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Trip Vamos a la pampa!!! Vamos a la pampa!!! 21.06.2017 - 31.10.2017   Es ist wieder soweit! Die Ferne ruft mich zu ihr - und ich höre auf... Doreen Manss (DE)
Argentinien Bolivien Brasilien

Vamos a la pampa!!!

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Es ist wieder soweit!

Die Ferne ruft mich zu ihr - und ich höre auf sie...

Diesmal geht es nach Südamerika und diesmal reise ich nicht alleine, sondern zusammen mit zwei sehr guten Freunden aus meiner Heimat. Gemeinsam werden wir die südlichen Länder dieses Kontinents bereisen. Geplant ist ein Trip von Buenos Aires aus startend durch Argentinien, über die Iguazu-Wasserfälle nach Paraguay, weiter über Bolivien nach Peru und von dort dann südwärts entlang der Küste von Chile nach Patagonien ganz im Süden und danach wieder zurück nach Buenos Aires. Planänderungen natürlich nicht ausgeschlossen. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen des Blogs und hoffe, dass ich immer zeitnah etwas posten kann.

Here I go again. The travel bug bit me again...

This time I will go to South America and this time I will not travel by myself, but with two very good friends from my home town. Together we will travel through the southern countries of the continent. We have planned a trip starting from Buenos Aires through Argentina, via the Iguazu waterfalls to Paraguay, going through Bolivia to Peru and from there southwards along the coast in Chile to Patagonia in the very South and then back to Buenos Aires. Plans can be changed everytime along the way, of course. I hope you enjoy reading the blog. I will try to keep it up to date, but it will only be in German unfortunately :-(

Means of Transport
Boot Bus / Truck Auto Zu Fuss Flugzeug Zug
  • 22Jun 2017

    1 Der Schritt auf den 6. Kontinent 22.06.2017 Argentinien —

    San Cristóbal, CABA, Argentinien

    Beschreibung

    Nach einer Odysee von vier Tagen von Meiningen aus startend ueber Schweinfurt, Duesseldorf und Barcelona bin ich am Donnerstag um 9:30 Uhr Ortszeit nach einem einigermassen ruhigen Flug in Buenos Aires gelandet und habe somit nunmehr meinen Fuss auf 6 Kontinente der Welt gesetzt. Suedamerika, ich komme!!!

    Ich hatte gleich schon Glueck im Flughzeug, da mein Sitznachbar aus Buenos Aires kam, wir gleich ins Gespraech kamen und er mir anbot, mich mit in die Stadt zu nehmen, vorausgesetzt seine Mutter, die ihn abholte, wuerde auch grob in meine Richtung fahren. Ich habe mich darueber riesig gefreut, schliesslich ersparte ich mir dadurch eine lange Bus- und anschliessende Metrofahrt mit dem ganzen Gepaeck.

    Nachdem ich also durch Zoll- und Einreisekontrolle durch war und meinen Rucksack vom Gepaeckband geholt hatte, traf ich mich mit Juan vor dem Flughafengebaeude und er teilte mir mit, dass es klappen wuerde. Bald darauf kamen dann auch wirklich seine Mutter bzw. seine Eltern und wir luden unser Gepaeck ins Auto. Daraufhin wurde ich gleich mit dem wohl in Argentinien allgemein ueblichen Kuesschen-rechts-Kuesschen-links-auf-die-Wange begruesst und ins Auto geladen. Durch das Auto dauerte die Fahrt nur ca. 30 Minuten und so wurde ich mitten in der City moeglichst nah an meiner Unterkunft rausgelassen. Mit Juan verabredete ich mich noch auf ein Bier. Er erklaerte mir auch, wie ich am besten zu der Adresse meiner Unterkunft kam.

    Gesagt, getan, grossen Rucksack auf den Ruecken geschmissen und kleinen Rucksack vor den Bauch gespannt und los ging's. Zwischendurch schrieb ich schon mit meinen Freunden, mit denen ich mich in unserer Unterkunft treffen wollte, weil mir von der Adresse leider die Hausnummer fehlte. Doch es kam, wie es kommen musste - ich lief erstmal vier Blocks in die falsche Richtung. Nach dreimal Nach-dem-Weg-Fragen und erstem Wiederherstellen der spanischen Sprache fand ich dann den richtigen Weg und musste ca. 12 Blocks in die entgegengesetzte Richtung laufen. Das war natuerlich nicht ohne mit einem 16 kg schweren Rucksack auf dem Ruecken. Mein T-Shirt war klatschnass und das, obwohl es nicht wirklich sehr warm war. Nach ca. einer Stunde sah ich ploetzlich ein bekanntes Gesicht, da Tobias, einer meiner zwei zukuenftigen Weggefaehrten, schon an der Strasse hin- und herging und die ganze Zeit auf mich wartete. Also hatte meine Odyssee endlich ein Ende.

    In der Wohnung begruesste ich Andrea, Reisegefaehrtin Nr. 2, und wir tauschten erstmal unsere Geschichten aus. Da die beiden seit ueber 9 Monaten auf Weltreise sind, hatten sie natuerlich mehr Geschichten auf Lager. An diesem Tag machten wir eigentlich nichts weiter ausser Quatschen, Einkaufen und Essen und einem kleinen Rundgang durch das Viertel, wobei wir natuerlich vor Sonnenuntergang wieder in der Wohnung waren. Diese hatten wir vorher ueber Airbnb gebucht, was ich bisher nicht kannte, aber an sich ist das nicht schlecht. Es stehen drei Betten drin, es gibt ein Bad mit Dusche, eine kleine Kueche und eine kleine Terrasse, die allerdings komplett von Haeuserwaenden umgeben ist. Da Argentinien und speziell Buenos Aires sehr teuer sein soll, ist es deshalb gut, dass wir selber etwas kochen koennen, um Geld zu sparen. Wir sind ja schliesslich nicht zum Urlaub hier...

    Am ersten Tag habe ich also nicht soviel gesehen von der Stadt ausser der Umgebung unserer Unterkunft. Da muss man sagen, dass die Strassen schon sehr dreckig sind, ueberall liegen Hundehaufen und Muell auf dem Buergersteig und viele Pflastersteine sind kaputt. Ab und zu sieht man auch alte Autowracks auf der Strasse, die sich dann sogar noch als fahrtuechtig bzw. angemeldet herausstellen.

    Den ersten Tag haben wir also gut ueber die Runden gekriegt. Den morgigen Tag werden wir komplett mit dem Planen der weiteren Reise verbringen und am Samstag werden wir dann zum ersten Mal die City erkunden

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  • 24Jun 2017

    2 1. Rundgang durch die Stadt 24.06.2017 Argentinien —

    San Nicolás, CABA, Argentinien

    Beschreibung

    Nachdem ich heute wieder bereits um 5:30 Uhr wach wurde (der Jetlag hat mich noch voll im Griff), waehrend Andi und Tobi ihren Jetlag in Ruhe ausschliefen (sie haben leider einen entgegengesetzten Jetlag zu mir, da sie frisch aus Neuseeland angereist waren), sind wir nach Fruehstueck und Vorbereitung dann zu unserer ersten Erkundung der Innenstadt aufgebrochen.

    Wir gingen zu unserer naechstgelegenen Metrostation und fuhren dann mit einer recht betagten U-Bahn zu unserem Ziel. Die Metro von Buenos Aires wurde 1913 eroeffnet und ist somit die aelteste U-Bahn der Suedhalbkugel und eine der aeltesten der Welt. Die U-Bahn-Fahrt selber ist ein Erlebnis, da es unheimlich wackelt und sehr laut ist.

