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Trip Das letzte Königreich der Südsee Das letzte Königreich der Südsee 27.10.2015 - 26.11.2015   Das Paradies hat 5 Buchstaben: Tonga. Sehnsuchtsort. Südseetraum. Der... Anja Wendschuch (DE)
Tonga

Das letzte Königreich der Südsee

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Das Paradies hat 5 Buchstaben: Tonga. Sehnsuchtsort. Südseetraum. Der Inselstaat umfasst etwa 170 Inseln, von denen nur um die 50 bewohnt sind. Noch immer lebt ein Großteil der Menschen hier ganz nach den alten Bräuchen und Traditionen, die die polynesische Kultur ausmachen. Den Namen „Freundschaftsinseln“ hat Tonga durch Kapitän James Cook 1777 erhalten, der damals sehr herzlich auf den Inseln aufgenommen wurde. Eine Einladung zu einem großen Festessen offenbarte sich allerdings als nicht ganz so freundlich wie ursprünglich angenommen. Es stellte sich heraus, dass es sich nicht um eine Teilnahme am Essen handelte, sondern eher als Teil des Essens. Und nur weil die Tonganer sich nicht einigen konnten, auf welche Art die Besucher getötet werden sollten, gelang es ihm und seiner Crew rechtzeitig zu entkommen. Prinzipiell basiert der Slogan also eher auf einem großen Irrtum, dennoch hat er sich aber bis heute gehalten. Zu recht. Das Königreich setzt sich aus drei großen Inselgruppen zusammen: Tongatapu im Süden, Ha’apai etwas weiter im Norden und Vava’u als Nördlichste. Die Insel in der Südsee, die sich stets ihre Unabhängigkeit bewahrt hat und wahrscheinlich gerade deswegen relativ unbekannt ist, zieht relativ wenig Touristen an. Hauptsächlich in der Zeit von Juli bis Ende Oktober, wenn die Buckelwale jährlich ins warme und fischreiche Gewässer kommen, um ihre Jungen zu gebären und sie für die lange Reise ins Eismeer vorzubereiten. Leider sind wir just etwas zu spät, um Zeugen dieses Naturspektakels zu werden.

Means of Transport
Fahrrad Boot Bus / Truck Auto Zu Fuss Flugzeug
  • 27Oct 2015

    1 Heilige Insel 27.10.2015 Tonga —

    Tonga

    Beschreibung

    Raus aus dem Flugzeug und wir sind in einer anderen Welt gelandet. Schon bei der Immigration am Flughafen merkt man, dass Arbeit hier nicht erfunden wurde. Die Organisation ist beliebig ineffizient, was vor allem die Leute ohne Tonga Pass zu spüren kriegen. So warten wir eine Ewigkeit auf die Abfertigung. Aber gut, wir haben ja Urlaub. „Malo e lelei“ – Guten Tag. Die Temperaturen sind weit mehr akzeptabel als wir es aus Ohakune gewöhnt sind. Angenehme 25 Grad, eine leichte Brise und 4 glückliche Gesichter. Nukuálofa ist mit ca. 30.000 Einwohnern die größte Stadt des Landes und zugleich die Hauptstadt. Sie ist Zentrum des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens. Ab jetzt leben wir in der Zukunft. Tonga liegt direkt hinter der Datumsgrenze. Jeder Tag fängt hier zuerst an. Darum nennen die Bewohner Tongas ihr Land auch „der Ort, an dem die Zeit beginnt“. Vielleicht wäre es richtiger zu sagen, der Ort an dem die Zeit stillsteht. Denn das scheint sie hier, in diesem südpazifischen Paradies wirklich zu tun. Zeit ist relativ. Wir nutzen den angebrochenen Tag, um uns etwas umzuschauen. Gleich fällt auf, dass kaum andere „Palangi“ („die aus dem Himmel kommen“, wie man Touristen nennt) unterwegs sind. Viel gibt es nicht zu erkunden und besondere Begeisterung kommt nicht auf, noch nicht!

