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Trip lily's und tinus grosse Reise lily's und tinus grosse Reise 30.06.2016 - 20.06.2017   Welche Länder werdet ihr bereisen? Wie lange seit ihr unterwegs? Was ihr habt... lily und tinu (CH)
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lily's und tinus grosse Reise

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Welche Länder werdet ihr bereisen? Wie lange seit ihr unterwegs? Was ihr habt eueren Job gekündigt? Kommt ihr denn überhaupt zurück?

Nachdem wir monatelang geduldig die immer gleichen Fragen aus dem Umfeld beantwortet haben, haben wir beschlossen die Stationen unserer Reise festzuhalten. Dies um einerseits Familie und Freunde auf dem Laufenden zu halten und andererseits dient es uns in unserem hohen Alter als Gedächtnisstütze. Viel Spass!

Means of Transport
Bus / Truck Zu Fuss Flugzeug Zug
  • 30Jun 2016

    1 Start in Basel 30.06.2016 Schweiz —

    St. Johann, Basel, Schweiz

    Beschreibung

    Jap ziemlich gemütlicher Start ab Basel - das einzige was es dazu zu sagen gibt ist: Ich liebe den Flughafen. Alles geht schnell, es hat nicht viele Leute und fühlt sich bereits vor dem Abflug wie Urlaub an dank der "Bonjour Madame's" der Flughafenmitarbeiter.

    Da waren die Tage vorher schon hektischer:

    Die Checkliste mit den offenen Punkten über Board schmeissen und geistig auf die To Do Liste für nach der Heimreise setzten - check
    Reisetasche 5x ein- und auspacken, weil sich der Platz über Nacht irgendwie halbiert hat - check
    Alle Abschiedsgespräche, die ich führen wollte von vor auf während der Reise verschieben - check
    Die letzten Sprachstunden geben, Schüler verabschieden und letzte Tipps entgegennehmen - check
    Unsere Loge räumen und so hinterlassen, wie wir sie vorgefunden haben - fast check
    Realisieren das ich nicht sterbe, sondern lediglich auf Reisen sein werde und ich das meiste iregendwie von unterwegs regeln kann - check und unbezahlbar

    Auf gehts!

    Fotos & Videos

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  • 30Jun 2016

    2 Barcelona 30.06.2016 Spanien —

    Ciutat Vella, Barcelona, Spanien

    Beschreibung

    Nach mehr als 14 Jahren bin ich nun wieder in Barcelona. Ich hatte keine Ahnung mehr, wie das dort aussah. Ich wusste nur noch das es gross, laut und hektisch zu und her geht - Grossstadt eben.
    Die Übernahme des Appartments hätte reibungslos geklappt, wäre nicht die falsche Adresse bei Google Maps hinterlegt gewesen, aber egal, geklappt hat es und das Appartment war super, zumindest der eine Teil davon. Der andere war nicht mehr so super aber ok - die Auslegung von einem Zimmer ist dehnbar, darum Notiz an mich selber: ein Kämmerlein mit Vorhang kann in Spanien ofiziell als Zimmer gelten!
    2 Freunde sollten kurz nach unserer Ankunft eintreffen und nach einem teuren nicht guten Mittagessen im Restaurant um die Ecke, waren sie auch schon da Juhuuu :)
    Die Tage haben wir mit Sightseeing, Spaziergängen und Essen gehen verbracht und sie waren leider zu schnell vorbei.

    Meine persönlichen Highlights / Lowlights waren:
    - den Start unserer Reise mit guten Leuten verbracht zu haben - nochmals danke dass ihr gekommen seit
    - der endlose morgendliche Spaziergang am 02.07.2016 - ja ihr wisst welchen ich meine
    - der latente Geruch nach Körperausscheidungen der in der ganzen Stadt war und nur der führte dazu, dass
    - ich versuchte Geld zu beziehen an einem mit S******* verschmierten Bancomaten. Hier muss ich noch einiges zu meiner Verteidigung schreiben: Es roch echt überall streng, mal mehr mal weniger und nur deshalb ist mir der Gestank beim Betreten des Bankautomatenbereichs nicht aufgefallen. Ausserdem schaue ich mir gewisse Dinge nie genau unter anderem Bankautomaten und die Stop-Taste war scheissefrei, da hatte ich Gück und Taschentücher und das Bedürfnis die Hände zuwaschen, auszukochen und zu desinfizieren :p

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  • 04Jul 2016

    3 Valencia 04.07.2016 Spanien —

    Ciutat Vella, Valencia, Spanien

    Beschreibung

    Valencia schönes Valencia.

    Mein ursprünglicher Plan war Anfang Juni nach Valencia zu gehen und Spanisch zu lernen damit ich unterwegs zumindest etwas verstehe. Aus diesem Plan wurde aus verschiedenen Gründen nichts, deshalb wollte ich unbedingt einen Abstecher nach Valencia machen.

    Nach 4 Stunden Fahrt von Barcelona durch spanisches Niemandsland, sind wir in Valencia angekommen. Die Stadt schien richtig verschlafen im Gegensatz zu Barcelona. Aber es war mir gerade sehr recht. Wir haben ausgedehnte Spaziergänge gemacht und sind Essen gegangen. Besonders gefallen hat uns der Park der um das Stadtzentrum angelegt wurde. Perfekt für Jogger – also nicht mich, Spaziergänger und Velofahrer. Der Park führt um den Stadtkern bis zu den Calatrava Bauwerken. Falls du mehr dazu wissen willst zu diesem Architekten/Bauingenieur: www.calatrava.com/.

    In Valencia konnte ich ausserdem meine erste Auslandsarzt-Erfahrung machen wegen meinem Ohr. Dazu meine Learnings:
    - Medizinisches Personal in Valencia spricht nur Spanisch oder Valencianisch
    - der Unterschied zwischen Allgemein- und Privatversichert könnte nicht grösser sein – eine Entschuldigung an alle wartenden Patienten an denen ich vorbei gewunken wurde
    - Spanische Ärzte sind mindestens so gründlich wie Schweizer Ärzte
    - die Reiseversicherung von der Allianz ist obermühsam – to be continued. Möglicherweise ändere ich meine Meinung von obermühsam zu scheisse!

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  • 06Jul 2016

    4 Madrid 06.07.2016 Spanien —

    Centro, Madrid, Spanien

    Beschreibung

    Madrid ist super easy. Alles ist gut erschlossen und erreichbar mit der Metro. Es hat viele Restaurants, Shops und Leute und viel Historisches zum Anschauen.

    Soviel konnte ich nach 1 Woche Städtetrip durch Spanien noch aufnehmen. In Madrid setzte bei mir schon eine gewisse Übersättigung ein. Wir waren erst einige Tage unterwegs, hatten aber schon viel gesehen und erlebt und ich hatte das Gefühl nur noch die Wartezeit bis zum nächsten Flug abzusitzen.Zudem war das gebuchte Hostel nicht gut, weil zu klein und keine A/C, meine Yoga Routine fehlte und überhaupt alles doof und ich wollte den Kontinent endlich verlassen.

    Ich denke ich werde die Stadt zu einem späteren Zeitpunkt nochmals besuchen und in einer anderen Unterkunft nächtigen. Dann werde ich sicherlich empfänglicher sein für diese schöne Stadt.

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  • 08Jul 2016

    5 Cancún 08.07.2016 Mexiko —

    92, Cancún, Mexiko

    Beschreibung

    Endlich war der Tag gekommen an dem wir den europäischen Boden verliessen. Rucksack packen und hoffen, dass die Rucksäcke als Handgepäck durchgehen. Mit Evelop direkt von Madrid nach Cancún fliegen – Hell Yeah! Sogar mein Vegi-Menü habe ich bestätigt erhalten und das von einem Low-Cost Carrier. Also los geht’s vom Zentrum Madrid mit der Metro bis zum Flughafen Mit Evelop war es nicht möglich online einzuchecken - leider. Aber von vorne:

    Ich hatte mich vorgängig über die Einreisebestimmungen für Mexiko informiert und es war nichts speziell vermerkt. Ich hatte auch versucht die Botschaft telefonisch zu erreichen, was nicht klappte, daher nahm ich an, dass schon alles klappen wird. Beim Einchecken stellte sich heraus, dass uns die Fluggesellschaft nicht eincheckt, wenn wir kein Ticket haben, dass belegt, dass wir Mexiko wieder verlassen. Diskussionen halfen nicht, also was tun? Der Flughafen hat WiFi, dass nur sehr langsam lief, aber es lief also konnte Tinu online schauen was er fand. Am Evelop-Schalter konnte mir niemand helfen und ich wurde an Iberia verwiesen. Dort hätten wir ein Return-Ticket kaufen können, dass wir möglicherweise, unter gewissen Umständen und eventuell hätten rückerstatten lassen können. Das war uns aber zu doof, deshalb suchten wir nach Alternativen, die wir online buchen konnten. Was bot sich da mehr an als die USA? So wurden wir Besitzer eines Bustickets von Tijuana nach Los Angeles.

    Während dem Flug habe wir uns eine Geschichte zu Recht gelegt für den Fall, dass das Migration-Office in Mexico Fragen hat: „Tinu wollte schon immer einmal von Mexico in die USA einreisen und zwar auf einem Esel“. Das ist sogar wahr! „Statt des Esels hätten wir uns aber für den Bus entschieden.“

    Der Flug verlief ruhig und die 10 Stunden kamen mir kurz vor. Das Lustige war, dass es ein Missverständnis mit meinem bestätigten Essen gab. Somit erhielt ich vorerst kein Essen. Etwa 30 Minuten später kam die Flugbegleiterin und entschuldigte sich endlos und servierte mir 2 Salate, Früchte, Käse und Brötchen. Mich freute die riesen Auswahl und Tinu freute sich auf alles was ich nicht esse. Später brachte sie verschiedene Schokoladen und nochmals etliche Entschuldigunen und bezahlen musste ich auch nichts. Von daher bin ich voll überzeugt von Evelop – Fliegt Evelop Leute :)

    In Cancún angekommen stellten wir fest, dass es keinen Bus gibt, nur Taxis. Super, Taxis ohne Taxometer vom Flughafen sind immer sehr teuer und so war es dann auch. Egal nicht weiter darüber nachdenken und ab in die gebuchte Wohnung. Der Fahrer war nett, aufgesetzt nett, aber ok, das ist sein Job. Am Ziel angekommen fragte ich ihn, wie hoch sein angekündigtes Trinkgeld sein wird und die Antwort war in etwa: „as much as you think“ – ääääh falsche Antwort. Was soll ich mit der Antwort anfangen? Wir gingen im Bösen auseinander und er hätte uns wohl am liebsten überfahren, so 3-4 Mal.Bei der Unterkunft klingelten wir und riefen an, aber niemand öffnete uns. Und das Klingeln des Telefons hörte ausser uns wahrscheinlich auch niemand… Karma is definitely a bitch!

    Nach 18 Stunden auf den Beinen in einem unbekannten Land gestrandet in einem Quartier irgendwo in Cancún in der Dunkelheit. Eine Unterkunft musste her und zwar schnell. Also Taxi suchen und in die Hotelzone fahren. Die nächste Lektion, die wir lernten war: Frag nie einen Einheimischen Taxifahrer nach einem günstigen Hotel, denn er wird dir das teuerste nennen und das wahrscheinlich nicht einmal im Bösen. Seht es euch an und träumt davon ;) http://www.presidenteiccancun.com/ Wir haben nicht $300 Dollar für 12 Stunden Aufenthalt in diesem Hotel bezahlt, denn mittlerweile, war es schon ziemlich spät. Stattdessen sind wir bei C 30° mit dem Gepäck am Rücken die Hotelzone entlang gelaufen und haben bei jedem Hotel angeklopft. Nach Kilometer 5 hatten wir endlich ein zahlbares Hotel gefunden. What a trip!

    Das Hotel Calypso war super. 2. Reihe ohne Strandzugang, aber ein öffentlicher Strand war in der Nähe. Wir schliefen viel, gingen an den Strand, der super schön ist, gingen Essen, hatten frische Säfte und erhielten einen Vorgeschmack von Mexiko. Cancún an sich gefiel mir nicht. Die Strände sind wunderschön, ansonsten gab es nur Strassen und Shops und Hotels. Cancún Downtown war ähnlich, Restaurants, Strassen und Shops. Kein Park, nichts Grünes, einfach Autos und fertig. Lustig war unser Essen in einem richtigen mexikanischen Restaurant in das sich wohl selten ein Tourist verläuft. Es erinnert mich ein bisschen an from Dusk ´till Dawn. Die Musik war so laut, dass man sich nicht unterhalten konnte. Es sassen ausschliesslich Locals alleine oder zu zweit an einem Tisch und mit Locals meine ich nur Männer. Keiner ass, aber alle hatten einen Eimer mit 8 Bieren vor sich und mitten drin wir, mit unserem leckeren Essen :)

    Wir wollten nicht lange in Cancún bleiben, weil es sehr teuer war und wir uns sicher waren, dass es noch schönere Orte gibt. So verliessen wir Cancún nach 4 Tagen.
    P.s. Natürlich interessierte sich bei der Einreise niemand dafür, ob und wie wir das Land wieder verlassen. Deshalb durften wir unsere Geschichte nicht erzählen – schade für die verschwendete Zeit und die $40.

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  • 12Jul 2016

    6 Merida 12.07.2016 Mexiko —

    Lázaro Cárdenas, Merida, Mexiko

    Beschreibung

    Unser nächster Stopp war Merida (die Hauptstadt des Bundesstaates Yucatan). Da ich vom Arzt wegen meiner Ohrenentzündung noch immer mit einem Badeverbot belegt war, hatte das Meer keine Priorität. Zudem wollten wir mal etwas länger an einem Ort bleiben. Merida schien uns taktisch sinnvoll, da es eine grosse Stadt und das Tor zu den Mayastätten ist. Ausserdem waren günstige Unterkünfte verfügbar.

    Die Busverbindungen in Mexiko sind super, eher teuer, dafür ist das Busnetz sehr gut ausgebaut. So war unser Ziel einfach zu erreichen.

    Das Apartment, das erste via Airbnb, war super. 2 Zimmer plus Küche mit Waschmaschine und Tumbler. Wir mussten dringend einmal waschen, denn in Cancún stellte sich heraus, dass in der Nebensaison vieles geschlossen ist, wie zum Beispiel Wäschereien….

    In Merida hatten wir 10 Nächte gebucht. Es war schön einen Ort zu haben, an dem wir unsere Sachen im Wissen auspacken konnten, nicht sofort wieder einpacken zu müssen. So erkundeten wir die Stadt, gingen Essen, besuchten die Ruinen, das Meer (in Progresso) und schon waren die 10 Tage rum. Aber nun noch mal langsam und der Reihe nach.

    Die Stadt ist nett anzusehen, aber ähnlich wie Cancún besteht sie hauptsächlich aus Strassen, Shops und Fast-Food-Buden. Es hat einen Hauptplatz mit Grünfläche, Bäumen und Bänken. Dieser Platz ist aber sehr klein und immer sehr gut besucht, weil die Stadt dort gratis WI-FI inkl. Ladestationen anbietet – was ich sehr cool fand.

    Wir hatten uns überlegt, welche Ruinenstätte wir anschauen wollen. Zur Wahl standen Chichén Itzá (Tschitscheniza) und Uxmal (Usch-mal). Wir haben uns auf Uxmal geeinigt, da es bei den Reviews am besten abschnitt. Es ist auch die am besten restaurierte Anlage und man kann auf die Pyramiden raufklettern . In Chichén Itzá wäre es ein Betrachten aus der Ferne gewesen.

    Die Anreise zu den Ruinen ist einfach und die Händler, sowie die Reiseleiter vor dem Eingang respektieren ein „Nein Danke". Die Anlage ist schön anzusehen. Hätten wir einen Guide genommen oder uns vorher etwas informiert, wäre die ganze Sache sicher noch spannender gewesen. Wir wollten aber einfach die Pyramiden sehen bzw. raufklettern. Es war beeindruckend und die Aussicht von oben fantastisch! Wir waren am frühen Nachmittag dort. Als wir gingen, kamen uns Scharen von Menschen entgegen. Das frühe Aufstehen, hat sich somit auf jeden Fall gelohnt.

    Der nächste Strand ist in Progresso. Dieser ist mit dem Bus innert einer Stunde erreichbar. Am Strand sahen wir fast nur Einheimische. Im Meer spürte man die warme Strömung des Golfes von Mexiko, aber vielleicht bildete ich mir das auch nur ein, weil ich nach so langer Zeit schon vergessen hatte, wie sich das Meer überhaupt anfühlt… - unwichtig. Es war herrlich.

    Wir machten einen weiteren Ausflug nach Valladolid zu den Cenotes. Am Busschalter wurden wir gefragt, ob wir 1. oder 2. Klassen fahren wollen. Wir sagten natürlich 2. Klasse (wir sind ja bescheiden) und sassen dann im Bummler, der statt 2, ganze 4 Stunden für die Strecke brauchte. Super! Tinu nutzte die Zeit für ein ausgiebiges Nickerchen und ich um Musik zu hören. In Valladolid angekommen, sahen wir uns um und waren schnell froh, dass wir nach Merida (und nicht wie ich vorgeschlagen hatte nach Valladolid) gingen. Es ist nur ein sehr kleines Städtchen und uns wäre am 3. Tag bestimmt langweilig geworden.

    Die Cenote liegt in der Nähe des Zentrums. So gingen wir nach einem aussergewöhnlich guten Mittagessen – Asiatischer Salat mit Sprossen und Nüssen etc., eine wohltuende Abwechslung zum sonstigen Eisbergsalat mit Tomaten - Richtung Cenote. Die Cenote kostet etwas Eintritt. Das Erlebnis und die Aussicht sind dafür einmalig. Es hatte sehr viele Besucher, was das ganze etwas dämpfte. So blieben wir nicht allzu lange. Aber lange genug um den Kids bei einer Mutprobe zuzuschauen. Sie wurden von den Eltern und allen anderen Anwesenden – ausser uns - angefeuert die ca. 7m hohe Klippe runter zu springen.

    Die 10 Tage gingen sehr schnell vorbei und es hiess wieder Bus fahren

    LEST BEI TIERPHOBIEN NICHT WEITER, gäu Fränzi;)


    Ihr kennt sicher die Berichte über Schlangen oder Krokodile in der Kanalisation, die dich beissen wenn du auf dem Klo sitzt. In Merida rief mich Tinu und starrte in die Kloschüssel: Was war zu sehen? Eine ca. 50 cm lange Eidechse. Auf dem Foto sieht man leider (oder zum Glück) nur den Schwanz. Aber ihr könnt euch vorstellen wie wir uns die folgenden 6 Tage fühlten, sobald wir Richtung Badezimmer gehen mussten.

    Obwohl wir wussten was uns erwarten kann, erschraken wir jedes Mal wieder, wenn sie dort war. Der Tipp unserer Vermieterin, mit dem Besen gegen das Klo zu klopfen, half nur kurzfristig. Ein paar Stunden später war sie jeweils wieder da... Eine andere Möglichkeit wussten wir nicht, denn wir wollten vermeiden, die Echse zu verletzen oder dass es sie sich auf Richtung Wohnung machte.

    Die Vermieterin meinte, das sei normal und die Tiere sind überall anzutreffen.

    Juhuuuu das Horrorszenario wurde wahr!

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  • 22Jul 2016

    7 Tulum 22.07.2016 Mexiko —

    Tulum, Mexiko

    Beschreibung

    https://www.youtube.com/watch?v=Bp6gaPYwPB0

    Das kam uns als erstes in den Sinn als wir durch Tulum liefen :) Viel Bhatik, viel Esotherik gemischt mit etwas mexikanischem Flair.

    Wir fühlten uns sofort wohl und wussten wir werden länger als die gebuchten 3 Nächte bleiben. Wir machten uns auf zum Strand, da unser Hotel im Dorf war. Wir liefen und liefen und liefen und bald war klar, wieso uns so viele Fahrräder entgegen kamen...Nach gefühlt 4 Stunden kamen wir bei einem wunderschön weissen Strand an. Es hatte nur wenige Touristen und viele Einheimische. Die Abkühlung nach dem langen Marsch tat sehr gut. Leider mussten wir irgendwann zurück laufen. Auf dem Rückweg beschlossen wir, für den nächsten Tag auch Fahrräder zu mieten.

    Die Unterkunft war gemütlich. Mein Lieblingsplatz war auf unsere Veranda in der Hängematte. Dort verbrachte ich den Grossteil der Zeit lesend. Die Nächte waren sehr heiss und die Unterkunft bzw. unser günstiges Zimmer hatte keine Klimaanlage. Somit waren es schlaflose Nächte in Tulum. Daher beschlossen wir unseren Aufenthalt in einer anderen Unterkunft zu verlängern.

    Tulum ist ziemlich teuer und mit unserem gesetzten Budget von ca. CHF 40 pro Nacht bekamen wir keine Unterkunft mit Klimaanlage. So nahmen wir ein Zimmer in der Kitelodge gleich um die Ecke. Ein grosses Zimmer mit Galerie. Bei der Ankunft war das Zimmer schon auf ca. 4° Grad herunter gekühlt – herrlich.

    Die folgenden Nächte schliefen wir gut, bis auf ein paar Versuche die Geckos aus dem Zimmer zu jagen – keine Chance, sie waren uns bei weitem überlegen. Wahrscheinlich haben sie uns ein bisschen ausgelacht wenn sie wieder von einem Kugelschreiber-Wurfgeschoss verfehlt wurden. Man weiss es nicht…

    Die Tage vergingen viel zu schnell. Wir machten Radtouren am Strand entlang, besuchten die Mayaruinen direkt am Strand von Tulum, gingen schnorcheln, lasen und schrieben viel.

    Die Tage vergehen sehr schnell wenn man machen kann was man will. Morgens früh aufstehen war auch schon schlimmer.

    Tinu ging übrigens bis auf wenige Ausnahmen immer joggen. Damit ihr eine Idee bekommt was wir so den ganzen Tag machen wen wir nicht reisten:

    Morgens zwischen 6-7 Uhr aufstehen. Tinu geht joggen und ich checke Mails oder lese. 9-10 Uhr frühstücken gehen oder Frühstück machen. Danach lesen oder schreiben und nachmittags machen wir einen Ausflug und/oder ein Nickerchen. Bei Orten die weiter weg sind brechen wir jeweils gleich nach dem Frühstück auf. Nachmittags oder abends essen gehen oder etwas zubereiten und danach einen Film schauen und ab ca. 21-00 Uhr schlafen gehen.

    Dasch läbä man!

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  • 31Jul 2016

    8 Corozal 31.07.2016 Belize —

    Corozal, Belize

    Beschreibung

    Wir haben uns vorgängig online darüber informiert, wie das mit dem Grenzübertritt Mexiko / Belize funktioniert. Es waren ziemliche Schreckensgeschichten zu lesen. Von stundenlangem Warten bis zu Abzocke und Umkehren sei alles schon passiert. Hmm klingt vielversprechend.
    Wir entschieden uns deshalb für einen frühen Bus ab Tulum nach Chetumal. Die mexikanische Busgesellschaft fährt nur bis zur letzten Stadt vor der Grenze (Chetumal), ausser wir hätten die Nachtverbindung genommen, die sehr mühsam war. Ab Chetumal hatten wir keine Infos mehr ausser, dass wir Bahnhof wechseln müssen. Das taten wir dann auch per Taxi.

    Am Busbahnhof angekommen wurde uns von einem freundlichen Rastamann die Türe geöffnet. Nachdem klar war, wo wir hin wollten verstaute er unser Gepäck im Bus. Die Fahrt sollte aber erst in einer knappen Stunde losgehen. Uns beiden war nicht gleich wohl bei der Sache. So setzten wir uns ins Restaurant neben dem Bus und tranken was mit Blick auf den Bus und unser Gepäck. Zur angegebenen Zeit – wir machten vorgängig einen Uhrenvergleich (wertvolle Nerd-Idee des Rastamannes) wegen der Zeitverschiebung – waren wir im Bus Richtung Belize. Es stellte sich heraus, dass der Rastamann der Busfahrer war. So kam es das wir Ami-Schulbus fuhren. Mit dem umgenutzten (nicht umgebauten; die Abstände der Sitze erlaubten nach wie vor nur gestreckte Kinderbeine) Bus wurden wir über die Grenze chauffiert. – Das ganze legal versteht sich. Aus den Boxen des Busses dröhnte dabei der „Klassiker“ Gangnam-Style (zumindest in meiner Erinnerung die ganze Zeit…).

    Die Fahrt war unbequemer als gedacht, aber es dauerte nicht lange bis zur mexikanischen Grenze. Bei der Grenze sorgte der Busfahrer dafür, dass wir beim richtigen Beamten landeten. Weiter ging die Fahrt durch einige Kilometer Niemandsland bis zur belizischen Grenze. Dort angekommen mussten alle Leute mit ihrem Gepäck aussteigen. Während der Bus gefilzt wurde, mussten wir ein Formular ausfüllen und durch die Migration und den Zoll. Das ganze dauerte gefühlt ewig und wir hatten Angst, dass der Bus ohne uns weiterfährt. Irgendwann waren wir auf der anderen Seite und der Rastamann war erstaunt, dass wir schon durch sind. Die Fahrt zu unserem Ziel Corozal dauerte ab dort nicht lange und das Hotel war schnell gefunden, da der Ort nur klein ist. Das Hotel war eine Absteige und ich habe das erste Mal im Schlafsack geschlafen, weil wääh! Vom Badezimmer sprechen wir jetzt gar nicht erst.

    Es stellten sich mir einige Fragen während der Busfahrt nach Belize: Wieso kaufen Belizianer massenhaft Toilettenpapier in Mexiko? Wieso hat es so viele Chinesen in Belize? Wieso sind alle Ladenbesitzer Chinesen? Wie verstehen sich chinesisch, afrikanisch und von Mayas abstammende Leute, die gleichberechtig in einem Land leben und keine kulturellen Gemeinsamkeiten haben? Heissen die Leute in Belize wirklich Belizianer? Mal schauen, ob ich Antworten auf meine Fragen erhalten werde.

    Wir stellten schnell fest wie unglaublich teuer Belize ist. Nach Langem hatte ich wieder einmal ein Glas Wein, dass mich USD 10 kostete. Wir sprechen von 1 dl nicht von einem riesen Glas. Auch das Essen war teuer. Das schlimmste fand ich, war nicht einmal der Preise, sondern was man für den Preis erhielt. Ich verstehe, wenn etwas teuer ist, bei guter Qualität oder grosser Menge, aber keines von beidem traf zu und es war einfach nur teuer und schlecht, so wie auch das Hotel! In der ersten Nacht gab es ein Gewitter, wie ich es noch selten erlebte. Die Blitze und der Donner, alles unglaublich oft, laut und nah – Tinu schlief friedlich. Am nächsten Tag sahen wir uns das Städtchen an, arbeiteten etwas und der Tag war schon rum. Am nächsten Tag ging es weiter. – Zum Glück wie wir fanden.

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  • 02Aug 2016

    9 Caye Caulker 02.08.2016 Belize —

    Belize

    Beschreibung

    Die Weiterreise von Corozal nach Caye Caulker war nicht im Chickenbus (alter Schulbus), sondern in einem richtigen Car. Die Fahrt war nicht bequemer, aber nach 3.5 Stunden waren wir in Belize City. Wir wollten die Fähre nicht verpassen und die Warnungen online sowie die Geschichten unserer Vermieterin in Merida bewogen uns dazu ein Taxi zu nehmen.

    Am Hafen angekommen wurde uns das Gepäck abgenommen und der Weg zum Ticketschalter gezeigt. Ziemlich organisiert das Land… Ein Roundtrip-Billett kostete unglaubliche USD 25 pro Person. Nun gut, schwimmen konnten wir die 35 km schlecht, ob mit oder ohne Gepäck. Die Überfahrt dauerte 30 Minuten. Nur 30 Minuten bis zum Paradies.

    Einen überschaubaren und relaxten Anschein machte Caye Caulker. Die Insel beheimatet rund 1‘600 Einwohner (wie man den praktischen Hinweistafeln entnehmen kann) und erstreckt sich offiziell auf eine Länge von 8 km. Tinu hat aber auch mit viel gutem Willen nicht herausgefunden, wo diese Distanz gemessen wurde. Autos gibt es bis auf wenige Ausnahmen (z. B. Feuerwehr) keine. Für eine Joggingrunde ist die Insel dennoch reichlich ungeeignet (zu klein). Motorisiertes Hauptfortbewegungsmittel sind Golfcarts, was den lockeren ersten Eindruck unterstrich. Von Beginn an freuten wir uns auf das gemütliche Inselleben.

    Diese ersten Impressionen stammen noch aus der Zeit ohne Earl-Brille. – Wir wusste nicht was uns in den nächsten Tagen erwarten sollte. Warum Leute stundenlang ihre Fenster zunagelten war zunächst unklar, wurde aber beim ersten Gespräch an der Hotelrezeption offensichtlich.

    Mit einem überraschten „Was ihr kommt? - Der Manager hat gesagt alle Buchungen seien storniert…“ wurden wir an der Rezeption empfangen. Wären wir mit einem Water-Taxi später angereist, hätte es keine Rezeption (zugenagelt) und keine Hotelbelegschaft (abgereist) mehr gegeben. Aber wir wurden nicht informiert. – Auf unser Risiko hin, auf verlorenem Posten zu landen.

    „Hier (mit den Finger darauf gezeigt) ist euer Zimmer. Geniesst euren Aufenthalt.“ –Der junge Hotelangestellte wirkte leicht hysterisch. Er wollte am liebsten sehr schnell runter von dieser Insel. Seine Kollegin hat uns noch darauf hingewiesen, dass wir gerne bleiben dürfen („stay at your own risk…“) und sie uns weitere Tücher aushändigen würde, falls die Rezeption mehrere Tage geschlossen bleibe. Mangels Alternative und im Wissen, dass wir noch eine ruhige Nacht vor Earl haben würden nahmen wir das Angebot dankend an.

    Auf die nicht ganz ernst gemeinte Frage, wie robust den ihr Hotel sei, antwortete die Dame von der Rezeption mit einem mässig vertrauenserweckenden „we will see“. – OK, wir hatten verstanden. (Wie wir im Nachhinein merken durften war dieses Hotel nicht ausreichend stark…)

    Am nächsten Morgen (am Earl-Tag) suchten wir die Insel nach einem anderen Hotel ab. Dabei konnten wir etliche Leute bei der Abreise beobachten. Bei vielen (nicht nur Touristen) ging panisch der Gedanke um, auf dieser kleinen verlassenen Insel nicht sicher zu sein. Die Abreise nach Belize City war in diesem Fall die einzige Möglichkeit, wenn man den früh genug war um noch ein Water-Taxi zu erreichen. Trotzdem musste (sollte) man sich überlegt haben, wie den die Lage dort war. Belize City liegt an der Küste und ist relativ flach. – Das Wasser würde stehenbleiben…

    Eine Abreise aus Belize City war schon ziemlich früh nicht mehr möglich, da der Busbetrieb eingestellt wurde. Zudem war die Prognose (wenn überhaupt) nur unwesentlich besser als für Caye Caulker (auf dem Radar war die ganze Küstenlänge in etwa gleich betroffen). Im Nachhinein haben wir erfahren, das Belize City härter getroffen wurde und auch wesentlich länger ohne Strom blieb als Caye Caulker, wahrscheinlich weil touristisch weniger genutzt.

    Wir entschieden uns für den Verbleib auf der Insel und einen Umzug in ein „concrete-hotel“, wie sie auf der Insel (in diesem Moment) ehrfürchtig genannt werden. (Dieser Umzug sollte sich noch als absolut richtige Wahl herausstellen.) Unsere Suche wurde unter anderem von der Frage begleitet, was schlimmer sein würde: Wellen oder Wind?

    Das Vertrauen in die Belizische Stahlbetonbaukunst war da (und sollte nicht geschwächt werden). Als neugieriger Mensch musste Tinu natürlich das Zimmer mit dem besten Ausblick haben. Ich wollte ja schliesslich sehen, was passiert… (mehr dazu später).

    Es war ein mulmiges Gefühl auf einer Insel festzusitzen, die 1961 von einem Hurrikan filetiert wurde. Ich übertreibe nicht. – Seit damals gibt es zwei, durch den „Split“ getrennte Teile. Der Sicherheitsgedanke wurde gleichwohl unweigerlich durch das Verhaltend er Leute vor Ort beeinflusst. Beim ersten Hotel hatte die Belegschaft grössere Angst als wir. Ergo: Das Hotel war in der Earl-Nacht leer. Das zweite Hotel war sehr gut gebucht. Sicher mit ein Grund war die Anwesenheit des Besitzers, der nicht im Traum daran dachte, die Insel zu verlassen (schliesslich war sie aber auch sein Zuhause). Im Nachhinein dürfte er den Sturm aber etwas anders beurteilen als davor: Seiner Wohnung hat es übel mitgespielt und er musste mitten in der Nacht in ein Hotelzimmer „flüchten“.

    Nachfragen bei Einheimischen hatten ebenfalls einen nicht zu unterschätzenden Einfluss. „Nach dem Sturm kannst Du gut fischen“ haben wir gelernt. Aber auch hier wurden im Nachhinein gewisse Sprüche relativiert; der Sturm war wohl doch schlimmer als erwartet.

    Die Einheimischen waren mit den Vorbereitungen fast fertig (meine Einschätzung), denn ganz fertig kann man in so einem Fall gar nicht sein… Dann blieb nur noch ein ungewisses Warten. Warten und überlegen was man tun kann. Erkenntnis: Man kann nichts mehr tun (ausser die Familie und sich selber bestmöglich schützen). In dieser Notsituation wurde Einiges noch einmal relativiert. Wichtig und schützenswert war nicht mehr alles, wenn man sich entscheiden musste.

    Auch wir waren entsprechend unseren Möglichkeiten und Bedürfnissen vorbereitet. - Aber wir wussten nicht auf was. Wir überlegten, welches ist das schlimmste, das harmloseste und das wahrscheinlichste Szenario welches eintreffen konnte? Wirklich weiter brach uns aber auch diese Überlegung nicht. Wir konnten nur abwarten.

    Wie erwähnt hatte ich uns das Zimmer mit dem besten Ausblick besorgt. Super. – Für jede andere Nacht… Schutz durch ein davorstehendes Gebäude fehlte. (Aber zum Glück ist nichts passiert. Ein durch das Zimmer fliegendes Fenster hätte nicht so in unseren Reiseplan gepasst…) Bis der Sturm die Stromleitungen herunterriss (sah aus wie ein Feuerwerk) war der Ausblick gut. So konnten wir die Natur beobachten und rätseln, was zum Beispiel weniger Wasser bedeuten könnte, wie lange es noch dauern würde, was danach passierten könnte etc. Aber ab dann war es dunkel. Wir konnten nur noch hören (und mit Kerzenlicht sehen) was in etwa passiert sein könnte. Von Zeit zu Zeit krachte am Strand eine Hütte zusammen, teilweise unter lautem Getöse der Nachbarn.

    Wind und Regen wurden aber immer noch stärker. Beruhigung war noch lange nicht in Sicht. Und dann war er da: My name is Earl. – Wir erlebten ihn als Regen, Wind und Gewitter in sehr starkem Ausmass.

    Den Konflikt mit Earl habe ich mir dennoch länger, intensiver und schlimmer vorgestellt, habe ich während dem „Abklingen“ gemerkt. Mit diesem Gedanken „entbarrikadierten“ wir unser Fenster. Der Schaden war teilweise aber doch massiv. Wir (und eigentlich auch alle anderen Leute) wollten uns ein umfassendes Bild machen und begaben und auf die Strasse. Es war ca. 05:40 und glich einer Volksversammlung. Ein Mann der sich uns als „Hurrikan“ vorstellte formulierte es, wie er die Situation treffender nicht hätte beschreiben können: „Look at this shit man!“ als er einige zusammengefaltete Strandhütten begutachtete. Er sprach damit vermutlich einigen (Tinu eingeschlossen) aus der Seele.

    Häuser erlitten zum Teil Totalschaden, beim Hotel unserer ersten Nacht war das Dach eingestürzt. Strom und Wasser waren erst mal weg. Auch die Insel an sich wurde verändert. Der Boden war höher als zuvor (angespülter Sand) und es waren Tiere an Land, welche da nicht hingehörten (Krebse etc.). Es war klar, die Aufräumarbeiten werden Wochen dauern. Erkenntnis aus Earl: Man kann die Natur nicht besiegen. Man kann sich lediglich nicht von ihr besiegen lassen. – Und genau das haben die Leute gemacht. Verletzte oder sogar Tote hat es auf Caye Caulker keine gegeben.

    Gegen Mittag trafen sich viele der auf der Insel verbliebenen bei Rose’s Grill. Ein kleines Restaurant mit offenbar gutem Ruf. Das Fleisch konnte nicht mehr gekühlt werden. – Lösung: Grill anwerfen, halber Preis. Die Leute waren da. So konnten auch die übrigen Getränke konsumiert werden, solange sie noch einigermassen kühl waren.

