Mahangu Plane deine nächste Reise gemeinsam mit Freunden und verwalte Reisedokumente. Erstelle kostenlosen Reiseblog und lade Fotos und Videos hoch. Fasse die Höhepunkte deiner Reise in einem Film zusammen. Einfachheit die besticht, absolute Privatsphäre und keine Limiten für Fotos oder Videos.

Trip Quer durch Vietnam Quer durch Vietnam 26.12.2018 - 24.01.2019   Die Flüge hatte ich bereits im Juni 2018 gebucht, nachdem ich Wolfgang über... Aileen Stender (DE)
Deutschland Vietnam

Quer durch Vietnam

Folgen

Die Flüge hatte ich bereits im Juni 2018 gebucht, nachdem ich Wolfgang über Monate hinweg damit genervt habe und ihn schließlich von einem weiteren Abenteuerurlaub überzeugen konnte. Vorab hatte ich mir über eine Agentur bereits ein Angebot unterbreiten lassen, damit ich nachher nicht mehr ganz so viel Arbeit beim Zusammenstellen der Ausflüge und Zwischenstops habe. Auch ein paar Hotels und Gästehäuser habe ich mir schon im Internet angeschaut und dann...

war es lange still....

Ich hatte ja auch gar keine Zeit mich um unseren Urlaub zu kümmern, schließlich haben wir die letzten Monate mit dem Umbau unserer Terrasse verbracht.
Nun, kurz vor knapp wird es aber echt Zeit sich mit der Reisevorbereitung auseinander zu setzen.

Jeder von uns hat mittlerweile ein Visum (die hatte ich vor 2 Wochen online beantragt) und die Kinderreisepässe sind auch aktualisiert.
Das Hotel am Frankfurter Flughafen ist reserviert und die erste Unterkunft in Hanoi ist auch schon gebucht....das war's.
Aber sind ja auch noch reichlich zwei Wochen Zeit ;-)
Jetzt nur noch die Ausflüge raussuchen, Unterkünfte für die restlichen 21 Nächte suchen und Zwischenflüge buchen, dann kann es los gehen.....

Wer noch hilfreiche Tipps für uns hat, ist gerne eingeladen, diese mit uns zu teilen!


Hier jetzt eine kurze Übersicht über unsere Reiseroute:

26.12.2018
Hamburg Harburg - Frankfurt am Main Fernbahnhof Flughafen
ICE 771 - (15:36 Uhr - 19:17 Uhr)

26.12.2018 - 27.12.2018
Meininger Hotel Frankfurt Main/Airport

27.12.2018
Flughafen Frankfurt/Main - Hanoi, Vietnam
VN 36
13:55 Uhr - 06:15 Uhr (Ortszeit)
(10:20 h Flugdauer)

28.12.2018 - 02.01.2019
The Pilgrim Hotel
Hanoi

02.01.2019
Hanoi - Da Nang
VN 175
14:00 Uhr - 15:20 Uhr

02.01.2019 - 11.01.2019
Tropical Beach Hoi An Resort
Hoi An

11.01.2019
Da Nang - Dalat
VN 8927
19:10 Uhr - 20:50 Uhr

11.01.2019 - 19.01.2019
Phu Hai Resort
Mui Ne

19.01.2019
mit dem Zug nach Ho-Chi-Minh-Stadt,....
(so der Plan, mal sehen wann wir fahren und wie wir an die Tickets kommen)

19.01.2019 - 23.01.2019
Glenwood City Resort
Ho-Chi-Minh-Stadt

23.01.2019
Ho-Chi-Minh-Stadt - Frankfurt am Main
VN 31
23:55 Uhr - 06:30 Uhr
(12:35 h Flugdauer)

24.01.2019
mit dem Zug von Frankfurt nach Hamburg,
geplante Ankunft zu Hause - ca 14 Uhr, oder so

Means of Transport
Flugzeug Zug
  • 09Dec 2018

    1 Die Planung läuft... 09.12.2018 Deutschland —

    Wennerstorf-Heide, Wenzendorf, Deutschland

    Beschreibung

    Nur noch ein paar Tage bis zum Abflug...

    ich sollte jetzt wirklich mal anfangen unsere Reise zu planen....
    wenn ich nicht so müde wäre.....

    na gut....morgen wird es bestimmt was ;-)

    Gute Nacht

    Kommentare

  • 26Dec 2018

    2 Die Anreise - Teil 1 26.12.2018 Deutschland —

    Flughafen, Frankfurt, Deutschland

    Beschreibung

    Oh man,... die letzten zwei Wochen waren echt heftig...und ich bin jetzt so was von URLAUBSREIF...
    Zum Einen, musste ich ja noch die restlichen Unterkünfte und Zwischenflüge buchen, zum Anderen war da ja auch noch Weihnachten. Und nebenbei noch eben ein Vorstellungsgespräch, und Koffer packen, und Haus in Ordnung bringen, und Strafzettel bezahlen, und Wasserzähler ablesen, und.....ach ich könnte jetzt noch nen ganzes Buch dazu schreiben....aber egal....ich habe alles bis auf ein paar Kleinigkeiten (durchaus mit gutem Gewissen verschiebbar) geschafft.

    Und jetzt sitze ich in Frankfurt im Hotel und bin einfach nur glücklich, dass es morgen endlich losgeht. Wir können noch ganz entspannt frühstücken und 13:55 Uhr geht dann unser Flieger.

    Die Anreise nach Frankfurt heute war zwar nicht so richtig entspannt, aber durchaus akzeptabel.
    Caren stand 10 nach zwei vor der Tür um uns nach Harburg zum Bahnhof zu bringen. Und das hat mich durchaus unter Druck gesetzt. Wir hatten nämlich 14:20 Uhr vereinbart. Und natürlich war ich noch nicht fertig.
    Auch wenn ich, dank meiner Kinder bereits seit sieben auf den Beinen war. Doch da musste ja erst einmal der Tannenbaum abgeschmückt, die Weihnachtsdeko weggeräumt und das Erdgeschoss noch gründlich gesaugt werden. Außerdem musste ich die letzten Sachen einpacken und den ganzen Kosmetikkrempel verstauen. Und bei all dem Chaos ist es auch in diesem Jahr wieder darauf hinausgelaufen, dass wir nun doch einen Koffer mehr mitgenommen haben. Und wenn dann schon der Platz da ist, dann kann doch auch dies noch mit,...und das auch noch. Und schon war auch der zusätzliche Koffer voll. Wie hat mein Mann so schön gesagt: Haben ist besser als Brauchen.
    Wenn wir im Urlaub viel Sonnencreme, Duschbad, Windeln, Mückenschutz und Kaffee verbrauchen, können wir auf dem Rückweg bestimmt ein Gepäckstück einsparen.

    Endlich im Auto fällt mir auf, dass die Autobahn heute verdammt voll ist. Wolfgang meint, der Zug wird bestimmt auch gut besucht sein.... Das bringt mich ins Grübeln. Noch während der Fahrt zum Bahnhof buche ich online eine Platzreservierung. Gut, dass es dieses Technik gibt. Und an dieser Stelle schon einmal das erste Lob an die Bahn ;-) Das ging nämlich echt problemlos, auch wenn ich ja keine Fahrkarten gekauft habe. Ich buche 4 Plätze in einem Abteil. Und logischerweise ist dies besetzt als wir in Harburg in den Zug steigen. Ich habe nur kurz erwähnt, dass ich für 4 Plätze in diesem Abteil eine Reservierung habe, und schon flüchtet das junge Pärchen. Vielleicht auch, weil unsere Kinder sich wieder von ihrer besten Seite gezeigt haben ;-) In Hannover steigt noch jemand hinzu. Den jungen Mann stört es aber nicht, dass wir DVD schauen und Kinder nun mal nicht ganz leise sind. Noch eine Runde "Mensch ärgere dich nicht" und eine Runde "Kinderkniffel" und dann sind wir schon in Frankfurt am Flughafen. Ja, man mag es kaum glauben: Wir sind fast pünktlich. Lediglich 6 Minuten Verspätung. Wobei,...zählt das schon als Verspätung? Auch hier ein Lob an die Bahn ;-)

    Noch ein kleiner Gewaltmarsch durch den Flughafen zum Shuttlebus (ich habe lediglich kurz geflucht - mein Mann bestimmt aber noch viel mehr), als die Rolltreppe vom Bahnsteig in den oberen Teil des Flughafens außer Betrieb war. Auf dem Rücken Matilda, vor dem Bauch einen nicht ganz kleinen Rucksack, in der linken Hand die Handtasche und rechts der zusätzliche Koffer. Die Augen bei Carlotta und los geht es....diese gefühlt 500 Stufen die Treppe rauf. Mein Mann hatte da ja nur 2 Teile bei sich, auch wenn die es gewichtsmäßig in sich hatten. Unser Koffer bringt es auf 28,5 Kg und der Reise-Rucksack bestimmt auch auf 20 Kg. Und dann noch die Tüte mit den Lebensmitteln...
    Es ist alles gut ausgeschildert und wir finden uns erstaunlich gut zurecht. Hoffentlich ist das morgen auch der Fall, wenn wir zum Flieger müssen. Mit dem Shuttlebus fahren wir ins Hotel, und nach dem Check in endet der Abend mit Flammkuchen und Weißwein im Zimmer.
    Wolfgang darf oben schlafen in unserem Familienzimmer mit Doppelstockbett. Mal sehen wie die Bettenaufteilung in Vietnam aussieht....

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 28Dec 2018

    3 Die Anreise - Teil 2 28.12.2018 Vietnam —

    Hàng Trống, Hanoi, Vietnam

    Beschreibung

    Die Nacht im Hotel war wirklich in Ordnung. Trotz der Nähe zum Flughafen war es erstaunlich leise im Zimmer.
    Ganz entspannt haben wir uns um neun auf dem Weg zum Frühstück gemacht. Alles recht überschaubar, aber wir werden satt. Ich habe zuvor noch nie einen voll automatischen Pan-Cake-Backautomaten gesehen. So etwas brauchen wir zu Hause auch unbedingt.

    Gleich nach dem wach werden am Morgen hatte ich nach der Nachricht von Optiontopn gesucht. Das ist eine Art Lotterie, mit der man, für kleines Geld, auf freie Sitze im Flugzeug bieten kann. Ich hatte auf drei Sitze geboten mit der Hoffnung, dass wir wenigstens einen bekommen und Matilda so auf einem eigenen Platz, statt die ganze Zeit auf meinem Schoß, sitzen kann. Leider wurde unsere Anfrage abgelehnt. Also kein Glück gehabt.
    Wir fahren mit dem Shuttlebus zum Flughafen und dort mit der Airport-Bahn zu unserem Abflug-Gate. Das Einchecken klappt super schnell und hier frage ich gleich noch einmal nach freien Sitzplätzen im Flugzeug. Wir bekommen Bordkarten für die Babybettreihe mit mehr Beinfreiheit und ich bin dahingehend schon einmal erleichtert. Doch so nen zusätzlicher Sitzplatz wäre schon auch toll. Wir sollen die Kollegen vor dem Boarding noch einmal fragen. Gesagt, getan….
    Wir werden vertröstet. Noch haben nicht alle Fluggäste eingecheckt, wir sollen in einer halben Stunde noch einmal fragen. Na dann hoffen wir mal. Wobei, wirklich Hoffnung habe ich ehrlich gesagt nicht mehr.
    Wir sitzen in der Wartezone vor dem Boarding und wie soll es anders sein, unsere Mädels haben schon hier die Herzen der Flugbeleiterinnen erwärmt. Sie werden gleich mal mit Schokolade.

    Mit kleinen Kindern reisen hat übrigens sehr viele Vorteile. Wir überlegen schon jetzt, wo wir uns kleine Kinder ausleihen können, wenn unsere eigenen groß sind. Man darf an jeder Warteschlange vorbei und wird überall bevorzugt behandelt.

    Eine reichliche halbe Stunde vor Abflug frage ich dann noch einmal nach einem freien Sitzplatz. Die deutschsprachige Mitarbeiterin von Vietnam Airlines kann bedauert, nur noch vereinzelt Sitzplätze frei zu haben. WAS??? Ich könnte ihr um den Hals fallen. Mehr will ich doch gar nicht. „Achso, na dann wäre der nächste frei Sitzplatz in der Nähe ihrer Plätze der 28G. Ist aber leider nur ein Gangplatz“, sagt sie. Ich könnte sie knutschen. Unsere eigentlichen Plätze in Reihe 25, also kurz davor nehmen die Mädels und ich ein, und Wolfgang nimmt im Flugzeug den freien Platz. Und das Geld von Optiontown bekommen wir auch noch zurück. Hätte nicht besser laufen können, denke ich mir.

    Der Start klappt wirklich gut. Ich hatte ein bisschen Bedenken, weil beide Mädels ja eigentlich noch ein bisschen verschnupft sind. Aber dank Nasenspray, Ohrstöpsel bei Matilda und Keksen klappt das mit dem Druckausgleich prima.

    Bereits vor dem Start gab es Erfrischungstücher. Gleich nach dem Start das erste Glas Wasser. Dann noch ein paar Nüsse und noch einmal etwas zu trinken. Danach wird das Kindermenü serviert und kurz darauf bekommen wir auch unser Essen. Für Matilda wurde gleich nach dem Start das Bett angebaut und wir bekommen eine Tüte mit 4 Hipp-Gläschen und Windeln. Was für ein Service. Der zieht sich übrigens durch den ganzen Flug. Ich kann mich an keinen Flug erinnern, bei dem wir mit so vielen Getränken versorgt wurden.
    Nach einem Schluck Vomex schläft Matilda ein und ich kann sie ins Babybett legen. Carlotta schaut einen Film nach dem anderen und mir fallen auch die Augen zu.

