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Trip Unsere Weltreise Unsere Weltreise 22.02.2018   Michael Knöpfel (CH) Ladina Schocher (CH)
Argentinien Bahamas Brasilien Chile ... und 7 mehr

Unsere Weltreise

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Means of Transport
Bus / Truck Auto Zu Fuss Flugzeug Zug
  • 22Feb 2018

    1 Abreisetag 22.02.2018

     

    Beschreibung

    Endlich ist es so weit und unsere Weltreise kann starten.

    Weil wir jetzt lange nicht mehr Ski fahren können, begann unsere Weltreise mit ein paar letzten Schwüngen in der Lenzerheide. Daraufhin gingen wir kurz nach Hause, um unsere Reiserucksäcke fertig zu packen und danach ging die Fahrt Richtung Flughafen los. Dort angekommen verabschiedeten uns viele Leute, mit denen wir auf unsere kommende Reise angestossen haben. Vielen Dank, dass so viele Leute in Zürich vorbeigekommen sind!

    Um 20:35 Uhr sind wir dann von Zürich Richtung Barcelona abgeflogen. Dort hatten wir einen kurzen Aufenthalt, bevor es dann um 01:30 Uhr nach Buenos Aires weiterging. Unser erstes Ziel, Buenos Aires, erreichten wir nach knapp 14 Stunden etwas müde aber glücklich.

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  • 23Feb 2018

    2 Buenos Aires 23.02.2018 Argentinien —

    Monserrat, CABA, Argentinien

    Beschreibung

    Heute Mittag sind wir in Buenos Aires angekommen. Nach einer fast einstündigen Taxi-Fahrt ins Zentrum haben wir das erste Hotel unserer Reise bezogen. Nach einer kurzen Zimmerbesichtigung haben wir zu Fuss die Stadt erkundet, um erste Eindrücke der Hauptstadt von Argentinien zu bekommen.

    Die letzten Tage haben wir in Buenos Aires verbracht, eine super schöne Stadt. Mit dem Bus sind wir durch Buenos Aires gefahren und konnten dabei viele spannende und historische Ereignisse der Stadt sehen und dank dem Audio-Guide auch hören. Als Fussball-Fan waren die Stadien von River Plate und den Boca Juniors natürlich das Highlight für Michael. Das Stadion der Boca Juniors, auch La Bombonera genannt, haben wir sogar von innen gesehen. Neben dem Fussball bietet Buenos Aires aber auch viele andere tolle Sachen, wie zum Beispiel farbige Häuser, Tango-Tänzerinnen und viele Pärke. Die Stadt wird nicht umsonst das Paris des Südens genannt. Bei knapp 30 Grad ist neben der Stadtbesichtigung auch der kulinarische Teil nicht zu kurz gekommen. Wir haben argentinischen Wein getrunken und natürlich auch argentinisches Fleisch gegessen.

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  • 26Feb 2018

    3 Montevideo & Punta del Este 26.02.2018 Uruguay —

    Las Acacias, Montevideo, Uruguay

    Beschreibung

    Heute ging es mit dem Schiff von Buenos Aires nach Uruguay. Das Schiff hat nach etwas mehr als einer Stunde in Colonia angelegt. Von dort ging es in einer zweistündigen Busfahrt in die Hauptstadt Montevideo, wo wir die nächsten Tage verbringen werden.

    In Montevideo haben wir mit dem Velo die Stadt erkundet. Neben dem wundervollen Strand gab es dort auch wieder ein spannendes Fussballstadion zu erkunden. Das Estadio Centenario ist das grösste Stadion in Uruguay und war unter anderem Spielstätte der Fussball-Weltmeisterschaft 1930. Die Fussball-WM wurde damals zum ersten Mal durchgeführt und vom Gastgeber gewonnen. Nach diesem geschichtsträchtigen Ort sind wir mit unseren Velo’s wieder dem Strand entlanggefahren und haben dabei eine tolle Bar mit feinen Cocktails entdeckt.

    Nach zwei Nächten in Montevideo sind wir mit dem Bus knapp drei Stunden nach Punta del Este gefahren. Dieser Ort ist bekannt für seine Badestrände und tollen Hotels. Neben Jogging und Baden ist auch hier der kulinarische Teil nicht zu kurz gekommen.

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  • 02Mar 2018

    4 Buenos Aires 02.03.2018 Argentinien —

    San Nicolás, CABA, Argentinien

    Beschreibung

    Nach vier Tagen in Uruguay haben wir uns auf den Weg zurück nach Argentinien gemacht. Wir sind mit dem Bus fünf Stunden nach Colonia gefahren und von dort mit dem Schiff wieder nach Buenos Aires. Dort angekommen ging es mit einer sehr amüsanten Taxifahrt zu einem Hostel im Stadtteil Palermo. Die Taxifahrt dauerte etwas länger als geplant, da der Taxichauffeur sich für einen Touristenführer hielt und extra vor dem Kongresszentrum für ein Foto hielt und ihm zudem noch das Benzin knapp wurde und wir deshalb eine Tankstelle aufsuchen mussten. Für Ladina war es die erste Nacht in einem Hostel. Es hat ihr nicht nur wegen dem tollen Frühstück sehr gut gefallen.

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  • 03Mar 2018

    5 Ushuaia 03.03.2018 Argentinien —

    Ushuaia, Argentinien

    Beschreibung

    Unser nächstes Ziel war das Ende der Welt „Fin del Mundo“. Nach einem knapp vierstündigen Flug erreichten wir Ushuaia. Schon aus der Luft war es sehr vielversprechend. Wir sahen Berge, Gletscher, Seen und das Meer. Am Flughafen angekommen, wurden wir vom Vermieter unserer Unterkunft abgeholt. Etwas abseits vom Städtchen erhielten wir ein Upgrade und konnten unseren Bungalow für die nächsten drei Nächte beziehen.

    Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg, zu unserer ersten Wanderung auf dieser Reise. Diese führte uns zum Glaciar Martial. Von dort überblickten wir Ushuaia sowie das eindrückliche Panorama.

    Für den heutigen Tag in Ushuaia suchten wir uns erneut eine Wanderung aus. Unser Ziel war die Laguna Esmeralda. Der Wanderweg führte uns zuerst durch einen Wald, dann durch Matsch und anschliessend einem atemberaubend schönen blau/grauen Fluss entlang. Dann endlich erblickten wir die Laguna. Nach einem kleinen Snack und ein paar tollen Fotos machten wir uns auf den Rückweg, um den Abend im Hard Rock Cafe ausklingen zu lassen.

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  • 06Mar 2018

    6 El Calafate 06.03.2018 Argentinien —

    El Calafate, Argentinien

    Beschreibung

    Heute sind wir nach drei wunderbaren Tagen in Ushuaia nach El Calafate weitergeflogen. Der Flug dauerte etwas mehr als eine Stunde, der Bus hätte für die gleiche Strecke knapp 18 Stunden benötigt. In El Calafate haben wir ein tolles Hostel bezogen und sind dort mit selbstgekochten Teigwaren und einem feinen Glas Rotwein gemütlich in den Abend gestartet.

    Nach einem «lazy day», welchen Michael für eine 15 Kilometer lange Joggingrunde nutze, ging es am nächsten Tag zum nahegelegenen Nationalpark Los Glaciares, wo sich der berühmte Gletscher Perito Moreno befindet. Dort verbrachten wir eindrückliche Stunden beim Betrachten des Gletschers aus verschiedenen Perspektiven. Besonders imposant war es jeweils, wenn ein Stück Eis mit einem lauten Donnern ins Wasser stürzte.

    Die Einkaufsstrasse in El Calafate mit den vielen Shops und Restaurants hat uns beeindruckt. Dennoch machten wir uns nach drei Tagen auf die dreistündige Busfahrt nach El Chaltén.

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  • 12Mar 2018

    7 El Chaltén 12.03.2018

     

    Beschreibung

    Die Ankunft in El Chaltén hat uns etwas überrascht, da wir uns dieses Dörfchen doch etwas grösser vorgestellt hätten. Alles ist zu Fuss gut erreichbar, was uns sehr entgegengekommen ist. Versehentliche haben wir unsere Unterkunft zum falschen Zeitpunkt gebucht. Da wir gemäss Buchung zwei Monte zu früh hier aufgeschlagen sind und das gebuchte Hotel kein freies Zimmer hatte, mussten wir uns auf den Weg zu einer anderen Schlafmöglichkeit machen. Zum Glück wurden wir schnell fündig und bezogen für die nächsten drei Nächte ein wunderschönes Apartment.

    Die drei Tage in El Chaltén nutzten wir, um diverse Wanderungen zu unternehmen. Am ersten Tag ging es zur Laguna de los Tres. Diese 28 Kilometer lange Wanderung dauerte über sieben Stunden und führte uns zu einer wunderschönen Lagune. Leider war es etwas kalt und neblig und somit konnten wir das Wahrzeichen von El Chaltén, den Fitz Roy, nicht sehen. Der zweite Tag führte uns an den Wasserfall Chorrillo del Salto und der dritte Tag zum Torre Viewpoint.

    Da wir noch viel von Argentinien sehen möchten, verlassen wir El Chaltén nach drei Tagen bereits wieder. Die Reise führt uns nun nach Bariloche.

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  • 16Mar 2018

    8 Bariloche 16.03.2018

     

    Beschreibung

    Nach über 23 Stunden Busfahrt haben wir Bariloche endlich erreicht. Obwohl wir nur noch Semi-Cama-Sitze buchen konnten, war die Reise durchaus angenehm. Die Zeit verbrachten wir mit schlafen, lesen und plaudern.

    In Bariloche angekommen, bezogen wir unser Hotel und waren froh, wieder ein normales Bett zu haben. Bariloche wird auch die Schweiz von Argentinien genannt. Dies wird ersichtlich durch die eindrücklichen Berge, Seen, Wälder, Häuser und Schokoladen-Fabriken, welche übrigens köstliche Schokolade herstellen.

    Den gestrigen Tag verbrachten wir auf einer Velotour. Diese Tour wird Circuito Chico genannt und ist eine der Touristenattraktionen von Bariloche. Wir haben uns entschieden, nur die Runde über 25 Kilometer zu absolvieren und sind mit dem Bus zum Ausgangspunkt gefahren. Dort haben wir uns zwei Bikes gemietet und haben uns dann auf den Weg gemacht. Unterwegs kamen wir an der Colonia Suiza vorbei, wo wir uns etwas wie in der Schweiz fühlten. Nach diesem heimischen Erlebnis gönnten wir uns am Abend ein feines Käse-Fondue.

    Morgen führt uns unsere Reise weiter nördlich nach Mendoza. Da die Strecke mit dem Bus erneut über 1'000 Kilometer lang ist, haben wir uns für einen Flug entschieden, welcher uns in knapp zwei Stunden nach Mendoza bringt.

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  • 19Mar 2018

    9 Mendoza 19.03.2018 Argentinien —

    Argentinien

    Beschreibung

    Vor zwei Tagen erreichten wir am Mittag Mendoza und machten uns vom Flughafen mit einem Taxi auf den Weg zum Apartment. Dort angekommen erkundeten wir zuerst die Stadt und haben den Rest des Tages am Pool verbracht. Wir haben es genossen, nach zwei eher kälteren Wochen, die Badehosen wieder hervorzuholen und das tolle Wetter bei knapp 30 Grad zu geniessen.

    Heute haben wir uns auf den Weg zu einer Weintour gemacht. Zuerst ging es mit dem Bus etwa eine Stunde in einen Vorort von Mendoza (Maipú). Dort angekommen mieteten wir zwei Velos und starteten zu einer Weintour. In dieser Gegend gibt es viele Weingüter und wir sind nach etwa fünf Kilometer Velofahrt beim Weingut Tempus Alba angekommen. Nachdem wir uns verschiedene Stationen der Weinherstellung angeschaut haben, degustierten wir uns durch die Weinkarte. Auf der Rückfahrt haben wir noch einen Halt bei einer Oliven-Degustation eingelegt. Dort gab es neben Olivenprodukten auch Schokolade, Konfitüre und feine Liköre, welche wir genüsslich probierten.

    Auch in Mendoza vergingen die Tage wie im Flug. Morgen geht es bereits weiter. Wir verlassen Argentinien für ein paar Tage und fahren mit dem Bus über die Anden nach Santiago de Chile.

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  • 24Mar 2018

    10 Santiago de Chile & Valparaíso 24.03.2018 Chile —

    Santiago, Chile

    Beschreibung

    Die Busfahrt von Mendoza nach Santiago de Chile dauerte etwa sieben Stunden und führte uns über die Anden. Der Zoll befand sich mitten in den Bergen und die Zollbeamten zeigten eine sehr grosse Motivation bei der Kontrolle. Der Bus wurde in eine Halle eingewiesen und sämtliche Passagiere mussten den Bus verlassen um sich zu registrieren. In dieser Zeit wurde das gesamte Gepäck aus dem Bus ausgeladen und untersucht. Michael nahm die Kontrolle nicht so ernst und machte sich, nachdem er den Stempel im Pass erhalten hatte, auf den Weg um ein paar Fotos zu schiessen. Leider blieb sein Gepäck zwischenzeitlich in der Gepäckkontrolle hängen, was Ladina etwas nervös stimmte, da Michael nirgends zu sehen war. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam Michael zurück und musste vor allen wartenden Passagieren seinen Rucksack kontrollieren lassen. Obwohl die Zöllner den gesamten Inhalt einzeln überprüften, blieb Michael sehr relaxt.

    Nach der Ankunft in Santiago de Chile bezogen wir unser Apartment in einem Wohnblock mit über 20 Stockwerken und einer herrlichen Poollandschaft auf dem Dach. Nebst dem Relaxen an der Sonne und gutem Essen, unternahmen wir einen Ausflug zum Cerro San Cristóbal. Dies ist der Hausberg von Santiago de Chile, auf welchem 1987 der Papst eine Messe hielt.

    Nach zwei Tagen führte uns unsere Reise zwei Stunden mit dem Bus westwärts nach Valparaíso. Diese Hafenstadt ist bekannt für ihre Hügel und farbigen Häuser. Auch dort bezogen wir ein Apartment mit einem tollen Pool.

    Nach diesem Abstecher an das Meer sind wir nun wieder in Santiago de Chile, um Morgen das Land wieder Richtung Argentinien zu verlassen.

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  • 25Mar 2018

    11 Mendoza 25.03.2018 Argentinien —

    Argentinien

    Beschreibung

    Heute ging es zurück über die Anden nach Argentinien. Nach etwa acht Stunden erreichten wir Mendoza. Die Zollkontrolle funktionierte dieses Mal reibungslos, hat allerdings fast zwei Stunden in Anspruch genommen, da die Zöllner sich auch von den vielen Reisebussen nicht aus der Ruhe bringen liessen.

    Nun haben wir ein tolles Hostel in Mendoza bezogen und freuen uns auf ein gemütliches Abendessen. Morgen geht unsere Reise weiter nach Salta.

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  • 29Mar 2018

    12 Salta 29.03.2018 Argentinien —

    Salta, Argentinien

    Beschreibung

    Nach einem etwa 90-minütigem Flug, sind wir in Salta angekommen. Im Flug über Salta haben wir gesehen, dass die Region sehr viel Wald und Wiesen hat. Die Landschaft ist nicht mehr so trocken wie andere Gegenden in Argentinien. Nach dem Hotelbezug haben wir zuerst die Stadt besichtigt, welche am Nachmittag recht ausgestorben wirkte. Hier in Salta wird grossen Wert auf eine ausgiebige Siesta gelegt. Am Abend war das Städtchen viel belebter und hat bei uns einen tollen Eindruck hinterlassen.

    Wie in Santiago de Chile gibt es auch hier einen Hausberg, welcher mit einer Gondelbahn erschlossen ist. Wir haben uns aber dafür entschieden, den Cerro San Bernardo zu Fuss zu erklimmen. Oben angekommen, bietet sich ein toller Ausblick über ganz Salta. Hier wird ersichtlich, wie gross auch diese Stadt ist.

    Salta ist bekannt dafür, dass hier viele Touren und Abenteuer angeboten werden. Wir haben uns für einen Ausflug auf eine Ranch entschieden. Nach knapp einer Stunde sind wir bei der Reiterfarm in Chicoana angekommen und wurden dort zuerst mit Wein und Wasser verköstigt. Anschliessend ging es zusammen mit einem Gaucho für etwa zwei Stunden auf einen Ausritt. Für Ladina war dies ein sehr tolles Erlebnis und sie genoss jede Minute auf dem Pferderücken. Michael hatte ebenfalls seinen Spass, obwohl er die Strecke doch lieber mit dem Bike oder den Jogging-Schuhen absolviert hätte. Der Gaucho hat schnell bemerkt, dass Ladina mehr Erfahrung im Umgang mit Pferden hat als Michael. Es war für ihn aber auch nicht so einfach, da sein Pferd ständig den Weg verliess und sich verpflegen wollte. Nach der Tour wurden wir noch mit Kaffee, Kuchen und Wein verwöhnt, um anschliessend wieder nach Salta gebracht zu werden.

    Nun geht unsere Reise bereits wieder weiter. Wir verlassen Salta und fahren mit dem Bus knapp fünf Stunden nach Tucumán.

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  • 01Apr 2018

    13 Tucumán & Córdoba 01.04.2018 Argentinien —

    Córdoba, Argentinien

    Beschreibung

    Bevor wir Argentinien in Richtung Brasilien verlassen, dürfen die berühmten Iguazú-Wasserfälle auf unserer Reise nicht fehlen. Da es von Salta keine preiswerten Direktflüge nach Puerto Iguazú gab, legten wir zwei Zwischenstopps ein.

    Der erste Halt fand in Tucumán statt. Diese Stadt erreichten wir nach etwa fünf Stunden Busfahrt von Salta aus. Wir blieben dort zwei Nächte, damit wir die Stadt auch etwas erkunden konnten. Tucumán spielt in der Geschichte von Argentinien eine wichtige Rolle, da sich hier das Land im Jahre 1816 für unabhängig erklärte. Dennoch hat uns die Stadt nicht wirklich überzeugt, da es wenig anzuschauen gab. Kulinarisch wurden wir jedoch auch hier sehr verwöhnt.

    Am Ostersamstag flogen wir nach Córdoba. Dies ist die zweitgrösste Stadt in Argentinien und hat etwa 1,4 Millionen Einwohner. Córdoba ist vor allem für ihre Architektur im Stil der spanischen Kolonialzeit bekannt. Obwohl unser Interesse diesbezüglich nicht sehr gross ist, haben wir einige Gebäude angeschaut und wurden positiv überrascht. Nach langem Suchen haben wir heute endlich ein Einkaufszentrum mit Osterhasen und Schokoladen-Eier gefunden. So kam auch bei uns bei über 25 Grad Osterstimmung auf.

    Morgen führt unser Weg schliesslich nach Puerto Iguazú. Mit dem Flugzeug erreichen wir diese Destination in knapp zwei Stunden.

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  • 05Apr 2018

    14 Puerto Iguazú & Foz do Iguaçu 05.04.2018 Brasilien —

    Vila Yolanda, Brasilien

    Beschreibung

    Nun war es bereits so weit, wir erreichten die letzte Destination in Argentinien. Der Flugplatz von Puerto Iguazú befindet sich mitten im Regenwald, was die Landung sehr eindrücklich machte. Mit dem Bus ging es dann zu unserem Hotel, welches sich ebenfalls im Regenwald und dennoch nahe am Städtchen befindet.

    Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg, um die Wasserfällen im Nationalpark Iguazú zu besichtigen. Dieser Park ist seit 1984 Unesco-Welterbe. Beim Informationsstand erhielten wir eine Karte des Nationalsparks mit den drei verschiedenen Trails. Auf dem Weg zum Ersten hatten wir grosses Glück und erblickten mehrere Affen, welche auf den Bäumen herumkletterten. Kurz danach sahen wir auch schon die ersten Nasenbären. Diese lustigen Tierchen sahen wir den ganzen Tag über. Sie waren sehr unverschämt und versuchten den Touristen ihr Mittagessen zu klauen, was ihnen auch mehrmals glückte. Ein ganz frecher Nasenbär entwendete im Kiosk sogar zwei Packungen M&M`s und rannte mit seiner Beute davon. Die gigantischen Wasserfälle sahen wir zum ersten Mal auf dem Lower Trail, welcher uns sehr nahe an die Wasserfälle heranbrachte. Auf einer Aussichtsplattform konnten wir so nahe an einen der Wasserfälle heran, dass wir klatschnass wurden. Bei den übrigen zwei Trails, konnten wir das herabrauschende Wasser von oben sehen, was ebenfalls sehr eindrücklich und laut war.

    Da unser erstes Ziel in Brasilien nur knapp 10 Kilometer von der argentinischen Grenze entfernt ist, überquerten wir den Zoll mit dem Taxi. Dies verlief absolut problemlos und nach wenigen Minuten erreichten wir Foz do Iguaçu. Dort bezogen wir unser Hotel und genossen den restlichen Tag am Pool.

    Heute besuchten wir die brasilianische Seite des Nationalparks. Dort sahen wir die Wasserfälle aus einer anderen Perspektive, welche auch sehr eindrücklich war. Wir konnten wiederum sehr nahe an die Fälle heran und wurden auch heute durchnässt.

    Morgen heisst es früh aufzustehen, denn bereits um 6:00 Uhr startet unser Flieger nach Rio de Janeiro.

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  • 09Apr 2018

    15 Rio de Janeiro 09.04.2018

     

    Beschreibung

    Nachdem wir in Rio de Janeiro gelandet sind und unser Hotel an der Copacabana bezogen hatten, hielt uns nichts mehr im Hotel zurück und wir wollten die bekannten Strände Copacabana und Ipanema erkunden. Aufgrund einiger Erzählungen bezüglich der Kriminalität in Rio de Janeiro waren wir sehr vorsichtig und nahmen nur wenig Bargeld mit. Die gute Stimmung und das grosse Treiben an der Küste waren überwältigend. Nachdem wir uns die Strände angeschaut hatten, gönnten wir uns in einer Strandbar einen Nationaldrink (Caipirinha), welcher köstlich schmeckte. Nach einem feinen Abendessen schlenderten wir am Abend nochmals der Copacabana entlang und genossen die tolle Stimmung und natürlich auch nochmals einen Caipirinha.

    Am zweiten Tag in dieser überwältigen Stadt mieteten wir Bikes und fuhren drei Bezirke von Rio de Janeiro ab (Copacabana, Botafogo und Flamengo). Der Weg führte am Meer vorbei, es war einfach nur herrlich.

    Bei unserem Besuch in Rio durfte natürlich ein Besuch bei einem der bedeutendsten Wahrzeichen nicht fehlen, die Christusstatue. Eine 20-minütige Fahrt mit der Zahnradbahn und 220 Treppenstufen führten uns an den Fuss der Statue. Diese ragte vor uns mit einer Grösse von 30 Metern in die Höhe. Dieser Anblick war überwältigend. Da das Wetter an diesem Tag nicht ganz wolkenlos war, mussten wir immer wieder warten, bis die Statue aus dem Nebel kam. Wir hatten jedoch Glück und konnten nebst der Statue auch das sensationelle Panorama bewundern.

    Leider wurde ein anderes Wahrzeichen von Rio de Janeiro während unseres Aufenthaltes restauriert. Die Rede ist von der Seilbahn, welche uns auf den Zuckerberg führen sollte. Da wir uns jedoch nicht davon abhalten wollten doch ein wenig den Ausblick vom Zuckerberg zu geniessen, wanderten wir bis in die Mittelstation. Leider ist es nicht möglich bis ganz nach oben zu wandern, da dieser zweite Berg nur noch von Felsen umgeben ist. Der Ausblick von der Zwischenstation war jedoch auch eindrücklich und wir genossen die tolle Aussicht. Auf dem Abstieg erblickten wir noch einige Affen, die sich auf den Bäumen vergnügten.

    Nun ist die tolle Zeit in Rio de Janeiro bereits vorbei und unsere Reise führt uns weiter in den Amazonas, genauer gesagt nach Manaus. Wir haben die vier Tage in Rio de Janeiro sehr genossen. Diese Stadt bietet extrem viel und neben Ausflügen konnten wir die Tage auch am Strand und bei feinen Drinks geniessen.

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  • 16Apr 2018

    16 Manaus 16.04.2018

     

    Beschreibung

    Eine tolle und sehr erlebnisreiche Zeit in Manaus neigt sich dem Ende zu. Kurz nachdem wir letzten Dienstag in Manaus gelandet sind, wurden wir am Flughafen auch schon von einem jungen Mann angesprochen. Er wollte uns helfen, ein Taxi oder einen Bus in die Stadt zu finden. Zudem wollte er wissen, was wir in den nächsten Tagen vorhaben und welche Touren wir bereits gebucht haben. Als wir ihn informierten, dass wir vor Ort schauen werden und momentan noch nichts gebucht haben, stellte er uns sofort seinen Onkel vor. Dieser Onkel vermittelt Touren in den Dschungel und diverse Tages-Ausflüge. Er bot uns an, uns mit in die Stadt zu nehmen, um uns die verschiedenen Touren aufzuzeigen. Wir willigten ein, da alles einen sehr seriösen Eindruck machte. Somit drängten wir uns alle zusammen in ein Taxi und fuhren in die Stadt. Im Büro angekommen warteten wir auf den Chef, welcher uns dann die Touren vorstellte. Wir entschieden uns für eine dreitägige Dschungeltour und einen Tagesausflug.

    Nach einem Relax-Tag in unserem tollen Hotel ging es dann am Tag darauf los in den Dschungel. Der Chef persönlich holte uns vor dem Hotel ab und brachte uns in sein Büro, wo wir die anderen vier Tourenmitglieder kennenlernten. Wir erwischten eine tolle und sehr harmonische Gruppe. Nach etwas Smalltalk ging es auch schon los. Ein Auto brachte uns an den Hafen, wo wir auf ein Boot umsteigen mussten. Auf dem Boot folgte bereits ein erstes Highlight. Wir sahen das Zusammentreffen der beiden Flüsse Rio Negro und Amazonas. Das Spezielle an den beiden Flüssen ist, dass sie sich nicht sofort vermischen und die unterschiedlichen Farben (schwarz und bräunlich) sehr gut ersichtlich sind. Unser Guide (Gilmar) erzählte uns auch warum dies so ist. Einer der Gründe ist der Temperaturunterschied der auch deutlich zu spüren ist. Der Rio Negro ist etwa 28 Grad und der Amazonas etwa 23 Grad warm.

    Im nächsten Hafen angekommen, stiegen wir in einen alten VW-Bus um. Dieser brachte uns über eine lehmige Strasse immer weiter in den Dschungel und schlussendlich an einen weiteren Hafen. Dort stiegen wir nochmals in ein Boot um. Dies könnte man aber auch Nussschale mit Motor nennen, da es aus reinem Holz gebaut ist und das Wasser ins Bootsinnere eindringt. Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir die Lodge und bezogen unsere kleinen aber gemütlichen Zimmer. Nach dem Mittagessen hatten wir die Möglichkeit, im Amazonas zu schwimmen. Wir waren alle etwas unsicher, ob wir wirklich schwimmen möchten, da uns Gilmar auf dem Hinweg erzählte, dass hier Piranhas, Kaimane (Alligatoren) und weitere Tiere wohnen. Wir sahen während der Fahrt zur Lodge sogar einen toten Kaiman, was unsere Bedenken noch etwas grösser werden liess. Da der Guide jedoch als erstes ins Wasser sprang, machten wir es ihm alle nach und genossen das kühle Nass im Amazonas. Nach einer kurzen Dusche ging es bereits weiter zum nächsten Erlebnis. Wir machten uns auf den Weg um Piranhas zu fischen. Mit unserer Nussschale suchten wir eine gute Stelle und versuchten dort mit einem Ast, Silk und einem Metallhacken unser Anglerglück. Als Köder wurde Poulet verwendet. Gilmar zeigte uns wie es funktioniert und hatte nach kurzer Zeit bereits einen Fisch am Haken. Die Piranhas waren sehr gefrässig und erfreuten sich an unseren Poulet-Stücken. Michael zog einen Fisch heraus, während die Piranhas bei Ladina lediglich das Poulet vom Haken frassen. Anschliessend ging unsere Bootsfahrt weiter und plötzlich sah unser Guide ein Faultier auf einem Baum. Zusammen mit unserem Bootsfahrer kletterte er auf den Baum und holte das Faultier herunter, damit jeder von uns das Tier halten konnte. Natürlich entliessen wir es danach wieder in die freie Wildbahn. Zurück in der Lodge genossen wir das Abendessen und tranken Caipirinhas. Plötzlich kam Gilmar zu uns und fragte nach einer Stirnlampe. Er informierte uns, dass wir diese Stirnlampe benötigen, da wir uns nun auf den Weg machen, um Kaimane zu beobachten. Wir waren alle etwas überrascht und kurz darauf sassen wir ein weiteres Mal in der Nussschale. Es vergingen keine zehn Minuten, bis Gilmar einen etwa dreimonatig alten Kaiman gepackt und uns in die Hände gedrückt hatte. Wir waren fasziniert, wie schnell Gilmar dieses Tier gefangen hatte. Nachdem jeder der Gruppe den Kaiman einmal in seinen Händen hielt, wurde er wieder in die Gewässer des Amazonas freigelassen.

    Der zweite Tag im Dschungel startete etwas ruhiger. Wir unternahmen eine Bootstour und sahen dabei von weitem auch einige Delfine. Zudem konnten wir selber mit dem Boot rudern und erspähten auch Tukane und Papageien. Bevor es zum Mittagessen zurück zur Lodge ging besuchten wir ein paar Einheimische in ihrem Haus. Nach dem Essen und einem kurzen Power Nap machten wir uns am Nachmittag mit Sack und Pack auf, um im Dschungel in Hängematten zu übernachten. Am Anfang waren wir alle etwas skeptisch doch es stellte sich als ein tolles Erlebnis heraus. Wir spannten im Dschungel eine Blache und hängten darunter die Hängematten auf. Unsere Guides machten am Abend ein Lagerfeuer und grillierten Poulet und die gefangenen Piranhas. Als Beilage gab es Reis, welches ebenfalls über dem Feuer zubereitet wurde. Die Nacht im Dschungel war eindrücklich und entgegen unserer Befürchtungen konnten wir in den Hängematten doch einigermassen gut schlafen.

    Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg zu einem Dschungel-Walk. Das war enorm interessant, da uns Gilmar viel erzählte und auch viele spannende Sachen zeigte. Unter anderem sahen wir eine riesige Tarantel. Nach dem Mittagessen ging es dann für uns wieder zurück nach Manaus.

    Am Sonntag stand bei uns der Tagesausflug auf dem Programm. Wir wurden im Hotel abgeholt und dann ging es mit einem Boot wieder auf den Amazonas und den Rio Negro. Bei diversen Stopps sahen wir Äffchen, besuchten einen Stamm von Indians und konnten auch mit pinken Delfinen schwimmen. Dies war, vor allem für Ladina, ein absolutes Highlight.

    Die Woche in Manaus war sehr spannend und aufregend. Wir haben viel gesehen und erlebt. Morgen verlassen wir jedoch Manaus und somit auch Brasilien. Unsere nächste Destination ist Panama. Der morgige Flug führt uns mit zwei Zwischenstopps in Barcelona und Valencia nach Panama City. Wir werden aber nicht via Europa nach Mittelamerika fliegen, sondern via Venezuela, wo es auch ein Barcelona und ein Valencia gibt.

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  • 18Apr 2018

    17 Panama City 18.04.2018 Panama —

    San Francisco, Panama City, Panama

    Beschreibung

    Nach einem ausgiebigen Frühstück wurden wir beim Hotel abgeholt und an den Flughafen gefahren. Die Zeit war bereits fortgeschritten und wir erreichten aufgrund des Verkehrs den Flughafen später als geplant. Dort angekommen suchten wir den Check-in Schalter und dachten, dass nun alles funktioniert. Jedoch weit gefehlt. Der Mann am Check-in verlangte von uns diverse Dokumente, darunter die Pässe, den Gelbfieber-Impfausweis und ein Ausreiseticket aus Panama. Wir haben bereits von anderen Reisenden gehört, dass sie Schwierigkeiten hatten nach Brasilien einzureisen, da sie kein Ticket für die Weiterreise hatten. Um dies zu vermeiden entschieden wir uns am Vortag den Flug von Costa Rica nach Toronto bereits jetzt zu buchen. Wir waren der Meinung, dass so ersichtlich ist, dass wir Panama wieder verlassen. Dies war jedoch eine Fehlinterpretation unsererseits. Bevor wir einchecken durften, mussten wir noch einen Bus von Panama nach Costa Rica buchen. Da wir jedoch sowieso schon knapp in der Zeit waren, musste dies ziemlich schnell gehen. Zum Glück funktionierte alles noch auf die letzte Minute. Wir konnten bis um 08:00 Uhr einchecken und kurz davor konnten wir die Bestellung der Bus-Tickets abschliessen. Mit unseren Flug-Tickets in den Händen eilten wir zum Boarding-Gate, wo Ladina auffiel, dass ihr zwei Dokumente fehlten, die sie zusammen mit dem Gelbfieber-Impfausweis aus dem Rucksack nahm. Wir durchsuchten den Rucksack, jedoch ohne Erfolg. Ebenfalls fragten wir am Gate nach, ob allenfalls am Check-in-Schalter etwas liegen geblieben ist. Auch dies war nicht der Fall. Die Sachen bereits abgeschrieben, begaben wir uns ins Flugzeug auf nach Barcelona (Venezuela). In der Warteschlange zur Immigration entdeckte Michael plötzlich den Mann, welcher am gleichen Check-in wie wir eincheckte. Dieser schaute sehr verblüfft auf ein Dokument, dass ihm anscheinend nicht gehörte. Michael erkannte das Dokument sofort und sprach ihn an. Tatsächlich packte der Man in der Eile und dem Durcheinander die Dokumente von Ladina ein. Das nennt man wohl wirklich Glück gehabt. Nun ging es weiter nach Valencia (Venezuela) und von dort nach Panama. Das Gate für den Weiterflug nach Panama City war jedoch nicht so einfach zu finden. Da die Leute aber sehr hilfsbereit und freundlich waren, lösten wir auch diese Aufgabe. Endlich ging es dann auf zur letzten Etappe des heutigen Tages, Panama-City. Bevor wir jedoch ins Flugzeug einsteigen durften, mussten alle ihren Rucksack oder ihre Taschen auf eine Linie legen und zurücktreten. Anschliessend ging ein Hund auf die Suche nach Drogen. Nach all diesen Erlebnissen waren wir froh, endlich in Panama in unserem B&B angekommen zu sein. Wir wurden dort von den Gastgebern sehr herzlich empfangen.

    Den heutigen Tag verbrachten wir damit, die Stadt und vor allem den Panamakanal zu erkunden. Beim Panamakanal konnten wir beobachten, wie ein riesiges Frachtschiff durch die Schleusen gelassen wurde. Es war wirklich sehr beeindruckend. Anschliessend sind wir noch zu einer kleinen Insel gefahren. Dort konnten wir die Skyline von Panama City geniessen und natürlich tolle Fotos schiessen.

    Nun geht es Morgen mit dem Bus weiter nach Santa Catalina. Dort werden wir in den nächsten acht Tagen den Strand, das Meer und die Umgebung geniessen.

