichten als Erste den 2840 m ü. M. hohen Vulkan. Auf dem Kraterrand erwartete uns aus dem Innern ein übel riechender Gestank, welcher unsere Lungen brennen liess, so dass wir kaum noch atmen konnten. Schnell die Aussicht geniessen, Fotos vom Krater machen und dann wieder runter. Leider konnten wir keine Lava sehen, da es zu stark aus dem Krater rauchte. Der Abstieg ging dann express – im Schnee konnten wir runter rutschen und weiter unten hatte es viel Sand auf dem Weg, so dass es ebenfalls sehr schnell ging. Die Besteigung des Villaricas war eine sehr lohnende Erfahrung für uns.

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  • 26Feb 2014

    50 Parque National Huerquehue 26.02.2014 Chile —

    Pucón, Chile

    Beschreibung

    Nach den Menschenmassen in Pucón suchten wir die Ruhe im Nationalpark Huerquehue, welcher lediglich 35 km entfernt lag. 3 Tage wandern, zelten und das hoffentlich ohne lärmende Chilenen.

    Am ersten Tag liefen wir einen Teil der Wanderung "Los Lagos", welche uns an einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Vulkan Villarica sowie an vielen kleinen Seen und Lagunas vorbei führte. Die Bäume und Sträucher schienen wie im Urwald und an vielen Orten hatte es auch Bambus. Nach 5 Stunden erreichten wir den einzigen Ort, wo man campieren darf innerhalb des Nationalparkes. Nebst unserem waren 3 weitere Zelte aufgestellt und lediglich das Rauschen des Baches war zu hören - wie herrlich!

    Wir entschieden uns das Zelt stehen zu lassen und einen Tagesausflug zu den Termas Rio Blanco zu unternehmen, welche lediglich 7 km entfernt lagen. Das Baden in den beiden natürlichen Pools mit heissem Wasser um 38 ° und 42 ° genossen wir sehr. Der Inhaber sagte uns, dass bis einen Tag zuvor die Termas überfüllt gewesen waren. Es war der erste Tag an dem nicht mehr so viel los war. Einzig eine chilenische Grossfamilie war auch noch dort. Es machte den Anschein, als ob sie kein warmes Wasser zu Hause hätten, denn sie wuschen sich in den heissen Pools :-) .

    Bevor wir uns auf den Weg zurück zu unserem Zelt machten, wollte Jösi noch ein kleines Bier trinken um den Durst zu löschen. Ein Restaurant gab es zwar nicht, jedoch verkaufte die Familie, welche die Termas pflegte, auch Getränke. Wir bestellten also ein Bier und staunten nicht schlecht als wir eine Literflasche erhielten - kleinere gab es angeblich nicht. Ich trinke sonst kein Bier, in diesem Fall unterstützte ich Jösi aber vorsorglich, damit er anschliessend noch selber den Berg hoch laufen konnte ;-). Bei brütender Hitze - es war nachmittags um 15 Uhr und die Sonne stand fast gerade über uns - und wackeligen Knie vom Bier, machten wir uns auf den Rückweg. Woran es wohl lag, dass uns die 600 Höhenmeter so lange und anstrengend vorkamen?! Etwas haben wir gelernt - Bier trinken in Zukunft erst am Ende der Wanderung.

    An diesem Tag hatten mehr Leute den Weg zum Zeltplatz gefunden. Einer hatte um 23 Uhr das Bedürfnis Musik zu hören in der Meinung, dass dies andere bestimmt auch wollten und deshalb natürlich laut ... . Zum Glück haben wir inzwischen immer Oropax dabei.

    Am nächsten Tag waren es noch etwas mehr als 4 Stunden zurück zum Auto - nochmals vorbei an schönen kleinen Seen. Wir fuhren dann zurück nach Pucón, um hier 2 weitere Nächte zu verbringen. Wenige Tage zuvor war hier noch so viel los und zwischenzeitlich ist es sehr viel ruhiger geworden. Am kommenden Montag beginnen in Chile die Schulen wieder und viele sind bereits abgereist. Am Abend gingen wir aus, hatten Lust uns einen Drink zu gönnen. Wir sind definitiv out of Training ... .

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  • 02Mar 2014

    51 Nationalpark Conguillio und der König der Lüfte 02.03.2014 Chile —

    Melipeuco, Chile

    Beschreibung

    Von Pucón führte unsere Reise weiter nach Norden zum Conguillio Nationalpark. Vor dem Parkeingang fuhren wir durch Landschaften mit grünen Wiesen und Kühen. Wir sprachen davon dass ein Heimatgefühl dabei aufkam. Wir waren dann wenige Minuten im Nationalpark unterwegs und die Landschaft änderte sich um 180 Grad. Es schien als ob wir auf dem Mond gelandet waren. Karg und grau war es neben der Fahrstrasse. Wir fuhren mitten durch einen erloschenen Lavastrom. Der Vulkan Llaima, der sich im Nationalpark befindet, ist nach wie vor aktiv. Alle paar Jahre bricht er aus, letztmals am 1. Januar 2008. Die Lavaströme, die teilweise weit, sogar bis ins besiedelte Gebiet im Tal reichen, sind nach wie vor gut erkennbar.

    Unser Zelt schlugen wir am hübschen Lago Conguillio auf. Es waren nicht mehr viele Leute unterwegs. Im Reiseführer hiess es, dass während den Ferien der Chilenen der Einlass von Besuchern in diesen Nationalpark teilweise limitiert werden muss, da er so überlaufen sein soll. Unser Glück, dass wir erst nach dem grossen Ansturm ankamen.

    Am Folgetag stiegen wir einen Teil der Route zum Vulkan Llaima auf. Mal was ganz Anderes eine Wanderung in Vulkangestein/-sand zu unternehmen. Anstrengend war‘s – einen Schritt vor und einen halben zurück. Je weiter wir aufstiegen, desto besser konnten wir die Lavaströme der vergangenen Ausbrüche beobachten. Runter ging es dann eins, zwei - rutschen war angesagt.

    Die Erinnerungen, welche wir vom Nationalpark Huerquehue mitgebracht hatten – juckende Mückenstiche am ganzen Körper - waren unsere treuen Begleiter. Ich hatte an einem Arm gegen die 20 Stiche und einige davon schwollen ziemlich stark an. Auch an der Kniescheibe sowie auf Höhe des Randes meiner Wanderschuhe hatte ich welche, die durch die Reibung der Kleider den ganzen Tag juckten. Nach einer Woche jucken sie immer noch :-( !

