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Trip Mein Abenteuer Kanada&Zwei Trips in die USA! Mein Abenteuer Kanada&Zwei Trips in die USA! 06/24/2015 - 01/10/2016   Endlich - A dream come true!! Im 3. Anlauf gelingt meine Reise nach... Iris Schnabel (DE)
Canada Germany United Kingdom USA

Mein Abenteuer Kanada&Zwei Trips in die USA!

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Endlich - A dream come true!!

Im 3. Anlauf gelingt meine Reise nach Kanada.
Auf gehts nach Toronto. Hier beginne ich einen Sprachkurs und werde auch in Ontario meinen Farmaufenthalt starten. Einen Tag vor Abflug erhalte ich meine Platzierung. Bin so happy da sich all meine Wünsche erfüllen. Werde in einer der schönsten Regionen Ontarios Früchte pflücken, Gemüse ernten und im Garten helfen. Details hierzu später. So, let's do it.

Also, es lohnt sich immer mal wieder nach neuen Reiseberichten und Fotos zu schauen!!

Latest news: Trip to White Rock&Crescent Beach, Neujahrsspaziergang, Safaripark San Diego, Huntington Beach, Flight to California, Capilano Suspension Bridge, Festival of Lights, Ein Tag in Whistler - Winter pur!, Kanadischer Zirkus und deutscher Weihnachtsmark, Trip to Victoria!

And it's coming up more!! Enjoy reading!

Means of Transport
Bicycle Boat Bus / Truck Foot Plane Train
  • 24Jun 2015

    1 Heute geht es nach Toronto... ✈ 06/24/2015 Germany —

    Fuhlsbüttel, Hamburg, Germany

    Description

    The big day has come!

    Mit Germanwings geht es heute über London nach Toronto. Mein erster Langstreckenflug. Die Aufregung steigt. Wie wird es an Bord? Geht die Zeit schnell rum? Wird es turbulent? Ich hoffe nicht!! Möchte meinen ersten Transatlantikflug doch positiv in Erinnerung behalten.

    Auf den letzten Metern bis zum Flughafen wird es zeitlich doch etwas eng, reicht aber gut.
    Der große Koffer wiegt exakt 22,9kg - perfekt. Jetzt ist sogar noch Platz für meinen Tagesrucksack, unglaublich.
    Das Handgepäck wird durchgewunken und ich muss nichts mehr umpacken. So hab ich mir das gewünscht ;))

    Nun heißt es Abschied nehmen. Meine Eltern sind recht cool doch die Trennung von meinem Zwilli geschieht nicht ohne Tränen.
    Ein halbes Jahr ist eben doch eine lange Zeit. Doch kaum bin ich durchs Gate, ist alle Traurigkeit passé. Bin voller Erwartung auf alles Neue, vor allem den ersten großen Flug, vor dem ich doch Respekt habe.

    Die erste Flugetappe nach London läuft bestens. Von meinem Fensterplatz aus hab ich grandiose Aussichten. Die Sonne scheint warm über den Wolken, fasst zu heiß am Fenster. Bin ständig am Fotos machen, möchte doch so viele Momente wie möglich festhalten. Meinen Bordsnack - ein Käsebrot - verspeise ich im Nu. Ist eher ungewöhlich für mich da mir im Flieger vor lauter Aufregung meistens der Appetit vergeht. Aber bei diesen Bedingungen schmeckts super. Auch lese ich meine erste Karte von Sonni. Sie hat mir während dem Check-Inn noch ein ganz besonderes Geschenk gemacht: Für jeden Monat eine persönliche Karte. Bin so gespannt, was ich alles lesen werde. Nein, ich werde nicht im Voraus nachschauen - for sure!

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  • 24Jun 2015

    2 Zwischenstopp in London 06/24/2015 United Kingdom —

    United Kingdom

    Description

    Yes, die ersten Flugminuten habe ich locker überstanden. Nun bin ich in London-Heathrow, alles mega hier, die langen Gänge und Laufbänder. Als erstes wechsle ich die warmen Wanderstiefel gegen meine Turnschuhe. Das Gepäck ist ja jetzt safe. Fühl mich gleich viel wohler. Dann die nächste Kontrolle, alles easy. Am Airport hole ich mir mein 2. Flugticket nach Toronto ab und nun habe ich 3,5h Zeit bis es wieder in die Luft geht. Nachdem WLAN endlich funktioniert, schicke ich die ersten Bilder los und gebe ein Lebenszeichen von mir. So vergehen die Stunden schnell und dann steht auch schon das Gate fest.

    Ganz erwartungsvoll steige ich in den großen Flieger ein und beobachte die Lage. Die vorderen Plätze mit viel Beinfreiheit und Reisebett sehen sehr gemütlich aus. Aber für mich geht es in die Mitte des Fliegers, Gangplatz. Mit etwas Verspätung heben wir ab. Sitze neben 2 Pakistanis und die erste Unterhaltung auf Englisch beginnt, geht erstaunlich gut! Dann ist auch schon lunch-time. Die Essensausgabe beginnt. Ich kann zwischen chicken oder pasta wählen, entscheide mich für chicken. Aber der Appetit vergeht mir schnell. Turbulenzen starten und sie dauern länger an. Bin gar nicht happy und hoffe es wird nicht die restlichen 7h so laufen... Meine Sitznachbarin kann mir nicht wirklich Mut machen und so versuche ich trotzdem die Mahlzeit zu schlucken, bin doch recht hungrig. Ich wende mich an meinen Herrn und weiß, dass auch dieser Flug in seiner Hand ist. With Jesus, I can take it, with him I know I can stand. No matter what come my way, my life is in his hands. Dieses Lied geht mir immer wieder im Kopf herum und macht mir Mut.

    Wir verlassen die Flughöhe und es wird glücklicherweise wieder ruhiger, aber es hält nicht lange an. Schon wieder Anschnallzeichen. Ich beschliesse ein Reisekaugummi zu nehmen und verfolge akribisch die Flugroute auf dem Monitor. Die Strecke über dem Atlantik ist schon lang! Für das TV-Programm kann ich mich nicht begeistern, versuche zu schlafen. Bin ja mittlerweile lange unterwegs und die Nacht vorher war kürzer als sonst. Denke auch das der Wirkstoff von dem Kaugummi mich müde macht und so döse ich vor mich hin. Endlich mal wieder keine Anschnallzeichen - Entspannung. Zum Ende hin werden noch Wraps serviert, dann geht es auch schon mit dem Ausfüllen der Einreisepapiere los. Die Flugzeit nähert sich dem Ende und ich beschäftige mich eine Weile mit den Farmvokabeln. Am Ende freue ich mich auf die Landung, klarer Himmeln in Toronto. Yes, geschafft!

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  • 24Jun 2015

    3 Arrival in Toronto! 06/24/2015 Canada —

    Old Toronto, Toronto, Canada

    Description

    Ich bin in Nordamerika - yeah!

    Jetzt hoffe ich auf wohlwollende Beamten für die Einreise. Die erste Dame fragt mich, warum ich nach Kanada komme und was mich zur Farmarbeit motiviert. Hier habe ich ehrlicherweise ein Kreuz gemacht... Dann geht es zu einem 2. Officer und er fragt ähnliche Dinge. Hole nun meine Bescheinigung von TravelWorks heraus. Als ich bestätige, dass ich kein Geld erhalte sondern für die Vermittlung bezahlen muss, war alles klar. Stempel received! Der Toronto Airport ist übrigens sehr modern, überall Displays im Wartebereich zum Surfen.

    Mein Gepäck erreicht heile und ohne Verzögerung Toronto, dann geht es weiter zum Ausgang. Wen werde ich als erstes treffen? Werden sie mich erkennen? Und da ist auch schon ein bekanntes Gesicht - Maria ist gerade angekommen und ich freue mich so, ein bekanntes Gesicht zu sehen. Mit Sack und Pack geht es zu Jean ins Auto, meine Gastgeberin für die ersten Wochen, dann über den Highway. Kann es nicht fassen dass ich jetzt endlich angekommen bin. Die hohen Häuser, die breiten Straßen... Aber dann biegen wir in eine kleine Reihenhaussiedlung ab, nördlich von Toronto, in North York. Es ist ein sehr gemütliches, liebevoll eingerichtetes Zuhause. Fühle mich hier gleich sehr wohl. Es gibt noch eine warme Suppe und dann geht es ans Auspacken. Muss doch sofort meinen riesen Kleiderschrank bestücken. Da kann ich alles super unterbringen und ich fühle mich noch mehr heimisch. Nach einer erfrischenden Dusche sinke ich in mein großes Bett und schlafe wunderbar fest.

    Good night Toronto!

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  • 25Jun 2015

    4 1. Tag Toronto - Downtown 06/25/2015 Canada —

    Old Toronto, Toronto, Canada

    Description

    Good morning Toronto!

    Wache schon etwas früher auf und Jean braucht mich gar nicht wecken. Bereite meine Papiere und die Dinge für den Citytrip vor.
    Dann ein köstliches Frühstück: selbstgemachter Kefir mit Müsli, Blaubeeren, Apfel, Banane. Dazu ein Brot mit peanutbutter - mmh! Bisher kam Erdnusbutter bei mir nie auf den Tisch, aber inzwischen liebe ich diesen Aufstrich! Ein Glas Grapefruitsaft dazu ist sehr erfrischend, steht hier im Kanister auf dem Tisch... Das sind andere Packungsgrössen in Nordamerika. Jean lebt sehr gesund und aktiv. Sie bereitet vieles selber zu und ich darf geniessen. Und sie ist so fürsorglich, amazing!

    Gut gestärkt checke ich meine Nachrichten und schicke Fotos von meinem schönen Zuhause los. Mit whatsapp und wlan geht das alles problemlos!
    Dann machen wir uns auf zur Subway station, Don Mills. Bei dem schönen Wetter gehen wir natürlich zu Fuß, Jean zeigt mir dabei die Wege, die Bushaltestelle. Muss mich auf die neuen Ampeln einstellen. Das U-Bahnnetz ist sehr übersichtlich. Es gibt nur 3 Linien. Wir kaufen sog. tokens und erhalten damit Zugang zu den Gleisen. Im Vergleich zu Germany ist das ganz anders. Ich brauche kein Ticket und Kontrollen gibt es auch nicht. An jeder Station sitzen Beamten und du kommst nur mit den coins oder Magnetkarten durch. Wenn man später den Bus benutzen möchte, muss man ein sog. Transferticket kaufen. Der Bus fährt direkt in den U-Bahnhof rein und dann ist man direkt vor Ort. Schon special... Aber durch die lange Winterzeit ist das hier so organisiert.

    Die Fahrt geht los. Es ruckelt ordentlich und Jean ermahnt mich immer wieder: Please, hang on!! Das ist ein guter Rat wenn man nicht sitzt. Die Waggons sind recht alt. Unterwegs erklärt mir Jean viel und ich bekomme einen guten Überblick. Es sind viele verschiedene Nationen zu sehen, vor allem Chinesen. Wir verlassen die lila Linie und steigen in die gelbe Richtung downtown um. In Queens steigen wir aus da ich hier mit Maria zum lunch verabredet bin. Im sog. food court gibt es verschiedene Imbisse und ich entscheide mich für asiatische Küche. Jetzt bezahle ich zum 2. Mal mit kanadischen Dollar und erfahre auch gleich, dass noch Steuer draufgeschlagen wird. Meistens ist nicht der Endpreis ausgewiesen. Mit Service muss man noch Tipp bezahlen. Es tut gut auch etwas deutsch zu sprechen. So lässt sich die eine oder andere Frage schneller klären.

    Dann habe ich ein paar Stunden für mich. Noch nicht mal einen Tag in Toronto und ich erkunde die Gegend für mich. Als erstes suche ich eine Bank auf.
    Möchte die alten Geldscheine umtauschen. Die Mitarbeiter sind alle total freundlich und hilfsbereit, staunen über das antike Geld. Bekomme dann ohne Probleme die aktuellen Scheine und Münzen, done! Nun gehe ich zum Queens Park, hier ist der Regierungssitz. Imposantes Gebäude. Ein paar Fotos und dann frage ich nach, ob ich auch reingehen kann. Zufällig startet innerhalb 1 Minute eine geführte Tour for free! Really great. Verstehe recht gut die Inhalte und höre auch gleichzeitig auf französisch mit. Nach einer Pause im Park - hier springen übrigens schwarze Eichhörnchen rum - treffe ich Jean wieder. Wir laufen durch die Yonge Street, längste Straße Torontos, vorbei am Rathaus, nehmen ein paar Infos und Stadtpläne mit. Besuchen anschließend ihre Mutter. Hier gibt es ein herzliches Wiedersehen mit Catherine und David. Doch das Beste kommt noch: Ich werde zum Thailändischen Restaurant eingeladen. Alles super lecker. Der erste Tag in Toronto konnte nicht besser enden!!

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  • 26Jun 2015

    5 2. Tag in Toronto - Orientation and Waterfront 06/26/2015 Canada —

    Old Toronto, Toronto, Canada

    Description

    Good morning again!

    Heute geht es schon recht früh aus dem Haus, bin ganz alleine mit der U-Bahn unterwegs. Die Orientierung funktioniert dank Jeans hilfreicher Einweisung gut. Es geht downtown ins Buero von TravelWorks. Um 09:30 a.m. soll ich da sein. Also gehe ich 08:20 a.m. aus der Tür. Give yourself enough time!!
    An der Station "King" angekommen, muss ich zunächst nach der Victoria Street fragen. Obwohl wir einen Tag zuvor alles abgelaufen sind, sieht es heute wieder so anders aus. Es ist das Problem mit den Ausgängen. Meistens gibt es an jeder Station 4 verschiedene Exits (Ecken). Je nachdem, wo du rauskommst, hast du eine andere Umgebung... Das ist selbst für Einheimische noch eine Herausforderung! Nun, ich erreiche die Victoria Street und suche von dort den Hintereingang in das Gebäude. Aber halt, welche Hausnummer? Das ist ja eine andere als von der Adelaide Street!! Oh no! Ich laufe auf und ab, kann mich aber nicht mehr an den Eingang erinnern. Sieht alles wieder so neu aus... Dann frage ich einen Handwerker auf der anderen Straßenseite und schließlich entscheide ich mich doch zur Adelaide Street zu gehen. Dann mit dem Lift in den 16. Stock und ich erblicke das Schild WorkingHoliday. Klopfe an und ein lautes "Come in" ertönt.

    Rita, eine sehr freundliche und lustige Mitarbeiterin von TravelWorks begrüßt mich herzlich. Sie kümmert sich um alle Neuankömmlinge, überwiegend aus Germany. Sie erkennt mich sofort von meinem Foto, hat ja auch meine Farmplatzierung bearbeitet. Ich erzähle ihr von meiner Ankunft und den ersten Erlebnissen in Toronto. Mein Englisch ist gut, bemerkt sie! Big smile!! Wir besprechen eine Menge Details zur Farmarbeit, die Regeln und Bedingungen. Rita zeigt mir auch die Woofing-Homepage wo ich mein Profil erstellen und so mit anderen Farmern in Kontakt treten kann. Plane ja evtl. noch einen weiteren Farmaufenthalt in British Columbia. Durch Schlagworte kann ich die Suche ziemlich fein gestalten und finde interessante Farmen nach eigenem Geschmack. Da werde ich mich an einem anderen Tag mit vertraut machen. Ich bringe auch meine Reise nach Vancouver ins Gespräch und wir schauen hier nach Zugverbindungen. In 4 Tagen durch die Weiten Kanadas zu reisen hat was! Vielleicht kann ich unterwegs ein paar Stopps einlegen. Weiter sprechen wir über allgemeines in Kanada wie Tax und Tip, das Land, Fortbewegung, Events. Von Rita höre ich zum ersten Mal von den sog. Pan Am Games. Ist eine Olympiade mit Teilnehmern aus Nord- und Südamerika. Toronto richtet die Spiele zum ersten Mal aus und die Stadt hat sich darauf eine lange Zeit vorbereitet. So in den nächsten Tagen wird es überall in der City, sicherlich auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln, voll werden. Vielleicht habe ich die Gelegenheit, eine Disziplin anzuschauen. Sind schon interessante Sportarten dabei, z. B. Trampoline, Waterski/Wakeboard, Roller Figure Skating, Gymnastics... Tickets starten ab $20. Das ist ein guter Preis.

    Nach 2,5 Stunden englischer Unterhaltung wechsle ich an den PC und checke meine Mails, schreibe einige Nachrichten, sortiere Fotos in meiner Dropbox. Funktoniert mit einem normalen PC doch viel schneller als mit Smartphone oder Tablet. Es ist sonniges Wetter und so möchte ich nicht allzulange drinnen hocken. Wird mir auch kalt mit der Klimaanlage hier. Kann leider nicht reguliert werden. :-((

    Draussen wärme ich mich erstmal auf. Laufe die Yonge Street südlich zur Wasserseite (Waterfront) entlang. Ist schon ein ganzes Stück. Unterwegs stärke ich mich mit einem HotDog. Hier gibt es viele kleine Strassenstände, die mir schon am ersten Tag aufgefallen sind. Kenne ich aus HH und Germany so nicht. Erst wählt man eine Wurstsorte aus, danach kommen die Toppings, verschiedenes Gemuese und Soßen. Der Snack ist aber gar nicht so leicht zu essen unterwegs, besonders, wenn man sich den HotDog schoen voll füllt wie ich - hihi. Bin aber auch ordentlich hungrig! Schlendere an der Waterfront entlang, es sind viele Leute unterwegs, viele Boote auf dem Wasser. Erste Fotos dann eine Bank. Beobachte die Menschen, einige Sportler, viele Chinesesen mit Regenschirmen und großen Sonnenhueten. Wollen wohl nicht braun werden im Gegensatz zu mir... Langsam wird es heiß in der Sonne. Ist ja auch volle Mittagshitze. Gehe ein Stück weiter und finde einen Sitzplatz im Schatten. Kurze Zeit später gesellt sich ein chinesicher Herr dazu und spricht mich an. Wir unterhalten uns eine ganze Zeit, er berichtet mir von seiner Arbeit als Ingenieur. Komme hier sehr schnell in Kontakt mit Leuten. Sind alle recht offen und gesprächig. Gute Übung für mein Englisch!!

    Wandere noch ein Stück weiter, bin beeindruckt von diesen hohen Wolkenkratzern die eine besondere Kulisse abgeben. Dann drehe ich um und gehe zurück zur U-Bahn. Den Eingang "Union" finde ich recht schnell, sind überall Hinweisschilder. Zurück geht es nach Don Mills. Jean hat mich mit den Bussen noch nicht vertraut gemacht. Frage aber dennoch eine Dame nach der Straße und sie zeigt mir den Bus. Leider ist es der falsche und auch die verkehrte Richtung. Das erkenne ich sehr schnell. Der Fahrer ist so freundlich und gibt mir ein Return-Ticket. Wieder in DonMills angekommen, nehme ich dann den Fussweg. Zu Hause erwartet mich ein leckeres Abendessen: Hähnchen mit braunem Reis und einem besonderen grünen Gemüse (Rübstiehl zu deutsch)...

    Mein erster Dontown-Aufenthalt ist mit kleinen "Pannen" erfolgreich verlaufen!

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  • 27Jun 2015

    6 Pacific Mall 06/27/2015 Canada —

    Old Toronto, Toronto, Canada

    Description

    Heute geht es in die Pacific Mall - nur chinesische Geschaefte dort!

    Werde abgeholt und darf in einem Porsche Cayenne mitfahren! Schoener Wagen. Die Anreise gestaltet sich zaeh. So viele Autos haben dasselbe Ziel wie wir - bin in einer Gruppe unterwegs und es regnet in Stroemen... Dann die Parkplatzsuche, reinstes Chaos. Wir folgen einigen Spaziergaengern und hoffen, dass diese wegfahren. Schliesslich findet sich doch ein Platz. In der Mall ist gut was los, gerade um die Mittagszeit. Wir schauen uns um. Es gibt so viele Geschaefte dort, besonders Handyzubehoer, die volle Auswahl an Huellen, Covern... Haette ich mal bis hier gewartet. Suche nun noch eine kleine Tasche wo ich mein Smartphone insgesamt schuetzen kann. Leider kann mir dieser Wunsch nicht erfuellt werden. Aber ich gebe nicht auf, werde noch etwas passendes finden!

    Dann ist Mittagszeit. Von dem grossen Angebot bin ich mal wieder erschlagen... Verschaffe mir zunaechst einen Ueberblick und lasse mich dann beraten. An einem Stand ist es ordentlich laut. Ich denke, hier wird irgendwelches Fleisch platt geklopft. Tatsaechlich entstehen dort eigene Nudeln. Der Teig wird auf den Tisch geschlagen. Bleibe hier haengen, bestelle eine Nudelsuppe mit kleinen gefuellten Taschen und Gemuese. Allerdings werden nur Staebchen gereicht. Folglich gestaltet sich das Essen schwierig. Ivy besorgt fuer mich eine Gabel und so muss ich nicht stundenlang die Nudeln aus der Bruehe fischen - Glueck gehabt!! Probiere auch wuerzige Barbecue-Lammspiesse und frittierte Kartoffelchips am Spiess. Zum Nachtisch gibts einen frischen Mangosaft - erfrischend.

    Gut gestaerkt schauen wir uns weiter um, im sog. best shop. Hier finden einige von uns lustige Sonnenhuete. Ich nehme nur eine kleine Packung Zahnseide mit. Bald beenden wir unsere Tour und ich fahre mit zu Maria. Lerne einen weiteren Haushalt in Toronto kennen. Nach einer Ruhepause gibt es eine heisse Schokolade und wir unterhalten uns auch etwas auf Deutsch. Zum Abendbrot geniesse ich frische Moehren und Tomate-Mozarella. Danach geht es zur Versammlung und hier lerne ich dann weitere Glaubensgeschwister aus Toronto kennen.

    Das war der Samstag!

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  • 29Jun 2015

    7 Monday - Edwards Garden 06/29/2015 Canada —

    Old Toronto, Toronto, Canada

    Description

    It's Monaday!

    Das Wochenende ist rum. Am Sonntag habe ich eine Handykarte für Kanada aktiviert. Jetzt bin ich auch in Toronto erreichbar und kann vor allem "texten". Total üblich hier. Wenn man sich verabredet oder Infos austauscht, schickt man eine SMS los und bekommt erstaunlich schnell Antwort. :))

    Meine Gastgeberin Jean schlägt heute einen Besuch im naheliegende Edwards Garden vor.
    Es ist ein sonniger Tag und so starten wir unseren Trip recht früh (10:00 Uhr), damit es später nicht zu heiß wird.
    Ich bestaune viele schöne Blumen, flatternde Schmetterlinge und ein Tier, was ich noch nicht kenne. Braunes Fell, mittelgroß, kleiner Schwanz und lebt am Wasser. Als erstes denke ich, dass muss ein Biber sein - wie süß. Aber später stellt sich heraus, dass es ein "Groundhog" war, zu deutsch: Erdhörnchen. Never seen before. Einige von den Tieren sind sehr zutraulich und kommen nah an die Besucher ran, fressen sogar aus der Hand. Andere verschwinden lieber schnell im Gelände.

    An den Botanischen Garten schließt sich ein großer Wanderweg an, sog. Trail. Wir spazieren flotten Schrittes entlang und genießen das angenehme Klima am Fluss und im Schatten. Es sind einige Wanderer mit uns unterwegs, auch Radfahrer. Auf´s Rad springen würd ich jetzt auch gerne. Da kommt man doch schneller herum und sieht mehr. Aber auch so genieße ich die Natur und frische Luft. Nach gut 2 Stunden Bewegung ruhen Jean und ich uns auf einer sonnigen Bank aus, beobachten die Leute und Tiere. Langsam wird es Zeit sich auf den Weg zu machen denn ich habe noch eine Nachmittagsverabredung mit Ivy.

    Von Leslie-Station gehts mit der Subway weiter nach Finch und dann muss ich Ivy´s Condo finden... Condos heißen hier die hohen Gebäude. Je nach Preisklasse verfügen sie über so einige Extras wie z. B. Swimmingpool, Fitnessstudio oder Security im Eingang. Es ist nich ganz einfach mit der Orientierung. Obwohl mir Ivy minütlich neue Wegbeschreibungen schickt, holt sie mich am Ende doch von der Straße ab. Ich war nur ein paar Meter entfernt. Da ich superhungrig bin, stärken wir uns bei einem vietnamesischen Restaurant. Ich probiere Suppe, Springrolls, Fleisch mit Reis. Leider vermisse ich das Gemüse hier auf dem Teller. Aber das ist wohl weniger üblich. Nachdem ich Ivy's Zuhause kennengelernt habe und auch Orly angekommen ist, gehen wir zum Lieblingscafe von Ivy "Cafe Princess", direkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Total gemütlich die Einrichtung, erinnert mich ein wenig an Cafe May daheim in Hamburg. Die Karte ist vielversprechend: Waffeln, Kuchen, Eis... Ein Blick auf die Kuchenauswahl und für mich gibt es den Blueberry Cheesecake. Unterhalte mich kurz mit der Bedienung und erzähle, dass ich noch ganz neu in Toronto bin. Mein Kuchenteller erhält daraufhin eine supernette Begrüßung - siehe Foto!! Total lieb. Wir teilen alle Sweets miteinander und so komme ich auch in den Genuß von Waffeln Eis (Sorte: grüner Tee). Hätte vorher vielleicht keine heiße Schokolade trinken sollen. Das hat auch noch gut gefüllt...

    Mit vollem Magen machen wir uns auf eine kleine Erkundungstour durch einen Teil der Yonge-Street, längste und belebteste Straße in Toronto. Ein koreanisches, vietnamesisches, chinesisches Restaurant reiht sich hier an das nächste. Mulit-Kulti eben. Schauen uns dann in einem koreanischen Lebensmittelgeschäft um und ich bin erstaunt, wie viel mir hier bekannt vorkommt: riesengroße Gläser mit Kimchi, Glasnudelsalat, Sojasprossen und anderes Gemüse, Sushi...

    Immer noch pappsatt mache ich mich auf den Heimweg und esse heute nichts mehr.

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  • 01Jul 2015

    8 Highlight der Woche - Niagara Falls 07/01/2015 USA —

    Niagara Falls, USA

    Description

    Highlight in der ersten Woche!

    Noch nicht mal eine Woche hier und es gibt schon ein Riesen Highlight: The Falls, Niagra on the Lake, Winery.

    Heute ist übrigens Canada-Day! Ueberall im Land ein Feiertag. Hoffe, dass nicht alle die Idee haben, die Wasserfälle zu besuchen...
    Um 09:00 starten wir unseren großen Ausflug zu den Niagarafällen. Das ist in der Region ja ein absolutes Must do! Zunächst legen wir bei Moses und Tiffany einen kurzen Zwischenstopp ein, danach geht es auf den Highway. Die vielen Spuren hier sind schon totally different to Germany. Auf allen Fahrspuren kann im Rahmen der Tempolimits -zugelassen ist 100km/h- gefahren werden. Die Mehrheit ist aber schneller unterwegs. Wir auch. 120km/h sind durchaus Standard. Wenn man allerdings mit 50km/h zu schnell erwischt wird, muss man auf der Stelle den Führerschein abgeben und das Auto wird abgeschleppt. Nichts mit nur links überholen. Man muss sehr gut gucken wenn man die Spur wechselt. Bin froh, dass ich hier nicht am Steuer sitze. Das Wetter ist freundlich und die Sonne zeigt sich trotz angesagtem Regen immer mehr. Nach guten 1,5 Stunden erreichen wir die Niagara Fälle. Doch das Anfangsbild ist enttäuschend. Fühle mich eher in LasVegas mit vielen Spielbuden, Entertainment für große und kleine Kinder, laute Musik... Doch dann kommen wir an die Wasserfront und hier zeigt sich die Naturschönheit der Wasserfälle - beeindruckend, awesome, amazing!! Ein paar erste Fotos, dann die Entscheidung für die Bootstour.

    Rita hat mir bei unserem ersten Treffen erzählt, dass man auf dem Boot die Wasserfälle am besten fühlen/spüren kann. Man kommt den Falls so am nächsten. Das Ticket für $20 ist kein Thema und so geht es zusammen mit Angie im Fahrstuhl abwärts zu den Booten. Die Schlangen sind sehr überschaubar. Wir werden mit den typischen roten Regencapes versorgt, besteigen das Boot. Unterwegs immer wieder Fotos. Bin noch gar nicht ganz prepariert mit Kamera, Handy etc. und dann geht die Fahrt schon los. Vorbei an dem ersten Wasserfall auf der US-Seite, der ist noch nicht so berauschend, aber tolle Fotomotive gibt es trotzdem. Wo ist Angie geblieben? Im roten Dress sehen alle so gleich aus... Wir nähern uns dem eigentlich Fall. Es wird windig, die Regencapes flattern im Wind, es wird lauter, nass. Ich denke: "Ok, jetzt kommt der angesagte Regen". Nein, dass sind die Falls! Das herabrauschende Wasser spritzt ueber das Schiff. Ich stehe recht weit vorne, wandere auf dem jetzt schwankenden Boot herum und versuche die besten Fotos zu erhaschen. Nur einen kurzen Augenblick verweilen wir hier und dann drehen wir auch schon um. Es wird ruhiger, leiser. Das war ein Abenteuer. Kurz aber intensiv!

    Am Ufer angekommen, spazieren wir entlang der Promenade und genießen jetzt den Blick von oben. Inzwischen ist es warm geworden, Cape und Jacke werden sofort ausgezogen. Noch ein paar Fotos und wir suchen den Rest der Truppe. Erreichen dann die Stelle wo das Wasser von oben runterrauscht, sieht total schnell aus. Ich schätze die Höhe mit 15m absolut falsch ein. Sind tatsächlich 52m. Ohne Zweifel, dass Wasser hat Kraft. Inspieriert von den beeindruckenden Wasserfällen, stärken wir uns bei Wendys, einem Fastfoodrestaurant. Ich bestelle meinen ersten Spicy-Chicken-Burger, Pommes und eine große Limo dazu. War gar nicht so spicy. Anschließend geht es in das nette Städtchen, Niagara on the Lake. Heute ist Canada-Day und viele Canadier scheinen dasselbe Ausflugsziel zu haben. Es ist rappelvoll. Wir suchen bestimmt gute 20min nach einem Parkplatz!! Wahnsinn, jede Lücke ist zugeparkt. Endlich finden wir eine Möglichkeit, müssen dafür aber recht weit zurück ins Zentrum laufen. Nun, man kann nich alles haben. Unterwegs sehen wir viele schöne Häuser mit sehr gepflegten Gärten. Perdekutschen transportieren die Touristenströme durchs "Dorf". Die Sonne brennt und so wird es Zeit an einer Eisdiele Station zu machen. Allerdings entscheide ich mich fuer eine große runde Zimtschnecke aus der Bäckerei, hier genannt Cinnamon Bun. Delicious. Wir schlendern durch die Gassen und ich entdecke nette Lädchen, hier finde ich auch schon mein erstes Souvenir für Nichte Jonni.:)) Details werden an dieser Stelle nicht verraten. Nach einem kurzen Abstecher an den Lake Ontario - von hier aus sehen wir uebrigens am Horizont die Skyline von Toronto - geht es auf den Heimweg. Aber was jetzt? Wir halten wieder an und fahren auf den Hof eines Weingutes. In der Gegend gibt es viele Weingüter, viel Sonne, fruchtbares und ebenes Land. Das Weingeschäft sieht sehr elegant aus. Für 3 Bucks ($) kann man jeden Wein probieren. Ich teste einen Schluck Eiswein aus Marias Glas. Too sweet! Und dann geht es back to the Highway!!

    Das war ein unvergesslicher Ausflug und ich bin sehr happy, dass ich nach einer Woche Kanada schon so etwas besonderes erleben durfte!

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  • 03Jul 2015

    9 City Walk Downtown 07/03/2015 Canada —

    Old Toronto, Toronto, Canada

    Description

    Free Walking Tour

    Bei meinem ersten Besuch Downtown habe ich von dieser gratis City-Tour gehört und heute um 15h geht es los. Nachdem ich vorher bei Rita im Büro noch einige Mails und Fotos bearbeitet habe, mache ich mich auf zum Treffpunkt, Dundas Square. Hoffe, ich finde die guys. Nach ein paar Minuten kommen 2 junge Studenten mit einem grünen Schild auf den Platz. Supi, dann haben wir uns ja gleich getroffen. Sie studieren beide Stadtentwicklung und verdienen sich im Sommer durch diesen Nebenjob etwas dazu. Hinzu kommt noch ein indischer Interessent. Zu viert starten wir unsere persönliche City Walking Tour von ca. 1,5 Stunden. Viel mehr gibt es hierzu nicht zu sagen. Just look at the pictures.

    Anschliessend habe ich mich übrigens noch ziemlich lange im Eaton Centre aufgehalten, Torontos Touristenattraktion Nummer eins. Ist ein mega Shoppingcenter auf 5 Ebenen. Jede Woche kommen ca. 1 Mio. Besucher dort hin! In einer großen Buchhandlung habe ich das christliche Buch "I still believe" gefunden. Ist eine bewegende wahre Geschichte von einer jungen Frau, die kurz nach der Hochzeit mit Jeremy, begabter Musiker und Sänger, an Krebs stirbt. Die Storz hat meinen Glauben sehr gestärkt und war darüber hinaus mein erstes Buch, dass ich auf Englisch gelesen habe!!

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  • 05Jul 2015

    10 Sonntagsausflug zu Scarborough Bluffs 07/05/2015 Canada —

    Old Toronto, Toronto, Canada

    Description

    Kurzer Sonntagstrip

    Nach einem schmackhaften chinesischem Mittagessen - in Toronto kann man so viele leckere Küchen probieren - geht es spontan zu Scarborough Bluffs, den Steilklippen am Ufer des Lake Ontario. Die Anreise kostet Geduld. Wohl nicht nur Ivy und ich haben diese Idee hier heute herzukommen. Parkplätze sind rar und so kurven wir eine Weile herum bis wir eine Lücke für uns gewinnen können.

    An den Steilklippen angekommen, erwartet mich ein atemberaubender Blick auf die Steilküste, das türkisblaue Wasser, die sandsteinfarbenden Felsen... Geht ganz schön steil hinunter. Bis zu 65m hoch ragen die Felsklippen. Ein paar Fotos, Selfies. Aber die Attraktion ist ein schmaler Felsvorsprung. Hier tummeln sich die Touristen für eindrucksvolle Fotoerinnerungen. Nach einer Weile stehe auch ich hier oben und lasse ein paar Bilder knipsen. Doch erst im Nachhinein merke ich, dass es gar nicht so ungefährlich war. An den Seiten ging es steil bergab und da war nichts zum festhalten... Puh, ging aber alles gut.

    Nach einem kurzen Rundgang wäre ich gerne noch runter ans Wasser gefahren. Ist aber einfach zu voll hier und die Autos stehen Schlange. Nun geht es also heim.

    Morgen fängt ja auch das Projekt "Schule" an. Da muss ich noch meinen Rucki packen. Die Aufregung steigt...

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  • 05Jul 2015

    11 Back to School 07/05/2015 Canada —

    Old Toronto, Toronto, Canada

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    Die Schule beginnt...

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  • 07Jul 2015

    12 First Lesson 07/07/2015 Canada —

    Old Toronto, Toronto, Canada

    Description

    Heute beginnt der Unterricht!

    Ich breche natürlich rechtzeitig zur Schule auf da ich ja noch meine Klasse herausfinden muss. Pünktlichkeit wird ebenfalls großgeschrieben. Mehr als 15min zu spät und man darf die Klasse erst nach der Pause betreten... Das muss ja nicht gerade am ersten Tag passieren und mit TTC (Toronto Transit Commission - öffentlicher Nahverkehr) weiss man nie so genau. Die Züge fahren nicht unbedingt nach Plan. Gerade morgens gibt es oft Stau oder Verzögerungen.
    Mit Spannung suche ich den 3. Stock auf. Ein Blick auf den Monitor und es erscheint Level 5 - GUS. Not bad, denke ich. Level 8 ist das höchste. Da ich ja lange keine englische Grammatik mehr angewandt habe, bin ich sehr zufrieden. Für die Nachmittagsstunde bin ich in der Spezialisierung listening + speaking. Beide Lehrer sind geborene Griechen, leben aber schon lange in Kanada und sprechen super Englisch.

    GUS, ja da ist ein Name (Kurzform von Costas) ist sehr lustig und locker drauf. Er macht viele Witze und Späße, ist eher ein Entertainer als Lehrer. Erste Aufgabe ist eine Partnerübung. Ich arbeite mit Dorotea aus Brasilien zusammen und muss sie nach einem ersten Interview der Klasse vorstellen. So üben wir gleich listening, writing and speaking. Sehr interessant, die Nationalitäten in meiner Klasse. Meine Mitschüler kommen aus: Japan, Taiwan, Italien, Brasilien, Chile, Russland, Schweiz und Germany. Später stoßen zu uns noch Schüler aus Spanien und der Ukraine. All over the world.

