Mahangu Plan you next vacation together with friend and manage travel documents. Create a free travelblog and upload photos and videos. Sum up your travel hightlights in a film. Simplicity that impresses, absolute privacy control and no upload limits.

Trip New Start - New Life - New Zealand New Start - New Life - New Zealand 08/29/2013 - 04/13/2014   "Die beiden schönsten Dinge sind die Heimat, aus der wir stammen, und die... Julia Jacoby (DE)
Australia Fiji Germany New Zealand United Arab Emirates

New Start - New Life - New Zealand

Follow

"Die beiden schönsten Dinge sind die Heimat, aus der wir stammen, und die Heimat, nach der wir wandern."

Hi Leute:)

Endlich ist es soweit. 7 wunderbare Monate am anderen Ende der Welt erwarten mich. Und dass alle meine Freunde, Bekannten und Verwandten wissen was ich da unten so treibe, nehme ich mir sooft wie möglich Zeit meine Erlebnisse mit euch zu teilen.

Für alle, die durch Zufall auf meine Seite gekommen sind: Mein Name ist Julia, ich bin 19 Jahre alt, komme aus Speyer und habe entschieden nach dem Abi eine kleine Auszeit zu nehmen. Ich reise viel, ich reise gerne, aber so weit weg war ich noch nie.

Ich hoffe, dass ihr viel Spaß beim Lesen habt und ich ein paar Sommergefühle in euren Winter zaubern kann!:)

Means of Transport
Bicycle Boat Bus / Truck Car Foot Plane
  • 28Aug 2013

    1 Last day in Germany 08/28/2013 Germany —

    SP, Germany

    Description

    Morgenabend ist es endlich soweit. Ich bin gerade ein bisschen im Packstress, aber hatte noch genug Zeit um alle zu treffen, die ich unglaublich vermissen werde:/ Danke für die tollen Geschenke!! Dafür ist immer Platz im Koffer.

    Jedenfalls habe ich euch mal zusammengefasst, wie meine Reise aussehen wird :
    "A good traveller has no fixed plans and is not intend in arriving." Ich hoffe zwar schon, dass ich überall ankomme und einen Plan habe ich eigentlich auch, aber der kann gerne ein bisschen variieren. Mein erstes Ziel ist Auckland, wo ich bis zum 3.Januar als AuPair in der Familie Harrison verbringe und nebenbei eine Sprachschule besuche. Danach suche ich mir für einen Monat Arbeit und reise anschließend über Wellington und Picton nach Christchurch, wo meine Busrundreise über die Südinsel startet. Von Christchurch fliege ich dann voraussichtlich Mitte März nach Australien und fahre dort 3 Wochen mit meinen Eltern an der Südküste von Sidney über Melbourne nach Adelaide entlang. Pünktlich zum Frühling komme ich dann wieder zurück nach good old Germany:)

    Da das hier der erste Blogeintrag ist, weise ich euch mal daraufhin, dass man gerne einen Kommentar hinterlassen kann. Ich freue mich über geistreiche Beiträge jeder Art und solche die euern Neid zum Ausdruck bringen :P

    Photos & Videos

    Comments

  • 29Aug 2013

    2 Ready to take off 08/29/2013 United Arab Emirates —

    Jumeirah Village, Dubai, United Arab Emirates

    Description

    Hey guys,
    Jetzt wirds langsam Ernst: Und ich bin fertig mit den Nerven. Als ich zu Hause den Koffer gewogen habe hatte er ganze 7 Kilo zu viel auf fie Waage gebracht. Leute es ist echt nicht leicht für ein halbes Jahr zu packen! Also hatte ich erst mal eine kleine Panickattacke aber nach einigem um räumen und aussortieren hats dann doch hingehauen.. Dann durfte ich natürlich noch meine Gastgeschenke an der Sicherheitskontrolle auspacken die Mühe hätte ich mir ja sparen können:D Naja hat ja alles geklappt und die vielen Abschiedsgeschenke sind auch noch gut untergekommen:) Ein bisschen traurig bin ich schon, ich werde meine Familie ganz doll vermissen und Sarah und alle meine Nachbarn und Freunde:( Aber ich freue mich auch auf das was auf mich zukommt und jetzt muss ich auch schon los zum Boardrn.. Die nävhsten 28 1/2 Stunden werde ich mich wohl nicht mehr meldn können. Der Plan sieht so aus. In 6 Stunden bin ich in Dubai und dann gehts mit der A380 nach Melbourne eo wir vermutlich tanken und dann komme ich Samstagmittag um 12:45 Ortszeit in Dubai an. Na dann machs gut Deutschland!

    Photos & Videos

    Comments

  • 31Aug 2013

    3 Gut gelandet 08/31/2013 New Zealand —

    Auckland, Auckland, New Zealand

    Description

    Kia ora!

    Ich bin euch noch ein paar Einträge schuldig, aber ich musste erstmal ein bisschen Schlaf nachholen, bevor ich wieder klar denken konnte. Jedenfalls bin ich gut gelandet, aber auch froh mich nach 28 1/2 Stunden Flug wieder frei bewegen zu können. Zu dem Flug kann ich nur sagen 2 Abendessen, 1 Mittagessen (Pizza mmh) und 2 Frühstück und zwar in der Reihenfolge. So ähnlich hat sichs mit Tag und Nacht verhalten, aber irgendwann habe ich sowieso den Überblick verloren. Dennoch war das Essen sehr lecker (endlich mal wieder mehr als ein Sandwich) und ich hab meins auch immer als erstes erhaltrn, weil ich mir ja das vegetarische Menü bestellt habe. Zu jedem Gang gab es einen anderen Film und man muss schon mehr als einmal um die halbe Welt fliegen um das ganze Entertainmentprogramm von Emirates abzuklappern. Letzten Endes hab ich Save Haven(sehr empfehlenswert), Skyfall, Der Hobbit, Oblivion und eine Folge HIMYM und New Girl gesehen. Zwischendurch hab ichs mal mit dem Schlafen versucht und dabei alle beneidet die eine Etage über mir in ihrer Private Kabine vor sich hingedöst haben. Nach 6 Stunden in der A777 mit sehr lustigen Sitznachbarn, auf deren Grußvideo an die Kinder ich vorgestellt werde, bin ich dann im heißen Dubai angekommen. Das was ich von oben gesehen habe hat mich jetzt nicht so umgehauen, da gabs nämlich nur Sand und Beton. Im Flughafen habe ich dann 3 Stunden auf meinen Anschlussflug gewartet und dann gings durch mehrere Sicherheitskontrollen in die A380. Dort habe ich die nächsten 18 Stunden auf Platz 56 G am Gang verbracht. Aber nach ca. 14 Stunden gab es einen Zwischnstopp in Melbourne, Australien, wo der Flieger betankt wurde. Und obwohl ich danach wieder den gleichen Sitzplatz hatte, musste ich mein Zeug aus dem Flieger mitnehmen und hatte dann wieder eine Sicherheutskontrolle im Flughafeb, was ja ziemlich sinnlos war. Die Australier nehmens aber genau und haben bei anderen Passagieren Sachen gefunden, die bei den vorherigen Sicherheitskontrollen niemandem aufgefallen waren. Bei mir war aber alles in Ordnung und dann habe ich wieder eine halbe Stunde gewartet bis ich das 3. mal zum Boarding durfte. Danach waren erheblich weniger Passagiere im Flieger und ich habs mir gemütlich gemacht. Im Flieger hab ich dann mit Hilfe der Passagierliste Raphaela ausfindig gemachtm weil man Gastvater sie auch vom Flughafen abholt. Um 12:45 Ortszeit in Auckland und 2:45 in Deutschland bin ich dann endlich angekommen und hatte natürlich erstmal eine Sicherheitskontrolle(zum 4.mal). War aber wiedrr alles ok, die Gummibärchen und Wanderschuhe habe ivh davor auf dem yeinreiseformular angegeben, weil man sonst $700 Strafe zahlen muss.
    Und dann habe ich meine Familie endlich kennengelernt. Sie hatten ein Schild mit meinem Namen drauf, aber haben mich auch so erkannt. Die Kinder Honey (11) und Finley (6) sind super lieb und ich hab sie schon total gern. Der Weg vom Flughafen zu meinem neuen Zuhause war super schön und wir sind ein paar Umwege gefahren, um ein bisschen was von Auckland zu sehen. Daheim, in 4 Culver Terrace, hab ich mich dann erstmal eije Runde ins Bett verabschiedet, aber da mein Gastvater Barry Geburtstag hatte, gab es abends eine große Party daheim. Und die war in der Tat groß, denn es kamen 60 Leute mit ganz vielen Kindern und alle Gäste haben sich mit mir unterhalten. Ich glaube ich habe an dem Abend schon mehr Englisch gesprochen als die letzten drei Jahre kn der Schule.. Aber die Leute waren superlieb und ich habe schon eine Lehrerin und eine andere AuPair aus Deutschland kennengelernt, die auch auf meine Schule geht. Was mir aber aufgefallen ist, keiner der Gäste ist in Neuseeland geboren. Da waren Leute aus England, Irland, Schweden, Tschechien, Columbien, aber niemand Einheimisches. Meine Family kommt ja auch aus England.
    Gegen 11 bin ich dann ins Bett gegangen und hatte den tiefsten Schlaf aller Zeiten:)

    Photos & Videos

    Comments

  • 01Sep 2013

    4 First Day in Auckland 09/01/2013 New Zealand —

    Howick, Auckland, New Zealand

    Description

    Hi everyone,

    Heute hatte ich meinen ersten vollen Tag in Auckland und der war vorallem kalt. Hier ist zwar gerade Frühlingsanfang, aber es sind trotzdem nur 18C. Während ich froh bin, dass ich mir ein paar dicke Pullover eingesteckt habe, rennen die Kinder draußen in T-Shirt und barfuß rum grrr. Die Menschen hier haben ein bisschen anderes Wärmeempfinden. Die Häuser sind auch nicht wirklich isoliert, aber der Winter ist immer noch wärmer als in Deutschland. Perfektes Wetter also um an den Strand zu gehen:D Erst haben wir noch von der Party gestern aufgeräumt, von der so viel Kuchen übrig ist, dass noch was für meinen Geburtstag übrig bleibt:) Mittags sind wir dann an den Eastern Beach gefahren, wo ich im Sommer wohl noch öfter vorbeischaue. Dann sind wir auf einen Spielplatz gegangen, wo ganz viele Väter mit ihren Jungs waren, weil heute Vatertag war und haben ein Eis gegessen. Die Aussicht vom Strand ist echt super und da stehen ein paar schicke Häuschen...Danach waren wir noch einkaufen, die Supermärkte haben hier auch Sonntags offen und haben Freunde besucht. In deren Wohnzimmer stand eine echt gruselige Puppe, die seht ihr bei den Fotos. Auf dem Rückweg hab ich dann auch noch Chinatown gesehen. Hier sinde echt ziemlich viele Chinesen und Schüler aus Asien..Abends haben wir dann selbstgemachte Pizza und garlic bread gegessen und dann war ich auch schon wieder todmüde. Soviel kann ich sagen, Auckland ist wunderschön, aber die Entfernungen sind echt groß und das Verkehrsnetz ist nicht so gut ausgebaut. Trotzdem sind die Neuseeländer super nett und man kann sie gut verstehen. Morgen steht mein erster Schultag an, bin mal gespannt was mich so erwartet...:)

    Photos & Videos

    Comments

  • 02Sep 2013

    5 Driving on the wrong side 09/02/2013

     

    Description

    Waaaah ich hatte gerade meine erste Fahrstunde..sind aber alle heil angekommen. Kinder hier ist echt alles verkehr herum. Lenkrad auf der anderen Seite, Blinker, man muss anders in den Spiegel gucken und überhaupt hab ich erst garnicht geblickt wo ich denn hingucken muss. Dann muss man hier im Kreisel unterschiedlich blinken je nachdem wo man hinwill und Automatik war für mich auch neu. Hat aber ganz gut funktioniert und morgen fahr ich schon die Kinder zur Schule, das Auto kann ich hier eigentlich immer benutzen:) Fahrprüfung bestanden!
    Das war aber nicht die einzige Premiere an diesem Tag. Heute gabs Sonnenschein yeeah:)) Da wars gleich richtig warm, so ists doch schon besser. Die Kinder dürfen hier im Sommer auch nur auf dem Schulhof spielen, wenn sie einen Hut aufhaben. Die Schule ist übrigens richtig schön mit riesen Sport-und Spielplätzen und nicht so zubetoniert wie bei uns. Die Kinder tragen natürlich eine Schuluniform mit kurzen Hosen brr. Honey hatte heute Roadpatrol, was bedeutet, dass sie mit einem Stoppschild am Zebrastreifen steht und schaut dass alle Schüler sicher rüberkommen.
    Tja und ich hatte such meinen ersten Schultag. Wir sind insgesamt 7 neue Au Pairs, darunter 2 Jungs und alle kommen aus Deutschland. An der Schule gibt es allgemein nur Deutsche und Chinesen. Die Chunesen kommen hierher um 1 Jahr Englisch zu lernen, weil sie dass in china nicht in der Schule machen. Die Leute hier sind aber super nett und die Schule bietet viele Ausflüge an, mal sehen vielleicht geh ich am Sonntag auf die New Zealand Fashionweek;)
    Auf dem Heimweg war ich dann ein bisschen einkaufen, halleluja sind die Sachen hier teuer. Für ein Shampoo etc. Hab ich 4,50€ gezahlt und fürs Essen legt man auch richtig viel ygeld hin.
    Abends hab ich dann noch ein bisschen Fernsehen mit Honey geschaut und siehe da mit dem Deutschen Rundfunk stehts garnicht so schlecht wie gedacht. Wir haben im Grunde RTL2 auf Englisch gesehen, und zwischendurch in NZ has got Talent oder NZ next Topmodel geswitched.
    Jetzt bin ich aber schon wieder todmüde Morgens bin ich immer topfit aber abends ist es schwer die Augen aufzuhalten.
    Oh und ich habe eine neue Handynummer: +64220766829

    Machts gut. Morgen werde ich euch ganz besonders vermissen! :(

    Photos & Videos

    Comments

  • 03Sep 2013

    6 Happy Birthday 09/03/2013

     

    Description

    Hallo meine Lieben,

    Heute war mein Geburtstag und ich danke allen die diesen Tag unvergesslich gemacht haben:) Danke für all die Glückwünsche und alle die an mich gedacht haben. Danke für all die tollen Geschenke, sowohl aus Deutschland als auch aus Neuseeland! Ich hatte wirklich einen tollen Tag, anders aber toll.
    Es fing damit an, dass ich aufgewacht bin und mich gefragt habe ob das denn jetzt wirklich mein Geburtstag ist oder ob ich noch 10 Stunden warten muss bis es in Deutschland auch so weit ist. So ähnlich ging es wohl auch euch, denn ich habe im Grunde 2 Tage lang Glückwünsche erhalten und manche sagten nachträglich, andere es ist zwar noch zu früh.. Hat mich aber gefreut, so lange hatte ich noch nie Geburtstag (34 h kann man das sagen?) ;). Also hier nochmal die Erklärung: Ich bin euch 10 Stunden voraus. Dann hatte ich ein Skypegespräch mit meiner Familie und dann kamen quch schon Honey und Finley hergelaufen und haben mir ihre Geschenke überreicht. Das war total süß ich habe ein Fotoalbum bekommen, selbstgemalte Karten und sehr sehr leckere Cookies, die ich unbedingt bald mal blechweise backen muss. Dann ist mir aufgefallen, dass das mein erster Geburtstag im Frühling ist und passend dazu gabs Sonnenschein.
    Barry hat mir dann noch einen Kuchen in die Hand gedrückt, den ich mit zur Schule nehmen durfte. Die Anderen haben sich riesig gefreut und Happy Birthday für mich gesungen. Iris, eine andere AuPair, ht mir typisch neuseeländische Süßigkeiten geschenkt, die waren süß aber echt lecker. Achso fast hätte ichs vergessen. Wir hatten ja morgens den Einstufungs- Englischtest, der war aber echt easy.
    Direkt nach der Schule bin ich dann mit ein paar Mädels an den Strand (Eastern Beach) gefahren und wir haben ein bisschen die Sonne genossen. Die haben sich dann auch alle gewundert, dass ich schon alleine Auto fahren darf, aber mir machts Spaß. Zu Hause gabs eine kleine Überraschung. Lucy, eine Freundin von meinem Gastvater die uns am Samstag bei der Party geholfen hat, hat mir ein Geschenk vor die ytür gestellt. Da waren schöne handgemachte neuseeländische Geschenke drin. Danach habe ich auch die anderen Geschenke aus Deutschland geöffnet, über die ich mich riesig gefreut habe:) Danke nochmal für all die tollen Sachen.
    Abends haben mich ein paar Auypairs, die schon länger hier sind, gefragt ob wir noch in eine Bar oder so gehen wollen,, aber ich war dann doch zu müde, wir holen das auf jeden Fall nach:)
    Das war mein verrückter, etwas anderer und unglaublich schöner 19. Geburtstag:)

    Photos & Videos

    Comments

  • 04Sep 2013

    7 Howick 09/04/2013

     

    Description

    Morning,

    Heute waren wir in Howick. Das ist ein Vorort von Auckland, in dem ich ja auch wohne. Wir 8 neuen AuPairs sind also mit Cathy (die die AuPair den Familien zuteilt) in die Innenstadt von Howick gefahren und die ist, naja, recht beschaulich aber schön. Wir haben aber zwei Autos gebraucht und da ich bis dato die einzige bin die hier Auto fahren kann, habe ich mich gerne bereiterklärt. Cathy hat dann auch verwundert erklärt, dass die Eltern uns normalerweise mindestens eine Woche das fahren beibringen, bevor sie uns das alleine zumuten. Aber ich muss die Kinder ja irgendwie zur Svhule bringen, also sagte sie 'driving exam passed;)'. So bin ich dann an meinem 18. Geburtstag das erste mal ganz alleine Auto gefahren und an meinem 19. Geburtstag das erste mal alleine auf der linken Seite.
    In Howick hab ich mir dann einen Bankaccount bei der Kiwibank( ja die heißt so:D) eröffnet, das ist kostenlos und praktisch. Danach waren wir noch im Touristenbüro, da findet man echt alles was man zum Reisen braucht. Und dann haben wir in der Bücherei vorbeigeschaut. Da war heute Heroday, was erklärt warum mir Dath Vaders und Superwomen entgegengekommen sind. Ist Darth Vader denn ein Held? Anschließend hab ich einen Blueberrymuffin und eine heiße Schokolade mit Marshmallows verzehrt und dann sind wir zum Howick Beach geschlendert um ein Gruppenfoto zu machen. Ja und während wir uns brav aufstellen, kommt von irgendwoher ein Dackel , hebt das Bein und pinkelt auf Melinas Longchamp-Handtasche. Im Ernst Leute sowas Lustiges habe ich selten gesehen:D::D:D:D
    Nach dem Schreck habe ich alle heimgebracht und Honey von ihrer Muttr abgeholt, weil sie sich heute nicht gut gefühlt hat. Also habe ich sie den ganzen Tag bei Laune gehalten, und dabei viel gelernt. Erstens wie Cluedo auf Englisch funktioniert, zweitens wie man Jacked Potatoes zubereitet, drittens dass es hier schütten kann wie in Deutschland und viertens dass im TV Promidinner, Trödeltrupp und Jamies Kochshow hier absolut beliebt sind.
    Aber das beste heute war eindeutig, dass ich jetzt weiß wozu der Schalter unter dem Bettlaken dient. Ich habe ei e aufwärmbare Matratze:))) Na dann mal Gute Nacht

    Photos & Videos

    Comments

  • 05Sep 2013

    8 Ein ganz normaler Tag 09/05/2013

     

    Description

    Heute war mein erster freier Tag. Den Donnerstag verbringen die Kinder bei ihrer Mutter Alice und ihr Vater arbeitet bis 9 PM, deshalb hatte ich mal ein bisschen Zeit für mich. Natürlich musste ich morgens wie immer von 9:15 bis 12:15 in die Schule. Nach einem kurzen Erste-Hilfe Kurs, wurden die Testergebnisse von dem Englischtest verkündet. Es gibt 4 verschiedene Klassenstufen: Beginners, Intermediate, Upper Intermediate und Advanced. Raphaela (19 aus Hamburg) und ich habens als einzige in die Advanced Class geschafft:) Ich finds super, dass sie dabei ist, ich unternehme sowieso immer viel mit ihr. Die anderen aus der Klasse, die schon länger da sind, kenne ich mittlerweile auch alle und sie haben uns schon gute Tipps gegeben, was man hier unternehmen sollte. Alle anderen AuPairs, die mit uns angekommen sind, kommen in die Upper Intermediate. Aber nach der Schule und am Wochenende bleibt genug Zeit für gemeinsame Aktivitäten. Nach der Schule waren wir dann auch alle zusammen im Burger King essen. Um 1 Uhr kamen auf einmal ungefähr 60 Schüler reingestürmt, die ihre Mittagspause wohl öfter hier verbringen. Na das ist mal ein gesundes Mittagessen. Anschließend war ich mit Laura, Raphaela und Lennart noch ein bisschen im Einkaufszentrum bummeln und habe an einer Busumfrage teilgenommen. Die kosten hier $1,90 pro Fahrt und sind ziemlich unpünktlich, aber dafür sind die Busfahrer sehr nett;) Den Rest des Tages habe ich gemütlich zu Hause verbracht, weil es draußen geschüttet hat wie aus Eimern. Oh und Papageien saßen bei uns im Garten, die fliegen hier so rum.

    Jetzt berichte ich euch aber mal wie hier mein normaler Tagesablauf aussieht.
    Unter der Woche stehe ich gegen 6:45 auf. Der Vater macht sich um 7:15 auf den Weg zur Arbeit. Dann sorge ich dafür, dass Honey(11) und Finley(6) ihr Frühstück essen, das Lunchbox einpacken, ihre Zähne putzen, die Schuluniformen anziehen und pünktlich das Haus verlassen. Zum Frühstück gibts hier (typisch englisch) Toast oder Müsli. Aufschnitt(Käse), Brot oder Brötchen isst man hier eher nicht und die Kinder trinken Kaffee :/ In der Lunchbox ist normalerweise eine kleine Tüte Chips, ein Sandwich, ein bisschen Gemüse und ein Cupcake.
    Um 8:15 fahren wir zu Hause los und ab 8:30 können die Kinder in ihre Klassenräume. Ich warte dann immer noch mit ihnen und unterhalte mich mit anderen Müttern, die sehr neugierig sind. Von dort aus fahre ich dann zu meiner Schule und habe etwa eine halbe Stunde Zeit bis mein Unterricht losgeht. Von 12:15 bis 14:45 habe ich frei, danach hole ich die Kinder wieder von der Schule ab. Zum Mittagessen nimmt sich jeder was er will, Toast oder einen Müsliriegel. Bis der Vater so um 18:30 heimkommt, beschäftige ich mich mit den beiden, schaue dass sie ihre Hausaufgaben machen und hänge mal die Wäsche auf oder koche eine Kleinigkeit . Mittwochs fahre ich die beiden zum schwimmen und freitags hat Honey Schlagzeugunterricht. Das Abendessen heißt hier, aber auch nur hier in Neuseeland, Tea und der Nachtisch immer Pudding, sehr komisch. Das Essen war Barry kocht ist übrigens seeehr lecker, die ganze Familie ernährt sich ja vegetarisch, aber im Vorrat herrscht meistens gähnende Leere und das geht allen so. Gegen halb 8 geht Fin meistens in Bett und Honey schaut dann noch ein bisschen Fernsehen. Bisher gehe ich immer mit ihr um halb 9 ins Bett, weil ich abends echt noch müde bin.. Ihr seht also, ich hab keine Langeweile und es gibt noch sooo viel zu sehen:))

    Photos & Videos

    Comments

  • 06Sep 2013

    9 Shopping Day 09/06/2013

     

    Description

    Hi guys,

    Heute haben wir den Vormittag in der größten Shoppingmall hier verbracht. Wir hatten einen freien Tag von der Schule aus und haben uns überlegt in das Vitoria Parc Shpping Centre zu fahren. Das war aber nicht so einfach. Um 9:15 haben wir uns an der Schule getroffen und wollten mit dem Bus fahren. Soweit so gut, $1,90 bezahlt und mit dem ersten Bus gefahren. Doch als wir umsteigen wollten, haben wir festgestellt, dass der Bus den man zur Mall nehmen muss, nur bis 8:15 fährt. Tja $1,90 bezahlt und wieder zurückgefahren. Aber zum Glück war ich ja mit dem Auto da und dank google maps haben wir es in 20 Minuten zur Mall geschafft. Es ist echt einfacher hier wenn man ein Auto hat und Parkgebühren mussten wir auch nicht zahlen. In der Shopping Mall bin ich dann mit Raphaela durch die Geschäfte gelaufen und wir haben festgestellt, dass wir kein einziges Geschäft hier kennen. Das sind komplett andere Marken als in Deutschland und dem Rest der Welt, aber schöne Sachen gibts hier trotzdem:) Das Wichtigste war dann der kleine Schminkspiegel den wir uns gekauft haben, weil wir beide keinen haben:D Raphaela wollte sich noch Shampoo kaufen, aber hier gibt es alles nur in XXL, so eine Flasche hält locker ein halbes Jahr..Abkassiert haben wir selbst mit diesen neuen Automaten die in allen Supermärkten stehen. Shoppen macht hungrig, also waren wir lecker bei Nandoo's essen. Da gibt es mega gute vegetarische Gerichte, wie Haloumikäse und Wraps und Burger,. Gegen 2 sind wir zurückgefahren und ich habe die Kinder direkt von der Schule abgeholt. Dann haben wir mal wieder Cluedo gespielt bis Homey zum Schlagzeugunterricht musste. Zum Essen gabs lecker Risotto und ich habe einen Avocadosalat dazu gezaubert. Hmm. Abends hat Barry den Kamin angemacht, ein Wunder dass die Menschen hier auvh manchmal frieren:D Morgen kann ich ausschlaufen, Wochenende:))

    Ich wünsche euch allen ganz viel Spaß beim Altstadtfest!!!

    Photos & Videos

    Comments

  • 07Sep 2013

    10 Eine Woche unter Kiwis 09/07/2013

     

    Description

    Eine Woche ist vorbei und ich habe mich sehr gut eingelebt. Mein Jetlag verschwindet langsam und ich habe genug Energie für Unternehmungen. Es gibt noch soo viel zu sehen, zum Beispiel Devonport. Da war ich heute mit meiner Gastfamilie. Gleich nach dem Frühstück (Pancakes yummie) sind wir aufgebrochen. Devonport ist der älteste Vorort von Auckland und man findet ein paar sehr schicke und vorallem unglaublich teure Häuschen an der Uferpromenade. Wir sind aber zuerst auf einen Berg gefahren, wo Katakomben sind in denen sich die Marine damals verschanzt hat. Da war es logischerweise ziemlich dunkel, also hatten wir Taschenlampen dabei. Als wir wieder ans Tageslicht kamen, waren da auf einmal zwei Bräute. Wir haben die Makeup-Artistin gefragt was das ist und sie meinte zum Einen ist das eine richtige Hochzeit und zum Anderen ein Fotoshooting für die Fashionweek. Die eine Braut kam aus Australien, die andere aus den USA. In diesen beiden Ländern ist die gleichgeschlechtliche Ehe nämlich noch nicht erlaubt, in Neuseeland hingegen schon. Und die Fashionweek beginnt morgen, da wird es auch viele Wedding Shows geben, in denen Kleider präsentiert werden. Ziemlich cool, aber ich schaue mir morgen eine andere Show an. Dann sind wir noch weiter um den Berg gelaufen und wenn es nicht gerade regnet, hat man von dort die beste Aussicht auf die Skyline und die See. Schade ich hoffe auf den Fotos erkennt man trotzdem was:/ Im Sommer komme ich aber nochmal hierher.
    Anschließend haben wir uns an den Hang gesetzt und gepicknickt. Die Kinder haben Pappkartons von zu Hause mitgenommen und mir dann vorgeführt was sie damit vorhaben: Den Hang runter rutschen/rodeln. Eine gute Alternative zum Schlittenfahren und ziemlich witzig:D Im Anschluss sind wir noch ein bisschen durch die Innenstadt von Devonport gelaufen und Honey wollte unbedingt in so ein Spielzeuggeschäft.
    Auf dem Heimweg waren wir für mich noch Brot, Käse und ein bisschen Obst einkaufen, so wenige Sachen bedarf es um mich glücklich zu machen:) Die Kinder haben die DVDs die wir uns ausgeliehen haben hingegen glücklich gemacht. Aber bevor wir diese eingelegt haben, habe ich noch eine Runde Stadt,Land,Fluss mit Honey gespielt. Ohmann das war echt nicht einfach auf Englisch, vor Allem bei Tieren und Berufen hab ich mir schwer getan. Wir waren bei unseren Antworten aber beide seeehr kreativ, das hat es dann leichter gemacht.
    Aber als wir das Alphabet dann einmal durchhatten, haben unsere Köpfe gequalmt und wir haben es uns mit einer heißen Schokolade auf der Couch gemütlich gemacht. Während der Vater das Nationalgericht Fish and Chips geholt hat, haben wir schonmal angefangen Nachts im Museum zu schauen. Ein Abend ganz unter dem Motto, English, aber damit kann ich mich sehr gut anfreunden!

    Morgen gehts auf die Fashionweek mit ein paar Leuten, wuh wuh :)

    Photos & Videos

    Comments

  • 08Sep 2013

    11 Fashion Week 09/08/2013

     

    Description

    Heute waren wir auf der Fashion Week :))
    Ich bin auch gerade erst heimgekommen, weil das Event ja in der City war und man eine ganze Stunde bis dorthin fährt. Aber es war der Hammer. Bei $35 = 21€ für einen Platz in der zweiten Reihe und einen goodie bag kann man sich auch echt nicht beschweren. Milena aus der Schule hat das organisiert und wir sind zu acht insgesamt dorthin gefahren. Die Show fand in einer Halle im Hafengelände statt, aber zuerst haben wir uns dort ein bisschen umgeschaut. Im Erdgeschoss konnte man sich die Harte, Makeup und Nägel machen lassen und die erste Etage war im Grunde wie ein riesiger Flohmarkt. Designer haben dort ihre Kleidung aus der letzten Saison verkauft. Über eine Leinwand konnte man die anderen Shows verfolgen. Da waren vor allem Wedding-Shows und so grungee, düstere Styles. Unsere Show sollte eigentlich um 2 anfangen, hat aber eine halbe Stunde Verspätung. Wir haben die Show ausgewählt, in der so ein bisschen alltagstauglichere Kleidung präsentiert wurde, von 4 jungen Labels insgesamt. Die Outfits waren interessant, aber ich würde das meiste trotzdem nicht anziehen, wobei die Schuhe echt bequem aussahen, nicht so übertrieben hoch wie man es aus Europa kennt. Den Laufsteg haben sich die Designer geteilt und die Models auch:D Ich hab einige von ihnen wiedererkannt, die vorher in der Vorhalle rumgelaufen sind. Ein Model ist ziemlich gehüpft, eines ist gerannt und bei einem war ich mir nicht sicher ob es ein Mann oder eine Frau ist. Ziemlich witzig auf jeden Fall, aber von Heidi hätte es kein Foto gegeben:D Oh und ihr wollt bestimmt wissen was in meiner goodie bah ist.. Also da ist ein Nagellack, eine Haarkur, eine Probe für irgenwas, die Lookbooks der Labels, Prospekte und Rabattgutscheine. Alles in Allem war es eine Erfahrung wert, ich fand super!!
    Danach waren wir mal wieder was Essen und dann sind Raphaela und ich noch ein bisschen die Queensstreat hoch und runter gelaufen. Wir werden auf jeden Fall noch öfter hierher kommen.. Aber jetzt kommt mein absolutes Highlight des Tages: Wir sind Bus gefahren. Und ich habe wie immer vergessen, dass die Busfahrer hier meistens nicht wechseln können. Also hatte ich nur einen $50-Schein dabei und absolut kein Kleingeld. Ich stehe da also etwas hilflos im Bus, meint so ein Typ der das mitbekommen hat einfach " Kein Problem, ich zahle das". Und die Fahrt hat $6,70 gekostet nicht gerade ein Schnäppchen. Also drückt er dem Busfahrer einfach $10 in die Hand, für Raphaele gleich mit. Leute, nehmt euch mal ein Beispiel an den Kiwis, so etwas nenne ich Freundlichkeit, oderbesser gesagt Nächstenliebe. Beim Aussteigen haben wir uns natürlich wie jeder hier beim Busfahrer bedankt, der erwidert wie immer 'You're welcome, my dear.' So viel Freundlichkeit hier..
    So und das Programm für nächstes Wochenende steht auch schon..tadaa wie gehen auf ein Rugby-Spiel. Und zwar nicht nur irgendein Rugby-Spiel, sondern DAS Spiel schlechthin. Es treten an die All Saints Black vs. South Africa!! Ein Muss wen man hier ist. Ich freue mich ja schon soo den traditionellen Tanz zu sehen..

    Photos & Videos

    Comments

  • 10Sep 2013

    12 Differences and Similarities 09/10/2013

     

    Description

    Heya

    Letztens habe ich eine SMS von meiner Freundin Patricia bekommen, die mich auf eine Idee gebracht hat. Sie hat mich gefragt, was die größten Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Neuseeland und Deutschland sind. Also habe ich mir mal Gedanken gemacht und hier ist mein Ergebnis:
    Die größten Unterschiede
    1) Das Essen: Darüber habe ich ja schon ausführlich berichtet.
    2) Linksdrill: Also, dass man hier auf der linken Seite fährt ist ja bekannt. Logischerweise sollte man dann auch links laufen und in die andere Richtung gucken wenn ein Auto kommt. Die Supermärkte sind auch darauf ausgerichtet dass man links herein geht, mit dem Uhrzeigersinn durchläuft und rechts bezahlt. Man schließt die Türen zum Beispiel bei öffentlichen Toiletten auch in die andere Richtung ab, also man muss den Hebel andersherum drehen. Aber jetzt kommts. Selbst die Models laufen anders auf den Laufsteg. Sie kommen (von vorne gesehen) auf der rechten Seite raus und laufen links wieder zurück. Die Welt steht echt Kopf hier.
    3) Lifestyle: Das größte und schönste Haus zu haben ist hier nicht wichtig. Isolierungen sind grundsätzlich nicht vorgesehen und frieren tut hier irgendwie auch niemand obwohl es gewöhnlich keine Heizungen gibt. Auch die Automarke spielt keine Rolle. Autos haben die meisten Familien sogar 3-4, weil die hier so billig aus Japan importiert werden ohne irgendwelche Steuern. Die Labels sind mir ebenfalls unbekannt. Und unlimited Internet haben die wenigsten.Aber die Menschen sind glücklich und lieben ihr Land und die vielen Möglichkeiten hier herumzureisen.
    4) Schulsystem: Selbst die Erstklässler haben hier schon von 8:45 bis 15:00 Schule. Natürlich ist da eine Mittagspause dabei, aber trotzdem ist das schon ganz schön lange. Bevor ich hierher kam, mussten die Kinder in die Afterschool Supervision, da waren sie erst um 6 Uhr zu Hause. Hausaufgaben gibt es zwar weniger, dafür wird aber jeder in der Schule mit einbezogen, so bei Theaterstücken, der Road Patrol etc. . Leider sind die meisten Kinder abends zu müde um noch viele Hobbys auszuüben das ist schade.
    Aber was auch cool ist, die Kinder bekommen für alles eine Urkunde. Dafür, dass sie sich im Unterricht beteiligen, einen guten Schulstart hatten, ihre Hausaufgaben regelmäßig machen oder auch mit ihrem Team im Sportunterricht waren, das motiviert!
    5) Laid-back: Und zwar in allen Lebensbereichen.
    Erstens hetzt hier niemand durchs Leben. Die Menschen schlendern immer alle gemütlich, egal ob im Businessanzug, in der Schuluniform oder auf dem Weg zum Bus.
    Zweitens nimmt sich hier jeder Zeit sich kurz mit dir über den Tag auszutauschen. Im Supermarkt an der Kasse, im Bus, im Klamottengeschäft einfach überall. Jedesmal wenn ich vor der Schule stehe, spricht mich irgendjemand an. Woher ich komme und was ich hier mache.
    Drittens sind die Menschen sehr viel aufmerksamer. Man muss nicht fragen ob man sich neben jemanden setzen darf, sondern sie bieten es dir förmlich an. Mir ist das schon passiert, dass zwei junge Leute extra zusammengerückt sind und Raphaela und mich gefragt haben ob wir uns nicht neben sie setzen möchten, dass wir da nicht stehen müssen. Viertens sind die Menschen selbstlos. Ich habe nicht nur die eine Busfahrt spendiert bekommen, als ich kein Kleingeld hatte, sondern bisher hat mich noch jeder an der Supermarktkasse vorgelassen.
    Und fünftens ist es doch schön dem Busfahrer einfach mal danke zu sagen und daraufhin ein 'Danke Ihnen' erwidert zu bekommen.
    6) Was sonst noch anders ist.. die Süßigkeiten, das Wetter, die Landschaft, die Pflanzen, die Tierwelt, die Sprache, die Währung, es gibt keine Taschentücher, die Abschaffung der Plastiktüten konnte nicht durchgesetzt werden, ab und zu sitzt mal ein Papagei in deinem Garten, Käse ist hier echt teuer, man wäscht seine Kleider nachdem man sie einmal getragen hat, die Kinder können ihre Schulbücher in der Schule lassen und man hat einfach von überall aus eine wunderschöne Aussicht ;)

    Die größten Gemeinsamkeiten
    1) Die Fernsehsendungen: NZ next Topmodel, NZ's got Talent, X-Factor, The Block , Promidinner, Pannenshow, Spongebob, HIMYM, Big Bang, Two and a half Men, so ne Art Viva, Astro TV, Kochshows, Reality Shows, Seriendienstag, sowas wie Richter Barbara Salesch..alles bekannt -> aber das coolste ist The Block. Das kommt jeden Montag-bis Mittwochabend und ist hier echt famous.
    2) Musik, Filme, Stars und Bücher
    3) Verspätungen im Verkehrsnetz: Auf die Busse kann man sich nicht gerade verlassen, die kommen auch schonmal 20 Minuten zu spät. Außerdem ist das doch schon recht teuer, aber die Parkhäuser sind auch nicht gerade Schnäppchen.
    4) Begeisterung für Sport: Statt Fußball stehen hier Rugby (All Blacks), Segeln, Cricket und Netball (so ähnlich wie Basketball und nur für Mädchen) im Vordergrund

    Comments

  • 11Sep 2013

    13 Dies und das 09/11/2013

     

    Description

    Hallo meine fleißigen Leser:)

    Da die letzten drei Tage nichts weltbewegendes passiert ist und langsam der Alltag in der Woche einkehrt, fasse ich mal kurz die Highlights zusammen.
    Montagabends koche ich ab sofort immer mit Honey das Abendessen. Sie darf sich was aus dem Kochbuch, das ich Barry geschenkt habe aussuchen und dann geben wir unser bestes. Diesmal wollte sie Kartoffelpuffer, kein Problem, die hab ich auch so drauf. Und wie das den Kindern geschmeckt hat. Finley konnte garnicht genug haben und 1kg Kartoffeln waren ratz fatz weg. Dieses Gericht werden wir ab jetzt öfter kochen. Außerdem hatte ich das erste mal Unterricht bei Richelle, die ich ja schon kennengelernt habe. Da wir der Advanced Course sind, werden wir auf das CAE bzw IELTS Zertifikat vorbereitet. Diese Prüfungen sind nicht leicht und auch nicht billig, aber versuchen kann ichs ja mal dann hätte ich das Englischlevel C1 :) In der Klasse sind 8 Mädchen, aber nicht alle wollen einen Test machen. Hausaufgaben hab ich jetzt auch immer, aber die sind freiwillig und echt easy.

    Dienstags verbringen die Kinder den Nachmittag immer bei der Mutter. Also hab ich mich mal hingesetzt und mich ein bisschen für das Wochenende informiert, da gibts einiges zu planen. Abends haben wir noch eine Runde Karten gespielt und um halb 8 habe ich mit Honey, wie jeden Montag, Dienstag und Mittwoch 'The Block' geschaut. Meine absolute Lieblings-TV-Sendung hier:D Ach und dienstags ist landesweit 'Milo-Day'. Das ist eine Getränk, so ähnlich wie heiße Schokolade, das man sich aus sowas ähnlichem wie Kakaopulver, Milchpulver und heißem Wasser zusammenmixt. Das machen wir uns dann immer in der Schulpause und die meisten Familien haben das auch zu Hause vorrätig.


    Heute war mal wieder mehr los. Die Kinder durften ohne Schuluniform in die Schule gehen, wenn sie einen Schokoriegel(Fin) und ein Kosmetikprodukt(Honey) mitbringen. Also waren wir vor der Schule noch schnell einkaufen und direkt nach dem Unterricht haben wir für Finley noch ein neues Paar Hosen für die Uniform gekauft. Da die beiden total verrückt nach meinen Kartoffelpuffern sind, habe ich diese heute ausnahmsweise nochmal gemacht. Ohne elektrische Reibe war ich dann auch ziemlich lange beschäftigt. Direkt danach sind wir ins Schwimmbad gefahren. Die waren bis vor kurzem noch für alle kostenlos, jetzt muss man $3 zahlen, aber da die Kinder ja Schwimmunterricht hatten, kamen wir so rein. Da läuft übrigens jeder mit Straßenschuhen und Kleidern rum, nur wer schwimmt trägt Badesachen.

    Aber dieses Wochenende werde ich ziemlich busy sein. Ich bin ja von Donnerstag bis Sonntag alleine zu Hause und habe schon jede Minute verplant. Wir haben hier sooo viele Ideen was wir unternehmen könnten und glücklicherweise kommt man von Auckland aus auch gut überall hin.
    Also am Donnerstag kommt Raphaela nach der Schule mit zu mir. Dann machen wie Pasta mit Tomatensauce und backen die besten Cookies der Welt. Raphaela braucht ein paar davon für ihren Gastvater, weil der am Freitag Geburtstag hat. Und den Rest essen wir einfach so, die sind soo locker davon kann ich nie genug kriegen.
    Freitagabend wollen wir mal die Clubszene in Auckland testen. Also treffen wir uns alle bei mir und fahren dann zusammen in die Stadt. Von da aus fahren regelmäßig Nightliner zurück.
    Samstagmorgen gehen wir lecker brunchen und machen uns dann schon früh nachmittags auf den Weg zum Rugby-Spiel. All Blacks vs. South Africa, oh yea, this is going to be amazing. Anpfiff ist um 19:30 im Eden Park, dann werden zweimal 40 Minuten gespielt.
    Und am Sonntag machen wir einen Tagesausflug auf die Waiheke Island.
    Am 28./29. wollen wie dann nach Coromandel, aber das ist ja noch ne Weile hin:)

    Ich werde auf jeden Fall eine Menge zu berichten haben an diesem Wochenende!!

    Photos & Videos

    Comments

  • 13Sep 2013

    14 Springday und Cookies 09/13/2013

     

    Description

    Da wir alle den Regen und die Kälte satt haben, hat die Schule heute einen Springday veranstaltet. Das heißt wir haben ein paar Blumensträuße aufgestellt und alle haben was zum Frühstücken mitgebracht. Eigentlich wollte ich ja die Cookies mitbringen, die Raphaela und ich gestern nach der Schule gebacken haben, aber irgendwie sind die ein bisschen dunkler geworden als sie sein sollten. Ich glaube das liegt am Backofen, wir haben alles so gemacht wie auf der Packung angegeben. Backen ist hier allgemein nicht so einfach ohne KitchenAid oder Schneebesen. Das nächste mal gehen wir zu Raphas Familie, die hat ne etwas modernere Ausstattung. Trotzdem yummie, die Kekse sind die besten auf der Welt, vielleicht schicke ich an Weihnachten eine kleine Kostprobe rüber, wenn ich sie dann nicht schon alle selbst gegessen habe ;)

    Nach der Schule gings dann heim und : Endlich Wochenende:) Da ich nach langer langer Zeit mal wieder eine ganze Schulwoche hinter mir habe, wenn auch nicht so intensiv, kommt mir das Wochenende gerade recht.
    Und noch dazu bin ich ganz alleine zu Hause. Barry muss geschäftlich nach Dunedin und kommt erst Sonntagnacht zurück. Die Kinder bleiben deshalb bis Montag bei ihrer Mama und ich mach mir ne schöne Zeit. Heute Abend kommt Hannah zu mir, dann machen wir uns gemeinsam auf den Weg in die Stadt zum feiern. Melina und Caroline stoßen dann in der Stadt dazu, wir wohnen ja alle ein bisschen verteilt in und um Auckland. Und morgenfrüh gibts dann ein klassisches Samstagmorgenkaterfrühstück. Wir gehen in Howick brunchen um 11, endlich mal was anderes zum Frühstück als Toast oderMüsli. Und dann muss ich auch schon wieder ganz schnell nach Hause, weil ich hier noch ein bisschen saugen und Wäsche waschen muss, bevor Raphaela kommt, weil sie morgen bei mir übernachtet. Wir gehen ja beide morgen auf das Rugbyspiel und am Sonntag früh morgens nach Waiheke, deshalb kann sie gerade dableiben.
    Ich würde sagen ready for the weekend und bis zum nächsten Mal !

    Photos & Videos

    Comments

  • 14Sep 2013

    15 Do the Haka Dance 09/14/2013

     

    Description

    Wow die letzten 24 Stunden hab ich wieder mal so viel erlebt, ich weiß garnicht wo ich anfangen soll.
    Am Besten schön derReihe nach, dass ich auch nichts auslasse. Gesternabend haben wir das Nachtleben von Auckland erkundet. Die anderen AuPairs waren ja schon des öfteren feiern, deshalb sind wir ganz entspannt losgezogen und ich musste mir keine Gedanken machen wie ich heimkomme. Zuerst aber hat Hannah bei mir vorbeigeschaut und wir haben den Bus nach Auckland genommen, der ja eine Stunde fährt. Dort haben wir dann über eine Stunde im McDonalds auf die anderen gewartet, weil die Hannah vom weggehen schon ganz viele andere deutschen AuPairs kennt, die aus allen Richtungen in und um Auckland dazugestoßen sind. Und ich hätte niiie gedacht, dass es selbst bei McDonalds kostenlos Wasser gibt. Das bekommt man hier ja sowieso immer überall, aber da hätte ich es echt nicht erwartet. Jedenfalls, dank der kostenlosen Getränke und dem Regen draußen war es überhaupt kein Problem noch ein bisschen im Warmen zu verweilen.
    Um 11 sind wir dann alle losgezogen auf die Queen Street. Das ist hier die Hauptstraße mit den ganzen Geschäften, Cafés, Bars und Clubs. Und nochwas cooles, wir mussten kein einziges mal Eintritt zahlen. Ich hab keine Ahnung ob das immer so ist, aber damit kann ich leben:) Man hat auf jeden Fall eine große Auswahl an Clubs mit unterschiedlicher Musik und Location. Kurz gefasst Ausgehfaktor 10/10, sehr geil. Und in den Clubs kommt in etwa jeder zweite aus einem anderen Land, hatte ich so das Gefühl, war ziemlich international. Um 3 Uhr haben wir dann den NiteRider zurück nach Howick genommen, das ist auch der letzte Bus den wir noch nehmen konnten. Und das ist richtig genial, weil der nämlich alle bis fast vor die Haustür fährt, wenn es einigermaßen auf der Route liegt. Das nenne ich mal einen Service. Kurz gefasst an dem Abend dachte ich mir alle 10 Minuten 'genial', kostenloses Wasser, kostenlose Clubs, sehr coole Locations, coole Leute und gediegener Rückfahrservice. Ich freue mich auf weitere Abende:))

    4 Stunden später...
    Saß ich vorm Computer und habe mit meinem Bruder und ein paar Freunden geskypt. Ich wusste ja davor nicht wie spät wir zurückkommen, aber ich war topfit. War schön euch wieder mal alle zu sehen!:)
    Und da ich schonmal wach war, habe ich danach gleich das ganze Haus gesaugt und Wäsche gewaschen. Bis ich damit fertig war, war es auch schon halb 11.Um 11 haben sich Iris, Laura, Hannah, Daniela, Sophia und ich zum Brunchen in Howick verabredet, also hab ich mich gleich auf den Weg gemacht und noch schnell ein paar DVDs zurückgegeben und ein bisschen was eingekauft. Danach waren wir in einem total gemütlichen Café, wo ich mir für umgerechnet 11€ so ein vegetarisches Frühstück mit Blattspinat, gebackenen Pilzen und Tomaten, Kartoffelröstis, Sauerteigbrot und Rührei bestellt habe. Das war echt richtig yummie und die anderen haben mich um meine Wahl ein bisschen beneidet. Da gehen wir sicher nochmal hin.

    Um halb 2 hab ich mich zügig auf den Heimweg gemacht, weil Raphaela heute Abend bei mir übernachtet und schonmal ihr Zeug vorbeibringen wollte. Als sie dann da war haben wir schonmal den Pancakes Teig für morgen früh vorbereitet. Unser Aha-Erlebnis: Wer braucht schon Schneebesen um Eiweiß steif zu schlagen, das funktioniert doch super mit der Gabel! So kann man Geld und Strom sparen Leute.. So viel Zeit blieb uns danach aber garnicht mehr, wir haben uns schon um 4 auf den Weg nach Pakuranga Plaza gemacht, weil dort kostenlose Busse zum Eden Park fahren. And guess, what we did in Eden Park? Watching Rugby!!!! Die All Blacks vs. South Africa, zwei weltklasse Mannschaften.
    Zusammen mit ungefähr 100 anderen Leuten standen wir also in Pakuranga und haben auf die Busse gewartet. Das hat aber reibungslos funktioniert und so kamen wir früh genug am Stadion an. Also hatten wir noch ein bisschen Zeit ne Pommes zu essen, unsere Gesichter und Hände mit All Blacks Tattoos zu verschönern und uns ein bisschen über die Spielregeln zu erkundigen;D Unsere Sitzplätzewaren recht weit oben, aber ich hab alles gut gesehen. Leider war diese Tribüne nicht überdacht, wir hatten ja auch die billigsten Karten, also wurden wir ein bisschen nass, aber halb so schlimm. Das Stadion war restlos ausverkauft würde ich sagen und ich habe sogar sehr viele South Africa-Fans gesehen. Um 7:35 war Anpfiff und von da an wurden wir bestens unterhalten. Hinter uns saßen die Hardcore All Blacks Fans überhaupt, da hab ich wenigstens mitgekriegt wann ich mich freuen und ärgern durfte, denn so ganz die Übersicht hatte ich bei dem Kuddelmuddel auf dem Spielfeld irgendwie nicht. Es fiel mir doch recht schwer gekonnte Spielzüge von Fouls zu unterscheiden, aber dafür ist ja derSchiedsrichter da.. Das Spiel an sich geht zweimal 40 Minuten mit 10 Minuten Pause zwischendrin, aber Jetzt mal hier die Highlights:
    - die Fans von South Africa sitzen nicht etwa abgeschirmt in ihrem Block, so wie man es vom Fußball in Deutschland kennt, sondern sind überall verteilt im Stadion und mischen sich unter die gleichen Busse und Züge. Tja und dann feuert jeder sein Team an, scherzt miteinander und unterhält sich, ist doch ganz easy, wozu immer dieser Hass beim Fußball???
    - der Haka Tanz. Geil, geil, geil. Den traditionellen Haka führen die All Blacks vor jedem Spiel auf. Dazu positionieren sie sich gegenüber von ihrem gegnerischen Team und führen die Choreo zusammen mit dem Kampfgeschrei auf. Dieser Tanz soll Stärke demonstrieren und das gegenerische Team einschüchtern, echt clever und echt einzigartig. Das vergesse ich so schnell nicht mehr.
    - die Show davor und danach. An Feuereffekten, Hymnen und Showeinlagen wurde nicht gespart.
    - die Laola-Welle wurde von uns gestartet. Jawohl ,ist das nicht der Hammer? Hinter uns saßen ja wie gesagt die Hardcore-Fans schlechthin, die auch keine Sekunde gesessen und was unkommentiert gelassen haben. Und die meinten zu uns kommt, lasst mal eine Mexican-Wave (Laola-Welle) starten. Also haben sie alle in unserem Block animiert mitzumachen, den Countdown gezählt und danach gabs 3 ganze Runden gute Stimmung im Stadion:)
    - und das Wichtigste. Die All Blacks haben gesiegt!!
    - um 21:20 standen unsere Busse wieder bereit für die Rückfahrt. Auf dem Rückweg war ich dann auch das erste mal tanken, jaja so viele Premieren.
    Mein Fazit: Es war eine super Erfahrung das mal live und nicht vor dem Fernsehen zu sehen, wir hatten Glück dass gerade ein Spiel war weil bald Sommerpause ist und die Atmosphäre war phänomenal:)) Rugby ist tausendmal interessanter und actionreicher als Fußball und die Neuseeländer haben mal wieder bewiesen, dass sie einfach mega entspannt sind auch gegenüber den Fans vom gegnerischen Team. Der Transport war kostenlos und unkompliziert, was will man mehr?
    What an awesome night:))

    Photos & Videos

    Comments

  • 15Sep 2013

    16 Welcome to Paradise 09/15/2013 New Zealand —

    Waiheke Island, Auckland, New Zealand

    Description

    Heute habe ich meinen bisherigen Lieblingsort auf Neuseeland entdeckt. Waiheke Island. Diese kleine Insel mit gerade mal 8000 Bewohnern ( wobei sich das im Sommer vervierfacht) , ist so wunderschön. Die Bilder lassen nur ansatzweise erahnen, was für tolle Ausblicke sich mir da geboten haben.
    Um den Tag voll und ganz nutzen zu können, haben Rapha, Laura, Sophia, Milena und ich schon die Fähre um 10 genommen. Da man aber ja eine Stunde in die Stadt fährt, sind wir schon um 6 aufgestanden. Rapha und ich waren ein bisschen durchgefroren weil wir im Wohnzimmer geschlafen haben, wo es leider keine aufheitzbaren Matratzen gibt, ich hoffe wir werden jetzt nicht erkältet:/ Aber wir wollten trotzdem gut in den Tag starten und haben deshalb zum Frühstück Pancakes gemacht hmmm... Dann haben wir uns auch schon bald auf den Weg gemacht und gebetet dass es nicht regen wird. Unsere Bitte wurde erhört, es war ein wunderschöner, warmer, sonniger Tag, perfekt:) Nach der 40-minütigen Fahrt auf der Fähre, sind wir dann endlich angekommen und haben die Busrundfahrt gestartet. Ich wusste garnicht wo ich hingucken soll, so viele schöne Ausblicke haben sich zu allen Seiten geboten. Überall sind einfach endlose Strände in den zahlreichen Buchten, auf den Hängen grasen Alpacas und das Meer ist türkisfarben. Eine Villa ist schöner als die andere und ein Grundstück größer und abgeschotteter als das nächste. Oftmals ist der Briefkasten ein ganzes Stück weg vom Grundstück, wenn dort keine Straße hinführt. Das ist einfach so ein friedlicher und sicherer Ort, aber in Neuseeland ist man sowieso weit ab von Krieg, Euro-Krise und sonstigen Skandalen. Die mittelklassigen Ferienhäuser, gibt es hier ab $550,000, aber dennoch gönnen sich das viele Neuseeländer als Urlaubsort. This is the place to live, wenn das Berufsleben vorbei ist.

