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Trip Türkei 2014 Türkei 2014 27.05.2014 - 16.06.2014   Wir haben... Fernweh (DE)
Deutschland Türkei

Türkei 2014

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Means of Transport
Bus / Truck Auto Zu Fuss Flugzeug
  • 27May 2014

    1 Mit Bus und Bahn zum Flughafen 27.05.2014 Deutschland —

    Moers, Deutschland

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  • 27May 2014

    2 Wir fliegen von Düsseldorf nach Istanbul 27.05.2014 Deutschland —

    Altstadt, Dusseldorf, Deutschland

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  • 27May 2014

    3 Ankunft in Istanbul 27.05.2014 Türkei —

    Fatih, Istanbul, Türkei

    Beschreibung

    Bei der Ankunft erscheint Istanbul äußerst europäisch und modern. Der Flughafen, die Straßenbahn, die Häuser – alles (fast) wie bei uns.
    Wir nehmen die Straßenbahn – nach den typischen anfänglichen Schwierigkeiten mit der Suche nach dem Eingang, dem Fahrkartenautomaten, dem Mangel an Kleingeld- und fahren in die Innenstadt. An der Zielhaltestelle „Großer Basar“ dann ein kleiner Schock: Ein Menschen-(Männer-)Auflauf, offensichtlich Streit (ob untereinander oder mit der anwesenden Polizei können wir nicht erkennen) fliegende Flaschen, rennende Menschen…wir entfernen uns mit unseren Kindern schleunigst in eine Seitenstraße und umgehen den Platz weiträumig. Heißblütige Istanbuler offenbar.
    Unser Hotel ist wirklich hübsch für den günstigen Preis, allerdings mit den üblichen Macken in der günstigen Preisklasse: Nachttischlampen funktionieren nicht, Klimaanlage kühlt nicht richtig (aber hier ist es auch nicht besonders warm), Klospülung und Dusche tun es auch nicht, wie sie sollen. Wenige hundert Meter weiter liegt das Mittelmeer, mit einer kleinen Promenade mit Fischmarkt und angegliederten Fischrestaurants. Unsere Jungs sind natürlich Feuer und Flamme, gucken sich die Fische gaaanz genau an, hätten natürlich gern den allergrößten und haben gleich mehrere neue „Freunde“ unter den fischverkaufenden Kellnern gefunden.

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  • 28May 2014

    4 Istanbul Tag 1 28.05.2014 Türkei —

    Fatih, Istanbul, Türkei

    Beschreibung

    Wir den starten mit großen Sightseeing-Highlights „Blaue Moschee“ und „Haga Sophia“, bleiben auf dem Weg dahin allerdings erstmal auf einem Spielplatz stecken ;-)
    In der blauen Moschee gefällt es Alexander nicht, dass Mama einen Umhang und ein Kopftuch tragen muss. Auch tun sich beide Jungs mit den hier nicht selten zu sehenden vollverschleierten Touristinnen (einige haben wirklich nur den einen Zentimeter großen Sehschlitz) recht schwer, sie starren sie ziemlich fassungslos an. Wir versuchen zu erklären (die Frauen glauben, dass es ihrem Gott gefällt, wenn sie sich so anziehen), aber so richtig verstehen können sie das nicht. Es stört sie, dass sie nicht sehen können, ob die Frauen sie nett oder böse angucken. In der Haga Sophia packt Leonard dann den Stier bei den Hörnern: Er geht zu einer voll verschleierten Frau, die mit Kind und Ehemann dort ist und fragt sie auf Englisch (er hat sich den Satz vorher von uns sagen lassen), ob er ein Foto von ihr machen darf. Er darf, und die Frau und ihr Mann sind sehr freundlich, was Leonard trotz Gesichtsschleier deutlich erkennen kann. Das beruhigt ihn, er stellt fest, dass es ganz normale Leute sind. Alexander ist nach wie vor misstrauisch.
    Nach den Besichtigungen sind die Jungs erstmal völlig fertig, und nach einem (fürchterlich teuren) Mittagssnack gehen wir in einen Park und suchen einen Spielplatz. Leider hat insbesondere Leonard momentan erhebliche Autonomiebestrebungen und rennt uns schlichtweg davon, ist mehrere hundert Meter weit weg zwischen Bäumen verschwunden, in der festen Überzeugung, wir werden ihn schon wiederfinden. Das ist bei 13 Millionen Einwohnern und den Touristenmassen hier ein wenig beängstigend, schon in den Moscheen hatten wir deswegen Diskussionen, im Park kriegt er eine richtige Standpauke (mit wenig Erfolg).
    Alexander quengelt schon seit der Ankunft, dass er Schiff fahren will, und da der Park direkt am Bosporus liegt, steigen wir auf eine Fähre auf die asiatische Seite Istanbuls, um von dort aus nach einer Trinkpause gleich wieder zurückzufahren.

