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Trip la patiperra - la patiperra - "The world is mine" 15.08.2012 - 15.08.2013   "Leben ist das was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu... Ena Inger (DE)
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la patiperra - "The world is mine"

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"Leben ist das was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen..."


Herzlich willkommen zu meiner Weltreise :)
nach nun 13 laaangen Jahren Schulalltag, bestandenem Abitur und einem Herzen voller Reise- und Entdeckerlust halte ich mein around-the-world ticket in der Hand und könnte nicht glücklicher sein.
In weniger als 60 Tagen werde ich also in Frankfurt abheben in ein aufregendes und spannendes Abenteuer, vermutlich das Abenteuer meines Lebens...
Mit meinen süßen 19 Jahren also habe ich vor, mein geliebtes Stuttgart zu verlassen und noch vor meinem Studium die Welt zu bereisen...
Ich werde zunächst nach Costa Rica fliegen wo ich dann als voluntary teacher in der Nähe von San Jose hoffentlich knapp 6 Monate goldigen Kids Englisch und Französisch beibringen werde.
Um gar nicht erst Heimweh zu bekommen werde ich in einer Gastfamilie leben und das echte authentische Leben der Ticos kennenlernen und natürlich gaaanz viel spanisch lernen!! Ich freue mich schon riesig auf die Traditionen und die Kultur in Mittelamerika (und Südamerika),.. denn ich habe schon vor auch dort noch etwas zu erleben... Panama und Nicaragua werden auf jeden Fall bereist, evtl auch Argentinien (die Iguazuwasserfälle wollen unbedingt von klein Ena fotografiert werden :D).

Dann werde ich im Januar also meine 7 Sachen zusammenpacken (Hiilfe ja ich werde ernsthaft ganz stilsicher und gewohnt prinzessinenhaft einen Backpackerrucksack statt meinem heißgeliebten pinken Koffer mitnehmen, man will sich ja schließlich unter die harten Kerle und die wahrhaftigen Weltenbummler mischen :P) und Hollywood unsicher machen :) LA wartet und ich muss mich vermutlich seeehr zusammenreißen Abercrombie und Co nicht komplett leer zu kaufen,.. In den USA soll dann ein kleiner Roadtrip durch Californien, nach Las Vegas und dem Grand Canyon unternommen werden..

Als nächsten Stop werde ich die Fiji Inseln anfliegen und erhoffe mir atemberaubende Strände, sonnige Temperaturen und Relaxen pur,.. spätestens hier also will ich knackig braun sein und meinen Daheimgebliebenen meinen Bikiniabdruck präsentieren hahaha

Danach gehts ab nach Australien, ich werde dort dann als work&traveler von Sydney aus starten und möglichst viel reisen,.. Great Barrier Reef, Alice Springs und Perth sollen definitiv nicht genug sein. Ich bin wahnisnnig gespannt auf all die anderen mutigen Weltenbummler die ich dort treffen werde und bin sicher kaum wieder weg zu bekommen aus dem Land der süßesten Surferboys und den putzigen Kangoroos,.. wir werden sehen, jedoch allein wegen

Bali, meinem nächsten Ziel, werde ich wohl mit einem weinenden und einem überaus glücklichen Auge ins Flugzeug steigen. Ich werde knapp 12 Tage in Bali all die Eindrücke aufsaugen und hoffentlich einiges erleben. Strände, Tempel und die Indonesische Kultur reizen mich sehr !!

Ganz klassisch werde ich dann in Bangkok einen kurzen Aufenthalt nach Hangovervorlage erleben,.. ich lass mich überraschen ob da wirklich sooo ne Party geht,.. kurz entschlossen habe ich mich nun auch noch, 3 weitere Wochen in Thailand (Malaysia) zu verbringen. Wenn Asien schon so wunderschön und bezahlbar ist, muss ich das ausnutzen :D

Abu Dhabi,.. denn nachdem ich (Fernsehn bildet :P) bei SATC2 gelernt hab dass Dubai total out ist :D muss ich natürlich meinen Abschluss in der Metropole von Tausend und einer Nacht erleben,.. Kamelreiten Wüste Scheiche und Arabische Traditionen,..

Ende August 2013 werde ich dann wieder all meine Lieben in die Arme schließen können und mit unedlichen Erinnerungen und einer zumindest etwas gestillten Sehnsucht nach der Vielfalt unserer Welt :) zurückkommen.
Danach ist der Plan zu studieren, aber wer weiß wohin die Reise (des Lebens) wirklich führt.. je mehr man reist, um so mehr packt einen das Reisefieber,.. und selbst nach meiner großen Reise (oder gerade deshalb?!?!) gibt es soooo viel was mich unendlich reizt und lockt. Ich bin gespannt wann und wie mein nächster Blog hier auch Mahangu eingestellt wird :)

xoxo V

Means of Transport
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  • 11Aug 2012

    1 Wiiesengaudiii - Ena´s Abschiedsfeier 11.08.2012 Deutschland —

    Rathaus, Stuttgart, Deutschland

    Beschreibung

    Abschiedsstimmung :O

    Nun also rückt mein Abflug immer näher und obwohl heute meine Abschiedsfeier ist, kann ich es noch gar nicht so richtig glauben. Ab und zu werfe ich einen Blick auf meine ToDoList und erschrecke wie viel ich in den wenigen Stunden!! noch alles zu erledigen habe.
    Heute aber soll also meine kleine Abschiedsfeier stattfinden. Ich möchte mit wenigen Lieben meine Weltreise gebührend feiern und aufgrund der Tatsache, dass ich während meiner Abwesenheit auch 2mal Wasen uuuund die Wiesen verpassen werde, wollte ich unbedingt eins meiner Dirndl noch einmal ausführen :D Meine Gäste sind also gezwungen in Lederhosen und Dirndl bei mir im Garten aufzutauchen und sich meiner heimatlichen Sehnsucht zu unterwerfen.


    Ooookay nun endlich aufgestanden und noch immer nicht am Realisieren, dass ich die meisten vor meiner Abreise wirklich nicht mehr sehen werde, beseitige ich die letzten Reste meiner kleiner, wirklich schönen Abschiedsfeier. Ein Dank an Alle die da waren, für die süßen Geschenke und Erinnerungen und natürlich die lieben Glückwünsche und Umarmungen. Es hat mir sehr viel bedeutet, dass ihr da gewesen seid und mir für mein Auslandsjahr das Gefühl gegeben habt, mich nicht zu vergessen :D
    Herzlichen Dank und tausend Küsse

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  • 15Aug 2012

    2 Tränenreicher Abschied 15.08.2012 Deutschland —

    Altstadt, Frankfurt, Deutschland

    Beschreibung

    Goodbye my lovers – hello World

    Heute also ist es soweit, mein langersehnter Abschied ist gekommen und die letzten Vorbereitungen müssen getroffen werden. Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen, die letzte Nacht bevor ich 364 Tage versträut auf der ganzen Welt verbringen werde. Da ich direkt nach meinem Jahr iwo studieren will, habe ich bereits mein gesamtes Zeugs, meine Klamotten, Bücher und Sonstiges in Umzugskisten gepackt und liege nun also in meinem geliebten pinken Prinzessinenzimmer und fühle mich so gar nicht mehr daheim. Es wird also wirklich Zeit aufzubrechen.
    Nachdem ich noch die wichtigsten Menschen in Stuttgart kurz verabschiedet habe fahre ich also ein letztes Mal mit dem kleinen Flitzer, gehe ein letztes Mal selbstverständlich zu Omi und winke Bekannten, die mir entgegen kommen. Das alles und noch viel mehr werde ich dann also so schnell nicht mehr haben.
    Mir wird auch ständig gesagt, dass ich bestimmt Brezeln oder Spätzle total vermissen werde, naja wer weiß :D aber ich werde den Tag vielleicht erleben und dann gleich von meinem Heimweh berichten 
    Um 17 Uhr , 5 Stunden vor Abflug muss ich dann also nach Frankfurt losfahren, es könnten ja unerwartet Aliens die Autobahn verstopfen oder eine andere Naturkatastrophe könnte passieren, dass ich nicht rechtzeitig meinen Flieger bekomme, stimmt´s Mama :P
    Am Flughafen angekommen muss ich dann trotz „lieb gucken“ meinen riiiiiesigen Backpackerrucksack selber tragen, „Ich bin schließlich groß genug eine Weltreise zu machen!“
    -_____-
    keine Ahnung ob ihr schon mal knapp 20 Kilo aufm Rücken plus ein riesiges Handgepäck plus Handtasche plus zuckersüßes Fotokissen (tollstes Abschiedsgeschenk – neben dem Armband von meinen Mädels und Sarahs Reisebox

    Fotos & Videos

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  • 16Aug 2012

    3 Costa Rica 16.08.2012 Costa Rica —

    Hospital, San Jose, Costa Rica

    Beschreibung

    la pasión, el temperamento, el disfrute de la vida

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  • 16Aug 2012

    4 Ankunftskatastrophe aber PURA VIDA 16.08.2012 Costa Rica —

    Hospital, San Jose, Costa Rica

    Beschreibung

    Nach dem langen Flug und der Vorfreude auf meine Gastfamilie und das Land, hatte ich natürlich keinen größeren Wunsch als einfach schnellstmöglich in mein neues Zuhause gebracht zu werden,.. aber wie das mit den sehnlichsten Wünschen so ist – sooo schnell erfüllen sie sich nie, und so kam ich mit meiner Ladung deutschem Gepäck in einem völlig fremden Land am Flughafen an und suchte nach dem Pappschild mit meinem Namen… Vergebens.
    Nach und nach wurden alle Ankömmlinge abgeholt nur ich nicht -____- und weil das ja nicht schlimm genug ist, fand mein Handy kein Empfang, meine gesamten Reiseunterlagen waren nur in meinem Mailaccount (natürlich auch meine Adresse und alle wichtigen Telefonnummer) sodass ich – Klassischer geht’s nicht – mit meinem Rucksack und allem anderen Zeugs schließlich vor dem Flughafen wartete und wartete und wartete,.. irgendwer würde mich doch wohl abholen??!!

    Naja mitleidserregend wie das aussehen musste, fand ich bald schon Hilfe in den überaus netten und ohne Hintergedanken freundlichen Ticos. Neben der psychischen Aufmunterung bekam ich Handys angeboten von denen ich als letzte Rettung Mama und Papa im 14.000 km entfernten Deutschland anrufen konnte, die mir die Informationen durchsagen sollten. Wenig begeistert und geringfügig beunruhigt was die Kleine da so alleine treibt und was denn nach wenigen Stunden schon alles schiefgegangen sein konnte, hatte ich nun aber Telefonnummern um in San Jose ein Stückchen meinem Ziel näher kommen zu können. Aber wie das Leben es eben will, konnte ich trotz allem (nicht mal der 24h Emergencycall-Notruf meiner Agentur, danke nochmals :S ) niemanden erreichen. Mittlerweile ging langsam auch die Sonne auf, meine Laune eher nicht !!
    Am Ende, also 3 Stunden Wartezeit später und etlichen Anrufversuchen erreichte ich schließlich meine Agentur und sie versprachen mir, den Fahrer los zu schicken,.. hier in Costa Rica darf man aber nicht erwarten dass sich da dann jemand gleich in seine Rostlaube schwingt, Nein, das bedeutet lediglich dass im Verlauf des Tages vielleicht mal jemand vorbeischaut und mit 30 km durch die (okay das muss ich zugeben, hier ist es atemberaubend schön) Landschaft fährt.
    Bei allem Chaos und meiner deutschen Leicht-Reizbarkeit, konnte ich trotz allem keine wirklich schlechte Laune bekommen. Die Luft, die Mentalität der Ticos, das entspannte Leben, die wahnsinnige Natur… es versetzt einen in einen Trancezustand der Stress und Genervtheit und alles Negative einfach weg lacht… als ich schließlich auch noch meine zuckersüße Gastfamilie kennen lernte, in ihrem terracottafarbenen Steinhaus, wusste ich, hier werde ich mich wohlfühlen.
    Pura Vida – kein Mythos oder irgendeine Erfindung, es gibt „es“ wirklich!!!

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  • 17Aug 2012

    5 Wochenendtrip nach Puerto Viejo 17.08.2012 Costa Rica —

    Limon, Costa Rica

    Beschreibung

    Nachdem ich an meinem Ankunftstag noch schnell von meiner Gastmama ins Amistad Institute, meiner Spanischschule gebracht wurde, lernte ich sofort einige Mädels kennen. Alle ungefähr in meinem Alter und super nett. Als perfekten Start für meine Zeit in Costa Rica konnte ich mich von meiner selten aber manchmal doch vorhandenen sympathischen Seite zeigen und wurde von ihnen eingeladen, mit ihnen am Wochenende (also am nächsten Tag um 10 gings Morgens los) an die Karibikküste zu fahren und bis Sonntag bisschen Puerto Viejo unsicher zu machen. Spontan und beflügelt von der costaricanischen Luft sagte ich zu,.. und sollte es nicht bereuen.
    Es war ein wahnsinnig toller Trip.. viel Sonne (ja ich habe die Karibische Sonne unterschätzen wollen und sie rächte sich mit einem Sonnenbrand an 90% meines Körpers.. aber Rot ist das neue braun und steht blonden Menschen besonders gut ;D), wunderschöner Strand, superlustige Backpacker, einzigartiges Hostel und das Gefühl; wirklich angekommen zu sein.
    Mit Bussen gings erst nach San Jose und von da aus 4,5 Stunden durch Dschungel und Nationalparks an die Küste, bis Puerto Viejo. Hier lebt Bob Marley noch immer und Kiffen ist nur dann verboten, wenn du den Anderen nicht auf ein Joint mit einlädst. Das Reaggefieber hat mich zwar noch nicht wirklich gepackt, aber eine echte „Relax-Stimmung“ stellte sich definitv gleich ein, als ich den Strand und die ganzen netten Sodas am Wegesrand zum Hostel sah. Für alle noch nicht dagewesenen (Jascha kennt sich aus :D) unser Hostel war so ziemlich das bunteste und verrückteste Hängemattenhostel, direkt am Strand und voll mit bestgelaunten Backpackern, das man sich vorstellen kann. Es war perfekt. Am Abend haben wir dann einheimisch gegessen (und ja ich hasse leider Reis mit Bohnen, auch wenns karibisch mit Kokosnuss gematscht ist) und haben bisschen gefeiert. Mein Jetlag hatte mich allerdings noch ziemlich im Griff, sodass ich mein Bett baaaald aufsuchen wollte. Mit aufgeschlagenem Knie (die Straßen in Costa Rica weißen Schlaglöcher auf, die wir Bombenkraten nennen würden und Nachts nach Mangodaiquiri und sonstigem passiert auch MAL mir ein kleiner Sturz :D) und verschlafenen Augen, freute ich mich einfach auf Samstag und Sonntag, Entspannung pur am Strand)
    Am Sonntag gings leider schon zurück und wieso auch nicht, sollte unsere Fahrt statt 5 Stunden besser 8 dauern, weil die einzigmögliche Strecke nach einem Unfall gesperrt war. Völlig fertig, müde und duschwillig kamen wir nach Mitternacht „daheim“ (ja ich nenns schon Zuhause – aber keine Sorge Mama Stuttgart bleibt für immer in meinem Herzen!!  ) an..
    Montag bis Freitag heißt es dann in der Schule pauken und in Heredia mit den Mädels chillen, Montag ist Erholungstag, Dienstag geht’s immer in die MalibuBar, Mittwochs ins Kino, Donnerstags zum Salsaunterricht und Freitag bedeutet schon wieder Wochenende.. Fast wie in Stuttgart liegt die Sehnsucht auf ein vielversprechendes Wochenende in der Luft!

    Fotos & Videos

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  • 21Aug 2012

    6 essen und trinken 21.08.2012 Costa Rica —

    Costa Rica

    Beschreibung

    Kleiner Excurs in die costaricanische Küche.
    Mein Geschmack ists nicht immer, besonders meine Antipathi gegenüber Reis und Bohnen stößt hier auf totales Unverständnis. Ich bin brav und sage lediglich ich habe keine Lust auf das wundervolle Gallopinto (Reis und Bohnen Gematsche nennt sich hier so und ist Nationalgericht)
    Meine Gastmama nimmts mit Humor und versucht wenigstens morgens mich vor warmem Brei zu verschonen. So habe ich letztlich durchgesetzt, dass ich morgens nur frisches Obst bekomme,.. darüber freue ich mich echt wahnsinnig, denn manches Obst schmeckt hier einfach nochmal tausendmal besser als bei euch ;D oder ich kenns noch gar nicht,
    naja mittags gehts öfter mal in die Hose was essenstechnisch angeht. Mein Geschmack ists nicht wirklich aber ich gewöhne mich langsam dran. Manchmal ists auch echt lecker und gewürzt wird hier eher scharf, und das liebe ich. Gegrillte Platanos sind der Hammer oder manchmal gibts Fisch oder Hühncheneintopf, den Reis lässt meine Mama bei mir jetzt immer weg :D An guten tagen gibts mexicanische tacos oder tortillas, oder Gemüseratatouille.. also wenn ich um 1 aus der Schule heimkomme, wurde ich dich des öfteren positiv überrascht, und welch luxus den ich in Deutschland schon lange nicht mehr genießen konnte,.. ich muss nicht einen Handgriff tätigen. Ich bin verwöhnt bis aufs Blut von Carmen, der Tisch ist immer bereits gedeckt :P
    zum Abendessen gäbe es immer nochmal dasselbe , deshlab verzichte ich drauf und ess lieber n Yoghurt oder geh mit den anderen nur was trinken.
    Seit letzten freitag bin ich im Gym angemeldet und verbringe da dann eh meine Abende, deshalb verpasse ich das Abendessen sowieso...

    hier mein heutiges Essen:

    Fotos & Videos

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  • 24Aug 2012

    7 Meine erste Schulwoche im Institute 24.08.2012 Costa Rica —

    Costa Rica

    Beschreibung

    Ich bin ja leider nicht nur zum Spaß hier in Costa Rica, sondern hauptsächlich um spanisch zu lernen und natürlich in 4 Wochen dann um in meinem Projekt mithelfen zu können.
    Die ersten Tage seit meiner Ankunft vergingen wie im Flug, wie gesagt gleich Puerto Viejo und erst am Sonntagabend Nachts nach Hause gekommen, wohlwissend, dass ich ab Montag die Schulbank drücken muss. Jajaja nach 13 Jahren Schule kann ich mir natürlich nichts Schöneres vorstellen, als in irgendeinem stickigen Kabuff langweiligen Unterricht von morgens um 8 bis Mittags zu ertragen… Naja das ist in Costa Rica auch absolut nicht der Fall.
    Meine Schule, das Amistad Institute Barrio Jesus ist einfach nur wunderschön. Die „Klassenzimmer“ sind alle verteilt auf dem exotischbepflanzten Gelände. Hier laufen Hunde, Enten neben Schildkröten, Hasen herum, es fliegen Schmetterlinge und Vögel umher. Wir lernen im freien unter süßen Verandas auf so altmodischen Stuhl-Tisch-in-einem-Kombis in Klassen von .. ein bis zwei Schülern :D
    Ja meine Klassenkameradin ist eine 33jährige Frankfurterin, meine Lehrerin eine 22jährige schwangere und tiefenentspannte Tica. Das Beste von Allem in Einem! Wir lernen viel, haben aber die ganze Zeit Spaß. Gesprochen darf nur in Spanisch, so dass ich nach kurzer Zeit auch schon wirklich einiges gelernt habe!
    Am Nachmittag treffen wir uns öfters nochmal im Institute, es ist ja eh wie ein wunderschöner Park, um mit den anderen Schülern zu quatschen oder eben wie ich, gerade im Internet Kontakt zu den Liebsten aufzunehmen. Dienstags ist noch extra Unterricht nachmittags, Mittwochs kann man zum traditionellen Kochen kommen und Donnerstags wird Salsa und lateinamerikanisch getanzt.
    Meine erste Woche ging rasend schnell vorbei, und natürlich freuen wir uns alle am meisten aufs Wochenende,.. ich habe das unwahrscheinliche Glück, dass meine Gastfamilie die Beste überhaupt ist, und mit mir einige Ausflüge plant und sogar mit mir in den Urlaub fährt. Ich verstehe mich wahnsinnig gut mit ihnen und hoffe, ich werde durch die Insidertipps und den „Einheimischen“-Bonus Costa Rica richtig kennen lernen und zahlreiche Fotos machen. Das Reisen mit den anderen Deutschen ist aber auch jedes Mal aufregend und schön.

    Fotos & Videos

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  • 25Aug 2012

    8 Mi familia 25.08.2012 Costa Rica —

    Costa Rica

    Beschreibung

    Um euch meine neue Familie vorzustellen und euch ein bisschen meine Welt in der ich jetzt lebe näherzubringen, gibt’s ein paar Fotos und eine kleine Vorstellungsrunde.
    Anders als in Deutschland kommt man in eine Familie zu der 20 Onkels, 3000 Cousins und gefühlte 2 Millionen andere geringfügig entferntere Verwandte zählen. Dieses Glück, alle namentlich kennen zu lernen bleibt euch erspart. Nur der engste Kreis meiner Gastfamilie und somit die Menschen, die ich täglich um mich rum habe, werde ich vorstellen.

    Da wären einmal Oma und Opa, die gegenüber wohnen, also eigentlich praktisch die andere Haushälfte bewohnen, und den Hinterhof mit uns teilen. Sie sind waschechte Ticos und zuckersüß, stets zur Stelle wenn´s brennt. (Letzte Woche gabs da einen kleinen Zwischenfall bei dem sie mir sofort Asyl gewährten. Bei strömendem Regen – ich meine wirklich Sturzbäche, keine netter, erfrischender Nieselregen, ich meine hart niederprasselnder, kalter, böser und heftiger Tropenregen, konnte ich nicht ins Haus, weil ich den Schlüssel abgebrochen habe. Ja ihr denkt vielleicht, das könnte nur mir passieren, aber hier sind die Schlüssel nicht so wie bei uns, in Deutschland hätt ich das auch nicht geschafft, aber hier ist ein Schlüssel weich und dünn (und wird in zick verschiedene Türschlösser reingesteckt egal obs richtig passt oder nicht). Naja den Tränen nahe und durchnässt kam Opa mit nem Schirm angerannt und lacht nur, wegen dem Schlüssel und nimmt mich schließlich mit zu den Großeltern rein, um leckeres Essen zu bekommen. Wie gesagt ziemlich coole Familie 
    Und dann gibt’s noch Mama Carmen, seit ungefähr einem Jahr Single - also hier ist absolute Östrogenzone, weil kein Mann das Sagen hat – und eine der wenigen Ticas die jenseits der 30 noch sehr hübsch ist. Sie ist unglaublich sportlich und total witzig. Sie wäscht meine Wäsche (Gott sei Dank :P) kocht immer traditionell und gibt sich wirklich große Mühe meine Zeit hier wunderschön zu gestalten. Auch die Schlüsselaktion fand sie eher amüsant als tragisch, und ich glaube ganz Santa Barbara weiß nun von meinem Geschick. Auch bei meinem Sonnenbrand holt sie schnell mal frische Aloe Vera aus dem Garten und lindert meine Schmerzen, … ich kann mich also wirklich nicht beklagen.
    Klein Paula ist meine 7 jährige Gastschwester und unglaublich süß. Sie kann nicht still sitzen und hüpft ständig durchs Haus oder auf Möbeln rum. Manchmal lernen wir zusammen spanisch oder schauen zusammen Heidi (in Costa Rica spricht Heidi zwar wie eine Transe und alle denken Deutschland besteht aus Bergen, aber so interkulturelle Bildung muss sein:D) oder wir spielen zusammen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bei Monopoli extra beschummel und immer ganz zufällig auf ihre Straßen komme, um das unendliche Spiel endlich zu verlieren. Paula will dann aber immer der pleiten Verena Geld schenken, das ich natürlich im Zuge der Richtigkeit nicht annehmen kann und nach laaangen 2 Stunden leider haushoch verliere – Der Erfinder von Monopoli sei verteufelt! Sonst haben wir viel Spaß zusammen, besonders beim Verkleiden und schminken und frisieren ;D
    Meine andere Gastschwester ist 18, sie heißt Cristina und sie ist für die partytechnische Unterhaltung da. Mit ihrem Freund David (jeden Tag anwesend :D) gehen wir ab und zu was trinken oder am Wochenende auch mal feiern. Er und sie studieren Pysiotherapie und wollen schon ab und zu an meiner Skuliose lernen oder mein Krüppelhüfte heilen, da muss ich dankend ablehnen, so ganz traue ich ihnen und dem ganzen Gesundheitssystem hier nicht. Aber ich muss zugeben, dass ich ehrlich glücklich bin, auch zwei costaricaner meines Alters um mich zu haben, denn so hab ich viel Spaß, lerne andere Ticos kennen und mir wird eigentlich nie langweilig.
    Zwar nicht mehr in meinem Haus wohnend aber jeden Tag zu Besuch ist meine älteste Gastschwester Elena Fiorella und ihr Mann Paolo, und ihre Tochter Ari (genauso alt wie ihre Tante Paula !!!)
    Mit der kleinen Familie war ich ja am Sonntag einen kleinen Trip machen und ich genieße die Zeit mit ihnen. Sie sind echt lustig und total abenteuerlustig. Außerdem ist Elena total aufgeschlossen für meine Besichtigungswünsche in Costa Rica. Mit ihnen werde ich noch einige Ausflüge machen, zumindest ist das so geplant, naja und ich freue mich riesig auf weitere Vulkane und Nationalparks und natürlich ihre Geheimtipps für das beste lateinamerikanische Essen.

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  • 26Aug 2012

    9 Volcan Poás y Catarata La Paz 26.08.2012 Costa Rica —

    Costa Rica

    Beschreibung

    Volcan Poás y Catarata La Paz

    Sonntag Morgen um 7 (ticotime – also war Abfahrt eher 20 min später :D) ging es mit dem Jeep Richtung Vulkan Poás, der nur vielleicht eine Stunde entfernt ist. Wir: Elena, Paolo, Ari und ich haben bei lauter Musik erstmal den Schlaf aus den Augen gepustet bekommen und sind mit Vorfreude aufgebrochen. Bald schon kamen wir an und der Nationalpark war noch fast leer. Wir sind dann zum Vulkan gewandert und ich war echt froh über mein Flies, das ich ja eigentlich in Costa Rica nicht zu gebrauchen dachte – aber es war wirklich arschkalt und natürlich durch die Wälder auch total feucht. Der beschwerliche und verdammt lange Weg hat sich aber soooowas von gelohnt als wir endlich am Vulkan ankamen. Die Aussicht war perfekt, kein Nebel, kein Wölkchen – klare Sicht auf den Krater und den türkisblauen Vulkansee. Unglaublich schön. Nach ausgiebiger Fotosession gings weiter zu der (schon wieder steilbergaufführend) Lagune. Grünblaues Wasser von wunderschönen Wäldern umringt. Echt ein toller Anblick. Auf dem Weg durch den Park gabs auch zahlreiche wunderschöne Blumen und Tiere. Kurz vor der Lagune wurde Ari von nem Eichhörnchen angegriffen, das ihren Keks wollte. Statt vor uns Angs zu haben, kam es immer näher und von Paolo ließ es sich sogar streicheln.
    Gegen Mittag sind wir mit Paolos Eltern, die zufällig in der Nähe waren (das sind so richtige Abenteurer, die mit ihrem so was von verdreckten Geländewagen Costa Rica unsicher machen) typisch costaricanisch Essen gegangen. Das Restaurant war total hübsch und wir konnten kleine Tapas essen und frischgepresste Säfte trinken.
    Danach durfte ich eine winzige Survival-tour mit dem Geländewagen seiner Eltern fahren und meine deutschen Fahrkünste unter Beweis stellen. Sie meinten nur, dass Michael Schumacher nicht mit mir verwandt sein könnte :D
    Zum Abschluss wollten wir weiter in den Nationalpark La Paz gehen um die Wasserfälle anzuschauen. Zu meiner Überraschung war zuerst eine Art Zoo zu besichtigen, bei dem man den Tieren verdammt nah kommen konnte. Ein Vogelhaus zum Beispiel war so, dass man mit den Vögeln zusammen war und sie auf den Arm nehmen konnte oder sie füttern durfte. Auch so bei den Fröschen und Schmetterlingen, nicht so bei den Schlangen, Tigern und anderen Raubkatzen. Am Ende des Tierparks gings dann (schon wieder ewig wandern – das sollte der perfekte Ausflug für eine ruhige und erholsame Nacht sein) zu den Wasserfällen. Durch Dschungel und über Brücken fanden wir schließlich den ersten Wasserfall der zwar groß und laut war, aber zu meiner Enttäuschung relativ weit entfernt zu beschauen war. Das änderte sich dann paar Kilometer weiter beim La Paz. Hier konnte man von verschiedenen Plätzen den Wasserfall total gut beobachten und ihm sehr nahe kommen. In der Mitte konnte man fast hinter ihn gehen und ganz unten wars dann so tosend und nass, dass der Wasserfall einen anspritzte und wir schließlich durchnässt die Endstation erreichten. Schon leicht verunsichert, ob wir den ganzen (wirklich verdammt langen und treppigen Weg) zurück müsste, zeigte Paolo nur grinsend auf den Shuttlebus der uns zum Eingang zurück brachte.
    Seit Sonntag bin ich außerdem stolze Besitzerin einer „save the Rainforest - costa Rica“ kaffesack-öko-tasche, die ich als Souvenir vom Nationalpark mitgebracht habe ;) Leichte outfit-technische Veränderungen haben das Leben hier schon gefordert, und wer weiß was das Reisen noch so aus mir macht…
    in diesem Sinne herzliche Grüße aus dem wunderschönen Costa Rica und eine gute neue Woche. Besos

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  • 28Aug 2012

    10 Leben oder so ähnlich :D 28.08.2012 Costa Rica —

    Costa Rica

    Beschreibung

    Hier ein kleiner Beitrag zu meinen veränderten Lebensumständen tausende Kilometer entfernt von euch. Dies entstand NICHT aus Gründen der Frustration oder für Mitleid. Lediglich ein weiterer Einblick in mein nun doch eher einfacheres Leben hier.
    Zunächst müsst ihr wissen, dass die Häuser hier alle Hochsicherheitsgefängnissen gleichen und sie von riesigen Metallzäunen geschützt sind. Costa Rica gilt ja als eines der sichersten Länder Lateinamerikas, aber die Sicherheitsstandards (besonders in den Nationalbanken!!) sind echt krass, so kommts aber auch, dass ich mich hier noch kein einziges Mal Abends oder auch Nachts gefürchtet hab oder in irgendeine Situation geraten bin, die irgendwie gefährlich war. Ich fühle mich hier echt sicher.
    Sonst müsst ihr euch hier alles etwas abgefuckt und alt vorstellen. Die größten Schrottkarren gurken hier durch die absolut gefährlichen Straßen (total verkratert und von riesigen Schlaglöchern gesäumt), auch weil hier irgendwie der Stärkste oder der mit der lautesten Hupe Vorfahrt hat. Die Häuser sind irgendwie klein und alt und wie wir uns Baracken in Slums vorstellen. Mit Wellblechdächern und ziemlich heruntergekommen – die meisten zumindest.
    Obwohl ich ja wirklich in keinem Assistall gelandet bin und meine Mama viel Wert auf Sauberkeit legt, ist hier so manches anders. Alles ist ein bisschen kleiner und enger, etwas älter und eher provisorisch. Die Sanitäranlagen sind absolut nicht mit dem altbekannten vergleichbar. Deutscher Standard – vergiss es :D
    Ich selbst habe ein Zimmer, das aus einem Bett, einer winzigen Kommode, einem Stuhl und einem Fenster (es führt lediglich zum Flur, nicht aber nach draußen)besteht. Maximal 10 rustikale Quadratmeter, aber es reicht. Mein Bad, ja ich hab hier auf meiner Etage mein eigenes Bad - ist wirklich nett und sauber, neu gefließt aber natürlich winzig ;) 3 Quadratmeter für Toilette, Waschbecken und Dusche, hier durchaus Luxus. Ab und zu gibt’s dank meines Geschicks ne Überschwämmung aber ich bin stets am austüfteln wie die Duschqualität am Besten ist. Mein Geheimtipp. Kein Licht, mindestens 10 min nicht die Spülung benutzt haben und den Hahn auf 6 Uhr stellen. An guten Tagen kann ich so auch mal lauwarm duschen :S Aber denkt nicht es prasselt aus einem Duschkopf sanft massierend ein Strahl der den Shampooschaum ausspült, hier dusche ich gefühlte 20 minuten bis ich schaumfrei bin aber eben fast durchgefroren bin. Der Duschkopf hängt von der Rohbaudecke, neben irgendwelchen freiliegenden Kabeln herab. Ein Schlauch führt aus dem Fenster und der Rest pieselt unregelmäßig zentiliterweise herunter. Meine Vorliebe fürs ausgiebige Duschen oder gar Baden (Badewannen – KÄH SÄHSTHOOO ?!) hab ich mir schnell abgewöhnt.
    Dafür entschädigt mich jeden Morgen mein Schulweg, der mich die Schönheit Costa Ricas lehrt. Wenn morgens früh die Sonne Strahlt und die Natur zeigt, weiß ich dennoch, dass ich mich richtig für Costa Rica entschieden habe. Die Leute, das Land… ich finds toll, trotz einiger Einschränkungen und Anpassungen.

