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Trip Ira und Matze unterwegs Ira und Matze unterwegs 16.08.2017 - 15.08.2018   "Jobs füllen deine Tasche, Abenteuer füllen deine Seele." Wir erfüllen... Ira L (DE) Matthias Kray (DE)
Deutschland Neuseeland Thailand

Ira und Matze unterwegs

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"Jobs füllen deine Tasche,
Abenteuer füllen deine Seele."

Wir erfüllen uns unseren Traum und werden durch Neuseeland, Australien und Süd-Ost-Asien reisen.
Wir das sind Matze und Ira. Wir nutzen die Chance und erfüllen uns unseren Traum eine "Weltreise" zu machen. Jetzt ziehen wir es durch. Am 16. August fliegen wir ab nach Neuseeland.

Zuerst wollen wir Neuseeland erkunden und durch die Gegend reisen. Nach ein paar Monaten soll es dann nach Australien gehen. Den Kontinent wollen wir natürlich auch erkunden, aber vor allem wollen wir dort Geld für unsere Reise verdienen und arbeiten. So ein bisschen Work and Travel. Wir hoffen beide, dass wir einen Job in unseren jeweiligen Berufen bekommen können.

Und mal schauen wie lange wir dort bleiben, denn eigentlich haben wir noch etwas mehr vor. Wenn es klappt geht es von dort dann weiter über Süd-Ost-Asien. Über Indonesien und Thailand nach Laos. Mal schauen ob wir das auch alles schaffen.
Geplant ist eine Zeit von etwa einem Jahr. Einen Rückflug haben wir nicht gebucht. Wir wissen ja nicht wo wir uns zu dem Zeitpunkt aufhalten oder wann wir zurück möchten. Das wird dann alles spontan entschieden.

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Die meiste Zeit wird Ira Texte schreiben, aber ab und zu meldet sich auch mal Matze zu Wort :)

Viel Spaß beim Verfolgen!

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Kommentare kann man nur dann schreiben, wenn man nebenbei bei Facebook eingeloggt ist, das funktioniert dann auch! :)

Means of Transport
Auto Zu Fuss Flugzeug
  • 16Aug 2017

    1 Flug nach München 16.08.2017 Deutschland —

    Fuhlsbüttel, Hamburg, Deutschland

    Beschreibung

    Es geht los!
    Wir sind um fünf Uhr aufgestanden. Und fahren jetzt gleich mit der Bahn an den Flughafen um 11 Uhr geht der Flieger.
    Gestern haben wir noch bis spät in die Nacht gepackt. Irgendwie läuft es nie anders :D Jetzt sind wir dementsprechend müde, aber egal. Wir freuen uns riesig und sind gespannt was uns erwartet.

    Matzes Rucksack wiegt 14,5 kg und meiner wiegt 12kg, aber wir sind beide der Meinung, dass wir noch immer zu viel dabei haben, obwohl es vom Gewicht her in Ordnung ist :D Mal sehen, was noch alles hinzu und weg kommt.

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  • 16Aug 2017

    2 Flug nach Bangkok 16.08.2017 Deutschland —

    Lerchenfeld, München-Flughafen, Deutschland

    Beschreibung

    Jetzt hätten wir doch beinahe unseren Flug nach München verpasst :D Da ändert sich das Gate und wir bekommen es zehn Minuten vor Abflug erst mit. Zum Glück. Wir haben den Flieger in aller letzter Minute bekommen :D Was ein Schreck!
    Jetzt sind wir in München und die Gates sind doch echt weit auseinander. Gerade sind wir eine halbe Stunde vom Gate, wo wir ankamen, bis zum Gate wo wir abfliegen, gewandert. Wir sind sogar mit einem unterirdischen Shuttle gefahren!
    In dieser Zeit konnte ich mir auch noch schön die Innenarchitektur des Münchner Flughafens anschauen. Echt schick hier.
    Jetzt warten wir hier am Gate und hoffen, dass nicht wieder das Gate spontan geändert wird.

    Fotos & Videos

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  • 17Aug 2017

    3 Bangkok 17.08.2017 Thailand —

    Nong Prue, Thailand

    Beschreibung

    Nach einem etwa zehn stündigen Flug sind wir endlich in Bangkok. Und an Schlaf war im Flugzeug kaum zu denken. Ich bin so müde, aber hier ist es sechs Uhr morgens und geschlafen wird jetzt nicht. Leider müssen wir unser Gepäck abhpolen und dann wieder einchecken und das Gepäck aufgeben, da wir etwas über zwölf Stunden hier sind. Naja was soll's. Schließlich wollen wir die zwölf Stunden nutzen um uns Bangkok anzusehen. Los geht's!

    Unser Gepäck ist sicher verstaut und wir reisen mit leichtem Gepäck durch Bangkok. Es ist echt noch zu früh. Es hat kein Geschäft auf und mittlerweile haben wir schon zehn Uhr. Aber naja davor wurden wir schon am Flughafen gewarnt, Bangkok ist eine Stadt der Nächte. Und es ist verdammt warm und schwül hier, wir haben echt die falschen Klamotten an. Demnächst nur noch mit weiter Stoffhose und dünnen Schuhen :D

    Dann sind wir son einen Weg unter dem Skytrain entlang gelaufen und am Erawan Shrein vorbei gekommen. Auch haben wir noch ein paar Einkaufszentren angesehen. Hauptsächlich nur damit wir mal auf Toillette gehen konnten :D

    Am frühen Mittag waren wir dann Mittagessen und wir haben uns nicht in ein für uns typisches Restaurant gesetzt. Nein wir haben an der Straße Halt gemacht und etwas von dort gegessen. An dem einen Stand habe ich nur gesehen wie so ein paar Hühnerfüße mit Eiern in einer Suppe kochten. An diesem STand haben wir nachher sogar gegessen. Wir bekamen etwas Reis, vier "Gerichte" und ein Ei dazu. Ich hatte etwas Gemüse, etwas was ich nicht identifizieren konnte und etwas sehr scharfes. Es hat echt gut geschmeckt, aber anders, als wir es kennen, so ganz anders :D Das scharfe konnte ich überhaupt nicht essen. Es war einfach zu scharf und ich habe sofort einen Schluckauf bekommen. Das unidentifizierbare waren wahrscheinlich Innereien, aber so genau will ich es gar nicht wissen. Aber ganeu das hat am besten geschmeckt.

    Gut gesättigt sind wir dann zum Flughafen zurück. Uns stand der Sinn nach einer erfrischenden Dusche bevor wir in den nächsten Flieger steigen. Vor allem waren wir durch unseren kurzen Ausflug nach Bangkok total durch geschwitzt. Wir haben uns dann in einem Fitnessstudio erfrischt. Das war echt luxuriös. Es gab auch eine Sauna und einen Steamer. Beim Hineingehen sagte Matze noch so: "Lass uns noch die Sauna ausprobieren1" Uns beiden war zu dem Zeitpunkt nicht klar, dass diese für Männer und Frauen getrennt ist. So wie in Thailand üblich. Naja ich ging also duschen und dachte mir, wenn matze noch in die Sauna will probiere ich mal diesen Steamer und lasse mir schön Zeit, sonst muss ich ja so lange auf ihn warten. Also lies ich mir Zeit. Als ich dann am Haare föhnen war kam eine Damen und sagte mir, dass Matze in der Lobby säße und schon lange auf mich warten würde. Matze erzählte mir dann, er sei nur duschen gewesen, da er dachte ich würde auch nur duschen gehen :D
    Naja schön entspannt haben wir dann unser Gepäck geholt und es aufgegeben und alle Sicherheitskontrollen passiert. Dann hatten wir noch viel Zeit und haben den Flughafen erkundet und danach auf den Flieger gewartet, dabei bin ich ein paar mal weg genickt. Ich war so müde. Und dann waren wir endlich im Flieger, aber an Schlaf war erstmal nicht zu denken. Sie haben uns richtig wach gehalten. Es gab Sncks, dann Getränke und dann schon Abendessen. Danach konnte ich endlich schlafen. Aber lange konnte ich nicht schlafen. Im Sitzen schlafen ist doch sehr unbequem.

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  • 18Aug 2017

    4 Ankunft in Auckland 18.08.2017 Neuseeland —

    Auckland Airport, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Wir sind endlich in Auckland!
    Insgesamt waren es 38 Stunden Reisezeit. Davon 24 Stunden reine Flugzeit.
    Es ist jetzt 10:30 Uhr. In Bangkok ist es jetzt 05:30 Uhr und zu Huase in Deutschland ist es jetzt 00:30 Uhr. Das ist ein Zeitunterdschied!

    Der Flughafen ist richtig schön gestaltet. Man fühlt sich richtig Willkommen in diesem Land. Es ist einfach schön. Als erstes war da so ein Tor aus Holz, in das Tiere und der gleichen geschnitzt waren, auch erklang ein Lied. Das war voll schön. Und danch gab es einen Flur, der auf Bewegeung reagiert hat und dementsprechend Muster und Klänge erzeugt hat. Auch total schön.

    Der Mann an der Passkontrolle war auch total freundlich. Und er fragte "How are you going?" und Matze antwortete: "Fine, thank you. And how are you?" Da guckte der Mann ein wenig verwirrt. Nachher haben wir herausgefunden, dass Kiwis immer und überall fragen, wie es einem geht und gar keine Gegenfrage erwarten. Es ist nur so eine Floskel, auf die man "Fine, thanks." antworten soll. :D

    Als wir dann durch die ganzen Kontrollen durch waren, begrüßte uns erstmal ein riesiger Gimli am Ausgang. Eine riesige Statue. Echt cool :)
    Danach sind wir mit einem Taxi zum Hostel gefahren. Und der Taxifahrer hat uns noch ein paar nützliche Dinge erzählt, wie zum Beispiel, dass es Sonntags einen Markt gibt, auf dem Backpackers ihre Autos verkaufen. Dort werden wir dann am Sonntag erstmal hinfahren.

    Im Hostel angekommen, haben wir eingecheckt, zuerst in ein Einzelzimmer, damit wir auschlafen können :) Dann waren wir duschen und uns frisch machen und sind dann eine Runde nach draußen um Auckland zu erkunden. Ich war überhaupt nicht mehr Aufnahme fähig. Ich weiß nur, wir sind zum Hafen gegangen, waren auf dem Rückweg einkaufen, haben dies im Hostel abgeladen und uns Abendessen besorgt. Und nach dem Essen sind wir in's Bett gefallen und haben geschlafen wie ein Stein.

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  • 19Aug 2017

    5 Auckland 19.08.2017 Neuseeland —

    Auckland, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Erster richtiger Tag in Auckland.
    Die Nacht war richtig seltsam. Um vier Uhr sind wir beide auf gewacht und taten uns richtig schwer mit dem wieder einschlafen. Und als um neun Uhr dann der Wecker klingelte, wollte keiner von uns aufstehen, obwohl wir etwa 13 Stunden geschlafen hatten. Wir standen also auf, packten unsere Sachen und checkten aus unserem Zimmer aus, um gleich wieder in's nächste ein zu checken. Diesmal ein Schlafsaal mit sechs Betten. Heute früh lernten wir auch gleich einen unserer Mitbewohner kennen. Tim aus Australien. Er war gerade von einer Nachtschicht zurück und wollte gerade schlafen gehen, also gingen wir frühstücken.
    Nach dem Essen machten wir uns fertig und gingen raus. Hauptsächlich um der Müdigkeit nicht nach zu geben, aber auch um den Tag zu nutzen.
    Zuerst gingen wir in den Albert Park. Die Vegetation ist echt interessant hier. Hier stehen zum Teil ganz normale Bäume, wie hier in Deutschland und dann stehen dazwischen Palmen. Echt lustig. Aber man merkt das Winter ist. Es ist noch so kahl. Dann haben wir uns etwas die Auckland University angesehen. War aber bis auf ein Gebäude nicht weiter interessant. Danach wollten wir zum Pukekawa, auch ein Park mit dem Auckland Museum. Doch auf dem Weg dorthin fing es an zu regnen und ich hatte, im guten Glauben, meine Regenjacke im Hostel gelassen. Wir stellten uns kurz unter und gingen weiter als der Regen etwas nach ließ, doch es fing kurz darauf an noch heftiger zu regnen als vorher. Und da entdeckten wir einen großen Baum unter dem sich auch Leute untergestellt hatten. Wir stellten uns dazu und kamen kurzer Hand in's Gespräch. Es war ein altes Ehepaar aus Wellington und sie erzählten uns, dass der ganze Winter schon so nass sei und es schon viele Überschwemmungen gegeben hatte und dass sie jetzt euf eine Südseeinsel fliehen werden. Auch stellten sie die Vermutung auf, dass es so schnell nicht aufhören würde zu regnen. Also überlegten wir ob wir zum Museum laufen sollten oder ob wir zurück zum Hostel gehen. Wir entschieden uns für's Hostel und auf dem Weg dorthin hörte es auf zu regnen. Wieder mal typisch. Aber ich wollte gerne meine Klamotten gegen trockene tauschen und so gingen wir weiter. Wir zogen uns um und aßen dort noch etwas in der Küche.
    Dort trafen wir einmal Fabio aus Brasilien, mit dem wir uns kurz unterhielten, und Hugo aus China. ieser redete sehr lange und viel mit uns, aber wir haben nicht gerade sehr viel verstanden, von dem was er erzählt hat :D Danach trafen wir noch Victor aus Brasilien, mit ihm war es richtig cool sich zu unterhalten.