    Der Unterricht ist recht abwechslungsreich, Wir arbeiten alleine, zu zweit, in der Gruppe oder als ganze Klasse. Muss mich in die verschiedenen Akzente erstmal reinhören. Ist gar nicht so leicht zu verstehen wenn Luiz aus Brasilien Englisch redet. Ihm geht es mit meinem Akzent wahrscheinlich genauso. GUS hat viele interessante Spiele und Wettbewerbe vorbereitet. Einen Tag spielen wir eine Art Tabu und erklären sowie erraten verschiedene Begriffe. Bin ein Team mit Eugene aus Taiwan und wir sind eine super Kombi. Very funny. Gestern gab es Bingo und wir mussten einander Fragen stellen und dann Kreuze machen. So auf die spielerische Art ist es recht leicht drauflos zureden und die Scheu zu verlieren. In der Nachmittagsstunde diskutierten wir über Phobien und Ängste in der Gruppe. Weitere Themen sind: Money, Travelling, Food, Movies, Using Internet... Macht Spass.

    Wir lernen hier schon eine Menge. Die Schule hat ein hohes Niveau. Muss viele sog. Phrasel verbs lernen. Das sind kombienierte Begriffe die alle unterschiedliche Bedeutungen haben, z. B. get off, get on, get along, go away, brush up, pick up, dress up, check out, check in, take out, take off, see off... Im Englischen sind sie sehr gebräuchlich. Manchmal ist die Bedeutung so vertraut und ich ahne gar nicht, dass es ein phrasel verb ist. Aber mann muss die Bedeutung genau kennen damit man den Begriff gezielt verwenden kann. Nur eine kleine Verwechslung und es kann eine dramatische Sprachverwirrung geben. Wenn man diese Kombis richtig einzusetzen weiss, klingt das Englisch sehr natürlich. Schon in den ersten Tagen erfahre ich, dass es am Ende von 4 Wochen eine Pruefung gibt. Daher entscheide ich relativ schnell, dass ich meinen Kurs um eine Woche verlängere. Dann kann ich die Endprüfung mitnehmen, 2 Stunden schriftlich und 10min mündlich... Möchte ja schon sehen, wie ich mich verbessert habe.

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  • 08Jul 2015

    13 Distillery District 07/08/2015 Canada —

    Old Toronto, Toronto, Canada

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    Erste Nachmittagsaktion mit der Schule...

    Die Welcome-Party wollte ich nicht mitnehmen. Dafür geht's heute in einen historischen Stadtteil von Toronto, den Distillery District.
    Wir sind eine ziemlich grosse Gruppe, haben sich viele angemeldet. Ist ja auch for free. Unterwegs unterhalte ich mich schon mit einigen Mitstudenten aus Brasilien und der Schweiz. So lerne ich weitere Schüler kennen und übe mich im Englischsprechen. Denn auch während der Nachmittagsaktivitäten gilt das Gebot: only English please! Ok, mit einigen Nationen kann ich gar nicht anders kommunizieren...

    Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen wir den Bezirk in der Altstadt. Die Gebäude sind aus Backstein, recht ähnlich zu Hamburg. Mit Dorothea spaziere ich durch das Viertel und wir knipsen unsere Fotos. Später laufe ich alleine durch die netten Shops. Sind alle recht exklusiv und besonders. Wird einiges Handwerk ausgestellt und viel Selbstgemachtes. So besuche ich eine kleinere Schokoladenmanufaktur, einen Seifenladen und einen Shop mit kanadischem Design. Hier entdecke ich auch die englischen Spruchkarten.

    Am Ende treffe ich noch auf eine Streetperformance von 2 Strassenkünstlern. Schöner Abschluss bevor es dann nach Hause geht.

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  • 08Jul 2015

    14 Lernen am Nachmittag 07/08/2015 Canada —

    Old Toronto, Toronto, Canada

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    Ohne lernen geht es nicht!!

    Fast täglich erhalten wir Hausaufgaben. Einiges versuche ich schon während der Mittagspause zu erledigen. Da hab ich immer Zeit von 12:15 - 13:05. Aber essen muss ich ja auch noch und eine Pause für den Kopf ist ebenso wichtig.

    So verbringe ich recht häufig Zeit an meinen zwei Lieblingslernorten: Größte Bücherei Nordamerikas und gemütlicher Innenhof neben der Schule. Den hab ich hier recht zufällig bei einem Spaziergang entdeckt. Gehört glaube ich zum Univiertel was nicht weit entfernt ist. Im Hof blühen viele weiße Hortensien und es stehen so einige Bänke bereit. Die Sonne knallt machmal recht heiß runter und so nehme ich lieber die Schattenbank. Muss doch einen klaren Kopf bewahren und keinen Sonnenstich kriegen...

    Die größte Bücherhalle Nordamerikas liegt 10 Fussminuten in die andere Richtung. Es ist ein riesen Gebäude, Springbrunnen im Eingang, 7 Etagen mit 2 Fahrstühlen, große Computerecke. Habe mir echt schnell eine Library-Card beantragt. Diese gibt es für Sprachschüler for free. So kann ich die PCs nutzen und mal etwas flotter eine Mail schreiben, Fotos sortieren oder auch mal Musik hören. Im 5. oder 6. Stock sitze ich häufig an einem langen Tisch und kann meinen Ordner, Wörterbuch etc. ausbreiten. Die Zeit geht immer so schnell rum und es ist ein gutes Gefühl die Aufgaben abgeschlossen zu haben bevor ich nach Hause komme.

    Abends wartet immer ein abwechselndes Programm auf mich: Mal gehe ich auswärts essen, z. B. in Korea Town, sehr lecker das Barbecue am Tisch. Oder ich koche auch ab und zu. Dann gehe ich vorher einkaufen und hoffe, alle Zutaten zu finden. Ein Kräutersalz so wie ich es von daheim kenne, habe ich bisher aber noch nicht entdeckt. Meine gefüllten Auberginen, das Gemüse mit marinierten Hähnchen aus dem Ofen und eine selbstgemachte vegetarische Pastasoße schmecken aber trotzdem. ;)) Und es geht auch sportlich zu: Badminton in der Halle, Schwimmen im Pool bei Rosa oder Fitness bei Ivy.

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  • 09Jul 2015

    15 Bowling - Afternoon 07/09/2015 Canada —

    Old Toronto, Toronto, Canada

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    It's Bowling time!

    Meine 2. Nachmittagsaktivität mit der Schule.
    Mit Subway und Streetcar geht es zur Bowlingbahn und dann haben wir 2 Stunden Zeit die Pins umzuhauen. Sind eine kleinere aber nette Truppe mit einigen Guys aus Saudi-Arabia. Manche Spieler werfen die Kugeln recht abenteuerlich auf die Bahn...

    Mit meiner Fitnesskleidung fühle ich mich gut in Form. Mein erstes Game läuft super. Ist sogar ein Strike und Spare dabei. Mein Punkteergebnis von 94! (ich hoffe, meine Erinnerung ist richtig) kann sich sehen lassen. Mit einem Mitschüler aus Russia sind wir punktgleich. Dann mischen wir die Gruppen neu und das Spiel auf einer anderen Bahn läuft nicht ganz so gut. Wahrscheinlich ist schon etwas Power raus. Macht aber trotzdem Spass.

    Finally, ein sportliches Event dass sehr gut getan hat.

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  • 15Jul 2015

    16 Canoeing at Lake Ontario 07/15/2015 Canada —

    Old Toronto, Toronto, Canada

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    Canoeing - das wollte ich mir nicht entgehen lassen...

    Kanufahren gehört doch hier zu den typischen Sportarten. Daher habe ich mir diesen Termin gleich vorgemerkt.
    Wir nehmen die Subway und Streetcar zur Waterfront. Die Ecke kenne ich inzwischen. Beim Bootsverleih angekommen, warten einige Guys mit Schwimmwesten und Paddel auf uns. Schnell noch den sportlichen Shorts angezogen und los geht's zu den Booten. Es sind grosse Kanus mit ca. 14 Plätzen, haben einen erfahrenen Steuermann - juhu! Aber das braucht man hier auch auf dem See. Ist viel Bootsbetrieb und so einige Wellen.

    Sitze hinter 2 crazy Italienerinnen. Am Anfang sind die meisten noch motiviert zum Paddeln. Aber die Mehrheit ist am Fotos machen. Der Anblick auf die Skyline von Toronto ist aber auch wirklich großartig. Hole immer wieder meine Kamera hervor und versuche die schönsten Motive von der Stadt einzufangen. Das Paddeln macht jedoch auch Spass. Wir schippern einmal quer über den Lake bis zu Toronto Island. Das ist eine autofreie Insel mit sehr schönen und besonderen Häusern. Einen anderen Tag werde ich hier komplett verbringen. Nach einer guten halben Stunde drehen wir um und unser Steuermann muss uns öfter ermuntern, noch zu paddeln. Die Luft ist irgendwie raus. Auf dem Rückweg gibt es grandiose Postkartenansichten auf die Skyline. Kurz vor dem Ende der Kanutour dreht unser Steuermann das Boot plötzlich waagerecht und sagt: "Now, take your picture/Video." Ich schalte zu spät. Wenige Sekunden danach saust ein landendes Flugzeug tief über unsere Köpfe hinweg. Interessantes Gefühl.

    Der Ausflug hat sich auf jeden Fall gelohnt!

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  • 18Jul 2015

    17 Toronto Island - Kajaking 07/18/2015 Canada —

    Old Toronto, Toronto, Canada

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    Toronto Island - Mein erstes Kajakerlebnis!

    Es ist mein viertes Wochenende in Toronto und heute steht ein Besuch auf der autofreien Insel auf dem Programm. Ein must do auf meiner Liste! Als ich bereits an der Waterfront spazieren war, sah ich zahlreiche Ausflugsboote zur Insel rüberschippern. Und mit dem Kanu bin ich ja auch schon an der Insel vorbeigefahren. Heute ist ein sonniger Samstag und am Fähranläger formen sich lange Warteschlangen. Da wir nach einem gemütlichen Frühstück eh etwas später dran sind, entscheiden Maria und ich uns spontan für ein Wassertaxi. Die Fahrt ist rasant und es schaukelt ordentlich auf den Wellen. Aber die 5min halte ich ohne Probleme durch. Wir steigen auf Center Island aus, so heisst die Hauptinsel.

    Hier ist noch mehr los als an der Fähre. Menschenmassen strömen auf den Wegen entlang. Grund ist ein indisches Festival. Musik, Tanz, indische Köstlichkeiten... Für uns gibt es gleich 3 frische Samosas, frittierte Gemüse-Kartoffeltaschen. Etwas spicy aber gut.

    Jetzt geht es zum Bootsverleih wo wir Alex, Angi+Tobi und Moses Family treffen. Meine erste Kajaktour im 2er steht bevor, aufregend! Vorher verstaue ich im Schliessfach noch alles was ich im Boot nicht brauche. Dann eine Schwimmweste anlegen, Paddel schnappen und einsteigen. Leicht wackelig aber wir werden gut festgehalten. Und los geht die Fahrt. Ganz schön anstrengend in den Armen und Schultern denke ich nach den ersten Minuten. Muss ja immer auf beiden Seiten abwechselnd einstechen. Hoffentlich halte ich hier durch für die nächste Stunde... Ein Kanu oder Tretboot wäre auch nicht schlecht gewesen... Und dann im Einklang mit Maria bleiben! Gar nicht so easy. Anfangs bin ich wohl wieder mal etwas zu stark am Paddeln und muss mich dann bremsen. Mit der Zeit haben wir das System aber raus und kommen gut voran. So paddeln wir vorbei an vielen Yachten, unberührter Natur, sehen sogar eine Wasserschildkröte und haben immer wieder einen beeindruckenden Blick auf die Skyline Torontos. Ungefähr nach der Hälfte der Zeit lassen wir uns einfach mal treiben, genießen die Ruhe und das kühle Nass. Apropos nass, mein Shorts hat so einiges abbekommen. Das bleibt beim Kajakfahren nicht aus. Tut aber sehr gut bei der Hitze. Wieder am Bootssteg angekommen, warten die anderen schon auf uns. Habe ja den Schlüssel vom Schliessfach. ;))

    Nach unserer eifrigen Fahrt stärken wir uns mit einem erfrischenden Eis. Dann schlendern wir langsam zum Strand, spazieren auf der Seebrücke raus bis ans Ende. Hier weht eine schöne Brise. Danach gibts ein Stehbad im seichten Wasser. Ist super voll hier und Maria und ich suchen uns lieber ein anderes Plätzchen zum Schwimmen. Hierzu kommt es heute aber nicht mehr. Wir spazieren zur Nachbarinsel Warden Island auf einem idyllischen Holzbohlenweg der schön im Schatten liegt. Hier kommen wir auch an meiner Cafe Empfehlung aus meinem Reiseführer vorbei. Im gemütlichen Garten von Cafe Rectory lasse ich mir einen frischen Salat mit Mandarinen, kandierten Pekannüssen und Fenchelsamen munden. Mal ein anderes Geschmackserlebnis. Maria freut sich an ihrem cremigen Käse mit schwarzen Oliven und warmem Fladenbrot. Darf natürlich auch mal probieren...

    Gestärkt geht es weiter zum Ende von Warden Island. Passieren noch sehr verträumte Häuser mit hübschen Gärten, einen überfüllten Badestrand und treffen eine Hochzeitsgesellschaft. Nicht weit davon entfernt steht gerade die Fähre aufs Festland. Kurzer Sprint, geschafft!

    Das war ein relaxter Inselausflug und fest steht, ich komme wieder!!

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  • 24Jul 2015

    18 Toronto Island - Biking 07/24/2015 Canada —

    Old Toronto, Toronto, Canada

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    Toronto Island - Ich bin wieder hier!!

    Es ist Wochenende. Meine dritte Schulwoche ist vorbei und eigentliche wäre ja schon Schluss wenn ich nicht eine Woche verlängert hätte. Heute ist mal wieder bestes Sommerwetter und ich besuche ein zweites Mal Toronto Island. Freitag, 13h. Am Fährterminal ist kaum was los. Ich marschiere rauf aufs Schiff und lasse mir den Fahrtwind um die Ohren wehen. Entspannend!

    Heute habe ich ein besonderes Ziel: Fahrradverleih! Möchte gerne auf dem Zweirad die Insel erkunden. Da bin ich einfach schneller, kann hoffentlich alles sehen. Naja, jedenfalls das, was ich noch nicht kenne. Schnurstracks steuere ich zum Verleih oben an der Strandpromenade. Bin noch etwas am Zweifeln, ob ich ein Rad bekomme. Hab nur meine Kreditkarte dabei und keine ID oder einen Pass als Pfand. Mit mir warten einige bewegungsfreudige Touristen. Jetzt bin ich dran und bestelle ein Single Rad, zunächst für eine Stunde. Verlängern kann ich ja immer noch. Kein Problem mit dem Ausleihen, alles bestens. Kann sogar noch meinen Schulordner im Lager abgeben. Aber ups, die Räder sind deutlich niedriger hier, es gibt nur Rücktritt und keinen Gepäckträger. Nach einigen Optimierungen in der Höhe radle ich mit Rucki auf dem Rücken in Richtung Westen.

    Mit meinem lila Bike geht es vorbei an vielen Wiesen, einer Schule. Das muss übrigens der Ort sein, wo Tiffany zur Schule gegangen ist. Nicht schlecht so jeden Morgen mit der Fähre anzureisen. Nur im Winter muss es hart sein. Etwas weiter ragt ein Leuchtturm hervor. Der macht mich neugierig und so führt mich mein erster Stopp zum Gibraltar Point Lighthouse. Nach ein paar Fotos setze ich die Fahrt Richtung Westen fort, vorbei an idyllischen Strandabschnitten und einer Bootsanlegestelle. Hier drehe ich um und radle nun zur Algonquin Island. Das ist Neuland. Herrlich, so ohne Autos. Allerdings gibt es einigen Radverkehr. Hier fahren auch sog. Quadricycles herum, sehen wie eine Kutsche auf Rädern aus. Mal mit 2 oder 4 Personen besetzt. Manche steuern etwas wirr durch die Gegend (z. B. einige Chinesen). Da muss man schon aufpassen. Aber ich bin ja eine geübte Radlerin, nicht wahr?

    Fahre vorbei an vielen urigen Häuschen mit interessantem Design, Dekor. Teilweise steht im Garten so einiges herum. Es ist wie ein kleines Paradies hier, so abgeschnitten von der Millionenmetropole. Vom Ufer aus habe ich wieder einen grandiosen Anblick auf die Skyline. Kurze Pause auf der Bank, Sonnenschutz auffrischen und ab gehts aufs den Sattel. Kurve weiter durch die engen Gassen, treffe einige Radler und Spaziergänger. In manchen Ecken fahre ich jetzt wohl schon zum zweiten Mal lang. Aber das macht nichts. Es gibt so viel zu sehen. Inzwischen ist eine gute Stunde rum. Weiter gehts zur Ward's Island. Hier bin ich ja mal kurz gewesen, aber nur auf einem Ende. Wieder so viele schöne Häuschen, alles mit Liebe gestaltet und eingerichtet. Zurück geht es auf dem Holzbohlenweg, entlang am Wasser und vorbei am Rectory Cafe. Zeit für ein Päuschen bleibt hier heute nicht. Nur ein paar Minuten aufs Wasser schauen und dem Wellenrauschen zuhören. Zurück geht es zum Verleih und dann zum Sonnenbaden auf die Wiese. Es wird langsam voller auf der Insel. Ich genieße meine Freizeit und kann den Slogan der bike rental station jetzt besser nachvollziehen:

    "There’s nothing like a bike ride on the island.” 

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  • 30Jul 2015

    19 Final Exam - Freiheit genießen... 07/30/2015 Canada —

    Old Toronto, Toronto, Canada

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    Final Exam - Jetzt gehts in die Prüfung...

    Oh weh, heute steht die Abschlussprüfung vor der Tür. Aber ich wollte diese Herausforderung ja mitnehmen! Vorallem den Fortschritt sehen und ein Ziel haben... Da muss ich jetzt durch! Freu mich aber schon wenn es vorbei ist!! Als ich morgens ins Klassenzimmer komme, habe ich wie immer den Eindruck zu wenig gelernt zu haben. Tausche mich noch mit einigen Kameraden aus und dann heisst es auch schon Taschen nach vorne, Handys aus. Es wird ernst. Alle starten mit dem schriftlichen Test. Nach und nach werden immer 2 Schüler für den mündlichen Test rausgerufen. Bin aber recht spät auf der Liste und so konzentriere ich mich erst auf den schriftlichen Part. Oh no, geht ja gleich gut los. Überwiegend Grammatik, Tenses, die richtige Form anwenden. Die Regeln hab ich doch gelernt aber diese in der Praxis anzuwenden ist nochmal eine andere Nummer. Kämpfe mich durch. Zwischendurch kommen ein paar vertrautere Aufgaben. Erleichterung. Dann irgendwelche Textabschnitte aus denen Schlussfolgerungen mit bestimmten Worten gebildet werden sollen. Kein Plan.. Die Besonderheit ist ja auch, dass Stoff aus dem ganzen Block abgefragt wird, d.h. aus 3 Modulen. Habe aber nur ein Modul gelernt. Egal, just a test. Aber ehrgeizig bin ich nun mal.

    Jetzt werden May, meine japanische Testpartnerin und ich aufgerufen. Wir müssen abwechselnd Bilder beschreiben, wieder nur Grammatik. Dann noch Sätze mit Vergleichen bilden (While, Whereas) und wieder Grammatik, Zukunft. Toll, Grammatik ist ja weniger meine Stärke. Mündlich ist durch. Noch schnell ein Blick auf das Schriftliche und dann Abgabe. Vorbei. Raus und die Freizeit/Freiheit genießen.

    In einer guten halben Stunde beginnt ein klassisches Studentenkonzert von der Sommerakademie for free. Das passt super. Anfangs grübel ich noch über die Aufgaben. Doch dann mache ich einen Strich drunter. Die Kammermusik klingt toll. Voher erzählen die Studenten immer noch etwas zum Stück und dem Komponisten. Anschließend besuche ich Allan Gardens, nur ein paar Stationen mit der Subway entfernt. Dort angekommen, bin ich etwas überrascht. Es ist alles drinnen in einem grossen Gewächshaus. Da es mal wieder super heiss ist, ist es auch drinnen fast wie in einer Sauna... Halte mich nicht allzu lange dort auf, erwische aber ganz schöne Fotomotive. Raus gehts noch durch einen anderen kleinen Park. Puh ist es heute heiss. An die 33 Grad und sehr feucht. In der Stadt werden gratis Wasserflaschen verteilt und die Bewohner werden aufgefordert, drinnen zu bleiben oder in die kühlen Malls zu gehen. Einige Pools haben jetzt sogar bis Mitternacht geöffnet. Wahnsinn! Ich treffe nette Damen auf der Straße die eine Umfrage durchführen. Die eine schreibt mir noch nette Plätze in Toronto auf und gibt mir Tipps für meine Reise nach New York. Echt einmalig.

    Ich spaziere weiter zum St. Lawrence Market, einer grossen Markthalle mit verschiedensten Spezialitäten aus allen Ländern. Hab gleich ein paar Fotos von den Fleischtheken für Sonja geknipst. Das Angebot ist schon mega und recht verschieden glaube ich. Im Untergeschoss esse ich eine leckere Pasta beim Italiener. Die Markthalle schließt bald und so mache ich noch einen Schnelldurchlauf in den Gängen.

    Toll, dass ich heute soviel Zeit habe weitere Highlights in Toronto zu entdecken. Die letzten Tage saß ich ja immer nur vor den Büchern. Doch das hat jetzt ein Ende und so nutze ich den Tag richtig aus. Laufe weiter an die Waterfront und diesmal zur anderen Seite. Komme so zum Strandabschnitt Sugar Beach. Zwischen Fabrik und Campus ist grobkörniger weisser Sand aufgeschüttet. Rosa Plastiksonnenschirme geben ein Strandfeeling. Wobei, der Sand piekst schon ziemlich an den Füßen. Never mind, die Stühle sind gemütlich und die Sonne brennt um 19h immer noch heiss vom Himmel. Schreibe meine ersten Postkarten die ich nach langer Suche heute endlich entdeckt habe. Nach einer Weile schlendere ich noch am Ufer entlang, vorbei am Campus und zurück. Inzwischen wird es dämmrig und dann nehme ich die Subway back home.

    Yes, das war mal wieder ein ausgefüllter Tag mit vielen neuen Ecken in Toronto!

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  • 31Jul 2015

    20 Graduation Day - I made it!! 07/31/2015 Canada —

    Old Toronto, Toronto, Canada

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    Graduation Day - 4 weeks school - Happy End!!

    Today is a wonderful day. I'm so happy that I reached pretty good results during my speaking and writing test. Better than expected.
    In total I scored 85,5% - wonderful. All my hard afternoon studies were worth, even when I missed some activities. But I wanted to achieve the maximum and I did it!! With this performance I could continue studying in the next level. Maybe I will study again in Vancouver or Business English. But first the time has come for enjoying Toronto for the last 2 days before my next adventure is going to start.

    We had a goodbye celebration and every student who is graduating today has to come on stage and received the certificate and Progress Assessment. A lot of students were really sad and started crying because of missing their friends. I tried to encourage them and thinking positive because they all had this wonderful time here. I'm really thankful for this great experience and interesting period. The teacher made every lesson really varied, funny, entertaining. So I bought a gift card of Tim Hortons (similar to Starbucks but cheaper) for him to say thank you. Big surprise.

    I said goodbye to some students in my class and others. One girl from Russia gave me a small figure with a "matruschka" and a card from her home town, so nice. And Miyoko from Japan gave me I guess more than 4 kisses and said: I'm like a mother or sister for her... When I will return to Toronto, than we will meat each other for having dinner and I have to discover how to use chopsticks. :))

    Now I'm sitting in the library to write down my fresh impressions of today. But the weather is again hot and I want to do some sightseeing. So I'm thinking about checking out the neighborhoods Greek Town, Little Italy and Chinatown. Here I want to have a massage for feet, back or both. Relaxing!!

    Well, I visit Chinatown and Kensington Market. Crazy place to be, a lot of chinese restaurants, shops, market stands. First I enjoy a fresh mango banana juice. Than I figure out what's the best offer for my massage. Finally I find one studio for feet and back. Quick start with a footbath - really pleasant. Then the massage begins and it's hurting. The masseur only speaks two english words: relax and ok. But I can't hardly relax because of the pain. Uff, not easy and this for the next 60 minutes... Good that I have two feet!! Somehow, it worked. Than the back, same situation. It feels like every muscle is knead (durchgeknetet). Afterwards, I'm starving and so I ate a big slice of a vegetarian pizza.

    Then I meet Maria after work an we both go to the young peoples meeting at Lindas home. After the fellowship there's a spontaneous event: rib festival. I have no real idea whats going on. As we reach the festival area there are many stands with rips. In front of them lots of trophies to show how many prices they won. First we buy a big fried onion flower with a dip in the middle - delicious. Then we have to decide which of the 13 different ribs we wonna try. In the end we taste 3 different ribs, all with barbecue on top. I like it. And for desert we take ice cream with a kind of pancake and fruits. Wow, that was a substantial meal. As the rain starts we run to the car and drive home statisfy.

    Best start in the weekend!

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  • 02Aug 2015

    21 Arriving at the Farm - Rob Roy Market Garden 08/02/2015 Canada —

    Flesherton, Canada

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    From the biggest city in Canada into the middle of nowhere...

    Nach gut 5,5 Wochen verlasse ich Toronto mit dem Greyhound Bus Richtung Collingwood. Unterwegs verdunkelt sich der Himmel und ein starker Regen beginnt. Wir haben immer wieder kleine Zwischenstopps. Es steigen Fahrgäste aus und ein. Nach 3 Stunden erreiche ich die Endstation Collingwood, eine kleine Bushaltestelle. Nachdem ich mich kurz versichert habe, ob hier Collingwood ist, schnappe ich mein Gepäck und schaue mich um. Da kommt auch schon eine Frau auf mich zugesteuert. Das muss Cindy sein, denke ich und begruesse sie. Es ist allerdings eine Freundin die mich abholt, Alie. Cindy treffe ich kurze Zeit später im Auto.

    Grosses Chaos at Home: The power is out - Stromausfall wegen Gewitter. Kein Licht, kein Wasser, Kühlschrank und Herd funktionieren nicht... Fürs Abendessen muss daher einiges eingekauft werden. Im Schnellschritt eilen wir durch den Supermarkt mit den Megapackungen und ich versuche Schritt zu halten. Dann geht es mit dem Auto zur Farm. Auf der Fahrt kann ich nicht viel sehen da es dunkel ist. Cindy und Alie unterhalten sich in einem flotten Tempo. Verstehe leider nicht alles. Als wir am Haus ankommen, bellen die 2 Hunde Marl und Bun. Tochter Sadie und ihre Freundin sind wie 2 Monster geschminkt und sagen auch "Hi Iris".

    Es ist dunkel im Wohnzimmer, einige Kerzen flackern, viele neue Gesichter. Das ganze Haus ist voll und ich denke: Wow, hier leben aber eine Menge Leute... Treffe auch Ingrid von der Nachbarfarm, eine Deutsche die schon seit mehr als 40 Jahren jeden Sommer hier in Canada lebt. Jess der Hausherr steht draussen am Grill und bereitet die Leckereien zu, frische Burger, Mais im heissen Wasser gekocht, Würstchen. Gibt auch eine super grosse Schüssel frischen Salat, Brot, leckere Dips.. Unterhalte mich mit einem Ehepaar aus Arizona. Sie verbringen hier einige Zeit jeden Sommer da es weniger warm ist. Die Frau ist von meinem Englisch ganz begeistert. Auch treffe ich Gihan aus Deutschland. Sie ist ebenso an diesem Sonntag auf ihrer Farm angekommen. Noch total müde vom Jetlag ist sie recht ruhig. Christian aus Bremen dagegen ist gut drauf und Bastian auch. Er ist hier der Junior-Chef auf der Farm. War letztes Jahr 6 Monate hier und hat viel aufgebaut. Dieses Jahr ist er gleich wiedergekommen. Die 2 French Girls sind auch da, eine Familie aus Toronto, Jana mit Baby... Nachdem einige Gäste abgereist sind und das Haus etwas ruhiger wird, spielen wir eine Runde Siedler von Catan. Auf Englisch muss ich mir die Rohstoffe einprägen (wheat, sheap, wood, bricke). Macht Spass.

    Mein Zimmer ist im "Keller". Die erste Nacht teile ich mit den 2 french girls und schlafe auf der ausgezogenen Couch. Mein Trolley, Rucksack und Tasche stehen erstmal nur an der Seite. Es ist super dunkel draussen und total ruhig. Höre keinen Strassenlaerm. Das tut gut! Gute Nacht Feversham.

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  • 03Aug 2015

    22 Monday at the Farm 08/03/2015 Canada —

    Singhampton, Canada

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    Monday - Jetzt geht's los...

    Es beginnt ziemlich relaxt am Montag. Ist auch offiziell ein Feiertag (Provincial Day). Ich beginne den Tag mit einer erfrischenden Dusche. Im Haus ist noch alles recht ruhig. Danach gibts Frühstück, das bereiten wir uns immer selbst zu genauso wie den Mittagssnack. Meistens esse ich Müsli mit Früchten, Joghurt oder ein Toast/Bagel mit Peanutbutter, Nutella, Kaese. Dazu gibts einen heißen Ingwertee oder einen frischen O-Saft. Ich kann es kaum erwarten, bis ich meine ersten Aufgaben im Garten bekomme. Frage immer wieder nach, was ich machen kann. Doch zunaechst werden alle Gaeste verabschiedet. Die Französinnen packen alles zusammen und das Zimmer sieht wieder ordentlich aus. Endlich ist Platz für meine Sachen und ich richte es mir gemuetlich ein.

    Jetzt gibt es einen Rundgang von Bastian durch den Garten. Muss mich ja orientieren können wenn die Aufträge vom Grosshändler Roy kommen. Im Lower Garden wachsen die Gurken, einige grüne Bohnen und die Sorte Dragon tongue (sind lila und gelb gesprenkelt), Rote Beete, alle Karrotten und einige Salatbeete. Auf dem Weg dahin passieren wir die Beete mit Spinat, Zuccini - hier wachsen richtig große Exemplare - Mangold und weitere Salate (grün, rot, mix). Mit dem Gourmet-Salat-Mix wird eindeutig am meisten Geld verdient. Gerade im Sommer gibt es riesen Bestellungen für die Festivals in der Umgebung.

    Wenn ich mich richtig erinnere, durfte ich als erstes alle Erbsen (peas) pflücken. Ist sehr angenehm da sie hochgebunden sind und ich mich nicht so sehr bücken muss. Die Erbsen schmecken richtig frisch, knackig und süß. Als nächstes geht es dann ans Unkraut jäten (weeden). Im gesamten Garten spriesst so einiges Unkraut. Da nicht gespritzt wird und alles organic ist, muss umso mehr Unkraut entfernt werden. Hatte eigentlich gehofft, dass ich damit nicht so viel zu tun haben werde. Doch weeden steht mehr auf dem Programm als mir lieb ist. But you get used to it!!

    Starte ich also mit dem Cilantro (Coriander) Beet. Zunächst muss ich erstmal lernen, was die eigentliche Pflanze ist. Alles andere kann dann raus, weg. Gewappnet mit Handschuhen geht es los, anfangs noch etwas vorsichtig - will ja nichts verkehrt machen - später geht es schon schneller. Zwischendurch kommt Cindy mal vorbei und ist begeistert. Yes, ein schönes Feedback! Das gute am Unkraut jäten ist, dass man sofort die Veränderung sieht. Das motiviert ungemein und teilweise kann ich dann gar nicht aufhören. Weiter geht es im Lower garden mit den patty pans (kleine Mini-Kürbisse). Die Beete sind so zugewuchert, dass ich anfangs gar keine Pflanze sehe. Mit einer Hacke kämpfe ich mich durch und das kostet Kraft. Besonders in der heißen Sonne - bin natürlich mit meinem Sonnenhut unterwegs und immer einer Wasserflasche - merke ich die Anstrengung. Immer mal wieder aufrichten, strecken, trinken und weiter gehts. Wenns zu schnell in die Höhe geht, wirds mir auch gerne mal etwas schwindelig.

    Als erstes lockere ich das Unkraut mit der Hacke und dann reiße ich es raus. Die Disteln mit den dicken Dornen lassen sich eigentlich noch am leichtesten entfernen. Pieksen nur manchmal ganz schön. Die dicken Löhwenzähne haben echt heftige Wurzeln. Teilweise brauche ich beide Hände um sie rauszureißen. Wichtig ist, dass die Wurzel entfernt wird. Ansonsten wächst das Unkraut zu schnell wieder nach. Es ist ein mühsames Vorankommen aber die Verwandlung ist nicht zu übersehen. Mit der Zeit sehen die Beete jetzt richtig wie Gemüsebeete aus. Nach ca. 3-4 Stunden beende ich die Aktion und genieße die Abendsonne auf der Terrasse.

    Ein leckeres Abendessen tut gut. Geschafft ist der erste Garteneinsatz!

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  • 04Aug 2015

    23 2. Tag auf der Farm 08/04/2015 Canada —

    Singhampton, Canada

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    2. Arbeitstag - Meine erste Bestellung

    Auah! Ich kann kaum eine Teetasse halten, so weh tut meine Hand... Das weeden hat seine Spuren hinterlassen. Hoffe, es geht schnell vorbei und mein Körper gewöhnt sich an die neuen Haltungen/Bewegungen und Belastungen.

    Heute bin ich mit Cindy alleine auf der Farm. Bastian arbeitet dienstags immer in einem anderen Garten und Jess hat noch einen Nebenjob als Schlachter. Für unseren Zwischenhändler Roy soll ich 2 Pound Spinat pflücken. Mit Korb und Schere ziehe ich los. Halt, wo war nochmal das Spinatbeet? Gar nicht so easy sich das alles zu merken. Aber nach kurzer Zeit finde ich dann die Spinatpflanzen. Mit der Schere schneide ich die Blätter ab, sammle alles im Korb. Nebenbei entferne ich auch gleich so einiges Unkraut. Danach geht es in die Outdoor-Kitchen. Hier wird fast alle Ernte gewaschen, getrocknet und weiter abgepackt. Alle Spinatblätter landen im großen Waschbecken, danach in der Waschmaschine. Kommen dort in den Schleudergang und anschließend zum verlesen auf Handtücher. Kostet ziemlich Zeit da so einige gelbe Blätter, Blüten und Unkraut aussortiert werden müssen. Übrig bleiben 2 Tüten voll essfertiger Spinatblätter. Uff, da entwickelt man einen anderen Bezug zu dem was auf den Tisch kommt. Nun weiß ich ja aus eigener Erfahrung was da alles hinter steckt.

    Weiter gehts mit dem Ernten von Zucchini. Die wachsen und wachsen. Damit sie nicht zu riesig werden, pflücke ich die größeren ab. Das herausdrehen klappt manchmal nicht so ganz und so ernte ich einige Zucchini ohne Stengel. Die sind dann für den Eigenbedarf. In mehreren Etappen schleppe ich die Ernte hoch in die Küche. Sind echt heavy und im Garten gehts bergauf.

    Ab 11:30 Uhr kommt meistens Roy und holt seine Bestellung ab. Roy beliefert viele erlesene Restaurants in der Umgebung und fragt hier täglich den Bedarf ab. Dann entscheidet er, wo er die Order erhalten kann und gibt seine Aufträge durch. Manchmal ist es schon recht spät am Tag und dann kommt noch eine Bestellung rein. Schwupps sieht der Morgen ganz anders aus. Erste Prio ist immer die Bestellungen fertigzustellen. Danach kann alles weitere erledigt werden.

    Heute gibt es noch eine größere Salatorder und wir haben sogar 2 Helfer, Gihan und Christian. Für mich geht es ans Schneiden. Da bin ich für den Anfang wohl am schnellsten. Die Salatbeete sind üppig bestellt, teilweise kann ich die Blätter 2-fach abschneiden, sollen nicht zu groß sein. Und rein in die Kiste. Immer wieder bücken, die Blätter schön gleichmäßig abschneiden. Siiii - da sind auch schon die ersten Mücken. Unangenehm. Haben mich zu oft gebissen. Bastian kommt häufiger vorbei und tauscht die Kiste aus. Die Blätter müssen schnell ins Wasser damit sie nicht welk werden. In der Küche geht es dann ans Waschen, Trocknen , Sortieren und Mischen. Sind damit noch eine ganze Weile beschäftigt. Die Blätter sind echt leicht und alleine um 10 Pound zusammenzukriegen muss man schon so einiges abschneiden. Aber an diesem Abend haben wir bestimmt 100 Pound verarbeitet, für ein Festival.

    Dann endlich gibt es Abendessen und der Tag ist vorbei. Hoffe, es wird nicht jeden Abend so lang!!