    Fotos & Videos

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  • 26Apr 2018

    18 Santa Catalina 26.04.2018 Panama —

    Panama

    Beschreibung

    Von Panama City ging es mit dem Bus nach Santa Catalina. Damit auch alles klappt, haben wir das Busticket bereits am Vortag gekauft. Unser Bus fuhr um 08:20 Uhr los und wir mussten um 08:00 Uhr beim Busbahnhof sein. Leider haben wir das Frühstück zu ausgiebig genossen und zudem war unser Uber-Fahrer nicht gerade der Intelligenteste. So wollte er uns zuerst mit all unserem Gepäck bei einer Shopping-Mall absetzen. Die Zeit lief gegen uns und bei Ladina kam wieder Hektik und Nervosität auf. Michael blieb locker, da wir das Ganze ja sowieso nicht mehr ändern konnten und die Busse in Mittelamerika sicher nicht immer ganz pünktlich abfahren. Wir erreichten um 08:16 Uhr den Busbahnhof. Dort mussten wir zum Bus sprinten und Michael noch über eine Abschrankung klettern. Um 08:19 Uhr standen wir beide vor dem Bus und nach dem Einsteigen war auch Ladina wieder beruhigt. Der erste Teil der Reise führte uns in knapp vier Stunden nach Soná. Wir hätten Soná schon früher erreicht, wenn der Busfahrer unterwegs nicht noch Hunger bekommen hätte und wir deshalb eine halbe Stunde bei einer Raststätte warten mussten. In Soná angekommen, wartete bereits der nächste Bus nach Santa Catalina. Dies war allerdings nur noch ein kleiner Bus und das gesamte Gepäck wurde auf das Dach geladen. Neben ein paar Touristen war der Bus mit vielen Einheimischen gefüllt. In Santa Catalina angekommen, mussten wir noch etwa einen Kilometer bis zu unserem Ferienhaus laufen. Dort wurden wir bereits erwartet und konnten unser Häuschen für die nächsten acht Nächte beziehen. Da uns die Vermieterin vorgängig informiert hat, dass Santa Catalina sehr klein ist und nur einen kleinen Laden hat, haben wir uns bereits in Panama City mit Proviant zum Kochen eingedeckt. Dies wäre allerdings gar nicht notwendig gewesen, da das Dörfchen über zwei kleine Shops und eine Fruteria verfügt. Was allerdings fehlt ist ein Bancomat. Der nächste Bancomat ist über eine Stunde entfernt. Da wir aber auch dies wussten, haben wir vorgängig genügend Bargeld abgehoben.

    Unser Hauptgrund, welche uns nach Santa Catalina führte, war der Wunsch eines Tauchkurses. Bereits am ersten Abend machten wir uns auf den Weg zur Tauchschule. Dort haben wir diverse Unterlagen bekommen, welche wir am nächsten Tag studieren mussten. Ladina ging dies sehr gewissenhaft an, während sich bei Michael die Motivation nach einem Theorietag in Grenzen hielt. Er wäre lieber direkt ins Meer gesprungen, um das Ganze vor Ort zu lernen. Nach dem Studium der ganzen Theorie und dem Ausfüllen von fünf Lernkontrollen haben wir uns wieder auf den Weg zum Tauchzentrum gemacht. Dort wurde das Ganze besprochen und die nächsten zwei Tage geplant. Am nächsten Tag ging es endlich zum Meer. Mit einem Boot fuhren wir etwa 75 Minuten zur Insel Coiba. Dies ist ein Nationalpark, welcher bekannt ist für super Tauchplätze. In seichtem Wasser mussten wir zuerst diverse Übungen absolvieren, welche uns nicht alle Spass bereiteten. Anschliessend konnten wir zusammen mit unserer Instruktorin bereits den ersten, kleinen Tauchgang absolvieren. Wir tauchten auf etwa acht Meter und konnten viele schöne Fische sehen. Am zweiten Tauchtag mussten wir zuerst wieder ein paar Übungen absolvieren. Da dies alles klappte, wurde uns bereits am Mittag mitgeteilt, dass wir die Ausbildung erfolgreich bestanden haben. Der anschliessende Tauchgang auf etwa 17 Meter konnte dadurch noch mehr genossen werden und wir sahen wieder viele verschiedene Fische. Sogar eine Schildkröte und einige Riffhaifische konnten wir erblicken.

    Nachdem wir unser Ziel, den Padi Open Water Diver-Kurs, erfolgreich abgeschlossen hatten, blieben uns noch vier Tage in Santa Catalina. Diese Tage genossen wir am Meer, im Dorf, bei feinen Drinks und feinem Essen. Eine kleine Aufgabe hatten wir dennoch. Unsere Kleider mussten wieder mal gewaschen werden. Dafür gibt es im Dorf eine Waschküche mit vier Waschmaschinen und einem Tumbler. Beim ersten Waschtag haben wir die ganze dunkle Wäsche gewaschen, was perfekt funktioniert hat. Am nächsten Tag hat sich das Waschen der hellen Wäsche etwas schwieriger erwiesen. Nach ein paar Minuten streikte plötzlich die Waschmaschine und nichts ging mehr. Auch die anderen Waschmaschinen liefen nicht und wir mussten die Einheimischen nach Rat fragen. Eine nette Dame hat uns dann mit Händen, Füssen und etwas Spanisch erklärt, dass der Wasserdruck nicht immer ausreicht, um die Maschinen mit Wasser zu füllen. Um dieses Problem zu lösen hat es ein Rohr, mit welchem die Waschmaschine zusätzlich mit Wasser gefüllt werden kann. Wir füllten die Maschine also manuell mit diesem Rohr und konnten sie so wieder zum Laufen bringen.

    Während den Tagen in Santa Catalina feierte Ladina ihren 29. Geburtstag. Wir haben auch diesen Tag sehr genossen und mit diversen Drinks auf Ladina angestossen. Das Geburtstags-Essen genossen wir in einer Pizzeria, welche für super Pizzas bekannt ist. Wir wurden nicht enttäuscht. Die Pizzas waren gewaltig gut und auch der Wein schmeckte köstlich.

    Wir haben es genossen, acht Tage am gleichen Ort zu sein. Morgen heisst es aber wieder zu packen, da unsere Reise weitergeht. Wir machen uns auf den Weg nach Bocas del Toro. Da es keine direkten Busse gibt, führt uns der Weg zuerst nach David. Von dort werden wir dann Übermorgen nach Bocas del Toro reisen.

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  • 30Apr 2018

    19 Bocas del Toro 30.04.2018 Panama —

    Bocas del Toro Province, Panama

    Beschreibung

    Vor drei Tagen ging unsere Reise mit dem Ziel Bocas del Toro weiter. Die Reise führte uns zuerst mit einem Bus zurück nach Soná, wo wir auf einen anderen Bus umsteigen mussten, welcher uns nach Santiago führte. Dort angekommen, mussten wir für die Fahrt nach David erneut einen Buswechsel vornehmen. Für diesen Tag war an dieser Stelle Schluss und wir bezogen ein Hotelzimmer in der Nähe des Busterminals. Die Stadt David überzeugte uns nicht wirklich und wir waren froh, dass wir am nächsten Tag weiterziehen konnten.

    Am darauffolgenden Tag stiegen wir mit mehrheitlich Einheimischen in einen kleinen Bus ein. Unser Gepäck wurde erneut auf das Dach gebunden und los ging die abenteuerliche Fahrt. Diese führte uns in etwa vier Stunden über einen Berg hinweg nach Almirante. Unser Busfahrer, ein sehr unachtsamer Fahrer, gab immer wieder Gas, um im nächsten Augenblick abzubremsen, um die nächsten Gäste aufzuladen. In Almirante angekommen, mussten wir auf ein Wassertaxi umsteigen, dass uns auf die Hauptinsel Bocas del Toro brachte. Im Wassertaxi mussten alle Insassen eine Schwimmweste tragen, da dies von der örtlichen Polizei so vorgeschrieben wird. Unsere Rucksäcke hielten wir auf unserem Schoss fest, da es dafür keine Ablagefläche gab. Auf der Hauptinsel angekommen, bezogen wir unser tolles Hotel mit einem sehr freundlichen und hilfsbereiten Gastgeber. Da Bocas del Toro sehr bekannt ist für ein ausgeprägtes Nachtleben, machten wir uns nach einer ersten Entdeckungstour bereit, um dieses zu erleben. Wir stellten jedoch schnell fest, dass die Hauptsaison vorbei war. Viele Pubs oder Clubs waren nicht mehr offen und auf den Strassen herrschte nur noch begrenztes Treiben. Dennoch fanden wir einen Club, welcher direkt am Meer liegt. Dort genossen wir die Atmosphäre bei einer Vollmondparty, guter Musik und einem Drink.

    Den nächsten Tag verbrachten wir an einem traumhaften Strand, der jedoch auf der gegenüberliegenden Insel Carenero liegt. Mit einem Wassertaxi kamen wir dort an und es war wie im Paradies. Das Meer war hellblau und warm wie in einer Badewanne. Wir genossen diesen tollen Strandtag in vollen Zügen. Heute machte sich leider die Regenzeit bemerkbar und wir schlenderten bei leichtem bis sehr starkem Regenfall durch das Städtchen.

    Morgen geht es bereits weiter. Wir verlassen Panama und reisen nach Costa Rica weiter.

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  • 03May 2018

    20 Cahuita 03.05.2018

     

    Beschreibung

    Vor zwei Tagen sind wir von Bocas del Toro nach Costa Rica gereist. In Bocas del Toro sahen wir viele Anbieter, welche den Transfer mit einem Bus anboten. Wir entschlossen uns jedoch die Reise auf eigene Faust in Angriff zu nehmen. So sind wir zuerst mit dem Boot zurück nach Almirante gefahren. Dort wollten wir auf den regulären Bus umsteigen, wurden dann aber von Einheimischen angesprochen. Sie boten uns für je USD 10.00 die Fahrt an den Zoll mit einem kleinen Bus an. Wir handelten einen Preis von USD 8.00 pro Person aus und setzten uns in den kleinen Bus. Kaum waren wir im Bus, mussten wir diesen bereits wieder verlassen, da für uns und zwei Costa-Ricaner ein Taxi organisiert wurde. So fuhren wir nun an die Grenze Sixaola und waren gespannt, was uns dort erwartet. Wir haben schon mehrfach gehört und gelesen, dass der Grenzübertritt nicht immer so einfach ist. Wir hatten aber Glück und die Beamten hatten einen guten Tag. Zudem haben die zwei Costa-Ricaner sehr gut auf uns geschaut und uns alles gut erklärt. Nach der Ausreise aus Panama mussten wir zu Fuss eine Brücke überqueren und dann für die Einreise nach Costa Rica beim Zoll nochmals einen Stempel holen. Scheinbar hätte man dort auch noch eine Einreisegebühr bezahlen müssen. Dies war aber heute nicht der Fall und wir bekamen den Einreisestempel ohne Bezahlung. Die Bekanntschaft aus Costa Rica waren Vater und Sohn, welche einen Ausflug nach Bocas del Toro machten. Sie boten uns an, uns ein Stück mitzunehmen, da sie sowieso denselben Weg fahren wollten. Wir konnten dann bis nach Puerto Viejo mitfahren und nahmen von dort noch ein Taxi nach Cahuita. Dort angekommen bezogen wir unser Zimmer in der Suizo Loco Lodge. Dieses Hotel wird von Daniel betrieben, welcher vor über 20 Jahren aus der Schweiz nach Costa Rica ausgewandert ist. Daniel hat uns tolle Tipps für die Tage in Cahuita gegeben und uns auch den Bus für die Weiterreise nach San José organisiert. Die Suizo Loco Lodge ist umgeben von Natur und somit auch von vielen Tieren. Wir konnten zwei Meter grosse Leguane auf den Bäumen beobachten.

    Nach einem gemütlichen Abend sind wir am zweiten Tag durch den Nationalpark Cahuita gelaufen. Der Park ist sehr eindrücklich und wir sahen viele Tiere. Die ersten Kilometer des Parks waren im Dschungel. Anschliessend wurden der Strand und das Meer erreicht. Der Weg führte zwischen Meer und Dschungel zurück nach Cahuita. Immer wieder sahen wir spannende Tiere. Darunter waren Waschbären, Nasenbären, Affen, eine kleine Schlange und viele Eidechsen. Am meisten faszinierten uns die schwarz-weissen Äffchen. Ein Park-Ranger hat uns aber vor diesen Affen gewarnt. Wir sollten vorsichtig sein, da die Affen den Menschen auch schon die Rucksäcke gestohlen haben und dabei gebissen haben. Uns ist dies zum Glück nicht passiert und wir genossen anschliessend eine Abkühlung im Meer.

    Heute geht es weiter in die Hauptstadt von Costa Rica. Wir fahren mit dem Bus etwa vier Stunden nach San José. Dort werden wir wieder in einem Hotel übernachten, welches von einem Schweizer geführt wird. Morgen werden wir dann das Hotel wechseln, da wir Besuch aus der Schweiz bekommen. Pippo, Sandy und Roy werden die nächsten knapp drei Wochen mit uns durch Costa Rica ziehen.

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  • 22May 2018

    21 Costa Rica mit den Jungs 22.05.2018

     

    Beschreibung

    Die letzten knapp drei Wochen reisten wir zusammen mit Pippo, Sandy und Roy durch Costa Rica. Unser Ausgangspunkt bildete San José. Dort bezogen wir für zwei Nächte ein tolles Apartment mit Pool, Jacuzzi, Sauna und Grill. Die Ankunft der drei Jungs wurde mit viel Wein und Smirnoff gebührend gefeiert.

    Nach zwei gemütlichen Tagen mit Stadtbummel und Grillplausch wurden Sandy und Roy bereits auf die erste Probe gestellt, die Automietung stand ihnen bevor. Sie machten sich auf zum Flughafen, um das reservierte Auto abzuholen. Der Vermieter meinte jedoch, dass er das Auto nur mit einem rundum Wohlfühl-Versicherungspaket vermieten wird. Da wir keine andere Wahl hatten und dies scheinbar gang und gäbe ist in Costa Rica, akzeptierten wir diese Bedingungen und machten uns auf den Weg in Richtung Norden.

    In La Fortuna buchten wir ein Hostel mit einer einladenden Poolbar, gemütlichen Hängematten und Blick auf den Arenal Vulkan. Vor dem feinen Nachtessen genossen wir zuerst ein paar feine Drinks an der Poolbar. Am nächsten Tag stand eine Wanderung auf dem Programm. Da der Arenal Vulkan nicht komplett begehbar ist, entschieden wir uns für den Nachbarsvulkan Cerro Chato. Dieser hat auf dem Gipfel einen kleinen See, in welchem sogar gebadet werden kann. Gut ausgerüstet machten wir uns auf den Weg zum Gipfel. Der Ranger am Eingang erzählte uns von einer Wanderung von etwa viereinhalb Kilometer, was sich nicht ganz als korrekt erwies. Dank unserer GPS-Uhr stellte es sich heraus, dass der Weg bis zum Gipfel knapp sieben Kilometer lang war. Anfangs war der Weg flach und gemütlich. Gegen den Schluss wurde er allerdings immer steiler, bis er fast nur noch senkrecht nach oben stach. Mit der Zeit blieben Sandy und Roy auf der Strecke. Die Anstrengung dieser Wanderung stand ihnen ins Gesicht geschrieben. Der Rest der Gruppe wanderte weiter nach oben und genoss schlussendlich ein Bad im grünen Nass. Als wir den Rückweg antraten, gingen wir davon aus, dass wir Sandy und Roy Unterwegs wieder antreffen werden. Dies war jedoch nicht der Fall und sie waren auch nicht beim Ausgangspunkt der Wanderung. Es stellte sich heraus, dass sie sich auch bis an den Gipfel kämpften und sich dann im Dschungel verirrten. Doch sie fanden glücklicherweise den Weg zurück in die Zivilisation. Zurück in La Fortuna musste dieses Erlebnis bei einem feinen Essen und guten Drinks verdaut werden.

    Tags darauf ging unsere Reise bereits weiter. Nachdem sich alle von den Strapazen des Vortages erholt hatten, ging es weiter Richtung Nationalpark Tenorio mit dem Fluss Rio Celeste. Dort stand uns eine kleine Wanderung zum blauen Fluss und dem Wasserfall bevor. Sandy und Roy wollten jedoch nichts mehr riskieren und wählten nur den Weg bis zum Wasserfall. Pippo, Michael und Ladina wanderten noch weiter um den Zusammenfluss der Flüsse anzuschauen. Das interessante an dem Zusammenfluss ist, dass beide Flüsse klar sind, bis sie aufeinandertreffen und dann blau werden. Dies geschieht aufgrund der unterschiedlichen chemischen Zusammensetzung des Wassers. Nachdem wir uns dieses Naturspektakel angeschaut hatten, ging es noch ein paar Kilometer weiter nach Bijagua. Dies ist ein kleines Dörfchen, in welchem wir nur eine Nacht blieben, da der Wunsch im Raum stand, langsam aber sicher die Küsten von Costa Rica zu bewundern und an den Stränden zu relaxen.

    Wir machten uns am nächsten Morgen auf den Weg nach Playas del Coco. In diesem Dörfchen direkt am Meer genossen wir gutes Essen und feine Drinks. Pippo packte das Tauchfieber und er genoss einen beeindruckenden Tauchgang. Michael erlebte während der Zeit in Playas del Coco einen Schockmoment. An einem sonnigen Nachmittag machten sich Michael und Ladina auf, um im Meer zu baden. Michael stand dabei auf eine Roche, welche ihm in die Ferse stach. Zum Glück war es nur eine Baby-Roche und somit lies der Schmerz nach einigen Stunden wieder nach.

    Die Fahrt in unser nächstes Örtchen war ein Erlebnis und wir waren sehr froh, ein 4x4 Fahrzeug gemietet zu haben. Der Weg führte uns über Schotterstrassen und durch Bäche, bei welchen Krokodilwarnschilder aufgestellt waren. Wir konnten jedoch keine Krokodile entdecken. Zudem mussten wir immer wieder Echsen ausweichen, welche über die Strasse spazierten. Endlich in Montezuma angekommen, bezogen wir Bungalows in einem Wald mit vielen Mangobäumen, welche von diversen Affen und Leguanen beheimatet sind. Montezuma ist auch unter dem Namen Montefuma bekannt, da es dort an diversen Stellen nach Gras roch oder einem auch angeboten wurde. Dementsprechend war auch der Lifestyle sehr relaxt. Während Sandy und Roy mit einem ATV die Gegend erkundigten machten sich Pippo, Michael und Ladina auf den Weg, um durch den Nationalpark Cabo Blanco zu wandern. Der Weg durch den Dschungel war etwa fünf Kilometer lang und endete an einem schönen Strand. Auf dem Rückweg begegneten wir einem Nasenbären, welcher drei kleine Nasenbären bei sich hatte, was für uns ein sehr tolles Erlebnis war.

    Nach zwei Tagen packten wir unsere Sachen erneut und machten uns auf nach Manuel Antonio. Um nach Manuel Antonio zu gelangen, mussten wir ein Stück mit der Fähre zurücklegen. Dort angekommen, genossen wir den Strand, das Meer und gutes Essen. Eigentlich hätten wir auch dort wieder einen Nationalpark mit einem schönen Wasserfall besucht. Leider war der Nationalpark aber geschlossen. Am zweiten Abend spielten wir in einer Bar eine Runde Poker. Für Michael und Ladina war dies die erste Poker-Runde und Michael als Beginner konnte das Spiel sogar für sich entscheiden.

    Nach zwei Übernachtungen in Manuel Antoni stand eine sehr lange Autofahrt auf dem Programm. Wir fuhren von der Pazifikküste an die Karibikküste. Der Weg führte uns über knapp 400 Kilometer nach Puerto Viejo. Da wir bis nach San José über Schotterstrassen fuhren und danach noch im Stau standen, waren wir elf Stunden unterwegs. Wir waren alle froh endlich im Hostel direkt am Meer angekommen zu sein und am nächsten Tag am Strand auszuspannen. Pippo, Sandy und Roy machten sich am Freitag auf nach Bocas del Toro (Panama), um an der legendären Filthy Friday Party teilzunehmen. Das ist eine Party, welche bereits am frühen Nachmittag startet und bei der auf drei verschiedenen Inseln in Badesachen gefeiert wird. Michael und Ladina blieben in Puerto Viejo und genossen den Strand, da sie Panama und Bocas del Toro bereits bereist und gesehen haben. Am Tag darauf kamen die drei Jungs völlig begeistert von ihrem Kurztrip zurück und wir genossen einen tollen Abend in einer Bar. Dort durften wir sogar noch eine kleine Feuershow miterleben.

    Nach fünf Tagen in Puerto Viejo hiess es nun langsam den Weg Richtung San José einzuschlagen, da sich die Reise von Pippo, Sandy und Roy dem Ende zuneigte. Für die letzten zwei Nächte mieteten wir nochmals das Apartment in San José, welches wir bereits am Anfang besucht hatten. Für unsere letzten Ausflüge in Costa Rica teilte sich unsere Gruppe nochmals auf. Während Pippo, Michael und Ladina den höchsten Vulkan von Costa Rica (Vulkan Irazú mit 3432 Metern über Meer) besichtigten, besuchten Sandy und Roy das Goldmuseum in San José. Unseren letzten gemeinsamen Abend in San José genossen wir mit einem grossen Grillplausch und guten Gesprächen. Heute begleiteten wir Pippo, Sandy und Roy zum Flughafen und verabschiedeten uns von ihnen. Wir genossen die letzten zweieinhalb Wochen mit ihnen in vollen Zügen und bedanken uns bei Pippo, Sandy und Roy für eine unvergessliche Zeit. Es ist genial, so tolle Kollegen zu haben.

    Unsere Reise geht morgen wieder zu zweit weiter. Wir verlassen Mittelamerika und reisen nach Toronto.

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  • 26May 2018

    22 Toronto & Nigara Falls 26.05.2018

     

    Beschreibung

    Vor drei Tagen wurden wir bereits um 03:30 Uhr geweckt und machten uns auf den Weg zum Flughafen von San José. Unser Flug startete pünktlich um 07:00 Uhr und nach knapp vier Stunden erreichten wir unseren Zwischenstopp in Atlanta. Dort mussten wir die typisch amerikanischen Zollformalitäten hinter uns bringen, was gesamthaft etwa zwei Stunden in Anspruch nahm. Anschliessend ging es schon bald weiter nach Toronto. Dort angekommen machten wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft. Zum ersten Mal haben wir über Airbnb ein Zimmer gebucht und waren natürlich gespannt, was uns erwartet. Der Besitzer hat uns vorgängig diverse Mails zugestellt und so hat alles bestens funktioniert. Dennoch war die Unterkunft etwas speziell, da wir im Keller eines Hauses wohnten und praktisch kein Tageslicht hatten. Der Keller war aber super ausgebaut und wir hatten sogar eine eigene Küche.

    Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg, um Toronto zu erkunden. Wir haben uns vorgängig ein paar Highlights herausgeschrieben und diese galt es nun zu finden. Da der Stadtkern nur etwa fünf Kilometer von unserer Unterkunft entfernt war, marschierten wir in Richtung Zentrum und genossen dabei das herrliche Frühlingswetter. Neben diversen Wolkenkratzern und dem berühmten CN Tower sahen wir auf dem Weg auch zahlreiche Grünflächen. Am Ufer des Lake Ontario genossen wir die super Stimmung, welche dieser Ort bietet. Mit einem Schiff ging es dann nach Toronto Island, was etwa 15 Minuten dauerte. Wir konnten schon während der Überfahrt die wunderbare Skyline der Stadt bewundern. Toronto Island ist eine kleine Inselgruppe, welche überwiegend als Parklandschaft angelegt ist. Neben den vielen Grünflächen hat es aber auch einen Mini-Freizeitpark und sogar einen kleinen Flughafen auf diesen Inseln. Zurück in der Stadt bewunderten wir noch weitere Sehenswürdigkeiten, bevor es am Abend zurück in unsere Unterkunft ging.

    Da Toronto so viele Sehenswürdigkeiten bietet, reichte unsere achtstündige Erkundungstour am ersten Tag nicht aus, um alle spannende Plätze zu sehen. So ging es am nächsten Tag wieder zu Fuss in die Stadt. Besonders eindrücklich war für uns dabei das Casa Loma. Dies ist ein burgartiges Herrenhaus, welches von 1911 bis 1914 von Sir Henry Pellatt für etwa 3,5 Millionen kanadische Dollar als Wohnhaus erbaut wurde.

    Nach drei Nächten in dieser grossartigen Stadt ging es für uns heute Morgen in Richtung Flughafen, um ein Mietwagen zu organisieren. Da wir vorgängig nichts gebucht hatten, dauerte es etwas länger, um die Preise und Angebote miteinander zu vergleichen. Nach einer knappen Stunde hatten wir aber unseren Wagen und die Fahrt ging los. Unser erstes Ziel waren die Niagara Falls. Wir erreichten das gleichnamige Städtchen nach etwa zwei Stunden. Die Wasserfälle liegen an der Grenze zwischen dem US-amerikanischen Bundesstaat New York und der kanadischen Provinz Ontario. Die Wasserfälle sind eindrücklich, konnten uns aber nicht im gleichen Ausmass faszinieren, wie die Iguazú-Wasserfälle in Argentinien und Brasilien, welche auf uns viel beindruckender gewirkt haben. Dennoch hat sich der Besuch gelohnt und wir machten uns auf den Weg in Richtung Ottawa. Da wir unser Auto erst Morgen in Ottawa abgeben müssen, haben wir in einer kleinen Ortschaft mit dem Namen Gananoque ein Motel gebucht und freuen uns auf die Erholung nach etwa 550 Kilometer Autofahrt.

    Morgen geht es in die kanadische Hauptstadt Ottawa. Dort werden wir das Auto zurückgeben, erneut ein Airbnb beziehen und natürlich die Stadt erkunden.

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  • 31May 2018

    23 Ottawa & Montreal 31.05.2018 Kanada —

    Ville-Marie, Montreal, Kanada

    Beschreibung

    Nach etwa 160 Kilometer Autofahrt kamen wir in Ottawa, der Hauptstadt von Kanada, an. Die Abgabe unseres Mietwagens verlief reibungslos und sehr schnell. Wir konnten kaum parkieren, schon hatten wir das Auto zurückgegeben und die Quittung in der Hand. Nun fuhren wir mit dem Bus ins Zentrum, wo unser Airbnb auf uns wartete. Bis dahin funktionierte alles einwandfrei. Als wir jedoch unsere Unterkunft betraten, bemerkten wir schnell, dass noch niemand unsere Unterkunft aufgeräumt und geputzt hatte. Nach einer kurzen Nachricht an den Besitzer meldete sicher dieser sehr schnell und stand eine halbe Stunde später vor der Türe. Bei seinem Besuch gab er uns auch noch einige tolle Tipps für die Stadt. Mit guten Ideen im Gepäck machten wir uns auf, um die Stadt zu erkunden. Wir liefen an sehr vielen historischen und sehr faszinierenden Gebäuden und Kirchen vorbei. Am meisten beeindruckte uns jedoch der Byward Market. Dies ist ein sehr belebter Stadtteil mit vielen speziellen Häusern, welche uns stark an England erinnerten. Am Abend war alles beleuchtet und bot eine super Atmosphäre in den Restaurants und Pubs.

    Am nächsten Tag organisierten wir bereits unsere Weiterreise nach Montreal. Wir entschieden uns, diese Strecke mit dem Bus zurückzulegen. Nachdem wir unser Billett bei der Bus-Station gebucht hatten, spazierten wir entlang des Kanals (Rideau Canal) zurück ins Zentrum. Am Abend genossen wir in der Stadt zuerst ein feines Essen, anschliessend einen Drink im Irish Pub und machten uns dann auf den Weg zum Parliament Hill. Dort befinden sich die Gebäude des kanadischen Parlaments. Am meisten begeistert hat uns das Hauptgebäude mit dem Peace Tower, welcher 92 Meter hoch ist. Die ganzen Gebäude faszinierten uns so sehr, dass wir uns entschieden, den Parliament Hill nochmals bei Tageslicht zu besichtigen. So hiess es am nächsten Morgen früh aufzustehen, um vor der Abfahrt nach Montreal nochmals diesen Platz zu besichtigen.

    Die Fahrt im Greyhound-Bus nach Montreal dauerte etwa drei Stunden. Dort angekommen, hiess es erneut unser Airbnb aufzusuchen, was ohne Probleme funktionierte. Unser Apartment liegt mitten im Zentrum und bietet uns einen grossartigen Ausblick vom 18 Stock über die Stadt.

    Die Tage in Montreal verflogen wie im Flug. Wir bestiegen den Hausberg von Montreal (Mont Royal) und genossen dort die Aussicht über die Stadt. Auf dem Berg gibt es auch noch einen kleinen See mit einem Bach. Diesen nutze Michael um sein Handy zu waschen. In seinem Fotoeifer fiel sein Handy leider auf den Boden und rutschte in den kleinen Bach. Zum Glück war es nicht tief und er konnte das Handy sofort wieder herausziehen. Aus einer kleinen Schramme hat das Handy zum Glück den Sturz unbeschadet überstanden. Nach diesem Schockmoment zogen wir weiter und besichtigten eine sehr beeindruckende Basilika.

    Heute machten wir uns auf den Weg zu einer kleinen Insel von Montreal. Als wir dort friedlich herumliefen flog Michael plötzlich von hinten etwas an den Kopf. Nachdem der erste Schock verdaut war, bemerkte Michael, dass es ein Vogel war, welcher ihm an den Hinterkopf flog. Vielleicht ist es langsam an der Zeit einen Coiffeur aufzusuchen, wenn bereits die Vögel die Frisur mit einem Vogelnest verwechseln. Zwei Touristen verfolgten das Spektakel und amüsierten sich köstlich. Nach diesem Erlebnis schauten wir uns das Gebäude vom Biosphären Museum und die Formel 1 Strecke an. Am übernächsten Wochenende steigt auf dieser Strecke wieder der GP von Kanada, den Michael vor vier Jahren besuchte. Heute waren bereits viele Arbeiter auf und neben der Strecke, um den ganzen Event vorzubereiten. Das spezielle war, dass wir sogar auf der Strecke herumlaufen und Fotos schiessen konnten.

    Nun heisst es aber bereits Abschied nehmen von Montreal und somit fürs erste auch von Kanada. Morgen startet nämlich unser Abenteuer USA. Ein Greyhound-Bus bringt uns über die Grenze nach Burlington in Vermont.

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  • 05Jun 2018

    24 Burlington & Boston 05.06.2018 USA —

    Dorchester Center, Boston, USA

    Beschreibung

    Der Bus in Montreal startete pünktlich Richtung Amerika. An der Grenze angekommen, waren allerdings noch drei weitere Busse für die Abfertigung vor uns an der Reihe. Dies deutete auf einen langen Grenzübertritt hin. So war es dann auch. Nach einer guten Stunde war endlich unser Bus an der Reihe. Alle mussten den Bus mit ihrem Handgepäck verlassen und in einer Kolonne anstehen, um anschliessend dem Officer einige Fragen zu beantworten. Da wir anscheinend ein etwas schwieriger Fall waren, mussten wir sogar zwei unterschiedlichen Personen unsere Reisepläne erläutern. Einer konnte es beinahe nicht glauben, dass wir für so lange Zeit in den USA bleiben wollten und fragte uns, ob wir überhaupt noch arbeiten würden. Nach einer weiteren Stunde hatten wir es endlich geschafft und durften nach Amerika einreisen. Mit einer Verspätung von zwei Stunden trafen wir am späten Nachmittag in Burlington ein.

    Mit Burlington hatten wir einen tollen Zwischenstopp eingelegt. Das Städtchen, dass am See Champlain liegt, hat sehr viel Charme. Vor allem mit seinem Hafen, der autofreien Zone und den vielen Restaurant und Pubs. An diesem Abend war auch noch das Jazz Festival, welches wir bei einem Drink in einer Bar genossen.

    Am nächsten Tag machten wir uns auf nach Boston. An der Busstation in Burlington mussten wir jedoch über zwei Stunden warten, da der Bus wiederum Verspätung hatte. Der Grund dafür war erneut der Grenzübertritt, da der Bus von Montreal kam. Nach gut sechs Stunden Fahrt kamen wir am Abend in Boston an. Wir machten uns dann sogleich auf, um unsere Unterkunft, ein Airbnb aufzusuchen. Wir haben dieses Zimmer für vier Nächte gebucht, da es in Boston einiges zu erkunden gibt.

    Da Ladina vor acht Jahren schon einmal in Boston war, hatte sie einige Ideen, welche Sachen sie sehr gerne nochmals sehen wollte. Für eine Stadttour eignete sich vor allem der «Freedom Trail». Dies ist ein gekennzeichneter Weg, welcher die Touristen von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten führt. Damit sich niemand verlaufen kann, weisst einem eine rote Linie am Boden den Weg. Nebst diesem Trail besuchten wir auch noch die berühmte Universität Harvard, das MIT (Massachusetts Institute of Technology) und den Fenway Park. Dies ist das Stadion der Boston Baseball Mannschaft, den Red Sox. Einen Regentag liessen wir im Kino bei einem Kübel Popcorn und einem Getränk ausklingen. Wir schauten uns den Film «Life of the Party» an und amüsierten uns köstlich. Was auch nicht fehlen durfte, war ein Besuch der Cheescake Factory, wo wir nach dem Abendessen einen sehr feinen Celebration-Cheescake verspeisten.

    Die Tage hier in Boston sind leider schon wieder vorbei. Wir genossen diese grossartige Stadt in vollen Zügen. Morgen machen wir uns auf nach New York City. Wir werden diese Strecke wiederum mit einem Bus bewältigen und sind jetzt schon gespannt was uns «Big Apple» zu bieten hat.

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  • 09Jun 2018

    25 New York 09.06.2018 USA —

    Manhattan, New York, USA

    Beschreibung

    Die Busfahrt von Boston nach New York dauerte etwa vier Stunden. Trotz einer Verspätung bei der Abfahrt erreichten wir die Stadtgrenze von New York schon ziemlich bald. Die letzten Kilometer dauerten dann aber über eine Stunde. Der Bus geriet in den Feierabend-Verkehr und wir kamen nur noch stockend vorwärts. Nach der Ankunft beim Bus-Bahnhof machten wir uns zu Fuss auf den Weg zu unserer Unterkunft. Dank der perfekten Lage haben wir uns dieses Mal für eine Jugendherberge entschieden. Das «West Side YMCA» liegt praktisch am Central Park und nur wenige Minuten vom Times Square entfernt. Nach dem Einchecken machten wir uns deshalb sofort auf den Weg in die Stadt und liessen ein paar erste Eindrücke auf uns wirken.

    Am nächsten Tag liefen wir in Richtung Lower Manhattan, welches der südlichste Teil der Insel Manhattan ist. Auf dem über zehn Kilometer langen Fussmarsch sahen wir immer wieder mal ein Wahrzeichen von New York. Den ersten grossen Stopp legten wir dann beim «9/11 Memorial» ein. Diese Gedenkstätte erinnert an die Opfer der Anschläge auf das World Trade Center in den Jahren 1993 und 2001. An den Stellen der zerstörten Zwillingstürme befinden sich zwei grosse Becken, welche mit einer Kupferumrandung versehen sind. Das Wasser in diesen Becken fällt jeweils neuen Meter in ein Untergeschoss, wodurch dies die grössten von Menschen geschaffenen Wasserfälle in den USA sind. Anschliessend fuhren wir mit einem Schiff zur Liberty Island und bestaunten dort die Freiheitsstatue. Dieses Wahrzeichen wurde 1886 errichtet und war ein Geschenk des französischen Volkes an die Vereinigten Staaten. Auf der Insel gab es die Möglichkeit, einen Audio Guide zu beziehen, wodurch wir viele zusätzliche Informationen zur Freiheitsstatue bekamen. Nach einem kleinen Abstecher zur Wall Street ging es am Abend ins Hard Rock, wo wir ein feines Essen und köstliche Drinks genossen. Auf dem Rückweg zur Jugendherberge spazierten wir einmal mehr über den Times Square, welcher bei Dunkelheit noch viel eindrücklicher wirkt.