    Danach gingen wir dann wieder los. Zurück zum Pukekawa. Wir gingen den Lovers Walk entlang zu Auckland Wintergardens. Echt schön. Danach gingen wir noch zum Museum, doch das schloss schon in einer halben Stunde und so gingern wir wieder zurück zum Hostel. Aber das Museum hatte eine richtig tolle Eingangshalle. Eine Halbkugel aus Holz war darin eingestezt. Das sah richtig toll aus. Doch das Museum werden wir uns noch ansehen.
    Wir gingen einen anderen Weg zurück zum Hostel und verirrten uns dabei noch ein wenig. Zum Glück hatten wir eine Karte dabei. Und es wurde auch schon wieder dunkel und damit auch richtig kalt. Auf dem Weg haben wir noch etwas zu Essen geholt und später am Abend lernten wir noch zwei weitere Mitbewohner kennen. Anne aus Frankreich und einen aus Taiwan, dessen Name ich schon wieder vergessen habe. Doch beide reisen morgen früh schon wieder ab. Mal sehen wer morgen Neues dazu kommt :)
    Und jetzt werde ich mich auch mal Bett fertig machen und schlafen. Ich muss noch einiges an Schlaf nachholen. Gute Nacht.

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  • 20Aug 2017

    6 Wir kaufen ein Auto 20.08.2017 Neuseeland —

    Ellerslie, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Wir haben ein Auto!

    Heute früh sind wir dem Tipp des Taxifahrers gefolgt und nach Ellerslie auf die Car Fair gefahren. Dort standen wir dann erstmal und waren komplett überfordert. Es war mehr los als wir erwartet hatten und es waren auch mehr Kiwis als Backpacker unterwegs. Wir liefen alles einmal ab und berieten uns. Waren aber immer noch ratlos, wie wir das denn jetzt machen sollten. Naja rum stehen nützt ja nichts, also haben wir ein Pärchen mit einem roten Mitzubishi angesrochen, denn der Wagen gefiel uns ganz gut und war nicht zu teuer.
    Sie stellte sich erstmal mit Meike vor und fragte woher wir denn kommen. Es stellte sich heraus, dass das Pärchen auch aus Deutschland war. Dies machte die Sache natürlich deutlich einfacher. Sie haben uns dann ganz viel zu dem Wagen erzählt. Sie hatten den Wagen auch als Backpacker genutzt. Zwar ist es ein vier Sitzer, aber man kann die hintere Lehne gut umklappen und hat dann eine gerade Fläche, auf der man liegen kann. Genau soetwas wollten wir auch gerne haben. Einen PKW, in dem man auch schlafen kann. Wir machten dann eine Probefahrt und kauften den Wagen. Die beiden halfen uns noch den ganzen Papierkram zu erledigen und im Anschluss fuhren wir mit ihnen zu der Farm, auf der sie leben und arbeiten.
    Auf dem Weg dorthin übte Matze sich schonmal darin auf der linken Seite zu fahren. Gar nicht so einfach. Man hat ganz schön viele Automatissmen, die einem das anders Fahren richtig schwierig machen :D
    Auch redeten wir viel mit den Beiden. Sie gaben uns viele Tips, was wir unbedingt ansehen sollten und welche Apps und dergleichen sehr nützlich sein können. Auch erfuhren wir, dass wir die Rettung in aller letzter Minute waren, denn morgen werden die beiden zurück nach Deutschland fliegen. Es war eine sehr schöne Fahrt :)
    Die Farm liegt noch im Bereich Auckland, aber man hat den Eindruck man ist am Ende der Welt. Es war richtig schön dort. Sie hatten dort Hunde, Bienen, Schafe, Kühe, Hühner und Pferde. Nur Isländer. Diese wurden von Meike und Tobias versorgt, gepflegt und geritten. Eine sehr schöne Arbeit, die für die ganzen unangenehmen Arbeiten aufwiegt, sagten beide. Ich wünsche beiden noch alles gute und eine gute Heimreise! Es war ein sehr schöner Nachmittag!

    Der Rest des Tages war dann leider nicht mehr ganz so schön. Wir sind die ganze Zeit rumgeirrt um einen kostenfreien oder günstigen Parkplatz zu finden, auf dem der Wagen bis Freitag stehen kann. Dies hat leider nicht geklappt. Wir haben nachher am Auckland Museum geparkt, weil es schon so spät war, und müssen uns dann morgen etwas Neues suchen. Ich bin mal gespannt ob wir etwas finden, aber ich hoffe es :)

    Gute Nacht :)

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  • 21Aug 2017

    7 Parkplatz 21.08.2017 Neuseeland —

    Remuera, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute früh sind wir los um das Auto umzuparken. Nach einer etwa 10 minütigen Fahrt hatten wir einen kostenlosen Parkplatz in der Nähe einer Bahnstation gefunden. Wie dumm wir uns doch gestern angestellt haben. Es war ja doch so einfach, wie alle sagten :D
    Dann haben wir beschlossen von dort aus zum Sealife zu laufen. Das Wetter war einfach genial heute.

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  • 21Aug 2017

    8 Küstentour 21.08.2017 Neuseeland —

    Mission Bay, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Der Weg dorthin. EInfach unglaublich schön. Vorallem bei diesem unglaublich guten Wetter!
    Einzig doofe, ich hatte meine Kamera im Hostel gelassen...

    Zuerst sind wir zum Sealife gelaufen. Allein auf dem Weg dorthin haben wir so viele schöne Dinge gesehen. Bevor wir in's Sealife sind waren wir noch auf einer Seebrücke. Die war vielleicht schmal und niedlich :D Man hatte einen echt tollen Blick von der Spitze der Brücke :)

    Das Sealife selbst ist unterirdisch. Es gibt eine kleine Hütte, in der der Eingang ist und eine weitere kleine Hütte, wo der Ausgang ist. Es ist echt cool gemacht. Aber am Besten haben uns die Pinguine gefallen. Einfach genial!
    Der Hai Tunnel war auch nicht schlecht. Man stand auf einer Art Fließband und fuhr so durch eine Röhre und darüber schwommen Haie und andere Fische. War schon cool.

    Als wir aus dem Sealife raus waren, beschlossen wir noch zur Mission Bay zu wandern. War ja nicht mehr allzu weit. Und bis dorthin verlief der Weg an der Küste. Wunderschön!
    Nach einer kurzen Pause in der Mission Bay sind wir dann auch schon wieder zurück gelaufen. Es wurde leider schon wieder dunkel. Aber auf dem langen Weg zurück zum Hostel konnten wir noch schön der Sonne beim Untergehen zu sehen. Und hatten später einen wunderschönen Sonnenuntergang über Auckland.

    Aber jetzt bin ich wirklich fix und fertig. Ich weiß gar nicht wie viele Kilometer wir alleine heute gelaufen sind. Gute Nacht!

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  • 22Aug 2017

    9 Ganz viel Geschichte 22.08.2017 Neuseeland —

    Parnell, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Wir sind echt zwei elende Langschläfer :D Heute sind wir erst gegen halb eins aus dem Hostel raus.

    Zuerst sind wir zur Auckland Art Gallery Toi o Tamaki. Dies ist eine riesige Kunstsammlung und das geniale ist, der Eintritt ist kostenfrei. Aber von Anfang an.
    Schon von Außen macht diese Gallerie einen wahnsinnigen Eindruck. Der Anbau an ein Haus aus dem 19 Jahrhundert hat eine riesige Glasfassade, durch die man in das Foyer sehen kann und ein Kunstwerk von außen bestaunen kann. Und diese Fassade ist gekrönt mit einer sehr aufälligen Dachkonstruktion aus Kauri Holz. Das ganze ist echt ein Hingucker. Und auch die Inneneinrichtung ist sehr gut gestaltet. Die einzelnen Bereiche, der Austellung sind durch sozugane Tunnel aus Holz mit einem eingelassenen Lichtband abgetrennt. Da will man einfach hindurch gehen.
    Die Kunstwerke erstrecken sich von Neuseeländischer Kunst, über alte Meister zur Modernen und der Maori Kunst. Am Besten gefallen haben mir die Poträts über die Maori Häuptlinge. Ich habe mich wirklich gefragt ob diese ein Ölgemälde sind, denn die Decken, zum Beispiel, wirken unglaublich echt, so richtig flauschig.
    Matze gefiel am Besten ein Ölgemälde der alten Meister, da dies sehr realistisch aussah.

    Danach ging es zum Auckland Museum. Da erwartete uns bereits beim Kartenkauf eine Überrachung. Wir hatten damit gerechnet, dass wir als Touristen den Eintrittspreis von 25 Dollar zahlen müssen, doch die Frau am Schalter fragte uns wie lange wir denn hier seien und meinte damit kämen wir umsonst hinein. Wir würden sozusagen als Kiwis zählen, da wir ein Working Holiday Visa besitzen. Richtig cool!
    Und das Museum an sich, richtig genial! Eine riesige Austellung über die Maori und eine wunderschöne Fotoaustellung über Tierfotografie! Diese Fotos, einfach genial! Leider darf man diese nicht fotografieren, aber hier der Link zur Museums Seite:
    http://www.aucklandmuseum.com/whats-on/exhibitions/wildlife-photographer-of-the-year

    Die Maori sind auch eine richtig interessante Kultur. Es gab diverse Segelboote und ein Kriegskanu in Originalgröße in dem Museum. Richtig genial. Auch gab es zwei Hütten der Maori, auch in Originalgröße. In die eine durfte man sogar hinein gehen. Richtig genial und total interessant!
    Was ich vorher auch nicht wusste. Der Film Vaiana - das Paradies hat einen Haken erzählt von einem Maori Stamm :D Ist auch ein richtig schöner Disney Film. Wer ihn noch nicht gesehen hat sollte ihn unbedingt anschauen :)
    Wir waren ewig in diesem Museum. Das ist ja so riesig, aber wie gesagt das Interessanteste war wirklich die Ausstellung über die Maori ach und der Kinderbereich. Der war auch richtig klasse. Allein von der Innenarchitektur, aber auch weil man sehr viel ausprobieren und anfassen konnte.

    Also wer irgendwann mal nach Auckland kommen sollte, sollte sich auf jeden Fall das Auckland Museum und die Auckland Art Gallery Toi o Tamaki ansehen. Sehr Lohnenswert!

    Fotos & Videos

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  • 23Aug 2017

    10 Ein entspannter Tag 23.08.2017 Neuseeland —

    Auckland, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute haben wir mal einen Entspannten gemacht. Wir sind so fix und fertig von den letzten Tagen :D Und uns viel auf, dass wir noch einige Dinge erledigen sollten bevor wir uns Freitag auf den Weg nach Northland machen.

    Zuerst stand auf unserer Liste, dass wir uns eine neuseeländische Sim-Card besorgen. Also recherchierten wir etwas und entschieden uns für ein Angebot von 2 degrees. 19 Dollar im Monat und 1 GB und etwas Freiminuten und Frei-SMS und das Gute daran, das was wir nicht verbrauchen nehmen wir mit in den nächsten Monat. Also gingen wir in das Gecshäft um die Ecke und sprachen mit einer Verkäuferin, doch diese wollte uns gleich einen deutlich teureren Vertrag andrehen :D Aber wir blieben bei dem 19 Dollar Angebot.
    Dann liefen wir noch etwas auf der Queen Street entlang und kamen an Mojo vorbei. Dies ist eine Cafe-Kette hier und ich hatte gelesen, dass sie sehr gut sein soll. Also gingen wir rein und bestellten uns einen Kaffee. Die Frau in dem Laden war einfach nur niedlich. Wir redeten lange mit ihr. Was wir hier machen und was unsere Pläne sind und was sie hier macht und woher sie kommt. Es ist echt schön, wie einfach man hier mit Menschen in's Gespräch kommt und sich gut mit ihnen unterhalten kann. Aber ich merke doch wie es mir noch schwer fällt die ganzen Akzente hier zu verstehen . Und sie sprechen auch so schnell, dass ich einfach nicht mit komme, wenn ich plötzlich angesprochen werde :D Ich hoffe, das bessert sich noch. Der Kaffee war wirklich richtig gut!

    Danach liefen wir noch durch ein paar Outdoor Geschäfte zund informierten uns wegen einem Zelt. Ganz schön teuer der Kram hier...
    In einem Geschäft fragte Matze: "Where can we find the tents?" und die Verkäuferin fragte: "Tents? What is this?" und lief weg um eine Kollegin zu fragen. Das war ziemlich verwirrend. Wir überlegten kurz ob tent wirklich Zelt bedeutet, doch als wir die Zelte fanden, stand auf diesen auch tent. So wir hatten uns nicht vertan. Seltsam, dass eine Verkäuferin die Worte nicht kennt für die Dinge, die sie verkauft... Weird.

    Abends saßen wir noch in einer Runde und haben Karten und Würfelspiele gespielt. Es war richtig lustig und hat richtig Spaß gemacht. Aber ich muss leider sagen, dass mir hier viel zu viele Deutsche sind. Und das ist richtig furchtbar. Die sind alle so verdammt deutsch und unentspannt :D leider waren auch in unserer Spielerunde alle bis auf einen Deutsche. Und zwei dieser Deutschen haben echt versucht zwanghaft zu gewinnen und eine riesige Wissenschaft aus dem Spiel gemacht. Dies hat mir dann keinen Spaß mehr gemacht.