    Am nächsten Tag stiegen wir dann zu einem Aussichtspunkt oberhalb des Sees auf. Der Weg führte durch einen schönen Regenwald mit vielen Araukanien. Plötzlich hörten wir über uns ein lautes Geräusch. Wir dachten, es würde jemand vom Baum fallen. Schauten hoch und sahen, dass sich 7-8 Meter über uns ein Kondor auf einen Ast gesetzt hatte. Wir waren beide sehr aufgeregt. Ein Kondor so nah – dass ist wie ein Sechser im Lotto. Psst, ja keinen Lärm machen, damit er nicht abhaut bevor wir Fotos geschossen hatten. Eine Viertelstunde verging und er war immer noch da. Wir wollten ihn fotografieren wenn er davon flog. Er machte jedoch keine Anstalten sich zu bewegen. So begannen wir lauter zu sprechen und zu stapfen – jedoch ohne Erfolg. Er liess sich nicht beeindrucken. Als wir dann einen kurzen Augenblick unaufmerksam waren flog er davon. Wir hatten keine Chance so schnell die Kamera zu zücken. Was für ein Erlebnis einen Kondor so nahe zu sehen – das wird wahrscheinlich einmalig sein!
    Angekommen beim Aussichtspunkt genossen wir die grossartige Aussicht auf den Lago Conguillio und den Vulkan Llaima. Beim Abstieg sahen wir kleine Salamander sowie Herrn und Frau Specht, welche sich unüberhörbar an einem Baumstamm abackerten.

    Der Nationalpark Conguillio war sehr eindrücklich – alles Schöne hat auch ein Ende.

    Derzeit geniessen wir ein Stück Heimat. Mehr davon bei unserem nächsten Bericht.

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  • 04Mar 2014

    52 Ein Stück Heimat 04.03.2014 Chile —

    Curacautín, Chile

    Beschreibung

    Per Zufall hatten wir erfahren, dass sich in diesem kleinen Ort im Grünen, am Rande des Naturreservats, Nacional Malalcahuello-Nalcas, eine schöne Unterkunft befindet, welche von einer ausgewanderten Schweizerin geführt wird. "Wiedermal ein wenig Heimatgefühl" - dachten wir - "da müssen wir hin". Gedacht, getan und hier sind wir nun und geniessen die "Heimat". Dinge, die sonst einfach da und normal sind, wissen wir hier zu schätzen - eine funktionierende Dusche mit heissem, starken Stahl; eine Duschkabine; ein bequemes Bett mit Duvet, Fenster, bei denen es nicht reinzieht wenn sie geschlossen sind; ein fantastisches Frühstücksbuffet, dass viel mehr als Weissbrot und Marmelade zu bieten hat; und das absolute Highlight - ein Käsefondue - mmhhh, lecker! Wo findet man das? Bei www.suizandina.com.

    Da sind die Natur und die Vulkanbesteigung von heute nur noch eine Nebensache. Morgen ist es jedoch Zeit das Heimatgefühl wieder zu verlassen und weiter zu ziehen.

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  • 05Mar 2014

    53 Fahrt auf der Panamericana 05.03.2014 Chile —

    Talca, Chile

    Beschreibung

    Von Malalcahuello fuhren wir 400 km nördlich auf der Panamericana (Ruta 5) bis Talca. Die Ruta 5 ist beidseitig zweispurig und hat teilweise einen geteerten Pannenstreifen und teilweise einen aus Schotter. Die Geschwindigkeitsbegrenzung liegt zwischen 100 und 120 km/h – also wie auf den Autobahnen bei uns. Hier sieht man jedoch Dinge die unvorstellbar sind, wenn man sie nicht mit eigenen Augen gesehen hat. Z.B. fahren auf dem Pannenstreifen häufig Fahrräder, Leute überqueren die Ruta 5 zu Fuss, riesige Mähdrescher max. mit 40 km/h unterwegs fahren halb auf der rechten Fahrspur und halb auf dem Pannenstreifen. Weiters gibt es Häuserzufahrten, welche direkt auf die Ruta 5 einmünden. Ihr müsst euch das so vorstellen - wie wenn ihr zu Hause von eurer Hausausfahrt in die Quartierstrasse einbiegt – nur fahren die Autos hier 120 km/h und nicht nur 30 oder 50 km/h. Das Verkehrsaufkommen ist hier nicht so hoch wie auf den Schweizer Autobahnen. Wir hatten aber trotzdem gestaunt, was man so alles zu sehen bekommt.

    In Talca (200‘000 Einwohner – also keine Kleinstadt) mussten wir uns ohne gescheite Beschilderung zurecht finden. Nicht mal das Stadtzentrum war angeschrieben. So geschah es, dass wir mal wieder in falscher Richtung in eine Einbahnstrasse rein fuhren. Ein Chilene wies uns netterweise, ohne gross zu hupen, darauf hin. Das Zentrum finden war eine Sache, wieder aus der Stadt raus finden eine Andere … .

    Nachdem wir in Talca unsere Essenvorräte aufgefüllt hatten, fuhren wir Richtung Vilches, einem kleinen Ort, welcher ganz in der Nähe des Naturreservates lag, zu welchem wir am nächsten Tag hin wollten. An der Strasse hatte es einen Wegweiser – Camping links. Wir bogen ab und fuhren 500 m einer Schotterstrasse entlang. Wir sahen lediglich ein kleines Häuschen. Dort fragten wir, wo es denn zum Campingplatz ginge? Wir sich heraus stellte war dort die Reception und zum Camping müssten wir zum Fluss runter fahren. Eine steile und enge Kiesstrasse führte hinunter. Ohne unseren 4x4 wären wir dort nicht mehr hoch gekommen! Was anfänglich etwas komisch auf uns wirkte, entpuppte sich als wunderschönes Plätzchen mit herrlicher Stille.

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  • 07Mar 2014

    54 Naturreservat Altos del Lircay und die Wespenplage 07.03.2014 Chile —

    San Clemente, Chile

    Beschreibung

    Nachdem wir die letzten 2 km über Stock und Stein kräftig durchgeschüttelt wurden, Runny beste Arbeit geleistet und Jösi wahre Freude beim Fahren hatte, kamen wir kurz nach Mittag beim Campingplatz des Naturreservates Altos del Lircay an. Unser Magen meldete sich und so packten wir einige Lebensmittel aus um einen kleinen Lunch zuzubereiten. Wir sassen am Tisch und schnitten Tomaten. Da kamen ein paar wenige Wespen. Jösi sagte – „einfach ruhig weiter machen und ja nicht nach ihnen schlagen, sonst werden sie aggressiv“. Dann kamen noch einige und noch einige … .Plötzlich waren es mehr als 20 Wespen die um unser Essen bulten. Wir wurden regelrecht attackiert. Das reichte und wir verzogen uns ins Auto, um unseren Lunch ohne Belästigung dieser kleinen Biester zu geniessen.