    Der nächste Tag begann für Michael mit einer Jogging-Runde durch den Central Park, welche etwa zehn Kilometer lang ist und für Jogger ein Paradies ist. Im Anschluss liefen wir zum Empire State Building, welches wir aber nur von aussen bestaunten. Am Abend stand ein grosses Highlight für uns auf dem Programm. Wir besuchten am Broadway das Musical «School of Rock», welches uns sehr faszinierte und in seinen Bann zog. Vor allem die Kinder, welche ebenfalls Hauptrollen spielten, haben uns dabei begeistert. Es ist eindrücklich, wie professionell und talentiert diese Kinder sind. Zudem hat uns die Rock-Musik sehr gut gefallen.

    Den heutigen Tag verbrachen wir nochmals in der Stadt und im Central Park. Wir spazierten durch den Park und genossen die Atmosphäre des Parks. Es ist faszinierend, wenn man in Mitten des Parks im Grünen steht und rund um einen herum sich die Wolkenkratzer erheben. Anschliessend haben Michael im Fitnesscenter und Ladina im Swimming-Pool noch etwas Sport betrieben. Das Fitnesscenter hat über hundert Geräte und ist einfach Klasse. Der Pool war aber doch etwas speziell. Nachdem Ladina zuerst eine Badekappe organisieren musste, durfte sie anschliessend nur in einer Bahn mit anderen Leuten schwimmen und diese Bahn nicht verlassen. Dies wurde Ladina dann ziemlich schnell eintönig. Am Abend sind wir mit der U-Bahn nochmals nach Lower Manhattan gefahren und haben uns dort die Brooklyn Bridge angeschaut, welche im Jahr 1883 errichtet wurde. Die Brücke ist bei Dunkelheit beleuchtet und wir konnten einen tollen Ausblick auf die Skyline von New York geniessen.

    Auch die Tage in New York sind bereits wieder vorbei. Morgen werden wir die nächste Destination mit dem Bus ansteuern. Allerdings steht uns Morgen mit etwa zweieinhalb Stunden eher eine kurze Reise bevor. Wir fahren nach Atlantic City, welches für seine Vielzahl von Casinos, Freizeitparks, Museen sowie für seinen Strand bekannt ist.

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  • 13Jun 2018

    26 Atlantic City & Philadelphia 13.06.2018 USA —

    Philadelphia, USA

    Beschreibung

    Nach vier Nächten verliessen wir New York wieder und machten uns auf den Weg nach Atlantic City. Mit der U-Bahn ging es zum Bus-Bahnhof, wo wir vom hektischen Treiben und der schlechten Organisation überrascht wurden. Fast zeitgleich fuhren zwei Busse nach Atlantic City. So standen viele Reisende vor den zwei Gates und warteten auf die Busse. Die Wartenden wurden dabei vom Bus-Personal mehrmals aufgefordert die Kolonne zu wechseln, da doch nur ein Gate geöffnet wurde. Einigen Einheimischen gefiel dies gar nicht und es fing langsam an auszuarten. Schlussendlich musste die Polizei herbeigerufen werden, damit wieder Ruhe und Ordnung einkehrte. Einer dieser Polizisten riet uns sogar, nie mehr mit dieser Busgesellschaft zu fahren. Wir erfuhren von einem Amerikaner, dass die Busse nach Atlantic City immer stark überbucht sind und es deshalb zu solchen Szenen kommt. Das Glück war aber auf unserer Seite und wir konnten den Bus besteigen und nach Atlantic City fahren. Die Fahrt dauerte etwas mehr als zwei Stunden und war sehr angenehm. Nach der Ankunft bezogen wir unser Hotelzimmer und gingen gleich an den Boardwalk. Dieser Fussweg verläuft über mehrere Kilometer dem Strand entlang und geht bei mehreren Casinos, grossen Hotels und Attraktionen vorbei. Wir schauten uns in der Spielerstadt etwas um und liefen auch durch ein paar Casinos.

    Den nächsten Tag verbrachten wir ebenfalls wieder am Boardwalk und genossen das Wetter, welches etwas sommerlicher war als noch am Vortag. Am Abend schauten wir das Riesenrad auf dem Steel Pier an, welches bei Dunkelheit schön beleuchtet ist.

    Nach den vielen Städten in den letzten Wochen waren die Tage hier mit weniger Wahrzeichen und Attraktionen verbunden, was wir nutzten um die nächste Zeit unserer Reise zu organisieren. Bereits vorgängig haben wir in diversen Berichten gelesen, dass die einstige Glücksspiel-Stadt ihre besten Zeiten hinter sich hat, was auch wir feststellen. Die Stadt und vor allem die Casinos wirkten teilweise recht ausgestorben. Dies liegt aber sicher auch daran, dass die Sommersaison erst demnächst startet. Mit einem Greyhound-Bus fuhren wir nach zwei Tagen die etwa 100 Kilometer lange Strecke nach Philadelphia und bezogen dort unsere Unterkunft. Wir haben uns wieder mal für ein Airbnb entschieden, was eine sehr gute Entscheidung war. Die Wohnung liegt sehr zentral und so konnten wir am Abend zu Fuss in die Stadt und den Abend bei einem feinen Nachtessen abschliessen.

    Heute haben wir Philadelphia erkundet. Mit rund 1,6 Millionen Einwohnern ist dies die sechstgrößte Stadt der Vereinigten Staaten. Da hier im Jahre 1776 die Unabhängigkeitserklärung beschlossen und verkündet wurde, ist die Stadt für die Geschichte der Vereinigten Staaten von grosser Bedeutung. Dies zeigt sich auch an den Sehenswürdigkeiten, welche stark auf diese Zeit ausgerichtet sind. Eines der bekanntesten Wahrzeichen ist die Liberty Bell. Dies ist eine Glocke, welche geläutet wurde, als die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung zum ersten Mal auf dem Independence Square in der Öffentlichkeit verlesen wurde. Eine weitere bekannte Sehenswürdigkeit sind die Rocky Steps. Berühmt gemacht hat sie Sylvester Stallone in seinem ersten Rocky-Film von 1976. In einer Schlüsselszene des Films beendet der aus armen Verhältnissen stammende Sportler dort seinen Trainingslauf und findet neue Motivation für den bevorstehenden alles entscheidenden Kampf. Somit symbolisieren die Treppen den unwiderruflichen Aufstieg eines „No-Names“ und gehören heute zu den am meisten besuchten touristischen Attraktionen Philadelphias.

    Da wir in grossen Schritten in Richtung Florida unterwegs sind, geht unsere Reise Morgen bereits weiter. Unser nächster Stopp ist Washington, D.C., die Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika.

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  • 16Jun 2018

    27 Washington D.C. 16.06.2018 USA —

    Fort Lesley J. McNair, Washington, USA

    Beschreibung

    Eine etwa dreistündige Busfahrt brachte uns vor zwei Tagen nach Washington D.C., wo wir erneut ein Airbnb gebucht hatten. Die Tage hier nutzen wir, um die verschiedenen Denkmäler und politischen Gebäude der Hauptstadt der USA zu besichtigen.

    Unsere Sightseeingtour am ersten Tag starteten wir beim Weissen Haus. Seinen Namen erhielt es offiziell im Jahre 1901 von Theodore Roosevelt, dem 26. Präsidenten der Vereinigten Staaten, aufgrund seines weissen Aussenanstrichs. Eine Führung im Weissen Haus hätte über sechs Monate im Voraus über die Botschaft organisiert werden müssen. Da wir dies nicht taten, begnügten wir uns mit der Besichtigung von aussen und einem Besuch im Visitor Center, welches uns ebenfalls einige spannende Eindrücke und Informationen gab. Anschliessend machten wir uns auf, um das Washington Monument zu besichtigen. Dies ist ein weisser 169,3 Meter hoher Marmorturm in der Form eines Obelisken. Das Washington Monument wurde zu Ehren des ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, George Washington, errichtet. Es befindet sich auf einem Hügel auf der National Mall, einer Verbindungsgeraden zwischen dem Kapitol und dem Lincoln Memorial, welche wir ebenfalls besichtigten. Beim Lincoln Memorial handelt es sich um ein Denkmal, welches zu Ehren Abraham Lincolns, dem 16. Präsidenten der USA errichtet wurde. Das Kapitol ist der Sitz des Kongresses, der Legislative (Gesetzgebung) der Vereinigten Staaten von Amerika. In ihm finden Sitzungen des Senats und des Repräsentantenhauses statt. Das Kapitol ist 229 Meter lang, bis zu 107 Meter breit und an seiner höchsten Stelle 88 Meter hoch. Ebenfalls besuchten wir am selben Tag noch das Jefferson Memorial und das zweite Weltkriegsdenkmal.

    Heute ging es mit der Besichtigungstour weiter. Wir schauten uns das Pentagon an, welches der Hauptsitz des US-Amerikanischen Verteidigungsministeriums ist. Es ist jedoch sehr gut gesichert und gab uns daher nicht allzu viele Eindrücke. Danach besuchten wir noch den Arlington Friedhof, auf welchem bisher drei Staatsbegräbnisse, für die Präsidenten William Howard Taft (1930) und John F. Kennedy (1963) sowie für General John J. Pershing (1948) abgehalten wurden.

    Nach den letzten Wochen mit vielen Stadtbesichtigungen und einigen Blasen an den Füssen, da wir doch den einten oder anderen Kilometer zu Fuss zurückgelegt haben, werden wir uns Morgen etwas von den Stadtbesichtigungen verabschieden und machen uns auf nach Richmond. Dies wird für längere Zeit die letzte Busfahrt sein, da wir dort ein erstes Mietauto beziehen und dann für längere Zeit auf diese Weise in Amerika unterwegs sind. Von Richmond werden wir in den nächsten zehn Tagen gemütlich nach Florida fahren.

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  • 26Jun 2018

    28 Orlando & Tampa 26.06.2018 USA —

    Tampa, USA

    Beschreibung

    Es ist schon über eine Woche her, als wir Washington D.C. verliessen und uns mit dem Bus nach Richmond aufmachten. Dort angekommen mussten wir zuerst den Transport zu unserem Hotel organisieren, da sich die Bus-Station im Nirgendwo befindet. Nach einer gefühlten Ewigkeit ging es mit dem Taxi zu unserem Hotel, wo wir gerade rechtzeitig für die zweite Hälfte des Schweizer-Spiels gegen Brasilien angekommen sind. So konnten wir den Punktgewinn der Schweizer doch noch miterleben.

    Am nächsten Tag ging es mit dem Hotel-Shuttle zum Flughafen, wo wir unser nächstes Mietauto bezogen. Dieses Auto hatten wir für drei Tage gebucht, um die über 1’000 Kilometer nach Jacksonville in Florida zurückzulegen. Wir teilten diese Strecke in etwa gleich grosse Tages-Etappen auf und machten uns auf den Weg in Richtung Süden. Am ersten Tag ging es nach Wilmington, welches im Bundesstaat North Carolina liegt. Nach einer gemütlichen Übernachtung und einem ausgiebigen Frühstück ging unsere Reise am nächsten Morgen weiter. Wir fuhren nach Myrtle Beach und legten dort eine Pause am Strand ein. Diese Stadt ist ein Urlaubsort an der Atlantikküste South Carolinas und das Zentrum des Grand Strand, eines 60 Meilen langen Strandgebiets. Da es erst Mittag war, entschlossen wir uns noch ein paar Kilometer zurückzulegen. Ein paar Stunden später erreichten wir Hardeeville, welches ebenfalls in South Carolina liegt. Wir genossen den Nachmittag am Hotel-Pool und natürlich durfte ein köstliches Abendessen auch nicht fehlen. Der nächste Tag brachte uns bereits wieder in einen weiteren Bundesstaat. Wir fuhren nach Kingsland, welches in Georgia liegt. Dort erlebten wir zum ersten Mal, wie schnell sich das Wetter in dieser Region verändern kann. Zwischen den letzten Sonnenstrahlen, welche wir am Pool genossen und einem starken Gewitter sind nicht mehr als 30 Minuten vergangen.

    Nun führte uns unsere Reise nach Florida. Wir fuhren nach Jacksonville und bezogen am Flughafen das nächste Mietauto. Das Spezielle war, dass wir das Auto an der gleichen Station und beim gleichen Vermieter bezogen, wie wir das vorherige Auto ein paar Minuten früher abgeben mussten. Da Jacksonville aber sowieso auf unserer Strecke liegt und sich der Mietpreis dadurch stark reduzierte, nahmen wir diesen kleinen Aufwand gerne auf uns. Von Jacksonville ging unsere Fahrt nach Daytona Beach. Dort wollten wir den Nachmittag bei einem feinen Snack am Strand geniessen. Das Wetter zeige sich allerdings wieder von seiner nassen Seite und aus dem sonnigen Strand-Snack wurde ein kurzer Rast in einem Fast-Food-Restaurant. Nach dieser Stärkung ging es nach Orlando, wo wir für die nächsten zwei Nächte ein Hotel an bester Shopping-Lage bezogen.

    Da die Schweiz bereits ihr zweites Vorrunden-Spiel an der WM absolvierte und wir diesen Match nicht verpassen wollten, gingen wir bereits früh am Morgen in ein Premium Outlet in Orlando. Dort haben wir für unsere Verhältnisse doch recht lange eingekauft und Michael hat auch ein paar tolle Sachen gefunden. Neben den vielen Marken-Läden haben wir auch Ticket-Verkaufsstände für die Freizeitparks in Florida gesehen. Da wir sowieso einen Park besuchen wollten und die ausgeschriebenen Preise stark von den Preisen im Internet abwichen, informierten wir uns über die Möglichkeiten. Statt über 200 Dollar für zwei Tickets zu bezahlen, können hier zwei Tickets mit zwei Gutscheinen für je eine Mahlzeit für 20 Dollar gekauft werden. Hört sich sehr verlockend an, was uns jedoch etwas skeptisch machte. Wir hatten allerdings grosses Glück und einen super Verkäufer erwischt, welcher uns das ganze System erklärt hat. Der Verkäufer bekommt eine Provision von einer Gesellschaft und wir müssen dafür noch an einem Verkaufs-Event teilnehmen. Der Event dauert etwa zwei Stunden und findet am nächsten Morgen statt. Im Anschluss werden wir dann die Tickets für den gewünschten Freizeitpark bekommen. Wir liessen uns für die Veranstaltung einschreiben und waren schon gespannt, was uns am nächsten Morgen erwarten wird. Zurück im Hotel schaute Michael das Spiel Schweiz gegen Serbien und Ladina genoss den schönen Sommertag am Pool. Da die erste Halbzeit aus der Sicht von Michael zu nervenaufreibend war, verlor er die Lust, um bei über 30 Grad im Hotelzimmer den Match zu schauen. Wir entschieden uns deshalb, einen Burger-Laden aufzusuchen, um uns einen kleinen Snack zu gönnen. Dort sahen wir zum ersten Mal in der USA ein WM-Spiel, welches live an einem öffentlichen Ort übertragen wurde. Wir bestellten gerade den Burger, als die Schweiz zum 1:1 traf und sich Michael ausgiebig über dieses Tor freute und dies auch zeigte. Die Gäste in diesem Fast-Food-Laden verstanden die Welt nicht mehr und hielten Michael sicher für verrückt. Um weitere solche Momente zu vermeiden, schauten wir den Rest des Spiels im Hotel-Zimmer. Am nächsten Morgen mussten wir früh aufstehen, damit wir rechtzeitig an dieser Veranstaltung waren. Nach einem kleinen Frühstück wurde auch schon ein Verkäufer auf uns angesetzt. Dieser erklärte uns das Konzept der Firma. Es ging dabei um die Möglichkeit Ferien-Unterkünfte zu mieten. Wir hätten dabei für den Gegenwert von etwa 50'000 USD Punkte kaufen müssen, welche uns dann die Möglichkeit gegeben hätten, jährlich mehrere Wochen Ferien in auserwählten Unterkünften zu verbringen. Bei diesem Konzept geht es darum, dass dieser sehr hohe Betrag nicht auf einmal bezahlt werden muss sondern monatlich einen Betrag von etwa 600 USD zu überweisen ist. Wir wussten sehr schnell, dass wir dies sicher nicht unterzeichnen werden, mussten aber zuerst noch eine Präsentation und einen Rundgang durch die Anlage über uns ergehen lassen. Nach diesem Rahmenprogramm gab uns der Verkäufer noch weitere Informationen und pochte immer mehr darauf, dass wir den Zettel unterzeichnen. Um unser Reisebudget zu schonen hat er uns sogar angeboten, dass wir auch monatlich etwa 200 USD bezahlen können, bis der Kaufpreis abgestottert ist. Natürlich kam für uns auch dies nicht in Frage. Der Verkäufer hat scheinbar eine gute Verkaufsausbildung genossen und konnte alle unsere Einwände sofort aus dem Weg schaffen. So ging es hin und her und wir mussten uns immer wieder neue Gründe für die Nicht-Unterzeichnung einfallen lassen. Für Michael war das Gespräch sehr spannend. Der Verkäufer wendete viele Strategien an, welche Michael in der Verkaufsschulung bei einem ehemaligen Arbeitgeber auch aufgezeigt wurden. Mittlerweile dauerte die Veranstaltung bereits über drei Stunden. Nachdem der Verkäufer eingesehen hatte, dass er keine Chance hatte, kam sein Manager mit einem verbesserten Angebot zu uns an den Tisch. Er zeigte Verständnis, dass wir unser Reisebudget nicht derart strapazieren wollten und erklärte uns, dass wir das Ganze ja mit der Kreditkarte bezahlen können und somit unser Budget nicht beanspruchen. Amerika, das Land der Kreditkarten und Schulden auf Abzahlung lässt grüssen. Auch der Manager bemerkte seine aussichtslose Lage und schickte noch den Chef-Manager zu uns. Auch dieser merkte schnell, dass es bei uns nichts zu holen gibt und so bekamen wir endlich unsere zwei Tickets für einen Freizeitpark für sagenhafte 20 USD. Da wir uns entschieden haben, den Freizeitpark Busch Gardens zu besuchen, machten wir uns im Anschluss an diese Veranstaltung auf den Weg in Richtung Tampa. Wegen Verkehrsüberlastungen auf den Strassen dauerte die Fahrt mehrere Stunden. Wir mussten dabei mehrmals schmunzeln, als wir den Morgen-Event nochmals Revue passieren liessen.

    Nach einem kurzen Stopp in Clearwater und einer Übernachtung in einer Ortschaft mit dem passenden Namen Holiday führte uns unsere Reise zu einem Hotel, welches sehr nahe am Freizeitpark Busch Gardens liegt. So war es dann gestern endlich soweit und wir machten uns auf den Weg in den Park. Pünktlich zur Park-Öffnung um 10:00 Uhr waren wir dort und freuten uns, dass unsere Tickets einwandfrei funktionierten. Wir genossen die ersten Bahnen und da wir praktisch nicht anstehen musste, hatte auch Michael eine riesen Freude an den vielen Attraktionen. Nachdem wir mehrere Stunden auf diversen Bahnen und in einer Tiershow verbracht hatten, wollten wir natürlich noch das kostenlose Mittagessen einlösen. So bestellten wir unser Menü und zeigten unseren Gutschein an der Kasse. Für den jungen Herrn an der Kasse war dieser Gutschein allerdings Neuland. Um den Aufwand für ihn möglichst klein zu halten, erhielten wir neben dem Essen auch noch einen Armbändel. Schnell bemerkten wir, dass es sich dabei um einen Bändel für All Day Dining handelt. So konnten wir den ganzen Tag kostenlos Essen und Trinken, was unser Schnäppchen natürlich noch attraktiver machte. Den Nachmittag genossen wir auf verschiedenen Bahnen und einer Safari-Zug-Tour. Leider mussten die Bahnen infolge eines Unwetters am Abend für knapp zwei Stunden geschlossen werden. Wir nutzten die Zeit, indem wir das All Day Dining Angebot so richtig auskosteten. Kurz nach Einbruch der Dunkelheit konnten die Bahnen den Betrieb wieder aufnehmen und wir genossen nochmals ein paar Fahrten, bis der Park um 22:00 Uhr seine Türen schloss. Für Michael, welcher bisher nicht so ein grosser Park-Fan war, bedeuteten die zwölf Stunden im Park einen neuen persönlichen Rekord. Für Ladina, welche ein sehr grosser Park-Fan ist und über zwanzig Fahrten an den verschiedenen Bahnen genoss, war der Tag traumhaft.

    Nach diesen erlebnisreichen Tagen geht unsere Fahrt heute weiter in Richtung Süden. Die Everglades, Key West und Miami sind die nächsten Orte, welche wir besuchen werden.

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  • 29Jun 2018

    29 Miami 29.06.2018 USA —

    Miami Beach, USA

    Beschreibung

    Vor drei Tagen machten wir uns auf nach Florida City. Wir wählten diesen Ort aus, da er nahe an den Keys liegt und uns eine Fahrt durch die Everglades ermöglichte. Wir starteten am Morgen nach dem Frühstück von Tampa aus und legten etwa 500 Kilometer mit unserem Auto zurück. Die Fahrt führte uns durch die Everglades, welche bekannt sind für die amerikanischen Alligatoren, welche dort ihre Heimat haben. Während der Fahrt schauten wir immer wieder suchend umher, ob wir nicht irgendwo einen Alligator erspähen können. Lange Zeit sahen wir nur Landschaft, welche uns jedoch mit ihren Gewässern und Grünpflanzen auch sehr beeindruckte. Wir machten auch noch einige Stopps, um uns etwas umzusehen, waren aber stehts aufmerksam, da wir hinter jedem Gebüsch einen Alligator erwarteten. Nach einigen Kilometern entdeckten wir am Strassenrand einen toten Alligator, was uns in unserer Meinung noch mehr bestätigte, vorsichtig zu sein. Als wir dann von einer Brücke aus plötzlich einen Alligator im Fluss sahen, waren wir jedoch trotzdem neugierig und parkten das Auto. Wir wurden nicht enttäuscht und konnten mehrere Alligatoren von einer sicheren Plattform aus beobachten, wie sie im Gewässer herumschwammen. Auf unserem weiteren Weg nach Florida City erblickten wir dann immer wieder Alligatoren Köpfe, welche entweder aus einem Busch oder dem Gewässer blickten. Aus der Weite war es sehr beeindruckend diese Tiere zu beobachten. Wir waren jedoch froh, dass sie uns nicht zu nahekamen. In Florida City angekommen, liessen wir den Abend gemütlich am Hotel-Pool ausklingen.

    Am Tag darauf hatten wir erneut eine grosse Autofahrt vor uns. Unser Ziel war Key West, welches etwa 200 Kilometer von Florida City entfernt liegt. Dabei handelt es sich um eine Inselstadt, die einen Teil der Florida Keys bildet. Die Inseln sind vom Festland aus mit vielen Brücken verbunden. Es ist auch Floridas südlichster Punkt, welcher nur etwa 145 Kilometer nördlich von Kuba liegt. Wir fuhren mit dem Auto bis zum südlichsten Punkt und genossen dort die Aussicht, ein feines Mittagessen und ein erfrischendes Bad im Meer, bevor wir uns wieder auf die Rückfahrt machten.

    Nun war es bereits wieder soweit und wir mussten unser tolles Auto abgeben. Nach dem Frühstück machten wir uns auf, um den VW Beetle am internationalen Flughafen von Miami zurückzugeben. Danach wartete bereits Miami Beach auf uns, was wir einfach mit dem Bus erreichten. Wir genossen nach der Ankunft den Hotel-Pool und spazierten durch die Strassen von Miami Beach.

    Den heutigen Tag verbrachten wir am Strand. Das Wasser war einladend warm, was wir ausgiebig genossen. Am Abend liefen wir auf dem Boardwalk zum Ocean Drive, um ein leckeres Abendessen und einen feinen Drink zu uns zu nehmen. Dabei genossen wir die spezielle Stimmung von Miami Beach. Diese zeichnet sich durch aussergewöhnliche Autos, viel Musik und verrückte Leute aus.

    Morgen verlassen wir für eine Woche die USA und machen uns auf zu einer Karibikkreuzfahrt. Wir sind schon sehr gespannt, was die nächsten Tage auf einem so grossen Schiff bringen werden.

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  • 02Jul 2018

    30 Ocho Rios 02.07.2018 Jamaika —

    Ocho Rios, Jamaika

    Beschreibung

    Nach zwei Nächten verliessen wir Miami Beach und machten uns mit dem Taxi auf den Weg zum Hafen. Dort angekommen sahen wir bereits die MSC Seaside, unser Zuhause für die nächsten sieben Tage. Es war uns bekannt, dass das Schiff sehr gross ist. Als wie dann aber vor dem Schiff standen, hat dies unsere Erwartungen bei weitem übertroffen. Schon von aussen sieht das Schiff, welches eine Länge von 323,3 Metern hat, wie ein Hotel aus. Der Check-In-Prozess ist mit demjenigen an einem Flughafen zu vergleichen und dauerte trotz der vielen Menschen am Hafen nicht lange. So konnten wir schon am frühen Nachmittag unsere Kabine beziehen und gingen anschliessend auf eine erste Erkundigungstour, welche uns sehr faszinierte und von einem Highlight zum nächsten führte. Das Schiff ist wirklich wie ein grosses Hotel. Es bietet über 5'000 Gästen Platz und hat neben mehreren Pools, Wasserrutschbahnen, diversen Restaurants, einem Theater, einem Fitnesscenter, einem Casino und vielen Bar’s auch sonst noch viele Unterhaltungsmöglichkeiten. Während der WM wurden sämtliche Spiele auf einer Grossleinwand auf dem Deck 16 übertragen. Bei so vielen Gästen aus unterschiedlichen Nationen kamen wir nun auch in den Genuss der WM-Stimmung, welche bisher in den USA gefehlt hat. Nach einem köstlichen Abendessen verliess das Schiff um 19:00 Uhr den Hafen. Wir konnten dabei einen tollen Blick auf Miami und Miami Beach geniessen. Zum Abschluss dieses eindrücklichen Tages durfte natürlich ein Drink an der Bar nicht fehlen.

    Den nächsten Tag verbrachten wir auf dem Meer und fuhren in Richtung Jamaika. Die Strecke von Miami nach Ocho Rios beläuft sich gemäss dem Captain auf 734 Seemeilen oder 1'359 Kilometer. Wir genossen diesen Tag mehrheitlich am Pool und Michael auch noch im Fitnesscenter. Am Abend gingen wir ins Metropolitan Theater, wo wir eine super Show mit Tänzern, Sängern und Akrobaten zu sehen bekamen. Das Theater hat Platz für über 900 Personen und man kann es fast nicht wahrhaben, dass dies alles auf einem Schiff stattfindet. Jeden Tag finden mehrere Vorstellungen statt, welche meistens bis fast auf den letzten Platz besetzt sind. Dies ist auch nicht überraschend, da einem eine grandiose Show geboten wird. Die Show ist eine Mischung zwischen Musical, Zirkus und Zauberei. Wir waren von der Show so begeistert, dass wir uns für die nächsten Tage auch gleich Plätze reservierten.

    Nach zwei Nächten auf dem Meer erreichten wir Ocho Rios. Dies ist eine Hafenstadt an der Nordküste von Jamaika. Wir verliessen das Schiff und machten uns auf den Weg, um das kleine Städtchen zu erkunden. Ocho Rios hat knapp 10'000 Einwohner und bietet diverse Touristen-Attraktionen. Kaum aus dem Schiff, versuchten diverse Einheimische den Touristen diese Touren schmackhaft zu machen. Obwohl das Ganze doch eher aufdringlich wirkt, sind die Jamaikaner sehr charmant und freundlich. Wir entschieden uns dafür, dass wir Ocho Rios auf eigene Faust erkunden. Nach einem Sparziergang durch eine Einkaufsstrasse gingen wir zum Stand. Der weisse Sandstrand war in einer kleinen Bucht und das Wasser wirkte glasklar. Wir genossen dort den Nachmittag und konnten auf einem kleinen Bildschirm sogar ein WM-Spiel sehen. Nach einem Abstecher zu einem Markt ging es für uns dann am frühen Abend wieder zurück auf das Schiff. Jamaika und die Einwohner haben bei uns einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Den Abend verbrachten wir auf dem Schiff. Ein Highlight beim Nachtessen war, dass wir durchs Fenster Delfine beobachten konnten. Nun sind wir gespannt, was uns an der nächsten Destination erwartet. Morgen geht es weiter nach George Town.

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  • 03Jul 2018

    31 George Town 03.07.2018 Kaimaninseln —

    George Town, Kaimaninseln

    Beschreibung

    Nach 470 Kilometer kamen wir in George Town auf den Cayman Islands an. Die Stadt ist das Zentrum des Bankwesens der Cayman Islands und gilt als fünfgrösster Finanzplatz der Welt. Zu den Cayman Islands gehören drei Inseln im westlichen karibischen Meer, welche zum britischen Überseegebiet zählen. Grand Cayman ist die grösste Insel und ist für tolle Badeorte bekannt. Und genau dies durften wir auch erfahren. Da wir mit dem Kreuzfahrtschiff nicht an einem Dock anlegen konnten, wurden wir mit Tender-Booten an Land gebracht. Von dort machten wir uns auf die Suche nach einem schönen Badeort. Bereits nach wenigen Schritten wurde uns bewusst in was für einer Natur-Perle wir hier gelandet sind. Das Meer ist stahlblau und unglaublich klar. Wir schossen Fotos und waren einfach nur überwältigt. Als wir dann am 7 Mile Beach ankamen, stürzten wir uns in das Meer und genossen das kühle Nass. Der Tag verging wie im Flug und schon bald machten wir uns auf, um wieder zurück an Board zu gehen. Den Abend genossen wir bei einem italienischen Abendessen, was ausgezeichnet schmeckte und einer weiteren Show. Morgen steht bereits der nächste Landgang auf dem Programm. Wir erreichen Mexiko und legen dort in Cozumel an.

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  • 04Jul 2018

    32 Cozumel 04.07.2018

     

    Beschreibung

    Nach weiteren 330 Seemeilen erreichten wir am frühen Morgen Cozumel. Dies ist eine mexikanische Insel im karibischen Meer, welche knapp 16 Kilometer vom Festland entfernt ist. Auf der Insel, welche etwa 60 Kilometer südlich von Cancún ist, leben etwa 80'000 Einwohner. Wir verliessen das Schiff und kamen direkt in ein sehr belebtes Einkaufszentrum. Dort sassen wir zuerst in ein Kaffee und machten uns Gedanken über den Tagesablauf. Einmal mehr entschieden wir uns für einen Tag am Strand. Die Strände in der Karibik haben es uns so angetan, dass wir davon nicht genug bekommen können. Nach einem halbstündigen Sparziergang haben wir ein gemütliches Restaurant am Strand entdeckt. Wir genossen dort die Zeit in Mexiko bei viel Sonne und feinen Drinks. Auf dem Rückweg zum Schiff liefen wir an diversen Einkaufsläden vorbei, was wir für eine kleine Shoppingtour nutzen. Der Tag in Mexiko hat uns auch sehr gut gefallen aber die Strände können unserer Meinung nach nicht mit denen auf den Cayman Islands mithalten. Dafür war der Ort belebter und wir trafen viele lustige und aufgestellte Mexikaner. Am Abend ging es für uns einmal mehr in eine Theater-Vorführung. Wir genossen die Show und gingen anschliessend an eine Party auf dem Schiff. Heute war der Nationalfeiertag der Vereinigten Staaten und dies wurde am Abend gebührend gefeiert. Die Amerikaner zelebrieren diesen Tag sehr stark, was auch für uns eindrücklich war. Der morgige Tag wird etwas ruhiger werden, da kein Landgang bevorsteht. Wir werden den gesamten Tag auf dem Meer verbringen und nach Nassau fahren.

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  • 06Jul 2018

    33 Nassau 06.07.2018 Bahamas —

    Nassau, Bahamas

    Beschreibung

    Nachdem wir den gestrigen Tag auf dem Schiff genossen haben, sind wir heute Morgen früh in Nassau angekommen. Dies ist die Hauptstadt der Bahamas. Die hügelige Stadt ist eine beliebte Kreuzfahrtstation und bekannt für ihre Strände. Wir wollten allerdings zuerst die Umgebung etwas erkunden. In der sehr belebten Stadt sahen wir viele Einkaufsläden und farbige Häuser, welche aus der britischen Kolonialzeit stammen. Nach etwas Sightseeing führte uns unser Weg wieder an einen weissen Sandstrand. Dort genossen wir ein paar Stunden, bevor es ein letztes Mal zurück auf die MSC Seaside ging. Auf dem Schiff angekommen stand uns bereits der letzte Abend bevor. Natürlich ging es auch heute in eine Show. Die Darsteller boten zum Abschluss nochmals eine eindrückliche Vorstellung, welche alle Zuschauer von den Sitzen riss. Nun heisst es, die letzten Stunden auf dem Schiff noch zu geniessen bevor wir vom Kreuzfahrtschiff Abschied nehmen müssen. Wir sind bereits wieder auf dem Rückweg nach Miami, wo wir Morgen in der Früh anlegen werden.

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  • 07Jul 2018

    34 Orlando 07.07.2018 USA —

    Kissimmee, USA

    Beschreibung

    Heute Morgen um 07:00 Uhr hat unser Schiff wieder in Miami angelegt. Nach dem Frühstück hiess es Abschied nehmen von der MSC Seaside. Die Karibik-Kreuzfahrt hat uns sehr gut gefallen und wir genossen diese Woche in vollen Zügen. Für uns beide war es die erste Kreuzfahrt. Es war spannend, in so kurzer Zeit, so viele Destinationen anzusteuern und zu erkunden. In diesem riesen Schiff, welches etwa 70 Meter hoch ist und über 700 Millionen Euro gekostet hat, fühlt man sich wie in einem Hotel und bemerkt oft gar nicht, dass man auf See ist. Durch die vielen Personen auf dem Schiff hat sich diese Woche allerdings stark von unserer bisherigen Reise unterschieden. So mussten wir uns zuerst wieder etwas daran gewöhnen, dass sich am Morgen so viele Personen um das Frühstück oder einen Liegestuhl reissen. Wir haben das Ganze aber recht locker gesehen.

    Zurück auf dem Festland ging es mit einem Shuttle-Bus zum Flughafen in Miami, wo wir das nächste Mietauto bezogen. Wir erhielten einen blauen Nissan, welcher uns in den nächsten Wochen quer durch Amerika führt. Als erste Etappe entschieden wir uns nach Orlando zu fahren. Hier haben wir nun ein Motel bezogen und werden unseren Roadtrip durch Amerika planen. Das nächste grosse Ziel ist die Musikstadt New Orleans.

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  • 10Jul 2018

    35 New Orleans 10.07.2018 USA —

    New Orleans, USA

    Beschreibung

    Vor drei Tagen starteten wir in Orlando und legten die Strecke von 1’048 Kilometer bis nach New Orleans innerhalb von zwei Tagen zurück. Dieser Trip führte uns durch mehrere Bundesstaaten. Florida war unser Ausgangspunkt. Weiter führte uns die Fahrt durch Alabama, Mississippi und schlussendlich nach Louisiana und somit nach New Orleans. Dort angekommen bezogen wir für zwei Nächte ein Zimmer in einem tollen Hostel.

    New Orleans ist die grösste Stadt im Bundesstaat Louisiana. Sie ist ein Industriezentrum mit einem bedeutenden Hafen am Mississippi River. Die Stadt ist bekannt für ihre historische Altstadt, dem French Quarter, in dem sich zahlreiche Gebäude im spanischen und französischen Kolonialstil befinden. Ausserdem gilt New Orleans als die „Wiege des Jazz“. Wir erkundigten heute die historische Altstadt. Mit dem Streetcar, dies ist die Strassenbahn von New Orleans, ging es bis ins Zentrum, von wo wir dann zu Fuss einige Sehenswürdigkeiten anschauten. Uns gefiel die Stadt und die Stimmung sehr gut. Speziell waren die Strassenmusiker, welche bereits am Tag ihr Können zeigten.

    Morgen steht uns bereits eine weitere grosse Etappe mit dem Auto bevor. Unser Weg führt uns in den wilden Westen und zwar nach Houston im Bundestaat Texas.