    Im Anschluss an die Rundfahrt, die die ganze Insel abdeckt, sind wir noch ein bisschen in dem Ort Oneroa verweilt und haben mit Meeresblick unser Mittagessen genossen, das war Urlaubsfeeling pur. Bevor wir den Bus zurück zur Fähre genommen haben, sind wir noch runter an den Oneroa Beach und haben uns ein bisschen gesonnt. Da kam auch prombt ein Einheimischer und ist ne Runde schwimmen gegangen, naja das kam für uns jetzt nicht in Frage. Ansonsten kann man auf Waiheke an ganz vielen Weinproben teilnehmen, den Wald mit so einer Seilrutsche erkunden oder sich ein Fahrrad mieten und ein bisschen sportlich aktiv werden.

    Da wir dann doch recht müde waren, haben wir uns um 3 mit der Fähre auf den Heimweg gemacht und waren dann gegen halb 6 zu Hause. Aber wir kommen definitiv noch öfter im Sommer nach Waiheke, wenn Badewetter herrscht.

    Photos & Videos

    Comments

  • 17Sep 2013

    17 Milo Day 09/17/2013

     

    Description

    Heute war wie jeden Dienstag Milo Day, das ist dieses Getränk das wie heiße Schokolade schmeckt, nur mit Wasser statt mit Milch zubereitet wird, weil die das nicht anders kennen hier. Da wir aber allgemein ziemlich viel Süßes hier verzehren, die Whittakers Schokolade ist einfach unglaublich lecker, haben Raphaela und ich uns jetzt beim Fitnessstudio angemeldet. Das heißt Contor, ist in der Nähe von der Schule und nur für Frauen. Deshalb sind da auch die ganzen anderen AuPairs, man findet also immer jemanden mit dem man dahin kann. Es ist nicht sonderlich groß, aber für die drei Monate sollte das völlig ausreichen. Und Kurse (z.B. Pilates, Power Dumbell und Stretch'n'Shape) werden auch angeboten. Also dann wirds Zeit aktiv zu werden, die Menschen hier sind sowieso sehr sportlich und motiviert, im Grunde geht die ganze Nachbarschaft regelmäßig joggen.

    Ansonsten hatte ich heute einen aufregenden Start in den Tag. Finley hat seinen Jumper, also die Jacke von seiner Schuluniform nicht gefunden. Honey meinte sie sei nicht in seinem Rucksack, also sind wir erstmal ins Sekretariat und haben bei den Fundsachen gesucht, dann sind wir noch ein bisschen auf dem Schulhof rumgerannt, haben im Klassenraum gesucht und wo war die Jacke letztenendes...doch im Rucksack. Ohmann.
    In meiner Schule hatten wir erstmal alle Gespräche mit Cathy, ob wir zufrieden mit der Familie sind und wie die ersten Wochen waren. Ich bin super happy, ich muss wirklich nur leichte Hausarbeit machen, habe abends, an den Wochenenden und donnerstags (und dienstags teilweise) frei, derVater erkundigt sich immer wie mein Tag war, mit den Kindern komme ich super klar und mit dem Kochen und spülen wechseln wir uns auch gut ab. Da gibts andere bei denen es nicht so rosig aussieht. Ich habe allerdings nur angesprochen, dass ich keinen Heater habe, da meinte Cathy sie kümmert sich darum, weil das solange es kalt ist Pflicht ist.
    Als ich nach Hause kam hab ich erstmal einen ziemlichen Schreck bekommen, weil da jemand in unserem Garten rumgerannt ist. Das war aber nur jemand zum Rasenmähen, der war genauso schnell wieder weg wie er gekommen ist. Heute Abend haben wir dann das erste mal den Grill angeschmissen. Es gab lecker frischen Fisch (nicht frittiert man staune), gegrilltes Gemüse, Haloumi-Käse, Tofu-Würstchen und Garlic bread. Yum.
    Oh The Block fängt an, ich bin dann mal weg. Bis zum nächsten Mal:)

    Comments

  • 19Sep 2013

    18 Morgen sind wir Weltmeister 09/19/2013

     

    Description

    Go Kiwis!!!

    Bevor ich euch die Überschrift erkläre, erstmal ein bisschen Werbung meinerseits. http://ablackmoustache.blogspot.co.nz/2013/09/nz-fashion-week.html#more
    Das ist Raphas Blog, schaut mal vorbei, sie hat auch sehr schöne Bilder und Berichte!:))

    Neuseeland sieht rot
    Ganz Neuseeland ist aus den Socken
    Alle Kiwis sitzen in einem Boot
    America's Cup- Wir holen uns den Sieg

    Sorry Leute, ich konnte mich einfach nicht entscheiden. Für heute sind mir ungefähr tausend Überschriften eingefallen, also sucht euch selbst eine aus, die euch am besten gefällt. Aber hat irgendjemand eine Ahnung worum es hier geht? Na?
    Den America's Cup!!! Schonmal was davon gehört in den Nachrichten? Hier läuft 24/7 nichts anderes als das. Hier mal eine kurze Definition von meinem Freund und Helfer Wikipedia: Der internationale America’s Cup – abgekürzt AC – ist die bekannteste und älteste noch heute ausgetragene Segelregatta. Er ist ein Wanderpokal und hat seinen Ursprung in einer Regatta rund um die britische Insel Isle of Wight im Jahre 1851. Um den America’s Cup treten zwei Segelyachten – Verteidiger und Herausforderer – in mehreren Wettfahrten gegeneinander an. Die Yacht, die eine vorher festgelegte Anzahl von Wettfahrten gewinnt, gewinnt den Cup.
    Und diese beiden Teams sind in diesem Jahr die USA und Neuseeland. Die festgelegte Anzahl an Wettfahrten beträgt 9 und es steht 8 : 2 für Neuseeland. Das heißt logischerweise müssen sie nur noch ein Rennen gewinnen um den Gesamtsieg zu ergattern!! Yea! Deshalb sind hier gerade alle Kiwis am Durchdrehen. Eigentlich hätte es schon heute morgen entschieden sein können, aber kaum haben wir uns vor dem Fernseher eingefunden, wurde das Rennen wegen zu starken Windverhältnissen abgesagt.
    Und jetzt erkläre ich euch mal die Überschriften. Jeden zweiten Morgen werden zwei Rennen live aus San Francisco übertragen und alle sitzen dann gespannt vor dem Fernseher. Heute morgen war ich beispielsweise mit den Kindern vor der Schule beim Bäcker und auf einmal hat sich der Verkäufer umgedreht und total konzentriert auf den Bildschirm gestarrt. Da gibt es kein pardon, der Cup geht vor. In den Schulen, so auch in meiner werden überall Fernseher aufgestellt und der morgendliche Unterricht muss leider dem Public Viewing weichen. Und dabei tragen alle rote Socken. Warum das fragt ihr euch? Nun vor einigen Jahren gab es einen sehr erfolgreichen Segler, Peter Blake. Der kam irgendwann im Laufe des America's Cup auf die Idee, rote Glücksbringersocken zu tragen. Seitdem wurde es zur Tradition, an den Renntagen mit roten Socken herumzulaufen und daran halten sich sowohl die Schulkinder und Lehrer als auch Geschäftsleute und Nachrichtensprecher. Letztere haben gerade auch nichts zu tun als über erwartungsvolle und begeisterte Menschen im ganzen Land zu berichten. Wenn die Kiwis das Rennen nämlich gewinnen, findet der Cup in 3 Jahren in Auckland statt, was ein riiiiesen Event ist. Und die Chancen dafür sind groß. Die Amerikaner ( die übrigens einen australischen Captain haben) haben es zwar geschafft ihr Boot so umzubauen, dass es nun theoretisch schneller ist als das ihrer Herausforderer, aber 7 Rennen aufzuholen ist schon recht unlogisch. Deshalb steht die Welt hier still, wenn Neuseelands Nationalhelden antreten.
    Und morgen soll es so weit sein. Dann findet das letzte Rennen statt, das ich natürlich auch verfolge. Und schaltet das nicht weg wenn es in der Tagesschau kommt!!!
    Also dann machts gut, morgen sind wir Weltmeister:))

    Photos & Videos

    Comments

  • 20Sep 2013

    19 Smalltalk 09/20/2013

     

    Description

    Jaa das war wohl nichts. Heute sind wir doch noch nicht Weltmeister. Auf eine neue Runde America's Cup. Dabei hab ich mich heute Morgen extra vor den Fernseher gesetzt und Team Kiwi angefeuert. Was dann passier ist fasse ich mal kurz zusammen:
    Ganz Neuseeland saß mit roten Socken vor dem Fernseher. Die Kinder mussten sich in der Schule versammeln, in dem Krankenhaus wo mein Gastvater arbeitet war sogar ein Kamerateam um festzuhalten wie hunderte Menschen auf eine Leinwand gestarrt haben und ich habs mir daheim auf dem Sofa gemütlich gemacht. Gegen 8:00 gings dann etwa los und da lag das Problem. Der Start ist missglückt. Da haben die Amerikaner ziemlich gut vorgelegt und da sie momentan das schneller Boot haben war da nichts zu machen. Also dann auf in Runde 2 habe ich mir gedacht und mich auf den Weg in meine Schule gemacht. Da waren auch schon alle bereit den Gesamtsieg zu feiern ( und den Unterricht ausfallen zu lassen) ;) Aber wie schon am Vortag wurde das Rennen dann wegen zu starken Windverhältnissen abgesagt. Also hieß es für uns Grammatik statt Fernsehen. Ohmann. Na denn bin ich mal gespannt ob morgen endlich ein Schlussstrich gezogen wird...

    Nach der Schule waren wir in der Gym ein bisschen trainieren. Dann hab ich auch schon die Kinder abgeholt. Und da kam keine Langeweile auf, dank der redefreudigen Neuseeländer. Auf dem Weg vom Auto zum Schultor habe ich mich mit einem Vater über die mangelnden Parkplätze und die Pläne für das Wochenende unterhalten. Auf dem Weg vom Schultor bis zum Klassensaal hatte ich dann mit einer älteren Dame eine Konversation über das Wetter. Vor dem Klassenzimmer hat mich ein kleines Mädchen angesprochen, ob ich die Mutter einer gewissen Quinn sei. Nach dem Gong hat Finley mir erzählt wie gerne er sich mit James treffen würde, um Mindcraft zu spielen, er hat sich aber nicht getraut ihn oder seine Mutter anzusprechen. Also habe ich seine Mutter angesprochen, ob sich ihr Sohn mit Finley treffen möchte. Dann haben wir gleich einen Termin für die Ferien ausgemacht. Und auf dem Weg zum Auto habe ich mir die Pläne der Kinder für das Wochenende angehört.
    Ahso.

    Dann hat mir Barry eine SMS geschrieben, dass die Kinder bitte nicht so viel essen sollen, weil es abends Fish'n'Chips gibt. So viel konnten die aber garnicht essen, weil fast nichts mehr da war. Also sind wir einkaufen gegangen und jetzt haben wir wieder Vorrat für
    mehrere Monate. Hier gibt es ja alles in XXL. 10 Liter Milchpackungen, 1kg Käse, 2 kg Joghurt, 100 Teebeutel, 20 kleine Chips, also da kann man echt bunkern. Aber das beste: Wir haben German Bread gekauft:)) So richtiges Bauernbrot. Hmmmmmm:)
    Weil mir das so gut schmeckt, gehen wir morgen früh in der Stadt in einer German Bakery brunchen, oh da freu ich mich!
    Jetzt muss ich aber los, wir haben uns um halb 9 in Howick verabredet. Wir wollen mal die Bars dort austesten, heute gehts in die Bar Basalt. Ausnahmsweise kann ich mal aufen, das ist nur 15 Minuten weg...

    Photos & Videos

    Comments

  • 21Sep 2013

    20 Ein typischer Samstag 09/21/2013

     

    Description

    Den heutigen Samstag hab ich nach guter Manier mal wieder mit brunchen und shoppen verbracht. Und das war beides erfolgreich!
    Vorweg eine Warnung an meine männlichen Leser: Dieser Bericht handelt ausschließlich von Essen und Shoppen!
    Beginnen wir mal mit dem Brunch. Einen besseren Start in den Tag hätte ich mir nicht denken können. Wir sind nämlich in eine deutsche Bäckerei in Mount Eden gefahren und da gabs frisches deutsches Ofenbrot und Gebäck. Schon dieser Geruch war überwältigend. Ich hätte mich am liebsten einmal durch die ganze Speisekarte durchprobiert.. Aber meine Wahl war auch gut. ( Wer hungrig ist überspringt diese Passage jetzt lieber) . Rapha und ich haben uns einmal das Gourmet Frühstück mit Haloumikäse, Avocado, Kartoffelrösti, Sauerteigbrot, Pilzen, Tomaten, Spinat und Bohnen und dann das French Toast mit Ahornsirup, Früchten und Vanillesauce geteilt. Und zum Nachtisch habe ich mir ein Himbeertörtchen gegönnt. Ich hätte mir in meinen Träumen nicht ausgemalt, dass ich mal mein Frühstück so ausführlich beschreibe, aber das war eine Geschmacksexplosion nach dem immergleichen Weißbrot, das könnt ihr euch garnicht vorstellen. Es tut mir Leid wenn ich euch mit diesen Details langweile, aber hmmmmm:)
    Danach haben wir uns jedenfalls auf den Weg zum Newmarket gemacht, das ist so eine Shoppingmeile in der Innenstadt. Dort gibt es auch ein Geschäft, the general issue, das Klamotten von Hollister und Abercrombie verkauft. Diesen Laden haben wir erstmal ziemlich lange gesucht, aber als wir ankamen waren wir auch nicht soo begeistert. Die Auswahl war jetzt nicht sonderlich groß, aber ich habe trotzdem einen schönen Oulli gefunden. Es ist noch etwas schwer sich mit dem Gedanken anzufreunden jetzt Sommerkleidung zu kaufen:/ Dann waren wir noch im Kathmandu. Diese Marke müsst ihr euch merken, denn falls ihr jemals nach Neuseeland kommt und im Trend liegen wollt, ist diese Jacke Pflicht. Hier läuft jeder, wirklich jeder, ob Mutter oder Tochter oder Kind mit dieser Jacke durch die Gegend. Das ist wie so eine Invasion, überall sieht man die Jacke, ob zu Shorts, zum Kleid oder zu den Sportsachen kombiniert.. Und wuhu da waren 50% Rabatt, also hab ich zugeschlagen und mir so eine Weste gegönnt.
    Bevor wir den Bus zurückgenommen haben, haben wir mal wieder im Countdown vorbeigeschaut und unsere Lieblingsschokolade Whittakers mitgenommen. Aber diesmal mit einer absolut überragenden Geschmacksrichtung, Karamell, sehr geil.

    Abends war ich mit meiner Family bei einer befreundeten Familie essen, da war ich jetzt schon öfter, ist echt gemütlich dort. Diese Familie besteht aus Harry, Tilly und den Eltern, die beide Lehrer sind. Außerdem lebt dort jetzt seit zwei Jahren ein koreanischer Gastschüler, der 16 Jahre alt ist. Weil es leider geregnet hat, haben wir nicht wie geplant gegrillt, sondern Wraps gemacht. Auch nicht schlecht. Es war ein gemütlicher Abend, ich habe viel erzählt und es war vor Allem ein internationaler Abend. Finley war genaugenommen der einzige Kiwi unter uns, weil sonst niemand in Neuseeland geboren wurde.
    Und mit dieser Erkenntnis verlasse ich euch jetzt für heute...

    Photos & Videos

    Comments

  • 22Sep 2013

    21 Auckland Museum 09/22/2013

     

    Description

    Und wieder heißt es einen Tag warten bis Team NewZealand sich hoffentlich den Gesamtsieg im America's Cup holt...
    Naja heute war auch viel zu schönes Wetter, um sich vor den Fernseher zu setzen. Heute Nacht sah das noch ganz anders aus, da gabs ein heftiges Gewitter und tonnenweise Regen..Da es Barry nicht so gut ging, habe ich kurzerhand die Kinder ins Auto gesetzt, habe Rapha auf dem Weg abgeholt und dann haben wir uns auf den Weg ins Museum gemacht. Eigentlich war ja Regen angesagt, deshalb wäre das die optimale Lösung gewesen, aber es war trotzdem eine gute Idee. Noch dazu bin ich das erste mal Highway gefahren und da waren ein paar ganz schlimme Raudis unterwegs, die viel zu schnell gefahren sind, nämlich 120 km/h. Das sind immerhin 20 km/h schneller als erlaubt. Tja das war dann wohl nichts mit dem Gas geben, Deutschland ist und bleibt das Paradies für Schnellfahrer. Also sind wir so vor uns hin geschlichen, aber da meine liebe Navigiertante auch nicht gerade die schnellste war, war das garnicht so schlecht.
    Dennoch haben wir den Weg zum National War Memorial Museum gefunden, ich bin stolz auf uns. Das Gebäude ist wunderschön, hat mich alles ein bisschen an Washington D.C. erinnert. Die Aussicht war auch unglaublich, da vorne der Hafen, zur rechten der Strand und die Inseln, zur linken der Skytower mit ein paar Palmen im Vordergrund und direkt daneben eine riesen Wiese zum Rugby, Football oder was auch immer spielen. Eigentlich hatte ich ja damit gerechnet, dass ich $10 Eintritt zahlen müsse, aber wir wurden einfach nur gefragt ob wir ihn Auckland leben und als wir das bejaht haben ( auch komisch das zu sagen), haben wir freien Eintritt bekommen. Wie sich dann herausgestellt hat, ist das Museum nicht sehr groß, deshalb haben wir wohl auch alles Interessante in 1 1/2 Stunden gesehen. Aber ich war total beeindruckt dass Honey und Finley so interessiert, diszipliniert und geduldig waren, das war wirklich entspannt. Im Grunde haben sie mir das meiste gezeigt und erklärt, Finley ist vor Allem bei der Dinosaurierabteilung ein Experte! Und wir haben Kiwis gesehen!!:) Zwar nur ausgestopfte, aber die sind ja so cool die Vögel. Im Grunde besteht das Museum größtenteils aus ausgestopften Tieren, was ich teilweise etwas grotesk fand, denn in der Kinder/Entdeckungsabteilung konnte man haufenweise Schubladen mit toten Tieren bestaunen oder einem Haufen Kakerlaken zuschauen, wie sie in einem Glaskasten so vor sich hin leben, naja. Dann waren wir noch in einem Vulkanausbruchimitator, der war auch etwas unspektakulär. Dennoch war das Museum einen Besuch wert und ich fands super, dass die Kinder dabei waren. Zum Schluss waren wir noch ein bisschen im Museumsshop bummeln und haben beschlossen nach Bottanypark zu fahren und dort einen Frozen Yoghurt in KiwiYo zu essen. Da wählt man eine Eissorte und dann kann sich jeder einen Haufen Süßigkeiten als Topping draufschaufeln, man gönnt sich ja sonst nichts:)
    Alles in Allem waren wir so 4 Stunden unterwegs, also haben wir uns überlegt den restlichen Nachmittag mit Spielen zu verbringen. Und jetzt kommen 7 Eier ins Spiel. Finley hat sich ein Spiel ausgedacht, während wir anderen Cluedo gespielt haben. Dieses Spiel dreht sich im Grunde ums Eiersuchen, nur dass die Eier nicht im Garten, sondern im Haus versteckt werden. Das war auch sehr lustig, bis wir, wie nicht anders zur Erwarten, nach der dritten Runde alle zusammen das vermisste siebte Ei gesucht haben. Finley konnte sich nicht mehr erinnern, wo er es versteckt hatte:D:D Merke: Liebe Eltern, notiert euch an Ostern besser wo ihr die Eier versteckt habt. Wir habens nicht gefunden, aber ich glaube Finley hat nur 6 Eier versteckt. Ich hoffe es zumindest:D
    Sodele, die selbstgemachte Pizza ruft. Machts gut und haltet mich auf dem Laufenden über die Wahl!!!

    Photos & Videos

    Comments

  • 23Sep 2013

    22 noodle dumplings 09/23/2013

     

    Description

    Zuallererst sag ich mal DANKE. Danke für die vielen Statistiken, Live-Meldungen und SMS und E-Mails rund um das Thema Bundestagswahl. Ich kann mich echt nicht beklagen, ich wäre nicht up-to-date gewesen. Das Ergebnis überrascht mich ehrlich gesagt wenig, denn genau das habe ich prognostiziert ( Herr Mellein wäre stolz auf mich, obwohl ne eigentlich nicht). Jedenfalls danke ich Clara(demnächst live aus Berlin), Sarah, Jens und meinen Eltern für die Updates :)
    Tatsächlich gabs hier auch einen kurzen Fernsehbericht über die Elections in Germany. Juchee hab ich das gefeiert und mich amüsiert. Das war schon sehr lustig, wie sich Peter Altmaier auf Englisch versucht hat, Merkel eine andere Stimme bekam und die Regie einem Mann mit derbstem Hessisch eine akzentfreies British English zugeteilt hat( die haben ganze Arbeit geleistet, ich hätte den nicht verstanden). Naja, ich gehöre jedenfalls nicht zu den 27% die nicht wählen gegangen sind, denn ich hab vorher in Deutschland eine Briefwahl gemacht, löblich nicht wahr?

    Eine neue Woche beginnt und wir haben den America's Cup immer noch nicht gewonnen. So langsam wird es knapp. Am Samstag hatte sich die Mannschaft schon 1km Vorsprung rausgeholt und dann wurde das Rennen abgesagt, weil das Zeitlimit von 40 Minuten um ein paar Sekunden überschritten wurde, das hätte dee Gesamtsieg sein können. Naja dann heisst es wohl weiterhin Fernseh schauen statt Unterricht (zumindest 15 Minuten entfallen).
    Da mein Gastvater eine Woche krankgeschrieben ist, hat er heute mal die Kinder zur Schule gebracht und abgeholt. Trifft sich ja gut, dass Honey und ich montags immer kochen. Diesmal hat sie sich Käsespätzle (noodle dumplings) ausgesucht. Ich hab die auch noch nie selbstgemacht, aber die Zubereitung war auch nicht schwer. Nur den Teig durch das Sieb pressen war, wie schon das Eiweiss ohne Schneebesen schlagen und das Kartoffelpuffer ohne automatische Reibe zubereiten, eine sportliche Herausforderung. Das Ergebnis konnte sich aber sehen lassen und die Kinder zeigen sich als grosse Fans der Deutschen Hausmannskost. Honey hat dann noch einen Mikrowellenkuchen dazugezaubert, der ear auch seehr lecker. Zu viel darf ich davon aber nicht essen, morgen haben wir ja die Trainerstunde in der Gym.

    Photos & Videos

    Comments

  • 24Sep 2013

    23 Ein Dialog... 09/24/2013

     

    Description

    ...genau genommen sind es zwei.

    Freitagabend, 20:45, Parkbank gegenüber von dem Pub, ein Kiwi und ich
    Kiwi: Heya. Do you know where to find the wine shop?
    I: No, I'm sorry.
    Kiwi ( zeigt auf mich) : German?!
    I: Is it so obvious?
    Kiwi: Yea a bit. Welcome to New Zealand. Take it easy.


    Samstagmorgen, 9:20, Bushaltestelle Cockle Bay School, Busfahrerin und ich
    I: Good Morning.
    B: Hi sweetie. How are ya?
    I: Fine, thanks. Do you sell those Discovery Day Tickets?
    b: Oh, yea, I do honey. It's $16. Would you like one honey?
    I: That would be great, thanks.
    B: Of course honey. I'll just put my name on the ticket, because it didn't print properly. So in case someone asks you you can just tell him Linda Lee was your bus driver and that will be fine. Because you can't see it is a Discovery Day ticket, ok?!
    I: Oh that's lovely. Thanks a lot.
    B: You're welcome darling. Wait I'll also write it on the other side of the ticket.
    Und weil ich ein bisschen Mitleid habe, dass Linda während dem America's Cup Busfahren muss, gebe ich ihr ein kleines Update..
    I: Did you hear what happened at the America's Cup?
    B: Oh yea I just listened to the radio. Why was it interrupted, what happened there?
    i: They misses the time limit of 40 minutes to pass turn 4. Just a few seconds thats so ridiculous. I can't believe that we have to wait one more day. It's getting overexcited now.
    B: Oh yea it is honey. These are just some of the american rules you know. Thank you so much honey.
    Hannah steigt ein. 2 Minuten später hält die Busfahrerin an und setzt sich zu uns um nochmal sicherzugehen ob jetzt alles auf unseren Tickets steht. Sie schreibt nochmal irgendwas drauf.
    B: Where do you leave the bus?
    We: Broadway.
    B: I will tell you then, sweeties. You won't miss it.

    45 Minuten später.
    B: Ok Sweeties here we are. Where do you wanna go?
    We: Mount Eden.
    Alte Dame: Oh that bus leaves across the street.
    We: Alright, thanks a lot.
    Alte Dame/ Busfahrerin: But there are two busses, take the one on bus stop..
    We: Ok. Bye.
    B: Bye Sweeties.
    We: Thank you.
    B: Thank you.

    Comments

  • 25Sep 2013

    24 Horrormärchen 09/25/2013

     

    Description

    Part 1
    Stell dir vor du sitzt an einem schönen Dienstagabend gemütlich im Wohnzimmer vorm Fernseher und schaust deine Lieblingsserie. Du hörst wie draussen der Regen gegen die Scheiben prasselt, der Wind durch die Bäume jagt und fühlst dich pudelwohl und sicher in deinen vier Wänden. Du wärmst deine Hände an einer Tasse Tee, hast dich in eine Decke gekuschelt, tippst nebenbei ein paar SMS an deine Liebsten in Deutschland und bist total sorgenfrei. Gegenüber sitzt deine Gasttochter und lächelt dich glücklich an, dein Gastsohn wärmt sich eine heisse Schokolade in der Mikrowelle auf und dein Gastvater beantwortet ein paar E-Mails. Gerade wird deine Aufmerksamkeit etwas mehr auf den Fernseher gerichtet, weil dort die letzten 5 Minuten der Show anlaufen, die immer sehr spannungsgeladen sind. Du richtest also deinen Blick vom Handybildschirm auf den Fernseher und
    ... siehst nichts. Alles düster. Ratsch- Computer aus, Fernseher aus, Licht aus, Mikrowelle aus, Kühlschrank aus, WLAN aus - Alarmanlage an. Das alles in weniger als 2 Sekunden. Gerade wurde noch das Ergebnis der Challenge im Fernseher angekündigt und dein Handy zeigt den Empfang einer SMS an, da ist es dunkel, komplett düster. Dann sagt eine ängstliche, gebrochene Stimme neben dir: " Can you please hold my hand. I'm scared in the darkness". Natürlich kannst du das, du kannst auch ein paar Kerzen suchen, die Taschenlampen aus den Schubladen kramen, dir merken der Taschenlampen-App fürs iPad keine gute Bewertung zu geben, .. aber du kannst nicht den Alarm ausschalten, weil er zu dem Auto gehört, das in der Garage steht, deren Tor nur mit einem Schalter zu öffnen ist, der sich im Flur befindet, aber nur mit Strom funktioniert. Also kannst du lustige Taschenlampengesichter mit den Kindern machen, solange der Vater draussen feststellt, dass in der ganzen Strasse der Strom ausgefallen ist. Zu dritt stehst du dann im Badezimmer und putzt die Zähne und stellst fest, dass wenigstens das warme Wasser funktioniert. Da du nicht weisst, was du sonst machen sollst, legst du dich in dein Bett, aber hast nicht bedacht, dass ja die aufwärmbare Matratze ebenfalls eine Stromzufuhr benötigt. Also nimmst du dein iPad und schreibst diesen Bericht. Gerade kommt dir dann in den Sinn, dass du ja das mobile Internet anschalten kannst, da blinkt auch schon dein Bildschirm auf. "Oh, eine Nachricht", denkst du dir, und liest : " Im Radio wurde ein Tropensturm angekündigt." Das liest du dann noch einmal und noch einmal und denkst dir " Gute Nacht allerseits!"

    Part 2
    Nach 1h 15 min kam der Strom wieder zurück. Schlagartig. Wir lagen schon alle im Bett, dann ging auf einmal der Fernseher an, die Mikrowelle los und es war taghell. Aber diesmal haben wir uns nicht beklagt. Der Alarm hat übrigens nach etwa einer halben Stunde den Geist aufgegeben, glücklicherweise. Die Wiederholung von the Block haben wir um etwa 10 Minuten verpasst, aber morgens gleich am Computer nachgeholt:) Der Sturm hat mich nicht so gestört. Ich habe zwar ein bisschen gebraucht bis ich eingeschlafen war, weil es schon recht laut draussen war, aber dann ging es auch. Ich hatte ja wieder mein warmes Bett zurück:) Und da sie nicht gestorben sind, ist ja alles gutß

    Photos & Videos

    Comments

  • 27Sep 2013

    25 Oktoberfest 09/27/2013

     

    Description

    Uns ist nicht entgangen, dass in Deutschland gerade die Dirndl und Lederhosen ausgepackt werden und da wir zwei echte Bayerinnen dabeihaben, Hannah und Daniela, wurde das auch einigermaßen standesgemäß zelebriert. Also haben wir heute die Schule, das heißt die Chinesen, zum 'Bavarian Octoberfest' eingeladen und die Wiesn nach Neuseeland gebracht. Brezeln konnten wir leider nicht auftreiben, dafür gab es aber frisches Brot aus einer deutschen Bäckerei mit Butter und Salz. Das war soo schnell weg, aber das meiste haben wir selbst gegessen. Dazu gabs Salzbrezeln und so eine Art Bier. Da wir nach der Schule noch in den Countdown (Supermarkt) gegangen sind, wurde Hannah darauf angesprochen, dass sie eine Deutschlandflagge auf der Wange trägt, sehr patriotisch :D
    Nach der Schule war ich noch schnell im Fitnessstudio und dann hab ich den ganzen Nachmittag gechillt, weil die Kinder das Wochenende bei der Mama sind und es zu Hause nichts Wichtiges zu tun gab.
    Als Ersatz für das Festzelt, mussten dann die Clubs in der City dienen, aber der 8th Union Street (oder so ähnlich), war eine gute Alternative. Vor Allem waren wir eine ziemlich große Gruppe, also mussten erstmal alle zu Milena, wo wir uns vorher getroffen haben, kommen. Das war gar nicht so einfach. Hannah hat den Bus verpasst, weil er zu früh kam und ich bin aus irgendeinem Grund 4 Stationen zu früh ausgestiegen. Naja, so waren wir am Ende doch wieder recht zeitgleich:) Bei Milena waren wir dann sehr international unterwegs. Keisuke aus Japan und Nasser irgendwo aus der Nähe von Dubai, sind mit uns gekommen und wir Deutschen haben uns auch nur auf Englisch unterhalten, größtenteils. Zusammenfassend war es ein sehr lustiger Abend, im Club war gute Stimmung und gute Musik, nur dass er irgendwann ein bisschen voll wurde. Es ist leider sehr schwer Englisch sprechende Leute zu verstehen, wenn sie was getrunken haben und laute Musik im Hintergrund ist, aber soweit reicht die Verständigung, dass man einen Drink ausgegeben bekommt;D
    Danach sind wir, natürlich zu McDonalds gegangen. Da haben wir uns dann schön an den Apfeltaschen verbrannt, ich weiß auch nicht was die damit gemacht haben. Aber dafür gibts da ja kostenlos Wasser. Hab ich schon erzählt, dass im Basalt, der Bar in Howick, kostenlose Softdrinks für Fahrer ausgeschenkt werden? Musst einfach hingehen und sagen, dass du mit dem Auto da bist, dann kannst du dir einen Softdrink aussuchen. Und die machen sogar Werbung dafür, sau gut!! Wir haben auch noch in einem Shop vorbeigeschaut, wo wir jemandem aus Hamburg über den Weg gelaufen sind und in dem Bus saß auch ne Deutsche. Ja der Bus, also da habe ich jetzt folgendes gelernt: Man darf ruhig dreist fragen ob sie einen bis ganz nach Hause fahren. Ich hab nämlich meine Haltestelle, Cockle Bay School genannt, und als ich ausgestiegen bin, ist der Bus den Weg weitergefahren, den ich danach laufen musste. Man kann ja nie wissen, wo der so langfährt, weil das ja davon abhängt wo die Fahrgäste hinwollen. Merke: Niemals einschlafen auf der Busfahrt! Aber damit hatte ich immer noch mehr Glück als Rapha, die musste 50 Minuten laufen, mein Mitleid! Um halb 5 lag ich dann endlich im Bett mit der schönen Aussicht um halb 9 aufzustehen, um zu der Schulgala zu gehen, ja da schläft sichs gut.

    Photos & Videos

    Comments

  • 28Sep 2013

    26 School Gala 09/28/2013

     

    Description

    Guten Morgen!
    Was macht man wenn man nur 4 Stunden Schlaf hatte - man geht auf eine Schulgala!
    Selbst Schuld, ich habe Alice gesagt, ich würde sie und die Kinder um 10 Uhr in der Schule treffen. Aber im Nachhinein war das echt eine gute Idee, denn die Gala war riesig. Da kann die Speyerer Messe nicht mithalten, nur die Preise sind in etwa auf einem Niveau. Ich komme also dahin und erwarte so ein kleines Schulfest zum Ferienanfang, wo ich mal ne Stunde vorbeischaue, aber da hab ich etwas falsch gelegen. Erstens mal waren hunderte, nein sicher an die 3000 Leute da. Und das waren nicht nur Kinder und ihre Eltern, sondern auch Jugendliche und junge Pärchen aus Howick. Dann gab es richtig coole Attraktionen für die Kinder, wie einen Waterwalk in so einem Plastikball, eine Riesenrutsche, ein Miniriesenrad, so einen aufblasbaren Abenteuerkurs, eine Hüpfburg und und und.. Die Sachen hatten allerdings auch ihren Preis, also das Taschengeld dürfte jetzt erstmal leer sein, die Schule dafür um einiges reicher. Man musste beispielsweise such $2 zahlen, um sich einen Raum voller Lego, dass es nur Overseas, also im Ausland gibt, anzuschauen und wenn man einmal rausging, kam man nicht mehr rein. In den Klassenräumen wurde entweder Essen (Chinesisch, Türkisch, Süßigkeitenshop, Slusheis, Kuchen, Hot Dogs, Pommes, Würstchen..) oder Ausstellungen oder Ballons etc. angeboten. Das Highlight war wohl der Trail of Terror, ich glaube das ist eine Art Geisterbahn, aber die Kinder kamen ein wenig traumatisiert wieder da raus. Da ich mit Finley, seiner Mutter, seinem Freund James und dessen Mutter unterwegs war, habe ich aber auch miterlebt, wie viele Süßigkeiten die Kinder hier verzehren. Das fing bei Zuckerwatte und einem Körbchen voller Süßigkeiten an und hört bei Fudge in allen Sorten auf. Na gut, davon hatte ich auch ne Portion, die habe ich ja schließlich mit Honey gemacht, da muss man auch mal probieren. Nebenbei gab es auch noch einen Talentwettbewerb und eine Band, die es letztes Jahr bei New Zealand's Got Talent unter die Top 3 geschafft hat, ist aufgetreten.
    Als es auf einmal angefangen hat zu schütten, bin ich nach Hause gegangen und hab mir überlegt den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Da es Rapha genauso ging, haben wir uns in Botany Town Centre, einem riesen Shoppingcenter mit Restaurants und Kino und Supermärkten, getroffen. Und wo wir schonmal da waren, haben wir uns überlegt abends 'White House Down' im Kino anzuschauen. Aber zuerst waren wir mal shoppen. Da sind wir in einem Laden der Jay Jays heißt, ist ja obligatorisch dass ich da reingehe, fündig geworden. Die hatten so eine tolle Geschäftsidee: Wenn man zweimal das gleiche Teil kauft, kostet es weniger. Da wir uns sowieso die gleichen Sachen geschnappt haben, kam das gerade recht. Aber außer in dem Laden sind wir dann nicht mehr wirklich fündig geworden, deshalb haben wir uns zu Nando's gesetzt und einen Wrap gegessen. Aber dummerweise hatten wir immer noch 3 Stunden Zeit, bis der Kinofilm anfing. Also sind wir noch in ein Café und hatten einen Brownie als Nachtisch. Da die Geschäfte samstags um halb 6 schließen, blieb uns dann nichts anderes übrig, als in den Supermarkt zu gehen. Und ich hab mir Taschentücher gekauft, yeeei. Diese Papierfetzen die man hier Taschentücher nennt, gehen mir ein bisschen auf die Nerven und man kann ja auch nicht immer die ganze 100erBox mitschleppen, deshalb hab ich mir mal verpackte Taschentücher gegönnt:) Vor lauter Freude darüber haben wir dann vergessen uns was fürs Kino mitzunehmen. Denn da gibt es irgendwie nicht so viel zu essen, die verkaufen nur Eis und salziges Popcorn. Dafür kann man hier Deluxe Sitzplätze kaufen. Ja, man glaubt es kaum, aber das gibt es wirklich. Die letzten zwei Reihen waren mit besonders großen und gemütlichen Sesseln mit einem kleinen Tisch bestückt und den Kellner, der einem Softdrinks und Popcorn bringt, gibts gratis dazu. In diesen Genuss kamen wir mit unserem Schülerrabatt leider nicht, aber die Sicht von den billigen Plätzen war trotzdem gut.
    Da ich jetzt nicht auch noch eine Filmrezension schreiben will, verrate ich einfach mal so viel. Jamie Foxx und Channing Tatum spielen mit, also kann er schonmal nicht schlecht sein. Die Story war zwar nicht der Bringer schlechthin, aber mir hat der Film trotzdem sehr gut gefallen und ich würde ihn auch nochmal anschauen. Mit dem Englisch das hat auch gut geklappt, und im Notfall sieht man ja was passiert.
    Die Premiere von der Hobbit, findet übrigens leider nicht in Neuseeland statt:( Sonst wäre ich dafür nach Wellington geflogen..
    Jetzt geh ich aber ins Bett, muss noch ein bisschen Schlaf nachholen und heute Nacht wird mir ne Stunde geraubt, denn dann ist Sommerzeit:/

    Photos & Videos

    Comments

  • 29Sep 2013

    27 Day Off 09/29/2013

     

    Description

    Alle aufgepasst: Ab heute lebe ich 11 Stunden in der Zukunft. Heute Nacht wurden die Uhren auf Sommerzeit umgestellt.
    Und was macht man an einem Sonntag, an dem einem 1 Stunde Schlaf geraubt wird?- man legt einen Couch-Tag hin. A classic sunday. Als ob mein Hostdaddy das geahnt hätte, stand heute Morgen ein selbstgemachter Himbeer-Smoothie auf dem Frühstückstisch bereit. So gefällt mir das. Also habe ich mich erstmal mit dem Smoothie und einer Zeitschrift auf die Couch gechillt und mit dem Nichtstun angefangen.
    Barry hat währenddessen ein Schlafzimmer für Finley gezaubert. Da ich ja in Finleys Zimmer untergebracht bin, hat dieser erstmal bei Barry geschlafen. Dann hatte Barry aber die Idee im Front Living Room, mir fällt beim besten Willen keine Übersetzung dafür ein, eine kleine Ecke für Finley einzurichten. Also wurde ein Ikea Regal aus overseas geliefert, denn einen Ikea gibts hier leider noch nicht, und das dient als Raumteiler. So hat sich eine ziemlich gemütliche Ecke ergeben, in der Finleys Bett, ein Regal, ein Nachttisch und ein paar Bilder untergebracht werden konnten. Finley hat sich gefreut wie an Weihnachten als er nach Hause kam und Honey war ein bisschen neidisch, obwohl sie ja ein Schlafzimmer hat. Die Kinder kamen heute ausnahmsweise schon mittags nach Hause, weil Alice sich Wicked in der Stadt ansieht.
    Dann ging es los mit der Beschäftigungstherapie: Zuerst sind Honey und ich in einen Chinesischen Supermarkt gefahren, da hat es ziemlich gestunken und wir kamen uns ein bisschen fremd vor, aber da wir morgen Chinesisch kochen, brauchten wir die Zutaten und dort gibt es mindestens zehn verschiedene Sorten Tofu. Die Fleisch- und Fischtheke haben wir mal ausgelassen, da wollte ich mich lieber nicht so intensiv mit beschäftigen. Danach hatte sie die Idee Russian Fudge zu machen. Also hat sie mich gefragt ob ich ihr helfen kann, keine Frage, da war ich sofort dabei. Und, liebe Jutta, diesmal habe ich sogar das Rezept(bei den Fotos)!! Das ist so ziemlich das ungesündeste was es an Süßigkeiten gibt, aber yummie, man muss es mal gegessen haben. Anschließend sind wir alle zusammen nach Botany gefahren und die Kinder durften sich was in einem riesigen Spielzeugladen aussuchen. Dann waren wir noch in einem Geschäft, das so ähnlich wie Primark ist. Eigentlich wollten wir uns abends mit Freunden am Eastern Beach treffen und dort Fish'n'Chips essen. Aber es war dann doch ein bisschen windig, also sind wir stattdessen zu ihnen gefahren. Und da war was los...Sowas habe ich noch nicht erlebt. Da waren 5 Kinder plus Honey und Finley. Die Freunde haben nämlich 2 Töchter und einen Sohn. Zusätzlich waren aber die Söhne von meiner Lehrerin Richelle da, weil diese Hochzeitstag feiert und sich morgen freigenommen hat. Da kam keine Ruhe rein, sage ich euch. Wir haben versucht den Film 'Charlie und die Schokoladenfabrik' zu schauen, aber das ist unmöglich mit so vielen Kindern. Irgendeiner hat immer geredet oder jemanden anderen abgelenkt. War aber lustig, wie sie da zu siebt auf der Couch saßen:) Zum Essen gab es trotzdem Fish'n'Chips, nur da der ganze Essenstisch und das Haus allgemein voller Spielzeug waren, haben wir auf dem Boden gegessen:D Mit einer Tischdecke und statt Tellern gab es Küchenpapier. Danach wollten die Kinder mindcraft spielen, weil hier irgendwie jeder süchtig danach ist. Aber es war schon 8 Uhr, also haben wir uns auf den Heimweg gemacht.
    Morgen beginnen hier übrigens die Frühlingsferien, deshalb habe ich die Woche ein bisschen mehr zu tun als sonst. Ich habe aber schon viele Ideen, was ich mit den Kindern nachmittags unternehmen kann, da ich ja morgens selbst in die Schule muss. Wir gehen zusammen in den Zoo, ins Schwimmbad, in den Kletterpark, es gibt ein paar Geburtstagspartys und Finley hat morgen seine erste Karatestunde. Da muss ich mich in Acht nehmen. Ich selbst gehe am Samstag auf den Skytower und nächstes Wochenende fahre ich mit ein paar Freunden nach Coromandel:))

    Photos & Videos

    Comments

  • 30Sep 2013

    28 Eingebürgert 09/30/2013

     

    Description

    Ab heute bin ich offiziell eine Neuseeländerin, denn ich bin jetzt stolze Besitzerin einer schwarzen Kathmandu Daunen Jacke. Damit kann man mich nicht mehr von den Einheimischen unterscheiden, denn einfach jeder hat sie. Das ist das eigentliche Souvenir, das es nur in Neuseeland gibt;) Und jetzt kann ich auch bestens nachvollziehen, warum sie so gehypt wird. Sie ist einfach ultra bequem und kuschelig und warm und das beste die Leute tragen sie bei jedem erdenklichen Wetter. Wir haben gerade auch jedes erdenkliche Wetter. Heute hat es mindestens schon vier heftige Schauer gegeben, zwischendurch ist es ziemlich stürmig, aber wenn die Sonne rauskommt wirds dann doch ziemlich schnell warm. Allgemein liegen die Temperaturen hier gerade so bei 18C, mit einer Regenwahrscheinlichkeit von 99%. Das sind nicht gerade die besten Aussichten, aber der Sommer, mein zweiter für dieses Jahr, steht ja vor der Tür:P

    Ja und sonst bin ich jetzt schon 4 Wochen hier und der Alltag kehrt ein...die Zeit vergeht so schnell !! Zeit für ein kleines Resumé des Insellebens meinerseits:
    "Die beiden schönsten Dinge sind die Heimat, aus der wir stammen, und die Heimat, nach der wir wandern."
    Dieses Zitat, das einem klugen Mann namens Heinrich Jung-Stilling entstammt, habe ich zu Beginn meiner Reise ausgewählt, weil ich mir gewünscht habe, dass es in Erfüllung geht. Daraufhin haben viele von euch etwas besorgt gesagt: "Du kommst aber schon wieder zurück, oder?". Und ich habe "ja" geantwortet, dabei bleibt es auch. Speyer ist und bleibt meine Heimat, aber ich habe jetzt einen weiteren Ort gefunden, den ich mein zu Hause nenne.
    Obwohl ich die größte und bevölkerungsreichste Stadt Neuseelands ausgewählt habe, komme ich mir nicht anonym und verloren vor. Irgendwie erinnert mich das, so seltsam es klingen mag, alles ein bisschen an mein gemütliches Dorf Speyer;) Genau genommen, ist Auckland garnicht so groß. Die Innenstadt besteht eigentlich größtenteils aus einer Hauptstraße, der Queens Road und dem Hafengelände. Die Attraktionen liegen alle in der Innenstadt, aber nicht auf so einer großen Fläche, wie man es aus Köln oder Berlin kennt. So gefällt mir das, groß aber nicht anonym, zentriert und nicht verteilt, deshalb will ich auch in München studieren, denn das erweckt in mir irgendwie auch so ein gemütliches Heimatgefühl.
    Mit dem Auto fahre ich mittlerweile auch echt viel durch die Gegend und finde den Weg in Howick, Botany, Flatbush ohne Navi. Und wenn ich doch mal nicht weiter weiß hab ich meinen Freund und Helfer Google Maps, da das Navi im Auto nur auf Japanisch mit mir kommunizieren kann. Honey kennt den Weg eigentlich auch meistens und mittlerweile hat sie so viel Vertrauen in meine Fahrkünste, dass sie sich auch auf den Beifahrersitz wagt. Es ist ganz angenehm hier zu fahren, aber auch die Kiwis sind nicht die besten Autofahrer. Kann schonmal passieren dass jemand neben dir in der Mitte fährt, weil in 100 Metern eine Abbiegerspur kommt. Alternativ kann man ja auch den Bus nehmen, was übrigens im Grunde das einzige ist, wofür ich Bargeld benötige. Es ist nun mal einfacher, wenn man sich immer darauf verlassen kann, das die Karte angenommen wird. Hier wird sogar Werbung dafür gemacht, sie zu verwenden, um lange Wartezeiten bei Bargeldbezahlungen zu vermeiden. Deshalb ist alles was ich in meinem Geldbeutel habe die Scheckkarte von der Kiwibank und meine Kreditkarte, und natürlich noch den Schülerausweis, mit dem ich manchmal Rabatt bekomme. Dafür bekommt Deutschland ein dickes fettes Minus von mir, denn es ist schon erbärmlich wie wenig Fortschritt wir in dieser Hinsicht haben.

    Ein zu Hause ohne soziales Umfeld funktioniert aber nicht. Deshalb habe ich mir eines aufgebaut. Da wären zum einen die Freunde von meiner Familie. Mir gefällt es, dass wir am Wochenende des öfteren auswärts essen. Ich habe schon diverse Eltern oder Schulfreunde kennengelernt, die ich regelmäßig sehe und mit denen ich immer ein bisschen Smalltalk halte. Dann habe ich natürlich auch altersgerechte Freunde aus meiner Schule;) Wer meinen Blog aufmerksam liest, weiß ja wie viel wir unternehmen, unternommen haben und unternehmen werden. Ich habe eigentlich nicht damit gerechnet, dass ich schon so viel von Auckland aus bereisen könnte, aber besser ist es. Ich bin super froh, dass ich mir ausgesucht habe in die Schule zu gehen, denn dadurch habe ich ja Rapha ( http://ablackmoustache.blogspot.co.nz ) und die anderen erst kennen gelernt. Zu zweit oder mit mehreren macht es immer mehr Spaß etwas zu unternehmen, Rapha und ich planen beispielsweise noch einen Skydive:)) Außerdem werde ich die Schule im Dezember hoffentlich mit dem Cambridge Zertifikat (CAE) in der Tasche verlassen, womit ich dann in Englisch bei C1 eingestuft werde, was die zweithöchste Stufe ist. Zudem ist es lebenslang gültig und früher oder später werde ich fürs Studium oder Auslandssemester vielleicht mal einen Nachweis brauchen, also, wenn ich schonmal hier bin, kann ich das ja auch machen.
    Mit der Familie komme ich auch bestens klar und die Kinder haben ihre anfängliche Scheu überwunden und fangen an mit mir Aktivitäten zu planen oder mich mit aufzuzählen wenn sie irgendetwas berichten. Sie stehen immer öfter vor meiner Tür und sagen 'Juuulia (so sprechen sie es aus) ... Could you...". Mittlerweile macht es auch nichts mehr aus wenn der Vater nicht mit dabei ist und als Barry heute gesagt hat, dass eine Freundin die nächsten zwei Morgende auf sie aufpasst, hat Finley mit Dackelblick (den hat er sehr gut drauf) gefragt, ob ich nicht lieber zu Hause bleiben könnte. Honey hat gefragt ob ich mit ihnen in den Urlaub fahren darf, vielleicht mache ich das, Anfang Januar. Aber zum Campen komme ich auf jeden Fall mit, sobald es warm wird, verbringen wir die Wochenenden außerhalb Aucklands:) Mittlerweile finde ich es auch garnicht so schlecht, dass nur ein Elternteil hier lebt, denn dadurch habe ich oft frei, wenn die Mutter die Kinder nimmt und Ruhe, weil nicht immer jemand zu Hause ist. Im Haushalt habe ich auch deutlich weniger zu tun als erwartet, im Grunde ist das Arbeit die ich zu Hause (also jetzt in Speyer) auch machen würde. Ab und zu Hänge ich mal Wäsche auf, spüle und koche zweimal die Woche. Putzen musste ich bisher noch nie und saugen nur wenn ich es für nötig halte. Dann bedankt sich Barry auch immer überschwänglich bei mir, aber so sind sie die Neuseeländer.

    "Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muss oder ob schon deutsche Touristen da gewesen sind. " (Kurt Tucholsky)
    Es tut mir Leid aber das Zitat musste an dieser Stelle einfach sein. Aber seid getröstet, obwohl doch schon einige Handtuch-Liegen-Reservierer hier waren, kann ich mich zum Glück ganz normal benehmen:D Da hier sowieso die meisten aus Europa und Asien eingewandert sind, fällt man garnicht so auf. Und laut der Kiwis sprechen wir Deutschen bereits sehr gut Englisch, wenn wir hier ankommen. Unsere Lehrerin hat uns aber verraten, dass es doch ein kleines Manko gibt, die Freundlichkeit. Hier ist es nunmal normal jedem Guten morgen zu sagen, ihn zu fragen wie es geht, einen schönen Tag zu wünschen oder auch einfach Smalltalk zu führen. Aber wenn neue deutsche Schüler in der Schule ankommen, herrscht erstmal zurückhaltendes Schweigen bei diesem morgendlichen Ritual, à la : "Was will die denn von mir, die kenne ich nicht mal, wieso sagt die Guten Morgen zu mir?". Da muss ich den Kiwis schon ein bisschen Recht geben, die sind einfach etwas entspannter und interessierter an ihrer Umwelt. Und ich muss sagen das wirkt, man fühlt sich gleich besser, wenn man morgens mit einem Lächeln begrüßt wird, statt gesenktem Blick und Desinteresse. Deshalb habe ich mich mit der Sprache und dem Verhalten angepasst. Statt 'What did you say?', sage ich jetzt 'padem' was soviel wie 'wie bitte?' heißt und wenn mich jemand fragt 'Hey, how are ya?', was in jedem Geschäft, Bus oder bei Leuten die einfach nur an dir vorbeilaufen, der Fall ist, schaue ich sie nicht mehr erschrocken an, weil sie sich nach meinem Wohlergehen erkunden, sondern sage 'I'm fine, you?'.
    Dafür können die Kiwis aber nicht so direkt sagen was sie wollen. Wenn die Gasteltern sagen "Would you mind oder If you have time could you please do...", bedeutet das 'Do it!', aber bei uns kommt es eher als "Ok, ne heute hab ich jetzt nicht so Zeit, ich machs wann anders ja?" rüber. naja hat seine Vor-/ und Nachteile, ne :) Und ich bin froh dass ich die Möglichkeit habe eine andere Kultur so intensiv kennenzulernen, denn dadurch werden einem die eigenen Verhaltensweisen erst bewusst und ich mache mir Gedanken, was ich hier mit mitnehmen kann, was ich für mich lerne. Und wieder habe ich ein Zitat an dieser Stelle:
    Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben. (Alexander von Humboldt)
    Ich schaue sie mir an, aber ich habe noch längst nicht alles gesehen.

