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Trip Karnataka Masala - Indien - der Süden Karnataka Masala - Indien - der Süden 21.01.2012 - 18.02.2012   Von der "Silicon City" Bangalore über Mysore, der Wiege des Ashtanga Yoga... Michael Westenberger (DE) Claudia L. (DE)
Deutschland Indien

Karnataka Masala - Indien - der Süden

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Von der "Silicon City" Bangalore über Mysore, der Wiege des Ashtanga Yoga, nach Hassan, Halebid, Belur und
zu den Pilgestädten an der Küste Udupi und Gokarna, nach Goa und Delhi

Hauptsächlich führt uns unsere diesjährige Indienreise durch den südlichen Teil des Bundesstaates Karnataka.

Masala heisst in Hindi ungefähr "Mischung" oder "Gewürzmischung" und genau das soll unsere Reise sein:
Eine Mischung aus modernem und traditionellem Indien, touristischen Höhepunkten und dem Indien abseits des Tourismus, von High Tech zu den Pilgerstädten des Hinduismus.

Means of Transport
Bus / Truck Flugzeug Zug
  • 21Jan 2012

    1 Reisevorbereitungen 21.01.2012 Deutschland —

    Schwanheim - Goldstein, Frankfurt, Deutschland

    Beschreibung

    7 Tage vor Abflug sind zumindest die bürokratischen Hürden geschafft.
    Visum:
    Die Visabestimmungen haben sich nach unserem letzten Indientrip geändert. Beispielsweise braucht man nun ein spezielles biometrisches Passbild im ungewöhnlichen Format von 5x5 cm. Das hatte ich bei unserem ersten Visaantrag natürlich nicht dabei und durfte nochmals antanzen. Gott sei Dank ist die zuständige Visa- und Consulat Services Agentur auch in Frankfurt.

    Genauere Informationen bekommt man hier : http://www.igcsvisa.de/IGCSVISAFH/index.html
    einer Reisezeit von nur 3 Wochen kommen wir leider nicht um eine genaue Planung herum. Deshalb steht die Route
    auch schon so gut wie fest. Der erste Inlandsflug ist gebucht und auch unser erstes Hotel in Bengalore.


    Zugfahren in Indien:
    Mit einer Gleisstrecke von 140.000 km und über 7.000 Bahnstationen hat Indien das weltweit viertgrößte Streckennetz und ist sogar mit 1,3 Millionen Mitarbeitern der größte Arbeitgeber der Welt.
    9.000 Lokomotiven mit 60.000 Personenwagons transportieren 30 Millionen Passagiere...täglich!!! Gut, es fahren ja nicht alle Lokomotiven und Wagons.
    Darum kommt man auch als Tourist nicht um Zugreservierungen herum, zumindest für die wichtigsten Züge:

    Fast in den Wahnsinn hat mich diesmal aber die Zugreservierung getrieben, die man bequem im Internet bearbeiten kann. Die offizielle Seite der Indian Railway verlangt nun zwingend eine Handynummer aus Indien. Dies haben wir aber auch lösen können und ein Ticket bekommen (ob das auch gültig ist, werden wir dann bald erfahren).
    Hier steht dann, wie es geht: http://www.seat61.com/India.htm

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  • 29Jan 2012

    2 Bangalore 29.01.2012 Indien —

    S. R. Nagar, Bengaluru, Indien

    Beschreibung

    Bangalore:

    28.01.2012

    Es geht endlich los.

    Flug mit Gulf Air von Frankfurt über Bahrain und dann nach Delhi war besser als erwartet. Im Air Bus A330 gibt es nur 2er Sitzreihen und Bildschirme für jeden Sitz. Das Essen war ok und der Service auch. Das ausgerechnet auf jedem Flug das am lautesten schreiende und ums sich tretende Kind in der Reihe vor uns gesessen hat, kann man der Fluggesellschaft nicht zum Vorwurf machen. Und die Kopfhörer durfte man behalten.

    Seltsam auch der Flughafen Bahrain: Preise sind in de Duty Free Shops nur in Bahrain Dollar ausgezeichnet. An einem Geldwechselschalter erhielt ich die Auskunft, dass ich für 10EURO etwa 500 Dollar bekommen würde. Demnach sollte dann ein Kaffee 30 EUR kosten. Der Kerl am Wechselschalter wollte wohl nicht wirklich 10 Euro tauschen.

    In Delhi sind wir dann um 04:00 Ortszeit angekommen (23:30Uhr Frankfurt Zeit). Jetzt müsse wir nur noch zu dem Terminal für die Inlandsflüge.
    Nach Befragung von 5 Offiziellen hatten wir 5 Antworten: in Indien gibt es halt kein „Nein”.

    Wir müssen also mit dem kostenlosen Shuttlebus zu einem anderen Terminal fahren.
    Das war vor 2 Jahren auch so aber da sind wir einfach eingestiegen. Heute müssen wir uns ein Ticket besorgen, dass es nur gegen Vorlage der Bordkarte eines internationalen Fluges +
    das Ticket für den nationalen Flug gibt.
    Dieses Ticket wird dann auch im Bus nochmal kontrolliert. Der Bus war kostenlos !

    Nach 3,5 Stunden Aufenthalt in Delhi flogen wir mit Indigo Air dann zu unserem ersten Ziel, Bangalore. Im vollbesetzten Flieger sind wir die einzigen Touristen, ein Indiz dafür, dass es in Bangalore nicht wirklich was zu sehen gibt.

    Mittlerweile ist es 12:10 Ortszeit (07:40Uhr Frankfurt Zeit) und wir werde langsam etwas müde., immerhin sind wir jetzt 23 Stunden unterwegs. Deshalb beschließe wir, nicht den öffentlichen Bus in das 50km entfernte Stadtzentrum zu nehmen, sondern das Taxi.

    Zum offiziellen Taxischalter kommen wir nicht, wir vorher von einem hartnäckigen Schlepper abgefangen werden. Auf die Frage, was es denn kostet, schweigt er ebenso beharrlich. An seinem Auto, einem inoffiziellen Taxi, zeigt er mir ein eingeschweisstes Papier mit den Preisen. Darauf steht der Preis von 1200 Rupien (etwa 20 EUR). Wir lachen und sagen, daß wir den Bus nehmen, der kostet nur 300 Rupien. Ein anderer Fahrer (mittlerweile sind wir von einem halben Dutzend Fahrern umringt) fragt, was ich denn zahlen will. Hmm, 700 Rupien. Er will uns für 800 fahren, das ist ok.

    So kommen wir dann nach einer Stunde Fahrt im Hotel Ajantha nahe der Einkaufsstrasse MG Road, an.

    Nach etwas relaxen wollen wir auch noch was sehe und fahren mit der nagelneuen Skytrain zum In-Viertel der MG Road. Nach Security Check ( wie am Flughafen) und der Belehrung, dass Fotografieren im Zug nicht erlaubt sei, fuhren wir für 10 Rupien eine Station.

    Das Tourismusbüro, dass es laut Reiseführer her geben soll, ist aber abgerissen. Heute wollen wir aber nichts mehr machen uns laufen die Brigade Road, ein Shopping-Paradies in westlichem Stiel auf und ab.
    Den Tag schließen wir mit einem Vegan Shake (Eiskaffee ohne Kuhmilch) im stylischen Coffee Day, einer Kaffekette wie Starbucks.

    Der hatte es in sich, wir konnten erst gegen 01:Uhr nachts einschafen, Also ca. 36 Stunden auf den Beinen.