    Unser Ziel heute war der "Plaza de Mayo", der zentrale Platz in der Innenstadt. Hier stehen verschiedene Gebaeude wie eine Kathedrale oder die "Casa Rosada", ein rotes Gebaeude, auf dessen Balkon schon die eine oder ande Persoenlichkeit wie Staatspraesidenten, Evita Peron oder auch Diego Maradona standen und zum Volk gesprochen haben. Daran schloss sich auf der einen Seite das Bankenviertel an. Wir gingen kurz in die "Catedral Primada de Buenos Aires", eine grosse Kathedrale, und liefen dann einfach durch die Strassen, bis wir zu einem weiteren Platz mit einem Obelisken kamen. Um den Platz herum verlief auf beiden Seiten die "Avenida 9 de Julio", die mit 140 Metern Breite und bis zu 16 Fahrstreifen breiteste Strasse der Welt. Hier die Strasse zu ueberqueren, kann ein bisschen dauern. Nachdem wir hier unsere Fotos gemacht hatten, begaben wir uns Richtung Hafen. Unterwegs assen Tobi und ich noch einen Hamburger von einem Strassenimbiss, der wirklich sehr gut da.

    Am Hafen selber gab es nichts wirklich Tolles zu entdecken. Es gab dort noch ein kleines Naherholungsgebiet am Meer, das die Leute wohl nutzten, wenn sie mal in die Natur moechten, statt dass sie erst einmal aus BA hinausfahren muessen. Alles in allem gab es allerdings auch hier abseits der Wege leider sehr viel Muell.

    Danach war unsere Besichtigungstour fuer heute beendet. Eigentlich wollten wir uns heute mit Juan, dem Argentinier aus dem Flugzeug, treffen. Da er sich aber bis zum spaeten Nachmittag nicht gemeldet hatte, beschlossen wir, wieder zurueck in die Wohnung zu fahren und den Abend gemuetlich mit einem selbst gekochten Abendessen ausklingen zu lassen.

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  • 25Jun 2017

    3 Flohmarkt und Tango 25.06.2017 Argentinien —

    San Telmo, CABA, Argentinien

    Beschreibung

    Nachdem ich heute immerhin schon um 6:30 Uhr statt 5:30 Uhr aufwachte, machten wir uns auf den Weg nach San Telmo, einem Stadtviertel von Buenos Aires, das auch als Tangoviertel gilt. Hier findet jeden Sonntag ein großer Flohmarkt statt und den wollten wir uns unbedingt angucken.
    Hinzufinden war auch ganz einfach, raus aus der Metrostation und einfach den Menschen hinterher.

    Alsbald kamen wir zum Markt, der sich ueber verschiedene Strassenzuege und Gassen ausbreitete. Von neuen ueber touristische Sachen bis zu Troedel war alles dabei, Strassenmusiker und -kuenstler waren ebenso zu finden. Dazu kam dann noch eine Markthalle mit weiteren Staenden und natuerlich ganz viel Essen und die Gassen waren gesaeumt mit Antiquitaetenlaeden. Wirklich ein tolles Ambiente. Sehr interessant war auch eine kleine Tango-Show, die auf dem Marktplatz aufgefuehrt wurde. Da wir bisher noch keinen Tango gesehen hatten, war das schon etwas Besonderes und ein kleines Highlight fuer uns.

    Nach ca. 6 Stunden Flohmarktbesuch gingen wir noch kurz Einkaufen und machten uns dann auf den Heimweg. Da wir im Supermarkt einen etwas teureren Rotwein mit schoenem Etikett gekauft hatten, wollten wir diesen dann spaeter auch gleich zunichte machen. Leider war das Etikett nur schoener Schein, denn der Wein hatte dann leider doch nicht so gut geschmeckt. Naja, da werden wir wohl noch mal einen guten chilenischen Wein direkt vom Winzer trinken muessen.

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  • 27Jun 2017

    4 Graeber und Wandern 27.06.2017 Argentinien —

    Recoleta, CABA, Argentinien

    Beschreibung

    Nach einem Tag Pause sind wir heute "relativ frueh" um 12:00 Uhr aus dem Haus gegangen und sind mit der Metro in das Viertel Reloceta gefahren. Dort sind wir gleich zum Friedhof "Cementerio de Reloceta" gegangen, auf dem viele beruehmte und bekannte Persoenlichkeiten der Stadt wie Politiker, Kuenstler etc. begraben sind.

    Die Besonderheit liegt hier darin, dass alle Einzel- und Familiengraeber als Mausoleen gebaut worden sind in mehr oder weniger prachtvoller Ausfuehrung. Man kam sich quasi vor wie in einer Stadt der Toten. Viele Mausoleen hatten Fenster und so konnte man direkt auf die Saerge schauen. Schon seltsam irgendwie. Wir besuchten das Grab der Familie Garay, dessen Emporkoemmling Juan de Garay der Gruender von Buenos Aires war und das immer noch mit vielen Blumenkraenzen geschmueckt war. Ebenso besichtigten wir das Mausoleum der Familie Duarte, dessen bekanntester Spross Eva Peron oder besser Evita war. Das Grab der Duartes war jedoch nicht sehr eindrucksvoll, wir haetten es beinahe nicht gefunden.

    Danach liefen wir eine weitere Strecke bis zum Japanischen Garten, der leider nicht, wie wir dachten, kostenlos war, sodass wir ihn dann doch aus unserem Programm strichen. Stattdessen liefen wir durch ein sehr edles Viertel, wo sich Botschaften, eine grosse Polizeistation und sehr schicke Haeuser befanden. Hier sah man den Unterschied zu dem Viertel, in dem wir hausen, da hier weder Muell noch Hundehaufen herumlagen und alles videoueberwacht wurde. Hier konnte man sich sicher fuehlen.

    Da es nun langsam dunkel wurde, traten wir den Heimweg an und kamen dummerweise genau in die Rush Hour in der U-Bahn. Man kam sich schon fast vor wie in einer chinesischen Metro -> eng wie in einer Sardinendose, aber einer geht immer noch rein. Aber auch das war irgendwann vorbei und wir kamen noch vor Einbruch der Dunkelheit wieder in unserer Unterkunft an.

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  • 28Jun 2017

    5 Bunte Haeuschen in La Boca 28.06.2017 Argentinien —

    La Boca, CABA, Argentinien

    Beschreibung

    Unser letzter voller Tag in Buenos Aires war gekommen. Heute waren wir mutig und haben uns in das Viertel „La Boca“ getraut. Dieses Vietel gilt als der Geburtsort des Tangos und ist beruehmt fuer sein Fussballteam (Boca Juniors), den Tango und den „Caminito“ (=kleiner Weg), eine Strasse mit bunten Haeusern, aber es ist ebenso gefaehrlich und man sollte hier gut aufpassen. Das heisst, man sollte nur dort hingehen, wo auch die Touristen sind, denn dort ist auch die Polizei praesent und man sollte auch nicht in der Dunkelheit dort sein. Andi und Tobi hatten allerdings schon mit Leuten gesprochen, die hier am hellichten Tag ausgeraubt worden seien und waren dementsprechend vorsichtig. Die letzten Tage hatte ich allerdings Ratschlaege und Tipps sowohl von Juan, dem Argentinier, als auch von Leuten, die schonmal in La Boca waren, eingeholt und alle bestaetigten mir, dass wir uns dies unbedingt ansehen mussten, nur halt aufpassen und niemals im Dunkeln dorthin gehen sollten. Also entschlossen wir uns an unserem letzten Tag, doch dorthin zu gehen. Schliesslich waere das wohl ungefaehr so, als wenn man in Paris ist und nicht den Eiffelturm sieht.

    Also fuhren wir mit der Stadtbuslinie 152 bis zu deren Endhaltestelle und mussten dann noch ca. 300 Meter am Hafen entlanglaufen, bis wir zum Caminito kamen. Im Endeffekt war diese kurze Strecke das Gefaehrlichste am ganzen Tag, denn hier war keine Polizei und man war quasi auf dem Praesentierteller. Aber alles gut gegangen, wir erreichten den Caminito ohne Probleme. Hier gab es dann auch viel Polizei und noch mehr Touristen. Das ist dann leider auch schon das Problem an der Sache. Es war zu touristisch. Ueberall waren Souvenirlaeden, Geschaefte und Restaurants, wo wir von allen Seiten bedraengt wurden, doch hineinzukommen oder Leute in Tangokleidung wollten unbedingt ein Foto mit uns schiessen, das wir dann teuer bezahlen mussten. Es war eine einzige Touristenfalle. Leider gingen dadurch auch die ganzen farbenfrohen Haeuser unter. Von dem Flair, das sicher einmal vorhanden war, war nicht viel uebrig.

