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Trip Pazifik-Runde Pazifik-Runde 27.03.2014 - 10.05.2014   Wir waren mehr als 6 Wochen unterwegs. Die Reise führte uns nach Hawaii und... Roland Hartmann (DE)
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Pazifik-Runde

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Wir waren mehr als 6 Wochen unterwegs.
Die Reise führte uns nach Hawaii und dann nach Franz. Polynesien auf mehrere Inseln. In Papeete bestiegen wir ein Kreuzfahrtschiff und fuhren über weitere polynesische Inseln nach Pitcairn Island, zur Osterinsel und dann nach Lima (Peru). Von Peru flogen wir über Toronto wieder nach Hause.

Means of Transport
Boot Auto Zu Fuss Flugzeug
  • 25Mar 2014

    1 Schreck in der Abendstunde 25.03.2014 Deutschland —

    Taufkirchen, Deutschland

    Beschreibung

    Wir kamen gerade vom Tanzen nach Hause, als wir in den Nachrichten hörten, dass am Donnerstag am Flughafen gestreikt werden soll. Was tun? Versuchen, schon morgen zu fliegen und den Flug umzubuchen? Ein Versuch ist es wert.
    Nachdem ich 43 Minuten in der Warteschleife der Lufthansa hing, konnte ich mit einer Mitarbeiterin sprechen. Im Callcenter muss offensichtlich die Hölle los sein, im Hintergrund hörte man nur "Umbuchen, Streik, Stornieren...".

    Also, grundsätzlich wäre es möglich, kostenlos auf einen anderen Lufthansa-Flug umzubuchen. Aber da käme nur der gleiche Flug wie am Donnerstag in Frage, also um 11:50. Inzwischen war es Mitternacht, und wir hatten noch nicht gepackt - das wäre schwierig. Kurze Beratung - nein, das machen wir nicht.

    Aber es gehen doch spät am Mittwoch Abend andere Flüge nach Honolulu, nicht Lufthansa, aber Star Alliance Flüge, das müsste doch gehen. Dachte ich mir - geht aber nicht. Das geht erst dann, wenn der gebuchte Flug offiziell storniert wird. Aber das ist nicht der Fall, frühestens am Mittwoch Mittag weiß man das.

    Also, dann gehen wir halt schlafen, morgen sehen wir weiter. Vielleicht können wir morgen abend fliegen.

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  • 26Mar 2014

    2 Zuhause 26.03.2014 Deutschland —

    Taufkirchen, Deutschland

    Beschreibung

    Im Radio heißt es, es würden morgen 600 Lufthansa-Flüge gestrichen. Na das kann ja heiter werden.

    Als erstes schaue ich auf der Lufthansa-Homepage, ob es Neuigkeiten gibt. Unser Flug steht auf "Planmäßig". Also packen wir nach dem Frühstück unsere Koffer und warten. Immer wieder ein Blick auf die Lufthansa-Seite, aber nichts Neues.

    24 Stunden vor dem geplanten Abflug versuche ich, online einzuchecken. Für den ersten Flug geht das gut, ich kann Sitze aussuchen und weitergehen zum zweiten Flug von Los Angeles nach Honolulu. Man hat uns auseinandergesetzt, und ich versuche das zu ändern. Die Änderung wird angenommen und am Bildschirm angezeigt, aber beim Ausdrucken der Boardingpasses stehen wieder die alten Sitznummern drin. Das wollen wir natürlich nicht, bei einem 6-Stundenflug getrennt sitzen. Also nochmal das Ganze. Wieder das gleiche Spiel: Bildschirm zeigt ausgewählte Sitze, Ausdruck nicht. Nach dem 6. Versuch gebe ich auf. Mal sehen, vielleicht können wir das am Flughafen am Schalter ändern.

    Zum Streik gibt es nichts Neues. Die Nachrichten berichten weiterhin von 600 gestrichenen Flügen, unserer steht noch auf "planmäßig". Hoffentlich stimmt das auch. Aber meist ist es ja so, dass sie versuchen, die Intercontinentalflüge möglichst ungestört abzuwickeln, die Störungen betreffen vor allem innerdeutsche und europäische Kurzstrecken.

    So verbringen wir den Tag etwas im Ungewissen. Wenn wir etwas hören und so bis ca. 22:00 Uhr einen anderen Flug bekommen würden, dann würden wir heute noch fliegen. Also abwarten. Wir machen unseren üblichen Spaziergang im Perlacher Forst und schauen halt regelmäßig ins Internet.

    Inzwischen ist es 19:30 Uhr, also wird das heute nichts mehr. Gut, dann also morgen wie geplant. Jetzt können wir nur noch hoffen. Es wäre schon sehr schade, wenn wir zu spät in Honolulu ankämen, denn eigentlich haben wir dort nur einen einzigen ganzen Tag, und der würde dann entfallen.

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  • 27Mar 2014

    3 Flughafen München 27.03.2014 Deutschland —

    München-Flughafen, München-Flughafen, Deutschland

    Beschreibung

    Es ist 10:00, wir sind am gate. Einchecken und Sicherheitskontrolle verliefen problemlos, es scheint heute ruhig zu sein.
    Unser Flug scheint pünktlich zu gehen - alle Aufregung umsonst!
    Abflug 10:50 mit LH 0452, ein Airbus A 340. Flugzeit 12:35 h.
    Der Flug ging exakt nach Zeitplan, und der Pilot kündigte gleich an, dass wir voraussichtlich eine Stunde vor Plan ankommen würden. Der Flug war sehr ruhig und der Service ausgezeichnet.

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  • 27Mar 2014

    4 Zwischenlandung Los Angeles 27.03.2014 USA —

    Los Angeles, USA

    Beschreibung

    Wir kamen um 15:45 an, also hatten wir genügend Zeit zum Umsteigen. Wir amüsierten uns wieder in der Schlange über die Einreiseformalitäten, aber bei uns ging es dann doch sehr schnell.

    Die Zeit reichte gerade für ein Canasta und dann konnten wir einchecken. Abflug mit UA 1232 um 19h25.

    Der Service bei United war dann sehr mager. Ein Getränk - Essen nur gegen Bezahlung. Entertainment auch nur mit Kreditkarte. Aber wir hatten Economy-plus bekommen, mit sehr viel Beinfreiheit. So haben wir den ganzen Flug über geschlafen.

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  • 27Mar 2014

    5 Ankunft auf Hawaii 27.03.2014 USA —

    Honolulu, USA

    Beschreibung

    Die Landung in Honolulu (Oahu, Hawaii) erfolgte wie geplant um 22:27.

    Ich hatte mich extra erkundigt wann der letzte Bus zum Hotel fährt, aber dann mussten wir lernen, dass man im Bus keine Koffer mitnehmen darf. Also Taxi - 37 $.


    Ein Video über Oahu gibt es hier: http://youtu.be/7EfjBOLA-74

    Fotos & Videos

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  • 27Mar 2014

    6 Hotel Maile Sky Court Waikiki (Honolulu) 27.03.2014 USA —

    Honolulu, USA

    Beschreibung

    Wir haben ein Zimmer im Hotel Maile Sky Court Waikiki (http://www.mailesky.com/) im 36. Stock. Um Mitternacht waren wir schließlich da, 27 Stunden nachdem wir daheim aus dem Haus gingen. Trotzdem haben wir uns noch ein Glas Wein gegönnt.

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  • 28Mar 2014

    7 Ein Tag in Honolulu 28.03.2014 USA —

    Honolulu, USA

    Beschreibung

    Nachdem wir ja im Flugzeug lange geschlafen haben und dann im Hotel auch nicht allzu spät im Bett waren, waren wir heute früh, als die Sonne aufgeht, wieder soweit munter, dass wir uns auf den Weg machen wollten. Frühstück gibt es ja hier in USA normalerweise nicht in den Hotels. Aber wir haben eine Kaffeemaschine und Kaffee, und so konnten wir uns selber einen Kaffee brauen. Da Ulrike sowieso nicht so früh frühstücken will, hat uns das gereicht.

    Wir sind dann mit dem Bus nach Honolulu downtown gefahren und haben uns das historische Zentrum mit Kathedrale, Königspalast, Gerichtsgebäude und Capitol angesehen. Diese Gegend ist eigentlich ganz interessant und auch schön hergerichtet. Es wird einem dann auch bewusst, wie wenig man doch bisher über die Geschichte dieser Inseln wusste.

    Danach zogen wir weiter Richtung Chinatown. Dort sah es halt so aus, wie meistens in den chinesischen Vierteln: für unsere Begriffe etwas heruntergekommen und schmuddelig. Die offenen Märkte sind zwar interessant anzusehen, aber so richtig Appetit macht das dort angebotene Essen dann doch nicht. Zumindest Ulrike nicht - ich würde das schon probieren. Aber eigentlich suchten wir etwas zum Frühstücken. Es gibt zwar fast überall Kaffee, aber abgestandenen aus der Thermoskanne oder auf der Kaffeemaschine warmgehalten. Schließlich fanden wir dann doch einen netten Coffeeshop, wo es frisch zubereiteten Kaffee gab, den uns ein auffallend freundliches junges Mädchen ausschenkte. Zudem konnte man dort sehr schön sitzen.

    Anschließend gingen wir weiter zum Aloha-Tower, wo man aus dem 1. Stock eine Rundum-Aussicht über die Stadt hat, vor allem über den Hafen. Besonders schön fanden wir das Panoram nicht, obwohl es in jedem Reisebericht als eines DER Highlights beschrieben wird.

    Der weitere Weg führte uns wieder in Richtung Waikiki. Wir wollten den Weg zu Fuß gehen. Leider musste man am Anfang doch ziemlich lange entlang der vielbefahrenen Hauptverkehrsstraßen gehen, ehe man in den Ala-Moana-Beach-Park kam. Von da an war es dann sehr schön. Auf dem Weg machen wir einen Abstecher in die Ala-Moana-Mall, die größte Mall auf Hawaii und die größte open-air-Mall der Welt. Sie ist tatsächlich recht schön gestaltet. Im Food-Court haben wir dann unsere heutige Hauptmahlzeit zu uns genommen - Pizza. Dort ist es zwar relativ sauber, aber eigentlich bieten alle Stände doch sehr ähnliches Essen an - vor allem in Richtung chinesisch. Na ja, wir machen ja keine Gourmet-Reise...

    Wieder ist uns aufgefallen, dass die Preise für Lebensmittel und Essen doch recht hoch sind. Ein "anständiges" Essen kann man sich kaum leisten.

    Gegen 15:30 Uhr waren wir wieder zurück im Hotel, kochten uns eine Kaffee und legten uns für eine halbe Stunde aufs Ohr. Anschließend machten wir am beginnenden Abend noch einen Gang durch die Einkaufsstraßen von Waikiki. Das hat uns recht gut gefallen, es gibt schöne Geschäfte, und insgesamt wirkt das etwas gepflegter als Honolulu. Es sind unheimlich viele Menschen unterwegs, vor allem jüngere Leute.

    Gegen 20:30 Uhr sind wir wieder zurückgekommen. Nach einer ausgiebigen Dusche schreibe ich noch rasch diese paar Zeilen. Jetzt macht sich doch die Müdigkeit bemerkbar, zum einen vom Flug, aber auch, weil wir heute doch eine ganze Strecke zu Fuß unterwegs waren.

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  • 29Mar 2014

    8 Honolulu 29.03.2014 USA —

    Honolulu, USA

    Beschreibung

    Wir sind früh aufgewacht. Nach einer Tasse Kaffee im Zimmer machten wir uns auf den Weg zum Strand, ca. 15 Minuten Fußweg durch einen schönen Park. Es waren schon sehr viele Leute unterwegs, joggend oder einfach spazierengehend. Ok, heute ist Samstag.
    Ich bin schwimmen gegangen, das Wasser ist wunderbar. Nicht besonders salzig und schön warm. Obwohl wir gestern bei unserem Spaziergang am Strand alle paar Meter eine Dusche sahen, war an dem heutigen Strand weit und breit keine. Ulrike wollte deshalb nicht ins Wasser. So sind wir dann nach kurzer Zeit wieder durch den Park zurück und in einem Hotel zum Frühstücksbuffet für 9,99 $. Wir hatten uns mehr vorgestellt, es war nicht besonders :-(

    Anschließend ging es zurück zum Hotel, duschen und Koffer packen. Um 12:00 Uhr mussten wir auschecken. Die Koffer ließen wir im Hotel stehen und machten dann noch einen ausgiebigen Spaziergang durch Waikiki.

    Um 16:00 h fuhren wir mit einem Shuttle zum Flughafen, und pünktlich um 19:12 h hob unsere ATR-72 ab in Richtung Kauai. Leider war es schon dunkel, und außer vielen Lichtern war nicht viel von Honolulu aus der Luft zu sehen.

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  • 29Mar 2014

    9 Kauai 29.03.2014 USA —

    Lihue, USA

    Beschreibung

    Der Flug war ruhig und dauerte nur 35 Minuten. Unser vorbestelltes Auto bekamen wir sehr schnell, aber leider funktionierte der Zigarrenanzünder nicht, den brauche ich aber unbedingt fürs Navi. Also Auto tauschen. Jetzt haben wir einen Jeep Liberty. Nach meiner Vorplanung wollen wir hier auf Kauai einige nichtbefestigte Straßen fahren und die Bergregion und das Hinterland erkunden.

    Der Weg zum Norden der Insel ist nicht weit, aber es gibt viele Geschwindigkeitsbeschränkungen, lange Strecken mit 25 mph. Unterwegs hielten wir noch an einem Supermarkt und waren geschockt über die Preise der Lebensmittel - sauteuer!

    In unserem Heim für diese Woche, dem Hotel Wyndham Ka'eo Kai (https://www.wyndhamvacationresorts.com/ffr/resort/details.do) an der Nordküste der Insel angekommen, waren wir sehr angenehm überrascht. Eine wunderschöne Wohnung, riesengroß und sehr komfortabel ausgestattet. Man könnte gerade die Woche nur "zuhause" verbringen. Aber natürlich wollen wir viel von der Insel sehen und werden viel unterwegs sein.

    Nach dem Auspacken genießen wir noch in aller Ruhe ein Glas Wein, und als wir endlich im Bett sind, ist es halb zwei Uhr.

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  • 30Mar 2014

    10 Kauai (Hawaii) 30.03.2014 USA —

    Kalihiwai, USA

    Beschreibung

    Diese ganze Woche verbringen wir hier im Wyndham Ka'eo Kai und erkunden von hier aus die Insel. Es gibt zwar schon relativ konkrete Pläne, was wir alles unternehmen wollen, aber wir machen das in erster Linie vom Wetter abhängig. Es soll ja auf Kauai häufig regnen oder die Wolken tief hängen, so dass die Sicht manchmal nicht besonders gut ist, und so müssen wir uns halt nach dem Wetter richten.

    Tja, so war unsere Information vor der Reise. Der erste Eindruck: es stimmt. Schon auf der Herfahrt war die Straße nass, es hat aber nicht geregnet. Gerade als wir das Auto ausgeladen hatten, fing es dann aber an. Und es hat fast die ganze Nacht durchgeregnet. Doch als heute früh die ersten Hähne krähten (zu den Kauai-Hühnern komme ich irgendwann später), da schien die Sonne. Herrlich. Unser Hotel liegt auf einem Golfplatz, vor dem Balkon alles herrlich grün, und im Hintergrund das Meer.

    Nach dem Frühstück, bei dem uns die ersten frechen Vögel unterhielten, machten wir einen Spaziergang über den Golfplatz und durch die Anlage. Zum Meer kommt man von hier nicht, es ist eine felsige Steilküste, aber ein Strand liegt unmittelbar in der Nähe. Als wir eine Stunde unterwegs waren, spürten wir die ersten Tropfen! Und dann fing es richtig an. Zuerst stellten wir uns unter Bäumen unter, dann unter dem Vordach einer Garage. Nach einer halben Stunde war der Spuk wieder vorbei, die Sonne war wieder da. So schnell geht das wohl hier immer.

    Nach einer gemütlichen Tasse Kaffee im Appartement fuhren wir zum Kilauea Lighthaus. Leider ist der direkte Zugang zum Leuchtturm sonntags geschlossen, aber wir hatten einen schönen Blick auf den Leuchtturm und konnten die Fregattvögel und andere Klippensegler beobachten. Am Anini-Beach testeten wir das Wasser. Es war schön warm und klar. Ich konnte einige kleinere Fische und Korallen sehen, aber nichts Spektakuläres. Wir fuhren dann noch weiter zur Hanalei Bay und beobachteten die Badegäste, die sich im leichten Wellengang mit Surfboards und Standsurfbrettern vergnügten. Dass es immer mal wieder ein paar Tropfen regnete, schien niemand zu stören. Entweder man nahm es gar nicht zur Kenntnis und blieb einfach auf dem Handtuch am Strand liegen, oder verkroch sich kurz unter den Sonnenschirm. Auf dem Rückweg zum Resort warfen wir noch einen Blick von oben auf Queens Bath. Aber wegen der relativ starken Brandung waren heute keine Felsenspringer zu sehen.