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  • 29Aug 2012

    11 San José 29.08.2012 Costa Rica —

    Hospital, San Jose, Costa Rica

    Beschreibung

    San José

    Hauptstadt also,.. nicht im geringsten das, was man sich unter einer Metropole vorstellt. Dreckig und voll von drängelnden Menschen, ja - aber Monumente, historische Gebäude oder sonstiges touristisch-wertvolles Fotomaterial,.. vergebens.
    Unser kleiner Ausflug ging direkt nach der Schule los (12 Uhr wie angenehm :D), angefangen von einem nervtötend im Bus rumbrüllenden Sektentyp der vom Universum und unserem Platz im Unendlichen faselte, fuhren wir bei schwülheißen Temperaturen im Schrottbus in Richtung Shoppingtraum – denkste. Nach circa einer Stunde kamen wir im Smog und Großstadtdampf voll hungrig an und wollten in nem netten kleinen typisch costaricanischen Restaurant essen, aber die gesamte Stadt zählt lediglich Fastfoodketten, aber das en más. Enttäuscht aber fast am genervt-sein-Limit gingen wir nach fast zwei Stunden durch-die-Gassen-quetschen zum altbewährten McDonalds.
    Als wir dann zum Shoppingmarathon rufen wollten, waren wir verdammt schnell ernüchtert über die assigen Läden mit NKD Mode oder Türkenstyle oder eben die wenige aber völlig überteuerte Kleidung in einigermaßen ansehnlichem Design. Für abspackende Modeschauen hats gereicht und unsere Laune war wenigstens um einiges besser.
    Nach langem Schlendern kamen wir schließlich an einer Metallstatue vorbei, die das Bild der Tica perfekt in Szene setzt, naja und wer hätte es noch gedachte zu Letzt eine Kirche – ein echtes Monument :D
    Irgendwann konnten wir auch einen total netten traditionellen Markt entdecken, die Früchte hier sind der Hammer, Caroline konnte ein Kerl mit Avocados glücklich machen, mich der Mammonchinostand. Die Bäckereien sehen echt schön aus, aber alles viel zu süß und bappig, erklärt allerdings das adipose Volk hier.
    Irgendwann jedoch überkam dann auch mich der eigenwillige Charme San Josés und die abgefuckten Gebäude schloss ich ins Herz, es gehört hier einfach dazu. Weils hier schon um 5 langsam dunkel wird, kam uns unsere Heimfahrt um 7 schon echt spät vor, wir waren völlig erledigt vom Umherirren und Schlendern und weil natürlich nichts so läuft wies soll fanden wir ewig unsere Busse nicht, dann standen wir gefühlte Jahre im Stau und am Ende war nach 9 bis ich daheim ankam, und meine Salsa Stunde im Gym verpasste -___- habe mir doch fest vorgenommen, den perfekten Hüftschwung als Souvenir mitzubringen, habe ja aber Gott sei Dank noch 22 Wochen dafür Zeit ;)

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  • 01Sep 2012

    12 Kaffeplantage Cafe Britt und Barva 01.09.2012 Costa Rica —

    Barva Canton, Costa Rica

    Beschreibung

    Kaffeplantage , Barva und legendäres ´Café Britt`

    Mein drittes Wochenende schon und Costa Rica bieten unzählige schöne Ausflugsziele. Heute gings nach Barva und das nahegelegene Cafe Britt mit seiner Kaffeefabrik und der Plantage.
    Wir wollten eigentlich eine geführte Tour um 11 buchen allerdings haben wir Ewigkeiten die Plantage gesucht und sind durch Barva geirrt. Deshalb haben wir die Führung verpasst und sind dann einfach auf eigene Faust durch die Plantage gelaufen. Sicherlich hätten wir mehr über den Anbau und Produktion gelernt, aber wir haben uns dann beim Kaffe durchprobiert und leckere Schokoladenbons genascht. Kaffee Britt ist hier in Costa Rica sozusagen der teuerste Kaffee und eine echte Delikatesse. Kaffee wird in ganz Costa Rica angebaut und so sieht man eigentlich immer wieder Kaffeeplantagen, er ist neben Papaya, Bananen, Platano und Reis ihr wichtigstes Exportgut ;)
    Zum Mittagessen sind wir ins Zentrum von Barva gefahren und wollten eigentlich das aufgrund Empfehlungen zu erwartende künstlerische Flair genießen, dem war eher nicht so. Verglichen mit allen europäischen Städten ist da nichts – nada!!! – zu besichtigen. Eigentlich echt sehr schade, aber wir haben ein tolles kleines Soda gefunden und lecker gegessen. Gegen 5 fuhren wir im völlig überfüllten Bus nachhause, dass wir Samstagabend noch in Heredia feiern konnten.

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  • 04Sep 2012

    13 El Martes loco - Erdbeben, Stromausfall, Chaos pur 04.09.2012 Costa Rica —

    Costa Rica

    Beschreibung

    Chaos, Erdbeben, Stromausfall, Tsunamiwarnung, strömender Regen und Muskelkater

    Heute war definitiv der verrückteste Tag seit ich hier in Costa Rica gelandet bin. Nachdem ich erstmal total verschlafen hatte, ich völlig gerädert vom Muskelkater der letzten Tage im Gym war und ich nixxx zum anziehen hatte (Frauenprobleme :D) bekam ich nur diese völlig matschigen unsüßen und labbrigen Cornflakes mit lauwarmer Milch – was ein Start in den Tag.
    Abgehetzt und angeschwitzt kam ich also um kurz nach halb 9 im Institute an und musste klingeln und um Einlass bitten, sehr unangenehm. Meine Lehrerin hat schon gewartet und da ich die einzige Schülerin bin, ist das mit dem unbemerkt ins Klassenzimmer schleichen wie früher eher schlecht. Ärger gabs natürlich keinen, weil hier alle lässig drauf sind, aber ich als wohlerzogenes Mädchen hab mich mehrfach entschuldigt, weil ich selbst auf Pünktlichkeit eigentlich Wert lege :P
    Richtig verrückt wurde es dann so gegen 9 Uhr, auf einmal hat alles angefangen zu beben und wackeln. Ich habs anfangs total lustig gefunden, bis es immer heftiger wurde. Hinter uns im Bad hats gescheppert und der riesige Eichenschrank im Klassenzimmer ist fast umgefallen. Dann wurde mir bewusst, dass das schon bisschen ernster ist. Meine Lehrerin hat mich dann gepackt und nach draußen gezogen, wo man dann echt das Gefühl hatte, der Boden sei ein Schwamm und man könne sich kaum auf den Füßen halten. Nach wenigen Minuten war alles vorbei. Für mich war es das erste wirkliche Erdbeben und daher echt aufregend, für die Costaricaner allerdings wars nach dem letzten richtig schweren Beben 2010, als einige Menschen starben, sehr ernst und einige haben geweint. Alle haben sofort die wichtigsten Familienmitglieder versucht telefonisch zu erreichen, meine Lehrerin ist losgegangen, um nach ihren Kindern zu sehen. Wir Sprachschüler wollten die Gunst der Stunde nutzen um etwas im Internet zu surfen – ging aber nicht. Stromausfall! Auf den Straßen herrschte den ganzen Tag Chaos, die Busse fuhren kaum, Strom war für einige Stunden ausgefallen und das Telefonnetz war bei fast allen tot.
    Goldigerweise bekam ich gegen 10 bereits ein Anruf aus Deutschland. Meine LIEBLINGSSCHWESTER hat bei NTV die deutsche Panik-mache vom Erdbeben in Costa Rica gehört und war sehr besorgt über die Tsunamiwarnung. Ich konnte sie allerdings beruhigen und wurde von allen anderen neidisch betrachtet, dass man sich um mich so sorgt :D hahahaah jaaa hier will ich doch betonen, dass meine geliebte Melanie trotz allem (weil ich hier so von meinen Gastschwestern schwärme) meine Nummer 1 ist und bleibt!!

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  • 07Sep 2012

    14 Entspanntes Wochenende 07.09.2012 Costa Rica —

    Pavas, San Jose, Costa Rica

    Beschreibung

    Dieses Wochenende wollte ich mal im Sinne meines Reisebudgets etwas kürzer treten und keinen Trip machen. Ich hab zwar immer Sehnsucht nach den traumhaften Stränden sei es an der Karibik oder der Pazifikküste, aber dieses Wochenende kümmer ich mich um die Schönheit:D
    Ich habe einen Termin im Kosmetiksalon für Ganzkörper-waxxing und bin auf schlimme Schmerzen eingestellt. Aber Dank meiner europäischen Herkunft sollte ich mich glücklich schätzen, keine Affenbehaarung wie manch Südländer zu haben. Trootzdem musste ich den ein oder anderen Schrei unterdrücken und spätestens bei den Axeln und dem Brazilian Waxxing wollte ich nur davon rennen. Elena meinte das die ein oder andere Tica des öfteren weinen muss, (lucky me für meine blonden weichen Härchen :P)
    Danach gings mit Isabell zum Shoppen nach Heredia. Wir wollten bisschen stöbern und fanden schließlich einen Secondhandladen bei dem wir uns richtig austoben konnten mit verkleiden… jedes Mal lustig was die Generationen vor uns so anhatten :D
    Gegen Abend wollten wir noch etwas feiern und hatten beste Laune bis wir unsere Supermarkttour starteten für Getränke zum Vorglühen. Alles nur ekliger Sektwein oder überteuerter Alk. Unsere Wahl war definitv beschissen aber hier ist eben nie das zu was man erwartet. Unser Mädchensekt war praktisch ungenießbar, aber was solls, wir waren wild entschlossenin Heredia unseren Spaß zu haben. Der Plan, den ersten Bus nach Hause zu nehmen um unser Taxi zu sparen hielten wir nicht ein, weil spätestens um 3 alles öde ist,..
    Sonntag Morgen schlief ich laaaange aus, gegen 12 bekam ich meine Vitaminbombe aus Papaya (soll übrigins braun machen, daher jetzt mein Lieblingsobst ;D) und hab ewig gechillt. Übers Wochenende war ein Kumpel von Cris im Zimmer neben an, dem ich Nachts wohl geweckt hatte, er war nicht ganz so freundlich wie tags zuvor :D
    Abends gingen wir (Cris, David, Rodrigez, zwei Freundinnen und ich) nach San Jose um das Finale der Volleyball-opens von Costa Rica anzuschauen. San Jose gegen ieinen anderen Club. Es war echt aufregend und spannend, außer mir spielen die alle Volleyball und sind echte Fans, ich musste erstmal die Regeln googeln um bisschen Ahnung zu haben, und mitreden zu können. Am Ende sind alle und noch paar andere Freunde mit zu mir nachhause gefahren und wir haben Pizza bestellt. Das erste wirklich bekannte Essen hier,.. war perfekt.

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  • 14Sep 2012

    15 Manuel Antonio – Esterillos - Jaco 14.09.2012 Costa Rica —

    Quepos, Costa Rica

    Beschreibung

    Travelling the weekends
    Manuel Antonio – Esterillos – Jaco
    Meine letzte Schulwoche im Amistad Institute ist viel zu schnell vorbei gegangen, etwas wehmütig, weil ich ab nächster Woche also im Projekt in einer Schule sein würde, und das Institute nur noch besuchen kann, aber gleichzeitig total aufgeregt, weil dieses Wochenende endlich wieder richtig gereist würde. Isabell blieb leider daheim aber sonst gingen wir (Maren, Ellen, Sandra, Annabelle, Andreas und ich) direkt um 12 nach der Schule los. Über Heredia und San José, bis wir endlich im Bus Richtung Pazifikküste saßen verging natürlich wieder einige Zeit, und mit unserem Gepäck und unserer europäischen Schönheit :P vielen wir sofort als die Ober-touris auf, und wurde gleich vom Taxifahrer sehr dreißt abgezockt, Ellen wurde sogar in den Kofferraum gesteckt. Naja in Costa Rica ist das eigentlich immer so, als Tourist wird man einfach verarscht, aber durch einiges handeln kann man es einigermaßen passend drücken aber man muss einfach immer drauf zahlen, leider. Wobei das wahrscheinlich uns allen auch schon anderswo so gegangen ist. Pleite sind wir deshalb ja zum Glück noch nicht, und ausgeraubt auch nicht. Hiermit ein Dankeschön an den absolut sexy Brustbeutel, mein Geschenk von Brigitte ;) mein Geld ist insofern sicher!!!
    Aber die 4 stündige Fahrt durch absolut schöne Landschaften ging auch recht schnell vorbei, wir haben viel gequatscht, unsere Internetflats ausgereizt und natürlich wurde mir wie immer vom Busfahren schlecht -__- als dann ne halbe Stunde steile, engkurvige Serpentinen kamen, musste ich wahrlich mentale Kräfte aktivieren, um meinen Vordermann nicht ein ganz besonderes Vergnügen zu bereiten. Ist glücklicherweise nichts passiert, und schneller als gedacht kamen wir in Manuel Antonio an. Herrlicher Küstenort. Nur wenige Minuten entfernt, im etwas „partymäßigeren“ Quepos hatten wir unser Hostel, mit Swimmingpool  , Hängematten und Frühstück. Eigentlich echter Luxus für uns aber weil ja offiziell keine Touristenzeit ist, bekamen wir unser Bett im 3 Personen Zimmer für jeweils ca 13 €.. kann man sich nicht beschweren. Hier also ein Tipp: für alle CostaRicaFans, geht in Quepos ins „wide mouth frog“Hostel, man bereut es nicht! Naja das Frühstück gibt’s zwar nur von 7 bis 9, Langschläfer habens also schwer :D und es gibt lediglich Gallopinto (bäääääh ) und Toast mit ekeliger Marmelade, aber immerhin etwas Obst. Ich hab Morgens einfach eine Ananas gekauft und die gegen 11, (ja langschlafen, dann Pool-axen und erst dann frühstücken) gegessen, kurz bevor wir aufgebrochen sind. Nachdem es am Freitag nach der Reise keine Partynacht wurde, lediglich in einer Cocktailbar etwas aufgewärmt und davor lecker traditionell gegessen, begannen wir am Samstag unser Wochenende gleich mit dem vielgelobten Nationalpark von Manuel Antonio. Hier gabs einige Tiere anzutreffen und am Ende wurde man mit einer wunderschönen Bucht belohnt. Wir badeten und entspannten am Strand. Außerdem hab ich ja den Anspruch braungebrannt zurück zu kehren, also lag ich stundenlang von allen Seiten in der Sonne, aber immerhin eingecremt. Nach meinem karibischen Sonnenbrand wollte ich nichts riskieren. Irgendwann rückte uns das Meer immer mehr auf die Pelle und wir mussten umziehen, an den anderen Strand, und damit unsere „PrivatBucht“ aufgeben. Ich Held wurde am Ende beim Baden von einer riesigen, mörderischen Welle umgefetzt und paar Meter unter Wasser auf dem kratzigen Sandboden umher gewirbelt. Nach nem Salto und dem Mund voller Sand, rettete mich Sandra kurzer Hand weil ich schein ewig nicht mehr auftauchte. Mama wird jetzt wahrscheinlich sagen, „sag ichs nicht immer, geh nicht zu weit raus und pass mit Wellen und Strömungen auf“ hahaha und ja ich wird echt aufpassen, weil das echt ne krasse Situation war. Ich muss wie ne blasse Leiche ausgesehen haben, von dem Schock selbst nicht mehr hochgekommen zu sein. Mit katastrophaler, vollverstrubelten Haaren und etwas torkelig, stapfte ich an Land und wollte eigentlich gar nicht mehr ins Meer. Weil ich aber überall sandig war, traute ich mich iwann doch wieder rein, überwindete mein Trauma und fand sofort wieder Gefallen, mich von den Wellen mitreißen zu lassen. Abends gingen wir mexikanisch essen, und setzten uns am Pool zusammen. Mit Musik und Cocktails genossen wir unseren eigentlich letzten Abend, aber wie hier alles eben ist, änderte sich unser Plan vom Heimfahren am Sonntagabend natürlich noch!!
    Denn nachdem wir Sonntags einen entspannten Strandtag einlegten und gegen 6 Uhr den Bus nach San José nehmen wollten, stellten wir ernüchtert fest, dass wir die 4 stündige Fahrt im Stehen machen müssten, da es keine Sitzplätze mehr gab. Wir stiegen vorerst ein, beschlossen aber kurzer Hand, nach einer halben Stunde auszusteigen, und eine weitere Nacht zu bleiben, aber in Esterillos. Wir fanden eine „Ranch“ auf der wir ein wunderschönes Appartement fanden, das wir uns zu 5 teilen konnten. Andreas schlief bei einem Bekannten, für den er das Video der Surfschule gedreht hat. Für nur 80$ mit wunderschönem Bad, eigener Küche und deutschem Fernsehen hatten wir also eine MädelsWG mit direktem Strandzugang. Im Nachhinein wäre ich gern noch paar Tage im „Paradies“ geblieben. Am Montagmorgen wurde Guacamole, Rührei, Toasts, Obstsalat für ein letztes gemeinsames Essen gekocht, wir blieben noch einige Stunden am Strand bis wir den Bus nach Jaco (eigentlich die am meisten touristische Stadt der Pazifikküste, hier finden immer die Surfcontests statt und es wird viel gefeiert) Ich kaufte mir einen Batido, frische Früchte mit Wasser und Eiswürfeln gemixt, und spät abends ging der Expressbus (nur eine Stunde) nach San Jose. Und damit endete das Wochenende auch schon. Etwas gebräunt, völlig müde aber glücklich ging ich schlafen, denn Dienstagmorgen sollte mein Projekt beginnen. Verena goes Englishteacher :D

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  • 18Sep 2012

    16 Projektbeginn - El Roble 18.09.2012 Costa Rica —

    Costa Rica

    Beschreibung

    Projektbeginn
    Natürlich totales TicoTiming Kudelmuddel
    Morgens wachte ich auf und mir wurde bewusst, dass ich ja eigentlich überhaupt nicht wusste wo mein Projekt eigentlich war und ich auch keine genaueren Angaben hatte. So was lieben wir deutschen ja. Leicht panisch ging ich also um 8 ins Institut, um peinlich berührt zuzugeben, dass ich nicht im Projekt anfangen konnte, nicht wisse wohin ich müsse und dass ich vermutlich viel zu spät sei. Unsere neue Direktorin packte mich also in ihre schrottreife Kiste und fuhr mich über Berg und Tal ins etwas entfernte aber wunderschöne El Roble, an meine Schule. Anfangs war ich echt genervt, dass ich so „weit“ entfernt in ein Projekt gesteckt wurde, aber ich ahnte, ich würde es nicht bereuen. In der Schule wurde ich zum Direktor gebracht, der einfach der netteste und sympathischste Mann überhaupt ist, ich besprach die wichtigsten Dinge und wurde gefragt wann ich denn arbeiten wolle. Ich ergriff geistesgegenwärtig diese Chance und meinte ich wolle von Montag bis Freitag arbeiten, dass ich freitags frei haben könne. Ohne Probleme und Umstände wurde ein perfekter Stundenplan für mich angefertigt, bei dem ich sowohl in der Highschool unterrichten werde, als auch bei den kleinen süßen Kids der Elementaryschool. Zusätzlich darf ich einige Stunden als Schülerin in die Spanischunterrichtsstunden gehen, um weiterhin fleißig Spanisch lernen zu können. Insgesamt also 20 Stunden unterrichten plus meinen eigenen Unterricht bedeutet, Montag bis Donnerstag von 7 bis 2 Schule. Ich wurde durch die Schule geführt, den Lehrern vorgestellt, durfte schon eine Klasse mitunterrichten und lernte die goldigen kleinen Kinder kennen.
    Weil ich aber schon um 12 nach Hause durfte, überraschten mich Paula und Ariana am Nachmittag mit einem Tisch voller Knete und anderem Bastelzeugs. Weil ich eh nichts anderes zu tun hatte (ja leider kanns echt langweilig werden, wenn Nachmittags nichts los ist, und mittlerweile mache ich auch keinen Mittagsschlaf mehr, wie die ersten Wochen, als das Jetlag mich Nachts regelmäßig weckte) freute ich mich, mit ihnen zu Basteln. Die Zwei sind echt lieb und wir haben stundenlang gebastelt und ich habe schließlich einen wunderschönen !!!!! Kuchen geknetet und meine künstlerischen Fähigkeiten unter Beweis gestellt :D Siehe Beweisfotos hahaaha

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  • 20Sep 2012

    17 English Day 20.09.2012 Costa Rica —

    Costa Rica

    Beschreibung

    English Day – Holidays
    Heute fand in meiner Schule in El Roble der Projekttag statt, der jedes Jahr am Tag der Kulturen anders interpretiert wird. Dieses Jahr war es Feiertage der englischsprachigen Kultur. Die Schüler haben in Gruppen und den verschiedenen Klassen jeweils einen Feiertag zugeteilt bekommen, und mussten recherchieren und das Klassenzimmer und Plakate dekorieren und erarbeiten, diese heute dann ausgestellt wurden. Von Hochzeitsfeier, Valentinstag, Weihnachten, Ostern, St Patricksday, Independenceday, Birthday, Silvester und Halloween, bis Babyparty und Thanksgiving war alles vorhanden und von den Schülern aufwändig in Szene gesetzt. Zwei Schüler hatten sich als Brautpaar verkleidet, Andere waren Bunnys oder Weihnachtsmänner, es wurden Donuts und Muffin verkauft und am Ende gab es in der Turnhalle eine Abschlussfeier mit ein paar Auftritten. Natürlich zeigte sich hier auch der Nationalstolz der Costaricaner, denn anfangs wurde erst einmal im Stehen und mit Hand am Herz die Nationalhymne gesungen und am Ende wurde noch Volksspruch gemeinsam gesagt. So was gäbs in Deutschland natürlich nicht. Weihnachtselfen verzauberten mit einer Weihnachtsgeschichte als Theaterstück, andere Klassen spielten Sketsche oder sangen ein Lied, zuletzt (und das rührte mich echt ) sangen zwei Schüler des Abschlussjahrgangs mit Gitarrenbegleitung „God of wonders“. Es war wirklich wunderschön und eine nette Abwechslung. Doppeltes Plus war, dass bereits um 12 Schule aus war und ich heim konnte :D JA, sosehr ich mein Projekt mag, aber die 7 Stunden täglich haben es schon in sich, und besonders bei kleinen rotzgörigen 13 Jährigen wirklich dummen und aufmüpfigen Schülern macht das Unterrichten dann auch keinen Spaß. Das Niveau des Englischunterrichts der 7. Klässler ist echt katastrophal, weil sie einfach super frech und abartig unmotiviert sind. Wirklich, ich habe sie zum Glück nur einmal in der Woche, aber ich könnte jeden Einzelnen mindestens fünfmal umklatschen, weil sie einfach kommen und gehen wann sie wollen, sitzen auf dem Schoß von jemand anderem, spielen Nintendo, hören Musik, essen, machen keine Aufgaben und können kein Wort Englisch. Jedes Mal ein Segen, wenn ich die kleinen unterrichten kann oder die Älteren.
    Irgendwann mache ich mal Fotos von „meinen“ Kids, wie alle Schüler tragen sie natürlich die Uniform und sehen einfach zuuu knuffig aus. Die Vorschule ist gleich neben an und deren Uniform ist zuckersüß. Himmelblaue Kleider mit Faltenroch und Bluse, die Jungs kurze Hosen und ein Poloshirt auch in dem hellen Blau. In der Elementaryschool schließlich werden von der ersten bis zur 4. Klasse knall-orangene Poloshirts getragen, danach 2 Jahre helles Lila, ab der Highschool in 7. Hellgrau, und die letzten 2 Jahrgänge also die 17-18 (viele sind gleichaltrig wie ich weil hier einige mal sitzen geblieben sind :D) Jährigen tragen dunkles Lila. Alle tragen dazu eine Dunkelblau-fast schwarze Stoffhose. Die kleinen Mädchen meistens auch einen gleichfarbigen Rock mit Kniestrümpfen. Was auch immer die oft genannten Nachteil von Schuluniformen sind, ich finde es hier echt total toll, dass alle dasselbe anziehen, und im Park in Santa Barbara sieht man so auch gleich wer von welcher Schule kommt. Vielleicht hätte ich sie verflucht, hätte ich selbst eine tragen müssen, aber irgendwie fände ich es schön, das in Deutschland auch zu haben. Naja nach heute habe ich erst mal ab sofort immer verlängertes Wochenende…

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  • 21Sep 2012

    18 chillaaaxen 21.09.2012 Costa Rica —

    Costa Rica

    Beschreibung

    6. Wochenende schoooon :O
    Ein weiteres Wochenende ohne spektakuläre Pläne geht zu Ende. Da Isabell und ich beide etwas angeschlagen sind, blieben wir zu Hause, allerdings haben wir trotzdem eine nette Zeit gehabt. Nach meinem chilligen Tag am Freitag sind wir mit den anderen Mädels was trinken gegangen. Weil die früh heim sind, haben wir uns noch mit einheimischen Freunden getroffen, wir sind mit dem Auto in die „Berge“ gefahren und uns wurde ein wunderschöner Platz gezeigt, von wo aus man bei Nacht die ganzen Lichter San Josés sehen konnte. Fast so schön wie der Blick auf das nächtliche Stuttgart ;D
    Weil alle Anderen ziiiiemlich betrunken waren, beschloss ich nach fast 2 Monaten mal wieder Kupplung und Gas zu betätigen, und heim zu fahren. Das Auto war aus einem anderen Jahrhundert und so was wie Servolenkung kannte man damals noch nicht. Nach paar peinlichen Abwürgern und Lenkschwierigkeiten, hatte ich die Kontrolle über die Rostlaube mehr oder weniger gewonnen und begann unsere Geisterfahrt durch das stockdustere Costa Rica. Während ich richtig Spaß hatte, schrien die hinten zusammen gepferchten 15 anderen regelmäßig bei Schlaglöchern und meinen ruppigen Gangwechseln :D alles in allem eine echte Chaosfahrt (natürlich zu keinem Zeitpunkt gefährlich lieber Papa!!!!) aber riesig lustig. Am nächsten Tag wurde lange ausgeschlafen und gegen Mittag sind wir ins Paseo de las Flores gegangen, eine der größten Shoppingmalls Costa Ricas, haben die Premiere vom Kinofilm TED angeschaut (jaa etwas später als in Deutschland, so zirka n halbes Jahr aber was solls)und haben noch etwas in den Läden gestöbert. Auch deckten wir uns mit Medikamenten aus der Apotheke ein, weil wir etwas angeschlagen waren. Isabell wurde gleich rezeptfrei mit Antibiotika versorgt, hier gibt’s aber auch Antidepressiva und Schmerzmittel im Supermarkt, Lateinamerika halt :D . Um 9 war ich schon wieder in Santa Barabara, allerdings zu spät um mit den anderen aus dem Institut wie vereinbart nach Heredia feiern zu gehen, aber weil ich echt ziemlich fertig war, freute ich mich einfach auf mein Bett. Um wie ichs geahnt hatte wurde ich Sonntag richtig kränklich und hatte dadurch endlich wieder mal Zeit zu lesen. Etwas unspektakulär und langweilig aber ich meine, ich bin ja auch nicht nur zum Urlaub und Reisen hier, iwi muss auch Alltag und Normalität herrschen.
    Darauf eine schöne und nicht allzu ansträngende Woche euch allen, und ein baldiges Wochenende wieder