    Wir hatten zwar schon davon gehört, dass an gewissen Orten die Wespen lästig sind, hier hatten wir jedoch nicht damit gerechnet. Wie wir dann etwas später von einem Chilenen erfuhren, sind die Wespen ab Februar, tagsüber solange die Sonne da ist, eine riesige Plage in diesem Naturreservat. Im Grundsatz würde uns dies nichts ausmachen, wenn Jösi nicht stark allergisch auf deren Stiche wäre und das Risiko relativ gross war gestochen zu werden. Nichts desto trotz blieben wir dann hier, da die Gegend landschaftlich einen grossen Reiz hatte.

    Am Folgetag unternahmen wir eine längere Rundwanderung, alles in allem ca. 20-25 km. Sobald wir oberhalb der Waldgrenze waren, genossen wir eine fantastische Aussicht. Wir sahen endlich mal wieder „richtige“ Berge (aus Fels und nicht nur Vulkangestein/-sand). Als wir auf 2200 m ü. M. unseren Lunch auspackten, verging ein kurzer Augenblick und wir waren umzingelt von Wespen. Auf dieser Höhe hatte es doch tatsächlich noch Wespen! Schnell wieder alles einpacken und nichts wie weg hier. Später machten wir nochmals eine Pause. An einem Ort, wo es keine Grässer sondern nur Steine hatte. Dort konnten wir in Ruhe, ohne von Wespen gestört zu werden, essen und die Landschaft geniessen. Nach dieser langen Wanderung waren wir abends früh hungrig und so begannen wir, als die Sonne noch durch die Äste schien, zu kochen. Wohl zu früh, denn innert Kürze wurden wir von vielen Wespen belagert, was überhaupt keinen Spass machte. Einmal mehr musste Runny uns schützen.

    Auch wenn man keine Wespen sehen konnte. Es summte ständig in diesem Naturreservat und man wusste, dass sie da waren – unheimlich!

    Hoffen wir doch, dass dies die einzige Erfahrung mit den „jaquetas amarillas“ – wie sie hier genannt werden – war.

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  • 09Mar 2014

    55 Strandkurzurlaub in Reñaca 09.03.2014 Chile —

    Viña, Chile

    Beschreibung

    Vom ruhigen Naturreservat in die Grossstadt Valparaíso - das war unser Plan. Wir mussten auf den Autobahnen durch Santiago de Chile durch und waren gespannt, wie die Beschilderung sein würde. Es stellte sich heraus, dass die Chilenen nur bis 2mm vor die Füsse voraus schauend beschildern. Flughafen oder Valparaíso waren erst bei der entsprechenden Ausfahrt angeschrieben. Das Navigationsgerät (Manu) geriet etwas ins Schwitzen, denn sie war verantwortlich, dass wir innerhalb der Stadt die Autobahn wechselten. Im letzten Augenblick realisierte die Navigation, dass es sich um die entsprechende Ausfahrt zum Wechsel der Autobahn handelte. Die Krux an der Geschichte - es hatte zwei Ausfahrten und war nicht klar, welche nun an unser Ziel führen würde. Welche war die Richtige? Den Telefonjoker wählen oder Roulette spielen? Die Chance stand 50 / 50. Puuhh, wir erwischten die richtige Ausfahrt :-).

    In Valparaíso trafen wir auf ein riesiges Chaos. So hatten wir uns unseren Strandkurzurlaub nicht vorgestellt. Wir kehrten Valparaíso den Rücken und fuhren nördlich der Küste entlang, vorbei an Viña del Mar und fanden in Reñaca ein hübsches Plätzchen, das uns gefiel. An der Strandpromenade schlendern, lecker Schlemmen und einfach mal Nichts tun, ausser Jösis Geburtstag feiern. Pelikane und Seelöwen sowie herrliche Sonnenuntergänge konnten wie hier beobachten.

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  • 14Mar 2014

    56 Arica - Putre 14.03.2014 Chile —

    Arica, Chile

    Beschreibung

    Eben noch in Santiago de Chile und 3 Stunden später sind wir 2000 km nördlicher in Arica (Chile), nahe der peruanischen Grenze, aus dem Flugzeug gestiegen. Rund um Arica herum gibt es nur Sand und Meer. Ein krasser Landschaftswechsel im Vergleich zum Zentrum von Chile. Was wir von der Stadt Arica halten sollen wissen wir nicht so recht. Sie hat bei uns einen komischen und etwas suspekten Eindruck hinterlassen. Man versucht die Stadt herauszuputzen, jedoch gibt es im oder nahe des Stadtzentrums Häuser, die wie in Slums aussehen. Es ist auch der erste Ort in Chile wo wir Armut in Form von obdachlose Familien, die am Hafen übernachten, zu Auge bekommen haben. Es ist jedoch auch der erste Ort, in dem es nachts nichts sehr kalt war bzw. wo wir abends noch im T-Shirt unterwegs sein konnten, was sicherlich auch einen Einfluss diesbezüglich hat. Unsere Unterkunft, ein einfaches Hostel, mit sehr freundlichem und hilfsbereitem Chef, hingegen war das Highlight in Arica.

    Wir nutzten die Zeit hauptsächlich, um unseren Trip zum Nationalpark Lauca und Umgebung zu organisieren. Am 13.03.2014 konnten wir das Mietauto abholen und fuhren dann in Richtung Nationalpark nach Putre. Unterwegs wechselte die Landschaft zwischen Wüste bzw. sandig, fruchtbaren bzw. grünen Tälern sowie Vorcordillera mit Sträuchern sowie Kakteen bzw. sehr farbenfroh.

    Einen Grossteil der Strecke fuhren wir auf der Ruta 11, welche Chile und Bolivien durch die Cordillera verbindet. Es quälen sich viele Lastwagen über diese Route durch die Berge (deshalb auch die vielen Fotos mit Lastwagen – diese waren die perfekten Sujets). Quälen, weil der höchste Punkt auf ca. 4500 m ü. M. liegt und sie oft schwer beladen sind bzw. bergaufwärts noch 15 km/h fahren. Wir hielten unterwegs oft an, um nicht allzu schnell in die Höhe zu gelangen. Man fährt hier nämlich von Arica, auf Meereshöhe, nach Putre, auf 3500 m ü. M., in 2 Stunden, wenn man durchfährt. Nicht optimal, wenn man nach den Lehrbücher zur Vorbeugung gegen Höhenkrankheiten geht.