    Damit hatten wir genug gesehen und fuhren zurück zum Hotel, machten unser Essen und genossen anschließend noch die Sonne auf unserem Balkon.

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  • 31Mar 2014

    11 Der Süden von Kauai (Hawaii) 31.03.2014 USA —

    Koloa, USA

    Beschreibung

    Nachdem es vergangene Nacht wieder lange geregnet hat, wollten wir heute nach Süden fahren. Der Weg führte uns, teilweise noch im Regen, an der Ostküste entlang bis nach Lihue. Die Stadt selbst ließen wir unbeachtet.

    Inzwischen hatte der Regen aufgehört, und die Sonne war gleich richtig heiß. Durch den "Tree-Tunnel", eine schöne Eukalyptus-Allee, fuhren wir nach Koloa. In dieser alten Zuckerpflanzer-Stadt gibt es nette kleine Geschäfte in alten historischen Häusern mit allerlei Krimskrams. Außerdem gibt es interessante Monkeypod-Trees (http://de.wikipedia.org/wiki/Regenbaum). Die alte Zuckerrohrfabrik wird zwar in jedem Reiseführer genannt, ist aber kein schöner Anblick mehr - nur noch ein altes, heruntergekommenes Bauwerk, das die Landschaft verschandelt.
    Schöner ist dann schon die Anlage um die St. Rafaels-Kirche, die älteste katholische Kirche auf Kauai.

    Als nächstes fuhren wir zum Spouting Horn, einem Blowhole, also einem Loch im Fels, durch den das unterschießende Wasser der Brandung als Fontäne in die Höhe schießt. (Video: https://www.youtube.com/watch?v=pZvoOM8rBZM&feature=youtu.be)

    Durch den Ort Poipu mit seinen schönen Hotels fuhren wir weiter zu den Makahuena-Cliffs, einer beeindruckenden Felsenansammlung an der Küste. Tatsächlich sahen wir einen Jungen und ein Mädchen vom Fels in die Brandung springen, leider war ich nicht schnell genug mit der Kamera, um das aufzunehmen.

    Zurück fuhren wir wieder fast dieselbe Strecke, denn die Zeit reichte nicht mehr für weitere Abstecher.

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  • 01Apr 2014

    12 Ho'op'i Wasserfälle 01.04.2014 USA —

    Kapaa, USA

    Beschreibung

    Natürlich hat es heute Nacht wieder geregnet.

    Wir wollten heute eine Wanderung an der Na Pali-Küste machen. So fuhren wir bis zum Ke'e-Beach, um den Weg bis zum Kalalau-Beach zu gehen. Aber wegen des Regens war der Weg so rutschig, dass wir nach einer Viertelstunde wieder umkehrten. Es hätte wirklich keinen Spaß gemacht. Es war auch sehr windig, so dass an den Stränden die rote Fahne gehisst war. Baden kam also auch nicht in Frage.

    So fuhren wir an die Ostküste bis zum Donkey-Beach und gingen dort den sehr schön angelegten Fuß- und Radweg an der Küste entlang bis kurz vor Kapaa. Das Meer brauste, und nur an ganz wenigen Stellen waren ein paar unentwegte Schwimmer und Surfer im Wasser. Der Weg verläuft auf der ehemaligen Trasse der Zuckerrohr-Eisenbahn. Ein interessanter Punkt ist der Pier, von dem aus bis Anfang des 20. Jhd Abfälle von der Ananas-Dosen-Produktion ins Meer gekippt wurden - jeden Sonntag 3 Waggons. Denn während der Woche wurde die Lokomotive für den Zuckerrohrtransport gebraucht.

    Nach unserem gut 2-stündigen Spaziergang war es noch etwas zu früh, um zurück zu fahren. So fuhren wir noch von Kapaa aus ein Stück ins Land hinein bis zu den Ho'op'i Wasserfällen. Als wir gerade am Parkplatz angekommen waren, fing es mal wieder zu regnen an, ein heftiger Schauer, aber nach knapp 10 Minuten war alles vorbei und die Sonne schien wieder. Der Weg zu den Wasserfällen war dann etwas glitschig, aber es ging eigentlich ganz gut. Der Weg durch den Wald ist sehr schön, die hohen Bäume sind total mit Schmarotzerpflanzen (Philodentron und ähnliches, was man bei uns teuer als Topfpflanze kauft) überwuchert - richtig gespenstig. Die beiden Wasserfälle sind recht beeindruckend. Auf dem Rückweg bin ich dann auf der nassen Erde doch noch ausgerutscht und war völlig verdreckt...

    So war der Tag nicht ganz so, wie geplant, aber dennoch sehr schön. Es ist schon beeindruckend, wie schnell der Regen kommt und geht. Und die Leute lassen sich davon eigentlich gar nicht besonders beeindrucken. Man lebt einfach damit. Aber es ist ja immer so warm, dass es nicht sooo unangenehm ist, wenn man nass geworden ist. Bei uns wäre das etwas anderes. Vor allem wird es ja bei uns auch immer gleich frisch, wenn es regnet. Das ist hier gar nicht der Fall, es bleibt warm. Wenn dann nach einigen Minuten der Regen wieder aufhört, ist es natürlich sehr schwül.

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  • 02Apr 2014

    13 Rundfahrt im Südwesten von Kauai 02.04.2014 USA —

    Waimea, USA

    Beschreibung

    Heute haben wir uns den Südwesten von Kauai vorgenommen. Wir fuhren - natürlich zum Teil im Regen - zum Waimea Canyon. Es geht relativ harmlos eine gut ausgebaute Bergstraße hinauf, und plötzlich steht man vor dem Canyon - überwältigend! Dies ist, nach dem Grand Canyon, der größte Canyon der Welt. Die Farben in rot und grün sind berauschend. Man hat an mehreren Aussichtspunkten an der Straße, die um das Hufeisen des Canyons führt, die Möglichkeit, in den Canyon hineinzublicken, immer wieder aus einer anderen Perspektive. Erfreulicherweise hatten wir sogar Glück mit dem Wetter, denn wir hatten sehr gute Sicht.
    An einer Stelle hatten wir dann endlich Gelegenheit, unser Allradauto auszuprobieren und eine Straße zu fahren, die nur für Allradfahrzeuge zugelassen ist. So gelangten wir ohne Anstrengungen an einen bereits etwas im Canyon liegenden Aussichtspunkt. Und so eine 4x4-Fahrt macht ja auch Spaß.
    Am Kalalao Lookout konnten wir gerade noch einen Blick auf die Nordküste der Insel erhaschen, ehe die Wolken kamen und die Sicht verdeckten. Aber es war interessant, den Zug der Wolken zu beobachten, wie sie im Minutentakt die Sicht freigaben oder verdeckten.
    Die Fahrt zu den Stränden der Westküste sparten wir uns, denn der Weg dorthin ist lang und die Straße soll sehr schlecht sein. Das hätte uns zuviel Zeit gekostet, und Strände gibt es ja genügend zu sehen.
    Auf dem Rückweg machten wir einen kurzen Stop an der Waimea Swing Bridge, eine recht wackelige Hängebrücke nur für Fußgänger.
    An der Mündung des Waimea River ist Cooks Landing. Es gibt dort zwar nichts zu sehen außer dem braunen Wasser, das sich ins Meer ergießt. Aber es ist halt interessant zu wissen, dass an dieser Stelle der erste westliche Seefahrer, James Cook, 1798 seinen Fuß auf diese Insel setzte.
    Von dem daneben am Flußufer gelegenen früheren russischen Fort St. Elisabeth ist nichts mehr zu sehen, nur eine Informationstafel erinnert daran.
    Die nächste Stadt war Hanapepe. Es gibt hier auffällig viele Galerien mit Werken lokaler zeitgenössischer Maler. Aber eigentlich sind wir wegen der swinging bridge hergekommen, die hier über den Hanapepe River führt. Es ist eine ähnliche wackelige Fußgängerbrücke wie in Waimea.
    Von Hanapepe ist es nur noch ein kurzes Stück bis zur Kauai Coffee Company. Hier liegt die größte Kaffeeplantage der USA. Man kann einen kleinen Rundgang durch ein Stück Kaffeeplantage machen und bekommt anschaulich alles über Kaffeeanbau und -verarbeitung erklärt. Zudem gibt es die verschiedensten Kaffeesorten zu probieren. Eine ganz interessante Sache.
    Damit war unser Programm im Südwesten abgeschlossen, und wir machten uns wieder auf den Weg Richtung Norden zu unserem Hotel.

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  • 03Apr 2014

    14 Nordküste von Kauai 03.04.2014 USA —

    Hanalei, USA

    Beschreibung

    Heute früh hatten wir einen Termin bei den Timeshare-Promotern. Nachdem wir uns 1 1/2 Stunden das Neueste aus der Branche angehört hatten, bekamen wir eine mit 100 $ aufgeladene Kreditkarte als Werbegeschenk. Das kann man ja mal mitnehmen.
    Danach fuhren wir in das Hanalei-Tal. Wir wollten eine kleine Wanderung machen, aber nach einer halben Stunde endete der Weg, und so mussten wir wieder umkehren. Wir haben aber dennoch einen schönen Eindruck von der Landschaft und Vegetation erhalten.
    Anschließend fuhren wir entlang der Nordküste zum Tunnels-Beach, um ein wenig zu baden und zu schnorcheln. Es gibt dort jede Menge Fische zu sehen, ein paar Schnappschüsse sind mir gelungen.
    Weil aber das Strand-Liegen nicht so ganz unser Ding ist, sind wir nach einiger Zeit wieder zurück zum Hotel gefahren und haben es uns mit einer Tasse Kaffee auf unserem Balkon in der Sonne gemütlich gemacht.
    So war es ein entspannter, ruhiger Tag.
    UND ES HAT HEUTE KEINEN EINZIGEN TROPFEN GEREGNET!!!

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  • 04Apr 2014

    15 Wailua Nationalpark 04.04.2014 USA —

    Wailua, USA

    Beschreibung

    Heute sind wir zum Wailuha Nationalpark gefahren, und zwar zuerst zum Hawaiian Village. Auf dem Weg dorthin hat man schon eine herrliche Aussicht auf den Wailua River sowie die Opaekaa Wasserfälle. An einem der Parkplätze hat sich eine gehörige Anzahl von Hühnern versammelt, die von den Touristen gefüttert werden. Ja, ja, die Hühner. Sie sind auf Kauai allgegenwärtig. Woher sie genau kommen, ist nicht so klar herauszufinden. Manche sagen, bei dem Hurrikan von 1992 sei eine Hühnerfarm zerstört worden und die Hühner entkommen. Aber nach anderen Quellen gab es die Hühner schon vor 1992, wenn auch lange nicht in diesem Ausmaß. Es gibt sogar eine alte hawaiianische Sage zu den Hühnern. Also ist wohl an allem ein wenig Wahres dran.
    Im Hawaiian Village mieteten wir ein Kajak und fuhren ein Stück auf dem Wailua River, unter anderem zum Fern Grotto. Über diese Halbhöhle wird viel geschrieben, mir kam sie aber nicht so spektakulär vor. Nach der Rückkehr von der Kajakfahrt schlossen wir uns einer sehr interessanten Führung über die Gebräuche und Sitten der alten Hawaiianer an.
    Anschließend wollte ich zum Waialeale Wasserfall fahren. NAch einer Flussdurchfahrt endet die befestigte Straße, und es wird immer unwirtlicher. Eine gemütliche Fahrt ist etwas anderes, es schaukelt und man wird hin- und hergeworfen. Selbst mit unserem Allradfahrzeug traute ich mich am Ende nicht weiter, als ein Riesenloch vor uns auftauchte und ich Angst hatte, aufzusitzen und hängen zu bleiben. Also Auto abstellen und zu Fuß weitergehen, nach Karte sollten es noch ca. 500 m sein. Am Trailhead angekommen, folgten wir dem Weg ein paar hundert Meter, aber dann wurde auch dieser Weg so schlecht, dass Ulrike nicht mehr weitergehen wollte. Vom Wasserfall war weder etwas zu sehen noch zu hören. So brachen wir dieses Unterfangen schließlich unverrichteter Dinge ab und holperten wieder zurück zur befestigten Straße.
    Unterwegs hatten wir von einer Hula-Show an Coconut Marketplace gehört. Nachdem wir eine halbe Stunde einem Folkloresänger zugehört hatten und immer noch keine Anzeichen einer Show zu erkennen waren, machten wir uns auf den Heimweg.
    So haben wir heute zweimal Pech gehabt mit unseren geplanten Unternehmungen. Dennoch war es ein schöner Tag mit herrlichen Aussichten, und die Führung durch das Hawaiian Village war sehr schön.
    Heute ist unser letzter Tag auf Kauai, morgen geht es über Honolulu weiter nach Papeete.

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  • 05Apr 2014

    16 Flug von Kauai nach Honolulu 05.04.2014 USA —

    Līhuʻe, USA

    Beschreibung

    Unsere Zeit auf Hawaii geht zu Ende. Heute nacht hat es nicht geregnet! Und heute früh scheint die Sonne herrlich auf unseren Balkon zum Frühstück. Nach Aussage der Einheimischen haben wir eine etwas nasse Woche erwischt, aber eigentlich hat es uns nie gestört, mal abgesehen vom ersten kleinen Spaziergang rund um unsere Ferienanlage am ersten Tag. Die anderen Tage sind wir immer dorthin gefahren, wo das Wetter gut war.
    Also alles in allem eine sehr runde Sache hier auf Hawaii. Es macht Lust, auch die anderen Inseln kennenzulernen.

    Wir haben gepackt und gleich geht es los zum Flughafen. Abflug nach Honolulu um 13:46 Uhr mit Hawaiian Airlines HA204 zum Umsteigen in den Flieger nach Tahiti.

    Ein Video über Kauai gibt es hier: http://youtu.be/Vmg0k52mH88 und hier: http://youtu.be/hsAnR6nrdoI

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  • 05Apr 2014

    17 Umsteigen in Honolulu 05.04.2014 USA —

    Honolulu, USA

    Beschreibung

    Ankunft von Kauai 14:20 Uhr mit HA204 und dann weiter nach Papeete (15:35 Uhr mit HA481, Ankunft in Papeete um 21:30 Uhr)

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  • 05Apr 2014

    18 Ankunft in Papeete 05.04.2014 Französisch-Polynesien —

    Fa'a'ā, Französisch-Polynesien

    Beschreibung

    Wir machten uns heute früh gemütlich fertig und packten unser Auto. Um 10:00 Uhr checkten wir aus. Gemütlich fuhren wir Richtung Flughafen. Unterwegs machten wir an einer Art Flohmarkt oder Künstlermarkt halt, und Ulrike fand ein sehr schönes Paar Ohrringe für 5 $. Die Abgabe des Mietwagens verlief problemlos.

    Ich hatte gestern schon versucht, im Internet einzuchecken. Ich konnte zwar unsere Buchung aufrufen und die Passangaben eintragen, aber schon bei der Sitzplatzauswahl kam eine Fehlermeldung, so etwa "wegen fehlendem Visum keine weitere Bearbeitung möglich". Ich konnte mir das nur damit erklären, dass wir in USA waren und die Amerikaner ein Visum für Französisch Polynesien brauchen. Als ich jedoch am Flughafen am Automaten einchecken wollte, das gleiche Spiel. Check In not possible... Auch eine uns zu Hilfe kommende Angestellte von Hawaiian Airlines kam nicht weiter. Nach mehreren Versuchen und vielem Kopfschütteln ging sie dann an einen Computer hinter dem Tresen, und nach einer knappen Viertelstunde hatten wir dann doch unsere Bordkarten. Alles andere hätte mich auch gewundert, denn schließlich brauchen wir für die Einreise nach Frankreich - und Tahiti ist Frankreich - kein Visum. Aber bei den Amerikanern weiß man ja nie... Zum Glück waren wir sehr früh dran, so dass das keinen Stress bedeutete.

    Beim 30-Minuten-Flug nach Honolulu mit einer nagelneuen B 717 der Hawaiian Airlines hatten wir leider Innenplätze und somit keine Aussicht auf die Inseln bzw. Honolulu. Die Landung war etwas hart, mit viel Seitenlage, es schien sehr starker Seitenwind zu herrschen.

    Die Wartezeit zum nächsten Flug HA481 verging wie im Fluge, schon 45 Minuten vor der geplanten Startzeit war Boarding. Da das mit dem Einchecken ja etwas problematisch war, haben wir auch hier leider keine Fensterplätze bekommen. Pünktlich auf die Minute rollte der Airbus 300-200 vom Gate. Nach Plan sollte der Flug 7 Stunden dauern, doch der Captain kündigte 5:20 Stunden an. Das Essen war nicht schlecht, aber auch nichts Besonderes. Dafür waren die Flugbegleiter sehr nett und fröhlich, die Frauen mit Blumen im Haar oder Haarkränzen. Nach 5:10 Stunden landete der Flieger sanft. Beim Eintreffen im Terminal wurden wir gleich von einer Tanz- und Musikgruppe auf Polynesien eingestimmt.