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  • 30Sep 2012

    19 PITBULL 30.09.2012 Costa Rica —

    Hospital, San Jose, Costa Rica

    Beschreibung

    Party, Pitbull Konzert und zuu wenig Schlaf
    Dieses Wochenende war Party angesagt und nachdem ich meine Haare beim Friseur nach meiner Eigenaktion noch etwas nachgebessert bekommen hatte, war ich bereit für eine unglaubliche Nacht. Allerdings als es dann endlich dämmerte und ich fertig gerichtet mit Isabell im Bus saß bekam ich Zweifel und wollte eigentlich nur in mein Bett und schlafen. Zum Glück ließ ich mich nicht von meinen lahmen Sehnsüchten leiten und schon bald begann unser Nachtleben. Nach einer Bar folgte der Club und wir trafen einige coole Leute. Als wie immer in Heredia um 2 die Clubs schließen wollten, ja ich weiß echt gegen jegliche Vorstellung über die temperamentvollen, feierwütigen Lateinamerikaner, aber hier endet eine Partynacht wirklich schnell. Isabell und ich hatten aber die richtigen Leute kennengelernt, die uns mit nach Alajuela mitnahmen, wo wir noch in ein Casino sind mit Club. Hier wird bis in die Morgenstunden gefeiert und getanzt. Es war definitiv der beste Abend seit wir hier in Costa Rica Party machen wollten. Wo sonst unser Bett bereits gegen 3 schon wieder von uns gewärmt wurde, feierten wir dieses Mal bis zum Sonnenaufgang durch. Die Musik, die Leute, die Stimmung und alles passte irgendwie. Obwohl ich Sonntag Morgen eigentlich eine Fahrradtour geplant hatte konnte ich mich nicht aufrappeln. Ich erblickte das Tageslicht erst wieder gegen 1 Uhr und katerte bis Nachmittag in meinem Bett, bis Isabell mich überredete noch in den Park zu kommen. Um meinen Kreislauf wenigstens einmal an diesem eigentlich wirklich schönen Sonntag in Gang zu bringen, entschieden wir uns für einen Spaziergang und liefen so in der Landschaft rum, wie jedes Mal entdeckten wir neue wunderschöne Ausblicke und Plätze.
    Eine kleine Verlängerung des Wochenendes waren unsere Konzertkarten für Pitbulls World Pit Tour. Wir hatten für vielleicht 28 € VIP Tickets gekauft und freuten uns riiiiesig auf das Konzert. Nachdem wir unsere Projekte geschwänzt hatten, ging es bereits Mittags mit dem Bus nach San José.
    Nach ewigem Anstehen, dem obligatorischen Regenschauer gegen 4 Uhr Nachmittags, für den wir uns erst Mal mit Regencapes eindeckten, konnten wir endlich ins Nacional Stadion und waren Pitbull um etliches näher. Die Glückskinder waren bei den VIP´s, also nem ziemlich perfekten Bereich und hatten so mega gute Sicht auf die Bühne, und sehr nah. Das alles für unglaubliche 28 € :D jaaa in Costa Rica gibt’s das 
    Zuerst trat die Pepsi-dancecrew zu Charts auf, dann legte ein bekannter einheimischer DJ auf, und irgendwann kam er… PITBULL. Die Show, die Lieder, die Stimmung, alles perfekt. Nach 4 Stunden wildem Tanzen und Grölen, Mitsingen und aufgeregt Hüpfen waren wir einfach müde und glücklich. Natürlich konnten wir nicht einfach nach Hause, sondern mussten uns in dem Bus-chaos zurechtfinden. Erst warteten wir ewig, dann fragten wir den einen Busfahrer ob wir diesen nehmen könnten, der sagt ja, und als wir bezahlt hatten nach 5 Minuten stellte sich natürlich raus, er hatte uns verarscht. Irgendwo im Nirgendwo in San José stiegen wir also aus und waren stinke sauer. Isabel entdeckte einen Dönerstand und wir mussten einen letzten Halt einlegen. Etwas genervt weil wir schließlich doch ein Taxi nehmen mussten, fuhren wir also nach Hause. Jedoch alles in allem konnte uns niemand die Euphorie nach dem Konzert nehmen. Die halbe Nacht hab ich noch seine Lieder rauf und runter gehört, bis ich komatös in den Schlaf viel.
    Konzerte in Costa Rica, immer wieder gerne!! Im November wahrscheinlich Wiz Khalifaaaa

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  • 05Oct 2012

    20 Tortuguero 05.10.2012 Costa Rica —

    Tortuguero, Costa Rica

    Beschreibung

    Noch immer überwältigt von all den Eindrücken will ich also von diesem ganz besonders beeindruckenden und speziellen Wochenende erzählen…. Aber wo anfangen, wenn einfach jede Sekunde ein Highlight war, und man doch weiß, dass Fotos und auch meine Erzählungen nieemals ein wirkliches Bild schaffen können, wie das was sich nun hinter meinem inneren Auge zeigt. Eines ist sicher, Tortuguero hat sich wirklich total gelohnt und es ist durchaus schade, dass heute schon Sonntag ist, und ich morgen wieder arbeiten muss.
    Nun alles zusammengefasst zähle ich eine wahnsinns Kanutour, Bootsfahrt, Nationalpark, Strandspaziergang, Schildkrötenwanderung, karibisches Trommelfest, traumhafte Aussicht und exotische Tiere. Für Alle die´s noch genauer wissen wollen hier mein ausführlicher Wochenendtrip-bericht ;)
    Am Freitagmorgen, bereits um 7 ging unser Trip los. Da wir am Wochenende zuvor einige Leute kennen gelernt hatte, ergab es sich, dass Elena, eine nun in Costa Rica lebende Amerikanerin mit uns mit kam. Dank ihr wurden wir so früh morgens bequem mit dem Auto nach San José gefahren, uns mussten lediglich den Bus von San José (ohne nach dem Terminal caibeña suchen zu müssen, top!!) nach Cariari. Die Fahrt schon war beeindruckend, und stimmte uns auf das ein, was noch kommen würde. Ein Wochenende voller Naturerlebnisse und atemberaubender Landschaft. Wir fuhren durch den Regenwald und sahen teilweise unendliche bewucherte Täler und Schluchten, reißende Flüsse in mitten von Dschungelvegetation und Bergen. Leider war ich erstens so überwältigt als dass ich an fotografieren denken konnte, zweitens bekommt man so schnell beim Busfahren keine Fotos zustande… euch das vorzuenthalten fällt mir wirklich schwer.
    In Cariari mussten wir in einen Localbus umsteigen und etwas durch die Pampa fahren, bis wir zu einer in Mitten im Regenwald gelegene Hütte kamen, von deren Bootssteg wir mit 20 Mann Booten durch die sumpfigen Flüsse bis nach Tortuguero gebracht wurden. Verrückt wenn man bedenkt, dass einige Menschen einfach zum einkaufen mit dem Boot fahren müssen, denn die Tortugueraner können nicht weg ohne Boot oder Wasserflugzeug. Genau dieser Charme des kleinen Dorfs macht es natürlich für Touristen super interessant. So auch für uns. Wir wollten unbedingt den Nationalpark mit den wilden Tieren sehen, wollten die Schildkröten schlüpfen sehen und natürlich karibisches Flair erleben. Das und noch viel mehr hatten wir. Als wir freitags ankamen, erkundeten wir erstmals die „Insel“ und waren schon da, besonders nach der Bootstour hin, mehr als überwältigt. Wir sahen Einheimische bei ihren Trommelritualen, wir stöberten auf dem Souvenirmarkt, wir liefen am Strand entlang, sahen den wunderschönen Sonnenuntergang und machten schließlich das Dorf unsicher. Obwohl wir unsere Kanutour für Samstagmorgen um 6 gebucht hatten, ließen wir es uns nicht nehmen etwas zu feiern. Da wir auf dem Hinweg 4 deutsche Mädels kennen lernten, (die zufällig im selben Projekt arbeiten wie zwei Amerikaner die wir 3 Wochen vorher beim Feiern kennen lernten,.. Costa Rica ist sooo ein Dorf :D ) war der Abend sehr nett. Elena und Isabel mussten natürlich übertreiben, und dem entsprechend waren wir nach wenigen Stunden Schlaf morgens um 5:30 wenig begeistert als der Wecker klingelte. Wenn die Kanutour nicht so aufregend gewesen wäre, wären wir alle vermutlich einfach eingeschlafen, aber es gab unglaubliches zu sehen. Anders als im Zoo, wo man vielleicht auch einige wilde Tiere schon mal gesehen hat, dringt man hier in die Welt der Tiere ein, und ist Teil ihres Lebens. Sie in natürlichem Umfeld und ihrer echten Lebensweise zu erleben war unbeschreiblich. Wir sahen viele exotische Vögel, Reptilien in riesiger Größe, Krokodile schwammen neben uns, wir sahen verschiedene Affen und weitere Exoten. Für mich ein tolles Erlebnis, und einzigartig. Nach der Kanutour gings an Strand, und nach weiterem relaxen in der Hängematte, erkundeten wir noch zu Fuß den Nationalpark. Für den Schlammig-sumpfigen Weg mussten wir Gummistiefel ausleihen, was wirklich nötig war. Teilweise ist man fast stecken geblieben, aber es war ein gutes Gefühl so abenteurlich unterwegs gewesen zu sein. Wieder konnten wir den Tieren sehr nahe kommen. Hörten auch die Affen schreien und sahen eine Vielfalt von Spinnen. Am Ende des Parks schloss sich ein wunderschöner, praktisch völlig der Natur überlassener Strand an. Absolut schön und ursprünglich, ohne die touristische Stimmung.
    Hier gab es auch einige Babyschildkröten zu sehen, hauptsächlich jedoch ihre Schalen. Die Zeit des Schlüpfens ist nahezu vorbei, teilweise konnten wir aber die Wanderung bis zum Meer noch miterleben, bis sie schließlich in der ersten Welle untertauchen und ihr Leben im Wasser beginnen.
    Am Abend wollten wir mit 2 niederländischen Backpackern feiern. Sie wollten uns eine Karaoke-Bar zeigen, und wir konnten der Versuchung natürlich nicht wiederstehen. Eine weitere Nacht voller Spaß endete und sorgte für erneuten Schlafmangel. Da unser Boot um 11 bereits ablegte, wollten wir um 9 nochmal einen langen Strandspaziergang machen. Die Sonne scheinte, karibische Reggeamusik tönte am Strand und wir sahen ein letztes Mal eine Gruppe von Babyschildkröten die ihren Weg ins Meer suchten. Gerade noch rechtzeitig, (nach 7 Wochen haben wir die Tico-Time-Mentalität letztlich verinnerlicht) also etwas zu spät erreichten wir unser Boot Richtung Zuhause.

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  • 12Oct 2012

    21 Karneval in Limon und relaxen in Cahuita 12.10.2012 Costa Rica —

    Cahuita, Costa Rica

    Beschreibung

    Karneval in Limon und relaxen in Cahuita
    Aufgrund der Tatsache, dass vor laaanger langer Zeit Kolumbus in Puerto Límon, einer kleinen Hafenstadt an der Karibikküste Costa Ricas mit seinem Schiff ankam, wird noch heute am 12 Oktober im ganzen Land der Kolumbustag, nach dem Unabhängigkeitstag einer der wichtigsten Volksfeiertage von Costa Rica, gefeiert. Speziell in Límon bedeutet das der Auftakt der einwöchigen Karnevalszeit, die wild gefeiert wird. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und fuhren morgens um 6 Uhr Richtung San Jose, um den Bus nach Puerto Limon zu bekommen. Wir wollten möglichst früh da sein weil wir eigentlich am selben Tag weiter nach Cahuita fahren wollten. Zur Karnevalszeit, das ist das Ereignis schlechthin sind normalerweise keine Hotelzimmer kurzfristig zu bekommen und wenn nur wahnsinnig teuer. Außerdem gilt Límon als gefährlichste Stadt in Costa Rica und alle und alles warnt davor. Naja jeder sagt aber auch, dass sie so furchtbar hässlich sei, wobei ich es irgendwie richtig gut fand. Die Atmosphere ist sehr karibisch, etwas reaggemäßig und tierisch heiß. Gleich am Bahnhof zog ich mir mein Kleidchen an und wir suchten eine Erfrischung. 33 °C können verdammt heiß und schwül sein, da war eine frische Kokosnuss perfekt. Weil am frühen Vormittag noch keine Karnevalstimmung zu finden war, zogen wir in den Straßen umher. Fanden den großen Markt, den Strand, einige Souvenirstände und Livemusik zu der getanzt wurde. Ein alter Mann machte Costa Rica alle Ehre und wir fühlten uns wie auf Kuba (Dirty Dancing 2) all den heruntergekommenen Häusern, der tanzenden Menschen und der strahlenden Sonne. Wir shoppten etwas und merkten schließlich, dass der richtige Partykarneval erst später stattfinden würde. Aber die Stunden in der Hitze wären wirklich unerträglich gewesen. Wir wollten duschen, uns etwas ausruhen und definitiv nicht bereits abends weiter nach Cahuita. Kurz entschlossen und dank des Tipps eines netten Mannes fanden wir ein günstiges Zimmer in einem der heruntergekommensten Hotels von Limon. Aber ein Bett, Dusche und Balkon waren definitiv genug für uns. Manchmal muss man einfach Glück haben. So konnten wir Abends den Karneval in vollen Zügen genießen. Ich bekam mein erstes Eis nach 2 Monaten, natürlich konnte ich mich nicht entscheiden und es wurden dann 3 Kugeln :D , wir tanzten die ganze Nacht und waren überglücklich das nicht verpasst zu haben.
    Weil die Sonne uns bereits schon wieder um 7 weckte suchten wir den Supermarkt für Wasser und Frühstück auf, und fuhren gleich morgens weiter nach Cahuita. Nur ungefähr eine Stunde entfernt aber viiiiel schönerer Strand und mit Nationalpark. Die Anderen fuhren nach Puerto Viejo weiter, das kannte Isa und ich aber schon. Weil aber so alles wunderbar geklappt hatte, mussten wir natürlich unsere Busstation für Cahuita verschlafen und wurden erst viel später rausgeschmissen. Hin und hergerissen zwischen trampen, auf einen anderen Bus warten und eben in der prallen Sonne nach Cahuita zurück laufen, siegte unser Sportswille und wir machten uns auf den Weg. Während wir alte Waldheimlieder anstimmten und versuchten, das Beste aus der Situation zu machen, wurden wir schon bald von dem schönen Städtchen überrascht. Wir kamen an, entdeckten unser wirklich hübsches Hostel und konnten nicht wiederstehen, sofort an den Strand zu gehen. Er war wunderschön. Abends kochten wir spartanisch, Isa und ich sind zu kleinen Sparfüchsen mutiert und essen trockene Spaghetti ;D Nach einer weiteren Erkundungstour durch Cahuita ließen wir den Abend in Hängematten ausklingen, da wir für früh morgens eine Schnorcheltour gebucht hatten.
    Mit dem Boot gings in der Morgensonne los aufs offene Meer. Schon das Bootfahren war ein echtes Erlebnis. Kräftig durchgeschüttelt, nass und mehrmals fast rausgeflogen starteten wir den ersten Tauchgang. Wir erkundeten das Riff und suchten nach Fischen, Haien, Korallen und anderem Aufregendem. Nicht völlig enttäuscht aber auch nicht in völliger Ekstase, kehrten wir zum Boot zurück. Es ging an ein anderes Riff. Hier wurde es auch etwas schwerer, da das Riff nicht sehr tief war. Am Ende fuhren wir weiter zu einem sehr schönen Platz auf der Meerzunge. Wir wurden mit Ananas und Nüssen verköstigt und zurück gefahren. Insgesamt dauerte die Tour 3 Stunden und ich war ziemlich erschöpft. Wir hatten viel Wind und so war das Schnorcheln ziemlich ansträngend. Nach einem Nickerchen gings nochmal zum Strand, bis der Regen einsetzte.
    Abends lernten wir einige nette Leute im Hostel kennen, das ist eigentlich mit das Beste am Billigreisen, man lernt tolle, interessante und reisewütige Menschen kennen, denen ich gerne zuhöre was sie auf Reisen schon erlebt und gesehen haben.
    Da das Kolumbuswochenende auch noch den Montag als Feiertag bestimmte, hatten wir einen weiteren Tag am Strand. Ich wachte extra früh auf, um bereits um 6 Uhr im Nationalpark meine Erkundungstour zu machen. So wenig Menschen unterwegs waren, ich die tollen sonnigen Morgenstunden also in touristenfreier Zone erleben konnte, umso schlimmer wurde ich von den Moskitos attackiert. Ich als einziges Blutopfer wurde gefühlt eine Millionen Mal gestochen. Nach 2 ein halb Stunden und einem wirklich schönen 9Kilometer Marsch entspannte ich ein letztes Mal am Strand und stürzte mich in die Wellen, bis wir unsere 7 Sachen packen mussten und Heim nach Santa Barbara fuhren. Ich liebe definitiv die Karibikküste. In 2 Wochen schon geht’s nach Panama,… ich freue mich 

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  • 20Oct 2012

    22 Ein bisschen Kultur muss sein :) 20.10.2012 Costa Rica —

    Hospital, San Jose, Costa Rica

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    Heute besuchte ich das Goldmuseum in San Jose, schaute das Nationaltheater und einige Kirchen an… stimmt genau, wenn man etwas sucht, dann findet man in San Jose doch noch ein paar alte und schöne Gebäude. Die Kolonialzeit hat also doch ein wenig seine Spuren hinterlassen und Monumente gefordert. Da ich morgens Radfahren war, schaffte ich es erst später nach San Jose, so dass die anderen das Kindermuseum bereits besichtigt hatten, und wir nur noch Zeit für das Goldmuseum hatten. Das war aber doch schon einiges an Kultur und forderte meine Spanischkenntnisse.
    Zum Abschluss gönnten wir uns einen frischen Batido (Crasheis mit purierten Früchten,.. yammiii) und flanierten in der Hauptstadt umher. Langsam habe ich mich an das Verkehrschaos, die ganzen Straßenhändler, den Lärm und das Busfahren gewöhnt und genieße auch das :)
    Nächstes Mal will ich mir noch das Museum für Contemporary Art and Design anschauen, sowie das Nationaltheater, außerdem steht ein Besuch im Nationalmuseum für Tchaikovskis ´Ballet el Cascanueces` an … das wars dann aber erst mal mit Kultur

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  • 21Oct 2012

    23 Playa Puntarenas 21.10.2012 Costa Rica —

    Puntarenas, Costa Rica

    Beschreibung

    Sonntags kurz mal an den Strand
    Weil wir am Mittwoch nach Panama gehen, haben wir dieses Wochenende keinen größeren Trip geplant, jedoch wollten wir nicht ganz auf Strand verzichten. Deshalb trafen wir uns morgens um 5 an der Bushaltestelle und fuhren nach San Jose, von dort mit dem Direktbus nach Playa Puntarenas.
    Da die Costa Ricaner immer brav in Reihen warten und niemals vordrängeln, fielen Isa und ich sofort negativ auf, als wir uns ohne etwas Böses zu wollen, unter einer Absperrung hindurch zu den zwei letzten Plätzen im abgegrenzten Warteabteil machten. Später merkten wir, dass es vor der Absperrung eine lange Warteschlange gab, wir sie übersehen hatten und damit 20 Anderen den Vortritt verweigerten. Peinlicherweise schob ich auch noch einen Rucksack weg, damit wie auf die Plastikstühle sitzen konnten. Das sie „besetzt“ waren ignorierten wir, wurden deshalb von allen Wartenden verächtlich angestarrt. Sichtlich unwohl, aber froh, dass wir dadurch den 7 Uhr Bus bekommen konnten, hockten wir es aus und versuchten das Unwohlsein zu ignorieren :D
    Nur 1,5 Stunden entfernt und der Einheimischenstrand schlecht hin, ist Puntarenas perfekt für einen Kurztrip für einen Tag. Definitiv nach unserem vielen Reisen nicht der allerschönste Strand, aber eigentlich ziemlich gut. Palmen, blaues Meer und 30 °C, das reicht uns schon um glücklich zu sein. Auch um an unserer Bikinibräune zu Arbeiten :D Einziges Problem, morgens stank es Hölle nach gammeligem Fisch. Eine riesige Spur von toten Fischen säumte den Strand und ließ uns fast enttäuscht abziehen. Es war wirklich unerträglich. Jedoch wurden sie mit einem Bagger schließlich weggekarrt und wir konnten uns stunkfrei bräunen
    Da an der Pazifikküste Regenzeit ist, mussten wir nachmittags recht bald unsere Sachen zusammenpacken und dem Sturzregen entfliehen. Alles in allem aber wirklich ein guter Ausflug. Keine 10 € gekostet, echten Sandstrand unter den Füßen gehabt und die Seele baumeln gelassen.. wo hat man das sonst schon …?!

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  • 22Oct 2012

    24 nächtliche Musikparade 22.10.2012 Costa Rica —

    Costa Rica

    Beschreibung

    Vermutlich war es noch nicht einmal 10 aber natürlich lag ich bereits im Bett (hahaha irgendwie endet mein Tag hier immer recht früh, aber ich wache auch schon um 6 auf) als ich lautes Trommeln und Gegröle von den Straßen hörte. Meinen ersten Impuls, meine Oropax einfach tiefer ins Ohr zu stecken ignorierte ich, weil meine Neugier stärker war. Woher kam die Musik und wieso ist da soviel los?? Ich schlüpfte in meine Jogginghose und suchte meinen Pulli, weil ich von der Müdigkeit etwas fröstelte (ja mittlerweile friere ich bei 20°C ).
    Draußen auf den Straßen konnte ich meinen Augen kaum trauen. Eine riesige Menschenmasse tanzte zu dem Trommelumzug und der Musikparade. Etliche Musikgruppen spielten Traditionelles aber auch neu interpretierte Chartsongs. Alle lachten und hatten Spaß. Kleine Kinder versteckten sich hinter ihren bunten Zuckerwatten, man konnte sich Feder-Flecht-Haarschmuck machen lassen (auch ich mit meinen 19 konnte natürlich nicht wiederstehen :D) und es gab gut riechendes Essen auf Grills. Natürlich wurde das einheimischen Bier ´Imperial`getrunken und ausgelassen gefeiert. Da bereute ich meine Entscheidung bezüglich meiner Jogginghose, aber irgendwie ist mir das auch wieder egal, weil es eben Costa Rica ist - Pura Vida.
    Zum perfekten Abschluss gab es gegen 12 ein riesiges Feuerwerk. Es war so groß ich dachte kurz, dass ihr es Zuhause fast sehen müsstet :P aber liegt vielleicht auch daran, dass Santa Barbara einfach klein ist, und die paar Raketen wie ein Naturwunder wirkten.

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  • 24Oct 2012

    25 Bocas del Toro - 24.10.2012 Panama —

    Bocas del Toro, Panama

    Beschreibung

    Urlaub vom urlauben :)
    Oder ganz einfach: einige Tage ins Paradies…

    Aufgrund unserer Ausreisepflicht aus Costa Rica entschieden wir uns für ein paar Tage ins wunderschöne Panama zu flüchten. Aber nicht einfach Panama, nein, Bocas del Toro, das landgewordene Abbild des Paradies. Ich habe schon wirklich hohe Erwartungen gehabt, die ja erfahrungsgemäß dann oft zu Enttäuschungen führen, nicht aber in Bocas!!
    Bereits um 5 Uhr morgens verließen wir Santa Barbara um möglichst bald in Panama anzukommen. Da die Busstrecken gut ausgebaut sind und wir ja mittlerweile erprobte CostaRica-per-Bus-Reisende sind haben wir es auch ohne weitere Probleme zum Grenzort Sixaola geschafft. Wie aus Erzählungen bereits erwartet, war das mit die traurigste und ödeste Stadt des ganzen Landes und man konnte die Armut nicht nur sehen sondern fast spüren. Nach kurzen Ausreiseformalitäten hieß es Goodbye CR, Welcome Panama. Über eine wirklich mehr als gefährliche und von den Jahren geprägt und angefallene Brücke überquerten wir den Rio Sixaola, der als natürliche Grenze zwischen den Ländern dient. Das Gefühl (wenn man sich nicht grade penibelst darauf konzentrieren musste, nicht durch ein Loch oder eine lose Holzlatte zu stürzen) war unbeschreiblich. Durch die alte, heruntergekommene Brücke fühlte ich mich wie ein Pioneer der die Welt eroberte und sich in neue Abenteuer stürzte. Ab der Grenze in Panama merkten wir schnell, dass wir ziemlich schlecht vorbereitet waren. Wir hatten lediglich Colones (CR Währung) dabei, keine Dollar – nixx. Also mussten wir uns von Halbbanditen das Geld wechseln lassen – natürlich bitter schlechter Wechselkurs ;( - und konnten schließlich mit einem Touritransport in Richtung Bocas. Da die Inseln sehr touristisch sind (dieses Paradies muss gesehen werden !!) war der Transport zwar recht teuer aber angenehm, klimatisiert und ziemlich schnell. Mit dem Boot ging es dann noch weiter auf die Inselgruppe, bis wir nach fast 10 Stunden eeeeendlich – und verschwitzt, jaaa CR ist ja schon heiß aber Panama lässt dich dahinschmelzen – in unserem Hostel ankamen. Für nur 10§ bekamen wir im MixedDorm mit Ventilator ein Bettchen, Frühstück (Pancakes – mein erstes Mal :D) und das perfekte Backpackerflair. Eine Dachterrasse, Hängematten, Gemeinschaftsküche, Sofalounges luden ein, neue Bekanntschaften zu machen, die von überall aus der Welt kommen. Genau das liebe ich am Meisten am Reisen  all die interessanten, lustigen, reisewütigen Menschen.. und natürlich die wunderschönen Orte; und Bocas zählt definitiv zu den schönsten Orten die ich je in meinem Leben gesehen habe.
    Statt meiner öden Tagesberichte á la „und dann haben wir das gemacht, und dann dies.. und da waren wir.. blaablaa „ hier ein kurzer Überblick.
    Nach unserem Pancakefrühstück jeden Morgen sind wir auf irgendeine andere Insel gefahren um die schönsten Strände zu besichtigen. Darunter zählen eindeutig Playa Estrella mit den ganzen Seesternen und Playa Zapatillo, einfach atemberaubend.
    Außerdem haben wir einmal eine Delfintour gemacht und waren Schnorcheln. Ich bin am letzten Tag noch die Insel erkunden gewesen, inklusive Schlägerei, Heiratsantrag und Baseballtournier :D Wir waren traditionell mexikanisch essen, sind wie Königinnen durch Bocas Town mit einer Pferdekutsche bei Abenddämmerung gefahren, hatten frischen Hummer und haben jede einzelne Sekunde genossen. Ein weiteres Highlight waren die Partys. Bocas schläft definitiv niiiie und wir hatten riesig Spaß – „Aqui todo es diversion, hasta que salga el sol“ :D
    Die einzelnen Locations zum Feiern mussten wir immer mit einem Boot ansteuern und waren so praktisch auf jeder der Inseln mal  Die Lounges dort bieten immer noch die Möglichkeit ein nächtliches Bad im Meer zu nehmen, was wir egal was wir anhatten ausnutzten. Bei nächtlichen 30°C die beste Erfrischung.
    Als wir schließlich heim mussten, auch weil unser Budget mehr als ausgereizt war, waren wir schwer traurig. Niemand will schließlich das Paradies verlassen…. Auch wenn Costa Rica ebenso wunderschön ist. Eins ist klar. Ich werde irgendwann wiederkommen!! Am liebsten mit Mami :) dann zeig ich dir wieso ich mein Strahlegrinsen nicht mehr wegbekomme :*

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  • 03Nov 2012

    26 November bei 30°C 03.11.2012 Costa Rica —

    Hospital, San Jose, Costa Rica

    Beschreibung

    Nachdem wir knapp eine Woche im Paradies verbracht haben und wir wussten, Panama wird so schnell nichts toppen, blieben wir (auch im Sinne unseres Geldbeutels, denn Panama hatte doch schon ein kleines Loch in unsere Reisekasse gerissen) dieses Wochenende in San José. Elena, eine von unseren einheimischen Ticafreunden hatte uns sowieso auf eine Halloweenparty eingeladen und auf dieses Reisen in wackeligen, stickigen Bussen konnten wir gerne auch mal verzichten. Also entschieden wir uns für ein günstiges und entspanntes Wochenende `zu Hause`. – wir sollten es nicht bereuen. Am Samstag machte ich mit Enrique morgens einen kleinen Ausflug zu der Kaffee- und Bananenplantage seiner Großeltern. Er erklärte mir die ganzen Pflanzen und Wachstumsprozesse und zeigte den privaten Obstgarten mit Mangobäumen, Limonen- und Zitronenhängen, Kräutergärten und andere exotische Früchte. Die Gerüche und die Atmosphäre waren unglaublich. Eine andere Welt, dazu kam noch, dass es doch schon November ist. In meiner Vorstellung beginnt die Welt sich langsam Herbstlich zu färben und der erste Schnee fällt, aber hier wachsen Mangos und Bananen – und ich schwitze bei 30 ° C. Selbst nach 3 Monaten Costa Rica fällt es mir manchmal noch schwer zu begreifen, dass ich verdammt weit weg von Deutschland bin…
    Nichts desto trotz auch mein kleiner Exkurs in die Welt der costaricanischen Kaffebauern ging zu Ende und ich musste mich beeilen, mich für die Party (Halloweenparty war bereits Freitag) im Club zu richten. Wie immer, wenn wir in Heredia feiern gingen, war unser erster Stop im „chill out“. Es ist ein zweistöckiger Club in dem unten ein großer Loungebereich eingerichtet ist, an den eine tolle Dachterrasse grenzt, und oben ein schicker Floor zum Tanzen einläd. Da in Heredia – obwohl es als dieeeee Universitätsstadt gilt – bereits nach 2 die Lichter ausknippst, fuhren wir schließlich mit 2 Autos (und natürlich viel zu wenig Plätzen, aber das wird nicht illegal sondern „pura vida“ genannt) weiter nach San Jose in einen wirklich total tollen Club. Bei einem Frühstück im McDonalds und Karaoke-wettgrölen im Auto war mit die beste Nacht hier in San Jose beendet. Sonntag war ich natürlich zu nichts zu gebrauchen und nachdem ich erst gegen 2 unter die Lebenden zurückkam sonnte ich mich in der „herbstlichen“ Äquatorsonne. Am späten Abend trafen wir uns noch mit ein paar Freunden, um zum Friedhof zu gehen. Erst fanden Isa und Ich die Vorstellung verdammt gruselig, weil die Halloweenstimmung längst nicht vorbei war. Jedoch mussten wir feststellen, dass man von dort den absolut unglaublichsten Ausblick hat. Santa Barbara befindet sich praktisch in der Mitte so dass man das nächtliche und grellerleuchtete San José, Heredia, Alajuela und San Joaquin betrachten konnte. Außerdem beobachteten wir die landenden und startenden Flugzeuge, die fast zum Greifen nah waren. In nun mehr weniger als 11 Wochen werde ich dann auch Costa Rica „Adios“ sagen müssen, aber hoffentlich viel mehr als nur Kerosin hinterlassen, denn für mich wird die Zeit aufregend und unvergesslich bleiben….