    Es wird Zeit, dass wir weiter reisen!
    Von dem meisten Deutschen hört man hier auch, dass sie nicht weiter in den Norden reisen wollen. Gut für uns :)
    Bin gespannt, was wir auf der Reise durch Northland so alles erleben :)

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  • 24Aug 2017

    11 Mount Eden 24.08.2017 Neuseeland —

    Mount Eden, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Letzter Tag in Auckland!

    Und ich habe heute Nacht kaum Schlaf bekommen. Erst hat der eine im Zimmer so geschnarcht, dass wir anderen alle wach waren, und danach hat ein anderer dauernd im Schlaf gelacht oder gesprochen. Und als ich dann endlich beinahe eingeschlafen war, kracht die Tür auf und dort steht einer! Und dann ging die Tür wieder zu. Und die Person wieder raus? Ich habe mich vielleicht erschreckt. Aber kein anderer hat reagiert, also dachte ich, ich habe mir das vielleicht eingebildet?... Aber schlafen konnte ich danach eine ganze Weile nicht mehr.
    Heute Morgen kamen dann nacheinander drei Leute in’s Zimmer und fragten ob eine Matratze fehlen würde, aber es waren alle da. Die haben ein wenig verwirrt geguckt. Denn es war so: In dieser Nacht hat sich Tim zwei Matratzen genommen, wir waren sowieso die ganze Woche nur zu viert. Das würde sich ja sowieso nicht ändern. Naja genau in dieser Nacht sollten wohl sechs Personen in diesem Zimmer schlafen. Was ein Zufall :D

    Heute waren wir auf dem Mt Eden. Wunderschön dort oben. Man hat einen Wahnsinns Blick von dort oben!
    Und auch der Weg dorthinauf war klasse. Wir sind irgendwie komplett quer durchs Grüne über so ein paar Trampelpfade. Viel schöner, als die Straße, die hinauf führt.
    Oben angekommen sieht man erst mal einen riesigen Krater. Matze meinte gleich: “Lass uns hinein rutschen!“ Aber ich habe mich nicht getraut und Matze hat es dann auch nicht gemacht. :D
    Wie gesagt wunderschöner Ausblick dort oben. Vor allem bei dem tollen Wetter was wir hatten! Wir haben dort auch erst mal Mittag gegessen. Nach dem anstrengenden hinauf krakseln hatten wir uns das auch verdient :)
    Am Abend haben wir dann nochmal eine Spielerunde gemacht und uns von allen verabschiedet. Und das war’s so für heute :)

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  • 25Aug 2017

    12 Los geht's! 25.08.2017 Neuseeland —

    Stanmore Bay, Whangaparaoa, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute sind wir endlich mal früh aufgestanden, haben noch einmal die Duschen ausgenutzt und unsere Sachen gepackt. Danach haben wir mit Tim gefrühstückt und sind los.

    Wir sind das Erste Mal in Auckland Bus gefahren. Schließlich mussten wir irgendwie zu unserem Auto kommen. Ich hatte gegoogelt, dass von der Haltestelle Queenstreet in front of the Civic zur Haltestelle 103 Orakei Road ein Bus fährt. Diese Haltestelle zu finden war das Erste Problem. Wir mussten mal wieder ein paar Passanten um Hilfe bitten :D Dann kam der Bus und wir nannten ihm die Endhaltestelle und er wusste einfach nicht wo die sein sollte. Nach einem kurzen Gespräch meinte er aber dann er wüsste wohin wir wollten und wir bekamen unsere Tickets und stiegen ein. Nach einer zwanzig minütigen Fahrt hielt er an und sagte, das sei die Haltestelle. Wir stiegen aus. Doch irgendwie sah die Straße ganz anders aus, als die, in der wir unser Auto geparkt hatten. Wir versuchten also heraus zu finden wo wir uns befanden, als uns eine Frau ansprach ob wir Hilfe benötigen. Wir fragten sie, wo wir denn seien und wo die Orakei Road sei. Sie meinte nur wir wären in der Remuera Road und die Orakei Road sei etwa eine halbe Stunde weit weg. Dann sah sie unser Gepäck und meinte sie würde uns fahren. Zum Laufen sei das viel zu weit. Und damit hatte sie auch Recht. Ich war echt froh, dass sie uns gefahren hat, denn unsere Rucksäcke waren ganz schön schwer. Wir hatten echt Glück, dass wir sie getroffen haben :)

    Danach sind wir erstmal einkaufen gefahren. Bei Kmart und Wallmart haben wir ein Zelt und weiteres Camping Equipment bekommen und das sogar sehr günstig.

    Jetzt sind wir in Whangaparaoa. Es ist richtig schön hier. Direkt am Meer mit Blick auf Auckland. Ein toller Ort zum Übernachten. Und uns erwartet die erste Nacht im Auto. Ich bin mal gespannt. Gute Nacht.

    Fotos & Videos

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  • 26Aug 2017

    13 Shakespear Regional Park 26.08.2017 Neuseeland —

    Army Bay, Whangaparaoa, Neuseeland

    Beschreibung

    Guten Morgen! Heute ist es wunderschön. Ich würde am liebsten baden gehen. Doch das Meer ist total eisig, obwohl die Luft total warm ist. Schade.

    Also sind wir weiter gefahren, obwohl viel weiter sind wir nicht gekommen. Wir sind im Shakespear Regional Park hängen geblieben. Dort sind wir eine der markierten Routen gewandert. Echt schön! Man kann es gar nicht beschreiben. Guckt euch einfach die Bilder an :)

    Wir haben beschlossen hier auch zu übernachten. Und morgen die übrig gebliebenen Routen zu wandern. Und mal gucken wie viele Sterne wir zu sehen bekommen.

    Wir haben noch eine Nachtwanderung gemacht. Muss man ja ausnutzen, dass man in einem Gebiet ist, wo Kiwis leben. Doch leider haben wir keinen gesehen. Aber dafür ein paar andere schöne Orte. Wie den Waterfall Gully, wo es überall leuchtete. Echt toll. Und der Himmel war voller Sterne. Toll!

    Fotos & Videos

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  • 27Aug 2017

    14 ein stürmiger Tag 27.08.2017 Neuseeland —

    Warkworth, Neuseeland

    Beschreibung

    Vielen Dank für die ganzen Glückwünsche!

    Heute ist das Wetter leider ganz schön schlecht. Wir sind trotzdem noch etwas im Shakespeare Regional Park gewandert, aber nicht so viel, wie wir das eigentlich wollten. Dann sind wir weiter gezogen.

    Ich bin das erste Mal eine längere Strecke Auto gefahren. Nach einer Weile hat es ganz gut geklappt, aber mit einem Automatik Auto werde ich nicht richtig warm…
    Wir haben uns wieder ein Plätzchen an der Küste zum Übernachten gesucht. Und es stürmt. Es ist richtig heftig. Viel gemacht haben wir dadurch nicht mehr. Kurz nach dem Dunkel werden (ca. 19 Uhr) haben wir uns in’s Auto verzogen. Hier drin ist es so schön windstill. Dann mal gute Nacht!

    Fotos & Videos

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  • 30Aug 2017

    15 Whangarei Heads 30.08.2017 Neuseeland —

    Whangarei Heads, Neuseeland

    Beschreibung

    Hey, jetzt schreib ich (Matze) auch mal was in den Blog.

    Die letzten 2 Tage sind wir nicht weit gekommen, weil ich mir ne leichte Erkältung zugezogen hatte und mir ein Nest im Auto eingerichtet hab. Das ist wohl den rainy days der letzten Tage zu verschulden und die Gewöhnung an ein Leben on the road. Ira ging in der Zeit zum größten Teil allein auf Wanderschaft. Jetzt geht’s mir aber schon besser :)

    Die Whangarei Bucht (Ocean Beach) ist wirklich der Wahnsinn, aus einer Mischung von Dünen, Klippen, Wäldern, felsigen Inseln und einem weiten Strand bildet sie die Spitze der Halbinsel. Der Strand ist der erste, der unseren ähnelt (mit hellem Sand, sonst ist er schwarz). Beeindruckend ist hier an sich, wie sich die Küste mit der Ebbe und Flut verändert, die täglich kommt und geht. Es werden neue Wege freigelegt, die vorher unpassierbar waren und macht besonders die felsigen Abschnitte interessant.
    Mitten durch den Strand fließt auch ein Bach, wir konnten locker über ihn hüpfen und durch ihn gehen, doch am letzten Tag nach einer regnerischen Nacht war er so riesig und stark, dass es unmöglich war trocken auf die andere Seite zu kommen!
    Am Parkplatz gibt es sogar den Vogel mit dem abgespaceten Sound, den wir seit unserer Ankunft immer wieder hören, jetzt hab ich ihn mal gesehen, er ist eher im Schwarzton gehalten, hat aber grün schimmernde Flügel und einen weißen Beutel am Hals, es ist ein Tui, wie wir herausgefunden haben^^ Ein anderer (grau mit schwarzen Punkten) kam beim Frühstück und hat unglaublich viele verschiedene Zwitscherlaute draufgehabt und vorgeführt, als dann noch ein anderer kam verstummte alles. Dieser (name ist uns noch unbekannt) ist wohl der einzig natürlich vorkommende Raubvogel hier. Das ist bisher der schönste Ort.

    Der Weg hierher war allerdings abenteuerlich :D wir fuhren im Dunkeln und wussten nicht dass die Straße so tückisch ist, links eine steile Bargwand, rechts ein kleiner Abhang und Wasser. Scharfe Kurven hin und her, da verlor Ira schon den ein oder andern Nerv, sie fuhr nämlich^^
    Beim Rückweg sahen wir dann auch die Landschaft und die Bucht, wieder tolle Aussichten, was hier so oft vorkommt.

    Die Menschen in Neuseeland sind freundlich und total hilfsbereit, sie freuen sich und es gibt ihnen ein gutes Gefühl, jemandem geholfen zu haben. Man muss sie nur erstmal ansprechen, was uns noch etwas schwer fällt, aber ich denke das wird mit der Zeit immer flüssiger.
    Es ist auf jeden Fall spannend das alles zu erleben und wir sind noch gespannter darauf, was noch so kommen wird!

    Bis dann und viele Grüße aus dem Land von Mittelerde ;)

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  • 01Sep 2017

    16 Frühlingsbeginn mit Ausrutscher 01.09.2017 Neuseeland —

    Raumanga, Whangarei, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute beginnt hier der Frühling und wir machten einen Ausflug zum Fluss, an dessen Verlauf Statuen und Skulpturen aufgereiht sind.
    Als wir so entlang vorbeischlenderten fielen mir riesige Muscheln am Ufer auf, sie sahen wie aus dem Arielle Film aus :) Um ans Ufer zu kommen musste man aber eine Steinmauer runter also sind wir weitergegangen.
    Irgendwann hielt ich es dann doch nicht mehr aus und bin runtergeklettert um mir eine zu holen. Sehr darauf bedacht nur auf den Steinen zu bleiben (denn es war sehr schlammig) schnappte ich mir eine Prachtmuschel. Sie war nur sehr vom Schlamm überzogen. Ich war schon dabei die Mauer wieder zu erklimmen, da bemerkte ich ein Rohr, das aus der Mauer ragte, nur ein Stückchen weiter. Es floss klares Wasser daraus, also beschloss ich noch fix die Muschel abzuspülen :)
    Am Wasserhahn angekommen merkte ich, dass dort die Steine etwas rutschig waren vom Moos oder Algen. Doch ich fand sicheren Stand.
    Ich wusch also die Muschel sorgfältig ab doch plötzlich Wusch! Es war wie in Zeitlupe als beide Beine den Halt verloren und ich mich kurzerhand im schlammigen Wasser sitzen sah, tjaa das war ja ein sehr sicherer Stand :D Ich sprang sofort wieder rauf die Steine, doch hörte ich bereits das Schmatzen der Schuhe, völlig durchnässt und das was am meisten ärgerte: die Muschel spurlos versunken im Brackwasser... Noch dazu roch ich den modrigen Schlamm an den Stiefeln.
    Naja nun hatte ich die Lust am Muschel sammeln verloren und kletterte wieder hoch, zog Schuhe aus, von der Hose konnte ich zum Glück die Beine abzippen, der Rest der Hose war nur etwas dreckig.
    So ging ich also barfuß in die nächste öffentliche Toilette und spülte statt einer prachtvollen Muschel meine verdreckten Schuhe :D War schon etwas komisch während die Menschen kamen und gingen, aber was soll man machen^^
    Noch dazu angeschlagen von der Erkältung.. Morgen suchen wir uns ein Hostel kam mir nur in den Sinn

    Schade dass wir das nicht auf Video haben, muss schon lustig ausgesehen haben, wir haben darüber viel gelacht :)
    Das war unser Frühlingsanfang :D

    Bis dann und liebe Grüße
    Matze

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  • 02Sep 2017

    17 The Cell Block Backpackers 02.09.2017 Neuseeland —

    Whangarei, Whangarei, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute sind wir dann doch in ein Hostel gezogen. Die letzten Tage hat es sehr stark geregnet und es wurde doch ganz schön kühl im Auto. Matzes Erkältung hatte sich außerdem etwas verschlechtert und wir entschieden uns in ein Hostel zu ziehen, wo es zumindestens trocken ist, so dass sich Matze in Ruhe auskurieren kann.
    Nachdem wir einige Stunden im Internet nach einer günstigen Unterkunft gesucht haben und auch nichts fanden, da alles ausgebucht war, fragten wir in einem Cafe (The Press Cafe) ob sie denn einen Tipp oder eine Idee hätten. Diese rieten uns Sarah zu fragen, die bei der i-Site arbeitet. Also taten wir das und sie hatte in Null Komma Nichts eine Liste mit allen verfügbaren Unterkünften und suchte uns die günstigste raus. Sie rief dort an und siehe da dort gab es noch freie Plätze, die Letzten für diese Nacht :D
    Und dieses Hostel ist total schön! Es ist so schön gemacht. Mit viel Liebe und Wärme und das strahlen die Räume richtig aus. Alles ist selbstgemacht und selbst eingerichtet. Richtig toll! Peaches, die Betreiberin, lebt sogar selbst mit in dem Hostel. Sie ist immer da, wo die Musik ist :D
    Wir fühlen uns hier richtig wohl!

