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Trip Island mit der Harley 2015 Island mit der Harley 2015 06/19/2015 - 07/15/2015   32 Jahre gehe ich mit dem Motorrad auf Reisen, 22 davon mit der Harley und... Michael Lüthje (DE) Nicole Lüthje (DE)
Denmark Faroe Islands Germany Iceland

Mahangu Moment

Island mit der Harley 2015

Island mit der Harley 2015

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32 Jahre gehe ich mit dem Motorrad auf Reisen, 22 davon mit der Harley und davon wiederum 9 Jahre mit meinem Lämmchen.Nach Kroatien, Italien, Frankreich, Korsika, USA und noch vielen anderen Ländern entschließen wir uns 2013 mit der Harley ans Nordkap zu fahren.Gesagt, getan und Lust auf Norden bekommen, und so beschließen wir, 2015 mit der Harley Island zu bereisen.
Recherchen im Internet und in der Szene ergeben das Islandreisende Harleyfahrer eher die Ausnahme sind und so gewinnt unser Vorhaben an noch mehr Reiz.
Wir planen 3 Tage ein um Hirtshals in Dänemark zu erreichen. Eigentlich wären diese 1000km auch an einem Tag möglich, aber nach unserem Motto
"auch auf dem Weg gibt es viele Ziele"("der Weg ist das Ziel" find ich nicht zutreffend), werden wir an der jütländischen Nordseeküste noch einige Stopp's einlegen. Von Hirtshals schließlich werden wir zwei Tage und zwei Nächte mit der Fähre bis Sejdisfjördur IS fahren.
Auf der Ringstraße, mit vielen Abstechern zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten Island zu umrunden ist der Plan.
Wir wünschen euch eine interessante Reise mit uns nach Island, schön das ihr dabei seid ;-)

Means of Transport
Motorbike
  • 19Jun 2015

    1 Reisebeginn 06/19/2015 Germany —

    Großostheim, Germany

    Description

    Endlich geht's los

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  • 19Jun 2015

    2 Unser erster Campingplatz 06/19/2015 Germany —

    Husum, Germany

    Description

    Im Gedanken geh ich noch mal meine "to do" Liste durch während der Wind am Helm reißt und das dumpfe Grollen des V-twin meine Mundwinkel bis zu den Augen treibt. Geld, Zelt, die Tickets für die Fähre, Hausrat für vier Wochen...und Lämmchen. Hab wohl nichts vergessen. Es ist halb acht als wir das Hanauer Kreuz passieren und der befürchtete Berufsverkehr bleibt aus. Mit fast durchgehend 130 Sachen kommen wir gut voran. Gegen zwei haben wir schon Hamburg hinter uns gelassen. Die letzten 170 km bis Husum sind naß und extrem windig. Das Zelt hätte auf dem Husumer Camingplatz längst stehen können, hätte ich auf Lämmchens Anraten den Aufbauplatz im Windschatten des Toilettenhäuschens gewählt. Ich fand die freie Wiese mit Blick auf den Deich cooler und mußte dann feststellen das ein Zelt bei derartigen Sturm höchstens als Drachen taugt! Außer Leckeres aus der Campingküche und einen kurzen Spaziergang über'n Deich ist mit uns heute Abend nichts mehr anzufangen und wir kuscheln uns in unsere warmen Schlafsäcke.

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  • 20Jun 2015

    3 2. Tag 06/20/2015 Denmark —

    Houstrup, Norre Nebel, Denmark

    Description

    Es war unberuhigend stürmisch, noch hell und nicht mal zehn Uhr als wir gestern Abend ins Reich der Träume fielen. Allerdings wurde einer von uns immmerwieder durch das laute Rütteln des Sturmes am Zelt wach. Wenn ich nicht von einem Deichbruch mit ner am Zelt vorbei schwimmenden schwarzen Harley geträumt hätte, wäre ich auch sicher nicht aufgestanden um den sicheren Stand meines Schätzchens zu kontrollieren.
    Gegen halb acht öffne ich vorsichtig die Augen. Alles gut, der Deich scheint gehalten zu haben, kein Wind mehr und die Sonne scheint auch. Ein Mädchen um die zwanzig das neben uns zeltete und mit dem Fahrrad nach Island möchte, baut schon ihr Zelt ab. Keine Stunde nach unserem leckeren Frühstück in der Sonne sind wir auch wieder aufm Bock. Neben einen kurzen Besuch der ersten Stadt (Tönder) gleich hinter der dänischen Grenze und einem Strandbesuch auf Römö sollte unser eigentliches Highlight des Tages nicht lange warten. Das kleine Städchen Ribe hat es uns angetan mit seinen altertümlichen Gassen und den teilweise bis 500 Jahre alten kleinen Klinkerhäuschen. Wir bleiben einige Stunden und suchen uns schon bald was für die Nacht.