    Mitten in der Nacht wurde mein Mann hungrig. Keine Ahnung ob das auf seiner Stirn stand, aber ungelogen 2 Minuten später wurden wir gefragt, und zwar nur wir, ob wir vielleicht ein Sandwich oder eine Instant-Suppe haben wollen. Und nein, Wolfgang hat nicht den Serviceknopf gedrückt. Wir sind schwer beeindruckt.

    2 Stunden vor der Landung wird das Frühstück serviert und dann sind wir auch schon da. Auch bei der Landung klappt der Druckausgleich bei Matilda wunderbar. Die Dame hinter uns lobt unsere Kinder und uns nach der Landung. Wahrscheinlich hatte sie schon Horrorvorstellungen als sie gesehen hat, dass vor ihr zwei kleine Kinder sitzen. Jetzt noch schnell ein Selfie von der Flugbegleiterin und Carlotta und dann können wir aussteigen.
    Da sind wir also. Die Luftfeuchtigkeit spürt man schon beim Aussteigen aus dem Flieger, aber auch, dass es nicht sonderlich warm hier ist. Außerdem regnet es.
    Bei der Passkontrolle dürfen wir wieder nach vorne und dann warten wir eine gefühlte Ewigkeit auf unser Gepäck. Alles da! Das ist auch gut so.

    Am Ausgang stehen vielleicht 20 Abholer mit einem Schild in der Hand. Nur leider steht auf keinem unser Name. Ich werde leicht nervös. Noch eine Runde….nein, wirklich kein Schild mit unserem Namen. Wir warten ein wenig und dann versuche ich im Hotel anzurufen. Niemand nimmt ab. Na toll…..das kann ja etwas werden. Ja, innerlich kotze ich ein bisschen. Wir gehen zum Geld wechseln nach drinnen und dann ruft mich jemand aus dem Hotel zurück.
    Er fragt wo wir stehen, der Fahrer sei unterwegs. Wieder draußen sehen wir aber niemanden. Ich spreche einen anderen Fahrer an, der zwar ein Schild in der Hand hält, auf dem aber leider der falsche Name steht. Er ruft von seinem Handy aus noch einmal in unserem Hotel an und sagt uns dann, dass wir hier bei ihm warten sollen unser Fahrer wär gleich da.
    Und tatsächlich, 5 Minuten später kommt er dann auch. Er entschuldigt sich und lädt das Gepäck ein. Also, alles halb so wild.

    Wir fahren auf die Autobahn und irgendwie erwische ich mich, wie ich ständig den letzten Urlaub in Sri Lanka mit diesem hier vergleiche. Eigentlich will ich das ja gar nicht, denn ich will ja Vietnam kennenlernen und genießen. Hoffentlich lässt das noch nach. Die Häuser wirken sehr chick und auch die Autos sehen modern aus. Ja, es gibt reichlich Roller, aber das ist ja normal in asiatischen Ländern. Es wirkt generell alles sehr fortschrittlich.

    Wir können uns richtig anschnallen im Auto und hier wird rechts gefahren. Das ist sehr beruhigend. Ich verstehe gar nicht, was der Kollege von meinem Papa meinte als er sagte, die fahren hier wie die Psychopaten. Die Straßen sind zwar gut befahren, aber es läuft alles ziemlich gesittet ab…..bis wir von der Autobahn runter fahren und in der Stadt landen!

    WAHNSINN!!! Da wird aus einer recht engen zweispurigen Straße mal eben eine dreispurige Straße gemacht, wo dann auch noch der ein oder andere Roller dazwischen passt. Und als wir sehen was der Rollenfahrer neben uns im Korb hinten drauf hat fallen wir fast vom Glauben ab. 2 Gänse und einen Hahn - lebend!

    Der Weg durch die Stadt hört gar nicht mehr auf. Man kommt ja auch kaum voran durch den ganzen Verkehr. Wer hier stehen bleibt hat schon verloren und jeder Zentimeter wird ausgenutzt. Jetzt verstehe den Kollegen meines Papa´s dann doch. Für kein Geld der Welt würde ich hier auch nur einen Tag selber fahren. Man hört eigentlich nur noch Hupen und Regeln scheint es hier auch nicht wirklich zu geben.

    Am Hotel angekommen werden wir mit einem Schirm vom Auto abgeholt. Das Hotel wirkt sehr sauber. Wir checken ein, bezahlen die komplette Rechnung vorab und dürfen dann noch im Restaurant frühstücken. Unser Zimmer ist erst in einer halben Stunde fertig. Das ist aber durchaus in Ordnung. Schließlich haben wir es gerade mal um 09 Uhr morgens.
    Zum Frühstück gibt es Nudelsuppe mit Fleisch für Wolfgang und einen Pancake mit Mango für mich. Carlotta und Matilda haben nicht wirklich Appetit. Das sieht nach einer Runde Schlaf bestimmt anders aus.

    Unser Zimmer ist nicht groß aber in Ordnung. Schließlich haben wir 3 Betten im Zimmer wobei jedes 1,20 breit ist. Platz zum Schlafen sollten wir also alle haben. Mit ein bisschen umräumen bekommen wir hier bestimmt auch unsere Koffer unter.
    Generell ist alles hier sehr beengt. Auf eine Etage passen 2 Zimmer. Man baut hier dann eher nach oben. Das Hotel hat sieben Etagen, wobei die erste Etage mit der Rezeption belegt ist. Im Erdgeschoss, oder Souterrain, befindet sich das Restaurant. Restaurant ist auch ein bisschen übertrieben. 3 Tische mit je 6 Plätzen und das Buffet. Und der erste Eindruck ist schon ein wenig komisch, wenn man am Haupteingang ins Hotel kommt, die zehn Meter durch das Hotel durch läuft und dann schon wieder auf der nächsten Straße hinter dem Hotel steht. Dann scharf links abbiegen, die Treppe runter und man landet im Restaurant.

    Halb zehn legen wir uns erst einmal ins Bett und schlafen bis halb drei.
    Danach wollen wir die Stadt erkunden….

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 29Dec 2018

    4 Erste Schritte durch Hanoi 29.12.2018 Vietnam —

    Hàng Trống, Hanoi, Vietnam

    Beschreibung

    Nachdem wir ein paar Stunden geschlafen haben wollten wir nun unsere ersten Schritte durch Hanoi machen.
    Freundlicherweise haben wir an der Rezeption einen Regenschirm bekommen, denn das Wetter hatte sich seit unserer Ankunft leider noch nicht gebessert.
    Matilda habe ich von vornherein in der Emei getragen. Alles andere wäre hier verantwortungslos. Auch wenn ihr das nicht gleich gepasst hat.
    Carlotta immer fest an der Hand sind wir die Straße runter gelaufen und nach hundert Metern mitten im Zentrum angekommen. Und als erstes sehen wir….eine Kirche…..und wahnsinnig viele Menschen.
    Gleich neben der Kirche ist eine Schule. Und anscheinend habe die Schüler hier gerade Schulschluss. Und so ist es faszinierend zu beobachten wie hunderte Schüler aus der Schule kommen und zu ihren auf Rollern wartenden Eltern gehen, sofern sie noch nicht selbst Roller fahren dürfen. Wir warten bis der ganz große Ansturm vorbei ist und sehen uns dann die Kirche von innen an. Irgendwie fühlt man sich hier doch sehr exotisch als Europäer. Hier wimmelt es von Chinesen. Andere Touristen sieht man kaum.
    Wieder aus der Kirche raus werden wir auch schon das erste Mal abgezockt. Eine nette ältere Vietnamesin setzt Carlotta so einen typischen Hut auf. Da ich für Carlotta tatsächlich keine Kopfbedeckung dabei habe bin ich nicht ganz abgeneigt so nen Ding für sie zu kaufen. 200 will sie dafür haben. Ich denke mir: Ist eigentlich total billig,…mit der Währung kommen wir noch nicht ganz so gut zurecht. Ich nehme einen Tausender aus dem Portmonaite und will bezahlen, da sagt sie: 200 000 ! Ok, das ist dann doch recht teuer, oder? Das sind umgerechnet….ich hole mein Handy raus…. Wir brauchen dann doch keinen Hut!
    Nach ein bisschen verhandeln sind wir bei 100 000 VDN angekommen. Was soll’s…sie soll ja auch leben…. Umgerechnet 4 Euro ärmer und eine Erfahrung reicher ziehen wir weiter zum nächsten Supermarkt. Dort sehen wir den Hut für 42 000 VDN im Regal. Hat sie uns also schön abgezogen, die ältere Damen.
    Einer unserer ersten Gänge führt in jedem Urlaub in die Süßwarenabteilung. Wir wollen die landestypischen Spezialitäten kennen lernen. Aber ganz ehrlich, für Leibnitz Butterkekse, Lindt Schokolade, Ritter Sport, Schogetteten, Haribo und deutsche Bonbons hätten wir nicht so weit reisen müssen. Ich bin ehrlich erschrocken. Deutschland scheint hier auch ein Markenzeichen zu sein. Auf dem Zott Monte - Promotionstand wird mit unserer Deutschlandfahne geworben. Auch auf der ein oder anderen Schokolade ist zu lesen: original from germany
    Wir ziehen weiter und wollen noch Geld wechseln. Das ist um 17 Uhr hier anscheinend aber nirgendwo mehr möglich. 17:01 Uhr werden wir ziemlich unfreundlich von der Secrutity darauf hingewiesen, dass die Bank geschlossen ist.
    Generell fehlt uns hier ein wenig die Herzlichkeit, die wir sonst in den asiatischen Ländern gewohnt waren. Vielleicht liegt das aber auch an der Großstadt in der wir uns hier gerade befinden.
    Wir gehen zurück zum Hotel und wollen dort im Restaurant Abendessen. Nach ein wenig hin und her haben wir dann auch kapiert, dass sie uns gerne das Essen auf unser Zimmer bringen, das Restaurant aber geschlossen ist. Ok, dann essen wir halt auf dem Zimmer. Hier sieht man überall Straßenküchen und die Menschen sitzen auf kleinen Hockern und essen. Eben eine andere Kultur als unsere.
    Für die Kinder bestellen wir eine kleine Pizza und Pommes und für uns etwas landestypisches. Nach bestimmt über einer Stunde klopf es dann auch endlich an die Tür. Matilda war schon fast eingeschlafen und mir hing der Magen schon in den Kniekehlen. Wer weiß, wo die jetzt unser Essen hergeholt haben. Die Pizza ist zwar schön klein, aber dann hört es auch auf…die Pommes….naja….Vietnam ist halt nicht bekannt für seine tollen Pommes….Das Essen von Wolfgang und mir schmeckt. Nochmal werden wir hier aber nicht bestellen.

    Gegen halb eins, also mitten in der Nacht, ist Carlotta ausgeschlafen. Und kurz darauf sind wir alle wach. Das mit der Zeitumstellung haben wir noch nicht ganz so gut verinnerlicht. Gegen drei schlafen wir, nach einer Tüte Krabbenchips, 2 Müsliriegeln, einem Quetschie und noch ein paar anderen Leckereien dann endlich wieder ein. Und am morgen muss ich zum neun alle wecken, weil keiner aus dem Bett will.
    Zum Frühstück gibt es heute auch bei mir Nudelsuppe mit Fleisch. Beim Essen dieser gehen mir leider immer wieder die Bilder der letzten Nacht durch den Kopf und ich sage mir einfach immer wieder: DAS IST RINDFLEISCH!!!
    Am Abend hatte ich Wolfgang nämlich erzählt, dass ich es total faszinierend finde, wie die Vietnamesen mit so vielen Menschen auf so engem Raum zusammen leben und dabei ja auch immer so unendlich viel Müll produzieren. Alles wird in noch mehr Plastiktüten eingepackt um es dann noch einmal in Plastik einzupacken. Wie machen die das dann nur mit der Müllabfuhr in diesen engen Straßen?…..Wolfgang kam vom Rauchen auf dem 30cm tiefen Balkon wieder rein und sagte….ich habe gerade die lebendige Müllabfuhr gesehen….ziemlich viele davon sogar… Da musste ich auch noch einmal schauen…und tatsächlich…noch eine..und noch eine… und sie sind riesig.…schnell wieder rein. Hanoi ist halt eine Großstadt. Und auch bei uns wimmelt es in den Großstädten von Ratten. Sie aber dann vom Balkon aus zu beobachten…noch mal eine ganz andere Hausnummer.
    Aber wir sind ja in der 3. Etage und das in meiner Suppenschale ist auf jeden Fall RINDFLEISCH!

    Nach dem Frühstück gehen wir wieder in Zimmer und Matilda und ich legen uns noch einmal hin. Matilda hat ein wenig Temperatur und da wollen wir ihr die Ruhe gönnen. Außerdem tut mir der Schlaf auch ganz gut. Die letzten Wochen waren ziemlich stressig.
    Am Nachmittag zieht es uns dann wieder in die Stadt. Heute ist nicht ganz so viel los, was sicherlich auch daran liegt, dass Samstag ist. Oder haben wir uns einfach schon an die Massen von Menschen und Fahrzeugen gewöhnt?
    Wir gehen eine andere Straße entlang und kaufen Rambutan (eine Litchi-Art) und ein wenig Gebäck. Die nette Verkäuferin bindet Carlotta den vietnamesischen Hut erst einmal richtig. Jetzt wissen wir auch, dass dieser hier „Non“ heißt.
    Danach noch einmal in die andere Richtung. Jedes Überqueren einer Straße ist hier eine Mutprobe. Auf gar keinen Fall stehen bleiben, Carlotta immer fest an der Hand und dann zügig rüber. Ich bin zwar nicht gläubig, aber beten vorher kann hier nicht schaden ;-)
    Noch einmal kurz in den Supermarkt um Wasser zu holen und auf dem Rückweg rein in die Eisdiele. Asiaten machen ja aus allem Kunst. So auch aus dem Eis in der frisch gebackenen Waffel. Es sieht toll aus und schmeckt noch dazu super. Gut, die Musik die hier im Laden läuft ist mit Coldplay nicht ganz landestypisch, aber egal. Wir warten auf der zweiten Ebene auf unser Eis. Ein Wunder, dass wir die enge Wendeltreppe da überhaupt hoch gekommen sind. Wolfgang muss Rückwerts runter gehen um halbwegs sicher zu sein, dass er gut unten ankommt. Die Stühle oben sind winzig und stehen kann Wolfgang hier auch nicht. Aber irgendwie muss man ja kreativ werden um so viele Menschen auf engem Raum unterzubringen.
    Wolfgang holt auf dem Weg zum Hotel noch 2 Baguette und ich gehe mit den Kindern schon einmal vor. Hoffentlich kommt Wolfgang gleich gut zurück, denke ich mir. Schließlich muss er noch 2 Straßen überqueren und wenn ihm was passieren sollte, hat er nicht einmal einen Ausweis dabei. Sehr leichtsinnig.