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  • 05Aug 2015

    24 3. Arbeitstag - Marktvorbereitungen 08/05/2015 Canada —

    Singhampton, Canada

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    3. Arbeitstag - Ernten und Vorbereiten für den Markt

    Bevor wir uns an die Marktvorbereitungen machen, geht es an die Kale-Ernte. Die ist für Roy. Kale habe ich zum ersten Mal in Toronto probiert. Ist eine Art Kohl die ich aber vorher noch nicht kannte. Soll sehr gesund und vitaminreich sein. Unsere Blätter sind teilweise recht zerfressen von den Schnecken. Bemühe mich noch die besten zu finden. Wir bekommen aber noch richtig kräftige Blätter von Ingrids Farm und damit ist unsere Ernte dann ausreichend.

    Mit Gihan geht es anschließend ans Weeden der Salatbeete. Das ist immer recht wichtig damit wir beim Schneiden nicht so viel Unkraut dazwischen haben. Spart später Zeit beim Aussortieren. Gemeinsam zu weeden macht mehr Spaß. Wir unterhalten uns, tauschen uns aus und so geht die Zeit schnell rum. Dann ist auch schon Zeit für einen Mittagssnack und es gibt häufig ein belegtes Sandwich oder die Reste vom Abendessen, die immer recht lecker sind. Ich werde hier zur Resteverwerterin. :))

    In den Sommermonaten Juli und August ist donnerstags immer Markt in Stayner, ca. 20 Autominuten entfernt. Es ist ein Abendmarkt von 5:30-8:30. Das heißt mittwochs immer pflücken, ernten, waschen, Bunde zusammenstellen. Unser Standardsortiment (Karrotten, Rote Beete, 2 Sorten Salat, Knoblauch, Zwiebeln, Zucchini, Bohnen, Erbsen wenn vorhanden, Dill und Mangold) kommt immer mit und das, was aktuell im Garten reif ist (z. B. Tomaten, Tomatillos, Basilikum, Pepperoni, Gurken, Kürbis). Für die Präsentation des Gemüses muss alles schön aussehen. Die Möhren und Rote Beete werden geschrubbt und dann zu Bunden zusammengestellt, die Zwiebeln von der schlechten Schale befreit und die kleinen Wurzeln abgeschnitten. Das dauert so seine Zeit.

    Für die erste Marktvorbereitung marschiert Bastian zügig im Garten herum und erntet flott unsere bunten Rainbow Carrots, red and golden beets, onions... Er hat einfach schon viel Übung. Ich pflücke einen ganzen Korb grüne Bohnen. Dann darf ich die Bunches mit den Karrotten und der Roten Beete zusammenstellen, die Bohnen in kleine Körbe abfüllen. Wir verkaufen alles schon fertig abgepackt, meistens nach Gewicht oder Größe. Eine Waage kommt nicht mit. Individuelle Mengen gibt es nicht. Die fertige Ware kommt dann in transportable Kisten die wir im großen Kühlschrank in der Garage lagern. Hier hat so einiges Platz. Mit einem Stemmeisen kann ich die Tür öffnen und bin dann in einem kleinen Kühlhaus. Gerade im Sommer muss die Ernte meistens gekühlt werden. Gurken, Tomaten, Knobi und Paprika können draußen lagern.

    Bin sehr gespannt auf den ersten Marktausflug. Als ich davon hörte, war ich sofort begeistert. Das wird das Highlight der Woche und ich komme mal in eine andere Umgebung. Mag ja auch mit den Leuten small talk halten und hoffe, wir verkaufen gut. So, let´s see what will happen tomorrow.

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  • 06Aug 2015

    25 Highlight der Woche - Market in Stayner 08/06/2015 Canada —

    Stayner, Canada

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    Markttag

    Yuhuu! Nachmittags geht es auf zum Markt!

    Wir ernten noch einige Produkte frisch am Vormittag. Ich schneide den bunten Mangold ab und stelle schöne farbige Bunde zusammen. Salat und Dill werden auch immer erst direkt vor der Abfahrt gepflückt sowie Kräuter und Blumen.

    Auf unserer Reminder-Tafel steht alles was wir sonst noch brauchen: Zelt, Tischdecke, Aufsteller, Holzkisten, Körbe, Eispacks, Kasse, Kreide, Infoflyer... Sobald alles vorbereitet ist, kann ich mich noch ausruhen. Lese etwas auf der Terrasse. Habe ja auch mein Wordsearch Rätselbuch dabei um meinen Wortschatz zu erweitern!! Da ist das eine gute Kombi.

    4:00 p.m. Das Auto wird startklar gemacht. Wir fahren immer mit dem Van von Jess Mutter. Die Eltern wohnen gleich neben an. Im großen Kofferraum hat alles Platz. Die Kiddies kommen auch mit und hoffen hier ihre Freunde zu treffen. Nun geht die Fahrt los. Es ist ein heisser Nachmittag. Gut, dass ich mein Wasser dabei habe. In Stayner angekommen, wird uns ein neuer Platz zugewiesen. Wir stehen direkt neben einem Stand der kleine Kuchen, Tartes und Brote verkauft. Als erstes räumen wir alles aus und richten den Stand her. Bastian hat ein genaues Konzept, wie er die Dinge aufbauen möchte. Schließlich ist die Präsentation nicht ganz unwichtig. Wir sind noch gar nicht ganz fertig, da kommen schon die ersten Kunden. Ich bin in meinem Element.

    Hier ein kleiner Auszug aus der Konversation die ich häufig hatte: Me: How are you doing today? Not too bad or Thanks I´m good. How are you? Oh, I´m excellent. It´s my first time at the market today. I´m from Germany and helping as a volunteer at the farm. Everything is fresh picked. I did it yesterday or this morning. You wonna try? Das war eine super Strategie. Wir haben so viel verkauft wie niemals bevor. Unsere frischen und bunten Produkte gingen weg wie warme Semmeln. Bastian hat sich auf dem Markt am Bierstand amüsiert und Jess habe ich immer wieder wegschickt. Thanks, I´m fine here. You can enjoy the market!! Die beiden Herren haben nicht schlecht gestaunt. So etwas waren sie bisher nicht gewohnt. Die Male davor ging es wohl recht schleppend. Zwischendurch habe ich einen leckeren Fruchtsaft getrunken, eine Peanutbutter-Schokokugel und die frischen Brezeln probiert. Der Markt ist eine bunte Mischung aus frischen Produkten, Kunstartikeln, Öl, Backwaren aber auch warmem Essen. Das jamaikanische Hühnchen ist der Hammer! Ab 6:00pm singt eine junge Gitarristin, hat mir sehr gut gefallen. Später spielt noch eine Band. Also ein Rundumerlebnis für die Kunden. Viele kommen auch nur zufällig auf ihrem Weg vorbei und holen dann schnell cash von der Bank um bezahlen zu können.

    Gegen Ende des Marktes müssen wir wieder alles einpacken. Aber zum Erstaunen von Jess und Bastian ist nicht mehr viel übrig. Ich sehe das etwas anders. Doch wir packen freitags immer Gemüsekörbe (eine Art grüne Kiste) und dort gehen die Reste rein. Wenn wir also kaum noch was haben, müssen wir wieder neu ernten. Das war also das Problem... Nicht wirklich tragisch. That's why we here for, to sell, Jess words.

    Ich bin super glücklich über diesen erfolgreichen Markttag und freue mich schon auf nächste Woche!

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  • 08Aug 2015

    26 Hanging out at Wasaga Beach 08/08/2015 Canada —

    Wasaga Beach, Canada

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    It´s weekend!

    I can sleep in and relax. Cindy is at a festival and very busy. And it´s Bastians birthday.

    Jess hat so einiges im Keller aussortiert und fährt zum Recyclinghof. Später holt er noch eine gebrauchte Couch ab. Auf dem Weg liegt Wasaga Beach, der größte Süßwasserstrand der Welt!! Das ist die Gelegenheit für mich. Jess setzt mich direkt am Strand ab und ich kann 2 Stunden alleine und in Ruhe den Nachmittag genießen. Es ist nicht super voll aber schon einiges los. Viele Torontonions kommen am Wochenende aus der Stadt raus und relaxen am Strand. Das Strandleben ist total anders: keine Strandkörbe wie an Nord- oder Ostsee, die Leute bringen ihre eigenen Stühle und Zelte mit, sitzen teilweise direkt im flachen Wasser, grillen, haben Musik dabei. Viele spielen Beachvolleyball. Ich schlendere durch das seichte Wasser, beobachte die Leute und freue mich einfach an diesem tollen Ausflug. Das Wasser ist sehr flach. Bis es tief wird dauert es eine ganze Zeit. Ideal für Kinder und alle, die nicht schwimmen wollen oder können. Die Schwimmer brauchen etwas Geduld bis es tief genug ist. Dann finde ich einen ruhigen Platz und lese ein paar Verse in der Bibel. Bin sehr dankbar für alles was ich erleben darf!

    Nach 2 Stunden kommt Jess zurück und es gibt ein paar Pommes am Strand. Zurück daheim wird das Geburtstagsessen vorbereitet. Christian und Gihan kommen vorbei. Es gibt die leckeren selbstgemachten Burger, Maiskolben, Kartoffelspalten vom Grill. Alles vom Feinsten. An Alkohl wird natürlich auch nicht gespart. Bastian trinkt gerne. Für mich gibt es Apple Cider, ziemlich lecker mit dem Birnengeschmack. Später lasse ich mir noch Baileys auf Eis servieren. Fast hätte ich den Geburtstagskuchen vergessen. Bastian ist ja ein guter Bäcker und hat einen German Choclate Cake gebacken. Ganz schön üppig aber lecker. Auf einmal klingelt es an der Tür und es kommen noch Überrasschungsgäste vorbei mit einer Flasche Whisky - nichts für mich! Unterhalte mich mit xx die Englischlehrerin ist. Klappt super gut. Später spielen wir Siedler und Jess gewinnt mal wieder. Zu ärgerlich. Ich war auch so gut dabei. Morgens um 2:30 lösen wir die Runde auf und tapern ins Bett. Gihan und Christian nehmen dass Rad und fahren in der Dunkelheit heim, d.h., eher schieben da es ziemlich bergauf geht.

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  • 15Aug 2015

    27 Besuch aus Toronto - Cottage and Eugenia Falls 08/15/2015 Canada —

    Singhampton, Canada

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    Heute bekomme ich Besuch auf der Farm!

    Meine ersten 2 Wochen auf der Farm sind geschafft und heute bekomme ich Besuch aus Toronto! Das Haus ist so gut wie leer. Cindy und Bas arbeiten mal wieder auf einem Summerfestival, die Kiddies sind bei den Großeltern und Jess verlässt kurz nach Ankunft des Autos das Haus. Er unterstützt auch noch beim Indian Tacco verkaufen auf dem Festival. Ist wohl ziemlich was los.

    Als das Auto auf den Hof fährt, machen die Hunde ordentlich Alarm. Vorallem weil Ginger, eine kleine zarte Hündin, aus Toronto mitgekommen ist. Sie ist gerade bei Jean in Urlaubsbetreuung. Wir müssen Marl und Bun in die Garage einsperren, eine andere Lösung gibt es leider nicht. Uff, dass war ja eine Anfangsaufregung. Nun begrüße ich erstmal meine Gäste Catherine, Jean und Maria. Bin so glücklich sie zu sehen. Nachdem ich ihnen kurz das Haus und insbesondere "mein Zimmer" zeige, geht es aber schnell raus in den Garten. Sind doch schon so neugierig auf die Farm. Und ich darf sie herumführen. Schnappe mir einen Korb, Messer und Schere. Dann zeige das ganze Gelände, die Beete, die Salaternte, die Gewächshäuser, die Außenküche und versuche alle Fragen so gut es geht zu beantworten... Nebenbei ernte ich auch gleich ein paar frische Zutaten für unseren Gartensalat: bunte Salatblätter, Rote Beete, Möhren, Gurken, Kale, Spinat. Das wird ein super frisches Geschmackserlebnis. Darüberhinaus darf ich alles ernten, was meine Freunde haben möchten. Das ist mal eine Einladung. Don´t charge them!, hat Jess noch extra betont. Daraufhin packe ich einen Karton mit allerlei bester Ernte zusammen: Kürbis, Zucchini, Rote Beete, Karrotten, Tomatillos, Peppers, Garlic, Dill, Fenchel, Basilikum, Bohnen. Die Tomaten sind leider noch nicht reif und Salat hält sich bei dem warmen Wetter nicht. Aber die Mischung ist schon super.

    Der gartenfrische Salat - im wahrsten Sinne des Wortes - war ein super gesunder und leichter Mittagssnack. Ab und zu schaue ich mal nach den Hunden in der Garage. Marl ist immer noch recht wild und will natürlich raus. Aber ich beruhige sie dann und sage dass sie sich noch etwas gedulden müssen. In der Zwischenzeit beginnt Ginger den Hasen anzubellen. Nun, da gibt es von allen Seiten ein Gebell. Mal richtig Leben hier auf der Farm.

    Ok, inzwischen ist es schon 14:00 Uhr und wir machen uns auf die Weiterreise. Natürlich lasse ich die Hunde vorher noch in die Freiheit und die Garage ist wieder offen für die Abholer der Baskets. Auf Jess Empfehlung hin besuchen wir erst das Cottage der Familie. Ein traumhafter Platz, direkt am Wasser mit Hängematte und Steg, schön ruhig gelegen. Ich bin etwas enttäuscht, dass ich hier nicht schon eher herkommen konnte. Aber ich habe ja noch 2 Wochen. Es ist niemand da und damit Ginger nicht völlig nass im Auto sitzt, geht die Fahrt weiter zu Eugenia Falls, einem kleinen Wasserfall in der Gegend. Dieser versteckt sich noch etwas hinter den Bäumen. Um einen guten Blick zu erwischen, wandern wir etwas den Waldweg entlang und genießen die Natur. Ginger gefällt es hier auch gut. Da wir gegen 18:00 Uhr zurück in Toronto sein möchten, können wir auch hier nur einen Moment verweilen. Schön wars, mal etwas anderes in der Gegend kennen zu lernen.

    Entlang der Bundesstraße geht es vorbei an vielen sehr hübschen Ferienhäusern zurück auf den Highway. Unterwegs fallen mir etwas die Augen zu. In Toronto angekommen, bereiten wir noch einen leckeren Quarkdipp mit frischem Dill, Zwiebeln und Gurken zu. Den essen wir mit indischem Nan-Brot und vorweg gibt es chinesische Dumplings in der Brühe. Das nenne ich Vielfalt. Dann ist es Zeit für Versammlung und alle Geschwister freuen sich mich wiederzusehen. Ich natürlich auch!! Und von dem bunten Gemüsekorb darf sich jeder etwas mitnehmen! Gelungene Überraschung!

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  • 23Aug 2015

    28 Cottage - Mit dem Luftkissenboot über den See 08/23/2015 Canada —

    Singhampton, Canada

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    Es hat lange gedauert bis wir mal wieder zum Cottage fahren...

    Bas hat mir und Katie noch eine To-Do-Liste für das Wochenende aufgegeben. Eigentlich sollten wir doch hier frei haben. Aber es gibt soviel Unkraut im Garten. Da bin ich echt froh, dass ich hier nicht alleine ran muss. Wir starten gleich mal mit den zugewucherten grünen Bohnen. Wusste gar nicht, dass hier in der Ecke noch ein Beet ist. Das geht ziemlich fix. Danach geht es an die Hochbeete vor unserem Basement. Hier müssen die Paprika-Pflanzen befreit werden, einige Süßkartoffeln und der Kale-Salad. Der andere grüne und rote Salat ist schon über die Zeit und schmeckt bitter. Kann also komplett raus. Und im Lower Garden gibt es noch 3 Beete mit Salatpflanzen. Nach Möglichkeit sollten die immer gut in Schuss sein da viel Salat geschnitten wird. Je weniger Unkraut dazwischen ist, desto weniger muss später beim Waschen aussortiert werden. Katie und ich nehmen uns die erste Reihe zusammen vor. Dachte, es würde schneller gehen. Aber das Unkraut ist teilweise so mini. Da muss jede einzelne Pflanze angepackt werden.

    Aber nun endlich ist Abfahrt für das Cottage. Jess hat einiges zum Grillen eingepackt. Doch dazu kommt es später nicht. Wir fahren zum Grundstück und treffen auf eine Menge Leute. Erin, die dort im Sommer über wohnt, hat Freunde zu Besuch und auch die Kiddies Sadie und Ried toben wild im Wasser herum. Große Freude, dass jetzt auch der Papa dazukommt. Katie und ich ziehen uns um. Aber es ist total windig und auf einmal kühl. What? Vorhin beim Unkraut jäten war es noch super heiß. Das ist nicht fair! Eingewickelt in unsere Handtücher warten wir darauf, dass die Sonne wieder rauskommt und dann kühlen wir uns im Wasser ab. Doch es gibt ein besonderes Highlight. Eine befreundete Familie ist mit Jet und Luftkissenboot vor Ort. Haben die Fahrten vorher bereits beobachtet und es sieht nach sehr viel Spaß aus. Also wagen Katie und ich die Herausforderung. Zunächst müssen wir erstmal auf das runde Kissen kommen, was am Wasserjet befestigt ist. Gar nicht so einfach für mich. Aber nach ein paar Anläufen bin auch ich oben und halte mich an zwei Griffen ordentlich fest. Die Fahrt geht los. Am Anfang ist es noch recht harmlos, wir sind ja Einsteiger und wollen nicht gleich im Wasser landen... Doch der Speed nimmt zu und es kommen Kurven. Der Fahrer schaut sich immer mal wieder nach uns um. Oh Wunder, wir sind immer noch auf dem Kissen. Das muss sich ändern!! Die Fahrt wird herausfordernder und wir hüpfen auf dem Kissen auf und ab. Ganz schön heftig, denke ich und ich sehe mich bald im Wasser landen. Kann mich nicht mehr lange halten und schwupps da fliege ich in den See. Doch mit meiner Schwimmweste lande ich sanft und schwimme locker umher. Katie ist noch drauf. Not bad.

    Das Boot kommt zu mir zurück und ich darf mich wieder auf das Kissen hochhangeln. Es gibt eine zweite Chance und nach ein paar Minuten lande ich wieder im Wasser. Katie ist immer noch oben, Respekt! Während ich zum Ufer schwimme, hält sich Katie mit aller Kraft auf dem Kissen fest. Jetzt hat sie ja mehr Platz und sie ist vor allem viel größer. Vielleicht ein Vorteil. ;)) Es dauert noch eine ganze Weile bis auch sie im Wasser landet und die Kanadier sind überrascht. War ein klasse Auftritt von den deutschen Farmhelfern. Jetzt wird es Zeit für eine Stärkung. Doch es gibt nur ein paar Chips und Limonade. Die meisten Gäste machen sich wieder auf den Heimweg und auch wir fahren zurück. Kein Grillen. Dafür gibt es zu Hause ein leckeres Abendbrot.

    Das heutige Abenteuer werde ich definitiv nicht vergessen. Danke, für dieses sportliche Highlight!!

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  • 27Aug 2015

    29 Collingwood-Shopping&Pianos/Last Market 08/27/2015 Canada —

    Collingwood, Canada

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    Noch 2 Tage, und dann verlasse ich die Farm...

    Kurz vor Toresschluss bietet sich mir die Gelegenheit Collingwood zu sehen. Sind nur 20 Autominuten zu fahren und wir, d.h. meine 2 Farmerkollegen Katherina aus Leipzig und Bastian aus der Nähe von Karlsruhe, möchten heute ein paar Besorgungen machen. Die Marktvorbereitungen sind soweit abgeschlossen und so haben wir mal einen arbeitsfreien Vormittag.

    Collingwood ist eine kleine Stadt am Georgian Bay. Wir schlendern durch die Straßen und was entdecke ich denn dort? Mehrere Klaviere stehen auf dem Bürgersteig herum, jeweils einzeln unter einem kleinen Zelt. PLEASE PLAY ME! Das ist ja der Hammer. So was habe ich bisher noch nie gesehen. Lasse mich nicht zweimal bitten, setze mich etwas zögerlich auf den Hocker und überlege was ich denn spielen kann. "We are the world" kommt mir in den Sinn. Die ersten Töne noch etwas zaghaft, aber ein gutes Gefühl. Habe mein Klavier schon etwas vermisst. Die Leute hören aufmerksam zu. Einige bleiben sogar stehen. Am Ende spreche ich noch mit 2 Herren. Der eine kommt aus Polen und fragt mich, ob ich in Kanada bleiben möchte. Ich könne ihn ja heiraten... Zack ein Kuss auf der Wange. Are you kidding me?? Ich solle weiterspielen, irgendwelche Töne. Crazy!! Da Kathy ein Video aufgenommen hat, könnt ihr meinen kleinen Liveauftritt auch hören! Würde am liebsten den ganzen Tag hier spielen. Aber heute rufen ja noch unsere Besorgungen und der letzte Markttag.

    Zurück in Feversham gibt es für mich erstmal ein kräftiges Sandwich. Muss ja für den Verkauf gestärkt sein. Berichte nebenbei von meinem Klaviererlebnis und dann erfahre ich, dass Carol, Mutter von Jess, nebenan auch ein Piano hat. Oh no. Hätte ich es doch bloß eher gewusst.... Aber ich darf morgen für ein paar Stunden rübergehen und spielen - yes! Wir richten alles für den Markt her und fahren diesmal mit 2 Autos. Bis auf Jess kommen alle mit. Der Hausherr entscheidet sich heute dafür Bun das Fell ordentlich kurz zu scheren. Sieht aus wie eine Schafschur und es kommt ordentlich was ab. Danach noch ein Bad und er sieht so skinny aus. Und um Jahre jünger...

    Wie schön, heute ist Bas wieder dabei und kann beim Zelt aufbauen helfen. Das war immer ein ziemlicher Akt. Mit mehreren Händen sind wir recht schnell beim Set up der Tische - inzwischen haben wir schon 2 dabei - und ich bin mal wieder davon überzeugt, dass unser Stand der schönste auf dem ganzen Markt ist. Im Vergleich zum ersten Marktauftritt haben wir uns echt gesteigert. Bas und Kathy machen sich recht schnell aus dem Staub und klönen die ganze Zeit mit Gihan und Christian am anderen Stand. Ich halte die Stellung und warte auf Kunden. Es fängt etwas schleppend an, wird aber immer besser und wir verkaufen dieses Mal alle Rainbow carrotts. Rekord!

    Als Andenken an meine vier super Markterfolge in Stayner kaufe ich noch 2 aussergewöhnliche Bilderrahmen aus Holz von der Scheune. Den Stand habe ich jede Woche gesehen, mir aber nie Zeit genommen dort mal zu stöbern. Hoffe, die kriege ich heile nach Germany transportiert.

    Goodbye Stayner. I will keep you in my mind!

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  • 28Aug 2015

    30 Letzter Abend auf der Farm 08/28/2015 Canada —

    Singhampton, Canada

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    It's almost over my time at the farm. Time is flying...

    Nach einem erfolgreichen letzten Markttag gestern startet heute ganz relaxt mein letzter "Arbeitstag". Da ich allerdings gestern herausgefunden habe, dass direkt nebenan in Carols Haus ein Klavier steht, darf ich heute dort klimpern und genießen. Zuvor helfe ich jedoch noch beim Vorbereiten der Baskets mit. Bin ja pflichtbewusst. Das ist immer freitags dran. Round about 4-6 große und kleine Kisten werden mit frischem Gemüse bestückt, mindestens kommen 8 verschiedene Sorten rein, was wir gerade saisonal da haben. Und dann stelle ich auch noch eine kleine Kiste für Maria zusammen. Sie war damals ganz angetan von unserer Ernte sodass sie jetzt auch eine Bestellung abgegeben hat. Packe natürlich ihre Lieblings-Tomatillos ein, frischen Dill und Basilikum, Salat, Tomaten, pikante Paprika, Zuccini, Fenchel, Bohnen... Es kommt noch eine Megabestellung von Rainbow carrotts rein. Roy braucht 10 Pound. Wow, that's a lot!! Da fasse ich doch gleich mit an. Besonderheit ist diesmal, dass sie ohne Grün (Bund) geliert werden sollen. So wird also jede Karrotte vom Grün befreit, gewaschen, gebürstet und kommt dann in 1 Pfund Beutel. So, das wäre geschafft.

    Bevor ich mich dann auf den Weg zum Klavier mache, packe ich schon mal meine ersten Dinge zusammen. Denn heute Abend steht noch anderes ausgiebiges Programm an und morgen gegen 11:00am muss ich abfahrbereit sein. Da bin ich doch lieber vorbereitet. Zu meiner Überraschung bruzelt Jess nochmal die erstklassigen selbstgemachten Burger - Wahnsinn!! Die sind einfach erste Sahne. Diesmal toppe ich sie mit Kale Salat und frischen gelben Tomaten - ein Gedicht! Dazu gibt es süßen Mais. Ein super Abschiedsessen und wir sitzen draußen auf der Terrasse. Gut gestärkt spaziere ich zu Carols Haus hinüber. Hier sind die Kiddies ganz oft und genießen die Großzügigkeit der Oma. :)) Nachdem ich erstmal das geräumige Haus bewundere, geht es in den Keller. Hier wartet bereits Sadie auf mich und spielt mir etwas vor. Braucht ziemlich lange für das Stück, übt wohl nicht wirklich. Will aber unbedingt in die Tasten hauen. Dann bin ich an der Reihe und überlege mir ein paar Stücke für heute Abend. Die Tochter Erin hat nämlich Geburtstag und wir sind alle zum Essen eingeladen. Passt doch bestens für den letzten Abend. Anschließend gibt es Cafe und Kuchen im Haus und ich sorge für eine kleine musikalische Begleitung, ist aber noch eine Überraschung. Notiere ein paar Songs auf einem Zettel damit ich nachher nicht vor lauter Aufregung die Melodien vergesse. Carol ist von meinem Spiel begeistert und lauscht ganz gespannt während sie ihren Pflichten in der Küche nachgeht.

    Bald wird es Zeit mich drüben umzuziehen. Wir fahren los in eine kanadische Gaststätte, nicht weit entfernt im Nachbardorf. Hier ist ein Tisch reserviert. Entscheide mich für den Lachs mit Püree und Gemüse. Vorweg gibts den klassischen Ceasars Salad. Der Fisch wird mit einer Maple-Sirup-Soße gereicht. Ist etwas gewöhnungsbedürftig, der Geschmack aber nicht schlecht. Einen Weißwein bestelle ich zur Krönung. Und dann fahren wir direkt zu Carols Haus. Bin ziemlich aufgeregt und mag gar keinen Kuchen essen. Lieber nach meinem Auftritt. Nach einer Weile mache ich mich auf den Weg zum Klavier und spiele die ersten Töne. Ein nächster Song und noch ein Lied, dann kommen die ersten Gäste herunter und wir singen Happy Birthday für Erin! Sind alle ganz happy. Das Stück "We are the world!" ist auch nochmal im Programm und wir unterhalten uns nett. Gegen 10:00pm gehen wir im Stockdunkeln rüber auf die Farm. Etwas Licht gibt es von meiner Taschenlampe im Handy. Sonst sehen wir nichts. Kann mich noch schnell von Cindy verabschieden. Werde sie morgen früh nicht mehr antreffen da sie bereits mal wieder in aller Frühe zu einem Festival aufbricht.

    Dafür ist eine Freundin aus Kingston zu Besuch. Und jetzt kommt das Abend-Nachtprogramm. Katie und Bastian mixen Cocktails. Nun, so begeistert bin ich gar nicht. Hoffe, sie mixen nicht alles mögliche rein... Das Ergebnis sieht gut aus, viele Fruchtsäfte in gelb und rot, aber auch Bacardi. Hätte für mich nicht sein müssen. Jess und Bass sind ziemlich trinkfest. Da geht ein Glas nach dem nächsten weg und auch Katie hält gut Anschluss. Ich genieße jeden Schluck zum Erstaunen der anderen. Ich solle schneller trinken, wollen mich doch betrunken machen. Wie bitte? Das will ich absolut nicht und da setze ich mich auch durch! Nur Trinken um des Trinkens Willen macht für mich keinen Sinn!! Da knabbere ich doch lieber noch ein paar Chips die auf dem Tisch stehen. Würde gerne nochmal Siedler oder Scrabble spielen. Das habe ich die letzten Tage neu entdeckt. Ist ganz schön herausfordernd auf Englisch aber eine super Übung und macht zudem auch Spaß! Die anderen in der Runde sind allerdings weniger motiviert und so bleibt es beim Reden, teilweise auch unter der Gürtellinie. Weniger schön. Gegen 2:00 morgens stapfe ich dann ins Bett und freue mich, dass ich das meiste schon in meinen Koffer gepackt habe!

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  • 29Aug 2015

    31 Goodbye Feversham 08/29/2015 Canada —

    Singhampton, Canada

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    Time to say goodbye...

    Es ist soweit, der Samstag ist gekommen wo ich abreise. Habe mir als Abschiedsfrühstück klassische Pancakes gewünscht. Und die gibt es auch!! Ein großer Stapel runder Pfannkuchen türmt sich auf dem Teller. Dazu essen wir frische Pfirsiche aus Ontario, Himbeeren, Maple Sirup und Puderzucker. Die Kinder bekommen sogar noch geraspelte Schokolade on top. Das ist für too much für mich. Möchte doch noch den originalen Pancake-Geschmack haben. Schnell ist der Teller leer und Bastian gibt mir noch die ein paar Tipps für meinen New York City Trip. War letztes Jahr bereits dort und spricht aus Erfahrung. Es dauert nicht lange und da fährt das Auto aus Toronto auf den Hof. Ivy am Steuer mit Orly, Rosa und Michelle. Wir laden meine gepackten Koffer ein und nach einer kurzen Begrüßungsrunde geht es raus auf die Felder. Sind alle ganz gespannt auf das tolle Gemüse.

    Wir spazieren durch den Garten. Bin wieder mit Korb, Schere und Messer ausgestattet. Schließlich dürfen wir nochmal ernten und einiges mitnehmen. Das ist ein super Angebot. Orly will unbedingt Unkraut jäten und so gibt es für sie Handschuhe und los gehts. Echt taff und braucht viel Kraft. Michelle und Rosa sind fleißig am Karrotten ausbuddeln. Ist jedesmal eine Überraschung, welche Farbe sich in der Erde versteckt. Ich ernte noch eine große Zuccini und dann geht es an die strahlend gelben Sonnenblumen. Klasse Fotokulisse und schöner Blickfang zu Hause in der Vase. Nach ein paar Fotos im Tomatillos-Beet und an der netten Bushaltestelle rollen wir mit dem Auto vom Hof. Vorher noch eine Umarmung für Jess, Bas und Katie. Hard working, unforgettable, fun...

    Doch wir sind gerade ein paar Meter gerollt, da hält uns die Polizei an. Uups, was passiert jetzt?? Aufregung im Auto. Der kanadische Officer stoppt uns weil wir zu langsam unterwegs sind. Also, als ob das ein wirkliches Problem ist da in der ländlichen Region. Wahrscheinlich hat er einfach Langeweile... Wie er uns mitteilt gibt es nur zwei Gründe zu langsam zu fahren: 1. Trunkenheit am Steuer, 2. Den Weg suchend. Es es definitv der zweite Grund!! Wir waren nicht sicher, wo wir jetzt hinfahren und noch am diskutieren. Wollten gerade das Navigerät einschalten, doch zu spät. Der Polizist ist aber super freundlich und nimmt nur kurz die Daten auf, kein Strafgeld. Auf der anderen Seite kommt jetzt ein Motorrad mit zwei Fahrern an und wird auch gleich angehalten. Ein Fahrer trägt keinen Helm. Das könnte mehr Konsequenzen mit sich bringen. Wir müssen noch warten und in der Zwischenzeit setzt sich Ivy wieder ans Steuer. Rosa ist nach diesem Vorfall ziemlich verunsichert. Bekommen zum Schluss noch eine nette Restaurantempfehlung und fahren weiter nach Collingwood. Es ist eine kanadische Sportskneipe wo wir uns mit lecker gewürzten Wings, Poutine, Fish&Chips stärken. Ist ziemlich viel Betrieb und wir müssen eine Weile auf unser Essen warten. Die Toronto Blue Jays spielen mal wieder und sind gut im Baseball. Daher ist der Laden ordentlich voll.

    Es bleiben uns noch ein paar Minuten bevor wir die Heimreise nach Toronto antreten und so steuern wir den Hafen von Collingwood an. Leider ist es ziemlich bewölkt, aber für einen kurzen Spaziergang am Ufer trotzdem nett. Heimwärts gehts, diesmal zu Ivys Appartment für die nächsten Tage bis ich einen Abstecher nach New York City mache. Daher bin ich gar nicht traurig, dass heute die Farmetappe zu Ende geht. Es warten noch so viele weitere Highlights auf mich!!

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  • 02Sep 2015

    32 CNE - Canadian National Exhebition 09/02/2015 Canada —

    Old Toronto, Toronto, Canada

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    10 Stunden auf der CNE - Ein Feuerwerk an super Shows!!

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  • 24Sep 2015

    33 Daytrip to Kingston - 1000 Islands 09/24/2015 Canada —

    Kingston, Canada

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    Tagesausflug nach Kingston - Besuch 1000 Islands

    Yeah! Heute bin ich 3 Monate im Ausland und lebe meinen Traum!! Hab so viele schöne Dinge erlebt, beeindruckende Orte und Städte entdeckt. Aber ich hatte keine Ahnung dass dieser Tag ein Super-Highlight werden wird. Weiß gar nicht wo ich anfangen soll zu erzählen...

    6:10h morgens, der Wecker klingelt. Draußen ist es noch dunkel. Ich stehe langsam auf und mache mich fertig für meine Tagestour. Hab dafür gestern einige Stunden im Internet zugebracht und meine Tickets sorgfältig gebucht: Bustrip, 1000 Islands Boat Cruise, Trolley Hop-On-Hop-Off Tour. Rucki ist gepackt, Sandwich geschmiert. Da muss ich nur noch meine Sachen schnappen. Frühstück gibt es unterwegs. Bevor ich die Subway nehme, kaufe ich mir erst wieder neue "Tokens", Münzen für den Zugang zur Bahn. Es ist noch nicht viel los wie sonst immer, Sitzplätze gibt es ausreichend. Fahre runter in die Stadt zum Busterminal. Unterwegs besorge ich mir noch einen heißen Pfefferminztee bei Tim Hortons den es hier an jeder Ecke gibt. Dann heißt es erstmal warten. Der Megabus ist irgendwie nie pünktlich... Um 8:00 sollte eigentlich Abfahrt sein. Doch erst kurz nach 8:00 fährt der Bus ein. Gepäck verladen, Tickets checken und wir sind voll in der morgendlichen Rush-Hour. Kämpfen uns durch Toronto Downtown, sammeln noch ein paar Fahrgäste ein und dann geht es auf den Highway. Ein Wettlauf mit der Zeit. Hab nur 1,5h von der Ankunft in Kingston bis die Bootstour startet. War eigentlich ziemlich überzeugt dass das reichen sollte. Aber jetzt bin ich nicht mehr so sicher. Eine Ansage der Busfahrerin macht mir Hoffnung: Wir werden Kingston gegen 11:30 erreichen wenn es keine weiteren Verzögerungen gibt. Uff, ich hoffe wir kommen gut durch.

    11:30h, angekommen am Busterminal. Nun muss ich Linie 2 finden, die mich ins Zentrum bringt. Irre ein wenig orientierungslos herum, frage dann aber schnell Passanten nach dem Weg. Da kommt auch schon der Bus angefahren. Um ein Ticket zu lösen, braucht man immer passendes Kleingeld. Es gibt kein Wechselgeld. So krame ich meine letzten Münzen zusammen und der Busfahrer nimmt mich mit, obwohl es nicht ganz gereicht hat. Sehr freundlich hier die Menschen! Nach einer guten Viertelstunde steige ich aus und laufe Richtung Wasser. Es ist Traumwetter, strahlend blauer Himmel, kaum eine Wolke. Perfekt für meinen 3stündigen Bootstrip mit dem Schaufelraddampfer Island Queen. Nachdem ich mir meine Originaltickets am Schalter abgeholt habe, reihe ich mich in die lange Schlange ein. Hinter mir wartet eine große indische Gesellschaft. Das Boarding beginnt und ich darf an Deck 2 Platz nehmen. Hab mir ja das Lunchbuffet gebucht. Passt doch perfekt zur Mittagszeit. Jetzt werde ich zu meinem Tisch gewiesen, ein schöner Platz, sehr weit vorne mit gutem Ausblick. Kurze Zeit später treffe ich meine Tischnachbarin Wanja. Sie ist auch zum ersten Mal auf dieser Tour und alleine unterwegs. Wir verstehen uns auf Anhieb gut, tauschen uns aus und stellen sehr bald fest, dass wir beide gläubig sind. Große Überraschung und Dankbarkeit auf beiden Seiten.