    Der erste „Tag danach“ fand auch mal ein Ende. Als Zeichen den Tag gemeistert zu haben deutete ich das Feierabendbier der Einheimischen, welche den ganzen Tag am Arbeiten waren. Am Tag darauf war auch der Strom in grossen Teilen der Insel zurück. Es war wieder Reggae-Musik zu hören.

    In gewisser Weise sind die Aufräumarbeiten auch Vorbereitungen. Frei nach dem Motto „nach dem Sturm ist vor dem Sturm“. Auf Earl wird Fiona folgen. Wann ist unklar. Aber sie wird kommen. Bestimmt. Bleibt zu hoffen, dass sie nicht so schonungslos zuschlagen wird wie ihr Vorgänger.

    Caye Caulker und wir war nur eine halbe Erfolgsgeschichte. Die Insel war und ist auf jeden Fall eine Reise wert. Wir beschlossen sie ein anders mal zu besuchen. Nach Earl waren wir unschlüssig, was wir tun wollten: Sofort abreisen? Noch 2 Wochen bleiben bis sich alles normalisiert hat? Schnell realisierten wir aber, dass es lange dauern würde, bis wieder eine Art „Normalzustand“ hergestellt sein würde. Wir blieben 8 weitere Tage auf der Insel, weil wir noch einiges am PC zu tun hatten und reisten danach weiter.

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  • 12Aug 2016

    10 San Antonio 12.08.2016 Belize —

    San Antonio, Belize

    Beschreibung

    Nach unserem Abstecher auf Caye Caulker wollten wir vom belizischen Festland noch etwas mehr sehen ausser Corozal, das uns nicht gefiel. So fuhren wir mit dem Water-Taxi zurück Belize City. Von dort ging die Reise mit dem Chicken-Bus weiter nach Punta Gorda („PG“), der südlichsten Stadt des Landes. Kurz vor PG der erste kleine Schreckmoment: Wir hätten bereits viel früher auf den Bus nach San Antonio, unserem eigentlichen Ziel, umsteigen sollen. Aber mit Glück und schnellen Beinen erreichten wir den letzten Bus des Tages (schon um ca. 17:00) nach San Antonio. San Antonio liegt knapp 30 km ausserhalb von PG im belizischen Regenwald. Aber die Fahrt hatte es in sich…

    Ein paar Minuten nach der Abfahrt wurde unser Bus von der Polizei angehalten. Nach einer kurzen Diskussion mit dem Fahrer durfte sich dieser hinten auf den Pick-up der Polizei setzen und wurde abtransportiert. Der Bus war offenbar überladen, wie uns ein paar Tage später mitgeteilt wurde. Kurzerhand musste sich der Kondukteur hinter das Lenkrad setzen. Wohlgemerkt: Mit dem gleichen, masslos überladenen Bus ging die Fahrt ins Niemandsland weiter. Wir fuhren vorbei an kleinen Häuseransammlungen auf einer, nennen wir es Strasse, durch den Dschungel. Unsere gebuchte Unterkunft, das Farm-Inn, war von der Endstation des Busses noch ein Stück entfernt. Und es kam wie es kommen musste: Der Herr am Steuer wurde immer ungeduldiger (wann steigen diese Gringos endlich aus?) und fragte nach einer Weile, wo wir denn eigentlich hin wollten. Nach dieser Unterhaltung war klar, dass unser Ziel an jenem Abend nicht zu erreichen war. Zu einer, unter Umständen leeren Hütte irgendwo im uns unbekannten Wald wollten wir nicht laufen. Erschwerend kam hinzu, dass unsere Anrufversuche an die Unterkunft ins Leere liefen. So zeigte uns der Fahrer (beziehungsweise der Kondukteur, der fuhr) ein anderes Guest-House in San Antonio. Wir nahmen seinen Tipp dankbar an und erkundigten uns dort nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Wir hatten Glück und wurden von einer netten belizischen Familie aufgenommen. Wir erhielten sogar ein Abendessen. – Reis mit Bohnen und Bananen. Top! Alles noch mal gut gegangen und keine Nacht im Dschungel.

    Unsere Betten standen in einem abgetrennten Bereich eines Schuppens. Wir gingen zeitig schlafen (es war halt dunkel und hatte Viecher). Entsprechend früh begann der nächste Tag. Geschlafen haben wir beide aber wunderbar.

    Mit Anbruch des Tages machten wir uns auf den Weg Richtung Farm-Inn, unserer eigentlichen Unterkunft. Nach diesem morgendlichen Fussmarsch merkten wir, dass es vielleicht auch im Dunkeln machbar gewesen wäre, hätten wir den Weg gekannt. Aber es war gut so wie es war. Wir haben den Zwischenhalt nicht bereut. Um eine Erfahrung reicher kamen wir beim Farm-Inn an. Sogleich wurden wir von 4 stürmischen Hunden (vielleicht waren es auch kleine Pferde…) empfangen. Anschliessend wurden wir von Kevin, dem Besitzer empfangen. Er lebte 16 Jahre mit seiner Familie auf einem Schiff und hatte während dieser Zeit nie ein Shirt an (Tinu wurde etwas grün vor Neid). Und es war ja immer noch früh. Daher wurden wir frisch geduscht mit einem herrlichen Frühstück versorgt. Der Ärger dass am Vortag nicht alles reibungslos geklappt hatte war so natürlich schnell verflogen. Wir hatten unser Zuhause für die nächsten 5 Tage gefunden. Die Geschichte der 16 shirtlosen Jahre erzählte unser Gastgeber natürlich nicht gleich zu Beginn. – Das wäre ja komisch gewesen…

    Punta Gorda haben wir dann gleichwohl noch ein bisschen kennengelernt. Das Städtchen ist weder besonders gross noch schön. Nichts was einem zum verweilen einladen würde. Wir waren mit unserer Unterkunft im Dschungel mehr als zufrieden.

    San Antonio ist dafür umso schöner. Unsere Unterkunft liegt direkt an der Strasse nach Guatemala. Die Strasse ist sehr gut ausgebaut, genutzt wird sie aber praktisch nicht. Ausser den Leuten der umliegenden Dörfer befährt sie eigentlich niemand. Der Grund dafür ist einfach: Infolge eines 150-jährigen Grenzstreites zwischen Guatemala und Belize ist die Grenze zu, mindestens auf dem Landweg. Diesen Frühling hat der Konflikt einen weiteren traurigen Höhepunkt erreicht, bei welchem ein 13-jähriger guatemaltekischer Junge ums Leben kam. Eine Entspannung der Situation ist daher nicht in Sicht.

    Gleichwohl zurück zu den schönen Seiten des Lebens: San Antonio. Die Landschaft war wundervoll. Rund um uns war Dschungel, es gab sehr schöne Wasserfälle (mehr dazu später) und keine Touristen. Die Natur machte dazu einen herrlich unberührten Eindruck. Alle Leute die wir trafen begegneten uns sehr positiv, freundlich und interessiert. Touristen haben sie halt wirklich nicht oft in San Antonio. Phasenweise machte ich mir fast ein bisschen Sorgen, dass den Kindern die Augen aus den Höhlen treten würden, so perplex schauten sie uns an. Aber zurückgewunken haben sie immer. Manchmal auch relativ lange.

    Wir hatten das Farm-Inn ganz für uns alleine und wurden bewirtet als wären wir Könige. Es war ausserhalb der Saison und Kevin war froh waren wir da. Das Frühstück war jeden Tag ein Highlight. Keine Ahnung wie gut die Zimmer während der Hauptsaison belegt sind. Schätzungsweise würde man aber rund 30 Gäste unterbringen. Deshalb wenn ihr ursprüngliches Belize erleben wollt: Geht ins Farm-Inn in San Antonio. Es lohnt sich.

    Zu den Wasserfällen: Die Waldlichtungen rund um die Wasserfälle werden von ortsansässigen Frauen in Schwung gehalten. Wenn man baden oder einfach ein bisschen sein möchte, nehmen sie für ihre Arbeit gerne eine Spende entgegen. Es lohnt sich. Die Wasserfälle waren atemberaubend.

    Ein Wasserfall („der kleine“) war relativ nahe beim Farm-Inn. Kevin schwärmte dennoch wiederholt vom grösseren Wasserfall. Den müssten wir unbedingt mal besuchen und er würde uns sonst auch hinfahren. Es seien rund 2.5 Meilen. Wir lehnten das Angebot (vorerst) dankend ab. Dieses Stücken würden wir zu Fuss machen. Er bekräftigte sein Angebot gleichwohl in regelmässigen Abständen… - Eines schönen Morgens machte sich Tinu beim Joggen auf zum grossen Wasserfall (Vorsondierung für Lily). Dabei habe ich unter anderem das idyllische Dorf Santa Cruz kennengelernt. Und ich bin die wahrscheinlich längsten 2.5 Meilen meines Lebens gelaufen. Es dürfte wohl eher 5 Meilen gewesen sein… So kamen wir am Nachmittag doch noch auf Kevin’s Angebot zurück. Nach etwas Baden und Spazieren nahmen wird den Rückweg zu Fuss in Angriff. Wir rasteten nur einmal für ein Apéro in einer Bar auf einer Weide. Köstliches Bier hatten sie dort. – Das gleiche wie überall aber dort schmeckte es gleich doppelt.

    Wie die Zeit rannte. – Bald waren unsere Tage in San Antonio gezählt. So machten wir uns auf Richtung Punta Gorda. Um San Antonio zu verlassen führt kein Weg an Punta Gorda vorbei.

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  • 17Aug 2016

    11 Livingston 17.08.2016 Guatemala —

    Livingston, Guatemala

    Beschreibung

    Von San Antonio ging es mit dem Bus nach PG und von dort via Boot nach Guatemala. Die Migration war auf dem Bootssteg und uns wurde feierlich mitgeteilt, dass unser Visum abgelaufen war. Zum Glück hatten wir noch etwas Geld aus Belize und Reserve-US-Dollar, ansonsten wäre es nichts geworden mit der Ausreise.

    Warum vor Fahrten in diesen Booten gewarnt wird war offensichtlich… Unser Boot hat mit Sicherheit schon bessere Tage gesehen. Und trotzdem kann man Punta Gorda Richtung Guatemala halt nun mal nur auf dem Wasserweg verlassen. Sobald alle Mitstreiter im Boot sassen folgte eine Alibiübung, welche ein bisschen falsche Sicherheit vorspielte: Mit dem Kommentar, dass wir sie nicht anziehen müssten wurden Schwimmwesten verteilt. (Die Leute zählen sich halt einfacher wenn keine Westen übrig sind...) OK, wenn es denn unruhig werden würde kann man die Schwimmweste ja zu gegebener Zeit immer noch anziehen. So wild kann es ja ohnehin nicht werden. Dank vieler als unwahrscheinlich abgestempelten Eventualitäten rechnete Tinu mit einer gemächlichen Fahrt der Küste entlang. Der Fahrer würde die Geschwindigkeit wohl dem etwas unruhigen karibischen Meer anpassen. Irrtum. Mit diesem Booten gab es mit genügend Abstand zum Ufer nur eine Geschwindigkeit und die war in diesem Fall Vollgas; alles was der Motor hergab. Das Boot schien phasenweise auf den Wellen zu zerschellen. Tinu hat darauf gewartet, dass die Kunststoffschale auseinanderbricht. Und das Vertrauen in die Begabung des Fahrers war ebenfalls überschaubar. Wenigstens wäre das Wasser nicht kalt gewesen... Das nervöse (und mir unverständliche) Geschwätz gewisser Fahrgäste hob den Fahrspass auch nicht gerade.

    Nach der ungemütlichen Fahrt („It was like hell“ wie ein Italiener im Nachhinein Tinus Empfindungen bestätigte) waren wir wieder in Ufernähe. Dabei konnten wir einen ersten Blick auf unsere neue Heimat erhaschen. – Livingston. – Schien schön zu sein. (Vom Wasser aus sah sogar der Strand irgendwie toll aus.) Aber noch waren wir nicht da, beziehungsweise noch nicht im Hafen. Es folgte noch eine Kurve, vorbei an einer Statue auf einer Insel. Tinu dachte zuerst, er fahre zum Spass noch einmal um diese Statue… Er hätte den Fahrer wohl verprügelt und ins Wasser geworfen, wäre es so gewesen. Endlich waren wir da, dachten alle. Ein letzter Schwenker (inkl. Dusche) und wir waren wirklich und endlich da. Wenigstens hat die Bootsfahrt Lily und die Frau neben ihr bestens amüsiert. Andere Fahrgäste waren mit dem Komfort eher unzufrieden. Wieder andere zuckten keiner Wimper während ihnen das Wasser ins Gesicht spritzte und das die ganze Fahrt lang. Auf jeden Fall kann man rund 20 km Luftlinie auch angenehmer hinter sich bringen. In diesem Fall wäre es in der Luft gewesen…

    Wir wie auch unser Gepäck waren komplett durchnässt. Wir haben keine Ahnung, mit wie viel Verspätung wir losgefahren sind und wie lange die Fahrt dauerte (wahrscheinlich ca. 45 Minuten). Uns jedenfalls erschien sie lang. Noch nicht einmal ausgestiegen wurden wir von einer Meute erwartet, die uns ihre Hilfe aufdrängte. Wir könnten in diesem Hotel schlafen, in diesem Restaurant essen oder ob sie uns etwas zeigen sollen und so weiter und so fort… Für den Anfang zu viel des Guten. Sie konnten nicht verstehen, warum wir auf ihre nett gemeinten Angebote nicht so erfreut reagierten. Neue Freude haben wir uns in den ersten 10 Minuten in Guatemala keine gemacht.

    Livingston soll rund 16‘000 Personen beheimaten, keine Ahnung wo die alle leben sollen... Tinu ist aber nach wie vor nicht klar, was alles zu Livingston gehört. Der Ort ist vermutlich wesentlich weitläufiger als man bei einem kurzen Aufenthalt annehmen würde. Post gibt es jedoch keine (zu Tinus Erstaunen). Wie wir aber später noch merken sollten ist dies ein Problem in ganz Guatemala. Livingston ist in dieser Hinsicht keine Ausnahme.

    Die Stadt resp. das „Städtchen“ an sich ist sehr unaufgeregt und ruhig. Phasenweise kann es sogar ein bisschen langweilig erscheinen. Zur Aufheiterung galoppieren dafür schon mal Pferde durch die Strassen… Schnell einmal hatten wir den Eindruck immer die gleichen Leute zu sehen und sonst eher wenig. Dabei trafen wir auch auf Philip einen älteren Rastaman. Ich finde es immer interessant, wie die eigene Heimat auf Menschen in anderen Ländern wirkt. Philip war vor einiger oder langer Zeit in Fribourg, wie er uns erzählte. In Erinnerung blieb ihm die Schweiz als „das Land mit den roten Dächern“. Habe ich noch nicht so wahrgenommen. Aber allemal eine spannende Beschreibung.

    Leider gibt es im Zentrum von Livingston keinen Strand. Zu Fuss machten wir uns daher auf zum nahegelegenen Playa Quehueche. Der Marsch dem Wasser entlang wie auch der viel gelobte Strand selbst konnten uns gar nicht überzeugen. Wasser und Strand waren (vermutlich saisonbedingt) sehr schmutzig und luden nicht zum Baden ein. So konnten wir immerhin mal etwas ausserhalb zu Mittag essen.

    Nach einer Woche hatten wir Livingston gesehen. Es war schön, aber nicht für einen längeren Aufenthalt geeignet. Obwohl Gloria und Gonzalo uns im Casa Escondida ein wunderschönes Zuhause boten (sehr zu empfehlen). Livingston war aber in jedem Fall ein gutes Tor zu Guatemala.

    Wir verliessen Livingston ebenfalls per Boot. Es gibt keine andere Möglichkeit. Auf dem Landweg ist Livingston auch Richtung Guatemala nicht erschlossen. Diesmal gestaltete sich die Bootsfahrt aber bedeutend angenehmer. In einer gut einstündigen Fahrt auf dem Fluss Rio Dulce erreichten wir die gleichnamige Stadt fast trocken (geregnet hat es phasenweise ein bisschen). Wir wären für viel Schlimmeres gewappnet gewesen. Unsere Rucksäcke haben wir feinsäuberlich in Abfallsäcken verstaut. Ein ähnliches Fiasko wie auf der Hinreise wollten wir ja verhindern.

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  • 24Aug 2016

    12 Rio Dulce 24.08.2016 Guatemala —

    Río Dulce, Guatemala

    Beschreibung

    Zwischen Livingston und San Pedro La Laguna liegen 300 km Luftlinie. Keine grosse Distanz. Aufgrund der raren Verbindungen und des zum Teil unwegsamen Geländes mussten wir die Reise dennoch in drei Etappen absolvieren. Es ist aber schliesslich auch eine Reise quer durch Guatemala.

    Von Livingston reisten wir per Boot nach Rio Dulce. Problem: In Rio Dulce hatten wir täglich nur einen Bus Richtung San Pedro. Diese Verbindung war um 08:00 morgens und passte natürlich nicht auf die Ankunftszeiten des Bootes, da das erste um 09.30 Uhr in Livingston startet. So verbrachten wir einen Tag (wir waren ca. um 11:00 dort) und eine Nacht in Rio Dulce. Die Stadt habe ich in der kurzen Zeit als sehr belebt und geschäftig kennengelernt. Viel gesehen haben wir aber nicht, aber das gab es wahrscheinlich auch nicht. Ausser natürlich vielen Leuten, Lastwagen, Geschäften und Abgasen. Die grosse Attraktion war der Fluss als Naturschutzgebiet und diesen hatten wir bereits von Livingston aus auf einer Tour besucht.

    So vertrieben wir uns die Zeit bis zur Abfahrt des Busses.

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  • 25Aug 2016

    13 Antigua 25.08.2016 Guatemala —

    Antigua Guatemala, Guatemala

    Beschreibung

    Am nächsten Morgen bestiegen wir um 08.00 den zu unserem Erstaunen einen relativ modernen Bus Richtung Guatemala City. Unser nächstes Etappenziel Antigua erreichten wir nach zweimaligem Buswechsel (kurz vor und in Guatemala City) um ca. 15.30.

    San Pedro war aber nicht mehr am gleichen Tag zu erreichen. Antigua wird als die touristische Perle Guatemalas schlechthin angepriesen. Eine Stadt mit diesen Vorschusslorbeeren wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. So übernachteten wir zweimal in einem Hostel in der Stadt und genossen das für Touristen ausgelegte Leben. (Post fanden wir auch hier keine, by the way…).

    Wir waren in der Massage, gingen Essen und genossen den Regen und die grosse Auswahl an allem.

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  • 27Aug 2016

    14 San Pedro la Laguna 27.08.2016 Guatemala —

    San Pedro La Laguna, Guatemala

    Beschreibung

    Was noch fehlte war das letzte Teilstück von Antigua nach San Pedro. Dafür hatten wir uns in einem kleinen Bus eingemietet, welcher uns beim Hostel abholte. - Unser Gepäck war sicher auf dem Dach des Buses verstaut… - Die Reise konnte weitergehen. Es folgte eine vierstündige Berg- und Talfahrt (für eine Strecke von rund 120 km).

    Unsere gesamte Reise kurz zusammengefasst: Die 300 km Luftlinie spulten wir auf rund 480 km Fluss und „Strasse“ ab. Dabei sassen wir ganze 11 Stunden in verschiedenen Bussen. Die Bootsfahrt zu Beginn war ein Klacks dagegen. Aber wir konnten uns nicht beschweren: Es waren grösstenteils angenehme Fahrten.
    In San Pedro La Laguna angekommen wurden wir von meinem Namensvetter (Juan Martin, unserem Vermieter) abgeholt und zur Unterkunft, einem kleinen Chalet, gefahren. Um es kurz zu sagen: Das Chalet war der Hammer!

    Die ersten paar Tage in San Pedro vergingen wie im Flug. Wir genossen das gemütliche Zuhause und das Städtchen. Der Atitlan-See lag direkt vor unserer Haustüre und bot sich für Spaziergänge an, auch wenn man nicht direkt dem See entlang laufen kann und es eher Kletterpartien als Spaziergänge waren. In den Strassen hatte es wiederum praktisch keine Autos. Dafür Motorräder (in allen Varianten) und Tuk-Tuk’s. Jede Menge Tuk-Tuk’s. Gefühlt führt jede Strasse den Hang hinauf. - Ja, es ist steil in San Pedro.

    Kurzer Abriss:
    San Pedro La Laguna ist eine kleine Ortschaft mit rund 10‘000 Einwohnern im zentralen Hochland Guatemalas. San Pedro befindet sich am Fusse des gleichnamigen, gut 3‘000 m hohen Vulkans an der Küste des Atitlan-Sees. Dieser See ist ein „aufgefüllter“ Krater, welcher vor rund 84‘000 Jahren bei einer Explosion entstand. Mit seinen rund 130 km2 ist der Atitlan-See knapp dreimal so gross wie der Thunersee. Die Explosion wird entsprechend gewaltig gewesen sein… – Sehr interessant. Neben „unserem“ Vulkan ist der See von weiteren, zum Teil noch aktiven Vulkanen und Hügeln umgeben.

    Eines Morgens führte unser Weg zum Gipfel des San Pedro-Vulkans. Auf halbem Weg machte Lily kehrt: „Ich bin nicht gemacht um Berge raufzuklettern“.

    Kurze Zusammenfassung von Tinus Tag
    04:45 Aufstehen
    06:00: Abmarsch mit dem Guide und weiteren Touristen
    09.30: Ankunft auf dem Gipfel. Ausblick: Nein. - Nebel. Die angepriesene „buena vista“ war an diesem Tag nicht Programmpunkt.
    10:00: Rückweg
    12:30 Wieder Zuhause

    Den mühsamen Abstieg spürte Tinu noch ein paar Tage in den Oberschenkeln – er ging aber trotzdem joggen…

    Das Wetter unserer Woche in San Pedro lässt sich so zusammenfassen:
    Am Vormittag sonnig, am Nachmittag bedeckt und ab dem späteren Nachmittag (teilweise Abend) Regen. Sogar viel Regen bis in die frühen Morgenstunden. Jeden Tag. Wirklich warm war es auch nicht. Wir waren uns schnell einig, dass unsere nächsten Ziele wieder in wärmeren Gebieten sein würden. Wir wollten zurück ans Meer. Zurück an die Wärme.

    Als endlich besseres Wetter war, waren wir weg. Schade war‘s. Aber dennoch eine Reise wert.

    Randnotiz:
    Die Guatemalteken mögen Feuerwerk. In San Pedro konnten wir uns selbst davon überzeugen. Zu feiern habe es nichts gegeben, wurde uns auf Nachfrage bestätigt. Der Begeisterung tat dies keinen Abbruch. Die Liebe zu den Knallkörpern konnte auch mal mitten in der Nacht (resp. in den frühen Morgenstunden) zelebriert werden. Vielen Hunde fühlten sich dadurch irgendwie inspiriert…

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  • 03Sep 2016

    15 Antigua 03.09.2016 Guatemala —

    Antigua Guatemala, Guatemala

    Beschreibung

    Antigua zum Zweiten.

    Von San Pedro La Laguna zu unserem nächsten Ziel gibt es keine direkte Verbindung. Deshalb mussten wir wieder zurück nach Antigua. Die Busverbindungen ab Antigua waren natürlich auch nicht täglich, was wir aber wussten. Deshalb entschlossen wir uns nochmals eine Nacht in Antigua zu verbringen.

    Der Hotelbesitzer in Antigua war super lieb, denn wir zahlten 1 Nacht, blieben aber 1.5 Nächte. Unser Bus von Antigua nach La Ceiba holte uns morgens um 2 Uhr ab und so hatten wir ein kostenloses Zimmer bis wir abgeholt wurde. Alternativ hätten wir auch via San Pedro Sula anreisen können, aber Tinu fand einen interessanten Vergleich auf Wikipedia: 2012 gab es pro 100‘000 Einwohner 169 Mordopfer in San Pedro Sula. In Bagdad starben auf dem Höhepunkt des Irakkrieges pro 100‘000 Einwohner und Jahr "lediglich“ 48 Menschen eines gewaltsamen Todes… San Pedro Sula. – Nein danke, muss nicht sein. Ohnehin wird in San Pedro Sula von Spaziergängen, Taxi- und Busfahrten sowie eigentlich jeglicher Aktivität abgeraten. Machen hätten wir demzufolge nichts können (sollen).

    Den Tag verbrachten wir mit Spaziergängen und Essen, wie üblich:)

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  • 05Sep 2016

    16 Roatan 05.09.2016 Honduras —

    Coxen Hole, Honduras

    Beschreibung

    Die Busfahrt nach La Ceiba dauerte ewig in dem Shuttel. In konkreten Zahlen waren es 12 Stunden. Ca. 10 Stunden davon waren in Guatemala und 2 in Honduras. Shuttle-Busse sind Sammeltaxis, welche von verschiedenen Reisebüros gefüllt werden. Diese sind einerseits praktisch, leider aber sehr teuer. Daher wägen wir den Preis immer mit dem Zeitverlust ab und bei langen Strecken, ist es immer sinnvoller den direkten Shuttel zu nehmen, statt den Chickenbus.

    Als wir die Grenze Guatemala-Honduras überquerten war es bereits hell. Die Landschaft war sehr schön. Tinu gefiel es besser als beispielsweise Belize. Wir wurden von unserem Fahrer, der sehr stark mit dem Schlaf kämpfte, beim Hafen La Ceiba abgesetzt. Von dort ging es mit einem schwankenden Boot Richtung Roatan. Die Anti-Kotz-Tabletten hatten wir beide vorsorglich eingewofen - lief alles gut und den Spuckbeutel kann anderweiteig verwendet werden.

    Im Westen der Insel reiht sich Hotel an Hotel. Es hat einige Dörfer in denen die Einheimischen leben und der Rest ist Dschungel. Die Palmen, die Strände und die unzähligen Buchten auf der Insel verleihen ihr einen paradiesischen Antstrich. Das Belize-Barrier-Riff erstreckt sich von Caye Caulker bis nach Roatan und auch die Preise sind ähnlich hoch wie auf Caye Caulker. Die Strände und das Wasser sind klar und sauber.
    Da nur wenige Touristen auf der Insel waren, waren wir die Zielscheibe aller Einheimischen (Verkäufer, Taxifahrer, Ausflugsanbieter). Dadurch konnten wir jedoch einen guten Preis einen Ausflug zum Schnorcheln beim Riff aushandeln. Wir hatten ein Boot für uns alleine und machten uns auf zum Bluechannel. Es hatte Fische in allen Farben und Grössen. Wir sahen einen Stachelrochen und überhaupt schien die Welt dort unten noch in Ordnung. Tinu ist sich bis heute sicher, dass er einen kleinen Hai gesehen hat. Die Korallen waren teilweise so nah, dass sie mit den Flossen berührt werden konnten.

    Auch mit viel Vorstellungskraft ist es schwer sich vorzustellen, wie Roatan während der Hauptsaison ist. Wenn wirklich aus all den Bars Musik dröhnt und die Strassen von betrunkenen Amis besiedelt sind. Roatan ist auf Tinus Kann-man-wieder-hin-Liste. Mir (lily) gefiel es nicht wirklich.

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  • 09Sep 2016

    17 Utila 09.09.2016 Honduras —

    Honduras

    Beschreibung

    Mit der „Utila Dream“ sind wir von Roatan nach Utila gefahren. Ein ziemliches Schiff!

    Auf Utila war es gleich gefühlte 10 Grad wärmer. Die Stimmung war, abgesehen vom Hafen, besser gesagt dem Bootssteg, angenehm und relaxt. Wie in den Ferien halt. – Aber das traf sich ja gut, denn wir haben sowas wie Ferien. - Leider ohne Lohn, dafür etwas länger. (Beim Schreiben dieser Zeilen wünscht man sich diese Temperaturen doch glatt zurück. - Wir sind momentan im regnerischen Costa Rica.)

    Als erste Handlung mussten wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft machen. Wie eigentlich überall wurden wir dabei mit mehr oder weniger hilfreichen Tipps überschüttet. Wir waren jedoch der Ansicht auf eigene Faust eine Bleibe finden zu können. Angesichts der doch eher bescheidenen Grösse der Insel war dies ein durchaus machbares Unterfangen. Zumal in der Nebensaison das eine oder andere Bett frei sein dürfte. Nach kurzer Suche stiegen wir in einem namenlosen Hotel ab.

    Die Leute in Honduras lieben Ami-Football. Wir haben es auf Roatan bereits bemerkt und unser Eindruck wurde auf Utila bestätigt. Dabei hingen bei weitem nicht nur die amerikanischen Touristen vor den TV-Geräten. Wann immer ein Spiel übertragen wurde war ein Fernseher zu finden, an welchem es lief. Sonntagnachmittag war nicht viel zu wollen. Alle flohen (wenn möglich) vor der Sonne und hielten sich vor einem TV auf. Ähnlichen Anklang fand nur das WM-Qualifikationsspiel der honduranischen Nationalmannschaft. Das 0:0 gegen Mexiko wurde aber erstaunlich unkommentiert hingenommen.

    Das Wetter war gut. So konnten wir die vorhandenen Vorteile der Nebensaison geniessen. Am ersten Tag befürchteten wir bereits, für einen privaten Strand Eintritt bezahlen zu dürfen. Dem war zum Glück nicht so. Auf Utila gibt es einen überraschend schönen öffentlichen Strand.

    Es gibt noch einen weiteren Strand, welcher uns als menschenleer beschrieben wurde. Eines heissen Tages wollten wir auch diesen Strand noch sehen. Fazit: Wir wissen warum er menschenleer ist. Nach einem Fussmarsch, grösstenteils durch den Wald, erreichten wir einen Strand an welchem man nicht wirklich baden konnte. Die Mücken freuten sich, dass wir den Weg auf uns nahmen und vergassen Mückenspray zu verwenden… Den Rückweg kürzten wir mit einer Tucktuck-Fahrt ab. So konnten wir auch an diesem Tag noch ein vorabendliches Bad im karibischen Meer geniessen an unserem „Heimstrand“.

    Das Essen war leider nicht wirklich der Hammer. Viele auf Touristen ausgerichtete Stände boten frittiertes Irgendwas mit Pommes an. Es reizte nicht. Die Spezialität „Baleadas“ war da schon eher auf unserer Wellenlänge. Baleadas sind honduranische Tortillas, die mit einer Füllung nach Wahl zu jeder Mahlzeit verputzt werden können. Fürs Frühstück wich ich dann aber doch lieber auf Pancakes aus. Lily war mit dem Baleada-Frühstück zufrieden. Auf Utila haben wir nicht immer gut gegessen. Die Suche nach Leckereien war jeweils mit gewissen Tücken verbunden.

    Für uns als Nichttaucher reichten 4 Tage fürs erste. Für begeisterten Taucher lässt sich bestimmt eine Tauschule (oder cooler, eine „Tauchbasis“) finden um den Aufenthalt länger geniessen zu können.
    Nach dem Aufenthalt auf Utila verliessen wir Honduras ohne das Festland zu kennen. Wir wissen deshalb nicht, ob das Land seinen mässigen Ruf zu Recht hat. Inseln scheinen mir bei den generellen Sicherheitsbeurteilungen immer etwas ausgeklammert. Sicher sind Roatan und Utila Teil von Honduras. Die Kriminalität ist dort aber eine andere. Geschichten von überfallenen Kreuzfahrtgästen und dergleichen gibt es aber auch.

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  • 13Sep 2016

    18 Leon 13.09.2016 Nicaragua —

    León, Nicaragua

    Beschreibung

    Die Fahrt durch Honduras war lang. Sehr lang sogar. Wir starteten morgens um 06.30 mit der Überfahrt von Utila auf das Festland. In La Ceiba angekommen wurden wir in Taxis verfrachtet und an verschiedenen Stationen in der Stadt ausgeladen. – Keine Ahnung wie sie wussten wer wohin musste…
    Wir nahmen morgens um 6.30 Uhr die Fähre von Utila nach La Ceiba. Um ca. 09 Uhr fuhren wir im Shuttel von La Ceiba los und sollten etwa 12 Stunden später im Hotel in Leon ankommen. Das war der Plan. Wir kamen gegen 2 Uhr morgens an, da wir zwei Mal einen platten Reifen hatten. Beim ersten Mal dauerte das Wechseln sehr lange, weil der Fahrer nicht alles Zubehör für das Autolüpfi fand. So durften alle Passagier mitanpacken und den Bus kippen, damit der neue Reifen angebracht werden konnte.

    Der Fahrer war nach 8 Stunden Fahrt verständlicherweise müde und der Reifen raubte ihm wohl noch den letzten Nerv. Die Weiterfahrt war auf jeden Fall vorsichtiger und entsprechend langsamer. Noch vor der Grenze zu Nicaragua erfolgte ein Fahrerwechsel und der neue Fahrer drückte auf die Tube. Nach etwa 10 Minuten Fahrt, hatten wir wieder einen Platten und keinen Ersatzreifen mehr. Super!

    So standen wir wieder in der Dunkelheit am Strassenrand und warteten. In dem Moment wussten wir nicht was gefährlicher ist: Überfahren oder ausgeraubt zu werden. Nachdem der neue Ersatzreifen eintraf und ausgewechselt wurde, stellte der Fahrer fest, dass die Batterie tot war. Er wollte während dem Warten schliesslich Musik haben… Die Jungs stiessen das Auto an und die Fahrt konnte weiter gehen.

    An der Grenze folgte der nächste Schreckmoment für einen Mitfahrer. Er musste die Beamten in Nicaragua überzeugen, ihm die Einreises zu erlauben, obwohl sein Visum in 2 Tagen abläuft. Der Busfahrer schlug vor, die Beamten zu bestechen und dies tat er auch erfolgreich.

    Irgendwann erreichten wir unser Ziel und nach dem Klingeln öffnete uns zum Glück eine Dame noch die Türe und führte uns zu unserem Zimmer. Wir waren beide froh, dass der Tag endlich vorbei war.

    Leon ist eine schöne Stadt mit den obligatorischen Kirchen und Pärken. Die Unterschiede zwischen den Ländern konnte ich nur noch anhand des Essens ausmachen. Die Stadt ist nett anzusehen, hat aber nichts wirklich, dass man unbedingt gemacht haben muss. Was uns als erstes auffiel, waren die hohen Preise in den Restaurants. Wir gingen auch zum Strand nahe Leon und fanden dort wunderschöne schwarz-braune Sandstrände. Es hatte fast keine Besucher, weil es unter der Woche war und so hatten wir den Strand fast für uns allein.

    Am Strand wurden Hütten aufgebaut, die Schutz vor der Sonne bieten. In den Hütten die auf einer Seite offen sind, befinden sich Bänke und Hängematten. Alles sehr gemütlich also.

    Tinu lief einen Vulkan hoch und surfte ihn runter - Volcano-Boarding sei sehr zu empfehlen. Ansonsten hatte es nicht viele Möglichkeiten.

    Grosse Teile Zentralamerikas liegen in einer Erdbebenzone. So kam es, dass wir am zweiten Abend in Leon ein Erdbeben spürten. Ein ziemlich starkes wie ich fand, denn Tinu wachte davon auf und ich wäre schon bereit gewesen, ihn zu wecken um uns dann im Schrank zu verstecken.

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  • 18Sep 2016

    19 Granada 18.09.2016 Nicaragua —

    Granada, Nicaragua

    Beschreibung

    Mit dem öffentlichen Bus ging es weiter von Leon nach Granada. Ein hübsches Städtchen, das irgendwie so ganz anders aussah als, als die letzten Städte. Ich (lily) habe mich dann informiert und dieses „andere“ nennt sich Kolonialstil.

    Wie überall hatte es den Park mit den vielen Verkäufern. Ein Teil der Hauptstrasse mit Restaurants und Bars war autofrei, was zur Abwechslung sehr nett war. So konnten wir endlich einmal draussen sitzen während dem Abendessen und dem Treiben zuschauen. Die Freude hielt nicht lange, weil die Verkäufer hartnäckig sind und es sehr viele Bettler hat. Wir sahen Mütter, die Ihre Kinder gezielt an unseren Tisch schickten um zu Betteln. Verkäufer fragten, ob sie Essen von unserem Teller nehmen dürfen, während wir noch assen. Etliche Hunde blieben neben unserem Tisch sitzen und starrten uns an. Zudem wurden wir immer wieder von den gleichen Verkäufern gefragt, ob wir eine Hängematte kaufen wollen. Lief man durch das Städtchen wurde einem überall etwas angeboten oder nach etwas gefragt. Es war sehr anstrengend, weil auch jeder das Gefühl hatte, er sei der erste, der uns das Angebot macht.