    Am Mietwagenschalter von AVIS waren wir etwas überrascht, dass die Dame fast kein Wort Englisch sprach. Sie versuchte, uns klar zu machen, dass wir eine zusätzliche Versicherung abschließen sollten, da wir sonst eine Selbstbeteiligung von 330.000 Franc (ca. 4.000 Euro) hätten. Aber in meinem Vertrag war nur eine Selbstbeteiligung von 150.000 Franc vermerkt, und dafür habe schon daheim eine Zusatzversicherung abgeschlossen. Nach langem Hin- und Her, wobei keiner den anderen so richtig verstand, habe ich einfach auf dem Vertrag die 330.000 gestrichen und dafür 150.000 eingesetzt. Aber wir hoffen natürlich, dass wir weder das eine noch das andere brauchen werden. Umso genauer habe ich natürlich den Suzuki Jimmy bei Übernahme inspiziert, und auch noch vorher nicht erfasste Kratzer eintragen lassen.

    Die Fahrt zum Hotel (http://www.pensiondelaplage.pf/) dauerte nur ein paar Minuten. Alles war dunkel, man konnte den Weg vom Parkplatz zumHaus nur tastend gehen. Wir hatten späte Ankunft angemeldet, aber durch die kürzere Flugzeit war der Besitzer der Pension La Plage noch da. Er führte uns zu unserem Zimmer und zeigte uns alles. Was für ein Unterschied zu unserer Luxusunterkunft der letzten Woche. Ein kleines, einfachst ausgestattetes Zimmerchen, aber mit einer Miniküche. Türen und Fenster werden verriegelt, indem man einen Stock reinklemmt. "Das ist sicherer als die Riegel". Er warnte uns gleich vor den Moskitos, beruhigte uns aber in gewisser Weise auch. "You can nothing do about it", es hilft auch nicht, das Licht auszumachen. Sie sind einfach da - überall. Nein, Malaria gibt es nicht, aber Dengue-Fieber....
    Schöne Aussichten!

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  • 06Apr 2014

    19 Pension de la Plage 06.04.2014 Französisch-Polynesien —

    Puna'auia, Französisch-Polynesien

    Beschreibung

    Es war kurz nach Mitternacht, als wir schlafen gingen. Das Haus liegt direkt an der Straße, und die ganze Nacht hörte man den Verkehr. Allerdings haben wir keine Moskitos summen gehört; hoffentlich fliegen die Biester nicht lautlos. Stiche haben wir auch keine gesehen.

    Nach dem Frühstück gingen wir erst einkaufen, und dann starteten wir die Inselumrundung. Papeete selbst ließen wir aus, das nehmen wir uns für morgen vor.
    Den ersten Halt wollten wir am Grabmal von König Pomare V. machen, in de Kirche war aber gerade Gottesdienst, und so ließ man uns nicht hinein.
    Wir fuhren weiter zum Taharaa Outlook, wo man einen schönen Blick nach Westen auf Papeete, den Hafen und Moorea hat.
    Kurz danach waren wir am Leuchtturm am Venus Point, wo schon reges Leben der Einheimischen herrschte. Der Platz ist zwar nicht besonders ansehnlich angelegt, bietet aber doch einen großen, leider schwarzsandigen Strand und einige Sehenswürdigkeiten. Neben dem Leuchtturm findet man ein Denkmal an die Meuterer der Bounty, die hier 1788 anlandete, und das von ihren Nachkommen gestiftet wurde, sowie eine Erinnerungsstätte für das Schiff "Duff", mit dem 1797 die ersten Missionare ankamen. Den Namen trägt der Venuspoint in Erinnerung an den misslungenen Versuch James Cooks, den Durchgang der Venus durch die Sonne zu vermessen, um daraus die Entfernung Sonne-Erde zu berechnen.
    Auf dem Rückweg vom Venuspoint machten wir an einer Kirche halt, in der gerade Gottesdienst gefeiert wurde, und beobachteten die Gemeinde, die meisten festlich gekleidet, die Damen in weißen Kleidern und mit großen Hüten.
    Das James-Norman-Hall-Museum mussten wir auch auslassen, da es sonntags geschlossen ist.
    An der Straße entlang des Papenoo-Rivers suchten wir nach den Überresten der alten Häuser und Tempel, die es hier geben soll. Aber als die Straße immer schlechter wurde, brachen wir die Suche ab.
    Entlang der schönen Nordküste erreichten wir Trou du Souffleur. An dieser Stelle sind poröse Vulkangesteins-Felsen mit Durchlöcherungen, durch die das Meereswasser von der Brandung gedrückt wird und mit Fauchen und Zischen seinen Weg an die Oberfläche sucht.
    Gleich daneben sind die Cascades de Tefaarumai. Leider ist der Weg dorthin seit kurzem wegen Steinschlaggefahr gesperrt, so dass wir nicht bis zum Wasserfall gehen konnten. Wir haben dort auf dem Parkplatz von einer Bäuerin köstliche Bananen gekauft.
    Die Straße führt jetzt an der Küste entlang nach Süden, immer an zumeist recht schmucken Häusern vorbei. Was uns auffiel, waren die vielen Kirchen, alle paar Kilometer, die sich alle in sehr gutem Zustand befinden. Sicherlich spenden die Leute hier noch ausgiebig für ihre Kirche. Immer wieder kommt man zu Bade- oder Surfstränden, und heute am Sonntag waren unheimlich viele junge Leute unterwegs. Außer den Stränden dienen auch die Flüsse und Wasserfälle als Badegelegenheit.
    Schon während der Fahrt hat man schöne Aussichten auf Tahiti Ilti, die kleinere Halbinsel. In Taravao machten wir einen Abstecher nach Süden nach Tahiti Ilti zum Plateau de Taravao. Die Landschaft ist ganz anders als bisher, man findet üppig grüne Weiden mit Rindern. Vom Picnicplatz auf dem Plateau kann man die beeindruckende Aussicht auf den Isthmus von Tahiti, also die Landenge, die die beiden Halbinseln verbindet.
    Nun ging es wieder Richtung
    Zurück in Taravao ging es erst Richtung Westen, entlang der Lagune von Taravao. Wir hatten den Eindruck, am Chiemsee entlang zu fahren und nicht am Pazifik, so ruhig ist das Wasser. Aber es ist eben eine Lagune, und etwas weiter draußen am Riff sieht man schon die Brandung.
    Eigentlich wollten wir ins Gauguin-Museum, aber heute ist Sonntag - also geschlossen.
    So fuhren wir weiter zu öffentlichen Park Jardin Vaipahi, der wunderschön angelegt ist. Man könnte dort auch in den Becken des Wasserfalls baden, wir haben das aber ausgelassen und uns an den Blumen und Bäumen erfreut. Ein sehr schöner und interessanter Park, dazu noch kostenlos.
    Es gäbe noch ein paar Dinge an der Westküste zu sehen, wir fuhren aber direkt zurück zum Hotel, um den Tag abzuschließen. Wir wollen, wenn wir es schaffen, nochmal zum Gauguin-Museum fahren und dann die restlichen Sehenswürdigkeiten besuchen.
    Alles in allem ein sehr schöner, interessanter Tag. Die Insel Tahiti hat uns bisher sehr gut gefallen. Es gibt zwar armseelige Behausungen, aber auch viele schöne Häuser. Und die Landschaft ist großartig.

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  • 07Apr 2014

    20 Papeete 07.04.2014 Französisch-Polynesien —

    Fāri'ipiti, Pape'ete, Französisch-Polynesien

    Beschreibung

    Heute haben wir uns Papeete vorgenommen. Wie ich ja schon von der Vorbereitung wusste, gibt es nicht allzu viel zu sehen. Als erstes waren wir im Perlenmuseum, wo uns ausführlich alles Wissenswerte zu Perlen erklärt wurde. Das war richtig interessant. Und wie nicht anders zu erwarten, hat Ulrike dann auch eine schöne Perle erstanden. Danach sind wir durch die Altstadt gewandert und haben uns die bekanntesten Stellen angesehen. Die Stadt ist so, wie die meisten großen Städte in südlichen Ländern - laut, hektisch, etwas heruntergekommen.
    Da die deutschen Provider kein Roaming-Abkommen mit der polynesischen Telefongesellschaft haben, funktioniert hier keine deutsche SIM-Karte. Deshalb habe ich mir eine prepaid-SIM-Karte besorgt. Allerdings nicht mit einer Internet-Flatrate, das gibt es nicht, sondern die verbrauchten MB werden vom Guthaben abgerechnet. Damit kann man leben, eigentlich geht es ja nur darum, erreichbar zu sein.
    Da wir in der Hitze bald genug von der Stadt gesehen hatten, fuhren wir nochmal zum Grabmal des letzten Königs von Tahiti, bei dem wir ja gestern abgewiesen wurden. Es ist auch etwas in die Jahre gekommen, eigentlich eines Königs nicht mehr würdig. Aber man kann trotzdem lächeln, wenn man die Vase auf dem Dach sieht, die eigentlich eine griechische Urne darstellen soll, aber im Volksmund wegen der Alkoholsucht des Königs "die Schnapsflasche" genannt wird.
    Am Strand beim Grabmal waren viele Familien beim Baden, und so entschlossen wir uns, auch zur Abkühlung ins Wasser zu gehen.
    Als nächstes fuhren wir zum Bellevedere auf dem Weg zum Aorai. Anfangs war die Straße noch sehr gut, aber je weiter wir nach oben kamen, umso schlechter wurde sie. Sie ist zwar geteert, hat aber riesige Schlaglöcher. Der Wald, durch den man die ganze Zeit fährt, ist ein üppiger Regenwald mit riesigen Bäumen, wilden Bananen, blühenden Büschen und kleinen Wasserläufen. Wunderschön. Das am Ende der Fahrstaße gelegene Restaurant Bellevedere ist zur Zeit geschlossen, und der Wanderweg, der auf den Aorai führt, war vom Militär gesperrt. Aber kurz unterhalb des Restaurants gibt es eine schöne Aussichtsstelle, von der man einen herrlichen Blick über Papeete und die Nordküste hat und im Hintergrund Moorea sehen kann.
    Im Feierabendverkehr quälten wir uns wieder zurück Richtung Westküste zu unserem Hotel, wo wir gleich noch einen kleinen Schnorchelgang unternahmen. Allerdings kam bereits die Dämmerung, so dass von den Farben unter Wasser nicht mehr viel zu sehen war.

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  • 08Apr 2014

    21 West- und Südküste von Tahiti 08.04.2014 Französisch-Polynesien —

    Pā'ea, Französisch-Polynesien

    Beschreibung

    Heute sind wir nochmal nach Süden gefahren, um das Gauguin-Museum zu besuchen. Unterwegs machten wir halt an zwei Maraes, alten tahitianischen Kultstätten. Die erste war eine etwas kleinere, aber gut erhaltene Anlage, Marae Marae Ta'ata. Die andere war die größere Anlage Arahurahu. Diese ist auch etwas besser erläutert, so dass man sich wirklich in die Zeit zurückversetzen kann, in der diese Kultstätten gebaut und genutzt wurden. Und man wundert sich, dass das alles noch gar nicht so lange zurückliegt, sie wurden bis ins 19. Jahrhundert noch genutzt.
    Am Gauguin-Museum angekommen, mussten wir leider feststellen, dass das Museum zur Zeit von Grund auf saniert wird und geschlossen ist. Allerdings konnten wir uns im Park etwas umsehen. Ebenso schlenderten wir durch den direkt daneben liegenden öffentlichen Park mit interessanten Bäumen. Den ebenfalls dort befindlichen botanischen Garten ließen wir aus, wir dachten, Pflanzen fremder Länder brauchen wir uns nicht auf Tahiti anzusehen.
    Die ursprünglich mal angedachte Fahrt hoch zum Vaihiria-See ließen wir ebenfalls ausfallen, denn wir hatten inzwischen genug von Holperstraßen, wo man sich sogar mit einem Allradfahrzeug schwer tut.

    So fuhren wir relativ früh wieder Richtung Hotel und machten noch einen Besuch im nahe gelegenen "Museum von Tahiti und den Inseln". Das Museum ist nicht besonders groß, aber sehr schön aufgebaut und vermittelt interessante Einblicke in die Entstehung der Inseln, die Besiedlung Polynesiens sowie die Geschichte Tahitis und der näher gelegenen Inseln.
    Anschließend gingen noch etwas einkaufen und ich unternahm dann noch einen Schnorchelgang an unserem Hausriff. Neben vielen kleineren Fischen sah ich auch einen Riesenschwarm gelb-schwarzer Fische, das war richtig beeindruckend, so mitten in diesem Schwarm mitzuschwimmen.
    Nach dem Abendessen machten wir uns dann ans Kofferpacken. Morgen früh um 8:00 Uhr geht unser Flugzeug nach Raiatea, und so wird der Wecker um 5:30 Uhr klingeln.

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  • 09Apr 2014

    22 Flug nach Raiatea 09.04.2014 Französisch-Polynesien —

    Fa'a'ā, Französisch-Polynesien

    Beschreibung

    Heute hieß es früh aufstehen, um 5:30 Uhr klingelte der Wecker. Nachdem der Rest noch in die Koffer verpackt war, machten wir uns kurz vor halb sieben auf den Weg zum Flughafen. Die Abgabe des Mietwagens war problemlos, nachdem wir keinen Kratzer in das Auto gemacht haben, hat sich die Ungereimtheit mit der Selbstbeteiligung auch erledigt.
    Das Einchecken ging schnell vonstatten, und um 7:45 Uhr saßen wir im Flugzeug, einer ATR 72 der Air Tahiti Nui (Flug VT0435). Wir saßen links und konnten leider Tahiti beim Start nicht sehen, dafür hatten wir einen schönen Blick auf Moorea

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  • 09Apr 2014

    23 Ankunft in Raiatea 09.04.2014 Französisch-Polynesien —

    'Uturoa, Französisch-Polynesien

    Beschreibung

    Nach 40 Minuten Flugzeit landeten wir auf Raiatea, bekamen schnell unsere Koffer und wurden dann von Marie Claud, der Eigentümerin des Hotels Atiapiti, abgeholt.
    Sie hat uns sehr freundlich begrüßt und auf dem Weg in den Süden der Insel alles mögliche erklärt. Frühstück und Lunch gibt es im Hotel, aber kein Dinner. Sie fragte uns, ob sie unterwegs anhalten soll, damit wir für das Abendessen einkaufen können, oder ob wir in einer Snackbar in der Nähe des Hotels essen wollen. Nun, Snackbars sind mal so mal so, also kauften wir schnell noch ein paar Sachen ein, um uns selber zu versorgen. Eine Küche war ja in unserem Bungalow angekündigt.
    Im Hotel angekommen, waren wir auf das angenehmste überrascht. Wir hatten eigentlich einen Gartenbungalow gebucht, weil die Bungalows mit Meerblick ausgebucht waren, aber es hatte jemand kurzfristig storniert und so hatten wir die Auswahl zwischen Gartenbungalow oder einem Bungalow direkt am Strand. Die Auswahl fiel schwer, aber wir entschieden uns dann doch für den Strand. Die Lage ist einfach traumhaft. 8 m vor unserer Terrasse ist das Meer, eine Palme steht vor dewm Haus und im Hintergrund sieht man eine kleine Insel. Auch innen ist alles sehr liebevoll und gemütlich eingerichtet. Ganz anders als in der Pension de la Plage, wo wir die letzten Tage waren.
    Ca. 150 m vor dem Strand liegt ein wunderschönes Riff. Man kann mit einem Seekajak hinauspaddeln und dann im kniehohen Wasser aussteigen, das Kajak festbinden und schnorcheln. Das Riff ist voll mit Korallenstöcken, unter anderem sieht man eine ganze Reihe großer Seeanemonen. Es gibt unzählige Fische, zwar keine besonders großen, aber kleine in allen Farben. Einfach traumhaft. Es ist das Paradies!
    Ulrike hat sich noch nicht so richtig getraut zu schnorcheln, aber sie will es noch probieren.
    Nach dem ersten Schnorchelgang machten wir einen Spaziergang zum direkt neben dem Hotel gelegenen Marae Taputapuatea, dem wichtigsten Marae im polynesischen Dreieck. Jedes andere Marae ist auf einem Stein von hier gegründet.
    Nun, allzu viel sieht man nicht mehr. Aber die Reste sind gut erklärt, und man bekommt eine Ahnung von der Bedeutung dieser Kultstätten. Und wir haben uns, wie schon gestern, gewundert, dass diese Kultstätten erst im 15. bis 18. Jahrhundert erbaut wurden. Wenn man das sieht, würde man das intuitiv eher in die Antike versetzen. Ich habe den Eindruck, für die Insulaner war die Zeit bis ins 18. Jhd auch noch Antike.
    Nach einer gemütlichen Tasse Kaffee machten wir noch einen kleinen Spaziergang in der Nähe. Als wir nach 2 Stunden zurück kamen, hatten wir eine ganze Tüte voller Früchte, die wir unterwegs an wild wachsenden Bäumen geerntet haben. Wir sind ganz begeistert von den frisch vom Baum gepflückten reifen Bananen - kein Vergleich mit dem, was wir zuhause bekommen.
    Ich machte noch einen zweiten Schnorchelgang vor dem Abendessen und war wieder begeistert. Als ich einmal auftauchte und so quasi mitten im Meer im hüfthohen Wasser stand, musste ich laut Juhu schreien...
    Es wurde dann auch recht schnell dunkel und es kam Wind auf, wir bereiteten unser bescheidenes Abendessen (Nudeln mit selbstgemachter Tomatensoße und zum Nachtisch Käse) zu und ließen es uns schmecken.
    Nachdem wir heute doch früh aufgestanden sind, gehen wir heute früh schlafen und genießen lieber morgen den Tag, wenn es hell wird.

