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Trip Ira und Matze unterwegs Ira und Matze unterwegs 16.08.2017 - 12.03.2019   "Jobs füllen deine Tasche, Abenteuer füllen deine Seele." Wir erfüllen... Ira L (DE) Matthias Kray (DE)
Australien Deutschland Neuseeland Thailand

Ira und Matze unterwegs

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"Jobs füllen deine Tasche,
Abenteuer füllen deine Seele."

Wir erfüllen uns unseren Traum und werden durch Neuseeland, Australien und Süd-Ost-Asien reisen.
Wir das sind Matze und Ira. Wir nutzen die Chance und erfüllen uns unseren Traum eine "Weltreise" zu machen. Jetzt ziehen wir es durch. Am 16. August fliegen wir ab nach Neuseeland.

Zuerst wollen wir Neuseeland erkunden und durch die Gegend reisen. Nach ein paar Monaten soll es dann nach Australien gehen. Den Kontinent wollen wir natürlich auch erkunden, aber vor allem wollen wir dort Geld für unsere Reise verdienen und arbeiten. So ein bisschen Work and Travel. Wir hoffen beide, dass wir einen Job in unseren jeweiligen Berufen bekommen können.

Und mal schauen wie lange wir dort bleiben, denn eigentlich haben wir noch etwas mehr vor. Wenn es klappt geht es von dort dann weiter über Süd-Ost-Asien. Über Indonesien und Thailand nach Laos. Mal schauen ob wir das auch alles schaffen.
Geplant ist eine Zeit von etwa einem Jahr. Einen Rückflug haben wir nicht gebucht. Wir wissen ja nicht wo wir uns zu dem Zeitpunkt aufhalten oder wann wir zurück möchten. Das wird dann alles spontan entschieden.

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Die meiste Zeit wird Ira Texte schreiben, aber ab und zu meldet sich auch mal Matze zu Wort :)

Viel Spaß beim Verfolgen!

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Kommentare kann man nur dann schreiben, wenn man nebenbei bei Facebook eingeloggt ist, das funktioniert dann auch! :)

Means of Transport
Boot Auto Zu Fuss Flugzeug
  • 16Aug 2017

    1 Flug nach München 16.08.2017 Deutschland —

    Fuhlsbüttel, Hamburg, Deutschland

    Beschreibung

    Es geht los!
    Wir sind um fünf Uhr aufgestanden. Und fahren jetzt gleich mit der Bahn an den Flughafen um 11 Uhr geht der Flieger.
    Gestern haben wir noch bis spät in die Nacht gepackt. Irgendwie läuft es nie anders :D Jetzt sind wir dementsprechend müde, aber egal. Wir freuen uns riesig und sind gespannt was uns erwartet.

    Matzes Rucksack wiegt 14,5 kg und meiner wiegt 12kg, aber wir sind beide der Meinung, dass wir noch immer zu viel dabei haben, obwohl es vom Gewicht her in Ordnung ist :D Mal sehen, was noch alles hinzu und weg kommt.

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  • 16Aug 2017

    2 Flug nach Bangkok 16.08.2017 Deutschland —

    Lerchenfeld, München-Flughafen, Deutschland

    Beschreibung

    Jetzt hätten wir doch beinahe unseren Flug nach München verpasst :D Da ändert sich das Gate und wir bekommen es zehn Minuten vor Abflug erst mit. Zum Glück. Wir haben den Flieger in aller letzter Minute bekommen :D Was ein Schreck!
    Jetzt sind wir in München und die Gates sind doch echt weit auseinander. Gerade sind wir eine halbe Stunde vom Gate, wo wir ankamen, bis zum Gate wo wir abfliegen, gewandert. Wir sind sogar mit einem unterirdischen Shuttle gefahren!
    In dieser Zeit konnte ich mir auch noch schön die Innenarchitektur des Münchner Flughafens anschauen. Echt schick hier.
    Jetzt warten wir hier am Gate und hoffen, dass nicht wieder das Gate spontan geändert wird.

    Fotos & Videos

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  • 17Aug 2017

    3 Bangkok 17.08.2017 Thailand —

    Nong Prue, Thailand

    Beschreibung

    Nach einem etwa zehn stündigen Flug sind wir endlich in Bangkok. Und an Schlaf war im Flugzeug kaum zu denken. Ich bin so müde, aber hier ist es sechs Uhr morgens und geschlafen wird jetzt nicht. Leider müssen wir unser Gepäck abhpolen und dann wieder einchecken und das Gepäck aufgeben, da wir etwas über zwölf Stunden hier sind. Naja was soll's. Schließlich wollen wir die zwölf Stunden nutzen um uns Bangkok anzusehen. Los geht's!

    Unser Gepäck ist sicher verstaut und wir reisen mit leichtem Gepäck durch Bangkok. Es ist echt noch zu früh. Es hat kein Geschäft auf und mittlerweile haben wir schon zehn Uhr. Aber naja davor wurden wir schon am Flughafen gewarnt, Bangkok ist eine Stadt der Nächte. Und es ist verdammt warm und schwül hier, wir haben echt die falschen Klamotten an. Demnächst nur noch mit weiter Stoffhose und dünnen Schuhen :D

    Dann sind wir son einen Weg unter dem Skytrain entlang gelaufen und am Erawan Shrein vorbei gekommen. Auch haben wir noch ein paar Einkaufszentren angesehen. Hauptsächlich nur damit wir mal auf Toillette gehen konnten :D

    Am frühen Mittag waren wir dann Mittagessen und wir haben uns nicht in ein für uns typisches Restaurant gesetzt. Nein wir haben an der Straße Halt gemacht und etwas von dort gegessen. An dem einen Stand habe ich nur gesehen wie so ein paar Hühnerfüße mit Eiern in einer Suppe kochten. An diesem STand haben wir nachher sogar gegessen. Wir bekamen etwas Reis, vier "Gerichte" und ein Ei dazu. Ich hatte etwas Gemüse, etwas was ich nicht identifizieren konnte und etwas sehr scharfes. Es hat echt gut geschmeckt, aber anders, als wir es kennen, so ganz anders :D Das scharfe konnte ich überhaupt nicht essen. Es war einfach zu scharf und ich habe sofort einen Schluckauf bekommen. Das unidentifizierbare waren wahrscheinlich Innereien, aber so genau will ich es gar nicht wissen. Aber ganeu das hat am besten geschmeckt.

    Gut gesättigt sind wir dann zum Flughafen zurück. Uns stand der Sinn nach einer erfrischenden Dusche bevor wir in den nächsten Flieger steigen. Vor allem waren wir durch unseren kurzen Ausflug nach Bangkok total durch geschwitzt. Wir haben uns dann in einem Fitnessstudio erfrischt. Das war echt luxuriös. Es gab auch eine Sauna und einen Steamer. Beim Hineingehen sagte Matze noch so: "Lass uns noch die Sauna ausprobieren1" Uns beiden war zu dem Zeitpunkt nicht klar, dass diese für Männer und Frauen getrennt ist. So wie in Thailand üblich. Naja ich ging also duschen und dachte mir, wenn matze noch in die Sauna will probiere ich mal diesen Steamer und lasse mir schön Zeit, sonst muss ich ja so lange auf ihn warten. Also lies ich mir Zeit. Als ich dann am Haare föhnen war kam eine Damen und sagte mir, dass Matze in der Lobby säße und schon lange auf mich warten würde. Matze erzählte mir dann, er sei nur duschen gewesen, da er dachte ich würde auch nur duschen gehen :D
    Naja schön entspannt haben wir dann unser Gepäck geholt und es aufgegeben und alle Sicherheitskontrollen passiert. Dann hatten wir noch viel Zeit und haben den Flughafen erkundet und danach auf den Flieger gewartet, dabei bin ich ein paar mal weg genickt. Ich war so müde. Und dann waren wir endlich im Flieger, aber an Schlaf war erstmal nicht zu denken. Sie haben uns richtig wach gehalten. Es gab Sncks, dann Getränke und dann schon Abendessen. Danach konnte ich endlich schlafen. Aber lange konnte ich nicht schlafen. Im Sitzen schlafen ist doch sehr unbequem.

    Fotos & Videos

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  • 18Aug 2017

    4 Ankunft in Auckland 18.08.2017 Neuseeland —

    Auckland Airport, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Wir sind endlich in Auckland!
    Insgesamt waren es 38 Stunden Reisezeit. Davon 24 Stunden reine Flugzeit.
    Es ist jetzt 10:30 Uhr. In Bangkok ist es jetzt 05:30 Uhr und zu Huase in Deutschland ist es jetzt 00:30 Uhr. Das ist ein Zeitunterdschied!

    Der Flughafen ist richtig schön gestaltet. Man fühlt sich richtig Willkommen in diesem Land. Es ist einfach schön. Als erstes war da so ein Tor aus Holz, in das Tiere und der gleichen geschnitzt waren, auch erklang ein Lied. Das war voll schön. Und danch gab es einen Flur, der auf Bewegeung reagiert hat und dementsprechend Muster und Klänge erzeugt hat. Auch total schön.

    Der Mann an der Passkontrolle war auch total freundlich. Und er fragte "How are you going?" und Matze antwortete: "Fine, thank you. And how are you?" Da guckte der Mann ein wenig verwirrt. Nachher haben wir herausgefunden, dass Kiwis immer und überall fragen, wie es einem geht und gar keine Gegenfrage erwarten. Es ist nur so eine Floskel, auf die man "Fine, thanks." antworten soll. :D

    Als wir dann durch die ganzen Kontrollen durch waren, begrüßte uns erstmal ein riesiger Gimli am Ausgang. Eine riesige Statue. Echt cool :)
    Danach sind wir mit einem Taxi zum Hostel gefahren. Und der Taxifahrer hat uns noch ein paar nützliche Dinge erzählt, wie zum Beispiel, dass es Sonntags einen Markt gibt, auf dem Backpackers ihre Autos verkaufen. Dort werden wir dann am Sonntag erstmal hinfahren.

    Im Hostel angekommen, haben wir eingecheckt, zuerst in ein Einzelzimmer, damit wir auschlafen können :) Dann waren wir duschen und uns frisch machen und sind dann eine Runde nach draußen um Auckland zu erkunden. Ich war überhaupt nicht mehr Aufnahme fähig. Ich weiß nur, wir sind zum Hafen gegangen, waren auf dem Rückweg einkaufen, haben dies im Hostel abgeladen und uns Abendessen besorgt. Und nach dem Essen sind wir in's Bett gefallen und haben geschlafen wie ein Stein.

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  • 19Aug 2017

    5 Auckland 19.08.2017 Neuseeland —

    Auckland, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Erster richtiger Tag in Auckland.
    Die Nacht war richtig seltsam. Um vier Uhr sind wir beide auf gewacht und taten uns richtig schwer mit dem wieder einschlafen. Und als um neun Uhr dann der Wecker klingelte, wollte keiner von uns aufstehen, obwohl wir etwa 13 Stunden geschlafen hatten. Wir standen also auf, packten unsere Sachen und checkten aus unserem Zimmer aus, um gleich wieder in's nächste ein zu checken. Diesmal ein Schlafsaal mit sechs Betten. Heute früh lernten wir auch gleich einen unserer Mitbewohner kennen. Tim aus Australien. Er war gerade von einer Nachtschicht zurück und wollte gerade schlafen gehen, also gingen wir frühstücken.
    Nach dem Essen machten wir uns fertig und gingen raus. Hauptsächlich um der Müdigkeit nicht nach zu geben, aber auch um den Tag zu nutzen.
    Zuerst gingen wir in den Albert Park. Die Vegetation ist echt interessant hier. Hier stehen zum Teil ganz normale Bäume, wie hier in Deutschland und dann stehen dazwischen Palmen. Echt lustig. Aber man merkt das Winter ist. Es ist noch so kahl. Dann haben wir uns etwas die Auckland University angesehen. War aber bis auf ein Gebäude nicht weiter interessant. Danach wollten wir zum Pukekawa, auch ein Park mit dem Auckland Museum. Doch auf dem Weg dorthin fing es an zu regnen und ich hatte, im guten Glauben, meine Regenjacke im Hostel gelassen. Wir stellten uns kurz unter und gingen weiter als der Regen etwas nach ließ, doch es fing kurz darauf an noch heftiger zu regnen als vorher. Und da entdeckten wir einen großen Baum unter dem sich auch Leute untergestellt hatten. Wir stellten uns dazu und kamen kurzer Hand in's Gespräch. Es war ein altes Ehepaar aus Wellington und sie erzählten uns, dass der ganze Winter schon so nass sei und es schon viele Überschwemmungen gegeben hatte und dass sie jetzt euf eine Südseeinsel fliehen werden. Auch stellten sie die Vermutung auf, dass es so schnell nicht aufhören würde zu regnen. Also überlegten wir ob wir zum Museum laufen sollten oder ob wir zurück zum Hostel gehen. Wir entschieden uns für's Hostel und auf dem Weg dorthin hörte es auf zu regnen. Wieder mal typisch. Aber ich wollte gerne meine Klamotten gegen trockene tauschen und so gingen wir weiter. Wir zogen uns um und aßen dort noch etwas in der Küche.
    Dort trafen wir einmal Fabio aus Brasilien, mit dem wir uns kurz unterhielten, und Hugo aus China. ieser redete sehr lange und viel mit uns, aber wir haben nicht gerade sehr viel verstanden, von dem was er erzählt hat :D Danach trafen wir noch Victor aus Brasilien, mit ihm war es richtig cool sich zu unterhalten.

    Danach gingen wir dann wieder los. Zurück zum Pukekawa. Wir gingen den Lovers Walk entlang zu Auckland Wintergardens. Echt schön. Danach gingen wir noch zum Museum, doch das schloss schon in einer halben Stunde und so gingern wir wieder zurück zum Hostel. Aber das Museum hatte eine richtig tolle Eingangshalle. Eine Halbkugel aus Holz war darin eingestezt. Das sah richtig toll aus. Doch das Museum werden wir uns noch ansehen.
    Wir gingen einen anderen Weg zurück zum Hostel und verirrten uns dabei noch ein wenig. Zum Glück hatten wir eine Karte dabei. Und es wurde auch schon wieder dunkel und damit auch richtig kalt. Auf dem Weg haben wir noch etwas zu Essen geholt und später am Abend lernten wir noch zwei weitere Mitbewohner kennen. Anne aus Frankreich und einen aus Taiwan, dessen Name ich schon wieder vergessen habe. Doch beide reisen morgen früh schon wieder ab. Mal sehen wer morgen Neues dazu kommt :)
    Und jetzt werde ich mich auch mal Bett fertig machen und schlafen. Ich muss noch einiges an Schlaf nachholen. Gute Nacht.

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  • 20Aug 2017

    6 Wir kaufen ein Auto 20.08.2017 Neuseeland —

    Ellerslie, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Wir haben ein Auto!

    Heute früh sind wir dem Tipp des Taxifahrers gefolgt und nach Ellerslie auf die Car Fair gefahren. Dort standen wir dann erstmal und waren komplett überfordert. Es war mehr los als wir erwartet hatten und es waren auch mehr Kiwis als Backpacker unterwegs. Wir liefen alles einmal ab und berieten uns. Waren aber immer noch ratlos, wie wir das denn jetzt machen sollten. Naja rum stehen nützt ja nichts, also haben wir ein Pärchen mit einem roten Mitzubishi angesrochen, denn der Wagen gefiel uns ganz gut und war nicht zu teuer.
    Sie stellte sich erstmal mit Meike vor und fragte woher wir denn kommen. Es stellte sich heraus, dass das Pärchen auch aus Deutschland war. Dies machte die Sache natürlich deutlich einfacher. Sie haben uns dann ganz viel zu dem Wagen erzählt. Sie hatten den Wagen auch als Backpacker genutzt. Zwar ist es ein vier Sitzer, aber man kann die hintere Lehne gut umklappen und hat dann eine gerade Fläche, auf der man liegen kann. Genau soetwas wollten wir auch gerne haben. Einen PKW, in dem man auch schlafen kann. Wir machten dann eine Probefahrt und kauften den Wagen. Die beiden halfen uns noch den ganzen Papierkram zu erledigen und im Anschluss fuhren wir mit ihnen zu der Farm, auf der sie leben und arbeiten.
    Auf dem Weg dorthin übte Matze sich schonmal darin auf der linken Seite zu fahren. Gar nicht so einfach. Man hat ganz schön viele Automatissmen, die einem das anders Fahren richtig schwierig machen :D
    Auch redeten wir viel mit den Beiden. Sie gaben uns viele Tips, was wir unbedingt ansehen sollten und welche Apps und dergleichen sehr nützlich sein können. Auch erfuhren wir, dass wir die Rettung in aller letzter Minute waren, denn morgen werden die beiden zurück nach Deutschland fliegen. Es war eine sehr schöne Fahrt :)
    Die Farm liegt noch im Bereich Auckland, aber man hat den Eindruck man ist am Ende der Welt. Es war richtig schön dort. Sie hatten dort Hunde, Bienen, Schafe, Kühe, Hühner und Pferde. Nur Isländer. Diese wurden von Meike und Tobias versorgt, gepflegt und geritten. Eine sehr schöne Arbeit, die für die ganzen unangenehmen Arbeiten aufwiegt, sagten beide. Ich wünsche beiden noch alles gute und eine gute Heimreise! Es war ein sehr schöner Nachmittag!

    Der Rest des Tages war dann leider nicht mehr ganz so schön. Wir sind die ganze Zeit rumgeirrt um einen kostenfreien oder günstigen Parkplatz zu finden, auf dem der Wagen bis Freitag stehen kann. Dies hat leider nicht geklappt. Wir haben nachher am Auckland Museum geparkt, weil es schon so spät war, und müssen uns dann morgen etwas Neues suchen. Ich bin mal gespannt ob wir etwas finden, aber ich hoffe es :)

    Gute Nacht :)

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  • 21Aug 2017

    7 Parkplatz 21.08.2017 Neuseeland —

    Remuera, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute früh sind wir los um das Auto umzuparken. Nach einer etwa 10 minütigen Fahrt hatten wir einen kostenlosen Parkplatz in der Nähe einer Bahnstation gefunden. Wie dumm wir uns doch gestern angestellt haben. Es war ja doch so einfach, wie alle sagten :D
    Dann haben wir beschlossen von dort aus zum Sealife zu laufen. Das Wetter war einfach genial heute.

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  • 21Aug 2017

    8 Küstentour 21.08.2017 Neuseeland —

    Mission Bay, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Der Weg dorthin. EInfach unglaublich schön. Vorallem bei diesem unglaublich guten Wetter!
    Einzig doofe, ich hatte meine Kamera im Hostel gelassen...

    Zuerst sind wir zum Sealife gelaufen. Allein auf dem Weg dorthin haben wir so viele schöne Dinge gesehen. Bevor wir in's Sealife sind waren wir noch auf einer Seebrücke. Die war vielleicht schmal und niedlich :D Man hatte einen echt tollen Blick von der Spitze der Brücke :)

    Das Sealife selbst ist unterirdisch. Es gibt eine kleine Hütte, in der der Eingang ist und eine weitere kleine Hütte, wo der Ausgang ist. Es ist echt cool gemacht. Aber am Besten haben uns die Pinguine gefallen. Einfach genial!
    Der Hai Tunnel war auch nicht schlecht. Man stand auf einer Art Fließband und fuhr so durch eine Röhre und darüber schwommen Haie und andere Fische. War schon cool.

    Als wir aus dem Sealife raus waren, beschlossen wir noch zur Mission Bay zu wandern. War ja nicht mehr allzu weit. Und bis dorthin verlief der Weg an der Küste. Wunderschön!
    Nach einer kurzen Pause in der Mission Bay sind wir dann auch schon wieder zurück gelaufen. Es wurde leider schon wieder dunkel. Aber auf dem langen Weg zurück zum Hostel konnten wir noch schön der Sonne beim Untergehen zu sehen. Und hatten später einen wunderschönen Sonnenuntergang über Auckland.

    Aber jetzt bin ich wirklich fix und fertig. Ich weiß gar nicht wie viele Kilometer wir alleine heute gelaufen sind. Gute Nacht!

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  • 22Aug 2017

    9 Ganz viel Geschichte 22.08.2017 Neuseeland —

    Parnell, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Wir sind echt zwei elende Langschläfer :D Heute sind wir erst gegen halb eins aus dem Hostel raus.

    Zuerst sind wir zur Auckland Art Gallery Toi o Tamaki. Dies ist eine riesige Kunstsammlung und das geniale ist, der Eintritt ist kostenfrei. Aber von Anfang an.
    Schon von Außen macht diese Gallerie einen wahnsinnigen Eindruck. Der Anbau an ein Haus aus dem 19 Jahrhundert hat eine riesige Glasfassade, durch die man in das Foyer sehen kann und ein Kunstwerk von außen bestaunen kann. Und diese Fassade ist gekrönt mit einer sehr aufälligen Dachkonstruktion aus Kauri Holz. Das ganze ist echt ein Hingucker. Und auch die Inneneinrichtung ist sehr gut gestaltet. Die einzelnen Bereiche, der Austellung sind durch sozugane Tunnel aus Holz mit einem eingelassenen Lichtband abgetrennt. Da will man einfach hindurch gehen.
    Die Kunstwerke erstrecken sich von Neuseeländischer Kunst, über alte Meister zur Modernen und der Maori Kunst. Am Besten gefallen haben mir die Poträts über die Maori Häuptlinge. Ich habe mich wirklich gefragt ob diese ein Ölgemälde sind, denn die Decken, zum Beispiel, wirken unglaublich echt, so richtig flauschig.
    Matze gefiel am Besten ein Ölgemälde der alten Meister, da dies sehr realistisch aussah.

    Danach ging es zum Auckland Museum. Da erwartete uns bereits beim Kartenkauf eine Überrachung. Wir hatten damit gerechnet, dass wir als Touristen den Eintrittspreis von 25 Dollar zahlen müssen, doch die Frau am Schalter fragte uns wie lange wir denn hier seien und meinte damit kämen wir umsonst hinein. Wir würden sozusagen als Kiwis zählen, da wir ein Working Holiday Visa besitzen. Richtig cool!
    Und das Museum an sich, richtig genial! Eine riesige Austellung über die Maori und eine wunderschöne Fotoaustellung über Tierfotografie! Diese Fotos, einfach genial! Leider darf man diese nicht fotografieren, aber hier der Link zur Museums Seite:
    http://www.aucklandmuseum.com/whats-on/exhibitions/wildlife-photographer-of-the-year

    Die Maori sind auch eine richtig interessante Kultur. Es gab diverse Segelboote und ein Kriegskanu in Originalgröße in dem Museum. Richtig genial. Auch gab es zwei Hütten der Maori, auch in Originalgröße. In die eine durfte man sogar hinein gehen. Richtig genial und total interessant!
    Was ich vorher auch nicht wusste. Der Film Vaiana - das Paradies hat einen Haken erzählt von einem Maori Stamm :D Ist auch ein richtig schöner Disney Film. Wer ihn noch nicht gesehen hat sollte ihn unbedingt anschauen :)
    Wir waren ewig in diesem Museum. Das ist ja so riesig, aber wie gesagt das Interessanteste war wirklich die Ausstellung über die Maori ach und der Kinderbereich. Der war auch richtig klasse. Allein von der Innenarchitektur, aber auch weil man sehr viel ausprobieren und anfassen konnte.

    Also wer irgendwann mal nach Auckland kommen sollte, sollte sich auf jeden Fall das Auckland Museum und die Auckland Art Gallery Toi o Tamaki ansehen. Sehr Lohnenswert!

    Fotos & Videos

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  • 23Aug 2017

    10 Ein entspannter Tag 23.08.2017 Neuseeland —

    Auckland, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute haben wir mal einen Entspannten gemacht. Wir sind so fix und fertig von den letzten Tagen :D Und uns viel auf, dass wir noch einige Dinge erledigen sollten bevor wir uns Freitag auf den Weg nach Northland machen.

    Zuerst stand auf unserer Liste, dass wir uns eine neuseeländische Sim-Card besorgen. Also recherchierten wir etwas und entschieden uns für ein Angebot von 2 degrees. 19 Dollar im Monat und 1 GB und etwas Freiminuten und Frei-SMS und das Gute daran, das was wir nicht verbrauchen nehmen wir mit in den nächsten Monat. Also gingen wir in das Gecshäft um die Ecke und sprachen mit einer Verkäuferin, doch diese wollte uns gleich einen deutlich teureren Vertrag andrehen :D Aber wir blieben bei dem 19 Dollar Angebot.
    Dann liefen wir noch etwas auf der Queen Street entlang und kamen an Mojo vorbei. Dies ist eine Cafe-Kette hier und ich hatte gelesen, dass sie sehr gut sein soll. Also gingen wir rein und bestellten uns einen Kaffee. Die Frau in dem Laden war einfach nur niedlich. Wir redeten lange mit ihr. Was wir hier machen und was unsere Pläne sind und was sie hier macht und woher sie kommt. Es ist echt schön, wie einfach man hier mit Menschen in's Gespräch kommt und sich gut mit ihnen unterhalten kann. Aber ich merke doch wie es mir noch schwer fällt die ganzen Akzente hier zu verstehen . Und sie sprechen auch so schnell, dass ich einfach nicht mit komme, wenn ich plötzlich angesprochen werde :D Ich hoffe, das bessert sich noch. Der Kaffee war wirklich richtig gut!

    Danach liefen wir noch durch ein paar Outdoor Geschäfte zund informierten uns wegen einem Zelt. Ganz schön teuer der Kram hier...
    In einem Geschäft fragte Matze: "Where can we find the tents?" und die Verkäuferin fragte: "Tents? What is this?" und lief weg um eine Kollegin zu fragen. Das war ziemlich verwirrend. Wir überlegten kurz ob tent wirklich Zelt bedeutet, doch als wir die Zelte fanden, stand auf diesen auch tent. So wir hatten uns nicht vertan. Seltsam, dass eine Verkäuferin die Worte nicht kennt für die Dinge, die sie verkauft... Weird.

    Abends saßen wir noch in einer Runde und haben Karten und Würfelspiele gespielt. Es war richtig lustig und hat richtig Spaß gemacht. Aber ich muss leider sagen, dass mir hier viel zu viele Deutsche sind. Und das ist richtig furchtbar. Die sind alle so verdammt deutsch und unentspannt :D leider waren auch in unserer Spielerunde alle bis auf einen Deutsche. Und zwei dieser Deutschen haben echt versucht zwanghaft zu gewinnen und eine riesige Wissenschaft aus dem Spiel gemacht. Dies hat mir dann keinen Spaß mehr gemacht.

    Es wird Zeit, dass wir weiter reisen!
    Von dem meisten Deutschen hört man hier auch, dass sie nicht weiter in den Norden reisen wollen. Gut für uns :)
    Bin gespannt, was wir auf der Reise durch Northland so alles erleben :)

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  • 24Aug 2017

    11 Mount Eden 24.08.2017 Neuseeland —

    Mount Eden, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Letzter Tag in Auckland!

    Und ich habe heute Nacht kaum Schlaf bekommen. Erst hat der eine im Zimmer so geschnarcht, dass wir anderen alle wach waren, und danach hat ein anderer dauernd im Schlaf gelacht oder gesprochen. Und als ich dann endlich beinahe eingeschlafen war, kracht die Tür auf und dort steht einer! Und dann ging die Tür wieder zu. Und die Person wieder raus? Ich habe mich vielleicht erschreckt. Aber kein anderer hat reagiert, also dachte ich, ich habe mir das vielleicht eingebildet?... Aber schlafen konnte ich danach eine ganze Weile nicht mehr.
    Heute Morgen kamen dann nacheinander drei Leute in’s Zimmer und fragten ob eine Matratze fehlen würde, aber es waren alle da. Die haben ein wenig verwirrt geguckt. Denn es war so: In dieser Nacht hat sich Tim zwei Matratzen genommen, wir waren sowieso die ganze Woche nur zu viert. Das würde sich ja sowieso nicht ändern. Naja genau in dieser Nacht sollten wohl sechs Personen in diesem Zimmer schlafen. Was ein Zufall :D

    Heute waren wir auf dem Mt Eden. Wunderschön dort oben. Man hat einen Wahnsinns Blick von dort oben!
    Und auch der Weg dorthinauf war klasse. Wir sind irgendwie komplett quer durchs Grüne über so ein paar Trampelpfade. Viel schöner, als die Straße, die hinauf führt.
    Oben angekommen sieht man erst mal einen riesigen Krater. Matze meinte gleich: “Lass uns hinein rutschen!“ Aber ich habe mich nicht getraut und Matze hat es dann auch nicht gemacht. :D
    Wie gesagt wunderschöner Ausblick dort oben. Vor allem bei dem tollen Wetter was wir hatten! Wir haben dort auch erst mal Mittag gegessen. Nach dem anstrengenden hinauf krakseln hatten wir uns das auch verdient :)
    Am Abend haben wir dann nochmal eine Spielerunde gemacht und uns von allen verabschiedet. Und das war’s so für heute :)

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  • 25Aug 2017

    12 Los geht's! 25.08.2017 Neuseeland —

    Stanmore Bay, Whangaparaoa, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute sind wir endlich mal früh aufgestanden, haben noch einmal die Duschen ausgenutzt und unsere Sachen gepackt. Danach haben wir mit Tim gefrühstückt und sind los.

    Wir sind das Erste Mal in Auckland Bus gefahren. Schließlich mussten wir irgendwie zu unserem Auto kommen. Ich hatte gegoogelt, dass von der Haltestelle Queenstreet in front of the Civic zur Haltestelle 103 Orakei Road ein Bus fährt. Diese Haltestelle zu finden war das Erste Problem. Wir mussten mal wieder ein paar Passanten um Hilfe bitten :D Dann kam der Bus und wir nannten ihm die Endhaltestelle und er wusste einfach nicht wo die sein sollte. Nach einem kurzen Gespräch meinte er aber dann er wüsste wohin wir wollten und wir bekamen unsere Tickets und stiegen ein. Nach einer zwanzig minütigen Fahrt hielt er an und sagte, das sei die Haltestelle. Wir stiegen aus. Doch irgendwie sah die Straße ganz anders aus, als die, in der wir unser Auto geparkt hatten. Wir versuchten also heraus zu finden wo wir uns befanden, als uns eine Frau ansprach ob wir Hilfe benötigen. Wir fragten sie, wo wir denn seien und wo die Orakei Road sei. Sie meinte nur wir wären in der Remuera Road und die Orakei Road sei etwa eine halbe Stunde weit weg. Dann sah sie unser Gepäck und meinte sie würde uns fahren. Zum Laufen sei das viel zu weit. Und damit hatte sie auch Recht. Ich war echt froh, dass sie uns gefahren hat, denn unsere Rucksäcke waren ganz schön schwer. Wir hatten echt Glück, dass wir sie getroffen haben :)

    Danach sind wir erstmal einkaufen gefahren. Bei Kmart und Wallmart haben wir ein Zelt und weiteres Camping Equipment bekommen und das sogar sehr günstig.

    Jetzt sind wir in Whangaparaoa. Es ist richtig schön hier. Direkt am Meer mit Blick auf Auckland. Ein toller Ort zum Übernachten. Und uns erwartet die erste Nacht im Auto. Ich bin mal gespannt. Gute Nacht.

    Fotos & Videos

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  • 26Aug 2017

    13 Shakespear Regional Park 26.08.2017 Neuseeland —

    Army Bay, Whangaparaoa, Neuseeland

    Beschreibung

    Guten Morgen! Heute ist es wunderschön. Ich würde am liebsten baden gehen. Doch das Meer ist total eisig, obwohl die Luft total warm ist. Schade.

    Also sind wir weiter gefahren, obwohl viel weiter sind wir nicht gekommen. Wir sind im Shakespear Regional Park hängen geblieben. Dort sind wir eine der markierten Routen gewandert. Echt schön! Man kann es gar nicht beschreiben. Guckt euch einfach die Bilder an :)

    Wir haben beschlossen hier auch zu übernachten. Und morgen die übrig gebliebenen Routen zu wandern. Und mal gucken wie viele Sterne wir zu sehen bekommen.

    Wir haben noch eine Nachtwanderung gemacht. Muss man ja ausnutzen, dass man in einem Gebiet ist, wo Kiwis leben. Doch leider haben wir keinen gesehen. Aber dafür ein paar andere schöne Orte. Wie den Waterfall Gully, wo es überall leuchtete. Echt toll. Und der Himmel war voller Sterne. Toll!

    Fotos & Videos

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  • 27Aug 2017

    14 ein stürmiger Tag 27.08.2017 Neuseeland —

    Warkworth, Neuseeland

    Beschreibung

    Vielen Dank für die ganzen Glückwünsche!

    Heute ist das Wetter leider ganz schön schlecht. Wir sind trotzdem noch etwas im Shakespeare Regional Park gewandert, aber nicht so viel, wie wir das eigentlich wollten. Dann sind wir weiter gezogen.

    Ich bin das erste Mal eine längere Strecke Auto gefahren. Nach einer Weile hat es ganz gut geklappt, aber mit einem Automatik Auto werde ich nicht richtig warm…
    Wir haben uns wieder ein Plätzchen an der Küste zum Übernachten gesucht. Und es stürmt. Es ist richtig heftig. Viel gemacht haben wir dadurch nicht mehr. Kurz nach dem Dunkel werden (ca. 19 Uhr) haben wir uns in’s Auto verzogen. Hier drin ist es so schön windstill. Dann mal gute Nacht!

    Fotos & Videos

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  • 30Aug 2017

    15 Whangarei Heads 30.08.2017 Neuseeland —

    Whangarei Heads, Neuseeland

    Beschreibung

    Hey, jetzt schreib ich (Matze) auch mal was in den Blog.

    Die letzten 2 Tage sind wir nicht weit gekommen, weil ich mir ne leichte Erkältung zugezogen hatte und mir ein Nest im Auto eingerichtet hab. Das ist wohl den rainy days der letzten Tage zu verschulden und die Gewöhnung an ein Leben on the road. Ira ging in der Zeit zum größten Teil allein auf Wanderschaft. Jetzt geht’s mir aber schon besser :)

    Die Whangarei Bucht (Ocean Beach) ist wirklich der Wahnsinn, aus einer Mischung von Dünen, Klippen, Wäldern, felsigen Inseln und einem weiten Strand bildet sie die Spitze der Halbinsel. Der Strand ist der erste, der unseren ähnelt (mit hellem Sand, sonst ist er schwarz). Beeindruckend ist hier an sich, wie sich die Küste mit der Ebbe und Flut verändert, die täglich kommt und geht. Es werden neue Wege freigelegt, die vorher unpassierbar waren und macht besonders die felsigen Abschnitte interessant.
    Mitten durch den Strand fließt auch ein Bach, wir konnten locker über ihn hüpfen und durch ihn gehen, doch am letzten Tag nach einer regnerischen Nacht war er so riesig und stark, dass es unmöglich war trocken auf die andere Seite zu kommen!
    Am Parkplatz gibt es sogar den Vogel mit dem abgespaceten Sound, den wir seit unserer Ankunft immer wieder hören, jetzt hab ich ihn mal gesehen, er ist eher im Schwarzton gehalten, hat aber grün schimmernde Flügel und einen weißen Beutel am Hals, es ist ein Tui, wie wir herausgefunden haben^^ Ein anderer (grau mit schwarzen Punkten) kam beim Frühstück und hat unglaublich viele verschiedene Zwitscherlaute draufgehabt und vorgeführt, als dann noch ein anderer kam verstummte alles. Dieser (name ist uns noch unbekannt) ist wohl der einzig natürlich vorkommende Raubvogel hier. Das ist bisher der schönste Ort.

    Der Weg hierher war allerdings abenteuerlich :D wir fuhren im Dunkeln und wussten nicht dass die Straße so tückisch ist, links eine steile Bargwand, rechts ein kleiner Abhang und Wasser. Scharfe Kurven hin und her, da verlor Ira schon den ein oder andern Nerv, sie fuhr nämlich^^
    Beim Rückweg sahen wir dann auch die Landschaft und die Bucht, wieder tolle Aussichten, was hier so oft vorkommt.

    Die Menschen in Neuseeland sind freundlich und total hilfsbereit, sie freuen sich und es gibt ihnen ein gutes Gefühl, jemandem geholfen zu haben. Man muss sie nur erstmal ansprechen, was uns noch etwas schwer fällt, aber ich denke das wird mit der Zeit immer flüssiger.
    Es ist auf jeden Fall spannend das alles zu erleben und wir sind noch gespannter darauf, was noch so kommen wird!

    Bis dann und viele Grüße aus dem Land von Mittelerde ;)

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  • 01Sep 2017

    16 Frühlingsbeginn mit Ausrutscher 01.09.2017 Neuseeland —

    Raumanga, Whangarei, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute beginnt hier der Frühling und wir machten einen Ausflug zum Fluss, an dessen Verlauf Statuen und Skulpturen aufgereiht sind.
    Als wir so entlang vorbeischlenderten fielen mir riesige Muscheln am Ufer auf, sie sahen wie aus dem Arielle Film aus :) Um ans Ufer zu kommen musste man aber eine Steinmauer runter also sind wir weitergegangen.
    Irgendwann hielt ich es dann doch nicht mehr aus und bin runtergeklettert um mir eine zu holen. Sehr darauf bedacht nur auf den Steinen zu bleiben (denn es war sehr schlammig) schnappte ich mir eine Prachtmuschel. Sie war nur sehr vom Schlamm überzogen. Ich war schon dabei die Mauer wieder zu erklimmen, da bemerkte ich ein Rohr, das aus der Mauer ragte, nur ein Stückchen weiter. Es floss klares Wasser daraus, also beschloss ich noch fix die Muschel abzuspülen :)
    Am Wasserhahn angekommen merkte ich, dass dort die Steine etwas rutschig waren vom Moos oder Algen. Doch ich fand sicheren Stand.
    Ich wusch also die Muschel sorgfältig ab doch plötzlich Wusch! Es war wie in Zeitlupe als beide Beine den Halt verloren und ich mich kurzerhand im schlammigen Wasser sitzen sah, tjaa das war ja ein sehr sicherer Stand :D Ich sprang sofort wieder rauf die Steine, doch hörte ich bereits das Schmatzen der Schuhe, völlig durchnässt und das was am meisten ärgerte: die Muschel spurlos versunken im Brackwasser... Noch dazu roch ich den modrigen Schlamm an den Stiefeln.
    Naja nun hatte ich die Lust am Muschel sammeln verloren und kletterte wieder hoch, zog Schuhe aus, von der Hose konnte ich zum Glück die Beine abzippen, der Rest der Hose war nur etwas dreckig.
    So ging ich also barfuß in die nächste öffentliche Toilette und spülte statt einer prachtvollen Muschel meine verdreckten Schuhe :D War schon etwas komisch während die Menschen kamen und gingen, aber was soll man machen^^
    Noch dazu angeschlagen von der Erkältung.. Morgen suchen wir uns ein Hostel kam mir nur in den Sinn

    Schade dass wir das nicht auf Video haben, muss schon lustig ausgesehen haben, wir haben darüber viel gelacht :)
    Das war unser Frühlingsanfang :D

    Bis dann und liebe Grüße
    Matze

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  • 02Sep 2017

    17 The Cell Block Backpackers 02.09.2017 Neuseeland —

    Whangarei, Whangarei, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute sind wir dann doch in ein Hostel gezogen. Die letzten Tage hat es sehr stark geregnet und es wurde doch ganz schön kühl im Auto. Matzes Erkältung hatte sich außerdem etwas verschlechtert und wir entschieden uns in ein Hostel zu ziehen, wo es zumindestens trocken ist, so dass sich Matze in Ruhe auskurieren kann.
    Nachdem wir einige Stunden im Internet nach einer günstigen Unterkunft gesucht haben und auch nichts fanden, da alles ausgebucht war, fragten wir in einem Cafe (The Press Cafe) ob sie denn einen Tipp oder eine Idee hätten. Diese rieten uns Sarah zu fragen, die bei der i-Site arbeitet. Also taten wir das und sie hatte in Null Komma Nichts eine Liste mit allen verfügbaren Unterkünften und suchte uns die günstigste raus. Sie rief dort an und siehe da dort gab es noch freie Plätze, die Letzten für diese Nacht :D
    Und dieses Hostel ist total schön! Es ist so schön gemacht. Mit viel Liebe und Wärme und das strahlen die Räume richtig aus. Alles ist selbstgemacht und selbst eingerichtet. Richtig toll! Peaches, die Betreiberin, lebt sogar selbst mit in dem Hostel. Sie ist immer da, wo die Musik ist :D
    Wir fühlen uns hier richtig wohl!

    Ein Tipp für alle, die mal nach Whangarei kommen und dort übernachten wollen ;-)

    http://www.thecellblock.nz/

    P.S. Matze konnte hier super seine Schuhe trocknen(sh. Eintrag von gestern) ;)

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  • 03Sep 2017

    18 Botanica 03.09.2017 Neuseeland —

    Whangarei, Whangarei, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute war ich mal wieder allein unterwegs. Matze hat sich sein Nest im Hostel eingerichtet und ruht sich dort brav aus :-P

    Als ich aus dem Hostel raus kam, fing es mal wieder an zu regnen, also dachte ich mir, ich könnte ja mal shoppen gehen. Mir fehlen so ein paar Dinge, wie eine bequeme Hose und ein Sonnenschutz. Also ging ich in die Central City (The Laneway) doch dort hatte fast alles geschlossen :D Ja es ist Sonntag, aber sonst sind sonntags die Straßen nicht so ausgestorben.
    Naja Planänderung. Also weiter zum nächsten Park. Dort soll es einen Rosengarten und ein Gewächshaus mit Farnen geben.
    Im Cafler Park & Rose Gardens angekommen bemerke ich, dass es keine einzige blühende Rose gibt. Welch Wunder! Erst seit zwei Tagen ist hier Frühling :D
    Ich gehe weiter und komme nach einem kurzen Weg zum Botanica. Ich stehe vor zwei Eingängen in ein Gewächshaus. Ich gehe in den linken. Es ist unheimlich schön und entspannend dort drin. Es spielt Musik und ich setze mich eine Weile auf eine Bank und genieße die Atmosphäre.
    Ich gehe weiter und erkunde die Gewächshäuser. Es sind deutlich mehr, als man von außen erwartet. Es ist echt schön hier. Überall kann man Kleinigkeiten entdecken. Wie bemalte Steine oder Figuren. Und es gibt echt unglaublich viele Arten von Farne. Ganz kleine und riesig große. Einer ist sogar so groß wie ein Baum. Der Wahnsinn!

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  • 04Sep 2017

    19 Whangarei Falls 04.09.2017 Neuseeland —

    Tikipunga, Whangarei, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute war ich mit zwei Leuten unterwegs. Ich wollte mal wieder in Gesellschaft unterwegs sein, wobei ich auch die Schönheiten am alleine unterwegs sein schätzen gelernt habe :)

    Wir fuhren zuerst zu den Whangarei Falls. Mein erster Gedanke war: "Oh die sind aber klein..." Aber als wir dann davor standen, kamen mir die Wasserfälle doch groß vor und so schön!
    Danach liefen wir noch einen Track entlang. An den Wasserfällen führen viele Wandertracks entlang. Ich weiß ehrlich nicht, wo wir dann wieder aus dem Wald heraus kamen, doch es war echt schön am Wasser entlang zu gehen.

    Als wir zurück am Auto waren entschlossen wir uns noch zu den Whangarei Quarry Gardens zu fahren. Dies ist subtropischer Garten, der nur von Freiwilligen aufgebaut worden und wir auch jetzt von Freiwilligen instand gehalten. Die Anlage ist unheimlich schön und es gibt hier extrem große Kakteen und Sukkulenten. Es ist der Wahnsinn!

    War schön mit euch beiden :)

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  • 07Sep 2017

    20 Ngawha Springs 07.09.2017 Neuseeland —

    Kaikohe, Neuseeland

    Beschreibung

    Wir sind weitergezogen und sind zu einem wirklich schönen Campingplatz gekommen, dem Cowshed, bei Kaikohe. Es ist sehr ländlich hier, mit Kühen und 2 superlieben Hunden und die Besitzer sind auch sehr nett. Dazu sind hier noch 3 spaßige Schotten untergebracht mit denen wir schöne Abende verbringen.

    Heute waren wir bei den Ngawha Springs, das sind heiße Quellen, an denen man für 4 Dollar den ganzen Tag verbringen kann, fantastisch und noch dazu heilend für den Körper durch den Schlamm (der auch nach Deutschland importiert und dort angeboten wird). Sie sind nur 5min vom Cowshed entfernt.
    Noch interessanter waren aber die Menschen, die wir dort kennen gelernt haben. Es waren ein Kanadier und eine Deutsche, die vor vielen Jahren hierher einwanderten und mit denen wir lange, tolle Gespräche führten und uns zum Lunch nach Pahia in der Bay of Islands einluden.
    Sie gaben uns das Gefühl auch richtig angekommen zu sein :)

    Bei Ted werde ich, wenn es klappt, auch noch später eine Zeit lang lernen um mir neue Fähigkeiten aneignen zu können, er ist so eine Art Heilpraktiker. Ich bin gespannt, ob es zustande kommt!

    Der Abschluss des Tages war eine Runde in der Gemeinschaftshütte mit anderen Reisenden. Während wir uns unterhielten, hörten wir plötzlich ein Kratzen und Rascheln über uns. Als wir aufschauten entdeckten wir ein großes Opossum, das uns mit seiner rosigen Schweinsnase neugierig beobachtete :D Leider war es zu dunkel um ein gutes Foto hinzubekommen. Nach einer Weile hangelte es sich an der Bretterwand entlang, schaute noch einmal zurück und verschwand.

    Als wir am nächsten Morgen abfuhren verabschiedete sich Ceasar(einer von den beiden Hunden) bei uns, indem er sich prompt bei uns ins Auto setzte und sich nochmal eine Kuscheleinheit abholte, von denen konnte er gar nicht genug bekommen! Also wer noch hier in der Gegend unterwegs sein wird sollte sich diesen Platz nicht entgehen lassen!

    Bis dann und viele Grüße, euer Matze

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  • 08Sep 2017

    21 Kletterpartie 08.09.2017 Neuseeland —

    Whangaroa, Neuseeland

    Beschreibung

    Weiter geht die Reise gen Cape Reinga!

    Unser erstes Ziel war das Rainbow Warrior Memorial. Die Rainbow Warrior war ein Schiff von Greenpeace, es wurde von den Franzosen in Auckland versenkt. Damals sollte es eine Flotte anführen, um die Atomtest auf kleinen Pazifik-Atollen zu stoppen. Bei dieser Aktion starb der Greenpeace Fotograf Fernando Pereira. Das Wrack wurde dann später vor den Cavalli Islands versenkt und ein Denkmal wurde in der Matauri Bay errichtet. Wir kraxelten also auf diesen Hügel, um uns das Denkmal anzusehen. Nichts Welt bewegendes doch ein wahnsinniger Ausblick von dort oben. Genial!

    Als nächstes hielten wir Whangaroa. Dort thront auf einem Berg ein riesiger Fels und Matze hatte gelesen, dass man diesen erklimmen kann. Das wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen. Also fuhren wir dorthin. Aber den Anfang dieses Tracks zu finden war ganz schön schwierig. Also fragten wir wieder einmal ein paar Kiwis, die uns gerne weiter halfen. Und dann ging’s los!

    Jeder der mich kennt weiß von meiner Höhenangst. Aber naja ohne Schweiß keinen Preis. Der Anfang war ja noch harmlos, es ging zwar stramm Bergauf doch man lief nicht nahe an irgendwelchen Abgründen entlang. Doch später kamen diese Abgründe und hinzukam, dass der Boden mal wieder total aufgeweicht war und man leicht ausrutschen konnte. Und wir waren schon echt weit oben. Doch dann kam‘s, um diesen Fels zu erklimmen musste man durch einen Felsspalt klettern, an dem Ketten befestigt waren. Alleine hätte ich glaube ich in diesem Moment aufgegeben. Meine Angst war ganz schön groß und ich bin ja auch kein guter Kletterer. Ich wusste nicht, wie ich das schaffen sollte. Doch Matze motivierte mich und half mir. Sodass wir nach kurzer Zeit endlich auf dem höchsten Punkt des Felsen standen. Obwohl stehen war bei mir zu viel gesagt. Ich kauerte mich an eine Stange und hielt mich so fest ich konnte :D Mich hatte die Angst vollständig gepackt. Es dauerte etwas doch dann konnte auch ich mich hinstellen und mich sogar bewegen. Ich hatte es geschafft! Ein Wahnsinns Gefühl!

    Ich werde weiter meine Ängste besiegen und mir immer wieder neue Herausforderungen suchen. Ängste sollten einen nicht abhalten. Der Ausblick war einfach genial. 360 Grad rund um Sicht. Der Wahnsinn!

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  • 10Sep 2017

    22 Cape Reinga 10.09.2017 Neuseeland —

    Cape Reinga, Neuseeland

    Beschreibung

    Das Cape Reinga ist der nördlichste zugängliche Punkt Neuseelands. Für die Maori ein heiliger Ort. Es ist der Ort, wo die Seelen aus dem Diesseits verschwinden. Die Reise der Seelen beginnt mit einem Rutsch an den Wurzeln eines 800 Jahre alten Pohutukawa-Baums hinunter in den Ozean. Danach tauchen sie wieder auf und erklimmen Ohaua, um Lebewohl zu sagen und kehren zu ihren Vorfahren nach Hawiki zurück. An diesem Punkt treffen sich der Pazifik (männlich) und die Tasman Sea (weiblich) und vereinen sich.
    Ich dachte erst: „Da treffen sich halt zwei Meere. Na und?“ Aber es ist genial. Es sieht einfach genial aus, wie beide aufeinander treffen. Ich kann es gar nicht beschreiben. Auf keinen Fall entgehen lassen!

    Danach ging es noch zu ein paar Stränden in der Umgebung. Am besten gefallen hat uns die Spirits Bay. Erstens war der Sand kein Sand (es sind klein gemahlene Muscheln) und zweitens wurde das Wasser vom Strand zurück gespült, sodass beide Seiten, das Meer und das Wasser vom Strand, aufeinander prallten. Echt klasse. Die lange Gravel Road dorthin hat sich richtig gelohnt.

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  • 15Sep 2017

    23 90 Mile Beach 15.09.2017 Neuseeland —

    Pukenui, Neuseeland

    Beschreibung

    Diese Woche haben wir auf einem Campingplatz/Farm gearbeitet. Hier haben wir am Ende der Woche Johanna aus den heißen Quellen wiedergetroffen, sie hatte uns den Kontakt gegeben. Der Ort war direkt am 90 Mile Beach, ein langer Strand an der Westküste, auf dem man mit dem Auto fahren kann, vorausgesetzt man hat Allradantrieb, also für uns leider nix^^

    Wir haben etliches Dünengras gepflanzt, zum Aufbau neuer Dünen und Schutz des Hinterlands. Ein gutes Gefühl, mit dem Wissen was daraus wird.
    Es war eine sehr anstrengende Zeit, da wir auch das gemacht was alles so anfiel (mind. 4 Stunden/Tag) und dafür lediglich die Übernachtung bekamen. Es hielt uns eigentlich nur noch der Besuch von Johanna dort. Die Besitzerin war vor 24 Jahren von Deutschland hierher eingewandert.
    Naja wir nehmen auch Gutes daraus mit, auch mal Nein zu sagen, denn wir haben gemerkt, dass es zu viel Energie zog und man sich davor schützen sollte. Besonders weil das, was wir daraus bezogen überhaupt nicht dem gerecht war, was wir hineinsteckten.

    Also achtet auf euch, lasst eure Interessen nicht außen vor, sonst verliert ihr sie aus den Augen! Das gilt auch genauso für die andere Richtung, seine Interessen nicht über alles andere zu stellen, um so nur Vorteile von anderen zu ziehen!