    Fotos & Videos

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  • 29May 2014

    5 Istanbul Tag 2 29.05.2014 Türkei —

    Fatih, Istanbul, Türkei

    Beschreibung

    Für heute steht der Sultanspalast (Topkapi) auf dem Programm. Die Kids quengeln ein bisschen, weil sie nicht wieder so viel laufen wollen. Dummerweise müssen wir auch recht lang für Tickets anstehen. Früh aufstehen, wie wir es früher gemacht haben, klappt hier nicht so ganz, weil wir immer erst so spät zurück im Zimmer sind und die Kinder ziemlich lange schlafen. Ziemlich zu Beginn schauen wir uns aber die Waffenkammer an, die sie sehr spannend finden, auch die Schatzkammer finden sie interessant, vor allem den riesengroßen „Löffler“-Diamanten.
    Zum Mittagssnack kaufen wir uns ein paar Gebäckteile (unsere Söhne mutieren hier noch zu Sesamkringeln) und machen es uns im Park am Spielplatz gemütlich. Von letzteren gibt es hier wirklich viele, und es wird jeder ausprobiert ;-)
    Anschließend geht es über das „goldene Horn“ und mit der „Tünel“-Standseilbahn rauf zum bekannten Taksim-Platz, den wir aber lieber nicht näher erkunden – in einer Ecke steht eine Männergruppe (noch absolut friedlich plaudernd), ein Stück weiter (vor dem Durchgang zum Gesi-Park?) eine Polizeitruppe mit Visierhelmen und Schilden. Ein Krankenwagen fährt vor und parkt offenbar in der Annahme, dass er bald gebraucht wird. 100 Meter weiter beginnt die große Shoppingmeile und der dazugehörige Trubel, der in Istanbul wie in jeder anderen europäischen Großstadt aussieht. Wir bummeln, die Kinder bekommen ein Eis – und schauen etwas entsetzt zu, wie ein Straßenmusiker freundlich, aber bestimmt von der Polizei mitgenommen wird, während sein etwa fünfjähriger Sohn oder Neffe oder sonstwas mitsamt seiner Trommel im Eiltempo davon rennt. Viel zu erklären heute, sie kriegen definitiv viel mehr mit als letztes Jahr, und fragen uns –wen wundert es, wenn man sie kennt- Löcher in den Bauch.
    Abendessen gibt es am zweiten Fischmarkt Istanbuls, direkt am Bosporus, und danach dürfen sie bei einem Fischhändler die Möwen mit kleinen Fischen füttern. Für den Folgetag wünschen sie sich jetzt schon mal das nur zum Abendbrot erhältliche Istanbuler Fischsandwich am Fähranleger (Mama kann jetzt schon keinen Fisch mehr sehen ). Mama und Papa gönnen sich zum Nachtisch noch ein paar leckere „Baklava“…mmhhhh…

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  • 30May 2014

    6 Istanbul Tag 3 30.05.2014 Türkei —

    Fatih, Istanbul, Türkei

    Beschreibung

    Die erste Tageshälfte vertrödeln wir sinnlos – erst verpennen wir fast das Frühstück (das immerhin bis 10:30 Uhr geht), dann wollen wir zum Busbahnhof, um Tickets für den Nachtbus am nächsten Tag zu kaufen. Aber erst dreht die Bahn noch vor unserer Zielhaltestelle um (beim Einsteigen nicht aufgepasst ), dann steigen wir eine Haltestelle zu früh aus und irren schließlich etwas ziellos auf dem riesigen Busbahnhof rum. Der Ticketkauf klappt ziemlich problemlos, aber der danach geplante Ausflug zu den Prinzeninseln muss ausfallen, weil wir die Fähre um 20 Minuten verpasst haben  (unsere beiden ziemlich schlechten Reiseführer haben hierfür keinen Fahrplan abgedruckt).
    Stattdessen besuchen wir dann –nach einem Picknick mit Sesamkringeln und frischen Kirschen und einem weiteren Spielplatzbesuch- die gruselig-schöne Zisterne unter der Altstadt, Ein echtes Highlight, und wir sind froh über das verpasste Schiff, denn es fängt an zu gewittern. Danach gibt’s für die Jungs ein Eis von einem der lustigen Istanbuler Eisverkäufer, die mit den Kunden ihre Späße treiben, und dann trödeln wir kurz über den „großen“ Basar, den wir aber viel zu touristisch und nicht so wahnsinnig spannend finden. Heute sind wir nicht sooo viel gelaufen und auch nicht so k.o.
    Dafür sind wir wahnsinnig viel Bahn gefahren und haben mal wieder sehr viel Nettigkeit von den Einheimischen erlebt. In jeder Bahn ist kurz nach unserem Einsteigen jemand aufgestanden und hat unsere Kinder sitzen lassen. Sie wurden mehrfach fotografiert und viele sind total begeistert, eineiige Zwillinge scheinen hier auch eher selten zu sein.
    Istanbul haben wir heute von völlig verschiedenen Seiten gesehen. Der Stadtteil unseres Hotels, Kumkapi, scheint einwohnermäßig ziemlich konservativ, auch junge Frauen sind hier eher bieder mit Kopftuch und langen Mänteln gekleidet. Der Vorort mit dem Busbahnhof ist sehr gemischt, es laufen dort auch viele nichttürkische (keine Touristen) schwarzafrikanisch oder indisch aussehende Bürger herum. In Karaköy und Taksim sind dann die „hippen“, durchgestylten Istanbuler zu finden, aber alle scheinen hier alles normal zu finden, vom Minirock bis zur Vollverschleierung.
    Wir gönnen uns nochmal was Leckeres als Betthupferl –wer weiß, ob es das im restlichen Land noch gibt ;-) und sind heute früh zurück im Hotel. Morgen Abend geht es mit dem Nachtbus weiter nach Selcuk.