    Die Fahrt geht los und wir schippern über den Lake Ontario. Anfangs gibt es noch nicht viel zu sehen, ein paar kleine grüne Inseln. Fängt leicht an zu schaukeln, hält sich aber im Rahmen. An Bord spielt Musik, das Buffet ist eröffnet. Darf aus einem leckeren Salatsortiment auswählen: Coleslaw, Kartoffelsalat, asiatischer Nudelsalat, grüner Salat. Als Hauptgang gibt es Chicken Curry und Beef mit Reis, dazu noch verschiedenes Gemüse. Schmeckt alles super gut. Wir speisen, reden, genießen den Ausblick. Wunderbar! Etwas später beschließe ich auf das Oberdeck zu gehen. Passieren jetzt nämlich viele kleine Inseln. Insgesamt gibt es über 1.800 Inseln in dem Gelände, um genau zu sein 1864, und jede einzelne hat eine feste eigene Nummer. Ich glaube dass nicht jede bewohnt ist. Sehr idyllisch die kleinen Häuschen mit Bootssteg, teilweise kleinem Hafen. Aber wie ist es dort nur im Winter? Diesen Wohnort könnte ich mir hier nicht vorstellen. Die Sonne scheint ziemlich warm und ich frage um mich herum ein paar Leute für Fotos. Wir schippern recht langsam durch die Inselgegend damit es nicht zu viele Wellen gibt. Ich mag gar nicht mehr zurück nach drinnen gehen, hole dann aber doch kurz Wanja. Nach ein paar Fotos geht sie schnell zurück da sie den Zigarettenrauch nicht mag. Ich bleibe bis zum Ende oben und treffe noch ein sehr nettes Ehepaar mit dem ich mich lange unterhalte. Die 3 Stunden sind rum und wir steuern wieder den Hafen von Kingston an. Kingston ist übrigens die älteste Stadt Ontarios und war die erste Hauptstadt des Landes.

    Zurück an Land steht jetzt noch meine Trolley Tour mit einem roten nostalgischen Bus auf dem Plan. Aber irgendwie mag ich nicht schon wieder sitzen und nur rumfahren. Möchte lieber die Stadt auf eigene Faust entdecken, ein paar Shops besuchen, ein Eis essen. So mache ich mich auf zum Ticketschalter und storniere die Tour. Yes, nun bin ich frei. Spaziere zurück zum Boot da ich noch ein Foto mit mir vor dem Dampfer haben mag. Ich spreche 3 Frauen an und wir kommen ins Gespräch. Eine der Damen im Rollstuhl bietet mir an, mich durch Kingston zu führen. Es ist Perlita. Wie traumhaft ist das denn? Nun habe ich meine persönliche Führerin und wir spazieren ganz individuell durch die Stadt. Ich kann es nicht in Worte fassen und es scheint wie ein Traum zu sein!! Perlita hat MS und sitzt daher in einem Rollstuhl der automatisch betrieben wird. Damit ist sie super flink und ich sprinte teilweise hinterher. Tut gut nach dem morgendlichen Sitzen im Bus und auch auf dem Boot. Zunächst fahren/laufen wir zum Rathaus, ein schönes Gebäude direkt am Wasser. Anschließend geht es vorbei am Marktplatz in die Hauptstraße wo ich in ein paar Geschäfte schaue, u. a. das älteste Lebensmittelgeschäft in Kingston. Total schön eingerichtet, war früher wohl mal eine Apotheke. Dann besorgen wir uns noch einen Stadtplan und los gehts zu einigen Sehenswürdigkeiten.

    Perlita ist total flexibel, fragt mich immer ob alles ok ist oder ich eine Pause brauche. Unsere Tour führt uns nun zur Queen's Universität, ein großes Gelände mit vielen hübschen Gebäuden. Unterwegs passieren wir eine klasse Eisdiele. Alles selbstgemacht hier. Probiere Maple Walnut und Strawberry, delicious. Für Perlita gibt es die Sorte Capuccino. Weiter gehts vorbei an vielen netten Wohnhäusern. Die meisten Gebäude sind überwiegend aus einem hellen grauen Stein gebaut, Kalkstein. Daher wird Kingston auch als Limestone-City benannt. Sehe auch viele Ahornbäume und einige sind schon so schön rot und gelb gefärbt. Nachdem wir das Unigelände verlassen haben, kommen wir zum Kingston Penitentiary, ein großes Haftgelände welches aber heute nicht mehr betrieben wird. Da es unter Denkmalschutz steht, darf es nicht abgerissen werden. Gleich gegenüber steht das Gerichtsgebäude. Wir laufen weiter durch nette Wohnstraßen und kommen dann an die Waterfront des Lake Ontario. Kingston ist übrigens auch bekannt für viele Segelregatten. Es ist das größte Segelgebiet im Süßwasser und mit besten Winden. Am Wasser steht der sog. Murney Tower, galt damals der Verteidigung bei feindlichen Angriffen. Etwas später marschiert ein großer Spielmannzug auf der Wiese entlang, sieht nach einer Übung aus. Puh, wir sind schon ein ganzes Ende gelaufen. Perlita ist total mutig dass sie hier überall langfährt. Das Gelände ist teilweise etwas uneben und wir suchen immer nach Rampen. Teilweise bin ich recht ängstlich und halte immer noch etwas fest wenn es mal wieder runter oder bergab geht. Aber Perlita hat keine Sorge, höchstens um mich... Noch eine gute Stunde spazieren wir den Wasserweg entlang, sehr idyllisch und so ruhig. Man denkt gar nicht dass wir in einer Stadt sind. Die Leute grüßen alle und sind super freundlich. Unterhalte mich mit Perlita über ihren Job. Sie arbeitet noch Teilzeit als Psychologin. War früher wohl mal Ärztin, kann es aber aufgrund ihrer Einschränkungen nicht mehr ausüben. Sie fragt mich auch viel über meine Reisen und Erlebnisse.

    Endlich, angekommen bei Perlita zu Hause. Sie wohnt im 7. Stock und geniesst einen herrlichen Ausblick auf den See. Im Fahrstuhl treffen wir noch Victoria, eine nette alte Dame die auch deutsch spricht. Spontan bietet sie mir an, eine Nacht bei ihr zu übernachten und Perlita hat auch genug Platz. Das Angebot ist verlockend, hätte dann ja noch einen Tag mehr für Kingston. Schnell versuche ich mein Megabus-Ticket umzubuchen. Leider zu spät, geht nur 24h vorher. In Windeseile bestellen wir ein Taxi zum Busbahnhof. Mir bleiben nur noch 20min bis zur Abfahrt. Der Taxifahrer macht einen super Job und eine Minute vor Abfahrt erreichen wir die Busstation. Natürlich wie immer gibt es mal wieder mehr als 30min Verspätung und jetzt kann ich erstmal meine Eindrücke verarbeiten von diesem gigantischen Tag. Ach ja, Perlita zahlte übrigens das Taxi... Ohne Worte...

    Das war ein unglaublicher Tag mit so einmaligen Begegnungen. Ich bin super dankbar für alles!!

    Rita aus dem TravelWorks Office hat folgendes Statement dazu: Good things happen to you because you are a super nice person!

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  • 29Sep 2015

    34 Almost 24 hours in Ottawa - Visiting the Capitol 09/29/2015 Canada —

    Ottawa, Canada

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    22 Stunden in der Hauptstadt Kanadas - Discovering Ottawa

    Lastminute Buchung. Bevor es auf die Westseite Kanadas geht entscheide ich mich kurzfristig die Hauptstadt und French Canada zu besuchen. Dafür ging der gesamte Montag in der Bücherhalle drauf. Aber es hat sich gelohnt!!

    4:45, es heisst Aufstehen. Muss die erste U-Bahn Richtung Downtown kriegen. Echt früh aber will ja soviel Zeit wie möglich in Ottawa verbringen. Mein kleiner roter Trolley reist diesmal mit. Der Rucki ist mit Proviant gefüllt. Draußen ist es ruhig, die U-Bahn leer. Nur einige Frühaufsteher die zur Arbeit fahren. Nachdem ich allerdings umsteige sind die Waggons gut gefüllt. Einige Reisende haben wohl dasselbe Ziel wie ich, nur mit mehr Gepäck.

    6:15, ich erreiche Union Station und bahne mir meinen Weg zu den Gleisen von VIA Rail. Allerdings kann ich hier nicht einfach drauf lossteuern. Erst kurz vor Einlass wird der Bahnsteig geöffnet. Vorher heisst es line up und Boarding. Klappt prima mit dem Onlineticket auf dem Handy. Wagen 3 steht gleich am Anfang und mein Fensterplatz ist in der Mitte des Zuges. Nach 2 Bustouren steht nun meine erste Bahnreise in Kanada bevor.

    6:40, wir rollen los. Gibt nicht viel zu sehen da es noch dunkel ist. Bin recht müd und so versuche ich etwas zu schlafen. Zwischendurch stärke ich mich einer Banane, meiner Zimtschnecke und dem Körnercroissant welche ich gestern noch beim Bäcker besorgt habe. Unterwegs ruckelt es manchmal etwas, gewöhne mich aber gut dran. Die Zeit geht schnell rum. Kurz vorm Ziel notiere ich mir noch schnell meine Hotelangaben, Busverbindungen und Sightseeingpunkte. Vorbereitung ist alles!!

    11:23, wir sind pünktlich in Ottawa angekommen. In der Bahnhofshalle knipse ich die ersten Fotos, tausche Geld fürs Busticket um - muss ja immer passend sein und da steht auch schon Linie 92. Schnell noch reinspringen, Tageskarte lösen und los gehts. Aber nach einer Station muss ich schon wieder raus. Am großen Busbahnhof warte ich auf Linie 8 Richtung Gatineau. Der Himmel ist bewölkt und grau, ist aber dennoch recht warm. Beobachte die Leute und die ankommenden Busse. Plötzlich spricht mich ein junger Mann an, fragt irgendwas mit der Fahrtrichtung... Sorry, I just arrived 30min ago... Oh, where are you going? Dann stellt sich heraus, das mein Hotel ganz in der Nähe seines Büros ist. Da er gerade unterwegs zur Arbeit ist, zeigt er mir den Weg. Das ist irgendwie einmalig. Immer wenn ich alleine reise, begegne ich so hilfsbereiten Menschen... Nach ein paar Stationen steigen wir aus, laufen durchs Rideaucenter, eine grosse Einkaufsmeile. Vorbei am Rideau Canal geht es zum Parlamentskomplex. Doch halt, was ist denn hier los? Lauter Trecker stehen auf der Fahrbahn. Manifestation, demonstration - die Farmer gehen auf die Straße. Sprechen noch kurz mit dem Policeman und dann geht es weiter zum nächsten Bus.

    Nun kommen wir in Gatineau an, dem französischen Teil von Ottawa. Mein Hotel liegt auf der anderen Straßenseite direkt am Wasser. Ich checke ein und bin begeistert. Bekomme ein Upgrade zur Wasserseite auf Nachfrage, 9. Stock, super Ausblick. Das Zimmer ist huge und mega gemütlich. Nur schade, dass ich hier kaum Zeit verbringen werde! Nach einer kurzen Erfrischung holt mich mein mexikanischer Begleiter wieder ab und jetzt hab ich einen persönlichen Fotografen dabei. Es entstehen klasse Fotos und das beste ist, dass ich mich nicht mit den Selfies abmühen muss. Wir besuchen den Museumskomplex mit dem Canadian Museum of History, ein schönes Gebäude. Auf der Brücke Richtung Downtown angekommen, fängt es plötzlich an zu regnen. Zunächst hilft noch ein Schirm aber durch den starken Wind hält der nicht lange. We are totally wet and have to go inside. Schade, ich wollte doch Ottawa entdecken. Das wird dann auf die Abendstunden verlegt. Später stärken wir uns nach einem kurzen Spaziergang durch ByWardMarket mit Tacos, Quesadillas und Wings. Dazu noch einen fruchtigen Cocktail und der Abend ist perfekt.

    Jetzt ist alles so schön angestrahlt, vorm Parlament brennt ein Feuer im Brunnen. Sehr stimmungsvoll. Zurück über die Pont Alexandra geht es zu meinem Hotel. Dort sinke ich in mein gemütliches Bett und bin happy!!

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  • 30Sep 2015

    35 Von Ottawa über Montreal nach Quebec City 09/30/2015 Canada —

    La Cité-Limoilou, Quebec City, Canada

    Description

    Meine Reise in den französischen Teil Kanadas geht weiter

    Nach einer erfrischenden Dusche und Frühstück to go geht es zum Bus. Dafür muss ich einen ganz schönen Fussmarsch zurücklegen. Frage mich unterwegs durch und hab mir ja auch meine Notizen gemacht. Im Berufsverkehr morgens dauert alles etwas länger. Habe daher eine gute Stunde eingeplant. Das sollte reichen. Exakt um 9:23 komme ich an der ViaRail Station an, so steht es auf meinem Zettel. Ganz entspannt warte ich auf das Boarding und dann geht es weiter östlich Richtung French Canada. Geht gleich los mit den französischen Durchsagen im Zug. Salut, bonjour. Zum Glück ist hier alles zweisprachig...

    Am Fenster vorbei ziehen die buntgefärbten Herbstbäume. Sehr intensive Rot-, orange- und Gelbtöne. Ich verschicke erste whatsapp Nachrichten mit brandaktuellen Fotos, höre etwas Musik über Youtube. Wifi im Zug funktioniert recht stabil. Nach nur 2 Stunden fahren wir in den Bahnhof Montreals ein. Es ist Mittagszeit, mein Magen knurrt. Zeit für ein frisch belegtes Sandwich und 3 Salatvariationen orientalischer Art. Beides verspeise ich mit Genuss im Zug!! Da ich in Montreal nur eine knappe Stunde Aufenthalt habe, lohnt sich kein Ausflug in die Stadt. Im großen Foodmarkt bin ich mit meiner Auswahl schon gut beschäftigt, beobachte sonst das Treiben am Bahnhof.

    Dann wieder Boarding, alles on time und papierlos. Diesmal habe ich die Klasse economy plus, etwas mehr Komfort und einen Einzelsitz. War wohl keine andere Kategorie mehr frei. Mache es mir gemütlich und bin in whatsapp aktiv. Wir fahren entlang von Flüssen und Seen, durch bunte Wälder. Ich bin gespannt, wie Quebec City ist... Nach guten 3,5h erreichen wir die Endstation. Gleich am Bahnhof habe ich die ersten Sprachprobleme. Muss doch Buslinie 21 zu meinem Hotel finden. Der Security-Guide spricht irgendwie nur französisch und ein paar Brocken Englisch. Krame meine letzten Französisch-Vokabeln hervor. Not easy. Dann treffe ich glücklicherweise ein Pärchen aus New York City die auch den Bus suchen. Wir machen uns gemeinsam mit dem Handy auf die Suche und sind erfolgreich. Der Busfahrer spricht super Englisch und versichert mir, mich Nähe Rue St. Louis rauszulassen. Wir fahren durch die Stadt, bekomme einen ersten Eindruck von dem französschen Flair. Nach einer Weile frage ich, ob ich nicht längst raus müsste. Oh, I forgot you. Sorry!! Ups, dann habe ich also eine erste Citytour gratis bekommen. Ist nämlich eine Ringlinie. Jetzt passe ich aber besser auf.

    Angekommen, mitten im Zentrum. Nach ein paar Schritten sehe ich auch schon das Hotelschild "Maison du General". Der Eigentümer spricht gut Englisch. Erhalte ein großes Zimmer im 2. Stock. 2 Betten, ein mini Bad mit Waschbecken mitten im Raum und einer kleinen Sitzecke. Gemütliches Flair. Packe kurz ein paar Sachen aus und lasse mich dann noch von dem Hotelbesitzer beraten. Habe natürlich meine eigenen Highlights notiert. Aber ein Stadtplan ist hilfreich. Und dann geht es raus, Richtung Zentrum. Wow, voll die hübschen kleinen Gassen, viele Cafes, Restaurants, Lädchen. Es dämmert langsam und viele Gebäude sind jetzt angestrahlt. So erscheint die Stadt in einem richtig romantischen Flair. Ich erreiche einen Platz auf dem sich viele Touristen tummeln. Überall ist Musik zu hören, Harfe, Saxophon, Klavier... Auf dem St. Lawrence River liegt ein Mega Kreuzfahrtschiff, Princess of the Sea. Spaziere auf der Terrasse Dufferin entlang, Fotos, Treppen raufsteigen, super Ausblicke, weiterlaufen, wieder Treppen. Geht ganz schön auf und ab. In Quebec City muss man gut zu Fuss sein!! Nach einer Weile drehe ich um und genieße das einmalige Flair, die erleuchteten Gebäude.

    Es wird Zeit mich zu stärken. Ich kehre im kleinen Restaurant L'Omelette ein und bestelle mir erst eine vegetarische Gemüsesuppe. Danach ein Omlette mit Schinken und Kartoffeln, wird mit Pommes serviert. Nach einer Weile setzt sich ein Ehepaar an den Nachbartisch und wir unterhalten uns. Sie sind aus LA und hier auf einer Kreuzfahrt. Ist echt immer wieder erstaunlich wie schnell man mit Menschen in Kontakt kommt und alle sind so freundlich. Aufeinmal sprechen mich 2 Damen vom Nachbartisch an und sagen, mein Englisch sei sehr gut. Freu!! Die Dame spricht Deutsch und es stellt sich heraus, dass sie aus Vancouver ist. Tauschen gleich Email-Adressen aus und ich habe eine weitere Anlaufstelle in Vancouver. Wahnsinn!

    Anschließend laufe ich noch etwas durch die Straßen und bin fasziniert von dem tollen Ambiente. Kann mich einfach nicht sattsehen. Nach ein paar Fotos geht es zurück in mein gemütliches Zimmer. Yes, ich bin in Quebec City angekommen und es war eine super Entscheidung dorthin zu fahren.

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  • 01Oct 2015

    36 Erster Tag in Quebec City 10/01/2015 Canada —

    La Cité-Limoilou, Québec City, Canada

    Description

    Ein erster ganzer Tag in Quebec City

    Die Sonne scheint durchs Fenster, draußen höre ich Pferdegetrappel. Es wird ein herrlich sonniger Tag und heute erlebe ich die Stadt bei Tageslicht. Ganz entspannt mache ich mich fertig. Ein paar Snacks zum Frühstück sind noch von der Reise übriggeblieben. Gegen 10:00 gehts los zum Treffpunkt der City Walking Tour. Diese wird for free angeboten. Ist ein super Einstieg um die Highlights kennen zu lernen. Mit meinem kleinen Stadtplan finde ich gut hin und es haben sich schon eine ganze Menge Touristen dort eingefunden. Treffe gleich wieder 2 nette Damen aus Californien die hier auf Kreuzfahrt sind. Wir begegnen uns heute noch öfter...

    Unser Tourguide stammt aus Quebec City, ist Rentner und macht diese Führung um Menschen seine schöne Stadt näher zu bringen. Sein Englisch ist ziemlich gut, nur mit leichtem französischen Akzent. In den nächsten knapp 3h bringt er uns viele bedeutende Orte näher. Wir starten an den Plaines d'Abraham. Hier haben entscheidende Schlachten zwischen England und Frankreich stattgefunden. Quebec liegt strategisch günstig, umgeben von einer langen dicken Stadtmauer und dem St.-Lorenz-Strom. So konnten die Feinde nur von einer Seite angreifen. Der Seefahrer Samuel Champlain war der Gründer von Quebec City, dem sog. Neufrankreich. Vorbei am großen Hotel Le Concorde geht es zum Parlament, ein beeindruckender Bau mit einem Gemüse- und Kräutergarten davor. Dieser liefert die frischen Zutaten für die Parlamentsküche. Hier kann man nämlich öffentlich speisen und mit Glück ein paar Abgeordnete beim Lunch treffen. Außerdem ziert ein hübscher Brunnen das Gebäude, der Tourny Fountain. Leider müssen wir recht bald das Gelände verlassen. Vermutlich steht eine wichtige Zusammenkunft auf dem Plan. Weiter geht es richtig Stadtmauer, sog. Fortification. Die Mauern sind echt dick. Machen kurz am Stadttor halt und spazieren dann weiter Richtung Terrasse Dufferin. Heute sehe ich das Mega Hotel mal bei Tageslicht und es sind eine Menge Touristen unterwegs. Vorbei an weiteren historischen Gebäuden geht es bergab Richtung Place Royal, ein schöner alter Platz mit bunten Häuserdächern. Hier steht auch die älteste Kirche Nordamerikas. Aber erst richtig interessant wird es in der Rue de Champlain. Das ist die Fussgängerzone schlechthin. Lauter kleine Shops, Galerien, Musik, Touristen. Und die Sonne scheint. Unser Weg fuehrt zunächst weiter zum Hafen wo ich jetzt das gigantische Kreuzfahrtschiff aus der Nähe betrachten kann. Echt der Hammer. Hier passen bestimmt eine Menge Leute drauf und daher ist die Stadt auch so voll. Nach guten 3 Stunden endet unsere Tour und ich mache mich alleine weiter auf Entdeckungstour.

    Als erstes spaziere ich wieder in die Rue de Champlain. Hier finde ich einen sonnigen Stuhl und beobachte die Menschenmassen. Vor mir ein klasse Harfenspieler, viele asisatische Touristen mit ihren Kameras. Lasse das bunte Treiben auf mich wirken und spaziere dann durch die Passage. Als erstes besuche ich ein Geschäft wo alles aus Schafswolle hergestellt wird. An weniger belebten Tagen werden dort auch Produkte live hergestellt. Komme mit der Verkäuferin ins Gespräch und frage nach einem guten Tipp um das Gericht Poutine zu probieren. Sollte ich mir hier nicht entgehen lassen. Ist ja ein recht typisches Gericht in Kanada und wird besonders in Quebec City empfohlen. Dafür muss ich allerdings eine ganz schöne Strecke zu Fuß zurück legen, in die Lower town. Zunächst schaue ich mich aber noch in den Läden um und treffe wieder die Damen von unserer Sightseeing Tour. Foto und Goodbye. Mache mich auf den Weg zum Farmers Market am Hafen. Die Märkte interessieren mich jetzt mehr und mehr da ich ja selber hier mal buntes Gemüse verkauft habe. Bevor ich mich auf meinen Weg zum Chez Gaston mache, stärke ich mich mit einem leckeren Quinoa Salat, vegetarisch und mit roten Cranberries. Mal etwas anderes als der klassische Couscous-Salat.

    Mit meinem Stadtplan in der Hand finde ich mein Ziel und begegne zwei jungen Verkäufern. Es ist eher ein Imbiss und ich bin zu dem Zeitpunkt die einzigste. Ja, mir wurde dieser Platz für Poutine hier empfohlen. Gute Wahl, höre ich als Antwort. Probiere eine besondere Mischung des "Nationalgerichts". Klassisch sind die Pommes mit einer dunklen Bratensoße und Käse. Als Topping erhalte ich noch italienische Wurst und Zwiebeln. Eine gute Portion. Kämpfe mich durch die nicht vermeidbar durchgeweichten Pommes. Das finde ich eben nicht so lecker an diesem Essen. Aber es ist besser als mein erstes Pountine-Gericht. Und nun geht es wieder zurück nach Hause. Eine Menge laufen heute! Langsam qualmen die Füsse und es ist auch ganz schön frisch draußen. Nachdem ich das Stadttor passiere, finde ich den Teeladen "Davids Tee". Passt perfekt. Hier schnappe ich mir einen leckeren Kräutertee für die letzten Meter und kann mich an dem heißen to-go Becher wärmen. Und als ich endlich mein Hotelzimmer im zweiten Stock erreiche, freue ich mich die Füße hochzulegen.

    Keine Frage, hab heut eine Menge von der Stadt gesehen! Dann kann ich morgen ja auf meine Bustour ausserhalb Quebecs gehen... Let's see!

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  • 02Oct 2015

    37 Quebec City - Parlament und Fondueabend 10/02/2015 Canada —

    La Cité-Limoilou, Québec City, Canada

    Description

    Heute ist schon mein letzter Tag in Quebec City.

    Schade, dass die Zeit immer so rennt. Es ist auch heute wieder ein super sonniger Morgen und auf mich wartet eine Bustour zu den Montmorency Falls, einer Kathedrale und der ländlichen Umgebung. Freue mich schon auf die weitere Entdeckungstour. Spaziere zum Abfahrtsplatz direkt vor der Touristinfo und suche nach der Dame mit roter Weste. Doch die ist nicht zu sehen... Der Platz ist mega voll, ein einziger Stau aus großen und kleineren Reisebussen. Inzwischen sind weitere Kreuzfahrtschiffe aus Norwegen angekommen. Daher so ein Gewimmen. Endlich sichte ich die Dame die mit lauter Stimme versucht ein System in das Chaos zu bringen. Soll auf die Tour 11 warten. Unterhalte mich mit ein paar anderen Touristen. Höre hier auch etwas Deutsch. Nach einer Weile wundere ich mich, dass der Bus immer noch nicht startklar ist und spreche die Frau an. Oh no, der Bus ist gerade abgefahren. Für ein paar Sekunden sprintet sie los um den Fahrer noch zu erwischen. Aber er ist weg und kann leider nicht mehr zurückkehren. Zu dumm! Das wars dann jetzt mit meinem Busausflug... Es war einfach zu laut so dass ich die Ansage nicht gehört habe.

    Als erstes kehre ich in die Touristinfo zurück und tausche mein Ticket. Das funktioniert zum Glück. Dann gehe ich Richtung Stadtmauer und spaziere auf der breiten Steinmauer entlang. Die Sonne scheint warm. Weiter geht es zum Parlament. Die nächste kostenlose Führung startet bald und solange halte ich mich draußen im Garten auf. Dann muss ich durch die Sicherheitskontrolle, ein Besucherausweis wird ausgestellt und

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  • 08Oct 2015

    38 Goodbye Toronto - Welcome Vancouver 10/08/2015 Canada —

    Vancouver, Canada

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    In 5 Flugstunden an die Westküste

    Heute ist es soweit. Es heisst endgültig Koffer packen und Ontario verlassen. Hier hat meine Abenteuerreise begonnen und in den letzten 3,5 Monaten habe ich eine unvergessliche Zeit erlebt! Ich blicke zurück auf: Highlight Niagra Falls, 4 Wochen Englisch büffeln, 1 Monat lehrreiches Farmleben im Norden Ontarios, viele schöne Ausflüge in und um Toronto, kurzer Abstecher in das quirlige New York City, Besuch der Hauptstadt Ottawa mit Weiterreise in das malerische Quebec City, Museum, Kunstausstellung und Musicalbesuch in meiner letzten Woche in Toronto. Den CN-Tower habe ich mir für meinen 2. Besuch aufgehoben nach dem Motto: There must be something to discover when I'm coming back...

    Lange Zeit hatte ich eine Zugreise nach Vancouver im Kopf, in 3,5 Tagen durch ganz Kanada mit herrlichen Landschaften. Doch nachdem ich überwiegend negatives Feedback gelesen hatte, habe ich mich für den schnellsten Weg entschlossen, Flugzeug. So konnte ich auch noch ein paar Tage in Toronto gewinnen. Meine Trolleys sind gepackt, hat alles soweit noch reingepasst und mein grober Check auf der Waage scheint auch zu passen. Mit Subway und Airportshuttle mache ich mich auf den Weg zum Pearson Airport. Ist ganz schön warm in meinen Wanderstiefeln und der Strickjacke... Im Bus treffe ich eine ehemalige Stewardess die mir noch gute Tipps gibt. Fliegen ist ja immer eine grosse Herausforderung für mich. Doch habe ich das Gefühl das es von Mal zu Mal besser wird. Der Bus hält am Terminal 1 und zum Abflugterminal 3 muss ich noch einen Zug nehmen. Überraschung! Glücklicherweise bin ich rechtzeitig losgefahren. Nachdem ich mein Gepäck bezahlt und aufgegeben habe, spaziere ich ohne Probleme durch die Kontrolle. Dann heisst es wieder ewig laufen, geradeaus, links weg, hoch, runter. Gate B33 scheint weit weg zu liegen. Bis zum Boarding habe ich noch etwas Zeit und so nutze ich Wifi für einen kurzen Anruf daheim. Dann heisst es Pässe und Bordkarten bereithalten zum Einsteigen.

    Mein Fensterplatz ist in der vorletzten Reihe, war nichts anderes mehr frei. Bisher sass ich im Flieger meistens in der Mitte oder weiter vorne. Mal sehen wie es dort hinten wird. In meiner Reihe sitzt noch ein netter Herr am Gang der geschäftlich öfter in Toronto ist. Wir unterhalten uns über meine Reise, Vancouver. Dann sind wir auch schon startklar. Die City nochmal von oben und dann geht es erstmal durch die Wolkendecke. Danach haben wir herrliche Sonne. Streckenweise sehe ich die vielen Felder in Saskatchewan und Alberta, viele Flüsse und Seen, später atemberaubende Berge. Nach kleinen Anfangsturbulenzen verläuft der Flug lange Zeit ruhig. Kann sogar schlafen und verspeise meinen mitgebrachten Bagel. Bei Inlandsflügen gibt es nur einen kleinen Snack. Fleissig lese ich in meinem dicken Kanadareiseführer, hake viele gesehene Orte ab, schmiede Pläne für neue Ziele in British Columbia und lese auch so einige Seiten über die Geschichte Kanadas, die First Nations, Pelz- und Holzhandel. Manches habe ich schon in den Museumsführungen gehört.

    Die Zeit verfliegt, Uhrzeit habe ich gleich 3 Stunden zurückgestellt. Jetzt muss ich dann 9 Stunden Zeitdifferenz zu Deutschland beachten... Leider gibt es zum Ende hin noch einige Turbulenzen. Die Anschnallphasen halten sich aber im Rahmen. Lenke mich mit Wortsuchrätseln auf Englisch ab und freue mich auf meinen neuen Abschnitt in Vancouver. Werde hier bei einer Familie aus der Gemeinde leben. Anne Marie, Rahul und Tochter Yohanna, 14 Monate. Sie und Mutti holen mich am Flughafen ab. Mein Gepä k ist super schnell da und nach wenigen Autominuten ereiche ich mein schönes Zuhause in Richmond, einem Nachbarort von Vancouver. Wow, habe ein schönes Zimmer mit eigenem Bad. Perfekt. Bevor es ans Auspacken geht, spiele ich erst noch mit Yohanna. Wir verstehen uns gut, haben uns ja kurz auf der Freizeit in Pennsylvania getroffen. Zum Abendessen gibt es leckeres Hühnchen mit Knobibrot und Salat. Und dann richte ich mich häuslich ein. Im Kleiderschrank und Bad hat alles Platz.

    Draußen höre ich noch ein paar Flugzeuge am Himmel, dann schlafe ich ein. Yes, Flug geschafft und so schnell bin ich auf der anderen Seite! Vancouver, ich bin gespannt was du alles zu bieten hast!!

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  • 10Oct 2015

    39 Verregneter Tag Downtown - Citywalk 10/10/2015 Canada —

    Vancouver, Canada

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    Mein erster Besuch Downtown mit viel Regen :((

    Eigentlich war der Plan eine Radtour durch den großen Stanley Park. Doch da macht uns heftiger Regen einen Strich durch die Rechnung. Also geht es rein in die Einkaufsmall und gibt eine heiße Schokolade. Die Family fährt wieder heim und ich melde mich bei meiner brasilianischen Mitschülerin Dorothea. Sind im Kontakt geblieben und wollten uns vor ihrem Rückflug unbedingt noch sehen. Bestimmt kann sie mir so einige Tipps für Vancouver und Umgebung geben. Ist nämlich schon einige Wochen hier. Super passend hält sich Doro gerade in meiner Nähe auf und so treffen wir uns am Canadaplatz. Liegt direkt an der Waterfront mit dem großen Conventioncenter und Hotelkomplex. Es regnet kräftig und über dem Wasser hängen dicke Wolken, keine schöne Aussicht.

    Dafür ein herzliches Wiedersehen in der Touristinfo. Hier bleiben wir gute 2 Stunden. Der starke Regen bietet keine andere Option. Decke mich mit Plänen und Infos ein. Dann viele Fragen und Erzählungen über die Erlebnisse der vergangenen Wochen. Mögliche Erkundigungen über eine Tour durch die Rockies. Nutzen beide noch das Internet und dann gibt es eine Stärkung bei Tim Hortons. Das hausgemachte Chili war eine gute Wahl. Yeah, endlich hat der Regen aufgehört und wir laufen los. Waterfront, Denman Street, Englisch Bay. Doro bewegt sich gerne zu Fuß fort und nach dem langen Sitzen tut es echt gut. Knipse einige Fotos, die bunten Laubbäume sind immer wieder ein Hingucker. Mein erster Eindruck von der so vielgelobten City gefällt mir. Nach guten 2,5 Stunden zeigt mir Doro noch ihr Zimmer und dann geht es heim.

    Doch noch ein Happy End!!

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  • 13Oct 2015

    40 Mit dem Camper unterwegs... 10/13/2015 Canada —

    Maple Ridge, Canada

    Description

    Abenteuer, Natur, Wildnis, Wandern - nur kein Bär...

    Unglaublich! Ich bin keine Woche hier an der Westküste und da kann ich schon ein befreundetes Ehepaar aus der Gemeinde im Camper begleiten. Jörg und Kathrin sind 4 Wochen mit dem Wohnmobil unterwegs und nehmen mich mit in den Golden Ears Provincial Park. Wahnsinn. Darf am Tisch hinter dem Fahrer sitzen und beobachte von dort das Geschehen. Bis zum Park sind es nur knappe 60km, keine Entfernung für kanadische Verhältnisse. Kurz vorm Ziel kaufen wir zusammen ein: Gemüse, Salat, Käse, Bagels, Biowein aus der Region... Das verspricht köstliche Mahlzeiten. Und dann sind wir auch schon angekommen. Der Park ist menschenleer, keine Saison mehr. Wir suchen uns einen schönen Stellplatz aus und Kathrin bereitet ein leckeres Käsesandwich als Lunchsnack vor. Ich atme tief die Waldluft ein und bin einfach nur super dankbar für diese einmalige Gelegenheit. Uebrigens, die Campingplätze sind hier sehr idyllisch im Wald gelegen, umgeben von vielen Bäumen, nicht dichtgedrängt nebeneinander wie in Deutschland.

    Wünsche mir, dass wir unseren Mittagsimbiss am See genießen. Der liegt direkt unter uns. Doch dorthin zu gelangen ist nicht so einfach. Wir kraxeln hinunter und müssen dabei so einige Hindernisse überwinden. Meine beiden "Gastgeber" aus der Schweiz sind sehr geübte Wanderer und Jörg als ehemaliger Pfadfinder kann sich bestens im Wald orientieren. So finden wir den Weg zum malerischen See und verspeisen unser Mittag ganz allein am Ufer in warmer Sonne. Perfekter Einstieg in das Campabenteuer!! Nun geht es wieder nach oben. Kommen viel schneller als gedacht an unserem Wohnmobil an und dann warten herrlich duftender Jasmintee - original aus China - und köstliche Muffins auf uns. Wow, hätte ich nicht vermutet dass wir beim Campen so gut leben. Aber für die eigentliche Wanderung müssen wir ja gut gestärkt sein. Übrigens bin ich sehr froh für körperliche Bewegung. In meinen ersten Tagen in Vancouver wurde ich so oft zum Essen eingeladen. Da ist dringend ein Ausgleich nötig.

    Inzwischen ist es 4:00 nachmittags. Wir fahren ein Stück zum Startpunkt unseres West Canyon Trails. Zum Wandern muss man die ausgewiesenen Trails benutzen, kann nicht einfach so querfeldein laufen. Nach kurzer Suche finden wir den Eingang und machen uns auf den Weg. Es ist relativ eben, geht ein Stück bergauf, dann wieder mit kleinen Steigungen weiter. Wir sind umgeben von regenwaldartigen Bäumen, alle mit Moos behangen, viel Farn und hohen Tannen, Laubbäumen. Unser Ziel ist der View Point Trail, führt zu einem schönen Aussichtspunkt. Aber bis wir dort hingelangen, gibt es noch so einige Herausforderungen zu meistern: Flussdurchquerung - gut das es hier Steine gibt, Baumstammbrücke überwinden - schön Balance auf dem nassen Holz halten, Steigungen - bin froh über jede Baumwurzel und jeden Ast wo ich mich festhalten kann. Schwierigkeitsgrad medium. Meine Wanderschuhe geben mir guten Halt und die Wandersocken kommen hier erstmals zum Einsatz. Die Ausrüstung ist schon wichtig. Bin ganz überrascht, das ich meine erste kanadische Wanderung recht sportlich meistere. Habe aber auch gute Vorbilder wo ich mir so einiges abgucke. Wir atmen die frische Waldluft ein und genießen die beeindruckende Landschaft. Unterwegs begegnen wir niemandem. Nach einer guten Stunde erreichen wir den Aussichtspunkt. Ein klasse Blick auf den Wald mit See im Hintergrund. Ein paar Fotos und wir müssen den Rückweg etwas zügiger laufen. Sollten vor Einbruch der Dunkelheit am Auto sein. Flotten Schrittes geht es den selben Weg retour mit Unterhaltung damit wir keinen Bär überraschen...