    Die Preise in Granada waren hoch, egal ob Unterkunft, Ausflug oder Essen. So hatten wir eine ziemliche Absteige als Unterkunft damit wir nicht zu viel Geld ausgeben mussten. Es war ein Restaurant, welches noch einige Zimmer vermietete. Die Zimmer waren na ja, aber das Essen war sehr gut muss dazu gesagt werden. – Das Frühstück mit Reis und Bohnen war ganz nach Tinu’s Geschmack.

    Nach Angeboten für die Ausflüge musste nicht gesucht werden. Wie auch in anderen Städten fanden sie uns. Wenn wir wussten was wir wollten brauchten wir nur durch das Zentrum zu laufen und hatten etwa drei Angebote. So hatten wir die Möglichkeit überrissene Preise als solche zu erkennen. Leider war es aber bei allen Anbietern teuer.

    So fuhr Tinu auf den Mombacho Vulkan und hatte Glück. Zu Beginn sah alles nach Nebel aus, dieser verzog sich jedoch schnell und so hatte er freie Sicht. Die Fahrt auf den Masya Vulkan machten wir gemeinsam. Es ist ein aktiver Vulkan auf den man hochgefahren wird. Oben angekommen kann man in den Krater schauen und man sieht die Lava spritzen. Natürlich auf eine sichere Distanz von geschätzt 300 m. Wir haben den Ausflug abends gemacht, so war das Schauspiel noch eindrücklicher. Diese Tour ist sehr beliebt, denn am Eingang bildete sich eine lange Schlange von Autos. Es dürfen immer nur eine bestimmte Menge Leute oder Autos hoch und die Zeit am Krater ist limitiert auf 15min. Ein eindrückliches Erlebnis, das ich sofort wiederholen würde.

    Ansonsten haben wir in Granada gut gegessen und viel gearbeitet.

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  • 22Sep 2016

    20 Ometepe 22.09.2016 Nicaragua —

    Nicaragua

    Beschreibung

    Granada war hinter, die Isla de Ometepe vor uns.

    Ursprünglich wollten wir per Fähre von Granada direkt auf die Insel fahren. Anders als in der Hauptsaison gibt es in der Nebensaison aber wöchentlich nur eine Fähre. Genau, am Vortag... Leider war online nichts vermerkt und so waren wir in Granada und hatten keine Fähre. Was tun?

    Wir mussten nicht lange überlegen. Es wurde uns eine Mitfahrgelegenheit in einem Shuttle angeboten. Als wir alle anderen Möglichkeiten schwinden sahen stimmten wir zu. Ca. 30 Minuten vor der Abfahrt. Aber alles klappte und wir erreichten Ometepe früher als geplant. Die vierstündige Überfahrt direkt von Granada mit der Fähre hätte um 17:00 starten sollen. Wir tauschten dieses Unterfangen gegen einen Shuttle nach San Jorge ein. Ab dort erreichten wir Ometepe bedeutend schneller mit der Fähre. Somit waren wir um 17:00 längst am Ziel angekommen.

    Die Isla de Ometepe ist eine vulkanische Insel im Nicaraguasee. Mit einer Fläche von rund 270 km2 ist sie die weltweit grösste vulkanische Insel in einem Süsswassersee. Ometepe hat die Form einer Sonnenbrille mit je einem Vulkan pro „Glas“. Der Concepción auf der einen und der Maderas auf der andern Seite. Der Mythologie nach sind die beiden Vulkane die Brüste der indianischen Häuptlingstochter Ometeptl, welche ihrem Leben auf tragische Weise ein Ende setzte. Traurige Geschichte…

    Nichtsdestotrotz ist der Concepción einer der aktivsten Vulkane des Landes. Der letzte Ausbruch datiert aus dem Jahr 2010. Überall auf der Insel sind Fluchtwege ausgeschildert, falls es erneut zu einem Ausbruch kommen sollte. Der Concepción ist nicht nur der aktivere und höhere Vulkan, es soll auch der schönere sein.
    Die Isla de Ometepe ist in die Gemeinden Altagracia und Moyogalpa unterteilt. Wir fanden unser Zuhause in Altagracia. In etwa so habe ich mit das „richtige“ Nicaragua vorgestellt. Das Leben blühte in seiner ursprünglichen Form. Touristen sind nicht nur geduldet, sie sind willkommen. Dennoch ist nichts auf sie ausgelegt. Man darf sich an dem erfreuen was die Insel zu bieten hat.

    Auf dem Weg zur Unterkunft fragten wir einen sympathischen Herrn nach dem Weg. Der Angesprochene stellte sich sogleich als unser Vermieter heraus. – Praktisch. Bei der Unterkunft angekommen folgte die Ernüchterung. Das Zimmer war nicht wie auf booking.com angepriesen. Dort wurde vermutlich wider besseren Wissens alles angekreuzt, egal ob vorhanden oder nicht. Böse Absicht wollten wir keine unterstellen und so nutzten wir Duschkabine und WC neben dem Haus. Zähneputzen im Freien inklusive. Schlecht war die Unterkunft nicht. Wir wurden mit einem herzlichen und ernstgemeinten „Willkommen Zuhause“ empfangen. Die Unterkunft und das Zusammenleben mit den Eigentümern waren dann auch entsprechend eng und familiär.

    Wir hatten ein weiteres Mal Glück. Während unserer Anwesenheit fand ein Dorffest in Altagracia statt. Wohl ein Highlight für jeden Einheimischen. Es waren jedenfalls viele Leute da, alle schön angezogen in den Sonntagsklamotten. Es gab Musik, Tanzshows, Verkaufsstände, Speis und Trank. Das Fest dauerte insgesamt drei Tage. Es war lustig, laut und wir kamen mit den Einheimischen in Kontakt.

    Auf der Insel gab es verschiedene Programmpunkte. Wir besuchten einen Outdoorpool, ein „Geldmuseum“ und erkundeten die Landschaft ein bisschen auf eigene Faust. Im besuchten Museum wurde die Geschichte der nicaraguanischen Währung Córdoba erzählt. Es war interessant die zum Teil grossen Beträge zu sehen. Dennoch kam mir die Führung etwas Spanisch vor (Schenkelklopfer).

    Die ursprünglich angedachten Wanderung auf den Concepción hat Tinu dann gestrichen. Eine lange Wanderung durch unwegsames Gelände zu einem bewölkten Gipfel hatte er in Guatemala schon…

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  • 26Sep 2016

    21 San Juan del Sur 26.09.2016 Nicaragua —

    San Juan del Sur, Nicaragua

    Beschreibung

    Ometepe haben wir verlassen wie wir angereist sind. – Per langsamem Schiff.

    In San Jorge angekommen wollten wir via Rivas nach San Juan del Sur weitertingeln. Ein „hilfsbereiter“ Taxifahrer teilte uns mit, dass der nächste Bus erst in ein paar Stunden fährt. Er bot uns an, uns nach San Juan del Sur zu fahren. Wie wir nach einmaliger Preisreduktion fanden zu einem guten Preis. Wenn wir schon ein Taxi nehmen mussten, wollten wir dadurch den Umweg über Rivas sparen. Die Taxifahrt nach Rivas wäre ohnehin nur unwesentlich billiger gewesen als bis San Juan del Sur. Nach einer knapp einstündigen Taxifahrt waren wird direkt vor unserem Hostel angelangt. Praktischerweise war das Zimmer schon bereit.
    Was wir im Nachhinein aus diesem Intermezzo gelernt haben (besser spät als nie):
    Frage nie einen Taxifahrer nach dem Bus. – Denn dann wird es keinen geben… Der von uns für „gut“ befundene Preis war nicht so gut. – Ca. 40 % zu teuer.
    In den Touristenorten sind die Taxipreise ein ständiges Thema. Zwischen einem und 20 Dollar findet man für kurze Fahrten alles. Wenn man sich dem bewusst ist, kann man aber damit umgehen.

    Tinu hat sowieso Mühe, nicht überall den Gringopreis bezahlen zu müssen - Haare schneiden, Taxi uns sonstiges, dass nicht angeschrieben ist. Zum Teil wurde ihm gegenüber den Einheimischen fast der doppelte Preis verrechnet. Ohne mit der Wimper zu zucken, auch wenn er hören konnte, was andere bezahlt hatten…

    Zurück nach San Juan del Sur: Wir waren noch am Vormittag angekommen (Fähre ab Ometepe fährt jeweils am Morgen). So konnten wir direkt mit einem Mittagessen starten. Es gab Hamburger (Tinu) und Spaghetti mit Ketchup (Lily- wäääh), in einem als hochstehend angepriesenen Restaurant. – Na ja…

    Leere Bars mit gelangweilten Leuten, diesen Eindruck vermittelte San Juan del Sur. Es war halt die bekannte Geschichte: Touristenort in der Nebensaison. Vielleicht hatten vielen Reisenden aber einfach noch den vorangegangenen „Sunday – Funday“ in der Birne. Wir reisten am Montag nach dem wöchentliche Saufgelage an. Aber wirklich viele Leute hatte es auch ab Dienstag nicht… Es gab verschiedene kleine Restaurants, welche alle ihre Eigenheiten hatten. So sassen wir zum Beispiel bei einem Tee auf einer Europalette oder assen thailändisch in einem (nicaraguanischen) Restaurant mit ca. 6 Plätzen. Aber mir persönlich (Lily war da etwas gelassener…) sind die coolen, relaxten und gechillten Surferattitüden teilweise mächtig auf den Sack gegangen.

    In San Juan del Sur war schnell klar warum es nicht nur „Hauptsaison“ gibt. Es regnete viel. In diesem Moment dachten wir wohl noch, dass es bald besser wird. Mit ein bisschen Abstand (ca. 3 Wochen später) wissen wir es besser…

    Aber es war nicht alles schlecht. Das Hotel stand praktisch im Meer, was den Zimmerpreis umso überraschender machte. Und der Strand war schön. Ein Bad im Pazifik stand daher jeden Tag auf dem Programm. Zumindest für mich. – Lily hatte leider einer Erkältung erwischt.
    Der Ausblick von der Plattform der Jesus-Statue war fabelhaft. In San Juan del Sur steht wohlgemerkt eine der weltweit grössten Jesus-Statuen (26 Meter). Für die morgendliche Joggingrunde war sie ein gutes Ziel, da sie auf einem kleinen Hügel steht.

    In Nicaragua haben wir die touristischen Hauptattraktionen bereist, zu erkennen an den Stadtplänen welche genau unsere vier Stationen beinhalten. Das Land hätte vermutlich noch viel mehr zu bieten.

    Aber am Schluss waren wir wohl beide nicht traurig als es weiterging. – Nächstes Ziel: Grenzübertritt nach Costa Rica.

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  • 29Sep 2016

    22 Nuevo Arenal 29.09.2016 Costa Rica —

    Nuevo Arenal, Costa Rica

    Beschreibung

    Unsere erste Station in Costa Rica war Nuevo Arenal. Wie wir später herausfanden auch bekannt als das „Deutschland Costa Ricas".
    Der Weg von San Juan del Sur war kurz, die Reise aber lang.

    Da wir in Liberia, Cañas und Tilarán umsteigen mussten verging mit allen Wartezeiten gleichwohl ein Tag bis das Etappenziel erreicht war. Kurz vor Schluss holte Tinu unser San Antonio-Moment wieder ein: Es wird langsam dunkel und der Bus fährt irgendwo im Nirgendwo durch den Wald… Was machen wir jetzt, wenn wir unser Hotel nicht finden oder wenn niemand da ist? Bange Momente vergingen bis wir endlich bei unserem Hotel ankamen. Da das Zimmer noch nicht bereit war konnten wir zuerst in aller Ruhe zu Abend essen und ein Bier trinken. Wir fragten uns aber, ob wir wohl vergessen gingen.

    Wir wissen jetzt was es bedeutet, wenn die Gratisparkplätze neben dem Hotel speziell erwähnt sind. Nuevo Arenal ist sehr abgelegen und wir befanden uns noch ausserhalb des Zentrums Nuevo Arenal. Frei nach dem Motto „wäre Nuevo Arenal der Arsch der Welt, unser Hotel wäre…“. Ohne Auto waren wir zum Teil ein bisschen aufgeschmissen, denn Busverbindungen gibt es nicht viele. Bis ins Dorf war es ein rund einstündiger Fussmarsch, welchen wir wohl oder übel mehrmals zurücklegen mussten.

    Wieder hatten wir das Vergnügen eines Dorffestes. Diesmal ein Rodeo mit Teams aus den umliegenden Orten. Wir hatten auch ein „Heimteam“ am Start. Die Equipe bestand aus allen männlichen und volljährigen Mitgliedern unserer Gastgeber-Familie. Die Teams haben sich in verschiedenen Disziplinen (mit und ohne tierische Unterstützung) gemessen. Und unser Team hat in jedem Durchgang auf den Sack bekommen, was uns der Vater, welcher selbst nicht teilnahm, beim nächsten Frühstück auch noch einmal genüsslich erzählte. Nach dem Rodeo kam es wie es kommen musste: Wir durften in der finsteren Nacht durch den Wald zurücklaufen. Ausserhalb der Siedlungen gab es keine Strassenbeleuchtung. Dementsprechend stockdunkel war es. Aber zum Glück hatte Lily ihr Taschenlampen-App!

    Tags darauf habe ich beim Joggen realisiert wo wir durchgelaufen sind: Auf der Strasse waren mehrere überfahrene Schlangen…

    Von Nuevo Arenal aus ist der Vulkan Arenal bereits zu sehen. Um ihn aus der Nähe betrachten zu können fuhren wir zum Arenal-Nationalpark in La Fortuna. Das war der Moment als wir feststellten, dass es kein „Alt Arenal“, „Arenal“ oder dergleichen gibt. La Fortuna ist der Ausgangspunkt für alle Ausflüge in der Umgebung und besticht durch mässige Qualität zu hohen Preisen.

    In La Fortuna entschieden wir uns den Park mit den Hängebrücken zu besuchen. In einem privaten Naturschutzgebiet wurden durch Hängebrücken verbundene Wanderwege durch den Regenwald gezogen. Von den Brücken und Wegen aus konnten wir Vögel, Spinnen und Affen sehen, gezeigt von einem Guide notabene. Dabei konnten wir einen phantastischen Ausblick auf den Vulkan Arenal geniessen. Der Vulkan ist einer der aktivsten der Welt. Eine Besteigung ist folglich nicht möglich, auch wenn seit 2010 keine Lava mehr fliesst.

    Auf dem Rückweg wurden wir auf halber Strecke abgeladen um den Bus zurück nach Nuevo Arenal auf keinen Fall zu verpassen. Bei einer Strassenlaterne warteten wir rund 1.5 Stunden auf den Bus. Unter den wachsamen Augen sich abwechselnder Wachmänner.

    Wettertechnisch hatten wir wenig Glück. Es regnete viel, aber so richtig begossen wurden wir nur ein Mal - Tinu hatte noch ein zweites Mal das Vergnügen auf einer seiner täglichen Joggingrunden. So hatten wir auch genügend Zeit um einfach ein bisschen zu sein.

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  • 04Oct 2016

    23 Monteverde 04.10.2016 Costa Rica —

    Monteverde, Costa Rica

    Beschreibung

    Diese Geschichte ist schnell erzählt. Nach einer abenteuerlichen Busfahrt über Stock und Stein erreichten wir das hochgelobte Monteverde in Costa Rica. Während unserem Aufenthalt hat es fast die ganze Zeit geregnet. Wirklich warm war es auch nicht. Jasskarten und Laptop waren äusserst willkommene Reisebegleiter.

    Das Regenwetter hatte aber auch seine guten Seiten: Bei Tinus Besuch im Nebelwald hat er sehr viele verschiedene Tiere gesehen. Glücklicherweise erwischte er einen Vormittag ohne Regen. Der Regen setzte an diesem Tag rund 5 Minuten nach seiner Rückkehr im Hotel ein. Dass der Tag offenbar wirklich aussergewöhnlich war zeigte die Reaktion des Guides. Bereits bei der Anreise stieg er auf einmal schnell aus dem Auto. Warum? Noch im Dorf konnten wir in einer Baumkrone eine Affenfamilie beobachten. Wahrscheinlich ist dies nicht alltäglich. Er teilte es den anderen Guides jedenfalls sofort per WhatsApp mit. Der Ausflug war allgemein interessant und lehrreich. Immer wieder sah der Guide, Roy, etwas. „Martin, come with me“ waren seine Worte bevor sie durch den Wald rannten und ich mit perfekt eingestelltem Fernglas Tiere (Vögel, Frösche, Schlangen etc.) beobachten konnte. Bei einem Teich sahen sie Frösche die gerade in der Paarungszeit waren. Zu dieser Zeit sind die Männchen gelb (im Normalfall braun). Die gelbe Farbe haben sie jeweils nur für eine kurze Zeit. Einen Tag früher oder einen Tag später und es wäre nichts zu sehen gewesen. In seinen 18 Jahren als Guide habe Roy diesen Moment bisher erst 3 Mal erwischt. Tinu einfach so beim ersten Mal. Hätte der Guide nichts gesagt, wäre sich Tinu der Besonderheit nicht bewusst gewesen: "Gelbe Frösche halt".

    Gelernt hat Tinu noch mehr. So weiss er jetzt, dass es in Monteverde zwei Jahreszeiten gibt. Regnerisch und sehr regnerisch. Da sich diese Zustände sehr ähnlich auf das Wachstum der Bäume auswirken haben die Bäume keine Jahrringe. - Ein gewöhnungsbedürftiges Bild.

    Auch im Bereich der Schlangenkunde wurde er instruiert. Vor satten Schlangen muss man sich nicht fürchten. Wenn eine Schlange gefressen hat ist sie zu schwer um sich zu bewegen. In der Folge verharrt sie 4 bis 7 Tage an einem Ort für die Verdauungspause. Während dieser Zeit müsste man schon auf eine Schlange treten um gebissen zu werden. Verbleibende Zeit in diesem Fall (bei den getroffenen Exemplaren): 3 Stunden. Immerhin. Und Schlangen auf Nahrungssuche würden sich nach Möglichkeit vor Menschen verstecken. Von daher ist die Gefahr eines Schlangenbisses gering, wenn man sich nicht ausserhalb des Weges bewegt.

    Auf dem Oberarm hat Roy einen Quetzal tätowiert. Somit muss es mit diesem Vogel etwas auf sich haben… Der Quetzal ist ein rot-grüner Vogel und der Nationalvogel Guatemalas - gleichnamig wie die Landeswährung. In dieser Region Costa Ricas ist der Quetzal besonders häufig anzutreffen. Es seien schon Leute aus Guatemala angereist um „ihren“ Vogel mal in echt bestaunen zu können.

    Soviel zu Tinus Eindrücken vom Besuch im Nebelwald.

    Man wird immer gefragt, ob man die Tour alleine oder mit einem Guide machen wolle. Nach Tinus Meinung sollte man dafür nie auf einen Guide verzichten. Ungeübt sieht man, wenn überhaupt, nur wenig. Der persönliche Mehrwert ist in solchen Fällen entsprechend klein. Das Geld fand er bis anhin immer gut investiert.

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  • 07Oct 2016

    24 Alajuela 07.10.2016 Costa Rica —

    Costa Rica

    Beschreibung

    Morgens um 06.30 war Abfahrt ab Monteverde. Wir fuhren in einem super-modernen Bus über Schotterwege Richtung San José. Landschaftlich ist es wunderschön anzusehen, aber ich verstehe nicht, wieso die meistbesuchte Region des Landes nur auf Schotterpisten erreichbar ist. Ich habe im Hotel nachgefragt und die Antwort war, dass die Regierung einfach nicht „fürschi“ mache.

    Die Fahrt war bequem und überraschend kurz. Am Flughafen San José der sich in Alajuela befindet wurden wir raus gelassen. Mit dem Taxi dauerte es ca. 7 Minuten und wir waren morgens um 11 Uhr schon im Hotel. Wir hatten Glück, denn unser Zimmer war soeben fertig gereinigt worden und wir konnten uns direkt etwas ausruhen.

    Lily freute sich auf den Besuch in einem veganen Restaurant, da das Lokal in Monteverde seine Türen wohl 1 Woche vor unserer Ankunft für immer schloss. Wie vieles andere erhielten wir leider auch diese Information nur offline.

    Alajuela ist eine geschäftige Stadt mit viel Lärm und Gehupe. Stacheldraht und zwar der böse und Gitterstäbe prägen das Bild. Es hat ein bisschen was von Knast. Da unser Hotel sehr zentral war, bekamen wir alles mit. Erstaunlicherweise konnten wir aber gut schlafen. Wie auch in Monteverde hatte es viel Schimmel im Zimmer. Es roch wie Tinu sagte nach „nassem Hund“.Es erstaunte uns nicht, denn es regnete jeden Tag mindestens einmal heftig. Dies machte die Ausflugsgestaltung mühsam. Wir schafften es aber einmal nach San José, da wir das an der Grenze zu Costa Rica gelöste Ticabus-Ticket umtauschen mussten. Die Stadt wurde uns als hässlich, dreckig und nicht sehenswert angepriesen. Wir fanden es aber nicht so schlimm. Klar es ist eine laute Stadt mit vielen Menschen, Schmutz und Armut, aber das sind Paris und Berlin auch. Das Ticabus-Ticket konnten wir eintauschen und selbstverständlich sind wir anschliessend in San José essen gegangen. Dabei hat Tinu seine Vorliebe für Ceviche entdeckt nicht zu glauben! Aber nur Fisch und kein sonstiges Meeresgetier.

    Den zweiten Ausflug, den wir schafften war auf den Vulkan Poas. Es hat einen öffentlichen Bus, der hoch fährt, oben wartet und zu einer vorgegebenen Zeit zurück fährt. Wir waren zuversichtlich, denn es regnete nicht. Je höher wir kamen desto näher kamen wir dem Nebel. Wir befürchteten das Schlimmste, denn bei Nebel sieht man die Hauptattraktion nicht. Wir hatten aber Glück, denn auf unserer Höhe hatte es keinen Nebel.

    Wir machten uns auf den Weg zum Krater. Im Krater hat es einen See, der angeblich blau-grün sein soll. Den See sahen wir, die Farbe war jedoch eher grau. Irgendwie hat uns das nicht umgehauen und wir hofften noch auf weitere Highlights im Nebelwald. Wir liefen auf dem vorgegebenen Pfad bis zur angepriesenen Lagune. Hmm auch nicht wirklich ein Highlight. Es ist ein See, der von etwas Wald umgeben ist. Ihr könnt es euch etwa wie den Egelsee vorstellen nur etwas grösser. Weiter durch den Nebelwald und wir waren beim Parkplatz. Etwas anderes zu sehen gab es nicht und es waren noch 3 Stunden bis zur Rückfahrt.

    Wir beschlossen den Souvenir-Shop aufzusuchen. Es hatte wunderschöne Holzarbeiten dort. Sie waren jedoch zu gross zum Transportieren und ich wusste nicht, ob es Kunst zum Anschauen oder Kunst zum darauf Sitzen ist. Postkarten gab es auch keine zu vernünftigen Preisen, daher fiel Postkarten schreiben als Beschäftigung weg. Wir hatten noch einen letzten Trumpf, den wir assen absichtlich nichts zum Frühstück, damit wir auf dem Poas zu wunderschöner Aussicht frühstücken können.

    Tja, daraus wurde leider auch nichts. Das Restaurant hatte keine Aussicht und es war kein Restaurant, sondern eine Cafeteria. Es gab Bechersuppen, Chips in 30 verschiedenen Varianten, Sodas, Kaffee und Tee resp. heisses Wasser für 2.5 $. Da sassen wir nun: hungrig, enttäuscht und natürlich fing es wieder an zu regnen. Es wurde sehr kalt und die Zeit schlich nur so dahin. Leider hatte Tinu die Jasskarten vergessen.

    Die Cafeteria füllte sich immer mehr und es waren alles Leute, die mit uns im Bus waren. Sie steckten wie wir fest auf dem Berg. Als es dann doch endlich Abfahrtszeit war, fing es richtig an zu regnen.

    Zurück in Alajuela waren aus den Strassen kleine Seen und reissende Bäche entstanden und es regnete und regnete. Wir hatten immer noch Hunger. So rannten wir durch den Regen auf der Suche nach einem Restaurant. Wir landeten in einer Cevicheria. Alles in Allem haben wir an diesem Tag sehr viel Geld ausgegeben (Eintritt, Bus, Snacks) und nur sehr wenig dafür erhalten. Wir würden den Volkan Poas als Ausflugsziel nicht empfehlen, zumindest nicht bei jedem Wetter und ohne Pick-nick.

    Ansonsten hatten wir wegen dem Regen viel Hotel-Zeit. Dafür auch interessante Gespräche mit anderen Hotelgästen.

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  • 11Oct 2016

    25 Paso Canoas 11.10.2016 Costa Rica —

    Paso Canoas, Costa Rica

    Beschreibung

    Von San José ging es mit dem Ticabus Richtung Panama. Da unser Ziel Volcan wegen den Abfahrtszeiten des Ticabusses nicht an einem Tag zu erreichen war, machten wir eine Zwischenübernachtung in Paso Canoas, dem Grenzpunkt von Costa Rica und Panama. Paso Canoas, auch bekannt als der Ort an dem Tinu sein Natel einmal zu viel fallen liess – Display kaputt.

    Wir hatten uns vorgängig informiert, was wir für die Einreise nach Panama benötigen und ziemliche Schauergeschichten gelesen. Von zickigen Beamtinnen über endlosen Papierkram bis hin zum Vorweisen der Kreditkarte. Wir waren bereit! Das erste Hindernis das wir hatten war, den Ticabus-Betreuern zu erklären, dass wir nur bis Paso Canoas fahren und unser Gepäck gerne zurück hätten. An Grenzen scheint das Öffnen des Gepäckraums aber nur eingeschränkt möglich zu sein. So mussten wir warten und warten.

    Wir hatten uns vorgängig noch Sorgen gemacht keine Hotel zu finden, dabei ist alles was der Tourist so benötigt vorhanden.

    Nachdem wir das Gepäck hatten gingen wir in die Unterkunft und danach Essen. In einem von muggligen Chinesen betriebenen Restaurant mit erstaunlich gutem Costa Rica-Essen. Im gleichen Restaurant (direkt neben unserem Hotel) gönnte sich Tinu am nächsten Morgen vor der Abreise noch ein Frühstück.
    Wir waren gespannt wie die Einreise am nächsten Tag klappt, denn uns fehlte eine Kopie des Ausreise-Tickets für Lily…

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  • 12Oct 2016

    26 Volcan 12.10.2016 Panama —

    Volcán, Panama

    Beschreibung

    Am nächsten Morgen standen wir für den Ausreisestempel aus Costa Rica an. Es hatte eine riesen Schlange und wir dachten schon, was denn da los ist. Wir wurden aber zu einem anderen Schalter gewiesen. Die Leute in der riesen langen Schlange fingen an rumzuschreien. Wir sahen Polizisten, kleine Kinder und erschöpfte Frauen rumstehen und sitzen und das Bild war befremden.

    Als wir den Ausreisestempel hatten liefen wir die 200 m nach Panama und es hatte Gruppen von Leuten, die von der Polizei begleitet wurden und französisch sprachen. Da dämmerte uns erst, dass dies wahrscheinlich Flüchtlinge aus Haiti sind, die zur Registrierung in Costa Rica begleitet wurden. Es war ein komisches Bild, aber jetzt verstanden wir, wieso die Leute so erschöpft aussahen.

    In der Schlange nach Panama tat sich einige Zeit nichts und wir warteten. Plötzlich wurde vor uns einer nach dem anderen durchgerufen und sie mussten den Pass abgeben. Lily schwante böses. Sie wurde gefragt, ob dies der erste Besuch in dem Land sei und wo wir hingehen. Danach hatten wir den Stempel schon. Wir mussten keine Ausreiseticket vorlegen, kein Nachweis über genügend flüssige Mittel, keine Bündel Bargeld zeigen und nichts. Zack und drin waren wir!

    Der Bus für die Weiterreise wartete auf uns und so waren wir früher als gedacht in Volcan. Dafür begann dort die grosse Suche nach dem Hotel. Da die meisten Strassen auf Google nicht eingetragen sind, liefen wir einfach und fragten zwischendurch jemanden, der uns eine Richtung sagte. Um es spannend zu machen wiesen uns die Leute abwechselnd anndere Richtungen. Irgendwann schafften wir es und wie sollte es anders sein bei uns: Wir gingen etwas essen, da das Zimmer noch nicht fertig war.

    Die Auswahl an Restaurants und Läden war gross, denn Lily hatte Angst wieder in einem Ort wie Arenal zu landen.

    Wir stellten schnell fest, dass auch das Hochland von Panama ausserhalb der Saison eine schlechte Wahl ist. Es sah immer nach Regen aus. Es hatte schwarze Wolken. Es tröpfelte immer wieder und war eher frisch bis kühl. Die geplante Wanderung auf den Vulkan machte Tinu aus wettertechnischen Gründen nicht. So blieb es bei Spaziergängen, essen gehen, lesen und arbeiten.

    Auch wenn wir um die Regenzeit wussten: Wir haben sie gesehen. Die nächste Destination muss warm sein!

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  • 15Oct 2016

    27 Bocas del Toro 15.10.2016 Panama —

    La Gruta, Bocas del Toro Province, Panama

    Beschreibung

    Das Beste gleich zu Beginn: In Bocas del Toro war es wieder mal schön und warm. Kurz nach unserer Ankunft konnten wir einen herrlichen Sonnenuntergang von unserem hauseigenen Steg aus geniessen. Ganz ohne Regen verlief aber auch dieser Aufenthalt nicht. Wettertechnisch war noch Luft nach oben vorhanden… aber das ist jammern auf hohem Niveau im Vergleich zu den Temperaturen zu Hause.

    In der Provinz Bocas del Toro waren wir auf der Colón-Insel. Entsprechend mussten wir das letzte Stück des Weges per Boot zurücklegen. Tinu wird seit dem Erlebnis nach Livingston immer etwas nervös wen es um Bootsfahrten:) Die Fahrt verlief aber ruhig.

    Nach kurzem Herumirren auf der Insel fanden wir unsere Unterkunft, in dem uns die Schlüssel ausgehändigt wurden. Wir erhielten ein Willkommensbier und die Information, dass wir ein Upgrade erhielten. Der Typ an der Rezeption - ein Volounteer - mailte uns die Koordinaten der Unterkunft und hatte wohl keine Ahnung wo sch diese Unterkunft befand. Es waren 3 Meter auf der anderen Seite des Weges vom Haupteingang des Hotels in dem er arbeitete… So konnten wir das Gepäck deponieren und uns am eingangs erwähnten Sonnenuntergang erfreuen.

    Die Unterkunft bot ausreichend Platz und bis auf einen kurzen Ausfall des Wassers gibt es nichts zu bemängeln. Leider fiel das Wasser genau dann aus als ich eingeseift unter der Dusche stand. - Danke Lily für die Wasserflaschen.

    Aus den Vorerst gebuchten vier Übernachtungen wurden sechs. Bocas hat zwar nicht sonderlich viel zu bieten, uns kam die Weiterreise aber irgendwie zu früh. Unseren Aufenthalt liessen wir uns auch von den Bauarbeiten in unserer Strasse nicht verderben (kennen wir ja aus der Schweiz). Und irgendwie vergeht die Zeit auch immer so schnell…

    In Bocas gibt es verschiedene Möglichkeiten zu baden. Für gewisse Strände war die Fahrradvermietung des Hostels aber eine gute Idee. Den meines Erachtens mit Abstand besten Strand fanden wir aber auf der benachbarten Isla Carenero. Eine fünfminütige Bootsfahrt ermöglichte uns dieses Vergnügen problemlos. Wir liefen an den Booten vorbei und wurden von einem Water-Taxi-Fahrer angehauen, der uns für wenige Dollars sofort rüber fuhr. So kame wir auch wieder zurück. Dieser Ausflug hat sich echt gelohnt. Ein wunderschöner Strand mit nur wenigen Besuchern und klarem türkisem Wasser.

    Was es auf der Isla Colón auch noch zu sehen gibt: Ein Plastic Bottle Village. Das Projekt in Bocas ist zwar meines Wissens eingestellt, die Idee wird dennoch weiterverfolgt (an einem anderen Ort in Panama). Ziel des Projektes ist es, Gebäude aus benutzten PET-Flaschen zu errichten. Dadurch soll der „Vermüllung“ der Natur entgegengewirkt werden. Spannender uns innovativer Ansatz.

    Tinu musste sich eingestehen, dass er das Preisniveau falsch eingeschätzt hatte. Es ist zwar alles bedeutend günstiger als in der Schweiz, die erwarteten Schnäppchen waren aber bis anhin rar. Er hofft noch auf Südamerika…

    Nach einer knappen Woche hiess es: Rucksack packen und zum nächsten Ziel.

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  • 21Oct 2016

    28 Boca Chica 21.10.2016 Panama —

    Boca Chica, Panama

    Beschreibung

    Ab Bocas del Toro führte unser Weg per Boot, Taxi und Bus nach Boca Chica.

    Den Bus, der uns schlussendlich nach Boca Chica bringen sollte, bestiegen wir bei einer Haltestelle ausserhalb von David. Der Bus war ein Vorgeschmack auf das Dorf: Klein und altmodisch, praktisch tot. Vermutlich war es auch kein offizieller Bus sondern die Einnahmequelle eines jungen Typen, der ansonsten wohl den ganzen Tag vor dem TV sitzen würde.

    Der Ort trägt den Beinamen „chica“ zu Recht. Das Willkommenschild befindet sich rund 100 Meter vom Hafen, der das Dorfende ist. Das Dorf bietet gerade so viel Platz, dass der Bus wenden kann.

    Boca Chica wurde uns von einer Bekannten empfohlen. Es kam der leise Verdacht auf, dass das Boca Chica in der Dominikanischen Republik gemeint sein könnte… Der Name alleine war aber eine Reise wert. – „Boca Chica“ klingt doch cool.

    Unterschlupf fanden wir in einem von drei jüngeren Italienern betreuten Guest-House. Nichts spektakuläres, es liess sich aber gut darin leben.

    Das Angebot an Restaurants war so gross wie das Dorf. Es gab im Ort ein Restaurant, das überhaupt geöffnet hatte. So assen wir zweimal dort. Das erste Mal hatten wir das Gefühl die Köchin beim nachmittäglichen TV-Plausch zu stören. Das grosszügige Trinkgeld liess sie uns am zweiten Tag wesentlich aufgestellter empfangen. Lilys weise Voraussicht machte sich bezahlt. Zudem waren die batidos de fresa vorzüglich.

    Boca Chica ist zwar direkt am Wasser, baden kann man trotzdem nicht. So fuhr uns ein Boot auf die nahegelegene Isla Boca Brava. Er war menschenleer und wohl auf dem Landweg auch nicht zugänglich. So hatten wir einige Stunden eine Strand nur für uns.

    Nach zwei Tagen mit teilweise Regen hatten wir das Dorfleben gesehen und waren bereit für den nächsten Stopp.

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  • 23Oct 2016

    29 Panama City 23.10.2016 Panama —

    Panama City, Panama

    Beschreibung

    Nach einmaligem Umsteigen erreichten wir mit einem wirklich komfortablen Bus Panama-City. Um dem einsetzenden Regen auszuweichen fuhren wir mit einem Taxi ins Hotel.

    Nach dem kleinen Boca Chica war die Grossstadt Panama-City eine wohltuende Abwechslung. Die Stadt überzeugte sofort.

    Tinu’s Stadtplanerische Zusammenfassung: Die Verkehrsführung ist sehr durchdacht. So ist es kein Problem, eine Strasse mir rund fünf Spuren pro Richtung durch die Stadt zu ziehen, ohne die Stadt dadurch zu zerschneiden. Die Strasse kann mit einer der viele Fussgängerbrücken überquert werden. Zwischen den beiden Fahrrichtungen sind Parkplätze vorhanden. Mit der U-Bahn sowie den Bussen sind praktisch alle Bereiche der Stadt für Nicht-Autofahrer bestens erschlossen.
    Generell ist der öffentliche Verkehr in Panama (wie eigentlich in vielen Orten Mittelamerikas) so ausgelegt, dass man immer ans Ziel kommt. Schilder und Menschen tragen ihren Teil dazu bei.

    Für eine innerstädtische Joggingrunde waren die Bedingungen perfekt. Direkt am Meer entlang führt ein Fussgänger- und Fahrradweg (getrennte Bereiche). Entlang diesem Weg kann die Altstadt auf einer Brücke umlaufen resp. umfahren werden. Dieses Angebot wird auch rege genutzt. So betätigten sich praktisch den ganzen Tag unterschiedlichste Leute sportlich. Pavillons für verschiedene Veranstaltungen (z. B. Volkstanz) werten den Weg zu einer tollen Begegnungszone auf.