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  • 30Jan 2012

    3 Bangalore 30.01.2012 Indien —

    S. R. Nagar, Bengaluru, Indien

    Beschreibung

    Bangalore

    Heute war dann mal ausschlafen angesagt, nachdem wir ja gesten nicht einschlafen konnten.
    Um 09:00 haben wir uns dann doch aus dem brettharten Bett gewuchtet. Da in unserem Hotel gleich 2 Hochzeiten gefeiert werden, war es die ganze Nacht aus dementsprechend laut. Unser Hotel ist abseits der Hauptstrasse und eigentlich ganz ruhig.
    Zum Frühstück wollte ich mal neben den sonst üblichen „Brot Butter Marmelade” einmal die
    Spezialität Südindiens kosten, Dosa, knusprige dünne Reispfannenkuchen. Ich bestellte Mini-Masala Dosa, d.h. mit Katroffelcurry gefüllt zu 30 Rupien, nicht mal 50cent. Nach dem Frühstück schauten wir uns noch die Hochzeitszeremonie ein wenig an. Highlight. Der Brahmanenpriester warf mit voller Kraft eine Kokosnuss auf das Pflaster, die in 1000 Stücke zersprang... alles lachten und waren froh, nur das Brautpaar irgendwie nicht.

    Danach nutzten wir wieder die neue Skytrain, die, wenn sie jemals fertig wird, auch ganz brauchbar zu nutzen wäre. Leider sind von den geplanten 40 Stationen nur 6 Stationen fertig. Und schon unser Ziel „MG Road” ist eine Station weiter und auch schon Endstation.

    Zu Fuß erreichten wir den Cubbon Park. Den „Tip” schnappte ich gestern von einem TukTuk Fahrer (in Indien heißt es eigentlich Motorrikscha) auf, der uns zu einer Fahrt dahin überreden wollte. Hier gibt es aber eigentlich nichts zu sehen.. Der Park ist recht verdreckt und der Kinderspielplatz hat Montags immer „Holiday”. Besser hat uns da die St. Marks Cathedral gefallen, auch ein Tip des besagten TuukTuk Fahrers. Die Kirche wurde vor 200 Jahren gebaut und beherbergt heute eine Gemeinde von 2000 Seelen. Touristen kommen eher selten her und so nahm sich Kmutju, der Bellman (was wohl sowas wie Küster bedeutet) Zeit, uns eine Privatführung zu geben. Fotografieren ist eigentlich verboten, sagte er mit einem Lachen, aber bei uns macht er eine Ausnahme.
    Die gemütlichen Rattanbänke stammten noch aus der britischen Kolonialzeit. Die Briten wollten es wohl auch in der Kirche eher gemütlich.
    Die Orgel wurde von einer schweizer Firma vor 2 Jahren komplett renoviert. Wir haben noch sämtliche Gottesdiensttermine mit auf den Weg bekommen und machten uns wieder auf den Weg in die Einkaufsstrasse „Brigade Road”, kauften aber nichts..

    Nach einem weiteren Cafe in unserem Lieblingskaffee (zumindest in Bangalore) beendeten wir die Tour.

    Abendessen in unserem Hotel: Ziemlich voll, alles wohl Geschäftsreisende. Wir bestellten Set Dosa und bekamen aber Iddli, statt knuspig halt gedämpft... wird auch mit den Fingern gegessen und natürlich mit der rechten Hand, die Linke ist für den A... Klopapier ist in Indien nicht so bekannt.

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  • 31Jan 2012

    4 Mysore 31.01.2012 Indien —

    Chamrajpura, Mysuru, Indien

    Beschreibung

    Von Bangalore nach Mysore:

    Nach dem Frühstück liefen wir mit unserem Gepäck zur nahegelegenen Mahatma Gandhi Road (MG Road), wo uns auch sofort ein TukTuk Fahrer erspähte und anhielt. Für 100 Rupien, die Rucksäcke irgendwie verstaut, kamen wir 30min später am6km entfernten Bahnhof an. Hier galt es erst mal den richtigen Bahnsteig zu finden. Da die elektronische Anzeigentafel kaputt war (High Tech City Bangalore) fragten wir einen Uniformierten, der Gott sei Dank kein Uninformierter war. Bahnsteig 7 war schnell gefunden. Und das Warten auf den Zug begann. Da unsere letzte Zugfahrt in Indien vor 2 Jahren mit 10 Stunden Verspätung ankam, waren wir auf alles vorbereitet.
    Auf die Sekunde pünktlich lief der Shatabdi (Schnellzug) ein, der die Küstenstadt Chennai mit Bangalore und Mysore verbindet. Auf dem Bahnsteig stehen auch die Zuwagennummern (wir hatten Wagen Nummer 5) und genau dort hält auch der Zug. Wir hatten Glück und der einzige Platz im Wagen, der frei blieb, war in unsere Reihe, so hatten wir 3 Plätze zur Verfügung. Bedenkt man, das der Shatabdi etwa das 8 fache eines normalen Tickets kostet, wird einem neben der Schnelligkeit auch was geboten:
    Es gibt nur AC (Klimaanlage), Wasser und ein 2 Gang Menue ist im Preis inbegriffen und es gibt eine „special designet toilet”. Das Spezielle an dieser Toilette haben wir aber nicht herausgefunden.

    Nach genau 2 Stunden kamen wir in Mysore an. Genau nach Plan. Hier wollte ich noch schnell die Bahnkarten für den Zug nach Hassan kaufen, aber der Mann an Schalter lachte und sagte, das dies erst kurz vor der Fahrt geht. Also wieder ohne Karten vorbei an drängelnden Inderinnen,... ich hatte mich in die Frauen und alte Leute Schlange eingereiht.

    Mit dem Tuk Tuk dann erst man in unser Hotel Roopa, Luxus für 1500 Rupien am Tag. Wobei jetzt der unterschied zu einem 500 Rupien Zimmer besteht, weiss ich allerdings nicht.
    Ok, die Lage ist super, man kann vom Dach die Spitze des Palastes sehen und das Dachterassenlokal ist toll. Das ist aber auch für jeden offen.

    Da der Palast und die Stadt in Laufreichweite sind, stapften wir zum Palast. Das Nordtor war geschlossen, aber das Südtor soll geöffnet sei, also auf der Strasse einmal den Palast umrunden, jedem Tuk Tuk Fahrer, sagen,. dass man laufen will, was die wohl nicht verstehen können. Bleibt man einmal stehen, um ein Foto zu machen, hat man entweder ein bettelndes Kind oder einen selbsternannten Reiseführer an der Backe, die ein Interesse gemeinsam haben: Rupien.

    Am Südtor angekommen, dann die Eintrittspreise: 20 Rupien für Inder, 200 für Ausländer.
    Da wir nicht so die Palastfans sind, machen wir ein Zaunfoto und weiter geht es zurück in die Stadt zum Devaraja Markt, der laut Reiseführer einer der schönsten Blumenmärkte Südindiens sein soll. Dort sprach uns auch gleich ein etwa 10 jähriger Junge an, der sogar ein wenig deutsch konnte „Guten Tag, wie geht es ihnen, Räucherstäbchen”, und wollte, dass ich ihn beim Räucherstäbchenmachen fotografieren sollte. Coole Masche, also nichts wie hin.

    Räucherstäbchen macht man mit Gunpowder, pulverisiertes Sandelholz und etwas Wasser. Daraus knetet man eine teigartige Masse, die man dann um ein Bambusstäbchen rollend verbindet.