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  • 28Oct 2015

    2 Postkarte aus der Luft 28.10.2015 Tonga —

    Neiafu, Tonga

    Beschreibung

    Mit einem Propellerflugzeug von "Fiji Airways" überfliegen wir die unzähligen winzigen Inselchen auf dem Weg nach Vava’u im Norden. Der Check-In gestaltete sich relativ unkompliziert, das es keine Röntgengeräte fürs Gepäck gibt und auch nicht auf gefährliche Gegenstände überprüft wird. Selbst ein Reisepass ist im Grunde genommen überflüssig. Am Schalter (wenn man das so nennen kann), gibt man nur seinen Namen an und der wird abgehakt. Was wir durch die kleinen Fenster zu sehen bekommen, ähnelt Postkartenmotiven. Unsere Kameras laufen während der 60-minütigen Flugzeit auf Hochtouren. In Naiafu, idyllisch am „Port of Refuge“, einem Tiefseehafen, gelegen, erledigen wir unsere Einkäufe für die kommenden Tage. Auf dem Wochenmarkt gibt es frisches Gemüse und tropische Obstsorten. Beleibte Tongaerinnen sitzen faul hinter den Ständen. Unsere Herzen schlagen höher bei der reichlichen Auswahl und wir schlagen kräftig zu.

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  • 29Oct 2015

    3 Zivilisation Adé 29.10.2015 Tonga —

    Tonga

    Beschreibung

    ACHTUNG: DER FOLGENDE TEXT ENTHÄLT SCHNULZIGE PASSAGEN UND IST FÜR UNROMANTISCHE LESER NICHT GEEIGNET!

    Der Duft von Sonnencreme in der Nase, Salzwasser auf der Haut und Sand in den Haaren – SOMMER! Auf einer Baumschaukel blicke ich auf kristallklares, azurblaues Wasser hinaus, während ich versuche, die vergangenen 2 Tage in Worte zu fassen. Ganz ehrlich, ohne Fotobeweise würde uns das sowieso niemand glauben. Eine ganze Insel für uns allein. Naja und 3 wilde Pferde, 2 Hähne, 1 Mietz sowie Gery und Jenn, die beiden Angestellten. Wer sich jetzt allerdings ein Luxusresort vorstellt, liegt komplett falsch. Viel eher würde ich es als „Robinson Crusoe-Herberge“ beschreiben. Schnorcheln, Kajaken und ganz besonders ENTSPANNEN. Mehr gibt es hier nicht zu tun und das ist auch gut so. Das „richtige Leben“ ist ganz weit entfernt. Tagsüber snacke ich Kokosnüsse, welche hier in Hülle und Fülle vorhanden sind. In einer offenen Campingküche mit unbezahlbarem Meerblick bereiten wir unsere Mahlzeiten zu. Die Abende lassen wir ums Feuer ausklingen, beobachten wie der Vollmond wie ein brennender Ball an der Horizontlinie aufsteigt und kriechen rundum zufrieden in unsere Strandhütte, in der nichts weiter als eine Matratze mit Moskitonetzen auf dem Boden zu finden ist. Meeresrauschen zum Einschlafen und Aufwachen gibt es gratis dazu.

    Ist es nicht seltsam, dass die Einfachheit so viel Zufriedenheit mit sich bringt. Weder Strom, noch fließendes Wasser und ganz besonders KEIN Mobiltelefon, Laptop und anderer Schnick-Schnack, den wir als so komfortabel empfinden.

    Fotos & Videos

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  • 31Oct 2015

    4 Tafelfreuden 31.10.2015 Tonga —

    Tonga

    Beschreibung

    Das nächste Inselabenteuer ruft. Mit dem Schnellboot schippern wir nach Ofu Island. Das kleine Eiland beherbergt 60 Einwohner und auch hier tickt die Uhr in „Tongan Time“. Von was die gemütlichen Tongans genau leben, haben wir noch nicht herausgefunden, denn irgendwie scheinen die auch nichts anderes als wir zu machen – schlafen, essen, schlafen. Ein Taxifahrer hatte uns erklärt, dass Familie über allem steht und man sich gegenseitig stützt. Viele junge Männer arbeiten für ein paar Monate im Jahr in Neuseeland oder Australien, um Eltern, Großeltern, Onkel/Tante, Kind und Kegel zu versorgen. Auch Nachbarschaftshilfe steht ganz hoch im Kurs. Jeder hat mindestens 3-4 Schweinchen und einige Hühner im Garten herum laufen sowie verschiedenes Obst und Gemüse angebaut. Ein sehr geschäftiges Völkchen scheint es jedenfalls nicht zu sein. Für den Tourismus interessiert man sich nur am Rande.