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  • 14Jul 2018

    36 Houston & Fort Worth 14.07.2018 USA —

    Fort Worth, USA

    Beschreibung

    Von New Orleans aus führte uns unsere Reise in das 567 Kilometer entfernte Houston. Dies ist die viertgrösste Stadt der USA welche am Golf von Mexiko liegt. Houston ist vor allem durch den Öl-Boom gross geworden.

    Dort angekommen bezogen wir ein wunderschön gelegenes Airbnb. Es war ein vollständig ausgestattetes Studio, welches wir gerne nutzten, um wieder einmal selbst zu kochen. Die Besitzer, ein Texaner und seine kolumbianische Frau, waren äusserst nett und hilfsbereit. Sie gaben uns auch wertvolle Tipps für die Erkundung von Houston. Am nächsten Tag, ging es dann auf Erkundungstour. Um ins Stadtzentrum zu gelangen bestellten wir uns ein Uber, da eine Busfahrt oder die Parkplatzsuche im Zentrum zu viel Zeit beansprucht hätte. Es war das erste Mal, dass wir über unser eigenes App ein Uber bestellten. Mit wenigen Klicks war das Uber bereits vor der Türe und brachte uns an den gewünschten Ort. Nun waren wir bereit für die grosse Entdeckungstour. Nun ja, die heutige Stadttour beschränkte sich eindeutig auf einige wenige Highlights, da uns die texanische Hitze schon etwas zusetzte. Eines der Highlights war der Hermann Park. Dabei handelt es sich um einen 445 Hektar grossen Stadtpark, welcher zahlreiche kulturelle Einrichtungen wie den Houston Zoo, das Miller Outdoor Theatre, das Houston Museum of Natural Science und den Hermann Park Golf Course beherbergt. Der Park verfügt auch über einen grossen reflektierenden Pool, zahlreiche Gärten, Picknickplätze und den McGovern Lake. Danach begaben wir uns zur Water-Wall. Dies ist ein mehrstöckiger skulpturaler Brunnen, bei dem das Wasser von geraumer Höhe in die Tiefe stürzt, was sehr beeindruckend war.

    Am nächsten Tag machten wir uns auf nach Fort Worth, genauer gesagt in den Viertel Stockyards, wo der Wilde Westen noch lebt. Früher war es die Heimat von Cowboys, Viehtreibern und Gesetzlosen. Heute ist es eine der bekanntesten und beliebtesten Attraktionen in Texas und der perfekte Ort, wenn man den Wilden Westen hautnah erleben möchte. Hier ist der Alte Westen durch die historischen Gebäude, die Shops und die Saloons allgegenwärtig. Jeden Tag findet ein Viehtrieb (Cattle Drive) mit Texas Longhorns statt. Dabei werden die Tiere von Cowboys durch die Strassen getrieben. Ebenfalls wird einem hier das ganze Jahr über Rodeo geboten. Dies findet im Cowtown Coliseum statt, in welchem das weltweit erste Hallen-Rodeo stattfand. All diese Sachen konnten wir in den letzten zwei Tagen hautnah miterleben, was uns sehr faszinierte. Am meisten überzeugte uns jedoch das Rodeo gestern Abend. Wir besuchten das Stockyards Championship Rodeo und waren restlos begeistert. Während zwei Stunden jagte ein Highlight dem nächsten. In der Arena konnten wir echte Cowboys sowohl auf Bullen wie auch auf Wildpferden erleben.

    Morgen verlassen wir Fort Worth bereits wieder. In den nächsten Tagen führt uns unser Weg zum Petrified-Forest-Nationalpark, welcher im Bundesstaat Arizona liegt.

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  • 18Jul 2018

    37 Petrified-Forest-Nationalpark 18.07.2018 USA —

    Holbrook, USA

    Beschreibung

    Vor ein paar Tagen verliessen wir Fort Worth und fuhren mit dem Ziel Petrified-Forest-Nationalpark in Richtung Bundesstaat Arizona. Die etwa 1’413 Kilometer teilten wir auf drei Tagesetappen auf.

    Am ersten Tag fuhren wir 570 Kilometer bis nach Amarillo. Unterwegs fuhren wir kurz durch den Bundesstaat Oklahoma, welcher für seine vielfältige Landschaft bekannt ist. Auch wenn der Abstecher nur kurz war, genossen wir die eindrückliche Landschaft. Nach vielen Tagen in eher dicht besiedelten Regionen sind wir nun in der Wüstenlandschaft angekommen. Die Fahrt durch diese Gegend macht unseren Roadtrip noch eindrücklicher. Unser Tagesziel, die Stadt Amarillo, war dann jedoch wieder im Bundesstaat Texas und so konnten wir das typische Texas-Feeling nochmals geniessen. Am Abend gingen wir zur «The Big Texan Steak Ranch». Dieses Steak-Restaurant ist dafür bekannt, dass dort ein 72 Unzen Steak (etwas mehr als zwei Kilogramm) bestellt werden kann. Wird dieses Fleischstück innerhalb einer Stunde gegessen, muss es nicht bezahlt werden. Ansonsten werden 72 Dollar für das Steak verrechnet. Damit auch jeder im Lokal mitfiebern und zusehen kann, hat es für diese hungrigen Menschen extra eine Bühne. Wir verzichteten auf dieses Steak und bestellten ein normales Nachtessen. Leider sahen wir während unserem Aufenthalt niemanden, der es wagte, dieses Steak zu verdrücken.

    Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg nach Albuquerque, eine Strecke von 466 Kilometern. Wir fuhren dabei auch einige Kilometer auf der historischen Route 66 und sahen viele Gebäude aus der Zeit, als die Route 66 noch die Hauptachse für die Fahrt an die Westküste war. Heute wird diese Strasse nicht mehr einheitlich als Route 66 bezeichnet und ist nicht mehr durchgehend befahrbar. Während der Fahrt erreichten wir den Bundesstaat New Mexico. Der Reichtum an Landschaftsformen, die klare Luft mit dem meist blauen Himmel und die abwechslungsreichen bunten Gesteine sind charakteristisch für New Mexico. Obwohl die Trockenheit diese Region prägt, gibt es sogar eine Wintersportregion. Die Skipisten sind allerdings im Sommer geschlossen und so müssen wir auf die nächsten Schwünge noch etwas warten. Wir übernachteten in Albuquerque, welches mit über 550'000 Einwohnern die grösste Stadt in New Mexico ist.

    Nun kam der lang ersehnte Besuch im ersten Nationalpark immer näher. Wir fuhren am nächsten Tag die 377 Kilometer nach Holbrook. Dieses Städtchen im Bundesstaat Arizona liegt nur wenige Kilometer vom Petrified-Forest-Nationalpark entfernt. Wir buchten hier erneut ein Airbnb, welches sich als richtige Perle herausstellte. Wir haben ein ganzes Häuschen gemietet und der Vermieter war früher als Park-Ranger in diversen Nationalparks tätig. Er gab uns viele Tipps und Karten für diverse Highlights im Südwesten. Da wir in den nächsten Wochen viele Nationalparks besuchen werden kauften wir gleich einen Jahrespass, welcher in fast allen Nationalparks der USA gültig ist.

    Heute ging es dann in den Petrified-Forest-Nationalpark. Der Name des Parks bedeutet auf Deutsch «Versteinerter Wald». Hier liegen zu Hunderten die versteinerten Baumstämme herum, teilweise halb in der ausgetrockneten Erde begraben und teilweise freigelegt auf dem Boden. Vor 200 Millionen Jahren war dieses Parkgebiet eine riesige Ebene mit Sümpfen, Flüssen und Seen. Viele wurzellose Baumstämme wurden in die Sümpfe geschwemmt. Einige davon, die heute versteinert sind, wurden rasch mit Schlamm, feinstem Sand und vulkanischer Asche zugedeckt. Dadurch wurden sie luftdicht verschlossen und konserviert. Erst Jahrmillionen später, mit der allmählichen Hebung des Colorado-Plateaus, traten die versteinerten Bäume wieder zu Tage und offenbarten ihre ganze Schönheit. Der Park hat aber auch sonst einiges zu bieten. Das trockene Brachland ist von vielen kleinen Hügeln durchzogen. Durch Erosion und verschiedenste Gesteinsschichten ist hier eine sehr bunte und eindrückliche Landschaft entstanden. Um etwas mehr von der Gegend zu sehen, wanderten wir zwei Mal ein paar Kilometer durch den Park. Die Strecken waren interessant und wir waren etwas Abseits der Touristen teilweise ganz alleine in dieser Mondlandschaft.

    Der Tag im Petrified-Forest-Nationalpark hat unsere Erwartungen mehr als übertroffen und wir freuen uns auf die weiteren Nationalparks, welche wir in den nächsten Tagen besuchen werden.

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  • 20Jul 2018

    38 Page 20.07.2018 USA —

    Page, USA

    Beschreibung

    Nachdem wir Holbrook verlassen hatten führte uns unser Weg durch das Indianergebiet Navajo-Nation und somit durch das Monument Valley nach Page. Das Monument Valley liegt in der Four-Corners-Region, an der Grenze zwischen Arizona und Utah in einer Höhe von fast 1’900 Metern. Es ist eine Ebene auf dem Colorado-Plateau und wird von den Navajo-Indianern verwaltet, weshalb es kein staatliches Schutzgebiet ist. Das Monument Valley ist bekannt für seine Tafelberge und diente bereits vielfach als Kulisse für Dreharbeiten. Wir genossen die faszinierende Landschaft in vollen Zügen und konnten kaum aufhören Fotos zu schiessen. Nach einem spannenden Tag und über 600 Kilometern kamen wir am Abend im Städtchen Page an. Wir wählten Page als unser Übernachtungspunkt, da von diesem Ort viele Naturschönheiten in kurzer Zeit erreicht werden können.

    Am Tag darauf starteten wir schon ziemlich früh, um die verschiedenen Highlights anzuschauen. Unser erstes Ziel war der Horseshoe Bend. Nach einer kurzen Fahrt parkten wir unser Auto und liefen noch einen Kilometer bis wir zur Aussichtsplattform kamen. Von da erblickten wir den Horseshoe Bend und waren überwältigt von dessen Anblick. Dieses Naturphänomen ist eine hufeisenförmige Flussschleife mit einem riesigen Felsen in der Mitte. Beim Fluss handelt es sich um den Colorado River, welcher eine 180 Grad Wendung in einer mehreren Hundert Meter tiefen Schlucht hinlegt, bevor er weiter in südwestlicher Richtung zum Grand Canyon Nationalpark fliesst. Gebildet hat sich diese tiefe Kurve vor etwa 17 Millionen Jahren als sich das Colorado Plateau begann anzuheben. Den bis dahin nach Südosten fliessenden Colorado River zwang die Hebung seinen Lauf komplett zu ändern und in Richtung Südwesten zu fliessen. Gleichzeitig wurde das Gefälle des Flusses und damit dessen Abtragungskapazität erhöht, so dass die Entstehung des Canyons in verhältnismässig kurzer Zeit erfolgte.

    Als wir uns von der Schönheit losreissen konnten, machten wir uns auf den Weg zum Lake Powell. Dies ist ein Stausee, welcher von der Aussichtsplatform Wahweap Overlook sehr schön überblickt werden kann. Wir genossen den tollen Ausblick auf den Lake Powell und die eindrückliche Umgebung.

    Danach ging es zu unserer dritten Attraktion am heutigen Tage und zwar zum Antelope Canyon X, welcher ein Slot Canyon ist. Dies ist die amerikanische Bezeichnung für eine enge, durch fliessendes Wasser geschaffene Schlucht. Slot Canyons sind ein typisches Landschaftsmerkmal des Colorado-Plateaus im Südwesten der USA. Leicht erodierbare Sedimentschichten aus Sandstein sowie das trockene Klima begünstigen die Bildung der Canyons. Bei Sturzfluten, meist nach kurzen Sommergewittern, fliessen grosse Wassermengen in kürzester Zeit durch die sonst trockene Schlucht. Als wir am Canyon ankamen, lösten wir Tickets und hatten dabei ein riesiges Glück gleich an der nächsten Führung dabei sein zu können. Die Canyons dürfen nur mit einer geführten Tour besichtigt werden, da sie sich bei Unwetter rasch mit Wasser füllen und dann sehr gefährlich sind. Ein Bus fuhr uns ein Stück ins Landesinnere, wo wir mit Trinkwasser ausgestattet wurden und dann ein Stück über sandigen Boden zum Eingang des Canyons laufen mussten. Als wir den Canyon betraten, waren wir von dessen Anblick sofort überwältig. Die orangen Steine und die geschaffenen Schluchten waren faszinierend. Unser Guide war schlichtweg genial und schoss unglaubliche Fotos von uns. Wie es sich später herausstellte, arbeitet er ab und zu auch als Fotograf, was sich in den Bildern eindeutig widerspiegelte. Wir waren nur eine kleine Gruppe und konnten so viel Zeit wie wir wollten im Canyon verbringen und unseren Aufenthalt in vollen Zügen geniessen. Da wir genau am Mittag im Canyon waren, schienen die Sonnenstrahlen genau im richtigen Winkel durch diverse Öffnungen, was ein magisches Bild ergab. Der Besuch des Antelope Canyon X gehört für uns zu einem der absoluten Highlights unserer bisherigen Reise.

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  • 21Jul 2018

    39 Kingman 21.07.2018 USA —

    Kingman, USA

    Beschreibung

    Nach dem Besuch des Antelope Canyon X verliessen wir am Nachmittag die Region um das Städtchen Page und machte uns auf den Weg in Richtung Grand Canyon. Beim Grand Canyon handelt es sich um eine etwa 450 Kilometer lange, zwischen 6 und 30 Kilometer breite und bis zu 1‘800 Meter tiefe Schlucht, die während Jahrmillionen vom Colorado River ins Gestein des Colorado-Plateaus gegraben wurde. Das Gebiet um das Tal wird in drei Regionen aufgeteilt: den Südrand (South Rim), den im Durchschnitt etwa 300 Meter höher gelegenen und kühleren Nordrand (North Rim) und die Innere Schlucht (Inner Canyon). Der Südrand des Grand Canyons liegt im Durchschnitt auf 2‘100 Meter über Meer, während der Colorado River im Durchschnitt auf 750 Meter über Meer fliesst. Wir entschieden uns für den South Rim, da dieser auf unserm Weg in Richtung Kingman sehr gut erreichbar war. Die Strasse führte uns direkt in den Grand Canyon Nationalpark, wo wir an verschiedenen Aussichtspunkten Pausen einlegten und den Ausblick genossen.

    Danach fuhren wir noch bis Kingman, wo wir für zwei Nächte bleiben, bevor unsere Reise in Richtung California weitergeht.

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  • 25Jul 2018

    40 San Diego 25.07.2018 USA —

    San Diego, USA

    Beschreibung

    Nach zwei Nächten verliessen wir Kingman und fuhren nach Barstow. Wir wählten diesen Ort für die Übernachtung aus, da er an der historischen Route 66 und etwa auf halbem Weg nach San Diego liegt. Nach einer knappen Stunde erreichten wir bereits den Bundesstaat Kalifornien. Kurz vor Barstow legten wir einen Stopp in der Geisterstadt Yermo ein, welche uns nicht restlos überzeugte. Für eine Geisterstadt waren die Gebäude in einem sehr guten Zustand und sahen auch ziemlich belebt aus. Während den letzten Tagen konnten wir immer wieder Teilstücke der Route 66 befahren. Da wir schon bald am Ende dieses US-Highway sind, nutzte Ladina die Chance und fuhr auch einige Kilometer auf dieser legendären Strasse.

    Von Barstow fuhren wir am nächsten Tag die letzten 288 Kilometer bis nach San Diego. Wir erreichten die Stadt an der Pazifikküste kurz nach dem Mittag und bezogen ein Airbnb am Pacific Beach. Dies ist ein an der Küste gelegener Stadtteil, welcher etwa 10 Kilometer nördlich des Zentrums liegt und etwa 40‘000 Einwohner hat. Pacific Beach, bei den Einwohnern meist nur PB genannt, ist bekannt für tolle Strände, viele Surfer und ein junges Publikum. Nachdem wir unsere Unterkunft bezogen hatten, ging es sofort an den Strand und dort auf einen Sprung in das kühle Meer. Wir sind nun im Westen der USA angekommen und haben das Land somit einmal durchquert. Ein langersehnter Wunsch von Ladina ging somit in Erfüllung. Seit wir nach der Kreuzfahrt in Miami unser Mietauto bezogen haben, sind wir mit einigen Abstechern 5'716 Kilometer quer durch das Land gefahren und haben dabei viele wunderschöne Orte gesehen. Wir durften während dieser Fahrt die Vielfalt der verschiedenen Bundesstaaten kennenlernen. Nebst den landschaftlichen Schönheiten lernten wir dabei auch sehr unterschiedliche Menschen kennen.

    Gestern mieteten wir zwei Velo’s und machten uns auf den Weg an den Ocean Beach. Dieses Stadtviertel von San Diego liegt etwa fünf Kilometer von Pacific Beach entfernt. Wir genossen die Fahrt am Strand entlang und natürlich durfte eine Abkühlung im Meer auch da nicht fehlen. Zurück in Pacific Beach kosteten wir den Taco Tuesday mit «all you can eat» Tacos so richtig aus. Dies ist ein Brauch in vielen Städten der USA, jeweils am Dienstag Tacos zu essen oder einfach mexikanische Gerichte zu wählen, die in einer Tortilla serviert werden. Neben den feinen Tacos gönnten wir uns auch köstliche Margarita’s.

    Heute hiess es für uns wieder einmal auschecken. Wir verliessen die Unterkunft und machten uns auf den Weg in die Innenstadt von San Diego. Dort verweilten wir ein paar Stunden im bekannten Gaslamp Quarter. Dies ist der historische Stadtkern und der Mittelpunkt des Nachtlebens. Aber auch am Tag ist schon einiges los in diesem Quartier. Nach einem Blick auf die bekannte Coronado Bridge verliessen wir San Diego und machten uns auf den Weg nach Temecula. Dort haben wir für eine Nacht ein tolles Hotel bezogen und den Nachmittag am Pool und im Jacuzzi genossen. Morgen geht unsere Reise weiter nach Los Angeles. Wir sind schon jetzt gespannt, was wir in der zweitgrössten Stadt der Vereinigten Staaten erleben und sehen werden.

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  • 29Jul 2018

    41 Los Angeles 29.07.2018 USA —

    Los Angeles, USA

    Beschreibung

    Nach knapp 160 Kilometern erreichten wir vor drei Tagen Los Angeles und somit auch unsere Unterkunft. Für drei Nächte buchten wir das Airbnb von Richard und Scott. Wir wurden sehr herzlich empfangen und bekamen sofort eine Führung durch das ganze Haus. Dabei durfte natürlich auch der Pool nicht fehlen. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, machten wir uns gleich auf den Weg, um uns im Pool abzukühlen. Dabei trafen wir auf zwei weitere Mitbewohner des Hauses und zwar auf die beiden Hunde Prince and Buddy. Prince war sehr beschäftigt. Immer wieder sprang er mit riesiger Freude in den Pool und sammelte die Tennisbälle ein. Während wir im Pool planschten, kamen wir mit Richard ins Gespräch. Er erzählte uns, dass Scott ein Stand-Up-Comedian und er Schauspieler ist. Er stand unter anderem bereits mit Whoopi Goldberg vor der Kamera. Wir erzählten ihm von unseren Plänen der nächsten Tage. Darunter durfte natürlich das berühmte Hollywood Zeichen nicht fehlen. Da Richard nebst seiner Schauspieler-Tätigkeit auch noch Tourguide ist, kennt er so manche Geschichten und Orte von Hollywood. Er bot uns an, uns das Hollywood Zeichen von einem super Platz aus zu zeigen. Er meinte, legal käme man nicht näher heran. Wir nahmen dieses Angebot sehr gerne an.

    So fuhren wir am nächsten Morgen mit Richard an einen Platz, an dem zu diesem Zeitpunkt keine Menschenseele war und wir einen fantastischen Blick aufs Zeichen werfen konnten. Er schoss von uns verschiedene Fotos. Daraufhin begleitete er uns noch zum Hollywood Boulevard, wobei er ebenfalls noch einen kurzen Abstecher machte und uns einen Ort oder besser gesagt ein Haus zeigte. Es handelte sich dabei um ein Haus, bei welchem ein Teil von «Pretty Woman» gedreht wurde. Beim Hollywood Boulevard angekommen, zeigte uns Richard das Dolby Theater. Das Theater selbst konnten wir nicht betreten. Es war jedoch eindrücklich, es von aussen zu sehen. Beim Dolby Theater handelt es sich um einen Veranstaltungs- und Konzertsaal. Seit 2002 werden dort jährlich die Oscars verliehen. Das 2001 eröffnete Gebäude wurde speziell für die Oscar-Auszeichnungen errichtet. Es bietet bis zu 3’400 Sitzplätze, hat eine der grössten Bühnen der USA und dahinter einen eigens für die Presse vorgesehenen Raum für 1’500 Journalisten. Ausserhalb der Oscar-Zeremonien wird das Gebäude auch für andere Veranstaltungen genutzt. So sind dort schon Musicals auf- und Schönheitswettbewerbe durchgeführt worden. Richard führte uns danach zum Hollywood Walk of Fame welcher vor dem Theater verläuft. Ebenfalls am Walk of Fame befindet sich das Chinese Theater, welches ein Kino ist. Es wurde 1927 von dem Kinobetreiber Sid Grauman als Premierenkino im Stil einer chinesischen Pagode eröffnet. Weltberühmt wurde das Kino durch die Hand- und Schuhabdrücke zahlreicher Filmstars, die sich in Zementplatten im Eingangsbereich des Kinos verewigt haben. Anschliessend verliess uns Richard und wir erkundigten noch den Walk of Fame und schossen dabei tolle Fotos mit diversen Sternen.

    Am nächsten Morgen kamen wir in den Genuss von kalifornischem Kaffee, welcher uns von Scott zubereitet wurde. Er meinte, dass in Kalifornien der Kaffee extra stark sei. Er schmeckte super lecker und gab uns einen gewaltigen Energie-Schub. Den Tag verbrachten wir in Beverly Hills, Santa Monica und am Venice Beach. Richard erklärte uns vorgängig noch, dass bei den Dreharbeiten von «Beverly Hills Cop» nicht das echte Police-Department benutzt wurde, sondern die City Hall, da diese das Image von Beverly Hills besser präsentierte. Natürlich schauten wir diese City Hall auch an. Am Abend durften wir Richard zu einem Konzert begleiten. Die Bandmitglieder sind Freunde von Richard und Scott. Die Band heisst Catahoula und war genial. Während des Konzertes lernten wir noch Alison Arngrim kennen. Sie ist ebenfalls Schauspielerin und wurde durch ihre Rolle der Nellie Oleson in der Fernsehserie «Unsere kleine Farm» berühmt.

    Heute verliessen wir Los Angeles leider bereits wieder und machten uns auf in Richtung San Francisco. Damit wir jedoch nicht die ganze Strecke von über 600 Kilometern auf einmal zurücklegen möchten, legen wir für heute Nacht einen Zwischenstopp in San Luis Obispo ein. Die Tage in Los Angeles waren unglaublich toll und wir genossen es in vollen Zügen. Scott und Richard trugen einen riesigen Teil zu diesem genialen Aufenthalt bei. Dafür möchten wir uns bei den beiden bedanken und können ihr Airbnb nur wärmstens weiterempfehlen.

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  • 01Aug 2018

    42 San Francisco 01.08.2018 USA —

    SF, USA

    Beschreibung

    Den Zwischenstopp auf der Fahrt nach San Francisco verbrachten wir in einem doch eher speziellen Airbnb. Wir übernachteten bei einer chinesischen Familie in einem kleinen Haus, das eigentlich eher ein befestigtes Wohnmobil war. Dort bekamen wir ein Kinderzimmer und da es nur ein sehr schmales Bett hatte, durfte Michael auf einer Matratze am Boden übernachten. Für eine Nacht war dies natürlich absolut ausreichend und so ging am nächsten Morgen die Fahrt weiter nach San Francisco. Uns standen nochmals fast 400 Kilometer bis zur hügeligen Stadt im Norden Kaliforniens bevor. Wir freuten uns sehr auf die Tage in San Francisco. Die Stadt ist berühmt für ihren ganzjährigen Nebel, die legendäre Golden Gate Bridge sowie ihre Strassenbahnen und bunten viktorianischen Häuser. Da wir etwas ausserhalb der Stadt für die nächsten drei Nächte eine Unterkunft gebucht hatten, ging es am Anreisetag noch nicht in die Stadt. Wir überquerten auf dem Weg aber die bekannte Golden Gate Bridge und nutzten dies natürlich für zwei Stopps. Die Hängebrücke, welche im Jahre 1937 eröffnet wurde, hat eine Gesamtlänge von 2‘737 Metern und ist für viele neben der Freiheitsstatue von New York ein Symbol für die Vereinigten Staaten. Obwohl die Brücke etwas im Nebel war, konnten wir ein paar tolle Fotos schiessen und dieses gigantische Bauwerk bestaunen. Anschliessend gerieten wir in die Rush Hour und hatten für die restlichen 20 Kilometer fast eine Stunde. Bei unserer Unterkunft wurden wir von Matt empfangen. Er ist ein pensionierter Anwalt und betreibt zusammen mit seiner Ehefrau dieses Airbnb. Einmal mehr hatten wir grosses Glück. Die Unterkunft ist genial und hat sogar einen Pool, an welchem wir es uns gleich nach der Ankunft gemütlich machten.

    Nach einer erholsamen Nacht ging es am nächsten Morgen in die Stadt. Wir nahmen dafür einen Bus, welcher uns in etwa 50 Minuten an den Hafen brachte. Zum Glück erhielten wir von Scott, einer der Airbnb-Vermieter aus Los Angeles, die Information, dass es in San Francisco meistens viel kälter ist als in Los Angeles. Scott hat uns angeraten, einen Pullover und eine Jacke mitzunehmen. Als ehemaliger Bewohner von San Francisco hat er oft Touristen gesehen, welche sich zu leicht bekleidet hatten und dann in einem Souvenir-Shop einen überteuerten Pullover kaufen mussten. Das Wetter und das Klima in San Francisco weisst nur wenig Ähnlichkeit mit dem sonnenverwöhnten und niederschlagsarmen Südkalifornien auf. Es wird dadurch bestimmt, dass die heissen Luftmassen aus Richtung Sierra Nevada mit der sehr kalten Luft vom Pazifik zusammentreffen. Treffen sowohl warme als auch kalte Luft aufeinander, so kommt es zur Bildung des für San Francisco typischen Nebels. Der Sommernebel ist kühl und weht in Richtung San Francisco. Da wir gut verpackt waren, konnten wir ohne zusätzlichen Pullover den nebligen Tag geniessen und die Stadt erkunden. Am Hafen haben wir versucht, Tickets für einen Besuch des Alcatraz-Gefängnis zu kaufen. Da die Tickets aber bis zum 27. August ausverkauft sind, war uns schnell klar, dass wir Alcatraz nicht besichtigen können. Wir entschieden uns deshalb für eine Bootsfahrt, welche unter der Golden Gate Bridge hindurch und um Alcatraz fährt. Da wir hofften, dass sich der Nebel noch etwas auflöst, ging es zuerst zur Lombard Street. Diese gepflasterte Strasse, welche aus vielen Filmen bekannt ist, besteht auf einer Distanz von nur etwa 145 Metern aus acht Haarnadelkurven und zählt mit einem Gefälle von 27 Prozent zu den steilsten Strassen in San Francisco. Nachdem wir in der Stadt noch weitere schöne Plätze und natürlich auch die Strassenbahnen, die sogenannten Cable Cars, besichtigten, ging es schon bald auf die Bootstour. Obwohl sich der Nebel nicht restlos auflöste und ein kalter Wind wehte, genossen wir die Fahrt auf dem Boot. Dank einem Audio-Guide bekamen wir viele Information über die Stadt, die Entstehung und die Sehenswürdigkeiten. Es war eindrücklich, unter der Golden Gate Bridge hindurch zu fahren. Noch spannender war aber die Runde um «The Rock», die Insel mit dem Alcatraz-Gefängnis, welches 1963 wegen zu hohen Betriebskosten geschlossen wurde. Zurück in der Unterkunft genossen wir nochmals den tollen Pool.

    Heute fuhren wir mit dem Auto zur Golden Gate Bridge und hofften auf gutes Wetter. Leider waren die Brücke und die Stadt einmal mehr im Nebel. Nach einem kleinen Abstecher ins Städtchen Sausalito ging es deshalb wieder zurück in die Unterkunft, wo wir den letzten Abend in San Francisco gemütlich ausklingen lassen. Wir haben die Tage hier genossen und uns hat die Stadt sehr gut gefallen. Es ist eindrücklich, wie unterschiedlich das Wetter innerhalb weniger Kilometer sein kann. In der Stadt benötigten wir die warmen Kleider und nur kurze Zeit später konnten wir wieder die Badehose anziehen und am Pool relaxen.

    Morgen verlassen wir San Francisco und machen uns auf den Weg nach Las Vegas. Bevor wir aber in der Spielerstadt unser Glück versuchen, werden wir noch den Yosemite- und den Death-Valley-Nationalpark besuchen. Wir hoffen, dass wir den Yosemite-Nationalpark überhaupt erkunden können, da dieser wegen Waldbränden geschlossen werden musste.

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  • 05Aug 2018

    43 Pahrump 05.08.2018 USA —

    Pahrump, USA

    Beschreibung

    Von San Francisco führte uns unser Weg nach Twain Harte. An diesem kleinen Ort, welcher versteckt im Wald liegt, wurden wir vom Besitzer des Motels sehr herzlich empfangen. Er gab uns diverse Informationen über die Umgebung. Eine davon führte uns noch am gleichen Tag zu einem wunderschönen See, dem Pinecrest Lake, wo wir uns eine Abkühlung und Entspannung gönnten. Der Besitzer des Motels bestätigte auch unsere ersten Erkundigungen, dass der Yosemite-Nationalpark momentan geschlossen ist. Er meinte, dass das Feuer eigentlich unter Kontrolle sei, jedoch der Rauch noch ziemliche Auswirkungen habe und der Park deshalb noch mehrere Tage geschlossen bleibt.

    Am nächsten Morgen wurde uns bewusst, wie stark die Rauchentwicklung um die Region um den Yosemite-Nationalpark ist. Als wir das Zimmer verliessen hing eine Rauchdecke am Himmel und es schmeckte stark verbrannt. Wir schauten im Internet nochmals nach, ob der Yosemite-Nationalpark geschlossen ist, was leider immer noch der Fall war. Da wir somit den Park nicht besuchen konnten, führte uns unser Weg über einen Pass und zwar den Sonora Pass. Der höchste Punkt liegt auf 2’933 Metern über Meer. Wir genossen die schöne Landschaft und konnten sogar einzelne Flecken von Schnee entdecken. Während der Fahrt erreichten wir den Bundesstaat Nevada, wo wir in Hawthorne übernachteten. Diese Stadt ist von Wüste umgeben und es fühlt sich an, als ob man im nirgendwo gelandet ist.

    Am nächsten Tag machten wir uns dann auf ins Death Valley. Bevor wir dies jedoch erreichten mussten wir noch fast 400 Kilometer zurücklegen. Auf dieser Fahrt gab es noch einen kleinen Zwischenfall. Wir fuhren auf den Highways quer durchs Land und plötzlich verfolgte uns ein Sheriff mit Blaulicht und später sogar mit Sirene und Blaulicht. Wir hielten an und der Sheriff kam zu uns. Er meinte, ob wir wissen würden warum er uns anhalte. Natürlich war es uns bewusst, jedoch verneinten wir seine Antwort. Er meinte daraufhin, dass innerhalb der Stadt eine Höchstgeschwindigkeit von 25 Meilen pro Stunde einzuhalten sei. Wir waren aber mit bis zu 50 Meilen pro Stunde unterwegs. Ok, dies war uns dann doch nicht bewusst. Da die Strecken meist gerade waren und die Städtchen mehrheitlich ausgestorben waren, fiel es uns auch nicht wirklich auf. Der sehr korrekt wirkende Sheriff verlangte den Führerausweis und den Pass von Michael und verschwand. Wir spekulierten was nun auf uns zukommt. Gibt es eine Geldstrafe, wie hoch wird diese Busse sein oder wird allenfalls sogar der Führerausweis von Michael eingezogen? All diese Fragen wurden uns beantwortet als der Sheriff zurückkam. Er wollte von uns wissen, wie lange wir noch in den USA verweilen und was unsere nächsten Pläne sind. Als wir dies alles beantwortet hatten, meinte er wir sollen dringendst unser Tempo drosseln, denn dies könne böse Enden und unseren Aufenthalt in den USA um einiges verlängern, dann aber in einem Gefängnis. Mit dieser Warnung und zu unserem Erstaunen ohne weiteren Konsequenzen, gab er uns die Dokumente zurück und meinte, er habe am gleichen Tag Geburtstag wie Michael und wünsche ihm schon heute alles Gute. Wir sollen dies als verführtes Geburtstagsgeschenk betrachten und zukünftig die Geschwindigkeitsbegrenzungen einhalten. Wow, da haben wir nochmals «Schwein» gehabt. Wir konnten unser Glück fast nicht fassen und achteten ab diesem Zeitpunkt sehr genau auf unsere Geschwindigkeit. Nach dieser aufregenden Fahrt erreichten wir endlich das Death Valley. Bei diesem Nationalpark handelt es sich um den trockensten Nationalpark in den USA. Der tiefste Punkt des Tales liegt 85,95 Meter unter dem Meeresspiegel. Obwohl das Tal des Todes nur wenige hundert Kilometer vom Pazifischen Ozean entfernt liegt, ist es eine der trockensten Gegenden der Erde. Dies liegt daran, dass sich die feuchten Winde auf ihrem Weg vom Pazifik an fünf Bergrücken abregnen, bevor sie über das Gebiet des Parks ziehen können. Das Death Valley ist ausserdem eine der heissesten Gegenden Amerikas. Der Grund dafür ist die grosse ebene Fläche, welche sich ohne hochwachsende Vegetation stark aufheizt. Die dabei zirkulierende Luft kann dem Tal aufgrund der enorm hohen Berge nicht entweichen. So zirkuliert sie immer innerhalb des Tales und heizt sich weiter und weiter auf. Als wir am Vistor Center ankamen, wurden gerade 119 Grad Fahrenheit gemessen, dies entspricht etwa einer Temperatur von 48 Grad Celsius. Trotz dieser Hitze machten wir uns auf zum Badwater Basin. Dies ist ein Überbleibsel des Sees Lake Manly. In dieser Senke gibt es ein quellengespeistes Becken neben der Strasse. Das umgebende Salz macht das Wasser allerdings ungeniessbar. Daher stammt der Name Badwater (schlechtes Wasser). In der Umgebung des Beckens, welche nicht ständig von Wasser bedeckt ist, bildet die Kruste des Bodens sechseckige Strukturen. Um die ganze Pracht zu sehen, mussten wir noch etwa einen Kilometer laufen. Dies wurde in dieser Hitze zu einer regelrechten Herausforderung. Michael machte die Hitze nicht so viel aus wie Ladina, die schon recht zu kämpfen hatte und somit auch wieder froh war als wir zurück im klimatisierten Auto waren. Nebst dieser Sehenswürdigkeit besichtigten wir noch weitere tolle Punkte, die uns landschaftlich beeindruckten. Nach all diesen Eindrücken machten wir uns auf nach Pahrump, wo wir erneut ein tolles Airbnb bezogen und uns von dem langen und aufregenden Tag erholten. Wow, war das ein genialer, eindrücklicher und spannender Tag. Die Vermieterin des Airbnb ist eine ältere Dame, welche dreissig Jahre in Las Vegas lebte und uns gleich noch ein paar Tipps mit auf den Weg gegeben hat.