    Ein Tipp für alle, die mal nach Whangarei kommen und dort übernachten wollen ;-)

    http://www.thecellblock.nz/

    P.S. Matze konnte hier super seine Schuhe trocknen(sh. Eintrag von gestern) ;)

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  • 03Sep 2017

    18 Botanica 03.09.2017 Neuseeland —

    Whangarei, Whangarei, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute war ich mal wieder allein unterwegs. Matze hat sich sein Nest im Hostel eingerichtet und ruht sich dort brav aus :-P

    Als ich aus dem Hostel raus kam, fing es mal wieder an zu regnen, also dachte ich mir, ich könnte ja mal shoppen gehen. Mir fehlen so ein paar Dinge, wie eine bequeme Hose und ein Sonnenschutz. Also ging ich in die Central City (The Laneway) doch dort hatte fast alles geschlossen :D Ja es ist Sonntag, aber sonst sind sonntags die Straßen nicht so ausgestorben.
    Naja Planänderung. Also weiter zum nächsten Park. Dort soll es einen Rosengarten und ein Gewächshaus mit Farnen geben.
    Im Cafler Park & Rose Gardens angekommen bemerke ich, dass es keine einzige blühende Rose gibt. Welch Wunder! Erst seit zwei Tagen ist hier Frühling :D
    Ich gehe weiter und komme nach einem kurzen Weg zum Botanica. Ich stehe vor zwei Eingängen in ein Gewächshaus. Ich gehe in den linken. Es ist unheimlich schön und entspannend dort drin. Es spielt Musik und ich setze mich eine Weile auf eine Bank und genieße die Atmosphäre.
    Ich gehe weiter und erkunde die Gewächshäuser. Es sind deutlich mehr, als man von außen erwartet. Es ist echt schön hier. Überall kann man Kleinigkeiten entdecken. Wie bemalte Steine oder Figuren. Und es gibt echt unglaublich viele Arten von Farne. Ganz kleine und riesig große. Einer ist sogar so groß wie ein Baum. Der Wahnsinn!

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  • 04Sep 2017

    19 Whangarei Falls 04.09.2017 Neuseeland —

    Tikipunga, Whangarei, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute war ich mit zwei Leuten unterwegs. Ich wollte mal wieder in Gesellschaft unterwegs sein, wobei ich auch die Schönheiten am alleine unterwegs sein schätzen gelernt habe :)

    Wir fuhren zuerst zu den Whangarei Falls. Mein erster Gedanke war: "Oh die sind aber klein..." Aber als wir dann davor standen, kamen mir die Wasserfälle doch groß vor und so schön!
    Danach liefen wir noch einen Track entlang. An den Wasserfällen führen viele Wandertracks entlang. Ich weiß ehrlich nicht, wo wir dann wieder aus dem Wald heraus kamen, doch es war echt schön am Wasser entlang zu gehen.

    Als wir zurück am Auto waren entschlossen wir uns noch zu den Whangarei Quarry Gardens zu fahren. Dies ist subtropischer Garten, der nur von Freiwilligen aufgebaut worden und wir auch jetzt von Freiwilligen instand gehalten. Die Anlage ist unheimlich schön und es gibt hier extrem große Kakteen und Sukkulenten. Es ist der Wahnsinn!

    War schön mit euch beiden :)

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  • 07Sep 2017

    20 Ngawha Springs 07.09.2017 Neuseeland —

    Kaikohe, Neuseeland

    Beschreibung

    Wir sind weitergezogen und sind zu einem wirklich schönen Campingplatz gekommen, dem Cowshed, bei Kaikohe. Es ist sehr ländlich hier, mit Kühen und 2 superlieben Hunden und die Besitzer sind auch sehr nett. Dazu sind hier noch 3 spaßige Schotten untergebracht mit denen wir schöne Abende verbringen.

    Heute waren wir bei den Ngawha Springs, das sind heiße Quellen, an denen man für 4 Dollar den ganzen Tag verbringen kann, fantastisch und noch dazu heilend für den Körper durch den Schlamm (der auch nach Deutschland importiert und dort angeboten wird). Sie sind nur 5min vom Cowshed entfernt.
    Noch interessanter waren aber die Menschen, die wir dort kennen gelernt haben. Es waren ein Kanadier und eine Deutsche, die vor vielen Jahren hierher einwanderten und mit denen wir lange, tolle Gespräche führten und uns zum Lunch nach Pahia in der Bay of Islands einluden.
    Sie gaben uns das Gefühl auch richtig angekommen zu sein :)

    Bei Ted werde ich, wenn es klappt, auch noch später eine Zeit lang lernen um mir neue Fähigkeiten aneignen zu können, er ist so eine Art Heilpraktiker. Ich bin gespannt, ob es zustande kommt!

    Der Abschluss des Tages war eine Runde in der Gemeinschaftshütte mit anderen Reisenden. Während wir uns unterhielten, hörten wir plötzlich ein Kratzen und Rascheln über uns. Als wir aufschauten entdeckten wir ein großes Opossum, das uns mit seiner rosigen Schweinsnase neugierig beobachtete :D Leider war es zu dunkel um ein gutes Foto hinzubekommen. Nach einer Weile hangelte es sich an der Bretterwand entlang, schaute noch einmal zurück und verschwand.

    Als wir am nächsten Morgen abfuhren verabschiedete sich Ceasar(einer von den beiden Hunden) bei uns, indem er sich prompt bei uns ins Auto setzte und sich nochmal eine Kuscheleinheit abholte, von denen konnte er gar nicht genug bekommen! Also wer noch hier in der Gegend unterwegs sein wird sollte sich diesen Platz nicht entgehen lassen!

    Bis dann und viele Grüße, euer Matze

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  • 08Sep 2017

    21 Kletterpartie 08.09.2017 Neuseeland —

    Whangaroa, Neuseeland

    Beschreibung

    Weiter geht die Reise gen Cape Reinga!

    Unser erstes Ziel war das Rainbow Warrior Memorial. Die Rainbow Warrior war ein Schiff von Greenpeace, es wurde von den Franzosen in Auckland versenkt. Damals sollte es eine Flotte anführen, um die Atomtest auf kleinen Pazifik-Atollen zu stoppen. Bei dieser Aktion starb der Greenpeace Fotograf Fernando Pereira. Das Wrack wurde dann später vor den Cavalli Islands versenkt und ein Denkmal wurde in der Matauri Bay errichtet. Wir kraxelten also auf diesen Hügel, um uns das Denkmal anzusehen. Nichts Welt bewegendes doch ein wahnsinniger Ausblick von dort oben. Genial!

    Als nächstes hielten wir Whangaroa. Dort thront auf einem Berg ein riesiger Fels und Matze hatte gelesen, dass man diesen erklimmen kann. Das wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen. Also fuhren wir dorthin. Aber den Anfang dieses Tracks zu finden war ganz schön schwierig. Also fragten wir wieder einmal ein paar Kiwis, die uns gerne weiter halfen. Und dann ging’s los!

    Jeder der mich kennt weiß von meiner Höhenangst. Aber naja ohne Schweiß keinen Preis. Der Anfang war ja noch harmlos, es ging zwar stramm Bergauf doch man lief nicht nahe an irgendwelchen Abgründen entlang. Doch später kamen diese Abgründe und hinzukam, dass der Boden mal wieder total aufgeweicht war und man leicht ausrutschen konnte. Und wir waren schon echt weit oben. Doch dann kam‘s, um diesen Fels zu erklimmen musste man durch einen Felsspalt klettern, an dem Ketten befestigt waren. Alleine hätte ich glaube ich in diesem Moment aufgegeben. Meine Angst war ganz schön groß und ich bin ja auch kein guter Kletterer. Ich wusste nicht, wie ich das schaffen sollte. Doch Matze motivierte mich und half mir. Sodass wir nach kurzer Zeit endlich auf dem höchsten Punkt des Felsen standen. Obwohl stehen war bei mir zu viel gesagt. Ich kauerte mich an eine Stange und hielt mich so fest ich konnte :D Mich hatte die Angst vollständig gepackt. Es dauerte etwas doch dann konnte auch ich mich hinstellen und mich sogar bewegen. Ich hatte es geschafft! Ein Wahnsinns Gefühl!

    Ich werde weiter meine Ängste besiegen und mir immer wieder neue Herausforderungen suchen. Ängste sollten einen nicht abhalten. Der Ausblick war einfach genial. 360 Grad rund um Sicht. Der Wahnsinn!

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  • 10Sep 2017

    22 Cape Reinga 10.09.2017 Neuseeland —

    Cape Reinga, Neuseeland

    Beschreibung

    Das Cape Reinga ist der nördlichste zugängliche Punkt Neuseelands. Für die Maori ein heiliger Ort. Es ist der Ort, wo die Seelen aus dem Diesseits verschwinden. Die Reise der Seelen beginnt mit einem Rutsch an den Wurzeln eines 800 Jahre alten Pohutukawa-Baums hinunter in den Ozean. Danach tauchen sie wieder auf und erklimmen Ohaua, um Lebewohl zu sagen und kehren zu ihren Vorfahren nach Hawiki zurück. An diesem Punkt treffen sich der Pazifik (männlich) und die Tasman Sea (weiblich) und vereinen sich.
    Ich dachte erst: „Da treffen sich halt zwei Meere. Na und?“ Aber es ist genial. Es sieht einfach genial aus, wie beide aufeinander treffen. Ich kann es gar nicht beschreiben. Auf keinen Fall entgehen lassen!

    Danach ging es noch zu ein paar Stränden in der Umgebung. Am besten gefallen hat uns die Spirits Bay. Erstens war der Sand kein Sand (es sind klein gemahlene Muscheln) und zweitens wurde das Wasser vom Strand zurück gespült, sodass beide Seiten, das Meer und das Wasser vom Strand, aufeinander prallten. Echt klasse. Die lange Gravel Road dorthin hat sich richtig gelohnt.

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  • 15Sep 2017

    23 90 Mile Beach 15.09.2017 Neuseeland —

    Pukenui, Neuseeland

    Beschreibung

    Diese Woche haben wir auf einem Campingplatz/Farm gearbeitet. Hier haben wir am Ende der Woche Johanna aus den heißen Quellen wiedergetroffen, sie hatte uns den Kontakt gegeben. Der Ort war direkt am 90 Mile Beach, ein langer Strand an der Westküste, auf dem man mit dem Auto fahren kann, vorausgesetzt man hat Allradantrieb, also für uns leider nix^^

    Wir haben etliches Dünengras gepflanzt, zum Aufbau neuer Dünen und Schutz des Hinterlands. Ein gutes Gefühl, mit dem Wissen was daraus wird.
    Es war eine sehr anstrengende Zeit, da wir auch das gemacht was alles so anfiel (mind. 4 Stunden/Tag) und dafür lediglich die Übernachtung bekamen. Es hielt uns eigentlich nur noch der Besuch von Johanna dort. Die Besitzerin war vor 24 Jahren von Deutschland hierher eingewandert.
    Naja wir nehmen auch Gutes daraus mit, auch mal Nein zu sagen, denn wir haben gemerkt, dass es zu viel Energie zog und man sich davor schützen sollte. Besonders weil das, was wir daraus bezogen überhaupt nicht dem gerecht war, was wir hineinsteckten.

    Also achtet auf euch, lasst eure Interessen nicht außen vor, sonst verliert ihr sie aus den Augen! Das gilt auch genauso für die andere Richtung, seine Interessen nicht über alles andere zu stellen, um so nur Vorteile von anderen zu ziehen!