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  • 21Jun 2015

    4 Hirtshals 06/21/2015 Denmark —

    Hirtshals, Denmark

    Description

    Es wird wohl heut nicht der wärmste Tag, aber immerhin ist es trocken und die Sonne läßt sich immer öfter blicken. In Anbetracht dessen das wir ins kalte Island reisen wollen, ist das Wetter geradezu sommerlich. Wir nehmen auf dem Weg nordwärts gerne kleinere Umwege in Kauf um an der schönen jütländischen Küste einige traumhafte Strände anzufahren. Strandspaziergänge müssen reichen, denn wir vergessen dummerweise jedesmal unsere Badesachen aus dem HD Koffer mitzunehmen ;-) ist aber nicht weiter schlimm, denn unser Badeurlaub beginnt ohnehin erst in Island. Schon um fünf steht unser Zelt nach rouitinierter Teamarbeit und wir genießen unseren Wein(traditionell aus unserem Edelstahlbecher) in herrlicher noch kräftiger Sonne.

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  • 22Jun 2015

    5 Warten auf die Fähre 06/22/2015 Denmark —

    Hirtshals, Denmark

    Description

    Auf dem Camingplatz Hirtshals-Camping verweilt niemand lange. War der Platz gestern Abend noch ziemlich voll, sind heute auf der Zeltwiese nur noch wir und ein hyperaktiver netter BMW Fahrer aus Russland(hat schon gefühlte zehn mal seinen Motor ein und ausgebaut) und wir. Da unsere Fähre Norröna erst Dienstag geht, beschließen wir den heutigen Montag für eine Ortsbegehung zu nutzen, noch fehlenden Proviant aufzufüllen und unsere Islandroute noch etwas auszubauen. Gegen Abend füllt sich der Platz mit Island-Reisenden. Landrover und Allradfahrzeuge jeder Art, Motorräder und sogar ein Rotel-Toursbus(gerade für ältere Menschen eine interessante Art zu reisen) steht auf dem Platz. Ich habe so eine Reisegruppe schon 1988 in der Türkei gesehen, damals war das rollende Hotel auf dem Weg nach Indien. Wir müssen morgen sehr früh an der Fähre sein und versuchen schon bald uns in die Furzmulde zu legen.

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  • 25Jun 2015

    6 Endlich in Island 06/25/2015 Iceland —

    Húsavík, Iceland

    Description

    Am Mittag und bei strahlenden Sonnenschein verläßt die Norröna den Hafen von Hirtshals. Schon beim einchecken lernen wir Judith&Ralf kennen, die mit ihrem größtenteils selbstgebauten BMW Gespann aus den 80gern mit weit über 300000km wie wir Island bereisen wollen. Wir verstehen uns auf Anhieb und verbringen die zwei Tage bis zur Ankunft in Island gemeinsam auf der Fähre. Am Donnerstag rollen wir früh am Morgen bei strahlenden Sonnenschein vom Kutter. Bei Ralf und seiner BMW läufst nicht ganz so problemlos. Als seine Maschine erst nach mehrfachen Startversuchen zu laufen scheint, platzt(wahrscheinlich durch zu dickes Öl)der Ölfilter und spritzt im Umkreis von etwa drei Meter alles mit schwarzen Öl voll. Diese Szene hätte man wunderbar im "Werner der Film" einbauen können. Judith&Ralf schieben ihr Gespann von der Fähre und Ralf bringt wenigen Handgriffen sein Moped wieder zum laufen. Wir fahren gemeinsam bis Egilsstathir und verabschieden uns dort denn die beiden haben eine andere Strecke geplant als wir. Wir werden und bestimmt auf dieser Reise noch öfters begegnen. Es ist noch kein Wölkchen am Himmel als wir auf die Ringstraße Nr.1 Richtung Reykjahliö fahren. Am Abzweig zum Dettifoss Wasserfall machen wir zum ersten Mal Bekanntschaft mit den berüchtigten Wellblechpisten. Ich versuch es erst mit langsamen etwa 30km/h. Es rüttelt dermaßen an Mensch und Maschine, das ich erstmal alle meine Zahnblomben nachkontrolliere. Mit ca. 70 Sachen klappt es dann bedeutet besser. Wir überfliegen quasi die Fahrbahnunebenheiten, ziehen allerdings eine bestimmt kilometrelange Staubfahne hinter uns her. Am Dettifoss angekommen sind wir überwältigt von diesem unglaublichen Naturschauspiel. Wir haben schon die Niagarafälle gesehen, aber das hier ist was anderes, zumal ohne Kommerz. Einige Kilometer bevor wir auf den Campingplatz direkt am Myvatn See anfahren besuchen wir noch die Solfatare von Hveraönd. Kräftige Dampfsäulen, blubbernde Schlammtöpfe, der Geruch von Schwefel und ein stetes Rumoren und Zischen erleben wir bei strahlender Sonne wie wir noch kein Bild in irgendeinen Reiseführer gesehen haben. Den ersten Tag auf Island hinterläßt einen Eindruck den wir wohl nie vergessen werden. Jetzt verstehen wir den Song von der isländischen Sängerin Björk nur zu gut "it's oh so quit".