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  • 31May 2014

    7 Von Istanbul nach Selcuk 31.05.2014 Türkei —

    Selçuk, Türkei

    Beschreibung

    Heute starten wir endlich zur von unseren Kindern dringend gewollten Bosporustour, bei der man Touristen mit einem relativ kleinen Boot den halben Bosporus runter und wieder zurück schippert. Mama wird schon beim Einsteigen schlecht, Gott sei Dank schaukelt es nicht während der ganzen Fahrt so. Die Tour ist auch für die Kinder nur im Anfangsbereich interessant, danach wird es irgendwann langweilig und das Wetter relativ schlecht. Zum Glück haben wir die kurze Variante (2 Std.) erwischt.
    Anschließend geraten wir –eher aus Versehen- dann nochmal in den Basar, aber diesmal in den „echten“, spannenden, einheimischen Basar, wo Touristen eindeutig in der Unterzahl sind. Den Nachmittag wollen wir nochmal im Bereich der Hagia Sophia/Blauen Moschee verbringen, sind aber etwas erschrocken, als wir dort ankommen: Menschenmassen und offensichtlich eine (islamisch geprägte) Kundgebung. Die Fahnen, die neben der türkischen geschwenkt werden, stellen sich als palästinensisch heraus, die Teilnehmer tragen grüne Bänder mit arabischen Schriftzeichen, mehr können wir nicht verstehen. Die Lage ist zwar vollkommen friedlich (bis auf die „Schlachtrufe“, es ist weit und breit auch keine Polizei zu sehen (hinterher erfahren wir, dass alle Polizisten, nämlich 25.000, sich zur gleichen Zeit am Taksim-Platz aufhalten, aber dazu später mehr) aber wir fühlen uns trotzdem unwohl und halten uns abseits. Alexander sucht Kontakt zu einer irakischen Familie mit kleinem Kind, plappert denen die Ohren voll, die beiden Frauen amüsieren sich, finden ihn toll, aber verstehen kein Wort, so dass wir übersetzen helfen .
    Recht früh machen wir uns auf den Rückweg und halten nochmal an einem Spielplatz, wo wir syrische Flüchtlingskinder kennenlernen, die ihre Englischkenntnisse an uns probieren und die Zwillinge sehr spannend finden.
    Um 22:00 Uhr geht dann unser Bus. Am Busbahnhof sehen wir etwas entsetzt CNN Türkei und die Berichte über Tränengas und Wasserwerfer am selben Tag nur ein paar Kilometer entfernt von uns am Taksim-Platz und in der zugehörigen Einkaufsstraßen, auf der wir zwei Tage vorher noch herumgebummelt sind. Kein Wunder, dass wir am Nachmittag keine Polizei gesehen hatten. Wir sind froh, dass wir nicht in dieser Ecke den Nachmittag verbracht haben (was auch zunächst eine Option war). Im Bus sind wir die einzigen Touristen. Es gibt einen Bordservice und sehr bequeme Sitze, und die Jungs schlafen in Nullkommanix wie die Steine. Micha kann leider gar nicht schlafen.

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  • 01Jun 2014

    8 Selcuk 01.06.2014 Türkei —

    Selçuk, Türkei

    Beschreibung

    Wir sind viel zu früh in Selcuk. Zum Glück ist in unserer als erstes angesteuerten Pension schon jemand wach. „Falco“ hat ein Zimmer für uns, in seinem zweiten Hotel mit einem kleinen (wenn auch etwas grünen) Pool und einen sehr schönen Garten. Das Zimmer ist leider ein wenig alt und auch nicht 100 % sauber (zum Glück gibt’s Sagrotan), aber die Leute sind sehr sehr nett und wir bleiben.
    Selcuk ist eine absolut gemütliche, ordentliche und offenbar recht wohlhabende Kleinstadt.
    Beim ersten Bummel durchs Örtchen (leider ist das Wetter regnerisch) und nach wenig enthusiastischer Besichtigung einer Kirchenruine entdecken wir –mal wieder- einen supertollen Spielplatz, wie man ihn bei uns selten findet.
    Abends grillt der Hausherr und wir lernen die anderen Gäste kennen. Es ist eine Familie mit 4 Kindern aus den USA, die aber derzeit in Kenia lebt, weil der Mann -Shawn- für eine Menschenrechtsorganisation gegen Kinderprostitution arbeitet, sowie ein weiteres Pärchen aus Kanada. Es wird ein sehr interessanter und langer Abend, bei dem wir von Falco einiges über seine Ansichten zu türkischer Politik hören, aber auch jede Menge über das Leben einer sechsköpfigen Familie erfahren, die alle paar Jahre in ein anderes Land zieht.

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  • 02Jun 2014

    9 Strand 02.06.2014

     

    Beschreibung

    Leider ziehen die Amerikaner heute schon weiter, wir entscheiden uns, dem Wettergott zu vertrauen und fahren zum Strand von Pamucak (ca. 8 km entfernt). Der ist erstaunlich leer, nur alle hundert Meter liegt jemand, und der Sand ist toll. Den Kindern macht es natürlich auch überhaupt nichts aus, dass es eigentlich nicht wirklich warm genug zum Baden im Meer ist.

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  • 03Jun 2014

    10 Ephesus (Efes) 03.06.2014 Türkei —

    Türkei

    Beschreibung

    Heute steht große Kultur an: Wir schauen uns die Ruinen der Stadt Ephesus (Efes) an, die teilweise fast 3.000 Jahre alt und wirklich gut rekonstruiert worden sind. Leider haben wir hier wirklich Pech mit dem Wetter, es regnet schon wieder ständig, aber dafür ist es auch nicht so voll. Auf dem Rückweg gucken wir noch den kläglichen Überrest eines der sieben Weltwunder, dem Tempel der Artemis an. Es steht nur noch eine, wenig beeindruckende Säule.
    Inzwischen sind wir echt durchgefroren, sehen aber abends im Fernsehen, dass Istanbul gerade unter (Hoch-)Wasser steht und wollen uns dann lieber nicht beschweren, offenbar haben wir Glück gehabt. Trotzdem geht es morgen weiter nach Pamukkale/Denizli, wo es deutlich wärmer sein soll .