    Die unterschiedlichen Stadtteile von Panama-City können auf diesem Weg besichtigt werden. Die Altstadt folgt auf einen Stadtteil mit vielen neueren Hochhäusern, welche teilweise sehr teure Restaurants und Hotels beherbergen. In einigen Gebäuden sind Rooftop-Bars zu finden. Wir schafften es leider nicht in eine richtig hohe Rooftop-Bar zu gehen, trotz mehreren Versuchen im Hard Rock Cafe. Zu mehr als einem Mittagsdrink auf einem dreistöckigen Gebäude reichte es nicht. Aber aufgeschoben ist nicht gleich aufgehoben. - Beim nächsten Panama-Besuch korrigieren wir dieses Versäumnis. Die Altstadt war überraschend sauber. Vielleicht empfand Tinu diese Sauberkeit auch nur aufgrund seiner Schweizer Arroganz „überraschend“. Nach der Altstadt folgte eine Viertel mit heruntergekommenen Häusern. Kein Ort an dem wir im Dunkeln sein wollten.

    Bei unserer Ankunft liess das Wetter zu wünschen übrig. Die ersten Tage regnete es mindestens ein Mal. Während unseres Aufenthaltes wurde das Wetter jedoch besser. Am Schluss reichte es sogar für einen kleinen Sonnenbrand, denn es hatte wirklich „mucho calor“.

    Dank unserem längeren Aufenthalt von 9 Nächten, gingen wir in zwei verschiedenen Hotels. Das erste Hotel roch wieder nach nassem Hund und hatte Schimmel an den Wänden. Die restlichen Nächte verbrachten wir in einem Hotel, dass uns überzeugte. Mit einem Pool auf der Dachterrasse kann man sogar über den nicht wirklich vorhandenen Strandzugang in Panama-City hinwegsehen. Ein paar Tage vor einem Abstecher auf San Blas kann es ohnehin nicht so schlimm sein, wenn man nicht baden kann… Nicht zu vergessen: Im Hotel hatten wir sogar die Möglichkeit selber zu waschen. – Memo an uns: Hotel Bahia Suits wird das nächste Mal wieder gebucht.

    Panama City beheimatet die grösste Mall Mittelamerikas, die „Albrook Mall“. - Eigentlich ein typischer Ami-Einkaufstempel. Ein Besuch dort durfte natürlich nicht fehlen. Auf dem Hinweg erklärte uns ein netter Wachmann noch kurz das Ticket-System der U-Bahn, womit wir diese fortan nutzen konnten. Die Mall ist gross, sauber, weitläufig, eher düster und gut besucht. So dass man schon mal die Orientierung verlieren kann. Nachtrag zum Wetter: Als wir in der Mall waren hat es wie aus Eimern gegossen, wir waren gut aufgehoben. Einen kurzen Schreckmoment gab es noch: wir hatten die Tasche mit den Einkäufen irgendwo stehengelassen… Aber alles gut gegangen, wir fanden sie wieder.

    In ganz Mittelamerika hat Tinu immer wieder Filialen von Domino’s Pizza gesehen. In der Mall gönnte er sich zu Mittag eine Pizza mit Namen:Festival de carne. Alle Pizzas werden frisch zubereitet. So sah ich auch, was für eine Menge Teig zu einem Fladen verarbeitet wird. Die Pizza schmeckte wie ich es erwartet hatte: Ein mit Fleisch belegtes Brot - teigig, aber lecker. Um dieses vollwertige, gesunde Mahl abzurunden, gab es zum Dessert ein Eis mit Namen: Explosión de chocolate (Schokoladeneis, mit Schokososse und Schokosträusel. Lily hatte Falafel und Fruchtsorbet, einfach dass es hier erwähnt ist;)

    Einen Hop-on/Hop-off – Bus gibt es auch in Panama-City. So einen wollten wir schon lange mal nehmen. Vielleicht war es nicht die optimale Stadt für diese Erfahrung, aber im Nachhinein ist man ja immer schlauer. Die Rundfahrt konnten wir mit der Besichtigung der Miraflores-Schleusen des Panamakanals verbinden. Dort gab es Interessantes zu hören und zu sehen. So wissen wir jetzt, dass eine Querung des Kanals 250‘000 bis 400‘000 USD kostet (nicht dass Tinu sich davor jemals Gedanken darüber gemacht hätte, aber die hohe Zahl erstaunte ihn trotzdem). Die Schleuse ist im Übrigen nicht durch eine Höhendifferenz zwischen Ein- und Auslauf bedingt, sondern durch den felsigen Untergrund im Landesinneren. Der Ein- und Auslauf befindet sich auf der gleichen Höhe. Um den Kanal nicht aus dem Fels sprengen zu müssen entschied man sich, mittels einem Stausee und Schleusen höher zu fahren. Die Schleusen werden gebraucht um die Schiffe auf das Meeresniveau abzusenken resp. von diesem anzuheben. Am späteren Nachmittag konnte Tinu mit verfolgen, wie einige grosse Schiffe - Klasse PanMax - geschleust wurden. Ein beeindruckendes Erlebnis. Lily blieb dies leider verwehrt, sie hatte einen anderen Termin: Zahnarzt. Sie meinte es sei nicht schlimmer gewesen als in der Schweiz.

    Auf einer längeren Reise lernt man Orte kennen, welche man nie wieder besuchen wird und andere Orte möchte man am liebsten gar nicht erst verlassen (oder sofort wieder hin). Panama-City hat Tinu so sehr gefallen und er hofft nicht zum letzten Mal dort gewesen zu sein. Er bemerkte während unseres Aufenthaltes immer wieder neue tolle Dinge: So ist zum Beispiel die Hauptstrasse jeden Sonntag autofrei. Für die Freunde des Fahrradsportes eine coole Sache. Dies habe ich notabene erst an unserem zweitletzten Tag bemerkt…

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  • 01Nov 2016

    30 San Blas 01.11.2016 Panama —

    Panama

    Beschreibung

    Kolumbien ist auf dem Landweg von Panama aus nicht zu erreichen.

    Warum also nicht das Notwendige mit Vergnügen verbinden? – Um auf einen teuren Flug nach Kolumbien zu verzichten buchten wir einen Bootstrip via den San Blas Inseln. San Blas ist eine zu Panama gehörende Inselgruppe mit 365 (zum Teil sehr kleinen) Inseln. Auf den Inseln konnten wir jeweils die Tage (und Nächte) verbringen. Daneben gab es täglich ein paar Stunden Bootsfahrt. Lily wollte San Blas sowieso sehen. – So hatten wir die perfekte Möglichkeit dazu.

    Der Trip begann etwas harzig… Wir wurden aufgeboten um 5 Uhr vor unserem Hotel auf den Jeep zu warten. Wir sollten unbedingt pünktlich sein, da der Jeep sonst ohne uns nach Carti fahren würde. Kein Problem, wir waren bereit. Nur leider warteten wir dann rund 45 Minuten auf den Jeep. OK, halb so wild, dies kann schliesslich passieren. Während der Fahrt die zweite Verzögerung. Mit quer auf der Autobahn platzierten Lastwagen wurde demonstriert – wie wir über 7 Ecken erfuhren, demonstrierten die Bauern für lokale Produkte und gegen die hohen Importe aus dem Ausland. Nach rund einer Stunde hat die Polizei mit Abschleppwagen das Intermezzo aufgelöst und die Fahrt konnte weitergehen. Da unser Jeep noch ein kleines Problem mit dem Kühlwasser hatte waren wir als letztes bei den Booten. Für alle anderen der Gruppe war das in der Hitze Warten mühsamer als für uns…

    Am ersten Tag standen zwei Inseln auf dem Plan. Aufgrund des schlechten Wetters wurde die erste Insel ausgelassen und wir fuhren direkt zur zweiten Insel auf der wir übernachteten. Eine Insel, welche die rund 12 Einheimischen mit Touristen teilen. Das Mittagessen verzögerte sich durch den Inselwechsel etwas, so hatten wir die Möglichkeit ein erstes Mal zu baden. Wasser und Strand waren top! Weisser Strand und klares türkises Wasser, wirklich ein Traum.

    Es gab nichts das man auf der Insel machen konnte, ausser Schlafen, Socializing, Lesen oder Volleyball spielen. Für lily der Himmel auf Erden, für Tinu nicht so. Der Nachmittag verging schnell und das Abendessen wurde serviert. Am Abend machten uns die Kunas ein Lagerfeuer an welchem sich die ganze Gruppe versammelte. Wir blieben nicht lange sitzen und verkrochen uns bald in unsere Hängematte.

    Die Kunas verkauften Bier und Kokosnüsse für 2 Dollar. Die härteren Drinks musste man selbst mitbringen wir wurden mindestens 10-mal darauf hingewiesen, was uns böses vorahnen liess. Wichtig zu wissen ist, dass die Kunas Kokosnüsse als Zahlungsmittel nutzen. Jede Nuss hat einen Besitzer und zu eine Kokosnuss zu nehmen ohne zu fragen, ist als würde man jemandem Geld aus dem Portemonnaie nehmen.

    Geschlafen wurde in dieser und den zwei folgenden Nächten in gar nicht mal unbequemen Hängematten.

    Die Tage zwei und drei liefen gleich ab: Eine Bootsfahrt, Baden, lesen, Nickerchen machen. Es gab tägilch drei Mahlzeiten mit Früchten zwischendurch. Da wir uns so viele Mahlzeiten nicht gwohnt sind, waren wir gefühlt immer am Essen.

    Die Inseln die wir besuchten waren sehr schön und idyllisch. Tinu war aber vielfach etwas langweilig, denn wirklich beschäftigen konnte er sich nicht (Sonnenbrand holen und sich besaufen zählen wir mal nicht dazu). Aber dies war Tinu schon im Vorhinein klar. Panama-City erschien Tinu in diesem Moment wie ein anderer Planet. Das Wetter war zum Glück fast ausnahmslos gut. Regnerische Tage auf den Inseln wären wohl lange Tage gewesen.

    Am zweiten und dritten Tag übernachteten wir auf etwas grösseren Inseln. Die Kunas leben auf diesen Inseln in Dörfern mit bis zu 1‘200 Personen. Eines dieser Dörfer konnten wir mit der ganzen Gruppe besichtigen. Ein etwas groteskes Vergnügen. Wir beobachteten die Kunas und die Kunas uns. Lily beschrieb dieses Szenario passend als „beidseitigen Zoo“. Um vom Dorf Fotos zu machen wurde eine Gebühr von 1 Dollar pro Person verlangt. Wollte man Personen oder Kinder fotografieren, musste man selbstverständlich vorher Fragen und die Person teilte dann mit, ob zusätzlich noch etwas bezahlt werden muss. Auf diesen Spass verzichteten wir aber gerne.

    Am vierten und letzten Tag stand nach dem Frühstück die finale Bootsfahrt nach Kolumbien auf dem Programm. Nach einem kleinen Zwischenstopp bei der Ausreise aus Panama erreichten wir Sapzurro in Kolumbien. Ab dort durften die Kunas mit ihren Motorbooten nicht mehr weiterfahren. Daher mussten wir für die Fahrt nach Capurgana Boote wechseln. In Capurgana sollte der Trip mit einem letzten gemeinsamen Mittagessen enden. Tamales (gefüllter Maisteig in Bananenblättern) stand auf dem Speiseplan. Lecker! Geklappt hat es leider nicht. Es gab anscheinend ein Missverständnis bei der Bestellung. Im Gegenzug wurden wir im Restaurant von San Blas Adventures (Reiseveranstalter) zum Abendessen eingeladen. Mit dem anschliessenden Ausgang war die Reise dann wirklich zu Ende.

    Tinu kam der Trip teilweises wie eine Landschulwoche vor. Wir haben den Altersdurchschnitt dabei angehoben. Für einen solchen Trip muss man definitiv gemacht sein. Tinu musste sich eingestehen, dass er es nicht ist.

    Anmerkung lily: Der Trip entsprach voll und ganz meinen Erwartungen. 3 Tage wunderschöne Strände und das süsse nichts tun in Gesellschaft geniessen. Die Inseln sind einmalig und wunderschön. Die Bilder, die Online sind, sind sind keine Täuschung und nicht bearbeitet. Die San Blas Inseln sind wirklich so schön! Es gibt auch kürzere Touren von 2 oder 3 Tagen oder alternativ werden auch Fahrten mit dem Segelschiff angeboten. Sollte ich je wieder die Möglichkeit haben, würde ich es wieder machen – mit dem Risiko den Altersschnitt noch weiter anzuheben;)

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  • 04Nov 2016

    31 Capurganà 04.11.2016 Kolumbien —

    Capurganá, Kolumbien

    Beschreibung

    Capurgana ist winzig. Alle Hostels liegen im Umkreis von etwa 10 Minuten. Wir hatten vorgängig schon die wohl abgelegenste Möglichkeit gebucht. Das Hostel La Bohemia im Dschungel…
    Nach der Ankunft mussten wir mindestens einmal übernachten, denn Capurgana kann man nur per Boot verlassen. Die Boote zum nächsten Busanschluss in Necocli fahren jeweils um 10.00 Uhr morgens. Oder wie es in Kolumbien heisst „10 Uhr“, wie wir bei der Abreise noch merken sollten…

    Je nach Typ Mensch kann Capurgana zum Verweilen einladen. Es hat durchaus seinen Charme, welchem wohl schon viele Reisende erlegen sind. Zum Ausspannen kann es sicher eine Alternative sein. Der Ort ist autofrei und wirkt äusserst gemütlich. Bei einem längeren Aufenthalt wäre bei Tinu jedoch auch dort eine tödliche Langeweile vorprogrammiert gewesen. Daneben haben Gespräche mit anderen Reisenden oft etwas repetitives und Tinu ist kein Fan davon.

    Der Strand und das Wasser sind bei schönem Wetter wohl OK. Zum Tauchen sei er aber nicht geeignet durch die Schiffe und den aufgewühlter Boden. Die Essensmöglichkeiten waren eher bescheiden und als Freizeitaktivität kann man sich in den zwei Clubs und den Bars die Lampe füllen. So bleiben die meisten Besucher nur für wenige Tage in Carpurgana.

    Ein Highlight wäre sicher das nahegelegene La Miel gewesen. Von einer Anhöhe aus kann man dort die Grenze zwischen Mittel- und Südamerika sehen. Von Capurgana aus ist dieser Aussichtspunkt in rund 2.5 Stunden Fussmarsch zu erreichen. So machte sich Tinu auf den Weg diese Aussicht zu geniessen. Die Orte Capurgana und Sapzurro sind durch einen mit tropischem Wald bewachsenen Hügel getrennt. Der Weg nach Sapzurro und später La Miel ist eng und steil sowie durch vorangegangene Regenfälle äusserst rutschig. Unter solchen Bedingungen läuft man nicht gerne einer rund 20 köpfigen Studentengruppe nach, die sich abwechselnd über zu wenig Wasser, schmutzige Schuhe, Kater und ein zu schnelles resp. zu langsames Tempo beklagen. Und das ganze erst noch auf Deutsch. Unterbrochen wurde das Gemotze zwischendurch um Selfies zu machen.

    Von einem Hügel aus konnte Tinu die Buchten von Sapzurro und Capurgana sehen. Angesichts seiner Vorläufer und dem bewölkten Himmel entschied er sich es dabei bleiben zu lassen und umzukehren. Später erfuhr Tinu, dass er um nach La Miele zu gehen je nach Laune und Anwesenheit von Kontroll-Personal seinen Pass hätte vorweisen müssen. Die Grenze zu Panama befindet sich zwischen Sapzurro und La Miel.

    In Capurganà war es immer bewölkt. So strahlte der Ort nicht in seinem vollen Glanze und wirkte eher trist und grau. Der Strand lud zu diesen Bedingungen so gar nicht zum Baden ein. Die Wirkung eines Ortes ist bei schlechtem Wetter einfach eine andere. Dasselbe gilt zum Beispiel auch für Utila. Bei schlechtem Wetter hätte Tinu vermutlich auch diesen Ort etwas weniger bunt und froh wahrgenommen.

    Ein weiteres Novum auf unserer Reise: Unsere Unterkunft hatte kein W-LAN. Und überall wo es W-LAN war es langsam und musste bezahlt werden. So setzten wir uns in einem Restaurant praktisch neben den Router und tranken Bier und Wein bis das W-LAN gratis wurde - ab rund 10 Franken Konsumation. Das Buchen der Weiterreise gestaltete sich so etwas mühsamer. Unterkünfte ohne W-LAN sind Scheisse, wenn man darauf angewiesen ist. Das wird uns nicht noch einmal passieren.

    Nach zwei Tagen ging die Reise weiter.

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  • 06Nov 2016

    32 Cartagena 06.11.2016 Kolumbien —

    Florida Blanca, Cartagena, Kolumbien

    Beschreibung

    Im Vornherein hörten wir wie schön Cartagena sein soll und wie mühsam die Anreise von Capurgana ist.

    Ok Capurgana ist so abgeschieden, da spielt es keine Rolle wohin du willst und es ist mühsam. Zuerst eine 1 stündige Bootsfahrt und danach eine 7-8 stündige Busfahrt. Nun gut wir haben das kleine Zentralamerika verlassen und sind im grossen Kolumbien angekommen.

    Das Einschiffen gestaltete sich schon mal als sehr mühsam. Die Abfahrt war für 10 Uhr angekündigt. Als ich das letzte Mal auf die Uhr schaute war es bereits kurz vor 11 Uhr und wir warteten noch eine Weile. Es war laut, heiss, ein Gedrängel und keiner hatte wirklich einen Plan, aber das scheint normal zu sein. Der Höhepunkt des Ganzen war, als eine Frau wohl vor Hitze und Erschöpfung zusammenbrach - Ihr wurde umgehend von mehreren Personen geholfen. So konnten wir guten Gewissens endlich ins Boot steigen.

    Die Bootsfahrt war entspannt. Das Umsteigen in den Bus dafür weniger. Wir waren zu spät und ein Bus voller Leute wartete auf uns – mit uns meine ich mehrere Leute aus unserer San Blas Gruppe. So kassierten Tinu und ich nicht alleine die bösen Blicke der anderen Mitfahrer - dafür waren nur noch die besch*** Sitze frei.

    In Cartagena angekommen nahmen wir ein Taxi zum Hotel. Taxifahren ist immer so eine Sache. Wir wissen die Preise nicht und Tinu fühlt sich immer „über z Näscht abgschrissä“ und versucht den Preis runterzuhandeln. Die Herren einigten sich auf einen Preis und wir fuhren zum Hotel. Das Hotel war super. Wir erhielten ein Familienzimmer für bis zu 5 Personen und hatten so sehr viel Platz.

    Cartagena ist eine schöne Stadt. Es hat Parks, Kirchen, eine Stadtmauer, viele gute Restaurants und Bars, Strassenverkäufer etc. Es lädt zum Flanieren ein, aber es ist einfach alles sehr teuer.

    Wir haben die Stadt angeschaut und das süsse Nichtstun genossen. Die Zeit vergeht immer schnell wenn man glücklich ist. So waren die 3 Tage schnell um und Tinu konnte wieder mit dem Taxifahrer den Preis zum Bus-Terminal verhandeln. Zum Glück stellte sich heraus, dass es eine offizielle Preisliste gibt, die der Fahrer zur Hand hatte;)

    Weiter geht’s!

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  • 10Nov 2016

    33 Santa Marta 10.11.2016 Kolumbien —

    Comuna 2, Santa Marta, Kolumbien

    Beschreibung

    Santa Marta ist im Gegensatz zu Cartagena ein kleines verschlafenes Dorf. Ich fand es aber angenehm, denn ich verbrachte die folgenden 4 Tage alleine. Tinu ging auf eine anstrengende Wanderung, aber er schreibt weiter unten noch seinen Beitrag dazu.

    Auch in diesem Hotel hatten wir Glück und erhielten ein riesen Familienzimmer. Ich habe eines der Doppelzimmer gesehen, dass wir eigentlich buchten und war froh haben wir ein anderes erhielten.
    Wir kamen im Hotel an, holten Geld und Tinu ging sofort seine Tour buchen – auch dort hat er den Preis runtergehandelt;) Er startete am nächsten Tag direkt nach dem Frühstück.

    Die folgenden 4 Tage sahen bei mir in etwa so aus: Schlafen, Essen, Schreiben/Schulungen, einen Schwatz mit jemandem halten, mehr essen und wieder schlafen. Ich konnte sehr viele Dinge aufarbeiten zu denen man sonst einfach nie kommt und ich konnte dem veganen Essen frönen – es hatte wirklich eine grosse Auswahl an Cafés und Restaurants.

    Hier der Beitrag von Tinu:

    Santa Marta war Ausgangspunkt meiner Wanderung zur wiederentdeckten Stadt „ciudad perdida“.
    Kurzer Hintergrund: Die Stadt wurde grösstenteils zwischen dem 11. und dem 16. Jahrhundert erbaut und soll zu Spitzenzeiten 2‘000 bis 8‘000 Angehörige des indigenen Volkes Tairona beheimatet haben. 1975 wurde die Stadt von Grabräubern aufgespürt und geplündert. Die kolumbianische Regierung lancierte darauf ein Projekt zum Schutz vor fortschreitender Plünderung und Verwüstung der Stadt. Auch heute noch wird das ganze Gebiet vom kolumbianischen Militär bewacht, dies aber vor allem um Touristen vor den Guerillagruppen FARC und ELN zu schützen (im Moment soll die Lage aber relativ entspannt sein…). Wie dem auch sein, ich habe viele Sturmgewehre gesehen.

    Die „ciudad perdida“ befindet sich in der Bergkette Sierra Nevada de Santa Marta und ist zu Fuss, auf dem Rücken eines Mulis oder per Helikopter erreichbar. Ich entschied mich für den Fussmarsch und schloss mich dafür einer Gruppe von 12 Personen (inkl. Guide und Übersetzer) an.
    Die Wanderung dauerte 4 Tage. Leider ist mein Natel (a. k. a. meine Kamera…) am zweiten Tag ausgestiegen (Nachwirkungen von Paso Canoas gepaart mit zu viel Feuchtigkeit). Fotos gibt es dementsprechend keine. Die Mühe hat sich dennoch gelohnt.

    Wir hatten jeden Tag mindestens einmal die Möglichkeit in einem Fluss zu baden. Das Wasser war echt kalt, Erfrischungen aber immer sehr willkommen. Übernachtet haben wir jeweils in einem Camp mit Betten (teilweise waren auch Hängematten vorhanden).
    Zwischen wandern, schlafen und baden wurden wir mit viel und leckerem Essen versorgt. Maria und der pineapple-dude (wie wir ihn liebevoll nannten) haben wirklich ganze Arbeit geleistet.

    Am Morgen des dritten Tages war es soweit: Vom zweiten Camp aus haben wir die „ciudad perdida“ nach rund 30 Minuten Fussmarsch (hauptsächlich Treppensteigen…) erreicht. Die vielen Terrassen waren sehr eindrücklich zu sehen. Dazu hatten wir mit Saul einen sehr kompetenten Guide, der die Tour schon rund 400 Mal gemacht hat. Er wusste also Bescheid und hat die Hintergründe interessant rübergebracht. Auch mit dem Wetter hatten wir Glück. In der Stadt hatten wir Sonnenschein und das beste Wetter der ganzen 4 Tage. (Es lohnt sich die „ciudad perdida“ zu googeln, by the way…)
    Bei mir stand gleichwohl die sportliche Herausforderung im Zentrum. Um die Stadt des archäologischen Mehrwertes wegen zu besuchen muss man schon sehr hart im nehmen sein. Auch wenn es nicht viele Kilometer sind, die Wanderung war aufgrund von Hitze, Feuchtigkeit sowie der teilweise steilen und rutschigen Passagen ziemlich anstrengend.

    Zurück zu lily:

    Als ich die Erzählungen hörte, war ich sehr froh, dass ich nicht einmal daran dachte diese Tour mitzumachen. Auf jeden Fall war Tinu ziemlich übel als er im Hotel eintraf, wieso wissen wir bis heute nicht. Wir machten nichts Grossartiges an dem Abend, denn Tinu musste sich schonen. Schliesslich wurde er am nächsten Tag 30!

    An Tinus Geburtstag gingen wir Shoppen, denn er brauchte dringend ein neues Natel wie ich fand und sonst noch einiges. Die Geschichte mit dem Natel ist eine längere. Die Kurzfassung davon ist: ein Natel zu kaufen und einzurichten ist mühsam, aufwendig und kostet einiges an Nerven.

    Abends wollten wir in einem Roof Top Restaurant essen gehen. Wir waren underdressed oder es war geschlossene Gesellschaft, denn wir erhielten nur Drinks – Gin Tonic scheint nicht sehr bekannt zu sein in Santa Marta (es war Gin mit Mineralwasser…). So gingen wir 2 Stockwerke weiter unten zu einem Italiener. Der war eher mässig und das Tiramisu auf das sich Tinu freute, hatten sie nicht. Da ein Geburtstag ohne Kuchen kein Geburtstag ist, gingen wir zu einem Café wo es ein Stück Rüebli-Torte gab.

    Am nächsten Tag zeigte ich Tinu Santa Marta und nach 30 Minuten waren wir durch. Santa Marta ist doch sehr klein und Tinu war glaube ich froh als wir am nächsten Tag weiter fuhren.

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  • 17Nov 2016

    34 Bucamaranga 17.11.2016 Kolumbien —

    Centro, Bucaramanga, Kolumbien

    Beschreibung

    Bucaramanga besuchten wir wegen dem lustigen Namen und dem Parque nacional del Chicamocha.
    Angereist sind wir aus Santa Marta per äusserst komfortablem Nachtbus. Mit dieser Fahrt haben wir zugleich eine Übernachtung gespart. Das Budget für den weiteren Aufenthalt konnte daher etwas aufgestockt werden. So stiegen wir im Hampton by Hilton ab (man gönnt sich ja sonst nichts…). Ankunft war ca. um 06.00 morgens. - Wir konnten unser Zimmer sogleich beziehen. Super Sache! So konnte Lily noch etwas Schlaf nachholen (sehr bequemes Bett). In öffentlichen Verkehrsmitteln schlafe ich jeweils wesentlich besser als sie.

    Der erste Tag bot Zeit die Stadt zu erkunden. Bucaramanga ist eine der grössten Städte Kolumbiens. Daher beschränkte sich unsere Erkundung auf das Stadtzentrum (wo auch unser Hotel war). Die Stadt beheimatet viele kleine Parks und Grünflächen. Deshalb wird die Stadt auch als „die schöne Stadt“ bezeichnet. Dass Bucaramange die kolumbianische Stadt mit der höchsten Lebensqualität ist zeigte sich vor allem daran, dass am Wochenende reduziert gearbeitet wird. Es war echt tote Hose…

    Ein Restaurant zu finden war entsprechend schwierig. Nach mehreren verputzten Bechern Ananas (Tinu) machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant für das Abendessen. Gar nicht so einfach… Gelandet sind wir im „Crepes & Waffles“ direkt bei unserem Hotel. Der Name war Programm: Salatbar, Crepe, Waffel resp. Salatbar und Suppe bei Lily. Es war ganz in Ordnung.

    Das Highlight unseres Hotels entdeckten wir erst nach der ersten Nacht: Das inbegriffene Frühstücksbuffet war der Hammer!

    Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Parque nacional del Chicamocha. Taxi und Bus sollten zur Anreise dienen. Mit dem Taxi fuhren wir zu einem Ort, bei welchem wir mit der Aussprache des Namens unsere Mühe hatten, sehr zur Belustigung des Taxifahrers. Im Ort angekommen merkten wir auch warum… Der Ort heisst „Papi Quiero Piña“ (Papi ich möchte Ananas). Wir dachten aber eher an einen längeren Namen statt eines Satzes. Die Aussprache war wohl dementsprechend… Mit dem Bus fuhren wir ab dort zum Park und später auch wieder zurück.

    Hauptattraktion des Parkes ist der Cañón del Chicamocha, welcher mit einer Gondel überquert werden kann. In der Schlucht fliesst braunes Wasser. Daneben hat der Park leider nicht viel zu bieten… Rund um die beiden Stationen der Gondel gibt es Restaurants und Souvenirshops. Daneben gibt es verschiedene, vor allem für Kinder interessante Beschäftigungen wie einen Aqua-Park, Spielplätze etc. Wir begnügten uns mit dem 4D-Kino (wir wurden durchgeschüttelt und eingeschäumt…) und der anschliessenden Massage auf den Massagesesseln.

    Die Parkbesichtigung wurde einmal durch einen heftigen Regenschauer unterbrochen. Dabei verzogen wir uns in ein Café. Das Angebot schien die anwesenden Kolumbianer aber zu überzeugen: Lange Anreise, Gondelfahren, Essen, Fotografieren, Bier trinken und Häkchen dahinter. Wir waren aber nur mässig begeistert. Leider hat das Wetter auch nicht mitgespielt. Es war den ganzen Tag bedeckt. Bei klarer Sicht wäre die Aussicht sicher herrlich gewesen. So ist es halt mit den Perlen der Natur: Das Wetter muss seinen Beitrag leisten und eine Sehenswürdigkeit in ihrer ganzen Pracht erstrahlen zu lassen. Bei schlechtem Wetter wirkt vieles etwas grau und langweilig. Daher kein vorschnelles Urteil.

    Am Tag danach war das Wetter leider auch nicht besser. Dieser Regen- resp. Nebeltag ermöglichte uns, das Hotel auszukosten und diversen Arbeiten am Laptop zu erledigen. Für den Jacuzzi auf dem Dach reichte es auch noch. Es war jedoch zu kalt um angenehm zu sein. - Danach (es war Sonntag…) ging die Suche nach einem Restaurant von vorne los. Mit Glück und Geduld fanden wir ein Restaurant, in welchem wir sogar Jenga spielen konnten (Sieger: Lily).

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  • 21Nov 2016

    35 Medellin 21.11.2016 Kolumbien —

    La Candelaria, Medellín, Kolumbien

    Beschreibung

    Die Anreise nach Medellin mit dem Nachtbus war etwas weniger bequem, aber immer noch super. Wir waren morgens gegen 7 Uhr vor unserem Hostel – nach einer Suche von ca. 20 min innerhalb des selben Blocks.

    Irgendjemanden der uns die Türe öffnete, klingelten wir aus dem Bett. Er teilte uns mit, dass wir die ersten Gäste sind und dass wir unser Zimmer sofort beziehen können – Juhuuuuu! Das Hostel war eine Baustelle, aber das war uns egal, wir wollten nur schlafen. Tinu und ich hatten uns beide irgendwie den Magen verdorben, daher waren wir froh für eine Toilette und ein Bett. Es wurde fleissig gebohrt und gehämmert während die Putzfrau versuchte alles irgendwie ansehnlich einzurichten und zu putzen.

    Nachdem wir einige Stunden schliefen, beschlossen uns das Zentrum anzusehen. Das Hostel war ausserhalb und so liefen und liefen wir. Nach gefühlten 3 Stunden mit mehreren Pausen, da wir etwas schwach auf den Beinen waren, fanden wir dankbar eine Metrostation. Im Zentrum angekommen, mussten wir uns zuerst einmal erholen und die neue Umgebung auf uns wirken lassen. Es war laut, heiss und ein Gedränge. Wir sahen uns kurz um, beschlossen aber wieder zurück zum Hotel zu gehen – es war alles gerade etwas viel kombiniert mit dem Unwohl sein.

    Am nächsten Tag fühlten wir uns schon etwas besser. Wir wollten die Aussicht auf die Stadt geniessen und beschlossen zum Parque Arvi zu gehen. Der Park liegt auf einem Berg und kann mit 2 Gondelbahnen erreicht werden. Die Aussicht der Gondelfahrt vom Tal zur Mittelstation war der Hammer! Die Strecke von der Mittelstation zum Park gar nicht, da man über einen Wald fährt. Der Park ist nicht gedacht um zu Wandern. Es hat 1 geteerte Strasse für Autos, aber keine Wege oder ähnliches. So assen wir etwas, fuhren zurück und genossen die Aussicht.

    Am nächsten Tag beschlossen wir in die Zone 13 zu gehen. Es ist ein Ghetto das aufgewertet wurde. Man sieht es sobald man die Zone betritt, denn Künstlern wurde freie Hand bei der Gestaltung gegeben. So hat es überall Graffitis, die in die Zone passen. Die Regierung baute die grösste Rolltreppe der Welt um den Einwohnern das Treppensteigen zu ersparen. Die Rolltreppe wird aber wegen den eingeschränkten Fahrzeiten hauptsächlich von den Touris genutzt. Die Aussicht ist aber wunderschön! Es ging auch gleich weiter mit dem Touri-Program, denn ich (lily) wollte unbedingt ins Planetarium. Ich war noch nie in einem, daher war dies meine Chance. Das Planetarium war einfach zu finden – im Gegensatz zum Besteigen der Metro, die so voll war, dass sie fast platzte. Das Planetarium war nicht was ich erwartete, ich dachte ich könnte Sterne beobachten und etwas zu Sternkonstellationen erfahren. Nööö – gar nicht. Es hatte aber viele Knöpfe zum Drücken und Erklärungen zu Phänomenen dieser Welt. Gekrönt wurde das ganze von einem animierten Film in dem die Entstehung der Erde erklärt wird. Sehr interessant wenn man Grundschüler ist und Spanisch spricht;)

    Der nächste Tag stand im Zeichen von Escobar und vom Warten. Unser Plan war den Morgen im Hostel zu verbringen bis wir um 14 Uhr im Hostel für die City Tour abgeholt werden, danach etwas Essen gehen und dann mit dem Nachtbus weiter. Der erste Teil des Planes klappte nur war um 14 Uhr niemand da, der uns abholte. Wir warteten bis 14:45 bis der Fahrer und Guide endlich kam – der Verkehr sei Schuld.

    Die Tour selber fand ich (lily) na ja. Wir sassen im Auto meist im Stau und fuhren zu einigen Stationen von Herr Escobar – zum Grab, zur Familienresidenz, ins Quartier, dass er für die Armen baute und zum Haus in dem er erschossen wurde. Zum Glück hatte unser Guide ein Tablet mit einer Dokumentation von Escobar dabei.

    Auf zum z Nacht und danach weiter mit dem Bus!

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  • 25Nov 2016

    36 Cali 25.11.2016 Kolumbien —

    El Calvario, Cali, Kolumbien

    Beschreibung

    Cali ist keine Perle. Highlight der Stadt soll eine weisse Kirche sein (siehe Foto). Wir haben sie gesehen, hätten sie aber nicht als solches erkannt geschweige denn bezeichnet, hätten wir es nicht im Nachhinein gelesen… Soviel zu den schönen Seiten der Stadt. „Stadtschläfer“ gibt es auch etwas mehr als in anderen Städten. Wenigstens war das Wetter entgegen aller Prognosen gut.

    Um die Reisen per Nachtbus als Erfolge verbuchen zu können ist eines ganz wichtig: Man sollte das neue Zimmer möglichst früh beziehen können. Die Reise von Medellín nach Cali war rund 1.5 Stunden kürzer als angegeben. So waren wir in den (sehr) frühen Morgenstunden bei unserem Hotel in Cali. Obwohl die Leute an der Rezeption nicht den Eindruck vermittelten, dass sie wussten was sie taten liessen uns prompt ins Zimmer. Pardon, in die Suite. In eher günstigen Städten kann man sich zu zweit Unterkünfte leisten, dass glaubt ihr nicht.

    Der Tag der Anreise verging mit etwas Schlaf nachholen, erste Eindrücken von Cali sammel und Abendessen in einem vegetarischen Restaurant. War gar nicht mal schlecht.

    Wirklich viel gemacht haben wir nicht in Cali. Die Stadt zählt über 2 Millionen Einwohner. Die von diesen Personen bewohnte Fläche haben wir nur zu einem Bruchteil besucht. Gesehen haben wir vor allem die Quertiere Juananbú und San Antonio sowie den Weg zum Estadio Olímpico Pascual Guerrero. Juananbú habe ich übrigens auf der Suche nach einem „Rucksackflicker“ erkundigen können. Es wurde ein Schuhmacher, welcher mir den Rucksack für wenig Geld ausgezeichnet reparieren konnte. Die erwähnten Viertel gefielen uns nicht speziell. Dennoch sollen es die attraktivsten der Stadt sein.

    Fast wäre ich noch zu einem Erlebnis gekommen um das mich wohl viele Kolumbianer beneidet hätten… Leider war die Fussballsaison in Kolumbien vorbei (dachte ich; sollte sich aber als Trugschluss herausstellen…) und so machte ich mich am Sonntag auf den Weg, das Estadio Olímpico Pascual Guerrero zu besichtigen. Auf dem Weg dorthin begegnete ich sehr vielen rot gekleideten Fans. Warum? Keine Ahnung. - Weiterlaufen. Beim Stadion zündeten ein paar „Spassvögel“ eine Rauchpetarde mitten in einer Gruppe von Polizisten hoch zu Pferd… Ich dachte mir, dass könnte schnell ungemütlich werden und so entschied ich mich, das Stadion einen Tag später genauer unter die Lupe zu nehmen. Zudem war der Bereich um das Stadion grossräumig abgesperrt. Einfach so hinlaufen hätte ich ohnehin nicht können. Gegen Abend fanden dann ein riesiges Hupkonzert und eine „rote Feier“ auf der Strasse statt. Leider war mir noch nicht klar warum… Am nächsten Tag erfuhr ich, dass América de Cali am Tag zuvor nach 5 Jahren wieder in die erste kolumbianische Liga aufgestiegen war. Daher die Feier. Wäre doch cool gewesen, wenn ich als einsamer Gringo das Spiel im Stadion verfolgt hätte… (Im Anschluss an den vermeintlichen Saisonschluss folgen in Kolumbien die Aufstiegsstiele und in der ersten Liga die KO-Runde.)