    Im Hotelzimmer essen wir die Baguette, telefonieren noch mit Oma und Opa und dann geht es für die Kinder ab ins Bett. Wolfgang trinkt sein vietnamesisches Bier und ich werde mich jetzt dem vietnamesischen Weißwein widmen.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 30Dec 2018

    5 Huan Kiem Lake 30.12.2018 Vietnam —

    Hàng Trống, Hanoi, Vietnam

    Beschreibung

    Nachdem die Nacht leider erneut recht unruhig war, sind wir nach dem Frühstück wieder auf unser Zimmer gegangen und haben uns noch ein wenig ausgeruht. Dann noch ein kleines Mittagsschläfchen und um 14 Uhr sind wir dann doch noch losgezogen.
    Dick eingepackt, wie wir es sonst nur von zu Hause kennen. Wolfgang hatte ein bisschen die A-Karte. Ich hatte nämlich am Vorabend unsere Klamotten von der Anreise (also auch Wolfgang´s einzigen Pullover) in die Reinigung gegeben. Und somit hatte Wolfgang lediglich ein T-Shirt unter seiner nicht allzu warmen Jacke an.

    Unser Ziel heute, der Huan Kiem Lake, ein See mitten in Hanoi. Ich hatte auf der Karte gesehen, dass er gar nicht weit von unserem Hotel entfernt ist und wir, als wir im Supermarkt waren, ihn eigentlich schon fast hätten sehen müssen.
    Heute brauchten wir eigentlich nur den Bässen und der Musik zu folgen. Die Vorbereitungen für eine riesige Silvesterparty liefen nämlich bereits auf Hochtouren. Überall um den See waren Generalproben zu sehen. Kulturell ein echtes Erlebnis. Unmengen von tanzenden Jugendlichen, Trommelgruppen und traditionellen Tanzgruppen.
    Wenn wir nur nicht so gefroren hätten. Wobei, anderen Touristen ging es da sichtlich schlimmer. Mit Sandalen, ohne Socken und teilweise in kurzen Hosen…Da waren wir ja schon fast wintertauglich ausgerüstet. Übrigens holen die Vietnamesen bei 15 Grad die Ohrenschützer raus…das sieht irgendwie lustig aus.
    Wir schauen den Tanzgruppen zu und essen Crepes. Der französische Einfluss lässt sich nicht abstreiten. Alles sehr beeindruckend und die gute Laune der jungen Menschen ist ansteckend. Überall wird getanzt, gelacht und gefeiert. Dabei ist doch erst morgen Silvester. Wahrscheinlich freuen die sich so, weil sie einmal ohne Angst haben zu müssen gleich überfahren zu werden, auf der Straße feiern können. Hier um den See ist nämlich alles abgesperrt.
    Dann sehen wir ein riesiges Kaufhaus und lassen es uns nicht nehmen auch mal einen Blick rein zu werfen. Angefangen von Luis Vuitton, über Dior bis hin zu Channel….hier bleibt kein Wunsch offen. Nur schade, dass mein Mann „zufällig“ seine Kreditkarte im Hotel vergessen hat….
    So bleibt es also beim Toilettenbesuch bevor wir uns wieder in das Getümmel auf der Straße am See stürzen.
    Wir könnten noch Stunden hier verbringen, man fühlt sich einfach total wohl…mal abgesehen von der Kälte. Diese ist es letztlich auch, die uns dann wieder ins Hotel treibt, und die Rückenschmerzen….nach 3 Stunden in der Emmi wird Matilda nun nämlich langsam ganz schön schwer. Hier hätte sie zwar laufen können, das wollte sie aber nicht.
    In der Straße vor unserem Hotel werfen wir ein Blick in verschiedene Garküchen am Straßenrand. Nach dem Reinfall beim ersten Abendessen wollen wir nun mal ganz mutig sein. Wir werden gekonnt ignoriert…erst an der 3.Garküche spricht man mit uns. Dort sagt uns aber leider das Essen optisch nicht zu. Also gehen wir erst einmal mit den Kinder ins Zimmer und ich versuche mein Glück später noch einmal.
    Eine europäische Tasse Kaffee später (wir haben dazu gelernt und diesmal 3 Päckchen Kaffee dabei), versuche ich erneut bei einer optisch sehr ansprechenden Garküche etwas zu Essen zu bekommen. Ich quatsche die Köchin auf englisch voll und sie tut so als ob sie mich nicht versteht. Ich wusste gar nicht, dass Vietnamesen so böse gucken können. Und dann nennt sie mir den Preis. 50 000 VDN pro Portion. In dem Wissen, dass die mich gerade voll über den Tisch zieht bestelle ich trotzdem 2 Portionen Pak Choi mit Fleisch und Reis. Es kommt eine zweite, etwas jüngere, Frau dazu und packt das Essen ein. Noch zwei Becher mit irgendetwas Flüssigem und Kohlblättern darin mit in die Tüte und Stäbchen natürlich. Voller Vorfreude packen Wolfgang und ich das Essen im Zimmer aus. Carlotta kostet als erstes das Fleisch….das schmeckt nach nix….und wie wir feststellen,…..der Rest auch… mal abgesehen vom Eigengeschmack des Pak Choi….Man könnte auch sagen: Ein voller Reinfall! Abgezockt für kaltes Essen, dass dann auch noch nach nix schmeckt. Und die kalte Kohlsuppe,…oder was auch immer das ist, landet im Abfluss. Wenigstens müssen wir nicht hungrig ins Bett. Der Reis macht ja auch irgendwie satt und wir haben ja noch kleine Küchlein, Qutschies aus Deutschland und ein paar Naschis.

    Morgen früh werden wir um acht abgeholt und fahren in die Halong-Bucht. Dort werden wir auf einem Schiff übernachten und das neue Jahr begrüßen. Mal sehen was das wird. Hoffenltich schmeckt das Essen dort!!!

    Bisheriges Fazit: es ist zu kalt, vom Essen sind wir enttäuscht und uns fehlt die Herzlichkeit der Menschen. Auch wenn wir das natürlich nicht pauschalisieren wollen, denn es gibt auch hier durchaus ein paar sehr nette, zuvorkommende Menschen. Und wenn man fragt, wird einem meistens auch geholfen.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 31Dec 2018

    6 Silvester 31.12.2018

     

    Beschreibung

    Ein sehr ereignisreicher, abenteuerlicher und vor allem UNVERGESSLICHER Jahreswechsel!

    Wir werden um kurz vor halb neun von einer etwas forsch wirkenden Vietnamesin im Hotel abgeholt. Gebucht haben wir eine Familienkabine auf einer Luxus-Halong-Tour. Der Bus, der an der Hauptstraße auf uns wartet wirkt alles andere als luxuriös, aber das kann beim Schiff ja ganz anders aussehen.
    Ich nehme mit den Mädels in der ersten Reihe Platz und Wolfgang findet einen Platz etwas weiter hinten. Der Bus ist bereits recht gut gefüllt, eigentlich zählen wir nur noch 3 freie Plätze. Wir halten an einem weiteren Hotel und laden 2 Gäste ein und dann halten wir noch einmal. Wieder 2 neue Gäste. Unsere Reiseleitung weist uns darauf hin, dass aktuell sehr viel los ist und will so wohl Verständnis dafür wecken, dass nun die Plätze im Gang ausgeklappt werden. Ich hoffe nur, dass wir nun vollzählig sind.
    Dem scheint so zu sein, denn nun fängt die Reiseleitung an, sich uns vorzustellen. Ihr Name sei Chang…wir müssen wiederholen, und noch einmal alle im Chor, und noch einmal! Damit auch niemand ihren Namen vergisst. Angesichts der Tonlage fühlen wir uns eher wie beim Militär, statt auf einem Ausflug. Und nun sind wir an der Reihe. Jeder muss sagen wie er heißt und wo her herkommt. Sehr international unsere Reisegruppe. Da haben wir Japaner hinter uns, Schweden, eine 9 köpfige Gruppe mit Polen, Koreaner und auch ein Pärchen aus Dubai ist dabei.
    Als nächstes werden wir alle nach unseren Autos befragt. WAS??? Na klar, schon mal checken, bei wem was zu holen ist, oder wie? Ich schalte leider nicht schnell genug um „Fahrrad“ zu sagen…
    Dann wird uns in englisch der Tagesablauf erklärt. Weiterhin alles in einem Tonfall, als wären wir beim Bund.
    Nächster Stop - WC - man sieht der Reiseleiterin schon an, dass sie genervt ist, als 2 Gäste nicht gleich den Eingang der Toiletten finden. In den fahrenden Bus mussten die dann zwar noch nicht springen, aber viel gefehlt hat dazu nicht.
    Im Anschluss halten wir, wie die anderen 200 Busse auch, an einer Touri-Abzock-Shopping-Station. Von Handarbeit über Jacken bis hin zu Souvenirs, Wein und anderem unnützen Zeug kann man hier auf einer riesigen Verkaufsfläche alles zu wahnsinnig überteuerten Preisen kaufen. Die Flasche Wein, die ich im Supermarkt gekauft habe, bekommt man hier für mehr als das Dreifache. Wir können dem Shoppingrausch wiederstehen und hoffen, dass endlich wieder der Bus geöffnet wird. Auch wenn es darin wahnsinnig kalt ist, hier draußen ist es noch kälter!
    Pünktlich nach einer halben Stunde geht es endlich weiter.
    Gegen halb eins erreichen wir endlich den Hafen. Die Mädels haben beide ein wenig geschlafen und auch mir sind zwischendurch mal die Augen zugefallen.