    In Putre blieben wir zwei Nächte – hauptsächlich wegen der Akklimatisation. Wir unternahmen Spaziergänge bis auf eine Höhe von 3850 m ü. M. und relaxten in heissen, natürlichen Quellen auf 4050 m. Es ist speziell, wenn man auf 4000 m in der Badehose an der Luft nicht friert. Jedoch waren wir uns nicht bewusst, wie intensiv die Sonne hier war. Wir nennen uns nun „Rojo“ und „Roja“. Es ist lange her seit wir uns letztmals einen solch starken Sonnenbrand geholt hatten. Wir würden von der Farbe her sehr gut nach Mallorca an den Ballermann passen :-(.

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  • 16Mar 2014

    57 Lauca Nationalpark 16.03.2014 Chile —

    Putre, Chile

    Beschreibung

    Von Putre fuhren wir in den Nationalpark Lauca zum Lago Chungará auf 4500 m ü. M.. Unterwegs sahen wir bereits einige Lamas. Am Lago stellten wir unser Auto ab, um Fotos von den umliegenden Vulkanen Parinacota sowie dem noch aktiven Guallatire, der meistens ein Rauchwölkchen hat, zu schiessen. Plötzlich lief eine grosse Herde Lamas in unsere Richtung. Sie liessen sich durch uns nicht stören. In kleine Grüppchen, auch mit Jungen, liefen sie nur wenige Meter von uns entfernt vorbei. Die Lamas hatten wir schon fast vergessen, da wir vertieft ins Fotografieren der sich im See spiegelnden Vulkane waren, als es plötzlich etwa 2 Meter hinter uns fauchte. Da stand ein Lama, das durch wollte – so nach dem Motto „Hey, geht mir aus dem Weg, hier ist mein Revier“. Na, da machten wir natürlich Platz für die "Einheimischen"..

    Wir unternahmen anschliessend am See noch einen kleinen Spaziergang, alles sehr gemächlich, denn die Höhe machte sich bemerkbar. Dann stellte sich die Frage, wo wir übernachteten. Grundsätzlich waren wir aufs Zelten eingestellt, denn im Park hatte es nur sehr wenige Unterkünfte. Als wir am Morgen bei einem Parkwächter vorbei gekommen waren, hatten wir ihn gefragt, ob wir neben seinem Häuschen zelten dürften. Netterweise hatte er uns angeboten, dass wir in seinem Häuschen übernachten und auch Bad und Küche benützen könnten, dies jedoch stillschweigend. Wir vereinbarten mit ihm, dass wir gegebenenfalls auf sein Angebot zurückkommen würden. Und so fuhren wir die wenigen Kilometer zu Francisco zurück. Dieser war erfreut über unseren Besuch, denn wie sich heraus stellte ist er während seinem jeweils 7-tägigen Arbeitseinsatz meistens alleine. Als Dankeschön zauberten wir ihm ein 3-Gang Abendessen.

    Unsere Bedenken betreffend Höhendifferenz (direkt von 3500 m ü. M. auf 4400 m ü. M.) waren um sonst. Ausser einigen nächtlichen WC-Besuchen aufgrund der grossen Menge an Flüssigkeit, die wir zu uns nahmen, sowie etwas Herzrasen, verlief die Nacht problemlos und wir schliefen auch mehr oder weniger gut.

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  • 17Mar 2014

    58 Naturreservat Vacuñas und Salar de Surire 17.03.2014 Chile —

    Putre, Chile

    Beschreibung

    Am nächsten Morgen sagten wir Francisco adiós und brachen auf zu einigen Lagunas, welche einerseits eine fantastische Aussicht auf den Vulkan Parinacota sowie Vogelbeobachtungen boten. Wir unternahmen eine rund 4-stündige Wanderung entlang der kleinen Seen. Immer wieder mussten wir uns bewusst machen langsam zu gehen, denn eine Überanstrengung über längere Zeit hätte in der Höhe von 4600 m ü. M. nach so kurzer Zeit der Akklimatisation fatal sein können. Immer noch spürten wir einen Kopfdruck und bei kleinster Anstrengung gerieten wir ausser Atem.

    Am späten Nachmittag entschieden wir uns durch das Naturreservat Vacuñas, zum Salzsee, Salar de Surire, 4250 m ü. M., welcher ca. 80 km östlich lag, zu fahren. Eine sehr abwechslungsreiche Landschaft erwartete uns. Immer wieder zeigten sich Vacuñas (Guanacos) oder Lamas, welche die Strasse querten oder sich nahe der Strasse aufhielten. Wir fuhren am aktiven Vulkan Guallatire, welchen wir bereits von weitem betrachten konnten, nun näher vorbei. Wie üblich stiess er Rauch aus. Als wir beim Salzsee ankamen, sahen wir diesen in wunderschönem Abendlicht, von seiner besten Seite. Wir fuhren zum Parkwächterbüro in der Hoffnung, dass wir dort zelten konnten, denn uns wurde wenige Stunden zuvor gesagt, ohne Reservation sei da nichts zu wollen. So waren wir überrascht als uns Juan, ein junger Parkwächter, die Tür öffnete, und uns zwei Betten im Parkwächter-Häuschen anbot. Auch er war während seines 7-tägigen Arbeitseinsatzes meistens alleine und deswegen erfreut über unseren Besuch. Unser Angebot für ihn zu kochen, nahm er dankend an. Im Gegenzug unterhielt er uns mit seiner Gitarre und seinem Gesang.

    Später am Abend ging der Vollmond über dem Salar de Surire auf – ein absolut geniales Ereignis, das wir vom Küchenfenster aus beobachten konnten.

    Am nächsten Morgen umrundeten wir den Salzsee mit dem Auto. Nanus (kleine Strausse), Vacuñas, Lamas und Flamingos sahen wir. Öfter mussten wir anhalten, damit Vacuñas mit ihren Jungen die Strasse queren konnten. Auch kamen wir an heissen Quellen vorbei. Die Ersten, bei welchen das Wasser nach Schwefel roch und der Grund so richtig schlammig war. Trotzdem war es herrlich einen kurzen Augenblick im heissen Wasser zu relaxen.

    Die eindrückliche Landschaft sowie die Tierwelt der letzten 3 Tage sind ein weiteres Highlight unserer Reise.

    Am Salar de Surire mussten wir uns dann entscheiden, wohin es weiter gehen soll. Wir hatten noch etwa für 250 km Benzin und innerhalb des Parks gab es keine Tankstelle.

    Mehr davon im nächsten Bericht.