    Um einen Haufen Geld wurden wir auch noch gebracht. Zum Glück nicht von einem Ganoven sondern von einer Wäscherei. Der bis anhin teuerste Service unserer Reise. Dafür war im Anschluss jedes Kleidungsstück einzeln etikettiert. So durften wir mühsam Etiketten entfernen… Ein Vergleich zwischen dem Preis der Wäscherei und der Rucksack-Reparatur mutet wie ein ganz übler Scherz an…

    Am letzten Abend fanden wir ein tolles Restaurant: Urban Wok. Gutes Erlebnis und leckeres Essen.

    Ein Kränzchen möchte ich Cali (eigentlich ganz Kolumbien) noch winden: Es gibt viele schöne Graffitis. Der gegenseitige Respekt unter den Künstlern scheint dabei so gross zu sein, dass die Graffitis nicht mit Schmierereien überdeckt werden. Da ist Bern noch einen Schritt zurück…

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  • 29Nov 2016

    37 Armenia 29.11.2016 Kolumbien —

    Armenia, Kolumbien

    Beschreibung

    Auf dem Weg nach Salento legten wir einen Zwischenstopp in Armenia ein. Keine schöne Stadt. Mit dem Aufenthalt (eine Übernachtung) wollten wir lediglich die nächtliche Suche nach unserem Hostel in Salento umgehen. Nötig wurde dies durch die wenigen Verbindungen zwischen Cali und Armenia. Wir konnten erst am Abend in Armenia sein. Weiterreise am selben Tag wäre wohl kein Spass gewesen…

    In Armenia wurde ich als „Martin Schweiz Suisse“ aus „Suisa“ eingecheckt. Viel mehr gibt es zum Hotel eigentlich nicht zu sagen. Es war günstig und OK. Von der Empfangsdame wurden wir darauf hingewiesen, im Bus nach Salento gut auf unser Gepäck aufzupassen. – Taten wir. Es wurde nichts gestohlen.

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  • 30Nov 2016

    38 Salento 30.11.2016 Kolumbien —

    Salento, Kolumbien

    Beschreibung

    Nach einem Tag „Verschnaufpause“ erreichten wir Salento ca. um 15.00 Uhr. Nach dem Bezug des Hostels gab es ein Mittag-/Abendessen in unserem werdenden Salento-Stammlokal „La Eliana“. W-Lan-Passwort „london2010“ für alle Fälle. Das angekündigte scharfe Essen war es nicht. Aber trotzdem lecker in gemütlichem sehr gemächlichen Ambiente.

    Kolumbien bereisen wir definitiv nicht während der besten Zeit. Unser Abstecher nach Salento wurde ebenfalls von Regen und kalten Temperaturen begleitet. Die Feststellung, dass die nächsten Destinationen diesbezüglich nicht viel besser sein werden schmerzte schon fast ein bisschen. Dennoch entschieden wir uns gegen eine komplette Anpassung der Route. Peru und Bolivien werden wir so oder so nicht von ihren Schokoladenseiten kennenlernen, so bleibt der Plan den westlichen Teil Südamerikas zuerst zu bereisen bestehen.

    Salento hätte sehr viel zu bieten, wie Wanderungen, Bike-Touren, Cafés und Restaurants - alles im Zeichen des Kaffees. Das üble Wetter und der kurze Aufenthalt verhinderten, dass wir viel erleben konnten. Wir haben den Prozess der Kaffeherstellung verfolgt und uns durch diverse Restaurants „gekäffelet“. Für mehr reichte es nicht resp. mehr wollten wir uns nicht antun. Es regnete jeden Tag und es war neblig. Eine Wanderung macht bei diesen Bedingungen - wenn es nicht regnete war es matschig - keine Freude.

    Dennoch war Martin über die frühe Abreise nicht glücklich. Für ihn war die Weiterreise ein Müssen. Der Wetterbericht für die nächsten Tage war nicht besser, deshalb war eine Verlängerung nicht sinnvoll. Ausserdem hatten wir in Bogotà einen fixen Termine. Daher: Ab nach Bogotá.

    Tinu möchte gerne wieder nach Salento reisen. Es gibt viel zu sehen (und zu bewandern), das nächste Mal einfach bei besserem Wetter. So gesehen war der Aufenthalt für ihn ein Vorgeschmack auf mehr. Die Joggingrunden haben auf jeden Fall Hoffnung gemacht.

    Kolumbien ist bis anhin das Land in dem wir am längsten sind. Da wir genug Zeit haben bis zu unserem fixen Termin, haben wir viele Ziele angesteuert. Aber um ehrlich zu sein: Es waren zu viele. Tinu hatte permanent das Gefühl zu wenig Zeit zu haben und packen zu müssen und einiges hätten wir auch auslassen können.
    Wir freuen uns auf die nächste warme Destination an der wir länger bleiben werden in einem neuen Land.

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  • 02Dec 2016

    39 Bogotà 02.12.2016 Kolumbien —

    Suba, Bogotá, Kolumbien

    Beschreibung

    Wir kamen morgens mit dem Nachtbus in Bogotá an. Wir hatten wieder Glück und konnten bereits morgens um acht unser Zimmer beziehen. Ein schönes Hotel! Uns wurde das Gepäck abgenommen und die Türe mussten wir auch nie selbst öffnen.

    Wir legten uns einige Stunden hin und assen im Hotel Restaurant zu Mittag. Abends trafen wir uns mit Maili, Maria und Felipe. Leider klappte etwas mit Felipe’s Flug nicht und die Reservation im super trendigen Café/Club/Restaurant war nicht ganz wie wir erwarteten. Nach einem leckeren Abendessen im Restaurant gegenüber des Trend-Schuppen gingen wir weiter in einen Club mit Salsa und Folklore Musik. Felipe strahlte und freute sich wieder zu Hause zu sein. Wir waren am vordersten Tisch bei der Bühne mit einer Mindestkonsumation von 2 Flaschen Whiskey:)

    Am nächsten Tag musste Felipe seinen Flug nach Cali antreten, da ansonsten sein Rückflugticket verfallen wäre. Wir trafen uns abends auf einen Drink und für die Geschenkübergabe. Das hat also alles geklappt Dani! Felipe schlug vor einen Ausflug in die Salzkathedrale und nach Villa de Leyva zu machen. Die Salzkathedrale war ein unterirdischer Bau mit viel Jesus und Symbolik. Die wichtigen Fragen wurden wie so oft bei kolumbianischen Sehenswürdigkeiten nicht beantwortet: Warum wurde die Kathedrale gebaut? Wann wurde sie gebaut? Wie lange dauerte es?

    Weiter ging der Ausflug nach Villa de Leyva. Ein wunderschönes Dorf mit Ausflugsmöglichkeiten und vielen Restaurants. Die Hinfahrt stellte sich jedoch als schwierig heraus vom Ort der Kathedrale. Uns wurde gesagt, dass kein Bus mehr nach Villa de Leyva fährt, dass die Busse voll sind und Stehplätze nicht erlaubt sind, das eine Fahrt bis xyz möglich ist, aber von dort nicht mehr weiter etc.

    Ein Taxifahrer konnte uns dann weiter helfen und setzte uns bei der richtigen Busstation nach xyz ab. Dort angekommen fuhr natürlich noch ein Bus weiter und wir waren nicht gestrandet. In Villa de Leyva angekommen beschloss ich (lily) meinen ersten Arepa zu essen – nur mit Champignons. Die anderen taten es mir nach (fleischig/käsige Varianten) und wir schlenderten danach gemütlich ins Hostel. Dummerweise war es geschlossen. Klingeln, klopfen und anrufen halfen nicht und wir gingen ins viel teurere Hotel neben an. Zum Abschluss dieses ereignisreichen Tages beschlossen wir ein Bier auf dem Dorfplatz zu nehmen. Am nächsten Tag ging es auf zum Ton Haus. Das war ziemlich cool gemacht und es bot uns Schutz als es anfing zu regnen.

    Wir schauten uns später einen Champions League Match an und mussten uns beeilen den Bus zurück nach Bogotá nicht zu verpassen. Natürlich mussten wir vorher noch etwas essen und wir erwischten selbstverständlicherweise das Restaurant mit dem langsamsten Koch im ganzen Dorf (oder Land). Wir änderten unsere Bestellung auf „zum Mitnehmen“ und rannten mit unseren Essenstüten zum Bus. Das Essen schmeckte allen super, war halt einfach etwas teuer um es so zu essen, aber ja.. Die Rückfahrt war direkt nach Bogotá und wegen dem Verkehr dauerte es gefühlt ewig, aber wir kamen an und wurden in unserem Hotel erwartet.

    Am nächsten Tag war ein Feiertag und Maili hatte frei, deshalb beschlossen wir erst dann auf den Monserrate zu laufen. Ich (lily) beschloss gar nicht hoch zu gehen und ein paar Stunden zu relaxen. Aus dem Laufen wurde nichts wegen Hangrutschgefahr. –So konnte ein weiteres sehr steiles Bähnli benutzt werden. Die Aussicht über Bogotá war herrlich. Die Grösse der Stadt wird einem eindrücklich vor Augen geführt. Abends trafen wir uns zum letzten Abendessen in einem Restaurant, dass wir alleine nie gefunden hätten. Es war ein lustiger Abend und ein perfekter Abschluss für die schönen Tage, die wir hatten. Danke Maili, Maria und Felipe!

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  • 09Dec 2016

    40 San Agustin 09.12.2016 Kolumbien —

    San Agustín, Kolumbien

    Beschreibung

    Die Anreise in das rund 30‘000 Seelen-Dorf San Agustín (ich weiss, ist nicht so klein, aber im Vergleich zu Bogotá…) erfolgte wiederum per Nachtbus. In Bogotá haben wir dazu einen Bus gebucht, welcher 8 Stunden in Anspruch nehmen sollte. Dem war nicht so. Nach 12 Stunden Fahrt, zum Teil fernab von guten Strassen und quer durch kleine Dörfer, waren wir mit unserem zweistöckigen Superbus in San Agustín angekommen. Das Dorfzentrum ist klein und beschaulich. Unsere Unterkunft direkt beim Ankunftsort des Busses. Auch mal was. (Ob ich mir die 8 Stunden selbst ausgedacht habe war mir im Nachhinein nicht ganz klar…).

    Wie wahrscheinlich die meisten (der alle) Touristen waren wir wegen der Steinskulpturen der San-Agustín-Kultur zu Besuch. Die Skulpturen stammen vorwiegend aus der Zeit zwischen 200 vor bis ca. 700 n. Chr. und können an verschiedenen Stellen unweit vom Dorfzentrum besichtigt werden. Um den dadurch entstehenden Touristenansturm meistern zu können ist das Dorf mit Hostels und Restaurants gut eingedeckt. Zu Essen fanden wir immer etwas.

    Zu Beginn war ein Aufenthalt von 2 Tagen (resp. Übernachtungen) vorgesehen. Um unser Programm bewältigen zu können wurden daraus 3 Tage. Die Skulpturen können in zahlreichen kleinen Parks besichtigt werden. Für den zweiten Tag stand eine Jeep-Tour auf dem Programm. Dabei konnten viele Parks „abgeklappert“ und zwei Wasserfälle bestaunt werden. Weitere Parks haben wir zu Fuss und auf eigene Faust besichtigt (vor- und nachher). Am dritten Tag habe ich (Martin) die Route für die Pferde-Tour für eine Wanderung genutzt. Es war schön und ich habe mich nur einmal kurz verlaufen… Seit dieser Expedition weiss ich auch, dass ein Eis in San Agustín nur „mil doscientos Pesitos“ kostet. Die Verkäufer haben es gefühlte 100-mal für mich hörbar gerufen. ily gönnte sich währenddessen das volle Programm beim Friseur. Wir hatten also beide was vom Tag.

    Das Fazit fällt dennoch ernüchternd aus. Wenn man nicht wirklich ein Fan und/oder ein Kenner der San-Agustín-Kultur ist lohnt sich dieser Abstecher nicht. Aus unserer Sicht ist San Agustín nicht (für jedermann) zu empfehlen. Wir haben schon interessantere Orte bereist.

    San Agustín war unser letzter Halt in Kolumbien. Wir haben viel vom Land gesehen und meistens genossen. Das Wetter war halt nicht super. Aber es sind schon einige Ideen zusammengekommen, wie ein nächster Aufenthalt in Kolumbien aussehen könnte.
    Weiter geht die Reise!

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  • 13Dec 2016

    41 Ipiales 13.12.2016 Kolumbien —

    Ipiales, Kolumbien

    Beschreibung

    Abends Grenzen zu überqueren ist nicht so unser Ding. Deshalb beschlossen wir 1 Nacht in einer Absteige bei der Grenze zu verbringen. Dass es eine Absteige ist, wussten wir natürlich nicht als wir das Hotel buchten. Aber ich (lily) schlief im Schlafsack. Ich glaube, dass war bisher erst 1x nötig: In Corozal, Belize.

    Ipiales ist grösser als ich dachte. Auf jeden Fall ein stotziges Städtchen und nach 15 Std. Busfahrt war mir nicht nach „Berg“ hoch laufen. Wir suchten ein Restaurant, wo wir etwas essen konnten und landeten in einer Wursterei (Salchicheria). Für 2 Veggie Menüs bezahlten wir verhältnismässig einen unglaublich hohen Preis, aber es war uns in dem Moment egal.

    Am nächsten Morgen machten wir uns früh auf zur Grenze mit dem Taxi. Es lief alles reibungslos und nach etwa einer Stunde anstehen hatten wir unsere Stempel. Sarah schloss sich uns an, da sie vorgängig einige Räubergeschichten hörte – Abzocke, Entführung etc. – und etwas besorgt war. Wir teilten uns auch ein Taxi zum Busbahnhof und hüpften in denselben Bus nach Quito. Während der Fahrt stellte sich heraus, dass sie eine ebenso leidenschaftliche Streetart-Fotografin ist wie Tinu. Das habt ihr sicher schon an den vielen Graffiti Fotos erkannt.

    Nach 5 Stunden und gefühlt 15 gekauften Snacks im Bus rief uns der Kondukteur, dass wir aussteigen sollen, da wir in Quito waren. Das kam uns etwas komisch vor, warum weiss ich auch nicht genau, aber es sah auf jeden Fall nicht nach Stadt aus wo wir waren. Ein vierter Gringo, der Argentinier war und in Deutschland lebt, organisierte ein Taxi. So fuhren wir gemeinsam in die Stadt und konnten uns die Kosten teilen.

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  • 14Dec 2016

    42 Quito 14.12.2016 Ecuador —

    Bellavista, Quito, Ecuador

    Beschreibung

    Eine riesen Portion Reis, ein Pouletschenkel, ein Brötchen mit einem Stück Käse drin, Rühr- oder Spiegeleier, eine warme Milch (wahlweise mit Schokoladenpulver) und ein Fruchtsaft. Zum Teil noch Salat, Tomate, Avocado oder alles zusammen. Das ist nicht etwa das Mittagessen einer kleinen Familie sondern ein typisch Ecuadorianisches Frühstück. Un desayuno completo. In Quito habe ich (Tinu) täglich so gefrühstückt. Und die Portion Reis war wirklich grösser als bei einem normalen Abendessen. Gekostet hat das Ganze in der Regel $3.50.
    Im Vergleich dazu muten die 3.30 $ für das verschicken einer Postkarte in die Schweiz etwas absurd an. Zumal für rund 4 $ ein günstiges Mittagessen für zwei zu haben ist. Dafür hoffe ich, dass die Karten mindestens persönlich an der Haustüre abgegeben werden…
    Quito von meiner Warte aus kurz zusammengefasst: Eine Grossstadt (rund 2.2 Millionen Einwohner) mit abartig schmutziger Luft. – Die schwarzen Rauchwolken, welche die Busse rauslassen gehen auf keine Kuhhaut. Und wenn bei den Männern die Blase drückt spielt es keine Rolle wo sie gerade stehen… Im Grossen und Ganzen wohl eine typisch Südamerikanische Stadt. Die Abgase schmerzen in der Nase.

    Um das nass-kalte Wetter zu überbrücken besuchten wir einmal ein Thermalbad in der Nähe von Quito. Die Anreise zog sich gegenüber allen im Internet zu findenden Angaben etwas arg in die Länge. Es lohnte sich aber gleichwohl, auch wenn der Eintritt von 8.50 $ pro Kopf durchaus beachtlich ist. Nach dem Bad gab es einen sehr guten Kaffee im zugehörigen Restaurant. Die Heimfahrt ging dann trotz Feierabendverkehr bedeutend schneller und angenehmer über die Bühne.
    In Quito wollte ich wieder einmal einen Vulkan besteigen. Durch die Kriterien „keine Autofahrt“ und „kein Schnee“ fiel die Wahl schliesslich auf den Pichincha. Auf eine Autofahrt zu einem Gipfel hatte ich keine Lust und für Schnee war ich schlichtweg nicht ausgerüstet. Und Lust hatte ich dazu auch keine…

    Leider kam der Trip nicht zustande. Ich habe zu lange gezögert. Entweder war nicht jede Tag eine Tour oder es gab nur zu teure Einzeltrips. Zudem fürchtete ich das schlechte Wetter. Die Prognosen waren alles andere als gut. Am Morgen des für die Tour reservierten Tages: Das beste Wetter! Verdammt! Aber „zum Glück“ setzte am Nachmittag noch ein heftiger Regen ein; Gewissen beruhigt. – Dummerweise war ich aber genau zu diesem Zeitpunkt noch anderweitig unterwegs (Besichtigung des „Brötchens“, einem Hügel – Namensherkunft unklar). Glücklicherweise habe ich es gleichwohl fast trockenen Fusses zurück in unsere Unterkunft geschafft. Und dann ging der Regen richtig los. – So hatte auch diese verpasste Tour ihr gutes: Ich besitze jetzt einen Plastik-Poncho (poncho de agua, wie er in Ecuador genannt wird) und hatte Zeit, die Stadt noch etwas genauer anzusehen. Mir gefielen vor allem die mit verschiedenfarbigen Häusern bebauten Hänge. Da Quito in einem schmalen Tal liegt kommen diese Bereiche super zur Geltung.

    Zum kulinarischen Aspekt unseres Aufenthaltes: Wir haben es wieder einmal geschafft, die wahrscheinlich teuersten Restaurants der Stadt aufzuspüren. Ein gewisses Talent ist auch dazu von Nöten. Wir assen abwechslungsreich und immer gut. Und im Vergleich zur Schweiz waren die Preise gleichwohl moderat. – Einfach bei der Bierauswahl hatte ich bis anhin kein gutes Händchen. Ich hoffe dies in einer nächsten Stadt korrigieren zu können. Fortsetzung folgt…

    Leider gehörten die langen Hosen zur Standardausrüstung in Quito, auch wenn das Wetter phasenweise ganz in Ordnung war. Meine Nase ist jedenfalls röter als auch schon…

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  • 19Dec 2016

    43 Ibarra 19.12.2016 Ecuador —

    Parroquia El Sagrario, Ibarra, Ecuador

    Beschreibung

    Nach Ibarra gingen wir (fast) nur um mit dem Tren de la Libertad zu fahren. Die Fahrt führt von Ibarra nach Salinas. Dort wollten wir Weihnachten am Strand verbringen. Wir hatten vorgängig keine Reservation getätigt und obwohl der Ort klein ist, hatte ich (lily) das Gefühl, dass wir ewig liefen. Nach dem wir den Preis für das gesehene Zimmer sahen, wussten wir in etwa was uns blühte: Viel Preis für wenig Leistung. Nun gut ist nur wenige Tage, also Augen zu und durch.

    Ibarra selber fand ich nicht speziell. Eine kleinere geschäftige Stadt, etwas laut, etwas schmutzig, etwas viele Leute. Es gab auch nicht viel zu sehen in dem Ort. Die meisten Touristen verbringen dort wohl nur 1-2 Nächte um die Zugfahrt zu machen. Danach gehen sie weiter. So gab es für uns spazieren, essen und lesen.

    Wir besuchten auch noch den grössten Handwerksmark im nahen Otavalo. Es soll der grösste Südamerikas sein, was wir fast nicht glauben konnten. Wir hatten uns ein bisschen mehr von diesem Abstecher versprochen. Zum Glück kamen wir nicht auf die Idee in Otavalo zu übernachten…

    Kommen wir auch zum Highlight der Zugfahrt. Wir gingen zum Bahnhof um unser Ticket zu kaufen. Wir lernten folgendes:

    1. Für den Tren de la Libertad kauft man kein Ticket, man bucht es.
    2. Nein Ecuador hat keine Super-Duper-Highspeed-Züge denn
    3. in Ecuador gibt es 3 Salinas verteilt im ganzen Land und
    4. das Salinas zu dem wir fuhren, war nicht dasjenige wo wir hin wollten – Differenz: 700 km
    5. Ein Zug ist Ecuador ein echtes Highlight
    6. Tunnels noch viel mehr
    7. In Ecuador fährt man nicht Zug, sondern man bucht eine1. Klasse Gruppenreise mit Reiseführer

    Die Zugfahrt war nett und es war lustig die Reaktion der Leute zu sehen, als der Zug vorbeifuhr. Für diese Fahrt bezahlten wir aber einen stolzen Preis.

    Nach diesem „Ausfährtli“ ging es am Abend mit dem Nachtbus weiter.

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  • 22Dec 2016

    44 Montañita 22.12.2016 Ecuador —

    Montanita, Ecuador

    Beschreibung

    Ab in die Wärme und zum letzten Mal an den Strand! Weihnachten am Strand: Herrlich.

    Montañita war ursprünglich ein kleines Fischerdorf. Es hat aber reichlich Touristen angezogen und ist immer grösser geworden. Der Ort ist mittlerweile total überbaut und voll mit Gringo Touristen. Es hat sich zum Surfer Spot entwickelt – Surfer Lifestyle pur.

    Ja ist denn überhaupt Weihnachten? Wirklich gemerkt oder angefühlt danach hat es sich nicht. Einige Verkäufer hatten Nikolaus-Mützen an und das war wohl auch das weihnachtlichste. Ich (lily) habe das Gefühl, dass die Tage verschmelzen und welcher Tag ist, spielt schon lange keine Rolle mehr. Für mich ein schönes Gefühl, weil ich nichts mehr nachrennen muss und alles irgendwo verfügbar ist und wenn nicht, dann halt nicht.

    Nun gut zurück zu Montañita: Unser Hotel war von der Aufmachung her ziemlich cool. Es war auch etwas abseits, worum wir sehr froh waren. Im Dorfkern wäre es mit all den Bars und Clubs wohl etwas laut gewesen. Im Zentrum hatte es viele Bars, viele Restaurants und noch mehr Strassenverkäufer. Was uns erstaunte war die hohe Verfügbarkeit aller Art von Drogen. Überall wurde Tinu angequatscht und zum Teil auch richtig auf kreative Art und Weise:)

    Es war unser letzter Stopp für einige Zeit am Meer. So genossen wir es bis zum letzen Moment bevor es weiter ging.

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  • 29Dec 2016

    45 Guayaquil 29.12.2016 Ecuador —

    San Eduardo, Guayaquil, Ecuador

    Beschreibung

    Guayaquil kann man sich etwa so vorstellen, wie wenn am Barstreet-Festival in den frühen Morgenstunden das Licht angeht… Unterschied: In der Festhalle stinkt es weniger und es ist nicht so heiss.

    Gegen hohe Temperaturen ist aus meiner (Tinus) Warte überhaupt nichts einzuwenden. Zusammen mit Abfall und Dreck kann es aber schnell etwas unangenehm werden. Wahrscheinlich haben wir nicht mal ausserordentliche Zustände erlebt, sondern einfach ein paar durchschnittliche Tage. In Cali (Kolumbien) sahen wir Leute aus dem Müll essen. – Trotzdem war die Stadt sauberer als Guayaquil.

    Auf Tripadvisor wird die Stadt mit einer Müllhalde verglichen und als „stinkig“ beschrieben. Leider ist es wahr. Wenigstens haben wir (im Gegensatz zum Verfasser dieser Kritik) keinen Schusswechsel gehört… Ohne wenn und aber: Guayaquil ist unser bisher dreckigster Zwischenhalt.

    Klingt alles sehr negativ, ich weiss. Gab es den gar nichts Gutes? Doch, auch das gab es. – Das Glück, dass wir nicht zu lange dort waren. Es war in jedem Fall eine richtige Entscheidung zuvor in Montañita noch ein paar Tage anzuhängen. Ich wüsste nicht was es in einer Woche Guayaquil zu tun gäbe. Weiterer positiver Aspekt: Durch den Umstand, dass wir fast keine Restaurants fanden haben wir wenig Geld ausgegeben. Denn auch unsere anderen Beschäftigungen (Stadtbesichtigung) waren keine Kostentreiber. Da es keine Touristenstadt ist gibt es halt keine teuren Beschäftigungstherapien.

    Am ersten Abend (Ankunft um ca. 17:00) hofften wir die Suche an der falschen Ecke begonnen zu haben. Dem war nicht so. Unser Hotel war recht zentral gelegen, was sich aber eigentlich nur im Zimmerpreis niederschlug. So war die Gegend entsprechend kein Ausreisser nach unten… Die gesehenen Quartiere hielten sich punkto Sauberkeit und Menschenmengen in etwa die Waage.

    Ganz nebenbei: Es hatte sehr viele Leute. Hierzu ein Vergleich mit der grössten Stadt Kolumbiens – Bogotá. Im eigentlichen Stadtgebiet von Bogotá tummeln sich rund 6.8 Millionen Menschen, dennoch fühlt man sich nicht wie in einer Sardinenbüchse. Woher kommt‘s? Das Stadtgebiet von Guayaquil bewohnen rund dreimal weniger Einwohner als jenes von Bogotá („nur“ rund 2.5 Mio.). Aber diese Einwohner teilen sich etwa einen Fünftel der Fläche Bogotá‘s. Auf die Bevölkerungsdichte schlägt sich dies natürlich brutal nieder (fast doppelt so viele Einwohner pro km2) und ich wage zu behaupten, dass es spürbar ist. Diese Ausführungen nur nebenbei. – Weiter im Text…

    Vereinzelt gibt es auch schöne Plätzchen: Die lange Uferpromenade „Malecon“ mit ihrem Einkaufszentrum hat durchaus ihren Reiz, auch wenn das Wasser etwas abartig ist. Und das Bezwingen der 444 Treppenstufen hoch zum Leuchtturn auf dem „Cerro Santa Ana“ hat sich ebenfalls gelohnt. Kurzzeitig kam der Gedanke auf, dass wir nur zu wenig Zeit und Musse hatten die Rosinen zu finden. Aber was wir gesehen hatten machte leider keine Lust auf mehr…

    Silvester haben wir auch noch dort verbracht. Rauschende Party? – Fehlanzeige. Die Stände, welche den ganzen Tag durch aufgebaut wurden waren vor Mitternacht bereits wieder verschwunden! Draussen war es schwierig überhaupt etwas zum Anstossen zu finden. Zum Glück konnten wir bei einem Kiosk noch zwei Ice-Beer ergattern. Ganz ohne Anstossen wäre dann doch ein bisschen too much gewesen. Offenbar ist ein ecuadorianisches Silvesterritual in den Strassen Feuer zu legen. Mit viel Rauch und Geknalle wurden Figuren, welche das schlechte vom vergangenen Jahr symbolisieren, verbrannt.

    Wir würden Guayaquil nicht weiterempfehlen. - Aber ein Erlebnis war es allemal. Man kann ja nicht von Highlight zu Highlight hetzen…

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  • 01Jan 2017

    46 Lima 01.01.2017 Peru —

    Lima District, Peru

    Beschreibung

    Den besten Orangesaft der Welt habe ich in Lima getrunken. Wahrscheinlich werde ich (Tinu) dafür in der Schweiz keinen mehr trinken können…

    Guayaquil hat definitiv Lust auf Lima gemacht. Es war ein tolles Gefühl, das neue Jahr mit einem neuen Land beginnen zu können. Wir mussten sehr früh aufstehen am 01.01.2017… Aber die vorangegangene „Silvesterparty“ hat es zugelassen. Der Flug war um 08:30, dafür preiswert. Und so waren wir auch zu einer vernünftigen Zeit in Lima.

    Wir hatten ein eigentlich gemütliches Hostel, wenn wir uns nicht mit Preisdiskussionen oder krawallmachenden Franzosen herumärgern mussten. Aber es war alles im Rahmen. Die Lage war ausgezeichnet, in der Innenstadt von Lima. Den Plaza Mayor mit dem Wohnsitz des Präsidenten erreichten wir in wenigen Minuten.

    Was mich an Lima am meisten überraschte war die grosse Anzahl von Polizisten. Und diese sahen auch immer so aus als müssten sie einen wütenden Mob in Schach halten. Notabene war das Polizeiaufgebot nicht nur im Bereich des Plaza Mayor gross, sondern in der ganzen Innenstadt. Aber dies sei normal hier, jemand müsse ja die Gringos beschützen, erklärte mir ein älterer Herr. Ok, Danke dafür liebe peruanische Polizisten. Die zahlreichen Drogendealer schien die Präsenz aber nicht zu beeindrucken. Die Aufgaben der Polizei sind wohl andere. Oder frei nach dem Motto: Leben und leben lassen.

    Die „reicheren“ Stadtbezirke San Isidro und Miraflores (am Meer gelegenen) haben wir ebenfalls zu Fuss erkundet. Dies war aber ein etwas längeres Unterfangen. So entschieden wir uns für den Rückweg ein Taxi zu nehmen. Zwischen Fussmarsch und Taxifahrt hatten wir ausgiebig Zeit den Strand anzuschauen und für ein Mittagessen. Das Bad im Meer ersparten wir uns aber…

    Lima hat ein Barrio chino („Chinatown“) welches wir uns nicht entgehen lassen wollten. Selten habe ich in einem als „Chinatown“ angekündigten Stadtviertel so wenige Chinesen gesehen wie dort. Dennoch war es ein angenehm belebtes Viertel mit vielen Geschäften und Restaurants. So konnten wir noch einige Einkäufe tätigen.

    Der Start in Peru war gut. Nächstes Ziel: Cusco. Wir entschieden uns gegen eine rund 24-stündige Busreise und für einen gut einstündigen Flug.

    Meerschweinschen habe ich (noch) keines probiert.

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  • 05Jan 2017

    47 Cusco 05.01.2017 Peru —

    Ttio, Cusco, Peru

    Beschreibung

    Nach einem kurzen Flug kamen wir in Cusco an. Ein schönes Städtchen wie wir fanden. Ab ins Taxi und ins Hostel. Das Städtchen machte einen gemütlichen Eindruck und wurde Fan von den traditionell gekleideten Frauen in ihren farbigen Gewändern aus Wolle. Da unser Ziel der Machu Picchu war, kümmerten wir uns bald um eine Tour. Tinu entschied sich für den Salkantay-Trek – dazu im nächsten Post mehr – und ich beschloss es gemütlich zu nehmen und mit dem Zug hinzufahren.

    Bei der Buchung fragten wir uns, ob das wirklich alles so klappen wird wie versprochen – mässige Arbeitsmotivation der Verkäuferin, separate Anreise, gemeinsames Zimmer, gemeinsame Rückfahrt im Zug, separate Führung in/auf Machu Picchu. Es klappte wirklich alles und wir waren positiv überrascht.

    Während Tinu Berge hoch lief, hatte ich 3 gemütliche Tage mit Spaziergängen, Essen und Sonne tanken – tagsüber war es schön sonnig mit Regen zwischendurch und nachts eisig kalt. Die Tage vergingen sehr schnell, wie alle Tage in letzter Zeit, aber wie heisst es: Time flies when you are having fun.

    Auf die Zugfahrt nach Aguas Calientes freute ich mich. Ich wollte vorallem wissen, wieso diese Zugfahrt so teuer ist. Der Service vor und während der Fahrt war 1. Klasse. Auch der Zug war schön und bequem und überhaupt gab es noch Getränke und Kekse – alles wunderbar. Die Fahrt selber war nicht spektakulär. Wir fuhren einem Fluss entlang, der die obligatorische braune Farbe hatte und es ruckelte ziemlich. Aber alles in allem habe ich es genossen. In Aguas Calientes wartete dann tatsächlich jemand mit einem Schild mit meinem Namen drauf auf mich - Hollywood lässt grüssen:) Wir rannten zum Hotel, da es ziemlich regnete und ich hoffte, dass es morgen besser wird.

    Nun wartete ich im Restaurant neben dem Hotel auf Tinu, denn Bezwinger das Salkantay Passes.

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  • 12Jan 2017

    48 Machu Picchu 12.01.2017 Peru —

    Aguas Calientes, Peru

    Beschreibung

    5 Tage, 4 Nächte für den Salkantay-Trek. Das Angebot war bei allen Anbietern ähnlich. Unterschiede fanden sich lediglich darin, was alles im Preis inbegriffen war. Ich fand schliesslich ein Reisebüro, bei welchem sogar der Schlafsack inklusive war (und er war top). Nur Schuhe musste ich selbst besorgen. Speedy Gonzalez hatte zum Glück welche im Angebot.

    Gut gerüstet starte ich um 04:20 meine Tour. Die Wanderung nach Machu Picchu war super und das Wetter überraschend gut. Der Regen-Poncho musste nur selten gezückt werden. Nachdem der Salkantay-Pass gemeistert war führte die Route durch bewohnte Gebiete und teilweise entlang der Zugstrecke.

    In den fünf Tagen haben wir zu Fuss rund 100 km zurückgelegt. Dabei blieb unter anderem auch Zeit die Hot Spring’s in Santa Teresa zu besuchen (herrlich) und mir mein Natel klauen zu lassen (resp. es zu verdummen). Das heisst Bilder habe ich wieder fast keine… Es nervt gewaltig! Denn der Salkantay-Pass, der Amazonas und vieles mehr waren wirklich schön – sehr schade.

    Am letzten Tag erreichten wir am Nachmittag Aguas Calientes (a. k. a. Machupicchu-Pueblo), wo Lily schon wartete. Von dort aus besuchten wir am Folgetag Machu Picchu. Mit dem Wetter hatten wir abermals Glück, denn es begann zu regnen als wir auf dem Rückweg waren. Zum Eingang des Geländes von Machu Picchu kann man hoch laufen oder gemütlich mit dem Bus hinfahren – das heisst Tinus Wanderung endete an einer Bushaltestelle. Der Bus, vor allem der Zug, ist sehr teuer. Nach einem gemütlichen Bad in den Thermalquellen von Aguas Calientes reisten wir per Zug und Bus zurück nach Cusco.

    Um die letzte Hoffnung auf mein verschollenes Natel zu wahren durfte ich auch noch einen halben Tag auf dem Posten der Touristen-Polizei in Cusco verbringen. Eine Erfahrung auf die ich gerne verzichtet hätte. – Ich auch (lily)

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  • 17Jan 2017

    49 Puno 17.01.2017 Peru —

    Puno, Peru

    Beschreibung

    Puno diente als Basiscamp für unseren Ausflug zum resp. auf den Titicacasee. Entsprechend kurz war der Abstecher: Zwei Tage.
    Aufgrund (vorübergehender) Unzufriedenheit mit booking.com hatten wir keine Unterkunft gebucht. Wir erreichten Puno um 5 Uhr morgens und hatten genügend Zeit eine Bleibe zu suchen. Direkt beim Busterminal wurden wir von einer Dame abgefangen, welche uns ein anständiges Zimmer zu einem vernünftigen Preis anbot. Zugeschlagen. Ohne Reservation bezahlten wir weniger und konnten früher (nämlich sofort) ins Zimmer. Win-Win-Situation; für uns. So konnten wir noch etwas schlafen und den Regen/Hagel wüten lassen. Ausgeschlafen gönnten wir uns ein Mittagessen, buchten die Fahrt auf dem Titicacasee für den nächsten Tag (inkl. allem…) und besichtigten das Städtchen. Das Wetter spielte ganz ordentlich mit. Wirklich interessant fanden wir Puno dennoch nicht. Mehr als zwei Tage wäre zu viel gewesen.
    Der zweite Tag fing früh an. Um 07:30 legte das Boot los. Der Plan war zuerst eine kleinere Insel der Uros und anschliessend die grössere Insel Taquile zu besuchen. Aufgrund des starken Regens entschloss unser Käpt‘n das Programm umzudrehen. So steuerten wir zuerst die weiter entfernte Insel Taquile an. Was wir nicht wussten: Während dieser Reise würde unser freier Wille nicht zu stark in Anspruch genommen werden. - Es war eine organisierte Gruppenreise. So konnten wir auf Taquile in einem vorgegebenen Restaurant ein vorgegebenes (und zu teures) Mittagessen einnehmen. Dann stand ein Spaziergang quer über die Insel an, wo wir wieder in unser Boot einsteigen durften.