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  • 26Jun 2015

    7 Myvatn 06/26/2015 Iceland —

    Iceland

    Description

    "Have a nice day" hör ich noch Wladimir Unruh(wir nennen ihn intern so) sagen, und schon verschwindet er noch bevor wir Kaffee getrunken haben. Wir treffen ihn seit Hirtshals täglich(Zufall?). Er kam irgendwann in der Nacht. Es muß nach 1Uhr gewesen sein, denn bis etwa dahin saß ich noch vorm Zelt in der hier oben nie untergehenden Sonne. Wir wollen unser Zelt noch eine zweite Nacht stehen lassen und brechen schon früh auf zu unserer Tagestour mit Ziel Husavik. Natürlich fahren wir nicht den direkten Weg sondern umfahren den Myvatn (Mückensee) nicht ohne auch noch eine Schotterstraße zu fahren(hat was). Gegen Mittag schließlich erreichen wir Husavik und melden uns zum Whale-Watching an. Der Tag ist perfekt, knapp 20 Grad und strahlender Sonnenschein. 75€ pro Person ist kein Pappenstiel für die 4-5 stündige Tour auf dem Zweimaster. Wie es sich allerdings zeigen wird, gut angelegtes Geld. Etwa 25 weitere Wal und Vogelinteressierte zwengen sich in mollig warme und wasserdichte Anzüge die, wie sich zeigen wird, eigentlich keiner brauch. Viel zu warm erweist sich das Wetter heute. Stattdessen sitzen schon die meisten nach kurzer Zeit im T-shirt an der Reling. Schon kurz nach dem auslaufen mit der Nattfari, unseren Zweimaster, sehen wir die ersten Weißbackendelfine die bis 3 Meter lang und bis zu 350kg schwer werden können. Das Highlight neben den süßen kleinen Papageitaucher(Puffins)sind die immmerwieder auftauchenden Wale, die sich vorher durch eine Ausatemfontäne ankündigen.Wir sind überwältigt und mir fällt es schwer unsere Begeisterung für diesen Trip in Worte zu fassen. Erst am späten Abend sind wir nach einer fantastischen Fahrt durch verschiedenste Vegetationen und Straßenbeschaffenheiten wieder an unserem Zeltplatz und lassen den Tag mit einigen Dosen Carlsberg, die wir noch in unseren Anhängerchen finden Revue passieren.

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  • 27Jun 2015

    8 Blönduosa 06/27/2015 Iceland —

    Blönduós, Iceland

    Description

    Ersten Zwischenstopp legen wir am Godafoss ein. Wir sind zeitig losgekommen am sehr windigen aber warmen Morgen. Der Godafoss(Götterfall) ist zwar mit nur 10 m Fallhöhe nicht übermäßig hoch, wegen der Breite der Schlucht und der enormen Wassermenge aber dennoch sehr eindrucksvoll. Wir laufen einige Kilometer in der Umgebung umher und lassen es auf uns wirken. Später folgen wir weiter der nördlichen Ringstraße Richtung Westen. Sie schlängelt sich viele Kilometer durch 1200 m hohes Gebirge, kein Baum nur steppenähnliche Landschaft. Wir versuchen Vergleiche zu ziehen mit Gegenden die wir schon bereist haben, aber das hier ist einzigartig. Wir sind nahezu alleine auf der Straße. Selten kommt uns ein Pickup entgegen und grüßt. Isländer fahren größtenteils amerikanische Pickups mit riesigen Ballonreifen und einer Spur die der eines LKWs ähnelt. Auf höhe Sautharkrokur verlassen wir für die Ringstraße um Glaumbear, ein wunderschön restaurierter Torfhof zu besichtigen. Zuerst gehörte er Porfinnur Karsefni, der zusammen mit Leif Erison schon vor gut 1000 Jahren Amerika entdeckte. Kolumbus war dann wohl eher ein Trittbrettfahrer :-)
    Wir fahren noch ne gute Stunde bei warmen 16 Grad und strahlender Sonne bis Blönduosa zu auf einen schönen ruhigen Campingplatz und schließen den Tag mit leckeren selbst zubereitete Nudeleintopf und einen Becher Rotwein(oder waren es zwei ;-)