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  • 07Nov 2012

    27 Mama Carmens Geburtstag 07.11.2012 Costa Rica —

    Pavas, San Jose, Costa Rica

    Beschreibung

    Einen Tag nachdem meine echte Mama in Stuttgart ihren Geburtstag ohne mich feierte, hieß es am 7. November für mich auch hier in Costa Rica "Mamas Geburtstag" feiern. Carmen, meine Gastmami wurde bereits morgens von uns Kindern mit einem Geburtstagsständchen überrascht und zum Kerzenauspusten gezwungen. Richtig gefeiert wurde erst gegen Nachmittag. Ich machte gerade mein Nickerchen als es an meine Tür klopfte,... die Schokotorte wartete :D
    Unten im Wohnzimmer waren mittlerweile auch Oma , Opa und der Rest der engeren Familie eingetroffen und warteten die riesige, extrem schokoladige Torte anzuschneiden. Es wurde wieder gesungen und schließlich Kuchen gegessen. Als Zugabe, weil diese Kalorienbombe natürlich nicht genug war , wurde noch Straciatella- und Vanilleeis geholt. Es war eine richtige Fressorgie aber irgendwie lustig. Es wurde eine Art Spiel gespielt, bei der das Geburtstagskind blind eine Pappkuh schlachtet, dann wurde noch Karaoke gesungen... eine wirklich besondere Erfahrung, und sehr lecker.

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  • 10Nov 2012

    28 zu Besuch bei den Indianern 10.11.2012 Costa Rica —

    Manzanillo, Costa Rica

    Beschreibung

    Dieses Wochenende war es also soweit, der langersehnte Besuch bei der indigenen Bevölkerung Costa Ricas, oder schlicht: unser Ausflug zu den Bribri-Indianern. Wir entschieden uns, am Freitagvormittag wir gewohnt erst nach San Jose zu fahren und schließlich weiter mit dem Reisebus nach Manzanillo. Dort wollten wir 2 Nächte verbringen, bis wir Sonntag um 6 dann nach Bribri aufbrechen wollten ins Indianerreservat. Manzanillo (nur 1 h weg von Bribri aber eben an der Karibikküste) gilt als einer der schönsten und naturbelassensten Strände der Karibik und lädt zum Wellenreiten ein. Und tatsächlich, so raue und riesige Wellen habe ich nie zuvor gesehen. Aber der Reihe nach…
    Wir kamen erst am späten Nachmittag in Manzanillo an, und suchten uns direkt ein hübsches Hostel mit Meerblick und Strandzugang. Völlig ausgehungert kochten wir uns Spaghetti und aßen bei Meeresrauschen um zu neuen Kräften zu kommen. Die Busfahrt war verdammt lange und ziemlich anstrengend. Obwohl es erst 7 Uhr war, leuchteten bereits die Sterne und es war finster wie bei Nacht. Da überhaupt nicht müde, entschieden wir uns, Badesachen an zu ziehen und noch baden zu gehen. Erstaunlicherweise war das Meer noch soo von der Sonne aufgeheizt das es fast warm erschien. Zu unserem Überraschen, war die Nacht so klar, dass wir einen wunderschönen Sternenhimmel bewundern konnten. Mehrere Sternschnuppen huschten durch die Finsternis und der Mond beleuchtete das glitzernde Meer. Fast dachten wir, wir könnten das Meerleuchten, von dem wir bereits von anderen Reisenden gehört hatten, sehen.
    Den Samstag verbrachten wir ganz touristisch am Strand. Unsere Mission: Bräunen bis zum Abwinken. Chris hatte da wohl was falsch verstanden, denn als wir abends den Bräune-check machten (ich meine fast ich bin Nummer 1 haahahah :P) hatte er einen sooo heftigen Sonnenbrand, dass er jedem Krebs Konkurrenz machen konnte. Er ist natürlich fester Überzeugung, dass auf Rot sicher tiefdunkles Braun folgt… wir werden sehen.
    Da es nachmittags geregnet hatte, konnten wir nicht wie geplant den Nationalpark anschauen. Deshalb beschlossen Chris und ich, morgens um 5 aufzustehen, um noch 1-2 Stunden, durch den Nationalpark zu gehen bevor wir ins Indianerreservat aufbrechen mussten. Isabel die Schlafmütze wollte lieber im Bett bleiben – faule socke, doch sie wurde dafür bestraft, denn am Ende des Parks entdeckten wir den absolut unglaublichsten Ausblick den man sich vorstellen konnte. Nachdem wir durch sumpfigen Schlamm und einen kleinen Fluss laufen mussten, an Wildpferden und Fischern vorbeikamen, steile Steinwege hochkletterten und die Sonne beim Aufgehen begleiteten, kamen wir an der Klippe an und trauten unseren Augen nicht. Die Wellen klatschten meterhoch an die Felsen zu uns. Leider können Fotos nie das wiedergeben, was man selbst gesehen hat, da einfach die erlebte Stimmung fehlt, aber ich werde glaube ich immer diese raue wilde Natur vor mir sehen, wie sie begleitet von Affengebrüll und der aufgehenden Morgensonne uns ein fasziniertes Lächeln ins Gesicht zauberte.
    Um nicht den Bus nach Bribri zu verpassten, beeilten wir uns beim Zurückgehen, konnten aber leider dem Regen nicht entkommen. An der Karibikküste fängt eben jetzt die Regenzeit an, die wir bei uns und am Pazifik nun überstanden haben. Manzanillo war daher auch unser letztes Reiseziel an der Karibikseite. Demnach Goodbye Reaggemusic, Rastazöpfe, Bob Marleys und süßlicher Marihuanageruch an jeder Ecke…
    In Bribri wurden wir von einem Einheimischen mit seinem Auto abgeholt und sind erst einmal in den Regenwald gefahren. Durch niedrige Flüsse, an Steinhängen und durch Sumpf fuhren wir in eine andere Welt. Als wir ausstiegen fing der strömende Regen erneut an, und ich war froh meinen Rock und Flipflops gegen meine Leggins und Turnschuhe getauscht zu haben, denn wir liefen schon bald pitschenass durch den Regenwald. Matschige und steinige Pfade entlang, Abhänge hoch und runter und schließlich über wackelige Steine über einen Fluss bis hin zu einem Wasserfall. Eigentlich war vorgesehen, unter ihm zu baden, aber da wir schon gänzlich durchnässt und wenig in Badestimmung waren, setzen wir unseren Weg durch den wenigstens etwas vor dem Regen schützenden Dschungel fort. Unser „Führer“ zeigte und Pflanzen und Tiere und warnte uns besonders vor der eigentlich ziemlich süß ausschauenden roten Frosch. Er ist winzig klein, feuerrot uuuund extrem giftig. Sein Gift wird für die tödlichen Pfeile benutzt, mit denen die Indianer jagen.
    Mit dem Auto ging es dann weiter ins Zentrum des Indianerreservats. Wir bekamen eine Führung durch den Medizingarten und lernten einiges über die Naturmedizin und die Indianerkultur. Wir verpassten uns eine typische Kriegsbemalung mit der roten Farbe einer Pflanze. Wir lernten wie man aus einer Pflanze ein Seil herstellt und die einzelnen Pflanzen wurden uns erklärt, mit ihrer heilenden Wirkung. Es war wirklich total spannend. Wir bekamen einen kleinen Einblick in das Indianerdorf und ihre Traditionen und ihre Kunst. Danach folgte das eigentliche Highlight: Etwas außerhalb wurden wir durch Kakaoplantagen geführt, über eine wackelige Brücke zu einem riesige hölzernen Haus gebracht. In diesem Haus lebt eine 18 köpfige Familie mit 5 Generationen. Bei ihnen lernten wir die Herstellung der traditionellen Bribrischockolade.
    Zuerst werden die Kakaofrüchte geerntet und die Kerne entnommen. Sie sind von weißem schlabberigen Fruchtfleisch umhüllt, das erstaunlicherweise sehr lecker ist. Dann werden die Kerne entnommen und 2 wochenlang in der Sonne getrocknet. Die trockenen Kerne werden schließlich über einer Feuerstelle geröstet und dann mit einem riesigen Stein zermahlen. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit im Regenwald, wird aus den zermahlten gerösteten Kernen eine knetartige Masse. Diese Masse schmeckt sehr herb, was wie gerösteter Kaffee. Wenn man nun die Masse mit unterschiedlichen Früchten, Nüssen oder anderen Zutaten vermischt, entsteht die Indianerschokolade. Wir durften 8 verschiedene Sorten probieren, und jede war auf ihre Art und Weise lecker.. natürlich nicht zu vergleichen mit Lindt oder Milka 
    Wir lernten die Familie kennen, mit samt Hühnern, Babykatze und Hund. Wir wurden in ihre Jagdkunst eingeführt und durften auf einer echten Schlangenhauttrommel musizieren. Zum Abschluss bekamen wir ein traditionelles Mittagessen im Bananenblatt serviert. Es war etwas Hühnchen mit Kartoffel, Yukkapalme und Gemüse. Zu trinken gab es selbstgemachte Limonenlimonade aus einer Kokosschale und zum Nachtisch traditionelle heiße Schokolade. Wer wollte durfte auch selbstgebrannten Maisschnaps probieren, jedoch war der so stark, dass ich schon vom Riechen bewusstlos wurde… nichts für mich :D
    Nach diesem aufregenden Tag wurden wir zurück zum Bus gefahren und natürlich von allen Anderen komisch angeschaut. Unsere Truppe muss unmöglich ausgesehen haben. Völlig durchnässt, verschlammt und mit roter Kriegsbemahlung. Besonders in San José müssen wir als Vollidioten durchgegangen sein. Unser Führer verarschte uns auch noch und meinte die Farbe hielt 4 Wochen, nach meiner Dusche sah ich allerdings schon wieder wie ein normaler Mensch aus… Dieses Erlebnis war wirklich von einer ganz besonderen Sorte… unvergesslich.

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  • 14Nov 2012

    29 Nicaragua 14.11.2012 Nicaragua —

    Tola, Nicaragua

    Beschreibung

    Granada - San Juan del Sur - Rivas - Isla de Ometepe

    Jetzt waren es schon 3 Wochen, in denen Isabel und Ich sozusagen „Illegale Einwanderer“ waren, da wir nach unserem Panama-trip vergessen hatten, an der Grenze unseren Einreisestempel zu verlangen. Noch immer war uns unverständlich wie eine Grenze so funktionieren kann, dass man ausversehen illegal in ein Land einreisen kann. Nachdem wir in San José schließlich merkten, dass es durchaus Probleme geben kann, diese offizielle Einreise zertifiziert zu haben, suchten wir nach Möglichkeiten unsere Illegalität möglichst schnell und ohne Gefängnisaufenthalt zu beenden. Leider konnte weder unser Institut noch das Officina de Migration am Flughafen, ebenso die Deutsche Botschaft weiterhelfen… zumindest nicht wirklich. Alles was wir mittgeteilt bekamen, war die Bestätigung unserer Illegalität, die bis auf weiteres nicht gefährlich sei, allerdings bei der Ausreise zurück nach Deutschland teuer werden könnte. Unsere Wenigkeit befinde sich also irgendwo auf der Brücke über dem Rio Sixaola – irgendwo zwischen Panama und Costa Rica, offiziell gesehen. Wir waren also im Niemandsland … und diesen Zustand wollten wir nicht unnötig lange herauszögern als nötig. Der inoffizielle Tipp eines netten Mannes des Officina de Migration lautete: Wir sollen nochmals ausreisen, und dann nach der 72 h Frist erneut einreisen und uns das Touristenvisum für 3 weitere Monate geben lassen. Außerdem lächelte er und meinte wir sollen auf jeden Fall absolut unschuldig und unauffällig sein. … Das wiederum verunsicherte uns durchaus. Was hatte das zu bedeuten … ?? Auf der einen Seite schien unser Problem weitaus geringer zu sein und eigentlich doch schnell und einfach aus der Welt zu schaffen, aber da war dieser Hintergedanke,.. was passiert wenn nicht??!!
    Nun ja, da wir sowieso vorhatten noch einen Nicaragua-trip zu machen, beschlossen wir bereits diesen Mittwoch den Süden Nicaraguas zu bereisen. Um auf Nummer sicher zu gehen, wollten wir nicht nur die Minimun 72 h ausreisen, sondern entschieden uns für 5 Tage. Zuerst die Kolonialstadt Granada, über Rivas und weiter an Nicaraguas Partyhotspot San Juan del Sur. Da ich mich regelrecht in Nicaragua verliebt hatte, blieb ich spontan eine ganze Woche… Aber der Reihe nach 
    Als wir wie immer den ersten Bus Morgens um 5:30 in Santa Barbara nahmen, hatten wir durchaus Bammel vor dem Grenzübergang und übten unsere Unschuldsmienen. Gleichzeitig waren wir unglaublich aufgeregt und voller Vorfreude, Nicaragua zu sehen. Wir hatten zwar viele Geschichten gehört, wie gefährlich es sein, aber wir hatten auch die Vorstellung von einem viel echteren und traditionelleren Leben und Einblick in Centralamerika, als den den wir täglich von Costa Rica vermittelt bekommen. Ich meine klar, Costa Rica ist keines Falls vergleichbar mit unserem Deutschland, aber es ist auch nicht ganz das was man sich unser einem Dritte Welt Land vorstellt. Dies hofften wir in Nicaragua zu finden, und wir wurden nicht enttäuscht.
    Der Grenzübergang war ziemlich anstrengend. Wir mussten durch 4 Passkontrollen und ewig durch die trockene Hitze laufen, während von allen Seiten Geldwechsler, Taschenträger, Straßenverkäufer und Polizisten an uns heranstürmten. Die Straße war ausgedörrt und wir wurden von dem trockenen Staub jedes Lastwagens der ebenfalls die Grenze passierte eingenebelt. Als wir schließlich die letzte Passkontrolle passiert hatten, waren wir also sicher in Nicaragua und ohne weitere Probleme eingereist, und wir waren fürs erste mehr als erleichtert.
    Hinter der Grenze erwartete uns wirklich eine andere Welt. Zum einen waren die Preise teilweise nur halb so teuer, alles wirkte ein wenig älter und ärmer und irgendwie dreckiger. Fast wie eine ausgetrocknete Wüstenstadt hieß uns Penas Blancas Willkommen, und trotz allem überraschte es uns mit seinem ganz eigenen Charme. Wir wurden von dem sogenannten „Chickenbus“ nach Rivas gebracht, der sogenannten Knotenstadt Südnicaraguas. Hier fahren alle Busse von der Grenze durch, und von dort aus kann man alle anderen Städte erreichen. Rivas ist nicht wirklich besonders touristisch, da kaum jemand sich die Zeit nimmt, auch mal einen zweiten Blick zu riskieren. Es ist eine wunderschöne, ebenfalls im kolonialstil gebaute Stadt, deren Einheimischenmarkt einiges zu bieten hat. Die gesamte Stadt wird von Rickschafahrern bestimmt, die wild durch die Straßen heizen. Die Taxis werden lediglich von den Touristen genutzt. Nicaraguaner lassen sich meistens sogar von den Pferdekutschen transportieren. Gelaufen wird wie in Costa Rica eher weniger, was man im Hinblick auf die drückende Hitze gut verstehen kann. Isabel und ich – ganz die Sparfüchse – nutzten die Gelegenheit, etwas von Rivas zu sehen, denn am Nachmittag fuhren wir bereits weiter nach Granada. Granada gilt als eine der schönsten Städte Centralamerikas und ich kann nur sagen, sie ist wirklich wunderschön. Besonders nach unserer hässlichen Hauptstadt San José waren wir mehr als angetan von dem historischen und geschichtsträchtigen Granada. Die Stadt besteht aus kleinen Straßen die von hübschen im kolonialstil gehaltenen Häusern gesäumt sind. Man muss sich praktisch durch die Straßen quetschen, da so viel los ist. Besonders die Hauptstraße besteht aus vielen fliegenden Händlern die für wahnsinnig wenig Geld Obst, Gemüse, Taschen, Schuhe und Souvenirs verkaufen. Auch traditionelles Essen wird gegrillt, in riesigen tönernen Töpfen oder lediglich tot verkauft. Hühner und Pferde laufen durch die Straßen, während zwischendurch Taxis und Lieferwagen sich den Weg durch die Menschenmassen bahnen. All die Gerüche und Geräusche wirken so echt und lebendig das man es einfach lieben muss. Die Menschen tragen traditionelle Kleidung, Frauen transportieren riesige Behältnisse auf ihrem Kopf, Zigarren werden gequalmt und zu Musik wird getanzt. Wir suchten uns ein nettes Hostel (ernsthaft nur 4,80€) und schlenderten durch das nächtliche Granada. Wir aßen für nur 2€ zu Abend und genossen es, endlich in einem Land zu sein, das keine europäischen Touristenpreise hatte. Die nächsten Tage machten wir Stadtbesichtigungen, sonnten uns und genossen Granada. Es war wirklich die bisher schönste Stadt meines Trips. Danach, wieder mit einer abenteuerlichen Reise im Chickenbus (auf engstem Raum befinden sich Tiere, Menschen und jegliches erdenkliches Gepäck bei 40°C im wackeligen, mit spanischen Schnulzen beschallten Uraltbus) gepaart , ging es nach San Juan del Sur. Eine Partyhochburg und gleichzeitig der Ort des schönsten Sonnenuntergangs der Pazifikküste – wie es heißt. Wir kamen, da der Chickenbus auch eine Ewigkeit auf den Trampelpfaden braucht, erst gegen späten Nachmittag an, hatten zum Glück aber reserviert und ergatterten noch ein Bett in einem Hostel direkt am Strand. Es war leider ein 12 Bettzimmer, sodass wir gezwungener Maßen Party machten, um nicht von den anderen Partywütigen nachts geweckt wurden :P
    Die nächsten zweit Tage verbrachten wir mit Strandspaziergängen, auf heißen Klippen liegen und in Wellen stürzen. Ich entdeckte an einem Morgen ein süßen Buchcafe, in dem ich einen fruchtigen Smoothie und einen schokoladigen Muffin frühstückte. Endlich konnte ich mal wieder etwas lesen, da meine Bücher bereits ausgelesen sind. Unter den vielen Reisenden die man immer trifft, lernten wir eine argentinische Schriftstellerin kennen, die gerade ihr Buch promotet, und da Isabel bereits am Sonntag abreisen wollten, ich aber gerne noch bleiben wollte, entschied ich mich mit der Schriftstellerin früh morgens weiter zu reisen, auf die Insel Ometepe. Leider konnte sie nur wenige Stunden bleiben, aber es war wirklich zuuu interessant mit ihr zu reden. Sie kam ursprünglich aus München, hatte dann in den USA literatur studiert und in Argentinien ihren Master gemacht, und ist schließlich geblieben. Die letzten 12 Jahre hatte sie dort dann am höchsten Berg Südamerikas Bergtouren geführt, bis sie vor 2 Jahren einen schlimmen Unfall hatte, bei dem Ihr Bekannter starb. Da sie von nun an nicht mehr Bergführen konnte, machte sie eine Radtour durch Europa bis nach Nordafrika, und die letzten Monate sogar von New York aus quer durch die Staaten bis nach Kalifornien. Und nun stellt sie ihr Buch vor. Einfach unglaublich spannend ….
    Auf Ometepe mussten wir uns bereits am frühen Mittag verabschieden, und ich lernte Gott sei Dank einen Amerikaner kennen, der zur selben „Stadt“ auf der Insel wollte. Weil Sonntags die Busse nicht wirklich fuhren, entschieden wir uns, einen Stop bei einer Naturheiltherme, dem Ojo de Aqua, einzulegen. Dort entspannten wir einige Stunden und ich traf 2 Österreicher wieder, die mit uns in Granada das Zimmer teilten. Die Welt ist wirklich ein Dorf. (So auch traf ich in einer Bar in San Juan del Sur den großen Bruder eines Bekannten… verrückter geht’s nicht)
    Nun nach unserem Bad in dem Wunderwasser, das anscheinend Krebs heilen kann und die Lebensgeister weckt, wurden wir von einem Bananentransprter per Anhalter nach Balques gefahren. Dort warteten 6 Freunde des Amerikaners, da sein Geburtstag war. Dies bedeutete … schon wieder Party :D mir sollte es Recht sein, da seine Reisebekanntschaften allesamt total cool waren. 2 Niederländer, 1 Österreicher, 2 Amerikaner, 1 Engländer und 1 Italiener. Einige von ihnen bereisen seit Monaten Südamerika und hatten wahnsinnig viel zu erzählen.
    Außerdem war ich auf der Insel 9h Vulkan besteigen. Ometepe besteht praktisch nur aus 2 Vulkanen, die aus dem Lago Nicaragua herausragen. Ich hatte das Besteigen völlig unterschätzt und kam wirklich an meine Grenzen. Meine zwei Vulkanbegleiter waren beide erfahrene Bergsteiger und unser Guide konnte es kaum erwarten den Gipfel zu erklimmen. Ich hechelte hinterher und dachte wirklich ich sterbe. Die ¾ des Vulkans läuft man im Regenwald, das hat den Vorteil, dass die Sonne einen nicht verbrutzelt, allerdings ist der steile und steinige Weg verdammt feucht und besonders der Abstieg verlief daher mit ständigem Hinfallen und sorgte für viele blaue Flecken. Dazu kam der demotivierende Aspekt dazu, dass ständig Gruppen entgegen kamen, die nur bis zur Hälfte gestiegen waren, und abgebrochen hatten. Ich war hin und her gerissen zwischen Aufgeben und dem Wunsch, mein Tagesziel zu erreichen. Letztlich gewann mein innerer Schweinehund und ich kam nach 5 h Aufstieg am Gipfel an. Völlig verschwitzt und erledigt genossen wir die Aussicht und stiegen ab in den Krater, in dem ein Lagunensee war. Wir planschten kurz und tankten neue Energie, bis es zum zwar weniger ansträngenden aber iwi gefährlicheren Abstieg ging. Als ich um 5 im Hostel ankam konnte ich mich kaum mehr auf den Beinen halten, und fiel völlig entkräftet ins Bett. Nach 2 Stunden Nickerchen war ich wieder unter den Halblebenden und genoss zum ersten Mal die Dusche. Eigentlich hasse ich diese eisigfrostigen Killer aber dieses eine Mal genoss ich es, weil es sich anfühlte als ob mein glühender Körper etwas abkühlt. Und da die verrückten Energiebündel nicht locker ließen, wurde es wieder eine verdammt lange Nacht. 2 schwedische Volunteere und andere Reisenden machten unsere Gruppe zum perfekten Multikultimix.
    Den folgenden Tag verbrachte ich damit, die Insel zu erkunden und suchte nach den Petroglyphen. Die indigene Bevölkerung Nicaraguas hatte diese in steingemeiselten Skulpturen auf der Insel zurück gelassen und beschützt bis heute die Insel vor dem Untergehen. Eigentlich hätte ich niemals gehen wollen, weil es wirklich eine super aufregende und tolle Zeit war, allerdings hatte ich überhaupt nichts mehr zum Anziehen und meine Tasche muffte schon, was mehr als deutlich machte, dass es Zeit war Abschied zu nehmen. Auch weil ich langsam wieder in mein Projekt musste.
    Ich packte also meine 7 Sachen und verließ schweren Herzens Nicaragua. Definitiv das aufregendste und speziellste Land meiner Reise. Die Mischung aus Armut und Tradition, Lebensfreunde und Naturschönheit hat mich wahnsinnig fasziniert und beeindruckt.
    Als dann auch noch der Grenzübergang überhaupt gar kein Problem darstellte und ich sicher und wohlbehalten in Santa Barbara ankam, schloss ich das Kapitel Illegalität endgültig ab.

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  • 25Nov 2012

    30 Marathon la Paz 25.11.2012 Costa Rica —

    Costa Rica

    Beschreibung

    Heute morgen um 7 sind Cris, David Elena und ich (Paolo wollte nach durchzechter Nacht nicht aufstehen - die faule Socke) aufgebrochen um am Friedensmarathon in Heredia teilzunehmen. Ich war völlig aufgeregt als ich die Menschenmassen gesehen habe. Tausende Costa Ricaner waren da, um bei dem sogenannten Carerra teilzunehmen. Da nur Elena die Teilnahmegebühren bezahlt hatte (wir anderen hatten unsere Teilnahme Abends zuvor spontan beschlossen) bekamen wir keine Startnummer. Allerdings war es kein Problem dass wir trotzdem mitrannten. Es war sooo viel los, das der Marathon (natürlich keine 42 km,.. !!!) für jeden der sportlich begeistern war, freigebgeben wurde. Also liefen wir unsere 2 Stunden bis wir ins ziel kamen, danach gings zu Davids Vater und seiner Steifmami um zu Mittag zu essen. Ich lernte seinen 5 Monate alten Halbbruder kennen und wurde natürlich herzlichst besabbert. Danach bin ich direkt ins Bett gefallen, bis Isabels Anruf ob ich mit ins Rancho kommen wolle. Jaaap genau: mein Leben in der Vorstadt in Costa Rica ist alles andere als langweilig. Meinen ersten Friedenslauf kann ich nun abhacken, und auch sonst ists hier immer wieder erlebnisreich. In diesem Sinne. Bleibt gesund und fröhlich, nehmt euch ein Beispiel und tut was für den Frieden.. auch wenns nur Joggen ist :D Liebe Grüße :*

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  • 09Dec 2012

    31 White Water Rafting 09.12.2012 Costa Rica —

    Costa Rica

    Beschreibung

    Adrenalinkick
    Nachdem ich nun eine meine erste Woche in meinem neuen Projekt – der sogenannten Summerschool – hatte, stand eines meiner Highlights an. Wir hatten für Sonntag die Tagestour White Water Rafting auf dem Rio Pacuare. Dieser gilt als einer der besten 3 Raftingflüsse der Welt und wir waren aufgeregt wie kleine Kinder. Bereits um 5:30 gings los zum Pickup Hotel in San José von wo aus wir mit einem kleinen Transportbus nach Turrialba fuhren. Die Strecke verlief teils durch den Regenwald und durch wunderschöne Berglandschaften. Noch immer bin ich fasziniert wie schön Costa Rica ist. Fast unwirklich wirkt die Landschaft manchmal, oder photogeshopt, riesige grünbewachsene Berge, reißende Flüsse die in der Sonne glitzern.
    Wir kamen um 8 auf der Hütte in Turrialba an, bei der wir erst Mal ein leckeres Frühstück mit Omlette, frischem Obst, Toast und Tamarindo (erfirschendes Getränk aus der Tamarindoknolle) bekamen. Wir lernten unseren Tourguide kennen, Kevin, ein jamaikaner der schon überall auf der Welt als Raftingführer gearbeitet hat. Unser Boot bestand aus einem Holländer der eine große Exportfirma für Bananen führt, einem Spanier der diese Bananenplantage hier leitet, ein Südkoreaner, der sich als totale Memme rausstellte aber wirklich knuffig war, und 2 Kanadierinnen. Kevin war so ziemlich der lustigste Guide den man sich hätte vorstellen konnte. Er sang mit dem Koreaner OPPA GANGNAM STYLE und schubste Isabel anfangs kurzer Hand einfach ins Wasser, damit sie testet ob das Wasser kalt ist.
    Ausgerüstet mit Rettungsveste, Helm und Paddel gings los. Wir mussten nach den Anweisungen paddeln und schnell merkten wir, dass das wirklich kein Kinderspiel war und wir als Team zusammen arbeiten mussten, denn nur so waren wir sicher. Weil der Fluss wirklich herausfordernd ist, wurden wir von einem Kajakbegleitet, in dem unser Lifeguide war, für den Fall, dass man kentert, dass er einen retten kann.
    Unsere Tour auf dem Rio Pacuare dauerte ungefähr 5 h und war richtig ansträngend aber unglaublich toll. Wir wurden pitschnass, waren durchgefroren und völlig erschöpft. Der Fluss hatte teilweise heftige Strömungen, uns klatschte das Wasser ins Gesicht, wir mussten uns mit den Füßen unter solchen Rollen festkrallen, um nicht raus zu fallen.
    Bei der Hälfte ungefähr, kam es zum meinem kleinen „Unfall“. Wir kamen zu der sogenannten Rodeostrecke, der Fluss war so wild dass unser Boot wirklich einem Rodeotrip gleichte. Der Koreaner hinter mir flog auf mich drauf nach vorne, und schubste mich so in den Fluss. Ich war völlig perplext, das Wasser schleuderte mich vom Boot weg und ich war so unter Schock, dass ich nur wie eine verrückte lachte. Mit meiner Rettungsveste fühlte ich mich irgendwie sicher, bis das Kajak auftauchte und der Mann mich auf Spanisch anschreite, ich solle schwimmen, zu ihm zum Kajak, ich konnte kaum reagieren bis mir bewusst wurde, dass ich auf die riesigen Felsen zu steuerte. Er schrie ich müsse schwimmen, und es sei gefährlich und kein Spaß, auf einmal wurde mir bewusst, dass ich echt Schiss bekam und ich schwimmte wie ein gestörte hin zum Kajak. Unglaublich was für eine Kraft das Wasser haben kann. Ich erreichte gerade das Kajak, als es Berg ab, den letzten Teil der Rodeostrecke ging und war wirklich froh, mich festhalten zu können. An einer stillen Stelle wurde ich zurück ins Boot gezogen und wurde von einem hypohondrischen Koreaner erwartet. Er hatte sich sein Knie angeschlagen und meinte es sei gebrochen. Obwohl er von allen belächelt wurde, beharrte er darauf, dass er fast drauf gegangen wäre. Irgendwann meinte ich schließlich, dass ich wüsste wie man ein Bein amputiere und denke es wäre das Beste, dies gleich hier zu tun. Ich merkte wie er verunsichert war, ob ich ihn verarschte oder es ernst meinte. Danach entschied er sich allerdings wie ein echter Held seine Kriegsverletzung still zu ertragen und wir konnten weiter raften. Ich allerdings setzte mich weiter nach hinten, um nicht mehr vor meinem koreanischen Freund zu sitzen. Mein Platz war also nun ganz hinten, und ich weiß nicht, ob das clever war, denn hier hatte ich bei jeder Welle das Gefühl, durch die Luft geschleudert zu werden. Es war echt ne Herausforderung mich im Boot zu halten. Allerdings umso mehr Spaß machte die Tour auch.
    Als wir durchgenässt und durchgefroren am Ende vom Bus zur Station gebracht wurden, merkte ich erst wie erschöpft ich war. Wir duschten und tauten etwas auf, als wir schon zum Buffet gerufen wurden. Es gab das wohl beste Essen seit meiner Zeit in Costa Rica. Ein großes Salatbuffet und Fleisch, Nudeln, Yukka, Platanos, Palmitos, Kartoffelwürfel, Frijoles und wieder Tamarindo. Beim Essen wurden die Fotos gezeigt, die geschossen wurde, und die wir bald als Email zugeschickt bekommen. Ich freue mich schon riesig, da bekommt ihr dann einen kleinen Eindruck was für ein Erlebnis das war.
    Beim Nachhause fahren waren wir zu einer richtigen Gruppe zusammen gewachsen, auch die anderen Boote, wir diskutierten über alles Mögliche, bis das Endspiel der Fußballlegue übertragen wurde. Heredia, der Verein meiner Heimatstadt hatte gewonnen, und so kam es, dass wir bis nach Hause fast 2 h länger brauchten, weil die Straßen wegen des Autocorso völlig verstopft waren. Die Stimmung war verrückt. Ich glaube ganze Heredia lief halb nackt in Rotgelber Flagge durch die Stadt, es wurde gehupt, gesungen und geschrien. Es gab ein Feuerwerk und Isabel und ich waren mitten drin. Diese Art von Freude kennen wir noch nicht mal von der WM 2006. Costa Ricaner sind einfach verrückt.
    Um 8, gerade zur Tür hineingekommen, fiel ich völlig erschöpft ins Bett und schlief so gut wie lange nicht mehr.