    Zweiter Halt war eine künstliche (und winzige) Insel der Uros. Wir wurden auf Quechua begrüsst. Mit einem anschaulichen Puppenspiel wurde uns das Leben der Einwohner erklärt (kein Witz). Diese Einwohner sind die Uros und bewohnen rund 50 „schwimmende Inseln“. Die Inseln sind rund zwei Meter dick und werden aus getrocknetem Schilf hergestellt. Eine Insel kann etwa zwei Jahre genutzt werden, dann ist das Schilf verfault. Häuser und Boote sind ebenfalls auch aus Schilf.

    Nach diesen Erläuterungen war Zeit für eine Bootsfahrt mit ein paar Inselbewohnern, welche wir zu Gunsten einer weiteren Inselbesichtigung sausen liessen. Solche Touren sind immer ein bisschen eine zwiespältige Angelegenheit und bekanntlich nicht jedermanns Sache… unsere jedenfalls nicht. Während unserem Aufenthalt auf der Insel fanden wir noch heraus, dass wir mit unseren im Bootsticket enthaltenen Eintrittspreisen beschissen wurden. Gut zu wissen…. Als der Rest unserer Gruppe retour war ging es zurück nach Puno, wo wir um ca. 17:30 eintrafen.

    Der Ausflug mochte nicht voll zu überzeugen. Der See lebt vor allem von seinem Namen und alle Leute die damit Geld machen sind sich dessen leider bewusst (und man merkt es).

    Kurz die zu viel bezahlten Eintritte zurückgeholt, die Bustickets für den nächsten Morgen besorgt und der Tag war gelaufen. Da wir die Reise von Cusco über Puno nach La Paz mit zwei verschiedenen Busgesellschaften in Angriff nahmen musste in Puno das Ticket umgetauscht werden. Um auf der sicheren Seite zu sein wollten wir diesen Tausch vor dem Morgen der Abfahrt (um 06:00) erledigen. Daher der Ausflug zum Terminal.

    Zwei beinahe Tuk-Tuk-Crashs später war Tinu zurück im Hotel und der Tag war wirklich gelaufen. Abendessen und dann ins Bett. Zum Abendessen gingen wir in ein Grillrestaurant neben unserem Hostel. Tinus Spanischkenntnisse sind am entstehen und noch sehr bescheiden. Daher gab es als Vorspeise eine riesige Portion gegrillte Kutteln mit Pommes…

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  • 20Jan 2017

    50 La Paz 20.01.2017 Bolivien —

    Macrodistrito Centro, La Paz, Bolivien

    Beschreibung

    Wir wurden von der Busgesellschaft beschissen! Angekommen sind wir trotzdem und bemerkt haben wir es auch erst später. Daher: Halb so wild. - Die Anreise erfolgte mit drei verschiedenen Bussen, einmal musste der Bus auf eine Fähre verladen werden und ein Abstecher zum Mechaniker durfte auch nicht fehlen. In der Summe waren es 9 Stunden. Gebucht hatten wir einen „luxuriösen“ grossen Bus. Gefahren sind wir mit kleinen resp. einem alten Bus. Da es verschiedene Busgesellschaften waren, hat wohl jemand in Puno noch ein paar Soles resp. Bolivianos an uns verdienen…

    Der letzte Bus setzte uns in der Nähe des Terminals von La Paz ab. Ins Stadtzentrum fuhren wir mit einem Taxi. Wie uns der Fahrer informierte gibt es in La Paz eine Strasse mit hohen Preisen und eine andere Strasse mit tiefen Preisen. Er sollte Recht behalten. – So brachen wir unsere Hotelsuche nach der zweiten Anfrage in der teuren Strasse ab und kämpften uns bergauf zur günstigen Strasse. Dort wurden wir schnell fündig. Unser Hostel war OK und hatte warmes Wasser (wichtiges Kriterium).

    Ganz so billig wie vielfach beschrieben (und erhofft) ist Bolivien nicht. Teuer Essen ist möglich, wie wir am ersten Abend erfahren durften. An La Paz hat mir aber gefallen, dass man dem eher teureren „Touristen-Bereich“ ausweichen konnte, wenn man wollte. Die teurere Strasse entspricht einem Touristenort wie es sie zu hunderten gibt. Nur wenige Minuten ausserhalb zeigt sich die Stadt aber von einer anderen Seite. – Der angeblich „grösste Handwerksmarkt Südamerikas“ in Otavalo ist ein Kindergeburtstag gegen den täglichen Wahnsinn in den Strassen von La Paz. Übergänge zwischen den einzelnen Märkten sind fliessend. Entsprechend wirkt es wie ein grosser, die halbe Stadt in Anspruch nehmender Markt. In einem Bereich (mercado de las brujas; „Hexenmarkt“) sind Kräuter, tote Lamas, Falschgeld zum verbrennen und vieles mehr zu kaufen. Die toten Lamas (unterschiedlich alte Föten) wirkten etwas komisch, haben aber sicher auch ihre Daseinsberechtigung und dienen einem mir nicht genau bekannten Zweck. Wohl ein bisschen für resp. gegen alles, wie mir Lily erklärte. Viele traditionell angezogene Frauen verleihen der Stadt einen besonderen Charme und runden das Gesamtbild ab. – Inmitten der ersten 031-Graffitis (ja, es waren mehrere) seit Monaten…

    Die Abreise aus La Paz war auf den Zeitpunkt terminiert, sobald alle Nachwehen von Cusco ausgestanden waren. Das heisst wir warteten auf das Eintreffen meiner neuen SIM-Karte, welche mir per DHL zugestellt wurde. Danke Emmi und Bärni auch an dieser Stelle. – Es hat alles geklappt!

    Nach dem Kauf eines Gerätes konnte die Reise mit meinem persönlichen Natel Nummer 4 in den letzten 7 Monaten weitergeführt werden. Nun hoffe ich aber wirklich, dass dies die letzte Neuerwerbung für laaange Zeit bleiben wird. Der Kauf konnte bereits viel routinierter und schneller abgewickelt werden als noch in Santa Marta. Wenigstens etwas Positives an der ganzen Geschichte.

    Von organisierten Reisen hatten wir nach Cusco und Puno vorerst genug. Es sollte eine ruhige Zeit sein, welche wir völlig frei gestalten konnten. So konnten wir die Stadt in aller Ruhe unter die Lupe nehmen und auch mal einen Nachmittag in einem Café verbringen. Das Wetter zeigte sich vielfältig. Von grosser Hitze bis Hagel hatten wir von allem ein bisschen. Damit es nicht langweilig wurde schön durcheinander. Genügend Kilometer haben wir (freiwillig und unfreiwillig) gleichwohl gemacht.

    Die nahegelegene Gemeinde El Alto wäre sicher auch der Hammer gewesen. Bei unserem Besuch (Anreise per Gondel) machte uns das Wetter aber einen Strich durch die Rechnung. Von El Alto aus hat man bei schönem Wetter die perfekte Aussicht über ganz La Paz. Fotos zufolge sehr imposant.
    Was mir besonders zusagte: Auf den Strassen konnte man super Essen kaufen. Und Bolivianer mögen Süssspeisen! – Ich fühlte mich ein bisschen wie im Paradies.

    Anmerkung von lily: ab sofort könnt ihr Tinu auch Braveheart nennen. Eine Zeugin Jehovas hatte ihn angequatscht und ihre Bewunderung ausgesprochen, dass er sich traut Essen von der Strasse zu essen:)

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  • 25Jan 2017

    51 Santa Cruz 25.01.2017 Bolivien —

    Estación Argentina, Santa Cruz, Bolivien

    Beschreibung

    Die Stadt in der Che Guevara starb und eine Stadt in der über 30 Grad herrschen. Deshalb kamen wir hier her.

    Das tropische Klima war herrlich nach den kalten regnerischen Wochen im Hochland. Wir gönnten uns ein teureres Hostel mit Pool und dort verbrachten wir auch den Grossteil der Zeit. Santa Cruz hatte für uns nicht viel zu bieten und es war so heiss, dass wir uns um die Mittagszeit – von ca. 9-16 ;) – gar nicht raus trauten.

    Es hatte einige gute Restaurants in denen wir assen ansonsten gingen wir auf den Markt und machten Badeferien am Pool.

    Es stellte sich heraus, das Che nicht in Santa Cruz Stadt, sonder in der Region Santa Cruz erschossen wurde. Es war eine Strecke von 190km, welches einer Busfahrt von etwa 3 Stunden entspricht, daher beschlossen wir uns auf Cuba näher mit Che zu befassen.

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  • 31Jan 2017

    52 Uyuni 31.01.2017 Bolivien —

    Bolivien

    Beschreibung

    Endlich in der Salzwüste. Dort wollte ich schon lange hin und ich wurde nicht enttäuscht. Aber von vorne.

    Das Städtchen ist sehr klein und es hat sehr viele Unterkunftsmöglichkeiten und viele Restaurants – alle mit dem selben Menü. Perfekt für Touris also.

    Da unseren weiteren Reisepläne uns nach Argentinien führten, beschlossen wir die 3-tägige Tour mit Abschluss in Chile zu machen. Von dort dann per Bus weiter nach Argentinien zu fahren.

    Die Tour war schnell gebucht, denn wieder war es überall dasselbe für ungefähr denselben Preis. Am nächsten Tag gingen es los und da sassen wir nun zu 7. im Jeep. Unser Guide/Fahrer/Koch Agustin war super nett und lustig und die restliche Gruppe war auch lustig.

    Wir fuhren den ganzen Tag und machten immer wieder Stopps unter anderem bei Lagunen, Salzfiguren, Wüssten, Aussichtspunkten und verschiedenen Orten in der Salzwüste. Es war unglaublich faszinierend, dies mit eigenen Augen zu sehen und die lustigen Fotos zu machen. Einige der Stopps fand ich überflüssig und zu lange, aber alles in allem fand ich es eine nette Tour mit vielen Impressionen.

    Tinu wurde leider krank auf der Tour, aber das war wohl noch wegen dem„schlechtem Essen“ in Uyuni und hatte nichts mit der Tour zu tun.

    Das eindrücklichste fand ich den Sternenhimmel in der Wüste. Ich hatte vorher noch nie so viele Sterne auf einmal gesehen – faszinierend.

    Für uns endete die Tour an der Grenze zu Chile, während die anderen 4 Teilnehme zurück nach Uyuni fuhren. Bei der Migration – 2 Häuser mitten in der Wüste – lief alles glatt und wir waren in Chile. Mit dem Bus ginge es weiter ganze 42km zur Migration von Chile in San Pedro de Atacama.

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  • 05Feb 2017

    53 San Pedro de Atacam 05.02.2017 Chile —

    San Pedro de Atacama, Chile

    Beschreibung

    Trocken. Teuer. San Pedro de Atacama.

    Mit dem chilenischen Pendant zu Uyuni hatten wir uns leider getäuscht. Die Zimmer waren mehr als dreimal so teuer! Aber wir wollten ja nicht lange bleiben. – Geplant war so schnell wie möglich weiter nach Salta, Argentinien. Aber da hatten wir uns wohl getäuscht…

    Busse verkehren nicht jeden Tag (was wir wussten) und alle wollten weg (was wir nicht wussten). Die verfügbaren Busse waren entsprechend gefragt… So kam es, dass wir die nächst mögliche Abfahrt buchten und gleichwohl noch 4 Tage bleiben durften. Hätte (wie so oft) schlimmer sein können. Die Zimmer waren so gut, wie bei diesen Preisen zu erwartet war. Um Uyuni auszukurieren war es angenehm, ein schönes Zimmer mit Bad sein Eigen nennen zu dürfen.

    Die Zimmerpreise sowie der (uns unverständliche) Kundenandrang bedingten, dass wir die folgenden 4 Nächte in 3 verschiedenen Unterkünften verbrachten. Die Erfahrung in einem Wohnwagen zu schlafen hätten wir somit auch hinter uns gebracht. Als „Anbau“ eines kleinen Hostels fungierte ein Wohnwagen. Der Wohnwagen diente den Besitzern früher als Ladenlokal und wurde kurzerhand umfunktioniert. Uns diente er als Zimmer mit Kajütenbett. Gar nicht mal so eng wie befürchtet. Für eine kurze Zeit echt super.

    Bei allen Unterkünften konnte eine Küche benutzt werden. – Klar, bei diesen Preisen kann sich niemand nur durch Restaurants futtern. Wir waren genau einmal in einem Restaurant und haben dabei für viel Geld Pizzas gegessen, welche in Ordnung waren. Bei diesem Besuch durften wir uns zudem an den Sprachkenntnissen eines US-Amerikaners erfreuen: „Quiero americano“ mit der entsprechenden Gestik für „gross“ und herrlichem Akzent (ich –offensichtlich, dass es Tinu sein muss - finde es bis heute lustig). Aber mein Speiseplan bestand ohnehin aus viel Cracker, Früchten und Coca-Cola. Die erfreulichste Feststellung machte ich sobald ich wieder „auf dem Damm“ war: Die Empanadas in Chile sind riesig und lecker!

    Da wir keinen Tatendrang hatten und sogar das Atmen Schweissausbrüche verursachen konnte, hielten sich unsere Ausgaben in Grenzen und das Budget wurde nicht mehr als nötig strapaziert. Die unzähligen Angebote für eine Tour nach Uyuni konnten wir sorglos ignorieren. Und auf einen weiteren durchorganisierten Trip hatten wir keine Lust. Kurz gesagt, wir gestalteten unsere Zeit als angenehmes Warten auf den Bus.

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  • 10Feb 2017

    54 Salta 10.02.2017 Argentinien —

    Salta, Argentinien

    Beschreibung

    Der einzige Grund warum wir in Salta einen Stopp machten, war weil wir keinen Anschluss Bus nach Buenos Aires hatten.

    Wir kamen, suchten ein Hostel, gingen Essen und dann schlafen. Unsere erste Übernachtung in einem Dorm übrigens - dort wurde uns auch unser erstes Geld gestohlen. 200 Argentinos etwa CHF 14. Aber egal, die Reise geht weiter.

    Den nächsten Tag verbrachten wir mit einem Spaziergang, Essen und PC arbeit. Danach ging die Busfahrt weiter...

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  • 11Feb 2017

    55 Buenos Aires 11.02.2017 Argentinien —

    San Nicolás, CABA, Argentinien

    Beschreibung

    Die Busse sind teuer in Argentinien. Aber es gibt Food and Wine. – Akzeptiert, auch wenn das Essen unveganer nicht sein könnte. Und beim Ein- und Aussteigen wirst du zuvorkommend-fordernd um ein Trinkgeldchen („propinita“) angehalten. Egal ob du dein Gepäck selbst in den Laderaum gehievt hast oder nicht… Man kann aber so frei sein und zum Unverständnis des Fragenden keines geben.

    In Buenos Aires angekommen hatten wir die lange Busfahrt (23 Stunden) schnell vergessen, zumal der Bus echt höchsten Ansprüchen (also unseren) genügte. Es hat sich in jedem Fall gelohnt. Obwohl es die ersten zwei bis drei Tage eigentlich nur regnete. Gut essen konnten wir gleichwohl. Es dauerte jedoch eine Weile bis ich wusste wie ich mein Fleisch bestellen musste (medium ist nicht gleich medio…).

    Ich wollte unbedingt ein Spiel der Boca Juniors schauen. – Es sollte nicht sein. Alle Spiele waren abgesagt (Korruption à la Fifa so…) und ab dem 10. März neu angesetzt. Immerhin hatte ich Zeit, mir das Stadion der Boca Juniors (La Bombonera) und jenes von River Plate anzusehen. Sehr eindrücklich. Und ein Beweis mehr: In der Schweiz ist Fussball eine Kleinigkeit.

    In Buenos Aires gibt es sowohl die breiteste, wie auch die längste (gemessen an den Hausnummern) Strasse der Welt. Die eine haben wir überquert (mehrmals), die andere abgeschritten (teilweise). Ob sie die Superlative zu Recht tragen wissen wir nicht. Eine Kreuzung der beiden Strassen ist allemal eindrücklich. Mein „Abschreiten“ (der langen...) dauerte am Tag vor der Abreise bis zur Rückkehr des Regens. Und der Regen war heftig! Lily verbrachte die Zeit etwas trockener und legte sich unter die Nadel einer Tätowiererin. Meine Schuhe hatten den letzten Regen nicht überlebt. In Kombination mit dem vielen Salz in Uyuni war es ev. ein bisschen too much. – Sie haben mir gute Dienste geleistet.

    Die „breiteste Strasse der Welt“ führte uns auch zum berühmten Obelisk und dem noch viel berühmteren Teatro Colon. Das Teatro Colon ist sooo berühmt, dass wir uns nicht mal einen Rundgang leisten konnten (wollten). An den Besuch einer Vorstellung war gar nicht zu denken.

    Eine Pflichtaufgabe stand auch noch an: Der Besuch der kubanischen Botschaft. Wir mussten zweimal hin (Freitag und Montag), unterbrochen durch den Besuch eines schönen sonntäglichen Flohmarktes. Am Freitag hatten wir den Andrang und den „Elan“ der Beamten unterschätzt. Zwei Stunden vor Deadline waren wir zu spät… Am Montag reihten wir uns eine Stunde vor Öffnung der Botschaft (09:00) in einer Schlange ein und verbrachten einen Vormittag mit Warten. Das eigentliche Prozedere dauerte vielleicht 5 Minuten. Pünktlich zum Mittagessen waren wir fertig.

    Auch absolut einen Besuch wert ist der Stadtteil „La Boca“, welcher unter anderem die Boca Juniors beheimatet. Schöne farbige Häuser, kleine aber feine Restaurants, Tango auf der Strasse und viele Souvenirs und Schnickschnack. Zum Glück können wir im Moment eh nichts kaufen… Und natürlich die allgegenwärtigen Boca Juniors, Maradona und Messi.

    Der Stadtteil San Telmo war uns ein gutes Zuhause. Zum Dank an die nette Hotelbelegschaft machte ich kurz vor unserer Abreise noch die Eingangstüre kaputt. Was ich eine Woche zuvor ankündigte trat ein: Der Schlüssel verklemmte im Schloss. Zu meinem Erstaunen konnten wir die Tür (unter gütiger Mithilfe von der „anderen Seite“) mit einer Schere öffnen… Geflickt war die Tür bei der Abreise noch nicht. So durfte mein schlechtes Gewissen noch eine Weile mitreisen.

    Zu guter Letzt: Es dauerte 8 Steaks bis ich das perfekte Stück gefunden habe. Nummer 1 bis 7 bereiteten mir aber eine angenehme Suche. Im Übrigen: „Jugoso“ heisst das Zauberwort.

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  • 22Feb 2017

    56 Chiloe 22.02.2017 Chile —

    Chile

    Beschreibung

    Von Buenos Aires ging es mit dem Nachtbus nach Santiago. Nach einigen Stunden Aufenthalt in Santiago, ging es weiter mit dem nächsten Nachtbus nach Ancud, Chiloé. Es war eine lange Reise von insgesamt 30 Stunden.

    Es gibt viele Geschichten vom sagenumwobenen Chiloé und seiner Mythologie und dem Völkchen, das dort lebt und lieber etwas abgeschottet vom Rest des Landes lebt. Davon bekamen wir aber nicht viel mit. Im Hostel wartete bereits unser „Mutti“ auf uns und der Name könnte passender nicht sein. Wir erhielten gefühlt 1 Stunde Informationen zum Hostel, zur Stadt, zur Region zum Rest von Chile. Unterhaltsam aber anstrengend nach einer so langen Reise.

    Ancud ist ein kleinerer Ort am Meer. Landschaftlich erinnerte es mich an die Schweiz abgesehen vom Meer natürlich. Wir besuchten auch die Hauptstadt der Insel, die Castor heisst. Dort hat es farbige Häuser, die auf Stelzen gebaut wurden – hübsch anzusehen. Tinus Highlight waren ganz klar die Kuchen, welche auch in Chile Kuchen heissen.

    Das Highlight der Insel sind die Pinguine, die auf kleinen felsigen Inseln ihre Jungen zur Welt bringen. Die Pinguine verlassen die Inseln, sobald die Jungen alt genug sind. Wir waren bereits etwas spät dran, deshalb hatte es nicht mehr viele Pinguine. Die Tour fanden wir beide nur mässig gut. Wirklich viel sehen konnten wir nicht und da es Massenabfertigung war, hatten wir auch keine Zeit den Pinguinen eine Weile zuzuschauen bevor wir wieder an Land gefahren wurden.

    Tinu gefiel die Gegend landschaftlich, aber fand es sah aus wie ein mässig schöner Ort in der Schweiz.

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  • 27Feb 2017

    57 Puerto Montt 27.02.2017 Chile —

    Puerto Montt, Chile

    Beschreibung

    Wieso wir einen Zwischenhalt in Puerto Montt gemacht haben weiss ich nicht mehr. Es ist eine laute und hektische Stadt und auf den Strassen wurden überall stinkende Würste verkauft. Der Busbahnhof ist am Meer gelegen und so hat man bereits vom Busbahnhof aus eine schöne Aussicht.

    Das Städtchen war kein Highlight und wir reisten am nächsten Tag weiter.

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  • 28Feb 2017

    58 Valparaíso 28.02.2017 Chile —

    Valparaíso, Chile

    Beschreibung

    Die Chilenen schwärmten von Valparaiso und so freuten wir uns auf diese Stadt. Sie ist am Meer gelegen und es kommt an manchen Orten richtiges Beachfeeling auf, obwohl das Meer sehr stürmisch ist. Es hat eine U-Bahn und ich wünschte mir, dass auch Bern eine U-Bahn baut. Wir machten Spaziergänge und erkundeten Viña del Mar.

    Das Städtchen war nett, aber nicht so schön oder speziell wie uns vorgeschwärmt wurde. Uns graute vor Santiago, da Tinu mitgeteilt wurde, dass es dort nicht schön sei. Aber vor Santiago machten wir noch einen weiteren Zwischenstopp.

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  • 05Mar 2017

    59 Curico 05.03.2017 Chile —

    Curico, Chile

    Beschreibung

    In Curico, welches nur 3 Stunden von Santiago ist, besuchten wir eine Schulfreundin.

    Sie haben sich ein wunderschönes Heim gebaut in dem sie wohnen und viel Familienzeit geniessen können. Der Besuch war schön, denn nach Wochen des Lärms und der Hektik konnten wir unsere Batterien in der Idylle ihres zu Hauses aufladen.

    Unser Flug nach Cuba nahte und wir wollten noch nach Santiago, also machten wir uns auf den Weg.

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  • 07Mar 2017

    60 Santiago 07.03.2017 Chile —

    Santiago, Chile

    Beschreibung

    Meine erste Reaktion auf Santiago war: „Also so schlimm scheint es gar nicht“. Unser Hostel war in einer besseren Wohngegend und gefiel mir gut. Wir spazierten durch die Stadt, besuchten den Cerro Santa Lucía und erledigten alles, was noch anstand. In Santiago assen wir auch sehr gut, auch wenn sich bei uns wegen der Preise, die Nackenhaare hochstellten. Wir hatten nur wenig Zeit in Santiago, da unser Weiterflug bereits bevorstand.

    Zusammenfassend zu Chile muss ich sagen, dass es mir (lily) nicht sonderlich gefiel. Es hat nur sehr wenig mit Südamerika gemein und ich vermisste die Herzlichkeit der Leute, das Farbenfrohe, die Fruchtsäfte und frischen Früchte von den Strassenverkäufern und alles an das ich mich die letzten Wochen gewöhnt hatte. Wir hätten nie gedacht, dass dieses Land so teuer ist, denn die Preise waren ohne Übertreibung auf Schweizer Niveau. Ich fand auch, dass Chilé nicht wirklich attraktiv für Touristen ist, deshalb war auch klar, dass die meisten Touristen, die wir sahen Einheimische waren. Es war zu nah an dem was ich schon kenne aus der Schweiz oder sonst aus Europa und erst noch in einer weniger schönen Ausführung. Aber für die Einheimischen war z.B. die Pinguin Tour ein absolutes Highlight und für Tinu und mich gar nicht. So sind Geschmäcker unterschiedlich. Es zeigte sich bei mir auch, dass zu hohe Erwartungen viel kaputt machen können – denn die Realität ist selten besser als eine leidenschaftliche Erzählung eines Fans.

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  • 10Mar 2017

    61 Havanna 10.03.2017 Kuba —

    Havana, Kuba

    Beschreibung

    Havanna war unser Vorgeschmack auf den Rest von Kuba. Es ist alles ein bisschen mühsamer, etwas anders… Um diese Schwierigkeiten meistern zu können hatten wir Verstärkung aus der Schweiz. Lava begleitete uns während ihrer Ferien während zwei Wochen auf unserer Reise durch Kuba.

    Phasenweise schien es, als würden in Kuba zwei parallele Welten existieren. Das einem Ferienkatalog entsprechende „Touristen-Kuba“ und das „echte“ Kuba. So schön die alten farbigen Autos anzusehen sind, sie erzählen nur die Hälfte der Geschichte. Je nach dem wo wir uns aufhielten sahen wir fast keine Kubaner die nicht für den Tourismus am Arbeiten waren. Umgekehrt kannst du als Tourist auch nicht alles tun was Kubaner können. Es gibt verschiedene Buslinien, Bars mit unterschiedlichen Preisen für Kubaner und Touristen, unterschiedliche Währungen etc. Wenn man will lassen sich Kontakte mit Einheimischen stark einschränken… Andere Parallelwelt halt.

    Zu den zwei Währungen: Bezahlen kann man eigentlich praktisch überall in beiden Währungen. Wechselgeld ist fallweise in CUC („Touristengeld“; entspricht in etwa dem US-Dollar) oder in CUP (Währung der Einheimischen). – So wie es umgesetzt wird, ist das System mit den zwei Währungen jedoch nur bedingt sinnvoll und praktisch (wie wir noch merken sollten).

    Beim Spazieren durch die Innenstadt und entlang der Bucht von Havanna sind viele unterschiedliche Viertel zu sehen. Bei Häusern ist zum Teil gar nicht ersichtlich, ob sie bewohnt sind oder nicht. In vermeintlichen Abbruchhäusern herrscht reger Betrieb und umgekehrt. Ebenso sind luxuriöse Anwesen, teure Hotels und eindrucksvolle Verwaltungsgebäude zu finden. Von allem ein bisschen. Ein weiteres Highlight (für mich) war das Joggen entlang dem Malecón. Eine herrliche Sicht auf die Stadt und das Meer. Auf der Strasse waren viele imposante Autos zu sehen, welche die Touristen einmal quer durch Havanna chauffierten. Und dazwischen, auf dem Malecón (Ufermauer) versuchten Fischer ihr Glück.

    Wir haben uns das volle Havanna-Touristenprogramm gegeben. Wir sind mit einem alten Auto den Malecón runtergebrettert, besuchten das Museo de la Revolución und wir waren im Stadtzentrum (Centro Habana) sowie in der Altstadt (Habana Vieja) unterwegs. Dabei haben wir uns nur einmal verlaufen (google-Maps funktionierte in Kuba nicht…), wodurch wir auch die eher unschönen Stadtteile bei Regen kennenlernten. Ein Besuch in der Bar El Floridita durfte natürlich auch nicht fehlen. Wir wollten schliesslich wissen, was Hemingway als die besten Daiquiri s der Stadt bezeichnete. Unser Laien-Fazit: Sie waren ok mehr nicht.

    Das Touristenprogramm machte Laune und war eher teuer. Daneben bietet der nahegelegene Strand in Santa Maria del Mar bei schönem Wetter angenehme Abwechslung zur grössten karibischen Stadt.

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  • 15Mar 2017

    62 Viñales & Santa Lucia 15.03.2017 Kuba —

    Vinales, Kuba

    Beschreibung

    Rund um Viñales soll eine der schönsten Landschaften Kubas sein. In Havanna wurde uns zudem erklärt, dass man Viñales super mit Strand und Meer verbinden könne. Für unsere reisenden Frauen starke Argumente. – So machten wir uns auf den Weg nach Viñales.
    Busse waren keine verfügbar und wir daher auf einen alternativen Transport angewiesen. In Kuba ein leichtes. Rund um das Busterminal in Havanna gab es (wie eigentlich in ganz Kuba…) etliche Fahrer, welche ihre Autos feilboten. – Mit oder ohne Genehmigung. Wie ernst der Besitz einer Lizenz für den Personentransfer in Kuba genommen wird realisierten wir erst, als die Polizei unseren Wagen anhielt und dem Fahrer wohl eine heftige Busse aufbrummte.
    Viñales ist ein kleines, sehr touristisches Örtchen rund 3 Stunden ausserhalb Havannas. Der Ansturm der Touristen ist Fluch und Segen zugleich. Auf der einen Seite lässt es sich an Touristen gutes Geld verdienen. – Auf der anderen Seite will es dafür auch jeder tun. „Richtig“ arbeiten wolle niemand mehr, erklärte uns ein (lizenzierter) Taxifahrer. Alle möchten ihr Geld lieber als Vermittler von Dienstleistungen wie Taxi, Restaurant, Casa etc. verdienen. So lässt sich an den Touristen, welche eh da sind direkter und mehr Geld verdienen.

    Unserer online-Suche nach einer Unterkunft blieb im Vorfeld erfolglos. Vor Ort werden wird sicher etwas finden, redeten wir uns die Situation schön. – Tatsächlich, wir mussten nicht wirklich nach einer Unterkunft suchen. Angebote wurden an uns herangetragen. Die Unterkunft fand im Endeffekt also uns. Wie wir auch später feststellen durften, sind Reservierungen in Kuba schwierig zu machen und bringen im Endeffekt auch nichts (ausser dass man ev. noch später ins Zimmer kann…).
    Geplant war von Viñales ans Meer zu gelangen. Die Distanz zwischen Viñales und Wasser bedingt aber noch einmal fast zwei Stunden Fahrt. Das heisst, wir durften uns tags darauf auf den Weg nach Santa Lucia machen. Ein Örtchen in Strandnähe… Diesen Abstecher hätten wir uns sparen können.

    In Santa Lucia angekommen merkten wir, dass es bis zu einem Badestrand wiederum rund 45 Minuten Fahrt sind… Mühsam, mühsam, mühsam. Vermutlich das übliche Santa Lucia-Problem. Unserem Gastgeber (resp. einem der 5 Typen die bei der Casa waren) war es jedenfalls nicht neu. Er organisierte einen Fahrer, der uns in einem älteren Auto (unter anderem mit einem kleinen Loch im Boden) zum Strand fuhr, den ganzen Nachmittag auf uns wartete und uns zurückbrachte.
    Die Suche nach einer Unterkunft war einmal mehr Kuba-Style. Der Fahrer setzte uns im „Zentrum“ von Santa Lucia ab. Dort quatschte uns sofort ein Herr an (welcher zufällig ein Restaurant hatte und uns etwa 5 Mal sagte, dass wir bei ihm essen können…). Der Amigo vom Schwager seines Amigos (oder so) hätte noch ein Zimmer frei. Wie immer: Über 7 Ecken findest du Fahrer, Restaurants, Zimmer, Zigarren, Ausflüge und was Touristen sonst noch so alles brauchen / wollen könnten.

    Bevor wir am Tag darauf zurück nach Viñales fuhren (durch die Weiterreise nach Varadero bedingt) assen wir in einem wirklich coolen Restaurant (leider fast alleine) zu Abend. Übernachtet haben wir in einer Absteige welche wir liebevoll „das Schimmelzimmer“ nannten…

    Eine Nacht Santa Lucia war genug und so fuhren wir zurück nach Viñales. Kurzbeschrieb des Fahrers: Kolumbianer, Mietauto, Lava war seine Verlobte falls die Polizei fragen sollte.
    Zurück in Viñales fanden wir Unterschlupf bei einem sehr netten „Mutti“ (inkl. Welcome-Drink).

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  • 18Mar 2017

    63 Varadero 18.03.2017 Kuba —

    Varadero, Kuba

    Beschreibung

    Varadero befindet sich auf Hicacos, einer rund 20 Kilometer lange und einen Kilometer breite Halbinsel an Kubas Nordküste. Wir freuten uns auf Karibik, schönes Wetter, Baden und frische Früchte. – Nein. Früchte gab es keine. Bis auf die paar wenigen kalten Stunden wurden jedoch die übrigen Erwartungen erfüllt.

    Eine Fahrt trennte uns noch vom angepriesenen Paradies. Da die Haupthandelsware in Kuba offenbar nicht mehr Drogen sondern Transfers sind, war schnell eine Mitfahrgelegenheit organisiert; Mit den üblichen Knacknüssen bei der „Preisverhandlung“. Auch hier waren wieder alle Preise abgesprochen. Nach dem Motto „sag nichts, ich habe schon einen Preis gesagt“ unterboten sich die verschiedenen Fahrer (resp. deren Verkäufer) nicht gegenseitig. Handeln war nicht, Mafia halt. Es ist wirklich so, Taxis werden immer und überall angeboten. Die „Taxi“-Zurufe muteten bald wie ein schlechter Witz an.

    Die Fahrt mit dem Taxi Colectivo (Auto mit 8 resp. 12 Plätzen) von Viñales nach Varadero hatte es in sich. Das Auto war laut. – Die Mitreisenden auch… Das Auto war zudem alt, unbequem und stinkig.

    In meiner unmittelbaren Nähe sass Monika, welche akustisch an eine Kreissäge erinnerte. Da ihr Leben, ihre Reise und sowieso alle ihre Ansichten und Gemütsverfassungen sehr interessant sind hatte sie viel zu erzählen. Jedoch nicht mir, sondern anderen deutschen Reisenden welche hinter mir sassen. So genoss ich während der ganzen Fahrt eine deutsche vierfach-Beschallung. Inmitten unserer nördlichen Nachbarn sass ich, gekleidet in einem Eintracht Frankfurt T-Shirt… Memo an mich: Bundesliga T-Shirts sind auf Reisen (und besonders an touristischen Orten) nicht die beste Wahl… Das Redebedürfnis beschränkte sich leider nicht auf die Deutschen. So weiss ich jetzt, dass die leicht rundliche US-Amerikanerin, welche es sich vorne im Auto „gemütlich“ machte ihre Brüste mag. Und das in einem Auto, in welchem das eigene Wort (normale Lautstärke) kaum zu verstehen war…

    Endlich in Varadero angekommen waren wir zum Glück weder an einer Gasvergiftung noch an einer Trommelfell-Explosion gestorben. Der Lärm im Auto war wie erwähnt gigantisch. – Die Abgaswolken, welche durch die offenen Fenster kamen waren es auch. Die ersten Eindrücke von Varadero gefielen trotzdem: Das Wasser war perfekt blau!

    In Varadero mieteten wir uns in einer sehr schöne Unterkunft ein uns genossen eine knappe Woche das süsse Nichtstun. Viel gab es ohnehin nicht zu tun. Als typischer (Ami-) Ferienort spielte sich vieles in den Hotelanlagen ab. Auf den Strassen wurden die üblichen Souvenirs verkauft. Die Aktivitäten tagsüber hielten sich in Grenzen. Touristen waren vorwiegend am Abend anzutreffen (wenn sie die All-Inclusive-Hotels überhaupt verliessen).

    Wir verbrachten eine entspannte Woche mit Baden, Kaffee trinken und Erholen. Wobei Baden fast übertrieben ist. Da das Wasser doch eher kalt war blieb es vielfach beim Liegen am Strand. Es war schliesslich kubanischer Winter. – Das heisst, in Strandnähe waren keine Kubaner anzutreffen; viel zu kalt.

    In Varadero trennten sich unsere Wege wieder. Lava trat die Heimreise an, Lily und ich machten uns auf den Weg nach Santiago de Cuba.

    Schön wars, wir hatten viel Spass in Varadero – danke für deinen Besuch Lava:)

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  • 23Mar 2017

    64 Santiago de Cuba 23.03.2017 Kuba —

    Santiago de Cuba, Kuba

    Beschreibung

    Eine Busfahrt zum Vergessen. – 15 Stunden in einem unbequemen, engen Bus. Zur Krönung begleitete uns 10 Stunden davon ein besoffener, herumschreiender Exil-Kubaner (Deutschland) auf Heimaturlaub. In den frühen Morgenstunden (die Busfahrt dauerte von 21:00 bis 12:00) spielte er noch ein kurzes Solo auf der Trompete. – Keine Ahnung woher er diese Trompete nahm… Sein Ausstieg wurde jedenfalls von Applaus begleitet. Ein paar Stunden Schlaf auf dem Weg nach Santiago waren somit noch möglich.