    Also machten wir die obligatorischen Fotos, erhaschten das eine oder andere Souvenir und machten uns nach ca. 2 Stunden wieder heimwaerts. La Boca hatte uns nicht so gut gefallen, wie wir aufgrund der Berichte erwartet hatten. Aber naja, auch das gehoert nunmal zu so einer Reise dazu.

    Wir machten uns direkt danach wieder auf den Weg in die Wohnung. Schliesslich hatten wir noch einiges zu tun – Einkaufen, Abendessen, Abwaschen und das Schlimmste von Allem: PACKEN!!!

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  • 29Jun 2017

    6 Von Buenos Aires nach Puerto Iguazu 29.06.2017 Argentinien —

    Concordia, Argentinien

    Beschreibung

    Heute war nun der Tag unseres Aufbruchs in die weiten Gefilde Suedamerikas gekommen. Ich konnte es kaum erwarten, Buenos Aires hinter mich zu lassen. Es ist zwar ganz okay hier, so als Einstieg in Suedamerika, wenn man noch nicht dort war und es nicht kennt. Aber es ist doch alles sehr europaeisch hier, ueberall gibt es vieles europaeisches Essen wie Pizza, Pasta oder Schnitzel Mailaender Art (durch die vielen italienischen und europaeischen Einwanderer), aber ich bin ja nicht zum Pizzaessen hier... Was uns hier allerdings am meisten verwundert hat ist, wie wenig die Leute doch Englisch sprechen. Ich setze das natuerlich nicht voraus, wenn ich in ein fremdes Land komme, aber in einer so internationalen Metropole wie Buenos Aires geht man schon davon aus, dass die Leute Englisch sprechen. Aber Pustekuchen! Insofern haben sich meine zwei Ausbildungen mit Spanisch nun endlich einmal ausgezahlt. Mein Spanisch ist zwar muy eingerostet, aber ich komme zurecht. Fuer Tobi und Andi war es da schon schwieriger, da sie kein bzw. kaum Spanisch sprechen. Insofern konnte ich zumindest meine Dienste als Uebersetzerin unter Beweis stellen und ich denke, ich habe es ganz gut gemacht bisher

    Heute brachten wir nun die Wohnung noch ein bisschen auf Vordermann, verabschiedeten uns von unserem Vermieter und riefen ein Taxi. Nach anfaenglichen Schwierigkeiten mit dem gerufenen Taxifahrer, der auf einmal 12 Pesos (ca. 0,70 Euro) pro Gepaeckstueck und darueber hinaus noch 50 Pesos (ca. 2,80 Euro) als Gebuehr dafuer, dass wir ihn angerufen hatte, wollte – das war zumindest das, was ich aus dem Gespraech zwischen unserem Vermieter und dem Taxifahrer herausgehoert hatte, riefen wir ein Taxi von der Strasse und fuhren ohne zusaetzliche Gebuehren zum Busterminal. Hier warteten wir dann ca. zwei Stunden, bis puenktlich um 14:15 Uhr unser Bus Richtung Iguazu-Wasserfaelle losfuhr.

    Dieser Ort war nun fuer die naechsten 19 Stunden unser Zuhause. Zum Glueck hatten wir eine hoehere Klasse gewaehlt und so kamen wir in den Genuss von recht viel Komfort im Bus wie Platz, Beinfreiheit und bis zu 140 Grad neigbare Sitze. Es war wirklich sehr bequem.

    Nach ca. 1 Stunde waren wir aus BA draussen. Die Landschaft verwandelte sich nach den Vororten so, wie ich es mir vorgestellt hatte: sehr weites Grasland mit vielen Rindern. Landschaftlich nicht wirklich reizvoll, aber egal.

    Was mich waehrend der Fahrt am meisten schockte, war der grosse Unterschied von Arm und Reich. Einmal fuhren wir durch eine Gegend, wo auf der einen Seite der Strasse eine recht wohlhabende Wohngegend war, so aehnlich wie manche es vielleicht von den USA kennen, wo es einen Sicherheitsdienst gibt und das Gebiet abgesperrt ist. Auf der anderen Seite der Strasse allerdings war ein umzaeuntes Gelaende, wo Wellblechhuetten und andere improvisierte Behausungen sehr eng beieinander standen, Waeschestuecke auf Leinen hing und jemand etwas verbrannte. Dies sah so aehnlich aus wie die Bilder, die man vom Township „Soweto“ in Johannesburg, Suedafrika kennt. Diese beiden Gegenden waren nicht nur sprichwoertlich, sondern real nur durch die Strasse, auf der wir fuhren, voneinander getrennt. Wirklich erschreckend, wie gross der Unterschied von Arm und Reich ist und erst recht, wie nah beieinander beide doch liegen.

    Waehrend der Fahrt sah ich noch weitere einzelne solcher Huetten oder provisorisch gebauter Haeuser. Wir dachten ja eigentlich, dass wir in BA in einem relativ aermlichen Viertel wohnten, aber der Unterschied zu hier ist doch gewaltig, wo es wahrscheinlich noch nicht mal Strom oder fliessendes Wasser im Haus gibt. Das gibt einem doch mal wieder zu ueberlegen, wie gut es einem doch geht im Vergleich zu Anderen.

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  • 30Jun 2017

    7 Wir sind im Dschungel!!! 30.06.2017 Argentinien —

    Puerto Iguazú, Argentinien

    Beschreibung

    Als ich dann heute nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht (jede volle Stunde aufgewacht, jeden Halt und jeden Strassenhuckel mitgekriegt) aufwachte, hatte sich die Landschaft draussen komplett veraendert. Auf einmal war alles satt gruen mit roter Erde, der gleichen roten Erde wie in Afrika oder Australien. Wir fuhren vorbei an Waeldern, Bananenplantagen und Palmen und wie es aussah, hatte es hier erst vor Kurzem geregnet. Wir waren also in einer subtropischen Klima- und Vegetationszone und in einer Art Urwald angekommen.

    Nach einem kleinen Fruehstueck hielt der Bus dann mit einer halben Stunde Verspaetung am Bustermin in Puerto Iguazu. Alle raus und nun hiess es erstmal wieder, sich neu zu orientieren, die offizielle Tourist-Information zu suchen und sich um den Transport in unsere Unterkunft zu kuemmern.

    Wir liefen erstmal gefuehlt einen Kilometer mit unserem gesamten Gepaeck ins Stadtinnere. Zwischendurch mussten wir einmal das Gepaeck auf einer Bank absetzen, die allerdings nicht ganz stabil war und als ich gerade meinen grossen Rucksack auf die Sitzflaeche stellen wollte, kippte die Bank ploetzlich nach hinten um und Doreen lag mit dem Kopf auf dem Boden und den Fuessen zum Himmel auf der Bank und kam nicht mehr richtig hoch, da ich ja noch den Rucksack hinten dran hatte. Geil!!!

    Kurz danach kamen wir endlich zur Tourismusinformation, wo wir die Dame, die mal wieder kein Englisch sprach (echt unglaublich an so einem touristischen Ort wie hier) mit allen moeglichen Fragen loecherte. Sie empfiehl uns ein Taxi und wir gerieten an einen doch schon recht betagten Taxifahrer, der unsere Zieladresse kannte und uns einen guten Preis dafuer machte. Wie sich spaeter herausstellte, kannte er unser Ziel doch nicht, da wir ihn dann mit unserem Handy-Navi zum Ziel dirigieren mussten, doch der Preis war die Sache auf jeden Fall wert.