    Insofern bis dann und viele Grüße
    Ira und Matze

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  • 16Sep 2017

    24 Unerwartet 16.09.2017 Neuseeland —

    Cape Reinga, Neuseeland

    Beschreibung

    Bevor wir wieder in den Süden fahren, wollten wir nochmal einen Abstecher nach Cape Reinga machen, oder vielmehr zum Cape Maria van Diemen, welches nur durch eine Wanderung zu erreichen ist. Also machten wir uns auf den Weg und gingen zunächst links vom Cape Reinga den Pfad an den hohen Klippen entlang, welcher wirklich beeindruckend war, da er so nah am Abgrund entlangführte und großartige Aussichten bot.
    Nach den Klippen folgte ein nicht enden wollender Strand(3km), wir sind gefühlt ewig an ihm entlang, aber es hatte sich sowas von gelohnt, denn nach dem Strand begann der Aufstieg zum Cape Maria v. D., welcher die verschiedensten Landschaften bot(Vorher musste man durch einen kleinen Fluss waten). Zur einen Seite Sanddünen und karge, gelbe und rote Felsen, die mit der Zeit aus den Dünen entstanden, man kam sich vor wie in einer Wüste, weit ab von Allem, doch zur anderen Seite erstreckte sich das Meer und der helle Strand hinter einem bewaldeten Berg mit Blick auf Cape Reinga, und wieder zur anderen Seite sah man weite grüne Hügel mit Wiesen, auf denen Schafe grasten. Einfach unglaublich!
    Als wir endlich den höchsten Punkt erreichten, bot sich uns ein grandioser Ausblick, zudem noch ein Gefühl von Stolz, dass wir ganz oben waren. Das war noch schöner als Cape Reinga.
    Der Abstieg verlief dann wesentlich schneller, vorbei an den Felsen, Dünen, dem Berg, dem Fluss und runter zum ewigen Strand. Wir waren schon fast wieder am Cape Reinga, doch mit einer Sache hatten wir nicht gerechnet: der Flut.
    Ganz am Ende des Strands, der Übergang zu den Klippen, die uns nach Cape Reinga und zu unserem Auto brachte, tobte das Meer und versperrte uns eine kleine Engstelle. Sie war zu weit zum Drüberspringen, und zu tief zum Durchlaufen. Zuvor mussten wir schon auf Felsvorsprüngen entlang krackseln, doch mit diesem Anblick drehten wir nochmal um zum Strand, um zu überlegen was wir tun. Wir dachten die Gezeiten wechseln alle 6 Stunden, wie es die letzte Woche an der Westseite immer war, aber dann müsste sie sich schon zurückziehen also kann das hier nicht hinkommen, wohl weil sich das Tasmanische Meer vom Westen mit dem Pazifik aus dem Osten verbindet (man sieht es sehr gut von Cape Reinga) und der Ozean hat einen anderen Rhythmus… Wie auch immer, warten brachte nix, und ein Blick in den Rucksack verriet: eine halbe Tüte Chips und ca. ein Glas Wasser, sonst hatten wir nichts dabei, außer Pässe und den Kram, aber das half in dieser Situation herzlich wenig, und inzwischen bewegte sich die Sonne deutlich Richtung Horizont. Also was tun? (Internet hatten wir auch keins, wenigstens GPS)
    Als erstes versuchten wir einen Bogen um die Klippen zu machen, indem wir den Hang hochkletterten. Doch dort waren die Pflanzen so dicht und überragten uns um mindestens 1 Meter, sodass es vergebliche Mühen waren und wir drehten nach ein paar durchkämpften Metern wieder um.
    Als zweites zogen wir die Hosen aus und gingen nochmal zur Engstelle in der Hoffnung, dass sie doch nicht so schlimm ist wie sie erschien. Tja doch inzwischen war das Wasser noch mehr geworden, und wir konnten große Steinbrocken hören, wie sie sich mit den Wellen verschoben. Also auch hier wieder zurück.
    Nun als drittes also doch den ewigen Strand wieder entlang, diesmal kam er uns aber nicht so ewig vor, weil wir einen deutlich schnelleren Schritt hatten^^ Die Dämmerung setzte ein und wir wollten nur vor der Dunkelheit zur Straße kommen. Zum Glück erinnerte Ira sich an einen Wegpfahl von einem Wandertrack, der noch vor dem Fluss stand. Meistens führen diese Tracks auch zur Straße, also sind wir diesen gefolgt, als wir die ersten Fußspuren sahen, beruhigten wir uns auch ein wenig. Wir nutzten die App Wikicamps im Offline Modus, wo uns die Kommentare zu einzelnen Highlights auch weiterhalfen z.B. entschlossen wir uns nicht zum nächsten eingetragenen Campingplatz zu laufen, der hatte nämlich keine Straßenanbindung.
    Allmählich wurde es dunkel, wir waren in einem kleinen Wald unterwegs, für mich waren die Anstiege am schlimmsten, für Ira die Abstiege. Auf jeden Fall waren wir beide sehr erschöpft vom Tag, ausgerechnet heute haben wir kein Mittag gegessen, da wir dachten am Nachmittag zurück zu sein, ab und an nahmen wir kleine Schlucke vom verbliebenen Wasser. Wir gingen über kleine Brücken, eine war halb im Wasser versunken, wir konnten es aber im verbliebenen Licht noch erkennen (Taschenlampen hatten wir uns natürlich auch nicht eingepackt).
    Schließlich kamen wir auf offenes Feld, stiegen mittels einer Vorrichtung über einen Koppelzaun und gingen durch Schafherden(Wanderwege führen durch die Tiergatter, was ziemlich cool ist). Leider brachten uns die Schafe nix, wie wir uns gewünscht haben, dass sie uns einfach zur Straße bringen :D Wir konnten auf der App-Karte aber sehen, dass wir immer dichter zur Straße kamen.
    Inzwischen war es ziemlich dunkel und nach einigen Auf und Abs erreichten wir das Ende des Geheges, hinter der die Straße war. Vor lauter Begeisterung gingen wir zur Treppe, die uns über den Zaun bringt und Batsch Batsch, voll rein in den Matsch! Den hatten wir gar nicht gesehen, weil wir so auf die Treppe fixiert waren :D, es war uns dann auch egal.
    Endlich an der Straße angekommen saßen wir uns erstmal kurz hin, froh darüber was wir gerade zusammen geschafft haben. Dann schaute ich auf die Karte: noch 3,6km zum Parkplatz. Verdammt!
    Die Straße führte hauptsächlich zu allem Übel bergauf... Nach nem halben km denk ich gingen uns langsam die Kräfte aus, Ira plagten schon seit geraumer Zeit Kopfschmerzen und ich stützte mich auf meine Schenkel, um zu verschnaufen, denn es ging langsam auf meine Lunge. In diesem Moment(ohne Mist es war wirklich dieser Moment, ich dachte Ira verarscht mich :D) kam ein Auto und schlagartig kam Energie zurück und wir winkten in der Hoffnung, dass es anhält. Und es hielt! Eine Kanadierin mit einem Campervan nahm uns die letzte Strecke mit und wir waren so erleichtert darüber. Kurze Zeit später waren wir am Auto und tranken massig Saft und Wasser. Wir aßen noch etwas und ich ging zum Abschluss nochmal auf Cape Reinga und schaute mir den Sternenhimmel an, hier in Neuseeland sieht man sehr viel Sterne mehr und die Milchstraße ist so deutlich zu sehen, an diesem Abend schienen es noch mehr zu sein.
    Das war unsere erste Extremsituation auf unserer Reise und wir haben sie gemeinsam bestanden und uns einen Plan entwickelt, wie wir aus ihr herauskommen.

    Für die, die sich jetzt Sorgen machen: so was passiert und das ist auch richtig so. Wir nehmen daraus so viel mit und reifen an den Aufgaben, die uns gestellt werden. Auch für solche Erfahrungen machen wir dieses Abenteuer :), zu lernen, wie man nur auf sich gestellt Lösungen entwickelt. Dadurch wachsen wir an uns selbst und nehmen fürs Leben am meisten mit. Es wird auch nicht die letzte Extreme gewesen sein hoffen wir ;)

    Bis dahin liebe Grüße,
    Matze und Ira

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  • 26Sep 2017

    25 Zurück im Cowshed 26.09.2017 Neuseeland —

    Kaikohe, Neuseeland

    Beschreibung

    Und wir sind wieder zurück beim Cowshed!
    Es war so schön hier, dass wir auf der Rückfahrt noch einmal einen Halt hier machen wollten. Eigentlich war geplant, dass wir nur zwei Nächte hier bleiben, doch daraus wurde nichts :D
    Wir sind jetzt schon eine Woche hier und helfen hier auf der Farm mit. Wir graben Löcher und betonieren danach Pfähle ein oder malen ein Regal an. Je nachdem was anfällt. Wir sind pro Tag etwa zwei Stunden beschäftigt und bekommen ein wahnsinnig gutes Abendessen dafür. Es ist echt genial. Jeden Abend sitzen wir mit den Hosts, beide Kiwis (so werden neuseeländische Einwohner genannt), und unseren Freunden den Schotten (ja sie sind immer noch hier) am Esstisch, plaudern schön und haben Spaß. Es ist echt toll hier und es fühlt sich richtig gut an :) Ein mega Unterschied zum vorherigen Arbeitsplatz!
    Aber morgen werden wir uns wieder auf die Socken machen. Weiter geht’s!

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  • 27Sep 2017

    26 On the road again! 27.09.2017 Neuseeland —

    Waipoua, Neuseeland

    Beschreibung

    Wir sind wieder unterwegs. Mit vielen Goodbyes, Geschenken und guten Wünschen ging es weg vom Cowshed. Es war einfach so schön dort! Auch die Schotten sind endlich los gefahren. Mal sehen ob wir sie wieder treffen :)

    Thank you guys for this incredible time at the cowshed. We will never forget this beautiful time and this amazing tea (dinner) every night! Thank you for having us :)

    Unser Plan ist es die Westküste zurück zu fahren und mal sehen, wohin es uns zieht sobald wir Auckland hinter uns gelassen haben.
    Erster Halt waren the Giant Kauri Trees. Man kann sich gar nicht vorstellen wie groß diese Bäume sind. Auf Bildern sehen sie nicht gerade riesig aus, aber wenn man davor steht, der Wahnsinn! Tane Mahuta (Gott des Waldes) Ist etwa 2000 Jahre alt und bevor die ganzen Kauris abgeholzt wurden gab es welche, die über 10 000 Jahre alt waren. Wie groß diese wohl gewesen sein müssen? Es ist kaum vorstellbar!
    Die Bäume muss man auf jeden Fall gesehen haben, wenn man in Neuseeland ist!

    Danach sind wir nach Whangarei gefahren um dort zu übernachten. Wir fahren so auf den Parkplatz und glauben unseren Augen kaum, dort stand Cath (eine von den Schotten). Es war ein sehr schönes Wiedersehen, obwohl wir uns ja erst am Morgen voneinander verabschiedet hatten :D

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  • 28Sep 2017

    27 Gen Süden! 28.09.2017 Neuseeland —

    Waipu, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute früh haben wir uns mal wieder von den Schotten verabschiedet. Die drei konnten es kaum erwarten endlich nach Coromandel zu kommen :D Sie haben schon gescherzt, dass wir uns an diesem Abend wieder sehen. Ich denk ja nicht.

    Für uns zwei ging die Reise weiter zu den Waipu Caves. Dort angekommen trafen wir weitere bekannte Gesichter vom Cowshed. Wie klein Neuseeland doch ist :D
    Ausgestattet mit Kopflampe, kurzen Hosen, Pullis und den Five Finger Shoes ging es hinab in die Caves. Das Wasser war richtig kalt. Am Anfang ging es einem nur bis zu den Knöcheln, doch dann mussten wir durch einen Tunnel mit einer sehr niedrigen Decke, dort stand uns das Wasser bis zu den Oberschenkeln. Doch die Höhle danach lohnt sich. Sobald die Taschenlampen aus waren, sah man die Glühwürmchen. Wir fühlten uns, als ob wir in einer mit Sternen übersäten Kuppel stünden. Der Wahnsinn!
    Und das geniale ist man kann einfach so in diese Höhlen hinein. Es kostet rein gar nichts und es ist einfach genial!
    Wir versuchten auch noch zwei weitere Wege. Doch das waren Sackgassen und in der einen stand ich bis zum Hintern im Wasser :D

    Nachmittags ging es dann weiter zur Coromandel Peninsula. In der Nähe von Thames errichteten wir unser Nachtlager und trafen unsere Bekannten vom Cowshed wieder, die wir vormittags an den Waipu Caves getroffen hatten. Neuseeland ist wirklich klein :D

    Aber wir haben es endlich geschafft. Nach einem Monat sind wir endlich südlich von Auckland! Doch es war echt gut sich so viel Zeit für den Norden zu nehmen, es gab einfach zu viele schöne Plätze dort.

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  • 30Sep 2017

    28 New Chums Beach 30.09.2017 Neuseeland —

    Whangapoua, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute dachten wir uns nach unserem Abenteuer am Cape Maria van Diemen brauchen wir mal wieder ein Abenteuer! Wir fanden einen Track zum New Chums Beach, einen Strand, der nur zu Fuß zu erreichen ist und etwas versteckt liegt. Laut Kommentaren sollte man aufpassen wohin man tritt und der Weg dorthin sollte nur bei Ebbe zugänglich sein, da er über einen kleinen Fluss führt, der bei Flut nicht passierbar ist. Na das mussten wir doch gleich einmal ausprobieren. Und das Wetter war heute Morgen einfach der Wahnsinn. Also sind wir los. Zuerst einmal einen Strand entlang und am Ende dieses Strands sind wir einen langen Weg über Steine geklettert, direkt am Meer entlang, bis wir eine Bank sahen. Auf dieser haben wir natürlich erst mal Rast gemacht, denn das was folgen sollte, war ziemlich anstrengend. Daraufhin folgten wir einem Trampelpfad den Berg hinauf. Es war mehr ein klettern und rutschen, als ein Laufen :D
    Dann entdeckten wir zwei Wege. Einen den Berg hinunter, wahrscheinlich zum Strand, und einen den Berg hinauf. Wir folgten natürlich dem Weg hinauf. Nach einer langen anstrengenden Klettertour, waren wir dann endlich oben. Matze wollte mich schon zurücklassen, da er dachte meine Höhenangst hätte mich wieder gepackt, doch dem war nicht so. Ich verspürte keinen Funken Angst, sondern nur Vorfreude auf den Ausblick, der mich oben erwarten würde. Ich kletterte also immer hinter Matze her und dann waren wir auch schon oben. Matze kletterte dort angekommen noch auf einen großen Fels. Dies versuchte ich auch, doch ich war einfach zu kurz, ich kam nicht hoch. Aber der Ausblick war der Wahnsinn! Links der New Chums Beach und rechts der Strand von dem wir kamen. So schön. Wie das Paradies!

    Nach einer kleinen Pause ging es dann wieder runter, diesmal zu unserem eigentlichen Ziel, dem New Chums Beach. Auf dem Weg dorthin kamen wir durch einen Wald voller Palmen und entdeckten, dass es einen deutlich einfacheren Weg zum New Chums Beach gegeben hätte. Naja wieso einfach, wenn es auch kompliziert geht :D

    Doch ich sah aus. Matsch verschmierte Unterschenkel und Hände, überall Kratzer und blaue Flecken. Ich weiß nicht, wie ich das geschafft habe, denn Matze war komplett sauber und hatte keine Kratzer oder blaue Flecke :D Naja der Weg war ja auch nicht ohne :)

    Und der New Chums Beach. Ein wunderschöner, weißer langer Sandstrand. Es war so warm, dass Matze sogar baden war und das bei den Wellen, sie waren deutlich höher als Matze und wir glauben, dass es noch kleine waren. Wir ließen uns viel Zeit mit der Rückkehr und genossen den Strand. Erst der Hunger trieb uns zurück und das die Flut kam. Ja diesmal wussten wir die Tide Times :D

    Danach fuhren wir auf einen Campingplatz und kletterten dort noch auf einen Berg, doch die Aussicht war nicht so berauschend. Doch der Campingplatz war ganz schön. Direkt am Wasser mit einer schönen Aussicht. Und dort trafen wir wieder bekannte Gesichter aus dem Cowshed. So richtig erinnern konnten wir uns nicht an die beiden, doch sie erkannten uns und wir unterhielten uns noch eine Weile. Danach machten wir noch einen Spaziergang am Strand bei Dunkelheit. Das war ein schöner Ausklang für den Tag.

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  • 02Oct 2017

    29 Hobbiton! 02.10.2017 Neuseeland —

    Matamata, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute war es soweit… wir besuchten Hobbiton, das Dorf im Auenland, in dem Frodo und Sam und Bilbo aufwuchsen. Es war wirklich eine Entführung in eine andere Welt, in die Welt, die Der Herr der Ringe und Der Hobbit schufen und uns phantastische Eindrücke, Bildgewalten und große Fangemeinden brachten.
    Es war beeindruckend und umwerfend, doch auch gehetzt und etwas zu kurz zum Genießen, aber fangen wir am Anfang an.

    Unseren ersten Eindruck bekamen wir noch vor dem eigentlichen Film Set, am Treffpunkt bei Matamata, von wo aus wir in einem Hobbiton Shuttle-Bus abgeholt werden. Dort kann man gebuchte Tickets abholen oder auch noch für die Touren des Tages Tickets kaufen. Es war überfüllt mit Autos, wir ergatterten uns einen Platz ganz am Ende des wirklich großen Parkareals. Da dachten wir schon was denn hier abgeht, zumal die Saison noch gar nicht richtig begonnen hat.
    Nachdem wir unsere Tickets abgeholt hatten(ca. 50€ pro Person) und uns den Shop ansahen dauerte es auch nicht mehr lang bis unser Bus eintraf und es losging (Busse fahren alle 15min, also die Gruppen a 40Leute rücken mit ihrem jeweiligen Tourguide alle 15min nach). Auf der Fahrt sah man einen kleinen Einführungsfilm mit dem Regisseur Peter Jackson und ein paar Filmausschnitte, zur Eingewöhnung und Einfangen der Stimmung.
    Das erste, was man vom Bus aus sah, war das Gasthaus „The Green Dragon“, bei dem Anblick schlug der Puls schon etwas höher, hinter dem nächsten Hügel war es schon wieder verschwunden.
    Nach der 10minütigen Fahrt war man also da und es ging los mit der eigentlichen Tour. Es war einfach berauschend mit was für einer Liebe zum Detail das fiktive Dorf kreiert wurde. Es gab Wäscheleinen, einen echten Garten mit Gemüse, falsche Nahrungsmittel (Fischerei, Käserei, Fleischer waren nachgestellt), eine Wassermühle, eine Steinbrücke, und und und… So viele wundervolle kleine Details, die das Dorf so gemütlich, liebevoll und bezaubernd machten. Dann dazu, natürlich, die Häuser der Hobbits, die Hobbithöhlen. 44 an der Zahl, verteilt zwischen den grünen Hügeln. Zusammen mit der Natur einfach wundervoll.
    Unser Guide machte ab und an Stopps und erzählte Geschichten zum Film in Verbindung mit dem Set wie: „damit man die Feierszenen naturgetreu filmen konnte, feierten die Darsteller 3 Nächte lang, dabei floss reichlich Alkohol“ oder „einige Hobbithöhlen wurden nachträglich gebaut, damit für den Fall, dass die Kamera aus Versehen einen zu großen Schwenker macht, das Dorf größer aussieht. Im Film machten das letztendlich 2,8 Sekunden aus“ oder „der Baum über Bilbos Hütte ist künstlich, natürlich musste er auch Blätter haben, damit er auch richtig echt aussieht, die dann alle einzeln angemalt und angeklebt wurden. Als dann Der Hobbit gedreht wurde, gefiel Peter Jackson die Farbe der Blätter nicht so recht und es mussten alle Blätter nochmal neu bemalt werden“. Er erzählte sogar von einem Besucher, der fest davon überzeugt war, ein Hobbit zu sein und hier sein Zuhause wäre. Die Guides waren dann den ganzen Tag damit beschäftigt, ihn aus dem Gasthaus zu kriegen :D
    Solche Geschichten und noch mehr waren zu hören. Leider durfte man in kein Hobbithaus hinein, obwohl das Verlangen sehr groß war, und man überschnitt sich häufig mit anderen Gruppen, die einen zu langsam, die anderen drängten schon von hinten zu uns, sodass der Gang durch Hobbiton sehr gehetzt war, die Guides unter Stress alle beisammen zu halten und vorwärts zu treiben. So konnten wir gar nicht richtig alles verarbeiten, was alles an Eindrücken auf uns einprasselte und eigentlich wollte man noch einen Moment, doch musste man wieder weiter.
    Zum Schluss konnten wir im Gasthaus noch ein Freigetränk genießen, wobei ich einen Teil vom Bier verschüttete, ganz klassisch wie das immer so ist :D
    Am Eingang lag ein Gästebuch mit den Unterschriften der Schauspieler, und auch hier tauchte man in die Atmosphäre des Auenlands. Leider dauerte es hier wieder nicht so lang an wie erhofft und wir gingen weiter und zurück zum Bus. Insgesamt mit Fahrten dauerte die Tour 2 Stunden.
    Also es war ein pures Erlebnisbad, allerdings zu kurz, um es richtig auf sich wirken zu lassen und mich interessiert brennend, wie es nun in Bilbos Hütte aussieht(die wirklich riesig war). Es ist zwar ein kleiner Bereich, aber es gibt so viel zu entdecken, so viele Feinheiten, die das Set so lebendig machen, am Teich lag sogar ganz unscheinbar eine kleine Fischerhütte versteckt im Schilf.
    Auf jeden Fall das Erlebnis wert, wobei ich mir eine Option mit einer etwas längeren Tour und Einblick in das Häuschen wünsche.

    Am späten Nachmittag sind wir dann nach Rotorua gefahren, bekannt für seine heißen Quellen, die durch den Schwefel nach verfaulten Eiern riechen^^ der erste Eindruck ist super, wir fühlen uns richtig wohl :)

    Also bis dann und viele Grüße
    Matze

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  • 03Oct 2017

    30 Rotorua und Maori 03.10.2017 Neuseeland —

    Rotorua, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute ging es daran Rotorua zu erkunden. Unser erstes Ziel war Government Gardens mit seinen vielen heißen und kalten Quellen. Ein sehr englisch gestalteter Garten. Matze gefiel er sehr gut, da hier viele Blumen blühten. In Richtung des Sees trafen wir dann auf den Sulphur Point, eine sehr geothermal aktive Zone, die sehr wie eine Mondlandschaft aussah. Und überall kam Dampf aus dem Boden und das Wasser war extrem heiß. War schon ein genialer Ausblick :)

    Nachmittags zog Matze alleine los, da es mir nicht so gut ging und ich etwas im Auto schlafen wollte. Wir hatten abends ja noch was Großes vor, aber dazu später ;)
    Als Matze zurückkam, erzählte er von einem See, um den ganze Nebelschwaden zogen und das an einem sehr warmen Nachmittag. Merkwürdig. Es sah richtig düster und geheimnisvoll aus. Und über diesen See führte eine Brücke. Das Wasser war sehr heiß und es dampfte sehr stark. Muss schon ein genialer Anblick gewesen sein.

    Und abends ging es dann in ein Maori Dorf. Ja wir haben so eine Tour gebucht, aber das musste auch mal sein :) Wir waren in dem angeblich besten Maori Dorf, dem Tamaki Maori Village (https://www.tamakimaorivillage.co.nz/). Und es war genial! Aber von vorne.

    Wir trafen uns um kurz vor sieben ab Abholungsort, dort wurden wir mit einem Bus abgeholt und zu dem 20 Minuten entfernten Dorf gebracht. Auf der Busfahrt erklärte uns der Busfahrer einiges, lehrte uns Maori Wörter und erklärte uns, wie wir uns verhalten sollten. Zum Beispiel: Kia Ora (gesprochen Kiora) bedeutet Hallo, Gerne, Danke und vieles mehr und wenn es gesagt wird sollte man es immer erwidern. Auch ruderten wir ein waka (Kanu) und wählten einen chief, der unsere Gruppe an diesem Abend vertreten sollte. Am Dorf angekommen, versammelten wir uns erst mal an einem Platz vor dem Dorf, an dem wir von den Maori begrüßt wurden. Bei dieser Begrüßung durften wir nicht Lachen, nicht die Zunge rausstrecken und keine Bilder machen. Die Maori kamen mit ihrem Kanu angefahren und vollführten erst mal eine Art Kriegstanz, der wohl die Feinde abschrecken sollte. Danach begrüßten sie unsere Chiefs und luden uns in ihr Dorf ein. Dort gab es ein paar kleine Stationen, an denen uns etwas erklärt und gezeigt wurde, aber wo wir selbst auch immer wieder etwas tun sollten. Den Männern wurde zum Beispiel der Haka, ein Angriffstanz, gelehrt. Es war echt interessant und auch sehr lustig :D
    Danach wurde und gezeigt, wie das hangi gekocht wird. Dies geschieht in einem Erdloch, in das glühende Steine gelegt werden. Auf diese kommen dann das Fleisch, der Fisch, die Kartoffeln und das Gemüse, dann wird es mit Blättern abgedeckt und mit Erde zu geschüttet. So wird das Essen etwa vier Stunden gekocht.
    Doch essen durften wir dann immer noch nicht. Vorher wurden uns noch einige Tänze und Lieder vorgeführt. Echt toll. Die Maori singen und tanzen wirklich oft und gut! Doch danach gab es dann essen. Es gab ein Buffet mit ganz vielen Gerichten, wie Fisch, Muscheln, Hühnchen, Lamm, Brot, Salat und Gemüse. Wahnsinn und lecker!
    Während des Essens wurden noch einige Reden gehalten und es wurde wieder gesungen. Nur leider haben wir das in diesem Raum sehr schlecht verstehen können. Am Ende des Essens gab es noch eine paar Tänze, Lieder und Reden. Es war sehr schön.
    Und danach ging es leider schon wieder nach Hause. Es waren schon drei Stunden vergangen. Es kam uns deutlich kürzer vor. Die Rückfahrt war auch richtig klasse. Der Busfahrer hat die ganze Zeit gesungen und Scherze gemacht und am Ende fuhr er drei Runden durch einen Kreisel und sang dabei. Es war richtig schön :)

    Es war ein richtig gelungener Abend und wir sind sehr froh das gemacht zu haben. Und es ist eine sehr faszinierende Kultur. Echt spannend.

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  • 04Oct 2017

    31 Bester Campingplatz ever 04.10.2017 Neuseeland —

    Kawerau, Neuseeland

    Beschreibung

    Wir hatten eine richtig furchtbare Nacht. Ich hatte das Essen wohl nicht vertragen und musste einige Male in der Nacht raus und mir ging es den Tag über auch nicht wirklich gut. Trotzdem sind wir weiter gezogen. Das Wetter war einfach zu gut und Matze wollte etwas unternehmen. Wann immer es ging blieb ich im Auto und ruhte mich aus.

    Wir fuhren zuerst zum Blue and Green Lake. Es wurde uns von vielen empfohlen dort einmal hinzu fahren. Und wir hatten wirklich einen wunderschönen Blick über zwei Seen, der eine war wirklich sehr blau, doch der andere war nicht grün.

    Danach fuhren wir zu den Okere Falls. Dort ging Matze alleine auf Erkundungstour. Doch auch die waren wohl nicht so spannend. Er war schnell wieder zurück. Doch dann ging er nochmal los, um ein paar Höhlen zu erkunden, doch die waren abgesperrt.

    Danach fuhren wir nach Kawerau, weil es dort angeblich kostenfreie Hot Pools und heiße Duschen geben sollte. Und dies war tatsächlich so. Doch es war nicht wie wir erwartet hatten ein paar Löcher mit heißem Wasser in irgendeinem Park, nein es war ein richtiges Schwimmbad mit verschiedenen Becken und allem drum und dran. Genial. Wir genossen erst mal die warmen Becken und entspannten uns. So schön.
    Nach dem erfrischenden Bad machten wir uns auf die Suche nach Toiletten und fanden richtige Luxus Toiletten. Sie waren richtig sauber und redeten mit dir. Und während du sie nutzt spielen sie Klassik und wenn du gehst bedanken sie sich bei dir. Wow!
    Und abends im Auto hatten wir auch noch sehr guten Wifi Empfang. Was ist das für ein genialer kostenloser Campingplatz? Einfach nur genial! Wir werden wohl etwas länger hier bleiben und das alles genießen!

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  • 09Oct 2017

    32 Rotorua again 09.10.2017 Neuseeland —

    Rotorua, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute sind wir aus Kawerau los gefahren. Und ja wir waren jetzt fünf Nächte dort :D Da sieht man wie gut es uns dort gefallen hat :) Aber nein, die letzten zwei Nächte waren dem extrem starken Regen geschuldet, wir hatten einfach keine Lust die Straße durch die Berge bei so einem Wetter zu fahren und naja der Campingplatz in Kawerau stand auch unter Wasser :D
    Aber heute haben wir es dann endlich geschafft, aber leider regnete es immer noch…

    Unser nächster Halt war Rotorua. Dort gingen wir ein Jade Geschäft, das uns im Tamaki Village empfohlen wurde. Und wir hielten uns dort sehr lange auf und verließen das Geschäft mit einigen Schmuckstücken ^^
    Als wir aus dem Geschäft wieder heraus waren, viel uns auf, dass es zu spät war, um am gleichen Tag noch nach Taupo zu fahren. Echt schade. Und so kam es, dass wir mal wieder eine Nacht in Rotorua verbrachten :D

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  • 10Oct 2017

    33 Geothermalakiv Gebiet Taupo 10.10.2017 Neuseeland —

    Taupo, Neuseeland

    Beschreibung

    Auf geht’s nach Taupo! Ich bin richtig gespannt darauf, was uns dort erwartet.
    Taupo liegt am Lake Taupo, dem größten See Neuseelands, der bei einem Vulkanausbruch vor etwa 2000 Jahren entstand. Dieser Vulkanausbruch soll eine 50km hohe Rauchsäule erzeugt haben, die den Himmel bis China verdunkelte. Nicht vorstellbar!
    Unser erster Halt war der Lady Knox Geyser im Wai-O-Tapu Thermal Wonderland. In den Park sind wir nicht hinein gegangen, der Eintritt war uns deutlich zu hoch, doch man konnte umsonst zu dem Geysir. Jeden Tag um 10:30 Uhr bringt ein Mitarbeiter des Wonderlands den Geysir zum Ausbruch und dies nur mit Hilfe von Seife, die er hineinkippt (Ob man es selbst mal versuchen sollte?) :D Diesen Ausbruch darf man nur mit ansehen, wenn man über eine Eintrittskarte verfügt. Doch kurz danach konnten wir einfach hinein gehen und der Geysir war immer noch am sprudeln :)
    In der Nähe des Geysirs befinden sich noch die Mud Pools, ein Schlamm Vulkan. Dies ist ein riesiges Becken voller Schlamm, indem es brodelt und spritzt. Andauernd kommen Blasen hoch, die dann mit großer Lautstärke zerplatzen. Das sah schon verdammt gut aus.
    In dieser Gegend gibt es auch häufiger die Möglichkeit in warmen Flüssen und Seen zu baden. Wir haben es versucht, doch leider waren diese eher lauwarm und hatten eine ziemlich starke Strömung, vermutlich durch den starken Regen der letzten Tage. Wir haben uns dann leider dagegen entschieden, darin zu baden, es war uns etwas zu unsicher. Schade.

    Unser nächster Halt die Aratiatia Rapids. Dieser Damm wird drei- bis viermal am Tag geöffnet und es ergießen sich Massen an Wasser, wo vorher nur ein kleines Rinnsal von Wasser war. Wir kamen dort kurz nach zwölf an, kurz nach der letzten Öffnung des Damms, und verbrachten zwei Stunden dort, nur um zu sehen, wie der Damm um zwei Uhr wieder geöffnet wird. Wir warteten und warteten und die Spannung stieg je weiter die Uhr vorrückte, Matze hielt schon die Kamera im Anschlag und dann geschah nichts. Wir warteten noch bis viertel nach zwei bis wir enttäuscht aufgaben. Danach las ich, dass dort normalerweise nur ein kleines Rinnsal fließt, doch bei uns flossen richtige Ströme von Wasser, wir hatten also die ganze Zeit den geöffneten Damm gesehen ohne es zu wissen :D
    Ach und dort wurde auch eine Szene aus dem Hobbit gedreht. Wisst ihr welche?

    Und weiter ging’s. Nächster Halt: Huka Honey Hive, ein Geschäft, in dem sich alles um Bienen dreht. Wir konnten darin ein Bienennest (ein lebendes) von innen bestaunen und alles über Bienen lernen, sehr informativ und interessant. Wusstet ihr, dass die Honigbienen in Neuseeland eher gelb, als braun sind?
    Nachdem wir unseren Wissensdurst gestillt hatten, kam die Belohnung. Wir konnten uns durch, ich weiß nicht wie viel Honigsorten, probieren und Honigwein testen. Yummy!
    Ein schöner Laden, sehr touristisch, aber sehenswert und lecker :)

    Danach ging es weiter zu den Huka Falls. Eine Kaskade von Wasserfällen, bei der 220 000 Liter Wasser pro Sekunde über mehrere Stufen gespült werden um anschließend elf Meter in die Tiefe zu stürzen. Von weitem sah dies aus, wie ein riesiger Wasserfall, doch von Nahem sah man die einzelnen Stufen, diese gewaltigen Wassermengen und die ganzen Stromschnellen. Awesome! Diese Kraft und diese Geschwindigkeit, einfach nur imposant!
    Auf dem Campingplatz, den wir diesen Abend ansteuerten, trafen wir wieder auf unsere schottischen Freunde. Ein tolles Wiedersehen! Wir saßen den Abend lang mit unseren Freunden und anderen Campern zusammen und quatschten. Und wir hatten die Gesellschaft von einem Enten-Pärchen. Die Ente war richtig zutraulich und ließ sich aus der Hand füttern, saß bei Matze auf den Füßen und versuchte unseren Käse zu klauen :D Eine richtig clevere Ente. Der Erpel dagegen, blieb auf Abstand und quakte die ganze Zeit. :D

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  • 12Oct 2017

    34 Mont Tauhara 12.10.2017 Neuseeland —

    Tauhara Forest, Neuseeland

    Beschreibung

    Seit gestern sind wir nun bei der Vorbereitung einer Tageswanderung, der Tongario Alpine Crossing. Dies soll die schönste Tageswanderung in Neuseeland sein und führt hinauf auf etwa 1900 Meter. So etwas können wir uns doch nicht entgehen lassen!
    Doch zur Vorbereitung kletterten wir heute auf den Mount Tauhara. Zuerst ging es berauf über Wiesen und Weideflächen. Es war erstaunlich warm. Morgens hatte ich noch gefroren und mich daher entschlossen dicker an zu ziehen, doch dies bereute ich ziemlich schnell. Ich zog immer mehr Klamotten aus, da ich ganz schön in’s schwitzen geriet. Auch Matze hatte sich etwas zu dick angezogen und entledigte sich immer mehr Klamotten, doch er lachte mehr über mich, da ich es ganz schön übertrieben hatte :D

    Nach den Wiesen folgte ein Wald. Es ging stramm Berg auf, mal steiler mal weniger steil. Manchmal mussten wir uns an riesigen Steinen vorbei quetschen und an anderen Stellen den Matsch umgehen. Wir schnauften ganz schön. Und uns kamen immer wieder Menschen entgegen, Kinder, die hinab rannten, Erwachsene, die vorsichtig hinab liefen und zwei Senioren mit Stöcken in den Händen. Wir dachten wir sehen nicht richtig. Senioren klettern da hoch? Wow!

    Oben angekommen, wurden wir mit einer 360 Grad rund um Sicht belohnt. Wir konnten fast den gesamten Lake Taupo sehen und unser Ziel am Samstag, den Mount Doom mit Schnee bedecktem Gipfel.

    Wir picknickten dort und genossen die Aussicht. Danach machten wir uns wieder an den Abstieg. Gar nicht so ohne, bei den ganzen Schlammpfützen :D Wir hatten insgesamt 3,5 Stunden gebraucht.
    mt
    Danach fuhren wir zu einem Campingplatz in der Nähe von Turangi und trafen drei Iren, mit den wir bei einer Runde Wizard und Bier den Abend aus klingen ließen.
    Und am Samstag geht’s auf zum Tongario Alpine Crossing! Wir sind schon ganz gespannt und stecken bis zum Hals in Vorbereitungen. Mal sehen wie’s wird :)

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  • 14Oct 2017

    35 Tongariro Track (Schicksalsberg) 14.10.2017 Neuseeland —

    Tongariro National Park, Neuseeland

    Beschreibung

    So Leute, wir waren beim Schicksalsberg alias Mount Doom alias Mt Ngauruhoe. Es war einfach nur der Wahnsinn!!

    Diese knapp 20km lange Wanderstrecke soll eine der weltweit besten Routen sein, die man an einem Tag machen kann und ich denke, dass dem gerecht wird. Falls hier jemand mal nach Neuseeland kommt: Machen! Unbedingt! Aber mal von Anfang an…
    Nachdem unser Wecker halb 6 klingelte und wir nach ausreichender Mahlzeit am Treffpunkt waren, fuhr uns ein Shuttle um 7:15 Uhr zum Startpunkt aus ca. 1100m. Bereits auf dem Weg dorthin durchbrachen wir die Wolkendecke und hatten von Beginn an Sonne pur, was richtig glücklich war, denn gestern hatte es viel genieselt und wir hatten schon Sorgen ums Wetter. Zum Glück hatten wir einen richtigen Krachertag erwischt :)
    Um 8 gingen wir dann los und nach kurzer Zeit musste ich die Jeans ersetzen für Shorts und die dicke Jacke ausziehen, weil es so warm und windstill war(wir haben richtig kalte Temperaturen erwartet). Von Beginn an konnten wir den Mt Doom vor uns aufragen sehen, der Berg, in dem der EINE Ring erschaffen wurde und Frodo ihn vernichten musste (für die nicht eingefleischten Fans: um diesen Berg dreht sich Herr der Ringe :D). Es gab noch andere Berge, aber die interessierten noch nicht so^^
    Der Weg verlief erstmal gemächlich, das erste Sehenswürdige (die Landschaft an sich war schon cool) war eine Ebene, durch die viele kleine Bäche flossen, der Weg wurde dort zu einem Steg und wir liefen am Fuße des Berges entlang. Die dunkle, karge Landschaft verriet schon, dass nicht weit von hier die Aufnahmen für Mordor gedreht wurden. Dann kamen die Teufelstreppen und die hatten es in sich! Es war ein harter Aufstieg, doch hier bot sich schon ein fantastischer Ausblick auf weit entfernte Gebirge(Mt Taranaki, 250km entfernt!). Kurz vor dem Ende gab es hier einen Pfad zum Aufstieg des Schicksalsberges, wir machten es aber nicht, weil leider noch viel Schnee auf ihm lag und es sehr viel Zeit gekostet hätte. Wir konnten 2 kleine Gestalten im Schnee erkennen, die nur unglaublich langsam vorwärts kamen. Vielleicht kommen wir im Sommer nochmal her, dann ist er frei von Schnee. Er ist übrigens etwas mehr als 2280m hoch.
    Als wir Die Teufelstreppen überwunden hatten, erstreckte sich vor uns eine sehr weite Ebene und dahinter erhoben sich teils mit Schnee bedeckte Berge(Mt Tongariro). Der Anblick war einfach unglaublich! Rundherum verliefen Gebirgsketten, auf der anderen Seite war der Schicksalsberg, wie er auch im Film gezeigt wird. Hier haben wir viel Zeit mit fotografieren verbracht, ich hab Ira damit ganz schön genervt, sie musste sich für ganz spezielle Fotos flach auf die Erde legen, und ich war ziemlich hartnäckig bei der Auswahl der Bilder^^ Aber bei dieser Gelegenheit konnte ich einfach nicht widerstehen und musste es ausnutzen, es sind auch richtig geile Bilder geworden ;P Nur der Schnee ließ ihn etwas zahmer aussehen, aber man kann die rötliche Färbung erahnen. Hier konnte ich immer noch in kurzer Hose rumlaufen.
    Das änderte sich ein paar Meter höher beim Aufstieg zum Mt Tongariro. Das Becken, in dem wir kurz vorher waren, war komplett windgeschützt durch die Berge, hier wehte nun ein eisiger Wind und wir zogen uns wieder die warmen Klamotten an, samt Handschuhen. Auf dem Weg zum langgezogenen Gipfel (über 1900m) stapften wir durch Schnee und überwanden tückische Anstiege, wenn man glaubte jetzt kommt der Gipfel, kam ein noch höherer Punkt dahinter zum Vorschein(3-4mal) >.< Oben konnten wir schon auf die natürlichen Seen schauen, zu denen der Weg später noch führte, der Blick nach unten ins Becken war einmalig. Natürlich auch hier ein paar Fotos ;)

    Das nächste Highlight war der Red Crater/Rote Krater, bei dem ich erst dachte es handelt sich um die riesige, aufklaffende Spalte im Berg. Später wurde mir klar, dass der Pfad auf dem wir liefen nicht auf den Krater blicken lässt, er war Teil davon. So gigantisch, dass wir das gesamte Ausmaß des Kraters erst von unten, weit entfernt erkennen konnten. Die rote Färbung machte ihn noch imposanter. Dieser Moment, als ich das realisierte, war ein sehr ehrfürchtiger Moment. Vor dem, was die Natur hervorbringt und worauf wir wandeln. Wäre er im Ganzen geblieben, würde der dazugehörige Berg den Mt Doom um ein weites überragen. Der Ausbruch dieses Vulkans muss immens gewesen sein.

    Der Weg runter vom Krater war die gefährlichste Stelle. Wir mussten aufpassen, dass wir nicht den ganzen Weg runterrutschten, die Erde gab ständig nach und neben uns rollten die Steine runter, die von weiter oben gelöst wurden. Auf diesem Stück gab es einen wundervollen Punkt mit Blick auf die Seen darunter, die eine hellblau türkise Farbe hatten, perfekt für Porträts^^ Hier konnten wir auch den typischen Schwefelgeruch riechen, der von Vulkanaktivität herrührt. An vielen Stellen stiegen weiße Dampfwolken auf, was diesen Ort noch vielseitiger und eindrucksvoller machte.
    Unten angekommen, liefen wir ein Stück durch den Schnee an den Rand des Sees, dort waren wir allein, denn es waren schon viele Leute unterwegs. Hier war es wieder total warm und ich nutzte die Gelegenheit und ging ins Wasser, was aber eiskalt war, ich hielt nur eine Minute darin aus. Während der Pause trafen wir eine Japanerin wieder, die wir im Camp kennengelernt haben. Später fanden wir auch ihre Reisegefährtin aus Hongkong. Hier sahen wir auch den ersten und einzigen Vogel auf der Wanderung, eine Möwe.
    Die weitere Strecke führte ins nächste Becken, wieder von Bergen umgeben. Hier hatte ich wirklich das Gefühl, in Mittelerde umherzuwandern. In meinem Kopf erklang schon die Titelmusik^^ Der Schnee auf den Gipfeln leuchtete schillernd an manchen Stellen, durch die reflektierten Sonnenstrahlen. Hier und auf der folgenden Anhöhe hatten wir den besten Blick auf den Krater und den Schicksalsberg dahinter. Achja auf dem Krater lag ein großer Haufen von Steinen, wir nahmen uns beide einen mit als Andenken :) Auf der Anhöhe war es wieder arschkalt, Zeit für Klamottenwechsel :D Hier war auch ein sehr großer, natürlicher See, der Blue Lake. Er war auch die letzte besondere Stelle, danach kam allmählich der Abstieg durch eine noch aktive Vulkanlandschaft. Als die felsigen Berge aufhörten, kamen wir in eine Graslandschaft, hier schlängelte sich der Weg ewig weit, ihr könnt ja mal versuchen ihn auf dem Foto nachzuverfolgen ;)
    Bei der Hütte schrieben wir eine Nachricht an den Shuttle Service, der uns am Ende wieder abholen sollte. Am Anfang sagten sie, dass es von da an noch 2 Stunden seien, wir dachten so lange kann es gar nicht mehr dauern, geht ja nur bergab. Es war mega lang. Nachdem wir die Baumgrenze erreichten ging es immer noch weiter und weiter. Schritt für Schritt weiter voran, nun ging uns die Wanderlust auch flöten, es ging nur noch stupide bergab, ohne große Entdeckungen, die ein wenig Abwechslung geben könnten. Es war übrigens wieder warm, die langen Hosen machten nochmals einen Abflug.

    17:15 Uhr kamen wir dann endlich am Zielpunkt an, wo unser Fahrer schon mit gekühltem Bier auf uns wartete, das war uns dann sehr willkommen! Die Tour war also insgesamt mehr als 9 Stunden, wir ließen uns aber auch eine Menge Zeit bei den Highlights. Zwischendurch mussten wir immer wieder die Kamera ausmisten, weil die Speicherkarte voll war. Soo viele Bilder. Wir wollen hier nicht alles mit Fotos vollklatschen, da wird die Auswahl etwas dauern :D Wir hatten genug Proviant dabei und im Vergleich zu den Capes, wo uns die Flut überraschte, war es weniger anstrengend. Vielleicht werden wir auch schon etwas fitter^^

    Also ein wunderschönes Erlebnis mit dem besten Wetter, das wir jetzt kriegen konnten! Eigentlich unbeschreiblich, aber ich habs hier mal versucht. Wir können euch nur ermutigen, es selbst mal zu erleben!
    Bis dann und viele Grüße
    Ira und Matze

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  • 15Oct 2017

    36 Noch mehr Mordor 15.10.2017 Neuseeland —

    Tongariro National Park, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute ging es nach Whakapapa und dem Mt Ruapehu, dem größten Berg auf der Nordinsel. Wir wussten, dass hier viele Szenen von Mordor gedreht wurden. Auf der Fahrt dorthin kamen wir jedoch schon einem Drehort vorbei, es war ein Wasserfall, der in ein kleines Becken stürzte. Hier wurde die Szene gedreht, wie Gollum einen Fisch angelte und von Faramir und seinen Schützen ins Visier genommen wurde. Es war ein bisschen schwierig, den richtigen Blickwinkel zu bekommen, doch erkannte man die Stelle. Hier bekamen wir auch einen kurzen Hagelschauer ab, der gefühlt zielgerichtet auf unsere vom Sonnenbrand gepeinigten Nasen herabprasselte (ja wir haben beim gestrigen Ausflug die Sonne etwas unterschätzt :D).
    Weiter die Straße entlang sahen wir das berühmte 5* Hotel Chateau, in dem die Filmcrew samt Darsteller 3 Wochen verbrachte und im hoteleigenen Kino die Szenen überprüfte, wir hatten im Cowshed einen Herr der Ringe Guide von einem Camper geschenkt bekommen, deshalb wissen wir die ganzen Infos^^. Das Hotel liegt am Fuße des Berges, leider hingen zu viele Wolken über den Gipfeln, um ihn richtig zu erkennen. Hier liegt auch das Dorf Whakapapa. Wir fuhren weiter die Straße rauf und es wurde immer nebliger, da wir die Wolken erreichten. Oben am letzten Parkplatz war er so dicht, dass wir doch wieder umdrehten und herunterfuhren. Von den Schauplätzen Mordors konnte man nur an den schwarz-rötlichen Felsen am Straßenrand erahnen, dass sie hier waren.
    Zurück in Whakapapa überlegten wir, was wir nun machen und entdeckten ein Motel, das Duschen anbot, was wir dann auch genutzt haben, nachdem wir einen enttäuschenden Wanderweg gemacht hatten. Als wir am späten Nachmittag wieder frisch geduscht nach draußen gingen, war der Himmel klarer und die Sonne schien zum größten Teil, und so entschlossen wir, nochmal raufzufahren.

    Der selbe Parkplatz war nun frei von Nebel und ein Blick auf die Karte verriet uns, dass die Drehorte nur um die Ecke lagen, hätten wir mal beim ersten Mal schon raufgeguckt :D Jedenfalls konnten wir nach ein paar Schritten schon die riesige Felswand, welche wie ein Windschutz, den man am Strand aufstellt, einfach dastand, nur viel viel größer, schwarz und aus Vulkangestein.
    Hier wurden Szenen gedreht wie die Schlacht gegen Sauron im Prolog, oder wie Gollum zu Frodo und Sam hinunterkletterte und gefangen genommen wurde. Hautnah dabei, unglaublich. Von hier hatte man einen super Ausblick auf Mt Doom, an dem wir einen Tag vorher vorbeigingen, leider war der Gipfel in eine schwere Wolke getaucht.
    Die Rückseite der Felswand war noch beeindruckender, da sie an einer tiefen Schlucht lag. Zum Glück sind wir nochmal raufgefahren! Eine Kletterpartie konnt` ich mir auch nicht verkneifen ;P.

    Das war jetzt etwas viel Herr der Ringe Gedöns, aber das musste auch mal sein :D
    Insofern viele Grüße aus Mittelerde ;)
    Matze und Ira

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  • 18Oct 2017

    37 Finanzen und Leben on the road 18.10.2017

     

    Beschreibung

    Da sich einige fragen, wieviel so eine Reise überhaupt kostet und wie es ist nur das Auto als Wohnsitz zu haben, schreiben wir euch mal eine Passage, wie es bisher aussieht und ihr einen Einblick davon gewinnt.

    Los ging es natürlich mit dem Flug. Der hat um die 700€ pro Person gekostet von Hamburg nach Auckland. Geflogen sind wir mit Thai Airways, die absolut super waren!

    Dann ist die nächste große Investition erstmal das Auto, damit wir loslegen können. Hier rentiert es sich wirklich, eines zu kaufen anstatt es zu mieten, immerhin bekommt man das Geld im besten Falle am Ende der Reise zurück oder sogar etwas mehr wenn man Glück hat ;)
    Unser Auto, Mitsubishi Lancer 2006 mit 150.000km, hat 2200€ gekostet. Wir haben ihn auf einem Automarkt in Newmarket (Racecourse) von deutschen Reisenden gekauft. Hinzu kamen inzwischen noch neue Bremsbacken für ca. 120€. Es ist nicht sehr groß, aber erfüllt das, was man braucht. Zum Schlafen packen wir unser Zeug auf die Vordersitze, die Hintersitze bleiben immer umgeklappt. Es bietet sogar richtig viel Stauraum in versteckten Fächern. Matratze und ein bisschen Campingausrüstung haben wir von den Vorbesitzern bekommen. Auf Facebook haben wir von anderen gehört gibt es auch sehr gute Angebote für Backpacker.

    Nun zu den monatlichen Kosten wie Essen, Benzin, Kulturelles und was sonst noch so Geld kostet. Für Campingplätze geben wir i. d. R. gar nichts aus, da es genug freie Plätze gibt, die auch gut ausgestattet sind (Duschen suchen wir uns separat irgendwo), gut zu finden bei der App Wikicamps oder Campermate.
    Wir haben bis jetzt für uns beide in 2 Monaten um die 3500€ verbraucht. Das heißt monatlich pro Person 800-900€. Das enthält Alles! Genial oder? Lebensmittel sind hier etwas teurer als in Deutschland, wir kaufen meist in großen Supermärkten wie Pac`n`Save, Warehouse oder Countdown ein. Sprit kostet ungefähr gleich viel wie in Deutschland, Tankstellen haben hier aber oft Rabattaktionen, also kann man etwas sparen.
    Beim Kulturellen muss man aufpassen, vieles wird touristisch vermarktet, was eigentlich ganz natürlich in der neuseeländischen Natur vorkommt. Hier machen wir bis jetzt die meisten Abstriche, nehmen nur das mit, was wir auch wirklich sehen wollen. Sonst macht das Geld schnell einen Abgang. Es gibt auch genug zu sehen und zu unternehmen, ohne dass man Geld dafür ausgeben muss. Manchmal ärgert es uns sehr, dass wir darauf verzichten, aber was soll man machen. Da heben wir uns das doch lieber noch für Fallschirm- oder Bungeesprünge auf :)
    Also variieren die Kosten je nachdem wie viel Action- und Kulturangebote man mitmacht. Wir halten es bisher sparsam, gehen viel Wandern oder nutzen freie Angebote. Je mehr Leute man hier kennenlernt, desto mehr Möglichkeiten eröffnen sich auch.

    Das Leben on the road ist vor Allem abwechslungsreich und spannend, wenn auch ermüdend bei längeren Strecken. Es bringt nichts alles im Vornherein zu planen, da man abhängig vom Wetter ist. Höchstens ein bis zwei Tage im Voraus, meistens ändert sich das sowieso wieder :D Viel wird spontan entschieden oder ergibt sich, wer versucht Kontrolle über alles zu behalten, läuft gegen die Wand. Die Dinge passieren einfach, egal wie sehr das deinem Plan entspricht oder nicht. Solange du einen Rahmen hast, ist alles gut. Was darin passiert, kommt von allein. Die schönsten Momente entstanden durch Zufälle, Begegnungen, man lernt „den Moment“ zu nutzen. Klar wenn es paar Tage regnet sind wir auch frustriert, doch haben wir dadurch auch Zeit für sich Selbst, schreibt mehr oder gönnt sich Zeit zum Lesen, Internet oder was gerade sonst so los ist.