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  • 10Apr 2014

    24 Hotel Atiapiti auf Raiatea 10.04.2014 Französisch-Polynesien —

    Opoa, Französisch-Polynesien

    Beschreibung

    Heute haben wir uns das Auto der Hotelbesitzerin geliehen, um eine Inselrundfahrt zu machen. Wir fragten sie nach der in der Nähe liegenden Vanille-Farm, und sie riet uns, unser Glück bei Denise und Charly zu versuchen. Charly ist ein Amerikaner, der vor 40 Jahren auf Raiatea gestrandet ist. Sie hatte uns zwar erklärt, wo die Farm der beiden ist, aber wir fanden die Stelle dann doch erst nach langem, mühseligem Fragen, weil hier fast niemand Englisch spricht, und wir kein Wort Französisch können. Zuletzt trafen wir auf eine Frau, es stellte sich heraus, dass sie die Schwester von Denise war. Als erstes schenkte sie uns eine Riesenfrucht, von der wir leider den Namen nicht kennen. Dann zeigte sie uns den Weg. Wir hatten eine Farm erwartet. Aber am Ende eines Feldweges standen ein paar Hütten, und in einem Schuppen war ein Mann damit beschäftigt, sein Essen zuzubereiten. Es war Charly - Denise war nicht daheim. Als wir im sagten, wir kämen von Marie-Claude und wollten uns den Anbau von Vanille erklären lassen, war er ganz in seinem Element. Er zeigte uns die 20 Jahre alten Vanillebäume, die übervoll mit den Vanilleschoten hingen. Die Erntesaison steht kurz bevor. Dann schenkte er uns eine ganze Tüte voll reifer brauner Vanilleschoten, die zum Teil gebrochen waren und nicht mehr als 1. Qualität verkauft werden können. Aber wer denkt, die könnte man nun einfach als Vanille, so wir wir das kennen, verwenden, der hat sich getäuscht. Die müssen erst behandelt werden. Das machen die Bauern nicht selber, sondern verkaufen die reifen Bohnen an Tahiti Vanille, die dann alles weitere übernehmen. Die Bohnen müssen jeweils für 3-4 Stunden in der Sonne liegen, dann wieder im Schatten, dann wieder in der Sonne, und das so lange, bis sie runzlig werden. Zwischendurch müssen sie "massiert" werden - eine richtige Wissenschaft. Mal sehen, ob wir bis Ende nächster Woche aus unserer Vanille etwas Brauchbares hinbekommen. Wir unterhielten uns lange und angeregt mit Charly, und er schenkte uns noch einen Kopf Chinese Cabbage, eine Art Kohl, der roh nach Wasabi schmeckt und gekocht an unseren Grünkohl erinnert. Da wir schon vorher ein paar wilde Zucchini gefunden hatten, war unser Abendessen für heute wieder gerettet.
    Leider war in der Station von Tahiti Vanille noch niemand da, der uns die Weiterbehandlung zeigen konnte, weil die Erntesaison noch nicht richtig begonnen hat.

    Kurz danach kamen wir an einer kleinen Perlenfarm vorbei, wo gerade einer kleinen Gruppe Touristen die Perlenzucht erläutert wurde. Wir hatten das zwar schon im Perlenmuseum in Papeete gehört, aber hier hatte die Frau eine lebende und eine aufgeschnittene tote Muschel und hat genau erklärt, wie die Muscheln behandelt werden.

    Danach fuhren wir weiter Richtung Norden, zur "Inselhauptstadt" Uturoa.. Die ganze Insel hat nur 12.500 Einwohner, in der "Hauptstadt" lebt vielleicht ein Drittel davon. Eigentlich gibt es nur zwei Straßen, den kleinen Hafen mit einem Pier für Kreuzfahrtschiffe und Frachter, und einem kleinen Einkaufszentrum. Die meisten der Verkaufsstände waren allerdings geschlossen, wahrscheinlich öffnen sie nur, wenn ein Kreuzfahrtschiff anlegt. Wir tranken einen Kaffee und kauften dann bei der Händlerin, die uns unserer Wirtin empfohlen hatte, Vanille zum Mitnehmen.

    Nachdem wir noch Brot, Wasser und Milch eingekauft hatten, setzten wir unseren Weg fort. Außer phantastischer Landschaft, einzelnen Häusern und ein paar freundlich winkenden Menschen auf der Straße gab es einige Zeit nichts zu sehen.

    Dann kamen wir zur Marae Tainauu, die einmal eine wichtige Kultstätte war. Später wurde auf der alten Stätte eine protestantische Kirche gebaut. Wir warfen einen Blick hinein, und wie schon in Papeete fiel die fast quadratische Form der Kirche auf, und die Balustrade, auf der die Prediger beim Gottesdienst stehen. Zufällig lag in einer Bank eine Bibel in Tahitianischer Sprache, die Schrift - insbesondere die Randbemerkungen - war so klein, dass wir sie nicht entziffern konnten. Die Leute müssen gute Augen haben!

    Der Weg setzte sich so fort, wie er schon die ganze Zeit war: auf der Seeseite mit herrlichen Ausblicken aufs Meer und malerische Buchten, gelegentlich tauchte ein Motu (kleine Insel) auf, und im Hintergrund sah man die Wellen, die sich am Außenriff der Lagune brechen. Landseitig oder über die Buchten hinweg hatte man beeindruckte Ausblicke auf die Berge. Und überall war alles satt grün. Gelegentlich hielten wir an, um ein paar Bananen zu pflücken oder eine Papaya, die ich so herrlich wohlschmeckend zuhause noch nie gegessen habe.
    Ich wiederhole mich - es ist ein Paradies.
    Es scheint, dass die Leute wirklich glücklich sind. Die Kinder spielen auf der Straße, und wenn ein Auto kommt, dann springen sie zur Seite und winken. Auch die Erwachsenen winken den vorbeifahrenden Autos zu. Selbst die Hunde scheinen sich wohlzufühlen. Es sieht aus, als gäbe es jede Menge wilder Hunde. Aber man sagte uns, fast jeder Hund hätte eine Familie, zu der er gehört und die sich um ihn kümmert. Aber die Hunde leben nicht im Haus, sondern frei in der Natur und kommen nur "nach Hause", wenn sie Lust haben.
    Übrigens gibt es auch jede Menge Hühner, auch auf Tahiti. Das ist also keine Besonderheit von Kauai, wie wir anfangs dachten.

    Im Hotel angekommen, tranken wir gemütlich Kaffee auf unserer Terrasse, dann nahmen wir uns ein Seekajak und fuhren zum Riff. Zum Schnorcheln war es zu spät, aber ich wollte Ulrike mal das Riff zeigen.
    Gegen 18:00 Uhr wird es bereits dunkel, und so machten wir uns dann dran, unser selbstgesammeltes Abendessen zuzubereiten. Es war köstlich.

    Es war ein herrlicher Tag.

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  • 11Apr 2014

    25 letzter Tag auf Raiatea 11.04.2014 Französisch-Polynesien —

    Französisch-Polynesien

    Beschreibung

    Den heutigen Tag wollten wir im Hotel verbringen. Vom Bett sahen wir durch die offene Terrassentür den Himmel über dem Meer hell werden. Vor dem Frühstück gingen wir eine Runde schwimmen, um dann das Frühstück mit den gefundenen Früchten zu genießen.

    Nach dem Frühstück wiedmete Ulrike sich ihrem Buch, und ich machte mich mit dem Kajak auf zum Riff. Wieder war ich begeistert von dem, was es zu sehen gab. Ich habe viele Bilder und Videos gemacht, aber bei der Auswertung stellte ich wieder fest, dass es gar nicht so einfach ist, unter Wasser zu fotografieren bzw. zu filmen. Wenn man an der Oberfläche schnorchelt, wackelt man mit den Wellen, und man kommt nicht nah genug an die Fische und Korallen heran. Außerdem sind die Fische ziemlich scheu und verziehen sich, wenn man ihnen zu nahe kommt. Ich habe es dann öfter probiert, kopfüber etwas tiefer zu tauchen und mich mit Beinschlägen unten zu halten, aber das geht halt auch nur so lange die Luft hält. Es sind zwar einige schöne Szenen herausgekommen, aber ich hatte eigentlich gedacht, das sei einfacher.

    Unser Mittagessen haben wir heute im Hotelrestaurant eingenommen, Fisch aus dem Atoll in Zitronensauce bzw. mit Kokosnuss-Curry, dazu Bohnen und gebratene Bananen, sowie Reis. Es schmeckte vorzüglich.

    Für den Nachmittag haben wir mit der Hotelbesitzerin und ihrem Mann eine Bootsfahrt zu der kleinen Insel (Motu) im Atoll gemacht. Unterwegs sahen wir einige Manta-Rochen um unser Boot kreisen, aber leider so tief, dass man nur die Umrisse erkennen konnte. Beim Motu gingen wir dann Schnorcheln. Obwohl Ulrike anfangs etwas ängstlich war, hat es ihr dann am Ende doch Spaß gemacht, die vielen Fische und Korallen zu sehen. Für mich war es ein sagenhaftes Erlebnis, mit dem Mann bis zum Riffsaum zu schwimmen bzw. zu gehen und in der Riffbrandung im kniehohen Wasser auf dem Außenriff des Atolls zu stehen. Ohne den erfahrenen Begleiter hätte ich mich da niemals hingetraut.

    Nach der Rückkehr setzten wir uns noch gemütlich vor unseren Bungalow. Eigentlich hätte ein Glas Wein dazugehört, aber bei den Weinpreisen hier haben wir uns das Weintrinken abgewöhnt. Der billigste Wein im Supermarkt kostet 8 Euro. Eine Flasche haben wir uns mal gegönnt, aber hat so geschmeckt, dass wir danach keinen mehr wollten...

    Ich war gerade dabei, die Bildausbeute des Tages zu sichten, als ich direkt vor uns, ca. 5 m vom Ufer entfernt, ein paar graue Flossenspitzen im Wasser sah. Es waren zwei Manta-Rochen, die miteinander spielten. Rasch holte ich die Kamera und stieg ins kniehohe Wasser. Ich kam auch bis ca. 3 m an die Tiere heran und hielt die Kamera vor mir ins Wasser, aber leider ist auf dem Film nichts zu sehen. Durch die geringe Wassertiefe ist das Wasser etwas trübe, und es war auch schon leicht dämmrig. Schade - aber dennoch war es ein Erlebnis, so nahe bei diesen spielenden Fischen zu sein.

    Als es dunkel wurde, fingen wir an, unsere Koffer zu packen. Morgen früh um 8:00 Uhr fährt uns die Hotelchefin wieder zum Flughafen. Um 9:35 Uhr, oder vielleicht auch um 10:05 Uhr, so genau konnten wir das nicht herausfinden, geht unser Flug VT 311 der Air Tahiti zurück nach Papeete.

    Die drei Tage hier auf Raiatea waren traumhaft schön. Die Insel selbst ist wirklich sehenswert, und die Menschen sind sehr freundlich. Das Hotel hat eine super Lage und es stimmt alles. Kein 5-Sterne-Hotel, aber die 3 Sterne sind wohl verdient. Ganz besonders wegen der freundlichen Chefin Marie - Claude, die immer für uns da war und ein offenes Ohr für alle Wünsche und Fragen hatte. Von ihr erfuhren wir viel Interessantes über diese schöne Insel.

    Viele liebe Grüße an alle, die uns hier verfolgen.

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  • 12Apr 2014

    26 Rückflug nach Papeete 12.04.2014 Französisch-Polynesien —

    Fāri'ipiti, Pape'ete, Französisch-Polynesien

    Beschreibung

    Nachdem der Flug nach Papeete (Tahiti) im Vorfeld mehrmals geändert wurde, ließen wir uns vorsorglich rechtzeitig zum Flughafen fahren, um auf jeden Fall den Flug um 9:35 Uhr mit Air Tahiti VT0311 zu erreichen. Eigentlich lautete unsere letzte Buchungsbestätigung Abflug 10:05. Aber gestern prüften wir das nochmal im Internet, und da war der Flug wieder für 9:35 Uhr gelistet. Am Flughafen stand dann 10:05 Uhr auf der Anzeigetafel - und der Flug ging auch pünktlich um diese Zeit, wieder mit einer ATR 72.

    Es war heute etwas wolkig, und so hatte man beim Abflug leider keine klare Sicht auf Raiatea. Dennoch konnte man die Insel schön im Atoll liegen sehen, nur für Bilder war es eben etwas dunstig.

    Die Ankunft in Papeete war um 10:50 Uhr. Wir nahmen uns ein Taxi und ließen uns zum Fährterminal fahren. Geplant hatten wir die Fähre um 12:30 Uhr, aber es war noch Zeit genug, die frühere Fähre zu erreichen.

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  • 12Apr 2014

    27 Fähre von Tahiti nach Moorea 12.04.2014 Französisch-Polynesien —

    'Āfareaitu, Französisch-Polynesien

    Beschreibung

    Eigentlich wollten wir um 13:30Uhr mit der Fähre von Papeete nach Moorea fahren. Aber wir waren früh genug am Fährterminal, um eine frühere Fähre zu erreichen. Nach einer rasanten Fahrt mit teilweise über 55 km/h erreichten wir den Anleger von Moorea.

    Wir hatten Glück, den der vorbestellte Shuttle war auch zu dieser Fähre da, um andere Gäste abzuholen, und nahm uns dann gleich mit. Nach 20 Minuten Fahrt kamen wir an unserem Hotel für die kommende Woche an.

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  • 12Apr 2014

    28 Club Bali Hai auf Moorea 12.04.2014 Französisch-Polynesien —

    Französisch-Polynesien

    Beschreibung

    Jetzt sind wir für eine Woche (vom 12.04. - 19.04.2014) auf Moorea im Club Bali Hai (http://www.clubbalihai.com/). Diese Woche werden wir die Insel erkunden und hoffentlich viel baden und schnorcheln.

    Das Hotel liegt direkt an der Cooks-Bay, wir haben nur 20 m von unserem Appartement zum Wasser. Aber wir liegen eben nicht am offenen Meer, sondern in der Bucht. Gegenüber stehen hohe Berge. Das Wasser ist nicht so klar wie im offenen Meer, und auch Fische sind hier weniger zu sehen.
    Wir haben diese Woche kein Auto gemietet, wollen aber an einem Tag einmal um die Insel fahren. Ansonsten schauen wir, dass wir zu Fuß oder mit dem Bus herumkommen. Mal sehen, das muss sich die nächsten Tage erst noch zeigen.

    Das Hotel selbst ist nicht sooo schön wie das letzte, aber wir sind zufrieden. Es ist alles da, was wir brauchen. Auf unserer Terrasse laufen Hühner und Katzen herum, man muss immer zusehen, dass sie nicht ins Zimmer hinein gehen.

    Es gibt zwar auch Überwasser-Bungalow, aber die kosten 190 $ Aufpreis pro Tag, und das war uns der Spaß dann doch nicht wert.

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  • 13Apr 2014

    29 ein ruhiger Tag 13.04.2014 Französisch-Polynesien —

    Französisch-Polynesien

    Beschreibung

    Weil heute Sonntag ist, haben die Geschäfte nur in der Früh von 5:00 bis 9:00 (!) Uhr geöffnet. Es gibt zwar ca. 5 Minuten von uns einen kleinen Supermarkt, wo man Brot und Wasser kaufen kann, aber ansonsten gibt es dort nicht viel. Deshalb sind wir heute früh kurz vor 7:00 Uhr zum nächsten größeren Supermarkt losgezogen. Nach 45 Minuten waren wir dort, haben Gemüse, Kartoffeln, Nudeln und alles, was wir die nächsten Tage brauchen eingekauft, und sind dann voll bepackt wieder zurück gegangen.
    Nach einem gemütlichen Frühstück haben wir uns die Unterlagen für Moorea angesehen.
    Gegen 12:45 Uhr habe ich mich alleine auf den Weg zum Belevedere oberhalb der beiden Buchten Cooks-Bay und Opunohu-Bay gemacht. Der Weg führt vom Südende der Cooks-Bay zuerst geteert, dann als Holperstraße weiter Richtung Süden, um dann nach einer Weile auf die Fahrstraße zum Belevedere zu treffen. Von da an geht es auf der Fahrstraße weiter, aber es herrscht fast kein Verkehr. Man kommt an der Marae Opunohu vorbei, die in einem schon seit langem nicht mehr besiedelten Dorf liegt. Es ist schon seltsam, eine solche Kultstätte völlig verlassen mitten im Wald vorzufinden. Von der Marae führt ein gut ausgebauter Pfad, der so aussieht, als sei er tatsächlich schon Jahrhunderte alt, weiter zum Belevedere.