    Insofern bis dann und viele Grüße
    Ira und Matze

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  • 16Sep 2017

    24 Unerwartet 16.09.2017 Neuseeland —

    Cape Reinga, Neuseeland

    Beschreibung

    Bevor wir wieder in den Süden fahren, wollten wir nochmal einen Abstecher nach Cape Reinga machen, oder vielmehr zum Cape Maria van Diemen, welches nur durch eine Wanderung zu erreichen ist. Also machten wir uns auf den Weg und gingen zunächst links vom Cape Reinga den Pfad an den hohen Klippen entlang, welcher wirklich beeindruckend war, da er so nah am Abgrund entlangführte und großartige Aussichten bot.
    Nach den Klippen folgte ein nicht enden wollender Strand(3km), wir sind gefühlt ewig an ihm entlang, aber es hatte sich sowas von gelohnt, denn nach dem Strand begann der Aufstieg zum Cape Maria v. D., welcher die verschiedensten Landschaften bot(Vorher musste man durch einen kleinen Fluss waten). Zur einen Seite Sanddünen und karge, gelbe und rote Felsen, die mit der Zeit aus den Dünen entstanden, man kam sich vor wie in einer Wüste, weit ab von Allem, doch zur anderen Seite erstreckte sich das Meer und der helle Strand hinter einem bewaldeten Berg mit Blick auf Cape Reinga, und wieder zur anderen Seite sah man weite grüne Hügel mit Wiesen, auf denen Schafe grasten. Einfach unglaublich!
    Als wir endlich den höchsten Punkt erreichten, bot sich uns ein grandioser Ausblick, zudem noch ein Gefühl von Stolz, dass wir ganz oben waren. Das war noch schöner als Cape Reinga.
    Der Abstieg verlief dann wesentlich schneller, vorbei an den Felsen, Dünen, dem Berg, dem Fluss und runter zum ewigen Strand. Wir waren schon fast wieder am Cape Reinga, doch mit einer Sache hatten wir nicht gerechnet: der Flut.
    Ganz am Ende des Strands, der Übergang zu den Klippen, die uns nach Cape Reinga und zu unserem Auto brachte, tobte das Meer und versperrte uns eine kleine Engstelle. Sie war zu weit zum Drüberspringen, und zu tief zum Durchlaufen. Zuvor mussten wir schon auf Felsvorsprüngen entlang krackseln, doch mit diesem Anblick drehten wir nochmal um zum Strand, um zu überlegen was wir tun. Wir dachten die Gezeiten wechseln alle 6 Stunden, wie es die letzte Woche an der Westseite immer war, aber dann müsste sie sich schon zurückziehen also kann das hier nicht hinkommen, wohl weil sich das Tasmanische Meer vom Westen mit dem Pazifik aus dem Osten verbindet (man sieht es sehr gut von Cape Reinga) und der Ozean hat einen anderen Rhythmus… Wie auch immer, warten brachte nix, und ein Blick in den Rucksack verriet: eine halbe Tüte Chips und ca. ein Glas Wasser, sonst hatten wir nichts dabei, außer Pässe und den Kram, aber das half in dieser Situation herzlich wenig, und inzwischen bewegte sich die Sonne deutlich Richtung Horizont. Also was tun? (Internet hatten wir auch keins, wenigstens GPS)
    Als erstes versuchten wir einen Bogen um die Klippen zu machen, indem wir den Hang hochkletterten. Doch dort waren die Pflanzen so dicht und überragten uns um mindestens 1 Meter, sodass es vergebliche Mühen waren und wir drehten nach ein paar durchkämpften Metern wieder um.
    Als zweites zogen wir die Hosen aus und gingen nochmal zur Engstelle in der Hoffnung, dass sie doch nicht so schlimm ist wie sie erschien. Tja doch inzwischen war das Wasser noch mehr geworden, und wir konnten große Steinbrocken hören, wie sie sich mit den Wellen verschoben. Also auch hier wieder zurück.
    Nun als drittes also doch den ewigen Strand wieder entlang, diesmal kam er uns aber nicht so ewig vor, weil wir einen deutlich schnelleren Schritt hatten^^ Die Dämmerung setzte ein und wir wollten nur vor der Dunkelheit zur Straße kommen. Zum Glück erinnerte Ira sich an einen Wegpfahl von einem Wandertrack, der noch vor dem Fluss stand. Meistens führen diese Tracks auch zur Straße, also sind wir diesen gefolgt, als wir die ersten Fußspuren sahen, beruhigten wir uns auch ein wenig. Wir nutzten die App Wikicamps im Offline Modus, wo uns die Kommentare zu einzelnen Highlights auch weiterhalfen z.B. entschlossen wir uns nicht zum nächsten eingetragenen Campingplatz zu laufen, der hatte nämlich keine Straßenanbindung.
    Allmählich wurde es dunkel, wir waren in einem kleinen Wald unterwegs, für mich waren die Anstiege am schlimmsten, für Ira die Abstiege. Auf jeden Fall waren wir beide sehr erschöpft vom Tag, ausgerechnet heute haben wir kein Mittag gegessen, da wir dachten am Nachmittag zurück zu sein, ab und an nahmen wir kleine Schlucke vom verbliebenen Wasser. Wir gingen über kleine Brücken, eine war halb im Wasser versunken, wir konnten es aber im verbliebenen Licht noch erkennen (Taschenlampen hatten wir uns natürlich auch nicht eingepackt).
    Schließlich kamen wir auf offenes Feld, stiegen mittels einer Vorrichtung über einen Koppelzaun und gingen durch Schafherden(Wanderwege führen durch die Tiergatter, was ziemlich cool ist). Leider brachten uns die Schafe nix, wie wir uns gewünscht haben, dass sie uns einfach zur Straße bringen :D Wir konnten auf der App-Karte aber sehen, dass wir immer dichter zur Straße kamen.
    Inzwischen war es ziemlich dunkel und nach einigen Auf und Abs erreichten wir das Ende des Geheges, hinter der die Straße war. Vor lauter Begeisterung gingen wir zur Treppe, die uns über den Zaun bringt und Batsch Batsch, voll rein in den Matsch! Den hatten wir gar nicht gesehen, weil wir so auf die Treppe fixiert waren :D, es war uns dann auch egal.
    Endlich an der Straße angekommen saßen wir uns erstmal kurz hin, froh darüber was wir gerade zusammen geschafft haben. Dann schaute ich auf die Karte: noch 3,6km zum Parkplatz. Verdammt!
    Die Straße führte hauptsächlich zu allem Übel bergauf... Nach nem halben km denk ich gingen uns langsam die Kräfte aus, Ira plagten schon seit geraumer Zeit Kopfschmerzen und ich stützte mich auf meine Schenkel, um zu verschnaufen, denn es ging langsam auf meine Lunge. In diesem Moment(ohne Mist es war wirklich dieser Moment, ich dachte Ira verarscht mich :D) kam ein Auto und schlagartig kam Energie zurück und wir winkten in der Hoffnung, dass es anhält. Und es hielt! Eine Kanadierin mit einem Campervan nahm uns die letzte Strecke mit und wir waren so erleichtert darüber. Kurze Zeit später waren wir am Auto und tranken massig Saft und Wasser. Wir aßen noch etwas und ich ging zum Abschluss nochmal auf Cape Reinga und schaute mir den Sternenhimmel an, hier in Neuseeland sieht man sehr viel Sterne mehr und die Milchstraße ist so deutlich zu sehen, an diesem Abend schienen es noch mehr zu sein.
    Das war unsere erste Extremsituation auf unserer Reise und wir haben sie gemeinsam bestanden und uns einen Plan entwickelt, wie wir aus ihr herauskommen.

    Für die, die sich jetzt Sorgen machen: so was passiert und das ist auch richtig so. Wir nehmen daraus so viel mit und reifen an den Aufgaben, die uns gestellt werden. Auch für solche Erfahrungen machen wir dieses Abenteuer :), zu lernen, wie man nur auf sich gestellt Lösungen entwickelt. Dadurch wachsen wir an uns selbst und nehmen fürs Leben am meisten mit. Es wird auch nicht die letzte Extreme gewesen sein hoffen wir ;)

    Bis dahin liebe Grüße,
    Matze und Ira

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  • 26Sep 2017

    25 Zurück im Cowshed 26.09.2017 Neuseeland —

    Kaikohe, Neuseeland

    Beschreibung

    Und wir sind wieder zurück beim Cowshed!
    Es war so schön hier, dass wir auf der Rückfahrt noch einmal einen Halt hier machen wollten. Eigentlich war geplant, dass wir nur zwei Nächte hier bleiben, doch daraus wurde nichts :D
    Wir sind jetzt schon eine Woche hier und helfen hier auf der Farm mit. Wir graben Löcher und betonieren danach Pfähle ein oder malen ein Regal an. Je nachdem was anfällt. Wir sind pro Tag etwa zwei Stunden beschäftigt und bekommen ein wahnsinnig gutes Abendessen dafür. Es ist echt genial. Jeden Abend sitzen wir mit den Hosts, beide Kiwis (so werden neuseeländische Einwohner genannt), und unseren Freunden den Schotten (ja sie sind immer noch hier) am Esstisch, plaudern schön und haben Spaß. Es ist echt toll hier und es fühlt sich richtig gut an :) Ein mega Unterschied zum vorherigen Arbeitsplatz!
    Aber morgen werden wir uns wieder auf die Socken machen. Weiter geht’s!

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  • 27Sep 2017

    26 On the road again! 27.09.2017 Neuseeland —

    Waipoua, Neuseeland

    Beschreibung

    Wir sind wieder unterwegs. Mit vielen Goodbyes, Geschenken und guten Wünschen ging es weg vom Cowshed. Es war einfach so schön dort! Auch die Schotten sind endlich los gefahren. Mal sehen ob wir sie wieder treffen :)

    Thank you guys for this incredible time at the cowshed. We will never forget this beautiful time and this amazing tea (dinner) every night! Thank you for having us :)

    Unser Plan ist es die Westküste zurück zu fahren und mal sehen, wohin es uns zieht sobald wir Auckland hinter uns gelassen haben.
    Erster Halt waren the Giant Kauri Trees. Man kann sich gar nicht vorstellen wie groß diese Bäume sind. Auf Bildern sehen sie nicht gerade riesig aus, aber wenn man davor steht, der Wahnsinn! Tane Mahuta (Gott des Waldes) Ist etwa 2000 Jahre alt und bevor die ganzen Kauris abgeholzt wurden gab es welche, die über 10 000 Jahre alt waren. Wie groß diese wohl gewesen sein müssen? Es ist kaum vorstellbar!
    Die Bäume muss man auf jeden Fall gesehen haben, wenn man in Neuseeland ist!

    Danach sind wir nach Whangarei gefahren um dort zu übernachten. Wir fahren so auf den Parkplatz und glauben unseren Augen kaum, dort stand Cath (eine von den Schotten). Es war ein sehr schönes Wiedersehen, obwohl wir uns ja erst am Morgen voneinander verabschiedet hatten :D

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  • 28Sep 2017

    27 Gen Süden! 28.09.2017 Neuseeland —

    Waipu, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute früh haben wir uns mal wieder von den Schotten verabschiedet. Die drei konnten es kaum erwarten endlich nach Coromandel zu kommen :D Sie haben schon gescherzt, dass wir uns an diesem Abend wieder sehen. Ich denk ja nicht.

    Für uns zwei ging die Reise weiter zu den Waipu Caves. Dort angekommen trafen wir weitere bekannte Gesichter vom Cowshed. Wie klein Neuseeland doch ist :D
    Ausgestattet mit Kopflampe, kurzen Hosen, Pullis und den Five Finger Shoes ging es hinab in die Caves. Das Wasser war richtig kalt. Am Anfang ging es einem nur bis zu den Knöcheln, doch dann mussten wir durch einen Tunnel mit einer sehr niedrigen Decke, dort stand uns das Wasser bis zu den Oberschenkeln. Doch die Höhle danach lohnt sich. Sobald die Taschenlampen aus waren, sah man die Glühwürmchen. Wir fühlten uns, als ob wir in einer mit Sternen übersäten Kuppel stünden. Der Wahnsinn!
    Und das geniale ist man kann einfach so in diese Höhlen hinein. Es kostet rein gar nichts und es ist einfach genial!
    Wir versuchten auch noch zwei weitere Wege. Doch das waren Sackgassen und in der einen stand ich bis zum Hintern im Wasser :D

    Nachmittags ging es dann weiter zur Coromandel Peninsula. In der Nähe von Thames errichteten wir unser Nachtlager und trafen unsere Bekannten vom Cowshed wieder, die wir vormittags an den Waipu Caves getroffen hatten. Neuseeland ist wirklich klein :D

    Aber wir haben es endlich geschafft. Nach einem Monat sind wir endlich südlich von Auckland! Doch es war echt gut sich so viel Zeit für den Norden zu nehmen, es gab einfach zu viele schöne Plätze dort.

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  • 30Sep 2017

    28 New Chums Beach 30.09.2017 Neuseeland —

    Whangapoua, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute dachten wir uns nach unserem Abenteuer am Cape Maria van Diemen brauchen wir mal wieder ein Abenteuer! Wir fanden einen Track zum New Chums Beach, einen Strand, der nur zu Fuß zu erreichen ist und etwas versteckt liegt. Laut Kommentaren sollte man aufpassen wohin man tritt und der Weg dorthin sollte nur bei Ebbe zugänglich sein, da er über einen kleinen Fluss führt, der bei Flut nicht passierbar ist. Na das mussten wir doch gleich einmal ausprobieren. Und das Wetter war heute Morgen einfach der Wahnsinn. Also sind wir los. Zuerst einmal einen Strand entlang und am Ende dieses Strands sind wir einen langen Weg über Steine geklettert, direkt am Meer entlang, bis wir eine Bank sahen. Auf dieser haben wir natürlich erst mal Rast gemacht, denn das was folgen sollte, war ziemlich anstrengend. Daraufhin folgten wir einem Trampelpfad den Berg hinauf. Es war mehr ein klettern und rutschen, als ein Laufen :D
    Dann entdeckten wir zwei Wege. Einen den Berg hinunter, wahrscheinlich zum Strand, und einen den Berg hinauf. Wir folgten natürlich dem Weg hinauf. Nach einer langen anstrengenden Klettertour, waren wir dann endlich oben. Matze wollte mich schon zurücklassen, da er dachte meine Höhenangst hätte mich wieder gepackt, doch dem war nicht so. Ich verspürte keinen Funken Angst, sondern nur Vorfreude auf den Ausblick, der mich oben erwarten würde. Ich kletterte also immer hinter Matze her und dann waren wir auch schon oben. Matze kletterte dort angekommen noch auf einen großen Fels. Dies versuchte ich auch, doch ich war einfach zu kurz, ich kam nicht hoch. Aber der Ausblick war der Wahnsinn! Links der New Chums Beach und rechts der Strand von dem wir kamen. So schön. Wie das Paradies!