    Unsere Unterkunft (inkl. dem Taxi zu dieser) hatten wir bevor wir das Gepäck aus dem Bus ausladen konnten. So einfach kann es gehen. Das Zimmer war zentral gelegen und befand sich in einem Haus mit einer gemütlichen Dachterrasse. Von dieser Terrasse aus waren Stadtzentrum und Hafen zu sehen. Es war eine Mischung aus Familienwohnung und Hostel, wie es in Kuba wohl üblich ist.

    Santiago de Cuba wirbt mit der Nähe zu einem der offenbar schönsten Strände Kubas in Baracoa. Die genauere Beschreibung (kleines Plätzchen, von vielen Touristen besucht, in nur 3 bis 5 Stunden mit dem Taxi erreichbar) liess uns aber hellhörig werden. Ein kleines, von Touristen überfülltes Plätzchen, welches schwer zu erreichen ist (negative Auslegung der Worte) reizte in diesem Moment nicht. Die vorgängige Busfahrt reichte für den Moment und wir lehnten dankend ab. Und die Vorfreude auf die Strände in Jamaika stieg. Hoffentlich würde sich das nicht rächen…

    Nach einer gewissen Zeit wurden mir die ganzen Zurufen (Amigo, Mira, Cigarro, Taxi etc.) zu blöd. – Es nervte ganz gewaltig. Es war eine riesen Herausforderung trotz allem immer freundlich zu bleiben. Und manche Verkäufer machten es einem wirklich verdammt schwierig… In Santiago hatten die Verkäufer zum Teil eine sehr unangenehme Art, einem das Gefühl geben zu wollen, erklären zu müssen warum man ihren Scheiss nicht kaufen will (persönliche Meinung an einem mässig gelaunten Tag). Entspanntes Schlendern durch eine neue Stadt sieht definitiv anders aus…

    Die Nähe des Hafens und der Bereich entlang des Wassers sind sicher schön. Nicht ohne Grund legen dort Kreuzfahrtsschiffe grosser Redereien an. Gleichwohl sagte uns Santiago nicht wirklich zu. Etwas dreckig, etwas stinkig und das ständige Angequatscht-werden (in neuen Dimensionen) versprühten nicht wirklich Charme und Lebensfreude. In gewisser Weise war diese Einschätzung aber auch durch den Stand unserer Reise bedingt. Nach knapp neun Monaten gibt es Phasen, in welchen nicht immer alles schön und gut scheint. Manchmal hat man auch einfach nicht die Zeit, die schönen Seiten zu entdecken, nicht die Lust, die schönen Seiten zu suchen…

    Schade für Santiago, aber gedanklich waren wir bald schon wieder in Havanna, auf Jamaika, in Asien.

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  • 26Mar 2017

    65 Havanna 26.03.2017 Kuba —

    Havana, Kuba

    Beschreibung

    Nach Havanna zurückzukehren war ein bisschen wie nach Hause kommen. Vieles kannten wir schon und wir wussten in etwa was uns erwartete. – Positiv und Negativ.

    Während der Fahrt von Santiago nach Havanna war ich hauptsächlich damit beschäftigt, unseren Fahrer Mel „Jorge“ Gibson bei seinem Kampf gegen den Schlaf zu unterstützen. Es war ein zähes Unterfangen…

    Wir sind in einem privaten Auto angereist. Diese sind bequemer, preiswerter, schneller und flexibler als die öffentlichen Busse oder der Zug aber teurer (und ebenfalls komfortabler) als die für den Personentransport umgebauten Lastwagen.

    Ein Müsterchen von Kuba: Wir haben vorgängig in unserem ersten Hostel ein Zimmer reserviert. Dort hatten sie aber keinen Platz für uns. Sie sagten jedoch nichts und kauften uns im benachbarten Hostel ein. Zu unserem Erstaunen ohne dafür eine Vermittlungsgebühr draufzuschlagen. Aber das Zimmer war auch so teuer genug. – Ein Zimmer, bei welchem die grösste Abmessung die Höhe war… Aber war ja zum Glück nicht für lange.

    Preisunterschiede in Havanna: Im Hotel Capri ist das beste W-Lan der Stadt, weshalb wir ab und an dort waren. Für einen Cappuccino bezahlt man dort mehr (rund 3.75 USD) als für eine Abendessen zu zweit in unserem liebgewonnenen Restaurant Don PP…

    Am letzten Abend wollten wir noch die Fábrica de Arte besuchen. Mit dem Wort „mañana“ wurden wir wohl auf nimmer wiedersehen vertröstet und nach Hause geschickt…

    Wir haben viel gesehen und noch mehr nicht gesehen. Verpasst würde ich es an dieser Stelle nicht nennen. Es ist das ewige Dilemma von grossen Städten und kleinen Zeitbudgets… Was aber auffiel: Es hatte grausam viele Deutsche.

    Kuba haben wir hinter uns. – Wir sind reif für ein neues Land. Wir sind überreif für Asien… Aber auf Jamaika freuen wir uns trotzdem noch.

    Wir hatten viele spannende Geschichten zufriedener Touristen gehört. Entsprechend gross war die Vorfreude, im Wissen das wir bei gewissen Dingen Abstriche machen müssten. – Und ja, wir mussten Abstriche machen. Richtig Fans von Kuba sind wir in diesen drei Wochen nicht geworden. Reisen ist umständlich und der ÖV (zu) teuer. Für Ferien ist uns die Entfernung zu gross und Kuba (bös gesagt) zu wenig schön. Und Ferien in einem „teuren“ Hotel sind hier auch wirklich teuer aber nicht anders als in Hotelanlagen wie es sie überall gibt.

    Autonomes und spontanes Reisen ist in Kuba nur bedingt möglich, auch wenn wir gut vorbereitet gewesen wären… W-LAN ist eine Seltenheit. Es ist schon schwierig (bis unmöglich) an einen brauchbaren Stadtplan zu kommen. Man muss sich gezwungenermassen vor Ort erkundigen. Vorgängige Abklärungen sind vielfach schlicht nicht möglich. So reisten wir „von der Hand in den Mund“, waren auf Empfehlungen angewiesen und mussten mit Enttäuschungen leben. Wie wir feststellen durften hatten viele Leute nämlich auch nicht wirklich eine Ahnung, wie der Hase in „ihrem“ Kuba läuft… Aber Zurückhaltung mit „gutem“ Rat erlebten wir dennoch keine.
    Wenn gar nichts mehr ging (oder auch schon viel früher…) kam jeweils noch der Amigo vom Amigo vom Typen der dir eine Unterkunft, eine Taxi, Gras, eine W-LAN Karte, Zigarren oder wahlweise ein Restaurant andrehen wollte ins Spiel. Irgendwie schön, aber vor allem eine mühsame Abhängigkeit, denn alleine kommst du unter Umständen nicht weit.

    Im Nachhinein wurde uns auch noch eine Erklärung für das eher fade kubanische Essen geliefert. – Die Jamaikaner munkeln, dass die ausgewanderten Kubaner alle Gewürze mitgenommen hätten…

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  • 30Mar 2017

    66 Montego Bay 30.03.2017 Jamaika —

    Montego Bay, Jamaika

    Beschreibung

    Nach 2 kurzen Flügen von Havanna nach Miami und weiter nach Jamaica kamen wir in Montego Bay an. Ya man!

    Noch vor der Migration mussten wir zur Krankenschwester, wegen potenzieller Malariagefahr. Wir haben dummerweise Peru – wo wir nur am Flughafen umstiegen – als Reisedestination der letzten 6 Wochen angegeben. Die Krankenschwester war super und wir wussten sofort, dass wir auf Jamaica richtig sind. Sie erklärte mir die Bedeutung von „kotch“ was patois ist. Auf Deutsch würde man wohl sagen, kurz vorbeischauen. Tinu konnte problemlos durch die Migration, aber die Mitarbeiterin, die ich hatte war wohl übermotiviert – ja ich habe auch die Fragen dumm beantwortet in dem ich die Wahrheit sagte. Es war ihr wohl zu dumm mich noch weiter sprechen zu hören, so liess sie mich durch ohne dass ich das Weiterreiseticket zeigen musste.

    Am Flughafen war es dasselbe Spiel wie überall mit den Taxis. Kurze Fahrten für sehr viel Geld. Im Hotel angekommen staunten wir nicht schlecht und dachten zuerst wir sind falsch. Es war ein grosses wunderschönes Herrschaftshaus, das wir gebucht haben. Nun wussten wir auch wieso unser Zimmer so teuer war, denn wir hatten ein 4er Zimmer gebucht und das war mit USD51 doch eher teuer und immer noch das günstigste, dass wir nahe dem Zentrum finden konnten.

    Im Innenhof des Hostels kamen sie uns bereits von Weitem entgegen die Rauchschwaden. An dem Abend holten wir uns im Supermarkt ein paar Red Stripe und was zu Knabbern und wir stiessen auf unsere Ankuft an.

    Am nächsten Tag zogen wir los um die Gegend zu erkunden. Hotels reihten sich an All-Inclusive-Resorts und Souvenirshops und Bars. Das war es im Grossen und Ganzen eigentlich auch schon. Deshalb und wegen des hohen Preises entschieden wir uns am nächsten Tag weiter zu ziehen.

    Kleine Anekdote zu den jamaikanischen Preisen: Die Hostelchefin lebte eine Zeit lang in den USA, in einem Bundesstaat in dem es wohl einen richtigen Winter gibt. Dennoch sei die Stromrechnung in Jamaika höher als sie es dort war. In Jamaika wird notabene nur Licht und ein Ventilator gebraucht… Wir wusste was uns bevorstand.

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  • 31Mar 2017

    67 Ocho Rios 31.03.2017 Jamaika —

    Ocho Rios, Jamaika

    Beschreibung

    In Ocho Rios machten wir nur einen Zwischenstopp.
    Auf den ersten Blick gefiel es uns sehr gut. So beschlossen wir am nächsten Tag weiterzureisen und unseren Jamaica Aufenthalt in Ocho Rios ausklingen zu lassen.

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  • 01Apr 2017

    68 Port Antonio 01.04.2017

    Port Antonio

    Beschreibung

    „Foreigners: Welcome to Jamaica!“ – Dieser Spruch war nicht bloss an uns gerichtet, sondern auch an die übrigen, ausschliesslich jamaikanischen Fahrgäste im Bus. Und es hatte was. Von Ocho Rios kommend erlebt man in Port Antonio ein anderes Jamaika. Grüner, langsamer, weniger touristisch und man merkte wo der Kondukteur herkam.

    Das spezielle Jamaika-Englisch machte den Wechsel weg von Spanisch (nach vielen Monaten) hin zu Englisch noch etwas krasser. Gewöhnungssache. Aber die Frage „das soll Englisch sein?!“ tauchte hie und da auf…

    In Jamaika sind die Preise generell hoch. Das Preisniveau muss wirklich als „europäisch“ bezeichnet werden. Mit ein Grund dafür ist sicher, dass so viel verlangt werden kann wie die US-amerikanischen Touristen bereit sind zu bezahlen. Da es sich bei diesem Klientel eher um ein wohlhabendes handelt ist es viel... Die Preise sind dabei nicht nur für die Touristen hoch. Auch die Einheimischen brauchen vergleichsweise viel Geld um ihren Lebensunterhalt zu beschreiten; haben sie aber nicht.
    Jamaika ist eines der ärmeren Länder Mittelamerikas. Der Umgang mit Geld war dadurch nicht so entspannt. Es war ständiges Thema. Dauernd bist du mit Geld und arm und „reich“ konfrontiert. Jeder braucht immer Geld welches du als „reicher“ Tourist natürlich zu verschenken hast. So kam es mir vor. So mühsame und unangenehme Diskussionen über Preise und Geld hatten wir in allen Ländern zuvor nicht.

    Nach gewissen Anlaufschwierigkeiten wussten wir wie das Land für uns zu bereisen war. Zu diesen Anlaufschwierigkeiten zählt auch der Ausflug (resp. das Missverständnis) zur Blue Lagoon. Ein Ort, welcher in diversen Hollywood-Filmen zu bestaunen ist. Es sieht auch wirklich toll aus. Aber einen angenehmen Tag kannst du dort nicht verbringen. Für alles musst du mit einem Boot irgendwo hingefahren werden. Und bei den Bootspreisen spinnen sie… So haben wir es kurzerhand sein lassen.

    Eine, wie ich finde, beeindruckende Geschichte: Ein Deutscher segelte innerhalb von 6 Monaten von Hamburg nach Port Antonio. Unterwegs war er dabei nicht etwa mit einer Luxusjacht, sondern mit einem Boot welches in der Schweiz als „Nussschale“ bezeichnet wird… Mir hat die Geschichte und der Typ Eindruck gemacht. – Das sind Dinge, an die man sich später erinnern wird. Diesem jungen Hamburger (glaube 18 Jahre) gönne ich sein Erlebnis und die daraus entstehenden Geschichten auf jedem Fall. Ein Herr von der Schifffahrtsbehörde hat es mit schönen, aber leider wenig praxistauglichen Worten (wenn wir mal ehrlich sind…), wie folgt umschrieben: „Tu was dir Spass macht. – Und wenn dir etwas keinen Spass macht: Tu es nicht.“ – Klar, typisch schweizerische Haltung: Zukunftsorientiert, bodenständig und man will es allen rechtmachen… Jamaika ist unter anderem in diesem Punkt wirklich ein anderes Pflaster.

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  • 04Apr 2017

    69 Kingston 04.04.2017

    Eastwood Park, Kingston

    Beschreibung

    Was Maradona in Argentinien und Che in Kuba, sind in Jamaika (vor allem in Kingston) Bob Marley und Reggea. Dachte ich. Die Allgegenwärtigkeit war jedoch bei weitem nicht so gross. Hie und da ein Bild, ein Spruch, ein Lied. Prägendes Gesprächsthema war es jedoch nicht. Da Bob Marley nicht zu uns kommen wollte gingen wir zu ihm. – Sein früheres Wohnhaus an der Hope Road 56, unweit von unserem Hostel gelegen, wurde zu einem interessanten Museum umfunktioniert. Der Besuch hat sich wirklich gelohnt.

    An gewissen Tagen war Kingston ein Ort zum faul werden. – Es ist warm und viel zu tun gibt es nicht. Spaziergänge in der Stadt waren auch nicht die beste Idee. Das Marschieren durch reiche Viertel ist nicht besonders spannend, durch arme Viertel jedoch sehr gefährlich. In Kingston gibt es Orte, die sogar von vielen Jamaikanern gemieden werden… Ich weiss nicht ob ich mit den Worten „take care white man“ eingeschüchtert oder gewarnt werden sollte. Jedenfalls war es in Kingston Downtown nicht sehr angenehm.

    In der Nähe von Kingston liegt Port Royal, ein Ort der vor allem für die früheren Piraten von Bedeutung war. Mit Route-Taxi und Bus ist der Ort in einer guten Stunde zu erreichen. Für den Fall dass man eine echte Kanone sehen möchte…

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  • 09Apr 2017

    70 Ocho Rios 09.04.2017

    Ocho Rios

    Beschreibung

    Ocho Rios war unser jamaikanisches Optimum: Preislich nicht allzu teuer, viele Restaurants und Bademöglichkeiten. – Alles in der Nähe. So beschlossen wir, unsere letzten Tage in Ocho Rios zu verbringen und von dort direkt an den Flughafen Montego Bay zu fahren. Gesagt getan. So verbrachten wir ein paar Tage bei hervorragendem Wetter an schönen Plätzen. Die bevorstehende Kälte in Düsseldorf war schon da ein Graus…

    Gewohnt haben wir im Bamboo Hostel und dabei dessen Entstehung teilweise miterleben dürfen. Das Hostel gibt es seit 9 Wochen und es wird von einem Inder geführt, welcher seit 30 Jahren in Jamaika lebt. Die ganze Sache mit dem Hostel war ihm neu. – Man merkte es resp. er zeigte es und so wandte er sich mehrfach mit Fragen an uns… Hoffentlich waren ihm unsere Ausführungen dienlich. Sollten wir wiedermal in Ocho Rios sein, werden wir sicher vorbeischauen um zu erfahren, wie sich das Hostel entwickelt hat. Als helfende Hand hat er einen Herrn mittleren Alters angestellt, welcher Kingston verlies, weil es ihm zu unsicher war… Dies als Schlussbemerkung zur Sicherheit in Kingston.

    Jamaika hat bei mir (Tinu) gemischte Gefühle hinterlassen. Eine wunderschöne Insel, welche von teilweise sehr mühsamen Menschen bewohnt wird. Liebe auf den ersten Blick war es nicht. – Grund genug das Land noch einmal zu bereisen. Ein etwas grösseres Budget würde wohl auch erheblich zum Wohlbefinden beitragen. – Wir kommen wieder.
    Und gleichwohl: Wenn man die weite Reise auf sich nehmen mag würde ich Jamaika definitiv vor Kuba ansiedeln. Strand und Landschaft sind sicher eine Reise wert.

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  • 13Apr 2017

    71 Düsseldorf 13.04.2017

    Altstadt, Düsseldorf

    Beschreibung

    Die Reise bedingte einen Abstecher nach Europa und so verbrachten wir einen entspannten Tag in Düsseldorf. Dem „Zuhause“ so nahe und doch so fern… Die Kälte liess jedoch keine Sentimentalitäten aufkommen. Wir wollten unbedingt weiter!

    Im schicken Radisson Blu liessen wir es und gut gehen. – Nachdem wir es den gefunden hatten. Es gibt in Düsseldorf nämlich deren zwei… Selbstverständlich waren wir zuerst im falschen. Absoluter Hammer war das Frühstücksbuffet! Auch die Wünsche von Lily waren komplett abgedeckt.
    Gewisse Dinge vermisst man fernab der Heimat … In diesem Sinne konnten wir zu meiner (Tinus) grossen Freude ein Schnitzel verspeisen.
    Aber dennoch (und zum Glück): Es ging weiter. – Nachdem wir am Frühstücksbuffet ein zweites Mal zugeschlagen hatten.

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  • 16Apr 2017

    72 Bangkok 16.04.2017

    Wat Bowon Niwet, Bangkok

    Beschreibung

    Zum ersten lernten wir die thailändische Hauptstadt Bangkok aus dem Taxi kennen. Wir fuhren einmal quer durch die Stadt als wir in den frühen Morgenstunden Flughafen wechseln mussten. Im weiteren Verlauf des Tages konnten wir es uns in den Weiten des Flughafens Don Muang (so gut es ging) gemütlich machen und auf den Weiterflug nach Luang Prabang in Laos warten.
    Der Gedanke, Bangkok nicht zum letzten Mal gesehen zu haben lässt mich nicht los. Als „Olten der südostasiatischen Luftfahrt“ dürften wir die Stadt oder mindestens einer ihrer Flughäfen noch einmal betreten…

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  • 16Apr 2017

    73 Luang Prabang 16.04.2017 Laos —

    Luang Prabang, Laos

    Beschreibung

    Die vorangegangenen Tage hatten es in sich. Eine Reise über drei Kontinente wobei wir einen Grossteil der Zeit in Flughäfen verbrachten. – Und endlich waren wir da.
    Angekommen in Luang Prabang, Laos. Teil zwei unserer Reise konnte beginnen!

    Hitze (bis 35°) und Zeitverschiebung (12 Stunden gegenüber Jamaika) nahmen uns mehr in Anspruch als gedacht. In den ersten 48 Stunden haben wir rund 30 Stunden geschlafen. Der Rücken schmerzte bereits etwas als sich ein Schlafrhythmus einstellte. Im Weiteren schliefen wir rund 12 Stunden pro Tag und die Tage begannen früh. Wir nahmen diesem Umstand jedoch dankend an und nutzten die Gunst der Stunde. Am Anfang war ich (Tinu) etwas verwirrt. So habe ich das eine oder andere Mal einen Laoten mit „Hola“ begrüsst… Zum Glück legte sich diese anfängliche Verwirrtheit schnell.

    Laos ist der einzige Binnenstaat Südostasiens. Die daraus entspringenden Nachteile dürften klar sein. Wenden wir uns den vielen Vorteilen zu…
    Luang Prabang ist locker, entspannt und gechillt. Noch gemächlicher und der Mekong würde vermutlich nicht mehr fliessen; Die Zeit würde wohl stehen bleiben. Aufgrund grosser Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit geht es jedoch fast nicht anders. Man schwitzt wirklich im Stehen… Für uns war es einfach ein Ort zum Wohlfühlen. Der Gedanke an die Abreise schmerzte ab dem ersten Tag.

    Das Städtchen mit knapp 50‘000 Einwohnern hat einiges zu bieten. Tempel, Wasserfälle, Märkte, die charmante Innenstadt sowie die schöne Landschaft rund um den (braunen) Mekong sind bequem per Tuck-Tuck, Roller, Velo oder zu Fuss erreichbar. Der Ort bietet sich darüber hinaus für längere wie kürzere Spaziergänge an.

    Was auffiel, es hatte viele Asiaten auf Reisen (vor allem Japaner und Chinesen). Klar, scheint nicht verwunderlich zu sein, denn schliesslich sind wir in Asien... Mich überraschte es dennoch ein wenig, denn in Mittel- und Südamerika trafen wir äusserst selten auf mittel- und südamerikanische Touristen.

    Als Start auf einem neuen Kontinent hätten wir es kaum einfacher treffen können. Um ehrlich zu sein: Es ist alles auf Touristen und Reisende ausgelegt; es scheint als wäre der Ort für Touris geschaffen worden. So waren etliche Cafés, Bars und Restaurants auf engstem Raum zu finden, wenn wir mal entspannen wollten. Gleichzeitig brauchten wir nur den Mekong zu überqueren um in eine bis anhin fremde Welt einzutauchen. Einfach den Zurufen „Hello, boat?“ folgen…

    Ein bisschen fühlte ich mich wie ein Routinier. Denn wir hatten (fast) allen anderen Reisenden etwas voraus: Wir kamen nicht aus einer westeuropäischen Wohlfühloase nach Asien. Wir hatten 9 Monate Mittel- und Südamerika hinter uns. Von dieser Erfahrung zehrten wir und liessen uns nicht so schnell verrückt machen wie es zu Beginn der Reise vielleicht noch der Fall gewesen wäre. Ich weiss, viel Eventualität. – Was ich damit sagen will: Wir nahmen es wie es kam und dies äusserst gelassen.

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  • 24Apr 2017

    74 Vientiane 24.04.2017 Laos —

    Ban Nongbone, Vientiane, Laos

    Beschreibung

    24 Stunden im Bus. – Zeit zum Schreiben. Wir sind auf dem Weg von Vientiane nach Hanoi, auch als „Road to Hell“ bekannt… Bis jetzt meinen sie es gut mit uns; gemässigte Hölle also.

    Das Klima in Luang Prabang legte uns für Vientiane die Suche nach einer Unterkunft mit Pool nahe. Auf booking.com wurde daher nebst den üblichen die Schaltfläche „Pool“ angewählt… Der 300. Tag unserer Reise wollte ja schliesslich gefeiert sein. Aber letztlich bedarf der Pool keiner Rechtfertigung. Schlicht angenehmer bei diesen Temperaturen.

    Luang Prabang konnte noch nicht als Basis dienen um den Abgasgestank mit Südamerika zu vergleichen. Ich hoffe Vientiane kann. – Denn der Gestank war wirklich bedeutend weniger stark. Ich hoffe Hanoi wird uns gedanklich nicht in die Niederungen der südamerikanischen Verkehrsemissionen zurückbefördern.

    Im Gegensatz zu Luang Prabang ist Vientiane weit weniger touristisch. Die unzähligen Karaokebars waren eher zum Zeitvertrieb der Laoten. – Eine geschäftige Stadt, der man den Status „Hauptstadt“ anmerkt. Für uns ganz praktisch. So war das Visum für Vietnam ohne Probleme zu besorgen. Wirklich in der Hand der Tourismusindustrie waren lediglich zwei bis drei Strassen. Alle übrigen Strassen waren fest in laotischen Händen, mit jeweils einem thailändischen Finger. – Die Grenznähe war hier und da zu spüren. In Vientiane wird Laos und Thailand durch den Mekong getrennt.

    Der laotische Kip ist augenscheinlich keine starke Währung (1 $ = 8‘200 Kip). Auf der vietnamesischen Botschaft hätten sie für die Visa entsprechend lieber Dollar gesehen. Hatten wir nicht. – So mussten wir uns auf einen üblen Wechselkurs einlassen. Mag in diesem Fall ja verständlich sein. Eher unverständlich fand ich hingegen, dass den Kip nicht mal die Laoten wirklich wollten. Im Hotel hätten wir mit Dollar ebenfalls weniger bezahlt. Tuck-Tuck-Fahrer boten ihre Preise teilweise in thailändischen Baht an. Teure Sachen (Autos etc.) waren fast immer nur in Dollar angeschrieben. Für ein nächstes Mal wären wir mit ein paar Dollar in bar gut beraten.

    Die Stadt hatte einiges zu bieten, wirklich zeitintensiv waren die Besichtigungen in unserem Fall aber nicht. Tempel, Regierungsgebäude und dergleichen konnten wir gut im Vorbeigehen bestaunen. Es blieb genügend Zeit, die Cafés und die Vorzüge unseres schönen Hotels zu geniessen. Es war heiss, ohne dass wirklich die Sonne schien. Es war immer irgendwie dunstig / neblig. Die Hitze wurde dadurch aber nicht weniger… Der Pool war somit eine angenehme Abwechslung.
    Das einzige was über die „normalen“ Spaziergänge hinausging war die Thailändisch-Laotische Freundschaftsbrücke etwas ausserhalb. Der touristische Magnet Patuxai (Siegestor) war ganz in der Nähe unseres Hotels und auf unserem Weg zur vietnamesischen Botschaft.

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  • 29Apr 2017

    75 Hanoi 29.04.2017 Vietnam —

    Cát Linh, Hanoi, Vietnam

    Beschreibung

    Good morning Vietnam!

    Wir kamen nach einer ziemlich gemütlichen Fahrt morgens in Hanoi an – Tinu schlief herrlich, ich nicht.

    Ein netter Taxifahrer wartete schon auf uns – war klar, dass wir beschissen wurden. Nun gut aufregen, abregen, weiter machen!

    Hanoi ist riesig. Alles extrem weitläufig und die Distanzen gross. Wir nahmen uns vor, das Visum für Kambodscha wieder vorgängig zu besorgen, da einige Personen die Road to Hell schafften, aber dann nicht nach Vietnam gelassen wurden. Denn wer sich nicht vorgängig um ein Visum gekümmert hatte, wurde an der Grenze zurück gelassen.

    So machten wir uns schnellst möglich auf den Weg zur Botschaft. Es brauchte insgesamt 3 Anläufe.

    - Wir lernten, dass der 1. Mai ein weltweiter Feiertag ist, ausser in Bern.
    - Auch der 2. Mai ist in Vietnam ein Feiertag – wahrscheinlich weil 1 Freitag alleine nicht rentiert :)

    Am 3. Mai klappte es dann endlich. Wir wollten ursprünglich nicht so lange in Hanoi bleiben, aber die Visumsgeschichte verzögerte unsere Abreise und so waren wir doch 1 Woche in Hanoi. In unserer Nähe gab es einen „See“ mit „Park“. Es war eine grosse siffige Glunge mit einem Spielplatz, der mit Kunstrasen ausgelegt wurde. Es war lustig morgens während der Joggingrunde, den anderen Sportlern beim Qi-Gong, Tanzen und rückwärtslaufen zuzuschauen.

    Was machten wir sonst noch so in Hanoi? Wir spazierten viel und oft, denn unser Zimmer roch etwas nach Schimmel – es stank aber nur dezent – wir zogen daher die frische Luft draussen vor.

    Wir assen viel, denn die Vietnamesische Küche sagte uns sehr zu – ein Hoch auf den ersten Bananenblüten-Salat, den wir hatten! Ausserdem lernten wir Morning Glory kennen. Ich weiss nicht wie ich so alt werden konnte, ohne diese Leckerei zu kennen. Auf Deutsch wird es Wasserspinat genannt, obwohl es wahrscheinlich gar nichts mit Spinat zu tun hat.

    Es hatte sehr viele Einkaufszentren und viele kleine härzigi Kaffes. Diese suchten wir während unserer Spaziergängen auf, denn es war so heiss. Eine kühle Brise wehte nur sehr selten.

    Von der Hitze in den asiatischen Städten waren wir im Allgemeinen sehr überrascht. Bisher war es immer so, dass es in der Nacht abkühlte und morgens noch einigermassen erträglich war zum Joggen. Aber das war bereits bei der Ankunft in Bangkok nicht mehr so…

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  • 06May 2017

    76 Halong 06.05.2017 Vietnam —

    Hà Phong, Tp. Hạ Long, Vietnam

    Beschreibung

    Die Anreise von Hanoi nach Halong erfolgte mit dem Bus gebucht im Touristenbüro. Die meisten unserer Fragen wurden mit Yesyesyes beantwortet. Wir waren uns nicht sicher, ob uns die Dame überhaupt zuhört, aber schlussendlich klappte die Abholung am von ihr eingezeichneten Standort.

    Wir fuhren über Berge durch Täler und Dörfer auf einer Strasse mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von gefühlt 20km. Jedes Mal wenn ich das Gefühl, dass wir nun gleich da sind wurde ich wieder enttäuscht. Aber alles in allem war es eine angenehme Fahrt. Wir machten einen Zwischenstopp in einem riesigen Touristen Einkaufszentrum. Ich traute meinen Augen nicht: Alle Artikel waren mit Preisen versehen. Es war ein Freudenfest für mich. Handeln ist gar nicht mein Ding und Martin übernimmt dies meistens. Daher konnte ich zuschlagen. Natürlich war alles viel zu teuer, aber ich wusste, dass alle viel zu viel bezahlen nicht nur ich, daher war es ok.

    Die Fahrt endete dann endlich und am Hafen wurden wir gebeten auszusteigen. Das Problem war nur, dass wir ein Hotel im Zentrum gebucht hatten und zwischen Zentrum und Hafen ca. 15 Kilometer lagen. Natürlich gab es Taxis. 15 Minuten Taxifahrt war teurer als die 4 Stunden Bus fahrt, die wir gerade hinter uns hatten. Laufen war aber wegen der Hitze und Distanz keine Alternative.

    Eine Touren-Verkäuferin suchte das Gespräch mit uns und verkaufte uns eine 2 tägige Halong Bay Tour samt allen Transfers, Kanufahrt, Essen und Freibier für 99 Dollar pro Person – super Problem gelöst.

    Der Durchschnittstourist sieht das Zentrum von Halong nicht. Er wird von Hanoi nach Halong Hafen gefahren. Dort steigt er in ein Schiff, macht die Halong Bay Tour und wird gleich anschliessend nach Hanoi zurück gefahren.

    Im Zentrum von Halong angekommen stellten wir fest, dass es dort nicht viel zu sehen gab. Es hatte einen Strand, an dem hauptsächlich Einheimische waren. Der Strand war nett – sehr schmutzig und das Wasser war bisiwarm, aber es war schön die Einheimischen unter sich zu erleben.

    Man kann sich das etwa so vorstellen: Eine Gruppe von 20 Vietnamesen sucht in der ersten Reihe freie Plätze. Unabhängig davon, ob wie voll diese erste Reihe bereits ist, die 20 Leute quetschen sich alle unter den letzten freien Schirm. Dann geht die Party ab mit Musik, selbstgebastelten Grills, und unangenehem Fischgerüchen vom Grill, Geschrei und Kinder, die überall rumrennen. Das Verhalten konnten wir uns nicht erklären, denn es hatte noch reihenweise leere Plätze, einfach nicht in der ersten Reihe. Es ist mir im Übrigen genau so unerklärlich wie das Reservieren der Liegen mit Tüchern und dann den ganzen Tag nicht dort sein“.
    Wir hatten zum Glück unsere Ruhe, den die Einheimischen sassen weit weg von uns und wir hatten gemütliche Tage am Strand.

    In Halong Stadt hat es einen riesigen Vergüngungspark – vielleicht gibt es den auch noch nicht und er ist noch im Bau. So genau haben wir das nicht rausgefunden. Das war es auch schon mit den Sehenswürdigkeiten. Wir freuten uns auf unsere Mini-Kreuzfahrt in der Halong Bay.

    Die Hügel, die aus dem Wasser ragen sind faszinierend. Wir verbrachten den Grossteil der Zeit auf der Terrasse und genossen den Ausblick. Natürlich gab es auf der Tour auch ein Rahmenprogram, das na ja war. Wir wurden durch eine Tropfsteinhöhle und eine Perlenfarm geschleust und hatten 2 Stunden Landgang auf der einzigen Insel mit Sandstrand. Dementsprechend voll war es! Das Gratisbier gab es erst spät, aber alles in allem war es ein netter Ausflug. Wir kamen mit den anderen Teilnehmern ins Gespräch und verbrachten 2 lustige Tage in der Gruppe.

    Am nächstenTag war die Mini-Kreuzfahrt auch schon durch und eines muss ich noch sagen. Das Essen war der Oberhammer. Es gab insgesamt wohl 10 verschiedene Menüs und Beilagen und frische Früchte zum Dessert!

    Wir warteten auf unseren Bus der uns weiter brachte. Es ging der Küste entlang Richtung Süden.

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  • 10May 2017

    77 Da Nang 10.05.2017 Vietnam —

    Hải Châu District, Da Nang, Vietnam

    Beschreibung

    Nach einigen unfreiwilligen Stopps kamen wir in Da Nang an. Ein gemütliches Städtchen auf den ersten Blick. Unser Hotel war in der Nähe des Strandes. Wir wollten nicht wieder auf einen Taxi- oderTuk Tuk Fahrer reinfallen, so beschlossen wir das Stück zu Fuss zu gehen. Es war ein schier endloser Marsch durch die Wüste Richtung Hölle. So fühlte es sich jedenfalls temperaturmässig an.

    Der strandnahe Abschnitt, schien weniger gemütlich als das Zentrum. Es reihte sich Baustelle an Baustelle und Hochhäuser wurden neben Baracken hochgezogen. Der erste Eindruck täuschte sehr. Da Nang überzeugte uns beide. Es hatte alles und alles war sehr nah. Die Leute waren gechillt und liessen uns in Ruhe – das heisst keine nervigen Verkäufer, Taxifahrer oder aufdringliche Strassenverkäufer. In de Restaurants war das Essen unverschämt günstig, sehr lecker und der Service freundlich und effizient – die Köche übrigens auch. Es waren alles in allem gemütliche Strandferien. Das Meer war blauer als die Kloake in der Halong Bay und der Strand sehr sauber. Die Strandstühle und –liegen waren günstig und es gab Fruchtshakes und Kokosnüsse en Masse.

    Was mich in Vietnam überzeugte, waren all die Kaffees und Shops. Du hast die Wahl, ob du in die bonzigen Malls gehst oder in die Markthalle. Alles ist verfügbar und leicht zu finden. Es hat auch immer wieder kleine Juwelen wie Kosmetikläden in denen nur selber gemachte Kosmetika verkauft wird oder Kaffes im Shabby Style.
    Nach Da Nang werden wir wieder gehen und zwar bald wieder. Einfach um zu sehen, wie es mit den Baustellen weiter geht.

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  • 18May 2017

    78 Hoi An 18.05.2017 Vietnam —

    Cẩm Châu, Hội An, Vietnam

    Beschreibung

    Dieses Städtchen ist sehr nahe von Da Nang. Es wurde uns von mehreren Personen (alles Vietnamesinnen – ich weiss noch nicht, ob das eine Rolle spielt, da ich mich noch mit keinem nicht Vietnamesen über diese Destination unterhalten habe) empfohlen. Nach einer kurzen Fahrt im Minivan kamen wir im Zentrum an. Natürlich war unsere Unterkunft nicht im Zentrum, sondern am Meer. So durften wir wieder ein ziemliches Stück unter brennender Mittagssonne mit unserem Gepäck zurück legen, während alle an uns vorbei brausten.

    Was uns sofort auffiel waren die höheren Preise in den Restaurants im Vergleich zu Da Nang. Wir verstanden, aber erst später wieso. Leider oder zum Glück traf der seltene Fall ein, dass wir unser Hotel vor Ort nicht verlängern konnten, weil es ausgebucht war. Leider weil wir mit unserem Gepäck wieder zurück laufen mussten – zum Glück weil wir in ein wunderschönes Guesthouse wechselten mit dem wohl grössten Bett und einem der schönsten Zimmer. Das Bett war ohne Witz etwa vier Meter breit – so eines will ich dann auch haben Tinu!

    Im Hotel konnten wir die Bikes benutzen, so waren wir auch mobiler und der Strand viel näher. Das mit den höheren Preisen in den Restaurants funktioniert folgendermassen. Die Restaurants in der ersten Reihe haben direkten Strandzugang. Sie stellen Schirme und Liegen (Deluxe-Klasse mit dicken Auflagen) kostenlos zur Verfügung im Gegenzug konsumiert man dort. Das heisst egal, ob ich an einem Tag ein 10 Gang Menü esse oder nur 1 Kokosnuss trinke, ich kann den ganzen Tag auf der Liege unter dem Schirm des Restaurants rumfläzen. Dafür waren die höheren Preise vollkommen ok.