    Photos & Videos

    Comments

  • 04Oct 2013

    29 Harrison 10/04/2013

     

    Description

    Ich muss mich nochmal bei meinen fleißigen Lesern bedanken, ihr seid spitze, ohne euch würde ich mich nicht jeden Abend hinsetzen und alles festhalten, was ich hier erlebe. In den letzten Tagen habe ich so viel positives Feedback erhalten, von meiner Familie, meinen Freunden und sogar einfach nur interessierten Lesern, dass ich ernsthaft darüber nachdenke ein Buch zu schreiben und es jedem einzelnem zu widmen. Das habe ich ja als Kind schonmal versucht, aber irgendwie hatte die Geschichte doch sehr viel Ähnlichkeit mit Astrid Lindgrens "Kinder von Bullerbüh". Wer weiß, wenn mir was Schlaues einfällt, teile ich es euch als erstes mit ;)

    Diese Woche habe ich aber keine Zeit gefunden mich damit zu beschäftigen und leider auch nicht um weitere Abenteuergeschichten hier zu veröffentlichen, weil..Frühlingsferien... sind. Das bedeutet die Kinder haben keine Schule und ich komme mit lauter kreativen Ideen auf, die die Langeweile vertreiben. Einige Schulkameraden wurden in die Ferienbetreuung geschickt, dann haben die AuPairs erstmal bis 3 Uhr Ruhe. Aber das ist eine nicht ganz kostengünstige Angelegenheit und irgendwie hat es Barry auch so geschafft für jeden Morgen jemanden zu finden, da ich ja in die Schule muss. Dennoch habe ich morgens von 7 bis 9 die Stellung gehalten und direkt nach der Schule ab halb 1 war ich wieder für Honey und Finley da.
    Und jetzt zu den einfallsreichen Beschäftigungen: Am Montag hatte Finley seine erste Karatestunde und das ist so cool, es macht richtig Spaß zuzuschauen. Die Gruppe besteht größtenteils aus Asiaten (ich kann sie nicht genau zuordnen, die Schule ist koreanisch), aber die sind alle in Finleys Alter und sie lernen nicht nur zu kämpfen und sich zu verteidigen, sondern auch Disziplin, Respekt und Konzentration. Er hat jetzt so einen tollen blauen Anzug, davon muss ich mal noch ein Foto machen.
    Am Dienstag wollte ich eigentlich mit den beiden zum Spielplatz am Eastern Beach, da aber Jasmin morgens schon die gleiche Idee hatte, musste ich mir für nachmittags etwas anderes einfallen lassen. Also sind wir stattdessen nach Botany gefahren, haben Honey neue Jeans gekauft, ich hab ihnen einen kiwiyo ausgegeben und dann haben wir einen Großeinkauf bei Pak'n'Save, der wohl günstigsten und größten Supermarktkette in town gemacht. Dort habe ich gelernt, dass es sehr angenehm ist wenn man seine Einkaufstüten nicht selbst einpacken muss, sondern ein Bediensteter an der Kasse das für einen erledigt.
    Mittwochs waren wir dann im Schwimmbad, wo mir eine nette Dame einen Kaffee ausgegeben hat, weil ich kurz auf ihre Sachen aufgepasst habe. Danach haben wir noch DVDs fürs Wochenende ausgeliehen und ich hab Honey geholfen ein Bild für einen Wettbewerb zu zeichnen, wo man Sylvanians, so kleine Püppchen gewinnen kann. Die sind hier ganz groß bekannt wie Diddl Mouse bei uns. Abends hat Honey ihren Papa gefragt, ob ich im Januar mit ihnen an die Bay of Plenty in den Urlaub fahren darf. Vielleicht mache ich das sogar 3/4 Tage:)
    Und heute hatte ich auch volles Programm. Nach der Schule bin ich mit Rapha, Mel und Laura nach Botany gefahren, wo wir einen Kaffee getrunken haben. Wir alle hatten irgendwie noch keine Lust nach Hause zu fahren, also war das die naheliegendste Idee;) Zum Mittagessen habe ich mir dann eine leckere Portion Sushi gegönnt und noch ein bisschen relaxt bevor die Kinder heimkamen. Als sie dann gegen 3 Uhr zurückkamen, haben wir lauter dieser Langeweile-bekämpf-Aktionen gestartet. Zuerst haben wir einen Limbowettbewerb veranstaltet, den Finley haushoch gewonnen hat. Dann gab es ein kleines Fußballturnier, Finley war Arsenal und ich war Bayern, sorry, das hab ich mir nicht ausgesucht. Im Anschluss gabs ne halbstündige Trampolinsession mit Karateunterricht von Finley. Der Vater hat sich dann gegen 8 verabschiedet, weil er den Abend bei Freunden verbringt. Das war das erste mal, dass ich abends alleine mit den Kindern war. Nach dem vielen bouncen auf dem Trampolin, waren wir drei aber so ko, dass wir einfach nur "Nachts im Museum 2" eingelegt und es uns mit Popcorn auf dem Sofa gemütlich gemacht haben. Finley, der mir die Woche sehr ans Herz gewachsen ist, hat mir eine Decke gebracht und sich an mich gekuschelt. Dann hat er gesagt ich wäre jetzt eine Harrison, sorry Mama und Papa, so schnell gehts. Und da die Kinder abends immer vorgelesen bekommen, habe ich das diesmal übernommen. Seitdem will Finley immer dass ich ihm vorlese. Außerdem hat er mir versprochen, dass er mir sein ganzes Taschengeld gibt, dass ich morgen einen Bungeejump vom Skytower machen kann:) Nur glaube ich nicht dass ich dieses Angebot in Anspruch nehmen werde...
    Auch wenn es eine längere und recht anstrengende Woche war, hatte ich viel Spaß mit den Kids und ich glaube ihnen ging es genauso. Viele Grüße, Julia Harrison

    Photos & Videos

    Comments

  • 05Oct 2013

    30 On Top of the World 10/05/2013 New Zealand —

    Devonport, Auckland, New Zealand

    Description

    Heute habe ich Auckland von oben gesehen. Wir dachten, wir könnten mal einen typischen Tag als Tourist verbringen. Also war unser erstes Ziel heute der Skytower. Damit haben wir extra bis jetzt gewartet, weil man nur den halben Preis ($13) zahlen muss, wenn man mit einer Gruppe, bzw. der Schule dorthin geht. Milena aus Deutschland, die am Campbell Institute ein Praktikum macht, organisiert immer diese Wochenendaktivitäten, da erwarten mich noch viele tolle Sachen, wie Hobbiton in 2 Wochen.
    Also habe ich mich gegen Mittag auf den Weg in die Stadt gemacht und dann sind wir alle gemeinsam auf den Skytower hochgefahren. Das war schon ein Abenteuer an sich, weil der Aufzug eine Glasplatte im Boden hat, da muss man schwindelfrei sein. Noch viel schwindelfreier muss man aber sein, wenn man einen Sky Jump, also so eine Art Bungeejump vom Skytower machen. Ganze 129 Meter liegen dann zwischen dir und dem Boden. Ich habe mich aber nicht dafür interessiert, weil das doch recht kurz und unspektakulär ist, da man an zwei Drahtseilen sozusagen kontrolliert heruntergelassen wird. Da mache ich doch lieber meinen Skydive, da sieht man wenigstens was:) Stattdessen habe ich aber andere Menschen leiden sehen, denn die sind direkt am Fenster vorbeigesprungen, das sah schon ganz witzig aus.
    Aber außer fliegenden Menschen habe ich natürlich auch die Stadt gesehen. Das Wetter hat gepasst und die Aussicht war schön. Egal in welche Richtung man schaut, man sieht eigentlich immer Wasser und meistens auch Inseln, Vulkane oder sonstige Berge. Aber wieder einmal ist mir aufgefallen, dass Auckland, also die Innenstadt nicht groß ist. Da stehen ein paar Hochhäuser um die Queen Street und dann fangen auch schon die Einfamilienhäuser an. Dadurch ist Auckland so großflächig, da es außer eben am Hafen eigentlich keine Hochhäuser gibt. Meine Meinung, man kann auf jeden Mal dort hoch, die Aussicht ist auf jeden Fall zu allen Seiten toll, aber den besten Blick genießt man immer noch von Devonport.
    Dahin hat es uns auch nach dem leckeren Salat bei Tank und einem spontanen Schnäppchen-Shopping-Trip auf der Queens Street gezogen. In dem Discovery Day Ticket, dass man hier für $16 in jedem Bus kaufen kann, ist die Fähre nach Devonport auch inbegriffen, und da die Überfahrt gerade mal 5 Minuten dauert, ist das immer ein schönes Ziel an einem sonnigen Tag. Um die wunderwunderschöne Aussicht auf die Skyline von Auckland zu haben, muss man aber erstmal den Hügel hinauf. Querfeldein war vielleicht nicht der beste, aber schnellste Weg. Und was sich mir da geboten hat, sehr ihr ja bei den vielen Fotos, die ich für euch hochgeladen habe. Das ist auf jeden Fall auch so ein Highlight was man nicht verpassen sollte wenn man nach Auckland kommt. In Devonport befinden sich übrigens auch die schönsten, aber auch teuersten Häuser in dee Umgebung. Direkt am Meer mit Blick auf die Skyline lässt es sich gut leben und noch dazu in diesen riesigen, absolut überragenden Häusern...
    Mehr möchte ich garnicht sagen, die Bilder sprechen Worte.

    Photos & Videos

    Comments

  • 06Oct 2013

    31 Coast to Coast Walk 10/06/2013

     

    Description

    http://www.aucklandcouncil.govt.nz/EN/parksfacilities/walkingtracks/Pages/coasttocoast.aspx

    Das haben wir heute gemacht! Wir sind den 16 Kilometer langen Weg von dem Waitemata Harbour und Pacific Ocean auf der einen Seite bis zum Manukau Harbour und Tasman Sea auf der anderen Seite von Auckland gelaufen. Mit anderen Worten: Wir haben Neuseeland an einem Tag durchquert! Das ist ziemlich cool, wenn man bedenkt, dass es das nur 3mal auf der Welt gibt. Und in England, zum Beispiel, muss man über 300 Kilometer zurücklegen, wohingegen man Auckland an einem Tag schafft. Um halb 10 haben wir uns auf den Weg gemacht. Ja, wer jetzt gut aufgepasst hat, weiß, dass ich eine Stunde Bus fahre. Das heißt ich bin um 8 losgefahren. Erst war ich ja nicht so begeistert, vor Allem als mein Wecker um halb 7 geklingelt hat. Zum Glück hab ich mich dann aber doch noch aufgerafft, denn sonst hätte ich definitiv ein Highlight und ein einmaliges Erlebnis verpasst.
    Trotzdem kam ich nicht umhin mich bei MCCafé mit ein bisschen Koffein einzudecken. Aber das ist hier so eine Studie für sich mit dem Kaffee, da bin ich froh dass ich eigentlich nie Kaffee trinke, nur eben heute morgen wollte ich einen Latte Macchiato. So, jetzt gab es einmal Latte und einmal Macchiato auf der Karte, aber nicht Latte Macchiato. Dieser heißt hier, laut Internet, Flat White. Das wusste ich aber nicht und da Milena meinte der
    Macchiato sei im Grunde nur ein Espresso zu dem man ein Glas Wasser bekommt, habe ich mir einen latte bestellt. Und da bin ich jetzt verwirrt, weil ich den schon als Latte Macchiato durchgehen lassen würde, aber das laut Internet ja nicht stimmt. Und das letzte mal als ich in einem Café einen latte bestellt habe, war das Kaffee mit Milch, Cafe latte eben. Ach lest es euch am besten selbst durch:
    http://activeadventures.com/new-zealand/about/food/coffee-culture

    Mit meinem koffeinhaltigen Getränk haben wir (Milena, Laura, Rapha, Lucas, Mel und ich) uns dann also von Britomart aus auf den Weg gemacht. Eigentlich startet die Tour ja am Hafen und man kann sich ein bisschen die Queens Street und das Zentrum anschauen, aber das kennen wir ja schon alles. Also haben wir das übersprungen und sind direkt Richtung Universität gelaufen. Da kamen wir an einem von vielen schönen Parks, die wir heute sehen würden, vorbei. Dabei ist uns auch das erste gelbe Schild aufgefallen, das den Coast to Coast Walk ausschildert. Gut, manchmal waren da Hinweise auf dem Boden, an der Laterne, irgendwo im nirgendwo oder auch mal einen Kilometer keine, aber im Notfall hatten wir ja auch Karten mit dem Weg auf dem Handy. Kaum waren wir im Museumspark, haben wir auch schon alle Jacken und Westen ausgezogen und uns gewünscht kurze Hosen zu tragen. Doch das sollte sich im Laufe des Tages noch mehrmals ändern. Heutemorgen war es noch recht kühl und im Schatten sowieso. Dann sind wir 10 Meter in der Sonne gelaufen und schon hat das Top gereicht. Den Berg hoch haben wir in der Sonne gebrüht und oben angekommen mit dem Wind war es wieder frisch. Abends wurde es sogar richtig kalt, also irgendwie kann man sich da noch nicht ganz auf konstantes Wetter einstellen, aber so viel ist klar, wenn die Sonne rauskommt sind es gefühlte 35 Grad. Aber eine Entscheidung bereue ich nicht, Turnschuhe anzuziehen, die braucht man schon und Kondition auch.
    Das wurde uns spätestens bewusst, als wir auf den Mount Eden zugesteuert sind. Ist natürlich auch sehr motivierend, wenn die Hälfte aller Leute mit dem Auto da hoch fährt und die andere Hälfte hoch joggt. Jawohl JOGGT. Dabei handelt es sich natürlich nicht im Touristen, sondern Einheimische. Ich weiß nicht, welches Gen die Neuseeländer haben, das wir nicht besitzen, aber ich hätte es auch gerne. Jeder zweite Mensch der an einem vorbeiläuft, ist ein Jogger in voller Sportmonitur. Egal ob in der Stadt, im Ort oder eben aufdem Berg. Jeder hier rennt täglich ne Runde irgendwelche Hügel rauf und runter und inwas für einem Tempo. Ich meine, wenn mein Gastvater sagt 'I'll go for a long run.', spricht er von 26 Kilometern!! In 1 1/2 Stunden, hallo?? Ich habe das ja auch mal probiert, aber nachdem ich die Steigung vor unserem Haus bezwungen habe, hab ich auch schon Sternchen gesehen. Und hier rennen die Leute mehrmals im Kreis die Berge hoch und wieder runter, nene sowas habe ich noch nicht gesehen. Das heißt doch, heute habe ich es gesehen. In den 15 Minuten die wir da auf dem Berg gestanden und pausiert haben, sind locker 30 Jogger an uns vorbeigekommen. Und genau das gleiche Bild hat sich auf dem One tree Hill ergeben. Ganz zu schweigen, von den Läufern die in der Stadt die Hügel hochgewetzt sind. Joggernation Nummer 1.
    Doch natürlich habe ich nicht nur die Menschen die an mir vorbeirennen gezählt, sondern auch die Aussicht genossen. Davon hätte ich gerne ein 360* Panorama, denn die paar Fotos die ich gemacht habe, zeigen längst nicht alles was ich von dort oben sehen konnte. Aber ich habe sowohl unseren Start als auch das Ziel gesehen und alles an Wasser was dazwischen lag. Von dort aus haben wir dann einen kleinen Umweg auf uns genommen, um bei Olaf's Bakery vorbeizuschauen. Ihr erinnert euch? Die deutsche Bäckerei am Fuße von Mount Eden? Sehr sehr gut. Diesmal habe ich die Pancakes probiert, aber ich bin nach wie vor ein Fan von dem Gourmet Frühstück, das nächste mal dann wieder.
    Mit vollem Bauch gings gegen 12 weiter in Richtung One Tree Hill. Dazwischen lagen natürlich auch wieder viele Stationen und Parks etc., aber wer das im Detail wissen will, kann dem Link folgen. Laura und Lucas haben den Kühen noch kurz hallo gesagt und dann sind wir weiter in Richtung Berg gestapft. Zuerst mussten wir aber mal den Park durchqueren und da war die Hölle los. Wohin man auch sah Chinesen, Autos und Schafe. Die ersten beiden Komponenten gehören logischerweise zusammen, ich glaube da war irgendein chinesisches Fest oder so und die haben sich um die public grills, die jeder nutzen kann, versammelt. Die Schafe hatten nichts mit den Autos und Chinesen zu tun. Die laufen da einfach nur frei rum und wenn sie mal Lust haben überqueren sie ne Straße, dann müssen die Autos eben warten. Und rauf gings auf Berg Nummer 2, One Tree Hill. Obwohl es mittlerweile halb 2 und ziemlich heiß war, hat das die Jogger nicht fern gehalten, aber dit kenne ma ja schon ( wie Rapha sagen würde;) ). Oben angekommen, mehr oder weniger lebendig, hab ich erstmal ne deutsche AuPair gesehen, die wir an einem Freitagabend in dem Bus nach Howick getroffen haben, so klein ist die Welt. Ein paar Fotos geschossen, die Füße ein bisschen baumeln lassen und dann gings wieder hinunter.
    Der restliche Weg hat dann größtenteils durch Orte und über öffentliche Bürgersteige geführt, bis wir um 4 Uhr unser Ziel erreicht haben, die andere Seite. Da war zwar ein Schild, aber wo ist der Ozean, haben wir uns gefragt. Der lag wohl irgendwo hinter dem etwas grotesken Teich mit Bauzaun und Strommast, der wiederum von einem Higway begrenzt wurde. Aber mich hats nicht gestört, denn ich hatte in den letzten 6 Stunden genug Aussicht genossen und wir waren stolz, dass wir das in der Hitze und mit den vielen Steigungen geschafft haben. Von Onehunga haben wir den nächsten Bus zurück in die Stdat genommen. Dafür haben wir uns dann noch ein Abendessen in Newmarket und ein Eis bei Mövenpick gegönnt und waren gegen 8 Uhr erschöpft und glücklich zu Hause.
    Mein Fazit: So sieht man Auckland an einem Tag, jetzt war ich echt überall. Für alle die ein bisschen lauffest sind, ein absolutes Muss!! Und wer kann schon behaupten, er hätte ein Land an einem Tag durchquert, ich jetzt jedenfalls:P

    Somit habe ich jetzt auch das perfekte Programm für Leute die nur 2 Tage in Auckland bleiben, erstellt:
    An Tag 1 mit der Fähre nach Waiheke Island, eine schöne Busrundfahrt machen und nachmittags wieder zurück. Auf den Skytower fahren, die Queens Street ein bisschen entlangflanieren und abends Fish'n'Chips essen. Das Museum ist nicht soo interessant, wer aber will kann auch dafür noch eine Stunde einplanen.
    An Tag 2 mit der Fähre nach Devonport, auf den Hügel und die besten Fotos schießen. Dann mit der Fähre zurück an den Hafen und den Coast to Coast Walk machen.

    Photos & Videos

    Comments

  • 08Oct 2013

    32 Auckland Zoo 10/08/2013

     

    Description

    Heute waren wir im Zoo. Wenn ich ehrlich bin habe ich mich mindestens genau so sehr gefreut wie die Kinder, ich war schon ewig nicht mehr im Zoo. Und deshalb hatte ich auch nichts dagegen schon morgens loszufahren, statt in die Schule zu gehen. Barry konnte halt leider keinen Babysitter finden, da bin ich selbstlos eingesprungen. Die Autofahrt war allerdings etwas stressig, weil ich das erste mal im Stau stand.
    Wir waren trotzdem früh genug da und 4 Stunden haben auch gereicht, um sich alles anzuschauen. Es ist nicht der größte, aber ein sehr schöner Zoo. Und $40 Eintritt für uns drei waren auch gerechtfertigt. Statt Ziegen und Co im Streichelzoo zu besuchen, konnten wir hier den kangaroos die Hände schütteln und uns vor exotischen beißenden Vögeln in Acht nehmen. Das ist für die Kids ziemlich cool, dass man den Tieren so nahe kommen kann. Und für mich war auch immer ne Überraschung dabei, weil ich mich jetzt eher nicht so mit Tiernamen auf Englisch auskenne.
    Das Highlight für uns drei waren definitiv die Meerkats (Erdmännchen). Sowas Süßes und Flauschiges hab ich selten gesehen. Honey wünscht sich jetzt so eins zu Weihnachten, aber ich glaube kaum dass ich das arrangieren kann.
    Als ich dann vor dem Fuchskäfig stand, ist mir plötzlich ein ziemlich sinnloser, komischer, aber irgendwie unglaublich lustiger Song eingefallen, den ich hier letztens in den Charts gehört habe. Und dann erfahre ich auch noch, dass der aus Norwegen kommt. Hallo meine Freunde in Europa, ich weiß ja das ihr ein bisschen durchdreht weil ich weg bin, aber was ist denn da los?? Hilarious. Schauts euch an!! Am Anfang dachte ich nur..eigentlich garnichts ich saß nur mit offenem Mund vor dem Fernseher, aber mittlerweile krieg ich den Song einfach nicht mehr aus dem Kopf :D:D:D
    http://m.youtube.com/watch?v=jofNR_WkoCE

    Nach Pommes und Wedges zum Mittagessen konnte ich es dann nicht erwarten mir die Kiwis anzuschauen. Nur das blöde ist dass die nachtaktiv sind, also im Dunkeln gehalten werden. Tja war wohl nichts mit dem Fotografieren, aber einen habe ich trotzdem gesehen:)) Und da ich das Nationalmaskottchen so putzig finde, habe ich mir einen kleinen Stoffkiwi gekauft, der Geräusche macht wenn man ihn drückt.
    Wir haben noch so viel mehr Tiere gesehen, die hier schon eher hingehören als in einen Zoo im kalten Deutschland, aber ich verschone euch mit all zu vielen Details. Es war auf jeden Fall ein super entspannter Tag und Honey und Finley haben sich riesig über die Steiff Tiere gefreut, die meine Eltern im Packet für mich mitgeschickt haben, danke!!:) Finley hat mir dann zum Dank noch zwei Bilder gemalt, natürlich mit Kiwis.
    Morgen fahren wir ins Spaßbad und am Wochenende gehts nach Coromandel.

    Photos & Videos

    Comments

  • 11Oct 2013

    33 Heute, gestern, morgen 10/11/2013

     

    Description

    Heute habe ich ganz viele Glückwünsche zu verkünden. Das ist zwar nicht die persönlichste Art, aber so muss ich nicht dreimal singen;) Ne, quatsch, meine privaten Nachrichten sind hoffentlich auch angekommen.
    Zuallererst wünsche ich meinem Bruderherz alles, alles erdenklich Gute zum Geburtstag. Wir hatten ja schon die Ehre am Telefon und hier ist dein Geburtstag auch schon fast vorbei, aber fühl dich nochmal gedrückt. Mögen noch so viele tausende Kilometer zwischen uns liegen, uns trennt nichts. Ich schaue immer zu dir auf, von der Südhalbkugel zur Nordhalbkugel;) Habe einen wunderschönen Tag, dafür sorgt Sarah, und alles Gute fürs neue Lebensjahr. Bei den Fotos ist die Geburtstagskarte, die Fin dir gemalt hat (von einem Kiwi mit einem Kiwi).
    Und weil ich schon dabei bin, hoffe ich dass du, Patricia und du, meine liebe Tante Jutta schön in euren Geburtstag reinfeiert und morgen einen unvergesslichen Tag habt!! Der Grund, dass ich euch morgen nicht erst schreibe ist, dass ich dieses Wochenende in coromandel bin und nicht weiß wie das im Hostel mit Internet aussieht.

    Damit wären wir auch bei dem was ich die letzten Tage hauptsächlich geplant habe und morgen in die Tat umsetzen werde. Zwei Tage fahren wir die Küsten und Städte der Halbinsel Coromandel Peninsula ab und werden dabei hoffentlich die beeindruckendsten Strände und Landschaften sehen. Wir sind genau genommen zwölf Leute aus der Schule. Aber es ist mir ehrlich gesagt etwas zu stressig mit so einer Gruppe die ganze Zeit zu fahren, deshalb haben Mel, Rapha und ich unsere eigenen Pläne gemacht. Dennoch habe ich für alle das gleiche Hostel in Whitianga gebucht. Die On The Beach Backpackers Lodge, $22 pro Nacht und direkt am Strand. Das tolle hier ist, dass jeder selbst vor Ort zahlen kann, dann muss niemand was vorstrecken. Außerdem habe ich eine YHA Mitgliedskarte, vielleicht kann ich da auch nochmal was sparen. Und weil ich schon dabei war habe ich auch die drei Autos für das Wochenende reserviert. Wir haben uns für Jucy entschieden, weil wir da Gruppenrabatt bekommen haben und man einfach und günstig Zweitfahrer, unter 21, angeben kann. Also holen wir die Autos morgenfrüh um 9 in der Stadt ab und dann gehts los, über die SH25 einmal um ganz Coromandel herum. Das Wetter wird hoffentlich etwas besser, heute hat es nämlich nur geregnet, sodass meine Familie schon überlegt ob sie morgen wirklich campen gehen wollen. Aber ansonsten ist alles perfekt vorbereitet. Ich war heute nochmal groß einkaufen, weil man dort nicht so einfach einen supermarkt findet, also habe ich für unser Auto 2 Tage Rundumverpflegung besorgt und einen Nudelsalat gemacht. Sicherheitshalber habe ich die Route auch nochmal rausgeschrieben, falls die Internetverbindung für die Handynavis versagt. Es dürfte also nichts schief gehen.

    In der Schule waren wir heute auch gut verpflegt. Freitags ist irgendwie der inoffizielle Essenstag, jedesmal bringt eine andere Gruppe was leckeres mit. Diesmal waren alle deutschen dran, weil zwei von uns ihrer letzte Schulwoche hatten. Also haben wir 18 Pizzen für die ganze Schule bestellt. Bei $4 pro Pizza kann man ausnahmsweise mal nicht über die hohen Lebensmittelpreise meckern.

    P.S. Lasst euch nicht blitzen, meine Freunde.

    Photos & Videos

    Comments

  • 12Oct 2013

    34 Roadtrip to Coromandel - Part 1 10/12/2013 New Zealand —

    Coromandel, New Zealand

    Description

    Über Tapu und Coromandel nach Whitianga

    Devonport und Waiheke müssen ab jetzt mit den Plätzen 2 und 3 in meinem Places-to-go-Ranking einnehmen. Es gibt einen neuen Favoriten, denn ich war dieses Wochenende in Coromandel Peninsula. Und dort gibt es die absolut schönsten Strände, die ich je gesehen habe.
    Doch um die zu sehen, muss man erstmal ein bisschen fahren, also sollten zwei Tage definitiv eingeplant werden. Drum habe ich mal wieder aufs Ausschlafen verzichtet, was ganz schön hart ist nach einem halben Jahr ohne Schule, und mich in aller Hergottsfrüh auf den Weg gemacht. Da war ich noch nicht so positiv gestimmt, denn die Nacht hat es mal wieder heftig gestürmt und die dunklen Wolken haben nichts gutes verheißen. Barry und die Kinder haben sich dann auch entschieden nicht campen zu gehen, also haben sie mich stattdessen zur Bushaltestelle gefahren, worüber ich sehr dankbar war, da ich eine volle, schwere Tasche voller Essen für Mel, Rapha und mich dabeihatte. In Coromandel gibt es nicht so viele Supermärkte und die schließen auch sehr früh, deshalb haben wir gestern schon für das ganze Wochenende eingekauft. Kaum stand ich an dee Bushaltestelle kam auch schon die nächste Sintflut, aber üblicherweise kann es dann immer noch sehr schnell sehr warm und sonnig werden. Von Britomart haben wir uns zu zwölft auf den Weg zu Jucy Rentals gemacht. Die Autovermietungen sind hier größtenteils alle in einer Straße, was es sehr einfach macht. Um halb 10 haben wir uns dann mit unserem Skoda auf den Weg gemacht und sollten sehr froh sein, uns alle drei als Fahrer eingetragen zu haben. Wir haben uns entschieden unsere eigenen Pläne durchzuziehen und nicht mit der ganzen Gruppe in einer Kolonne zu fahren, denn sonst hätten wir nur Einschränkungen machen müssen. Es fing schon damit an, dass die anderen erstmal einkaufen gegangen sind, wo wir schon lange auf den Weg zur Halbinsel Coromandel Peninsula waren.
    Zuerst bin ich dann auch gefahren und diesmal war unser Handynavi gar nicht nötig, weil man im Grunde die ganze Zeit nur die State Highway 25 fährt und da kann man wirklich keine Ausfahrt verpassen. Bis auf einmal ein so starker Schauer kam, dass ich im Grunde nur noch Umrisse sehen konnte. Also hab ich mal auf 50km/h abgebremst (normalerweise sind 100 erlaubt) und zum Glück haben da alle anderen genauso gedacht. Ich hab dann noch irgendwie registriert, dass ich die Spur wechseln muss, was garnicht so einfach ist wenn man nichts im Rückspiegel sieht. Nach ein paar Minuten war der Spuk dann aber auch vorbei und wir haben endlich wieder die wunderschöne Landschaft gesehen. Nach einem Klostop an einem ziemlich lustigen Café mitten im Nirgendwo mit Kate und William Pappfiguren, war es dann auch ziemlich entspannt zu fahren. Sollte aber nicht so bleiben. Um es kurz zu fassen: Ich bin der Überzeugung die SH25 ist die kurvenreichste Straße der Welt. Wer es besser weiß, belehre mich. Jedenfalls kam ich irgendwann in einen Schilderwald, der aus "One Lane Only", "Give Way", "Unexpected Queue", "Falling Rocks", "dangerous bend", "Attention to big vehicles" oder "Skilled drivers keep slow" bestand. Dennoch habe ich irgendwann Gefallen daran gefunden mit 10cm Abstand zwischen dem Meer oder Abgrund und der Straße zu fahren. Nein ehrlich, am Anfang denkt man erstmal ok Freunde wo ist die Alternativroute, aber im Endeffekt gewöhnt man sich schnell an die Kurven und der Ausblick ist atemberaubend. Wir wurden zwar alle im Minutentakt von den Einheimischen überholt, die die Kurven mit 80 nehmen und mit 100 die Serpentinen hoch und runter heizen, aber ich hab mich nicht stressen lassen.
    Ab Tapu haben wir einen 6,5 Kilometer langen Abstecher auf die Tapu-Coroglen-Road zu den Rapaura Water Gardens gemacht. Ich habe in meinem Reiseführer gelesen, dass das eines ehr schöne Garten- und Teichanlage in den Bergen sein soll und schön ist untertrieben. Das war ein wunderschöner Garten, dem man definitiv einen Besuch abstatten sollte. Richtig gut und friedlich mit schönen Sprüchen auf Holztafeln. Die perfekte Location für ein entspanntes Mittagessen, also Nudelsalat und Plastikgeschirr ausgepackt und ein kleines Picknick gehalten. Danach gings die Straße wieder zurück und in Richtung Coromandel. Das hat vielleicht eine halbe Stunde gedauert und dann waren wir auch schon so gegen halb 2 an der Schmalspureisenbahn. Die Driving Creek Railway ist einmalig und ein weiteres Muss auf unserer Reise. Für $26 kann man damit einmal den Berg rauffahren und mal wieder eine wunderschöne Aussicht genießen. An der Station haben wir übrigens auch den Rest der Gruppe wieder getroffen, sodass die halbe Bahn mit Deutschen besetzt war. Aber halt, unsere Gruppe ist ja jetzt international geworden. Wir waren 9 Deutsche, ein Japaner, ein Araber und ein Franzose. Das ist doch schonmal ein Anfang.
    Von da aus hatten wir wieder alle das gleiche Ziel, nämlich Whitianga, wo ich das On The Beach Backpackers Hostel gebucht habe. Ab jetzt hat Mel übernommen und sich an den Serpentinen erfreut. Die ganze Strecke führt im Grunde an der Küste oder in den Bergen entlang, aber es hat dann auch wieder angefangen zu regnen, also haben wir keinen Zwischenstopp eingelegt. Gegen 5 sind wir in Whitianga eingetrudelt, und das Hostel war nicht zu übersehen, so bunt wie es bemalt war. Wir haben dann einen echt schönen und gemütlichen Wohnbereich mit drei 4er Zimmern und einem Einzelzimmer zugeteilt bekommen. $22 waren absolut gerechtfertigt, es gab einen Fernseher, kostenlos DVDs, 2 Duschen, 2 Toiletten, eine Küche und ich hab mir das Queen Size Bed geschnappt, womit ich besser bedient war als zu Hause. Weil es dann draußen immer grauer wurde, haben wir den Abend relativ gemütlich ausklingen lassen. Wir haben uns zwei DVDs ausgeliehen, ein bisschen erzählt und in drei Etappen Nudeln mit Tomatensauce gekocht. Ich glaube das wird das Standardessen auf Reisen, viel mehr kann man sich nicht unbedingt leisten. Rapha, Mel und ich sind gegen 10 ins Bett, das war ja ein langer Tag.

    Photos & Videos

    Comments

  • 13Oct 2013

    35 Trip to Coromandel - Part 2 10/13/2013 New Zealand —

    Hot Water Beach, New Zealand

    Description

    Whitianga - Cooks Beach - Hahei Beach - Cathedral Cove - Hot Water Beach - Auckland

    Die Nacht sollte dann allerdings auch lang werden, denn es hat mal wieder wie die ganze Woche schon gestürmt. Das ist ziemlich laut und hält mich schon ein bisschen wach. Drum sind wir am nächsten Morgen auch schon um 7 aufgewacht und haben unsere 20 Brötchen fürs Frühstück und die Fahrt geschmiert. Habt ihr schonmal ein Glas Nutella (naja eigentlich ist es Nussnougatcreme) für 20 Minibrötchen aufgebraucht? Wir schon.
    Um halb 9 waren wir fertig mit allem und wussten nicht mehr was wir tun sollen, also haben wir einen kleinen Spaziergang am Strand direkt vor der Haustür unternommen. Einer von vielen schönen Stränden die wir an diesem Tag sehen sollten.
    Da die anderen immer noch nicht fertig waren, haben wir drei uns dann schon auf den Weg gemacht. Bevor es wieder auf die SH25 ging, haben wir aber nochmal bei der Tankstelle vorbeigeschaut. Wir hatten zwar erst die Hälfte verbraucht, aber man weiß ja nie wann sich in dieser Gegend die nächste Möglichkeit ergibt. Sprit ist hier übrigens billiger. Unser erstes Ziel an der Ostküste für heute sollte der Cooks Beach sein. Und auf der Fahrt dorthin ist mir eines bewusst geworden: Neuseeland ist nicht das Land der Schafe. Es ist das Land der Kühe. Ich glaube auf der Strecke waren mehr 'Attention Cows Crossing' als Verkehrsschilder aufgestellt. Die habens hier aber auch gut, mit so riesen Weiden. Mit dem Gewissen, dass die Kühe glücklich sind, habe ich mich dann auf den ersten Strand gefreut. Der war groß, der war sauber, und im Sommer kann man da bestimmt sehr gut schwimmen gehen. Aber er hatte halt nicht sowas besonderes, wie die Ziele, die wir außerdem noch anfahren wollten. Also haben wir uns gleich in Richtung Cathedral Cove aufgemacht. Und da kamen wir an einem schönen Café vorbei, dem wir einfach nicht widerstehen konnten. Also gab es Frühstück Nummer 2. Frisch gestärkt sind wir dann zum Hahei Beach gelaufen, der zu dem Ort Hahei gehört, der kurz vor Cathedral Cove liegt. Eigentlich habe ich da garnicht so viel erwartet, aber im Endeffekt war das mein Highlight. Dieser Strand ist wie aus einem Urlaubskatalog und als wir die Schaukel entdeckt haben, war ich total hin und weg. Es war ein besonderer Ort. Ich beneide echt alle Leute, die von ihrem Haus aus jeden Tag diese Aussicht genießen dürfen.
    Auch wenn ich garnicht mehr weg wollte, mussten wir dann doch irgendwann weiter. Denn zu Cathedral Cove muss man eine halbe Stunde laufen. Das Auto konnten wir oben auf einem Berg parken und dann ging es bergauf/bergab zu dem verborgenen Strand. Da so langsam dann auch die Sonne rauskam, hatten wir ganz schön zu kämpfen, aber am Ziel angekommen, vergisst man ganz schnell die Strapazen. Wie nicht anders zu erwarten, war auch dieser Beach wieder bezaubernd und die großen Felsen, die aus dem Wasser ragen, geben diesem Ort etwas Magisches. Das einzige was im Grunde gestört hat, waren die Menschen. Aber ich gehöre ja auch zu den Touristen, die das Motiv vom einsamen Strand zerstören. Naja ein paar schöne Bilder sind denke ich trotzdem entstanden. Gegen viertel vor 2 haben wir uns dann wieder in Richtung Auto aufgemacht und sind unterwegs den bestimmt hundertsten Deutschen oder Schweizern an diesem Tag begegnet. Man muss sich echt in Acht nehmen, irgendjemand versteht dich immer.
    Oben angekommen haben wir uns ne kleine Verschnaufpause gegönnt und dann durfte Rapha ans Steuer. Somit kam jeder mal in den Genuss Rallye zu fahren und Endlosschleifen zu drehen. Etwa 20 Minuten später waren wir auch schon am Hot Water Beach. Wenn man hier gegen 10 Uhr morgens, wenn Ebbe ist, vorbeikommt und sich eine Grube aushebt, kommt man in den Genuss des 60 Grad heißen Grundwassers. Wir sind aber ja erst um 3 eingetrudelt, alles andere wäre planungstechnisch auch sinnlos gewesen. So langsam haben wir dann aber auch genug Sand und Meer gesehen, also haben wir noch schnell ein Tip Top Eis, das ist Neuseelands Eismarke Nummer 1, verspeist und uns dann zeitig auf den Rückweg nach Auckland gemacht. Davor bin ich noch zweimal über den gleichen Pfosten gestolpert und das jedesmal mit ein paar Zuschauern. Ja, die kurze Nacht hat sich bemerkt gemacht, vielleicht lag es aber auch an den vielen Serpentinen. Als wir dann endlich damit abgeschlossen haben und wieder geradeaus fahren konnten, waren Mel und ich einigermaßen froh und Rapha ein wenig erschöpft. Also habe ich wieder übernommen und gegen 6 Uhr sind wir bei Jucy angekommen. Davor haben wir unseren Skoda natürlich nochmal vollgetankt und sind mit schätzungsweise 40 Litern an diesem Wochenende ausgekommen. Im Nachhinein hat man für die Serpentinen wahrscheinlich gleich viel Konzentration wie für die Highways und in der Stadt gebraucht. Bei uns in Deutschland ist ja meistens nur die Spur ganz rechts zum Abbiegen, aber hier führt jede Spur woanders hin, da ist Schilder mitlesen angebracht.
    Auf dem Weg zum Bus, sind uns dann hunderte Mädchen mit 'I love Harry', Liam oder was auch immer T-Shirts und Plakaten entgegengekommen. Aha, dann ist One Direction nicht weit. Die haben dieses Wochenende Konzerte in Auckland und Christchurch gegeben und am Mittwoch war Rihanna hier. Richtig was los. Immerhin wurde Liam diesmal nicht die Unterhose vom Hotel-Balkon geklaut, wie es in Sydney letzte Woche der Fall war. Das steht hier groß in der Zeitung.
    Gegen 8 war ich zu Hause und um viele, viele Bilder reicher, die ihr euch hier anschauen könnt. Mein Fazit: Travel the world, das ist ab jetzt mein Lebensmotto. Und Coromandel gehört zu den Orten, die dabei weit oben auf der To Do List stehen sollten.

    Comments

  • 13Oct 2013

    36 Trip to Coromandel - Part 2 10/13/2013 New Zealand —

    Coromandel, New Zealand

    Description

    Whitianga - Cooks Beach - Hahei Beach - Cathedral Cove - Hot Water Beach - Auckland

    Die Nacht sollte dann allerdings auch lang werden, denn es hat mal wieder wie die ganze Woche schon gestürmt. Das ist ziemlich laut und hält mich schon ein bisschen wach. Drum sind wir am nächsten Morgen auch schon um 7 aufgewacht und haben unsere 20 Brötchen fürs Frühstück und die Fahrt geschmiert. Habt ihr schonmal ein Glas Nutella (naja eigentlich ist es Nussnougatcreme) für 20 Minibrötchen aufgebraucht? Wir schon.
    Um halb 9 waren wir fertig mit allem und wussten nicht mehr was wir tun sollen, also haben wir einen kleinen Spaziergang am Strand direkt vor der Haustür unternommen. Einer von vielen schönen Stränden die wir an diesem Tag sehen sollten.
    Da die anderen immer noch nicht fertig waren, haben wir drei uns dann schon auf den Weg gemacht. Bevor es wieder auf die SH25 ging, haben wir aber nochmal bei der Tankstelle vorbeigeschaut. Wir hatten zwar erst die Hälfte verbraucht, aber man weiß ja nie wann sich in dieser Gegend die nächste Möglichkeit ergibt. Sprit ist hier übrigens billiger. Unser erstes Ziel an der Ostküste für heute sollte der Cooks Beach sein. Und auf der Fahrt dorthin ist mir eines bewusst geworden: Neuseeland ist nicht das Land der Schafe. Es ist das Land der Kühe. Ich glaube auf der Strecke waren mehr 'Attention Cows Crossing' als Verkehrsschilder aufgestellt. Die habens hier aber auch gut, mit so riesen Weiden. Mit dem Gewissen, dass die Kühe glücklich sind, habe ich mich dann auf den ersten Strand gefreut. Der war groß, der war sauber, und im Sommer kann man da bestimmt sehr gut schwimmen gehen. Aber er hatte halt nicht sowas besonderes, wie die Ziele, die wir außerdem noch anfahren wollten. Also haben wir uns gleich in Richtung Cathedral Cove aufgemacht. Und da kamen wir an einem schönen Café vorbei, dem wir einfach nicht widerstehen konnten. Also gab es Frühstück Nummer 2. Frisch gestärkt sind wir dann zum Hahei Beach gelaufen, der zu dem Ort Hahei gehört, der kurz vor Cathedral Cove liegt. Eigentlich habe ich da garnicht so viel erwartet, aber im Endeffekt war das mein Highlight. Dieser Strand ist wie aus einem Urlaubskatalog und als wir die Schaukel entdeckt haben, war ich total hin und weg. Es war ein besonderer Ort. Ich beneide echt alle Leute, die von ihrem Haus aus jeden Tag diese Aussicht genießen dürfen.
    Auch wenn ich garnicht mehr weg wollte, mussten wir dann doch irgendwann weiter. Denn zu Cathedral Cove muss man eine halbe Stunde laufen. Das Auto konnten wir oben auf einem Berg parken und dann ging es bergauf/bergab zu dem verborgenen Strand. Da so langsam dann auch die Sonne rauskam, hatten wir ganz schön zu kämpfen, aber am Ziel angekommen, vergisst man ganz schnell die Strapazen. Wie nicht anders zu erwarten, war auch dieser Beach wieder bezaubernd und die großen Felsen, die aus dem Wasser ragen, geben diesem Ort etwas Magisches. Das einzige was im Grunde gestört hat, waren die Menschen. Aber ich gehöre ja auch zu den Touristen, die das Motiv vom einsamen Strand zerstören. Naja ein paar schöne Bilder sind denke ich trotzdem entstanden. Gegen viertel vor 2 haben wir uns dann wieder in Richtung Auto aufgemacht und sind unterwegs den bestimmt hundertsten Deutschen oder Schweizern an diesem Tag begegnet. Man muss sich echt in Acht nehmen, irgendjemand versteht dich immer.
    Oben angekommen haben wir uns ne kleine Verschnaufpause gegönnt und dann durfte Rapha ans Steuer. Somit kam jeder mal in den Genuss Rallye zu fahren und Endlosschleifen zu drehen. Etwa 20 Minuten später waren wir auch schon am Hot Water Beach. Wenn man hier gegen 10 Uhr morgens, wenn Ebbe ist, vorbeikommt und sich eine Grube aushebt, kommt man in den Genuss des 60 Grad heißen Grundwassers. Wir sind aber ja erst um 3 eingetrudelt, alles andere wäre planungstechnisch auch sinnlos gewesen. So langsam haben wir dann aber auch genug Sand und Meer gesehen, also haben wir noch schnell ein Tip Top Eis, das ist Neuseelands Eismarke Nummer 1, verspeist und uns dann zeitig auf den Rückweg nach Auckland gemacht. Davor bin ich noch zweimal über den gleichen Pfosten gestolpert und das jedesmal mit ein paar Zuschauern. Ja, die kurze Nacht hat sich bemerkt gemacht, vielleicht lag es aber auch an den vielen Serpentinen. Als wir dann endlich damit abgeschlossen haben und wieder geradeaus fahren konnten, waren Mel und ich einigermaßen froh und Rapha ein wenig erschöpft. Also habe ich wieder übernommen und gegen 6 Uhr sind wir bei Jucy angekommen. Davor haben wir unseren Skoda natürlich nochmal vollgetankt und sind mit schätzungsweise 40 Litern an diesem Wochenende ausgekommen. Im Nachhinein hat man für die Serpentinen wahrscheinlich gleich viel Konzentration wie für die Highways und in der Stadt gebraucht. Bei uns in Deutschland ist ja meistens nur die Spur ganz rechts zum Abbiegen, aber hier führt jede Spur woanders hin, da ist Schilder mitlesen angebracht.
    Auf dem Weg zum Bus, sind uns dann hunderte Mädchen mit 'I love Harry', Liam oder was auch immer T-Shirts und Plakaten entgegengekommen. Aha, dann ist One Direction nicht weit. Die haben dieses Wochenende Konzerte in Auckland und Christchurch gegeben und am Mittwoch war Rihanna hier. Richtig was los. Immerhin wurde Liam diesmal nicht die Unterhose vom Hotel-Balkon geklaut, wie es in Sydney letzte Woche der Fall war. Das steht hier groß in der Zeitung.
    Gegen 8 war ich zu Hause und um viele, viele Bilder reicher, die ihr euch hier anschauen könnt. Mein Fazit: Travel the world, das ist ab jetzt mein Lebensmotto. Und Coromandel gehört zu den Orten, die dabei weit oben auf der To Do List stehen sollten.

    Photos & Videos

    Comments

  • 15Oct 2013

    37 Gute Neuigkeiten 10/15/2013 New Zealand —

    Auckland, Auckland, New Zealand

    Description

    Heute war der Tag der good news. Ich weiß auch nicht warum, aber manchmal gibt es einfach so einen Tag wo alles auf einmal kommt und man sich denkt uh yea.
    Es hat damit angefangen, dass ich mein erstes Zeugnis bekommen habe. Eigentlich ist es eher sowas wie eine 5-Wochen Übersicht (report) und soll uns zeigen, woran wir noch arbeiten müssen oder was gut läuft. Jedenfalls war ich sehr zufrieden damit und zuversichtlich, dass ich das CAE schaffe.
    Dann habe ich mein E-Mail Fach geöffnet und erstmal einen Freudentanz gemacht. Meine Eltern haben unseren 3-Wochen-Trip in Australien gebucht. Los gehts am 20.03. in Sydney, dann fahren wir über Melbourne nach Adelaide, von wo aus wir am 10.04. nach Deutschland zurückfliegen. Das ist aber noch nicht alles. Anscheinend haben meine Bilder und Berichte so überzeugt, dass Mama und Papa davor auch noch eine zweiwöchige Rundreise auf der Südinsel machen. Am 4.03. kommen sie an, na da bin ich mal gespannt.
    Abends habe ich meinem Hostfather dann gleich von den Neuigkeiten berichtet und da meinte er, dass ich seinen Backpacker haben kann, wenn ich möchte. Das ist natürlich super, dann lasse ich den Koffer bei der Familie solange ich auf der Südinsel reise und bringe den Rucksack dann wieder zurück. Vielleicht kaufe ich aber auch einen im Sale oder auf trademe (so eine Art ebay), denn sie sind hier glaube ich billiger. Und bevor ich reise, schicke ich ein 20kg Paket mit der DHL nach Deutschland, dass ich nicht für Übergepäck nach Australien zahlen muss. Diese großen Pakete sind viel günstiger als kleine.
    Als ich dann abends mit Honey wieder mal meine absolute Lieblingsserie The Block geschaut habe, wurde Werbung dafür gemacht, dass man sich die Häuser am Wochenende anschauen kann. Tag der offenen Tür sozusagen. Da ich eh in die Stadt zum Festival of Lights gehe, fahre ich mit Milena, die das auch immer schaut, morgens nach Devonport und besuche meine Lieblings-TV-Teams. Das ist ein riesen Event, da gibt es sogar extra kostenlose Busse, The Block ist hier so beliebt wie zum Beispiel Germany's next Topmodel in Deutschland. Nur dass es cooler ist. Da berichte ich natürlich nochmal ausführlich, aber ich freue mich schon riesig.
    Außerdem habe ich praktisch schon jedes Wochenende im November verplant. Da stehen an: Hobbiton, Rotorua, Waitomo Cloves. Das wird ein teurer Spaß.
    Mit diesen guten Aussichten, startet man doch gerne in die neue Woche.

    Was allerdings nicht so prickelnd ist, ist das Wetter. Auf der Südinsel hat es in der letzten Woche heftige Stürme mit Überschwemmungen, kleinen Tornados und herumfliegenden Containern und Autos gegeben. Die Küstenstraße von Christchurch aus ist gesperrt und einige Flüge wurden gestrichen. Hier ist der Sturm auch schon, wenn auch etwas milder, angekommen und Dächer wurden abgedeckt. So hart hat es uns zwar nicht getroffen, bis auf den einen Stromausfall, aber nachts ist der Sturm sehr laut und es gibt immer wieder Regenschauer tagsüber und starke Windböen. Hoffen wir dass es dabei bleibt.

    Comments

  • 17Oct 2013

    38 Lerneffekt 10/17/2013

     

    Description

    Was wir von den Neuseeländern lernen können
    - Es ist möglich Supermarktpersonal einzustellen, das die Einkäufe an der Kasse in Tüten verpackt, ohne dass der Staat dabei bankrott geht. Spart Zeit und genervte Blicke von Wartenden hinter dir. Ist doch besser als die Leute fürs Nichtstun zu bezahlen, oder?
    - XXL-Packungen sparen Zeit und Geld. Man muss nur zweimal im Jahr eine 10kg Packung Mehl kaufen und eine Klopapierpackung mit 18 Rollen hält länger. Außerdem braucht man 300 Meter Klarsichtfolie nicht so schnell auf und es gibt keinen Streit weil jemand die beinahe leere Packung Milch in den Kühlschrank gestellt hat, denn wenn sie beinahe leer ist, sind immer noch 200 ml drin. Die Tonne Reis dürfte dann auch in Zeiten der Not reichen und die Plastikform im Kühlschrank für die 12 Eier vorgesehen sind, kann auch endlich mal mit Eiern, die alle gleich lange haltbar sind, gefüllt werden. Es gibt keinen Streit um den Käse, denn der 1kg Block hält eine Weile und es ist in Ordnung als Mitternachtssnack ein Müsli zuzubereiten, denn da bleibt noch genug für den nächsten Tag übrig. Beim Backen muss man nicht die Nachbarn belästigen, denn die Zutaten zu Hause sollten ausreichen. Mit anderen Worten: Für Berufstätige, deren Arbeitszeiten mit den Öffnungszeiten des Supermarktes kollidieren, wären Vorratspackungen eine innovative Idee.
    - Wir bleiben beim Essen. Ich kaufe prinzipiell nur nach Sonderangeboten ein, denn davon gibt es täglich eine Menge. So kann man gut bunkern ohne dabei arm zu werden.
    - Es ist förderlich wenn die Primary School (Grundschule) Kinder ein Hausaufgabenheft haben, in das die Eltern jeden Abend eintragen, was das Kind gemacht hat bzw. was sie gemeinsam mit dem Kind gelesen, buchstabiert, gerechnet oder geschrieben haben. So gibt es eine beidseitige Kontrolle und das Kind kommt nicht mit der Ausrede 'Ich habe heute keine Hausaufgaben', davon.
    - Außerdem werden die Kinder mehr gelobt und motiviert. Für alles gibt es Urkunden und wenn ein Kind im Unterricht besonders gut mitgearbeitet hat, ist es am nächsten Tag Starkid und darf auf dem besonders bequemen Stuhl sitzen. Jeder hat eine Chance, nicht nur die Besten.
    - Grabone und co. Jeden Tag neue Angebote im Web, Events, Friseur, Restaurant, Übernachtung, einfach jeder und alles ist da vertreten. Ich schaue jeden Tag nach einem Skydive, spart etwa 60% des normalen Preises.
    - WIFI, überall und kostenlos.
    - Kreditkartenzahlung.
    - Probiers mal mit Gemütlichkeit.
    - Cookies, Slices und Fudge sind eine gute Alternative zu Kuchen.
    - Joggen ist eine Familienbeschäftigung.
    - Einfach mal hallo sagen und fragen wies geht.