    Okay hoffentlich habt ihr nun einen besseren Einblick bekommen, was auf so einer Reise anfällt. Es ist sehr wetterabhängig, doch auch überraschend bequem in so einem Auto, und wenn man mit mehr als nur sich selbst reist, gibt es auch nervige Zeiten, da ihr die ganze Zeit beisammen seid. Das kommt schon mal vor :P Zudem lernt man sparsam zu sein, ich hab mich immer gefragt wieso verdammt meine Großeltern die Frühstücksgläser bis auf den letzten Rest auskratzen, jetzt tu ich es auch :D

    Also bis dann und viele Grüße,
    Matze und Ira

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  • 18Oct 2017

    38 Forgotten World Highway 18.10.2017 Neuseeland —

    Whangamomona, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute sind wir gestartet, um eine vergessene Welt zu entdecken. Wir sind den Highway 43, genannt Forgotten World Highway, gefahren. Von Taumarunui bis Stratford.

    Zu Beginn führte er über eine gewundene Straße, die uns wahnsinnig tolle Ausblicke auf Schluchten und den Whanganui River ermöglichte. Erster Halt war der Te Maire Track, der uns durch einen Regenwald führte. Wahnsinn wie schnell sich hier die Natur verändert. Wir wollten den Track vor allem deswegen gehen, weil wir ein Bild von einer sehr langen Hängebrücke gesehen hatten. Ich wollte austesten, ob meine Höhenangst wieder da war (Hängebrücken mochte ich noch nie, die wackeln und schaukeln so doll in großer Höhe :D) Aber die Brücke war echt eine Enttäuschung. Sie war extrem schmal und auch nicht sehr lang. Schade.
    Weiter ging’s. Eine sehr lange Strecke. Zwischendurch haben wir immer mal wieder an Infoschildern gehalten und uns die Gegend angesehen :) Und dann kam eine nicht enden wollende Gravel Road. Das Stück war richtig lange zu fahren, doch danach bogen wir ab, um uns den zweithöchsten Wasserfall der Nordinsel an zu sehen. Ein zwanzig minütiger Weg führte über eine Farm und durch einen Regenwald zu dem Wasserfall. Und der war echt hoch. Wow! Und schön mit Regenbogen ^^ Wir standen eine ganze Weile da und genossen den Anblick, doch wir wollten auch weiter, es wartete ja noch ein ganzes Stück Weg auf uns.
    Direkt nach den Dawson Falls ging es durch einen Tunnel. Es passte nur ein Auto durch und er war kein Stück ausgebaut. Das Auto ruckelte und schwankte total doll. Aber das war so richtig cool! Und das Beste der gesamten Strecke!

    Wusstet ihr, dass es eine Republik innerhalb von Neuseeland gibt? Whangamomona ist eine Stadt und eine Republik. Wir hielten da an, um uns einen Stempel zu holen :D Und genossen danach das gute Wetter beim Mittagessen :)

    Danach kam ein eher langweiliger Teil der Strecke. Sie führte in engen Kurven über Gebirgsketten mit tollen Ausblicken und zog sich noch eine ganze Weile bis Stratford hin. Dies war eher der ernüchternde Teil, wir wollten nur noch ankommen und endlich aus dem Auto raus.

    In Stratford angekommen entschlossen wir uns noch bis New Plymouth zu fahren und dort zu übernachten. Der Campingplatz dort, war direkt am Meer. Wir konnten noch Surfern zu schauen und den Sonnenuntergang beobachten. Dafür war es echt der perfekte Platz. Und abends konnten wir beim Klang der Wellen einschlafen. So schön!

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  • 19Oct 2017

    39 Erkundungen rund um New Plymouth 19.10.2017 Neuseeland —

    Brooklands, New Plymouth, Neuseeland

    Beschreibung

    Es ist echt der Wahnsinn, was es hier so alles kostenlos gibt! Heute waren wir in einem Zoo, kostenlos. Gut er war nicht so groß, aber sehr schön und wir haben schon ein paar Stunden darin zugebracht. Es gab eine Voliere, durch die man hindurch laufen konnte und die Vögel waren echt zutraulich. Ein Papagei saß direkt vor uns auf dem Handlauf, fraß und ließ sich von uns beobachten. Schon toll. Und dann haben wir noch gesehen, wie die Schweine gefüttert wurden. Eine Frau hat dazu zwei Wasserkanister mit Löchern auf gehangen und sie mit Bohnen gefüllt. Als die Schweine in das Gehege kamen, liefen sie sofort auf die Flaschen zu und stupsten sie an bis alle Bohnen heraus waren. Das eine war deutlich schneller, als das andere und fing an durch das Gehege zu laufen und nach weiteren Verstecken zu suchen. Das war echt clever :)

    Nach dem Zoo entschieden wir uns noch den Surf Highway weiter zu fahren und nach einem Schiffswrack zu suchen, was dort am Strand liegen sollte. Um zu dem Wrack zu kommen, mussten wir noch durch einen kleinen Fluss waten. Gar nicht so einfach. Die Strömung war deutlich stärker als erwartet und die Steine unter uns waren ganz schön glitschig :D Doch danach liefen wir noch ein kleines Stück am Strand entlang und fanden sofort das Wrack. Das ist echt mal was anderes so ein Wrack im Wasser liegen zu sehen und nicht im Museum. Das war echt cool :)

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  • 20Oct 2017

    40 New Plymouth 20.10.2017 Neuseeland —

    New Plymouth, Neuseeland

    Beschreibung

    Wir entschieden uns heute in‘s Zentrum zu laufen, da es keine kostenfreien Parkplätze im Zentrum gibt. Es war ein schöner Weg am Meer entlang. Die meiste Zeit konnten wir sogar am Strand lang laufen und das bei strahlendem Sonnenschein. Da vergehen vier Kilometer echt schnell :)

    Und dann kam das erste Kunstwerk. Der „wind wand“ von Len Lye. Ein schlankes, knallrotes, 45m hohes Rohr mit einer Leuchtkugel an der Spitze (leider haben wir es nur bei Tag gesehen, nachts soll es sogar leuchten) Und dieses Rohr bewegt sich im Wind. Sah schon klasse aus :)

    Weiter ging’s in ein kostenloses Museum über die Region Taranaki. Das war richtig interessant und innenarchitektonisch auch echt genial. Wir verloren uns ein paar Stunden. Ja richtig gehört, Stunden. Es war ganz schön groß und dazu noch kostenlos. Genial.

    Und dann waren wir noch in der Grovett-Brewster Art Gallery. Diese Galerie hat eine große Sammlung von Len Lye Kunstwerken. Len Lye war ein neuseeländischer Künstler, der viel mit Bewegung, in Filmen, Skulpturen und anderen Dingen, arbeitete. Wir sahen uns einen Film über ihn an, er ging etwa eine Stunde, erst hatten wir überlegt, ob wir überhaupt hinein gehen, doch dann verging die Stunde sehr schnell, der Film war sehr interessant. Len Lye war ein Verrückter, verständlich waren seine Gedanken zu seiner Kunst nicht, aber er war sich selbst immer treu, auch wenn er kein Geld mit seiner Kunst verdiente, und seine Kunstwerke sind echt genial. Und das Gebäude, der Wahnsinn. Sieht genial aus, gut die Architektur ist nur zu verstehen, wenn man sich mit Len Lye beschäftigt hat, aber der Innenraum ist einfach nur genial. Und die Galerie ist auch kostenlos :)

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  • 21Oct 2017

    41 Lake Rotokare 21.10.2017 Neuseeland —

    Rawhitiroa, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute Abend sind wir dem Tipp eines Kiwis gefolgt und an einen kleinen See gefahren. Dieser ist komplett eingezäunt um die Vögel und Pflanzen darin vor Feinden zu schützen. Das bot sich ja direkt an mal wieder nach Kiwis zu suchen :)

    In der Dämmerung zogen wir bewaffnet mit roten Taschenlampen los. Bei normalen licht verstecken sich die Kiwis nämlich :) Begleitet wurden wir durch den all abendlichen Gesang der Vögel, die in diesem Sanctuary leben. Wir hörten viele Vögel, die wir vorher noch nie gehört hatten. So schön und erstaunlich laut :D
    Als es dann dunkel war stieg die Spannung. Wir bewegten uns ganz vorsichtig, um so wenige Geräusche wie möglich zu machen und sahen uns bei jedem Laut, den wir hörten um. Das rote Licht erschwerte uns die Sicht und wir glaubten immer mal wieder etwas zu sehen, doch da war nichts oder wir sahen es nicht. Und dann gab es da noch diese Geräusche, als würde etwas durch Unterholz laufen. Wir blieben eine Weile an einer Stelle stehen, wo diese Geräusche ziemlich dicht schienen und lauschten. Es kam näher und verschwand dann wieder, es kam wieder näher und dann war es plötzlich ruhig. Dann kam das Geräusch aus einer komplett anderen Richtung… Die Spannung stieg und stieg. Wir harrten ganz schön lange aus, doch dann verstummten die Geräusche plötzlich und wir gaben auf und gingen zurück zum Campingplatz. Einmal einen Kiwi in freier Wildbahn zu sehen wäre schon echt cool, aber sie sind auch echt scheu. Aber es hat richtig Spaß gemacht nachts durch den Wald zu streifen und voller Spannung darauf zu hoffen einen Kiwi zu sehen :D

    Am nächsten morgen haben wir dann noch einen Spaziergang rund um den Teich gemacht. Dabei haben wir auch einige Vögel gesehen. Ein Faintail flatterte eine Weile um uns rum, einen Hihi haben wir an einer Futterstation entdeckt und einige Saddelbacks haben wir gesehen und singen gehört. Die letzten beiden sind sehr seltene Vögel und man findet sie meistens nur noch in Sanctuarys.

    Nachdem wir uns von unseren englischen Freunden verabschiedet hatten ( ja wir haben schon wieder Leute wieder getroffen :D), ging es dann wieder weiter.

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  • 22Oct 2017

    42 Tupare Gardens 22.10.2017 Neuseeland —

    Highlands Park, New Plymouth, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute sind wir durch Zufall in einen richtig tollen Park gekommen. Eigentlich wollten wir nur Trinkwasser auffüllen :D

    Doch als wir den Park dann sahen, entschieden wir uns noch einen Spaziergang hindurch zu unternehmen, er war einfach so schön. Durch einen Zufall kamen wir zu dem Tupare House und genau zu dem Zeitpunkt startete eine Führung durch dieses Haus, diese ist nur einmal in der Woche zu dieser Uhrzeit. Wir hatten richtig Glück. Und dieses Haus, der Wahnsinn! Ein Cottage im Art Deco Stil entworfen von James Walter Chapman, einem neuseeländischen Architekten. Von außen wirkt dieses Haus klein und bedrückend, doch von Innen war es erstaunlich groß und Lichtdurchflutet. Überall gab es dunkles Holz, das mit der Hand geschnitzt wurde und was total toll aussah. Und diese ganzen Feinheiten. Die Schranktüren waren mit Leinenstoffen bestand, sodass die Kleidung atmen konnte, unter den Fenstern gab es Schuhablagen und Schränke waren in allen möglichen Nischen eingelassen. Wow! Wir waren fasziniert und begeistert. Das Haus war wirklich gut durch dacht. Genial!

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  • 25Oct 2017

    43 Whanganui 25.10.2017 Neuseeland —

    Whanganui, Whanganui, Neuseeland

    Beschreibung

    Die letzten drei Tage haben wir in Whanganui verbracht. Wir haben uns viele Kunstwerke und Galerien angesehen, Whanganui ist eine Künstlerstadt durch und durch :), waren schwimmen und das beste war eine kostenfrei Vogelvoliere. In dieser waren vier Kakadus untergebracht und die haben sogar gesprochen. Sie sagten immer wieder Hello oder Cracker oder das faszinierendste sie haben uns nach gemacht. Unsere Tonlage und unsere Stimmmelodie. Total krass. Matze haben sie nicht so oft nach gemacht, wahrscheinlich war seine Stimme einfach zu tief :D Am liebsten haben sie Kinder nachgemacht, aber die Tonlage hat auch am besten zu der ihren gepasst.
    Matze hat den einen Kakadu immer mit einem Grashalm geärgert, doch dieser fing dann an daran zu ziehen und ihn abzubeißen, freute sich aber, dass Matze mit ihm spielte. Als ich dies dann bei einem anderen versuchte, rutschte dieser ganz dicht an das Gitter heran und ließ sich von dem Grashalm kraulen. Also steckte ich ganz vorsichtig einen Finger hindurch und begann ihn zu kraulen. Er genoss das richtig und kam immer dichter, drehte den Kopf und wollte gar nicht, das ich aufhörte :D
    Der, mit dem Matze spielte, fing irgendwann an Steine raus zu schmeißen und Matze warf sie ihm zurück. Schon richtig geschickt, wie er so große Steine durch ein so kleines Gitter werfen konnte. Dieser war auch ein bisschen aggressiv und plusterte sich gerne auf. Ein dritter Kakadu hangelte sich sehr gerne am Gitter entlang. Dazu biss er mit dem Schnabel ins Gitter und ließ dann mit den Füßen los und ließ sich schaukeln. Das sah aus :D Der vierte Kakadu war sehr ruhig, schmuste oft mit dem aggressiven und wirkte recht alt, er war nicht so sehr an uns Menschen interessiert.
    Nach nur einem Tag konnten wir schon alle vier auseinander halten. Schon echt faszinierend wie unterschiedlich die Charaktere der vier waren und wie klug sie waren. Sie erkannten uns immer wieder und wussten genau wer wir sind. Das war echt toll.

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  • 27Oct 2017

    44 Weta Caves 27.10.2017 Neuseeland —

    Miramar, Wellington, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute ging es zu den Weta Caves. Das ist das zweitgrößte Special Effects Studio der Welt! Und es ist so klein :D Aber von Anfang an.

    Wir kamen dort an und nach der langen Suche nach einem Parkplatz, bekamen wir einen direkt vor dem Eingang, Glück muss man haben :D Am Eingang begrüßten uns zu allererst die drei versteinerten Trolle aus Herr der Ringe und dem Hobbit. Genial. Und wie detailliert die waren. Man konnte den Popel in der Nase sehen Igitt :D Die drei sahen richtig echt aus.

    Und dann ging’s rein in das Museum, das ist sogar kostenlos. Und da waren dann ganz viele Figuren und andere Dinge zu den ganzen Filmen, an denen Weta mitgearbeitet hat zu sehen. Und wir durften uns noch einen Film über Weta ansehen. Darin wurde erklärt, wie es überhaupt mit dem Studio los ging. Peter Jackson entdeckte das Paar, als es in einer kleinen Wohnung lebte und dort Puppen für Filme herstellte und drehte mit ihnen daraufhin ein paar Horrorfilme und Serien. Doch dann kam Peter Jackson auf die Idee Herr der Ringe zu verfilmen und daraufhin wurde Weta ganz groß und bekommt seitdem viele Aufträge. Weta hat zum Beispiel auch an Avatar mitgearbeitet und noch ganz vielen anderen Filmen, die ich jetzt nicht auf zähle :)

    Nach diesem Film entschlossen wir uns noch eine der Touren zu machen. Dabei bekamen wir noch einen tollen Einblick in die Arbeit von Weta und einige interessante Informationen erzählt, wie bei Herr der Ringe wurden über 3.000 Pfeile hergestellt und man hat nachher nur 500 wieder gefunden. Wer weiß vielleicht kann man sie auf der Südinsel noch finden :D Oder für die Hobbit Triologie musste alles neu entworfen werden, da man die Sachen aus Herr der Ringe nicht wieder benutzen durfte, wieso auch immer…
    Ach und ein Weta ist eine riesige Heuschrecke und das bedeutet auf Maori so viel wie Gott der schrecklichen Kreaturen. Passt zu den Weta Studios :D Sie stellen am liebsten eklige und gruselige Dinge her :D

    Also das war ein echt genialer Tag. Wir können jedem nur empfehlen zu den Weta Studios zu gehen und eine Tour zu machen, auch wenn man kein Herr der Ringe Fan ist, ist es sehr interessant :)

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  • 28Oct 2017

    45 Der Pfad der Toten (LotR) 28.10.2017 Neuseeland —

    Cape Palliser, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute ging es wieder raus aus Wellington. Wir fuhren Richtung Cape Palliser zu den Putangirua Pinnacles. Früh morgens kamen wir dort an und starteten einen Wanderweg durch ein Flussbett zum Fuße der Pinnacles. Das Flussbett war schon klasse überall Steine und man musste aufpassen, dass man nicht fiel und häufiger den Fluss überqueren. Das hat richtig Spaß gemacht. Bin auch ein paar mal hingefallen :D

    Die Pinnacles selbst sind bis zu 50m hohe, graue Felstürme und Klippen, die vom Wind und Regen geformt wurden. Das sieht so klasse aus. Und am Ende des ziemlich anstregenden, schweißtreibenden Stück des Weges (die Sonne brannte von oben auf uns herab) kamen wir zu der Schlucht, wo Aragon seinen Weg zu den Toten antritt. Wow!
    Dann gingen wir noch einmal auf den Lookout um uns das Ganze von oben anzusehen. Echt beeindrucken!

    Danach ging es zurück und wir waren echt froh, dass wir so früh am morgen aufgebrochen waren, denn es wurde immer heißer :D
    Wir entschlossen uns noch der Küste bis zum Cape Palliser und einer Robbenkolonie zu folgen. Wir konnten richtig dicht an die Robben heran und sie beobachten, wie sie faul in der Sonne lagen oder sich bekämpften. Toll.

    Dann ging es zurück, doch nicht allzu weit. Wir blieben an einem Strand stecken und legten uns für den Rest des Tages in die Sonne. Das war so schön.

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  • 29Oct 2017

    46 Große Herr der Ringe Tour 29.10.2017 Neuseeland —

    Pakuratahi, Upper Hutt, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute ging es wieder zurück nach Wellington, doch nicht ohne die ganzen Drehorte von Herr der Ringe in der Umgebung von Wellington mitzunehmen :)

    In Featherston bekamen wir einen Eindruck von Lothlorien, leider nur einen kurzen, da dies auf Privatgelände gefilmt wurde und wir nicht hineinkamen.
    Im Kaitoke Regional Park machten wir mal wieder eine kleine Wanderung an einem Fluss entlang, dabei bekamen wir einen Eindruck von Bruchtal, doch der war nicht so groß da die Filmrequisiten abgebaut worden waren und es nur eine Lichtung in einem Wald war. Schwierig vorzustellen, wie dies Bruchtal sein sollte…
    Und dann sahen wir uns noch Teile des Anduin an. Diese Stellen waren richtig schwierig zu finden :D

    Und ja das war unser Tag :)

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  • 31Oct 2017

    47 Halloween im Embassey Theatre 31.10.2017 Neuseeland —

    Mount Victoria, Wellington, Neuseeland

    Beschreibung

    Wir waren im Embassy Theatre, ein Kino aus einer anderen Zeit, mitten in Wellington. Im Eingangsbereich schauten wir auf einen dunklen Tunnel, der abwärts führte. Am Ende war eine Theke zu sehen, mit leuchtend bernsteinfarbenen, runden Ausbuchtungen an der Wand dahinter. Da geht’s wohl zum großen Kinosaal dachten wir, also gingen wir erstmal die imposante Marmortreppe rauf, die in einem Bogen(auf beiden Seiten) nach oben führte. Oben war zur Linken eine Snackbar für Popcorn und derart, an der auch Tickets verkauft werden. In der Mitte war ein kreisrundes Loch mit gläsernem Geländer, von wo aus wir nach unten in die Eingangshalle schauten. Zur Rechten waren riesige Fenster, die raus zur Straße führten, links von diesen gab es eine Bar mit Getränken und Speisen(auch hier konnte man Tickets kaufen), rechts gab es eine großen Aufenthaltsraum mit vielen kleinen Tischen, an denen man sich die Zeit vertreiben konnte. Die Tische waren auch im Rest des oberen Stockwerks verteilt, alles im Stil um 1900 herum, leider hatten wir keine Kamera dabei. Sogar die Toilettenräume sahen besonders aus mit ihren verzierten Holzwänden und Wasserbecken von damals mit jeweils ovalen Spiegeln darüber. Die Damentoilette hatte mit Blumen aufwendig verzierte Fliesen an der Wand hab ich mir sagen lassen^^

    Nachdem wir Tickets geholt hatten für den Exorzist, war ja schließlich Halloween ;), gingen wir runter durch den Tunnel und fanden uns überraschenderweise an noch einer Bar wieder^^ Diesmal für alkoholische Getränke (zu jedem Film gab es besondere Cocktails), die Ausbuchtungen waren mit Flaschen gefüllt, die man aus der Halle gar nicht erkannt hatte. Auch hier wieder extrem gemütlich und geräumig und an der Seite stand ein Tisch voll mit jeder Menge Gesellschaftsspiele! Unglaublich :D Und auch hier konnte man sich Tickets ergattern.

    Also sind wir wieder hoch und nach einer Weile war dann auch der Einlass in den Kinosaal „The Grand“. Die Leinwand war für unsere Verhältnisse mittelgroß, doch der Saal an sich war riesig und wundervoll anzusehen. Die Sitze waren (zum großen Teil) aus Leder und soo komfortabel, da sie so breit waren^^ Der Sound war genial, kam aus verschiedenen Richtungen und das für einen so alten Film!

    Im Großen und Ganzen ist das Kino eher wie ein Ort, an dem man einen langen, geselligen Abend verbringen kann, in einer atemberaubenden Atmosphäre. Die Vorstellung an sich ist da eher nebensächlich, jeder Film kostet übrigens 6-7€, da geht man doch gerne ins Kino! Und durch die vielen Möglichkeiten um an Tickets zu kommen sind lange Schlangen Geschichte.

    Ob das die Ausnahme oder die Regel ist, kann ich noch nicht einschätzen (Preise auf jeden Fall die Regel), aber davon können sich unsere Kinos mal ne Scheibe abschneiden ;)

    Bis dahin und viele Grüße, Matze und Ira

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  • 01Nov 2017

    48 Te Papa 01.11.2017 Neuseeland —

    Te Aro, Te Aro, Neuseeland

    Beschreibung

    Mal wieder ein Museum :D

    Heute waren wir im Te Papa, ein riesiges, kostenfreies Museum (6 Stockwerke) in Wellington. Es war echt richtig gut, doch leider waren wir mittlerweile schon ins so vielen Museen, dass sich das alles wiederholt…

    Richtig cool war ein präparierter Giant Squid, ein riesiger Tintenfisch. Das Te Papa ist wohl das einzige Museum weltweit mit einem.

    Und die Gallipoli Ausstellung. Es ging mal wieder um den zweiten Weltkrieg, doch das interessante daran, wie es ausgestellt wurde. Es gab riesige Menschenfiguren, die einen Teil der Austellung einleiteten. Und diese Figuren waren auch von den Weta Studios :) Und es gab auch einiges zu entdecken. Richtig cool!

    Aber wir haben trotzdem den ganzen Tag in diesem Museum verbracht :)

    https://www.tepapa.govt.nz/

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  • 02Nov 2017

    49 Zealandia 02.11.2017 Neuseeland —

    Karori, Wellington, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute waren wir im Zealandia. Das ist ein riesiges Sanctuary mitten in Wellington. Und es war genial. Wir haben so viele seltene Vögel, Echsen und Wetas gesehen und gehört. Genial!

    Auf der Internetseite könnt ihr bestimmt einige der Tiere sehen :)
    https://www.visitzealandia.com/

    Nur was mir so auffällt ist, dass man doch so langsam anfängt Tiere zu hassen, die Vögel oder deren Eier fressen. Es gab so viele besondere Vögel in Neuseeland, die ausgestorben sind. Echt schade.

    Das war ein wirklich besonderer Tag!

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  • 03Nov 2017

    50 Zusammenfassung der Nordinsel 03.11.2017 Neuseeland —

    Pipitea, Wellington, Neuseeland

    Beschreibung

    Es geht los auf die Südinsel! Endlich!
    Doch hier nochmal eine kleine Zusammenfassung:

    Gefahrene Kilometer: ~ 8.000
    Gelaufene Kilometer: ~ 300 (nur Wanderungen, Städte und Co ausgenommen)
    Vergangene Monate: ~ 2,5

    das Beste Erlebnis:
    1. Tongariro Alpine Crossing
    2. Cape Reinga und Cape Maria van Diemen
    3. Wellington und Umgebung (Matze), Weta Caves (Ira)

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  • 03Nov 2017

    51 Südinsel 03.11.2017 Neuseeland —

    Picton, Neuseeland

    Beschreibung

    Unser erster Eindruck von der Südinsel und dem Ort war: Grün. Nicht ein altes, dunkles, modriges Grün, nein knallgrün! Berge voll mit Bäumen und Büschen, leuchtend grün. Die Häuser standen vereinzelt dazwischen. Wir sind es eigentlich gewohnt, dass vereinzelt Bäume zwischen den Häusern stehen. Verdrehte Welt. Bezaubernd.

    Auf der Schifffahrt hierher schienen hier und da zwischen den (grünen) Klippen Regenbögen hervor, da das Wetter sich nicht für Sonnenschein oder Nieselregen entscheiden konnte.

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  • 05Nov 2017

    52 Abel Tasman National Park 05.11.2017 Neuseeland —

    Abel Tasman National Park, Neuseeland

    Beschreibung

    Wir haben ein Kajak gebucht. Übermorgen geht’s los und dann sind wir drei Tage mit dem Kajak unterwegs. Wir freuen uns schon total :)

    Und da wir nun schon mal in der Nähe des Abel Tasman National Parks waren, gingen wir auch gleich mal etwas wandern. Wir packten unsere Badesachen ein und maschierten los. Der Weg war recht unspektakulär. Wir liefen durch einen Wald und danach liefen wir direkt am Strand entlang, zeitweise mussten wir klettern und durch’s Wasser waten. Doch dann kamen wir an eine Bucht, wo wir uns in die Sonne legten und sogar baden gingen. Das Wasser war so kalt, aber es war genial :)

    Und es war so schön dort. Gelber Sandstrand und klares, blaues Wasser, wie das Paradies. Perfekt zum Genießen!

    Abends ging es dann wieder zurück. Diesmal konnten wir unseren Weg gewaltig abkürzen, da Ebbe war und wir sehr direkt zum Parkplatz wandern konnten. Doch der Wind schmetterte uns stellenweise den Sand gegen die nackten Beine. Mensch hat das weh getan, wie lauter kleine Nadelstiche und davon ganz viele :D
    Es war ein sehr schöner Tag und so entspannend ^^

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  • 06Nov 2017

    53 Harwood's Hole 06.11.2017 Neuseeland —

    Takaka Hill, Neuseeland

    Beschreibung

    Es gibt schon wirklich unglaubliche Dinge in Neuseeland. Ich bin froh, dass wir die elendig lange Gravelroad bis zum Harwood’s Hole gefahren sind, wir wollten schon umdrehen :D Aber von vorne.

    Wir dachten uns heute wir haben noch einen Tag bis es auf’s Wasser geht, da können wir ja mal zur Golden Bay fahren und die Gegend erkunden. Doch wir kamen nur bis zum Harwood’s Hole. Die Golden Bay haben wir nicht gesehen :D
    Doch auf dem Weg dorthin machten wir häufiger Halt und liefen ein paar Wanderwege zu Lookouts. Doch nichts davon war wirklich erwähnenswert.
    Dann fuhren wir eine ewig lange Gravelroad um zu dem Startpunkt des Harwood’S Hole Tracks zu kommen. Der Weg führte zu allererst durch einen sehr Tod aussehenden Wald, wo Matze meinte, hier hätte man Szenen aus dem Hobbit drehen sollen, da das perfekt zu der Beschreibung im Buch passte. Ach sie hatten tatsächlich in der Nähe Szenen aus den Hobbit Filmen gedreht, nur nicht in diesem Wald.

    Der Weg war recht lang und gegen Ende wurde es eine richtige Kletterpartie, doch dann waren wir endlich da. Und es war unglaublich! Das Loch ist 50m breit und 357m tief. Der Wahnsinn. Wir kletterten vorsichtig bis an den Rand und konnten nicht den Boden erspähen. Wow!

    Auf dem Rückweg entschieden wir uns noch bis zu dem Lookout zu klettern und schlugen prompt den falschen Weg ein. Wir kletterten und schlugen uns durch das Gebüsch und dachten uns das kann nicht der richtige Weg sein und kehrten um. Dann entdeckten wir den richtigen Weg und kletterten bis auf die Spitze des Berges. Die Aussicht war genial!

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  • 07Nov 2017

    54 Kajaktour Tag1 07.11.2017 Neuseeland —

    Abel Tasman National Park, Neuseeland

    Beschreibung

    7. – 9.10. Kajaktour
    Wir waren 3 Tage ohne Guide mit einem Doppelkajak an der Abel Tasman Bay unterwegs, ich saß meist hinten am Steuer, das mit Fußpedalen zu bedienen war, was richtig Spaß macht :)
    Es war für uns beide die erste Kajakerfahrung, sonst waren wir nur im Kanu oder Ruderboot unterwegs. Überraschend schnell kamen wir voran und es war schön, die Küste mal aus der Perspektive zu erkunden. 2 Tage vorher waren wir schon zu Fuß ein Stück entlanggelaufen, Der Weg kam uns schon ganz schön weit vor, aber mit dem Kajak sahen wir, dass es nur ein seehr kurzes Stück gewesen war :D

    1.Tag
    Nach unserer Trockeneinweisung mit CC (so heißt die Guidin?/weiblicher Guide) und dem Packen des Kajaks, wo unglaublich viel reinpasst, ging es dann auch ins Wasser mit kurzen Startübungen. Mit Rettungswesten und einem Überzug, der die Öffnungen wasserdicht abschließt, waren wir gut gerüstet und es ging raus in die Bucht. Vorher hatte CC uns noch vor einem Abschnitt gewarnt, die Mad Mile, in dem es im Laufe des Tages stürmisch werden soll. Wir sollten diesen Abschnitt so schnell wie möglich hinter uns bringen. Doch das Wetter war so schön, die See ruhig, also konnten wir uns das schwer vorstellen, dass es wirklich noch so schlecht werden soll. Zudem lag vor dem Abschnitt noch eine Insel, auf der Seehunde siedeln, die wollt ich mir nicht entgehen lassen.

    Auf dem Weg dorthin kamen wir schnell an der Stelle vorbei, an die wir zuvor gewandert waren, diesmal während der Flut, und es sah komplett anders aus, Kilometer von Strand, die raus zum Meer ragten, standen nun unter Wasser, unmöglich zu passieren. Gut für uns, wir waren ja jetzt im Kajak :P Es war sehr idyllisch, vorbei an hohen, bewucherten Klippen und flachen Stränden, aber nach einer Weile gewöhnten wir uns daran und wollten was Neues^^ Da kam uns die Seehundinsel sehr gelegen, und wir überquerten die offene See, mit straffem Tempo, soll ja auch was dabei rausspringen für die Muckis ;) Hier gab es leichte Wellen, aber nix besonderes, was die schlechte Vorhersage noch unwahrscheinlicher machte. Die Hände bekamen weiße Krusten, von dem Salz aus dem Meerwasser, der Gehalt ist hier elendig hoch.
    An der Insel angekommen, sahen wir auch schon die ersten faulenzenden Seehunde, von ganz jung und klein bis erwachsen und massig. Die Paarungszeit steht vor der Tür und die Männchen kommen nach und nach an, tragen kleine Machtkämpfe aus, die wir beobachten konnten. Am schönsten und lustigsten waren aber die im Wasser umhertreibenden, sie tollten herum, ließen sich von den Wellen gegen die Felsen klatschen oder legten sich mit dem Rücken ins Wasser und hielten die Flossen an ihr Maul, ich weiß nicht wofür, aber es sah so knuffig aus :D Auf einem Foto sahen wir auch, dass sich die kleinen manchmal aufs Kajak setzen, leider hat das keiner bei uns gemacht… Besonders ich fand das schade, weil ich immer am liebsten hautnah dran sein möchte.

    Danach ging es wieder zurück über das offene Meer an die Küste, und als wir dicht an die Mad Mile herankamen, sahen wir Schaumkronen auf dem Wasser, aber dachten, dass es nur weit draußen so wild ist. Je dichter wir an die vorderste Klippe kamen, hinter der es um die Ecke ging, desto klarer wurde uns, dass dem nicht so war… Ich sagte noch im Spaß zu einer Möwe, die dort auf einem Stein saß, dass sie das letzte Lebewesen sein wird, das wir sehen werden. Unmittelbar hinter der Ecke preschten uns meterhohe Wellen entgegen, das Ruder spielte plötzlich verrückt und wir mussten unseren ganzen Körper in die Paddelschläge einbringen. Zuvor blieben wir die ganze Zeit noch im Windschatten der Küste, deshalb war es dort so schön und ruhig, jetzt hatten wir den Wind voll gegen uns und ich hab mich dafür verflucht, dass wir uns so Zeit gelassen haben. Wir konnten uns nur über Schreien verständigen, und ich schrie Ira an: „WEITER! IMMER WEITER PADDELN!“ Sie schrie auch etwas, aber ich verstand nix von dem, nur hin und wieder ein Aufstöhnen, rufen brauchte zu viel Energie, jetzt lag die volle Konzentration beim Boot. Das Drachenboottraining von meiner Schule machte sich jetzt bezahlt, die Muskeln brannten, aber von dort kannte ich schon immer weiterzumachen, durchzubeißen, nur dass es hier eine längere Strecke war, als im Rennen. Dann platschte ein große Welle auf unser Boot und meine Augen brannten plötzlich so stark, dass ich am liebsten das Paddel weggeworfen hätte, und mir die Augen reiben kann, oder sie fest zuzukneifen. Doch das konnte ich nicht, musste ich doch ständig gegen die Wellen an lenken, dass wir nicht quer gegen eine Welle standen, und die Klippen im Auge behalten, ich wollte so dicht wie möglich an der Küste bleiben. Also ging es eine Weile halbblind voran, nebenbei lenken und aufpassen, dass der Wind das Paddel nicht aus den Händen losreißt. Als das Salz aus den Augen allmählich verschwand, zeigte ein Blick zur Seite, dass wir kaum vorwärts kamen, aber es ging voran, wenn auch nur langsam.

    Endlich erreichten wir die Bucht, und erleichtert konnten wir die Kraft rausnehmen, froh dass die Hütten bald kamen, in der wir übernachteten(glücklicherweise hat uns bei der Buchung der Guide eine kostenlose Nacht in einer Hütte beschert, eigentlich wollten wir beide Nächte im Zelt schlafen, in dem Moment waren wir so dankbar darüber).
    Doch die Bucht wirkte kleiner als auf der Karte, und schnell wussten wir, das ist noch nicht die richtige Bucht. Noch nicht die Anchorage Bay mit ihren Hütten, nur eine Seitenbucht auf der Mad Mile(übersetzt verrückte Meile, sie machte ihrem Namen alle Ehre). Kurz haben wir überlegt einfach hier anzulegen, das Kajak stehen zu lassen und zu den Hütten irgendwie zu laufen, oder dort ein Zelt aufzuschlagen. Doch wir wollten diese Nacht so sehr in der Hütte, und wir hatten das meiste schon geschafft, da hatte ich keinen Bock noch so einen Marsch zu machen. Also spornte ich Ira an(im Nachhinein fand sie das echt gut, in dem Moment… mmmh nicht so sehr :D) und wieder ging es raus in die Wellen. Ich schrie einfach nur „LOS WEITER! DURCHBEIßEN!“ , keine Ahnung ob sie es hörte, es war genauso für mich ein Anfeuern. Für Ira war es vorne besonders mit den Augen schlimm, da ihr öfter das Wasser entgegenspritzte und ihre Paddel hingen manchmal in der Luft, weil der vordere Teil des Kajaks bei einer Welle so hoch in die Luft aufragte. Ich bekam auch wieder eine volle Spülung ins Gesicht geklatscht, die Augen brannten und eine Menge Kraftausdrücke hingen in der Luft, später nicht mal mehr das, nur noch Aufstöhnen. Doch schließlich erreichten wir ausgelaugt und durchnässt die weite Anchorage Bucht und sahen in der Ferne die Hütten am Strand stehen.

    Die Bucht lag ruhig vor uns, als wenn gar kein Sturm draußen toben würde, die Wellen wanderten langsam dahin… welch Ironie :D Wir ließen uns eine Weile treiben, dann merkten wir auch, wie kalt es wurde, jetzt da wir uns nicht mehr bewegten. Gemächlich paddelten wir zum Strand, legten an, zogen uns trockene Sachen an, räumten das Kajak aus, aßen etwas und legten uns in die Hütte. Hier hab ich auch ein Videoblog gemacht, hab mir das noch gar nicht angeschaut, ist aber bestimmt lustig^^ Letztendlich hatte diese Meile richtig Spaß gemacht!

    Es kam uns wie abends vor, doch die Uhr sagte 14:30. Die Hütte füllte sich nach und nach, insgesamt 8 Leute passten rein und wir waren eine lustige Konstellation(1Däne, 2 Belgier, 2 aus Israel, 1 Australierin und wir), wir verbrachten einen geselligen Abend zusammen im Gemeinschaftssaal mit Ofen(!) und Panoramafenster zur Bucht hinaus. Interessant waren die Erzählungen von dem Paar aus Israel, wie regelmäßig Alarm von Angriffen ertönt und sie sich in einen Schutzraum zurückziehen. Schwer vorzustellen wie ein Leben in Kriegszeiten abläuft, doch man wird einfach darin hineingeboren und muss sich darauf einstellen und anpassen. Die zwei sind Charakter wie du und ich, arbeiteten beim Militär und hoffen dass die Kriegszeiten bald ein Ende nehmen. Freundliche, angenehme und hilfsbereite Menschen, man wünscht keinem, dass sein Leben von Konflikten und Kriegen geprägt wird. Umstände, die wir nicht kontrollieren können. Gerade Deutschland ermöglicht ein luxuriöses Leben, selbst im Vergleich zu entwickelten Ländern, doch schaffen wir uns selbst Konflikte, ob nun mit anderen Mitmenschen oder sich selbst, sind nicht zufrieden, versuchen Kontrolle über alles zu haben. Hier wird mir schon bewusst, was das Leben eigentlich bedeutet, welche Möglichkeiten und Wunder es bietet, und dass vieles außerhalb unserer Kontrolle liegt.

    Wir machten noch einen Spaziergang, der wurde aber nicht so lang wie wir eigentlich dachten, weil das Wetter mit der Zeit immer ungemütlicher wurde.
    Nachts schüttete es wie aus Eimern und ein Sturm tobte draußen, ich lief 2x raus um unser Equipment zu sichern und der Weg stand komplett unter Wasser. Wieder waren wir so dankbar für den Guide am Tresen, dass er uns diese Nacht in der Hütte ermöglicht hat.

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  • 08Nov 2017

    55 Kajaktour Tag 2 08.11.2017 Neuseeland —

    Abel Tasman National Park, Neuseeland

    Beschreibung

    Am Morgen machten wir den Spaziergang, den wir eigentlich gestern schon gehen wollten, zum Cleopatras Pool. Wir wollten rausfinden was es mit dem Namen auf sich hat. Auf dem Hinweg gingen wir durch eine durch Ebbe freigelegte Bucht und suchten ewig nach der Stelle, die uns wieder zum Weg führte… Wir sind durch einen Fluss gestapft, über glitschige Steine balanciert, an denen wir uns etwas die Füße aufratschten. Am Ende sind wir noch ein Stückchen zum Weg raufgeklettert. Echt ätzend, hat sich mal gar nicht gelohnt dachten wir, auf dem Rückweg haben wir dann aber gesehen, dass es uns einen mega langen Aufstieg erspart hatte, da liefen wir nur noch bergab :)
    Am Cleopatras Pool musste man nochmal über paar Steine hüpfen um den Fluss zu überqueren und wir sahen auch woher der Name kommt. Das Wasser schimmerte nämlich golden oder, je nachdem wie man es sehen will, nach etwas nicht so reizvollem, das eher an den Toilettengang erinnert.

    Wie auch immer, wir packten nach dem Ausflug unsere Sachen und stiegen wieder ins Kajak. Der Start war irgendwie etwas holprig, ich musste erstmal Wasser rauspumpen. Für heute waren keine Wetterumschwünge angesagt, es kam auch keine Überraschung. Wir paddelten gemütlich umher, kamen immer wieder zu Plätzen, an dem auch ein Filmteam Dreharbeiten machte, aber wir wussten nicht wofür. Eine Stelle war besonders aufregend, um zu einen Fluss zu gelangen, mussten wir uns durch eine Engstelle von 5m manövrieren. Links Klippe, rechts Sandbank und nur über Flut zugänglich, mit kniffligen Strömungen. Wir sind knapp an der Sandbank vorbeigeschrammt, aber durchgekommen! Auf dem Weg zurück mussten wir mit Anlauf durch die Wellen preschen.
    Nach einer Weile machten wir Zwischenstopp an der Bark Bay. Die Landung war furchtbar. Wir waren zu langsam und die Wellen stellten das Boot quer, reichlich Wasser wurde reingespült. Als wir es endlich hatten und das Kajak weit rausgezogen hatten, sahen wir, dass es kein Festland, sondern nur eine Landzunge war, dahinter eine ruhige Bucht, ideal zum An- und Ablegen. Der Eingang war nur ein Stückchen weiter rechts -.-

    Das letzte Stück bis zu unserer Zielbucht, der Mosquito Bay (kein einladender Name), setzte sich Ira ans Ruder und nach etwas Zick-Zack hatte auch sie den Dreh raus. Bei der Ausfahrt trafen wir CC, unsere Einweiserin, mit 3 Typen, die mit ihr zusammen eine Tour machten. Sie tranken Wasser aus einem Schlauch, den sie direkt aus dem Wasser zogen, später erzählte CC das sei Trinkwasser zum Auffüllen der Boote, ohne Dass diese anlegen müssen. Wir nahmen auch ein paar Schlucke und düsten weiter zur Bay. Uns begrüßte ein ziemlich großer, brauner Vogel, der nicht fliegen kann und neugierig um uns herum tappte. Wir fanden es voll cool wie zutraulich er war (später waren wir nicht mehr so erfreut, aber da komm ich noch zu).
    Kurze Zeit später legten auch CC und die anderen an, ein Schotte und 2 Franzosen. Sie verbrachten dort auch die Nacht. Die Bucht war nur für Boote zugänglich und lag umgeben von Klippen und somit windgeschützt an der Ostküste des Nationalparks. Wir packten unseren Kram aus den Kajaks auf den nächsten Campingtisch und schauten nach einer Stelle für das Zelt. „Das hier ist ne gute Stelle“, sagte ich, als ich auf einer kleinen, sonnigen Lichtung stand, die mit weichem Strandsand ausgefüllt war. Doch dann sah ich eine fette, braune Spinne, wie sie vor meinen Füßen entlangkrabbelte. Ich schubste etwas Sand auf sie, um sie zu vertreiben und sobald der Sand auf sie traf, fielen etliche kleine Punkte von ihr, verteilten sich und verschwanden schnurstracks im Sand. Spinnenbabies. Sie trug sie auf ihrem fetten, haarigen Rücken. Uuuaahhh, es schüttelte mich. „Nein, das ist doch kein so guter Platz“ :D und suchten uns eine andere Stelle.

    Etwas später gingen wir rüber zu den anderen, erzählten und aßen paar Snacks. Dabei erzählte CC von dem Vogel, er heißt Wecka (so ausgesprochen, weiß grad nicht die Schreibweise), und stiehlt gerne Essen von Campern, und wir sollten unser Zeug sicher wegpacken.
    Schnell gingen wir zu unseren Sachen, packten vieles ins Zelt und ins Kajak und ließen nur das, was wir am Abend noch brauchten an höchster Stelle liegen. Danach hatten wir Zeit erkundeten die Gegend bei Ebbe, bei Ankunft war es noch ein Halbinsel, jetzt war hinter dem Strand alles trocken, bis auf einen kleinen Bach. Nach vorn war auch eine Insel zugänglich.
    Wieder zurück wollte ich paar Chips, aber wir hatten die wohl ins Kajak gepackt und nochmal rauskramen wollte ich die nicht. Also fingen wir an zu kochen, sahen aber dass die anderen schon zu einer Höhle aufbrachen, die nur bei Ebbe zugänglich ist. Wir unterbrachen das Kochen, ließen es stehen und gingen hinterher. Die Höhle war ganz cool, nur schürfte ich mir leider beim Klettern das Knie auf, passiert.
    Zurück bei unserem Tisch sahen wir den Wecka, wie er auf der Bank saß und mit unseren Kochtopf liebäugelte. Fix verscheuchten wir ihn und er lief in den nächsten Busch. Ich schaute mich um und hörte ein Geräusch hinter dem Zelt. Als ich um die Ecke ging, entdeckte ich ein großes Küken, wie es an dem Zelt zupfte und im Sand scharte. Als es mich bemerkte zwitscherte es voller Panik, riss die Stummelflügelchen hoch und floh in die Büsche. Um uns herum waren 2 Erwachsene Weckas und 2-3 Kleine. Was dann kam, war unglaublich.
    Die Henne, die vorher an unserem Tisch saß, hatte sich im Busch versteckt und stand da ne ganze Weile und scheute uns beim Kochen zu. Irgendwann ging es ganz gemütlich am Buschrand entlang, wir bemerkten das kaum noch. Dann sah Ira, dass sie in irgendetwas rumpickte und es knisterte. Da hat wohl jemand seinen Müll liegen gelassen dachten wir. Ich sah die Henne ihren Kopf heben und ihr Schnabel war voller Brotstücke. Warte mal… Ira sprang auf, ging zum Busch und holte ein Tüte hervor.. unsere Brötchentüte! Das gibt’s doch nicht! Ohne dass wir es bemerkten hatte sie vorher am Tag unsere Brötchen geklaut und im Busch versteckt, nur um später in der Dämmerung mit der ganzen Familie zurückzukommen! Wir nahmen die angepickten Stücke raus und verstauten den Rest.
    Irgendwann fragte ich nach den Würstchen und dann wurde uns klar: die waren in derselben Tüte, in der auch unsere Brötchentüte verstaut war. Ich suchte das Dickicht ab… und tatsächlich… da lag die Würstchentüte!... und da!.. auch noch die Chips! Unfassbar! Und wie clever!
    Hatte ich die Chips doch nicht ins Kajak gelegt. Natürlich waren die Tüten aufgerissen, wir mussten viel wegschmeißen, das Angepickte wollten wir lieber nicht essen.

    Die frechen Vögel suchten noch eine Weile die Umgebung ab, gaben überraschend tiefe Geräusche von sich. Sehr tiefe, und sie sind ungefähr so groß wie Hühner, ca. 30cm. Was wohl ein Moa für Geräusche von sich gegeben hat, welcher 3m groß war!
    Die Nacht war sternenreich und kalt, wir tranken noch Wein mit den anderen. Zum Glück sind die Weckas nicht nachtaktiv… doch am Morgen sah ich schon wieder ihre Schatten an der Zeltwand vorübergleiten, begleitet von ihren tiefen Lauten.

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  • 09Nov 2017

    56 Kajaktour Tag 3 09.11.2017 Neuseeland —

    Abel Tasman National Park, Neuseeland

    Beschreibung

    Der dritte Tag war unspektakulär, das Wetter schön, die See relativ ruhig, so konnten wir dahinpaddeln und die Seele baumeln lassen und auch mal von den Wellen getragen werden. Wir paddelten den Weg zurück, umrundeten die Seehundinsel und ab und an ließ ich die Hand durchs Wasser gleiten um zu spüren wie schnell das Boot war. Das Shirt saß inzwischen enger und war weiß verkrustet, das Salz zog wohl das Gewebe enger zusammen, war aber nicht weiter schlimm.

    Zum Ende ritten wir richtig auf den Wellen, weil uns der Wind in unserem Rücken schnell vorantrieb. Zusammen mit Paddelschlägen kamen wir auf ein Spitzentempo!
    Bei der Landung hatten wir auch super Timing, der Transporter, der die Boote zum Kajakverleih transferiert war gerade da und wir konnten schnurstracks mitgenommen werden. Dort angekommen nahmen wir eine Dusche, aber absichtlich nicht so heiß, denn an Land merkten wir, wie brennend heiß es eigentlich war. Ich versuchte den Schmutz von den Füßen zu waschen, doch schnell merkte ich, dass es kein Schmutz war, sondern die gebräunte Haut :D
    Wir bedankten uns beim Team und fuhren mit dem Auto noch eine Weile weiter bis zu einem Campingplatz.

    Die Kajaktour war wirklich eine tolle Erfahrung, wenn auch etwas teuer. Am besten war natürlich die Mad Mile am ersten Tag, wo wir auch richtig gefordert waren und fokussiert sein mussten. Auch für mich hab ich eine neue Leistungsgrenze kennengelernt, weil es kognitiv und körperlich eine Herausforderung war.
    Vorher wollte ich die Tour gar nicht machen, aber bin froh, dass ich es doch tat! Ein bisschen konnte ich den Preis auch drücken und wir haben eine kostenlose Nacht in der Hütte verbracht(was für ein Glück es doch war).
    Insgesamt haben wir zusammen knapp 180€ gezahlt.

    Ich werd mir irgendwann mal ein eigenes Kajak zulegen, es macht echt Spaß und man kommt so schnell voran. Zudem ist es ein super Training und entdeckungsreich!
    Also bis dann und liebe Grüße!

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  • 12Nov 2017

    57 Oparara Arches 12.11.2017 Neuseeland —

    Kahurangi National Park, Neuseeland

    Beschreibung

    Morgen geh ich alleine auf Wanderschaft. Ich bin schon ganz aufgeregt. Doch heute gingen wir erst mal los und erkundeten die Gegend rund um den Startpunkt des Heaphy Tracks.

    Hier gibt es einige Höhlen und faszinierende Felsformationen, die wir uns nicht entgehen lassen wollten :D Vor allem der Name Moria Gate Arch hat uns fasziniert, ob es was mit Herr der Ringe zu tun hat? Er hatte es nicht, aber es war unglaublich. Wir kletterten in eine Höhle hinunter und kamen an einen Fluss, über den sich der Felsen spannte. Es war also ein natürlich entstandener Felsbogen. Sah echt klasse aus.

    Danach gingen wir noch zur Oparara Arch. Jetzt wussten wir ja etwa was uns erwartet, doch es war noch besser. Dort spannte sich ein Felsbogen über uns in vielen metern Höhe. Wie der wohl entsanden ist? Keine Ahnung. War aber unglaublich. Und als wir weiter gingen kamen wir wieder in eine Art Höhle, es war eher ein sehr langer Felstunnel, durch den ein Fluss fließt. Wow! Unglaublich, was die Natur so hervorbringen kann!

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  • 13Nov 2017

    58 Ira auf Wanderschaft 13.11.2017 Neuseeland —

    Kahurangi National Park, Neuseeland

    Beschreibung

    Ich bin drei Tage lang den Heaphy Track gegangen. Zwei Tage rein und einen Tag wieder heraus. Es war meine erste Mehrtageswanderung, aber das wollte ich mir einfach nicht entgehen lassen :)

    1.Tag

    Heute um 10:10 Uhr ging es dann endlich los. Rucksack hatte ich schon am letzten Abend gepackt und so ging es heute Morgen zeitig los. Ich war schon ganz aufgeregt :D

    Beim Frühstück auf dem Campingplatz trafen wir noch auf eine Gruppe von sechs Leuten. Im Gespräch fanden wir heraus, dass sie heute auch mit dem Heaphy Track starten würden. Ich würde sie also heute Abend wieder sehen. Schön schon ein paar nette Leute zu kennen, mit denen ich mich abends unterhalten kann.
    Den Anfang des Weges kam Matze auch noch mit. Netterweise trug er meinen Rucksack, denn der war erstaunlich schwer :D Es ging erst mal über einen bewaldeten Hügel mit einem schönen Lookout und danach wieder hinunter. Ich fragte mich, wann es denn endlich an den Strand ginge, denn ich hatte gelesen der Anfang des Tracks würde direkt am Meer entlang führen und dann konnten wir schon das Meer hören und bald darauf auch immer mal wieder durch die Bäume lugen sehen. Am Scotts Beach füllten wir die Wasserflaschen auf und dann ging es schon bald an’s Meer. So Schön! Aber es war ganz schön felsig und viele Steine lagen herum. Ab und zu gab es Schilder, die sagten: zwischen diesen Schildern nicht stehen bleiben, es könnten Steine herunter fallen. Ist aber leider nichts aufregendes passiert :D

    Nach zwei Stunden verließ mich Matze und drehte um. Da musste ich den Rucksack alleine tragen und da ich ihn noch nie lange getragen hatte brauchte ich eine ganze Weile bis er wirklich saß und noch eine ganze Weile länger bis ich mit dem Gewicht und dem Gleichgewicht klar kam. Doch nur ein paar Minuten nachdem Matze umgedreht war musste ich schon einen Bach überqueren und das, indem ich über Steine balancierte. Das war gar nicht so ohne mit dem Rucksack, aber ich schaffte es und es kamen noch genug weitere Bäche, bei denen ich üben konnte :D
    Etwa eine Stunde später erreichte ich dann endlich den Shelter (das ist eine Art Hütte, also eigentlich nur überdachte Bänke), bei dem ich Mittagspause machen wollte. Ich hatte über drei Stunden gebraucht um hier her zu kommen und anstregend war das auch noch gewesen. Angegeben waren 2,5 Stunden bis zum Shelter und 2,5 Stunden vom Shelter zur Heaphy Hut. Ich rechnete nach und dachte dann so bei mir ich würde bestimmt noch über drei Stunden bis zur Hut brauchen, das war irgendwie frustierend.