    Hier kauften wir etwas ätherisches Öl, bekamen noch einen Haufen Räucherstäbchen ( zu Hause haus haben wir ja nur noch 3000 Stück) und mein selbstgemachtes Stäbchen wollte er auch nicht behalten.

    Zurück im Hotel probierten wir auch gleich das Dachterassenlokal aus. Chillig und man kann die Speisen auch essen.

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  • 01Feb 2012

    5 Mysore 01.02.2012

     

    Beschreibung

    01.02.2012 - Mysore

    Heute stand unsere Tagesbesichtigung von Mysore auf dem Programm. Wir hatten mit unserem TukTuk Fahrer gestern ausgemacht, dass er uns um 10:00 Uhr abholen sollte.

    Da wir uns gestern beim Hotel wegen der Unsauberkeit beschwert hatten, bekamen wir heute
    2 Gutscheine für das Frühstücksbuffet. Das war allerdings rein indisch mit Dosas und diversen Dips.. naja Toastbrot gab es auch in die weltweit obligatorische Erdbeermarmelade.

    Pünktlich um 10 Uhr ging es dann zum Chamundi Hill, der sich außerhalb der Stadtzentrums mit seinen 1400m erhebt. Mysore ist etwa 1000m hoch, auf dessen Spitze sich der Sri-Chamundeshwari-Tempel befindet. Dieses wichtige Pilgerziel aus dem 12. Jahrhundert wird von einem siebenstöckigen, 40 Meter hohen Gopuram dominiert, der aber erst vor etwa 300 Jahren hinzugefügt wurde. Der Tempel ist Durga (Chamundeshwari) geweiht., der Liebelingsgöttin der Maharatjas von Mysore.

    Oben angekommen haben wir uns erst mal geweihte Bändchen ans Handgelenk binden lassen. und sind dann auch mit der Pilgerschar barfuss durch den Tempel. Hier gabe es auch eine „Coconut breaking Area” das wir ja schon auf der Hochzeit kennenlernen durften. Hier bekamen wir auch einen geweihten Sandelholzpunkt auf die Stirn ( bekommen wohl nur Nichthindus) um danach eifrig zu spenden... meine 10 Rupien ( die kleine Reisegruppe hatte je Person 100 gegeben) haben ihm dann auch nicht so gefallen. Da aber kein Inder etwas gegeben hat, finde ich 10Rupien mehr als fair.
    Als nächstes schauten wir uns noch den Nandi, Shivas Stier an. Hier ist es eine riesige schwarze Kuh aus dem 16. Jahrhundert. Wir hielten noch einen kleinen Schwatz mit einem lustigen Händler mit Miniatur-Gottheiten aus Eisen und fuhren dann zum ersten obligatorischen Shop, der wurde von unserem Fahrer als „Wholsale Market” angepriesen.
    Der Laden schlug lachhafte Preise vor und wir waren schnell wieder draussen. Nun war der 2. Shop dran, diesmal aber „Interesting” und im muslimischen alten Viertel gelegen, das von den Engländern in der Kolonialzeit als Handelsstation aufgebaut wurde. Dieser uralte Laden verkaufte ätherische Öle aller Art, Sandelholzöl, Lotusblütenöl, Safranöl etc. . Sogar Will Smith hätte schon bei Ihm gekauft und diverse Leute aus Deutschland.. er konnte das mit diversen Briefen belegen... ja nee, is klar. Da wir seinen Ausschweifungen mit ausdruckslosen Gesichtern folgten und er seine Felle davon schwimmen sah, spielt er seinen letzten Trumpf aus: Er nahm genau 1 Tropfen Lotusblütenöl, verrieb es in seinen Händen und rieb zuerst seine, dann unsere beiden Arme damit ein.
    Da dieses Öl gut gegen Moskitos und allerlei Getier sein soll, nahmen wir den kleinsten Flakon. Die Arme rochen noch stundenlang danach, selbst nach dem Duschen.

    Nach unserer Tour, die wir mit 500 Rupien wohl viel zu gut bezahlt haben, fanden wir dann am Gandhi Square doch noch ein ruhiges Plätzchen zum entspannen . Auf dem Flachdach des Hotels Shilpashri gab es leckeres Essen und man konnte das Getümmel in aller Ruhe beobachten.
    Ein echter Geheimtip. dessen Eingang sich nur schwer finden läßt.
    Hier unterhielten wir uns auch mit einer älteren Französin aus Montpellier, die 5 Monate durch Indien reist, da wie sie sagt, als Rentnerin viel Zeit und wenig Geld hat. Auch sie findet, dass es in Indien meistens keine Möglichkeit gibt, sich mal auszuruhen und zu entspannen.

    Beim Abendessen erwähnten wir dem Kellner, wie lecker das Crispy Thai Chicken ist, und das wir unbedingt das Rezept für die Sosse haben müssen. Er erklärte uns schon recht detailiert die Zutaten, kam zu unserer Überraschung mit dem Chefkoch wieder, der sichtlich stolz war, dass wir sein Essen so toll finden.
    Wir durften auch einen Blick in die Küche werden und die ganze Crew kennenlernen. Auch der Barmanager gesellte sich zu uns und freute sich über das Lob, was wir für sein Restaurant hatten.
    Küchenchef Bablu Jana gab er uns gleich 2 Rezepte mit auf den Weg.:

    Eines davon ist:

    Thai Crispy Chicken Sauce a la Chefkoch Bablu Jana (SpicezFusion Restaurant, Hotel Roopa, Mysore, India)

    Galengal (indisch)
    Thai Red Chili
    Zitronensaft
    Essig

    Das zusammen mixen und mörsern und 3-4 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen.

    Dann das Ganze gut kochen.

    Dieses Rezept hält einen Monat im Kühlschrank und bei Bedarf kann man die gewünschte Menge entnehmen, gibt Honig und Thai Basilikum dazu und gibt es zu dem mit Salz und Pfeffer stark angebratenem Huhn dazu.

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  • 02Feb 2012

    6 Hassan 02.02.2012 Indien —

    Hassan, Indien

    Beschreibung

    Mit der Bahn nach Hassan:

    Entgegen all unserer Befürchtungen war der Fahrkartenkauf im Bahnhof von Mysore kein Problem.
    Für die etwa 140km lange Strecke von Mysore nach Hassan zahlten wir zusammen 38 Rupien, ca 50Cent !!
    Auch der Bahnsteig war angeschrieben und schnell gefunden. Nun hieß es wieder warten...da an unserem Bahnsteig zwar ein Zug stand aber niemand einsteigen durfte. Am Nachbarsteig stand auch ein Zug in den Leute ständig einstiegen.. komisch. also schauten wir uns mal genauer diesen Zug an und siehe da, es war unserer Zug, nur am falschen Bahnsteig.
    Wir sind dann auch gleich hineingestürmt und haben noch 2 Sitzplätze für die 2,5 stündige Fahrt gefunden. Am ersten Bahnhof fingen unsere Mitreisenden an, Obst durch die offenen Fenster zu kaufen. Wir wurden gleich aufgefordert, zu probieren. Das konnten wir nicht abschlagen und nahmen jeder ein Stück Jackfrucht, das erstaunlich gut schmeckte. Nur Claudia hatte wohl eine allergische Reaktion und ein jucken im Mund, was aber schnell besser wurde.
    Gerade rechtzeitig, denn nun kam Bewegung in den Wagon: Ein Essensverkäufer mixte aus Puffmais, Karotten- und Zwiebelraspeln, Koriander und irgendeiner Essigsosse etwas, was er „Brie” nannte und das er in als Tüte gewickelte Zeitung wirklich an jeden Fahrgast im Wagon verkaufte. Naja, nicht an jeden Fahrgast, denn wir zwei Ausländer bekamen je eine kleine Portion geschenkt, die wir auch gleich kosten mussten. Da es recht „spicy” war und recht gut schmeckte, hat sich der ganze Wagon mit uns gefreut. Der Verkäufer wollte nur eine Münze aus Deutschland haben, dumm nur dass ich nur noch ein 2 Euro Stück hatte. Ich gab sie ihm und die Münze machte im ganzen Wagon die Runde. Er wollte das Geldstück aber dann unter keinen Umständen behalten, da er mitbekommen hatte, das 2 Euro ca 120 Rupien wert sind.