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  • 14Dec 2012

    32 Surferhotspot Nicoya 14.12.2012 Costa Rica —

    Montezuma, Costa Rica

    Beschreibung

    Ab ins Paradies - Halbinsel Nicoya

    Nach unserem aufregenden Raftingabenteuer waren wir dieses Wochenende auf Entspannungskurs – und wo geht das besser als an paradiesischen Stränden, mit Surferboys aus aller Welt und gaaanz viel Sonnenschein. Mein Melatoninspeicher ist wieder aufgefüllt und ich bin für Wochen auf Lächel-modus. Sonne tut einfach sooo gut. Nun ja, unser Plan war es, mit dem Bus von San José aus nach Puntarenas zu fahren und von dort die Fähre zum untersten Zipfel der Halbinsel Nicoya zu nehmen. Von dort ist es nur einen Katzensprung zu dem weltberühmten Surferstrand Santa Teresa, der außerdem mit weißem Sandstrand und azublauem Meer besticht. Alles in allem also der perfekte Ort um mal wieder richtig zu entspannen. Seit ich wieder morgens früh aufstehen muss um wildgewordene Kids zu betreuen, hab ich es doch ein bisschen nötig. Und allzu lange Zeit in Costa Rica verbleibt nicht mehr, um an meiner Bikinibräune zu arbeiten.
    Nach 2 Tagen Santa Teresa und fast unerträglichheißen Dezembertemperaturen brechen wir auf nach Montezuma, auch MonteFUMA genannt (fumar = rauchen) wegen der Hippietouristen und an jeder Ecke joints rauchender Einwohner. Montezuma ist ein total süßes kleines Strandstädtchen mit einem ewig weitläufigen, fast unberührten Strand, einem Touristrand und einen zu Fuß erreichbaren Wasserfall. Nachdem wir das Nachtleben Montezumas genossen hatten, uns mit Avocados, Ciabatta und tomaten-thunfischsalat, das erste Mal wieder gesund ernährt hatten, stand einem tollen Tag nichts im Weg. Wir genossen den Strand, erklommen die Lagune des Wasserfalls. (Ich hab mich sogar todesmutig die Klippen runterspringen getraut)
    Leider ist es wie immer zuuu schade, wenn es heißt, Abschied zu nehmen von einem wundervollen Ort und netten Menschen die man kennen lernt… und schon in einer Woche feiern wir bei unmenschlichen Temperaturen Weihnachten. Ich bin gespannt auf costaricanische Traditionen und Fiestastimmung.

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  • 21Dec 2012

    33 Weihnachtsstimmung 21.12.2012 Costa Rica —

    Costa Rica

    Beschreibung

    Obwohl hier ja eigentlich überhaupt keine weihnachtsliche Stimmung herrscht, abgesehen von der total kitschigen Dekoration und dem nächtlich leuchtenden Lichtermeer, steht am Montag Weihnachten an. Deshalb beschloss ich dieses Wochenende ein richitges Familienwochenende zu machen. Meine kleinen Gastschwestern freuten sich riesig, endlich konnten wir mal wieder Monopoly spielen, in der Stadt bummeln, Eis essen, das Haus fertig dekorieren, die Geschenke unterm Baum schütteln und raten was wohl drin ist, und natürlich musste ich mir Gedanken über mein Weihnachtsdessert machen. Ich durfte ein typisch deutschen Nachtisch für Weihnachten vorbereiten.
    Wir waren im Kino, ich entdeckte den sogenannten AutoMercado, ein internationaler Supermarkt, bei dem Ich sogar von Bahlsen kleine gefüllte Lebkuchenherzen kaufen konnte, Madeleines und kleine Waffelkekse. Noch am Überlegen ob ich das als Selbstgemacht von mir durchgehen lassen könnte, wurde ich zu einem kleinen Volunteer Weihnachtsfest eingeladen.
    So wurde in Weihnachten reingefeiert und wir schwärmten von unseren deutschen Traditionen, dem leckeren Essen, dem eigentlich in der Stadt so verhassten Schnee, den wir sooo vermissen, dem Glühwein und Mamas Plätzchen. Da merkt man doch in der Ferne, das wir alle noch kleine Kinder sind, für die das einzig wahre Weihnachtsfest nur unterm Weihnachtsbaum mit der Familie stattfindet.

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  • 24Dec 2012

    34 Feliz Navidad 24.12.2012 Costa Rica —

    Oriente, Heredia, Costa Rica

    Beschreibung

    Weihnachten in Costa Rica
    Jetzt ist es also soweit. 14000 km entfernt feier ich `Navidad´ mit meiner costaricanischen Familie, ohne das Gewohnte und irgendwie Schön-vertraute. Ich vermisse es, glühweintrinkend unsere verschneiten Weihnachtsmärkte entlang zu schlendern. Ich will Schlittschuhlaufen und Schlitten fahren. Ich will morgens mich in meinen Schal und meine Mütze einmummeln, die dicke Jacke um mich schlingen und durch den Schnee stapfen und mich nach dem Süden sehnen. Ich möchte Plätzchen und Gutzle naschen. Morgens die Bettdecke nicht lüften wollen, damit die Kälte einen nicht erreicht und ich möchte Schneeengel machen…
    Stattdessen kitzelt mich die Morgensonne wach und ich fange bereits um 8 an zu schwitzen. Die vollen Busse erträgt man nur, dank des Fahrtwindes mit aus dem Bus rausgestrecktem Kopf. Die Woche verging wie im Flug, wir Volunteers waren in San José auf dem gefakten und sehr fragwürdigen „Weihnachtsmarkt“, im Kino und natürlich hat mich auch hier die alljährliche Winterdepression bezüglich des Fitnessstudios gepackt. Immer schwerer fällt es mir mich noch aufzurappeln, demnach muss ich meine Theorie überdenken, dass diese Faulheit daher rührt, dass das triste Deutschland im Dezember so deprimierend ist. Jedenfalls bin ich auch hier um die Weihnachtszeit fauler denn je. Nach einem Ausflug nach Orosi, machte ich am Sonntag letzte Einkäufe und Erledigungen für das Weihnachtsfest. Ich war eingeladen zu einem traditionellen Familienfest der Familie meines Gastschwagers. Meine Aufgabe war also, für ein leckeres deutsches Dessert zu sorgen. Nach laaaangen Internetrecherchen bezüglich eines mit meinen Fähigkeiten machbares Rezept, das auch irgendwie beeindrucken konnte, und gleichzeitig traditionell und weihnachtlich ist, scheiterte ich letztlich an den Produkten in Costa Rica. Wie backt man Apfelstudel ohne Blätterteig, wie macht man Dampfnudeln ohne Hefe, wie backt man Käsekuchen ohne Quark und Mohnzopf ohne Mohn?? Nun ja, ein scheitern konnte und wollte ich nicht zu lassen, so entschied ich kurzer Hand, ich mache gefüllte Pfannkuchen mit Beerenkompott. Zugegeben es waren einfach Pfannkuchen mit Schokopudding und Brombeeren aber mit Lebkuchen dekoriert und einer erfundenen Geschichte, dass das DAS Weihnachtsdessert in Deutschland sei. Denn das Christkind bringe nur Geschenke, wenn es und der Engelschor mit Pfannkuchenrollen = Engelstrompeten herbeigelockt wird. So schmeckte mein Dessert doppelt gut und ich vertrat Deutschland ehrenbürtig :D
    Das Weihnachtsfest:
    Wir waren über 20 Menschen und vertrieben unsere Zeit, in Gruppen aufgeteilt mit verschiedenen Spielen und Wettkämpfen. Sei es Bingo, Weihnachtsquiz, Kerzenlauf, Geschenkeraten und Karaoke – bei dem niemand übrig blieb, sich im Kreise der Liebsten zu blamieren. Endlich gab es irgendwann Essen und es war wirklich lecker. Jedoch während in Deutschland das Essen zelebriert wird, an einem schön gedeckten Tisch, mit Kerzen und in festlicher Stimmung, schnappt sich hier einfach jeder einen Plastikteller, geht in die Küche und häuft sich auf den Teller was schmeckt, setzt sich irgendwo im Wohnzimmer verteilt auf Sessel, Couch, Boden oder so und isst – natürlich mit dem obligatorischen Löffel … nur einem Löffel, der Allzweg-wunderwaffe des Ticos. Nicht so ganz angenehm nach 19 Jahren Messer-Gabel-Erziehung. Es ist laut, man redet durcheinander, Kinder verschütten ihre zuckersüßen Getränke, Väter diskutieren über Fußball, Mädels reden über Mode und Frisuren und am Ende wird singend verdaut. Gegen Mitternacht gibt es das große Geschenkeauspacken. Eine Person wird zum Schatzmeister ernannt und verteilt einzeln die Geschenke. Jedes einzeln wird ausgepackt, man bedankt sich, es werden Glückwünsche und Küsse verteilt, und das alles Zieht sich unendlich lange, weil sich unter dem Baum ungefähr 100 Geschenke türmen. Sogar für mich war der Weihnachtsmann da :D
    Ziemlich spät werden die mittlerweile schlafenden Kids ins Auto verfrachtet, man verabschiedet sich, stopft die Geschenke in den Kofferraum und macht sich auf den holprigen Heimweg.
    In diesem Sinne: ich freue mich auf unser altbewährtes, im engsten Kreis gefeiertes Weihnachtsfest in Deutschland. Zugegeben Langeweile kam nicht auf, aber wirklich festlich mag ich es mehr. Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick gewähren, denn es war wirklich spannend so direkt das Weihnachtsfest einer anderen Kultur kennen zu lernen. Wie jedes Mal bin ich ein bisschen mehr glücklich diese Erfahrung hier erleben zu können.
    Und euch da drüben im kalten Deutschland, trinkt einen Glühwein für mich mit, esst Dominosteine, packt Geschenke aus und denkt an MICH!! Ich vermisse euch
    MERRY CHRISTMAS

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  • 28Dec 2012

    35 Walewatching 28.12.2012 Costa Rica —

    Uvita, Costa Rica

    Beschreibung

    Bahia Ballena y Playa Uvita
    Nun ist also der Moment gekommen, auf den Isabel so lange gewartet hat. Wir gehen in die wunderschöne Bucht an der pazifischen Küste um Wale zu besichtigen. Ich selbst bin zwar auch gespannt, aber vor Marokko habe ich ja bereits letztes Jahr eine Waletour gemacht, Isabel jedoch wollte sich damit ihren letzten Punkt auf ihrer costarican ToDoList abhaken und ein letztes Highlight erleben. Der Nationalpark Marina Ballena beherbergt außerdem die schönsten Pazifikstrände Costa Ricas und eine Vielfalt von Vögeln (gääääääääääääähn – aber die meisten Costa Rica Touristen sind ernsthaft begeisterte Vogelkundler und Naturliebhaber, abgesehen von den Ballermantouris aus den Staaten die nur Gringos genannt werden und dementsprechend von den meisten Ticos gehasst werden. Weitere Besonderheit ist die Sandzunge ins Meer heraus, auf eine Steininsel, die aus der Luftperspektive tatsächlich wie eine Walfischflosse aussieht. Das war schon eher etwas, dass wir uns auf keinen Fall entgehen lassen wollten…
    Dieser tolle Ort sollte also nicht verborgen bleiben. Wir nahmen zum unzähligsten Mal also unsere Route über Heredia, dann San José und schließlich San Isidro, um dort einfach mal 4 h in der kranksten Hitze auf den Bus nach Uvita zu warten. Erst bei Dunkelheit erreichten wir unser Ziel und waren heilfroh – besonders nach dieser Odyssereise von letztlich knapp 12 h - dass eine Gruppe von 2 Amerikanern und einem Deutschen uns mit zu ihrem Hostel schleppten, denn wir hatten uns noch nach überhaupt keiner Unterkunft informiert. Leider hatten wir aufgrund der Vorsilvesterzeit nur bedingt Glück. Wir konnten bleiben, allerdings war kein Bett frei, wir durften für teure 8§ in Hängematten schlafen – unter freiem Himmel. Was zuerst als wahnsinns Abenteuer zu beginnen schien, entpuppte sich als Falle für heillose Moskitostiche und verdammt wenig Schlaf. Nichtsdestotrotz überlebten wir die Nacht ( más o menos ) und gingen zur Belohnung erst Mal Frühstücken. Entgegen des Plans einfach günstig im Supermarkt was zu kaufen gönnten wir uns Pancakes und einen tropischen Obstteller, sowie frisch gepressten Orangensaft. Wieder etwas regeneriert und zufrieden, packten wir unsere sieben Strandsachen und machten uns auf den Weg von Uvita nach Ballena. Wir fanden den Nationalpark, schlenderten den paradiesischen Strand entlang und liefen über die Sandbank zur Walfischflosseninsel. Dort sonnten wir uns und badeten. Auf einmal merkten wir, dass das Meer angestiegen war und die Sandbrücke nahezu verschwunden war. Zumindest um etliche Zentimeter überschwemmt war. Schließlich bemerkten wir auch, dass wir die letzten und einzigen Trottel waren, die noch dort waren. Wir wadeten oberschenkelhoch durchs Meer und waren fix und fertig als wir wieder am Strand ankamen. Die 34° C trugen ihr Zusätzliches dazu bei, aus allen Poren zu schwitzen. Mit der Zeit kam das Meer immer näher und wir waren ziemlich am Ende des Parks, also beschlossen wir, uns auf den Weg nach Hause zu begeben. So ein halber Tag am Strand schlaucht auch echt. Unsere Entscheidung war instinktiv und schicksalhaft zugleich. Mittlerweile waren einige Strandabschnitte überschwemmt. Eine Stelle war sogar so tief, dass wir uns wieder ganz ausziehen mussten und mit unserem Gepäck weit über unseren Köpfe gestreckt durchs Meer schwimm-strampeln mussten. Isabel mit ihren 1,60 und ich nur wenige Zentimeter mehr, waren kaum groß genug, um nicht völlig unter dem Meeresspiegel zu versinken. Muss ein toller Anblick gewesen sein – 2 Paar Arme mit riesigen Strandtaschen, die aus dem Meer ragten – zumindest für die weniger dummen Touristen, denen wir eine nette Showeinlage boten. Unsere Launen jedenfalls waren zwischen Tiefpunkt und ungläubigem Entsetzen gefangen. Als wir dann auch noch erfuhren, dass der Bus zurück nicht mehr fuhr, und wir den ganzen Weg zurücklaufen mussten, ließen wir unserem Ärger freien Lauf. Wie zwei wildgewordene Furien stapften wir los und schlugen jeden lächelnden Mitmenschen mit unserem vernichtenden Hassblick in die Flucht. Halb am Verdursten fanden wir einen kleinen Supermarkt und deckten uns mit Wasser ein. Wir stellten uns auf eine lange Reise ein… aber wie mit allem – irgendwann erreichten wir unser Ziel (schneller als gedacht aber trotzdem fast 2 h) und genossen eine eiskalte Dusche. Mit gemeinsamem Kochen, Filmschauen und schließlich doch noch mit kleinem Abstecher in die Dorfdisco, erlebten wir einen eigentlich wirklich netten Abend – leider nur bis unser Hängemattenalbtraum ein Dejavu feierte. Unsere zweite Nacht bei sanftem Wiegen im Wind, Moskitos und Genickstarre begann. Ziemlich fertig von allem und besonders ernüchtert von der Erkenntnis, dass dies unser letztes gemeinsames Wochenende und auch letztes Strandwochenende in Costa Rica sein würde, entspannten wir den sonnigen Tag in Uvita, (für die 5 km entfernten Wasserfälle waren wir `way tooo lazy` oder einfach zu bewegungsfaul – also echt costaricanisch ) bis wir zurück nach Hause fuhren…
    Ano Nuevo steht vor der Tür und ich bin gespannt wie ich mein erstes Silvester übersee verbringen werde, ich weiß, es sind keine 24 h mehr aber ich lass mich treiben, so wie ich es hier an dem so ziemlich schönsten Fleckchen Erde gelernt habe.

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  • 31Dec 2012

    36 Ano nuevo en Costa Rica 31.12.2012 Costa Rica —

    Costa Rica

    Beschreibung

    Silvester

    Völlig unerwartet bekam ich doch noch ein unvergessliches, wunderschönes, außergewöhnliches und familiäres „Ano Nuevo“ in Costa Rica – und sogar am Strand. (diesmal das letzte Mal Sand unter den Füßen und Wellen im Rücken???!!)
    Gegen Vormittag fuhren wir mit dem Auto nach Puntarenas, und ich muss sagen, nach 5 Monaten Busreisen durch ganz Costa Rica hätte ich fast vergessen wie lässig und angenehm es sein kann, einfach ins Auto zu steigen, ohne vollgepackt, schwitzend und genervt umsteigen zu müssen und von einer Parada zur nächsten zu hetzen. Keine anderthalb Stunden später erreichten wir das Haus von meiner Gast-Großcousine in Puntarenas. Ein riesiges, nach lecker duftendem Essen riechendes Haus erwartete uns mit unzähligen lustigen und wie üblich küsschen-liebenden Menschen. Unten wohnen Oma und Tanten, oben die Großcousine mit Familie. Und wenige Straßen weiter der Rest der Sippe. So dass ich mir nicht wirklich Namen merken konnte. Eine Großfamilie mit über 20 knappbekleideten (manchmal nicht wirklich ansehlich :O aber immer liebenswert) Ticos von 18 – 79 Jahren ist in jedem Fall einen Besuch wert. Elena (meine älteste Schwester – für die, die nicht ganz mitkommen bei dem Namenschaos und die die meine Story nicht ganz so aufmerksam verfolgen :D ) mit Familie warteten bereits vor Ort auf uns. Carmen, Paula, Cris und David machten mit mir nachdem wir ankamen eine kleine Stadtführung. Sie lehrten mich des leckersten Promenadensnacks, einem in Bananenblatt gepackten Krautsalat mit Fleisch, Yuka und Tomaten, wir genossen die letzten Sonnenstunden am Strand und gingen schließlich zurück, um uns in unsere Festtagsoutfits zu schmeißen und uns ordentlich raus zu putzen – denn das muss gesagt sein, hier in Costa Rica wird wahnsinns viel wert auf Aussehen gelegt. Selten ein Volk gesehen das öfters zur Maniküre, Pediküre, Waxxing, Hairstylist und sonstige für Männer eher abschreckende Orte. Da fühle ich mich manchmal echt schrecklich, weil mein tägliches Beautyprogramm eher auf 2 minütiges eiskaltes abduschen und Zähne putzen geschrumpft ist. Nicht aber an Silvester!!!!
    Gegen 7 wurden Grill, Stühle und Tisch, Essen, Spiele und alles sonstig Nützliche in die Autos gepackt und zum Strand gefahren. Eine Kolonne von Autos, aus denen Plastikstühle aus den Fenstern ragten, Köpfe aus dem Schiebedach schauten und laut Musik hallte, fuhr zum Strand. Wie immer war schon das ein echtes Erlebnis für mich, bis heute muss ich über meine lieben Landsleute schmunzeln über ihre Leichtigkeit und Unkompliziertheit – aber ich will euch nicht wieder mit „Pura Vida“ nerven, denn verstehen wird man es eh erst, wenn man es am eigenen Leib spürt.
    Neben anderen Großfamilien machten wir uns breit und starteten unser BBQ am Strand. Wir aßen bis zum Umfallen, tranken zu viel, spielten, tanzten und lachten bis es 12 Uhr schlug und das Feuerwerk begann. Alle Umarmten und Küssten sich, freuten sich auf ein neues und aufregendes Jahr und genossen die ausgelassene Stimmung. Wir Jungen :) also ich meine alle Cousinen und Cousins machten sich mit uns nach dem Aufräumen noch auf den Weg in einen Club, direkt am Strand. Es war soooo heiß und das Tanzen machte es wirklich nicht besser – größter Dank gilt der hohen Luftfeuchtigkeit, die den Kampf gegen meine Frisur gewonnen hatte - aber nichts desto trotz es war mit der beste Abend hier in Costa Rica.
    Am nächsten Morgen – unglaublich schon 2013 !!!!!! abwarten wie lange die diesjährigen „guten Vorsätze“ halten – fuhr meine Familie bereits heim. Ich entschied mich erst am Nachmittag den Bus heim zu nehmen, um noch einen schönen Strandtag einlegen zu können. Ich gönnte mir einen Churchill und bruzelte in der Sonne. Die Verwandten waren so unglaublich lieb und unterhaltsam, dass ich glatt ne ganze Woche geblieben wäre, aber meine letzten Tag in meinem Projekt warteten und bereits am Freitag ging das Bergbesteigen des Chirripo mit Ellen los. Da musste ich mich psychisch und physisch definitiv noch vorbereiten.
    Ich hoffe auch ihr Lieben seid gut ins neue Jahr gerutscht, habt gefeiert, ein paar Küsschen abgestaubt, Dinner for one geschaut, bei Raclette geschlemmt und viele gute Vorsätze gemacht. Auf ein wundervolles, aufregendes und gesegnetes 2013

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  • 04Jan 2013

    37 3820 m Berg erwarten uns 04.01.2013 Costa Rica —

    Costa Rica

    Beschreibung

    Cerro Chirripo oder „ain´t no mountain high enough“

    I finally made it 
    Meine letzten 3 Wochen sind angebrochen und ich musste das erste Wochenende des neuen Jahres mit einem meiner Costa Rica Highlights füllen. Viel Zeit bleibt nicht mehr und wie kann man 2013 besser beginnen, als den höchsten Berg Zentralamerikas zu besteigen. Nachdem ich Ellen seit einiger Zeit nicht mehr gesehen hatte, sollte dieses Wochenende nicht nur eine körperliche Herausforderung sondern auch eine Verbale Höchstleistung werden, denn wir hatten uns viel zu viel zu erzählen. Als wir uns an der Parade in San José trafen, brach der Redeschwall sofort aus uns heraus und die 5stündige Busreise verging wie im Flug. Glücklicherweise hatte meine Gastmama mir einen Rucksack geliehen, denn ich professionelle Bergsteigerin hab außer meiner kleinen Reisetasche, Handtäschchen und meinem 80 Liter Monsterrucksack keine wirkliche Reiseausstattung. Und wie ich so bin fiel mir dieses Problem auch erst gegen späten Abend des Vortags auf. Aber der liebe Gott meinte es gut – wie so oft, deshalb ein dickes Danke – und Carmen grub einen Trekkingrucksack aus, ich verstaute meinen Schlafsack, Proviant, nur meine Zahnbürste (und zugegeben meine Wimperntusche, ich wollte schließlich auch noch am Gipfel wie ein Mensch und kein Gnom aussehen) 2 Paar T-shirts, mein Fließ und Socken. Das Wochenende sollte definitiv auch eine modische Herausforderung werden. So schaffte ich es jedenfalls mit dem Minigepäck auf dem Rücken zum Eingang des Cerro Chirripo am Freitagmittag, um zu erfahren, dass meine Reservierung nicht geglückt sei, und wir keine 2 Tagestour machen konnten. Die 10 nicht reservierten Tickets (insgesamt dürfen immer nur 30 Wanderer täglich zum Chirripo) können morgens bei Büroöffnung um 6 gekauft werden, aber weil der Berg, besonders um diese Jahreszeit zu viele Begeisterte anlockt, wird vor dem Parkbüro seit Wochen campiert und es gibt keine Chance Tickets zu bekommen. Ziemlich sauer und frustriert trafen wir auf einen älteren Herrn aus Bayern und passionierter Bergsteiger, dem das Gleiche passiert war. Um wenigstens trotzdem den Chirripo sehen zu können, entschieden wir uns gemeinsam, ein 1 Tagesticket abzuschwatzen und den Berg an einem Tag zu erklimmen. So kam es, dass wir um 3 (Nachts!!!) aufstanden und uns aufmachten. Es kam mir ewig vor, bis die Sonne endlich aufging, und wir unsere Taschenlampen einpacken konnten. Normalerweise geht die Tour am ersten Tag knapp 8 h, dann kommt die Herberge für die Übernachtung, am Morgen geht’s dann weiter zum Gipfel die letzten Kilometer und schließlich die 20 Kilometer zurück. Das war nun unsere Aufgabe an nur einem Tag. Wir lagen gut in der Zeit weil wir unmenschlich früh aufbrachen, aber je höher man kommt umso dünner die Luft und so langsamer die Schritte. Es war aufregend, ansträngend und so ziemlich das krasseste das ich je erlebt habe. Als wir bei tiefer Dunkelheit wieder in unserem Hostel ankamen, waren wir über 16h am Wandern gewesen und einfach alles tat weh. Jeder Schritt war einer zu viel. Ellen warf mir hasserfüllte Blicke zu, weil ich sie stetig zum Weiterwandern gezwungen hatte, und selbst die Aussicht sie nicht milde stimmen konnte, da schließlich der Abstieg noch bevor stand. Wir gönnten uns einen Gute-Nacht-Kakao und schliefen selige 12 h durch. Der nächste Tag war gezeichnet von Muskelschmerzen, Müdigkeit aber auch von Stolz. Noch immer denke ich, war das mit das beste Erlebnis.
    Unendlicher Dank gilt auch unserem Mitwanderer, der unsere Launen ertrug, uns unsere Wasserflaschen auffüllte und mich mit einem Schokoriegel vor dem Zusammenbrechen schützte, usd stetig motivierte nicht aufzugeben, uns mit seiner Lebensgeschichte fesselte und mit seinen Bergsteigererfahrungen sicher durch den Tag brachte.

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  • 10Jan 2013

    38 Tope de Palmares 10.01.2013 Costa Rica —

    Palmares, Costa Rica

    Beschreibung

    .Tope de Palmares – oder 1 Millionen Cowboys go crazy

    Eines der Hauptattraktionen jedes Jahr ist das sogenannte Tope de Palmares. Zwei Wochen wird wild gefeiert auf einer Art Oktoberfest Lateinamerikas. Es gibt Fahrgeschäfte, Bühnen, Freilichtdiscotheken, unzählige Essensstände, und jede Menge feierwütige Ticos und Touris.
    An diesem Donnerstag, ist das Hauptevent, eine riesige Pferdeshow und 1 Millionen zu meist betrunkener Zuschauer, die alle mit Karohemden, Jeans, Cowboystiefeln und Wilder-Westen-Hüten ankommen. Die Pferdeshow führt durch die halbe Stadt und lässt wirkliches Outbackfeeling aufkommen. Die ausgelassene Stimmung ist ansteckend und selbst nach Autopanne unseres Shuttlebusses die unseren Partybus doch etwas verärgerte, mischten wir uns unter die Meute und verbrachten einen aufregenden Tag. Auch Ellen reiste von San Ramon an, Isabel feierte ihren allerletzten Tag in CR, unsere anderen einheimischen Freunde machten es zu einem unvergesslichen Erlebnis, und ich werde definitiv niemals das wohl verrückteste Cowboyfest meines Lebens vergessen.