    In dem Shelter saß eine Frau vom DOC. Mit ihr unterhielt ich mich, während wir beide Mittag machten. Sie erzählte mir einiges nützliche und einiges interessante, wie dass sie acht Tage im National Park verbringen und fünf Tage draußen und dass sie zu dritt sind, sodass immer zwei gleichzeitig im Park sind. Ich hatte mich nämlich schon im Abel Tasman gefragt, wie sie es wohl machen, dass immer jemand die Hüttenpässe überprüft.
    Gegen Ende meiner Mittagspause überholten mich die anderen sechs. Wir quatschten kurz und dann zogen sie auch schon weiter. Ich beendete noch in Ruhe meine Pause und zog dann auch wieder los. Gestärkt war es schon viel leichter den schweren Rucksack zu schultern und voran zu kommen. Das war richtig motivierend.

    Der Weg führte weiter am Meer entlang und es war richtig schön, doch auch richtig heiß und schweißtreibend. Nach anderthalb Stunden sah ich immer mal wieder auf die Uhr und merkte, dass ich nach meinen Berechnungen noch über anderthalb Stunden würde laufen müssen, doch dann überraschte mich ein Schild, es sagte: 1km bis zur Hütte. Das machte mich richtig glücklich und spornte mich nochmal richtig an. Jetzt war es ja nicht mehr weit, das Ende war zu sehen. Dieser Teil des Weges war auch nochmal richtig schön. Es war schattig und überall um mich rum flogen Libellen. So schön und irgendwie magisch!
    Und dann sah ich Hütte. Mensch war das toll. Endlich Schuhe ausziehen, den Rucksack ablegen und das Wetter genießen. Gesagt getan. Ich verbrachte erst mal über eine Stunde damit Barfuß am Strand entlang zu laufen und alles zu erkunden. Den Rest des Tages verbrachte ich damit mit den anderen Wanderern zu quatschen, wenn denn welche wach waren (ja viele schliefen den ganzen Nachmittag), mir essen zu kochen oder am Strand entlang zu laufen. Und es gab einen richtig schönen Sonnenuntergang direkt über dem tobendem Meer <3

    Und nachts hörte ich Kiwis. Doch gesehen habe ich keinen.

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  • 14Nov 2017

    59 Ira auf Wanderschaft Tag 2 14.11.2017 Neuseeland —

    Kahurangi National Park, Neuseeland

    Beschreibung

    Das war ein früher Start heute Morgen um 8:50 Uhr bin ich los. Eigentlich wollte ich etwas später los. Der Tag heute sollte ja nicht so lang werden. Tja Pustekuchen. Im Endeffekt war ich sehr froh darüber so früh los gegangen zu sein :D Aber von Anfang an.

    Nach einem entspannten und sättigenden Frühstück ging es los. Ich schulterte meinen Rucksack (immer noch viel zu schwer) und los ging’s. Die Strecke sollte mit Pausen etwa sechs Stunden dauern, so meine Schätzung anhand des letzten Tages. Der Beginn des Weges war flach und führte durch den Regenwald. Es war angenehm schattig und obwohl es schon sehr warm war kam ich erst recht spät in’s schwitzen. Es war ein schöner Weg. Und dann kamen die Brücken. Es waren einige, doch nur eine ist mir wirklich im Gedächtnis geblieben. Es war eine Hängebrücke, die nur aus Stahlseilen bestand. Dass heißt sie würde wackeln und ich könnte auch noch nach unten schauen. Nicht wirklich mein’s. Mir graute es schon. Doch es half ja nicht’s ich musste da rüber und am nächsten Tag würde ich es wieder müssen. Ohje. Aber ich ging rauf und merkte, dass es gar nicht so schlimm war. In der Mitte der Brücke hielt ich sogar an um ein Selfie zu machen, das war eine richtig wacklige Angelegenheit :D Und ich war richtig stolz auf mich, als ich es dann geschafft hatte :)
    Ach und an noch eine Brücke erinnere ich mich. Es war glaube ich eine Suspension Bridge (was auch immer das bedeuten mag) Als ich auf sie rauf ging fing es an zu quietschen und zu zwitschern, es klang wie ein Vogel und ich dachte mir, was ist das denn für ein seltsamer lauter Vogel? Doch als ich weiter ging merkte ich, dass es die Brücke war, die so klang. Am anderen Ende angekommen begegnete ich einem Typen, der auch erst mal fragte: „What’s a noise bird. Where is it?“ Ich lachte und meinte, dass ich das auch erst dachte und erklärte ihm dann, dass es die Brücke sei und dass es aufhören wird. Wir beide lachten erst mal herzlich darüber. Dann erzählte er mir noch, dass er heute noch bis Scott’s Beach wandern würde (das ist eine Stunde vom Endpunkt entfernt) und morgen zurück bis zur James MacKay Hut. Wow er ging den ganzen Track einmal hin und dann wieder zurück und das in wenigen Tagen, es war gerade sein zweiter Tag. Und er klagte noch über seine Füße, war aber noch am Lachen. Bin mal gespannt wie es morgen sein wird :D

    Kurz nach dieser Begegnung hatte ich dann auch die Lewis Hut erreicht, es war kurz vor elf und ich war am Verhungern. Zeit für eine Mittagspause. Ich setzte mich auf die Veranda und unterhielt mich beim Essen mit einem Mann vom DOC. Er erzählte mir von dem Gift, das heute gestreut werden soll und von Gift Hassern und von vermissten Personen, nach denen sie zurzeit suchen. Das Gift wird gestreut, um die Vögel zu schützen. Mittlerweile kann ich es ganz gut verstehen. Tiere, wie Opossums, Ratten oder Wild, haben in Neuseeland einfach nichts zu suchen und zerstören zu viel. Und die Vögel hier sind einzigartig und faszinierend.

    Gegen Ende meiner Pause tauchten dann auch die sechs Engländer auf und erzählten mir, dass ein Weka einen ihrer Rucksäcke zerstört hatte. Wow auf die Viecher muss man wohl echt aufpassen. Auf dieser Wanderung war ich ihnen nicht besonders wohl gesonnen muss ich zu geben.
    Und weiter ging’s! Jetzt kam der anstrengende Teil. Der DOC Mitarbeiter hatte mir schon Mut gemacht, er sagte es würde jetzt geschlagene vier Stunden nur bergauf gehen. Ohje bitte nicht. Doch er hatte leider Recht behalten. Gleich nach der Hütte stieg der Weg an und so sollte es auch weiter gehen. Doch dadurch erhielt ich ein paar wunderschöne Blicke über die Landschaft, wenn sich der Wald lichtete. Echt schön. Doch der Weg war richtig anstrengend. Jede halbe Stunde machte ich eine Pause und nach drei Stunden musste ich mich schon richtig zwingen weiter zu gehen. Doch es gab auch schöne Momente. Bei einer meiner Pausen gesellte sich ein Robin (ein Vogel) zu mir und sang vor sich hin. Ich lief weiter und der Gesang folgte mir. Ich weiß nicht ob es derselbe Vogel war oder ob es mehrere waren. Doch bei meiner nächsten Pause setze sich einer zu mir hin und beobachtete mich. Ich hielt ihm eine Nuss hin, doch er nahm sie nicht aus der Hand, doch als ich sie vor mir auf den Boden legte kam er ganz dicht an mich ran und fraß sie. Dabei legte er den Kopf schief und beobachtete mich immer wieder. Er musste wohl gemerkt haben, dass ich ungefährlich bin, denn nah einiger Zeit kam bis zu zehn Zentimetern an mich heran. Fasziniert beobachtete ich ihn und er mich. Wow doch so zutraulich. Doch dann erschreckte ihn etwas und er war weg. Und ich ging weiter bergauf.
    Eine Weile später entdeckte ich ein Fahrrad, das im Gebüsch lag. Ich war verwundert und rief. Doch keiner antwortete und ich lief verwundert weiter. Etwas später kam ich zu einer Gruppe Fahrradfahrer. Einer saß auf dem Boden und versuchte den Fahrradreifen aufzupumpen, ein Junge stand und hielt ein Fahrrad und eine Frau sprach zu mir und erklärte mir dass sie einen kleinen Unfall gehabt hätten, aber nichts passiert sei. Ich merkte, dass ein Fahrrad fehlte und fragte ob das weiter unten, ihres sei und das war’s. Rätsel gelöst :D Ich fragte auch wie weit es noch bis zur Hütte sei und sie meinte etwa vier Kilometer. Ohje noch immer soweit. Laut Uhr sollte ich doch so langsam mal da sein. Ich wünschte ihnen noch viel Glück und ging weiter.

    Und sie behielt Recht. Nach über einer halben Stunde entdeckte ich ein Schild, das sagte noch zwei Kilometer bis zu Hütte. Mensch war das frustrierend. Noch immer eine halbe Stunde bergauf wandern. Ich war jetzt schon total ko. Dieses Schild hätten sie sich meiner Meinung nach echt sparen können.
    Ich weiß nicht wie lange ich danach noch gelaufen war, doch dann entdeckte ich endlich das 1 km Schild. Ich war so froh darüber. Bald hatte ich es geschafft. Ich mobilisierte die letzten Reserven und lief bis zur Hütte. Um 16:20 Uhr kam ich endlich dort an. Ich hatte 7,5 Stunden gebraucht.
    Die Engländer kamen kurz nach mir an. Wir machten uns alle was warmes zu Trinken und quatschten. Auch sie hatten das 2 km Schild als sehr frustrierend wahr genommen :D

    Der Abend war noch ganz entspannt. Die Hütte hatte Panorama Fenster und man konnte wunderbar hinaus und in’s Tal schauen. Nur leider war dies nur ganz kurz möglich, da die Wolken sehr tief hingen. Aber richtig schön. Die meisten Wanderer gingen direkt nach dem Abendessen in’s Bett, es war sogar noch hell, und wir blieben über und spielten eine richtig fiese Variante von Arschloch (ein Kartenspiel) :D

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  • 15Nov 2017

    60 Ira auf Wanderschaft Tag 3 15.11.2017 Neuseeland —

    Kahurangi National Park, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute bin ich um sechs Uhr aufgestanden, viel zu früh, wenn ihr mich fragt, und bin nach einem sättigendem Frühstück noch ein bisschen die Gegend erkunden gegangen. Es gab zwei Lookouts, bei denen man einen wunderbaren blick haben sollte. Ich bin bis zum ersten gelaufen, doch die Wolken hangen immer noch zu tief und ich konnte nichts sehen. Schade.

    Um acht Uhr hatte ich dann meinen Rucksack geschultert, mich von den Engländern verabschiedet und lief los. Der Tag sollte lang und anstrengend werden.
    Zu Beginn lief alles noch ganz einfach. Innerhalb kürzester Zeit hatte 4 km hinter mich gebracht und eine Gruppe überholt. Es ging bergab und ich konnte ganz schön schnell laufen. Ich hatte die Hoffnung den Abstieg innerhalb von 2,5 Stunden zu schaffen. Doch daraus wurde nichts. Ich lief und lief und lief. Langsam ging mir die Kraft und die Motivation aus. Auch spürte ich wie sich an meinen Ballen Blasen bildeten und meine Füße immer mehr schmerzten. Ich wurde langsamer. Nach drei Stunden hatte ich den Abstieg endlich geschafft. Ich zog meine Schuhe aus und humpelte in die Lewis Hut um mir eine Suppe zu kochen und Mittag zu essen. Ich war jetzt schon fix und fertig.

    Gegen Ende meiner Pause holten mich auch die anderen Gruppen ein und gesellten sich zu mir. Wir quatschten kurz doch ich war zu sehr darauf fixiert den Weg heute noch zu schaffen, daher verarztete ich meine Füße und wollte schon los, als ich eine Gruppe Fahrradfahrer fragen hörte, wie der folgende Weg so sei. Ich erzählte ihnen was ich wusste und wir quatschten kurz. Sie hatten mich richtig motiviert weiter zu gehen und ich hatte wieder Kraft. Wir starteten gleichzeitig von der Hütte.

    Und weiter ging’s jetzt durch den flachsten und angenehmsten Teil der Strecke. Meine Füße schmerzten und ich versuchte es mit allen Mittel zu ignorieren und den Schmerz nicht zu fühlen. Ich hörte Musik, fragte mich wann ich den Typen von gestern wohl treffen würde und wie es ihm wohl ginge und motivierte mich einen Schritt vor den anderen zu setzen und nicht zu langsam zu gehen. Es warteten schließlich noch mindestens 7,5 Stunden Weg auf mich. Viel zu viel. Stellte ich jetzt fest. Die Brücken, die mir am Tag zu vor Schwierigkeiten bereitet hatten, waren heute ein leichtes, meine Gedanken waren komplett auf das Schaffen des Weges gerichtet. Und dann etwa 3 km vor der Heaphy Hut traf ich den Typen vom Tag davor. Er saß auf einem Baumstamm und sah fix und fertig aus, so wie ich mich fühlte :D Wir quatschten kurz und motivierten uns gegenseitig weiter zu gehen. Das hatte richtig gut getan. Den Energieschub ausnutzend lief ich weiter und dachte mir bis zur Heaphy Hut schaffe ich es auf jeden Fall und dort mache ich erst mal Pause und schreibe Matze ob er mir bis zum Shelter entgegen kommt, hoffentlich würde er mir dann den Rucksack abnehmen :D Dieser Gedanke drehte seine Kreise und dann sah ich auf einmal Matze vor mir auf dem Weg, ich dachte es wäre eine Einbildung, das sei doch gar nicht möglich, doch dann sprach er. Ich war total überrascht und freute mich riesig. Ich brach in Tränen aus. Meine Nerven lagen wohl schon zu blank. Matze nahm mir den Rucksack ab und erzählte mir, dass er sich Sorgen gemacht hätte, da ich am Tag davor nicht geschrieben hatte. Er hatte die Nacht kaum Schlaf bekommen und hatte sogar dem DOC geschrieben und gefragt ob sie was über mich wüssten. Morgens hatte er dann noch keine Antwort erhalten und beschlossen selbst los zu ziehen. Am Startpunkt traf er dann einen sehr hilfsbereiten DOC Mitarbeiter, der einen Kollegen auf der MacKay Hut anfunkte. Dieser erzählte ihm dann, dass ich am Morgen los gelaufen sei und auf dem Weg zum Endpunkt sein müsste.
    An der Heaphy Hut legten wir dann eine kurze Pause ein und trafen die Radfahrer wieder, diese erzählten mir dann später, ich sei gerade einmal eine halbe Stunde hinter ihnen gewesen. Ich erzählte Matze von meinen Erlebnissen der letzten Tage, während wir weiter liefen. Mittlerweile war ich ziemlich langsam und konnte meine Schmerzen nur noch schwer ignorieren. Der Weg bis zum Shelter kam mir ewig lang vor und forderte viel von mir. Ich nahm den Weg kaum noch wahr und versuchte nur noch vorwärts zu gehen. Ich war an meinem Limit und kurz vor dem Shelter brach ich wieder in Tränen aus, diesmal vor Verzweiflung. Ich wusste nicht, wie ich noch weiter gehen sollte. Ich überlegte sogar tatsächlich im Shelter zu übernachten und erst am nächsten Tag weiter zu gehen, doch dies redete mir Matze aus. Nach einer kurzen Pause im Shelter, bei der wir von Sandflies aufgefressen wurden, gingen wir weiter. An sich wären es jetzt noch etwa zwei Stunden bis zum Ende gewesen, doch wir brauchten allein über zwei Stunden bis Scotts Beach. Viel zu lange… Ach und ich lief ab dem Shelter Barfuß, was auch richtig gut tat, aber schneller war ich dadurch nicht :D

    Um sieben Uhr abends erreichten wir dann endlich Scotts Beach und es fing an zu regnen. Das war also mal nichts mit einer Pause und wir liefen weiter. Auch Matze war mittlerweile total erschöpft, da er die ganze Zeit den Rucksack trug. Ich motivierte mich das letzte Stück des Weges schneller zu gehen und rannte zum Teil sogar. Und so schafften wir es innerhalb einer Stunde bis zum Ende. Es war 20 Uhr, als wir endlich am Auto waren. Ich war über 12 Stunden unterwegs gewesen. Viel zu viel. Matze war etwa elf Stunden lang gelaufen und wir beide waren 37 km an diesem Tag gelaufen. Das werde ich nicht wiederholen :D
    Glücklich endlich sitzen zu können fuhren wir zum Campingplatz. Auf dem Weg dorthin hatten wir noch einen wunderschönen Sonnenuntergang, den wir uns in aller Ruhe ansahen. Das war ein tolles Ende dieses Tages. Und ich war so glücklich. Ich hatte es tatsächlich noch geschafft :D

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  • 16Nov 2017

    61 Resümee 16.11.2017 Neuseeland —

    Karamea, Neuseeland

    Beschreibung

    Für mich war es ein Erfolg gewesen drei Tage alleine und am Stück zu wandern. Es war gegen Ende unvorstellbar schwierig gewesen einen Fuß vor den anderen zu setzen. Das hatte auch ich nicht erwartet. Doch ich hatte es geschafft und das ist alles was zählt!

    Matze sah das ganze etwas anderes. Er hatte erwartet mich Freudestrahlend an zu treffen und mit mir entspannt, mit Spaß zurücklaufen zu können. Tja es war leider anders.

    Wir sprachen lange darüber und ich versuchte ihm klar zu machen wie es für mich war. Ich war den gestrigen Tag nicht nur an meine Grenzen gestoßen, nein ich hatte sie sogar überwunden. Ich war richtig stolz auf mich.

    Im Endeffekt kamen wir zu dem Entschluss, dass Matze mir demnächst nicht entgegen kommt, wenn ich nochmal alleine wandern gehe. Demnächst mache ich es wirklich komplett allein. Es war wirklich doof, dass Matze mir so weit entgegen gekommen ist. Also das soll nicht heißen, dass das nur Matzes Meinung ist, ich finde auch, dass seine Sorgen übertrieben waren. Ich will mir auch selbst beweisen, dass ich schwierige Situationen alleine meistern kann. Ich hätte eine Lösung gefunden, wenn ich gewusst hätte, dass Matze mir nicht entgegenkommen würde, zum Beispiel mit den DOC-Leuten sprechen oder so. Sodass ich es beim nächsten Mal komplett auf mich selbst gestellt schaffe und es mein alleiniger Erfolg ist.

    Aber ich wünsche mir von Matze, dass er auch einmal etwas macht, bei dem er an seine Grenzen stößt und darüber geht.


    Ach und wir trafen die Radfahrer auf dem Campingplatz wieder. Ich unterhielt mich sehr lange mit ihnen. Sie waren jetzt schon 16 Monate im Sattel und ihr Ziel ist es von London bis Alexendra (in der Nähe von Queenstown) mit dem Fahrrad zu fahren. Und das ganze machen sie um eine Organisation zu unterstützen, die möchte, dass mehr über Selbstmord in Neuseeland und andere Dinge, über die man nicht spricht, gesprochen wird. Wow!

    https://www.facebook.com/kiwibums/

    Dies war sehr inspirierend für mich. Ich glaube auch ich werde, zurück in Deutschland, mehr Radtouren unternehmen. Es macht echt Spaß aktiv zu sein und zu reisen :)

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  • 18Nov 2017

    62 Pancake Rocks 18.11.2017 Neuseeland —

    Punakaiki, Neuseeland

    Beschreibung

    Weiter geht’s! Unsere Füße sind soweit ausgeruht und die Südinsel wartet nur auf uns :D

    Wir sind heute eine lange Strecke gefahren, um uns die berühmten Pancake Rocks anzusehen.
    Naja irgendwie waren sie enttäuschend. Wir hatten so viel davon gehört, dass unsere Vorstellung komplett anders war. Die Steine sehen tatsächlich so aus, als ob sie aufeinander geschichtet sind, aber sie sehen nicht aus wie Pancakes (Pfannkuchen) :D
    Das einzig richtig coole war eine Felsformation, die aussah wie ein Haufen Monster und Tiere :D

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  • 19Nov 2017

    63 Franz-Josef-Gletscher 19.11.2017 Neuseeland —

    Westland National Park, Neuseeland

    Beschreibung

    Wir liefen heute zusammen zu einem Lookout, einen Gletscher darf man sich ja nicht entgehen lassen :) und sahen uns den Gletscher von dort aus an, aber man kam noch dichter heran, doch den Weg lief ich alleine. Es ging eine ganze Weile durch einen Regenwald, schon krass, danach durch eine graue, felsige Landschaft mit vielen Wasserfällen und dann stand ich etwa 400m vor dem Gletscher. Wow! Einfach faszinierend! Und es war so warm. Ich stand dort in kurzen Sachen und schwitzte und vor mir ragte ein Gletscher auf. Wahnsinn was die Natur so alles hervorbringt.


    Hier mal ein paar Fakten:
    - einer, der schnellwachsendsten Gletscher der Welt (bewegt sich etwa 1,5m jeden Tag)
    - Ein etwa 10km langer Gletscher
    - reicht von 2995m auf 425m hinunter (früher mal bis in's Meer)
    - ragt etwa 400m in den Regenwald hinein
    - Auf Maori: Kā Roimata o Hine Hukatere (Die Tränen von Hinehukatere)

    Die Legende zu dem Maori Namen:
    Hinehukatere liebte das Klettern in den Bergen und überredete ihren Geliebten, Wawe, mit ihr zu klettern. Wawe war kein erfahrener Kletterer und kletterte nicht gerne, wollte aber Hinehukatere begleiten.Doch dann erfasste ihn eine Lawine und riss ihn mit in die Tiefe.
    Hinehukatere war verzweifelt und weinte. Ihre vielen, vielen Tränen flossen den Berg hinunter und gefroren zu einem Gletscher – dem Ka Roimata o Hinehukatere.

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  • 20Nov 2017

    64 Fox-Gletscher 20.11.2017 Neuseeland —

    Fox Glacier, Neuseeland

    Beschreibung

    Und heute ging es dann zum Fox-Gletscher :D
    Der Weg zum Gletscher war deutlich kürzer, aber auch deutlich anstrengender, da stetig über Geröll anstieg. Auch hier waren wir wieder etwa 400m vom Gletscher entfernt. Und es war immer noch extrem warm und wir standen vor einem Gletscher. Wow!


    Hier mal ein paar Fakten:
    - einer, der schnellwachsendsten Gletscher der Welt
    - Ein etwa 13km langer Gletscher
    - reicht von 2600m auf 300m hinunter (früher mal bis in's Meer)
    - Auf Maori: Te Moeka o Tuawe

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  • 20Nov 2017

    65 Neue Bekannte am Gillespies Beach 20.11.2017 Neuseeland —

    Westland National Park, Neuseeland

    Beschreibung

    Und nachmittags fuhren wir dann an den Gillespies Beach, um dort zu übernachten. Erst dachten wir noch, Mist die Gravelroad ist viel zu lang und wir müssen morgen ja noch zum Track Anfang fahren…, wir waren erst also nicht allzu glücklich über diese Entscheidung, doch dann kamen wir dort an und es war wunderschön.

    Wir kochten und sprachen mit einem alten australischen Ehepaar (aus Tasmanien). Sie waren etwa 70 Jahre alt, wir haben vergessen zu fragen :D und sie waren zur Zeit mit einem kleinen Auto und einem Zelt in Neuseeland unterwegs. Sie erzählten uns, dass sie schon immer viel gereist waren, meistens gesegelt. Einmal sind sie mit ihren vier Kindern zur Bay of Ilands gesegelt und haben dort vier Wochen verbracht. So cool!
    Und wir stellten fest, dass wir alle am nächsten Tag den Copland Track begehen wollten. Wahnsinn! Auch wir möchten so fit und abenteuerlustig sein wie die beiden, wenn wir so alt sind. Das ist echt klasse. Wir waren total fasziniert von den beiden.

    Nach dem Abendessen gingen wir noch eine Runde wandern und erkundeten, die Umgebung und den Strand. Wir liefen bis zu einem alten Minentunnel und kamen dabei an den Überresten einer Goldgräbersiedlung und einer wunderschönen Lagune vorbei. Und auf dem Rückweg hatten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang am Strand. Diesmal versank die Sonne sogar direkt im Meer. Es war das erste Mal, dass dort keine Wolken waren. So schön!

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  • 21Nov 2017

    66 Copland Track 21.11.2017 Neuseeland —

    Karangarua, Neuseeland

    Beschreibung

    Wir haben eine drei Tages Wanderung gemacht. Diesmal sind wir zusammen gewandert. Plan war es am ersten Tag bis zur Welcome Flat Hut zu wandern, dort zwei Nächte zu übernachten, um am zweiten Tag bis zur Douglas rock Hut und zurück zu wandern, und dann am dritten Tag von der Welcome Flat Hut raus zum Parkplatz. Doch dieser Plan ging schon bei der Buchung nicht auf, da die Welcome Flat Hut am zweiten Tag komplett ausgebucht war, und wir buchten eine Nacht in der Welcome Flat Hut und einen in der Douglas Rock Hut. Dies sollte ja diesmal klappen, sind ja nur 25 km von der Douglas Rock Hut bis zum Carpark :D
    Naja lest selbst, wie es uns ergangen ist :)


    Tag 1

    Um halb elf hatten wir heute endlich den carpark erreicht, unsere Sachen gepackt und geschultert und waren gestartet. Schon nach wenigen Metern erreichten wir einen Fluss, den wir durchqueren mussten. Ich zog meine Schuhe aus und watete Barfuß hindurch, Matze entschied sich einen Weg über Steine zu suchen und trockenen Fußes rüber zu kommen und das klappte auch.
    Danach begann der richtige Weg. Der Anfang führte durch einen Wald und über mehrere Flussarme und Bäche, alles noch ziemlich easy und ich dachte, wenn es so weiter geht, ist der Track ja gar nicht so anstrengend :D Und dann wurde es schlimmer. Gegen Mittag erreichten wir wieder den Fluss, dort machten wir erst mal eine Mittagspause, der Platz bot sich geradezu dafür an :)
    Und dann ging es weiter. Jetzt mussten wir klettern. Der Weg führte am Fluss entlang über Steine, die wackelten und auch mal unter den Füßen weg rutschten. Gar nicht so einfach mit den schweren Rucksäcken. Danach kam wieder ein Wald und es ging bergauf und bergab und das mit vielen Kletterstellen. Wir waren fix und fertig und schnauften ganz schön. Leider war es mittlerweile auch richtig heiß geworden, das machte uns richtig zu schaffen. Wir fragten uns immer wieder, wann wir denn endlich die Hütte erreichen würden, denn von da aus waren es etwa nur noch 7 km bis zur Welcome Flat Hut, unserem Ziel für heute. Und dann hatten wir sie endlich erreicht, ich glaube wir waren dann schon etwa vier bis fünf Stunden unterwegs gewesen. Wir gönnten uns erst mal eine wohl verdiente Pause, stärkten uns und sammelten unsere Motivation für den Rest des Weges.
    Und dann ging es weiter! Immer noch durch den Wald und bergauf, hauptsächlich über Steine. Blöderweise hatten wir beide unsere Five Finger Shoes an und damit war der Weg keineswegs angenehm. Matze bereute es jetzt schon, sich für diese Schuhe entschieden zu haben. Ich war mir noch nicht so schlüssig, ja es war vielleicht die falsche Entscheidung gewesen, aber bei jeder Kletterstelle war ich wieder froh über die Schuhe, da ich mit ihnen einen deutlich besseren Halt hatte.
    Der Teil des Weges war so der anstregenste des Tages. Wir wussten wir würden noch etwa vier Stunden bis zur Hütte brauchen und es war schon ganz schön spät. Dazu ging der Weg stetig bergauf und wir mussten uns ganz schön konzentrieren. Und dann gab es noch zwei Erdrutsche, die wir passieren mussten. Gar nicht so ohne.
    Unmittelbar vor dem zweiten Erdrutsch mussten wir mal wieder eine Hängebrücke passieren. Natürlich einer nach dem anderen, da sie nur für eine Person zugelassen war. Ich ging vor und wartete auf Matze, als er bei mir ankam, erzählte er mir, dass es nur noch ein Kilometer bis zur Hütte sei. Das gab uns einen richtigen Motivationskick. Wir kletterten vorsichtig über den Erdrutsch. Mensch was da für Kräfte wirken. Dort lagen riesige Felsbrocken und eine Menge abgebrochene Bäume, die Natur ist echt nicht ohne. Und danach gaben wir Gas und erreichten schon bald die Hütte. Wir hatten geschlagene 8,5 Stunden für 18 km gebraucht. Wir legten unsere Sachen ab, zogen unsere Badesachen an und sprangen in die Hot Pools. Ja richtig gehört :D Dort oben gibt es natürliche heiße Quellen. Und man liegt in diesen Becken und hat einen wunderbaren Blick auf die schneebedeckten Gipfel und den Sonnenuntergang. Und wir hatten richtig Glück mit dem Wetter :) Und diese Pools taten unseren geschundenen Füßen richtig gut. Das war eine Wohltat und eine tolle Belohnung. Der Weg hat sich definitiv gelohnt.
    Während des letzten Teil des Weges war uns klar geworden, dass wir den Weg von der Douglas Rock Hut zum Carpark auf keinen Fall an einem Tag schaffen. Wir hatten schon überlegt, am nächsten Tag zurück zu wandern. Doch als wir dort oben waren, entschieden wir uns doch am nächsten Tag weiter zu wandern und erst am dritten Tag zurück. Abends sprachen wir mit den Wardens, ein super nettes österreichisches Paar, welche Möglichkeiten wir denn nun hätten. Sie sagten uns, wenn wir am nächsten Tag zurück kämen, würden sie auf jeden Fall eine Möglichkeit finden, dass wir in der Welcome Flat Hut übernachten könnten, auch wenn tatsächlich alle Personen kommen, die gebucht hatten. Aber sie sagten uns auch, dass wir einen Funkspruch in der Douglas Rock Hut abwarten könnten und nach der Durchsage der Buchungen entscheiden könnten, ob wir zurückkommen oder doch dort übernachten. Wir entschieden uns für letzteres.
    Abends in der Hütte trafen wir auch einige bekannte Gesichter wieder. Das tasmanische Paar, das wir am Abend zuvor kennen gelernt hatten, war tatsächlich auch dort. Sie hatten es geschafft und das in deutlich kürzerer Zeit als wir. Unglaublich. Ich möchte auch so fit sein, wenn ich so alt bin. Diese beiden, unglaublich :D

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  • 22Nov 2017

    67 Copland Track Tag 2 22.11.2017 Neuseeland —

    Karangarua, Neuseeland

    Beschreibung

    Nachdem wir einen Teil unserer Sachen aussortiert und bei den wardens gelassen hatten, ging es um halb elf los (ja mal wieder :D) Heute wartete ja nur eine drei Stunden Wanderung, etwa 7 km, auf uns :)

    Der Anfang des Weges war einfach. Ein flacher Weg durch einen Wald und dann am Fluss entlang. Die erste Stunde kamen wir gut voran und dann kamen wir an einen Fluss. Wir suchten eine Stelle, an der wir trockenen Fußes rüber kommen könnten, fanden aber keine. Wir zogen die Schuhe aus und versuchten durch zu waten, aber auch das scheiterte an der starken Strömung. Auf dem Rückweg klemmte ich mir dann auch noch den kleinen Zeh zwischen zwei rutschenden Steinen. Mir war die Lust auf wandern gründlich vergangen und ich schlug vor umzukehren, doch Matze motivierte mich. Wir fanden daraufhin dann doch eine Stelle, an der wir über Steine hüpfen konnten.

    Weiter ging es durch einen Wald und jetzt wurde es auch steiler und unwegsamer. Es war matschig, wir mussten oft klettern und zweitweise flossen Bäche über den Weg. Manchmal war der Weg extrem schmal und direkt neben unseren Füßen ging es steil bergrunter. Gar nicht so ohne. Immer wieder fragten wir uns, wann wir denn jetzt endlich ankommen würden. Es war unheimlich anstrengend, da es nur bergauf ging. Zeitweise mussten wir sogar fast senkrecht hoch klettern. Puh war das anstrengend. Und dann war es schon wieder extrem heiß und warm. Wir kamen extrem in’s schwitzen. Nach drei Stunden fragten wir uns dann, wie weit es noch sein würde. Die Motivation war extrem gesunken. Wir überlegten immer wieder, ob wir doch umkehren sollten, motivierten uns aber immer wieder gegenseitig doch weiter zu laufen.

    Dann nach vier Stunden kamen wir an eine Hängebrücke und auf der anderen Seite konnten wir eine Hütte sehen. Wir hatten es geschafft! Und der Ausblick, einfach nur genial. Rund um uns herum Schneebedeckte Gipfel und ein wunderschöner Blick in ein Tal. Das hat sich richtig gelohnt.
    Wir kochten uns erst mal ein Mittagessen und ruhten uns aus. Wir waren uns immer noch nicht so schlüssig, ob wir nun wieder zurück zur Welcome Flat Hut laufen sollten oder ob wir eine Nacht hier oben verbringen. Die Hütte war richtig schön. Total klein, aber wir wären die Nacht alleine gewesen und hätten noch etwas die Gipfel rund herum erkunden können. Doch die Tendenz war eher zurück zu laufen. Dann hörten wir den Funkspruch und entschieden uns doch zurück zu laufen, denn es gab zwei freie Betten in der Welcome Flat Hut und wir würden dort noch einmal die heißen Pools genießen können :)
    So liefen wir zurück. Diesmal mit viel mehr Motivation, denn Regen war für den Abend angesagt. Wir waren auch deutlich schneller, schon nach zwei Stunden waren wir wieder an dem Fluss, doch diesmal gab es keine Möglichkeit trockenen Fußes rüber zu kommen. Der Fluss war stark angestiegen und die Strömung war sehr reißend. Auch auf dem Weg war uns schon aufgefallen, dass es neue Bäche gab und die Bäche mehr Wasser führten. Diesmal ließen wir unsere Schuhe an, wir hatten damit einen deutlich besseren Halt. Das Wasser schoss uns um die Beine und wir mussten uns sehr vorsichtig bewegen, das Wasser riss einen sofort den Fuß weg sobald man ihn abhob. Es dauerte und kostete viel Kraft, doch dann waren wir sicher drüben angekommen, Patsch nass, aber das war egal :D Eine Stunde später erreichten wir die Hütte. Wir hatten für den Rückweg nur 3 Stunden gebraucht, aber er war auch deutlich einfacherer gewesen, da es hauptsächlich bergab ging.

    In der Hütte angekommen, sprachen wir erst mal mit den wardens und sprangen danach sofort in die heißen Pools. Welch eine Wohltat! Unsere Füße taten heute richtig weh, wir konnten kaum noch laufen. Barfußschuhe waren wohl doch nicht die beste Idee gewesen.
    Aber das nächste Mal werden wir auch einiges anders machen. Es war nicht gut gewesen, die schweren Rucksäcke zu schleppen, wir hätten uns bevor wir losgegangen sind, entscheiden sollen. So wenig Gewicht wie möglich tragen, ist immer noch das Beste.

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  • 23Nov 2017

    68 Copland Track Tag 3 23.11.2017 Neuseeland —

    Karangarua, Neuseeland

    Beschreibung

    Und heute ging’s zurück. Das wird ein langer Tag dachten wir uns und starteten früh. Und es wurde ein langer Tag. Aber es war einfacherer als auf dem Hinweg. Schon nach 2,5 Stunden erreichten wir die Hütten, machten eine kurze Pause und liefen weiter. Dann kam die lange Kletterstelle am Fluss entlang, doch auch die kam uns dieses mal kürzer vor. An der gleichen Stelle, wie beim Hinweg machten wir auch dieses mal Mittag, diesmal in Gesellschaft von anderen Wanderern.

    Gut gestärkt machten wir uns an den Rest des Weges, der war ja jetzt nur noch flach, aber lang. Unsere Füße schmerzten jetzt schon, doch wir ignorierten das und liefen und liefen. Ich versuchte ein schnelleres Tempo zu gehen, da ich wusste, dass es für mich dann leichter wäre. Ich hörte Musik um mich abzulenken, Matze pfiff oder sang vor sich hin, alles nur um weiter laufen zu können.

    Und dann sahen wir den Fluss und brachen in Jubelgeschrei aus. Jetzt war es nicht mehr weit. Bald wären wir am Parkplatz. Letzte Energie zusammen raffen und los geht’s…
    Doch der Enthusiasmus verpuffte schnell. Der Parkplatz war noch ganz schön weit entfernt. Voll der miese Trick :D Doch jetzt war jegliche Energie und Motivation verpufft. Wir wollten nur noch ankommen und wurden immer langsamer. Schmerzende Füße lassen sich leider nicht ewig ignorieren. Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichten wir dann endlich den Fluss und wateten hindurch, dahinter lag der Parkplatz. Wir hüpften in’s Auto bevor wir von den Sandflies aufgefressen werden konnten und fuhren zu einem Campingplatz.

    Wir hatten für den Rückweg dann doch noch 7,5 Stunden gebraucht. Unsere Füße waren dick geschwollen und schmerzten sehr, wir wollten sie nicht mehr belasten. Wir waren insgesamt 50km in den letzten Tagen gelaufen und das auf einem sehr steinigen Weg.

    Unser Fazit:
    Matze wird, falls er mal wieder eine Mehrtageswanderung macht, seine Wanderschuhe tragen. Bei der Hinwanderung kam Matze auch an seine Grenzen und war am Abkotzen :D Zitat: “Jetzt hab ich zum ersten Mal die Gedanken, wie schön es doch zu Hause wäre, in einem bequemen Bett und einfach nur rumzuliegen.“ Als wir in den heißen Pools lagen, waren diese Gedanken aber wie weggewischt. Dennoch bereute er es die Five Fingers getragen zu haben.
    Ich dagegen werde beide Schuhpaare mitnehmen, um wechseln zu können. Ich war bei den Kletterstellen immer froh gewesen, die Five Fingers an zu haben. Mir hatte der Abstecher zu Douglas Hut im Endeffekt echt Spaß gemacht und ich fand die Anstrengung hat sich gelohnt. Matze fand, dass es sich nicht gelohnt hat. Doch in einem waren wir uns einig, die Wanderung zu Welcome Flat Hut mit ihren heißen Pools hat sich richtig gelohnt. Das kann man jedem nur empfehlen :)

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  • 26Nov 2017

    69 Puzzling World 26.11.2017 Neuseeland —

    Wanaka, Neuseeland

    Beschreibung

    Wir haben heute tatsächlich den ganzen Tag in der Puzzling World (Rätsel Welt) verbracht. Unglaublich :D

    Das ist ein großes Museum, in dem sich alles um Rätsel, optische Täuschungen und Illusionen dreht, und es gibt darin ein riesiges Labyrinth. Wir haben uns richtig darin verloren. Am besten war das riesige Labyrinth und das Cafe, indem man alle möglichen Rätsel und Puzzle ausprobieren konnte.
    Das Labyrinth befand sich außerhalb und Ziel war es alle vier Ecktürme zu erreichen. Matze und ich machten gleich eine Challenge draus, wer als erster alle vier Türme gefunden hat, und liefen getrennt durch.
    Nach einer gefühlten halben Ewigkeit hatte ich endlich einen, der Türme erreicht, und als ich oben war, sah ich Matze auf einem anderen stehen. Er hatte schon zwei Türme erreicht und ich erst einen. Ob ich ihn noch schlagen könnte? Ich lief los, hoch motiviert die anderen Türme zu finden, konnte ja nicht so schwer sein. Tja dachte ich. Ich lief und lief, erreichte immer wieder die gleichen Punkte, aber keinen der anderen Türme. Ein paar Mal begegnete ich Matze und irgendwann hatte er drei Türme gefunden und ich immer noch nur einen. Meine Motivation sank stetig. Vor allem gab es eine Gruppe Kinder, die innerhalb von wenigen Minuten alle vier Türme gefunden hatten. Ich weiß echt nicht wie, aber Kindern fiel es irgendwie deutlich leichter :D Ich fühlte mich richtig dumm... Als ich Matze dann wieder traf, fragte ich ob wir zusammen den letzten Turm suchen sollten, ich wollte einfach nicht mehr. Gesagt getan. Er zeigte mir dann sogar noch die anderen Türme und zusammen fanden wir auch den letzten Turm :D
    Danach setzten wir uns das Cafe und versuchten die ganzen Rätsel zu lösen. Das war richtig kniffelig und hat auch echt Spaß gemacht. Wir verloren richtig die Zeit aus den Augen :)

    Also definitiv ein Besuch wert und wer den Eintritt nicht bezahlen will, kann sich in's Cafe setzen und umsonst die ganzen Rätsel ausprobieren, aber wir fanden der Eintritt war es definitiv wert!

    https://www.puzzlingworld.co.nz/

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  • 27Nov 2017

    70 Arrowtown 27.11.2017 Neuseeland —

    Arrowtown, Neuseeland

    Beschreibung

    Arrowtown ist eine ehemalige Goldgräbersiedlung und heute ein sehr touristischer Ort. Interessant daran war das Chinese Settlement und ein Drehort von Herr der Ringe. Deswegen fuhren wir dorthin und machten dort Halt :D

    Am Fluss wurde die Szene gedreht, wo die Nâzgul von einer riesigen Flutwelle weg gespült werden. Der Ort war zu erkennen, aber so richtig spektakulär war es nicht.

    Danach habe ich mir noch das wiederhergestellte chinese settlement angesehen. Die meisten lebten in sehr kleinen Hütten, gerade Platz zum Schlafen und zum Verstauen von ein paar Dingen. Richtig winzig. Viele Chinesen kamen hier her um genug Geld zu verdienen, dass sie zurück in China eine Farm kaufen und ihre Familie ernähren zu können. Doch sie waren nicht auf das extreme Klima gefasst und viele erfroren. Einige kehrten auch nie nach China zurück und andere kamen wieder zurück nach Neuseeland, weil sich ihre Familie in China zu sehr entfremdet hatte. Auf den Schildern standen sehr interessante Geschichten, aber wenig glückliche. Meiner Meinung nach auch einen kurzen Besuch wert, aber nur wenn man die Zeit hat.

    Aber das Schönste waren die ganzen Blumen, die in allen lila und rosa Tönen blühten. Das sah so märchenhaft aus. Und dazwischen lagen große weiße Pollen (oder Baumwolle? Ich weiß es nicht) und es sah aus, als würde dort Schnee liegen. Wir machten einen Spaziergang am Fluss entlang und genossen die Aussicht. Es war das erste Mal, dass wir das Gefühl hatten, dass Frühling ist. (die Tage davor fühlten sich wie Hochsommer an :D) Es war so schön und so märchenhaft. Einfach magisch!

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  • 29Nov 2017

    71 Ein Tag voller Adrenalin (Ira) 29.11.2017 Neuseeland —

    Glenorchy, Neuseeland

    Beschreibung

    Ich hab's getan! Ich bin bei 9000 Fuß aus einem Flugzeug gesprungen! Und es war genial.
    Aber von Anfang an :)

    Morgens früh ging's los. Treffpunkt war in Queenstown, von wo aus wir dann zum Sprungort gebracht wurden. Doch zuerst musste ich eine Risikoerklärung unterschreiben und mich wiegen lassen. Ich war furchtbar nervös, die Risikoerklärung hatte es auch nicht besser gemacht. Und danach ging es endlich los. Wir fuhren von Queenstown bis Glenorchy, etwa eine dreiviertel Stunde lange Fahrt und ich versuchte mich die ganze Zeit zu beruhigen und die Landschaft zu genießen. Eine schwierige Angelegenheit, meine Gedanken kreisten doch konsequent um den Sprung. Wie es wohl sein würde?
    Und dann waren wir da und mussten uns noch ein paar Videos ansehen. Das war dann zu viel für mich, ich kämpfte mit den Tränen und dann wurde ich auch noch gefragt, ob ich von weiter oben springen wollte, und brach in Tränen aus. Ich hatte so eine Angst vor diesem Sprung. Ich wollte schon aufgeben und sagen ich mach es doch nicht, ich kann es nicht, doch ich redete mir Mut zu und auch die ganzen Mitarbeiter sprachen mit mir und redeten mir Mut zu. Es sei ganz einfach und total cool und das erste Mal sei immer beängstigend. Eine meinte sogar sie würde niemals einen Bungy Jump machen, aber Fallschirmspünge seien was ganz anderes und überhaupt nicht so schlimm. Matze saß daneben, er würde am Nachmittag einen Bungy Jump machen, und dachte nur, mach mir keine Angst :D

    Dann hatte ich mich etwas beruhigt und ging erst mal auf Toilette und als ich zurück kam ging es auch schon los. Ich musste mich anziehen und wurde verschnürt. Ich hatte überhaupt keine Zeit mehr zu denken. Ich würde mit einem sehr großen und ruhigen Mann springen. Er sprach mir die ganze Zeit ruhig zu und ermutigte mich es zu tun. Und dann saßen wir auch schon im Flugzeug und waren in der Luft. Während des Fluges verschnürte er mich noch weiter und zeigte mir ein paar Film Locations von Herr der Ringe und dann ging es auch schon raus.
    Wir rutschten zu der Kante, ich legte meine Beine zurück und lehnte mich nach hinten, ich machte kurz die Augen zu, um mir Mut zu machen und als ich sie wieder aufmachte, waren wir im freien Fall. Scheiße! Es fühlte sich an als würden wir in der Luft kreiseln und als ob wir uns in alle Richtungen drehen. Und als ich mich daran gewöhnt hatte und meine Orientierung wieder hatte, ging auch schon der Schirm auf, aber darüber war ich echt froh. Der freie Fall war echt gruselig gewesen :D
    Es ruckte kurz und danach segelten wir langsam zu Boden. Der Ausblick war einfach nur genial. Ich konnte soweit sehen und es richtig genießen. Traumhaft. Ich war so glücklich. Und es dauerte gefühlt richtig lange bis wir den Boden erreichten. Ich hatte richtig Zeit alles zu genießen. Und dann setzten wir auf. Alle klatschten und ich bedankte mich bei dem Mann. Er sagte nur: Welcome to your new live! Und lachte. Und wie ich lachte und mich freute, aber ich war auch richtig außer Atem. Ich hatte richtig viel gewhoopt in der Luft :D

    Das werde ich wieder machen. Es war echt genial und überhaupt nicht schlimm. Ich weiß echt nicht wovor ich so eine Angst hatte. Ich werde es auf jeden Fall noch einmal machen!

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  • 29Nov 2017

    72 Ein Tag voller Adrenalin (Matze) 29.11.2017 Neuseeland —

    Gibbston, Neuseeland

    Beschreibung

    Ich hab`s getan!
    ...und es war großartig!

    Bungysprung, der höchste in Neuseeland, 134m in die Tiefe in freiem Fall.

    Los ging`s mit der Busfahrt von Queenstown zum Ort des Wahnsinns. Bei der Ankunft wurde erst einmal in die Runde gefragt: -Wer macht denn den Bungysprung(dort gibt es nämlich auch eine riesige Schaukel, mit einem Bogen von 300m und 70m freier Fall)? Nur meine Hand ging hoch. -Und die Combo aus Bungy und Swing? Wieder meine Hand. -Ok dann fängst du mit dem Bungy an, das ist das schlimmere. Ähem cool, hehe.
    Na dann los und schon bin ich in die nötigen Sicherheitsdinger gehüpft und war bereit. Es ging erstmal ums Gebäude herum und wir sahen die Plattform für den Sprung. Die hing aber mitten in der Luft, wir mussten erstmal mit einer kleinen, offenen Gondel darüber fahren. Auf dem Weg dorthin hörte ich schon die Schreie und sah die Körper ewig in die Tiefe fallen. Ja jetzt wurde mir wärmer.
    Auf der Plattform wurde ich dann an die ganzen Dinger gespannt, vertaut und vorbereitet, auf dem Foto sieht man mir die Aufregung deutlich an :D
    Dann sollte ich runter vom Stuhl und auf die Absprungplatte. Das war das schlimmste, denn meine Füße waren zusammengebunden und ich konnte nur winzige Tippelschritte machen, immer näher an den Abgrund. Das fühlte sich ewig an, auf dem Video ging es ganz schnell^^
    An der Kante dachte ich dann: Kann ich jetzt springen? Ist alles fertig vorbereitet? Hinter mir hörte ich jemanden runterzählen und wusste ja ich kann.
    ..2...1.. Schwupp. einfach getan. es ging so schnell, im Nachhinein wenn ich das nochmal durchgehe aber doch länger, in dem Moment bist du einfach voll mit Adrenalin und schreist Aufregung, Freude und ein bisschen Angst raus :D
    Mein Gedankengang nach dem Absprung(was gar kein richtiger Sprung war, eher ein Fallenlassen, wie ich auf dem Video sah. Hat sich aber wie ein Sprung angefühlt :D):

    YEAH, ich bin gesprungen! Boah ich fliege!! Yuhu
    .
    .
    Oh Scheiße, ich falle! Was hab ich mir dabei gedacht!?!
    .
    .
    Da ist der Widerstand, alles gut, das Seil hat mich. Geil! Einfach geil :)

    Schade, dass ich nicht gleich nochmal konnte. Das Runterschauen war für mich gar nicht beängstigend. Nur diese Tippelschritte, und dann einfach springen, ich war eher ungeduldig als ängstlich. Auf jeden Fall ein geiles Erlebnis für einen Selbst!


    Weiter ging es mit der Riesenschaukel, dem Nevis-Swing. Hierhin ging es über eine lange Brücke. Hier war ich überhaupt nicht mehr angespannt, wir sahen einige vor mir Lossausen und ich bekam richtig Lust drauf.
    Als ich dran war fragte sie: Vorwärts, Rückwärts oder Kopfüber? Sie meinte wie man in dem Gestell sitzen möchte. Ich dachte mir ganz klassisch vorwärts und schon ging`s auf die Schaukel. Hier hat man den Fall nicht selbst in der Hand, jemand anderes drückt einen Knopf der die Schaukel losfliegen lässt. Ist entspannter als selbst den Impuls zu geben.
    Das Gefühl war auch hier einmalig! Es ging in freiem Fall runter, diesmal konnt ich mich an den Gurten festhalten. Irgendwann griffen die Halterungen und du sitzt in der größten Schaukel, die du je gesehen hast. Hier hatte ich auch Zeit zum Genießen, einfach schwingen zu lassen. Traumhaft.


    Was besser war? In dem Moment sagte ich die Schaukel, im Nachhinein definitiv der Sprung. Aus sich selbst heraus zu springen, die Kontrolle in andere Hände abzugeben ist so ein großartiges Erlebnis. Egal was du tust, es passiert. Du fällst und vertraust drauf, dass die Schnüre halten(was sie tun, da verschwendet nicht so viele Gedanken daran). Ich bin gespannt, wie im Vergleich dazu ein Fallschirmsprung ist, den werd ich irgendwo in Australien machen.

    Es war echt gut beides zu machen, denn auch der Swing war genial, wenn ihr die Chance dazu habt, nehmt kopfüber, das ist das einzige, was ich doch lieber gemacht hätte. Dann rasen die Klippen gefühlt noch dichter an dir vorbei und gibt dir einen noch größeren Rausch.