    Die Zeitung, die als Tüte für unser „Brie” herhalten musste, war übrigens von 2008 !!

    Die Papaya, die uns als nächstes von einer Familie angeboten wurde, habe wir dann aber doch abgelehnt.

    Mit einer erstaunlich günstigen Rikshaw fuhren wir durch die erstaunlich dreckige Stadt zu unserem erstaunlich guten und erstaunlich günstigen Hotel Suvarna Regency. Nach etwas Erholung mussten wir auch die nächsten Touren vorbereiten, aber erstmal entdeckten wir auf dem Weg zum Busbahnhof einen recht schönen Obstmarkt und die Freundlichkeit der Leute unterstrich einmal mehr unsere These für Süd- und Südostasien: Je öder die Stadt, desto freundlicher die Menschen. Natürlich mussten wir auch hier wieder ein Obst probieren, dass „Chikku” genannt wurde und rund und braun und etwa die Größe eines Tennisballs hat.

    Der neue Busbahnhof glich von außen einem Flughafen. Von Innen jedoch gibt es gerade mal einen Informationsschalter, an dem wir nur erfahren haben, dass man die Tickets im Bus kaufen muss.

    Als nächstest statteten wir dem Tourismusbüro einen Besuch ab. hier durften wir in einem Büro Platz nehmen und unsere Fragen stellen. So etwas wie Informationsmaterial und Karten gibt es hier aber nicht. Wichtig war aber unsere Eintrag ins Besucherbuch. Der letzte Besuch eines Touristen lag ganze 4 Tage zurück, also leiden die 4 Mitarbeiter im Büro sicher nicht an Stress.
    Laut Reiseführer soll es ein Kaffee mit Balkon geben. Das haben wir auch gefunden, nur leider wird es gerade kernsaniert oder ganz abgerissen. Wieder nichts mit abhängen bei einem Kaffee.
    Als wir in unserem Hotel zu Abend gegessen hatten, bekam ein Inder mit seinem Sohn ein am Nachbartisch gerade Hühnchenbeinchen, die mit einer von Kerze beleuchteten, ausgehöhlten Tomate verziert waren, serviert. Unser neugierigen Blicke bemerkend, rief uns der Inder an seinen Tisch, damit wir uns das genauer ansehen konnten und wir mussten natürlich auch probieren. Voller Stolz durfte er natürlich auch ein Foto mit uns machen.

    Dies war wohl unser Tag der Verkostung.

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  • 03Feb 2012

    7 Halebid und Belur 03.02.2012 Indien —

    Halebeedu, Indien

    Beschreibung

    Nach unserem Frühstück mit typischem Dosa in unserem Hotelrestaurant, was von erstaunlich vielen Einheimischen besucht wurde, liefern wir zum alten Busbahnhof, um einen Bus nach Halebid zu nehmen. Kaum ist der Bus angekommen und ehe wir uns „Bus” zurufen konnten, stürmten ein Haufen Inder den Bus und besetzten in Windeseile alle Sitzplätze. Wir standen dann erst mal direkt hinter dem Fahrer, für die 36km lange und 1 Stunde dauernde Fahrt, die für uns zusammen 38 Rupien kostet, wäre das auch gegangen aber wir hatten Glück und schon an der nächsten Station wurde ein Platz für Claudia und mich frei. Ich habe allerdings den „Ehrenplatz” auf der Motorabdeckung direkt neben dem Fahrer bekommen.. mit eingebauter Sitzheizung, denn so ein Motor wird auch etwas heiss.

    Die Strasse wurde immer schlechter und wir wurden ordentlich durchgerüttelt, ein Vorgeschmack für die morgen anstehende 6,5 Stündige Busfahrt nach Udupi.

    Schlimmer als das Gerüttel jedoch war das Horn des Busses, dass der Fahrer im Bus, und nicht außen angebracht hat. Uns sind fast die Schädel weggeflogen.

    Halebid:
    Dorasamudra wurde von König Vishnuvardhana (ca. 1108–1152) als Hauptstadt der Hoysala-Dynastie gegründet. Auf dem Höhepunkt seiner Macht umfasste das Hoysala-Reich große Teile des heutigen Karnataka. Das von Malik Kafur geführte Heer des Sultanats von Delhi plünderte Dorasamudra 1311 und erneut 1327 und leitete damit das Ende der Hoysala-Herrschaft ein. Dorasamudra sank zu einem unbedeutenden Ort herab, der nunmehr als Halebid (Kannada für „alte Hauptstadt“) genannt wurde.

    An die Hoysala-Zeit erinnern in Halebid heute der Ende des 12. Jahrhunderts erbaute Hoysaleshwara-Tempel sowie der kleinere Kedareshwara-Tempel und zwei Jaina-Heiligtümer. Die Tempel von Halebid gehören zusammen mit dem Tempel des 16 Kilometer westlich gelegenen Belur sowie dem von Somnathpur bei Mysore zu den bedeutendsten Beispielen der Hoysala-Architektur.

    Am Tempel von Halelbid, erblickten wir schon von weitem eine etwa 20 Mann und Frau starke Reisegruppe mit ihrer Reiseleiterin. Wir mischten uns unter die „Herde” und lauschten ein wenig der Reiseleiterin, die mit bayrischem Akzent jede Figur am Tempel zu erklären versuchte. Die Reisegruppe, die ausnahmslos deutschsprachig war, würdigte uns keines Blickes ( sonst gab es keine Ausländer), kein „Guten Tag” oder „Hallo”, nicht mal als ich auf deutsch „Guten morgen „ sagte. Offenbar wurde der Gruppe von der Reiseleiterin eingebläut, sie dürfen nicht mit Fremden sprechen. Die Gruppe wurde auch nicht von Indern angesprochen, wir dagegen schon: Eine ganze Schulklasse wollte Fotos mit uns machen und jedem die Hand schütteln.

    Mit der Rikshaw fuhren wir dann ins 16km entfernte Belur, um uns da den heute noch benutzten Tempel anzusehen. Stolz war der Fahrer auf seine Musikanlage, die uns die ganze Zeit mit Bollywood - Musik beschallte. Leider rüttelte die alte Rikshaw so sehr, das wir das Gefühl hatten, auf einem Rasenmäher zu sitzen.

    Hier trafen wir auch den Studiosus Bus wieder, der seine Gruppe aber erst zu einem Restaurant chauffierte.