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  • 11Jan 2013

    39 Volcano activo 11.01.2013 Costa Rica —

    Costa Rica

    Beschreibung

    Vulkan Arenal, Nebelwald La Fortuna, Monteverde und Canopy

    Zur Zeit sind wir im Institut wieder ziemlich viele Schüler, Volunteers und andere Reisende, sodass schon die letzten anderthalb Wochen meistens viel Spaß waren. Wir trafen uns im Rancho, auf der Veranda oder sonst wo, zum quatschen, austauschen und lästern. Immer wieder interessant wie die „neuen“ ihre ersten Eindrücke beschreiben. Nach über 5 Monaten sehe ich einiges entspannter und schlicht als normal an. Längst habe ich mich an das Leben gewöhnt, aber gerne erinnere ich mich an meine erste Zeit hier zurück, und meine Eindrücke und Empfindungen. Die letzte Woche verbrachte ich auch wieder als Spanischschülerin, um nochmal richtig an meinem Spanisch zu feilen. Mich wundert es immer wieder wie selbstverständlich es geworden ist, spanisch zu sprechen. Natürlich ist es nicht perfekt, aber ich verstehe so ziemlich alles, und das Ausdrücken wird täglich besser. Daher pauken wir (habe 2 total nette Mädels in meiner Klasse) eigentlich nur abgefahrene Zeiten wie Subjuntivo Plusquamperfekto oder Zeiten die selbst Costa Ricaner nur einmal im Jahr benutzen. Auch lesen wir Zeitungsartikel und stellen sie uns gegenseitig vor. Alles in allem ist der Unterricht ansträngend aber effektiv.
    Als große Gruppe ging es dann für uns (insgesamt 11) nach La Fortuna zu dem sogenannten Mr LavaLava. Er sollte unser Wochenende gestalten und für Action sorgen. Am Freitag nach der Schule ging es direkt los ins Outback Costa Ricas. Dort wurden wir (für mich echter Luxus) mit dem Transporter abgeholt und nach einem kurzen Zwischenstopp bei Burger und Co in unsere Residenz gefahren. Der ganze Tag war doch ziemlich anstrengend und weil wir morgens früh zum Vulkan abgeholt werden sollten, legten wir uns bald auf in unsere Stockbettchen. Fast wie im Ferienlager oder Schullandheim wurde im Dunkeln noch geflüstert und erzählt bis unsere Augen zufielen. Samstag wanderten wir durch den Nebelwald in La Fortuna bis zum Vulkan Arenal, bzw so weit wie es erlaubt ist. Da der Vulkan noch immer aktiv ist und giftige Dämpfe absondert, ist ein in Krater schauen wie ich es am Poás erleben konnte nicht möglich. Trotzdem war es sehenswert. Der dichte Regenwald zurück und die Wanderung durch ein trockenes Flussbett in dem man über die alten Lavasteine klettern musste war neben den auf uns pinkelnden Affen das Beste. Nach dem Vulkan ging es in die sogenannten Natural Hot Springs. Ein anfangs aussehendes altes Untergrundloch, entpuppte sich dahinter als echter Geheimtipp. Mitten im Regenwald schlängelte sich ein Fluss mit verschiedenen Becken hindurch, der zudem noch warm, teilweise sogar heiß war. Dort verbrachten wir die restliche Zeit bis unser Chauffeur uns wieder abholte. Wir machten eine kleine Mittagspause bei Avocado und Ananas und machten uns auf nach Monteverde. Dafür mussten wir unter anderem den Lago Arenal überqueren, von dem aus man einen unglaublichen Blick auf den Vulkan hatte. Bei totalem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel schipperten wir bis zu „Hafen“ von dem aus wir mit einem Kleinbus die bergigen Wege nach Monteverde zurücklegten. Bei krassen steinigen Anstiegen wurden wir gut durchgeschüttelt und erlebten somit die berühmt berüchtigte „costaricanische Massage“. Gegen frühen Abend kamen wir an und mussten in der Höhenlage feststellen, dass wir auch die Hitze unter uns gelassen haben. Der Wind wehte uns halb davon und ich war einfach nur froh mein Bett zu finden. Nach dem Bootstrip und dem Durchgeschüttel der Fahrt hatte ich unglaubliche Kopfschmerzen und Übelkeit. Zum Glück regelte meine Paracetamol das und nach einem kleinen Nickerchen war ich wieder fit. Wir verbrachten noch einen netten Abend und freuten uns auf das morgige Highlight – was uns definitiv nicht enttäuschte. Das Canopy Extremo ist das beste Ziplining in Costa Rica und hat uns alle ordentlich mit Adrenal vollgepumpt. In Hunderten von Metern hängt man in den Seilen und schwingt, fährt und klettert. Die 2 größten Highlights sind der Tarzan-swing, bei dem man nur vorne am Bauch an einem Seil befestigt ist und erst Mal einige Meter runterspringen muss, um dann wie Tarzan an der Liane entlang schwingt. So krass aufregend es auch war, ich hatte unglaublich Schiss davor und musste mich wahnsinnig überwinden. Jedoch das Fliegen und Schwingen ist ein unbeschreibliches Gefühl. Wenige Ziplines später kommt das Letze und Beste Erlebnis. Der Superman!! Man wir am Rücken und an den Füßen an das Sein geschnallt und dann heißts 1 km lang FLIEEEEEEGEN, aber so, dass man wirklich denkt man sein ein Vogel oder eben Superman. Man schaut hinunter und bekommt richtig Bammel weil es einfach Hunderte Meter vom Erdboden entfernt ist, und man sooo schnell ist, dass man kaum Atmen kann – aber einfach das Beste was es gibt.
    Nach dem Canopy aßen wir noch zum Abschluss gemeinsam und nahmen schließlich den Bus. Nach so langem Reisen mit Isabel ist es schön und traurig zu gleich gewesen. Am Freitag hatten wir uns verabschiedet und meine 2 Wochen ohne sie begonnen, jedoch mit vielen neuen tollen Menschen. Ich bin gespannt wie die letzten 10 Tage Costa Rica nun aussehen werden….

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  • 18Jan 2013

    40 Krönender Abschluss 18.01.2013 Costa Rica —

    Costa Rica

    Beschreibung

    Nun also mein letztes Wochenende im viel zu liebgewonnenen Costa Rica. Wer hätte gedacht, dass ein halbes Jahr so schnell vergehen kann, dass man in nur 6 Monaten so viel Neues und Wunderbares kennenlernen kann und dass man in nur 24 Wochen sich in ein Land verlieben kann, das einem noch nicht einmal eine warme Morgendusche gönnt.. und natürlich auch ; wie kann man in nur 168 Tagen eine neue Familie, ein neues Leben und eine neue Einstellung bekommen. Ich frage es mich selbst noch immer, aber genau das ist in diesen 4000 Stunden passiert. Zentralamerika hat mich verändert, geprägt und unglaublich glücklich gemacht.
    Zum krönenden Abschluss machte ich mich nochmal auf einen 4 Tagestrip auf. Mein straffes Programm beinhaltete den wunderschönen Nationalpark `Rincon de la Vieja`, in dem man neben dem Nebelwald, Geysiren, dampfenden Schlammlöchern und Steppe auch den als aktiv angesehenen Vulkan bestaunen kann. Als weiteres Highlight gibt es Knochenbäume und natürlich die Sagenumwobene Schlucht, der dem 14000 km² großen naturgeschützten Wildpark seinen Namen gibt. Rincon de la Vieja, übersetzt „die Ecke der Alten (Frau)“, denn vor unendlich langer Zeit gab es (hoppla das erinnert uns Europäer ja fast an Romeo und Julia) eine tragische Liebesgeschichte. Eine wunderschöne junge Indianerhäuptlingstochter verliebte sich in einen von ihrem Stamm verfeindeten Krieger und forderte so das Schicksal hervor. Ihr Vater – grausam und brutal – verbannte seine Tochter in die fern abgelegene Krater des Vulkans während er ihren Geliebten in der Schlucht versenkte. Voller Trauer und Hass lebte sie nun als alte Wahrsagerin und geistert noch heute herum. Nun ja, ich persönlich konnte keinen Blick auf sie erhaschen, allerdings war ich auch so restlos begeistert von dem Naturspektakel was es zu sehen gab. Wir wanderten in der Steppe, durch den Nebelwald, und schließlich, nach dem letzten Teil Regenwald überraschte uns ein wunderschöner Wasserfall, in dem ich gleich schwimmen musste. Das eiskalte Wasser kühlte unglaublich schön, nachdem wir ziemlich verschwitzt vom Wandern und der Schwüle waren. Da wir die ersten im Park waren, gehörte auch der Wasserfall für fast eine Stunde ganz allein uns  Nach unserem Picknick machten wir uns weiter zu einer weiteren abenteuerlichen Tour, durch Flüsse, die Geysire (absolutes Highlight), die brodelnd dampfenden Schwefelquellen und der Blick auf den Vulkan (leider sehr weit entfernt, weil durch das Erdbeben ist der Vulkan immer noch zu riskant bestiegen zu werden) Im Regenwald bin ich dann nicht nur süßen Affen und Faultieren begegnet, und eben den üblichen Vögeln und Insekten , nein wir mussten einen schmalen Pfad entlanggehen, an dem eine riesige rote Schlange lauerte. Wir Mädels natürlich leicht hysterisch und paranoid, konnten uns nicht mehr wirklich entspannen. Als ich dann schließlich neben mir was rascheln hörte, weckte mich erneut die Neugier und ich schaute im Gebüsch links von mir nach dem Unruhestifter. Auf einmal schreit Alexandra wie von der Tarantel gestochen auf, ich drehe mich nach Rechts und blicke fast auf selber Höhe in die Augen einer 2 m langen Riesenschlange. Völlig unter Schock blieb jede Reaktion aus, sodass Alex mich wegzerrte. Heiko dagegen witterte das große Foto, und schlich sich an sie ran. Danach jedoch waren die letzten Kilometer eine echte Höllentour. Jeder Stock, jedes Rascheln löste totale Panik in mir aus. Erst raus aus dem Park, bei der Ranger-station angekommen, atmeten wir auf und waren schließlich wahnsinnig stolz auf unsere Entdeckungen und unser 7 h Durchhaltevermögen.
    Noch im Auto schlief ich vor Erschöpfung ein und erwachte erst an unserem gammeligen Hotel in Bijagua, dem winzigen Ort, wenige Kilometer von dem Vulkan Tenorio – unserer 2. Station des Trips. Nach dem ersten Impuls einfach davon zu rennen, erinnerte ich mich an den unschlagbaren Preis und organisierte das Shuttel zum Nationalpark des Vulkan Tenorios. Dieser besticht mit seinem dichten Regenwald, dem Rio Celeste (himmelblau), einem der größten Wasserfälle Zentralamerikas und heißen Quellen des Flusses. Wir hatten also einiges vor. Nach einer Avocado und Platanochips ging es schnon früh ins Bett. Der Tag war eindeutig kräftezehrend…
    Am Montag also gings früh wieder los, den nächsten Vulkan unsicher machen. Auch hier wurde wieder viel geschwitzt, gelaufen und bestaunt. Dieses Mal verließ mich leider mein Glück und der Blick auf den Vulkan war sehr nebelig. Viel zu sehen gabs da echt nicht – naja der Wasserfall war wirklich atemberaubend und viele Meter daneben spürte man die unglaubliche Kraft der Wassermassen die in den Rio Celeste stürzen. Auch der Fluss war eine Besonderheit. Durch die 2 verschiedenen Wasserquellen, die unterschiedliche Chemikalien enthalten, färbt er sich beim Zusammenfließen himmelblau. Wunderschön!
    Den Muskelkater in den Beinen spürend packten wir unsere 7 Sachen zusammen und fuhren ein letztes Mal im überfüllten, überhitzten Reisebus über die holprigen Straßen Costa Ricas. Morgen sollte mein letzter Tag sein…

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  • 22Jan 2013

    41 Adios mi Vida relajado 22.01.2013 Costa Rica —

    Santa Bárbara, Costa Rica

    Beschreibung

    Abschied nehmen
    Wo also anfangen, wenn es heißt Abschied zu nehmen. Ein letztes Mal ins Amistad Institut in Barrio Jesus laufen. Die Lehrer, die anderen Volunteers und die Summercamp-kids verabschieden. Ein letzter Blick auf die nun so vertraute Schule werfen, ohne zu wissen ob ich es je wieder sehen werde.
    Die Sonne kitzelt in meinem Gesicht aber meine Sonnenbrille ist kaputt. Während ich blinzelnd die Straße entlangschlender, wird mir bewusst, wie sehr ich den Straßenlärm, die Müllhalden, die 200kgfrauen in Neonleggins, morgens Reis und Bohnen, Imperial und natürlich alle Lieben die mich bei dem Abendteuer begleitet haben, vermissen werde.
    Zuhause erwartet mich meine liebe Familie und hilft mir beim packen, meines viel zu vollen Riesenrucksacks. Zu Paulas Glück, musste ich einige Sachen aussortieren, die die kleine Grinsebacke sofort unter Beschlag nimmt. Bei all der ausgelassenen Stimmung, fühl ich mich trotzdem bedrückt, irgendwie fühlt es sich falsch an, schon zu gehen. Bereits morgen früh um 7 hebe ich ab. Meine Weltreise geht weiter. So vieles erwartet mich noch und ich bin wahnsinnig gespannt und aufgeregt was nun auf mich zukommt, und gleichzeitig kann ich nicht glauben, dass ich wirklich Costa Rica verlassen muss. Wer weiß wann oder ob ich die kleine Paula, Ariana, oder Carmen wieder sehe…
    Am Abend wurde ich mit einer kleinen Abschiedsparty überrascht. Schon da wars schwer die Tränen zurück zu halten. Als Krönung des Moments (wir waren von Pizza und Eis vollgefuttert) wurde mir feierlich ein kleines Geschenk überreicht. Darin fand ich ein fotobedrucktes TShirt auf dem Alle mich anlächeln. Das wirklich schönste Geschenk zum Abschied, das ich mir vorstellen konnte. Dann waren schließlich alle Dämme gebrochen und wir weinten synchron.
    Die ganze Nacht lag ich wach und konnte nicht begreifen, dass das das Ende sein würde. .. Um 4 weckte mich bitterlich der Wecke, ein letztes Mal die Holztreppe vor meinem Zimmer hinunter stiefeln, die Steinküche passieren, die Hunde vor der Haustüre verabschieden, vollgepackt die Straßen Santa Barbaras entlang zum Park.. hier wartete schon der Bus zum Flughafen und ich schaute ein letztes Mal zurück auf mein Leben in Costa Rica. USA FIJI AUSTRALIEN ASIEN ORIENT erwarten mich nun!!!

    Und weil ich nicht einfach nur einen herzschmerz-Text euch vor die Nase setzten kann und will, noch mein Schmunzelbeitrag, der für mich morgens, verschlafen und in meiner eigenen Welt zu meiner persönliches Katastrophe wurde. Ich Sparfuchs wollte mir kein Taxi gönnen, also nahm ich um 4 Uhr 20 den Bus – bzw wollte ich den bekommen, dass ich pünktlich um 5:20 (2 h vor Abflug) einchecken konnte. Aber Dank Ticotime und Ähnliches war ich also mit etlicher Verspätung erst um 5:10 in Alajuela, von wo aus ich also den Bus zum Flughafen nehmen wollte. Ein freundlicher Mann half mir mit meinem Gepäck und meinte ich könne in seinem schnellen Bus zum Flughafen mitkommen. Ich dankbar und noch nicht ganz bei mir saß also mit 24kg Rucksack im Bus eingequetscht und erspähe den Flughafen… nur leider halten wir nicht sondern fahren schnurstracks auf den Highway und davon. Völlig entsetzt frage ich wieso wir nicht halten, als mit erklärt wird, dass das der Direktbus nach San josé ist. Ich sah mich damit in der auswegslosen Situation meinen Flug zu verpassen, da der Busfahren nicht erlaubt ist irgendwo dazwischen anzuhalten. Weitere 20 min nach San José waren definitiv nicht mehr einkalkulierbar, und dann zurück zum Flughafen. Ich war aufgeschmissen und fing schließlich an bitterlich zu weinen. Der 40 Personen Bus schaute beschämt weg und versuchte mein verzweifeltes Schluchzen zu ignorieren. Schließlich hatte der Busfahrer doch Mitleid (mit mir oder dem vollbesetzten Bus) und schmiss mich auf der Autobahn an einer kleinen Haltestelle raus. Noch immer am Heulen setzte ich mich in ein Taxi und stammelte etwas von Flughafen so schnell es geht… Die gesamte Fahrt über versuchte ich mich zu beruhigen, doch mein Heulkrampf ließ nicht nach. Ich hatte das Szenario klar vor Augen,… ich käme zu spät zum check in.
    Mit wahnsinnigem Glück schaffte ich es schließlich mit nur minimaler Verspätung an den Flughafen, völlig verheult, am Ende mit den Nerven, hungrig und verwirrt. Und niemand verstand meine Aufregung mit dem Check in. Ich hatte noch unglaublich viel Zeit zum einchecken und die Stewardess belächelte mich nur mitleidig. Jegliche Aufregung war um sonst. Ich hatte schließlich doch (und zwar teurer) mein Taxi bezahlt, war um Jahre gealtert und musste wieder einmal feststellen, deutsche Pünktlichkeit bedeutet in Costa Rica nichts – nichts außer einem morgendlichen Adrenalinstoß der besonderen Art.

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  • 23Jan 2013

    42 USA 23.01.2013 USA —

    Los Angeles, USA

    Beschreibung

    Hollywood Hills, Sunset Bulervard and Malibu

    Living the American Dream
    Ein Ereignis jagt das Nächste. Mein Leben als Globetrotter, Weltenbummler und Reiselustige hat nun offiziell begonnen. Mit meinem riesigen Backpack komme ich nach einer gefühlten Ewigkeit im Land der unbegrenzten Möglichkeiten an. Was hatte ich nicht alles vom Pursuit of Happiness, vom Way of life und der Ideologie der Nation – von Amerika gehört. Naja und am Ende muss ich feststellen – Amerika ist wirklich genau soooo cool und unbeschreiblich wie ich dachte. Meine erste Station war Los Angeles, genauer gesagt Venice Beach. Ich fand ein Hostel direkt am Pier, also mit Meerblick. Ich hatte den ganzen Tag nichts gegessen, außer meinem Flugzeugfrühstück, also suchte ich nach was Essbarem. Natürlich fiel mir die Auswahl unglaublich schwer, und irgendwie auch nicht. Alles ist so unverschämt teuer… vielleicht hat sich meine Wahrnehmung nach einem halben Jahr Zentralamerika verändert, vielleicht lässt das Backpackern einen wirklich zum Sparfuchs mutieren oder eben – Venice Beach, so schön es auch ist, aber dieser kleine Hippieplanet ist einfach nur teuer. Es gibt trendy und organische Restaurants, Ökosupermärkte und Take-aways aus aller Welt – natürlich alles in recyclebaren Boxen. Die Menschen haben Rastas, sind tätowiert und fahren Skateboard. Sie surfen morgens um 5 die Wellen, kaufen im Farmersmarket frisches Gemüse, kaufen legal ihr medizinisches Marihuana und spielen Gitarre am Strand. Alles in Allem verdammt cool, macht mich aber nicht satt. Also entschied ich mich für einen Sellerie-Erdbeer-Smoothie und einer Avocado. Damit war mein Limit erreicht und ich eigentlich auch ziemlich glücklich.
    Meine nächsten Tage in LA verbrachte ich am Strand, im Getty Museum of Arts, in Downtown und ließ Amerika erst mal auf mich wirken. Ich lernte auch sofort ein paar coole Leute kennen, mit denen es einfach nur Spaß machte. Wir kochten zusammen, versuchten uns im Skatepark, belächelten die Muskelprotze im Freiluft-gym (Arnold Schwarzeneggers Entdeckungsort), machten uns über die Souvenirstände her und natürlich ließen wir keine Party aus. Venice hatte also viel zu bieten, was mich allerdings nicht davon abhielt meinen Trip durch Kalifornien durch zu ziehen wie ich es mir vorgestellt hatte.

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  • 26Jan 2013

    43 Roadtrip 26.01.2013 USA —

    Las Vegas, USA

    Beschreibung

    Einmal Californien, Nevada, Arizona und zurück. Über 4000 Meilen, Grand Canyon, Death Valley und Las Vegas...

    Ich wollte eine Touritour und bekam einen Roadtrip der besonderen Art… denn samstagmorgen brachen wir mit unserem wahnsinns coolen Nissan auf Richtung Las Vegas. Wir (ein spanischer Pilot, ein isländischer Finne, ein amerikanischer ExStraßenmusiker, eine argentinische Lehrerin und Ich) brachen in unser Abenteur natürlich etwas verspätet auf, was man bei unserer verrücktgemischten Truppe sicher verstehen kann. Am Anfang war Raffael verschollen, dann entschieden wir uns spontan Claudia auf dem Weg noch mitzunehmen, bis wir schließlich auf dem Highway waren, musste klein Ena aufs Klo und schließlich brauchten unsere starken Männer eine Stärkung bei Burger King. Nachdem John sich auch noch verfahren hatte kamen wir eben erst Nachmittags in Las Vegas an, und beschlossen sofort unserer Tour durch Vegas zu machen. Casinos, Luxushotels, Nachtclubs, Einaufsparadiese und atemberaubende Gebäude warteten. Wir sind stundenlang den Stripe entlang geschlendert und sind in praktisch jedes Hotel gegangen. Jedes war faszinierend und unbeschreiblich auf seine eigene Art. Sei es eine Pharaonenstadt mit riesiger Pyramide, der Nachbau von Paris, Venedig oder Athen, eine Eiswelten oder eben das bekannte Treasure Island oder Bellaccio. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus und traute meisten meinen Augen nicht. Was ich mir auch von Vegas versprochen hatte, es hatte mich mehr als überrascht und jegliche Erwartungen übertroffen. Allein „NEW YORK NEW YORK“ macht einen einfach sprachlos. Es ist soooo riesig, man läuft im Hotel umher und fühlt sich aber wie in New York. Es gibt Starbucks an der Ecke, Nachtclubs, Pubs, Restaurants, kleine Parks, eine Achterbahn und Shoppingcenter –und es ist einfach nur ein Hotel. Eins von 50 oder mehr. Man kann die Blue Man Group besuchen, Celine Dion hören und einfach eine andere Welt erleben.
    Wir verbrachten noch einen Tag bei Tageslicht in Vegas um dann zum Grand Canyon auf zu brechen. Wir hatten ja bereits das Death Valley in Kalifornien hinter uns, aber der Weg zum Grand Canyon war nochmal wunderschön. Ich durfte dieses Mal fahren, hauptsächlich deshalb weil die anderen definitiv zu viel Restalkohol intus hatten. Ich freute mich wie ein Schneekönig den Highway entlang zu düsen. Nun durfte auch ich mal DJ spielen und die Musik bestimmen, denn nach Endlosstunden Country und Truckerfahrermusik ließ ich die anderen bei David Guetta und Calvin Harris bluten. :D
    Der Grand Canyon war dann nach all dem Unbeschreiblichen noch ein unfassbares Highlight. Diese endlose Weite, die roten Felsen von ein bisschen Schnee umrahmt – es war das schönste und beeindruckenstes Erlebnis das ich je hatte. Leider war es verdammt kalt und meine Weltreise war nicht auf solche Temperaturen ausgelegt. Ich hatte eine Strumpfhose, eine Leggins und ne Jogginghose an. 2 Saar Socken, 3 Shirts, ein Pulli und mein Fleece an. Ich fror noch immer. Besonders süß war Claudia, die noch nie in ihrem Leben (33 Jahre!!) Schnee gesehen hatte. Da mussten wir natürlich eine echte Schneeballschlacht veranstalten und ich zeigte ihr Schneeengel. Völlig durchnässt, zitternd und erledigt machten wir uns auf den Rückweg nach Vegas. Ich schlief vor Erschöpfung sofort ein. Unser deluxe Nissan hatte keine Heizung (in Kalifornien gemietete Autos haben das scheins nie -__-) also bibberten wir alle. In Vegas kämpften wir wer als erstes unter die heiße Dusche durfte (übrigins die erste warme Dusche seit 6 Monaten für mich ;D) Diese Nacht schliefen wir im Hotel, was letztlich sogar günstiger war als das Hostel, weil wir uns das Zimmer teilen konnten. Wir residierten also Standesgemäß im Kingsizebett, mit Pool, Casino, Restaurants, Einkaufszentrum und 24h Diner.
    Zurück unter den Lebenden ließen wir es uns dann natürlich nicht nehmen, noch einem in die bezaubernde Welt der Casinohotels zu tauchen. Da ich allerdings Morgens bevor wir aufbrechen wollten noch in die Chocolate Factory von M&M und in die Kaktusgardens wollte, ging ich als Erste ins Bett. Ich fühlte mich wie eine Prinzessin auf einer echten Matratze mit Bettlaken zu schlafen. Um 8 brach Claudia und ich dann auf, die anderen ihren Rausch ausschlafend. Ich fand meinen Weg durch das 24/7 chaotisch und belebte Vegas. Und damit endete unsere Zeit auch schon. Unser Heimweg stand bevor. Wir machten noch einen Zwischenstopp am HooverDam und im größten Outletcenter Tanger. Genau 2 Min vor Öffnungsschluss brachten wir das Mietauto zurück und feierten unser Timing.
    Nun verblieben nur noch 2 weitere Tage in Los Angeles. Nach 4 Tagen minimalem Schlaf holte ich ordentlich auf um dann meinen vorletzten Tag in Santa Monica zu verbringen. Ich besuchte den weltberühmten Pier, mit seinen Achterbahnen und Riesenrad. Ich machte einen Ausflug nach Malibu und schließlich buchte ich die Great VIP Bustour durch Los Angeles. Ich erlebte Hollywood, sah den Broadway, die Music Concert Hall, Chinatown, den Farmersmarket und das Eastvillage, wir fuhren an den Filmstarvillen vorbei, knipsten Fotos vom Hollywoodsign und allen anderen Sehenswürdigkeiten.
    Damit waren meine 10 Tage USA beendet. 3 Bundesstaaten, 1200 Meilen, unendlich viele Eindrücke. Ich bin noch immer verzaubert!!

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  • 02Feb 2013

    44 Fiji Islands 02.02.2013 Fidschi —

    Fidschi

    Beschreibung

    Das Paradies ruft
    Ich weiß nicht womit ich das verdient habe, aber nach all den unglaublichen Orten, die ich bereits bestaunen durfte, wartete nun Fiji auf mich. Nicht sehr lange, allerdings lange genug um meine Bräune aufzufrischen, Erholung pur zu genießen, mich so richtig verwöhnen zu lassen und das süße Nichts Tun völlig zu praktizieren. Ich war also in Nadi, der größten Stadt der Hauptinsel gelandet und bereits am Flughafen Gitarre spielend empfangen worden. Mein 5 €-Hostel holte mich in der Schwüle die mich sofort erfasste morgens um 5 ab und es zeigte sich im Sonnenaufgang das schöne Fiji. Als Vorgeschmack auf Australien fuhren wir bereits auf der „falschen“ Seite, was mich bei vorbeikommenden Autos schwer mitnahm. Es war so unerträglich schwül und heiß, dass ich das erste Mal auf meiner Reise die Klimaanlage anbetete. Unser 14 Bettzimmer war fast schon kalt. Nach einem kurzen Nickerchen machte ich mich mit meinen neuen Bekanntschaften in die Innenstadt auf. Wir besichtigten den Hindutempel Nadis, und wir Glückspilze erwischten den perfekten Moment. Als wir ankamen, fand eine Hindu-zeremonie statt, bei der wir zuschauen durften. Fern ab von Tourismus erlebten wir das wahrhaftige Fiji und seine Kultur. Wir mussten Schuhe ausziehen und uns in bunte Tücher hüllen. Es war aufregend und ein tolles Erlebnis. Der Tempel war wunderschön, die Menschen hatten aufwändig bestickte Saris an und feierten einen Opferbrauch. Auch uns wurde Obst geschenkt, das wir am Tempelaltar opfern durften.
    Danach erkundeten wir Nadi, bestaunten das beschäftige Treiben und endeten schließlich in einem kleinen Restaurant, in dem wir zu Abend aßen. Wir ließen uns im Supermarkt von den einheimischen Produkten inspirieren (Zack probierte ein ekliges braunes Schlammgetränk, ich dagegen entdeckte ein super leckeres Kokos-Mangowasser)
    Zurück im Hostel buchten wir für den nächsten Tag ein paar Tage auf Mana Island. Einer wunderschönen, winzigkleinen Insel die neben der Insel liegt, auf der Cast Away mit Tom Hanks gedreht wurde. Die Insel ist unbeschreiblich schön. Es gibt keinen Supermarkt oder so, deshalb wird man vom Hostel vollverpflegt. Ich fühlte mich wie im 5 Sterne All Inclusive Hotel. Ich lag die meiste Zeit mit den Mädels tratschend auf der Sonnenbank und ließ mich braten. Ich wechselte höchstens auf die Hängematte oder kühlte mich im türkisblauen Meer ab. Jaaaa ich genoß wirklich das zuckersüße Leben. Zur Ankunft wurden wir mit einem Bula-Song willkommen gehießen. An einem Abend gab es eine traditionelle Feuershow, mal gab es Einheimischen Tänze, ein BBQ am Strand oder eine Partynacht auf einer Sandbank zu der man nur mit dem Boot gelangte. An meinem letzten Tag raffte ich mich auf und umrundete in 3 h die Insel. Es war ein kleines Abenteuer aber ich sah wunderschöne kleine, fast versteckte Buchten, ich „erklomm“ den Berg, von dem aus ich einen tollen Blick auf alle Nachbarinseln hatte.
    Viel zu schnell waren die Tage auf Mana Island vergangen (man verliert jegliches Zeitgefühl) und eigentlich wollte ich nicht gehen. Wir waren mittlerweile eine eingeschworene Truppe. Mit dem Speedboot ging es nach dem obligatorischen Abschiedssong zurück nach Nadi, wo ich eigentlich mit ein paar aus dem Hostel die Hauptinsel mit Mopeds erkunden wollte. Zu meiner Überraschung heulte allerdings eine Sirene auf, Polizei warnte alle Menschen auf den Straßen und letztlich wurden wir evakuiert. Ein Tsunami war angesagt. Das Internet versagte und wir mussten zum höchsten Punkt der Insel wandern. Nach Stunden des Singens, Rugbyspielens und Bula-tanzens wurde die Evakuation aufgehoben und wir konnten zurück ins Hostel. Dort tranken wir das Nationalgetränk, wovon die Zunge taub wird. Ich ging ein letztes Mal an den Strand und verabschiedete mich von Fiji. Die Lebensfreude der Menschen trotz der Armut, die vielfältige Kultur und Religion, die Natur und die Lebensweise haben mich schwer beeindruckt. Als ich um 5 zum Flughafen gefahren wurde, kündigte sich allerdings meine Fischvergiftung/Virus/Magenverstimmung bereits an. Jaaaja ich hatte von meinem Trip auf die Inseln noch bis Australien was :D Trotzdem überwiegen natürlich all die tollen Momente die ich auf Fiji erleben konnte. Schade, dass Fotos nur ein winziges Bisschen das widerspiegeln können, wie das Paradies hier wirklich war. Ich hoffe sie machen euch trotzdem ein wenig neidisch, im kalten Deutschland :*

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  • 08Feb 2013

    45 Sydney here I am 08.02.2013 Australien —

    Sydney, Australien

    Beschreibung

    Was ich von Australien wusste?! Nicht viel - und trotzdem oder vielleicht gerade deshalb hatte dieser Kontinent am anderen Ende der Welt schon immer eine unglaubliche Faszination auf mich ausgeübt. Ich war verzaubert von der Kultur der Aborigines, der unendlichen Weite und natürlich meinem intellektuellen Wissen aus diversen McLeodsTöchter Episoden, die mich lehrten, wie unverschämt gut Australier aussähen. Nichts desto trotz hatte ich wenig Ahnung was mich erwarten würde. Mein wirkliches Wissen belief sich auf wenige Fakten die ich im Englischunterricht aufgeschnappt hatte. Alles ehemalige Strafgefangene in Australien? Eine Rasse Böser einer Strafkolonie Großbritanniens (oder nicht doch der Amis?! So was konnte sich doch eigentlich nur unsere Elite aus dem Norden Amerikas ausdenken). Außerdem wollte ich unbedingt dem Gerücht auf den Grund gehen, ob das Wasser in der Badewanne wirklich entgegen unserer Abwasserrichtung fließt. Werde ich da drüben ernsthaft das Ozonloch sehen beziehungsweise fühlen? Spannende Fragen auf die ich definitiv eine Antwort wollte… und genau deshalb, und weil es definitiv schlimmeres gibt als mal eine Auszeit auf dem Roten Kontinent zu verbringen, man bedenke nur die atemberaubenden Landschaften, die vielfältige Natur und die exotische Fauna - entschied ich mich für ein halbes Jahr Australien. Backpacking, working and fun included.