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  • 04Jun 2014

    11 weiter nach Pamukkale 04.06.2014 Türkei —

    Pamukkale, Türkei

    Beschreibung

    Nach einer ziemlich herzlichen Verabschiedung – die ganze Familie hatte unsere Zwillinge sehr ins Herz geschlossen – werden wir überraschend mit dem Auto zum Busbahnhof gebracht. Die Fahrt nach Denizli bzw. Pamukkale dauert nur 3 Stunden und das Thermometer klettert unterwegs um satte 10 auf 33 Grad.Wir stellen bei einer Pipipause unterwegs fest, dass unsere Söhne ziemlich verwirrt sein müssen: Während der eine zwei Unterhosen an hat, hat der andere gar keine. Keiner von beiden hat gemerkt, dass da etwas nicht stimmt . In Pamukkale können wir das Highlight schon kilometerweit vorher sehen: Extrem kalkhaltiges Quellwasser fließt den Berg hinunter und färbt die Berge schneeweiß. Der nette junge Mann, der unseren Shuttlebus von Denizli nach Pamukkale begleitet, hat natürlich auch glatt einen Hoteltipp für uns –das kennen wir ja aus anderen Ländern schon, dass Kommissionsgeier die frischen Touris zu den Hotels führen und wir lassen uns eher halbherzig und mürrisch darauf ein. Tatsächlich bringt uns der Typ aber nicht nur zur Rezeption, sondern scheint wirklich zum Hotel zu gehören. Er zeigt uns –wir hatten nach einem Dreibettzimmer gefragt- ein Fünfbettzimmer, na klar. Als Preis verstehe ich (Sabine) 130 TL und lehne dankend ab. Wir gehen, der nette junge Mann versichert uns noch, wir würden in ganz Pamukkale nichts Günstigeres finden (sicher!)und vor der Tür meint Micha dann, er hätte aber nur 100 TL verstanden. Nach ein paar Schritten kommt uns der junge Mann hinterher und erklärt, er würde uns das Zimmer für 80 TL (=27 EUR) überlassen, mit Frühstück. Da hatte Micha dann wohl doch recht mit dem Anfangspreis von 100 TL, und wir hatten unbeabsichtigt gefeilscht  Die Jungs freuen sich sehr, denn das Hotel hat einen Pool. Leider ist es sehr windig, aber sonst ziemlich heiß, daher dürfen die Kleinen kurz ins Wasser, schnattern aber ziemlich bald vor Kälte. Wir machen uns auf zu den Sinterterrassen –hoffentlich sind die Touri-Massen an Tagesausflüglern aus Antalya inzwischen verschwunden- und es ist wirklich ein einmaliges Erlebnis. Den Weg, den man begeht, läuft Wasser herunter, man läuft auf den Kalkablagerungen, alle paar Meter haben sich natürliche Pools gebildet, in denen man baden darf (was unsere Jungs auch äußerst ausgiebig tun) und es ist wirklich wunderschön hier, wenn auch wahnsinnig voll. Wir treffen auf der Hauptstraße diverse „Heimkehrer“: Rentner, die früher in Deutschland gearbeitet und jetzt in Pamukkale ein kleines Restaurant oder Geschäft haben und entsprechend gut Deutsch können. Bei einem von ihnen (sehr nett!) kehren wir zum Abendessen ein, mit Wahnsinns-Aussicht auf die Kalkterassen und einer fürchterlich gemütlichen, mit Teppichen ausgelegten und niedrigen Sitzgruppen versehenen Räumen und einer tollen Atmosphäre. Leider sieht das dazugehörige Essen gar nicht mal sooo dolle aus und schmeckt eher nach gar nichts . Nun ja…wir sind inzwischen alle irgendwie erkältet, daher geht es heute früh ins Bett. Morgen Abend geht es weiter mit dem Nachtbus nach Kappadokien. Den morgigen Tag wollen wir im nah gelegenen Denizli verbringen.