    Wir landeten dann vor einem recht unscheinbaren Haus mit grosser Mauer drumherum. Alle Tueren waren zu und wir befuerchteten schon, jetzt erstmal draussen warten zu muessen. Doch dann tat sich drinnen doch etwas und uns wurde eine Tuer geoeffnet. Es empfing uns ein netter junger Mann namens Diego, der sich spaeter als der Manager herausstellte. Er konnte zum Glueck sehr gut Englisch und so durchbohrten wir ihn mit allen Fragen, die wir noch so hatten. Er war auch wirklich sehr nett. Seine Freundin machte dann mit uns einen Rundgang ueber das Grundstueck und zeigte uns alles, sowohl das Gelaende und die Gebaeude als auch alle Tiere (Enten, Gaense, Huehner, Truthaehne, Fasane und zwei kleine Katzen) und Pflanzen.

    Um 14:00 Uhr konnten wir dann unser Zimmer beziehen bzw. sogar unser Haeuschen, da wir sogar ein Upgrade in ein groesseres Zimmer bekommen haben. Wir sind naemlich momentan die einzigen Gaeste hier, denn es ist momentan Nebensaison und das Hotel bzw. die Lodge selber ist erst seit knapp einem Monat wieder eroeffnet worden und ueberall muss noch bisschen gewerkelt oder etwas auf Vordermann gebracht werden.

    Nachdem wir alles erstmal im Haeuschen verstaut hatten, setzten wir uns auf die Terrasse und blieben dort eigentlich den restlichen Nachmittag und Abend, da wir nicht mehr vorhatten, uns noch gross von der Stelle zu bewegen. Es war auch einfach nur schoen da. Es war ruhig, man hatte einen schoenen Blick ins Gruene und ab und zu kam mal ein Tier vorbei, sei es ein wilder Vogel im Geaest, die beiden Katzen oder eine Herde von Perlhuehnern, die frei auf dem Grundstueck herumlief. Also das ganze Gegenteil von Buenos Aires. Ich bin jedenfalls sehr happy mit unserer Unterkunft, erst recht, weil wir sie zu einem Spitzen-Schnaeppchen-Preis ergattert haben. Und es koennte auch sein, dass wir auch hier noch einmal verlaengern werden wie in Buenos Aires.

    Jetzt muss sich nur noch mein Schlafrhythmus einpendeln und dann ist alles gut. Ich hoffe, dass mein Koerper durch die letzte Nacht so durcheinander gebracht wurde, dass sich ab morgen alles wieder zum Guten sprich zum Normalen wendet und ich vielleicht endlich mal spaeter als 5:00 Uhr aufwache.

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  • 02Jul 2017

    8 Am grossen Wasser 02.07.2017 Argentinien —

    Puerto Iguazú, Argentinien

    Beschreibung

    Nachdem wir gestern mal gar nix gemacht haben ausser Ausschlafen, in die Stadt Fahren und Einkaufen und spaeter Abendessen Kochen und Essen, standen wir heute bereits um 6:30 Uhr auf, da heute das naechste Highlight unserer Reise bevorstand: die Iguazu-Wasserfaelle. Da sich die Faelle in einem Nationalpark befinden, stehen hier die Chancen gut, auch Tiere anzutreffen. So rechneten wir natuerlich fest damit, einem Jaguar, Puma, Tapir, Ameisenbaeren oder zumindest einem Tukan zu begegnen. Doch das Erste, was wir sahen, war eine Gruppe Nasenbaeren. Diese muessen mit den Waschbaeren verwandt sein, da eine gewisse Aehnlichkeit besteht, doch eigentlich sind die Nasenbaeren viel suesser. Und natuerlich hatten sie es nur auf eines abgesehen: das Futter der Besucher. Einmal versuchte ein Nasenbaer sogar, an den Rucksack auf Tobias‘ Ruecken zu gelangen, da er in der Seitentasche ein paar Orangen hatte. Also ganz schoen frech, die Biester.

    Wir hatten fuer die Wasserfaelle einen Tag eingeplant und hatten somit volles Programm. Erst einmal liefen wir einen Weg entlang, wo man an verschiedenen Standpunkten unterschiedliche Faelle sehen konnte. Die Iguazu-Wasserfaelle sind zwar die breitesten Wasserfaelle der Welt mit einer Gesamtlaenge von insgesamt 2,7 Kilometer, aber es ist kein einzelner Wasserfall, sondern sie bestehen aus 20 groesseren und 255 kleineren Wasserfaellen. Somit eroeffneten sich uns viele verschiedene Motive, immer begleitet von einem Regenbogen durch den Wasserstaub, der in der Luft lag. Wir setzten dann mit einem kleinen Boot auf eine Insel, die sich direkt vor den Faellen befand, ueber. Von dort hatte man wieder eine andere Sicht auf die Faelle und kam auch naeher ran. Zum Glueck besuchten wir die Insel relativ frueh, da wir fast mit die letzten Gaeste waren, die auf die Insel durften. Da der Wasserspiegel im Laufe des Tages stieg, war es wohl spaeter zu gefaehrlich, mit dem Boot herueberzufahren,

    Auf dem Weg zurueck trafen wir dann doch noch auf das erhoffte Wildlife. Es war zwar kein Jaguar, aber immerhin drei oder vier Kapuzineraffen, die in den Baeumen direkt neben dem Weg umhertollten. Sie kamen sogar auf den Boden, um den Baum zu wechseln oder die Touristen zu begutachten, drohten aber auch und zeigten ihre Zaehne. Aber trotzdem suess!!!

    Danach fuhren wir mit einer Schmalspurbahn zu einer anderen Stelle des Parks und ueberquerten auf etlichen Bruecken die riesengrosse Wasserflaeche oberhalb der Faelle. Danach kamen wir dann zu einem grossen Wasserfallsystem, das „Garganta de Diabolo“ oder auf deutsch „Teufelsschlund“ heisst. Hier kommt man richtig nahe an die Wasserfaelle heran und man kann sehen, wieviel Massen an Wasser und mit welcher Kraft diese sich nur allein an diesem Wasserfall in die Tiefe stuerzen. Das war schon sehr beeindruckend, sogar noch mehr als bei den Victoria-Faellen in Zimbabwe, die zwar viel hoeher sind (99 m Victoria- zu 72 m Iguazufaelle), aber nicht soviel Wasserdurchfluss pro Sekunde haben (1090 m³ /s zu 1740 m³ /s). Es war wirklich enorm und der Wasserfall traegt seinen Namen sicher zu Recht.

    Danach war der Tag schon fast zu Ende und wir relativ knuelle. Wir fuhren mit dem Bus, da die Taxipreise hier natuerlich durch die Decke schossen und kochten abends eine leckere Kartoffelsuppe. Danach mussten wir leider noch Packen, da wir zwar in unserer Unterkunft verlaengert hatten, aber leider unser „upgegradetes“ Zimmer verlassen mussten, da sie uns dies nicht noch fuer die Verlaengerungsnacht geben wollten. Naja, selber schuld, dann muessen sie eben zweimal putzen.

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  • 03Jul 2017

    9 Sind mal kurz in Brasilien 03.07.2017 Brasilien —

    Vila Portes, Foz do Iguaçu, Brasilien

    Beschreibung

    Heute hatten wir etwas an sich Saubloedes vor. Da wir ja nur 4 bis 5 Kilometer von der brasilianischen Grenze entfernt waren, hatten wir uns vorgenommen, einmal „mal kurz“ nach Brasilien zu laufen.

    Also starteten wir voll motiviert von unserer Unterkunft aus und wanderten entlang der Strassen bis zur Grenze. Dort den Ausreisestempel in den Pass und weiter ging es erstmal zu einem Duty-Free-Shop bzw. einer klitzekleinen Mall. Hier war eigentlich ALLES extrem teuer (z.B. 10 US-Dollar fuer eine Milka-Schokolade) ausser Zigaretten und Alkohol. Da diese wiederum wirklich ein Schnaeppchen waren, deckten wir uns damit ein (ich mit einem original-karibischen Rum fuer 6 Dollar und Andi und Tobi mit einem Vodka aus Daenemark zum gleichen Preis).