    Mein Plan war es, in Sydney anzukommen, unglaublich reich zu werden um dann unbeschwert reisen zu können… aber wie es eben mit Plänen so ist (und wie es meine Titelseite schon sagt) kommt immer alles anders.
    Nach einer wunderschönen Zeit auf den paradiesischen Fijiinseln landete ich in Sydney mit einer Fischvergiftung!!! Aber weil das nicht schlimm genug wäre, sagte mir ein Bekannter der mich vom Flughafen abholen wollte ab und ich stand ohne Hostel, ohne Transfer und natürlich ohne Plan da… In den wenigen Momenten, in denen ich nicht das Gefühl eines Brechreizes bekam, versuchte ich im Flughafen händeringend Internet zu finden, um im guten alten Hostelworld ein Dach über dem Kopf zu bekommen. Ein Shuttle dorthin konnte ich für natürlich viel zu viel Geld auch noch auftreiben. (jedoch wurde mir immer elendiger und ich wollte einfach nur noch ankommen und schlafen….)
    In meinem Hostel krabbelte ich sofort aufs Stockbett und war für insgesamt 19 h nicht ansprechbar. Mein Bettunterschläfer erfreute sich an den regelmäßigen Toilettengängen, bei denen ich zombiemäßig vom Bett stolperte und schwermütig wieder versuchte hochzuklettern. Alles in allem ein wenig erfreulicher Start in mein neues Leben in der wohl (Gefühlslage in gesundem Zustand) schönsten Stadt der Welt. Nichts desto trotz überlebte ich auch diese Odyssee und wie heißt es so schön, was dich nicht umbringt……
    Als ich also wieder unter den Lebenden war, stellten sich meine Zimmermitbewohner als echte Schätze herraus. Maleika eine Deutsche, James unser neuseeländischer Bauarbeiter, Ryan –canadischer Soldat, Johnny (bis heute mein bester Freund hier in AU), Mehdi ein französischer Siebenschläfer und viele mehr. Meine Tage hier wurden von Tag zu Tag schöner. Ich entdeckte die wahre Schönheit der Ostküstenmetropole und verliebte mich restlos. Bei strahlendem Sonnenschein schlenderten wir am Hafen entlang, besuchten die Touri-hotspots, entspannten am weltbekannten Bondibeach, feierten die Nächte durch und ich suchte mir einen Job. Das Leben in Sydney ist einfach nur unbeschreiblich teuer und jeder Gang in den Supermarkt verursachte mir Kopfschmerzen. Ich wusste, ein Job musste her. Jedoch erfuhr ich von vielen in meinem Hostel, dass die Jobsituation gerade jetzt verdammt schlecht sei. Nicht nur, dass die gesamte Ökonomie nicht auf der Höhe war, besonders die Monate Januar bis April seien verdammt schwer für die Jobsuche. Davon ließ ich mich nicht abschrecke, erstellte mit Hilfe eines Australiers einen CV und machte mich auf ins CBD. Ich lief gefühlte 10 h im gesamten Inner Sydney umher, verteilte meinen Lebenslauf und wurde zunehmend deprimierter… bis ich schon fast am Aufgeben für diesen Tag in Wynyard ankam, ein deutsches Cafe entdeckte, meinen CV herauskramte und das Schicksal es gut mit mir meinte. Lange rede kurzer Sinn oder Veni vidi vici, ich sollte am nächsten Tag zu einem Trial kommen. Der morgige Tag sollte dann mein Glückstag werden, nach 1 h sagte mein Chef, ich sei im Team und ich sollte doch einfach bis abends bleiben (weitere 7 h arbeiten… nach so langen Monaten chillen durchaus eine Herausforderung). Seit diesem Tag arbeite ich nun jeden Tag von 6-14 oder 16 Uhr mit dem besten Team das man sich vorstellen kann, zusammen.
    Mein Job sorgte für Stabilität meiner finanziellen Situation, er verbietet mir jedoch auch mein entspanntes Lotterleben weiter zu führen, das ich die letzten Monate auf Reisen leben konnte, und das war durchaus eine schwere Umstellung, außerdem konnte (und wollte) ich nicht länger im Hostel leben. Aufstehen um 5 Uhr war definitiv nicht kompatibel mit einem 16 Bett Zimmer… von meiner Appartementsuche aber nächstes Mal.
    Liebste Grüße und Küsse xoxo Ena

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  • 02Mar 2013

    46 Mardi Gras Parade 02.03.2013 Australien —

    Sydney, Australien

    Beschreibung

    Nach nun einem Monat in Sydney erlebe ich das aufregende Festival der Schwulen und Lesben hier in Sydney. Die ganze Stadt (und vermutlich liegt das daran, dass hier auch verdammt viele Homosexuelle leben) dreht durch und überall blinkt und glitzert es. Das besondere Highlight dieser 2 Wochen Ausgeflippt sein, ist die Mardi Gras Parade, das diesen Samstag stattfand. Von frühem Mittag bis spät in die Nach drehen alle ab, der Alkohol fließt in Strömen (aber das ist nichts besonderes für diese trinkfeste Nation :D) und tausende verkleideter Menschen in sexy Dessous und Dragqueenoptik feiern und tanzen durch die Straßen. Musik ertönt und belebt ganz Sydney. Es war ein unglaublicher Spaß das miterleben zu dürfen. Bis spät in die Nach wurde gefeiert und ich konnte selten den Blick von seltsamen und total lustig-abgedrehten Figuren abwenden.
    Insgesamt ist dieses Festival (so besonders es auch ist) nur eines von unzähligen Gesellschaftsereignissen über das Jahr verteilt. Seit ihr in Sydney angekommen bin, ist immer irgendein Großevent am laufen... sei es die New Years Parade des Chinesischen Kalenders, die riesig über die ganze Stadt verteilt die Menschen zusammentrommelt, oder das wöchentliche Feuerwerk Samstagabends im Darling Harbour. Es gibt immer einen Grund zum feiern, der ordentlich genutzt wird. Australier, mit ihren offenen Gemütern, ihrer Trinkfestigkeit und ihrem Humor haben sie mich längst um den Finder gewickelt und speziell Sydney fasziniert mich ständig aufs neue... ich will hier eigentlich nicht mehr weg :D

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  • 13Mar 2013

    47 Being a Sydnäyer :D 13.03.2013 Australien —

    Sydney, Australien

    Beschreibung

    Hallo meine Lieben,.. mittlerweile bin ich schon aus Sydney weitergereist, das bedeutet jedoch nicht, dass ihr von meinen Geschichten aus der Zeit in Sydney verschont bleibt... Wir ihr bereits wisst, habe ich sehr schnell einen Job gefunden, der mir ein unbeschwertes Leben in der wunderschönen Küstenstadt sicherte. Da ein gesittetes Leben mit fester Arbeit zunehmend schwerer wurde im Hostel, durchforstete ich Gumtree und die Straßenzettel nach einem Zimmer,.. gar nicht so einfach kann ich sagen. Ich ließ mich allerdings nicht entmutigen und fand schließlich eine tolle kleine Wohnung nur 1 min weg von Central Station. Die WG´s hier sind nicht zu vergleichen mit deutschen Wohngemeinschaften. Das Appartement teilen wir uns zu 10, Privatsphäre ist daher eher ein Fremdwort, dennoch ist es sehr sauber, angenehmt und ruhig. Außerdem sind meine Mitbewohner unglaublich liebe Menschen aus aller Welt. Ich habe außerdem ein kleines Gym, einen Indoorpool und eine Dachterasse.. es lässt sich also leben. Plus, es ist definitiv billiger als die Hostels Sydneys in vergleichbarer Lage.
    Mein neues Leben bedeutet nun, morgens um 5:10 aufstehen, um 5:30 loslaufen zu meiner Arbeit, um 6 anfangen und am Nachmittag die Sonne im Park, am Hafen oder irgendwo sonst zu genießen..
    Und natürlich heißt es in jeder freien Sekunde Sydney und umgebung zu erkunden.
    Sei es Bondi Beach am Wochenende oder Wildlife park oder the rocks. Von Straßenmärkten über Feuershows im Hafen, Shopping-tours durch kleine Boutiquen, Strandtage oder einfach entspannte Sommerabende auf dem Rooftop.... Mein Leben hier hat sich eingependelt, ich bin glücklich und genieße jeden Moment!!

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  • 20Mar 2013

    48 Never ever a teen again 20.03.2013 Australien —

    Sydney, Australien

    Beschreibung

    Mein 20. Geburtstag ruft und es heißt PAAAAARTY
    längst hat sich mein Körper an das früher aufstehen gewöhnt, das mein Job nun mal mit sich bringt.. dennoch musste ich die Schicht am Tag meines Geburtstages tauschen, denn wir wollten ordentlich feiern :)
    Dank meiner wunderbaren Freunde hier am anderen Ende der Welt wurde es eine unbeschreiblich schöne Nacht und meine Kollegen trugen dazu bei, meinen Arbeitstag so angenehm wie möglich zu machen,. trotz der fehlenden Geburtstagstradition, die ich mit meiner geliebten Familie nun das erste Mal nicht erleben konnte, spürte ich kaum den Schmerz des nicht vorgefundenen Bergs von Geschenken, meinem Lieblingskuchen und natürlich den strahlenden Gesichtern meiner Lieben,.. aber um nicht sentimental zu werden, und weil es absolut keinen Grund zu Tränen (höchstens Freudentränen) gab, hier ein kurzer Bericht meines 20.ten
    Reingefeiert wurde mit meinen Mitbewohnern, die eine Familienpizza bestellten und mich viiiel zu lange wachhielten.Morgens um 5 augewacht, schleppte ich mich zur Arbeit, wo ich herzlichst begrüßt wurde und mir das Beste gewünscht wurde.. keiner hatte meinen Geburtstag vergessen. In meiner Pause gönnte ich mir ein Stück Zwetschgenkuchen und durchforstete mein FB, das leider bisher leer bliebt, dank der Zeitverschiebung :D
    Am Mittag machte ich mich auf nach Hause, wo ich mich etwas ausruhen wollte, für eine tolle Nacht. Am frühen Abend machte ich mich auf in mein altes Hostel, wo hoffentlich schon meine Clique auf mich warteten. Auf dem Weg dorthin überkam mich jedoch die Sehnsucht nach Geschenken und so ließ ich mich von den Schaufenstern der Einkaufsläden verführen und gönnte mir das ein oder andere Geschenk - von Herzen natürlich ... Angekommen im Hostel warteten schon alle ungeduldig (das Shopping hatte wohl doch länger gedauert hahaha) auf dem Rooftop mit genug Alkohol und Fastfood. Zu meiner Überraschung bekam ich sogar noch einen kleinen Kuchen mit meinem süßen Alter vor die Nase gestellt... Bald schon war unsere Stimmung perfekt um uns auf in das Sydneyer Nachtleben zu stürtzen.. Ungefähr 12 Partymäuse machten die Sidebar unsicher, von der ich nur einen Katzensprung entfernt lebe und somit praktisch ins Bett fallen konnte. Dies wurde nach peinlichen Tanzeinlagen und Mitgegröle schließlich getan... Mein erstes Ausschlafen nach einigen Wochen war letztlich auch noch ein tolles Geschenk. In diesem Sinne, und um 1 weiteres Lebensjahr weiser (mindestens aber reicher :P) bedanke ich mich auch bei euch, die sicherlich an mich dachten, fast alle dies auch durch liebe Messages, Skypeanrufe und Sonstiges zum Ausdruck gebracht hatten. Ich vermisse euch und freue mich auf einen 21. Geburtstag im Kreise meiner Allerliebsten <3

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  • 01Apr 2013

    49 0711 meets Sydney 01.04.2013 Australien —

    Australien

    Beschreibung

    Hommage an meine lieben Gäste aus 0711

    Nach unglaublichen Wochen in Sydney, wo ich tolle Freunde gefunden hatte, wurde ich mehr oder weniger mit einer ganz besonderen Überraschung gesegnet. Altbekannte Gesichter machten einen Abstecher zu mir nach Sydney. Ich hatte die Ehre, Cecilia und Flora-Sue aus dem wunderschönen Stuttgart für eine Woche zu beherbergen und meine neugeliebte Stadt zu zeigen. Als sie Samstagnachmittag ankamen war ich schon sichtlich nervös… wo sollte ich anfangen in dieser atemberaubenden Stadt… Eine Woche muss gut ausgenutzt werden und erforderte Planung, jedoch bin ich kleiner Exel-Planersteller-freak schnell mit dem ultimativen Wochenplan fertig gewesen und freute mich die Zwei in die Arme schließen zu dürfen. Mein Willkommensgeschenk war ein selbstgekochtes asiatisch angehauchtes Abendessen, das mich natürlich morgens in den Paddy´s market führte. Weil das nun mal in meinen Genen steckt, kaufte ich natürlich viiiiel zu viel, aber als nicht gerade passionierte Köchin hatte ich keine Ahnung was man alles braucht für ein 3 Personenmahl. Als wir schließlich zusammen trafen überkam mich ein ungewohntes Gefühl von Heimatsehnsucht und Stolz auf mein neues Zuhause. Ich hatte mich riesig gefreut über die fröhlichen Gesichter und natürlich nach 8 Monaten auf Reisen Menschen um mich zu haben, mit denen ich Daheim vielen Momente geteilt habe. Dieses Gefühl von Zusammengehörigkeit kann man schließlich nur mit echten Stuttgartern haben 
    Ich schlenderte mit ihnen also durch die Straßen zu meinem Appartement und wie jedes Mal wenn ich Gäste mitnehme kommt erst mal ein erstauntes Stöhnen. Der Eingangsbereich meines Domizils ist schließlich wirklich eindrucksvoll. Eine 4 Meterhohe Glastür öffnet sich nach einscannen meiner Karte. Man läuft durch einen stilvollen marmornen Flur der zur linken Seite von Glaswänden gesäumt ist. Diese geben den Blick frei zum kleinen Gym und wenige Meter unten auf den großen Indoorpool. Alles in allem durchaus eindrucksvoll. Mit dem Lift geht’s in den 10. Stock, natürlich nur mit der Karte… Dieser luxuriöse Eindruck der vermuten lässt, ich lebe in einer tollen Suite oder gar im Penthouse eines edlen Hotels bestätigt sich – NICHT. Ich kann mich nicht beklagen über meine Bleibe aber sobald der Aufzug in meinen Stock hält, die Türen sich öffnen kommt der ernüchternde Moment des Erkennens, dass ich in einer kleinen Wohnung lebe, die durchaus bessere Zeiten erlebt hatte. Ich teile sie mir wie gesagt mit einigen Anderen, sodass ich zwar nie Einsamkeit verspüren muss, leider ist das Wort Privatsphäre und Stille mittlerweile mehr ein FremdWort geworden. Auch meine 2 Gäste mussten schmunzeln über den Wandel der Atmosphäre durch die wenigen Meter Höhenunterschied.
    Der erste Kommentar über meine Dekadenz in solch einem Palast zu wohnen musste also revidiert werden :P Trotzdem glaube ich musste ich mich nicht schämen und wir konnten einen netten Frühabendsnack zu uns nehmen und über die gute alte (Wahnsinn schon fast 1 Jahr her seit dem Abitur) Schulzeit sinnieren. Unser Programm war straff und so trafen wir gegen 7 einen anderen Klassenkameraden um den Sydney Skytower zu bewundern. Mein Abijahrgang schafft es eben, in 16.000 km Entfernung ein kleines Treffen zu veranstalten.
    Nach dem Ausblick über die in Dunkelheit getauchte Stadt mit all ihren Lichtern machten wir uns auf, in Darling Harbour, um das wöchentliche Feuerwerk zu bestaunen. Wir müssen es allerding verpasst haben, da lediglich eine (wenn auch zugegeben unterhaltende) Gruppe Hiphopper und Akrobaten ihre Show lieferten. Wir genoßen die laue Sommerluft im März :D und machten schließlich unseren Einkauf für unsere morgige Wandertour in die Blue Mountains.
    Mit Sandwiches, Obst und Nüssen machten wir uns dann also am nächsten Morgen – seeeehr früh – auf, in die gut 2 h entfernten Blue Mountains. Wir nutzten die lange Fahrt um auf den neuesten Stand der Anderen zu kommen, Reiseberichte auszutauschen und natürlich für Mädchenplaudereien. In den Bergen angekommen, wurden wir von einem zuckersüßen kleinen Städtchen Namens Katoomba überrascht. Dort buchten wir den Hop-on Hop-off Bus um so viel wie möglich von den Blue Mountains mitnehmen zu können. Zuerst ließen wir uns ziellos von der Landschaft und der Umgebung inspirieren und informierten uns über die Wanderrouten. Mit einem ausgeklügelten Plan ging es dann los. Mir liefen im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein. Sahen wunderschöne Aussichtsplattformen und genossen den Blick über die unendliche Weite und die bläulich schimmernden Berge.
    Mit unserem Proviant hatten wir genug Power alles zu besteigen und zu bestaunen. Am späten Nachmittag (als schon der letzte Bus weg war ;( seeehr nervig) fuhren wir zurück ins schöne Sydney.
    Unser Osterwochenende war damit erst mal beendet, da meine Arbeitswoche wieder anfing. Mit einem straffen Programm ausgestattet wusste ich meine Lieben allerdings gut ausgestattet. Ich versuchte so oft wie möglich nach meiner Arbeit die Beiden zu begleiten, so dass wir zusammen noch in den Zoo gingen und Kängurus und Koalas bestaunten, im Park über dem Opera House zu Mittag aßen, durch Sydney schlenderten, mit meinen Kollegen Karaoke singen waren und etwas Party machten. Die Woche war leider viel zu schnell vorbei und ich war definitiv traurig mein kleines Stück Heimat wegfliegen zu lassen. Sie machten mir noch ein wahnsinnig süßes Abschiedsgeschenk was mich bei jedem Eis an sie denken ließ.
    O711 meets Sydney – thanks for the memories <3

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  • 15May 2013

    50 Life in Sydney 15.05.2013 Australien —

    Sydney, Australien

    Beschreibung

    So sehr mich der Alltag auch gefangen hat, ich sehr viel arbeiten muss und abends versuche im Gym meinen Körper zu stählen :P freue ich mich stets die Wochenenden mit Tagesausflügen (ins Umland Sydneys) zu verbringen. Es gibt egal ob nördlich, östlich oder im Süden wunderbare Strände zu entdecken, Cliffwalks zu besteigen und unzählige Märkte zu bestaunen. Ich wüsste gar nicht wo anfangen, wenn ich all meine Entdeckungen und Erlebnisse aufschreiben würde, schließlich schreibe ich diesen Text nun nach 4 Monaten Sydney. Ich habe die meisten Erlebnisse einfach hingenommen und als selbstverständlich betrachtet. So schön ich sie auch fand, mir war eigentlich gar nicht recht bewusst, was für wunderbare Orte ich so leichthin besucht habe. Nun gehe ich gerade meine Bilder durch,.. schon mal 3000 Bilder versucht in Ordner zu packen und die schönsten rauszusuchen?? So anstrengend es auch ist (soooo zeitaufwändig) ich muss ständig lächeln bei dem Anblick der schönen Bilder. Erinnerungen werden geweckt und ich möchte euch an den vermeintlich unspektakulären Strandausflügen teilhaben lassen. Keine Sorge, ich werde mich kurz fassen und mit ein paar Namen um mich werfen. Wer weiß, irgendjemanden wird es hoffentlich von euch mal nach Sydney verschlagen und diese Orte besuchen. Sie werden euch nicht enttäuschen.
    Wie gesagt, für die meisten Ausflüge mussten meine Wochenenden herhalten, und diese sind ja leider verhältnismäßig zu den Wochentagen kurz... das ist selbst hier in Australien nicht anders – leider. Trotzdem haben sich in meiner Zeit hier einige Ausflugsziele angehäuft, die definitiv nennenswert sind.
    Einen wunderschönen sonnigen Tag verbrachte ich mit meiner Mitbewohnerin und 2 Bekannten am WATSONS BAY. Hier hat man einen spektakulären Blick auf die Skyline Sydneys. Wird mit einem wunderschönen Cliffwalk belohnt, wenn man denn ins Schwitzen kommen möchte. Am kleinen aber sehr sauberen Strand kann man gut und sicher baden. Die Wellen klatschen einen nicht um wie das sonst öfters Mal der Fall ist. Man ist angenehm umzingelt von wunderschönen Villen (Meerblick aus dem Schlafzimmer ist kostspielig – warum nur :D) im maritimen Stil und großen Parkflächen die Familien und Freunde anlocken zum Grillen und Sonnentanken. Außerdem gilt das Bay als bester Spot für Fish and Chips. Die Imbissbude direkt am kleinen Bootssteg (Hafen??), an dem die Schiffe vom Circular Quay anlegen, lockt daher unzählige Touristen sowie Einheimische an. Der gesalzene Preis dafür beträgt 20$, was niemanden davon abhält wie es scheint, denn die Schlange davor war ewig lang. Definitiv ein wunderbarer Ort.
    Empfehlenswert war auch der COGGEE-BONDI-WALK, der von beiden Seiten aus zu starten ist. Ich begann ihn in Coggee damit ich am Ende am berühmten Bondi Beach lange genug nach Traummännern Ausschau halten konnte :D Also fuhr ich mit dem Bus nach Coggee. Mir persöhnlich gefällt der Strand weniger gut. Er ist sehr familienfreundlich aber daher auch echt n bisschen langweilig. Schnell machte ich mich auf den Weg über die Klippen Richtung Norden. Flipflops gegen Turnschuh getauscht machte ich mich auf meine kleine 2 h Reise über Strandabschnitte mit azurblauem Wasser, verlassenen Buchten und Klippen, die den Blick aufs offene Meer freigaben. Die Sonne brannte herunter während ich die Aussicht genoss. Die ganze Zeit kamen mit Jogger und andere Fitnessfreaks entgegen. So ungesund Australier auch essen mögen, sie sind eine aktive und sportliche Nation, die speziell in Sydney einen wahnsinnigen Körperkult hat. Kein Gramm zu fett brät an den Stränden. Man hat das Gefühl, alle guten Gene tummeln sich am Bondi Beach. Auf dem Weg dorthin gibt es außerdem einen wunderschönen riesengroßen Friedhof dicht an den Klippen gelegen zu bestaunen. Die weißen Kreuze geben einen krassen Kontrast zu dem strahlendblauen Himmel ab. Insgesamt wirkt der Anblick fast unwirklich. Auf jeden Fall würde ich die Szene als absolut friedlich beschreiben. So hoch auf den Klippen, knapp am Abgrund, über dem sprudelnden Meer scheint ein Friedhof fehl am Platz stattdessen integriert er sich ganz natürlich.
    Nach einem letzten Aussichtspunkt einer einladenden Klippe, sieht man schließlich den ersehnten Bondi Beach. Sagenumwoben und von Filmstars wie Hugh Jackman zu dem Touri-strand Australiens erklärt. Besonders beliebt bei Surfern wegen der großen und starken Wellen und zum Sehen und Gesehen werden. Wer in ist sonnt sich in Bondi.

    Zum MANLY BEACH geht’s mit der Fähre vom Circular Quay aus. Eine entzückende Schifffahrt mit Blick auf das Opera House und die Harbour Bridge entschädigen für die teure Fahrt. In Manly angekommen, einem der nördlichen Strände Sydneys, geht es wenige Minuten zu Fuß durch die kleine Stadt zu dem riesigen, weißen Strand die gesamte Küste entlang. Nicht nur für seine Schönheit sondern vor allem für seine gute Eignung zum Surfen ist der Strand bekannt. Das Sydney ganzjährig sonnig und angenehm ist, ist es das absolute Paradies für frühaufstehende Surfer. Mit Glück sieht man den Sonnenaufgang mit Blick auf die Stadt.

    TAMARAMA BEACH - mein Lieblingsstrand, gehört zu den östlichen Stränden und ist ein etwas weniger bekannter, aber wesentlich schönerer Strand, da nur wenige Menschen überhaupt dort sind. Hier habe ich auch boggieboarding ausprobiert. Man steht auf einem großen Board auf dem Meer (bevorzugt keine meterhohen Welllen) und paddelt mit einem langen Paddel. Balance halten und Armtraining plus Spaß und geniale Bräune. Vielleicht hat auch das meine Liebe zu genau diesem Strand ausgemacht.

    Ich könnte natürlich jetzt noch ewig weiter machen, mit tollen Stränden und schönen Orten. Empfehlenswert ist vermutlich fast alles, denn Sydney und seine Umgebung sind nun mal einzigartig schön.
    Von den Sonntäglichen Märkten ganz zu schweigen. Hier gibt es Kunsthandwerk, Kleidung, Secondhand, Schmuck und das alles in wunderschöner Atmosphäre. Ich habe es stets geliebt durch die Reihen voller Stände zu schlendern und die teilweise wunderschöne Aborignie-kunst oder Hippiemode zu durchstöbern.
    In Surry Hills, The Rocks, Bondi und Paramatta gefielen mir die Märkte am Besten. Alles in Allem waren meine Wochenenden voll von Parkspaziergängen, Wochenmärkten, Stränden und Party. Dafür eignete sich definitiv Kings Cross. Aber wie es überall so ist, meine Zeit in Sydney war vor allem deshalb so unglaublich weil ich tolle Menschen um mich hatte, die mir ihr Lieblingsorte zeigten, mir Gesellschaft an wunderschönen Plätzen leisteten und mit mir die Nacht zum Tag machten.