    Was die Neuseeländer von uns lernen können.
    - Das Schulsystem. Hier kommt jeder in die gleiche weiterführende Schule, was dazu beiträgt, dass einige unterfordert und andere überfordert sind.
    - Autofahren.
    - Gesundheitssystem. Krankenversichung. Für jeden.
    - Stabile und isolierte Häuser bauen. Es ist ja schön, dass jeder sein Haus mitnehmen kann, wortwörtlich, rufe einen LKW an, kaufe ein Grundstück, und das Haus wird ab- und wieder aufgebaut wo auch immer man es will, aber wind- und wetterfest ist anders.
    - Brot backen.
    - Gesundes Essen in der Lunchbox.
    - Kuchen ohne Fertigbackmischung backen.
    - Spaßbäder bauen.
    - Politiker absetzen und Plagiatstäuschung erzwingen.
    - Dickes Klopapier herstellen.
    - Fahrradfahren.

    Interessantes:
    Wenn ich hier einen Job finde und eine Aufenthaltsgenehmigung erhalte, könnten alle meine Verwandten ohne einen Job nachzuweisen oder eine Staatsbürgerschaft zu beantragen, hierher ziehen.

    Photos & Videos

    Comments

  • 18Oct 2013

    39 Schnelldurchlauf 10/18/2013

     

    Description

    Neuerdings stellt jeden Tag eine aus unserer Klasse einen Newsartikel vor. Das soll dazu beitragen, dass wir mehr und frei sprechen lernen und außerdem ein bisschen was von der Welt mitkriegen. Heute war ich also dran. Ich hatte ein paar politische Nachrichten zu verkünden. Zum einen den Stand der Sondierungsgespräche in Deutschland und zum anderen die Affäre von dem Bürgermeister aus Auckland Len Brown. Beides nicht so positive Neuigkeiten. Außerdem habe ich noch eine kleine Präsentation über unseren Wochenendtrip nach Coromandel vorbereitet. Richelle interessiert sich immer dafür was wir machen und für diejenigen, die noch nicht in Coromandel waren, gab es auch ein paar nützliche Infos.
    Da die Kinder das Wochenende mit der Mutter verreisen, hatte ich wie gestern schon den ganzen Tag frei. Und wie das so ist werde ich da immer total aktiv. Also: Kaffee und Kuchen nach der Schule, Fitnessstudio, duschen, Supermarkt, DVD-Verleih, Wäsche waschen, Cookies backen, Cookie essen, Flug nach Sydney buchen, Raphas Anruf verpassen, SMS checken, Tür öffnen und Rapha hereinlassen. Vater geht einkaufen (2 h), Rapha und ich machen Couscous-Salat und schauen DaVinci Code. Auf Englisch! Nicht so einfach. Rapha verabschieden. Morgen früh aufstehen, deshalb schnell ins Bett. Licht aus und Augen zu.

    Comments

  • 19Oct 2013

    40 The Block NZ 10/19/2013

     

    Description

    Wie ihr ja schon wisst, habe ich seit meiner Ankunft hier keine Folge von 'The Block NZ' verpasst. Jeden Montag-, Dienstag- und Mittwochabend freuen sich Honey und ich auf unsere 8 Lieblingsrealitystars. Und heute habe ich diese und ihre Häuser live gesehen. Aber zurück an den Anfang. Zuerst sollte ich euch vielleicht mal genau erklären, worum es in der Sendung geht:
    4 Paare, darunter 2 Brüder renovieren jeweils ein Haus in 10 Woche. Diese Häuser, die im Nobelviertel Devonport stehen, und uralt waren, wurden bis auf das Gerüst zerstört. Ab dann beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und das Geld. Jede Woche steht ein anderer Raum oder sogar 2-3 Räume auf dem Plan. Eine Jury beurteilt sie dann nach Ausarbeitung (Execution) und Design. Wer gewinnt, bekommt das Budget aufgestockt und kann somit mehr in den nächsten Raum investieren. Zusätzlich gibt es immer Challenges, in denen es wichtige Preise zu gewinnen gibt. Mittlerweile sind die Räume alle fertig und die Teams haben sich daran gewöhnt die Nacht durchzuarbeiten. Jetzt stehen der Garten, die Terrasse und das Haus streichen auf dem Plan. Das klingt zwar alles garnicht so aufregend, aber nicht umsonst ist es eine der beliebtesten Shows in Neuseeland. Die Teams sind super sympathisch und lustig und man bekommt total viele Ideen für das eigene Haus. Am Ende ziehen die Teams aber nicht ein, sondern die Häuser werden in einer Auktion versteigert. Zwar gewinnt am Ende das Team mit dem höchsten Gebot die Show, aber so gesehen ist ja jeder ein Gewinner, denn das Geld bekommen sie und bauen sich danach ihr eigenes Traumhaus. Tja und da die potenziellen Käufer sich die Häuser ja auch anschauen wollen, war heute und morgen Tag der offenen Tür sozusagen. Das kann ich mir natürlich nicht entgehen lassen, weil es ja hier in Auckland ist. Damit wären wir bei meiner Beschäftigung heute Vormittag.
    Zusammen mit Milena, deren Mitbewohner den einen Tisch aus Haus 4 nachbauen will, habe ich mich mal wieder morgens um 8 auf den Weg in die Stadt gemacht und dann mit der Fähre um 10 nach Devonport. Davor haben wir noch gesehen wie ein riesiges Kreuzfahrtschiff in den Hafen eingelaufen ist und uns gefragt wie viele Menschen da wohl drauf passen. Vom Hafen in Devonport ging dann ein kostenloser Busservice direkt zu den Blockhäusern. Und obwohl wir die allererste Fähre genommen haben und das Event erst ab 10 Uhr beginnt, war schon eine 1km lange Schlange da. Die ganze Straße war abgesperrt und Essens-und Getränkebuden aufgestellt. Das war ein riesen Event. Es ging aber schnell voran und man war gut unterhalten. Lauter Promotiongeschenke und Autogrammkarten wurden verteilt, sowie Sonnencreme, und Gewinnspiele gab es auch. Ab und zu kam dann ein blasser Anwohner mit seinem Auto und alle mussten mal eben zusammenrücken, dass er in seine Einfahrt fahren konnte. Ich habe auch einen Mann gesehen, der Anstalten gemacht hat mit seinem Auto wegzufahren, es sich aber dann doch anders überlegt und sich in sein Haus zurückgezogen hat. Gute Entscheidung.
    Nachdem etwa 2/3 geschafft waren, kamen wir dann zu unseren ersten Autogrammen. Der Moderator von der Show ist die ganze Zeit auf und ab gelaufen und hat alle nach ihren Favoriten gefragt. Irgendwo vorne haben Groupies sich eine Parole ausgedacht 'Andy is handy, Pete is sweet, house number 2 is the best on the street'. Und die beiden waren tatsächlich supernett. Man konnte mit allen Fotos machen und ein bisschen quatschen, die haben sich echt für jeden Zeit genommen und ich habe auch mit allen gesprochen. Zuerst war da also Andy, einer von den Farmbrüdern. Die sind ja so lustig und verpeilt. Und da Honey ja todtraurig war, dass sie nicht mitkonnte, weil sie dieses Wochenende mit ihrer Mama weg ist, habe ich ihr wenigstens ein Autogramm besorgt. Also hat Andy für 'Honey May', May ist ihr Zweitname, also honig mai, aber das ist eine andere Geschichte, ' Andy was here' geschrieben. Dazu gabs noch einen Smiley von seinem Bruder und dann haben die irgendwie auch schon wieder erkannt, dass wir aus Deutschland sind. Also meinte Andy 'Halt die Klappe', ich bezweifle, dass er den Sinn begriffen hat, aber es ist ja üblich, dass man erstmal Schimpfwörter in der Fremdsprache lernt. So nett die anderen Teams auch waren, diese persönliche Ansprache konnte niemand toppen. Mit Loz und Alisa und Koan habe ich dann auch Fotos gemacht, aber es war mir ein bisschen zu groupielike alle nach einem Foto zu fragen. Dann kamen aber erstmal die Häuser und das wirkt alles total anders als im Fernsehen, die Räume sahen sogar noch besser aus. Man durfte natürlich nur einen bestimmten Weg langlaufen, die Häuser sollen ja sauber verkauft werden, aber man hat trotzdem viel gesehen. Nur von draußen durfte man keine Bilder machen, weil das ja erst nächste Woche im Fernsehen ausgestrahlt wird, aber, naja, in so Situationen verstehe ich dann manchmal ganz schlecht Englisch;) Irgendwie haben uns Pete und Andy verfolgt, denn kaum waren wir in ihrem Haus, standen die schon wieder da. Der Kameramann meinte dann ob ich schon hallo zu den beiden gesagt habe, und ich meinte ja, sie sprechen sogar Deutsch, wenn auch nur Beleidigungen. Also haben wir noch ein bisschen geplaudert und ich war mit dem Aufseher darüber einig, dass das Haus viel mehr Punkte von der Jury verdient hätte. Auf dem Weg zum nächsten Haus, bin ich dann Alisa und Koan in die Arme gelaufen und sie fandens cool, dass es auch deutsche Fans gibt. Im Grunde sind das alles total normale Leute und die begreifen den Rummel um sie garnicht. Sie sind überall in der Werbung und auf Plakaten zu sehen. In Deutschland würden sie jetzt ins Dschungelcamp geschickt werden, aber gott sei Dank ist das keine RTL2 Sendung und die würden sowas auch nicht mit sich machen lassen. Also sind wir so Stück für Stück durch die Häuser gelaufen und auf einmal stand die Moderatorin vor mir, die in Neuseeland überall im Fernsehen ist, immer die Musicawards und internationale Showa moderiert und total bekannt ist. Sie schaut mich an 'hi' und ich so 'hi', das wars dann auch schon. Dann haben die vor mir eine Unterhaltung mit Alisa aus haus 2 angefangen und sie hat ihnen erklärt, welche Farbe sie zum Streichen genommen haben oder so. Also zusammengefasst, die Häuser sind total schön, und wenn ich hier bleiben wollte, könnte man sich das ja mal überlegen:D Ne, aber ich will nicht dass jeder weiß wie mein Haus von innen aussieht. Die Teams finde ich jetzt absolut überragend und bodenständig und freue mich auf die letzten paar Folgen.
    Das Event ging dann aber nur bis 2, doch gegenüber in Auckland war auch eine Veranstaltung : Das Festival of Lights. Das ist so ein indisches Fest auf der Hauptstraße.

    Auf der Fähre dorthin, haben wir dann natürlich Deutsche getroffen. Von dem Kreuzfahrtschiff. Die sind nur einen Tag in Auckland und Neuseeland an sich, was ich dann doch ziemlich unnötig und nicht ausreichend finde. Ihre Tour hat irgendwo in Hawaii oder so gestartet und sie fahren noch nach Sydney. Naja, also da fliege ich doch lieber nur in ein Land und sehe davon alles, statt in 3 Stunden durchzuwetzen. Jedenfalls wissen wir jetzt dass auf dem Schiff 2600 Passagiere und 800 Mitarbeiter sind. Ganz schön groß.

    Weiter gehts mit dem Festival of Lights. Dort haben wir Rapha und Laura getroffen und lecker indisch gegessen. Dann haben wir noch ein bisschen den Tänzern auf der Bühne zugeschaut, aber ich habe da ein bisschen mehr erwartet. Also sind wir in den Park mit einer Tüte voll Cookies, und dann hat uns so ein Obdachloser irgendwas zugerufen. Auf einmal kamen dann drei Polizisten und wollten den irgendwie mitnehmen oder wegschicken, wegen auffälligem Verhalten in der Öffentlichkeit. Die Polizistin kam dann auch zu uns und hat gefragt was er gesagt hat. Wir hatten aber keinen Plan, der hat so undeutlich und leise gesprochen. Jedenfalls wollten wir den dann auch nicht anschwärzen, was die Polizistin glaube ich ganz gerne gehabt hätte. Naja immerhin hat sie uns die Aufmerksamkeit vom ganzen Park beschert. Dann ist der Obdachlose aufgestanden und weggelaufen und kam 5 Minuten später wieder zurück und hat sich lautstark aufgeregt. Die armen Studenten die da in Ruhe lernen wollten, konnten sich dann nicht mehr so gut konzentrieren. Also sind zwei zu uns gekommen und haben gefragt wo wir herkommen und was wir hier so machen. Bei der Gelegenheit habe ich dann auch geklärt, dass wir nicht kriminell sind, weil ja die Polizei zu uns kam. Das musste mal klargestellt werden. Die sind dann jedenfalls auf eine Studentenparty gegangen, wo wir vielleicht bei Gelegenheit auch mal hingehen.
    Abends waren wir dann aber ziemlich erledigt und weil Rapha und Laura morgen auf die Südinsel fliegen, haben wir uns nur in eine Bar gesetzt. Was aber garnicht so einfach war. Heute war das letzte Rugbyspiel der Saison und die All Blacks haben bereits den Pokal für Neuseeland geholt. Aber trotzdem wollten das natürlich alle sehen, also waren die Pubs ein wenig überfüllt. Trotzdem haben wir noch einen Platz gefunden und den Abend entspannt ausklingen lassen.

    Photos & Videos

    Comments

  • 22Oct 2013

    41 Herman the German Friendshipcake 10/22/2013

     

    Description

    Ich wusste nicht, dass sowas existiert, bis er vor meiner Tür stand. Zusammen mit einer Anweisung, wie ich ihn die nächsten 10 Tage pflegen sollte. Ihr wisst immer noch nicht wovon die Rede ist? Lasst mich euch Herman vorstellen:
    Herman ist ein Sauerteig. 10 Tage lang rührt man ihn um und fügt Zutaten hinzu. Am zehnten Tag , wenn er richtig dick geworden ist, teilt man ihn dann in 4 gleich große Portionen und verschenkt drei zusammen mit einer Kopie der Anleitung an Freunde weiter. Den vierten Teil behält man und macht daraus einen Kuchen, Herman den Freundschaftskuchen. Es ist wohl so eine Art Kettenbrief, nur dass es hier wirklich um Leben oder Tod geht. Denn wenn man Herman nicht richtig pflegt oder aus Versehen in den Kühlschrank stellt, hört er auf zu blubbern und stirbt. Das wäre sehr fatal, da man die Chance auf einen überaus gut nach Weihnachten schmeckenden Kuchen vergibt.
    Ich fürchte Herman würde den Flug nach Deutschland nicht überstehen und der Zoll Alarm schlagen, deshalb beauftrage ich euch hiermit eine neue Herman-Familie ins Leben zu rufen und euren Nachbarn ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Alles was ihr dazu wissen müsst, erfahrt ihr hier: http://www.hermanthegermanfriendshipcake.com
    Ich verlasse mich darauf, dass jeder in Speyer mal einen Herman gebacken hat, wenn ich zurück komme!

    So langsam wird das hier ein Kochblock (Mama die Hirsefrikadellen kann man auch mit Quinoa machen, wenn man in einem Land lebt, in dem es keine Hirse (millet) gibt)....

    Photos & Videos

    Comments

  • 25Oct 2013

    42 Labour Weekend 10/25/2013

     

    Description

    Ich habe so eben meine Busrundreise gebucht. Bis heute morgen dachte ich noch ich würde die Bottom Up Tour von Kiwiexperience machen, die die komplette Südinsel abdeckt. Aber hier ist Labour Weekend, da ist alles on sale, und anscheinend auch die Internetangebote. Denn den Funky Chicken Pass ebenfalls von Kiwiexperience gibt es bis zum 31.10. für 44% billiger. Und dieser Pass deckt Neuseeland komplett ab, die Nord-und die Südinsel. Er ist 12 Monate gültig und nicht an ein bestimmtes Reisedatum gebunden, das heißt wie bei Hop-on-Hop-off kann ich ein- und aussteigen wo ich will. Für $899 (die Südinseltour hätte $1195 gekostet), umgerechnet 544€ kann ich so wann immer ich will wohin ich will reisen, wahnsinn. Deshalb steht jetzt auch Bay of Islands, also die Nordspitze auf meinem Reiseplan und da ich eh nach Wellington wollte bevor ich die Südrundreise mache, muss ich jetzt kein günstiges Angebot mehr suchen um dorthin zu kommen. Mal sehen, wenn ich ein Wochenende Langeweile habe, reise ich einfach. 3 andere Mädchen aus der Schule wollen sich das auch kaufen, dann können wir zusammen reisen oder uns irgendwo in der Mitte treffen. Ich denke mal, der Deal hat sich gelohnt:)
    Und für alle die sich jetzt fragen was ist Labour Weekend, ich will auch, das ist einfach nur ein verlängertes Wochenende. Am Montag ist Feiertag, aber was gefeiert wird weiß ich auch nicht so recht. Religiös geprägt ist das wohl eher nicht, ich glaube eher es ist sowas wie Tag der Arbeit. Der ist ja bei uns auch am Übergang von Frühling zu Sommer. Die Kinder haben sogar das Glück, dass sie heute auch schulfrei hatten, aber sie verbringen das Wochenende ja wieder bei der Mama. Und am Labour Weekend gibt es eben immer in allen Geschäften große Rabatte, aber das ist weniger Winterschlussverkauf, da es schon nur noch Sommersachen gibt. Das muss man mir nicht zweimal sagen, da mache ich mich auf Schnäppchenjagd. Also bin ich nach der Schule mit Mel nach Botany gefahren und habe mich zuerst mit Souvenirs aus dem 1-Dollar-Shop eingedeckt. Ich habe nämlich herausgefunden, dass sie dort genau die gleichen Artikel verkaufen, wie auch im Skytower, im Zoo oder in allen anderen überteuerten Souvenirgeschäften, nur eben deutlich billiger. Na gut, da war jetzt nicht viel mit Rabatt, denn dann hätte ich die Sachen ja umsonst gekriegt. Dann bin ich zu Bunnings Warehouse, eine Art Bauhaus/Kaufhof und habe mir zwei Brotdosen mit Integriertem Plastikbesteck gekauft, die sich ideal zum Verreisen eignen. Dann war ich im KMart, eine Art Primark, und habe ein paar Schulsachen gekauft und für alle die jetzt sagen, das verstehe ich aber nicht unter shoppen: zwei Hosen, im Angebot, waren auch dabei.
    Tja und am Sonntag bummel ich dann nochmal mit Milena die Queens Street entlang und schaue nach Schnäppchen. Was mich aber dann doch ein wenig irritiert sind die Weihnachtsartikel die man direkt neben den Sommerklamotten findet. Hier wird das Fest nämlich genauso kommerziell überreizt und es gibt bereits jede Menge kitschige Plastikweihnachtsbäume, Wackelkopfweihnachtsmänner und Süßigkeiten. Aber an den Anblick von Shorts, Bikinis, Hüten und Sonnenbrillen daneben muss man sich erst mal gewöhnen. Das ist seltsam.
    Doch keine Angst liebe Kulturfreunde, das ist nicht meine einzige Beschäftigung dieses Wochenende. Eigentlich fahren wir am Sonntag in die Stadt um die vielen Segelyachten zu sehen, die hier dieses Wochenende zum Sailing Festival eingelaufen sind. Da sind ein paar richtig große aus Sydney etc. dabei. Wenn die Zeit dann noch reicht, wollen wir uns den Botanischen Garten in der Nähe von Flatbush, wo Raphaela übrigens wohnt, anschauen. Achja, Raphaela, die ist ja gerade auf der Südinsel mit Laura. Es gefällt ihr sehr gut, nur dass es dort unten sehr sehr stürmisch ist, weshalb sie eine Bootstour nicht machen konnten und die Straße entlang der Ostküste noch gesperrt ist. Komisch, hier oben ist es warm, da unten ist gerade Ausnahmezustand, in Australien gibt es Buschbrände bei über 40C und in Deutschland wird Angela Merkels Handy ausspioniert.
    Tja und ansonsten habe ich keine großen Aktivitäten für dieses Wochenende geplant, denn der November wird teuer genug. Also muss es ein DVD-Abend für heute tun.

    Photos & Videos

    Comments

  • 26Oct 2013

    43 Bitte Lächeln 10/26/2013

     

    Description

    Als ich heute meine Mails gecheckt habe, bin ich vor Schreck erstmal fast vom Stuhl gefallen. Gott sei Dank hab ichs mir aber doch anders überlegt und nochmal einen genauen Blick auf den Inhalt geworfen, bevor ich den Stuhl und den Boden in meine Krise mit einbeziehe. Nach der Erkenntnis, dass die E-Mail an eine Mitschülerin gerichtet ist und ich sie nur empfangen habe, weil sie von Jucy ist und ich für unseren Trip nach Coromandel alle Autos auf meinen Namen gebucht habe, musste ich dann dieser Mitschülerin eine schlechte Nachricht überbringen: Die Polizei hat ein teures Foto von ihr geschossen. $80 für 14 km/h zu schnell in einer 90er Zone. Sonntagabends um 5 irgendwo zwischen dem Nirgendswo und Auckland. Alles andere hätte mich auch gewundert, denn bei den Serpentinen sind wir fast stehen geblieben, so langsam sind wir gefahren. Aber wir waren ja eh alleine unterwegs, deshalb denke ich mal dass die Jungs, die hinter den Betroffenen gefahren sind, auch eine erfreuliche Nachricht erhalten haben. Also, liebe Leuts, auch wenn es euch unendlich langweilt 90 zu fahren, widersteht der Versuchung lieber und vermeidet unnötige Nebenkosten.

    Comments

  • 27Oct 2013

    44 Lazy Days 10/27/2013

     

    Description

    Mein Samstag in einem Wort : relaxen
    Genau danach war mir nach den vielen Aktivitäten mal wieder. Trifft sich gut, dass es Barry und Lucy, die nach dem wöchentlichen Parkrun samstagmorgens immer vorbeikommt, genau so ging. Also waren wir erstmal gemütlichen in Howick frühstücken, sind über den Markt gelaufen, haben uns mit einem Eis in die Sonne gesetzt, eine DVD eingelegt und Chips mit Humus gegessen. Zwischendurch habe ich auch noch ein bisschen, naja immerhin 3 Stunden, für den CAE gelernt. Zur Belohnung für den produktiven Tag, habe ich mir on top dann nach einen Couchabend gegönnt und mich mit Castingshows berieseln lassen. Von der vielen Bewegung war ich dann irgendwie richtig müde, also schnell mit den Eltern geskypt und dann ins Bett.
    Dieses Relax-Niveau sollte am Sonntag gehalten werden, also habe ich zur Abwechslung mal erst den Bus um halb 10 in die Stadt genommen und bin dann gemütlich mit Milena zum Hafen geschlendert. Dort haben übers Wochenende 8 Segelboote aus Holland, Australien, ... angelegt, die man besichtigen konnte. Das war ganz nett, aber lange haben wir uns dort nicht aufgehalten. Eine Sache hat mich dann aber doch noch aufmerksam gemacht, die Luxusyacht. Laut Milena ist es eine der größten und teuersten Yachten der Welt und gehört einem Russen, der sie A getauft hat. Wenn man das allerdings nicht weiß, könnte man sie auch für ein U-Boot halten.
    Tja und was macht man an einem Labour Weekend Sonntag, an dem alles runtergesetzt ist? Shoppen, shoppen, shoppen. Und wenn man schon spart, dann auch richtig. Also sind wir nachdem wir alle Geschäfte auf der Queen Street durchgeklappert haben nach Onehunga ins Outletcenter gefahren. Das hat sich gelohnt. Milena hat Nike Running Schuhe für $150 gekriegt und ich ne Nike Sporthose (15€), 3 Paar Dri-Fit Socken für 4€ insgesamt, ein Kathmandu Mikrofaser Handtuch (das sich ideal zum Reisen eignet) für 9€ und vieles mehr. Also auch wenn viele sagen in Neuseeland kann man nicht gut einkaufen, weil es komplett andere Marken gibt, bin ich da total anderer Meinung. Die haben sehr coole Klamotten und super praktische Outdoor-Sachen hier.
    Eigentlich wollten wir noch in den Botanischen Garten, aber das haben wir auf einen anderen Tag verschoben. Also sind wir nochmal zurück in die Queen Street und haben auf Nassahs, aus der Nähe von Dubai, Abschied angestoßen. Dann war ich total erledigt und glücklich und habe mir meinen wohlverdienten Schlaf nach diesem anstrengenden Wochenende gegönnt.

    Photos & Videos

    Comments

  • 28Oct 2013

    45 Cockle Bay Walk 10/28/2013

     

    Description

    Mein erster Feiertag! Und natürlich haben die Kinder und Barry auch frei.
    Üblicherweise ist dies der Tag, wo alle Kiwis das erste mal im Meer schwimmen gehen, sei das Wasser noch so kalt. Meine Familie war sogar schonmal bei strömendem Regen schwimmen, einfach weil es Tradition ist. Aber heute hat Vernunft vor Tradition gewaltet, denn es ist einfach zu kalt und windig. Stattdessen haben wir uns gegen Mittag auf den Weg nach Cockle Bay gemacht, zu Fuß. Wandern ist doch auch immer eine gute Idee für einen Familientag. Und das tolle hier ist eben, dass man nur ein paar Meter laufen oder fahren muss und schon ist man am nächsten Strand. Großstadt - Strand, in 5 Minuten. Das ist einfach ein Geschenk, dass man dem Alltag und dem Stress jederzeit entfliehen kann und immer einen Ort findet, an dem man seinen Gedanken freien Lauf lassen kann.
    Also haben wir den Rucksack gepackt und uns aufgemacht. Wandern hier sieht aber anders aus als in Deutschland. Statt durch den Pfälzer Wald an Burgen, Felsen und Bäumen vorbeizumaschieren, läuft man hier einen Holzsteg durch dichtes Grün, Palmen, Wasserfälle und am Strand entlang. Ich sage nicht, dass es schöner oder besser ist, beides hat seine tollen Seiten, aber es war einfach mal anders. Anstrengend aber auch, denn die Hälfte des Weges bestand aus Treppen, hoch oder runter. Unten, an der ersten Bucht angekommen, stand ich dann vor Häusern, die mich absolut sprachlos gelassen haben. Das waren Paläste versteckt im Grünen. Die eine Villa hatte 5 Etagen mit jeweils einem Balkon, einen Pool mit Überlaufkante, einen Masterbedroom mit einer unglaublichen Aussicht und wer weiß was sich sonst noch alles darin verbirgt. Natürlich hatten diese Häuser alle ein Boot, wozu hat man denn auch einen privaten Anlegesteg. Allgemein muss ich aber sagen, dass ich mittlerweile schon sehr viele große und moderne Häuser gesehen habe. Ich weiß nicht ob ich die Bewohner als Neureiche beschreiben würde, oder ob die Grundstücke und Immobilien nicht so teuer sind, aber der Großteil lebt doch schon recht luxuriös. Ehrlich gesagt, gehört unser Haus denke ich eher zu den wenigen kleinen hier, aber das macht ja nichts.
    Zum Cockle Bay konnten wir dann aber leider nicht, weil die Flut gerade zurückkam. Also sind wir auch wieder zurückgelaufen und natürlich kamen mir da wieder mal mindestens 5 Jogger entgegen, sind ja nur 1000 Stufen oder so die man da hochrennen muss. Also ehrlich, das ist ganz schön demotivierend wenn man sich da hoch quält, während andere an dir vorbeirennen, als würden sie gerade einen gemütlichen Spaziergang machen. Punktgenau als wir am Auto ankamen, hat es angefangen zu regnen, also sind wir schnell heim und haben Lunch zubereitet. Da es sich dann glücklicherweise wieder aufgehellt hat, haben wir das Essen kurzerhand eingepackt und uns doch noch nach Cockle Bay aufgemacht, wo wir mit einer befreundeten Familie Picknick gemacht haben. Die Idee hatten noch sehr viele andere, nur dass die meisten auch noch ihren Grill mitgebracht haben. Dann kam auch noch der Eismann vorbei und eine Gruppe von Leuten hat angefangen Beachvolleyball zu spielen, da kommen Sommergefühle auf. Leichte Sommergefühle. Nur die Maori waren da schon etwas weiter, denn es haben sich einige von ihnen ins Wasser gewagt. Genau genommen waren es sogar ziemlich viele die auf einmal Lust hatten in Klamotten schwimmen zu gehen, uaa bei dem Anblick habe ich schon gefroren. Aber dass die Menschen hier, und ganz an der Spitze Finley, ein anderes Wärmeempfinden haben, ist mir ja schon aufgefallen. Naja ich habe es also bevorzugt dem Spektakel in der Winterjacke eingemummelt zuzuschauen, aber es ist ein wirklich schöner Strand und er ist so flach, dass man in 100 Metern Entfernung noch stehen kann. Das habe ich auch noch nicht gesehen.
    Von der vielen frischen Luft waren wir dann alle recht müde, aber kein Grund The Block zu verpassen, denn die letzten Folgen laufen an :((

    Photos & Videos

    Comments

  • 29Oct 2013

    46 Quite Busy 10/29/2013

     

    Description

    Puh, mein Tag war full on, ein anderes Wort für busy, wie wir gelernt haben.
    Heute war ich mal 24 Stunden Au Pair, rundum Versorgung sozusagen. Angefangen hats in der Schule, Honey hat gefragt, ob Monika mit zu uns kommen kann. Deren Vater kenne ich ja auch noch von Barrys Geburtstag, aber ich verstehe ihn immer ein bisschen schlecht, denn die Familie kommt aus Tschechien. Trotzdem hat er mir immer etwas zu erzählen in der Schule, heute war es eine nicht so schöne Geschichte. Sein Freund ist am Wochenende mit dem Motorrad verunglückt. Das wundert mich nicht, die Strecken sind wirklich anspruchsvoll und wenn man eine Kurve verpasst, kann das sehr tragisch enden. Barry fährt ja auch jeden Morgen mit dem Motorrad zur Arbeit, aber die Strecke kennt er und fährt sie seit vielen Jahren. Also nochmals, unterschätzt die Straßen nicht.
    Monika kennt mich mittlerweile jedenfalls auch schon, denn die Besuche wechseln so alle zwei Wochen zwischen Monika und Bridget. Die drei sind unzertrennlich und können mir jedes mal einen neuen Tanz den sie einstudiert haben präsentieren. Heute war es irgendwas mit 'Pickles and Bananas', von dem ich jetzt einen Ohrwurm habe. Die beiden Damen haben sich dann also French Toast zum Mittag gewünscht, da fing meine Kochsession an. Geht übrigens ganz einfach: Ei und Milch vermischen, Toast eintunken, in der Pfanne braten und mit Ahornsirup und Puderzucker, wahlweise auch Nutella, genießen. Finley wollte dann natürlich auch unbedingt French Toast und so waren die Zutaten für das Abendessen beinahe leer. Also bin ich schnell in den Supermarkt gefahren und habe Eier, Milch, Brot, Butter, das Essentielle eben für $22 gekauft. Ich sag ja, ist teuer hier.
    Kaum zurück habe ich angefangen zwei Marmorkuchen zu backen. Einen für die Schule, denn Rapha und Laura kommen heute von der Südinsel zurück und ich habe ihnen damals einen Kuchen versprochen, und einen für zu Hause. Genau genommen waren es zwei Halbe, denn in die größte Backform passt nur die Hälfte vom Teig. Weil ich schonmal dabei war bin ich gleich zum Abendessen übergegangen, Spargel mit Kartoffeln, Rührei und Sauce Hollandaise. Yummie, damit habe ich mir selbst ein Geschenk gemacht. Der Familie hat es auch sehr gut geschmeckt, dann kann ich das ja jetzt öfter machen. Aber der Spargel ist leider nicht so frisch vom Feld wie bei uns, sondern das sind so grüne, dünne Stangen, die man auch nicht schälen muss.
    Tja und dann habe ich 10 Minuten von The Block geschaut, bis ich mich auch schon zum Flughafen aufgemacht habe. Rapha und Laura haben gefragt ob ich sie nicht abholen könnte, weil um halb 10 keine Busse mehr fahren und Taxis hier nicht gerade günstig sind. Somit bin ich das erste mal im Dunkeln gefahren und noch dazu mit einem englischen navi, wenn auch endlich ohne Internetverbrauch. Ich habe mich jedenfalls gefreut die beiden wohlerhalten wieder zu sehen und Berichte werden sicherlich folgen:) Jetzt ist es aber Zeit für die Fahrerin/Köchin ins Bett zu gehen. Gute Nacht!

    Comments

  • 30Oct 2013

    47 It all ends now 10/30/2013

     

    Description

    Neeein heute ist die letzte Folge von The Block. Das ist der traurigste Tag meines Lebens. Was mache ich denn jetzt Montag- bis Mittwochabends ohne meine absolute Lieblings-TV-Sendung?!
    Doch ich werde sie immer in Erinnerung halten und der Sender mich, denn ich bin 2 Sekunden durchs Bild gehuscht. Beim ersten Mal schauen ist mir das garnicht aufgefallen, bis Iris mir dann ein Bild geschickt hat mit der Bemerkung : Du bist famous...für 2 Sekunden. Immerhin habe ich in diesen 2 Sekunden nicht wie jeder andere in die Kamera gewunken und offensichtlich 'Hey ich bin im Fernsehen, ist ja cool' gedacht. Stattdessen habe ich garnicht mitgekriegt dass ich gefilmt wurde, denn ich bin da nur im Hintergrund gelaufen, während Andy interviewt wurde. Tja in Deutschland habe ich es in 19 Jahren nicht ins Fernsehen geschafft, in Neuseeland hingegen schon nach 8 Wochen. Hier gibt es halt einfach weniger Menschen;)
    Nun aber zum Essentiellen: das heißt versteht mich nicht falsch, wir bleiben schon noch beim Block, aber jetzt erzähle ich mal was denn in der letzten Folge passiert ist. Zuerst einmal wurde gezeigt wie alles begonnen hat. Die 10 Wochen in denen die Teams hart gearbeitet haben wurden nochmal schön zusammengefasst und alle Ups and Downs waren zu sehen. Da ich von der ersten Folge an dabei war und mit den Paaren mitgefiebert habe, kam mir das auch alles bekannt vor. Als dann der Rückblick über Pete und Andy kam, war mein kurzer Starauftritt. Das habe ich natürlich per Kamera festgehalten:D
    Danach wurde der People's Choice Award an das Lieblingsteam vergeben, mit anderen Worten, Pete und Andy haben ein Auto gewonnen. Und damit kommen wir auch schon zum alles entscheidenden Finale: Der Auktion, in der die Häuser versteigert wurden. Und die hat nicht für alle Paare ein gutes Ende genommen. Doch dazu muss ich ein bisschen was erklären. In Neuseeland werden Häuser grundsätzlich von der Agentur Bayleys versteigert und nicht verkauft. Dabei wird ein Reserve festgelegt, der einen Mindestwert des Hauses angibt. Wenn dieser Wert bei der Auktion nicht überboten wird, wird das Haus nicht versteigert. Bei den Teams war es nun aber so, dass sie nur die Differenz von diesem Reserve und dem endgültigen Verkaufspreis bekommen. Deshalb ist letztes Jahr ein Team leer ausgegangen. Das hat natürlich niemand den Paaren von diesem Jahr gewünscht, aber diese Auktionen sind immer unvorhersehbar. So sind Loz und Tom and Favoriten in das Finale gegangen, da sie fast alle Room Challenges gewonnen haben. Doch letzten Endes sind die beiden mit 22,000 Dollar und somit der geringsten Summe nach Hause gegangen. Loz war daraufhin sichtlich bemüht ihre Fassung zu bewahren und hat erklärt, dass dieses Geld vielleicht gerade die 10 Wochen ohne Gehalt und Reisekosten abdeckt, aber nicht ihre Zukunftspläne wie ein Baby und ein Haus ermöglicht.
    Alice und Caleb hingegen, die seit der zweiten Woche keinen Raum mehr gewonnen haben, sind als die absoluten Sieger aus The Block 2013 rausgegangen. Die Leute haben geradezu um das Haus gekämpft und so wurde es für $ 1,126,000 verkauft, was dem Paar einen Gewinn von 181,000 sowie die zusätzliche Summe von 80,000 für den Gesamtsieg eingebracht hat. Mich hat es nicht so überrascht, das ihr Haus am besten ankam, denn es hat Charakter und ein paar sehr coole Zusätze wie den Whirlpool und eine Solaranlage. Ich hab ihres von Anfang an gemocht und mir ein paar coole Gestaltungsideen abgeschaut.
    Für die einen hat es sich also mehr, für die anderen weniger gelohnt. Aber ich hatte meinen Spaß und werde The Block 2013 vermissen.
    P.S. Durchs Fernsehschauen lernt man sehr gut Englisch. Ehrlich jetzt, wenn man mal nicht weiß wie man sich auf ne Arbeit vorbereiten soll, How I Met Your Mother auf Englisch anschalten und sich berieseln lassen.

    Photos & Videos

    Comments

  • 31Oct 2013

    48 Happy Halloween 10/31/2013

     

    Description

    Merke: Vergesse nie niemals dass Halloween ist.
    ...Denn sonst kriegst du einen Todesschreck, wenn du vergessen hast Süßigkeiten zu kaufen. Klar ist es auch ein bisschen beängstigend wenn du alleine zu Hause bist, und auf einmal Stimmen vor deinem Haus hörst, Gestalten um die Ecke huschen siehst und auf das Türklopfen hin 3 Geister vor dir stehen. Aber machen wir uns nichts vor. Am meisten gruselt man sich doch vor den Eltern, die einen vorwurfsvoll ansehen und den Kindern die nicht weggehen bis sie etwas Süßes in die Hand gedrückt bekommen. Eigentlich halte ich ja generell nicht viel von diesem Brauch, denn so gesehen hat das in Deutschland gar keine Tradition, da kann man doch eher noch Hexennacht mitfeiern. Aber in den englischsprachigen Ländern wird das natürlich ganz groß gefeiert, also wollte ich mal nicht so sein und habe eine Packung Schoko-Ananas-Softschaum was auch immer Lollies (so nennt man hier alles was süß ist) rausgegeben. Die mag ich sowieso nicht, aber die Kinder und gott sei Dank auch ihre Eltern waren begeistert. Nur das eine Mädchen hat eine Schnute gezogen und gefragt wo ihre Süßigkeiten sind, und ich so hallo wie wärs mit teilen?? Ich habe euch gerade eine 200g Packung gegeben, das sollte für drei Kinder eine ganze Woche reichen. Echt anspruchsvoll die Gören heut zu Tage.
    Danach hab ich dann alles abgedunkelt und Verstecken gespielt, wer kennt das nicht;)
    Ich hoffe das wars jetzt fürs erste, wenn an Nikolaus jemand klingelt kommt Knecht Ruprecht aus der Tür. Ehrlich jetzt, in den letzten Jahren kamen zu Hause vermehrt Kinder an Nikolaus vorbei und haben nach Schokolade gefragt, das ist doch einfach unnötig. Da spende ich das Geld lieber an Kinder in Afrika statt haufenweise Schoko-Nikoläuse zu verteilen.
    Ganz abschließen durfte ich mit Halloween aber noch nicht, schließlich ist unsere Schule bei sowas ganz vorne dabei. Über den Kuchen habe ich mich dann doch auch gefreut, aber die Musikwahl hat mich etwas irritiert. Neuseeländer hören also Rammstein zum Gruseln...

    Comments

  • 02Nov 2013

    49 Hobbiton - The beginning of an unexpected journey 11/02/2013 New Zealand —

    Matamata, New Zealand

    Description

    Welche 3 Dinge verbindet ein Deutscher mit Neuseeland? - Schafe, Berge, Filmkulisse für Der Herr der Ringe. Alles das habe ich heute gesehen.
    Für mich war völlig klar, dass ich Neuseeland nicht verlasse, ohne vorher einen Ort aus J.R.R.Tolkiens Büchern besucht zu haben. Dieses Vorhaben habe ich heute in die Tat umgesetzt und mir einen Kindheitstraum erfüllt. Wenn es auch ein recht teurer Traum war. 125 NZD hat der Spaß gekostet, mit Busfahrt, Führung und Stop in Hamilton Gardens. Nicht jedem aus der Schule ist dieser Ausflug so viel wert, aber ich würde es jederzeit wieder machen.
    Doch um das Feeling für Hobbits, Elben, Zwerge und Co. zu bekommen, muss man erstmal aus der Großstadt raus. Zwei Stunden sind es genau genommen, die man auf immer kurvigeren Straßen in Richtung Süden zu den Bergen fährt. Da konnte ich mich entspannt zurücklehnen, denn wir haben ja eine Bustour gebucht. Besser gesagt hat Milena diese im Namen der Schule organisiert und mit uns 9 Deutschen waren noch ein Chinese, Brasilianer, Spanier und Peruaner dabei. Umso näher wir also Matamata, der Region zu der Hobbiton gehört, kamen, desto mehr habe ich mich in die Filme und Beschreibungen hinein versetzt gefühlt. Überall waren diese grasbedeckten Hügel, mit so einem satten grün, wie ich es bisher noch nie gesehen habe. Ich könnte jetzt Tolkien nachahmen und drei Seiten lang über die Schönheit der Natur und den genauen Farbton jedes einzelnen Grashalmes schwärmen, aber ich fürchte dann würde ich eure Aufmerksamkeit verlieren. Also gehe ich lieber nicht so genau ins Detail, aber ein paar Gedanken bleiben euch nicht erspart. Mit den Bergen kamen dann auch die Schafe, was für mich mal ne echte Abwechslung war, da ich bisher fast nur Kühe gesehen habe. So langsam konnte ich dann auch nachvollziehen, dass auf jeden Neuseeländer 4 Schafe kommen. Auf der 1250 acre ( 5,058570528 km2) großen Farm, auf der Hobbiton liegt, leben beispielsweise 30.000 Schafe. Wie man diese hütet ist eine andere Frage. Zuerst haben wir aber in Matamata gestoppt, wo das berühmt-berüchtigte 'Welcome to Hobbiton' Schild und die weniger bekannte Tourist Office steht.
    Danach kam erstmal lange keine Zivilisation mehr, bis wir vor den Toren vom Auenland standen. Dort ist unser guide zugestiegen und die 2-stündige Führung durch Mittelerde hat begonnen. Ursprünglich war das mal einfach nur eine Farm, Alexanders' Farm. Bis im Jahre 1997 Peter Jackson, ein echter Kiwi übrigens, mit einem Helikopter über sein Heimatland auf der Suche nach dem perfekten Drehort geflogen ist. Er hat die Farm entdeckt, ist gelandet, hat an der Tür vom Farmer geklopft und ihm einen Geldsegen und ganz viele Touristen beschert. Die Schafe gibt es aber immer noch, sie sollten auch ursprünglich in die Filme einbezogen werden, aber waren dann doch etwas eigensinnig und unpassend. Dort wo das Gras plattgetreten war, standen während der Dreharbeiten die vielen Zelte und Container und es hat 2 Stunden gedauert, um einen Menschen zum Hobbit zu verwandeln. Dann kamen wir aber endlich zu dem berühmt-berüchtigten Hügel und ich dachte ich träume. Das ist schon seltsam an dem Ort zu stehen, den man schon tausendmal im Fernsehen gesehen, sich während dem Lesen ausgemalt und als nicht von dieser Welt klassifiziert hat. Ich dachte echt gleich kommt Gandalf um die Ecke und ich werde mit einem Ring auf die Reise geschickt. War aber nicht so, ist glaube ich auch besser. Stattdessen habe ich begriffen, weshalb die Führung 2 Stunden dauert, weil jeder vor jedem Haus posiert und ein Foto macht. Ich dürfte auch so um die 300 Bilder haben, aber ich würde mir auch die Zeit nehmen jeden einzelnen Stein im Film zu suchen um zu sagen den habe ich gesehen. Oft ist es ja so, dass einem die Illusion geraubt wird, aber das war überhaupt nicht so. Klar ist der Baum über Frodos Haus aus Plastik, das Moos an den Zäunen besteht aus Joghurt und Farbe, aus einem Apfelbaum wurde ein Pflaumenbaum gemacht und wenn man die Türen öffnet, schaut man eine Wand an. Aber die angestellten Gärtner sorgen täglich dafür, dass alles genau so aussieht wie im Film. Noch dazu hatten wir sehr viel Glück, dass wir an diesem Tag gekommen sind. In egwa 3 Wochen, kurz vor dem Filmstart von der Hobbit-Teil 2, kommen hier 3000 Touristen pro Tag und alle 15 Minuten sind Führungen. Wir konnten uns Zeit nehmen und ich habe sogar ein paar Bilder ohne Menschen im Hintergrund. Den See in der Mitte gab es auch schon, nur ein paar Korrekturen wurden vorgenommen, dass es mehr wie in England aussieht und die Beschreibungen im Buch genau getroffen werden. So mussten ein Fluss und eine Mühle her und natürlich wurde immer darauf geachtet, dass die Schauspieler klein erscheinen im Gegensatz zu ihrer Umgebung. Überall hing Kinderkleidung an Wäscheleinen und die Leitern waren nicht zu lang. Die Tassen im Green Dragon Inn, der Kneipe von Hobbiton, waren auch sehr klein. Das Bier im Film wurde zwar in größeren Gläsern gereicht, aber da unsere Getränke kostenlos waren, will ich mich mal nicht beschweren. Ich habe apple cyder genommen, das war richtig lecker. Dann haben wir noch in Hobbit-Outfits posiert und ein kleines Picknick gehalten. Man kann sich auch in dem Pub was kaufen, das war echt ganz schön und gemütlich gemacht dort drinnen. Der Führer war auch super entspannt und hat uns viel Zeit gelassen. Wow, wow, wow der Tag war einfach so cool. Bevor wir uns auf den Weg zurück nach Auckland gemacht haben, habe ich mir natürlich noch ein paar Souvenirs gekauft. Erstmal den Klassiker, das Buch den Hobbit auf Englisch, was ich auch schon fleißig am Lesen bin. Außerdem habe ich noch Postkarten und Briefmarken mit Legolas und Co, gekauft, mal schauen ob ich die wirklich verschicke;) Und dann habe ich zwei Schnapsgläser, eins für mich eins für Herr Pfundstein, dem größten Fan den ich persönlich kenne. Dann musste ich mich schweren Herzens vom Auenland verabschieden und in die Realität zurückkehren.

    Unser netter Busfahrer, der uns auch in 2 Wochen zu den Waitomo Caves fährt, hat auf dem Rückweg noch bei den Hamilton Gardens gestoppt. Das ist ein großer Park mit verschieden Gärten, einem Japanischen, Chinesischen, Indischen, Englischen, Italienischen und Amerikanischen, beispielsweise. Das war kostenlos und sehr sehr schön, auf jeden Fall einen Besuch wert. Dann sind wir aber endgültig nach Hause gefahren und gegen 6 waren wir zurück. Der Tag war für mich noch nicht vorbei, obwohl ich ja schon um 6 Uhr morgens aufgestanden bin. Rapha wollte sich mit ein paar Leuten, die sie auf ihrer Busrundreise kennengelernt hat und die dieses Wochenende in Auckland sind treffen, also bin ich mitgekommen und dann wurde der Abend etwas länger als erwartet, bzw. um 4 Uhr morgens hab ich dann mal diesen Samstag beendet.

    War das einer der schönsten Tage die ich hier, bzw. generell erleben durfte? Ja. Und ich freue mich riesig auf die vielen weiteren Drehorte, die ich besuchen werde. Dennoch gibt es auch einige Touristen, die nur wegen ihrer Passion für Frodo & Co. einmal um die halbe Welt reisen. Deswegen bieten bestimmte Reiseunternehmen eine speziell darauf abgestimmte Rundreise an. Aber abgesehen von dem Preis, der einen schlucken lässt, finde ich das eine totale Verschwendung. Dieses Land hat so viele wunderschöne Orte zu bieten, die es nicht in Peter Jacksons, Verfilmung geschafft haben und trotzdem einen Besuch wert sind. Und noch etwas. Viele kommen nur auf die Südinsel, doch was ich bisher von der Nordinsel gesehen habe, war schon sehr sehr schön und da ist einiges dabei, was man dort unten nicht sieht. De facto, waren Rapha und Laura gerade auf der Südinsel und beide sind surprisingly vom Norden mehr angetan. Also weitet euren Horizont darüber was es in Neuseeland zu sehen gibt, denn dann bin ich sicher, spart ihr all euer Geld, um einmal im Leben hierher zu kommen...

    Photos & Videos

    Comments

  • 05Nov 2013

    50 Feuerwerk all week long 11/05/2013

     

    Description

    Ich bin müde. Todmüde. Seit Samstagnacht wurde hier die Feuerwerksaison eröffnet und alle machen mit. Ein Event reiht sich ans andere und von keinem hab ich davor jemals gehört. Was ich aber jetzt weiß ist, dass es statt wie bei uns an Silvester, in Neuseeland nur vom 2.-5. November Feuerwerk zu kaufen gibt. Da man hier ja nicht eben mal was aus Frankreich über die Grenze schmuggeln kann, ist das die einzige Möglichkeit sich für Neujahr mit Raketen etc. auszustatten. Hier die Wochenübersicht:
    -Samstag war Public Feuerwerk in und um Howick zum Auftakt dieser Woche.
    -Sonntag war Diwali also das Indische Silvester. Das feiern sie natürlich ganz groß mit der Verwandtschaft. In Raphas Familie gab es deswegen ganz viele Köstlichkeiten und alle mussten sich in eine werfen. Ich war auch eingeladen, konnte aber leider nicht kommen. Hab in der Schule netterweise doch noch was von den Resten des Abends bekommen, sehr anders und sehr gut.
    -Montag: ja, was da war weiß ich auch nicht, einfach so ein Übergangstag nehme ich an.
    -Dienstag: Guy Fawkes Day. Kennt ihr nicht? Gut ich hab auch noch nie was davon gehört. Hier also eine kurze Geschichtsstunde. Guy Fawkes wurde im Jahre 1570 geboren und 1606 zum Tode verurteilt. Warum? Weil er versucht hat Jakob I., König von England, mitsamt dem Parlament in die Luft zu jagen. Er war Christ und da das Christentum unter dem anglikanischen Jakob verfolgt wurde, dachte sich Guy Fawkes 'Ne so nicht'. Finde ich irgendwo berechtigt, aber das englische Königshaus und Volk hat da eine ganz andere Sichtweise, deshalb wird jährlich der Sieg über den Gunpowder Plot (Pulververschwörung) in allen zum Commonwealth of Nations gehörenden Ländern gefeiert. Dazu sammeln die Kinder alte Kleidung und basteln eine Puppe die Guy Fawkes symbolisieren soll. Diese wird dann angezündet und zur Krönung gibts das Freudenfeuerwerk, die Bonfire Night. Diese Nacht war es dann auch am lautesten, aber ich hatte von dem Wohnzimmerfenster aus eine sehr schöne Sicht, nur leider konnte man das nicht so gut auf Bildern festhalten.
    -Mittwoch: Nein, da wurden nicht etwa die Überreste verballert, sondern jetzt gehts erst richtig los. Die Neuseeländer dürfen nämlich das ganze Jahr über ihren Spaß haben, einzige Regel: um halb 10 ist Schluss. Ach na dann, kann ja nur besser werden, jetzt sind die Garagen nämlich wieder voll. Gute Nacht.

    Comments

  • 08Nov 2013

    51 Die Anreise 11/08/2013 New Zealand —

    Rotorua, New Zealand

    Description

    Mein Ziel für dieses Wochenende: Rotorua. Da Rapha und ich die Kinder heute noch zur Schule bringen mussten, konnten wir erst nachmittags losfahren. Ich hab mich zwar schon riesig gefreut, aber bis wir entspannt im Bus saßen, war es ein bisschen stressig. Ganz vorbildlich sind wir nämlich auch in die Schule gegangen und haben den Unterricht heute nicht ausfallen lassen. Da ich um 3 den Bus in die Stadt kriegen musste, bedeutete das aber auch, dass ich nur 2 Stunden hatte um meine Sachen zu packen. In der Theorie. Tatsache war dann, dass der Bus nach Hause wie immer ein bisschen Verspätung (30 Minuten) hatte und sich in dieser halben Stunde der Himmel völlig unvorhergesehen zugezogen hat. Also habe ich in der Stunde die mir dann noch blieb, sicherheitshalber eine Regenjacke eingepackt, obwohl ja super Wetter angesagt war. Ein bisschen Optimismus habe ich dann noch bewahrt, wiederum eine Fehleinschätzung. Den Schirm hätte ich nicht zu Hause lassen sollen, denn der Weltuntergang der folgte hat mich und meine Sache.ein wenig durchnässt. Für den Rucksack hatte ich ja einen Regenschutz aber aus meiner Handtasche, meinen Schuhen und Klamotten konnte man einen Wasservorrat für einen Monat schöpfen. Wo ist die Kathmandu-Jacke wenn man sie einmal braucht?! Der Bus war entsprechend voll mit Schülern und die Luft so schlecht, dass die Hälfte aller Mitfahrer, inklusive mir, fast eingeschlafen ist. Aber ich fahr ja immer von der ersten bis zur Endstation, also verpasse ich da nicht so viel. In der Stadt war ich dann einigermaßen trocken und die Vorfreude hat eingesetzt. Auf dem Weg zum Nakedbus wurden wir dann noch von Neuseeländern abgefangen, die behauptet haben sie wären Deutsche, aber 'Ick omme ous Dutchlaand' klingt nicht so überzeugend:D Immer wieder lustig wie einfallsreich die Kiwis sind.