    Fotos & Videos

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  • 05Jun 2014

    12 von Denizli über Nacht nach Göreme 05.06.2014 Türkei —

    Denizli, Türkei

    Beschreibung

    Es fängt schon bescheiden an: Der Regen hat uns eingeholt und fällt in Bindfäden vom Himmel. Unser vor dem Frühstück geplanter Poolbesuch muss ausfallen (mal wieder, wie schon in Selcuk). Zudem war Mamas und Papas Nacht zwischenzeitlich rüde unterbrochen worden: Um 4:30 fand offensichtlich eine neue Folge von „Turkiye sucht den Super-Muezzin“ statt. Zugegeben waren wir bisher in keiner Stadt vom Gesang um diese Uhrzeit besonders erbaut, aber nunja, die kulturellen Unterschiede. In Pamukkale hatten wir nun allerdings das Gefühl, dass zum Einen der Lautsprecher des Minaretts unmittelbar vor unserem Zimmerfenster angebracht war, zum anderen der Muezzin offenbar für einen Sopranpart in der nächsten Oper üben wollte…und außergewöhnlich lang erschien uns das (sorry!) Geleiere in dem Fall auch. Vielleicht ein Missionierungsversuch, weil in der Stadt eigentlich überwiegend Touristen übernachten ;-)
    Nach dem Frühstück ist es wieder einigermaßen trocken. Beim Check-Out bietet uns ein Mitarbeiter des Reisebüros gegenüber an, uns mit nach Denizli (Busbahnhof) zu nehmen, umsonst. Er muss dort sowieso neue Touristen abholen. Wir willigen ein, auch wenn wir davon ausgehen, dass uns noch Touren in Kappadokien aufgeschwatzt werden sollen ;-). Die Wartezeit bis zur Abfahrt wird uns mit frischem
    Fettgebäck versüßt. Alle sind wieder einmal suuuperfreundlich. Die Fahrt verläuft erstaunlicherweise ohne Tourenangebote, aber kurz vor dem Ziel hat der Minibus eine Panne. Der Fahrer setzt uns aber netterweise gleich in einen vorbeikommenden Dolmus.
    Nachdem wir unser Gepäck in der Aufbewahrung losgeworden sind, stiefeln wir los, um ein wenig die Stadt zu erkunden. Dummerweise hat keiner unserer beiden Reiseführer für Denizli einen Stadtplan, und so wird es ein ziemlich unerfreulicher Blindflug. Kurz nach dem Start müssen wir zunächst wegen eines Wolkenbruchs ziemlich langanhaltend in ein Café flüchten. Dann geraten wir etwas vom Stadtzentrum ab und latschen planlos durch irgendwelche Wohnsiedlungen. Es regnet immer wieder und wir sind etwas genervt (aber superstolz auf unsere Söhne, die das sinnlose Gelatsche ohne Murren mitmachen).Schließlich finden wir den Weg zurück zum Busbahnhof und können uns dort Dank Wi-Fi orientieren. Wir haben nämlich noch etwas vor, wollen bei Senays Tante (sie hat ein Restaurant in der Innenstadt) etwas essen gehen, eine türkische Spezialität. Da es wieder regnet, nehmen wir ein Taxi, auch wenn es nur 25 Minuten zu Fuß wären.
    Das Restaurant ist überaus gemütlich und wir werden dort sehr sehr herzlich begrüßt. Leider sprechen weder Tante und Onkel unserer Freundin Senay Deutsch oder Englisch, und auch der Kellner Ibrahim kann leider nur ein paar Brocken. Wir verständigen uns aber mit Händen, Füßen, Zeichnungen und dem Google-Übersetzer (der allerdings kuriose Dinge übersetzt ). Das Essen ist sehr lecker, eine Art Tortellini, selbstgemacht, mit Joghurtsoße, allerdings für unsere Söhne nicht ganz das Richtige (sie sind da nicht so experimentiertfreudig), so dass Senays Tante Angst hat, sie müssten hungern und noch Wassermelone und Kirschen auffährt. Alexander malt als Dankgeschenk ein Bild mit –wir können es kaum fassen- einem riesengroßen rosa Schwein drauf. Wie er ausgerechnet darauf kommt, ist uns echt ein Rätsel, und es ist wirklich sehr gut und detailgetreu ausgeführt. Die „beschenkte“ Tante freut sich aber trotzdem und bedeutet ihm, dass sie es aufhängen will ;-)
    Statt dem geplanten Stündchen dauert unser Besuch –auch dank eines weiteren Wolkenbruchs und mehrerer Tassen Cay (Tee) dann fast 4 Stunden und bei der wiederum sehr sehr herzlichen Verabschiedung wird uns noch ein Taxi beschafft. Dieser Besuch hat uns den schon verschwendet geglaubten Tag gerettet 

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  • 06Jun 2014

    13 Regen und Gewitter in Göreme 06.06.2014 Türkei —

    Göreme, Türkei

    Beschreibung

    Nach einer weiteren Nachfahrt kommen wir in Kappadokien, genauer gesagt im Dörfchen Göreme an. Die Landschaft mit ihren vielen „Feenkaminen“ ist schon auf den ersten Blick unwirklich und atemberaubend, die Sonne scheint und wir treffen am Busbahnhof eine deutsche Familie mit fünfjährigen Zwillingen :-D Diese reist gerade ab und hat auch gleich eine Pension mit Pool zu empfehlen. Kurz darauf können wir auch schon ein Zimmer beziehen – drei Betten dieses Mal, aber die Jungs schlafen ja sowieso immer zusammen. Die Eigentümerin ist halb Türkin, halb Schottin und hat selbst zwei kleine Jungs (1 und 2,5 Jahre alt), welche von unseren Jungs gleich bemuttert werden, sowie einen 13-jährigen Bruder, der die ganze Bande etwas beaufsichtigt. Endlich wieder Kinder! 
    Nach dem Frühstück hauen wir uns noch etwas auf’s Ohr, denn die Nachtfahrt war anstrengend – für die Kids allerdings nicht, die haben wie Steine gepennt und spielen jetzt, während wir schlafen. Als wir wach werden, trifft uns fast der Schlag: Es regnet! Und es hört den Rest des Tages auch nicht mehr länger auf. Schwer frustriert –in Kappadokien kann man eigentlich nur wandern, was bei (kaltem!) Regen wenig Freude macht- laufen wir missmutig durch’s Örtchen und werden vom Aussichtspunkt gleich wieder durch ein Gewitter verscheucht.  Das Essen ist dann auch noch ein Reinfall…am liebsten würden wir gleich weiterreisen, aber die wunderschöne Landschaft lockt, und wir hoffen auf morgen.