    Das Highlight von Hoi An ist die Altstadt. Ist wohl ein UNESCO-Kulturerbe oder so. Mich (lily) hat es gar nicht überzeugt. Es fing schon damit an, das wir um durch die Altstadt zu laufen ein Ticket kaufen mussten. Verglichen am Preisniveau vor Ort war es eine horrende Summe! Nun gut ist ja einmalig. Von der ach so schönen Altstadt sahen wir nicht viel. Es reihte sich Souvenirshop an Restaurant an Ramschladen und dann wieder von vorne. Die Altstadt ist an einem Fluss oder seinen Überresten. Gemütlich flanieren ist nicht möglich, weil man ständig von Fischern angequatscht wird, die einem eine Tour auf dem Fluss anbieten. Die Fischer wechseln sich mit Frauen ab, die ihre Bambusstangen mit Last als Fotomotiv anbieten. Wir spazierten durch die Altstadt und hatten es ziemlich schnell gesehen. Wir gingen dann essen – wie immer :)

    Die Tage verbrachten wir dann wieder am Strand oder in unserem super duper Hotelzimmer. Tropical Villa heisst es übrigens für das nächste Mal;)
    Für unseren nächsten Stopp trennten sich Tinus und meine Wege.

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  • 22May 2017

    79 Ho Chi Minh 22.05.2017 Vietnam —

    Phường 15, Ho Chi Minh City, Vietnam

    Beschreibung

    Nach ein paar Stunden Schlaf war klar, warum Ho Chi Minh City als hektischer bezeichnet wird als Hanoi. – Verdammt, da ist jede Strasse so und zwar zu jeder Uhrzeit… Als ich mich ins Getümmel warf staunte ich nicht schlecht, was alles mit dem Roller transportiert wurde: Bananenkisten, Schränke, Baumaterial, bis zu 4 Personen. – Rücksichtnahme auf Fussgänger darf dabei nicht erwartet werden. Gehwege und Ampelanlagen fungieren mehr als Orientierungshilfe denn als bindendes Regelwerk…

    Wie in Hanoi war meine Unterkunft ausserhalb der touristischen Hotelzone („meine“ da Lily den Strand in Nha Trang genoss). Entsprechend wenige Nicht-Vietnamesen waren zugegen. Das Zimmer: Na ja… Es reichte zum schlafen. Den auf booking.com angepriesenen Aussenpool suchte ich erfolglos.

    Angereist war ich in der Nacht zuvor. Bereits beim Anflug war klar, Ho Chi Minh City ist riesig. Eine gefühlte Ewigkeit schwebte das Flugzeug über der Stadt. Aussentemperatur: immer noch oder schon wieder 27° C. Auf dem Gepäckband kamen mir jede Menge Pakete entgegen. Die meisten davon angeschrieben mit dem „Müller Vietnams“: Nguyen. – Aber kein Problem; nach kurzer Zeit waren alle Pakete diskussionslos vergriffen. Weiter ging’s; Taxi suchen, ich ahnte Böses… Nach den üblichen Diskussionen und einem Startangebot von 250‘000 Dong fand sich ein Fahrer, welche mich für höchstens 100‘000 Dong (rund 4.50 sFr.) fahren wollte. Am Schluss wollte er gleichwohl 120‘000 haben (gem. Taxometer), was ich mit einer lediglich kleinen Unmutsbekundung bezahlte. Ich wollte endlich ins Bett und jemand vom Empfang stand bereits im Türrahmen (leicht verschlafen).

    Sightseeing. – Die Innenstadt bietet einige Sehenswürdigkeiten, mit dem Bitexco Financial Tower unter anderem das zweithöchste Gebäude Vietnams. Die Aussichtsplattform im 49. Stock besuchte ich angesichts des drohenden Regens nicht. Die Motivation einen verhältnismässig hohen Eintritt für ein Gebäude zu bezahlen welches „Financial“ im Namen trägt war ohnehin gering. Dies in Anbetracht der ansonsten moderaten Preise für gute Qualität in der Umgebung. In ähnlicher Höhe fand auch ein Hubschrauberlandeplatz und diverse gastronomische Einrichtungen Unterschlupf. – Wirklich ein imposantes Gebäude.

    Ein Besuch im Binh Quoi Park war ebenso Programmpunkt. Die kleine Anlage bietet schöne Sitzgelegenheiten und engbestuhlte Restaurants direkt am Wasser. – Mehr aber auch nicht. Wäre ein Eintrittspreis zu bezahlen gewesen, er wäre es nicht wert gewesen. Dem Wetter (und der Saison) geschuldet war der Park praktisch leer. Nebst mir waren ein paar Hochzeitspaare anwesend, welche sich mehr oder weniger gekonnt in Pose warfen. Das übliche halt…

    Die Stadt trägt den Namen übrigens seit der Wiedervereinigung von Nord- und Südvietnam im Jahr 1976 (vormals Saigon). Als historischer Dilettant würde ich Ho Chi Minh als den Fidel Castro Vietnams bezeichnen (Revolutionär und führender kommunistischer Politiker). – So viel zur Namensherkunft.

    Ich habe meinen Aufenthalt genossen und dabei nicht zu wenig Zeit mit Kaffeetrinken verbracht. Dass es in vielen Cafés W-Lan hatte war dabei nur das Pünktchen auf dem i. In diesem Sinne ein Hoch auf vietnamesischen Eiskaffee (Saigon Iced Coffee!) und das Kaffee-Schema als taugliche Verständigungshilfe.

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  • 22May 2017

    80 Nha Trang 22.05.2017 Vietnam —

    Lộc Thọ, Nha Trang, Vietnam

    Beschreibung

    Ich traf mich mit Thuy und Tuti in Nha Trang. Eine gemütliche Nachtfahrt und ein nicht sehr schönes Erwachen später war ich vor dem Hostel. Natürlich fiel ich auf die Motortaxi Masche rein – aber er auch auf meine, da es morgens um 4 Uhr war und wir beide noch viel zu müde waren. Es lief folgendermassen. Gleich beim Aussteigen wurde mir das Gepäck abgenommen und gesagt, dass der Herr auf dem Roller zu Hotel gehöre. Ich dachte ok cool. Er nahm meinen Rucksack zwischen die Beine und ich setzt mich hinten drauf und los ging es. Es war übrigens meine erste Fahrt meinem Motorradtaxi und das fägt. Beim Hostel angekommen verlangte er 500‘000 Dong ansonsten rückt er meinen Rucksack nicht raus – dies ist eine horende Summe für eine 7 Minuten Motorrad fahrt. Ich überlegte, ob ich schreien soll oder ob ich ihn einfach vom Roller stossen soll. Mir war aber nicht danach so drückte ich ihm eine Note mit vielen Nullen in die Hand. Er gab mir meinen Rucksack und rief mir 15 Sekunden später nach, dass ich noch drauf zahlen muss. Ich hatte ihm 100‘000 gegeben und er sah es wohl nicht richtig. Auch dieser Betrag war immer noch viel zu viel, aber mein Fehler bin ich darauf reingefallen. In Asien wartet kein Hostel Mensch auf dich, dass ist nur in Südamerika der Fall nämläch.

    Im Hostel musste ich 2 Personen wecken, es war fäng 4 Uhr morgens. Ich erhielt ein Bett legte mich hin, konnte nicht schlafen also ging ich Joggen. Es war bereits morgens um 5 Uhr über 30 Grad – keine Ahnung wie das geht.

    Danach schwelgte ich im Luxus. Ich wurde von den 2 Ladies zum Frühstück in ihrem Hotel eingeladen. Das Hotel hatte es in sich und das Buffet war der Hammer – Danke euch nochmals dafür!

    Danach gingen wir zum Strand und verbrachten einen gemütlichen Tag mit einem leckeren Abendessen und anschliessendem Ausgang in einem richtigen Club, dem ersten überhaupt den ich sah. Gut es war kein richtiger Club mehr so Outdoor im Sand hüpfen und es hatte hauptsächlich Russen und Einheimischen. Aber es war lustig zusehen.

    Irgendwann ging ich zurück in mein Hostel und kletterte mein Kajüten Bett hoch – was für ein downgrade nach so einem Tag. Der Typ mit dem ich das Kajütenbett teilte, empfing mich kotzend. Hostel Life! Am nächsten Tag ging es mit der Gondel auf die Insel. Ein Vergnügungspark, der stetig erweitert wird – Halong lässt grüssen – und der keine (asiatischen?) Wünsche übrig lässt. Der Strand war nett, aber die Bahnen, die wir am Abend besuchten waren richtig gut vor allem die Rodelbahn! Es war meine erste Fahrt und ich bin Fan! Und freue mich auf die Gurten Rodel Bahn falls die je wieder aufgeht. Abends ging es dann nochmals essen und dies war mein bisheriges Highlight. Selber Braten auf dem Tongrill. Wie Raclette ohne Käse dafür mit richtigem Feuer und Gemüse bzw. Fleisch. Also eigentlich gar nicht wie Raclette:D

    Die nächste Reise wird länger und es wird unser längster Stopp an einem Ort – wohl von der ganzen Reise!

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  • 25May 2017

    81 Phuket 25.05.2017 Thailand —

    Si Sunthon, Thailand

    Beschreibung

    Ich gabelte in Ho Chi Minh Tinu auf und wir flogen gemeinsam nach Phuket.

    Dort trafen wir auf Jossy und die Kids. Es war sehr schön von der Familie umgeben zu sein. Es war auch schön wieder einmal Hausmannskost geniessen zu dürfen – merci für dini hammer Tomatäsossä Joss. Ich hatte die Möglichkeit mein Gottemeitschi und meine Nichte anders und intensiver kennenzulernen und sie mich und natürlich auch Tinu.

    Wir waren in Patong und dort ist es ziemlich highlightlos und etwas wüäscht. Wir gingen baden, zwischendurch essen ansonsten nahmen wir es sehr gemütlich. Es regnete oft und zwischendurch auch heftig, aber die Kids konnten sich meist gut vertöörlen.

    Der Strand war na ja und etwas mühsam, weil man ständig von Verkäufern angequatsch wird. Mal für Drinks oder dann fürs Paragliding. Ich wurde kein grosser Fan. Die Strömung des Meeres ist in der Regenzeit sehr stark und wir mussten gut achtgeben, dass wir nichts zusammen mit den Kids ins Meer rausgerissen wurden.

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  • 10Jun 2017

    82 Siem Reap 10.06.2017 Kambodscha —

    Sangkat Svay Dangkum, Krong Siem Reap, Kambodscha

    Beschreibung

    Siem Reap haben wir hauptsächlich angesteuert um den archäologischen Park von Angkor zu besuchen. „Ein Muss“, um auch diese bei uns unbeliebte Formulierung mal zu gebrauchen…

    Zum Entsetzen aller Tuk-Tuk-Fahrer haben wir uns für eine Fahrrad-Erkundungstour auf eigene Faust entschieden. Die Rechnung dafür bezahlten wir mit einem Umweg beim Ticketkauf (normaler Schalter geschlossen; zurück ins Zentrum…). – Ansonsten keine fahrradbedingten Probleme.

    Den bei Fans beliebten Sonnenaufgang am Seerosenteich schenkten wir uns gleichwohl. – Zu bequem das Bett, zu gut das Frühstücksbuffet und zu lang die Tage. Auch als Nicht-Tomb Raider-Nerd wusste ich, dass die Ruinen von Angkor teilweise als Filmkulisse dienten. Wenn man dort ist versteht man auch warum. Ein Kletterparadies erster Güteklasse, wenn es denn erlaubt wäre.

    Die verschiedenen Tempelanlagen (allen voran Angkor Wat) waren eindrücklich. Ein 7-Tagespass wäre in unserem Fall trotzdem ca. 6 Tage zu lang gewesen. Wir waren happy mit unserem Tagespass, den wir auskosteten bis uns ein heftiger Regen nach Hause trieb. Wie erwähnt: Fahrrad… Keine Ahnung woher diese Idee kam… Für weitere Ausführungen lasse ich lieber die Bilder sprechen.

    Als „mentale Vorbereitung“ auf die Tempelanlagen besuchten wir das Angkor National Museum in Siem Reap. Museen werden wahrscheinlich nie unser Ding sein; ein weiteres Ausstellungshaus welches uns nur mässig begeisterte. Das Museum war, wie auch die Tempelanlagen, kein billiges Vergnügen. Für den Besuch des archäologischen Parks wurden die Preise vor kurzem fast verdoppelt (01.02.2017; von 20 $ auf 37 $), offizieller Grund: Restauration des Sandsteins. – OK, genehmigt.

    Siem Reap hat ohne Zweifel noch viel mehr zu bieten, wie zum Beispiel die „schwimmenden Dörfer“ (floating villages) im Tonle Sap-See. Unter anderem bei dieser Abwägung wurde TripAdvisor zum wichtigen Ratgeber (ein „Advisor“ eben) und begründete den Verzicht auf diverse weitere Aktivitäten im generell als „dreckig“ beschriebenen Kambodscha. – Das Lesen der Reviews ist unterhaltend und abschreckend zugleich, wenn man bedenkt, dass nicht Ausnahmen beschrieben sind…
    Dreck bei Regenwetter im Zusammenspiel mit (versuchter) Abzockerei: Lieber nicht. – Der Legende nach beginnt die Gaunerei jeweils beim Tuk-Tuk und hört mit mehrmaligen, kostenpflichtigen Bootswechseln sowie den Souvenirs mit deinem (ungefragt gemachten) Portrait als Aufdruck auf. Ich verspürte schon beim Lesen der Reviews eine gewisse Wut… Dieser Tag wäre unserem Seelenfrieden wahrscheinlich nicht zuträglich gewesen und so liessen wir es bleiben. Von anderen Hotelgästen haben wir freilich auch begeisterte Schilderungen gehört, muss der Fairness halber gesagt sein. – Von daher: Kein Urteil. Wir genossen einen Tag am Pool, ohne das Gefühl etwas verpassen zu können.

    Die Anwerbungsversuche der Tuk-Tuk-Fahrer fühlten sich spätestens am zweiten Tag an, als ob sie mit einem kleinen Skalpell direkt aufs Trommelfell geritzt würden. Stimmlage und Betonung waren hart an der Schmerzgrenze, was mich die unzähligen Anfragen keineswegs leichter ertragen liess.

    Endlich weiss ich auch, wie sich die hohen Tiere im Militär fühlen müssen: Je nach Restaurant oder Hotel standen die Angestellten auf sobald wir den Raum betraten und grüssten uns freundlich und gestikulierten dazu. Hier war es eine Verbeugung mit aneinander gepressten Händen. – Im Militär wäre es ein "militärischer Gruss". Mehr oder weniger dasselbe. Ich verstehe es nicht. Militärische Karriere hätte sich daher nicht gelohnt…

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  • 16Jun 2017

    83 Sihanoukville 16.06.2017 Kambodscha —

    Sangkat Pir, Krong Preah Sihanouk, Kambodscha

    Beschreibung

    Angepriesen als der Badeort Kambodschas schlechthin. Nun ja, es ging… Wir hatten uns am Otres Beach niedergelassen und somit auch gleich den Hauptpreis gezogen. Alle anderen Strandabschnitte waren augenscheinlich bedeutend schmutziger. Nach starkem Regen (was wir mehrmals erlebten) blieben wir dem Wasser aber auch an diesem Strand lieber fern. – Das Zusammenspiel Kanalisation und Meer war etwas unheimlich…

    Kleines Cali-Flashback: Als eine der Hauptattraktionen gilt der Independence Square im Zentrum der Stadt. Wollte ich natürlich nicht verpassen… (Scheiss) Fahrrad gemietet und hingefahren…. Warum? Auch die weiteren Sehenswürdigkeiten im Zentrum waren eher langweilig und die nahegelegenen Strandabschnitte mässig bis schmutzig. Das Zentrum befindet sich am Fusse des und wahrscheinlich auf dem Sihanoukville Mountain, wobei „Mountain“ stark übertrieben ist. Es ist mehr ein Hügelchen und die Abgrenzung entsprechend schwierig. Immerhin habe ich auf der Fahrt eine Affenfamilie beobachten können. – Oder sie mich und die anderen Gaffer… (Cali ist eine schlichte Stadt in Kolumbien. – Sorry Felipe, falls du das jemals lesen solltest.)

    Vor Sihanoukville gibt es diverse Inseln. Touren auf diese Inseln waren somit Haupthandelsgut der ortsansässigen Verkäufer. Natürlich neben Sonnenbrillen, Gürteln, Massagen und dem üblichen Zeugs. Gleiche Bedenken wie schon in Siem Reap… Sollen wir uns für (viel) Geld mit dem Boot auf eine Insel bringen lassen um dort an vermutlich nicht schönen Stränden rumgammeln zu dürfen? Dies auch im Wissen, dass es uns Mitte Nachmittag mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verregnen würde… Wir entschieden uns dagegen.

    Den ganzen Müll im Wasser treibt es (je nach Strömung) auf das Meer hinaus, wodurch bei diesen Inseln richtige Müllansammlungen entstehen. Keine schöne Sache. Wir nahmen an, dass alles neben dem Otres Beach nur ein Abstieg sein konnte.

    Gleiches Dilemma bei den Kbal Chhay Wasserfälle etwas ausserhalb: Wunderschöner Ort zum Verweilen oder Müllhalde? – Die (zum Teil natürlich sehr kleinlichen) TripAdvisor-Review-Schreiber fanden ein vernichtendes Urteil. Zugemüllt sei es und ohnehin nicht schön und die Anfahrt katastrophal und so weiter. Erster Gedanke: Gewisse Leute vergessen manchmal, fernab von Zuhause teilweise einen modifizierten Massstab anzuwenden. Einen ganzen Tag opfern um sagen zu können „ja, es stimmt“ resp. „diese Leute übertreiben wirklich völlig“ und anschliessend im Regen zurückzufahren wollten wir aber auch nicht. Daher liessen wir auch diesen Abstecher bleiben. – Wenigstens war der Regen stark… (Ich habe jeweils ein schlechtes Gewissen bei schönem Wetter untätig zu sein.)

    Viel gemacht haben wir nicht in Sihanoukville. Essen, spazieren, baden, Kaffee trinken und die Motive der Expats diskutieren kann aber auch tagefüllend sein. Zur Ergründung der Beweggründe der Expats hätten wir aber noch viel länger bleiben müssen…

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  • 22Jun 2017

    84 Kampot 22.06.2017 Kambodscha —

    សង្កាត់អណ្ដូងខ្មែរ, Krong Kampot, Kambodscha

    Beschreibung

    Kampot ist bekannt für schöne Landschaft und schmackhaften Pfeffer. Der Pfeffer ist der Hammer und kann frisch in grossen Mengen verspeist werden (wirklich grosse Mengen!), ohne das Essen abzuwerten. Vorrat gekauft, wenn auch „nur“ in getrockneter Form. Gerne hätten wir auf einer Plantage die Verarbeitung des Pfeffers angeschaut. – Zu dieser Jahreszeit ist dort aber einfach nicht viel bis nichts zu sehen. Landschaftlich war Kampot wirklich das schönste was uns in Kambodscha geboten wurde. Schönes Städtchen, weitläufiges Umland uns etwas sauberer als bis anhin.

    Rund um Kampot soll es schöne Wasserfälle geben. So habe ich mich auf die Suche gemacht. Wie ich feststellen durfte wird vielfach mit identischen Bildern geworben und die Wasserfälle (wenn man sie denn wirklich so nennen konnte) waren dann weit weniger imposant als die Fotos erhoffen liessen. Glanzstück und in der Regenzeit besonders beeindruckend sollen die Teuk Chhou Rapids sein. – Man könne sie von einer Hängebrücke aus gut sehen. Hängebrücke habe ich keine gefunden und wenn das was ich zu sehen bekam Stromschnellen waren möchte ich gar nicht wissen, wie diese während der Trockenzeit aussehen. Ich fand ein nettes Flüsschen vor… Lag vielleicht an einem neu angelegten Stausee (zu welchem komischerweise niemand genauere Angaben machen konnte…) oder Unterhaltsarbeiten. Von den Unterhaltsarbeiten sah ich nichts, fuhr aber an eine Strassensperrung hin und wurde auf Kambodschanisch und mit schnellen Handbewegungen von uniformierten Männern weggeschickt. Keine Ahnung. – Beim Punkt auf der Karte war jedenfalls tote Hose. Die weiteren Wasserfälle muteten wie erwähnt mickrig an. Die Informationsbeschaffung war phasenweise ziemlich schwierig, so kann ich mich nicht weiter dazu äussern. Lily hat mich jedenfalls (zu Recht) ausgelacht…

    Weiteres Objekt der Begierde mit zwielichtigen „Vorschusslorbeeren“ war der Bokor Nationalpark. Die Beschreibungen gingen von „Müllhalde inmitten des abgeholzten Regenwaldes“ bis zum „schönsten Nationalpark Südostasiens“. Aber Hallo, wenn das mal keine Ansage ist! Mit dem Tuk-Tuk war die steile Strasse hoch zum Zentrum des Nationalparks nicht zu bewältigen. So starteten wir unsere kurze Karriere als Motorradfahrer. Der höchste Punkt der Route war auf dem Hügel Phnom Bokor, auf welchem sich auch die Bokor Hill Station befindet. Die Bokor Hill Station wurde um 1920 von der französischen Kolonialherrschaft gebaut und ist heute ein verlassener Ort mit teilweise recht gut erhaltenen Gebäuden. Neben einer tollen Aussicht auf die Küste bietet die Bokor Hill Station ein Image als Geisterstadt. Der Ausblick lohnte sich und stellte eine willkommene Verschnaufpause von der Fahrt dar. – Lange konnten wir wiederum nicht verweilen, der Regen nahte… Die eingepackten Regen-Ponchos wollten wir wenn möglich nicht nutzen müssen. Es reichte und wir kamen trockenen Fusses wieder in unserem Guesthouse in Kampot an.

    Durch Kampot verläuft der Fluss Preak Teuk Chou, welcher von einer schönen Promenade begleitet wird. Meiner Ansicht nach stellt das in Kambodscha leider eine Ausnahme dar. Das Zentrum wird durch den Fluss, die Brücken und die vielen angelegten Restaurant-Boote stark aufgewertet. Das Zentrum bleibt dabei überschaubar und erstreckt sich auf etwa zwei Strassen… Ein kleines Zentrum hat seine Vorteile. Die vielen ansässigen Restaurants und Läden konnten in wenigen Minuten, in der Regel weniger als 5, zu Fuss erreicht werden. Und es hat wirklich gemütliche Restaurants und Läden ganz nach Lilys Geschmack.
    Aus Zeitgründen (wir durften und wollten ja nicht ewig in Kambodscha bleiben) strichen wir den geplanten Abstecher nach Kep. In Anbetracht des vielen Regens sahen wir uns in Phnom Penh besser aufgehoben.

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  • 26Jun 2017

    85 Phnom Penh 26.06.2017 Kambodscha —

    Khan Mean Chey, PP, Kambodscha

    Beschreibung

    Alles etwas aktiver, vieles etwas hektischer. Hauptstatt halt. Und die hatte es in sich.

    Einiges, wie zum Beispiel der Königspalast, war nicht besonders interessant. – Das Zentrum war hauptsächlich daran zu erkennen, dass bedeutend mehr Tuk-Tuk‘s zugegen waren. Die Tonle Sap-Promenade war auch etwas gewöhnungsbedürftig. An sich schön um daran entlang zu spazieren. Den Zusammenfluss von Mekong und Tonle Sap in Mitten der Stadt stellte ich mir jedoch attraktiver vor. – Man sah halt wie eine Brühe in die andere floss. Die Aare ist ein sehr klarer Fluss, nur mal so am Rande bemerkt...

    Es hatte viele Schiffe. Der durch Phnom Penh fliessende Tonle Sap lud dennoch nicht zur Schifffahrt ein. So liessen wir es für den Transfer nach Siem Reap zum Schluss den auch beim Bus bleiben Eine Schiffsverbindung wäre zwar vorhanden gewesen, die Fahrt ist aber wohl nicht so spektakulär und mir wäre ein Sonnenbrand (Mitfahrt auf dem Schiff) oder eine Erkältung (Mitfahrt im Schiff; die Klimaanlage soll sehr gut funktionieren) gewiss gewesen.

    Nicht dass Kambodscha mal eine Olympiade ausgetragen hätte (oder?), in Phnom Penh steht trotzdem ein Olympiastadion. Eine Besichtigung von diesem durfte selbstredend auch nicht fehlen.

    Das zweite Jahr unserer Reise brach ebenfalls in Phnom Penh an, was gleichbedeutend mit Lily‘s Geburtstag war. Zu diesem Anlass wollten wir uns ein Apéro in der Bar des Vattanac Capital Towers gönnen (höchstes Gebäude Kambodschas; Bar im 38. Stock). Leider sei dort noch der Innenausbau im Gange, teilte man uns mit… Schade, aber vor Kuala Lumpur kein Grund traurig zu sein. Zum Glück fanden wir im Erdgeschoss des besagten Turms ein Lokal, welches unseren Wünschen entsprach und uns einen Drink ausschenkte. – OK, es war eine ganze Flasche, aber Geburtstag hat man schliesslich nur einmal im Jahr.

    Phnom Penh ist ein sehr geschichtsträchtiger Ort. Zugegeben, die Geschichte Kambodschas war mir nicht geläufig, sie ist aber heftig. Vor rund 40 Jahren (1975 bis 1978) löschten die Roten Khmer um die 2 Millionen Kambodschaner auf schrecklichste Art aus. Kambodschaner töteten Kambodschaner. Bei den Schilderungen dieser Ereignisse auf den sogenannten Killing Fields überkam einem ein sehr mulmiges Gefühl. Fast die ganze Bevölkerung wurde aus der Hauptstadt Phnom Penh vertrieben. Im ehemaligen Gefängnis und Folterzentrum S-21 der Roten Khmer befindet sich heute das Tuol-Sleng-Genozid-Museum. Allein dieser Name lässt einem erschauern. Man kann nur erahnen, was sich in diesem Gebäude, einem ehemaligen Schulhaus, abspielte. Die äusserst eindrücklichen Fotos lassen, zusammen mit Einrichtungsgegenständen von damals, alles sehr präsent wirken.

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  • 02Jul 2017

    86 Siem Reap 02.07.2017 Kambodscha —

    Sangkat Svay Dangkum, Krong Siem Reap, Kambodscha

    Beschreibung

    Nachdem wir uns vergewissert hatten, dass der Pool im Lin Ratanak diesmal einsatzbereit wäre stand einer Rückkehr in unser erstes Hotel in Siem Reap nichts im Weg. Bei unserem ersten Aufenthalt war der Pool infolge von Unterhaltsarbeiten nicht in Betrieb, was uns dazu bewegte nach 3 Tagen (vorab gebuchte Dauer) das Hotel zu wechseln.

    Da wir vom ersten Eindruck von Kambodscha nicht überwältigt waren, buchten wir den Ausreiseflug ab Siem Reap nach Kuala Lumpur. So waren uns mindestens ein paar schöne Tage zum Abschluss gewiss. Ganz so schlimm war das Dazwischen dann aber auch nicht. Kambodscha ist zwar nicht unser Favorit, es gab aber durchaus sehr schöne und interessante Momente.

    In Siem Reap sind wir mit einer gänzlich leeren Agenda angekommen. Der Drang Bäume auszureissen war gestillt. Wir wollten einfach noch ein paar Tage das schöne Wetter und die warmen Temperaturen geniessen. Mit Pool geht das natürlich um einiges besser und so liess es sich in Siem Reap bestens leben.
    Diese „Motivationslosigkeit“ war wiederum nicht sehr zur Freude der Tuk-Tuk-Fahrer, welche sich teilweise vor unserem Hotel den ganzen Tag in Bereitschaft befanden. Uns war‘s egal.

    Die Vorfreude auf Kuala Lumpur stieg von Tag zu Tag. So schmerzte der Abschied von unserem schönen Hotel nur wenig (zumal wir diesmal ein bedeutend kleineres Zimmer hatten…). – Das Land haben wir wahrscheinlich für sehr lange Zeit gesehen. – Ein baldiges Wiederkommen ist nicht geplant. Falls wir doch wiedermal kommen würden, wäre das Lin Ratanak aber sicher eine Option.

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  • 05Jul 2017

    87 Kuala Lumpur 05.07.2017 Malaysia —

    Perdana Botanical Gardens, Kuala Lumpur, Malaysia

    Beschreibung

    Endlich wieder mal eine Stadt mit ÖV. Die Zuglinien (Monorail) verbinden den Flughafen mit dem Stadtzentrum und die einzelnen Stadtteile untereinander. Autonomes Fortbewegen ist also möglich. Deshalb gibt es in den Strassen keine Tuk-Tuk’s, wenige Motorräder und die Interaktion mit fremden Menschen wird um ca. 90 % reduziert. – Ich würde lügen, wenn ich diesen Umstand nach längerer Zeit in Südostasien als Nachteil bezeichnen würde.

    Kuala Lumpur ist fantastisch wenn man hohe Häuser mag. – Und ja, ich mag hohe Häuser. Je höher desto besser. Zum Glück teilte Lily diese Begeisterung mindestens im Ansatz. Fotografieren in Hochformat war angesagt. Das Touristen-Sightseeing-Fieber packte uns. Nebenwirkung war ein bisschen ein steifer Nacken. Es gibt viele Hochhäuser…

    Unser 20-stöckiges Hotel (erste Unterkunft in Kuala Lumpur) wirkte klein. Kein Witz, es schien in den umliegenden Gebäuden zu verschwinden; richtig mickrig.
    Beeindruckend fand ich den Stellenwert dieser Bauwerke innerhalb der Stadt. Andere Orte sind geschichtlich von Bedeutung oder landwirtschaftlich schön. – Kuala Lumpur hat hohe Häuser. Auch die Infrastrukturbauten werden richtiggehend zur Schau gestellt.

    Die Innenstadt ist von imposanten Brücken (Monorail) durchzogen. Wie die Verkehrsträger auf zwei bis drei Ebenen ineinander verwoben sind gefällt mir persönlich ausgezeichnet. Vermutlich ist die Kapazität aber an der Grenze (was wir auch bemerkt haben…) und ein Ausbau schwierig realisierbar. Lösungsansatz: Noch höher. – Mit Gondeln über alles hinweg schweben. Warum nicht?

    Alle Bewohner einer Stadt in einen Topf werfen wollte ich nie (wir sind ja auch nicht „die Berner“). –Für Kuala Lumpur mache ich eine Ausnahme. Eine wohlwollende scheint mir auch nicht so schlimm zu sein… Die Leute sind zuvorkommend, nicht aufdringlich aber dennoch aufmerksam und freundlich. Wir (und nicht nur unsere Kaufkraft) fühlten uns willkommen. Es war möglich, nicht auf 100 km als Tourist aufzufallen und ein wenig in der Masse unterzutauchen ohne Attraktion und potentieller Auftrag- oder Geldgeber zu sein. Sehr angenehm (zugegeben, vor allem gut für mein Wohlbefinden).

    Bei der Tour in den Petronas Twin Towers war schnell klar, es lohnt sich. Ich würde es sofort wieder machen. Einen Eindruck welchen ich noch nicht bei vielen Sehenswürdigkeiten gewonnen hatte…

    In Kuala Lumpur kann man es sich gut gehen lassen, was wir auch taten. Nach fünf Tagen stand ein Hotelwechsel an und nach diesem Umzug in ein Studio waren wir so richtig angekommen. Es fühlte sich wirklich an wie Zuhause. Unsere Bleibe war in einem Gebäudekomplex mit Einkaufsmöglichkeit und einem Café im Erdgeschoss, sowie Fitnessstudio und Pool in einem Zwischengeschoss. – Der Anforderungskatalog an unsere nächste Wohnung ist mit Sicherheit nicht kleiner geworden.

    Einziger Wehrmutstropfen war die Hop-on Hop-off Bustour. – Wir standen sehr lange im Stau. Die „Stosszeit“ dauerte von früh bis spät. Es war (im Nachhinein betrachtet) ohnehin keine gute Idee dieses Angebot in einer Stadt mit einem so guten ÖV-Netz zu nutzen… selber schuld. Vor allem weil es bei praktisch jeder Sehenswürdigkeit eine Station in unmittelbarer Nähe gibt. Und der ÖV ist günstig, was man von der Bustour nicht unbedingt sagen kann (in Anbetracht was es wirklich war).

    Nichts desto trotz hat es uns Kuala Lumpur bereits am ersten Tag angetan. Die Stadt mit ihren vielen Hochhäusern und den gleichwohl schönen Freiflächen dazwischen gefiel.

    Wir kehren bald (in etwa einer Woche) und nicht so bald (hoffentlich in ein bis zwei Jahren…) zurück.

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  • 14Jul 2017

    88 Ipoh 14.07.2017 Malaysia —

    Ipoh, Malaysia

    Beschreibung

    Ipoh stand ganz im Zeichen der Strassenkunst – Streetart – im Zentrum der Altstadt. Sprich: Rund um unsere Unterkunft, an welcher ich (Tinu) gerne und immer dran wieder vorbeigelaufen bin… Keine Ahnung warum. Durch Glück und Zufall habe ich gleichwohl jedes Mal wieder nach Hause gefunden.

    Aus Kuala Lumpur sind wir per Zug angereist. Wirklich ein komfortables Fortbewegen. Es gab etwas zu Knabbern, die Sitze waren bequem, wir konnten im Voraus problemlos buchen und waren gefühlt im Handumdrehen in Ipoh. Ankunft an einem Bahnhof der sich durchaus sehe lassen kann.

    Alles in allem war in Ipoh jedoch nicht viel los. Grundsätzlich kann die Alt- von der Neustadt unterschieden werden.

    Die Neustadt beheimatet den Bahnhof, diverse Geschäfts- und Wohnhäuser sowie ein Cricket-Feld. Im Grossen und Ganzen eher uninteressant.

    In der Altstadt ist das „touristisch Interessante“ zu finden. Es gibt eine offizielle Route, auf welcher die bekanntesten Graffitis (mit 3D-Elementen) abgeklappert werden können. Rund einen Tag verbrachten wir damit. Die restliche Zeit verbrachten wir mit Kaffee- resp. Teetrinken, Spaziergängen und der Suche nach einem neuen Akku für Lilys Natel. Die Suche war erfolgreich, der Akku jedoch nur unwesentlich besser als sein Vorgänger…

    Uns verwirrten die (wenigen), als „Touristen-Hotspot“ angepriesenen Strassen. Zu nicht mal so abwegigen Tageszeiten (späterer Nachmittag) war teilweise alles zu und keine Menschenseele anzutreffen. Restaurants und Bars sind schon vorhanden, jedoch geschlossen… Auf einmal waren die schön hergerichteten Strassen phasenwiese für kurze Momente heillos überfüllt. Man konnte sie kaum mehr passieren. Dieser Spuk legte sich vielfach so schnell wieder wie alles angefangen hat. – Die Leute waren wieder weg und wir konnten uns nicht erklären wohin sie verschwunden waren… Wie das ganze genau funktioniert haben wir während unserem Aufenthalt nicht heraus gefunden.

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  • 18Jul 2017

    89 Georgetown 18.07.2017 Malaysia —

    George Town, George Town, Malaysia

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  • 23Jul 2017

    90 Kuala Lumpur 23.07.2017 Malaysia —

    Perdana Botanical Gardens, Kuala Lumpur, Malaysia

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  • 29Jul 2017

    91 Melaka 29.07.2017 Malaysia —

    Taman Costa Mahkota, Malacca, Malaysia

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  • 02Aug 2017

    92 Johor Bahrun 02.08.2017 Malaysia —

    Larkin Jaya, Johor Bahru, Malaysia

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  • 05Aug 2017

    93 Singapur 05.08.2017 Singapur —

    Singapore, Singapur

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  • 08Aug 2017

    94 Bangalor 08.08.2017 Indien —

    KG Halli, Bengaluru, Indien

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  • 13Aug 2017

    95 Kochi 13.08.2017 Indien —

    Valummel, Kochi, Indien

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  • 17Aug 2017

    96 Thiruvananthapuram 17.08.2017 Indien —

    Vivekanand Nagar, TVM, Indien

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  • 19Aug 2017

    97 Kovalam 19.08.2017 Indien —

    Vizhinjam, Kovalam, Indien

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  • 23Aug 2017

    98 Calicut 23.08.2017 Indien —

    Tazhekkod, Kozhikode, Indien

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  • 26Aug 2017

    99 Mangalore 26.08.2017 Indien —

    Konchady, Mangaluru, Indien

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  • 27Aug 2017

    100 Goa 27.08.2017 Indien —

    Bandoli, Indien

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  • 31Aug 2017

    101 Neu Delhi 31.08.2017 Indien —

    Rajpath Area, New Delhi, Indien

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  • 07Sep 2017

    102 Zürich 07.09.2017 Schweiz —

    Lindenhof, Zürich, Schweiz

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