    Eigentlich sollte der Bus um 5 fahren, aber die Busfahrerin musste eine halbstündige Pause einlegen, also haben wir uns noch ins Mövenpick-Café gechillt und aufgewärmt (mit Eis). Die Busfahrt kostet $19=12€ pro Person. Für 4 Stunden Fahrt finde ich das völlig ok und je nach Uhrzeit ist es sogar noch billiger. Auf der Busfahrt ist eigentlich nichts spannendes passiert, wir kamen an ein paar kleinen Orten mit seltsamen Namen vorbei, aber ich glaube das ist in Deutschland nicht anders, ich denke da an Aschaffenburg, Arschhausen etc. und irgendwann hat die Busfahrerin das Licht ausgeschaltet, sodass wir alle ne Runde schlafen konnten. Dummerweise kamen wir dann erst um 10 in Rotorua an, wo die Hostelrezeption nur bis 10 offen hat. Aber ich habe das Zimmer im YHA schon im Voraus gebucht und bezahlt, also wurden die Schlüssel hinterlegt. Wir haben dann auch das letzte Zimmer bekommen, also wann immer man nicht mit einer Organisation reist, sollte man über eine Reservierung nachdenke , denn die Hostels sind meistens alle komplett ausgebucht und das ist noch nichtmal die Hauptsaison. Das haben Freunde letztens auch schon festgestellt, als sie in Auckland ein Zimmer wollte, an dem Wochenende wo der Auckland Marathon war.
    Aber das Erste worüber wir uns Sorgen gemacht haben, war der Geruch. Halleluja ich kenne ja Schwefelgeruch und wir wurden auch vorgewarnt, aber darauf war meine an die saubere Großstadtluft gewöhnte Nase nicht gewöhnt. Man könnte denken das ist ein Zwischenlager für verfaulte Eier, da kam Freude auf. Es STINKT.
    Überall in der Stadt sind natürliche Schwefelquellen/-gewässer und morgen kommen wir denen noch näher. Aber der erste von vielen Deutschen denen wir unmittelbar bei der Ankunft im Hostel begegnet sind, meinte man gewöhnt sich dran. Mit dieser Hoffnung haben wir uns beruhigt aufs Zimmer begeben und ne frühe Nachtruhe eingelegt. Das war sehr gut möglich, da wir ein Doppelzimmer gewählt haben, das war wegen meiner YHA-Mitgliedskarte genau so teuer wie 2 Betten im 4-er Dorm. Ai super:)

    Photos & Videos

    Comments

  • 09Nov 2013

    52 Rotorua - Part 1 11/09/2013 New Zealand —

    Rotorua, New Zealand

    Description

    Wai-O-Tapu und Tamaki Maori Village

    Da Rapha und ich gestern Abend ja leider etwas verspätet im Hostel ankamen, hatten wir keine Zeit mehr die Touren zu buchen. Aber die nette Dame an der Rezeption hat uns versprochen, dass sie ab halb 8 für uns da ist, also haben wir uns in aller Frühe und voller Motivation aus dem Bett geschwungen. Das hat echt nur Vorteile die Führungen und Aktivitäten im Hostel zu buchen, denn dann muss man sich um nichts kümmern und kriegt meistens noch große Rabatte. Unser Plan ist aufgegangen und wir haben noch 2 Plätze für die Wai-O-Tapu Thermal Wonderland Tour um 9 gekriegt. Das ist ein Gebiet mit geothermalischer Aktivität rund um den Lake Taupo und entstand vor etwa 160.000 Jahren. Waiotapu ist maori und bedeutet 'sacred waters' also heilige Gewässer. Es ist einzigartig und unglaublich farbenfroh, wegen den Mineralien oder so..
    Da um 10:15 der Lady Knox Geysir ausbricht (dazu gebracht wird auszubrechen), fangen alle Touren so früh morgens an. Die Stunde Wartezeit haben wir sinnvoll genutzt um schnell noch im Pak'n'Save einkaufen zu gehen, das ist der größte und günstigste Supermarkt in Neuseeland. Für ein yummie Frühstück bestehend aus gesüßten Haferflocken und Joghurt hat unser Geld auch noch gereicht, so startet man richtig in den Morgen. Dann kam unser Minibus mit Platz für 12 Leute auch schon am Hostel an und siehe da, wir waren wieder mal nicht die einzigen Deutschen. Diesmal haben wir einen etwa 35 jährigen Familienvater getroffen, der mit Zelt und Rucksack in 3 Monaten ein bisschen durch Asien, Australien und Neuseeland reist. Es ist nie zu spät um einfach mal abzuhauen...
    Bald kamen wir dann auch schon an unserem ersten Ziel, dem Mud Pool an. Übersetzt: Schlamm See, und genau das war es . Ein See voller blubberndem, 100% heißem, stinkendem Schlamm. Genial. Nachdem die anfängliche Angewidertheit überwunden war, traten Faszination und Staunen ein. Das sieht man ja nicht alle Tage. Es ist der größte dieser Art in Neuseeland und rund herum wächst die giftige Pflanze, aus der der Manuka Honey gewonnen wird, mit dem hier die ganze Seife und Parfums hergestellt werden.
    Dann mussten wir uns auch schon auf den Weg zum Lady Knox Geysir machen, da ja die Vorführung um 10:15 beginnt. Und was haben wir dabei gelernt: Schütte niemals Seifenflocken in einen Geysir, sonst bricht er aus, beziehungsweise eine 10 Meter hohe Fontäne entsteht. Das Spektakel wurde von sehr vielen Touristen beobachtet, ich frage mich wie voll es da wohl erst in der Hauptsaison wird.
    Schließlich kamen wir in Wai-O-Tapu, dem 'Thermal Wonderland' an. Das war wirklich ein Wunderland, so viele Farben und Gerüche und Dämpfe an einem Ort, sowas habe ich noch nie gesehen. Da sind wir auch gleich an dem neben dem Lady Fox Geysir als zweites Highlight bezeichnetem Champagne Pool angekommen. Einzigartig in der Welt, 1/5 Hektar groß, blubbernd, dampfend, stinkend, am Rand ockerfarben und in der Mitte rot, gelb, grün, blau... Einfach schön, obwohl manche der Beschreibungen das Gegenteil vermuten lassen könnten. Sowas habe ich noch nie gesehen und sowas werde ich wohl auch nicht mehr sehen und ihr habt das Glück meine meisterhaften Bilder anzusehen, selbst da kommen die Farben sehr gut rüber. Danach war alles andere ein wenig unspektakulär. Es gab noch über ein Dutzend Vulkankrater, Gewässer mit unnatürlichen Verfärbungen und dampfende Löcher. Aber am Ende des Rundgangs wurden wir doch nochmal positiv überrascht. Da war ein See in neongelb. Das sah aus als hätte die BASF da eben mal ein paar Tonnen Chemikalien entsorgt, aber dann hätte ich mich nicht in die Nähe gewagt. Dieser See war schön, so seltsam und unecht er auch aussah, Highlight Nummer 3. Kaum haben wir uns an den Geruch gewöhnt, sind wir auch wieder zurückgefahren, 4 Stunden ging das ganze.

    Nach unserer verdienten Mittagspause sind wir ein bisschen durch die Stadt geschlendert, haben uns an ein paar Schwefelsümpfen/quellen in den öffentlichen Parks gewagt und ich habe dabei zugesehen, wie Rapha Factorie, ein Kleidungsgeschäft, leer gekauft hat:D Danach wurde es auch mal wieder Zeit für ein bisschen Kultur, also hat uns die nette Dame an der Rezeption auch noch für das Tamaki Maori Village eingebucht. Das gabs dann auch für $88 statt $110. Die sind alle nicht gerade Schnäppchen, weil es ihnen an Besuchern nicht mangelt. Aber wir gehören ja auch zu denen die die typischen Touristenattraktionen alle abklappern, was solls, es lohnt sich. Diesmal wurden wir mit einem großen Bus abgeholt, der schon erahnen lassen hat, was für eine Massenveranstaltung das wird. Dennoch war unser Busfahrer unglaublich unterhaltend und lustig, denn er gehört schließlich irgendwie zu diesem Maori-Dorf, zumindest hat er später Trompete gespielt und gekellnert. Dann musste unser Bus einen Freiwilligen auswählen, der unser Häuptling ist und ein paar Aufgaben im Dorf zu erfüllen hat. Das war dann Steve, der Chief, aus den USA. Neben ihm gab es noch 3 weitere glückliche Häuptlinge, das bedeutet noch drei weitere Busse. Schätzungsweise 150 Leute waren wir dann als es gegen halb 7 losging. Nach einer Begrüßung voller Kampfgeschrei und angsteinflößenden Mienen, sind wir dann in Gruppen von Haus zu Haus gegangen. Dort wurden immer unterschiedliche Sachen vorgeführt, wie das Tanzen/Musizieren mit einer Art Bällen, Wettspiele, Flechten, Körperbemalung und natürlich der Haka-Tanz, der Kriegstanz der auch heute noch das Highlight bei jedem Spiel der All Blacks ist. Das war am witzigsten, die 5 Freiwilligen, oh so viele Freiwillige heute, haben sich auch ganz tapfer geschlagen, aber das mit dem Gegner einschüchtern hat noch nicht so ganz funktioniert. Ich wurde bei so einem Hüpfspiel freiwillig ausgewählt, aber Team Deutschland, in meinem Team waren nämlich noch zwei weitere Deutsche, hat gewonnen.
    Dann wurde uns noch kurz demonstriert, wie das Fleisch in einem Loch in der Erde gegart wird, doch vor dem Essen mussten wir uns noch ein bisschen gedulden. Die Gruppe von 5 Frauen und 7 Männern hat ein paar Tänze und Lieder zum besten gegeben, das war auch sehr schön gemacht und für mich der Höhepunkt des Abends. Leider habe ich das meiste nur gefilmt, also in den Genuss das zu schauen kommt nur meine Familie. Schließlich wurden wir alle in einen großen Saal geführt, wo es das Festessen gab. An meinem Tisch saßen außer Rapha und mir noch ein Deutscher, ein Kolumbianer, eine Engländerin, ein Kanadier aus dem französischen Teil, eine Kanadierin aus dem englischsprachigen Teil, eine Neuseeländerin und 2 ältere Paare, von denen ich nicht weiß wo sie herkamen. Für die Vegetarier gabs Frühlingsrollen und dann durften wir uns trotzdem an dem Buffet wie alle anderen auch bedienen. Sehr großzügig, irgendwie sinnlos, aber lieb gemeint. Außer dem Fleisch, das traditionell zubereitet wurde, gab es typisches Essen, wie Kartoffeln, Gemüse, Salat, Brot und zum Nachtisch Kuchen und Obst. Ich erwarte aber auch nicht, dass sie für 150 Leute alles selbst kochen und es war ja sehr lecker. Größtenteils haben wir uns sowieso mit unseren Tischnachbarn unterhalten und gefragt wo sie herkommen und was sie so machen. Die meisten von ihnen sind da um ihr Englisch zu verbessern (Sprachschulen) oder einfach nur zu reisen. So lange wie ich bleibt aber niemand, außer natürlich die Neuseeländerin, aber das ist ja ach egal:D
    Zum Abschluss haben wir ein bisschen geschunkelt und gesungen, ach wie schön. Unser Busfahrer war der Entertainer des Abends, aber halt: Der Abend war ja noch garnicht beendet. Wie voriger genannter uns erklärt hat, muss das Ende eine Runde Sache sein. Und was ist runder als......ein Kreisverkehr (roundabout) ?! Nichts. Also haben wir ein Liedchen angestimmt und sind wie die letzten Deppen ein paar Runden im Kreis gefahren. Beim nächsten Roundabout dann wieder und danach wieder...Für meinen Geschmack war die Sache danach rund genug, aber mit den Liedern kams noch nicht zu einem Ende. Jede Nation musste jetzt ein Ständchen singen, das jeder kennt. Aber was singt man als Deutscher? Wir dachten an 'All meine Entchen', aber unser lieber Fahrer hatte da was viel cooleres im Sinn: '99 Luftballons'. Das ist also unser weltberühmtes, einzigartiges Lied gut zu wissen:D So langsam ging mir dann auch ein Licht auf, weshalb der Bus am Vorabend erst um halb 11 ankam, wo wir doch schon um 9 losgefahren sind. Das kann ja heiter werden..
    So spät wurde es dann aber doch nicht und der Unterhaltungsfaktor war auch sehr hoch. Am Ende des Abends hat es sich schon gelohnt. Zwischenzeitig hatte ich ein bisschen das Gefühl von Station zu Station durchgeschoben zu werden und man muss interaktive Spiele mögen, ansonsten versteckt man sich nur hinter großen Menschen, wo ich erhebliche Probleme mit habe, da die meisten hinter mir stehen, aber ich habe einen guten Einblick in die Maori Kultur bekommen und die Tanzvorführungen waren absolut klasse. Man muss es mal gesehen haben, ob mit Tamaki oder Mitai, da herrscht glaube ich kein großer Unterschied.

    Tag 1 in Rotorua erfolgreich beendet...

    Photos & Videos

    Comments

  • 10Nov 2013

    53 Rotorua - Part 2 11/10/2013 New Zealand —

    Rotorua, New Zealand

    Description

    Skyline, Luge-Ride und Polynesian Spa

    Heute haben wir es etwas entspannter angehen lassen. Wir hatten es beide einfach mal wieder nötig auszuschlafen und bis zur Rückfahrt nach Auckland um halb 6 war ja noch massig Zeit. Also haben wir 10 Uhr auschecken wortwörtlich genommen und uns viel Zeit mit dem Frühstück gelassen. Die Küche von dem Hostel war echt top sauber und modern und es gibt für jeden die Möglichkeit Lebensmittel im Kühlschrank, Gefrierschrank oder Regal unterzubringen. In den DJH, Jugendherbergen in Deutschland ist es ja üblich, dass man volle Malzeiten bekommt, aber überall anders im Ausland kocht man selbst.
    Nach dem Auschecken und der Unterbringung unseres massigen Gepäcks im Gepäckraum haben wir uns dann bei schönstem Sonnenschein auf den Weg zur Skyline gemacht. Das ist die Gondel die auf den wohl einzigen Berg in Rotorua fährt und eine schöne Aussicht verspricht. Dafür hatten wir einen 10%-Rabatt Coupon, weil wir so schlau waren uns aus Auckland einen Prospekt über Rotorua mitzunehmen. In der Mitte sind immer 4 Seiten mit Gutscheinen, das gilt für jedes Reiseziel. Ich habe mich aber entschieden noch einen Luge-Ride mitzukaufen, was das ist erkläre ich gleich. Oben angekommen haben wir festgestellt, dass es garnicht so hoch ist, die Aussicht aber trotzdem recht schön war. Noch dazu haben sie die Gondelstation sehr groß aufgezogen mit vielen Geschäften, Cafés, Restaurants und Attraktionen. Beispielsweise kann man in einem riesigen durchsichtigen Ball den Berg runterrollen, das nennt sich ZORB-Ride. Und dann war da der Luge-Ride, dafür habe ich mich entschieden es ist auch die beliebteste Aktivität, zu vergleichen mit Bob-fahren. Man setzt einen Helm auf, nimmt Platz in einem dieser Schlitten und dann gehts den Berg hinab. Durch das Ziehen am Lenker fährt man und wenn man ihn weiter zu sich zieht, stoppt man. Lenken muss auch jeder selbst, aber dazu benötigt es keine großen Bewegungen. Dann gibts mindestens 10 verschiedene Streckenabweichungen, die durch Tunnel, um enge Kurven und vor Allem mitten durch den Wald gehen. Das macht einen riesen Spaß und man kann super Rennen fahren. Leider habe ich nur eine Fahrt gekauft, es gibt auch 7er Packungen etc., aber das eine Mal war dafür umso cooler. Schließlich gehts mit einem Lift wieder hinauf und dann habe ich mich wieder zu Rapha gesellt. Wir wurden dann noch kurz gebeten eine Umfrage zu Neuseeland für Touristen auszufüllen und das hat eine Weile in Anspruch genommen. Wir wurden zu allen Regionen befragt, wie wir sie finden, was wir dort hauptsächlich machen bzw. machen wollen und vieles vieles mehr... Leider Gottes haben wir im Tal wieder angekommen unseren Bus zurück um ein paar Sekunden verpasst, weil die Ampel rot war. Der fährt aber nur jede Stunde, also blieb uns nichts anderes übrig als zu laufen, was ne ganze Weile dauert und noch dazu in der Hitze ziemlich anstrengend ist. Nach 300 Metern, als wir vor der nächsten Bushaltestelle standen, kam uns dann in den Sinn, dass es doch eine andere Möglichkeiten gibt: Sich in den McDonalds chillen und auf den nächsten Bus warten. Ein sehr guter Plan, der mit leckerem Eis mit Chocolate Fudge Topping in die Tat umgesetzt wurde.
    Wieder am Hostel angekommen haben wir unser Gepäck geschnappt und uns gegen 2 auf den Weg zum Polynesian Spa gemacht. Da kann man locker hinlaufen, die Stadt Rotorua ist nicht sonderlich groß. Das Polynesian Spa hingegen schon. Es gehört zu den Top 10 Spa dieser Welt. Dementsprechend hoch waren unsere Erwartungen auch und die Vorfreude auf ein bisschen Entspannung. Man kann wählen zwischen Lake Spa, Adult Spa, Private Pools und Family Spa. Wir haben uns für den Lake Spa entschieden, mit der Aussicht über den See. In dem Prospekt wird es so beschrieben, ich zitiere (doppelt hält besser sonst wird mir noch in 30 Jahren eine Plagiatstäuschung vorgeworfen): "Mit Blick auf den Rotorua-See ist das Lake Spa ein Deluxe-Bad und Entspannung pur. Vier flache Felsen-Pools mit 36*C bis 42*C heißem Mineralwasser bieten einen puren Genuss. Der Badebereich ist mit einheimischer Flora gestaltet und bietet eine Umgebung von Ruhe und Schönheit."
    Optional kann man auch noch diverse Massagen und Behandlungen dazubuchen, was auch sehr verlockend war, aber wir sind ja nicht im Urlaub..;) Also die Aussicht war wirklich wunderschön, abends hat es wahrscheinlich noch etwas magischeres und der Bereich war sehr schön gestaltet. Aber ich glaube ich muss noch ein paar Jahre älter werden, sorry ist nicht böse gemeint, bis ich mich in einem 42*C heißen Pool entspannen kann. Ich habe mich wohl eher verbrannt, das ist schon ganz schön heiß wenn dazu noch die Sonne scheint. Also haben wir lieber im 36*C Pool gesessen, denn mit Liegemöglichkeiten sah es nicht so gut aus. Vor Allem kam dann auf einmal eine Touristengruppe, die Bilder gemacht hat. Es ist in Neuseeland zwar üblich, dass jeder mit voller Straßenmonitur durch Schwimmbäder latscht, aber ein bisschen mehr Privatsphäre könnte doch schon sein. Es war trotzdem einen Besuch wert und ein wenig Entspannung haben wir beide abbekommen. Nach 2 Stunden hatten wir dann genug von der Hitze und haben versucht den Schwefelgeruch loszuwerden. Hat sich als echte sportliche Betätigung herausgestellt, weil die Duschköpfe 10 cm kürzer waren als wir Riesen lang sind. Das ist eben das Land der Hobbits und Zwerge, was die Elben machen weiß ich auch nicht.
    Anschließend haben wir mit einer Portion Potatoe Wedges das Wochenende abgerundet und sind gegen 11 erschöpft, aber glücklich zu Hause ins Bett gefallen. Das war mal wieder ein perfekter Trip und diesmal zu zweit viiel entspannter als mit der großen Gruppe letztes Mal. Ob ich Rotorua weiterempfehle? Logisch, ist gar keine Frage, das zählt zu den Must Dos auf der Nordinsel. Man kann dort auch noch viel mehr unternehmen, wie einen Bushwalk, Waterrafting oder Hubschrauberflüge über das Vulkangebiet. Aber ich denke das wichtigste haben wir gesehen und mit Blick auf den Geldbeutel spare ich doch lieber für die vielen anderen sehenswerten Orte die noch auf der Liste stehen.

    Photos & Videos

    Comments

  • 15Nov 2013

    54 Midnight Madness 11/15/2013 New Zealand —

    Howick, Auckland, New Zealand

    Description

    Wann immer ich keine festen Pläne fürs Wochenende habe oder denke einen gewöhnlichen Freitagabend zu Hause zu verbringen, kommt jemand um die Ecke und verkündet das Gegenteil. Diesmal waren es Alice und die Kinder, die die Midnight Madness promotet haben. Das ist ein jährliches Fest in Howick um die Weihnachtszeit einzuläuten, schließlich sind es nur noch 40 Tage bis zum großen Fest. Dazu wurde die Hauptstraße, naja im Grunde führt nur eine Straße durch die Innenstadt, das erinnert mich immer an Speyer, gesperrt und alle Familien aus der Umgebung kamen zusammen. Wie auf jedem anderen Dorffest gab es Stände von Vereinen die informiert und Spenden gesammelt haben oder musikalische und tänzerische Aufführungen auf der Bühne. Aber ein paar Dinge waren besonders:
    1. Das Fest heißt Midnight Madness, weil alle Geschäfte bis Mitternacht aufhaben, das gilt sowohl für Cafés, die Bank und Büchergeschäfte als auch Kleidungsläden und Friseure.
    2. Es gab einen Eiswagen. Nichts besonderes ja, aber hierbei möchte ich betonen, dass die Weihnachtssaison eingeleitet wurde. Tja, und die ist ja hier im Sommer also gibts statt Glühwein, Lebkuchen und Kartoffelpuffer Eis zu kaufen. Dennoch habe ich auch ein paar Stände mit dem traditionellen 'Christmas Cake' gesehen. Was das ist habe ich noch nicht so richtig in Erfahrung gebracht, aber es sieht nach Schokoladenkuchen aus.
    3. Ein paar weitere Attraktionen die an einen Weihnachtsmarkt erinnern, waren die Bummelbahn, die aber nicht ihre Runden auf Schienen dreht, sondern mitten durch die Fußgängerzone irgenwelchen Leuten hinterherhetzt, und das Zelt mit der Weihnachtsdeko. In Howick lebt wohl ein Mann, der jedes Jahr zu Weihnachten sein Haus und seinen Garten mit Deko vollgestopft und als Charity Event gegen eine Spende alle ins Haus gelassen hat. Bis eines Jahres jemand vor dem Haus ermordet wurde. Das kam jetzt unerwartet, mir gings auch so als ich die Geschichte gehört habe, aber verständlich, dass er das dann nicht mehr gemacht hat. Stattdessen wird seine Sammlung jedes Jahr bei dem Fest ausgestellt und sorgt für große Begeisterung bei den Kindern. Und mir. Da waren die ausgefallensten Sachen und alles hat sich bewegt oder geblinkt. Es gab zum Beispiel einen Minikühlschrank aus dem nur der Po des Weihnachtsmanns herausgeschaut und gewackelt hat, eine Eisenbahn, selbstbeschneiende Tannenbäume und vieles vieles mehr..

    So bin ich dann also mit Alice und den Kindern durch die Straße geschlendert, dann haben wir noch den Reporter von der Lieblingsfernsehsendung der Kinder getroffen und gegen 8 haben wir uns auf den Hügel am Ende der Straße begeben. Von dort hat man jedes Mal eine wunderschöne Aussicht aufs Meer und Land. Als dann das ganze Dorf versammelt war und es sich auf Picknickdecken bequem gemacht hat, wurden ein paar Weihnachtslieder zum besten gegeben. Zuerst vom Orchester dann von einem Chor. Ein paar Lieder habe ich auch noch nie auf Englisch gehört, wie Stille Nacht. Als Höhepunkt wurde dann die Beleuchtung des größten Baumes auf dem Hügel eingeschaltet und verbreitet jetzt jede Nacht Weihnachtsgefühle in der Umgebung. Danach sind die Kinder ins Bett und ich habe die anderen aus der Schule getroffen. Wir sind dann noch in eine Bar, Basalt, weil man von der Dachterrasse einfach die beste Aussicht hat. Gegen 12 haben wir uns auf den Heimweg gemacht, ich brauche ja nur 10 Minuten zu Fuß und wieder mal einen unvorhergesehen supercoolen Abend gehabt.

    So habe ich mit Shorts, T-Shirt und Eis die Weihnachtszeit eingeläutet...

    Photos & Videos

    Comments

  • 17Nov 2013

    55 Die Waitomo Caves und der aggressive Kiwi 11/17/2013 New Zealand —

    Waitomo, New Zealand

    Description

    Heute habe ich zwei Dinge gesehen, wie ich sie noch nie zuvor erlebt habe. Eine Höhle voller Glühwürmchen und einen tretenden Kiwivogel. Beides, doch ganz besonders letzteres sollte man sich in seinem Leben nicht entgehen lassen.
    Die Waitomo Caves (übersetzt Schacht, durch den Wasser eintritt) sind 45km lange unterirdische Passagen, die 1887 von einem Maori Häuptling entdeckt wurden. Sie entstehen durch das Zusammenspiel von Regenwasser und Kohlendixyd, die eine Säure bilden welche den Kalkstein zerfrisst. Jährlich weiten sich die Höhlen so um die Größe eines Doppeldeckerbusses (70m3) aus. Und das Highlight sind die tausenden Glühwürmchen an den Decken. Zwar sind nicht alle Höhlen und Gänge der Öffentlichkeit zur Besichtigung freigegeben, aber es werden viele verschiedene Führungen und Aktivitäten angeboten. Das umfangreichste Paket beinhaltet Blackwaterrafting, Seilabstieg, Seilrutsche, Sprung von einem kleinen Wasserfall und eine Bootsfahrt. Ich habe mich dem Schulausflug, der eine geführte und eine Bootstour beinhaltet angeschlossen, weil das schon teuer genug und im Nachhinein auch vollkommen ausreichend ist. Also sind wir mit dem Bus wieder ganze 2 1/2 Stunden dorthin gefahren und haben dann an der einstündigen Führung teilgenommen. Schon beim Eintreten in die Höhlen war ich froh meine dicke Jacke mitgenommen zu haben, da unten sinds nämlich 15*C. Dann wurde uns zu aller Bedauern strikt verboten Fotos zu machen, weil das wohl die Glühwürmchen stört oder so. Wir habens natürlich trotzdem ohne Blitz versucht, aber dann hat die Führerin gedroht jeden der fotografiert rauszuschmeißen und abgesehen davon erkennt man auf den Bildern absolut nichts, weil es stockdunkel da unten war. Wenn sie dann mal das Licht kurz angeschaltet hat, immer mit Bedacht die Glühwürmchen nicht zu lange zu stören, stand man auf einmal in einem riesen Raum mit Stalagmiten und Stalagtiten über, unter und neben dir. Das war schon sehr beeindruckend und in jeden Stein wurde ein Gesicht oder ein Tier interpretiert, wie ein bungeespringender Kiwi, manches konnte ich mehr, manches weniger nachvollziehen. In der etwas größeren Höhle, genannt Cathedral, kann man wohl auch Hochzeiten und Partys feiern, wobei ich mich frage wie das geht ohne Licht und Musik, wir mussten nämlich auch absolut still sein. Dann wurden wir schließlich zu den Booten geführt und das war unglaublich gruselig, weil ich rein garnichts gesehen habe und nur durch die Wassertropfen, die in den unterirdischen See getropft sind, erahnt habe, dass dort ein Gewässer ist. An diesem Punkt wurde mir klar, dass ich kein Rafting in dem 6*C kalten, stockfinsteren Wasser machen würde, in dem zu allem Überfluss auch noch Aale und Fische leben uaaa. Wie bei Fluch der Karibik sind wir dann also in diese kleinen, wackeligen Boote gestiegen und die Führerin hat sich an einem Drahtseil entlang gehangelt. Das mit den Glühwürmchen sieht schon sehr schön aus, wie von einem anderen Planeten, aber es hätte auch ein LED Sternenhimmel sein können:D Schließlich durften wir auch eins zwei Fotos schießen, aber darauf erkennt man auch wieder nicht so viel. Tja, da müsst ihr leider selbst mal hin um das zu sehen. Somit war unsere Tour auch schon vorbei und ich habs mir irgendwie alles größer vorgestellt. Die Höhle auf Lanzarote, in der leuchtende Krebse leben, ist immer noch meine absolute Lieblingshöhle aber die Glühwürmchen kommen an Platz 2.
    Umso mehr habe ich mich darauf gefreut, endlich einen echte Kiwi bei Tageslicht zu sehen, und dazu mussten wir nur ein paar Minuten ins nächste Dorf zum Kiwihaus fahren. Ich habe mit allem gerechnet, aber nicht damit. Ehrlich, so etwas lustiges habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen und ich bezweifle, dass ich es je wieder tun werde. Kein Pannenvideo, kein Witz, kein Komiker, keine peinliche Situation können diesem Kiwivogel das Wasser reichen. Ich habe mich nicht mehr eingekriegt vor Lachen, ich könnte diesem Vogel den ganzen Tag zuschauen. Das war einfach der Hammer.
    Es fängt an bei dem Aussehen. Der Kiwi ist knuffig, süß, man möchte sich an ihn kuscheln, aber irgendwie fehlt im was. Ich weiß nicht was es ist, ein zweites Paar Füße, Flügel oder ein Schwanz, aber irgendwas fehlt. Das fällt einem besonders auf wenn er rennt, dann sieht das aus wie eine Kugel mit Füßen und Schnabel. Jetzt sagen einige 'Halt. Ein Kiwi, ein flugunfähiger Vogel kann rennen? Schlafen die nicht den ganzen Tag?!' Jawohl, dieses Tier ist nur 4 Stunden täglich wach, aber dann hat der ne Energie, das glaubt man nicht bis mans gesehen hat. Der, eigentlich war es ja eine sie, ist durch das Gehege gerannt wie ein Irrer und hat Sprünge hingelegt da staunt man nicht schlecht. Ich glaube wenn das Tier rennt ist es schneller als ich. Das an sich war ja schon alle sehr komisch, aber was dann passiert ist hat alle meine Vorstellungen übertroffen. Die Pflegerin kam rein, Essenszeit um halb 1. Bekannterweise mag die Dame nicht ihre Pfleger, nur 2 werden einigermaßen akzeptiert. Die Fressschale voller Würmer und sonstiger Delikatessen hat es nicht mal in ihre Nähe geschafft, da hat sie schon angefangen die arme Mitarbeiterin zu attackieren. Mit vollem Anlauf ist der Vogel von einem Stein abgesprungen, auf sie losgerannt, wie ein Irrer in einer Acht durch die Beine gehetzt und hat sich schließlich mit dem langen Schnabel an der Hose festgekrallt. Und dann hat die Kiwidame angefangen zu treten. TRETEN!!!! Oh mein Gott, war das lustig. Unaufhörlich hat der Vogel gegen das Bein getreten, wie so ein kleines wütendes Kind. Die Pflegerin war gut vorbereitet und hat einen Schutzanzug getragen, aber hallo stellt euch mal vor ne Taube kommt angerannt und tritt euch gegen das Bein. So sah es aus. Unfassbar. Schließlich hat sich der Kiwi dann ein bisschen Futter genommen und die Attacke ging von vorne los. Am Ende war die Pflegerin über und über mit Futter besprenkelt, hat sehr viele Tritte gegen das Schienenbein ertragen und ein paar Pickser waren sicher auch dabei. Aber nicht nur der große, nein auch die kleinen Kiwis können ganz schön kämpfen. Wie wir später gesehen haben, treten sie sich gegenseitig in den Allerwertesten. Ich habe geweint vor Lachen und vor Enttäuschung, dass ich das nicht filmen und jeden Tag anschauen kann. Aber youtube stellt ein paar Videos bereit, bei denen man zumindest den komischen Laufstil erkennt. Schauts euch an, made my day.
    http://m.youtube.com/watch?v=8x5d_lZtA0U
    http://m.youtube.com/watch?v=-g0_6EIP58A
    Später haben wir dann auch noch Babykiwis gesehen, die möchte man gerade mitnehmen. Aber in Angesicht der Tatsache, dass es nicht mehr viele gibt, überlasse ich sie doch lieber den Tierschützern. Denn mit der Ankunft der Opossums, Katzen und Hunde in Neuseeland, wurde dieses liebevolle Nationalsymbol zu einer bedrohten Tierart. Ich hoffe doch sehr, dass sie nicht aussterben, aber mit diesen Kampfkünsten bin ich sehr zuversichtlich. Nicht zuletzt bleibt zu erwähnen, dass die weiblichen Kiwis, die größer als die männlichen sind, ein Ei fast so groß wie das einen Straußes in sich tragen, Respekt kleiner Vogel. Vor Begeisterung und als Andenken habe ich mir dann ein Paar Socken mit Kiwis, die im Dunkeln leuchten, gekauft und halte sie in Ehren.
    Auf der Rückfahrt hat uns der Busfahrer noch ne Runde Eis ausgegeben. Das war eine Eisdiele mit riiiiieeesen großen Kugeln und 50 Sorten zur Auswahl. Die sind anders als in Deutschland. Hier gibt es Cookie Cream, Caramel Fudge, Chocolate Brownie, Hokey Pokey und vieles mehr. Den Dolomiti schlägt zwar nichts und niemand, aber das Eis konnte schon sehr gut mithalten und für den Preis von $2,50 für 2 Kugeln, ein echtes Schnäppchen. Dieser Stopp war unvorhergesehen und so kamen Raphas und meine Pläne Essen zu gehen ein bisschen ins Wanken. Aber wir haben uns den ganzen Tag so darauf gefreut dem 'Goode Brothers', das neu eröffnet hat, einen Besuch abzustatten. Weil, ja weil, es so ähnlich wie Vapiano ist, juhuuuuu. Endlich wieder Pasta und Pizza und Salat und Antipasti und alles für einen annehmbaren Preis. Meine Freunde, das wird mein, nein unser, neues Stammlokal. Gesättigt und glücklich sage ich ade.

    Photos & Videos

    Comments

  • 18Nov 2013

    56 Lebertransplantationskoordinator 11/18/2013 New Zealand —

    Howick, Auckland, New Zealand

    Description

    Ist Barry von Beruf. Eigentlich ja nicht eines meiner Abenteuer, aber trotzdem irgendwie spannend, wer also ein bisschen in die Materie eingelehrt werden möchte, hier ist ein Bericht. Ein liver transplantation coordinator ist dafür verantwortlich Spender und Empfänger zu finden und richtig zuzuteilen. Das ist aber keineswegs ein Schreibtischjob, wie ihr gleich am Beispiel sehen werdet.
    Diese Woche hat Barry also Rufdienst und die letzten 48 Stunden musste er durcharbeiten. Das Telefon hat heute Nacht viermal die Stunde geklingelt und das nur wegen einem Patienten. Also habe ich mal nachgeforscht und den Ablauf in allen Einzelheiten erläutert bekommen. Sonntagnacht ist ein Patient gestorben. Montagmorgen um 4 Uhr wurde daraufhin seine Leber entnommen. Nun war es zuerst Barrys Job mit den Verwandten des Verstorbenen zu reden, abzusichern dass alles nach rechten Dingen läuft und sie zu beruhigen, was die Transplantation betrifft. Dann hatte er alle Hände voll zu tun einen passenden Empfänger, in diesem Fall eine Frau aus Christchurch zu finden. Er hat sie angerufen, ihr eine Frist von 1,5 Stunden gegeben um ihre Sachen zu packen und zum Flughafen zu kommen und natürlich den Flug gebucht. Dann war es auch schon abends und er hat am Handy weitergearbeitet. Er musste den Transport der Frau vom Flughafen zum Krankenhaus organisieren, zwischenzeitlich Informationen zum Stand der Dinge an die Ärzte weitergeben, im Gegenzug hat auch er Infos aus dem Krankenhaus erhalten und die Übersicht darüber haben ob die Dame ihren Flug gekriegt hat etc.. Des Weiteren stand er auch mit ihr in Kontakt und hat sie über alle Einzelheiten aufgeklärt.
    Das klingt schon alles sehr anstrengend, wenn man bedenkt, dass es sich nur um einen Patienten handelt und das gleiche am nächsten Tag wieder zu tun war. Aber das ist nicht der härteste Part, nein.
    Nur 4 von 5 Patienten bekommen eine neue Leber. Seine Aufgabe ist es zu entscheiden, wer diese 5. Person ist, der die schlechte Nachricht übermittelt werden muss. Wie wählt man nun diesen einen Menschen, dem man nicht helfen kann. Nun, ein Körper nimmt eine neue Leber nicht wehrlos entgegen. Er will sie abstoßen, das ist ja ein Fremdkörper, deshalb ist es notwendig Medikamente zu nehmen, die dies verhindern. Aber wenn man diese Medikamente einnimmt, bedeutet das auch, dass man sein Leben lang keinen Alkohol mehr trinken darf und Dinge unterlässt, die Schaden zufügen. Hält man sich nicht daran, sind die Tabletten nutzlos und keine Tabletten, kein Weiterleben. Somit wurde dann eine Leber verschwendet, die auch jemand anderem das Leben hätte retten können. Barry und seine Kollegen sprechen also mit den Patienten und finden heraus, wer potenziell den Ernst der Lage verstanden hat und wer nicht. Den Uneinsichtigen, meistens im Alter von 15-25 und ihrer Familie muss er dann erklären, warum er nicht weiterleben darf. Ich könnte das nicht, aber es braucht Menschen wie Barry, die das können. Und vor Allem bedarf es ein Finanzsystem, dass diesen Beruf würdig entlohnt. Jetzt wisst ihr also was mein Gastvater so den ganzen Tag macht und ich hoffe, wir sind jetzt alle ein Stück schlauer geworden.

    Comments

  • 20Nov 2013

    57 Mufti-Day 11/20/2013

     

    Description

    findet alle paar Wochen zu einem besonderen Event statt. Mufti bedeutet Zivil und um den Gedanken weiterzuführen: Die Schulkinder dürfen an diesem Tag Zivilkleidung tragen und müssen nicht in die Schuluniform schlüpfen. Die Voraussetzung ist aber, dass jeder eine vorher festgelegte Geldsumme mitbringt, die für einen guten Zweck gespendet wird. Heute sind es $2 pro Schüler für die Menschen auf den Philippinen, die nach dem Taifun schwer betroffen sind. Jede Schule veranstaltet das unabhängig voneinander mehrmals im Jahr, wenn es wieder einen Anlass gibt. Einmal war der Grund auch Süßigkeiten für die Schulgala mitzubringen oder eine Spende für die Schule. Ich weiß garnicht ob die ganze Aktion freiwillig ist, aber bisher sind die Kinder so begeistert normale Kleidung zu tragen, dass die Eltern wenig Chancen haben zu widersprechen. Und es gibt noch mehr Pflichtveranstaltungen für die Eltern und Schüler. So müssen die Sechstklässler ja immer Roadpatrol machen, also zusammen mit einem Elternteil vor und nach der Schule den Zebrastreifen absichern. Das wird auch von der Polizei kontrolliert, ein ernst zu nehmender Job. Dann laufen auch ein paar Eltern in Warmweste auf dem Schulhof herum und erinnern die Schüler ihre Mützen aufzuziehen, sonst dürfen sie nicht draußen spielen. Außerdem müssen alle Schüler bis zum 14. Lebensjahr von den Eltern zur Schule begleitet werden. Das finde ich allerdings ein wenig übertrieben und unrealistisch. Die meisten Eltern müssen ja morgens arbeiten, das muss man erstmal arrangiert bekommen. Zudem bin ich schon in der 1. Klasse alleine mit meinem Freunden gelaufen und ab der 5. habe ich das Fahrrad genommen. Ich bin der Meinung Honey kann locker auch schon alleine laufen, vor Allem wenn sie nächstes Jahr auf die Intermediate School kommt, aber Gesetz ist Gesetz.
    Es ist also viel Einsatz gefragt, finde ich einerseits gut, andererseits hatten wir solche Aktionen ja auch und manchmal nimmt das hier ein bisschen Überhand, da maulen die Eltern, dass sie von der Schule ausgenommen werden. Aber den Mufti Day finde ich super, $2 schaden ja keinem.

    Photos & Videos

    Comments

  • 21Nov 2013

    58 Vodafone NZ Music Awards 11/21/2013 New Zealand —

    Auckland, Auckland, New Zealand

    Description

    Chillin with Lorde#Natalia Kills#Stan Walker#Aaradhna#Cody Simpson#Titanium#Kiwimusic

    "And we'll never be royals (royals) ...". Ich weiß nicht wie ich diesen Song jemals wieder aus dem Kopf kriegen soll, nachdem ich ihn gestern 5mal gehört habe. Lorde (* 7. November 1996 in Devonport, Auckland, Neuseeland; eigentlicher Name Ella Yelich-O’Connor) ist 17 Jahre jung und schon die erfolgreichste Musikerin Neuseelands. Sie war mehrere Wochen auf Platz 1 in den USA und UK Charts, hats auf Anhieb auf Platz 3 in die Billboard 200 geschafftund wird schon mit Adele etc. verglichen. Ihre Stimme kann da auch sehr gut mithalten. Die Insulaner sind natürlich stolz wie Oskar und haben ihr deshalb auch gleich 4 Awards verliehen. Aber von vorne.
    Vor ziemlich genau einer Woche saß ich im Auto mit Honey und habe auf Barry gewartet. Dann kam im Radio die Werbung für die Music Awards und ich dachte mir, 'Ach das klingt doch ganz nett'. Also habe ich Honey gefragt ob sie Lust hat dahin zu gehen, hatte sie, und Rapha ob sie auch Lust hat dahin zu gehen, hatte sie auch. Daraufhin habe ich mich abends mal auf ticketmaster informiert und bei gerade mal 15€ pro Karte zugeschlagen. Irgendwie hatte ich verstanden, dass Raphas Gasttochter auch mitgeht, aber die ist ja zu jung, also ist stattdessen eine Freundin von Honey mitgekommen. So waren alle sehr glücklich und konnten es kaum abwarten.
    Heute war es dann endlich soweit und um halb 6 haben wir uns auf den Weg gemacht. Mit dem Auto in die Stadt fahren ist immer wieder ein Abenteuer, dank der sehr langsamen und verwirrten Navis auf unseren Handys. Aber irgendwie finden wir den Weg immer und das sogar sehr flott, ist auf jeden Fall schneller als mit dem Bus. Einen Parkplatz vor der Arena finden war dann die andere Challenge, aber ich hab zum Glück einen direkt um die Ecke gefunden, nach ein bisschen rumkurven. Dann waren wir auch schon mitten im Gedränge rund um den Roten Teppich, wo neben den einheimischen Stars auch einige paar bekannte Persönlichkeiten von overseas aufgetaucht sind. Cody Simpson aus Australien und Natalia Kills aus England zum Beispiel. Aber wir kamen uns dann doch ein wenig underdressed vor neben den ganzen VIP Gästen in Abendrobe. Die Neuseeländer können sich echt auch nicht entscheiden: entweder tragen sie was im Schrank ganz oben liegt oder sind total aufgetakelt. Naja, da die Music Awards aber ja kein Konzert, sondern so eine Art Gala sind, standen in der Mitte der Arena runde Tische zum dinieren. Ist auch irgendwie unbequem sich immer zur Bühne drehen zu müssen, aber bei dem Essen würde ich das wohl in Kauf nehmen.
    Wir haben auf den oberen Rängen Platz genommen, aber konnten uns schön ausbreiten, weil doch noch ein paar Plätze frei waren. Um halb 8 gings dann los mit ... Lorde natürlich. War ein bisschen schade, dass der beste Act die Show eröffnet hat, weil die Leute gerade noch alle eingetrudelt sind. Wir haben uns und die Kinder auch mit Snacks und Getränken eingedeckt, in der Schlange noch ein bisschen mit Leuten geplaudert, dann habe ich Honey ein Knicklicht aus dem vodafone Bereich den wir eigentlich garnicht betreten durften geklaut, und schließlich konnten wir entspannt die Show genießen. Neuseeland hat gerade sehr gute Musik zu bieten, bei vielen Songs, wie 'Wake up' von Aaradhna, wusste ich bis dahin garnicht, dass sie von einheimischen Künstlern stammen. Viele Nominierte waren auch Maori und dafür gabs sogar extra einen Preis. Auf der Bühne habe ich dann ein mir bekanntes Gesicht entdeckt: Die Moderatorin, Shannon Ryan. Das ist die nette Dame von 'The Block', die ich damals bei den Hausbegehungen begrüßt habe als sie neben mir stand. So klein ist die Welt (NZ). Klar mit den EMAs kann man das nicht vergleichen, aber trotzdem hat es sich definitiv gelohnt. 2,5 Stunden lang hatten sie ganz schön was zu bieten und die Stimmung war super. Ich bin jetzt ein riesen Fand er neuseeländischen Musiker und habe mir erstmal Lordes Album 'Pure Heroine' und ein paar Songs auf iTunes gekauft. Hier meine Top 7 Musiktips:
    + Lorde .. das ganze Album, ganz besonders 'Royals', 'Tennis Court' und 'Team'
    + Aaradhna 'Wake Up'
    + Stan Walker 'Take it easy' , 'Like it's over' und 'Bulletproof' - er war der Co-Moderator ein sehr cooler Typ
    + David Dallas 'Runnin'
    + Shapeshifter 'In Colour' Video anschauen!!
    + Flight of the Conchords 'Feel Inside (And Stuff Like That)' Charity Song
    + Jamie McDell 'Angel'

    Hört mal rein, sonst verpasst ihr was! Und noch etwas verpasst ihr: Macklemore ft. Ryan Lewis live. Aber Rapha und ich verpassen es nicht. Denn Wir haben Karten für den 13. März wwaaaaaaaaaaaaa:))))))))

    Photos & Videos

    Comments

  • 22Nov 2013

    59 Mein kleiner Hapkido-Meister 11/22/2013

     

    Description

    Heute dürften einige von euch ein Foto von mir gesendet bekommen haben. Auf dem Bild, und auch in real, sind das die absolut süßesten und kleinsten Gastkinder die man haben kann:) Dieses Foto zeigt Finley mit einer Medaille und in einem blauen Anzug und Honey, die ihn im Arm hält. Hier die Erklärung: Finley macht seit 2 Monaten Hapkido, das ist koreanisch und so eine Art Karate. Es dient zur Selbstverteidigung und Konzentration, beides kann Finley nicht schaden:D Nach gerade mal 12 Trainingsstunden, er geht meistens zweimal wöchentlich dorthin, durfte er schon eine Prüfung ablegen, um den gelben Gürtel zu bekommen. Um halb 7 ging es los und da sind tatsächlich 70 Hapkido Schüler in allen Altersstufen und Gürtelfarben aufgetaucht. Dementsprechend hat das ganze dann 4 Stunden gedauert, aber es war kein bisschen langweilig. Ich habe die ganze Zeit mitgefilmt, das kann ich hier ja leider nicht hochladen. Doch es gab einige richtig coole Sachen zu sehen und als Finleys Gruppe dran war, hat er sich total ins Zeug gelegt. Es war ja schon spät und er war müde, trotzdem hat er seine Übungen besser als je zuvor gemacht. Er hatte eine laute Stimme (man muss immer 'eh' oder so bei jedem Zug schreien), hat jeden Schritt im Kopf behalten und ist mit viel Kraft und Spannung an die Sache gegangen. Die Punkterichter haben dann auch nach seinem Namen gefragt, um ihn sich zu notieren, das bedeutet immer was Gutes. Irgendwann wurden dann verschiedene Sprünge vorgeführt und die Älteren sind über 10 (!!!) Kinder gesprungen. Die haben sich da vor der Matte aufgereiht, da wurden ein paar Eltern ein bisschen blass im Gesicht. Dann hat der Hapkido Meister noch einen Baseballschläger durchgetreten und anschließend ist ein kleines Unglück passiert. Diese Schule bietet auch Selbstverteidigungskurse für Frauen an. Aber das ist nicht so larifari, sondern wenn jemand nach deren Handtasche greift, liegt er kurz darauf mit einer Schlinge um den Hals auf dem Boden. Meine Gastmutter nimmt da jetzt auch dran teil. Jedenfalls wurden ein paar Übungen vorgeführt und ein vielleicht 15-jähriger Blackbelt Träger durfte freiwillig assistieren. Nummer 1 bei jeder Abfolge ist, ganz der Intuition folgend, dem Angreifer zwischen die Beine treten. Nunja und die eine Frau hat das etwas zu schwungvoll gemacht, sodass sie nicht mehr viel tun musste um den Gegner auf den Boden zu bringen. Eigentlich darf man da ja nicht lachen, aber das Publikum hat sich nicht mehr eingekriegt, ehrlich.
    Schließlich wurde Finley die Silbermedaille für seine Stufe verliehen, da hat er sich gegen 10 andere Leute durchgesetzt. Noch dazu war er der kleinste, die Medaille hängt ihm auch bis fast zu den Füßen.. Die Eltern waren stolz wie sonst was und noch dazu haben wir bei der Verlosung einen Schneebesen gewonnen, jaaa da habe ich gejubelt, keine Eier mehr mit der Gabel steif schlagen:) Allgemein sind die Neuseeländer sehr auf ihre Kinder bedacht und lassen ihnen sehr viele Freiheiten. Zu viele, wie ich manchmal finde, besonders was so Essensgewohnheiten und Computerzeiten angeht. Als die Kinder vorletztes Wochenende ihr erstes Sleepover hatten, wurde daraus auch eine riesen Sache gemacht. Das ist jetzt noch Gesprächsthema Nummer 1, ähm ja, ich habe in dem Alter jedes Wochenende irgendwo anders geschlafen. Aber so unterschiedlich sind Kulturen. Jedenfalls war das ein erfolgreicher Abend und ich habe mein Versprechen an Finley eingehalten die ganze Zeit dabei zu sein.
    Obwohl ich da schon todmüde war, von den Music Awards am vorigen Abend noch, habe ich danach Hannah und Kathi abgeholt und nach Botany kutschiert. Wir wollten mal zusammen mit Rapha, Mel, Iris und Laura die Bars dort testen. Die haben hier ja alle leider immer nur so bis 12 offen, aber wir haben eine gefunden, die länger ihre Türen öffnet. Da war richtig viel los, und es wurde auch richtig kontrolliert. Das heißt Reisepass nicht vergessen!! Das ist das einzige Dokument was hier als ID anerkannt wird, doch leider hatten nicht alle von uns daran gedacht. Also haben wir uns an den Brunnen gesetzt, und der Musik von draußen zugehört. Es war dann noch eine schöne Sommernacht, aber das nächste mal genießen wir die lieber von dem Außenbereich der Bar.