    Danach liefen wir ueber eine Bruecke ueber den“ Rio Parana“ und danach nochmal einen Kilometer bis zur brasilianischen Grenze. Dort bekamen wir die Frage gestellt, wie lange wir uns in Brasilien aufhalten wollten und wir antworteten wahrheitsgemaess: „5 Minuten“ :-)
    Daraus wurden dann allerdings doch 20 Minuten, da wir noch etwas assen, Bilder von der brasilianischen Fahne machten (Beweise muessen sein) und ich noch ein kleines Souvenir von einem Haendler kaufte.

    Danach traten wir den Heimweg nach Argentinien an. War eine coole, aber trotzdem irgendwie sinnlose Aktion. Was tut man nicht alles fuer einen Stempel im Pass... ?!

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  • 05Jul 2017

    10 Eine lange Reise machen wir... 05.07.2017 Argentinien —

    Posadas, Argentinien

    Beschreibung

    Nachdem wir den gestrigen Tag noch einmal zum Durchplanen der naechsten Tage genutzt hatten, begann am 05.07. wieder eine unserer Busfahrten. Diesmal dauerte die Reise erstmal 25 Stunden, aufgeteilt auf die erste Teilstrecke von 4,5 Stunden und dann nochmal 19 Stunden ueber Nacht. Wir fuhren vom Nordosten Argentiniens von Puerto Iguazu immer entlang der Grenze zu Paraguay in den Nordwesten Argentiniens nach Salta. Die Landschaft aenderte sich diesmal sogar recht schnell, Palmen und dichte Waelder verschwanden und wichen weiten Ebenen und Mischwald. Nach der ersten Teilstrecke und einer 1,5 stuendigen Paus e in Posadas ging es dann weiter mit dem zweiten Bus durch die Pampa Argentiniens. Diesmal war es wieder einer der bequemen Busse mit den zurueckklappbaren Sitzen. Ich hatte mal wieder einen netten Nachbarn aus Argentinien namens Mauri, der leider nur Spanisch konnte. Die Kommunikation verlief etwas schleppend, aber immerhin konnten wir uns einigermassen unterhalten und er lieh mir sogar sein USB-Kabel zum Handy-Laden lieh. Ich muss sagen, dass mein Spanisch schon sehr eingerostet ist. Da Andi und Tobi von Anfang an vorhatten, einen Spanischkurs zu besuchen, werde ich mich ihnen wohl anschliessen, natuerlich auf einem anderen Sprachlevel. Mal gucken, wo wir den dann machen werden.

    Nach einer recht schlaflosen Nacht, in der wir auf einer kilometerlangen mit Schlagloechern gepflasterten Strasse ebenjenigen ausweichen mussten und der Bus dadurch staendig wackelte und durch die schlechte Fahrbahn staendig geknarzt hat, kamen wir am naechsten Morgen in Salta an, der naechstgroessten Stadt auf dem Weg Richtung Bolivien. Wir hatten nun erstmal die Nase voll vom Busfahren und hatten uns fuer diese Nacht eine Unterkunft gebucht. Mauri war so nett und bot uns eine Mitfahrgelegenheit an, sodass wir nicht die 1,2 km mit den Rucksaecken schleppen mussten. Also gingen wir mit ihm zu seiner Mitfahrgelegenheit – einem kleinen Renault Clio. Wir quetschten die grossen Rucksaecke in den Kofferraum und uns auf die Ruecksitzbank – und siehe da, alles passte rein. In der Unterkunft konnten wir leider erstmal nicht das Zimmer beziehen, sodass wir nur kurz das Gepaeck abstellten und gleich wieder in die Stadt gingen, um unseren Bus fuer den naechsten Tag zu buchen und uns die Stadt anzugucken, die auch ganz nett war. Dort ass ich dann von einem Strassengrill einen „Super-Pancho“, einen HotDog mit allen moeglichen Saucen und Belaegen. Der war sehr lecker! Den Rest des Tages verbrachten wir in der Unterkunft, da wir wirklich sehr knuelle waren.
    Der naechste Tag, inzwischen der 07.07., begann sehr frueh – bereits um 3:00 Uhr klingelte der Wecker. Um 5:30 Uhr verliess unser Bus puenktlich den Busbahnhof Richtung bolivianische Grenze. Ich bekam alsbald nette Gesellschaft auf meinem Nachbarsitz. Eine suesse kleine Frau, die schon irgendwie bolivianisch aussah, mit ihrer kleinen Tochter. Erst noch sehr schuechtern, wurde die Kleine im Laufe der Fahrt immer mehr warm mit uns und flirtete mit uns. Waehrenddessen kletterte die Strasse immer mehr in die Hoehe. Wir starteten in Salta auf ca. 1200 Meter und unser hoechster Punkt auf der Strecke lag bei ca. 3500 Meter. Wir fuhren an kleinen Bergdoerfern vorbei und sahen kleine Canyons, die von einem Fluss ausgewaschen wurden, farbenfrohe Berge aus rotem, beigem, grauen und gelben Gestein und sogar an einem Eis-Wasserfall, der wohl ueber Nacht gefroren sein musste und dann tagsueber von der Sonne wieder geschmolzen werden duerfte. Es war sehr interessant an Tobias‘ Uhr mit Hoehenmesser zu sehen, wie schnell wir doch hoeher kletterten.
    Meine Nachbarn stiegen dann in einem kleinen Ort aus und waren somit wohl doch Argentinier, die nur bolivianisch aussahen. Mit steigender Hoehe machten wir uns auch Gedanken ueber die Hoehenkrankheit, die einen ja jederzeit ab einer gewissen Hoehe heimsuchen kann. Wir wussten, dass ein gutes Mittel, um der Hoehenkrankheit vorzubeugen war, Kokablaetter zu kauen. Also stieg ich an einer Bushaltestelle aus und versuchte, ein paar davon zu kaufen. Nach anfaenglichem Umhersuchen fand ich welche in einem kleinen Obst- und Gemueseladen. Ich kaufte fuer 10 Pesos (ca. 0,55 Euro) einen Beutel und sprintete wieder zum Bus. Wir steckten uns ein paar dieser Blaetter in den Mund in eine Backe und kauten drauf los. Im Laufe der Zeit entwickelten sich die Blaetter zu einem ekeligen Brei mit Spucke und es schmeckte auch nicht wirklich lecker, sodass man alsbald das Beduernis hatte, den Klumpen im Mund auszuspucken. Aber wir hielten tapfer durch.

    Nach 7 Stunden kamen wir nach La Quaica, dem Grenzort an der bolivianischen Grenze. Die letzten 800 Meter gingen wir zu Fuss und kamen auch alsbald ins Schwitzen, weil es doch recht warm war. Der Grenzuebertritt selber war ganz easy, wir brauchten keine drei Minuten und waren sowohl bei der Emigration als auch bei der Immigration durch. Hier trennten beide Schalter nur ein paar Meter im Gegensatz zu der argentinisch-brasilianischen Grenze. Danach fuhren wir mit dem Taxi zum Busterminal, der sich ausserhalb der Stadt befand. Viel zu weit zum Laufen! Kaum aus dem Taxi ausgestiegen, wurden wir von ca. 5 Personen umringt und bedraengt, unbedingt zu „ihrem“ Schalter zu gehen und dort ein Busticket zu kaufen. Einer war sehr aufdringlich und fasste mich staendig am Arm an. Wir entschieden uns dann fuer einen Bus, der 1,5 Stunden spaeter abfuhr und wurden dann endlich in Ruhe gelassen. Der Bus fuhr mit einer Viertelstunde Verspaetung ab und nachdem wir auch noch in eine Zollkontrolle kamen, die uns noch einmal 15 Minuten Zeit kostete, versuchte der Busfahrer die Verspaetung dann mit einer etwas rasanteren Fahrt wieder wettzumachen.

    Wir landeten nach 1,5 Stunden dann in Tupiza, einem kleinen Ort, den wir uns ausgesucht hatten, um hier ein paar Tage zu verweilen und uns in aller Ruhe an die Hoehe zu gewoehnen. Tupiza ist eine Kleinstadt mit 26.000 Einwohnern und liegt auf ca. 2950 Metern. Wir gingen zu unserer Unterkunft, einem Hostel, das zum Glueck nicht weit vom Busterminal lag und machten an diesem Tag auch nicht mehr viel ausser Schlafengehen.