    Heute steht uns eine kurze Autofahrt bevor. Nach etwa 100 Kilometer erreichen wir Las Vegas, wo wir die nächsten Tage verbringen werden. Wir sind gespannt, was wir dort alles erleben werden und ob wir den grossen Jackpot gewinnen werden.

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  • 09Aug 2018

    44 Las Vegas 09.08.2018 USA —

    Paradise, USA

    Beschreibung

    Vor vier Tagen erreichten wir Las Vegas, wo wir ein Zimmer im Hard Rock Hotel bezogen. Das Hotel hat eine sehr schöne Poollandschaft, welche wir am Nachmittag gleich aufsuchten um zu baden und zu relaxen. In unmittelbarer Nähe zum Hotel liegt das Hofbräuhaus Las Vegas, welches 2004 eröffnet wurde und ein sehr guter Nachbau des Hofbräuhauses in München ist. Selbst das Logo des Originals wurde übernommen. Der Nachbau kostete über 12 Millionen Dollar. Beim Bau wurde sehr auf Authentizität geachtet. So wurden 75‘000 Dachziegel extra aus Deutschland geliefert. Sogar das Bier und viele typische bayerische Speisen werden importiert. Wir genossen im Hofbräuhaus ein feines Nachtessen und natürlich durfte dabei ein Bier auch nicht fehlen.

    Am nächsten Tag ging es zum Las Vegas Strip. Dieser Abschnitt des Las Vegas Boulevard ist eine weltweit bekannte Vergnügungsmeile, auf dem sich viele der grössten Spielcasinos und imposantesten Hotels der Welt befinden. Nach Anzahl der Zimmer gehören viele der Hotels zu den 20 grössten weltweit. Im Juni 2015 verfügte Las Vegas insgesamt über fast 150‘000 Hotelzimmer, etwa die Hälfte davon auf dem Strip. Viele der Hotels auf dem Strip sind Erlebnis-Hotels, deren Aussen- und Innengestaltung einem zentralen Thema folgt. Da das Hard Rock Hotel nicht direkt am Strip liegt, mussten wir noch etwa einen Kilometer laufen. Dort angekommen waren wir sofort fasziniert von diesen tollen Gebäuden. Wir schauten uns mehrere Hotels und Casinos an, wobei uns das Venetian Hotel am besten gefallen hat. Dieses Hotel ist der Stadt Venedig nachempfunden. Im Hotel sind venezianische Sehenswürdigkeiten wie die Rialtobrücke, der Markusplatz oder der Campanile wiederzuerkennen. Selbst die venezianischen Kanäle wurden im und vor dem Hotel nachgebaut, einschliesslich der Gondeln mit den Gondolieri. Im Stadtkern von Venedig hat es einen künstlichen Himmel, welcher die Nachbildung noch eindrücklicher macht. Der Eiffelturm, welcher vor dem Hotel Paris Las Vegas steht hat uns auch sehr beeindruckt. Beim Hotel Bellagio sahen wir die bekannte Wassershow, welche im See vor dem Hotel aus über 1‘200 Düsen schiesst. Im Hotel hat es sogar zwei Hochzeitskapellen, welche wir natürlich auch anschauten. Da es in Las Vegas in der Sommerzeit über 40 Grad hat, genossen wir den restlichen Tag am Pool.

    Vorgestern schauten wir uns weitere Hotels und Casinos an. Das Hotel New York-New York, welches eine kleine Nachbildung der Stadt New York ist, hat uns dabei am besten gefallen. Äusserlich sieht das Hotel wie die Skyline von New York aus. Die Fassade besteht aus Nachbildungen der Freiheitsstatue, des Empire State Buildings, des Chrysler Buildings und weiteren bekannten Gebäuden. Im Innern sind viele kleine Geschäfte und Restaurants, welche die Stadt und die Strassen von New York nachbilden. Am Abend besuchten wir im MGM die Zauber-Show von David Copperfield. Wir waren fasziniert von dieser tollen Vorstellung und haben im Nachhinein noch lange über die diversen Tricks gerätselt. Wie konnte er zum Beispiel bereits im Voraus wissen, was die Zuschauer für Zahlen aussuchen werden oder wie konnte er mit einem Töff so plötzlich auf der Bühne erscheinen? Nach der Show versuchten wir unser Glück an einem Roulette-Tisch. Mit dem ganz grossen Gewinn klappte es nicht. Dennoch konnten wir uns ein Nachtessen erspielen, feine Drinks im Casino schlürfen und die tolle Atmosphäre geniessen.

    Gestern ging es wieder an den Strip, wo wir nochmals einige Hotels und Casinos anschauten. Am Abend fuhren wir nach Downtown Las Vegas, welches auch als Old Vegas bekannt ist. Dieser Ort war lange Zeit das Zentrum der Vergnügungsindustrie in Las Vegas. Erst mit dem Bau der diversen Megaresorts zu Beginn der 1990-er Jahre verlagerte sich das touristische Interesse hin zum Strip. Old Vegas lebt aber weiterhin und wir schlenderten der bekannten Fremont Street entlang, wo mehrere DJ’s auflegten und eine Rock-Band ein Konzert spielte. In gewissen Casinos schien die Zeit allerdings stehen geblieben zu sein. Neben der Einrichtung war dort auch das Publikum bedeutend älter als am Strip.

    Heute verliessen wir Las Vegas nach vier wunderbaren Tagen bereits wieder. Einmal mehr ist die Zeit wie im Fluge vergangen. Nach dem Auschecken im Hard Rock Hotel fuhren wir zum Hoover Dam, welcher an der Grenze zwischen den Bundesstaaten Nevada und Arizona liegt. Gebaut wurde die Hoover-Staumauer zwischen 1931 und 1935 als Bogengewichtsmauer mit einer Höhe von 221 Metern. Der Damm staut den Colorado River zum Lake Maed auf. Mit seinem Speicherinhalt von rund 35 Milliarden Kubikmetern ist er der grösste Stausee der USA. Die Grenze zwischen den Bundesstaaten Nevada und Arizona verläuft genau in der Mitte der Staumauer. Das hat zur Folge, dass die östliche Hälfte der Hoover-Staumauer in die Zeitzone der Mountain Time fällt, die westliche Hälfte in die Zone der Pacific Time. Der Zeitunterschied von einer Stunde lässt sich an zwei Uhren ablesen, die sich an den vorderen Entnahmetürmen befinden. Aktuell sind die angezeigten Zeiten allerdings gleich, da es in Arizona keine Sommerzeit gibt. Nachdem wir den Hoover Dam besichtigt und zu Fuss überquert hatten, fuhren wir nach Hurricane. Diese Stadt liegt im Bundesstaat Utah, wo wir in den nächsten Tagen einige Nationalparks besuchen werden.

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  • 12Aug 2018

    45 Panguitch 12.08.2018 USA —

    Panguitch, USA

    Beschreibung

    Als erster Nationalpark nach unserem Las Vegas Abenteuer stand der Zion-Nationalpark im Bundesstaat Utah auf dem Programm. Wir entschieden uns früh aufzubrechen, um den Park noch vor der grossen Touristenmasse zu erkunden. Als wir jedoch am Eingang des Parks ankamen, wurde bereits ausgeschildert, dass alle Parkplätze besetzt sind und wir im Nachbarsstädtchen parkieren müssen. Mit einem Shuttle-Bus ging es dann zurück zum Park. Von dort aus gab es weitere Shuttle-Busse, welche die Touristen an die verschiedenen Sehenswürdigkeiten bringen. Als wir beim Abfahrtspunkt ankamen, wartete bereits eine riesige Schlange von Besucher auf den nächsten Bus. Dies nahm uns ein wenig die Vorfreude auf die Besichtigung. Als wir dann jedoch am hintersten Punkt des Parks ankamen, blickten wir auf eine faszinierende Landschaft. Wir entschieden uns den Riverside Walk zu machen, welcher uns an einem wunderschönen Bach zwischen den Felsen hindurchführte. Auf dem Weg erblickten wir einige Eichhörnchen und sogar ein Reh, welches friedlich graste und sich von der grossen Touristenmenge nicht aus der Ruhe bringen liess. Das Wort Zion ist ein altes hebräisches Wort, das oft von den mormonischen Siedlern in Utah benutzt wurde. Es bedeutet so viel wie Zufluchtsort oder Heiligtum. Innerhalb des Parks befindet sich eine schluchtenreiche Landschaft mit zahlreichen Canyons. Die Canyons sind aus 170 Millionen Jahre altem braunen bis orangeroten Sandstein entstanden. Der Park liegt an der Grenze zwischen dem Colorado-Plateau, dem Great Basin und der Mojave-Wüste. Durch seine besondere geografische Lage existiert im Park eine Vielzahl an unterschiedlichen Lebensräumen mit vielen verschiedenen Pflanzen und Tieren. Trotz der vielen Menschen im Park, hat sich der Besuch gelohnt und wir konnten eine sehr eindrücklich Landschaft geniessen.

    Am nächsten Tag machten wir uns auf nach Cedar City, wo wir das Cedar Breaks National Monument besichtigten. Dabei handelt es sich um das Gegenstück zum bekannteren Bryce-Canyon-Nationalpark. Der Park besteht aus zwei halbrunden Hangabbrüchen. Sie wurden in Jahrmillionen aus den Schichten der Pink Cliffs ausgewaschen. Die Erosionsformen umfassen Steinsäulen, Steinrippen und die Einschnitte zwischen ihnen. Diese farbigen Felspyramiden, werden Hoodoos genannt. Die rötlichen Farben des Gesteins stammen von einem hohen Eisen- und Mangangehalt in den Gesteinsschichten. Der Park liegt im Hochgebirge auf 3’150 Höhenmetern. Die verschiedenen Säulen und die aussergewöhnlichen Farben beeindruckten uns mächtig. Ebenso war die Landschaft mit den Wäldern und den Blumenwiesen wunderschön und ein ziemlicher Kontrast zur Wüste, die wir in den letzten Wochen mehrheitlich erblickten. Im Vergleich zum Zion-Nationalpark besuchten das Cedar Breaks National Monument viel weniger Besucher, was dem Park ein noch besseres Nationalpark-Feeling verleitete. Nach den hohen Temperaturen in den letzten Tagen und Wochen war das Wetter heute bedeutend kälter. Wir wurden sogar von ein paar Schneeflocken überrascht. Als wir den Park verliessen, bemerkte Michael plötzlich, dass beim Auto ein Warnsignal aufleuchtete. Nach über 8’000 Kilometern mit diesem Auto machte sich das erste Mal ein Problem auf sich aufmerksam. Wir realisierten jedoch schnell, dass es sich bei dem Warnsignal um den Reifendruck handelte. Nach einem kurzen Check, ob wir noch genügend Luft für die Rückfahrt hatten, machten wir uns auf zur nächsten Tankstelle, um den Luftdruck zu messen und auszugleichen. Dies ging zum Glück ohne Probleme und unseren nächsten Kilometern steht nichts mehr im Wege.

    Heute Morgen machten wir uns auf zum Bryce-Canyon-Nationalpark, da wir natürlich das Gegenstück des so faszinierenden Cedar Breaks National Monument ebenfalls erkunden wollten. Dieser Park war ebenfalls sehr gut besucht, jedoch waren die einzelnen Sehenswürdigkeiten nicht zu stark überfüllt, da sich die Leute auf den verschiedenen Plattformen verteilten. Beim Bryce Canyon konnten wir unendlich viele der farbigen Hoodoos entdecken, welche an der Abbruchkante der Paunsaugunt-Plateaus entstanden. Dieser Abbruch verläuft mehrheitlich nicht linear. Stattdessen haben sich nach Osten hin offene, halbkreisförmige Felskessel in das Plateau erodiert, die von der Nationalparkverwaltung als «natürliches Amphitheater» umschrieben werden. Ebenfalls erblickten wir verschiedene Bögen, sogenannte «Natural Bridges» und «Windows», welche sich in das Gestein geformt haben. Der Bryce-Canyon-Nationalpark befindet sich in einer Höhe von 2’400 bis 2’700 Metern und liegt damit wesentlich höher als der nahegelegene Zion-Nationalpark und der Grand-Canyon-Nationalpark. Der Park mit all seiner Schönheit faszinierte uns ungemein und verleitete uns dazu noch eine kleine Wanderung auf uns zu nehmen und ein Stück in den Canyon hinabzusteigen. Dies bereitete uns erneut einen tollen Blick auf die Hoodoos und auch noch die Möglichkeit, tolle Fotos mit einer «Natural Bridge» zu schiessen.

    Nach diesem sehr eindrücklichen Tag sind wir nun in Panguitch und setzen Morgen unsere Reise fort. Unser nächstes Ziel ist der weiter nördlich gelegene Arches-Nationalpark.

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  • 17Aug 2018

    46 Park City 17.08.2018 USA —

    Park City, USA

    Beschreibung

    Von Panguitch fuhren wir etwas mehr als 300 Kilometer bis nach Green River. Diese kleine Ortschaft im US-Bundesstaat Utah befindet sich an den Ufern des Green River, welchen wir ebenfalls kurz zu Gesicht bekamen. Die Ortschaft mit knapp 1'000 Einwohnern wirkt sehr ausgestorben, liegt aber ideal, um den Arches-Nationalpark zu besuchen.

    Nach einer Nacht in einem Motel ging es am nächsten Morgen zum Arches-Nationalpark. Der Park liegt im Norden des Colorado-Plateaus am Colorado River und bietet die weltweit grösste Konzentration an natürlichen Steinbögen (Englisch: Arches). Die vielen bogenförmigen Felsformationen im Arches-Nationalpark sind das Ergebnis von Naturgewalten wie Wasser, Eis, extremen Temperaturen sowie der darauffolgenden Erosionen. Mehr als 100 Millionen Jahre hat es gedauert, diese Bögen auszuformen. Eines Tages werden sie auch wieder verschwinden, denn die Kräfte der Natur hören nicht auf, auf diese natürlich entstandenen Kunstwerke einzuwirken. Im Parkgebiet sind über 2‘000 Arches mit einer Öffnung von mindestens 90 Zentimetern nachgewiesen. Wir konnten mit dem Auto durch den Park fahren und an diversen Aussichtspunkten einen Halt einlegen. Schon wenige Kilometer nach dem Parkeingang sahen wir den «Balanced Rock». Dies ist ein grosser Felsen, welcher auf einer Felsnadel «balanciert». Wir fuhren anschliessend bis zum Ende der Strasse und liefen dort etwa eine Meile bis zum «Landscape Arch». Dieser Steinbogen ist mit 92 Metern Spannweite einer der grössten Bögen der Welt, welcher uns faszinierte und für uns der eindrücklichste Ort im Park darstellte. Ein weiterer, kurzer Fussmarsch brachte uns zum «Double Arch» sowie zu den «North und South Windows». Uns hat der Arches-Nationalpark nicht so stark fasziniert wie noch der Bryce-Canyon-Nationalpark. Dennoch war es eindrücklich, diese vielen Steinbögen zu sehen und wir genossen den Tag. Am Abend ging es nach Price, wo wir erneut ein Motel für eine Nacht bezogen.

    Von Price führte uns unsere Reise nach Park City. Wir beschlossen, auf dem Weg dorthin einen Stopp in Salt Lake City einzulegen. Dies ist die Hauptstadt von Utah und mit knapp 200'000 Einwohnern auch die grösste Stadt des Staates. In Salt Lake City wurden im Jahre 2002 die Olympischen Winterspiele ausgetragen. Wir schauten uns zuerst das Regierungsgebäude an und waren überrascht, dass wir ganz frei in diesem Gebäude herumlaufen konnten. In Washington waren die Gebäude streng bewacht und hier sind sogar einmal im Monat einige Sitzungen öffentlich. Ein Angestellter hat uns informiert, dass wir an der nächsten Sitzung gerne teilnehmen dürfen. Da wir aber recht leger gekleidet waren und uns die Traktanden nicht so interessierten, verzichteten wir auf dieses Angebot. Anschliessend ging es zum «Temple Square». Dies ist ein vier Hektar grosser Komplex, welcher der Kirche «Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage» gehört und im Zentrum von Salt Lake City liegt. Wir schauten uns dort einige sehr eindrückliche Gebäude an und wurden von den netten Angestellten auch etwas über die Geschichte informiert. Auch wenn wir nicht so aktive Kirchengänger sind, war es spannend, die verschiedenen Gebäude zu besichtigen. Anschliessend fuhren wir nach Park City, wo wir die nächsten drei Nächte verbringen werden. Park City ist eine kleine Stadt, welche etwa 30 Minuten von Salt Lake City entfernt ist. Im Rahmen der Olympischen Winterspiele 2002 fanden diverse Wettbewerbe in dieser Region statt. Wintersport ist die Haupteinnahmequelle der vom Tourismus geprägten Stadt, wo zudem der US-Skiverband seinen Hauptsitz hat. Der erfolgreiche Skifahrer Ted Ligety wuchs in Park City auf und erlernte hier das Skifahren. Wir bezogen ein sehr schönes Hotelzimmer, welches eher ein Studio ist, da wir sogar eine kleine Küche im Zimmer haben. Neben einem Fitnesscenter hat es im Hotel auch einen Jacuzzi, ein Hallenbad und eine Sauna. Wir haben natürlich alles ausgetestet. Am ersten Abend gab es noch einen kleinen Apéro mit feinen Margarita’s und leckeren Chips.

    Gestern entschlossen wir uns, eine Wanderung zu unternehmen. Wir wollten in die Berge und vor allem auch sehen, wo im Winter die Skipisten sind. Unser Plan war es, eine Runde mit etwa 20 Kilometern zu absolvieren. Da die Landschaft und das Wetter ausgezeichnet waren, liefen wir jedoch immer weiter und schlussendlich waren wir nach acht Stunden und 35,4 Kilometern, erschöpft aber glücklich wieder zurück im Hotel. Die Wanderung war genial und wir haben die tolle Aussicht in den Bergen sehr genossen. Zurück im Hotel ging es sofort in den Jacuzzi, um unseren Muskeln eine Erholung zu gönnen.

    Heute gingen wir zum Utah Olympic Park. Während der Spiele 2002 war der Park Schauplatz der Bob-, Skeleton-, Rennrodel-, Skisprung- und Nordischen Kombinationsveranstaltungen. Simon Ammann hat hier seine ersten beiden Olympiasiege errungen und wir schauten uns natürlich die Skisprungschanzen an. Der Park dient immer noch als Trainingszentrum für diverse Athleten und ist auch 16 Jahre nach der Olympiade immer noch in einem guten Zustand. Zudem befindet sich auf dem Gelände ein sehr eindrückliches Museum mit vielen Geschichten und Gegenständen der Olympischen Spiele. Heute wird der Park auch als Freizeitpark für die vielen Touristen genutzt, welche in Reifen den Auslauf der Skisprungschanze herunterfahren oder auf einer Zipline über das Gelände sausen. Da wir nicht so gerne anstehen, habe wir darauf verzichtet und dafür zugeschaut, wie die Skiakrobaten ihre Sommer-Trainingseinheiten absolvieren.

    Nach spannenden Tagen in Park City geht unsere Reise Morgen weiter. In den nächsten Tagen werden wir den Yellowstone-Nationalpark besuchen und in dieser Region auch ein paar Tage verweilen.

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  • 22Aug 2018

    47 Big Sky 22.08.2018 USA —

    Big Sky, USA

    Beschreibung

    Von Park City machten wir uns auf den Weg nach Idaho Falls. Dies ist eine Stadt im US-Bundesstaat Idaho mit etwa 60`000 Einwohnern, welche für uns ideal für einen Zwischenstopp auf der Fahrt nach Big Sky war. Wir genossen am Abend bei einem Sparziergang den Ausblick auf die bekannten Wasserfälle, welche der Stadt ihren Namen gaben.

    Am Tag darauf fuhren wir nach Big Sky, wo wir ein Airbnb bei einer Familie bezogen. Big Sky liegt im Bundesstaat Montana und ist ein Paradies zum Wandern und Skifahren. Der Yellowstone-Nationalpark ist etwa eine Stunde von Big Sky entfernt. Als wir in der Unterkunft ankamen, wurden wir von einer vierköpfigen Familie und einem kleinen Welpen sehr freundlich empfangen. Der kleine Hund ist erst drei Monate alt und wohnt seit zwei Wochen bei dieser lebhaften Familie.

    Nach einer gemütlichen Nacht ging es am nächsten Morgen zum Yellowstone-Nationalpark. Wir konnten es kaum erwarten, da wir uns aufgrund der vielen positiven Kommentaren schon seit Wochen auf diesen Nationalpark freuen. Es handelt sich dabei um den ältesten Nationalpark der Welt, welcher sich über drei Bundesstaaten erstreckt. Dabei nimmt Wyoming mit 96 Prozent den grössten Teil ein. Gefolgt von Montana mit drei Prozent und Idaho mit einem Prozent. Der Name des Parks ist vom Yellowstone River, dem grössten Fluss im Park, übernommen worden. Der Park ist vor allem für seine geothermalen Quellen wie Geysire und Schlammtöpfe sowie für seine Wildtiere wie Bisons, Grizzlybären und Wölfe bekannt. 1978 erklärte ihn die UNESCO zum Weltnaturerbe. Der Park ist in zwei Loops aufgeteilt, einen südlichen und einen nördlichen, welche über fünf verschiedene Eingänge erreichbar sind. Wir betraten den Park durch den West-Eingang, was uns eine ideale Ausgangssituation für beide Loops bot. Am ersten Tag entschieden wir uns für den südlichen Loop. Um 6:00 Uhr standen wir auf und machten uns auf den Weg. Als wir den Park betraten, erblickten wir eine atemberaubende Landschaft mit Wäldern, Flüssen und qualmendem Boden. Die Fahrt führte uns von einem Highlight zum nächsten. Die verschiedenen Geysire und geothermalen Quellen strahlten in den verschiedensten Farben und Formen, was uns sprachlos machte. Wir konnten auch einen der bekanntesten Geysire der Welt, den Old Faitfhul, bei der Eruption beobachten. Dies ist ein Kegel-Geysir, welcher seit dem Jahre 2000 alle 44 bis 125 Minuten ausgebrochen ist. Seine Eruptionshöhe ist zwischen 32 Metern und 56 Metern. Zudem ist dieser Ort bekannt für das Hotel Old Faithful Inn, welches wir auch besichtigten. Dieses Hotel wurde 1904 eröffnet und bietet von der Terrasse aus eine tolle Sicht auf den Geysir. Die Zeit verging wie im Flug und als wir uns am späteren Nachmittag auf den Rückweg machten, gerieten wir mitten im Park in einen Stau. Wir konnten uns zuerst nicht erklären, wieso es hier einen Stau geben kann. Doch dann erblickten wir zwei Bisons, welche gemütlich über die Strasse schlenderten und sich von den wartenden Autos nicht stören liessen. Dies waren bei weitem nicht die einzigen Bisons, welche wir zu Gesicht bekamen. Auf beiden Strassenseiten sahen wir riesige Herden von Bisons, was uns ziemlich beeindruckte, da die Tiere ziemlich gross sind. Zudem sahen wir auf unserem Weg einige Hirsche. Mit diesen tollen Eindrücken verabschiedeten wir uns fürs Erste vom Yellowstone-Nationalpark und kehrten nach Big Sky zurück. Es war einfach genial, was wir an diesem Tag alles sahen und erlebten.

    Am nächsten Tag besichtigten wir den nördlichen Loop. Da wir das Gefühl hatten, dass dieser Loop kleiner ist, gingen wir es gemütlicher an und schliefen etwas länger. Doch auch an diesem Tag erlebten und sahen wir enorm viel. Wir besuchten den Yellowstone-River und dessen Wasserfall sowie den Canyon. Ein kleiner Weg führte uns in die Schlucht hinab, von wo wir einen unglaublichen Blick auf den Wasserfall und den Canyon hatten. Dieser Ort wird auch als Grand Canyon von Yellowstone genannt. Der Canyon ist zwischen 250 und 400 Meter tief und hat eine Breite zwischen 500 und 1‘300 Meter. Er erstreckt sich auf einer Länge von ungefähr 32 Kilometer. Typisch sind die gelben, orangen bis roten Färbungen des Gesteines an den Hängen. Sie rühren von geothermisch verfärbten Eisenvorkommen im Gestein. Am späten Nachmittag schauten wir uns auch noch den «Mammoth Hot Springs» an. Dies sind Sinter-Terrassen und heisse Quellen. Sinter ist die Substanz beziehungsweise das Gestein, welches durch eine allmähliche mineralische Ablagerung entsteht. Es handelt sich dabei insbesondere um eine Kalkablagerung. Nach zwei sehr eindrücklichen Tagen verliessen wir den Yellowstone-Nationalpark bei einer eindrücklichen Abendstimmung und sahen dabei erneut einige Hirsche. Wir haben nun schon einige Nationalparks besucht. Der Yellowstone-Nationalpark übertrifft aber alles.

    Den heutigen Tag nutzten wir für eine kleine Wanderung, die uns zum «Ousel Wasserfall» führte. Wir genossen es, die Umgebung von Big Sky auch noch ein wenig zu erkunden.

    Morgen geht es weiter nach Spokane Valley. Diese Ortschaft liegt im Bundesstaat Washington und ist etwa 700 Kilometer von Big Sky entfernt.

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  • 29Aug 2018

    48 Boring 29.08.2018 USA —

    Boring, USA

    Beschreibung

    Für die knapp 700 Kilometer von Big Sky nach Spokane Valley benötigten wir mit ein paar Zwischenstopps etwa acht Stunden. Spokane Valley liegt im Bundesstaat Washington und hat fast 100'000 Einwohner. Wir bezogen dort für zwei Nächte ein Hotel und entspannten uns nach der Ankunft im Whirlpool. Da wir nun wieder in kälteren Regionen sind, war der Whirlpool in einem kleinen Hallenbad untergebracht. Wir entschieden uns für diese Ortschaft, da wir vorgängig eine tolle Wanderung herausgesucht hatten, welche nicht mehr ganz so lang ist wie unsere letzte Wanderung in Park City und uns dennoch etwas in die Berge bringt.

    Nach einer gemütlichen Nacht und einem feinen Morgenessen machten wir uns am nächsten Morgen auf zur Wanderung. Wir fuhren zum Liberty Lake, welcher etwa 30 Minuten von Spokane Valley entfernt ist. Dort angekommen informierte uns eine Park-Rangerin über die Wanderung und teilte uns mit, dass wir immer etwas Lärm machen sollen, da eine Mutterbärin mit ihren jungen Bären-Kindern im Park gesichtet wurde. Für uns war dies kein Problem, da wir sowieso meistens am plaudern sind. Unsere Wanderung führte uns auf eine Runde, welche knapp 15 Kilometer lang war und auch einen kleinen Aufstieg beinhaltete. Die Bären-Familie sahen wir nicht, was für uns auch in Ordnung war. Dafür wurden wir von Streifenhörnchen und Eichhörnchen stets beobachtet und begleitet. Zurück im Hotel suchten wir uns eine feine Pizzeria für das Nachtessen aus, um den Geburtstag von Michael zu feiern. Wir fanden in der Stadt ein tolles Lokal und genossen den Abend bei einem leckeren Essen und einem feinen Wein. Michael bekam sogar noch eine kleine Geburtstagstorte und ein Ständchen von den Angestellten.

    Am nächsten Tag führte uns unser Weg in eine Ortschaft mit dem speziellen Namen Boring. Dieser Ort ist im Bundesstaat Oregon und hat etwa 8'000 Einwohner. Wir bezogen dort ein Airbnb auf einer Farm. Wir entschieden uns aber nicht wegen der Farm für diese Ortschaft, sondern wegen der Nähe zum Mount Hood. Dieser Stratovulkan ist mit 3'425 Metern der höchste Berg in Oregon und liegt etwa 70 Kilometer östlich von Portland. An den Berghängen des Mount Hood gibt es zwölf Gletscher und auf einem dieser Gletscher ist ein Skigebiet, welches fast das ganze Jahr geöffnet hat. Dies war für uns der Hauptgrund für den Besuch dieser Region.

    Nach einer Nacht in Boring war es endlich soweit. Wir standen um 05:45 Uhr auf und machten uns auf den Weg zum Timberline-Skigebiet. Das Skigebiet öffnet bereits um 07:30 Uhr und wir wollten natürlich zu den ersten gehören, die auf dem Berg sind, da wir nach einer halbjährigen Ski-Pause sehnsüchtig den Schnee herbeisehnten. Bei der Timberline-Lodge angekommen, mieteten wir zuerst die Skiausrüstung, welche sich nicht mit derjenigen von Zuhause vergleichen lässt. Die Freude auf den Schnee war aber so gross, dass wir wahrscheinlich auch auf Fassdauben den Berg heruntergefahren wären. In unseren Wanderhosen und unseren normalen Sonnenbrillen warteten wir, bis der Skilift öffnete. Aufgrund der unsicheren Wetterverhältnisse konnte die Anlagen noch nicht pünktlich geöffnet werden. Kurz nach 08:00 Uhr ging es dann endlich los und wir machten uns auf zum Gletscher. Dort angekommen sahen wir die Piste, welche etwa einen Kilometer lang ist. Im Sommer ist dies die einzige Piste und so genossen wir den Skitag auf dieser Piste. Nach etwa drei Stunden, welche wir pausenlos gefahren sind, verschlechterte sich die Sicht und die Betreiber mussten die Anlagen schliessen. Wir hofften auf eine Wetterbesserung, welche leider nicht mehr eintraf. Da die Lifte im Sommer aber sowieso um 13:30 Uhr schliessen, haben wir gar nicht so viel verpasst. Wir machten uns also auf den Weg, um unsere Ausrüstung zurückzugeben und erlebten dort eine Überraschung. Der Mann im Sportgeschäft wollte unbedingt unsere Kreditkarte, was wir nicht einsahen, da wir am Morgen bereits bar bezahlt hatten. Da wir keine Quittung verlangt hatten, waren wir natürlich stutzig, was jetzt passiert. Nach etwas hin und her hat uns der Mann erläutert, dass er wirklich kein Bargeld in der Kasse hat und uns höchstens mit einem Gutschein entschädigen kann. Wir verstanden nicht, wieso uns der Mann entschädigen möchten, gaben ihm dann aber unsere Kreditkarte, um die Entschädigung zu verbuchen. Zu unserer Überraschung wurde uns der gesamte Betrag für die Tageskarte, die Skimiete und die Skiversicherung wieder gutgeschrieben. Zurück in unserer Unterkunft erzählten wir dies unserer Vermieterin, welche uns erklärte, dass es in Amerika einige Skigebiete gibt, welche den Gästen die Kosten zurückerstatten, falls die Anlagen früher geschlossen werden. Die Skigebiete erhoffen sich dadurch zufriedene Gäste, welche an einem anderen Tag wieder auf die Piste kommen. Das nicht ganz optimale Wetter hat uns nun sogar doppeltes Glück beschert. Zuerst hatte es nur wenige Skifahrer auf dem Berg und dann war unser Skitag auch noch kostenlos.

    Gersten unternahmen wir einen Tagesausflug nach Portland. Dies ist die grösste Stadt im Bundesstaat Oregon. Wir spazierten in der Stadt umher und sahen uns ein paar Sehenswürdigkeiten an. Am meisten beindruckt hat uns dabei das Geschäft «Powell’s Book». Dieser Buchladen mit einer Verkaufsfläche von 6‘317 Quadratmetern ist der grösste unabhängige Buchladen der Welt und umfasst einen ganzen Strassenblock. Im Laden werden eine Million neue und gebrauchte Bücher angeboten.

    Nach drei aufregenden Tagen in der Region um Boring geht es nun weiter nach Seattle. Dort werden wir die nächsten drei Nächte verbringen und auch unser Mietauto, mit welchem wir schon über 12'000 Kilometer durch das Land gefahren sind, zurückgeben.

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  • 31Aug 2018

    49 Seattle 31.08.2018 USA —

    Seattle, USA

    Beschreibung

    Vor zwei Tagen erreichten wir mit Seattle die vorläufig letzte Destination in den USA. Nach einer rund dreistündigen Fahrt kamen wir beim Airbnb an. Dort wurden wir von der Besitzerin Jenny und ihrem Hund Tony sehr herzlich empfangen. Als wir das Haus betraten, bot uns Jenny direkt Bier, Schnaps und Wein an. Sie erzählte uns, dass sie immer Wein und Bier im Haus hat, da sie dies als Restaurant-Managerin für die Getränkekarte testen muss. Wir tranken zum selbst gekochten Abendessen einen teuren Wein aus der Region Oregon, welcher sehr lecker schmeckte.

    Während den letzten beiden Tage erkundigten wir Seattle. Dies ist die grösste Stadt im Nordwesten der Vereinigten Staaten und ist der Verwaltungssitz des King County im US-Bundesstaat Washington. Einen der Beinamen der Stadt ist «The Emerald City» (die Smaragdstadt), was eine Anspielung auf das viele Grün im Stadtgebiet und die grossen Wälder ist.

    Gestern fuhren wir zum Olympic Sculpture Park. Dabei handelt es sich um einen Park, der vom Seattle Art Museum geschaffen wurde und betrieben wird. Der Park ist seit dem 20. Januar 2007 für Besucher frei zugänglich. Anschliessend sahen wir uns noch ein paar Stadtbezirke an und gingen dann zurück in unsere Unterkunft.

    Heute mussten wir unser Mietauto, dass wir seit Miami haben, am Flughafen von Seattle zurückgeben. Es war ein sehr seltsames Gefühl, nach so langer Zeit plötzlich ohne Auto dazustehen und wieder auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen zu sein. Es stellte sich jedoch heraus, dass dies in Seattle überhaupt kein Problem ist. Mit der «Link», welches die Stadtbahn von Seattle ist, fuhren wir in das Stadtzentrum. Als erstes Highlight in Downtown machten wir uns auf den Weg zur «Space Needle». Dies ist ein 184 Meter hoher Aussichts- und Restaurantturm, welcher zur Weltausstellung 1962 errichtet wurde. Das Turmbauwerk war das erste mit einem drehbaren Restaurant in Nordamerika. In den folgenden Jahrzehnten diente es zahlreichen Fernseh- und Aussichtstürmen weltweit als Vorbild. Das achthöchste Bauwerk der Stadt prägt deren Skyline und wurde zum Wahrzeichen von Seattle. Am 19. April 1999 wurde die «Space Needle» von der Stadt offiziell zur historischen Landmarke erklärt. Nachdem wir dieses imposante Bauwerk vom Boden aus besichtigten hatten, machten wir uns auf den Weg zu Amazon. Dort sahen wir viele unterschiedliche Gebäudearten, welche sich als Arbeitsplätze von Amazon herausstellten. Das Speziellste an Amazon in Seattle ist sicher «Amazon Go». Dies ist der erste Supermarkt, der ohne Registrier- oder Selbstbedienungskassen auskommt. Um den Shop zu betreten und Einkäufe zu tätigen, muss vorgängig ein entsprechendes App auf dem Handy installiert werden. Zunächst richtete sich der Verkauf nur an Mitarbeiter. Seit dem 22. Januar 2018 ist der Laden für die Allgemeinheit zugänglich. Wir verzichteten auf den Download der App und sahen den Laden von aussen an. Als letzten Punkt stand heute noch ein Besuch des ersten Starbucks-Kaffees auf dem Programm. Dieses wurde im April 1971 im alten Hafen Seattle am Pike Place eröffnet. Bis 1981 wurden drei weitere Filialen in Seattle eröffnet. Da dieser Starbucks so bekannt ist, wollten viele Leute ihren Kaffee dort trinken und standen in einer riesigen Schlange an. Wir entschieden uns daher unseren Kaffee in einer anderen Filiale zu trinken, wo er ebenfalls ausgezeichnet schmeckte.