    Zurück am Camper werde ich bekocht und darf entspannen. Ziehe erstmal meine gemütliche Jogginghose an und schaue Kathrin beim Kochen zu. Es gibt frischen Gemüsereis und knackigen Salat. Dazu essen wir mitgebrachten Turkey aus Vancouver. Gestern war ja Thanksgiving und da hat meine Gastfamilie einen riesigen Turkey in den Ofen geschoben. Es ist eine schmackhafte, gesunde und leichte Mahlzeit. Und es kommt noch besser! Als Nachtisch gibt es dreierlei Käsesorten mit Brot und ein Glas Bio-Rotwein aus Kanada, aus dem fruchtbaren Okanagan Valley. Das ist Schweizer Lebensart. Draußen ist es völlig still, aus dem Fenster sehen wir in der Ferne noch andere Camper die ein Feuer machen. Als Tagesabschluss lesen wir gemeinsam einen Abschnitt in einem Buch und dann heisst es bettfertig machen. Jörg richtet mir zunächst meinen Schlafplatz her und ich darf oben unter dem Camperdach ruhen. Zum Glück gibt es eine Leiter zum raufklettern. Erinnert mich an mein Stockbett in Kindertagen...

    Ich sinke in mein gemütliches Hochbett und schlafe in absoluter Stille ein.

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  • 14Oct 2015

    41 Zweiter Tag im Golden Ears Provincial Park 10/14/2015 Canada —

    Maple Ridge, Canada

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    Ein weiterer Tag in der Natur!

    Mit den ersten Lichtstrahlen die durchs Fenster scheinen, wache ich super erholt und entspannt auf. Jörg ist bereits joggen und Kathrin kocht heissen Tee. Draussen ist es frisch doch die Sonne kommt bald raus. Mache mich fertig und freue mich dass ich so gut versorgt werde. Muss mich eigentlich um gar nichts kümmern, darf ganz Gast sein. Allerdings kann ich mich beim Abtrocknen nützlich machen und fege auch mal den Eingang sauber. Der Waldboden bringt so einige Tannennadeln mit sich. Zum Start in den Tag gibt es Haferflockenbrei mit Cranberries und Blaubeerjoghurt, sehr gesund und sättigend. Danach muss alles ordentlich verstaut werden da wir für unsere Wanderung wieder ein Stück mit dem Camper fahren. Doch die Abfahrt ist blockiert, kein Strom mehr, leere Batterie... Uui, das klingt nicht so rosig. Jörg checkt alle Möglichkeiten, aber da ist nichts zu machen. Wir brauchen ein Überbrückungskabel. Gerade in dem Moment sehen wir einen anderen Camper im Park ankommen und können ihn zu uns herlotsen. Es ist ein älteres italienisches Ehepaar dass schon seit 50 Jahren in Kanada lebt. Die Aktion funktioniert und wir fahren ein Stück runter an den See. Es ist super sonnig und der See liegt ganz still vor uns, umgeben von den bewaldeten Bergen. Ein Motorboot macht sich zur Abfahrt bereit. Wir spazieren am Ufer entlang, halten Balance auf den Steinen, überwinden einige umgeknickte Baumstämme. Bin fasziniert von den vielen Baumstümpfen am Strand, teilweise auch im Wasser. Sie bieten super Fotomotive. Der Nationalpark hatte früher viele grosse Bäume die dann aber für die Holzgewinnung gerodet wurden. Daher sieht man heute viele Überreste der einst mega Riesen.

    Nach unserer morgendlichen Seewanderung stärken wir uns mit frischen Turkey-Bagels. Dazu gibts Apfel und Gurke. Sitzen an einem idyllischen Picknickplatz. Da schmeckts gleich doppelt so gut. Begleitet wird unser Snack von einem Trommler der direkt am Ufer steht. Vielleicht gehört er zu den sog. First Nations und vertreibt die bösen Geister? Wir wissen es nicht. Der Trommelton ist ganz schön durchdringend hier in der stillen Natur und so sind wir froh dass er seine Trommelzeremonie bald beendet. Anschliessend brechen wir zum Nature Trail auf, doch irgendwie führen uns 3 Wege nicht wirklich weiter. Müssen immer wieder umdrehen und uns neu orientieren. Die Pfade sind wunderschön, etwas steinig und rutschig teilweise. Aber bin ja inzwischen geübt. :))

    Im nächsten Anlauf finden wir dann auch den ausgeschriebenen Weg, ist eine Rundwandertour, ziemlich easy und schnell, sogar mit deutscher Beschilderung! So war es gut, dass wir vorher noch etwas Anspruch hatten. Zurück am Picknickplatz gibt es wieder leckeren Tee und Muffins. Und dann wird es Zeit den Park zu verlassen. Wollen gegen 6:00 zurück in Toronto sein. Goodbye Golden Ears Park. Es war eine super Erfahrung und Erholung hier. Die Krönung wäre ja die Sichtung eines Bären gewesen. Doch noch sind meine Chancen ja noch nicht vorbei.

    Zurück in Vancouver erfahre ich dann, dass meine Tour in die Rocky Mountains bestätigt wurde. Und so geht es heute Abend noch ans Packen für 4 Tage weiteres Abenteuer.

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  • 15Oct 2015

    42 Vier Tage in die Rocky Mountains 10/15/2015 Canada —

    Salmon Arm, Canada

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    Vancouver - Hope - Merritt - Kewlona - Vernon - Salmon Arm

    Es ist wie in meiner ersten Woche in Toronto. Ein Highlight jagt das nächste. Bin doch gerade erst vor einer Woche im Westen Kanadas angekommen und war 2 Tage auf Abenteuertour im Camper... Allerdings werden die Tage kälter und für den Besuch der Rocky Mountains sollte ich mich sputen. So entschließe ich mich an einer 4tägigen Bustour teilzunehmen. Zunächst ist nicht klar, ob es noch freie Zimmer in den ausgewählten Hotels gibt. Doch ich habe Glück und erhalte meine Betätigung! Und so geht es heute mal wieder früh auf zu einem großen Abenteuer. Rahul, mein Gastvater hier in Vancouver, bringt mich zum pick up place und ich darf im Sitz 53 Platz nehmen, letzte Reihe. Na, das kann ja heiter werden. Hoffe, mir wird nicht schlecht. Allerdings bin ich immer mit ein paar Reisekaugummis für den Notfall ausgestattet. Der ganze Bus ist ausgebucht, lauter Asiaten in den Sitzen bis auf wenige Ausnahmen. Gäste aus Australien, USA, UK und Toronto sind auch vertreten. Die Tour wird von einem chinesischen Reiseveranstalter durchgeführt. Doch es gibt auch englische Übersetzung. Habe mich lange gegen diese Art von Reise gesträubt. Zu viel in zu kurzer Zeit, enger Zeitplan, frühes Aufstehen. Doch jetzt lasse ich mich mal drauf ein. War das einzige Angebot in dieser Richtung, letzte Abfahrt in diesem Jahr am 15. Oktober. Und ich bin dabei!

    Noch etwas schläfrig lausche ich den ersten chinesischen Infos. Echt laut so am Morgen und kommt mir im Verhältnis zur englischen Version ziemlich üppig vor. Später erfahre ich dann, dass es zwei verschiedene Dialekte sind. Unser Tourguide erzählt also 3x dasselbe in unterschiedlichen Sprachen. Will gelernt sein! Sobald es draußen hell wird, geht ein eifriges Fotografieren los. Da sind die Asiaten echt Rekordhalter. Habe den Eindruck sie nehmen alles und nichts auf... Fühl mich gelegentlich wie auf einer Pressekonferenz. Klickklicklick, klack - nur Blitzlicht ist nicht erlaubt. Can affect the driver - and disturbing sleepy people like me... Für mich gilt das Motto: Weniger ist mehr. Finde jedoch täglich einige freiwillige Mitreisende die Fotos von mir aufnehmen. Schöner Nebeneffekt. Lasse die Landschaft an mir vorbeiziehen, lese nochmal das Programm durch und knabbere ein paar Snacks aus meinem Proviant. Werde mich die Zeit über selber verpflegen. Das Geld für die überwiegend asiatischen Mahlzeiten kann ich besser verwenden und vorallem gewinne ich Zeit! Das ist das größte Plus!!

    Am ersten Tag legen wir gute 500km zurück. Die Rockies sind leider nicht vor der Haustür. Unser erster großer Zwischenstopp führt uns nach Kewlona. Die Stadt liegt im fruchtbaren Okanagan Valley. Hier gibt es viel Obst- und sogar Weinanbau. Während die Mehrheit ein chinesisches Mittagsbuffet verspeist, finde ich ein indisches Buffetangebot. Kommt mir sehr gelegen, pikante Linsen, Pakoras, Salat, Beef und Chicken - gute Wahl. Gestärkt gehts weiter und nach ein paar Minuten steigen wir an der Marina aus, ein großer Bootshafen direkt am 135km langen Okanagan See. Die Sonne scheint warm und die ersten Berge geben ein schönes Panorama ab. Perfekt für einen kurzen Verdauungsrundgang und natürlich noch ein paar Erinnerungsfotos ;)) Nächster Halt ist an der einzigen organic Winery in Kanada. Nach einer kurzen Präsentation probieren wir hier den berühmten Icewine, Variante rot und weiß. Nicht schlecht, relativ süß aber auch ordentlich teuer. Und was sehe ich da im Regal? Da steht ja exakt dieselbe Flasche Rotwein die wir abends im Camper getrunken haben. Verrückt, jetzt bin ich also an der Quelle angekommen. Spaziere direkt runter zu den blauen und hellen Trauben, das Laub ist bunt gefärbt und die Früchte mit einem Netz geschützt. Die Beeren werden gefroren im Dezember/Januar geerntet und haben einen hohen Zuckergehalt da das Wasser ja gefroren ist. So wird der köstliche Eiswein gewonnen, der neben Kanada noch in Deutschland, Österreich, USA und Neuseeland hergestellt wird. Wir setzen die Fahrt fort und haben kurze Zeit später Gelegenheit Früchte aus der Region zu kaufen. Passt gut. Decke mich mit kanadischen Äpfeln und Birnen ein. Bananen nehme ich auch noch mit. So ist mein Frühstück gesichert. Eine Kugel Walnuseis gönne ich mir als Dessert, dann probiere ich noch den süßen Traubensaft, mmh.

    Es geht weiter zu unserem ersten Hotelquartier in Salmon Arm. Gegen 5:30 checke ich in dem modernen 4 Sterne Haus am Shuswape Lake ein. Staune nicht schlecht über das große Zimmer mit 2 Megabetten. War doch nur für die Singelkategorie gebucht... Mikrowelle ist sogar auch dabei. Kurze Zeit später spaziere ich an den See und genieße die Bewegung nach dem langen Sitzen, die Abendstimmung und das Entdecken des Ortes. Wird leider bald dunkel. Finde ich noch einen netten Einkaufsladen wo ich mich mit leckeren Lebensmitteln eindecke. Zum Abendbrot gibt es dann eine vegetarische indische Teigtasche und knackiges Gemüse mit Auberginendipp. Die restliche Zeit verbringe ich mit Telefonieren und Reiseblog schreiben. So geht der Abend schnell rum und morgen früh gibt es den Morning Call um 6:00. Gut, dass ich mir das Frühstück für unterwegs aufheben kann. So kann ich länger schlafen...

    Bald erreichen wir dann die Rockies - yeahh!

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  • 16Oct 2015

    43 Auf in die Rockies - Gondelfahrt 10/16/2015 Canada —

    Banff, Canada

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    Salmon Arm - Revelstoke - Golden - Banff

    2. Etappe Richtung Rockies

    Würd gern noch in meinem großen gemütlichen Bett liegenbleiben. Aber der Morning call um 6:00 war unüberhörbar und die Abfahrt um 7:30 darf ich auf keinen Fall verpassen. So gehts nach einem heißen Tee in den noch kühlen Bus. Heute müssen alle Reisenden 3 Reihen nach vorne rutschen. Das ist die tägliche Regel. Finde ich super, dann haben wir immer wieder neue Aussichten. Übrigens ist mir bisher gar nicht schlecht geworden. Der Fahrer fährt sehr gut, hat viel Übung und hat diese Tour wohl schon ca. 20x durchgeführt.

    Im Dunkeln verlassen wir den Ort Salmon Arm und fahren auf dem Trans Canada Highway weiter nördlich Richtung Rockies. Dieser Highway verbindet ganz Canada von West nach Ost und ist die drittlängste Straße der Welt! Passieren hierbei zunächst den Rogers Pass und machen dort Station im Infozentrum. Es ist wieder ein herrlicher Sonnentag, wolkenloser Himmel. Perfekt für diese atemberaubende Landschaft. Nächster Halt ist am Lake Emerald. Der See ist der größte im Yoho National Park und bietet eine klasse Fotokulisse. Grün, türkis, blau und spiegelglatt - so liegt er vor mir. Am Ufer leuchtend rote Kanus. Hätte ich Zeit so würde ich prompt eine Bootstour unternehmen. Aber leider geht es auch hier bald weiter zur Natural Bridge, ebenfalls im selben Nationalpark. Ein kleiner Wasserfall, sprudelndes Wasser, eine romantische Brücke und viel Natur. Meine asiatischen Mitreisenden sind wieder wild am Fotografieren, können einfach nicht genug bekommen. Müssen ja große Speicherkapazitäten haben. Manche sind wie ich auch mit Kamera und Smartphone unterwegs. Doch die meisten Bilder nehme ich mit dem Handy auf. Dann kann ich sie gleich versenden.

    Weiter gehts zum Mittagsstopp nach Banff. Während die anderen essen, genieße ich meine Freizeit und spaziere am Fluss entlang. Setze mich auf einen Stein und verspeise eine pikante Wurst umhüllt von einer Käsestange. Die habe ich gestern eingekauft. Schmeckt köstlich, dazu noch einen Apfel und der Snack ist gelungen. Entdecke die Umgebung, laufe auch unter der Eisenbahnstrecke entlang. Kurze Zeit später rauscht hier eine mega lange Trans Canada Railway vorbei. Die Züge haben unglaublich viele Waggons und schlängeln sich langsam durch die bergige Landschaft. Aber das eigentliche Highlight heute kommt erst noch. Eine Gondelfahrt rauf auf die Berge. Mit dem Bus fahren wir hoch zum Startpunkt. Unsere Tickets erhalten wir fix und haben insgesamt 2 Stunden Zeit für die Gondeltour mit Ausblick. Sehr groß zügig denke ich bei dem sonst so engen Zeitplan. Allerdings vergehen davon einige Minuten mit Warten. Pro Gondel passen 4 Fahrgäste rein und eine Fahrt dauert 8 min. Ganz schön steil die Hochfahrt, unter uns die Berge, Wald, ein paar Wanderer und ein Hubschrauber der verdächtig tief fliegt. Hoffentlich ist nichts passiert. In der Ferne die Rockies, Seen und das berühmte Luxushotel Banff Springs mit heißen Quellen.

    Oben angekommen ist einiges los. Jeder versucht die besten Fotos zu erhaschen. Nehme ein Pärchen aus Israel auf und bekomme im Gegenzug meine Schnappschüsse. Ja, so läuft das hier. Wandere zum nächsten Aussichtspunkt und genieße die einmalige Landschaft. Einige Bergkuppen sind schon schneebedeckt. Auf den Wegen herrscht dichtes Gedränge. Noch ein paar Fotos und sich an der herrlichen Aussicht sattsehen. Abfahrt ist um 4:40. Langsam sollte ich mich anstellen. Kommen auch schon erste Aufforderungen da die letzte Abfahrt um 4:30 ist. Bei dem schönen Wetter könnten sie ja mal eine Ausnahme machen, denke ich. Doch ich habe ja eh keine Wahl. Die Schlange ist der Hammer. Bestimmt 100 Leute vor mir und nur noch 20min bis zur Busabfahrt. Oh my goodness. Wie soll das nur klappen? Schaue mich um ob ich noch andere Reisende aus meinem Bus erkenne. Aber die Asiaten sehen alle recht ähnlich aus... Und dann raten mir einige Frauen ich soll mich weiter nach vorne stellen, die Leute hier einfach fragen. Klappt, hinter mir 3 spanische Geschäftsleute die einverstanden sind. Uff, das war knapp. Doch am Bus angekommen fehlen noch andere die in der Schlange dann hinter mir standen. Mit etwas Verspätung geht es zum letzten Halt heute, den Bow Falls, bekannte Kulisse für Marilyn Monroe's Film River of no return. Leider ist die Sonne schon verschwunden und es ist kühler geworden. Nur ein kurzer Stopp bevor es in das Zentrum von Banff geht. Haben jetzt 2 Stunden Zeit bis zum Hoteltransfer. Mit Laura aus Australien und einem Pärchen aus London speisen wir in einem kanadischen Restaurant. Sehr exklusiv, besondere Karte und teure Preise. Hab keinen großen Hunger und so ordere ich nur einen Salat mit getrocknetem Schinken, Blauschimmelkäse und gekochtem Ei. Dazu gibts leckeres Kräuterbrot. War genau richtig, etwas frisches und leichtes.

    Das heutige Hotel ist etwas einfacher und leider mit schwachem Wlan ausgestattet. So kann ich hier nicht weiter an meinem Blog schreiben. Zu schade, hätte die Zeit gerne genutzt. Telefonieren geht noch weniger. So schaue ich etwas im TV an und schlafe bald ein. War ja doch ein bunter eindrucksvoller Tag.

    Aber es geht noch weiter in die Rockies!

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  • 17Oct 2015

    44 Lake Louise, Columbia Icefield, Skywalk 10/17/2015 Canada —

    Jasper, Canada

    Description

    Banff - Lake Louise - Columbia Icefield - Golden

    Heute ist bereits der 3. Tag unserer Rocky Highlight Tour und ich bin froh dass der Morning Call erst um 7:30 Uhr erfolgt. Um 8:30 ist Loading time und departure um 8:45. Also beschliesse ich gegen 8:35 da zu sein. Doch auf einmal bekomme ich einen Anruf im Zimmer. We are waiting for you. Please come quickly! Uups, da habe ich wohl etwas falsch verstanden. Aber die englischen Ansagen sind auch nicht immer wirklich klar. Abfahrt um 8:45 Uhr war wohl am 2. Hotelpunkt... Not such a nice feeling but I promise, at the next stop I will be the first!

    Auf gehts zum Juwel der Rockies, Lake Louise. Malerisch und majestaetisch liegt der See vor uns. Direkt davor das beruehmte Fairmont Chateau Lake Louise. Nach einem kurzen Rundgang durchs Hotel geht es direkt raus an den See. Es ist noch ruhig um 9:30 Uhr, kein Touristenansturm nur ein paar Wanderer. Die Sonne zeigt sich wieder herrlich strahlend. Waehrend die meisten bereits um 11:15! Mittag essen, kann ich bis 12:00 die wunderbare Natur geniessen. Das lohnt sich richtig!! Zunaechst brauche ich ein paar Fotos am Seeufer. Hier treffe ich ich mal wieder auf meine australischen Mitreisenden Marc and Yu. Wir finden meistens dieselben schoenen Ecken und nehmen uns gegenseitig auf. Dann spaziere ich den Seerundweg entlang, nicht ganz bis zum Ende da es dann so schattig wird. Muss immer wieder anhalten und den einmaligen Blick geniessen. So sattes blau, tuerkis, Spiegelungen der schneebedeckten Rockies und eine wunderbare Stille. Unterwegs begegne ich noch anderen Mitfahrern aus dem Bus. Auf einer schoenen Sonnenbank geniesse ich meinen Apfel und staune immer noch ueber diese Naturschoenheit. Dann mache ich mich auf in den Wald. Ist ein steiler Wanderweg der zu einem anderen See fuehrt. Sind allerdings gute 2,5km one way und die schaffe ich hin und zurueck in der Zeit nicht mehr. So goenne ich mir nach 10min Aufstieg eine Pause auf einem sonnigen Baumstamm und lese etwas. Die Ruhe wird nur von einigen schnaufenden und mit Glocken behangenen Mitwanderern unterbrochen.

    Es wird Zeit umzukehren. Brauche noch einen Mittagssnack und den finde ich im teuren Nobelhotel im Sandwichshop. Allerdings schmeckt die vegane Foccacia mit gegrilltem Gemuese einfach unschlagbar und am See wohl doppelt so gut. Bevor ich wieder nach draussen gehe, begegne ich Marc aus Australien mit einem super Tipp. Ein First Nations Indianer steht am See fuer Fotos bereit. Das lasse ich mir nicht zweimal sagen. Ist doch eine klasse Gelegenheit. Muss etwas abwarten bis der Platz neben ihm frei wird und dann sind die Bilder im Kasten. Perfekt waren die ersten 3 Stunden am See und ich bin tatsaechlich die Erste am Bus!! Der Fahrer staunt nicht schlecht und wir geniessen beide die Sonne bis es los geht!

    Next Highlight Icefields Parkway. Hier duerfen wir auf keinen Fall unsere gebuchte Zeit fuer den Athabasca Gletscher verpassen. Das Timing ist straff. Fuer die naechsten 1,5 Stunden geht es mit dem Bus in die Provinz Alberta. Der beruehmte Eisgletscher der uebrigens so dick wie der Eiffelturm in Paris hoch ist, liegt zwischen den Nationalparks Banff und Jasper und ist heiss begehrt. Nach einem Gruppenfoto und ein paar Schnappschuessen in der warmen Sonne geht es zunaechst in den Schuttlebus der uns naeher an den Gletscher bringt. Hier steigen wir dann um in den Eis Explorer, ein besonderes Gefaehrt mit dicken Reifen, extra fuer das Eis gebaut, made in Calgary. Unser Fahrer ist ein geborener Kanadier und fuehrt heute zum letzten Mal die Tour durch. Danach endet die Saison. Ich nehme Platz am Fenster und bin etwas aufgeregt. Langsam geht die Fahrt los. Wir holpern durch den sandigen Untergrund begleitet von Infos rund um das Gebiet. Der Gletscher schmiltzt wohl jedes Jahr um 4-8 Meter wegen der Erderwaermung, ist aber immer noch super dick. Wir stoppen und werden aufgefordert unsere Sitzgurte anzulegen. Doch die sind nicht zu finden. War nur ein Scherz!! Steil geht es den Abhang hinunter und wie eine Raupe schlaengeln wir uns durch den steinigen Boden. Hoechstgeschwindigkeit 18km/h. Da kann nicht wirklich etwas passieren. Nehme unterwegs ein paar Videos auf und dann kommen wir auf dem Eisfeld an. Vorsicht beim Aussteigen, koennte rutschig sein. Doch meine Wanderschuhe eignen sich gut. Allerdings schwitze ich heute in meiner warmen Kleidung. Der Tourguide hatte und doch aufgefodert, uns fuer das Eis entsprechend zu kleiden. Doch bis auf einigen Wind ist es kaum kalt und meine Strickjacke nicht wirklich erforderlich. Diesmal fotografiert mich Laura und ich stapfe auf dem Eis Richtung kanadische Flagge. Das ist ein begehrter Spot. Spaeter pose ich noch mit einem kalten Schneeklumpen vor der Kamera. Aber fuer ein Erinnerungsfoto lohnt sich auch das. Wir muessen wieder einsteigen und ich frage den Fahrer, wie haeufig er denn schon diese Touren durchgefuhert hat. Ca. 2000 Mal, wow. Geht aber nur im Sommer und in der Wintersaison ist er dann in Suedamerika. Auch nicht schlecht!

    Nun geht es zurueck zum Shuttlebus der uns noch zum Skywalk bringt. Ist wohl noch eine recht neue Attraktion. Mitten in den Felsen ist ein Rundgang aus dickem Glas gebaut. Ein extra ausgebauter Weg mit Audiotour bringt uns dorthin. Doch irgendwie nicht so leicht zu handeln mit dem Geraet, Handy und Kamera. Daher beschliesse ich nicht weiter die Ansagen zu hoeren. Moechte die Landschaft lieber selber auf mich wirken lassen. Einige Besucher sind sehr vorsichtig mit dem betreten des Glases, haben vielleicht Hoehenangst. Da helfe ich doch glatte einer Asiatin, sie soll keine Angst haben und in die Weite schauen. Klappt. Jetzt spaziere ich ganz selbstverstaendlich herum, Fotos, Ausblicke, Touristen beobachten. Am Ende hat Marc wieder eine gute Fotoidee und wir beenden den Rundgang. Jetzt geht es auf den Rueckweg nach Golden. Den Ort haben wir bereits auf dem Hinweg passiert. Leider muessen wir hier warten bis die anderen gegessen haben. Nicht gerade klasse. Aber gut dass es hier WLAN gibt. Dann kann ich meine vorbereiteten Fotonachrichten versenden. Bin ja schon stolz auf so viele klasse Schnappschuesse an einmaligen Orten! ;))

    Gegen 20:00 checken wir im letzten Hotel ein und fuer mich gibts noch ein paar Cracker zum Abendbrot, heissen Tee, Pistazien. Das ist gut genug. Nachdem ich wieder ein paar weitere Zeilen im Reiseblog geschrieben habe, sinke ich in mein grosses Bett. Morgen heisst es dann: Goodbye Rockies. It was worth to come here, no doubts!

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  • 18Oct 2015

    45 Zurück über Kamloops 10/18/2015 Canada —

    Kamloops, Canada

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    Golden - Revelstoke - Salmon Arm - Kamloops - Vancouver

    Es ist soweit, wir verlassen die Rockies nach absoluten Highlights mit super Wetter und keinem Schnee unterwegs. Heute geht es nochmal frueh raus. Sind wieder gute 600km zurueckzulegen nach Vancouver. Sitze jetzt ziemlich weit vorne im Bus und versuche noch etwas zu schlafen. Allerdings ist der Tourguide mal wieder recht redselig am Morgen...

    Unser erster Stopp in Revelstoke fuhert uns zum sog. "Last Spike". Hier wurde der letzte Nagel reingehauen fuer die Eroeffnung der Canadian Pacific Railway. Und an diesem Punk trifft auch Ost und West der Eisenbahnstrecke zusammen. Fotofavorit ist hier die ausrangierte Eisenbahnlok und tiefrote Ahornbaeume. Es nieselt und ist recht wolkig. Waehrend unserer Reise wurde noch ein Extra zugefuegt, der Besuch des sog. Salmon Run am Adams River. Hier sind die Lachse im Fluss unterwegs. Aber nicht irgendwelche Lachse sondern die roten Fische, der sog. Sockeye Salmon. Voller Spannung steigen wir am naechsten Halt aus. Sind die Lachse zu sehen?? Leider regnet es und es gibt noch eine Strecke zurueckzulegen. Entgegen kommen uns ein paar Fischer die offenbar nichts gefangen haben. Das ahnt nichts gutes. Angekommen an der Aussichtsplattform schaue ich mit Spannung ins Wasser, doch kein roter Salmon. An diesem Ort stehen auch ein paar Fischer knie- und huefttief im Wasser. Allerdings duerfen sie keinen Lachs fischen. Sie warten auf andere Fische. Mache mich flussaufwaerts auf den Weg und beobachte die Lage. Leider keine Fische. Unser Tourguide fordert uns auf wieder umzudrehen und zeigt uns dann die Lachse im Wasser. Allerdings schwimmen sie am anderen Ufer entlang und sind nur als rote Flecken im Wasser wahrzunehmen. Na, da war ja nicht so der Hit. Wenigstens ist das Gelaende ganz schoen und so laufe ich noch durch den Wald. Hier riecht es immer mal wieder nach totem Fisch...

    Zurueck im Bus werden wir jetzt abkassiert. Fuer den Salmon Run muessen wir extra bezahlen und das Trinkgeld fuer Fahrer und Reiseleitung kommt auch noch oben drauf. Zack sind $ 50.00 weg und ich bin etwas stinkig. Der Salmon Run war naemlich umsonst und dafuer dass wir kaum etwas gesehen haben, finde ich die extra Kosten von $ 18.00 doch ganz schoen happig. Nun, will mich nicht wirklich aergern aber es bleibt ein bitterer Nachgeschmack. In Kamloops geht es fuer eine Suppe mit spicy chicken Sandwich zu Tim Horton. Und dann steuern wir noch die Ginseng Farm an. Hier in Kamloops waechst Ginseng, ist ein sehr sonnenreicher Ort so dass die Wurzeln hier nach 4 Jahren geerntet werden koennen. Der Tee schmeckt nicht nur mir nicht, sehr bitter. Das Pulver und Bonbon sind dagegen schon besser. Allerdings moechte ich hier nichts kaufen und so warten wir nicht Asiaten bis die anderen sich mit allerlei Paketen eingedeckt haben.

    Nun geht es right away nach Vancouver zurueck. Draussen regnet es und ist stellenweise ziemlich neblig. Noch eine Toilettenpause und die nutze ich zum strecken und recken. Ist viel Sitzen heute. Knabbere ein paar Snacks und lese noch in meinem Buch. Doch bin ich endlich froh als ich aussteigen kann. Anne Marie holt mich ab und dann gibt es Abendprogramm mit Yohanna.

    So, das waren 4 Tage intensive Reise asisatischer Art und es gab Pro's and Con's. Allerdings bin ich doch froh dabeigewesen zu sein. So eine Gelegenheit kommt so schnell nicht wieder!!

    An alle Leser: Die Rockies sind absolut sehenswert!!!

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  • 22Oct 2015

    46 Granville Island 10/22/2015 Canada —

    Vancouver, Canada

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    Nach ein paar gemütlichen Tagen zu Hause -die vielen Highlights in den Rockies musste ich erstmal verarbeiten- mache ich mich heute zum zweiten Mal auf Richtung Downtown. Steige an der Station Olympic Village aus und suche dann den Seawall, einen Rundwanderweg am Wasser. Dieser führt mich direkt zu Granville Island. Dort sind viele Künstler zu Hause, Handwerk, Produktion. Als erstes besuche ich einen Keramikladen, danach eine Töpferei, Spinnerei/Weberei, Seifenmanufaktur. Dieser Laden bietet auch gesunde Suppenmischungen aus ganz unterschiedlichen Ländern an. Entscheide mich für die Linsen-Reissuppe mit allen Gewürzen, ready to eat. Muss nur noch Wasser und Gemüse/Fleisch nach Wahl hinzufügen. Das werde ich dann mal zu Hause ausprobieren.

    Zur Mittagszeit lande ich im quirligen Public Market mit lauter leckeren Spezialitäten. Die Bagelbäckerei fasziniert mich. Am laufenden Band rollen hier die runden Brötchen mit Loch in der Mitte vom großen Ofenschieber. Nehme eine Auswahl an kleinen unterschiedlich gefüllten Minicroissants mit. Sehr lecker! Nachdem ich die verschiedenen Ecken umrundet habe, bleibe ich an einem Delikatessenstand hängen. Kann mich gar nicht entscheiden bei der Vielfalt. Alles so gesund und besonders. Wähle zweierlei Salate für to go und setze mich dann an den sonnigen Bootssteg. Schmeckt köstlich so an der frischen Luft. Ein kleiner Vogel scheint eine passende Gelegenheit zum probieren abzuwarten... Aber die gönne ich ihm nicht! Beobachte das Treiben auf dem Wasser. Hier fahren kleine Boote von Ufer zu Ufer und sammeln die Fahrgäste ein. Ist leider nicht in meiner Tageskarte inbegriffen und so nehme ich den Bus 50 der mich einmal quer ans andere Ende der Waterfront bringt. Obwohl ich die Gegend eigentlich schon kenne, verpasse ich den rechtzeitigen Ausstieg. Aber durch den kleinen Umweg lande ich noch an der berühmten Steamclock in Gastown. Hier dampft es tatsächlich aus der Uhr. So lerne ich ein neues Viertel kennen und lege im Anschluss einen Zwischenstopp bei der Touristinfo ein. An den Computern lassen sich meine Fotos viel schneller sortieren.

    Nach einer guten Stunde wird es Zeit den Seabus zu nehmen. Dieser bringt mich nach Nord Vancouver. Die Überfahrt dauert ca. 10 Minuten und von der anderen Seite aus genieße ich einen sonnigen Anblick auf die Skyline von Vancouver. Auf der Bank verspeise ich mein mitgebrachtes Sandwich das nun schon eine ganze Weile mitgereist ist. Auch hier gibt es einen kleinen Markt zu erkunden, den Londsdale Quay Market direkt am Hafen. Es ist deutlich ruhiger und überschaubarer. Inzwischen ist es auch schon 4:30pm und der Hauptansturm vorbei. Stöbere in einigen Geschäften mit Papierwaren, Deko, kanadischen Produkten. Dann laufe ich auf einen Suppenstand zu, The Soup Meister - Nothing but the best! Und was hängt hier? Eine deutsche Flagge! Da muss ich ja unbedingt mal nachfragen ob das hier deutsche Herstellung ist. Die Herren sind fleißig am Kartoffeln schälen, Gemüse schnippeln. Große silberne Suppentöpfe köcheln mit frischen Zutaten vor sich hin. Jetzt spreche ich den einen Kassierer an. Und tatsächlich, der Chefkoch Ralf Daun kommt aus Deutschland. Ordne ihn in die Ruhrpottecke ein, stammt aber aus der Moselgegend. Etwas Smalltalk auf deutsch und mir wird eine vegatarische Kostprobe von der heißen Linsensuppe angeboten - yummy! Nehme noch zwei frische Suppen für zu Hause mit, Möhre-Orange-Ingwer und Kürbis-Curry. Die Entscheidung war gar nicht so einfach bei der großen Auswahl. Bestimmt stehen über 50 verschiedene Sorten im Kühlregal die alle in der Marktküche hergestellt werden. Lt. Homepage ist es Vancouvers beste Suppenaddresse. Wow, und ich war hier, hab mit dem deutschen Chef gesprochen.

    Draußen spaziere ich am Wasser entlang. Die Sonne zeigt sich noch kurz und dann wird es aber bald kalt. Zurück gehts mit dem Seabus und dann mit der Canada Line weiter. Steige am Oakridge Center aus und genieße einen heisen Tee von Davids. Anschließend fahre ich heim und bin zufrieden mit diesem runden Tag!

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  • 25Oct 2015

    47 Sonntagsausflug nach Steveston-Fisherman's Wharf 10/25/2015 Canada —

    Richmond, Canada

    Description

    Es ist Sonntagnachmittag.

    Nach einem chinesischen Mittagessen auswärts fahren wir heim. Eigentlich steht heute nichts großes mehr auf dem Programm. Plötzlich fragt mich Anne Marie ob wir einen Spaziergang mit Yohanna machen wollen. Die Sonne kommt raus. Erwarte nichts besonderes, halt einen netten Weg. Doch wir fahren 20 Autominuten ans Wasser und kommen in Steveston an, einem romantischen Fischerort am Wasser. Steveston liegt südlich von Vancouver am Fraser River und gehört mit 600 Fischereibooten heute immer noch zu Kanadas größter Fischereiflotte. Japanische, chinesische, indianische und europäische Fischer und Fabrikarbeiter waren hier früher in der Herstellung von Lachskonserven tätig.

    Wir spazieren an der Promenade entlang, vorbei an vielen Fischrestaurants und Konservenfabriken. Auf Fisherman's Wharf wird fangfrischer Fisch angeboten, Lachs, Shrimps, Heilbutt... Wir laufen weiter durch den gemütlichen Ort, besuchen eine Holzofenbäckerei mit leckerem Brot, einen tollen Teeladen der auch Geschirr und duftende Handcremes anbietet, eine Gärtnerei mit netter Deko. Der Cupcake Shop hat leider schon vorzeitig wegen Ausverkauf geschlossen. Aber die hausgemachten Mini-Donuts schmecken bestens. Weiter gehts am Flussufer entlang vorbei an Anglern und hübschen Häusern. Wir kommen zu den historischen Holzhäusern und Fabrikgebäuden von damals. Leider schon geschlossen. Nur bis 5:00pm am Wochenende geöffnet. Bevor es heute zurück geht nehmen wir noch einen ganzen Lachs mit. Mega dieser Fisch. Passt gerade so in einen mittleren Müllsack... So einen Fisch hab ich glaub ich noch nie besorgt!!

    Da es mir hier so gut gefällt, komme ich 2 Tage später wieder hierher, diesmal bei Sonnenschein und früher. Spaziere die Promenade ganz bis ans Ende entlang und noch weiter in das Hafengebiet. Nach einer Weile drehe ich um und eine Frau fragt mich ob ich ein Foto von ihr machen kann. Es ist Serrina von den Fidschi Inseln die aber in Kanada seit 35 Jahren lebt. Wir kommen ins Gespräch und verbringen noch einige Zeit zusammen. Zunächst trinken wir einen heissen Tee bei Starbucks wo ich auch eine ihrer Töchter kennen lerne. Sie kann es gar nicht fassen, dass ihre Mutter und ich uns erst seit 30min kennen... Wollen mich beide zum essen einladen, die Mutter mit mir wandern gehen und gemeinsam mir Vancouver zeigen.

    Echt der Hammer. Irgendwie bleibe ich in diesem Land nie lange allein...