    Wenn man dort aus dem Wald heraustritt, ist man überwältigt von der Aussicht auf die Opunohu-Bay, und wenn man dann noch ein paar Schritte weiter geht, wird es noch besser. Jetzt liegen beide Buchten vor einem, mit dem Mt. Rotui genau dazwischen.

    Da es inzwischen später geworden war als ich geplant hatte, und Ulrike im Hotel auf mich wartete, musste ich mich beeilen, wieder nach unten zu kommen. Solange es auf der guten Straße bergab ging, joggte ich, aber auf dem Holperweg war mir das dann doch zu gefährlich.

    Kurz nach 16:30 Uhr war ich wieder im Hotel. Es war eine sehr schöne Strecke, aber auch nicht ohne Anstrengung. Es sollte auch ein Test sein, ob wir morgen gemeinsam diesen Weg gehen, aber das lassen wir lieber sein und planen etwas Einfacheres.

    Falls sich jemand für die Wanderung interessiert, sie ist hier zu finden: http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=2736696

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  • 14Apr 2014

    30 Wandern und die Sonne genießen 14.04.2014 Französisch-Polynesien —

    Französisch-Polynesien

    Beschreibung

    Wir sind relativ früh aufgestanden, und nach dem Frühstück um 7:45 Uhr zu einer Wanderung aufgebrochen. Anfangs gingen wir den selben Weg, den ich gestern genommen habe, aber kurz vor der Hälfte des gestrigen Weges bogen wir dann zum Rückweg auf einer anderen Route ab. Obwohl es noch früh war, brannte die Sonne doch schon kräftig vom Himmel, und vor allem das erste Stück Wegs waren wir der Sonne ausgesetzt. Später kamen wir dann in waldige Gegend, und hier war es sehr angenehm.

    Wir kamen an vielen Ananasfelder vorbei, der Weg nennt sich auch "route des ananas". Viele werden gut gepflegt, aber einige sind total verwildert und offensichtlich aufgegeben. Hier haben wir uns dann mit Ananas eingedeckt. Sie sind zwar relativ klein, aber schmecken sehr gut. Außerdem fanden wir einige Passionsfrüchte, leider ist die Erntezeit für diese Früchte noch nicht da, so dass man fast nur grüne findet. Limonen und Zitronen gab es ebenfalls am Waldrand. Leider haben wir heute keine reifen Bananen gefunden, nur ganz grüne. Dafür kamen wir auf dem Rückweg an einem wilden Zucchinihügel vorbei und deckten uns für das Abendessen ein.

    Gegen 11:30 Uhr waren wir wieder zuhause. Es war inzwischen sehr heiß. Ulrike meinte, das war die letzte Wanderung in dieser Hitze. Mal sehen, vielleicht gehe ich nochmal alleine.

    Den Nachmittag verbrachten wir mit Lesen und Nichtstun auf unserer Terrasse bzw. am Strand, kühlten uns zwischendurch mit einem Bad ab und genossen die Zeit.

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  • 15Apr 2014

    31 Rund um Moorea 15.04.2014 Französisch-Polynesien —

    Französisch-Polynesien

    Beschreibung

    Wir haben heute etwas länger geschlafen und gemütlich gefrühstückt und dann Canasta gespielt. Kurz vor 10:00 Uhr haben wir mit Danny geskypt, sie lag schon im Bett.
    Um 11:30 Uhr mieteten wir einen Roller, um damit einmal um die Insel zu fahren. Die meiste Zeit fährt man direkt am Meer entlang und freut sich über die herrliche Aussicht aufs Meer und das Riff. Zwischendurch stehen immer wieder recht schöne Häuser. Größere Highlights gibt es eigentlich nicht.Im TIKI-Village haben wir uns nach der Polynesischen Show erkundigt, aber die wäre entweder heute abend gewesen oder am Freitag. Für heute war es zu knapp, und Freitag ist bei uns im Hotel eine Show. Aber weil wir so nett gefragt haben, durften wir einen gratis Rundgang durch das Village machen. Es ist quasi ein kommerzielles Museumsdorf, mit Häusern im alten polynesischen Stil. Die Show soll gemäß der Werbung einmalig sein. Auf uns machte das Ganze eher einen zu touristischen Eindruck, schon alleine, wenn man die Bestuhlung für die Show sieht. Und billig ist der Spaß auch nicht.
    Den nächsten längeren Stop machten wir im Intercontinental Hotel, wo wir durch die Gartenanlagen und die Bungalows schlenderten. Das ist ein echtes Luxushotel - aber 300 Euro pro Nacht ohne Frühstück...
    Da wir feststellten, dass die Tankanzeige bei unserem Roller nicht richtig funktionierte (wie so manches andere auch) suchten wir lieber rechtzeitig eine Tankstelle. Damit hatten wir die Insel praktisch umrundet. Anschließend fuhren wir wieder ein Stück zurück und hoch zum Belvedere, zu dem Aussichtspunkt, wo ich vorgestern hingewandert war. Aber ich wollte Ulrike die Aussicht auch zeigen - es hat sich gelohnt. In der Abendsonne lagen die beiden Buchten ruhig und behäbig vor uns. Schön. Eigentlich wollten wir auf dem Rückweg noch kurz schnorcheln gehen, aber es war dann doch zu spät, und so fuhren wir zurück zum Hotel.
    Als erstes war Duschen angesagt, nach dem Staub und Schwitzen auf dem Roller. Und die verschwitzten geliehenen Helme sind auch nicht gerade appetitlich...

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  • 16Apr 2014

    32 Schnorcheln 16.04.2014 Französisch-Polynesien —

    Französisch-Polynesien

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    Wir waren heute schnorcheln. Ein sagenhaftes Erlebnis!

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  • 17Apr 2014

    33 Gemütlich im Hotel 17.04.2014 Französisch-Polynesien —

    Französisch-Polynesien

    Beschreibung

    Vergangene Nacht hat es ein paar mal geregnet. Heute früh waren die Berge etwas wolkenverhangen, aber es war sehr warm. Wir hatten für heute nichts Größeres geplant, sondern wollten im Hotel bleiben. Insofern hat das mit dem Regen ganz gut gepasst, es hat angenehm abgekühlt.
    Gegen Mittag nahmen wir eines der Kayaks, ein outrigger-Kayak mit Seitenausleger, und fuhren auf die Bucht hinaus. Zu Anfang ging das auch wunderbar, es waren leichte Wellen und ein angenehmer Wind. Aber als wir wieder zurück zu unserem Ufer wollten, da wollte das Kayak nicht so, wie wir. Es war unmöglich, den Kurs zu halten, die Wellen brachten uns immer vom Kurs ab, und wir konnten nicht dagegen anrudern. Wir versuchten dann, genau mit dem Wind zu fahren, aber auch dabei drehte sich das Boot immer wieder um die eigene Achse. Ulrike bekam schon Angst, wir würden nicht mehr zurückkommen. Es half nur, alle paar Ruderschläge auf der Gegenseite rückwärts zu paddeln und so die Richtung zu halten. Nach dem Motto, 5 Schritte vor, drei zurück. Aber schließlich kamen wir doch wohlbehalten am richtigen Ufer an. Ich hätte tatsächlich nicht gedacht, dass es so schwierig ist, mit diesen Booten zu fahren. Aber vielleicht war das Boot auch nicht richtig justiert und lenkte immer nach einer Seite.
    Am Nachmittag kam wieder ein kurzer heftiger Regenschauer, und nach 10 Minuten schien wieder strahlend die Sonne. Man glaubt nicht, wie schnell das hier geht.

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  • 18Apr 2014

    34 letzter Tag auf Moorea 18.04.2014 Französisch-Polynesien —

    Französisch-Polynesien

    Beschreibung

    Den Vormittag haben wir mit Lesen verbracht. Ich hatte mir überlegt, ob ich nochmal eine Wanderung machen oder lieber zum Schnorcheln gehen soll. Obwohl die Landschaft und vor allem die Vegetation hier ganz anders ist als zuhause, dachte ich mir doch, dass ich Wandern auch daheim kann, aber nicht schnorcheln. Direkt bei unserem Hotel ist das Wasser nicht so ideal zum Schnorcheln, deshalb machte ich mich auf den Weg zum Eingang der Cooks-Bay - ca. 20 Minuten Fußmarsch. Dort fand ich eine sehr schöne Stelle, wo es nach einem Korallenriff direkt in die Tiefe geht. Das mögen die kleinen Fische. Leider habe ich vergessen, Brot zum Anfüttern mitzunehmen, aber ich habe auch so sehr schöne Exemplare beobachten können. Allerdings blieb ich nicht allzu lange, denn ich spürte die Mittagssonne auf dem Rücken. Der ist sowieso schon ganz schön rot - mehr muss nicht sein.
    Also machte ich mich wieder auf den Rückweg. Ich nutzte die Zeit, um Bilder und Videos zu sichten, und dann machten wir noch ein Spiel. Und so war es schon bald Zeit für das Abendessen.
    Nach dem Essen sahen wir uns hier im Hotel eine polynesische Show an, die sehr gut gemacht war. Es war schon dunkel, deshalb ist die Bild- und Filmausbeute nicht allzu groß. Aber ein paar nette Sequenzen konnte ich dennoch einfangen.

    So, und das war es dann mit Moorea. Morgen früh um 7:30 Uhr fahren wir mit dem Bus zur Fähre und dann nach Tahiti. Dort kommt morgen unser Kreuzfahrtschiff an, und ab 13:00 Uhr können wir an Bord.

    Da Internet an Bord sehr teuer ist, werde ich das nicht buchen. Vielleicht ergibt sich bei den Landgängen eine Gelegenheit, ein Internetcafe oder einen Hotspot zu finden. Ansonsten ist erst mal eine Pause für diesen Blog angesagt. Aber keine Sorge, ich werde off-line weiterschreiben und Bilder vorbereiten, um sie dann bei nächster Gelegenheit zu posten.

    Also, zuerst mal schöne Ostern, und dann sehen wir weiter.

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  • 19Apr 2014

    35 zurück nach Papeete auf die Oceania Marina 19.04.2014 Französisch-Polynesien —

    Fāri'ipiti, Pape'ete, Französisch-Polynesien

    Beschreibung

    Die Texte für die folgenden Tage habe ich jeweils aktuell aufgeschrieben. Da ich jedoch auf dem Schiff keine Internet-Verbindung gebucht habe (schweineteuer) und auch bei den Landgängen kein Internet auftreiben konnte, wurden die Texte erst bei Ankunft in Lima gepostet. Da auch hier die Verbindung nicht besonders schnell ist, verzichte ich auf Bilder. Die werden dann nachgereicht, wenn wir daheim sind.
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    Wir sind kurz vor 6 Uhr aufgestanden, haben zum Aufwachen kurz im Pool gebadet und haben unsere restlichen Sachen gepackt. Frühstück bestand nur aus Kaffee, denn wir freuten uns schon auf das Essen an Bord der Marina. Um 7:30 Uhr nahmen wir den öffentlichen Bus zum Fährhafen, und in 30 Minuten rasanter Fahrt setzten wir nach Papeete über. Unser Heim für die nächsten 18 Tage, die Oceania Marina, lag schon im Hafen. Einchecken war für 13:00 Uhr geplant, aber wir wollten versuchen, wenigstens unsere Koffer unterstellen zu dürfen, um sie nicht beim Rundgang in Papeete mitschleppen zu müssen. Doch welche angenehme Überraschung: wir bekamen eine Bordkarte ausgehändigt und konnten bereits an Bord gehen. Um 9:00 Uhr saßen wir bei einem oppulenten Frühstück an Bord unseres Schiffes.
    Schon der erste Eindruck des Schiffes hat uns begeistert, und je länger wir uns umschauten, umso mehr verfestigte sich der Eindruck: das ist das beste und schönste Schiff, auf dem wir bisher waren! Gediegene Eleganz. Der Service ist umwerfend, so viel Personal haben wir sonst noch nie gesehen.
    Nach dem Frühstück machten wir nochmal einen Rundgang in Papeete, die Altstadt liegt direkt am Hafen. Da bereits gestern ein Kreuzfahrtschiff da war, und heute außer der Marina auch die Celebrity Solstice da ist, haben die Polynesier einen großen Markt aufgebaut. Das Geschäft will man sich nicht entgehen lassen. Es war ganz nett, sich das anzusehen. Unter anderem spielte eine polynesische Band, und ein Tänzerpaar zeigte polynesische Tänze. Eine gute Ergänzung zu der Show von gestern abend.
    Als wir zurück zum Schiff kamen, wunderten wir uns wieder einmal über die Massen von Proviant und sonstigen Gütern, die eingeladen werden. Das gilt wohl besonders für diese Reise, denn wir werden auf der ganzen Reise keinen anderen Hafen anlaufen, sondern immer nur auf Reede gehen. Da kommt schon einiges an Versorgungsgütern zusammen!
    Nach einem kleinen Lunch und einem Rundgang durch das Schiff war es schon so weit, dass wir unsere Kabine beziehen konnten. Wow! Riesengroß, extra Sitzgruppe mit Couch und Tisch, Schreibtisch, Bad mit großer Wanne und extra Dusche. Alles wunderschön!
    Neben dem Buffetrestaurant gibt es einen gediegenen Speisesaal mit Service. Außerdem gibt es vier Spezialitätenrestaurants mit besonders ausgewählten Speisen. Jedes dieser Spezialitätenrestaurants darf man einmal kostenlos besuchen, ansonsten kostet das Essen dort extra. Da wir schon früh da waren, bekamen wir noch einen Bonusabend in einem der Restaurants für heute abend dazu. Wir wählten das italienische Restaurant, und wir waren begeistert. Und wir saßen mit einem netten kanadischen Ehepaar am Tisch, mit dem wir uns ausgezeichnet unterhielten.
    Eine Show war am ersten Abend nicht geplant, das das Schiff erst um 23:00 Uhr auslief und somit viele Gäste noch an Land waren.