    Man sieht ziemlich viele Boote, doch unseres ist noch nicht dabei. Dann erklärt uns Chang, dass hier nur die Boote für die Tagestouren liegen, unseres ist weiter hinten. Um eins gibt es essen, wir sollen unser Gepäck selbst mitnehmen und am Nachmittag gibt es Aktivität. Wolfgang kann sich ein „Ja, Sir“ nicht verkneifen…
    Wir warten am Pier und so wirklich vertrauenserweckend sehe die Boote hier alle nicht aus. Mal abgesehen davon, dass wir frieren haben wir jetzt auch noch Hunger. Im Hotel hatten wir zwar eine Kleinigkeit gefrühstückt und Pancakes für unterwegs bekommen, aber es war nun ja auch schon halb zwei. Alles also ein wenig später, obwohl Chang doch so auf die Zeiten geachtet hatte.
    Zu uns gesellt sich nun noch ein deutsches Paar. Da fühlt man sich gleich nur noch halb so hilflos zwischen den Touristenmassen. Ich kann es mir nicht verkneifen und frage, was sie für die Tour bezahlt haben. 265 USD pro Person. Und schon fühle ich mich nicht mehr ganz so verarscht. Bei uns waren es schließlich nur 180 USD pro Erwachsenem + 80 USD für Carlotta. Aber auch das ist meines Erachtens Abzocke.
    Wir werden auf das Boot gebeten mit dem wir zu unsrem Schiff gefahren werden. Unser Schiff liegt nämlich nicht direkt am Hafen, sondern weiter hinten im Wasser. Jetzt noch die Rettungswesten anlegen und wir setzen über zu unserem Schiff.
    Gebucht hatten wir Majestic Cruise. Bevor wir aus unserem Boot in das Schiff steigen ziehen sich die jungen Männer an Board noch schnell die anderen Windbreaker an. Auf denen die sie zuerst an hatten, stand nämlich ein anderer Name.
    Wir sollen unser Gepäck unten stehen lassen und gleich hoch ins Restaurant gehen.
    Dort angekommen bekommen wir ein feuchtes Tuch zur Erfrischung und einen Begrüßungstee. Im Anschluss werden die Schlüssel verteilt. Neben uns am Tisch sitzt das Pärchen aus Dubai und daneben die beiden anderen deutschen Gäste. Und auch denen ist der militärische Ton unserer Reiseleitung aufgefallen. Ab jetzt nenne ich sie nur noch „General“. Eigentlich warten wir nur auf den Moment wo wir stramm stehen oder Liegestütze machen müssen…
    Wir bekommen nach einigem Hin und Her Zimmer Nummer 509, gleich neben dem Restaurant. Ich finde das tatsächlich sehr praktisch, da ich hoffe, dass wir Matilda dann auch zum schlafen in das Zimmer legen könnten, und doch gleich bei ihr wären wenn sie wach wird. Irgendwie vermute ich aber, dass die Dreibettzimmer nicht reichen werden. Da sind schließlich noch: der japanische Papa mit seinen zwei Kindern, dann aus der 9er Truppe der Polen eine Familie zu dritt und irgendwie auch noch die Inder. Wo auch immer die gerade her gekommen sind. Egal, wir haben erst einmal unser Zimmer oder besser, unsere Kabine, und damit bin ich zufrieden.
    Keine 5 Minuten später klopft es an unserer Tür. Der General steht davor, oder besser, eigentlich sofort in unserer Kabine. Wir müssten da noch einmal tauschen. Wir sollten nun Zimmer 504 bekommen. Mit dem Gedanken von vorhin, frage ich bestimmt 3 mal, ob das denn auch ein Dreibettzimmer wäre. Sie weicht mir aus und gibt keine klare Antwort. Die müssen doch echt denken, wir Touristen sind nur doof. Ich erkläre ihr, dass unser kleines Kind in der Mitte schläft, und das große Kind ja auch irgendwo schlafen muss. Beim zweiten Mal hat sie das anscheinend kapiert. „ok, wate a minute“ - und weg ist sie….und wart nicht mehr gesehen. Nach weiteren 10 Minuten machen wir die Tür zu, und das Thema ist vom Tisch. Und eigentlich ist es mir in diesem Moment auch sch..egal, ob die Inder sich jetzt in ihrem Zimmer stapeln müssen. Kennen die doch von zu Hause ;-)
    13:45 Uhr - Mittagessen! Eigentlich kommt das dann aber erst kurz nach zwei. Dafür schmeckt es ganz gut und wir werden satt. Wäre da nicht die Tatsache, dass es im Restaurant zieht wie Hechtsuppe, weil die Türen durch einen 2 cm breiten Schlitz den Wind durch lassen, und die Heizung nicht funktioniert, könnten wir es fast genießen. Statt dessen frieren wir vor uns hin. Der Heizstrahler, den die als Notlösung aufgestellt haben, ist nen Witz. Und selbst der wird irgendwann auf eine Kabine gebracht, weil da die Klimaanlage nicht funktioniert und der Raum somit auch nicht beheizt werden kann.
    Und wieder ist der Zeitplan durcheinander. Und die Inder kämpfen immer noch mit dem General um das Zimmer. Letztlich bietet Chang an, das Bot stoppen zu lassen und sie wieder zurück zu bringen. Dieses Angebot nehmen sie dann aber doch nicht wahr.
    Nach dem Mittagessen kann man mit dem Boot an den Strand gefahren werden, zum Schwimmen zum Beispiel….klar bei 12 Grad draußen und bestimmt 1000 Touristen am Strand… oder man macht eine Kanutour…Wir entscheiden uns für „Mensch ärgere dich nicht“ an Board. Gefroren haben wir heute genug und Matilda macht Mittagsschlaf.
    Nachdem der besagte Heizstrahler aus dem Restaurant entfernt wurde sind wir in unsere Kabine gegangen. Somit haben wir dann leider den Beginn des Kochkurses verpasst. Wobei: „leider“ ist vielleicht nicht ganz ehrlich. Da der General uns nicht ausreichend über die Zeit für das Abendessen informiert hat, gehen wir einfach wieder ins Restaurant, als wir hören, dass dort wieder Bewegung ist. Wir sehen gerade noch, wie die letzten Frühlingsrollen gerollt werden und der General die Teilnehmerin lobt. Wir amüsieren uns mit dem Pärchen aus Dubai über den Ton und befürchten schon, dass wir morgen früh um halb sieben alle am Sonnendeck zum Thai Chi stramm stehen müssen.
    Das groß angekündigte Gala-Dinner, für das manchen sogar 25 USD extra berechnet wurde, erweist sich als ein wenig übertrieben. Es gibt Scampis, Austern, Fisch, Hühnchen, Reis und noch so ein paar Leckeren, die durchaus gut schmecken, aber vom Hocker reist es uns nicht.
    Danach die Ankündigung, dass ab 23 Uhr Party im Restaurant ist und wir gemeinsam in das neue Jahr feiern. Irgendwie werde ich aber den Eindruck nicht los, dass all das erst beschlossen wurde, als die Schlüssel am Mittag verteilt wurden. Da hatte die Sprecherin der Polen-Gruppe nämlich gefragt, wie lange die Bar heute geöffnet ist. Sie begründete ihre Frage mit der Tatsache, dass heute ja Silvester sei, und sie gerne rein feiern wollten. Ich würde ja fast meinen Allerwertesten darauf verwetten, dass die Crew und Chang erst in diesem Moment begriffen haben, was die Stunde geschlagen hat.

    Nach dem „Gala-Dinner“ haben wir uns die Zeit mit Uno spielen vertrieben, bis dann um elf Uhr endlich die Party begonnen hat. Nachdem wir eine halbe Stunde Weihnachtslieder gehört haben fragte die Polen-Sprecherin nach anderer Musik. Und nachdem dann auch ihr Handy mir der Musikanlage gekoppelt war, konnten wir dann zu vernünftiger Musik tanzen und feiern. Ganz vorn dabei, Carlotta. Das „MItternachtbuffet“ wurde aufgebaut und um 00 Uhr hieß es dann endlich: HAPPY NEW YEAR!!!
    Halb eins waren wir im Bett. Ein klein wenig enttäuscht, nicht einen Knaller gehört und nicht eine Rakete gesehen zu haben, lauschten wir noch bis ca. 3 Uhr der extrem lauten Techno-Musik vom Nachbarboot. Dort wurde mit Leinwand und DJ ziemlich heftig auf dem Sonnendeck gefeiert.

    Den Wecker musste ich am Morgen noch drei mal weiter stellen. Um viertel vor sieben sind wir dann aber schließlich, ohne beim Thai Chi gewesen zu sein, aufgestanden. Um sieben gab es Frühstück. Als wir um zehn nach sieben ins Restaurant gingen saßen da lediglich 2 Polen. Und das war auch gut so. Wir haben gleich angefangen zu frühstücken. Toast mit Butter und Marmelade für uns und die Mädels und dazu Melonenshake und Omelett. Kurz danach war dann erst die Marmelade und dann die Butter…fini (oder auch einfach: ALLE)

    08 Uhr - Ausflug zur Höhle. Natürlich sind wir pünktlich. Die Höhle wollen wir sehen. Auch wenn die Höhle voller Touristen ist. Wir werden ausgebootet. Kurz vorm Anlegen dann die Ansage vom General: „You have 45 minutes, than you come to the other side“ and 09:30 is check out from your room and 10:45 is lunch! - Ich denke mir nur: Yes sir, of course, sir!

    Die Höhe ist wirklich schön, wenn auch an manchen Stellen sehr eng. An einer Stelle muss ich an meine Mama denken als es mir schwer fällt zu atmen, weil kein Ende in Sicht ist, der Durchgang so wahnsinnig schmal und vor mir und hinter mir Menschen sind. Als ich da durch bin, Matilda übrigens die ganze Zeit an mir dran in der Emei, bin ich doch sehr erleichtert. Der Rest der Höhle ist riesig. Wir gehen Treppen rauf, Treppen runter, und wieder rauf….nach 40 Minuten sind wir wieder am Schiff…und ziemlich k.o. vom vielen Treppen steigen. Das neue Jahr beginnt also mit viel Sport, wenn auch ohne Thai Chi.

    Wieder an Board warten wir noch auf die Inder, der General schon ziemlich sauer, und mit 15 Minuten Verspätung geht es zurück zum Boot. Wir packen die letzten Sachen im Zimmer zusammen und bezahlen unsere Getränkerechnung. Viel hatten wir ja nicht, aber bei diesen so wahnsinnig überteuerten Preisen war uns das Geld echt zu schade! Für einen Saft 3 USD, ein Bier 2,5 USD und eine 0,2l Cola kostet 2 USD. Gut, dass am Vorabend der schwimmende Getränkemarkt in Form einer alten Vietnamesin vorbei kam, wo die 1,5l Cola Flasche nur knapp 6 Euro gekostet hat….ohne Worte….wieder Abzocke!

    10:45 gibt es Lunch….oder besser erst einmal Kartoffelsalat,…dann Reis,…und irgendwann 20 Minuten später auch noch Gemüse, Nudeln, Fisch und Fleisch. Zum Nachtisch gibt es Drachenfrucht. Und die schmeckt richtig toll! Matilda liebt sie! Ein krönender Abschluss.

    Wir frieren im Restaurant vor uns hin und warten darauf, dass wir mit dem Beiboot wieder an Land gebracht werden. Alle sind müde und wollen in den Bus. Wieder an Land warten wir noch knapp eine Stunde in der Kälte.
    Ich bin mittlerweile echt sauer und frage Wolfgang, ob er gesehen hat, wo die Trulla jetzt ist. Carlotta´s erste Frage: Mama, was ist eine Trulla? Und kurz darauf ziemlich lautstark und mit dem Finger auf den General zeigend: Mama, guck mal: Da kommt die Trulla!

    Kurz danach können wir dann endlich zum Bus. Wir steigen ein und setzen uns in die letzte Reihe. Ein Platz neben uns ist frei, da Matilda keinen Anspruch auf einen eigenen Sitzplatz hat. Aber nur, bis der Fahrer aggressiv durch den Bus brüllt. Dann sitzt der japanische Papa neben uns. Den Fahrer hatten wir bereits auf der Hinfahrt. Der toppt sämtliche unfreundlichen Viatnamesen. Dermaßen aggressiv, während der Fahrt laufend auf der Hupe und anscheinend äußerst unzufrieden mit seinem Leben. Vielleicht der Mann vom General…wer weiß…

    Wir schlafen ein wenig. Ich kann das bei diesem Fahrstil allerdings nicht lange, bin aber froh, dass alle anderen noch schlafen. Bis wir, wieder geweckt durch den General zur Pause aufgefordert werden. Natürlich wieder an einem ….Hier-kannst-du-alles-mega-überteuert-kaufen-Stop. Die Reaktion der Gruppe ist toll als durch den Bus ein lautes „OH NOOOO“ tönt. Ein paar Polen und wir, bleiben im Bus. Auch wenn es hier nicht sonderlich warm ist, draußen ist es kälter. Der Fahrer flucht lautstark, lässt uns dann aber im Bus und verschwindet. Der Bus wird gewaschen und wir schauen uns das von innen an.
    Kurz vor Abfahrt gehe ich mit Carlotta nochmal schnell auf Toilette und Matilda brüllt die ganze Zeit. Jetzt warten alle auf uns….und ich denke mir….ist halt so!

    Nachdem die ersten Gäste bereits in der Nähe des Flughafens abgesetzt wurden, und von dort aus mit dem Taxi weiter zum Flughafen gefahren sind, überholten wir ein zweites Mal einen Roller von dem ich mir wünschte, ich hätte das nicht live gesehen…..
    Kurz vor vier werden wir als letzte Gäste endlich abgesetzt. Ich will nicht übertreiben, aber mitten in der Stadt trifft es ziemlich gut. Bestimmt noch 500 Meter bis zu unserem Hotel, und ich bin sehr froh, dass mein Mann ungefähr weiß wo wir sind. Der General will Matilda und Carlotta noch streicheln, um sich zu verabschieden. Bei Matilda drehe ich mich mit ihr weg und Carlotta ziehe ich weg. Die soll es sich noch wagen unsere Kinder anzufassen….Und ein „thank you“ gibt es auch nicht, genauso wenig wie Trinkgeld. Das hatten wir schon auf dem Schiff nicht gegeben,…auch nicht aus Anstand!

    Wir gehen zu unsrem Hotel und werden gleich vom Personal und der Chefin empfangen. Und natürlich fragt sie, wie es war und ob wir eine tolle Party hatten. Ich bin ehrlich und lasse doch noch viele Fakten weg. Wir sind kaum auf dem Zimmer da klopft es schon. 2 Mango Smoothies, 2 Bier, die Mini-Bar und Snack-Box for free und auch der Flughafen-Shuttle wird uns kostenfrei angeboten. Wir vermuten ein schlechtes Gewissen…Sie entschuldigt sich und wir glauben ihr, dass sie es ehrlich meint. Im Hotel waren bisher alle sehr bemüht um uns.
    Ok, sie storniert die Booking-Buchung und spart sich damit die Provision, vielleicht hat sie aber auch Angst vor einer negativen Bewertung. Wobei das Hotel ja gar nichts dafür kann und von uns auch keine schlechte Bewertung bekommen hätte.
    Vielleicht ist sie aber auch einfach nur berechnend. Sie spart sich bei einer 5tägigen Buchung eines Dreibettzimmers die Provision bei Booking - bietet uns dafür kostenfreien Transfer zum Flughafen an, und die positiven Bewertungen entstehen einfach nur bei 1 oder 2 Nächten im Hotel, wo die Provision ja geringer ausfällt….wer weiß…wer weiß….

    Wir telefonieren mit meinen Eltern und senden Neujahrsgrüße, und danach machen wir uns auf den Weg in die Stadt zum Abendessen. Nachdem uns der Hotelchef (ein Franzose) ein Restaurant empfohlen hat machen wir uns auf den Weg dorthin. Beim Blick in die Speisekarte und auf die Preisliste entscheiden wir uns dann aber doch für Eis in der Waffel. Das war schließlich wirklich lecker, und traditionell essen werden wir in den nächsten Tagen sicher noch oft und bestimmt wesentlich günstiger! Auf dem Weg zum Eisladen treffen wir eine Straßenverkäuferin mit süßem Gebäck. Das schmeckt echt gut, auch wenn wir auch hier abgezogen werden. Im Hotel habe ich den Chef nämlich im Anschluss nach einem realistischen Preis gefragt. Wir haben das vierfache bezahlt. Es gäbe hier wohl Touristenpreise, Expertenpreise und Preise für Viatnamesen. Ich frage wie er das macht: Er schickt immer seine Frau zum Bezahlen, sie ist ja Vietnamesin.
    Egal, das Eis in der Waffel, in dem Laden in dem wir vor ein paar Tagen schon waren, hat super geschmeckt. So auch der Egg coffee Hanoi. Den muss ich zu Hause auch unbedingt mal probieren, der war mega-lecker!