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  • 28Jun 2015

    9 Borganes 06/28/2015 Iceland —

    Borgarnes, Iceland

    Description

    "Nichts für Weicheier" denke ich mir auf einen der Pässe wie etwa den Holtavörthuhethi, über den wir fahren müssen um die Ringstraße nach Süden zu folgen. Derartigen Sturm trotz strahlenden Sonnenschein habe ich noch nie erlebt. Wir fahren mit 60-70km/h in ständiger Schräglage, alle paar Minuten beutelt uns der Windstoß entgegenkommender Fahrzeuge bis an den Fahrbahnrand. Stehenbleiben geht nicht, es gibt keinen Baum, keinen Felsen hinter den wir Schutz finden könnten. Am Staßenrand sehen wir ein Wohnmobil das zu kippen droht. Wir bringen mit uns und Maschine(ohne Hänger) gut 600kg. auf die Waage. Ich bin mir sicher, mit einen leichteren Ofen wäre dieser Abschnitt nicht fahrbar gewesen. Erst als wir die Hochebene langsam hinter uns lassen legt sich der Wind. Trotz der morgendlichen Anstrengung lassen wir es uns nicht nehmen den Vulkankegel Gräbrök der sich rund 100 m über seine Umgebung erhebt zu besteigen. Von dort oben haben wir einen fantastischen Blick auf weitere Vulkane und das Lavafeld Gräbökarhraun. Nach wenigen Kilometer Weiterfahrt verlassen wir die Ringstraße um durchs Hinterland nach Reykjavik zu fahren. Hier besuchen wir noch die ergiebigste heiße Quelle der Welt. Deildarttunguver stößt in der Sekunde 180 Liter kochendes Wasser aus und hinterläßt einen unbeschreiblichen Eindruck bei uns. In nahezu allen Naturspektakel auf Island ist der Eintritt frei und wir müssen keine Angst haben unser Reisebudget zu überschreiten. Für heute haben genug erlebt und beschließen den Rest des Tages unsere Traumbodys der Sonne am wolkenlosen Himmel zu überlassen.
    Lämmchen blüht auf dem platzeigenen Trampolin nochmal auf und zeigt den Kindern wie's richtig geht :-))))

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  • 29Jun 2015

    10 Pingvellir 06/29/2015 Iceland —

    Iceland

    Description

    Wir lassen es heute ruhig angehen, Käffchen in der Sonne und während des Zeltabbaus knuddeln wir noch die schwarze junge Labrador Hündin, die uns schon gestern im Zelt besuchte und unbedingt mit uns nach Deutschland möchte. Geht aber leider nicht und so verabschieden wir uns von ihr und fahren bei schönen Wetter weiter. Wir beschließen Reykjavik noch warten zu lassen und besuchen erstmal das etwa 70 km östlich liegende Pingvellir Gebiet. Wir fahren traumhafte Straßen, mal wunderbar geteert, mal Wellblechpisten oder nur grob geschottert. Doch auf jeder Straße fühlen wir uns, als befänden wir uns in einem Fantasieland mit Trollen, Elfen und Feen. Pingvellir liegt auf der Spaltenzone, die sich quer von Südwesten nach Nordosten zieht. Diese Zone trennt die eurasische von der nordamerikanischen Kontinentalplatte. Nicht nur geologisch sondern auch historisch ist Pingvellier von größter Bedeutung.
    In der Almannagia(Allmännerschlucht) entstand 930 nach Christus das älteste Parlament der Welt. Am frühen Abend bauen wir unser Zelt auf einer schönen Wiese am Pingvallarvatn-See auf. Das Wetter ist fantastisch und während Lämmchen Fischfrikadellen mit Kartoffeln und angeschmorten Zwiebeln bereitet, check ich alle Schrauben an unserer braven Harley, denn wir haben heute wieder einige Wellblechpisten abgepöttert. Wie zu erwarten, alles im grünen Bereich. Um 22 Uhr bei noch strahlenden Sonnenschein hauen wir uns aufs Ohr und freuen uns auf einen neuen Tag in diesem scheinbar heilen verzauberten Land.

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  • 01Jul 2015

    11 Björk 07/01/2015 Iceland —

    Selfoss, Iceland

    Description

    Der Tag fängt mit strahlenden Sonnenschein an, wir frühstücken sogar vor dem Zelt mit Shirt in der Sonne. Aber das Wetter kann sich in Island minütlich ändern, und so ist es auch heute. Auf der Tagesordnung steht Geysir und Gullfoss. Kaum losgefahren wird es unerträglich stürmisch, ähnlich, wie wir es schon vor einigen Tagen erleben durften. Wir können damit ganz gut umgehen, also geht's weiter bis wir in gut 60 km Geysir erreichen. Von weiten erkennen wir schon jede Menge Busse, die größtenteils Japaner ankarren. Tröstend zu wissen das sie meistens nur 15 Minuten bleiben, denn sie wollen ja in den zwei Wochen die sie zur Verfügung haben noch andere Sehenswürdigkeiten weltweit sehen. Wir drücken ihnen die Daumen das das gelingt und hoffen das die Busfahrer keinen einzigen bei uns zurücklassen ;-)
    Der eigentliche Geysir, und nur er darf diesen Namen tragen, schleudert meist nur einmal seine bis zu 100 Grad heiße Fontäne gen Himmel. Also sehen wir uns lieber den Strokkur an, der kanns nämlich alle 5 Minuten. Nichteinmal 10 km weiter stehen wir vor der nächsten Attraktion, den Gullfoss(Goldfall). Der Legende nach soll ein reicher Bauer der niemanden was vererben wollte, sein ganzes Gold in den Wasserfall geworfen haben bevor es verstarb. Geniale Idee wie ich finde und regt mich zum nachdenken an;-)
    Als bei der Weiterfahrt nach Reykjavik zu dem enormen Sturm auch noch eine pechschwarze Regenwand auf uns zukommt, beschließen wir auf den nächst besten einigermaßen windgeschützten Campingplatz zu gehen und treffen es auch ganz gut. Für nichtmal umgerechnete 16€ haben wir auf den supersauberen Platz auch noch Dampfbad, Swimmingpool und Whirlpool dabei. Wir genießen den Rest des Tages noch in vollen Zügen. Und da heute der 30.06. ist, wünschen wir an dieser Stelle unserem Freund Fussel alles Gute zum 60.
    RIDE FREE FUSSEL