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  • 20Apr 2014

    36 Huahine 20.04.2014 Französisch-Polynesien —

    Französisch-Polynesien

    Beschreibung

    Die Nacht über fuhren wir nach Huahine. Es war schon beeindruckend, in die enge Bucht zwischen den beiden Inseln einzufahren. Da kommt man dem Ufer ganz schön nahe. Costa Concordia lässt grüßen...
    Nach dem Frühstück auf dem Achterdeck, wo es schon recht heiß und schwül war, war als erstes der obligatorische Sicherheitsdrill angesetzt. Ich hatte den Eindruck, dass das ausgesprochen gut organisiert war. Erst danach begann das Tendering, und auch das war ausgesprochen gut organisiert. Da haben wir schon anderes erlebt. Vom Anlegeplatz der Tenderboote fuhr ein Shuttlebus in die "Inselhauptstadt" Fare, ein kleines verschlafenes Dorf. Es war gar nicht so einfach, die Autovermietung Europcar zu finden, wo wir ein Auto reserviert hatten. Zuerst wurden wir in die falsche Richtung geschickt, aber schließlich fanden wir sie dann doch, ca. 10 Minuten vom Sammelplatz der Shuttlebusse entfernt. Ich zeigte unsere Reservierung von Europcar Deutschland vor, die Antwort war: "We don't have a car available". Erstaunen - aber ich habe doch hier eine Reservierungsnummer. Ja, das darf man nicht so ernst nehmen, unser Chef nimmt immer Reservierungen an, aber wir haben keine Autos! Was tun? Wir können einen Roller haben. Ulrike war natürlich nicht begeistert, sie hasst diese Dinger, und noch mehr die verschwitzen Helme. Aber was bleibt uns übrig. Also ein Scooter. Damit machten wir uns dann auf die Inselrundfahrt. Die Insel ist relativ klein, und wir fuhren immer die Küstenstraße entlang. Überall dort, wo die Fahrzeuge der organisierten Touren standen, hielten wir auch an und schlossen uns einer der Gruppen an. Aber es gibt eigentlich nicht viel zu sehen, außer den Maraes. Und die sehen fast überall gleich aus, mal kleiner, mal größer. In Maeva sieht man die Reste der größten Anlage auf Huahine, dazu ist dort ein kleines Museum mit einigen interessanten Ausstellungsstücken. Im weiteren Verlauf der Rundfahrt sahen wir vor allem viel Landschaft. Alles ist herrlich grün und üppig bewachsen. Natürlich hat man immer wieder herrliche Ausblicke auf den weißen Sandstrand und das in allen Blautönen schimmernde Meer. Entlang der Straße kommen ein paar kleine Ortschaften, eigentlich mehr Einzelhäuser als richtige Siedlungen. Im großen und ganzen sind sie recht ordentlich hergerichtet.
    Bei Faie wollte ich die heiligen Blauaugen-Aale sehen. Im Vorfeld konnte ich nicht so ganz genau herausfinden, wo diese sein sollen. Ein Hinweisschild oder ähnliches war ebenfalls nicht zu sehen. Aber dort, wo ich mir ausgerechnet hatte, dass die Stelle sein müsste, saß eine Familie mit einigen Kindern, die am Bach spielten. Natürlich verstanden sie kein Wort Englisch, aber es zeigte sich, dass wir genaU die richtige Stelle gefunden hatten - völlig unscheinbar am teilweise betonierten Bach. Da waren sie. Eigentlich häßliche Tiere, einen guten Meter lang und so dick, dass ich sie mit zwei Händen nicht umfassen könnte. Anzufassen traute ich mich dann doch nicht, die Mäuler waren mir zu groß. Ich fütterte sie mit Brot, und obwohl sie wohl lieber Sardinen mögen, nahmen sie auch das Brot an. Als ich die Unterwasserkamera am Stativ ins Wasser hielt, gingen sie richtig auf die Kamera los. Aber damit bekam ich sehr schöne Aufnahmen, auf denen man die blau leuchtenden Augen recht gut erkennen kann. Wir waren eine ganze Weile an der Stelle. Ulrike versuchte, sich mit den Kindern zu unterhalten, aber ohne Erfolg. Was mich wunderte war, dass keines der Tourautos, die immer wieder vorbeifuhren, anhielt, obwohl von diesen Aalen in jedem Reiseführer erzählt wird.
    Wir fuhren dann wieder weiter, ziemlich steil den Berg hinauf - 15 % stand da. Unser Moped schnaufte ganz schön! Von da oben hatte man herrliche Ausblicke, auch auf die Bucht, wo unser Schiff vor Anker lag.
    Wir fuhren über die Brücke, die die beiden Inseln verbindet, aber entschlossen uns dann doch, die Südinsel nicht zu umrunden. Es gibt dort auch nichts Besonderes zu sehen. So drehten wir um und fuhren wieder Richtung Fare, um am Stand von Fare zu baden. Nur haben wir den Strand nicht gefunden, an der Stelle, die ich den Reiseführern entnahm, waren Privathäuser und ein Stück hässlicher Felsstrand. Da wir kurz davor einen ganz netten Strand direkt neben der Straße gesehen hatten, fuhren wir wieder dorthin zurück. Aber ehe wir ankamen, zog der Himmel zu, und es fing in Strömen an zu regnen. Wir stellten uns unter, aber innerhalb von Minuten waren wir völlig durchnässt. Ziehen wir uns jetzt gleich aus und gehen ins Wasser, nass sind wir sowieso? Aber so richtig Lust hatten wir dazu auch nicht, hinterher in die nassen Klamotten zu steigen ist auch nicht angenehm. Also beschlossen wir, auf das Baden zu verzichten, den Roller zurückzugeben und zum Schiff zurückzukehren. Doch auf der kurzen Rückfahrt wurde das Wetter besser, und die Dame in der Vermietstation sagte, direkt hinter ihrem Haus sei ein schöner Strand, nur 5 Minuten zu Fuß. Wir gingen dann auch dorthin, das war offensichtlich der "Stadtstrand" von Fare, den ich vorher gesucht hatte. Hätten wir den gleich gefunden, wären wir nicht nass geworden, denn dort hat es nicht geregnet. Also zogen wir die Kleidung aus, und während wir Baden und Schnorcheln waren, trockneten unsere Sachen in der Sonne.
    Als wir genug hatten, machten wir uns auf den Weg zum Shuttle und zurück zum Schiff.
    Wir kamen gerade recht zum Afternoon-Tea mit klassischer Musik; Kellner mit weißen Handschuhen boten feines Gebäck und Tee aus einer Holzkiste zur Auswahl. Vom Feinsten! Um 17:30 Uhr war Kapitänsempfang angesetzt, und wir ließen uns die Gratisgetränke und köstliche Häppchen schmecken. Eine Weile lauschten wir noch der Musik, aber das Schiff rollte relativ stark, und nach ein paar Gläsern Wein, Sekt und Cocktails trauten wir uns nicht zu, beim Tanz das Gleichgewicht zu halten. So tanzten wir nur im Sitzen...
    Nach dem Abendessen, das wir zusammen mit einem australischen Paar genossen, wurde das gesamte Entertainment-Team vorgestellt, und jeder gab etwas von seiner Kunst zum Besten. Das Bordtheater ist etwas kleiner geraten als auf anderen Schiffen und die Sitzreihen sind ziemlich flach. Das könnte etwas besser gestaltet sein. Wir werden sehen, wie das Programm ist.

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  • 21Apr 2014

    37 Bora Bora 21.04.2014 Französisch-Polynesien —

    Französisch-Polynesien

    Beschreibung

    In einem großen nordöstlichen Bogen fuhr das Schiff über Nacht nach Bora Bora, wo wir gegen 7:30 Uhr das Außenriff passierten. Die Celebrity Solstice, die wir schon von Papeete her kannten, lag schon in der Lagune. Die Berge waren noch etwas nebelverhangen, aber die Sonne drückte schon durch die Wolken. Bora Bora - der Traum aller Südsee-Liebhaber. Wir sind gespannt.
    Nach dem Frühstück tenderten wir nach Vaitape, der Inselhauptstadt. Es ist nicht wesentlich größer als Fare, wo wir gestern waren, aber doch wesentlich belebter. Am Pier spielte eine polynesische Band, und überall waren Stände mit Touranbietern aufgebaut. Die Gelegenheit zweier großer Schiffe darf man sich nicht entgehen lassen! Wir hatten wieder ein Auto reserviert, diesmal klappte es gleich. Wir starteten unsere Inselrundfahrt im Uhrzeigersinn. Als erstes kamen wir an dem Marae Marotetine am Farepiti Wharf vorbei, aber vom Marae ist fast nichts mehr zu sehen. Es ist nur ein etwas heruntergekommener Pier und eine hässliche Lagerhalle. Hier findet der Hauptumschlag der Versorgung von Bora Bora statt. In der Faauni Bay bewunderten wir die Bay-Kirche vor der Bergkulisse. Die Kirche war leider geschlossen. Vom Marae Fare Opu, das direkt an der Straße liegt, ist noch ein bisschen mehr übriggeblieben. Unter anderem kann man einige schöne Petroglypen (Schildkröten) sehen. Schon kurz danach kommt man zum Tereia Point, dem westlichsten Punkt der Hauptinsel. Schweißtriefend stiegen wir ein kurzes Stück einen steilen, betonierten Weg hinauf. Hier oben steht noch das Drehgestell einer amerikanischen Kanone und eine ganze Kanone aus dem 2. Weltkrieg, sowie ein Unterstand für die Bedienmannschaft. Aber vor allem hat man aus dieser Höhe einen traumhaften Ausblick auf die Lagune mit den wechselnden Blautönen und die vorgelagerten Motus. Die Fahrt ging weiter zum nördlichsten Punkt, dem Tahiti Point. Auch von hier hat man wundervolle Aussichten auf die Lagune und die dahinter thronenden Berge. Als wir kurz darauf an der Halbinsel ankamen, an deren Ende der östlichste Punkt der Hauptinsel liegt. Von der Straße aus hat man wieder eine schöne Aussicht, aber wir konnten keinen Weg finden, um die Halbinsel zu erkunden. Der Weg, den es dort geben soll, war total verwachsen, so dass wir nicht bis zum Fitiu-Point vorgehen wollten. Als wir wieder unten am Berg ankamen, zweigte eine kleine Straße ab, an deren Ende ein paar verwahrloste Hütten standen und eine junge Frau ihre Kinder an einem Tisch aus einem rohen Holzbrett fütterte. Iorana, sagte ich, deutete in Richtung der vermuteten Marae Aehautai, ohne viel Hoffnung, eine Antwort zu bekommen. Wie überrascht waren wir, als die Frau uns in perfektem Englisch erklärte, dies sei ein Privatweg, der richtige Weg sei weiter oben, aber schwer begehbar. Wie das immer so ist mit Vorurteilen! Nun, diesen Weg hatten wir ja schon gesehen, und so verzichteten wir darauf. Maraes haben wir ja schon zur Genüge gesehen. Entlang des weiteren Weges an der Ostküste nach Süden gibt es immer wieder relativ gepflegt aussehende Ansammlungen von Häusern, und da hier einige Hotels liegen, sieht man auch Touristen auf der Straße. Aber so richtige touristische Infrastruktur gibt es außerhalb der Hotelanlagen nicht. Wir folgten weiter der Straße und fanden am südlichen Umkehrknick einen kleinen Weg, der genau nach Süden Richtung Matira Point führt. Wir vermuteten, es sei ein Privatweg und waren sehr überrascht, als es immer weiter ging, und wir am Ende einen schattigen Parkplatz für unser Auto fanden, direkt an der südlichsten Stelle der Insel. Die Aussicht ist wundervoll. Man steht an der südlichsten Stelle und der Blick schweift von links hinten über die Mitte nach rechts hinten um 300 Grad, und man sieht nur Wasser in hell-türkis und blau, und vielleicht 300 m draußen den weißen Gischtsaum des Außenriffs. Schnell zogen wir uns um und gingen ins Wasser. So klares Wasser habe ich noch nie gesehen. Selbst die Schritte auf dem weißen Sandboden vermögen nicht, die Sicht einzutrüben. Das Wasser ist knie- bis hüfthoch, und immer wieder liegen ein paar korallenbesäumte Felsbrocken herum. Allerdings gibt es sehr wenige Fische hier, und wenn, dann nur sehr kleine. Ich hatte gelesen, dass man von hier aus zu Fuß zum Außenriff gehen kann, das wollte ich natürlich probieren. Aber je näher ich dem Riff kam, umso stärker wurde die Strömung. Als ich noch ca. 30 m vom Riff entfernt war und die Macht der Gischt förmlich spüren konnte, schien es mir dann doch zu riskant, alleine direkt bis zum Riff zu gehen, und ich kämpfte mich schräg gegen die Strömung wiederr zurück zum Ufer. Dennoch, es war ein besonderes Gefühl, so "mitten" im Meer zu stehen. Wir zogen uns dann wieder an und fuhren weiter. Bei Bloody Mary's, dem "must see"- Restaurant, machten wir noch einen kurzen Halt und nutzten die Gelegenheit, vom Anlegesteg aus ein paar Bilder aufzunehmen. Im Restaurant selbst waren wir nicht, die vielen Tourbusse, die davor den ganzen Verkehr zum Erliegen brachten, rieten uns davon ab.
    Nach kurzer weiterer Fahrt waren wir wieder in Vaitape. Wir könnten das Auto eigentlich noch bis morgen früh behalten, aber es gibt eigentlich nichts mehr zu sehen. So gaben wir das Auto zurück mit dem Vorbehalt, es vielleicht am Abend oder morgen früh nochmal abzuholen, was akzeptiert wurde.
    Zurück auf dem Schiff genossen wir zuerst den Afternoon-Tea und dann eine polynesische Show einer Folklore-Gruppe aus Bora Bora. Eindrucksvoll, laut, farbenfroh!
    Zum Abendessen war ein polynesischen Buffet im Buffetrestaurant angekündigt. Eigentlich wollte ich gerne dort essen, um die verschiedenen polynesischen Speisen mal ausprobieren zu können, Ulrike war nicht so begeistert. "Was soll ich denn da essen?" Aber als ich dann das Buffet sah, ließ meine Begeisterung auch nach. Eigentlich war es ein ganz normales Buffet, von speziellen polynesischen Speisen konnte ich nicht viel erkennen. So beschlossen wir, doch lieber zum gediegenen Abendessen ins Hauptrestaurant zu gehen. Wir saßen zufällig wieder mit dem kanadischen Paar vom ersten Abend am Tisch, sowie zwei alleinreisenden älteren Amerikanerinnen und unterhielten uns sehr angeregt. Danach gingen wir ans Oberdeck, um ein wenig zu tanzen. Für heute Abend war Deckparty angesagt. Aber als dann die Deckparty anging, war Schluß mit der Musik, die wir lieben, es gab dann nur noch harte Diskomusik und Ringelreihen. Nichts für uns, und so zogen wir uns gegen 23:00 Uhr zurück.

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  • 22Apr 2014

    38 Bora Bora 22.04.2014 Französisch-Polynesien —

    Französisch-Polynesien

    Beschreibung

    Ulrike wollte heute auf dem Schiff bleiben. Ich fuhr nach einem gemütlichen Frühstück mit dem Tender an Land und buchte eine Schnorcheltour, nachdem ich gestern am Matira-Beach doch nicht allzu viel gesehen habe. Das Boot mit ca. 12 Gästen an Bord fuhr uns zuerst zu einer Stelle außerhalb des Außenriffs, wo Hai zu sehen sein sollten. Und tatsächlich, kaum waren wir vor dem Riff, sahen wir auch schon die Flossenspitzen durch das Wasser pflügen, und zwar in Mengen. Vom Boot aus konnte man sehen, das das Meer ca. 7 m tief ist und zahlreiche Hai herumschwimmen. An der Wasseroberfläche vor allem die kleineren Schwarzflossenhaie, aber am Grund sah man auch einige der großen Lemmon-Sharks. Und da sollen wir ins Wasser gehen? Der Führer ermutigte uns, und schon war ich im Wasser. Es war wundervoll, so nahe bei diesen "wilden" Tieren zu sein und mitten in ihrem Schwarm zu schwimmen. Man hätte sie praktisch anfassen können, wovon der Führer aber dringend abriet. Sie sind immerhin bis ca. 2 m lang, und das Maul ist doch ganz schön groß, wenn sie so direkt auf einen zuschwimmen. Es ist zwar tatsächlich im offenen Meer, aber die Fische werden jeden Tag an dieser Stelle gefüttert und kennen das Prozedere natürlich längst. Nachdem der Führer zu den am Grunde schwimmenden großen Lemmon-Sharks hinabtauchte, wollte ich das natürlich auch, denn von der Wasseroberfläche aus waren die Tiere doch auf diese Entfernung nicht so klar zu sehen. Wenn man ihnen dann näher kommt, sieht man erst, wie groß die tatsächlich sind. Ich tauchte gerade auf einen Schwarm mittelgroßer Fische zu, als einer der großen Haie sich blitzschnell in diesen Schwarm stürzte und sich einen größeren Fisch herausschnappte. Da bin ich doch etwas erschrocken, wie blitzschnell das ging. Später stellte sich dann heraus, dass man diese Szene schön auf dem Video erkennen kann.
    Wir fuhren dann wieder zurück in die Lagune zu einer flachen Stelle, wo sich die Manta-Rays aufhalten. Man konnte dort gut stehen, und die Rochen streiften uns um die Füße. Sie sind richtig zutraulich, und man kann sich sogar von ihnen durch das Wasser schleppen lassen. Nur auf den Schwanz muss man etwas achten. Die Tiere fühlen sich richtig weich und zart an, wie nasser, etwas schleimiger Samt. Sie bekommen gar nicht genug vom Spielen. Nachdem sie ja das Maul auf der Unterseite und die Augen auf der Oberseite haben, ist es interessant anzusehen, wie sie fressen - praktisch ohne die Beute zu sehen. Und da sie oberhalb des Mauls zwei schwarze Punkte haben, sieht das wie ein Gesicht aus. Richtig niedlich.
    Als nächstes fuhren wir weiter zu einem Korallengarten. Die Korallen sind leider nicht so bunt, wie man sich das wünschen würde, aber es leben dort Mengen von Korallenfischen, die nicht so scheu waren, wie ich das an anderen Stellen erlebt habe.
    Die Fahrt führte uns weiter, an den vielen Hotels mit ihren Überwasser-Bungalow vorbei, und bald hatten wir die Hauptinsel fast umrundet. Ein kurzer Picknickaufenthalt auf einer unbewohnten Insel mit herrlichem Sandstrand und kristallklarem, weichem Wasser rundete den Ausflug ab. Alles in allem eine wundervolle Erfahrung.
    Ein Video von diesem Ausflug findet ihr hier: https://www.youtube.com/watch?v=hhygVL7lZaE

    Ulrike hat sich den Tag an Bord gemütlich gemacht mit Sonnen, Lesen, Essen und Trinken.
    Als ich dann zurückkam, ließen wir und den Nachmittagstee schmecken, hörten den verschiedenen Musikdarbietungen zu und warteten auf das Abendessen. Wir saßen wieder mit sehr netten Leuten zusammen, dem Paar aus Kalifornien, mit denen wir schon einmal zusammen waren, wurde vom Kellner rein zufällig wieder bei uns plaziert, und ein weiteres nettes Paar aus Toronto. Wir haben uns so gut unterhalten, dass wir die Abfahrt des Schiffes und fast auch noch die Abendshow verpassten.
    Als Show trat ein Sänger auf, der quer durch die Genres Stücke darbrachte und uns sehr gut gefallen hat.
    Ein kurzer abschließender Besuch in der Tanzbar schloss diesen schönen Tag ab.