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  • 20Mar 2014

    59 Iquique - Arica 20.03.2014 Chile —

    Iquique, Chile

    Beschreibung

    Beim letzten Bericht waren wir am Salar de Surire und mussten uns entscheiden wie weiter. Unser Ziel war es nach Iquique an der Küste südlich von Arica zu fahren. Dazu benötigten wir jedoch Benzin für etwa 300 km. Das Benzin im Tank würde also nicht reichen. So mussten wir zuerst einen Umweg über Arica machen, tanken und anschliessend in den Süden fahren. Gemäss Strassenkarte gab es einen direkten Weg nach Arica. Als wir jedoch an die Kreuzung kamen, wo es gemäss Karte gerade aus hätte gehen sollen, war da keine Strasse. Auch kein Schild, welches den Weg wies. So mussten wir den ganzen Weg zurück nach Putre und dann weiter nach Arica fahren, denn bei anderen Routen wussten wir nicht, ob das Benzin reichen würde. In Putre hatte es zwar auch keine Tankstelle. Wir wussten jedoch wo wir Benzin unter der Hand kaufen konnten, weil wir dort schon getankt hatten.

    Auf der Fahrt entlang der Ruta 11 zwischen Putre und Arica wurden wir Zeugen der einen oder anderen sehr gefährlichen Situation. Bergaufwärts wurden wir sowie der vor uns fahrende Lastwagen ca. 200 m vor einer unübersichtlichen Kurve von einem Lastwagen überholt. Es kam ein Polizeiauto entgegen und der überholende Lastwagen konnte im letzten Moment wieder auf unsere Spur einbiegen. Die Polizei war mit „Blaulicht“ unterwegs, was vermutlich auch der Grund war, dass sie den Lastwagen, welcher die doppelte Sicherheitslinie überfahren und ein sehr gefährliches Überholmanöver vorgenommen hatte, nicht anhielten. Auf der Weiterfahrt hatten wir dann einen ziemlich schnell fahrenden Lastwagen hinter uns, der teilweise sehr nah auffuhr und wir nicht sicher waren, ob er bremsen konnte. Kurz nach einer Kurve blockierte ein Lastwagen die Fahrbahn und wir mussten anhalten. Wir wussten, dass der schnell fahrende Lastwagen irgendwo hinter uns war. Im Rückspiegel beobachteten wir, ob er kam bzw. auch bremsen konnte. Da tauchte er auf und musste eine Vollbremsung einlegen. Er wurde ziemlich stark durchgeschüttelt, konnte aber zum Glück bremsen. Fernfahrer auf dieser Strecke könnten wahrscheinlich ein Buch über ihre Erlebnisse schreiben.

    Erst um 17 Uhr kamen wir in Arica an und entschieden uns trotzdem am selben Tag ins 300 km südlicher liegende Iquique zu fahren. Über die Panamericana (Ruta 5 nach Süden) würde dies gemäss unserer Schätzung etwa 3 Stunden in Anspruch nehmen.

    Die Panamericana nach Süden ist nur zweispurig mit Gegenverkehr und die maximale Geschwindigkeit beträgt 100 km/h. Zudem hatte es auf den ersten 100 km viele Baustellen. Auch waren viele Lastwagen und Busse unterwegs, welche auf der teilweise unübersichtlichen Ruta 5 nicht überall überholt werden konnten. Wir mussten jeweils die richtige Gelegenheit abwarten. Endlich kam dann eine gerade Strecke und wir konnten einen langsam fahrenden Bus sowie einen Lastwagen überholen. Da uns diese die Sicht auf die rechte Seite verdeckten, sahen wir nicht, dass die Polizei dort stand und Radar machte. Natürlich waren wir während des Überholmanövers schneller als erlaubt unterwegs und wurden raus gewunken. 130 km/h statt der erlaubten 100 km/h seien wir gefahren, sagte der Polizist und zeigte uns das Display seiner Radarpistole. Er wollte dann die Fahrzeugpapiere sowie den Fahrausweis sehen. Er sprach dabei etwas von Fahrausweis abgeben. Was er sonst noch in Spanisch sagte verstanden wir nicht. Unser Herz klopfte – was Fahrausweis abgeben?! Wir fragten dann nochmals nach was das genau bedeuten würde? Wir mussten ihm den Fahrausweis überlassen und würden diesen in Arica zurück erhalten, wenn wir die Busse bezahlen würden. Zwischenzeitlich konnten wir weiter fahren. Er stellte uns eine Bestätigung aus, dass wir dazu berechtigt waren. Uns fiel einerseits ein Stein vom Herzen und trotzdem wissen wir noch nicht was uns in Arica dann erwartet. Die angeblich hohe Geschwindigkeit von 130 km/h überraschte uns sehr. Einerseits fanden wir die Zahl etwas komisch mit genau 130 und andererseits überraschte uns, dass unser Auto, das überhaupt kein „Pfupf“ hatte und wir oft das Gaspedal bis zum Anschlag drücken mussten, damit das Auto überhaupt 110 km/h hinkriegte, eine solch hohe Geschwindigkeit erreicht haben soll. Die Radarpistole wurde in der Hand gehalten und ohne Stativ verwendet. Die gesamte Situation schien uns etwas suspekt. Nur nicht mit der Polizei zu diskutieren beginnen sagten wir uns– sonst haben wir noch Ärger am Hals – was wir natürlich nicht wollten. Ja, wir waren zu schnell, aber vermutlich nicht mit einer solch hohen Geschwindigkeit.

    Dieses Intermezzo hatte unsere Reise um weitere 30 Minuten verzögert. Es ging langsam die Sonne unter und wir konnten während der Fahrt einen herrlichen Sonnenuntergang verfolgen. Zwischenzeitlich war es bereits dunkel und wir waren immer noch ca. 120 km von Iquique entfernt. Plötzlich begann unser Auto zu „rumpeln“ – was ist das?! Nicht etwa ein geplatzter Reifen? Wir hielten auf dem Pannenstreifen an und Jösi schaute nach. Ja, es ist ein geplatzter Reifen! Wir schafften es gerade noch ein paar hundert Meter weiter bis wir in eine Seitenstrasse einbiegen konnten. Hatten wir überhaupt einen Ersatzreifen dabei? Wir glaubten uns daran zu erinnern, dass uns ein solcher gezeigt wurde, als wir das Fahrzeug übernahmen. Tatsächlich, da war dann auch einer. Jösi wechselte den Reifen und nach einem leckeren Nachtessen (Cornflakes mit Milch!) fuhren wir weiter nach Iquique. Um 22.30 Uhr trafen wir an unserem Ziel ein. Problemlos fanden wir in der Dunkelheit ins Stadtzentrum. Jetzt ging es nur noch darum, ein Zimmer zu finden, da wir keine Reservation vorgenommen hatten. Beim erst besten Hostal hielten wir an und hatten Glück, dass noch Zimmer frei waren. Kurz vor Mitternacht fielen wir nach einem erlebnisreichen Tag todmüde ins Bett.