    Ach und.. nicht die Augen schließen! Ihr verpasst sonst zu viel. Ich hatte sie auch die ganze Zeit aufgerissen :D

    Also unbedingt ausprobieren! Bis dann und viele Grüße

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  • 03Dec 2017

    73 Remarkables 03.12.2017 Neuseeland —

    Gibbston, Neuseeland

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  • 07Dec 2017

    74 Milford Sound per Kajak 07.12.2017 Neuseeland —

    Fiordland National Park, Neuseeland

    Beschreibung

    Wir haben uns so darauf gefreut den Milford Sound (Fjord) per Kajak zu erkunden und heute ging es dann endlich los. Ich hatte schon so viel darüber gelesen. Man sollte unter Wasserfällen durch paddeln, Robben, eventuell Pinguine und Delfine von Nahem sehen (endlich, das will ich schon so lange :D) Wir waren richtig gespannt, was uns da erwarten würde.
    Um halb neun ging es dann endlich los. Wir bekamen Kleidung, Ausrüstung und eine kurze Einweisung und dann ging es auf’s Wasser. Wir waren zu sechs in unserer Gruppe und eine Guide. Zwei waren noch nie Kajak gefahren und fuhren sehr viel zick zack und in andere rein :D
    Das Wetter war zum Glück auf geklart, denn als wir heute früh in den Milford Sound reingefahren sind, haben wir nichts gesehen nur Nebel. Jetzt hatten wir strahlenden Sonnenschein und es war richtig warm. Leider. Ich hatte mir das erste mal schlechtes Wetter gewünscht, ich hatte gelesen, dass der Milford Sound erst dann richtig schön sein soll. Aber es war auch so unheimlich beeindruckend. Die Felsen ragten direkt neben uns mehrere Meter in die Höhe und das gerade. Das Wasser war auch unheimlich klar und nach unten sollte es wohl über 3000 m gehen. Was man hier verliert, findet man nie wieder :D
    Unser erster Halt war ein Wasserfall, der das Trinkwasser für die gesamte Umgebung liefert. War echt cool so dicht heran zu kommen. Danach fuhren wir noch ein kleines Stück weiter und querten danach den Kanal. Es war windig und es gab einige Wellen, doch an sich kein Problem, doch unser Guide wollte, dass wir so dicht wie möglich zusammen bleiben und dadurch mussten wir ganz schon langsam fahren, was es dann wieder schwer gemacht hat. Doch danach, hielten wir unsere Kajaks zusammen, packten ein Segel aus und ließen uns von dem Wind zurück treiben. Das war richtig cool :)
    Dann gab es eine Mittagspause und eine Paddelrunde rund um eine Insel und dann war das ganze schon wieder vorbei.

    Unseren Erwartungen ist das Ganze kein Stück gerecht geworden. Wir sind nicht wirklich weit gepaddelt, obwohl wir mehr hätten schaffen können, wenn wir nicht immer so langsam hätten fahren müssen. Wir waren richtig enttäuscht. Das Ganze war ganz schön teuer gewesen und das was wir dafür bekommen haben, war es nicht wert gewesen. Absolut nicht empfehlenswert. Leider darf man auf dem Milford Sound nicht alleine Kajak fahren, man muss eine Guided Tour buchen. Das nutzen sie ganz schön aus.

    Die Leute, mit denen wir unterwegs waren, waren richtig cool. Wir haben am Ende noch eine ganze Weile mit ihnen gequatscht. Zwei Paare aus Spanien, die ihre Flitterwochen in Neuseeland verbringen.
    Auf dem Rückweg zum Campingplatz haben wir dann auch endlich Keas gesehen. Das sind die einzigen Berpapageien auf der Welt und sie sind unheimlich intelligent. Sie flogen auf Camper, die eine Lüftungsklappe auf hatten und versuchten dort irgendwie hinein zu kommen. Wenn man nicht aufpasste pulten sie die Gummidichtungen aus dem Auto und machten noch anderen Unfug. Wir lasen, dass sie gerne Menschen nach machten und versuchten Steintürmchen zu bauen und guckten, ob sie es nach machten würden, doch sie nahmen lieber die Steine weg und zerstörten unsere Türmchen :D Dann versuchte ich einen zu erschrecken, aber er machte mich einfach nur komplett nach und so, nach dem ersten Schreck, hüpften wir beide durch die Gegend und hatten unseren Spaß :D Das sind echt super Tiere. Ich bin gespannt, was sie noch so alles machen :D

    Abends auf dem Campingplatz haben wir auch noch richtig coole Leute getroffen. Eine Familie aus England mit zwei kleinen Kindern. Sie haben uns Bier spendiert und wir haben richtig lange gequatscht. Ein super Ausklang für den Tag :)

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  • 08Dec 2017

    75 Milford Sound Cruise 08.12.2017 Neuseeland —

    Fiordland National Park, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute hatten wir endlich mal so richtig schlechtes Wetter. Yheay! :D

    Heute früh sind wir noch einen Teil des Routburn Tracks gegangen. Auf den Gipfel des ersten Berges. Man soll von dort oben einen wirklich tollen Ausblick haben, doch als wir dort oben ankamen, hatte sich das Wetter ganz schön verschlechtert und wir sahen nur noch weiße Wolken und Nebel :D
    Der Track an sich war echt cool. Ich hatte meinen Spaß. Matze eher nicht so und dann gab es auch noch keine Belohnung in Form eines tollen Ausblicks :D
    Aber auf Grund des schlechten Wetters entschlossen wir uns nochmal in den Milford Sound zu fahren und eine Bootstour zu machen. Und die hat sich wirklich gelohnt. Es war genial. Aber von Anfang an.

    Schon bevor wir los fuhren, sahen wir Delfine im Anlegebecken herum tollen. Wir liefen sofort raus in den Strömenden Regen um sie besser sehen so können. Endlich haben wir Delfine gesehen :D
    Dann ging die Bootstour los. Wir standen auf Deck im Regen und kurz nach dem Ablegen sahen wir schon eine Gruppe Delfine. Sie tollten im Wasser herum und wir hatten den Eindruck, dass sie uns eine Show lieferten. Sie sprangen aus dem Wasser und vollführten allerhand Kunststücke. So toll <3
    Und dann sahen wir auch noch Pinguine, die eigentlich zurzeit überhaupt nicht zu sehen sind. Unglaublich. Und natürlich sahen wir auch jede Menge Robben.
    Und der Milford Sound war unheimlich schön. Überall flossen Wasserfälle und es sah irgendwie magisch aus. So schön. Unglaublich und sehr schwer zu beschreiben. Guckt euch einfach die Bilder an und vergleicht die von gestern und heute :)
    Und dann fuhr das Boot unter einen Wasserfall, wer wollte konnte draußen bleiben und nass werden. Wir haben es natürlich beide getan und hatten richtig Spaß dabei :D Und das Wasser hat richtig weh getan und wir waren patschnass danach, doch es hat so viel Spaß gemacht :D
    Also eine Bootstour ist richtig genial und kostet auch nicht zu viel(viel weniger als Kayaking) und man sieht wirklich den kompletten Milford Sound. Nur zu empfehlen :)

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  • 09Dec 2017

    76 Kepler Track 09.12.2017 Neuseeland —

    Fiordland National Park, Neuseeland

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  • 11Dec 2017

    77 Glücklich sein (Matze) 11.12.2017 Neuseeland —

    Lumsden, Neuseeland

    Beschreibung

    Diese Reise soll mir auch zeigen, ob ein Leben anderswo als in Deutschland wohl besser ist.
    Neuseeland hat vergleichsweise eine ähnliche Fläche zu Deutschland, in Neuseeland leben aber nicht mal 5mio Menschen (hinzu kommen noch 2-3mio Reisende), in Deutschland leben 84mio! Das heißt es ist gar nicht möglich, so etwas wie hier in Neuseeland zu haben und es wird bewusst, was das eigentlich für eine Größenordnung ist und was es für eine Aufgabe für die deutsche Politik sein muss. Es bringt nichts sich zu sagen, ach da ist es doch viel schöner, denn was für Möglichkeiten sich zwischen den Ländern ergeben unterscheiden sich immens. Vielmehr ist die Frage: Was mache ich aus dem, was mir hier gegeben wird?

    Wir haben in Deutschland das Privileg, für unser Glücklichsein selbst verantwortlich zu sein. Wir haben keine krassen äußeren Umstände, die unser Leben beeinflussen. Im Gegenzug sind wir genauso selbst für unser Unglücklichsein verantwortlich. Also was macht mich unglücklich? Was auf jeden Fall so war, sonst hätte ich mir nicht die Frage gestellt, in einem anderen Land zu leben. Und danach die Frage: Was macht mich dann glücklich? Wenn du hier auf die Antwort kommst, dass die Umgebung sich verändern muss(in dem Fall die Gesellschaft), kommst du nicht weit.
    Also was ist wirklich der Grund? Hier wird es besonders schwer, weil man sich selbst Dinge eingestehen muss, im gewohnten Umfeld suchen muss, da dieses ja dafür sorgt, unglücklich zu sein oder zumindest nicht hilft, glücklich zu werden. Oft hilft es sich vorzustellen, sich selbst und das Miteinander von außen zu sehen, auf sich selbst herabblicken, selbstreflektieren. Wie ist die Partnerschaft? Erfülle ich mich in meiner Arbeit (ob nun beruflich oder privat)? Gibt es Probleme in der Familie?

    Wer hier ehrlich sucht, wird meist auch fündig. Das driftet jetzt etwas von einem Reisetagebuch ab, aber das sind Dinge, die mich nun mal beschäftigen, eventuell auch andere, die das lesen.
    Wer nun die Richtung hat, dranbleiben und versuchen eine Lösung zu finden, sprecht miteinander, das ist so wichtig. Vieles wird durch Kommunikation in Beziehungen gelöst. Schwierig wird es, wenn einer oder mehrere gar nicht dafür aufnahmebereit sind oder immer und immer wieder dasselbe durchlaufen wird, ohne dass sich was ändert. Spätestens hier empfiehlt sich psychologischer Rat, das hat mir auch schon bei der Findung geholfen. Wenn immer noch nix passiert, sei mutig. Mutig für Neues, mutig für Trennung vom Gewohnten. Dazu brauchst du nicht gleich auszuwandern. Das ist mal wirklich etwas, worauf du Kontrolle hast!

    Und ja das ist am schwersten. Gibt ja nix danach, zu schwer was Neues zu beginnen, was ist mit den Kindern(besonders hier sollte man sich klar darüber werden, wie es für die Kinder ist, ständig unglückliche Eltern vorgelebt zu bekommen, Kinder sind sehr feinfühlig und übernehmen Verhaltensweisen).
    Es gibt vieles, wie man sich das schwer reden kann, aber das ist Blödsinn. Wege entwickeln sich, Menschen kommen, die Welt dreht sich weiter. Es liegt an dir die Möglichkeiten zu nutzen, an deinem Verhalten etwas zu feilen, aktiv zu werden, offen auf Menschen zuzugehen, auch wenn es nicht immer von Erfolg gekrönt ist. Denn ob man zum Nörgler wird oder vereinsamt, liegt nicht an den anderen.

    Schlussendlich komme ich zur Frage zurück, wo es zu leben besser ist. Die Reise macht mir viel bewusst, ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass es keine Rolle spielt, in welchem Land du lebst, um glücklich zu sein. Jedes hat seine eigenen Gegebenheiten und es ist für einen selbst auch erweiternd, verschiedene zu erleben. Deutschland bietet wirklich sehr viel, wir verlieren das so leicht aus den Augen, konzentrieren uns doch zu sehr auf Probleme, verlieren uns im Stress, was zusätzlich unserer körperlichen Gesundheit schadet.
    Auszuwandern mit der Hoffnung/Erwartung ein glücklicheres Leben zu führen, entpuppt sich meist als Enttäuschung. Ich habe auf der bisherigen Reise viele Einwanderer(auch aus Deutschland) erlebt und aus ihren Erzählungen kam hervor, dass nach der Euphorie der ersten Zeit wieder der Trott die Oberhand gewann und sie in dieselben Verhaltensweisen zurückfielen, innere Probleme nicht verschwanden, sondern wieder hervorkamen. Zurück an derselben Stelle mit Sich, nur woanders auf der Welt. Na klasse. Da wird es schon deutlich, womit man sich wirklich auseinandersetzen sollte oder?
    Deine Gesundheit, deine Verantwortung.

    Ich denke ich werde mich nach meiner Rückkehr gut selbst verwirklichen können und mit Mut meinen Weg gehen, mich selbst erfüllen!

    Und Du?

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  • 14Dec 2017

    78 Dunedin 14.12.2017 Neuseeland —

    Dunedin, Dunedin, Neuseeland

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  • 18Dec 2017

    79 Kamera kaputt 18.12.2017 Neuseeland —

    Twizel, Neuseeland

    Beschreibung

    Leider hat die Kamera beim Erkunden des Milford Sounds(ein Fjord, der für seine Wasserfälle bekannt ist und durch Gletscherwasser gespeist wird) einen weg bekommen. Sie kam einem Wasserfall zu nahe. Der starke Regen hat ihr nix ausgemacht aber dann der Wasserfall -.-
    Das Boot fuhr direkt darunter, der Guide nannte es Glacial Facial, übersetzt sowas wie Gletscherdusche^^ Naja jedenfalls funktionierte die Kamera nach dem Trocknen nicht und auch nach dem Reinigen. Nun brauchen wir also eine neue.
    Hier ein lieber Wink an unsere Familien ;) es steht ja Weihnachten vor der Tür und wir würden uns sehr über etwas Weihnachtsgeld für eine neue Kamera freuen, damit wir euch weiter mit wundervollen Fotos versorgen können :)
    Könnt ihr ganz leicht aufs deutsche Konto überweisen, wir geben euch die Daten durch, schreibt uns einfach an wer uns etwas zukommen lassen möchte und noch nicht die Bankverbindung hat.

    Vielen Dank schonmal und eine besinnliche Adventszeit für alle! Hohoho :)


    P.S. Wir sitzen gerade in Twizel in einer Art Bücherei und es läuft ein deutsches Volkslied: Muss se denn zum Städtele hinaus :D ist mir grad beim Schreiben aufgefallen

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  • 25Dec 2017

    80 Frohe Weihnachten/ Merry Christmas! 25.12.2017 Neuseeland —

    Christchurch Central, Christchurch, Neuseeland

    Beschreibung

    Weihnachten am anderen Ende der Welt und während des Sommers. Das ist an sich schon merkwürdig genug, aber dann wird hier Weihnachten auch noch anders gefeiert. Da tappt man schon mal ins ein oder andere Fettnäpfchen :D

    Der 24.12. ist an sich erst mal recht ähnlich zu Deutschland. Abends sitzt man mit der Familie zusammen und genießt ein besonderes Abendessen. Doch das waren auch schon die Gemeinsamkeiten, denn dieses Abendessen findet draußen statt und es ist meistens ein Barbecue (grillen). Wir waren bei einem Christmas Carol Singing. Dabei sang ein Chor Weihnachtslieder, bei denen viele mit sangen, und die Menschen saßen vor der Bühne und viele hielten angezündete Kerzen in der Hand. Es war magisch und wunderschön. Zu unserem Erstaunen wurden sehr viele deutsche/europäische Weihnachtslieder gesungen, wir hatten gehofft, ein paar Kiwi Lieder zu hören. Ach und das Ganze fand natürlich im Freien statt, es war auch echt warm. Nachdem das dann vorbei war, konnte man noch in die angrenzende Kathedrale gehen, um weitere Lieder zu singen. Das haben wir natürlich gemacht und diese Kathedrale war wunderschön. Ein Ersatzbau von Shigeru Ban, bestehend aus Pappröhren und einem Metalldach. Klingt schrecklich, doch es sah wunderschön aus. Dort wurden viele christliche Lieder gesungen, doch es war auch ein neuseeländisches und ein Maori Lied dabei, das hat uns richtig beeindruckt. Danach sind wir gegangen, denn um 23 Uhr startete die Messe und alle, die nicht bleiben wollten, wurden gebeten zu gehen.

    Wir liefen durch die Stadt, denn wir wollten noch ein wenig Weihnachten feiern und in einen Pub gehen. Beim ersten wurde Matze von dem Türsteher gefragt, wieviel er denn schon getrunken habe. Erst verstand er es nicht und dann antwortete er mit voller Inbrunst: „Ja sicher…“ Da unterbrach ich ihn und sagte dem Türsteher, dass wir bisher nur ein Bier getrunken hatten und er ließ uns rein :D
    Doch wir blieben nicht lange und gingen weiter. Beim nächsten Pub beobachteten wir wie vor uns ein paar Leute hinein wollten und der Türsteher ihnen sagte, dass schon geschlossen sei. Wir wunderten uns und versuchten gar nicht erst hinein zu kommen. Wir kamen zu einem dritten Pub und die Band die dort spielte, klang richtig gut und wir hatten Lust dorthinein zu gehen, doch auch dieser Türsteher sagte uns, dass geschlossen sei. Wir fragten verwundert wieso und er erklärte uns, dass sie um Punkt Mitternacht die Musik ausmachen müssten und alle Leute nach Hause gehen müssen. Merkwürdig. Naja so gab es keine Weihnachtsparty für uns.

    Im Hostel angekommen, grüßte ich einen Kiwi mit „Merry Christmas“ und er sagte nur, dass dürfe man jetzt noch nicht sagen. Merry Christmas sagt man hier erst um Mitternacht. Naja ein paar Minuten später erstarb die Musik, die man noch von den Pubs hören konnte, es war Mitternacht, jetzt durfte man also merry christmas wünschen :D
    Am 25. Öffneten wir unsere Geschenke, denn die gibt es erst morgens am 25. Und mittags ging es zum Weihnachts-BBQ in ein anderes Hostel. Und gegrillt wurden Burger :D Wir trafen eine Menge Leute, unterhielten uns sehr gut und verbrachten den ganzen Tag dort. Und es war so heiß. Wir hatten Sonnencreme aufgetragen und schwitzen wie verrückt. In der Sonne konnte man es nicht aushalten und alle verkrümelten sich in den Schatten. Kein Weihnachten ohne BBQ in Neuseeland :D Hier entstand auch unser Video, das ihr euch anschauen könnt ;)

    Ach und der 25. Ist hier ein strikter Feiertag und es darf kein Alkohol ausgeschenkt werden, das wird sehr ernst genommen. Es ist so ziemlich der einzige Tag, an dem alle Geschäfte geschlossen haben (normalerweise haben sie selbst Sonntags geöffnet). Die Straßen waren auch richtig ausgestorben.

    Das waren also unsere Weihnachtsfeiertage :)

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  • 01Jan 2018

    81 Happy New Year! 01.01.2018 Neuseeland —

    Christchurch Central, Christchurch, Neuseeland

    Beschreibung

    Erstmal Frohes Neues!!

    Tja was nehmen wir uns für`s neue Jahr wohl vor… Ganz einfach: So weitermachen, wie das letzte aufgehört hat! Weiter mit offenen Augen durchs Leben gehen, staunen, entdecken und erleben. Weiter aktiv sein, Herausforderungen nehmen, an den Aufgaben wachsen. Weiter an uns selbst glauben und an das, was alles möglich ist, was erreicht wird, wenn auch mit der nötigen Anstrengung.

    Insofern euch allen ein glückliches, gesundes und erlebnisreiches neues Jahr 2018 :)

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  • 09Jan 2018

    82 Auto verkauft!?! 09.01.2018 Neuseeland —

    Christchurch Central, Christchurch, Neuseeland

    Beschreibung

    Hallo Leute, wir sind immer noch in Christchurch, verbringen unsere Nächte auf einem kostenfreien Campingplatz in der Nähe. Es ist eine ruhige Zeit, deswegen war auch nicht so viel von uns zu hören. Ja die Tage plätschern dahin und wir bereiten uns mehr oder weniger auf unsere Abreise vor, oder auch auf die Anreise nach Australien ;) Darunter gehört auch der Verkauf unseres Autos.
    Wir haben es in einigen Foren und auf verschiedenen Handelsseiten(ähnlich wie ebay) online gestellt und nach zwei halbentschlossenen Anfragen kam nun gestern eine richtig interessierte!
    Nach der ersten SMS Nachricht gingen wir zu Mail über, da Michael (Mike) gerade auf der See arbeitet, denn er ist sowas wie ein Meeresforscher. Deshalb wollte er noch einige Nahaufnahmen und eine ausführlichere Beschreibung des Autos, da er es nicht selbst in Augenschein nehmen konnte und um sicher zu stellen, dass er keinen Fehlkauf macht. Er ist online Geschäfte noch nicht so gewohnt und war sich noch unsicher, ich fragte dagegen wie wir ihm das Auto übergeben können, rechtzeitig vor unserer Abreise und ob er rechtzeitig zurückkehrt.
    Nachdem ich ihm meine sehr ehrliche und persönliche Beschreibung schilderte, war er voll überzeugt und „von ganzem Herzen erfreut“. Mike vertraute uns und sagte er wolle uns das Geld auf schnellstem Wege über PayPal überweisen. Die Übergabe lässt er von einem Lieferdienst erledigen, der alle nötigen Unterlagen bereithält und das Auto zu sich bringt. Er würde sich freuen, wenn wir das Auto in der Zwischenzeit vom Markt nehmen.
    Wir konnten es kaum glauben, meine aufrichtige Antwort(ohne aufschwatzend zu sein) muss ihn so überzeugt haben, dass er uns voll vertraute und wir waren froh das Auto schon verkaufen zu können. Es passte einfach, Michael machte Eindruck auf uns wie wir auf ihn, trotzdem schrieb ich ihm noch dass wir das Auto erst als verkauft markieren, wenn auch das Geld(4800$/2800€) da ist, logischerweise. In der Zwischenzeit ist es für ihn reserviert. Daraufhin wollte Mike noch eine Adresse, von wo aus das Auto geholt wird und sagte dass er den Betrag noch in der Nacht überweisen wird, und wir doch bitte noch so lange online sein sollen, damit wir die Prozedur von PayPal noch durchlaufen können(Ira sagte mir bei größeren Summen ist das etwas komplizierter). Es konnte ihm gar nicht schnell genug gehen, wollte nicht dass noch ein anderer Käufer dazwischen kommt.
    Inzwischen war es aber schon halb 10 Uhr abends und wir wollten noch zurück zu unserem Campingplatz. Mike ist in einer anderen Zeitzone, also schrieb ich ihm dass wir jetzt ins Bett gehen, aber wir das Auto doch erst mal auf verkauft stellen, sodass er sich nicht abhetzen müsse und wir den Transfer am nächsten Tag(heute) in Ruhe durchführen können.

    In der Früh konnte ich gar nicht mehr abwarten in die Stadt zu kommen, um das Geschäft abzuschließen. Ich kam zur Bibliothek und schaute eifrig nach den Mails: da waren sie schon, 5 von PayPal, 1 von Mike. Ich fing mit der ersten PayPal Nachricht an: Es ist eine Zahlung in Höhe von 6000$ für Sie angekommen, von Michael A. … . 6000? Will er uns etwa eine Freude machen? Waren wir so sympathisch? , kam mir als erstes in den Sinn. In der nächsten Nachricht stand: der Betrag beinhaltet 1000$ für den Lieferdienst. -Achso, schade. Dann weiter: um den Betrag verifizieren zu können, schicken Sie uns eine Mail mit dem Nachweis, dass der Betrag an den Kurierdienst geht. Ich solle eine Liefernummer, Sendeadresse und Absender einfügen. Die Informationen bekomme ich vom Käufer. –Was? Wie soll das denn funktionieren? In der nächsten Nachricht: Die vom Käufer bestätigte Empfangsadresse des Lieferdienstes, in der ein komischer Name stand, ein komischer Ort, ein Postfach und am Ende China. –Das Auto wird verschifft? Davon sagte er gar nichts.. Die nächsten Nachrichten gingen darüber, dass der Geldtransfer 100%ig sicher ist, dass zur Sicherheitskontrolle dieser erwähnte Nachweis nötig ist. Bei Fragen nutzen Sie den Link.
    Ich war verwirrt. Warum war Ira gerade nicht da? Ist das eine normale Vorgehensweise? Auch das Format kam mir suspekt vor.. Zwar waren Logos, Datenanhängsel und sogar IDs da, doch der Text war mal fett gedruckt, mal farblich, untypisch für Nachrichten von PayPal.
    Dann sah ich mir Mikes Nachricht an. In der stand, dass er zusätzlich 1000$ für den Transport, und nochmal 200$ für die anfallenden Gebühren mit überweist. Entschuldigte sich, dass er es nicht vorher wusste, der Agent vom Lieferdienst wollte Geld im Voraus. Ich solle mit den Daten in den Store von dem Kurierdienst und auf der Rechnung, die ich dort bekomme, stehen die notwendigen Infos für PayPal, er habe die Firma schon kontaktiert.
    Jetzt dämmerte es mir, hatte ich gestern noch etwas Misstrauen gehabt, kann doch nicht alles so glatt gehen, doch wir dachten manchmal ist das halt so. Nun wusste ich es besser. Mir fiel ein, dass er erwähnte noch nicht mit online Banking vertraut zu sein, doch wusste er über die Abläufe bei PayPal Bescheid, sagte ich solle sie genau befolgen, damit der Transfer durchgeführt wird.
    Ich schrieb noch eine Mail an „Michael“, ob er ernsthaft denkt, dass ich 1200$ im Voraus zahle und fragte nach seiner Adresse, die er mir noch gar nicht mitteilte. Ich brauche sie für die Änderung des Eigentümers vom Auto. Nur um noch ein paar Infos von der Person zu bekommen, um das Auto ging es nicht mehr. Mir wurde klar, dass es nie um das Auto ging. Sondern um die 1200$, die ich an den Lieferdienst zahlen solle, die ich dann aber nie wiedersehen werde. Die Person am anderen Ende ist dann um das Geld reicher. Die ganze Geschichte erlogen für das.
    Inzwischen kam Ira auch an und ich zeigte ihr die fragwürdigen Mails. Gut dass ich darauf bedacht war, keinen Link anzuklicken.
    Wir entschlossen uns einmal zu dem Store zu fahren, zu sehen ob ein Mitarbeiter etwas darüber sagen konnte, doch der Laden hatte geschlossen. Dann auf zur Polizei.
    Während ich die Story so gut wie möglich wiedergab, wurde es immer deutlicher, dass es eine Person oder Organisation gab, die PayPal imitiere, auf Anzeigen im Internet anspringt und den Verkäufer dazu bringt etwas in Vorkasse zu bezahlen. Scam wird das genannt. Der Kurierdienst transferiert mit Geldmengen overseas, (also in die ganze Welt), wenn man dort Geld falscherweise abgibt, hat man keine Chance das wieder einzuziehen.
    Was die alles an Infos durch ihre Märchen bekamen: unsere Telefonnummer, Mailadresse, Adresse vom Hostel, dass wir aus Deutschland kommen, wann wir abreisen. Das Gute: die Infos sind nichts Gravierendes. Keine Bankdaten, keine Passwörter.
    Wir haben alle Mails an PayPal weitergeleitet, dass sie wissen dort ist jemand der den Namen missbraucht, vielleicht sogar dem auf die Schliche kommen. Es kam auch prompt die Antwort, dass es sich um ein Fake handelt, sie es weiter untersuchen und ich die Mails aus meinem Posteingang löschen soll. Hab ich auch, sicherheitshalber auch noch Mail und Passwörter geändert. Wieder war ich froh, dass ich daran gedacht hab auf keinen Link zu klicken.

    Ja das war eine etwas unschöne Erfahrung, wenn auch eine wertvolle. Nicht noch einmal wird es uns passieren, dass wir auf Geschäfte solcherart eingehen. Auch an euch gerichtet, sichert euch ab, rückt nicht vorschnell Infos raus bei Leuten, die ihr nicht kennt und ihr euch nur über Nachrichten verständigt, auch wenn sie noch so sympathisch wirken.
    Nicht dass ihr allen gegenüber misstrauisch sein sollt, nein so ein Fall ist Ausnahme, nicht die Regel.

    Im Laufe des Tages antwortete unser lieber Mike auch noch: Bevor ich alles mit dem Liefern erkläre, sag mir kamen die Mails von PayPal denn schon an? Und dann etwas später: Bitte, bist du noch da? Die Frage nach seiner Adresse ignorierte er völlig.
    Diesmal wird er(?) keine Antwort mehr von mir bekommen.

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  • 12Jan 2018

    83 Ira bekommt ein Tattoo 12.01.2018 Neuseeland —

    Sydenham, Christchurch, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute war es dann endlich soweit, ich würde mir ein Maori Tattoo stechen lassen. Schon ein paar Tage vorher war ich in dem Studio Zealand Tattoo, um alles zu besprechen und war baff, als sie mir sagten, dass sie es am selben Tag stechen, an dem wir das Design besprechen und dass es noch vor unserem Abflug möglich sei und ja so saß ich heute dann in diesem Studio.

    Ich war total müde. Ich hatte die Nacht extra in einem Hostel verbracht, um gut schlafen zu können, doch dem war nicht so. Ich wurde dauernd wach und dann ratterten die Gedanken. Wie das Design wohl aussehen wird, wie es ablaufen wird und so weiter und so weiter. Am Morgen war ich dementsprechend müde, aber vielleicht war das auch gut so? Und dann rief Sherryl an, ob ich nicht eine Stunde eher kommen könnte. Das war super, denn ich überlegte schon wie ich die lange Wartezeit bis dahin verbringen sollte. Draußen regnete es mal wieder in Strömen.

    Und dann ging’s los. Es war zuerst schwierig meine Idee dem Tattoo Artist zu erklären, die Sprachbarriere machte es auch nicht unbedingt leichter, doch Sherryl schien meine Idee verstanden zu haben und sprang mir helfend zur Seite. Denn meine Vorlage war ein polynesisches Tattoo und ich wollte ein Maori Tattoo, doch mir gefiel die Form richtig gut und so etwas wollte ich als Maori design auf meinem Körper haben, mit meinen eigenen Bedeutungen. Nachdem Zane, so heißt der Tattoo Artist und der Chef des Studios, eine Weile auf einem Blatt rum skizziert hatte, meinte er, er würde mir es gleich auf den Körper malen, um es direkt an meinen Körper anpassen zu können. Das war glaube ich auch die beste Idee, denn auf dem Papier kamen wir nicht so wirklich auf einen Nenner und dann zog ich mich aus und er malte mir direkt auf die Rippen, ein paar kleine Korrekturen und das Tattoo stand fest. Ich legte mich auf den Stuhl und dann viel mir ein, dass wir noch gar nicht über die Bedeutung gesprochen hatten. Ich sprach Zane darauf an und erklärte ihm, dass ich gerne das Meer und meine Reise darin festgehalten haben möchte.

    Und dann ging es los. Die ersten Linien, die Zane zog, fühlten sich an, wie richtig schlimme Kratzer, so als würde jemand mit einem Messer durch meine Haut fahren. Ich hielt die Luft an und verspannte, dann gab Zane mir den Tipp auszuatmen, wenn er eine Linie zog und dann die Luft anzuhalten bis er fertig war. Das half richtig gut und es tat auf einmal gar nicht mehr so weh und ich gewöhnte mich daran. Jetzt fühlte es sich so an, als würde mich jemand kratzen, also gar nicht so schlimm. Ich konnte mich dann sogar mit Matze und Zane unterhalten. Naja meistens hörte ich den beiden bei ihrer Unterhaltung zu, da ich nicht immer atmen konnte, wie ich wollte.
    Es gab ein paar Stellen, an denen es trotzdem ganz schön weh tat, ich denke mal an diesen Stellen verlaufen einfach mal richtig viele Nerven, das war direkt auf einer Rippe und in der Nähe der Achsel und dann gab es eine Stelle, an der spürte ich überhaupt nichts. Ich hörte, dass Zane stach, aber ich spürte überhaupt nichts, das war richtig merkwürdig.

    Und dann schneller als ich erwartet hatte, war es schon vorbei. Ich konnte endlich einen Blick auf mein Tattoo werfen und es sah einfach mega gut aus. Perfekt, so in etwa hatte ich es mir auch vorgestellt, doch auf keinen Fall so detailliert und so fein. Es ist so schön geworden :)

    Insgesamt hat die ganze Prozedur 2,5 Stunden gebraucht. Es ging also richtig schnell. Auch hatte ich mir eine ziemlich schmerzhafte Stelle ausgesucht, direkt auf den Rippen, auf meiner linken Seite. Aber jetzt habe ich ein wunderschönes Andenken an meine Zeit in Neuseeland und ein wunderschönes und einzigartiges Design auf meinem Körper ^^

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  • 17Jan 2018

    84 Auto verkauft(jetzt auch wirklich) 17.01.2018 Neuseeland —

    Christchurch Central, Christchurch, Neuseeland

    Beschreibung

    Jaa wir haben das Auto verkauft!! Für exakt denselben Preis, wie wir es gekauft haben. Naja nur die Reparaturen gehen auf uns, ungefähr 800$/480€.
    Wir sind echt froh darüber, können wir uns nun voll auf das neue Abenteuer stürzen und die restlichen Tage genießen.
    Übrigens geht alles, was sich ums Auto dreht, supereinfach. Man geht einfach zur Post, nimmt sich die nötigen Papiere und 5 min später ist der Besitzer gewechselt, die Lizenz verlängert oder was auch immer. Ganz entspannt.
    Diesmal war es auch ein zuverlässiger Käufer, hat uns bar bezahlt und es ist inzwischen auch auf dem Konto. Unser Campingzeug hat jemand anderes gekauft, das ging weg wie warme Semmeln :D

    Die kommenden Feedback-Texte verfassen wir übrigens jeder für sich, so habt ihr von beiden die Sichten, wie wir Neuseeland erlebt haben. Die mit dem Titel Feedback sind von mir(Matze)

    Bis dann und viele Grüße

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  • 18Jan 2018

    85 Feedback NZ 1(Verkehr) 18.01.2018 Neuseeland —

    Christchurch Central, Christchurch, Neuseeland

    Beschreibung

    Bevor wir nun zu neuen Ufern aufbrechen, möchte ich eine Zusammenfassung der Zeit in Neuseeland verfassen. Ich fang einfach mal an.

    Autofahren

    Nach etwas Eingewöhnungszeit gefällt mir das Fahren auf der linken Seite sogar besser als auf der rechten! Für mich ist es nämlich viel bequemer, da ich meine verschiedenen Armlängen besser ausgleichen kann. Der lange rechte Arm streckt sich zum Lenkrad, während der kürzere linke auf dem Schoß oder Schalthebel ruht. Das Linksfahren ist schon so normal, dass ich mir bei Filmen mit Rechtsverkehr denke: Hey! Der fährt doch auf der falschen Seite :D
    Ja es ist schon kurios wie schnell sich der Kopf umstellt

    Zum Straßenverkehr kann ich sagen: es ist gemütlich. Zum Einen, weil einfach weniger Autos rumfahren, zum Anderen, weil die erlaubte Höchstgeschwindigkeit 100km/h nicht übersteigt. Also man ist mit höchstens 110 Sachen unterwegs, meistens kann man auch gar nicht schneller, weil die Straße hin und her(mit richtig zackigen Kurven) und rauf und runter verläuft(über Berg und Tal, ganz oft hintereinander).

    Angenehm ist auch, dass die Ampeln doppelt angebracht sind, einmal ganz dicht an der Haltelinie, so wie wir es gewohnt sind, und einmal auf der anderen Straßenseite, so braucht man den Kopf nicht verrenken um zu sehen wann es grün wird wenn man weit vorne steht. Die meisten Verkehrszeichen sind auch dierekt auf der Fahrbahn eingezeichnet(Schilder gibt es aber trotzdem), so erkennt man schnell, was der Verkehr von einem will^^
    Trotzdem gibt es Drängler, bei denen man den Schweiß auf die Stirn bekommt, besonders Kiwis(Einheimische in der Umgangssprache), sie kennen die Strecke und wollen schnell an ihr Ziel kommen, also links den Blinker setzen und an einer passenden Stelle vorbeilassen.

    Neben der Landschaft bewundern sollte man auch Vorsicht walten lassen, es gibt viele einspurige Brücken, von Erdbeben teils abgestürzte Bereiche, Geröll von abbröckelnden Klippen, Schlaglöcher, Steinschläge! (auf Gravelroads/Schotterstraßen) und natürlich Tiere. Schafe, Kühe, nicht fliegende Vögel(Vollbremsung/Ausweichen) und vor allem nachts und in der Dämmerung Opossums(Gas geben und draufhalten, denn die killen die seltenen Vögel). Ja die toten Opossums scharen sich zuhauf am Straßenrand. Einmal mitgebracht sind sie zu einer Plage geworden, aber dazu später mehr.

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  • 18Jan 2018

    86 Feedback NZ 2(Campen) 18.01.2018 Neuseeland —

    Christchurch Central, Christchurch, Neuseeland

    Beschreibung

    Neuseeland ist das Land der Reisenden und Camper. Ein Drittel(!) Der Gesamtbevölkerung machen sie aus (4,8mio Kiwis, 2-3mio Reisende). Gefühlt die Hälfte der Reisenden sind Deutsche :D
    Dementsprechend strukturiert ist auch das Land. Die Wirtschaft basiert auf Tourismus und es gibt zahlreiche kostenlose oder preiswerte Campingplätze. Und es gibt wirklich überall kostenloses Trinkwasser! Ob in der City, im Restaurant, auf Zeltplätzen, auf Wanderungen oder sonstwo, irgendwo gibt es ein Trinkbrunnen/Ausschenk an dem du deine Wasservorräte auffüllen kannst. Finde ich super, darüber brauchten wir uns nie Sorgen machen (außer der unverhoffte längere Ausflug bei den Capes, könnt beim Wegpunkt „Unerwartet“ nachlesen).

    Im Auto zu leben war überraschend komfortabel, obwohl es nicht mal ein Campervan war. Wir hatten eine Matratze darin und waren sehr flexibel. Wer länger als ca. 45 Tage in Neuseeland unterwegs ist, für den lohnt sich auf jeden Fall ein Autokauf. Dann kommt ihr günstiger bei weg, denn Mietpreise fressen sich mit der Zeit tiefer und tiefer ins Kapital, ohne Hoffnung auf Rückerstattung. Habt nicht so eine große Scheu vor dem Wiederverkauf, irgendwie findet sich immer jemand, auch wenn ihr weniger bekommt als ihr reingesteckt habt rentiert es sich. Wir haben 800$ weniger bekommen als investiert, also für 5 Monate Auto 800$/480€ ausgegeben. Bei den Mietpreisen wären es mehrere tausend Dollar gewesen.
    Nun aber zurück zum eigentlichen Campen, bin ich doch etwas abgeschweift^^ Wir lernten viele Leute kennen, verbrachten wundervolle Abende mit ihnen und/oder den Aussichten oder lasen gemütlich englische Romane. Nur nach Duschen mussten wir ab und an länger suchen, je nachdem wieviel Geld man für eine heiße ausgeben möchte, wir wollten so wenig wie möglich dafür aufbringen :D

    Eine Sache in dem Campingsystem finden wir blöd: Die Autos sind in non-self-contained(nsc) und self-contained(sc) unterteilt. SCs sind Selbstversorger mit Toilette und Abwasser(Größe eines kleinen Sitzhockers), und NSCs sind eben solche, die keine eigene Toilette haben. Dementsprechend gibt es auch Campingplätze, die nur für SC ausgeschrieben sind. Steht man mit einem nsc darauf, zahlt man 200$ wenn man erwischt wird. An sich ist das vernünftig, damit man nicht in der Umwelt seinen Schmutz verbreitet, doch es hat teilweise Dimensionen angenommen, die in Verachtung ausarten. Wir als nsc mussten also darauf achten, beim Campingplatz eine Toilette zu haben. Die inoffizielle Regel hieß, dass solange eine Toilette da ist, können wir da übernachten, auch wenn es nur für SCs ausgeschrieben ist. Bei Wikicamps hatten wir einen guten Überblick darüber und manchmal waren die Kommentare über nsc unter der Gürtellinie, denn diese sind verpönt unter den sc und manchen Anwohnern, dass sie die nsc für alles, was nicht rund läuft auf dem Campingplatz, verantwortlich machen. Wenn Müll rumlag, war es ein nsc, wenn Klopapier trotz Toilette im Busch lag(was an sich schon unverständlich ist), war es ein nsc, wenn es laut war, natürlich ein nsc, wenn schlechtes Wetter ist, ist der nsc dran Schuld. NSC gilt als unsauber und verdreckt die Umwelt. Schubladendenken hoch 10.
    Es wird vergessen, dass nicht das Auto, sondern derjenige, der darin sitzt sich schlecht verhält. So gibt es genauso sc-Fahrer und Einwohner, die sich daneben benehmen. Also hatten wir so manches Mal ein ungutes Gefühl, weil man sich als nicht willkommen fühlte. Wie auch immer, trotz teilweise wilden, drohenden Kommentare(dass man einen Strafzettel bekommt) ist uns nie etwas solcherart passiert. Zumeist waren es auch ruhige Orte, ohne jegliche Beschwerden und mit Toleranz gesegnet.

    Alles in allem sind die Möglichkeiten für ein Campingleben in Neuseeland hervorragend. Allein dass es so viele Plätze gibt, umsonst und legal im Zelt/Auto zu übernachten ist große Klasse :)

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  • 18Jan 2018

    87 Feedback NZ 3(Kultur) 18.01.2018

     

    Beschreibung

    Die Mentalität der Neuseeländer ist erfrischend, sie leben im Hier und Jetzt, sind offenherzig, erwarten nicht von dir, dass du etwas bestimmtes tun/sein sollst, sondern dass du einfach du bist. Im Gegenzug aber auch ist die Voraussetzung, dass du selbst dein Leben bestreitest und du das nötige Geld einbringst, um es dir zu gestalten. Deine Gesundheit, deine Verantwortung. Ein Kiwisprichwort, dass sich auf so viel bezieht und mir die Augen geöffnet hat.

    Vor allem aber merke ich hier eines: Grundvertrauen. Wen du auch triffst, beim ersten Gespräch gibt es kein Zurückhalten, keine Tabus, es wird offen über alles mögliche gesprochen, was gerade so aktuell ist. Ob es nun über die Erlebnisse vom Tag geht, die nicht ganz so geliebte Schwiegertochter, was dich persönlich mitnimmt, Zeit im Knast oder Bettgeschichten, es kommt alles auf den Tisch. Kein Drumherum, Andeutungen oder Vorenthalten, Batsch hier hast du, obs dir gefällt oder nicht, mir egal. Aber auf eine Art und Weise, die offen und ehrlich ist, herzlich und sympathisch macht, denn dass man dir nichts verheimlicht gibt dir das Gefühl von Vertrauen. Kein herantasten, checken wie der andere so tickt, vorsichtig sein(ein anderer Ausdruck für misstrauisch, der bei uns gern verwendet wird). Es wird auch nicht erwartet dass du dir groß Gedanken drüber machst, als wolle man dir Probleme aufschwatzen, vielmehr ist es sowas wie: so bin ich, nevermind.
    Vertrauen sah ich auch beim Autohandel, bei der Probefahrt kannst du einfach losdüsen, während der Verkäufer auf dich wartet. Er will gar nicht mit und lässt dich fahren. So manch einer wäre dann auf und davon. Oder dass viele Bezahlungen in eine Honestybox gemacht werden. Die Waren stehen unbeaufsichtigt am Straßenrand, sogar von Hostels hab ich sowas gehört.

    Etwas Unvergleichliches, was es in der neuseeländischen Kultur noch gibt, sind die Maori. Maori sind die Ureinwohner Neuseelands, sie kamen auf Schiffen und entdeckten die Inseln, besiedelten sie. So wie Indianer in Amerika oder Aborigines in Australien. Doch anders als dort wurden sie nach der europäischen Invasion nicht fast ausgerottet oder jetzt in Reservoirs eingegliedert, sie sind voll integriert und ergeben zusammen mit der europäischen Kultur die Eigenkultur Neuseelands. Ihre Sprache ist lebendig und ein Teil wird auch von allen genutzt, egal ob Maori oder nicht. Die Grußformel „Kia Ora“/Hallo/Willkommen ist ein Beispiel dafür. Auf Schildern ist oft nicht nur das Englische zu lesen, sondern auch Maori. Viele Ortsnamen(Whakapapa), Tiere(Pukeko) oder Landschaften(Mt. Tongariro) behielten ihren Maori Namen. Ausgesprochen wird es wie das deutsche Alphabet, mit paar Ausnahmen.
    Es gibt heilige Orte, inmitten von Städten, die auch für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Klar nahm man bei der Besiedlung auch keine Rücksicht auf Verluste, doch hier hat man es geschafft, es möglichst wieder gutzumachen, Land zurückzugeben, zu integrieren und so diese einzigartige Kultur zu schaffen. Sie haben weiter ihren Glauben, doch leben die Maori voll anerkannt in der Gesellschaft und sind natürlich auch mit der Moderne gegangen. Die traditionellen Dörfer gibt es nur noch für touristische Zwecke.

    Es gibt noch viel mehr Interessantes über die Maori Kultur, aber das würde hier den Rahmen sprengen. Übrigens hatte ich immer gedacht, der Disneyfilm Vaiana ginge um Bewohner Hawais, doch das ist auch der deutschen Übersetzung anzurechnen. Eigentlich heißt der Film nämlich Moana, und Maui der Halbgott stammt eins zu eins aus den Legenden der Maori. Genauso wie die Tattoos, der Fischhaken und die Geschichten. Die Geschichten, indem die Maori die erzählen, wie die Natur geworden ist wie sie ist, sind unglaublich unterhaltsam und eine Lesestunde wert ;)

    An sich ist das Naturbewusstsein hier sehr groß, klar es ist nunmal eine Insel, hat sein eigenes Ökosystem, ist empfindlich für Veränderungen und hat eine unglaublich beeindruckende Landschaft, was mich zum nächsten Punkt führt...

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  • 18Jan 2018

    88 Iras Rückblick 18.01.2018 Neuseeland —

    Christchurch Central, Christchurch, Neuseeland

    Beschreibung

    Unsere Reise in Neuseeland geht zu Ende. Nur noch ein paar Tage und ab geht der Flieger nach Australien. Ich freue mich schon richtig und bin gespannt, was uns dort so erwartet. Aber ich möchte an dieser Stelle noch einen kleinen Blick zurück werfen auf die Zeit, die wir in Neuseeland verbracht haben.

    Dies ist meine erste große Reise, die bisher längste und auch die erste, die mich so weit weg von Deutschland geführt hat. Es ist eine Reise, der vielen ersten Dinge und des Nervenkitzels. Angefangen mit dem langen Flug von Deutschland nach Neuseeland, ich hatte ganz schön Bammel davor, einfach nur, weil ich bis dahin nur Kurzstreckenflüge geflogen war, aber dies war erst der Anfang. Es ist schon etwas anderes in einem Mehrbettzimmer in einem Hostel zu übernachten und den ganzen Tag englisch zu sprechen, ich brauchte eine ganze Weile, um mich einzugewöhnen, doch dann war es echt mega cool (solange man Ohropax hat :D)

    Und dann ging es ab in’s Auto, das war anfangs sehr gewöhnungsbedürftig. Ich war ein totaler Ordnungsfreak und kam mit Chaos so gar nicht klar. Matze dagegen schert sich nicht darum. Das war anfangs richtig furchtbar, ich räumte gefühlt nur noch auf und versuchte irgendwie Ordnung zu halten, was nebenbei bemerkt unmöglich ist, wenn man in einem Auto lebt. Doch irgendwann gewöhnte ich mich daran. Wir hatten eine grobe Ordnung und damit war gut. Gegen Ende schmiss ich meine Sachen auch einfach nur noch ins Auto :D Ich würde sagen, meine Ordnungsliebe ist stark zurück gegangen, ich schätze die Ordnung, doch es ist jetzt mehr ein geordnetes Chaos :D Man gewöhnt sich daran in einem Auto zu leben. Am Anfang war es noch sehr merkwürdig, doch es wurde schnell zur Gewohnheit. Es war auch sehr überraschend, wie viel Platz unser kleiner Mitsubishi hatte (es verschwanden sogar einige Dinge darin :D) Als wir ihn putzten und ausräumten, um ihn zu verkaufen, entdeckten wir sogar, dass wir ein Ersatzreifen und Werkzeug hatten, wir dachten die ganze Zeit, dies wäre dem Stauraum zum Opfer gefallen :D Ich werde unseren Mitsubishi vermissen, es war ein tolles und sehr zuverlässiges Auto, es hat echt Spaß mit ihm gemacht.
    Wenn man so in einem Auto reist, wird einem bewusst, wie luxuriös das Leben in Deutschland ist. Dort hatte ich eine Wohnung, eine Küche und eine Dusche. Ja das sind so die Dinge, die mir fehlen. Wir mussten immer gucken, wo wir nun duschen können, am besten umsonst natürlich :) Manchmal hatten wir tagelang nicht geduscht und dementsprechend freuten wir uns über die Duschen. Wenn ich in einem Hostel übernachtete oder irgendwo, wo es kostenlose Duschen gab, nutzte ich das schon regelrecht aus, ich duschte täglich und oft auch sehr lange, es war einfach so himmlisch :)
    Aber was mir noch mehr fehlte, war eine Küche. Ich liebe es zu kochen und kochte sehr oft in Deutschland. Beim Campen ist das etwas schwierig. Wir hatten nur eine Gasflasche mit einem Brenner, auf den wir den Topf stellten. Bei Regen und starkem Wind konnte ich das mit dem Kochen vergessen, da wir nicht im Auto kochen konnten. Am Anfang habe ich noch oft gekocht, meistens Currys, da man sie leicht in einem Topf kochen kann. Später ging auch ich immer mehr dazu über, irgendwo essen zu holen oder einfach nur Brot zu essen. Das sind so die Annehmlichkeiten, die mir fehlen und die ich wirklich zu schätzen gelernt habe.

    Man ist auch echt abhängig vom Wetter, wenn man so im Auto unterwegs ist. Regentage sind schon sehr Nervenzehrend. Man hängt den ganzen Tag im Auto, zu zweit und geht sich irgendwann gewaltig auf die Nerven. Gut war es, wenn wir an solchen Tagen irgendwo ins Trockene konnten, sei es ein Museum oder eine i-Site (Information) Aber das war auch schon so das negative daran und es hat auch seine richtig guten Seiten. Man ist jeden Tag draußen an der frischen Luft und das auch richtig lang, dies möchte ich auch auf jeden Fall beibehalten, es hat einfach so unheimlich gut getan. Wenn ich länger in einem Hostel bin, zieht es mich spätestens nach einem Tag des drinnen Sitzens wieder nach draußen, es ist einfach so furchtbar, sich so viel drinnen aufzuhalten :D Es hat was unheimlich Gutes draußen an der frischen Luft zu sein. Auch habe ich es richtig geliebt, morgens, draußen an der frischen Luft Yoga zu machen. Anfangs erforderte es schon Mut, mich einfach auf eine Wiese oder so zu stellen und den Sonnengruß zu machen, doch nach dem ersten Mal wurde es zu einer kleinen Gewohnheit und ich machte Yoga in Parks und an Stränden und das möchte ich nicht mehr missen. Auch eine Gewohnheit, die ich beibehalten möchte, morgens raus gehen und Yoga an der frischen Luft machen, wann immer es möglich ist.

    Und dann gibt es da noch die Kiwis und die Maoris. Die Kultur ist hier einfach so erfrischend anders. Wenn man mit jemandem ins Gespräch kommt, redet man zuerst einmal darüber wie es einem geht und dann spricht man einfach über irgendwas was einen gerade beschäftigt, egal was. Es ist wurscht! So ist dieser Mensch einfach und es gibt keine Peinlichkeiten oder Falschheiten, jeder ist wie er ist. Das ist so erfrischend schön! Auch etwas was ich von hier mit nehme und beibehalten möchte, sei du selbst, egal wie es dem anderen gefällt, frage deinen Gegenüber wie es ihm geht und nicht welchen Job er gerade ausübt und sei ehrlich, dir selbst gegenüber und auch den anderen. Und bleib entspannt egal was kommt, alles lässt sich lösen und Stress bringt dich nicht weiter.

    Ich habe sehr viel über mich gelernt, in den letzten fünf Monaten. Ich habe gelernt, mir selbst zu vertrauen und nicht mehr so viel Angst vor allem zu haben. Ich habe herausgefunden, dass ich sehr gerne wandern gehe (die nächste Wanderung kommt bestimmt :)) und Kajak fahre. Auch habe ich gelernt, dass einen die Angst nicht davon abhalten sollte etwas zu tun (siehe Klettereien, meinen Fallschirmsprung und das Tattoo), es ist gut sie zu haben (ich würde es auch nicht mehr als Angst bezeichnen, doch mir fällt kein anderes Wort ein), aber es ist wunderbar über seine Grenzen hinauszugehen, das Gefühl danach ist einfach unglaublich! Aber ich bin noch lange nicht am Ende angekommen, ich befinde mich erst am Anfang. Ich möchte Selbstbewusster werden und viele Verhaltensmuster ablegen und da habe ich noch einiges vor mir, auch viele Auseinandersetzungen mit mir selbst, aber ich befinde mich auf einem guten Weg.
    Auch weiß ich, wo ich beruflich hinmöchte und wie dies aussehen könnte. Neuseeland war eine sehr gute Inspirationsquelle und ich bin gespannt, wie viel Input Australien mir liefern wird. Es gab auch Momente, wo ich meinen Studienalltag vermisste, auch wenn ich ihn zeitweise richtig gehasst habe :D Aber im Moment kann ich mir aber noch gar nicht vorstellen mit dem Reisen aufzuhören. Ich möchte weiter reisen, noch mehr entdecken, mein Entdeckerdrang ist noch lange nicht gestillt :)

    Wenn ich so zurück blicke, erinnere ich mich an viele schöne Momente und viele Abenteuer, die wir erlebt haben. Die Zeit verging echt schnell, doch ich möchte weiter, nicht mehr reisen, sondern einfach mal eine Weile irgendwo sesshaft werden und auch arbeiten, hoffentlich bei einem Innenarchitekten, das nächste Abenteuer wartet :)

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  • 19Jan 2018

    89 Feedback NZ 4(Landschaft und Erlebnisse) 19.01.2018 Neuseeland —

    Christchurch Central, Christchurch, Neuseeland

    Beschreibung

    Ja was soll ich hier sagen, vieles haben wir schon berichtet, Fotos gezeigt, doch so richtig das Gefühl bekommt ihr trotzdem nur, wenn ihr es selbst ausprobiert und mittendrin seid.