    Nach der Tempelbesichtigung trotteten wir noch durch Belur zum Busbahnhof und Claudia bemerkte auf einmal eine Kaffeegeruch, wir standen vor einer unscheinbaren Kaffeerösterei.
    Der Besitzer lud uns auch gleich ein, hineinzukommen und zeigte voller stolz seinen Kaffeeröster für 10Kilo Kaffeebohnen. Der Laden war brechend voll, aber nicht mit Kunden, sondern Lieferanten, die ihre frischen Kaffeebohnen zum Kauf dem Röster anboten.
    Auch diese Laden werden die Studiosus Leute wohl nicht sehen.

    Fotos & Videos

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  • 04Feb 2012

    8 von Hassan nach Udupi 04.02.2012 Indien —

    Udupi, Indien

    Beschreibung

    Hassan to Udupi 230KM

    Heute steht uns eine lange Busfahrt bevor: Mit dem Wissen standen wir nun vor dem einzigen Schalter im supermodernen Busbahnhof von Hassan: „Platform 2 ! Udupi, Udupi” wurde uns genannt und so warteten wir, wohlwissend, dass wir über eine Sunde zu früh dran sind, an dieser Platform (es gibt deren 6 mit je 8 Anfahrtsbuchten). Aber man weiss nie, was einen in Indien erwartet.
    Es sollte laut Aussage auch ein „Super Luxus Bus sein”.
    Jeder Bus, der die ca. 8 Anlaufstellen der Platform 2 anfuhr, wurde gefragt, ob er nach Udupi fährt... immer Kopfschütteln.
    Nachdem wir immer abwechselnd jeden Beamten nach dem Bus fragten, wusste wohl der ganze Busbahnhof über unser Vorhaben, einen Bus nach Udupi zu finden, bescheid.

    Als dieser endlich eintraf, riefen auch schon einige Beamte uns entgegen : „Bus to Udupi”.
    Natürlich war es kein Super Luxus Bus, sondern ein typisch indischer Bus, wie wir ihn auch gestern 2 mal benutzten.
    Glücklicherweise war der nicht bis auf den letzten Platz voll und so konnten wir unsere Rucksäcke auf die Rückbank stellen und jeder von uns hatte eine 2er Reihe für sich. An der nächsten Haltestelle aber füllte sich der Bus und ich bekam einen jungen Inder als Nachbarn, der mit seinem Freund unterwegs war. Bald darauf machten wir uns bekannt und unterhielten uns angeregt. Mein Sitznachbar Azif arbeitet in der familieneigenen Baumschule und Rahid ist Optiker und hat ein eigenes Geschäft in Sakleshpur und sein Vater einen Optikerladen in Hassan. Beide verdienten für indische Verhältnisse sehr gut, ca 60.000 Rupien pro Monat.
    Nachdem wir nach einer Stunde Sakleshpur erreichten, eine Stadt, die ganz dem Kaffeeanbau verschrieben war, wurde der Bus wieder leerer. Nun schlängelte sich die Strasse in Serpentinen auf und ab durch die Westghats, der Bergkette, die die Mysore Hochebene vom Meer trennt. Der Busfahrer fuhr den alten Ashok Leyland am Limit, überholte auch PKWs und Lastwagen, was einige Fahrgäste mit Erbrechen honorierten. Gott sei Dank hatte der Bus Fenster, die man öffnen konnte. Da wir ganz hinten sassen machten wir unser Fenster zu, wenn sich vorne jemand aus dem Fenster lehnte, um dem Bus eine neue Aussenfarbe zu geben. So fuhren wir durch die Coorg Region, die bekannt für Pfeffer- und Kaffeeanbau ist.
    Hinten im B us wurden wir ganz schön durchgeschüttelt und sprangen manchmal wie Flummies auf unserer Sitzbank herum.
    Pünktlich nach 6,5 Stunden erreichten wir dann Udupi. Wir quartierten uns im angeblich besten Hotel der Stadt ein (Zimmer 700Rupien) und erholten uns erst mal von der doch anstrengenden Busfahrt. Das Hotel jedenfalls hat seine besten Jahre, wenn es die jemals gegeben hat, schon hinter sich. Wir sind dann in das hoteleigene Restaurant ( es gibt 3) und zwar eins der besten der Stadt, hier gibt es auch Alkohol und nichtvegetarische Gerichte.
    Das Essen war sehr lecker und der Oberkellner auf seine eigene Art und Weise auch irgendwie liebenswert, auch wenn er ganz ungeniert mehrfach laut rülpste, um dann wieder seine unzähligen Kellner aus irgendwelchen Gründen zusammenzufalten.

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  • 05Feb 2012

    9 Udupi 05.02.2012 Indien —

    Udupi, Indien

    Beschreibung

    Udupi:

    Kalt erwischte uns am Morgen die Nachricht, dass es Sonntags im Hotel kein Frühstück gibt, aber in der Bruzzelbude um die Ecke: Geschockt bestellten wir nur 2 Rotis ( im Tandori Ofen gebackenes Brot) und schwarzen Kaffee. In Indien heisst schwarzer Kaffee aber nicht unbedingt, dass der Kaffee ohne Milch und Zucker sein muss. Und natürlich gab es Kaffee mit viel Milch und noch mehr Zucker. Der Tag fing schon gut an.

    Zurück auf dem Zimmer hörten wir Unmengen von explodierender Knallfrösche auf der Strasse und ein Umzug wie beim Karenval zog vor unserem Fenster vorbei: Trommler, Stelzenläufer und geschmückte Motivwagen irgendeiner religiösen Gruppe zogen vorüber. Gut, dass wir ein Zimmer im 7. Stock hatten.

    Nach diesem „tollen” Frühstück und der Parade sind wir erst mal zum Krishna Tempel mit seinen 12 Mats (Klöster), der ungefähr 5 Gehminuten von unserem Hotel in einer reinen Fussgängerzone liegt. Wie schön, mal kein Gehupe, und Getucker zu hören. Der Krishnatempel wurde vom Hindu Heiligen Madhva (1238 - 1317) gegründet. Es tanzten auch einige „Hare Krishna” Jünger vor dem Tempel und da tanzten wir natürlich mit. Es war eine super Stimmung. Hier gibt es auch einen Elefanten, der die Leute segnet, indem er mit dem Rüssel erst das Geld aus den Händen nimmt und dann mit seinem Rüssel den Kopf des Spenders tätschelt.

    Zum Runterkommen sind wir in das benachbarte Studentenstädtchen Manipal gefahren . Dort haben wir in dem 5km entfernten modernen wie hässlichen Städtchen eine Cafe Day Filiale und eine recht chillige Fressbude namens „Hangout” gestern vom Bus aus gesehen. Wir traten also wie immer in Verhandlung mit einem Rikshaw Fahrer: 70Rupien wollte er haben, da sagten wir: 50. Er konterte dann mit dem Einschalten des Taximeters. Und siehe da: wir durften dann 80 Rupien zahlen und er hat sich das Lachen dann nicht verkneifen können.

    Nachdem wir gegessen und getrunken hatten wollten wir nun endlich das Meer sehen und fuhren nach Malpe. Hier gibt es einen geruchsintensiven Fischereihafen und einen kilometerlangen, menschenleeren Strand, der eigentlich nur von Fischern bewohnt ist. Wenn der Dreck nicht wäre könnte darauf in den nächste Jahren auch der Tourismus einziehen. Wir machten noch ein paar Fotos mit einer Fischerfamilie, die sich wie Schneekönige freuten, nur um sich auf dem Display eines Fotoapparates zu sehen..und genau das macht eben Indien aus.