    In Iquique erholten wir uns von den Strapazen des Vortages und genossen das Schlendern durch die Stadt sowie den Strand.

    Zwischenzeitlich sind wir zurück in Arica. Haben den Führerausweis nachdem wir von Pontius zu Pilatus geschickt wurden, Stempel hier und dort erhalten haben, auch wieder zurück. Das Mietauto haben wir auch abgegeben und dabei viel Nerven gebraucht, da wir mit dem Auto überhaupt nicht zufrieden waren und die Mietwagenfirma versucht uns etwas anzuhängen, dass bereits vorbestand, jedoch bei der Übernahme nicht notiert wurde.

    Heute Nacht geht es weiter nach San Pedro de Atacama.

    Hasta luego!

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  • 23Mar 2014

    60 San Pedro de Atacama - in der Wüste 23.03.2014 Chile —

    San Pedro de Atacama, Chile

    Beschreibung

    Die 11-stündige Fahrt im Nachtbus von Arica nach San Pedro de Atacama war kurzweilig, da wir relativ gut schlafen konnten. Um 03.30 Uhr wurden wir geweckt. Schlaftrunken vernahmen wir, dass wir am Zoll seien und das Gepäck kontrolliert würde. Was für ein Zoll? Wir mussten doch gar nicht über die Grenze oder waren wir im falschen Bus? Umgehend waren wir hellwach. Wie sich herausstellte handelte es sich um einen Strassenkontrollposten, bei dem Lastwagen und Busse kontrolliert werden müssen.

    San Pedro de Atacama ist ein kleines Dorf mit etwa 3500 Einwohnern, welches in der Wüste, nahe an der bolivianischen Grenze liegt. In der Hochsaison finden sich hier 10'000 Touristen ein. Eigentlich waren wir in der Zwischensaison hier, jedoch wimmelte es von in- und ausländischen Touristen. Es gibt viele Orte, die in der Umgebung besucht werden können und an der "Mainstreet" bieten unzählige Agenturen Ausflüge an. Wir waren einerseits im geologisch interessanten Valle de Luna sowie bei ca. 100 km entfernten Geysieren. Alle Agenturen verlassen San Pedro de Atacama zur selben Zeit bzw. kommen auch zur gleichen Zeit bei der Attraktion an. Ein Menschenauflauf ... :-( . Wir möchten gar nicht wissen, wie das in der Hochsaison her und zu geht.

    In San Pedro de Atacama hatten wir 2 ehemalige Schulkollegen von Manu aus Spanisch-Schule in Bariloche wieder getroffen. Wie klein die Welt doch ist! Wir wollten dann an einem Abend etwas trinken gehen - was sich als gar nicht so einfaches Unterfangen herausstellte. Wir erfuhren, dass es in Chile ein Gesetz gibt, welches Restaurants nur den Ausschank von Alkohol (ausgenommen Wein und Bier) erlaubt, wenn die Gäste dazu etwas essen. Wir wollten jedoch lediglich einen Caipirinha trinken. Wir liefen zuerst mehr als eine halbe Stunde durch die Strassen und fragten uns von Restaurant zu Restaurant durch bis uns jemand "illegal" einen Caipi ausschank. Eine Bar fanden wir nämlich nicht bzw. gibt es auch nicht sicher im Ort.

    Morgen geht es weiter nach Bolivien zum Salar der Uyuni, dem grössten Salzsee weltweit.

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  • 26Mar 2014

    61 Zur grössten Salzwüste der Welt - Salar de Uyuni 26.03.2014 Bolivien —

    Bolivien

    Beschreibung

    In San Pedro de Atacama hatten wir eine 3-tägige Tour nach Uyuni (Bolivien) gebucht. In einer Stunde fuhren wir von 2400 m ü. M. auf 4500 m ü. M. an den Grenzübergang nach Bolivien. Dort wechselten wir auf einen 4x4-Jeep zusammen mit vier anderen Personen und einem Fahrer. Alle 3 Tage waren wir auf einer Höhe von 3500 bis 4700 m ü. M. unterwegs. Die Landschaften waren sehr abwechslungsreich und sehr eindrücklich. Wir besuchten einige kleine Seen und sahen Flamingos, fuhren durch die Wüste, vorbei an Vulkanen und Bergen, die wunderschöne Farben hatten, hielten bei Steinformationen an und dann war da natürlich das Highlight – der Grund warum man diese Gegend besucht – die Salar de Uyuni – mit 12‘000 km2 die grösste Salzwüste der Welt.

    Untergebracht waren wir während des Trips in einem einfachen Refugio sowie für die zweite Nacht am Rande der Salar de Uyuni in einem Salzhotel. Die Wände und der Boden im Hotel waren aus Salz – mal etwas ganz Neues.

    Drei fantastische Tage liegen hinter uns. Bilder sagen diesbezüglich mehr als tausend Worte.

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  • 27Mar 2014

    62 Von Uyuni nach Argentinien 27.03.2014 Argentinien —

    Tilcara, Argentinien

    Beschreibung

    Wir kamen nach der 3-tägigen Tour am frühen Nachmittag in Uyuni an. Zusammen mit Laura und Christoph, welche Manu von der Sprachschule in Bariloche kannte und die wir per Zufall in San Pedro de Atacama wieder getroffen hatten, entschieden wir gleichentags den Nachtbus an die Grenze zu Argentinien zu nehmen. Um 20 Uhr, es war bereits dunkel, ging es los. Der Abstand zwischen den einzelnen Sitzreihen im Bus war so eng, dass unsere Knie bei der Vorderen anstanden. Sobald wir ausserhalb der Stadt Uyuni waren, drückte der Buschauffeur aufs Gaspedal. Auf der Schotterpiste wankte und holperte der Bus dabei ziemlich stark. Immer wieder bremste er auch stark ab. Ans Schlafen war so nicht zu denken. Die Fahrt erschien uns wie auf einer Geisterbahn. Im Bus war es dunkel und wir wussten nie was uns als nächstes erwartete. Wir hofften einfach, dass alles gut gehen würde. Um 01.30 Uhr in der Nacht kamen wir an einem Ort an. Da hiess es, dass wir in einen anderen Bus umsteigen müssten, der in 20 Minuten kommen würde. Von Umsteigen hatte uns beim Kauf der Billette niemand was gesagt. Es kam dann tatsächlich auch ein Bus, welcher nach Villazon, an die Grenze, fuhr. Um 03.30 Uhr wurden wir geweckt und man sagte uns, dass wir am Zielort angekommen waren. Wir nahmen uns dann ein Taxi bis zur Grenze. Nun hiess bis um 6 Uhr, bis das Zolloffice geöffnet wurde, warten. Natürlich war um diese Uhrzeit alles geschlossen. So stellen wir unsere Rucksäcke ab, kochten Kaffee, um uns warm zu halten, quatschten und stellten uns eine halbe Stunde vor Öffnung in die Schlange für den Grenzübertritt.