    Ich bin an neue Leistungsgrenzen gestoßen, hab mich bei langen Wanderungen abgerackert bis ich schon kein Bock mehr hatte. Dann aber weiterzumachen und ans Ziel zu kommen, zu sehen, was es dort gibt, gab mir dann tiefste Freude, Stolz und Selbstvertrauen. Der Trick wird sein das auch in andere Lebenslagen zu übertragen, doch da bin ich optimistisch!
    Interessant war auch eine Sache: ihr kennt bestimmt das Gefühl, wenn sich vor Aufregung der Magen zusammenzieht, der Schweiß ein wenig ausbricht, etwas Angst sich breit macht, man sich unwohl fühlt. Man begibt sich raus aus seiner Wohlfühlzone. Ich habe das oft bei praktischen Prüfungen, Auftritten und dergleichen und habe es immer als negativ gesehen.
    Das hat sich hier geändert. Wenn ich jetzt dieses Gefühl bekomme, freue ich mich darüber. Ja wirklich, ich fang dann an innerlich zu schmunzeln und weiß, dass etwas Großes kommt. Ich verbinde es nun mit Erfolg, weiß, dass etwas besonderes für mich ansteht und wenn dieses Gefühl da ist, gibt mir das die Chance auf Weiterentwicklung. Es gibt auch ein ganz spezielles Ereignis, seitdem ich das so empfinde: der Bungysprung. Das gleiche Gefühl hatte ich dort nämlich auch, und danach kam das Feuerwerk. Mir ist es erst bewusst geworden, als sich mir das nächste Mal der Magen zusammenzog.
    Das ist ein Riesenerfolg für mich. Ich sehe solche Dinge mehr als Herausforderung und freue mich drauf, mich ihnen zu stellen, sie zu meistern und stärker daraus hervorzugehen.



    Die Landschaft fasse ich mal so zusammen: Berge, Klippen, Seen, Flüsse, Ozean, Ebenen, Ödland, Höhlen, Fjorde, Strände, Vulkane, Gletscher, Geysire, Wälder, Inseln. Alles dicht beisammen, meist mehreres gleichzeitig, sich verändernd mit den Gezeiten und Jahreszeiten. Der größtmögliche Abstand zur Küste sind 120km. Schon etwas unfair, dass sich ein Land erlaubt so eine geile Natur zu haben :D

    Um einen Eindruck der Städte zu bekommen: Rostock, wo ich wohne, wäre eine der größten Städte hier. Bei uns ist es eine ziemlich kleine. Rerik, das Ostseebad, indem ich aufwuchs, welches zu den kleinsten Städten Deutschlands zählt (vielleicht sogar die kleinste) mit ca. 3000 Einwohnern (deutlich mehr im Sommer, wenn die Urlauber dazukommen) würde in Neuseeland im Mittelschnitt liegen.
    Viele Ortschaften sind Ansammlungen von Häusern an einer Hauptstraße entlang, mit nur ein paar Querstraßen. Große Ausnahme ist natürlich Auckland, diese hat wirklich Großstadtausmaß.

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  • 19Jan 2018

    90 Feedback NZ 5(Tierwelt) 19.01.2018 Neuseeland —

    Christchurch Central, Christchurch, Neuseeland

    Beschreibung

    Eine Gattung steht hier besonders im Vordergrund: Vögel. Neuseeländer lieben ihre Vögel und hassen jene, die ihnen schaden. Auch berechtigt, denn einige sind vom Aussterben bedroht wie der Takahe, Hihi, Kea, Kakapo, Kokako, Pinguin und natürlich der Kiwi. Nein wir haben keinen wilden Kiwi gesehen, aber des Öfteren gehört. Ich hab bestimmt welche vergessen und es gibt an sich noch viele Arten.
    Es gibt einige Reservoirs, in denen seltene Vögel geschützt vor Feinden leben. Dort konnten wir einen Takahe, Kokako und Hihi sehen. Wirkt grad etwas unstrukturiert, es gibt einfach so vieles, was ich erzählen kann, da weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll und werd mich auch kurz halten. Ich probier es mal so...

    Unterhaltsame Begegnungen: Wekas, die unser Essen geklaut haben, noch dazu sehr gerissen, wie das war, steht bei der Kajaktour. Dann der Tui mit seinem upgespaceten Sound, der während seines Gesangs durch die Gegend spuckt, die Kakadus in Whanganui, die spielen, kuscheln und sprechen wollten. Der Robin, der so neugierig um uns herum hopste, wenn wir durch Wälder gingen, die Quails mit ihren Puscheln am Kopf, die hin und her wippten, wenn sie eilig über die Straße huschten, der Plover mit seinem durchdringenden Geschrei oder dem Papagei, der sich so toll präsentierte. Am absolut besten war aber der Kea, ein Gebirgspapagei. Sie sind die intelligentesten(vergleichbar mit Menschenaffen), verspieltesten und frechsten. Getroffen haben wir sie am Milford Sound beim Tunnel. Sie picken Autodichtungen heraus, fliegen durch die Dachluke auf der Suche nach Futter, machen deine Bewegungen nach, oder beißen berherzt an deinem Schenkel, wenn du mal nicht guckst, wie ich es getan hab. Nur um mich zu ärgern. Bevor ich das mitgekriegt hab, hatte er sich langsam angeschlichen, und schonmal gezwickt, weil ich nicht reagiert hab noch ein zweites Mal, fester diesmal, aber nicht so sehr, dass es schmerzt.
    Verspielt und herausfordernd. Wenn man ihm einen Stein zuschmeißt, schmeißt er zurück, aus der Luft auf dich runter. Baust du einen Turm, macht er ihn wieder kaputt, hüpfst du auf ihn zu, hüpft er zurück. Ja das war ein Spaß. Füttern darf man ihn allerdings nicht, weil er dadurch verlernt, sich selbst etwas zu suchen. Und sie nur noch mehr versuchen, dein Zeug auseinander zu nehmen.

    Möwen tummeln sich überall, in Kaikohe und Dunedin gibt es sogar Albatrosse zu bewundern, riesig sind die, wie aus einer anderen Zeit.
    Aus einer anderen Zeit stammt übrigens noch der Moa, dieser ist leider ausgestorben. Durch die Besiedlung und eingeschleppte Tiere wie Ratten, die ihre Eier fraßen. Er wurde größer als ein afrikanischer Strauß, und massiger. Mit ihm ausgestorben ist auch der Riesenadler, der sie jagte. Ohne sie bekam er nicht mehr genug Nahrung. Er war so gewaltig, er hätte auch locker Menschen in die Luft gehoben.

    Neben den Vögeln gibt es dann noch Hectordelfine, wahre Akrobaten sind sie, Wale, Seehunde und -löwen, und zwar massig, sie werden mit der Zeit schon fast langweilig. Tuatara(eine urzeitliche Echse), etliche Kaninchen, manch ein Reh und zu guter Letzt die Opossums. Sie sind verhasst, weil sie einmal hergebracht wurden und zu einer Killermaschine der Vögel wurden. Wenn du eins auf der Straße siehst, gib Gas und halt drauf, wenn du es erwischst wirst du gefeiert. Ziemlich makaber, aber sie gehören nicht hierher und sind eine Plage geworden. Es werden regelmäßig Gifte per Helikopter verteilt, das gilt auch für Ratten und andere Feinde der Vögel.

    Ein Tier sticht noch besonders hervor: die Sandflie(Sandfliege). Wer denkt, Mücken sind lästig, tja, die sind ein Scheiß dagegen. Sie sind überall wo es Büsche und Wasser gibt und das gibt es hier zuhauf. Sandflies sehen aus wie Obstfliegen, sind also viel kleiner als Mücken, und sie summen nicht. Ihre Stiche jucken mindestens eine Woche lang, oft kratzt man sich blutig. Sie übertragen nichts, aber durch Verschmutzungen können schonmal Entzündungen auftreten. Unsere Mücken sehe ich jetzt mit anderen Augen :D
    Giftige Tiere gibt es hier nicht, Zecken nur auf Farmen und beißen tun sie üblicherweise nicht. Das macht das Campen besonders sympathisch.

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  • 20Jan 2018

    91 Zusammenfassung der Südinsel 20.01.2018

     

    Beschreibung

    Es geht weiter! Gleich geht unser Flieger nach Melbourne Australien, wir sind schon richtig gespannt :)

    Doch hier nochmal eine kleine Zusammenfassung:

    Gefahrene Kilometer: ~ 6.500
    Gelaufene Kilometer: ~ 350 (nur Wanderungen, Städte und Co ausgenommen)
    Vergangene Monate: ~ 2,5

    die Besten Erlebnisse:
    - Kajaking im Abel Tasman National Park
    - die Vögel, besonders Keas
    - Wanderungen, Heaphy und Copland Track und Peak Hill
    - Christchurch mit dem Tattoo
    - Queenstown mit dem Skydive und dem Bungysprung


    Wir können gerade auch gar nicht sagen, welche Insel uns am Besten gefallen hat. Viele sagen ja die Südinsel sei deutlich schöner, aber das sehen wir nicht so, die Nordinsel ist auch wunderschön. Die Nordinsel ist hauptsächlich durch Vulkane geformt, sie ist schroffer und rauer, die Südinsel dagegen ist durch Gletscher geformt, sie ist eher weich. Wir haben beide Inseln gleichermaßen genossen, obwohl wir auf der Südinsel deutlich schneller unterwegs waren (wir waren etwa 3,5 Wochen in Christchurch)
    Wir werden Neuseeland auf jeden Fall vermissen, es war wunderschön hier und wir hatten eine unvergessliche Zeit. Gerade sitzen wir am Flughafen und können uns noch gar nicht vorstellen, Neuseeland zu verlassen :D Aber wir sind gespannt, was in Australien auf uns wartet!

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  • 21Jan 2018

    92 Melbourne und Pinguine 21.01.2018 Australien —

    Australien

    Beschreibung

    Wir sind in Australien!

    Gestern Nacht sind wir hier gelandet und mit dem Taxi zum Hostel gefahren und es war noch so unglaublich warm, wie wohl der kommende Tag werden würde?...

    Doch heute morgen ging es dann richtig von den Temperaturen, es war wirklich warm, doch zum Glück war der Himmel verhangen und die Sonne kam nur stellenweise raus, der perfekte Tag für ein paar Erkundungen. Aber seht selbst :)

    Fotos & Videos

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  • 26Jan 2018

    93 Australia Day mit flauschiger Begegnung 26.01.2018 Australien —

    Docklands, Australien

    Beschreibung

    Eine Hüpfburg für Erwachsene, klingt das nicht genial? :D Natürlich mussten wir dahin. Und es war einfach genial! Es war mehr ein Parcour als eine klassische Hüpfburg. Es ging rauf und runter, durch Hindernisse durch und darüber hinweg und die ganze Zeit hüpfen :) Aber ihr glaubt ja nicht wie anstregend sowas ist. Wir waren total durch geschwitzt und völlig außer Puste. Und dann war es auch noch so furchtbar heiß heute unglaublich.
    Danach ging es erstmal in's Hostel und duschen.

    Und dann ist heute ist ja Australia Day, der Geburtstag Australiens und zur Feier des Tages gibt es dann ein Feuerwerk. (Mehr haben wir vom Australia Day auch nicht mitbekommen :D) Leider hat es den ganzen Abend geregnet und wir überlegten noch ob wir denn nun hingehen sollten, doch am Ende haben wir es gemacht und es hat sich einfach gelohnt. Es war so ein schönes Feuerwerk und so groß. Viel besser, als das zu Sylvester in Christchurch :)

    Aber das Beste des Tages war der Rückweg. Wir kamen an einem Park vorbei und dann hat sich dort ein Opossum aus dem Baum herausgequetscht. Das sah vielleicht aus, so süß. Und dann bemerkten wir, dass dort ganz viele Opossums sind, auf dem Boden, in den Bäumen, überall. Und die sind so zutraulich. Wir konnten sie füttern und sogar streicheln, voll flauschig <3
    Aber es ist schon so ein zwiegespaltenes Gefühl. In Neuseeland hasst man sie und tötet sie, wenn man kann und hier füttern und streicheln wir sie... Merkwürdig.

    Fotos & Videos

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  • 27Jan 2018

    94 Phillip Island 27.01.2018 Australien —

    Ventnor, Australien

    Beschreibung

    Heute sind wir das erste mal raus aus Melbourne. Eine Tour nach Phillip Island für nur $70. Voll gut. Es war eine coole Truppe mit zwei Schwedinnen, zwei Deutschen und der Tourguide mit seiner Familie. Er hat richtig viel geredet auch auf deutsch, nur hat das keiner verstanden :D Aber er war echt cool und es hat echt Spaß gemacht mit ihm.

    Erster Stopp war eine Art Zoo, wo wir Koalas gesehen haben, Matze konnte ihn sogar streicheln, ich war einfach zu klein. Auch konnten wir Kängurus oder Wallabies füttern und streicheln, so flauschig. Leider war es furchtbar heiß, so haben alle Tiere nur rumgedöst und nichts gemacht, verständlich :D
    Danach ging es an einen wunderschönen Strand mit mega langen Wellen und erstaunlich warmen Wasser, schade nur, dass wir keine Badesachen mit hatten. Mittlerweile war es Zeit für's Abendessen und wir fuhren in ine Stadt, wo sich jeder was zu essen holte, danach ging es dann endlich an's eigentliche Ziel der Tour, zu den Little Blue Penguins. Zuerst waren wir auf so einem Weg, wo wir schon richtig viele sahen. Aber so richtig umgehauen hat uns dort die Landschaft. Diese Farben, unglaublich schön. Die Sonne war auch gerade am Untergehen, so romantisch <3 Wir wären am Liebsten dort gebliebn, doch wir mussten ja weiter zur Penguin Parade.

    Leider war diese total crowded, 800 Leute, die die Pinguine sehen wollten. Viel zu viele Menschen. Wir saßen auf so einer Art Tribüne, doch wir konnten den Strand einfach nicht sehen und damit auch keine Pinguine... Aufstehen und fotografieren war nicht erlaubt und die waren so richtig streng, voll heftig. Nach und nach verschwanden die Leute und wir konnten weiter nach vorne rücken und dann haben wir endlich welche gesehen. Sie kommen immer in Gruppen an Land, meistens steht da erst einer ganz verloren rum und wartet auf die anderen und dann kommt irgendwann der Rest. Meistens rennen sie auch nochmal zurück in's Wasser, so 4-5 mal rein und raus, bevor sie über den Strand flitzen. So süß <3
    Und die legen vielleicht Strecken zurück und sind dabei nicht mal langsam. Wahnsinn.

    Es war ein richtig schöner Tag gewesen ^^

    Fotos & Videos

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  • 03Feb 2018

    95 Brighton Beach (Ira) 03.02.2018

     

    Beschreibung

    Heute ging es mit ein paar neu kennengelernten Leuten aus dem Hostel an den Brighton Beach. Dieser ist gerade für seine bunt bemalten Hütten bekannt. Ehrlich gesagt hatte ich noch nie etwas davon gehört, dachte mir aber ein Ausflug ist immer gut, gerade bei dem Wetter :D

    Nach 20 Minuten mit dem Zug waren wir dann da, doch wir sahen weit und breit keine dieser Boxen am Strand, also legten wir uns erst mal in die Sonne und gingen Baden. Und dann kam der eine zurück und meinte wir müssten unbedingt etwas weiter den Strand entlang laufen, da hätte man so einen wunderschönen Blick auf Melbourne. Gesagt getan. Und dann gingen wir noch weiter, schließlich wollten wir ja auch diese Boxen sehen und die fanden wir dann auch. Und diese Boxen sahen echt klasse aus, alle bunte bemalt und jede anders. Das war ein Spaß sich alle anzusehen :) Aber leider war der Strand dort total überfüllt und nicht mehr ganz so schön wie zuvor, aber der Ausflug war es auf jeden Fall Wert. Hatte echt Spaß gemacht :)

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  • 05Feb 2018

    96 Melbourne Tour (Ira) 05.02.2018 Australien —

    Melbourne, Australien

    Beschreibung

    Heute habe ich an einer dieser kostenlosen Stadtführungen durch Melbourne teilgenommen. Zuerst dachte ich ja, dabei würde ich nichts mehr Neues zu sehen oder zu hören bekommen, doch dem war ganz anders. Hat sich wirklich gelohnt.

    Wir sind etwa vier Stunden lang durch Melbourne gelaufen und wusstet ihr, dass Melbourne seinen eigenen Outlaw hatte, wie Robin Hood? Er hieß Ned Kelly und seine Geschichte ist echt interessant. Er lebte etwa vier Stunden entfernt von Melbourne und wurde fälschlicherweise des versuchten Mordes an einem Polizisten beschuldigt, woraufhin er dann untertauchte. Etwa zwei Jahre später wurde er dann von der Polizei gefunden und gestellt. Dabei trug Ned Kelly eine Rüstung, die ihn vor den Kugeln schützte, doch er wurde festgenommen und etwas später in Melbourne vor Gericht gestellt und gehängt. Ned Kelly war damals erst 25. Heute kann man seine Rüstung in der Bücherei von Melbourne ansehen, die wohl zu einer Art Pilgerort geworden ist.

    Und gleich am Anfang der Tour hat unser Tourguide uns von einer Eigenart der Australier erzählt, egal um was es geht, es ist immer das größte, Beste, schnellste oder was auch immer und wenn es nur in der südlichen Hemisphäre ist (was liegt alles auf der südlichen Erdhalbkugel? Ist jetzt nicht so die Konkurrenz :D) Und das hat sie auch die komplette Tour immer wieder mit Stolz erzählt, zum Beispiel hat die Flinders Street Station den längsten Bahnsteig der südlichen Hemisphäre. Seit dem muss ich immer wieder lachen, wenn jemand sagt, das ist das Größte, schnellste oder was auch immer – in der südlichen Hemisphäre :D

    Melbourne an sich würde ich sehr als eine Hipster (dieses Wort gibt es tatsächlich auch im englischen) Stadt bezeichnen, es gibt unendlich viele kleine, Cafés, Restaurants und Bars, alles sehr arty. Und auf der anderen Seite ist Melbourne die Stadt des Sports, es gibt für jede erdenkliche Sportart ein riesiges Stadion, das entspricht wohl auch sehr dem Wesen der Australier, sie sind einfach nur Sportverrückt. Und dann gibt es noch meinen Lieblingsbereich, die Kunst und Architektur, man kann so schöne Dinge finden in Melbourne. Wahnsinnige Gebäude, wunderschöne Graffitis und Galerien und Museen. Ich muss auf jeden Fall noch häufiger Spaziergänge durch Melbourne unternehmen, es gibt noch viel zu entdecken.

    Diese Tour hat mir wirklich gut gefallen. Ich hatte richtig Spaß und fühle mich jetzt richtig angekommen in Australien und Melbourne :)

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  • 07Feb 2018

    97 Great Ocean Road Tag 1 (Ira) 07.02.2018

     

    Beschreibung

    Wooho! Es geht los! Und das Auto ist echt der Hammer, mega riesig, ein acht Sitzer mit einer Menge Platz und super zu fahren. Es macht richtig Spaß und ich darf es fahren :D
    Und ich bin mit einer super Truppe unterwegs, 4 Mädels und ein Kerl, der arme, aber eine super Mischung der Persönlichkeiten, ich habe ein richtig gutes Gefühl und glaube, die Tage werden ein riesen Spaß! Auf geht’s!

    Leider haben wir die erste Hälfte des Tages mit einkaufen verbracht, dass heißt bis wir tatsächlich auf der Great Ocean Road waren, war es Nachmittag, aber dann ging es auch sofort an den Strand, Bells Beach. Das Wasser war so unglaublich warm, ich hätte mich ewig darin aufhalten können. Wir haben es richtig genossen, doch wir wollten ja auch noch weiter und vor allem die Kängurus in der Dämmerung sehen. Dazu sind wir zu einem Golfplatz gefahren, wir wussten da noch nicht, dass sich Kängurus sehr oft auf Golfplätzen aufhalten und dass man da auch einfach drüber spazieren kann. Also haben wir dort angekommen erst mal eine Frau gefragt, wo wir die Kängurus, denn nun finden können, sie hat uns daraufhin durch ihr Haus geführt und uns so einiges erzählt. Sie war richtig lieb und dann waren da einfach die Kängurus auf dem Rasen. Wir waren ganz vorsichtig und haben versucht, so dicht wie möglich an sie heran zu kommen, doch Kängurus sind wirklich scheu und Herdentiere. Sobald eins anfängt davon zu hüpfen, folgen ihm die anderen :D

    Abends sind wir dann auf einen freien Campingplatz in’s Landesinnere gefahren. Wunderschön. Ein toller Sternenhimmel und mal wieder eine Menge Kängurus und etwas, dass wie Affen klang (später mehr) Doch leider mussten wir dort feststellen, dass unser Campingkocher nicht funktioniert und darauf hatten wir uns echt verlassen, also mussten wir uns alles bei anderen Campern leihen, doch die waren alle super lieb :) Das war ein schöner Abend wir haben noch lange gequatscht und sind dann todmüde in’s Zelt gefallen. Und es ist schon etwas gruselig, wenn du dann einem Känguru beim Fressen zu hören kannst, denn die kommen richtig dicht an’s Zelt heran :D

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  • 08Feb 2018

    98 Great Ocean Road Tag 2 (Ira) 08.02.2018 Australien —

    Lorne, Australien

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    Heute früh haben wir erst mal schön Yoga gemacht und dann gefrühstückt, bevor wir zum Split Point Lighthouse gefahren sind. Ein schöner Start in den Tag, vor allem mit einem so schönen Spaziergang am Strand entlang. Wir sind nämlich nicht oben an der Klippe direkt zum Leuchtturm, sondern sind zuerst nach unten an den Strand gegangen und das war die deutlich bessere Idee. Der Strand leuchtete in wunderschönen Farben und wir hatten am Ende einen wunderschönen Blick auf den Leuchtturm. So schön!

    Danach ging es weiter nach Lorne, vorbei an dem Denkmal der Great Ocean Road, denn die wurde von Heimkehrern des ersten Weltkrieges gebaut, um diesen eine Arbeit zu geben. In Lorne haben wir uns dann Mittagessen gegönnt und entschieden danach ein paar Wanderungen in der Umgebung zu unternehmen.
    Die erste Wanderung führte uns zu einem kleinen Wasserfall in einem Gully und als wir dort ankamen, hörten wir eine Gruppe Wanderer ein Wanderlied singen. Das war echt cool und die Truppe war richtig lustig. Es war ein schöner Wasserfall und in unserer kleinen Pause haben wir noch einen Aal gerettet :)

    Danach ging es zu den Erskine Falls, doch zuvor habe ich mir noch eine Kunstgallerie angesehen. Die Erskine Falls waren deutlich größer und auch echt schön. Es war sehr entspannend dort zu sitzen und dem Wasserfall zuzusehen. Doch weiter ging’s, wir wollten ja schließlich noch Koalas sehen, also ab zu Kennett River, doch als wir dort ankamen sahen wir nur Chinesen und eine Menge Papageien :D Aber auch das hatte etwas für sich. Denn die Papageien saßen einfach so auf den Menschen. Arme, Hände, Schultern, Köpfe ganz egal :D Das war echt cool.
    Aber wir wollten ja eigentlich die Koalas sehen, also liefen wir weiter herum und fanden tatsächlich auch welche, tief schlafend in den Bäumen. Naja Koalas sehen echt niedlich aus, doch ich finde sie auch irgendwie langweilig :D

    Leider verschlechterte sich das Wetter daraufhin und wir begannen uns auf die Suche nach einem Campingplatz zu machen und fanden auch einen direkt am Strand (diesmal eigentlich nicht umsonst) Und diese Nacht war echt lustig. Es waren so schräge Vögel auf diesem Campingplatz. Da waren diese zwei richtig betrunkenen Engländer, die einfach nur eine von uns abschleppen wollten (sie blieben erfolglos) aber wir haben uns einen Spaß daraus gemacht ihnen ein Bier abzuluchsen, was wir am Ende auch geschafft haben :P Und dann war da noch eine Gruppe türkischer Männer, die getanzt haben. Und das sah so lustig aus :D Aber wir mussten auf jeden Fall mitmachen und hatten auch richtig Spaß daran. Doch das Ende der Nacht haben wir am Strand ausklingen lassen, viel gequatscht und dann in’s Zelt gefallen. Diese Nacht gab es keine besonderen Begegnungen mit Tieren, wahrscheinlich war das Wetter zu schlecht, es regnete viel.

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  • 09Feb 2018

    99 Great Ocean Road Tag 3 (Ira) 09.02.2018 Australien —

    Lavers Hill, Australien

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    Und es regnete leider immer noch am Morgen, echt schade, doch davon ließen wir uns nicht aufhalten und fuhren zum Cape Otoway, auch wieder mit Koalas. Und zum Glück besserte sich das Wetter auf dem Weg dorthin und wir bekamen noch richtigen Sonnenschein :)

    Cape Otoway soll ein wunderschönes Lighthouse besitzen, doch wir zogen weiter, da wir den viel zu hohen Eintritt dafür nicht bezahlen wollten und lieber auf Koala suche im Wald gehen wollten. Und wir fanden tatsächlich mal wieder ein paar Exemplare. Das ist eigentlich das einzig spannende an Koalas, man muss richtig suchen, um sie zu finden, da sie sich hoch oben in den Bäumen verstecken und total reglos sind :D

    Und dann haben wir noch so die typischen Touristenziele abgeklappert, es war ein echt langer Weg bis zu den 12 Apostel, 70m hohe Felsen die aus dem Meer ragen ( und keine 12 Stück sind) und sehr berühmt sind, und dann war es dort einfach nur gnadenlos überfüllt und ich muss sagen die 12 Apostel waren nichts Atemberaubendes, wir hatten schon deutlich schönere Dinge gesehen, wie zum Beispiel den Strand gegenüber den 12 Aposteln :D Aber ich kann jetzt sagen ich war da :D

    Danach haben wir uns noch Loch Arch Gorge angesehen, eine Stelle an der viele Schiffe zu Bruch gegangen sind und die berühmt wurde, als 1878 zwei Überlebende der Loch Arch es an Land geschafft haben. Und dann ging es schwimmen, duschen und einkaufen in Port Campbell. Wir haben es echt genossen und leider zu viel Zeit dort vertrödelt, denn wir wollten heute ja noch die Great Ocean Road schaffen und in den Grampians übernachten. Aber was soll’s wir haben die Zeit an dem Strand wirklich genossen, doch das Wasser war Arschkalt :D

    Und dann ging es noch zur Arch, London Bridge und the Grotto. Auch alles Felsformationen im Meer, wunderschön anzusehen, doch die London Bridge ist schon lange eingestürzt, doch sieht immer noch schön aus und bei the Grotto konnten wir einen Teil des Sonnenuntergangs beobachten, am liebsten wären wir alle länger dort geblieben und hätten der Sonne beim Eintauchen in’s Meer zu gesehen. Doch wir hatten noch ein ganzes Stück Weg vor uns. Und man soll ja gerade in Australien das Fahren in der Dämmerung und der Nacht (vor allem mit einem Mietwagen) lassen, da man da sehr leicht ein Känguru anfahren kann, was meistens zu einem großen Schaden am Auto führt. Doch wir hatten Glück und es passierte nichts und wir kamen sicher am Campingplatz an und die Belohnung war genial. Es war dort so dunkel, dass wir extrem viele Sterne sehen konnten. Der Himmel war übersät mit ihnen. Der Wahnsinn!

    Ach und wir trafen dort noch zwei Australier, mit denen wir am nächsten morgen auch noch gefrühstückt haben. Beide super lieb, doch man merkte schnell ihre Art der Späße. Sie nahmen uns sofort auf den Arm. Ja Australien hätte ja Affen und auch noch ein anderes Fabelwesen, was sehr gefährlich sein soll :D Eine von uns hatte in dieser Nacht richtig Angst :D Doch sowas gibt es nicht in Australien. Denn Affen gibt es keine in Australien, was so klingt ist der Kookaburra, ein Vogel.

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  • 10Feb 2018

    100 Grampians-National Park (Ira) 10.02.2018 Australien —

    Glenisla, Australien

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    Heute ging es dann endlich in den Grampians National Park. Mein Highlight. Endlich mal wieder wandern und das bei wirklich schönem Wetter, obwohl der Morgen sehr regnerisch war.

    Doch von Anfang an. Zuerst fuhren wir zu einer Information, die sich als Museum und Kulturstätte der Aborigines herausstellte (Brambuk-Building). Das mussten wir uns natürlich ansehen. Am meisten hat mich die Architektur fasziniert. Das eine Gebäude war einem Kakadu, dem Totem Tier der Jardwadjali und Djap Wurrung (die Stämme der dort lebenden Aborigines), nachempfunden und das sah echt gut aus. Und dann gab es noch einen Weg, der die Aaal-Dreaming story erzählt. Wirklich schön gemacht. Vor allem muss man bedenken, dass ich im Süden Australiens kaum noch Aborigines gibt und da finde ich es schön, dass es solche Kulturstätten gibt, die anderen deren Lebensweise näher bringen.

    Und dann hatte es endlich aufgehört zu regnen und wir fuhren zu ein paar Aussichtspunkten, ein paar waren richtig schön, ein paar andere nicht, doch wir alle freuten uns sehr auf die Wanderung und waren gespannt, was uns erwarten würde. Und dann ging es los. Zuerst ganz lange Bergab und dann noch eine ewige Treppe hinunter (wir mussten das nachher auch alles wieder hinauf) und dann waren wir mal wieder an einem Wasserfall. Der war echt beeindruckend und in dem Becken davor schwammen einige Menschen. Schon cool :)

    Der Wanderweg selbst führte die ganze Zeit an dem Fluss entlang, was es sehr idyllisch machte und schön. Wir entdeckten auf dem Weg noch einige weitere Wasserfälle, doch der Weg wurde zunehmend langweiliger und gegen Ende verloren wir alle die Lust und kehrten frühzeitig um, auch im Anbetracht der Zeit, wir mussten schließlich noch heute bis Melbourne kommen (4,5 Stunden Fahrt) Doch es war echt schön und ich hatte meinen Spaß bei der Wanderung. Wir quatschten viel und machten viele Späße, doch wir waren auch alle schon ganz schön geschlaucht von den letzten Tagen, da war es voll okay wieder rumzudrehen.


    Leider hatte es zwischendurch immer mal wieder angefangen zu regnen, so dass ich leider nicht allzu viele Bilder machen konnte, ich möchte ja nicht meine Kamera zerstören :) Doch ich hoffe, dass ich bald die Bilder der anderen erhalte und dann noch ein paar mehr hochladen kann.

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  • 17Feb 2018

    101 White Night (Ira) 17.02.2018 Australien —

    Melbourne, Australien

    Beschreibung

    Was ein Ereignis. In der ganzen Stadt passiert irgendwas, vieles hat mit Licht zu tun, überall Kunstwerke und so viele Menschen :D Aber wunderschön und so faszinierend. Irgendwie magisch!

    Ich bin mit einigen Freunden durch die Stadt spaziert und habe mir die Kunstwerke angesehen. Wir hatten richtig viel Spaß, haben getanzt und viel gelacht. Das war eine richtig schöne Nacht, aber ohne die Dunkelheit wäre es nicht annähernd so schön gewesen :)

    Schaut euch einfach die Bilder und Videos an. Mit Worten ist es nicht zu Beschreiben. Viel Spaß :)

    Ich merke gerade, dass ich gar nicht so viele Bilder gemacht habe. Es ist auch echt schwer so was mit einer Kamera festzuhalten, aber guckt euch auf jeden Fall das Video an, das war der beste Teil :)

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  • 13Mar 2018

    102 Trennung und noch vieles mehr 13.03.2018

     

    Beschreibung

    Hey Leute, ich weiß, viele wundern sich warum so lange nichts mehr von mir zu hören war. Einige wissen ja, was sich in letzter Zeit so abgespielt hat und jetzt bin ich auch soweit, es hier öffentlich kundzutun, was sich bei uns und bei mir getan hat.

    Es hatte sich schon länger abgezeichnet, dass wir nicht mehr zufrieden mit unserer Beziehung waren, es hatte sich in eine Richtung entwickelt, die keiner von uns beiden haben wollte. Wir haben uns eingeengt, was natürlich auch damit zu tun hatte, dass wir 5 Monate im Auto gelebt haben.
    Doch es war noch mehr als das, wir verfielen in Rollen, aus denen wir nicht mehr herauskamen.
    Noch in Neuseeland sprachen wir mehrmals darüber, getrennt voneinander zu arbeiten, dass wir mal Abstand bekommen können und nicht mehr genervt voneinander sind. Als wir dann in Melbourne ankamen, beschlossen wir (zu der Zeit eher aus meinem Impuls heraus) uns ganz zu trennen. Keine Bindungen, keine Abhängigkeiten, keine Gewissen bei dem was wir tun, was bei einer „Beziehungspause“ oft noch auftaucht. Das wollte ich nicht, also sagten wir okay, es ist vorbei.

    Wir sagten uns damals, jetzt macht jeder sein Ding, und wenn wir uns dann nach ein paar Monaten wiedersehen, sehen wir dann, ob wir noch einmal Lust auf eine Beziehung miteinander haben. Ganz ohne Zwang.
    Ich weiß nicht mehr an welchem Tag es war (um den 27. Januar), doch nach einer letzten Nacht in einem Privatzimmer, gingen wir nach draußen vor den Eingang des Hostels, umarmten uns noch einmal, und ich ging.

    Einen Tag nach der Trennung, bekam ich die Nachricht, dass bei meiner Mutter Krebs festgestellt wurde.
    Bäm! Mittenrein, wie das Leben so spielt.
    Es gab schon eine große Operation, Gebärmutter und Eierstöcke komplett entfernt. Erst sollte das gar nicht zu mir durchsickern, aber das wäre blöd gewesen, ich war froh davon relativ zeitnah zu erfahren.
    Trotzdem war diese Kombination aus Ereignissen für mich niederschmetternd, verwirrend und Boden wegreißend. Breche ich nun die Reise ab? Kehre ich zurück zu Ira?(und das Verlangen in dem Moment war groß) Wie kann ich damit umgehen? Wie werde ich damit fertig?
    Ein Ergebnis, wie stark die Auswirkung des Krebses seien, sollten erst einige Tage später kommen. Also was tun? Ich hatte das Gefühl, in der Luft zu hängen, nirgends richtig hinzugelangen.

    Dann schrieb ich allen Leuten, die mir einfielen und darüber reden konnte, ich musste das einfach jemanden mitteilen, und das tat ich. Mit anderen aus der Familie zu schreiben war gut, und mit Freunden zu schreiben tat gut, wenn auch etwas mehr durcheinander bringend, da halt jeder ein anderes Verhältnis zur Familie hat, nicht jeder versteht es. Darum ging es mir aber nicht, ich wollte keinen Ratschlag, kein Verständnis, ich wollte einfach nur rauslassen was gerade abging.
    Hier wirklich einen besonderen Dank an meinen Freund Hans, du hattest das Beste parat, was ich in der Situation brauchte. Das hat mich aufgebaut, das hat mich wieder mehr zu mir selbst gebracht. Danke dir!
    Zur Erklärung: Hans wollte nix weiter darüber wissen, er sagte nur: ich hätte da eine Idee, hast du Lust mitzumachen? Klar hatte ich, und so gab er mir jeden Tag eine Aufgabe, die ich machen musste, mit Beweisfoto natürlich, vielleicht stell ich auch paar rein, weiß ich noch nicht. Wenn ich die Aufgabe meistere, spendiert er mir ein Bier wenn ich zurück bin, wenn nicht, muss ich ihm eins ausgeben.
    In diesen Aufgaben ging es immer um rauszugehen, etwas unternehmen und mit fremden Menschen in Kontakt zu kommen. So hatte ich was zu tun und musste mir nicht die ganze Zeit Gedanken um den Rest machen. Es gab aber auch Tage wo ich mich nicht aufraffen konnte. Am Ende stehe ich nun bei 5 Bier, die ich bekomme, glaube ich :D
    Irgendwann brauchte ich keine Aufgaben mehr, weil ich von mir selbst aus wieder Leute kennenlernte und Dinge unternahm, wie ich es auch jetzt weiter tue. Für diese Zeit war es aber richtig gut!

    So hatte ich also Zeit für mich und konnte mir die einzig wichtige Frage stellen: Was will ich und was brauche ich wirklich?

    Und hier kam ich dann auf die Antwort: Es ist zwar hart, aber ich will diese Reise nicht abbrechen, weil ich durch diese Reise so viel für mich gewinne wie noch nie und ich bin noch nicht fertig damit! Ich werde nichts am Krebs verändern können, wenn ich jetzt nach Deutschland zurück hetze. Wenn es hart auf hart kommt, werde ich einen anderen Weg finden, mit meiner Mutter Kontakt zu haben und sie zu unterstützen. Das mag jetzt schockierend für einige klingen, doch das bin ich, das ist mein Weg und ich bin zufrieden damit. Jeder muss für sich den eigenen Weg finden damit umzugehen, deshalb sieht auch jeder anders aus.
    Und zu Ira wollte ich auch nicht zurück, ich will selbst meine Erfahrungen und Erlebnisse sammeln, nicht wegen einem Schicksalsschlag einen Rückzieher machen von dem, was wir lange wollten, nein das wäre nicht gut gewesen. Wir sollten nun beide die Chance haben, etwas für uns selbst zu tun.

    Dann kam das Ergebnis der Krebsuntersuchung: er wurde mit der OP komplett entfernt. Auf dass es auch so bleibt! Das wünsch ich dir sehr, Mutti!
    Diese Nachricht war trotz meiner Entscheidung weiterzureisen natürlich erleichternd! Ich hätte hier auch schreiben können, dass erst jetzt der Entschluss kam, nicht die Reise abzubrechen, doch das wäre nicht ehrlich gewesen, wenn auch eher das, was man von einem erwartet.
    Ist übrigens auch ein starkes Thema: Erwartungen anderer im Gegensatz zu deinen eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen, aber das soll hier nicht thematisiert werden, heb ich mir für die Zukunft auf.

    Daraufhin hatte ich „nur“ noch mit der Trennung zu tun, die ersten 2 Wochen waren wirklich unerwartet scheiße, hatte es sich doch so lange angebahnt. Ich habe auch gemerkt, dass mein Selbstvertrauen auch von der Beziehung kam, und ich nun wieder unsicherer wurde. Verrückt, hätt ich nie gedacht, und das hat mir auch gezeigt, mann da hast du noch was vor dir!
    Dann kam das kostenlose Open Air Musikfestival in Saint Kilda, dem Strandbezirk von Melbourne. Ich bin allein hin, es war riesig und es veränderte mich, von da an war ich wieder wirklich positiv eingestellt. Unglaublich war dass ich Ira gesehen hatte, dann etwas die Lust verlor und schon wieder los wollte, doch den falschen Weg nahm und mich mitten in der Menge wiederfand, Leute traf und eine richtig gute Zeit hatte. Nach diesem Erlebnis ging ich regelrecht auf, lernte Unmengen von coolen Leuten kennen und fand wieder zu mir.
    Mir ist die Bedeutung von Freunden, nahestehende Personen und sozialen Kontakten bewusster geworden, und diese auch zu pflegen!
    Das einzig schlechte ist die ergebnislose Suche nach Arbeit, welche echt nervig wird, demnächst gehe ich wahrscheinlich nach Sydney, dort soll es leichter sein.


    So und jetzt kommt der nächste Abschnitt, welcher einfach unfassbar ist! Ich weiß, es ist ein sehr langer Text, aber es lohnt sich! Hat ja auch lange auf sich warten lassen :D
    Nach über 1 Monat nahezu Funkstille zwischen Ira und mir beschlossen wir, uns mal am Strand zu treffen und mal zu quatschen. Erst dacht ich, ist vielleicht keine so gute Idee, aber dann dacht ich ach, scheiß drauf meinerseits ist es in Ordnung und sie würde nicht fragen wenn es für sie nicht so wäre.
    Schnell merkten wir, wie sehr wir uns verändert haben, ich war wirklich überrascht und beeindruckt von Iras Auftreten, sehr selbstbewusst und spürbar gut drauf. Die Trennung war das Beste, was wir hätten tun können! Das merkten wir beide.
    Wir verbrachten noch mehr Zeit miteinander, und die Art, wie wir miteinander umgehen ist so anders geworden, uns ist bewusst, was passierte, wieso die Beziehung eine falsche Richtung annahm und was es bedeutet, tun zu können, was man will. Wir hatten uns zu sehr eingeschränkt(schon in Deutschland), dachten es bringt uns näher zueinander, doch im Grunde führte es weiter weg von uns Selbst, sodass wir nicht mehr glücklich waren.
    Was diese Trennung mit uns macht, ist einmalig, es zeigt uns auch den Wert des anderen, und zwischendurch dachten wir beide, das war`s mit uns. Nun, nachdem wir uns wieder kennenlernen, und durch die Erfahrungen, die wir schon zusammen gemacht haben, haben wir das Gefühl, das kann was richtig Gutes werden! Abstand gibt eine klare Sicht auf die Dinge, auch auf Beziehungen.
    Noch ist es etwas zu früh, wir brauchen noch mehr Zeit auf uns allein gestellt zu sein, doch wir wissen schon jetzt, dass wir uns nicht komplett aus den Augen verlieren wollen und diese Trennung vielmehr die Chance ist, eine langfristige Beziehung zu führen. Es fühlt sich auf jeden Fall gut an, wir hatten gemerkt, wir brauchen eine Veränderung und wir haben uns nicht gescheut, auch wirklich etwas zu verändern! Das ist wirklich mal an einer Beziehung arbeiten und diese Einstellung hatte ich noch nie zuvor. Jetzt sehe ich, dass diese Frau es wert ist! Es macht auch riesen Spaß und die Vorfreude auf das, was sich noch so ergeben wird ist sehr groß!


    Daraus kann ich sagen: wenn ihr unzufrieden in der Partnerschaft seid, aber nicht bereit seid, wirklich etwas anders zu machen, werdet ihr da nicht rauskommen. Hätten Ira und ich uns nicht getrennt, wäre die Beziehung einem wirklichen Ende entgegen gegangen oder, ohne den Mut sich zu trennen, wäre die Beziehung eine unglückliche geworden. Das wussten wir und deshalb haben wir das gemacht. Wenn ihr die richtigen füreinander seid, werdet ihr euch wiederfinden. Ansonsten findet jemanden, mit dem ihr wirklich glücklich seid, das ist auch nicht zu schwer, egal welches Alter ;)

    Das Leben ist so voll mit Möglichkeiten und Wundern, verschwende es nicht damit, unzufrieden zu sein!



    P.S. Ira und ich wollten uns eigentlich nur treffen, um über den Blog zu sprechen. Beim 5. Treffen oder so haben wir das dann auch, wir werden weiter beide hier schreiben :D

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  • 25Mar 2018

    104 The Great Race 25.03.2018

     

    Beschreibung

    Wir waren beim Grand Prix in Melbourne und haben uns das finale Rennen angesehen. Das war echt ein Ereignis!

    Und es war echt eine sehr spontane Entscheidung. Etwa eine Stunde vor dem Start des Rennes haben wir uns Tickets gekauft, zum Glück kommen wir als Studenten durch und müssen dann nicht den vollen Preis bezahlen :) Und dann sind wir erst mal ewig gelaufen um einen guten Platz zu finden, an dem wir dem Start gut sehen können. Das war schon etwas schwierig, doch wir haben den Start dann ganz gut sehen können, obwohl was heißt sehen. Kaum fiel der Startschuss, düsten die Autos in einem Affenzahn an uns vorbei, viel gesehen habe ich nicht von ihnen :D Doch wir hatten einen Bildschirm, auf dem wir das ganze verfolgen konnten. Doch danach hatten wir echt Zeit, sie fuhren viele Runden. Wir aßen etwas und suchten uns dann einen neuen Platz zum Zuschauen und da konnte ich tatsächlich mehr von den Autos sehen und Matze über Formel 1 ausfragen :D Es war schon spannend zu beobachten, vor allem wie schnell die Autos eine Runde fuhren. Es lagen vielleicht ein, zwei Minuten zwischen dem letzten Auto und dem ersten. Doch auch irgendwann wurde uns der Platz langweilig, wir hatten dort auch keinen Bildschirm und wir suchten uns einen neuen, auf der anderen Seite der Rennstrecke und da blieben wir bis zum Ende. Es war echt spannend am Ende war Hamilton Vettel ziemlich knapp auf den Fersen, doch schaffte es nicht ihn zu überholen. Knappes Rennen!

    Und dann konnten wir auf die Rennstrecke raus, was ein Gedränge :D Und alles ging sehr schnell. Leider war die Preisverleihung vorüber, als wir endlich dort ankamen, doch wir konnten noch die Autos sehen und ein paar der Reporter. Es hat schon echt was, mal so nah dabei zu sein :)

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  • 27Mar 2018

    105 Melbourne Zoo 27.03.2018 Australien —

    Parkville, Australien

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    Heute ging's in den Zoo :)

    Und der ist echt riesig und wunderschön gemacht. Man kann sich richtig darin verlieren und kann unheimlich viel sehen. Auch wirkten die Gehege Großteils angepasst an die Bedürfnisse ihrer Bewohner, dadurch machte es auch echt Spaß hindurchzulaufen und den Tieren zuzusehen.
    Leider waren wir etwas spät und die meisten Tierfütterungen waren schon vorbei, doch wir hatten Glück und konnten die Fütterung der Löwen mit ansehen und das war echt spektakulär ^^ Drei junge Löwen und das Fleisch wurde etwas versteckt, sodass sie wirklich suchen mussten. Auch konnten wir richtig die Charaktere der drei erkennen, das lag wahrscheinlich auch an der netten Frau, die uns etwas über die Tiere erzählt hat. Wir standen echt lange da und haben den Löwen zugeschaut und Matze hat ganz begeistert ein Foto nach dem anderen gemacht. Wir konnten nicht nur mit ansehen, wie sie gefressen haben, nein am Ende fingen sie noch an miteinander zu raufen, das war ein Spaß!

    Ein wunderschöner Tag und wir werden auf jeden Fall noch einmal wieder kommen, denn wir haben bei Weitem noch nicht alles gesehen :)
    Der Besuch ist es auf jeden Fall Wert, solltet ihr nicht verpassen, wenn ihr mal in Melbourne seid.

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  • 29Mar 2018

    106 Radtour durch Melbourne 29.03.2018 Australien —

    Albert Park, Australien

    Beschreibung

    Heute wollten wir beide mal raus. Raus aus Melbourne. Raus an die frische Luft. Einfach mal das gute Wetter genießen :)

    Der erste Plan war ein Fahrrad zu mieten und zum Brighton Beach zu fahren. Ich hatte Matze schon so viel davon erzählt und auch immer wieder gesagt, dass er dort unbedingt einmal hin sollte, dass er das nun umsetzen wollte. Doch dann tauchte das erste Problem auf. Man kann in Melbourne ganz einfach Fahrräder mieten an solchen Stationen, doch der Haken ist, dass man das Fahrrad nach einer halben Stunde wieder an einer solchen Station abgeben muss. Klingt jetzt erst mal auch nicht nach dem großen Problem, denn bis zum Brighton Beach kann man in einer halben Stunde kommen und dann holt man sich wieder ein Fahrrad, wenn man zurück möchte, doch das Problem ist, dass es keine dieser Stationen am Brighton Beach gibt, in Saint Kilda sind schon die letzten Stationen. Mist.

    Matze meinte dann, er würde gerne zum Brighton Beach laufen, doch darauf hatte ich keine Lust, denn ich wollte unbedingt mal wieder Fahrrad fahren. Mein Vorschlag also war, sich ein Fahrrad zu mieten und den Albert Park zu erkunden, denn den hatte ich bis jetzt nur beim Grand Prix gesehen und wollte jetzt einfach mal wissen, wie er im normal Zustand aussieht und wie das mit der Rennstrecke ist. Gesagt getan. Wir mieteten uns eins dieser blauen Fahrräder für $3 am Tag und fuhren los.

    Zuerst über die Rennstrecke, die man tatsächlich einfach so befahren kann und die für den normalen Verkehr geöffnet ist, also eine ganz normale Straße ist. Schon cool mal so darüber zu düsen :D
    Dann überkam uns der Hunger und wir machten ein Picknick am See, wir hatten glücklicherweise noch eingekauft bevor wir los sind, Kräcker und Salat, Yummie ^^ Und wir hatten einen wunderschönen Ausblick über den See und Melbourne und Saint Kilda.

    Weiter ging's, diesmal am See entlang und ab in die Stadt. Dort stoppten wir am Shrine of Remembrance, dieser ist eine Gedenkstätte an den ersten Weltkrieg. Mich hat dich Architektur fasziniert, denn wir spazierten als erstes in eine Art Garten, der von hohen Wänden eingerahmt war, die keinen rechten Winkel zu bilden schienen. Es war irgendwie entspannend und zugleich magisch darin. Danach gingen wir in's Hauptgebäude und der erste Raum hatte eine Pyramidenartige Decke mit einem Fenster an der Spitze. Ein echt spektakulärer Anblick und beeindruckend. Danach stiegen wir auf's Dach und hatten einen wunderbaren Ausblick über Melbourne und dort erkannte ich auch die Struktur des Ganzen. In der Mitte gibt es den Schrein, ein kolossales Gebäude, angelehnt an die römische Architektur, daran schließen sich an allen vier Ecken solche modernen Gärten an, die mich am meisten interessierten.

    Danach machten wir noch einen Spaziergang durch den Botanischen Garten, mit einem weiteren Picknick am See, bis es dann anfing dunkel zu werden und wir uns auf den Rückweg in's Hostel machten.

    Ich habe den Tag wirklich genossen. Endlich mal wieder Fahrrad fahren, ich wusste bis ich im Sattel saß gar nicht, wie sehr ich das vermisst hatte. Mich hat es total beruhigt und ich habe den Tag wirklich genossen. Und ich habe gelernt, dass ich gerade in stressigen Zeiten Auszeiten brauche, wie zum Beispiel Fahrrad fahren, einfach irgendetwas machen, was mir gut tut und mich entspannt und abschalten lässt :)

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  • 02Apr 2018

    107 Jobsuche in Melbourne 02.04.2018 Australien —

    Windsor, Australien

    Beschreibung

    Seit Mitte Februar versuchte ich auch einen Job in Melbourne zu finden, es ist echt eine schöne Stadt und ich wollte gerne hier bleiben. Am Anfang versuchte ich es als Innenarchitekt und der erste Tag war echt hart. Ich druckte meinen Lebenslauf aus, suchte mir die Adressen von Büros raus und ging zu einem nach dem anderen. Es war schrecklich. Bei den ersten Büros ließ ich mich noch so leicht aus dem Konzept bringen und zeigte nicht wer ich wirklich war. Ich ließ mich verunsichern, war schüchtern und hatte Probleme mich auf Englisch auszudrücken, obwohl dass kaum noch ein Problem für mich darstellt. Der Tag war nur anstrengend und es war schwer mich wieder aufzuraffen und los zu legen, doch dann plötzlich änderte ich mich, ich ging Selbstbewusst in die Büros, sprach entspannt mit den Leuten und bekam plötzlich richtig gute Rückmeldungen. Alle waren positiv überrascht, dass ich dort in Persona vor ihnen stand und nicht einfach nur eine E-Mail geschrieben hatte. Also ich hatte definitiv einen bleibenden Eindruck hinterlassen, vielleicht meldet sich ja jemand wieder bei mir :) Ich glaube ich verbrachte 5 oder 6 Tage damit und lief mir Wort wörtlich die Füße platt :D Und dann bin ich in das letzte Büro auf meiner Liste gegangen und der Manager nahm sich richtig viel Zeit für mich, unterhielt sich mindestens eine halbe Stunde mit mir und zeigte mir noch ein paar Möglichkeiten. Er war wirklich beeindruckt davon, dass ich jetzt schon weiß, wo ich beruflich hin möchte. Es war so ein positives Gespräch, ich habe ihn auch noch mehrmals um Hilfe gefragt und er hat mir immer helfen können und sich Zeit für mich genommen. So lieb ^^ Ich werde definitiv nicht aufgeben einen Job als Innenarchitekt zu finden, doch leider hat sich bis heute nichts in der Richtung ergeben, aber das wird bestimmt noch. Einfach nicht aufgeben, auch wenn es schwer ist :)

    Naja und dann ging die andere Jobsuche los. Einfach nur irgendwas zu finden war mein Ziel, ich hatte jedoch nicht gedacht, dass es so schwer werden würde… Ich druckte Lebensläufe aus und polierte sie sogar etwas auf und wenn mich jemand fragte, ob ich dies oder jenes schon mal gemacht hatte, log ich und übertrieb in meinen Fähigkeiten. Mit Ehrlichkeit kommt man hier leider überhaupt nicht weit :/ Ich bewarb mich online und lief die Straßen ab, doch ich bekam kein Probearbeiten und auch keiner rief mich zurück und irgendwann war das echt richtig frustrierend. Ich besorgte mir sogar neue Klamotten, kaufte normale Schuhe und schminkte mich für meine Verhältnisse stark, doch auch das half nichts. Man braucht hier einfach nur Glück oder wirklich viel Erfahrung um an einen guten Job zu kommen.