    Nach beinahe drei Monaten, welche wir quer durch dieses Land gereist sind, verlassen wir Morgen die USA und reisen mit dem Bus nach Vancouver. Wir bekamen in den letzten drei Monaten, in denen wir die Hälfte aller Bundesstaaten sahen, so viele bemerkenswerte und unterschiedliche Eindrücke von Land und Leute, welche uns sehr fasziniert haben. Im speziellen zu erwähnen ist die unglaublich freundliche und hilfsbereite Art der Menschen, welche uns besonders gefiel.

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  • 04Sep 2018

    50 Vancouver 04.09.2018 Kanada —

    Vancouver, Kanada

    Beschreibung

    Nach vielen Wochen im Mietauto waren wir am letzten Samstag wieder einmal in einem Bus unterwegs. Wir fuhren in knapp vier Stunden von Seattle nach Vancouver und reisten zum zweiten Mal während unserer Weltreise in Kanada ein. Die Abwicklung an der Grenze verlief sehr speditiv und wird wurden vom Zollbeamten nur mit wenigen Fragen gelöchert. In der Stadt ankommen, ging es direkt zum Hotel, wo wir für die nächsten vier Nächte ein Zimmer bezogen. Das Hotel liegt im Stadtkern und wir sehen von unserem Zimmer das «BC Place Stadium», welches gleich nebenan ist. In Vancouver haben wir uns mit der Schwester von Michael und ihrem Freund getroffen, die in den letzten zwei Wochen durch West-Kanada reisten. Wir genossen den ersten Abend mit Nicole und Roger in einem Irish-Pub bei feinem Essen, guten Drinks und spannenden Gesprächen. Nach über sechs Monaten gab es natürlich ganz viel zu erzählen.

    Am nächsten Morgen mieteten wir uns vier Fahrräder und fuhren damit zum «Stanley Park». Dieser Park ist mit 404,9 Hektaren der grösste Stadtpark in Kanada und der drittgrösste in Nordamerika. Der Park befindet sich direkt neben der Innenstadt und besteht grösstenteils aus einem Wald mit rund einer halben Million Bäumen. Um den Park hat es ein Weg für Spaziergänger, Fahrradfahrer und Inlineskater. Unsere Velotour führte uns anschliessend über die «Lions Gate Bridge», welche Vancouver mit North Vancouver und West Vancouver verbindet. Die Hängebrücke, welche im Jahre 1938 eröffnet wurde, hat eine Gesamtlänge von über 1‘500 Metern und diente als Drehort für die Eröffnungssequenz von Final Destination 5. Zurück in der Innenstadt gaben wir die Fahrräder zurück und liefen nach «Granville Island». Dies ist eine kleine Halbinsel mit diversen Lokalen und Einkaufsmöglichkeiten. Nach einem feinen Nachtessen ging es mit einem Taxi-Boot zurück in die Stadt.

    Gesten fuhren wir mit dem Bus zur Talstation des «Grouse Mountain». Dies ist ein 1‘231 Meter hoher Berg und ein bekanntes Ausflugs- und Wintersportziel. Wir entschieden uns den Berg zu Fuss zu erklimmen und wanderten in einer guten Stunde zum Gipfel. Dort angekommen, konnten wir einen herrlichen Blick auf Vancouver und die Umgebung geniessen. Neben einem Restaurant und einem Shop werden den Touristen auf dem Berg diverse weitere Attraktionen geboten. Wir sahen uns zuerst eine Lumberjack-Show an. Lumberjack ist das englische Wort für Holzfäller. Während dieser Show kletterten unter anderem zwei Holzfäller innert Sekunden auf einen fast zwanzig Meter hohen Baumstamm. Anschliessend sahen wir zwei Grizzly-Bären, welche dort in einem Gehege leben. Wir waren fasziniert von diesen grossen Tieren, welche doch eher träge wirken, aber so schnell wie ein Pferd sein können. Ein Angestellter erzählte uns einige spannenden Geschichten über diese zwei Grizzly-Bären. So ist einer dieser Bären vor Jahren aus dem Gehege ausgebrochen und wurde natürlich überall gesucht. Die Park-Rancher fanden ziemlich schnell einen Grizzly-Bären und dachten sie haben den entlaufen Bären gefunden, welchen sie zurück ins Gehege brachten. Die Überraschung war dann allerdings sehr gross, als auf einmal ein anderer Grizzly-Bär beim Gehege auftauchte und zurück in seine Umgebung wollte. Die Park-Rancher bemerkten, dass sie einen falschen Grizzly-Bären eingefangen hatten. Der ausgebrochene Grizzly-Bär kam zurück, da er wusste, wo er Futter bekommt. Nachdem wir diesen eindrücklichen Tieren eine Weile zugeschaut hatten, sahen wir uns eine Vogel-Show mit Adlern, Falken und Eulen an. Auch diese Tiere waren sehr beeindruckend und Ladina musste sogar ihren Kopf einziehen, da sie fast von einer Eule gestreift wurde. Zurück in der Stadt ging es ein weiters Mal in ein Irish-Pub, um den tollen Tag ausklingen zu lassen.

    Für Nicole und Roger war es heute bereits der letzte Ferientag, welchen wir bei herrlichem Wetter in einem Restaurant am Hafen verbrachten. Wir haben die Tage mit Nicole und Roger sehr genossen. Vielen Dank, dass ihr einen Teil unserer Weltreise mit uns verbracht habt. Für uns geht die Reise Morgen weiter. Wir werden am Flughafen ein Mietauto beziehen und dann die nächsten Wochen damit durch West-Kanada reisen.

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  • 10Sep 2018

    51 Vancouver Island 10.09.2018 Kanada —

    Ucluelet, Kanada

    Beschreibung

    Nachdem wir im Hotel ausgecheckt und am Flughafen unser nächstes Mietauto bezogen hatten, machten wir uns auf nach Vancouver Island. Dies ist die grösste nordamerikanische Pazifikinsel. Sie liegt im Südwesten der kanadischen Provinz British Columbia. Die Insel ist über 450 Kilometer lang und rund 100 Kilometer breit. Dabei umfasst sie eine Fläche von 31’285 Quadratkilometern. Um auf die Insel zu gelangen gibt es zwei Möglichkeiten, entweder mit einem Flugzeug oder mit einer Fähre. Wir entschieden uns für den landschaftlich wunderschönen Seeweg in Richtung Victoria. Nachdem wir am Hafen von Swartz Bay ankamen, mussten wir noch etwa 20 Minuten mit dem Auto nach Victoria fahren. Dort angekommen, bezogen wir ein tolles Airbnb mit direktem Blick auf das Wasser.

    Am nächsten Tag erkundeten wir Victoria. Unser Vermieter war so freundlich und fuhr uns mit dem Auto in den Stadtkern. Victoria ist die Hauptstadt der kanadischen Provinz British Columbia. Der Name geht auf die britische Königin Victoria zurück. Das «British Columbia Parliament Building» befindet sich ebenfalls in Victoria. Wir schauten dieses Gebäude aus dem Jahre 1897 von aussen an. Danach ging es weiter zur «Fisherman’s Wharf». Dies ist ein Arbeiterhafen, welcher jedoch viele Sehenswürdigkeiten hat. So bietet dieser Hafen Essenskioske, einzigartige Geschäfte sowie farbige Häuser, welche im Wasser schwimmen. Wir schlenderten über die Docks und nebst diesen faszinierenden Häusern konnten wir auch einen Otter beobachten, der sich für eine Weile am Ufer vergnügte. Die Zeit verging wie im Flug und so machten wir uns auch schon bald wieder auf den Rückweg, um den sonnigen Tag auf unserem Balkon ausklingen zu lassen.

    Am nächsten Tag ging es bereits weiter nach Nanaimo. Diese Stadt ist mit rund 80'000 Einwohnern die zweitgrösste Stadt auf Vancouver Island. Für uns war Nanaimo lediglich ein Zwischenstopp für eine Nacht auf unserem Weg weiter nördlich.

    Am Tag darauf ging es nach Ucluelet. Dabei hatten wir immer wieder einen schönen Blick auf Seen und Wälder. Ursprünglich lebte die Bevölkerung an diesem Ort vor allem vom Fischfang. Seit den 90er-Jahren hat jedoch der Tourismus in der Region stark an Bedeutung gewonnen. In diesem kleinen Ort angekommen, machten wir uns direkt auf den Weg, um eine Walbeobachtungstour zu buchen. Wie wurden auch schnell fündig und buchten eine Tour für den nächsten Tag. Das Wetter spielte jedoch nicht mit und die Tour musste abgesagt werden, da es zu stark gewindet und geregnet hatte. Wir verschoben somit die Tour um einen Tag und machten uns auf in den benachbarten Ort Tofino. Als wir dort ankamen, wurden an jeder Ecke Surf-Lektionen und Surfbretter angeboten. Wir sahen auch mehrere Leute mit ihren Surfbrettern und einem Neoprenanzug herumlaufen. Für uns war dies etwas ungewohnt, da wir diesen Ort nicht als den typischen Surfer-Ort sahen. Doch als wir die Strände mit ihren Wellen sahen, wurden wir vom Gegenteil überzeugt. Tofino selbst gefiel uns sehr gut, da der Blick auf das Meer mit den vielen kleinen Inseln unglaublich ist und der Ort mit seinen vielen Fish and Chips Restaurants sehr charmant wirkt.

    Am heutigen Tag hatten wir mehr Glück mit der Walbeobachtungstour. Um 11:30 Uhr legte unser Boot auf der Suche nach Walen ab. Nach einer kurzen Fahrt machten wir einen ersten Stopp, um Seehunde auf den Felsen zu beobachten. Die Wale liessen jedoch recht lange auf sich warten. Nach längerem suchen, sahen wir dann plötzlich zwei Wasserfontänen in die Höhe spritzen und danach auch noch zwei riesige Körper, die durchs Wasser glitten. Wenn wir jeweils die Schwanzflosse sahen, tauchten die beiden Riesen wieder für eine längere Zeit unter. Wir beobachten die beiden eine ganze Weile lang beim Auf- und Abtauchen und waren dabei fasziniert wie geschmeidig die beiden riesigen Tiere durchs Wasser schwammen. Glücklich machten wir uns dann auf den Rückweg, welcher dank der eher rauen See ein rechtes Abenteuer wurde. Der erfahrene Kapitän meisterte dies aber ohne Probleme und brachte uns sicher zurück zum Hafen. Am späteren Nachmittag gingen wir noch zum knapp drei Kilometer langem «Wild Pacific Trail». Dies ist ein wunderschöner Wanderweg an der Küste von Ucluelet.

    Morgen geht unsere Reise mit der Fähre zurück auf das Festland, wo wir die nächsten drei Wochen unterwegs sind.

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  • 18Sep 2018

    52 Valemount 18.09.2018 Kanada —

    Valemount, Kanada

    Beschreibung

    Es ist nun schon wieder eine ganze Woche her, seit wir Vancouver Island verliessen und uns auf den Weg zum Festland machten. Wir entschieden uns, dass wir zuerst nach Whistler fahren. Dafür mussten wir etwa 300 Kilometer mit dem Auto fahren und auch wieder die Fähre für den Transport auf das Festland nehmen. Am Abend sind wir dann in Whistler angekommen und haben dort für die nächsten zwei Nächte ein Airbnb bezogen. Das Städtchen liegt in einem der grössten Skigebiete Nordamerikas, dem «Whistler-Blackcomb». Während den Olympischen Winterspielen 2010 wurden hier diverse Wettkämpfe durchgeführt. Das Zentrum von Whistler ist ein kompaktes Fussgängerdorf im Chalet-Stil und erinnert an einige Skiorte in der Schweiz und in Österreich.

    Da Whistler bekannt für die faszinierende Bergwelt ist, entschieden wir uns, eine Wanderung zu unternehmen. Eigentlich wollten wir mit der Seilbahn in die Berge fahren, dort etwas wandern und auch mit der «Peak 2 Peak Gondola» fahren. Diese Luftseilbahn verbindet die beiden Skigebiete am Whistler Mountain und dem Blackcomb Peak miteinander. Leider war das Wetter in den Bergen bewölkt und somit entschieden wir uns, eine Wanderung rund ums Valley zu unternehmen. Wir wählten den Trail zum «Wedgemount Lake» aus. Dies ist ein türkisfarbener Bergsee, der unterhalb des Wedge Mountain liegt. Die Wanderung war mit 14,4 Kilometern nicht sehr lang, dafür aber sehr steil. Nach dem Anstieg wurden wir auf dem Gipfel mit dem Anblick einer traumhaften Bergkulisse belohnt. Zurück in Whistler gingen wir noch zum «Olympic Plaza». Hier wurden während der Olympiade die Medaillen an die erfolgreichen Sportler übergeben.

    Nach zwei Nächten in Whistler ging es weiter nach Clearwater. Dieses kleine Städtchen, mit etwas mehr als 2'000 Einwohnern, ist über 400 Kilometer von Whistler entfernt und liegt sehr nahe am «Wells Gray Provincial Park». Dieser Park war auch der Grund, wieso wir uns für zwei Übernachtungen in Clearwater entschieden. In der Unterkunft wurden wir von der Vermieterin Kim und dem Hund Bella sehr herzlich empfangen. Wir wurden gleich auf eine Happy Hour eingeladen und lernten dabei auch den Vermieter Roland kennen. Es gab köstlichen Wein, welcher vom Ehepaar selbst hergestellt wird. Am besten hat uns dabei der Erdbeer-Wein geschmeckt.

    Am nächsten Tag ging es in den «Wells Gray Provincial Park». Dieser Park ist ein grosses Naturschutzgebiet mit diversen Sehenswürdigkeiten. Nach der Besichtigung von zwei Wasserfällen führte uns eine kleine Wanderung zum «Bailey's Chute». An dieser Stromschnelle können während der Lachswanderung springende Lachse beobachtet werden. Oft springen die Fische auf eine Felsplatte und rutschen dann wieder zurück. Sobald ein Lachs die Stromschnelle überwindet, zieht er weiter flussaufwärts um zu laichen. Wir warteten geduldig auf die Fische und wurden belohnt. Obwohl wir nur kleine Lachse sahen, war es spannend, die Fische zu beobachten. Als letzte Sehenswürdigkeit standen die «Moul Falls» auf unserem Tages-Programm. Eine kleine Wanderung brachte uns zum Wasserfall. Das Spezielle an den «Moul Falls» ist ein Weg, welcher hinter dem Wasserfall hindurchführt. Natürlich nahmen wir auch diesen Weg, was sehr eindrücklich und nass war. Wir waren so fasziniert, dass wir mehrmals hinter dem Wasserfall durchliefen und schlussendlich klatschnass waren. Zurück in der Unterkunft wartete unsere Vermieterin bereits auf uns, um wieder eine Happy Hour mit uns zu geniessen. Es gab erneut köstlichen Wein. Anschliessend wurden wir auch gleich noch auf das Nachtessen eingeladen. Wir konnten Moose-Fleisch probieren, welches uns sehr gut schmeckte. Nach dem Essen startete ein Spieleabend. So spielten wir mit der Vermieterin, einer Nachbarin und einem Pärchen aus Frankreich ein lustiges Ratespiel.

    Am nächsten Morgen hiess es für uns Abschied nehmen von Kim und Roland. Wir haben die Zeit in Clearwater sehr genossen. Obwohl wir die Unterkunft über eine Hotelplattform gebucht hatten, war es für uns doch eher ein Airbnb, was uns sehr gut gefiel. Von Clearwater fuhren wir zur nächsten Destination nach Valemount. Dieser verschlafene Ort ist einer der Hauptorte des kanadischen Mount Robson Valleys und ist umgeben von Bergen.

    Nachdem wir am ersten Tag das Städtchen etwas erkundet hatten, ging es am nächsten Tag in den Jasper-Nationalpark. Dieser Park in den kanadischen Rocky Mountains umfasst ein riesiges Wildnisgebiet, welches sich durch Gletscher, Seen und Gipfel auszeichnet. Wir sahen wiederum einige Sehenswürdigkeiten, wobei uns der «Maligne Lake» am besten gefallen hat. Wir liefen bei diesem See etwas dem Ufer entlang und genossen die eindrückliche Landschaft. Noch mehr als die Sehenswürdigkeiten hat uns aber die Tierwelt fasziniert. So konnten wir zwei Moose beobachten, die friedlich im Wald unterwegs waren. In der Nähe der Stadt Jasper sahen wir dann noch eine ganze Herde von Elks, welche sich auch von den Touristen nicht stören liessen. So konnten wir diese Herde aus sehr kurzer Distanz beobachten und fotografieren.

    Nachdem wir etwas auf das schöne Wetter warten mussten, gingen wir heute auf den «Berg Lake Trail». Diese Wanderung über etwa 42 Kilometer gilt als eine der schönsten Wanderrouten. Der Weg startet eher flach und nach wenigen Kilometern sahen wir bereits den «Kinney Lake». Anschliessend wurde der Weg etwas steiler und führte uns durch das «Valley of the Thousand Falls» an vielen Wasserfällen vorbei. Nach fast fünf Stunden waren wir dann beim «Berg Lake» und konnten dort die tolle Aussicht auf den Mount Robson, diverse andere Berge und einige Gletscher geniessen. Auch wenn das Wetter etwas bewölkt war, war die Aussicht sehr eindrücklich. Nach einem Picknick machten wir uns wieder auf den Rückweg und erreichten nach fast zehn Stunden und 43,7 Kilometern unser Auto wieder.

    Nach vier Nächten in Valemount geht es Morgen weiter. Wir gehen nochmals in den Jasper-Nationalpark und werden dort den bekannten «Icefields Parkway» abfahren. Der Parkway gilt als eine der schönsten Fernstrassen der Welt und führt zwischen Jasper und Lake Louise durch die Berglandschaft der kanadischen Rocky Mountains.

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  • 22Sep 2018

    53 Calgary 22.09.2018 Kanada —

    Calgary, Kanada

    Beschreibung

    Am 19. September machten wir uns auf zum Jasper-Nationalpark. Unser Ziel war es, den «Icefields Parkway» abzufahren und dann im Städtchen Golden zu übernachten. Beim «Icefields Parkway» handelt es sich um ein 230 Kilometer langes Teilstück des Highways 93. Er führt zwischen Jasper und Lake Louise durch die Berglandschaft der kanadischen Rocky Mountains. Wir erreichten den Highway bei schönstem Sonnenschein und hatten eine faszinierende Aussicht auf die Rocky Mountains. Eine der Hauptsehenswürdigkeiten entlang der Route, die komplett durch Teile der Nationalparks Banff und Jasper führt, ist das «Columbia-Icefield». Besonders eindrücklich waren die Markierungen, welche den Rückgang des Gletschers in den letzten Jahren zeigen. Uns faszinierten jedoch auch die verschiedenen Seen und die Spiegelung der Berge und Bäume darin. Bei fast wolkenlosem Wetter zeigte sich die Landschaft von ihrer besten Seite. Die Bäume strahlten in herbstlichen Farben und die Berge waren vom Schnee bereits weiss angezuckert. Da die Landschaft so bezaubernd war, verloren wir die Zeit komplett aus den Augen und plötzlich mussten wir feststellen, dass wir schon bald in unserm B&B in Golden einchecken sollten. Der Weg nach Golden führte uns durch den Yoho-Nationalpark. Leider hatten wir an diesem Tag keine Zeit mehr, um die Sehenswürdigkeiten dieses Parks zu erkunden. Während der Fahrt sahen wir allerdings noch mehrere «Mountain Goats». Das Spezielle an diesen Ziegen ist ihre Farbe, sie sind schneeweiss. Braune Ziegen blockierten unterwegs den Highway, da sie etwas zu fressen auf der Strasse fanden.

    Am nächsten Morgen war unser Tagesziel die Stadt Calgary. Dies jedoch nicht ohne uns den Yoho-Nationalpark anzuschauen und jeweils einen Stopp in Lake Louise und Banff einzulegen. Den ersten Stopp machten wir bei den «Wapta Falls». Dies ist der grösste Wasserfall des «Kicking Horse River». Er ist etwa 30 Meter hoch und 150 Meter breit. Weiter ging es dann zum grössten der 61 Seen und Teiche des Yoho-Nationalparks, dem türkisfarbenen «Emerald Lake». Daraufhin schauten wir uns noch die «Natural Bridge» an. Dies ist ein Bogen, den der «Kicking Horse River» durch eine Kalksteinschicht gefressen hat, sodass eine natürliche Brücke entstanden ist. Auf unserem Weg zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten konnten wir erneut eine Herde Elks sehen. Sie überquerten gerade die Strasse und wir mussten aufpassen, dass wir die Tiere nicht überfahren. Nach all diesen landschaftlichen und tierischen Highlights erreichten wir Lake Louise. Lake Louise ist in erster Linie als Urlaubsort bekannt. Es ist Ausgangspunkt für Skitouren im Winter sowie Wildtierbeobachtungen und Bergwanderungen im Sommer. Das Dorf ist sehr klein, hat aber dennoch ein paar luxuriöse Hotels für die Touristen. Ende November ist Lake Louise jeweils Austragungsort für Skirennen in den Speed-Disziplinen im Alpinen-Skiweltcup. Nach einem Kaffeestopp in Banff fuhren wir nach Calgary und checkten erneut in einem fantastischen B&B ein. Calgary ist mit über 1,2 Millionen Einwohnern die grösste Stadt in der Provinz Alberta sowie die viertgrösste in ganz Kanada. 1988 trug Calgary als erste kanadische Stadt die Olympischen Winterspiele aus.

    Nach einer gemütlichen Nacht und einem leckeren Frühstück, welches wir zusammen mit den Gastgebern und einem älteren, englischen Ehepaar genossen, ging es in die Stadt, um einige Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Am besten gefiel uns dabei der «Prince’s Island Park». Der Park befindet sich auf einer Insel im «Bow River». Das tolle daran ist, dass diese Insel mit mehreren unterschiedlichen Brücken mit dem Festland verbunden ist.

    Am heutigen Tag besuchten wir den Olympic Park. Während den Olympischen Winterspielen wurde hier in den Sportarten Bob- und Rennrodel, Skispringen und Freestyle-Skiing um Medaillen gekämpft. Der Park wird heute weiterhin als Trainingsstätte und für Wettkämpfe genutzt. Während der Olympiade 1988 gab es zwei amüsante Ereignisse, aus denen später auch Filme entstanden. Eines davon war die jamaikanische Bobmannschaft. Sie nahmen in Calgary 1988 das erste Mal an Olympischen Winterspielen teil. Von vielen Wintersportnationen belächelt, schafften die Jamaikaner dennoch die Qualifikation zur Teilnahme an den olympischen Wettbewerben. Leider stürzte der Viererbob und kam nicht in das Endklassement, während der Zweierbob zumindest das Ziel erreichte und Platz 30 unter 41 gestarteten Bobs belegen konnte 1993 wurde über die Teilnahme der jamaikanischen Bobmannschaft der Film «Cool Runnings» gedreht. Der original Bob aus diesem Film steht nun im Olympic Park und wir konnten ihn heute besichtigen, fotografieren und sogar darin Platz nehmen. Das zweite Highlight an diesen Spielen war Michael Edwards. Er ist ein ehemaliger britischer Skispringer und der erste Springer, der für Grossbritannien bei Olympischen Winterspielen an den Start ging. Es war für ihn ein Kindheitstraum einmal an einer Olympiade teilzunehmen. Die Sportart war ihm dabei egal. Auslöser fürs Skispringen war für ihn eine Fernsehübertragung der Vierschanzentournee 1985/86. Das Skispringen war zu diesem Zeitpunkt eine olympische Disziplin, die von keinem britischen Sportler ausgeübt wurde. Daher begann Edwards Ende der 80-er Jahre, ohne finanzielle Unterstützung der «British Ski and Snowboard Federation», an internationalen Skisprungwettbewerben teilzunehmen. Dass der Maurer mit den Flaschenböden als Brille mit seiner Leistung Letzter wurde kümmerte niemanden. Die Herzen des Publikums eroberte der 24-Jährige im Sturm. Von da an nannte ihn niemand mehr Michael Edwards sondern nur noch Adler: «Eddie The Eagle».

    Morgen verlassen wir Calgary und besuchen erneut zwei Nationalparks. Zuerst geht es nochmals in den Banff-Nationalpark und danach fahren wir noch durch den Kootenay-Nationalpark bis nach Radium Hot Springs.

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  • 01Oct 2018

    54 Richmond 01.10.2018

    Seafair, Richmond

    Beschreibung

    Vor über einer Woche verliessen wir Calgary und fuhren los in Richtung Vancouver. Die Strecke durch die Provinzen Alberta und British Columbia führte uns durch viele schöne Landschaften. Wir erblickten dabei die tolle Herbst-Stimmung und bemerkten auch, dass der Winter an gewissen Orten bereits im Anmarsch ist. Von Calgary fuhren wir zuerst nochmals nach Lake Louise und schauten uns dort den Zielraum der Ski-Weltcuprennen an. Schnee hatte es hier allerdings erst auf den Berggipfeln. Schon bald wird aber in Lake Louise der Winter Einzug halten müssen, damit Ende November und Anfangs Dezember die Weltcuprennen der Damen und Herren durchgeführt werden können. Von Lake Louise fuhren wir durch den Kootenay-Nationalpark nach Radium Hot Springs. Dieser Ort ist bekannt für seine leicht radioaktiven, heissen Quellen. Auch wir genossen am Abend in diesen Quellen bei fast 40 Grad warmem Wasser ein entspannendes Bad. Das Dorf hatte an diesem Abend noch drei pelzige Besucher und zwar drei Bighorn Sheeps. Wir beobachteten die Drei eine ganze Weile und waren fasziniert, wie sie immer wieder auf die Hinterbeine standen, um die Köstlichkeiten der Bäume zu fressen.

    Von Radium Hot Springs ging es am nächsten Tag für zwei Nächte nach Revelstoke. Um dorthin zu gelangen, fuhren wir durch den Glacier- und den Mount-Revelstoke-Nationalpark. Da wir nun alle von uns ausgewählten Nationalparks besucht hatten, entschieden wir uns, die nächsten Tage gemütlich anzugehen und daher Hotel’s oder Ortschaften mit einer Wellnessanlage auszusuchen. In Revelstoke hatten wir mit diesem Plan etwas Pech, da das Hallenbad gerade einer Revision unterzogen wurde und dadurch geschlossen war. Trotzdem genossen wir die beiden Tage und konnten zukünftige Ziele unserer Reise planen und organisieren.

    Kelowna hiess unsere nächste Destination. In dieser Stadt, mit fast 120‘000 Einwohnern, bezogen wir ein tolles Airbnb. Das Zimmer befand sich in einem alten Haus, welches allerdings sehr schön renoviert und dekoriert ist. Die Stadt ist am östlichen Ufer des «Lake Okanagans» gelegen und wir genossen die Zeit bei schönen Spaziergängen am See entlang.

    Nach zwei Nächten ging es bereits wieder weiter und wir fuhren nach Merritt. Diesen Ort haben wir ausgesucht, da er ein schönes Hallenbad mit einem Fitnesscenter hat. Leider wurde aber auch dieses Hallenbad gerade einer Revision unterzogen und so konnte nur das Fitnesscenter besucht werden. Da das Wetter sonnig und warm war, störte uns dies nicht. Wir genossen die Sonne bei einem Sparziergang und konnten im Hotel in bequemen Stühlen die Herbst-Sonne geniessen.

    Gestern fuhren wir nach Chilliwack und buchten dort vorgängig ein Hotel mit einer Wellness-Anlage. Wir waren natürlich gespannt, ob auch hier gerade die Revision stattfindet. Wir hatten aber Glück und konnten alles nutzen.

    Nachdem wir heute Morgen im Whirlpool nochmals ein Bad nahmen, fuhren wir nach Richmond. Diese Stadt gehört zum Bezirk «Metro Vancouver» und ist Standort des Flughafens Vancouver. Hier haben wir für eine Nacht ein Zimmer via Airbnb gebucht und sind in einem sehr noblen Quartier in einer Villa gelandet.

    Genau heute vor einem Monat sind wir in Vancouver angekommen. Uns hat der Westen von Kanada sehr gut gefallen. Am meisten beeindruckt haben uns dabei die Landschaften und die Tierwelt im Jasper- und Banff-Nationalpark. Morgen werden wir das Mietauto zurückgeben und dann nach über vier Monaten wieder einmal ein Flugzeug besteigen. Mit der Air Canada geht es am Abend nach Honolulu, wo wir die nächsten drei Wochen zusammen mit den Eltern von Ladina verbringen werden. Wir freuen uns auf das Wiedersehen, das wärmere Wetter, das Meer und natürlich das Aloha-Feeling.

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  • 07Oct 2018

    55 Honolulu 07.10.2018 USA —

    Honolulu, USA

    Beschreibung

    Vor sechs Tagen ging unsere Kanada-Reise zu Ende. Wir fuhren von Richmond zum Flughafen und gaben dort das Mietauto zurück. Anschliessend reisten wir in etwa sechs Stunden Flugzeit nach Honolulu. Ein Shuttle-Bus brachte uns nach der Ankunft in Hawaii zu unserem Flughafenhotel, wo wir für eine Nacht ein Zimmer bezogen.

    Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Linienbus in etwa einer Stunde nach Waikiki und somit in das Herzen von Honolulu. Den ersten ganzen Tag in Hawaii verbrachten wir damit, die Umgebung zu erkunden. Dabei durfte der Waikiki-Beach natürlich auf keinen Fall fehlen. Wir genossen das warme Wasser, die Wellen und den Blick auf die unzähligen Surfer. Der Tag wurde von einem wunderschönen Sonnenuntergang abgerundet. Am Abend trafen die Eltern von Ladina ebenfalls auf Hawaii ein und wir empfingen Kurt und Annemarie beim Hotel.

    Nach über sieben Monaten freuten wir uns riesig über das Wiedersehen mit den Eltern von Ladina und nutzen den nächsten Tag für tolle Gespräche am Strand und in feinen Restaurants.

    Am nächsten Morgen ging es zum «Diamond Head». Dies ist ein Tuffsteinkrater, der mit seiner eckigen, charakteristischen Form Honolulu und Waikiki überragt. Das berühmteste Wahrzeichen Oahus ist 232 Meter hoch und wurde vor mehr als 100’000 Jahren geformt. In der Sprache der Eingeborenen wird er Lēʻahi (Stirn des Thunfisches) genannt. Sein englischer Name stammt von Seeleuten aus dem 19. Jahrhundert, welche die Calciteinsprengsel mit Diamanten verwechselten. Ein etwa 2,5 Kilometer langer Rundwanderweg führte uns zum Kraterrand, von wo wir einen atemberaubenden Blick über Honolulu und den Süden Oahus hatten. Wir erwischten einen sehr sonnigen und warmen Tag. Nach der Wanderung ging es deshalb an den Waikiki-Beach, wo wir eine Abkühlung im blauen Nass sehr genossen.

    Am Tag darauf ging es zur nächsten Attraktion und zwar nach Pearl Harbor. Der Angriff auf Pearl Harbor, auch bekannt als Überfall auf Pearl Harbor, war der Angriff der Kaiserlich Japanischen Marineluftstreitkräfte auf die in Pearl Harbor vor Anker liegende Pazifikflotte der USA am 7. Dezember 1941. Dies wird als entscheidender Wendepunkt hinsichtlich des zweiten Weltkriegs angesehen, weil er der Auslöser für den Kriegseintritt der USA am 8. Dezember 1941 war, die sich zwar zuvor schon durch beträchtliche materielle Unterstützung Grossbritanniens und der UdSSR indirekt am Krieg beteiligte, aber formal als neutral gegolten hatten. Durch den Überraschungsangriff ohne vorherige Kriegserklärung wurde ein Grossteil der amerikanischen Schlachtflotte ausgeschaltet, wodurch die japanische Flotte für mehrere Monate die absolute Überlegenheit im Pazifikraum besass. Obwohl der Angriff den USA eine erhebliche militärische Schwächung zufügte, erwiesen sich seine langfristigen Folgen als fatal für Japan. Durch den in den USA als «heimtückisch» aufgefassten Angriff, gelang es der amerikanischen Regierung, die US-Bevölkerung für den Kriegseintritt zu mobilisieren, was aufgrund des enormen amerikanischen Industriepotentials die Entscheidung zu Gunsten der Alliierten herbeiführte. Der Name Pearl Harbor gilt bis heute in den USA als Synonym für einen ohne jede Vorwarnung erfolgten vernichtenden Angriff. Mit einem Audio-Guide ausgestattet, erkundigten wir Pearl Harbor und konnten die spannenden Geschichten verfolgen. Ein Boot fuhr uns auch in die Nähe des «USS Arizona Memorial». Die USS Arizona war ein amerikanisches Schlachtschiff und eines der mächtigsten Schiffe ihrer Zeit. Dieses Schiff sank im Rahmen des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941. Das Memorial markiert die Ruhestätte von 1’102 Seeleuten, die beim Untergang der USS Arizona ums Leben kamen und erinnert an die Ereignisse dieses Tages.

    Am letzten Tag in Honolulu besuchten wir verschiedene Orte. Zuerst ging es zum bekannten Hilton Hotel, dem Rainbow-Tower, welches beim «Duke Paoa Kahanamoku Lagoon» liegt. Daraufhin machten wir uns für eine kleine Stärkung auf zum «Wailana Coffee House». Dies ist ein Familienrestaurant, welches vor allem bei Besuchern und Anwohnern beliebt ist, die altmodisches Ambiente und gutes Essen geniessen möchten. Dieses Restaurant schliesst Mitte Oktober nach 48 Jahren seine Türen. Uns war das Restaurant aus der Krimiserie «Hawaii Five-0» bekannt. Als letzten Punkt schauten wir uns die «King Kamehameha Statue» an, welche vor der «Aliiolani Hale» steht. Die Statue ehrt den Monarchen, der das Königreich Hawaii gegründet hat. Die Statue hat ihren Ursprung im Jahr 1878, als ein Mitglied der hawaiianischen Regierung an die 100-jährige Ankunft von Captain Cook auf den Hawaii-Inseln erinnern wollte. Die Legislative bewilligte 10`000 Dollar für das Projekt. Auch diese Statue kannten wir aus «Hawaii Five-0», welche die «Aliiolani Hale» als Hauptquartier nutzen. Nach ein paar Fotos liessen wir den letzten Abend auf Oahu am Strand ausklingen. Dort genossen wir die Atmosphäre des nächtlichen Treibens, den fantastischen Sonnenuntergang und beobachteten dabei die vielen Surfer.

    Wir genossen die Tage auf Oahu in vollen Zügen und konnten schon einiges des Aloha-Feelings miterleben. Morgen verlassen wir Oahu vorerst und fliegen mit der «Hawaiian-Airlines» nach Big Island, wo wir die nächste Woche verbringen werden.

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  • 13Oct 2018

    56 Big Island 13.10.2018 USA —

    Waikoloa Village, USA

    Beschreibung

    Nun ist es beinahe eine Woche her, als wir Honolulu verliessen und uns auf den Weg nach Big Island machten. Nach dem Start flogen wir über Oahu und konnten wundervolle Blicke über die Insel, die Stadt, den Waikiki-Beach und den Diamond Head geniessen. Nach etwa einer Stunde erreichten wir den Flughafen Hilo auf Big Island. Big Island ist die östlichste und mit rund 10‘433 Quadratkilometern die grösste Insel von Hawaii und sogar die grösste Insel der Vereinigten Staaten. Die Insel ist geprägt durch den Vulkanismus, zum einen durch die beiden hohen Vulkanberge «Mauna Loa» und «Mauna Kea», zum anderen durch den deutlich kleineren, aber hochaktiven «Kīlauea». Am Flughafen bezogen wir das Mietauto für die nächsten sechs Tage und bekamen einen Dodge mit Platz für sieben Personen. Mit diesem Auto ging es dann in die Ortschaft Volcano, wo wir ein Airbnb bezogen. Volcano liegt mehr als 1'000 Meter über Meer und dementsprechend waren die Temperaturen auch niedriger als in Honolulu.