    Fotos & Videos

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  • 07Jun 2014

    14 Quad-Tour durch Kappadokien 07.06.2014 Türkei —

    Göreme, Türkei

    Beschreibung

    Leider regnet es immer noch und wir ziehen gefühlt hundertsten Mal unsere jeweils einzigen langen Hosen und Fleecepullis an. Besonders die Hosen der Kinder könnten schon allein stehen, aber zum Waschen abgeben geht ja leider auch nicht…
    Nach einem ziemlich verbummelten Vormittag klart es auf und wir besuchen das Freilichtmuseum, eine Ansammlung von Wohnhäusern und bis zu 1500 Jahre alten Kirchen, die in die ausgehöhlten Feenkamine gebaut wurden. 5 Minuten Kamelreiten soll 20 EUR kosten, für uns aber Sonderpreis 10 EUR – hey, da sind sie, die Abzocker, auf die wir gewartet haben.
    Gleich die nächste negative Erfahrung machen wir kurz darauf in einer Wäscherei: Kaum nähern wir uns der Tür, ruft ein kleines Mädchen mit glänzenden Augen „Turist, turist“ in das Ladenlokal, wir können uns zwar überhaupt nicht verständigen, sollen aber unbedingt unsere Wäsche rausrücken und dann wird uns erst der Preis mitgeteilt: fast 20 EUR für eine Tüte Wäsche (üblich waren bisher ca. 8,50 EUR). Wir lehnen dankend ab, schnappen uns unseren Wäschesack und gehen, ohne die weiteren Kommunikationsversuche zu beachten.
    Am Abend starten wir dann zu einer Quadtour in die umliegenden Täler zur näheren Besichtigung der verschiedenen Arten von Kaminen zu besichtigen .Die Jungs finden es geil, sie dürfen sogar mal allein lenken und Gas geben. Nur die Stopps für die Fotos finden sie überflüssig .
    Am Abend entdecken wir ein neues Lieblingsgericht: Testi Kebap, stundenlang im Tontopf gegartes Fleisch. Superlecker.

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  • 08Jun 2014

    15 Grand Canion der Türkei 08.06.2014 Türkei —

    Ihlara, Türkei

    Beschreibung

    Heute starten wir zu einer großen geführten Busrundtour, insgesamt 230 km.
    Eigentlich nicht so unser Ding, und der Verlauf des Tages (überall wird man im Eiltempo durchgeschleust) zeigt uns auch mal wieder, weshalb wir das normalerweise vermeiden, aber leider reicht die Zeit hier nicht, um alle Sehenswürdigkeiten selbst anzufahren (und das Wetter ist zu unbeständig). Wir starten in einer weiteren Höhlenkirche, größer als alle anderen und ziemlich beeindruckend. Weiter geht es zum Ilhara Canyon. Der Guide versucht, uns die „große“ Wanderrunde (knapp 4 km) durch den Canyon auszureden wegen der Gefahr, dass wir tierisch naß werden können und uns stattdessen die kleine Tour (2 km) aufzudrücken. Er schielt dabei auf uns in der Hoffnung, dass wir da mit kleinen Kindern sofort zustimmen. Aber er kennt halt unsere Kinder nicht und Michael trompetet als erstes: „No, we want the big one!“, und die (mit Flip-Flops und kurzen Röcken für Regengüsse eigentlich ziemlich ungünstig bekleideten) 8 holländischen Mädels in unserem Bus stimmen Micha sofort zu. Der Guide guckt etwas irritiert und macht sich wohl Sorgen um seine durchgestylte Erscheinung, muss aber wohl oder übel resignieren. Wir haben aber großes Glück und kriegen bis auf ein paar Tropfen keinen Regen ab. Mittagessen gibt es sehr malerisch an einem kleinen Flüsschen, wir kommen mit unseren chinesischen Tischnachbarinnen ins Gespräch und dürfen feststellen, dass Schmatzen wohl in China tatsächlich salonfähig ist (woher hat Alexander wohl die chinesischen Gene?). Alexander hat im Übrigen inzwischen die Nase voll davon, ständig angetatscht zu werden (goldene Haare!) und hat beschlossen, dass er jedem, der ihm in die Haare fasst oder in die Backe kneift, zurück in die Haare fasst und in die Backe kneift. Der Tourguide macht sich daraus einen Spaß, erzählt das jedem Mitarbeiter auf unserer Rundtour, die das natürlich alle mal ausprobieren und sich über den kleinen Frechdachs amüsieren (und die chinesischen und koreanischen Mitglieder unserer Reisegruppe schließen sich an ). Wir besuchen noch die unterirdische Stadt Derinkuyu –äusserst beeindruckend, dort wurden während der Christenverfolgungen Höhlen mit bis zu 7 Etagen tief unter der Erde geschaffen mit ausgeklügeltem Belüftungssystem für den Fall einer feindlichen Invasion.
    Am Ende der Busrundreise bleiben uns leider Besuche in Verkaufsräumen für Schmuck und Süßigkeiten nicht erspart…gähn…