    Photos & Videos

    Comments

  • 23Nov 2013

    60 Sommergefühle 11/23/2013

     

    Description

    Ein Kiwi-Barbecue

    Woran erkennt man einen Neuseeländer? An dem Grill. Ein Echter Kiwi könnte ein noch so kleines Einzimmer-Appartement haben, aber der XXL-Gasgrill mit dem richtigen Zubehör fehlt nicht. Und wenn das erste Würstchen brutzelt ist Sommer. Na gut, an meiner Ankunft wurde auch erstmal gegrillt und da war es noch nicht so warm (für mich) aber spätestens am Labour Weekend als alle ihren Grill mit an den Strand gebracht haben, wurde die Badesaison eröffnet. In der Tat sitze ich gerade auf der Terrasse bei 27*C mit einem Milchshake und schreibe diesen Bericht. Da brauchts nicht viel Fantasie um Sommergefühle im November zu beschreiben. Für Barry bedeutet dieses fantastische Wochenende 'raus aus dem Haus, in die neuen Laufschuhe und einen 30km Lauf über Berg und Tal machen. Deshalb war ich heute alleine mit den Kindern und hatte meinen ersten Arbeitssamstag. Zuerst habe ich ihnen mal Pancakes aufgetischt, dass sie nicht mit schlechter Laune in den Tag starten. Dann haben wir eine Backsession eingelegt und als Honey um halb 12 von ihrer Mutter zum Shoppen abgeholt wurde, haben Finley und ich uns einen gediegenen Nachmittag gemacht. Mit draußen spielen war heute nicht so viel, nach 5 Minuten auf dem Trampolin haben wir uns nicht nur die Füße verbrannt, sondern uns auch total erledigt von der Hitze wieder ins Haus zurückgezogen. Dann haben wir ein bisschen gebastelt und Rennauto Parcours aufgebaut. Um 2 hat Carol angerufen, ob sie ihren Sohn Harry für 2 Stunden bei uns absetzen kann, weil sie mit ihrer Tochter Tilly, die ich mit den zu den Music Awards genommen habe, auch shoppen gehen will. Das war...ups jetzt sagt mein iPad dass es abkühlen muss...ich auch um wieder klar denken zu können...
    So da bin ich wieder. Harry kam und die beiden haben sich selbst beschäftigt, das war mir gerade recht. Gegen 4 kam Barry, etwas später als erwartet zurück, und ist eher gehumpelt als gelaufen. Er hat sich offensichtlich den Knöchel verstaucht und ist dann noch 20km weitergerannt, mit einer Zeit die ich mit heilem Fuß in hundert Jahren nicht erreichen würde. Also habe ich Kino auf morgen verschoben und gesagt ich bleibe noch zu Hause bei den Kindern. Dann haben wir ein Heimkino aufgebaut und uns erledigt von der Hitze aufs Sofa gegammelt. Da Carol die beiden Jungs kurz darauf mit zu sich genommen hat, haben wir entschieden doch gleich alle zusammen zu grillen. Draußen natürlich, mit Shorts, Top und Flip Flops. Neidisch? :P Mückenstiche habe ich übrigens noch keine, was man von der Sommersaison in Deutschland nicht gerade behaupten kann.
    Bevor aber der Grill angeschmissen wurde, bin ich mit den Kindern noch um und durch das Haus gerannt, um uns mit diesen Nerf Pistolen abzuschießen. Das tut zum Glück nicht weh, die vier treffen nämlich ganz gut und Finley ist nicht so eine große Zielscheibe.
    Bei der Familie war ich ja jetzt schon öfter, eigentlich essen wir jedes Wochenende da, aber das Haus ist immer wieder ein Erlebnis. Der Vater sammelt Antiquitäten, auch ein paar sehr seltsame, davon steht alles voll. Aber man kann sich super mit ihnen unterhalten und diesmal war unser Gesprächsthema Asiaten und Weihnachten.
    Asiaten deswegen, weil ihr koreanischer Austauschschüler heute nach 9 Monaten ausgezogen ist. Und beide Parteien waren froh darüber. Das Problem ist, und ich kenne es nur zu gut von meiner Schule, dass die Chinesen und ihre Kollegen sich kein bisschen integrieren und noch viel weniger für das Land und die Leute interessieren. Mich interessiert ja ihre Kultur, aber das ist ein einseitiges Interesse, deshalb entwickelt sich einfach kein Gespräch. Ich will das ja nicht verallgemeinern, aber die nehmen an keinen Ausflügen teil und Gasteltern haben sich schon beschwert, dass ihr Schüler bis 2 Uhr morgens am Computer hängen, das ganze Internet für Skypegespräche etc. verbrauchen und vor Allem nie aus dem Haus gehen. Die Erfahrung haben auch Carol und ihr Mann gemacht, denn der Schüler hat sich erstens nie mit ihnen unterhalten, zweitens das Essen offensichtlich abgelehnt und sich nur chinesische Sachen aus dem chinesischen Supermarkt geholt, sich nie bedankt, sich nach der Schule direkt in sein Zimmer zurückgezogen, alles abgedunkelt, Vorhänge zu, Fenster zu, nie Freunde mit nach Hause gebracht, noch etwas unternommen. Am Schluss wussten sie garnicht mehr ob er zu Hause ist oder nicht, weil sie ihn nie gesehen haben und mussten zwangsweise bei ihm lüften, weil man so na nicht leben kann. Es gibt genau 1 Person aus dem asiatischen Raum mit der ich mich in der Schule unterhalte und die kommt aus Taiwan und ist auch schon total genervt von den Chinesen. Das soll echt nicht böse klingen oder so, aber ich habe mich noch nie mit diesem Thema auseinander gesetzt und das ist was ich dabei traurigerweise festgestellt habe. Jedenfalls bekommen sie ab Januar eine 15-jährige Deutsche, die ein halbes Jahr auf eine Highschool gehen wird und da sind sie mal gespannt.
    Unser zweites Thema war dann schließlich Weihnachten. Große Pläne hat hier niemand, weil die meisten nur Verwandtschaft overseas haben und um die jedes Jahr zu besuchen muss man schon im Lotte gewonnen haben. Das ist natürlich ein Nachteil für viele Familien hier, wenn man in Neuseeland und Australien alles gesehen hat, sind alle anderen Ziele ein teurer Spaß, weil es absolut keine Alternative zum Fliegen gibt. Deshalb reisen die meisten jährlich die Coromandel entlang, über Rotorua und Taupo und campen dort. Das ist Kiwi-Urlaub, und ich bin sicher der Grill ist auch dabei. Deswegen ist an Weihnachten Auckland meistens wie leer gefegt. Ansonsten wird ja Boxing Day, also der 1.Weihnachtstag und nicht Heiligabend gefeiert. Wir werden dann campen gehen, aber dazu an Weihnachten mehr.
    Außerdem haben die Eltern sich über die hohen Packetpreise geärgert. Eine Postkarte kostet ja schon $2,40. Das Problem ist, man kauft ein Geschenk für $20, muss schon darauf achten, dass es nicht viel wiegt und dann kostet das Päckchen nochmal $20. Dann ist es sinnvoller $40 zu überweisen, sodass die Person sich davon ein größeres Geschenk kaufen kann. Das sind Dinge, mit denen ich mich bisher noch nie beschäftigen musste, aber die Menschen hier habens echt schwer mit den Geschenken und der Post. Ich muss mir auch noch was gutes überlegen, wie ich meine Souvenirs, mein Übergepäck und meine Winterklamotten einigermaßen günstig nach Deutschland schicke..
    Allgemein war es wieder ein sehr später, aber sehr schöner Abend. Von Haloumi Käse kriege ich nicht genug, aber weitere Barbecues werden wöchentlich folgen:))

    Photos & Videos

    Comments

  • 24Nov 2013

    61 Christmasshopping und Catching Fire 11/24/2013 New Zealand —

    Botany Downs, Auckland, New Zealand

    Description

    Ach ist das schön von Sonnenstrahlen geweckt zu werden:) Da hat man gleich gute Laune und will raus dem Bett rein in die Shorts und ne Runde Sonne tanken. Das habe ich damit kombiniert meinen Stapel Postkarten abzuarbeiten... die Weihnachtspost ist verschickt, hoffen wir, dass sie auch vor mir ankommt. Checkt eure Briefkästen mal ab der nächsten Woche, ich habe extra einen Aufkleber draufgemacht, dass es schneller geht.
    Und ansonsten ruft so ein lazy Sonntag nach Botany, wann immer man nicht weiß was man machen soll, ist das die beste Lösung. Rapha und ich wurden auch fündig, ich meinerseits habe ein paar Weihnachtsgeschenke für meine Familie back in Germany und ein paar Sommerklamotten gekauft ;) So langsam traue ich mich das jetzt. Währenddessen hat Rapha ihren Handyanbieter gewechselt. Von 2degrees zu vodafone. Das mache ich auch ab Januar, denn dann reise ich auf die Südinsel und hätte gerne Empfang, was mit 2degrees außerhalb Aucklands noch nicht wirklich erfolgreich war. Aber jetzt gerade haben sie ein Weihnachtsangebot, sodass ich bei meinem nächsten Top-up von $20 die doppelte Leistung bekomme, also 1GB Internet und 180 Freiminuten, was doch ganz gut klingt.
    Eigentlich sind wir aber nach Botany gefahren, um ins Kino zu gehen. The Hunger Games - Catching Fire (Tribute von Panem) sind ja gerade rausgekommen und das darf man natürlich nicht verpassen. Aber wir zwei waren wieder ganz raffiniert und sind davor bei Nando's essen gegangen, weil man dann das Ticket für $12 statt $15 kriegt. Und wir hatten sowieso Hunger auf Pita und Pommes.. Um 6 haben wir dann unsere Karten für den X-treme Screen, der extrem riesig war. Das war mal ein Erlebnis, noch dazu weil der Film extrem gut war. Und gut besucht sowieso. Viele sagen sogar er war besser als das Buch, aber das habe ich ja nicht gelesen und ich werde es mir nicht kaufen, weil Finley es mir zu Weihnachten schenken will. Das hat er mir jetzt schon ganz oft gesagt, mal sehen was draus wird.
    Da von Botany nicht gerade eine gute Busverbindung um halb 9 abends besteht, hat Rapha mich freundlicherweise heimgefahren. Und auf dem Weg haben wir doch tatsächlich eine Kamera unter der Ampel entdeckt, die ein nettes Filmchen dreht, wenn man über gelb fährt. Auch das noch...

    Comments

  • 25Nov 2013

    62 Das Demi AuPair Programm, 1 11/25/2013

     

    Description

    Die Organisation

    Heute beginne ich meine letzte Schulwoche :O Ich kann es noch garnicht glauben, die 12, mit der Einführungswoche 13, Wochen sind so schnell vorbeigegangen. Zeit für ein kleines Resume über das Au Pair Programm meinerseits.
    Es gibt nicht die perfekte Au-Pair Organisation. Dessen bin ich mir jetzt bewusst geworden. Jede Institution hat ihre Vor- und Nachteile und entweder man kann damit leben oder nicht.
    Ich kann es sehr gut, denn ich bin super zufrieden. Aber trotzdem kriege ich ja mit welche Probleme andere haben und dank Milena weiß ich auch was hinter den Kulissen läuft. Also stelle ich mal für alle die sich auch als AuPair versuchen möchten, eine relativ neutrale Übersicht zusammen.
    Ich habe mich mit iST (Internationale Sprach- und Studienreisen GmbH) beworben. Die meisten anderen sind mit Step In hier. Da das aber alles bei Cathy zusammenläuft, die hier vor Ort für die Vermittlung der AuPairs aller dieser Organisationen verantwortlich ist, macht jeder die gleichen Erfahrungen. Die einzigen geringen Unterschiede, wie ich festgestellt habe, sind folgende: Bei StepIn steht Christchurch auch zur Wahl, bei iST nicht. Ich habe allerdings auch lange überlegt, ob ich lieber nach Australien oder Neuseeland gehen möchte. Doch letzten Endes kann man Neuseeland einfacher bereisen. Es ist nicht so riesig wie Australien, die Abstände zwischen den Städten sind kleiner, das heißt man ist nicht zwangsweise an ein Auto gebunden, die Hostels und Transportwege sind auf Backpacker ausgelegt, es gibt keine gefährlichen Tiere, es ist nicht so heiß, es gibt mehr Kultur (Maori) und vor Allem leben hier so wunderbare Menschen. Dazu kommt, dass man in Australien nur in Perth hätte leben können, und dort, an der Westküste, gibt es nun wirklich gar nichts zu sehen.
    Dahingegen musste ich bei meiner Organisation mehr Nachweise bringen, dass ich als AuPair qualifiziert bin. So habe ich einen Erste-Hilfe-Kurs, einen Erste-Hilfe-Kurs am Kind und einen Babysitterkurs gemacht, was bei anderen nicht erforderlich war und als wir hier ankamen, gab es erstmal Einweisungen in die Erste Hilfe, da habe ich mich ein bisschen veräppelt gefühlt. Aber naja, doppelt hält besser. Außerdem bieten alle Organisationen unterschiedliche Starttermine an, obwohl die Schule selbst sagt, dass man jederzeit beginnen kann. Und bei iST war 3 Monate vor Beginn Bewerbungsschluss, bei Step In kann man auch spontan einen Monat vorher die Anmeldung ausfüllen. Und, ganz wichtig für alle mutigen Jungs, bei StepIn sind auch männliche Bewerber zugelassen, hier sind ja gerade zwei. Das sind eigentlich ein paar mehr Pluspunkte für StepIn so gesehen. Dennoch wurde ich mit vielen Unterlagen und Hilfemöglichkeiten ausgestattet, sodass ich mich bei Reiseantritt informiert und sicher gefühlt habe und in der Schule hatten wir eine Einführungswoche, aber auch nur weil wir so eine große Gruppe waren, in der wir nützliche Infos über Verkehrsmittel, Verkehrsregeln, Gesetze, Gewohnheiten, SIM-Karten, Bankkontos etc. erhalten haben.
    Die Zusage für die Familie bekommen alle erst 1-2 Wochen vor Reiseantritt. Wenn bis zur Ankunft keine gefunden wurde, kommt man aber auf jeden Fall in einer Gastfamilie unter. Aber im Herbst gibt es generell die meisten Bewerber, weil sie alle nach dem Abitur kommen und ich bin froh, dass mit mir noch 7 neue angefangen haben, denn so hat man von vornherein Bezugspersonen und Leute mit gleichen Interessen.

    Comments

  • 26Nov 2013

    63 Das Demi AuPair Programm, 2 11/26/2013

     

    Description

    Die Familien

    Jedenfalls ist es eine 50/50 Chance ob die Familie passt oder nicht. Bei mir war es ja von vorne herein eingeschränkt, da ich Vegetarierin bin. Da kommen nur die indischen Familien oder eben meine Gastgeber zur Auswahl. Dann muss man natürlich abwarten, wie die Kinder erzogen sind. Manchmal sind 4 weniger anstrengend als 1 oder 2, wenn man ihnen den ganzen Tag nur hinterherräumt oder sie sich zanken.
    Das ist bei mir schonmal nicht der Fall, da bin ich ziemlich erleichtert. Honey ist selbstständig genug und weiß wann sie was zu tun hat und wenn ich Finley sage er soll sich fertigmachen, gibt es auch keine Widerrede. Dennoch gibt es eine Sache, die sie noch nicht beherrschen: Ihre Sachen wegräumen. Ich glaube sie haben noch nie eine Spülmaschine von innen gesehen, geschweige denn einen Spüllappen in der Hand gehalten. Finley lässt auch gerne den Kühlschrank und die Milch offen stehen. Aber ich nehme ihm das nicht übel. Er ist ja so klein und schwach und egal was er braucht, er muss immer den Hocker zur Hilfe nehmen. Die Mikrowelle stellt dann eine echte Herausforderung dar, weil die Tasse meistens hinten stehen bleibt und dann muss er die ganze Platte zu sich drehen, was eigentlich so nicht vorgesehen ist, weshalb sie jedes mal aus der Halterung springt. Aber das ist bei den anderen Familien auch so. Extremer wird es dann, wenn eine AuPair ein Glas Wasser für das Kind holen soll, wie es bei Stefanies Prinzessin der Fall ist. Manche fühlen sich deswegen ein bisschen wie Bedienstete, aber so sehe ich das nicht und Barry bedankt sich auch immer überschwänglich.
    Doch das schwerste ist, sich nicht in die Erziehung einzumischen. Als alleinerziehender Vater meistert Barry das alles klasse, aber so Kleinigkeiten stören einen dann doch. Zum Beispiel würde ich den Kindern keinen Nachtisch geben, bevor sie ihr Essen aufgegessen haben oder ihre Brote aus der Schule, da ärgere ich jedes mal wenn ich die Hälfte wegschmeiße. Auch würde ich die Kinder ganz einfach unter der Woche nicht an den Computer lassen, denn Finley ist schon ein bisschen abhängig von Minecraft. Und ein bisschen mehr im Haushalt helfen könnten sie auch, ich habe in dem Alter auch mein Schulbrot selbst geschmiert und den Teller weggeräumt.
    Noch viel mehr wundert es mich, dass ich die Kinder überhaupt zur Schule bringen muss, doch das hängt mit dem Gesetz zusammen. Bis zum 14. Lebensjahr müssen die Schulkinder begleitet werden, völlig unnötig meines Erachtens, wo sie auch die 15 Minuten mit Kindern aus der Nachbarschaft laufen könnten. Doch hier gibt es nicht so einen großen Zusammenhalt in der Nachbarschaft, ich kenne unsere Nachbarn nicht mal. Das sind Dinge, die man einfach in Kauf nehmen muss, andere Kultur, andere Sitten.
    Noch komplizierter wird es aber manchmal, wenn Alice, die Mutter auftaucht. Ab und zu kriege ich mit, dass sie den Kindern viel Süßes kauft und Dinge erlaubt, die der Vater verbietet. Das finde ich unmöglich, aber sie sagt 'ihr Haus, ihre Regeln'. Ich mag sie zwar sehr, aber vielleicht ist es doch besser, dass nur ein Elternteil zu Hause ist. Denn bei manchen anderen Familien kommt das täglich vor. Mal hilft der Vater gar nicht mit, kommt nachts nach Hause, schaut Fernsehen und trinkt ein Bier oder der eine erlaubt etwas, der andere verbietet es, dann muss man als AuPair mal die richtige Entscheidung treffen. Einmal hat Melanies Gastvater sie auch angemeckert, warum sie denn nicht auch eine Tomate für ihn aufgeschnitten hat, wo sie für die Familie Bohnen gekocht hat und nur selbst keine Bohnen mag. Darüber hatten sie dann eine ziemlich lange Diskussion, bis Melanie ihn daran erinnert hat, dass dieses Gespräch über eine Tomate geführt wird...

    Solche Erfahrungen habe ich zum Glück nicht gemacht und mich gleich als Familienmitglied, nicht als Gast oder Bedienstete gefühlt. Da hatte ich wahrlich Glück. Es kommt mir so vor, als wäre ich wie eine große Schwester für Honey und Finley. Es ist schön für sie, dass immer jemand da ist zum spielen, erzählen oder einfach nur, dass sie nicht alleine sind. Manchmal nennt Honey mich 'Mami' und Finley sagt immer ,Harrison' zu mir. Ich glaube Kinder verstehen nicht so ganz was eine AuPair ist. Man ist zwar erwachsen, aber noch nicht so alt sie Mami und Papi. Deshalb nimmt man, wenn es gut läuft, die Rolle eines Familienmitgliedes, einer Schwester, einer Freundin ein oder, wenn es weniger gut läuft, die eines Gastes. Und weil ich mich so wohl fühle, habe ich auch die ganzen Positiven Aspekte kennengelernt. Am meisten Englisch lernt man nun mal definitiv in der Familie, nicht in der Schule oder auf der Straße. Die Kinder reden ja nicht extra langsam und deutlich, deshalb muss man sich dem anpassen. Noch dazu habe ich die Sitten, Essensgewohnheiten und Feste kennengelernt, die doch sehr unterschiedlich zu Deutschland sind. Dafür bin ich unglaublich dankbar und auch, dass ich Kontakt zu vielen befreundeten Familien habe, da fühlt man sich als Teil der Gesellschaft. Allgemein ist es schön ein zu Hause zu haben, zu dem man immer zurück kommen kann und einfach mal einen Tag entspannt. Zudem ist es auch billiger, ich habe ja absolut keine Ausgaben für die Unterkunft, Verpflegung oder Strom/Wasser/Internet. Nicht zu vernachlässigen, ich fahre hier jeden Tag Auto, mehr als in Deutschland, zwar auf der falschen Seite, aber die Fahrpraxis kriegt man trotzdem. Das Wichtigste für mich ist aber, dass ich hier LEBE. Einige AuPairs weigern sich strikt dagegen, Geld für Kino, Bars, Essen gehen oder Konzerte/Veranstaltungen auszugeben. Doch gerade das ist für mich absolut von Wert, denn so gammelt man nicht den ganzen Tag rum und wartet bis zu dem Abschnitt wo man anfängt zu reisen, sondern man geht aus, lernt Leute kennen, sieht was von der Stadt in der man lebt, und kann sagen, ich war kein Tourist, ich habe hier gewohnt und gelebt wie jeder andere auch.

    Bezahlung:
    Unser Gehalt beträgt $60 wöchentlich. Das ist nicht viel, aber wir sind ja nur halbtags Au Pairs mit einer 20-Stunden-Woche. Ich finde das für die leichte Arbeit die ich habe völlig ok, aber es gibt einige die deutlich mehr als diese vorgegebene Stundenanzahl arbeiten, besonders wenn sie am Wochenende auf die Kinder aufpassen. Natürlich sollte man nicht anfangen die Stunden zu zählen, denn dann tut das die Familie auch und manchmal ist abends Tisch abräumen für uns Arbeit, in den Augen der Familie aber nicht. Dennoch wenn sich jemand ausgebeutet fühlt, hat man auch allen Grund das zu sagen und die Familie zu wechseln.
    Im Grunde ist das auch nur ein Taschengeld, dass uns den Alltag hier finanzieren soll. Schließlich gehe ich auch mal abends aus oder ins Kino etc. . Doch diese Woche kam eine AuPair an, die mir erklärt hat, dass sie von den $60 die Woche die komplette Reise finanzieren will. Sie hat nur 200€ aus Deutschland dabei und vorgesehen und hat bisher noch nichts unternommen und will auch nicht so viel machen. Das ist ihr das Geld nicht wert. Kinder, bitte tut das nicht. Seid nicht so naiv. Für mich ist das ein Lebenstraum für den ich gespart habe und dann begegne ich so Menschen, die hier von Mami und Papi hergeschickt wurden, an nichts interessiert sind und das alles gar nicht würdigen.

    Ich will aber auf keinen Fall jemandem abraten sich mal als AuPair zu versuchen. Ich hatte davor auch nicht so viel Erfahrung und war ein bisschen nervös, aber es klappt so unglaublich gut, das hätte ich nie erwartet. Ein zweites Mal würde ich es wahrscheinlich nicht machen, denn ich hatte schon so viel Glück mit der Familie, dass ich sie immer automatisch vergleichen werde. Das tun die Kinder allerdings auch, wenn man nicht die erste AuPair ist, sagen sie natürlich 'Die Anna hats aber erlaubt'... Da muss man einfach Persönlichkeit zeigen und dann haben sie dich genau so lieb. Außerdem kann ich sie immer besuchen kommen und wer weiß, vielleicht mache ich das ja tatsächlich eines Tages nochmal:)

    Comments

  • 27Nov 2013

    64 Das Demi AuPair Programm, 3 11/27/2013

     

    Description

    Die Schule

    Teil des Demi AuPair Programmes ist es, entweder 12 oder 24 Wochen in eine Sprachschule zu gehen. Es ist eine 15-Stunden-Woche, und sorgt für sinnvolle Beschäftigung im Morgen, wenn auch die Kinder die Schulbank drücken.
    Die Schule ist sehr klein und leider nicht so international. Das liegt daran, dass der Sitz von Campbell in Wellington ist, wo es auch über 150 Schüler aus allen Ländern der Welt und mit einer großen Altersspanne gibt. Ich habe mich gegen Wellington entschieden, weil es da immer sehr windig und kalt ist und ich von Auckland wie ich finde einfacher reisen kann. Diese Entscheidung bereue ich auch keineswegs, aber bei uns gibt es wirklich nur Deutsche im Alter von 18/19 und Chinesen im Alter von 13-18. Da redet man nunmal nicht viel Englisch und logisch bilden sich da Gruppen. Für alle über 21 würde ich auch dringend empfehlen nach Wellington zu gehen, denn sonst fühlt ihr euch hier verloren. Ich bin eigentlich der Meinung, dass man mal einen Schlusspunkt setzen und nur noch andere Nationalitäten zulassen sollte.
    Dennoch war es für mich definitiv besser dieses Demi Au Pair Programm mit Schule zu wählen, da ich so nunmal Leute in meinem Alter kennengelernt habe, mit denen ich meine Freizeit verbringe. Und zusätzlich kann ich mich so auf das CAE vorbereiten, das ich ohne den Unterricht wohlmöglich nicht schaffen würde. Es ist einfach sehr speziell und breitgefächert, deswegen muss man über manche Dinge einfach informiert werden, die man so alleine nicht wüsste. Richelle ist eine tolle Lehrerin und Iris, sie und ich haben uns wöchentlich zusammengesetzt, um den Speaking Part gemeinsam zu üben. Wer allerdings nicht vorhat eine Prüfung abzulegen, dem rate ich wenn überhaupt die 3 Monate Schule und nicht 6 zu wählen. Man kann seine Schulzeit immer verlängern, aber nicht verkürzen, denn da bekommt man, wenn man es nicht innerhalb der ersten beiden Wochen bekannt gibt, sein Geld eher nicht zurück.
    Einen Punkt muss ich an der Stelle dennoch loswerden: Die Direktorin ist, naja, sehr geizig, kleinkariert und auf Geld aus. Nassah, der jetzt unglücklicherweise sofort nach Dubai zurückmuss, weil er zur Army geht, kriegt die $3000 für die restlichen Schulmonate nicht zurück, da würde ich knallhart klagen. Und Iris wollte einen Schultag, der ihr zustände, weil sie reist, nicht hintendranhängen, weshalb sie dafür auch nicht zahlen will. Die Direktorin hat dann diese $50 in Bar angefordert und gesagt es sei ihr egal ob sie kommt oder nicht aber zahlen muss sie. Ich denke, ihr ist noch nicht ganz aufgegangen, dass wir die Kunden sind und man so Kunden vergrault.
    Tatsächlich habe ich gerade eben einen Fragebogen zu meiner Schulzeit ausgefüllt und sowohl Positives anerkannt, als auch Kritik angegeben, wie der Mangel an Mulitnationalität, die Veröffentlichung von facebook Bildern ohne meine Genehmigung und die langen Freitagversammlungen, in denen die Schule in ein gutes Licht gestellt werden soll und eisbrechende Witze erzählt werden. Aber Richelle und ihr Unterricht stellt all das in den Schatten, sie war nicht nur eine geniale Lehrerin, sondern auch eine Bezugsperson und Freundin.

    Betreuung:
    Cathy ist nett und Cathy fragt wie wir mit unseren Familien klarkommen und bei Problemen bespricht sie diese mit ihnen ohne uns dabei an den Pranger zu stellen.
    ABER, hier ist so einiges vorgefallen, was ich euch nicht verschweigen will.
    1. Da war Daniela. Daniela hat mehr als 20 Stunden die Woche gearbeitet. Sie hat ihre Gastmutter darauf angesprochen und diese hat Daniela daraufhin rausgeschmissen. Daniela war völlig aufgelöst und hat sich daran erinnert, dass uns ein 24h-Notfall-Telefon zusteht. Also hat sie Cathy angerufen. Cathy hat geantwortet wir besprechen das morgen. Daniela hat ihre Sachen gepackt und ist ins nächste Hotel gegangen. Die Schule wollte ihr das Geld für diese Übernachtung und die zwei folgenden Wochen in einer Homestay-Familie nicht zurückzahlen. Also hat sie bei der Organisation in Deutschland angerufen und die haben ihr das Geld gegeben,
    2. Vanessa hat 2 Monate in einem sehr dreckigen Haus mit zwei Hunden gewohnt. Im Nachhinein weiß sie nicht wie sie es dort so lange ausgehalten hat. In der Küche waren Ratten und Mäuse und die Gastmutter hat verschimmeltes Fleisch serviert. Sie ist wohl sehr herrisch und fordernd und wollte Vanessa nicht ihr Gehalt geben, weil diese an einem Tag in der Woche verreist war. Das hat sie sich nicht gefallen lassen und wurde daraufhin ebenfalls rausgeschmissen. Sie ist dann bei Caroline eingezogen, aber diese Geschichte sollte noch tragisch werden. Wie sich herausgestellt hat, hat Cathy nie einen Blick in dieses Haus geworfen. Auf den ersten Blick scheint die Gastmutter auch freundlich und das Haus groß zu sein, aber auf den zweiten Blick ist das ein Dreckstall. Zu allem Übel kommt dann Karen, die Direktorin, am nächsten Tag zu Vanessa und sagt sie soll sich bei ihrer Gastfamilie entschuldigen, weil sie diese im Programm behalten wollen, da es nicht genug Familien gibt. Falsch, meines Erachtens gibt es in diesem Fall zu viele Au Pairs, also sollte man da einen Riegel vorschieben und nicht mehr AuPairs aufnehmen als es Familien gibt. Vanessa hat sich geweigert sich zu entschuldigen, das wäre auch irgendwie entwürdigend. Daraufhin wurde eine extra Versammlung einberufen und uns wurde mitgeteilt, dass nun eine neue Aupair in Vanessas Familie kommt und wir dieser nichts über das "Communication Problem", ich muss doch sehr bitten, erzählen dürfen, weil sie sich erstmal selbst eine Meinung bilden sollen dürfe. Annika kam an, hat sich ihre Meinung gebildet und zog nach einer Woche wenig überraschend aus.
    Warum ich diese Geschichten erzähle? Nicht um euch Angst zu machen oder abzuraten es als AuPair zu versuchen. Es gibt immer ein gewisses Risiko oder ungeahnte Entwicklungen. Vielmehr spreche ich hiermit die Organisationen an. Ich glaube zwar nicht, dass eine von ihnen über meinen Bericht stolpert, aber falls doch, möchte ich nur kurz sagen: Hier sind junge Erwachsene, die gerade mit der Schule fertig sind und sich auf das Abenteuer ihres Lebens freuen. Es kostet viel Überwindung um den halben Globus zu fliegen in eine neue Kultur und ganz auf sich alleine gestellt zu sein.


    Was heißt das jetzt im Großen und Ganzen?
    Im Großen und Ganzen ist das Demi AuPair Programm eine sehr gute Mischung aus Schule, Arbeit und Freizeit.
    Die Schule ist für diejenigen wichtig, die ein Examen ablegen möchten, schnell neue Leute kennen lernen wollen oder einfach ihr Englisch auf einen höheren Standard zu bringen hoffen. Wer das nicht will, dem empfehle ich sich bei einem normalen AuPair Programm zu bewerben, denn diese haben manchmal tatsächlich die gleiche Anzahl an Arbeitsstunden in der Woche und werden 4mal so hoch entlohnt.
    Der Vorteil als Demi Pair ist, dass man üblicherweise die Wochenenden frei bekommt und eben nur morgens und nachmittags/abends arbeiten muss. An den Wochenenden kann man so immer verreisen und auch mal flexibel einen anderen freien Wochentag rausschlagen. Zudem habe ich jetzt viel Freizeit, wenn ich meine Schule beende und kann mir so noch einen Nebenjob suchen.
    Ich sage also top, und sehe über die Minuspunkte hinweg, denn bei mir läuft alles bestens.

    Comments

  • 28Nov 2013

    65 Das Demi AuPair Programm, 4 11/28/2013

     

    Description

    Checkliste

    1. Überlege dir, ob AuPair das richtige für dich ist. Man sollte aufgeschlossen sein, mit Kindern umgehen können, eine Autoritätsperson sein wenn es drauf ankommt, leichte Hausarbeit bestreiten können und zuverlässig sein. Vor Allem aber ist es wichtig, in gewisser Weise ein Vorbild darzustellen. Man ist ein Teil des Lebens der Kinder, sie schauen zu dir auf und möchten vielleicht so sein wie du. Deshalb sollte man sich vielleicht mal zurückstellen und schauen was für die Familie am Besten ist.
    2. Die richtige Organisation finden. Infos dazu gibt es auf Messen, im Internet oder in Zeitschriften. Ich habe mir viele Rezensionen durchgelesen und Bekannte gefragt, bevor ich mich für iST entschieden habe.
    3. Das richtige Land aussuchen. Zuerst einmal sollte man natürlich ein Land wählen, dessen Sprache man beherrscht. Dann würde ich persönlich einen Ort wählen, an den man nicht so schnell und für so einen langen Zeitraum nochmal hinkommt, denn nach England kann ich zum Beispiel immer nochmal in den Ferien fliegen. Ganz entscheidend für mich war auch, dass es weit weg ist. Ich glaube, wenn man in nicht zu großer Entfernung von zu Hause lebt, ist die Versuchung groß, mal über Weihnachten oder bei dem kleinsten Problem nach Hause zu fliegen und sich dann nochmal aufzuraffen, fällt gewiss schwer.
    4. Sobald man sich für das Programm angemeldet hat, kommen genauere Infos, welche Nachweise man bringen muss. Den internationalen Führerschein oder das polizeiliche Führungszeugnis zu beantragen, kann eine ganze Weile dauern, deshalb früh genug darum kümmern und wer direkt nach dem Abi loswill, sollte sich schon vor der intensiven Lernphase vorbereitet haben.
    5. Work'n'Holiday Visum beantragen, Flug buchen, Papierkram erledigen, Verträge kündigen, Packliste erstellen, Geld umtauschen, jemandem die Vollmacht für das Konto übertragen, sich über spezielle Impfungen/Krankheiten informieren, Adapter kaufen, Kopien von deutschen Rezepten mitnehmen (die Kinder lieben alles mit Kartoffeln) ...
    6. Nicht wundern oder durchdrehen, wenn bis zu 1 oder 2 Wochen vor Abreise noch keine passende Familie gefunden wurde. Das ist normal.
    7. Nochmal alle Freunde, Verwandten und Bekannten besuchen/treffen und viel Neid abstauben;)
    8. Rechtzeitig mit dem Koffer packen beginnen. Es ist verdammt schwer, für ein halbes oder ganzes Jahr zu packen, noch dazu wenn man sowohl warme als auch dünnere Kleidung braucht. Vor Allem aber ist es wichtig das Gepäcklimit einzuhalten, im Notfall bleiben Shampoo und Co. zu Hause und man kauft sie sich sobald man angekommen ist. Im Notfall einen Koffer mit Taschentuchpäckchen füllen, die gibts hier nämlich nicht und sie wigene nicht viel. Ganz wichtig ist es auch die Einreisebestimmungen zu lesen. So musste ich alle Schuhe gründlich reinigen, weil der Zoll Krankheitserreger/Bakterien was auch immer in dem Dreck der in der Sohle hängt befürchtet. Und Süßigkeiten, bezüglich der Gastgeschenke, darf man auch nicht einführen. Zusätzlich muss man ein Rückflugticket und einen Mindestkontobetrag vorweisen.Außerdem habe ich Kopien von allen meinen Papieren gemacht, mir wichtige Nummern etc. aufgeschrieben und eine Zahnbürste für den langen Flug eingesteckt.
    9. Blog erstellen. Die beste Möglichkeit all die schönen Erlebnisse für sich und die Freunde festzuhalten. Ich habe auch lange überlegt, auf welcher Seite ich einen Blog erstellen möchte, ein bisschen Vorbereitung sollte man dafür auch einplanen.
    10. 24 Stunden vorher einchecken und Sitzplatz, Mahlzeit wählen. Letzteres war bei mir schon direkt bei der Buchung möglich, aber das hängt von der Fluggesellschaft ab. So habe ich das vegetarische Essen genommen und für den Nachtflug von Frankfurt nach Dubai (6h) saß ich am Fenster um mich zur Schlafenszeit anlehnen zu können. Für den 18-stündigen Flug danach habe ich dann lieber einen Gangplatz gewählt, sodass ich jederzeit an meinen Rucksack kann und schnell aufs Klo kann.
    11. Zum Abschied am Flughafen ein paar Tränen vergießen, sowie alle anderen in der Schlange auch und auf das Abenteuer, von dem man sein Leben lang erzählen kann, freuen.
    12. Den best buddy im Flugzeug treffen (Raphaela), auf das Macklemore Konzert gehen und auf die Fidschi Inseln fliegen.
    13. Auch wenn es die seltsamste Situation (awkward!!) meines Lebens war, meiner neuen Familie für das nächste halbe Jahr todmüde am Flughafen zu begegnen, habe ich mir Mühe gegeben interessiert und aufgeschlossen zu wirken. Der erste Eindruck zählt, aber das trifft nicht auf das Haus zu. Meines erschien mir klein und eng als ich angekommen sind, einfach anders als in Deutschland. Doch sobald ich mich mit der Familie so gut verstanden habe, wurde es zum sichersten Ort in Auckland für mich und ich würde es nicht in tausend Jahren gegen eine Luxusvilla eintauschen, wenn ich dafür meine Familie wechseln müsste.

    Ich hoffe ich konnte den ein oder anderen überzeugen, ein Auslandsjahr einzulegen. Am Anfang hatte ich auch ein paar Zweifel, ob ich wirklich erst mit 19/20 anfangen soll zu studieren, aber sobald ich mich mit der Reise beschäftigt und mir Reiseführer gekauft habe, konnte ich es nicht mehr abwarten. Und hier bin ich nun, in dem aufregendsten und einzigartigstem Jahr meines Lebens. Wen interessiert schon ob ich 40 oder 41 Jahre gearbeitet habe, so eine Chance ergibt sich nie wieder und ich habe auf der Reise mich selbst gefunden. Klingt kitschig, aber war. Die Welt ist zu schön, um sie nicht gesehen zu haben und meine Motivation es zum Auswärtigen Amt zu schaffen ist größer denn je, ein Traum vom Reisen, von dem ich nie aufwachen will.

    Go out there and live your life..
    Xxx Julia

    Comments

  • 29Nov 2013

    66 Letzter Schultag und Wochenrückblick 11/29/2013

     

    Description

    Am Montag habe ich mir einen Adventskalender gekauft. Es gab leider keine für Erwachsene aber Hauptsache jeden Tag ein Türchen öffnen und Schokolade schnell essen, bevor sie schmilzt.
    Am Dienstag kam Rapha vorbei und hat eine Überraschung verkündet...es ist einfach zu gut um wahr zu sein...soviel verrate ich: Es geht in den Urlaub :))
    Am Mittwoch hat Barry bestätigt, dass wir nicht umziehen. Dieses Thema stand jetzt länger zur Debatte, aber er hat einen Schlussstrich gezogen, weil es doch zu teuer ist. Eigentlich ging er davon aus, dass die Besitzerin des jetzigen Hauses im März zurückkommt, dann hätte er sowieso eine Alternative gebraucht. Eine befreundete Familie zieht nämlich bald nach Amerika oder so, und möchte ihr Haus bis sie zurückkommen vermieten. Sie hätten es gerne meiner Gastfamilie gegeben, weil wir dann auch auf die Katze hätten aufpassen können. Doch es ist etwas zu groß und noch dazu zu teuer, außerdem lebt Barry gerne in Howick. Und der Landlord, also Vermieter, hat jetzt bestätigt, dass die Dame erstmal nach Boston zieht und noch nicht zurückkommt. Deshalb bleiben wir wohl hier.

    Gestern waren wir zum Abschluss mit der Klasse in Olaf's Bakery in Mount Eden essen. Ich war seit langem nicht mehr so satt wie von dem Brot, das es dort gab. Es braucht wahrlich nur Brot und Wasser (ohne Chlor) um mich nach 3 Monaten im Ausland glücklich zu machen. Und Richelle hat am nächsten Tag gestanden, dass sie noch nie so gesättigt war, wie nach dieser Stulle und den ganzen Tag keinen Hunger mehr verspürt hat, ja das gute alte Bauernbrot. Ich habe dann auch eins für $7 mitgenommen, und seit dem steht auf meinem Speiseplan nur noch Brot mit Butter, der Käse ist dann doch etwas zu teuer. Und weil ich mein Brot ganz christlich teile, kam Rapha vorbei und zusammen mit Barry haben wir Reis, Curry und Brot gegessen, yummie. Dann ging er einkaufen und wir haben etwas sehr verrücktes gemacht. Ich habe ja schon ein bisschen gespoilert, aber ich kann einfach nicht dicht halten. Haltet die Luft an: Wir fliegen nach Fidschi!!!!!!!!! :)) Ja da muss ich ein bisschen was zu erklären. Eigentlich stand diese(s)/(r) Flitterwochenziel, Badeparadies, Inseltraum, Katalogurlaub..ihr versteht was ich meine..gar nicht auf meiner To Do Liste, weil, naja, schien mir ein bisschen unrealistisch, dass ich dort auch noch hinkomme. Aber das Schicksal meint es gut mit mir und so hat Raphaelas Gastmutter, die von den Fidschi Inseln stammt, ihren dort sehr einflussreichen Vater angerufen, der dann mal eben ne kostenlose Accomodation für uns klar gemacht hat. http://www.smugglersbeachfiji.com
    Dort werden wir vom 2.-12.03. kostenlos wohnen, also mussten wir nur den Flug buchen und den gabs auch noch im Sonderangebot. Dumm also, wenn wir es nicht gemacht hätten. Da habe ich erstmal einen Freudentanz aufgeführt, ist ja nicht zu fassen. Was sagt ihr dazu?

    Und die Glückssträhne ging heute ununterbrochen weiter. Mein letzter Schultag, yippie. Klar, ein bisschen traurig bin ich auch, aber ich wohne ja noch länger hier und komme die Schule ab und zu besuchen. Außerdem hatte ich jetzt 3 Monate durchgehend Unterricht, ohne Ferien, ich glaube, so einen langen Unterrichtszeitraum gab es in meinen 13 Jahren Schule gar nicht. Ganz entspannen kann ich mich aber noch nicht, denn die große Prüfung steht erst bevor. Morgen habe ich mein mündliches Examen in der Auckland University. 2 Stunden Bus fahren, für 15 Minuten Prüfung und noch dazu ist der Termin um 13 Uhr. Aber wir haben so viel geübt in den letzten Wochen, ich lasse es einfach auf mich zukommen. Nächsten Mittwoch sind dann die anderen 4 Teile, Reading, Writing, Use of English und Listening dran. Klar, da steckt schon viel Druck hinter, schließlich muss man hierfür mehr im fach Englisch beherrschen und lernen als fürs Abi, aber nachdem ich das Zertifikat von meiner Sprachschule in der Hand hielt, das eigentlich überhaupt nichts aussagt, bin ich dann doch froh, etwas handfestes mit nach Hause zu bringen. Mein Zeugnis, das Richelle erstellt hat, ist hingegen überraschend übermäßig gut ausgefallen. Und der persönliche Kommentar, sowie ihre Abschiedsworte waren richtig rührend. Iris, Laura und ich haben ihr auch etwas zum Abschied geschenkt, sie ist einfach eine super Lehrerin. Doch auch aus der anderen Klasse haben 4 Schüler ihren Kurs beendet. Jeder macht irgendwie was anderes. Ein paar reisen direkt los, manche fliegen bald schon heim und andere wiederum, darunter auch ich, bleiben noch eine Weile hier. Über meine Pläne kläre ich euch an einem anderen Tag auf, die haben sich ein bisschen geändert, zum Guten;) Einen Teil davon habe ich euch ja schon verraten. Bis dahin trinkt nicht zu viel Glühwein:P

    Photos & Videos

    Comments

  • 30Nov 2013

    67 CAE Part 1 und Familie Singh 11/30/2013

     

    Description

    Boa das war ein ätzender Start in den Tag. Ich hatte ja keine Ahnung mehr wie lange der Morgen vor einer Prüfung sein kann. Sehr lange. Ich war nicht ganz so nervös wie vor dem Abi, aber doch schon auf einem ähnlichen Niveau, schließlich geht es hier auch um ein Zertifikat, das mein ganzes Leben wichtig ist (was man vom Abi ja nicht gerade behaupten kann)... Da Iris, Theresa, Sophia und ich erst den Termin um 13:00 zugeteilt bekommen haben, bin ich ab 7 Uhr morgens ziellos durchs Haus flaniert. Fürs mündliche Examen kann man sich ja nicht wirklich vorbereiten oder was durchlesen:/ Nachdem 4 Stunden dann abgesessen waren, hab ich mich auf den Weg zum Bus gemacht. Die Prüfungen werden nämlich in der Auckland University abgenommen und die befindet sich in der Innenstadt, direkt neben dem wunderschönen Albert Park..was ist schon eine Uni ohne Park! Im Bus haben wir selbstverständlich nur Englisch gesprochen, das ist das mindeste was wir tun konnten und dann waren wir auch schon 1,5 Stunden später da. Diesmal hatte der Bus einen Grund für die Verspätung, die Santa-Parade. Diese findet jährlich in Howick statt und ist so eine Art Brezelfest (Speyer), bei der sich Vereine präsentieren, Finley ist mit Hapkido mitgelaufen, und auf der Straße gefeiert wird. Das habe ich leider verpasst. Stattdessen habe ich Formulare ausgefüllt und Fotos schießen lassen. Eine Erkenntnis gabs an dem Tag dann doch: Die mysteriöse 5. und 7. Stelle meiner Reisepassnummer ist eine Null, das wurde mir jetzt fachkundig belegt. Darüber wurde lange gerätselt und viele Menschen haben sich den Kopf zerbrochen, aber die Indizien sprechen dafür, dass es sich nicht um ein O, sondern eine 0 handelt. Liebe Behörden, streicht diese Ziffer doch bitte aus dem Repertoire. Es gibt auch viel zu viele Menschen, die das Z nicht von der 2 auseinander halten können, da wird schonmal eine falsche Identität angenommen.
    Wie auch immer, wir durften uns unseren Partner aussuchen und das war nicht nur eine mega Überraschung, sondern hatte auch einen bedeutenden Vorteil. Iris und ich sind ja ein eingespieltes Team, weil wir immer mit Richelle zusammen geübt haben, also war die Freude und Erleichterung natürlich groß. Mit einem etwas besseren Gefühl ging es also in den Prüfungsraum und dort haben uns Julie und ihr Kollege empfangen. Der nette Herr hat nur Notizen gemacht und die Dame hat uns auf den Zahn gefühlt. 15 Minuten dauert das ganze und umfasst 4 Aufgabenbereiche. Zuerst werden uns persönliche Fragen gestellt, das ist noch am einfachsten, wenn ich nicht gerade gefragt werde, ob ich gerne mehr in LDeutschland reisen würde und was gerade im Mittelpunkt meines Lebens steht, interessiert die das wirklich? Im zweiten Teil, der eine endlose Minute dauert, muss man zwei Bilder auf 2 Fragen basierend vergleichen ohne sie zu beschreiben natürlich und dann muss der Partner eine Frage beantworten. Der größte Gegner war nicht wie erwartet die Zeit, sondern die Nervosität, die einem etwas Vokabular raubt, doch es blieb uns noch genug Wortschatz vorhanden. Dann haben wir wieder auf 2 Fragen basierend 6 Bilder verglichen, diesmal zusammen und dafür hatten wir 4 Minuten. Am Schluss wurden uns dann verschieden Fragen zu einem Thema, Berufe und Bezahlung, gestellt, über die wir diskutiert haben. Da war es vor Allem wichtig mit dem Partner zu interagieren. Das wars auch schon wieder, die Ergebnisse gibts im Januar.
    Wie versprochen habe ich mich danach direkt auf den weg zu Rapha gemacht. Ich hab es in den letzten 3 Monaten noch nicht geschafft bei ihr vorbeizuschauen und ihre Mutter, die Monika, fragt schon immer wann ich sie denn mal besuche. Das ist nur fair, schließlich muss ich mich noch persönlich bedanken, dass sie den Fidschi-Urlaub für uns organisiert hat. Dass das Haus der Hammer ist, habe ich ja schon von außen gesehen, aber das Innere war noch eine Nummer eleganter. Jawohl Rapha, ich weiß dass du das ließt, also schätze dich glücklich in diesem weißen Palast mit den bequemsten Sesseln des Jahrhunderts zu wohnen:) Die Nachbarn haben heute auch alle eine große Show für mich aufgezogen. Bei dem einen Haus standen ohnehin schon ein paar edle, darunter auch ein Rennauto, vor der Tür, aber dann kam er mit dem teuersten Schlitten und den breitesten Reifen, den ich bisher in Neuseeland gesehen habe. Ist ja richtig was los in Flatbush. Dann durfte ich Niki und Jaden, die beiden süßen Gastkinder kennenlernen, mit denen wir Schokocrossies gemacht haben. Die Whittakers Schokolade holt da echt noch mal was raus, hmm. Außerdem gabs für mich eine Kostprobe von den indischen Kochkünsten der Mutter, definitiv ein Grund jetzt öfter an der Tür zu klopfen. Super lecker, bis sie uns so ein gefülltes Teilchen gegeben hat, halleluja da waren meine Geschmacksnerven lahmgelegt, so scharf war das. Ein sehr schöner Nachmittag mit Wiederholungsbedarf.
    Abends haben wir uns mit ein paar anderen Leuten in unser Stammbar Basalt getroffen um in Kathis Geburtstag reinzufeiern. Wieder mal gabs alle Softdrinks kostenlos für die Fahrer, aber da sie nicht kontrollieren, ist es für jeden kostenlos. Wir haben dann von unseren Tischnachbarn alle einen Pitcher ausgegeben bekommen, einfach so, aber ich habe mich schnell verabschiedet, weil ich todmüde und 18 Stunden wach war.

    Photos & Videos

    Comments

  • 01Dec 2013

    68 Muriwai Beach Horse Riding und Fairy Falls 12/01/2013 New Zealand —

    Muriwai, New Zealand

    Description

    Advent, Advent die Sonne brennt.