    Nach einem ausgiebigen Nachtessen und einem gemütlichen Abend ging es am nächsten Tag in den «Volcanoes-Nationalpark». Dieser umfasst neben ausgedehnten Lavafeldern auch den aktiven Vulkan «Kīlauea», welcher in diesem Jahr bereits ausgebrochen ist. Dies war auch der Grund, weshalb grosse Teile im Park für Besucher gesperrt waren. Dennoch sahen wir viele eindrückliche Orte und Lavafelder, wobei uns die Küstenlandschaft um den «Sea Arch» am meisten imponierte.

    Ein Ausflug an den grünen sowie den schwarzen Sandstrand stand am nächsten Tag auf dem Programm. Um den grünen Sandstrand zu erreichen, fuhren wir eine knappe Stunde mit dem Auto und wanderten dann in etwa fünf Kilometern zur «Mahana Bay». Der Trail führte uns der Küste entlang durch Grasland und an wunderschönen Klippen vorbei. Nach etwa einer Stunde tauchte am Horizont der eindrückliche Fels des «Green Sand Beach» auf. Wir bestaunten dort den fantastischen Blick in die Bucht mit dem blauen Wasser. Daraufhin stiegen wir in die Bucht hinab, wo wir uns beim grünen Strand einen kleinen Snack gönnten. Wir waren fasziniert, dass der Sand tatsächlich grün ist und schossen fleissig Fotos. Der Grund für die spezielle Strand-Farbe ist ein Vulkan, welcher sich vor rund 49’000 Jahren gebildet hat. Dieser Kegel liefert den Stoff, der die «Mahana Bay» grün macht. Der Stoff wird Olivin genannt. Dieses Mineral wird verwendet um Schmuck herzustellen oder als Aufgussstein für die Sauna genutzt. Die Kristalle sind schwerer als die meisten Sandtypen am Strand und bleiben zurück, wenn die Körner von den starken Wellentätigkeiten weggeschwemmt werden. Auch das Olivin wird teilweise ins Meer geschwemmt. Durch die schnelle Erosion des Kegels wird aber der Strand konstant mit dem Grün versorgt. Nachdem wir die Stimmung in der Bucht eine Weile genossen haben, ging es zurück zum Auto und dann zum «Punalu'u Black Sand Beach». Dies ist ein Strand zwischen Pāhala und Nā'ālehu, welcher aus Basalt besteht und von Lavaströmen gebildet wird, die in den Ozean fliessen. Der Strand ist bekannt für Schildkröten, welche wir leider an diesem Tag nicht sahen.

    Nach drei Nächten in Volcano verliessen wir den südlichen Teil von Big Island und fuhren quer über die Insel nach Waikoloa. Der Weg führte uns durch eine hügelige Landschaft vorbei an zwei Vulkanen und schlussendlich wieder in die Nähe der Küste. Auch hier bezogen wir ein Airbnb, welches direkt bei einem Golfplatz liegt. So konnten wir von unserer Terrasse Golfer, Truthähne und sogar das Meer sehen.

    Nur etwa 10 Kilometer von der Unterkunft entfernt liegt der «Anaehoomalu Beach». Dort verbrachten wir einen gemütlichen Strandtag und wurden dabei auch Zeugen, wie schnell sich das Wetter auf Hawaii verändern kann. Da wir in der Unterkunft aber einen Jacuzzi hatten, störte uns das Regenwetter nicht und wir verbrachten den späteren Nachmittag statt am Meer in einem gemütlichem «Hot Tube».

    Heute erlebten wir ein weiteres Highlight unserer Reise, den Ironman auf Hawaii. Dieser startet und endet im Städtchen Kailua-Kona, welches nahe an Waikoloa liegt. Zuerst fuhren wir in die Nähe des «Anaehoomalu Beach», wo wir die Radfahrer beobachten konnten, wie sie an uns vorbeischossen. Es war extrem eindrücklich, mit welcher Geschwindigkeit und Dynamik die besten Fahrer an uns vorbeifuhren. Anschliessend machten wir uns auf nach Kailua-Kona, wo der Start, die Wechselzone und das Ziel des Ironmans sind. Nachdem wir den Sportlern beim Radfahren und Joggen zugeschaut haben, ging es in den Zielraum, wo wir die Siege der Schweizerin Daniela Ryf und des Deutschen Patrick Lange hautnah miterleben konnten. Sowohl bei den Herren, wie auch bei den Damen wurde der Streckenrekord unterboten. Die Stimmung war überwältigend. Am Streckenrand waren nur wenige Zuschauer anzutreffen. Im Zielgelände sammelte sich jedoch ein grosses Publikum und applaudierte den Finishern. Wir waren fasziniert von der Atmosphäre und überrascht, wie Nahe wir an die Athleten herankamen. Der Ironman Hawaii ist der älteste Triathlon über die Langdistanz mit 3,86 Kilometern Schwimmen, 180,2 Kilometern Radfahren und 42,195 Kilometern Laufen. Um am Ironman in Hawaii starten zu können, mussten sich die Teilnehmer in einem der weltweit 40 Ironman-Wettkämpfen für diese Weltmeisterschaft qualifizieren.

    Nach sechs spannenden und eindrücklichen Tagen auf Big Island verlassen wir Morgen die Insel und fliegen auf die Insel Kauai, welche dank den tropischen Regenwäldern den Spitznamen "Garteninsel" trägt.

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  • 18Oct 2018

    57 Kauai 18.10.2018

    Princeville

    Beschreibung

    Vor vier Tagen erreichten wir den Flughafen Lihue in Kauai. Die Insel Kauai ist die älteste bewohnte Insel in Hawaii. Nachdem wir unser Mietauto bezogen hatten, machten wir uns auf nach Princeville. Diese Ortschaft liegt an der Nordküste von Kauai. Dort angekommen, richteten wir uns in einem tollen Airbnb ein. Die Unterkunft ist sehr modern, hat eine tolle Küche und ist super ausgestattet. Zur Anlage gehört auch ein Pool, welchen wir während unseres Aufenthaltes mehrmals nutzten.

    Den ersten ganzen Tag auf Kauai nutzten wir, um uns die «Wailua-Falls» anzuschauen. Diese Zwillingswasserfälle sind 53 Meter hoch und münden in den Wailua River. Es war sehr eindrücklich zu sehen, wie diese beiden Wasserfälle in die Tiefe stürzen. Anschliessend fuhren wir in das kleine Städtchen Kapaʻa, wo die Zeit beim Shoppen und Relaxen wie im Fluge verging.

    Am nächsten Tag ging es zum «Nā Pali Coast State Park». Dies ist ein 2’499 Hektar grosser hawaiianischer Park, der sich in der Mitte der 26 Kilometer langen hügeligen Nordwestküste von Kauai befindet. Entlang der Küste erheben sich die Nā Pali, übersetzt heisst dies hohe Klippen, bis zu 1'200 Meter über den Pazifik. Wir hatten vor, eine Wanderung zu unternehmen, um die Küste zu sehen. Im Dörfchen Hanalei konnten wir allerdings nicht mehr weiterfahren, da die Strassen gesperrt waren. Der ganze Park wurde wegen Überschwemmungen vorübergehend geschlossen. Somit mussten wir umkehren und entschieden uns, den «Wai Koa Loop Trail» abzulaufen. Dies ist ein etwa 7 Kilometer langer Wanderweg, der anfangs durch den Kilauea Forest und nachher durch die grösste Mahagoni-Plantage Nordamerikas führt. Immer wieder öffnete sich der Wald und man konnte beeindruckende Blicke auf die «Namahana Mountains», was «Zwillingszweige» auf Hawaiisch bedeutet, werfen.

    Als nächsten Tagesausflug entschieden wir uns den «Waimea Canyon» zu besichtigen. Dies ist eine malerische Schlucht an der Südwestseite von Kauai in Waimea. Diese Schlucht trägt auch den Beinamen «Grand Canyon des Pazifiks». Der Canyon ist rund 16 Kilometer lang und bis zu 900 Meter tief. Das hawaiianische Wort «Waimea» bedeutet rötliches Wasser und bezieht sich auf die Erosion des roten Gesteins im Canyon, welches vom Waimea River ausgewaschen wird. Wir besuchten verschiedene Aussichtsplattformen, welche uns auch atemberaubende Blicke auf die Nā Pali Coast erlaubten. Ein Trail führte uns etwas näher an den Canyon heran, was uns einen fantastischen Blick in die Mitte des Canyons erlaubte. Der Trail endete beim Ursprung der Waipoo Falls. Dieser Blick war jedoch nicht ganz so beeindruckend, da der Wasserfall an diesem Punkt lediglich von geringer Höhe herunterfiel. Als wir zurück auf der Strasse waren, konnten wir die Waipoo Falls in ihrer vollen grösse bewundern und beobachten wie sie 244 Meter in die Tiefe stürzen.

    An unserem letzten Tag auf Kauai besuchten wir als erstes das «Kilauea Lighthouse». Der Leuchtturm ist knapp 16 Meter hoch und befindet sich am nördlichsten Zipfel Kauais. 1913 wurde dieser Leuchtturm für die Schifffahrt erbaut. Das Leuchtfeuer wurde in den 70er-Jahren durch ein automatisches Lichtsignal ersetzt. Der Ausblick über die Nordküste und den tiefblauen Pazifik macht diesen Ort zur perfekten Kulisse für herrliche Fotos. An diesem Punkt befindet sich ebenfalls das «Kīlauea Point National Wildlife Refuge». Die ist ein Reservat für Seevögel, welche wir sehr gut beobachten konnten, wie sie sich in den Klippen einnisteten. Nach diesem eindrücklichen Ausblick wollten wir uns eine Abkühlung gönnen und machten uns auf den Weg zum «Queen's Bath». Dies ist ein Lavapool, welcher durch einen kurzen Trail erreichbar ist. Bei kleiner Brandung ist das Wasser im Pool ruhig und man kann darin baden. Bei unserem Besuch war der Trail bereits eine Herausforderung. Da es gestern noch geregnet hatte, war der Trail sehr matschig und glatt, sodass es für uns einfacher war den Trail Barfuss zu bewältigten. Unten angekommen waren unsere Füsse und Beine von Schlamm überzogen. Als wir daraufhin nach dem Pool Ausschau hielten, war davon nicht wirklich viel zu sehen. Der Pool wurde von riesigen Wellen überschwemmt und das Wasser spritze an den Klippen meterhoch in die Luft. Der Anblick war extrem faszinierend. Nachdem wir eine ganze Weile den Wellen zugeschaut hatten, machten wir uns auf zum Strand, um trotzdem noch eine Abkühlung zu bekommen und den Schlamm von unseren Füssen zu waschen. An diesem Tag waren am «Hanalei Beach» grosse Wellen anzutreffen und es bereitete uns eine riesige Freude mit dem Boogie Board durch die Wellen zu sausen. Besonders Ladina bekam das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht.

    Die Insel Kauai macht ihrem Namen Garteninsel alle Ehre. Während unseren Tagen auf Kauai konnten wir viele unterschiedliche Früchte, Bäume und Blumen bewundern. Nun gehen die Tage auf Kauai bereits zu Ende und wir fliegen morgen zurück nach Oahu, wo wir die nächsten fünf Tage an der «North Shore» verbringen werden.

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  • 24Oct 2018

    58 North Shore 24.10.2018 USA —

    Haleiwa, USA

    Beschreibung

    Von Kauai ging es zurück nach Oahu. Am Flughafen bezogen wir das nächste Mietauto und fuhren an die berühmte «North Shore», welche für die hohen Wellen und die vielen Surfer bekannt ist. Etwas ausserhalb vom Städtchen Haleiwa hatten wir für die nächsten Tage ein Airbnb bei einer Surfer-Familie gebucht. Nach der Ankunft ging es direkt an den Strand, wo wir einen wunderschönen Sonnenuntergang miterleben durften. Wir konnten auch ein paar gute Surfer beobachten. Die Wellen waren allerdings noch nicht so hoch, wie wir dies erwartet hatten. Wir erfuhren dann, dass die meterhohen Wellen vor allem im Winter zu beobachten sind. Dann ist die «North Shore» Austragungsort dreier der berühmtesten Surfwettbewerbe, der «Triple Crown of Surfing». An diesen Veranstaltungen kämpfen die besten Surfer der Welt um Punkte, Preise und Pokale.

    Nach einem ausgiebigen Frühstück auf unserer Terrasse ging es am nächsten Morgen zuerst zum Skydiving-Center, um uns über die Möglichkeiten zu informieren. Wir sahen den Springern bei der Landung zu und buchten für den nächsten Morgen auch gleich einen Sprung. Anschliessend gingen wir nach Haleiwa auf eine kleine Shopping-Tour. Haleiwa ist ein Surferstädtchen mit knapp 4‘000 Einwohnern. Es bietet angesagte Surfläden, Boutiquen, reizvolle Kunstgalerien sowie schlichte Restaurants, die in Gebäuden der Plantagenzeit untergebracht sind. Wir sahen auch viele Shave-Ice-Stände. Shave-Ice bedeutet «geschabtes Eis». Dabei werden Eiswürfel oder grössere Eisblöcke mit Hilfe eines kraftvollen Cutters zu feinem Eisschnee zerkleinert und anschliessend mit diversen Geschmacksrichtungen verfeinert. Dieser Food-Trend kommt ursprünglich aus Japan und zählt vor allem auf Hawaii zu den beliebtesten, erfrischenden Desserts. Natürlich probierten wir so ein Shave-Ice. Es schmeckte köstlich, kann aber mit einem uns bekanntem Glace nicht mithalten. Zurück in der Unterkunft gingen wir zuerst nochmals an den Strand, bevor wir ein feines Nachtessen zubereiteten und unser Glück bei einem Jass versuchten.

    Am nächsten Morgen standen wir etwas früher auf, um pünktlich beim Skydiving-Center in Haleiwa zu sein. Dort angekommen mussten wir zuerst in ein Klassenzimmer, um einen mehrseitigen Fragebogen auszufüllen und einen Sicherheitsfilm zu schauen. Anschliessend warteten wir, bis wir ausgerufen und einem Guide zugeteilt wurden. Von diesem wurden wir eingekleidet und dann ging es auch schon zu einem kleinen Flugzeug. Damit waren wir in wenigen Minuten auf einer Höhe von 14'000 Fuss, was etwas mehr als 4'000 Meter sind. Dort angekommen öffnete sich die Türe und die erste Gruppe von Springern stürzte sich in die Tiefe. Da wir uns für einen Sprung aus dieser Höhe entschieden hatten, konnten wir etwa eine Minute im freien Fall geniessen, es war unglaublich beeindruckend. Wir sahen über die ganze Insel Oahu und konnten in der Ferne sogar den Waikiki-Beach erkennen. Auf etwa 5'000 Fuss wurde die Leine gezogen und es ging am Fallschirm zurück auf den Boden. Dort wartete die Mama von Ladina bereits auf uns und schoss tolle Fotos der Landung. Nachdem wir die Ausrüstung zurückgegeben hatten, erhielten wir vom Guide ein Diplom und sind jetzt offiziell «Skydiver». Nach diesem Adrenalin-Schub verbrachten wir den restlichen Tag im Städtchen Haleiwa, am Strand und in unserer tollen Unterkunft.

    Nach diesem Action-Tag wollten wir auch am nächsten Tag etwas sportliches unternehmen. So fuhren wir nach Kaneohe und wollten dort den Tag mit Kayak’s auf dem Meer verbringen. Leider hatten wir Pech und alle Kayak’s waren bereits vermietet. Wir reservierten deshalb für den nächsten Tag zwei Boote. Auf dem Rückweg stoppten wir beim «Kualoa Regional Park», wo wir einen tollen Blick auf das Meer und die unbewohnte Insel Mokoli'i geniessen konnten. Mokoli'i ist eine kleine Insel mit einem Berg, welche etwa 500 Meter vor der Küste liegt.

    Gestern Morgen fuhren wir wieder nach Kaneohe und konnten dort die gemieteten Kayak’s entgegennehmen. Bevor wir starteten konnten wir noch eine Helikopterbergung miterleben. Dabei sahen wir einen Helikopter, welcher einen Kaputten durch die Luft transportierte. Ein Angestellter der Kayak-Station erzählte uns, dass dieser Helikopter gestern mit drei Personen an Bord bei einer Sandbank abgestürzt ist. Die Insassen konnten das Wrack aber ohne grosse Verletzungen verlassen. Mit dem Kayak fuhren wir zuerst zu einer Sandbank. Wir benötigen etwa eine Stunde, was schon recht in die Arme ging. Bei der Sandbank angekommen, setzten wir den Anker und plantschten im klaren Wasser. Anschliessend fuhren wir zu einem Riff und packten die Schnorchel-Ausrüstung aus. Wir konnten viele Fische und ein tolles Riff sehen. Mit einem leichten Sonnenbrand und etwas schweren Armen kehrten wir nach vier Stunden in die Kayak-Station zurück. Am Abend suchten wir uns in Haleiwa ein feines Lokal und genossen bei einem Mexikaner ein leckeres Abendessen.

    Heute verabschiedeten wir uns bereits wieder von der «North Shore». Wir packten unser Gepäck und machten uns auf nach Honolulu. Unterwegs stoppen wir in Wahiawa bei der «Dole Plantation». Dies ist eine grosse Ananasplantage der bekannten Marke «Dole». Mit dem Pineapple Express Train fuhren wir durch die Plantage und sahen neben den vielen Ananassen noch weitere Früchte, welche auf Hawaii angebaut werden. Bei der 20-minütigen Rundfahrt durch die Plantage erfuhren wir vieles über die Geschichte des Ananasanbaus und über den Ananas-Pionier James Drummond Dole. Nach diesem Abstecher ging es zum Flughafen, wo wir uns von den Eltern von Ladina verabschiedeten. Kurt und Annemarie sind die letzten drei Wochen mit uns durch Hawaii gereist. Wir haben die gemeinsame Zeit sehr genossen und danken Euch für die tollen Stunden, die interessanten Gespräche und die vielen eindrücklichen Erlebnisse, die wir gemeinsam verbringen durften, Mahalo. Für uns geht die Reise erst Morgen weiter. Wir übernachten nochmals in Honolulu und fliegen Morgen nach Christchurch in Neuseeland. Nach über acht Monaten in Süd-, Mittel-, und Nordamerika verbringen wir die nächsten Monate in Ozeanien. Wir freuen uns sehr auf Neuseeland und sind gespannt, was wir dort alles erleben und sehen dürfen.

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  • 29Oct 2018

    59 Christchurch 29.10.2018 Neuseeland —

    Christchurch Central, Christchurch, Neuseeland

    Beschreibung

    Am 25. Oktober in der Früh verliessen wir Honolulu und machten uns auf den Weg nach Neuseeland. Zuerst ging es für einen kurzen Zwischenstopp nach Sydney und von dort weiter nach Christchurch. Aufgrund der Zeitverschiebung landeten wir erst am 27. Oktober kurz nach Mitternacht in Neuseeland. Da dort zum Schutz der einheimischen Flora und Fauna sehr strikte Einreisebestimmungen hinsichtlich Esswaren und Outdoor-Ausrüstungen herrschen, dauerte unsere Einreise eine ganze Weile. Während dem Flug mussten wir auf einem Formular genau deklarieren, ob wir Esswaren oder Outdoorsportartikel mitführen. Versäumt man die entsprechende Deklaration, hat dies hohe Bussen zur Folge. Überall am Flughafen war angeschrieben was einzelne Gegenstände kosten würden, wenn Sie bei der Einreise nicht ordentlich angegeben werden. So kostet zum Beispiel ein nicht deklarierter Apfel 400 Neuseeländische Dollar. Da wir im Gepäck Wanderschuhe und Snacks hatten, wurden diese Gegenstände noch speziell untersucht und kontrolliert. Selbst die Plastiktüte, in der wir die Schuhe aufbewahren, wurde angeschaut und ausgeschüttelt. Die Snacks mussten wir vorweisen und wurden dann durch die Zöllnerin separat verpackt. Nach dem ganzen Check ging es endlich ins Hotel, wo wir nach einem langen Reisetag glücklich ins Bett fielen.

    Am nächsten Tag ging es dann auf die erste Entdeckungstour durch Christchurch. Das Wetter war sonnig und warm. Die Temperaturen waren allerdings um einiges tiefer als noch in Hawaii. Dies war uns jedoch bewusst, da hier in Neuseeland nun Frühling ist. Als wir durch die Strassen von Christchurch liefen, fiel uns immer wieder auf, wie viele Gebäude beschädigt oder sehr neu und modern aussahen. Dies steht alles im Zusammenhang mit dem Erdbeben vom Februar 2011. Am 22. Februar gegen Mittag stürzte Christchurch innert weniger als einer halben Minute in die schlimmste Katastrophe seiner Geschichte. Das Leben in der Stadt pulsierte, als plötzlich ein mächtiges Beben Christchurch aus der Bahn warf. Mit der Stärke 6,3 auf der Richterskala brachte es Hochhäuser ins Wanken, Strassen rissen meterweit auf und Gebäude fielen in sich zusammen. Die Menschen rannten um ihr Leben, um den herabstürzenden Trümmern zu entgehen. Kein halbes Jahr zuvor hatte bereits das so genannte «Darfield-Beben» die Küstenregion hart getroffen. Es war das folgenschwerste Erdbeben seit 1931. Premierminister Key versprach den geschockten Bewohnern, die Stadt wieder auferstehen zu lassen, koste es was es wolle. Wer sein Haus verloren hatte, wurde von der Regierung entschädigt. Dennoch verliessen über 10’000 Einwohner die Trümmerwüste. Wer blieb, lebte fortan auf einer der grössten Baustellen der Welt. Nur vier Monate nach dem Monsterbeben erschütterte im Juni 2011 der nächste Erdstoss die Stadt und brachte erneut 50 Häuser zum Einsturz. Die Folgen dieser schweren Erdbeben sind bis heute in der Stadt sehr präsent. Für uns war es jedoch auch schön zu sehen, dass nebst den neu und modern gebauten Gebäuden auch die alte Architektur noch Bestand hat und auch erhalten bleibt.

    Gestern machten wir uns auf zu der Christchurch Gondola, welche etwas ausserhalb der Stadt ist. Dies ist eine Gondelbahn welche die Hänge des Mount Cavendish in den Port Hills durchquert. Da das Wetter ausgezeichnet war, entschieden wir uns den Wanderweg zum Gipfel zu nehmen. Oben angekommen, hatten wir einen unglaublichen 360-Grad Blick auf die Berge, Seen und die Stadt. Nachdem wir uns eine köstliche Glace gegönnt hatten, machten wir uns wieder auf den Abstieg und den Rückweg in die Stadt.

    Den heutigen Tag verbrachten wir, bei etwas weniger gutem Wetter, erneut in der Stadt und erkundigten den riesigen Botanischen Garten. Dieser wurden im Jahre 1863 gegründet. Die Gärten erstrecken sich über eine Fläche von 21 Hektaren. Sie bieten eine Vielzahl von exotischen und einheimischen Pflanzen aus Neuseeland.

    Morgen verlassen wir Christchurch bereits wieder und holen unser nächstes Mietauto ab. Damit machen wir uns dann zuerst auf den Weg in den Süden von Neuseeland.

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  • 06Nov 2018

    60 Fox Glacier 06.11.2018 Neuseeland —

    Fox Glacier, Neuseeland

    Beschreibung

    Heute vor einer Woche verliessen wir das Hotel in Christchurch und machten uns mit dem Bus auf den Weg zum Flughafen. Dort bezogen wir bei der Autovermietung «Jucy» unser Mietauto für die nächsten knapp sieben Wochen. Im Gegensatz zu den anderen Autovermietern bietet «Jucy» auch ältere Autos an, welche günstiger gemietet werden können. Da die Automiete in Neuseeland um einiges teurer als in Amerika ist, haben wir uns für diese Gesellschaft und ein älteres Auto entschieden. Bei der Vermietung angekommen, wurden wir informiert, dass unser Auto zuerst noch repariert werden muss und somit noch nicht für uns zur Verfügung steht. Nach über acht Monaten auf Weltreise hat uns aber auch dies nicht nervös gemacht. Um die Wartezeit zu überbrücken, erhielten wir für diese Zeit ein anderes Auto und durften auf Kosten der Vermietung ein Frühstück in einem Restaurant geniessen. Zurück bei der Vermietung war unser Auto immer noch nicht ganz fertig. Nach einer weiteren Stunde und einer erneuten Preisreduktion, welche wir ohne Nachfrage erhielten, war unser Auto dann endlich bereit und wir sehr gespannt, was uns erwartet. Der bräunliche Nissan, welcher schon fast 250'000 Kilometer auf dem Tacho hat, hat uns aber positiv überrascht und so ging es direkt in den Linksverkehr auf nach Oamaru. Die Stadt hat etwas mehr als 13'000 Einwohner, liegt an der Pazifikküste und ist bekannt für die «Oamaru Blue Penguin Colony». Dies ist eine Kolonie von Zwergpinguinen, welche in der Nähe des Hafens ihre Nester hat. Für die zwei Nächte in Oamaru haben wir ein tolles Airbnb bei einer älteren Dame gebucht, welche uns herzlich empfangen hat. Nachdem wir etwas über die Region und Neuseeland geplaudert hatten, verliess uns die Besitzerin, da sie auf einen Poker-Abend ging.

    Am nächsten Morgen erhielten wir ein köstliches Frühstück und machten uns anschliessend auf den Weg zu einer Erkundungstour durch Oamaru. Da die Pinguine erst am Abend zu ihren Nestern zurückkehren, schauten wir am Tag das Städtchen sowie den Hafen an. Nach dem Nachtessen ging es dann endlich zur «Oamaru Blue Penguin Colony». Ladina konnte es kaum erwarten, endlich die Pinguine zu sehen. Wir waren etwas früh vor Ort und warteten, bis die Tiere bei Einbruch der Dunkelheit an Land kamen. Die Zwergpinguine, welche nur etwa 30 Zentimeter gross und ein Kilogramm schwer sind, kehren jeden Abend zu ihren Nestern zurück, um den Jungen Futter zu bringen. Während des Tages schwimmen die Pinguine bis zu 50 Kilometer weit, um genügend Nahrung zu finden. Die «Oamaru Blue Penguin Colony» legt grossen Wert auf die Forschung und den Naturschutz. Im Mittelpunkt steht ein langfristiges Erhaltungsprogramm, das gewährleistet, dass die Pinguine geschützt werden und die Population eine langfristige Stabilität erreicht. Die Tiere leben in absoluter Wildnis und werden von den Angestellten nicht gefüttert. Es wird lediglich darauf geachtet, dass die Nester nicht von anderen Tieren zerstört werden. Wir hatten an diesem Abend grosses Glück und konnten über 200 Pinguine beobachten, welche zurück an Land kamen und in ihr Nest watschelten. Einige wollten jedoch eine Abkürzung nehmen, welche sie direkt vor uns durchführte.

    Nach zwei Nächten verabschiedeten wir uns bereits wieder von Oamaru und Patricia, der Besitzerin des tollen Airbnb. Wir hatten kurzfristig unseren ursprünglichen Plan etwas abgeändert und so ging es an die Westküste nach Hokitika. Der Weg führte uns über den Arthur’s-Pass, welcher mit einer Höhe von 920 Metern über Meer die Grenze der Regionen «West Coast» auf der Westseite und «Canterbury» auf der Ostseite markiert. Auf dem «New Zealand State Highway 73» konnten wir den Pass überqueren und machten dabei immer wieder mal eine Pause, um die beeindruckende Landschaft mit ihren verschneiten Bergen und den Schafweiden zu fotografieren. Nach fast sechs Stunden erreichten wir Hokitika. Diese Stadt wurde im Jahr 1864 als Goldgräbersiedlung gegründet und stellte eines der Zentren des Goldrausches an der Westküste dar. Mittlerweile hat sich die Stadt zu einem wichtigen Stopp für Touristen in der Region «West Coast” entwickelt und lebt deshalb stark vom Tourismus. Die «West Coast» ist mit einer Ausdehnung von rund 600 Kilometern entlang der Küste die längste Region des Landes.

    Nach einer gemütlichen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir am nächsten Morgen zu den «Pancake Rocks». Dies ist eine Felsformation im «Paparoa-Nationalpark». Die Felsen sehen aus wie übereinander geschichtete Eierkuchen, was ihnen ihren Namen gibt. Von verschiedenen Plattformen hatten wir einen sehr guten und direkten Blick auf die Felsen sowie die tosenden und spritzenden Brandungslöcher. Mit welcher Wucht das Meer zwischen den Felswänden bricht, konnten wir deutlich hören und spüren.

    Bevor wir am nächsten Morgen zu unserer nächsten Destination fuhren, besuchten wir die «Hokitika Gorge». Der Hokitika-Fluss hat in dieser Schlucht durch Gletscher und Gesteinsabrieb eine milchig türkise Färbung. Leider regnete es während unserem Besuch und so war das Wasser schlammig und grau. Wir genossen dennoch die Aussicht und aufgrund der Regenfälle sahen wir viele kleine Wasserfälle, was zu einer eindrücklichen Stimmung führte. Etwas durchnässt ging es anschliessend weiter nach Fox Glacier. Diese kleine Ortschaft liegt in einer Region mit mehreren Gletschern und bietet tolle Wanderungen. Für Ladina fand auf diesem Weg eine Premiere statt. Sie fuhr das erste Mal mit dem Auto auf der linken Strassenseite. Es funktionierte alles einwandfrei und Michael genoss die Zeit zum Relaxen.

    Am ersten Tag in dieser Region fuhren wir in die Ortschaft Franz Josef und liefen dort den «Franz Josef Glacier Trail». Diese kurze Wanderung über etwa sechs Kilometer führte uns recht nahe an den Gletscher heran, welcher etwa zehn Kilometer lang ist. Der «Franz-Josef-Gletscher» war einmal so lang, dass er direkt ins Meer eintauchte. Auch heute ist er, gemeinsam mit dem «Fox-Gletscher», einer der am niedrigsten über Meereshöhe (etwa 400 Meter über Meer) gelegene Gletscher in der mittleren Breite der Erde. Nachdem der Gletscher zwischen Ende des 19. Jahrhunderts und 1982 deutlich zurückgegangen war und über drei Kilometer an Länge verloren hatte, begann er seit 1982 wieder um etwa einen Kilometer zu wachsen. Seit 1999 hat sich der Trend wieder umgekehrt und der Gletscher hat wieder an Masse verloren. Zurück beim Auto fuhren wir in das Dorf Franz Josef, welches allerdings sehr klein ist und nicht viel zu bieten hat.

    Gestern ging es zuerst zum «Lake Matheson». Auf einem fünf Kilometer langem Wanderweg konnten wir den See einmal umrunden. Dabei gab es immer wieder Aussichtspunkte auf die bekannten Berge in der Region. Da das Wetter aber nicht so gut war, konnten wir die Berge in den Wolken nicht sehen. Wir konnten aber am Morgen von unserer Terrasse einen Blick auf den Mount Cook, dies ist der höchste Berg in Neuseeland, werfen. Nach der kleinen Wanderung um den See machten wir uns auf zu einer weiteren Wanderung, welche uns zum «Fox-Gletscher» führen sollte. Leider war der Wanderweg aufgrund von Steinschlägen und Überschwemmungen geschlossen und so konnten wir nur von der Ferne einen Blick auf den «Fox-Gletscher» werfen. Nach Einbruch der Dunkelheit gingen wir dann nochmals auf einen kleinen Ausflug. Wir konnten dabei im Wald hunderte von Glühwürmchen beobachten. Dies war ein absolut geniales Erlebnis, da es so aussah, als ob der Wald mit kleinen Lämpchen dekoriert ist.

    Heute verlassen Fox Glacier wieder und machen uns auf den Weg nach Wanaka. Dieser Ort ist bekannt für guten Wein, tolle Wanderungen und einen super Ausblick auf den «Lake Wanaka».

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  • 10Nov 2018

    61 Curio Bay 10.11.2018 Neuseeland —

    Curio Bay, Neuseeland

    Beschreibung

    Der Weg nach Wanaka, der kleinen Stadt im Queenstown-Lakes District der Region Otago, war landschaftlich und wettertechnisch traumhaft schön. Immer wieder fuhren wir an tiefblauen Seen und verschneiten Bergen vorbei, welche uns zum verweilen und fotografieren einluden. Da wir noch eine Wanderung auf unserem Tagesprogramm hatten, legten wir eher kleinere Stopps ein. In Wanaka angekommen, machten wir uns direkt auf den Weg zum Ausgangspunkt des «Diamond Lake Track», um die Sonnenstrahlen noch in vollen Zügen geniessen zu können. Die sieben Kilometer lange Wanderung führte uns oberhalb des Lake Wanaka durch und erlaubte uns immer wieder fantastische Blicke auf den See, die Bergwelt und die Region um Wanaka. Zurück in der Stadt checkten wir in einem tollen Airbnb ein und genossen den Rest des Abends.

    Am nächsten Tag machten wir uns zu Fuss auf den Weg zur «Puzzling World». Dies ist eine Touristenattraktion, in welcher die Besucher ein Labyrinth und einen Illusionsraum besuchen können. Diese Attraktion begann 1973 als einstöckiger Irrgarten und entwickelte sich allmählich zu einem preisgekrönten Komplex aus optischen Täuschungen, verwirrenden Räumen und zum weltweit ersten 3D-Labyrinth. Bekannt ist «Puzzling World» auch für die exzentrische Toilette, die als römisches Badezimmer gestaltet wurde. Als wir dort ankamen, entschieden wir uns zuerst das Labyrinth zu absolvieren. Das Labyrinth wurde auf einer überschaubaren Fläche mit verschiedenen Brücken und Türmen gestaltet. Die Türme haben vier verschiedene Farben und wir mussten in einer bestimmten Reihenfolge die Eingänge der Türme finden. Die durchschnittliche Zeit, welche die Besucher für das Labyrinth benötigen, wurde mit 60 bis 90 Minuten angegeben. Wir wollten dies anfangs nicht glauben, da es auf den ersten Blick nicht allzu schwierig aussah. Doch dies täuschte gewaltig. Wir hatten 70 Minuten bis wir wieder aus dem Irrgarten herausgefunden hatten. Es war ein fantastisches Erlebnis und wir hatten unglaublichen Spass im Labyrinth herumzuirren und immer wieder neue Wege zu finde. Der Illusionsraum war ebenfalls genial und gewisse Räume waren sehr beeindruckend. Einer wirkte von aussen komplett normal, doch als man im Inneren stand, war er unterschiedlich hoch und somit ergaben sich lustige Fotos. Anschliessend besuchten wir die römische Toilette, lösten einige Knobelaufgaben, schossen Fotos mit einem schiefen Turm und liefen dann wieder zurück in unsere Unterkunft.

    Am Tag darauf fuhren wir bei strömenden Regen nach Twizel. Dies ist ein Ort in der Region Canterbury und liegt in der Nähe des «Mount-Cook-Nationalpark». Dieser 707 Quadratkilometer grosser Park gibt es seit 1953. Namensgeber des Nationalparks ist der Aoraki/Mount Cook. Mit 3’724 Meter ist er der höchste Berg der neuseeländischen Alpen. Seit 1990 gehört das Gebiet zum Weltnaturerbe der UNESCO. Dieser Nationalpark war unser Ziel für den nächsten Tag und natürlich hofften wir auf besseres Wetter, um die atemberaubende Bergwelt zu sehen.

    Als wir am nächsten Morgen aufwachten, waren wir überrascht was wir antrafen. Der Regen hatte aufgehört und es kamen nun einige Schneeflocken vom Himmel. Natürlich hofften wir auf Sonnenschein, doch Schnee war auch ganz gut. Somit machten wir uns auf den Weg, um den zehn Kilometer langen «Hooker Valley Track» zu absolvieren. Umso näher wir zum Ausgangspunkt der Wanderung kamen, desto mehr verwandelte sich die Landschaft in ein Winter-Wonderland. Der Schnee lag Zentimeter hoch und wir freuten uns wie Kinder den Weg abzulaufen. Leider hatten wir nicht das erwartete Bergpanorama aber der Schnee entschädigte uns für alles.