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  • 26Oct 2015

    48 Biking at Stanley Park 10/26/2015 Canada —

    Vancouver, Canada

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    Ganz spontan entscheide ich mich heute den Stanley Park mit dem Fahrrad zu erkunden.

    Wollte ich ja längst gemacht haben. Doch der häufige Regen war weniger einladend. Heute ist es trocken und ich fahre in die Denman Street. Hier reiht sich ein Radverleih an den nächsten. Mache einen Preisvergleich und schlage dann beim zweiten Laden zu. Kurze Sitzprobe, Korb befestigen und Helm aufsetzen. Das ist noch etwas gewöhnungsbedürftig für mich. Aber sicher ist sicher. Vorsichtig fahre ich Richtung Waterfront und dann in den Stanley Park. Auf den zweiten Blick finde ich dann auch den Rundweg der direkt am Wasser entlang führt. Während ich dort noch so umherfahre, sehe ich auf einmal besondere kleine Tiere im Wasser und an Land. Das müssen Waschbären sein. Genau! Werden hier von einem französischsprachigen Mann gefüttert. Sind wohl 3 Junge und die Eltern. Da sie nicht schwimmen können, tapsen sie am Ufer herum. Einmalig!

    Der Radweg ist super ausgebaut und nur für Fahrradfahrer. Fussgänger haben ihren eigenen Weg. Da es auch nur in eine Richtung geht, gibt es keinen Gegenverkehr. Yeah, ich fahre auf 2 Rädern durch Vancouver!! Der Stanley Park ist übrigens der größte Stadtpark Kanadas und der drittgrößte in Nordamerika.

    Meinen ersten Halt habe ich an den bekannten Totem Poles. Das sind diese bunt bemalten Holzstämme. Habe nicht wirklich einen Sinn dafür wie ihr vielleicht herauslesen könnt. Doch als ich einige Infotafeln anschaue, finde ich heraus, dass alles eine Bedeutung hat. Es war damals der Weg, Erlebnisse festzuhalten und Geschichten zu erzählen. Nun schließe ich mein Rad wieder ab und fahre weiter den Weg entlang bis zum Leuchtturm. Ein paar Fotos und vorbei gehts an der sehenswerten Lions Gate Bridge. Es ist noch wolkig aber nicht kalt. Ideal zum Radfahren. Habe ein paar Mitradler, allgemein ist jedoch nicht viel los. Mein nächster größerer Stopp führt mich zum Beaver Lake. Stelle mein Fahrrad ab und wandere dann für die nächste Stunde in herrlich ruhiger Natur. Der See liegt ganz glatt vor mir, ein paar Enten, reinstes Naturschutzgebiet. Ich umrunde einmal den See. Halt, wo ist der Ausgang? Den habe ich irgendwie verpasst... Als ich weiter laufe, kommen mir einige Stellen so bekannt vor. Drehe wieder um und bin dann 1,5 mal um den See gelaufen. Etwas mulmig war mir schon zumute. Doch ich wusste ja, dass es irgendwo wieder zu meinem Drahtesel gehen muss.

    Zurück am Rad setze ich den Rundweg fort. Die Sonne scheint und ich lasse mich an einem netten Panoramablick von chinesischen Touristen fotografieren. Nächstes Highlight ist der Sishwash Rock, ein 18m hoher Fels im Wasser. Gehört zum natürlichen Wahrzeichen der Stadt. Stelle hier mein Rad kurz ab und finde auch hier einen Fotografen. Der Radweg ist mittlerweile recht eng geworden, führt entlang einer felsigen Wand. Inzwischen sind mehr Biker unterwegs und ich muss etwas aufpassen. Mal so eben absteigen für Fotos geht hier nicht so einfach. Die grösste Strecke hab ich hinter mir. Beschliesse nun das Rad bis zum Abend zu behalten. So bin ich flexibel und kann mehr sehen, an den schönen Stationen und Aussichtspunkten Halt machen. Dort kommt auch schon eine einladende Sonnenbank. Ist richtig warm und so kann ich hier im dünnen Pulli die sportlichen Jogger, Spaziergänger, Biker beobachten. Lese auch etwas in meinem Buch und dann fahre ich noch an den Strandabschnitten der English Bay vorbei. Dort sind viele Spaziergänger unterwegs. Mache nochmal Halt auf einer schönen Bank und radle dann weiter. Kurz vor 6:00pm gebe ich mein Rad zurück, verbringe anschliessend 2,5 Stunden in der naheliegenden Bücherei. Hab ja inzwischen eine Karte um Computer und WiFi zu nutzen. Sehr praktisch.

    Jetzt knurrt mir der Magen und ich brauche unbedingt etwas zu essen. Vorhin war mir dieses mexikanische Restaurant Poncho auf der gegenüberliegenden Straßenseite aufgefallen. Hier kehre ich ein und verschlinge zunächst Tacos mit einer warmen grünen Salsasosse. Dazu gibt es Beef, Chicken, Gemüse mit Käse überbacken und Reis. Und noch kleine Teigfladen. Ganz schön mächtig. Aber ich habe mich ja ausreichend bewegt!! Wollte erst Fajitas bestellen doch der smarte Kellner hat mir dieses Gericht empfohlen. Muss mich etwas beeilen damit ich den Bus noch kriege und dann komme ich um 10:30 Uhr heim.

    War mal wieder ein ereignisreicher Tag von dem ich noch länger zehren kann!!

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  • 02Nov 2015

    49 I'm going to school again in Vancouver 11/02/2015 Canada —

    Vancouver, Canada

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    Hi folks! I'm back to school.

    After a lot of travelling through Canada, sightseeing, day trips and meeting amazing people I'm back to school. Now I'm focused on studying Business English. It's gonna be helpful to find a new job in Germany or maybe in Canada... Who knows!! And it makes my journey complete.

    Today I get up at 6:00am, pretty early. But Yohanna the little baby I'm living with is the real alarm clock. In the last minute I catch the bus. Often the busses are too early and they aren't wait. That sucks! But I have good luck. Some people need a ticket so I could run and finally make it. Taff morning sprint!! At school I have to line up before the building because the doors opens only at 8:00am. While I wait I talk with a guy from Japan in front of me. He is doing a special massage education in the US and need therefore more English skills. And he bought a bike here and is biking a lot. Interesting.

    As I enter into the school I see Marcus, the guy I signed up my contract. By the way he is the cousin of Maria in Toronto and I got a good offer!! Nice feeling to know him already. He is doing our introduction program in English. The other nationalities (Japan, Brazil, Mexico, Taiwan) get the welcoming part in their mother language. But Marcus speaks English slowly and I'm now used to listen to English. Today we're getting a lot of information, how the school is working, what the rules and policies are. A lot I knew already from my first school. Some contents are similar. Then we have to sign up a small contract that we give our best to participate in the classes, follow the rules of the school etc. before the writing test starts. I'm not nervous, I'm pretty relaxed. We only have to answer the question why we are studying at ILSC language school and we have to write an essay about the topic studying English in an English speaking country is the best. I totally agree with this statement and it was also my motivation to come to Canada. So I have lots to write and can give many examples from the last weeks and months how I could improve my skills. So the 30 minutes are flying...

    Now we have a short break and I enjoy my bagel with cheese and sausage. Later on we get some more information about studying, homestay and cooperation with the university. And then I hear my name for the speaking test. The interview is pretty fast and easy. I'm talking right away and my interviewer has only some questions about my program selection. Thats it? Awesome! I'm really happy that my speaking level is already in the Advanced section and writing in the highest level from Intermediate. Good progress! Back in the room we're doing six interviews with the other students. I'm meeting people from Mexiko, Brazil, Thailand and Japan. The different dialects are always a challenge but it's not impossible. Next to me is sitting Tanja from Bavaria and also a guy from Brandenburg. Behind me a guy from Switzerland. But we also have the only speaking English policy. So better be careful...

    Motivation package - 5 to thrive

    AMBITION - I can!
    ATTITUDE - Keeping your personal strength
    ATTENDANCE - 80% success by showing up
    ATTENTION - watching, caring, be interested
    ASSOCIATION - use the network of the school

    Now it's time for the fun part. The activity program in the afternoon and during the weekend is quite interesting and a good mix. They offer hikes in the nature, ice skating, tickets for ice hockey and soccer games, yoga, city walks, trips to Seattle, Whistler, Victoria and longer trips to Portland and the Rockies. So far I'm thinking about going to Portland because it includes free tax Shopping and you have the possibility to watch a NBA Basketball game. Exciting! Until now I haven't seen any sports games in Canada. For sure, I will also buy a ticket for an Ice Hockey game. That's a must here in Canada!! And shortly starts the new show for the amazing Cirque du Soleil and fortunately we can have price reduced tickets. Perfect! I will join one show, no doubts with that! A highlight is to win a free ticket for a day tour with the travel company westtrek. For that we're playing a game and have to choose if we are a moose or a beaver. Every round the coin is running and then you're whether out or still in. For the first 3 rounds I choose to be a beaver and I'm still in - unbelieveable! Now we're only 6 people left and in the last round I choose also the beaver and then it was the moose... But the Japanese girl was really happy. I can afford the trips on my own.

    After 1 hour lunch break we have our walk through the different buildings of the campus. It's a big school with more than 3 campuses. So tomorrow I'll find out where my classroom is. Would be nice if both of my classes (morning and afternoon) are in the same building. Otherwise I have some movement. That's also fine.

    So it was a great start today and I'm happy to be here at school and meet again international students from all over the world!

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  • 04Nov 2015

    50 We are all Canucks!! - Eishockey live 11/04/2015 USA —

    Vancouver, USA

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    Großes Abendprogramm heute!

    Recht spontan entscheide ich mich am zweiten Schultag für ein besonderes Abendevent: Eishockey in der Rogers Arena. That's a must here in Vancouver. Und es spielen die "Vancouver Canucks" gegen das US Team "Pittsburgh Penguins". Das soll spannend und kämpferisch werden. Ich werde es erleben!

    Vor dem Spiel stärke ich mich mit einem frischen Taco-Salat und nehme dann den Skytrain zur Arena. Nur eine Station von Granville aus. Übrigens, alle Züge hier in Vancouver fahren voll automatisch, d.h., ohne Zugführer. Super modern und bis jetzt gab es noch nie Probleme. Bevor ich in die große Sportsarena marschiere, habe ich mich natürlich mit ein paar Grundkenntnissen im Eishockey vertraut gemacht. Je mehr ich von den Regeln verstehe, desto interessanter wird das Spiel! Hier nur ein paar Infos vorab: Pro Mannschaft sind 5 Spieler auf dem Feld und ein Torwart; bei leichten Foulspielen muss der Spieler für 2min das Eis verlassen, bei schweren Verstößen für 5min. Wenn die andere Mannschaft in der Überzahl ist spricht man vom sog. Powerplay. Die Spieler wechseln ca. alle 40 bis 100 sec. da das schnelle Eislaufen sehr kraftraubend ist. Insgesamt gibt es 4 Schieds-/Linienrichter.

    Ich erreiche den Eingang, muss zunächst Handy und Schlüssel rausholen und dann über dem Kopf haltend durch die Kontrolle gehen. Akrobatischer Auftakt! Mein Rucksack wird an anderer Stelle durchsucht. War vorher noch ein paar Snacks für die Schule einkaufen, aber zum Glück darf alles drinnen bleiben. Dann steuere ich zu meinem Sitz in der Region 317 und ich bin kurz davor das Spielfeld zu sehen - Spannung! Das Stadion ist mega, laute Partymusik dringt hervor, klasse Sound aus riesiger Anlage. Es sind noch viele Sitze leer, doch die Kanadier kommen auf die letzte Minute. Mein Platz liegt übrigens recht weit oben und ich habe einen guten Blick auf das gesamte Eisfeld. Zur besseren Sicht sind auch große Monitore verfügbar. Auf dem Eis flitzen viele Spieler in weißen und lila Trikots herum. Spielen und schießen sich wohl ein/warm. Bin beeindruckt von ihrer Schnellligkeit. Zum Schluss noch ein Torhagel für den Keeper zur Übung. Ca. 15min vorm Spiel wird das Eis nochmal aufbereitet und die Musik wird leiser. 7:00pm, die offizielle Eröffnung. Für beide Teams wird die Nationalhymne gesungen - Oh, Canada!! Bevor das Spiel jedoch endgültig los geht, gibt es noch einen sehr emotionalen Moment. Ein krebskranker 15jähriger Junge kommt aufs Eis mit seinen Eltern und wird mit lautem Jubel begrüßt. Ein paar Worte an ihn, TV, Fotos und ich muss auch schlucken. Heute Abend ist die sog. Hockey Fights Cancer Awareness Night. Die Canucks unterstützen krebskranke Kinder und spenden auch.

    Jetzt der Anstoß. Der Puck fliegt hin und her, teilweise so schnell, dass man ihn gar nicht mehr sieht. Die Schiedsrichter vollbringen wahre Meisterleistung. Permanent fahren sie auf dem Feld herum, vorwärts, rückwärts, hüpfen teilweise über den Puck damit sie das Spiel nicht blockieren. Die junge Mannschaft - manche sind erst 18/19 Jahre alt, einige aus Schweden, USA - muss immer wieder laufen, abbremsen, Anspielperson suchen, Puck manövrieren, verteidigen - es ist gar nicht so leicht, ein Tor zu schießen. Doch recht bald steht es 1:0, leider nicht für Vancouver!! Canucks, go, go, go!! Nach 20 Spielminuten die erste Pause. Die Seiten wechseln. Zwischendurch kommen übrigens einige Helfer aufs Feld und schieben das lockere Eis beiseite. Durch das dauernde Abbremsen, löst sich Eis was dann weggefegt wird, auch vorm Tor. Vor der Spielerbank geht es zu wie in einem Taubenschlag. Ein fliegender Wechsel der Spieler. 2 raus, 2 rein, 4 raus, 4 rein. Viele springen über die Bande. So gibt es immer wieder neue Teams auf dem Eis. Die Spieler geben alles und flitzen super schnell herum. Daher sind sie schnell ermüdet und haben nach 40-100sek eine längere Pause auf der Bank. Die Läufer sind gut geschützt mit Helm, Visier, Handschuhen und Brustschutz. Oft knallt es an der Bande weil nicht rechtzeitig abgebremst werden kann, Gerangel um den Puck und wilder Zweikampf mit dem Gegner (jedenfalls nach meinem Ermessen!). Einige Fans die ich später frage meinen, es war ein ruhiges Spiel...

    Je länger die Canucks im Rückstand sind, desto emotionaler wirds. Persönliche Rangeleien, da fliegt ein Helm ab und der Spieler fährt einfach so weiter - oh no! Später bricht ein Schläger durch - das war ein harter Schuss. Es wird gekämpft, auf beiden Seiten. Bin nicht so begeistert von den Zwei- und Mehrkämpfen. Einmal gehen mehrere Spieler aufeinander los. Alle vier Schiedsrichter müssen sie auseinanderbringen und je ein Mitglied jeder Mannschaft muss 2min raus. Öfter gibt es Powerplay weil ein Team in der Überzahl ist. Doch die Tore für Vancouver lassen auf sich warten. Eis wegschieben, kurze Spielunterbrechungen wegen Abstoß. Dann die zweite Pause. Nun stärke ich mich mit einer Pizza und schiebe mich durch die vielen Fans draußen in der Arena. Hoffentlich gibt es wenigstens noch ein Tor für Vancouver! Wäre soooo schön. Zurück in der Halle hat die dritte Session angefangen und jetzt geht es um alles. Die gegnerische Mannschaft hat inzwischen 2 weitere Tore geschossen, echt dumm. Die Fans feuern die Canucks nochmal richtig an. Es gibt Torchancen, aber der letzte Schliff fehlt. Nicht aufgeben! Es ist noch alles drin. Go, go, go. Und dann das erste Tor für die Canucks - yeahh! Große Freude, Jubel, Stimmung im Stadion. Es gibt Hoffnung. Weiter gehts. Und kurze Zeit später das zweite Tor - klasse Aktion! Es wird spannend. Können die Canucks das Spiel noch drehen? Beim Unentschieden geht es in die Verlängerung. Das Team gibt alles. Der Torwart wird gegen einen sechsten Spieler ausgetauscht und jetzt geht es um ein drittes Tor. Schuss, Puck einfangen, erneuter Schuss. Immer aufs Tor. Aber das gegnerische Team hält gut. Time out. Es steht 3:2 für die Penguins.

    War ein rasantes und kämpferisches Spiel für mich, teilweise etwas zu aufregend mit den Rangeleien. Aber das gehört zu diesem Sport! Im Anschluss gehen alle Fans ganz friedlich aus dem Stadion. Draußen auf dem Vorplatz laute Musik, vorm Eingang zum Skytrain eine lange Schlange. Geht aber doch zügig voran. Im Zug spreche ich noch 2 Fans an und habe einigen Smalltalk über das Spiel und Kanada. Gegen 10:45 erreiche ich dann mein Zuhause und beende schaue noch ein paar Videosequenzen vom Spiel an. Dieses Event werde ich so schnell nicht vergessen!

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  • 06Nov 2015

    51 Erste Schulwoche ist um! 11/06/2015 Canada —

    Vancouver, Canada

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    Die ersten 4 Schultage sind um! Ging ganz schön fix.

    Habe meine beiden Erstwünsche für die Kurse erhalten. Morgens lerne ich von 9:00-12:00 Business Management&Human Resources. Perfect combination. Nach einer Stunde Mittagspause geht es dann weiter mit Diskussion über News, historische Ereignisse, ernste und weniger ernste Themen. Beide Klassen sind im selben Gebäude, muss nur das Stockwerk wechseln. Besser geht's nicht!!

    Ab sofort kann ich morgens eine Stunde länger schlafen da der Unterricht eine Stunde später als gestern beginnt. Sehr angenehm. Muss mich also erst gegen 8:00 Uhr auf den Weg mit Bus und Zug machen. Im Klassenraum angekommen, hole ich mir zunächst heißes Wasser für meinen Tee. Ist hier aus einem Wasserspender permanent verfügbar, total praktisch. Im Klassenzimmer sitzen nur ein paar Leute. Kleine intensive Gruppe denke ich. Doch die meisten kommen kurz vor 9:00 oder später. Nicht zur Freude des Vertretungslehrers. Unsere eigentliche Lehrerin ist im Urlaub und wird für die erste Woche ersetzt. Bis wir anfangen, bekomme ich gleich die Hausaufgaben von gestern aufgebrummt. Soll einige Führungsstile zuordnen und Nomen sowie das Gegenteil zu Adjektiven bilden. Gar nicht so easy und ich merke sofort hier weht ein anderer Wind. Ist schließlich kein Anfängerkurs. Business! Und inzwischen bin ich im Advanced Level angekommen. Da darf mehr gefordert werden!!

    Es geht los mit einer Partnerübung. Müssen typische HR Vokabeln finden. Arbeite mit Luca aus Italien zusammen. Er ist selbständig und leitet eine Consultingfirma mit zehn Beschäftigten. So wie ich arbeiten auch einige andere im HR-Bereich. Manche Mitschüler haben noch keine Arbeitserfahrung, andere bereiten sich auf ein BWL-Studium vor so wie Laura aus Stuttgart. Wir sind international bunt gemischt: Bangladesch, Südkorea, Taiwan, Mexiko, Brasilien, Schweiz, Germany, Italien - 12 an der Zahl. Das macht es einerseits interessant aber auch herausfordernd die verschiedenen Akzente zu verstehen. Milo, unser Lehrer in der ersten Woche lässt uns immer wieder diskutieren in unterschiedlichen Gruppen über Führungsstile, unsere bisherigen Erfahrungen. Kann mich hier super einbringen da ich ja schon eine Menge Praxiserfahrung gewonnen habe. Das ist ein klasse Vorteil und ich merke wie viel mehr ich inzwischen sicherer geworden bin in der englischen Sprache. Kann mich deutlich besser und detaillierter ausdrücken. So einen Effekt hatte ich mir immer erträumt und jetzt ist er Wirklichkeit!!

    In der Nachmittagsklasse behandeln wir völlig andere Themen: Proteste, Revolutionen, Kriminalität. Not easy und nicht so mein Fall. Doch am dritten Tag dürfen wir uns alle auf eine 10minütige Gruppendiskussion vorbereiten. Mit meiner koreanischen Mitschülerin setze ich mich mit dem Thema "Asias parents suffering education fever" auseinander. Asiatische Familien sind verrückt und sparen alles Geld zusammen um ihren Kindern die bestmögliche Ausbildung zu ermöglichen. Für beide Seiten ein immenser Druck dem nicht alle standhalten. Da mehrere koreanische Studenten in der Klasse sind läuft die Diskussion super und die 10min sind zu schnell um. Verlängerung, Lob vom Lehrer, keine Verbesserungsvorschläge! Das war mal eine super Nachmittagsstunde. Die Woche endet mit einem Dokumentationsfilm "September issue". Hier geht es um die taffe Managerin des Fashion Magazins Vogue. Ihr Führungsstil ist nicht jedermanns Sache doch sie ist damit sehr erfolgreich und einer der einflussreichsten Frauen in USA. Übrigens, Freitagmorgen habe ich den Kreuzworträtselwettbewerb mit Muriel aus der Schweiz gewonnen. Preis: Heisse Schokolade vom Lehrer. Perfekter Wochenendauftakt! :))

    Und nach Unterrichtsende treffe ich einige mexikanische Studenten zum Mittagessen. Lassen uns Burritos, Salat und Reis schmecken. Danach gehts shoppen in Metrotown. Finde einige hübsche Oberteile für Nichte Jonna. So geht eine bunte Woche zu Ende. Noch schnell sei das Nachmittagsprogramm erwähnt: Citytour durch Gastown and Chinatown, aufregendes Eishockeygame (siehe extra Berichterstattung), Yoga-Stunde!

    Auf in die zweite Woche!!

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  • 19Nov 2015

    52 Abenteuerreise nach Victoria!! 11/19/2015 Canada —

    Victoria, Canada

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    Ein neues Highlight: 3 Tage Victoria auf Vancouver Island!

    Es ist ein spontaner Entschluss nachdem die Portland-Reise nach US/Oregon storniert wurde. War super enttäuscht das am Montag in der Schule zu hören. Die meisten Interessenten haben wohl zu lange gewartet mit dem Anmelden - so wie ich... Aber dann sollte es nicht sein. Und ich habe ein super sonniges Wochenende für meinen Besuch der Hauptstadt British Columbias erwischt. Allerdings geht die Reise sehr abenteuerlich los. Lasst mich von vorne beginnen:

    Es ist Donnerstagmorgen in der Schule und wir schreiben einen 60minütigen Test. Bin recht nervös obwohl ich seit Sonntag jeden Tag gelernt habe. Aber ihr kennt ja meinen Ehrgeiz, will immer das bestmöglichste herausholen. Versuche kurz vor dem Test zu relaxen und nicht mehr in meine Unterlagen zu starren. Habe eh schon das Gefühl ich kann mich an gar nichts mehr erinnern... Die Zettel werden verteilt und ich überfliege schnell den Inhalt. Ist gar nicht so herausfordernd wie ich dachte. Das sollte gut zu schaffen sein und 70% sind auf jeden Fall drin. Das ist die Untergrenze um ins nächste Level zu kommen. Gebe als erste ab, genieße meine lange Pause und die Aussicht auf meinen Wochenendtrip nach Victoria auf Vancouver Island. Nach der Nachmittagsstunde, wo ich meinen Lebenslauf auf Englisch vollendet und ein Anschreiben begonnen habe, geht es nach Bridgeport um den Bus zum Fährterminal zu erwischen. Ich steige ein und wundere mich nach einer Weile, dass wir gar nicht Richtung Wasser fahren!? Dann frage ich den Fahrer ob er zum Fährterminal fährt. Zu meiner großen Überraschung ist es nicht das Ziel. Aber er bringt mich nahe an die rechte Busstation heran. Mitten auf einer stark befahrenen Straße mit lauter Baustellen steige ich aus und laufe auf die andere Straßenseite. Doch der Bus ist vorbei und bis 5:00pm kommt kein anderer mehr. Oh no, das wird aufregend. Mir bleiben noch 30min bis die Fähre ablegt. Ich sollte versuchen ein Taxi zu kriegen, schießt mir durch den Kopf. Doch es kommt keins vorbei und so mache ich mich mit meinem roten Trolley auf den Weg zu einem nahegelegenden Hof/Restaurant. Es ist ein Gartencenter.

    "Hi, how are you? Oh, I'm in trouble. I got the wrong bus and I need to get the ferry at 5pm. Can you help me to call a taxi? Das sind meine ersten etwas aufgeregten Worte. Ok, is it a good or a bad day so far? Well, it started really positive with my test this morning. Ok, I gonna drive you but I cannot confirm to catch the ferry because the ticket counter closes 10min before departure. Wow, awesome. I can pay some money for driving me. Oh no, you're welcome. Let's see, I drive as fast as I can." Es bleibt spannend. Reicht es oder nicht? Andernfalls müsste ich 2 Stunden auf die nächste Fähre warten. Das wäre echt Zeitverschwendung!! 7min vor Abfahrt erreichen wir das Fährterminal. Springe aus dem Auto, schnappe meinen Trolley und sprinte zum Ticketschalter. Da sitzt noch eine Dame und ich rufe: "Can I get a ticket, please? Where are you going? To Victoria. Oh, we are closing 10min before. But you are lucky, the ferry is running late today. $16,70 please." Ich kann es nicht fassen. I made it!! Super glücklich und erleichtert eile ich die menschenleeren Gänge zum Schiff entlang. Es ist eine ganze Strecke zurückzulegen bis ich die Fähre sehe. Unter mir fahren noch viele Autos und LKWs rauf. Ein paar Fotos und ich steige als letzter Passagier ein. Das ist ein Wunder, teile ich einer Mitarbeiterin auf dem Schiff mit. War sehr knapp, aber es sollte so sein! Ein Stockwerk hoch und da nehme ich erstmal in einem gemütlichen Sitz platz. Uff, jetzt entspannen, etwas Musik hören und rätseln. Locke mich in das WLAN Netz ein und verschicke die ersten Abenteuernachrichten. Aber das war erst der Anfang...

    Wir legen ab und fahren in der Dunkelheit aus dem Hafen. Irgendwie schwankt es, rums, das war eine größere Welle. Und wieder, bum. Die See scheint bewegt zu sein. Drehe mich zu meinen Nachbarn hinter mir um und wir kommen ins Gespräch. Dann die ersten Warnungen. Wir sollten unsere Plätze nach Möglichkeit nicht verlassen, die Fahrstühle werden abgestellt und ein Fahrer soll dringend sein Auto fixieren. Wahnsinn, das hat es bisher noch nicht gegeben, dass die Fahrstühle geblockt wurden. Das Ehepaar von der Insel hat so starke Wellen noch nie erlebt. Und ich bin mittendrin. Zur Vorsicht nehme ich ein Reisekaugummi. Aber dann die Erleichterung. Es sind nur die ersten 20min wo wir die Strait of Georgia passieren. Danach fahren wir durch eine geschütztere Inselpassage. Ein Glück. 1,5h wollte ich das nicht durchmachen. Unterhalte mich mit Ann. Wir sprechen über meine Ziele in Vicoria, nette Plätze in der Umgebung und meine Reise. So bin ich wunderbar abgelenkt und finde wieder eine persönliche Reiseführerin für morgen. Unglaublich. Sie lädt mich zu einem 2stündigen Rundgang durch Victoria ein. Wir sehen uns wieder, davon bin ich überzeugt!

    Jetzt bin ich endlich an Land. Kurze Zeit später treffe ich Anne und im Auto dann ihren Mann Hector. Bei ihnen, ihren 2 Söhnen und 2 Hunden werde ich das Wochenende über wohnen. Sehr praktisch. Wir fahren vom Fähranleger Richtung Victoria und dann in die Admirals Street. Im Erdgeschoss liegt mein gemütliches Zimmer. Ist etwas frisch aber sonst alles super. Dann gibt es auch schon Essen: frischen Salat dazu Buger belegt mit Rindfleisch und Käse. Lecker! Danach noch ein selbstgebackenes Bananenbrot und heißen Tee. Anne arbeitet als Köchin in einer Altenresidenz, kocht und backt viel. Werde wohl noch so einige Leckereien an diesem Wochenende genießen. Bald ziehe ich mich in mein Zimmer zurück und entspanne mich bei Musik und Sudoku. Und morgen kann ich mal etwas länger schlafen als sonst!

    Um 10:00 treffe ich dann Ann wieder vor dem Empress Hotel zum Stadtrundgang! Allright!

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  • 20Nov 2015

    53 Vicotoria downtown 11/20/2015 Canada —

    Victoria, Canada

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    Die Sonne scheint. Zum Frühstück gibt es köstliches French Toast und einen frischen Apfel.

    Ann bringt mich zum Treffpunkt am Empress Hotel. Kurze Zeit später begegne ich Anne von gestern wieder und wir beginnen unseren Walk entlang des Inner Harbour zu Fishermanns Wharf. Hier liegen viele bunte Hausboote mit kreativem Dekor. Es ist glatt auf den Holzbohlen, teilweise mit Salz gestreut. Doch die Sonne scheint und windgeschützt ist es ein perfekter Tag. Ein Stop im Hotel, hier wird morgen eine Lebkuchenaustellung eröffnet. Sehe schon ein paar klasse Kunstwerke. Wir laufen weiter vorbei an dem Kreuzfahrtterminal wo in der Hochsaison glatt mal 3 große Schiffe platznehmen und dann die City overcrowded ist. Nun kommen wir zur Dallas Road, ein Bilderbuchpanorama. Viel Wiese, Felsen, das blaue Wasser und am Horizont die Bergsillouette. Leider ist es etwas bewölkt sodass ich die schneebedeckten Berge nicht klar erkennen kann. Vielleicht morgen. Jetzt geht es runter direkt ans Wasser. Viel Treibholz liegt am Strand, beruhigendes Wellenrauschen, windgeschützt und warm. Herrlicher Ausblick, magnificent, breathtaking, fascinating. Ann und ich sind beeindruckt. Es sind einige Spaziergänger mit uns unterwegs heute. Durch den großen Beacon Hill Park geht es wieder Richtung Zentrum. Ann bringt mich nach guten 2 Stunden Marsch zur Bücherhalle, wo ich gerade meine ersten Erlebnisse aufschreibe. Nun wird es aber Zeit bei dem herrlichen Wetter wieder rauszugehen. Möchte noch das Parlamentsgebäude sehen und dann stärke ich mich im Public Market mit einem Mittagslunch.

    Als ich aus der Bücherhalle komme, singt ein junges Mädchen im Foyer. Super Stimme und hohe Töne. Dann mache ich mich auf den Weg zur Goverment Road. Entlang des Victoria Piers finde ich meinen Weg zum Parlamentsgebäude. Es ist so schön sonnig und am Hafen sitzen einige Leute auf den warmen Steinen. Spreche mit einem First Nation Holzschnitzer der seine Kunstwerke mit viel Handarbeit und Liebe zum Detail erstellt. Allerdings bin ich nicht so ein Fan von diesen etwas eigentümlichen Kunstwerken. Mein Ziel ist jetzt das Parlamentsgebäude. Ein paar Fotos und ein kurzer Rundgang, liegt leider recht im Schatten und ist auch nichts außergewöhnliches. Habe ja schon das Parlament in Toronto, Ottawa und Quebec City besucht. Inzwischen bin ich hungrig und steuere den Public Market an. Zu meiner Überraschung ist kaum etwas los, einige Marktstände haben schon geschlossen. Uups? Wollte gerne Fish&Chips oder eine heiße Suppe probieren. Aber da gibt es so gut wie keine Auswahl. Nachdem ich überall vorbeigeschaut habe, bleibe ich am Pie-Stand hängen. Make friends with Pie - lustiges Motto!! Entscheide mich für eine vegetarische italienische Pie mit Tomatensauce, Spinat, Kartoffeln und Basilikum. Dazu noch eine frische Salatbeilage und perfekt ist der Nachmittagssnack. Bin fasziniert von der Pie-Herstellung. 3 junge Frauen wuseln in der offenen Küche herum. Eine knetet den Teig und formt runde Fladen, die andere schneidet mit aller Kraft Kürbisse in kleine Stücke die später mit Öl, Salz und Pfeffer im Ofen schmoren. Eine andere Kollegin holt einen dampfenden Brownie aus dem Ofen und ich darf probieren. Ziemlich süss und fettig finde ich... Aber super Geste. Ab jetzt erhalten alle Kunden eine Kostprobe. Das Geschäft läuft gut. Nach einer Weile ist einiges ausverkauft und es wird Nachschub aus dem Kühlschrank geholt. Macht richtig Spass hier zuzuschauen. Pies sind vielleicht nicht mein Favorit weil der Teig recht dick und krümelig ist. Aber die Produktion ist beeindruckend.

    Draußen ist es inzwischen dunkel geworden und ich mache noch einen Schlenker zur China-Town. Hier leuchten und blinken viele Schilder. Stöbere in einigen Läden mit netten Artikeln. Nur kann ich leider wegen meinem begrenzten Gepäck nichts mitnehmen. Dann texte ich Anne, dass ich jetzt durch bin mit dem Victoria Sightseeing. Leider kommt gar kein Echo und nach einer Weile schreibe ich auf eine andere Nummer. Dann stellt sich heraus, dass meine vorigen Nachrichten nicht angekommen sind. Hab gerade noch rechtzeitig reagiert, mein Telefon hatte nur noch 5%...

    Daheim gibt es leckere Spaghetti mit Bolognesesosse und ein Stück Kuchen zum Nachtisch. Anne hat noch schnell gebacken: Himbeer-Bisquit-Torte mit weißer Schokoglasur. Was soll ich noch sagen? Mir gehts bestens!

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  • 21Nov 2015

    54 Scenic Drive to beautiful places 11/21/2015 Canada —

    Sidney, Canada

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    Stationen: Thetis Lake, Elk Lake, Sidney, Cattle point, Oak Bay/Willows Beach

    Wieder ein sonniger Morgen. Diesmal steht leckeres Rührei auf dem Tisch.

    Gegen 10h brechen wir zum Thetis Lake auf, nur eine kurze Autofahrt. Beide Hunde Meg und Chomper begleiten uns. Es geht los zur 1stündigen Morgenwanderung. Durch den Wald stapfen wir bergauf. Ist ganz schön herausfordernd. Viele Steine, Frost auf dem Boden. Bloß nicht ausrutschen, denke ich. Chomper der kleine Dackel hat auch etwas Mühe mit dem Aufstieg. Meg und Anne gehen stracks voran. Kennen sich hier gut aus. Oben angekommen haben wir eine herrliche Sicht auf den See. Natur, Stille, wunderbar! Nach ein paar schönen Fotospots gehts vorsichtig runter direkt an den See. Hier treffen wir nun auch mehrere Wanderer und vor allem Hundebesitzer. Das ist immer eine besondere Situation da Meg sehr ängstlich reagiert. Sie hat wohl in der Vergangenheit schlechtes erlebt. Anne muss daher immer wieder beruhigen und klare Ansagen machen. Auch unten am See ist die Aussicht herrlich. Es geht zurück zum Auto und wir legen eine Mittagspause daheim ein. Habe Zeit, meine wunderbaren Naturfotos zu verschicken.

    Dann stehen Spaghetti mit Soße und Sandwiches auf dem Tisch. Wieder erste Klasse. Und wir brechen auf zur zweiten Tour heute. Mit dem Auto geht's entlang des Scenic Drives -eine super Straße direkt am Wasser/Strand- zu vielen hübschen Plätzen. Erster Zwischenstopp führt uns zum Elk Lake. Hier trainieren die kanadischen Kanufahrer bei gutem Wetter. Ein malerischer See mitten in der Sonne. Schwups, schummelt sich ein Hund mit auf das Foto von Anne und mir. Es geht weiter zu Annes Arbeitsstelle. Dort geben wir schnell einen Kuchen für den Kollegen ab. Hat heute Geburtstag. Und dann steuern wir den Hafenort Sidney an. Ein Spaziergang auf der Seebrücke und wir kommen heute den beeindruckenden schneebedeckten Bergen am Horizont etwas näher. Einige Angler werfen ihre Netze nach Krebsen aus und ich sehe schon welche in den Eimern liegen. Die Möwen kämpfen um Fischüberreste und auf einem Ponton im Wasser tummeln sich schwarze Kommorane. Anschließend geht es weiter zum sogenannten Cattle Point. Hier erheben sich viele Felssteine aus den Wiesen. Haben früher mal Rinder gegrast. Ein Segelboot fährt im Wind und am Horizont wieder die schneebedeckten Berge auf der US-Seite. Ganz geblendet von den vielen Schönheiten der Insel öffne ich die Tür eines fremden Autos am Parkplatz. Fahrerin und Hund gucken mich entgeistert an und ich bin auch überrascht. Lächelnd schlage ich due Tür zu... Letzter Stopp für unsere Auto-Rundreise ist Oak Bay und der Willows Beach. Die Sonne geht bald unter und es wird frisch. Wir steigen aus und laufen im Sand entlang. Bestaune immer wieder das schöne Bergpanorama.