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  • 06Jul 2017

    11 2. Tag der Reise 06.07.2017 Argentinien —

    Salta, Argentinien

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  • 07Jul 2017

    12 3. Tag der Reise - Grenzuebertritt nach Bolivien 07.07.2017 Argentinien —

    Argentinien

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  • 08Jul 2017

    13 Erste Tage in Bolivien 08.07.2017 Bolivien —

    Tupiza, Bolivien

    Beschreibung

    Die naechsten Tage hatten wir nun wie gesagt keine weiteren Plaene ausser uns an die Hoehe zu gewoehnen. Am ersten Morgen wurden wir erstmal von einem bombastischen Fruehstuecksbueffet ueberrascht. Wir wussten schon, dass das Fruehstueck gut sein wuerde, aber es war dennoch eine Ueberraschung, was da alles aufgetischt wurde: verschiedene Broetchen mit Kaese, Wurst, Marmelade und Dulce de Leche (ein Brotaufstrich aus Karamell, den wir schon in Argentinien gegessen hatten und der sehr gut schmeckt), verschiedene Mueslis, Obstsalat, selbstgebackenen Kuchen und das Beste: frische Pfannkuchen!!! Es war der Himmel auf Erden! Und das hatten wir nun jeden Tag!!

    Im Laufe der naechsten Tage gingen wir in die Stadt, stoeberten auf Maerkten oder versuchten, einheimische Restaurants zu suchen. Touristische Restaurants gibt es hier noch und noecher und dort gibt es vorzugsweise Pizza, Pasta oder Burger. Aber genau das wollten wir natuerlich nicht! An einem Tag hatten wir Glueck und entdeckten durch Zufall in einem Innenhof ein kleines Restaurant, das nur aus ein paar Plastiktischen und –stuehlen bestand. Die Kellnerin und Koechin waren superfreundlich und luden uns gleich ein, Platz zu nehmen. Wir wurden auch von den anderen Gaesten neugierig beaeugt und somit war klar, dass hier eher selten Touristen zu Gast sind. Da es auch keine Speisekarte gab, durften wir einen Blick in den Kochtopf werfen. Fuer Tobias und mich gab es Fleisch und fuer Andi wurde extra ein vegetarisches Essen zubereitet mit Salat und Kartoffeln. Wie man auf dem Bild sieht, waren es auch anstaendige Portionen und am Ende brauchten wir nur 90 Bolivianos (ca. € 11,25) bezahlen. Andis Essen hatten sie komplett nicht berechnet. Natuerlich haben wir dementsprechend mehr Trinkgeld gegeben. Das war auf jeden Fall eine sehr interessante Erfahrung.

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  • 10Jul 2017

    14 Denn sie wissen nicht, was sie tun... 10.07.2017 Bolivien —

    Tupiza, Bolivien

    Beschreibung

    Heute hatten wir einen Ausflug gebucht, wahrscheinlich den einzigen, den wir in Tupiza machen werden. Wir hatten einen dreistuendigen Ausritt gebucht "fuer eine Handvoll Dollar". Wir wurden im Hostel abgeholt und fuhren dann mit einem Kleinbus zum Reitstall. Dort bekam jeder seine Ausruestung und sein Pferd und alsbald ging es auch schon los. Andi und Tobi waren noch nie geritten und somit war es auch ein kleines Wagnis, gleich einen Drei-Stunden-Ritt zu buchen. Aber gesagt, getan.

    Die Landschaft, durch die wir ritten, war auch sehr schoen. Wir ritten durch ein ausgetrocknetes Flussbett vorbei an roten Felsen, die schon teilweise ein bisschen wie das Monument Valley in den USA aussahen bis zur „Puerta del Diablo“, der Tuer des Teufels. Nach einer kurzen Rast und Fotopause ging es durch das „Valle de los Machos“ (Tal der Machos) vorbei, deren Felssaeulen aussahen wie uebergrosse Phalusse – daher dann wohl auch der Name. Anschliessend ging es noch zum „Canyon del Diablo“, also der Teufelsschlucht und als letzten Punkt zum „Canyon de Inca”. Insgesamt fuehlte man sich wirklich in einen Western hineinversetzt.

    Nach den drei Stunden dann taten Andi und Tobi ziemlich die Hintern und mir wie immer die Innenschenkel weh. Wir fuhren mit dem Bus heim und verbrachten den Rest des Tages sitzenderweise auf der Couch oder im Bett.

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  • 13Jul 2017

    15 Abenteuer Busfahren 13.07.2017 Bolivien —

    Uyuni, Bolivien

    Beschreibung

    Nach weiteren zwei Tagen des Nichtstuns, Planens und Gewoehnens war es heute fuer uns an der Zeit, aufzubrechen und weiterzufahren. Unser naechstes Ziel war Uyuni, eine Stadt im Suedwesten Boliviens, die sich direkt neben dem „Salar de Uyuni“, dem groessten Salzsee der Erde, befindet. Da wir uns allerdings in der Trockenzeit befindet, ist der Salzsee momentan eigentlich eine Salzwueste. Aber davon spaeter mehr...

    Der Tag heute war also nur dem Transport vorbehalten und sollte es trotzdem in sich haben. Denn wie wir schon von einem unserer Gastgeber vorgewarnt wurden, befand sich auf unserer Strecke eine Baustelle. Und das sollte leider keine 3-Kilometer-Baustelle werden...

    Wir fuhren also einigermassen puenktlich los, mussten allerdings bereits nach einigen Kilometern die Strasse verlassen und wahrscheinlich aus Mangel an Alternativen erstmal im Flussbett weiterfahren, was schon bisschen abenteuerlich war. Noch besser wurde es allerdings, als wir dann langsam Richtung Gebirge kamen. Wir wussten, dass wir heute waehrend der Fahrt von 2950 Meter auf knapp ueber 4000 Metern klettern und danach dann wieder auf 2700 Meter absteigen wuerden. Allerdings wussten wir nicht, dass auch die Strasse ueber die Berge groesstenteils Baustelle war und wir somit die meiste Zeit auf einer ungeteerten engen Strasse, natuerlich auch mit Gegenverkehr, fahren wuerden. Leitplanken gab es natuerlich auch nicht und manchmal hatte man wirklich gleich neben der Strasse den steilen Abgrund neben sich. Also genauso wie man sich suedamerikanische Strassen vorstellt – ich fuer meinen Teil habe sie mir in meinen Horrorvorstellungen schon so ungefaehr vorgestellt. Einmal kam auch ein Bus im Gegenverkehr recht nah an uns heran, sodass unser Busfahrer schon hupen musste. Aber vielleicht ist das auch normal... ?!

    Irgendwann kamen wir dann an unserem einzigen planmaessigen Stopp an, in Atocha, einem kleinen Bergdorf im Nirgendwo auf einer Hoehe von ca. 3000 Metern. Hier wurde fleissig das Gepaeck des Busses ausgeladen und auf und in einem Minibus verstaut sowie neues Gepaeck wieder eingeladen. Mein Rucksack befand sich zwischenzeitlich auch ausserhalb des Gepaeckraums, wurde aber wieder eingepackt.

    Der weitere Teil der Strecke war dann nicht mehr so abenteuerlich. Eine Strasse war immer noch nicht zu sehen, deshalb fuhren wir wieder in einem Flussbett und teilweise auf der neuen Strecke, die sie wohl bauen. Zumindest hatten wir die Berge fuer’s Erste hinter uns gelassen und steuerten geradewegs auf unser naechstes Ziel zu: Uyuni.

    Das Hostel dort ist recht besch..., aber da Uyuni fuer bolivianische Verhaeltnisse recht teuer ist (da jeder dorthin will), blieb uns nichts anderes uebrig, als das guenstigste zu buchen. Wir hatten also ein Dreibettzimmer mit Gemeinschaftsbad in einem heruntergekommenem Hostel gebucht. Dementsprechend sah es auch aus. Aber da wir ja nur drei Naechte bleiben wollten, war es fuer uns gerade noch annehmbar.