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  • 02Jul 2015

    12 Reykjavik 07/02/2015 Iceland —

    Laugardalur, RVK, Iceland

    Description

    Auf der Weiterfahrt nach Reykjavik, wir sind noch keine 10 km gefahren, ist es passiert, ich muß mir das erste Mal auf dieser Reise Handschuhe zum fahren anziehen. Und es ist auch das erste Mal, das wir Regen während der Fahrt auf Island haben, Regen und starker Seitenwind. Auf halber Strecke nach Reykjavik besteigen wir noch trotz Regen und Sturm einen der schönsten Krater Islands. Beeindruckt am höchsten Punkt des Kraters angekommen, sind wir vor allem vom tiefblauen Wassers, das seinen Boden bedeckt und einen Kontrast zur rötlichen Lava des Keriod bildet. Seit 3000 Jahren ist der Krater allerdings erloschen. Gegen Mittag sind wir auch schon auf dem Campingplatz in Reykjavik. Wir stellen unser Zelt und machen uns auch gleich auf in die Stadt. Es sind nur wenige Kilometer zu laufen und wir haben alle Attraktionen vor uns. Einen nachdenklichen Moment erleben wir am weißen Holzhaus Höfdi, in dem 1986 der Reykjavik-Gipfel zwischen Gorbatschow und Reagen stattfand. Nach Besichtigung des Konferenzcenters Harpa schlendern wir noch durch die Altstadt zur Hallgrims-Kirche(das Wahrzeichen Reykjaviks) in der wir mit einem mächtigen Orgelkonzert empfangen werden. Wir haben mit Kirchen nichts am Hut, aber als die Titelmelodie von "Starwars","spiel mir das Lied vom Tod"und "Harry Potter" aus den Orgelflöten bläst, bleiben wir noch sehr lange;-) und sind schwer beeindruckt. Dem Wunsch etwas von Led Zeppelin zu hören, bleibt uns leider verwehrt.

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  • 02Jul 2015

    13 Reykjavik 2. Tag 07/02/2015 Iceland —

    Laugardalur, RVK, Iceland

    Description

    Wir entscheiden uns noch einen zweiten Tag in Reykjavik, der nördlichsten Hauptstadt der Welt zu bleiben, denn diese Stadt hat es! Wir nutzen das schöne Wetter am Mittag und laufen nochmals in die Stadt um auch noch das zu sehen, was wir gestern nicht geschafft haben. Mir persönlich haben es die vielen bunten Häuser angetan. Von pink, grün, leuchtend gelb bis schwarz erinnert das ein oder andere Haus an die Villa Kunterbunt von Pippi Langstrumpf. Diese Stadt hat ein unbeschreibliches Flair, vielleicht auch deshalb weil sie nur ca. 100 000 Einwohner beherbergt(Island hat nur 320 000 Einwohner!!!). Noch bevor es am Abend anfängt zu regnen sitzen wir wieder in unserem Zelt und bereiten uns leckere Spaghetti nach Michi-Art und einige Becher Dornfelder trocken(naß genug draußen;-).

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  • 04Jul 2015

    14 Westmännerinseln 07/04/2015 Iceland —

    Vestmannaeyjabær, Iceland

    Description

    Wir sind gestern schon früh ins Bett gegangen, es war noch hell, aber das ist es ja die ganze Nacht hier oben im Norden. Geregnet hat es die ganze Nacht. Vor 8 werde ich wach, und höre kein prasseln aufs Zeltdach. Nach den obligatorischen morgendlichen "zippp" vom Reisverschluß des Zeltes scheint mir auch schon meine beste Freundin ins Gesicht. Dieser Tag wird mein Freund. Es dauert nicht lange und wir fahren Richtung Grindavik zur blauen Lagune. Die Straße erinnert uns an amerikanische Highways, genauso breit und scheinbar unendlich.Nach etwa 60 km wüstenähnliche Landschaft erreichen wir die blaue Lagune. Schon von weiten können wir die fast unzählbaren Buse, Wohnmobile und Autos auf dem Parkplatz sehen. Was wir befürchteten ist eingetroffen, schon vorm Ticketschalter ist die Menschenschlange länger als bei der Abendkasse des AC/DC Konzerts 2000 in Frankfurt. Wir beschließen schon in Anbetracht des überteuerten Eintritts von 50€ uns das nicht anzutun und fahren nach einen kurzen Spaziergang übers Gelände weiter. Immer der gut ausgebauten Küstenstraße geht es bis wir in Selfoss wieder auf die Ringstraße Nr. 1 treffen. Wir wollen das kommende Wochenende auf den Westmännerinseln verbringen und erreichen die Fähre kurz vorm ablegen(wie gesagt, mein Freund der Tag). Bei herrlichen Sonnenschein sind wir auch schon nach 40 minütiger Überfahrt in Helmaey. Der nächste und einzige Campingplatz auf der Insel ist unser. Bei gebratenen Lachs mit grünen Salat genießen wir das einzigartige Licht der Abendsonne.