    Als die Zollformalitäten für beide Länder erledigt waren, mussten wir von der Grenze nochmals etwa 1 km bis zum Busbahnhof laufen, um den nächsten Bus Richtung Süden, nach Tilcara, zu nehmen. Wenige Minuten nachdem wir La Quiaca verlassen hatten, mussten wir wieder aus dem Bus aussteigen. Es wurde gestreikt und gab eine Strassensperre. An ein Durchkommen war nicht zu denken. Unser Gepäck mussten wir wieder ausladen und etwas ½ km zum nächsten Bus laufen, der sich nach der Strassensperre befand. Um 13.30 Uhr kamen wir dann endlich in Tilcara an.

    Etwas haben wir gelernt – Vorsicht mit Nachtbussen in Bolivien. In Argentinien und Chile sind die Nachbusse viel komfortabler und vor allem auch sicher.

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  • 29Mar 2014

    63 Tilcara - Quebrada de Humahuaca 29.03.2014 Argentinien —

    Tilcara, Argentinien

    Beschreibung

    Die Tage in Tilcara hatten wir hauptsächlich zur Rekovaleszenz genutzt. Nachdem es Jösi während der 3-tägigen Tour in Bolivien erwischte, litt Manu in Tilcara. Durchfall und Magenprobleme suchten uns heim und schwächten uns. Da lag nur ein kurzer Ausflug mit dem Bus nach Purmamarca drin, um die wunderschön farbigen Canyons zu besichtigen. Ansonsten hatten wir uns ausgeruht.

    Es geht jedoch wieder aufwärts und morgen sind wir bereit zur Weiterreise.

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  • 03Apr 2014

    64 Cafayate - die Weingegend im Norden 03.04.2014 Argentinien —

    Cafayate, Argentinien

    Beschreibung

    Nach einem Zwischenhalt mit Übernachtung in Salta sind wir in Cafayate, der bekannten Weingegend im Norden von Argentinien, eingetroffen. Alle die sich Sorgen gemacht haben können wir beruhigen. Wir sind weit weg vom Erdbebengebiet in Chile.

    In und um Cafayate gibt es viele Weingüter, sogenannte Bodegas, die man besuchen und natürlich auch an einer Weindegustation teilnehmen kann. Zwei kleine Bodegas hatten wir besucht. Unter anderem eine, welche einen kleinen Prozentsatz seiner Weinproduktion nach Zug in die Schweiz exportiert, da der Inhaber mit einem Weinhändler von dort befreundet ist. Weiters unternahmen wir eine Wanderung entlang des Rios Colorado, um die Kakteen zu sehen.

    Das Highlight war jedoch eine geführte Tour in die Quebrada Cafayate. Dabei handelt es sich um eine fantastische Schlucht mit wunderbaren Farben, welche sich ca. über 80 km erstreckt. Bereits auf der Hinfahrt von Salta nach Cafayate waren wir durch die Quebrada Cafayate gefahren. Die Tour führte uns nun abseits der Touristenströme ca. 5km zu Fuss durch die Quebrada. Wir konnten uns kaum sattsehen von den schönen Farben.

    Heute führt unsere Reise weiter nach Mendoza. Mit Umsteigen und Pause für Nachtessen etc. werden wir 24 Stunden unterwegs sein bis wir unser Ziel erreichen.

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  • 06Apr 2014

    65 Mendoza - die Weinregion Argentiniens 06.04.2014 Argentinien —

    Mendoza, Argentinien

    Beschreibung

    Nach der langen Busfahrt kamen wir in Mendoza, der bekanntesten Weinregion Argentiniens, an. Es gab mehr als 100 Weingüter in der Umgebung. Umso schwieriger war es dann herauszufinden, wie und welches Weingut wir besuchen wollten. An der Touristeninformation erhielten wir die Info, dass es die Möglichkeit mit Bus, Fahrrad oder sich einer geführten Tour anzuschliessen gab. Schnell war für uns klar, dass wir geführt gehen wollten. Nun gab es aber bestimmt mehr als 10 Veranstalter, die dies anboten und jeder hatte seine Weingüter, die er bevorzugte. So schwierige Entscheidungen treffen und dies in den Ferien ... .

    In einem Reisebüro schwärmte die Angestellte regelrecht von einem bestimmten Weingut, nämlich jenem der Familie Zucchardi. Wir würden zuerst eine kleinere Bodega, anschliessend eine Farm besichtigen, welche Olivenöl herstellte und als krönender Abschluss würden wir bei der Familie Zucchardi ein typisch argentinisches Mittagessen einnehmen mit anschliessender Führung durch das Weingut. Das tönte sehr gut und wir entschieden uns dafür. Die Angestellte hatte echt nicht zuviel versprochen. Die Besichtigung der Olivenölproduktion war spannend und das Mittagessen bei der Familie Zucchardi der Hit. 5 Gänge und zu jedem Gang wurde ein anderer Wein zum degustieren serviert. Typisch argentinisch gab es viel Fleisch mit Salaten, gefüllte Brottaschen und Glace zum Dessert. Die Weine (Malbec, Bonarda, Tempranillo etc.) gefielen uns im Gegensatz zum ersten Weingut sehr gut. Dort hatte die Mitarbeiterin so überzeugend vom Wein gesprochen und obwohl wir auch unsere bevorzugte Weintraube, Malbec, probiert hatten, schmeckte uns der Wein nicht. Eine gelungene Weintour nahm am frühen Abend sein Ende.

    Ansonsten besichtigten wir Mendoza, wo es uns sehr gut gefiel, zu Fuss. Vom Cerro Gloria aus hatten wir eine Aussicht über die Stadt und konnten zudem die Downhill- und Skateboard-Szene von Mendoza bei ihren waghalsigen Manövern beobachten. Im Park San Martin tummelten sich am Wochenende die Einheimischen und genossen die Natur.