    Auf dem Rückweg holt Wolfgang sich noch ein „viatnamesisches Baguette“. Und auch diesmal gehe ich mit den Mädels vor. Hat ja beim letzten Mal gut geklappt.

    Zurück im Hotel müssen wir zuerst die Heizung einschalten und dann ganz heiß duschen…und danach ab ins Bett!
    Fazit: Die Halong-Bucht ist wohl das atemberaubendste, schönste Wunderwerk der Natur, das ich je gesehen habe. Den ganzen anderen Touristen-Abzock-Schei....bracht kein Mensch. Wirklich schade, dass so ein fader Beigeschmack bleibt.
    Morgen fliegen wir weiter nach Da Nang…dann wird es endlich wärmer!

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 02Jan 2019

    7 next stop - Hoi An 02.01.2019 Vietnam —

    Cẩm An, Hội An, Vietnam

    Beschreibung

    Bis halb zehn haben wir geschlafen. Und selbst dann musste ich den Rest der Familie noch wecken. Da es aber nur bis 10 Uhr Frühstück gab, wurde es jetzt höchste Zeit für uns.
    Also schnell die Klamotten drüber geworfen und ab an den Tisch.
    Vorher will ich noch schnell die wichtigsten Unterlagen für den Flug zusammen suchen und plötzlich wird mir heiß und kalt, kotzübel und schwindelig…. Die Mappe mit unseren Buchungsbestätigungen, vor allem aber unseren Reisepässen und dem Visum ist weg….
    Ich leere den Rucksack und habe Tränen in den Augen. Wolfgang schaut nochmal in dem von mir unmittelbar zuvor gepackten Koffer….nichts…. Wann hatte ich die zuletzt? Scheiße!!!! Auf dem Schiff. Aber ich habe die doch eingepackt??? Warum sind die nicht im Rucksack??? Gab es eine Möglichkeit wo uns da etwas draus geklaut hätte werden können??? Eigentlich doch nicht!!! Habe ich die Mappe in der Kabine rausgeholt?? Wo habe ich sie dann hingeräumt? Ist sie hinter den Tisch gefallen und uns nicht aufgefallen weil sie schwarz ist??? Ich bin fix und fertig…..

    Und dann finde ich sie beim 3. Mal im Rucksack suchen. Sie war so weit runter gerutscht, dass man hätte denken können, es sei der Boden. Beim normalen rein greifen konnte man sie nicht entdecken. Mein Adrenalinspiegel sinkt allmählich wieder und Wolfgang nimmt mich in den Arm! Erleichterung pur! Jetzt können wir frühstücken gehen.

    Und wieder gibt es leckere Pho (viatnamesische Nudelsuppe). Für mich heute aber ohne Fleisch. Irgendwie komme ich nicht damit klar, dass die labberige, gekochte Haut der Hühner in meiner Suppe schwimmt. Gefügelhaut gehört braun und knusprig. An das Rindfleisch traue ich mich auch nicht mehr richtig ran. Ich habe hier bisher einfach zu wenig Rinder und zu viele „andere“ Tiere gesehen….

    Nach dem Frühstück noch den Rest schnell zusammengepackt und dabei immer schön auf das Gewicht der Koffer achten. Hatten wir für die internationalen Flüge 30Kg Freigepäck pro Person, sind es jetzt nur noch 20Kg für die Inlandsflüge. Für einen Koffer habe ich bereits bei der Buchung 10 Kg Übergepäck bezahlt. Der andere Koffer und der Rucksack müssen aber unter 20 Kg bleiben.
    Der Transfer zum Flughafen ist für 11:30 Uhr bestellt. Kurz vor halb zwölf gehen wir zur Rezeption, werfen einen Schein in die TipBox und verabschieden uns von den Inhabern. Der Abschied ist recht liebevoll und wirklich herzlich. Hier war man sehr um uns bemüht. Noch ein paar Bonbons und Nüsse für die Fahrt und dann kann es auch schon los gehen. Unser Fahrer ist ja bereits da.

    Nach reichlich einer halben Stunde sind wir dann auch schon am Flughafen und schauen nicht schlecht, als unser Flug 40 Minuten Verspätung hat. Eine Mail hatte ich dazu nicht bekommen. Und es ist auch nirgends zu lesen, dass die 40 Minuten Verspätung sind. Hier wurde einfach mal die Abflugzeit angepasst. Das sollten wir in Deutschland bei der Bahn auch so machen. Einfach die Zeiten anpassen, nicht von Verspätung reden und dann so tun, als wäre das von Anfang an so geplant gewesen.
    Wir checken ein, gehen durch die Sicherheitskontrolle und ich versuche die ganze Zeit verzweifelt ins WLAN zu kommen um das Hotel über unsere Verspätung zu informieren. Das gelingt mir allerdings erst, als Wolfgang sich einen Kaffee und einen Muffin holt und auf der Rechnung die Zugangsdaten stehen. Schnell die Mail rausgeschickt und dann fliege ich schon wieder aus dem WLAN - Zeit abgelaufen vermute ich, weil mein Passwort nun nicht mehr gültig ist. Ok, sowohl der Muffin als auch der Kaffee sind ja auch alle…

    Im Flugzeug stelle ich wieder einmal fest….Chinesen sind manchmal echt eklig!!! Hinter uns der Typ hätte sich doch auch einfach ein Taschentuch nehmen können statt den gesamten Flug über seinen Rotz geräuschvoll hoch zu ziehen. Bei diesem Geräusch könnte ich mich jedesmal schütteln. Unsere Kinder nehmen uns doch bald gar nicht mehr ernst, wenn wir ihnen sagen, sie sollen sich die Nase schnauben statt hoch zu ziehen, und andere Erwachsene machen das pausenlos…
    Wolfgang ist schon ganz gespannt, ob das mit der Abholung vom Flughafen klappt. Wobei wir ja bisher immer vom Flughafen abgeholt wurden. Lediglich in Sri Lanka am Bahnhof wurden wir mal stehen gelassen. Und das wiederum hatte sich ja letztes Jahr als purer Glücksfall erwiesen.

    Kaum aus dem Flugzeug und noch nicht einmal an den Gepäckbändern angekommen, sehen wir schon eine junge Frau mit einem Schild in der Hand auf dem mein Name steht. So schnell haben wir noch keinen Abholer gefunden…Sie sagt uns auch gleich auf welchem Band unser Gepäck ankommt und ist sehr bemüht um uns. Das geht wirklich gut los. Nachdem wir unser Gepäck haben gehen wir zum vereinbarten Treffpunkt und sie telefoniert unseren Fahrer ran und übergibt uns persönlich. Wir kommen uns vor wie VIP Gäste.
    Nach ca. 45 Minuten Fahrt sind wir da. Mein Mann is schwer begeistert….Das ein oder andere Luxus Hotel hatten wir unterwegs ja schon gesehen, aber auch unseres sieht wirklich schön aus. Generell wirkt hier alles sympathischer als in Hanoi. Zwar wird auch hier chaotisch gefahren und viel gehupt, aber es ist alles nicht mehr ganz so eng und irgendwie einfach ein bisschen schicker.
    Wir werden noch am Auto persönlich begrüßt, unsere Koffer werden ausgeladen und an der Rezeption bekommen wir alle notwenigen Infos und einen Begrüßungstee. Wolfgang war auf Toilette als gesagt wurde was in dem Tee ist und nimmt im Anschluss einen großen Schluck. Vielleicht hätte ich ihm ja sagen sollen, dass der eigentlich aus purem Ingwer bestand und wahnsinnig scharf ist ;-). Das hat er dann aber selber gemerkt.
    Außerdem bekommen wir auch gleich den Gutschein für ein Abendessen und den für die Massage. Im Anschluss werden wir mit dem Golfcar zum unserem Zimmer gefahren. Das wollten wir schon immer mal. Nach einer Minute Fahrt sind wir aber bereits am Zimmer. Hätten wir ja auch laufen können….aber dann hätten wir uns nur halb so wichtig gefühlt ;-) Das Zimmer ist sehr geräumig und für unsere Ansprüche völlig in Ordnung.

    Das Hotel hat wohl 166 Zimmer. Das fällt angesichts der Weitläufigkeit aber überhaupt nicht auf. Die Anlage ist sehr gepflegt, wie wir auf unserem ersten Rundgang feststellen, und auch der Pool ist sehr schön. Lediglich der Strand haut uns nicht um. Das kann aber durchaus daran liegen, dass die Wellen gerade ziemlich hoch sind und ein Haufen Müll an den Strand gespült wird. Den wohl schönsten Strand auf Koh Pagnang in Thailand zu toppen scheint für uns aber eh kaum möglich zu sein.
    Wir bestellen das Abendessen vor und gehen noch einmal ins Zimmer. Mit Kindern im Restaurant auf das Essen zu warten ist manchmal sehr anstrengend. Pünktlich um sieben kehren wir dann wieder im Restaurant ein. Der uns angebotene Tisch ist zwar weit genug von den 5 männlichen Chinesen entfernt, dennoch hört man das Rülpsen. Gut, dass die mit dem Essen fertig sind als wir unser Essen bekommen. Das braucht doch echt kein Mensch.
    Unser Essen - Frühlingsrollen, Thai Suppe und Nudeln mit Gemüse - schmeckt wirklich gut. Und auch die Pommes für die Kinder sind ausgezeichnet.
    Für den Rückweg wird uns ein Regenschirm angeboten, damit wir nicht klitschnass im Zimmer ankommen.
    Alles ist perfekt hier….das Zimmer gut, das Essen lecker….das Personal äußerst freundlich und bemühmt….alles schon fast ein wenig langweilig…..gut zum entspannen!

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 03Jan 2019

    8 Hoi An - Innenstadt 03.01.2019

     

    Beschreibung

    Ausgeschlafen gehen wir halb zehn zum Frühstück. Das soll laut den Bewertungen im Internet fantastisch sein. Na dann lassen wir uns mal überraschen….
    Und fantastisch trifft es ziemlich genau. Es ist für jeden etwas dabei. Die Eierspeisen werden frisch beim Live-Cooking zubereitet und auch an die Obstauswahl ist sehr gut. Wer hier nicht satt wird ist selber schuld. Von viatnamesischen Spezialitäten über eine super Brotauswahl bis hin zu frischen Säften ist wirklich alles vorhanden und auch ziemlich lecker.

    Wir essen uns satt und gehen dann noch einmal ins Zimmer. Noch ein bisschen ausruhen bevor wir um 13:15 Uhr den Shuttle in die Stadt nehmen.
    Nach reichlich 10 Minuten Fahrt sind wir auch schon da. Hier wimmelt es von Touristen, kleinen Läden und wahnsinnig vielen Schneidern. Also eigentlich ist nur jeder 3.Laden kein Schneider. Wir haben jetzt knapp 3 Stunden Zeit, bevor der Shuttle uns wieder zum Hotel bringt. Dieser ist kostenfrei und fährt zu festen Zeiten alle 2-3 Stunden. Hoffentlich können wir uns merken wo wir raus gelassen wurden. Hier sieht auf den ersten. Blick doch alles gleich aus.

    Dank der kleinen Übersicht auf dem Zettel vom Hotel finden wir uns aber gut zurecht. Wir essen Pancakes am Straßenrand und schlendern durch die Straßen. Hier ist zwar auch viel los, aber der Verkehr ist im Vergleich zu Hanoi doch wesentlich weniger.
    Es sieht toll aus. Überall hängen bunte Lampignons. Auch die Boote den Fluss entlang sind mit bunten Lampignons geschmückt. Das müssen wir uns in den nächsten Tagen unbedingt noch einmal im Dunkeln anschauen.
    Wir kaufen Rambutan, Bananen und eine große Mandarine bei einer Einheimischen und versorgen uns mit Wasser, Bier und Süßigkeiten in einem koreanischen Supermarkt. Auf dem Rückweg staunen wir über den Optimismus eines Vietnamesen auf dem Moped, der trotz seines Assistenten nicht die Brücke hoch kommt, da sein Anhänger vom Moped einfach hemmungslos überladen ist. Erst als eine weitere Frau beim schieben hilft, schafft er es die kleine Anhöhe zu überwinden.
    Als wir am Fluss entlang wieder zurück gehen wollen werden wir nach unseren Tickets gefragt. Was? Tickets? Wofür? Ach, die wollen uns bestimmt wieder abzocken denke ich mir und wir wollen die nächste Straße nehmen. Aber auch da wartet jemand, der uns nach Tickets fragt. Ein kurzer Blick auf den Straßenplan verrät uns, auch in der nächsten Straße kommen wir zum Ziel. Das habe ich ja noch nie gehört, ist wohl eine Art Fußgängermaut? Oder eine weitere Möglichkeit Touristen abzuziehen? Bevor ich hier etwas zahle, muss ich das doch erst einmal googeln…
    Wir holen uns noch einmal Pancakes zum Mitnehmen und 2 Banh Mi (viatnamesische Baguettes) und gehen zu dem Laden vor dem wir aus dem Shuttle gestiegen sind. Hoffentlich klappt das mit der Abholung. 10 nach vier werde ich nervös. Der sollte doch um vier schon da sein, oder? Ich schaue noch einmal auf den Zettel vom Hotel und bin beruhigt als ich 16:15 Uhr lese.
    Pünktlich steigen wir ein und kehren zum Hotel zurück. Mittlerweile regnet es auch wieder ziemlich heftig, da wird es auch Zeit, dass wir wieder ins Hotel kommen.
    Im Zimmer schauen wir noch eine DVD und lassen uns die Köstlichkeiten schmecken. Danach heißt es auch bald schon „Gute Nacht“. Mal sehen was der morgige Tag so bringt.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 04Jan 2019