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  • 05Jul 2015

    15 Westmännerinseln 2.Tag 07/05/2015 Iceland —

    Vestmannaeyjabær, Iceland

    Description

    Wir wundern uns schon seit gestern über die vielen Motorräder, meist Harleys mit isländischen Kennzeichen, die wir hier auf der Insel sehen. Beim Spaziergang in die Stadt gegen Mittag entdecken wir dann in einer Seitenstraße des Hafens das Clubhaus vom hier ansässigen MC. Es dauert nicht lange und wir erfahren vom Clubtreffen am heutigen Abend. Ein Member des Drullusokkar MC sieht uns beim einparken mit der Harley und kommt sofort auf uns zu. Er sagt, wir können gerne auf den Treffplatz kommen und mitfeiern. In einem hoffentlich schon lang erloschenen Vulkankrater (wie wir erfahren war der letzte Ausbruch 1973!!!) finden wir uns schon zwei Stunden später mit einer knapp 4€ teuren Dose Gull Pilsen (0,33) in der Hand beim Bikertreffen. Bikerspiele etc. und das übliche Drumherum bei solchen Treffen gefällt uns. Weniger die Bierpreise, also bleibt es bei einer Dose Bölkstoff. Isländer sind größtenteils Fleischesser und mögen kaum Gemüse. So wundert' auch nicht, das die Member zig Kilo Lammfleisch ankarren. Beilagen suchen wir vergebens! Gegen Abend verlassen wir mit unserem Feuerstuhl das Treffen und erkunden noch jede Straße und so machen Weg der nur 14,5 qkm kleinen Insel.

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  • 06Jul 2015

    16 Vik 07/06/2015 Iceland —

    Vik, Iceland

    Description

    Wir bauen schon sehr früh im stürmischen Nieselregen unser Zelt ab, denn wir wollen mit der 11 Uhr Fähre zurück aufs eigentliche Island. Eine Stunde vorher sind wir schon im Fährhafen, haben WIFI und noch genug Zeit kurz mit unserem Freund André zu telefonieren.
    Die Fährüberfahrt ist extrem stürmisch und wie wir noch feststellen werden, wird der Rest des Tages noch schlimmer. Wieder auf der Ringstraße Nr.1 ist es zwar sonnig aber sehr stürmisch(Regen und Sonne können in Island minütlich wechseln). Schon nach kurzer Fahrtzeit sind wir am Seljalandsfoss, für uns einer der schönsten Wasserfälle die wir bisher besuchten. Wir können mit entsprechender regenfester Kleidung hinter den Wasserfall gehen, sensationell. Zumindest äußerlich sind wir danach klitschnaß. Nicht unweit sehen wir uns gleich noch den Skogafoss an, den wir wegen dem schönen Regenbogen der in seinen Sprühnebel entsteht, direkt märchenhafter Erinnerung behalten werden. Weiter der Ringstraße nach Osten folgend wird das Wetter mit jedem Kilometer schlechter. Der Sturm hat schon orkanartige Züge, der Regen peitscht von der Meerseite unaufhörlich. Wir sind noch etwa 60 km vor Vik und haben hier keine Möglichkeit zum halten um Schutz zu suchen. Wir fahren wieder in Schräglage auf gerader Strecke. Die Gegend um uns herum soll fantastisch sein, aber das Wetter läßt kaum Sicht zu und ich versuche mich mit etwa 80 Sachen aufs Fahren zu konzentrieren. Die Orkanböen wechseln, kam die eine gerade noch von rechts, schlägt die andere gleich von links zu. Wir sind fast alleine auf der Straße, kein Motorrad, ab und zu kommt uns ein schwerer Pickup entgegen und macht mir das fahren auch nicht einfacher. Endlich und entnervt treffen wir in Vik ein. Hinter der ersten großen Lagerhalle stehen einige Motorradreisende um Schutz zu suchen und drücken mit aller Kraft die Maschinen in den Seitenständer. Kein Platz mehr für uns, aber am Ende der Straße fahren wir hinter eine Tankstelle und bekommen im warmen Geschäftsraum auch gleich einen längst überfälligen Humpen Kaffee. Mehr als zwei Stunden sind wir in der Tankstelle und entschließen uns dann zur Weiterfahrt. Die nächste Stunde fahren zum Glück gegen den Sturm, das ist bedeutend angenehmer. Windgeschützt von einigen Felsen finden wir einen kleinen Campingplatz für die Nacht. Nach der heißen Dusche gibt's noch eine Tasse heißen Tee und wenig später genießen wir eingekuschelt in unsen warmen Schlafsäcken das prasseln des Regens auf unser Zelt.