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  • 23Apr 2014

    39 Seetag 23.04.2014 Französisch-Polynesien —

    Französisch-Polynesien

    Beschreibung

    Heute ist Seetag. Um 6:00 Uhr gingen wir zur Laufbahn, um wie daheim unsere morgendlichen Runden zu drehen. Sechs mal um das Lüftungshaus ist ein Kilometer. Also, 30 mal sollten es schon sein. Die Sonne war gerade aufgegangen und ein frischer warmer, aber nicht heißer Wind umwehte uns. Doch bei Runde 10 spürten wir ein paar feine Tropfen, wir dachten erst Gischt, aber Gischt bis zum 16. Deck? Nein, keine Gischt, es war Regen, und er kam plötzlich so stark, dass wir, als wir unter Dach ankamen, bereits völlig durchnässt waren. Aber das macht ja nichts, trocknet ja schnell wieder.
    Also, erst mal gemütlich frühstücken. Die Tische im Freien waren natürlich auch nass, aber der Regen hatte schon wieder aufgehört.
    Ich hörte mir am Vormittag eine Vorlesungen über über Korallen an, Ulrike widmete sich ihrem Buch. Nach einem kleinen Salat zum Lunch setzten wir uns etwas in den Halbschatten und genossen das Nichtstun. Als am Pool eine Band anfing, tanzbare Musik zu spielen, drehten wir ein paar Runden - barfuß am Pool. Das hätten wir besser nicht getan, denn bei einem Schritt kamen wir aus dem Takt, unsere Füße stießen zusammen, und jetzt hat Ulrike eine schmerzende, blau angelaufene Zehe, und an der Fußsohle eine Blase...
    Ich hörte mir noch einen Vortrag über die Meuterei auf der Bounty als Vorbereitung für unseren Besuch auf Pitcairn an. Beim inzwischen schon Kult gewordenen Afternoon-Tea gab es Cupcakes in allen Variationen. Bis zum Abendessen war noch genügend Zeit, die wir wieder mit Lesen und Nichtstun genossen. ZUm Abendessen gingen wir in eines der Spezialitätenrestaurant, ein Steakhouse. Der allgemein schon hervorragende Service im "normalen" Restaurant wird hier nochmal übertroffen, auch die Präsentationder Speisen. Einfach unvergesslich. Als Tischgenossen hatten wir ein nettes deutsches Paar aus der Pfalz.
    Als Abendshow trat ein Zauberer auf. Ulrike mag diese Art Show ja nicht und ging auf die Kabine. Ich mag es ganz gerne, ich habe ja als Jugendlicher auch gezaubert (fast so gut wie der Künstler ;-))

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  • 24Apr 2014

    40 Fakarava Atoll 24.04.2014 Französisch-Polynesien —

    Französisch-Polynesien

    Beschreibung

    Heute stand das Fakarava-Atoll im Tuamotu-Archipel auf dem Programm. Gegen 6:30 Uhr fuhren wir in der Morgendämmerung durch den Nordpass in das Atoll ein. Es ist schon ein merkwürdiger Anblick, dieser nur ca. 300 - 500 m breite Streifen Landes mitten im weiten Meer. Insgesamt ist das Atoll über 60 km lang, und es wohnen ca. 680 Menschen darauf. Als wir mit dem Tenderboot am Pier ankamen, wurden wir von einer einheimischen Band begrüßt. Offenbar war fast jede Familie auf dem Weg, sich bei den Passagieren ein paar Francs zu verdienen. Öffentliche Infrastruktur wie Taxis oder Busse gibt es nicht, und so versucht eben jeder, z.B. sein Privatauto für eine Tour anzubieten oder sein Fahrrad zu vermieten.
    Wir wollten ein paar Postkarten aufgeben. Ein Postamt gibt es, aber wir hatten keine Polynesischen Francs mehr. Dollar oder Euro wurden nicht angenommen. Und eine Bank mit Automat gibt es auf der ganzen Insel nicht.
    Das gesamte Atoll ist topfeben und ragt höchstens mal zwei Meter über den Wasserspiegel hinaus. Mitten auf dem Landstreifen verläuft eine Straße, an der zumeist einfachste Behausungen stehen, aber auch gelegentlich ein schönes Haus. Wie überall, ist die Kirche äußerst gepflegt und mit Blumen geschmückt. Das war die schönste Kirche, die wir bisher auf unserer Reise sahen.
    Wir hatten nichts Besonderes geplant, sondern wollten ein Stück die Insel entlang gehen und unterwegs baden bzw. schnorcheln. Wir gingen am Innenstrand entlang auf der Suche nach einer Badestelle, als plötzlich ca. 5 m vom Ufer entfernt zwei Schwarzspitzenhai das knietiefe Wasser durchpflügten. Sollen wir da jetzt baden oder doch besser nicht? Ich weiß, dass die normalerweise nichts tun - aber ob die das auch wissen? Also sind wir erst einmal weitergegangen. An einem der beiden kleinen Hotels der Insel hatte man an einem Badesteg ein Gitter aufgestellt, in dem einige sehr schöne Fische zu sehen waren. Ich ging hinein, um ein paar Bilder zu machen, aber das Wasser war sehr trüb, wahrscheinlich weil dort viele Hotelgäste hingehen und den Sand aufwühlen.
    Wir gingen noch etwas weiter, diesmal auf der Außenseite des Riffs. Das ist schon ein Unterschied in der Lautstärke der Brandung, da geht es richtig zur Sache. Sand oder Kies in unserem Sinne gibt es nicht, der ganze Strand besteht aus groben Korallenstücken, die von der Dünung mehr oder weniger klein gemahlen wurden. Irgendwann werden sie zu Sand verfallen sein. Vielleicht bei unserer nächsten Reise hierher, so in zehntausend Jahren...
    Auf dem Rückweg in der glühenden Sonne auf der staubigen Landstraße machten wir dann doch noch eine Badepause. Aber außer ein paar kleinen Fischchen war nichts zu sehen. Auch die Haie hatten sich zurückgezogen. Aber alleine weiter hinaus zu schwimmen traute ich mich dann doch nicht...
    Also insgesamt ist das ein Ort, der nicht gerade einladend ist. Man fragt sich, was die Menschen hier hält. Aber sie sind wohl glücklich, zumindest hatten wir den Eindruck bei allen, die wir trafen. Es gibt viele Kinder, und alle lachen, grüßen und sind freundlich. Insofern war es interessant, einmal hier gewesen zu sein, einfach auch aus geologischem und antropologischem Interesse.
    Wir waren rechtzeitig zum Abendessen wieder auf dem Schiff, das wir zusammen mit zwei Schwestern aus San Diego und einem Paar von Vancouver Island (er stammt aus Wien, ist aber seit 1956 in Kanada) einnahmen und uns ausgezeichnet unterhielten.
    Die Abendshow war eine ausgezeichnete Broadway-Show. Das Ballet ist mit 10 Tänzern und zwei Sängern vielleicht etwas kleiner als auf den großen Schiffen, aber die Show war ausgezeichnet gemacht. So kann es weitergehen.

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  • 25Apr 2014

    41 Seetag 25.04.2014 Französisch-Polynesien —

    Französisch-Polynesien

    Beschreibung

    Heute ist Seetag. Er begann für uns mit Morgengymnastik und einem kleinen Frühstück. Es fällt nicht leicht, sich bei dem kulinarischen Angebot zurückzuhalten, aber so allmählich merke ich, dass der Hosenbund enger wird...
    Besonderes steht nicht auf dem Programm. Wir besuchten interessante Vorträge zum Leben im Pazifik sowie die Fortsetzung der Reihe über Pitcairn Island mit seiner Geschichte der Meuterei auf der Bounty. Auf unserem Balkon haben wir es uns für eine Weile gemütlich gemacht und ansonsten einfach die Einrichtungen des Schiffs genossen.

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  • 26Apr 2014

    42 Seetag 26.04.2014

     

    Beschreibung

    Noch ein Seetag. Kein großer Unterschied zu gestern. Früher dachten wir immer, es muss jeden Tag etwas Besonderes los sein. Aber auf diesem Schiff kann man die Seetage richtig genießen. Man glaubt nicht, wie schnell so ein Tag vergeht.

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  • 27Apr 2014

    43 Adamstown auf den Pitcairn-Inseln 27.04.2014 Pitcairninseln —

    Adamstown, Pitcairninseln

    Beschreibung

    Der Plan für heute sieht einen Besuch auf Pitcairn Island vor. Wir wurden die letzten Tage schon mit mehreren Vorträgen eingestimmt, und der Film von der Meuterei auf der Bounty wurde auch schon in verschiedenen Versionen vorgeführt. 56 Menschen leben auf der Insel, das Versorgungsschiff kommt viermal im Jahr! Das ist ein Leben, das wir uns nicht vorstellen können.
    Als sich das Schiff in der Morgendämmerung der Insel nähert, kann man sehr gut die charakteristische Form der Insel erkennen.
    Und dann die befürchtete Ernüchterung. Der Seegang ist so stark, dass ein Anlanden mit den Tenderbooten nicht möglich ist. Das war wohl schon früher abzusehen, denn die gesamte Inselbevölkerung machte sich in einem Boot auf den Weg zu unserem Schiff. Sie brachten allerlei Handwerkskunst mit und veranstalteten einen richtigen Markt auf dem Schiff, sie waren alle sehr freundlich und man konnte sich gut mit ihnen über ihr Leben unterhalten. Eine Frau, die nach langen Jahren in Neuseeland und Australien wieder nach Pitcairn zurückgekehrt war, hielt einen sehr interessanten Vortrag über die Insel und darüber, wie die Menschen dort heute leben. Unser Schiff umrundete die Insel einmal, und sie erläuterte dabei die Dinge, die von See aus zu sehen waren. Am Ende konnten wir so wahrscheinlich einen viel besseren Eindruck von der Insel bekommen, als wenn wir einzeln über die Insel gestreift wären - denn allzu viel zu sehen gibt es da nicht.
    Interessant war dann, als das Boot mit den Leuten wieder vom Schiff ablegte. Zuerst wurden alle möglichen Dinge verladen, Bier, Ketchup, Champignons, Karotten, Papierrollen, usw. Dann folgten die Leute. Sie mussten über eine Strickleiter auf ihr Boot hinuntersteigen, das war eine richtig wackelige Angelegenheit. Sie hatten ein Kleinkind dabei, das völlig in eine Schwimmweste eingewickelt war und dann mehr oder weniger hinuntergeworfen wurde. Es ist nachzuvollziehen, dass wir bei dem Wellengang nicht mit unseren Tenderbooten operieren konnten, das wäre einfach zu gefährlich gewesen.

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  • 28Apr 2014

    44 Seetag 28.04.2014

     

    Beschreibung

    Wieder ein Seetag. Wieder nichts Besonderes - und dennoch herrlich entspannend. In der Früh Sport, dann eine Vorlesung über Meeressäuger im Ostpazifik (gesehen haben wir bisher noch keine, aber wir sind noch zu weit vom Festland entfernt), dann eine Tanzstunde, dann eine Einführung in die Kultur der Osterinsel, dann Afternoon-Tea, dann Cocktail an der Bar, dann 2 US$ im Casino verloren, dann Abendessen, dann Show, dann Tanzen - und schon war es Mitternacht. Die Nacht ist kurz, die Uhr wird eine Stunde vorgestellt.

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  • 29Apr 2014

    45 Seetag 29.04.2014

     

    Beschreibung

    Noch ein Seetag. Im Prinzip das gleiche wie gestern. Ein Vortrag war über die Besiedlung Polynesiens, wie die Polynesier navigierten und die Inseln in diesem Moloch von Ozean finden konnten. Fast unvorstellbar, wie sie die 2 % Landmasse in dieser Wasserwüste finden konnten. Immerhin hatten sie bis zum 17. Jhd, als die europäischen "Entdecker" kamen, 98 % der heute bewohnten Inseln im Polynesischen Dreieck zwischen Neuseeland, Hawaii und der Osterinsel bereits besiedelt.
    Zum Abendessen hatten wir einen Tisch in einem der Spezialitätenrestaurants, dem Red Ginger. Dort gibt es asiatische Küche. Dieses Essen hat alles übertroffen, was wir bisher hatten. Einfach ganz große Klasse!

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  • 30Apr 2014

    46 Osterinsel 30.04.2014 Chile —

    Isla de Pascua, Chile

    Beschreibung

    Heute früh kamen wir gegen 8:00 Uhr vor der Osterinsel an. Nach dem Frühstück gingen wir zum Treffpunkt für die Ausgabe der Tendertickets - und standen in der Schlange. Alle wollten natürlich gleichzeitig von Bord. Das hat bisher immer ziemlich reibungslos geklappt, aber heute war es schwieriger. An der Anlegestelle der Tenderboote kann jeweils nur ein einziges Boot anlegen und muss dann wieder aus der Bucht herausfahren, ehe das nächste Boot hineinfahren kann. Das dauert natürlich. So standen wir schließlich kurz vor Mittag auf der Osterinsel. Aber das hat gerade so gepasst, denn wir hatten unseren Mietwagen für 12:00 Uhr zum Anleger bestellt.
    Er war auch ziemlich pünktlich da, und so konnten wir kurz nach Mittag unsere Erkundung der Insel beginnen, nachdem wir pro Person 60 $ Eintritt für den Nationlpark bezahlt hatten. Wir fuhren entlang der Südwestküste Richtung Nordosten und machten jeweils einen kurzen Stop an den verschiedenen Ahus, den ehemaligen Kultstätten der polynesischen Urbevölkerung. Nach einiger Zeit waren wir am Rano Raraku, dem "Steinbruch", aus dem die meisten der Maois, der Steinstatuen, stammen. Sie wurden hier zwischen 1200 und 1400 n. Chr. mit bloßen Händen mit Basaltkeilen aus dem Lavagestein gehauen. Viele halbfertige oder beim Transport zerbrochene Statuen sind dort zu sehen. Die größte angefangene Statue misst 22 m! Bis heute ist strittig, wie die fertigen Statuen von dieser "Baustelle" zu ihren endgültigen Standorten transportiert wurden.
    Der Steinbruch ist Teil eines Vulkankegels. Wir stiegen hoch zum Krater. Es ist ein herrlicher Anblick, wenn sich plötzlich der Kartersee vor einem ausbreitet. Es ist in diesem Krater üppig grün, Bäume mit bunten Blüten stehen da, und dazwischen grasen die wilden Pferde.
    Kurz nach Rano Raraku kamen wir schon zum Ahu Tongariki, einer der größten Ansammlungen von Maoi-Statuen. Hier stehen 15.... große Statuen (bis zu 9 m hoch). Sie befinden sich allerdings nicht mehr in natürlichem Zustand, sondern wurden zum Schutz vor Verwitterung mit Konservierungsmittel behandelt und haben deshalb eine hellere Farbe als sie im Original waren. Dennoch eine beeindruckende Kulisse vor dem blauen Meer im Hintergrund. An dieser Stelle sind auch noch mehrere Petroglyphen zu finden, also Gravierungen in den Felsen, die Szenen aus Leben der Urbevölkerung darstellen.
    Auf der Weiterfahrt kamen wir Ahu Papavaka vorbei, einer ehemaligen Siedlung, wo noch gut erhaltene Petroglyphen zu sehen sind, und kurz danach am "Nabel der Welt". Dies ist ein fast runder Stein am Strand, der magnetisch wirkt und mystische Wirkung haben soll.
    Wir fuhren dann weiter zum Anakena Beach, ein wunderbarer heller Sandstrand, der sich von den dunklen Lavafelsen abhebt. Hier befindet sich auch das Ahu Nau Nau Anakena, eine Reihe von sehr schönen Statuen, zum Teil noch mit roten Hüten und sehr gut erhaltener Ausprägung der Oberfläche. Sie passen sich wunderbar in diese Landschaft ein, wo inzwischen im Zuge der Wiederaufforstung ein kleiner Palmenwald entstanden ist.
    Allmählich wurde es Zeit, wieder zur Anlegestelle der Tenderboote zurückzufahren. Die Straße führt durch sehr grüne, hügelige Landschaft. Wir waren überrascht, doch streckenweise richtige Wälder vorzufinden, denn eigentlich galt die Insel lange als total abgeholzt.
    Kurz vor Ende der Runde machten wir noch einen Abstecher zum Puna Pau. Aus diesem Krater wurden die roten Steine gehauen, die für die Hüte der Statuen verwendet wurden. Diese Hüte sollten wohl den roten Kopfschmuck darstellen, den die Clanchiefs und Vogelmänner getragen haben.
    Wieder am Pier angekommen, stellten wir uns in die lange Reihe der Passagiere, die wieder zurück zum Schiff tendern wollten, denn natürlich ging es zurück genau so langsam wie am Morgen.
    Da es doch ein bisschen später war, nahmen wir das Abendessen nicht im Restaurant, sondern am Buffet ein, denn wir wollten rechtzeitig zur Show fertig sein. Die Show war ein Homage an Las Vegas, sehr schön gemacht. Hat uns sehr gut gefallen.