    9 Erkundungstour rund ums Hotel 04.01.2019 Vietnam —

    Cẩm An, Hội An, Vietnam

    Beschreibung

    Nach einem erneut sehr reichhaltigen Frühstück gehen wir eine Runde an den Strand. Dieser hatte uns ja bereits bei der Anreise nicht vom Hocker gehauen, nun aber tatsächlich erschreckt. Wir haben noch nie einen so vollgemüllten Strand gesehen. Der Abschnitt vorm Hotel ist zwar durch das Personal gesäubert, der Rest ist aber einfach erschreckend. Von Holz-Kabeltrommel über etliche Schuhe bis hin zu Spritzen und Unmengen an Styropor ist hier alles zu finden. Angespült durch die heftigen Wellen und liegen gelassen, weil sich anscheinend niemand dafür verantwortlich fühlt. Dieses Bild macht einfach traurig. Der Sand ist recht dunkel, zum Teil schwarz (vielleicht auch durch die Sandsäcke) und einladend sieht hier nichts aus.
    Wir gehen ein paar Meter und die Kinder freuen sich über jede Welle die ihre Füße umspült. Da man aber bei jedem Schritt aufpassen muss wo man hintritt drehen wir schon nach kurzer Zeit wieder um.
    Nach dem Mittagsschlaf erkunden wir zu Fuß die Umgebung des Hotels. Einfach mal die Straße runter….und hier sehen wir das erste Mal Einheimische die anscheinend nicht nur auf unser Geld aus sind, sondern einfach leben. Wir können von der Straße aus den ein oder anderen Blick in ein Wohnhaus werfen und fühlen uns mal nicht abgezockt als wir ein Banh Mi an einer Garküche bestellen und an den dahinter aufgestellten Stühlen verzehren. Eine Straße weiter werden wir dann aber schon wieder von allen Seiten vollgequatscht. Mit einem freundlichen „no, thank you“ kommt man aber schnell weiter.
    Nun wollen wir wieder zum Hotel zurück und gehen in Richtung des Wasser, was wir von weiten sehen. Hier war früher bestimmt mal ein toller Strand. Nun ist davon leider nichts mehr übrig. Alles wirkt, als seien seine besten Zeiten 20 Jahre her. Da hängen halb aufgepustete Wassertiere total verdreckt an einem verbarrikadierten Shop und auch der Strand ist als solcher nicht mehr zu erkennen. Hier türmen sich riesige Sandsäcke, um das Ufer und womöglich die Straße zu schützen. Wirklich breit ist der Strand nämlich nicht. Wieder ein sehr trauriger Anblick.

    Zurück im Hotel muss ich dann aber endlich noch die vermeintliche Abzocke mit dem Ticket für bestimmte Straßen googeln. Und tatsächlich….keine Abzocke, denn Hoi An versucht mit den Touristeneinnahmen die Altstadt aufrecht zu erhalten. Ganz offiziell. Außerdem soll es ganz lohnenswert sein, sich dort das ein oder andere Museum anzuschauen. Na gut, das werden wir dann in den nächsten Tagen mal tun.

    Am Abend lösen wir unseren Dinner-Gutschein im Restaurant ein und werde äußerst positiv überrascht. Es gibt Frühlingsröllchen, Fischsuppe, Reis, Schweine- und Rindfleisch, Gemüse, und zum Nachtisch frisches Obst. Alles ausgesprochen lecker! Das erste Mal, dass wir so richtig begeistert sind vom Essen. Und auch wenn wir durchaus viel essen können, hier schaffen wir nicht alles aufzuessen.
    Pappsatt fallen wir ins Bett.
    Mal abgesehen von der Freundlichkeit die wir heute erfahren und dem leckeren Essen, dass wir genießen durften, war dies ein sehr gelungener Urlaubstag.

    Und morgen? Soll es ein bisschen wärmer werden und ich habe Carlotta einen Pooltag versprochen.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 05Jan 2019

    10 Das erste Mal im Pool 05.01.2019 Vietnam —

    Cẩm An, Hội An, Vietnam

    Beschreibung

    Gesagt, getan….Nach dem Frühstück noch kurz ins Zimmer zum Sachen holen, und dann ab an den Pool. Wenn auch nur Carlotta und ich.
    Matilda hat seit heute morgen Fieber und schläft nach dem Frühstück auf Wolfgang seinem Bauch. Na da hat sie es ja schön weich ;-)….
    Hoffentlich ist sie bald wieder fit. Matilda und Fieber,….das hatten wir doch im letzten Urlaub erst.
    In den Pool gehe ich nicht. Carlotta muss mit Schwimmflügeln wohl alleine ins kühle Nass. Durch den Wind finde ich es einfach noch viel zu kalt zum Baden. Nach knapp einer halben Stunde merkt auch Carlotta das. Eingekuschelt in die Handtücher vom Hotel lesen wir ein bisschen, bis sie eine zweite Runde ins Wasser möchte. Dann packt sie allerdings, aus mir unerklärlichen Gründen, wieder die Angst und sie will raus. Ok, ist ja auch genug für heute.
    Wieder im Zimmer kuschel ich mich noch ein wenig zu Matilda, die dann auch gleich wieder einschläft. Und dann sehen wir auch, warum wir im Hotel keine Geckos, Moskitos und andere Insekten sehen. Hier wird einmal am Tag kräftig gesprüht.
    Als wir am Nachmittag wach werden hat sie zwar immer noch Fieber, ist aber generell ganz gut drauf. Sie will Oma anrufen. Wir telefonieren gerade mit Oma und Opa, als die Chinesinnen, aus den Zimmern im gegenüberliegenden Gebäude, Carlotta mit frischem Obst versorgen. Die Frucht haben wir zwar schon einmal gesehen, wissen aber weder wie man sie isst, noch nach was sie schmecken sollte. Ersteinmal googeln, dann probieren und noch einmal drüber nachdenken, ob das jetzt lecker ist oder nicht.

    Am Abend machen wir uns auf die Suche nach einem Restaurant in der Nähe des Hotels. Außerdem müssen wir mal ein paar Klamotten reinigen lassen. Zwar wasche ich kleine Sachen auch mal schnell mit der Hand durch, bei T-Shirts und Ähnlichem nehmen wir aber gerne die angebotene Reinigung wahr. Unsere mobile Wäscheleine lässt sich im Zimmer auch fast nicht spannen, es sei denn man nimmt in Kauf, dass man immer erst dagegen läuft bevor man ins Zimmer kommt oder raus geht.

    Keine 200m müssen wir laufen und sehen ein Restaurant das sehr sauber wirkt und deren Besitzerin uns freundlich aber nicht aufdringlich begrüßt. Außerdem kommen gerade Gäste mit Tüten in der Hand aus dem Restaurant raus. Zu wissen, dass auch andere da essen ist doch irgendwie immer ziemlich beruhigend.
    Wir nehmen Platz und bestellen. Ganz landestypisch für uns und Pizza für Carlotta.
    Das essen ist noch nicht da, da mauzt es neben unserem Tisch. Ein kleines Katzenkind sitzt da und wartet wahrscheinlich darauf, gegessen,….nein quatsch, gestreichelt und gefüttert zu werden….;-) Echt süß die. Mieze, dennoch untersage ich es Carlotta sie anzufassen……und Wolfgang sieht hinter dem Tisch neben uns noch eine vorbei laufen und weist uns drauf hin mit den Worten….guck mal, da ist noch eine……
    In dem Moment ist mir kurz alles vergangen! Es war zwar genauso groß wie die kleine Katze, hatte aber kein Fell an ihrem ziemlich langen Schwanz…und sie ist gehumpelt…..die Ratte!!!

    Das Essen ist sehr lecker und die Inhaber (Mutter in der Küche und Tochter im Service) sind wirklich lieb und freundlich. Für Matilda kochen sie einen Spezialtee der gegen das Fieber helfen soll und ein paar Kekse bekommen die Mädels auch noch mit.
    Na dann hoffen wir mal, dass der Tee, von dem ich ihr nur ein paar Löffel unterjubeln konnte, hilft.

    Wir haben hier zwar noch ein paar Tage, aber ein bisschen was wollen wir ja auch noch sehen….

    Die Krönung des Abends liefert uns der Karaoke singende Taxifahrer an dem wir auf dem Rückweg vorbei gehen. Als er sieht wie ungläubig wir ins Taxi schauen, muss auch er schmunzeln. Sein Mikrophon hat er dabei aber fest in der Hand und trällert fleißig weiter.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 07Jan 2019

    11 Oh oh oh 07.01.2019 Vietnam —

    Cẩm An, Hội An, Vietnam

    Beschreibung

    Nach dem Frühstück sind wir am Sonntag (06.01.2019) noch eine kleine Runde durch die Anlage spaziert. Am Pool bzw. dahinter am Strand hat der Bademeister gerade für Unterhaltung gesorgt. Er hat mit bloßer Hand kleine Krebse gefangen. Erst hat er sie mit einem langen Grashalm aus ihrem Loch gelockt und dann gafangen. Damit wir sie uns in Ruhe anschauen konnten hat er sie in eine Flasche gesetzt.
    Matilda war jetzt zwar wesentlich besser drauf, hat aber immer noch ein bisschen gefiebert. Somit durfte sie heute nicht in den Pool.
    Ich habe mit Carlotta da ein paar Schwimmübungen gemacht und Matilda war mit Wolfgang am Strand spazieren.
    Am Abend waren wir dann erneut im Restaurant „Broccoli“. Wir mussten ja noch unsere Wäsche abholen und außerdem hat es da so gut geschmeckt, dass wir wieder kommen wollten. Diesmal auch ohne tierischen Besuch im Restaurant.
    Die Kellnerin fragt auch gleich ob es Matilda schon besser gehen würde und diese Frage konnten wir durchaus mit „ja“ beantworten.
    Wir waren gerade mit dem Essen fertig, da tat mir, von von einer Minute auf die andere, alles weh. Ich habe Wolfgang gebeten, schnell wieder ins Zimmer zu gehen da ich mich hinlegen müsse.
    Und gerade so im Bett, habe ich Schüttelfrost bekommen. Nach 3 Stunden ließ das dann endlich nach und das Fieber kam. Mal abgesehen von wahnsinnigen Kopf-und Gliederschmerzen und Fieber hatte ich aber nichts. Kein Husten und auch kein Schnupfen.
    Die Nacht über habe ich mich dann mal liegend und mal sitzend gequält und auch am nächsten Tag wurde es nicht wirklich besser. Am Morgen hatte ich schon Paracetamol genommen, die aber anscheinend überhaupt nicht angeschlagen haben. Erst nach einer ordentlichen Portion Nurofen-Saft von den Kindern konnte ich für eine Stunde ohne Schmerzen schlafen.
    Wolfgang war in dieser Zeit dann allein mit den Kindern beim Frühstück. Sie haben mir einen Obstteller mitgebracht und den ganzen Tag über dafür gesorgt, dass ich mich ausruhen kann. Für Carlotta tat mir das wahnsinnig leid, denn wir wollten doch wieder zusammen in den Pool. Statt dessen war Wolfgang mit den Kindern am Strand spazieren und Muscheln sammeln. Richtig große haben sie gefunden und mir ganz stolz präsentiert als sie zurück waren.
    Ich habe in der Zwischenzeit mal geschlafen, mal Dr.Google befragt was ich haben könnte und dann wieder ein bisschen geschlafen. Dengue-Fieber habe ich schnell ausgeschlossen, dafür ist das Fieber nicht hoch genug. Malaria? Glaube ich auch nicht - die Inkubationszeit ist zu kurz, Grippe - könnte sein, aber woher? Wie auch immer…Hauptsache es ist bald weg.
    Nach der ein oder anderen Paracetamol-Tablette und noch ein paar Schluck Ibu sind wir dann wieder in unser „Stamm-Restaurant“ zum Abendessen gegangen.
    Die Kellnerin wollte Carlotta heute eine Freude machen und hat sie prommt auf eine kleine Spritztour mit dem Roller eingeladen. Das war das Größte für Carlotta. Das erste Mal auf einem Roller mitgefahren, davon hat sie noch den ganzen Abend geschwärmt.
    Wolfgang und ich haben die ganze Zeit nur gehofft, dass alles gut geht. Ja, das war ein bisschen leichtsinnig. Und noch einmal würden wir das sicher auch nicht zulassen. Die Situation war, aufgrund unserer schlechten Englischkenntnisse und des noch viel schlechter zu verstehenden vietnamesischen Englisch irgendwie skurril.
    Wie auch immer. Es ist alles gut gegangen und Carlotta hatte ein tolles Erlebnis.

    Wieder im Zimmer noch ein paar Schmerzmittel genommen und dann versuchen zu schlafen. Aber wenn man den ganzen Tag schon im Bett gelegen hat, ist das leichter gesagt als getan. Ich schaue mir in der ZDF-Mediathek noch einen Film an und muss dabei an meinen Papa denken….ob er die auch schon alle kennt?

    Irgendwann bin ich müde genug um einzuschlafen. Hoffentlich geht es mir morgen besser.
    In diesem Urlaub ist doch echt der Wurm….äh..der Virus drin….Erst schlechtes Wetter, und jetzt als das Wetter wirklich toll ist, wird einer nach dem anderen krank.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 08Jan 2019

    12 Bettruhe 08.01.2019 Vietnam —

    Cẩm An, Hội An, Vietnam

    Beschreibung

    Am Morgen geht es mir zwar ein bisschen besser, Schmerzen habe ich aber immer noch in allen Gelenken. Also zum Frühstück erst einmal nen ordentlichen Schluck Nurofen-Saft und eine Paracetamol und danach noch viel Ruhe. Wir kommen uns vor wie im Lazarett. Auch die Kinder sind nicht richtig fit. Matilda ist anscheinend noch sehr müde und Carlotta klagt über Bauchschmerzen und Übelkeit.
    Viertel vor zehn raffen wir uns auf und gehen zum Frühstück.
    Die Medikamente helfen und die Schmerzen sind auszuhalten. Am Vormittag machen wir dann ein paar Vorschulübungen mit Carlotta und nach dem Mittagsschlaf wollen wir eigentlich an den Pool.