    Mittlerweile habe ich einen Job und habe auch schon ein paar Trials (Probearbeiten) mal sehen was diesmal dabei raus kommt. Auch hier die Devise niemals aufgeben, doch es zieht mich trotzdem ganz schön runter. Ich sprach mit vielen Leuten darüber, dass ich solche Probleme bei der Jobsuche hatte und die meisten erzählten mir, dass sie innerhalb von ein paar Tagen einen Job hier gefunden haben… Ich wüsste echt gerne, wie sie das geschafft haben…
    Was ich daraus gelernt habe ist, dass sie hier in Melbourne sehr auf Äußerlichkeiten achten und man sich sehr zurechtmachen muss. Das andere ist, man muss hier richtig nerven, dass heißt, wenn man irgendwo ein gutes Gespräch hatte, ein paar Tage warten und dann wieder vorbei gehen und am besten direkt nach einem Trial fragen. Man muss so richtig penetrant und frech sein, dann bekommt man hier auch einen Job. Auch erwarten sie hier von dir, dass du alles kannst, dass heißt, wenn in deinem Lebenslauf nicht irgendwas darüber steht, dass du das schon mal gemacht hast, bist du raus, also lüge ruhig etwas, aber niemals zu viel, du solltest dir schon sicher sein, dass du es bei einem Trial auch hinbekommst :)

    Mein einziges Problem daran, war dass mich diese Situation ganz schön mitnahm. Man fühlt sich irgendwann so richtig unfähig und der Druck steigt. Man gibt jede Woche eine Menge Geld für die Unterkunft aus und fängt an sich nichts mehr zu gönnen und keinen Spaß mehr zu haben, man denkt nur noch an das Geld und an die Jobsuche. Ich verzweifelte so richtig und die Spirale führte nur noch abwärts. Ich versuchte mir wieder herauszuhelfen und mich aufzuraffen, doch das führte nur zu purem Aktionissmus und ich fand mich dabei wieder eine komplette Woche nur mit der Jobsuche verbracht zu haben. Morgens aufstehen und mich online bewerben und nachmittags alle Straßen ablaufen und Lebensläufe verteilen. Eine ganz schlechte Idee, denn es brachte mich nur noch mehr zum Verzweifeln und ich merkte, dass ich gar nicht mehr abschalten konnte und ich immer reizbarer und schlecht gelaunter wurde. Es ging so weit, dass ich Mitbewohner anschrie und auch meinem Chef gegenüber etwas zu laut und aggressiv wurde. So geht das wirklich nicht. Doch ich fand einen Weg heraus. Es klingt etwas bescheuert und ziemlich Hippie, aber meditieren hat mir in der Situation sehr geholfen :D Aber auch Dinge zu tun, die mir gut tun, wie in den Zoo gehen oder ein Fahrrad leihen oder einfach nur Zeit im Freien zu verbringen. Diese Dinge habe ich sehr genossen und wie ich so was vermisst habe :)
    Also jetzt neuer Plan und nur noch ein paar Stunden am Tag mit der Jobsuche verbringen und den Rest des Tages irgendetwas für mich machen, es gibt genug Möglichkeiten :) Denn dieser eine Job reicht bei weitem nicht aus, aber egal fürs Erste besser als gar nichts und so bekomme ich mehr Erfahrung und habe es dann hoffentlich leichter einen Job zu finden :)

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  • 10Apr 2018

    108 Hostelleben 10.04.2018 Australien —

    Melbourne, Australien

    Beschreibung

    Wir haben jetzt beide etwa zwei Monate im Hostel gelebt. Am Anfang war es echt klasse. Gegen das Leben im Auto eine echte Verbesserung. Wir hatten Platz, jeder konnte sein eigenes Ding machen, wir hatten richtige Betten und in der Regel eine Küche, doch die haben mich in Melbourne bis jetzt eher enttäuscht :D Und man kann in der Regel sehr leicht neue Leute kennen lernen, mindestens mal die neuen Zimmernachbarn :) Ja Zimmernachbarn, wir haben immer in Dorms geschlafen, dass heißt Stockbetten und sechs bis sechzehn Leute in einem Raum, man ist also nie alleine und wie das manchmal gestunken hat :D Viele Männer in einem Raum kann sehr unangenehm werden. Ich habe auch in female Dorms geschlafen und da war der Geruch deutlich angenehmer, doch irgendwann erträgt man so viele Frauen auf einem Raum auch nicht mehr :D Also ich präferiere eindeutig das mixed Dorm mit Männern und Frauen, wenn man dann nicht die einzige Frau darin ist, doch auch das war sehr lustig.

    Ich glaube man merkt schon, ich habe oft die Hostels gewechselt und viele Hostels in Melbourne ausprobiert, darunter auch ein paar richtige Reinfälle, aber auch ein paar sehr gute. Wie gesagt die Küchen waren meistens sehr enttäuschend, entweder sehr klein, sehr schmutzig, die Kakerlaken liefen schon auf den Tischen rum, oder sie haben einfach nicht funktioniert. Eine andere Sache die fast nie funktioniert hat, war das Wlan. Die Hostel bieten in der Regel freies Wlan an, doch dies ist so richtig schlecht, aber dies ist auch in privaten Wohnungen nicht viel besser. Scheint ein generelles Problem in Melbourne (Australien?) zu sein, ich verstehe jetzt wieso Handytarife so viel Datenvolumen anbieten, das funktioniert nämlich deutlich besser :D

    Aber ich war nur in einem so richtig miesen Hostel, wo ich früher ausgecheckt habe. Es war an sich auch kein wirkliches Hostel, es war ein normales Wohnhaus mit Garten. Die Zimmer waren mit Stockbetten ausgestattet und das, was ich bekam wirkte sehr geräumig gegen die anderen, zwei Stockbetten und eine Couch, voll gut, dachte ich. Der erste Eindruck war also ganz positiv. Schnell viel mir auf, dass ich wirklich weit ab vom Schuss war, naja günstiges Hostel eben. Ich verbrachte meinen Abend auf dem Viktoria Night Market und als ich zurückkam, war das Zimmer total überfüllt. Plötzlich schlief auf der Couch noch ein Pärchen. Für sechs Leute mit Gepäck war dieses Zimmer dann definitiv zu klein, die Nacht war ungemütlich und heiß... Da dachte ich noch es sei eine Ausnahme, aber in der nächsten Nacht das gleiche Spiel und noch besser, diesmal bekam ich mit, wie Leute im Gemeinschaftsraum auf den Sofas schliefen und sogar welche im Garten, dafür war das Hostel eindeutig nicht günstig genug und ich entschied am nächsten Tag das Hostel zu wechseln. Ja auch so was kommt vor, aber man macht so seine Erfahrungen.

    Ach und noch so eine Story :D Leider hatte ich in den meisten Hosteln das obere Bett, die unteren werden nur selten frei und sind heiß begehrt. Naja und das wackelt ganz schön dort oben, wenn die Person, die unten liegt sich viel bewegt, fühlt man sich manchmal wie auf einem Boot auf hoher See :D Naja und in einer Nacht wurde ich wach, weil mein Bett sehr stark gewackelt hat und ich dachte so im Halbschlaf: „Mist schon wieder ein Erdbeben.“ Drehte mich um und versuchte weiter zu schlafen, doch dann „Warte mal Australien hat nicht so oft Erdbeben und das Bett bewegt sich nur vor und zurück. Das ist kein Erdbeben!“ Und dann war ich wach. Ich fing an zu überlegen, ob ich jetzt was sage oder ob ich einfach abwarte oder ob ich laut werde und auf Toilette gehe, doch ehe ich mich versah, sagte ich laut: „Please go into the bathroom!“ Ich war sehr überrascht von mir und die beiden unter mir verfielen in eine Schockstarre. „Gut gemacht!“ Ich legte mich wieder hin und versuchte weiter zu schlafen, als es wieder startete, da dachte ich, ich gehe lieber auf Toilette bevor ich mir das hier antue. Ich ließ mir Zeit, doch als ich wieder zurückkam, waren die beiden verschwunden, hatte wohl doch was bewirkt. Ja Sex kommt in Dorms sehr oft vor, ich habe es einige Male mitbekommen, doch meistens hat es mich nicht gestört, und es ist auch meiner Meinung nach vollkommen in Ordnung, aber bitte stört damit niemanden. Geweckt werden finde ich ziemlich unangenehm, gerade auf diese Weise. Und wenn es euch stört, dass jemand in eurem Dorm Sex hat, sprecht sie einfach drauf an, es gibt nichts Unangenehmeres für das Pärchen als erwischt zu werden. Oder geht aus dem Raum oder tut was auch immer euch hilft, aber bitte rennt nicht zu Rezeption und verpetzt diejenigen, gebt ihnen eine Chance und wenn sich dann nichts ändert könnt ihr immer noch zu Rezeption gehen. Ich sage auch nicht, dass ich unschuldig bin, man lebt einfach in Dorms, da kommt es schon mal vor. Nehmt aber immer Rücksicht auf andere, man ist leider nie alleine.

    Ja und das ist so ein Punkt, der irgendwann an mir zu nagen begann. Man ist nie alleine. 24/7 ist man immer unter Leuten, keinerlei Privatsphäre, man bekommt alles mit, man muss dauernd mit jemandem sprechen, man darf nicht leichtbekleidet oder nackt durch die Gegend laufen (ja das störte mich irgendwann gewaltig :D) Es gab nur ein Hostel, wo ich das Gefühl hatte alleine sein zu können, wenn ich in die Dusch-/Toilettenräume ging, denn die waren alle getrennt voneinander, aber sonst war man immer unter Menschen. Echt anstregend. Gerade sitze ich hier in einem Caravan auf einem Caravanpark in Nyah und ich genieße es so richtig hier alleine sein zu können, ich genieße auch die Gesellschaft, doch mir fällt auf, dass ich mich mehr auf das Alleinsein freue in letzter Zeit :)

    Also alles in allem, ich mag das Hostelleben, doch nur auf kurze Sicht, ich genieße doch auch sehr meine Privatsphäre.

    Also lasst euch nicht abschrecken. Ich hatte viele gute Erlebnisse in Hostels und auch viele sehr lustige Momente. Es macht schon echt Spaß :)

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  • 12Apr 2018

    109 Was die Trennung mit mir gemacht hat :) 12.04.2018

     

    Beschreibung

    So nun auch mal ein Text von mir. Matzes Sicht habt ihr ja schon in seinem Text Trennung und noch vieles mehr vom 13.März lesen können. Jetzt erzähle ich euch mal wie es mir so in letzter Zeit ergangen ist.

    Wir hatten uns also am 1. Februar einvernehmlich voneinander getrennt. Es war nicht so, dass einer von uns gesagt hat, dass er Schluss macht, nein wir haben lange darüber gesprochen und diese Trennung eher als Chance gesehen. Als Chance, dass jeder von uns seinen eigenen Weg gehen kann, frei ist, sich selbst besser kennen lernt und wir nach einiger Zeit vielleicht Freunde sein können oder sogar wieder zusammen kommen (an diese Möglichkeit hatte ich zu dem Zeitpunkt kein bisschen geglaubt :D)

    Naja der erste Tag war schwer, doch ich versuchte nicht in alte Muster zu verfallen und mich in mein Schneckenhaus zu verziehen, stattdessen schlenderte ich über den Queen Victoria Market und ging abends zu dem freien BBQ meines Hostels und sprach Leute an. Die erste Gruppe war ein totaler Reinfall :D Das Gespräch stockte dauernd, keiner schien sich richtig wohl zu fühlen und nach und nach löste die Gruppe sich auch auf. Wieder alleine war ich schon am Aufgeben, als sich zwei Mädels neben mich setzten und ich sie kurzer Hand ansprach. Das Gespräch war richtig gut, wir hatten Spaß und quatschten den kompletten Abend lang und waren dann sogar noch feiern. Mensch war das ein Spaß :) Von da an lief alles wie am Schnürchen, ich hatte Spaß, war offen, ging auf Leute zu und habe ganz viel unternommen. Ich mietete mit ein paar Leuten ein Auto und wir erkundeten vier Tage lang die Great Ocean Road und die Grampians, probierte couchsurfing mit Stephi und lernte dadurch unheimlich viele tolle Leute kennen und habe so allerhand erlebt. Ich hatte richtig Spaß und blühte so richtig auf. Ich merkte in dieser Zeit, wie sehr mich die Beziehung mit Matze eingeengt hatte und wie sehr es mich daran gehindert hat zu Leben. Jetzt weiß ich was ich will.

    Ich bin ein richtig neuer Mensch geworden. Ich bin Selbstbewusst und war nur noch am Lachen (es gab sogar Leute, die sich daran schon gestört haben :D) nichts zerstörte meine gute Laune und das war echt genial. Es fiel mir leicht neue Leute kennen zu lernen und ich unternahm jeden Tag irgendwas, war es eine freie Drum Session am Strand, eine Salsa Nacht oder ein Tanzkurs.

    Also Leute macht euch keine Sorgen um mich. Ja ich bin eine Frau und ich bin alleine in einem fremden Land ganz weit weg von zu Hause, doch das heißt nicht, dass es schlimm oder schlecht ist. Ich hatte eine super Zeit und werde weiterhin eine gute Zeit haben.

    Und dann traf ich Matze wieder. Meine Intension war tatsächlich nur, über den Blog zu reden und um zu sehen, ob wir Freunde sein können. Naja wir trafen uns am Strand und verbrachten den Nachmittag zusammen. Es war so schön und gut mit ihm zu reden und wir hatten beide richtig Spaß. Wir merkten beide, dass wir uns in der Zeit ganz schön verändert hatten und genossen die Zeit miteinander sehr. Und das war dann wohl unser Neuanfang, denn wir trafen uns danach noch einige Male und wie Matze schon schrieb, erst beim 5. Treffen haben wir dann über den Blog gesprochen :D.

    Nach einer Weile merkten wir beide, dass wir wieder eine Beziehung wollen und dass wir so bleiben wollen wie wir jetzt sind. Uns nicht mehr einschränken, nur dann zusammen sein, wenn wir es wirklich wollen, Leute kennen lernen und Spaß haben. Es erfordert noch etwas Arbeit und zeitweise ist es schwer nicht in alte, gewohnte Muster zu verfallen. Doch wir merken es schnell und machen uns bewusst, was wir gelernt haben. Das ist auch durch die Trennung möglich geworden, wir wissen jetzt, wo wir nicht wieder hinwollen und auch wie wir das schaffen.

    Die Trennung war ein wichtiger Schritt für unsere Beziehung und ich sehe es jetzt auch mehr als eine Chance etwas zu verändern. Sich zu trennen heißt nicht, dass es kein Zurück mehr gibt, wenn man die Bremse rechtzeitig zieht und nicht erst im allerletzten Moment, kann sie was sehr positives bewirken. Wir beide wissen jetzt was wir wirklich wollen und das hilft uns gerade in der Beziehung weiter. Also denkt mal darüber nach. Vielleicht macht es bei dir auch Sinn :)

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  • 02Jul 2018

    110 Nyah 02.07.2018 Australien —

    Nyah, Australien

    Beschreibung

    Wir leben jetzt schon seit einer Weile in Nyah in einem Caravanpark. Nyah ist ein kleiner Ort bei Swan Hill und etwa sechs Stunden von Melbourne entfernt und liegt gerade noch im Staat Victoria, denn es liegt am Murray, der Fluss, der die Grenze zwischen den Staaten Victoria und New South Wales darstellt. Es ist wirklich schön hier, es fühlt sich wieder mehr nach campen an und wir haben unsere Privatsphäre, da wir unseren eigenen Camper haben, sehr wohltuend nach der langen Zeit im Hostel :)

    Nur stellt sich für euch ja jetzt die Frage, wie kam das jetzt so plötzlich und wie kommt man an einen Ort wie Nyah. Naja wir haben ja beide schon lange nach Jobs gesucht und mittlerweile auch nach Farmjobs. Abends am 17.April bekam ich einen Anruf von einer Freundin, die schon seit einer Weile Farmwork macht, sie meinte so, wenn ihr gleich morgen früh los fahrt, habt ihr einen Job für mindestens zwei Wochen, wie konnten wir da nein sagen. Also haben wir schnell unsere Sachen gepackt und sind am nächsten Morgen in die Bahn gestiegen. Und tada nun sind wir in Nyah :D

    Als wir in Melbourne los sind, wurde es da schon recht kalt und wir mussten lange Kleidung tragen, als wir am selben Tag in Nyah ankamen, war es dort noch richtig heiß und wir haben schnell zu kurzer Kleidung gewechselt. Mittlerweile friert es über Nacht und mittags wird es richtig warm, so 20 bis 25 Grad. Das ist unglaublich, aber Nyah liegt auch in der Halbwüste und das scheint sehr normal zu sein hier. Mir fällt es nur schwer mich an das Wetter anzupassen, ich friere hier deutlich mehr, als ich es in Deutschland tue.

    Aber es ist wirklich schön hier. Wir machen viele Spaziergänge und sind viel draußen. Ich mache viel Yoga und habe sogar mit dem Joggen angefangen :D

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  • 25Jul 2018

    111 Farmwork 25.07.2018 Australien —

    Nyah, Australien

    Beschreibung

    Farmwork in Australien ist einfach gell? Haha Pustekuchen. Es gehört schon eine gehörige Portion Glück dazu.

    Also wir sind ja sehr spontan nach Nyah gezogen, weil wir spontan einen Job in einer Verpackungshalle bekommen haben. Es wurde uns gesagt dieser Job sei für mindestens zwei Wochen, naja nach drei Wochen wurden wir gekündigt. Aber von vorne.

    Also wir sind in Nyah angekommen und haben am nächsten Morgen in der Halle angefangen zu arbeiten. In der verpackungshalle gab es zwei Supervisorinnen, eine Italienerin und Bianca, eine Australierin und die die für uns zuständig war. Die erste Frage von Bianca war, ob wir, insbesondere Matze, hart anpacken können. Naja klar können wir das, nein steht doch gar nicht zur Debatte. Dann wurden wir eingewiesen (obwohl wirklich was erklärt wurde uns nicht, wir mussten uns alles bei den anderen abgucken), zu allererst haben wir Boxen gefaltet und diese mit Plastiksäcken gefüllt, danach wurde ich an den Grader gestellt, um Karotten zu sortieren. Da stand ich dann den ganzen Tag an einem Fließband und habe auf die Karotten gestarrt und die schlechten aussortiert. Matze hat die Karotten dann mit Hilfe der anderen in Kisten gepackt. Ist ja nun echt kein schlechter Job, also erster Tag war super, obwohl es mich da schon gestört hat, dass ich keine Wasserflasche mit an meinen Arbeitsplatz nehmen durfte, naja ich lief dann halt mehrfach quer durch die Halle, um was zu trinken. Sozial lief es noch nicht so rund, aber wir waren positiver Stimmung, dass sich das noch bessern würde. Wir haben an diesem Tag etwa zehn Stunden gearbeitet, wenn euch das schon viel vor kommt, lest weiter.

    Am zweiten Tag dann haben wir rote Bete und anderes Gemüse verpackt. Das ging unheimlich auf den Rücken, da wir uns den ganzen Tag vornüber in große Holzkisten beugen mussten, um auch ja alle rote Beten herauszuholen. Unsere Rücken taten uns ganz schön weh nach dem Tag und immer noch war die soziale Situation merkwürdig, doch wir waren ja auch die Neulinge. Diesmal war es ein normal langer Tag von nur acht Stunden.

    Und der dritte Tag war die Hölle. Wir stellten zum einen fest, dass die Halle aus zwei Gruppen bestand, Matze und ich, die am Grader arbeiteten und die anderen, da ergab die seltsame soziale Stimmung auch Sinn. Und auch so einiges anderes wurde uns bewusst. Diesmal stand ich den kompletten Tag am Fließband und nach etwa sechs Stunden fragte ich, ob ich vielleicht eine kurze Pause machen dürfte oder mit Matze oder jemandem kurz tauschen könne, da mir ganz schlecht war von der ganzen Zeit auf das Fließband und die bewegenden Karotten gucken. Naja Bianca wurde total sauer und fragte mich ob ich den Job nicht mehr machen möchte, was ich natürlich mit nein beantwortete und zu meinem Job zurückkehrte, doch Bianca ging nun auch auf Matze los, da er auch einige Male etwas gefragt hatte, wie zum Beispiel, ob er nicht Hilfe bekommen könne, da er komplett überfordert war mit der Schnelligkeit. Sie meinte entweder wir machen den Job und arbeiten weiter ohne Wenn und Aber oder wir seien gefeuert, natürlich haben wir weiter gemacht. Wir haben im Endeffekt an diesem Tag 14 Stunden gearbeitet und waren fix und fertig am Ende, doch wir waren gut gestimmt und waren froh dass wir es geschafft hatten und unterhielten uns sogar noch gut mit den beiden Supervisorinnen.

    Den nächsten Tag bekamen wir frei und wir waren wirklich froh darüber. An diesem Tag erfuhren wir auch, dass es ganz schon Druck von oben gab und der Besitzer der Halle richtig sauer war, dass am Tag zuvor so lange gearbeitet wurde. Auch erfuhren wir an diesem Tag, dass wir gefeuert waren und das wurde uns noch nicht einmal direkt gesagt, sondern kam von der Besitzerin des Caravanparks, die natürlich keine Ahnung hatte wieso und wir auch nicht und so entschlossen wir uns, am nächsten Tag noch einmal hin zu fahren und nachzufragen, vielleicht könnten wir doch wieder dort arbeiten. Ein Versuch war es Wert. Am nächsten Tag erfuhren wir dann die Gründe. Matze war gefeuert, weil sie seine Einstellung nicht mochten und ich war gefeuert, weil ich mit den Augen gerollt hatte. Und das sind Gründe. Meiner Meinung nach haben wir beide einen guten Job gemacht und nicht aufgehört zu arbeiten oder sonst irgendwas. Aber eins habe ich gelernt, halte immer deine Klappe und Lache die ganze Zeit, auch wenn du den ganzen Tag nur angeschnauzt und scheiße behandelt wirst. Und ich mein was ist das denn, dass du nicht wirklich erlaubt bist was zu trinken in der australischen Hitze und bei körperlicher Arbeit? Naja man merkt, gefallen hat es mir da auch nicht. Gut ich muss auch zugeben wir haben uns auch nicht besonders klug angestellt, aber wir merkten schnell, dass es Unterschiede zwischen den Angestellten gab. Bist du Australier oder Muttersprachler, musstest du keinen Finger krumm machen, bist du Italiener warst du auch fein raus und hast leichte Jobs bekommen und wurdest nicht angemault. Naja und wir anderen habe halt die ganzen scheiß Jobs bekommen und wurden den ganzen Tag lang angemault, da fällt es mir ehrlich gesagt schwer den ganzen Tag zu lächeln und guter Laune zu sein. Naja im Nachhinein denk ich, dass es eindeutig an dieser Farm liegt, denn es geht auch anders, selbst in Australien.

    Also wir bekamen den Job nicht zurück, doch auf dem Rückweg zum Caravanpark fragte Matze den Besitzer, ob er denn was anderes für uns hätte. Und glücklicherweise hatte er was, doch er betonte es sei nur was für einen Mann, auch so ein australisches Ding… Naja Matze konnte sogar sofort am selben Tag anfangen. Und zwar half er einem Maurer und blieb dort auch mehrere Monate.

    Ich hatte leider nicht so ein Glück, aber ich fing am nächsten Tag mit Unkraut jäten auf der Karottenfarm an. Nicht der beste Job, aber ich wollte es zu mindestens probiert haben. Der Lohn war 1 Dollar pro Meter, ich hatte die Hoffnung ich wäre schnell genug, um etwas Geld zu verdienen. Der erste Tag lief auch echt gut. Die Supervisorin war eine Frau namens Vicky, recht klein, etwas buckelig, Lederhaut und eine sehr männliche Art. Ich war mir erst nicht sicher ob sie eine Frau oder ein Mann ist :D Aber sie schien mich zu mögen. Sie erklärte mir, wie ich schneller arbeiten konnte und lobte mich für meine Arbeit. Ich war am Ende des Tages doch recht zufrieden und mich störte die Arbeit auch nicht, ich durfte Musik hören, mich unterhalten, trinken und aufs Klo gehen, wann immer ich wollte, das kam mir echt wie Luxus vor und wir arbeiteten nur 8 Stunden am Tag :D An meinem ersten Tag schaffte ich 60 Meter und nahm mir vor am nächsten Tag schneller zu sein, und gesagt getan am Tag drauf schaffte ich 90 Meter. Dann hatten wir einen Tag frei, da es regnete und stürmte. Der dritte Tag war dann der Anfang vom Ende, ich schaffte nur 30 Meter, da Vicky mich zweimal zurück schickte um meine Reihe zu kontrollieren. Das war richtig uncool, denn ich hatte sauber gearbeitet und es war meine Zeit, die dabei drauf ging und sie bezahlten mich ja nicht nach Zeit. Naja daraufhin nahm ich mir nur noch vor am nächsten Tag meine Reihe zu beenden und dann nicht mehr wieder zu kommen. Und ich brauchte tatsächlich noch fast acht Stunden um die letzten 40 Meter zu jäten… So ein Mist. Naja auch hierbei habe ich wieder eins gelernt, den Australiern ist saubere Arbeit nicht wichtig, ihnen ist nur wichtig, dass du schnell arbeitest, alles andere ist egal…

    Danach hatte ich eine Weile lang keine Arbeit mehr, oh doch ich arbeitet etwas auf dem Caravanpark, aber danach war Ruhe und ich genoss die Zeit, machte Yoga, lange Spaziergänge und fing sogar mit dem joggen an und dann als ich schon weg gehen wollte bekam ich einen neuen Job. Dieser war eine Stunde entfernt auf einer Mandelfarm. Wir bekamen Metall- oder Bambusstangen und liefen damit die Baumreihen entlang und schlugen die Mandeln von den Bäumen. Hat schon echt Spaß gemacht :D Auch hier stellte sich raus, dass es mehr um Schnelligkeit, als um saubere Arbeit ging, mein Supervisor, ein Inder, sagte auch immer wir sollten nur die ersten fünf und die letzten fünf Bäume einer Reihe sauber machen und dazwischen nur wenn es sehr viele Mandeln sind. Was eine Einstellung, aber gesagt getan :D Und cool war auch, dass er uns die letzten beiden Stunden nicht mehr hart arbeiten lassen hat, wir konnten uns dann zwischen den Bäumen ausruhen :) Da merkte ich den Unterschied zwischen einem Australier und einem nicht Australier. Die Australier behandeln dich schlecht, wenn du in der Hierarchie unter ihnen stehst, die anderen nicht, sie verstehen deine Grenzen und behandeln dich fair. Ich wurde auf dieser Farm sogar nach zwei Wochen zum Supervisor ernannt. Mega gut. Trotzdem war ich froh als es dann nach vier Wochen vorbei war, aber das ist eine andere Geschichte.

    Nach der Mandelfarm hatte ich wieder eine Pause und fing dann in einem Vinyard an die Weinstöcke auszuschneiden. Leider auch wieder piece rate, also ich wurde bezahlt nach der Menge der Reben die ich beschnitten hatte, aber der Boss war super, obwohl er ein Australier war. Ich konnte arbeiten so lange ich wollte und konnte Pausen machen wann immer ich wollte. In der Pause durfte ich mit ins Haus zum Essen, er brachte mir zweimal am Tag Kaffee, was super war, da es mittlerweile frierte. Auch durfte ich nach einem Tag, an dem ich mit der Hand arbeitete, die elektrische Schere benutzen, was mich tatsächlich noch schneller machte. Auch verstand ich mich super mit meinem Chef, wir redeten sehr viel, obwohl das muss man auch bei den Australiern, sonst bist du unten durch. Aber es war einfach mit ihm zu reden und ich hatte wirklich Spaß. Jeden zweiten Tag arbeitete ich groß teils auch alleine, wobei ich aber immer Gesellschaft von dem Hund hatte. Auch gab es jeden Freitag ein Feierabendbier oder mehr :D Er brachte mir Traktor fahren bei und an meinem letzten Tag machte er mit mir sogar eine Spazierfahrt durch die Wüste, denn Nyah befand sich am Rand der Wüste, in der Halbwüste. Es war wirklich schön und ich war wirklich traurig als es dann vorbei war. Wenn ich wieder einmal nach Nyah komme, werde ich ihn nochmal besuchen.

    Danach hatte ich noch ein paar kleine Jobs auf der Karottenfarm, wie zum Beispiel Salat und Brokkoli pflanzen oder Karotten lesen. Aber eins habe ich in all der Zeit gelernt. Australier sind seltsam, sie haben meiner Meinung nach eine wirklich positive no worries (mach dir keine Sorgen) Einstellung, doch sie geht auch oft zu weit, denn sie können nichts negatives sagen oder verkraften und wenn es nur darum geht, dass du deinen Job falsch machst, du merkst es dann an einer kleinen Veränderung der Tonlage und dem Verhalten dir gegenüber und darfst anfangen zu raten, wir haben es das guessing game (Ratespiel) genannt :D Ich muss sagen ich mag die europäische Art doch sehr gerne, auch wenn ich mir etwas bei den Australiern abgucken kann :)

    Und ich scheine ein Händchen für Farmarbeit zu haben. Bis jetzt wurde ich immer gelobt, dass ich schnell und gut arbeite. Tja ich bin handwerklich halt nicht unbegabt :P

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  • 31Jul 2018

    112 Echuca und ein neuer Job für Ira 31.07.2018 Australien —

    Echuca, Australien

    Beschreibung

    Und wieder so eine spontane Sache :D In Nyah kam Tristan zu mir und sagte, dass er einen Job hat für Adam, Maria, mich und ihn, der Haken sei nur wir müssten noch am selben Tag los, da wir Mädels am nächsten anfangen würden zu arbeiten. Aber ich war so glücklich. Ich wollte unbedingt einen neuen Job finden und mit Freunden starten. Mega!

    Also sind wir vier am selben Abend noch nach Echuca gefahren, Matze blieb in Nyah, da er ja einen guten Job hat. Echuca liegt etwa 2-3 Stunden entfernt von Nyah und drei Stunden entfernt von Melbourne. Es ist eine echt schöne Stadt. Wir wohnen hier in einem Hostel mitten in der Stadt und können einkaufen wann immer wir wollen. Und es ist echt schön hier. An meinen freien Tagen mache ich viele Spaziergänge und koche viel. Es ist einfach schön am Murray entlang zu laufen und die Dampfer zu beobachten, denn hier gibt es einen alten Hafen mit alten Dampfschiffen. Echt cool.

    Am letzten Wochenende hier, gab es ein Blues Festival, überall live Musik, das war echt cool :) Das war auch das einzige Wochenende an dem es hier so voll war, seitdem ist es eigentlich echt ruhig hier.

    Und ja ich arbeite jetzt wieder in einer Verpackungshalle, doch diesmal Äpfel und Birnen. Und die Arbeit ist super. Die Bosse sind zwar Australier, aber sie behandeln einen fair und sie sagen sogar, wenn sie was stört. Ich habe echt richtig Spaß dort und möchte da jetzt gerne eine Weile bleiben :)

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  • 16Aug 2018

    114 Kurztrip nach Deutschland 16.08.2018 Deutschland —

    Wismar, Deutschland

    Beschreibung

    Hallo Leute,

    es ist nun wieder eine ganze Weile her, das soll sich ändern, es werden noch viele Nachträge kommen, wie es mit der Arbeit ausgesehen hat, wie es uns ergangen ist und und und...
    Ira und ich sind wieder zusammen und haben jetzt schon eine Weile gearbeitet und in einem Caravan Park in Nyah gelebt. Nach den Arbeitstagen waren wir müde und besonders ich hab mir dann nicht mehr die Zeit zum Schreiben genommen. Es kam auch die Entscheidung unsere Reisezeit zu verlängern.

    Doch zunächst schreibe ich über etwas ganz aktuelles.
    Ich bekam die Nachricht, dass mein Opa im Krankenhaus liegt, das Herz macht Probleme. Erst hatte ich nicht so recht die Vorstellung wie schwer es ist, dann bekam ich einen Anruf meiner Schwester, dass es sehr ernst sei. Da kam schon ein leichter Gedanke, vielleicht einen Kurztrip rüber nach Deutschland zu machen. In der jetzigen Situation wäre es möglich, mit fester Arbeit und Einkommen, außerdem bekam ich Lust alle mal wiederzusehen.
    Einen Tag später hatte ich dann ein Videotelefonat mit ihm und war geschockt. Reden war nicht mehr möglich und das tat weh. Der Gedanke mit dem Ausflug wurde stärker und nach einer kurzen Nacht und Absprache mit Ira, die inzwischen woanders wohnte (aus Arbeitsgründen, 2 Stunden von dem Campingplatz entfernt), stand die Entscheidung fest. Ira hat mich darin bestärkt, übernimmt das Auto und regelt alles weitere. Dafür bin ich sehr dankbar, sie hat es überhaupt erst möglich gemacht, diesen unvorhergesehen „Urlaub“ umzusetzen.
    Gerade mein Opa ist in meinem Leben ein besonderer Mensch. Meine Eltern waren früh getrennt, ich kann mich gar nicht an eine Zeit zusammen erinnern. Gelebt hab ich bei meiner Mutter, hatte auch ziemlich regelmäßig Kontakt zu meinem Vater, doch präsent war eher mein Opa, er war gleich nebenan und hat sehr nach den Enkeln geachtet. Wir haben einen besonderen Draht zueinander, und ich bin sehr dankbar für die Zeit, und dass du den halben Teil meiner (ursprünglichen) Reise finanziert hast. Ohne das hätte ich wahrscheinlich nicht den Mut gehabt loszugehen.

    Ich buchte die Flüge, teilte meinem Chef den Plan mit und reiste am selben Tag ab, zu Ira ins Hostel in Echuca, wo wir dann auch noch eine Nacht für uns hatten. Am nächsten Tag gings dann nach Melbourne und am Morgen darauf der Flug. Dadurch, dass ich gleich den Rückflug mitbuchte ist es günstiger geworden, genauso viel wie damals unsere Hinflüge, die wir ein halbes Jahr vorher gebucht hatten, jetzt waren es 2 Tage. Skyscanner hatte ich dafür benutzt, dort gibt es ziemlich günstige Flüge, aber wenn jemand noch einen Tipp hat Schnäppchen bei Flügen zu ergattern kann er uns das gerne mitteilen ;)
    Ich informierte alle, dass ich für 10 Tage rüberkomme, auch Freunde, denn die wollte ich auch wiedersehen! Es hing auch die Frage in der Luft ob es nötig war, doch das spielte für mich keine Rolle, ich wollte es so, egal wie es nun ausgeht.

    Ja dann saß ich auch schon im Flieger und erreichte schließlich Wismar, wo Opi im Krankenhaus lag. Krass wie schnell dann alles ging, am ersten Tag hatte ich es noch gar nicht richtig realisiert.
    Die Hitze war erschlagend, ich kam aus dem australischen Winter und hab mich im Zug aller Sachen entledigt, ich mochte es aber, so konnte ich wieder baden gehen.
    Ich wollte dann auch gleich mit Bus zum Krankenhaus, ich hatte vorher ein MV-Ticket für die Anreise gekauft. Das zeigte ich dem Busfahrer doch der sagte, dass dieses Ticket nicht für den Bus gelte. Na geil, Bargeld hatte ich natürlich noch nicht geholt. Ich erzählte ihm, dass ich gerade von Australien eingereist sei, und nur meine EC-Karte habe. Glaubte er mir nicht, also zeigte ich die Flugtickets, und erklärte ihm die Situation, dass ich einfach nur zum Krankenhaus wolle, und ob er mich nicht das Stück so mitnimmt und beim Krankenhaus rausschmeißt. Rausgeschmissen hat er mich auch, nur stand ich dann immernoch am Bahnhof -.-
    Naja dann ging es eben zu Fuß zum Krankenhaus. Das war meine erste Begegnung in Deutschland, schön wieder da zu sein, haha.
    Im Endeffekt überholte er mich erst kurz vor dem Krankenhaus, ich hab ihm dann nochmal zugewunken.

    Bis auf diesen Auftakt war es dann ein schöner Ausflug, meinem Opa ging es zunehmend besser, es waren nun Herzklappen und auch Schlaganfall, der erste Besuch war mit viel Freude verbunden, sehr emotional. Es folgten noch viele und die Gespräche waren viel wert. Sowohl für den einen als auch den anderen.

    Ich war den Rest der Zeit ständig unterwegs, hatte das Bettzeug im Kofferraum, weil ich nie wusste wo ich am Ende die Nacht verbringe^^ Die ersten hundert Meter fuhr ich auf der linken Seite, und ein paar Mal hab ich Blinker und Scheibenwischer verwechselt, doch ich kam schnell wieder in den Rechtsverkehr rein. Die Infrastruktur und auch Bebauung an sich ist viel komplexer und dichter als in Australien und Neuseeland, daran musste ich mich auch erstmal wieder gewöhnen, zudem waren Sommerferien und etliche Autos unterwegs. Die Autobahn erinnerte dann an die australischen Landstraßen, keine Ampeln und gleichmäßiger Verkehr^^ Die Höchstgeschwindigkeit ist dort allerdings 110km/h.

    Das ständige Rumkommen wurde zwischendurch echt anstrengend, aber es war gut die Zeit so voll auszunutzen. So konnte ich (fast) alle aus der engeren Familie treffen und auch Zeit mit Freunden verbringen.
    Wie es nun bei Opi ausgeht weiß ich noch nicht, ich sitz gerade in Shanghai am Flughafen und warte auf den Flug nach Melbourne, eine Herzoperation kommt erst noch, sie wurde paarmal nach hinten verlegt. Hoffe mit allen, dass er die OP gut übersteht, es bleibt nunmal ein Risiko. Doch ich habe ihn jeden Tag besucht und konnte mich viel unterhalten, auch mit den anderen. Es war eine intensive, aufschlussreiche und schöne Zeit. Sogar neue Gesichter habe ich kennengelernt, die Freundin von meinem Bruder und meine zweite Nichte.
    Jetzt freue ich mich aber auch darauf, wieder zurück zu meinem Alltag zu kommen und Ira wiederzusehen. Die Sehnsucht wird dann doch immer größer.

    Auf Reisen beschäftigt man sich hauptsächlich mit sich selbst, doch dieser Kurztrip hat mir auch den Wert von Zusammenhalt aufgezeigt. In gesunden Maßen wohlgemerkt. Da hat nun auch jeder seine eigene Vorstellung und die Entscheidung mit wem man mehr/wenig/keinen Kontakt hält ist jedem selbst überlassen.


    Ja ich freue mich darauf, irgendwann anzukommen, sesshaft zu werden und etwas eigenes aufzubauen, mit Freundes- und Familienkreis.

    Doch dafür ist jetzt noch nicht die Zeit ;)

    Bis dann, weitere Berichte werden kommen!

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  • 31Aug 2018

    116 Neue Arbeit 31.08.2018 Australien —

    Echuca, Australien

    Beschreibung

    Ich bin wieder am arbeiten. Nicht bei dem Maurer, er sagte er hätte für ein paar Wochen nichts, aber ich hab in Iras Hostel in Echuca nachgefragt und konnte ein paar Tage später bei einem Farmjob einsteigen.
    Das war wirklich glücklich, denn das ist der einfachste Job den ich je hatte. Wir laufen auf Rapsfeldern rum und kontrollieren die Pflanzen. Falls eine männliche dabei ist, reißen wir sie raus. Nur trifft man auf so gut wie keine und wir werden fürs Spazieren gehen bezahlt :D Ich weiß gar nicht ob man sowas in Europa überhaupt macht.

    Das anstrengende ist die Anfahrt, manchmal über 2 Stunden ein Weg, also über 4 am Tag. Vorgestern hatten wir einen sehr verrückten Tag. Nach ca. einer ¾ Stunde Hinfahrt ging der Motor aus und es rauchte vorn aus dem Motorraum und hinten aus dem Auspuff. Es war ein Transporter für 13 Leute und keiner wusste wie man den Motorraum heran kommt, es gab nämlich keine Motorhaube^^
    Wir haben Simon, den Hostelbesitzer angerufen, der noch im Bett lag und nach ner gefühlten Ewigkeit ankam. Es stellte sich heraus, dass sich der Zugang unter den Vordersitzen befindet. Nachdem er eine Riesenmenge Kühlwasser nachgeschüttet hat und sich immer noch nichts rührte, nahm Simon alle Fahrer, die ein Auto haben, zurück zum Hostel. Ich war auch dabei, und nach einem Snack sind wir mit 3 Autos wieder los. Ich fuhr vorneweg, und nach einer Weile sind wir beim liegengebliebenen Transporter angekommen, mit den anderen die nun schon fast 3 Stunden da rumsaßen.
    Alle sprangen rein und ab gings. Man darf hier auf den Straßen höchstens 100, also 110 fahren. Weil wir aber so schnell wie möglich ankommen wollten waren wir die meiste Zeit mit 120 unterwegs. Ich kannte den Weg nicht so genau und mein Beifahrer sollte mir bei der Abbiegung Bescheid geben. Irgendwann sahen wir auf dem Hügel vor uns Polizeiautos, haben kurz drüber gesprochen und plötzlich rief er: „Hier, hier musst du abbiegen!!“. Ich war schon fast vorbei, trat auf die Bremse und bog gerade so noch um die Ecke.

    Nach einer kurzen Weile sah ich im Rückspiegel Polizeilichter herannahen, und das hinterste Auto wurde angehalten. Scheiße, dachten wir, haben die Geschwindigkeit gemessen und wir waren zu schnell? „Los fahr weiter, wir sind fast da dann sind wir sicher“, riefen die andern zu und so fuhren wir weiter, kamen 2-3 Kilometer später auf der Farm an und erzählten erstmal dem Rest des Teams, das schon früher am Morgen ankam, was alles passiert ist, ohne nun zu wissen, wie es um die anderen bei den Polizisten steht. Machten noch Witze, weil in dem Auto 2 Leute aus China und ein Italiener saßen und alle nicht sonderlich gut Englisch sprachen, wie wohl das Gespräch mit der Polizei ablaufen würde.

    Später als sie ankamen, erzählten sie was passierte: Die Polizei hielt sie an, fragte nach dem Führerschein, und kontrollierten alles am Auto. Die beiden Mädels aus China saßen vorn, und als mehr Fragen kamen, beugte sich der Italiener von den Rücksitzen nach vorn, um zu helfen. Dabei bemerkte die Polizistin, dass er nicht angeschnallt war und verpasste ihm einen Strafzettel. 220€. So unnötig. Hätte er doch mal schnell einfach den Gurt umgelegt.
    Normalerweise bekommt wohl der Fahrer die gleiche Strafe, aber darauf verzichtete sie. Mann, haben wir uns geärgert. Aber immerhin war es nicht weil wir zu schnell waren :D Es war einfach nur eine Kontrolle. Vielleicht wurden sie misstrauisch, weil wir so plötzlich abgebogen waren, wer weiß.
    Nach der Arbeit auf dem Rückweg kamen wir an wieder an dem Transporter vorbei, der immernoch einsam am Straßenrand stand.
    Bezahlt wurden wir für den ganzen Aufruhr nicht, erst ab der Zeit wo wir wieder auf dem Feld standen. Das ist echt blöd, aber wir haben es versucht noch was rauszuholen. Hat diesmal nicht geklappt.
    Verrückter und aufregender Tag, morgen geht’s wieder los.

    Leider ist der Job nur für ein paar Wochen, danach kann es mit Tomatenpflanzen weitergehen, wenn wir noch länger hierbleiben wollen.
    Ira arbeitet übrigens nich auf den Feldern, sie hatte schon vorher einen Job in einer Verpackungshalle, der wohl auch in einem Monat aufhören soll. Sie will auch wieder was schreiben, sobald sie Zeit dafür findet.

    Update zu meinem Opa: er hat die OP überstanden, nach einer nochmal problematischen Phase ist er gestern nach Haus gekommen. Das war schön zu sehen :)
    Demnächst geht’s zur Reha, auf dass das alles erfolgreich wird!

    Liebe Grüße und bis dann!

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  • 19Sep 2018

    117 Arbeiterlebnisse 19.09.2018 Australien —

    Echuca, Australien

    Beschreibung

    Die Rapsarbeit ist nun vorbei und ich warte auf die nächste Farmarbeit, Tomatenpflanzen. Wir hatten noch ein, zwei lustige Tage, bei dem einen war das Wetter die ganze Zeit wechselhaft, mit Sturmböen und kleinen Schauern. Als wir das Ende der Reihen erreicht hatten, sahen wir eine Staub- und Regenfront auf uns zukommen. All die Autos standen am anderen Ende der Reihe.
    Die erste Idee war uns zwischen den Reihen hinzuhocken, um Schutz zu suchen und abzuwarten. Doch als die Front immer näher rückte und immer unangenehmer wurde machten wir uns dann doch auf den Weg ans andere Ende. Wir starteten zu laufen, und nun kam auch ein eisiger Regenschauer, teils Hagel, der uns ins Gesicht schnitt. Zusätzlich wehte ein eiskalter Wind, ich musste meinen Kopf so gut es ging einhüllen, die Kälte auf der Stirn brachte mir schon Kopfschmerzen.
    Nun wurde uns auch nochmal bewusst wie lang sich das Feld zog. Schnell hörten wir mit dem Gerenne auf, weil wir nicht mehr konnten, doch die Autos waren immer noch ewig weit entfernt. Dieses Feld war das längste, das wir während der Zeit hatten, fast 2km, und so gingen wir immer weiter im Eiltempo, mit kleinen Zwischensprints.
    Wir konnten aber auch schon wieder blauen Himmel kommen sehen, also war es nur eine kurze, aber heftige Wetterwelle. Ich hab mit jemanden eine Wette gemacht, dass wir danach nach Hause fahren, weil wir alle nass waren. Er meinte nein, das Wetter ist gleich wieder schön, wir machen bestimmt weiter. Kurze Zeit später überholte uns die Aufseherin und sagte sobald wir an den Autos ankommen geht`s zurück :D Hah! Sushirolle gewonnen! Ich grinste ihn breit an, während er nur einen tiefen Seufzer ausstoß.
    Wir waren fast an den Autos, und der Wind legte sich, der Regen hörte auf, blauer Himmel und die Sonne schien, als wäre nichts gewesen.
    Trotzdem waren wir alle pitschnass und fuhren zurück.

    An dem anderen Tag wurde schon begonnen, das Feld zu bewässern. Zwar wurden die Reihen in der wir waren noch nicht besprüht (was übrigens mit einer mächtig großen Sprenklermaschinerie auf Rädern bewerkstelligt wurde, die über die gesamte Breite des Feldes reichte), doch später stellte sich raus, dass die Wege davon getroffen wurden.
    Es fiel uns auf als ein Auto vor uns plötzlich hin- und herschlängelte, als ob etwas ausweichen wollte, und schließlich ab ins Feld schlitterte. Wir kamen zum Glück durch, und nach einer Rettungsaktion das Auto rauszubekommen, sahen wir hinter uns schon das nächste im Matsch stecken. Also nochmal ran. Hiro, ein Japaner mit dem ich auch die Wette abgeschlossen hatte, stellte sich blöderweise beim Anschieben genau hinter einen Reifen und ihn zierte danach eine lange braune Spur längs über den ganzen Körper. Ja das war schon ein Spaß :D
    Als sich das Auto bewegte war es wirklich kein Fahren, sondern ein Schlittern über den schlammigen Boden. Null Kontrolle in welche Richtung. Sowas hab ich auch noch nicht gesehen gehabt.
    Irgendwann fand es dann den Grip wieder und fuhr aus der Zone raus. An den nächsten Tagen passierte das noch 2mal, beim vierten musste der Farmer kommen um das Auto rauszuziehen.

    Ansonsten war die Arbeit die weniger ereignisreich, bis auf nicht anspringende Autos oder eine Toilette auf einem Anhänger, der am Ende einbrach. Und Bienen, die sich manchmal im Haar von jemandem verfingen^^

    Nun bin ich gespannt wie das Tomatenpflanzen wird, am Freitag ist Einweisung und Dienstag geht es los. Wird bestimmt anspruchsvoller als das Rapsfeld, und allmählich wird es auch immer wärmer, es soll demnächst rauf in die 30er gehen, was die Arbeit erschweren kann.

    Dann sind wir wieder im australischen Klima!

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  • 20Sep 2018

    118 Hostelleute 20.09.2018 Australien —

    Echuca, Australien

    Beschreibung

    Neben der Arbeit, die uns echt gut gefällt, gibt es noch die andere Seite, das Hostelleben, was uns gerade echt zusetzt.
    An sich wird das Hostel sehr unstrukturiert geführt, Arbeit an die verteilt, die vom Besitzer mehr gemocht werden. Die Organisation ist drunter und drüber, und es lockt dementsprechend Leute an denken wir uns.
    Wir kommen nicht so recht mit den Leuten hier aus, viele sind sehr lästernd, bilden ihre eigenen Gruppen und wir haben den Eindruck, dass sie voll im Teenie-Alter steckengeblieben sind.
    Das ist sehr anstrengend, wir haben bisher noch nicht den Weg für uns gefunden damit umzugehen.
    Es gibt eine große Fraktion um Engländer herum, die vor allem auf Party, Bettgeschichten und trinken aus sind. Zudem verstehen wir meist die Witze nicht oder es geht uns zu schnell, weil unser Englisch dann doch nicht so stark ausgereift ist.
    In der Freizeit kann ich mit einigen auch gut reden, doch bin ich nicht der Typ der jedes Mal mitgeht und so dann rausfalle aus der Gemeinschaft. Schwierig ist bei mir auch das Verhältnis zu unserer „Aufseherin“, die auch im Hostel lebt und Backpacker ist. Mit ihr bin ich auf Arbeit aneinander geraten, weil sie einfach ihre Arbeit nicht gemacht hat und einige Male für Chaos gesorgt hat, bei dem keiner wusste was wir machen sollten.
    Hab ich versucht anzusprechen, doch sie hat es sehr persönlich genommen und seitdem ist der Kontakt mit der Clique um sie herum nicht mehr so locker.

    Unter all dem Trubel gibt es auch 2 Leute, die inzwischen gute Freunde sind, einmal Hiro aus Japan und Nele aus Deutschland, die bei mir auf Arbeit waren. Das tut gut, aber auch sie sind von der Situation hier entnervt. Mit der nächsten Arbeit werden neue Teams aufgestellt, mal sehen mit wem ich dann arbeite.
    Auf Iras Arbeit wird inzwischen gar nicht mehr wirklich mit ihr geredet, aber da kann sie besser von berichten.

    Es ist schwierig abzuschalten, doch wir wollen in Zukunft mehr Zeit für uns und den Leuten mit denen wir uns gut verstehen zu nehmen.
    Ich bin nicht sicher wie viel Erfolg wir damit haben, denn wir sind nunmal auch ständig umgeben von den Leuten. Es kann auch ein gutes Training sein, die Dinge nicht zu ernst zu nehmen.
    Falls es nicht besser wird, werden wir wahrscheinlich zusammen mit Nele weiterziehen und eine andere Arbeit suchen, woanders unterkommen. Vorzugsweise Tasmanien.