    Im Hotel gab es dann abends einige Stromausfälle, dass wir auf den betagten Aufzug made in Germany by Thyssen Krupp verzichteten und lieber die Treppe nahmen. Da fiel uns auf, dass der komplette 4. Stock nur Ruine ist und auch die Treppe unterschiedlich hohe Stufen aufwies. Am Ende ladeten wir wieder bei unserem rülpsenden Oberkellner und bei Karachi Kebab.

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  • 06Feb 2012

    10 Von Udupi nach Gokarna 06.02.2012 Indien —

    Gokarna, Indien

    Beschreibung

    Udupi nach Gokarna

    Nun betreten wir wieder bekannte und touristischere Gefilde:

    Mit der Rikshaw fuhren wir in der Dunkelheit zum ca 5 km entfernten Bahnhof von Udupi, kauften für 62 Rupien 2 Fahrkarten für das 150km entfernte Gokarna und warteten dann die nächste Stunde auf unseren Zug. Der Bahnsteig füllte sich zusehends und wir fürchteten schon unserer Sitzplätze. Als der Zug mit 10 Minuten Verspätung anrollte gingen wir instinktiv zu den vorderen Wagongs, wo sonderbarerweise fast niemand einstieg. Das „Reserviert” Schild hatten wir zwar gesehen, aber nicht weiter beachtet. Ein Sitzplatz für die 4 Stunden dauernde Fahrt schien uns wichtiger. Als der Kontrolleur dann die Fahrkarten kontrollierte, waren wir die Einzigen, die nicht vorreserviert hatten und mussten dafür den Zuschlag zahlen: 15 Rupien pro Person. Gott sei Dank waren die Plätze noch frei.

    In Gokarna angekommen charterten wir für die 11km zur Stadt eine Rikshaw und fuhren direkt in das per Email vorreservierte Guesthouse
    „Hare Priya”. Was uns hier erwartete, war und wird wohl der qualitative Höhepunkt an Unterkunft sein und zugleich auch die Günstigste: Für 500 Rupien gab es hier die mit Abstand die besten Betten und das sauberste Bad (ungewöhnlich: ein Bad ohne Schimmel !!). Nach kurzem Plausch mit Guesthousebesitzer Anand starteten wir einen Rundgang durch Gokarna.

    Wir mussten feststellen, dass der Tourismus hier in den letzten 2 Jahren sich deutlich vermehrt hat,und Gokarna kein Geheimtip mehr ist. Gab es Russen vor 2 Jahren gar nicht, sind sie nun recht häufig anzutreffen, sehr zum Unwohl der lokalen Bevölkerung.

    Gut ist, dass es das Balkonrestaurant des Om-Hotels noch gibt und das auch dieses Jahr unsere Stammlokal blieb. Nach dem Mittagessen (lecker vegetarische Pagodas (fritiertes Blumenkohl, Kartoffeln, Peperonie, Zwiebelringe) zog es uns zum Main Beach , den kilometerweiten Sandstrand von Gokarna.

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  • 07Feb 2012

    11 Gokarna 07.02.2012 Indien —

    Gokarna, Indien

    Beschreibung

    Gokarna:

    nun haben die Besichtigungen erst mal ein Ende. Ausschlafen und Rumhängen ist angesagt.
    Das läuft dann so ab: Gegen 09:30 Uhr Frühstück bis ca 11:30Uhr, dann Bummel durch das Pilgerstädtchen Gokarna und gegen Nachmittag an den Strand.
    Hier in Gokarna gibt es mehrer Strände, bzw. Buchten, die mehr oder weniger gut zu erreichen sind. Heute blieben wir aber am Hauptstrand, dem Main Beach mit seinem endlosen Sandstrand.
    Auf dem Heimweg redeten wir ein wenig mit einer der Verkäuferinnen der unzähligen indischen Klamottenläden. Sie zahlt 6000 Rupien / Monat Miete und die Ware kommt, wie nicht anders erwartet, aus Delhi, da wo wir auch gegen Ende unseres Urlaubs einkaufen.
    Abends trafen wir dann noch 3 deutsche, die ebenfalls im Hare Priya wohnen, mit Georg, seinem Sohn Christian und dessen Freundin Simone wurde der Abend allerdings länger als erwartet und umso feuchtfröhlicher. Die 3 sind aus der Nähe von Erlangen. Zu erwähnen wäre noch, das wir mit Anands Hlfe 2 Stunden versuchen, per Telefon Kontakt mit dem Guesthouse Fatima in Agonda zu bekommen, und ein Zimmer zu reservieren: Um 18:00Uhr hieß es: „Rufen Sie um 20Uhr noch mal an”. Anand versuchte es in der Zwischenzeit allein, auf Englisch und in Landessprache, da Goa einen ähnlichen Dialekt spricht wir Karnataka, da haben Sie im Fatima dann einfach aufgelegt.
    Gegen 20:30Uhr konnte ich dann ein Zimmer reservieren. Was für ein Akt und sicher sind wir uns alle nicht, ob das auch wirklich geklappt hat.

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  • 08Feb 2012

    12 Kudle Beach und die Spendenaktion 08.02.2012 Indien —

    Gokarna, Indien

    Beschreibung

    Gokarna:

    Heute erscheint mir mein Kopf irgendwie dicker als gestern. Lag wohl am Mc Dowell Whisky, einem Mix aus Scotch und indischem Whisky, der für seine 43% erstaunlich mild schmeckt.
    Wie immer in Gokarna ist der erste Stop das Om-Cafe wo uns zufällig schon Simone und Christian erwarteten. Wir beschlossen, heute zusammen an den Kudle Beach zu gehen.
    Dieser Strand liegt in der nächsten südlichen Bucht von Gokarna. Man kann für die erste Strecke bergauf eine Rikshaw nehmen und muss dann aber bergab zum Strand laufen.

    Der Weg dahin ist in Flip Flops auch nicht ohne. Es geht einen recht steilen Felsentreppen weg runter zum Strand, der sichelförmig in einer Bucht liegt. Umso bemerkenswerter ist es, dass alle Lebensmittel für die Strandbars auf dem F ussweg transportiert werden müssen.
    Selbst die Frauen tragen 3 6er Packs Wasser auf dem Kopf, was immerhin mehr als 18kg sind. Zum Mittagessen gab es Wassermelone und hier zeigt sich ein Vorteil der vielen wilden Kühe in Indien, denn die Frage „wohin nun mit den Melonenschalen” erübrigt sich, denn die kann man einfach einer Kuh oder besser Stier verfüttern.