    Wer braucht schon Glühwein, Kekse und Schnee um den Dezember einzuläuten? Das ist doch langweilig. Viel cooler ist es am Strand reiten zu gehen, haben sich Steffi und ich gedacht. Das mach ich jetzt jedes Jahr zur Weihnachtszeit, kann ja nicht schaden ein bisschen Abwechslung reinzubringen. Also haben wir uns um 8 mit Sonnenbrille und Strohhut in Steffis Auto, mit dem sie durch Neuseeland reisen wird, auf den Weg in den Norden gemacht. Nach etwa 1 Stunde mit guter Navigation erreicht man den Muriwai Beach, liegt ja glatt in der Nachbarschaft. Dort haben wir eine 2-stündige Pferdetour durch den Wald und am Strand entlang gebucht. Dazu muss ich sagen: Ich bin noch nie geritten, ich habe wahnsinnigen Respekt vor Pferden und ich laufe jetzt schon wie auf Eiern wenn ich an die Schmerzen danach denke. Steffi ist schon ein paar mal geritten, deshalb hat sie wohl das störrische Pferd zugeteilt bekommen, das immer die Nähe von den anderen Genossen sucht, aber damit nicht so gut ankommt. Ich durfte Mac reiten. Mac war das größte Pferd, mit Abstand. Ich war der größte Mensch dort, mit Abstand. Hätte ich mir ja denken können, dass es so ausgeht. Aber Mac war ein ganz lieber Kerl, d.h. ich weiß gar nicht ob es nicht vielleicht sogar eine Dame war, doch die gute Nachricht vorne weg: Ich bin nicht runtergefallen. Hannah hatte das damals hingekriegt, doch ich genieße die Aussicht lieber von oben. Natürlich wird man eingewiesen, aber ich habe ganz nach dem Prinzip 'Lass das Pferd mal machen' gehandelt und die Taktik ist gut aufgegangen. Es ist immer schön der Führerin hinterher getrabt. Mit uns waren noch 3 Koreanerinnen unterwegs, die schlauerweise Flip Flops anhatten, aber nach einer kurzen Zeit haben sie einem anderen Weg gefolgt, weil sie nur 1 Stunde gebucht haben. Das kann gar nicht so toll wie bei uns gewesen sein, denn unsere Route war superschön. Da um 10 Uhr schon die Flut kommt, haben auch wir kurz darauf dem schwarzen Strand mit den wilden Wellen den Rücken zugekehrt und sind über Dünen in den Wald abgebogen. Jetzt wurde mir auch bewusst, wozu die Helme gut sind, nämlich zum Schutz vor den Ästen. Der gute Mac kann ja nichts dafür, aber ich war ganz schön damit beschäftigt, nicht die ganzen Bäume mitzunehmen und den Ästen auszuweichen. Dennoch war das Neuseeland. Grün, Wald, Meeresrauschen, Berge und niemand außer uns. Die Leiterin, eine Studentin, die aus Christchurch hierher in den Norden gezogen ist, hat auch ein paar Bilder von uns gemacht und ist schön gemütlich vorausgeritten. Bis zu einer Steigung, wo sie uns gefragt hat, ob wir gerne mal einen Gang zulegen möchten. Wir haben uns für Vollgas, also Galoppieren entschieden und los gings. Halleluja, wer braucht schon Bungeejumping, ich hätte nie gedacht, dass Reiten so viel Adrenalin auslöst. Ich stand im Sattel was garnicht so leicht war, weil ich mich irgendwo auch noch festklammern musste. Das ging ja von 0 auf 100, aber es sah gut aus meinte die Studentin, na dann für mich war es nur wichtig oben zu bleiben. Aber jederzeit wieder, das hat ja so viel Spaß gemacht. Trotzdem irgendwie wagemutig uns das anzubieten.
    Schließlich hat Mac alle paar Meter angehalten um Gras zu fressen oder natürlichen Dünger hinzuzufügen, also habe ich mich ein bisschen umgeschaut und da war tatsächlich niemand außer uns, das Grad und ein Bach. Diesen Bach haben wir sogar durchquert und unsere Pferde haben nicht den flachsten Weg gewählt. Kritisch wurde es nur einmal, als es auf einen dicken Ast zugesteuert ist, dem ich nicht hätte ausweichen können. Also hab ich 'Noo, no' gesagt und scheine wohl ungeahnte Pferdeflüster-Qualitäten zu haben, denn es hat den weniger schmerzhaften Weg durch den Busch gewählt. Um 12:20 waren wir schließlich wieder am Parkplatz und ich bin so gelaufen wie ich gesessen habe. Oh mein Gott, Muskelkater garantiert.
    Anschließend haben wir uns auf den Weg zu den Waitakere Rangers gemacht. Das ist das Gebiet wo der Piha Beach zum Beispiel liegt, der gefährlichste und gleichzeitig einer der schönsten Strände Neuseelands. Da muss ich auf jeden Fall noch hin, aber heute hatten wir ein anderes Ziel, die Fairy Falls. Ein wunderschöner Wasserfall, den man nur über Wanderwege erreicht. Wir dachten fälschlicherweise, dass er bei dem Arataki Visitor Centre startet, aber da wurden wir informiert, dass wir bereits an unserem Ziel vorbeigefahren sind. Macht nichts, denn weit war es nicht und von dort oben hat man eine tolle Aussicht, mit Bilderrahmen;) Außerdem sieht man Auckland, das ist ja wirklich nicht weit weg. Mit ein paar Broschüren ausgestattet sind wir dann wieder den endlos langen Scenic Drive zurückgefahren und haben uns für die 1-stündige, nicht die 3-stündige Wanderung entschieden. Besser so, denn bei dem Hinweg geht es immer den Berg runter und auf dem Rückweg muss man das alles komplett wieder hochlaufen. Zuerst kamen wir aber mal an einem Tisch vorbei. Darauf standen Desinfektionssprays und eine Anweisung die Schuhe damit zu reinigen. Zusätzlich waren auf dem dem Boden zwei Matten, um die Sohlen zu reinigen. Das soll verhindern, dass ein Schädling, der die Bäume angreift, nicht überall verteilt wird. Schon lustig die Station mitten im Wald. Als wir dann noch ganz motiviert bergab geschlendert sind, wo auch wieder Leute mit Hund und in Jogginggarnitur unterwegs waren, kamen die ersten Stufen. Ich habs ja befürchtet, hier gibt es keine Strecke ohne Stufen und die haben immer so einen blöden Abstand, dass die Vorfreude sie alle wieder hochzulaufen eher gering war. Dennoch haben wir erstmal den Anblick von den Wasserfällen genossen. Da kann man auf jeden Fall mal vorbeischauen. Wie ihr aber auf den Fotos sehen werdet, ist im Hintergrund nicht nur ein Wasserfall, sondern auch ein Maori zu sehen. Dieser Photobomber war der Ehemann der Frau, dir uns fotografiert hat. Nur so zu Erklärung. Die beiden waren ziemlich lustig und sehr nett. Wir haben uns dann noch länger mit ihnen unterhalten und erfahren was wir ohnehin schon wussten, dass reisen für Neuseeländer viel zu teuer ist. Als wir auf das Thema kamen, meinte sie nämlich sie waren noch nie außerhalb Neuseelands, auch nicht in Australien, weil man halt für einen Flug gleich mal $800 hinblättern muss und eine Alternative gibts ja nicht. Das ist wohl wahrlich ein Nachteil. Deshalb bin ich froh, dass ich in diesen 7 Monaten so viel wie möglich sehe und dann von Deutschland, bzw. Europa aus noch viele andere Länder bereisen kann.
    Sie hat und beiden noch einen schönen Aufenthalt gewünscht, etwas von ihrer Whittakers Schokolade angeboten und dann haben wir uns auf den Rückweg gemacht. Wie erwartet sehr langsam und mühevoll, noch dazu weil wir vom Reiten schon geprägt waren. Zum Glück war es heute nicht so warm, wenn die Sonne geschienen hätte, wäre das ja garnicht gegangen. Um 5 waren wir wieder zu Hause und ich hab mit meiner Familie 'Charlie and the Chocolate Factory' geschaut, einer meiner Lieblings Kinder Filme. Sehr cool:)

    Photos & Videos

    Comments

  • 04Dec 2013

    69 CAE 2013 - Study hard 12/04/2013 New Zealand —

    Auckland, Auckland, New Zealand

    Description

    Wow, mir ist gerade aufgefallen, dass ich letzte Woche jeden Tag einen Bericht geschrieben habe. Ich meine, ich lasse euch ja gerne an meinem Leben teilhaben, aber das geht zu weit. Dafür lehne ich mich diese Woche ein bisschen zurück, eigentlich gibt es auch nicht viel zu berichten. Die letzten beiden Tage habe ich mehr oder weniger nur mit Lernen verbracht, was sich heute hoffentlich ausgezahlt hat. Oh mein Gott, just finished CAE:))
    Um 6 Uhr bin ich aufgestanden, habe aus dem Fenster geschaut und festgestellt: 'Jap, das ist Exams-Wetter'. Strömender Regen, den ganzen Tag. Und das ist gut so, weil ich durchdrehe wenn ich bei Sonnenschein 6 Stunden lang in einem Raum sitze und ne Arbeit schreibe. Um 7:30 habe ich den Bus genommen und um 9:00 war ich da, 40 Minuten später als der Busplan vorsieht. Das nenne ich Berufsverkehr in Auckland, damn. Somit hatte ich noch 15 Minuten Zeit um zu trocknen und mich mental auf die nach dem Abi hoffentlich letzte wichtige Arbeit für dieses Jahr vorzubereiten. Und die waren genau so korrekt wie meine Schule bei den Prüfungen. Keine privaten Sachen, nur Wasser und ein Textmarker, der Rest wird gestellt, denn die Antwortbögen müssen mit einem BB Bleistift ausgefüllt werden. Die Tischordnung wurde vorher festgelegt also musste ich nur das Schild mit meinem Namen suchen. Hurra, ich hab einen Fensterplatz bekommen, den hätte ich mir auch ausgesucht, passt ja schonmal. Und als ich da so saß und aus dem Fenster geschaut habe, war das ein ganz komisches Gefühl wie zurück versetzt in die Schulzeit, nur dass ich mich viel wohler gefühlt habe, vielleicht sollte ich ja in der Auckland University studieren die bieten Europäisches Recht an..:D Eines war dann aber doch anders, denn wir mussten unseren Reisepass auf den Tisch legen, sodass sie bei jedem einzelnen kontrollieren konnten, ob da auch die richtige Person sitzt. Das ist beim Abi denke ich nicht nötig, denn wer schriebt da denn freiwillig für jemand anderen eine Arbeit. Jedenfalls meinte die Dame dann meine Haaren sähen ganz anders aus auf dem Bild, hallo ich hatte nur einen Zopf, also bitte, aber ist ja auch nicht so wichtig, tschuldigung ich schweife ab, das muss an dem Fensterplatz liegen.
    Schließlich wurde es ernst. Die Bögen wurden ausgeteilt und dann hatten wir 1:15 h für Part 1, Reading. Das Problem bei diesem Teil ist, dass es immer Vokabeln gibt, die man nicht kennt. Wenn diese allerdings relevant sind um die richtige Antwort auszuwählen, dann, ja dann hat man ein wahrhaftiges Problem. Sagen wir es so die Texte waren nicht schön, aber ich kam trotzdem gut klar, nehme ich an. Im Nachhinein habe ich schon ein gutes Gefühl, hauptsache alle Aufgaben in der Zeit bearbeitet, denn die war knapp bemessen. Beim Übertragen der Lösungen muss man sich an ein paar Vorgaben halten, mein Gott ich kann keine Kästchen ausmalen, ohne über den Rand zu kommen:/ Dann stand auch schon unsere erste 10 Minuten Pause an. Also habe ich mich ein bisschen umgeschaut und festgestellt, dass ziemlich viele Jugendliche da waren, etwa 50 an der Zahl, doch wir waren wie immer nicht die einzigen die Deutsch sprechen. Genau genommen waren ziemlich viele Schweizer da heute, mit einer habe ich mich auch gut verstanden. Sie war 3 Monate in einer Sprachschule in Rotorua und musste für die Prüfungen nach Auckland kommen, aber reist jetzt sowieso von hier aus weiter. Zeit für mehr Fragen blieb nicht, Part 2 stand an: Writing.
    Wohlmöglich der einzige Teil auf den man sich einigermaßen zielgerichtet vorbereiten konnte, aber hier ist das Problem eindeutig die Zeit. 1:30 h für 2 Texte. Zuerst muss man eine vorgegebene Aufgabe bearbeiten, in diesem Fall war es ein Formal Letter. Für den zweiten Teil stehen 5 Tasks zur Auswahl. Ich habe den Artikel gewählt, es gab auch noch Essay, Review und das andere habe ich vergessen. Eigentlich schreibe ich sehr gerne Texte, aber überlegt und mit Vorbereitung. Das war leider nicht möglich, da hieß es ran an den Stift und losschreiben. Naja, meine besten Texte sinds nicht geworden, aber wenigstens weiß ich, dass ichs besser kann.
    Dann stand die Mittagspause an und ich habe sowieso schon jegliches Gefühl für Zeit verloren. Mir ist aufgefallen, dass ich noch gar nichts gegessen habe, aber mein Brain musste heute mehr arbeiten als mein Magen. Iris hat mir netterweise ein bisschen Schokolade gegeben, das muntert doch gleich auf. Das Positive: Die beiden schlimmsten Teile waren vorbei. Es standen noch bevor Use of English, wofür man sich absolut null vorbereiten kann, weshalb man das am besten ganz relaxt angeht und Listening, easy going. Also konnten wir die 40 Minuten doch einigermaßen genießen und ein bisschen über Reisepläne sprechen.
    Pünktlich um 1 ist die ganze Gruppe wieder in den Prüfungssaal getrottet und Runde 3 wurde eingeläutet, Use of English. Dahinter steckt im Grunde nichts anderes als Wortschatz, Vokabeln, Präpositionen, Adjektive etc. der ganze Mist den man entweder beherrscht oder nicht. Als erstes gibt es einen Text mit 12 Lücken und jeweils 4 Antwortmöglichkeiten, alles Synonyme nur adäquat für eine Situation oder eben nicht. Da wird üblicherweise geraten. Dann gibt es wieder einen Lückentext, wo man randomly Wörter einsetzt und beim 3. Text dieser Art sind Wörter gegeben, aus denen man dann Adjektive, Verben, Nomen, Verneinungen, Adverbien, was eben passt, bildet. Viertens gibt es 5 mal 3 Sätze, zu denen immer nur ein Wort passt, und zwar nur das eine was die Prüfungsordnung vorsieht. Zuletzt darf man noch Sätze umformen und muss dabei ein vorgegebenes Wort einbringen, auch sehr knifflig. Dennoch, kann ich sagen es lief alles zum Besten und weil ich mich nicht länger als nötig damit befassen wollte, habe ich meine Essenspause nachgeholt, also 20 Minuten früher abgegeben. Somit konnte ich der letzten Prüfung dieses Tages entspannt entgegensehen. Wie erwartet, war Listening das leichteste, nur dass einmal sehr schnell und einmal mit einem starken Akzent gesprochen wurde, das war ein bisschen unangenehm.
    Um 15:05 habe ich schließlich innerlich gejubelt und kann wohl zuversichtlich sagen das CAE 2013 bestanden zu haben, wie gut bleibt abzuwarten bis Januar. Wuhuu jetzt konzentriere ich mich aufs Reisen und schließe mit dem Lernen für dieses Jahr endgültig ab.

    P.S. Die Adventskalender hier haben 25 Türchen :P

    Photos & Videos

    Comments

  • 05Dec 2013

    70 Planänderung 12/05/2013

     

    Description

    "A good traveller has no fixed plans and is not intend in arriving." Quizfrage: Wo habt ihr diesen Satz schonmal gesehen? Richtig, das war der Beginn meines allerersten Blogeintrages. Und nun haben sich meine Pläne geändert, zum Guten wie ich meine.
    Eines Abends saßen Barry und ich beim Essen und ich habe von meinen Vorhaben berichtet. Daraufhin meinte er, dass ich jederzeit hierher zurückkommen oder übernachten kann und immer willkommen bin. Also habe ich scherzeshalber geantwortet 'Ok, ich bleibe bis März', woraufhin er meinte 'Ja, gerne'. Daraufhin habe ich mir Gedanken gemacht und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:
    Ursprünglich wollte ich ab dem 3. Januar Work'n'Travel machen, aber wie sich herausgestellt hat, ist Januar nicht die ideale Zeit für Fruitpicking und wenn dann sind meistens Arbeiter für mindestens 6 Wochen gefragt. Außerdem ist es zu dieser Zeit ja sehr heiß und wie viele meinen, kann einem bei 2 Monaten auf der Südinsel schon so langsam langweilig werden. Nun hat sich Barry passenderweise den ganzen Januar freigenommen, weil seine Schwester und deren Mann rüberkommen und die Kinder ohnehin Ferien haben. Das heißt in diesem Monat braucht er keine AuPair, aber wohl im Februar, denn sonst kommen erst wieder welche ab März. Nun komme ich ins Spiel: Ich werde ab dem 3. Januar einen Monat auf der Südinsel reisen. Die Bustour beginnt genau genommen am 6. Januar in Wellington und dann habe ich mehr als genug Zeit mir alles anzuschauen, sowie ein bisschen länger in Queenstown oder auch Wellington zu verweilen. Am 31.01. komme ich wieder zurück zu meinem zu Hause hier und verbringe einen weiteren Monat als AuPair in meiner lieben Gastfamilie. Vielleicht suche ich mir einen kleinen Nebenjob in Howick, wenn nicht bekomme ich ja weiterhin mein Taschengeld und Rapha ist auch noch da:) Das Tolle ist also, dass ich dann nicht die ganze Zeit aus dem Koffer leben muss und keine Kosten für die Unterkunft, für Internet, Verpflegung etc. habe. Am 2. März verabschiede ich mich nach Fidschi, wo ich 10 Tage mit meinem Kiwi Buddy kostenlos im Hotel und am Strand chille. Wie es dazu kam habe ich ja schon erklärt, Family Connections und so. Zum 13.03. müssen wir dann unbedingt wieder zurück sein, weil wir aufs Macklemore Konzert gehen!:) Das ist dann doch ein Grund Strand und Meer hinter sich zu lassen.. Anschließend fahre ich wohl in den Norden, auch mit Kiwiexperience, wenn ich das nicht schon irgendwann davor mache, es nimmt ja nur 3 Tage in Anspruch. Am 17.03. muss ich mich dann schweren Herzens von Rapha verabschieden, für sie gehts zurück nach Hamburg. Und weil ich es ohne sie nicht aushalte, verlasse auch ich am 20.03. das Land und fliege gemeinsam mit meinen Eltern von Christchurch nach Sydney. Sie schauen sich nämlich auch 2 Wochen die Südinsel an, you better do so. Und weil wir schonmal da sind, fahren wir 3 Wochen lang von Sydney über Melbourne nach Adelaide. Ende der Reise ist am 10.04., aaaber nicht für mich. Ich fliege am 11.04. warum?:D Ja das ist blöd gelaufen, der Flug am 10.04. würde mich $500 mehr kosten und no da zahle ich lieber noch ne Nacht im Hotel als diese Umkosten. Anschließend lande ich braungebrannt und überglücklich am 12.04 in Deutschland, ich fliege ja in die Vergangenheit..
    Noch Fragen?

    Comments

  • 06Dec 2013

    71 Feiern bis die Feuerwehr kommt 12/06/2013

     

    Description

    Friday! Yay! Mein Examen ist vorbei und das muss gefeiert werden.
    Aber erstmal ist noch eine ganze Menge anderes passiert. Gestern war ich mit Rapha mal wieder in Botany, ein paar Weihnachtseinkäufe erledigen. Man kann sich ja nie früh genug Gedanken machen und weil es seit 48 Stunden dauerhaft schüttet, ist Shopping absolut die richtige Alternative. Nur, als ich mit dem Bus in Botany ankam, stand das Wasser in meinen Schuhen. Sowas habe ich selten erlebt, aber wir mussten heute zur Schule laufen und da hilft auch ein Schirm nicht weiter, wenns waagerecht regnet und dazu noch ein starker Wind geht. Frustshopping vorprogrammiert. Letzten Endes habe ich zwar nicht die Dinge gefunden, die ich als Geschenk für die Kinder gesucht habe, aber dafür habe ich ein paar andere tolle Sachen entdeckt und meine eigentlichen Ideen setze ich dann mit trademe oder ebay um. Also habe ich Honey eine kleine Kosmetiktasche, einen Regenschirm!! und ein Backset gekauft, aber dazu kommen noch Sylvanians und vielleicht ein bisschen Deko fürs Zimmer. Finley bekommt von mir Uno XXL, dieser elektrische Kartenspender und noch was Kleines. Außerdem mache ich einen Fotokalender und habe 6Nimmt mitgenommen, doch ich habe noch keinen Plan was ich den Eltern schenken soll. Irgendwas wird mir wohl hoffentlich einfallen. Ich hab mir dann auch ein paar Kleinigkeiten gegönnt und den Kindern und Rapha einen Schokonikolaus gekauft. Das feiern sie zwar nicht, aber manche Traditionen darf man einfach nicht brechen.
    Heute morgen war Finley krank, wie zu erwarten nach dem nassen Schulweg und wir haben einen entspannten Morgen verbracht. Heute Nachmittag hat Barry Ann-Kristin abgeholt, die alte AuPair von meiner Familie, die eine Woche zu Besuch bleibt, aber dazu morgen mehr. Ja und dann wären wir auch schon bei der legendären Freitagnacht:
    Da von Rapha wie immer kein Bus fährt und sie jedes Mal mit dem Auto fahren muss, was bedeutet dass sie nie was trinken kann, habe ich sie diesmal von zu Hause abgeholt und dann haben wir noch ein bisschen bei mir gechillt. Schließlich haben wir uns entschieden doch gleich mit dem Auto in die Stadt zu fahren, dann sind wir nicht auf die Busfahrzeiten angewiesen. Im Nachhinein haben wir allerdings festgestellt, dass es sich zu zweit nicht lohnt, weil wir $30 (!!!) fürs Parkhaus bezahlt haben... Es kam wies kommen muss, wir sind wieder in unserem Standard Club 'Fort Street Union' gelandet. Die Musik war auch wieder bestens bis sie ausgestellt wurde und ein anderes Geräusch erschien: Feueralarm. Das hat erstmal niemand mitgekriegt und alle dachten, boa DJ mach die Musik wieder an, aber dann kam eine aufgeregte Barkeeperin und hat alle rausgeschoben zum Notausgang. Da haben wir dann gemerkt, dass etwas nicht stimmt und uns schön brav eingereiht. Auf dem Flur kamen uns dann ganz viele Menschen in Schlafanzug von dem Hostel obendrüber entgegen und niemand hatte eine Ahnung was los ist, weil weder Rauch noch Feuer zu sehen war, nur Sandsäcke standen auf dem Boden. Also haben wir uns auf der Straße angekommen, wo mittlerweile eine große Gruppe Schaulustiger um den Feuerwehrwagen herum stand, mal auf die Suche nach jemandem gemacht, der weiß was los ist, da die Polizei keine Infos rausgerückt hat. Und tatsächlich hat sich jemand neben uns gesellt, der up to date war. Der Auslöser war ein Typ, der sich an das Wasserrohr über dem Treppenaufgang gehängt hat, woraufhin dieses abgebrochen ist und eine Überschwemmung verursacht wurde. Also waren die fire fighter nicht da um Feuer zu bekämpfen, sondern das Wasser einzudämmen, das erklärt auch die Sandsäcke und Pfützen. Für den Club ein Grund die Party zu beenden und für uns weiterzuziehen. Nicht ohne davor zuzuschauen, wie ein Polizist einen BMW-Fahrer voll zur Sau gemacht hat, weil er mitten durch die Menge fahren wollte. 'Are you stupid or what?!' :D Peinlich..
    Anschließend waren wir noch in 5 weiteren Bars/Clubs, einfach weil uns keiner so richtig begeistert hat. So haben wir allerdings mal herausgefunden wo man hingehen kann und wo nicht. Um Britomart herum gibt es ziemlich viele und vor Allem gute Möglichkeiten, das haben wir davor nie richtig realisiert. Um halb 4 haben wir uns auf den Rückweg gemacht und so langsam weiß ich auch welche Abfahrten man nehmen muss um nach Hause zu kommen, das ist gut, denn das Navi ist nicht immer so ganz zuverlässig. Na dann, ich freue mich aufs nächste Mal, hoffentlich ohne Feueralarm.

    Photos & Videos

    Comments

  • 07Dec 2013

    72 Es weihnachtet sehr.. 12/07/2013

     

    Description

    So jetzt kläre ich euch mal über Ann-Christin auf. Ihr Name verrät ja schon, dass sie auch aus Deutschland kommt. Sie war letztes Jahr von Januar bis Mai AuPair von meiner Gastfamilie und somit die erste von uns vieren. Aber davor hat sie noch ein halbes Jahr in Perth verbracht, dort mit 3 Gastkindern. Wie jeder, der mal hier gelebt hat, hat auch sie sich zurück in Deutschland wieder nach dem Lifestyle, der Natur, dem Meer und den Menschen hier gesehnt. Da sie Englisch und Spanisch studiert, bietet sich ein Auslandssemester ja an, also hat sie sich kurzerhand für einen der drei Plätze in Wollongong, Australien beworben und da war sie nun für 5 Monate. Logischerweise hat sie sich dann entschieden ihre alten Gastfamilien nochmal zu besuchen, bevor es nächsten Sonntag, rechtzeitig vor Weihnachten, zurück ins kalte Deutschland geht. Barry hat sie gestern Abend vom Flughafen abgeholt und nun lebt sie eine Woche bei uns. Die Kinder haben sich riesig gefreut, denn wir sind jetzt eine Big Family, schließlich kommt Lucy ja samstags immer noch vorbei um gemeinsam mit uns Pancakes zu essen. Wir haben jetzt auch schon einiges für nächste Woche geplant, das ist schön mal wieder jemandem um sich zu haben, der versteht was man hier macht und gleiche Erfahrungen hat.
    Das sollte aber nicht die einzige Überraschung für diesen Tag sein. Ich muss ja zugeben, ich war schon ein bisschen enttäuscht, dass wir so gar keine Weihnachtsdeko, einen Adventskranz oder irgendwas das einen im Sommer an Schnee, Glühwein und Weihnachtsmarkt erinnert, aufgestellt haben. Aber da habe ich mich getäuscht. Tatsächlich hat Barry heute einen riesigen Karton voller Lametta, Lichterketten und Schneemännern angeschleppt. Und dann gings los. Als Weihachtsmänner und Elfen verkleidet haben wir das Haus einmal komplett auf den Kopf gestellt und einen echten Weihnachtsbaum gab es als Krönung obendrauf. Im Hintergrund lief ein bisschen Weihnachtsmusik, Jingle Bells als KiwiStyle, und alles glitzert und leuchtet jetzt:) Doch eine Sache hat noch gefehlt: Geruch. Der unwiderstehliche, einzigartige Geruch von ofenfrischen Plätzchen. Also habe ich Mamas Kindheitsrezept ausgepackt und den ganzen Teig am liebsten roh gegessen. Ann-Christin meinte dann auch, wir sollten den nochmal machen, mit Eis mischen und schließlich haben wir Cookie Dough Eis:)) Heute musste der Teig aber für die Ausstecherle herhalten. Also habe ich Honey das Backset übergeben, was ich am Donnerstag gekauft habe und dann haben wir die Küche mit Mehl eingesaut. Jeder durfte mal Förmchen und den Teig drücken, schließlich kann auch ich da nicht widerstehen. Verziert haben wir sie dann mit Schokoraspeln, Kokosnuss, Haselnuss, Silberperlen und Zuckerguss. Einfach awesome!
    Obwohl es das erste mal war, dass ich in T-Shirt und bei 23*C Weihnachtsplätzchen gebacken habe, haben sie wie immer gut geschmeckt, Hmm das ist Weihnachten.
    Schließlich haben wir Barry die Küche überlassen, dass er sein deliziöses Risotto zaubern kann und anschließend haben Ann-Christin und ich uns auf den Weg nach Botany gemacht, um ein zweites Mal 'Catching Fire' zu schauen. Wieder mit x-treme screen, ich schätze mal der ist mindestens 10 auf 15 Meter groß...
    Einen fröhlichen 2. Advent!

    Photos & Videos

    Comments

  • 08Dec 2013

    73 Big Fat Barbecue Party 12/08/2013

     

    Description

    Es ist wieder soweit, diese Woche haben wir noch kein Barbecue veranstaltet, also wird es dringend Zeit. Carol, Chris, Harry und Tilly kommen diesmal zu uns, aber bis dahin ist noch eine ganze Menge Zeit tot zu schlagen. Also Kinder ins Auto gepackt und los gehts nach Auckland.
    Unser Ziel war der Hafen, genau genommen der lange Pier, den man schön entlang schlendern kann. Ich war da bisher nur wegen der Fashionweek, weil das Veranstaltungszentrum dort ist, also war ich ganz überrascht, wie viele tolle Bars und Restaurants sich dort befinden. Außerdem reiht sich eine Luxusyacht an die andere, da kommt man schon ins Schwärmen. Etwas preiswerter, besser gesagt kostenlos war dahingegen die Bücherei im Container. Jawohl, mitten auf dem Pier standen eine improvisierte Bücherei und bequeme Sessel zur Verfügung. Ein Aufpasser war weit und breit nicht zu sehen, das würde in Deutschland schon mal nicht funktionieren, Diebstahl und Vandalismus vorprogrammiert. Schließlich wurde auch extra für uns die Brücke hochgefahren, weil eine Yacht mal eben vorbei musste, wusstet ihr das man das 'Jot' ausspricht?? Seltsam oder. Als wir an dem Spielplatz am anderen Ende ankamen, hat leider auch der Regen eingesetzt. Und dann ging der Kampf mit der Jacke los. Kaum hatte ich sie an kam die Sonne such schon wieder raus und es waren gefühlte 30*C. Also Jacke ausgezogen, wieder eingepackt, dann kommt auch schon der nächste Schauer und mit ihm die Kälte. Untergestellt, Jacke angezogen, Sonne, Jacke ausgezogen...Es ist einfach kein Verlass auf das Wetter hier, das kann einem schonmal auf den Senkel gehen. Da hilft nur ein Eis, und zwar ein ganz bestimmtes, ein McFlurry mit Chocolate Brownie. Traurig aber wahr, das ist momentan einfach das beste Eis auf dem Markt. Und weil wir noch keinen Zuckerschock erlitten haben, konnten wir uns auch noch Mr.Higgins Cookies gönnen, die besten weit und breit, zu finden auf der Queens Street.
    Zurück daheim sind schließlich ein paar Langeweile-Bilder entstanden und anschließend haben wir alles fürs Barbecue vorbereitet. Die Kiwis habens Grillen einfach drauf, das muss man ihnen lassen. Da die Vegetarier in Überzahl waren, gab es gegrilltes Gemüse, Haloumi, Quinoa-Frikadellen, Falafel, Cornfritters, gebackene Tomaten, Salzkartoffeln, Avocado-Salat, Reis mit Pesto, einfach alles war irgendwie nach Sommer schmeckt. Und dann hat Carol Geschichten ausgepackt, bei denen man vor Lachen vom Stuhl fallen konnte. Die Familie hat schon 7 Austauschschüler, davon 6 Deutsche, beherbergt. Auch wenn sie bisher immer zufrieden waren, haben sie einige Dinge erlebt, für die ich mich zutiefst fremdschämen musste. Beispielsweise war mal eine Kiki da, die wohl dachte sie wäre im Hotel gelandet und dementsprechende Dienstleistung erwartet hat. Oder ein Mädchen, dass morgens um 5 ohne Handtasche und Papiere in der Stadt abgeholt werden musste..Details erspare ich euch jetzt lieber.. Wieder mal ein gelungener Abend, mit der Familie hat man immer seinen Spaß!!

    Photos & Videos

    Comments

  • 10Dec 2013

    74 Anzeichen von Weihnachten 12/10/2013

     

    Description

    Ü10 Dinge, an denen du erkennst, dass es Weihnachten ist

    1. Während der Wettermann eine Durchschnittstemperatur von 24*C verkündet, wird im Hintergrund Weihnachtsmusik abgespielt.
    2. Jeder trägt eine Nikolausmütze oder Elfenohren. Der Busfahrer (meistens im Ganzkörperoutfit), die Kassiererin, der Bankangestellte, die Lehrer, die Joggee und der normale Passant.
    3. Alle laufen barfuß durch die Gegend. Bei einer Schlange von 10 Personen im Supermarkt, sind garantiert mindestens 5 dabei, ob alt oder jung, die barfüßig herumlaufen und Autofahren sowieso.
    4. Die Schule lädt zum traditionellen Fish'n'Chips am Strand ein.
    5. Alle Geschäfte haben Sale. Scheint hier vor Weihnachten und nicht danach üblich zu sein, this is damn good.
    6. Der Grill wird schonmal für das traditionelle Kiwi-Weihnachtsgrillen vorgewärmt.
    7. Der Packetbote hält hier öfter.
    8. Die Weihnachtsdeko. Schön beim Eis essen einen riesigen Schneemann zu betrachten.
    9. Die Sommerferien beginnen und Eltern schwärmen von der weihnachtlichen Hitzewelle.
    10. Der Adventskalender hat nicht mehr viele ungeöffnete Türchen.

    Comments

  • 11Dec 2013

    75 Eine Woche voller Erlebnisse 12/11/2013

     

    Description

    Meine Güte, das war eine Woche voller Programm. Wir schon mehrmals erwähnt war Ann-Christin zu Besuch, deshalb haben wir beide das beste aus der Zeit rausgeholt, um ihr einen schönen Abschied zu bescheren. Da sie ja wie ich schon mal hier gelebt hat, standen nicht die typischen Touristenziele, sondern eher Geheimtipps auf dem Plan..

    Am Montag hatten wir kein Auto, deshalb sind wir ein bisschen durch die Geschäfte in Howick geschlendert, haben einen Kaffee getrunken und dann gemeinsam die Kinder von der Schule abgeholt. Ich muss schon sagen zu zweit ist das alles ein bisschen entspannter, dann kann jeder ein Kind bei Laune halten und wir müssen nicht immer die gleichen Spiele spielen. Deshalb konnte ich nachmittags ganz entspannt einkaufen gehen und kochen, ohne die Kinder zu überreden, dass sie mitkommen. Honey und Barry mussten schließlich auf die Schulpreisverleihung, worüber ich mir von so ziemlich allen Eltern und Kindern in der Schule Gemecker anhören musste, weil jedes Jahr das gleiche Mädchen alle Preise gewinnt. Kann ich verstehen dass die Vorfreude sich da in Grenzen hält, aber hört hört, Honey hat den Preis für Mandarin gewonnen, das sind ja gute Neuigkeiten. Ich bin solange mit Finley zu Hause geblieben und Anni war im Zumba.

    Der Dienstag begann mit einer Überraschung für Honey. Sie nimmt wöchentlich an Gewinnspielen von ihrem Lieblings-Fernsehprogramm Sticky TV teil und da hat sie doch tatsächlich was gewonnen. Ich war ein bisschen baff als ich ein Packet mit ihrem Namen in die Hand gedrückt bekommen habe und als ich dann den Absender gesehen habe, war meine Neugierde geweckt. Sie hat ein 'Cloudy with the chance of meatballs' - Set bekommen. Ihr Freudenausbruch war so groß, dass Ann-Christin auch nicht länger an Schlafen denken konnte, deshalb sind wir gleich nachdem ich die Kinder an der Schule abgesetzt habe nach Botany gefahren. Dort habe ich mir wie immer erstmal den besten Smoothie der Welt gekauft und der konnte Anni auch restlos überzeugen. Voller Energie hat dann auch das Einkaufen mehr Spaß gemacht, bis wir schließlich ein bisschen hungrig wurden und ich dann auch das beste Sushi der Welt genießen durfte. Ehrlich, Botany sollte als Geheimtipp Nr 1 für jeden Feinschmecker empfohlen werden, das ist ja wahrlich ein Paradies. Mir ist der Laden davor noch nie aufgefallen, aber jetzt werde ich wohl Stammkunde! Ach beinahe hätte ich es vergessen. Vor dem Shoppingtrip haben wir noch in der Schule vorbeigeschaut. Anni hatte damals auch Richelle als Lehrerin und die hat sich riesig gefreut eine ehemalige Schülerin wieder zu sehen, das kommt nicht so oft vor. Zwar lebt eine Mitschülerin von Anni jetzt in Auckland, weil sie sich hier verlobt hat und schließlich an der Universität eingeschrieben hat, aber die schaut leider nicht mehr in Howick vorbei. Alle anderen Lehrkräfte haben sich innerhalb dieser 2 Jahre geändert, sowie das Gebäude. Letztes Jahr wurde nämlich noch in Containern in der Nähe von Eastern Beach unterrichtet. Das Negative, die Container, das Positive, die Aussicht und unmittelbare Nähe zu Strand, Wiese und Meer.
    Abends haben wir etwas Verrücktes gemacht. Finley geht ja schon seit längerer Zeit ins Hapkido, aber bisher habe ich noch nie daran gedacht es auch mal auszuprobieren. Wie gut, dass Anni es unbedingt machen wollte, denn ich hab mich überreden lassen und hatte meinen Spaß. Das war viel anstrengender als erwartet, schon nach dem Aufwärmen waren wir platt. Da außer uns aber größtenteils Blackbelts dort waren, haben wir ein bisschen Privatunterricht bekommen, jetzt kenne ich schon 6 Methoden mich aus einem Griff ums Handgelenk zu befreien. Dieser Fortschritt hat mich überzeugt, deshalb werde ich ab Februar an dem Selbstverteidigungskurs für Frauen teilnehmen, den man drei mal wöchentlich morgens besuchen kann. Natürlich habe ich das als Kind schonmal gemacht, aber wir sprechen hier von einer komplett anderen Liga. Wer meine Handtasche stehlen will, liegt demnächst mit Schlinge um den Hals auf dem Boden. Nehmt euch in Acht;)

    Heute waren wir dann schließlich im Dresssmart, dem Outletcenter in Onehunga. Das ist definitiv ein Geheimtipp und noch dazu waren wir gestern nicht so erfolgreich, deshalb muss heute der freie Platz in Annis Koffer aufgefüllt werden. Der Plan ging tatsächlich auf, dort spart man einfach gut Geld und es gibt die gleichen Marken wie in allen anderen Shoppingmeilen. Man kann dort zum Beispiel auch wetsuits oder Surfausrüstung kaufen, was Ann-Christin sofort gemacht hätte, wenn da nicht das Problem mit dem Surfbrett und dem Flugzeug wäre. Um 12 haben wir uns auf den Rückweg gemacht, da wir eine Verabredung mit Richelle zum Lunch hatten. Sie wollte uns beide mal außerhalb der Schule sehen und Anni über ihre Zeit als Studentin in Australien ausfragen, da sie ja selbst aus Cairns kommt. Wir haben uns wirklich gut unterhalten, diese Frau ist einfach so liebenswert und interessiert.
    Ausnahmsweise kam Barry heute früher nach Hause und hat Finley zum Schwimmunterricht gebracht, sodass Honey, Ann-Christin und ich den Hobbit Teil 1 schauen konnten. Bekannterweise kommt der Nachfolger morgen in die Kinos und da muss man die Erinnerungen nochmal auffrischen. Es war außerdem das erste mal, dass ich den Film gesehen habe, nachdem ich dem Filmset von Hobbiton einen Besuch abstatten durfte. Und es war wirklich eins zu eins übertragen, unglaublich.
    Zur Krönung des Mädels-Abends haben wir anschließend einen Tim Tam Slam veranstaltet. Was Tim Tams sind wissen ja hoffentlich alle: die leckersten Schokokekse, die die Welt zu bieten hat, nur leider sind die nicht in Deutschland erhältlich :( Dennoch, falls ihr mal glückliche Besitzer einer Packung Tim Tams sein solltet oder was von meinem Jahresvorrat, den ich mit nach Hause nehme, abstauben könnt, hier die goldenen Regeln für den Slam der euer Leben verändern wird: 1. gegenüberliegende Seiten abbeißen, 2. Keks in heiße Schokolade tunken, 3. heiße Schokolade durch Keks trinken, 4. schnell sein bevor er schmilzt, 5, diesen Moment genießen :P Probierts aus!

    Photos & Videos

    Comments

  • 12Dec 2013

    76 Zwei Deutsche unterwegs in Auckland 12/12/2013

     

    Description

    Tag des Sports

    Nach was rufen 23*C Außentemperatur, ein wolkenloser Himmel und ein freier Donnerstag? Coast-to-Coast Walk Nummer 2. Den habe ich Ann-Christin versprochen, weil es die beste Möglichkeit ist alle Highlights von Auckland nochmal an einem Tag zu sehen.
    Wer hätte gedacht, dass ich diesen 16km Walk nochmal bestreite, ich jedenfalls nicht. Da ich wohl kaum die Motivation gefunden hätte, nochmal genau das gleiche zu machen, sind wir diesmal von der anderen Seite losgelaufen. Ganz ohne Plan, wie die Pfeile aussehen wusste ich ja jetzt. Und siehe da, ich fand es angenehmer so herum zu laufen und am Ende sofort den Bus nach Hause nehmen zu können, als erst noch quer durch Auckland zu fahren. Deshalb empfehle ich von Onehunga zu starten und bei Britomart aufzuhören.
    Schon am Anfang ist mir aufgefallen, dass wir letztes mal irgendetwas falsch gemacht haben, denn wir kamen durch einen Park, den ich noch nie zuvor gesehen habe. Dicht auf unseren Fersen war noch ein deutsches Paar, das aber ganz tourimäßig mit Stadtplan und Wanderausrüstung unterwegs war, was nun wirklich nicht notwendig ist in Anbetracht dessen, dass man größtenteils durch die Stadt und auf geteerten Wegen unterwegs ist. Aber jedem das seine.
    Die Aussicht vom One Tree Hill und Mount Eden war heute besonders schön, da haben wir echt Glück mit dem Wetter gehabt, wo es die letzten Tage noch geregnet hat. Zwischendurch haben wir unseren Couscous-Salat ausgepackt, ein wahrer Luxussnack und
    Energieschub für zwischendurch. Zweimal war unser Weg von einem Bauzaun abgeschnitten. Einmal haben wir daraufhin einen Aufzug im nächstgelegenen Gebäude genommen, mit dem wir die gesperrten Treppen umgehen konnten und beim zweiten Mal sind wir einen kleinen Weg drumherum gelaufen. Das war genau genommen der riesige Park hinter dem Museum, weil dort die Vorbereitungen für 'Coca Cola Christmas in the Park' getroffen wurden, worüber ich am Samstag wohl berichten kann:) Insiderinfos gabs aber schon vorab, als wir recht amüsiert die Dixiklos fotografiert haben von der Marke 'Superloo'. Daraufhin hat uns ein Mitarbeiter gefragt, warum wir Toiletten fotografieren, wirklich nachvollziehen konnte er unsere Begründung nicht. Immerhin kamen wir so ins Gespräch und haben aus erster Hand erfahren, dass 100,000 Menschen erwartet werden, man spätestens um 5 eintrudeln sollte um noch einen guten Platz zu bekommen und das riesig wird, weil, ich zitiere, der Bürgermeister Len Brown ein bisschen 'show off' / angeben möchte. Mit dieser Erkenntnis und bei 24*C haben wir tapfer die letzten Meter bestritten, nicht ohne bei McDonalds zu halten und den wohl verdienten McFlurry mitgehen zu lassen. Gegen 4 (wir sind um halb 11 losgegangen) kam dann auch schon unser Bus zurück nach Howick, was uns 1 Stunde Zeit zum Ausruhen ermöglicht hat, bevor es wieder los zum Zumba ging. Richtig, heute hatten wir unseren sportlichen Tag.
    Ich war das erste Mal dort und werde ab jetzt wohl öfter kommen. Stattgefunden hat das ganze in der Cockle Bay School, 10 Minuten von mir entfernt, das ist auch der gleiche Weg wie zur Bushaltestelle. Es waren sehr sehr viele Leute da, aus allen Altersgruppen. Gott sei Dank hat der Kurs heute draußen stattgefunden, von 18:45 bis 19:45. Und dann habe ich mich 1 Stunde ausgepowert, bis ich Muskeln gespürt habe, von denen ich nicht wusste, dass ich sie besitze. Die Trainerin hat sich riesig gefreut Ann-Christin wieder zu sehen, sie stehen noch über facebook in Kontakt. Diese Frau ist wirklich unglaublich nett, sie wollte uns sogar heimfahren, dass wir nicht alleine laufen müssen, aber die paar Meter haben wir auch noch geschafft. Doch dann ging garnichts mehr, also haben wir diesen Tag mit 'She's the Man' und 'Puss in Boots' ausklingen lassen, wohlverdient!!

    Photos & Videos

    Comments

  • 14Dec 2013

    77 Die Leiden eines Amateur Surfers 12/14/2013 New Zealand —

    Muriwai, New Zealand

    Description

    Hurra, hurra der Sommer ist nun endlich da. Die Wintersachen habe ich schon weggepackt, bei 24*C werde ich sie wohl eher nicht mehr brauchen. Gestern war mir sogar im klimatisierten Kino warm und das um 8 Uhr abends. Was wir geschaut haben? Natürlich den Hobbit 2. Die Enttäuschung darüber, dass die Premiere dieses Jahr nicht in Neuseeland war, habe ich mittlerweile überwunden, denn dafür konnte und kann ich ja die Drehorte besuchen, was jetzt auch nicht so schlecht ist:) Mit Popcorn, hier gibt es nur salziges, und Eis haben Ann-Christin und ich uns für die kommen 3 Stunden gut gewappnet und dann gings auch schon los mit der Werbung. Die alleine ist ein Grund ins Kino zu gehen. Das Thema, meistens Erdbeben, Verkehrsunfälle, Alkoholkonsum, Kindheitskrankheiten, wird hier sowas von direkt angesprochen, da nehmen die Drehbuchautoren kein Blatt vor den Mund. Bei dem Erdbeben zum Beispiel gab es einen Spot, bei dem ein Betonklotz unmittelbar über einem Babybett hängt, weil das Möbelstück im Zimmer obendrüber nicht vorschriftsgemäß befestigt wurde und das Kind schreit sich unbeachtet die Seele aus dem Leib. In einem anderen Spot wird ein Einbruch gezeigt, bei dem die Einbrecher alles, wirklich alles, zerstören und dann kommt der Schriftzug 'Bei einem Erdbeben wird mehr zerstört als bei einem Einbruch'. Die Gefahren werden so detailliert beschrieben und gezeigt, dass man ganz schön Gänsehaut bekommt und Angst noch dazu. Vielleicht sollten ein paar dieser Spots auch mal in Deutschland ausgestrahlt werden, vor Allem die über zu schnelles Fahren oder fehlende Feuermelder, das öffnet jedem Spätsünder die Augen. Nun wahren wir aber wegen dem Film da und der war super, besser als der erste. Es wurde zwar sehr viel dazu erfunden, ich habe das Buch ja gerade nochmal gelesen, aber Langeweile kam trotzdem nicht auf, ganz und gar nicht. An einer Stelle, ich glaube als die Spinnen kamen, habe ich mich so erschreckt, dass ich eine Ladung Popcorn über den benachbarten Sitz, der zum Glück frei war, verteilt habe. Das hat die Menschen in meinem Umfeld sehr amüsiert und mich weniger, weshalb ich den Eimer schließlich an Ann-Christin weitergereicht habe.

    Und heute war es dann soweit: Ann-Christins letzter vollständiger Tag in Neuseeland stand an. Und was wünscht sich jemand zum Abschied, der ein halbes Jahr in Perth und dann ein Semester in Wollongong, 5 Minuten vom Meer entfernt, gelebt hat? SURFEN natürlich !!
    Dafür beneide ich sie ja sowas von. Sie und ein paar andere Studenten haben sich mit den Surflehrern angefreundet und hatten wann immer sie wollten kostenlosen Zugang zu der Ausrüstung. Das heißt logischerweise sie ist, wann immer es ihr möglich war, unmittelbar nach der Uni surfen gegangen, um den Kopf frei zu kriegen und die erlernten Skills aus dem Surfercamp zu trainieren. Ich glaube dieser Sport ist schon alleine ein Grund, weshalb sie irgendwann mal nach Australien ziehen wird, denn dafür gibt es in Deutschland nun wirklich nicht so viele Möglichkeiten und als Englischlehrerin steht ihr die Welt zum reisen bereit.
    Sie musste dann auch null Geschütze auffahren, um mich zu überzeugen mitzukommen, denn bei sowas schreit moi immer zuerst hier. Also haben wir die Badesachen ins Auto gepackt und uns voller Vorfreude auf den Weg zum Muriwai Beach gemacht. Dieses Surferparadies liegt nördlich von Auckland, etwa eine Stunde Autofahrt entfernt. Da ich vor gerade mal 2 Wochen zum Reiten dort war, haben wir den Strand ohne Komplikationen gefunden. Idealerweise wird täglich um 10:30 ein 2-stündiger Anfängerkurs angeboten. Da habe ich nicht lange gezögert, denn Ann-Christin hatte sich schon die Ausrüstung geschnappt und stand ganz hibbelig neben mir. Für sie gings gleich los, ich habe erstmal ein paar Trockenübungen absolviert. Da kam man schon ganz schön ins Schwitzen mit dem Ganzkörperneoprenanzug. Bis sich da alle Kursteilnehmer reingezwängt haben, ist auch ein bisschen Zeit vergangen, halleluja das war ein serious issue. Aber schließlich waren alle um die 25 Kursteilnehmer bereit sich auf die Wellen zu stürzen. Doch davor gab es natürlich ein paar Sicherheitshinweise..wo sich die Riffs befinden und wie man sie erkennt..welche Signale man geben muss wenn was nicht stimmt..wer wem ausweichen muss..und Haie gibt es aber nicht. Ich habe da sehr aufmerksam zugehört, nachdem letztens erst wieder bei Piha Beach Rescue (Dokumentation) zwei Surfer ums Leben gekommen sind. Muriwai ist zwar nicht so gefährlich, aber auch hier ist die Strömung, die einen zu den Riffs zieht, nicht zu vernachlässigen. So standen wir alle erstmal etwas unbeholfen und voller Respekt vor den Wellen im Wasser, und haben auf eine göttliche Eingebung gewartet. Irgendwann wurde mir dann bewusst, dass ich die heute nicht empfange, also hab ich mich aufs Board geschwungen, angefangen zu paddeln..und ne Menge Wasser geschluckt. Das ging noch ein paar mal so, bis ich Hilfe von einem Surflehrer bekommen habe. Die waren sehr geduldig mit uns allen, aber das hat sich ausgezahlt. Mein erstes Erfolgserlebnis war den 'Moment' zu spüren. Es gibt diesen einen Moment, wenn man von der Welle getragen wird und sich nur noch aufrichten muss. Das ist der Schlüssel zum Erfolg. Es ist schwer sich das vorzustellen, wenn es jemand erzählt, aber tatsächlich fühlt man diesen Augenblick, als würde jemand dir einen Schub geben und sagen 'jetzt'. Das ist aber noch nicht die ganze Kunst des Surfens: Aufzustehen und die Balance zu halten ist dann die andere Sache. Gegen die Wellen anzukämpfen, um wieder vom Ufer wegzugehen, wurde auch noch eine echte Herausforderung. Das war dann in etwa so: 'Hust, röchel, ganz schön salzig das Wasser. So wo bin ich jetzt. Ach ja da drüben ist der Surflehrer. Ich mach mich mal auf den Weg. Oh verdammt, was ist denn das jetzt. Lieber stehen bleiben, gegen diese Strömung kann ich gerade nicht ankämpfen. Dieser Zug bedeutet aber auch, dass sich gleich eine große Welle auftürmt. 'Hey, come over here.' Ja, was denkst du, was ich wohl seit 5 Minuten versuche. Uund da kommt die erwartete Welle. Einmal kurz hochspringen und hust, röchel, es ist immer noch salzig, der Lehrer winkt und ich kämpfe.' Wer solche Strapazen für den Hinweg auf sich nimmt, sollte auch mal eine angenehme Fahrt Richtung Ufer haben, habe ich mir gedacht und so was es schließlich. Der Moment, wenn man auf dem Board steht und die Welt um sich herum vergisst. Dieses Gefühl von Freiheit und Schwerelosigkeit, wie man über die Wellen an allen vorbei gleitet. Dafür gabs ein High 5 vom surf instructor und die Aufforderung den kompletten Ablauf jetzt ohne Hilfe, ohne Anschieben zu versuchen. Jaa, das hat dann auch beim 3. Anlauf geklappt und dann habe ich Blut geleckt, wortwörtlich, denn ohne Kratzer komme ich nie davon, aber gehen wir lieber auf das Sprichwort ein. Natürlich war die Zeit abgelaufen, bis ich einigermaßen sicher auf dem Board stand, aber ich wollte einfach nicht aufhören. Der Ehrgeiz war da es wieder und wieder zu versuchen und sobald man es draufhat machts auch Spaß. Dennoch mussten wir natürlich alle aus dem Wasser und am Strand angekommen, habe ich auch gemerkt wie k.o. ich war. Diese Woche haben wir ja sowieso viel Sport gemacht, aber das heute war die Krönung. Noch dazu habe ich mir kaum aus dem Wasser die Füße dermaßen verbrannt. Der Sand war so heiß. Also bin ich im Häschengalopp über den Strand gehüpft und habe geschaut, dass ich schnell den Weg zur Surfschule hochkomme. Dann habe ich mich so schnell wie möglich aus dem Neoprenanzug befreit und festgestellt, dass ich Handschuhe habe, so nennt man es, wenn die Hände bis zu dem Rand vom wetsuit gebräunt sind. Aber das war weniger meine Sorge als mein Hunger. Ann-Christin hat mir auch erzählt, dass sie im Surfcamp immer Cookies essen mussten bevor sie ins Wasser gehen, dass sie bei Kräften gehalten werden. Kann ich voll nachvollziehen. Mit einem Apfel in der Hand konnte ich mich dann auf die Bilder konzentrieren, die einer der Mitarbeiter von der Gruppe geschossen hat. Aber leider war von mir persönlich kein brauchbares dabei, halb so schlimm, ich komme wieder. Nächsten Samstag.
    Das war aber noch nicht alles, was wir an diesem Tag gemacht haben, ihr müsst euch noch durch ein paar Zeilen mehr quälen. Da es erst 1 Uhr war als wir mit dem Surfen abgeschlossen haben, sind wir nochmal runter an den Strand gegangen und haben uns ein bisschen gesonnt. Nach 20 Minuten in der intensiven Sonne war uns dann absolut unglaublich heiß, sodass wir den Rückweg angetreten haben. Es blieb nur Zeit zum Duschen, denn dann mussten wir auch schon los in Richtung Stadt. Wie schon angekündigt fand heute Abend 'Coca Cola Christmas in the Park' statt. The Park ist dee Museumspark und warum es Cocoa Cola heißt erklärt sich ja von selbst. Christmas deswegen, weil eine riesen Bühne aufgebaut war, auf der größtenteils Weihnachtssongs, aber auch Hits aus den NZ Charts von deren Originalstimmen vorgetragen wurden. Wir waren ja schon vorgewarnt, dass sich das Gelände ab 5 füllt, aber als wir ankamen, waren schon nur noch Menschen und kaum Wiese mehr zu sehen. Fehler Nummern1, wir haben keine Picknickdecke mitgebracht. Damit waren wir irgendwie auch die einzigen, alle Familien saßen gemütlich auf ihren Decken und haben gepicknickt, während die Kinder irgendwo bei dem Riesenrad etc. herumhingen. Wir mussten also mit dem picksenden Gras vorlieb nehmen, aber immerhin haben wir an den Nikolausmütze gedacht und einen Eistee geschenkt bekommen. Allgemein war es ein schöner Abend, interessant die Weihnachtslieder auf Englisch zu hören, seltsam sich dies in Kleid und bei 24*C anzuschauen, und anstrengend, weil wir todmüde und erledigt waren. Bis zum Feuerwerk haben wir dennoch ausgehalten. Doch das war dann für uns und leider auch fast alle anderen 100.000 Festivalbesucher der Zeitpunkt nach Hause zu gehen, weshalb ein sehr großer Pulk von Menschen in die gleiche Richtung geschlendert ist um den nächsten Bus zu kriegen. Den nächsten haben wir verpasst, aber der übernächste hat uns dann sicher heimgebracht. Gute Nacht.

    Photos & Videos

    Comments

  • 20Dec 2013

    78 Ferienbeginn 12/20/2013

     

    Description

    "What do you wanna do?"
    Auf den ersten Blick bilden diese fünf Wörter eine einfache Fragestellung. "Was willst du tun?". Nichts besonderes. Eine Person fragt eine andere Person, wonach dieser ist und wie sie ihre Freizeit gestalten möchte.
    Betrachten wir diesen Satz aus einer etwas anderen Sicht, sagen wir dem einer Aufsichtsperson am ersten Ferientag. "Was willst du tun?" Fügen wir einen extrem gelangweilten Unterton und einen drängelnden Gesichtsausdruck hinzu, dann steht das alles schon in einem ganz anderen Licht. Kurz gefasst: Es sind Ferien. Der Beginn einer 6-wöchigen Beschäftigungstherapie. Ich verbringe zwar nur 2 Wochen dieser Ferien hier und aktiv arbeite ich davon 1 Woche, aber heute wurde ich schon mehrmals gnadenlos mit dieser Frage konfrontiert. Antwortmöglichkeit Nummer 1: " Was ich tun möchte? Ich will auf dieser Couch sitzen, einen Tee schlürfen und Fernseh schauen. Ich will einen Mittagsschlaf einlegen, ein bisschen auf Facebook surfen und ein paar Dinge erledigen." Antwortmöglichkeit Nummer 2: " Was willst du denn tun?" Ich habe mich für Variante 2 entschieden, schien mir irgendwie passender. Problem, die Antwort auf diese Frage ist wiederum naheliegend. " I don't know." Hm, ja ich aber leider auch nicht. "Willst du in den Park gehen?"-"Hm, nein.", "Willst du ein Spiel spielen"-"I'm fine.", "Willst du etwas malen?"-"Noo." . "Was willst du denn dann tun?"-"I don't know." Puh, uff, nach einer kurzen Verschnaufspause: "Can I go on your iPad?"-"Ja, das war jetzt klar, aber nein." Blöde Situation. War ich damals auch so einfallslos? Tut mir Leid wenn schon, aber ich glaube man konnte mich in den Garten mit absolut nichts setzen und ich wäre da heute noch, wenn mich niemand reingeholt hätte. War doch so oder nicht?!...
    Jedenfalls sind es genau genommen eigentlich 7 schulfreie Wochen für Finley und 6 für Honey. Sie geht ab Februar auf die Intermediate School, weil sie jetzt die 6. Klasse und somit die Primary School abgeschlossen hat. Da sie aber ja ab dem Tag ihres 5. Geburtstages eingeschult werden, ist sie jetzt 11 und somit ungefähr in dem Alter, in dem ich auch war, als ich die Grundschule verlassen habe. Danach erwartet sie auch eine Art Orientierungsstufe, denn die Intermediate, die man sich übrigens nicht aussuchen kann, weil sie nach Regionen zugeteilt wird, dauert nur 2 Jahre. Das ist seltsam, denn, wie die Eltern meinen, kann man gar keinen Kontakt zu der Schule herstellen. In der Primary School kennt jeder Lehrer jedes Elternteil beim Vornamen und sie plaudern immer. Außerdem hatte jeder ein Weihnachtsgeschenk für den Klassenlehrer dabei, 30 Geschenke also für einen Lehrer. Diese Anonymität, die jetzt im nächsten Schultyp auf sie wartet, ist also vollkommen neu.
    Finley hingegen hat noch 4 Jahre auf der Owairoa Primary School, wo jedes Jahr die Klassen neu zugeteilt werden, doch aus irgendeinem unerklärlichen Grund geht das nächste Halbjahr erst an einem Freitag los. Wie gut, dass ich da bin, kein Mensch kann sich von Montag bis Donnerstag frei nehmen, nur um das Kind die Woche über zu beaufsichtigen. Zudem dauern alle Ferienbeschäftigungsprogramme auch nur bis zum Montag an. Mal sehen was das wird nächstes Jahr.
    Auch meine Schule hat heute den letzten Schultag ein bisschen anders gefeiert. Dazu war ich natürlich nochmal eingeladen und ich habe schließlich auch am 'Secret Santa', dem Wichteln teilgenommen. Zur Feier des Tages ging es also an den Eastern Beach, wo klassisch Fish'n'Chips serviert wurde. Doch die Autofahrt dahin sei auch nicht zu vernachlässigen. Vor kurzem sind ein paar Indonesier eingetroffen und denen habe ich eine Mitfahrgelegenheit angeboten. Erwartet habe ich das übliche Verhalten der Chinesen: Desinteresse, Gespräche nur auf Chinesisch, gesenkter Blick auf den Handybildschirm, doch da lag ich falsch. Kaum losgefahren, haben sie angefangen zu erzählen und Fragen zu stellen in besten Englisch. Sie waren total interessiert an meinen Beweggründen hierher zu kommen und hatten total die Ahnung von der Welt. Der eine hat die ganze Zeit lauthals zur Musik mitgesungen und sie haben kein Wort Indonesisch gesprochen. Sau cool, ich sag doch, ein bisschen mehr Multinationalität und die Schule steht gleich in einem besseren Licht. Nach 1 Millionen speed bumps (Straßenschwellen) waren wir dann auch da. Ehrlich, nehmt Acht, die sind in Neuseeland überall, überall und heute hatte ich echt irgendwie 20 hintereinander. That's why Auto tiefer legen hier keinen Sinn hat. Ich lach mich jedes Mal schlapp, wenn jemand ganz lässig ankommt und dann ein lautes Knirschen zu hören ist.
    Am Strand waren wir nicht die einzigen, ein paar Kiwis haben ihren Grill wieder aufgebaut. Zuerst bekam ich dann mein Geschenk, ein NZ Lesezeichen und Shortbread und dann haben wir so ein komisches Nikolaus Spiel gespielt, das war ein bisschen weird. Ich habe mich heute gegen Fish'n'Chips entschieden, manchmal ist dieser Haufen Fett in Papier dann doch einfach zu viel für meine sensiblen Geschmacksnerven. Stattdessen musste ich mich schon wieder auf den Rückweg machen, weil ich noch schnell die allerletzten Weihnachtseinkäufe zu erledigen hatte. Entschuldigt mich, ich muss jetzt einen Klienten in einem Anwaltsbüro spielen. Mein Minion wurde gestohlen...