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  • 15Jul 2017

    16 Salz, soweit das Auge reicht... 15.07.2017 Bolivien —

    Bolivien

    Beschreibung

    Nachdem wir gestern alle Moeglichkeiten ausgelotet hatten, wie wir den „Salar“ am besten erkunden konnten (Ausflug, privates Auto oder Taxi), entschieden wir uns dann letztendlich doch fuer eine Ein-Tages-Tour im Jeep, da dies die guenstigste Moeglichkeit war und man so auch alles Wichtige sehen konnte. Eigentlich stehen wir nicht so auf diese touristischen Ausflugstouren, aber diesmal liess es sich wohl nicht wirklich vermeiden.

    Also startete unser Jeep mit uns dreien plus drei Kanadiern, von denen keiner Spanisch verstand oder sprach, Richtung Salar. Und somit musste ich nun schon den Uebersetzer fur fuenf spielen. Erster Programmpunkt unserer Touri-Tour war der „Cementario de Trenes“ – der Friedhof der Zuege. Hier befanden sich viele alte Lokomotiven und Waggons, die dort vor sich hin rosteten und sicher auch von dem Salz zerfressen wurden. Da es zigtausende Jeeptouren von der Stadt gibt und dummerweise alle zur gleichen Zeit losfahren und auch mehr oder weniger alle die gleichen Programmpunkte zur gleichen Zeit hatten, war es nicht verwunderlich, dass der Platz vor dem Zugfriedhof komplett mit Nissan Pathfindern, Lexus und Toyota Landcruisern ueberwuchert war. Dementsprechend viele Menschen waren auch auf, in, unter und zwischen den Zuegen. Die Leute muessen ja immer ueberall draufklettern... Es war jedenfalls kein besonderes Highlight fuer uns und wir machten uns zum Glueck bald wieder auf den Weg.

    Danach fuhren wir weiter Richtung Salar und der naechste Stopp waere eigentlich auf einem Markt in der kleinen Stadt Colchani auf dem Weg dorthin gewesen. Wir wollten allerdings alle nicht aussteigen und auch nichts kaufen und so ueberredeten wir den Fahrer, gleich weiterzufahren, sodass wir vor der ganzen Meute an Gelaendewagen auf der Salar waren. Gesagt, getan und unser Plan ging auch gut auf. Am naechsten Stopp warteten nur eine Handvoll Jeeps. So konnten wir uns die „Ojos del Agua“, die Augen des Wassers ganz in Ruhe anschauen und dort schon die ersten Fotos machen. Das ist naemlich das Besondere an der Salar. Man kann hier ganz besondere Fotos machen, wo einer gross und einer klein ist, da keine Gegenstaende zum Groessenvergleich da sind. Und davon wollten wir heute ganz viele machen

    Naechster Stopp war das Rallye Dakar-Denkmal von 2016. Die Rallye fuehrte naemlich 2016 von Buenos Aires aus startend durch Argentinien ueber Uyuni und die Salar wieder zurueck nach Argentinien und hier auch ueber Salta bis nach Rosario. Also waren wir quasi auf den Spuren der Rallye Dakar unterwegs. Danach war erstmal Mittagessen in einem Salzhotel, also einem Haus, das komplett aus Salz gebaut war und in dem man auch schlafen konnte, und weitere Fotos angesagt, bevor wir unseren Weg weiter fortsetzten. Wir fuhren dann zu einer Insel mitten in der Salar, die Isla Incahuasi, was Quechua fuer "Haus des Inka" steht. Die Insel beherbergt viele meterhohe und teilweise bis zu 1.200 Jahre alte Saeulenkakteen. Sehr kurios, wie ich finde. Hier gab es noch einmal die Gelegenheit, viele Fotos zu schiessen.

    Anschliessend machten wir uns wieder auf den Rueckweg, wobei man auf dem Salz wirklich gut und ruhig fahren konnte und wir mit Geschwindigkeiten von ca. 80 km/h unterwegs waren. Nachdem wir uns noch ein paar kleine Huegel aus Salz angeguckt hatten, verzichteten wir alle noch auf den naechsten Programmpunkt, den Sonnenuntergang ueber der Salar zu sehen, und fuhren wieder in die Stadt.

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  • 18Jul 2017

    17 Fahrt von Uyuni nach Sucre 18.07.2017 Bolivien —

    Sucre, Bolivien

    Beschreibung

    Eigentlich wollten wir seit Montag, dem 17.7. in Sucre zu unserer naechsten Station unserer Reise sein, aber leider klappt es manchmal nicht so, wie wir das gerne haetten.

    Tobias ging es bereits am Samstag bei unserem Ausflug in die Salar nicht gut und nachdem wir somit entschieden hatten, dass wir es nicht riskieren, am Sonntag fuer sieben Stunden in einem Bus zu sitzen, verschoben wir unsere Busfahrt um einen Tag auf Montag. Leider ging es in der Nacht von Sonntag auf Montag wiederum mir nicht gut, sodass wir die Fahrt nochmals um einen Tag auf Dienstag verschoben.

    Natuerlich raetselten wir herum, was der Grund fuer unser Unwohlsein war - ob nun ein nicht richtig durchgekochtes Ei oder Fleisch am Strassenrand, das eine Lebensmittelvergiftung herbeirief, oder die katastrophalen Zustaende in dem Gemeinschaftsbad, das neben den Gaesten des Hostels leider auch die Angestellten sowie deren Kinder aufsuchten, was vielleicht zu einer Magen-Darm-Infektion fuehrte. Wir entschieden uns fuer die zweite Moeglichkeit und schworen uns, nie wieder eine Unterkunft mit Gemeinschaftsbad zu buchen. Aus Schaden wird man klug.

    Nachdem am Dienstag nicht auch Andi unser Schicksal ereilte, konnten wir nun also zu unserer naechsten Station aufbrechen: Sucre. Diesmal war die Busfahrt nicht ganz so lange, nur sieben Stunden insgesamt mit einmal Buswechsel. Und diesmal war die Strasse und der Bus auch besser, es gab keine Baustelle und somit auch keine ungeteerten Abschnitte, und sogar eine Leitplanke gab es ab und zu.

    Wir kamen sogar einigermassen puenktlich in Sucre am Busterminal an. Dort schnappten wir uns gleich das naechste geeignete Taxi und fuhren zu unserem neuen Zuhause fuer die naechsten vier Wochen: eine Sprachschule mit angrenzender Wohnresidenz fuer die Schueler bzw. Studenten.

    Andi und Tobi wollten eigentlich bereits in Buenos Aires einen Sprachkurs machen, aber da es uns allen dort ja nicht so gut gefiel, entschieden sie sich, den Kurs irgendwo waehrend der Reise (aber natuerlich auch nicht unbedingt am Ende zu machen). Von Sucre hatten wir bereits vor ein paar Tagen nur Gutes gehoert und da es ausserdem auch eine Universitaetsstadt ist und nicht so gross wie La Paz, begannen wir bereits in Tupiza, uns um einen Sprachkurs zu kuemmern. Wir stiessen alsbald auch auf eine sehr gute Schule, die ihren Hauptsitz in der Schweiz hat und die entweder mit Sprachschulen auf der ganzen Welt zusammenarbeitet oder diese sogar besitzt. Auf jeden Fall war das Angebot, kombiniert aus Sprachunterricht und Unterkunft fuer insgesamt vier Wochen, sehr gut und so entschieden wir uns dafuer. Zusaetzlich haben wir aufgrund der Nebensaison sogar noch einen ordentlichen Rabatt auf die Unterkunft bekommen.

    So kamen wir also mit zwei Tagen Verspaetung in der Schule und im Wohnheim an. Gleich nach Bezug unserer Zimmer gingen wir etwas essen, da wir uns an den letzten zwei Tagen quasi auf Zwangsdiaet gesetzt hatten. Hier in Sucre gab es zum Glueck eine bessere Auswahl an Restaurants und Speisen und auch die Preise waren um einiges guenstiger als in Uyuni. Die Stadt gefiel uns soweit auch ganz gut und somit waren wir ueberzeugt, dass unsere Entscheidung, den Sprachkurs in Sucre zu machen, komplett richtig war.