    Die Spendenaktion:
    Beim Frühstück erzählte uns Simone, dass sie am Tag vor ihrer Abreise von Ihrer Arbeitskollegin Silvia einen Umschlag mit 100Euro bekam mit der Bitte, diese doch zu vor Ort in Indien zu spenden. Simone fragt dann Anand, ob er sowas nicht organisieren könnte. Und er konnte:
    Um 15:30Uhr trafen wir uns mit Anand frisch geduscht, um die Schule zu sehen und unsere Spende abzugeben. Wir fuhren mit einem Taxi zu fünft in die etwa 30km entfernte Schule. Was wir dort vorfanden, war aber nicht das, was wir vier erwartet hatten. Dieser Schule fehlte es eigentlich an nichts und wir hatten ja eigentlich an eine kleine Dorfschule gedacht. Das Rektorariat hatte uns erst mal gute 30 Minuten warten lassen, zumindest fand sich ab und an die Gelegenheit, mal in ein paar Klassen zu schauen, sehr zum Unwohl der Lehrer.
    Dann wurden wir in eine Art Konferenzraum geführt, der in der Mitte eine Art Thron beherbergte und das Führungskremium der Schule hieß uns Willkommen. Der Rektor nuschelte in einem Englisch, was wir kaum verstanden, erzählte, dass in der Schule alle Religionen gemischt in den Klassen wären und nahm dann schließlich feierlich den Umschlag entgegen. Er lud uns noch zum Kaffee ein aber wir wollten lieber noch mal offiziell eine Schulklasse sehen, aber da drucksten die Verantwortlichen etwas herum.
    Nach gut 5 Minuten wurden wir aber doch in einen Klassenraum geführt. Gut 15 Jungen saßen da, ohne Hefte und Stifte und sagten freundlich „Hello”. Die Tafel war leer und ein Lehrer war nicht zu sehen. Dies war offensichtlich getürkt. Natürlich mussten wir auch Kaffee trinken und konnten uns das lachen wegen der ganzen Komik dann doch nicht verkneifen.
    Danach fuhren wir noch zu einem nahegelegenen Fort, dass Engländern und auch Portugiesen in der Kolonialzeit als Sandelholz und Gewürzlager diente.
    Die Ausssicht von hier war grandios.

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  • 09Feb 2012

    13 Gokarna - Chillout 09.02.2012 Indien —

    Gokarna, Indien

    Beschreibung

    Gokarna:

    Nachdem Simone und Christian nach Palolem fuhren, waren wir wieder auf uns allein gestellt, was den Tagesablauf betraf. Nach dem Frühstück gingen wir über den Fischmarkt zum Main Beach und besuchten da die recht gemütliche wie freundliche Strand Bar „Shivas Garden”. Hier gibt es neben indischen Gerichten auch Pommes Frites, die frisch aus Kartoffeln geschnitten werden und einen super Nutellapfannenkuchen.

    Nachmittags aßen wir noch, wie so oft am Strand, unsere kleine Wassermelone und verfütterten die Schale wieder an 4 Kühe, je Kuh eine Schale.

    Abends kurz vor Sonnenuntergang nahmen wir noch Abschied von Gokarna und besuchten einen kleinen Tempel auf einem Hügel mit herrlichem Blick über den Main Beach und den „Holy Tank”.

    Vor unserem Guesthouse fragte uns noch ein Träger, aus welchem Land wir kommen und wir unterhielten uns mehr oder weniger ein paar Minuten, wohlwissend, dass es solche Begegnungen auf dieser Reise wohl nicht mehr so oft vorkommen.

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  • 10Feb 2012

    14 Von Gokarna nach Agonda (Goa) 10.02.2012 Indien —

    Agonda, Indien

    Beschreibung

    Von Gokarna nach Goa:

    Das erste mal seit Tagen riß uns der Wecker um 06:00 Uhr aus den Träumen und aus den weichesten Betten unsere Indienreise.

    Der Bus nach Goa fährt zwar erst um 8:15Uhr aber wir sind noch zum Kaffeetrinken bei Anand eingeladen. 45 Minuten vor Abfahrt trafen wir am Busbahnhof an, mussten ca 20 Minuten warten und dann fuhr er vor, der Stolz jeder Busfahrtgesellschaft. Wenigstens konnte man für 10 Rupien je Gepäckstück Bakschisch an den Fahrer sein Gepäck in den Fahrerraum verladen. Der nächste Schock war dann der Fahrpreis: 75 Rupien pro Nase für die ca 80km waren schon recht hoch (gut, für 1,20 EUR kommt man in Frankfurt auch nicht gerade weit mit dem Bus). Noch hatten wir eine 3 Personen Bank für uns 2 alleine, diese Bank ist aber in Deutschland gerade mal eine 2 Personen Bank, aber schon nach 2 Stationen füllte sich der Bus und wir sassen zu dritt auf der Bank. Besser gesagt, der indische Mitfahrer saß nur mit halbem Hintern auf der Bank, mehr Platz war wirklich nicht.

    Nach 4 Stunden erreichten wir Canacona, oder auch Chaudi genannt, in Goa. Hier am Busbahnhof kamen wir aber erst gar nicht auf die Idee, einen Bus ins 11km entfernte Agonda zu nehmen sondern liefen bei 35Grad die Hauptstrasse entlang, in der Hoffnung, eine Rikshaw anzuhalten. Diese kam auch nach ein paar Minuten und der Fahrer offenbarte einen beeindruckenden Preis von 250 Rupien. Runterhandeln ist mit einem 13KG Rucksack auf dem Rücken nicht ganz so leicht, aber er hatte Erbarmen und fuhr uns für 230 Rupien zum Fatima Guesthouse.

    Dort angekommen hatte sich seit unserem letzten Besuch fast nichts geändert, jedenfalls konnten wir nichts feststellen da die Reservierung, die wir Tage zuvor mit unzähligen Versuchen telefonisch durchführten, im Fatima Guesthouse nicht aufgeschrieben wurde und somit auch kein Zimmer frei war.
    Nicht, dass uns das groß Überrascht hatte, aber wir waren stinksauer und sind es heute noch.
    Wir trotteten also die einzige Strasse Agondas entlang und suchten uns ein neues Guesthouse.
    Geblieben sind wir dann in Derseys Beach Huts, eine Urinstitution in Agonda.
    Wir zogen in eine Strandhütte aus Holz keine 50m vom Meer ein. Das integrierte Restaurant ist auch super. Ein guter Kompromiß.

    Mittlerweile ist der Pauschaltourismus in Agonda eingekehrt, was sich vor allem durch die vielen Rentner und Kleinkinder bemerkbar macht.

    An Hippie-Lifestyle, das man Goa immer noch (zu Unrecht) nachsagt, erinnert nur noch der „Overlander” Stellplatz für Wohnmobile am Südende des Strandes, der vor allem von Deutschen besucht wird. Gut ein Dutzend Autos waren anwesend, herausragend ein Monster von Wohnmobil auf Mercedes Basis, Baujahr 1976, mit 8 Tonnen Gewicht und einer Dachterasse auf dem Dachträger. Gerold, der Besitzer, lud uns nach kurzem Smalltalk zu einer Besichtigung ein und wir unterhielten uns über Ersatzteilprobleme, Pannen auf der Fahrt und dies und das.

    Die erste Nacht in unserer Hütte hatten wir uns anders vorgestellt: Mann, war diese Matratze hart und mann, wie laut so ein Meer sein kann, wenn zwischen den Wellen und dem Bett nur ein Stück Sperrholz und 50m Luftlinie ist. Doof auch, wenn die Flut genau um 2:00Uhr morgens ihren Höchststand hat.

    Die nächsten Tage verbrachten wir damit, um 08:00 aufzustehen und die gut 200 Meter zr ehemaligen „German Bäckerei” zu schlappsen. Hier ist dann gegen 09:00 schon jeder Tisch besetzt, also ca 35 Besucher. Hier muss man dann schon etwas Zeit mitbringen, denn jedes Gericht wird von einer 2 Mann Crew frisch zubereitet und der Kaffee wird mit einer Siebträger-Espresso Maschine zubereitet. 1-2 Stunden sollte man also für sein Frühstück schon einplanen. Dann an den Strand und ist die Sonne zu heiss, kann man sich bei einer Limo oder kaltem Kaffee im Strandrestaurant abkühlen.