    Zurück daheim ist es Zeit für eine heiße Schokolade und ein Stück Kuchen. Danach schreibe ich noch ein paar Zeilen in meinem Blog weiter. Die Zeit muss ich ausnutzen. In der Küche bereitet Anne das Abendbrot vor: Frühlingsrollen und Bratreis mit Lachs. Bevor es wieder ans Essen geht schauen wir noch einige Minuten NBA Basketball zweier US-Teams an. Nicht schlecht die Spieler. Alle mega gross, fast jeder Korb ist drin. Und dann heißt es wieder genießen. Für mich gibt es noch frischen Salat. Derren, der ältere Sohn, ist immer bei den Mahlzeiten dabei. Adrienne dagegen arbeitet im Pizza-Laden und ist kaum zu sehen. Abends schreibe ich noch weiter von meinen Erlebnissen, telefoniere und höre etwas Musik. Jetzt schaue ich noch ein Movie an: A Walk in the Clouds... Hope, I'll understand most of it :))

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  • 22Nov 2015

    55 Goodbye Vancouver Island 11/22/2015 Canada —

    Victoria, Canada

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    Tag 3 auf Vancouver Island und heute geht es wieder Richtung Festland.

    Doch zunächst steht erneut ein herrlicher morgendlicher Spaziergang auf dem Programm. Heute wird es etwas sportlicher. Es geht ans Laufen/Joggen. Wir schnappen beide Hunde und gehen erst eine längere Strecke entlang der Straße. Nicht so schön finde ich. Hoffentlich erreichen wir bald den See den wir auf der linken Seite hinter den Häusern schon sehen können. Und jetzt geht es los. Anne startet das Laufprogramm und ich mache mit. Bin allerdings gar nicht richtig angezogen, viel zu warm. Wollte eigentlich nicht mitlaufen sondern stattdessen spazierengehen. Mal sehen, wie lange ich durchhalte. War schließlich länger nicht am Start. Geht ganz gut, schön tief und gleichmäßig durchatmen. Kurze Zeit später bin ich richtig warm und beschließe weiter zu gehen. Inzwischen liegt vor uns der malerische See, die Sonne kommt raus und es ist beeindruckend still, niemand unterwegs. An einem hübschen Punkt setze ich mich auf einen Stein und genieße die besondere Stimmung. Nutze die Zeit zum beten. Bin einfach so dankbar für alles, für die Gelegenheiten bei meinen Glaubensgeschwistern hier in Nordamerika wohnen zu können, die vielen besonderen Eindrücke und Ausflüge, unzählige Highlights, neue Begenungen und Freunde, alle Bewahrung auf der Reise. Alles läuft besser als ich es mir je vorgestellt habe.

    Nun kommt Anne wieder zurück mit den Hunden. Schade, hätte gerne noch länger hier verweilt. Aber um 10:30 beginnt die Sonntagsversammlung in Vancouver und wir können über Skpe teilnehmen. Mal eine andere Erfahrung als live dabei zu sein. Aber ich möchte nicht tauschen. Bis später dann das Mittagessen soweit ist, habe ich die Gelegenheit den sehr rauhen Sport Football anzuschauen. Derren und der Vater sind richtige Fans und erklären mir ein paar Regeln. Es spielt Detroit gegen ein anderes US-Team. Alle Spieler stürzen sich auf diesen Ball und wollen den Läufer stoppen nicht die markierten Linien zu erreichen. Nach wenigen Sekunden wird schon wieder abgepfiffen. Kein Sport für mich, definitiv.

    Im Ofen duftet die Pizza. Es gibt zwei verschiedene Sorten: klassische Hawaii und eine Salami-Gemüse-Mischung auf einer Pilz-Käsesoße. Mal etwas anderes und schön würzig. Schmeckt beides super. Bis zur Abfahrt bleibt noch etwas Zeit. Mein roter Trolley ist bereits gepackt und ich sollte mal daheim durchklingeln. Meine Mutter hat ja heute Geburtstag. Habe immer noch abgewartet bis die Feier mit den Gästen zum Ende gekommen ist. Es ist 10:30 und mein Vater nimmt ab. Das Geburtstagskind hat sich schon hingelegt - uups. Erzähle erstmal meine neusten Erlebnisse in Victoria und dann kann ich noch meine Glückwünsche überbringen. Ja, 9 Stunden Zeitunterschied ist immer wieder eine Herausforderung.

    Die Zeit läuft und wir sollten jetzt Richtung Fährterminal losfahren. Aber halt, wo ist meine Trinkflasche?? Hatte sie doch schon mit runter an den Ausgang genommen. Oh no, nicht wieder so eine Hektik. Die Hinfahrt war abenteuerlich genug. Wir suchen alle zusammen, aber in der Küche nichts, im Wohnzimmer auch keine Flasche. Wo ist sie nur geblieben? Hier unter der Decke im Erdgeschoss, ruft Anne. Endlich, länger hätte es nicht dauern dürfen. Jetzt aber spurten. Um 3pm legt die Fähre ab und ich brauche noch ein Ticket. So sorry für meine Gastgeber, wollte sie doch gar nicht hetzen. Wir brauchen gute 25min und es ist bald 2:30. Wird wieder knapp. Unterwegs dann die Mitteilung dass die nächste Fähre um 4:00 ablegt, ein kleiner Trost. Nur eine Stunde warten. Aber ich wollte die Überfahrt doch im hellen erleben. Am Schalter warten noch andere Fahrgäste auf ihre Tickets. Yes, habe mal wieder Glück und komme auch hier mit. Sollte aber direkt zur Fähre gehen. Die ersten Minuten verbringe ich draußen an der Reling. Der Wind weht um meine Nase, ich versuche möglichst viele Schnappschüsse von der einmaligen Landschaft einzufangen. Soll eine der schönsten Inselüberfahrten sein. Dann gehe ich rein und suche mir einen Platz. Ist ziemlich voll überall, finde aber noch einen Sitz in Fahrtrichtung. Doch es schwankt wieder und ich fühle mich nicht so wohl. Unfassbar, dass diese dicken Pötte die Winde und Wellen nicht besser ausgleichen können. Oder bin nur ich so sensibel?? Gehe wieder nach draußen und genieße das Wellenrauschen und die frische Luft. Am Horizont sehe ich nun viele schneebedeckten Berge. Plötzlich springt ein Tier aus dem Wasser. Das gibt es doch nicht!! War es ein Wal, ein Delphin oder eine Robbe? Konnte es nicht erkennen aber es war ein besonderer Moment auf meiner Rückfahrt. Am Ende nehme ich wieder im Schiffsinneren Platz. Muss aufwärmen. Und dann habe ich es auch bald geschafft. Wir legen an und draußen wartet der richtige Bus auf mich. Gutes Timing. Daheim warten wieder selbstgekochte Leckereien auf mich, wie bei einem Buffet.

    Nach einem ereignisreichen Wochenende bereite ich mich auf meine Abschlusswoche des ersten Schulmonats vor. Da warten noch so einige Herausforderungen auf mich. Aber zunächst bin ich natürlich auf das Ergebnis des Tests gespannt (94%, outstanding result, wow, alles richtig gemacht). ;))

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  • 29Nov 2015

    56 Kanadischer Zirkus - Cirque du soleil 11/29/2015 Canada —

    Vancouver, Canada

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    Heute ist es soweit - Ich sehe die kanadische Zirkusshow Kooza - yeah!

    Darauf habe ich mich schon die ganze Woche gefreut. War sehr herausfordernd unser Abschlussprojekt in der Business Management & Human Resources Klasse. Am Montag bekamen wir eine ziemlich anspruchsvolle Aufgabe. Es ging um Steigerung der Motivation in einem Sales-Team. Basierend auf einer Mitarbeiterbefragung sollten wir 3 Ideen auswählen, diese begründen und je einen Maßnahmenplan zur Einführung der Idee erarbeiten. Ziel war eine flüssige Präsentation von 25min in der Gruppe mit möglichst vielen Vokabeln die wir gelernt haben. Meine Gruppe war weniger motiviert und jeder wollte alleine arbeiten. Nun ja, um die Geschichte kurz zu machen, habe auch hier mit viel Engagement eine super Leistung von 96% erreicht. Meine Karteikartentaktik war eine große Hilfe frei zu sprechen und meine Einleitung mit einer rhetorischen Frage auch die beste, wie ich fand! Zeit für die Belohnung...

    Nun ist Sonntagnachmittag. Nach einem schmackhaften chinesischen Mittagessen und einer Besichtigung eines alten Hauses erreichen wir gegen 3:45 das Zirkusgelände. Ist noch nicht so überfüllt und wir spazieren zum Eingang. Wir, das sind Annika, Allisson und Adrienne. Drinnen im Vorzelt ist es schön warm, es duftet nach Popcorn und Musik spielt. Wir gehen nochmal raus und knipsen ein paar Fotos. Für mich gibt es eine warme Laugenbrezel und Annika besorgt eine große Box Popcorn. Wir schauen uns um und warten noch auf ein paar mehr Besucher unserer Gruppe. Anfangs wollte ich alleine gehen und dann sind wir heute nun zu elft! Lohnt sich doch mal rumzufragen. Gegen 4:00 Uhr öffnet das eigentliche Zirkuszelt. 10min vor Beginn nehmen wir unsere Plätze ein. Gute Sicht und an der Kuppel hängen ein Fahrrad, ein Stuhl und noch mehr Utensilien. Das verspricht Spannung.

    Die Show beginnt mit lustigen Clowns. Einer läuft durchs Publikum und verstreut überall Popcorn. Zwei Polizisten versuchen einen Dieb zu fassen und auf der Bühne erscheint noch eine Ballettänzerin die ein paar Freiwillige für einige Posen findet. Lets move away from the stage, ertöhnt häufiger aus den Lautsprechern. Und dann beginnt die eigentliche Show. Ein Darsteller versucht seinen Drachen fliegen zu lassen, aber es will nicht recht klappen. Dann kommt die Live-Kapelle hereingefahren. Alle Acts werden live begleitet und besungen - nicht schlecht. Es geht hoch hinaus an die Kuppel. Eine Akrobatin schwingt sich auf einer Schaukel (eine Art Trapez) in die Lüfte. Oh weia, sie nimmt richtig viel Anschwung und dreht sich dann mehrfach herum, landet wieder auf der Schaukel. Das geht mehrmals so und wird immer spektakulärer. Zum Glück gibt es zur Sicherheit unten ein Netz. Dann 2 Artisten auf dem Einrad. Genial. Der Mann fährt permanent auf dem Rad und zaubert beeindruckende Figuren mit seiner Partnerin hervor. Gefällt mir super gut. Dann 3 asiatische junge Mädchen die sich in alle Richtungen verbiegen. Das kann nicht gesund sein, sieht aber einmalig aus. Und zum Abschluss der ersten Showphase eine schwindelerregende Nummer auf 2 Drahtseilen. Die 4 Akrobaten spazieren anfangs so leichtfüssig auf und ab. Später dann unglaublich: 2 Fahrräder sind verbunden und auf einer Stange sitzt der dritte Akrobat auf einem Stuhl und dann setzt sich alles in Bewegung. Ich halte den Atem an... Kann es bitte nicht etwas weniger aufregend sein?? Das ist ja nichts für meine Nerven. Pause. Unterhalte mich mit meiner Nachbarin. Wir beide fiebern immer mit und lassen unseren Emotionen freien Lauf. Passt gut zusammen.

    Aber es geht noch abenteuerlicher weiter. Jetzt kommt die Rhönradnummer. Die 2 kräftigen Artisten bringen das Rad ordentlich in Schwung. Zunächst laufen sie noch innen im Rad, später dann aussen. Meine Güte, das Rad ist ziemlich schnell am Drehen und die Männer sehen aus wie in einem Hamsterrad. Dann holen sie 2 Seile raus und fangen an aussen auf dem Rad in flottem Tempo Seil zu springen. Ich kann fast nicht hingucken. Plötzlich verhakt sich der eine im Seil und stolpert. Ahh, das war knapp. Er kann sich wieder fangen und ich denke nur: Bitte, nicht nochmal wagen aber das gehört zu seinem Job und er versucht es ein zweites Mal. Es gelingt. Großer Applaus und ich bin erleichtert. Wahnsinn. Jeden Tag so ein Risiko im Job. Das wäre nichts für mich. Mir wird ja vom Zuschauen schon schwindelig... Zwischendurch kommen immer wieder die Spaßmacher-Clowns die 2x Volunteers für Dancing und Magic suchen. Funny, die Leute aus dem Publikum spielen gut mit und in der Zwischenzeit wird die Bühne wieder hergerichtet. Es folgt noch eine Darbietung mit vielen Hula-Hoop-Reifen, sieht klasse aus. Und dann eine Stuhlnummer die ich schon mal im asiatischen Zirkus gesehen habe. Der junge Künstler stapelt mit Präzision einen Stuhl auf den nächsten und schwingt sich bis unter die Zirkuskuppel. Der Turm ist sehr stabil, schwankt gar nicht. Und dann eine tolle Aktion mit Sprungbrettern. Die Artisten wirbeln in der Luft herum und werden dann auf einer Matte aufgefangen. Am Ende sogar mit Stelzen. Verrückt.

    Und zum Ende fliegt der Drachen bis hoch an die Zirkuskuppel.

    Fazit: Fast zu aufregend für mich aber tolle und anspruchsvolle Akrobatik mit Livemusik!!

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  • 03Dec 2015

    57 Deutscher Weihnachtsmarkt 12/03/2015 Canada —

    Vancouver, Canada

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    German Christmas Market in Vancouver! Ja, so etwas gibt es hier auch. Ich muss nichts vermissen!!

    Meine 4 Wochen Vollzeitschule sind rum und für die nächsten 2 Wochen lerne ich nur nachmittags von 1:00-4:00pm. Ganz entspannt, Grammatik und Interview Skills. Morgens kann ich ausschlafen, joggen gehen, in Ruhe frühstücken. Nur schade, dass ein Handwerker ziemlichen Krach im Haus macht. Das Bad wird komplett renoviert. Gerade jetzt. :((

    Nach dem heutigen Unterricht entspanne ich noch eine Stunde beim Yoga und dann geht es um die Ecke zum German Christmas Market. Vor der Schule habe ich mir ein sog. Early bird ticket geholt. Konnte schon einen kurzen Rundgang auf dem Gelände machen. Mit meinem Stern-Stempel komme ich den ganzen Tag aufs Gelände. Somit bin ich sehr vorsichtig dass der Stern nicht verschwindet. Es funktioniert. Um 6:00pm treffe ich Christine und ihre deutsche Freundin Hanna, ursprünglich aus Karlsruhe, lebt aber schon 7 Jahre hier. Arbeitet als Physiotherapeutin. Es ist erst eine Woche her seit ich Christine im Teehaus am Stanleypark traf. Und heute sehen wir uns wieder. Starten mit einem heissen Glühwein, für mich gibt es eine Mischung aus Apfelpunsch und Cider. Ist immer noch stark genug der Alkohol. Meine 2 Begleiterinnen trinken gerne und so geht ein Glühwein nach dem anderen über den Tisch.

    Brauche erst mal was zum Essen. Hatte heute nicht viel bisher. Mich locken die hausgemachten Spätzle mit Zwiebeln und Käse an. Etwas aus dem Schwabenländle. Die 2 Mädels teilen sich Flammkuchen. Später verspeise ich noch eine Bratwurst mit Sauerkraut. Die Wurst ist echt mini. Passt gerade so ins Brötchen rein. Hanna und Christine teilen sich eine Weisswurst. Dann gibts ein dickes Stück Käsekuchen, eine Bretzel und weitere Getränke. Die Feuerzangenbowle ist echt sticky and sweet. An den Ständen arbeiten viele deutsche Working-Holiday-Besucher. Irgendwie komisch für mich deutsch zu sprechen, fühlt sich so fremd an nach 5 Monaten im Ausland... Aber auch interessant wo die Leute alle so herkommen. Übrigens, wir haben echt Glück mit dem Wetter. Den ganzen Morgen und Mittag regnete es und jetzt ist es trocken. Der Hammer. Und es ist im Vergleich zu Deutschlands Weihnachtsmärkten ziemlich leer. Liegt wohl am Wetter und auch am Eintritt. Die Preise sind ganz schön happig. Auf der Bühne singt ein schweizer Chor Weihnachtslieder und einer bläst das Alphorn.

    Wir wärmen uns bei einem Rundgang durch Käthe Wohlfahrts Weihnachtsfiguren auf. Baumschmuck in allen Formen und Farben, Räuchermännchen, Holzlandschaften und Sammelfiguren. Für mich gibt es noch einen heissen Apfelpunsch. Dann treffe ich Zwillinge an einem Stand. Sie verkaufen Kürbiskernöl aus Österreich. Sehr nett die Unterhaltung. Bin ja immer gespannt wie es anderen Zwillingspaaren so ergeht. Die 3h sind echt verflogen und der Markt schließt. Hanna wurde bereits von ihrem Mann abgeholt. Christine würde sich gerne noch in eine Bar setzen aber mir wird das zu spät.

    So machen wir uns beide mit der Bahn auf den Heimweg und ich freue mich auf meinen ersten freien Freitag seit 5 Wochen!!

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  • 05Dec 2015

    58 Ein Tag in Whistler - Winter pur! 12/05/2015 Canada —

    Whistler, Canada

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    Es regnet in Strömen in Vancouver und ich habe mich für einen spontanen Trip nach Whistler angemeldet. Hoffe, es war eine gute Idee!

    Es heißt mal wieder früh aufstehen. Mein Bus soll um 7:20 Uhr abfahren aber ich bin vorsichtshalber schon um kurz nach 7:00 Uhr an der Bushaltestelle. Habe schlechte Erfahrungen mit überpünktlichen Busfahrern gemacht. Und die warten hier nicht. Heute morgen kommt es wirklich drauf an und ich will den Reisebus an der Waterfrontstation nicht verpassen!! Nur ausgerechnet heute morgen kommt der Bus auf die Minute genau... An der Endhaltestelle laufen mir schon die ersten bekannten Gesichter aus meinen Klassen über den Weg. Habe sogar noch Zeit mir einen Rosinen-Zimt-Muffin bei Tim Hortons zu besorgen und dann steige ich in den Bus ein. Setze mich zu Carolina aus Argentinien. Sie ist hier auf einem Arbeitskongress und hat das Wochenende noch drangehängt. Interessant die ganzen verschiedenen Nationalitäten. Als wir mit einiger Verspätung losfahren -haben noch ziemlich lange auf verspätete Mitreisende gewartet- werden die Länder abgefragt. Definitiv aus Brasilien und Mexico sind die meisten Schüler/innen im Bus. Wir sind zu zweit aus Deutschland.

    Die Fahrt geht los, Richtung North Vancouver und dann über die sehenswerte Lions Gate Bridge. Draußen wird es langsam hell, es schüttet aus Eimern. Wir fahren eine der schönsten Straßen Kanadas entlang, den Sea-to-Sky Highway. Rechts die Berge, links der pazifische Ozean. Nur schade, dass heute alles so grau in grau erscheint. Nicht viel zu sehen. Unser erster Stopp führt uns zu den Shannon Falls, der dritthöchste Wasserfall in British Columbia! Mit Regenschirm, Kamera und Handy spaziere ich durch den nassen Wald zur Aussichtsplattform. Das Wasser rauscht 335m tief herunter und fließt weiter flussabwärts. Ich finde ein paar türkische Mitreisende die Fotos von mir machen. Bald geht es zurück in den warmen Bus wo wir erstmal alle trocknen können. In der nächsten Stunde erreichen wir dann Whistler. Und siehe da, der Regen hat sich in Schnee verwandelt. Es schneit in Kanada! Für viele der Schüler aus Südamerika eine besondere Erfahrung, ist ihr erster Schnee überhaupt. Gleich 2 Personen rutschen aus als sie aus dem Bus kommen. Es ist slippery. Doch meine Wanderstiefel haben gutes Profil und kommen seit einiger Pause mal wieder zum Einsatz!

    Wir stapfen durch Whistler Village. Die weißen Flocken rieseln hinunter und wir kommen als erstes an das Olympia-Wahrzeichen der Stadt. Es erinnert an die Austragung der Winterspiele in 2010. Heute ist Whistler ein bliebter Ort in Nordamerika zum Skifahren und Snowboarden. Dementsprechend sind viele Snowboarder unterwegs. Wir kommen an den Platz wo die Gondeln rauf auf die Berge fahren, Whistler und Blackcomb. Auf der Fahrt habe ich mich für das Highlight Peak to Peak Gondola entschieden. Ist mit 4,4km die längste Strecke der Welt und ermöglicht atemberaubende Ausblicke auf der 11minütigen Fahrt. Doch also ich so den Berg hinaufschaue, ist heute nicht viel zu sehen. Meine auch zu sehen, dass diese Strecke gesperrt ist. Adam, unser Reiseführer, ist sehr flexibel und fragt erstmal nach bevor er die Tickets löst. Tatsächlich, die Peak-to-Peak Gondola ist heute wegen zu starkem Wind nicht offen und auch sonst ist die Aussicht schlecht. Da beschließe ich doch meine $50 anders zu investieren. Helfe auch Carolina ihr Geld zurückzuerhalten. Sie hat das Ticket bei der Touristinfo in Vancouver gekauft und daher ist die Erstattung nicht ganz easy. Aber wir finden einen Weg mit der australischen Mitarbeiterin. Hier in Whistler arbeiten viele junge Leute aus Australien und Europa.

    Nachdem die Finanzen geklärt sind, geht es durchs Village zurück zu den olympischen Ringen für ein Fotoshooting. Hier treffen wir Anna Maria aus Mexiko und Klaus aus Brasilien. Gemeinsam wärmen wir uns in einem gemütliche Cafe bei heisser Schokolde, Tee und hausgemachter Quiche auf. Tut gut! Draußen schneit es unaufhörlich. Nach einer Weile geht es zum Treffpunkt für die Wanderung. Leider kann uns der Bus nicht dorthinbringen wegen zu viel Schnee. Der Fahrer fürchtet stecken zu bleiben. Oh no, das gibts doch nicht. Schon die zweite Absage heute. Es bleiben noch 2h bis zur Abfahrt. Will nicht die ganze Zeit hier im Village warten. Der Fahrer bietet eine Option an vom Busparkplatz einen der Wanderwege zu nehmen. Ich schlage zu und es war die beste Entscheidung des Tages! Kurze Zeit später stapfe ich durch den frischen Schnee. Mit jedem Schritt knirscht es unter den Füssen. Tolles Gefühl. Die Tannen sind alle in weiß getaucht, es ist still und unterwegs treffe ich ein paar Wanderer. Tatsächlich ist der Weg zum Lost Lake ausgeschildert. Das war ja die geplante Wanderung! Genial!! Nun werde ich dort auf eigene Faust hinmarschieren. Halte immer wieder für Fotos an, ist einfach so atemberaubend die Landschaft. Ab und zu ein Blick auf die Uhr, muss rechtzeitig wieder am Bus sein. Nun liegt der See im satten weiß vor mir. Ein paar Erinnerungsfotos und ich trete den Rückweg an. Der Schnee wird tiefer. Plötzlich merke ich, dass einer meiner neuen Ralph Lauren Handschuhe fehlt. My goodness, wo ist der denn geblieben? Suche alle Taschen ab, nichts zu finden. Enttäuscht laufe ich den Weg zurück und halte die Augen offen. Links, rechts, geradeaus - aber kein Handschuh! Ich gehe weiter, muss ja pünktlich zurück sein. Jetzt erkenne ich in der Ferne einen kleinen Hügel am Boden mit Schnee bedeckt... Es ist der vermisste Handschuh!! Bin so dankbar ihn wieder zu haben und laufe ganz beschwingt weiter. Im Bus sitzend fahren wir los zum Treffpunkt um die anderen Schüler abzuholen. Doch das wird sich noch hinzögern...

    Wir kommen an einer Kreuzung zum Stehen. Nachdem die Ampel auf grün umspringt, gibt der Fahrer Gas. Doch es geht nicht voran. Die Reifen drehen durch. Ein neuer Versuch, keine Änderung. Ein Stück rückwärts, dann vorwärts. Doch da ist nichts zu machen. Warnblinker, der Fahrer steigt aus und versucht Schneeketten anzulegen. Es schneit ohne Pause. Ich versende in der Zwischenzeit Fotos aus dem Winterwonderland. Nach über einer Stunde ist es soweit. Der Bus setzt sich in Bewegung. Adam, unser Reiseführer ist inzwischen auch da und konnte noch etwas Unterstützung leisten. Auf der Heimfahrt gibt es einen Weihnachtsfilm. Bin aber so müde dass ich einnicke und einiges vom Film verpasse. Draußen schneit es weiter und ist streckenweise neblig.

    Mit knapp 1,5h Verspätung erreichen wir Vancouver und ich bin sehr dankbar dass wir alle heile zurückgekehrt sind!!! Abenteuer im Schnee mit Happy End! ;))

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  • 08Dec 2015

    59 Festival of lights at VanDusen Garden 12/08/2015 Canada —

    Vancouver, Canada

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    Eine Million Lichter...

    Dieser Besuch im Botanischen Garten zur Zeit des Festivals of Lights war schon länger im Gespräch. Wollte mit Jennifer und Joanne hingehen die ich beide in Quebec City getroffen habe. Doch wir fanden keinen gemeinsamen Termin. Umso dankbarer war ich als die Schule diesen Programmpunkt aufnahm.

    Und heute ist es soweit. Über eine Million Lichter erstrahlen in allen bunten Farben. Ich weiß gar nicht wo ich zuerst hinschauen soll... Aus den Lautsprechern ertönen Weihnachtslieder. Laufe mit Jennifer unserem Tourguide durch den Garten. Sie ist total überwältigt und sagt mehr als 10 mal: Oh, it's so pretty! Geniesse Mini-Donuts mit Zimt und Zucker. Just in time kommen wir am See an wo gerade eine beeindruckende Lightshow startet. Und dann spiele ich noch I wish you a merry christmas auf einem alten Klavier das unter einem Zelt steht. Zum Ende eine witzige Gnom-Show mit einer lustigen Liederperformance.

    Sehr romantisch der gesamte Garten. Überzeugt euch selbst von soviel Licht!!

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  • 14Dec 2015

    60 One day Rainforest-Capilano Suspension Bridge 12/14/2015 Canada —

    West Vancouver, Canada

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    Ein spontaner Ausflug nach North Vancouver

    Nachdem ich das Wochenende mit Packen und Umziehen verbracht habe - musste für 5 Tage zu Helen umsiedeln - freue ich mich heute auf ein weiteres Highlight in Vancouver. Die Capilano Suspension Bridge stand schon länger auf meiner Liste. Treffe Marielou, Anne Maries Schwester, die gerade am Samstag aus Manila eingeflogen ist. Sie war zuletzt vor einem Jahr in Vancouver und kennt dieses Ziel auch noch nicht. Passt also super. Und es ist trocken, gute Vorrausetzung. Vom Stadtzentrum nehmen wir den Bus und müssen von der Haltestelle nur noch ein paar Minuten zum Eingang laufen. Erhalte sogar noch meinen Studentenrabatt - sehr grosszügig. Und dann spazieren wir ohne Warteschlange aufs Gelände. Es ist noch sehr ruhig hier. Laufen entlang einiger historischer Ausstellungsstücke, Totempfähle und dem größten wachsenden Tannenbaum auf die Brücke zu.

    Dann betreten wir die 136m lange und 70m hohe Suspension Bridge. Sie überspannt den Capilano River und ist eine freischwebende Seilbrücke. Dementsprechend schwankt es ganz schön. Je mehr Besucher drauf sind, desto schwieriger wird es ein unverwackeltes Foto zu knipsen... Doch Marielou gibt sich größte Mühe und so entstehen mal wieder erstklassige Erinnerungen. Über die Hängebrücke laufen wir ans andere Ende des Parks. Hier erkunden wir jetzt den Nature's Edge Boardwalk. Ist ein sehr gut ausgebauter Holzbohlenweg mit einigen Treppenstufen, eröffnet schöne Ausblicke auf den Fluss und das Gelände. Der Wald ist sehr feucht, von oben tropft ab und zu Wasser herab und Marielou geniesst das kühle Klima im Vergleich zum heißen Manila. Weiter geht es rauf zum Treetop Adventure. Zwischen einigen Bäumen sind Hängebrücken gespannt und so geht unser Weg nun oberhalb weiter. Nach einem guten Marsch geht es zurück über die Brücke und wir wärmen uns beim Stöbern im Souvenirshop auf. Nehme einen kleinen Bären mit meinem Anfangsbuchstaben mit. Wenn ich auch bisher keinen echten gesehen habe, so wird er mich allezeit an meine unvergesslichen Abenteuer in Kanada erinnern.

    Es wird Zeit für eine Stärkung bevor wir uns zur nächsten Wanderung aufmachen. Geniessen beide eine heiße Thai-Chicken-Noodle-Soup, lecker. Für mich gibt es noch eine würzige indische Teigtasche, gefüllt mit Gemüse und Kartoffeln. Sehr international der Imbiss. Mit dieser guten Grundlage geht es weiter durchs Gelände. Nach ca. 1,5km sollen wir die Lachs-Fischzucht erreichen. Hoffe natürlich einige Lachse zu sehen nachdem die Tour damals nicht erfolgreich war. Doch zunächst geht es auf und ab durch den Wald. Uff, ganz schöne Steigungen hier. Marielou ist recht langsam unterwegs, schlägt sich aber echt tapfer! Sehr ruhig die Strecke, scheint als wären wir allein unterwegs. Doch plötzlich sehen wir einen Adler am Himmel kreisen. Wahnsinn diese Spannweite. Allein hierfür hat sich der Extra-Trip gelohnt. Und an der Fischzuchtstation angekommen sehen wir einen Reiher am Ufer sitzen. Geduldig wartet er auf seine Beute. Doch wo sind hier die Lachse?? Die Becken sind alle leer und im Fluss ist auch nichts zu sehen, nur ein paar Enten. Schade, aber die Bewegung tut gut. Zurück nehmen wir einen kleinen Nebenweg, nicht den grossen Hauptweg. Geht sehr herausfordernd los mit einem steilen Aufstieg entlang von Steinen. Ich bin sehr überzeugt dass wir auch auf diesem Weg unser Ziel erreichen. Muss Marielou immer wieder motivieren und versichern, dass es hier weiter geht. Are you sure? Yes, we are on the right way. I have a good feeling! Und so kraxeln wir bergauf, bin immer einige Meter weiter vorne um die Strecke abzuchecken. Doch wie vermutet, treffen wir wieder auf den Hauptweg und folgen die letzte Etappe nun hier entlang. Marielou ist erleichtert und ich habe grossen Respekt, dass sie so super mithält. Sagt, das wäre Workout für einen ganzen Monat... Wow, bin inzwischen ganz anderes Programm gewohnt!!

    Die letzten Meter gehen wir ganz gemütlich und sehen die ersten bunten Lichter leuchten. Ab Nachmittag zu dieser Jahreszeit ist das ganze Gelände rund um die Suspension Bridge erleuchtet, sog. Canyon lights. Super, dass wir beides mitnehmen können heute. Sehr stimmungsvoll und eine ganz andere Atmosphäre. Obwohl die Luft schon ziemlich raus ist, nehmen wir noch den Cliff-Rundweg in Angriff bevor wir in den Bus steigen. Auch hier taucht das bunte Licht alles in eine zauberhafte Welt. Tut gut endlich wieder zu sitzen. Für den Rückweg nehmen wir den Seabus von Londsdale. Über das Wasser erreichen wir dann wieder das Festland. Doch vorher statten wir der deutschen Suppenküche noch einen Besuch ab. Der Koch erkennt mich wieder und ich probiere diesmal die vegetarische Minestrone. Köstlich! Marielou nimmt zwei Suppen mit nach Hause und ich esse meine Suppe auf der Fähre auf. Dann bringe ich meine Begleiterin direkt in den Zug stadtauswärts. Das habe ich ihr zugesagt. Normalerweise fährt sie nicht alleine mit den öffentliche Verkehrsmitteln. In Manila nimmt sie täglich ein Taxi zur Arbeit...

    Nun mache mich auf zum Kino wo ich mit Lloyd verabredet bin. Wir haben uns vor einer Woche im U-Bahnhof kennengelernt. Hier spielte ein russischer Geiger klasse Musik und wir waren beide hin und weg! Er kommt aus Indien und arbeitet als Physiotherapeut. Bin gespannt, ob ich das meiste vom Film verstehe. Doch zunächst muss ich lange warten da Lloyd noch länger auf der Arbeit ist. Die erste Stunde sitze ich alleine im Kino und versuche dem recht starken britischen Akzent zu folgen. Und aufeinmal sehe ich Lloyd am anderen Ende des Kinos Platz nehmen. Er glaubt, ich wäre längst nach Hause gefahren. Doch ich schnappe meine Sachen und gehe auf die andere Seite zu ihm. Happy End!

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  • 17Dec 2015

    61 Flying to California! 12/17/2015 USA —

    Fountain Valley, USA

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    Vancouver - Portland - Santa Ana - Fountain Valley

    Ein Traum wird wahr! Kann meinen Aufenthalt um einen Monat verlängern und noch einen Abstecher nach Californien machen. Hier findet eine Gemeindekonferenz über die Feiertage statt und ich reise schon eine Woche früher an. Leider habe ich keine Direktflüge mehr erhalten aber mit je einem Layover ist auch ok.

    Es geht früh raus morgens im Dunkeln. Der Bus fährt um 6:40h ab und kurz nach 7:00 bin ich am Flughafen. Reise nur mit Handgepäck, muss aber durch die Grenzkontrolle und da weiß man nie wie lange das dauert. Also lieber genügend Zeit einplanen. Mein Gepäck läuft 1a durch, muss sogar Schuhe ausziehen. Aber das machen hier alle. ;)) So far, so good. Jetzt geht es an die Passkontrolle. Da das Gerät 2x nicht funktioniert werde ich direkt zum Beamten durchgewunken. Die üblichen Fragen, was ich in der USA mache, wann ich zuletzt dort war, Anschrift am Ziel, Ankunft in Kanada, Finanzen. Da ich bereits mein Rückflugticket dabei hatte, war soweit alles klar. Erleichtert schreite ich zum Abfluggate fort. Noch schnell ein paar Amerikanische Dollar umtauschen, dann ist alles perfekt. Bei heißem Pfefferminztee und Käsebagel warte ich auf das Boarding meines ersten Fluges nach Portland.

    Als die Tür aufgeht, stehe ich direkt auf dem Rollfeld vor einer kleinen Propellermaschine. Oh no, damit hatte ich nicht gerechnet. Hoffe, es wird einigermaßen ruhig da oben. Aber die Flugdauer ist nur eine gute Stunde. Das Miniflugzeug hat 50 Sitze an Board und es ist super laut. Ansagen sind so gut wie nicht zu verstehen. Döse die meiste Zeit vor mich hin da es so ein früher Start war. Zwischendurch wird ein Wasser serviert und ich bin erstaunt, wie easy der Flug verläuft. Wir landen im Regen in Portland und ich habe eine knappe Stunde bis zum nächsten Boarding nach Santa Ana. Zunächst kümmere ich mich um mein Anschlussticket und versuche mich mit dem Airport-Wifi zu connecten. Will irgendwie nicht klappen und dann höre ich schon meinen Namen. Soll zum Einchecken kommen, obwohl es noch Zeit ist. Der Flieger ist rappelvoll, so muss mein Trolley doch in der Maschine verstaut werden. Nehme meinen Mittelplatz direkt in der Emergency-Reihe ein und warte auf den nächsten Start. Ist eine größere Maschine, doch der Abflug ist etwas holprig. Als wir dann später oben sind, verläuft es auch hier recht ruhig. Draussen ist es sonnig und unter mir sehe ich den Pazifik. Die 2 Stunden vergehen im Nu und wir setzen schon zum Landen an. Doch plözlich geht es wieder in die Luft. What? Too much traffic, thats why we couldn't land. Das ist mir ja noch nie passiert!! Der Pilot fliegt eine extra Runde über den Pazifik/Strand und der zweite Landeanflug passt. Jetzt schnell zum Gepäckband und dann Sarah finden. Irgendwie kriege ich auch hier kein Wifi doch ich treffe Sharon und ihre 2 Töchter schnell. Welcome to California!

    Daheim bei Yaos begegne ich John&Mary, George und Alex aus Deutschland. Stärke mich mit einem leckeren Mittagessen und dann geht es von einem zum anderen Programmpunkt: Buch abholen in der Library, Spaziergang im Park, kurzer Einkauf und Kekse backen mit Jasemin. Dann ein Event im Kindergarten. Der Neffe von John spielt in einem Theater mit. Noch keine 3 Stunden gelandet und ich sitze in einem amerikanischen Kindi zwischen spielenden und singenden Kindern. Wahnsinn. Anschliessend lädt die Oma alle zum Essen ein und ich bin auch dabei! Kann es nicht fassen. Für mich gibt es eine frische Salatauswahl von der Bar. Dazu leckeres Brot und einen Käsespinat-Dipp mit Tacos. Die Erdbeerlimonade ist weltklasse!