    Nach einer kleinen Pause ging es dann wieder runter, diesmal zu unserem eigentlichen Ziel, dem New Chums Beach. Auf dem Weg dorthin kamen wir durch einen Wald voller Palmen und entdeckten, dass es einen deutlich einfacheren Weg zum New Chums Beach gegeben hätte. Naja wieso einfach, wenn es auch kompliziert geht :D

    Doch ich sah aus. Matsch verschmierte Unterschenkel und Hände, überall Kratzer und blaue Flecken. Ich weiß nicht, wie ich das geschafft habe, denn Matze war komplett sauber und hatte keine Kratzer oder blaue Flecke :D Naja der Weg war ja auch nicht ohne :)

    Und der New Chums Beach. Ein wunderschöner, weißer langer Sandstrand. Es war so warm, dass Matze sogar baden war und das bei den Wellen, sie waren deutlich höher als Matze und wir glauben, dass es noch kleine waren. Wir ließen uns viel Zeit mit der Rückkehr und genossen den Strand. Erst der Hunger trieb uns zurück und das die Flut kam. Ja diesmal wussten wir die Tide Times :D

    Danach fuhren wir auf einen Campingplatz und kletterten dort noch auf einen Berg, doch die Aussicht war nicht so berauschend. Doch der Campingplatz war ganz schön. Direkt am Wasser mit einer schönen Aussicht. Und dort trafen wir wieder bekannte Gesichter aus dem Cowshed. So richtig erinnern konnten wir uns nicht an die beiden, doch sie erkannten uns und wir unterhielten uns noch eine Weile. Danach machten wir noch einen Spaziergang am Strand bei Dunkelheit. Das war ein schöner Ausklang für den Tag.

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  • 02Oct 2017

    29 Hobbiton! 02.10.2017 Neuseeland —

    Matamata, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute war es soweit… wir besuchten Hobbiton, das Dorf im Auenland, in dem Frodo und Sam und Bilbo aufwuchsen. Es war wirklich eine Entführung in eine andere Welt, in die Welt, die Der Herr der Ringe und Der Hobbit schufen und uns phantastische Eindrücke, Bildgewalten und große Fangemeinden brachten.
    Es war beeindruckend und umwerfend, doch auch gehetzt und etwas zu kurz zum Genießen, aber fangen wir am Anfang an.

    Unseren ersten Eindruck bekamen wir noch vor dem eigentlichen Film Set, am Treffpunkt bei Matamata, von wo aus wir in einem Hobbiton Shuttle-Bus abgeholt werden. Dort kann man gebuchte Tickets abholen oder auch noch für die Touren des Tages Tickets kaufen. Es war überfüllt mit Autos, wir ergatterten uns einen Platz ganz am Ende des wirklich großen Parkareals. Da dachten wir schon was denn hier abgeht, zumal die Saison noch gar nicht richtig begonnen hat.
    Nachdem wir unsere Tickets abgeholt hatten(ca. 50€ pro Person) und uns den Shop ansahen dauerte es auch nicht mehr lang bis unser Bus eintraf und es losging (Busse fahren alle 15min, also die Gruppen a 40Leute rücken mit ihrem jeweiligen Tourguide alle 15min nach). Auf der Fahrt sah man einen kleinen Einführungsfilm mit dem Regisseur Peter Jackson und ein paar Filmausschnitte, zur Eingewöhnung und Einfangen der Stimmung.
    Das erste, was man vom Bus aus sah, war das Gasthaus „The Green Dragon“, bei dem Anblick schlug der Puls schon etwas höher, hinter dem nächsten Hügel war es schon wieder verschwunden.
    Nach der 10minütigen Fahrt war man also da und es ging los mit der eigentlichen Tour. Es war einfach berauschend mit was für einer Liebe zum Detail das fiktive Dorf kreiert wurde. Es gab Wäscheleinen, einen echten Garten mit Gemüse, falsche Nahrungsmittel (Fischerei, Käserei, Fleischer waren nachgestellt), eine Wassermühle, eine Steinbrücke, und und und… So viele wundervolle kleine Details, die das Dorf so gemütlich, liebevoll und bezaubernd machten. Dann dazu, natürlich, die Häuser der Hobbits, die Hobbithöhlen. 44 an der Zahl, verteilt zwischen den grünen Hügeln. Zusammen mit der Natur einfach wundervoll.
    Unser Guide machte ab und an Stopps und erzählte Geschichten zum Film in Verbindung mit dem Set wie: „damit man die Feierszenen naturgetreu filmen konnte, feierten die Darsteller 3 Nächte lang, dabei floss reichlich Alkohol“ oder „einige Hobbithöhlen wurden nachträglich gebaut, damit für den Fall, dass die Kamera aus Versehen einen zu großen Schwenker macht, das Dorf größer aussieht. Im Film machten das letztendlich 2,8 Sekunden aus“ oder „der Baum über Bilbos Hütte ist künstlich, natürlich musste er auch Blätter haben, damit er auch richtig echt aussieht, die dann alle einzeln angemalt und angeklebt wurden. Als dann Der Hobbit gedreht wurde, gefiel Peter Jackson die Farbe der Blätter nicht so recht und es mussten alle Blätter nochmal neu bemalt werden“. Er erzählte sogar von einem Besucher, der fest davon überzeugt war, ein Hobbit zu sein und hier sein Zuhause wäre. Die Guides waren dann den ganzen Tag damit beschäftigt, ihn aus dem Gasthaus zu kriegen :D
    Solche Geschichten und noch mehr waren zu hören. Leider durfte man in kein Hobbithaus hinein, obwohl das Verlangen sehr groß war, und man überschnitt sich häufig mit anderen Gruppen, die einen zu langsam, die anderen drängten schon von hinten zu uns, sodass der Gang durch Hobbiton sehr gehetzt war, die Guides unter Stress alle beisammen zu halten und vorwärts zu treiben. So konnten wir gar nicht richtig alles verarbeiten, was alles an Eindrücken auf uns einprasselte und eigentlich wollte man noch einen Moment, doch musste man wieder weiter.
    Zum Schluss konnten wir im Gasthaus noch ein Freigetränk genießen, wobei ich einen Teil vom Bier verschüttete, ganz klassisch wie das immer so ist :D
    Am Eingang lag ein Gästebuch mit den Unterschriften der Schauspieler, und auch hier tauchte man in die Atmosphäre des Auenlands. Leider dauerte es hier wieder nicht so lang an wie erhofft und wir gingen weiter und zurück zum Bus. Insgesamt mit Fahrten dauerte die Tour 2 Stunden.
    Also es war ein pures Erlebnisbad, allerdings zu kurz, um es richtig auf sich wirken zu lassen und mich interessiert brennend, wie es nun in Bilbos Hütte aussieht(die wirklich riesig war). Es ist zwar ein kleiner Bereich, aber es gibt so viel zu entdecken, so viele Feinheiten, die das Set so lebendig machen, am Teich lag sogar ganz unscheinbar eine kleine Fischerhütte versteckt im Schilf.
    Auf jeden Fall das Erlebnis wert, wobei ich mir eine Option mit einer etwas längeren Tour und Einblick in das Häuschen wünsche.

    Am späten Nachmittag sind wir dann nach Rotorua gefahren, bekannt für seine heißen Quellen, die durch den Schwefel nach verfaulten Eiern riechen^^ der erste Eindruck ist super, wir fühlen uns richtig wohl :)

    Also bis dann und viele Grüße
    Matze

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  • 03Oct 2017

    30 Rotorua und Maori 03.10.2017 Neuseeland —

    Rotorua, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute ging es daran Rotorua zu erkunden. Unser erstes Ziel war Government Gardens mit seinen vielen heißen und kalten Quellen. Ein sehr englisch gestalteter Garten. Matze gefiel er sehr gut, da hier viele Blumen blühten. In Richtung des Sees trafen wir dann auf den Sulphur Point, eine sehr geothermal aktive Zone, die sehr wie eine Mondlandschaft aussah. Und überall kam Dampf aus dem Boden und das Wasser war extrem heiß. War schon ein genialer Ausblick :)

    Nachmittags zog Matze alleine los, da es mir nicht so gut ging und ich etwas im Auto schlafen wollte. Wir hatten abends ja noch was Großes vor, aber dazu später ;)
    Als Matze zurückkam, erzählte er von einem See, um den ganze Nebelschwaden zogen und das an einem sehr warmen Nachmittag. Merkwürdig. Es sah richtig düster und geheimnisvoll aus. Und über diesen See führte eine Brücke. Das Wasser war sehr heiß und es dampfte sehr stark. Muss schon ein genialer Anblick gewesen sein.

    Und abends ging es dann in ein Maori Dorf. Ja wir haben so eine Tour gebucht, aber das musste auch mal sein :) Wir waren in dem angeblich besten Maori Dorf, dem Tamaki Maori Village (https://www.tamakimaorivillage.co.nz/). Und es war genial! Aber von vorne.

    Wir trafen uns um kurz vor sieben ab Abholungsort, dort wurden wir mit einem Bus abgeholt und zu dem 20 Minuten entfernten Dorf gebracht. Auf der Busfahrt erklärte uns der Busfahrer einiges, lehrte uns Maori Wörter und erklärte uns, wie wir uns verhalten sollten. Zum Beispiel: Kia Ora (gesprochen Kiora) bedeutet Hallo, Gerne, Danke und vieles mehr und wenn es gesagt wird sollte man es immer erwidern. Auch ruderten wir ein waka (Kanu) und wählten einen chief, der unsere Gruppe an diesem Abend vertreten sollte. Am Dorf angekommen, versammelten wir uns erst mal an einem Platz vor dem Dorf, an dem wir von den Maori begrüßt wurden. Bei dieser Begrüßung durften wir nicht Lachen, nicht die Zunge rausstrecken und keine Bilder machen. Die Maori kamen mit ihrem Kanu angefahren und vollführten erst mal eine Art Kriegstanz, der wohl die Feinde abschrecken sollte. Danach begrüßten sie unsere Chiefs und luden uns in ihr Dorf ein. Dort gab es ein paar kleine Stationen, an denen uns etwas erklärt und gezeigt wurde, aber wo wir selbst auch immer wieder etwas tun sollten. Den Männern wurde zum Beispiel der Haka, ein Angriffstanz, gelehrt. Es war echt interessant und auch sehr lustig :D
    Danach wurde und gezeigt, wie das hangi gekocht wird. Dies geschieht in einem Erdloch, in das glühende Steine gelegt werden. Auf diese kommen dann das Fleisch, der Fisch, die Kartoffeln und das Gemüse, dann wird es mit Blättern abgedeckt und mit Erde zu geschüttet. So wird das Essen etwa vier Stunden gekocht.
    Doch essen durften wir dann immer noch nicht. Vorher wurden uns noch einige Tänze und Lieder vorgeführt. Echt toll. Die Maori singen und tanzen wirklich oft und gut! Doch danach gab es dann essen. Es gab ein Buffet mit ganz vielen Gerichten, wie Fisch, Muscheln, Hühnchen, Lamm, Brot, Salat und Gemüse. Wahnsinn und lecker!
    Während des Essens wurden noch einige Reden gehalten und es wurde wieder gesungen. Nur leider haben wir das in diesem Raum sehr schlecht verstehen können. Am Ende des Essens gab es noch eine paar Tänze, Lieder und Reden. Es war sehr schön.
    Und danach ging es leider schon wieder nach Hause. Es waren schon drei Stunden vergangen. Es kam uns deutlich kürzer vor. Die Rückfahrt war auch richtig klasse. Der Busfahrer hat die ganze Zeit gesungen und Scherze gemacht und am Ende fuhr er drei Runden durch einen Kreisel und sang dabei. Es war richtig schön :)

    Es war ein richtig gelungener Abend und wir sind sehr froh das gemacht zu haben. Und es ist eine sehr faszinierende Kultur. Echt spannend.

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  • 04Oct 2017

    31 Bester Campingplatz ever 04.10.2017 Neuseeland —

    Kawerau, Neuseeland

    Beschreibung

    Wir hatten eine richtig furchtbare Nacht. Ich hatte das Essen wohl nicht vertragen und musste einige Male in der Nacht raus und mir ging es den Tag über auch nicht wirklich gut. Trotzdem sind wir weiter gezogen. Das Wetter war einfach zu gut und Matze wollte etwas unternehmen. Wann immer es ging blieb ich im Auto und ruhte mich aus.

    Wir fuhren zuerst zum Blue and Green Lake. Es wurde uns von vielen empfohlen dort einmal hinzu fahren. Und wir hatten wirklich einen wunderschönen Blick über zwei Seen, der eine war wirklich sehr blau, doch der andere war nicht grün.

    Danach fuhren wir zu den Okere Falls. Dort ging Matze alleine auf Erkundungstour. Doch auch die waren wohl nicht so spannend. Er war schnell wieder zurück. Doch dann ging er nochmal los, um ein paar Höhlen zu erkunden, doch die waren abgesperrt.