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  • 25Sep 2018

    119 Nachtrag 25.09.2018 Australien —

    Echuca, Australien

    Beschreibung

    So nun der erste Nachtrag, was in den Monaten zwischen Melbourne und Echuca alles gewesen ist.
    Ich sagte ja schon, dass wir durch den Arbeitsalltag uns nicht mehr die Zeit nahmen den Blog aktuell zu halten, was ich im Nachhinein echt schade finde. Es fühlte sich an, als wenn nichts Interessantes passiert, doch die Arbeitssuche und -entwicklung an sich ist doch ereignisreich und interessant für alle, die sich noch nicht so recht vorstellen können wie das hier abläuft. Vielleicht auch für diejenigen, die es auch mal wagen möchten nach Australien zu kommen.
    Ich werd diesen Eintrag zum aktuellen Datum reinstellen, die folgenden dann zu der Zeit, wann es passierte, also nicht verwirrt sein, wenn demnächst Wegpunkte kommen, die schon lange zurückliegen. Fotos werden wir auch nach und nach hinzufügen, die sind auch noch wild durcheinander, da brauchen wir etwas Zeit zum sortieren :D
    Nun aber genug vom Vorwort.

    Es war noch Ende März/April, als wir uns entschieden zusammen auf Arbeitssuche zu gehen und wieder eine Beziehung zu führen. Es fühlte sich richtig an, also machten wir es einfach. Wir waren in getrennten Hostels untergebracht, verbrachten aber regelmäßig Zeit miteinander und genossen es. Den genauen Zeitpunkt kann ich gar nicht mehr greifen, das floss ineinander über. Wir verabredeten uns immer wieder, trafen uns spontan und hatten eine spaßige Zeit. Darüber werd ich auch nochmal mehr schreiben.
    Zuvor suchten wir unentwegt einen Job, egal welchen, Ira konzentrierte sich mehr auf Gastronomie, ich auf Bau und Spendenorganisationen(Fundraisers), bei denen man raus auf die Straße geht und Leute anspricht. Auch bei Physiotherapien fragte ich an.
    Berwerbungen machte ich hauptsächlich online, bin aber auch persönlich zu den Agenturen und Studios gelaufen. Die Bewerbungsschreiben sollten auch möglichst neutral sein, ohne Foto, Begründung dazu ist, dass nicht nach kulturellen Hintergründen entschieden werden soll. Das musste ich erstmal alles lernen und änderte oft mein Schreiben ab. Aber was nun wirklich das beste ist, weiß ich bis heute nicht. Auf jeden Fall muss man wirklich nerven und immer wieder nachhaken, bei uns ist das eher lästig angesehen, hier zeigt es nötiges Interesse. Man darf auch nicht lange überlegen bei einem Angebot, sonst kriegt es jemand anderes. Nur brauchte ich erstmal Angebote.

    Ich hatte 3 Bewerbungsgespräche bei Firmen, wo man auf die Straßen geht, die pack ich in einen Extraeintrag, denn ich hab gerade beim Schreiben gemerkt, dass der Text zu lang wird. Zusammengefasst ist es so, dass es typisch ist, keine Antwort zu bekommen, was schlimmer ist als eine Absage, da man sich immernoch Hoffnungen macht und darauf wartet. Es ergibt sich auch sehr viel durch Kontakte, das ist ein Fluch und Segen, je nachdem, was für ein Typ man ist.
    Beim dritten Versuch und nach Änderung einiger Dinge (vor allem das äußere Auftreten, das hat sehr viel Wert in australischen Städten) hat es dann geklappt. Leider nur für 5 Tage.
    Das Geld floss dahin und es wurde eng. Im Monat hat jeder von uns 1000€ ausgegeben. Nur für das Leben in Melbourne, ohne große Aktivitäten. An sich ist Melbourne eine wunderschöne Stadt, die mir gezeigt hat, dass Großstädte doch nicht so blöd sind. Vorher mochte ich die überhaupt nicht. Vor allem durch den nahegelegenen Strand und die wirklich attraktive Innenstadt.
    Ich hab es genossen mit den Leuten aus dem Hostel auszugehen und am Nachtleben teilzuhaben, tagsüber eine halbe Stunde Fahrt zum Strand mit Pinguinen die nach Sonnenuntergang zurückkehren und an sich viele Möglichkeiten zu haben seine Zeit abwechslungsreich zu verbringen (ich denke ich mach auch nochmal einen Melbourne Eintrag).
    Doch ohne Arbeit ist Melbourne einfach zu teuer und die Arbeitssuche wurde immer dringender. Es wurde stressiger, wir investierten immer mehr Zeit und waren sehr engagiert.

    Irgendwann entschloss sich Ira zu mir ins Hostel zu kommen, das Europa in Melbourne, welches das beste Hostel in der Innenstadt ist, teilweise wie ein Hotel wirkt. Es hat eine Dachterrasse, auf der einmal die Woche ein Grilltag ist mit kostenlosem Essen. Von 7 bis 9 ist freies Frühstück mit Pfannkuchen, Müsli, Toast und Belag. Leider hört es etwas zu früh für mich auf, sodass ich es nicht so oft in Anspruch nahm :D
    Die Mite zahlt man pro Woche und es waren im günstigsten 16-Bett Zimmer 170$, für Melbourne auch echt gut.
    Inzwischen haben sie im Keller soger eine Leinwand mit Konsole zum gemeinsamen Zocken, richtig cool, aber warum nicht schon vorher als ich da noch gewohnt hab?!
    Jedenfalls zog Ira ins Hostel, wir hatten extra mit der Rezeption ausgemacht, dass sie in mein Zimmer kommt, doch als es so weit war, bekam sie ein anderes. Darauf sind wir dann nochmal zur Rezi, haben ein wenig Stress gemacht wie das sein kann und schließlich konnte sie dann doch in das richtige Zimmer. Wir haben Bewerbungen nun auch gemeinsam an Farmen geschickt, doch es kam immer noch nichts zustande.
    Schließlich, an einem Abend auf dem Weg zum Viktoria Markt gegen 8 Uhr bekam Ira einen Anruf von einer Freundin. Sie sagte wenn wir morgen auf dem Campingplatz sind, bekommen wir Arbeit. Wir hatten keine Ahnung wo es sein wird oder was es genau für eine Arbeit ist, spielte auch keine Rolle, in dieser Situation war es keine Frage.
    Wir sagten sofort zu, packten unsere Sachen über Nacht und checkten früh am Morgen aus. Ira hatte erst 2 ihrer 7 Nächte hier verbracht, doch für gewöhnlich kriegt man in solchen Fällen nur eine zurückerstattet. Deshalb fragten wir, ob wir die Nächte auch einfrieren können, uns aufsparen, wenn wir wieder zurückkommen und das war sogar möglich! Ich hatte noch 2. die ich bei meinem Deutschlandausflug genutzt habe. Ira hat immernoch 5, die wir stets um einen Monat nach hinten verlegen, wenn der Zeitpunkt näher rückt.
    Also ging es auf zum Zug, und der Zielort war unsere Heimat für die nächsten Monate: Nyah.

    Voller Vorfreude saßen wir im Zug und Bus und waren gespannt darauf was uns nun erwartet.

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  • 01Nov 2018

    120 Tomaten pflanzen 01.11.2018 Australien —

    Echuca, Australien

    Beschreibung

    Entgegen den allegmeinen Vorstellungen vom Reisen, ist es gerade vielmehr den Alltag bestreiten, mit den Leuten auszukommen mit denen man tagtäglich beisammen ist. Arbeiten, nach Haus ins Hostel kommen, essen, duschen, Essen vorbereiten (falls die Motivation da ist) kurz quatschen und dann geht’s auch schon wieder ins Bett für den nächsten Arbeitstag.

    Zur Zeit ist es Tomaten pflanzen. Zu um 7 geht es aufs Feld, 40min Autofahrt. Wir sind in 4 Teams aufgeteilt, a 8 Personen je Team. Auf dem Feld angekommen, kommt auch schon der oberste Aufseher Lenny, der 76! Jahre alt ist, angefahren und scheucht uns raus zum Traktor beladen. Wie er selbst sagt, ohne Arbeit würde er schnurstracks ins Gras beißen, sein schwarzer Humor lässt uns immer wieder schmunzeln, auch wie er aus seinem Auto getippelt kommt um die Maschinen mal wieder zu richten. Zudem hält es den Geist auf Trab.
    Jeder Trecker hat hinter sich eine Aufbewahrungsplattform für die Pflanzen angebracht, mit 5 Sitzen für die Pflanzer. Wir nehmen dann die Pflanzen aus den flachen Kisten, schmeißen sie in eine rotierende Vorrichtung mit 6 Löchern und wechseln die leeren Kisten aus, normalerweise rutschen dann die vollen nach, dabei verpasst man schon die eine oder andere Pflanze reinzuschmeißen.
    Manchmal fallen die abgestellten Kisten runter, dann herrscht auch einige Verwirrung, da der Traktor stetig fährt und man weiter die Pflanzen einlochen muss.
    Das ganze Teil ist mit einem Wassertank, der vorne am Traktor sitzt, verbunden und lässt beim Pflanzen an jeder der 5 Maschinen Wasser dazulaufen.
    Die 3 anderen des Teams laufen hinterher mit einem Bündel der Pflanzen in der Hand und kontrollieren die Reihen auf Lücken, achten dass nirgends eine Maschine ausfällt, verändert jeweils am Pflanzer die Tiefe, die stark vom Boden und Pflanzenhöhe abhängt. Es gab etliche Störungen und Defekte, bei denen angehalten und Lenny herbeigerufen werden musste. Manchmal fällt man als Nachläufer auch mal 100m zurück^^
    Nach ein oder 2 Läufen, je nachdem wie lang das Feld ist, wird wieder aufgefüllt und die Läufer durchgewechselt. Das lange Sitzen geht auch ganz schön in den Rücken, da tut der Wechsel echt gut, vorrausgesetzt die Maschinen laufen gut und wir nicht die ganze Zeit am Bücken sind :D
    Mein Team versteht sich gut, wir arbeiten gut zusammen und unsere Teamleiterin Janette ist sehr nett und lässt es eher gemächlich angehen, was uns super gefällt^^ Sie ist Australierin, in 50ern und arbeitet gerade zwischendurch, um wieder durch Australien reisen zu können.
    Andere Teams sind da schon ganz anders, machen einen Wettkampf zwischen den Teams und wollen schneller sein und stressen rum, ein anderes hat immer Drama, weil die sich untereinander nicht gut verstehen.
    Letztes Wochenende haben auch wir davon etwas abgekommen, als Janette nicht da war und ein anderer Teamleiter(aus dem Hostel) zu uns kam. Ihm waren wir zu langsam, hat sich ständig Sorgen gemacht dass wir überholt werden und wollte auf Teufel komm raus die anderen auf Abstand haben. Er hat auch ständig gezählt, wie viele Kisten wir für das Feld brauchten, hat dann Anweisungen gemacht wieviele wir aufladen und am Ende wurde es nur mehr chaotisch, weil die Logistiker selbst organisieren und am plötzlich stand eine Palette für uns am Feld bereit, wir hatten aber zu wenig Pflanzen und mussten wieder zum Lager zurück, was dann viel Zeit kostete und ihn aufgebracht machte, da uns das andere Team überholte. Manchmal kann man noch sonst wie gute Kalkulationen machen, am Ende ist probieren und auch mal machen lassen der bessere Weg.
    Das war sehr stressig und überflüssig, wir wurden zuvor ständig überholt und nie hat jemand Ärger bekommen von den Bossen. Es machte unsere Arbeit nur noch anstrengender.

    An sich gefällt es mir aber ganz gut als Geldeinbringer. Einmal kam ein Fleiger aufs Feld und hat die Pflanzen besprüht. Auch etwas verwirrend und hektisch, denn die Leitung wusste davon nix und wir musste das gesamte Feld räumen und auf etwas Abstand fahren, damit wir nicht besprüht werden. Die Arbeit wurde dadurch für einige Zeit unterbrochen und uns wurde eine kleine Flugshow geboten, das war schon cool! Es flog auch sehr dicht vorbei. Dazu auch ein kleines Video, am Anfang sieht man auch den ausgerüsteten Traktor im Hintergrund.

    Die Firma, bei der wir angestellt sind heißt übrigens Kagome, über das Hostel wurden wir an die vermittelt.

    Und ja der Text hat wieder auf sich warten lassen, gerade arbeiten wir aber sehr viel und bekommen nur freie Tage, wenn es regnet. Ich hab`s auf dem Schirm ;)

    Jetzt geht auch die Hitze los, heute sind es 38 Grad, deshalb haben wir früher Schluss und ich konnt mal was schreiben.

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  • 12Nov 2018

    121 Erfolgreiche "Hostelarbeit" 12.11.2018 Australien —

    Echuca, Australien

    Beschreibung

    Es tut sich was bei uns, morgen werden wir aus dem Hostel abreisen und für 3 Tage erstmal in einem Hotel am See einen Zwischenstopp einlegen.
    Dort erholen wir uns ein bisschen von der Zeit hier im Hostel, die wie ein Auf und Ab war. Die Arbeit war wie gesagt echt gut, aber das Drumherum hat Energie geschluckt.
    Dabei sah es zwischenzeitlich wirklich gut aus.
    Nachdem ich versuchte mich mehr lediglich auf die Leute zu konzentrieren, die ich gern um mich hatte, merkte ich nach einer Weile aber, dass es nicht der richtige Weg für mich persönlich war.
    Zwar kamen noch 2 Engländer ins Hostel, die wirklich gute Kumpanen wurden, doch immer wenn ich zur Gruppe kam, was man nicht verhindern kann auf so engem Raum, bekam ich das Gefühl, nicht willkommen zu sein.
    Es wurde nicht ausgesprochen, spüren konnte ich es jedoch schon. Andere sagten lass es doch sein, die wirst du bald eh nicht mehr wiedersehen, investier da nicht so viel rein. Doch so jemand bin ich einfach nicht. In diesem Moment bin ich hier, ich lebe mit den Leuten beisammen, einfach einen Scheiß darauf geben bin nicht ich. Also hab ich meine Strategie geändert.

    Auf Arbeit war ein Mädel aus dieser großen Gruppe in meinem Team. Wir hatten noch nicht viel miteinander zu tun, doch auch von ihr ging diese Aura aus. Nach einer Weile hab ich mit ihr über die Situation vom Rapsfeld gesprochen, ohne zu wissen, wie sie nun darauf reagiert. Ich wusste aber, dass ich etwas ändern wollte. Mit direkt der Person zu sprechen funktionierte nicht, also halt über eine Freundin von ihr.
    Ich erzählte ihr davon, dass ich nie wollte, dass so eine Situation entsteht, dass daraus sowas großes wurde und ich nicht wusste, wie ich daraus rauskommen sollte. Dass ich keine persönlichen Probleme mit irgendwem und besonders mit Sarah, der Aufseherin von damals, mit der alles begann, habe und ich ihr das auch gern vermitteln würde. Sie hörte zu, ließ nicht viel erahnen wie sie darüber dachte, fragte ab und was dazu, wie ich darauf komme. Dann sagte ich auch ihr was für ein Gefühl ich bekam, wann immer ich zur Gruppe kam, dass ich spürte, es ist etwas. Auch dass Sarah mir ab und an ein unwohles Gefühl gab(das sie manchmal echt dominant wurde), und ich dadurch mich anders verhalte als gewöhnlich.
    Die Reihe endete allmählich und ich meinte dann zum Abschluss, dass sie wahrscheinlich sehr verwirrt sei, weil ich noch nie auf diese Weise geredet hab. Da musste sie auch lachen und hat die ganze Situation etwas aufgelockert.

    Das war der Abschluss vom Gespräch und wir gingen weiter unserer Arbeit nach. Was dann die nächsten Tage passierte, war wirklich unglaublich.
    Wann immer ich wieder zur Gruppe kam, war ein ganz anderes Klima zu spüren, ich wurde angelächelt, mehr aufgenommen, besonders von der, mit der ich gesprochen hatte offener behandelt. Klar wurde man trotzdem nicht beste Freunde, aber der Umgang miteinander war sehr anders als zuvor.
    Eines Abends kam Sarah zu mir, und sprach mich darauf an. Das überraschte mich und wir sprachen etwas darüber und es war aus der Welt. Inzwischen hab ich gemerkt, dass sie sogar ganz cool ist. Sie war damals von der Situation genervt und dann kam auch noch ich dazu, der was zu meckern hatte. Klar fand ich es von mir auch gerechtfertigt und von ihr albern, dann gleich so zu reagieren, aber letztendlich habe ich es gelöst und es machte wieder Spaß, im Hostel zu sein. Das ist der richtige Weg für mich gewesen. Ich hab auch eingesehen, dass ich mich zu sehr um Dinge kümmern will. Mal ist es gut, da es Dinge löst, mal ist es zu viel und nicht an mir das zu lösen.

    Das zeigte wenig später das nächste Drama...

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  • 13Nov 2018

    122 Erfolglose? "Hostelarbeit" 13.11.2018 Australien —

    Echuca, Australien

    Beschreibung

    Ich war nicht mehr einverstanden damit, unser eigenes Auto für die Arbeit zu nutzen. Zum Hintergrund: das Hostel hat mehrere Autos, die wir zur Arbeit nutzen, mal standen welche rum, während wir eigene Autos benutzten. Schon beim Rapsfeld fand ich es nicht gut, doch besonders beim Tomatenpflanzen wurde es unglaublich dreckig, und schließlich wollen wir darin schlafen und es später verkaufen. Zuerst wollte ich es innerhalb unserer Arbeitsgruppe regeln, ich packte Plastiksäcke in den Kofferraum, wo die Stiefel dann abgelegt werden sollten. Außerdem hielt ich alle an, den Müll jeden Tag mitzunehmen (was wir eigentlich als selbstverständlich aus Respektsgründen ansehen, viele andere sind damit nicht so genau). Es nervte mich wirklich wann immer ich es sah, wie dreckig das Auto wird, noch dazu hatte Ira wochenends frei und sie sollte das Auto dann zur Verfügung haben, das sagten wir auch zu Beginn der Arbeit. Die anderen im Auto waren sichtlich genervt von mir wiederum.

    An einem Wochenende wollte Ira nach Melbourne und dafür sollte das Auto sauber gemacht werden. Sie sprach auch mit Pat und Dan, den Engländern, darüber und sie waren einverstanden, wenn auch wieder genervt. Die dritte im Auto (Hanna, mit der ich über das andere Problem gesprochen hatte) hatte auch nichts dagegen. Dann kam der Tag, wir holten Saubsauger aus dem Hostel und wollten loslegen, doch die Jungs kamen nicht, schrieben was von: was sollen so viele an einem Auto putzen. Ich sagte das zeig ich ihnen dann, Pat kam darauf, doch Dan blieb weg. Es ging uns auch darum, dass alle mitmachen sollten, die das Auto benutzten, um auch zu sehen wie dreckig es wirklich war. Das hat mich wütend gemacht. Zwischendurch kam noch Simon der Hostelbesitzer und hat sich darüber lustig gemacht, dass wir das Auto sauber machten.
    Nach dem Saubermachen bin ich erstmal rauf zu Dan und hab ihm erstmal die Visiten gelesen. Ich mag ihn, aber am Anfang trieb er mich ab und an zur Weißglut, weil er echt arroganz durch seine Intelligenz ist und denkt, wenn etwas für ihn nicht sinnvoll erscheint, es nicht machen zu müssen. Ich erklärte ihm, dass man dies aber manchmal tun sollte, da es auch um andere Dinge geht als die sachliche Aufgabe. Nämlich auch, dass alle mitmachen und besonders auch Hanna das sieht, weil sie gerne diese Auffassung hat: wenn er das nicht macht warum soll ich es dann tun?
    Er hat es dann verstanden. Er erinnert mich wirklich an Sheldon Cooper aus Big Bang Theory, nie zufrieden ohne sinnvolle Erklärung, eigene Meinung zählt mehr als die der anderen, und eben was ich schon sagte mit der Intelligenz, die zu einem Tick zur Arroganz führte. Ja mit ihm musste ich erstmal einen Weg aushandeln miteinander auszukommen, doch wir verbringen inzwischen gern Zeit :D
    Aber zurück zum Auto. Nach dieser Situation wollten wir den Hyundai nicht mehr zur Verfügung stellen. Es war zu stressig für uns.
    Zuerst sprach ich wieder mit Hanna, da es beim letzten Mal auch klappte. Ich hab sie um Hilfe gefragt mit Simon darüber zu sprechen, da auch Simon für mich ein unangenehmer Gesprächspartner, und ich selbst auch etwas überfordert war. Das hat sie dann auch, doch sie meinte, er versteht nicht warum. Ich meinte zu ihr auch wenn er es nicht versteht, geht es darum, dass es sehr stressig für uns ist und es nicht sein braucht. Er kann das wenigstens respektieren. Ich wusste auch, dass ich nicht um ein Gespräch herum komme.
    Also hab ich es in Angriff genommen. Ich ging zu ihm und meinte, dass wir in Zukunft ein Hostelauto nutzen wollen. Er sagte sofort klar geht in Ordnung, was mich total aus der Bahn brachte, hatte ich doch meine Argumente auf der Zunge, und er diskutierte immer über alles. Es war total unvorhergesehen, er gab mir den Schlüssel für das Auto und ich ging wieder hoch. Einfach so. Ich verstand das nicht so richtig und bin dann nochmal runter, sagte dass ich jetzt echt eine Diskussion erwartet hab, und hab noch die Gründe gesagt. Er meinte nur wenn er keine Autos mehr übrig hätte, würde er auch diskutieren, aber so war es kein Problem das Auto auszutauschen.
    Okay dachte ich, das war einfach :D

    2 Tage später wollte ich den Schlüssel für das Auto holen, da sagte die andere Managerin (Simon ist der Besitzer, und sie kam vor längerer Zeit aus England als Backpacker, blieb dann aber im Hostel und leitet auch das Hostel, übernimmt viele organisatorische Aufgaben), dass ich mein Auto am nächsten Tag nutzen müsse. Als Simon vorbeikam fragte ich auch ihn und er meinte nur: ja geht nicht anders, sorry. Das war ernüchternd, und er machte klar dass er keine Zeit zum Reden hatte. Dann dachte ich mir ich kann ja mal mit der anderen Managerin auch drüber reden (sie heißt auch Hannah, deswegen etwas verwirrend den Namen zu benutzen). Zuvor hatte ich gehört, dass man mit ihr gut reden kann.
    Ich ging zur Rezeption, sie war gerade am Handy, machte aber eine Pause als ich kam. Und ich fing an, auch ihr die Gründe zu erzählen und dass sie ehrlich sagen sollte, ob ich das eigene Auto wieder auf längere Zeit nutzen soll oder es wirklich eine Ausnahme ist.
    Sie meinte sie kann es nicht sagen, sie versteht die Argumente, aber was soll man machen, wir müssen ja irgendwie zur Arbeit kommen, dass es auch andere gibt, die das Auto nutzen, dass es immer die Deutschen sind, die ein Problem damit haben (ich wusste, dass die anderen es auch nicht mögen, nur nichts dazu sagen, ist aber nicht noch meine Aufgabe, für sie zu sprechen) und dass wenn ich mich weigere, das Auto zu benutzen, den Job verliere und sie nehmen jemand anderen der das Auto nutzt. Dass das Auto ein Grund dafür war, den Job zu bekommen und wenn man mit Auto herkommt das auch genutzt wird (was uns am Anfang keiner gesagt hat) Was soll ich dazu sagen? In dem Moment fühlte es sich nur unfair an, so viele haben kein Auto und doch kein Problem, Arbeit zu bekommen.
    Am Ende meinte ich es ist erstmal ok, klar wenn kein anderes Auto verfügbar ist, geht es nicht anders, aber im Generellen wollen wir es nicht.
    Später sprach ich noch mit anderen darüber und alle meinten, dass so etwas nicht in Ordnung sei. Mir fiel dann auch auf, was ihre Argumente eigentlich waren, dass da null Respekt von ihrer Seite aus war und sie zwar sagte, es zu verstehen, aber es nur zu ihren Zwecken diente.

    Die folgende Zeit war echt schlecht, das Gruppengefühl kam zurück, diesmal noch heftiger, und sogar Hanna war nicht gut auf mich zu sprechen. Unser Auto stand jeden Tag auf der Liste, dabei dachte ich mir gar nicht so viel, bis ich hörte, dass Manager-hannah das mit Absicht machte.
    Da begriff ich, was für eine Macht vorherrschte, und dass die Mangerin, die auch ständig bei den Leuten war, die sich auch sehr von ihr beeinflussen lassen, der Ursprung dessen ist, was hier abläuft. Das war natürlich übel, wie soll man etwas aus der Welt schaffen, wenn es direkt von der „Leitung“ kommt.
    In dieser Zeit ist mir auch bewusst geworden, dass dominante und aggressive Persönlichkeiten, besonders Frauen, mich total verunsichern. Das war mir vorher nie so bewusst. Diese Erkenntnis ist auch wertvoll, da ich darauf aufbauen kann.
    Mit der Zeit versuchte ich wieder mit Hanna zu reden, sie meinte dass die Managerin in der Zeit, in der ich sie auf das Auto ansprach, viele andere Probleme im Kopf hatte und deshalb so stark reagierte. Konnte ich nicht wissen. Dann fragte sie ob ich nicht daran denke, woanders hinzugehen. Anscheinend weil sie auch keine richtige Lösung sah. Ich meinte, dass ich nicht der Typ bin, der so leicht aufgibt wenn mal was kacke ist, und dass die Entscheidung von mir heraus kommen soll, nicht aufgrund der verdammten Situation im Hostel. Sogar neue Leute waren bei der ersten Begegnung noch unvoreingenommen, aber danach anders zu mir. Es machte mich wirklich ein bisschen paranoid. Es war wie ein Brandmark, ein Stempel, dachte, wenn ich wieder anfange etwas zu sagen, dass es einfach abgewunken wird mit den Worten „Ach der schon wieder, lass den mal reden.“
    Inzwischen fühlte es sich so an, nicht mehr das eigene Auto zu besitzen, dass das Hostel darüber entscheidet, wie es genutzt wird. Es ging nicht mehr nur um den Dreck im Auto, das war ein Grund und auch die Hinterreifen hatten inzwischen kein Profil mehr. Wir dachten ein Auto zu haben wäre gut, doch hier fühlte es sich nur nach Ärger an.

    Ich hab mich von Ira in dieser Zeit nicht sehr unterstützt gefühlt, das sagte ich ihr auch, haben dann mit anderen gesprochen und kamen zu der Lösung, nochmal mit Simon sprechen zu müssen, aber in dem umsungenen „richtigen Timing“. Das haben wir hier gelernt, die Reaktion auf etwas ist hier echt sehr stimmungsabhängig.
    Das taten wir dann auch, am selben Abend, doch anscheinend war es kein gutes Timing... Er hat es nicht wirklich ernst genommen.
    Am nächsten Tag meinte Ira sie sprach nochmal mit ihm, hat ihn gefragt, wenn wir schon das private Auto nutzen, dass irgendein Vorteil vom Hostel kommt, weniger Miete oder, falls etwas passiert, ein Teil der Kosten übernommen wird. Er meinte, das ist nicht möglich, aber dass er was in die Wege leiten wird, mit den anderen Fahrern sprechen wird, dass es sich mehr abwechselt. Zudem sagte er noch, wir können einen Aufschlag von den Mitfahrern nehmen. Aber die konnten auch nix dafür, das Problem war, dass das Hostel nicht genug Autos hat, um die Leute zur Arbeit zu bringen. Das sollten nicht die anderen gerade bügeln.

    Darüber hab ich wieder mit Hanna geredet, sie wusste bereits vom Gespräch mit Simon, aber nicht davon, was er vorschlug. Nun war sie auch voll bei meiner Seite, wenn auch aus egoistischen Gründen, aber das war egal.
    Ach und Ira und ich wussten von anderen Fahrern, die sich weigerten, ihr Auto weiter zu benutzen, zum Teil wegen Schäden, zum Teil einfach so und das war natürlich okay. Sie hatten einen guten Draht zur Managerin.
    Im Laufe des Tages hatte ich dann den Plan. Ich musste die Managerin besänftigen, und gleichzeitig Simon mehr zur Verantwortung ziehen. Es musste sich etwas ändern.

    Ihr wollte ich sagen, dass ich hörte wie viel sie um die Ohren hatte und dafür entschuldigen, nur um Ruhe reinzubringen, klar find ich, dass sie sowas nicht machen kann und es verdammt nochmal ihre Aufgaben sind, als Managerin. Aber das behielt ich für mich.
    Ihm wollte ich mehrere Optionen geben:

    Erstens: Wenn sich nichts ändert, und er es ignoriert, sind wir weg und er verliert 340$ in der Woche.

    Zweitens: Er ändert was, indem er zum Beispiel den Transporter rotieren lässt, dadurch andere auch mal das eigene Auto nutzen, denn wir haben einige Fahrer hier. Oder, da 2 Personen aus meinem Team abreisten, jemanden mit Auto in mein Team zu geben.

    Drittens: Wenn er weiter unser Auto wie ein Hostelauto benutzen will, dann muss er es zu einem machen und es kaufen.

    Das war mein Weg, und ich war zuversichtlich, dass wir dadurch voran kommen. So konnte ich die Entscheidung, was passieren wird, an Simon überreichen und ich brauchte nicht mehr darüber grübeln. Da war mir auch klar, dass ich wenn ich bei mir bin auch eine Lösung herausfinde, die ganze Situation nagte nur sehr an mir, ich wollte eher der Konfrontation aus dem Weg gehen. Doch das bringt mich nicht da raus. Man muss aktiv werden.
    Ira hat für sich übrigens auch einen guten Weg gefunden, bei ihrer Arbeit wurde es besser, sie knüpfte gute Kontakte. Auch wenn die Unterstützung gut tat, letztendlich musste ich selbst was bewirken, um da rauszukommen. Zu erwarten, dass andere dort was ändern, war auch ganz schön viel verlangt.

    Also redete ich mit den beiden, auch so wie ich es mir vornahm, sagte Simon, dass er nicht sofort entscheiden muss, wir 2 Tage danach aber nicht mehr das Auto benutzen.
    Die Reaktion war echt gut und es fühlte sich gut an. Das ganze zog sich jetzt übrigens schon Wochen. Er war interessiert am Kauf.

    Dann die 2 Tage später: Unser Auto sollte wieder benutzt werden, diesmal von Ira. Simon kam erst zu ihr, und sagte ob das so geht, dann kam ich dazu und wir zeigten andere Möglichkeiten. Zudem hatte ich an dem Tag noch einen Termin(hatte ich bei der Managerin schon am Morgen angekündigt), konnte nicht sagen ob ich rechtzeitig wiederkomme, aber das Auto blieb erstmal auf der Liste. Am Ende war ich nicht rechtzeitig und eines von Simons Privatautos wurde genutzt. Kaufen würde er es auch nicht mehr, da wir mindestens 4000 wollen und er höchstens 3000.
    Dadurch haben wir entschieden, abzureisen. Er hat zwar gefragt, aber es war nicht das, was wir wollten.

    Am nächsten Tag fand ein Meeting mit allen Fahrern statt. Ich dachte nur boah, muss das sein? Aber Ira war zuversichtlich und voller Energie und eigentlich war es gut. Ich habe alles direkt ausgesprochen, dass es ein Problem vom Hostel ist, dass wir 4mal in den letzten Wochen zu ihm kamen, er 2mal versprochen hat was zu ändern und nichts passierte. Dass unsere Geduld am Ende ist.
    Auch die Mangerin war da und meinte, dass alle respektvoller sein werden, und nicht sagen ach was für`n Arsch. Da meinte ich nur, dass ich es bevorzugen würde Arsch genannt zu werden, weil sie dann ehrlich sind und ich lieber Ehrlichkeit hätte (anstatt etwas hinter dem Rücken gesagt wird). Das lockerte etwas die Situation auf.
    Irgendwie kam dann ein Wettstreit, wer das Auto mit den meisten Schäden hat, wo ich dann meinte es geht mir nicht gegen irgendeinen Fahrer, ich kann jeden verstehen, der nicht sein Auto nutzen will, will ich ja auch nicht. Ich steh hier nur für meine Interessen und dass es gerechter ablaufen soll.
    Das Endergebnis war: jeder müsste wenigstens 1mal die Woche das eigene Auto nutzen.

    War ein gutes Ergebnis, leider zu spät. Wäre es 2 Wochen früher gewesen, wären wir zufrieden gewesen aber nach all dem stand fest, dass wir gehen. Auch war es keine der Optionen, die wir Simon gaben.
    Ira meinte, dass die beiden beim Meeting immer etwas dagegen schossen, wenn etwas von mir kam. Das kam mir in dem Moment gar nicht so vor, ich hab mich sogar recht wohl gefühlt, weil ich zu dem stand, was ich wollte, es laut aussprach an die Personen, an die es gerichtet war. Das machte mich selbstbewusst und dann war mir auch egal, was für Gegenwind kommt.
    Es war befreiend und nötig, wenn auch vorher beunruhigend.
    Danach war der Umgang auch wieder besser.

    Im Endeffekt ist der Entschluss zu gehen also eine Mischung aus getrieben und gewollt. Für mich kann ich aber sagen, dass ich auch hieraus viel gewonnen habe und alles mir mögliche getan habe, um ein funktionierendes Beieinander zu haben. Ich bin hierbei über mich hinausgewachsen und nehme das für die Zukunft mit und kann besser mit solchen Menschen umgehen.
    Jetzt bin ich aber auch froh hier mal wegzukommen, denn glücklich waren wir hier schon länger nicht.


    Daraus habe ich auch gelernt, wie es zu einer Situation kommt, in der man eine Art Ausgrenzung erfährt, einen Stempel auf sich trägt. Es ist schwer, da rauszukommen, möchte am liebsten jemanden, der das Problem aus dem Weg räumt, der einem da raus hilft.
    Am nachhaltigsten ist es aber, wenn man selbst einen Weg entwickelt. Auch ich hab zu dieser Situation beigetragen, da ich zum Teil das mit mir machen lassen hab, wie gesagt macht mich eine gewisse Art von Person ziemlich unsicher.
    Es liegt in der Natur von Menschen, über Dinge zu tratschen, sich aufzuregen über etwas oder jemanden, mit Freunden zu lästern, sich von eigenen Problemen abzulenken. Sie suchen nach Geschichten, um sich unterhalten zu lassen, wie in einer Soap, und wenn du der Geschichtenlieferer aus irgendwelchen Gründen bist, ist das nicht so leicht abzuschütteln. Meist gar nicht nachvollziehbar, kann nur ein kleiner Unterschied zu den anderen sein, Denkweise, Kleidungsstück, Schüchternheit, Unsicherheit. Viele selbstbewusste Menschen, verstehen Unsicherheit anderer schlicht gar nicht und verhalten sich demnach auch anders.
    Solange es bei unterhaltendem Lästern bleibt, alles okay, aber wenn es ausartet und Richtung jemanden schaden wollen geht, bis hin zum Mobbing, ist es ein ernsthaftes Problem.


    Was hier ablief war eine Vorstufe davon, viele wussten, dass es nicht richtig ist, keiner traute sich aber sich dagegen aufzustellen, aus Angst vor den Konsequenzen.
    Und für die, die mit so etwas zu tun haben, ist es der sicherste Weg, aktiv zu sein, seinen Weg finden. Ob nun mit oder ohne andere. Es geht beides, bei zweiterem braucht man aber ne Menge Selbstbewusstein, was meist nicht der Fall ist.
    Es gibt immer jemanden, der verstehen kann und sieht, dass es nicht in Ordnung ist. Diejenigen zu finden geht am Besten durch weiter versuchen Kontakte zu knüpfen und zu sprechen.

    Gerade bei Kindern ist es nicht so leicht selbstständig da raus zu kommen, die beste Vorbeugung ist da ein gesundes Selbstbewusstsein! Hier sind die Eltern und Erziehung angesprochen, dem Kind genügend Selbstbewusstsein zu vermitteln und entwickeln zu lassen.

    Besonders in der Schulzeit kommt es vor, doch auch im Erwachsenenalter wie hier kann Schikanieren auftreten.
    Vor allem Lehrer sind in der Verantwortung so etwas rechtzeitig zu bemerken und vor allem kein Mitläufer oder gar Auslöser zu sein! Schwer vorzustellen doch von sowas hab ich auch schon gehört. Schulpsychologen sind denke ich immer mehr gebraucht.

    Es ist ein Phänomen der westlichen Kultur (hauptsächlich), wir sind alle Teil davon, also Augen auf vor Mobbing!

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  • 15Nov 2018

    123 Hotelzeit 15.11.2018 Australien —

    Point Cook, Australien

    Beschreibung

    Das vermeintliche Hotel am See mit Whirlpool stellte sich als Wohnhaus heraus, in dem die Räume an Interessierte vermietet werden. Als wir ankamen, waren wir sehr verwirrt, da wir in ein Neubauviertel kamen mit Einfamilienhäusern. Erst sind wir daran vorbeigefahren, dann zögernd angehalten. Die Schlüssel waren im Briefkasten, ein Zettel an der Eingangstür mit meinem Namen sagte dass wir richtig waren.
    Innen war alles sehr sauber, aber auch schlicht und sehr spärlich eingerichtet. An den Zimmertüren waren Nummern und überall hingen kleine Zettel mit Hinweisen. Abseits standen sogar aufgeschlagene Zelte. Ich rief erstmal den Besitzer an, um zu fragen welches Zimmer wir haben. Sein Englisch war nicht sonderlich gut, aber er sagte mir die Nummer und dass er mit seiner Familie darin wohne und am Abend nach Hause kommt.

    Wir packten erstmal aus und merkten dann: Wo ist eigentlich der Whirlpool und Pool? Ich rief nochmal an und er erzählte mir dann, dass auf dem Kühlschrank eine Karte sei, mit der man kostenlos in die ortseigene Schwimm- und Trainingshalle kommt. Nagut, nicht was wir erwartet haben, aber wir hatten einen Privatraum mit Doppelraum und die Schwimmhalle machte unsere Abende mit Sauna, Poolbecken und den ersehnten Whirlpool zu etwas wirklich Erholsamem.
    Am ersten Tag haben wir die Eigentümer kennengelernt, aus China mit einem Kleinkind. Sie leben hauptsächlich in einem Raum, mit eigenem Bad. Nur um zu kochen kamen sie raus. Ansonsten nahmen sie sich sehr zurück und respektierten die Privatsphäre der Gäste, etwas zu sehr unserers Geschmacks, immerhin sind das ihre eigenen 4 Wände, doch jeder hat seinen eigenen Lebensstil. Vielleicht war es auch nur zweckmäßig. Ach und es schlief tatsächlich auch jemand im Zelt, es war also nicht für das Kind da :D

    Am zweiten Tag erkundeten wir die Gegend. Es war alles sehr schick und ordentlich gemacht, modern, aber auch irgendwie künstlich, nur kleine Rasenflächen an den Häusern. Das hat mir schnell echt nicht mehr gefallen und musste erstmal weiter raus fahren. Wir haben ein gröüeres Parkgebiet auf der Karte mit einem anderen See gesehen, dort sind wir einfach mal hin. Für den Park war es zu spät, der wurde fast geschlossen, doch der Wächter nannte uns noch einen weiteren Platz.
    Dort angekommen, waren wir tatsächlich an einem Strand mit offenem Meer. Das war so unerwartet für mich und ich habe gemerkt, wie es mir gefehlt hat. In all der Arbeitszeit hatte ich sowas nicht, nach dem engen Wohnviertel zuvor entspannte ich schlagartig und es tat wirklich richtig gut. Das war der erste Moment in dem ich wirklich mal erholt war.
    Es braucht nicht ständig sein, aber die See ist nunmal ein Teil von mir, dort bin ich aufgewachsen und dahin zieht es mich auch immer wieder.
    Am dritten Tag sagte ich morgens: wenn es in der Einkaufshalle einen Friseur gibt, werde ich mir die Haare schneiden. Zuerst sind wir aber in ein Flugzeugmuseum, von dem wir gehört hatten(aus Gesprächen mit Leuten vom Pool). Es war gut, aber auch etwas langweilig. Es gehörte zu einem Militärgelände und dort wurde auch die australische Air Force gegründet.

    Danach sind wir zum Einkaufszentrum, und es gab tatsächlich Friseure! Anfangs war mir noch mulmig zumute, immerhin ist es das erste Mal seit knapp 3 Jahren gewesen, aber sie wurden nervig und ich hatte es am Morgen noch angekündigt. Also machte ich für den Nachmittag den Termin. Wir haben auch noch ein Foto gemacht wie lang es nun gewesen war.
    Kurze Zeit später waren sie dann um ein ganzes Ende kürzer. Ich wollte sie aber immernoch lang haben. Das war für mich der erste Langhaar-schnitt, sonst hab ich immer wachsen lassen und gleich auf kurz getrimmt. Das heißt auch, dass ich keine klare Vorstellung hatte und hab der Friseurin nur Fotos zeigen können. Ich denke sie hatte auch nicht recht die Erfahrung mit Langhaarfrisuren bei Männern, jedenfalls hat sie alles auf eine Linie geschnitten. Hatte dort noch ganz ok ausgesehen, aber dann später nach dem Duschen und Trocknen sah es einfach lächerlich aus, weil sich am Ende die Locken aufbauschten und ich aussah wie Prinz Eisenherz.
    Also am nächsten Tag nochmal hin, was für mich auch unangenehm war, brauchte es aber eigentlich gar nicht. Immerhin kommt es schonmal vor, dass der Schnitt doch nicht so sitzt. Lief dann auch gut und danach sah es deutlich besser aus.

    Das war dann auch der Abreisetag und es ging nach Melbourne mit riesigem Stau zwischendurch. Dort haben wir die Jungs vom Echuca Hostel wiedergetrofffen.

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  • 19Nov 2018

    124 Der Trip beginnt 19.11.2018 Australien —

    Melbourne, Australien

    Beschreibung

    Es gehr los!
    Gerade sitze ich mit den Jungs Pat, Dan und Marius im Nachtbus nach Sydney.
    Ich freue mich auf die Zeit und bin gespannt, was uns erwartet.
    Ira hat das Auto und fährt nach Belieben herum und wird campen. Ich gehe mit den Jungs für 4 Wochen auf eine Tour entlang der Ostküste. Erster Stop: Sydney für eine Woche.
    Danach geht es 5 Tage zu einem Surfcamp, in dem Ira zu uns stoßen wird. Danach geht es wieder getrennt weiter. Das hatten wir in Echuca schon beschlossen.
    Pat und Dan, die Engländer, hatten Marius, Ira und mich gefragt, ob wir mitmachen möchten. Marius und ich wollten, Ira möchte nach der Hostelzeit erstmal für sich reisen, verschnaufen und so Kraft tanken. So können wir es beide auf unsere Weise tun und ich denke es wird gut! Ich hatte sowas noch nie, wirklich nur mit Kumpels herum reisen.
    Das Surfcamp wollte auch Ira, also kommt sie dann einfach dazu. Die Kamera wird übrigens Ira haben, ich versuch ein paar Aufnahmen mit dem Handy zu machen. Ich kann mir vorstellen, dass es mit den Jungs etwas chaotisch wird, denn sie sind organisatorisch gesehen miserabel :D Aber egal, wir werden das schon schaukeln, ich will mich einfach mittreiben lassen.
    Preislich kostet der Monat 1200€. Inbegriffen sind Unterkunft, teilweise Speisen, Busfahrten und Aktivitäten. Das können wir uns nach der Arbeitsphase mal gönnen ;)
    Die letzten 3 Tage waren wir alle zusammen in Melbourne, sind auf eine Bootsparty gegangen, waren im Casino(wir haben etwa 3$ gewonnen^^), Pat hat 35! gemacht, und machten Barbeque auf der Dachterasse.
    Nur das Auto in der Stadt kostenlos zu parken war nicht einfach und frisst viel Zeit.

    Also liebe Grüße und bis dann!

    Fotos & Videos

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  • 25Nov 2018

    125 Sydney 1 25.11.2018 Australien —

    Sydney, Australien

    Beschreibung

    Sydney Tag1

    Wir haben Sydney erreicht, das erste was mir auffiel, waren Häuser, die entlang von einem Fluss errichtet waren, auf Stelzen, so wie man es sich Venedig vorstellt. Das war aber nur ein kleiner Abschnitt als wir mit dem Bus reinfuhren.
    Der Hauptbahnhof ist ziemlich unscheinbar, wir sind von ihm aus erst einmal auf zum Hostel „Jolly Swagman“, das eine ziemlch gute Lage hat. Es war noch früh am Morgen und zu früh um das Zimmer zu beziehen, also haben wir einen Spaziergang entlang der Bucht zum Opera Haus gemacht. Das ist es eigentlich was Sydney ausmacht, nicht das Opernhaus, sondern diese Bucht, die mitten durch die Sydney Innenstadt verläuft. Zu groß für einen Fluss, zu klein für eine Meeresbucht, eine Art Zwischending aus beidem.
    Darauf fahren etliche Schiffe, von Wassertaxis bis hin zu militärische Flugzeugträger und gigantische Kreuzfahrtschiffe.
    Das Opernhaus wiederum, was das eigentliche Merkmal Sydneys ist, war etwas enttäuschend. Vielleicht bekomme ich nochmal die Möglichkeit es von innen zu sehen. Dann gibt es noch eine riesige Bogenbrücke, die über die Flussmündung reicht, auf der man auch Klettertouren buchen kann, das war uns allerdings zu teuer. Es gibt aber auch einen Fußgängerpfad entlang der Fahrspur, das hoben wir uns jedoch für später auf.
    Am Opera Haus vorbei gingen wir durch den botanischen Garten, der viele Tiere zu beherbergen schien. Neben einer Vogelart mit langem, gekrümmten Schnabel, die überall in Sydney herumläuft, sahen wir auch einige Echsen, die ca. einen halben Meter lang waren.
    Nach der Rückkehr zum Hostel haben wir die restliche Wartezeit damit verbracht, unsere Tage zu planen, darunter Aquapark, Wakeboardfahren, Blue Mountains, Wildlife Park, Aussichtsturm und andere Sehenswürdigkeiten.
    Dann konnten wir endlich zum Zimmer, für uns zu viert, mit Balkon und Kühlschrank. Den Rest des Tages haben wir nur noch Besorgungen gemacht und herumgelegen. Am Abend sind wir dann noch ausgegangen, mit Bierpong, Jenga-Wahrheit-Pflicht und anderen Spielen.

    Tag 2
    Am nächsten Tag ging es früh raus, wir hatten einen großen Tag vor uns. Wir sind raus nach Penrith gefahren, ca. 1 Stunde Zugfahrt, um dort gleich mehrere Attraktionen zu besuchen. Los ging es mit Wakeboard und Wasserski, was ein irrer Spaß ist. Es war für mich alles neu, und los ging es mit auf Knien hockend auf dem Board. Man hielt dabei selbst eine Leine fest, die einer Seilbahn befestigt war, die einen rundherum auf dem See herzog. Es brauchte einige Zeit bis ich den Start meisterte, wichtig ist die Spannung in den Armen zu halten und nicht nach unten aufs Board zu schauen, sondern geradeaus in die Richtung, in die man fährt. Die kurven brachten nochmal eine Herausforderung, da man weit nach außen fahren muss, also selbst lenken muss. Wenn man zu weit innen war, verlor die Leine die Spannung für einen kurzen Moment, du verlierst Geschwindigkeit und wenn die Spannung zurückkehrt, reißt der Zug an deinen Armen und du fliegst meistens vom Board. Es sei denn du kannst den ersten Schub überstehen und unter viel Krafteinsatz dich wieder in Position ziehen. Das Blöde war: jedes Mal, wenn ich abgeflogen bin, musste ich den ganzen Weg zurück zum Startpunkt gehen, und das war einiges^^
    Irgendwann hatte ich es dann drauf, ganze Runden auf den Knien zu fahren. Das wurde dann etwas langweilig, also sind wir zum Stand gewechselt. Hier ist es viel schwieriger, den Start zu überstehen und sich auf den Beinen zu halten. Wir starteten aus dem Sitz, mussten die Beine hochziehen, da sonst das Board unter Wasser gedrückt wird. Ich versuchte es wieder und wieder, konnte mich aber einfach nicht durch den Start bringen. Neben dem ersten Zug macht der einen Rechtsknick, bevor es auf die eigentliche Strecke kommt. Dieser Knick war mein unüberwindbarer Knackpunkt.
    Mit etwas Frust bin ich erstmal auf Wasserski gewechselt und zur Überraschung hat es gleich beim zweiten Anlauf geklappt! Das war schon ein super Gefühl, meistens endete es in der ersten Kurve, da man extrem weit nach außen musste, um dieses Spannungsloch zu verhindern. Also immer wieder zurücklaufen mit den Ski in den Händen.
    Ein Mal hab ich es sogar um die zweite Kurve geschafft, doch ich war so weit außen, dass ich hinter den Rampen fuhr und an deren Kante entlangschliff. Bevor ich in eine einkrachte, musste ich dann die Leine loslassen. So weit hab ich es danach nicht nochmal gebracht, aber fürs erste Mal schon echt gut.
    Ich bin dann nochmal zum Board umgestiegen, um dort den Stand nochmal zu probieren. Und tatsächlich! Die Wasserski waren ein gutes Training und es hat dann auch hier mit dem Stand geklappt! Zwar nicht bis zur ersten Kurve, aber immerhin. Am besten beherrschte Dan es. Er ist auf den Ski einige Runden am Stück gefahren, im Stand auf dem Board war aber für alle spätestens in der ersten Kurve Endstation.
    Zum Schluss wollte ich nochmal auf die Ski, wobei sich gezeigt hat, dass meine Kraft in den Armen verpufft war :D Beim Start hatte ich so gut wie keine Spannung und bin an der Leine hängend nach vorn über die Plattform ins Wasser geklatscht. Die Ski standen noch brav auf der Plattform, nur ohne meine Füße darin, hahaha. So kanns dann auch gehen.
    Das wollt ich natürlich so nicht auf mir sitzen lassen und bin nochmal mit mehr Konzentration rangegangen, hat dann auch geklappt, danach machten wir aber Schluss.
    Zumindest mit Wakeboarden und Wasserski, es ging dann nach kurzer Pause auf die andere Seite, wo ein Wasser-Parcour-Luftburgpark für uns bereit stand.
    Der Aufseher meinte, dass in Hochzeiten bis 100 Kinder darauf herumtollten, diesmal waren es 4 erwachsene junge Männer ;D Wir hatten es ganz für uns allein und es war ein Riesenspaß. Vielleicht machten wir sogar mehr Radau als die Kinder an anderen Tagen. Das beste war ein kleines Fußballfeld auf einer schwimmenden Insel, auf der man höchstens Gehtempo laufen konnte, da man sonst ausrutschte und auf den Boden klatschte. Es sah wirklich zum Schießen aus wie wir immer wieder entschlossen losstürmten doch im hohen Bogen hin- und herflogen. Es gab auch noch große Rutschen, Luftkissen, Parcours zum Wettlaufen und viele trickreiche Passagen.

    Wir waren danach einfach nur fertig und jeder hatte ein paar Blessuren davongetragen. Aber es hat sich sowas von gelohnt!
    Umgezogen schlurften wir buchstäblich erstmal zu KFC um was zu essen. Wir fühlten uns bereit ins Bett zu fallen, doch der Tag war noch nicht vorbei, wir hatten für den Nachmittag noch Minigolf gebucht, da es im selben Ort war. Also kraftlos ging es auf den Weg dahin, an einem Park vorbei, ab und an scheute ich aufs Handy um nach dem Weg zu gucken.
    Der Minigolfpark an sich war okay, wenn auch nicht sehr anspruchsvoll. Das spannendste waren eigentlich unsere Diskussionen um die Punkte^^ Aber das könnte auch dem geschuldet sein, dass wir inzwischen sehr müde waren. Jedenfalls war es eine Art Ausklang für den Tag und als wir die Halle verließen, fiel mir auf dass meine Kreditkarte weg war. Ich war mir ziemlich sicher dass ich sie in eine Hosentasche gesteckt hab, weil ich nicht das ganze Portemonnaie mitnehmen wollte. Ich suchte alles ab, doch nichts zu finden, ich wollte auch nicht zurück und alles absuchen, und ich dachte mir vielleicht hab ich sie doch nicht mitgenommen und falls ja, muss ich dann das Konto sperren. Dann wirklich ohne Scheiß drei Schritte weiter lag sie im Gras zu meinen Füßen!
    Wirklich direkt nachdem ich den Rucksack kontrolliert hatte und überlegte was ich nun tue. Es war eine Stelle, an der ich zuvor nach dem Weg geschaut hatte, als ich dabei das Handy aus der Tasche nahm, muss sie rausgefallen sein. Normalerweise Hab ich die Dinge deswegen in getrennten Taschen, aber diesmal hatte ich`s vergessen. Das war wirklich so glücklich und wir mussten alle ungläubig darüber lachen. Ein kurzer Adrenalinkick noch am Ende eines solchen Tages, zum Glück mit ironisch glücklicher Wendung :D
    Danach gingen wir immernoch entkräftet zum Bahnhof und fuhren zurück nach Sydney in unser Hostel und fielen ins Bett.

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