    Anna und der Rest des Klans empfangen uns herzlich in ihrem gemütlichen Gästehaus. Wir gelten sofort als Teil der Kommune. Am Sonntag geht JEDER in die Kirche. Zu feierlichen Anlässen tragen alle ihre geflochtene Taovala-Matte aus Pandanussblättern, die sie sich mit einem Strick um den Leib gebunden haben. Die Tongans leben nach dem christlichen Glauben. Wir lehnen die Einladung an der 3-stündigen Zeremonie teilzunehmen dankend ab. Irgendwie hätte es mich schon interessiert, aber eine gefühlte Ewigkeit dem Priester zuzuhören, wie er Gebete in einer mir fremden Sprache runterleiert – NEIN DANKE. Vielmehr freue ich mich auf das traditionelle Festessen „Kaipola“. Die Menschen in Tonga essen für ihr Leben gern, was man ihnen auch ansieht. Worte wie stämmig, strukturorientiert oder muskulös sind schlichtweg untertrieben. Laut WHO sind 91% der Bevölkerung übergewichtig, so viele wie in kaum einem anderen Land der Welt. Unter den ersten 10 dicksten Ländern der Erde befinden sich 8 Pazifikstaaten. Erst auf Platz 9 kommen die Amerikaner! Übergewicht gilt als ein Zeichen von Wohlstand. Großmutter Annau bereitete am Morgen schon alles vor. Sie zeigt uns, wie man Kokosnussmilch selbst herstellt, rollt Oktopusse in Taroblätter und legt rohen Snapper in Limetten ein (durch das marinieren mit der Säure wird der Fisch „gekocht“ und somit genießbar). Der eigentliche Star auf dem Buffet soll aber „Babe“ sein. Am Morgen hat das Borstenvieh noch fröhlich gegrunzt, jetzt hängt es am Spieß und wird 3 Stunden drehend über dem offenen Feuer geröstet. Eine besondere Bindung hat man zu seinen „Haustieren“ nicht. Wie eine große Familie verspachteln wir alle gemeinsam die Köstlichkeiten. Meinem „Tonga Body“ etwas näher, falle ich anschließend für ein Nickerchen in die Hängematte.

    Fotos & Videos

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  • 02Nov 2015

    5 Am Ende von Insel, Dorf und Straße 02.11.2015 Tonga —

    Talihau, Tonga

    Beschreibung

    WELCOME HOME! So begrüßt uns Lynn, die Besitzerin des „Luckys Beach House“ bei unserer Anreise. Genau so sollte es auch sein in den kommenden 3 Tagen. Hier scheint die Welt wirklich zu Ende zu sein. Wir mögen das und wir brauchen so eine Einsamkeit einfach mal. Alle Viere von uns strecken. Wir verschlingen nicht nur Bücher, sondern auch frischen Fisch, den Kurt, Lynns bessere Hälfte und leidenschaftlicher Fischermann, fängt. Unser Bleibe, ein Fale, eine ursprüngliche Hütte aus Palmenblättern, ganz nah am Meer, ist urgemütlich.

    „Du hältst Reisende für mutig, aber Reisen ist eine der entspanntesten Arten die Zeit zu verbringen.“
    Paul Theroux

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  • 06Nov 2015

    6 Reisen wie die Einheimischen 06.11.2015 Tonga —

    Neiafu, Tonga

    Beschreibung

    Wenn eine Fähre den reizenden Spitznamen „Orange Vomit“ (Oranges Erbrochenes) trägt, sollte man meinen, dass dieser Fakt Abschreckung genug sei. Oder wir nehmen den Wink nicht Ernst und verbuchen es unter Erfahrung. Auf alle Fälle finden wir uns, aus welchen Gründen auch immer, auf besagtem Schiffchen wieder. Wir, wie gewöhnlich die einzigen Palangi. Mit kaum zu erwähnender Verspätung (etwa 30 Stunden), bricht die “MV’Otuanga’ofa“ dann in hohe See auf. Ein 8-stündiger Trip von den Vavau‘s zur Haapai Inselgruppe. Der Ozean ist relativ ruhig, trotzdem wellig genug, um mir die Farbe aus dem Gesicht zu nehmen. Unsere beleibten Mitreisenden haben es sich auf mitgebrachten Matratzen gemütlich gemacht und tun das, was sie am besten können – SCHLAFEN. Nur mal am Rande: Schlaf wird übrigens auch als wichtigstes Exportgut in Tonga gehandelt. Jedenfalls bin ich überglücklich, als wir wieder festen Boden unter den Füßen haben.