    Danach fuhren wir nach Kawerau, weil es dort angeblich kostenfreie Hot Pools und heiße Duschen geben sollte. Und dies war tatsächlich so. Doch es war nicht wie wir erwartet hatten ein paar Löcher mit heißem Wasser in irgendeinem Park, nein es war ein richtiges Schwimmbad mit verschiedenen Becken und allem drum und dran. Genial. Wir genossen erst mal die warmen Becken und entspannten uns. So schön.
    Nach dem erfrischenden Bad machten wir uns auf die Suche nach Toiletten und fanden richtige Luxus Toiletten. Sie waren richtig sauber und redeten mit dir. Und während du sie nutzt spielen sie Klassik und wenn du gehst bedanken sie sich bei dir. Wow!
    Und abends im Auto hatten wir auch noch sehr guten Wifi Empfang. Was ist das für ein genialer kostenloser Campingplatz? Einfach nur genial! Wir werden wohl etwas länger hier bleiben und das alles genießen!

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  • 09Oct 2017

    32 Rotorua again 09.10.2017 Neuseeland —

    Rotorua, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute sind wir aus Kawerau los gefahren. Und ja wir waren jetzt fünf Nächte dort :D Da sieht man wie gut es uns dort gefallen hat :) Aber nein, die letzten zwei Nächte waren dem extrem starken Regen geschuldet, wir hatten einfach keine Lust die Straße durch die Berge bei so einem Wetter zu fahren und naja der Campingplatz in Kawerau stand auch unter Wasser :D
    Aber heute haben wir es dann endlich geschafft, aber leider regnete es immer noch…

    Unser nächster Halt war Rotorua. Dort gingen wir ein Jade Geschäft, das uns im Tamaki Village empfohlen wurde. Und wir hielten uns dort sehr lange auf und verließen das Geschäft mit einigen Schmuckstücken ^^
    Als wir aus dem Geschäft wieder heraus waren, viel uns auf, dass es zu spät war, um am gleichen Tag noch nach Taupo zu fahren. Echt schade. Und so kam es, dass wir mal wieder eine Nacht in Rotorua verbrachten :D

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  • 10Oct 2017

    33 Geothermalakiv Gebiet Taupo 10.10.2017 Neuseeland —

    Taupo, Neuseeland

    Beschreibung

    Auf geht’s nach Taupo! Ich bin richtig gespannt darauf, was uns dort erwartet.
    Taupo liegt am Lake Taupo, dem größten See Neuseelands, der bei einem Vulkanausbruch vor etwa 2000 Jahren entstand. Dieser Vulkanausbruch soll eine 50km hohe Rauchsäule erzeugt haben, die den Himmel bis China verdunkelte. Nicht vorstellbar!
    Unser erster Halt war der Lady Knox Geyser im Wai-O-Tapu Thermal Wonderland. In den Park sind wir nicht hinein gegangen, der Eintritt war uns deutlich zu hoch, doch man konnte umsonst zu dem Geysir. Jeden Tag um 10:30 Uhr bringt ein Mitarbeiter des Wonderlands den Geysir zum Ausbruch und dies nur mit Hilfe von Seife, die er hineinkippt (Ob man es selbst mal versuchen sollte?) :D Diesen Ausbruch darf man nur mit ansehen, wenn man über eine Eintrittskarte verfügt. Doch kurz danach konnten wir einfach hinein gehen und der Geysir war immer noch am sprudeln :)
    In der Nähe des Geysirs befinden sich noch die Mud Pools, ein Schlamm Vulkan. Dies ist ein riesiges Becken voller Schlamm, indem es brodelt und spritzt. Andauernd kommen Blasen hoch, die dann mit großer Lautstärke zerplatzen. Das sah schon verdammt gut aus.
    In dieser Gegend gibt es auch häufiger die Möglichkeit in warmen Flüssen und Seen zu baden. Wir haben es versucht, doch leider waren diese eher lauwarm und hatten eine ziemlich starke Strömung, vermutlich durch den starken Regen der letzten Tage. Wir haben uns dann leider dagegen entschieden, darin zu baden, es war uns etwas zu unsicher. Schade.

    Unser nächster Halt die Aratiatia Rapids. Dieser Damm wird drei- bis viermal am Tag geöffnet und es ergießen sich Massen an Wasser, wo vorher nur ein kleines Rinnsal von Wasser war. Wir kamen dort kurz nach zwölf an, kurz nach der letzten Öffnung des Damms, und verbrachten zwei Stunden dort, nur um zu sehen, wie der Damm um zwei Uhr wieder geöffnet wird. Wir warteten und warteten und die Spannung stieg je weiter die Uhr vorrückte, Matze hielt schon die Kamera im Anschlag und dann geschah nichts. Wir warteten noch bis viertel nach zwei bis wir enttäuscht aufgaben. Danach las ich, dass dort normalerweise nur ein kleines Rinnsal fließt, doch bei uns flossen richtige Ströme von Wasser, wir hatten also die ganze Zeit den geöffneten Damm gesehen ohne es zu wissen :D
    Ach und dort wurde auch eine Szene aus dem Hobbit gedreht. Wisst ihr welche?

    Und weiter ging’s. Nächster Halt: Huka Honey Hive, ein Geschäft, in dem sich alles um Bienen dreht. Wir konnten darin ein Bienennest (ein lebendes) von innen bestaunen und alles über Bienen lernen, sehr informativ und interessant. Wusstet ihr, dass die Honigbienen in Neuseeland eher gelb, als braun sind?
    Nachdem wir unseren Wissensdurst gestillt hatten, kam die Belohnung. Wir konnten uns durch, ich weiß nicht wie viel Honigsorten, probieren und Honigwein testen. Yummy!
    Ein schöner Laden, sehr touristisch, aber sehenswert und lecker :)

    Danach ging es weiter zu den Huka Falls. Eine Kaskade von Wasserfällen, bei der 220 000 Liter Wasser pro Sekunde über mehrere Stufen gespült werden um anschließend elf Meter in die Tiefe zu stürzen. Von weitem sah dies aus, wie ein riesiger Wasserfall, doch von Nahem sah man die einzelnen Stufen, diese gewaltigen Wassermengen und die ganzen Stromschnellen. Awesome! Diese Kraft und diese Geschwindigkeit, einfach nur imposant!
    Auf dem Campingplatz, den wir diesen Abend ansteuerten, trafen wir wieder auf unsere schottischen Freunde. Ein tolles Wiedersehen! Wir saßen den Abend lang mit unseren Freunden und anderen Campern zusammen und quatschten. Und wir hatten die Gesellschaft von einem Enten-Pärchen. Die Ente war richtig zutraulich und ließ sich aus der Hand füttern, saß bei Matze auf den Füßen und versuchte unseren Käse zu klauen :D Eine richtig clevere Ente. Der Erpel dagegen, blieb auf Abstand und quakte die ganze Zeit. :D

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  • 12Oct 2017

    34 Mont Tauhara 12.10.2017 Neuseeland —

    Tauhara Forest, Neuseeland

    Beschreibung

    Seit gestern sind wir nun bei der Vorbereitung einer Tageswanderung, der Tongario Alpine Crossing. Dies soll die schönste Tageswanderung in Neuseeland sein und führt hinauf auf etwa 1900 Meter. So etwas können wir uns doch nicht entgehen lassen!
    Doch zur Vorbereitung kletterten wir heute auf den Mount Tauhara. Zuerst ging es berauf über Wiesen und Weideflächen. Es war erstaunlich warm. Morgens hatte ich noch gefroren und mich daher entschlossen dicker an zu ziehen, doch dies bereute ich ziemlich schnell. Ich zog immer mehr Klamotten aus, da ich ganz schön in’s schwitzen geriet. Auch Matze hatte sich etwas zu dick angezogen und entledigte sich immer mehr Klamotten, doch er lachte mehr über mich, da ich es ganz schön übertrieben hatte :D

    Nach den Wiesen folgte ein Wald. Es ging stramm Berg auf, mal steiler mal weniger steil. Manchmal mussten wir uns an riesigen Steinen vorbei quetschen und an anderen Stellen den Matsch umgehen. Wir schnauften ganz schön. Und uns kamen immer wieder Menschen entgegen, Kinder, die hinab rannten, Erwachsene, die vorsichtig hinab liefen und zwei Senioren mit Stöcken in den Händen. Wir dachten wir sehen nicht richtig. Senioren klettern da hoch? Wow!

    Oben angekommen, wurden wir mit einer 360 Grad rund um Sicht belohnt. Wir konnten fast den gesamten Lake Taupo sehen und unser Ziel am Samstag, den Mount Doom mit Schnee bedecktem Gipfel.

    Wir picknickten dort und genossen die Aussicht. Danach machten wir uns wieder an den Abstieg. Gar nicht so ohne, bei den ganzen Schlammpfützen :D Wir hatten insgesamt 3,5 Stunden gebraucht.
    mt
    Danach fuhren wir zu einem Campingplatz in der Nähe von Turangi und trafen drei Iren, mit den wir bei einer Runde Wizard und Bier den Abend aus klingen ließen.
    Und am Samstag geht’s auf zum Tongario Alpine Crossing! Wir sind schon ganz gespannt und stecken bis zum Hals in Vorbereitungen. Mal sehen wie’s wird :)

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  • 14Oct 2017

    35 Tongariro Track (Schicksalsberg) 14.10.2017 Neuseeland —

    Tongariro National Park, Neuseeland

    Beschreibung

    So Leute, wir waren beim Schicksalsberg alias Mount Doom alias Mt Ngauruhoe. Es war einfach nur der Wahnsinn!!

    Diese knapp 20km lange Wanderstrecke soll eine der weltweit besten Routen sein, die man an einem Tag machen kann und ich denke, dass dem gerecht wird. Falls hier jemand mal nach Neuseeland kommt: Machen! Unbedingt! Aber mal von Anfang an…
    Nachdem unser Wecker halb 6 klingelte und wir nach ausreichender Mahlzeit am Treffpunkt waren, fuhr uns ein Shuttle um 7:15 Uhr zum Startpunkt aus ca. 1100m. Bereits auf dem Weg dorthin durchbrachen wir die Wolkendecke und hatten von Beginn an Sonne pur, was richtig glücklich war, denn gestern hatte es viel genieselt und wir hatten schon Sorgen ums Wetter. Zum Glück hatten wir einen richtigen Krachertag erwischt :)
    Um 8 gingen wir dann los und nach kurzer Zeit musste ich die Jeans ersetzen für Shorts und die dicke Jacke ausziehen, weil es so warm und windstill war(wir haben richtig kalte Temperaturen erwartet). Von Beginn an konnten wir den Mt Doom vor uns aufragen sehen, der Berg, in dem der EINE Ring erschaffen wurde und Frodo ihn vernichten musste (für die nicht eingefleischten Fans: um diesen Berg dreht sich Herr der Ringe :D). Es gab noch andere Berge, aber die interessierten noch nicht so^^
    Der Weg verlief erstmal gemächlich, das erste Sehenswürdige (die Landschaft an sich war schon cool) war eine Ebene, durch die viele kleine Bäche flossen, der Weg wurde dort zu einem Steg und wir liefen am Fuße des Berges entlang. Die dunkle, karge Landschaft verriet schon, dass nicht weit von hier die Aufnahmen für Mordor gedreht wurden. Dann kamen die Teufelstreppen und die hatten es in sich! Es war ein harter Aufstieg, doch hier bot sich schon ein fantastischer Ausblick auf weit entfernte Gebirge(Mt Taranaki, 250km entfernt!). Kurz vor dem Ende gab es hier einen Pfad zum Aufstieg des Schicksalsberges, wir machten es aber nicht, weil leider noch viel Schnee auf ihm lag und es sehr viel Zeit gekostet hätte. Wir konnten 2 kleine Gestalten im Schnee erkennen, die nur unglaublich langsam vorwärts kamen. Vielleicht kommen wir im Sommer nochmal her, dann ist er frei von Schnee. Er ist übrigens etwas mehr als 2280m hoch.
    Als wir Die Teufelstreppen überwunden hatten, erstreckte sich vor uns eine sehr weite Ebene und dahinter erhoben sich teils mit Schnee bedeckte Berge(Mt Tongariro). Der Anblick war einfach unglaublich! Rundherum verliefen Gebirgsketten, auf der anderen Seite war der Schicksalsberg, wie er auch im Film gezeigt wird. Hier haben wir viel Zeit mit fotografieren verbracht, ich hab Ira damit ganz schön genervt, sie musste sich für ganz spezielle Fotos flach auf die Erde legen, und ich war ziemlich hartnäckig bei der Auswahl der Bilder^^ Aber bei dieser Gelegenheit konnte ich einfach nicht widerstehen und musste es ausnutzen, es sind auch richtig geile Bilder geworden ;P Nur der Schnee ließ ihn etwas zahmer aussehen, aber man kann die rötliche Färbung erahnen. Hier konnte ich immer noch in kurzer Hose rumlaufen.
    Das änderte sich ein paar Meter höher beim Aufstieg zum Mt Tongariro. Das Becken, in dem wir kurz vorher waren, war komplett windgeschützt durch die Berge, hier wehte nun ein eisiger Wind und wir zogen uns wieder die warmen Klamotten an, samt Handschuhen. Auf dem Weg zum langgezogenen Gipfel (über 1900m) stapften wir durch Schnee und überwanden tückische Anstiege, wenn man glaubte jetzt kommt der Gipfel, kam ein noch höherer Punkt dahinter zum Vorschein(3-4mal) >.< Oben konnten wir schon auf die natürlichen Seen schauen, zu denen der Weg später noch führte, der Blick nach unten ins Becken war einmalig. Natürlich auch hier ein paar Fotos ;)

    Das nächste Highlight war der Red Crater/Rote Krater, bei dem ich erst dachte es handelt sich um die riesige, aufklaffende Spalte im Berg. Später wurde mir klar, dass der Pfad auf dem wir liefen nicht auf den Krater blicken lässt, er war Teil davon. So gigantisch, dass wir das gesamte Ausmaß des Kraters erst von unten, weit entfernt erkennen konnten. Die rote Färbung machte ihn noch imposanter. Dieser Moment, als ich das realisierte, war ein sehr ehrfürchtiger Moment. Vor dem, was die Natur hervorbringt und worauf wir wandeln. Wäre er im Ganzen geblieben, würde der dazugehörige Berg den Mt Doom um ein weites überragen. Der Ausbruch dieses Vulkans muss immens gewesen sein.