    Comments

  • 21Dec 2013

    79 Halbzeit 12/21/2013 New Zealand —

    Piha, New Zealand

    Description

    Halbzeit!! 111 Tage sind nun vorbei und genau so viele stehen mir noch bevor. Will ich hier je wieder weg? Momentan absolut nicht, aber darum muss ich mir ja jetzt keine Gedanken machen, denn erstmal kann ich mich auf all das freuen, was noch kommt. Die Südinsel, Fiji, Australien und vieles mehr. Ich habe hier gelernt jeden Tag aufs neue voll und ganz zu leben und zu genießen, so auch heute.
    Ich war wieder surfen. Meine zweite Stunde stand an, diesmal mit Raphaela. Gleiche Uhrzeit, gleicher Ort, gleicher Surflehrer wie letzte Woche, nur dass wir diesmal 6 statt 25 Personen waren, was ich sehr begrüßt habe. Nick war wie immer ein geduldiger Instructor, was er bei unserer Gruppe auch sein musste, weil 2 Chinesinnen dabei waren, die jetzt wohl in Texas leben und sehr viel zu erzählen, sowie zu fotografieren hatten. Nachdem dann von jedem Surfbrett ein Foto gemacht wurde, konnte die Stunde beginnen und ein bisschen was habe ich vom letzten Mal auch noch behalten, bloß ein paar Fachbegriffe sind mir dann entfallen, aber den anderen beiden die auch schon zum dritten Mal dabei sind, ging es da ähnlich. Doch die Praxis war mir noch bestens bewusst, was bei dem sehr starken Wellengang heute durchaus von Vorteil war. Eigentlich ja ideale Bedingungen für einen Surfer, aber die 1,5-2 m hohen Wellen haben dann doch ihren Eindruck bei mir hinterlassen. Vor Allem aber war es kalt. Die Sonne wollte heute nicht so wirklich rauskommen, umso besser dass wir wieder in den 3,2er Ganzkörperwetsuit gesteckt wurden. Und dann war ich auch schon wieder im Wasser. Es hat nicht lange gedauert, bis die Hälfte unserer Gruppe sich an den Strand verabschiedet hat, beziehungsweise die chinesischen Amerikanerinnen sich entschieden haben ein Fotoshooting zu veranstalten. Als Fotograf hielt ihr Begleiter her, der 1 Stunde lang nur Bilder gemacht hat. Und dieser Mann war mein Held des Tages. Denn tatsächlich hat er haufenweise richtig gute Fotos geschossen, auf denen ich zu sehen bin und meistens sogar überglücklich surfend. Da habe ich nicht lange gezögert und der Truppe meine E-Mail Adresse in die Hand gedrückt...ich kann es gar nicht abwarten die Bilder zu sehen. Dann bekommt ihr auch einen Beweis, dass ich euch nicht was vorflunkere, sondern echtes Workout an meinem Samstag betrieben habe und das auch relativ erfolgreich. Im Endeffekt waren dann nur noch die Französin, das junge Mädchen und ich im Wasser, da wir drei ja schon wussten was uns erwartet. Zwischendurch hatten wir alle nochmal ein bisschen zu kämpfen, aber auf der letzten Welle stand ich und das war mein Ziel. Dafür gabs ein High Five von Nick für Jules oder Juliette wie ich meistens genannt werde. Ich dachte eigentlich Julia wäre ein sehr internationaler Name, aber die Kinder sind auch schon zu Jula übergegangen und in der Schule war von Julchen bis Julie alles dabei. Und ich hatte in meiner Kindheit Probleme Spitznamen für die Freundschaftsbücher zu finden, wäre ich mal etwas kreativer gewesen...
    Jedenfalls wollte ich dann aber doch noch von einem echten Kiwi in unserem Alter wissen wie Weihnachten und Silvester gefeiert werden. Hier die Antwort: Weihnachten ist das Fest der Familie. Man geht zusammen campen oder an den Strand, aber egal wo man es feiert, ein Barbecue gehört dazu. Am Morgen des 25. werden traditionell die Geschenke ausgepackt und abends treffen sich viele auf ein Bierchen in einer Bar. Silvester hingegen feiern sie im Grund wie wir, nur dass der Strand gerne als Location genommen wird. Deshalb fahre ich eventuell über Neujahr nach Tauranga, eine der Hochburgen am New Years Eve in der Bay of Plenty, aber dazu genaueres wenn es steht. Übrigens, ich habe gleich eine 3er Karte für die Surfschule gekauft, also soll das nicht mein letzter Bericht von dem, neben Windsurfen natürlich, coolsten Wassersport der Welt sein.
    Es war auch noch nicht mein letztes Erlebnis für diesen Tag. Nach einem Picknick am Muriwai Beach haben wir uns auf den Weg zum Piha Beach gemacht. Der liegt nochmal ein bisschen mehr als 1 Stunde Autofahrt entfernt und ist auch nur über eine Straße von Auckland zu erreichen, den Scenic Drive, wegen der unglaublichen Aussicht. Auch wenn ich dort heute zum ersten Mal war, dürftet ihr über den Piha Beach schonmal was von mir gelesen haben..na? Genau, das ist der Drehort von 'Piha Beach Rescue' der TV-Doku, die jeden Montagabend läuft. Wie der Name schon sagt geht es um Retten. Wer oder was wird gerettet? Schwimmer, Surfer, Angler, weil sie sonst ertrinken. Von wem, natürlich von Lifeguards. Und warum? Weil das einer der gefährlichsten Strände Neuseelands ist. Die unglaublich starke Strömung und die Gefahr mit dem riesigen Lion Rock zu kollidieren, haben im letzten Jahr 21 Todesopfer gefordert. Außerdem wurden 1640 Mensch gerettet, darunter auch sehr viele mit Atemnot, weil die Badegäste immer wieder ihre Kraft unterschätzen und es nicht mit der Strömung aufnehmen können, um zurück zum Ufer zu gelangen. Beruhigend ist dennoch, dass die meisten Vorfälle nach der offiziellen Aufsichtszeit der freiwilligen Lifeguards passieren, denn diese kontrollieren in ihrer Schicht die gekennzeichnete Badezone sehr aufmerksam. Die schwierige Frage ob wir denn nun auch mal ins Meer hopsen oder nicht hat sich damit erledigt, dass es ziemlich kalt war. Besser so, ein bisschen am Strand dösen hat noch niemandem geschadet. Aber der Strand selbst ist wunderschön und vor Allem riesengroß. Man braucht bestimmt 20 Minuten um ihn einmal komplett abzulaufen und wer will kann auch ein paar Stufen auf den Lion Rock hochklettern. Das haben wir uns heute mal gespart, denn die Aussicht von ganz oben, der Straße die man entlangfährt, ist noch am schönsten.
    Schließlich haben wir uns um 5 auf den Heimweg gemacht, aber ein Programmpunkt stand noch an. In den ganzen letzten 4 Monaten haben wir es nicht einmal geschafft den 'Saturday Night Market' in Pakuranga, unserer unmittelbaren Nachbarschaft zu besuchen. Das war Grund genug doch endlich mal vorbeizuschauen. Der Markt findet jeden Samstag von 18:00-24:00 statt und was uns erwartet haben wir eigentlich auch nicht so richtig gewusst. Das Ergebnis hat uns dann aber doch umgehauen, der Markt ist tatsächlich in einer Tiefgarage. Ich dachte die Frau die wir nach dem Weg gefragt haben ist irre, dass sie uns in die Tiefgarage schickt, Autos wollen wir uns ja nicht anschauen, aber tatsächlich wird dort wöchentlich der Markt errichtet. Und da gab es alles. Hab ich gleich mal ein Minion Kuscheltier für Finley mitgehen lassen, um ehrlich zu sein fand ich es einfach zu cool um es nicht zu kaufen:) Essensstände gab es auch reichlich, da waren wir ein bisschen überfordert bei der Auswahl. Schließlich haben wir uns für 2 Frühlingsrollen, je $1also 60cent !!, entschieden und als Nachtisch gab es Churros, diese spanische frittierte Teigware. Soo lecker, da müssen wir nochmal hin. Aber, wie gesagt, ich habe ja noch 111 Tage :)))

    Photos & Videos

    Comments

  • 24Dec 2013

    80 Heiligabend 12/24/2013

     

    Description

    Weihnachten traditionell

    Als ich heute morgen aufgestanden bin habe ich nicht das letzte Türchen am Adventskalender geöffnet, weil mich ab dem 15. der Plastikgeschmack der Schokolade angewidert hat. Ich habe auch nicht meine dicksten Klamotten angezogen, die Heizung aufgedreht und auf eine schneeweiße Landschaft geschaut. Ich habe nicht alle Geschenke unter den Tannenbaum gelegt und mit meinem Vater angefangen den Krabbensalat vorzubereiten. Stattdessen bin ich in mein Kleid geschlüpft und habe die Wäsche draußen zum Trocknen aufgehängt. Aber war das ein Grund sich nicht auf Weihnachten zu freuen? Nein, im Gegenteil, die Vorfreude war wie immer groß, aber überwiegt hat die Neugierde wie es wohl ist einmal Weihnachten im Sommer und am 25. morgens zu feiern. Das Ergebnis? Bildet euch selbst eine Meinung...
    Begonnen hat mein Tag damit, dass Alice die Kinder abgeholt hat. Sie bleiben bis morgen Mittag bei ihr, sodass ich in Ruhe meinen Heiligabend feiern kann. Es wurde auch höchste Zeit, dass die Kinder aus dem Haus kamen, weil ich sie nicht mehr viel länger davon hätte abhalten können die zahlreichen Geschenke zu öffnen. Die Verwandtschaft hat schon fleißig Pakete geschickt und ein kleines etwas mit meinem Namen drauf habe ich auch entdeckt. Barry musste heute noch arbeiten, also war das Haus mir überlassen und Raphaela. Wir haben uns entschieden zusammen zu feiern, denn außer uns feiert ja heute niemand. Manche Traditionen müssen einfach bewahrt werden. Und traditionell haben wir auch gekocht. Aber die Zutaten dazu muss man erstmal finden. Wir haben alle, alle Geschäfte die letzten Tage abgeklappert, um Rotkohl und Klöße zu finden...erfolglos. Darum hatten wir um halb 3 ein Appointment am Pak'n'Save, unserer letzten Hoffnung. Weil ich nichts mehr zu tun hatte, bin ich davor noch ein bisschen durch Botany geschlendert. Halleluja, da war was los. Rabatt in allen Geschäften. Was das für eine Strategie ist verstehe ich nicht. Ich meine am Boxing Day, dem 26. sind immer die größten Sales, weil da alle ihr Weihnachtsgeld ausgeben, aber davor?? Ist das ein Akt der Nächstenliebe? Ich beschwere mich jedenfalls nicht, denn meine Geschenke habe ich auch im Sale erstanden. Schließlich kam Rapha schwer beladen mit ner Menge Essen an und ich habe mich von meinem Sonnenplatz und Smoothie getrennt. Im Supermarkt war natürlich auch die Hölle los, da sind die Leute nicht anders als in Deutschland. Allerdings sind die Einkaufswägen hier so riesig, dass ich dauerhaft in Kollisionen verwickelt war. Dennoch haben wir uns durchgekämpft und tadaa was erstrahlt da vor meinen Augen wie der Stern von Betlehem? Rotkohl. We finally found it. In der internationalen Abteilung. Da war der Abend gerettet. Die Klöße sind zwar trotzdem nicht aufgetaucht, doch dafür gabs Kroketten und moi liebt ja bekanntlich alles mit Kartoffeln. Außerdem haben wir uns Cyder gegönnt, den wir auch nur kaufen konnten, weil Rapha ihren Reisepass dabei hatte. Was anderes wird bei Alkohol nicht akzeptiert und eigentlich müsste ich meinen auch vorzeigen, aber sie waren gnädig, denn ich habe ihn offensichtlich zu Hause vergessen. Noch schwerer bepackt und unter strahlendem Sonnenschein sind wir schließlich über Umwege zum Video Verleih zu Hause angekommen. Nach ein bisschen Gemüse schnippeln haben wir uns entschieden dieses Jahr einen Film zu schauen, statt wie ich es gewohnt bin, in die Kirche zu gehen. 'The Lone Ranger' war eine interessante Alternative dazu, wenn auch recht schwer auf Englisch zu verstehen. Diese geistige Anstrengung wurde mit der Vorspeise belohnt: Avocado-Pilze-Salat mit Räucherlachs und dazu Ziegenkäse in Blätterteig mit Honig. Danach war ich satt. Hilfe, das war so nicht geplant. Das sollte erst der Anfang einer 3-tägigen Fressorgie werden, aber ich weiß nicht ob es an der Hitze liegt oder weil ich upside-down esse, doch ich war satt. Obwohl ich heute nur den Smoothie hatte. Komisch, Rapha ging es genauso. Aber kampflos wollten wir nicht aufgeben, also haben wir uns an das Hauptgericht, Kroketten mit Rotkohl und Frühlingsrollen gemacht. Natürlich sehr lecker und eigentlich voll mein Fall, bloß viel zu viel. Geschlagen und grübelnd war alles was wir danach noch machen konnten auf dem Sofa gammeln und Ich-Einfach Unverbesserlich 2 (Despicable Me 2) zu schauen. Das Lachen hat nich gut getan, doch die Minions lassen einem keine Chance. Für den Nachtisch, Schokofrüchte und trifle war nun aber wirklich gar kein Platz mehr, sehr zu unserem Bedauern. Also haben wir unsere Bescherung gestartet. Von Rapha habe ich eine Schneemann Badekugel mit Kokosduft, einen Ferrero-Rocher-Mix und von ihrer Familie Cadbury Schokolade bekommen...dreimal hmmm lecker. Ja, Kokos ist auch lecker. Ich habe ihr einen Massagegutschein von grabone, den ich auch habe, und Moustache-Socken, die ich auch habe, geschenkt. Das ist mein Problem bei Weihnachtseinkäufen, sie gefallen mir immer selbst auch so gut. Für den 3. Film 'White House Down' waren wir zu müde, denn morgen steht ja eigentlich der große Tag an. Also haben wir uns schon um Mitternacht ins Bett verkrochen, ich in meins, Rapha in Honeys und von unserem mal etwas anderem, trotzdem aber traditionellem Heiligabend geträumt.

    Nun aber wünsche ich euch allen: FROHE WEIHNACHTEN, Merry X-mas, Joyeux Noël und !Feliz Navidad. Danke für die zahlreichen SMS und E-Mails von allen die heute ganz besonders an mich gedacht haben. Ich hoffe ihr habt ein paar schöne Weihnachtstage vor euch und ein gemütliches Fest mit der Familie :))

    Photos & Videos

    Comments

  • 25Dec 2013

    81 Christmas Day 12/25/2013

     

    Description

    Weihnachten mal anders

    Merry Christmas! Das muss jetzt nochmal sein, denn eigentlich ist ja erst heute Weihnachten. Sowohl bei euch, Heiligabend, als auch bei mir, der Morgen des 25. Dezembers. Das schreit geradezu nach einer Skypekonferenz mit meiner Familie. Den Schrei muss Barry auch gehört haben, denn er hat sich dazugesellt und ein paar nette Worte mit meiner Familie gewechselt. Wir sind jetzt offiziell immer herzlich eingeladen sie zu besuchen, weil ich einen so guten Eindruck hinterlassen habe, hört hört. Dann hat er sich in die Küche begeben, um Rapha und mir ein traditionelles English Breakfast aufzutischen. Die vegetarische Version natürlich hmmm, es hat auch was gutes morgens Weihnachten zu feiern. Eine Frage muss ich euch aber dann doch allen beantworten: 'Bist du nicht traurig, dass du an Weihnachten nicht zu Hause sein kannst?'
    Natürlich ist es zur Weihnachtszeit besonders hart so weit weg zu sein, weil man es jedes Jahr seines Lebens traditionell mit den gleichen Personen im Wohnzimmer verbracht hat. Es ist und bleibt das Fest der Familie, da stimmt ich zu.
    Dennoch habe ich es mir ja ausgesucht jetzt hier zu sein. Ich KANN natürlich jederzeit nach Hause und Weihnachten wie jedes Jahr feiern, mir schreibt ja niemand vor hier zu bleiben. Aber das will ich nicht. Wer kann schon behaupten, dass er mit 19 Jahren bereits einmal auf der anderen Seite der Welt, am 25. Dezember Weihnachten gefeiert hat. Das wird mir mein Leben lang in Erinnerung bleiben und dafür bin ich unglaublich dankbar.
    Außerdem, und das sage ich ohne jede Zweifel, habe ich auch dieses Jahr Weihnachten mit meiner Familie gefeiert. Meiner neuseeländischen Familie. Honey, Finley, Barry und auch irgendwie Rapha sind jetzt meine Familie. Sie geben mir ein zu Hause in dem ich mich geborgen fühle, sie unterstützen mich und sie akzeptieren mich so wie ich bin. Ich weiß noch, wie ich am ersten Tag hier reinspaziert kam und alles so fremd und anders war. Aber mittlerweile sehe ich, dass jede Ecke dieses Hauses zeigt 'Hier leben Kinder' und das macht es so sehr zu einem Heim. Jeder der hierher kommt sagt es ist total gemütlich und deshalb chille ich auch immer auf der Couch im Wohnzimmer, statt mich auf mein Zimmer zurückzuziehen. Raphas Familie zum Beispiel hat ja wirklich ein topmodernes Haus, aber es ist auch immer aufgeräumt und rausgeputzt, fast ein bisschen kühl. Auch muss sie ihre Kinder oft ermahnen, ich nie. Es herrscht einfach eine total ungezwungene Atmosphäre, weshalb ich mich als 4.Familienmitglied und nie als Gast sehe.
    So habe ich mich auch gefreut die Kinder wieder zu sehen, als sie super aufgeregt zur Tür reingestürmt kamen. Auf das war ich nicht vorbereitet. Finley ist ja völlig durchgedreht, wenn wir ihn nicht festgehalten hätten, wären alle Geschenke innerhalb von 5 Minuten ausgepackt gewesen. Besser gesagt aufgerissen. Und da waren viele Geschenke, Barry hat nämlich jede Kleinigkeit einzeln verpackt und die Verwandtschaft hat es ihm gleich getan. Als wir dann das Startsignal gegeben haben ist Barrys kläglicher Versuch zu notieren wer was geschenkt hat, um sich später zu bedanken, absolut gescheitert. Ach waren das Zeiten als ich noch die Geschenke aufgerissen habe..mache ich heute noch:D Aber es gab einen Moment als Finley innegehalten hat, nämlich als er mein Geschenk geöffnet hat. Das Minion! Das Minion hat ihn vollkommen aus dem Konzept gebracht, denn seitdem lässt er es nicht mehr aus den Augen, das war ein Volltreffer:) Außerdem hat er von mir einen Air Hockey Tisch, den kleinen natürlich, und Kinderschokolade bekommen. Für Honey gab es einen Regenschirm, eine Kosmetiktasche und Sylvanians, diese Figuren die sie sammelt. Danach war auch sie überglücklich und hat mir eine dicke Umarmung gegeben. Das war mein schönstes Weihnachtsgeschenk, die Umarmung. Normalerweise mag sie es gar nicht wenn man sie anfasst, drückt oder bei der Hand nehmen will. 'Don't touch me please', sagt sie dann immer. Ich schätze mal das hat mit der Trennung von den Eltern zu tun, denn niemand darf das, aber ich respektiere diese Bitte. Nur heute hat sie mich gleich mehrmals gedrückt, nun bin ich wohl endgültig in die Familie aufgenommen. Barry habe ich mit einem Gutschein für ein Sportgeschäft überrascht und Alice kann jetzt ne Runde in Botany shoppen gehen.
    Dann kam was, das mich diesmal total überrascht hat: meine Geschenke. Ich habe echt nicht erwartet, dass sie mir was schenken, vor Allem nicht so viel. Aber da haben sich ein paar richtig Gedanken gemacht, dementsprechend genial sind auch meine Geschenke ausgefallen: Ich habe ein Bild von Neuseeland auf einer Leinwand bekommen, das aus alten Briefmarken gemacht ist. Sieht richtig bunt aus und das beste es wiegt nicht viel, muss es ja auch irgendwie zurückbringen. Außerdem gab es jede Menge Outdoorausrüstung von guten Marken wie eine Sickflasche mit Karabiner von macpac, Campingbesteck, einen Salz-/Pfefferstreuer, ein bisschen Schokolade und Bodylotion. Von den Oma und Opa bekam ich einen Anstecker und ein Tuch und von Carol, Chris, Harry und Tilly, die später kamen, eine Manuka Honey Seife, diese Pflanze gibt es nur hier. Na das hat sich doch mal gelohnt. Anschließend haben wir auch alle mit der Verwandtschaft in England geskypt, um uns für die Geschenke zu bedanken. Rapha und ich haben uns kurz verdünnisiert, um das heiß erwartete Schokofondue nachzuholen. Gute Entscheidung. Dann haben wir erneut 'Despicable Me 2' eingelegt und uns daran gemacht Finleys Minecraft Pappfiguren aufzubauen. Challenge accepted. Hat mich viel Geduld und Konzentration gekostet nur ein einzelnes Huhn zu basteln, aber es hat Spaß gemacht, weil wir das alle zusammen durchgestanden haben. Danke auch nochmal an dich, Rapha, für die Basteleinheit.
    Als dann der angekündigte Besuch eintraf, haben die Erwachsenen sich ans Kochen gemacht, und wir Kinder haben die neuen Geschenke aisprobiert. Jawohl, richtig gehört, WIR Kinder. An Weihnachten bin ich eben noch Kind solange ich es kann:) Wobei dies das erste Jahr war, in dem zwei andere Kinder im Mittelpunkt standen. Aus der Küche drang derweil ein immer besserer Geruch. Da erstens das Wetter gar nicht mal so schön war und zweitens sowohl die Harrisons als auch unser Besuch aus England stammen, wurde heute statt dem typischen Kiwi-Barbecue ein britisches Weihnachtsessen aufgetischt, Barbecues werden noch genug kommen. Neben Kartoffeln, Gemüse und Pie waren die Yorkshire Puddings und Breadsauce neu für mich. Yorkshire sieht aus wie ein Muffin und ist aus Pancaketeig gemacht, unheimlich lecker und einfach zu kochen. Breadsauce ist, wie der Name sagt, eine Soße aus irgendwas Brotartigem, einfach delicious. Für den süßen Nachtisch war schon wieder nicht viel Platz, mensch was ist den los dieses Jahr. Der geplante Spaziergang ist leider ausgefallen, denn, ja, das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gezogen. Ich will mich nicht beschweren, schließlich hattet ihr da drüben in Deutschland auch nicht das typische Dezemberwetter. Bei 13*C kommt wahrscheinlich mindestens genau so wenig Weihnachtsstimmung auf, wie bei uns im Regen. Das wars dann mit dem geplanten Foto am Strand, aber ein Bild von Rapha und mir gibts trotzdem.
    Später ist Lucy noch eingetrudelt, somit waren alle meine Lieben versammelt und ich habe wie immer Weihnachten mit meiner Familie gefeiert. Also, nein, ich habe heute nicht viel Heimweh bekommen. Eine Umarmung von Honey hat diesen fantastischen Tag würdevoll beendet.

    Photos & Videos

    Comments

  • 26Dec 2013

    82 Boxing Day 12/26/2013

     

    Description

    Weihnachten ganz verrückt

    Gegen alle Erwartungen sind wir heute nicht shoppen gegangen. Ihr müsst nämlich wissen, am Boxing Day, dem 26. Dezember geht ganz Auckland einkaufen. Alle Geschäfte haben über 50-60% Sale und Frau sowie Mann muss das Weihnachtsgeld in Ware umsetzen. Wie ich von Rapha, die heute an Botany vorbeigekommen ist erfahren habe, haben die Leute ihre Autos sogar auf den Straßen um Botany herum geparkt, wo es da doch schon mehr als genug Parkplätze gibt. Muss echt irre gewesen sein. Aber Barry hasst es bekannterweise zu shoppen und ich habe auch kein Weihnachtsgeld dieses Jahr, also habe ich es ihm nicht übel genommen. Stattdessen haben wir gleich morgens Honeys neues Waffeleisen eingeweiht. Waffeln mit Erdbeeren und Sahne, yum. Zur Feier des Tages gab es Croissants, Rösti und kleine Fruit Pies dazu. Na gut, dafür quäle ich mich auch gerne aus dem Bett.
    Anschließend haben wir einen typischen 2. Weihnachtstag hingelegt: gammeln. Das war unsere Hauptbeschäftigung. Hunger hatte niemand so richtig, also fiel das große Essen heute mal aus. Zuerst haben wir also mein neues Kartenspiel getestet. Ich habe ihnen 6Nimmt geschenkt, das hatte ich noch aus Deutschland dabei und es schien ihnen Spaß gemacht zu haben. Danach habe ich eine Weile mit Finley Lego aufgebaut, gott, das wird echt immer komplizierter. Da der Spaziergang ja gestern ausgefallen ist, musste irgendeine andere sportliche Betätigung her, sonst wären wir bald weggepennt. Was gibt es da besseres als einen 'Nerf War'? Nichts. Finley hat ein paar neue Nerf Pistolen bekommen, das ist so eine Art Paintball, nur dass es nicht wehtut, weil man mit Schaumstoffpfeilen schießt. Also sind wir mit Brille, Weste, Weihnachtsmütze und Pistole wie irre durch die Wohnung gerannt und haben uns abgeschossen. Ich hoffe das hat niemand gesehen, man könnte es wohl auch 'Nerd War' nenne, so wie wir aussehen. Sehr lustig. Gewonnen hat irgendwie immer Finley, weil er jedes Mal die Regeln geändert hat mitten im Spiel. Tzja.
    Dann wurde Barry irgendwann ganz hibbelig, weil er heute noch nicht rennen war. Wir haben ihm seinen 2 Stunden Run gegönnt, aber nur unter der Voraussetzung, das wir Home Alone (Kevin allein zu Hause) schauen dürfen. Weihnachten ist nicht Weihnachten ohne diesen Film.
    Anschließend kam der wirklich verrückte Teil dieses Tages. Ich meine, das übertrifft auch unseren Nerf Ausbruch. Wir sind zu einer Barbecue Party gegangen. Mit 13 Kindern. Ich meine, wer tut sich sowas freiwillig an? Ich befürchte Barry hat auch nicht so genau gewusst worauf er sich da einlässt. Seine ehemalige Klassenkameradin aus England hat ihn eingeladne. Vor zwei Jahren hat Barry sie zufällig auf Facebook entdeckt und war dann sehr verwundert, dass sie Bilder von Cockle Bay hat. Also hat er sie gefragt, was sie in Neuseeland macht und dann hat er festgestellt, dass sie ein paar Straßen weiter wohnt. Zufälle gibts. Ihr Haus, sagen wir es ist sehr spärlich eingerichtet, aber personentechnisch gesehen ist das die Hölle los, sie hat nämlich 5 Kinder. Dann kamen noch 3 weitere Familien, eine davon ist jetzt bei uns gegenüber eingezogen, und so waren dort mal eben 13 Kinder größtenteils im Alter zwischen 2 und 5. Puh, ja, was gibts da noch hinzuzufügen. Die Krönung war allerdings der neue Nachbarsjunge. Der ist offensichtlich hyperaktiv. Ich habs schon bereut, dass wir so großkotzig erzählt haben, dass wir gegenüber wohnen. Erst hat er sich mein Handy geschnappt und damit gespielt, dann wollte er mit mir tanzen, dann hat er mir die ganze Zeit unnützes Zeug erzählt und anschließend hat er es auf Honey abgesehen. 'Wir sollten heiraten' meinte er, nachdem er festgestellt hat, dass sie 11 und er 13 ist. Da war ihr die Angst ins Gesicht geschrieben und sie hat sich ganz klein hinter mir gemacht, was so gesehen keine große Kunst ist. Gott sei Dank war er kurz darauf mit Essen beschäftigt und ein bisschen Ruhe ist eingekehrt. Was gabs zu essen? Natürlich Barbecue. War das vorher geplant? Natürlich nicht. Wo wir bei dem Thema neuseeländische Partys wären. Hierzu gibt es einiges zu sagen..
    Regel Nummer 1 jeder Gast muss etwas mitbringen. 'Bring a plate' bedeutet nicht etwa bringe leere Teller mit, wie es sinngemäß übersetzt heißen würde, sondern bringe etwas zu essen mit. Was ist völlig egal, aber man liegt immer richtig, wenn es für den Grill geeignet ist.
    Regel Nummer 2 plane vorher nie den ganzen Abend durch. Es wäre unverschämt, wenn der Gastgeber vorher stundenlang einkaufen geht und viel Vorbereitungsarbeit hat. Stattdessen schaut man in den Kühlschrank und tischt alles auf was genießbar ist. Was genau es zu essen gibt, weiß davor eigentlich niemand aber es kommt immer was gutes bei raus.
    Regel Nummer 3 alle, und mit alle meine ich alles was atmet, hilft beim Schnippeln mit. In 5 Minuten ist so die ganze Arbeit erledigt und jeder hat zur Mahlzeit beigetragen.Üblicherweise kocht Barry auch, wenn wir bei Carol und Chris eingeladen sind, das ist mir schon am ersten Abend aufgefallen.
    Regel Nummer 4 gegessen wird draußen. Meistens schnappt sich jeder einen Teller und macht es sich auf dem Terrassenboden gemütlich. Besteck wird auch oft überbewertet und bei Fish'n'Chips gibt es generell keine Teller. Das wird immer, absolut immer aus dem Papier gegessen mit dem es ankommt. Wer gegen alle Vorwarnungen trotzdem Geschirr nimmt, enttarnt sich eindeutig als Tourist.
    Regel Nummer 5 der Gastgeber darf nicht spülen. Er stellt das Haus zur Verfügung, die Gäste räumen auf. Wenn die letzte Person aus der Tür geht, sieht das Haus wieder so aus wie vorher. Selbst die Damen in den schicksten Kleidern haben keine Scheu den Spüllappen in die Hand zu nehmen.
    Ihr seht, es hat nur Vorteile die Freunde zu sich einzuladen, deshalb gehen wir wohl auch jedes Wochenende woanders essen. Barbecues are simply the best.
    Ach und ich vergaß. Keine Ahnung ob offizielle Statistiken es schon beweisen, aber die Kiwis trinken garantiert mehr Bier als die Deutschen. No beer, not a good evening. Rule Number 6.
    Got it?
    Achso das Ende des Abends: Ruhe. Niemand hat sich mehr getraut was zu sagen.

    Comments

  • 28Dec 2013

    83 Bay of Plenty 12/28/2013

     

    Description

    Wie einige wohl meinen Facebook Bildern entnehmen konnten, befinde ich mich gerade in der Bay of Plenty. Die Ferienregion Neuseelands. Dieser Trip war wahrlich recht spontan, aber die Spontaneität hat sich wie immer ausgezahlt:)
    Vor ca. 2 Wochen habe ich noch ein letztes Mal in der Schule vorbeigeschaut, um mein Wichtelgeschenk abzugeben. Dort habe ich Steffi getroffen, mit der ich auch schon Anfang Dezember zum Horse Riding am Muriwai Beach war. Bei ihr stand ja von Anfang an fest, dass sie ab Weihnachten, pünktlich zum Schulschluss, mit ihrem Auto loscruist und Neuseeland auf eigene Faust erkundigt. Also habe ich mich mal informiert, wie weit sie mit ihrer Planung schon ist und habe erfahren, dass sie über Silvester die Bay of Plenty abfährt. Das klang gut, wesentlich besser als alleine in Auckland zu sitzen, weil eigentlich gerade alle reisen, also habe ich mal erwähnt, dass ich eventuell auch Interesse hätte. Wann anders komme ich wohl eh nicht mehr nach Tauranga, ein weiter Grund diesen Ort aufzusuchen. Steffi hat sich daraufhin auch gefreut ein bisschen Gesellschaft am New Years Eve zu haben, war nur noch die Frage ob ich da auch frei kriege. Das war dann auch der Grund weshalb es im Endeffekt so ungeplant war. Alice hat in letzter Sekunde gesagt, dass sie die Kinder von heute bis zum 01.01. nimmt und dann hab ich schnell noch den nakedbus gebucht. Kurzzeitig hing es dann doch nochmal auf der Kippe, weil der Plan war Silvester in Whakatane zu verbringen, von wo aus nur leider kein Bus am 1. zurück nach Auckland fährt. Also setzt mich Steffi nochmal in Tauranga ab und ich zahle dann das Spritgeld für den Umweg. Das ist es mir wert, Silvester in Auckland soll echt laaangweilig und unspektakulär sein. Kein Wunder, denn ganz Auckland ist leer, alle Familien sind im Urlaub und wo fahren sie hin: Bay of Plenty. Der Place to be zum Jahreswechsel. Gutes Wetter, endlose Strände, zahlreiche Campingplätze und gute Laufstrecken - alles was ein Kiwi braucht.
    Die Entscheidung für 4 Tage wegzufahren bedeutet dann aber auch, dass ich ein paar Vorbereitungen treffen muss, da es 2 Tage später für einen Monat auf die Südinsel geht. Außerdem wohnen ab Donnerstag die Schwester von Barry und deren Mann bei uns, die ebenfalls einen Monat hier sind. Da wir kein Gästezimmer haben, wird Finleys Raum wieder gebraucht, in dem ich ja eigentlich bin. Also haben wir vereinbart, dass mein ganzer Kram in den Schrank kommt und die Schubladen und Regale wieder mit Finleys Sachen gefüllt werden. Darum habe ich jetzt einen Koffer voller Kleidung, die ich im Februar mit der Post nach Hause schicke, eine Tasche mit den Sachen, die ich auf die Südsinsel mitnehme, eine Tasche mit Zeug, dass ich im Februar/März brauche, meinen Rucksack mit den Sachen für die nächsten 4 Tage und Kram der hierbleibt. Zudem musste ich mir eine SIM-Karte fürs iPad kaufen, dass ich euch weiterhin über meine Reise informieren kann und habe bei der Gelegenheit auch meinen Handyvertrag zu vodafone gewechselt, denn mit 2degrees hat man weder auf der Südinsel noch jetzt in Tauranga Empfang. Mein Tipp also, holt euch gleich vodafone.
    Ja dann kanns endlich losgehen:)

    Comments

  • 29Dec 2013

    84 Das Miami von Neuseeland 12/29/2013 New Zealand —

    Tauranga, Tauranga, New Zealand

    Description

    Mount Maunganui

    Um 8 Uhr hat mein Silvester Trip gestartet. Ich habe den nakedbus gebucht, der etwa 3 Stunden bis nach Tauranga braucht. Diese Busse sind echt günstig für 11 Stunden Nachtfahrt nach Wellington zahle ich beispielsweise nur $30, was viel billiger ist als mit dem Auto zu fahren. Barry hat mich also netterweise nach Auckland gefahren, sodass ich mich einigermaßen von der Barbecue Party bei Freunden gestern Nacht erholen konnte. Wie immer, wenn ich zu meinen Wochenendtrip aufbreche, regnet, nein schüttet es. Das war so bei Coromandel, bei Rotorua und nun auch bei Bay of Plenty, aber ich sehe es als gutes Omen, weil die darauffolgenden Tage dann bisher immer sonnig und wolkenlos waren. Warten wirs ab.
    In Tauranga angekommen, konnte mich Steffi glücklicherweise direkt vom Busstop abholen, weil sie auch gerade aus Rotorua eingetroffen ist. Perfektes Timing also und dann haben wir das Auto erstmal am Hafen abgestellt und uns mit Blick aufs Meer überlegt, was wir denn so die nächsten Tage machen. Die Inspiration kam nicht so, also haben wir das iSite Infocenter aufgesucht und uns mit jeder Menge Broschüren und Kartenmaterial ausstatten lassen. Zuerst sind wir also in das Museum gegangen, die Tauranga Art Gallery, sehr klein aber originell. Vor Allem jedoch kostenlos und trocken. Die 10 Minuten haben auch für einen totalen Wetterumschwung von kalt und nass zu warm und sonnig gereicht. Also sind wir ein bisschen am Hafen entlang geschlendert, haben uns so ein altes Maori Kriegskanu (Te Awanui) angeschaut und sind dann in eine Markthalle, in der Kunst von örtlichen Leuten verkauft wird. Dort drinnen war es sehr gemütlich, sodass wir noch auf einen Kaffee geblieben sind. Das hat uns Gelegenheit gegeben, eine Unterkunft für heute Nacht zu suchen. The problem is, an Silvester sind grundsätzlich alle Hostels, Hotel, Motels in und um Tauranga und Mount Maunganui ausgebucht. Steffi hat Anfang Dezember schon überall nachgefragt, aber da war leider absolut nichts zu machen. Nun blieb uns nur noch die Möglichkeit im Auto zu schlafen. Aber bei fast allen Campingplätzen, die noch nicht ausgebucht waren, muss man 'self-contained' sein, also eine Toilette an Bord haben. Freicampen oder eine Nacht am Straßenrand kostet $200 Bußgeld und gerade jetzt kontrollieren sie wirklich sehr aufmerksam. Eine nette Verkäuferin in der Halle hat unsere Misere mitbekommen und sich glatt zu uns gesellt, um uns irgendwie zu helfen. Kurz darauf kam noch ein Mann dazu, der uns angeboten hat seinen Laptop zu benutzen, um ins Internet zu gehen. Irgendwann standen 3 Leute um uns herum, aber irgendwie kamen wir auch nicht weiter. Also haben wir uns so noch ein bisschen mit ihnen unterhalten, die Leute sind immer so begeistert, wie gut die Deutschen Englisch sprechen und dann sind wir losgefahren, um das beste aus dem Tag zu machen.
    Unser nächstes Ziel hieß Mount Maunganui, wo die riesengroße Silvesterparty jährlich stattfindet. Eigentlich wollten wir nur auf den Berg, bzw ich wollte mich eine Stunde da hoch quälen, sorry Steffi, aber dann haben wir diesen wunderschönen Campingplatz (Mount Maunganui Beachside Holiday Park) direkt am Berg und zwischen den 2 Stränden entdeckt. 'Give it a try' war unser Motto heute, also haben wir mal eben den verzweifelten Gesichtsausdruck aufgesetzt und ganz nett gefragt, ob nicht vielleicht doch irgendwo noch eine kleine Lücke frei ist. Natürlich nicht, der Zeltplatz war komplett ausgebucht, aber so einfach haben wir uns nicht abwimmeln lassen. Tatsächlich hat die Dame dann noch einen letzten Stellplatz gefunden, wobei wir erst sichergehen mussten, dass er frei ist, weil der Nachbar wohl meinte, dass er teilweise auf 2 Plätzen steht. Als wir geschaut haben war das aber alles kein Problem, also haben wir die $60 bezahlt und hatten eine Bleibe für die Nacht. 'We got it. The very last camping space in Bay of Plenty.'
    Dann ging es schnell, naja eher mühsam, den Berg hinauf und wir haben es gerade so vor dem einsetzenden Nieselregen auf die Spitze geschafft. Die Aussicht war natürlich fantastisch, endlose Strände und endloses Meer. Weniger schön war, dass mal wieder nur Jogger unterwegs waren. Das ist hier wohl eine Familienbeschäftigung. Statt den einstündigen Weg auf die Spitze zu wandern, joggen die Eltern mit ihrem 6 jährigem Kind einfach. Das geht viel schneller. Crazy, crazy.
    Wir waren auch von der weniger sportlichen Gehart schon so fertig, dass wir dringend eine Dusche nötig hatten. Die sanitären Anlagen auf dem Platz sind wirklich sehr sauber und man kommt nur mit einem Chip in das Gebäude. Zudem hat jeder Camper 30% Rabatt im Schwimmbad nebenan, aber wer braucht das schon, wenn man umgeben von Meeresrauschen ist. Das wollten wir dann auch unbedingt aufsuchen, aber zuerst mussten wir uns noch ein wenig stärken. Zum Abendessen gab es Wraps gefüllt mit Salat, Schafskäse und Tomaten und dazu ein neuseeländisches Bier..das gehört zum Campen einfach dazu. Dabei haben wir ein bisschen mit unseren Nachbarn geplaudert, festgestellt, dass einige Deutsche auf dem Platz sind und uns dann in Richtung Meer aufgemacht. Die Straßen in und um Mount Maunganui waren mittlerweile für Autos gesperrt, denn die Straßen gehörten nun den Urlaubern, die allesamt in Bars, Eisdielen oder an den Strand geschlendert sind. Ich glaube mit Strand haben wir die beste Wahl getroffen, es ist einfach so befreiend immer und überall ans Meer zu können. Beim Schlendern haben wir eine große Bühne entdeckt, die schon vorahnen ließ, was für ein riesen Event am 31. hier stattfindet. Auf dem zugehörigem Poster waren zahlreiche Musicacts aufgelistet und das Partyvolk hat seinen Weg hierher auch schon gefunden. Da das mit der Unterkunft heute aber reine Glückssache war, werden wir wohl morgen in Richtung Whakatane aufbrechen. Glück war es in dem Sinne, dass der Camper, den die Rezeptionistin eigentlich meinte, erst um 11 ankam und zwar mit einem extragroßen Wohnmobil. Der braucht wahrlich 2 Plätze, aber irgendwie konnte er sich noch in die Ecke quetschen und es ist ja nicht unsere Schuld wenn wir falsche Infos kriegen und er erst so spät ankommt. Jedenfalls lagen wir sowieso schon im Bett, in unseren improvisierten Betten, aus Matratze, Rückbank, Kisten und Decken. Ich muss sagen, abgesehen davon, dass ich nicht so ganz wusste wohin mit meinen Beinen, war es doch sehr gemütlich. Stefanie hat Vorhänge für alle Fenster gebastelt und es war doch recht bequem. Ich wollte schon immer mal in einem Auto schlafen, aber jetzt wo ichs gemacht habe, muss ich sagen es reicht dann auch erstmal.

    Photos & Videos

    Comments

  • 30Dec 2013

    85 Like a real backpacker 12/30/2013 New Zealand —

    Whakatane, New Zealand

    Description

    Whakatane

    Der Wecker hat uns geweckt. Wir haben es tatsächlich noch in den letzten 3 verbleibenden Stunden bis zum Morgen geschafft in so eine Art Schlaf zu verfallen. Das hätte mal 5 Stunden vorher passieren können, als meine Beine, nicht aber der Rest meines Körpers eine Ruhepause eingelegt haben. Achja die Wehwehchen und Leiden eines Backpackers. Das Positive an dem Morgen, es gab allen Grund aufzustehen und aus dem Auto zu kriechen. Sonnenaufgang am Strand, überall um uns herum und dazu die frische Meeresluft gemischt mit dem Chlorgeruch von nebenan. So ein Urlaubsgefühl lag irgendwie in der Luft. Gerade war ich noch am träumen, da wurde ich auch schon wieder knallhart in die Realität zurückgeholt. Nein, die Menschen schlendern nicht gleich in ihren Sommerkleidern in Richtung Pool, um sich ihre Liege zu reservieren und dann einen Null-Bock-Faulenzer-Tag hinzulegen. Wir sind hier in Neuseeland. Der Zelteingang öffnet sich und heraus kommt ein hyperaktiver Mensch in voller Sportgarnitur, der gleich den Mount Maunganui hinauf- und wieder runterjoggen wird. Ohne Witz. Jeder, JEDER Camper auf diesem Platz, ob groß, klein, dick, dünn, alt, jung, hat kurz Luft geholt und ist dann losgerannt. So irre. Das ist die Familienbeschäftigung. Da sind teilweise Eltern mit ihren Kindern an uns vorbeigesaust und wer keine Lust hatte, hat sich sein Surfboard geschnappt und sich ebenfalls rennend in Richtung Strand aufgemacht. Ja, da standen wir nun, voll unsportlich, und haben das Kommen und Gehen beobachtet. Also dachte sich Steffi, mach ich doch auch mal einen auf super fit und nehme ne Surfstunde. Nur leider hätte diese erst um 2 stattgefunden, was dann doch zu knapp war, weil wir um 10 schon auschecken mussten und es nicht 4 Stunden in dieser Hitze am Strand ausgehalten hätten. Gegen einen kurzen Gang ins Meer hat aber nichts gesprochen, gegen einen langen schon, denn dafür war das Wasser zu kalt. Eisig brrrr. Da wäre mein Papa nicht reingegangen, stimmts? :D
    Als wir uns dann ca. 1 Stunde später entschieden haben nach Whakatane aufzubrechen, war der Strand auch schon echt gut voll. Ich glaube Silvester dort wird richtig überlaufen sein, die haben heute schon die ganze Technik aufgebaut, da wird ne riesen Party geschmissen. Aber ganz ehrlich, das war uns fast ein bisschen zu viel Rummel und irgendwie unpersönlich, deshalb sind wir mit nicht allzu viel Wehmut losgefahren. Wehmut hatten wir dann beim Tanken, aber das ist ja noch billiger als in Deutschland. Steffis Auto schluckt zwar viel Sprit, aber dafür waren $3000 ein absolutes Schnäppchen für einen so großen und ungenutzten Geländewagen mit Allradantrieb. Tatsächlich haben die Gäste im nächsten Hostel ihren Neid nicht zurückhalten können, na da muss Steffi gut auf ihr Schätzchen aufpassen. Von Mount Maunganui nach Whakatane fährt man ein bisschen mehr als ne Stunde, also waren wir schon recht früh da. Nicht geil. Ich weiß nicht ob wir bisher nur einfach immer Glück hatten, aber dieses Hostel ist dreckig. Dreckiger Teppich, dreckige Bettwäsche, dreckige Küche, mit dem Bad fange ich erst gar nicht an... Es hat dementsprechend ein bisschen gedauert, bis wir unsere Sprache wiedergefunden haben, aber andererseits: Was soll man machen? Es gibt kein anderes Hostel in diesem Ortm zumindest kein günstiges und bezahlt haben wir sowieso schon. Doch irgendwie war das leibliche Wohl in dem Moment wichtiger als das geistige, so sind wir denn in die Stadt gefahren und haben im Guinness Pub ne Kleinigkeit zu Mittag gegessen. Bis wir uns da mal entschieden haben, wo wir essen gehen, war auch wieder so viel Zeit vergangen, dass wir nur noch schnell im Pak'n'Safe einkaufen gegangen sind und uns dann tatsächlich aufs Zimmer gechillt haben. Bzw, ich auf die Gartenbank, die schien mir irgendwie sympathischer.
    Und die Moral aus der Geschicht: die ganze Aufruhr war garnicht nötig. Klar, es war schon dreckig, aber die Leute dort waren super nett und geschlafen haben wir auch einigermaßen gut. Ich meine, wir können uns nicht beschweren, der Italiener auf dem Zimmer musste um 5 Uhr morgens zum Fruitpicking aufstehen. Wo wir bei diesem Thema wären. Die anderen Deutschen, ich sags wies ist da sind 80% Deutsche wie in jedem anderen Hostel auch, konnten uns ein paar wertvolle Tipps geben. Zum Einen braucht Steffi Hilfe mit dem Auto. Reifendruck nachmessen und Wasser- und Ölstand prüfen. Das übernehmen sie. Und dann war Steffis Idealvorstellung vielleicht 1 Woche zu arbeiten, weil sie recht viel Zeit für die Bay of Plenty, bzw. danach Hawkes Bay hat. Die Jungs arbeiten seit ein paar Tagen auf einer Kiwifarm und sind allgemein schon alle seit so 1 Monat in dieser Unterkunft, immer suf der Suche nach neuen Jobs. Man verdient bei so 8 Stunden Arbeit täglich etwas mehr als $100, ein wahrlich lohnenswertes Geschäft. Drum verlängert Steffi ihre Zeit gegen alle Vermutungen im Hostel und kommt ab Donnerstag mit auf die Arbeit. Dann muss sie auch nicht mehr mit dem Zimmer vorlieb nehmen, sondern kann es sich im Auto gemütlich machen. Irgendwie hat es sich also doch gelohnt hierher zu kommen.

    Photos & Videos

    Comments

  • 31Dec 2013

    86 New Year's Eve 12/31/2013 New Zealand —

    Ohope, New Zealand

    Description

    Ohope Beach

    Ich habe gestern vergessen zu erwähnen, dass wie Britta kennengelernt haben. Britta ist eine Lehrerin aus Kiel und entspricht so garnicht dem Klischee einer Mather-/Biolehrerin. Sie surft, hat einen coolen Kleidungsstil, ist mega entspannt und hat sich ein Sabbatjahr genommen. Finde ich super, denn so manche Kollegen waren doch recht weltfremd und haben ihr Fach sehr wichtig genommen. Sie war jedenfalls schon in Portugal und Asien und ist jetzt seit 3 Wochen in Neuseeland. Grund genug sie mit zum Strand zu nehmen und einen Surf-/Schwimm-/Beachtag hinzulegen. Denn wie sonst könnte man den letzten Tag im Jahr besser verbringen?! Gar nicht, eben...
    Also sind wir in der Frühe zum Ohope Beach gefahren und haben uns gleich mal ein Board für 4 Stunden geliehen, das wir geteilt haben. 1 Stunde würde $20 kosten und 4 Stunden eben nur $40. Da wir aber auch zusammen rausgehen wollten, Britta und ich, Steffi hat ja ne Surfstunde genommen, haben wir dann doch noch eins für 1 Stunde genommen und den Preis geteilt. Das Wasser war schon recht frisch und die Wellen riesig. Am Anfang ist eigentlich gar nichts passiert, da saßen wir alle da und haben drauf gewartet, dass Gott Wellen macht. Britta hat sogar die ein oder andere gekriegt, weil sie in Portugal jeden Tag raus war und noch die Routine drin hat. Sie könnte sich eigentlich auch ein Board hier kaufen, das machen viele, und dann wieder verkaufen, ist wesentlich billiger als immer die Ausrüstung auszuleihen. Wie auch immer, nach ner Weile gings dann richtig los und passt man mal nicht auf wird man gleich weggespült. Das ist schon echt respekteinflößend wenn so ne 2-2,5 m große Wellt auf dich zurollt und dann bricht, sodass nichts anderes übrig bleibt als abzutauchen, denn das Surfbrett hängt ja ohnehin am Fußgelenk. Aber je größer die Wellen, desto größer der Funfaktor natürlich and that's why auf einmal sehr viele Surfer da waren und Schwimmer ohnehin. Das war mir ein wenig zu stressig, ich teile meine Wellen nicht gerne, deshalb habe ich mich dann für did Variante 'Relaxen am Beach' entschieden und so auch Britta. Dazu kamen zwei andere Mädels aus dem Hostel, die ein bisschen Boogieboarden war und noch eine wichtige Rolle auf meinem Wochenendausflug spielen werden, aber dazu späte