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  • 09Jun 2014

    16 Von Göreme nach Kayseri 09.06.2014 Türkei —

    Kayseri, Türkei

    Beschreibung

    Heute geht es weiter nach Kayseri, dort wollen wir uns mit unseren Freunden und Nachbar Senay und Mehmet (und Nisa) treffen, die derzeit dort ihre Verwandten treffen und uns ein Stück „echte“ Türkei zeigen wollen.
    Alexander und Leonard wollen sich gar nicht gern trennen von unserer netten Pension mit den beiden kleinen Jungs der Inhaberin, sie haben sich hier echt wohl gefühlt.
    Leider fährt nicht, wie von einem der Mitarbeiter am Busbahnhof zwei Tage zuvor angekündigt, „alle paar Minuten“ ein Bus, und so haben wir eine Wartezeit von über 1 Std., die den Jungs aber ein unverhofftes Eis am späten Vormittag und uns einen halbwegs leckeren Kaffee beschert.
    Im Bus nach Kayseri lernen wir eine Studentin kennen, die neben Micha sitzt und sich angeregt mit uns unterhält. Allerdings bemerkt dies der Busbegleiter und bittet Michael bestimmt, sich eine Reihe weiter nach hinten zusetzen – es schickt sich nicht, dass ein Mann neben einer alleinreisenden Frau sitzt. Das Mädel ist genervt und erklärt, manche Menschen hier seien eben extrem konservativ und anstrengend. Sie erklärt uns auch, dass sie Herrn Erdogan für einen Diktator wie Saddam Hussein hält – ich wage kurz einzuwenden, dass das hier vielleicht doch ein bisschen anders ist, weil Gerichte und Staatsanwaltschaften ja offenbar noch Kontrolle ausüben – aber offenbar reden Türken wirklich sehr gerne über Politik, und offenbar kann man Erdogan nur entweder lieben oder hassen.
    Am gigantisch großen Busbahnhof (Kayseri ist eine Stadt mit 1,3 Millionen Einwohnern) werden wir von Mehmet abgeholt. Eigentlich sollten wir im Ferienhaus seiner Eltern in einem kleinen Dorf außerhalb von Kayseri übernachten, aber unterwegs erzählt uns Mehmet dann, dort sei wegen Bauarbeiten derzeit keine Übernachtung möglich, wir würden, genau wie er und seine Familie, bei seinem Onkel und Familie schlafen, dort sei Platz genug und die Familie freue sich schon sehr, uns kennenzulernen. Schluck…wir sind ein wenig überrumpelt, da stehen wir aber auch schon in einer Hochhaussiedlung am Straßenrand und Mehmet macht den Motor aus. Ach herrje…soooooo viel Einblick in echtes türkisches Leben hatten wir dann doch nicht erwartet, aber so richtig eine Chance haben wir nun nicht mehr. Wir fahren in die 13. Etage des Hochhauses –nahezu ganz Kayseri besteht augenscheinlich aus diesen gigantischen Hochhäusern, von denen die meisten erst in den letzten 20 Jahren gebaut worden sein dürften. Von Mehmets Tante Hatice werden wir mehr als herzlich empfangen, und die kleine Nisa freut sich auch wie eine Schneekönigin und fragt sofort nach unserem „Wau“ . Die Wohnung hat –unerwartet für so einen Hochhausklotz- 170 qm Wohnfläche, wir bekommen ein eigenes Zimmer und werden erstmal rumgeführt. Der Ausblick von der verglasten Loggia ist gigantisch, der schneebedeckte Vulkan Erciyes liegt quasi gegenüber. Das Mobiliar und die Ausstattung der Wohnung entspringen scheinbar einem hochwertigen Einrichtungshausprospekt – so hatten wir uns türkisches Leben nicht gerade vorgestellt . Die Familie besteht aus Hatice, ihrem Mann Yusuf und den drei Kindern Süleyman (24), Sema (21), und Kürshat (15), alle sind sehr, sehr freundlich. Leider sprechen Mutter und Kinder kein Deutsch oder Englisch (Sema versteht zwar einiges, traut sich aber nicht, zu reden). Vater Yusuf, der erst am Abend von der Arbeit kommt, kann ein bisschen Deutsch, aber im großen und ganzen übersetzen Senay und Mehmet, was die Kommunikation etwas verlangsamt und auf die Dauer und bei dem Gesprächstempo für alle ganz schön anstrengend ist. Insgesamt wird es ein lustiger und interessanter Nachmittag und Abend. Wir lernen auch noch Mehmets sehr sympathischen Cousin Osman kennen und werden mit Bergen von Essen gefüttert (wahnsinnig lecker) und wir stellen fest: Türken sprechen wirklich gern über Politik, kein heißes Eisen, sei es Erdogan, Israel oder Frau Merkel und die EU wird ausgelassen.

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  • 10Jun 2014

    17 Die "echte" Türkei 10.06.2014 Türkei —

    Kayseri, Türkei

    Beschreibung

    Nach einem opulenten Frühstück sollen wir dann mal die Türkei, wie wir sie uns vorstellen kennenlernen. Wir besuchen Mehmets Großeltern, die noch richtig auf dem Land leben, ca. 25 km außerhalb von Kayseri. Die Fahrt geht klassisch los, wir sitzen mit vier Erwachsenen und vier Kindern in Mehmets Mittelklasse-Mietwagen 
    Das Haus der Großeltern und diese selbst sind dann wirklich urig und erfüllen alle Klischees. Der Opa (ca. 80, so genau weiß er das selbst nicht) ist schwerhörig, hat 20 Jahre in Deutschland gelebt und zeigt und erklärt „Mikael“ alles.
    Am Nachmittag, zurück bei Mehmets Tante, wird es dann so richtig voll, denn Senay und Mehmet werden mit uns mit dem Nachtbus nach Antalya fahren und werden von sehr vielen Tanten, Onkeln, Cousins und Cousinen verabschiedet, die alle mit zur Verabschiedung zum Busbahnhof fahren .
    Unsere Jungs bekommen von Hatice und Yusuf noch Trikots des Fußballvereins von Kayseri geschenkt, der jüngste Sohn, Kürshat, spielt dort in der Jugendmannschaft recht erfolgreich und geht auf eine Art Fußballgymnasium. Und wir werden herzlich eingeladen, jederzeit wieder vorbeizuschauen, wenn wir nochmal in Kayseri sind.
    Die ganze Familie, insbesondere aber Hatice sind so wundervoll gastfreundlich und herzlich, dass man es gar nicht beschreiben kann. Der Besuch war ein Erlebnis, das wir nie vergessen werden.