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  • 07Jul 2015

    17 Höfn 07/07/2015 Iceland —

    Höfn, Iceland

    Description

    Nach dem gestrigen stürmischen und anstrengenden Tag haben wir heute, zwar nicht bei besten Wetter, einige landschaftliche Highlight's erlebt. Wir wollen garnicht soviel dazu erzählen, sondern lassen einfach die Bilder sprechen.

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  • 07Jul 2015

    18 Seydisffjördur 07/07/2015 Iceland —

    Seydisfjordur, Iceland

    Description

    Dem guten Wetter wegen entscheiden wir uns heute bis Seydisfjördur zu fahren. Wir sind also wieder in der Stadt, an der wir von der Fähre gefahren sind und hier werden wir am Donnerstag früh auch wieder an Bord gehen, um auf die Färöer Inseln zu kommen. Hier schließt sich also unser Kreis was die Umfahrung Islands betrifft. Wir sind heute die ersten zwei Stunden ein wunderschönes Stück Küste abgefahren. Selbstredend, das wir alle paar Minuten stehen bleiben mußten um den Moment nicht nur mit dem Fotoapparat einzufangen. Wir hörten von einer wunderschönen 80km langen Piste abseits der Ringstraße, die relativ gut zu fahren und nicht nur für Allradfahrzeuge empfohlen wird. Wir beschließen diese Strecke zu nehmen und werden nicht enttäuscht. Es handelt sich um eine gut geschotterte Serpentinenstrecke mit vereinzelnden Wellblechabschnitten. An oberster Stelle des Passes angekommen liegt noch Schnee und einige Seen sind noch zugefroren. Wir wären diese Piste allerdings bei Regenwetter nicht gefahren, denn dann wäre es sicher eine rutschige und schlammige Angelegenheit geworden. Etwa 50 km vor unserem Tagesziel Seydisfjördur treffen wir wieder auf die Ringstraße. Abends, das Zelt steht schon routinemäßig auf dem Campingplatz, treffen wir viele Islandreisende wieder, die wir unterwegs schon öfters sahen. Wir warten alle gemeinsam auf die Fähre, die nur einmal die Woche fährt.

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  • 08Jul 2015

    19 Warten auf die Fähre 07/08/2015 Iceland —

    Seydisfjordur, Iceland

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    Der letzte Tag auf Island beginnt zwar sonnig, wird aber im Laufe des Tages zunehmend regnerischer. Schon morgens nach dem Frühstück treffen wir Olaf, den wir auf unserer Island Umrundung immer mal wieder gesehen haben. Wir sitzen gemeinsam den halben Tag im Gemeinschaftsraum des Campingplatzes und sind begeistert von Olafs Motorrad-Reiseerzählungen. Olaf geht seit 37 Jahren mehrmals im Jahr mit dem Motorrad auf Reisen(13-15000km jährlich) und hat in der Zeit 42 europäische Länder bereist. Er fuhr Honda, Yamaha und aktuell ist er mit einer BMW 1200 R auf der Straße.
    Da es in Seydisfjördur nicht soviel zu sehen gibt setzen wir die restlichen Kronen beim örtlichen Alkohol Dealer in Flüssiges um und verbringen den Rest des Abends mit "Gespräche sprechen und Getränke trinken" ;-)

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  • 10Jul 2015

    20 Färöer 07/10/2015 Faroe Islands —

    Tórshavn, Faroe Islands

    Description

    Das Wetter ist heute früh um 6 Uhr geradezu grandios zum Zeltabbau. Kein Regen und die Sonne sagt auch ganz schüchtern "Guten Morgen". Wir müssen schon drei Stunden vor Ablegen der Fähre einchecken. Schon während des Zeltabbaus kochen wir frischen Kaffee, den wir, abgefüllt in unserer Thermuskanne, beim fast dreistündigen Warten auf die Fähre genüßlich trinken. In der Warteschlange treffen wir viele Islandbekanntschaften wieder, wie z.B. Judith und Ralf und Wladimir Unruh, der eigentlich Michael heißt, wie er uns später erzählt. Michael ist Armenier und wohnt in Moskau, wenn er mal zu Hause ist, denn eigentlich wohnt er mit seiner BMW GS auf der Straße. Hat er doch in den letzten vier Jahren 120 000 km durch Europa, Nahost und Nordafrika bereist. Michael ist Fotograf und wird auch die nächsten Monate noch nicht zurück nach Moskau fahren. Drei Monate wird er durch Norwegen reisen um zu fotografieren, bevor er nur kurze Zeit nach Hause fährt, um seinen Nepal-Indientrip zu planen. Wir schlafen nur zwei Stunden an Bord und gehen schon um drei in der Frühe von Bord. Die Färöa Inseln empfangen uns mit der aufgehenden Sonne. Um vier Uhr ohne Regen steht unser Zelt und wir schlafen noch einige Stunden. Gegen 10, bei herrlichem Wetter starten wir zu unser Inselrundfahrt. Wir sind verzaubert von diesem Fleckchen Erde, kaum im 6. Gang, muß ich wieder anhalten um einige Meter zu laufen und zu fotografieren. An den schroffen Felswänden entdecken wir immmerwieder die kleinen süßen Papageitaucher(Puffins) mit ihrem süßen Clowngesicht. Wieder zurück ins Thörshafen spricht uns der Präsident des Harley-Club Färöar an und lädt uns in sein Clubhaus ein. Wir kommen natürlich und verabreden uns bei einem kühlen Blonden zu einer Ausfahrt mit dem Club am nächsten Tag mit anschließender Clubhausparty. Den Rest des Tages hört es nicht mehr auf zu regnen und ich versacke mit einigen Islandreisenden verschiedenster Nationalitäten im Gemeinschaftsraum des Campingplatzes während Lämmchen schonmal unsere Luftmatratze abhört.