    Wenn Carlotta da nicht weinend vor Ohrenschmerzen im Bett sitzen würde. Schnell Dr. Google befragt und dann gibt es auch für sie Nurofen-Saft. Dazu noch ein paar Nasentropfen und als die Schmerzen nicht besser werden und sie immer doller weint noch einen Löffel Paracetamol-Saft. Man gut, dass unsere Reiseapotheke so gut ausgestattet ist.
    Irgendetwas davon scheint zu helfen und so kann sie nach einer Weile schmerzfrei einschlafen. Über 2 Stunden Mittagsschlaf machen die Kinder.
    Am späten Nachmittag komme ich endlich wieder ohne Schmerzmittel aus und auch Carlotta tut nichts mehr weh. Somit können wir den Abend und die nächsten Tage planen. Wir haben ja nur noch knapp 3 Tage hier. Wir wollten doch noch so viel sehen.
    Für heute Abend steht nichts weiter auf dem Programm, außer natürlich in unserem Stamm-Restaurant essen gehen und morgen Abend wollen wir in die Innenstadt.
    Hoi An im Dunkeln soll einen wahren Zauber haben.
    Für den 10.01. planen wir die My Son Tour, und dann ist unsere Zeit hier auch schon um und es geht am 11.01. abends weiter.

    Als wir nach dem Essen wieder im Zimmer ankommen der nächste Schreck-Moment. Wolfgangs Handy klingelt. Und meines auch. Unsere Alarmanlage ruft an. Das macht sie automatisch wenn sie ausgelöst wird. Die SMS dazu verrät uns, dass der Alarm am Schuppen ausgelöst wurde. Sofort versuche ich Caren per WhatsApp Anruf zu erreichen. Leider ohne Erfolg. Auch Jörn erreiche ich nicht. Bei ihm ist immer besetzt. Na klar, unsere Alarmanlage ruft ja auch ihn an. Ich schreibe Frone und bin sehr erleichtert, als sie gleich zurück schreibt. Auch ihr Handy hat die ganze Zeit geklingelt.
    Durch die Kameras zu Hause kann ich leider nichts erkennen. Die Zeit, bis Frone bei uns zu Hause nach dem Rechten sieht, scheint endlos.
    Einen Fehlalarm hatten wir bisher noch nie. Umso nervöser bin ich. Hoffentlich war da niemand im Schuppen.
    Knapp eine Stunde später können wir erleichtert durchatmen. Zu Hause ist alles in Ordnung. Allerdings meldet die Alarmanlage „Tür/Fenster offen“ als Frone sie wieder scharf schaltet. Die Schuppentür ist zwar noch mit dem Vorhängeschloss verriegelt, aber richtig beschlossen ist sie nicht mehr. Jetzt bleibt viel Raum für Spekulationen. Entweder hat jemand versucht sie zu öffnen oder sie ist einfach so aus dem Schloss gerutscht…..das wäre allerdings das erste Mal…
    Wie auch immer….zu Hause ist alles in Ordnung und nun kann ich beruhigt einschlafen. Nur noch schnell das Handy an das Ladekabel hängen und dann gute Nacht….
    Aber warum lädt das nicht??? Ich könnte kotzen…..kaputt! Ist heute nicht mein Tag.
    Morgen wollen wir ja eh in die Stadt. Dann müssen wir wohl ein neues kaufen.
    Jetzt aber wirklich: Gute Nacht!

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 09Jan 2019

    13 Der Zauber von Hoi An 09.01.2019 Vietnam —

    Cẩm An, Hội An, Vietnam

    Beschreibung

    Am Morgen ist Matilda wieder ein wenig warm. 37,2 Grad ist zwar noch kein Fieber, zumal Matilda ja immer recht hoch fiebert wenn sie denn Fieber hat. Aber in den Pool gehen wir dann wohl auch heute nicht. Carlotta hat auch noch Husten und Schnupfen und ich fühle mich so mittelprächtig. Wir entschieden uns für einen ausgiebigen Strandspaziergang und wollen noch ein paar Muscheln suchen.
    Wir sind lange unterwegs und alle ziemlich kaputt, als wir wieder im Zimmer sind. Wahrscheinlich liegt das auch daran, dass wir nach wie vor noch nicht wieder ganz fit sind.
    Also noch ein kleines Schläfchen, damit wir am Abend wieder ausgeschlafen sind.

    Für 18 Uhr habe ich uns für den Shuttlebus angemeldet. Wir sind sehr gespannt….
    Und tatsächlich….Hoi An wirkt im Dunkeln viel sympathischer und sooo schön. Überall die leuchtenden Lampignons, an jeder Ecke blinken LED´s, es herrscht ein buntes Treiben und die unzähligen brennenden Glückslichter auf dem Wasser runden das Bild ab. Da vergessen wir doch fast, dass wir am Crepes-Stand gerade eben schon wieder fast abgezogen worden sind. Einfach mal 20tsd Dong zu wenig zurück bekommen…
    Und wenn wir jetzt noch die Tausenden Touristen um uns herum ausblenden und ignorieren, dass uns alle paar Meter jemand etwas verkaufen möchte, können wir es fast genießen.
    Direkt neben dem Fluss findet eine Art BingoSpiel statt, bei dem viel gelacht, gesungen und gekreischt wird - ein echtes Spektakel.
    Noch schöner findet Wolfgang allerdings die LED-Propeller die die Straßenhändler hier immer wieder in die Luft werfen und wieder auffangen.

    Ein Boottour machen wir dann aber doch. Aber auch nur mit viel Verhandlung. Angefangen bei 300tsd treffen wir uns nachher bei einem Preis von 150tsd VDN inklusive eines Glückslichtes.
    Es sieht wahnsinnig toll aus. Alles leuchtet rundherum. Nun kann ich den Zauber Hoi An´s verstehen.
    Wir spazieren über den Nachtmarkt und Wolfgang kostet sich durch die Streetfood-Stände. An die Frösche am Spieß traut er sich aber nicht ran. Richtig faszinierend ist die Art wie die Eisröllchen hergestellt werden.
    Und dann kaufen wir endlich einen LED-Propeller für mein großes Kind. Ohne Ohren hätte er eine Runde im Kreis gelacht, so sehr hat er sich gefreut. Leider währt die Freude nur kurz, denn nach dem dritten Mal hoch werfen und runterfallen lassen ist das Ding gebrochen. Die Propeller hätte er vielleicht auch ausklappen sollen ;-)
    Wir trinken noch etwas in einem Restaurant etwas abseits des Trubels und doch mit Blick auf das Geschehen bevor wir dann wieder zur Abholstation gehen.

    Ich bin froh, als wir wieder im Zimmer sind, denn ich merke, dass das heute alles ein bisschen viel war und ich sowohl wieder Schmerzen in den Gelenken als auch erhöhte Temperatur habe.
    Gelohnt hat es sich aber in jedem Fall. Es bleiben tolle Eindrücke und Bilder im Kopf.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 10Jan 2019

    14 My Son 10.01.2019 Vietnam —

    Cẩm Châu, Hội An, Vietnam

    Beschreibung

    Nach dem Frühstück eile ich schnell zur Massage, denn der Termin habe ich für 10 Uhr gebucht. Und da es gestern Abend für alle recht spät war, waren wir heute auch wieder recht spät bei Frühstück. Wir hatten genau die Lücke zwischen den monsunartigen Regenfällen genutzt um ins Restaurant zu kommen. Und auf dem Rückweg von der Massage zum Zimmer schien dann auch schon wieder die Sonne.

    Unser Fahrer ist äußerst pünktlich und wir fahren knapp eine Stunde durch Dörfer und kleinere Städte. Vorbei an unzähligen Reisfeldern, Rindern und Wasserbüffeln. Hier wirkt nichts mehr touristisch und das ist auch ganz gut so.

    Angekommen bei My Son verabreden wir, um halb vier wieder zurück zu sein. Man sieht hier gar nicht so viele Touristen wie erwartet. Wir gehen rein und laufen und laufen und sehen dann irgendwann das Schild: 2 Km! Aber zeitgleich auch die Elektroshuttle ;-)
    Das ist besser als Karussell fahren. Der Fahrer heizt mit dem Teil um die Kurven, dass einem Angst und Bange wird.
    Am Ziel angekommen sehen wir ….nichts… wir müssen wieder laufen. Hat sich ganz schön versteckt, diese alte Tempelstadt.
    Hier gibt es keinen Verkehrslärm, kein Hupen, keine lauten Menschen. Hier kann man die Ruhe bei einem gemütlichen Spaziergang wirklich genießen. Rundherum nur grün und ab und an kommen wir an einem Bach vorbei bis wir dann endlich die erste Tempelruine sehen.
    Sie wird von allen Seiten abgestützt, weil das sonst wahrscheinlich schon alles in sich zusammen gebrochen wäre. Diese Ruinen hier sind weit mehr als 800 Jahre alt.
    Wir laufen weiter und sehen dann noch ganz viele hinduistische Tempelanlagen. Mal besser erhalten, mal nur noch ein paar Teile der Mauern. Der Blick auf die Uhr verrät uns, dass wir uns langsam aber sicher auf den Rückweg machen sollten. Ist ja wieder ein ganzes Stück zu laufen. Somit können wir uns leider nicht mehr die Trommelaufführung ansehen die kurz nach unserem Verschwinden beginnt.
    Und auch für die letzten 2 Km Rückweg nehmen wir den Elektroshuttle. Diesmal haben wir das „Auto“ ganz für uns allein. Allerdings kommen uns nun immer mehr Touristen entgegen. Zeitlich hatten wir das also auch hier gut abgepasst. Noch ein Blick in das Museum kurz vor dem Ausgang und dann gehen wir wieder zu unserem Fahrer.
    Fazit: War ganz nett, muss man aber nicht noch einmal machen. Auch wenn die Tempelanlage zum Weltkulturerbe gehört, der Hin-und Rückweg war für uns interessanter.

    Am Abend kehren wir wieder im Restaurant Brokkoli ein und staunen nicht schlecht als uns auf dem Weg dorthin 2 Rinder auf der Straße entgegen kommen. Natürlich alleine, weit und breit ist kein Bauer zu sehen. Ich hoffe einfach nur, dass sie uns ignorieren. Alles andere könnte sehr gefährlich werden.
    Im Restaurant angekommen freue ich mich über eine Gemüsesuppe und einen Lotusblüten-Tee. Ich bin nämlich mittlerweile wieder bei 37,7 Grad und die Gelenke schmerzen höllisch. Wir buchen bei Huang (so heißt die Restaurantbesitzerin) den Fahrer für den Transfer zum Flughafen morgen und bezahlen unseren Ausflug. Sie nimmt 400tsd. Für den Flughafentransfer. Im Hotel hätten wir 600tsd bezahlt. Und trotzdem bleibt ein kleiner Beigeschmack. 2 Tage zuvor haben wir nämlich mitbekommen wie sie einem anderen Paar 300tsd für den Transfer zum Flughafen berechnet hat.

    Auf dem Rückweg noch schnell den Late-Check-out an der Rezeption geklärt eile ich danach zur Toilette im Zimmer und komme da so schnell auch nicht mehr runter. Bleibt nur zu hoffen, dass ich morgen Abend zum Flug fit bin. Dem Rest der Familie geht es wieder gut. Bis auf ein bisschen Schnupfen sind alle wieder fit.

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 11Jan 2019

    15 Eine spannende Weiterreise 11.01.2019 Vietnam —

    Phú Hài, Phan Thiet, Vietnam

    Beschreibung

    Ausschlafen, Frühstücken, relaxen, Schlafen und dann Koffer packen….

    Das Hotel hier hat wirklich stark angefangen (Flughafentransfer kostenfrei, Massagegutscheine, Dinner for free, Obst auf dem Zimmer), doch dann leider auch stark nachgelassen. Heute morgen wurde uns nicht mal mehr Kaffee zum Frühstück angeboten. Aber gut, wird eben auch Zeit weiter zu ziehen.
    Mir geht es erfreulicher weise etwas besser und nun kann ich mich auch richtig auf das nächste Hotel freuen. Wäre da nicht noch die Anreise dorthin. Mein ursprünglicher Plan mit dem Zug zu fahren hatte sich recht schnell erledigt nachdem mir mein Kieferchirurg das ein oder andere Krabbeldetail seiner Vietnamreise erzählt hatte. Außerdem hat Wolfgang darauf bestanden zu fliegen.
    Der Check out läuft wenig herzlich ab. Wir müssen noch darüber diskutieren ob wir nun ein Bier aus der Minibar hatten oder nicht und wo denn der zweite Regenschirm abgeblieben ist. Wir hatten uns am ersten Abend zwei Bier auf das Zimmer bringen lassen und sollten nun für ein Bier aus der Minibar zahlen, dass es dort nie gab. Und den zweiten Regenschirm hatte Carlotta an der Rezeption stehen lassen als wir das erste Mal in die Innenstadt gefahren sind. Natürlich hatten wir das nach unserer Rückkehr sofort angezeigt. Aber aufgrund der ein oder anderen Sprachbarriere hat man uns anscheinend nicht verstanden.
    Wie auch immer. Ich zahle die Rechnung in Bar und vor allem in Dong und kurz darauf ist dann auch schon unser Fahrer da. 16:30 Uhr starten wir pünktlich in Richtung Flughafen. Ganz schön viel los auf den Straßen, aber unser Fahrer fährt sehr vorsichtig.
    Nach knapp 45 Minuten sind wir am Flughafen. Nun ersteinmal einchecken, damit wir die Koffer los sind. Der große Koffer geht trotz seiner fast 29 kg einfach durch. Glück gehabt. Wir müssen nichts für das Übergepäck zahlen.
    Danach gibt es Bahn Mi (Baguette) für alle und dann müssen wir noch durch die Sicherheitskontrolle. Alles ganz entspannt. Wir haben ja schließlich noch reichlich Zeit. Auf dem Weg zum Abfluggate gibt es für die Mädels noch Schinken-Käse-Croissant und Wolfgang gönnt sich einen Whopper bei Burger King. Ganz traditionell ;-)
    WIr müssen Gate 9 suchen und stellen fest, dass wir nicht durch einen Finger ins Flugzeug gelangen sondern wohl mit dem Bus dort hin gefahren werden.
    Als es dann soweit ist wundern wir uns kurz über so viele freie Finger und die Tatsache, dass wir mit dem Bus zum Flieger fahren,….bis wir….unser Flugzeug sehen…..