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  • 01May 2014

    47 Osterinsel 01.05.2014 Chile —

    Isla de Pascua, Chile

    Beschreibung

    Heute vormittag machten wir nochmal eine Erkundungsreise auf der Osterinsel. Als erstes fuhren wir zur archäologischen Stätte Tahai, wo der einzige Maoi mit weißen Augen steht. Ursprünglich hatten viele Maoi weiße Augen aus Stein, in die schwarze Pupillen, ebenfalls aus Stein, eingesetzt waren. Hier gibt es auch eine anschauliche Rekonstruktion eines Hauses zu sehen. Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Orongo.
    In Vinapu machten wir nur kurzen Halt, von diesem Ahu ist nicht mehr viel zu sehen.
    Auf der Südwestseite des Flughafens fuhren wir auf der Schotterpiste Richtung Rano Kau Krater. Es hat sich schon als richtig erwiesen, dass wir einen Suzuki Jimny gebucht hatten! Übrigens hat der Flugplatz eine Landebahn von 3,3 km Länge, die von einer Küste zur anderen reicht. Mit 15 Starts pro Woche ist der Flugverkehr sehr gering.
    Wenn man die Höhe von Rano Kau erreicht hat, überwältigt einen der Blick vom ersten Aussichtspunkt in den Krater und auf die Insel. Der Kratersee ist bedeckt mit schwimmenden Grasinseln. Dieser Süßwassersee ist eine der aussagekräftigsten Quellen über die Insel. In seinem 40 m tiefen Grundschlamm wurden unzählige Hinweise, Fossilien, Samen etc. gefunden, die einen Rückschluss auf die ursprüngliche Flora und Fauna zulassen. Es ist heute aus Naturschutzgründen untersagt, zum Kratersee hinunter zu steigen. Aber alleine die Aussicht ist überwältigend. Es gibt mehrere Aussichtspunkte, so dass man den nahezu kreisrunden Krater aus verschiedenen Blickwinkeln sehen kann.
    Das ausgegrabene Dorf Orongo liegt auf dem Kraterrand, mit einem herrlichen Ausblick auf die Insel und hinunter zu den vogelinseln. Mit diesen Vogelinseln hängt der Vogelmann-Kult zusammen, der sich nach dem Maou-Kult entwickelt hat. Die jungen Männer unterwarfen sich einem Wettbewerb, der darin bestand, die steilen Klippen hinab zum Ocean zu klettern, durch das besonders im Februar haiverseuchte Meer zur großen Vogelinsel zu schwimmen, dort ein Ei zu finden, und dieses durch das Meer und über die Klippen heil hoch nach Orongo zu bringen. Der Sieger war der Vogelmann. Er war der Herrscher für das kommende Jahr, bekam den roten Kopfschmuck und ließ Haare und Fingernägel wachsen.
    Da wir noch etwas Zeit hatten, fuhren wir noch zum Ahu Akivi, dem einzigen Ahu, wo die Maoi nicht ins Land, sondern hinaus aufs Meer schauen.
    Kurz nach 12:00 Uhr gaben wir unser Auto zurück und machten noch einen kleinen Bummel durch die Inselhauptstadt Hanga Roa. Wir waren überrascht, wie nett das Städtchen hergerichtet ist, in dem fast alle der 4800 Einwohner der Insel wohnen. Natürlich entsprechen Straßen und Gehwege nicht unserem Standard, aber es gibt sehr nette Geschäfte und Restaurants, selbst Parks. Wir waren wirklich überrascht.
    Alles in allem waren wir sehr angetan von der Osterinsel. Hier kann man Urlaub machen - wandern, baden und Kultur sehen. Wenn da nicht die Riesenentfernung wäre. Die Osterinsel ist die am isoliertesten gelegene bewohnte Insel der Welt! Um 16:00 Uhr legte die Marina ab, Wir werden jetzt vier Tage lang Richtung Nordosten fahren, ohne irgendwo Land zu sehen.

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  • 02May 2014

    48 Seetag 02.05.2014

     

    Beschreibung

    Über Seetage habe ich ja schon früher berichtet. Es gibt auch jetzt nichts Neues. Langweilig! - wird mancher sagen. Ganz und gar nicht! Wir genießen es. In der Früh gehen wir zum Frühsport, dann ein kleines Frühstück. Um 10:00 Uhr ist meistens eine Präsentation über den Pazifik, Meeresleben, Kulturen etc., bisher war das immer sehr interessant. Dann ist es auch schon Zeit zum Mittagessen. Nach dem Mittagessen machen wir es uns auf unserem Balkon gemütlich. Unsere Kabine ist auf der Portseite (links), und so haben wir auf der gesamten Reise, die immer in östliche Richtung geht, Sonne auf unserem Balkon. Am Nachmittag sind wieder Präsentationen oder Tanzkurse, dann kommt der Afternoon-Tea, und danach spielt die Musik zum Tanz. Wir haben inzwischen nette Bekanntschaften gemacht und unterhalten uns blendend. Teilweise reden wir beide schon englisch miteinander...
    Das Abendessen ist immer ausgezeichnet, nicht nur in den Spezialitäten-Restaurants, sondern auch im "Grand Dining Room" und im Buffet-Restaurant. Am Buffet-Restaurant gefällt uns besonders, dass sich die Gäste nicht selbst bedienen, sondern die Teller von Kellnern bzw. Köchen gefüllt werden. Dies ist sehr angenehm, es gibt keine "Schlacht am kalten Buffet", und man sieht nicht die überladenen Teller, die man sonst bei Buffets oft sieht (und die dann halbgeleert stehen gelassen werden...). Sehr angenehm.

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  • 03May 2014

    49 Seetag 03.05.2014

     

    Beschreibung

    Ein weiterer Seetag, dazu brauche ich nichts zu schreiben.

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  • 04May 2014

    50 Seetag 04.05.2014

     

    Beschreibung

    Ein weiterer Seetag, dazu brauche ich eigentlich nichts zu schreiben. Nur zu einem Punkt: eine wirklich ganz tolle Show. Sie spielte im Zirkus, und ein Paar aus dem Tänzerteam bot akrobatische Darstellungen zum Besten. Wirklich große Klasse!

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  • 05May 2014

    51 Seetag 05.05.2014

     

    Beschreibung

    Heute ist unser letzter ganzer Tag an Bord der Marina. Leider! Wir bedauern es sehr. Aber alles hat einmal ein Ende. Die Kreuzfahrt war wunderbar. Oceania ist eine tolle Kreuzfahrt-Gesellschaft, die beste, die wir bisher erlebt haben. Das wird auch von allen Mitfahrern bestätigt. Immerhin waren 80 % der Passagiere Oceania-Wiederholer. Da die Preise doch deutlich über denen anderer Linien liegen, will das schon etwas heißen.
    Das Essen war vorzüglich. Der Service war einfach perfekt, und jedem, aber auch jedem Mitglied der Crew stand immer ein Lächeln im Gesicht. Aus Gesprächen mit der Crew erfuhren wir auch, dass Oceania auch bei der Crew sehr beliebt ist. 800 Besatzungsmitglieder bei 1250 Passagieren, das ist schon ein außergewöhnliches Verhältnis. Übrigens, eine kleine Episode zum Service und der Hilfsbereitschaft der Besatzung: einer älteren Dame fiel vor ihrer Kabinentür die Schlüsselkarte aus der Hand. Sie bückte sich danach, war aber nicht mehr so gelenkig, so dass sie sich mit dem Bücken schwer tat. Ein in der Nähe stehender Steward sah dies, eilte herbei, drückte der sich bückenden Frau seine Hand in den Rücken und half ihr so, sich bis zum Boden bücken zu können. Das ist doch Service - oder ;-)
    Die Koffer sind gepackt, sie werden heute abend um 22:00 Uhr abgeholt.

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  • 06May 2014

    52 Ankunft in Lima 06.05.2014 Peru —

    Callao, Peru

    Beschreibung

    Das Schiff kam irgendwann in der Nacht in Callao, dem Hafen von Lima, an. Um 8:00 Uhr mussten wir unsere Kabine räumen. Wir gönnten uns noch ein ausgiebiges letztes Frühstück, das muss jetzt für den Rest unserer Reise reichen. Wir haben doch etwas zugelegt...
    Um 9:00 Uhr mussten wir von Bord sein - die nächsten Passagiere warten schon. 194 bleiben an Bord und fahren weiter nach New York, einige sogar bis London.
    Mit dem Taxi fuhren wir zu unserem Hotel in Miraflores. Mit dem Taxifahrer musste ich erst ein paar deutliche Worte wechseln, er wollte uns gehörig übers Ohr legen. Das Hotel? Nur soviel: welch ein Unterschied zu der Luxusunterkunft auf dem Schiff! Na ja, wir werden es die zwei Nächte aushalten. (http://enjoyhostelsperu.com/)
    Als erstes machten wir einen Spaziergang entlang der Steilküste von Miraflores. Die dort angelegten Parks sind wirklich sehr schön. In einem Supermarkt kauften wir uns eine Flasche Wein, und jetzt sitzen wir im Hotel und leeren die Flasche - als Schlafmittel.

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  • 07May 2014

    53 Hotel Enjoy Hostels in Lima 07.05.2014 Peru —

    Lima, Peru

    Beschreibung

    Heute besuchten wir das historische Viertel von Lima. Mit dem Combi, den lokalen Kleinbussen, fuhren wir Richtung Altstadt. Das ist vielleicht ein Verkehr - unvorstellbar, Lärm, Chaos! In der Altstadt angekommen, gehen wir durch eine relativ kleine Nebenstraße. Wir wundern uns, dass wir auf kurzer Distanz drei Druckereien sehen. Und dann schauen wir in einen Innenhof, eine Art Fabrikhof: Eine Druckerei neben der anderen, unglaublich! Ein paar Häuser weiter dasselbe Bild - eine Druckerei neben der anderen. Ich weiß nicht, was die alles drucken. Überall laufen die Druckmaschinen, vieles wird auch in Handarbeit erledigt.
    Nach wenigen Metern kamen wir zur Plaza del Arma, dem ehemaligen Hauptplatz. Was für eine Pracht. Wunderschöne Patrizierhäuser. Casa Aliaga, das ehemalige Schloß des Gouverneurs, das heute den peruanischen Staatspräsidenten beherbergt, und die Kathedrale. Auch der Platz selbst ist sehr schön angelegt. Die Kathedrale ist nur gegen Gebühr zu besuchen, wir werfen einen Blick hinein, aber verzichten dann doch auf den Besuch. Sie ist sehr dunkel. Wir schlendern über den Platz und gegen weiter zum Kloster San Francisco, wo wir uns ebenfalls den Besuch des Inneren ersparen. Eigentlich soll ja die Bibliothek sehenswert sein, aber das interessiert uns nicht so sehr. Wir schlendern eher durch die kleinen Geschäfte und besorgen noch ein paar Geschenke.
    Ohne festes Ziel gehen wir weiter durch die Straßen, dabei orientieren wir uns an dem Grünstreifen, der sich Richtung Süden zieht. Hier geht tatsächlich ein Park in den anderen über, und überall sieht man herrliche Gebäude. Wir sind richtig angetan von dieser Stadt, das einzige, was stört, ist der Verkehr.
    Wir machen noch einen Abstecher zum Huaca Pucllana. Hier wurde eine Kultstätte der Limakultur ausgegraben, die lange vor den Inkas hier herrschte. Es ist schon beeindruckend, was um das Jahr 1000 n. Chr. hier für Pyramiden aus ungebrannten Ziegeln aufgebaut wurden.
    Auf dem Heimweg spürte ich ein unangenehmes Kratzen im Hals, und im Hotel angekommen, fing ich an zu husten. Vermutlich hat mir der Dreck in der Luft doch zugesetzt.
    Wir besorgten uns nochmal eine Flasche Wein als Schlaftrunk, und weil es im Hotel doch nicht so gemütlich war, gingen wir früh schlafen.

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  • 08May 2014

    54 Museumsbesuche in Lima 08.05.2014 Peru —

    Pueblo Libre, Peru

    Beschreibung

    Als erstes packten wir heute früh unsere Koffer, denn in der Nacht werden wir Lima verlassen. Die Koffer stellten wir im Hotel ab und fuhren wieder mit dem Bus Richtung Zentrum. Dort besuchten wir zwei Museen, das Museo Larco und das Museo National de Arqueologia. Das Museum Larco zeigt eine unvorstellbar umfangreiche Sammlung an Tongefäßen aus allen peruanischen Epochen. Es ist sehr interessant angelegt, und man bekommt wirklich einen guten Eindruck von dem Leben der damaligen Zeit. Eine der viel beschriebenen Besonderheiten dieses Museums ist die Sammlung erotischer Tongefäße, die wir uns natürlich nicht entgehen ließen. Sehr behutsam wird hier die Bedeutung der Sexualität für die damaligen Menschen dargestellt. Im Museumsrestaurant genossen wir einen Pisco Sour, das muss einfach sein, wenn man in Lima ist.
    Danach gingen wir zum Museo National de Arqueologia. Auch hier werden für die alten Kulturen hauptsächlich Tongefäße ausgestellt, aber auch viele andere Gegenstände, die vom damaligen Leben erzählen. Insgesamt ist es eine sehr interessante Reise durch die peruanische Geschichte von den Anfängen bis in die heutige Zeit.
    Ich merkte unterwegs schon, wie mir ständig kalt war, und auch der Husten wurde schlimmer. Wir gingen nochmal zum Shoppingcenter Larcomar zu Starbucks und tranken gemütlich Kaffee, und dann gingen wir zurück zum Hotel, um die Koffer abzuholen. Wir hatten ein Taxi bestellt, das uns für 50 Soles zum Flughafen bringen soll, ein guter Preis, wenn man bedenkt, dass der Taxifahrer am ersten Tag für die gleiche Strecke 200 Soles haben wollte und 130 bekam! Es war zwar eine alte Kiste, die auf den Bergstrecken bedenkliche Töne von sich gab, aber wir kamen heil am Flughafen an. Es war noch recht früh, denn unser Flug sollte erst um 02:00 Uhr gehen. Aber wir wollten nicht mehr länger in der Nacht in der Stadt bleiben und warteten lieber am Flughafen.

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  • 09May 2014

    55 Rückflug nach Deutschland 09.05.2014 Peru —

    Callao, Peru

    Beschreibung

    Der Tag war lang, vor allem, weil ich mich krank fühlte und ständig Schüttelfrost hatte. Abflug nach Toronto mit Air Canada 0081 war pünktlich um 02:00 Uhr.
    Am Flughafen Toronto sollten wir 9 Std Aufenthalt haben. Mit meiner Grippe war das alles andere als angenehm. Als es schließlich Zeit war, wo wir boarden sollten, kam die Durchsage, dass das Flugzeug ein technisches Problem hat und ausgetauscht werden muss, der Abflug verzögert sich um 2 Std! Als Ausgleich konnten wir mit unserer Bordkarte für 10 kanadische $ etwas zu trinken oder essen kaufen. Aus den zwei Stunden wurden schließlich drei, aber dann ging es los.

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  • 09May 2014

    56 Zwischenlandung in Toronto 09.05.2014 Kanada —

    Mississauga, Kanada

    Beschreibung

    Ankunft mit AC0081 um 11:10 Uhr.
    Wir haben 9 Stunden Zeit bis zum Weiterflug. Wenn wir Lust haben, machen wir noch einen kleinen Abstecher nach Toronto, z.B. zur Harbourfront und zum Distilery District.

    Weiterflug mit Lufthansa LH6791 um 20:10 Uhr, Ankunft in München am Samstag, 10.05.2014 um 10:05 Uhr

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  • 10May 2014

    57 Ankunft am Flughafen München 10.05.2014 Deutschland —

    München-Flughafen, München-Flughafen, Deutschland

    Beschreibung

    Mit 2:55 Std Verspätung kamen wir schließlich in München an. Leider 5 Minuten zu wenig, um eine Entschädigung zu bekommen. Die zwei mal 600 Euro hätten wir gerne mitgenommen, aber es sollte nicht sein.
    Noch auf dem Flughafen wollte ich doch noch nach Hennef zur Konfirmation fahren.

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  • 10May 2014

    58 wieder daheim! 10.05.2014 Deutschland —

    Taufkirchen, Deutschland

    Beschreibung

    Während der S-Bahn-Fahrt schaute ich im Internet nach "Lungenentzündung", weil ich tatsächlich Angst hatte, ich könnte eine Lungenentzündung haben. Die Symptome stimmten genau, und so bekam ich doch etwas Angst und wollte nichts riskieren. Also beschloss ich, doch nicht nach Hennef zu fahren und stattdessen ins Krankenhaus zur Notaufnahme zu fahren. Markus fuhr mich hin. Gegen 16:30 Uhr war ich dort, wurde untersucht und bekam drei Infusionen. Der Arzt wollte mich eigentlich da behalten, aber ich wollte schon heim. Schließlich war ich dann um 23:00 Uhr daheim.
    So hat die wunderschöne Reise ein nicht ganz so schönes Ende gefunden. Aber das geht vorbei, und die schöne Erinnerung bleibt.

    ENDE

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