    Abwechselung brachte eine Rollertour ins benachbarte und noch mehr touristische Palolem aber dort hat es uns noch viel weniger gefallen.

    am 14.02. nahmen wir ein Taxi zum Goa Airport und flogen nach Delhi, unserem letzten Etappenziel.

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  • 14Feb 2012

    15 Delhi zurück im wirklichen Indien 14.02.2012 Indien —

    New Delhi, Indien

    Beschreibung

    Von Goa nach Delhi oder auch: Zurück ins echte Indien

    Wir verließen Goa recht unspektakulär: Mit dem Taxi zum 80km entfernten Vasco da Gama Airport und dann recht pünktlich mit dem Flugzeug in 2,5 Stunden nach Delhi.

    Interessant ist zu dieser Jahreszeit der Temperaturunterschied : von 35 Grad in 2, 5 Stunden auf 7 Grad.
    Vom Flughafen wollten wir ein vorbezahltes Taxi nach Pahar Ganj (gesprochen Pahargantsch), in das Rucksacktouristenviertel des Stadt nehmen. Auf dem Weg zum Bezahlschalter fing uns ein Schlepper ab und sagte uns, dass des vorbezahlte Taxi 650 Rupien kostet und er uns für 600 Rupien fahren wollte. Da wir nicht zum ersten mal diese Strecke fahren ließen wir ihm eine faire Chance und ich sagte: 300 Rupien (250 Rupien zahlte ich vor 2 Jahren) und er sagte immer noch 600!!! da ließen wir in einfach dumm dastehen. Wir nahme n dann ein Taxi für 250 Rupien, dass man am Flughafen im Voraus an einem Schalter zahlt. Dort gibt man sein Fahrziel an, bekommt eine Quittung und das Taxi zugewiesen und schon geht es los.

    Der Schlepper muss voll auf Droge gewesen sein oder es mit dem Denken nicht so zu haben:
    a) wir befanden uns am Inlandsflugterminal, also waren wir schon mal in Indien unterwegs
    b) auf seinen mehr als doppelt so hohen Preis hatte ich ihm daraufhin den richtigen Fahrpreis genannt, da hätte ihm doch ein Licht aufgehen sollen, dass man sich mit den Preisen auskennt.

    Nach einer Stunde hielten wir am Main Bazar, dem Backpackerviertel von Delhi. Jedes Haus ist eine Ruine und wir bezogen unser Quartier im Hare Krishna Guesthouse, diesmal mit einem Runden Bett und grossem Sony Flachbildfernseher. Dafür gbt es natürlich keine Fenster. Die Bettbezüge waren total versaut und wir baten den Angestellten, diese zu wechseln, was er auch sofort tat. Selbstverständlich waren die „neuen” Bettbezüge genauso verdreckt wie die alten, aber der Wille zählt.
    Wir haben ja sowieso immer unsere Schlafsack-Innenbezüge dabei, da fällt sowas nicht so sehr ins Gewicht.
    Da der Main Basar auch Basar ist, wie der Name schon verrät, ist in den nächsten Tagen erst mal Shopping angesagt. Der Main Basar ist auch Hauptumschlagplatz für indische Stoffspezialitäten und sonstiges Gelumpe.

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  • 17Feb 2012

    16 Delhi 17.02.2012 Indien —

    New Delhi, Indien

    Beschreibung

    Delhi:

    Nach 2 Tagen Powershopping rund um den Main Basar mussten wir heute nur noch unseren Exporteur bezahlen und hatten den Rest des Tages frei für eine Besichtigung. So der Plan

    Der Tag begann wie jeden Morgen in Dehli mit einem Frühstück im Organic Restaurant im Ajay Hotel. Hier gibt es Himalaya Honig, Marmelade aus den West Ghats, Kaffee aus Karnataka und sogar Bratwurst mit Kartoffelsalat steht auf der Karte neben Käsespätzle.
    Hauptgrund ist aber das gute Schwarzbrot, was es hier auch gibt.

    Unser Exporteur war natürlich nicht, wie tags zuvor vereinbart, um 11:00Uhr in seinem Büro. Und da wir nicht ewig warten wollten, nahmen wir eine Rikshaw zum 3 km entfernten Besichtigungsziel. Aufmerksame Leser wissen ja, dass wir Paläste und andere Hauptsehenswürdigkeiten zugunsten exotischeren Zielen vernachlässigen.

    Deshalb besuchten wir heute den Bangla Sahib Gurdwara, den großen Sikh Tempel in Delhi.
    Sikhs erkennt man an ihren Bärten und dem Turban und da wir in Frankfurt Höchst auch einen Sikh Tempel haben, wollten wir uns den mal genauer ansehen. Interessant ist auch, dass jeder Sikh Tempel eine Gemeinschaftsküche, das „Guru ka Langar”. Diese Küche bietet allen Anhängern und Besuchern des Tempels kostenloses Essen an. Es ist ein Symbol von Gleichheit und Brüderlichkeit. In Delhi essen bis zu 30.000 Leute täglich.

    Natürlich gibt es auch hier eine Kehrseite der Medaille:
    Wir wurden erst mal in einen Besucherraum geführt, aber unsere Befürchtung, irgendwas aufgeschwatzt zu bekommen, war unbegründet. Im Gegenteil, alle waren sehr nett zu uns.
    Wir mussten die Haare bedecken und die Schuhe und Socken ausziehen. Im Süden ist das ja ok, aber bei 16 Grad ist das so eine Sache, Barfuß über Marmor zu laufen. Dieses Problem wurde gelöst, indem überall Teppichwege ausgelegt sind. Der Tempelboden selbst ist komplett mit einem flauschigen roten Teppich belegt.

    Im Tempelraum wurden die ganze Zeit Ragas (Hymnen) gesungen, die von einer kleinen Kapelle unterstützt wurden. Am Ausgang des Tempelraums wird „karah Parshad” verteilt, eine Süssigkeit, die aus Griess, Mehl, Zucker und Brot gemacht wird. Hat irgendwie nussig geschmeckt.
    Hier sprachen wir mit einer Sikh Familie, die leider kaum Englisch sprach. Der Vater ist bei der Armee, Tochter und Bruder gehen zur Schule und die Mutter ist Hausfrau. Den Namen hatte ich nicht verstanden, nur, dass sie Singh heissen, was kein Wunder war, denn ein ganzer Haufen heisst Singh.

    Nach dieser Erfahrung fuhren wir noch zum Connaught Place, dem Dreh- und Angelpunkt von Neu-Delhi. 3 Ringstrassen werden von 8 strahlenförmig abgehenden Strassen gekreuzt. Hier wimmelt es von Restaurants, Bars, Boutiquen und es gibt auch einen tibetischen Markt, das aber alles aus eine andere Klientel als uns zugeschnitten ist.

    Gelacht haben wir aber auch hier köstlich: Am Imperial Hotel, einem Luxushotel (Doppelzimmer ab 675$) fragten wir aus Spass eine Rikshaw nach dem Preis für eine Fahrt zum 3km entfernten Main Bazar, wo wir zuhause sind. Der Fahrer antwortete ohne rot zu werden: 250 Rupien. Darauf haben wir beide schallend gelacht, wir hatten mit 100Rupien gerechnet, was immerhin mehr als doppelt so teuer ist wie der normale Fahrpreis und sind 100m weiter zu einem anderen Fahrer, der uns für 40 Rupien zu eben diesem Ziel brachte.
    Inder zahlen 20-30 Rupien für diese Strecke.

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