    Abenteuer machen nie Spaß, während du sie erlebst.“
    Clive S. Lewis

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  • 07Nov 2015

    7 Ein Inseltraum wird Wirklichkeit 07.11.2015 Tonga —

    Tonga

    Beschreibung

    Träum dich mit mir auf die Insel…
    Bei der Erschaffung dieses Eilandes muss Robinson persönlich Pate gestanden haben - rundum palmumsäumte, herrlich weiße Strände, badewannenwarmes, türkisblaues Südseewasser sowie undurchdringlicher Dschungel im Inneren der Insel. Wir verbringen hier ein paradiesisches Leben auf Zeit, fern jeglicher Zivilisation. Unsere Unterkunft, „Taiana`s Resort“, wobei Resort ein recht willkürlicher Begriff für die 5 wackligen Palmhütten, welche als Gästeunterkunft dienen, eine etwas in die Jahre gekommene Küchenhütte sowie zwei Sanitärbretterbuden ist. Alles nur einen Katzensprung vom weißen Südseestrand entfernt.

    Gleich am ersten Abend verbrauchen wir die mitgebrachten Rumvorräte während einer ausgelassenen Nacht am knisternden Lagerfeuer. Mit den anderen 4 bunt zusammengewürfelten Campmitbewohnern und dem Einarmigen Banditen Kalafi, der Besitzer, tauschen wir Weltenbummlergeschichten und Lebensträume aus. Was kann schöner sein? Ohne jegliches Zeitgefühl vergehen die Tage. Nichts ist geplant, keine Termine. Spaziergänge im Pulversand um die 4 km lange und etwa 1,5 km breite Insel, dabei lauthals singen und unbeschwert tanzen – na und, keiner sieht einen und niemand hört einen. Nur eine Handvoll Tonganer leben hier.

    Wir hatten hier wohl unsere schönsten Tage überhaupt auf Tonga. Uoleva Island ist das Paradies zum Anfassen. Ein unvergesslicher Aufenthalt. Hoffentlich wird diese friedvolle Insel nie vom Massentourismus überschwemmt.

    „Alle, die bei Tage träumen, wissen von vielen Dingen, die denen entgehen, die nur den Traum der Nacht kennen.“
    Edgar Allan Poe

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  • 12Nov 2015

    8 Fly away 12.11.2015 Tonga —

    Pangai, Tonga

    Beschreibung

    Lifuka, die Hauptinsel des Ha’apai Archipel, hat nur wenig zu bieten. Die Menschen leben hier recht ärmlich und einfach. 2014 fegte ein tropischer Wirbelsturm der Kategorie 5 über die Inselgruppe Ha’apai. Mit über 200 km Windgeschwindigkeit zerstörte Zyklon „Ian“ ganze Dörfer und war der schwerste der Geschichte. Alles was es hier gab wurde beschädigt, egal ob Gebäude, Ernten und Infrastruktur. Auch heute sind die Ausmaße der Zerstörung noch deutlich zu erkennen. Umgeknickte Bäume und abgedeckte, schiefe Häuser. Wir vertreiben uns die Zeit am Strand, beobachten das bunte Treiben am Hafen und sind ziemlich nervös wegen unseres bevorstehenden Flugs am nächsten Morgen.

    Mit „REAL TONGA“, der privaten Fluggesellschaft des Königreiches soll es zurück nach Tongatapu gehen. Immer wieder stand die Airline in der Kritik wegen ungenügender lokaler Kompetenz die Flotte technisch zu betreuen. Na dann ist doch alles bestens! Nicht minder abenteuerlicher als die Fähre, dafür aber mit nur 45 Minuten Flugzeit deutlich kürzer. Ich habe mal eine Doku gesehen, in der es um Flugzeugkatastrophen ging. Man sprach darin immer wieder davon, wie wichtig doch jede einzelne Schraube an einem Flieger sei. Und wenn ich mich so umschaue, entdecke ich doch ein paar fehlende Schräubchen. Ich schiebe es auf meinen Laienverstand und lehne mich zurück. Natürlich nur sinngemäß, denn Platz gibt es in dem Mini-Propeller-Maschine für 15 Leutchen nicht. Ich sitze quasi auf dem Schoß des Piloten.

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  • 13Nov 2015

    9 Kanokupolu 13.11.2015 Tonga —

    Kanokupolu, Tonga

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