    Daheim bei Yaos warte ich auf meine Gastgeberin Deborah. Dann fahren wir in den Nachbarort Irvine wo ich die nächsten 6 Nächte schlafen werde. Deb wohnt in einer sicheren Wohngegend, ist mit einem Zugangsgate versehen. Zu Hause lerne ich dann das Auf- und Zuschliessen der Wohnungstür, wie ich das klemmende Fenster verschliesse, immer die Heizung abstellen, wenn ich aus dem Haus gehe. Hoffe, ich kann mir alles merken... Deb bläst meine Luftmatratze auf und dann bekomme ich 2 Bettdecken. Es ist recht kühl im Zimmer. Gute Nacht California!!

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  • 18Dec 2015

    62 Sonnenbad am Pool / Huntington Beach 12/18/2015 USA —

    Huntington Beach, USA

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    Ein sonniger Morgen. Es sollen 21 Grad werden - Sommerfeeling!

    Gegen 10:30 werde ich morgens von Yaos abgeholt und genieße das sommerliche Wetter an ihrem Pool. Es ist herrlich warm und ich lese meine Bibel draußen. Zur Mittagszeit fahren wir an den nahegelegenden Strand Huntington Beach. Wir, das sind: John, Sarah, Rainer, Alex, George, Laureen und ich. Später kommen noch Sharon und Jasmin hinzu. Es gibt lecker Tacos, für mich gefüllt mit Chicken, Shrimps und Fisch. Die Holzbude ist sehr urig, das Essen super frisch und lecker. Jetzt geht es an den Strand. Schuhe aus und in den Sand, runter ans Wasser, einmal den Pazifik spüren. Ist gar nicht so kalt. Manche Wellen haben es in sich und so werde ich leicht nass. Im Wasser warten einige Surfer auf die richtige Welle. Der Strand ist sehr beliebt bei Surfern, hier finden auch Wettbewerbe statt, US open.

    Weiter gehts nun oben auf der Seebrücke. Wir halten an. Ein Pelikan macht Jagd auf Fische und stürzt sich immer wieder ins Wasser. Beeindruckend, habe ich so noch nie gesehen. Kurze Zeit später etwas dunkles im Wasser. Es ist eine Seerobbe. Wow, äusserst selten hier so nah am Strand. Wir laufen weiter bis ans Ende und geniessen einen leckeren Eisshake. Wähle Double dark Choclate. Etwas viele Schokodrops, sonst gut. Und da ist sie wieder die Robbe. Versucht dem Angler den Köder aus dem Netz zu rauben. Immer wieder taucht sie aus dem Wasser auf, scheint noch ein junges Tier zu sein. Tolles Programm für uns. Wir schlendern zurück zum Auto. Auf dem Heimweg machen wir noch einen kurzen Schlenker bei den Ölfeldern. Das Gebiet hier ist reich an Ölvorkommen und so wurde ein Teil des Pazifiks stillgelegt um das Öl zu fördern. Wenn alles Öl gewonnen wurde, soll das Wasser dorthin wieder zurückkehren. Überwiegend sind Maschinen im Einsatz. Kaum Menschen zu sehen und auch kein Ölgeruch. Allerdings möchte ich hier nicht wohnen. Anblick ist sehr wüstenmässig, kahl, braun...

    Am Spätnachmittag versende ich weitere Fotos aus Kalifornien an Familie, Freunde, Kollegen. Dann geht es mit Sharon zum Haus ihres Schwagers. Hier versorgen wir den Hund da die Familie über die Feiertage in Chicago ist. Back home schnippeln wir Salat und kurze Zeit später ist das Haus voll mit Gästen zur Evangeliumsversammlung. Vorher gibt es gemeinsames Pizzaessen. Nach der Gemeinschaft bringt mich Jake heim. Ein besonderes Fahrerlebnis im roten Flitzer. Habe das Gefühl wir heben gleich ab. Hat unglaublich viel PS die Kiste und ist nicht Automatik!!

    So geht der Tag zu Ende.

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  • 20Dec 2015

    63 Sundown Huntington Beach 12/20/2015 USA —

    Huntington Beach, USA

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    Ohne Worte - die Bilder sprechen für sich...

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  • 21Dec 2015

    64 Safaripark - Ausflug nach Afrika... 12/21/2015 USA —

    San Diego, USA

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    Spontaner Tagesausflug in den Safaripark!

    Das ist mein erstes Erlebnis mit Tieren hier im Ausland. Bin sehr froh, dass ich Ann auf ihrem Ausflug Richtung San Diego begleiten kann. Haben wir gestern spontan abgemacht. Gegen 8:45 Uhr geht es auf den Highway und um 10:00 erreichen wir den Tierpark. Keine langen Schlangen am Eingangg und Parkplätze sind auch noch genügend vorhanden. Super! Draußen ist es recht frisch und so bin ich froh über meine Zwiebeltechnik. Lage für Lage kann ich im Verlauf des Tages ablegen...

    Bevor wir unseren Rundgang starten, werfen wir einen schnellen Blick auf den Lageplan und die Shows. Den Cheeta-Run (Gepard) am Nachmittag wollen wir auf keinen Fall verpassen. Fütterung und Training mit dem 13 Wochen alten Tiger-Baby ist auch sehenswert und eine Rundfahrt mit der Africa Tram. Los gehts. Zunächst durchs Vogelgehege. Viele bunte Arten fliegen hier durch die Luft. Am See stehen eine Menge rosa Flamingos, die Mehrheit auf einem Bein. Toller Anblick. Und jetzt das Gehege mit den Orangutans. Hier läuft ein kleines Baby herum. Zu witzig. Spielt mit den Eltern und Großeltern. Auf den Schildern vorm Gelände stehen alle Namen und Geburtstage der Affen. Manche Tiere sind hier schon ziemlich alt. Alle halten sich in der jetzt immer wärmer werdenden Sonne auf und verbringen ganz faul den Tag. Nun gehen wir durchs Gehege der Lemure. Sind kleine graue Tiere mit langen Schwänzen im Zebramuster. Leben alle im Rudel zusammen, springen auf den Ästen herum oder machen es sich gemütlich in ihrem Haus. Zusammengekuschelt ist es doch viel wärmer! Bloß nicht zu nahe kommen wird am Eingang gewarnt. Unterwegs kommen wir am gelben Heißluftballon vorbei. So eine Ballonsafari hätte was. Von oben einmal über den Park schweben, allerdings mit Befestigung am Boden. Wollen aber zunächst unserem Zeitplan folgen.

    Wir erreichen das weitläufige Gebiet der Giraffen. Diese Tiere sehen so hübsch aus mit ihrem Fell. Sehr elegant stolzieren sie mit ihren langen Hälsen herum und versuchen von den kahlen Bäumen etwas abzuknappern. Sind auch einige kleinere Giraffen dabei. Mit im Gehege noch ein paar Nashörner. Scheinen sich zu vertragen. Es wird Zeit Richtung Tiger Trail zu sprinten. Die Wege sind recht weitläufig und wir wollen ja auch was sehen. Gut, dass ich meine Sportschuhe dabei habe. Tatsächlich, hier ist der kleine Tiger, läuft aufgeregt hinterm Zaun herum. Leider wurde er wenige Tage nach der Geburt von seiner Mutter verstoßen und wird jetzt von den Tierpflegern aufgezogen. Als Raubkatze wächst er schnell und die Krallen sind auch schon ganz schön scharf. Die Fütterung beginnt. Er bekommt kleine Fleischbällchen. Doch zuvor muss er auf das Handzeichen hören und sich hinlegen. Als Belohnung dann die feste Kost. Klappt gut. Jetzt muss er einem Stab mit Signal folgen und mit der Nase anstubsen. Mal unten, oben, Mitte. So können die Pfleger auch seinen Bauch sehen und feststellen, ob alles in Ordnung ist. Später geht es noch ans Spielen mit einer großen Papiertüte und Kartonplatte. Dient wohl zum Schutz damit der kleine Racker nicht mit den spitzen Krallen die Hosen zerkratzt. Auf der anderen Seite dann die ausgewachsenen Tiger. Ist noch eine "kleinere" Art. Leben alle alleine im Gehege, sind Einzelgänger.

    Inzwischen sind die ersten 3 Stunden vergangen und wir haben schon einige Kilometer abgelaufen. Machen einen Abstecher zu den World Gardens. Sehen hier Bonsai-Bäume und jede Menge Mega-Kakteen von denen ich sehr beeindruckt bin. Kenne ich eher in klein auf der Fensterbank oder sonst nur von Gewächshäusern/Botanischen Gärten... Aber hier stehen richtig ausgewachsene lange Exemplare oder auch kugelrunde mit dicken Stacheln. Be careful!! Da kommt Wüstenfeeling auf. Die Temperatur stimmt auch, T-Shirt-Wetter. Wir sehen ein Schild mit der Warnung auf den Wegen zu bleiben wegen Schlangengefahr... Ann bekommt Panik und will diesen Bereich schnell wieder verlassen. Kann sie aber beruhigen und so laufen wir noch eine Runde weiter. Nach einem kleinen Imbiss möchte ich zum Elefantengehege. Die grauen Dickhäuter traben langsam durch die Sonne. Einer spielt mit Papier herum und es sieht so aus er würde es gleich essen ;)) Aber so dumm sind die Tiere nicht. Nach so viel laufen wird es Zeit für eine Rundfahrt mit der Africa Tram. Ist im Preis inbegriffen. Kommen gerade hier vorbei und ich beschließe mich anzustellen trotz Schlange. Ann spaziert weiter und ich warte geduldig. Kurz bevor ich es geschafft habe, kommt Ann zurück und reiht sich ein. Perfektes Timing. In den nächsten 30min fahren wird durch die Weite des Parks, vorbei an vielen Tieren in ihrem Gelände. Es beginnt mit den Geparden die sitzend die Touristenbahn betrachten, einige Federtiere, Antilopen, Steinböcke, Büffel und wieder die Giraffen. Schöner Überblick und Afrikafeeling. Nun sind es nur noch wenige Minuten bis zum großen Geparden-Rennen. Die Rennstrecke ist schon gut gesäumt mit vielen Parkbesuchern. Ann und ich suchen einen guten Spot und kommen noch am Löwengehege vorbei. Doch die meisten schlafen hier, 20 Stunden im Durchschnitt und die Weibchen übernehmen das Jagen, die Männchen kümmern sich um die Aufzucht der Jungen. Möchte nicht tauschen...

    Die Rennstrecke wird vorbereitet, letzte Tests, Futter vorbereiten. Und dann der erste Lauf, recht langsam. War´s das?? Entwarnung, nur ein Hund. Ist ein guter Gefährte des Gepards und wartet dann an der Rennstrecke. Jetzt öffnet sich der Käfig und das automatische Band mit seinem Lieblingsstofftier saust davon. Der Gepard hinterher. Pfiff, Run is over! An die Leine und fressen. Wow, das war schnell!! 5,5 Sekunden für 100m. Ehrlich, war schon etwas ängstlich, dass der Gepard nicht stoppen kann und dann in der Zuschauermenge landet. Aber die Tiere sind gut trainiert. An der Leine spaziert das hübsch gefleckte Tier nun auf dem Rasen und kann fotografiert werden. Und dann wird die Strecke nochmal vorbereitet. Ein zweiter Lauf. Diesmal höre ich mehr auf das Getrappel. Der Gepard ist übrigens das schnellste Tier an Land und ist für Highspeed geschaffen. Beeindruckend! Das war ein super Abschluss hier im Park. Nach 6 Stunden ist nun auch die Luft raus.

    Weiter geht es auf die Autobahn Richtung San Diego. Wir steuern La Jolla an, einen Ort mit vielen wohlhabenden Bewohnern direkt am Pazifik. Leider ist die Sonne schon untergegangen und wir sehen nur noch die Umrisse einiger Seerobben am Meer und zig schwarze Vögel. Müssen Komorane sein. Haben sich alle auf den Steinen zum Schlafen niedergelassen. Schade, aber wir können nicht alles haben. Ann und ich sind hungrig und so geht es jetzt nach San Diego downtown. Inzwischen ist alles so schön erleuchtet, der Hafen, Airport, Stadtfeeling by night. Nach einer längeren Parkplatzsuche kehren wir bei der Cheesecake Factory ein. Ist berühmt für unzählige verschiedene Cheesecakes. Aber es gibt auch warme Küche. Bestelle einen frischen Salat und leckeren Kräuterlachs mit Kartoffelbrei und grünem Spargel. Doch auf das warme Essen muss ich ewig warten. Als erstes kommt ein anderes Lachsgericht mit Reis und Erbsen, hatte ich so nicht bestellt. Die Küche korrigiert. Dann der zweite Teller, doch wo ist der Kartoffelbrei?? Gibts doch nicht. Was machen die Jungs da bloß nur in der Küche?? Relativ schnell bekomme ich eine extra Schale mit dem Pürree. Doch jetzt ist der Lachs nicht durch. Zart rosé geht ja noch, aber das war eine Spur zu viel. Auch der geht zurück. Plötzlich steht der Restaurantmanager am Tisch und entschuldigt sich für die Unnanehmlichkeiten. I take care of it! Verstehe, er sorgt dafür, dass nun mein Lachs ordentlich durchgebraten auf den Teller kommt. Aber das Lachsgericht übernimmt das Restaurant. Nette Geste. Das nenne ich Kundenservie. Mein Mango-Cheesecake gibts to go. Und dann ein Spaziergang durchs Seaport Village mit vielen netten kleinen Läden. Stöbern etwas, geniessen eine kurze Handpackung und dann geht es heim. Nieselt etwas unterwegs aber die Straßen sind frei.

    Das war ein super Tag im Süden der USA, kurz vor Mexiko!!

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  • 01Jan 2016

    65 Neujahrsspaziergang am Kitsilano Beach 01/01/2016 Canada —

    Vancouver, Canada

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    Happy New Year!

    Nachdem ich die Silvesternacht alleine in meinem Hotelzimmer verbracht habe (musste mich von meiner hartnäckigen Erkältung mit Stimmverlust erholen), wird es Zeit wieder unter Leute zu kommen. Entscheide mich für einen Spaziergang zum Kitsilano Beach. Diese Gegend steht noch auf meiner To-Do-Liste für die letzten Tage hier in Vancouver. Jetzt, wo ich zentral downtown wohne, ist alles recht schnell erreichbar. Bei viel Sonne und frostigen Temperaturen gehts zunächst über die Burrad Bridge auf die andere Seite der Englisch Bay. Wow, es sind viele Spaziergänger unterwegs, im Kitsilano Park toben Kinder auf dem Spielplatz. Komme an netten Einfamilienhäusern vorbei - die gibts hier neben den hohen Skyscrapern übrigens auch. Auf dem Wasser fahren einige Boote und auch sonst lassen die Vancouverites das neue Jahr sportlich beginnen: Joggen, Radfahren, Beach-Volleyball, Basketball und jetzt kommts: Anbaden bei -2 Grad... Crazy ist der sog. Polar Bear Swim, eine Tradition am Neujahrstag! Soll alle negativen Dinge aus dem letzten Jahr wegwaschen... Hand in Hand laufen einige Mädels und Jungs ins Wasser, nur für wenige Sekunden und dann rein in die warmen Handtücher. Muss super kalt sein. Brrr.

    Ich genieße den schönen Spazierweg entlang dem Wasser. Links und rechts mit Reif bedeckte Gärten, Baumstämme am Strand, große Containerschiffe auf dem Wasser, am Horizont die schneebedeckten Gipfel. Bewegung und frische Luft tun gut. Nach einer Weile drehe ich um und beschließe noch rüber zu Granville Island zu spazieren. Auf der Kunsthandwerkerinsel war ich ja ziemlich am Anfang meiner Zeit in Vancouver. Glücklicherweise hat ein Cafe dort im sonst so belebten Public Market geöffnet. Hier bestelle ich einen heissen Tee und ein Avocado-Sprossen-Sandwich. Auf meine Stulle muss ich allerdings super lange warten. Der Coffee-Shop ist völlig überlastet und als ich dann mein Sandwich abholen will, hat es jemand anderes weggeschnappt. Das darf doch nicht wahr sein!! Die Bedienung kann es auch nicht fassen und versucht noch den unrechtmäßigen Besitzer ausfindig zu machen. Doch dafür bleibt keine Zeit. Es gibt ein neues Brot. Am Tisch unterhalte ich mich mit einem jungen Mann aus Bozen. Spricht deutsch und wird in wenigen Tagen auf zwei Farmen mitarbeiten. Interessant, dass habe ich ja schon hinter mir. Mit einem anderen Pärchen komme ich auch noch ins Gespräch, sie von den Philippinen und er aus der Schweiz. Berichte von meiner Reise die leider bald zu Ende geht. Aber ich will mich ja nicht beschweren. Konnte sogar noch 3 Wochen verlängern um einen Abstecher in Californien zu machen!!

    Langsam geht die Sonne unter und da ich noch über die Granville Brücke zurücklaufe, mache ich mich lieber bald auf den Weg. Das ist echt ein ganz schön straffer Marsch heute. Gute 4 Stunden war ich auf den Beinen, natürlich mit Fotopausen und meiner Stärkung im Cafe. Aber zu Fuß war ich hier noch nicht unterwegs und jetzt erstrahlen alle Häuser downtown im abendlichen Licht, eine ganz andere Kulisse als auf dem Hinweg. Endlich zu Hause angekommen, freue ich mich auf mein warmes Hotelzimmer und lege erstmal die Füße hoch. Für die letzten 11 Nächte habe ich das Hotel "The Burrad" gebucht. Fand ich im Internet. Mein Zimmer 321 zum ruhigen Innenhof auf dem Laubengang gefällt mir, klein aber fein. Für die zentrale Lage ist es ziemlich ruhig, nur so einige Krankenwagen sind zu hören da gegenüber dirket ein Krankenhaus liegt. Das Bett ist super gemütlich und ich schlafe hier erstklassig. Inzwischen habe ich auch mein gesamtes Gepäck beisammen. Holte gestern noch die restlichen Stücke aus dem Haus von Anne Marie und Rahul.

    Die Hausversammlung heute Abend lasse ich lieber bleiben da meine Stimme immer noch sehr angeschlagen ist. Und so schreibe ich weiter an meinem Blog, lade Fotos hoch und versuche meine Reise in Californien abzuschließen. Zwischendurch gibt es ein paar Cracker mit Käsesticks und heißen Tee.

    Mal schauen, was ich so in den kommenden Tagen vorhabe.

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  • 04Jan 2016

    66 Tagestrip nach White Rock und Crescent Beach 01/04/2016 Canada —

    White Rock, Canada

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    Meine letzte Woche beginnt...

    Am Wochenende gab es nichts spektakuläres. Samstagnachmittag habe ich in der Bücherhalle verbracht und Sonntag gab es koreanisches Mittagessen, echt scharf. Habe auf dem Heimweg spontan eine Theaterkarte für Mittwoch besorgt.

    Eigentlich stand für heute ein Ausflug in die Berge auf dem Programm, Snowshoeing oder Snowtubing auf Mt. Seymour. Doch wir haben kurzer Hand umdisponiert da unser beider Auslandskrankenversicherung abgelaufen ist. Da wollten wir weniger Risiko eingehen und fahren Richtung Surrey an den Strand.

    Wir, dass sind Marielou und ich. Wir waren schon gemeinsam an der Capilano Suspension Bridge und hatten eine tolle Zeit. Marielou hat ihren Aufenthalt in Vancouver noch um einige Tage verlängert und so können wir heute wieder eine neue Ecke gemeinsam erobern. Mit dem Bus geht es direkt in die Region White Rock. Hier treffen wir Mindy aus der Gemeinde, die uns heute den Tag über begleitet. Mit dem Auto fahren wir weiter an den Strand. Geht ganz schön steil bergab durch hübsche Wohngegenden. Die Lage ist beliebt, wahrscheinlich auch super teuer. Es ist recht leer und frisch am Wasser. Müssen uns warm anziehen. Zunächst spazieren wir die Seebrücke entlang, begegnen einigen dicke Möwen die wohl auf etwas essbares warten. Weiter geht es am Ufer zum White Rock. Das ist ein 4 Meter hoher Stein der hier vor Jahrzehnten angespült wurde. Weiß angemalt gibt er dem Ort seinen Namen. Wir laufen den Spazierweg bis zum Ende und gehen dann zurück an der Straße, vorbei an vielen kleinen Geschäften. Leider sind die meisten von ihnen geschlossen. Ist wohl noch Winterpause hier. Das Jahr hat ja auch gerade erst angefangen. Marielou sucht ein paar Mitbringsel für ihre Freunde zu Hause, wird später noch fündig. Aber wir stärken uns erstmal mit leckeren Fisch&Chips, dazu ein bunter Salat. Für meine Beleiterinnen gibt es noch eine Meeresfrüchte-Suppe, nicht so mein Fall. Vom Restaurant haben wir einen tollen Blick auf das Meer. Übrigens, auf der anderen Seite ist schon die USA zu sehen. Der Ort liegt also ganz in der Nähe der Grenze.

    Langsam kommt die Sonne raus und wir gehen auch weiter. Während Marielou bei den Souvenirs stöbert, genieße ich lieber die warmen Sonnenstrahlen die sich leider viel zu schnell wieder hinter den Wolken verstecken. Mit dem Auto fahren wir nun an einen anderen Abschnitt, den sog. Crescent Beach. Crescent heißt soviel wie halbmondförmig, jedenfalls steht es so im Wörterbuch. Hier strahlt die Sonne nun richtig vom Himmel und die malerische Landschaft erscheint in einem neuen Licht. Zu dritt marschieren wir jetzt direkt am Strand entlang, über die vielen Steine. Muscheln liegen hier kaum. Wir entdecken viele elegante Häuser mit einmaligem Ausblick, viel Glas und teilweise Pool im Garten. Nach soviel Bewegung und frischer Luft wird es Zeit für einen warmen Tee und ein süßes Stückchen. Lasse mir einen Bananen-Schoko-Muffin schmecken. Seit einiger Zeit mal wieder die erste Süßigkeit. Während ich krank war, hatte ich darauf absolut keinen Appetit. Und dann heißt es Aufbruch. Mit dem Bus geht es zurück nach Vancouver.

    Im Hotel angekommen, plane ich meine weiteren Highlights in der letzten Woche. Möchte doch so viel wie möglich noch unterbringen und vor allem meine Freunde verabschieden.

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  • 05Jan 2016

    67 Last week in Vancouver 01/05/2016 Canada —

    Vancouver, Canada

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    Meine letzten Tage in Kanada sind gekommen - Der Countdown läuft...

    Nachdem ich gestern einen super Tagesausflug in die Region White Rock/Crescent Beach hinter mir habe, lasse ich den Dienstag heute ruhig angehen. Um 14:00 Uhr bin ich mit Christine in der Art Gallery zum späteren Mittagessen verabredet. 15min Fussweg und ich erreiche die Cafeteria. Herrlich, vieles ist von meinem zentralen Hotel in wenigen Minuten erreichbar. Das genieße ich! Die Cafeteria ist richtig nett eingerichtet und das Speisenangebot groß. Entscheide mich für eine Chicken-Broccoli-Quiche mit Salatbeilage. Als Getränk probiere ich Rosen-Limonade, später gönne ich mir ein Tiramisu mit Baileys-mmh. Nach vertiefter Unterhaltung über mehrere Stunden besuchen wir spontan noch die Ausstellung. Jeden Dienstagabend kommt man für einen beliebigen Spendenbetrag rein. Gut, dass wir nur einen kleinen Obulus entrichtet haben. Die Ausstellung gefällt uns weniger, zu modern und seltsam sind die Kunstwerke. Aber immerhin habe ich mal einen Eindruck erhalten. In Toronto war ich schließlich auch in der Art Gallery. ;))

    Mittwoch, heute treffe ich Elisa. Wir haben uns im 2wöchigen Grammatikkurs in der Schule kennen gelernt. Sie ist im Sommer frisch mit ihrem Mann aus Italien nach Vancouver gekommen und hat etwas Zeit bevor ihr nächster Sprachkurs weitergeht. Nach einem leckeren Croissant und Tee im Coffeeshop Container meines Hotels probieren wir spontan die gratis Leihfahrräder aus. Es geht über die Burrad Bridge Richtung Kitsilano Beach. Diese Ecke bin ich ja schon abgelaufen. Aber heute fahren wir noch etliche Kilometer weiter. Zunächst geht es den sog. Seawall entlang mit Blick aufs Wasser und die Berge. Das Wetter ist perfekt, die Sonne scheint und es ist richtig milde. Nach den Abschnitten Jericho Beach und Spanish Bank geht es steil bergauf Richtung UBC Unigelände. Links von uns liegt der große Regional Pacific Spirit Park. Wir strampeln eifrig bergauf, schnaufen in der Sonne und sind jetzt echt warm. Hört denn die Steigung gar nicht mehr auf?? Nach einer Weile steigen wir ab und schieben. Zwei Damen versichern uns, dass es zum Museum nur noch wenige Minuten sind. Es ist 14:00 und wir sind echt hungrig. In der Cafeteria gibt es für mich ein warmes Chicken-Curry. Elisa stärkt sich mit einem gut belegten Sandwich. Wow, dass war ein taffes Radprogramm über 2 Stunden. Zurück nehmen wir den Bus. Unsere Räder fahren vorne auf dem Gepäckträger mit. Downtown angekommen, gehe ich noch mit zu Elisa und besichtige ihre Stadtwohnung im 13. Stock. Klasse Ausblick aufs Wasser und Vancouver downtown, tolle Einrichtung, der elektrische Kamin verschafft ein angenehmes Raumklima. Es gibt heißen italienischen Kräutertee. Lerne auch ihren Mann Andrea kennen und dann mache ich mich zum nächsten Programmpunkt auf, Queen Elisabeth Theatre. Voher gibt es eine leckere Quesadilla, schnell umziehen und dann zu Fuß ins Theater. Auf mich wartet eine chinesische Tanz-Performance. Es geht hier um 3 talentierte Tänzer und ihre Lebensgeschichte. Das asiatische Tanztraining ist hart. Bunte Kostüme, tolle Akrobatik und chinesische Musik. Die Tanzstile sind schon recht besonders, mit langen Schleppen, Speeren und Fahnen... In der Pause kann ich mich umsetzen und genieße für die zweite Halbzeit einen mittigen Blick auf die Bühne. Hat sich gelohnt, das Fragen. Zufrieden geht es durch Vancouvers Straßen heim.

    Donnerstag, vormittags steht Shoppen im Outlet auf dem Programm. Bin hier mit Angie und Annika verabredet. Kaufe ein Polokleid/-shirt und ein Nike-Runningshirt . Für mehr ist kein Platz im Koffer. Sind gute Schnäppchen und der Umrechnungskurs tut sein übriges. Von Richmond nehme ich Bahn und Bus direkt in den Stadtteil Kerrisdale. Hier warten Joanne und Jennifer zum High Tea im Secret Garden auf mich. Wir haben uns in Quebec City in einem Restaurant kennen gelernt und heute verabschieden wir uns bei leckerem Tee, süßen und herzhaften Snacks. Die Etagere hält viele Leckereien bereit. Beginne mit den deftigen Häppchen, belegt mit Thunfisch, Schinken, Ei. Später gibt es noch Scones und Zitronentarte. Mein Ingwer-Zitronengras-Tee ist eine super Wahl. Aber das eigentliche Highlight kommt erst noch: Die beiden Damen haben mir jeder ein Geschenk mitgebracht und sogar noch eine Karte geschrieben. Wahnsinn! Womit hab ich denn das verdient?? Mir fehlen die Worte, bin einfach nur überwältig so liebe Freunde gefunden zu haben!! Das ist einmalig. Nach guten 2,5h lösen wir die nette Teerunde auf und sagen "farewell". Zurück geht's ins Hotelzimmer für eine kurze Verschnaufpause. Und dann treffe ich meine italienischen Freunde zum Abendessen wieder. Elisa hat Pasta gekocht. Lecker mit Bechamelsoße, Gemüse und etwas Schinken. Zum Nachtisch wartet ein köstliches Schokomoussee mit Obstsalat. Wieder geht ein erfüllter Tag meiner letzten Woche zu Ende. Bin so dankbar für alle Begegnungen die sich recht spontan ergeben haben.

    Es ist schon Freitag. Bald geht das große Packen los und dann mein Langstreckenflug über gute 9 Stunden nach Frankfurt. Aber daran will ich jetzt noch nicht denken. Heute bin ich nachmittags mit Yolly aus der Gemeinde verabredet. Nach ihrer Arbeit gehen wir erst etwas spazieren durch die City - entdecke noch ein neues Gebiet an der Waterfront. Danach speisen wir im griechischen Restaurant. Das ist nach so vielen kulinarischen Leckereien Premiere in Kanada. Die warmen gefüllten Weinblätter sind weltklasse. Die Mega Moussakka-Portion unmöglich aufzuessen. Wir hätten uns mal ein Gericht teilen sollen. Aber hier kann man sich ja alles einpacken lassen. Anschließend geht es in die Hausversammlung zu Sophia. Das ist meine letzte Begegnung mit den Glaubensgeschwistern die ich sehr schätzen gelernt habe. Sie haben mich gerade in meiner letzten Woche mit warmem Essen umsorgt. Durch die Gemeinde habe ich mich während meines gesamten Auslandsaufenthaltes wie zu Hause gefühlt!

    Nun, dass war die Woche im Schnelldurchlauf!

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  • 09Jan 2016

    68 Last day in Canada - Hiking Lynn Valley 01/09/2016 Canada —

    North Vancouver, Canada

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    My last day is gonna be a special Highlight!!

    I meet Sareena again today. What a joy!! After a while without contact because of my cancelled mobile contract I sent her a message via Viber. It worked and one day later we arranged our Lynn Valley hike today. She picks me up at the hotel around noon and by car we try to find Lynn Valley. It's in North Vancouver and we pass the beautiful Lions Gate Bridge. Sareena needs some support from her daughter. But we reach our destination and the weather is perfect. Sunny and not too cold. With us there're some people on the way. The landscape is awesome. Lot's of trees, water, stones, frozen lakes. For me that's typical Canada. It's going up and down and we talk a lot. "I wish I could have spent more time with you" Sareena often repeats. Too bad that I didn't call her from another phone. I was so short sided. But at least we can have this specail hike on my last day in Canada. That's something outstanding and I won't forget it so easily beause it's the last day of my big adventure.

    After being outside for more than 2,5 hours we get hungry and decide to have food in an indian restaurant. Thats's the first time in Canada I eat out for indian kitchen. The restaurant is in the old Little India area and in the neighbourhood I can see lots of indian stores. It's a buffet with delicious vegetarian dishes. Sareena invites me and afterwards she drops me off at the hotel. But probably it was not the last time we see each other. She likes to come to the airport tomorrow and have a coffee with me before my flight. I cannot imagine. It's like my mum... By the way she brings a gift for me and a personal card. I receive a big body lotion. But it will fit into my luggage.

    Back in the hotel I have some minutes to rest and then I have an appointment with Christine. She offered me to spend my last evening together. So nice because she has to work and is really tired. But she doesn't want to leave me alone at my last evening. And because I packed most off my stuff in the morning I have time for another meeting. As Christine get into the hotel I show her my room and we talk togehter about some special experiences of her. Later we decide to go out and have a drink. In this area there're lot's of restaurants and bars so it's not so easy to make a decision. At the end we sit down in a comfortable restaurant. Not many people there. Christine eats a fresh salad and I drink two fruity cocktails, extra mixed for me. That's the last evening and tomorrow I'll leave Canada. Cannot really imagine that this unique time comes to an end.

    But there should't be sadness and complaining. I could enjoy so many highlights, met amazing people, saw so beautiful and wonderful parts of Canada. I'm full of thanks that I could experience all this and that it came even better than I ever expected. Praise be to God!!

    So I set up my alarm clock and will have my last night in Vancouver.

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  • 10Jan 2016

    69 Der Tag ist gekommen - time is over... 01/10/2016 Canada —

    Richmond, Canada

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    Ein letztes Mal wache ich heute in Vancouer auf. Time to say goodbye...

    Es ist Sonntag der 10.01.2016. Die Koffer sind gepackt, alle restlichen Dinge werden noch verstaut. Mein Rucksack ist proppevoll. Etwas Proviant, Wohlfühlgaderobe für den Flieger, Rätsel, Tagebuch. Hoffentlich sprenge ich den Gewichtsrahmen nicht. Auf dem Hinflug vor fast 7 Monaten hat ja alles optimal gepasst.

    Ich beschließe gute 2,5h früher am Flughafen zu sein, gegen 11h. Da es mitten in die Versammlungszeit fällt, bestelle ich mir ein Taxi. Wollte eigentlich nur bis zur U-Bahn fahren und dann weiter mit dem Zug. Allerdings macht mir der indische Taxifahrer ein gutes Angebot und ich entscheide mich ganz spontan mit ihm direkt bis zum Terminal zu fahren. Gute Wahl mit zwei Trolleys und schwerem Rucksack. Am Airport angekommen, drucke ich mein Online-Ticket aus und stelle mich am Lufthansa-Schalter an. Mein großer Koffer hat exakt 23 kg - ich fasse es nicht. Das ist wirklich einmalig. Jetzt stelle ich das Handgepäck drauf. Der kleine Trolley, wo ich alle meine schweren Schuhe und Bücher reingepackt habe, bringt 11 kg auf die Waage und der Rucksack wiegt auch nochmal gute 6 kg. Und dann der Schock: Übergepäck, 100 Dollar!!! Was, wie bitte? Aber auf dem Hinflug ging das doch auch so mit Air Canada!? Das wollen sie mir nicht abnehmen. Handgepäck darf insgesamt nur 8kg betragen und da bin ich ja deutlich drüber. Habe doch ein paar Kleidungsstücke weggeschmissen, dafür natürlich auch einiges eingekauft. Nun ja, ich muss die $100 zahlen. Da führt kein Weg dran vorbei. Ein weiteres Gepäckstück könnte ich zwar auch noch anmelden aber das kostet gleich doppelt so viel. Das ein anderer Passagier fast $800 draufzahlen muss ist nur ein schwacher Trost. Nur gut, dass ich rechtzeitig am Airport bin um all das zu regeln...

    Nachdem mein Gepäck aufgegeben ist, trotte ich etwas bedröppelt mit meinem Rucksack zum vereinbarten Treffpunkt mit Sareena - Starbucks. Ich beobachte das Treiben und halte immer wieder Ausschau nach ihr. Und da kommt sie auch schon bald an. Für mich gibt es einen fruchtigen Smoothie und ein Käsebrötchen. Die letzten Minuten laufen. Ein paar Abschiedsfotos vor dem großen Schiff der Native Americans und dem schwarzen Bär, den ich in meiner gesamten Zeit nicht in natura sah. Dann drücke ich Sareena und verschwinde durchs Gate. Inzwischen habe ich nicht mehr viel Zeit bis zum Boarding. Doch auf dem Weg zum Abfluggate komme ich noch an einem Longchamp-Store vorbei. Hier sehe ich doch glatt ein paar reduzierte Taschen und greife nach einem petrolfarbenden Shopper. Noch ein Andenken an Vancouver und ich packe gleich meine sieben Sachen um. Passt alles rein. Am Gate angekommen, sehe ich schon den großen Lufthansa-Vogel auf dem Rollfeld. Eine große Boeing wo die Passagiere auf 2 Ebenen mitfliegen. Habe mich erneut für einen Gangplatz entschieden. Da kann ich dann ohne viel Fragerei aufstehen und rumlaufen. Neben mir der Platz bleibt unbesetzt und so habe ich genug freie Fläche um mich herum. Bis alle eingestiegen sind vergeht noch etwas Zeit. Dann heben wir ab bei strahlend blauem Himmel. Ein letztes Mal die Skyline von Vancouver sehen und dann schneebedeckte Berge von oben. Fliegen auch über Whistler wo ich ja einen Tag verbracht habe. Atemberaubend diese schöne Natur. Nachdem wir die Reiseflughöhe erreicht haben, spaziere ich gleich ans Fenster um das Bergpanorama zu betrachten.

    Zwischendurch verschaffe ich mir einen Überblick des TV-Programms und speichere ein paar Filme als Favoriten ab. Die Komödie "Man lernt nie aus" schaue ich mir als erstes an. Sehr sehenswerter Film der in New York spielt und mich an meine Tage dort erinnert. Der 70jährige Witwer fängt in einer Internet-Firma an und wird zur rechten Hand der Chefin. Der Flug ist übrigens super ruhig, wie Busfahren in der Luft, keine Bewegungen. Ich bin super happy und sehr dankbar. Jetzt fange ich an in mein Tagebuch zu schreiben. Beginnend in Toronto, Sprachschule, Ausflüge, Trip nach NewYork... Lasse alles Revue passieren und die Worte fließen nur so aus dem Kugelschreiber. Seite für Seite wird beschrieben. Nach 20 Blättern brauche ich eine Pause, merke es im Handgelenk. Schaue noch einen weiteren Film zum Buch das ich mal las "Zwei an einem Tag". Längst nicht so gut wie der Erste.

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