    Der Weg runter vom Krater war die gefährlichste Stelle. Wir mussten aufpassen, dass wir nicht den ganzen Weg runterrutschten, die Erde gab ständig nach und neben uns rollten die Steine runter, die von weiter oben gelöst wurden. Auf diesem Stück gab es einen wundervollen Punkt mit Blick auf die Seen darunter, die eine hellblau türkise Farbe hatten, perfekt für Porträts^^ Hier konnten wir auch den typischen Schwefelgeruch riechen, der von Vulkanaktivität herrührt. An vielen Stellen stiegen weiße Dampfwolken auf, was diesen Ort noch vielseitiger und eindrucksvoller machte.
    Unten angekommen, liefen wir ein Stück durch den Schnee an den Rand des Sees, dort waren wir allein, denn es waren schon viele Leute unterwegs. Hier war es wieder total warm und ich nutzte die Gelegenheit und ging ins Wasser, was aber eiskalt war, ich hielt nur eine Minute darin aus. Während der Pause trafen wir eine Japanerin wieder, die wir im Camp kennengelernt haben. Später fanden wir auch ihre Reisegefährtin aus Hongkong. Hier sahen wir auch den ersten und einzigen Vogel auf der Wanderung, eine Möwe.
    Die weitere Strecke führte ins nächste Becken, wieder von Bergen umgeben. Hier hatte ich wirklich das Gefühl, in Mittelerde umherzuwandern. In meinem Kopf erklang schon die Titelmusik^^ Der Schnee auf den Gipfeln leuchtete schillernd an manchen Stellen, durch die reflektierten Sonnenstrahlen. Hier und auf der folgenden Anhöhe hatten wir den besten Blick auf den Krater und den Schicksalsberg dahinter. Achja auf dem Krater lag ein großer Haufen von Steinen, wir nahmen uns beide einen mit als Andenken :) Auf der Anhöhe war es wieder arschkalt, Zeit für Klamottenwechsel :D Hier war auch ein sehr großer, natürlicher See, der Blue Lake. Er war auch die letzte besondere Stelle, danach kam allmählich der Abstieg durch eine noch aktive Vulkanlandschaft. Als die felsigen Berge aufhörten, kamen wir in eine Graslandschaft, hier schlängelte sich der Weg ewig weit, ihr könnt ja mal versuchen ihn auf dem Foto nachzuverfolgen ;)
    Bei der Hütte schrieben wir eine Nachricht an den Shuttle Service, der uns am Ende wieder abholen sollte. Am Anfang sagten sie, dass es von da an noch 2 Stunden seien, wir dachten so lange kann es gar nicht mehr dauern, geht ja nur bergab. Es war mega lang. Nachdem wir die Baumgrenze erreichten ging es immer noch weiter und weiter. Schritt für Schritt weiter voran, nun ging uns die Wanderlust auch flöten, es ging nur noch stupide bergab, ohne große Entdeckungen, die ein wenig Abwechslung geben könnten. Es war übrigens wieder warm, die langen Hosen machten nochmals einen Abflug.

    17:15 Uhr kamen wir dann endlich am Zielpunkt an, wo unser Fahrer schon mit gekühltem Bier auf uns wartete, das war uns dann sehr willkommen! Die Tour war also insgesamt mehr als 9 Stunden, wir ließen uns aber auch eine Menge Zeit bei den Highlights. Zwischendurch mussten wir immer wieder die Kamera ausmisten, weil die Speicherkarte voll war. Soo viele Bilder. Wir wollen hier nicht alles mit Fotos vollklatschen, da wird die Auswahl etwas dauern :D Wir hatten genug Proviant dabei und im Vergleich zu den Capes, wo uns die Flut überraschte, war es weniger anstrengend. Vielleicht werden wir auch schon etwas fitter^^

    Also ein wunderschönes Erlebnis mit dem besten Wetter, das wir jetzt kriegen konnten! Eigentlich unbeschreiblich, aber ich habs hier mal versucht. Wir können euch nur ermutigen, es selbst mal zu erleben!
    Bis dann und viele Grüße
    Ira und Matze

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  • 15Oct 2017

    36 Noch mehr Mordor 15.10.2017 Neuseeland —

    Tongariro National Park, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute ging es nach Whakapapa und dem Mt Ruapehu, dem größten Berg auf der Nordinsel. Wir wussten, dass hier viele Szenen von Mordor gedreht wurden. Auf der Fahrt dorthin kamen wir jedoch schon einem Drehort vorbei, es war ein Wasserfall, der in ein kleines Becken stürzte. Hier wurde die Szene gedreht, wie Gollum einen Fisch angelte und von Faramir und seinen Schützen ins Visier genommen wurde. Es war ein bisschen schwierig, den richtigen Blickwinkel zu bekommen, doch erkannte man die Stelle. Hier bekamen wir auch einen kurzen Hagelschauer ab, der gefühlt zielgerichtet auf unsere vom Sonnenbrand gepeinigten Nasen herabprasselte (ja wir haben beim gestrigen Ausflug die Sonne etwas unterschätzt :D).
    Weiter die Straße entlang sahen wir das berühmte 5* Hotel Chateau, in dem die Filmcrew samt Darsteller 3 Wochen verbrachte und im hoteleigenen Kino die Szenen überprüfte, wir hatten im Cowshed einen Herr der Ringe Guide von einem Camper geschenkt bekommen, deshalb wissen wir die ganzen Infos^^. Das Hotel liegt am Fuße des Berges, leider hingen zu viele Wolken über den Gipfeln, um ihn richtig zu erkennen. Hier liegt auch das Dorf Whakapapa. Wir fuhren weiter die Straße rauf und es wurde immer nebliger, da wir die Wolken erreichten. Oben am letzten Parkplatz war er so dicht, dass wir doch wieder umdrehten und herunterfuhren. Von den Schauplätzen Mordors konnte man nur an den schwarz-rötlichen Felsen am Straßenrand erahnen, dass sie hier waren.
    Zurück in Whakapapa überlegten wir, was wir nun machen und entdeckten ein Motel, das Duschen anbot, was wir dann auch genutzt haben, nachdem wir einen enttäuschenden Wanderweg gemacht hatten. Als wir am späten Nachmittag wieder frisch geduscht nach draußen gingen, war der Himmel klarer und die Sonne schien zum größten Teil, und so entschlossen wir, nochmal raufzufahren.

    Der selbe Parkplatz war nun frei von Nebel und ein Blick auf die Karte verriet uns, dass die Drehorte nur um die Ecke lagen, hätten wir mal beim ersten Mal schon raufgeguckt :D Jedenfalls konnten wir nach ein paar Schritten schon die riesige Felswand, welche wie ein Windschutz, den man am Strand aufstellt, einfach dastand, nur viel viel größer, schwarz und aus Vulkangestein.
    Hier wurden Szenen gedreht wie die Schlacht gegen Sauron im Prolog, oder wie Gollum zu Frodo und Sam hinunterkletterte und gefangen genommen wurde. Hautnah dabei, unglaublich. Von hier hatte man einen super Ausblick auf Mt Doom, an dem wir einen Tag vorher vorbeigingen, leider war der Gipfel in eine schwere Wolke getaucht.
    Die Rückseite der Felswand war noch beeindruckender, da sie an einer tiefen Schlucht lag. Zum Glück sind wir nochmal raufgefahren! Eine Kletterpartie konnt` ich mir auch nicht verkneifen ;P.

    Das war jetzt etwas viel Herr der Ringe Gedöns, aber das musste auch mal sein :D
    Insofern viele Grüße aus Mittelerde ;)
    Matze und Ira

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  • 18Oct 2017

    37 Finanzen und Leben on the road 18.10.2017

     

    Beschreibung

    Da sich einige fragen, wieviel so eine Reise überhaupt kostet und wie es ist nur das Auto als Wohnsitz zu haben, schreiben wir euch mal eine Passage, wie es bisher aussieht und ihr einen Einblick davon gewinnt.

    Los ging es natürlich mit dem Flug. Der hat um die 700€ pro Person gekostet von Hamburg nach Auckland. Geflogen sind wir mit Thai Airways, die absolut super waren!

    Dann ist die nächste große Investition erstmal das Auto, damit wir loslegen können. Hier rentiert es sich wirklich, eines zu kaufen anstatt es zu mieten, immerhin bekommt man das Geld im besten Falle am Ende der Reise zurück oder sogar etwas mehr wenn man Glück hat ;)
    Unser Auto, Mitsubishi Lancer 2006 mit 150.000km, hat 2200€ gekostet. Wir haben ihn auf einem Automarkt in Newmarket (Racecourse) von deutschen Reisenden gekauft. Hinzu kamen inzwischen noch neue Bremsbacken für ca. 120€. Es ist nicht sehr groß, aber erfüllt das, was man braucht. Zum Schlafen packen wir unser Zeug auf die Vordersitze, die Hintersitze bleiben immer umgeklappt. Es bietet sogar richtig viel Stauraum in versteckten Fächern. Matratze und ein bisschen Campingausrüstung haben wir von den Vorbesitzern bekommen. Auf Facebook haben wir von anderen gehört gibt es auch sehr gute Angebote für Backpacker.

    Nun zu den monatlichen Kosten wie Essen, Benzin, Kulturelles und was sonst noch so Geld kostet. Für Campingplätze geben wir i. d. R. gar nichts aus, da es genug freie Plätze gibt, die auch gut ausgestattet sind (Duschen suchen wir uns separat irgendwo), gut zu finden bei der App Wikicamps oder Campermate.
    Wir haben bis jetzt für uns beide in 2 Monaten um die 3500€ verbraucht. Das heißt monatlich pro Person 800-900€. Das enthält Alles! Genial oder? Lebensmittel sind hier etwas teurer als in Deutschland, wir kaufen meist in großen Supermärkten wie Pac`n`Save, Warehouse oder Countdown ein. Sprit kostet ungefähr gleich viel wie in Deutschland, Tankstellen haben hier aber oft Rabattaktionen, also kann man etwas sparen.
    Beim Kulturellen muss man aufpassen, vieles wird touristisch vermarktet, was eigentlich ganz natürlich in der neuseeländischen Natur vorkommt. Hier machen wir bis jetzt die meisten Abstriche, nehmen nur das mit, was wir auch wirklich sehen wollen. Sonst macht das Geld schnell einen Abgang. Es gibt auch genug zu sehen und zu unternehmen, ohne dass man Geld dafür ausgeben muss. Manchmal ärgert es uns sehr, dass wir darauf verzichten, aber was soll man machen. Da heben wir uns das doch lieber noch für Fallschirm- oder Bungeesprünge auf :)
    Also variieren die Kosten je nachdem wie viel Action- und Kulturangebote man mitmacht. Wir halten es bisher sparsam, gehen viel Wandern oder nutzen freie Angebote. Je mehr Leute man hier kennenlernt, desto mehr Möglichkeiten eröffnen sich auch.

    Das Leben on the road ist vor Allem abwechslungsreich und spannend, wenn auch ermüdend bei längeren Strecken. Es bringt nichts alles im Vornherein zu planen, da man abhängig vom Wetter ist. Höchstens ein bis zwei Tage im Voraus, meistens ändert sich das sowieso wieder :D Viel wird spontan entschieden oder ergibt sich, wer versucht Kontrolle über alles zu behalten, läuft gegen die Wand. Die Dinge passieren einfach, egal wie sehr das deinem Plan entspricht oder nicht. Solange du einen Rahmen hast, ist alles gut. Was darin passiert, kommt von allein. Die schönsten Momente entstanden durch Zufälle, Begegnungen, man lernt „den Moment“ zu nutzen. Klar wenn es paar Tage regnet sind wir auch frustriert, doch haben wir dadurch auch Zeit für sich Selbst, schreibt mehr oder gönnt sich Zeit zum Lesen, Internet oder was gerade sonst so los ist.

    Okay hoffentlich habt ihr nun einen besseren Einblick bekommen, was auf so einer Reise anfällt. Es ist sehr wetterabhängig, doch auch überraschend bequem in so einem Auto, und wenn man mit mehr als nur sich selbst reist, gibt es auch nervige Zeiten, da ihr die ganze Zeit beisammen seid. Das kommt schon mal vor :P Zudem lernt man sparsam zu sein, ich hab mich immer gefragt wieso verdammt meine Großeltern die Frühstücksgläser bis auf den letzten Rest auskratzen, jetzt tu ich es auch :D

    Also bis dann und viele Grüße,
    Matze und Ira

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