    Falls ich es noch nicht erwähnt habe: Ich wollte Zug fahren!!!! Wolfgang wollte fliegen!!!!!!!!

    Das Flugzeug war einfach mal zu klein für den Finger. Es gibt auch keine GangWay, wir steigen direkt über die Flugzeugtreppe in die kleine Propeller-Maschine. Wir, und die anderen ca. 60 Fluggäste. Der Flieger scheint ausgebucht zu sein, anders lässt es sich nämlich nicht erklären, dass Wolfgang das Glück hatte, neben einem durchaus stark übergewichtigen Vietnamesen den Gangplatz zu bekommen. Noch nicht gestartet, schläft dieser schon. Besser als im Film. Da wartet man doch förmlich auf den Moment, wo der Kopf des Sitznachbarn einem auf die Schulter fällt ;-)
    Letztlich war es dann aber nur das Wasser auf Wolfgang seinem Schoß, als der Vietnamese kurz vor der Landung schreckhaft wach geworden ist…
    Wolfgang hat das innige Bedürfnis nach der Landung den Boden zu küssen, kann sich dann aber doch zusammen reißen. Wir laufen über das Vorfeld in die Empfangshalle und kurz danach kommen auch unsere Koffer über das Gepäckband.
    Am Ausgang stehen 2 Abholer und ich bin sehr froh, dass einer der beiden ein Schild mit meinem Namen hoch hält. Er holt das Auto, lädt unsere Koffer ein und als ich mit den Mädels einsteige sehen wir die äußerst liebevolle Beifahrerin.
    Auf die Frage wie lange wir jetzt fahren erklärt er mir in gebrochenem Englisch: 4 Stunden, sehr viele Huckel, sehr bergig…. Oh je… los geht es.
    4 Stunden Fahrt hatte ich irgendwie nicht auf dem Zettel, hoffentlich schlafen die Mädels bald, es ist ja schon nach neun.
    Die Beifahrerin ist so herzlich, Carlotta sitzt irgendwann bei ihr vorne und kuschelt sich an sie. Irgendwann kommt sie dann aber wieder zu mir und letztendlich schläft sie bei Wolfgang in der letzten Sitzreihe ein. Immer zugedeckt mit der Jacke der Beifahrerin. Diese spricht leider sehr schlechtes vietnamesisches Englisch und somit ist die Verständigung alles andere als leicht.
    2 Mal verfahren, dann noch einen Mopedfahrer nach dem Weg gefragt geht es nun quer durch die Berge zu unserem Hotel. Ich bin sehr froh, dass es dunkel ist und ich nicht sehen muss wie weit es neben der Straße in die Tiefe geht. Auch wenn die Straßen bzw. Wege durch die Berge gut gesichert sind, möchte ich hier lieber nicht im hellen lang fahren. Serpentinen fahren in Vietnam hatte ich genauso wenig auf dem Zettel wie 4 Stunden Fahrt für 130 km.
    Die Mädels schlafen und Wolfgang fallen auch mal kurz die Augen zu, nachdem er das mit dem Lesen auf dieser Buckelpiste aufgegeben hat. Mein Blick gilt der Uhr. Ich hoffe einfach, dass die prognostizierten 4 Stunden großzügig aufgerundet und wir eher am Hotel sind.
    Irgendwann sehen wir vor uns eine Ampel….oder…nein halt…es sind nur die Rücklichter des LKW´s der da gerade die Stromleitung runter geholt hat. Der Fahrer versucht verzweifelt die Kabel mit einem Ast zwischen der Fahrerkabine und dem Container rauszuheben. Wir fahren zwischen den Kabeln durch und verlieren nicht allzu viel Zeit.
    Unterwegs sehen wir nun unzählige beleuchtete Bananenplantagen. Jede Pflanze hat ein eigenes Licht. Das sieht äußerst interessant aus. Mal sehen ob wir während unseres Aufenthaltes noch herausbekommen warum das so ist.
    Irgendwann, nach knapp 3 Stunden dann mal eine kurze Raucherpause für Wolfgang und den Fahrer und nun sind auch endlich wieder Autos auf den Straßen zu sehen. In den Bergen kamen uns ja insgesamt nicht mehr als 5 entgegen. Aber die Berge habe wir ja nun hinter uns gelassen und nähern uns dem Ziel. Der Fahrer legt nun auch einen Zahn zu. Er scheint sich hier auszukennen. Dann sehe ich endlich ein Schild. Noch 18Km bis Mue Ne. Juchuhuu….fast da…der Highway ist total schön bepflanzt und kilometerweit gibt es hier eine Straßenbeleuchtung, einen 5m breiten Bürgersteig und in der Mitte der Straße einen prachtvollen und äußerst gepflegten Grünstreifen.
    Als der Fahrer mir extrem müde vorkommt werfe ich über den Rückspiegel einen Blick in seine Augen. Und ich kann leider nicht anders, als ich anzusprechen und nach den noch verbleibenden Km zu fragen. Eigentlich interessieren mich die Km gar nicht. Ich will ihn nur in ein Gespräch verwickeln damit er nicht einschläft. Damit wecke ich allerdings auch seine Beifahrerin. Das war der einzige Moment während der gesamten Fahrt wo ich wirklich Angst bekommen habe. Zum Sekundenschlaf hat meines Erachtens nicht mehr viel beim ihm gefehlt. Schließlich war er die 4 Stunden heute auch schon zum Flughafen gefahren. Und nun, mitten in der Nacht, einfach wirklich müde.
    Noch 5 km. Die Unterhaltung des Fahrers übernimmt nun wieder seine Beifahrerin, die wir kurz vor dem Hotel aussteigen lassen weil dort ihr Zimmer ist. Sie sagt, dass wir uns morgen sehen, sie arbeitet nämlich im Hotel.

    Gut angekommen und heilfroh darüber checken wir im Hotel ein.
    Unser Zimmer bzw. Bungalow ist ein Traum. Alles ist extrem sauber, äußerst gepflegt und das Bad ist der helle Wahnsinn.

    Nun noch schnell meiner Mama mitteilen, dass wir gut angekommen sind (sie macht sich sonst immer so riesengroße Sorgen ;-) ) und dann ganz schnell ab ins Bett!!!

    Fotos & Videos

    Kommentare

  • 15Jan 2019

    16 Sonne, Strand und neue Freunde 15.01.2019 Vietnam —

    Phú Hài, Phan Thiet, Vietnam

    Beschreibung

    Die letzten Tage haben wir mit ausgiebigem Sonnenbaden und relaxen am Pool verbracht. Und genau das steht auch für die nächsten Tage auf dem Programm.

    Am ersten Abend wollten wir zwar mit dem kostenfreien Shuttlebus vom Hotel in die Stadt fahren, nachdem uns aber ein OSTDEUTSCHES, älteres Paar vom Restaurant gegenüber erzählt hat, haben wir auf die Tour in die Stadt verzichtet. Die Kinder waren eh schon total müde und alles was wir brauchten hatten wir also direkt vorm Hotel. Ein Restaurant wo das Essen ganz gut schmeckt und die Preise äußerst günstig sind, und einen kleinen Mini-Markt in dem wir das nötigste bekommen.
    Beim Essen haben wir uns einen Tisch mit den beiden OSTDEUTSCHEN Sabine und Frank geteilt. Und auch am nächsten Abend haben sie sich zu uns gesellt. Und auch am übernächsten, obwohl wir bereits sehr sehr zeitig zum Abendessen gegangen sind. Und heute, Dienstag, reisen sie ab. Es wird wohl sehr langweilig für uns heute Abend.
    Bereits am ersten Abend hatte sie sich von uns bestätigen lassen, dass sie doch gar nicht aussieht wie 64….Aha…, für gut erhaltene 70 wäre sie schon auch durchgegangen, aber das sage ich ihr natürlich nicht.
    So leid es mir tut, aber die beiden erfüllen echt jedes Klischee. Alles in Worten zu beschreiben ist einfach unmöglich. Die beiden muss man erlebt haben.
    Angefangen von der Beschwerde, dass hier echt niemand deutsch im Hotel spricht über die Gewürze, die die hier im Essen verwenden bis hin zu: die lassen sich echt alles aufquatschen…. Wolfgang und ich amüsieren uns köstlich,…natürlich erst wenn die beiden nicht mehr neben uns sitzen. Wir wollen sie ja nicht bloß stellen, aber ich habe mich schon sehr zusammen reißen müssen um nicht laut los zu prusten als sie mir das Aloe Gel gezeigt hat. „In Deutschland ist das ja so teuer für so eine kleine Dose…und hier bekommt man eine viel größere Dose mit reiner Aloe so viel günstiger. Meine Schwiegertochter hat immer so trockene Hände,…da wird sie sich bestimmt freuen“……ja klar denke ich mir. Bleibt nur zu hoffen, dass sie ebenfalls kein Englisch kann. Sonst sieht sie nämlich, dass in dem Produkt aus Korea weisgott nicht nur Aloe drin ist. In der Dose befindet sich Schneckenschleim mit Aloezusatz….hm lecker……und ich habe die Schnecken zu Hause bisher immer entsorgt. Jetzt werde ich sie sammeln, im Thermomix pürieren und mit einem kleinen Aloe-Zusatz nach Gröditz schicken ;-)
    Auch die Art und Weise sich hier das Essen zu bestellen ist äußerst merkwürdig. Da wird er immer lauter während er auf das Bild in der Karte tippt und man glaubt fast, die Kellner wären tatsächlich schwerhörig weil sie ihn trotzdem nicht verstehen. Zugegeben, das liegt mit Sicherheit nicht an der Lautstärke seiner Stimme, sondern an seinen mangelnden Englischkenntnissen, aber das merkt er ja nicht.
    Gestern Abend gab es für „Tante Sabine“ (so bezeichnet sie sich gerne gegenüber unseren Kindern) dann wieder Spaghetti mit Tomatensoße. Eigentlich wollte Frank gerne, dass sie die mit Löffel und Gabel isst. Das konnte sie allerdings nicht. Und in Vietnam werden die Nudeln doch schließlich gezutscht…Aha…Für ihn gab es Garnelen und Reis. Nachdem er die Limette auf der Schale verteilt hatte ging es ans pulen….und wie…in viel mehr Einzelteile hätte man die Schale und auch das Tier gar nicht zerlegen können. Das Salz wurde nachher auf dem Reis verteilt und ich war sehr froh als er endlich fertig war.
    Die beiden sind echt zum fremdschämen und mit Garantie der Grund für das Aufrecht erhalten des Klischees über Ostdeutsche…

    Da es heute mal nicht ganz so sonnig ist werden wir nachher mal ein paar Meter laufen und noch ein wenig Geld wechseln. Wir müssen ja schließlich noch den Transfer (wir haben uns nun doch für einen privaten Fahrer mit Auto statt dem Zug entschieden) nach Ho Chi Minh und dort das Hotel zahlen. Den Fahrer habe ich in einem Kommentar auf Tripadvisor gefunden und dann über Facebook angeschrieben - mal sehen ob das klappt.

    Unsere beiden Wasserratten können am Nachmittag ja noch einmal in den Pool oder ins Meer springen. An den Strand gehe ich jetzt aber auch nur noch mit Mückenschutz. Hier gibt es Sandflöhe, und die wohl auch nicht nur im Sand. Ich bin überall total zerstochen und kann mir schon nicht mehr vorstellen, dass das alles Mücken gewesen sein sollen….Mein Körper ist übersäht mit bestimmt mehr als 40 Stichen oder Bissen.

    Carlotta hat hier ihre ganz persönliche neue Freundin gefunden. Das Zimmermädchen, welches bereits bei unserer Abholung vom Flughafen mit im Auto saß, scheint sich schwer in Carlotta verliebt zu haben. Jeden Tag dreht sie eine Runde mit ihr. Und jeden Tag gibt es etwas zu naschen für die Kinder. Wir haben schon ein schlechtes Gewissen. Von dem bisschen was sie hier haben geben sie noch so viel. Am ersten Tag gab es eine kleine Packung mit Stinkfruchtkeksen. Matilda fand die anscheinend lecker - also bis ich ihr die leider wegnehmen musste weil der Gestank auch an der frischen Luft im Wind nicht auszuhalten war.
    Läe, so heißt das Zimmermädchen, ist so lieb. Wir würden sie gerne als AuPair einpacken. Leider ist sie dafür aber schon zu alt. Das Visum als AuPair bekommt man nur bis 27 Jahre, sie ist leider schon 36 Jahre alt. Da müssen wir uns wohl eine andere Möglichkeit überlegen wie sie mit nach Deutschland kommen kann….ein paar Tage haben wir ja noch Zeit zum Überlegen ;-)

    Fotos & Videos

    Kommentare