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  • 10Apr 2014

    66 Uspallata und die Hundegangs 10.04.2014 Argentinien —

    Argentinien

    Beschreibung

    Nachdem uns im regionalen Touristenbüro von Mendoza gesagt wurde, dass es in der Umgebung keine Möglichkeiten gebe selber Wanderungen zu unternehmen, reisten wir nach Uspallata (70 km südlich des Aconcagua in den Bergen liegend) in der Hoffnung, dass wir dort doch einiges in der Natur unternehmen konnten.

    Uspallata lag auf ca. 1900 m ü. M.. Wir merkten anhand der nächtlichen Temperaturen, dass der Herbst Einzug nahm. Es war knapp um die 0 Grad und im schlecht isolierten Hostel wurde es nach Sonnenuntergang recht kühl. Im Ort selber sind viele streunende Hunde unterwegs, welche im Grundsatz friedlich waren, da die Einheimischen sie fütterten und streichelten (wie an vielen anderen Orten in Argentinien und Chile). Wenn man mit vollen Einkaufstaschen in der Gegend herum läuft, hat man schnell mal neue Freunde, nämlich eine Hundegang von mind. 5 Hunden, die einem folgen. Leider sind Bellkonzerte nachts nichts seltenes, so dass der Schlaf immer wieder unterbrochen wurde.

    Nahe des Ortes konnten wir eine kleine Wanderung selber unternehmen. Wir nahmen zudem an einer geführten Wanderung zu einem Gipfel auf ca. 3000 m ü. M. teil. Die Wanderung war eigentlich sehr einfach, jedoch hätten wir den Beginn niemals gefunden, da es keine Karten gab. Weiters mieteten wir Bikes um die Umgebung zu erkunden.

    Natürlich durfte ein Ausflug zum Nationalpark des höchsten Gipfels Südamerikas, dem Aconcagua, nicht fehlen. Mit dem Bus fuhren wir zum Parkeingang. Obwohl es auf der offiziellen Homepage hiess, dass die Wanderwege bis Ende April geöffnet sind, mussten wir dort erfahren dass lediglich ein kurzer Circuito geöffnet und die Wanderwege ansonsten geschlossen waren. Auf unsere Frage hin - weshalb? - erhielten wir die Antwort, dass sie zu wenig Personal hätten und dadurch die Sicherheit nicht gewährleistet werden konnte. So liessen sie uns leider nur zum kurzen Rundwanderweg passieren. Der Wanderweg, welcher weiter Richtung Basecamps führte, wäre sehr einfach gewesen und wir sahen auch kein Risiko, welches bestanden hätte. Die argentinische Bürokratie wies uns hier mal wieder in die Schranken. So kam es, dass wir viel zu früh beim der Bushaltestelle waren und 3 Stunden auf den Bus warten mussten, denn unser Versuch mittels Anhalter nach Uspallata zu gelangen, blieb erfolglos. Leider versteckte sich der Aconcagua an diesem Tag hinter Wolken :-(( .

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  • 14Apr 2014

    67 Santiago de Chile - die letzte Station der Reise 14.04.2014 Chile —

    Stgo, Chile

    Beschreibung

    Die Fahrt von Uspallate nach Santiago de Chile war landschaftlich sehr schön. Sie führte vorbei am Nationalpark Anconcagua. Der Star des Nationalparks, der Aconcagua, versteckte sich auch an diesem Tag wieder hinter Wolken. Gemäss Aussage der Einheimischen, tue er dies meistens. Dies mache eine Besteigung u.a. zur Herausforderung, denn in den Wolken hätten sich schon viele Bergsteiger verirrt.

    Die Einreiseprozedur nach Chile dauerte 2 Stunden. Zuerst die Formalitäten erledigen, dann das ganze Gepäck ausladen und zur Kontrolle durch die Röntgenmaschine lassen und wieder einladen. Natürlich waren wir nicht die Einzigen, die über die Grenze wollte und deshalb dauerte das Ganze auch so lange.

    Der Zoll liegt auf rund 3000 m ü. M.. Auf der Fahrt ins Tal waren auf der kurvenreichen Strasse viele Lastwagen unterwegs. Wir konnten kaum hinsehen, wenn unser Buschauffeur zu seinen gefährlichen Überholmanövern ansetzte. Schutzengel begleiteten uns und so kamen wir unversehrt in Santiago de Chile an.

    Unsere Unterkunft lag im ruhigen Stadtviertel „Brasil“. Das Zentrum konnten wir zu Fuss in 20 Minuten erreichen. Die Stadt verfügt über sehr viele schöne Viertel – antike und moderne Gebäude wurden neben einander erbaut; Cafés, Restaurants und Bars laden zum Verweilen ein; es gibt viele Parks, in denen man spazieren, joggen oder einfach relaxen kann; der Cerro San Cristobal bietet eine fantastische Rundsicht auf die Stadt und die Dunstglocke darüber; viele interessante Museen gibt es zu besuchen etc.. Mit anderen Worte die Stadt bietet sehr viel und ein mehrtätiger Besuch lohnt sich. Wir hatten es sehr geschätzt, dass die meisten Attraktionen zu Fuss erreichbar waren. Auch an einer Stadtführung hatten wir zu Fuss teilgenommen.

    Die letzten Tage in der Hauptstadt Chiles vergingen wie im Fluge und heute heisst es Abschied nehmen von Südamerika. Hasta luego – nos vemos (Wir sehen uns bald wieder)!

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  • 15Apr 2014

    68 Home sweet home 15.04.2014 Schweiz —

    City, Zurich, Schweiz

    Beschreibung

    Mit einem lachenden und weinenden Auge sind wir in Zürich gelandet. Einerseits freuen wir uns Familie und Freunde wieder zu sehen, seit langem wieder ein Stück leckeres Schweizer Vollkornbrot zu essen, in einem „richtigen“ Bett zu schlafen und von keiner streunenden Hundegang verfolgt zu werden. Am meisten zu schätzen wissen wir jedoch, dass wir in einem Gebiet wohnen wo das Risiko für Erdbeben und Grossbrände sehr gering ist.
    Auf der anderen Seite hätten wir es problemlos noch etwas länger in Südamerika ausgehalten. Der Lebensstandard in Chile und Argentinien ist hoch und das Reisen ist einfach und komfortabel.

    Unser Rucksack ist um wunderbare Erfahrungen, viele schöne Momente und Eindrücke reicher. In Gedanken bestehen bereits Pläne für eine nächste Reise nach Südamerika … .

    Herzlichen Dank an euch, die ihr uns die letzten Monate auf dem Blog gefolgt seid und für die vielen positiven Rückmeldungen, die wir erhalten haben. Diese waren unsere Motivation laufend über unsere Erlebnisse zu berichten.

    Wir wünschen euch frohe Ostern und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen.

    Hasta luego!

    Jösi und Manu

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