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  • 26May 2013

    51 All good things must come to an end 26.05.2013 Australien —

    Sydney, Australien

    Beschreibung

    Goodbye Sydney
    Ich hätte es gerne noch herausgezogen, und meine Zeit in dieser tollen Stadt verlängert, aber der Rest Australiens ruft und die Zeit läuft davon. Deshalb hieß es dieses Wochenende: last weekend in Sydney. Am Mittwoch wollte ich aufbrechen mit dem Greyhound. Mit Wanderer Travels hatte ich bereits meine gesamte Ostküstenreise geplant, hatte meine Vouchers abgeholt und nun musste ich nur noch kofferpacken und losgehen. Leichter gesagt als getan. Ich war richtig sentimental. Mein Herz hatte sich längst an meinen Alltag hier gewöhnt, ich war unzählige Male meine Stecke zur Arbeit gelaufen, kannte so viele Gebäude bei Tageslicht und Dämmerung, hatte mir einen tollen Freundeskreis aufgebaut, mochte meinen Job und meine Kollegen, genoss meine Zeit, unabhängig und frei in einer Großstadt zu leben und mein Leben selbstständig zu organisieren. Außerdem wusste ich die Vorteile eines Kleiderschranks zu schätzen, und die nächsten 3 Monate würden Reisen aus dem Koffe/Backpack bedeuten. Und so sehr ich traurig war (und im Abschied nehmen war ich doch nun schon durchaus geübt) begann das leise kribbeln in meinem Bauch, wenn ich an die aufregenden Touren und Orte meiner Reise dachte. Vorfreude war definitiv da.
    Samstags arbeitete ich noch einmal bis 2 Uhr um dann ein letztes Mal ins Poweryoga und Zumba im Hardcandy zu gehen. Abends wurde das Feuerwerk angeschaut – ein letztes Mal – und das Vivid Festival, das in vollem Gange war bestaunt. Arbeitskollegen und Freunde feierten Abschied mit mir, jedoch erwartete am Sonntag ein aufregender Tag auf mich. Meine Chefin schenkte mir zum Abschied eine Sydney tour der ganz besonderen Art. Sie holte mich gegen 12 Uhr zuhause ab, und fuhr mit Kind und Freund zu den schönsten Orten die sie über die Jahre kennen gelernt hatte. Wir picknickten auf einer kleinen Halbinsel, schauten den Sonnenuntergang von einem tollen Platz aus an, an den ich ohne Auto und ohne Insiderwissen natürlich nie gekommen wäre. Wir schauten Strände und Parks der Umgebung an. Ich hatte sehr viel Spaß und freute mich einen solch schönen Abschluss für Sydney geschenkt bekommen zu haben. Der Montag sollte ein letzter echter Alltagstag werden. Morgens 5:10 aufstehen, 5:30 loslaufen, 6:00 Arbeiten, 15:30 heim, Nickerchen, chillen, Gym, Abendessen, Duschen, Mädelszimmer-geplauder, schlafen. (und soo und wirklich nicht anders gings mehrere Monate lang, eine Veränderung durfte daher durchaus her)
    Der Dienstag gehörte meiner Melancholie, mein allerletzter Arbeitstag, mit Abschiedsbetrinken, Abschiedsgeschenken und Abschiedstränen. Von Kollegen, Kunden, Chefs und am Abend schließlich kamen Johnny und Kieran um meine letzten Kühlschrankreste zu vernichten. Meine Kochkünste waren wieder einsame Spitze :D und naja aus dem wilden Feiern wurde letztlich doch nichts weil klein Ena bereits um 12 Uhr auf der Couch eingeschlafen ist. Irgendwann wurde ich grinsend geweckt von meinen 2 Chaoten, zugedeckt und verabschiedet.
    Der Mittwoch sollte nochmal ganz mir und Sydney gehören, mein Bus ging erst um 10 Uhr abends und ich hatte riesige Pläne mit Strand und Schiffsfahrt letztlich schlief ich bis mittags, bekam dann einen Koller weil mein gesamtes Hab und Gut um 200% gewachsen war und mein Backpack dagegen wie eine Handtasche aussah. Kurzer Hand entschied ich einen Koffer in China Town zu kaufen damit ich wenigsten diesem Unheil glimpflich entkommen konnte. Ich ergatterte einen pinkenen mostergroßen Trolley für 35$. Gesehen und gekauft rettete er mich und ich konnte alles mitnehmen :D von dem Plan unnötiges Wegzuschmeißen wollte der kleine Messi in mir nichts mehr wissen. Ich war glücklich. Ich schaffte es, ein letztes Mal ins Hard Candy Gym und schwitzte zum guten sportlichen Vorsatz auf Reisen (tägliches joggen – hahahahahaha)
    Meine Mitbewohner schleppten mich vor Abfahrt noch in ein tolles japanisches Restaurant, brachten mich zum Bus und noch bevor ich richtig begreifen konnte das das mein Letzter Moment in Sydney sein würde, fuhren wir los durch die beleuchtete Nacht der Großstadt. Meine Weiterreise, mein Australienabenteuer hatte begonnen…..

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  • 29May 2013

    52 Meine Reise in den Norden beginnt 29.05.2013 Australien —

    Byron Bay, Australien

    Beschreibung

    First Stop – BYRON BAY

    Nach 12 h angenehmer Busfahrt erreichten wir Byron Bay, eine kleine Küstenstadt, 5000 Einwohner, doppelt so viele Touristen in der Hochsaison, perfekte Surferbedingungen und natürlich strahlender Sonnenschein, wie ich das von der Sunshinecoast erwartet habe.
    Ich wurde vom Hostel abgeholt und konnte ein wenig entspannen bis ich um 12 bereits von meiner ersten Tour abgeholt wurde. Kanufahren mit Delfinen hieß das verlockende Angebot und ich fand mich wenig später in Neoprenanzug am Strand wieder. Das Kanu bereit in die Wellen des Meers zu stürzen, mit Helm bewaffnet und aufgeregt wie ein kleines Kind gings los. Wir mussten zuerst den Wellengürtel meistern, der in Strandnähe auf uns wartete, grinste und versuchte unsere Kanus zu kentern. Wir schafften es schließlich alle und konnten aufs offene Meer rauspaddeln. In der Tat sahen wir Delfine und die schöne Aussicht auf die Bucht und den bekannten Leuchtturm.
    Nach einiger Zeit und ansteigendem Wellengang wurde ich allerdings seekrank und konnte das Ende der Tour kaum abwarten. Am Strand wieder angekommen akklimatisierte ich mich irgendwann wieder und war fit die kleine Stadt zu erkunden. Viel war es nicht aber es gefiel mir sehr gut. Für ein leckeres Abendessen wurde eingekauft, und schließlich mit den anderen Backpackern im Hostel gefeiert.
    Am nächsten Morgen wurde ich mit einem Pancake Frühstück geweckt und wartete auf meine erste Surfstunde in Australien. Ich wurde abgeholt und zu einem anderen Strand gefahren. Nach etlicher Theorie und Aufwärmtraining gings ins kalte Nass. Da wir einige Zeit im Wasser bleiben würden waren wir alle sehr dankbar für die Neoprenanzüge. Eins kann ich sagen, surfen ist alles andere als einfach. Auch wenn ich es schon versucht hatte, hier an der rauen Küste kann ich an 2 Händen abzählen, wie oft ich auf dem Brett stand, und das in 4 h Surfunterricht. Dementsprechend war es ansträngend, mit dem Brett durch das Wasser zu stapfen, den Wellen entgegen zu treten, aufs Brett, paddeln und versuchen aufzustehen. Blaue Flecken, Muskelkater und Sonnenbrand Hallo kann ich dazu nur sagen. Es war bereits nach 4 als ich meinen Strandspaziergang nach dem Surfen anschließen wollte, als ich wirklich unglaublich müde und erschöpft war und glücklich über Dusche und Bett. Um 8 Uhr schlief ich ein wie ein Baby auch aus dem Grund, weil ich am nächsten Tag endlich den Leuchtturm bestaunen wollte. Da aber mein Tag bereits verplant war, entschied ich mich für ein Aufstehen um 6 Uhr, mit dem Rad loszurasen, den letzten Aufstieg dann zu Fuß und schließlich wieder Heim, duschen, frühstücken und dann für meinen Ausflug nach Nimbin um 9 abgeholt zu werden. Alles in allem dauerte es gute 2 Stunden bis ich mit dem Rad wieder im Hostel ankam. Ich hatte den Sonnenaufgang gerade noch erlebt, mich am Morgen sportlich betätigt, den Leuchtturm und damit die östlichste Stelle Australiens gesehen und schaffte meinen Trip nach Nimbin, der Hippiestadt Australiens. Sie besteht aus einer Hauptstraße, wenigen Häuschen, 99% Menschen in Batikhemden und Dreadlocks, dem süßen Duft Marihuanas an jeder Straßenecke und ist bekannt für die besten Hashcookies. Wir fuhren mit einem alten, buntbemalten Schulbus hin, hielten an einem Wasserfall, einem Pub und hatten am Ende noch ein BBQ. Das Beweisfoto zeigt die Rückfahrt meiner Gruppe, alle am Schlafen… woran das wohl lag??
    Den Letzten halben Tag verbrachte ich auf dem Hippiemarkt im Stadtzentrum, streifte nochmals durch die Stadt und entspannte noch kurz am Pool. Dann gings auch schon weiter….

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  • 02Jun 2013

    53 das Reisefieber hat mich erneut gepackt 02.06.2013 Australien —

    Surfers Paradise, Surfers Paradise, Australien

    Beschreibung

    Surfers Paradise - so kann auch nur in Australien eine Stadt heißen. Neben Strand und Parks ist sie besonders wegen ihrer enormen Skyline bekannt. Der Stahl der Hochhäuser glänzt bis die Party beginnt.
    Nach wunderschönen und programmreichen Tagen in Byron Bay ließ ich es im 2 h entfernten Surfers Paradise schließlich ruhig angehen. Zu meiner großen Überraschung wurde ich in einem kleinen Bungalow eines großen Hotels einquartiert und entkam so dem üblichen Hostelflair. Ich durfte mich in Saunabereich austoben, den riesigen Pool benutzen und und und…
    Da ich ziemlich erledigt war als ich ankam, machte ich es mir nach einer kleinen Wellnesseinheit am Pool mit einem Buch bequem. So bekam ich eigentlich den gesamten restlichen Tag herum, bis ich vom Hunger getrieben aufstand und meine überschaulichen Vorräte inspizierte… Da leider auch die Supermärkte (dumme Sonntage  ) bereits geschlossen hatten mussten die Tütensuppen herhalten und ich schlummerte friedlich ein. Den nächsten Tag nutze ich für meine Bräune am Strand, ließ mich durch die Stadt treiben bis ich in einen kleinen Kaufrausch kam. Da Winterschlussverkauf war konnte ich mich nach nun 4 Monaten Shoppingabstinenz nicht mehr zurück halten und endete Tütenbeladen und glücklich in dem kleinen Bungalow. Dank neuer Klamotten und einiger Accessoires wurde meine Ausgeh-laune hervorgerufen und meine Bungalowfreundinnen begleiteten mich auf die Partystraßen um einen guten Club zu finden. Surfers Paradise ist speziell dafür bekannt, der Ballermann Australiens zu sein und der Stimmung nach zu urteilen (und dem Niveau) kann ich nun zustimmen.. was nicht bedeutet, dass wir keinen Spaß hatten… es war absolut gut ganz zu schweigen von unserem Strandshooting, dessen Fotos uns am nächsten Morgen gut unterhalten haben. Doch bereits dieser bedeutete auch schon wieder Abschied nehmen. Mit erneut schwererem Gepäck gings zum Bahnhof und ab nach Brisbane.

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  • 06Jun 2013

    54 Brisbane 06.06.2013 Australien —

    Brisbane, Australien

    Beschreibung

    Endlich wieder Großstadtluft schnuppern :D nun ja so gut mir auch die kleinen Surferstädtchen gefallen mit all ihrem Flair und den feierwütigen Backpackern, ich freute mich mal wieder über Abwechslung und die sollte ich auch bekommen. Denn wohingegen ich sonst immer am Bahnhof direkt aus dem Greyhound gefischt wurde und von meinem Hostel abgeholt wurde, erwartete mich in Brisbane erst Mal nur ein riesiger Busstop und nichts weiter. Mit gefühlten 50 kg Gepäck und 2 netten Deutschen gings in der Morgensonne schwitzend hoch ins Zentrum und mit der Stadtkarte war unser Hostel schließlich auch gefunden.. zum Glück, denn gerade da wurde mir einfach klar, dass ich mein Gepäck rigoros verkleinern sollte aber wer mich kennt, weiß, dass das seeehr schwer ist
    Brisbane selbst, naja was kann ich dazu sagen. Von allen Städten Australiens die wohl am wenigsten beachtete und gewürdigte. Bisher hatte ich nur schlechtes gehört und erwartete eine langweilige durchschnittliche Stadt, stattdessen muss ich entgegen aller sagen: ich mag Brisbane. Natürlich kommt nichts an mein geliebtes Sydney ran, aber Brisbane hat definitiv mehr zu bieten als ihr nachgesagt wird. Man kann schön durch die Stadt schlendern und bekommt einen Mix aus alten Gebäuden und moderner Architektur. Am Fluss angekommen kann man über Brücken zur anderen Seite der Stadt gelangen und wird an schönen Uferwegen bis zu künstlich angelegten Schwimmseen geleitet. Mit Sand und Lifeguards bekommt man fast ein echtes Strandfeeling und durch idyllisch umrundende Parks, die im Abendlicht beleuchtet werden, kann man sich wirklich wohlfühlen. Außerdem ist die Skyline Nachts von der anderen Uferseite Richtung Innenstadt wirklich schön, man findet immer wieder Straßenkunst und die vielen Cafés und Bars machen Brisbane 24 h lebendig. Alles in allem war ich sehr traurig nur so kurz bleiben zu können, allerdings warteten die Koalas und Kängurus bereits auf mich.

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  • 07Jun 2013

    55 Auf den Spuren des Crocodile Hunters 07.06.2013 Australien —

    Beerwah, Australien

    Beschreibung

    Australia Zoo
    Früh morgens um 7.30 fuhr mein Bus von Brisbane in den nahegelegenen und weltweit bekannten Australia Zoo. Nahegelegen natürlich in australischer Distanzrechnung. Und die ist für uns relativ – relativ weit. Denn auch hier legte ich 2 h im Bus zurück, was jedoch verglichen zu über 3000 km Weg die ich in der Zeit von Sydney nach Cairns zurücklege, ist das natürlich wirklich kurz.
    Kurz nach 9 erreichten wir bereits den Zoo und es regnete… bei einem stolzen Preis von 60 $ hinderte mich dies dann aber definitiv nicht daran, mich auf Erkundungstour zu begeben, und glücklicherweise wurde ich für meine Kühnheit und meinen Willen belohnt und der Himmel riss auf. Strahlende Ozonungeschützte Sonne begleitete mich beim Streicheln von Alligatoren, Füttern von Kängurus, Knuddeln mit Koalas, Gassigehen mit Dingos und Wallabys, im Vogelhaus und bei unzähligen anderen für mich exotischen Tieren. Ich schaute mir die berühmte Krokodile Hunter Show an, für den der Zoo so bekannt ist, ich lernte einiges über native australian animals, sah nie zuvor gesehen Tiere (tasmanian devil, wombats,..) und gönnte mir meine ersten Fish n chips in Australien. Am Ende durfte ich noch asiatische Elefanten füttern und mir eine Riesenpython um den Hals legen. Für weitere 20$ hatte ich ein kleines Fotoshooting mit einem süßen Koala (waren dann ganze 100$ - Gooooott Australien ist so teuer ;( ) der Regen machte die kleine Regenwald-zone authentisch und schließlich musste ich meinen Bus nach Noosa nehmen, denn ich wollte in wärmere Bereiche hoch reisen…

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  • 08Jun 2013

    56 N O O S A 08.06.2013 Australien —

    Noosa Heads, Australien

    Beschreibung

    - Noosa -
    Bevor es für mich für 3 Tage ins Bushcamp ging, landete ich in dem kleinen süßen Strandort Noosa, das bekannt für seine Kanäle und einen riesigen Nationalpark ist. Da ich leider nur eine Nacht verbrachte, aber so viel wie möglich sehen wollte, ging ich ganz bald schlafen um den nächsten Tag so früh wie möglich zu beginnen. Mit einem ausgiebigen Spaziergang an den Kanälen und zum Supermarkt begann ich mein straffes Programm. Mit meinem ersten Rührei nach Monaten hatte ich dann auch genug Energie um mich auf in den Nationalpark zu machen. Ich hatte nur den Vormittag bis 2 Uhr Zeit, deshalb blieb keine Zeit zum Ausruhen. Da ich mittlerweile näher am Äquator bin, spüre ich auch die Hitze und das etwas tropischere Wetter, trotz australischem Winter, das einen leicht zum Schwitzen bringt. Zum Glück wurde ich jedoch mit einem unglaublich schönen Küstenausblick und toller Landschaft belohnt. Ich beobachtete Delfine (die Saison hat gerade begonnen) am Dolphine Point und marschierte bis zum Hells Gate mit traumhaftem Blick über das Alexandria Bay. Leider musste ich natürlich auch wieder rechtzeitig zurück sein, deshalb machte ich bin nach knapp 10 km auf den Rückweg. Die Sonne schien unermüdlich und ich war definitiv froh über meine 50+ Sonnencreme, die Einstrahlung hier in Australien ist einfach krasser als ich es je erlebt habe. Die nächste Zeit muss ich erst Mal ohne Internet und mein kleines Netbook auskommen, denn das Bushcamp nahe Noosa ruft.

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  • 09Jun 2013

    57 NaturPur 09.06.2013 Australien —

    Noosa North Shore, Australien

    Beschreibung

    Gagajoo Bushcamp - 3 Tage abgeschieden von der Zivilisation
    Im uralten Van wurde ich in Noosa abgeholt und bekam sofort militärmäßige Anweisungen für die nächsten paar Tage in der Wildnis. Ich hatte 20 min Zeit mir mein Essen für die nächsten Tage zu besorgen, denn Supermärkte und Elektrizität sollten erst einmal Vergangenheit werden.
    Von Noosa aus ging es dann durch den Nationalpark Richtung Noosariver zu meinem neuen Zuhause, dem Gagajoo Bushcamp. Hier sollte ich 3 Tage mit Plumpsklo und Zelten hausen, Kanufahren und abends Marshmallows grillen. Was sich erstmal ganz nett anhört, wurde wirklich ein kleiner Trip in die Abgeschiedenheit. Ohne Telefonempfang und jeglichem Komfort schaute ich natürlich etwas dumm aus der Wäsche, aber so wollte ich das ja. Ein bisschen Abenteuer und Naturerlebnis sollte auf meiner Reise nicht fehlen. Der erste Tag ging mit Kennenlernen und einer Erkundungstour durchs Camp schneller vorbei als gedacht, und da es um 5 langsam aber sicher dunkel wird, wird der Alkohol sehr früh ausgepackt. Dementsprechend fühlt sich 10 Uhr auch sehr viel später an, und um 2 Uhr lässt sich der Alkoholpegel nicht mehr anheben... Es wird Zeit für die Heia. Am nächsten Morgen sollte unsere Gruppe eigentlich um 8 Uhr bereit stehen für unsere Kanutour, außer mir und einer Französin kam keiner aus den Federn (oder besser aus dem Schlafsack). Nicht weil das Schlafen ein solchen Vergnügen ist, auf 2 millimeter dicken Isomatten, aber die morgendliche Kälte und ließ alle Verkaterten in ihren Schlafsäcken ausharren. Entsprechend frustriert und cholerisch reagierten die Campleiter und schrien die langsam Erwachenden zusammen, bis diese in kürzester Zeit parat standen für den Kanutrip auf dem Noosa River. Eigentlich nicht wirklich spektakulär der Ritt auf dem Fluss, allerdings kamen wir nach einiger Zeit an einen wunderschönen See, glasklar und glitzernd im Sonnenschein. An einem kleinen Strand entspannten wir und aßen Lunch. In einem kleinen Nebenfluss abgeboben erwartete uns eine Konstruktion aus Seilen und Schaukeln die einluden, aus einigen Metern Höhe in den Fluss zu springen. Ich Schißhase traute mich allerdings nicht, dem Provisorium dass sich Holztreppe nennt, mein Leben zu schenken. Für die Meisten allerdings war das kein Grund zur Zurückhaltung und sie sprangen aus ca 5-6 Metern Höhe – ich sah sie Alle vor Angst schwitzen als sie die wackeligen Holzplättchen an dem morschen Baum genagelt hochkrapselten. Gegen den Wind paddelnd wurden wir beim Zurückfahren etwas müde und entschieden uns für ein Viererbootkanu. Insgesamt war meine Gruppe eine absolute Chaotentruppe, aber vermutlich genau das, sorgte für den Spaß. Denn alles in allem war das Bushcamp nur durch die tolle Atmosphäre und die Leute so gut.
    Zum Abschluss folgte ein großes BBQ, ein Lagerfeuer und erneut eine bitterkalte Nacht im Zelt. Im Plumpsklo entdeckte ich eine rieeeeesengroße Spinne, und da in Australien ja bewiesenermaßen alles was krabbelt und kriecht tödlich ist, war ich nur froh am nächsten Mittag raus aus diesem Wald zu sein. Die eigentlichen Highlights folgen ja erst noch ...

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  • 13Jun 2013

    58 Fraser Island 13.06.2013 Australien —

    Fraser Island, Australien

    Beschreibung

    Adventure Tour on Fraser Island
    Raus aus dem Dschungel – rein ins Abenteuer, denn nachdem ich am Abend in Hervey Bay ankam, bekam ich sofort meine Gruppe zugewiesen, mit der ich die nächsten 3 Tage mit unseren Jeeps die Fraser Island unsicher machen wollte. Wir bekamen die ersten Sicherheitsvorschriften und Anweisungen gesagt und verbrachten dann in kleinen Appartements unsere letzte Nacht in 4 Wänden.
    Am nächsten Morgen gings um 5 für mich schon aus den Federn, wir bekamen einen Film vorgesetzt über verantwortungsvolles und sicheres Fahren mit den 4WD cars und packten unser Gepäck in die Autos. Zu 20st brachen wir auf in unser Abenteuer, noch bevor die Sonne wirklich schien. Den Sonnenaufgang verpassten wir allerdings noch bevor wir auf die Fähre kamen, die uns schließlich nach Fraser Island, der größten – und ziemlich einzigen Sandinsel der Welt, brachte.
    Dort angekommen erlebten wir 3 wunderbar aufregende Tage. Früh um 6 wurden wir geweckt und tourten den ganzen Tag auf der Insel umher. Wir schauten uns glasklare Seen an, deren Sand sich zum Polieren von Edelsteinen und Glas eignet. Auch unsere Zähne brachten wir damit zum Strahlen. Wir badeten in Flüssen (unsere einzige Duschmöglichkeit) drifteten durch Sanddünen, bleiben auch öfters mal stecken, in dem hohen Sand, fuhren an gekenterten Schifffracks vorbei, blickten von wunderschönen Lookouts über die Insel und kochten gemeinsam in unserem Lager. (Im Meer baden war strengstens verboten, da Haie aller Arten und Größen bis 1 Meter vor der Küste auf Frischfleisch warteten)
    Wer im Camp auf die Toilette musste, packte seinen Zeltnachbarn, eine Eisenstange zum Schutz vor den Dingos und eine Taschenlampe, und pinkelte unter sternenbenetztem Nachthimmel hinter die Dünen. Alles in Allem sehr einfach und sicher nicht geeignet für mehrere Wochen, aber nach dem Gagajoo Bushcamp ließ mich nun alles kalt. Die Insel war absolut unbeschreiblich schön und wir erlebten eine tolle Zeit. Mit unserem Soundtrack [alle mal auf youtube anhören : Bastille – Pompeii] im Ohr cruisten wir über die Insel und selbst ich setzte mich ein paar Mal ans Steuer. Jedoch hauptsächlich am Strand da es im Landesinneren wirklich richtig schwer wurde und ich mir natürlich keine Blöße geben wollte … Abgesehen von meinem unglaublichen Drang unter die Dusche zu Springen, hätte mich so schnell nichts von Fraser weggebracht, denn dieser Adventour trip war absolut spitze.
    Zurück in Hervey Bay am Abend feierten wir zusammen Abschied. Den nächsten Tag verbrachte ich mit Eva, einer Psychologiepromovierenden am Strand. Wir liefen unglaublich weit bis wir einen tollen Platz fanden, wurden jedoch von einem Platzregen verscheucht, der uns ziemlich durchnässte. Zum Glück dauerte dieser nur wenige Minuten und bei der Hitze waren wir schnell getrocknet. Den Abend bis um 9 unser Zug nach Airlie Beach fuhr, wurden wir unterhalten von zwei schrecklich nervtötenden Engländerinnen, die sogar noch mehr reden als ich auf Hochtouren. Ich freute mich ernsthaft auf eine ruhige Nachtfahrt zu den Whitsundays!!
    Genau gehört die WHITSUNDAYS ruuuuuuuuuuuuuuuufen… bin schon ziemlich aufgeregt und hoffe auf erholsame und wunderschöne Tage auf dem Segelschiff.

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  • 16Jun 2013

    59 Whitsundays 16.06.2013 Australien —

    Whitsunday Island, Australien

    Beschreibung

    Paradies die 2te
    Nach über 12 h Fahrt im Greyhound erreichten wir morgens Airlie Beach in Queensland. Traumhaftes Wetter und unbeschreibliche Kulisse erwartete uns beim Aussteigen. Die Hitze schlug uns entgegen und ich wusste, die nächsten Tage würden traumhaft werden. Und so waren sie dann auch.. vielleicht sogar noch toller als traumhaft. Ich bekam mein Boot zugewiesen – Habibi oder eben my darling – und lernte die Gruppe kennen. Was ich selbst noch nie erlebt hatte, es waren außer mir keine Deutschen an Board. Nur Franzosen und englischsprachige. Ich habe ganze 4 Tage kein einziges Wort Deutsch gesprochen, noch nicht einmal gedacht
    Am ersten Tag segelten wir entlang der Inseln der Whitsundays und bräunten uns an deckt. Wir spielten Kennenlernspiele und bekamen unsere winzigen Kabinen zugeteilt. Wer der Enge Unten entfliehen wollte, durfte mit Schlafsack oben an Deck und unter dem Sternenhimmel schlafen. Insgesamt jedoch echt bemerkenswert wie viel Platz das kleine Segelboot bietet, wir waren schließlich 25 Leute an Bord.
    Unser Abendessen war hervorragend, ehrlich gesagt mit das beste Essen, was ich seit einigen Monaten hatte. Den nächsten Morgen starteten wir früh um 6:30 Uhr mit Frühstück beim Sonnenaufgang, dann gings zum 10t schönsten Strand der Welt!!! Dem Whitehaven beach. Ich muss schon sagen, etwas Schöneres habe ich mein Leben noch nicht gesehen. Zuerst bestaunten wir den Strand von einem kleinen Hügel aus, der uns einen atemberaubenden Blick lieferte. Danach entspannten wir auf strahlend weißem Sandstrand und azurblauem Meer. Da noch immer Gefahr für gefährliche Quallen herrschte, mussten wir mit den Stingsuits ins Wasser. So auch beim Schnorcheln, denn auf unserem 3 Tages Segelturn hatten wir insgesamt 3 Mal schnorcheln inklusive. Zuerst an einem farbenprächtigen Reef, dann an einem Spor wo zwischen uns die Fische gefüttert wurden und wir umringt von Millionen von Fischen waren. So auch konnte ich eine Riesenschildkröte verfolgen und schließlich berühren. Beim letzten Schnorchelgang erblickten wir sogar Wale, denen wir mit dem Boot folgten und in wahnsinniger Nähe bestaunen konnten. Wir halfen beim Segel ausrichten und fütterten adlerähnliche Tiere mit unseren Leftovers. Abends genossen wir den Sonnenuntergang und feierten bis alle in ihren Kojen verschwanden. Mit ein bisschen Inselkunde und SeemannsWissen war mein bisheriges Highlight allerdings leider schon zu Ende.
    Zurück an Land genoss ich an den Lagunen von Airlie Beach einen entspannten Tag, bis unsere Habibicrew am Abend zu gemeinsamem Pizzaessen einlud. Definitiv ein wunderschöener Abschluss für perfekte Tage.

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  • 19Jun 2013

    60 Magnetic Island 19.06.2013 Australien —

    West Point, Australien

    Beschreibung

    Magnetic Island
    Obwohl man ja sagt, man soll aufhören wenns am schönsten ist, machte ich mich von Airlie Beach auf nach Townsville und damit nach Magnetic Island.
    In Townsville angekommen spürte ich die Kilometer ab nördlich in Form von immer tropischerem Wetter. Ich nahm die Fähre zur Magnetic Island und kam in dem traumhaftesten Hostel der Welt an. In mitten einer Bucht sitzt das XBase und blickt auf wunderschöne Felsen und einen traumhaften Strand. Das sollte meine Heimat für 3 Tage sein. Den ersten halben Tag verbrachte ich am Pool mit Blick auf den Strand, ich schnorchelte und genoß das süße Leben eines Reisenden.
    Den nächsten Tag startete ich mit Obstsalat in der Hängematte und fuhr dann mit dem Bus hoch zum Horseshoe Bay. Dort entspannte ich ein paar Stunden bis ich mich auf den Weg machte die Küste der Insel entlang. Ich Supergenie war natürlich, mit Kleid und Flipflops bewaffnet, wenig für den steinigen Weg über Hügel und Schotterwege geeignet. Bei 35 °C begann schnell das große Schwitzen und ich verfluchte mich selbst für die Wanderung die weitere 6 km forderte, ohne auf einen Ausweg zu hoffen. Der Weg wurde ergiebiger und die kleinen Bays entschädigten für meine Ertüchtigung. Oben am Ende des Wanderns wurde ich schließlich von einem Australier zurück ins Hostel gefahren, da kein Bus fuhr. – Australien ist einfach nur liebenswert!!! –
    Eine Bingonacht mit Burgern folgte (hatte ich mir wirklich verdient) – ich traf Eva erneut und andere die ich im Bushcamp schon kennenlernte. Eine aus der Gruppe gewann sogar 500$ beim Bingo, was unsere Feierlaune schließlich weiter anheizte. Die wunderschöner Kulisse, Musik und das Rauschen des Meeres machten den Tag vollkommen.
    Heute war dann aber meine Zeit gekommen, der magnetischen Insel Adieu zu sagen, ich bepackte mich mit meinem vielen Gepäck und sitze nun bereits schon wieder im Bus von Townsville nach Cairns. Nur noch 6 Tage, dann sind meine 4 Wochen Ostküste bereits vorbei.. Sooo schnell vergeht die Zeit. Sonnige Grüße aus Queensland und dem bald erreichten Great Barrier Reef. Küsschen .*

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  • 21Jun 2013

    61 Last but not least 21.06.2013 Australien —

    Cairns, Australien

    Beschreibung

    Cairns

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  • 20Jul 2013

    62 Bali 20.07.2013 Indonesien —

    Danginpuri, Denpasar, Indonesien

    Beschreibung

    relaksasi, rekreasi, keseimbangan

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  • 02Aug 2013

    63 Thailand 02.08.2013 Thailand —

    Wat Tha Phra, Bangkok, Thailand

    Beschreibung

    แปลกใจในกรุงเทพมหานคร

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  • 10Aug 2013

    64 Vereinigte Arabische Emirate 10.08.2013 Vereinigte Arabische Emirate —

    Al Zaab, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate

    Beschreibung

    الانحطاط وتدعو :D

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  • 14Aug 2013

    65 Stuttgart hat mich wieder :D 14.08.2013 Deutschland —

    Rathaus, Stuttgart, Deutschland

    Beschreibung

    365 Tage gehen zu Ende -________-

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