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  • 11Jul 2015

    21 Färöer, Torshavn 07/11/2015 Faroe Islands —

    Tórshavn, Faroe Islands

    Description

    Außer der Ausfahrt mit dem "Harley Club Färöer" ist heute eher chillen angesagt. Um drei Uhr am Nachmittag stehe ich( Nicole bleibt lieber im geheizten Aufenthaltraum des Campingplatzes) vorm Clubhaus. Es sind schon etwa 10 Member mit ihren Bikes da uns begrüßen mich herzlich. Als wir dann starten, sind wir etwa 15 Kräder. Vom Langgabler bis zum Tourer ist alles dabei. Schon nach einer halben Stunde fahren wir im dichten Nebel zudem später noch eine gehörige Portion Regen dazu kommt. Beim ersten Stopp erklärt mir der Präsi, das es auf Färöer(ca 48 000 Einwohner) etwa 100 Harleys gibt. Viele davon gehören dem Club an, der jedes Jahr gemeinsame Touren organisiert, wie z.B. 2010, als mehrere Mitglieder ihre Maschinen nach Kuba verschifften um dort vier Wochen das Land zu bereisen. Dieses Jahr soll es nach Italien gehen. Gegen 18 Uhr treffen wir wieder im Clubhaus ein und bei Kaffee und Keksen wird noch das ein oder andere Pläuschchen gehalten. Wenig später sitze ich wieder beim Lämmchen auf'm Campground und berichte mit Bild und Wort vom heutigen Tag.

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  • 15Jul 2015

    22 Wieder zu Hause 07/15/2015 Germany —

    Großostheim, Germany

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    Am Sonntag abend um Mitternacht legt die Norröna mit uns in Torshafn ab und macht exakt 30 Stunden später in Hirtshals fest. Die See ist vorbildlich ruhig, so haben wir diese Fähre noch nie erlebt. Wir rollen kurz darauf schon mit unserer braven Harley gen Süden. Dieser Tag und ich könnten Freunde werden, wär da nicht etwa 100 km nach unserer Abfahrt in Hirtshals der Stau gewesen, der mich vorsätzlich dazu verleitete mich geschickt zwischen den aufgestauten Autos durchzuschlängeln. Läuft echt super, denke ich mir, bis nach einigen Kilometern so 'n Depp meint, er müßte den Gasse zumachen und wild hupen. Wir kommen durch und mein linker Mittelfinger ist stärker als ich und ragt plötzlich in die Höhe. Ich habe mir fest vorgenommen sowas nicht mehr zu tun, aber es ist einfach passiert, ich könnte ja nicht wissen, das dieser Wagen zur dänischen Zivilpolizei gehört. Ein lautes dänisches Martinshorn folgt mir und die dazu gehörigen Menschen zwingen mich auf dem Standstreifen eine vorläufige Fahrtunterbrechung einzulegen. Ein wütender Polizist springt mich fast an uns verlangt meinen Führerschein. Ich habe einen, also zeige ich ihn. Sowas kostet 4000 dänische Kronen(ca. 530€) und mir wären 3 Punkte so gut wie sicher erklärt mir der aufgebrachte Beamte. Ich wußte nicht das man sich in Dänemark mit einem Krad hinten am Stau anstellen muß, der Mittelfinger ist eine Geste des Grußes und ansonsten tut mir das alles sehr leid, erkläre ich dem Wachtmeister. Etliche Reuebekenntnisse später muß ich den Gesetzeshütern versprechen sowas nie wieder zu tun und darf ohne Strafe weiterfahren.
    Den Rest der 1050 km bis nach Hause velaufen reibungslos, nach 11 Stunden Fahrt stehen wir vor unserem blauen Häuschen in Großostheim.
    Wir hatten eine unvergesslich schöne, abenteuerliche und manchmal sogar märchenhafte Reise. Wir würden und werden das fantastische Island irgendwann bestimmt nochmal wieder bereisen, natürlich mit Harley.

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