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  • 11Jun 2014

    18 Von Kayseri nach Side 11.06.2014 Türkei —

    Side, Türkei

    Beschreibung

    Nach einer wieder recht anstrengenden Nachtfahrt verabschieden wir uns vom Mehmet, Senay und Nisa (die drei fahren weiter nach Kemer) und wollen am Busbahnhof in Antalya unseren Mietwagen in Empfang nehmen. Mehmets Cousin Osman hatte das für uns noch telefonisch so arrangiert, damit wir mit dem Gepäck nicht erst noch zur Mietwagenstation bzw. zum Flughafen müssen. Leider hat der Fahrer nur einen Kindersitz dabei und der Mietwagen hat einen lädierten Reifen – naja, wie so oft bei Mietwagen. Wir gurken also doch erst noch zum Verleiher (naja, die 20 EUR Gebühr für den Bringservice diskutieren wir dann mal nicht, auch wenn es ein Umweg ist, so sparen wir uns doch den Aufwand mit Bus oder Taxi) und kriegen dann einen größeren und intakten Wagen .
    Das Hotel ist für das kleine Geld (50 EUR mit Frühstück) eine echte Wucht, das Zimmer toll, es gibt einen kleinen Pool und eine Wasserrutsche, die natürlich erstmal getestet werden muss, während Mama und Papa in Ruhe zu Ende frühstücken . Allerdings muss Mama gleich zu Beginn mit voller Montur ins Wasser springen, weil Alexander und Leonard beim Rangeln um einen Ball im tiefen Wasser sich aufeinander stützen und Alexander dabei in helle Panik gerät. Die anderen Gäste und der herzallerliebste Ehemann müssen sich ein Schmunzeln verkneifen, aber naja, was soll es…Hauptsache, dem Kind geht es gut. Alexanders Schock hält dann auch ganze 5 Minuten, dann ist er wieder im Wasser.
    Nach dem Mittagsschlaf geht es dann zum Strand, der ca. 700 Meter entfernt und nur durch Hindernislaufen zwischen mehreren Clubanlagen zu erreichen ist. Der Strand selbst ist zwar sehr schön, aber die Sonnenschutzdächer und tausenden Liegen sind ein massentouristischer Alptraum für uns und wir wünschen uns nach Sri Lanka oder Thailand…arrrgghh! Momentan ist es ziemlich leer, aber im Hochsommer mag man sich gar nicht vorstellen, wie es hier aussieht. Zudem gibt es keine Strandbars oder Getränkeverkäufer, weil ja nahezu alle Gäste All Inclusive gebucht haben. Die Gäste von Strand “fernen“ Hotels werden mit Bussen oder Golfkarts herumgekurvt. Nicht gerade unsere Welt…
    Ganz katastrophal wird dann aber der Versuch, abends in Side Stadt essen zu gehen. Die Kellner sind aufdringlich und unverschämt, man soll sich rechtfertigen, wenn man nach einem Blick auf die Karte weitergeht, und zweimal verlassen wir einen Tisch wieder, weil der am Eingang zugesagte Fisch plötzlich dann doch nicht zu bekommen ist, man solle doch einen anderen probieren, der werde aber gewogen und nach Gewicht (40 EUR das Kilo!!) verkauft bzw. im anderen Restaurant will man uns nicht sagen, was die Pommes für die Kinder kosten sollen („sind ganz billig“) und wir sollen Calamaris unbedingt dazu bestellen, davon lässt sich der Kellner nicht abbringen. Mann, und da wundern und beklagen die sich echt noch, dass so wenige deutsche Touristen zum Essen in die Stadt gehen und stattdessen lieber All Inclusive im Hotel buchen. Wie blöde kann man sein... Völlig entnervt starten wir einen letzten Versuch etwas abseits vom Hafen und finden doch noch ein Restaurant, in dem die Kellner deutlich weniger aufdringlich sind und wir den Fisch auch vorher sehen dürfen. Das Essen ist dann wirklich sehr lecker und versöhnt uns ein wenig, aber Side Innenstadt gefällt uns überhaupt nicht. Wäre dies unser einziges Ziel hier gewesen, würden wir wohl nicht wiederkommen.

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  • 12Jun 2014

    19 Baden in Side 12.06.2014 Türkei —

    Side, Türkei

    Beschreibung

    Der Tag verläuft unspektakulär am Pool und Strand. Nach dem gestrigen Erlebnis beschließen wir, heute einfach mal das pommesbudenähnliche Restaurant gegenüber unseres Hotels auszuprobieren. Es wirkt schon etwas schmierig beim Betreten –naja- und auf Nachfrage bekommen wir eine Speisekarte in englischer Sprache ohne Preise. Auf Nachfrage erklärt uns dann der Besitzer in schlechtem Deutsch-Englisch, das wäre alles „no problem“, wir sollten einfach sagen, was wir wollen, bei ihm sei alles „ganz billig“ und beharrt auch nach mehrmaligem Nachfragen darauf, das „nix teuer“. Völlig entnervt verlassen wir das „Restaurant“ –auch hier sollen wir uns wieder rechtfertigen, warum wir gehen- und fahren dann doch, zum Glück haben wir einen Mietwagen. Einen knappen Kilometer weiter gibt es ein nett aussehendes Restaurant mit einem sehr netten Kellner, der kaum Englisch oder Deutsch spricht, sich über unsere Versuche in Türkisch aber sehr freut. Die Preise sind äußerst günstig, und das Essen ist wirklich klasse. Wir bekommen Brot und Dips gereicht, Wasser gibt es kostenlos dazu – so kennen wir das aus dem restlichen Land. Sogar unser heißgeliebtes Künefe zum Nachtisch gibt es, leider nicht ganz so lecker wie in Kayseri. Zum Nachtisch bekommen wir sogar alle vier ein Waffeleis geschenkt! Offensichtlich ist es hier zwar anstrengend, die Schmeißfliegen des Massentourismus zu vermeiden, aber es ist möglich . Wir sind wieder ziemlich versöhnt.
    Morgen geht es auf eine „Piratentour“ mit einem „echten“ Piratenschiff, ein richtiges Kinderprogramm. Das haben sich die beiden Knirpse nach all den alten Steinen und dem verregneten Strandaufenthalt in Selcuk aber auch echt verdient. Wobei die beiden mit Pool und Meer schon mehr als glücklich sind 

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  • 13Jun 2014

    20 Tour mit einem Piratenschiff 13.06.2014 Türkei —

    Türkei

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