    Nach dem Essen gingen wir noch kurz einkaufen und verkruemelten uns alsbald in die Heia.

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  • 19Jul 2017

    18 Studentenleben in Sucre 19.07.2017 Bolivien —

    Sucre, Bolivien

    Beschreibung

    Seit dem 19.7. duerfen wir uns nun also Spanisch-Studenten schimpfen. Am ersten Tag mussten wir gleich als Erstes einen Einstufungstest machen, damit der Schulkoordinator wusste, welches Level wir hatten und in welchen Kurs er uns stecken musste. Eigentlich hatten wir den Unterricht in Kleingruppen gebucht, aber da momentan nicht viel los ist, haben wir das Glueck, Einzelunterricht zu bekommen. D.h. Andi und Tobi wollten zusammen in einen Kurs, damit sie sich gegenseitig unterstuetzen koennen. Und ich bin wirklich allein mit dem jeweiligen Lehrer, der von Woche zu Woche wec hselt. Das ist natuerlich ein grosser Vorteil gegenueber dem Unterricht in Gruppen.

    Unser Alltag sieht nun nun fuer die naechsten Wochen wie folgt aus: Zwischen 8:15 und 12:15 haben wir jeden Tag vier Stunden Spanisch-Unterricht. Danach kochen wir Mittagessen oder gehen in der Regel in die Stadt zum Mittagessen. Hier gibt es in nahezu allen Restaurants Mittagsangebote, wo man fuer den Preis von 25 bis 40 BOB (ca. 3,15 bis 4 Euro) ein Drei-Gang-Menue inkl. Getraenk bekommt. Klingt super und das Essen ist es in der Regel auch. Danach gehen wir dann entweder noch bisschen Einkaufen im Supermarkt oder dem „Mercado Central“, einem grossen Markt, wo man natuerlich superbillig Obst und Gemuese bekommt. Danach geht es meistens wieder heim und wir machen es uns auf unserer Dachterrasse gemuetlich. Bisher hat jeden Tag die Sonne bei ca. 22-24 Grad geschienen und so knallen wir uns dann in die Sonne und/ oder machen unsere Hausaufgaben. Abends kochen wir etwas zusammen oder gehen wieder in die Stadt, wenn wir mittags nicht draussen waren. Und dann ist der Tag auch schon wieder rum!!!

    Zusaetzlich werden von der Schule verschiedene Abendaktivitaeten angeboten. Mittwochs gibt es Walleyball, das ist Volleyball im Squash-Raum, donnerstags kann man an einem Salsa-Kurs teilnehmen – wir hatten bisher erst einen Kurs und haben die drei Grundschritte und Drehung gelernt - und Freitagabend ist Kochabend, wo man unterschiedliche Gerichte von Bolivien kochen kann. Freitags hatten wir bisher zwei Kochkurse mitgemacht. Einmal haben wir „Papa rellena“ gemacht, das sind Kartoffeln mit verschiedenen Fuellungen, in unserem Fall einmal mit Hackfleisch und einmal mit Kaese. Sehr aufwendig, aber wirklich lecker und aeussert stopfend!!! Und letzten Freitag haben wir uns an ein Gericht namens Saice (sprich: Seise und ja, die Bolivianer wissen, wie das klingt) gewagt, was wir selber vorher nicht kannten. Dies war Rindfleisch bzw. als vegetarische Variante mit gekochten Eiern, dazu gab es Kartoffeln und Reis und eine scharfe Sauce mit Ají, eine Sauce, die aus Wasser und einem wir schaetzen mal Paprikpulver hergestellt wird. Auf jeden Fall sehr lecker!

    An unseren Wochenenden haben wir leider nicht soviel Freizeit, da wir an zwei Samstagen unsere ersten beiden versaeumten Tage nachholen muessen. So konnten wir leider noch nicht allzu viel von der Stadt erkunden, ausser dass wir einmal auf einer Art Volksfest waren, was gleichzeitig Markt und Rummel war voller Staende mit Handwerkssachen und Fressstaenden.
    Sonst verbringen wir die Wochenenden viel mit Faulenzen und Sonnen. Wer haette das gedacht, dass das in Suedamerika im tiefsten Winter moeglich ist???

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  • 05Aug 2017

    19 Andere Laender, andere Fritten 05.08.2017 Bolivien —

    Sucre, Bolivien

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    Kulinarisch habe ich mich dann auch einmal auf neues Gebiet gewagt und habe mich an Maniok gewagt, das ist eine Art Kartoffel, die eigentlich sehr gut schmeckt. Das hatten wir bisher zwei-, dreimal in Restaurants gegessen und fanden es sehr lecker. Nun hatte ich es heute auf dem Markt gekauft und wollte es selber einmal kochen.

    Nach anfaenglicher Internet-Studie, wie man Maniok am besten zubereitet, musste man nur die raue braune Schale entfernen, die Maniok in der Mitte durchschneiden und die harte Innensehne entfernen. Danach wird sie ganz normal wie eine Kartoffel gekocht und nach dem Kochen ist die Maniok weich und man kann eine zweite Schale, die sich beim Kochen loest, ganz einfach abloesen. Dazu gab es bei mir – typisch Deutsch – Gehackteskloepschen und Blumenkohl. Fusionskueche mal anders!!!

    Naja, Ende vom Lied war, dass die Maniok teilweise noch hart war, also entweder nicht komplett durchgekocht war oder ich zu wenig von dieser harten Sehne abgeschnitten hatte. Naja, aus Fehlern wird man klug. Eine Chance gebe ich der Maniok noch... Dafuer waren die Klopse sehr gut gelungen und schmeckten super...

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  • 06Aug 2017

    20 Heute ist Nationalfeiertag 06.08.2017 Bolivien —

    Sucre, Bolivien

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    In Sucre haben wir Glueck und konnten den Nationalfeiertag mitkriegen, der am 6. August stattfindet. Hier wird der Staatsgruendung Boliviens am 6. August 1825 gedacht. Dazu gibt es Paraden mit allen Schulen der Stadt und deren Orchestern, die durch die Strassen und am Hauptplatz vorbeiziehen und musizieren. Alle Schueler tragen Schuluniform und Schaerpen mit den bolivianischen Farben oder Faehnchen. Seltsamerweise fanden die Paraden allerdings schon gestern statt, sodass wir uns diesen nicht wirklich widmeten, da wir davon ausgegangen waren, dass ja schliesslich am Sonntag, dem 6. August, der richtige Feiertag ist.

    Doch am Sonntag war eigentlich alles ruhig bis auf ein paar Essensstaende, die auf einer der Hauptstrassen aufgebaut waren, aufgrunddessen diese Strasse dann gesperrt war. Leute waren genug unterwegs, aber abgesehen von der einen Strasse und dass ueberall die bolivianische Fahne hing, war es eigentlich ein ganz normaler Sonntag.

    Wir gingen dann in den Parque Bolivar, einen grossen Stadtpark ca. 15 Minuten von unserer Schule entfernt. Auch dort tobte das Leben mit Kinderspielplatz, Karussels, einer kleinen Fressmeile, einem Brunnen, einem Mini-Eiffelturm, den man auch erklettern konnte und dem oeffentlichen Schwimmbad, was aber wirklich nicht so einladend war, da es total ueberfuellt und von einem grossen Zelt ueber“dacht“ war. Nachdem wir dann noch ein bisschen durch die Stadt gelaufen waren und bisschen in die Laeden geguckt hatten, denn auch viele Geschaefte hatten geoeffnet, gingen wir fuer zwei Stunden wieder in die Resdenz. Um 19:00 Uhr gingen wir dann nochmal in den Park, da immer am Wochenende abends an besagtem Brunnen Wasserspiele mit Licht und Musik stattfanden. Das war ein sehr schoenes Schauspiel. Danach gingen wir dann wieder heim und somit war der Nationalfeiertag, der dann irgendwie doch keiner war, auch schon wieder um.

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