    Der gestrige Tag startete für uns in aller Früh, da wir eine Fahrt von 514 Kilometern vor uns hatten und auf diesem Weg mehrere Stopps planten. Den ersten Halt machten wir beim «Katiki Point». Dort steht ein Leuchtturm mit einem ausgezeichneten Blick auf die Küste. Als wir dort ankamen, waren wir von der Aussicht überwältig. Auf unserem Spaziergang zur Küste mussten wir aufpassen, dass wir nicht über die Seelöwen stolperten, die wie Steine im Gras lagen. Weitere Stopps machten wir im Hafenstädtchen Port Chalmers, der Stadt Dunedin und dem «Nugget Point». Beim Letzteren hatten wir ebenfalls einen unglaublichen Blick auf die Küste, die Klippen und einen Leuchtturm. Nach all diesen Sehenswürdigkeiten fuhren wir in unsere Unterkunft in Curio Bay. Dies ist eine Küste in der Region Catlins, welche sich im Süden befindet. Dort angekommen, bezogen wir in einem Backpackers ein schönes Zimmer mit Blick auf das Meer. Bevor die Sonne unterging, machten wir uns zu Fuss auf den Weg in eine Bucht. Diese ist bekannt für Gelbaugen-Pinguine, welche abends zurück an Land kommen, um in ihren Nestern zu verschwinden. Die Gelbaugen-Pinguine erreichen eine Körpergrösse von 58 bis 76 Zentimeter. Als wir in der Bucht ankamen, mussten wir nicht lange warten, bis ein Pinguin über die Steine watschelte. Während wir warteten, kam nur noch ein weiterer Pinguin an Land und verschwand im Gebüsch. Als es dann schon fast dunkel war, entschieden wir uns die Bucht zu verlassen und zurück in unsere Unterkunft zu gehen. Als wir zurückliefen, hatten wir grosses Glück und konnten den Pinguin, welchen wir zuvor in der Bucht sahen noch von Nahem bewundern. Er stand neben dem Weg zwischen Sträuchern und wartete, bis er durch einen Tunnel in sein Nest verschwinden kann. Wir beobachteten ihn eine ganze Weile lang und waren fasziniert von diesem schönen Tier.

    Morgen geht unsere Fahrt bereits weiter und wir fahren in die Nähe des «Fioardland-Nationalparks» in das Städtchen Te Anau.

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  • 17Nov 2018

    62 Queenstown 17.11.2018 Neuseeland —

    Queenstown, Neuseeland

    Beschreibung

    Die Unterkunft in Curio Bay verliessen wir bereits früh am Morgen, da wir auf dem Weg nach Te Anau noch zwei Aussichtspunkte sehen wollten. So fuhren wir zuerst zum «Slope Point». Dieser Ort stellt den südlichsten Punkt der Südinsel von Neuseeland dar. Wir parkierten unser Auto und liefen den letzten Kilometer bis zu einem Wegweiser, welcher den Punkt markiert. Zu unserer Überraschung waren wir zuerst ganz alleine an diesem Ort und konnten tolle Fotos schiessen. Nach diesem Abstecher führt uns unser Weg zu den «McLean-Falls». Nach einer guten Stunde Fahrt und einem weiteren, kurzem Fussmarsch waren wir bereits bei den Wasserfällen. Obwohl wir während unserer Reise schon viele Wasserfälle gesehen haben, ist es doch immer wieder eindrücklich zu sehen, wie das Wasser über die Klippen in die Tiefe stürzt. Anschliessend fuhren wir nach Te Anau. Dieser Ort wurde nach dem gleichnamigen See, dem «Lake Te Anau» benannt. Der Name stellt eine Verkürzung des Begriffes «Te ana-au» in der Sprache der Māori dar und steht für «In einer Höhle rauschendes Wasser». Etwas ausserhalb des Städtchens bezogen wir eine Unterkunft mit einer fantastischen Aussicht auf die umliegende Bergwelt. Weil Te Anau direkt an der Grenze zum «Fiordland National Park» liegt, ist der Ort ganz auf den Tourismus eingestellt. Wir entschieden uns für diesen Ort, da das bekannte «Milford Sound» von hier in etwa zwei Stunden erreichbar ist.

    Eigentlich wollten wir am nächsten Tag nach «Milford Sound» gehen und dort mit einem Schiff durch die wunderbare Fjord-Landschaft fahren. Da die Wetterprognose für den übernächsten Tag aber noch besser war, entschieden wir uns, noch einen Tag zu warten. Wir genossen deshalb den Tag im Städtchen und in unserer tollen Unterkunft.

    Nach einer weiteren Nacht war es soweit und wir gingen nach «Milford Sound». Dies ist ein Fjord im Südwesten der Südinsel Neuseelands. Er ist für den emporragenden Berg «Mitre Peak» sowie Regenwälder und Wasserfälle wie die «Stirling Falls» und die «Bowen Falls» bekannt. Der Fjord beheimatet Seebärkolonien, Pinguine und Delfine. Um dieses atemberaubende Stück Natur zu sehen, weckte uns unser Handy um 05:15 Uhr. Kurz darauf machten wir uns auf, um die zweistündige Fahrt an den Hafen in Angriff zu nehmen. Dort angekommen, holten wir die vorgebuchten Tickets ab und warteten, bis das Boot um kurz vor Neun den Hafen verlies. Die Bootsfahrt führte uns durch den Fjord bis zum Meer und wieder zurück. Wir genossen einen sensationellen Ausblick und sahen schneebedeckte Berge, Wasserfälle und Regenbögen. Der Kapitän hielt an verschiedenen Stellen an, so auch an einem Ufer, wo wir Pinguine beobachten konnten. Zurück an Land machten wir uns auf den Weg nach Arthurs Point. Diese kleine Ortschaft ist ein Vorort von Queenstown, welche eine bekannte Stadt auf der Südinsel in Neuseeland ist. Nach einer fünfstündigen Fahrt waren wir froh, als wir unsere Unterkunft erreichten. Wir genossen dort den Abend und schauten die tollen Fotos von «Milford Sound» an.

    Von Arthurs Point fuhren wir am nächsten Tag nach Glenorchy. Dies ist eine kleine Siedlung am nördlichen Ende des «Lake Wakatipu», welche bekannt für schöne Wanderungen ist. Schon der Weg nach Glenorchy, welcher zu den zehn schönsten Strecken der Welt gehört, war eindrücklich. Wir konnten tolle Blicke auf den See und die umliegenden Berge geniessen. In dieser Region wurden auch Teile von «Herr der Ringe» gedreht, was uns aufgrund der eindrücklichen Landschaft nicht überraschte. In Glenorchy angekommen gingen wir auf eine kleine Wanderung. Aufgrund der Pläne in den kommenden Tagen entschieden wir uns allerdings nur für eine lockere Wanderung, welche uns um das Städtchen und einen See führte.

    Am nächsten Tag fuhren wir die kurze Strecke nach Queenstown und liefen dort den «Tiki-Trail», welcher uns zur Bergstation der Skyline-Gondola führte. Von dort hatten wir einen sehr eindrücklichen Blick auf Queenstown und die umliegende Region. Wir konnten auch sehen, wie gross der «Lake Wakatipu» ist. Zurück in der Stadt ging es auf eine kleine Erkundungstour und auf ein feines Nachtessen. Queenstown ist bekannt für viele Touristenattraktionen und dementsprechend sahen wir in der Stadt viele Menschen aus aller Welt. Die Ortschaft bietet auch viele Abenteuerangebote wie Bungeejumping oder Jetbootfahren. Uns hat die Stadt mit den vielen Shops, Pubs und Restaurants sehr gut gefallen.

    Nach einer weiteren Nacht in Arthurs Point war nun ein Relax-Tag auf unserem Programm. So fuhren wir zuerst in das Städtchen Arrowtown. Diese Ortschaft, mit etwas mehr als 2'000 Einwohnern, liegt nur wenige Kilometer von unserer Unterkunft entfernt und ist eine ehemalige Goldgräberstadt. Viele alte historische Bergmannshäuser, Läden und Restaurants sind in den letzten Jahren für den Tourismus restauriert worden. Das ganze Geschehen fokussiert sich auf eine Strasse, welche wir natürlich auch besuchten. Viele der Shops verkaufen einheimische Produkte wie zum Beispiel Decken aus Schafwolle. Auch dieses Städtchen hat uns mit seinem speziellen Charme sehr beeindruckt. Anschliessend fuhren wir nach Frankton, wo wir in einem Hallenbad relaxten und unsere Muskeln entspannten.

    Heute war, insbesondere für Michael, ein spezieller Tag, da der Queenstown-Marathon stattfand. Michael war seit dem Besuch des Ironmans in Hawaii so fasziniert vom Ausdauersport, dass er unbedingt auch an einem Wettkampf teilnehmen wollte. Da das Training während einer Weltreise eher zweitrangig ist, hatte er lange überlegt, ob es für einen Marathon reichen würde. In Neuseeland angekommen, sah Michael im Internet, dass die Startplätze für den Queenstown-Marathon ausverkauft waren. Michael wollte es jedoch nicht darauf beruhen lassen und schrieb dem Veranstalter eine E-Mail und siehe da, er konnte sich doch tatsächlich noch einen Startplatz ergattern. Somit ging es heute Morgen früh bei bestem Wetter auf nach Arrowtown zum Start. Dort versammelten sich über 2'000 Läufer und Läuferinnen, welche den ganzen Marathon in Angriff nahmen. Der Queenstown-Marathon wurde zum fünften Mal durchgeführt und zählt zu den schönsten Läufen weltweit. Ok, während dem Laufen wurde diese Schönheit zur Nebensache. Während Michael Kilometer für Kilometer abspulte, fuhr Ladina bereits in den Zielraum in Queenstown, wo ein riesen Festplatz aufgebaut wurde. Da auch noch in anderen Kategorien gestartet wurde, hatte es über 11'000 Läufer und Läuferinnen am Start. Ladina wartete gespannt auf Michael und konnte dank einem App die Zwischenzeiten verfolgen. So sah Ladina, dass Michael den Lauf etwas zu schnell anging und kurz nach dem Erreichen der Hälfte einen Einbruch hatte. Er konnte sich aber davon wieder erholen und kurz vor der 4-Stunden-Marke erschien Michael im Zielstadion. Die Zeit stoppte bei 03:59:07 und so ging für Michael ein kleiner Traum in Erfüllung. Zwölf Jahre nach dem ersten und bisher einzigen Marathon in Berlin hat er nun die 4-Stunden-Marke geknackt. Da das Hauptziel, ankommen und keine Kniebeschwerden haben, auch erfüllt wurde, konnte Ladina im Ziel einen überglücklichen und völlig ausgepowerten Michael in die Arme nehmen. Er beendete den Lauf auf dem 447 Rang von 1'953 Finishern. Völlig erschöpft aber überglücklich geht es nun zum Auto, da wir heute noch eine mehrstündige Autofahrt nach Christchurch auf dem Programm haben.

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  • 21Nov 2018

    63 Wellington 21.11.2018 Neuseeland —

    Wellington, Wellington, Neuseeland

    Beschreibung

    Nachdem Michael im Zielraum etwas durchgeschnauft hatte, ging es ab ins Auto und die Fahrt nach Christchurch begann. Da unser Marathon-Läufer seine Muskeln in den Beinen doch etwas spürte, setzte sich Ladina hinters Lenkrad und fuhr die 481 Kilometer bis zu unserer nächsten Unterkunft. Auf unserem Weg fuhren wir an bereits besuchten Orten, wie beispielsweise Twizel vorbei. Da an diesem Tag das Wetter sehr sonnig war, hatten wir das Glück, den Mount Cook doch noch zu sehen. Während der «Hooker Valley Track Wanderung» hatte er sich ja noch hinter einer Nebelwand und vielen Schneeflocken versteckt. An einem Aussichtspunk hatten wir einen fantastischen Blick auf einen blau schimmernden See und dahinter thronte der schneebedeckte Mount Cook. Dies war ein genialer Anblick. In Christchurch angekommen, hatten wir etwas Mühe, die Unterkunft zu finden. Leider war die Adresse auf unserem Karten-App falsch hinterlegt und so mussten wir uns bei Einheimischen durchfragen, bis wir die Unterkunft fanden. Kurz vor zehn Uhr erreichten wir endlich unser Ziel. Ein langer und aufregender Tag ging somit zu Ende.

    Am nächsten Morgen bekamen wir ein leckeres Frühstück von der Besitzerin des Bed and Breakfast und wir plauderten noch eine ganze Weile mit ihr. Anschliessend brachen wir auf, um nach Picton zu fahren. Die Fahrt nach Picton war fantastisch. Wir fuhren entlang der Küste und machten dabei in Kaikoura einen Stopp. Die Sonne strahlte und wir genossen die Wärme am Meer.

    Am nächsten Morgen verliessen wir, nach etwas mehr als drei Wochen, die Südinsel von Neuseeland und machten uns auf in den Norden. Die Fähre verliess den Hafen um 09:05 Uhr in der Früh. Die Überfahrt auf die Nordinsel dauerte etwa drei Stunden und führte uns durch einen Fjord hinaus auf das offene Meer. Wir hatten immer wieder einen spektakulären Blick auf das Festland. In Wellington angekommen, fuhren wir zu unserer gebuchten Unterkunft. Wir bezogen ein Airbnb etwas ausserhalb der Stadt auf einem Hügel mit tollem Blick auf die Stadt.

    Wellington ist die Hauptstadt von Neuseeland und liegt am südlichsten Ende der Nordinsel. Zur Stadt gehören unter anderem eine Uferpromenade, Sandstrände, ein aktiver Hafen und bunte Holzhäuser auf den umliegenden Hügeln. Die Erkundung der Stadt stand am nächsten Tag auf dem Programm. Von unserer Unterkunft aus konnten wir in etwa 25 Minuten zu Fuss die Stadt erreichen. Unser erstes Ziel war die Hauptgeschäftsstrasse «Lambton Quay», da von dort aus, die typische rote Standseilbahn zum Botanischen Garten fährt. Diese Standseilban wird «Cable Car» genannt. Die 610 Meter lange Strecke verbindet den rund 120 Meter höher gelegenen Stadtteil Kelburn mit der Hauptgeschäftsstrasse der Stadt. Die Bahn ist eines der bekanntesten Wahrzeichen von Wellington. Das erste «Cable Car System» wurde von der 1898 eigens dafür gegründeten Firma «Kelburn & Karori Tramway Company» gebaut. Ziel des Baus des Transportsystems war es, das oberhalb des Stadtzentrums liegende Gebiet von Kelburn zu erschliessen und an das Stadtzentrum anzubinden. Diese Fahrt wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und somit fuhren wir mit der roten Standseilbahn den Berg hinauf, wo wir das «Cable Car Museum» erkundigten. Danach liefen wir durch den Botanischen Garten zurück in das Zentrum. Dort angekommen, liessen wir uns trotz fehlendem Schnee und den nicht ganz kühlen Temperaturen bereits von der Weihnachtsstimmung mitreisen und fotografierten einen riesigen Weihnachtsbaum. Als wir danach weiter durch die Stadt schlenderten, kamen wir zum Nationalmuseum von Neuseeland, das «Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa». Wir betraten das Museum und liessen uns von der Geschichte Neuseelands mitreissen, welche sehr interessant dargestellt wird.

    Nachdem wir gestern einen sehr gemütlichen Abend in unserer Unterkunft verbrachten, geht es heute weiter nach New Plymouth. Diese Stadt liegt in der Nähe des «Mount Taranaki», welcher für schöne Wanderungen bekannt ist.

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  • 30Nov 2018

    64 National Park 30.11.2018 Neuseeland —

    Ruapehu, National Park, Neuseeland

    Beschreibung

    Bei unserer Ankunft in New Plymouth war das Wetter bewölkt und wir konnten deshalb den für die Region bekannten Mount Taranaki noch nicht sehen. Da die Wetterprognose für den nächsten Tag Sonne prophezeite, entschieden wir uns für einen gemütlichen Abend, damit wir am nächsten Morgen schon früh zu einer Wanderung aufbrechen können.

    Nach dem Aufwachen blickten wir sofort aus dem Fenster und konnten den Mount Taranaki wolkenlos bewundern. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es ab in die Berge und wir erreichten den Ausgangspunkt für die «Pouakai-Circuit-Wanderung» nach einer halbstündigen Autofahrt. Diese Wanderung führt durch einige der schönsten Ecken des Egmont-Nationalparks. Es wird empfohlen, die Wanderung in zwei bis drei Tagen zu absolvieren. Wir entschieden uns aber, die über zwanzig Kilometer in einem Tag zu laufen. Die Wanderung war aufgrund der ständigen Auf- und Abstiege anspruchsvoll. Da der Weg teilweise verschüttet war, mussten wir sogar über Steine klettern. Zudem gab es immer wieder Schneefelder, die wir auf unserem Weg überqueren mussten. Nach einem ersten Aufstieg wurden wir mit einem wunderbaren Ausblick auf die Umgebung und den verschneiten Berg belohnt. Das perfekte Wetter hielt leider nicht den ganzen Tag und so war der Mount Taranaki schon kurz nach unserem Start in einer Wolkendecke verhüllt. Lange Zeit sahen wir fast keine anderen Wanderer und konnten den wunderbaren Tag in den Bergen fast alleine geniessen. Nach über neun Stunden waren wir dann aber froh, als wir nach 28,44 Kilometern das Auto wieder erreichten.

    Am nächsten Tag verliessen wir New Plymouth bereits wieder und machten uns auf den Weg nach Otorohanga. Wir fuhren einen Teil dieser Strecke auf dem «Forgotten World Highway», welcher die Orte Taumarunui und Stratford über eine Entfernung von 155 Kilometern verbindet. Mit durchschnittlich 150 Fahrzeugen pro Tag ist es der neuseeländische Highway mit dem geringsten Fahrzeugaufkommen. Der Name «Forgotten World Highway» resultiert aus der abgelegenen Lage der Strasse in einem weitgehend unberührten Gebiet. Der Highway windet sich über vier Bergsattel, durch einen einspurigen Tunnel und entlang eines windungsreichen Flusstales. Etwa elf Kilometer der Strecke sind nicht asphaltierte Schotterfahrbahn. Auf der Fahrt erreichten wir auch die Ortschaft Whangamomona. Diese kleine Siedlung rief 1989 aus Protest gegen die Verwaltungsreform der Regierung ihre Unabhängigkeit aus, erklärte sich zur Republik und zelebriert dies seitdem alle zwei Jahre mit einem Volksfest. In Otorohanga angekommen, bezogen wir eine super Unterkunft auf einem Bauernhof. Neben einer tollen Terrasse mit einem fantastischen Ausblick auf die umliegenden Hügel, bietet die Unterkunft auch einen Jacuzzi, in welchem wir uns von der gestrigen Wanderung ideal erholen konnten.

    Nur wenige Kilometer von der Unterkunft entfernt liegen die «Waitomo Glowworm Caves», welche wir am nächsten Tag besuchten. Diese Höhle ist eine Attraktion, welche für seine Population von Glühwürmchen bekannt ist. Wir buchten dort eine Tour, bei welcher wir zuerst einiges über die Höhlen mit den Stalaktiten und Stalagmiten erfuhren. Zum Schluss der Tour konnten wir in ein Boot steigen und fuhren damit durch die Höhle. Wir sahen unzählige Glühwürmchen, welche die absolut dunkle Höhle mit ihrem Licht erhellen.

    Am nächsten Tag fuhren wir in die Stadt Taupo, welche am Lake Taupo liegt. Dieser Kratersee eines vor rund 26’500 Jahren kollabierten Vulkans ist der grösste See in Neuseeland. Die Gegend hier ist vulkanisch immer noch aktiv und so sieht man an vielen Orten heisse Quellen und Geothermalgebiete. Auch unser Motel nutzt diese heissen Quellen für die Erwärmung des Pools, welchen wir nach unserer Ankunft sofort aufsuchten.

    Die «Huka-Falls» und der «Spa Thermal Park» waren am nächsten Tag unsere Ausflugsziele. Wir fuhren zuerst zu den «Huka-Falls», welche sich rund 3,5 Kilometer nördlich von Taupo befinden. Da wir in den letzten Monaten schon so viele Wasserfälle gesehen haben, konnten uns die «Huka-Falls», welche lediglich etwas mehr als zehn Meter hoch sind, nicht mehr aus den Reserven locken. Wir machten uns deshalb zu Fuss auf den Weg zum «Spa Thermal Park». Hier trifft das heisse Wasser des Otumuheke-Streams auf das kalte Wasser des Waikato-Rivers. Je nachdem, ob man es lieber heisser oder kälter mag, kann man sich ein geeignetes Plätzchen auf einem der vielen Steine im Wasser suchen. Natürlich sind wir auch reingesprungen und waren überrascht von den Temperatur-Unterschieden der beiden Gewässer. Es fühlt sich an, als wäre man in einem Thermalbad gelandet, nur viel besser, da man sich mitten in der Natur befindet.

    Am nächsten Tag besuchten wir das «Wai-O-Tapu Thermal Wonderland», welches etwa 45 Minuten von Taupo entfernt ist. Es handelt sich hierbei um ein 18 Quadrat-Kilometer grosses Geothermalgebiet, wo man eine Vielzahl von geothermischen Wundern und Erscheinungsformen vorfinden kann. Die Bezeichnung als Wunderland trifft definitiv zu. Laut Tripadvisor zählt das «Wai-O-Tapu Thermal Wonderland» zu einem der 20 surrealsten Orte der Welt. Der Name bedeutet übrigens heiliges Wasser. Wir gingen zuerst zum «Lady Knox Geysir», welcher sich nicht direkt auf dem Gelände befindet. Der Geysir wird jeden Tag um 10:15 Uhr künstlich zum Ausbruch gebracht. Dazu wird normale Seife in die Öffnung gekippt. Die Höhe der spritzenden Fontäne ist zwischen zehn und zwanzig Meter hoch. Wir staunten über das Spektakel und fuhren anschliessend zurück in den Park, wo wir die unterschiedlichsten Wunder und Erscheinungsformen der Natur entdeckten. Dazu gehören Schlammtümpel, dampfende Fumarole, kalte und heisse Seen sowie kollabierte Krater. Besonders beeindruckend sind auch die verschiedensten Verfärbungen der Naturphänomene. Diese entstehen durch das Auftreten und Zusammenwirken unterschiedlicher Mineralien. Am meisten beindruckt hat uns der «Champagne Pool». In diesen sprudelt 230 Grad heisses Wasser aus einer Tiefe von 62 Metern nach oben und kühlt dann im Pool auf 74 Grad ab. Verschiedene Mineralien erzeugen eine orange Umrandung des Pools. Die Dampfschwaden ziehen aufgrund der Wärme nur so darüber hinweg. Auf dem Rückweg zum Besucherzentrum kamen wir unter anderem noch am «Devil´s Bath-Krater» vorbei und waren total beeindruckt von dessen giftgrüner Farbe. Der Besuch des «Wai-O-Tapu Thermal Wonderland» hat sich mehr als gelohnt und wir sahen einige Naturphänomene, welche auf uns wirklich surreal wirkten. Bevor wir nach Taupo zurückkehrten, fuhren wir noch kurz nach Rotorua. Diese Stadt, welche am gleichnamigen See liegt, ist vor allem für ihre geothermische Aktivität und die reiche Maori-Kultur bekannt. Zurück in Taupo ging Michael noch auf eine kleine Jogging-Runde am See entlang. Und siehe da, sogar Ladina hat das Lauf-Fieber gepackt und sie ging zum ersten Mal während unserer Reise auf eine Jogging-Runde.

    Die Tage in Taupo vergingen wie im Flug und so hiess es nach drei Nächten bereits wieder Abschied nehmen. Die nächste Destination war National Park. Dies kleine Ortschaft mit knapp 200 Einwohnern heisst tatsächlich National Park. Der Name des Dorfes bezieht sich auf den Tongariro-Nationalpark, Neuseelands ersten Nationalpark, der 1894 eingerichtet wurde und an dessen westlicher Grenze sich das Dorf befindet. Wir entschieden uns für diese Ortschaft, da wir den «Tongariro Alpine Crossing» wandern wollten. Dies ist ein Wanderweg im Tongariro-Nationalpark. Er ist 19,4 Kilometer lang und kann an einem Tag gelaufen werden. In den Sommermonaten wandern täglich mehr als 700 Touristen auf diesem Weg. Damit ist der «Tongariro Alpine Crossing» einer der beliebtesten Wanderwege Neuseelands.

    Für den nächsten Morgen buchten wir einen Shuttle-Bus welcher uns um 07:30 Uhr an den Start der Wanderung brachte. Dort sahen wir bereits die vielen Touristen, welche die gleiche Idee hatten. Einige Personen erweckten bei uns den Eindruck, dass dies ihre erste Berg-Wanderung ist. So sahen wir schon nach wenigen Kilometern die ersten erschöpften Wanderer, welche bereits nach Luft schnappten. Obwohl sehr viele Touristen unterwegs waren, genossen wir die Wanderung, welche für uns trotz der knapp 20 Kilometer nicht wirklich anstrengend war. Der Weg führte uns an den Vulkanen «Mount Ngauruhoe» und «Mount Tongariro» vorbei. Zudem sahen wir unterwegs türkisgrüne Kraterseen, aufsteigender Dampf aus der Erde, erloschene Lavaströme, ein leuchtend roter Krater, Mondlandschaften und wundervolle Ausblicke auf die Region. Wir waren etwas schneller unterwegs als die zwei Spanier, welche am Morgen ebenfalls mit uns im Shuttle waren. So mussten wir am Ziel noch etwas warten, bevor es dann mit dem Shuttle-Bus zurück nach National Park ging. Dort genossen wir in unserer Unterkunft ein Bad im Jacuzzi.

    In den letzten Tagen haben wir auf der Nordinsel bereits sehr viele und eindrückliche Orte gesehen. Wir sind gespannt, was uns in den nächsten Tagen weiter nördlich noch alles erwarten wird.

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  • 08Dec 2018

    65 Kaitaia 08.12.2018 Neuseeland —

    Kaitaia, Neuseeland

    Beschreibung

    Als nächsten Ort fuhren wir Tauranga an. Dies ist eine Hafenstadt, welche in der Region «Bay of Plenty» liegt. Dort angekommen, bezogen wir ein Airbnb bei einem pensionierten Ehepaar. Wir hatten super Gespräche mit ihnen und bekamen tolle Tipps für Ausflüge in der Region. Auch die Besitzer dieser Unterkunft hatten ein Haustier. Es war ein Hund der Rasse Beagle. Michael hat während der Reise richtig Freude an Hunden bekommen und hat deshalb täglich mit ihm gespielt. Wer hätte vor der Weltreise gedacht, dass Michael noch zum Hunde-Fan wird. Da das Wetter bei unserer Ankunft sonnig war, entschieden wir uns, noch eine kleine Wanderung zu unternehmen. Wir fuhren nach Mount Maunganui. Dies ist ein Vorort von Tauranga City, welcher auf einer Sandbank liegt. Der Name Mount Maunganui wurde vom erloschenen Vulkan gleichen Namens übernommen, der sich über die Stadt erhebt. Wir liefen den Berg hinauf und hatten von dort eine unglaubliche Aussicht auf den Strand und den Hafen. Zum Glück gingen wir noch am gleichen Tag auf den Berg, da es am nächsten Tag in Strömen regnete. Am übernächsten Tag war das Wetter wieder etwas besser und wir machten uns auf nach Hobbiton. Dies ist ein Filmset, wo Teile der Filme «Herr der Ringe» und «Der Kleine Hobbit» gedreht wurden. Das Filmset liegt auf der Alexander-Farm. Im September 1998 entdeckten die Macher der Filme diese Farm und waren sofort begeistert von diesem Stück Land. Zuerst wurde dieses Filmset nur temporär aufgebaut. Als sie jedoch 2009 für die Verfilmung «Der Kleine Hobbit» zurückkehrten, wurden die Hobbit-Höhlen aus dauerhaften Materialien wieder aufgebaut. Wir buchten eine zweistündige Tour, da Hobbiton sonst nicht betreten werden kann. Das Filmset begeisterte uns auf allen Ebenen. Es ist ein kleines Dorf mit 44 Hobbit-Höhlen, die mehrheitlich nur Kulissen darstellen und gar nicht betreten werden können. Doch die Atmosphäre und die tollen Geschichten zum Set faszinierten uns. So wird in den Büchern zum Beispiel beschrieben, dass die Hobbits unter Pflaumenbäumen sitzen und Pflaumen essen. Die Pflaumenbäume haben aber nicht den richtigen Massstab dafür. Deshalb verwendete die Filmcrew Apfelbäume für diese Szenen. Vor dem Dreh dieser Sequenzen pflückten sie die Äpfel und die Blätter ab, verdrahteten den Baum neu und brachten künstliche Pflaumenbaum-Blätter und Pflaumen am Baum an. Die Tour dauerte etwa zwei Stunden und endete im «Green Dragon». Dies ist ein Restaurant, welches auch aus dem Film bekannt ist. Dort angekommen, erhielten wir einen Drink. Wir entschieden uns für einen köstlichen Apfel-Cider.

    Am Tag darauf ging es für uns weiter in die Region Coromandel. Wir buchten erneut ein Airbnb und fuhren in die Ortschaft Cooks Beach. Als wir die Unterkunft sahen, dachten wir, dass wir in der Villa Kunterbunt von Pippi Langstrumpf sind. Das Haus ist sehr farbenfroh eingerichtet und angemalt. Unser Bereich war ebenfalls sehr speziell eingerichtet und zwar fast ausschliesslich aus recyclebaren Materialien. So war zum Beispiel das Lavabo im Badezimmer eine riesige Glasschüssel und in der Küche war das Lavabo eine Metallwanne.

    In dieser Region wollten wir zwei Sachen sehen, den «Hot Water Beach» und die «Cathedral Cove». Mit diesen Plänen machten wir uns mit einem Spaten bewaffnet, welchen wir von den Besitzern des Airbnbs bekamen, auf zum «Hot Water Beach». Der Strand trägt seinen Namen wegen des Austrittes von Thermalwasser an einem eng begrenzten Abschnitt des Sandstrandes. An diesem Ort kann bei Ebbe ein Loch in den Sand gebuddelt werden und daraufhin kann man sich darin entspannen. Aber Achtung, das Wasser ist zum Teil siedend heiss. Als wir ankamen, waren bereits einige Leute vor Ort und so wurde auch schon etwas Vorarbeit für uns geleistet. Da jedoch ein starkes Gewitter aufzog und die Blitze und das Donnern sehr nahe waren, entschieden wir uns zurück zum Auto zu gehen und etwas abzuwarten. Das Wetter beruhigte sich zum Glück wieder und so konnten wir nicht nur buddeln, sondern auch noch im warmen Wasser entspannen. Nach diesem tollen Erlebnis ging es weiter zum Parkplatz der «Cathedral Cove». Von dort aus mussten wir noch etwa eine Stunde zum Strand laufen, damit wir dann die Höhle und den Blick aufs Meer geniessen konnten.

    Von Cooks Beach ging unsere Fahrt weiter in den Norden nach Kaitaia. Von diesem Ort aus buchten wir eine Tour welche uns ganz nördlich zum «Cape Reigna» führte. Dort angekommen, besichtigten wir den Leuchtturm und hatten einen fantastischen Blick auf die Klippen und den Strand. Die Fahrt ging danach zum «Ninty Mile Beach» wo wir mit einem Sandboard die Dünen herunterrasen konnten. Besonders Ladina machte dies einen riesen Spass und sie wollte gar nicht mehr aufhören. Daraufhin fuhren wir mit dem Bus viele Kilometer auf dem «Ninty Mile Beach». Dies war ein geniales Erlebnis. Wir hatten einen super Tag und konnten eine tolle Bekanntschaft mit Karen aus der Schweiz schliessen. Karen, vielen Dank für die genialen Fotos.

    Heute ist der Sommer in Neuseeland angekommen. Bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns auf an den Strand und wagten einen Sprung ins kühle Nass. Die Temperaturen des Wassers sind nach wie vor eher kühl aber die Erfrischung war toll und an der Sonne wurde einem schnell wieder warm.

    Die Zeit in Neuseeland neigt sich dem Ende zu uns so fahren wir nun langsam in Richtung Auckland und geniessen noch die letzten Tage in der Stadt.

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  • 12Dec 2018

    66 Auckland 12.12.2018 Neuseeland —

    Grey Lynn, Auckland, Neuseeland

    Beschreibung

    Vor drei Tagen machten wir uns auf den Weg nach Auckland. Unterwegs stoppten wir an der Taupo Bay, wo wir am Strand einen wunderbaren Blick auf das Meer und die umliegenden Hügel genossen. Nach etwa fünf Stunden Fahrt erreichten wir unsere Unterkunft, welche etwas ausserhalb der Stadt liegt.

    Am nächsten Morgen verliessen wir die Unterkunft bereits wieder und machten uns auf den Weg zur Jucy-Autovermietung. Dort gaben wir den Nissan zurück, welcher uns in den letzten sechs Wochen durch ganz Neuseeland begleitet hat. Wir haben mit diesem Auto während dieser Zeit über 6'500 Kilometer zurückgelegt. Nach der Rückgabe ging es zur nächsten Unterkunft, welche ziemlich nahe am Zentrum von Auckland liegt.

    Gestern liefen wir bei herrlichem Wetter und sommerlichen Temperaturen die paar Kilometer in die Stadt. Auckland ist mit etwas mehr als 1,4 Millionen Einwohnern die grösste Stadt Neuseelands, in der etwa ein Drittel der neuseeländischen Bevölkerung lebt. Das landschaftliche Bild des multikulturellen Auckland wird von 53 inaktiven Vulkanen geprägt, zwischen denen sich die Stadt erstreckt. Ihnen verdankt die Stadt weitläufige Parkanlagen, die bis ins Zentrum hineinreichen. Wir liefen auf unserem Weg durch einige dieser Parks. Unser erstes Ziel war das «Auckland War Memorial Museum». Wir schauten das eindrückliche Gebäude von aussen an und gingen danach in Richtung Zentrum. Unterwegs wagten wir noch einen Blick in die «ASB Tennis Arena». Hier werden in ein paar Wochen wieder um Punkte und Pokale gekämpft. In der Stadt konnten wir die neuseeländische Weihnachtsstimmung geniessen und besuchten das «Christmas Wonderland», welches direkt beim «Sky Tower» aufgebaut wurde. Nach einem kleinen Abstecher zum Hafen führte uns unser Weg durch mehrere Parks zurück zur Unterkunft. Wie sahen dabei immer wieder weihnachtlich geschmückte Häuser.

    Heute besuchten wir den «Auckland Zoo». Der landschaftlich schön gestaltete Zoo hat über 135 Tierarten und gesamthaft über 1‘400 Tiere. Er ist aufgeteilt in verschiedene Länder und Kontinente. Viele Tiere konnten wir in den letzten Monaten schon in der freien Wildbahn sehen. Wir hatten allerdings während der Zeit in Neuseeland nie da Glück, einen Kiwi zu sehen und waren gespannt auf dieses Tier. Wir wussten, dass Kiwis flugunfähige, nachtaktive Vögel sind, waren dann aber von der Grösse der Tiere überrascht. Das Nationalsymbol Neuseelands hat uns stark an ein Huhn erinnert.

    Nach fast sieben Wochen verlassen wir Morgen Neuseeland. Wir genossen die Zeit und sind fasziniert von der Vielfalt dieses Landes und der Freundlichkeit der Einheimischen. In den letzten Tagen konnten wir auch immer wieder die Weihnachtsstimmung geniessen, was aufgrund der Temperaturen für uns doch recht speziell ist. Nun sind wir gespannt, was uns in den nächsten Wochen auf den Fiji-Inseln alles erwartet.

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